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Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2018 für die Bühnen der Stadt Köln
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Anlage 5 - Bestätigungsvermerk
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BÜHNEN KÖLN SCHAU .n ‚ N N7 BÜHNEN KÖLN OPER/ \KÖLN SPIEL tan? Jahresabschluss 2017/18 Anlage 5 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Anlage 5 Seite 1 Bühnen der Stadt Köln Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Bühnen der Stadt Köln Prüfungsurteile "Wir haben den Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln — bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden — ge- prüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtschafts- jahr vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i.V.m. den einschlägigen deut- schen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat- sächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Eigen- betriebes zum 31. August 2018 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bühnen. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jah- resabschluss, entspricht den Vorschriften des $ 103 Abs. 1 GO NRW i. V. m. 8 289 HGB und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß $ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Anlage 5 Seite 2 Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit 8 317 HGB und den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung un- ter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschrif- ten und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend be- schrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundla- ge für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägi- gen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen we- sentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deut- schen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre- chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bühnen vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsich- tigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Bühnen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des WVeite- ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Un- ternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwort- lich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unterneh- menstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten ent- gegenstehen. Anlage 5 Seite 3 Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bühnen vermittelt sowie in allen wesentli- chen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein- Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesell- schaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwort- lich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um aus- reichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellun- gen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bühnen ver- mittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein- Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V.m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesell- schaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prü- fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn ver- nünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Anlage 5 Seite 4 Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus — identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsich- tigter — falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach- weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Au- Rerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrun- gen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um- ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Bühnen abzugeben. — beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. — ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertre- tern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätig- keit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsi- cherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Bühnen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresab- schluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemes- sen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolge- rungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu füh- ren, dass die Bühnen ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. Anlage-5 Seite 5 — beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Ge- schäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bühnen vermittelt. — beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Geset- zesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Bühnen. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu- kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü- fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und be- urteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annah- men. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unver- meidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Anga- ben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um- fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Dreieich, 30. September 2019 ER SAN INDIE, NS REN Schüllermann und Partner AG er 9 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GN % winreenaere- N 2 Steuerberatungsgesellschaft [9 € 2 PRÜFUNGS- | 22 GESELLSCHAFT } DREIEICH Ba i , ze H- Dipl.-Kfm. Harald Reinhart __- ipl.-Kfm. Sascha Gönnheimer Wiktschaftsprüfer “ Wirtschaftsprüfer
Anlage 4 - Lagebericht
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BÜHNEN KÖLN OPER/ \KÖLN SaiEL \ tanz BÜHNEN KÖLN KOLN Jahresabschluss 2017/18 Anlage 4 Lagebericht sum Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 1 LAGEBERICHT FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2017 BIS 31. AUGUST 2018 I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2017/2018 1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik Deutschland in der Spielzeit 2017/2018 Wie bereits in den Vorjahren haben auch in der Spielzeit 2017/2018 die finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte einen hohen Konsolidierungsdruck auf die deutschen Bühnen bewirkt. Als per- sonalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und dadurch begrenzten kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotentialen sind die öffentlichen Theater und Orchester hier- von in besonderem Maße betroffen. Wegen des notwendigen Finanzbedarfs der Kultureinrichtungen stehen deshalb gerade die Fragen der Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen unverändert im Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit. Erfreulicherweise konnten die öffentlich getragenen Theater ihre Spielzeitdaten in der vorjährigen Spielzeit (2016/2017)* stabilisieren: So sind die Besucherzahlen der öffentlich getragenen Theater einschließlich der Gastspiele mit rd. 20,5 Mio. Zuschauern zwar leicht gesunken. Während die Zahl der Vorstellungen leicht um 2,2% auf 65.794 zurückging, blieben die Einnahmen aber nach einer Steige- rung von 3% im Vorjahr stabil bei rd. 551 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das prozentuale Einspielergebnis von 17,8% leicht gesunken. Dagegen erhöhten sich die öffentlichen Zuschüsse an die Theater und Orchester von rd. 2,5 Mrd. Euro um rd. 3,7% auf rd. 2,6 Mrd. Euro. Die Zahl der fest angestellten Theatermitarbeiter*innen — befristet und unbefristet — stieg im gleichen Zeitraum leicht von 39,505 auf 39.692. Vor diesem Hintergrund bleibt der hohe Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtungen in Deutsch- land unverändert bestehen, Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen werden von Politik und Öffentlichkeit weiterhin kritisch hinterfragt. Zugleich werden von der Politik, den Kulturver- bänden und den Kultureinrichtungen selbst immer wieder neue Überlegungen angestellt, wie man durch inhaltliche und perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechtsformgestaltungen die Einnahme- und die Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wesentlichen auf die ökonomische Effizienz ausgerichteten Überlegungen sollte das übergeordnete Ziel der Theater und Orchester, nicht gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht aus den Augen verloren werden. * Quelle: Theaterstatistik 2016/2017 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 52 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 2 2. Der rechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2017/2018 Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführten Bühnen der Stadt Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist aktuell eine aus vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Be- triebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) entschei- den in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Haupt- satzung der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr verläuft spielzeitkonform vom 1. September bis zum 31. August. 3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2017/2018 Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bühnen der Stadt Köln zu den national bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters, Im Sinne des qualitativen Anspruchs, welcher der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht wer- den soll, gehören beim Sprechtheater die Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner Ge- genwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile zu den traditi- onellen Aufgaben. Nationale und internationale Gastspiele sollen das Programm des Sprechtheaters komplettieren. Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Bayerische Staatsoper, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Wien, Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatstheater Stuttgart sowie die assoziierten Mitglieder Opera National de Paris, Royal Opera House Covent Garden London und Teatro alla Scala Mailand. Diese Institutionen sind geprägt von international renommierten Dirigent*innen, Regisseur*innen sowie Sänger*innen. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einigen Jahren neben der Komi- schen Oper Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse. Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln mit Ende der Spielzeit 2008/2009 wird der Tanz an den Bühnen Köln durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 3 Nach der gescheiterten Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus am Offenbachplatz in 2015 war auch die Spielzeit 2017/2018 der Bühnen der Stadt Köln — bei einer unverändert angespannten städtischen Haushaltslage und den weiterlaufenden Sanierungsmaßnahmen - erneut geprägt von der Fortführung des Interimspielbetriebs des Musiktheaters (Staatenhaus, Außenspielstätten) und der Kinderoper und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte, „Außenspielstätte am Offenbachplatz“). Folgende Inszenierungen konnten in 2017/2018 realisiert werden: Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Titel Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS; Inszenierungen des Sprechtheaters 2666 Depot I Alles, was ich nicht erinnere Offenbachplatz ‚Ansichten eines Clowns Depot II ‚Arsen und Spitzenhäubchen Depot I bash Grotte Battlefield Depot II Casablanca Offenbachplatz Cyrano de Bergerac Depot I Der Gute Mensch von Sezuan Depot II der herzelfresser Grotte Die Lücke Depot II Die Weber Depot I Don Quijote Depot I Endspiel Dpeot II Extremites Depot I Faust I Depot I Faust II Depot II Frau Schmitz Offenbachplatz Geächtet Offenbachplatz Glaubenskämpfer Depot II Gott Offenbachplatz Hamlet Depot I Offenbachplatz Depot II Depot II Offenbachplatz Mary Page Marlowe Depot I Mitleid Depot II NSU - Warum musste Theo sterben Offenbachplatz Occident Express Depot II Oorlog Depot II Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 4 Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS Übertrag: Peer Gynt Depot I Räuber Hotzenplotz Depot I real fake Depot II Romeo und Julia Depot I Rot Offenbachplatz Sprengkörperballade Offenbachplatz [The Civil Wars Be Depot I Tod eines Handlungsreisenden Depot I Triple Bill Depot I Wenn ich nicht hier bin Grotte Depot I Depot I Wir sind Affen eines kalten Gottes Offenbachplatz Wir wollen Plankton sein Offenbachplatz Wonderland Ave. Depot I Woyzeck Depot I Einzelveranstaltungen div. Spielstätten Die Spielzeit 2017/18 war die fünfte unter der Intendanz von Stefan Bachmann. Da sich das Schau- spielhaus am Offenbachplatz noch in der Renovierung befand, wurde weiterhin das rechtsrheinisch gelegene Depot auf dem Gelände des Carlswerkes in Köln Mülheim bespielt. Zunächst als Interims- spielstätte für zwei Jahre gedacht, ist es gelungen, einen lebhaften Ort des Austausches zu schaffen, der in den Stadtteil hineinwirkt und gleichzeitig überregional wahrgenommen wird. Der Carlsgarten, ein Urban-Gardening-Projekt des Schauspiel Köln, trug zu einer Belebung des Areals genauso bei wie zahlreiche Initiativen und Projekte des Schauspiel Köln, die sich inhaltlich mit Themen des Stadtteils beschäftigten. Auch wenn das Publikum gerne und in großer Zahl zu Theaterbesuchen nach Köln Mülheim kommt und die Spielstätte inzwischen ein etablierter Ort in Kölns Kulturleben ist, bleibt das Schauspiel Köln mit der Außenspielstätte am Offenbachplatz auch auf der anderen Rheinseite präsent. Die neue Bühne im Stadtzentrum hat in der Spielzeit 2017/18 ihren einjährigen Geburtstag gefeiert. Die Idee der vier Regieassistent*innen und Gründungskurator*innen Andrea Imler, Pınar Karabulut, Matthias Köhler und Charlotte Sprenger, die nun als freie Theaterregisseur*innen arbeiten, hat sich jedenfalls etab- liert: Aus der Spielstätte am Offenbachplatz, umgetauft auf „Britney“, wurde eine Bastion für innovati- ve Projekte mitten in der Innenstadt. Uraufführungen, deutsche Erstaufführungen, Gastspiele, Vernet- zungen und Kooperationen mit Künstler*innen aus Köln und Umgebung, Ausstellungen, Konzerte und Gespräche und natürlich das Festival „Britney X" bestimmten weiterhin das Programm. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 5 In der Spielzeit 2017/18 hat das Schauspiel Köln mit Beate Heine eine neue Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin gewonnen. Entsprechend kam es im Spielplan zu Veränderungen. Eine der großen, nach außen wirkenden Neuigkeiten war die Aufteilung der Spielzeit in drei thematische Blöcke: Identität — Revolte — Aufbruch. Diese drei prägnanten wie assoziationsreichen Begriffe baten zur Auseinandersetzung mit großen philosophischen, auch politischen Diskursen unserer Gegenwart. Passend dazu gab es drei Ausgaben des Theatermagazins, die jeweils den thematischen Überbau zum Motto darstellten. Das neu konzipierte Blatt des Schauspiel Köln — voller Interviews mit inspirierenden Persönlichkeiten, wie z. B. Milo Rau, und zahlreichen Essays, wie etwa von Markus Gabriel, - wurde zum wertvollen Begleiter durch die gesamte Spielzeit. Der Intendant Stefan Bachmann hat zur feierlichen Eröffnung der Saison 2017/18 Henrik Ibsens „Peer Gynt“ mit einer außergewöhnlichen Skurrilität und Energie auf die Bühne gebracht. Bei der Kritik war die Geschichte des bekanntesten Lügners der dramatischen Literatur ein voller Erfolg. „Bachmanns Inszenierung ist ein gelungener Parforce-Ritt durch Ibsens Welten. Mit Jörg Ratjen als Gynt-Darsteller, der einfach bravourös die Szene beherrscht, wenn es ihn durch die Weiten seiner Phantasie treibt. Wie zudem die „glorreichen Sieben", die dabei in drei Dutzend Rollen schlüpfen, neben ihm brillieren, ist ebenfalls aller Ehren wert. (...) Nach drei pausenlosen Stunden, die nach den anfänglich grotesk- skurrilen, ja grellen Szenen zuletzt in feiner Heimkehrer-Innerlichkeit enden, gab's kein Halten mehr: Großer Applaus. Völlig zurecht“, schrieb theaterfischer.de. Im weiteren Verlauf der Spielzeit wurden weitere klassische Stücke wie „Wilhelm Tell“ (Regie ebenfalls Stefan Bachmann, eine Koproduktion mit dem Theater Basel), „Romeo und Julia“ (Regie: Pınar Kara- bulut), „Die Weber“ (Regie: Armin Petras) und „Endspiel“ (Regie: Rafael Sanchez) auf die Bühne ge- bracht. Gleichzeitig gab es viel Raum für neuen Stoff: sieben Uraufführungen und deutsche Erstauf- führungen standen auf dem Spielplan. So schrieb z. B. Ibrahim Amir für das Schauspiel Köln das Stück „Heimwärts“ über den alternden Helden Hussein, der seine Identität zwischen Österreich und Syrien sucht. Mit „Alles, was ich nicht erinnere“ des schwedischen Autors Jonas Hassen Khemiri kam der mit dem schwedischen Literaturpreis gekürte Roman zum ersten Mal in Köln auf die Bühne. Eine besondere Resonanz erfuhr die Uraufführung des neuen Stücks von Sibylle Berg zum Thema künstliche Intelligenz „Wonderland Ave.“. Die Menschheit ist in diesem Stück fast ausgestorben und die, die überlebt haben, sind abhängig von Maschinen. Das Stück ist „ein bitterböser und ebenso ko- mischer Abgesang an die Welt, wie wir sie kannten“, so die Dramaturgin der Inszenierung, Sibylle Dudek. Die Regie des dystopischen Textes übernahm der gefeierte junge Regisseur und Bühnenbildner Ersan Mondtag, der mit „Wonderland Ave.“ sein Kölner Debüt gab. Als Setting für die Inszenierung wählte Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 6 Mondtag ein Museum voller Kunstobjekte. Hier werden ein Mann (Bruno Cathomas) und eine Frau (Kate Strong), wie in einem Zoo gehalten und von einer Gruppe Roboter bewacht. Der große Hingu- cker war jedenfalls die auf dem Boden liegende Riesenstatue — eine lebensechte Nachbildung von Cathomas selbst. nachtkritik.de kommentierte die Erscheinung wie folgt: „Der Riese sieht uns den ganzen Abend aus großen Augen an, und man wartet eigentlich darauf, dass er aufsteht und mitspielt. Denn ehrlich gesagt, zuzutrauen wäre so etwas dem Wunderkind Ersan Mondtag ohne weiteres.“. Überhaupt war die visuell starke Umsetzung, mit zahlreichen Hinweisen auf Klassiker der Kunstge- schichte, neben Bergs Text der Höhepunkt der Inszenierung. „Dieser Abend macht sehr viel Lust auf die nächsten Arbeiten von Ersan Mondtag in der kommenden Spielzeit“, äußerte sich der Bonner Ge- neral Anzeiger zu „Wonderland Ave.“. Tatsächlich begann mit der Inszenierung eine langfristige, in- tensive Kooperation zwischen dem Schauspiel Köln und dem Regisseur. Auch die Partnerschaft Berg/Mondtag erwies sich als besonders fruchtbar — die Inszenierung kam später in die Auswahl der zehn herausragenden deutschen Uraufführungen der Festival-Stücke 2019. Weitere Festival-Erfolge feierte das Schauspiel Köln in München bei Radikal jung. Das Kölner Schau- spiel legt einen besonderen Wert auf den Regie-Nachwuchs und ist bei den Theatertagen in München regelmäßig vertreten. Eine Doppeleinladung, wie die im Jahr 2018, war aber etwas Besonderes. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass die beiden eingeladenen Regisseurinnen, Pınar Karabulut (mit „Romeo und Julia“) und Charlotte Sprenger (mit „Alles, was ich nicht erinnere‘) vorher am Schauspiel Köln noch als Regieassistentinnen tätig waren und als Kuratorinnen am Offenbachplatz das Haus wesent- lich prägten. Für Karabulut war es bereits die zweite Einladung zum Radikal jung - 2015 stellte sie sich in München mit „Invasion!“ von Jonas Hassen Khemiri vor. Der Erfolg von Karabulut und Sprenger macht deutlich, dass sich die kontinuierliche Unterstützung junger Regisseurinnen am Schauspiel Köln sehr lohnt. In der Spielzeit 2017/18 haben am Schauspiel Köln neben Karabulut und Sprenger auch Lilja Rupprecht („Eine Frau Mary Page Marlowe“) und Therese Willstedt („Woyzeck“) mit ihren Regie- arbeiten zum Repertoire beigetragen. Im Zusammenhang mit Karabuluts „Romeo und Julia“ ist auch die schauspielerische Leistung von Kristin Steffen als Julia hervorzuheben. Steffen, die sich zu der Zeit im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Schauspiel Köln und der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendels- sohn Bartholdy“ zusammen mit sieben weiteren Schauspielstudent*innen am Kölner Theater aufhielt, wurde später vom Magazin Theater heute als Nachwuchsschauspielerin des Jahres ausgezeichnet und ist inzwischen festes Ensemblemitglied am Schauspiel Köln. „Romeo und Julia“ bleibt weiterhin eine der erfolgreichsten Inszenierungen im Repertoire und die Wiederaufnahme in der Spielzeit 2019/20 steht bereits fest. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 7 Neben eigenen Produktionen hat das Schauspiel dem Kölner Publikum in der Spielzeit 2017/18 eine Reihe von exklusiven Gastspielen angeboten und nach Köln kamen die Regiestars Peter Brook, Milo Rau und Julien Gosselin. Peter Brook ist mit seinen vierundneunzig Jahren eine lebende Theaterlegen- de. In Köln zeigte er ein Motiv aus seiner „Mahabharata“-Adaption aus den 1980er Jahren, die zu den Höhepunkten seiner Karriere gehört. „Battlefield“ war ein schönes Beispiel der von Brook geprägten „armen“ Theaterästhetik, die mit einem leeren Raum („empty space“) und wenigen Mitteln auskommt. Der Kölner Stadtanzeiger schrieb damals: „Der Schatz, den Peter Brook mit uns geteilt hat, währte nur ein paar Augenblicke lang, so flüchtig wie das Leben selbst.“. In Köln waren im Dezember 2017 gleich zwei Arbeiten von Milo Rau zu sehen: „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ (Schaubühne Berlin), die Geschichte einer NGO-Mitarbeiterin in einem afrika- nischen Krisengebiet (gespielt und mitentwickelt von Ursina Lardi), und „The Civil Wars“ (International Institute of Political Murder), in der es um eine Welt geht, in der dein*e Nachbar*in zum radikalen Dschihad übertreten kann. Der Höhepunkt der Gastspiel-Reihe war das Osterspezial mit der Aufführung 2666 der Gruppe „Si vous pouviez l&cher mon couer“ (FR). Den posthum veröffentlichten Roman von Roberto Bolanio hat der französische Regisseur Julien Gosselin mit internationalem Erfolg für die Bühne adaptiert. Nachdem das Stück auf dem Festival d’ Avignone sowie in Toulouse, Buenos Aires und Amsterdam gezeigt wur- de, kam die gefeierte Produktion auch nach Köln - es handelte sich um die einzige Aufführung in Deutschland überhaupt. Zwölf Stunden dauerte das Theaterabenteuer „zwischen Sprechtheater, Elekt- ro-Konzert, Fernsehserie und klassischer Tragödie" (Liberation) und wurde am Osterwochenende gleich an zwei Tagen hintereinander aufgeführt. „Gosselin und sein exzellentes Ensemble sind tief ins Herz der Finsternis vorgedrungen. Mit äußerster Sprachdisziplin und rauschhafter Musik, ein dunkler Spiegel, blank poliert.“, so der Kölner Stadtanzeiger, der weiterhin schrieb: „Ein Wahnsinn, aber ein geglückter Wahnsinn.“ Weitere spannende Gastspiele wurden im Rahmen der zweiten Ausgabe des Britney-X-Festivals einge- laden. Dieses legte wieder den Fokus auf Theater, Musik und Politik sowie auf Feminismus, Gender, Diversity und Sex und hat ein junges Publikum angezogen. Der Tanz-Höhepunkt „Antigone Jr.++. / Twenty looks or Paris is burning at the Judson Church (Plus)“ des US-Choreographen Trajal Harrell wurde bereits bei zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Dank der Unterstützung des Tanz Köln war die nächste Station das Britney-X. „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem unvollendeten Roman des verstorbenen Autors Wolfgang Herrndorf gehörte zu den großen Entdeckungen der damaligen Ausgabe des Radikal-jung-Festivals. Ein intimes Solo der außergewöhnlichen Schauspielerin Birte Schnöink in der detailverliebten Regie von Marie Rosa Tjeten stellte den Höhepunkt im Bereich Schau- spiel dar. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 8 Hanna Koller, die Kuratorin des Tanz Köln, erhielt zum Ende der Saison den Kölner Kulturpreis als Kulturmanagerin des Jahres. Auch in der Spielzeit 2017/2018 realisierte Frau Koller am Schauspiel Köln ein außergewöhnliches Tanzprogramm auf Weltniveau und lud Gastspiele von renommierten Companies wie Ultima Vez („In spite of wishing and wanting“) oder Rosas des Duos Salva Sanchis & Anne Teresa De Keersmaeker („A love supreme“) nach Köln ein. „Tripple Bill“ von Richard Siegal/ Ballet of Difference, wurde in Köln in einer Koproduktion mit dem Muffatwerk München sogar uraufge- führt. Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spiel: e Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA) lungen i Inszenierungen des Musiktheaters Advent in der Oper Kinderoper 4 EP Bronze by Gold Staatenhaus 2 GS |Carmina Burana Staatenhaus 2 EP Das Rheingold Kinderoper 12 EP Der Kaiser von Atlantis Offenbachplatz 5 EP Der kleine Prinz Staatenhaus 2 65 Die Fledermaus Staatenhaus 14 EP Die Heinzelmännchen zu Köln Kinderoper 6 EP Die Rache von Melaten Staatenhaus 29 KP Die Soldaten Staatenhaus 6 EP Don Glovanni Staatenhaus 6 EP Falstaff Staatenhaus 10 EP (Gli Uccellatori Staatenhaus 6 EP Il Matrimonio Segreto Staatenhaus 7 EP Irgendwie anders Kinderoper 2 EP Karneval einmal klassisch Staatenhaus 1 6S KUNST MUSS Staatenhaus 4 EP La Traviata Staatenhaus 16 EP Le nozze de Figaro Staatenhaus 6 EP Manon Staatenhaus 9 EP Mose in Egitto Staatenhaus 7 EP Orpheus in der Unterwelt Kinderoper 9 EP Kinderoper 7 EP Staatenhaus 2 6S Staatenhaus 6 EP Staatenhaus 3 EP Somewhere over the rainbow Staatenhaus 3 EP [Tannhäuser Staatenhaus 9 EP [The Rape of Lucretia Staatenhaus 6 EP . Kinderoper / [Diverse Einzelveranstaltungen Staatenhaus 8 Die Eröffnungsproduktion mit Richard Wagners „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ (Premiere: 24.9.2017) war ein großer Erfolg, sowohl was die musikalische Leitung von Generalmusik- direktors Francois-Xavier Roth betraf, als auch hinsichtlich der Regie von Patrick Kinmonth und des imponierenden Bühnenaufbaus (Bühnenbild: Darko Petrovic) in Saal 1 des Staatenhauses, wo sich das Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 9 Orchester innerhalb eines zerklüfteten Gebirgs-Bühnenbildaufbaus wiederfand, quasi inmitten eines in die Landschaft gerissenen Kraters. Giuseppe Verdis „La Traviata“ — als Neuproduktion in Saal 2 (Premiere: 15.10.2017) - glänzte auch wegen der gelungenen Sängerbesetzung, allen voran die US-amerikanische Sopranistin Marina Costa- Jackson, aber auch in der Alternativbesetzung mit Publikumsliebling Olesya Golovneva. Für ein breites Publikum angelegt war auch die Operetten- und Musical-Gala „Somewhere over the Rainbow“, mit Maestro Claude Schnitzler am Pult und vielen hochkarätigen Gesangsstars, darunter Helen Donath, Lucio Gallo, Paul Armin Edelmann u. v. a., die insgesamt dreimal zu erleben war und auf begeisterte Resonanz stieß. Die Sparte Kinderoper startete mit der Neuproduktion „Das Rheingold“ - einer gekürzten, musikalisch adaptierten Version von Wagners Oper - das große Projekt einer Verwirklichung des gesamten „Rings des Nibelungen“ für Kinder und Jugendliche. Die Arrangements für die Oper Köln stammen für alle vier Teile des „Rings“ von Stefan Behrisch. Im November und Dezember sorgte eine Neuproduktion der Johann-Strauß-Operette „Die Fleder- maus" für gute Laune — und, durchaus beabsichtigt — für manche Diskussion, was den zeitpolitischen und gesellschaftlichen Bezug dieser Lesart der beliebten Operette anging. Marcus Bosch dirigierte, es inszenierte Petra-Luisa Meyer. In der Sprechrolle des Froschs durfte man sich über TV-Urgestein Jo- chen Busse freuen. Als Uraufführung und Beitrag zum Heinrich-Böll-Jahr fand die „Kunst muss“, ein Werk des renommier- ten Komponisten Helmut Oehring, große Beachtung. Dabei handelte es sich um eine Koproduktion der Oper Köln mit dem Ensemble MusikFabrik. Die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ als Übernahme der Produktion, die vorher am Offenbachplatz, dann in der Oper am Dom und nun im Staatenhaus zu sehen war, stieß auf große Begeisterung, nicht zuletzt aufgrund der hochkarätigen Sängerstars. Am 23.12.2017 feierte Carl Orffs „Carmina Burana“ eine sehr positiv aufgenommene Premiere - viel Applaus gab es für Orchester, Solisten und die Chöre, Die Neuproduktion von Jules Massenets „Manon“ (Premiere: 4.3.2018) war sowohl musikalisch (Musi- kalische Leitung: Claude Schnitzler) als auch szenisch (Regie: Johannes Erath) auf Weltklasse-Niveau. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 10 Die Möglichkeiten des Staatenhauses wurden dabei im Saal 1 auf ganz neue Weise genutzt und insge- samt hervorragend choreografiert. Zu einem beeindruckenden und erschütternden Erlebnis wurde die Neuproduktion der im Ghetto The- resienstadt entstandenen Oper „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung“ von Viktor Ull- mann, die — mit Rainer Mühlbach am Pult, in der Regie von Eike Ecker - ab dem 24.2.2018 in der Außenspielstätte Offenbachplatz zu erleben war. „Gli uccellatori“ von Florian Leopold Gassmann (Premiere: 18.3.2018) bot in Saal 3 die Möglichkeit, diese historisch wertvolle, in Köln bisher noch nie aufgeführte Oper (Uraufführung: Venedig 1759) kennenzulernen. In den Gesangspartien brillierten dabei die Sängerinnen und Sänger des Internatio- nalen Opernstudios der Oper Köln. Ebenfalls um eine Kölner Erstaufführung handelte es sich bei Rossinis „Mose in Egitto" („Moses in Ägypten“), einer Produktion in Zusammenarbeit mit den Bregenzer Festspielen, die im Saal 2 des Staatenhauses unter dem Einsatz von Drehbühne, Video und packenden Live-Szenen zur Premiere kam. Immer wieder hervorgehoben wurde in den Kritiken das hohe sängerische Niveau. Ein Höhepunkt der Spielzeit war die Neuproduktion von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“, die anlässlich des 100. Geburtstags des 1970 verstorbenen Kölner Komponisten stattfand. Es dirigierte Francois-Xavier Roth, für eine aufsehenerregende Bühnen- und Zuschauerraumlösung sorgten Carlus Padrissa und Roland Olbeter von „La Fura dels baus“. Erstmals seit der Uraufführung (Köln 1965) konnte den Anforderungen des Komponisten, was die Frage der Positionierung von Orchester und Bühnenraum anging, wirklich Rechnung getragen werden. Das Publikum fand sich inmitten eines Ar- rangements wieder, bei dem es von der Bühne gewissermaßen ‚umrundet' war. Für einen heiteren Spielzeitausklang sorgte „Il matrimonio segreto“ („Die heimliche Ehe“) von Dome- nico Cimarosa (Premiere: 24.6.2018) — sehr ästhetisch inszeniert von Renaud Doucet, mit exquisiten Solisten und einem glänzend aufspielenden Gürzenich-Orchester-Köln unter Gianluca Capuano. Die Produktion „Schnittstellen I“, ein Kunst-Parcours von Preisträger*innen des Gargonza Arts Awards (drei Vorstellungstermine im Mai 2018), führte auf beeindruckende Weise verschiedene Kunstformen im Rahmen einer großen Veranstaltung und auf mehreren Bühnen zusammen. Die Sparte Kinderoper verzeichnete mit der Neuproduktion „Pollicino“ von Hans Werner Henze einen großen Erfolg. Fast 100 Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums und der Rheinischen Musikschule haben ein Jahr lang mit Künstlerinnen und Künstlern der Oper Köln dieses „Märchen für Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 11 Musik“ einstudiert und aufgeführt — ein gelungenes Zusammenkommen von professionellen Opern- künstler*innen mit jungen Sänger*innen und Instrumentalist*innen. Die Kinderoper präsentierte außerdem Wiederaufnahmen von „Die Heinzelmännchen zu Köln“, „Irgendwie anders“ und Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“. Als Wiederaufnahmen in der Sparte Oper gab es Höhepunkte mit Mozarts „Don Giovanni“ und „Le nozze di Figaro“, außerdem mit Brittens „The Rape of Lucretia® und Verdis grandiosem „Falstaff“ in der großartigen, den Raum des Saals 1 zu einem Shakespeare-Theater umfunktionierenden Inszenie- rung von Dietrich W. Hilsdorf unter Maestro Will Humburg. Für ihren Verdienst um an Demenz erkrankte Menschen im Rahmen von „Oper für Jung und Alt" wur- de die Oper Köln im Dezember 2017 mit dem Rudi-Assauer-Preis ausgezeichnet. Neuinsz. (N)/ Anzahl der Wieder- Spielstätte Vorstel- aufn. (WA) lungen Aterballetto & Johan Inger Staatenhaus GS Staatenhaus GS Depot I 65 Depot I GS Depot II GS Rosas - a love Supreme Depot II Sasha Waltz & Guest Depot I Soundspace Staatenhaus Swan Lake/Loch Na Heala (7292) Ultima Vez Eigenprod.(EP)/ Koprod.(KP)/ Inszenierungen des Tanzes In der Spielzeit 2017/2018 fanden 24 Tanzabende (davon 4 in Kooperation mit dem Schauspiel Köln) von dreizehn Choreograf*innen und elf Kompanien aus sieben unterschiedlichen Ländern und vier Kontinenten statt. Im Staatenhaus war die italienische Kompanie „Aterballetto* mit dem Programm „Golden Days“ zu Gast. Ein besonderes Highlight für das begeisterte Publikum war das Ballett „Bliss“ zur Musik von Keith Jarretts „Köln Concert“. Das zweite Gastspiel im Staatenhaus bestritt die amerikanische „Dorrance Dance Company“. Kurz vor der Sommerpause begeisterte der Spanier Israel Galvan und seine fünf Musiker*innen mit seinem avantgardistischen Flamenco das Publikum. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 12 Im Depot II wurde die Tanzreihe von der Südafrikanerin Robyn Orlin eröffnet, die für den jungen Per- former Albert Silindokuhle Ibokwe Khoza einen bunt schillernden Solo-Abend erarbeitet hatte, in dem die neuen Freiheiten innerhalb der Rainbow Nation thematisiert wurden. Einen zweiten intimen Abend gaben im Depot II vier junge Tänzer der belgischen Kompanie „Rosas“ mit „A love Supreme“ zur Mu- sik von John Coltrane vor ausverkauftem Haus. Auf der großen Bühne im Depot I gab es einen Klassiker des Belgiers Wim Vandekeybus und seiner Kompanie „Ultima Vez“. Mit dem vor zwanzig Jahren entstandenen Abend „In spite of wishing and wanting“ — ein reines Männerstück, begeisterte er das Publikum vor ausverkauftem Haus. Ebenfalls im Depot I zu sehen war das Stück „Puz/zle“ von der belgischen Kompanie „Eastman“ und ihrem Choreo- grafen Sidi Larbi Cherkaoui, ein Tanzstück, das sich in starken Bildern mit dem Triumph und Unter- gang der Menschheit auseinandersetzt. Zum ersten Mal war die irische Kompanie „Teac Damsa“ um den Choreografen Michael Keegan-Donlan in Köln im Depot zu Gast. Er adaptierte eines der berühmtesten Handlungsballette „Schwanensee“ in ein Drama, das in Irland spielt. Er verzichtete auf Tschaikowski und ließ live keltische Musik spielen. Ein weiterer Klassiker war im Depot zu sehen. „Allee der Kosmonauten“ von Sasha Waltz aus dem Jahre 1996, beschreibt das Zusammenleben dreier Generationen in einer Plattenbausiedlung: mitfüh- lend und ironisch, liebevoll und grausam zugleich. Alle drei Vorstellungen waren restlos ausverkauft. Zum ersten Mal in Köln war eine weitere sehr junge Kompanie zu Gast: „Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart“, die mit „Mega Israel“, einem rein israelischen Tanzabend mit Cho- reografien von Ohad Naharin, Hofesh Shechter und Sharon Eyal zu sehen war. Ein ganz besonderes Highlight war der dreiteilige Abend „On Body“ von Richard Siegal/Ballet of Diffe- rence und auch die Uraufführung „Made for Walking“ war ein großer Erfolg. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 13 4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2017/2018 a) Leistungsdaten Die von den Bühnen in der Spielzeit 2017/2018 realisierten Inszenierungen erbrachten folgende Leis- tungsdaten: Veran- ange- staltung. Aus- Erlöse Spielstätte botene lastung Kartenverk. Plätze‘ | Standort TEUR Staatenhaus Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltungen Kinderoper Eigenproduktionen Außenspielstätte am Offenbachpl. Eigenproduktionen Summe Musiktheater ‚Außenspielstätte am Offenbachpl. Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltung Depot I Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltung Depot II Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltungen Grotte Eigenproduktionen sonstige Orte Einzelveranstaltungen Summe Sprechtheater ı ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 14 Veran- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse Spielstätte cher cher lastung Kartenverk. Plätze‘ Standort max. Ist TEUR %o Summe Musiktheater I sol ol 125.750| 104.431 83,05] Summe Sprechtheater 274 .444| 100.558 73,70 Staatenhaus Gastspiele 749 Depot I Gastspiele Depot II Gastspiele ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze Der Datenvergleich der Spielzeit 2017/2018 mit dem Vorjahr zeigt, dass sich die Zahl der Veranstal- tungen (im Vorjahr 699) im Verlauf der Spielzeit 2017/2018 insgesamt um 28 bzw. 3,7% auf 727 er- höht hat. Daraus lässt sich schließen, dass die Interimspielstätten (Außenspielstätte am Offenbach- platz, Depot, Staatenhaus) weiterhin gut vom Publikum angenommen werden. Die Veränderung der Gesamtzahl an Veranstaltungen entfällt mit einem Rückgang um 5 Veranstaltungen auf das Musikthe- ater und mit einem Anstieg um 33 Veranstaltungen auf das Sprechtheater. Im Bereich des Tanzes blieb die Zahl der Veranstaltungen unverändert. Im Rahmen der verschiedenen Interimspielstätten reduzierte sich die Zahl der von den Bühnen insge- samt im Durchschnitt je Veranstaltung angebotenen Plätze gegenüber dem Vorjahr von 395 um 21 bzw. 5,3% auf 374. Bei einem Rückgang der Besucherzahl um insgesamt 949 (0,4%) auf 213.785 verbesserte sich die Auslastung gegenüber der Spielzeit 2016/2017 um 1,0%. Die Analyse zeigt, dass die Besucherentwicklung in den einzelnen Sparten infolge der Akzeptanz und Bespielbarkeit der Interimspielstätten positiv ausfiel. So lag die Besucherzahl im Musiktheater um nur 31 bzw. 0,1% unter der Besucherzahl des Vorjahres. Die Auslastungsquote verbesserte sich im Musik- theater um 0,8% auf 83,1%. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 15 Das Schauspiel verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Besucherrückgang um 944 bzw. 0,9%, der Tanz einen Zuwachs um 26 bzw. 0,3%. Die Auslastungsquote im Schauspiel verbesserte sich dabei insgesamt um 0,8% auf 73,7%. In der Sparte Tanz wurde in 2017/2018 eine Auslastungsquote von 93,3% (im Vorjahr 88,2%) erreicht. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher erhöhte sich in der Spielzeit 2017/2018 bei unveränderten Kartenpreisen im Musiktheater und im Sprechtheater von EUR 20,07 im Vorjahr auf EUR 21,35 (6,4%). Der durchschnittliche Betriebskostenzuschuss der Stadt je Besucher für den Spielbetrieb und das Interim lag mit EUR 325,77 um EUR 14,56 bzw. 4,7% über dem Wert der Spielzeit 2016/2017 (EUR 311,21). b) Ertragslage: Periodenvergleich/Budgetvergleich Infolge des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen auch im Wirtschaftsjahr 2017/2018 unverändert aufgeteilt in Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Spielbetrieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb der Interimspielstätten bzw. weitere Sanierungsmaßnahmen veranlasst wurden. Periodenvergleich Die Bühnen schlossen die Spielzeit 2017/2018 mit einem Jahresverlust in Höhe von TEUR 2.033 (im Vorjahr Jahresverlust TEUR 623) ab. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Verlust unter betriebswirtschaftlichen Kriterien im Rahmen des Spielbetriebs aus einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 172 (im Vorjahr mit TEUR +555), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 1.188 (im Vorjahr TEUR -948), ei- nem negativen Finanzergebnis von TEUR 385 (im Vorjahr TEUR -445) sowie einem positiven neutralen Ergebnis von TEUR 112 (im Vorjahr TEUR +402) zusammensetzt. Insgesamt trägt der Spielbetrieb so mit einem Verlust in Höhe von TEUR 1.633 (im Vorjahr TEUR -436) zum Jahresergebnis 2017/2018 der Bühnen bei. Daneben weisen der Betrieb der Interim- spielstätten für die Spielzeit 2017/2018 einen Gewinn in Höhe von TEUR 132 (im Vorjahr TEUR +418) und der Bereich der Sanierung einen Verlust in Höhe von 532 (im Vorjahr TEUR -605) aus, Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 16 Ertragslage Ertragsiage Abweichung Wj. 2017/2018 Wi. 2016/2017 TEUR %o Spielbetrieb Erlöse Kartenverkauf Eigenveranstaltungen Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.) Kartenverkauf Fremdveranstaltungen sonstige Bereiche Spielbetrieb übrige Erlöse übrige Erlöse (kalk.) Bestandsveränderung unfertige Produktionen andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge (ohne Betriebskostenzuschüsse) Eigenleistung sonstige betriebliche Erträge Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) Landeszuschuss NRW betriebliche Erträge Material-/Leistungsaufwand Personalaufwand Kosten Gebäudebewirtschaftung ' Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Übrige -0 -20. | -1000| 69.77 betriebliche Aufwendungen -100,0 2 3 Investitionszuschüsse 0,0 25 Erträge Auflösung Sonderposten für Investitionszuschüsse ni 1,5 Erträge aus Anlagenabgängen 0,0 planmäßige Abschreibungen Verluste aus Anlagenabgängen Aufwendungen Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse Investitionsergebnis Finanzergebnis Neutrales Ergebnis = Ergebnis Spielbetrieb ! Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsaufwendungen Bühnen der Stadt Köln, Köln Wj. 2017/2018 = Ergebnis Spielbetrieb Betrieb Interimspielstätten Einnahmeverluste Oper (kalk.) Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) Einnahmeverluste Service (kalk.) Erträge aus Untervermietung Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) Zinserträge sonstige Erträge betriebliche Erträge Material-/Leistungsaufwand Personalkosteneinsparungen (inkl. kalk.) planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten Kosten Gebäudebewirtschaftung (ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung Mieten und Pachten sonstige Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Zinsaufwendungen betriebliche Aufwendungen = Ergebnis Betrieb Interimspielstätten Sanierung Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) sonstige Erträge betriebliche Erträge Material-/Leistungsaufwand planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten Kosten Gebäudebewirtschaftung Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Zinsaufwendungen betriebliche Aufwendungen = Ergebnis Sanierung Jahresverlust Gewinnvortrag Einstellungen in Gewinnrücklagen Wij. 2016/2017 Anlage 4 / Seite 17 Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 18 Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betriebsergebnisses zunächst, dass die betrieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 1.753 bzw. 2,5% über dem Vorjahreswert lagen. Für die Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 3.496 (gegenüber dem Vorjahr unverändert), für das Schauspiel TEUR 500 (gegenüber dem Vorjahr unverändert) und für den Service TEUR 123 (gegenüber dem Vorjahr TEUR -323) in die Umsätze des Spielbetriebs eingerechnet worden, sodass der Interimspielbetrieb per Saldo mit TEUR 4.119 belastet wurde. Trotz gestiegener Kartenverkaufserlöse (TEUR +206 bzw. +2,5%) stiegen damit die Gesamterlöse lediglich um TEUR 27 bzw. 0,3%. Die Bestandsveränderung bei den zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Produkti- onen belasteten die betrieblichen Erträge um TEUR 946. Insgesamt reduzierte sich dadurch die Eigen- leistung der Bühnen in 2017/2018 um TEUR 919 bzw. 7,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der betrieblichen Erträge ist damit letztlich im Wesentlichen auf die erhöhten Mittel aus dem städtischen Betriebskostenzuschuss für den Spielbetrieb (TEUR +2.222 bzw, +4,0%) und aus dem Landeszu- schuss (TEUR +450 bzw. +29,5%) zurückzuführen. Zeitgleich mit dem Anstieg der betrieblichen Erträge erhöhten sich die betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 überproportional um TEUR 2.480 bzw. 3,6%. Das Be- triebsergebnis fiel infolgedessen mit TEUR 172 negativ aus (im Vorjahr TEUR +555) und verschlech- terte sich im Periodenvergleich so um TEUR 727 gegenüber dem Vorjahr. Die in den verschiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetretenen Kostensteigerungen entfielen vor allem auf die Berei- che Personalaufwand (TEUR 2.032 bzw. 4,6%), Verwaltungsaufwendungen (TEUR 383 bzw. 11,7%) sowie Kosten der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR 223 bzw. 15,6%). Kosteneinsparungen konnten im Bereich der Material- und Leistungsbezüge (TEUR 122 bzw. 0,8%) sowie bei den sonsti- gen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 46 bzw. 22,7%) bewirkt werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 19 Mit rd. 64,5% (im Vorjahr 63,2%) bezogen auf die Summe der betrieblichen Erträge der Bühnen im Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten des Spielbetriebs unverändert den größten Auf- wandsposten. Im Wirtschaftsjahr 2017/2018 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen: zone 2018* | Vorjahr Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge soziale Abgaben Aufwendungen für Altersversorgung ‚Aufwendungen für Unterstützung Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter*inne: Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben __| 46.307] _44.365| Die Personalstatistik weist für die fest angestellten Mitarbeiter*innen für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 folgende Daten aus: Zum Vergleich internes Budget 2017/2018 Besetzte Stellen Beschäftigte nach TVÖD künstlerische Angestellte Beamt*innen Auszubildende 22,00] 21,00 I | 698,57] 706,971 682,25 Beschäftigte Beschäftigte nach TVÖD 411 419 417 415,00 künstlerische Angestellte 314 319 314 298,00 Beamt*innen 16 16 16 Auszubildende 22 21 20 I | el 775| 7erl zum Vergleich Vorjahr Die Personalkosten des Spielbetriebs sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+4,6%). Hierbei erhöh- ten sich die Kosten der fest angestellten Mitarbeiter*innen mit einem Zuwachs von TEUR 1.181 bzw. 2,9% bei einem um 2,4% gestiegenen Mitarbeiterbestand. Die Kosten für Gagenkräfte stiegen in der gleichen Zeit um TEUR 851 bzw. 25,7%. ! Aus dem Personalaufwand 2017/2018 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 45.585) entfallen Perso- nalkosten in Höhe von TEUR 188 auf den Bereich des Interimspielbetriebs. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 20 Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist im Wesentlichen auf erhöhte Mietaufwendungen (TEUR +175 bzw. +23,9%) sowie diverse externe Beratungsleistungen (TEUR +183 bzw. +277,9%) zurückzuführen. Im Bereich der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit verursachten gestiegene Bera- tungshonorare (TEUR +125 bzw. +313,8%) sowie Mehrkosten für Grafik, Design und Fotographie (TEUR +113,3 bzw. +43,5%) den Kostenanstieg. Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu- ierlich ertragswirksam aufgelöst wird — vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezu- schusste Anlageninvestitionen belastet. Gegenüber dem Vorjahr fielen auch gestiegene Verluste aus Anlagenabgängen ins Gewicht (TEUR +241), die im Wesentlichen auf nicht mehr benötigte Investitio- nen im Bereich der zunächst geplanten Bühnenwerkstätten am Standort WDR/Bocklemünd entfielen. Die Kosten werden aber laut Zusage der Stadt teilweise (TEUR 174) ausgeglichen. Die im Spielbetrieb aufgewendeten Fremdkapitalzinsen wurden im Rahmen des Finanzergebnisses von Zinserträgen aus kurzfristigen Termin- und Tagesgeldanlagen um TEUR 21 überschritten. Darüber hinaus wurde das Finanzergebnis in 2017/2018 in Höhe von TEUR 406 (im Vorjahr TEUR 407) mit dem Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen entsprechend den aktuellen han- delsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet, Das in 2017/2018 positiv ausgefallene neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 112 (im Vorjahr TEUR +402) wurde im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 194) vor allem von Erträgen aus der Auflösung von nicht mehr benötigten bzw. bestehenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten (rd. TEUR 126) sowie Wertberichtigungen (TEUR 56) beeinflusst. Diesen standen neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 gegenüber, die sich aus Forderungsrisiken (TEUR 41), Steueraufwendungen für Vorjahre (TEUR 24) sowie sonstigen außerordentlichen Aufwendungen (TEUR 17) zusammensetzten. Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietauf- wendungen für die Spielstätten bzw. der abgegrenzten Entschädigungszahlung für das Staatenhaus (einschließlich Betriebskosten) in Höhe von insgesamt TEUR 5.618 (TEUR -13 bzw. -0,2%) geprägt. Diese entfallen auf die Oper bzw. Kinderoper mit TEUR 2.215 (im Vorjahr TEUR 1.973), auf das Schauspiel mit TEUR 2.220 (im Vorjahr TEUR 2.405) und auf den Servicebereich mit TEUR 1.183 (im Vorjahr TEUR 1.253). Kostenanstiege waren im Bereich des Interims vor allem im Materialaufwand (TEUR +113 bzw. +11,1%), den Personalaufwendungen (TEUR +438 bzw. +175,2%), den planmäßi- gen Abschreibungen (TEUR +172 bzw. +23,6%) sowie den Kosten der Bewirtschaftung der Interim- spielstätten (TEUR +396 bzw. +30,6%) zu verzeichnen. Im Rahmen der Materialaufwendungen ent- fielen die Kostenerhöhungen vor allem auf zusätzliche Materialkosten im Interimspielbetrieb der Oper Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 21 (TEUR +107 bzw. +23,4%). Die deutlichen Kostenzuwächse bei den Personalkosten sind im Wesentli- chen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr Personalkosteneinsparungen in Höhe von TEUR 250 verrechnet wurden, die im Wirtschaftsjahr 2017/2018 entfielen. Stattdessen verursachten Mitarbei- ter*innen im Interim Personalkosten in Höhe von rd. TEUR 188. Die gestiegen planmäßigen Abschrei- bungen tragen dem Umstand weiterer Investitionen in den Interimspielstätten Rechnung. Die höheren Kosten der Gebäudebewirtschaftung entfallen auf die Oper im Staatenhaus (TEUR +582); diesen ste- hen Kosteneinsparungen des Schauspiels, vor allem im Depot, in Höhe von TEUR 168 und im Service von TEUR 18 gegenüber. Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil für den Interimspielbetrieb in Höhe von TEUR 11.000 (im Vorjahr TEUR 10.404) konnte — zusammen mit den übrigen Erträgen von TEUR 56 (im Vorjahr TEUR 107) - unter Berücksichtigung der kalkulierten Einnahmeverluste für die Oper (TEUR 3.496, gegenüber dem Vorjahr unverändert), das Schauspiel (TEUR 500, gegenüber dem Vor- jahr unverändert) und den Service (TEUR 123, im Vorjahr TEUR 323) zur Erzielung eines Überschus- ses von TEUR 132 (im Vorjahr TEUR +418) in diesem Bereich führen. Im Bereich der Sanierung stellte der Rat laufende Zuschussmittel in Höhe von TEUR 640 zum Aus- gleich der sanierungsbedingten Kosten (Abschreibungen TEUR 922, Verwaltungskosten TEUR 251 und sonstigen Kosten TEUR 49) zur Verfügung. Damit ergab sich in diesem Betriebsbereich ein Defizit in Höhe von TEUR 532 (im Vorjahr TEUR -605). Mit dem Jahresverlust von TEUR 2.033 weisen die Bühnen unter Einschluss des Gewinnvortrags (TEUR 11.419) nach der vom Rat beschlossenen Einstellung von Beträgen in die Gewinnrücklagen (TEUR 9.635) zum 31.8.2018 einen Bilanzverlust von TEUR 249 (zum 31.8.2017 Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 11.419) aus, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Budgetvergleich Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2017/2018 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem vom Rat der Stadt Köln am 18.5.2017 beschlossenen Wirtschaftsplan 2017/2018 sowie dem Ratsbe- schluss vom gleichen Tag zur Fortführung des Interimspielbetriebs zeigt das nachfolgende Ergebnis. Dabei wird auch der Tanz wieder als gesonderte Sparte ausgewiesen. gelyeqiaıds sjugsbsauspeds |] S3IATSS SIugabIaUspegg sbejum qaıyaqjalds sıugaßıg = sıuqaßıg sajeijnaNn zer are — purer 6 — mer | 0 S8T- SeT- 68T'T- 00T 00€'8 8T0'dT 1772 siugaßsazueulg siugaßsasuolyJsaaur sıugqadlasgqanyag vaßunpuanyny ayaııqanyaq söuan Oqesaxynuayo "bunqıam uabunpuamynessungemuan Bunyeypspmsgapnegag) UaJsoy Ppuewynejeuosiad Ppuewynesdungsis]/-jeuaJeW peed- TTO’9T- lors°Tt- BLE'E- abe pganag Pue7] *ySnzuSIsoxsgqaumag (Que) u9y IpeIS "Psnzuagsoxsgaumag Sa ygauNag Bbnsuos Bungsiajuabıg (assnupsnzuajsoysgaujag Duyo) ab Byagaaq abnsuos uabungsigjuadıg ayalanye 3uapue "PinpoJd BbHayun Bunsapugıanspuelsag CaIey) qauzagıaıds aypıayag abnsuos auagjalds aypıaJag abnsuos (alex) Ineyuaauayey neyarnuapey 8TOZ/ZToT abejsbeing Bunyaramgy 8107/70 ueldsyeupsum zz ay1as / » abejuy uj9y ’UIEN IPEIS Jap uauyng TTr+ P’'St+ II T’0+ 0'0+ 0'994 o'Th+ wSJUI qa1190g sıugabJauspeds 6ST- 8To'T- unal Bunysramgy 8TOZ/ZToZ uerdsyeyssyym €z 21135 / » abejuv STOZ/LTOZ abejsBeiug uoy @ S21A1SS SIugab1Buspeds abejun wı12JUJ g311209 SIugaßıg = uaBUnpuaAyny ayaııgauyaq uaBUnpuamynesuz NaqesioyupIRuayg "Bungaam waßunpuamynesßunyeauag sönsuos vayuDeg pun uaaıW "yISUIMSgaPpnEI39 Ua}soy (BUedsı1a) Öunyeyasylmsgapnegag uarsoy LaneIsjaldswuaNuf uBLonNsan uf jne uaßungjalyasqy Böıgpwuejd wabunJedsup-/usIsoyjeuosJad Ppuemynesdungsis7/-[enaJew ELERTEE NEE SbRN.3 Bjegnau abe ayrgarnag Bölrsuos BbR.ıNasulZ Que) UIRy IPEIS "Psnzuagsoysqainag bunyapıuuarıayun sne abeıy3 (yley) 221AIBS SIsnıJaraWyeuug (ey) jaldsneyas SYsnuarawyeuug (ex) Jado ajsnyarawyeuug qaıysajaıds sıugsbsauspieds ’uIQy APEIS Jap uauyng TET+ SSIT- —-J anal] anal ERILSEIT Bunypromay usgeblornueld SbHsuos 8T07/ZT0z uerdsyeypsuım 77 21aS / 7 abeluy 8T02/Z210z aßejsbeig Jwesab usuyng sıugaBbiausneds Bunsajues sjugsbiauspieds A155 Sjugabrau: Sbenun Bun4ajues sıugaßug = uaßunpuamyny ayaıgaraq uabUnpuawynesurz AOgesaryPınuayg "bunguam waßunpuaaynesbungemuaä Bunyeypsyumagapnegag uaJsoy Bunsalueg UBUONNSaA -u]J Jne vaßungiauyasqy abıgewuejd puewynesbungsio1/-enagew ELERFE ENEILENER] abe. Ahnsuos BRIWSbUNIB[LUBS aJyaneıqaan Jyplu PIaJÖSnEUBJSOY Japuaynej LION IPEIS "yOsnzuaJsoysqalnag bumisjues WIIBJUI qauyag stugaßlauspeds gqaugegjalds sıugaßuauspeds uloy ‘uIoy IPEIS Jop uauyng Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 25 Die von den Bühnen in 2017/2018 im Spielbetrieb erwirtschafteten betrieblichen Erträge lagen um TEUR 1.866 bzw. 2,6% über den geplanten Ansätzen. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Erlöse aus dem Kartenverkauf (TEUR +638 bzw. +16,1%) und den damit verbundenen sonstigen Erlö- sen des Spielbetriebs (TEUR +393 bzw. +57,6%) zurückzuführen. Aber auch die im Zusammenhang mit der Sanierung abzugrenzenden aktivierten Eigenleistungen der Bühnenmitarbeiter sowie sonstige betriebliche Erträge nahmen um TEUR +219 (+15,5%) bzw. TEUR +211 (+52,4%) gegenüber den budgetierten Erträgen zu. Schließlich konnte auch ein höherer Landeszuschuss (TEUR +443 bzw. +28,9%) realisiert werden. Insgesamt entfiel der Anstieg der betrieblichen Erträge mit TEUR 1.112 auf die Oper, mit TEUR 129 auf das Schauspiel, mit TEUR 15 auf den Tanz und mit TEUR 610 auf den Service. Da die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze insgesamt um TEUR 3.321 bzw. 4,8% überschrit- ten haben, fällt das von den Bühnen in 2017/2018 erwirtschaftete Betriebsergebnis mit TEUR -171 insgesamt um TEUR 1.455 bzw. rd. 113,3% schlechter aus, als dies im Wirtschaftsplan (TEUR +1.284) vorgesehen war. Die Kostensteigerungen sind dabei vor allem auf den Material- und Leistungsbezug (TEUR +1.308 bzw. +9,0%), den Personalaufwand (TEUR +789 bzw. 1,7%), die Kosten der Gebäude- bewirtschaftung (TEUR +424 bzw. +10,4%) sowie die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR +446 bzw. +37,0%) zurückzuführen. Die Kostensteigerungen bei den Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen entfielen dabei mit TEUR 83 auf die reinen Materialkosten für Bühnenproduktionen, mit TEUR 357 auf die Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester, mit TEUR 1.447 auf die gegenüber der Planung deutlich ausgeweiteten Gastspiele und mit TEUR 553 auf sonstige bezogene Leistungen (Feuersicherheitswachen, Kosten der Personalbeschaffung, Transport- kosten, sonstige Leistungen). Die Kosten für die Honorare der Gäste sowie die Tantiemen und GEMA- Gebühren konnten dagegen im gleichen Zeitraum gegenüber den Planansätzen um rd. TEUR 880 bzw. TEUR 252 reduziert werden. Spartenbezogen entfielen die betrieblichen Mehrkosten mit TEUR 1.683 auf die Oper, mit TEUR 329 auf das Schauspiel, mit TEUR 65 auf den Tanz und mit 1.244 auf den Service. Die von den einzelnen Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit in 2017/2018 per Saldo um TEUR -571 (Oper), TEUR -200 (Schauspiel), TEUR -50 (Tanz) und TEUR -634 (Service) unter dem jeweils geplan- ten Betriebsergebnis. Das geplante Investitionsergebnis von TEUR -936 wurde um TEUR 253 bzw. 27,0% verfehlt. Hier fie- len im Wesentlichen um TEUR 201 höhere planmäßige Abschreibungen ins Gewicht. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 26 Während das Finanzergebnis mit TEUR -385 in etwa erwartungsgemäß (TEUR -374) ausfiel, war der Bereich des neutralen Ergebnisses wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem minimalen Überschuss (TEUR 48) in den Wirtschaftsplan eingeflossen. Die Ergebnisabweichung betrug hier TEUR +64, nicht zuletzt als Folge von außerplanmäßigen Erträgen aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Nach Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgese- henen Umlageschlüssel von 63,08% (Oper), 36,92% (Schauspiel) und 0,00% (Tanz) weisen die drei Sparten für den Spielbetrieb 2017/2018 für die Oper ein Defizit in Höhe von TEUR 1.018, für das Schauspiel ein Defizit von TEUR 659 und für den Tanz einen Überschuss von TEUR 44 aus. Die Oper hat sich damit um TEUR 957, das Schauspiel um TEUR 642 und die Sparte Tanz um TEUR 56 gegen- über dem budgetierten Spartenergebnis verschlechtert. Insgesamt haben die Bühnen damit mit ihrem Betriebsergebnis von TEUR -1.633 ihren minimalen Planungsüberschuss von TEUR 22 um TEUR 1.655 unterschritten. Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten Erträge um TEUR 55 bzw. 0,8% minimal überschritten. Da im gleichen Zeitraum bei den budgetierten Kostenansätzen TEUR 77 bzw. 1,1% ein- gespart werden konnten, lag das Ergebnis im Interimspielbetrieb um TEUR 132 über dem ausgegliche- nen Planansatz und entfiel dabei auf die Oper mit TEUR +37 und das Schauspiel mit TEUR +95. Im Bereich der laufenden Kostenbelastungen im Zusammenhang mit der Sanierung des Offenbachplat- zes wurden den Bühnen im Rahmen des Betriebskostenzuschusses 2017/2018 insgesamt TEUR 640 zum Ausgleich der Abschreibungen zugewiesen. Da die im Wirtschaftsjahr 2017/2018 tatsächlich ange- fallenen sanierungsbedingten Kosten höher ausfielen (die planmäßige Abschreibungen um TEUR 282, die Verwaltungsaufwendungen um TEUR 251, sonstige Kosten um TEUR 49), fiel das Sanierungser- gebnis (unter Einschluss von ungeplanten Erträgen in Höhe von TEUR 50) mit TEUR 532 defizitär aus. Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs sowie des Ergebnisses aus dem Betrieb der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit — nach Umlage der Einzel- ergebnisse des Servicebereichs auf Oper und Schauspiel — spartenbezogen in 2017/2018 Defizite in Höhe von TEUR 1.317 in der Oper, TEUR 760 im Schauspiel sowie einen Gewinn von TEUR 44 im Tanz erwirtschaftet. In Summe entspricht dies dem ausgewiesenen Jahresverlust der Bühnen in Höhe von TEUR 2.033. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 27 c) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt dar: ee 2018 ST 08.2017 Fetoterung | an RI % | TeuR | % | ur % | Vermögen Anlagevermögen 357.241] 86,5| 323.668] 95,6] +33.‘ 7 Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 5.665 14 5.665 147 +33.573 Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte Vorräte 4.237 Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 6.061 Flüssige Mittel/kurzfristige Wertpapiere 39.241 Kurzfristig gebundene Vermögenswerte Rechnungsabgrenzungsposten 50 0,0) Gewinnrücklagen 10.909 2,6) Bilanzgewinn/-verlust -249| 0,1 Eigenkapital Sonderposten Investitionszuschüsse Sonderposten Pensionsrückstellungen Sonstige Rückstellungen Bankverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Lang- und mittelfristiges Fremdkapital Rückstellungen 4. 409 a. I 1 =) Bankverbindlichkeiten 12.483 37.922] 11,2 Übrige Verbindlichkeiten 12.887 9.826 2,9 Kurzfristiges Fremdkapital 72 I 51.857| 15,3] 22.078] Rechnungsabgrenzungsposten 17] __1778| 0,5] _+5.432| zel 72] ol 17 Kapital insgesamt 412.877| 100,01 _338.722| 100,0| 74.155 Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2018 eine Eigenkapitalquote' von 7,9% (zum 31.8.2017 10,6%), einen Verschuldungsgrad? von 90,3% (zum 31.8.2017 88,9%) sowie einen Anlagedeckungsgrad? von 9,2% (zum 31.8.2017 11,1%). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Eigenka- pital zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkapitals weisen die Bühnen unter Berück- sichtigung des Jahresverlustes 2017/2018 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 10.710 (im A Eigenkapital einschließlich Sonderposten/Vermögen Rückstellungen + Verbindlichkeiten/Vermögen Eigenkapital einschließlich Sonderposten/Anlagevermögen Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 28 Vorjahr TEUR +12.743) aus. Die Investitionsquote? lag im Wirtschaftsjahr 2017/2018 bei 11,7% (im Vorjahr 13,2%). Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen der Bühnen waren im Wirtschaftsjahr 2017/2018 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Oper und Schauspiel- haus - nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2017/2018 in den Interimspielstätten genutzten Anla- gen und Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar. An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2017/2018 über den Ergebnisplan zunächst TEUR 67.701 zur Verfügung. Dieser Betrag erhöhte sich aufgrund zusätzlicher Zuschussbeträge zum Ausgleich von Tarifsteigerungen (TEUR 625), Nachfinanzierungen des Interim- spielbetriebs (TEUR 1.144) sowie des teilweisen Ausgleichs von Kosten im Zusammenhang mit der nicht weiterverfolgten Planung der Bühnenwerkstätten in Köln-Bocklemünd (TEUR 174) auf insgesamt TEUR 69.644. Diese städtischen Mittel wurden in voller Höhe als Zuschuss zum Ausgleich des geplan- ten Betriebsverlustes im Spielbetrieb (TEUR 58.004), im Betrieb der Interimspielstätten (TEUR 11.000) sowie zur Sanierung (TEUR 640) verwendet. Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2017 und 31.8.2018 ergibt insgesamt eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEUR 38.804, die aus folgenden Quellen resultiert: 9 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 29 Jahresverlust planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+) Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-) Abnahme (-)/Zunahme (+) der Rückstellungen Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen und der sonstigen Aktiva Zunahme (+)/Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten und der sonstigen Passiva Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (+) Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) Erhaltene Zinsen (+) Cashflow aus Investitionstätigkeit Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+) Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-) Gezahlte Zinsen (-) 5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach $ 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen der Vorjahresprüfung (1.9.2016 — 31.8.2017) Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH, Niederlassung Köln, hat auf der Grundlage des Auftrags der Betriebsleitung der Bühnen vom 4.10.2017 mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 bis 31.8.2017 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste nach & 106 Abs. 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des 8 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame Sachverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts war die Prüfung abge- schlossen und ein Bestätigungsvermerk zum 25.1.2019 erteilt. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte in Vorjahren zu Feststellungen in Form einer von den Prüfern ausgesprochenen Empfehlung zur Erstellung eines Organisationshandbu- ches. Diese konnte aufgrund der Vielzahl der zusätzlichen Aufgaben aus dem Sanierungsprojekt Offen- bachplatz und dem Interim personalbedingt auch im Wirtschaftsjahr 2017/2018 noch nicht umgesetzt werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 30 II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN/RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen Unter Einschluss des im Wirtschaftsjahr 2017/2018 erwirtschafteten Jahresverlustes in Höhe von TEUR 2.033 weisen die Bühnen zum 31.8.2018 einen Bilanzverlust von TEUR 249 aus. Das Eigenkapital bleibt positiv und beträgt zum 31.8.2018 TEUR 10.710 (zum 31.8.2017 TEUR 12.743). Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Bühnen stellte der Rat in seiner Sitzung am 7.6.2018 gemäß 8 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit $ 4 der Eigenbetriebsverordnung zunächst den Wirtschaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 mit folgenden Eckdaten fest: Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 31 Wwj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19 gesamt davon davon davon davon Oper Schausp Tanz Service Spielbetrieb der Bühnen Umsatzerlöse sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) Materialaufwendungen Personalaufwendungen sonstige betriebliche Aufwendungen geplantes Betriebsergebnis Erträge aus der Auflösung Sonderposten Invstitionszuschüsse planmäßige Abschreibungen geplantes Investitionsergebnis geplantes Finanzergebnis geplantes neutrales Ergebnis ı Nr a_3_8 Bo#oö Übernahme anteiligen Verlust Tanz durch Service Umlage Spartenergebnis ‚Betrieb Interimspielstätten Umsatzerlöse sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) Materialaufwendungen Personalaufwendungen Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen R 3 2.510 geplantes Betriebsergebnis | sel 7082| 3307| geplantes Finanzergebnis dl Umlage Spartenergebnis = Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen (vor BKZ Planergebnis Sanierungsmaßnahmen (vor BKZ; = Planergebnis Bühnen (vor BKZ) darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb H 36.719 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. K 6.961 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn. ‚Auflösung zweckgebundene Sanierungsrücklage ) 0 geolantes Defizit 2018/2019 Der gemäß Wirtschaftsplan 2018/2019 verbleibende Verlust soll auf neue Rechnung vorgetragen wer- den. Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das laufende Wirtschaftsjahr 2018/2019 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbetriebs im Ver- gleich zur internen Ergebnisplanung noch negativ. Das für dieses Wirtschaftsjahr bis zum Ablauf des Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 32 dritten Quartals geplante Periodenergebnis vor Berücksichtigung des Betriebskostenzuschusses (TEUR -42.390,0) wurde unterschritten und liegt bei TEUR -43.553,2 (ohne Berücksichtigung von Abgren- zungsbuchungen). Das vorläufige Betriebsergebnis liegt damit um rd. TEUR 1.163,2 bzw. 2,7% unter Plan. Zusammen mit dem Investitionsergebnis, dem Finanzergebnis und dem neutrales Ergebnis liegt das kumulierte Ergebnis für das dritte Quartal 2018/2019 um rd. TEUR 1.018 bzw. 2,1% unter den budgetierten Ansätzen. Der Rat der Stadt Köln hat zwischenzeitlich auch den Wirtschaftsplan 2019/2020 in seiner Sitzung am 21.5.2019 festgestellt. Danach haben die Bühnen für die Spielzeit 2019/2020 wie folgt geplant: Wj. 19/20 | wj. 10/20] wj. 19/20 ] wj. 19/20 ] wj. 19/20 gesamt davon davon davon davon Oper _| Schauspiel Tanz Service TEUR TEUR TEUR TEUR Planergebnis Spielbetrieb vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -68.927 B . -400 Umlage Spartenergebnis 0 \ 0 00 = Planergebnis Spielbetrieb Bühnen vor Betriebskostenzuschuss 68.927 -38.,322 23.672 Planergebnis Interimspielstätten vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -3.674 i 398 = Planergebnis Bühnen vor Betriebskostenzuschuss darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Sonderzuschüsse darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungsmaßn. = Verlust 2019/2020 vor Verwendung Gewinnrücklagen ‚Auflösung zweckgebundene Sanierungsrücklage 0 = Verlust 2018/2019 -991 Auch der gemäß Wirtschaftsplan 2019/2020 verbleibende Verlust soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Büh- nen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2018/2019 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, wie er sich in den Wirtschaftsplänen 2018/2019 und 2019/2020 der Bühnen für diese beiden Wirtschaftsjahre und die Folgejahre niedergeschlagen hat. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 33 Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen werden dabei folgende Faktoren sein: « erfolgreiche Fortsetzung des neustrukturierten Bauablaufs im Rahmen des Sanierungsprojekts der Bühnen am Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplan- ten Zeitrahmen; « Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsvereinbarungen zu den Investiti- onen im Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen; e ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen unter Beachtung der Ermächti- gungen zur Kreditaufnahme; e vollständiger Ausgleich der für die Folgejahre bis zur Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden Zusatzkosten für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb; « Realisierung des neuen Standorts der Bühnenwerkstätten und des geplanten Nutzungskon- zepts. In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei bemüht sich die Betriebsleitung im Zeit- punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte. 2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs Generalsanierung Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt Köln am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festge- stellt, dass die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sowie Sanierung der Opernterrassen mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von 253 Mio. EUR die Planungsgrundlage bildet. Nachdem der Rat die Bühnen mit Beschluss vom 14.7.2011 mit der Planung, Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maß- nahmen innerhalb des Projekts und der Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt hatte, erteilte er am 24.11.2011 den Baubeschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundlage der Entwurfsplanung mit der Ausführung des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz" ein- schließlich Kinderoper und Sanierung der Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei sollten die limitierten Bruttobaukosten von EUR 253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht über- schritten werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 34 Aufgrund von gegenüber der Planung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Beton- sanierungen, Problemen beim Spezialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutlichen Steige- rung des Baupreisindex sowie bereits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am 12.5.2015 zunächst zur Kenntnis nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz voraus- sichtlich um ca. 10 % auf rund 278 Mio. EUR (ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Um- fang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an offenen Planungsthemen im Bereich der Haus- technik zu Störungen und Ausführungskollisionen führte, die auch die Fertigstellung der restlichen Planungs- und Fachplanungsbereiche behinderten. Bei der Bauausführung der technischen Gewerke wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordination der Planungen zu den einzelnen Anla- gengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellenkollisionen bestanden. Des Weiteren musste davon ausgegangen werden, dass die Defizite der Haustechnikplanung auch in die Werkstatt- und Montageplanung der ausführenden Unternehmen für den Bereich der Technischen Ausrüstung übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden waren, sodass ggf. Umbauten im Roh- bau und der Abbruch neu gebauter Bereiche nötig werden könnten. Außerdem mussten Abweichungen der Bauausführung von der genehmigten Planung sowie der Ausführungsplanung festgestellt werden. Daher mussten Bühnenleitung und Verwaltung am 23.7.2015 bekanntgeben, dass die Wiedereröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte. Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf der Baustelle Verpflichtungen eingehen durften, die das genehmigte Budget auf 287,8 Mio. EUR erhöh- ten. Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durch- setzung möglicher Schadensforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet, einen vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen. Nachdem das mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Unterneh- men insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst beauftragten Fachplaner getrennt hatten, wurden die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technischen Ausrüstung von einem neu- en Planungsbüro fortgeführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungspro- jekt neu strukturiert und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Projektleitung und der Projektsteue- rung Verstärkungen eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagements wurden Sachverständige mit der Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfolgung und baubetrieblichen Unter- stützung während der Bauzeit beauftragt. Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 15.3.2016 wurde die Stelle eines Technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen ge- schaffen. Dieser wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die vollumfängliche Wahrneh- mung der Bauherrenaufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahme) übernom- men. Er legt seither in detaillierten Monatsberichten weiterführende, konkretisierende Aussagen zu Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 35 Kosten und Terminen, zur Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den Ergebnissen der anstehenden Vertragsverhandlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen mit dem Projektsteuerungsbüro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberwa- chungsteams der Technischen Ausrüstung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung so- wie dem Aufbau eines Qualitätsmanagements befasst. Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf zunächst EUR 347,8 Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlossen hatte, behielt er sich vor, die Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steue- rungsmaßnahmen aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget nochmals auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendmachung von Ansprüchen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistungen und Verzugs, die Inanspruchnahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zin- sentwicklung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirken. Ansprüche gegen Bau- beteiligte wegen mangelhafter Leistungen etc. sollen durchgesetzt und Nachbesserungsansprüche mit dem Ziel der Mängelbeseitigung realisiert werden. Die Sanierung ist möglich und machbar, erfordert aber eine umfassende Neuplanung der Haustechnik. Ein erheblicher Rückbau in diesem Bereich ist wahrscheinlich. So lässt sich die Projektprognose zu- sammenfassen, die die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorgestellt haben. Dabei wurde eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten Gebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamtkosten in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt bekannten Risiken) in Aussicht gestellt. Nach Abschluss dieser Prognose erfolgte der Übergang zur vertieften Grundlagenermittlung. Das Ergebnis dieser Zustandsfeststellungen und ein 3D-Laserscan von Opern- haus und Schauspielhaus, in dem alle verbauten Komponenten der Haustechnik genau dokumentiert sind, bilden seitdem das datentechnische Rückgrat der Neuplanung Weiterhin auf positive Resonanz stößt die provisorische Spielstätte „Kleines Haus“ in den ehemaligen Opernterrassen als „Außenspielstätte am Offenbachplatz“. Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Sanierung nach dem Bilanzstichtag 31.8.2018 wird auf den Anhang, Abschnitt V, verwiesen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 36 Interimspielstätten Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als Hauptspielstätte der Oper beschlossen hatte, wurde die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur Finanzierung der Interimskosten zunächst auf die Spielzeiten 2015/2016 und 2016/2017 mit einem Budget von insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. In dieser Summe sind die Kosten für das Interim von Oper (Staatenhaus), Schauspiel (Depot) und Bühnenservice enthalten. Auftretende Mehraufwendun- gen sollten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung kompensiert werden, da eine weitere Erhöhung des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interimszeit der Oper im Staaten- haus sollte dabei zunächst ebenfalls bis zum 31.8.2017 so kurz wie möglich gehalten werden. Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanierung hat der Rat in seiner Sitzung am 28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zugestimmt. Für das Depot ließ der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine Anschlussnutzung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Der Rat nahm darüber hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbetriebs am Betriebs- kostenzuschuss der Bühnen in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 insgesamt EUR 16,45 Mio. beträgt. Für sog. Nachlaufkosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifen- der Bereiche über den 31.8.2019 hinaus wurde ein weiterer Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022 eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorge- sehenen und späteren Nutzer des Staatenhauses hat der Rat auf die Verfügbarkeit von Zuschussmit- teln gemäß Beschluss vom 22.10.2015 verwiesen. Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots nunmehr bis zum 31.12.2022 mit zweimaliger Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestrebte Absicht zur Verein- barung eines langfristigen Anschlussmietverhältnisses bleibt davon unberührt. Die verlängerte Nutzung des Staatenhauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgese- henen und späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart. Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Interimspielstätten nach dem Bilanzstich- tag 31.8.2018 wird auf den Anhang, Abschnitt V, verwiesen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 37 3. Investitionsplanung Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung sind für die Wirtschaftsjahre 2018/2019 und 2019/2020 von den Bühnen folgende Investitionen vorgesehen: Wirtschaftsplan | Wirtschaftsplan 2018/2019 2019/2020 TEUR TEUR Technische Anlagen und Maschinen (Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik) EDV-Software/Hardware Sanierung Offenbachplatz 600 600 60 60 10.000 75.684 10.660 76.344 Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 660 über Aufwandsgegenwerte aus planmäßigen Abschreibungen sowie in Höhe von TEUR 10.000 (Wirtschaftsjahr 2018/2019) bzw. TEUR 75,684 (Wirtschaftsjahr 2019/2020) über Kreditaufnahmen abgedeckt werden. 4. Sonstige Entwicklungen Im Rahmen des von den Bühnen gemäß $ 10 Abs. 1 EigVO NRW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs- systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Bühnen zugeschnittenes Handbuch zum Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kom- munikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2018 wurde eine nach exter- nen, leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen Risiken differenzierte Risikoinventur mit qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden - sofern möglich — Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung definiert. Aktuel- le Werte, die es erlauben, Frühwarnsignale abzugeben, sind in den laufend erstellten Auswertungen enthalten, die den Risiken zugeordnet sind. Die Pflege des Risiko-/Chancenmangementsystems sowie die Auswertung der Risikoinventur erfolgten mittels eines Excel-Tools. Die bereits laufend erzeugten Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Liquiditätsberichte, können mit dem aktuellen Risikobericht zu einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen ausgebaut werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt sein, dass mög- liche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig kommuniziert Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 38 werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen frühzeitig entge- genwirken zu können. Köln, den 30. September 2019 Ida >so bet. a enfd Streitberger Patrick Wasserbauer Intendanfides Schauspiels Technischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor Dr. Birgit Meyel Intendantin der Oper
Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung
1699 Zeichen
BÜHNEN KÖLN KOLN Jahresabschluss 2017/18 Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. Bühnen der Stadt Köln, Köln Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 Umsatzerlöse Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuern Jahresgewinn/-verlust Gewinnvortrag Einstellungen in Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust Anlage 2 2017/2018 2016/2017 EUR EUR 5.679.787,25 5.432.268,26 -37.500,00 908.300,00 1.635.400,00 1.569.900,00 73.659.940,21 70.801.980,80 80.937.627,46 78.712.449,06 -2.540.166,04 -2.704.475,28 -14.390.916,98 -14.235.693,58 -36.881.274,06 -9.703.780,96 -3.895.152,07 16.560,82 -575.471,02 -16.931.083,02 -16.940.168,86 -34.886.030,09 -9.228.979.36 -46.585.055,02 -44.115.009,45 -3.895.152,07 -3.696.118,67 -15.151.235,58 -14.154.473.60 1.....21:824,898,23 ..... -193.321.,52 35.881,72 -446.797,80 een ABLON au -410.916,08 39.379,37 -9.843,00 -2.004.429,06 -814.080,60 -28.270,64 -9.615,42 -2.032.699,70 -623.696,02 11.418.798,21 12.042.494,23 -9.635.554,36 0,00 -249.455,85 11.418.798.21 Ge TT——M
Beschlussvorlage Rat
11350 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VII/46
Vorlagen-Nummer
3615/2019
Freigabedatum
07.04.2020
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2018 für die Bühnen der Stadt Köln
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Hinweis:
Kann die Beschlussvorlage am 14. Mai 2020 nicht im Rat behandelt werden, wird der Beratungsgang
entsprechend angepasst.
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Ver-
bindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Eig-
VO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2018 sowie den Lagebericht für das Wirtschafts-
jahr vom 01.09.2017 bis 31.08.2018 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom
30.09.2019 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SWS Schüllermann AG fest.
2. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 haben die Bühnen einen Jahresverlust in H öhe von
2.032.699,70 € erwirtschaftet, von dem nach Verrechnung mit dem Bilanzgewinn des Vorjah-
res (1.783.243,85 €) ein Bilanzverlust von 249.455,85 € verbleibt. Unter Einschluss des z u-
sätzlichen Gewinnanteils von 605.822,46 € (gemäß Ratsbeschlusses 1 770/2019 vom
26.03.2020 zur Feststellung des Jahresabschlusses 31.08.2017) ergibt sich zum 31.08.2018
ein Bilanzgewinn von 356.366,61 €. Dieser soll um eine weitere anteilige Auflösung der beste-
henden Sanierungsrücklage (532.202,71 €) zum Ausgleich des Sanierungsverlustes 2017/18
erhöht und wie folgt verwendet werden:
vorläufiger Bilanzgewinn 31.08.2018 356.366,61 €
Auflösung zweckgebundene Rücklage Sanierung
532.202,71 €
Vortrag auf neue Rechnung
888.569,32 €
3. Damit stellt sich das Eigenkapital der Bühnen nach Ergebnisverwendung wie folgt dar:
Gezeichnetes Kapital
50.000,00 €
Gewinnrücklagen (zweckgebunden)
Spielbetrieb
0,00 €
Interim
1.274.000,00 €
Sanierung
8.497.529,19 €
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 28.04.2020
Finanzausschuss 11.05.2020
Rat 14.05.2020
2
9.771.529,19 €
Gewinnvortrag
888.569,32 €
Eigenkapital 31.08.2018
10.710.098,51 €
4. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt.
5. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt.
3
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung
MANAGEMENT SUMMARY ZUM JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT 2017/18 DER
BÜHNEN:
I. Übersicht
Das Wirtschaftsjahr 2017/18 endet mit einem Jahresfehlbetrag von 2.032,7 T€, der sich aus den büh-
nenbetrieblichen Bereichen wie folgt ableitet:
Spielbetrieb
-1.632,8 T€
Interim
+132,3 T€
Sanierung
-532,2 T€
Jahresfehlbetrag 2017/18 -2.032,7 T€
Unter Einschluss der Ergebnisverwendung entwickeln sich Eigenkapital und zweckgebundene Ge-
winnrücklagen der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2017/18 wie folgt:
Ergebnisver- Ergebnisver- Jahres- Ergebnisver- Stand
Vortrag wendung wendung fehlbetrag wendung 31.08.2018
2015/16 2016/17 2017/18 2017/18
Gezeichnetes Kapital
50,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 50,0 T€
Gewinnrücklagen
Spielbetrieb
0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€
Interim
1.274,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 1.274,0 T€
Sanierung
0,0 T€ 9.635,6 T€ -605,8 T€ 0,0 T€ -532,2 T€ 8.497,6 T€
1.274,0 T€ 9.635,6 T€ -605,8 T€ 0,0 T€ -532,2 T€ 9.771,6 T€
Bilanzgewinn
11.418,8 T€ -9.635,6 T€ 605,8 T€ -2.032,7 T€ 532,2 T€ 888,5 T€
Eigenkapital
12.742,8 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ -2.032,7 T€ 0,0 T€ 10.710,1 T€
II. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
1. Die Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
Die Bücher sind ordnungsgemäß geführt.
Die Buchungen sind ordnungsgemäß belegt und sachlich richtig.
Das eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist angemessen.
Es erfolgten keine Beanstandungen.
2. Der Jahresabschluss
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind ordnungsgemäß aus der Buchführung
und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet.
Das handelsrechtliche Gliederungsschema für die Bilanz und die GuV (Gesamtkostenverfah-
ren) wurde unverändert angewandt.
Die Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften wurden beachtet.
Die Angaben im Anhang sind vollständig und ordnungsgemäß.
4
3. Der Lagebericht
Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften.
Die Darstellung im Lagebericht ist zutreffend.
Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt.
4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter der Annahme er Unternehmens-
fortführung und sind an handelsrechtlichen Bestimmungen ausgerichtet.
5. Gesamtaussage
Der Jahresabschluss 2017/18 der Bühnen vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen ent-
sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einrichtung.
III. Feststellungen gemäß § 53 HGrG
Im Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen
Verhältnisse nach § 53 HGrG wird im Fragenkreis 2 a) von den Wirtschaftsprüfern beanstandet, dass
bei den Bühnen bezüglich der Ab lauforganisation keine zentral verfügbaren Unterlagen vorhanden
sind.
Dieser Beanstandung tragen die Bühnen damit Rechnung, dass im Rahmen der Verwaltungsreform
#wirfürdiestadt ein spartenübergreifend besetztes Team aktuell damit befasst ist, ein bühneninternes
Intranet zu erstellen. Kern dieses Intranets wird der Zugang aller Mitarbeiter*innen zu sämtlichen Re-
gelungen (Satzung, Dienstanweisungen, Formulare, Organisationsverfügungen, Strukturen, Prozesse
etc.) sein.
IV. Erläuterungen zu den Teilbereichen
Bezogen auf die bühnenbetrieblichen Teilbereiche Spielbetrieb, Interim und Sanierung stellt sich das
Jahresergebnis 2017/18 gegenüber dem Wirtschaftsplan 2017/18 wie folgt dar:
Wirtschafts- Jahresergebnis Abweichung
plan 2017/18* 2017/18
Spielbetrieb
Betriebsergebnis -56.720,0 T€ -58.175,6 T€ -1.455,6 T€
Investitionsergebnis -935,7 T€ -1.188,3 T€ -252,6 T€
Finanzergebnis -374,0 T€ -385,0 T€ -11,0 T€
Neutrales Ergebnis 47,5 T€ 111,9 T€ 64,4 T€
-57.982,2 T€ -59.637,0 T€ -1.654,8 T€
Interim
Betriebsergebnis -10.961,1 T€ -10.833,8 T€ 127,3 T€
Finanzergebnis -38,9 T€ -33,9 T€ 5,0 T€
-11.000,0 T€ -10.867,7 T€ 132,3 T€
Sanierung
-640,0 T€ -1.172,2 T€ -532,2 T€
Ergebnis Bühnen vor BKZ -69.622,2 T€ -71.676,9 T€ -2.054,7 T€
Betriebskostenzuschuss
Spielbetrieb 58.004,2 T€ 58.004,2 T€ 0,0 T€
Interim
11.000,0 T€ 11.000,0 T€ 0,0 T€
Sanierung
640,0 T€ 640,0 T€ 0,0 T€
69.644,2 T€ 69.644,2 T€ 0,0 T€
5
Jahresergebnis 2017/18 22,0 T€ -2.032,7 T€ -2.054,7 T€
* einschließlich nachträglich beschlossener Erhöhungen zwecks Tarifausgleich 2018, Kostenausgleich
Bühnenwerkstätten sowie Budgetanpassung Interim.
Die Betriebsleitung macht zur Entwicklung der einzelnen Teilbereiche folgende Angaben:
1. Teilbereich Spielbetrieb in der Spielzeit 2017/18
Aus dem Spielbetrieb der Bühnen resultiert ein Defizit in Höhe von 1.632,8 T€.
Wesentliche Ursachen für den Fehlbetrag sind:
- Die Planansätze im Kartenverkauf (ohne Erlöse aus dem Gastspiel der Cäcilia Wolkenburg)
wurden in Höhe von rund 560 T€ nicht erreicht (Oper -290 T€; Schauspiel -270 T€)
- Die Aufwendungen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wurden um 446 T€ überschritten
- Das Investitionsergebnis wurde um 253 T€ überschritten
- Die Kosten für die Gebäudebewirtschaftung wurden um 424 T€ überschritten.
Der Fehlbetrag wird aus den Überschüssen im Spielbetrieb aus vorangegangenen Spielzeiten ge-
deckt. Danach verbleibt ein Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von 888 T€.
Ein Höhepunkt der Spielzeit 2017/18 in der Oper war die Neuproduktion von Bernd Alois Zimmer-
manns „Die Soldaten“, die bei Publikum und Presse sehr hohen Zuspruch fand und in der Spielzeit
2019/20 als Wiederaufnahme gezeigt wird.
Die Auslastungsquote der Oper verbesserte sich im Verhältnis zum Vorjahr und betrug 83,1 %.
Das Schauspiel konnte die Besucherzahl des Vorjahres konstant halten und seine Auslastung auf
73,7 % verbessern. An diesen Werten kann man erkennen, dass es Stefan Bachmann und seinem
Team in Köln-Mülheim gelungen ist einen etablierten Ort in Kölns Kulturleben zu schaffen.
Ein Höhepunkt des Spielplanes war das Osterspezial mit der Aufführung des international erfolgrei-
chen Gastspiels „2666“, dessen einzige deutsche Aufführung in Köln stattfand.
Der Tanz knüpft auch in 2017/18 mit seinen hochkarätigen internationalen Gastspielen an die Er-
folgsgeschichte der vergangenen Jahre an und konnte seine Auslastungsquote auf 93,3 % verbes-
sern.
Ein besonderes Highlight war im Tanz der dreiteilige Abend „On Body“ von Richard Siegal/Ballet of
Difference.
2. Teilbereich Interim in der Spielzeit 2017/18
Mit Vorlage Nr. 2092/2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Interim III der Bühnen bis einschließ-
lich der Spielzeit 2018/19. Dem folgte mit Vorlage Nr. 3262/2018 ein Beschluss zum Interim IV für die
Jahre 2019 bis 2022. Die Bühnen haben somit Planungssicherheit und können sich voll und ganz auf
die Umsetzung ihrer Spielpläne konzentrieren.
Der Teilbereich Interim steuert zum Jahresergebnis einen positiven Betrag in Höhe von 132,3 T€ bei.
3. Teilbereich Sanierung in der Spielzeit 2017/18
6
Im Bereich der Sanierung weisen die Bühnen einen Fehlbetrag in Höhe von 532,2 T€ aus, der auf
höhere Abschreibungsbeträge sowie Kosten der Finanzierungsmittelbeschaffung zurückzuführen ist.
Dieser Fehlbetrag wird durch die Inanspruchnahme der zweckgebundenen Sanierungsrücklage in
gleicher Höhe ausgeglichen.
V. Eigenkapitalentwicklung zum 31.08.2018
Eine detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus der Anlage 6.
Von dem ausgewiesenen Eigenkapital in Höhe von 10.710 T€ handelt es sich in Höhe von 9.771,6 T€
um zweckgebundene Rücklagen für den Interimsspielbetrieb und die Sanierung der Bühnen.
VI. Ausblick auf das Ergebnis der Spielzeit 2018/19
In der Spielzeit 2018/19 gelang es den Bühnen, die Besucherzahl um rd. 3 % auf 216.038 zu ste i-
gern.
Dieser verbesserten Erlössituation steht u.a. eine deutliche Steigerung bei den Personalkosten ge-
genüber, so dass der IV. Quartalsbericht, Vorlagen -Nr. 3872/2019, eine negative Abweichung zum
geplanten Jahresverlust in Höhe von 1.839,8 T€ ausweist. Die Budgetüberschreitungen in den Spar-
ten Oper und Schauspiel sollen bis zum Ende der Intendanzen ausgeglichen werden. Grundlage hier-
für sind die jeweiligen Anstellungsverträge.
Im Interimsspielbetrieb stellen sich die Planungen als solide und belastbar dar, so dass weiterhin von
der Einhaltung der zur Verfügung gestellten Budgets ausgegangen werden kann. Diese Prognose
wird durch den 6. Controlling-Bericht des Interim von 2017-2019, Vorlagen-Nr. 3873/2019, bekräftigt.
Im Bereich der Sanierung werden die Bühnen weiterhin Fehlbeträge durch die Auflösung der zweck-
gebundenen Rücklage ausgleichen, bis diese Rücklage aufgebraucht ist. Erst danach ist eine Erh ö-
hung des Betriebskostenzuschusses in diesem Zusammenhang erforderlich.
Anlagen
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3615/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 07.04.2020
- Erstellt
- 16.10.2019 12:53