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2022/0387

Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2022

Magistratsvorlage 16.11.2022

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Haushalt 2022 
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2022

1 
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis  
 
 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling -Bericht   2 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt   4 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.09.2022   4 
2.2 Wesentliche Plan -Ist-Abweichungen   6 
 
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand   9 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe   9 
3.2 Stand der Bürgschaften   9 
 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen   10 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad   10 
4.2 Steuerertragsquote    10 
4.3 Personalaufwandsquote   11 
4.4 Zuschuss- und Förderquote   11 
4.5 Transferaufwandsquote   12 
4.6 Transferdeckungsquote   12 
4.7 Zinslastintensität   13

2 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 
 
 
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand des Haushaltsvollzugs bis zum 30.0 9.2022. 
 
Der Stand des Ergebnishaushalts  wird tabellarisch dargestellt und die wesentlichen Positionen / Veränderungen erläutert.  
 
Die Auswertun g der Buchhaltung hierfür erfolgte am 08.11.2022. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick auf das „Ist -Ergebnis“ die Grundlage des 
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen können seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht eingeflossen sein.  
 
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Planwerte des Nachtragshaushaltsplans 20 22. 
 
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansatz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Summe der jeweiligen Haush altsansätze zu-
züglich eventueller über - und außerplanmäßiger Mittel, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesperrten Mittel und Mittelverschiebungen, z u-
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stellt also den tatsächliche n Rahmen für d ie 
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar.  
 
Budget = (HH-Ansatz 2022 + ÜPL + APL +/ - MVS + HAR 202 1 – Sperre)*3/4 
 
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum . Die Sollstellung (Spalte „Ist“) zeigt dabei nicht 
die kassenmäßig zugeflossene oder abgegangene Liquidität. Hat beispielsweise ein Steuerschuldner einen bestimmten Betrag zu l eisten, erfolgt im 
betreffenden Haushaltsjahr eine Sollstellung . Der Ertrag steht der Stadt für diese Abrechnungsperiode zu und wird ertragswirksam gezeigt. Stellt 
der Steuerschuldner einen Stundungsantrag bis in das kommende Jahr hinein, wird die Sollstellung für das alte Jahr nicht verä ndert, da ansonsten 
ein periodengerechter A usweis des Ertrags verfälscht würde. Kommt der Steuerschuldner im Folgejahr nach Ablauf der Stundung seinen Zahlung s-
verpflichtungen nach, fließt zwar die entsprechende Liquidität zu, ein neuerlicher Ertrag wird aber nicht ausgewiesen. Daher fallen insbeson dere 
bei den Gewerbesteuer n regelmäßig die Ist-Erträge (Sollstellung des Haushaltsjahres) mit dem Kassen -Ist auseinander.  
 
 
Die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ zeigt die Differenz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Erträgen und den tatsächlich zu r Verfü-
gung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätzlich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert dargestellt.

3 
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling -Berichtes informiert über den Stand der Schulden . Hier wird die Höhe der Schulden des städ tischen 
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteilt in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes  abgebildet. 
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgete ilt. 
 
Darüber hinaus enthält der Bericht verschiedene finanzwirtschaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schnelleren Überblick über die jewe ilige 
Haushaltslage ermöglichen sollen und für die weitere Entwicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehe n.

4 
2 Überblick Ergebnishaushalt 
 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. September 2022 
 
Die Nachtragssatzung des städtischen Haushalts für 2022 wurde am 28. Juni 2022 beschlossen und die Genehmigung durch die Komm unal- und 
Finanzaufsicht des Regierungspräsid iums am 11. Juli 2022 erteilt.  
 
Der Verlauf im Ergebnishausha lt stellt sich bis zum 30.09.2022 folgendermaßen dar:  
 
 
Beschreibung NT-Ansatz 
2022 
Budget bis 
30.09.2022 
Ist bis 
30.09.2022 ÜPL APL MVS HAR 2021 Sperre Abweichung 
Budget / Ist Ist in % 
privatrechtliche Leistungsentgelte -8.723.129 -6.542.347 -4.674.428      
-1.867.919 71% 
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -53.954.280 -40.465.710 -36.624.818      
-3.840.892 91% 
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -36.948.626 -27.711.470 -24.064.578      
-3.646.892 87% 
   davon Asyl umA -7.000.000 -5.250.000 -3.804.805      
-1.445.195 72% 
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -80.000 -60.000 -48.608      
-11.392 81% 
Steuern und Steuerähnliche Erträge -376.770.000 -282.577.500 -327.429.431      
44.851.931 116% 
   davon Gewerbesteuer -195.000.000 -146.250.000 -196.886.974      
50.636.974 135% 
   davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -107.000.000 -80.250.000 -77.255.245      
-2.994.755 96% 
   davon Grundsteuer B -42.000.000 -31.500.000 -29.652.707      
-1.847.293 94% 
   davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -27.540.000 -20.655.000 -20.103.120      -551.880 97% 
   davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -4.050.000 -3.037.500 -2.430.525      -606.975 80% 
   davon Zweitwohnungssteuer -500.000 -375.000 -421.455      
46.455 112% 
Erträge aus Transferleistungen -76.251.500 -57.188.625 -46.368.883      
-10.819.742 81% 
   davon SGB II / Hartz IV -34.496.000 -25.872.000 -21.598.809      
-4.273.191 83% 
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -169.666.895 -127.250.171 -115.238.589      
-12.011.582 91% 
   davon Schlüsselzuweisungen -126.144.000 -94.608.000 -94.679.658      
71.658 100% 
   davon AsylbLG -8.314.800 -6.236.100 -6.565.672      
329.572 105% 
Erträge aus der Auflösung von SoPos -22.697.608 -17.023.206 -20.421.988      
3.398.782 120% 
sonstige ordentliche Erträge -15.658.710 -11.744.033 -13.366.351      
1.622.318 114% 
Summe der ordentlichen Erträge -760.750.748 -570.563.061 -588.237.674      
17.674.613 103%

5 
Beschreibung NT-Ansatz 
2022 
Budget bis 
30.09.2022 
Ist bis 
30.09.2022 ÜPL APL MVS HAR 2021 Sperre Abweichung 
Budget / Ist Ist in % 
Personalaufwendungen 131.029.004 98.262.003 90.850.471   -13.000   7.411.532 92% 
Versorgungsaufwendungen 23.108.920 17.331.690 12.498.729      4.832.961 72% 
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 144.700.841 101.724.373 91.937.064 40.000  -427.537 7.933.524 -16.614.331 9.787.309 90% 
   davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 49.164.074 36.873.056 37.884.805      -1.011.749 103% 
Abschreibungen 27.622.108 20.716.581 21.984.911      -1.268.330 106% 
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 189.563.613 135.925.693 114.897.734   
-68.948 501.861 -8.762.269 21.027.959 85% 
   davon Zuweisung Staatstheater 20.184.400 15.138.300 14.925.438      212.862 99% 
   davon Zuschuss DADINA 10.340.000 6.979.500 9.000.000     -1.034.000 -2.020.500 129% 
   davon Zuschuss HEAG mobilo für ÖPNV 29.828.000 20.450.400 757.617     -2.560.800 19.692.783 4% 
   davon Zuschuss Darmstadtium 3.600.000 2.430.000 2.000.000     -360.000 430.000 82% 
   davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 55.031.000 40.564.722 36.832.218  
 
-57.948  -886.756 3.732.504 91% 
   davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 22.539.880 16.904.910 16.904.910       
100% 
   davon Verlustabdeckung EB Kultur 8.500.531 5.287.859 2.500.000     -1.450.053 2.787.859 47% 
   davon Verlustabdeckung EB Bäder 7.470.574 5.602.931 5.550.000      52.931 99% 
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 81.512.600 61.134.450 62.387.629      -1.253.179 102% 
   davon LWV-Umlage 52.105.000 39.078.750 38.990.079      88.671 100% 
   davon Gewerbesteuerumlage 15.031.000 11.273.250 12.109.474      -836.224 107% 
   davon Heimatumlage 9.344.000 7.008.000 7.525.173      -517.173 107% 
Transferaufwendungen 185.984.043 139.502.908 129.228.431   
-3.166 23.000  10.274.477 93% 
   davon SGB II / Hartz IV 62.091.000 46.568.250 38.958.334      7.609.916 84% 
   davon AsylbLG 9.250.000 6.937.500 9.675.946      -2.738.446 139% 
   davon Jugendhilfe 39.261.320 29.456.490 30.751.149    
14.000  -1.294.659 104% 
   davon Asyl (umA) 7.100.000 5.325.000 2.746.722      2.578.278 52% 
sonstige ordentliche Aufwendungen 72.266 54.200 87.397      -33.197 161% 
Summe der ordentlichen Aufwendungen 783.593.394 574.651.896 523.872.366 40.000  -512.651 8.458.385 -25.376.600 50.779.530 91% 
Verwaltungsergebnis 22.842.646 4.088.835 -64.365.308 40.000   -512.651 8.458.385 -25.376.600 68.454.143 -1574% 
Finanzerträge -25.479.030 -19.109.273 -5.114.794      -13.994.479 27% 
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 13.852.660 10.389.495 7.313.916      3.075.579 70% 
   davon für Liquiditätskredite 1.996.290 1.497.218 1.694.045      -196.827 113% 
Finanzergebnis -11.626.370 -8.719.778 2.199.122           -10.918.900 -25%

6 
Beschreibung NT-Ansatz 
2022 
Budget bis 
30.09.2022 
Ist bis 
30.09.2022 ÜPL APL MVS HAR 2021 Sperre Abweichung 
Budget / Ist Ist in % 
Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -786.229.778 -589.672.334 -593.352.468      3.680.134 101% 
Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 797.446.054 585.041.391 531.186.282 40.000   -512.651 8.458.385 -25.376.600 53.855.109 91% 
Ordentliches Ergebnis 11.216.276 -4.630.943 -62.166.186 40.000   -512.651 8.458.385 -25.376.600 57.535.243 1342% 
Außerordentliche Erträge -600.500 -450.375 -787.877      337.502 175% 
Außerordentliche Aufwendungen 1.100.000 825.000 1.491.556      -666.556 181% 
Außerordentliches Ergebnis 499.500 374.625 703.679           -329.054 188% 
Jahresergebnis 11.715.776 -4.256.318 -61.462.507 40.000   -512.651 8.458.385 -25.376.600 57.206.189 1444% 
 
 
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 
 
Ordentliche Erträge  
 
Die Ordentlichen Erträge  übersteigen mit 103%  das rechnerische Budget im Berichtszeitraum . 
 
Ursache ist insbesondere die positive Entwicklung der Gewerbesteuererträge, die bis zum 30.09.2022 bereits den Planansatz für  das gesamte Jahr 
um fast 2,0 Mio. Euro. übersteigen. Bezogen auf den Berichtszeitraum liegt das Ist mit 135% deutlich über dem Budget.  
 
Im Gegenzug jedoch fallen die Gemeindeanteile an der Einkommen - und Umsatzsteuer im dritten Quartal deutlich schlechter aus, als selbst noch 
in der Mai-Steuerschätzung 2022 prognostiziert und lassen bereits darauf schließen, dass der geplante Ansatz zum Jahresende nicht erreicht we r-
den wird. 
 
Auch die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten übererfüllen das rechnerische Budget zwar mit 120%, was jedoch an der Ablösung des let z-
ten Kassenkredits in Höhe von 15,0 Mio. Euro durch die Hessenkasse im 3. Quartal liegt. Dies wird sich zum Jahresende hin rel ativieren, Sondere f-
fekte sind nicht zu erwarten.  
 
Auch die sonstigen ordentlichen Erträge liegen mit 114% über dem  rechnerischen Budget.  Hier sind beispielsweise Rückerstattungen überzahlter 
Zuschüsse enthalten, die bereits bis zum 30.09.2022 über 700 TEuro über dem Planansatz des gesamten Jahres liegen, so dass hi er mit einer 
Übererfüllung auch am Jahresende gerechne t werden kann.  
 
Die größten Abweichungen nach unten  gibt es zum einen bei den Erträgen aus Transferleistungen, die um 10, 8 Mio. Euro also 81% unter dem 
Budget liegen, was jedoch in diesem Bereich immer auch mit  entsprechend geringere n Aufwendungen verbunde n ist. 
Zum anderen weicht die Position Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen um 12,0 Mio. Euro vom Budget ab und erfüllt dieses dam it nur zu 
91%. Dies liegt unter anderem daran, dass manche Zuschüsse nur in zwei Raten ausgezahlt werden (und somit erst im 4. Quartal wieder) jedoch

7 
andererseits auch daran, dass nicht alle Zuschüsse in der Höhe eingehen/abgerufen werden (können) wie geplant. Somit ist auch  zum Jahresende 
mit einer Verfehlung des geplanten Ansatzes zu rechnen.  
 
Im Bereich „Asyl (umA)“ sind die auch weiterhin geringeren  Fallzahlen als geplant dafür verantwortlich, dass die Erträge aus Kosten ersatzleistun-
gen und Kosten erstattungen das rechnerische Budget  nicht erreichen. Dem gegenüber stehen jedoch auch entsprechend geringere Aufwendungen, 
so dass sich im Saldo keine größeren negativen Folgen für den Haushalt ergeben.  
 
Bei der Beurteilung der Entwicklung im Berichtszeitraum ist außerdem zu  beachten, dass besonders in den Positionen „privatrechtliche Leistung s-
entgelte“ und „öffentlich -rechtliche Leistungsentgelte“ Erträge fehlen, die erst zum Jahresende abgerechnet werden.  
 
Ordentliche Aufwendungen  
 
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sich im Bewirtschaftungszeitraum auf 523,9 Mio. Euro und liegt somit um 50,8 Mio. Euro un-
ter dem rechnerisch verfügbaren Budget. 
 
Die Personalaufwendungen erreichen im Berichtszeitraum das verfügbare Budget nur zu 92% . Durch die Sonderzahlung im 4. Quartal wird sich die 
Abweichung etwas abschwächen, jedoch ist absehbar, dass der Planansatz bis zum Jahresende nicht zu 100% ausgeschöpft werden wird. 
Im Bereich der Versorgungsaufwendungen fehlen die anteiligen Rückstellungsbeträge, die stets erst im Rahmen des Jahresabschlusses gebucht we r-
den. 
 
Das Budget der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen wurde im Betrachtungszeitraum zu 90% in Anspruch genommen und liegt somit um 
9,8 Mio. Euro unter den verfügbaren Mitteln. Mit Blick auf das erwartete Jahresergebnis in diesem Bereich kann festgestellt werden, dass die Planung 
deutlich unterschritten werden wird – und dies obwohl der Planansatz von 144,7 Mio. Euro bereits der um einen Konsolidierungsbeitrag von 7,3 Mio. 
Euro reduzierte Wert ist. 
 
Bei den vertraglich festgelegten Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse richten sich die Zahlungen nicht nac h fixen Fälligkeiten, sondern  
meist nach konkretem Finanzbedarf. Hier ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres das Budget weitestgehend ausgeschöpft 
werden wird. 
 
Der Bereich der Steueraufwendungen liegt im Berichtszeitraum über dem verfügbaren Budget, was – insbesondere durch Gewerbesteuer - und Hei-
matumlage, bedingt durch die höheren Gewerbesteuererträge – auch am Jahresende überschritten werden wird.  
 
Die Transferaufwendungen  unterschreiten wiederum das rechnerische Budget um 10,3 M io. Euro und erfüllen es damit zu 93%.  Trotz Überschrei-
tungen in den Bereichen Asyl und Jugendhilfe  ist auch bis zum Jahresende nicht damit zu rechnen, dass der Planansatz erreicht wird, da die Pl a-
nung der SGB II / Hartz IV -Leistungen auf (coronabedingt) h öheren Fallzahlen basiert, die so nicht eingetreten sind.

8 
 
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 25,4 Mio. Euro bei der Berechnung der Budgets berücksichtigt. Davon entfallen allerdings knapp  
8,8 Mio. Euro auf Zuweisungen und Zuschüsse, die aufgru nd vertraglicher Verpflichtungen zu einem großen Teil noch benötigt werden.  
 
Finanzergebnis 
 
Das Budget der Finanzerträge wurde im Berichtszeitraum nur zu 27% erfüllt, das der Finanzaufwendungen zu 70% in Anspruch genommen , was zu 
einem Defizit von 2,2 Mio. Euro führt und damit um 10,9 Mio. Euro schlechter ist, als rechnerisch zum 30.09.2022 vorgesehen.  
 
Die größte Abweichung ergibt sich bei den Finanzerträge n durch den Nichtabruf der eingeplanten Abführung aus Jahresüberschüssen vom Eigenb e-
trieb IDA an den Kernhaushalt in Höhe von 17,4 Mio. Euro. Aufgrund der hohen Gewerbesteuererträge wird auf den Abruf in diesem Jahr verzic htet 
und dieser in das nächste Jahr verschoben. Somit wird auch das Jahresergebnis entsprechend abweichen.  
 
Die weitere Abweichung bei den Finanzerträgen erklärt sich durch die nicht planbaren Buchungszeitpunkte der Ausschüttungen verbundener U n-
ternehmen. Diese liegen meistens im 2. Halbjahr. Außerdem bestehen Finanzerträge zum Teil aus den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sind 
jeweils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits für das ganze Jahr enthalten.  
 
Außerordentliches Ergebnis  
 
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässen und Schenkungen sowie  Sponsoring, 
Erträge und Aufwendungen aus Dienstherrenwechsel nach dem Versorgungslastenteilungs -Staatsvertrag sowie Sonderabschreibungen und peri o-
denfremde Erträge und Aufwendungen. Da es sich zumeist um besondere Einmaleffekte handelt, die nicht planbar sind, werden  die Plan-Ist-
Abweichungen hier nicht betrachtet.  
 
Zum Berichtsstand 30.09.2022 weist das außerordentliche Ergebni s ein Defizit in Höhe von 0,7 Mio. Euro aus. 
 
Jahresergebnis  
 
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Budget für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzten Sperren einen errechneten Übe r-
schuss in Höhe von 4,3 Mio. Euro vor. Tatsächlich konnte ein Überschuss in Höhe von 61,5 Mio. Euro erwirtschaftet werden . 
 
Zum derzeitigen Kenntnisstand wird das Jahresergebnis zum Jahresende besser als geplant ausfallen und der Haushaltsausgleich voraussichtlich  
annähernd erreicht werden.

9 
3 Kreditaufnahme und Schulden  
 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe zum 30.09.2022 
 
 Investitionskredite Liquiditätskredite Gesamt 
Kernhaushalt 460.092.173 € 1.509.548 € 461.601.721 € 
EB Kulturinstitute 24.676.008 € 0 € 24.676.008 € 
EB Bäder 41.360.070 € 0 € 41.360.070 € 
EB EAD 48.702.843 € 0 € 48.702.843 € 
EB DWuW 251.751 € 0 € 251.751 € 
EB IDA 189.734.131 € 0 € 189.734.131 € 
Summe 764.816.977 € 1.509.548 € 766.326.525 € 
 
In diesen Summen sind zwei innere Darlehen vom Kernhaushalt enthalten:  
-an den EB IDA über 3.824.637 Euro darunter 2.208.777 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes (KIP),  
-an den EB Kulturinstitute über 233.333 Euro aus den KIP-Mitteln des Landes. 
 
Die Liquiditätskredite zum Stichtag 30.09.2022 bestehen aus einem negativen Kontostand des Sparkassenkontos.  
 
 
3.2 Stand der Bürgschaften  
 
Gemäß dem letzten Finanzcontrolling-Bericht zum 30.06.2022 betrug die Summe der übernommenen Bürgschaften 448,2 Mio. Euro.  
Bis zum Stichtag 30.09.2022 hat sich dieser Bürgschaftsstand nicht verändert.

10 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
 
 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad  
 
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Anteil die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und sonst. Finanzaufwendunge n) durch die 
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt werden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives ordentliches Ergebnis.  
 
Formel:  ordentliche Erträge + Finanzerträge 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 593.352.468 € 
   531.186.282 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 111,70% (30.09.2021: 96,68%) 
 
 
4.2 Steuerertragsquote 
 
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuererträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishaushaltes. Je höher der A nteil der Steuere r-
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes.  
 
Formel:  Steuererträge 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
      Berechnung (Ist): 327.429.431 € 
   593.352.468 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 55,18% (30.09.2021: 44,90%)

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4.3 Personalaufwandsquote 
 
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfällt; insbesondere im Hinblick auf den i n-
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommunen allerdings noch nicht vor.  
 
Formel:  Personal- und Versorgungsaufwendungen 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 103.349.200 € 
   531.186.282 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 19,46% (30.09.2021: 18,53%) 
 
 
4.4 Zuschuss- und Förderquote 
 
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Aufwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen 
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. Bei einer angespannten Haushaltslage sind die in den Zuweisungen und Zuschüssen enthaltenen frei-
willigen Leistungen gering zu halten. 
 
 
Formel:  Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 114.897.734 € 
   531.186.282 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 21,63% (30.09.2021: 21,37%)

12 
4.5 Transferaufwandsquote  
 
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen, in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistungsempfänger erfolgen (So zialtransfer). 
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten, bzw. im Laufe der Jahre zu senken.  
 
Formel:  Transferaufwendungen 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 129.228.431 € 
   531.186.282 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 24,33% (30.09.2021: 23,82%) 
 
 
4.6 Transferdeckungsquote  
 
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Anteil die Transferaufwendungen durch Erträge aus Transferleistungen gedeckt s ind 
 
Formel:  Erträge aus Transferleistungen 
 Transferaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 46.368.883 € 
   129.228.431 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 35,88% (30.09.2021: 40,48%)

13 
4.7 Zinslastintensität 
 
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen) ins Verhältnis.  Sie zeigt an, welcher Teil 
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist.  Je höher die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige 
Quote ist daher anzustreben.  
 
Formel:  Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
      Berechnung (Ist): 7.313.916 € 
   593.352.468 € 
   
      Wert zum 30.09.2022 1,23% (30.09.2021: 2,22%) 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 14.11.2022 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

anlage 2

147 Zeichen

Punkt 48: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2022 
 (V-Nr. 2022/0387) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

2022/0387

1658 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.11.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat IV 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0387 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2022  
 
Vorlage vom: 16.11.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die 
Stadtverordnetenversammlung weiter.  
 
 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.11.2022: 
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans 
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die Stadtverordnetenve r-
sammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten.  
 
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2022“ kann 
der Stand der Ausführung des Haushalts 2022 zum 30. September 2022 entnommen we r-
den. 
 
Darmstadt, 16.11.2022  
 
Dezernat IV 
 
 
 
 
 
André Schellenberg  
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (2)

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Details

Vorlagen-Nr.
2022/0387
Typ
Magistratsvorlage
Datum
16.11.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00