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2019/0078

Protokoll 22. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 01.03.2019

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
04.03.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0078 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
100 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 22. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 01.03.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Das Protokoll der 22. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Protokoll 22. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.03.2019 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.3.2019  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtvero rdnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 22. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 08.02.2019 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter der 
politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die  Geschäftsstelle 
teil. Die zuständige Dezernentin musste sich leider für diese Sitzung entschuldigen.  
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
 
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte in Vertretung für die Baudezernentin 
der Amtsleiters des Stadtplanungsamtes Herr Jochen Krehbiehl und die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher, die Mitglieder des Gestaltungsb eirates sowie 
die Gäste im Plenum. 
 
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Frankfurter Straße 171 – 173/ Darmstädter 
Straße 17 (Abriss und Neubau Wohn - und Geschäftshaus), Im Fiedlersee 43 (Studie 
Erweiterung Seniorenwohnanlage) und TU Darmstadt Licht wiese (Rahmenplanung) durch die 
jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und 
Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.  
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
Darmstadt, den 01.03.2019 
 
 
Dezernat III 
In Vertretung 
 
 
 
Rafael Reißer  
Bürgermeister

2019/0078

2980 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
04.03.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0078 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 22. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 01.03.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Das Protokoll der 22. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Protokoll 22. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.3.2019  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtvero rdnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 22. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 08.02.2019 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter der 
politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die  Geschäftsstelle 
teil. Die zuständige Dezernentin musste sich leider für diese Sitzung entschuldigen.  
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
 
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte in Vertretung für die Baudezernentin 
der Amtsleiters des Stadtplanungsamtes Herr Jochen Krehbiehl und die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher, die Mitglieder des Gestaltungsb eirates sowie 
die Gäste im Plenum. 
 
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Frankfurter Straße 171 – 173/ Darmstädter 
Straße 17 (Abriss und Neubau Wohn - und Geschäftshaus), Im Fiedlersee 43 (Studie 
Erweiterung Seniorenwohnanlage) und TU Darmstadt Licht wiese (Rahmenplanung) durch die 
jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und 
Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.  
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
Darmstadt, den 01.03.2019 
 
 
Dezernat III 
In Vertretung 
 
 
 
Rafael Reißer  
Bürgermeister

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P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
1 
Sitzungstag:   08.02.2019 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
Ende:    17.00 Uhr 
 
Ort:    Bürgerzentrum „Zum Goldnen Löwen“, Stadtteil Arheilgen 
 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des   Prof. Christa Reicher (Vors.) 
Gestaltungsbeirates  Dipl. Ing. Susanne Wartzeck 
    Prof. Alexander Reichel 
    Prof. Thomas Knerer 
    Dipl. Ing. Rebekka Junge 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
    Rainer Dressel, Amtsleiter Bauaufsichtsa,t 
    Michael Kolmer, Amtsleiter Amt für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung 
Andrea Feldbusch, Stadtplanungsamt 
Max Henkel, Stadtplanungsamt 
    Ingrid Pilz, Grünflächenamt (tw.) 
Ulrich Mathias, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 
Mathias Schreiber, Stadtplanungsamt 
Robert Bergmann, Referendar Stadtplanungsamt 
    Tina Klytta, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Oliver Stienen, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Roland Desch, CDU, bis 13.00 Uhr 
    Alexander Schleith, CDU, ab 13.00 Uhr 
Georg Hang, Uffbasse, ab 13.00 Uhr 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
Hannelore Anthes, Uwiga, ab 11.30 Uhr 
Prof. Dr. Wolfgang Schöhl, AfD, ab 13.00 Uhr 
     
Entschuldigt:   Dr. Barbara Boczek, Dezernentin 
    Olaf Köhler, Denkmalschutz und Denkmalpflege 
 
 
Projekte 
Wohn- und Geschäfts- Frankfurter Str. 171-173/Darmstädter Str. 17, Plan B 
haus    Architekten & Ingenieure, Mainz-Kastell/ göringer_hoff- 
mann_bauer Planungsbüro für Städtebau, Groß-Zimmern; 
Aldi GmbH & co. KG, Mörfelden-Walldorf 
 
Seniorenwohnen Im Fiedlersee 43, Bielak Architekten&Bauingenieure, Ho-
henstein-Breithardt; HEMSÖ Germany Invest 10 GmbH, 
München

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
2 
Rahmenplanung  MTP Architekten GmbH, Frankfurt a.M., TU Darmstadt 
 Riehl Bauermann Landschaftsarchitekten, Kassel   
 
   
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr) 
 
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung der Projekte Rah-
menplanung TU Darmstadt, Im Fiedlersee 43 (Erweiterung der Seniorenwohnanlage)  
und Frankfurter Landstraße 170-171/ Darmsädter Straße 17 (Neubau Wohn- und Ge-
schäftshaus).   
Herr Krehbiehl, Frau Feldbusch und Herr Henkel erläutern bei dem jeweiligen Projekt 
die Situation im Bestand, den Ansatz des Entwurfs sowie die stadträumliche Einbin-
dung des Standortes. 
 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 15.15 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.30 Uhr – 16.30 Uhr) 
 
Die Begrüßung der Teilnehmer und der Besucher des Gestaltungsbeirates erfolgt 
durch Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplanungsamt und Prof. Christa Reicher. 
  
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt. Rückfragen und Verständnisfragen 
durch die Teilnehmer und das Publikum werden beantwortet. 
 
Eine intensive Diskussion mit den Architekten und Bauherren/ Investoren erfolgt im 
Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung.  
 
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang. 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: (Freitags, Zeitfenster jw. ca. 10.00 – 17.00 Uhr) 
 
24.05.2019  23.08.2019  08.11.2019 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter http://gestaltungsbeirat.darmstadt.de veröffentlicht. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 28.02.2019   
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitz Gestaltungsbeirat, Kassel, 28.02.2019 
 
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt: 
 
Frankfurter Landstr. 171-173/ Darmstädter Str. 17 
Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses  
mit Aldi-Filiale, Arheilgen  
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
22. Sitzung – 08.02.2019

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.02.2019 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Entwurfsverfasser 
Plan B Freie Architekten und Ingenieure, Mainz-Kastel 
Planungsbüro für Städtebau göringer_hoffmann_bauer 
Planungsbüro Kindinger Garten und LandschaftsArchitektur 
 
Bauherr 
ALDI Süd, ALDI Gmbh & und Co KG 
 
Beschreibung 
Am Rand des historischen Ortskerns von Darmstadt-Arheilgen, Frankfurter Landstraße 
171-173, soll ein Discountmarkt der ALDI GmbH & Co. KG mit 15 Wohnungen und 49 
Stellplätzen in einer Tiefgarage entstehen. 
Der Vorschlag sieht dabei einen erdgeschossigen Markt vor, der sich über einen Groß-
teil des gesamten Grundstücks erstreckt und straßenbegleitend zwei- und dreige-
schossige Hochbauten entwickelt.  
Der rechtsverbindliche Bebauungsplan A 7.1 - An der Reitbahn - soll durch den Be-
bauungsplan A 43 in mehreren Punkten geändert werden. So würden eine maßstäbli-
che Wegeverbindung und Grünstrukturen entfallen, auch soll die städtebaulich vorge-
sehene Raumkante modifiziert werden. Die umgebende Bebauung ist denkmalrecht-
lich überwiegend als Kulturdenkmal (Ensemble) eingestuft. 
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat empfindet den Entwurf an dieser Stelle als einen wichtigen Bei-
trag, um aufzuzeigen, wie ein Nahversorgungszentrum in einen historischen Ortskern 
integriert werden kann. Besonders würdigt der Beirat dabei die Planung einer Tiefga-
rage, da dadurch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für den Stadtraum geschaffen 
werden.  
 
Die Anmutung des Einzelhauses entlang der Darmstädter Straße beginnt in seiner 
Gestaltung den Dialog mit dem denkmalgeschützten Ensemble, die Einfügung in die 
Umgebung sollte aber noch deutlich erhöht werden. So führt die Lagernutzung im 
Erdgeschoss zu „blinden“ Fensterflächen, die nicht mit dem angrenzenden Stadtraum 
korrespondieren. Hier sollten die Nutzung und Fassadengestaltung überdacht werden.  
Ebenso sollte die Gebäudestellung zur Verbesserung des öffentlichen Raumes führen, 
so könnte eine nördlichere Position eine größere Spielfläche, größere Bäume und ei-
nen respektvollen Abstand zum Nachbarn ermöglichen.  
 
Das Gebäude entlang der Frankfurter Landstraße löst in seiner Positionierung und in 
seinem Ausdruck nicht den Übergang zwischen Anger und Gebäude. Zwar ist die mo-
difizierte städtebauliche Kante aufgrund der sich verändernden Mobilität heute durch-
aus nachvollziehbar, der Discounter muss aber zum südlichen Anger hin ein Gesicht 
ausbilden und darf nicht durch die sich hier absenkende TG-Zufahrt eine Barriere bil-
den. Durch das Verlegen der Einfahrt auf die nördliche Seite könnte hier eine attrakti-
ve Eingangssituation entstehen. 
 
Die Erschließung der Wohnungen durch einen Laubengang ist in der dörflichen Umge-
bung eine fremde Typologie, ebenso wie die Ausbildung mit einem zurückgesetzten

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.02.2019 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Staffelgeschoss als nicht mehr zeitgemäß wahrgenommen wird. Andere Dachformen 
könnten auch die Einbindung der für die Nutzung erforderlichen Technikaufbauten 
optimieren, um ein echtes Gründach auf dem Flachdach des Marktes zu erhalten. Die-
se Technikflächen könnten an der nördlichen Grenze zur Seite hin integrativ entlüften, 
und dabei gleichzeitig eine begrünte Durchwegung sicherstellen.  
 
Mit den räumlichen Modifizierungen und den gestalterischen Maßnahmen kann eine 
Lösung entstehen, die auf den Maßstab des Kontextes reagiert und den Charakter des 
Viertels unterstützt.  
 
Zusammenfassung und weiteres Vorgehen 
Insgesamt würdigt der Gestaltungsbeirat die Idee eines fußläufigen Nahversorgungs-
zentrums sowie die  intensive Auseinandersetzung mit dem Ort.  
 
Die vorgestellte Lösung kann in den o.g. Punkten noch nicht überzeugen und sollte 
entsprechend überarbeitet werden. Der Gestaltungsbeirat bittet daher um Wiedervor-
lage des überarbeiteten Projektes. 
 
 
Votum 
gez. Thomas Knerer / Alexander Reichel
 
 
 
 
 
 
 
Ergänzung Stadtplanungsamt 25.02.2019 
Zum 01.01.2019 wurde das Grundstück an den neuen Eigentümer Aldi GmbH & Co. 
KG übergeben. Damit gingen auch alle Verkehrssicherungspflichten auf den neuen 
Eigentümer über. Aus versicherungsrechtlichen und Haftungsgründen wurde der Zu-
gang zum Spielplatz geschlossen und der Zugang zum Parkplatz mit dem Hinweis 
versehen, dass es sich um ein Privatgrundstück handelt und das Begehen und Befah-
ren auf eigene Gefahr stattfindet.

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt:  
 
Seniorenheim Fiedlersee 43, Arheilgen 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
22. Sitzung – 08.02.2019 
  
8. Februar 2013

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.02.2019 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Bielak Architekten+Bauingenieure, An der Altwiese 5, 65329 Hohenstein 
 
Bauherr 
Hemsö Germany Invest 10 GmbH, München 
 
Beschreibung 
Vorgestellt werden Vorstudien für ein ergänzendes Bauvorhaben am Standort Arheil-
gen. Das Grundstück ist geprägt durch die 4-geschossige Bebauung eines Altenwohn-
heims mit 134 Betten. Das Bestandsgebäude wurde in den letzten Jahren renoviert 
und insbesondere den Anforderungen an die Betreuung von Demenzkranken ange-
passt. Die ungewöhnliche Gebäudeform eines Y’s verzahnt sich mit dem Grünraum, 
stellt aber keine Bezüge zur angrenzenden Bebauung her. 
 
Der Betreiber möchte nun den Standort um drei weitere Angebote erweitern, eine 
Tagespflege, betreutes Wohnen und Wohnunterkünfte für das Pflegepersonal.  
 
Dem Gestaltungsbeirat werden durch das Büro Bielak verschiedene städtebauliche 
Überlegungen im Schwarzplan vorgestellt. Die favorisierte Lösung besteht aus  
4 bzw. 6 Punkthäusern, welche als 2-3 geschossige Gebäude den Bestandsbau im 
Süden und Osten umstellen. 
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Vorstellung dieses Projektes zu einem sehr frühen 
Zeitpunkt und sieht grundsätzlich eine positive Möglichkeit der in der Nachverdich-
tung des Standortes. 
 
Wie durch die Verfasser erläutert, ist der süd-westliche Bereich des Grundstück (zur 
Nachbarbebauung) durch eine Seveso Achtungsgrenze in der Nutzung eingeschränkt 
und wurde daher nicht für eine Bebauung vorgesehen.  
 
Die Stellung von Gebäuden um den Bestand herum führt nach Süden und insbeson-
dere nach Osten jedoch zu einer Abgrenzung des Grundstücks zum Naturraum. Auch 
die Ausblicke aus dem Bestandsgebäude und die Nutzung der privaten Aussenräume, 
werden je nach Dichte der Neubebauung eingeschränkt. 
 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt einen Entwurfsansatz ausgehend vom Freiraum, mit 
einer lockeren Anordnung von Solitären bzw. Punkthäusern. Aufgrund der städtbau-
lichen Situation sollte, in Zusammenarbeit mit der Bauaufsicht, geprüft werden, ob 
eine Bebauung oder Teile einer Bebauung innerhalb des Sevesobereiches möglich 
sind. 
 
Der Anschluss an den Grünraum und das großzügige Gartengrundstück sind wesent-
liche Qulitäten des Bestandes, gerade für ein Altenwohnheim mit Demenzabteilung, 
und sollten durch die ergänzende Bebauung nur in vertretbarem Rahmen einge-
schränkt werden.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.02.2019 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Bei der Stellung der Gebäude ist auch ein ein Augenmerk auf deren Erschließung und 
Adressbildung zu lenken. Nach Entwicklung der städtbaulichen Figur, muss mit den 
neuen Baukörpern insbesondere eine Antwort auf die Architektursprache des Bestan-
des gefunden werden. 
 
Zusammenfassung und weiteres Vorgehen 
Ein sehr positiver Ansatz, das Altenwohnheim an diesem Standort durch neue Ange-
bote weiter zu entwickeln. 
 
Nach Klärung der städtbaulichen Rahmenbedingungen und ersten Entwürfen zur 
Architektur der Baukörper freuen wir uns über eine erneute Vorstellung im 
Gestaltungsbeirat. 
 
 
Votum 
gez. Susanne Wartzeck

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt:  
 
Rahmenplanung Lichtwiese, TU Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
22. Sitzung – 08.02.2019

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.02.2019 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
MTP Architekten GmbH, Frankfurt am Main; TU Darmstadt 
Riehl Bauermann Landschaftsarchitekten, Kassel (Masterplan Freianlagen) 
 
Bauherr 
TU Darmstadt 
 
Beschreibung 
Für die Lichtwiese, den Campus der TU Darmstadt 2012 wurde im Zuge einer 
Rahmenplanung ein Entwicklungskonzept mit der Stadt Darmstadt abgestimmt und 
darauf aufbauend ein Strukturkonzept sowie in 2018 ein Masterplan Freianlagen er-
stellt. Das ursprüngliche Konzept der „Lichtwiese im Grünen“ soll erhalten und weiter 
gestärkt werden. Die Aussenkanten der bebauten Flächen entsprechen dem früheren 
B-Plan, der seinerzeit aufgehoben und nicht wieder aufgestellt wurde. 
 
Der Masterplan sieht das Prinzip einer grünen, MIV-freien Mitte vor, die von einem 
bebauten Cluster umrahmt ist und eine klare Abgrenzung zum Landschaftsraum 
Lichtwiese bildet. 
 
Es ist geplant, die neue Strassenbahntrasse im nördlichen Bereich der Campusmitte 
bis zu einer Haltestelle mit Wendeschleife nördlich des Hörsaal- und Medienzentrums 
zu führen. Die Strassenbahntrasse muß in einem getrennten und eingezäunten Gleis-
bett geführt werden; nur an ausgewiesenen Übergängen ist eine Querung möglich, 
auch die Wendeschleife wird eingezäunt. 
 
Für zwei Neubauvorhaben wurde die Strukturplanung vorgestellt, für beide Bauauf-
gaben soll das Projekt über ein Verhandlungsverfahren qualifiziert werden. 
 
Im Westen, in direkter Nachbarschaft zum Gebäude „Architektur“ wird ein Nord-Süd- 
ausgerichteter Riegel für den Neubau eines Institutsgebäudes vorgesehen. Mit den 
versetzt angeordneten gestaffelten Gebäudehöhen soll eine Distanz zu dem denkmal-
geschützten Architekturgebäude geschaffen werden. Zur Campusmitte nimmt der 
Riegel die Flucht des östlich angrenzenden Bestandsgebäudes auf. Als südlicher 
Abschluss steht auf der höher liegenden Ebene ein quer dazu gestellter Baukörper für 
ein Laborgebäude. Beide Gebäude werden auf den heutigen Parkplatzflächen vorge-
sehen, so daß der Baumbestand erhalten wird und der Grünzug in die südlich angren-
zende Landschaft führen kann.  
 
Das im Masterplan als Zentrales Gebäude benannte Baufeld wird nicht realisiert. 
Im Osten soll ein Forschungsneubau mit Laboren, Büros und Hallen das dreieckige 
Grundstück südlich des Gebäudes Maschinenbau besetzen. Mit einem in den Nord-
Süd-Grünzug geschobenen Kopfbau soll eine „Adresse“ an der Campusmitte gebildet 
werden.  
 
Empfehlung 
Der Beirat begrüßt, daß für die Entwicklung des Campus ein übergeordnetes, klares 
Konzept erarbeitet, für die Freianlagen ein Masterplan weiterentwickelt wurde und 
konkrete Maßnahmen wie die geplanten Regenwasserentkopplung vorgesehen sind.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.02.2019 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Für die Campusmitte wird bemerkt, daß die „Grüne Mitte“ in der vorliegenden 
Masterplanung Freianlagen nicht mehr so prägnant ablesbar ist, wie dies aus den 
Strukturkonzepten ersichtlich ist. Hier wäre es wünschenwert, die Qualität der 
„Grünen Mitte“ stärker heraus zu arbeiten. Wenn die Separierung der Gleistrasse 
zwingend erforderlich ist, muß die Gestaltung des Campus entsprechend darauf 
reagieren. 
 
Für das westliche Neubauprojekt wird begrüßt, dass die Flucht der Gebäuderiegel 
aufgenommen ist und mit den unterschiedlichen Gebäudehöhen auf das Gebäude 
Architektur reagiert wird. Hinterfragt wird jedoch die Ausrichtung des südlichen 
Riegels mit dem Eingang zum Grünzug hin. Es wird angeregt, statt dem Grünzug die 
westliche Strasse als Erschliessung vorzusehen, damit eine eindeutigere Zonierung 
und eine klare Adressbildung erreicht werden kann. So könnte auf die den Grünzug 
störende Einengung durch das Gebäude verzichtet werden, die westlich angrenzenden 
Gebäude wie die Kita würden von der Stärkung der Erschliessungsachse profitieren. 
Der Abstand zu diesen westlich angrenzenden Gebäude sollte noch überprüft werden 
(Verschattung). 
 
Bei dem östlichen Projekt wird verstanden, daß sich das Gebäude mit einem 
„Gesicht“ und einer Adresse zur Campusmitte positionieren soll. Nicht eindeutig 
genug ist aber, daß sich der U-förmige Kopfbau nur zur Hälfte in die Fuge schiebt. 
Entweder sollte das Gebäude selbst darauf reagieren oder es sollte noch weiter nach 
Westen rücken. Auf die Qualität des Grünzugs nach Süden ist dabei zu achten. 
 
 
Zusammenfassung und weiteres Vorgehen 
Die Weiterentwicklung der beiden Neubauprojekte und der Campusmitte wird mit 
Spannung erwartet. Eine Wiedervorstellung dieses Projektstandes ist nicht 
erforderlich. 
Der Beirat steht für die weitere Beratung der Rahmenplanung gerne zur Verfügung.  
 
 
Votum 
gez. Rebekka Junge

Beratungsverlauf (1)

TOP 100

Orte (4)

  • Frankfurter Straße 171
  • Frankfurter Landstraße 170
  • Darmstädter Straße 17
  • Im Fiedlersee 43

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0078
Typ
Magistratsvorlage
Datum
01.03.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00