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1286/2021

Strategie Klimaneutrales Köln– Zielformulierung und Sachstand April 2021

Mitteilung Ausschuss 22.04.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 22.04.2021, TOP 3.1

Mitteilung Ausschuss

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Anlage Zwischenstand der Ziele auf dem Weg zur Klimaneutralität (Arbeitspapier)

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Mitteilung Ausschuss

2174 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/V/7 
 
Vorlagen-Nummer  22.04.2021 
 1286/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 22.04.2021 
 
Strategie Klimaneutrales Köln– Zielformulierung und Sachstand April 2021 
Der Rat der Stadt Köln hat im Sommer 2019 den Klimanotstand ausgerufen (Beschluss-Nummer 
2081/2019). Frau Oberbürgermeisterin Reker hat die Erreichung der Klimaneutralität Kölns deutlich 
vor 2050 im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz zum Arbeitsprogramm der Verwaltung als wichti-
ges Ziel erklärt. Zur Erreichung des Ziels Klimaneutrales Köln wurde Anfang 2020 unter Leitung des 
Umweltdezernenten Dr. Harald Rau ein Klimarat eingerichtet. Über die Konstituierung des Klimarates 
wurde mit Mitteilung 1291/2020 sowie über die Sachstände Juli 2020 und Februar 2021 mit den Mit-
teilungen 2714/2020 und 0629/2021 berichtet.  
In 2020 haben der Klimarat und seine zugeordneten Projektgruppen - Energie, Ernährung und Kon-
sum, Gebäude, Industrie, Mobilität und Logistik sowie Kommunikation und Partizipation - konkrete 
sektorspezifische Ziele erarbeitet. Diese wurden in einem Arbeitspapier „Zwischenstand der Ziele auf 
dem Weg zur Klimaneutralität“ zusammengefügt und werden jetzt, ein Jahr nach der Gründung des 
Klimarates, der Politik und Öffentlichkeit vorgestellt (vgl. Anlage). Der Zwischenstand der Ziele auf 
dem Weg zur Klimaneutralität wird neben der Vorstellung im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün am 
22.April 2021 ebenfalls in einer Pressekonferenz vorgestellt, welche Ausgangspunkt für die Kommu-
nikation in die Klima-Netzwerke und Stadtgesellschaft ist. Die Akteure des Klimarates und der Pro-
jektgruppen tragen die Inhalte und Zielformulierungen zudem in ihre Netzwerke. 
Derzeit entwickeln der Klimarat und seine Projektgruppen sektorspezifische Maßnahmen und ein 
Kommunikationskonzept, sodass noch in 2021 konkrete Maßnahmen durch Akteure in Köln in Um-
setzung gebracht werden. Das Gesamtdokument aller erarbeiteten Maßnahmen wird vom Klimarat 
und den Projektgruppen mit Unterstützung einer externen fachlichen Begleitung zusammen erarbeitet 
und in 2022 vorgestellt. 
gez. Dr. Rau

Anlage Zwischenstand der Ziele auf dem Weg zur Klimaneutralität (Arbeitspapier)

125706 Zeichen

Köln.Klima.Neutral. 
Zwischenstand der Ziele auf dem Weg zur Klimaneutra lität 
(Arbeitspapier - Stand 04.02.2021)
Köln. Klima. Neutral.

Inhalt 
 
Abkürzungsverzeichnis ................................................................................ ........................... I  
Abbildungsverzeichnis ................................................................................ ........................... II  
Tabellenverzeichnis .................................................................................. ............................. II  
Prolog ............................................................................................... ..................................... 4  
1 Vorwort .............................................................................................. ............................. 1  
2 Einordnung in internationale, europäische und nationale Zusammenhänge ................... 2 
3 Gremien, Strukturen und Instrumente .................................................................. ........... 5 
3.1  Klimarat Köln ........................................................................................ ................... 5 
3.1.1  Klimaräte weltweit, in Europa, Deutschland und NRW ..................................... 5  
3.1.2  Ziel, Selbstverständnis und Wirkungsprinzipien des Klimarates Köln ............... 5 
3.1.3  Mitglieder des Klimarates Köln ....................................................................... .. 6 
3.2  Projektgruppen ....................................................................................... ................. 7 
4 Zielformulierungen ................................................................................... ....................... 8 
4.1  Systematik der Zielformulierungen .................................................................... ...... 8 
4.1.1  S.M.A.R.T.-Grundsatz ................................................................................. ..... 8 
4.1.2  Push & Pull ....................................... ................................................... ............ 9 
4.2  Klimarat: Ziel für ein Klimaneutrales Köln und Zwischenziele 2030 und 2040.......... 9 
4.2.1  Ziel Klimaneutrales Köln ............................................................................. ...... 9 
4.2.2  Sektorspezifische Zwischenziele für 2030 .......................................................10  
4.2.3  Zwischenziel 2040 .................................................................................... .......11  
4.3  Projektgruppe Energie ................................................................................ ............12  
4.3.1  Besonderheiten der Projektgruppe ..................................................................12  
4.3.2  Ziele und CO 2-Einsparung ...............................................................................13  
4.3.3  Mitglieder der Projektgruppe Energie ..............................................................16  
4.3.4  Einordnung in den Gesamtzusammenhang .....................................................16  
4.3.5  Beispiele/Maßnahmen .................................................................................. ...17  
4.4  Projektgruppe Ernährung und Konsum ................................................................... 20  
4.4.1  Besonderheiten der Projektgruppe ..................................................................20  
4.4.2  Ziele und CO 2-Einsparung ...............................................................................21  
4.4.3  Mitglieder der Projektgruppe Ernährung und Konsum .....................................23  
4.4.4  Einordnung in den Gesamtzusammenhang .....................................................23  
4.4.5  Beispiele/Maßnahmen .................................................................................. ...24  
4.5  Projektgruppe Gebäude ................................................................................ .........26  
4.5.1  Besonderheiten der Projektgruppe ..................................................................26  
4.5.2  Ziele und CO 2-Einsparung ...............................................................................26

4.5.3  Mitglieder der Projektgruppe Gebäude ............................................................30  
4.5.4  Einordnung in den Gesamtzusammenhang .....................................................31  
4.5.5  Beispiele/Maßnahmen .................................................................................. ...31  
4.6  Projektgruppe Industrie .............................................................................. ............33  
4.6.1  Besonderheiten der Projektgruppe ..................................................................33  
4.6.2  Ziele und CO 2-Einsparung ...............................................................................33  
4.6.3  Mitglieder der Projektgruppe Industrie .............................................................35  
4.6.4  Einordnung in den Gesamtzusammenhang .....................................................35  
4.6.5  Beispiele/Maßnahmen .................................................................................. ...36  
4.7  Projektgruppe Mobilität und Logistik ................................................................. ......38  
4.7.1  Besonderheiten der Projektgruppe ..................................................................38  
4.7.2  Ziele und CO 2-Einsparung ...............................................................................38  
4.7.3  Mitglieder der Projektgruppe Mobilität und Logistik .........................................41  
4.7.4  Einordnung in den Gesamtzusammenhang .....................................................42  
4.7.5  Beispiele/Maßnahmen .................................................................................. ...42  
4.8  Projektgruppe Kommunikation und Partizipation ....................................................43  
4.8.1  Mitglieder der Projektgruppe Kommunikation und Partizipation .......................43  
5 Ausblick ............................................................................................. ............................44

I 
 
Abkürzungsverzeichnis 
 
BHKW  Blockheizkraftwerk 
EE  Erneuerbare Energien 
EU   Europäische Union 
FW  Fernwärme 
GHD  Gewerbe, Handel, Dienstleistungen 
GHDI  Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Industrie 
GWh  Gigawattstunde 
GWP  Global Warming Potential 
KEP  Kurier-Express-Paketdienst 
kWh Kilowattstunde 
kWp  Kilowatt peak 
KWK  Kraft-Wärme-Kopplung  
LANUV Landesamt für Natur, Umwelt und Verbrauchersc hutz NRW 
MIV  Motorisierter Individualverkehr 
MWh  Megawattstunde 
NGO  non-governmental organisation (Nichtregierungs organisation) 
NVR  Nahverkehr Rheinland 
P2H  Power-to-Heat 
PG  Projektgruppe 
PH  Private Haushalte 
PPA  Power Purchase Agreements 
 
THG  Treibhausgas 
WW  Warmwasser

II 
 
Abbildungsverzeichnis 
ABBILDUNG 1: ORGANISATIONSSTRUKTUR DES KLIMARATES UND SEINER GREMIEN  .................................................................. 6 
ABBILDUNG 2:  PHOTOVOLTAIK MIETERSTROMANLAGE IM WOHNQUARTIER CLOUTH -GELÄNDE IN KÖLN -NIPPES (C OPYRIGHT : 
ENERGIEGEWINNER E G) ...................................................................................................................................... 18  
ABBILDUNG 3:  FOTO DER PV-FREIFLÄCHENANLAGE KÖLN -WEIDEN (C OPYRIGHT : RHEIN ENERGIE AG) ....................................... 18  
ABBILDUNG 4:  MONTAGE EINES PHOTOVOLTAIK -PANELS (C OPYRIGHT : AFRICA STUDIO ) .......................................................... 19  
ABBILDUNG 5:  TREIBHAUSGASAUSSTOß PRO KOPF IN DEUTSCHLAND NACH KONSUMBEREICHEN (2017)  (IN T CO 2E) ................... 20  
ABBILDUNG 6:  KID S-SCHULUNG 29.10.2020  (C OPYRIGHT : ERNÄHRUNGSRAT KÖLN UND UMGEBUNG 2020) ........................... 24  
ABBILDUNG 7:  STE RN-KITAS – SYMBOLFOTO (C OPYRIGHT : ERNÄHRUNGSRAT KÖLN UND UMGEBUNG 2020) ............................ 24  
ABBILDUNG 8:  STEGERWALDSIEDLUNG - PROJEKT IM RAHMEN DER 100  KLIMASCHUTZSIEDLUNGEN NRW  (C OPYRIGHT : 
ENERGIE AGENTUR NRW) ................................................................................................................................... 31  
ABBILDUNG 9:  KÖLN -RIEHL (C OPYRIGHT : INGENIEURBÜRO ORTJOHANN , KÖLN ) .................................................................... 32  
ABBILDUNG 10:  KRAFTWERKSNEUBAU ZUR DAMPF UND ENERGIEERZEUGUNG IM SHELL ENERGY AND CHEMICALS PARK RHEINLAND 
(C OPYRIGHT : SHELL ) .......................................................................................................................................... 36  
ABBILDUNG 11:  KÖLN IM VERGLEICH DER AMBITIONSNIVEAUS DER THG-EINSPARZIELE (A NMERKUNG : LANDWIRTSCHAFT & ABFALL 
WURDEN IN DER THG-BILANZ 2015  NICHT ERFASST ) ............................................................................................... 44  
 
Tabellenverzeichnis 
TABELLE 1:  KLIMAZIELE VERSCHIEDENER GROßSTÄDTE IM TABELLARISCHEN VERGLEICH .............................................................. 3 
TABELLE 2 SEKTORSPEZIFISCHE EINSPARZIELE BIS 2030  (GGÜ 1990) ................................................................................... 10  
TABELLE 3:  ENTWICKLUNG DER SEKTORALEN THG-EMISSIONEN 1990  BIS 2015 ................................................................... 10  
TABELLE 4:  ABSOLUTE SEKTORALE THG-EINSPARUNG BIS 2030  (GGÜ . 2015) ...................................................................... 11  
TABELLE 5:  THG  EINSPARUNG IM SEKTOR ENERGIE DURCH ERREICHUNG DER AUSBAUZIELE BIS 2030 ....................................... 15

Alles beginnt mit einem Traum  
und dann geht die Reise los… 
unbekannt*e Autor*in

Prolog 
Stille. Lachen. Buntes Treiben in der Stadt. 
Die Stadt leuchtet vor blauer und grüner 
Dächer. Auf den Belieferungs- und 
Logistikstraßen schleichen die LKW, voll 
beladen mit Baumaterial, regionalen 
Lebensmittelerzeugnissen und anderen 
Produktions- und Konsumgütern zu den 
zentralen Logistik- und Güterverteilzentren 
und begrüßen den neuen Tag in der Stadt.  
Auf den Radschnellwegen, die aus dem 
Umland direkt in die Stadt führen, strömen 
Menschen zum Arbeiten, Einkaufen  und 
Verweilen in die Stadt. An den Fassaden der 
Museen, Galerien, Wohn- und 
Geschäftsgebäude in der Innenstadt wachsen 
Obst, Gemüse und Kräuter, die an Ständen 
verkauft und in den Straßencafés zubereitet 
werden. 
Die Generation Fridays for Future arbeitet in 
Unternehmen, die verantwortlich mit dem zur 
Produktion ihrer Produkte und 
Dienstleistungen notwendigen 
Rohstoffeinsatz umgehen und planen. Sie alle 
sind Teil eines Wirtschaftssystems, das 
Wohlstand und Teilhabe für alle 
Bevölkerungsgruppen schafft.  
Wir leben in einer Stadt, die gezeigt hat, wie 
lokaler Klimaschutz umgesetzt werden kann; 
die gelernt hat, dass Zukunftsfähigkeit und 
Lebensqualität ein hohes Gut darstellen; die 
eine Reise hinter sich hat. Kinder, die an 
diesem Tag geboren werden, leben in einer 
Welt, in der Aussicht auf eine Zukunft besteht, 
in der das Klima stabil ist.  
Köln ist klimaneutral.

1 
 
 
1 Vorwort 
So oder so ähnlich wie im Prolog beschrieben, könnt e ein Tag im klimaneutralen Köln 
beginnen. Aber dies ist nur eine von vielen, vielen Geschichten, die sich ausmalen lassen, und 
noch viel mehr Geschichten werden die Menschen und Akteure Kölns erzählen auf dem Weg 
dahin, unsere Stadt klimaneutral und zukunftsfähig zu machen.  
Doch dieser Weg wird kein Spaziergang. Soviel ist k lar. Denn es geht um deutlich mehr als 
„nur“ um Verhaltensänderungen einzelner Menschen. D ie erforderlichen Wenden, also die 
Energie- und Mobilitäts-, vielleicht auch eine Ernä hrungswende, benötigen nicht nur 
technische Innovationen, sondern Transformationen, die in viele Lebensbereiche 
hineinwirken. Diese Transformationen werden schon m ittelfristig zu einer ganz erheblichen 
Steigerung unserer städtischen Lebensqualität und a uch unserer wirtschaftlichen Stärke 
führen. Für diese Entwicklung zu werben, Lust auf sie zu machen und daraus die nötige Kraft 
zu gewinnen, ist ganz wesentliche Aufgabe des Klima rates Köln und seiner Gremien. Alle 
Mitwirkenden - das sind unter anderem Persönlichkei ten aus städtischen Unternehmen, aus 
der Industrie, der Immobilienwirtschaft, der städtischen Verwaltung, Forschungseinrichtungen 
und zivilgesellschaftlichen Bewegungen – erkennen d ie Notwendigkeit einer hohen 
Priorisierung des Themas Klimaschutz an, für die die Haltung der Kölner Kommunalpolitik eine 
wichtige, treibende Kraft ist.  
Klar ist aber auch, dass zur Realisierung der im Pr olog beschriebenen, heute noch sehr 
utopisch anmutenden Szene, eine in allen ihren Dime nsionen heute noch kaum ermessbare 
Mammutaufgabe durch Wirtschaft, Politik und Gesells chaft in Köln zu bewältigen ist. Die 
Technologie, um vieles aus der Utopie zu erreichen, haben wir heute schon. Der wachsende 
Sektor der green finance  zeigt, dass vielseitige Instrumente zur Finanzierung der notwendigen 
Investitionen verfügbar sind und neu entstehen. Gan z entscheidend werden jedoch die 
unzähligen Aushandlungsprozesse zwischen Akteuren s ein, um Verantwortlichkeiten zu 
definieren oder zu übertragen, um unterschiedliche Zielgrößen anzugleichen, Zielkonflikte zu 
beraten und zu lösen. Dies erfordert einen langen A tem, Geduld, Mut, Offenheit, Flexibilität, 
gegenseitiges Verständnis, Vorbilder, Motivatoren und vor allem eine attraktive, gemeinsame 
Vision. 
Und natürlich scheint an diesem Tag im Prolog die S onne – so ist das mit schönen 
Geschichten über die Zukunft. Doch nun erstmal ganz von vorne…

2 
 
2 Einordnung in internationale, europäische und nat ionale 
Zusammenhänge 
 Status Quo: Treibhausgase in Köln 
Der Klimaschutz ist als wichtiges globales Ziel int ernational und in der Staatengemeinschaft 
anerkannt. Insbesondere die Emission von Treibhausgasen (THG) trägt zum Klimawandel bei. 
Damit ist die Reduktion von THG, z.B. durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie 
Kohle, Erdgas oder Erdöl, wichtigster Beitrag zum K limaschutz. Zudem entstehen in der 
Landwirtschaft mit Methan und Lachgas weitere Treib hausgase. Die THG-Emissionen im 
Stadtgebiet von Köln betrugen im Referenzjahr 1990 knapp über 12 Mio. Tonnen CO 2-
Äquivalente und im Jahr 2015 noch rund 10 Mio. Tonn en. Damit liegt Köln mit einem 
Durchschnitt von ungefähr 10 Tonnen pro Person im Bundesdurchschnitt, allerdings 25% über 
dem EU-Durchschnitt und 100% über dem weltweiten Durchschnitt. 
 Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 
Als Eichpunkt für den Klimaschutz wird das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 
betrachtete, das seit dem 4. November 2016 internat ional gültig ist und dessen Ratifizierung 
am 22. September 2016 einstimmig vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. 
. Hierin wird festgeschrieben, dass die Erderwärmun g auf deutlich unter 2°C gegenüber 
vorindustriellen Werten begrenzt wird. Als Maßnahme  dafür ist festgelegt, die Emission von 
Treibhausgasen rasch zu senken und bis zur Mitte de s Jahrhunderts keine Nettoemission 
mehr zu verursachen. 1  
 IPCC Sonderbericht über 1,5°C globale Erwärmung (SR1.5)  
Im Oktober 2018 wurde der Sonderbericht SR1.5 des Weltklimarats (Intergovernmental Panel 
on Climate Change (IPCC)) von den Mitgliedsstaaten des IPCC verabschiedet. Er besagt, 
dass die globale Erwärmung bei 1,5°C zu stoppen noch gelingen kann, wenn Emissionen vor 
2030 substantiell gesenkt  werden und spätestens 2050 Netto-Null Emissionen erreicht sind.  
 EU: Klima- und energiepolitischer Rahmen bis 2030  
Im Raumen des europäischen Grünen Deals schlug die Europäische Kommission unter 
Leitung von Frau von der Leyen im September 2020 vo r ,die Treibhausgasemissionen bis 
2030 auf mindestens 55% gegenüber 1990 zu senken (b isher besteht Bekenntnis zur THG-
Reduktion um 40%). 
Das Europaparlament verschärft im Oktober 2020 das EU-Klimaziel bis 2030: Der Ausstoß 
von Treibhausgasen soll im Vergleich zu 1990 im europäischen Durchschnitte um 60 Prozent 
sinken - stärker als die EU-Kommission zuvor gefordert hatte.  
Verabschiedet wird im Dezember 2020 letztlich das v orgeschlagene Ziel zur Senkung 
der THG bis zum Vergleich zu 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990  Das 
Europaparlament verschärft damit mit dem „Europäischen Grünen Deal“ das EU-Klimaziel bis 
2030.
2 Explizit ist dies ein Zwischenziel auf dem Weg zur  klimaneutralen Wirtschaft. 
Konkretisiert wird das Zwischenziel mit folgenden Indikatoren:  
− Senkung der Treibhausgasemissionen  
− Steigerung des Anteils von Energie aus erneuerbare n Quellen  
− Steigerung der Energieeffizienz  
 
Die Nationalstaaten sind angehalten, langfristige S trategien zur Erreichung dieser Ziele zu 
entwickeln und umzusetzen.  
                                                
1 https://ec.europa.eu/clima/policies/international/negotiations/paris_de 
2 https://ec.europa.eu/clima/policies/strategies/2030_de

3 
 
 Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland  
Auch die Bundesrepublik Deutschland hat in ihrem Kl imaschutzprogramm 2030, das im 
Oktober 2019 vom Kabinett beschlossen wurde, Ziele,  Eckpunkte und Maßnahmen im 
Klimaschutz definiert. Bis 2030 will Deutschland 55 % Prozent weniger Treibhausgas im 
Vergleich zum Jahr 1990 emittieren. Die Elemente de s Klimaschutzprogramms sind unter 
anderem die CO 2-Bepreisung für Verkehr und Wärme, Fördermaßnahmen und gesetzliche 
Standards.  
Für den Beitrag Deutschlands zum Ziel des Europäisc hen Grünen Deal bedeutet dies eine 
Verschärfung von 55% Reduktion der THG-Emissionen bis 2030 auf 65%. 
 Klimaziele des Landes Nordrhein-Westfalen  
Das Land Nordrhein-Westfalen hat im ersten NRW-Klim aschutzgesetz von 2013 die 
Klimaziele dahingehend gesetzlich festgelegt, dass bis zum Jahr 2050 eine Reduktion der 
Treibhausgase um 80% im Vergleich zu 1990 angestreb t wird. 
3 In dem Gesetz sind neben 
technischen Lösungen zur Reduktion des Ressourcenve rbrauchs und der Steigerung von 
Energieeffizienz auch Maßnahmen zur Steigerung des allgemeinen Bewusstseins in der 
Bevölkerung im Hinblick auf Klimaschutz vorgesehen.  Die Klimaschutzziele sind für die 
Landesregierung unmittelbar verbindlich und gegenüb er widersprechenden Gesetzen 
vorrangig.  
Im Dezember 2020 hat das Kabinett beschlossen, dies es Gesetz zu verschärfen und um ein 
Zwischenziel für 2030 zu ergänzen. Nordrhein-Westfalen will sich gesetzlich verpflichten, bis 
2050 treibhausgasneutral zu wirtschaften. Das hat d as Landeskabinett im Januar 2021 
Düsseldorf beschlossen. Das Gesetz wird noch im Lan dtag beraten und soll vor der 
Sommerpause 2021 in Kraft treten.  
 Zielsetzungen verschiedener Großstädte 
 
Auch andere Städte und Gemeinden haben sich bereits  ehrgeizige Klimaschutz- oder 
Klimaneutralitätsziele gesetzt. Die Tabelle 1 gibt einen tabellarischen Überblick über die Ziele 
verschiedener Großstädte. 
 
Tabelle 1: Klimaziele verschiedener Großstädte im tabellarischen Vergleich  
Stadt  Zielsetzung  Quelle / Verweis  
Berlin Der Berliner Senat verfolgt das Ziel, Berlin bis zum Jahr 
2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln, u nd 
strebt an, die Kohlendioxidemissionen um 95 Prozent  
bezogen auf das Basisjahr 1990 zu reduzieren. 
www.berlin.de/sen/uvk 
/klimaschutz/klimasch 
utzpolitik-in-
berlin/ziele-und-
grundlagen/ 
Hamburg Klimaneutralität bis 2050  
München München hat sich zum Ziel gesetzt bis 2035 Klimaneutral 
zu werden.  
 
Frankfurt 
am Main 
Reduktion der THG Emissionen um rund 95% bis 2050 
(ggü. 1990)  
Masterplan 100 % 
Klimaschutz 
Düsseldorf  Klimaneutralität bis 2035 (ggü. 1990) und definiert  
Klimaneutralität mit 2t THG-Emissionen CO 2 pro 
Einwohner*in und Jahr  
 
 
                                                
3 Klimaschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (Klimaschutzgesetz NRW), Vom 29. Januar 2013, ( GV. NRW. S. 33 )); 
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=10000000000000000574

4 
 
 Zielsetzungen der Stadt Köln  
Die Stadt Köln definiert zurzeit ihre Klimaziele in Übereinstimmung mit den europäischen und 
deutschen Zielsetzungen sowie mit den Klimazielen d es Landes Nordrhein-Westfalen. Über 
die Frage, ob Köln dabei eine Kommune sein soll, die die extern gesetzten Ziele nachgehend 
umsetzt oder sich selbst als international herausragendes Beispiel für Klimaschutz verstehen 
will, ist noch keine politische Entscheidung getroffen worden.  
Klimaschutz ist sowohl eine globale, als auch eine wichtige lokale Aufgabe, derer sich die Stadt 
Köln seit Jahren aktiv annimmt. Einen Einblick in d ie Aktivitäten der letzten Jahre gibt die 
folgende Übersicht:  
- Seit 1993 ist Köln Mitglied im Kima-Bündnis der e uropäischen Städte mit indigenen 
Völkern der Regenwälder und verpflichtete sich beispielsweise dazu ihre CO 2-Emissionen 
bis 2030 (gegenüber 1990) um 50 Prozent zu senken.  
 
- 2012 bis 2014 wurden integrierte Klimaschutzkonze pte in den Bereichen Energie und 
Verkehr, ein Sofortmaßnahmenprogramm 2012 und ein 
Klimaschutzmaßnahmenprogramm als Integriertes Klima schutzkonzept Köln 2013 
entwickelt und vorgestellt.  
 
- Im Februar 2019 beschloss der Rat der Stadt Köln das Maßnahmenprogramm für den 
Klimaschutz in der Stadt Köln – „KölnKlimaAktiv 2022  
 
- Die Ausrufung des Klimanotstandes erfolgte mit de m Ratsbeschluss im Juli 2019. Hiermit 
bekennt sich die Stadt Köln zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens, bekräftigte 
die ambitionierten Klimaschutzziele und unterstreic ht, dass die Eindämmung des 
Klimawandels hohe Priorität hat. 
 
- Mit dem Ziel die Stadt Köln bei der Entwicklung e iner Strategie zur Erreichung der 
Klimaneutralität zu unterstützen, wurde im April 20 20 der Klimarat als beratendes 
Expertengremium gegründet.

5 
 
3 Gremien, Strukturen und Instrumente 
3.1 Klimarat Köln 
3.1.1 Klimaräte weltweit, in Europa, Deutschland un d NRW 
Auf internationaler Ebene gibt der Weltklimarat der  Vereinten Nationen, auch häufig IPCC 
(Intergovernmental Panel on Climate Change) genannt, als wissenschaftliches Gremium und 
gleichzeitig zwischenstaatlicher Ausschuss Impulse für die notwendigen, weltweiten 
Klimaschutzziele und –anstrengungen. Mehr als 800 W issenschaftler tragen weltweit den 
aktuellen Stand der Klimaforschung zusammen und hab en die Aufgabe, die 
wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel zu analysieren und zu bewerten. 
 
Der Klimarat der Bundesregierung ist ausschließlich  mit Wissenschaftlern (2 
Wirtschaftswissenschaftlern, einer Energieökonomin,  einem Ingenieur und einer Klima-
Physikerin) besetzt. Aufgabe dieses Klimarates ist es, Emissionsdaten und 
Klimaschutzmaßnahmen zu prüfen und zu bewerten. 
 
Auch auf Landesebene und kommunaler Ebene arbeiten Klimaräte beratend für die jeweiligen 
Landesregierungen und Stadtverwaltungen. Der Energi e- und Klimarat der Landesregierung 
Nordrhein-Westfalen ist mit Experten aus dem Bereic h Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und 
Verwaltung besetzt und hat die Funktion, die Landes regierung im Hinblick auf 
Klimaschutzfragen zu beraten und ein Monitoring zu entwickeln und durchzuführen. 
 
Um einen Fahrplan für die Erreichung der Klimaneutr alität Kölns zu erstellen, hat die 
Oberbürgermeisterin nach der Ausrufung des Klimanot stands durch den Rat der Stadt Köln 
einen Klimarat einberufen. In Ergänzung und Abgrenz ung zum Weltklimarat und zum 
deutschen Klimarat ist der Klimarat Köln nicht rein  wissenschaftlich besetzt, sondern besteht 
aus Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivil gesellschaft, die gemeinsam Ziele und 
konkrete Maßnahmen entwickeln und die relevanten Ak teure dafür gewinnen, diese 
Maßnahmen zur Klimaneutralität umzusetzen. 
 
3.1.2 Ziel, Selbstverständnis und Wirkungsprinzipie n des Klimarates Köln  
Der Klimarat Köln ist ein beratendes Gremium und Im pulsgeber für ein klimaneutrales Köln. 
Als Motivator und Organisator für das klimaneutrale Köln verleiht er dem Klimaschutz in Köln 
Schlagkraft. Klimaschutz wird als Chance für die zu kunftsfähige nachhaltige Entwicklung der 
Stadt begriffen. 
Ziel des Klimarates ist es, die Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur Erreichung der 
Klimaneutralität in Köln zu steuern und zu unterstü tzen. Er definiert mit seinen zugehörigen 
Projektgruppen sektorbezogene Meilensteine auf dem Weg zum klimaneutralen Köln. Seine 
Mitglieder verstehen sich als Multiplikator*innen u nd Werbende, die in ihre Netzwerke 
hineinwirken, um deren Bekenntnis und freiwillige S elbstverpflichtung zur Mitwirkung bei der 
Umsetzung der Strategie zu erreichen. Der Klimarat berichtet der Politik und der Öffentlichkeit 
über seine Ergebnisse und tritt mit der Politik und Stadtgesellschaft in Dialog. 
 
Des Weiteren unterbreitet der Klimarat Entscheidung svorschläge zur Schaffung politischer 
Rahmenbedingungen und Anreizinstrumente. Dazu haben  der Klimarat und seine 
zugeordneten Projektgruppen im ersten Schritt 2020 konkrete, sektorspezifische 
Klimaschutzziele erarbeitet, die im Kapitel 4 vorge stellt werden. In 2021 stehen die 
Entwicklung, Steuerung und Umsetzung der Reduktionsmaßnahmen im Mittelpunkt.  
Dem Klimarat zugeordnet sind ein Managementteam und thematische Projektgruppen.

6 
 
 
Abbildung 1: Organisationsstruktur des Klimarates und seiner Gremien 
Integraler Bestandteil des Momentums der gemeinsamen Anstrengungen aller Kölner Akteure 
zur Erreichung der Klimaneutralität bildet die Entw icklung einer attraktiven Marke. Diese soll 
eine substantielle Sogwirkung entfachen und beispie lsweise über eine Online-Plattform 
Erreichtes sichtbar machen, damit sich mehr und mehr Player zu einer Selbstverpflichtung zu 
bekennen. 
3.1.3 Mitglieder des Klimarates Köln 
Die Mitglieder des Klimarates aus Wissenschaft, Wir tschaft, Wohnungsbau, Zivilgesellschaft 
und der Stadtverwaltung Köln, decken die Themenfeld er der großen Emissionsquellen 
Energie, Mobilität/Logistik, Gebäude, Industrie, Er nährung/ /Konsum ab und wurden von 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker eingeladen und berufen: 
• Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen e.V.  (köln-ag), Vorstandsmitglied - 
Frau Marion Sett 
• Chemion Logistik GmbH, Geschäftsführung – Herr Dr. Hans Richter 
• Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Köln, Vorsitzender – Herr Dr. Witich Roßmann, 
• Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Programmdirektor Energie – Herr Bernhard 
Milow 
• Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V., Vorsitzender – Herr Reiner Priggen 
• Scientists 4 Future, Regionalgruppe Köln/Bonn – Herr Dr. Sebastian Mayer 
• Stadt Köln, Beigeordnete Mobilität und Liegenschaften – Frau Andrea Blome 
• Stadt Köln, Beigeordneter Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen, Vorsitzender des 
Klimarates - Herr Dr. Harald Rau 
• Stadt Köln, Beigeordneter Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Wirtschaft – Herr Markus 
Greitemann 
• Stadt Köln, Leiter des Amtes der Oberbürgermeisterin – Herr William Wolfgramm 
• Stadtwerke Köln Konzern, Vorsitzender der Geschäftsführung - Herr Dr. Dieter Steinkamp 
• Stiftung Energieeffizienz, Vorstand – Herr Jörg Ortjohann  
Die Geschäftsführung des Klimarates liegt bei der K oordinationsstelle Klimaschutz der Stadt 
Köln.

7 
 
3.2 Projektgruppen 
Sechs Projektgruppen unterstützen den Klimarat in s einer Arbeit. Die Mitglieder der 
Projektgruppen aus NGOs, wissenschaftlichen Organis ationen, Verbandsorganisationen, 
großen Akteuren Kölns und der Stadtverwaltung Köln entwickeln sektor- und 
akteursspezifische Ziele und Maßnahmen, die dazu be itragen das Erreichen der Kölner 
Klimaschutzziele zu ermöglichen. Folgende Projektgr uppen hat der Klimarat ins Leben 
gerufen: 
- Projektgruppe Energie 
- Projektgruppe Ernährung und Konsum 
- Projektgruppe Gebäude 
- Projektgruppe Industrie 
- Projektgruppe Kommunikation und Partizipation 
- Projektgruppe Mobilität und Logistik 
Zwischen den Projektgruppen gibt es zahlreiche Ankn üpfungspunkte und thematische 
Schnittstellen, die bei der Maßnahmenentwicklung ab 2021 berücksichtigt werden.

8 
 
 
4 Zielformulierungen 
Der Klimarat Köln hat ein Ziel für die Klimaneutralität in Köln definiert, sowie zwei 
Zwischenziele für 2030 und 2040. Die Projektgruppen haben sektorspezifische Ziele 
formuliert und werden entsprechende Maßnahmen erarbeiten, die auf das Ziel 
„Klimaneutrales Köln“ einzahlen. Die erarbeiteten Ziele und Maßnahmen werden in einen 
THG-Reduktionspfad gebracht, der konform ist zu den Zielen des Pariser-
Klimaschutzabkommens. 
Zur Erreichung der Klimaneutralität Kölns und der Z iele des Pariser Klimaschutzabkommens 
ist ein ambitioniertes Zusammenwirken aller Akteure , die die wesentlichen Emissionen der 
Treibhausgase (THG) steuern können oder sie verursa chen, erforderlich. Dieses 
Zusammenwirken basiert auf einer gemeinsamen Verpfl ichtung auf das Ziel der 
Klimaneutralität. Es ist nach aktueller Lage nicht vorrangig durch kommunale 
ordnungspolitische oder Förderinstrumente erreichbar, sondern bedarf  
− einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Kölner Akteure 
− des Zugangs zu den Anreizinstrumenten der Europäis chen Union, des Bundes, des 
Landes und der Kommune 
− wirksamer Steuerungsinstrumente auf der Ebene der EU, des Bundes, des Landes und 
der Kommune.  
Dem Rat und der Verwaltung der Stadt Köln kommt unter allen Akteuren eine besondere Rolle 
zu. Zum einen kann und muss sie in besonderem Maße Vorbild sein. Zum anderen hat sie die 
Möglichkeit, die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen  durch Anreize und politische 
Beschlüsse zu unterstützen. Auch dazu erarbeitet der Klimarat Anregungen. 
4.1 Systematik der Zielformulierungen 
Der Klimarat und die Projektgruppen erarbeiten Ziel e und Maßnahmen, die alle für die 
Erreichung der Klimaneutralität relevanten Sektoren des gesellschaftlichen Zusammenlebens 
abdecken. Diese zu formulieren, einzuordnen und bew erten zu können, erfordert Expertise 
aus den unterschiedlichsten Fachgebieten und Bereichen der Gesellschaft. Um dennoch eine 
möglichst hohe Transparenz sicher zu stellen und ei ne möglichst leichte Verständigung 
zwischen allen Akteuren zu unterstützen, verfolgen der Klimarat und die Projektgruppen den 
S.M.A.R.T.-Grundsatz (vgl. 4.1.1). 
Die Ziele und Maßnahmen adressieren sowohl technisc he als auch sozioökonomische 
Aspekte. Das Zusammenwirken aller Akteure und die d amit verbundenen unzähligen 
Aushandlungsprozesse zwischen Akteuren sind ganz en tscheidend, um das Ziel der 
Klimaneutralität mit der notwendigen Geschwindigkeit erreichen zu können. Daher kommt dem 
Buchstaben „A“ (Aktivierend) in der S.M.A.R.T.-Syst ematik und der klaren Benennung von 
Push & Pull-Faktoren bei allen Zielen und Maßnahmen eine sehr wichtige Rolle zu (vgl. 4.1.2.)  
4.1.1 S.M.A.R.T.-Grundsatz 
Alle vom Klimarat formulierten Ziele folgen dem S.M.A.R.T.-Grundsatz. 
Buchstabe  Bedeutung  Beschreibung und Anmerkungen  
S Spezifisch Ziele müssen so präzise wie möglich form uliert sein. 
M Messbar Ziele müssen messbar sein. 
Eine möglichst genaue Messbarkeit erfordert die Erhebung 
von THG-Entstehung oder –Verbräuchen auf lokaler Ebene. 
Diese muss daher etabliert werden. Solange lokale

9 
 
Erhebungen noch nicht vorliegen, kann jedoch auf 
Näherungs- oder Vergleichswerte zurückgegriffen werden. 
Diese können beispielweise aus anderen Kommunen, 
wissenschaftlichen Studien, oder aggregierten Zahlen auf 
Landes- oder Bundesebene gewonnen werden.  
A Aktivierend Ziele müssen ansprechend und erstrebens wert sein. 
Durch die tiefgreifende Transformation hin zu Klimaneutralität 
ist dieser Aspekt besonders herausfordernd. Hilfreich ist eine 
klare Benennung von  Push- & Pull-Faktoren für die 
verschiedenen involvierten Akteure (vgl. 4.1.2.). 
R Realistisch Das gesteckte Ziel muss möglich und rea lisierbar sein. 
Aufgrund der tiefgreifenden Transformationen und dem 
Zusammenwirken aller Akteure hängt die Realisierbarkeit von 
vielen Randbedingungen ab. 
Daher wird stets transparent gemacht: 
• Ist die prinzipielle Machbarkeit gegeben? 
(wissenschaftliche Studien, Experteneinschätzungen) 
• Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein 
und wie beeinflussen Abstriche in den 
Rahmenbedingungen die Realisierbarkeit. 
T Terminiert Das Ziel muss mit einem fixen Datum fest gelegt werden 
können. 
Durch die Dynamik einer Transformation werden viele Ziele 
real einen wiederkehrenden Charakter haben. Es müssen 
daher regelmäßig Neubetrachtungen und Nachsteuerungen, 
z.B. mit Aktualisierungen und Änderungen erfolgen. Ferner 
ist zu bedenken, dass der Zeitpunkt der Umsetzung einer 
Maßnahme nicht immer mit dem Zeitpunkt der Messung ihrer 
Wirksamkeit zusammen fällt. 
  
4.1.2 Push & Pull 
Ziel ist es, dass nicht nur die THG-reduzierende Wirkung eines Ziels oder einer Maßnahme 
klar ist, sondern auch dessen beschleunigende Wirkung auf die sozioökonomische 
Transformation. 
Bei allen Zielen und Maßnahmen wird daher angegeben, welche Akteure involviert sind.  
4.2  Klimarat: Ziel für ein Klimaneutrales Köln und  Zwischenziele 2030 
und 2040 
4.2.1 Ziel Klimaneutrales Köln 
Klimaneutralität bedeutet keine Nettoemissionen (Ne tto-null-Emissionen) an THG. Dazu 
müssen die Emissionen gesenkt und die THG-Senken gesteigert und ertüchtigt werden. Dazu 
müssen die Netto-THG-Emissionen von rund 10 Million en Tonnen (Stand 2015) vollständig 
reduziert oder absorbiert werden.  
Die Stadt Köln versteht die angestrebte Klimaneutra lität als Anreiz und die erforderlichen 
Maßnahmen als Chancen einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Zukunftsstrategie.

10 
 
Erreicht werden soll das Ziel durch die Mitwirkung Aller, den großen Akteuren und 
Unternehmen Kölns und der Zivilgesellschaft. Zur Erreichung der Klimaneutralität müssen die 
THG-Emissionen in Köln in den Sektoren Energie, Gebäude, Industrie, Mobilität und Logistik, 
sowie Ernährung und Konsum, stark reduziert werden.  Neben der Zieldefinition zur 
Klimaneutralität hat der Klimarat wichtige Zwischenziele für 2030 und 2040 definiert. 
4.2.2 Sektorspezifische Zwischenziele für 2030 
Der Klimarat hat in Anlehnung an die Sektorziele der Bundesregierung die sektorspezifischen 
strategischen Zwischenziele für 2030, wie in Tabelle 2 dargestellt definiert.  
Tabelle 2 Sektorspezifische Einsparziele bis 2030 (ggü 1990) 
Sektor  Sektorspezifische Einsparung der THG 
Emissionen bis 2030 (ggü. 1990) in 
Prozent 
Energie  62 % 
Mobilität  42 % 
Gebäude 67 % 
Industrie  51 % 
Landwirtschaft. 34 % 
 
In Summe sollen durch die sektorspezifischen Einspa rziele die THG-Emissionen bis 2030 
gegenüber 1990 mindestens halbiert werden und somit von rund 12 Millionen Tonnen (1990) 
auf mindestens rund 6 Millionen Tonnen gesenkt werden.  
Die aktuellste Energie- und Treibhausgasbilanz liegt in Köln für das Jahr 2015 vor. Seit 1990 
konnten bereits einige Sektoren ihre THG-Emissionen senken. Die folgende Tabelle zeigt, wie 
sich die THG-Emissionen auf die unterschiedlichen Sektoren verteilen und von 1990 bis 2015 
entwickelt haben. 
Tabelle 3: Entwicklung der sektoralen THG-Emissionen 1990 bis 2015 
Sektoren  THG -Emissionen 
1990  (absolut)  (in  
Mio. Tonnen)  
THG -Emissionen 
2015 (absolut) (in 
Mio. Tonnen)  
Entwicklung der 
THG 1990 bis 2015 
(in %)  
Energie 2,6 Mio. Tonnen 1,9 Mio. Tonnen -27  % 
Mobilität 2,5 Mio. Tonnen 2,6 Mio. Tonnen +4 % 
Gebäude 2,2 Mio. Tonnen 1,6 Mio. Tonnen -29  % 
Industrie 5,4 Mio. Tonnen 3,8 Mio. Tonnen -30  % 
Landwirtschaft. Keine Datengrundlage vorhanden 
Gesamtemissionen  12, 76  Mio. Tonnen  9,9 Mio . Tonnen  -22,5%  
 
Die bisherigen Entwicklungen in Tabelle 3 zeigen di e Unterschiede in den Sektoren. Jeder 
Sektor weist eine unterschiedliche Ausgangbasis auf, bringt spezifische Voraussetzungen mit 
sich und hat spezifische Herausforderungen zu bewäl tigen. Dies begründet die 
unterschiedlichen sektorspezifischen Zielgrößen. Die absoluten THG-Reduktionen in Millionen 
Tonnen, die jeder Sektor bis 2030 (ggü. 2015) zur Z ielerreichung beiträgt,  zeigt Tabelle 4. 
Jeder Sektor muss einen großen Beitrag zur THG-Reduktion leisten, um die Zwischenziele bis 
2030 zu erreichen.

11 
 
Tabelle 4: Absolute sektorale THG-Einsparung bis 2030 (ggü. 2015) 
Sektor  Absolute sektorale THG -Einsparung bis 2030 (ggü 2015)  
(in Mio. Tonnen) 
Energie   -0,9 Mio. t 
Gebäude -0,9 Mio. t 
Industrie   - 1,1 Mio. t  
Mobilität und Logistik  -1,2 Mio. t 
Ernährung und Konsum Keine Datengrundlage vorhanden 
 
4.2.3  Zwischenziel 2040 
Für das Jahr 2040 formuliert der Klimarat folgendes Zwischenziel: 
„Köln wird spätestens 2040 seine jährlichen THG-Emissionen auf höchstens 
2t/Einwohner*in /Jahr senken“ 
 
Dieses Zwischenziel wird vom Klimarat als hoch ambi tioniert und unter der Voraussetzung 
erheblicher Beiträge aller Akteure (darunter auch L and und Bund) für realisierbar 
eingeschätzt. Begründet wird die Zielformulierung v on einer angenommenen Weiterführung 
der linearen THG-Reduktion und der Realisierbarkeit.  
Um das Zwischenziel 2040 zu erreichen, müssen die THG-Emissionen von rund 9,4 Tonnen 
pro Kopf in 2015 um 7,4 Tonnen pro Kopf bis 2040 re duziert werden. Im Zeitraum von 1990 
bis 2015 konnten die Emissionen um 3,4 Tonnen pro K opf reduziert werden. Zur 
Zielerreichung müssen in allen Sektoren - Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Industrie und 
Landwirtschaft – erhebliche Beiträge zur THG-Einsparung geleistet werden.

12 
 
 
4.3 Projektgruppe Energie  
Die Projektgruppe Energie entwickelt Ziele für die Reduktion der THG-Emissionen im Bereich 
Strom. Die THG-Einsparungen und somit die Erreichun g der Klimaschutzziele werden im 
Bereich der Stromerzeugung durch den Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) und den Einsatz 
von Energiespeichern sowie im Bereich des Stromverb rauchs durch Energieeinsparung und 
Effizienzsteigerung erreicht. Die PG Energie entwic kelt im nächsten Schritt Maßnahmen für 
den Ausbau erneuerbarer Energien, Energiespeicherung und die Stromeinsparung für private 
Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistung.  
4.3.1 Besonderheiten der Projektgruppe 
Die Geschichte der Energiewende in Deutschland begi nnt in den 70erJahren mit der Anti-
Atomkraftbewegung. Aber schon sehr viel früher habe n sich Menschen mit Fragen der 
Energieversorgung und Energieerzeugung beschäftigt.  Die ersten Photovoltaikzellen kamen 
1958 auf der Mission des US-Satelliten Vanguard zum  Einsatz, Biogasanlagen wurden ab 
Anfang des 20. Jahrhunderts im Ruhrgebiet betrieben und das gewonnene Gas in das Gasnetz 
eingespeist. Wind- und Wasserkraft reichen sogar bi s zu ca. 5000 Jahren zurück. Damals 
wurden sie zum Antrieb von Mühlen eingesetzt 4  
Hinsichtlich des Sektors Energie kann also auf eine lange Geschichte, viel Erfahrung und damit 
auch auf eine Vielzahl an Studien zurückgegriffen w erden, die unterschiedliche Aspekte 
unseres Energiesystems, seiner Kapazitäts(grenzen),  seiner Steuerung, Handlungsbedarfe 
und Ziele für ein klimaverträgliches Energiesystem beleuchten.  
Potenziale Erneuerbarer Energien in Köln  
Das Potenzial der erneuerbaren Energien für die Sta dt Köln wird vom Landesamt für Natur, 
Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)  mit rund.  5.000 MW installierbarer Leistung 
angegeben. Im Energieatlas NRW, der vom LANUV herau sgegeben wird, wird für die Stadt 
Köln für 2020 ein Stromverbrauch von rund 8.706 GWh/a angegeben, der durch Ausschöpfung 
des vollen Potenzials zu rund 55,8 % (d.h. Potenzial EE:4,9 TWh/a) mit Strom aus 
Erneuerbaren Energien auf dem eigenen Stadtgebiet bereitgestellt werden könnte . Mit Stand 
2020 beträgt der bereits genutzte Anteil Erneuerbarer Energien lediglich 1,4%.  
Voraussetzung für Zielerreichung – Gewinnung von Ak teuren und ausreichendes 
Fachpersonal   
Zur Erreichung der Klimaneutralität in Köln ist es unabdingbar, dass die Potenziale 
Erneuerbarer Energien in der Stadt Köln effizient a usgeschöpft werden. Dies ist sowohl zur 
Deckung der Strombedarfe notwendig, als auch um den dringenden Beitrag zum Klimaschutz 
zu leisten. Mit einer engagierten Ausschöpfung der Potenziale wird somit nicht nur die eigene 
Verantwortung wahrgenommen, sondern auch die wichti ge Vorbild- und Multiplikatorfunktion 
gestärkt. Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen zur Erreichung der Sektorziele im Bereich 
Energie alle notwendigen Potenziale in der Stromerz eugung mit Erneuerbaren Energien und 
in der Reduktion des Stromverbrauchs so schnell wie möglich ausgeschöpft werden.  
Dieses Potenzial in den kommenden Jahren weitestgeh end zu heben, erfordert für die 
Umsetzung von sektor- und akteursspezifischen Maßna hmen qualifiziertes Personal. 
Vielfältige Akteure (z.B. Privatpersonen, Eigentüme rgemeinschaften etc.) müssen 
zielgerichtet angesprochen, die Umsetzungsziele mit  ihnen in Handlungsempfehlungen 
übersetzt und bei der Umsetzung unterstützt werden. (Städtische) Beratungsstrukturen sollten 
aufgebaut werden, um z.B. einzelne Akteure/Zielgruppen zu aktivieren und die zur Umsetzung 
                                                
4 Vgl. https://www.next-kraftwerke.de/wissen/erneuerbare-energien , Stand 23.12.2020

13 
 
notwendigen finanziellen und organisatorischen Ress ourcen zu akquirieren. Ohne die 
Schaffung von entsprechenden Strukturen ist davon a uszugehen, dass die Akteure und 
Zielgruppen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien (z.B. Dachflächen-Photovoltaik) und 
die Senkung des Stromverbrauchs nicht gewonnen und die angestrebten Ziele nicht erreicht 
werden. 
Um die Größenordnung und Tragweite des Sektorziels zu verdeutlichen: „ Es geht nach dem 
vorliegenden Vorschlag bis 2030 um den Bau eines de zentralen Kraftwerks von rund 2.500 
MW Leistung. Das geht nur mit einem engagierten Ker nteam, das diesen Prozess 
kontinuierlich in den nächsten Jahren durchführt.“  
Die nun folgenden Zielformulierungen im Sektor Ener gie wurden auf Grundlage der 
Potenzialberechnungen für Erneuerbare Energien des LANUV formuliert. Die Datengrundlage 
gibt keinen Aufschluss zu Wirtschaftlichkeit und Ma chbarkeit. Aus Sicht der Projektgruppe 
Energie müssen die Ziele und Maßnahmen im laufenden  Prozess regelmäßig überprüft und 
aktualisiert werden. Dies vorausgesetzt, empfiehlt die Projektgruppe, folgende Ausbaupfade 
anzustreben.  
4.3.2 Ziele und CO 2-Einsparung 
A - Stromerzeugung (zentral und dezentral): 
Im Zuge des Ausbaus von 2020 bis 2030 sollen die Pr obleme beim Ausbau und die 
Hemmnisse in der Nutzung von Potenzialen fortwähren d erfasst und analysiert und soweit 
möglich direkt behoben werden. Dabei sollen auch die zur Verfügung stehenden Potenziale in 
den einzelnen Bereichen ermittelt und aktualisiert werden.  
I. Photovoltaik (Dachflächen und Freiflächen) 
Strategisches Ziel: Nutzung des gesamten von dem LANUV ermittelten PV Potenzials auf 
Dachflächen (d.h. ca. 3.821 MW 5) und Freiflächen (d.h. ca. 1.040 MW 6) bis 2040, soweit 
das technisch und wirtschaftlich möglich ist.  
Operative Ziele:  
I.1. Verwaltungsgebäude der Stadt Köln:   
I.1.1. Bei Neubauten und größeren Sanierungen von D ächern wird immer die 
Installation von Solarstrom-Anlagen (Photovoltaik) vorgesehen. 
I.1.2. Bis 2025 werden auf allen eigenen Bestandsgebäuden mit geeigneten Dächern 
Solarstrom-Anlagen (Photovoltaik) errichtet. 
I.2. Bis 2025 haben alle Liegenschaften des Stadtwerke Konzerns und der 
Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln ihr Photovoltaik-Potenzial zu 50% sowie 
bis 2035 das dann technisch und wirtschaftlich realisierbare Potenzial ausgeschöpft. 
I.3. Ausbau der Photovoltaik im Bereich Private Haushalte /GHD und Sonstige bis 2030 
auf 50 % des Potenzials und somit auf ca. 1.900 MW (d.h. ca. 15.000 Dächer pro Jahr) 
sowie bis 2040 auf das dann technisch und wirtschaftlich realisierbare Potenzial.  
I.4. Ausbau der Photovoltaik auf Freiflächen  bis 2030 auf 50% des Potenzials und somit 
ca. 520 MW sowie bis 2040, um das größtmögliche, te chnisch und wirtschaftlich 
realisierbare Potenzial. 
                                                
5 Datengrundlage gemäß LANUV Energieatlas https://www.energieatlas.nrw.de/site/werkzeuge/planungsrechner  
 Stand 06.10.2020 
6 Datengrundlage gemäß LANUV Energieatlas https://www.energieatlas.nrw.de/site/werkzeuge/planungsrechner  
 Stand 06.10.2020

14 
 
II. Windenergie 
Strategisches Ziel:  Nutzung des gesamten vom LANUV ermittelten 
Windenergiepotenzials bis 2040 soweit das rechtlich, technisch und wirtschaftlich möglich 
ist (d.h. max. 123 MW). 
Operative Ziele:  
II.1. Ausbau der Windenergie bis 2030 auf 50 % des Potenzials, d.h. ca. 62 MW, und bis 
2040, um das größtmögliche, rechtliche, technische und wirtschaftliche Potenzial. 
II.2. Bis 2025 haben alle Liegenschaften des der Beteiligungsunternehmen der Stadt 
Köln und die Stadt Köln selber ihr Windkraft- Potenzial zu 100 % ausgeschöpft, 
soweit das rechtlich, technisch und wirtschaftlich möglich ist.  
III. Bioenergie 
Strategisches Ziel:  Nutzung des Bioenergie-Potenzials zu möglichst 100% (d.h. rund 273 
GWh), soweit das rechtlich, technisch und wirtschaftlich möglich ist. 
Operative Ziele:  
III.1. Nutzung des Bioenergiepotenzials im Strombereich unter Nutzung von Kraft-Wärme-
Kopplung durch Ausbau im Bereich der Forstwirtschaft  bis 2030 zu 100 %, d.h. ca. 
1,69 GWh, soweit dies rechtlich, technisch und wirtschaftlich möglich ist. 
III.2. Nutzung des Bioenergiepotenzials im Strombereich unter Nutzung von Kraft-Wärme-
Kopplung durch Ausbau im Bereich der Landwirtschaft  bis 2030 zu 100 %, d.h. ca. 
50,77 GWh, soweit dies rechtlich, technisch und wirtschaftlich möglich ist.  
III.3. Nutzung des Bioenergiepotenzials im Strombereich unter Nutzung von Kraft-Wärme-
Kopplung durch Ausbau der Abfallwirtschaft  bis 2025 zu  75%, d.h. ca. 165 GWh, 
und 2030 zu 100%, d.h. ca. 220 GWh, soweit dies rec htlich, technisch und 
wirtschaftlich möglich ist. 
IV. Energiespeicher:  
Strategisches Ziel: Nutzung des Potenzials von Ener giespeichern, das es der Großstadt 
Köln mit ihrer hohen Energie-, Leistungs-, Bevölkerungs- und Verkehrsdichte ermöglicht, 
in ihrem Energiebedarf flexibel auf das schwankende Dargebot erneuerbarer Energien zu 
reagieren. 
Operative Ziele: 
IV.1. Bestehende Fern- und Nahwärmenetze erhöhen du rch den Einsatz von 
Wärmespeichern ihre Flexibilität derart, dass der W ärmebedarf dieser Netze für 
mehrere Stunden ohne äußere Energiezufuhr sicherges tellt werden kann. Bis 2035 
gilt dies für 100 % der Fern- und Nahwärmenetze, bi s 2030 für 50 %, bis 2025 für 
zwei Netze exemplarisch. Für alle neuen Wärmenetze gilt dies ab sofort. 7 
IV.2. Für neu zu errichtende Wohn-Quartiere werden Batterie- und Wärmespeicher so 
geplant  und gebaut, dass dies die Flexibilität der Quartiere derart erhöht, dass deren 
                                                
7 Wärmespeicher in Wärmenetzen erhöhen die Freiheiten des Einsatzes von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen am 
Strommarkt und erhöhen kurzfristig die dort generierten Erträge. Mittelfristig erhöhen Wärmespeicher die 
Flexibilität des gesamten Energiesystems, indem KWK-Anlagen nicht dann Strom (und Wärme) produzieren 
müssen, wenn im Wärmenetz Wärme benötigt wird – sondern wenn entweder die Stromerlöse am höchsten sind 
bzw. wenn es einen Mangel an Solar- und Windstrom gibt.  
Zusätzlich müssen Wärmenetze durch P2H- und/oder GWP-Anwendungen flexibilisiert werden, um günstige 
überschüssige el. Energie in die Wärmenetze aufzunehmen und um den Betrieb fossiler KWK-Anlagen zu 
vermeiden.

15 
 
Energieversorgung für mehrere Stunden ohne äußere E nergiezufuhr sichergestellt 
werden kann. 8 
IV.3. Für neu zu errichtende Wärmepumpenheizungen e inzelner Liegenschaften sind 
Wärmespeicher derart zu integrieren, dass diese ihr en Wärmebedarf für mehrere 
Stunden ohne Stromzufuhr durch das Netz der allgeme inen Versorgung decken 
können 9. 
IV.4. Batteriespeicher in Elektroautos sollen ein Teil des Stabilitätskonzepts der Stadt Köln 
werden. Hierzu wird die dafür notwendige Ladeinfrastruktur bis 2030 entwickelt. 10  
B - Stromverbrauch 
V. Stromeinsparung 
Strategisches Ziel: Größtmögliche Hebung des Strome insparpotenzials bis 2030 und 
2040  
Operatives Ziel:  
V.1. Einsparung im Bereich Private Haushalte/GHD/Sonstige um rund 25 % bis 2030 ggü. 
2008 und somit rund 875 GWh. 11   
C - CO 2-Einsparung 
Der Ausbau Erneuerbarer Energien führt gemäß der Annahmen in Tabelle 5 zu einer 
Reduktion der THG-Emissionen von rund 1,52 Mio. t CO 2.  
Tabelle 5: THG Einsparung im Sektor Energie durch Erreichung der Ausbauziele bis 2030  
Erneuerbare 
Energien 
Ausbauziel 
bis 2030 THG-Einsparung 
Annahmen:  
(Basis THG-Bilanz 2015) 
Photovoltaik 2420 MW  ca. 1,29 Mio. 
Tonnen (t) CO 2 
- 910 Vollaststunden 
- 0,6 kg THG Emissionen je kWh 
- Abzug: bereits installierte Leistung: ca. 40 MW 
Windenergie 62 MW  ca. 0,09 Mio. t CO 2- 
- 2500 Volllaststunden  
- 0,6 kg THG Emissionen je kWh 
Biomasse 272,46 GWh  ca. 0,15 Mio. t CO 2- 
- 0,6 kg THG Emissionen je kWh 
- Abzug: 20 GWh (bereits bestehende Biogas 
BHKWs) 
Insgesamt  ca. 1,52 Mio. t CO 2-
Einsparung 
 
 
                                                
8 Die Arbeitsgruppe Energie macht keine Zielformulierungen bezüglich Batteriespeicher in einzelnen Gebäuden. 
Hier erfolgt der Einsatz meist mit dem Ziel, den Eigenstromverbrauch zu maximieren und ist  damit 
marktgetrieben. Bei neu zu entwickelnden Quartieren sind Speicherkonzepte aber unerlässlich, damit diese jetzt 
neu zu errichtenden Quartiere ein  Baustein (und kein Hindernis) auf dem Weg zur Klimaneutralität darstellen. Hier 
ist bewusst von „Energiespeicher“ und nicht von „Wärmespeicher“ oder „Stromspeicher“ die Rede. 
9 Wärmepumpen stellen einen wichtigen Baustein zur Defossilisierung des Wärmebereichs dar. Ohne zeitliche 
Entkopplung von Strom- und Wärmebedarf entstehen insbesondere in den frühen Morgenstunden im Anschluss 
an eine Nachtabsenkung der Heizungsanlagen Strompeaks, die es durch den Einsatz von Kurzzeit-
Wärmespeichern zu verhindern gilt. Mittelfristig können diese Speicherkapazitäten zum Ausgleich von 
Schwankungen im Solar- und Winddargebot genutzt werden. 
10  Hier gilt für Batteriespeicher ähnliches wie für Wärmespeicher in Wärmenetzen bzw. Wärmepumpenheizungen. 
11  Bezug nehmend auf Aussagen des Umweltbundesamtes 
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/hintergrundpapier_stromsparen_we 
b.pdf

16 
 
Grundlage für die Abschätzung der THG-Minderung sin d die Daten der Energie- und 
Treibhausgasbilanz der Stadt Köln 2015 12 : Der CO 2-Emissionsfaktor je kWh für das Jahr 
2015 wurde anhand der folgenden Daten auf 0,6 kg CO2 je kWh errechnet: 
- Stromverbrauch gesamt (Industrie und Energiewirtsc haft): 6300 GWh  
- Emissionen aus Stromverbrauch: 3,8 Mio. Tonnen THG   
 
Durch den Ausbau EE in Köln kann somit eine erhebli che THG-Einsparung erreicht 
werden. Da die CO 
2-Einsparung bei der Bilanzierung mit der PG Industrie geteilt werden 
muss, muss bei der Betrachtung der sektoralen Zwischenziele nicht nur ein Vergleich für 
den Sektor Energie bis 2030 in Höhe von rund 0,9 Mi o. t, sondern auch die geforderte 
THG-Einsparung für die Industrie in Höhe von 1,1 Mio. t. in Bezug gesetzt werden. 
Bei der überschlägigen Berechnung der CO 2-Emissionen bisher nicht mitbetrachtet sind 
die Emissions- und Energieeinsparung durch Stromein sparung und Effizienzsteigerung. 
Jedoch ist in den kommenden Jahren insgesamt von einer Steigerung des Strombedarfs 
auszugehen, da z.B. der Ausbau von Wärmepumpen und Elektromobilität zu einem 
Mehrbedarf führen wird.  
4.3.3 Mitglieder der Projektgruppe Energie 
Die PG Energie setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: 
 Elektroinnung Köln – Herr Dirk Mayer 
 EnergieAgentur.NRW, Klimanetzwerkerin – Frau Sabin e Schneider  
 EnergieAgentur.NRW, Leiter Themengebiet Photovolta ik – Herr Carl-Georg Graf von 
Buquoy 
 GAG Immobilien AG, Vorstand – Herr Ingo Frömbling 
 Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE N RW), Vorsitzender – Herr 
Reiner Priggen (PG-Leitung) 
 Energiegewinner Technik GmbH, Geschäftsführer – He rr Frank Schillig 
 RheinEnergie AG, Leiter des Bereichs Energiewirtsc haftliche Grundsatzfragen – Herr 
Dr. Matthias Dienhart (stv. PG-Leitung) 
 Scientists 4 Future und Klimawende Köln – Herr Jör g vom Stein 
 Stadt Köln, Dezernat V, Koordinationsstelle Klimas chutz  - Herr Aldo Perez Rodarte 
 Stadt Köln, Dezernat V, Koordinationsstelle Klimas chutz – Frau Rebecca Hartmann  
 Stadt Köln, Dezernat VI, Gebäudewirtschaft der Sta dt Köln, Abteilungsleitung 
Betriebsmanagement – Herr Garrit Tim Nellessen 
 TH-Köln, Professor für Erneuerbare Energien – Herr  Prof. Dr. Ingo Stadler 
 Verbraucherzentrale NRW, Bereichsleiter Energie – Herr Udo Sieverding 
4.3.4 Einordnung in den Gesamtzusammenhang  
Der gesamte weltweite THG-Ausstoß wird auf ca. 36,5  Mrd. Tonnen CO 2 geschätzt. Vielfach 
wird der relativ geringe Anteil europäischer einzel staatlicher Emissionen am weltweiten 
Ausstoß diskutiert. Tatsächlich beträgt der Ausstoß  der Stadt Köln ca. 0,03 Prozent der 
Gesamtemissionen. Durch den Ausbau Erneuerbarer Energien und Nutzung der vorhandenen 
Potentiale kann Köln den Ausstoß an THG stark reduz ieren. Verschiedene Anreize und 
                                                
12  IFEU Gutachten vom August 2018 „Fortschreibung der Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Köln für 
die Jahre 2008-2015 und eine erste Bilanzierung ausgewählter Beteiligungsunternehmen“

17 
 
Rahmenbedingungen tragen heute schon dazu bei, den Ausbau erneuerbarer Energien 
voranzutreiben Dazu zählen beispielsweise das Förde rprogramm „Altbausanierung und 
Energieeffizienz – klimafreundliches Wohnen“ der Stadt Köln, das den Ausbau in erneuerbare 
Energien und Sanierungsmaßnahmen fördert, oder das Erneuerbare-Energien –Gesetz (EEG) 
der Bundesregierung, als Förderinstrument für die E rneuerbaren im Bereich der 
Stromerzeugung. Um Klimaneutralität in Köln, Deutschland und global zu erreichen, müssen 
die Rahmenbedingungen jedoch weiter stark verbesser t und erheblich in Anreize intensiviert 
werden. 
Das große Potenzial der Erneuerbaren Energien in Kö ln ist bisher mit rund 1,4% Anteil 
Erneuerbarer am Strombedarf kaum gehoben (vgl. Kapi tel 4.3.1). Im Vergleich zur 
Bundesrepublik mit einem Anteil erneuerbarer Energi en am Stromverbrauch von rund 42 
Prozent (2019) 
13  hat Köln noch erhebliches Ausbaupotenzial. Neben v ielen tausenden 
Dächern für Photovoltaik bietet das Stadtgebiet bei spielsweise auch Platz für PV-
Freiflächenanlagen und Windenergie. Herausforderung en und Zielkonflikte zu anderen 
Themenfeldern wie Denkmalschutz und bezahlbarem Woh nraum bestehen natürlich auch in 
Köln, genauso wie in anderen Städten und müssen bei den nächsten Schritten berücksichtigt 
werden. Die technologischen Entwicklungen, z.B. an immer effizienteren PV-Anlagen und 
günstigeren Speichermodulen sind vorhanden und müssen in den nächsten Schritten genutzt 
werden, um die THG-Emissionen für Köln zu reduziere n und einen wichtigen Schritt zur 
Klimaneutralität zu gehen. 
4.3.5 Beispiele/Maßnahmen  
Beispiel 1: Photovoltaik-Mieterstromanlage im Wohnquartier Clouth-Gelände in Köln-
Nippes 
Photovoltaik auf Dachflächen bietet das größte Potenzial erneuerbarer Energien in Köln (vgl. 
Tabelle 5). Mieterstrom bildet dabei eine Möglichkeit, um Photovoltaik auf die Dächer, z.B. 
von Mehrfamilienhäusern, zu bringen. Als Mieterstrom wird dabei Strom bezeichnet, der 
nicht über das öffentliche Netz geleitet, sondern in räumlicher Nähe zum Abnehmer 
produziert wird. Durch das Mieterstromkonzept können auch Personen ohne Eigenheim an 
der Energiewende teilhaben. Die Energiegewinner eG aus Köln hat als 
Bürgerenergiegenossenschaft auf dem Clouth-Gelände in Köln Nippes erfolgreich 
Mieterstromprojekte realisiert. Dazu hat die Genossenschaft die Dächer direkt vom 
Gebäudeeigentümer gepachtet und vier Photovoltaikanlagen errichtet. Die Energiegewinner 
eG betreibt diese Photovoltaikanlagen, fungiert als Energieversorger und liefert den Strom 
an die Bewohnerinnen und Bewohner. Rund 87kWp installierte Leistung versorgen hier 47 
Wohnparteien mit regional erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien. Wenn die vor Ort 
produzierte Strommenge den Bedarf einmal nicht abdeckt, stellt die Bürgerwerke eG als 
Partner der Energiegewinner eG Ökostrom bereit. Die Bürgerwerke eG ist ein 
deutschlandweiter Verbund von über 100 Bürgerenergiegenossenschaften, die gemeinsam 
zertifizierten Ökostrom aus Bürgerhand anbieten. Überschüssiger Strom wird ins Netz 
eingespeist und nach EEG-Umlage vergütet. Dieses Mieterstromprojekt ist ein Beispiel dafür, 
wie Photovoltaik auf die Dächer der zahlreichen Mehrfamilienhäuser in Köln gebracht und 
ein Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz geleistet werden kann. 
                                                
13  Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-
energien.html#:~:text=Der%20Anteil%20der%20erneuerbaren%20Energien,42%20Prozent%20im%20Jahr%202 
019 .

18 
 
 
Abbildung 2: Photovoltaik Mieterstromanlage im Wohnquartier Clouth-Gelände in Köln-Nippes (Copyright: 
Energiegewinner eG) 
Beispiel 2: Freiflächen Photovoltaik in Köln Weiden 
Zur Nutzung von Sonnenenergie auf Freiflächen wurde  in Köln Weiden ein Freiflächen-
Solarpark durch die RheinEnergie errichtet. Mit ein er installierten Leistung von 750 kWp 
erzeugt er klimafreundlichen Strom für rund 215 Kölner Haushalte. Die 14.000 Quadratmeter 
große Fläche, die nicht für eine Wohnbebauung oder die Gewerbenutzung geeignet wäre, 
befindet sich unmittelbar neben der Weidener Kläran lage. Sie ist ein Beispiel, dass auch in 
Ballungsräumen PV-Freiflächenanlagen möglich sind u nd sie leistet einen wichtigen Beitrag 
zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und Erreichung der Klimaziele.  
 
Abbildung 3: Foto der PV-Freiflächenanlage Köln-Weiden (Copyright: RheinEnergie AG)

19 
 
Beispiel 3: Photovoltaik auf Ein- und Zweifamilienhäusern 
Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Eigenheims sin d trotz sinkender Einspeisevergütung 
wirtschaftlich. Auf Ein-/Zweifamilienhäuser werden meist PV-Anlagen mit einer Größe von 5 
bis 10 kWp Leistung installiert. Das entspricht einer durchschnittlichen Investitionssumme von 
7.000 bis 14.000 Euro (zuzüglich der Mehrwertsteuer). Da die Einspeisevergütung mit derzeit 
weniger als 8,5 Cent pro Kilowattstunden unter dem durchschnittlichen Strompreis für private 
Haushalte in Höhe von ca. 29 Cent liegt, sollte der  Eigenverbrauch möglichst hoch sein. Auf 
die persönliche Nutzung kommt es somit stark an. Mit Stromspeichern oder in Verbindung mit 
Wärmepumpen 14  kann der Eigenverbrauch zusätzlich erhöht werden. 
Zudem bezuschusst die Stadt Köln mit dem Förderprog ramms "Altbausanierung und 
Energieeffizienz - klimafreundliches Wohnen" den Au sbau von Photovoltaikanlagen auf 
Bestandsgebäuden (weitere Infos unter: www.stadt-koeln.de/altbausanierung ). Die Förderung 
beträgt 150 Euro je kWp installierte Leistung und w ürde somit bei dem genannten Beispiel 
zwischen 750 Euro und 1.500 Euro betragen und rund 10 Prozent der Kosten abdecken.  
 
Abbildung 4: Montage eines Photovoltaik-Panels (Copyright: africa studio) 
 
 
                                                
14  Auch Wärmepumpen werden unter bestimmten Bedingungen gefördert. Förderprogramm „Altbausanierung und 
Energieeffizienz – klimafreundliches Wohnen“ der Stadt Köln: Der Austausch von Heizungsanlagen wird 
gefördert, wenn von fossilen Energien auf Wärmepumpen (JAZ > 4,0 nachgewiesen) umgestellt wird.  „
Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen “ (BEG Einzelmaßnahmen): Falls Sie über eine 
alte Ölheizung verfügen und diese durch eine Wärmepumpe ersetzten wollen, gibt es dafür eine Bundesförderung 
von 45 %. Ggf. kann man auch auf die erhöhte Förderung von 60 000 Euro/Wohneinheit hinweisen

20 
 
 
4.4 Projektgruppe Ernährung und Konsum  
Die PG Ernährung und Konsum beschäftigt sich mit den THG-Emissionen aus den Bereichen 
Landwirtschaft, Ernährung und Konsum.  
4.4.1 Besonderheiten der Projektgruppe 
Individuelles Konsumverhalten hat einen hohen Einfluss auf das Klima. Laut einer Studie des 
Umweltbundesamtes machen die Emissionen in den Bere ichen Ernährung und Konsum 
zusammen mit rund 54,3% mehr als die Hälfte des per sönlichen Treibhausgasausstoßes 
aus.15   
 
Abbildung 5: Treibhausgasausstoß pro Kopf in Deutschland nach Konsumbereichen (2017) (in t CO 2e) 16  
Diese Aufteilung des Treibhausgasausstoßes pro Kopf in Deutschland nach Konsumbereichen 
zeigt, dass die Emissionen aus dem Bereich Ernährung für rund 15 % des pro Kopf Ausstoßes 
verantwortlich sind und der sonstige Konsum mit rund 39,3% einen noch höheren Anteil hat.  
Der persönliche Konsum beeinflusst dabei nicht nur die Emissionen in Köln oder Deutschland, 
sondern weltweit, da die konsumierten Lebensmittel und Güter weltweit produziert werden. 
Aus diesem Grund kommt dem Bereich und der Projektg ruppe Ernährung und Konsum eine 
besondere Rolle zu. Die Ziele und Maßnahmen wirken nicht nur lokal sondern unmittelbar 
global.  
Die Besonderheit bei der THG-Bilanzierung für die Projektgruppe sind einerseits, dass derzeit 
keine Daten zu den THG-Emissionen für 2015 aus dem Sektor Landwirtschaft für Köln 
vorliegen. Anderseits spiegeln die Daten der THG-Bi lanz, die bei der nächsten Bilanzierung 
für den Bereich Landwirtschaft vorliegen sollen, aus den oben genannten Gründen nur bedingt 
die THG-Emissionen wieder, die durch das Konsumverh alten der Kölnerinnen und Kölner 
entstehen. Hintergrund ist, dass die THG-Bilanz nach der Bilanzierungssystematik Kommunal 
                                                
15  https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/konsum-umwelt-zentrale-handlungsfelder 
16  Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/konsum-umwelt-zentrale-
handlungsfelder#umweltrelevanz-und-prioritare-bedarfsfelder

21 
 
(BISKO) nach dem Territorialprinzip durchgeführt wi rd und somit die THG-Emissionen aus 
dem Stadtgebiet von Köln bilanziert werden. Globale  Wirkungszusammenhänge können 
insofern nicht beachtet werden. 
Die Projektgruppe Ernährung und Konsum hat 2020 in Workshop-Formaten Ziele mit dem 
Fokus der THG-Minderung und im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung entwickelt. Neben 
den Schnittstellen zu den weiteren Projektgruppen d es Klimarates sind Anknüpfungspunkte 
zum Ernährungsrat der Stadt Köln vorhanden, die bei  der Projektgruppenarbeit 
Berücksichtigung finden.  
4.4.2 Ziele und CO 2-Einsparung 
Die Projektgruppe Ernährung und Konsum hat 15 Ziele in 4 Clustern entwickelt. Diese bilden 
die Reduzierung der THG-Emissionen vor dem Hintergrund einer ganzheitlichen Betrachtung 
des Ernährungssektors vom Feld über die Warenströme und den Bezug bis hin zur Entsorgung 
ab. Die Ziele wurden entsprechen der SMART-Kriterien, d.h. spezifisch, messbar, realistisch, 
aktivierend und terminiert, entwickelt und bieten A nsatzpunkte für eine Ableitung konkreter 
THG-Einsparmengen in einem nächsten Schritt. 
I. Nahrungsmittelproduktion und -vermarktung  
I.1. Bis 2030 werden zentrale Umschlag- und Weiterverarbeitungsplätze für regionale 
und nachhaltige Lebensmittel  zur Optimierung der Handelsströme  erschaffen 
und gefördert, um THG-Emissionen durch Verkehrsströme zu reduzieren. 
I.2. Der Lebensmitteleinzelhandel verfügt über Prozesse und Anreizsysteme,  
ressourcenschonend produzierten Lebensmitteln beim zentralen Einkauf den 
Vorrang  zu geben, um deren Anteil bis 2030 auf 30% zu erhöhen.  
I.3. Bis 2030 werden im Rahmen der Initiative „Essbare Stadt“ Flächen  (z.B. Brachen und 
bestehende Grünflächen) in allen Stadtteilen für ‚Urban Gardening‘  zur Verfügung 
gestellt. Dies schließt die Zwischennutzung von Flächen  ein. 
I.4. Der Anteil nachhaltig bewirtschafteter landwirtschaftlicher Fl ächen  im 
Stadtgebiet liegt 2030 bei über 50% und 2040 bei üb er 90%. Es gilt der vom 
Ausschuss für Umwelt und Grün der Stadt Köln verabschiedete Kriterienkatalog zur 
Verpachtung  städtischer Flächen.  
 
II. Kreislaufwirtschaft 
II.1. Bis 2030 ist die Anschlussquote der Biotonne auf mindestens 80%  gesteigert. Bis 
2040 ist eine bedarfsdeckende Bioabfallsammlung für das gesamte Stadtgebiet 
sichergestellt.  
II.2. Die laufende Steigerung bis hin zur flächende ckenden Implementierung von 
Mehrweg  statt Einweg zur Reduzierung des Abfall- und 
Verpackungsaufkommens  ist sichergestellt. 
II.3. Lebensmittelverschwendung 
II.3.1. In der Außer-Haus-Verpflegung (z.B. Gemeinschaftsverpflegung, Restaurants) 
werden ab 2021 Maßnahmen zur Lebensmittelsicherung  umgesetzt, so dass 
signifikant weniger Lebensmittelabfälle anfallen. I nsbesondere ist die Quote 
der Tellerreste  bis 2023 auf höchstens 15% und bis 2030 auf höchst ens 10% 
zu reduzieren.  
II.3.2. Der Lebensmittelhandel gibt nicht mehr verkaufsfähige aber noch 
verzehrfähige Produkte  an Foodsharing-Initiativen oder Tafeln  weiter.

22 
 
II.4. Der Ausstoß von Methangas der Deponie  Vereinigte Ville  ist bis 2030 um 50 % 
und bis 2040 um 75 % verringert. Das gefasste Deponiegas ist bis zu 95 % energetisch 
genutzt.“ 
 
III. Bildung  
III.1. Im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit  für Verbraucherinnen und 
Verbraucher werden spätestens ab 2023 im Sektor Ern ährung & Konsum gezielte 
Maßnahmen und Kampagnen umgesetzt, die zu einem kli mafreundlichen 
Verhalten motivieren  und einen Beitrag zur THG-Reduktion leisten. 
III.2. Es finden regelmäßig (mind. einmal pro Jahr) konkrete Maßnahmen zur Bildung für 
nachhaltige Entwicklung im Themenbereich Ernährung & Konsum  (z.B. Besuch 
Außerschulischer Lernorte mit Vor- und Nachbereitung) in allen Offenen Ganztagen 
der Schulen und in allen Kitas spätestens ab 2025 statt.  
III.3. Es erfolgt eine signifikante Ausweitung und strukturelle kommunale Verankerung 
der Netzwerk-Bildung bei der gemeinsamen Nutzung vo n Flächen und Gütern  
im Bereich Ernährung & Konsum mit eingebetteten Bildungsangeboten  zur 
Reduktion des Ressourcenverbrauchs und der THG-Emissionen bis 2025. 
 
IV. Beschaffung  
IV.1. Alle Beschaffungen und Ausschreibungen der Stadt Köln  sind bis spätestens 
2027 klimafreundlich gestaltet und enthalten entsprechen de Vorgaben und 
Kriterien , die bis spätestens 2023 entwickelt und festgelegt werden.   
IV.2. Der kommunale Einfluss und die Marktposition  werden zur Verankerung einer 
systematischen klimafreundlichen Versorgung aus der Region genutzt. 
IV.3. Alle städtischen Kantinen, Schulen, Kitas und alle weiteren kommunal en 
Verpflegungen  werden bis spätestens 2027 klimafreundlich, d.h. mit regional und 
nachhaltig erzeugten Produkten, versorgt . Die entsprechenden Vorgaben und 
Kriterien  werden bis spätestens 2023 entwickelt und festgelegt. Um dieses Ziel auch 
außerhalb des kommunalen Einflussbereichs zu erreic hen, ist bis 2025 eine 
strukturelle kommunale Verankerung zur Schaffung en tsprechender 
Rahmenbedingungen  (Beratung, Koordinierung, Anreize) eingerichtet. 
IV.4. Bis 2023 wird ein Kölner Siegel  entwickelt und implementiert, um „klimafreundlich 
und nachhaltig handelnde Akteure“  (z.B. Schulen und Kitas, Kantinen, 
Gastronomie) im Bereich Ernährung & Konsum auszuzeichnen.  
V. CO 2-Einsparung 
Aufgrund fehlender Datengrundlagen und noch nicht v orliegender Beispiel-Rechnungen 
zu THG-Einsparpotentialen konnte für die erstellten Ziele keine konkrete CO 2-Einsparung 
berechnet und zugeordnet werden. Mit der in 2021 an visierten Schaffung der 
Datengrundlage und externen wissenschaftlichen Begl eitung sollen den Zielen THG-
Minderungspotenziale zugeordnet werden.

23 
 
4.4.3 Mitglieder der Projektgruppe Ernährung und Ko nsum 
Die PG Ernährung und Konsum setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:   
 Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BL E), Präsident – Herr Dr. Hanns-
Christoph Eiden 
 Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) N ordrhein e.V., stellv. 
Geschäftsführer - Herr Mathias Johnen 
 Ernährungsrat Köln, Geschäftsführung – Herr Floria n Sander 
 Gertrudenhof, Geschäftsführer und Landwirt – Herr Peter Zens (stv. PG-Leitung) 
 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs- GmbH, Geschäft sführer - Herr Michael Josipovic 
 REWE Group, Vorsitzender der Geschäftsleitung - He rr Hanno Rieger 
 Stadt Köln, Dezernat IV, Leiterin des Amtes für Sc hulentwicklung – Frau Anne Lena Ritter 
(PG-Leitung) 
 Stadt Köln, Dezernat V, Leiter der Eigenbetriebsäh nlichen Einrichtung 
Abfallwirtschaftsbetrieb - Herr Dr. Thomas Kreitsch 
 Stadt Köln, Dezernat V, Leiter des Umwelt- und Ver braucherschutzamtes - Herr Konrad 
Peschen 
 Stadt Köln, Dezernat V, Umwelt- und Verbrauchersch utzamt – Herr Nils Becker 
 
4.4.4 Einordnung in den Gesamtzusammenhang  
Klimaneutraler und nachhaltiger Konsum wird interna tional angeregt und angestrebt. So 
werden z.B. auf Europäischer Ebene Maßnahmen ergrif fen, die die Nutzung 
umweltschädlicher Konsumprodukte überprüfen und ein schränken (z.B. Verbote von 
Einweggeschirr und-besteck, Trinkhalme, Plastiktüte n, Einwegflaschen). Steigender 
Wohlstand und Luxusgüter- und Fleischkonsum (durchs chnittlich 60 kg/ Einwohner in 
Deutschland) führen zu tendenziell steigenden THG-Emissionen weltweit. Andererseits führen 
aber auch Globalisierung und Änderungen der Konsumm uster zu zunehmenden negativen 
Klimaeinflüssen (z.B. internationale Konsumwarenbes tellung, Internet-Shopping). Als 
Gegenbewegung beobachten wir weltweit Initiativen ( Zero-Waste, Repair-Cafés, Vintage-
Läden, Unverpackt-Läden und Fleischalternativen). M omentan sind dies noch 
Nischenbewegungen; die Möglichkeit, in diesem Berei ch zu skalieren, verdient weitere 
Beachtung. Für klimaneutralen Konsum ist die Stadt Köln aber auch auf die Möglichkeiten von 
klimaneutralem Konsum angewiesen, die auch mitbesti mmt werden durch internationale 
Politik und Angebote aus der Industrie, aus Handel und Logistik.

24 
 
4.4.5 Beispiele/Maßnahmen 
Beispiel 1: „Cooking für KidS 2020“ 
Lecker, gesund und nachhaltig - so soll das Essen i n 
den Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen 
der Stadt Köln (KidS) sein. Um dieses Ziel zu 
erreichen, unterstützen der ‚Ernährungsrat Köln und  
Umgebung‘ und die KidS die Hauswirtschaftskräfte der 
Einrichtungen dabei, Nahrungsmittel ökonomischer 
einzusetzen und mehr frische Produkte aus der Region 
zu verwenden. Im ersten Schulungsmodul wurden die 
Teilnehmenden bei der Verarbeitung und Zubereitung 
von regionalem und saisonalem Gemüse angeleitet. In 
den folgenden zwei weiteren Schulungsmodulen ging 
es um Beilagen sowie die Zubereitung von Fleisch und 
Fisch. Somit umfassten die insgesamt drei praktischen 
Schulungstage die Grundprozesse und 
Zubereitungsarten des Kochens. Im abschließenden 
theoretischen Schulungsmodul wurden 
strukturgebende der Organisation und Speiseplanung 
vermittelt. 
 
 
Beispiel 2: „Steigerung von Regionalität und Nachha ltigkeit in Kölner Kitas (SteRN 
Kitas)“ 
Das Ziel von ‚SteRN Kitas‘ 
ist die Regionalentwicklung 
durch Steigerung und 
Einführung von 
Ernährungsbildung sowie 
regional-nachhaltig 
produzierten Lebensmitteln 
in Kölner Kitas und 
Familienzentren. Der 
‚Ernährungsrat Köln und 
Umgebung‘ hat in einem 
intensiven Prozess mit den 
am Projekt beteiligten 
Trägerverbänden der Kitas 
die Ziele erörtert und 
geplant.  
Unter anderem sollen frische und gesunde Lebensmitt el, die in der Kölner Region produziert 
werden, auf den Tellern der Kita-Kinder landen. Daz u muss an einer Versorgungsstruktur 
gearbeitet werden, die einerseits den Landwirt*innen feste Absatzmöglichkeiten zusichert und 
andererseits den Kitas einen erleichterten Zugang z u den Lebensmitteln aus der Region 
verschafft. Ein gut durchdachtes System kann unnötige Transportwege verhindern und somit 
einen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion und Nachhaltigkeit leisten. 
Das zweite Hauptanliegen des Projektes ist die Ernä hrungsbildung, die in den Kitas etabliert 
und ausgebaut werden soll. Vielfältige Bildungsmodule, Handreichungen und Praxistipps rund 
Abbildung 6: KidS-Schulung 29.10.2020 
(Copyright: Ernährungsrat Köln und 
Umgebung 2020) 
Abbildung 7: SteRN-KiTas – Symbolfoto (Copyright: Ernährungsrat Köln und 
Umgebung 2020)

25 
 
ums Thema zukunftsfähige Ernährung sind angedacht, die sich in erster Linie an die 
pädagogischen und hauswirtschaftlichen Fachkräfte r ichten, die das Wissen an die Kinder 
weitergeben und ihnen so ein nachhaltiges und genussvolles Ernährungsverhalten vermitteln. 
In 11 Kölner Kitas haben in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW und dem AK80 
(Zusammenschluss aller freien und städtischen Träge r der Kitas in Köln) Messungen der 
Tellerreste stattgefunden. Dabei ist ein erhebliche s Einsparpotential zur Verringerung von 
Nahrungsmittelabfällen und -verschwendung festgestellt worden.

26 
 
4.5 Projektgruppe Gebäude 
Die PG Gebäude widmet sich inhaltlich den Themenfeldern Wärme- und Kälteversorgung und 
hat Strategien für die Reduktion der THG-Emissionen  in diesem Bereich entwickelt. 
Hauptaspekte zur Reduktion der THG-Emissionen im Be reich Wärme- und Kälteversorgung 
bestehen in der Reduktion des Energiebedarfs, in der Steigerung der Effizienz und im Einsatz 
von erneuerbarer Energien. Hinzu kommen übergeordne te Aspekte wie z.B. graue Energie, 
Bildung oder Leuchtturmprojekte. 
Die PG Gebäude entwickelt im nächsten Schritt Maßnahmen für die im Folgenden unter 4.4.2 
genannten übergeordneten Handlungsfelder. 
4.5.1 Besonderheiten der Projektgruppe 
In Vorbereitung der Zielformulierung hat die Projek tgruppe zunächst bestehende 
Erarbeitungen vergleichbarer Städte recherchiert und verglichen. Durch sowohl systematische 
Auswertung der Vorgehensweisen und Erkenntnisse dieser bereits bestehenden Arbeiten als 
auch Köln-spezifischer Expertise wurden die Zielfor mulierungen für Köln erarbeitet. Die PG 
Gebäude hat vielfältige Anknüpfungspunkte zu andere n Klimarat-Projektgruppen, 
insbesondere zu den Projektgruppen Energie sowie Mo bilität und Logistik. Einer der 
übergeordneten Aspekte greift die Thematik der Ziel konflikte auf, die in vielfältiger Weise 
bestehen, und fordert dazu auf, diese  themenübergreifend zu identifizieren und zu bewerten.  
4.5.2 Ziele und CO 2-Einsparung 
Die PG Gebäude hat folgende Strategien als Ziele für den Sektor Gebäude formuliert. Die PG 
appelliert vor allem daran, die Umsetzung zukunftsf ähiger Strategien für klimagerechte 
Gebäude, als elementaren Bestandteil der Städte zu begreifen und entsprechend einer 
nachhaltigen Stadtentwicklung Ziele zu formulieren,  die sowohl die Gebäude mit ihrer 
Konstruktion und Hülle berücksichtigen als auch all e Bestandteile von Stadt und 
Stadtentwicklung zu erfassen. Das zentrale Moment d abei ist der menschliche Maßstab und 
das Schaffen einer lebenswerten Stadt für ihre Menschen. 
I. Reduktion des Energiebedarfs 
I.1. Signifikante Steigerung der energetischen Sani erungsrate 
Die energetische Sanierungsrate (Wohn- und Nichtwoh ngebäude) ist durch geeignete 
Maßnahmen signifikant zu steigern. Die Erhöhung die ser Rate ist ein wichtiger Baustein zur 
Reduktion des Energiebedarfs im Gebäudebestand. Nur  mit einer ambitionierten 
energetischen Ertüchtigung des Bestandes lassen sich der Wärmebedarf und damit der CO 2-
Ausstoß reduzieren. 
Nachhaltigkeitskriterien sind stärker zu berücksich tigen als in der Vergangenheit (z. B. 
Reduktion der grauen Energie, „gesunde“ Baustoffe, Flächeneffizienz, Umnutzungsfähigkeit, 
Bedarfsorientierung, Kreislaufwirtschaft). 
Im Bereich des Denkmals ist in Abstimmung mit dem D enkmalamt abzuwägen, inwieweit 
Klimaschutz in Zukunft stärker berücksichtigt werden kann. 
I.2. Neubau und Ersatzneubau sind zukünftig klimane utral zu gestalten. 
Sobald wie möglich sind alle Neubau- sowie Ersatzneubaumaßnahmen klimaneutral zu planen 
und zu realisieren. Dies gilt zunächst für den Ener giebedarf in der Nutzungsphase, darüber 
hinaus sind Nachhaltigkeitskriterien über den gesam ten Lebenszyklus stärker zu 
berücksichtigen als in der Vergangenheit (z. B. Red uktion der grauen Energie, „gesunde“ 
Baustoffe, Flächeneffizienz, Umnutzungsfähigkeit, Bedarfsorientierung, Kreislaufwirtschaft).

27 
 
Die Gebäude sind so auszugestalten, dass zum Beispi el durch den Einsatz von Photovoltaik 
dezentrale Energiegewinnung möglich ist (siehe Projektgruppe Energie). 
Klimaneutrale Gebäude bedingen eine frühzeitige Ber ücksichtigung (z. B. bereits in der 
Architektenwettbewerbsphase / B-Planung / Vorplanung). 
I.3. Mitnahme der Gebäudenutzer*innen / Betreiber*i nnen 
Klimaneutrale und nachhaltige Gebäude haben neben d er ökologischen und ökonomischen 
Qualität eine gesteigerte Aufenthaltsqualität und e inen höheren Raumkomfort. Die 
Gebäudenutzer*innen und das Gebäudemanagement haben  bei der Realisierung eine hohe 
Verantwortung. Ihre Sensibilisierung, Schulung und Akzeptanz ist erforderlich. Dann entsteht 
über das Verständnis und das entsprechende Verhalten eine Win-Win-Situation. 
I.4. Anpassung der Rahmenbedingungen  
Baurechtliche Rahmenbedingungen sind so anzupassen,  dass sie die Ziele zur 
Klimaneutralität im Gebäudesektor fordern und fördern. Die Maßnahmen aus KölnKlimaAktiv 
2022 sind umzusetzen. Darüber hinaus gehend fokussi eren sich kommunale 
Förderprogramme auf den Klimaschutz. 
 
II. Zentrale Versorgung, Fern- und Nahwärme 
II.1. In bestehenden und zukünftigen Fern- und Nahw ärmenetzen sind Potenziale für 
Abwärme und Erneuerbare Energien (EE) vollumfänglich auszuschöpfen.  
Das Stadtgebiet Köln bietet eine Vielzahl von energ etischen Potenzialen für die 
Rückgewinnung von Wärme und die Nutzung Erneuerbare r Energien (z. B. Abwärme aus 
Abwasser, industrielle/ gewerbliche Abwärme, Solarthermie etc.). Diese Potenziale können für 
die Wärmeversorgung von Heizung und Warmwasser durc h Technologien, wie große 
Wärmepumpen und thermische Speicher, genutzt werden . Ein relevanter Teil des 
Energiebedarfs kann aus diesen Quellen gewonnen wer den, wie die Ergebnisse der 
strategischen Energieplanung (Maßnahme aus KölnKlimaAktiv2022) zeigen. Dies gilt analog 
für Nah- und Quartierswärmenetze im Bestand und Neubau. 
II.2. Der Netzausbau ist auf die Nutzung von Erneue rbaren Energien und Abwärme 
auszurichten. 
Dem Ausbau des Fern-, Nah- und Quartierswärmenetzes ist hohe Priorität beizumessen. Bei 
der Versorgung dieser Netze mit Wärme ist der Fokus auf die Nutzung Erneuerbarer Energien 
und Abwärme zu legen. 
Neue regenerative Nah- bzw. Quartierswärmenetze sin d unter Einbindung innovativer 
Technologien (z. B. Rheinwassernutzung, Kläranlagen , Abwasser, Erdwärme durch 
Wärmepumpen) zu schaffen. 
Umfassende Liegenschaftssanierungen und Neubaumaßna hmen im Wohn- und 
Gewerbebereich sind hier besonders geeignet. Wenn G ebäude saniert werden, sind sie 
gleichzeitig für geringere Vorlauftemperaturen vorzubereiten und umzurüsten. 
II.3. Die Energieeffizienz der aktuellen Fernwärmenetze ist zu steigern. 
Das aktuelle Fernwärmenetz der RheinEnergie ist dur ch weitere Flexibilisierung der 
Erzeugungsstandorte – auf Grund der zunehmenden fluktuierenden EE-Stromerzeugung – zu 
optimieren; hierzu sind Warmwasserspeicher – und P2H (power-to-heat) -Anlagen (inkl. Groß-
WP) –zu prüfen. Dies gilt auch für zukünftige Nahwärme-/Quartiernetze.

28 
 
(Hinweis: Für das Fernwärmenetz in Niehl besteht be reits ein Wasserspeicher,  in dem FW-
Netz Merheim ist dieser kurz vor der Beauftragung u nd im FW-Netz Merkenich ist dieser in 
konkreter Planung.) 
Das Temperaturniveau des Vorlaufs ist aus Effizienzgründen möglichst niedrig zu halten bzw. 
wenn möglich abzusenken. Insbesondere bei der Reali sierung von neuen Subnetzen ist ein 
vermindertes Temperaturniveau vorzusehen. 
II.4. Optimierung des Zusammenspiels zwischen Fernwärmenetz und Gebäuden 
Die Reduzierung von Vorlauftemperaturen im Zusammen hang mit Gebäudesanierungen 
ermöglicht erst die Absenkung des Fernwärmetemperat urniveaus und ist dementsprechend 
essenziell. 
Insbesondere in Bereichen mit starker Auslastung de s Fernwärmenetzes führt die Senkung 
des Wärmebedarfs angeschlossener Gebäude durch ener getische Sanierung zu einer 
Entlastung und ermöglicht den Anschluss weiterer Gebäude. 
 
III. Dezentrale Versorgung, Ersatz von Heizungen au f fossiler Basis 
III.1. Auslaufende Nutzung von Heizungen auf Heizöl-Basis  
Heizungssysteme auf Heizöl-Basis sind nicht das Zukunftsmodell und sind soweit möglich mit 
Systemen basierend auf erneuerbaren Energien und / oder Abwärme zu ersetzen. 
III.2. Erdgasheizungen sind nach und nach zu reduzieren und zu ersetzen 
Fossile Brennstoffe sind perspektivisch durch erneu erbare Energien zu ersetzen. Dazu 
gehören auch die Erdgasheizungen. Kurzfristig gilt dies insbesondere für nicht effiziente 
Anlagen (z. B. Gasetagenheizungen). 
III.3. Potenziale zur  Nutzung von Erneuerbaren Ene rgien sind vollumfänglich 
auszuschöpfen 
Das Stadtgebiet Köln bietet eine Vielzahl von energ etischen Potenzialen für die Nutzung 
Erneuerbarer Energien (z. B. Solarthermie, Photovol taik). Diese Potenziale können für die 
Wärmeversorgung von Heizung und Warmwasser durch Te chnologien, wie zum Beispiel 
Wärmepumpen (Sektorenkopplung) und Speicher genutzt werden. (Schnittstelle PG Energie)  
 
IV. Städtische Gebäude / Projekte 
IV.1. Für die städtischen Gebäude ist eine Strategi e inkl. Klimaschutzfahrplan für den 
klimaneutralen Gebäudebestand der Stadt Köln auf Gebäudeebene zu entwickeln.  
Die Energieeffizienz der städtischen Liegenschaften  ist vorbildlich in geeigneten 
Sanierungsschritten zu steigern.  
Der Restenergiebedarf ist mittelfristig durch eine 100%-ige Versorgung (Wärme und Kälte) mit 
erneuerbaren Energien und/ oder Abwärme zu decken. Eine Vielzahl der Liegenschaften wird 
über die Fernwärme versorgt. Eine Umsetzung ist nur  im Zusammenspiel mit den hierfür 
notwendigen Anpassungen bei den Versorgern möglich.  Neubauten und sonstige städtische 
Projekte sind entsprechend der Energieleitlinien an gelehnt an den Passivhausstandard zu 
realisieren. Die städtischen Gebäude übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion.

29 
 
IV.2. Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln 
Für die Gebäude (Neubau und Bestand) der Beteiligungsgesellschaften der Stadt Köln ist die 
Energieeffizienz zu steigern und eine Energieversor gung auf Basis von erneuerbaren 
Energien und / oder Abwärme anzustreben, analog zu den städtischen Gebäuden. 
 
V. Übergeordnete Aspekte  
V.1. Städtebauliche Aspekte - Verkehrserzeugung durch Städtebau und Gebäude 
Jedes Gebäude und jede städtebauliche Entwicklung e rzeugt Mobilitätsbedarfe, die 
klimaneutral zu entwickeln sind. Deren Ausmaß und U mweltverträglichkeit sind von 
grundlegenden Weichenstellungen in frühen Projektst adien abhängig und auf kommunaler 
Ebene entscheidend beeinflussbar. Gute Versorgung d urch ÖPNV sowie durch 
schienengebundenen Nahverkehr bei neuen Wohn- und G ewerbegebieten ist zu beachten 
bzw. obligatorisch zu planen und umzusetzen. Zur Vermeidung von neuer Versiegelung ist bei 
der Stadtentwicklung klimaschonende Nachverdichtung vorrangig, sowie die Umsetzung der 
Stadt der kurzen Wege (15-min Stadt) zu verfolgen. (Schnittstelle PG Mobilität und Logistik) 
V.2. Schaffung einer positiven Sanierungskultur / Bestand als Mehrwert 
Aufgrund der Notwendigkeit, den Verbrauch von Resso urcen zu reduzieren, ist der Bestand  
vorrangig zu qualifizieren, zu aktivieren und umzubauen.  
Verbrauch neuer, insbesondere fossiler, Ressourcen ist zu verteuern, damit die Ressource 
Gebäudebestand ihren Wert behält, wenn möglich steigert. Förderung der Bestandserhaltung, 
insbesondere auch mit Nutzungsänderung, ist in der Genehmigungspraxis zu erleichtern und 
zu begünstigen.  
V.3. Graue Energie/ Fossile vs. Nachwachsende Rohst offe - Ressourcenschonendes & 
kreislaufgerechtes Bauen 
Die Zielvorgabe klimaneutraler Projekte ist effizie nt mit dem Prinzip des 
»Ressourcenschonendes Bauen« zu erreichen, durch die Vermeidung fossiler Rohstoffe und 
durch die Verwendung und Förderung nachwachsender R ohstoffe sowie kreislauffähiger 
Bauteile (cradle-to-cradle). 
Die Ermittlung einer klimaneutralen CO²-Bilanz von Projekten ist als ein verpflichtender 
Bestandteil zur Umsetzung von Bauvorhaben aufzunehm en. Positive CO 
2-Bilanzen sind 
zugunsten der Auftraggeber*innen entsprechend zu begünstigen.  
V.4. Bildung & Leuchttürme 
Know-how und Leistungsfähigkeit im Bereich der komp lexen Thematik des klimaneutralen 
Bauens und Sanierens sind in der Stadtgesellschaft zu steigern. Bildung und Beratung sind, 
im Hinblick auf ganzheitliche Kompetenz zur Dekarbo nisierung unserer Gesellschaft, zu 
fördern.  
Leuchtturm- und Pilotprojekte, die viel fachliches und regulatorisches Know-how generieren 
und Herausforderungen deutlich machen, sind in groß em Maßstab unkompliziert zu 
ermöglichen und die daraus resultierenden Erkenntni sse stadtweit auszurollen. Regionale, 
überregionale und internationale Vernetzung sind zu fördern.

30 
 
V.5. Ökologische Mietrechtsreform 
Ein Mietrecht, das alle Akteure in die Verantwortun g für die Energieeffizienz des Mietobjekts 
einbindet, ist zu unterstützen.  
V.6. Strategische Allianzen in der Stadt nutzen 
Strategische Allianzen innerhalb der Kölner Akteure sind hinsichtlich Klimaschutz aufzubauen 
und der Ausbau neuer administrativer Strukturen opt imiert zu nutzen. Sie sind Vorbild und 
Hebel zur Erreichung der Klimaschutzziele für alle Sektoren. 
V.7. Zielkonflikte lösen 
Zielkonflikte bestehen in vielfältiger Weise und sind themenübergreifend zu identifizieren und 
zu bewerten. Diese Aufgabe ist aktiv zu behandeln und zu lösen. 
V.8. Ressourcen / Kosten 
Finanz- und Personalmittel sind unerlässlich und fü r die Erreichung der Strategien und Ziele 
der Energiewende bereitzustellen, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu verfolgen.  
VI. CO 2-Einsparung 
Aufgrund fehlender Datengrundlagen und noch nicht vorliegender Beispiel-Rechnungen zu 
THG-Einsparpotentialen konnte für die erstellten Strategien noch keine konkrete CO 2-
Einsparung berechnet und zugeordnet werden.  
4.5.3 Mitglieder der Projektgruppe Gebäude 
Die PG Gebäude setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:  
 Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen e.V . (köln ag), Vorstandsmitglied – 
Herr Uwe Seibel 
 Bund Deutscher Architekten (BDA) – Frau Ay şin Ipekci 
 Architektenkammer– Herr Erich Pössl 
 Beiratsmitglied Stiftung Energieeffizienz – Herr U we Neuhaus 
 EnergieAgentur.NRW, Leiter Themengebiet Wärme, Geb äude / Leiter Netzwerk 
Energieeffizientes und solares Bauen – Herr Andreas Gries (PG-Leitung) 
 RheinEnergie AG, Leiter Vertrieb Privat- und Gewer bekunden, Wohnungswirtschaft – Herr 
Harry Gersabeck 
 Scientists 4 Future Regionalgruppe Köln/Bonn – Fra u Gisela Renner  
 Stadt Köln, Dezernat V, Koordinationsstelle Klimas chutz – Frau Julia Egenolf  
 Stadt Köln, Dezernat V, Koordinationsstelle Klimas chutz – Herr Aldo Perez 
 Stadt Köln, Beigeordneter Dezernat VI / Stadtentwi cklung, Planen, Bauen und Wirtschaft 
– Herr Markus Greitemann,  
 Stadt Köln, Dezernat VI, Gebäudewirtschaft, Betrie bsmanagement - Herr Garrit Tim 
Nellessen 
 Stiftung Energieeffizienz, Vorstand - Herr Jörg Or tjohann  
 TH-Köln, Professorin für Green Building Engineerin g – Frau Prof. Dr. Michaela Lambertz 
(stv. PG-Leitung)

31 
 
4.5.4 Einordnung in den Gesamtzusammenhang  
Die Stadt Köln als Ballungszentrum und Metropole mi t z.T. altem Gebäudebestand und 
bestehenden Veedels-Strukturen, unterschiedlichsten Besitzverhältnissen und beschränkten 
Flächen für Neubauvorhaben befindet sich in einer S ituation, in der die Klimaneutralität der 
Gebäude nur beschränkt zentral geplant oder beeinfl usst werden kann. Für nachhaltige 
Sanierungen bestehen Anreize sowohl auf Bundes- und Landesebene als auch lokal mit dem 
städtischen Förderprogramm „Altbausanierung und Ene rgieeffizienz – klimafreundliches 
Wohnen“. Die Umsetzung von energetischer Sanierung,  die vielfach ökologisch und 
ökonomisch effizient ist, kann von Eigentümer*innen , –gemeinschaften oder –gesellschaften 
und auch der Stadt Köln vorangetrieben werden. Hier  bieten sich Kommunikation und 
Beratung zu nachhaltiger Stadtplanung und -entwickl ung, Sanierung und zu 
Fördermöglichkeiten an.  
4.5.5 Beispiele/Maßnahmen 
Beispiel 1: EU Projekt Celsius (Abwärme aus Kanalisation und Abläufe aus Kläranlagen) 
3 Schulen in Köln (Otto-Lilienthal-Realschule, Maxi milian-Kolbe-Gymnasium und Hölderlin-
Gymnasium) nutzen seit 2014 Abwärme aus Abwasser, u m die Wärme- und 
Wasserversorgung zu decken (EU Projekt Celsius). 
Sowohl die Abwärme aus der Kanalisation als auch die Abläufe von Kläranlagen bieten großes 
Potential für den Wärmebedarf Kölns. Die strategische Energieplanung (KölnKlimaAktiv 2022) 
kann dies aufzeigen. Bisher gibt es noch keine Pilo tanlagen in Köln, die Abwärme aus 
Abläufen nutzt.
17  
Beispiel 2: EU Projekt GrowSmarter 
 
Abbildung 8: Stegerwaldsiedlung - Projekt im Rahmen der 100 Klimaschutzsiedlungen NRW  (Copyright: 
EnergieAgentur NRW) 
Im Zuge der Sanierung der Stegerwaldsiedlung (Bauja hr 50-er - 60-er Jahre) wirkte sich die 
Umstellung von Gasversorgung auf Fernwärme in Kombi nation mit PV und Luft-Wasser 
Wärmepumpen für die neuen Heizungsanlagen in den 16  sanierten Gebäuden erheblich auf 
                                                
17  Weitere Informationen unter https://www.stadt-koeln.de/politik-und-
verwaltung/internationales/europaarbeit/celsius-combined-efficient-large-scale-integrated-
systems?schriftgroesse=gross  und https://www.smartcity-cologne.de/index.php/celsius.html

32 
 
die CO 2-Bilanz des Nachrüstungseingriffs aus. In Köln hat die Sanierung der 
Stegerwaldsiedlung im Zusammenhang mit dem EU Proje kt GrowSmarter 18  die gesamte 
Endenergie, die von der Nachbarschaft gekauft wurde, um 37% auf Jahresbasis reduziert, was 
einer Einsparung von 57% der CO 2-Emissionen entspricht. In absoluten Zahlen bedeutet diese 
Einsparung eine Vermeidung von 741 Tonnen CO 2-Ausstoß pro Jahr. 
Da Umweltwärme großes Potential bietet, könnte jedes energetisch sanierte Gebäude in Köln 
unter verschiedenen Voraussetzungen, wie z.B. ausre ichend Platz für den Einbau, Luft-
Wasser Wärmepumpen nutzen. 19  
Beispiel 3: Ganzheitliche Sanierung 
 
Abbildung 9: Köln-Riehl (Copyright: Ingenieurbüro Ortjohann, Köln ) 
Als Beispiel einer weiteren Sanierung wurden in Köln-Riehl 2001-2004 14 Mehrfamilienhäuser 
aus den Baujahren 1926 - 1928 saniert. Die Hälfte dieser Wohnungen wurde vorher noch mit 
Strom oder festen Brennstoffen beheizt. Im Zuge der  Sanierung wurden, wie auch in der 
Stegerwaldsiedlung, neue Dachgeschosswohnungen erst ellt. Die Kombination aus 
energetischer Sanierung, Einbau von Gas-Zentralheiz ungen (Brennwerttechnik) mit 
Warmwasserbereitung und der Einbau von Solaranlagen brachten den Heizwärmebedarf von 
175 kWh/m²a auf 47 kWh/m²a und die CO 2-Emissionen von ca. 50 kg/m²a auf 12 kg/m²a 
(2005). Die Wärmeverbrauchswerte waren um ca. 70% g esunken. Die durch die 
Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser entstehen den CO 2-Emissionen wurden um 
ca. 75% gemindert. 20  
Projekte wie Bsp. 2 & 3 zeigen das Potential von in tegrierter Betrachtungsweise und tragen 
zur Erhöhung der Sanierungsrate bei, welche für Köln erheblich gesteigert werden sollte.  
                                                
18  Im Jahr 2014 wurde Köln erste deutsche Leuchtturmstadt im Horizon 2020 EU-Projekt  GrowSmarter (2015-19). 
Hier wurden Smart-City-Lösungen in den Bereichen Ener gie, Infrastruktur und Verkehr umgesetzt und anderen  
Städten wertvolle Erkenntnisse darüber geliefert, wie  die Lösungen in der Praxis funktionieren. Das Projek t 
umfasste drei Lighthouse-Städte, Stockholm, Köln und Barcelona, sowie fünf Follower-Städte, Valletta, Suceav a, 
Porto, Cork und Graz. 
19  https://grow-smarter.eu/home/   
20  https://www.erbbauverein.de/assets/483

33 
 
4.6  Projektgruppe Industrie 
Die PG Industrie thematisiert die Bereiche Strom-, Kälte- und Wärmeversorgung der Industrie 
in Köln. Außerdem beschäftigt sie sich mit Möglichk eiten der Energieeinsparung, 
Energieeffizienz, dem Ausbau der erneuerbaren Energien sowie mit Mobilitätsthemen.  
4.6.1 Besonderheiten der Projektgruppe 
Die Industrie in Köln ist charakterisiert durch ihr e Vielfalt und den innovativen Branchenmix. 
Die Region Köln ist eine der größten und traditionsreichsten Industrieregionen in Deutschland. 
Zahlreiche Unternehmen aus den Teilbranchen Automobile, Chemie, Maschinenbau, Energie- 
und Umweltwirtschaft sind hier ansässig. Großunternehmen und hoch produktiver Mittelstand, 
diese Mischung macht die Stärke des Wirtschaftsstandortes aus.  
Das breite Spektrum international aufgestellter Kon zerne und weltweit erfolgreicher 
Mittelstandsunternehmen spiegelt sich auch in der P rojektgruppe und ihren Besonderheiten 
wider. Die Unternehmen der PG Mitglieder agieren ei genständig, wirtschaftlich, global und 
haben zum großen Teil eigene Roadmaps zur Erreichung ihrer individuellen Klimaschutzziele. 
Zudem sind sie teilweise bereits vom Europäischen E missionshandel (EU-ETS) erfasst. Die 
Projektgruppenmitglieder sehen sich als Botschafter  eines notwendigen Wandels für Köln. 
Diese Ausgangslage stellt eine Besonderheit dieser Projektgruppe dar. 
Bei der Formulierung der Ziele für den Sektor Industrie orientierte sich die Projektgruppe auch 
an den Nachhaltigkeitszielen der Unternehmen der PG Mitglieder. Auf Basis der von den PG-
Mitgliedern definierten Maßnahmen werden diese als Ziele zusammengefasst sowie Lücken 
identifiziert und Rahmenbedingungen definiert, die aus Sicht der PG zur Zielerreichung 
notwendig sind. 
Die Projektgruppe betrachtet bei ihrer Arbeit nicht nur die THG-Emissionen der Branchen und 
Unternehmen, sondern auch deren Produkte und ihren Beitrag zum Klimaschutz. Hierbei 
werden auch die vielfachen Schnittstellen zu andere n Projektgruppen wie beispielsweise mit 
den Projektgruppen Energie, Gebäude sowie Mobilität und Logistik deutlich.  
Zudem wird der Aufbau von lokalen Kooperationen  und gemeinsamen Projekten entlang der 
Wertschöpfungs- und Lieferketten einer der wesentlichen Schwerpunkte sein. 
 
4.6.2 Ziele und CO 2-Einsparung 
Die PG Industrie hat folgende Ziele bzw. Maßnahmen zur Zielerreichung formuliert:  
I. Energieeffizienz 
I.1. Kontinuierliche Verbesserung der spezifischen Energieeffizienz  (bspw. gemäß ISO 
50001, ISO 14001, etc.) 
II. Energiebezug 
II.1. Verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien , zusätzlich zum lokalen Strommix (bspw. 
werkseigene PV-Anlage, PPA mit Offshore-Wind-Anbieter, Ökostrombezug) 
II.2. Investitionen in neue CO 2-arme Erzeugungstechnologien  (bspw. Ersatz eines Öl- 
durch ein Gaskraftwerk, Umstellung der Wasserstoffe rzeugung auf Biogas bzw. 
Strom, Wasserstoffgewinnung durch Pyrolyse von Abfällen). 
II.3. Verstärkter Einsatz von CO 2-armen Wasserstoff  als Energieträger 
II.4. Verknüpfung/enger Austausch mit PG Energie

34 
 
III. Prozesse  
III.1. Reduzierung von Prozessemissionen durch  Technologiewechsel  (bspw. 
Elektrifizierung, Reduzierung Schweröleinsatze zu G unsten von Erdgas) oder 
Prozessoptimierung (Kalttest statt Hottest zur Kraftstoffreduktion). 
III.2. Investition in neue Prozesse zur Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren 
Energien  (bspw. Refhyne). 
III.3. Reduzierung der Transport-/ Logistikemissionen  (bspw. von Straße auf 
Schiene/Rhein). 
III.4. Verknüpfung/enger Austausch mit PG Mobilität/Logistik 
IV. Kreislaufwirtschaft  
IV.1. Steigerung der Kohlenstoffproduktivität  (bspw. Nutzung von Brennstoffen oder CO 2 
als Einsatzprodukt für die Chemieproduktion). 
IV.2. Stärkung der Kreislaufwirtschaft  (bspw. Verwendung von Umlaufverpackungen, 
Wassereinsparprogramme, Reduzierung der Fackeltätigkeit) 
IV.3. Gemeinsame Projekte / lokale Kooperation  entlang der Wertschöpfungskette  
(bspw. chemisches Recycling) 
V. Produkte  
V.1. Entwicklung und Herstellung von innovativen und CO 2 reduzierenden Produkten 
(bspw. synthetische Kraftstoffe, Herstellung von Hy brid- und Elektrofahrzeugen, 
Entwicklung und Produktion alternativer Antriebe (E lektro und Wasserstoff), 
Dämmmaterial, effizientere Pumpen). 
V.2. Entwicklung von Mobilitätskonzepten  
VI. CO 2-Senken 
VI.1. Natürliche Senken  sollen genutzt und aufgebaut werden. 
VI.2. Nutzung/Speicherung von CO 2 (bspw. in Produkten wie Weichschäumen) (CCUS). 
VII. Abgrenzung der CO 2-Emissionen  
Um eine Abschätzung über konkrete THG-Minderungsziele geben zu können, wird auch in der 
PG Industrie die für 2021 geplante externe wissenschaftliche Begleitung benötigt (vgl. Kapitel 
5 ). Insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierungsgrenzen gibt es Klärungsbedarf. Dies betrifft 
insbesondere:  
• Bilanzierung Sektor Energie : Für die zumeist energieintensiven Unternehmen ste llt der 
Energiebezug einen wichtigen Hebel zur Reduzierung von THG-Emissionen dar, 
insbesondere weil das Potential für weitere Effizie nzsteigerungen, bspw. in 
Produktionsprozessen, weitgehend ausgeschöpft ist o der Investitionen in neue 
Industrieprozesse (z.B. Elektrifizierung) zu einem zusätzlichen Strombedarf führen. 
Werden bspw. THG-Emissionsmindernde Strombezugsprojekte (bspw. PPA mit Offshore-
Windpark) nicht bei der Bilanzierung im Industriese ktor berücksichtigt, ist der Beitrag der 
PG Industrie stark beschränkt. Daher zählen auch de r Bezug von Grünstrom oder die 
Energieträgerwahl (bspw. Wasserstoff) zu den Zielen der PG Industrie.  
• Bilanzierung Sektor Mobilität und Logistik: Wie werden logistikbedingte THG-
Emissionsreduktionen, die durch die Unternehmen der  PG Industrie initiiert und den 
entsprechenden Unternehmen Mehrkosten verursachen ( bspw. Investitionen in neue 
Flottenfahrzeuge, Anforderungen an Logistikunterneh men für THG-freie Anlieferungen) 
bilanziert?

35 
 
• Räumliche Bilanzierung Betriebe: Die in der PG Industrie beteiligten Unternehmen 
betreiben Betriebe, die teilweise dem Stadtgebiet der Stadt Köln, teilweise Nachbarstädten 
zugeordnet sind. Maßnahmen, die in den Betrieben du rchgeführt werden, können nicht 
trennscharf dem Stadtgebiet zugeordnet werden, bzw.  es besteht ein nicht messbarer 
Austausch zwischen den Stadtgebieten (z.B. Investit ion in einem Teil des Betriebs am 
Standort A, außerhalb der Stadt Köln, liefert CO 2-arme Energie/Produkte zu einem Teil des 
Betriebs, der der Stadt Köln angehört und umgekehrt).  
• Räumliche Bilanzierung innovative Produkte : Werden bspw. innovative Produkte, die 
in Betrieben auf dem Gebiet der Stadt Köln hergeste llt werden, positiv auf die THG-
Minderungsbilanz der PG Industrie angerechnet, auch  wenn sie außerhalb der Köllner 
Stadtgrenzen THG-Emissionen einsparen (bspw. synthe tische Kraftstoffe, 
Dämmmaterialien für Gebäude, CO 2-freie Verbrennungsmotoren, etc.)?  
 
Die in der PG Industrie beteiligten Unternehmen erf assen ihre Treibhausgasemissionen 
teilweise bereits heute, allerdings für Bilanzierun gsräume, die nicht den Stadtgrenzen der 
Stadt Köln entsprechen oder auf dieser umzurechnen sind. Um Abschätzungen über die 
Einsparpotentiale der festgelegten Maßnahmen treffe n zu können, ist eine aktuelle und 
einheitliche Datengrundlage notwendig.  
 
4.6.3 Mitglieder der Projektgruppe Industrie 
Die PG Industrie setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: 
 Covestro, Global Energy Excellence Manager - Herr Andreas Dörfer 
 Deutz AG, Senior Vice President Quality, Safety, H ealth and Environment - Herr Bernd 
Flashar 
 Energiewirtschaftliches Institut an der Universitä t zu Köln (EWI), Manager und Leiter 
Gasmärkte - Herr Dr. Simon Schulte (PG-Leitung) 
 Ford-Werke-GmbH, Manager Environmental Quality Off ice - Herr Andreas Reiss 
 Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln, stv. Haup tgeschäftsführer, 
Geschäftsbereich Standortpolitik - Herr Dr. Ulrich Soénius  
 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH, Leitmärkt e & Innovation - Herr Max Thien 
 Lanxess, Political Relations Germany, Corporate Co mmunications - Frau Dr. Silke 
Jansen (stv. PG-Leitung) 
 Leybold GmbH, General Manager, Product Company Col ogne – Herr Axel Guddas 
 Shell Rheinland, Leiter Entwicklung und Technologi e der Rheinland Raffinerie - Herr 
Dr. Jörg Dehmel 
 Stadt Köln, Dezernat V: Soziales, Umwelt, Gesundhe it und Wohnen, 
Koordinationsstelle Klimaschutz – Frau Dr. Minh-Chau Tran 
4.6.4 Einordnung in den Gesamtzusammenhang  
Wirtschaftlicher Wandel und die Transformation der Industrie tragen beispielsweise durch 
Innovationen, Effizienzsteigerungen und Technologie n oftmals positiv zum Klimaschutz bei. 
Die Entwicklung und Vermarktung innovativer und kli maschonender Prozesse und Produkte, 
auch über die Stadtgrenzen Kölns hinaus, oder die S ubstitution von Geschäftsreisen durch 
Videokonferenzen sind nur einige Beispiele für den industriellen Wandel zu mehr 
Nachhaltigkeit. Köln als attraktive Metropole biete t das Potential als Standort für weitere 
moderne und kreative Unternehmen attraktiv zu sein,  weil hier auch eine Lebensumgebung 
angeboten wird, die Gründer und Professionals solch er Unternehmen bevorzugen. Die

36 
 
Anwesenheit von internationalen Benchmarks für Nach haltigkeit in der Region Köln kann 
zudem eine Sogwirkung entfalten. Die Ansiedlung von nachhaltiger Industrie kann zudem mit 
weiteren Anreizen versehen werden.  
Die Anwesenheit der Automobilindustrie in Köln kann  angesichts der bevorstehenden 
Entwicklung und einer zu erwartenden Abkehr von einem auf fossilen Kraftstoffen basierenden 
Individualverkehr als Chance gesehen werden, die au ch die Ansiedlung für weitere 
Unternehmen mit Innovativen Verkehrslösungen attraktiv macht.   
4.6.5 Beispiele/Maßnahmen 
Beispiel 1: Shell - Kraftwerksneubau in Köln-Godorf 
Wo auf dem Gelände des Shell Energy and Chemicals Parks Rheinland einst 70 Meter hohe 
Kühltürme von 1958 in den Himmel ragten, wird voraussichtlich Ende des Jahres 2021 ein 
neues Kraftwerk den Betrieb aufnehmen. Mit dem Bau und der Umstellung von Schweröl- 
auf Gasbefeuerung reduziert der Park die CO 2-Emissionen des Standorts um jährlich mehr 
als 100.000 Tonnen und damit 20 % der Kraftwerks-Emissionen.  
Für die Rohölverarbeitung, die chemischen Anlagen und zur Beheizung benötigt das Werk 
große Mengen an Dampf. Dieser muss in verschiedenen Druckstufen und Temperaturen 
verfügbar sein. Über mehrere Dampfturbinen wird außerdem Strom erzeugt , mit dem der 
Godorfer Werksteil versorgt werden kann. Eine externe Beschaffung solcher Mengen Dampf 
wäre unwirtschaftlich und mit großen Energieverlusten beim Transport verbunden. Eine 
entscheidende Verbesserung ist die Leistung der drei geplanten Gaskessel: Pro Kessel 
werden künftig 150 Tonnen Dampf pro Stunde  erzeugt.  
Shell kann demnach mit weniger Energieeinsatz mehr Energie erzeugen als bisher. Durch 
den Wechsel von Öl- auf Gasbefeuerung werden die Emissionen drastisch sinken , 
während der Wirkungsgrad steigt. Künftig wird auch der Aufbau von Energieeffizienz-
Netzwerken dazu beitragen, in den Anlagen Energie zu sparen und die Umweltbilanz weiter 
zu verbessern.  
 
 
Abbildung 10: Kraftwerksneubau zur Dampf und Energieerzeugung im Shell Energy and Chemicals Park 
Rheinland (Copyright: Shell)

37 
 
Beispiel 2: Deutz AG – Umbau Beleuchtung im Montagewerk 
Im Zuge der kontinuierlichen Marktbeobachtung nach innovativen Technologien zur 
Energieeffizienzsteigerung wurde die Technologie der intelligenten LED-Technik fokussiert. 
Die neue Technologie soll das in P40/41(Montagewerk) vorliegende Konzept ersetzen: 408 
konventionellen Hallenstrahler (HQI-Leuchten) vs. 408 LED Panels mit intelligenter 
Steuerung. 
Zusätzlich kann mit einer Verbesserung der Lichtqualität von 100 Lux im Durchschnitt 
gerechnet werden; vorliegende Anforderungen aus den Bereichen Arbeitssicherheit und 
Qualität können als Synergieeffekt erfüllt werden. 
Zu erwartende Einsparungen: 
Jährliche Stromeinsparung: 670 MWh/a 
Jährliche CO 
2-Einsparung:  300 t/a 
 
Beispiel 3: Deutz AG – Installation einer Photovoltaikanlage 
Steigende Energiekosten und Klimaschutz sind Gründe für den Einsatz von erneuerbaren 
Energien auch in den DEUTZ AG Werken. Eine vielversprechende Technologie ist die 
Photovoltaik – die Umwandlung von Solarenergie in elektrischen Strom. Die Vorteile sind 
klar: wartungsarm, emissionslos und hohe Standzeiten von ca. 30 Jahren.  
Die DEUTZ AG hat alleine im Werk Porz ca. 14.000 m² freie Dachflächen, welche potenziell 
nutzbar für PV sind (mögliche installierbare PV-Leistung:~2.300 kWp, mögliche jährliche 
Stromerzeugung:~ 2 GWh/a). Aufgrund der großen freien Dachfläche und der Nähe zu 
möglichen Einspeisepunkten wurde das Gebäude P041 (Montagewerk) gewählt. Geplant ist 
zunächst eine PV-Anlage mit einer Leistung von 351 kWp, welche in Zukunft auch 
problemlos erweiterbar ist 
Einspeisepunkt: Trafostation 4 in Geb. P040 
Zu erwartende Einsparungen: 
Jährliche Stromerzeugung: 310 MWh/a 
Jährliche CO 
2-Einsparung:  140 t/a

38 
 
4.7 Projektgruppe Mobilität und Logistik 
Die Projektgruppe Mobilität und Logistik beschäftig t sich mit den verschiedenen 
Mobilitätsformen, wie ÖPNV, MIV, Rad- und Fußverkeh r, Flugverkehr sowie vernetzter 
Mobilität. 
4.7.1 Besonderheiten der Projektgruppe 
Der Mobilitätsbereich steht vor einer Vielzahl von großen Herausforderungen, nicht nur in einer 
wachsenden Großstadt wie Köln. Verschiedene Bedürfnisse, Strategien und Schwerpunkte für 
die nächsten Jahre festzulegen gehört zu den zentra len und zugleich herausfordernden 
Aufgaben. Strategien und Konzepte (wie Köln mobil 2 025 und der GreenCityMasterplan) 
werden entwickelt und Maßnahmen umgesetzt, um die Mobilität in Köln zukunftsfähig, sicher 
und klimafreundlich zu gestalten.  
Bestehende Strategiedokumente im Bereich Mobilität waren auch der Grundstein für die von 
der Projektgruppe Mobilität und Logistik formuliert en Ziele. Durch Priorisierung und 
Konkretisierung von Maßnahmen und bestehenden Ziels etzungen entstanden die folgenden 
Zielformulierungen.  
Die PG ist sich darüber einig, dass alle benannten Ziele wichtig sind und umgesetzt werden 
müssen. Sie empfiehlt zudem, dass eine Priorisierun g nicht ausschließlich anhand der 
Klimaschutz-Bedeutung in Tonnen THG-Einsparung erfolgen sollte. Vielmehr ist eine zeitliche 
Priorisierung („Welche Maßnahmen müssen heute anges toßen werden?“) notwendig. Eine 
ausgewogene Mischung aus push & pull-Maßnahmen unte r Aufrechterhaltung der Mobilität 
wird als Schlüssel gesehen. Hierbei wird aufgrund d er vielfältigen Schnittstellen auch eine 
Abstimmung mit anderen Projektgruppen, wie den PGn Energie, Industrie und Gebäude, 
erfolgen. 
4.7.2 Ziele und CO 
2-Einsparung 
I. Allgemeine Maßnahmen 
I.1. Weiterentwicklung des Modal Splits  zugunsten des Umweltverbundes. Dabei soll der 
Anteil des Umweltverbundes bis 2030 70% und 2040 mindestens 75% betragen. 
I.2. Die Umsetzung der Maßnahmen des Green City Masterplan s (GCM) soll 2030 
abgeschlossen sein 
I.3. Mittels einer Kommunikationsstrategie  und deren kontinuierlicher Umsetzung soll 
die Mobilitätswende schrittweise umgesetzt werden. Der Entwurf eines Zukunftsbilds 
manifestiert die gewünschte Veränderung, wie beispielsweise das vom Zukunftsnetz 
Mobilität NRW formulierte Zukunftsbild.  
I.4. Als Teil der integrierten Verkehrsplanung  (Betrachtung innerhalb des Sustainable 
Urban Mobility Plans (SUMP)) sollen bis 2030 allgem eine Maßnahmen 
abgeschlossen sein. Ein kontinuierliches zielgruppe n- und standortbezogenes 
Mobilitätsmanagement soll als kommunale Aufgabe ins titutionalisiert werden. Dabei 
soll viel Mobilität mit wenig Verkehr realisiert we rden. Auch das Betriebliche 
Mobilitätsmanagement wird in den Unternehmen der Stadt implementiert.  
I.5. Der Ausbau von Mobilstationen  soll vorangetrieben werden und gemäß dem 
NVR-Konzept bis 2030 rund 100 Mobilstationen und einzelne 
Quartiersmobilstationen umfassen. Bis 2040 soll ein flächenhaftes System an 
Mobilstationen realisiert sein. 
I.6. Regionale Kooperationen werden intensiviert.  Die bisherige Zusammenarbeit im 
Rahmen des regionalen Mobilitätsmanagements über de n NVR / das Zukunftsnetz 
Mobilität NRW gilt es zu stärken.

39 
 
I.7. Einsatz von emissionsarmen Baumaschinen per Ve rgabeverfahren. Bis 2030 ist 
hierfür ein Förderinstrument fest etabliert. 
 
II. ÖPNV:  
II.1. Die beschleunigte Umsetzung und Fortschreibung der ÖPNV-Roadmap  ist bis 
2030 abgeschlossen. 
II.2. Erweiterung des ÖPNV-Ausbau in Gewerbegebieten . Ein starkes ÖPNV-Angebot 
umfasst insbesondere auch die Gewerbe- und Industri egebiete, da mehr als 20 
Prozent aller Wege Pendelverkehre sind und insbeson dere bei Einpendelnden der 
MIV-Anteil noch überdurchschnittlich hoch ist. Mögliche Teilmaßnahmen sind: 
II.2.1. Binnen-ÖPNV in größeren Gewerbegebieten (id ealerweise automatisiert) 
verbessern 
II.2.2. „Überbetriebliches Mobilitätsmanagement“ fördern 
II.2.3. Weitere Einbeziehung privater Dienstleister  in den ÖPNV (Carsharing, 
Bikesharing, OnDemand, …) 
II.3. Die Jobticket-Konditionen werden verbessert u nd bis 2030 auch für geringere 
Abnahmequoten zugänglich gemacht.  
II.4. Förderung von EcoTaxis, so dass der Anteil 20 30 rund 70% und 2040 dann 100% 
beträgt. (Eine Zertifizierung der Taxis als EcoTaxis ist durch den ADAC möglich. 
III. Radverkehr: 
III.1. Die Umsetzung der Radverkehrskonzepte in den Bezirken ist 2030 abgeschlossen 
III.2. Ausbau der Radwege in den Gewerbegebieten  
IV. Fußverkehr: 
IV.1. Stärkung des Fußverkehrs bspw. durch Barriere freiheit auf Gehwegen. 
IV.2. Ausbau der Fußgängerwege in den Gewerbegebiet en. Auch für eine Anbindung an 
den ÖPNV. 
V. Motorisierter Individualverkehr:   
V.1. Steigerung der Anzahl von E-Fahrzeugen (auch Brenns toffzelle). Wenn angestrebt 
werden soll, die in zahlreichen Studien 21  geforderte, hohe Elektrifizierungsquote zu 
erreichen, müssten regulative Maßnahmen ergriffen w erden, für die bislang die 
gesetzliche Grundlage fehlt (z. B. ab 2025 keine Zulassung mehr von Fahrzeugen mit 
mehr als 95 g CO 2 pro km. Ab 2030 nur noch Zulassung emissionsfreier Fahrzeuge). 
Für das Handwerk gelten folgende Ziele: 
Fahrzeugklasse:  Anteil der Verbrenner 
bis 2030 
 
Anteil der Verbrenner 
bis 2040 
 
Pkw  75 %  25 %  
Nfz bis 2,8 t  80 %  60 %  
Nfz 2,8-3,5 t  90 %  85 %  
Nfz > 3,5 t  100 %  98 %  
V.2. Ausbau der E-Ladeinfrastruktur bis 2030 auf 3.200 L adepunkte und bis 2040 auf 
12.800 Ladepunkte  (entsprechend der Empfehlung aus bundesweiten Studien).  
                                                
21  Vgl. z.B. Prognos, Öko-Institut, Wuppertal-Institut (2020): Klimaneutrales Deutschland. Studie im Auftrag von 
Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und Stiftung Klimaneutralität S.12.

40 
 
V.3. Preissteigerung im Parkraummanagement mit Kopp elung an Inflation und ÖPNV-
Ticketpreis 
V.4. Im Rahmen des Parkraummanagements soll die Anz ahl von Quartiersgaragen in 
Neubaugebieten gesteigert werden 
V.5. Im Rahmen des Parkraummanagements soll eine jä hrliche Reduktion der PKW-
Stellplätze im öffentlichen Raum um 5% und bis 2030 verpflichtend erreicht werden. 
V.6. Im Rahmen des Parkraummanagements soll die För derung von Smart Parking bis 
2030 auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden , um Parksuchverkehr zu 
vermeiden. 
V.7. Im Rahmen des Parkraummanagements Errichtung e ines Mobilitäts-Hubs auf den 
Parkflächen der Koelnmesse zur Nutzung außerhalb de r Messezeiten. Ziel ist die 
Entlastung des innerstädtischen Verkehrs für Berufspendelnde und Besuchende der 
Stadt Köln. Bis 2030 sollen ca. 5.000 Stellplätze z ur Verfügung gestellt werden. 
Zudem soll ein Logistik-Hub mit Anbindung umweltfre undlicher Verkehrsmittel 
Richtung Innenstadt entstehen 
V.8. Bis 2030 sollen in einem Modellversuch „Verkehrsspa rende Raumstrukturen / 
Einrichtung von Superblocks“ auf dem Weg zur autoarmen Innenstadt möglichst inkl. 
Anbindung an die Ost-West-Achse für den MIV am Neum arkt erprobt werden. Bis 
2040 sollen weitere einzelne Superblocks umgesetzt werden.  
 
VI. Szenarienuntersuchung (Explorative Studien)  
VI.1. Das Szenario „ Flächendeckend Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit “ bis 2030 
wird für das gesamte Stadtgebiet untersucht. 
VI.2. Die Umverteilung des Straßenraums  bei allen Straßen mit zwei MIV-Spuren pro 
Richtung soll untersucht werden. Ziel wäre eine Fah rspur für den MIV sowie eine 
Fahrspur für die Verkehrsmittel des Umweltverbundes bereitzustellen. 
VI.3. Untersuchung für die Einführung einer City-Maut, um bis 2030 eine autoarme 
Innenstadt (Ausnahmen für Busse, Taxis, Geschäfts-,  Liefer- und 
Baustellenverkehr) zu erhalten. Bis 2040 sollte die  City-Maut auf das gesamte 
Stadtgebiet ausgeweitet werden. Aus einer City-Maut generiete Einnahmen können 
beispielsweise dem Ausbau der Nahmobilität und des ÖPNV zur Verfügung gestellt 
werden.  
VI.4. Untersuchung über die Konsequenzen eines Verzichts auf bereits geplante 
Verkehrsinfrastrukturvorhaben : 
- Kein Ausbau der Kreuzung Luxemburger Straße / Militärring 
- Kein Bau der im Kölner Süden geplanten Rheinquerung (A555/A59) 
 
VII. Logistik 
VII.1. Betrieb von Speditions-LKWs und Flurförderfahrzeugen auf Kölner  
Stadtgebiet auf der Basis (grünen) Wasserstoffs.  Bis 2030 Betrieb von 20 
LKWs und zwölf Flurförderfahrzeugen (sog. Reachstac ker) in Kölner Häfen. Bis 
2040 Betrieb von 100 LKWs und 14 Flurförderfahrzeug en (sog. Reachstacker) in 
Kölner Häfen (Annahme: Wachstum um zwei weitere Rea chstacker wird durch 
Ausweitung der Terminalflächen in Köln ermöglicht.) 
VII.2. 100% Umrüstung der Staplerflotte  des Logistikpartners der Kölnmesse auf 
Brennstoffzellen/Wasserstoff-Antrieb bis 2030, sukz essive Umrüstung von 80% 
der Staplerflotte bis ca. 2025.

41 
 
VII.3. Betrieb von fünf innerstädtischen Güterverteilzentren (sog. City Hub s ) bis 
2030 und von 20 City Hubs bis 2040. Um das ambition ierte Ziel zu erreichen, 
müssen Fördermittel für den Aufbau der ersten Verteilzentren bereitgestellt sowie 
die Verfügbarkeit entsprechender Flächen in Köln sichergestellt werden. Bei nicht 
gegebener wirtschaftlicher Tragfähigkeit eines City  Hubs ist ein Verlustausgleich 
zwingend notwendig (bei gleichzeitig angenommener R eduktion von CO 2 und 
Verkehrsstaus). 
VII.4. Einrichtung eines Logistik-Hubs  über den Logistikpartner der Kölnmesse. Bis 
2030 Abwicklung von 90% der teilbeladenen LKW über Köln-Niehl und Einsatz 
wasserstoffbetriebener LKWs zur Anlieferung der Koe lnmesse. Abwicklung der 
teilbeladenen LKW-Anlieferungen für Messen über den  Logistik-Hub. Dortige 
Umladung zur Reduzierung der Fahrten zur Koelnmesse . Perspektivisch: 
Anlieferung dieser umgeladenen Güter über Wassersto ff-
/Brennstoffzellenbetriebene LKW. 
VII.5. Ausbau von 20 Mikro-Hubs  bis 2030 und 40 Mikro-Hubs bis 2040. 
Anbieterneutrale Mikrohubs mit 2 – 3 km Auslieferra dius für die verschiedenen 
Marktteilnehmer der KEP-Branche 
VII.6. Weitere Verlagerung von Container- und Trailertransporten v on der Straße 
auf die Schiene.  Um das Ziel zu erreichen, müssen Flächen zum Aufba u 
entsprechender Terminals zum Warenumschlag und der Verlagerung von der 
Straße auf die Schiene bereitgestellt werden. Außer dem ist eine politische 
Unterstützung im Hinblick auf die Genehmigung solch er Umschlag-Terminals 
unverzichtbar.  
VII.7. Verbesserung der Nutzbarkeit von Lade- und Lieferzonen  (orientiert am 
tatsächlichen Bedarf der Unternehmen). Bis 2025: er ste Umsetzung aus 
Ladezonen-Konzept.  
VII.8. Lösungen für Stückguttransporte  entwickeln. Bis 2025 Schaffung der 
Datengrundlage, um abschätzen zu können, welche War enströme derzeit durch 
die Stadt Köln verlaufen, um auf dieser Grundlage e inen strukturierten Ansatz 
entwickeln zu können und bis 2030 ein Pilotprojekt umzusetzen. Ziel ist eine 
ordnungspolitisch sauber aufgestellte Lösung ohne z wangsweise Eingriffe in den 
Markt. 
 
VIII. CO 2-Einsparung 
Eine Quantifizierung des Klimaschutzbeitrages unter  Abschätzung der THG-Emissionen ist 
beim überwiegenden Teil der (tlw. kleinteiligen) Zi ele und Maßnahmen derzeit nicht seriös 
darstellbar. Das Mobilitätsverhalten ist eine schwe r abschätzbare Größe. Daher soll die 
Berechnung der THG-Einsparung von einem qualifizierten Fachbüro übernommen werden.  
 
4.7.3 Mitglieder der Projektgruppe Mobilität und Lo gistik 
Die PG Mobilität und Logistik setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:  
 ADAC Nordrhein e.V., Leiter des Fachbereichs Verke hr und Umwelt – Herr Prof. Dr. 
Roman Suthold (stv. PG-Leitung) 
 Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) e.V. – H err Christoph Schmidt 
 Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) AG –  Herr Kai F elix Gülden 
 Handwerkskammer (HWK) – Herr Ulrich Fesser 
 Industrie- und Handelskammer (IHK) – Herr Frederik  Hupperts  
 Kölnmesse GmbH – Herr Dr. Georg Klumpe

42 
 
 Nahverkehr Rheinland (NVR), Mobilitätsmanagement –  Herr Theo Jansen 
 Stadt Köln, Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklu ng – Herr Christian Dörkes  
 Stadt Köln, Amt für Verkehrsmanagement – Herr Patr ic Stieler 
 Stadt Köln, Beigeordnete für Mobilität und Liegens chaften – Frau Andrea Blome (PG-
Leitung) 
 ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bez irksgeschäftsführer – Herr Daniel 
Kolle 
 Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) e.V. –  Herr Raimund Jünger 
 Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. – Herr Ralph H erbertz 
4.7.4 Einordnung in den Gesamtzusammenhang  
International ist vom bevorstehenden Ende des kohle nstoffbasierten motorisierten 
Individualverkehrs auszugehen. Technologisch bedeut et die Verlagerung des motorisierten 
Individualverkehrs von Verbrennungs- auf Elektromot oren eine Verschiebung der THG-
Problematik vom Verkehr auf die Energieerzeugung. G leichzeitig zeigt der internationale 
Vergleich die Möglichkeiten auf, die Städte im Hinblick auf eine Verkehrswende haben. In den 
Niederlanden ist die Verkehrswende schon in den 80e r Jahren eingeleitet worden, was auch 
zu einer Vergrößerung der Lebensräume von Individue n beigetragen hat. Kopenhagen und 
Oslo sind weit vorangeschritten mit Ihren Zielen, den Anteil der Verbrennungsmotoren in den 
Stadtgebieten zu reduzieren und Paris strebt einen Stadt-Strukturwandel an, in dem Menschen 
Mobilität und Raum gegeben wird. Köln bietet im int ernationalen Vergleich klimatisch und 
geografisch gute Möglichkeiten, Menschen Mobilität ohne Automobile zu geben. Köln ist flach, 
kompakt, klimatisch mild und relativ niederschlagsa rm, was gute Voraussetzungen für nicht-
motorisierten Individualverkehr bietet. Die Veedels struktur verstärkt die Möglichkeiten der 
klimaneutralen Mobilität. 
4.7.5 Beispiele/Maßnahmen 
Superblocks 
Die „Superblocks“ zeichnen sich dadurch aus, dass Bewohner*innen nicht mehr als 250 Meter 
zum nächsten ÖPNV-Haltepunkt laufen müssen. Innerha lb eines zu einem „Superblock“ 
zusammengefassten Gebiets soll der MIV durch verkeh rsberuhigende Maßnahmen (modale 
Filter, Einbahnstraßen, Wegnahme von öffentlichen P arkplätzen etc.) zugunsten der 
Nahmobilität benachteiligt werden. Planungsgrundsatz ist zudem die „Stadt der kurzen Wege“ 
mit nutzungsgemischten und kompakten Standortstrukt uren auf kommunaler und regionaler 
Ebene, „15-Minuten-Stadt“ nach Pariser Vorbild. Die  „15-Minuten-Stadt“ nimmt die 
Bewohner*innen einer Stadt als den Ausgangspunkt der Planung. Diese sollen innerhalb von 
15 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad sämtliche alltäg lichen Wegeziele (Arbeit, Einkauf und 
sonstige Daseinsvorsorge, Freizeit, Bildung etc.) erreichen.

43 
 
 
4.8 Projektgruppe Kommunikation und Partizipation 
Die Projektgruppe Kommunikation und Partizipation arbeitet als Querschnittsprojektgruppe 
übergreifend für den Klimarat und die Projektgruppen zu allen Themen der 
Öffentlichkeitsarbeit und Teilhabe. Besonderheit der Projektgruppe 
Klimaschutz betrifft jeden! Jeder ist betroffen und  gefordert, weshalb gemeinsames Handeln 
gefragt ist. Daher ist Öffentlichkeitsarbeit und Be teiligung eine zentrale Aufgabe im 
Klimaschutz. Um Veränderungen zu erreichen und Akte ure zu aktivieren, müssen Ideen, 
Strategien, Projekte, Förderprogramme und alle weit eren Aktivitäten gut vermittelt werden. 
Auch die Beteiligung verschiedener Akteure und der engagierten Bevölkerung trägt 
maßgeblich zum Gelingen bei. 
Die Projektgruppe ist in der strategischen Planung der Kommunikation und Partizipation tätig. 
Sie erstellt hierzu eine Kommunikationsstrategie, entwickelt Ideen, berät und unterstützt. Zur 
Arbeit der Projektgruppe gehört auch die Erarbeitun g und Gestaltung einer attraktiven 
Markenidee, die Identifikationspotential stiftet, u m möglichst viele Akteure und Player hinter 
den Kölner Klimazielen zu versammeln und Selbstverpflichtungen zu substanziellen Beiträgen 
einzugehen. Die Projektgruppe spricht zu Fragen der Kommunikation Empfehlungen aus, über 
die der Klimarat berät und entscheidet. 
Ziel ist es, die Akteure und die Bevölkerung über die Ergebnisse und Aktivitäten des Klimarates 
und seiner Projektgruppen zu informieren und zur aktiven Teilnahme zu motivieren. Durch die 
Entwicklung von Beteiligungsformaten soll zudem der  Austausch der Interessengruppen, 
Unternehmen und der Stadtgesellschaft unterstützt werden.  
4.8.1 Mitglieder der Projektgruppe Kommunikation un d Partizipation  
Die Projektgruppe Kommunikation und Partizipation besteht aus folgenden Mitgliedern:  
• Allerweltshaus Köln/Agora Köln – Frau Sabrina Cali  
• Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum e.V.,  Abteilungsleitung Politikbeziehungen 
und Kommunikation - Herr Nils Birschmann 
• Energieagentur NRW GmbH,  Klimanetzwerker - Herr J eff Roy Liem 
• Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. - Frau C hristine Flock 
• Industrie- und Handelskammer Köln, Leiterin Kommun ikation und Veranstaltungen, 
Pressesprecherin - Frau Dr. Susanne Hartmann 
• Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Mediensprecher,  Koordination Nachhaltigkeit - 
Herr Stephan Anemüller 
• RheinEnergie AG, Leiter der Unternehmenskommunikat ion - Herr Frank Bender 
• Stadt Köln, Dezernat V, Koordinationsstelle Klimas chutz – Frau Renate Kaiser  
• Stadt Köln, Dezernat. V Soziales, Umwelt, Gesundhe it und Wohnen, 
Kommunikationsbeauftragte – Frau Tina Schilp 
• Stadt Köln, Leiter des Amtes der Oberbürgermeister in - Herr William Wolfgramm 
• Stadt Köln, Leiter des Amtes für Presse- und Öffen tlichkeitsarbeit - Herr Alexander 
Vogel 
• Stadt Köln, Leiter des Referates Strategische Steu erung - Herr Dr. Rainer Heinz

44 
 
 
5 Ausblick 
Nun kann die Reise losgehen.  
In sichtbarer Entfernung liegen die in den vorangeg angenen Kapiteln beschriebenen 
Etappenziele. Sie sind nach allgemeinem wissenschaf tlichem Kenntnisstand machbar und 
erreichbar, auch wenn sie manchem heute vielleicht noch utopisch erscheinen mögen. Jedoch 
verlangt das Streben nach einer klimaneutralen Welt , nach einem klimaneutralen Köln, dass 
wir mit Entschlossenheit noch kühnere Ziele ins Aug e fassen. Nur so kann es gelingen, das 
für das Ökosystem gerade noch verkraftbare, von der internationalen Staatengemeinschaft in 
Paris beschlossene Ziel, die Erderwärmung deutlich unter 2°C zu halten, und weitere 
Anstrengungen zu unternehmen,  um den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen.  
 
Abbildung 11: Köln im Vergleich der Ambitionsniveaus der THG-Einsparziele (Anmerkung: Landwirtschaft & Abfall 
wurden in der THG-Bilanz 2015 nicht erfasst) 22  
Die Europäische Union definiert mit dem „Europäisch en Grünen Deal“ erstmals eine 
Zielsetzung, die mit dem Pariser Ziel kompatibel ist. Dass der Aufstieg zu diesem Ziel bedeutet, 
einen noch steileren, anstrengenderen Berg zu bewäl tigen, zeigt Abbildung 11. Im Vergleich 
mit dem Bundesdurchschnitt ist zu sehen, dass Köln derzeit von einem relativ hohen 
Emissions-Niveau kommt. Es ist aber auch zu erkenne n, dass mit der Einigung der Akteure 
auf die in dieser Dokumentation beschriebenen Zielg rößen bereits ein Bekenntnis zu einer 
erheblichen Trendwende stattgefunden hat. Die Studie „Klimaneutrales Deutschland“ zeichnet 
nach, was die Zielerreichung der Klimaneutralität bedeuten würde:  
 „Das als Teil des European Green Deal angepasste d eutsche 2030-Klimaziel von 
minus 65 Prozent Treibhausgase bedeutet eine deutli che Beschleunigung der 
Energie-, Ve rkehrs - und Wärmewende. Dazu gehören bis 2030 der vollständige 
Kohleausstieg, ein Erneuerbaren-Anteil am Strom von etwa 70 Prozent, 14 Millionen 
                                                
22  Eigene Darstellung nach Prognos, Öko-Institut, Wuppertal-Institut (2020): Klimaneutrales Deutschland. Studie 
im Auftrag von Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und Stiftung Klimaneutralität ; Umweltbundesamt 
(2020): Treibhausgasminderungsziele Deutschlands; Wuppertal Institut (2020): CO 2-neutral bis 2035: Eckpunkte 
eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze

45 
 
Elektroautos, 6 Millionen Wärmepumpen, eine Erhöhun g der Sanierungsrate um 
mindestens 50 Prozent sowie die Nutzung von gut 60 TWh sauberen 
Wasserstoffs.“ 23  
Wie dies genau für Köln aussieht, dafür wird in 2021 mit einer Neuaufstellung der THG-Bilanz 
für Köln und der Entwicklung eines Monitorings eine  Datengrundlage geschaffen. Mit 
wissenschaftlicher Unterstützung werden der Klimara t Köln und seine Projektgruppen im 
Folgenden Maßnahmen entwickeln, die Schritt für Sch ritt, aber sehr konsequent auf das Ziel 
eines klimaneutralen Kölns hinarbeiten. Jede Maßnah me wird eine andere Geschichte 
schreiben, von Menschen, Erfolgen, Lernerfahrungen. Auf dem Weg werden wir staunen, über 
den technischen und gesellschaftlichen Wandel, manc hmal werden wir inne halten, 
zurückblicken, unsere Reiseroute neu justieren. Gehen wir los!  
                                                
23  Prognos, Öko-Institut, Wuppertal-Institut (2020): Klimaneutrales Deutschland. Studie im Auftrag von Agora 
Energiewende, Agora Verkehrswende und Stiftung Klimaneutralität, S. 3.

Beratungsverlauf (1)

22.04.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 3.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Luxemburger Straße
  • Freiheit
  • Markt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1286/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
22.04.2021
Erstellt
07.04.2021 12:49