SV-2026/0053
Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und Volt vom 07.08.2026 Coole Schulen und Kitas - Hitzeschutz
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SV-2026/0053
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Vorlage-Nr. SV-2026/0053 Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und Volt vom 07.08.2026 Coole Schulen und Kitas - Hitzeschutz 07.08.2026 Antrag Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Volt Coole Schulen und Kitas Erste Schritte auf dem Weg zum Coolen Darmstadt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten 1. die im Rahmen des „Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (MV 2024/0157) eingesetzte Aktionsgruppe „Hitze“ mit der Koordination und Beschleunigung von kurzfristig realisierbaren Hitzeschutz-Maßnahmen an Kitas und Schulen zu beauftragen. Die Aktionsgruppe soll für besonders betroffene Einrichtungen geeignete, pragmatische und gegebenenfalls auch provisorische Sofortmaßnahmen entwickeln und bei der Umsetzung unterstützen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis Mai 2027 erfolgen. Diese Maßnahmen umfassen beispielsweise: a. Passiver Hitzeschutz • Außenliegende Verschattung (z.B. Sonnensegel, Jalousien, Markisen) • Sonnenschutzfolien an belasteten Fensterflächen • Passive Kühlung (z.B. Nachtlüften, Lüftungsgeräte) • Schulungen zum Gebäudebetrieb b. Aktiver Hitzeschutz • Aktive Kühlung bzw. Temperierung (z.B. Nachrüstung von Klimaanlagen) 2. der Stadtverordnetenversammlung erstmals bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2027 über die Anzahl der betroffenen Einrichtungen, die geplanten Maßnahmen sowie deren Umsetzungsstand und den weiteren Umsetzungsplan zu berichten. 3. in der Haushaltsaufstellung einen ausreichend dimensionierten Etat für die Umsetzung der Sofortmaßnahmen zu hinterlegen. Begründung Darmstadt leidet zunehmend unter Hitzestress. Wir müssen handeln. Die Notwendigkeit, nicht nur beim Klimaschutz umzudenken, sondern auch im Alltag bei Hitzewellen, wird in 2 dem im Juli 2024 in Kraft getretenen Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt klar herausgestellt. Die Klimaanpassungsstrategie unterstreicht in Maßnahme 16 „Hitzevorsorge zum Schutz der Gesamtbevölkerung und hitzegefährdeter Personengruppe“ die Notwendigkeit von Hitzevorsorge als „integrierte, interdisziplinäre Gemeinschaftsaufgabe zahlreicher Akteurinnen und Akteure innerhalb und außerhalb der Darmstädter Verwaltung“. Die Hitzewelle des Sommers 2026 mit Spitzenwerten von über 40°C hat erneut dringlich gezeigt, dass die weiter steigenden Temperaturen an immer mehr Tagen zu schwereren Belastungen führen und Gesundheit, Leben sowie die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Lebens beeinträchtigen. Hitze verursacht gesundheitliche Schäden, erhöht das Unfallrisiko, steigert das Aggressionspotenzial und führt zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Gesundheitlich besonders betroffen sind Menschen, die sich nicht selbst ausreichend schützen können. Je jünger ein Kind ist, desto weniger ist sein Körper in der Lage, Hitze zu regulieren. Daher gehören Kleinkinder und Kinder neben kranken und älteren Menschen zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Auch Schulen – von der Grundschule bis zur Oberstufe – sind Orte, an denen sich Kinder und die dort Beschäftigten über viele Stunden täglich aufhalten müssen. Hohe Raumtemperaturen schaden Gesundheit, Konzentration und Lernfähigkeit und erschweren den Schul- und Betreuungsbetrieb bis hin zu Einschränkungen oder Schließungen. Viele Kommunen – so auch Darmstadt – haben bereits begonnen, ihre Gebäude systematisch hitzeresilient zu gestalten und gezielte Strategien für die technische Anpassung der kommunalen Liegenschaften (kommunale Hitzeaktionspläne) zu entwickeln. Dazu gehört ausdrücklich auch die Priorität von passiver und aktiver Kühlung bei laufenden oder bereits geplanten Sanierungsmaßnahmen. Angesichts der Zunahme von Hitzeperioden genügt es jedoch nicht auf langfristige Sanierungen zu warten. Erforderlich sind schnell wirksame, gegebenenfalls auch provisorische Maßnahmen dort, wo der Handlungsbedarf am größten ist. Eine Priorisierung der besonders betroffenen Einrichtungen und ein verbindlicher Zeitplan zu der Maßnahmenumsetzung ermöglichen einen zielgerichteten und wirtschaftlichen Einsatz der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen. Darmstadt, den 07. August 2026 Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald, Fraktionsvorsitzende Bd. 90/Die GRÜNEN Ana-Lena Herling, Fraktionssprecherin Volt
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2026/0053
- Typ
- Antrag
- Datum
- 07.08.2026
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00