2019/0223
Darmstädter Bürgerhaushalt 2.0 – Vorgezogene Verfahrensänderung
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2019/0223
5807 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
15.07.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Büro der
Bürgerbeauftra gten OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0223
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 111 700
Kostenstelle: 715 001 1001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1117-13 Sachkonto: 6861000
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2.0 – Vorgezogene Verfahrensänderung
Vorlage vom: 09.07.2019
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung stimmen der vorgeschlagenen
Verfahrensveränderung zum Bürgerhaushalt zu. Die geplante Evaluation des neuen Konzepts
nach zwei Jahren entsprechend der Magistratsvorlage Nr. 2018/0325 ist hiervon nicht betrof fen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.07.2019:
Ausgangslage
Im Rahmen des Bürgerhaushalts wird seit Anfang dieses Jahres bis zum 31.12.2020
probeweise ein erweitertes Beteiligungsformat angeboten. Gemäß der Magistratsvorlage Nr.
2018/0325 erfolgen nach Abschluss der zwei Jahre eine Auswertung des
Beteiligungsangebots bezüglich Zufriedenheit, Wirksamkeit und Nutzen und eine politische
Beratung zur Fortführung, Nachsteuerung oder Einstellung dieses Angebots.
Die Durchführung der ersten Beteiligungsrunde des neuen Bürgerhaushalts 2.0, welche vom
15. März bis zum 16. Mai 2019 lief, hat gezeigt, dass schon vor der zweiten Runde des
Bürgerhaushalts 2019 ein Nachsteuerungsbedarf für den Strang „Unser Vorschlag für die
Politik“ besteht.
Der Strang „Unser Vorschlag für die Politik“ wurde in der Weiterentwicklung gemäß der
Magistratsvorlage Nr. 2018/0325 zwar nur geringfügig verändert, dennoch hat sich in der
ersten Beteiligungsrunde gezeigt, dass eine Nachsteuerung der Spielregeln kurzfristig erfolgen
sollte, damit die Prinzipien „Fairness“ und „Chancengleichheit“ für alle Bürgerinnen und
Bürger gewahrt bleiben.
Nachbesserungsbedarf und Vorschlag zur Optimierung im Detail
In der neuen Version des Bürgerhaushalts 2.0 im Strang „Unser Vorschlag für die Politik“ zeigt
sich in folgenden Punkten ein Verbesserungsbedarf:
1) Zurzeit werden die eingereichten Vorschläge bezüglich der Umsetzbarkeit, rechtlicher
Grenzen und schon bestehenden Planungen durch das Büro der Bürgerbeauftragten in
Absprache mit den relevanten Ämtern und Abteilungen geprüft und bei Bedarf auf der
Plattform da-bei.darmstadt.de mit Hinweisen versehen.
Es wird angeregt, dass die Vorschläge welche eine Vorprüfung nicht bestehen,
insbesondere wenn die Stadt Darmstadt nicht zuständig ist, nicht zur Abstimmung
freigeschalten werden.
2) Zurzeit werden inhaltlich ähnliche Vorschläge separat behandelt und abgestimmt, z.B.
„Blumenwiesen auf öffentlichen Grünflächen“ und „Mehr Grün- und Blumenflächen“.
Es wird angeregt, dass Vorschläge von den Vorschlaggebenden genau zu formulieren
sind. Ebenso wird vom Büro der Bürgerbeauftragten kommuniziert werden, dass
ähnliche Vorschläge und Dopplungen möglichst zusammengeführt werden, damit
Stimmen nicht verloren gehen und Vorschläge gleiche Chancen zum Erfolg haben.
3) Mit der beschlossenen Weiterentwicklung des Bürgerhaushalts wurde eine
Identifizierung der Top-Vorschläge nach Stadtteilen aufgehoben. Diese Aufhebung hat
sich als problematisch erwiesen, denn dadurch können im neuen Format emotionale
Themen, wie z.B. Radmobilität, die Diskussionen und das Wahlverhalten stark
beeinflussen bzw. dominieren.
Es wird für eine Wiedereinführung der stadtteilbezogenen Abstimmung nach folgenden
Gebieten plädiert: Mitte, Arheilgen, Nord, Kranichstein, Ost, Bessungen, Eberstadt,
West und Gesamtstadt. Das bedeutet, dass in jeder Runde neun Vorschläge in die Top-
Liste kommen können (2x pro Jahr = 18 Vorschläge). Wurde in einem Gebiet kein
Vorschlag eingereicht oder eingereichte Vorschläge konnten kein Quorum erreichen
(mindestens zehn Unterstützende), wird der nächsthöchste Vorschlag in der
- 4 -
gesamtstädtischen Kategorie in die Top-Liste aufgenommen. So wird eine vermeintliche
Bevorzugung eines Stadtgebietes im Rahmen des Bürgerhaushalts vermieden.
Weitere Schritte
Die Verfahrensänderung gilt bereits ab der zweiten Beteiligungsrunde für den Strang „Unser
Vorschlag für die Politik“, der am 15.09.2019 beginnt.
Konkret werden folgende Verfahrensänderungen vorgenommen:
Vorschläge, die nicht in die Zuständigkeit der Stadt fallen, sowie Vorschläge, die die
Vorprüfung nicht bestanden haben, werden nicht zur Abstimmung freigeschaltet.
Inhaltlich ähnliche Vorschläge werden zu einem Vorschlag zusammengeführt.
Eine stadtteilbezogene Abstimmung der Vorschläge wird wieder eingeführt.
Fazit
Eine zeitnahe Umsetzung der vorgeschlagenen Nachbesserungen sichert in der nächsten
Runde des Bürgerhaushalts die Prinzipien „Fairness“ und „Chancengleichheit“ für alle
Bürgerinnen und Bürger. Ebenso wird dadurch das Beteiligungsverfahren, basierend auf
Hinweise aus der Stadtgesellschaft, weiter verbessert.
Darmstadt, 09.07.2019
715
Dezernat I Dezernat II Dezernat III
i.V. i.V.
Jochen Partsch Rafael Reißer Barbara Boczek
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 2
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Punkt 34: Darmstädter Bürgerhaushalt 2.0 – Vorgezogene Verfahrensänderung (V-Nr. 2019/0223) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
anlage 1
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Punkt 27: Darmstädter Bürgerhaushalt 2.0 – Vorgezogene Verfahrensänderung (V-Nr. 2019/0223) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: UWIGA
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0223
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 09.07.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00