SV-2012/0018
Antrag der Fraktiionen Bü 90/Grüne und CDU vom 15. Februar 2012 betr. Einrichtung von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum
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SV-2012/0018
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Vorlage-Nr. SV-2012/0018 ___________________________________________________________________ Darmstadt, 15.02.2012 Antrag Einrichtung von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, die Möglichkeiten für die Einrichtung von Carsharingstationen im öffentlichen Raum zu prüfen und nötigenfalls die entsprechenden rechtlichen Grundlagen vorzubereiten. Begründung: Carsharing, die organisierte gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen, ist nach überwiegenden Anfängen in privaten Gruppen und kleinen Genossenschaften in den meisten Großstädten als fester Bestandteil des Mobilitätsangebotes etabliert. In Darmstadt werden derzeit an 30 Stationen 50 Fahrzeuge angeboten, die sich vorwiegend in der Kernstadt befinden (einzelne Stationen in den Stadtteilen Kranichstein, Arheilgen und Eberstadt). Vorteil von Carsharing im Vergleich zur herkömmlichen Autovermietung ist, dass die Fahrzeuge nach einmalige Anmeldung jederzeit und auch für kurze Zeiträume (ab einer Stunde) gebucht werden können und durch das dezentrale Stationsnetz wohnortnah bereitgestellt werden. In diversen Untersuchungen wurden folgende positive Effekte durch Carsharing nachgewiesen: - Jedes Carsharingfahrzeug ersetzt zwischen 4 und 8 private PKW im näheren Umfeld (gängige Darstellung); einige Quellen geben bis zu 20 eingesparte private PKW je Carsharingauto an. Die Nutzerquote je Carsharingauto (Angemeldete Personen im Vergleich zu verfügbaren Fahrzeugen) beträgt bundesweit im Durchschnitt ein Fahrzeug je 38 NutzerInnen. Dadurch wird der Parkdruck im öffentlichen Raum gesenkt und Parksuchverkehr vermieden. - CarsharungnutzerInnen nutzen insgesamt weniger den PKW als BesitzerInnen eines Karftfahrzeugs, sondern sind stärker zu Fuß, mit dem Rad oder Bus und Bahn unterwegs. Carsharingkunden sind zu einem wesentlich höheren Anteil BesitzerIn einer Zeitkarte für den ÖPNV als der Bevölkerungsdurchschnitt. B' 90/Die GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion Darmstadt Lauteschlägerstr. 38—64289 Darmstadt Tel./Fax: 06151/6 14 90, 06151/6 14 01 Mail: fraktion@gruene-darmstadt.de Internet: www.gruene-darmstadt.de/fraktion CDU Darmstadt Stadtverordnetenfraktion Steubenplatz 12 4—64293 Darmstadt Tel./Fax: 06151/171211, 06151/171219 Email: fraktion@cdu-darmstadt.de Internet: www.cdu-darmstadt.de 2 - Durch die Mischung der Carsharingflotte (Kleinwagen bis Transporter) und das geringe Flottenalter wird es den NutzerInnen ermöglicht, jeweils das effizienteste Fahrzeug für den akuten Zweck zu wählen (das Preissystem liefert hierfür Anreize, da es nach Fahrzeuggröße gestaffelt ist); neue Umwelttechnologien werden stehen rasch im Fuhrpark bereit. In Summe verursachen CarsharingnutzerInnen daher deutlich niedrigere CO2-Emissionen pro Kopf und Jahr. Carsharing wächst erheblich, aktuell mit jährlichen Wachstumsraten um 20%. Waren Bundesweit im Jahr 2004 bereits 65.000 Personen angemeldet, waren es im Herbst 2011 bereits 190.000 NutzerInnen. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) hat für Carsharing einen Markt von rund 2% der Bevölkerung prognostiziert; aktuell beträgt der Anteil 0,23% (in der Schweiz sind es bei inzwischen über 100.000 Carsharingkunden rund 1,3%; ein Ende des Wachstums dort nicht absehbar). Wesentliches Wachstumshemnis für Casharing ist die Verfügbarkeit von Stellplätzen zur Erweiterung des Stationsnetzes. Derzeit ist es auf Grundlage der Straßenverkehrsordnung auf 'regulärem Weg' nicht möglich, einen Stellplatz für eine Carsharingstation zu reservieren. Dies ist jedoch erforderlich, damit die Fahrzeug von den NutzerInnen aufgefunden werden können und ihm Rahmen der Netzbildung eine wohnortnahe Versorgung gesichert wird. Städte wie Berlin (Teileinziehung) sowie Bremen, Aachen und Köln (Sondernutzung) haben sich daher anderweitig beholfen. Zur Förderung von Carsharing als organisierte und öffentliche Form des Autoteilens ist es daher sinnvoll, diese Beispiele oder ggf. weitere Alternativen zu beleuchten, wie auch in Darmstadt Stellplätze im öffentlichen Raum für Carsharing entgeltlich bereitgestellt werden können. Die weitere Begründung erfolgt mündlich. Hildegard Förster-Heldmann Hartwig Jourdan Yücel Akdeniz (Fraktionsvorsitzender) (Fraktionsvorsitzende) Sabine Crook Ctirad Kotoucek Hans Fürst Ludwig Achenbach (Stadtverordnete) (Stadtverordnete)
Beratungsverlauf (2)
Orte (2)
- Lauteschlägerstraße 38
- Steubenplatz 12
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2012/0018
- Typ
- Antrag
- Datum
- 15.02.2012
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00