2016/0212
Jahresbericht 2015 - Pflegestützpunkt Darmstadt
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18887 Zeichen
Jahresbericht Pflegestützpunkt Darmstadt,
Berichtszeitraum 01. Januar - 31. Dezember 2015
2
Liebe Leserinnen und Leser des Jahresberichtes 2015,
mit der Errichtung des Pflegestützpunktes wurde eine Beratungseinrichtung geschaffen, die
nach fünfjähriger Beratungsarbeit im lokalen Altenhilfe - und Gesundheitssystem etabliert ist.
Es ist festzustellen , dass das Beratungsangebot gut angenommen wird, wie die
Kontaktzahlen belegen.
Am 19. November 2015 wurde das fünfjährige Jubiläum des Pflegestützpunkts Darmstadt
gemeinsam mit rund 80 Gästen gefeiert. Neben Gruß worten von Frau Stadträtin Barbara
Akdeniz, Frau Regin a Junge, Steuerungsausschuss und Herrn Christian Heuser, HEAG
BKK, gab es einen sehr interessanten und informativen Vortrag zum Thema „Fünf Jahre
Pflegestützpunkte, was hat`s gebracht?“ von Prof. Dr. Peter Löcherbach.
Gemeinsame Träger des Pflegestützpunktes Darmstadt sind die Kranken - und
Pflegekassen, vertreten durch die einrichtungsbeauftragte Kasse HEAG BKK und die
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Ab Januar 2016 kommt es zu einem Zusammenschluss der
Kranken- und Pflege kassen HEAG BKK und BKK Linde. Künftig liegt die kassenseitige
Zuständigkeit bei der BKK Linde.
Die Netzwerkarbeit mit Akteur/ -innen im Gesundheitswese n und der Altenhilfe wurde
weiterhin konsequent auf - und ausgebaut. Gute und tragfähige Formen der Kommunikation
und Zusammenarbeit wurden etabliert . Interne und externe Arbeits - und
Kooperationsstrukturen konnten auf den Weg gebracht und verstetigt werden.
Mit dem vorliegenden Jahresbericht möchten wir Ihnen die Zahlen und Entwicklungen des
Pflegestützpunktes Darmstadt im vergangenen Jahr 2015 vorstellen.
Der Dank gilt allen, die die Arbeit mit Unterstützung und Interesse begleiten.
Darmstadt, im Mai 2016
3
Inhalt Seite
1 2015 in Zahlen ................................ ................................ ................................ ...... 4
1.1 Beratungsinhalte ................................ ................................ ................................ .. 4
1.2 Art der Kontakte ................................ ................................ ................................ ... 6
1.3 Zugang zum Pflegestützpunkt ................................ ................................ ............. 6
1.4 Jahresvergleich ................................ ................................ ................................ .... 7
2 Fortbildungen ................................ ................................ ................................ ....... 8
3 Care Management ................................ ................................ ................................ 8
3.1 Projekte ................................ ................................ ................................ ................. 9
3.2 Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ........................... 10
4 Ausblick ................................ ................................ ................................ .............. 10
4
1 2015 in Zahlen
Die Dokumentation der Daten erfolgt seit August 2011 mit der Dokumentationssoftware
„Syncase“, die in allen hessischen Pflegestützpunkten eingesetzt wird.
Die Erhebung der Daten für den Berichtszeitraum erfolgte mittels interner
Statistikinstrumente.
1.1 Beratungsinhalte
Im Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015 fanden insgesamt 2429 Beratungskontakte statt.
In 2014 erfolgten 2189 Beratungen. Somit ergibt sich eine Steigerung um 11 % im Vergleich
zum Vorjahr.
Bei den ausgewerteten Themenkomplexen wurde pro Kontakt nur das herausragende
Beratungsanliegen gezählt. In vielen Beratungsgesprächen wurden häufig mehrere
Themenbereiche angesprochen (z.B. SGB XI, SGB XII, Demenz)1.
Für die Statistik haben wir somit keine Mehrfacherhebungen für einen Beratungskontakt
vorgenommen.
Beratungssituation im Pflegestützpunkt
1 SGBXI, Sozialgesetzbuch XI, Sozialleistungen der Pflegekassen
SGB XII, Sozialgesetzbuch XII, Sozialleistungen des Sozialhilfeträgers
5
In 2015 fanden insgesamt 2429 Beratungskontakte statt.
547 Beratungen haben Themen im Bereich SGB XI, Sozialleistungen der Pflegekassen zum
Inhalt. Dies kann sowohl Hilfe bei der Antragstellung zur Pflegeeinstufung sein, Information
und Beratung zu den einzelnen Leistungen der Pflegeversicherung sowie die Hilfe und
Begleitung bei Widersprüchen. Die gesteigerte öffentliche Wahrnehmung und zunehmende
Bekanntheit erklärt den hohen Wert mit 404 Kontakten zu Leistungserbringern und
Kooperationspartner/-innen.
Die Organisation der ambulanten Pflege und Versorgung war bei 325 Kontakten
Beratungsschwerpunkt.
Die Beratung zu stationären und teilstationären Hilfen und Unterstützung bei der Suche
eines Heimplatzes war in 243 Beratungen ein Thema. Dies entspricht der Prämisse der
Pflegestützpunkte „ambulant vor stationär“.
547
(22,5%)
51
(2,1%)
243
(10,1%)
325
(13,4%)
142
(5,8%)
62
(5,6%)
107
(4,4%)
95
(3,9%)
404
(16,6%)
233
(9,6%)
13
(0,5%)
207
(8,5%)
2015
Anzahl der Beratungskontakte und Beratungsthemen
6
1.2 Art der Kontakte
Erstkontakt meint das Erstgespräch, dem meist weitere, intensivere Beratungen
(Folgekontakte) folgen.
eigene Darstellung, Jahresstatistik 2015
1.3 Zugang zum Pflegestützpunkt
2015 fanden insgesamt 2429 Kontakte statt. In 2006 Fällen handelte es sich um
telefonische Information und Beratung. 358 persönliche Vorsprachen im Pflegestützpunkt
gab es, 65 zugehende Beratungen in der Häuslichkeit der Ratsuchenden wurden
durchgeführt.
Die Kontaktaufnahme zum Pflegestützpunkt erfolgte, wie auch in den Jahren zuvor,
überwiegend telefonisch. Der größte Teil der Erstberatungen entfiel auf ratsuchende
Angehörige, zumeist Kinder, (Ehe-) Partner/-in und Verwandte von Pflegebedürftigen bzw.
Personen im Vorfeld der Pflege. Im zweiten Schritt erfolgt dann meist die Kontaktaufnahme
zu den Pflegebedürftigen selbst, bei Bedarf in Form eines aufsuchenden
Beratungsgespräches. Vermittlungen und Zuweisungen erfolgten im Berichtszeitraum
vermehrt durch interne und externe Kooperationspartner/-innen, Leistungsanbieter/-innen
und Kostenträger wie z.B.: Sozialhilfeträger, Pflegekassen, gesetzliche Betreuer/-innen,
Krankenhaussozialdienste, Pflegedienste, Beratungsstellen.
1367
1062
Erstkontakte Folgekontakte
2015
Art der Kontakte
7
eigene Darstellung, Jahresstatistik 2015
1.4 Jahresvergleich
Die Zahl der Beratungskontakte ist in fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. In 2015 zählten
wir 2429 Beratungen, dies entspricht einer Zunahme von nahezu 1000 Beratungen im
Vergleich zu 2011. Die Gesamtzahl aller Kontakte in 5 Jahren beträgt 10.339.
eigene Darstellung, Jahresstatistik 2015
358
2006
65
Persönlich Telefonisch Hausbesuch
2015
Zugang zum Pflegestützpunkt
1466
1908
2347
2189
2429
Anzahl der Beratungskontakte
Jahresvergleich 2011-2015
2011
2012
2013
2014
2015
8
2 Fortbildungen
Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes haben 2015 folgende Fortbildungen und
Fachveranstaltungen besucht:
Veranstaltung Veranstalter, Ort Wann
Seminar: Regelungen
rund um die
Pflegeversicherung 2015
Qualides, Qualifizierung
im Gesundheitswesen,
Koblenz
14.04.2015
Fachtag:
Ökonomie und
Sozialraum-Innovative
Konzepte in der Pflege
Akademie der
Wissenschaften, Mainz
13.05.2015
Seminar: Kinder- und
Jugendtrauerbegleitung
PaNDA, Palliativnetz,
Darmstadt
27.05.2015
Fachtagung: MRE in
Pflegeheimen und
ambulanter Pflege
MRE Netzwerk
Südhessen, Darmstadt
11.06.2015
Lehrgang: Der perfekte
Power Point Vortrag, die
neuen PP-Features
wirkungsvoll einsetzen
Verwaltungsseminar
Darmstadt
16.06.2015
Lehrgang: Einführung in
die Leichte Sprache
Interne Fortbildung,
Darmstadt
24.10.2015
Seminar: Tiergestützte
Therapie
PaNDA, Palliativnetz,
Darmstadt
18.11.2015
3 Care Management
Im Rahmen des Care Management fand Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit
in interdisziplinären Arbeitskreisen statt. Die Netzwerk- und Projektarbeit ist ein langfristiger
Prozess, der zeit- und personalintensiv ist und Geduld erfordert. Die Weiterarbeit an einem
systematischen Vernetzungskonzept sowie die Projektarbeit haben einen hohen Stellenwert.
9
3.1 Projekte 2015
Mitarbeit in der Expert/-innengruppe „Pflegerische Versorgung“ bei der Fortschreibung der
Sozialberichterstattung der Bedarfe Älterer
Projektnetzwerk Überleitung zur Verbesserung der bilateralen Kommunikation und
Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
(Klinik). Die Steuerung erfolgt durch die Pflegestützpunkte Darmstadt und Darmstadt-
Dieburg.
Steuerung des Arbeitskreises „pflegerische Versorgung im Notfall“.
Erfassung der mit Versorgung und Pflege befassten Stellen im ambulanten und stationären
Bereich. Anschließend erfolgt die Umsetzung eines Netzwerkes für pflegerische Notfälle.
Mitarbeit am Pflegeleitfaden “Beruf und Familie vereinbaren“ für Beschäftigte der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, einer Maßnahme im Rahmen „Erfolgsfaktor Familie,
Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb der Stadtverwaltung“
Aktualisierung der Angebote und Einrichtungen rund um das Thema Pflege in Darmstadt.
Die Informationen werden neutral gelistet, um passgenau beraten zu können. Damit werden
der Zugang und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Angeboten und Leistungen
sichergestellt.
Planung, Vorbereitung und Durchführung der 5-Jahres-Feier des Pflegestützpunktes
Darmstadt
5-Jahresfeier Pflegestützpunkt, 27.11.2015
10
3.2 Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit als Querschnittsaufgabe im Pflegestützpunkt dient in erster Linie
dazu, das Angebot bei den Bürgerinnen und Bürgern, relevanten Einrichtungen und
Multiplikatoren bekannt zu machen.
Im Berichtszeitraum fanden Vorträge, Vorstellungen und Präsentationen in unterschiedlichen
Zusammenhängen statt. Daneben wirkte der Pflegestützpunkt Darmstadt als
Kooperationspartner bei verschiedenen Veranstaltungen mit Fachvorträgen zum Thema
„Pflegebedürftig, was nun?“ mit und hat auch 2015 wieder mit einem Stand an den
Darmstädter Seniorentagen teilgenommen.
Die Präsenz auf der Homepage der Wissenschaftsstadt und die Veröffentlichung von
Presseberichten, Mailings und die Verbreitung des Infoflyers in fünf Sprachen trugen dazu
bei, den Pflegestützpunkt Darmstadt auf breiter Basis vorzustellen und zugänglich zu
machen. Presseartikel erfolgten zu den Themen: Pflegestärkungsgesetz 2015,
Gesprächskreis für pflegende Angehörige, 5 Jahre Pflegestützpunkt. (siehe Anlagen)
4 Ausblick
Die Nachfrage zur Beratung durch den Pflegestützpunkt Darmstadt bleibt weiterhin auf
einem hohen Niveau. Zunehmend werden die Beratungssituationen komplexer, multiple
Problemlagen erfordern hohe Professionalität und fachliche Weiterentwicklung.
Das Inkrafttreten des zweiten Pflege-Stärkungsgesetzes, PSG II und seine Umsetzung in
2017 hat weitreichende Auswirkungen für alle Bereiche der Pflege und Versorgung. Dies
wird den Pflegestützpunkt in diesem und im nächsten Jahr stark beschäftigen und vor
weitere Herausforderungen stellen. Fort- und Weiterbildung zum PSG II sind daher wichtig
und haben hohe Priorität.
Insbesondere durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes und des neuen
Begutachtungsverfahrens wird ein hoher Beratungsbedarf erwartet, wodurch sich die Arbeit
weiter verdichten wird.
Der weitere Ausbau des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ im Rahmen des PSGII stellt
nicht nur die Leistungserbringer auf dem Pflege- und Gesundheitssektor vor neue Aufgaben.
Die komplexen gesetzlichen Regelungen werden sich auch in der Beratungsarbeit des
Pflegestützpunktes Darmstadt bemerkbar machen.
Die verschiedenen Handlungsfelder aus der Fortschreibung der Sozialberichterstattung der
Bedarfe Älterer im Jahr 2016 stellen insbesondere im Themenfeld Pflege weitere
Anforderungen an den Pflegestützpunkt, der ein wesentlicher Kooperationspartner der
Altenhilfeplanung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist.
Die Zuwanderung und Versorgung von Flüchtlingen im vergangenen Jahr hat noch keinen
Zugang in die Beratung gefunden. Die mit der Zuwanderung einhergehenden Erfordernisse
werden in den kommenden Jahren die Arbeit im Pflegestützpunkt verändern. Die bereits
begonnene interkulturelle Öffnung des Pflegestützpunktes bildet eine gute Ausgangsbasis
zur Zusammenarbeit zu den entsprechenden Schnittstellen.
11
Der stetige Aufgabenzuwachs der Pflegestützpunkte in Hessen machen die Wichtigkeit und
den Bedarf dieses trägerneutralen Angebotes mehr als deutlich. Derzeit wird über den
Steuerungsausschuss der hessischen Pflegestützpunkte eine gesamthessische Initiative zur
Prüfung der personellen Ausstattung angeregt. Über diesen Weg könnte perspektivisch
auch der Pflegestützpunkt Darmstadt den Umfang seiner Pflege- und Sozialberatung
ausbauen und präventive Angebote in Darmstadt effektiv und nachhaltig implementieren.
5-Jahresfeier Pflegestützpunkt, 27.11.2015
12
Anlagen
Echo Online / Lokales / Darmstadt
Darmstadt24.11.2015
Gut ausgebildetes Netz in Darmstadt
PFLEGE Fünf Jahre Stützpunkt mit ständig steigenden Beratungszahlen
DARMSTADT - (lex). Seit fünf Jahren gibt es in Darmstadt den Pflegestützpunkt. Angesiedelt im
Stadthaus an der Frankfurter Straße, beraten dort zwei Vollzeitkräfte Pflegebedürftige und ihre
Angehörigen in Darmstadt. Die Anfragen sind seit 2010 stetig gestiegen.
„Es ist ganz wichtig, dass es eine solche Stelle gibt“, betonte Sozialdezernentin Barbara Akdeniz
am Montagmittag bei einem Pressegespräch. Vor fünf Jahren gemäß einer Vorgabe des Landes
Hessen eingerichtet, leiste der je hälftig von der Stadt und der Krankenkasse Heag BKK
getragene Pflegestützpunkt eine wichtige unterstützende Beratung für Angehörige
pflegebedürftiger Personen. Denn wenn das Thema in der Familie akut werde, sei das für viele
erstmal „ein Riesenkonstrukt, durch das man nur schwer durchsteigt“.
Welche Pflegestufe steht mir zu, welche Hilfsmittel werden von der Krankenkasse bezahlt,
welche Zuschüsse für ambulante oder stationäre Angebote gibt es? Fragen zu Leistungen der
Pflegeversicherung bilden den Hauptschwerpunkt der Arbeit, wie Christina Bach als eine der
beiden dort beschäftigten Vollzeitkräfte erläuterte. „Und mehr und mehr auch die Begleitung von
Widersprüchen“, ergänzte ihre Kollegin Petra Wendling. Die Beratungszahlen seien von
Anbeginn stetig gestiegen: Habe man 2011 noch 1500 Kontakte gezählt, seien es im Jahr 2014
bereits 2200 Beratungen gewesen und in diesem noch laufenden Jahr allein bis zum heutigen
Zeitpunkt 2200. „Es ist schon so, dass wir an der Grenze der Ressourcen sind“, befand
Wendling. Die telefonischen Beratungen machen mit 1827 den Hauptanteil aus, daneben habe
es 330 Gespräche in den Sprechstunden gegeben und 61 Hausbesuche bei denjenigen, die nicht
mehr so mobil seien. Wie die Pflegestützpunktkraft zudem berichtete, würde immer wieder auch
der Wunsch geäußert, das Angebot in die Stadtteile auszuweiten. Das war laut Dezernentin
Akdeniz auch ursprünglich die Idee, habe aber aufgrund mangelnder Ressourcen nicht
umgesetzt werden können. Denn im Vergleich zu anderen Ländern gebe es in Hessen kein Geld
für Personal, so dass die Finanzierung alleine auf den Schultern der Stadt und der beteiligten
Kasse liegt. Dafür gibt es, so betonte Petra Wendling, in Darmstadt im Vergleich zu anderen
Pflegestützpunkten in Hessen „ein unglaublich gut ausgebildetes Netz“ an Anbietern für
Pflegebedürftige, mit denen sie sich austauschten und zu denen sie vermittelten.
Bedarf gebe es allerdings an Angeboten für pflegebedürftige junge Menschen oder Kinder, die in
den klassischen Pflegeheimen verkehrt seien. Birgit Koss vom Amt für Soziales und Prävention
erläuterte hierzu, dass mögliche Versorgungslücken im stetigen Austausch thematisiert würden
und bei erhöhtem Bedarf auch reagiert werde. „Damit das Angebot für die Betroffenen
ausreichend ist.“ Sie begründete den steigenden Beratungsbedarf auch damit, dass die
Anforderungen in dem komplexen Thema durch Gesetzesänderungen in den vergangenen fünf
Jahren noch komplexer geworden seien.
Und Christian Heuser von der Heag BKK war sich sicher: „Die Anzahl der Älteren steigt, insofern
wird auch der Bedarf steigen.“
Kontakt: Pflegestützpunkt im Stadthaus, Frankfurter Straße 71, Montag von 10 bis 12 und
Mittwoch von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Telefon 06151-669 96 31 oder -669
29 71, montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. E-Mail:
pflegestuetzpunkt@darmstadt.de.
http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/gut-ausgebildetes-netz-in-darmstadt_16405262.htm
24.11.2015
2016/0212
3376 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
07.06.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0212
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Jahresbericht 2015 - Pflegestützpunkt Darmstadt
Vorlage vom: 23.05.2016
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Bericht zur Kenntnis.
Anlagen: Jahresbericht_2015
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23.05.2016:
Der Pflegestützpunkt Darmstadt wurde am 19. November 2010 eröffnet.
Gemeinsame Träger des Pflegestützpunktes Darmstadt sind die Kranken - und Pflegekassen,
vertreten durch die Einrichtungsbea uftragte Kasse HEAG BKK (seit 01.01.2016 Linde BKK)
und die Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Die Aufgabenerfüllung im Pflegestützpunkt erfolgt gemeinschaftlich, kooperativ und
arbeitsteilig. Beide Träger bringen jeweils ihre originären Aufgabenschwerpunkte Ca re- und
Case Management ein und verantworten diese selbstständig.
Im Pflegestützpunkt werden Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen, Pflegenden, Menschen
mit Behinderung sowie von Pflegebedürftigkeit bedrohten Bürgerinnen und Bürgern der
Wissenschaftsstadt Darmstadt umfassende Informationen und Hilfen rund um das Thema
Pflege angeboten ; diese sind:
• die qualifizierte, wohnortnahe, umfassende sowie unabhängige und
wettbewerbsneutrale Information, Auskunft und Beratung nach den gesetzlichen
Grundlagen
• die Förderung bzw. zentrale Koordination der für die wohnortnahe Versorgung und
Betreuung in Betracht kommenden pflegerischen und sozialen Hilfs - und
Unterstützungsangebote
• Auf- und Ausbau eines leistungsfähigen Netzwerkes zur Koordination und Kooperatio n
aller beteiligten Stellen und Fachkräfte
• Stärkung der interkulturellen Kompetenz
• Veranlassung oder Durchführung von Besuchen in der Häuslichkeit der
Pflegebedürftigen bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohten Personen
Die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Mitarbeit in interdisziplinären
Arbeitskreisen sind weitere Aufgabenbereich e. Hier ist u. a. die seit 2000 bestehende
Fachkonferenz Altenhilfe zu nennen. Es erfolgt ein reger und stetiger Austausch mit den
Institutionen und Anbietern im Bereich der Pflege und darüber hinaus.
Der Pflegestützpunkt hat sich als wichtiger Baustein im lokalen Altenhilfe - und
Gesundheitssystem etabliert. Das Beratungsangebot wird sehr gut ang enommen und ist für
Ratsuchende zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden. Die Zahl der Beratungskontakte pro
Jahr ist von 1466 in 2011 auf 2429 in 2015 kontinuierlich gestiegen.
Darmstadt, den 23.05.2016
Ks
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
Anlage
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Frankfurter Straße 71
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0212
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 23.05.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00