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V/0386/2009

Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. A-R/0056/2008 "Modellprojekt mit Alternativen Antriebskonzepten für die städtische Fahrzeugflotte auflegen - Der Verantwortung als Bundeshauptstadt im Klimaschutz gerecht werden"

Vorlagen 20.05.2009

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 24.06.2009, TOP 2.2

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1: Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten

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Anlage2: Antrag an den Rat Nr. A-R/0056/2008

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Ansehen

Beschlussvorlage

3744 Zeichen

V/0386/2009 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Personal- und Organisationsamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. A-R/0056/2008 "Modellprojekt mit 
Alternativen Antriebskonzepten für die städtische Fahrzeugflotte auflegen - Der Verantwortung als 
Bundeshauptstadt im Klimaschutz gerecht werden" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
24.06.2009 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten bei der Stadt Münster vom 
10.05.2009 (Anlage 1) wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, sich  um ein Modellprojekt mit  5 Elektro-Smarts inkl. ent-
sprechender Vermarktung / Sponsoring zu bewerben. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, bei  Neu- / Ersatzbeschaffungen in den Jahren 2009 und 
2010  im PKW-Segment zu prüfen, ob der Einsatz eines Fahrzeuges Toyota Prius-Vollhybrid 
unter den Voraussetzungen der jeweiligen Einsatz- und Anforderdungsprofile möglich ist. 
 
4. Mit dieser Maßgabe wird der Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0056/2008 (Anlage 2) zur 
weiteren Beratung an den Ausschuss für Umwelt und Bauwesen (AUB)  verwiesen.  
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1. Die Verwaltung hat im anliegenden Bericht die Antragsinhalte aufbereitet und Einsatzmög-
lichkeiten für die Stadt Münster dargestellt.  
 
Zu 2. Ein Modellprojekt mit Elektrofahrzeugen kann zur Zeit nicht initiiert werden, da entsprechen-
de Fahrzeuge wie im Bericht dargestellt, am Markt nicht verfügbar sind, die u.a. über die für 
den erforderliche „passive Sicherheit“ wie Frontairbags, Seitenairbags, feste Sicherheitska-
rosserie, Automatikgurte etc. verfügen und somit auch einen aktuellen und zwingend erfor-
derlichen Fahrzeugstandard darstellen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0386/2009 
Auskunft erteilt: 
Herr Lauxtermann 
Ruf: 
4 92 10 59 
E-Mail: 
Lauxtermann@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.05.2009 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0386/2009 
 Die Verwaltung wird sich um ein Modellp rojekt bewerben. Die örtliche Niederlassung der 
Daimler AG hat in den geführten Vorgesprächen bereits zugesagt, einen solchen Antrag der 
Stadt Münster positiv und befürwortend gegenüber der Daimler AG zu vertreten. 
 Gespräche mit der Fa. Stadtteilauto haben ergeben, dass sich die Fa. Stadtteilauto die Teil-
nahme an einem solchen Modellprojekt ebenfalls gut vorstellen kann. 
 
Zu 3. Der Toyota Prius-Vollhybrid ist ein Fahrzeug der „Unteren Mittelklasse“.  
 
 Die Stadtverwaltung Münster setzt im PKW-Segment jedoch vorrangig Fahrzeuge der 
„Kleinwagen“-Klasse ein, da diese bereits den geforderten Einsatz- und Anforderungsprofilen 
genügen. Die am Markt verfügbaren und von der Stadt Münster eingesetzten Kleinwagen-
Fahrzeuge schneiden hinsichtlich des Kraftstoffverbrauches und der CO2-Emissionen nur 
unwesentlich schlechter oder gleich gut ab. Zudem sind sie in der Anschaffung noch erheb-
lich preisgünstiger. Somit scheidet das genannte Vollhybrid-Fahrzeug schon aus wirtschaftli-
chen Gründen als Ersatz gegen ein Fahrzeug der Kleinwagen-Klasse aus. 
 
 In dem verbleibenden Bereich des Einsatzes von Fahrzeugen der „Unteren Mittelklasse“ wird 
die Verwaltung in den nächsten 2 Jahren bei Neu- / Ersatzbeschaffungen prüfen, ob hinsicht-
lich der geforderten Einsatz- / und Anforderungsprofile und der Preis-/ Umweltgewichtung die 
Beschaffung eines Toyota Prius Vollhybrid oder eines vergleichbaren Fahrzeuges mit glei-
cher Technik möglich ist, um so ein entsprechendes Modellprojekt zu initiieren. 
 
 Der Markt wird entsprechend beobachtet. 
 
 
 
In Vertretung 
 
gez.  
Dr. Heinrichs 
 
 
Anlagen 
Anlage 1: Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten bei der Stadt Münster 
Anlage 2: Antrag an den Rat Nr. A-R/0056/2008

Anlage 1: Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten

8236 Zeichen

... 
Anlage 1 V/0386/2009 
 
10 20 0001          10.05.2009  
Friedhelm Lauxtermann        10  59 
 
 
 
 
 
Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten bei der Stadt Münster 
- SPD-Antrag im Rat der Stadt Münster Nr. 0056-2008:  „Modellprojekt mit alternativen 
Antriebskonzepten für die städt. Fahrzeugflotte auf legen – Der Verantwortung als 
Bundeshauptstadt im Klimaschutz gerecht werden“ -   
 
 
 
 
Die SPD-Fraktion hat folgenden Antrag an den Rat der Stadt Münster gestellt ( Anlage ): 
 
„Der Rat der Stadt Münster möge beschließen : 
 
1. Die Stadt Münster beschafft  
 
 für ein Modellprojekt „Elektroauto“ fünf Elektrofa hrzeuge samt E-Tankstellen für 
die technischen Ämter am Standort Parkhaus (Parkpalette) des Stadthauses 3    
 
und 
 
 fünf Vollhybridfahrzeuge für die Fahrzeugflotte de r Stadtverwaltung 
 
In der Betriebsphase findet ein Evaluationsprozess statt, über den die Gremien 
informiert werden. 
 
2. Die Stadt Münster bemüht sich, geeignete Koopera tionspartner für das Modellprojekt 
zu gewinnen 
 
 
Eine Arbeitsgruppe hat zu diesem Thema unter anderem umfangreiche Internet- und Presse-
Recherchen betrieben und Gespräche mit Vertretern v on namhaften Autohäusern geführt 
etc. Ergebnis : 
 
 
5 Elektrofahrzeuge samt dazugehöriger E-Tankstellen
 
 
Sparte  PKW  
Die beiden im Antrag aufgeführten Beispiele : 
 
 „Projekt London   („seit Einführung der City-Maut  sind hier  tagtä glich  über  
1.600 Elektroautos –hauptsächlich genutzt von Behör den und 
Firmen- unterwegs) –Modell Smart-„)     
 
    und

- 2 - 
... 
 
 „Projekt Berlin  („Start des Projektes „e-mobility Berlin“, das ebe nfalls auf 
Elektroautos setzt) – Modell Smart-„) 
 
sind „reine“ Modellprojekte der Daimler AG. Nach Au skunft der Fa. Beresa GmbH Münster 
können diese Fahrzeuge zur Zeit nicht  am Markt erworben werden (die Elektro-Smart sind 
zwar als „seriennah“ zu bezeichnen, jedoch noch nicht „serienreif“).Diese Fahrzeuge werden 
lediglich für ausgesuchte Modellprojekte (Großproje kte) zur Verfügung gestellt; hier ist der 
Standort Münster derzeit nicht vorgesehen. 
 
Auch die übrigen Hersteller bieten zum jetzigen Zeitpunkt auf dem deutschen Markt im PKW-
Bereich der „Kleinwagen“ und „unteren Mittelklasse“  (grundsätzliches Fahr- und 
Anforderungsprofil der Fahrzeuge im PKW-Segment der  Stadt Münster – vorrangig 
Kleinwagen-)  keine serienreifen Elektro-Fahrzeuge an, die u.a. über die für den Einsatz 
erforderliche „passive Sicherheit“ wie Frontairbags , Seitenairbags, feste 
Sicherheitskarosserie, Automatikgurte etc. verfügen  und somit auch einen „aktuellen und 
zwingend erforderlichen Fahrzeugstandard“ darstelle n. Viele Hersteller „versuchen“ sich 
zwar in diesem Segment, jedoch zum jetzigen Zeitpun kt lediglich mit Prototypen und mit 
derzeit nicht tauglichen Kapazitäten in den Reichweiten.  
 
Ebenfalls werden die in dem Antrag aufgeführten Ele ktro-Fahrzeuge „Duracar Quicc Diva“,  
„Aixam-Mega Nice Mega City“  und „Think Global AS T hink City“ zurzeit nicht auf dem 
deutschen Markt angeboten. 
 
Die Serienentwicklungsphase bei der Daimler AG für den „Elektro-Smart“ soll allerdings nach 
Information der Fa. Beresa GmbH jetzt beginnen – di es belegen auch entsprechende 
Internet-Recherchen-; frühestens ab Ende 2009 / Anf ang 2010 könnte dann auch mit den 
ersten Fahrzeugen zu rechnen sein, die am Markt erw orben werden können (bzw. Leasing / 
Miete).  
 
 
 
Fazit : 
 
 
Ein Modellprojekt „Einsatz von 5 Elektrofahrzeugen samt dazugehöriger E-Tankstellen am 
Standort Parkpalette Stadthaus 3“ kann aus den vorgenannten Gründen derzeit nicht initiiert 
werden. 
 
Die Arbeitsgruppe schlägt daher vor, dass sich die Stadtverwaltung Münster über die Fa. 
Beresa GmbH bei der Daimler AG um ein „Modellprojek t mit z.B. 5 Elektro-Smarts“ inkl. 
entsprechender Vermarktung und Sponsoring durch die  Daimler Benz AG bewirbt. Als 
Referenzen für die Stadtverwaltung Münster können hier u.a. alle bisher erzielten Erfolge der 
Vergangenheit in Sachen Klimaschutz inkl. aller ver liehenen Auszeichnungen als „grüne 
Stadt“ etc. in die „Waagschale geworfen werden“. 
 
Die Fa. Beresa GmbH hat in den geführten Gesprächen  versichert, einen solchen Antrag der 
Stadt Münster positiv und befürwortend gegenüber de n entscheidenden Stellen 
(„Führungsetage“) der Daimler Benz AG zu vertreten.   
 
Gespräche mit der Firma Stadtteilauto haben ergeben , dass sich die Fa. Stadtteilauto die 
(Mit-)Teilnahme an einem solchen Modellprojekt ebenfalls gut vorstellen kann.

- 3 - 
... 
 
Sparte Nutzfahrzeuge 
 
 
Hier sind beim  Amt für Grünflächen und Umweltschut z bereits folgende Elektro-Fahrzeuge 
im Einsatz : 
 
- Leichenwagen auf dem Waldfriedhof Lauheide (Kleint ransporter Fabr. Melex, dieses 
Fahrzeug wird im Elektro-Betrieb bereits seit 1996 eingesetzt und hat sich bewährt, es 
gab bisher keine großen Probleme, allerdings musste n die Batterien bereits 3-mal 
ausgetauscht werden, das Fahrzeug hat in der betrie benen Version keine 
Straßenzulassung). 
 
- Transport von Personen auf dem Waldfriedhof Lauhei de mit zwei Elektro-Caddys Typ 
EZGO ohne Straßenzulassung (Einsatz seit ca. fünf  Monaten mit bisher positiven 
Erfahrungen). 
 
- Kleintransporter „Aixam-Mega“ (dieses Fahrzeug -Pr itschenwagen mit Kipper- hat sich 
im Amt für Grünflächen und Umweltschutz nicht bewäh rt, da der Nutzwert durch die zu 
geringe Zulade-/Ladekapazität eingeschränkt ist und  die beengte Fahrzeugkabine 
teilweise Probleme bereitet). 
 
- Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz ist  in d er Sparte Nutzfahrzeuge 
(Transporter-Bereich) ständig auf der Suche nach we iteren Alternativen im Bereich von 
Elektro-Fahrzeugen. In Kürze wird dort der „Eco Car rier“ getestet (steht am Markt ab 
ca. Mai/Juni 2009 zur Verfügung). Der „Eco Carrier“ wird von Volkswagen in Sarajewo 
hergestellt und soll als Ersatz für einen abgängige n VW T4 Diesel –nach erfolgreichem 
Test- beschafft und eingesetzt werden. 
 
 
 
 
 
5 Vollhybrid-Fahrzeuge „Toyota Prius“ 
 
 
Die Fa. Toyota produziert mit der Hybridversion des  Modells „Prius“ als einziger Hersteller 
weltweit und mittlerweile in der zweiten Generation  (ab ca. Juli 2009 in der dritten 
Generation)  ein Voll-Hybrid-Fahrzeug in Serie. Der  Prius ist ein technisch ausgereiftes und 
bewährtes Fahrzeug. 
 
Der Toyota Prius-Vollhybrid ist ein Fahrzeug der „U nteren Mittelklasse“ und kostet nach 
einem vorliegenden Angebot bei 15 % Nachlass ca. 23 .000 Euro. Der durchschnittliche 
Kraftstoffverbrauch beträgt 4,5-5 Liter/100 km, der  CO2 Schadstoffausstoß liegt bei 104 
g/km. 
 
Die Stadtverwaltung Münster setzt im PKW-Segment je doch vorrangig Fahrzeuge der 
„Kleinwagen“-Klasse ein, da diese bereits den geforderten Einsatz- und Anforderungsprofilen 
genügen. In diesem Bereich schneiden Kleinwagen-Fah rzeuge hinsichtlich des 
Kraftstoffverbrauches und der CO2-Emissionen nur un wesentlich schlechter oder gleich gut 
wie der Toyoto-Prius Vollhybrid ab und sind zudem n och erheblich preisgünstiger in der 
Beschaffung.  
Somit scheidet der Toyota Prius Vollhybrid als Ersa tz für ein Fahrzeug der Kleinwagen-
Klasse aus.

- 4 - 
 
 
In dem verbleibenden Bereich des Einsatzes von Fahrzeugen der „Unteren Mittelklasse“ wird 
die Verwaltung in den nächsten 2 Jahren bei Neu- / Ersatzbeschaffungen prüfen, ob 
hinsichtlich der geforderten Einsatz- / und Anforde rungsprofile und der Preis-/ 
Umweltgewichtung die Beschaffung eines Toyota Prius  Vollhybrid möglich ist, um so ein 
entsprechendes Modellprojekt zu initiieren. 
 
 
 
Die Ämter der Verwaltung sind entsprechend zu informieren. 
 
 
 
Mögliche Evaluation eines Modellprojektes 
: 
 
Jährliche Berichterstattung durch das Personal- und  Organisationsamt  an den AUB               
( Ausschuss für Umwelt und Bauwesen ) : 
 
o jährliche Fahrleistung ( getrennt nach innerorts /  ausserorts ) 
 
o Verbrauch Liter/100 km ( Durchschnittsverbrauch ) 
 
o CO/2 Schadstoff-Emission, kombiniert g/km ( Werter mittlung nach dem 
vorgeschriebenen Messverfahren nach RL 80/1268/EWG) 
 
o Betriebswirtschaftliche Darlegung der Kosten 
Kosten- /Nutzen Abwägung  ( Effizienzberechnung  in  Verbindung mit dem 
Einsatz-/Anforderungsprofil 
 
 
 
 
 
 
 
Im Auftrag 
gez. Lauxtermann

Anlage2: Antrag an den Rat Nr. A-R/0056/2008

7060 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0056/2008  
 
 
 
Antrag 
 
 
 
 
 
28.10.2008 
 
 
 
                                                                                                                                                                                                                         
             
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster  
 
 
Münzstr. 15 
48143 Münster 
Telefon: 0251/ 45 314 
Fax: 0251/ 511 750 
spdfrak@muenster.de  
     www.spd-muenster.de  
 
Modellprojekt mit alternativen Antriebskonzepten fü r die 
städtische Fahrzeugflotte auflegen - Der Verantwort ung als 
„Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ gerecht werden  
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
1. Die Stadt Münster beschafft  
 
 für ein Modellprojekt „Elektroauto“ fünf Elektrofa hrzeuge samt E-
Tankstellen für die technischen Ämter am Standort Parkhaus Stadthaus III;  
 Fünf Vollhybridfahrzeuge für die Fahrzeugflotte de r Stadtverwaltung. 
 
In der Betriebsphase findet ein Evaluationsprozess statt, über den die Gremien 
informiert werden.  
 
 
2. Die Stadt Münster bemüht sich, geeignete Koopera tionspartner für das 
Modellprojekt zu gewinnen. 
 
 
Begründung: 
 
 
Münster ist Klimahauptstadt Deutschlands. In Münste r kommen aber auch auf knapp 
279.000 Einwohner 143.386 zugelassene PKW. Die Gesa mtzahl der zum 
01.09.2008 zugelassenen Kraftfahrzeuge beträgt soga r 186.938. Damit beträgt die 
Pro-Kopf-Quote 0,67 Kraftfahrzeuge pro Einwohner. D as ist einer der höchsten 
Werte in NRW. In Aachen liegt die Quote beispielswe ise bei 0,51 
Kraftfahrzeugen/Kopf. Die SPD-Ratsfraktion sieht da her Handlungsbedarf, in 
Münster im Bereich des motorisierten Individualverkehrs etwas für die Minderung von 
Treibhausgasimmissionen zu tun.  
 
Die Erfolge der Vergangenheit in Sachen Klimaschutz  sind unbestritten. GuD-
Kraftwerk mit KWK-Technik, Einsatz von Stadtbussen mit Biodiesel und 
Partikelfiltern, die Berücksichtigung ökologischer Belange im Bauplanungsrecht, 
beim städtischen Immobilienmanagement, das Carshari ng-Modell für 
Dienstfahrzeuge, sowie das - allerdings chronisch u nterfinanzierte - 
Altbausanierungsprogramm sind hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zu nennen.

2 
Die SPD-Ratsfraktion hat in jüngster Vergangenheit allerdings immer wieder darauf 
hingewiesen, dass seit dem Bau der GuD-Anlage, die ohne Zweifel ein großer Schritt 
nach vorne war, in Sachen CO 2-Einsparung zu wenig passiert. Insbesondere halten 
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten es für fal sch, bis zur Fertigstellung des 
erst jetzt in Auftrag gegebenen Gutachtens für ein Klimaschutzkonzept „die Hände in 
den Schoß“ zu legen.  
 
1.    Das Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung bietet  eine gute Möglichkeit auf 
dem Feld der durch Kraftfahrzeuge verursachten Trei bhausgasimmissionen 
unabhängig von dem später noch zu beschließenden Ge samtkonzept für den 
städtischen Klimaschutz und ohne dessen Ergebnisse vorwegzunehmen oder zu 
konterkarieren – sofort – einen ersten wirksamen Schritt mit Vorbildwirkung zu tun.  
 
Die SPD-Fraktion spricht sich deshalb für die unver zügliche Einrichtung eines 
Modellprojekts „Elektroauto“ sowie für die Beschaffung von 5 Hybridfahrzeugen (als 
Ersatz für abgängige Fahrzeuge) für den städtischen  Fuhrpark aus. Das Beispiel 
London, wo seit Einführung der Citymaut über 1.600 Elektroautos hauptsächlich von 
Behörden und Firmen genutzt werden und tagtäglich a uf den Straßen unterwegs 
sind, oder das nun gestartete Projekt „e-mobility B erlin“, das ebenfalls auf 
Elektroautos setzt, zeigen, dass die Technik mittle rweile marktreif ist. Ab Frühjahr 
2009 werden bei Karmann in Osnabrück Elektrokleintr ansporter des Typs „Quicc 
Diva“ des niederländischen Herstellers „Duracar“ in  Serie für den freien Verkauf 
produziert. Ebenfalls 2009 startet der Verkauf des in Frankreich bei „Aixam-Mega“ 
derzeit ausschließlich für London produzierten „Nic e Mega City“ auf dem 
europäischen Festland. Der Preis liegt hier bei umg erechnet 16.000 Euro pro 
Fahrzeug. In Norwegen wird ein Zweisitzer Names „Th ink City“ für 25.000 Euro 
angeboten. Außerdem können schon heute bei niederlä ndischen 
Leasinggesellschaften, wie  z.B. der Firma „TTd“ au s Delft auf Elektroantrieb 
umgerüstete PKWs, Vans und Transporter der großen A utokonzerne geleast 
werden. Schließlich produziert Toyota mit der Hybri dversion des „Prius“ als einziger 
Hersteller weltweit und mittlerweile in der zweiten  Generation ein Vollhybridfahrzeug 
in Serie - mit einem Kraftstoffverbrauch von nur fünf Litern/100 km - innerorts. 
 
Es ist an der Zeit diese neuen Technologien auch in  die Fahrzeugflotte der Stadt 
Münster einzuführen.  
 
Mit dem Modellprojekt nimmt die Stadt Münster ihre Vorbildfunktion im Bereich 
Klimaschutz und Treibhausgasreduktion war. Sie weis t auf die Marktreife und 
Alltagstauglichkeit der neuen Umwelttechnik hin und  schafft so Anreize zur 
Nachahmung durch Private. Insofern wird auch ausdrü cklich in Kauf genommen, 
dass z.B. die monatliche Leasingrate eines E-Smarts  mit 480 Euro monatlich um ca. 
320 Euro höher liegt, als die derzeitig günstigsten Leasingraten städtischer PKWs mit 
Verbrennungsmotor. Der rasch fortschreitende Klimaw andel und die bundesweite 
Verantwortung der Klimahauptstadt Münster machen es  notwendig hier 
selbstbewusst voranzugehen, wo andere noch zögern.  
 
Die Stadt Münster beschafft daher in einem ersten S chritt für ein Modellprojekt 
jeweils 5 Elektorfahrzeuge für die technischen Ämte r am Standort Parkhaus 
Stadthaus III sowie 5 Hybridfahrzeuge vom Typ Toyot a „Prius“ für die verschiedenen 
Verwaltungseinheiten.

3 
2.    Laut mehreren Medienberichten planen der Autokonzer n Daimler und der 
Stromversorger RWE eine „Elektroauto-Offensive“. So  wollen die Unternehmen in 
Berlin Netze mit Ladestationen für eine Flotte von Elektro-Smarts aufbauen. Dieses 
Pilotprojekt verfolgt mehrere Ziele. Erprobt werden  soll eine neue Antriebstechnik, 
Batterietechnik und Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig  sollen Erkenntnisse über die 
Akzeptanz und das Verkehrsverhalten der Nutzer dera rtiger Elektroautos gesammelt 
werden. Generell soll die Alltagstauglichkeit des K onzeptes getestet und damit ein 
Schritt in Richtung Serientauglichkeit gemacht werd en. Die „Klimahauptstadt 
Münster“ sollte sich von Anfang an im Sinne einer „ win-win-Situation“ nach 
geeigneten Kooperationspartnern für ihr Modellproje kt bemühen. Dabei sollte nach 
Möglichkeit auch der städtische Partner für das Car sharing-Modell, die „Stadtteilauto 
Münster GmbH“ einbezogen werden.   
 
Die Beschlussgremien werden über den Erfolg des Mod ellprojekts in regelmäßigen 
Abständen informiert. Aus diesem Grund findet auch eine Evaluation statt.  
 
 
Karsten Rahn   Marianne Hopmann  Udo Reiter  
Wolfgang Heuer   Ralf Hubert   Anne Schulze Wintzle r 
Anika Bergner   Dr. Michael Jung  Joachim Tonn 
Hedwig Chudziak   Marianne Koch  Beate Vilhjalmsson   
Philipp Gabriel   Gaby Kubig-Steltig  Holger Wigger  
Beanka Ganser   Kurt Pölling   Karl-Heinz Winter  
Anne Hakenes

Beratungsverlauf (1)

24.06.2009 Hauptausschuss
TOP 2.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Münzstraße 15

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0386/2009
Typ
Vorlagen
Datum
20.05.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37