2024/0357
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2024
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Punkt 6: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2024 (V-Nr. 2024/0357) Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
2024/0357
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.11.2024
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2024/0357
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2024
Vorlage vom: 19.11.2024
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: FC-Bericht Q3 2024
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.11.2024:
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die Stadtverordnetenver-
sammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten.
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2024 “ kann
der Stand der Ausführung des Haushalts 2024 zum 30. September 2024 entnommen wer-
den.
Darmstadt, 19.11.2024
Dezernat IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
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Haushalt 2024
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2024
1
Inhaltsverzeichnis
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 2
2 Überblick Ergebnishaushalt 4
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.09.2024 4
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 6
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand 9
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe 9
3.2 Stand der Bürgschaften 9
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 10
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 10
4.2 Steuerertragsquote 10
4.3 Personalaufwandsquote 11
4.4 Zuschuss- und Förderquote 11
4.5 Transferaufwandsquote 12
4.6 Transferdeckungsquote 12
4.7 Zinslastintensität 13
2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 30.09.2024.
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert.
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 08.11.2024. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen könn en seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht ein geflossen sein.
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des Haushaltsplans 2024.
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu-
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen,
zuzüglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezoge n auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ ste llt also den tatsächlichen Rahmen für die
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar.
Budget = (HH-Ansatz 2024 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2023 – Sperre)*3/4
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum. Die Sollstellung (Spalte „Ist“) zeigt dabei nicht
die kassenmäßig zugeflossene oder abgegangene Liqui dität. Hat beispielsweise ein Steuerschuldner einen bestimmten Betrag zu leisten, erfolgt im
betreffenden Haushaltsjahr eine Sollstellung. Der E rtrag steht der Stadt für diese Abrechnungsperiode zu und wird ertragswirksam gezeigt. Stellt
der Steuerschuldner einen Stundungsantrag bis in da s kommende Jahr hinein, wird die Sollstellung für d as alte Jahr nicht verändert, da ansonsten
ein periodengerechter Ausweis des Ertrags verfälsch t würde. Kommt der Steuerschuldner im Folgejahr nac h Ablauf der Stundung seinen Zahlungs-
verpflichtungen nach, fließt zwar die entsprechende Liquidität zu, ein neuerlicher Ertrag wird aber ni cht ausgewiesen. Daher fallen insbesondere
bei den Gewerbesteuern regelmäßig die Ist-Erträge ( Sollstellung des Haushaltsjahres) mit dem Kassen-Is t auseinander.
Die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ zeigt die Diff erenz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und E rträgen und den tatsächlich zur Verfü-
gung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusät zlich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darg estellt.
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet.
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Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt.
Darüber hinaus enthält der Bericht verschiedene fin anzwirtschaftliche Kennzahlen, die einen besseren u nd schnelleren Überblick über die jeweilige
Haushaltslage ermöglichen sollen und für die weiter e Entwicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung ste hen.
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2 Überblick Ergebnishaushalt
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. September 2024
Die Genehmigung des Haushalts 2024 wurde am 25.04.2024 vom Regierungspräsidium erteilt. Bis dahin galten die Grundsätze der vorläufigen Haus-
haltsführung. Aufgrund der angespannten Haushaltslage wurden sehr restriktive Vorgaben für die Ausführung des Haushaltsplanes festgelegt. So
wurden z.B. bei der Position „Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen“ Einzelfreigaben bei der Haushaltsbewirtschaftung ausgesprochen und
bei der Position „Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse“ die haushaltswirtschaftlichen Sperren auf 20% gesetzt.
Der Verlauf im Ergebnishaushalt stellt sich bis zum 30.09.2024 folgendermaßen dar:
Beschreibung HH-Ansatz
2024
Budget bis
30.09.2024
Ist bis
30.09.2024 ÜPL APL MVS HAR 2023 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
privatrechtliche Leistungsentgelte -15.890.136 -13.417.602 -9.752.257 -2.000.000 -3.665.345 73%
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -64.577.310 -48.432.983 -41.221.752 -7.211.231 85%
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -45.4 05.297 -33.641.473 -28.331.418 550.000 -5.310.055 84%
davon Asyl umA -5.250.000 -3.937.500 -4.059.438 121.938 103%
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -80.0 00 -60.000 -62.265 2.265 104%
Steuern und Steuerähnliche Erträge -413.318.500 -309.988.875 -290.311.377 -19.677.498 94%
davon Gewerbesteuer -185.000.000 -138.750.000 -124.276.209 -14.473.791 90%
davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -124. 463.500 -93.347.625 -89.726.374 -3.621.251 96%
davon Grundsteuer B -68.600.000 -51.450.000 -50.897.976 -552.024 99%
davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -29.380. 000 -22.035.000 -21.420.835 -614.165 97%
davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -3.900.000 -2.925.000 -2.108.259 -816.741 72%
davon Zweitwohnungssteuer -500.000 -375.000 -387.828 12.828 103%
Erträge aus Transferleistungen -96.914.100 -71.185.575 -66.056.504 2.000.000 -5.129.071 93%
davon SGB II / Hartz IV -43.258.600 -32.443.950 -26.629.698 -5.814.252 82%
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -199.169.485 -149.789.614 -150.505.166 -550.000 715.552 100%
davon Schlüsselzuweisungen -152.000.000 -114.000.000 -116.102.810 2.102.810 102%
davon AsylbLG -14.005.280 -10.503.960 -12.911.560 2.407.600 123%
Erträge aus der Auflösung von SoPos -5.394.893 -4.046.170 -4.576.388 530.218 113%
sonstige ordentliche Erträge -17.649.600 -13.257.225 -19.556.133 -26.700 6.298.908 148%
Summe der ordentlichen Erträge -858.399.321 -643.819.516 -610.373.260 -26.700 -33.446.256 95%
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Beschreibung HH-Ansatz
2024
Budget bis
30.09.2024
Ist bis
30.09.2024 ÜPL APL MVS HAR 2023 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Personalaufwendungen 165.445.400 124.084.050 113.141.672 10.942.378 91%
Versorgungsaufwendungen 25.872.170 19.404.128 14.206.491 5.197.637 73%
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 176.666 .620 121.276.877 114.474.597 523.225 5.074.973 -20.562.316 6.802.280 94%
davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 57.500.000 43.125.000 44.100.000 -975.000 102%
Abschreibungen 25.353.322 19.014.992 20.126.272 -1.111.281 106%
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 206.339. 721 140.872.668 125.335.994 -691.523 601.809 -18.419.783 15.536.674 89%
davon Zuweisung Staatstheater 21.026.700 15.770.025 15.215.472 554.553 96%
davon Zuschuss DADINA 14.199.069 10.500.000 10.500.000 -199.069 100%
davon Zuschuss HEAG mobilo für ÖPNV 31.180.621 19.851.042 1.209.340 199.069 392.090 -5.303.724 18.641.702 6%
davon Zuschuss Darmstadtium 3.240.000 1.944.000 2.000.000 -648.000 -56.000 103%
davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 64. 520.480 43.466.547 40.538.223 -6.565.084 2.928.324 93%
davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 24.316.888 17.077.883 18.237.667 -1.546.378 -1.159.785 107%
davon Verlustabdeckung EB Bäder 7.879.599 4.727.759 5.000.000 -1.575.920 -272.241 106%
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 84.129.000 63.096.750 64.707.769 -1.611.019 103%
davon LWV-Umlage 55.000.000 41.625.332 44.602.147 500.443 -2.976.815 107%
davon Gewerbesteuerumlage 14.272.000 10.328.668 9.596.697 -500.443 731.971 93%
davon Heimatumlage 8.863.000 6.647.250 5.963.662 683.588 90%
Transferaufwendungen 212.120.870 159.090.843 160.048.030 254 -957.187 101%
davon SGB II / Hartz IV 61.926.000 43.819.500 39.333.140 -3.500.000 4.486.360 90%
davon AsylbLG 11.225.000 11.043.750 12.686.331 3.500.000 -1.642.581 115%
davon Jugendhilfe 48.419.970 36.314.978 36.473.754 -158.777 100%
davon Asyl (umA) 5.000.000 3.750.000 4.176.706 -426.706 111%
sonstige ordentliche Aufwendungen 1.156.081 867.061 1.215.093 -348.032 140%
Summe der ordentlichen Aufwendungen 897.083.184 647.707.367 613.255.918 -168.044 5.676.782 -38.982.099 34.451.449 95%
Verwaltungsergebnis 38.683.863 3.887.852 2.882.658 -194.744 5.676.782 -38.982.099 1.005.194 74%
Finanzerträge -28.820.910 -21.615.683 -11.987.272 -9.628.411 55%
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 19.648.880 14.736.660 13.134.714 1.601.946 89%
davon für Liquiditätskredite 3.416.630 2.562.473 3.131.892 -569.420 122%
Finanzergebnis -9.172.030 -6.879.023 1.147.442 -8.026.465 -17%
6
Beschreibung HH-Ansatz
2024
Budget bis
30.09.2024
Ist bis
30.09.2024 ÜPL APL MVS HAR 2023 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -887.220.231 -665.435.198 -622.360.532 -26.700 -43.074.666 94%
Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 916.732. 064 662.444.027 626.390.632 -168.044 5.676.782 -38.982.099 36.053.395 95%
Ordentliches Ergebnis 29.511.833 -2.991.171 4.030.100 -194.744 5.676.782 -38.982.099 -7.021.271 -135%
Außerordentliche Erträge -4.500 -3.375 -912.323 908.948 27032%
Außerordentliche Aufwendungen 296.792 -296.792
Außerordentliches Ergebnis -4.500 -3.375 -615.531 612.156 18238%
Jahresergebnis 29.507.333 -2.994.546 3.414.569 -194.744 5.676.782 -38.982.099 -6.409.115 -114%
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen
Ordentliche Erträge
Die Ordentlichen Erträge erreichen im Berichtzeitraum das rechnerische Budget zu 95%.
Die größten Abweichungen zeigen sich bei den Steuer erträge, die um 19,7 Mio. Euro hinter den geplanten Werten zurückbleiben. Besonders auffäl-
lig ist die Gewerbesteuer, deren Erträge um 14,5 Mi o. Euro niedriger ausfallen als geplant und nur zu 90% erreicht werden. Auch der Gemeindean-
teil an der Einkommensteuer bleibt mit 3,6 Millione n Euro unter dem Budget.
Weitere negative Abweichungen ergeben sich bei den öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten, die mit 7,2 Mio. Euro unter dem Planwert liegen,
sowie bei privatrechtlichen Leistungsentgelten, die mit 3,7 Mio. Euro hinter den Erwartungen zurückble iben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in
den beiden Positionen Erträge (wie z.B. Kanalbenutz ungsgebühren) fehlen, die erst zum Jahresende abger echnet werden.
Bei den Erträgen aus Kostenersatzleistungen und Kos tenerstattungen liegen die Werte um 5,3 Mio. Euro u nter der Plan, was hauptsächlich an den
noch nicht erfolgten Erstattungen vom Bund für Unte rbringung Geflüchteter und für Bildung und Teilhabe liegt. Derzeit ist es ungewiss, in welchem
Umfang die Kostenerstattungen für Unterbringung Gef lüchteter erfolgen werden.
Des Weiteren verzeichnen die Erträge aus Transferle istungen einen erhebliche, negative Planabweichung i.H.v 5,1 Mio. Euro. Dies liegt daran, dass
höhere Kostenerstattungen der Kosten der Unterkunft erwartet wurden, welche jedoch nicht eingetreten s ind. Es ist jedoch zu beachten, dass damit
entsprechend geringere Aufwendungen verbunden sind.
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Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz verzeichnen hingegen e ine positive Abweichung aus. Sie liegen
mit 2,4 Mio. € über dem geplanten Wert. Dies ist da rauf zurückzuführen, dass die höheren Zuweisungszah len zu einer Fallzahlsteigerung und folglich
zu höheren Erstattungen nach Landesaufnahmegesetz L AG für Leistungsberechtigte nach AsylbLG geführt ha ben. Eine weitere positive Differenz
gegenüber den Planzahlen wurde bei den Schlüsselzuw eisungen erzielt, diese liegen mit 2,1 Mio. Euro üb er dem Planwert.
Aufgrund der Rückerstattung überzahlter Zuschüsse, insbesondere aus dem Bereich Kinderbetreuung, wurde das Budget der sonstigen ordentli-
chen Erträge mit um 6,3. Mio. Euro übertroffen.
Ordentliche Aufwendungen
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum derzeit auf 613,3 Mio . Euro und liegt somit um
34,5 Mio. Euro niedriger als verfügbar.
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendungen fehlen die anteiligen Rückstellungsbeträge sowie das Inflationsausgleichsgeld und im Be-
reich der Abschreibungen die Wertberichtigungen, die stets erst im Rahmen des Jahresabschlusses gebucht werden. Allerdings zeichnet sich auch ab,
dass das Personalbudget voraussichtlich nicht vollständig ausgeschöpft werden wird.
Das Budget der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen wurde im Betrachtungszeitraum zu 94% in Anspruch genommen und liegt somit 6,8
Mio. Euro unter dem Planwert.
Bei den Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse wurde das Budget lediglich zu 89% ausgeschöpft und liegt somit mit 15,5 Mio. Euro unter
dem Planwert. Dabei ist jedoch zu beachten, dass di e Zahlungen in dem Bereich sich oft nicht nach fixe n Fälligkeiten richten, sondern nach konkre-
tem Finanzbedarf. Hier ist deshalb davon auszugehen , dass bis zum Ende des Haushaltsjahres das Budget weitestgehend ausgeschöpft werden
wird.
Die negative Abweichung bei der Position Steueraufw endungen einschl. Umlagen hängt hauptsächlich mit d er LWV-Umlage zusammen. Für diese
Umlage wird der aktuelle Hebesatz regelmäßig erst i m laufenden Jahr beschlossen und mitgeteilt, wodurc h sich zwangsläufig Abweichungen zur
Planung ergeben.
In die Berechnung der Budgets sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 39,0 Mio. Euro eingeflossen. Davon entfallen allerdings knapp 18,6
Mio. Euro auf Zuweisungen und Zuschüsse, die aufgru nd vertraglicher Verpflichtungen zu einem großen Te il noch benötigt werden.
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Finanzergebnis
Das Budget der Finanzerträge wurde im Berichtszeitr aum nur zu 55% erfüllt, das der Finanzaufwendungen zu 89% in Anspruch genommen.
Die größte Abweichung bei den Finanzerträgen erklär t sich durch die nicht planbaren Buchungszeitpunkte der Ausschüttungen verbundener Unter-
nehmen. Diese liegen meistens im 2. Halbjahr. Zudem zeichnet sich es ab, dass die Finanzerträge nicht in voller Höhe zum Jahresende realisiert
werden können. Weitere Finanzerträge bestehen aus den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sind jewe ils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits
für das ganze Jahr enthalten.
Das Finanzergebnis für das 3. Quartal liegt um 8,0 Mio. Euro schlechter als veranschlagt.
Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässe n, Schenkungen und Sponsoring, sowie
Sonderabschreibungen und periodenfremde Erträge und Aufwendungen. Da es sich zumeist um besondere Einm aleffekte handelt, die nicht planbar
sind, werden die Plan-Ist-Abweichungen hier nicht b etrachtet.
Zum Berichtsstand 30.09.2024 weist das außerordentl iche Ergebnis einen Überschuss in Höhe von 0,6 Mio. Euro aus.
Jahresergebnis
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzte n Sperren einen errechneten Überschuss
in Höhe von 3,0 Mio. Euro vor. Tatsächlich wurde ei n Fehlbetrag in Höhe von 3,4 Mio. Euro erwirtschaft et. Hier ist jedoch zu beachten, dass im
Berichtszeitraum noch einige wesentliche Aufwendung en fehlen.
Aufgrund aktueller Prognosen wird das Defizit zum J ahresende voraussichtlich deutlich höher sein als u rsprünglich angenommen. Deshalb wird in
diesem Jahr eine besonders restriktive Haushaltsfüh rung umgesetzt.
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3 Kreditaufnahme und Schulden
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 30.09.2024
Investitionskredite Liquiditätskredite Gesamt
Kernhaushalt 684.478.327 € 30.520.637 € 714.998.964 €
EB Bäder 64.823.653 € 0 € 64.823.653 €
EB EAD 48.550.124 € 0 € 48.550.124 €
EB DWuW 1.613.221 € 0 € 1.613.221 €
EB IDA 247.781.943 € 0 € 247.781.943 €
Summe 1.047.247.268 € 30.520.637 € 1.077.767.905 €
In diesen Summen ist ein inneres Darlehen vom Kernh aushalt an den EB IDA über 3,3 Mio. Euro enthalten, davon 2,0 Mio. Euro aus dem Kommu-
nalen Investitionsprogramm des Landes (KIP).
Es zeichnet sich ab, dass die zum Erhebungsstichtag vorhandenen Liquiditätskredite i.H.v. 30,5 Mio.€, anders als von der GemHVO vorgegeben,
zum Jahresende nicht abgebaut werden können.
Zum Stichtag 30.09.2024 betrugen die Ausleihungen a n verbundene Unternehmen der Stadtwirtschaft 30,6 M io. Euro.
3.2 Stand der Bürgschaften
Gemäß dem letzten Finanzcontrolling-Bericht zum 30.06.2024 betrug die Summe der übernommenen Bürgschaften 403,0 Mio. Euro.
Bis zum Stichtag 30.09.2024 hat sich der Bürgschaftsstand, durch einen Zugang in Höhe von 50,0 Mio. Euro und durch einen Abgang in Höhe von
14,7 Mio. Euro, auf insgesamt 438,0 Mio. Euro erhöht.
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4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
4.1 Aufwandsdeckungsgrad
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis.
Formel:
ordentliche Erträge + Finanzerträge
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 622.360.533 €
626.390.632 €
Wert zum 30.09.2024 99,36% (30.09.2023: 99,55%)
4.2 Steuerertragsquote
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer-
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes.
Formel:
Steuererträge
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 290.311.377 €
622.360.533 €
Wert zum 30.09.2024 46,65% (30.09.2023: 47,09%)
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4.3 Personalaufwandsquote
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den
interkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kom munen allerdings noch nicht vor.
Formel:
Personal- und Versorgungsaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 127.348.163 €
626.390.632 €
Wert zum 30.09.2024 20,33% (30.09.2023: 19,25%)
4.4 Zuschuss- und Förderquote
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Aufwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. Bei einer angespannten Haushaltslage sind die in den Zuweisungen und Zuschüssen enthaltenen frei-
willigen Leistungen gering zu halten.
Formel:
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 125.335.994 €
626.390.632 €
Wert zum 30.09.2024 20,01% (30.09.2023: 21,92%)
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4.5 Transferaufwandsquote
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer).
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken.
Formel:
Transferaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 160.048.030 €
626.390.632 €
Wert zum 30.09.2024 25,55% (30.09.2023: 24,94%)
4.6 Transferdeckungsquote
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind
Formel:
Erträge aus Transferleistungen
Transferaufwendungen
Berechnung (Ist): 66.056.504 €
160.048.030 €
Wert zum 30.09.2024 41,27% (30.09.2023: 45,55%)
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4.7 Zinslastintensität
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige
Quote ist daher anzustreben.
Formel:
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 13.134.714 €
622.360.533 €
Wert zum 30.09.2024 2,11% (30.09.2023: 1,69%)
Darmstadt, 19.11.2024
André Schellenberg
Stadtkämmerer
anlage 2
2277 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.11.2024
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2024/0357
Magistratsbeschluss -Nr.
423
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2024
Vorlage vom: 19.11.2024
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: FC-Bericht Q3 2024
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
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Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 04.12.2024
Der Magistrat nimmt von der Vorlage Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.11.2024:
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die
Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu
unterrichten.
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2024“ kann
der Stand der Ausführu ng des Haushalts 2024 zum 30. September 2024 entnommen
werden.
Darmstadt, 19.11.2024
Dezernat IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2024/0357
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 19.11.2024
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00