2016/0379
2. Fortschrittsbericht zum Personalentwicklungskonzept
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Zweiter Fortschrittsbericht zum Personalentwicklungskonzept Stand 05.09 .2016 Status Endfassung Verfasser Zentrale Steuerungsunterstützung Inhaltsverzeichnis 1 Ausgangslage ...................................... ................................................... .......................... 2 2 Die wesentlichen Neuerungen und Entwicklungen in de r Übersicht ..................................... 2 2.1 Erfolgsfaktor Familie ............................. ................................................... ................. 2 2.2 Ausbildung ........................................ ................................................... .................... 2 2.3 Einarbeitung ...................................... ................................................... .................... 3 2.4 Beschäftigtengespräche ............................ ................................................... ............. 3 2.5 Fortbildung ....................................... ................................................... ..................... 4 2.6 Flexibilisierung der Arbeitszeit .................. ................................................... .............. 4 2.7 Alternierende Telearbeit .......................... ................................................... ............... 4 2.8 Teilzeitbeschäftigung ............................. ................................................... ................ 5 2.9 Führungskräfteschulungen .......................... ................................................... ........... 5 2.10 Schulungen für Führungskräftenachwuchs ............ .................................................. 6 2.11 Mentoring.......................................... ................................................... ................. 7 2.12 Betriebliches Gesundheitsmanagement ............... ................................................... 7 3 Zusammenfassung und Ausblick ...................... ................................................... .............. 8 2 1 Ausgangslage Im November 2009 verabschiedete der Magistrat das g esamtstädtische Personalentwicklungs- konzept und legte damit in den unterschiedlichsten Themenfeldern der Personalentwicklung einen wesentlichen Meilenstein in der Modernisierun g der Darmstädter Verwaltung. In 2011 wurden mit dem ersten Fortschrittsbericht d ie ersten Erfolge und Meilensteine darge- stellt, die seit der Veröffentlichung des Konzeptes erreicht wurden. Dazu zählten insbesondere Neuerungen in den Themenfeldern Personalauswahl, Ei narbeitung, Ausbildung, Führungskräfte- sowie Führungskräftenachwuchsentwicklung und Betrie bliches Gesundheitsmanagement. 2 Die wesentlichen Neuerungen und Entwicklungen in der Üb er- sicht Das gesamtstädtische Personalentwicklungskonzept fü hrt die verschiedenen Bausteine der städtischen Personalentwicklung auf. Nachfolgend we rden die wesentlichen Neuerungen und Entwicklungen seit der letzten Berichterstattung 20 11 bezogen auf die Bausteine des Personal- entwicklungskonzeptes dargestellt. 2.1 Erfolgsfaktor Familie Seit 2002 hat die Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen des audit berufundfamilie viele Maßnahmen zur besseren Verein barkeit von Beruf und Familie erfolgreich umgesetzt. Durch die in diesem Rahmen in der Zwisch enzeit erworbenen Kompetenzen war die Stadtverwaltung in der Lage, eine bedarfsgerechte P rioritätensetzung, Spezialisierung und Steuerung von familienbewussten Maßnahmen eigenstän dig zu erbringen, so dass seit 2014 keine weitere kostenpflichtige Hilfe eines externen Auditierungsunternehmens mehr erforderlich war. Um auch zukünftig eine hohe Qualität und Weiterentw icklung der Thematik zu sichern, wird die familienbewusste Personalpolitik seitdem im Rahmen des Netzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“, dem die Stadtverwaltung bereits seit 2009 angehört, weitergeführt. Die Geschäftsführung wurde der Zentralen Steuerungsunterstützung übertragen. Auch im Hinblick auf die familienbewusste Personalp olitik und damit einhergehender Personal- entwicklung erfuhr die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen kontinuierlichen Ausbau. Mit dem Ziele- und Maßnahmenkatalog der Jahre 2014 bis 2016 wurden klare Ziele gesetzt und grund- legende Richtungsweisungen vorgegeben, abgearbeitet und kontinuierlich umgesetzt. Ende 2016 wird über die Umsetzung der Maßnahmen der 3-jä hrigen Laufzeit berichtet. 2.2 Ausbildung Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels i st in der Verwaltung in den letzten Jahren eine zunehmend stärkere Herausforderung im Bereich der Personalgewinnung bei Nachwuchs- kräften zu spüren. Darüber hinaus streben immer meh r Schülerinnen und Schüler ein Abitur und daraufhin ein Studium an, was die Besetzung von Ausbildungsberufen zunehmend schwie- riger gestaltet. 3 Um die Wissenschaftsstadt Darmstadt dauerhaft attra ktiv auf dem Arbeitsmarkt zu positionie- ren, wurde 2015 eine Arbeitsgruppe mit der Entwickl ung eines Personalgewinnungskonzeptes beauftragt, das sich gegenwärtig in der Endabstimmu ng befindet. In diesem Konzept wird der Ausbildungsbereich gesondert thematisiert und Maßna hmen sowie Instrumente entwickelt, die der individuellen Situation der Wissenschaftsstadt Darmstadt gerecht werden. Besonders hervorzuheben ist zudem die qualitativ ho chwertige Ausbildung, die in der Verwal- tung sowie in sämtlichen Eigenbetrieben insgesamt g eboten wird. Wiederholt zählen die städti- schen Absolventinnen und Absolventen zu den Besten ihres Jahrgangs sowie zu den Besten aus dem Raum Südhessen. Durch die Einführung von anonymisierten Beurteilung en seitens der Nachwuchskräfte im Jahr 2013 wurde dieser qualitativ hohe Standard zudem we iter ausgebaut. Seither ist es den Nach- wuchskräften möglich, anonym und freiwillig die Ämt er, Verwaltungsstellen und Eigenbetriebe zu beurteilen, in denen sie einzelne Abschnitte ihr er fachpraktischen Ausbildung bzw. Vorberei- tungszeit durchlaufen haben. Dadurch ist es der Wis senschaftsstadt Darmstadt gelungen, ein wichtiges und effizientes Instrument zu implementie ren, um die Ausbildungsqualität zu stei- gern. Ebenso wurde in 2016 nicht zuletzt aufgrund des wac hsenden Personalbedarfs die Zahl der Ausbildungsplätze angehoben. 2.3 Einarbeitung Die Einarbeitungsphase neuer, innerhalb der Wissens chaftsstadt Darmstadt wechselnder oder aus einer Beurlaubung zurückkehrender Beschäftigter ist ein zentrales Handlungsfeld des ge- samtstädtischen Personalentwicklungskonzeptes. Seit Juni 2016 beschäftigt sich eine Projektgruppe mit der Entwicklung eines Einarbeitungsleit- fadens für alle Führungskräfte und Einarbeitende de r Wissenschaftsstadt Darmstadt, der sie dabei unterstützt, neue Beschäftigte im Team fachli ch einzuarbeiten und sozial zu integrieren. Nach aktuellen Planungen soll der Einarbeitungsleit faden im März 2017 fertiggestellt sein. 2.4 Beschäftigtengespräche Mit Inkrafttreten der entsprechenden Dienstvereinba rung wurden in 2013 erstmals Beschäftig- ten-Vorgesetzten-Gespräche (BVG) verpflichtend bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt einge- führt. Durch die Dienstvereinbarung müssen sämtlich e Führungskräfte einmal jährlich ein Ge- spräch mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen, das die Themenfelder „Arbeitssitua- tion“, „Zusammenarbeit“, „Perspektive“ und „Vereinb arkeit von Beruf und Familie“ behandelt. Ziel dieses partnerschaftlichen Dialoges ist sowohl ein vertrauensvoller und offener Austausch, als auch eine Steigerung der Motivation und Arbeits zufriedenheit aller Beschäftigten. Um die Qualität dieses wichtigen Führungs- und Pers onalentwicklungsinstrumentes zu sichern, wurde im 2. Quartal 2016 eine gesamtstädtische Besc häftigtenbefragung zur Evaluation der Beschäftigten-Vorgesetzten-Gespräche durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisauswertung im 3. Quartal 2016 sollen die BVG sodann weiter optimi ert und ggf. ausgebaut werden. 4 2.5 Fortbildung Um den aktuellen Anforderungen an den Arbeitsmarkt gerecht zu werden und die Beschäftigten der Wissenschaftsstadt Darmstadt kontinuierlich auf neue Herausforderungen vorzubereiten, wird das städtische Fortbildungsprogramm stetig wei terentwickelt. Dabei werden unterschiedli- che Zielgruppen betrachtet und deren individuelle B edürfnisse in den Planungsprozess für (neue) Schulungen und Workshops einbezogen. Beispie lhaft kann hier der Lehrgang „Berufs- wegeplanung für weibliche Beschäftigte - Wo stehe i ch und wo will ich hin?“ genannt werden, der sich speziell an weibliche Beschäftigte vor oder wä hrend der Familiengründungsphase richtet. Um die Qualität aller Angebote stetig auszubauen ha ben die teilnehmenden Beschäftigten zu- dem im Anschluss an jede Schulung die Möglichkeit, selbige anhand eines Fragebogens zu eva- luieren. Bestehende Schulungen werden dadurch dauer haft überprüft und kontinuierlich weiter ausgebaut, um den Bedürfnissen der Beschäftigten un d der Wissenschaftsstadt Darmstadt, als Arbeitgeberin, zu entsprechen. Ebenfalls neu ist, dass das Fortbildungsprogramm se it 2016 nunmehr über das Intranet abgeru- fen werden kann und nicht mehr einzeln gedruckt wir d. Dadurch soll der Zugang, die Handha- bung, aber auch die Suche nach Schulungen und Works hops für die Beschäftigten vereinfacht werden. Um den Fortbildungsbedarf der Beschäftigten ermitte ln zu können, wurde mit der Einführung des BVG (siehe 2.4) zudem ein verpflichtender Theme nbereich eingeführt, bei dem die weitere berufliche Perspektive der Beschäftigten sowie erfo rderlicher Qualifizierungsbedarf angespro- chen werden muss. Durch dieses Instrument können di e Führungskräfte den Fortbildungsbedarf ermitteln und mit den zuständigen Stellen Umsetzung smöglichkeiten planen. 2.6 Flexibilisierung der Arbeitszeit Gemäß der 2009 in Kraft getretenen Dienstvereinbaru ng Zeitwirtschaft können die Beschäftig- ten ihre Arbeitszeit im Rahmen der dienstlichen Bed ürfnisse verantwortungsvoll und flexibel einteilen. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Hessischen Gleichberechtigungsge- setzes in 2014 Leitsätze zur flexiblen und familien bewussten Arbeitszeitgestaltung entwickelt, die für die gesamte Stadtverwaltung, einschließlich aller Eigenbetriebe gelten. Die Leitsätze dienen als Orientierung, verkörpern eine entspreche nde Haltung der Wissenschaftsstadt Darm- stadt und werden in der praktischen Anwendung mit L eben gefüllt. 2.7 Alternierende Telearbeit Als eine Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Be ruf und Familie wurde 2010 die Dienstvereinbarung zur Erprobung alternierender (Te le-) Arbeit für 10 Pilotarbeitsplätze mit dem Ziel abgeschlossen, nach erfolgreicher Durchfüh rung und Evaluation des Pilotprojektes diese Arbeitsform als grundsätzliche Option für all e Beschäftigten auszuweiten. Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen während des Pilotpro jektes wurde dieses Arbeitsmodell zum 01.03.2013 für alle Beschäftigten der Stadtverwaltu ng einschließlich aller Eigenbetriebe – mit Ausnahme der Feuerwehr – eingeführt. Hierzu hat ein e Arbeitsgruppe die Dienstvereinbarung zur Umsetzung alternierender (Tele-) Arbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt erarbeitet. 5 Bei der Ausübung von alternierender (Tele-) Arbeit wird die bisher in den Räumlichkeiten der Dienststelle zu erbringende Arbeitsleistung teilwei se in den häuslichen Bereich der Beschäftig- ten verlagert und dort – wenn erforderlich – IT-unt erstützt erbracht. Ziel dieses Arbeitsmodells ist es, • den Beschäftigten eine bessere Vereinbarkeit von Be ruf und Familie /Pflege zu ermögli- chen, • durch mehr Selbstverantwortung der Beschäftigten be i der Gestaltung und Durchführung der Arbeit eine gesteigerte Motivation und damit ei ne höhere Arbeits- und Ergebniszu- friedenheit zu erreichen und so • die Arbeitsqualität und -produktivität der Verwaltu ng insgesamt zu verbessern. Zudem können durch diese Arbeitsform die frühzeitig e Wiederaufnahme der Berufstätigkeit nach der Elternzeit und eine erleichterte Wiederein gliederung in das Erwerbsleben gefördert sowie qualifizierte Arbeitskräfte gehalten und neue gewonnen werden. Im 2. Quartal 2016 hat die Arbeitsgruppe „Telearbei t“ die Arbeiten zur Durchführung einer Eva- luation in Form einer Befragung aufgenommen. Ziel i st es, die alternierende Telearbeit durch die Befragung der Telearbeitenden, der unmittelbare n Vorgesetzten von Telearbeitenden sowie der Amtsleitungen breit gefächert zu analysieren. D urch diese Datenabfrage, ergänzt um weitere Analysen der AG Telearbeit, soll die Telearbeit bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt effizient weiterentwickelt werden. 2.8 Teilzeitbeschäftigung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich dafür e in, auch in Teilzeitbeschäftigung die Über- nahme einer Führungsposition zu ermöglichen. Mit de r Förderung von Teilzeit in Führungsposi- tionen wird die Stadt zudem in die Lage versetzt, b ei der Besetzung von Führungspositionen die Personalressourcen besser auszuschöpfen. Auch die M öglichkeiten zur Gewinnung und Bindung von qualifizierten Beschäftigten verbessert sich da mit deutlich. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, wurden die bereits bestehenden Rahmenbedingungen genutzt bzw. weiterentwickelt und weitere geschaffe n. Ein wesentlicher Ansatzpunkt dabei ist, die Akzeptanz der Beteiligten zu erreichen und ziel orientiert auszugestalten. Als eine Maßnahme wurde 2014 die Handlungshilfe „Fü hren in Teilzeit“ unter Berücksichtigung der Ziele des Netzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ vo n der Arbeitsgruppe Hess. Gleichberechti- gungsgesetz (AG HGlG) erarbeitet. Die Handlungshilfe wurde entwickelt, um Vorgesetzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerne eine Führungsposition in Teilzeit wahrneh men möchten, bei der praktischen Umset- zung zu unterstützen. Sie soll dazu beitragen, den Blick für unterschiedliche Modelle zu öffnen und durch die einzelnen Umsetzungsschritte zu gelei ten. 2.9 Führungskräfteschulungen Ein besonderer Fokus der letzten Jahre lag zudem au f dem weiteren Ausbau des Qualifizie- rungsprogramms für Führungskräfte. Durch die Einfüh rung neuer und verpflichtender Füh- rungskräfteschulungen werden die Führungskräfte bei den Herausforderungen ihres Führungs- alltages unterstützt. 6 Aktuell umfasst das Angebot folgende Schulungen und Workshops: • Beschäftigten-Vorgesetzten-Gespräch (BVG) • Leistungsorientierte Bezahlung (LoB) nach § 18 TVöD • Aufbauworkshop Leistungsorientierte Bezahlung (LoB) nach § 18 TVöD • Die tatsächlichen Auswirkungen des AGG auf das Arbe itsleben • Suchtprävention als Führungsaufgabe - Lösungsorient ierte Strategien für den Umgang mit suchtmittelauffälligen Mitarbeiterinnen und Mit arbeitern • Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz • Konstruktive Gesprächsführung • Gesundheitsorientierte Führung • Projektmanagement • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) Bei der Zusammenstellung und stetigen Erweiterung d er Führungskräfteschulungen liegt der Fokus einerseits auf der Vermittlung von führungsre levantem Praxiswissen, andererseits aber auch darauf, bestehende Systeme in Form von Aufbauw orkshops gemeinsam zu überdenken. Führungskräfte der Wissenschaftsstadt Darmstadt sol len dadurch die Möglichkeiten haben, ihre Erfahrungen, Ideen und Meinungen in dem stetigen Mo dernisierungsprozess der Verwaltung mit einbringen zu können. Zudem sollen die Fortbildunge n für Führungskräfte die Möglichkeit eröff- nen, Netzwerke zu knüpfen und von einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch untereinander zu profitieren. Die Schulungen für Führungskräfte richten sich an u nterschiedlichste Zielgruppen und gehen dabei individuell auf die Belange und Interessen de s betroffenen Personenkreises ein. Um zu gewährleisten, dass die Wissenschaftsstadt Da rmstadt über einen (einheitlichen) Quali- tätsstandard bei Führungsaufgaben verfügt, sind die o.g. zudem für jede (neue) Führungskraft verpflichtend zu besuchen. Eine Ausnahme bildet hie rbei lediglich der Aufbauworkshop zur Leis- tungsorientierten Bezahlung. 2.10 Schulungen für Führungskräftenachwuchs Die Vorbereitung städtischer Beschäftigte auf eine zukünftige Führungslaufbahn ist ebenfalls ein zentraler Baustein der gesamtstädtischen Personalen twicklung. Ziel ist es, potenziellen Füh- rungskräften bei der Beantwortung der Frage, ob sie eine Führungsposition anstreben wollen und welche Kompetenzen dafür notwendig sind, behilf lich zu sein. Zu diesem Zwecke wurden die Workshops „Frauen fit für die Spitze“ sowie „Or ientierungsworkshop - Bereit für Führung?“ konzipiert. Die beiden Workshops bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich mehr Klarheit über die Anforderungen und notwendigen Fäh igkeiten einer möglichen Führungsrolle zu verschaffen. Sie sollen den Teilnehmerinnen und Tei lnehmern helfen, ein realistisches Bild von zukünftigen Führungsaufgaben zu erhalten und bieten die Möglichkeit zur Reflexion des eigenen (Führungs-)Verhaltens. Der Workshop „Frauen fit für die Spitze“ richtet sich explizit an Frauen. Seit 2016 werden diese beiden Bausteine zur Führung skräftenachwuchsentwicklung ergänzt um den Workshop „Wie bilde ich Führungskompetenz aus?“ . Der Workshop richtet sich an potentiel- le Führungskräfte der Stadtverwaltung Darmstadt sow ie aus deren Eigenbetrieben, die an einem der o.g. Workshops teilgenommen haben und ihre pers önliche Führungskompetenz weiter aus- bauen wollen. 7 Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer • kennen die unterschiedlichen Dimensionen von Führun g und setzen sich mit dem Thema (Selbst-)Führung auseinander, • kennen die Merkmale ihres persönlichen Führungsstil s auch in seiner Wirkung auf andere Personen, • reflektieren ihre persönlichen Stärken und Entwickl ungspotentiale in der Führung, • erfahren Kommunikation als zentrales Steuerungselem ent in der Führung, • entwickeln eine Landkarte für ihr derzeitiges Arbei tsumfeld, • entdecken Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen Führungsfähigkeiten, • leiten die nächsten Schritte für ihre persönliche W eiterentwicklung ein. Darüber hinaus wird das Fortbildungsangebot für Nac hwuchsführungskräfte um die Schulung „Von der Kollegin oder dem Kollegen zur Führungskra ft“ ergänzt. Dadurch werden auch jene Führungskräfte angesprochen, die durch den Rollenwe chsel innerhalb einer Organisationseinheit individuelle Herausforderungen erleben. 2.11 Mentoring In den Jahren 2010 bis 2016 konnte die Wissenschaft sstadt Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Stadtwirtschaft bereits drei Durchläufe des Cro ss Mentoring-Programms realisieren und damit die effiziente Entwicklung neuer Führungskräf te maßgeblich unterstützen. Bei einem Mentoring unterstützt, fördert und berät eine erfahrene Führungskraft (Mentor/in) eine Nachwuchsführungskraft (Mentee) und gibt das e igene Wissen und den persönlichen Erfah- rungsschatz weiter. Ziel des Mentorings ist es, die Mentees bei ihrer persönlichen und berufli- chen Entwicklung zu unterstützen sowie ihre Kompete nzen zu fördern und ihre Potentiale aus- zuschöpfen. Von Cross Mentoring spricht man, wenn d as Mentoring nicht nur innerhalb eines Unternehmens oder einer Kommune, sondern gemeinsam mit einem anderen Unternehmen oder Kommune erfolgt. In den bisherigen drei Durchläufen wurden jeweils z ehn Tandems gebildet; d.h. 30 Mentees aus Stadtverwaltung und Stadtwirtschaft haben bereits a n dem Programm teilgenommen, das in einem Zeitraum von einem Jahr verschiedene Maßnahme n (z.B. Treffen mit den jeweiligen Men- toren, Schulungen, Netzwerktreffen etc.) anbietet. Nach jedem Durchlauf wird das Programm anhand von E valuationsbögen ausgewertet. Zudem stehen die Verantwortlichen des Programms in einem regelmäßigen Austausch mit den Mentees wie auch den Mentorinnen und Mentoren. Anhand der d eutlich positiven Rückmeldungen konnte abgeleitet werden, dass die Mentees nicht nur ihre Führungsqualitäten ausbauen, sondern auch neue Netzwerke knüpfen konnten. Dadurch kann gleich sam festgehalten werden, dass das Cross Mentoring-Programm auch die Zusammenarbeit innerhal b der Stadtwirtschaft stärkt. 2.12 Betriebliches Gesundheitsmanagement Mit der Neustrukturierung des Betrieblichen Gesundh eitsmanagements in 2016 wurden Prozes- se und interne Strukturen den aktuellen Erfordernis sen angepasst und optimiert. Das Betriebli- che Gesundheitsmanagement setzt sich bei der Wissen schaftsstadt Darmstadt aus nachfolgen- 8 den Säulen zusammen: • Betriebsärztlicher Dienst • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) • Sozialberatung und Prävention • Arbeitssicherheit Ziel der Zusammenfassung einzelner Geschäftsfelder in „Sozialberatung und Prävention“ ist die Optimierung gesundheitspolitischer Maßnahmen und In strumente, durch die das Arbeitsumfeld sowie die Arbeitssituation von Beschäftigten der Wi ssenschaftsstadt Darmstadt unterstützt wer- den. In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des Gesu ndheitsmanagements sowie der Ge- sundheitsförderung bei der Wissenschaftsstadt Darms tadt beispielsweise folgende Maßnahmen realisiert: • Sensibilisierung der Führungskräfte zum Thema Gesun dheit • Gesundheitstag • Hautkrebsuntersuchungen • Darmkrebsuntersuchungen • Augenuntersuchungen • Grippeschutzimpfungen • Herz-Kreislauf-Checks • Teilnahme am Darmstädter Firmenlauf 3 Zusammenfassung und Ausblick Im letzten Jahrzehnt setzte sich die Wissenschaftss tadt Darmstadt das Ziel der Weiterentwick- lung und Modernisierung der Stadtverwaltung, um den sich verändernden Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger Rechnung zu tragen und in Ze iten des demografischen Wandels und Fachkräftemangels als Arbeitgeberin attraktiv zu bl eiben. Dieser sich kontinuierliche Moderni- sierungs- und Entwicklungsprozess verändert auch di e Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die wichtigste Ressource der S tadtverwaltung sind und bleiben. Durch die fortlaufende Investition in die Qualifizierung der Beschäftigten sowie den Ausbau der Personal- entwicklungsinstrumente wurden notwendige Vorausset zungen geschaffen, um im Personalma- nagement auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben . Auf Basis dieser kontinuierlich erfolgrei- chen Entwicklung können nun weitere Projekte und Ko nzepte aufbauen. Die Zentrale Steuerungsunterstützung wird 2017 eine Arbeitsgruppe initiieren, die zum Ziel hat, die wesentlichen Handlungsfelder der Personalentwic klung weiter zu analysieren und konkrete Maßnahmen und Instrumente für die Wissenschaftsstad t Darmstadt herauszuarbeiten. Die Er- gebnisse der Arbeitsgruppe werden sodann in einem n euen, fortgeschriebenen Personalentwick- lungskonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusam mengeführt. Um die Qualität der familienbewussten (Personalentw icklungs)Maßnahmen bei der Wissen- schaftsstadt Darmstadt ebenfalls weiter auszubauen, wird im November 2016 der Ziele- und Maßnahmenkatalog für die Jahre 2017 bis 2019 von de r Steuerungsgruppe Erfolgsfaktor Fami- lie erarbeitet und beschlossen. Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass die au s dem kontinuierlich fortgesetzten Mo- dernisierungs- und Entwicklungsprozess der Stadtver waltung Darmstadt resultierenden Ergeb- nisse zeigen, dass die bisherigen Entwicklungen von Erfolg geprägt sind.
2016/0379
2774 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
05.09.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Amt: Zentrale Steue-
rungsunterstützung OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0379
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 111190
Kostenstelle: 722-010-1000 Investitionsnummer: /
Kostenträger: 1111-91 Sachkonto: diverse
Betreff: 2. Fortschrittsbericht zum Personalentwicklungskonzept
Vorlage vom: 05.09.2016
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt Kenntnis vo n dem 2. Fortschrittsbericht zum Personalentwicklungskonzept
und leitet ihn der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis weiter.
Anlagen: 2. Fortschrittsbericht zum Personalentwicklungskonzept
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.09.2016
Im November 2009 verabschiedete der Magistrat das gesamtstädtische Personalentwic k-
lungskonzept und legt e damit in den unterschiedlichsten Themenfeldern der Personalen t-
wicklung einen wesentli chen Meilenstein in der Modernisierung der Darmstädter Verwaltung.
In 2011 wurden mit dem ersten Fortschrittsbericht die ersten Erfolge und Meilensteine da r-
gestellt, die seit der Veröffentlichung des Konzeptes erreicht wurden. Dazu zählten insbeso n-
dere Neuerungen in den Themenfeldern Personalauswahl, Einarbeitu ng, Ausbildung, Fü h-
rungskräfte- sowie Führungskräftenachwuchsentwicklung und Betriebliches Gesundheitsm a-
nagement.
Mit dem vorgelegten 2. Fortschrittsbericht werden die wesentlichen Neuerun gen und Ent-
wicklungen seit der letzten Berichterstattung 20 11 bezogen auf die Bausteine des Personal-
entwicklungskonzeptes dargestellt.
Das gesamtstädtische Personalentwicklungskonzept aus dem Jahr 2009 ist nunmehr nahezu
vollständig abgearbeitet.
Die Zentrale S teuerungsunterstützung wird 2017 eine Arbeitsgruppe initiieren, die zum Ziel
hat, die wesentlichen Handlungsfelder der Personalentwicklung weiter zu ana lysieren und
konkrete Maßnahmen und Instrumente für die Wissenschaftsstadt Darmstadt herauszuarbe i-
ten. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden sodann in einem neuen, fortgeschrieb enen
Personalentwicklungskonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammeng eführt.
Darmstadt, den 05.09.2016
Dezernat I
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0379
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 05.09.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00