V/0555/2017
Jahresabschluss 2016 der AirportPark FMO GmbH
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Beschlussvorlage
5364 Zeichen
V/0555/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2016 der AirportPark FMO GmbH Beratungsfolge 12.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Bilanz, die Gewinn - und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2016 (Anlagen 1 – 3) werden zur Kenntnis g e- nommen. 2. Weiter wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2016 vom beauftragten Wirtschaftsprüfer am 23. März 2017 der unein ge- schränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter in der Gesellschafterversammlung der Airpor tPark FMO GmbH, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2016 a b- schließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 9.071.236,78 € sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbertrag von 840.492,61 € wird festgestellt. b) Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2016 Entlastung erteilt. c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 840.492,61 € wird mit dem Verlustvortrag von 5.069.232,16 € auf neue Rechnung vorgetragen. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Vorlagen-Nr.: V/0555/2017 Auskunft erteilt: Frau Haubner Ruf: 492 20 32 E-Mail: HaubnerG@stadt-muenster.de Datum: 14.06.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0555/2017 Begründung: Die Stadt Münster ist – wie auch die Stadt Greven und der Kreis Steinfurt – zu einem Drittel (100.000 €) am Stammkapital der 2004 gegründeten AirportPark FMO GmbH beteiligt. Wesentlicher Gege n- stand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Erreichung und Umsetzung aller planerischen Vorau s- setzungen für das regio nale Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück sowie die Entwic k- lung, Erschließung und Vermarktung dieses Gewerbegebietes zur Stärkung der regionalen Wir t- schaftskraft. Gemäß § 11 Abs. 1 Buchstaben c) und e) des Gesellschaftsvertrages der AirportPark FMO GmbH fallen die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates in den Entscheidungsbereich der Gesellschafterversam m- lung. Gesamtergebnis: Der Jahresabschluss wurde vom Wirtschaftsprüfer m it einem uneingeschränkten Bestätigungsve r- merk versehen. Der Jahresfehlbetrag von 840 T€ ist um 416 T€ höher ausgefallen, als in der Wirtschaftsplanung vo r- gesehen. Im Berichtsjahr wurde n keine Grundstücke verkauft. Es waren Erlöse aus Grundstücksg e- schäften in Höhe von rund 908 T€ eingeplant. Als ursächlich wird genannt, dass ein Kau fvertrag aus verschiedenen Gründen nicht mehr im Berichtsjahr abgeschlossen werden konnte. Der Vertragsa b- schluss wird nunmehr im ersten Halbjahr 2017 erwartet. Unter Einbeziehung des Jahresfehlbetrages in 2016 in Höhe von 840,5 T€ beträgt das Eigenkap ital der Gesellschaft zum 31.12.2016 noch 90,3 T€. Damit war die Hälfte des Stammkapitals verloren und die Geschäftsführung nach § 49 Abs. 3 GmbHG verpflichtet, die Gesellschafter u nverzüglich zu i n- formieren. Dies ist im Februar 2017 geschehen. Es ist darauf hinzuweisen, dass bei der G ewährung der Gesellschafterdarlehen in 2008 diese bereits mit Rangrücktritt ausgestattet waren. Dies hat zur Folge, dass die Gesellschaft unter Berücksichtigung der Restvaluten der Gesellschafterdarlehen zum Stichtag 31.12.2016 ein positives wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von 3.666,7 T€ ausweist. S o- mit liegt keine Überschuldung vor. Die Gesellschafter wollen in Abhängigkeit von den erwarteten Pro- jektumsetzungen über mögliche Maßnahmen zu r Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesel l- schaft in den kommenden Gremiensitzungen entscheiden. Ausblick: Für den Planungszeitraum 2017 bis 2021 zeichnen sich aus heutiger Sicht nochmals Jahresfehlb e- träge ab. Für das Jahr 2017 wird bei betont vorsichtiger Planung mit einem Jahresfehlbetrag in H öhe von 414 T€ gerechnet. Gleichwohl sieht die Geschäftsführung für das Planungsjahr 2017 und die Folgejahre eine stabile Grundlage gegeben. Aus den derzeit anstehenden Projekten mit ko nkreten Realisierungschancen in 2017 werden Verkaufserlöse in Höhe von rund 2,6 – 2,7 Mio. € erwa rtet. Sofern diese Erlöse insgesamt zu fließen, wird die Gesellschaft insgesamt ein positives Jahreserge b- nis ausweisen können. Die Geschäftsführung stellt dar, dass die mittelfrist ige Zielsetzung, das opera- tive Geschäft auf Dauer positiv zu gestalten, weiterhin entschlossen verfolgt wird. Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss der Gesellschaft können den Anlagen entnommen wer- den. In den Gremien der Gesellschaft wurden die hier anstehenden Beschlüsse bereits am 16. Mai 2017 gefasst. Das Votum des Vertreters der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt entsprechender Beschlüsse im Haupt- und Finanzausschuss. - 3 - V/0555/2017 I.V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Anlage 1: Bilanz zum 31. Dezember 2016 Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 Anlage 3: Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2016
Anlagen zur Vorlage 555-2017
31461 Zeichen
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Aueaye Ä ca Yoreaye 555 (Lol?
AirportPark FMO GmbH
Bilanz zum 31. Dezember 2016
AKTIVA
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 15.876,00 10,00
Il. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und , )
Geschäftsausstattung 7.892,00 13.450,00 j
2. geleistete Anzahlungen und |
Anlagen im Bau 950,00 950,00
8.842,00 14.400,00
i
I. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. in Ausführung befindliche
Bauaufträge 8.783.516,65 8.703.973,99
2. fertige Erzeugnisse und Waren 700,00. 3.137,10
8.784.216,65 8.707.111,09
Il. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 0,00 16.220,22
- davon gegen Gesellschafter
Euro 0,00 (Euro 15.903,99)
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.289,35 9.093,25
5.289,35 25.313,47
Il. Kassenbestand, Bundesbank-
guthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks 225.989,64 218.161,79
9.040.363,64 8.965.146,35
|
AirportPark FMO GmbH
Bilanz zum 31. Dezember 2016
AKTIVA
Euro
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
9.040.363,64 8.965.146,35
30.873,14 33.704,01
9.071.236,78 8.998.850,36
AirportPark FMO GmbH
Bilanz zum 31. Dezember 2016
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Il. Kapitalrücklage
Il. Verlustvortrag
IV. Jahresfehlbetrag
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen
c. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 44.988,31
(Euro 44.068,98)
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 5.137.978,15
(Euro 4.402.966,46)
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
- davon gegenüber
Gesellschaftern
Euro 23.199,99
(Euro 19.299,99)
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 29.358,74
(Euro 28.058,16)
3. sonstige Verbindlichkeiten
- davon gegenüber
Gesellschaftern
Euro 3.576.390,00
(Euro 3.678.390,00)
-.davon aus Steuern
Euro 1.371,40 (Euro 2.715,24)
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 127.772,35
{Euro 128.320,08)
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 3.626.864,00
(Euro 3.752.468,84)
Euro
5.182.966,46
29.358,74
3.754.636.35
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
300.000,00 300.000,00
5.700.000,00 5.400.000,00
5.069.232,16- 4.427.118,17-
840.492,61- 642.113,99-
14.000,00 12.200,00
4.447.035,44
28.058,16
3.880.788,92
8.966.961,55 8.355.882,52
9.071.236,78 8.998.850,36
Ruezye EL tw Yoresye S5S (Lolt
AirportPark FMO GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
1. Umsatzerlöse
2. Erhöhung des Bestands
in Ausführung befindlicher
Bauaufträge
3. Gesamtleistung
4. sonstige betriebliche
Erträge
a) Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
b) übrige sonstige betriebliche
Erträge
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und
für Unterstützung
- davon für Altersversorgung
Euro 1.800,00 (Euro 1.800,00)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
8. sonstige betriebliche
Aufwendungen
a) Raumkosten
b) Grundstücksaufwendungen
c) Versicherungen, Beiträge
und Abgaben
. Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
0,00 435.457,00
79.542,66 152.533,84
79.542,66 587.990,84
0,00 246,90
10.102,33 27.017,26
10.102,33 27.264,16
61.266,00 419.495,12
18.276,66 29.702,61
79.542,66 449.197,73
117.250,58 115.011,23
19.299,26 18.996,83
136.549,84 134.008,06
10.068,50 8.667,48
16.791,14 16.929,62
6.450,00 6.300,00
17.640,48 17.822,58
41.052,20
40.881,62 136.516,01- 23.381,73
AirportPark FMO GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
40.881,62 136.516,01- 23.381,73
41.052,20
d) Reparaturen und
Instandhaltungen 2.352,00 2.454,24
e) Fahrzeugkosten 16.966,79 19.389,97
f} Werbe- und Reisekosten 117.789,90 89.572,60
g) verschiedene betriebliche
Kosten 241.976,30 233.728,68
h) übrige sonstige betriebliche
Aufwendungen 0,00 200,00
419.966,61 386.397,69
9. Erträge aus Beteiligungen 6,00 9,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche }
Erträge 13,15 38,54 |
' 11. Zinsen. und ähnliche
Aufwendungen \ 260.499,94 256.746,38 |
12, Steuern vom Einkommen und |
vom Ertrag 0,12- 0,00 |
13. Ergebnis nach Steuern " 816.963,29- . .619.714,80- ı
14. sonstige Steuern 23.529,32 22.399,19 |
15. Jahresfehlbetrag 840.492,61 642.113,99
Hueaye 5 &i Yor eg e 555 { lo?
Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2016
Grundlage
Die AirportPark FMO GmbH wurde durch die Stadt Greven, die Stadt Münster und den Kreis
Steinfurt in 2004 gegründet. Die gemeinsamen Planungsziele wurden seinerzeit in einem
mehrstufigen Entwicklungskonzept (Strukturkonzept, städtebauliche Rahmenplanung, vorbe-
reitende und verbindliche Bauleitplanung) erarbeitet.
Mit dem Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO“ ist im August 2008 verbindliches Pla-
nungsrecht für den 1. Bauabschnitt in einer Größenordnung von ca. 48 Hektar geschaffen
worden. Als übergeordnete Zielgruppe soll sogenanntes „Flughafenaffines Gewerbe“ ange-
siedelt werden. Hierunter sind insbesondere Betriebe zu verstehen, die die Flughafeninfra-
struktur nutzen und Kundenbeziehungen und Warenströme über den Flugbetrieb unterhalten
sowie direkt vom Flughafenbetrieb abhängig sind. Das Konzept eines hochwertigen Gewer-
be- und Dienstleistungsstandortes soll mit den besonderen Standortvorteilen des Flughafens
ein überregional ausgerichtetes Flächenpotenzial bieten. Der AirportPark FMO soll hierbei
jedoch nicht als Konkurrenzstandort für die lokalen Gewerbestandorte in der Region auftre-
ten, sondern eine Ergänzung der vorhandenen Angebote zur Stärkung der Wirtschaftskraft
der gesamten Region darstellen.
Die planungsrechtliche Umsetzung erfolgte bislang auf der Grundlage der Bebauungspläne
Nr. 80 „AirportPark FMO — 1. Änderung“ und „1. Vereinfachte Änderung“ sowie den beiden
vorhabenbezogenen Bebauungsplänen „VEP SchuPa“ und „VEP SchuPa II" in Verbindung
mit der Ansiedlung eines neuen Werkstandortes der Schumacher Packaging GmbH. Mit dem
Bebauungsplan „VEP SchuPa Il" vergrößerte sich die baurechtlich gesicherte Fläche auf rd,
56 Hektar.
Am 16.03.2016 fasste der Rat der Stadt Greven den Satzungsbeschluss zum Bebauungs-
plan Nr. 80 „AirportPark FMO — 2. Änderung". Zielsetzung der insbesondere im Vorjahr mit
den Gesellschaftern, dem Aufsichtsrat und dem Beirat abgestimmten Überlegungen war es,
die konzeptionelle Ausrichtung nachfrageorientiert mit den heutigen Marktrealitäten in Über-
einstimmung zu bringen, ohne dass die nutzungsstrukturelle Grundausrichtung sowie die
repräsentative Ansiedlungsstrategie verändert wird. Die erfolgten Anpassungen bezogen
sich im Wesentlichen auf die Grundstücke nordwestlich des Strumps Damm bzw. nördlich
des Unternehmens Schumacher Packaging, d.h. auf die westlichen Randlagen des
1. Realisierungsabschnitts, sowie auf zwei Teilbereiche zwischen Airportallee und Strumps
Damm. Mit der Inkraftsetzung des Bebauungsplans stehen voll erschlossene Teilbereiche
von rd. 115.000 m? zusätzlich für gewerblich-logistische Nutzungen zur Verfügung. Insge-
samt beläuft sich damit das Verhältnis bezüglich der Angebotsflächen Ende 2016 im pla-
nungsrechtlich gesicherten und erschlossenen 1. Realisierungsabschnitt auf rd. 145.200 m?
für gewerblich-logistische und auf rd. 97.600 m? für dienstleistungsorientierte Nutzungen.
Weitere Geschäftsgrundlage für die Aktivitäten der AirportPark FMO GmbH ist der zwischen
der Stadt Greven und der Gesellschaft in 2008 geschlossene Erschließungs- und Städtebau-
liche Vertrag, in welchem die Erschließung des Gebietes auf die Gesellschaft übertragen
worden ist. Damit hat die AirportPark FMO GmbH die Erstellung der Erschließungsanlagen
in eigenem Namen und auf eigene Rechnung übernommen. Die Erschließungskosten finden
1
\
\
|
im Grundstückskaufpreis Berücksichtigung. Nach Fertigstellung von wesentlichen bzw. zu-
sammenhängenden Teilen werden die Anlagen sukzessive kostenfrei in das Vermögen der
Stadt Greven übertragen. Eine erste Übernahme von Teilen eines Gewässers und eines
Kanalisationsabschnittes für Regen- und Schmutzwasser ist durch die Technischen Betriebe
Greven zum 01.01.2015 erfolgt.
Vermarktung
. Das fränkische Familienunternehmen Schumacher Packaging, ein führender mittelständi-
scher Hersteller von maßgeschneiderten Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe,
hat sich Ende 2012 bei der Standortsuche für seine Expansion nach Nordwestdeutschland
unter mehr als 30 Standorten für den AirportPark FMO entschieden. Ausschlaggebend wa-
ren die Bereitstellung eines zusammenhängenden Grundstücks von bis zu 150.000 m? Grö-
Re, die Erfüllung der vorgegebenen Zeitschiene zur Inbetriebnahme des neuen Werkstand-
orts am 01.07.2014 und die vorhandene verkehrsmäßige Infrastruktur von Autobahn und
Flughafen. In Bezug auf die unmittelbare Nähe zum Flughafen Münster/Osnabrück ist der
Standortvorteil für die Schumacher Group insbesondere darin zu sehen, dass bei einem Ma-
schinenausfall die gesamte Logistik hinsichtlich des schnellen Transports von Ersatzteilen
aus dem Zentrallager in Ebersdorf bei Coburg und von internen Monteurspezialisten mittels
eigenem Fluggerät sehr zeit- und kostensparend abgewickelt werden kann. Darüber hinaus
bietet der direkte Autobahnanschluss optimale Voraussetzungen zur Erreichung des von
dem Unternehmen angestrebten Ausbaus der Absatzmärkte in Nordwest-Deutschland, im
Ruhrgebiet, in Belgien und in den Niederlanden sowie in den skandinavischen Ländern. Das
Unternehmen hat bereits im ersten Bauabschnitt rund 50 Mio. Euro in eine Maschinen- und
Fertigungshalle mit Bürotrakt sowie in ein Hochregallager investiert sowie etwa 120 neue
Arbeitsplätze geschaffen.
Die Firmenleitung von Schumacher Packaging zeigt sich mit der Auftragslage und den
Standortbedingungen im AirportPark FMO bisher außerordentlich zufrieden. Nur wenige Mo-
nate nach dem Produktionsstart wurde schon der Drei-Schicht-Betrieb eingeführt. Im Be-
richtsjahr, d.h. ein Jahr früher als vorgesehen, wurden bereits die Planungen für den zweiten
Bauabschnitt vorangetrieben.
Die Ausbauplanungen beziehen sich im Wesentlichen auf eine neue Fertigungshalle und auf
die Vergrößerung der Hochregallagerkapazitäten. Beide Bauteile werden Richtung Süden
auf dem bereits im Eigentum des Unternehmens befindlichen Grundstücksteil an den Be-
stand angeschlossen. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen wurden hierfür schon mit
dem Satzungsbeschluss der Stadt Greven zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „VEP
SchuPa“ geschaffen. Diese erste Erweiterung soll bis Ende 2017 fertiggestellt werden. Die
Investitionssumme wird unternehmensseitig mit rund 30 Mio. Euro angegeben, sodass
Schumacher Packaging dann insgesamt etwa 80 Mio. Euro in den Werksstandort Greven
investiert haben wird.
Für die weitere Expansion hat sich das Unternehmen im Kaufvertrag vom Oktober 2012 op-
tional eine Fläche von 33.759 m? und später zusätzlich in Form einer Reservierungsverein-
barung ein ca. 8.319 m? großes Nachbargrundstück angrenzend an den vorhandenen Park-
platz zur erforderlichen Vergrößerung des Mitarbeiterparkplatzes gesichert. Inklusive dieser
Grundstücke wird sich das gesamte Betriebsgrundstück auf über 150.000 m? ausdehnen und
damit die Flächengröße erreichen, die ursprünglich mit der Standortanfrage seitens Schu-
macher Packaging als Vorgabe gefordert worden ist. Hiermit verbunden sind in den nächsten
Jahren zwei weitere Bauabschnitte und die Schaffung von insgesamt rund 500 vielseitigen
und teilweise hochqualifizierten neuen Arbeitsplätzen.
Nach einer Bauzeit von etwa sieben Monaten hat das Unternehmen Regio-Logistik Deutsch-
land GmbH & Co. KG Anfang Mai 2016 den Betrieb im AirportPark FMO aufgenommen. Der
auf das Konzept „same day delivery“ spezialisierte Paketexpress-Dienstleister arbeitet erfolg-
reich für über 850 Gewerbekunden in der Region Münster-Osnabrück. Die Unternehmens-
führung beabsichtigt, mit neuen Partnern das Konzept „regio-logistik“ bundesweit vom Air-
portPark FMO aus in anderen Regionen zu etablieren. Der neue Firmensitz auf dem
ca. 4.999 m? großen Grundstück umfasst rund 110 m? Büro- und 1.200 m? Lagerfläche. Für
eine spätere Erweiterung sind zusätzlich rund 160 m? Büro- und 1.400 m? Lagerfläche ge-
plant. Mittelfristig sollen bis zu 30 Arbeitsplätze, u.a. in der Verwaltung, Disposition und La-
gerhaltung sowie im Paketdienst, geschaffen werden.
In unmittelbarer Nachbarschaft zu den beiden oben genannten Ansiedlungen hat das welt-
weit mit hochwertigen Netzwerkkomponenten handelnde IT-Unternehmen Dream Tec GmbH
Anfang März 2016 mit den Bauarbeiten auf einem ca. 4.900 m? großen Grundstück begon-
nen. Im ersten Bauabschnitt wird ein attraktives 3-geschossiges Bürogebäude mit ca. 735 m?
und eine Lagerhalle mit ca. 1.200 m? Nutzfläche erstellt. Als Mieter stehen bereits die Firmen
Trade X-Networking GmbH (IT-Komponenten-Handel) aus München und die Firma cibX
GmbH (Medizintechnik) aus Münster fest. Für die geplanten Erweiterungsnotwendigkeiten
auf bis zu 2.100 m? Büro- und 2.400 m? Hallenfläche hat sich das Unternehmen ein ca.
3.100 m? großes Optionsgrundstück für maximal 5 Jahre kaufvertraglich reservieren lassen.
Der Umzug aus den derzeitig angemieteten Flächen im Airport Center ist für Anfang April
2017 vorgesehen. Bis Ende 2017 sollen etwa 30 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Neben der individuellen Architektur des Bürogebäudes wurde für das Gesamtvorhaben von
Dream Tec ein besonderes intelligentes gebäudetechnisches Konzept entwickelt. Beispiel-
haft werden die Büroräume über eine im Einzelraum regulierbare Betonkernaktivierung ge-
wärmt bzw. gekühlt. In der Lagerhalle wird zudem eine besondere Industriefußbodenheizung
installiert. Der Gesamtkomplex wird kostengünstig über das im AirportPark FMO verlegte
Fernwärmenetz versorgt.
Für 2017 und die Folgejahre sind im Zuge der konkreten Kaufvertragsverhandlungen einige
neue ÄAnsiediungen zu erwarten. So beabsichtigt ein IT-Unternehmen aus Niedersachsen
'seine.neue Firmenzentrale im AirportPark FMO anzusiedeln. Nachdem sich der Grund-
stücksverkauf zum Ende des Berichtsjahres aus verschiedenen Gesichtspunkten nicht mehr
realisieren ließ, zeichnet sich der Vertragsabschluss nunmehr für das erste Halbjahr 2017
ab. Das rund 5.200 m? große Grundstück befindet sich in zentraler Lage nordöstlich direkt
am Kreisverkehr. Das Baukonzept sieht Büroflächen, ein Rechenzentrum sowie eine Ser-
vicehalle mit Reparaturwerkstatt vor. Das Unternehmen bietet Lösungen in allen Bereichen
der betrieblichen EDV, angefangen bei Standard-Arbeitsplätzen bis hin zu großen, virtuellen
Umgebungen (private clouds) an. Dabei steht die Wartung der Server und Arbeitsplätze bis
zur Konzeptionierung und Umsetzung von EDV-Projekten im Fokus der IT-Dienstleistung.
Neben der auf rund 25 Arbeitsplätze ausgerichteten neuen Zentrale im AirportPark FMO
sollen die Niederlassungen in Münster und Düsseldorf weiterbestehen bleiben.
Vor dem Hintergrund der strategischen Anpassung des Planungsrechts mit der 2. Änderung
des B-Plans Nr. 80 und deren systematische Bewerbung auf Veranstaltungen, Messen und
in Printmedien sowie im Internet mit dem Homepage-Relaunch wurden im zweiten Halbjahr
2016 verschiedene neue Projekte mit aus heutiger Sicht konkreten Realisierungschancen im
kommenden Jahr akquiriert.
Dabei ist das Ansiedlungsinteresse eines namhaften Autohändlers aus dem Wirtschaftsdrei-
eck Münster, Osnabrück und Bielefeld für ein Aufbereitungszentrum für Leasingfahrzeuge
auf einem 42.000 m? großen Grundstück südwestlich des Kreisverkehrs weit vorangeschrit-
ten. Am neuen Standort sollen sowohl eigene Fachkräfte als auch Dienstleister aus den Be-
reichen Aufbereitung, Lager, Disponierung, Auslieferung, IT und Vertrieb beschäftigt werden.
Insgesamt geht das Unternehmen von bis zu 200 neuen Arbeitsplätzen aus.
Im Zuge der Ansiedlung und der für Anfang 2017 vorgesehenen Erweiterung von Schuma-
cher Packaging sowie der Planung für das Aufbereitungszentrum für Leasingfahrzeuge hat
ein Investor und Betreiber von kostengünstigen Automatentankstellen ein betriebswirtschaft-
lich ausreichendes Potential für die Errichtung einer solchen Tankstelle im AirportPark FMO
ermittelt. In Europa verfügt das Tankstellennetz bereits über 800 Stationen vornehmlich in
Gewerbe- und Industriegebieten. Da sich die Größe einer Automatentankstelle auf die Zapf-
säulen mit Rangierflächen beschränkt, ist ein Grundstück von maximal ca. 2.000 m? erforder-
lich. Der AirportPark FMO erhält hiermit einen weiteren Mehrwert für die angesiedelten Un-
ternehmen.
Weit fortgeschritten ist ebenfalls die Planung eines Investors und gleichermaßen Betreibers
für ein Flughafen-Hotel im AirportPark FMO. Das „Park, Sleep & Fly“-Konzept sieht zunächst
einen ersten Bauabschnitt mit 54 Zimmern vor. Der 4-geschossige Hotelkörper soll in attrak-
tiver Lage direkt an der Airportallee auf dem am nächsten zum Terminal gelegenen Grund-
stück der AirportPark FMO GmbH nördlich des Gewässers errichtet werden. Das Airporthotel
wird zu günstigen Preisen freundlich eingerichtete Hotelzimmer mit kostenlosem W-LAN an-
bieten. In.einem zweiten Bauabschnitt sind dann 52 Zimmer vorgesehen, wobei auch Fami-
lienzimmer und Tagungsräume konzeptionell umsetzbar wären, sofern sich künftig hiernach
eine Nachfrage ergeben sollte.
Im Oktober 2016 akquirierte die Geschäftsführung auf einem Logistik-Kongress das Projekt
für ein.Logistik-Center mit einem Grundstücksbedarf von rund 58.000 m?. Aufgrund der Au-
tobahn- und Flughafennähe sowie des 24/7-Betriebes und der Grundstücksverfügbarkeit
wurde der AirportPark FMO als optimaler Standort sowohl durch den Investor als auch durch
den Betreiber des Paketexpressdienstes identifiziert. Das Investitionsvolumen für Grund-
stück, Immobilie und Einbauten für die Intralogistik wird mit rund 40 Mio. Euro veranschlagt.
In der Anlage sollen künftig 110 neue Arbeitsplätze gewerblicher, technischer und kaufmän-
nischer Ausrichtung entstehen. Dazu kommen die Arbeitsplätze für den Fuhrpark. Im Rah-
men einer Machbarkeitsstudie wurden zum Ende des Berichtsjahres unterschiedliche
Grundstücksvarianten, die die benötigte Größe, die Schaffung des Baurechts und den opti-
malen Grundstückszuschnitt mit den Erschließungsmöglichkeiten beinhalteten, erarbeitet.
Die Meilensteine der Projektentwicklung sehen unternehmensseitig den Grundstücksankauf
Mitte 2017, die Baurechtschaffung bis Mitte 2018 und die Inbetriebnahme des Logistik-
Centers bis Ende 2019 vor.
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Die Nachfrage des Paketexpress-Dienstleisters sowie weitere großflächige Grundstücksan-
fragen haben die Überlegungen zur Umsetzung des geplanten 2. Realisierungsabschnittes
nochmals beschleunigt. Der Abschnitt soll sich östlich an die bestehende Erschließungssi-
tuation von der August-Euler-Straße hinter den Parkhäusern des FMO bis möglichst weit an
den Kanal anschließen. Eine planungs- und vermarktungsorientierte Abschnittsgröße soll
dabei 20 bis 25 Hektar je nach Arrondierungs- und Ankaufsmöglichkeiten der einzelnen Lie-
genschaften umfassen. Die bestehende Freigefällekanalisation und Haupterschließung wur-
de bereits für diesen 2. Realisierungsabschnitt in das vorgesehene Plangebiet hinein tech-
nisch ausgerichtet. Für die Erstellung der notwendigen Flächennutzungsplan-Änderung so-
wie des neuen Bebauungsplanes ist eine Zeitschiene von voraussichtlich 18 Monaten zu
veranschlagen. Vor dem Hintergrund der anstehenden Grundstücksverkäufe und der damit
dann einhergehenden Angebotsengpässe im AirportPark FMO insbesondere bei größeren
Grundstückszuschnitten über 25.000 m? Größe sind die erforderlichen Schritte zur Erweite-
rung des Flughafen-Businessparks im vierten Quartal stark inten
srt worden.“
In der Gesamtheit zeigt sich, dass Nachfragen vornehmlich aus den Bereichen Informations-
und Kommunikationstechnologie, Fahrzeug-/ Maschinenbau, Logistik sowie von Dienstleis-
tungsunternehmen sowohl aus dem Entwicklungs- und Fertigungs- als auch dem EDV-
Bereich kommen. Demgegenüber hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum bestä-
tigt, dass am Flughafen-Standort Münster/Osnabrück Büroflächeneinheiten von mindestens
1.000 m?, die für die Finanzierung einer Büroimmobilie notwendig wären, nicht nachgefragt
werden. Mietinteresse besteht lediglich kontinuierlich im Segment von 100-250 m? kleinen
Büroflächeneinheiten in Kombination mit einer relativ kurzfristig gewünschten Anmietmög-
lichkeit innerhalb von 3-6 Monaten. Zurzeit leitet die AirportPark FMO GmbH derartige An-
fragen an das bestehende Airport Center weiter, um diese Firmen zumindest an den Flugha-
fen-Standort zu binden. In diesem Zusammenhang verfolgt die Geschäftsführung weiterhin
Überlegungen, in welcher: Form für solche Interessenten ggfs. ein Neubauprojekt realisiert
werden kann.
Insgesamt zeigen die aktuellen Vermarktungsgespräche deutlich, dass sich das Vertrauen
und die Überzeugung für den Standort positiv entwickelt haben. Deshalb hält es die Ge-
schäftsführung der AirportPark FMO GmbH nach wie vor für gerechtfertigt, in den Plandaten
des Wirtschafts- und Finanzplans für die kommenden Jahre von einem Grundstücksverkauf
von durchschnittlich 16.500 m? Fläche pro Jahr auszugehen.
Infrastruktur
Im Berichtsjahr erfolgten keine größeren Investitionen im Straßen- und Kanalisationsbau.
Hergestellt wurde lediglich die Zufahrt für das Unternehmen Regio-Logistik. Zudem fielen im
geringen Maße Kosten für Planungsleistungen und Aufwendungen für die Naturschutzstif-
tung des Kreises Steinfurt an. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug in 2016 deshalb nur
rund 79,5 T€. ”
Für den Zeitraum 2017 - 2021 sind im Investitionsplan der Gesellschaft Kosten in Höhe von-
insgesamt 1.896,7 T€ eingestellt. Für 2017 sind lediglich die Erstellung eines Geh- und
Radweges auf der nördlichen Seite der Otto-Lilienthal-Straße vom Strumps Damm bis zur
Elly-Beinhorn-Straße und die Zufahrten für das Bauprojekt der Firma Dream-Tec geplant. Im
zeitlichen Zusammenhang mit weiteren Verkäufen ist der Endausbau der August-Euler-
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Straße vom Parkhaus A bis zur Otto-Lilienthal-Straße und weiter bis zum Kreisverkehr an
der Airportallee vorgesehen. Ebenso ist ein möglicher Endausbau der Joan- -Joseph-Fiege-
Straße und der Elly-Beinhorn-Straße bis zum Anschluss an die Otto-Lilienthal-Straße in die
mittelfristige Investitionsplanung eingeflossen. Zudem ist die sukzessive Ausstattung des
erschlossenen Areals mit LED-Straßenbeleuchtung in den Planungen enthalten. Die Verga-
be von Erschließungsmaßnahmen wird sich weiterhin konsequent an den Notwendigkeiten
im Zusammenhang mit künftigen Grundstücksverkäufen und den hierbei vereinbarten Kauf-
vertragsregelungen ausrichten.
Jahresergebnis und Liquidität
Die im Wirtschaftsplan 2016 eingeplanten Grundstücksverkaufserlöse in Höhe von 907,5 TE
konnten im Berichtsjahr nicht realisiert werden. Ursächlich hierfür ist u.a., dass ein vorberei-
teter und bereits abgestimmter Kaufvertrag mit einem IT-Unternehmen aufgrund einer käu-
ferseitig veränderten Zeitschiene sowie einer Verlegung des Projektgrundstücks einherge-
hend mit einem größeren Grundstückszuschnitt nicht mehr im; Berichtsjahr abgeschlossen
werden konnte. Der Vertragsabschluss wird nunmehr im ersten Halbjahr 2017 erwartet. Auch
die oftmals negätive öffentliche Berichterstattung zum Flughafen wirkte in einigen Gesprä-
chen erschwerend und bedurfte der differenzierten Interpretation durch die Geschäftsfüh-
rung. :
Die Gesamtaufwendungen entsprechen mit 850,6 TE prinzipiell den Vorgaben des Wirt-
schaftsplans. Erkennbar gestiegen sind im Berichtsjahr die Kosten für die Öffentlichkeitsar-
beit. Die Geschäftsführung sah es vor dem Hintergrund der Änderung des Bebauungsplans
zugunsten gewerblich-logistischer Nutzungen als notwendig und zielführend an, das neue
Angebot regional und überregional vor allem auf Messen, in Printmedien sowie im Internet
verstärkt zu publizieren. Die positiven Resonanzen, die sich schließlich in neuen konkreten
Kaufinteressenten zeigen, bestätigen diese akzentuierte Vorgehensweise. Es ist zugleich zu
betonen, dass die Ausgaben in den letzten Jahren durch entsprechende Steuerungs- und
Controlling-Maßnahmen auf ein Volumen verstetigt werden konnten, das die zwingend not-
wendigen Kosten widerspiegelt. Unter Berücksichtigung dieser Parameter weist das Jahres-
ergebnis 2016 einen Verlust von 840,5 T€ aus. Im Wirtschaftsplan ist ein Jahresfehlbetrag in
Höhe von 424,4 T€ geplant gewesen.
Der Gesellschaftsvertrag der AirportPark FMO GmbH sieht vor, dass Aufwendungen der
Gesellschaft, soweit sie nicht aus den Erträgen gedeckt werden können, bis zu einer Höhe
von 100,0 TE je Gesellschafter und Geschäftsjahr von den Gesellschaftern zu übernehmen
sind. Auf der Grundlage eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung wurde deshalb
im Juni 2016 ein Betrag von 300,0 T€ der Kapitalrücklage der Gesellschaft zugeführt. Die
Kapitalrücklage hat sich damit auf insgesamt 5,7 Mio. € erhöht.
Unter Einbeziehung des Jahresfehlbetrages in 2016 in Höhe von 840,5 T€, bei einem
“ Stammkapital von 300,0 T€ und einer Kapitalrücklage von 5.700,0 T€ sowie einem Verlust-
vortrag von 5.069,2 T£, beträgt das Eigenkapital der GmbH zum 31.12.2016 noch 90,3 TE.
Damit war die Hälfte des Stammkapitals verloren und die Geschäftsführung nach $ 49 Abs. 3
GmbHG verpflichtet, die Gesellschafter hierüber. ‚unverzüglich Zu informieren. Dies ist im
Februar 2017 geschehen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass bei der
Gewährung der Gesellschafterdarlehen in 2008 diese bereits mit Rangrücktritt ausgestattet
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wurden. Dies hat zur Folge, dass die Gesellschaft unter Berücksichtigung der Restvaluten
der Gesellschafterdarlehen zum Stichtag 31.12.2016 ein positives wirtschaftliches Eigenkapi-
tal in Höhe von 3.666,7 TE ausweist. Somit liegt keine Überschuldung vor. Die Gesellschafter
wollen in Abhängigkeit von den erwarteten Projektumsetzungen über mögliche Maßnahmen
zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft in den kommenden Gremiensit-
zungen entscheiden.
Für den Planungszeitraum 2017 — 2021 zeichnen sich aus heutiger Sicht nochmals Jahres-
fehlbeträge ab. Für das Jahr 2017 wird bei betont vorsichtiger Planung mit einem Jahres-
fehlbetrag in Höhe von 414,1 TE gerechnet. Ursächlich hierfür ist, dass die in 2017 und den
Folgejahren geplanten Verkaufserlöse unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen
noch nicht die notwendigen Deckungsbeiträge bilanzwirksam erbringen werden. Deshalb
wurde auch in der Finanzplanung eine weitere jährliche Zuführung zur Kapitalrücklage ein-
geplant.
Gleichwohl sieht die Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH für das Planungsjahr
2017 und die Folgejahre eine stabile Grundlage gegeben. Aus den vorgestellten Projekten
mit konkreten Realisierungschancen in 2017 werden Verkaufserlöse in Höhe von rd. 2,6 —
. 2,7 Mio. € erwartet. Sofern diese Erlöse insgesamt zufließen werden, wird die Gesellschaft
aus heutiger Sicht ein positives Jahresergebnis ausweisen können. Die mittelfristige Zielset-
zung, das operative: "Geschäft auf Dauer positiv zu gestalten, wird weiterhin entschlossen
verfolgt.
Grundsätzlich ist bezüglich der Risiken für die Gesellschaft nach wie vor darauf hinzuweisen,
dass Grundstücke nicht in dem geplanten Zeitfenster und Umfang vermarktet werden kön-
nen, was dann in der Folge zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf führt. Mit Blick auf den
Planungshorizont bis Ende 2021 ist aus heutiger Sicht zu konstatieren, dass auf der Grund-
lage der Plandaten der Gesellschaft und der Möglichkeit der variablen Inanspruchnahme der
Kreditlinie im Rahmen eines bestehenden Konsortialkreditverhältnisses die Liquidität der
Gesellschaft ausreichend gegeben sein wird. Voraussetzung ist ein jährlicher Verkaufserlös
von 907,5 T€.
Seit 2014 hat die Gesellschaft mit der Tilgung der Gesellschafterdarlehen begonnen. Damit
erfolgt die Umsetzung der Intention der vereinbarten Tilgungsregelung, nach der ein Teil der
Verkaufserlöse zur Tilgung der Gesellschafterdarlehen Verwendung finden soll. Entspre-
chend ist im Wirtschaftsplan 2017 — 2021 hierfür kalenderjährlich ein Betrag von 102,0 T€
eingestellt worden. Die Darlehn valutierten zum 31.12.2016 noch mit insgesamt 3.576,4 T€.,
Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen mit einem Betrag von 8.783,5 T€
aus dem Wert der zu vermarktenden Grundstücke. Die Kapitalstruktur besteht vornehmlich
aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen sowie langfristigen Bankverbindlichkeiten. Letz-
tere sind durch Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert.
Ausblick
Die Geschäftsführung ist aufgrund der beschriebenen fundierten Ansiedlungsvorhaben und
weiterer Interessenbekundungen in den vergangenen Monaten zweifelsohne davon über-
zeugt, dass sich der AirportPark FMO mittel- und langfristig als erfolgreicher Premiumstand-
ort für das gesamte Münsterland und die angrenzenden Regionen entwickeln wird. Die er-
olgte Ausrichtung des Bebauungsplans in geeigneten Teilbereichen an die Nachfragesitua-
tion im Berichtsjahr und die sich abzeichnende Konkretisierung des 2. Realisierungsab-
schnittes mit einem nachfrageorientierten Angebot an größeren Grundstücken für gewerb-
ich-logistische Nutzungen bestärken diese Ansicht.
Die sehr guten Verkehrsbedingungen mit dem direkten Autobahnanschluss an die A1 sowie
die Lage vis-a-vis dem Flughafen Münster/Osnabrück bieten beste Voraussetzungen für die
angesiedelten Unternehmen und deren Expansion in neue Absatzmärkte, insbesondere
nach Westeuropa. Effiziente Grundstückszuschnitte und langfristige Reservierungsmöglich-
keiten kommen den Wünschen der Unternehmen ziel- und expansionsorientiert entgegen.
Das in der Gesamtheit sehr attraktive Standortpaket bietet darüber hinaus verschiedene Vor-
teile für den Nutzer. So steht z.B. ein leistungsstarker Breitbandanschluss via Glasfaser zur
Verfügung. Ebenso bietet der optionale Anschluss an das Fernwärmenetz eines Biomasse-
heizkraftwerkes eine erhebliche Energiekosteneinsparung. Schließlich bietet die 24/7-
Betriebsmöglichkeit die oft notwendige und vielfach gewünschte Flexibilität für die jeweiligen
Betriebsprozesse. \
Der Geschäftsführung ist bewusst, dass Entscheidungsprozesse einer Unternehmensansied-
lung von unterschiedlich bewertbaren harten und weichen Standortfaktoren, unternehmens-
internen Wachstumsstrategien und von externen Einflüssen, vor allem von allgemeinen Wirt-
schafts- und Finanzierungsbedingungen, abhängig sind. In diesem Zusammenhang darf der
Stellenwert der öffentlichen Diskussion um den Flughafen Münster/Osnabrück in seiner ge-
samten Bandbreite nicht unterbewertet werden. Ein breiter regionaler Konsens bei der Fort-
entwicklung des AirportPark FMO und bei der Sicherung und Erweiterung des Flughafenbe-
triebs mit attraktiven internationalen Flugzielen wird auch zukünftig ein unverzichtbarer Be-
standteil für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des AirportPark FMO zu einem exzellenten
Markenstandort sein.
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht einge-
treten.
Greven, 23. März 2017
Va
Udo Schröer
Geschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0555/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.06.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37