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2016/0212

Jahresbericht 2015 - Pflegestützpunkt Darmstadt

Magistratsvorlage 23.05.2016

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2016/0212

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Jahresbericht Pflegestützpunkt Darmstadt, 
Berichtszeitraum 01. Januar - 31. Dezember 2015

2                                                                                                                                                              
 
Liebe Leserinnen und Leser des Jahresberichtes 2015, 
 
 
 
mit der Errichtung des Pflegestützpunktes wurde eine Beratungseinrichtung geschaffen, die 
nach fünfjähriger Beratungsarbeit im lokalen Altenhilfe - und Gesundheitssystem etabliert ist. 
Es ist festzustellen , dass das Beratungsangebot gut angenommen wird, wie die 
Kontaktzahlen belegen. 
Am 19. November 2015  wurde das fünfjährige  Jubiläum des Pflegestützpunkts Darmstadt 
gemeinsam mit  rund 80 Gästen gefeiert. Neben Gruß worten von Frau Stadträtin Barbara 
Akdeniz, Frau Regin a Junge, Steuerungsausschuss und Herrn  Christian Heuser, HEAG 
BKK, gab es einen  sehr interessanten und informativen Vortrag zum Thema „Fünf Jahre 
Pflegestützpunkte, was hat`s gebracht?“ von Prof. Dr. Peter Löcherbach. 
 
Gemeinsame Träger des Pflegestützpunktes Darmstadt sind die Kranken - und 
Pflegekassen, vertreten durch die einrichtungsbeauftragte Kasse HEAG BKK und die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Ab Januar 2016 kommt  es zu einem Zusammenschluss der 
Kranken- und Pflege kassen HEAG  BKK und BKK Linde.  Künftig liegt die kassenseitige 
Zuständigkeit bei der BKK Linde. 
Die Netzwerkarbeit mit Akteur/ -innen im Gesundheitswese n und der Altenhilfe  wurde 
weiterhin konsequent auf - und ausgebaut. Gute und tragfähige Formen der Kommunikation 
und Zusammenarbeit wurden etabliert . Interne und externe Arbeits - und 
Kooperationsstrukturen konnten auf den Weg gebracht und verstetigt werden. 
Mit dem vorliegenden Jahresbericht möchten wir Ihnen die Zahlen und Entwicklungen des 
Pflegestützpunktes Darmstadt im vergangenen Jahr 2015 vorstellen. 
 
Der Dank gilt allen, die die Arbeit mit Unterstützung und Interesse begleiten. 
 
Darmstadt, im Mai 2016

3                                                                                                                                                              
 
Inhalt Seite 
1 2015 in Zahlen ................................ ................................ ................................ ...... 4 
1.1   Beratungsinhalte ................................ ................................ ................................ .. 4 
1.2   Art der Kontakte ................................ ................................ ................................ ... 6 
1.3   Zugang zum Pflegestützpunkt ................................ ................................ ............. 6 
1.4   Jahresvergleich ................................ ................................ ................................ .... 7 
2   Fortbildungen ................................ ................................ ................................ ....... 8 
3   Care Management ................................ ................................ ................................  8 
3.1   Projekte ................................ ................................ ................................ ................. 9 
3.2   Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ........................... 10 
4    Ausblick ................................ ................................ ................................ .............. 10

4                                                                                                                                                              
 
 
1          2015 in Zahlen 
 
Die Dokumentation der Daten erfolgt seit August 2011 mit der Dokumentationssoftware 
„Syncase“, die in allen hessischen Pflegestützpunkten eingesetzt wird.  
Die Erhebung der Daten für den Berichtszeitraum erfolgte mittels interner 
Statistikinstrumente. 
 
1.1      Beratungsinhalte 
Im Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015 fanden insgesamt 2429 Beratungskontakte statt. 
In 2014 erfolgten 2189 Beratungen. Somit ergibt sich eine Steigerung um 11 % im Vergleich 
zum Vorjahr. 
 Bei den ausgewerteten Themenkomplexen wurde pro Kontakt nur das herausragende 
Beratungsanliegen gezählt. In vielen Beratungsgesprächen wurden häufig mehrere 
Themenbereiche angesprochen (z.B. SGB XI, SGB XII, Demenz)1.  
 Für die Statistik haben wir somit keine Mehrfacherhebungen für einen Beratungskontakt 
vorgenommen. 
  
 
 
Beratungssituation im Pflegestützpunkt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
                                                           
1  SGBXI, Sozialgesetzbuch XI, Sozialleistungen der Pflegekassen 
   SGB XII, Sozialgesetzbuch XII, Sozialleistungen des Sozialhilfeträgers

5                                                                                                                                                              
 
 
                                         
 
 
In 2015 fanden insgesamt 2429 Beratungskontakte statt. 
547 Beratungen haben Themen im Bereich SGB XI, Sozialleistungen der Pflegekassen zum 
Inhalt. Dies kann sowohl Hilfe bei der Antragstellung zur Pflegeeinstufung sein, Information 
und Beratung zu den einzelnen Leistungen der Pflegeversicherung sowie die Hilfe und 
Begleitung bei Widersprüchen. Die gesteigerte öffentliche Wahrnehmung und zunehmende 
Bekanntheit erklärt den hohen Wert mit 404 Kontakten zu Leistungserbringern und 
Kooperationspartner/-innen. 
 Die Organisation der ambulanten Pflege und Versorgung war bei  325 Kontakten  
Beratungsschwerpunkt. 
Die Beratung zu stationären und teilstationären Hilfen und Unterstützung bei der Suche 
eines Heimplatzes war in 243 Beratungen ein Thema. Dies entspricht der Prämisse der 
Pflegestützpunkte „ambulant vor stationär“. 
 
  
547 
(22,5%) 
51 
(2,1%) 
243 
(10,1%) 
325 
(13,4%) 
142 
(5,8%) 
62 
(5,6%) 
107 
(4,4%) 
95 
(3,9%) 
404 
(16,6%) 
233 
(9,6%) 
13 
(0,5%) 
207 
(8,5%) 
2015  
Anzahl der Beratungskontakte und Beratungsthemen

6                                                                                                                                                              
 
1.2     Art der Kontakte 
Erstkontakt meint das Erstgespräch, dem meist weitere, intensivere Beratungen 
(Folgekontakte) folgen.  
 
 
                              eigene Darstellung, Jahresstatistik 2015 
 
 
 
1.3     Zugang zum Pflegestützpunkt 
2015 fanden insgesamt  2429 Kontakte statt. In 2006 Fällen handelte es sich um 
telefonische Information und Beratung. 358 persönliche Vorsprachen im Pflegestützpunkt 
gab es, 65 zugehende Beratungen in der Häuslichkeit der Ratsuchenden wurden 
durchgeführt. 
Die Kontaktaufnahme zum Pflegestützpunkt erfolgte, wie auch in den Jahren zuvor, 
überwiegend telefonisch. Der größte Teil der Erstberatungen entfiel auf ratsuchende 
Angehörige, zumeist Kinder, (Ehe-) Partner/-in und Verwandte von Pflegebedürftigen bzw. 
Personen im Vorfeld der Pflege. Im zweiten Schritt erfolgt dann meist die Kontaktaufnahme 
zu den Pflegebedürftigen selbst, bei Bedarf in Form eines aufsuchenden 
Beratungsgespräches. Vermittlungen und Zuweisungen erfolgten im Berichtszeitraum 
vermehrt durch interne und externe Kooperationspartner/-innen, Leistungsanbieter/-innen 
und Kostenträger wie z.B.: Sozialhilfeträger, Pflegekassen, gesetzliche Betreuer/-innen, 
Krankenhaussozialdienste, Pflegedienste, Beratungsstellen. 
 
 
 
 
1367 
1062 
Erstkontakte Folgekontakte
2015 
Art der Kontakte

7                                                                                                                                                              
 
 
    eigene Darstellung, Jahresstatistik 2015 
 
 
1.4 Jahresvergleich 
Die Zahl der Beratungskontakte ist in fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. In 2015 zählten 
wir 2429 Beratungen, dies entspricht einer Zunahme von nahezu 1000 Beratungen im 
Vergleich zu 2011. Die Gesamtzahl aller Kontakte in 5 Jahren beträgt 10.339. 
 
 
                eigene Darstellung, Jahresstatistik 2015 
 
  
358 
2006 
65 
Persönlich Telefonisch Hausbesuch
2015 
Zugang zum Pflegestützpunkt   
1466 
1908 
2347 
2189 
2429 
Anzahl der Beratungskontakte
Jahresvergleich 2011-2015  
2011
2012
2013
2014
2015

8                                                                                                                                                              
 
2     Fortbildungen  
 
Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes haben 2015  folgende Fortbildungen und 
Fachveranstaltungen besucht: 
 
 
Veranstaltung Veranstalter, Ort Wann 
Seminar: Regelungen 
rund um die 
Pflegeversicherung 2015 
Qualides, Qualifizierung 
im Gesundheitswesen, 
Koblenz 
14.04.2015 
Fachtag: 
Ökonomie und 
Sozialraum-Innovative 
Konzepte in der Pflege 
Akademie der 
Wissenschaften, Mainz 
13.05.2015 
Seminar: Kinder- und 
Jugendtrauerbegleitung 
PaNDA, Palliativnetz, 
Darmstadt 
27.05.2015 
Fachtagung: MRE in 
Pflegeheimen und 
ambulanter Pflege 
MRE Netzwerk 
Südhessen, Darmstadt 
11.06.2015 
Lehrgang: Der perfekte 
Power Point Vortrag, die 
neuen PP-Features 
wirkungsvoll einsetzen 
Verwaltungsseminar 
Darmstadt 
16.06.2015 
Lehrgang: Einführung in 
die Leichte Sprache 
Interne Fortbildung, 
Darmstadt 
24.10.2015 
Seminar: Tiergestützte 
Therapie 
PaNDA, Palliativnetz, 
Darmstadt 
18.11.2015 
 
 
 
 
3     Care Management   
Im Rahmen des Care Management fand Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit 
in interdisziplinären Arbeitskreisen statt. Die Netzwerk- und Projektarbeit ist ein langfristiger 
Prozess, der zeit- und personalintensiv ist und Geduld erfordert. Die Weiterarbeit an einem 
systematischen Vernetzungskonzept sowie die Projektarbeit haben einen hohen Stellenwert.

9                                                                                                                                                              
 
 
3.1 Projekte  2015 
 
 Mitarbeit in der Expert/-innengruppe „Pflegerische Versorgung“ bei der Fortschreibung der 
Sozialberichterstattung der Bedarfe Älterer 
 
 Projektnetzwerk Überleitung zur  Verbesserung der bilateralen Kommunikation und 
Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung 
(Klinik). Die Steuerung erfolgt durch die Pflegestützpunkte Darmstadt und Darmstadt-
Dieburg. 
 
 Steuerung des Arbeitskreises „pflegerische Versorgung im Notfall“.  
Erfassung der mit Versorgung und Pflege befassten Stellen im ambulanten und stationären 
Bereich. Anschließend erfolgt die Umsetzung eines Netzwerkes für pflegerische Notfälle. 
 
 Mitarbeit am Pflegeleitfaden “Beruf und Familie vereinbaren“ für Beschäftigte der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, einer Maßnahme im Rahmen „Erfolgsfaktor Familie, 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb der Stadtverwaltung“  
 
 Aktualisierung der  Angebote und Einrichtungen rund um das Thema Pflege in Darmstadt. 
Die Informationen werden neutral gelistet, um passgenau beraten zu können. Damit werden 
der Zugang und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Angeboten und Leistungen 
sichergestellt. 
 
 Planung, Vorbereitung und Durchführung der 5-Jahres-Feier des Pflegestützpunktes 
Darmstadt 
 
 
 
5-Jahresfeier Pflegestützpunkt, 27.11.2015

10                                                                                                                                                              
 
 
3.2  Öffentlichkeitsarbeit 
 
Die Öffentlichkeitsarbeit als Querschnittsaufgabe im Pflegestützpunkt dient in erster Linie 
dazu, das Angebot bei den Bürgerinnen und Bürgern, relevanten Einrichtungen und 
Multiplikatoren bekannt zu machen. 
Im Berichtszeitraum fanden Vorträge, Vorstellungen und Präsentationen in unterschiedlichen 
Zusammenhängen statt. Daneben wirkte der Pflegestützpunkt Darmstadt als 
Kooperationspartner bei verschiedenen Veranstaltungen mit Fachvorträgen zum Thema 
„Pflegebedürftig, was nun?“ mit und hat auch 2015 wieder mit einem Stand an den 
Darmstädter Seniorentagen teilgenommen. 
Die Präsenz auf der Homepage der Wissenschaftsstadt und die Veröffentlichung von 
Presseberichten, Mailings und die Verbreitung des Infoflyers in fünf Sprachen trugen dazu 
bei, den Pflegestützpunkt Darmstadt auf breiter Basis vorzustellen und zugänglich zu 
machen. Presseartikel erfolgten zu den Themen: Pflegestärkungsgesetz 2015, 
Gesprächskreis für pflegende Angehörige, 5 Jahre Pflegestützpunkt. (siehe Anlagen) 
 
 
4 Ausblick 
Die Nachfrage zur  Beratung durch den Pflegestützpunkt Darmstadt  bleibt weiterhin auf 
einem hohen Niveau. Zunehmend werden die Beratungssituationen komplexer,  multiple 
Problemlagen erfordern hohe Professionalität und  fachliche Weiterentwicklung.  
 
Das Inkrafttreten des zweiten Pflege-Stärkungsgesetzes, PSG II und seine Umsetzung in 
2017 hat weitreichende Auswirkungen für alle Bereiche der Pflege und Versorgung. Dies 
wird den Pflegestützpunkt in diesem und im nächsten Jahr stark beschäftigen und vor 
weitere Herausforderungen stellen. Fort- und Weiterbildung zum PSG II sind daher wichtig 
und haben hohe Priorität. 
Insbesondere durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes und des neuen 
Begutachtungsverfahrens wird ein hoher Beratungsbedarf erwartet, wodurch sich  die Arbeit 
weiter verdichten wird. 
Der weitere Ausbau des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ im Rahmen des PSGII stellt 
nicht nur die Leistungserbringer auf dem Pflege- und Gesundheitssektor vor neue Aufgaben. 
Die komplexen gesetzlichen Regelungen werden sich auch in der  Beratungsarbeit des 
Pflegestützpunktes Darmstadt bemerkbar machen. 
 
Die verschiedenen Handlungsfelder aus der Fortschreibung der Sozialberichterstattung der 
Bedarfe Älterer im Jahr 2016 stellen insbesondere im Themenfeld Pflege weitere 
Anforderungen an den Pflegestützpunkt, der ein wesentlicher Kooperationspartner der 
Altenhilfeplanung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist. 
 
Die Zuwanderung und Versorgung von Flüchtlingen im vergangenen Jahr hat noch keinen 
Zugang in die Beratung gefunden. Die mit der Zuwanderung einhergehenden Erfordernisse  
werden in den kommenden Jahren die Arbeit im Pflegestützpunkt verändern. Die bereits 
begonnene interkulturelle Öffnung des Pflegestützpunktes bildet eine gute Ausgangsbasis 
zur Zusammenarbeit zu den entsprechenden Schnittstellen.

11                                                                                                                                                              
 
Der stetige Aufgabenzuwachs der Pflegestützpunkte in Hessen machen die Wichtigkeit und 
den Bedarf dieses trägerneutralen Angebotes mehr als deutlich. Derzeit wird über den 
Steuerungsausschuss der hessischen Pflegestützpunkte eine gesamthessische Initiative zur 
Prüfung  der personellen Ausstattung angeregt. Über diesen Weg könnte perspektivisch 
auch der Pflegestützpunkt Darmstadt den Umfang  seiner Pflege- und Sozialberatung 
ausbauen und präventive Angebote in Darmstadt effektiv und nachhaltig implementieren.
 
         5-Jahresfeier Pflegestützpunkt, 27.11.2015

12                                                                                                                                                              
 
 
 
Anlagen 
 
 
Echo Online / Lokales / Darmstadt 
Darmstadt24.11.2015 
Gut ausgebildetes Netz in Darmstadt 
PFLEGE Fünf Jahre Stützpunkt mit ständig steigenden Beratungszahlen 
DARMSTADT - (lex). Seit fünf Jahren gibt es in Darmstadt den Pflegestützpunkt. Angesiedelt im 
Stadthaus an der Frankfurter Straße, beraten dort zwei Vollzeitkräfte Pflegebedürftige und ihre 
Angehörigen in Darmstadt. Die Anfragen sind seit 2010 stetig gestiegen. 
„Es ist ganz wichtig, dass es eine solche Stelle gibt“, betonte Sozialdezernentin Barbara Akdeniz 
am Montagmittag bei einem Pressegespräch. Vor fünf Jahren gemäß einer Vorgabe des Landes 
Hessen eingerichtet, leiste der je hälftig von der Stadt und der Krankenkasse Heag BKK 
getragene Pflegestützpunkt eine wichtige unterstützende Beratung für Angehörige 
pflegebedürftiger Personen. Denn wenn das Thema in der Familie akut werde, sei das für viele 
erstmal „ein Riesenkonstrukt, durch das man nur schwer durchsteigt“. 
Welche Pflegestufe steht mir zu, welche Hilfsmittel werden von der Krankenkasse bezahlt, 
welche Zuschüsse für ambulante oder stationäre Angebote gibt es? Fragen zu Leistungen der 
Pflegeversicherung bilden den Hauptschwerpunkt der Arbeit, wie Christina Bach als eine der 
beiden dort beschäftigten Vollzeitkräfte erläuterte. „Und mehr und mehr auch die Begleitung von 
Widersprüchen“, ergänzte ihre Kollegin Petra Wendling. Die Beratungszahlen seien von 
Anbeginn stetig gestiegen: Habe man 2011 noch 1500 Kontakte gezählt, seien es im Jahr 2014 
bereits 2200 Beratungen gewesen und in diesem noch laufenden Jahr allein bis zum heutigen 
Zeitpunkt 2200. „Es ist schon so, dass wir an der Grenze der Ressourcen sind“, befand 
Wendling. Die telefonischen Beratungen machen mit 1827 den Hauptanteil aus, daneben habe 
es 330 Gespräche in den Sprechstunden gegeben und 61 Hausbesuche bei denjenigen, die nicht 
mehr so mobil seien. Wie die Pflegestützpunktkraft  zudem berichtete, würde immer wieder auch 
der Wunsch geäußert, das Angebot in die Stadtteile auszuweiten. Das war laut Dezernentin 
Akdeniz auch ursprünglich die Idee, habe aber aufgrund mangelnder Ressourcen nicht 
umgesetzt werden können. Denn im Vergleich zu anderen Ländern gebe es in Hessen kein Geld 
für Personal, so dass die Finanzierung alleine auf den Schultern der Stadt und der beteiligten 
Kasse liegt. Dafür gibt es, so betonte Petra Wendling, in Darmstadt im Vergleich zu anderen 
Pflegestützpunkten in Hessen „ein unglaublich gut ausgebildetes Netz“ an Anbietern für 
Pflegebedürftige, mit denen sie sich austauschten und zu denen sie vermittelten.  
Bedarf gebe es allerdings an Angeboten für pflegebedürftige junge Menschen oder Kinder, die in 
den klassischen Pflegeheimen verkehrt seien. Birgit Koss vom Amt für Soziales und Prävention 
erläuterte hierzu, dass mögliche Versorgungslücken im stetigen Austausch thematisiert würden 
und bei erhöhtem Bedarf auch reagiert werde. „Damit das Angebot für die Betroffenen 
ausreichend ist.“ Sie begründete den steigenden Beratungsbedarf auch damit, dass die 
Anforderungen in dem komplexen Thema durch Gesetzesänderungen in den vergangenen fünf 
Jahren noch komplexer geworden seien. 
Und Christian Heuser von der Heag BKK war sich sicher: „Die Anzahl der Älteren steigt, insofern 
wird auch der Bedarf steigen.“ 
Kontakt:  Pflegestützpunkt im Stadthaus, Frankfurter Straße 71, Montag von 10 bis 12 und 
Mittwoch von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Telefon 06151-669 96 31 oder -669 
29 71, montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. E-Mail: 
pflegestuetzpunkt@darmstadt.de. 
http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/gut-ausgebildetes-netz-in-darmstadt_16405262.htm 
24.11.2015

2016/0212

3376 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.06.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für Soziales 
und Prävention   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0212 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Jahresbericht 2015 - Pflegestützpunkt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 23.05.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung nehmen  den Bericht zur Kenntnis.  
 
 
 
Anlagen: Jahresbericht_2015  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23.05.2016: 
 
Der Pflegestützpunkt Darmstadt wurde am 19. November 2010 eröffnet.  
Gemeinsame Träger des Pflegestützpunktes Darmstadt sind die Kranken - und Pflegekassen, 
vertreten durch die Einrichtungsbea uftragte Kasse HEAG BKK (seit 01.01.2016 Linde BKK) 
und die Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Die Aufgabenerfüllung im Pflegestützpunkt erfolgt gemeinschaftlich, kooperativ und 
arbeitsteilig. Beide Träger bringen jeweils ihre originären Aufgabenschwerpunkte Ca re- und 
Case Management ein und verantworten diese selbstständig.  
 
Im Pflegestützpunkt werden Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen, Pflegenden, Menschen 
mit Behinderung sowie von Pflegebedürftigkeit bedrohten Bürgerinnen und Bürgern der 
Wissenschaftsstadt  Darmstadt umfassende Informationen und Hilfen rund um das Thema 
Pflege angeboten ; diese sind: 
  
• die qualifizierte, wohnortnahe, umfassende sowie unabhängige und  
wettbewerbsneutrale Information, Auskunft und Beratung nach den gesetzlichen 
Grundlagen 
• die Förderung bzw. zentrale Koordination der für die wohnortnahe Versorgung und  
Betreuung in Betracht kommenden pflegerischen und sozialen Hilfs - und 
Unterstützungsangebote  
• Auf- und Ausbau eines leistungsfähigen Netzwerkes zur Koordination und Kooperatio n  
aller beteiligten Stellen und Fachkräfte  
• Stärkung der interkulturellen Kompetenz  
• Veranlassung oder Durchführung von Besuchen  in der Häuslichkeit der  
Pflegebedürftigen bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohten Personen  
 
Die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Mitarbeit in interdisziplinären 
Arbeitskreisen sind weitere  Aufgabenbereich e. Hier ist u. a. die seit 2000 bestehende 
Fachkonferenz Altenhilfe zu nennen. Es erfolgt ein  reger und stetiger Austausch mit den 
Institutionen und Anbietern im Bereich der Pflege und darüber hinaus.  
 
Der Pflegestützpunkt hat sich als wichtiger Baustein im lokalen Altenhilfe - und 
Gesundheitssystem etabliert. Das Beratungsangebot wird sehr gut ang enommen und ist für 
Ratsuchende zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden.  Die Zahl der Beratungskontakte  pro 
Jahr ist von 1466 in 2011 auf 2429 in 2015 kontinuierlich gestiegen.  
 
Darmstadt, den 23.05.2016   
Ks  
 
        
Dezernat V 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin 
 
Anlage

Beratungsverlauf (4)

TOP 5
TOP 301
TOP 24
TOP 45 zur Kenntnis

Orte (1)

  • Frankfurter Straße 71

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2016/0212
Typ
Magistratsvorlage
Datum
23.05.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00