1146/2026
Schrifliche Anfrage der FDP/KGS-Fraktion in der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen (AN/0555/2026) betreffend "Zukunft der Verkehrsverbindung Im Wasserwerkswäldchen in Rondorf-Hochkirchen"
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Dezernat, Dienststelle III/69/692/4 Vorlagen-Nummer 1146/2026 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 22.06.2026 Schrifliche Anfrage der FDP/KGS-Fraktion in der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen (AN/0555/2026) betreffend "Zukunft der Verkehrsverbindung Im Wasserwerkswäldchen in Rondorf-Hochkirchen" Die FDP/KGS-Fraktion der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen stellt folgende Fragen: 1. Warum erfolgt die Planung der Stadtbahntrasse über Hochkirchen/Rondorf offenbar ohne eine integrierte Gesamtverkehrsplanung, die alle Verkehrsarten (MIV, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) gleichwertig berücksichtigt? 2. Warum ist die Verwaltung nicht bereit, die Sperrung der Straße „Im Wasserwerkswäld- chen“ zumindest so lange auszusetzen, bis eine leistungsfähige Ersatzverbindung für alle Verkehrsteilnehmer geschaffen und in Betrieb genommen wurde, obwohl eine sol- che Verbindung zeitlich vor der Stadtbahn realisierbar wäre? 3. Warum wurden die Forderungen von Anwohnern sowie der Dorfgemeinschaft Rondorf- Hochkirchen-Höningen e.V. bislang nicht berücksichtigt, die einen gesicherten Ausbau der bestehenden Straße unter Berücksichtigung von Wasserschutz sowie der Belange von MIV, Rad- und Fußverkehr vorsehen? 4. Welche konkreten Planungen verfolgt die Verwaltung, um im betroffenen Bereich eine möglichst parallel verlaufende neue Verkehrsverbindung für MIV, Rad- und Fußver- kehr zu schaffen? Bitte nennen Sie auch einen Zeitrahmen sowie die hierfür erforderli- chen politischen Beschlüsse, damit eine Umsetzung vor Fertigstellung der Stadtbahn erfolgen kann. 5. Wie beurteilen Feuerwehr und Polizei die geplante Sperrung der Straße „Im Wasser- werkswäldchen“ im Hinblick auf die Einhaltung der Einsatzzeiten, insbesondere für den Bereich Hochkirchen? Stellungnahme der Verwaltung Zu 1: Die Planung der StadtBahn Süd erfolgte neben zahlreichen Erstellungen von Gutachten im Rahmen einer integrierten Verkehrsplanung, in der alle Verkehrsarten berücksichtigt werden. Die Festlegung der Vorzugstrasse ist Ergebnis eines umfangreichen Abwägungsprozesses unter Einbeziehung von öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), motorisiertem Individual- verkehr (MIV), Rad- und Fußverkehr sowie städtebaulichen und umweltfachlichen Rahmenbe- dingungen. Zu 2: Die Sperrung der Straße „Im Wasserwerkswäldchen“ ist aus fachlicher Sicht unvermeidbar. Hintergrund ist insbesondere die notwendige Querung der bestehenden Straße durch die Stadtbahntrasse. Im Ergebnis ist die bestehende Straße nach Umsetzung der Stadt- bahntrasse in großen Teilen nicht mehr nutzbar; ein Ersatz in gleicher Lage ist gutachterlich 2 ausgeschlossen. Aktuell wird die Auswirkung der Sperrung der Straße und die damit zusam- menhängende Verkehrsverlagerung gutachterlich untersucht. Die Ergebnisse sind abzuwar- ten. Zu 3: Die Belange von Anwohnenden sowie örtlichen Initiativen wurden stetig im Planungsprozess berücksichtigt und sind Bestandteil der Abwägung. Für die Belange der ortsansässigen Anlie- ger*innen und Stakeholder*innen im Zusammenhang mit dem Projekt „StadtBahn Süd“ wurde ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit beauftragt, das sich neben den Forderungen der Bevölke- rung auch um das Stakeholdermanagement vor Ort kümmert. Es werden darüber hinaus re- gelmäßig die lokalen Stakeholder*innen eingebunden und die Meinung ebendieser eingeholt. Dies erfolgt beispielsweise durch Akteurskonferenzen, aber auch spezifischer durch Einzelin- terviews mit relevanten Stakeholder*innen. Weitere Informationen zum Einbezug der Anlie- ger*innen vor Ort sind der Mitteilung mit der Vorlagen-Nummer 0811/2022 zu entnehmen. zu 4: Im Rahmen der Bauleitplanung (Bebauungsplan Rondorf Nord-West) wurden die verkehrli- chen Auswirkungen der Sperrung untersucht (siehe hierzu Beschlussvorlage mit der Vorla- gen-Nummer 3292/2023). Die Ergebnisse zeigen eine geringe Verkehrsverlagerung im umlie- genden Netz, eine Entlastung in einzelnen Bereichen (z. B. Weißdornweg), sowie Mehrbelas- tungen an anderen Knotenpunkten (z. B. Husarenstraße/Kapellenstraße). Im Vorfeld der Variantenprüfung und zum konkreten Trassenverlauf wurden viele gutachterli- che Prüfungen vorgenommen, die die Verkehrssituation entlang und im Umfeld der Be- schlusslinienführung berücksichtigt haben. Hierbei wird davon ausgegangen, dass Aus- gleichsmaßnahmen, wie der Bau der Entflechtungsstraße, der Ausbau von Verkehrsknoten- punkten sowie der Bau der Stadtbahn selbst, die Verkehrsproblematik auffangen und per- spektivisch verringern werden. Denn das vorrangige Ziel der StadtBahn Süd ist, den Bür- ger*innen von Rondorf und Meschenich eine komfortable Anbindung an die Kölner Innenstadt zu ermöglichen und mehr motorisierten Individualverkehr (MIV) auf die Schiene zu verlagern. Hierfür werden mit der StadtBahn Süd, dem begleitenden Angebot von Park+Ride Anlagen sowie einer Radvorrangroute, sinnvolle Alternativen geschaffen. Konkrete neue, parallel ver- laufende Verkehrsverbindungen für den MIV sind derzeit nicht Bestandteil der beschlossenen Planung. Deren Realisierung würde zusätzliche politische Beschlüsse, Planverfahren sowie zeitliche und finanzielle Ressourcen erfordern. Zu 5: Um die Belange von Rettungsdiensten und der Kriminalprävention abzufragen und in der wei- teren Planung berücksichtigen zu können, wurde bereits mit den entsprechenden Stellen Kon- takt aufgenommen. Eine Stellungnahme zur Entwurfsplanung liegt aktuell noch nicht vor. Nä- here Infos zum aktuellen Stand der Planung der StadtBahn Süd können der Mitteilung mit der Vorlagen-Nummer 0201/2026 entnommen werden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (4)
- Husarenstraße
- Weißdornweg
- Im Wasserwerkswäldchen
- Kapellenstraße
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Details
- Aktenzeichen
- 1146/2026
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 06.05.2026
- Erstellt
- 21.04.2026 08:30