2020/0290
Fortsetzung des Projektes „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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ENGAGEMENT OOO GLOBAL Service für Entwicklunsgsinitiativen Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Tulpenfeld 7 53113 Bonn Projektantrag an die ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH auf Gewährung einer Zuwendung bzw. von Zuschüssen aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Der Antrag wird für das folgende Programm gestellt: Servicestelle Kommunen in der Einen Welt - Folgeprojekt: Koordination kommunaler Entwicklungspolitik - Initiative zur Förderung einer Personalstelle zur Koordination und Umsetzung entwicklungspolitischen Engagements in Kommunen Realisiert von Im Auftrag des Bundesministerium für SERVICESTELLE Dee | MR wirtschaftliche Zusammenarbeit KOMMUNEN IN DER EINEN WELT und Entwicklung A. Angaben zum kommunalen Antragsteller 1. 10 Name und Anschrift des kommunalen Antragstellers Name des Antragstellers: Wissenschaftsstadt Darmstadt Anschrift: Luisenplatz 5a, 64283 Darmstadt Bundesland: Hessen Wahlkreis: 1 (Wahlkreisnummer) 86 Telefon: 06151-13-1 E-Mail: | info@darmstadt.de Internetseite: www.darmstadt.de Am Projekt beteiligte Fachabteilungen, Eigenbetriebe und/ oder. kooperierende Kommunen: Amt für Interkulturelles und Internationales (Federführung; Migration und Entwicklung, Partnerschaftsarbeit mit Süd- Kommunen), Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung (Fair Trade), Bürgerbeauftragte (Lokale Agenda21), Umweltamt (Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeitsengagement der Stadtwirtschaft), Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen/EAD (Partnerschaftsprojekte mit Ushgorod, faire und nachhaltige Beschaffung), Schulamt (Bildungsarbeit), Mobilitätsamt (Partnerschaftsprojekte mit Ushgorod) Alle Ämter sollen in folgende Aktivitäten einbezogen werden: - Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes - Beteiligung im Akteursnetzwerk - Einbindung in die entwicklungspolitische Informationsarbeit/ Sensibilisierung der Stadtgesellschaft Der Antragsteller unterhält eine eigene Prüfeinrichtung: ja, und zwar: Revisionsamt nein Wie wird die Prüfung des Verwendungsnachweises sichergestellt? Zeichnungsberechtigte Person des kommunalen Antragstellers (der Unterzeichner ist berechtigt, den Antragsteller nach Außen rechtlich zu vertreten) Frau Herr Titel: Name, Vorname: Partsch, Jochen Position: Oberbürgermeister E-Mail: oberbuergermeister@darmstadt.de Eingliederung der Koordinationsstelle in die Verwaltung: Seite2von19 11 Die Stelle ist-bei folgender Organisationseinheit eingegliedert: Kommunalverwaltung Kommunaler Verband Bitte benennen Sie die Organisationseinheit (Amt, Referat o.ä.), bei der die Koordinationsstelle eingegliedert werden soll: Amt für Interkulturelles und Internationales, Abteilung Internationales 12 Anschrift: Amt für Interkulturelles und Internationales Bad Nauheimer Str. 4 64289 Darmstadt 13 Zuständige Ansprech- person für den Antrag ist: Frau ÜlHerr Titel: Kathrin Name, Vorname: Wesolowski, Anna- Position: Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik Anschrift: Bad Nauheimer Str. 4, 64289 Darmstadt Telefon: 06151 13 3279 E-Mail: anna- kathrin.wesolowski@darmstadt.de . 14 Zuständige Betreuerin/zuständiger Betreuer für die Koordinatorin/den Koordinator ist: identisch mit der oben genannten Ansprechperson Frau [JHerr Titel: Name, Vorname: Sacaliuc, Ana-Violeta Position: Abteilungsleiterin Internationales Anschrift: Bad Nauheimer Str. 4, 64289 Darmstadt Telefon: 06151 13 2321 violeta.sacaliuc@darmstadt.de E-Mail: » Kurzinformation zum geplanten Projekt 15 Projekttitel: Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 16 Projektlaufzeit: Vom 15.11.2020 bis 14.11.2022 Beantragt wird: 17 Personal mit folgender Entgeltgruppe (TVöD): 18 Stellenumfang: 19 Summe aller zuschuss- fähigen Ausgaben: EG 13 EG 12 EG 11 abweichende EG: Begründung für eine abweichende EG: Vollzeit Teilzeit: % 208.592,11 € Summe des beantragten 156.444,09€ Zuschusses und Förderanteil: 75% 20 Bitte beschreiben Sie nachfolgend kurz und prägnant die wichtigsten Projektinhalte, die im Seite3 von 19 Rahmen des Einsatzes der Koordinatorin/des Koordinators im Folgeprojekt geplant sind (ca. 5 Sätze): Das Projekt Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt hat zum Ziel, durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt und Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden, einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030 in Darmstadt zu leisten. Strukturen, die während der ersten Projektlaufzeit aufgebaut wurden, wie das Akteursnetzwerk sowie die Steuerungsgruppe sollen zur Umsetzung von Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes weiter gestärkt werden. Die Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft in der entwicklungspolitischen Arbeit soll durch gemeinsame Inlandsprojekte und Maßnahmenumsetzung vertieft werden. Die gemeinsamen Projekte haben das Ziel, das Bewusstsein für entwicklungspolitische und globale Zusammenhänge in der Darmstädter Bevölkerung zu schärfen. Die Initiierung und Koordination von Projekten mit Kommunen im Globalen Süden, insbesondere zu nachhaltiger Stadtentwicklung, soll die Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt ergänzen. Projekte mit der Partnerstadt Ushgorod zu nachhaltigem |_Abfallmanagement und Mobilität sind geplant. C. Programmspezifischer Antrag r . Hintergrund und Planungsverfahren 21 | Inder Kommune/im kommunalen Verband gibt es bereits entwicklungspolitisches Engagement: ja und zwarvon Bl Kommunalverwaltung zivilgesellschaftlichen Akteuren Sonstige: Wirtschaft (z.B. Merck, Alnatura), Wissenschaft (z.B. Technische Universität Darmstadt, Hochschule Darmstadt) 22 | In der Kommunalverwaltung/im kommunalen Verband gibt es bereits Personalstellen für entwicklungspolitisches Engagement (auch Teilzuständigkeiten, z.B. Zuständigkeit für entwicklungspolitische Projekte mit Partnerkommunen aus dem Globalen Süden, Faire Beschaffung, Umsetzung der Agenda 2030 0.ä.): Ol nein ja und zwar 0,4 Vollzeitäquivalente (VZÄ) verteilt auf das Amt für Interkulturelles und Internationales (Partnerkommunen im Globalen Süden), das Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung (Fairer Handel), das Büro der Bürgerbeauftragten (Lokale Agenda21) und den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen/ EAD (Faire Beschaffung) Gibt es Konzepte zur kommunalen Entwicklungspolitik (z.B. Beschlüsse oder Handlungsprogramme) oder sind diese geplant? ja nein Falls ja, welche: - Unterzeichnung der Milleniumserklärung (2007) - Konzept zur Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Städtepartnerschaften und Internationalen Beziehungen (2012) . - Magistratsvorlage zur Anerkennung der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Fairtrade- Stadt (2012) -__Leitlinien der Lokalen Agenda21 (2013), Magistratsbeschluss vom 25.08.2000 zur 2 “© Seite4 von 19 Umsetzung des Agenda21-Dokumentes - Integriertes Klimaschutzkonzept (2013); derzeit in Überarbeitung - Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 19.09.2019 "Höhere Priorität für den Klimaschutz - Weltklima in Not - Darmstadt handelt“: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Anpassung des Klimaschutzkonzeptes und Einführung eines Klimavorbehalts für städtische Vorhaben. Bis 2035 sollen die Netto- CO2-Emissionen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, da wo der Magistrat Handlungsoptionen und Einfluss hat, auf null gesenkt werden. - Integriertes Stadtentwicklungskonzept „Masterplan DA 2030+“ (2020) - Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.06.2013 „Berücksichtigung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO Internationale Labour Organisation) und Umsetzung einer umweltfreundlichen Beschaffung bei städtischen Auftragsvergaben” - Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018 „Etablierung des Themas 'Kommunale Entwicklungspolitik' als Querschnittsaufgabe in der Kommune durch Einrichtung einer Projektstelle zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“: Beschluss zur Erarbeitung eines entwicklungspolitisches Konzeptes für die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen des Projektes „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt” - Ein entwicklungspolitisches Konzept soll als Magistratsvorlage im Herbst 2020 eingebracht werden, wie auch eine Magistratsvorlage zur Unterzeichnung der Musterresolution Agenda 2030. 24 | Wurden oder werden im Rahmen Nein des Erstprojektes zusätzliche Ja und zwar folgende Angebote/Projekte: SKEW- Angebote/-Projekte genutzt - Die Förderung von Abfallwirtschafts- (2019 oder beantragt? und 2020) und Wasserwirtschaftsprojekten (2019) wurde im Programm „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (Nakopa)“ beantragt - Netzwerk „Partnerschaften mit Kommunen in der Ukraine“: Teilnahme an Konferenzen, Runden Tischen und Kooperation bei Durchführung einer Delegationsreise (2019) - Teilnahme an einer Konferenz von Connetctive Cities zur Integration Geflüchteter (2019) und der Deutsch- Türkischen Städtepartnerschaftskonferenz (2020) - Teilnahme an regionalen und nationalen Netzwerktreffen zu Migration und Entwicklung (2019) - Teilnahme am Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ (2020) - Beteiligung am Modellprojekt Qualifizierung syrischer Geflüchteter in der Seite 5 von19 0 Kommunalverwaltung im Rahmen von „Kommunales Know-how für Nahost“ (2018/2019) - Fachkräfte für kommunale Partnerschaften weltweit (bis 03/2020) Beschreiben Sie die Ausgangssituation für das Folgeprojekt, insbesondere unter Bezugnahme auf Ihr Erstprojekt, und gehen Sie dabei auf die entstandenen entwicklungswichtigen Wirkungen des Erstprojekts ein. Bitte gehen Sie auch darauf ein, weshalb das Folgeprojekt nicht ohne die Förderung durchgeführt werden kann und das Projekt eine eigenständige, zusätzliche Maßnahme zu bisherigen Aktivitäten darstellt. Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes Mit dem Projekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt“ wurde zum ersten Mal eine Stelle eingerichtet, welche das entwicklungspolitische Engagement in Darmstadt bündelt und als Querschnittsthema in die Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft trägt. Das Erstprojekt hatte zum Ziel das entwicklungspolitische Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu schärfen, transparent und sichtbar zu machen. Eine Gesamtkonzeption, die im Rahmen des Erstprojektes partizipativ erarbeitet wurde, soll die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Stadtverwaltung bündeln und Kooperationsmöglichkeiten mit der Zivilgesellschaft aufzeigen sowie eine Vision für die zukünftige Ausrichtung der Entwicklungspolitik der Stadt bis zum Jahr 2030 formulieren. Dabei wurden insbesondere die Bereiche "Migration und Entwicklung” sowie "Partnerschaftsarbeit mit Süd-Kommunen" als eigenständige Handlungsfelder bearbeitet und mit Maßnahmen unterlegt. Schwerpunktthema der Partnerschaftsarbeit mit Süd-Kommunen soll der Wissensaustausch zu nachhaltiger Stadtentwicklung sein. - Im entwicklungspolitischen Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden die in verschiedenen Handlungsfeldern (u.a. kommunale Partnerschaften, Migration und Entwicklung, entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit, Stärkung der Zivilgesellschaft, Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel) Maßnahmen formuliert, welche bis 2030 umgesetzt werden sollen. Während des zweijährigen Folgeprojektes soll ein Teil dieser Maßnahmen umgesetzt werden. Die Maßnahmen umfassen zusätzliche Aktivitäten der Entwicklungspolitik der Stadt Darmstadt und könnten aufgrund fehlender personeller Kapazitäten und einer andernfalls fehlenden Koordinationsstelle ohne das Folgeprojekt nicht in dieser Form umgesetzt werden. Netzwerkarbeit in Darmstadt Während des Erstprojektes wurde ein Netzwerk entwicklungspolitischer Akteure begründet. Aus dem Netzwerk konstituierte sich eine Steuerungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft, welche die Erarbeitung des Konzeptes begleitete. Zur weiteren Ausrichtung von Vernetzungstreffen, des in der ersten Projektlaufzeit konstituierten Akteursnetzwerkes sowie Festigung von Kommunikationsstrukturen bedarf es, wenn sie langfristig etabliert werden sollen, einer weiteren Betreuung und Koordination. Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten und einer andernfalls fehlenden Koordinationsstelle könnten ohne das Folgeprojekt aufgebaute Strukturen nicht nachhaltig Seite 6 von 19 gefestigt und die Netzwerkarbeit nicht in dieser Form umgesetzt werden. Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden Im Bereich der Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden wurden gemeinsam mit der Partnerstadt Ushgorod in der Ukraine unter Beteiligung kommunaler Unternehmen und Beteiligungen (Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen/ EAD, Hochschule Darmstadt, Hessenwasser GmbH & Co. KG, Entega AG, Wodokanal) zwei Projekte im Bereich des Abfallmanagements und der Wasserdesinfektion konzipiert und Projektanträge für eine Förderung durch Nakopa 2019 eingereicht. 2020 ist eine erneute Beantragung der Förderung für das Abfallmanagementprojekt geplant. Zudem wurde mit der Partnerstadt Ushgorod und dem Partnerschaftsverein Darmstadt Ushgorod mit Sitz in Ushgorod ein Projekt im Bereich Mobilität konzipiert, das aufgrund der Beschränkungen durch Corona voraussichtlich im Jahr 2021 für eine Förderung beantragt und umgesetzt werden könnte. Die Koordination der Projektplanung und möglichen Umsetzung musste für das Folgeprojekt geplant werden, unter Beteiligung verschiedener städtischer Ämter und kommunaler Unternehmen sowie zivilgesellschaftlicher Akteure. Die Projekte mit Ushgorod ergänzen die bisherige Partnerschaftsarbeit um entwicklungspolitische Maßnahmen mit dem Ziel des kommunalen Wissensaustauschs im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung. Die geplanten Nakopa-Projekte stellen die ersten größeren Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Ushgorod und Darmstadt dar, die eine Konzeptentwicklung in der Partnerstadt sowie Infrastrukturmaßnahmen gepaart mit Wissenstransfer vorsehen. Die Betreuung der Städtepartnerschaften und internationalen Beziehungen in der Stadtverwaltung Darmstadt ist in der Abteilung Internationales beim Amt für Interkulturelles und Internationales angesiedelt. Neben der Amtsleitung ist eine Abteilungsleitung u.a. für die verschiedenen Projekte und Begegnungen mit insgesamt 16 Partnerstädten, wiederkehrende Projekte mit allen Partnerstädten und einer Städtefreundschaft sowie thematische Inlands- und Auslandsprojekte (bspw. der Erinnerungsarbeit, Mayors for Peace, Sensibilisierung für europäische Integration) zuständig. Das Querschnittsthema Entwicklungspolitik ist ebenfalls in der Abteilung Internationales angesiedelt. Eine zuständige Person aus der Abteilung Internationales betreut die Partnerstädte Bursa und Ushgorod (neben fünf weiteren Partnerstädten und weiteren Projekten), insbesondere bei städtepartnerschaftlichen Aktivitäten, Jugend- und Kulturaustauschen, Bürgerbegegnungen, internationale Konferenzen und Delegationen etc. Dieses breite Portfolio soll durch eine zusätzliche Projektpartnerschaft in Afrika, Asien oder Lateinamerika ergänzt werden. Die Initiierung einer Projektpartnerschaft bzw. die Aufnahme des Dialogs hierzu während des Folgeprojektes, soll unter Beteiligung von migrantischen Organisationen und Eine-Welt-Akteuren aus Darmstadt erfolgen. Regional soll diese die bisherige Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt erweitern. Bestehende Kontakte von Zivilgesellschaft, Stadtverwaltung und Eigenbetrieben, beispielsweise Seite 7 von19 26 27 des EADs mit der Stadt Kairouan, werden bei der Eruierung möglicher Projektpartnerschaften einbezogen. Der Prozess soll ergebnisoffen ausgestaltet werden. Die Aufnahme einer Projektpartnerschaft mit einer Kommune im Globalen Süden wird im entwicklungspolitischen Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Maßnahme vorgeschlagen und bedarf der Entscheidung des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die regionale Erweiterung der Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt könnte ohne das Folgeprojekt nicht umgesetzt werden. Die geplanten Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit sind zusätzliche Aktivitäten der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die auf den Ergebnissen des Erstprojektes aufbauen. Diese Maßnahmen haben zum Ziel, die Entwicklungszusammenarbeit zu vertiefen und bisherige Kooperationen zu ergänzen sowie neue zu initiieren. Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten und einer andernfalls fehlenden Koordinationsstelle könnten diese ohne ein Folgeprojekt nicht in dieser Form umgesetzt werden. Stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft Das Erstprojekt verdeutlichte über die Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren im Akteursnetzwerk und in der Steuerungsgruppe das Potential einer intensiveren Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in der entwicklungspolitischen Arbeit in Darmstadt. Verschiedene Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes sollen daher in Kooperation mit der Zivilgesellschaft umgesetzt werden (s. Ziel- und Aktivitätenkatalog). Insbesondere Kooperationsprojekte zur Sensibilisierung und Information zu globaler Nachhaltigkeit sollen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren umgesetzt werden. Hierzu zählen insbesondere migrantische Organisationen und Eine-Welt-Akteure. Die Sichtbarkeit der entwicklungspolitischen Arbeit dieser Akteursgruppen soll erhöht werden. Zudem sollen diese Akteure beim Aufbau einer neuen Projektpartnerschaft und in Projekte der Entwicklungszusammenarbeit einbezogen werden. Bei Bedarf können Maßnahmen zur Qualifizierung organisiert werden. Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten und einer andernfalls fehlenden Koordinationsstelle könnten diese Maßnahmen ohne ein Folgeprojekt nicht in dieser Form umgesetzt werden. Hauptzielgruppen des Projektes sind [bitte max. 3 angeben]: Alle Bürger*innen Kommunalverwaltung entwicklungspolitische Akteure migrantische Gruppen Kinder und Jugendliche Senioren Sonstige: Gibt es einen Beschluss des Rates/des Kreistags/der Geschäftsführung, das Folgeprojekt zu beantragen, oder ist ein solcher Beschluss (oder vergleichbares) geplant? Das Projekt ist ein wichtiges Anliegen des Oberbürgermeisters, bei dem das federführende Amt, Amt für Interkulturelles und Internationales, angesiedelt ist. Am 22. März 2018 beschloss die Stadtverordnetenversammlung für das Erstprojekt die „Etablierung des Themas 'Kommunale Seite8von19 28 Entwicklungspolitik' als Querschnittsaufgabe in der Kommune durch Einrichtung einer Projektstelle zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“. Bei Bewilligung des Projektantrags für das Folgeprojekt soll ein Magistratsbeschluss zur Durchführung des Projekts erarbeitet und eingebracht werden. Eine Magistratsvorlage für das entwicklungspolitische Konzept wird noch während des Erstprojektes zur Beschlussfassung vorgelegt. Welche Rolle spielen die Zivilgesellschaft oder andere kommunale Akteure bei der Planung und/oder Umsetzung des Folgeprojektes? Zivilgesellschaftliche Akteure wurden über das Akteursnetzwerk (Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in Darmstadt) und die daraus gegründete Steuerungsgruppe in die Konzeptentwicklung eingebunden, und werden an der Umsetzung des Folgeprojektes beteiligt. Die Steuerungsgruppe wurde auch mit dem Ziel konstituiert ein Folgeprojekt zu begleiten. Zudem werden zivilgesellschaftliche Akteure ermutigt, eigene Projekte zu konzipieren und .Drittmittelförderungen für diese zu beantragen. Akteure der Steuerungsgruppe und des Netzwerks: Die Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, insbesondere Eine-Welt-Akteuren (wie Werkhof Darmstadt, Weltladen Darmstadt, Ingenieure ohne Grenzen Darmstadt, Fachpromotorin fairer Handel und nachhaltige Beschaffung etc.), Wissenschaft und migrantischen Organisationen soll intensiviert werden, durch gemeinsame Projekte in Darmstadt zur entwicklungspolitischen Öffentlichkeits- und Informationsarbeit sowie Sensibilisierung für globale Zusammenhänge. Zugleich sollen zivilgesellschaftliche Akteure in Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt einbezogen werden. Stadtverwaltung und kommunale Unternehmen: Entwicklungspolitik und die lokale Umsetzung der Agenda 2030 ist eine Querschnittsaufgabe der Stadtverwaltung. Das entwicklungspolitische Konzept und dessen Maßnahmen sind als eine politische Willensbekundung mit Bindungskraft für die Verwaltung und die Politik der Wissenschaftsstadt Darmstadt konzipiert. Daher ist die Stadtverwaltung zentraler Akteur der Umsetzung. Die Vernetzung erfolgt über verschiedene städtische Steuerungsgruppen und Gremien. Bei der Erstellung und Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes werden die zuständigen Ämter und Verwaltungsstellen entsprechend der Schwerpunkte einbezogen. Verschiedene Fachämter und kommunale Unternehmen waren bei der Planung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit beteiligt. Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) war und ist an der Konzeption des’Abfallwirtschaftsprojektes mit Ushgorod beteiligt. Zudem ist ein Vertreter des EAD Teil der Steuerungsgruppe Entwicklungspolitik in Darmstadt. Darüber hinaus ist der EAD zuständig für Rahmenverträge im Bereich der Beschaffung. Das Mobilitätsamt ist in das Mobilitätsprojekt mit Ushgorod eingebunden. Das Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung ist zuständig für Fairen Handel und wird in diesem Bereich in das Folgeprojekt eingebunden. Seite 9 von 19 2. Darstellung des Projekts Ziel- und Aktivitätenkatalog (ZAK) Bitte strukturieren Sie das beantragte Folgeprojekt nach den unten stehenden Vorgaben. Oberziel: Kommunen sind in die Lage versetzt, eigenständig wirksame Maßnahmen der kommunalen Entwicklungspolitik zu konzipieren und durchzuführen bzw. neue Initiativen anzustoßen und dadurch zur Umsetzung der Agenda 2030 beizutragen. Hinweis: Das Oberziel ist vorgegeben. Projektziel: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Durch die Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden vertieft sie ihr entwicklungspolitisches Profil. Unterziele, Erfolgsindikatoren und Projektaktivitäten Zeitliche Planung zur Zielerreichung 20220 | 2021 | 2022 Unterziel 1: Erste Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind umgesetzt. Erfolgsindikatoren zu Unterziel 1: - Mindestens die 4 folgenden Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes sind umgesetzt: - Mindestens zwei Vernetzungstreffen der entwicklungspolitischen Akteure in Darmstadt fanden statt - Die Steuerungsgruppe traf sich mindestens zweimal jährlich im Jahr 2021 und 2022 - Ein Inlandsprojekt zur entwicklungspolitischen Informationsarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren ist umgesetzt - Ein Bericht über die entwicklungspolitische Arbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes liegt vor Erhebungsmethode und Quelle: - Teilnahmelisten und Programme der Vernetzungstreffen, Fotodokumentationen und Kurzberichte der Vernetzungstreffen - Belege, Dokumentationen und öffentliche Berichte über umgesetzte Maßnahmen (z.B. nachhaltiger Stadtplan) Folgende Aktivitäten führen zur Erreichung des Unterziels 1: | 11 Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung x|\Xx “x regelmäßiger Treffen des Akteursnetzwerkes bestehend aus Zivilgesellschaft und Verwaltung (mindestens zwei Vernetzungstreffen) 1.2 Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung x x regelmäßiger Sitzungen der aus Zivilgesellschaft und Verwaltung bestehenden Steuerungsgruppe Entwicklungspolitik in Darmstadt zur Begleitung der x x Seite 10 von 19 Projektziel: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Durch die Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden vertieft sie ihr entwicklungspolitisches Profil. Unterziele, Erfolgsindikatoren und Projektaktivitäten zur Zielerreichung Zeitliche Planung 2020 2021 2022 Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes finden statt (mindestens 2 Sitzungen pro Jahr in den ‚Jahren 2021 und 2022) 1.3 Ausrichtung eines Workshops zu Fördermöglichkeiten und Projektmanagement für entwicklungspolitische Akteure der Zivilgesellschaft 1.4 Koordination der Projektplanung, evtl. auch Drittmittelbeantragung und Umsetzung eines Inlandsprojektes zur entwicklungspolitischen Informationsarbeit und Sensibilisierung, durch die Stadtverwaltung in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren (z.B. Aktionstag oder Informationskampagne zu SDGs, Aktionstag zu _| globalem Lernen und BNE) 1.5 Koordination der Erstellung einer Broschüre über Akteure der entwicklungspolitischen Informationsarbeit, Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Darmstadt in Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft 1.6 Konzeption, Vorbereitung und Umsetzung eines Modellprojektes zur Unterstützung des entwicklungspolitischen Engagements der Zivilgesellschaft durch Ausschreibung eines kommunalen Förderwettbewerbs/-programms bzw. Erarbeitung einer Richtlinie für Zuschüsse für entwicklungspolitische Projekte 1.7 Neuauflage eines nachhaltigen Stadtplans für Darmstadt in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren 3 1.8 Bericht über die entwicklungspolitische Arbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes, Koordination und Abstimmung der Beiträge der Stadtverwaltung 1.9 Konferenz mit Partnerstädten zu SDGs (z.B. im Rahmen des Europawochendes): Inhaltliche Vorbereitung, Organisation und Durchführung eines internationalen politischen Workshops zu kommunaler Entwicklungspolitik und der Umsetzung der SDGs in Kommunen, unter Beteiligung von voraussichtlich 18 Bürgermeister*innen Unterziel 2: Die Stadtverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich in kommunalen Partnerschaftsprojekten mit Kommunen im Globalen Süden und strebt eine neue Projektpartnerschaft an. 2 Seite 11 von 19 Projektziel: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Durch die Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden vertieft sie ihr entwicklungspolitisches Profil. Unterziele, Erfolgsindikatoren und Projektaktivitäten zur Zielerreichung Zeitliche Planung 2020 20221 | 2022 Erfolgsindikatoren zu Unterziel 2: - Mindestens 1 Projektantrag liegt vor oder mindestens 1 Projekt der Entwicklungszusammenarbeit mit der Partnerstadt Ushgorod (Ukraine) befindet sich in Umsetzung Erhebungsmethode und Quelle: - Protokolle, Teilnahmelisten und öffentliche Berichte über umgesetzte Maßnahmen - Projektkonzept Folgende Aktivitäten führen zur Erreichung des Unterziels 2: 2.1 Koordination der Projektgruppe und der möglichen Projektumsetzung eines Abfallwirtschaftsprojektes mit Ushgorod mit dem Ziel des kommunalen Wissenstransfers (Kooperationspartner ist der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen, EAD) 2.2 Koordination der Projektplanung, Antragstellung und möglichen Projektumsetzung eines Projektes zu nachhaltiger Mobilität mit Ushgorod mit dem Ziel des kommunalen Wissenstransfers (Kooperationspartner ist das Mobilitätsamt) 2.3 Koordination der Initiierung einer Projektpartnerschaft mit einer Kommune im Globalem Süden mit dem Ziel des kommunalen Wissenstransfers unter Beteiligung von Eine-Welt-Akteuren und migrantischen Organisationen in Darmstadt (Anschreiben von mindestens 5 migrantischen Organisationen und 2 fachbezogenen Eine-Welt-Organisationen zu einem ersten Gespräch; Einbindung bei der Projektkonzeption und Projektplanung; Einbindung bei der Kontaktaufnahme mit dem Zielland; Beteiligung bei der Projektumsetzung). Koordination einer möglichen Projektplanung (Projektkoordination und -verantwortung beim Amt für Interkulturelles und Internationales). Unterziel 3: Durch projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit ist das entwicklungspolitische Engagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt öffentlich sichtbar. Damit leistet die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Beitrag zur Bekanntmachung entwicklungspolitischer Themen in der Bevölkerung. Erfolgsindikatoren zu Unterziel 3: - Regelmäßige Veröffentlichung zu Aktivitäten der Seite 12 von 19 Projektziel: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Durch die Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im Globalen Süden vertieft sie ihr entwicklungspolitisches Profil. Unterziele, Erfolgsindikatoren und Projektaktivitäten Zeitliche Planung zur Zielerreichung 2020 2021 2022 Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt in Form von Texten auf der Webseite, Pressemitteilungen oder Social Media-Beiträgen (mindestens 6 sind veröffentlicht) - Mindestens 3 interne Mitteilungen für die Stadtverwaltung zum Projekt wurden verbreitet Erhebungsmethode und Quelle: - Berichte auf der Webseite der Wissenschaftsstadt Darmstadt - Pressemitteilungen - Presseberichte - Mitteilungen für die Stadtverwaltung (z.B. Hausmitteilungen, Präsentationen in ämterübergreifenden Gremien) Folgende Aktivitäten führen zur Erreichung des Unterziels 3: 31 Erstellung von Onlineveröffentlichungen, xI x IxIxTxTxTxTxıx Informationsmaterial und Pressemitteilungen. Ergänzung und Pflege der Unterseite kommunale Entwicklungspolitik der Webseite der Wissenschaftsstadt Darmstadt; Vorbereitung und Verbreitung von internen Mitteilungen für die Stadtverwaltung (Informationen zur Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes, eine Zwischenbilanz des Folgeprojektes und gegen Ende einer 2. Projektphase der Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt). |E Hinweis: Die Tabelle ist ungeschützt und kann beliebig um Zeilen erweitert werden, um alle Unterziele und Aktivitäten aufzuführen. Sollten Sie technische Probleme mit der Erweiterung haben, wenden Sie sich an die genannten Ansprechpersonen der SKEW. 29 | Die Schwerpunkthemen im Projekt sind folgende [bitte max. 2 angeben]: & Agenda 2030 U] Global Nachhaltige Kommune (GNK) U Faire Beschaffung/Fairer Handel RX Partnerschaftsarbeit mit Süd-Kommunen Migration u. Entwicklung U Sonstiges: 30 | Der Aufgabenbereich der Koordinatorin/ des Koordinators gliedert sich voraussichtlich wie folgt (Angabe in Prozent, Summe muss 100 % ergeben): U] (Weiter-)Entwicklung von Handlungskonzepten % Seite 13 von 19 Schaffung v«Strukturen zur nachhaltigen Verankerung kommunaler Entwicklungspolitik 10% Umsetzung und Begleitung von bzw. Beratung bei zusätzlichen entwicklungspol. Maßnahmen 20 % Bildungs- und Informationsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen in der Kommune 10%, der Kommunalverwaltung und Kommunalpolitik % Auf- und Ausbau von kommunalen Partnerschaften mit Süd-Kommunen 50 % &] Vernetzung von und mit entwicklungspolitischen Akteuren in der Kommune 10% Sonstiges: % Bitte präzisieren Sie die unter Zeile 30 angegebenen Aufgabenbereiche der Koordinatorin/des Koordinators und erläutern, inwieweit diese einen Beitrag zu den genannten Schwerpunktthemen leisten: Die Koordinator*in initiiert, begleitet und unterstützt federführend den Prozess der Umsetzung des Konzeptes zur kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Zudem initiiert, begleitet und unterstützt die Koordinator*in die geplanten Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. Im Einzelnen umfassen die Aufgaben der Koordinator*in folgende Aufgaben: Schaffung von Strukturen: - Koordination der Steuerungsgruppe: Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Steuerungsgruppensitzungen, Moderation von Fachdebatten in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Entwicklungspolitik - Vorbereitung und Umsetzung eines Modellprojekts zur Unterstützung des entwicklungspolitischen Engagements der Zivilgesellschaft - Beteiligung an städtischen Gremien Umsetzung und Begleitung von bzw. Beratung bei zusätzlichen entwicklungspol. Maßnahmen - Koordination der Projektplanung und Umsetzung eines Inlandsprojektes in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in Darmstadt - Kooperation mit Darmstädter Zivilgesellschaft und Fachpromotorin für fairen Handel und nachhaltige Beschaffung des EPN Hessen zur Neuauflage eines nachhaltigen Stadtplans - Erstellung eines Berichts über die Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt und Koordination der Beiträge verschiedener Verwaltungsstellen, Ämter und kommunaler Unternehmen. Erarbeitung einer finalen Fassung. - Vorbereitung und Umsetzung einer Konferenz/ Workshop mit Partnerstädten zur lokalen Umsetzung der SDGs: Inhaltliche Vorbereitung, Organisation und Durchführung eines Workshops zu kommunaler Entwicklungspolitik und der Umsetzung der SDGs in Kommunen Bildungs- und Informationsarbeit - Koordination der Erstellung einer Übersicht über entwicklungspolitische Informations- und Bildungsangebote (BNE und Globales Lernen) - Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit des Projektes, Pflege und Ergänzung der Unterseite zu kommunaler Entwicklungspolitik der Webseite der Wissenschaftsstadt Darmstadt - Vorbereitung von verwaltungsinternen Mitteilungen zur kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit Vernetzung . - Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Netzwerktreffen (Entwicklungspolitik in Darmstadt) - Ausrichtung eines Workshops zu Empowerment, Förderungsmöglichkeiten entwicklungspolitischer Projekte und/oder Projektmanagement Seite 14 von 19 32 33 Auf- und Ausbau von kommunalen Partnerschaften mit Süd-Kommunen - Koordination der Projektgruppe und der möglichen Projektumsetzung eines Abfallwirtschaftsprojektes mit Ushgorod - Koordination der Projektplanung, Antragsstellung und Projektumsetzung eines Projektes zu nachhaltiger Mobilität mit Ushgorod - Prüfung der Voraussetzungen für die Initiierung einer Projektpartnerschaft; unter Umständen Initiierung einer Projektpartnerschaft, idealerweise unter Beteiligung von migrantischen Organisationen und Eine-Welt-Akteuren. Bitte erläutern Sie, wie die Umsetzung der Aktivitäten finanziert werden soll und - falls finanzieller Mehrbedarf bei der Umsetzung des Folgeprojekts entsteht - wie der Mehrbedarf gedeckt werden soll. Für die Umsetzung der im Ziel- und Aktivitätenkatalog geschilderten Maßnahmen wird der Mittelbedarf für Begleitmaßnahmen auf 20.000 Euro und für Fortbildungs- und Reisekosten auf 6.000 Euro geschätzt. Der Haushaltsplan der Abteilung Internationales für das Jahr 2021 wurde im Februar 2020 bei der Stadtkämmerei eingereicht. Der Eigenanteil von 25 Prozent für die Projektfinanzierung wurde bei der Haushaltsplanung eingestellt. Zusätzliche Mittel für die Maßnahmenumsetzung (außer für die Umsetzung des Modellprojektes) wurden darin nicht abgebildet. Ein Ausgabenplan mit einer detaillierten Kostenschätzung, auf Grundlage bisheriger Praxis ist dem Projektantrag beigefügt. Für das Modellprojekt zur Unterstützung der Zivilgesellschaft (Maßnahme 1.6) wurden Mittel für die Haushaltsplanung 2021 eingestellt, vorbehaltlich der Haushaltsbewilligung. Für Maßnahmen, welche den Finanzierungsrahmen des Projekts überschreitet, ist die: Beantragung von Mitteln über den Kleinprojektefonds sowie das Projekt „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (Nakopa)” der SKEW sowie durch Drittmittelaquise geplant. Inwieweit werden durch den Einsatz der Koordinatorin/des Koordinators Strukturen und Grundlagen geschaffen, die ein langfristiges, gesteigertes entwicklungspolitisches Engagement ermöglichen und die auch über den Projektzeitraum hinaus eine nachhaltige Wirkung erzielen? Während des Erstprojektes wurde ein entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt erarbeitet. Das Konzept wird dem Magistrat im Herbst 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt, es soll die kommunale Entwicklungspolitik in der Kommune verankern und als Querschnittsaufgabe ämterübergreifend umgesetzt werden. An der Konzepterarbeitung wurden Verwaltung und Zivilgesellschaft, insbesondere über eine Steuerungsgruppe, sowie weitere Abstimmungen beteiligt. Das Konzept bündelt die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Stadt und formuliert einen Rahmen für die Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt bis zum Jahr 2030. Darin werden strategische Ziele des Konzeptes und operative Ziele in verschiedenen Handlungsfeldern (u.a. Migration und Entwicklung, Partnerschaftsarbeit, Faire/nachhaltige Beschaffung, Stärkung der Zivilgesellschaft) formuliert, die eine nachhaltige Umsetzung - mindestens bis 2030 — erfahren sollen. Im Bereich der Partnerschaftsarbeit soll beispielsweise neben der Ausweitung von Partnerschaftsprojekten mit Kommunen im Globalen Süden, nachhaltige Entwicklung verstärkt auch mit allen Partnerstädten thematisiert werden. Erste Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes sollen während des Folgeprojektes umgesetzt werden und so den Anstoß für die weitere Umsetzung bilden. Ziel ist es, erfolgreiche Aktivitäten sichtbar zu machen und so den Mehrwert kommunaler Entwicklungspolitik öffentlich zu transportieren, um ein langfristiges Engagement zu sichern. Seite 15 von 19 34 35 de Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft nachhaltig ausgebaut werden. Die Maßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Zivilgesellschaft, wie eine Unterstützung der Netzwerkarbeit und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, bauen auf den Bedarfen und Zielen auf, die bei Netzwerktreffen artikuliert wurden und dem Wunsch zivilgesellschaftlicher Akteure, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Hierdurch werden Kooperationsstrukturen gefestigt. Die Steuerungsgruppe hat sich zudem zum Ziel gesetzt, ihre Arbeit über die Projektlaufzeit hinaus fortzusetzten. Die Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in Darmstadt dienen der Vernetzung der entwicklungspolitischen Akteure in Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft in Darmstadt. Gemeinsame Projekte und Aktionen sollen in Darmstadt umgesetzt werden (s. z.B. Maßnahme 1.4). Als öffentliche Veranstaltungen tragen sie zur Sichtbarkeit der Entwicklungspolitik der Stadt Darmstadt und zur Sensibilisierung für entwicklungspolitische Zusammenhänge bei. Die Teilnehmenden und ihre Organisationen fungieren als Multiplikator*innen zu Bürger*innen, die nicht an den Netzwerktreffen teilnehmen und erreichen so eine breitere Zielgruppe. Die Steuerungsgruppensitzungen dienen der Vernetzung und Abstimmung von Kooperationen zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft. Sie bündelt Erfahrungen und Kompetenzen aus Stadtverwaltung (Amt für Interkulturelles und Internationales, EAD), Wissenschaft (Technische Universität Darmstadt) und Zivilgesellschaft (Ägyptischer Verein Darmstadt e.V., BnE-Netzwerk DA & DA-DI, EPN Hessen e.V./Weltladen Darmstadt Fachpromotorin Fairer Handel und nachhaltige Beschaffung, Ingenieure ohne Grenzen e.V., Werkhof Darmstadt e.V. / Sandino-Partnerschaft e.V.), für eine erfolgreiche Projektumsetzung. Die Steuerungsgruppe, welche die Erarbeitung des entwicklungspolitischen Konzeptes begleitete, soll auch in die Umsetzung der Maßnahmen einbezogen werden. Gemeinsame entwicklungspolitische Projekte sollen vorbereitet und durchgeführt werden, beispielsweise zur entwicklungspolitischen Informationsarbeit und zum Wissenstransfer mit Kommunen im globalen Süden. Welche Akteurskreise tragen dazu bei? Akteure des Netzwerks Entwicklungspolitik in Darmstadt, der Steuerungsgruppe - darunter sind Eine- Welt-Akteure, migrantische Organisationen sowie Akteure aus Wissenschaft und Bildung — sowie Ämter, Verwaltungsstellen, kommunale Unternehmen und Beteiligungen, sind an Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes beteiligt. Die Einbindung weiterer Akteure wird angestrebt. Entstehen weitere Folgekosten nach Ende des Folgeprojekts? Wenn ja, wie werden diese nach Abschluss der Förderung gedeckt? Über das Projektende hinaus entstehen keine Folgekosten, die nicht über andere Fördermittel und | Projekte gedeckt wären. j ö Welche Risiken sehen Sie beim Einsatz der Koordinatorin/des Koordinators oder der Umsetzung des Ziel- und Aktivitätenkatalogs? Wie sollen solche Risiken minimiert werden? Risiken im Rahmen der Inlandsarbeit und der Zielerreichung könnten in den ggf. fehlenden zeitlichen Ressourcen der Akteure bestehen, sowie in der unterschiedliche Bereitschaft und Intensität, sich einzubringen und im Netzwerk mitzuarbeiten. Diesen Risiken soll durch eine kurzfristige Ergebnissicherung im Rahmen der Steuerungsgruppe entgegengewirkt werden. Als Maßnahme zur Risikominimierung ist die weitere Netzwerkarbeit geplant, sowie eine überzeugende Kommunikation des Mehrwerts, der durch das Projekt geschaffen wird, sowie des Nutzens für die einzelnen Akteure. Für die geplanten Auslandsprojekte besteht das Risiko, dass beantragte Fördermittel nicht bewilligt werden. In diesem Falle ist die Kommunikation über die Gründe vorgesehen. Eine erneute Antragsstellung zu einem späteren Zeitpunkt oder bei weiteren Drittmittelgebern soll in Abstimmung mit Kooperationspartnern geprüft werden. Zudem besteht das Risiko, dass das Interesse der Partnerorganisationen an der Projektdurchführung abnehmen könnte, daher sollen Kooperationsvereinbarungen, welche die Seite 16 von 19 Aufgaben der einzeinen Institutionen regeln, zwischen den Partnerstädten sowie den Partnerorganisationen unterzeichnet werden. Darüber hinaus soll sich die Projektgruppe, die das Projekt vorbereitet hat, regelmäßig treffen, um sich über den Projektfortschritt und die anstehenden Maßnahmen auszutauschen. Aufgrund der coronabedingten ungewissen Finanzlage der Kommune, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mittel für das Modellprojekt zur Förderung der Zivilgesellschaft (Maßnahme 1.6) in der Haushaltsplanung nicht bewilligt werden. Eine Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt würde in diesem Fall geprüft werden. j Seite 17 von 19 3. Ausgaben-und Finanzierungsplan Ausgabenplan (in €) 36 Ausgabenposition HH) 2020 HH) 2021 HH) 2022 Gesamt 37 \Personal "Koordinator/in"* 13.572,34 82.099,64 73.273,93| _168.945,91 ss Fortbildung und Reisen 0 3.000,00 3.000,00 6.000,00 | Begleitmaßnahmen f) 10.000,00 10.000,00 20.000,00 40 Projektausgaben SOLL 13.572,34 95.099,64 86.273,93| 194.945,91 | YKP** (max. 7%) 950,06 6.656,97 6.039,17 13.646,20 2 |Gesamtausgaben 14.522,40| 101.756,61 92.313,10| 208.592,11 *Berechnung basiert auf 100 % Stellenanteilen der Entgeltgruppe 11 in Stufe 3 Sollte nach Einstellung der Koordinatorin/ des Koordinators eine andere Stufenzuordnung erfolgen, so kann der A-F-Plan in Absprache mit Engagement Global/SKEW angepasst werden. ** V/KP = Verwaltungskostenpauschale Finanzierungsplan (in €) 43 | Mittelgeber/ HH) 2020 HH) 2021 HH) 2022 | Gesamt Haushaltsjahr = 44 | Unterstützung 10.891,80 76.317,46 69.234,83 156.444,09 Engagement Global/ SKEW 45 | Eigenbeitrag 3.630,60 25.439,15 23.078,27 52.148,02 Projektträger 46 | Landesmittel 47 | Sonstige | Drittmittelgeber: 48 | Gesamt 14.522,40 | 101.756,61 92.313,10 208.592,11 Seite 18 von 19 Erklärung Wir erklären unser Einverständnis, dass dieser Antrag — soweit erforderlich - an das BMZ weitergeleitet wird und dass das BMZ dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags im Einzelfall den Namen der antragstellenden Organisation sowie Höhe und Zweck der Zuwendung in vertraulicher Weise bekannt gibt, sofern der Haushaltsauschuss dies beantragt. Bilder und Dokumentationen, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstehen, werden wir der ENGAGEMENT GLOBAL zur Verfügung stellen und räumen ihr ein räumlich, inhaltlich und zeitlich unbeschränktes einfaches Nutzungsrecht ein. Wir sind damit einverstanden, ENGAGEMENT GLOBAL mit Bildern und Dokumentationen, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstehen, zu unterstützen. Wir sind damit einverstanden, dass die Angaben zu unserer Organisation auf der Internetseite der Engagement Global und des jeweiligen Förderprogramms veröffentlicht werden. Mit der Unterschrift bestätigen wir, dass für das beantragte Projekt keine weiteren Bundesmittel beantragt oder bewilligt sind; die Förderbedingungen der Ausschreibung zur Kenntnis genommen wurden und ihnen zugestimmt wird; dem BMZ oder den als Revisionsberechtigte eingesetzten Personen freier Zugang zu Unterlagen (Buchhaltung, Projektberichte etc.) zum Zwecke der Bewertung/Prüfung gewährt und - sofern erwünscht - Projektbesuche ermöglicht werden; mit dem Projekt, für welches die Zuwendung beantragt wird, noch nicht begonnen wurde; keine Folgeausgaben entstehen, die nicht durch Eigenmittel gedeckt werden können; mit dem Projekt keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt werden; bei der Vergabe von Lieferungen und Leistungen zur Erfüllung des Projektziels die nach den haushaltsrechtlichen Bestimmungen anzuwendenden Vergabegrundsätze beachtet werden; die Erbringung des Eigenmittelanteils gewährleistet ist; die beantragte Eingruppierung der Personalstelle dem tatsächlichen Aufgabenprofil entspricht; das geförderte Personal zusätzliche Projektarbeit betreut und nicht für Linienaufgaben eingesetzt wird; der Ziel- und Aktivitätenkatalog spätestens innerhalb von vier Monaten nach Einstellung des Koordinators/ der Koordinatorin mit Engagement Global/SKEW finalisiert wird; das Projekt ohne die Förderung nicht durchgeführt werden kann; alle Angaben richtig und vollständig sind. Vorsteuerabzug - bitte Zutreffendes ankreuzen: Wir sind zum Vorsteuerabzug berechtigt (den Nachweis fügen wir in Kopie bei). Wir sind zum Vorsteuerabzug bedingt berechtigt (den Nachweis fügen wir in Kopie bei). Wir sind zum Vorsteuerabzug nicht berechtigt. Datum, Unterschrift der zeichnungsberechtigten Person 48.03. LO2O Darmstadt Datum Ort ame in Blockbuchstaben Der unterzeichnete Antrag ist zur genannten Frist digital und postalisch an die nachfolgenden Kontaktdaten zu senden. Postalisch: Engagement Global g6mbH/ SKEW z.Hd. Team KEpol-Koordination (F31), Tulpenfeld 7, 53113 Bonn Elektronisch: kepol-koordination.skew@engagement-global.de Seite 19 von 19 Ausgabenplan zum Folgeprojektantrag: Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Projekttitel: Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Antragstellerin: Wissenschaftsstadt Darmstadt . rn | Ausgabenposition Begleitmaßnahmen \ \ 1.1 jNetzwerktreffen (jeweils 2021 und 2022) 2 x Raummiete: 2 x 800 Euro 2 x Verpflegung: 2 x 500 Euro 2 x Moderation: 2 x 900 Euro 2 x Material: 2x 150 Euro 2 x Fotograf: 2 x 50 Euro 2 x Protokoll: 2x 100 Euro 1.2 |Steuerungsgruppensitzungen Honorar für Protokoll: 5 x 50 Euro Workshop zu Fördermöglichkeiten und Projektmanagement Raummiete: 500 Euro Honorar Referent*in: 300 Euro Verpflegung: 200 Euro Inlandsprojekt zur entwicklungspolitischen Informationsarbeit: Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Gestaltung und Druckkosten Flyer, Fotograf: 1200 € Materialkosten öffentliche Aktion: 2500 Euro Raummiete oder Miete Pavillon: 1000 Euro 1.5 |Broschüre zu Akteuren der entwicklungspolitischen Informationsarbeit, Globalen Lernens und BNE in Darmstadt: Grafik: 800 Euro Druckkosten: 1400 Euro 1.7 |Nachhaltiger Stadtplan Wandelkarte: Grafik für Neuauflage 600 Euro, Druckkosten bei 10 000 Stück ca. 1500 Euro Bericht über entwicklungspolitische Arbeit Grafik: 1000 Euro Druckkosten: 2750 Euro . 2.3 |Honorare Beratung durch migrantische Organisationen bei Initiierung einer neuen Projektpartnerschaft und Reisekosten .._._. ._. 0.0 2.1 |Projektbegleitende Reisen nach Ushgorod (je 2021 und 2022) 2x Flug: 2 x 350 Euro = 700 Euro 2x Transfer: 2x 70 Euro = 140 Euro 2 x Übernachtungskosten bei 4 Tagen: 2 x 3 Übernachtungen x 98 Euro = 588 Euro 2 x Verpflegungskosten: 2x (2x 26 Euro + 2x 17 Euro) = 172 Euro Eug © 2.3 |Anbahnungsreise zur Initiierung einer Projektpartnerschaft Flug und Transferkosten: 500 Euro Übernachtungskosten bei 4 Tagen: 3 x 100 Euro Verpflegungskosten 4 x 25 Euro Reisekosten zu Arbeitsgruppensitzungen, Konferenzen, Übernachtungskosten, mögliche Teilnahmegebühren i Fortbildungen: z.B. IHK-Projektleiter 1.500,00 Euro, Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Verwaltungsausbildung 800 Euro, Fortbildung zu öffentlicher Vergabe und nachhaltiger Beschaffung 600 Euro
anlage 2
10658 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
20.10.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt für Interne Dienste
Amt: Amt für
Interkulturelles und
Internationales
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 10.1 10.2
IV 531
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0290
Magistratsbeschluss-Nr.
292
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 531-001-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1111-21 Sachkonto: 5410900
Betreff: Fortsetzung des Projektes „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ zur Koordination und Umsetzung des
entwicklungspolitischen Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 30.09.2020
Beschlussvorschlag:
1. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt ihre Beteiligung an der Initiative von
ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH/ Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) 1 zur
Förderung einer Projektstelle zur Koordination und Umsetzung entwicklungspolitischen
Engagements in Kommunen fort.
2. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verlängert vor diesem Hintergrund die bestehende
Vollzeitstelle zur Koordination und Umsetzung ihres kommunalen entwicklungspolitischen
Engagements um zwei Jahre (Projektzeitraum: 15.11.2020 – 14.11.2022).
3. Das Folgeprojekt zielt auf die Umsetzung der – in der ersten Projektphase durch die
1 Die Engagement Global gGmbH arbeitet im Auftrag der Bundesregierung und wird vom
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
- 3 -
Koordinatorin erarbeiteten – Gesamtkonzeption zur kommunalen entwicklungspolitischen
Arbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Projektstelle wird in Dezernat I, beim Amt
für Interkulturelles und Internationales, angegliedert.
4. Die Finanzierung der Projektstelle erfolgt zu 75 Prozent (156.444,09 EUR von insgs.
208.592,111 EUR Gesamtausgaben) über die Engagement Global gGmbH (s.
Projektantrag vom 18.09.2020). Der Eigenanteil am Projekt beträgt 25 Prozent (insgs.
52.148,02 EUR; jährlich entspricht dies für 2020 – bei Weiterbeschäftigung oder
Einstellung ab 15. November 2020 – 3.630,60 EUR, für 2021: 25.439,15 EUR, für 2022:
23.078,27 EUR) und wird aus Eigenmitteln und Drittmitteln finanziert.
Anlagen: Projektantrag zum Folgeprojekt Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in
der Wissenschaftsstadt Darmstadtan die Engagement Global gGmbH vom
18.09.2020
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 21.10.2020
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 08.10.2020
Mit der Agenda 20302 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale
Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich globale Herausforderungen nur
gemeinsam, auf allen politischen Ebenen, lösen lassen. Die Herausforderungen unserer Zeit
machen nicht an nationalen Grenzen halt. Der Klimawandel, die Coronapandemie ebenso wie
die Folgen von Kriegen und Armut wirken grenzüberschreitend. Kommunen kommt bei der
lokalen Umsetzung der Agenda 2030 eine zentrale Bedeutung zu. Die Mehrheit der
Weltbevölkerung lebt in Städten. Sie gestalten Nachhaltigkeitspolitik vor Ort und sind ein
wichtiger Akteur der Entwicklungspolitik.
Zur Verankerung des Querschnittsthemas kommunale Entwicklungspolitik in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt führt diese vom 15. November 2018 - 14. November 2020 das
Projekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt“ durch (Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018, V.-Nr. 2018/0043)3. Mit dem Erstprojekt
„Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt“ wurde eine Projektstelle
eingerichtet, welche das entwicklungspolitische Engagement in Darmstadt bündelt und als
Querschnittsthema in die Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft trägt. Das Erstprojekt hatte
zum Ziel, das entwicklungspolitische Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu schärfen,
transparent und sichtbar zu machen. Gefördert wird das Projekt durch Engagement Global aus
Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
In der ersten Projektphase wurden folgende Ziele erreicht:
1. Für die künftige Ausrichtung der entwicklungspolitischen Arbeit der Stadt und ihre
Entwicklungszusammenarbeit wurde eine Gesamtkonzeption zur kommunalen
entwicklungspolitischen Arbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt erarbeitet. Diese soll
dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden. Inhaltlich bündelt
die Gesamtkonzeption die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Stadtverwaltung,
formuliert eine Vision für die zukünftige Ausrichtung der Entwicklungspolitik der Stadt bis
zum Jahr 2030 und zeigt Kooperationsmöglichkeiten mit der Zivilgesellschaft auf.
2. Ein Netzwerk entwicklungspolitischer Akteure in Darmstadt wurde etabliert.
3. Das Engagement der Stadtverwaltung in kommunalen Partnerschaftsprojekten mit
Kommunen im globalen Süden wurde ausgebaut, durch die Initiierung von Projekten mit
der Partnerstadt Ushgorod.
4. Durch Informationsarbeit wurde das Bewusstsein für entwicklungspolitische Themen in
Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft gefördert.
Gemeinsame Projekte mit der Partnerstadt Ushgorod, Ukraine, wurden im Rahmen der
laufenden Projektlaufzeit konzipiert und Anträge für eine Förderung aus Mitteln des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch
Engagement Global gGmbH gestellt. Ein mehrjähriges Abfallwirtschaftsprojekt mit Ushgorod
befindet sich derzeit im Bewilligungsverfahren.
2 Die Agenda 2030 schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit
sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Die Agenda 2030
wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten
verabschiedet. Sie wurde mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt entwickelt und stellt
einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Vereinten Nationen dar.
3 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018 zur „Etablierung des Themas
'Kommunale Entwicklungspolitik' als Querschnittsaufgabe in der Kommune durch Einrichtung einer
Projektstelle zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen Engagements in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (V.-Nr. 2018/0043)
- 5 -
Projektziele des Folgeprojektes (15.11.2020-14.11.2022)
Zur Fortführung der bisherigen entwicklungspolitischen Arbeit der Koordinationsstelle in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde ein Folgeprojektantrag zur Förderung einer Personalstelle
bei Engagement Global eingereicht (s. Projektantrag vom 18.09.2020). Ein Beitrag zur lokalen
Umsetzung der Agenda 2030 soll im Rahmen des Folgeprojektes durch Umsetzung von
Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes sowie die Vertiefung der
Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im globalen Süden geleistet werden.
Durch das Folgeprojekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (geplante Projektlaufzeit 15.11.2020-14.11.2022) sollen
folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
1. Umsetzung eines Projektes zur entwicklungspolitischen Informationsarbeit in Darmstadt
2. Umsetzung von Partnerschaftsprojekten4 mit Ushgorod, insbesondere des
Abfallwirtschaftsprojekts mit Ushgorod, Beantragung und Umsetzung eines
Mobilitätsprojektes
3. Initiierung einer einmaligen Projektpartnerschaft mit einer Kommune im globalen Süden, in
Afrika, Asien oder Lateinamerika, mit dem Ziel des kommunalen Wissenstransfers unter
Beteiligung von Eine-Welt-Akteuren und migrantischen Organisationen in Darmstadt
4. Weiterentwicklung von Vernetzungsstrukturen
5. Öffentlichkeitsarbeit zum entwicklungspolitischen Engagement der Wissenschaftsstadt
Darmstadt
6. Erstellung eines Berichts über die entwicklungspolitische Arbeit der Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Aufgaben der Projektkoordination
Der Einsatz der Koordinatorin bzw. des Koordinators in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zielt
darauf ab, Maßnahmen der Gesamtkonzeption der kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit
umzusetzen:
1. Umsetzung von entwicklungspolitischen Projekten mit Kommunen im globalen Süden.
Projekte mit der Partnerstadt Ushgorod zu nachhaltigem Abfallmanagement, ein Corona-
Solidarprojekt und ein Mobilitätsprojekt sind geplant.
2. Einbeziehung verschiedener Ämter und Verwaltungsstellen in die Umsetzung der
Gesamtkonzeption, da kommunale Entwicklungspolitik eine Querschnittsaufgabe ist.
3. Initiierung und Koordination einer Projektpartnerschaft mit einer Kommune im globalen
Süden unter Beteiligung migrantischer Organisationen und Eine-Welt-Akteure aus
Darmstadt. Erzielt wird eine Erweiterung der bisherigen Ausrichtung der kommunalen
Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt mit einer einmaligen
Projektpartnerschaft mit einer Kommune in Afrika, Asien oder Lateinamerika.
4. Stärkung der in der ersten Projektlaufzeit aufgebauten Strukturen, wie des
Akteursnetzwerks (Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in Darmstadt) sowie der
Steuerungsgruppe
5. Ausbau der Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft in der
entwicklungspolitischen Arbeit durch gemeinsame Inlandsprojekte und
Maßnahmenumsetzung
6. Förderung des Bewusstseins für entwicklungspolitische und globale Zusammenhänge bei
der Darmstädter Bevölkerung und Stadtverwaltung
4 Unter Voraussetzung der Bewilligung von Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung.
Die Eigenmittel für den Projektzeitraum stehen im städtischen Haushalt zur Verfügung.
Die Fördermittelzusage durch ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH/ Servicestelle Kommunen in
der Einen Welt (SKEW) liegt noch nicht schriftlich vor. Gleichwohl wurde in Gesprächen die
Weiterführung des Projekts in Aussicht gestellt. Da die Projektstelle bis 14. November 2020
befristet ist, sollte der Magistrat dennoch bes chließen, dass das Projekt weitergeführt wird.
Dezernat I Dezernat IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
2020/0290
10611 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
20.10.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt für Interne Dienste
Amt: Amt für
Interkulturelles und
Internationales
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0290
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 531-001-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1111-21 Sachkonto: 5410900
Betreff: Fortsetzung des Projektes „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ zur Koordination und Umsetzung des
entwicklungspolitischen Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 30.09.2020
Beschlussvorschlag :
1. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt ihre Beteiligung an der Initiative von
ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH/ Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) 1 zur
Förderung einer Projektstelle zur Koordination und Umsetzung entwicklungspolitischen
Engagements in Kommunen fort.
2. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verlängert vor diesem Hintergrund die bestehende
Vollzeitstelle zur Koordination und Umsetzung ihres kommunalen entwicklungspolitischen
Engagements um zwei Jahre (Projektzeitraum: 15.11.2020 – 14.11.2022).
3. Das Folgeprojekt zielt auf die Umsetzung der – in der ersten Projektphase durch die
Koordinatorin erarbeiteten – Gesamtkonzeption zur kommunalen entwicklungspolitischen
1 Die Engagement Global gGmbH arbeitet im Auftrag der Bundesregierung und wird vom
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
- 2 -
Arbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Projektstelle wird in Dezernat I, beim Amt
für Interkulturelles und Internationales, angegliedert.
4. Die Finanzierung der Projektstelle erfolgt zu 75 Prozent (156.444,09 EUR von insgs.
208.592,111 EUR Gesamtausgaben) über die Engagement Global gGmbH (s.
Projektantrag vom 18.09.2020). Der Eigenanteil am Projekt beträgt 25 Prozent (insgs.
52.148,02 EUR; jäh rlich entspricht dies für 2020 – bei Weiterbeschäftigung oder
Einstellung ab 15. November 2020 – 3.630,60 EUR, für 2021: 25.439,15 EUR, für 2022:
23.078,27 EUR) und wird aus Eigenmitteln und Drittmitteln finanziert.
Anlagen: Projektantrag zum Folgeprojekt Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in
der Wissenschaftsstadt Darmstadt an die Engagement Global gGmbH vom
18.09.2020
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 08.10.2020
Mit der Agenda 20302 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale
Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich globale Herausforderungen nur
gemeinsam, auf allen politischen Ebenen, lösen lassen. Die Herausforderungen unsere r Zeit
machen nicht an nationalen Grenzen halt. Der Klimawandel, die Coronapandemie ebenso wie
die Folgen von Kriegen und Armut wirken grenzüberschreitend. Kommunen kommt bei der
lokalen Umsetzung der Agenda 2030 eine zentrale Bedeutung zu. Die Mehrheit der
Weltbevölkerung lebt in Städten. Sie gestalten Nachhaltigkeitspolitik vor Ort und sind ein
wichtiger Akteur der Entwicklungspolitik.
Zur Verankerung des Querschnittsthemas kommunale Entwicklungspolitik in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt führt diese vom 15. November 2018 - 14. November 2020 das
Projekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt“ durch (Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018, V.-Nr. 2018/0043)3. Mit dem Erstprojekt
„Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt“ wurde eine Projektstelle
eingerichtet, welche das entwicklungspolitische Engagement in Darmstadt bündelt und als
Querschnittsthema in die Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft trägt. Das Erstprojekt hatte
zum Ziel, das entwicklungspolitische Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu schärfen,
transparent und sichtbar zu machen. Gefördert wird das Projekt durch Engagement Global aus
Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
In der ersten Projektphase wurden folgende Ziele erreicht:
1. Für die künftige Ausrichtung der entwicklungspolitischen Arbeit der Stadt und ihre
Entwicklungszusammenarbeit wurde eine Gesamtkonzeption zur kommunalen
entwicklungspolitischen Arbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt erarbeitet. Diese soll
dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden. Inhaltlich bündelt
die Gesamtkonzeption die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Stadtverwaltung,
formuliert eine Vision für die zukünftige Ausrichtung der Entwicklungspolitik der Stadt bis
zum Jahr 2030 und zeigt Kooperationsmöglichkeiten mit der Zivilgesellschaft auf.
2. Ein Netzwerk entwicklungspolitischer Akteure in Darmstadt wurde etabliert.
3. Das Engagement der Stadtverwaltung in kommunalen Partnerschaftsprojekten mit
Kommunen im globalen Süden wurde ausgebaut, durch die Initiierung von Projekten mit
der Partnerstadt Ushgorod.
4. Durch Informationsarbeit wurde das Bewusstsein für entwicklungspolitische Themen in
Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft gefördert.
Gemeinsame Projekte mit der Partnerstadt Ushgorod, Ukraine, wurden im Rahmen der
laufenden Projektlaufzeit konzipiert und Anträge für eine Förderung aus Mitteln des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch
Engagement Global gGmbH gestellt. Ein mehrjähriges Abfallwirtschaftsprojekt mit Ushgorod
befindet sich derzeit im Bewilligungsverfahren.
2 Die Agenda 2030 schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit
sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Die Agenda 2030
wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten
verabschiedet. Sie wurde mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt entwickelt und stellt
einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Vereinten Nationen dar.
3 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018 zur „Etablierung des Themas
'Kommunale Entwicklungspolitik' als Querschnittsaufgabe in der Kommune durch Einrichtung einer
Projektstelle zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen Engagements in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (V.-Nr. 2018/0043)
- 4 -
Projektziele des Folgeprojektes (15.11.2020-14.11.2022)
Zur Fortführung der bisherigen entwicklungspolitischen Arbeit der Koordinationsstelle in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde ein Folgeprojektantrag zur Förderung einer Personalstelle
bei Engagement Global eingereicht (s. Projektantrag vom 18.09.2020). Ein Beitrag zur lokalen
Umsetzung der Agenda 2030 soll im Rahmen des Folgeprojektes durch Umsetzung von
Maßnahmen des entwicklungspolitischen Konzeptes sowie die Vertiefung der
Partnerschaftsarbeit mit Kommunen im globalen Süden geleistet werden.
Durch das Folgeprojekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (geplante Projektlaufzeit 15.11.2020-14.11.2022) sollen
folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
1. Umsetzung eines Projektes zur entwicklungspolitischen Informationsarbeit in Darmstadt
2. Umsetzung von Partnerschaftsprojekten4 mit Ushgorod, insbesondere des
Abfallwirtschaftsprojekts mit Ushgorod, Beantragung und Umsetzung eines
Mobilitätsprojektes
3. Initiierung einer einmaligen Projektpartnerschaft mit einer Kommune im globalen Süden, in
Afrika, Asien oder Lateinamerika, mit dem Ziel des kommunalen Wissenstransfers unter
Beteiligung von Eine-Welt-Akteuren und migrantischen Organisationen in Darmstadt
4. Weiterentwicklung von Vernetzungsstrukturen
5. Öffentlichkeitsarbeit zum entwicklungspolitischen Engagement der Wissenschaftsstadt
Darmstadt
6. Erstellung eines Berichts über die entwicklungspolitische Arbeit der Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Aufgaben der Projektkoordination
Der Einsatz der Koordinatorin bzw. des Koordinators in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zielt
darauf ab, Maßnahmen der Gesamtkonzeption der kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit
umzusetzen:
1. Umsetzung von entwicklungspolitischen Projekten mit Kommunen im globalen Süden.
Projekte mit der Partnerstadt Ushgorod zu nachhaltigem Abfallmanagement, ein Corona-
Solidarprojekt und ein Mobilitätsprojekt sind geplant.
2. Einbeziehung verschiedener Ämter und Verwaltungsstellen in die Umsetzung der
Gesamtkonzeption, da kommunale Entwicklungspolitik eine Querschnittsaufgabe ist.
3. Initiierung und Koordination einer Projektpartnerschaft mit einer Kommune im globalen
Süden unter Beteiligung migrantischer Organisationen und Eine-Welt-Akteure aus
Darmstadt. Erzielt wird eine Erweiterung der bisherigen Ausrichtung der kommu nalen
Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt mit einer einmaligen
Projektpartnerschaft mit einer Kommune in Afrika, Asien oder Lateinamerika.
4. Stärkung der in der ersten Projektlaufzeit aufgebauten Strukturen, wie des
Akteursnetzwerks (Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in Darmstadt) sowie der
Steuerungsgruppe
5. Ausbau der Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft in der
entwicklungspolitischen Arbeit durch gemeinsame Inlandsprojekte und
Maßnahmenumsetzung
6. Förderung des Bewusstseins für entwicklungspolitische und globale Zusammenhänge bei
der Darmstädter Bevölkerung und Stadtverwaltung
4 Unter Voraussetzung der Bewilligung von Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung.
- 5 -
Die Eigenmittel für den Projektzeitraum stehen im städtischen Haushalt zur Verfügung.
Die Fördermittelzusage durch ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH/ Servicestelle Kommunen in
der Einen Welt (SKEW ) liegt noch nicht schriftlich vor. Gleichwohl wurde in Gesprächen die
Weiterführung des Projekts in Aussicht gestellt. Da die Projektstelle bis 14. November 2020
befristet ist, sollte der Magistrat dennoch bes chließen, dass das Projekt weitergeführt wird.
Dezernat I Dezernat IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Bad Nauheimer Straße 4
- Luisenplatz 5a
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0290
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 30.09.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00