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A-R/0045/2015

Münster-Bikes-Sharing - Innovativ, umweltfreundlich und praktisch

Antrag an den Rat 20.08.2015

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a-r-0045-2015-Weiterentwicklung Fahrradkon

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a-r-0045-2015-Weiterentwicklung Fahrradkon

4165 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0045/2015 
 
 
 Münster, 19.08.2015 
 
ANTRAG 
 
 
 
 
 
 
MÜNSTER-BIKES-SHARING – INNOVATIV, 
UMWELTFREUNDLICH UND PRAKTISCH 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
 
Die Verwaltung entwickelt ein Konzept zum innovativen Münster-Bike-Sharing unter Einbeziehung 
folgender Vorgehensweise: 
 
1. 
 Das neue Fahrradverleihsystem nutzt Fundräder und gebrauchte Räder als Leihräder, die mit 
einem zeitgemäßen, intelligenten Schließ- und Bezahlsystem der Öffentlichkeit an flexiblen 
Standorten in der Stadt zur Verfügung gestellt werden. 
2.  Die Zweiradwerkstatt beim JAZ wird zuständig für Lackierung, Herrichtung und Reparatur von 
Münster-Bikes sein. Eine Schließung der Werkstatt ist somit hinfällig. 
3.  Die Stadt stellt in diesem Zusammenhang entsprechende Anträge auf Förderung eines 
kombinierten Beschäftigungsprogramms für benachteiligte Jugendliche (JAZ) mit 
zukunftsweisender City-Mobilität. 
4.  In Kooperation mit dem Fachbereich Design der Fachhochschule werden außergewöhnliche und 
attraktive Lackierungen für die Münster-Bikes in den Stadtfarben entworfen. 
5.  Als Projektpartner werden der ADFC, die Radstation am Hauptbahnhof und das 
Jugendausbildungszentrum JAZ einbezogen. 
 
 
 
Begründung:  
 
Ein breit gefächertes Angebot an Fahrradverleihsystem ist ein fester Bestandteil von Fahrradstädten. 
Dieser Markt bietet viel Wachstumspotenzial. Laut der 2014 veröffentlichten Roland-Berger-Marktstudie 
"Shared Mobility“ wird bis 2020 mit jährlichen Zuwachsraten beim Bike-Sharing von 20 Prozent 
gerechnet. Von dem Trend sollen besonders größere Städte profitieren. In Münster nimmt die Belastung 
durch abgestellte Fahrräder in der Innenstadt und am Bahnhof zu. Der Raum für Fahrradparkhäuser ist 
begrenzt. Die Kosten für Anschaffung von neuen Fahrradparkhäusern sind vergleichsweise hoch. Für 
zusätzliche Fahrradständer fehlt weitgehend der Platz. Immer mehr Städte in Deutschland bieten Bike-

[Geben Sie Text ein] 
 
Sharing an. Exemplarisch wird hier das StadtRAD Hamburg erwähnt. Das System funktioniert dort seit 
2009 und hat derzeit 268.000 registrierte Kunden, denen an inzwischen 131 Stationen bis zu 1.650 Räder 
zur Verfügung stehen. Münster hat bisher kein Bike-Sharing-System, das modernen Anforderungen 
entsprechen würde.  
  
Der Vorschlag der CDU-Fraktion greift bewusst ein innovatives Konzept auf, bei dem keine neuen Räder 
angeschafft werden, sondern Fundräder und gebrauchte Räder zu "Münster-Bikes" lackiert und als 
Leihräder mit einem intelligenten Schließ- und Bezahlsystem zur Verfügung gestellt werden. Die 
obligatorische Identifizierung bei der Registrierung in ein System ist unverzichtbar, um Vandalismus und 
Diebstahl vorzubeugen, doch sie sollte so einfach wie möglich gestaltet werden. In mehreren Städten in 
Deutschland funktioniert bereits ein Bike-Sharing mittels einer Smartphone-App, mit der Fahrräder 
flexibel geortet und gemietet werden können. Auch per Internet oder Hotline-Anruf ist es möglich, ein 
Fahrrad zu reservieren. Auch sollte die Preistarifstruktur flexibel gestaltet werden, damit die Nutzer eine 
größere Wahl haben. Ein gutes Beispiel dafür kann das StadtRAD in Hamburg oder das „Velocity-aachen“ 
sein.  
 
Zur Tradition in der Stadt Münster gehört eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft. So ist es 
auch in diesem Fall wünschenswert, Studierende und Dozenten der Fachhochschule einzuladen, sich am 
dem Konzept mit ihren Design-Ideen zu beteiligen. Bei der Konzeptentwicklung sollen weitere 
Projektpartner einbezogen werden wie der ADFC, die Radstation am Bahnhof und das JAZ 
(Zweiradwerkstatt), um von ihrem Know-How sinnvoll für alle Beteiligten profitieren zu können. 
 
 
 
 
gez. 
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beratungsverlauf (1)

16.09.2015 Rat
TOP 36.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0045/2015
Typ
Antrag an den Rat
Datum
20.08.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37