Mandari Insight

3615/2019

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2018 für die Bühnen der Stadt Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 07.04.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.05.2020, TOP 10.17

Anlage 6 - Eigenkapitalentwicklung

· application/pdf

Ansehen

Anlage 8 - Fragenkatalog § 53 HGrG

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - Bilanz

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5 - Bestätigungsvermerk

· application/pdf

Ansehen

Anlage 4 - Lagebericht

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 - Anhang

· application/pdf

Ansehen

Anlage 7 - Ergebnisverwendungsvorschlag

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Rat

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5 - Bestätigungsvermerk

11452 Zeichen

BÜHNEN KÖLN

SCHAU .n ‚
N N7 BÜHNEN KÖLN
OPER/ \KÖLN SPIEL tan?

Jahresabschluss 2017/18

Anlage 5
Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers

Anlage 5
Seite 1

Bühnen der Stadt Köln
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Bühnen der Stadt Köln
Prüfungsurteile

"Wir haben den Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln — bestehend aus der Bilanz zum
31. August 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden — ge-
prüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtschafts-
jahr vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften
der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i.V.m. den einschlägigen deut-
schen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat-
sächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Eigen-
betriebes zum 31. August 2018 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom
1. September 2017 bis zum 31. August 2018 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Bühnen. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jah-
resabschluss, entspricht den Vorschriften des $ 103 Abs. 1 GO NRW i. V. m. 8 289 HGB
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß $ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Anlage 5
Seite 2

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung
mit 8 317 HGB und den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung un-
ter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschrif-
ten und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend be-
schrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung,
dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundla-
ge für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der
den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägi-
gen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen we-
sentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deut-
schen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bühnen vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um
die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsich-
tigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Bühnen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des WVeite-
ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Un-
ternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwort-
lich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unterneh-
menstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten ent-
gegenstehen.

Anlage 5
Seite 3

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bühnen vermittelt sowie in allen wesentli-
chen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein-
Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesell-
schaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwort-
lich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um
die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften
der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um aus-
reichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellun-
gen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bühnen ver-
mittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein-
Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V.m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesell-
schaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prü-
fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn ver-
nünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage
dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.

Anlage 5
Seite 4

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus

— identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsich-
tigter — falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach-
weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Au-
Rerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrun-
gen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um-
ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Bühnen abzugeben.

— beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

— ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertre-
tern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätig-
keit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsi-
cherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame
Zweifel an der Fähigkeit der Bühnen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresab-
schluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemes-
sen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolge-
rungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu füh-
ren, dass die Bühnen ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Anlage-5
Seite 5

— beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Ge-
schäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bühnen vermittelt.

— beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Geset-
zesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Bühnen.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu-
kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü-
fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und be-
urteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annah-
men. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den
zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unver-
meidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Anga-

ben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um-
fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Dreieich, 30. September 2019

ER
SAN INDIE,
NS REN Schüllermann und Partner AG
er 9 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

GN
%
winreenaere- N 2 Steuerberatungsgesellschaft
[9

€
2 PRÜFUNGS- | 22
GESELLSCHAFT }

DREIEICH Ba i ,
ze H-
Dipl.-Kfm. Harald Reinhart __- ipl.-Kfm. Sascha Gönnheimer

Wiktschaftsprüfer “ Wirtschaftsprüfer

Anlage 4 - Lagebericht

77383 Zeichen

BÜHNEN KÖLN

OPER/ \KÖLN SaiEL \ tanz BÜHNEN KÖLN

KOLN

Jahresabschluss 2017/18

Anlage 4
Lagebericht

sum

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 1

LAGEBERICHT

FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2017 BIS 31. AUGUST 2018

I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2017/2018

1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik
Deutschland in der Spielzeit 2017/2018

Wie bereits in den Vorjahren haben auch in der Spielzeit 2017/2018 die finanziellen Verhältnisse der
öffentlichen Haushalte einen hohen Konsolidierungsdruck auf die deutschen Bühnen bewirkt. Als per-
sonalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und dadurch begrenzten
kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotentialen sind die öffentlichen Theater und Orchester hier-
von in besonderem Maße betroffen. Wegen des notwendigen Finanzbedarfs der Kultureinrichtungen
stehen deshalb gerade die Fragen der Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen unverändert im Blickfeld
von Politik und Öffentlichkeit.

Erfreulicherweise konnten die öffentlich getragenen Theater ihre Spielzeitdaten in der vorjährigen
Spielzeit (2016/2017)* stabilisieren: So sind die Besucherzahlen der öffentlich getragenen Theater
einschließlich der Gastspiele mit rd. 20,5 Mio. Zuschauern zwar leicht gesunken. Während die Zahl der
Vorstellungen leicht um 2,2% auf 65.794 zurückging, blieben die Einnahmen aber nach einer Steige-
rung von 3% im Vorjahr stabil bei rd. 551 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das prozentuale
Einspielergebnis von 17,8% leicht gesunken. Dagegen erhöhten sich die öffentlichen Zuschüsse an die
Theater und Orchester von rd. 2,5 Mrd. Euro um rd. 3,7% auf rd. 2,6 Mrd. Euro. Die Zahl der fest
angestellten Theatermitarbeiter*innen — befristet und unbefristet — stieg im gleichen Zeitraum leicht
von 39,505 auf 39.692.

Vor diesem Hintergrund bleibt der hohe Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtungen in Deutsch-
land unverändert bestehen, Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen werden von
Politik und Öffentlichkeit weiterhin kritisch hinterfragt. Zugleich werden von der Politik, den Kulturver-
bänden und den Kultureinrichtungen selbst immer wieder neue Überlegungen angestellt, wie man
durch inhaltliche und perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechtsformgestaltungen
die Einnahme- und die Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wesentlichen auf
die ökonomische Effizienz ausgerichteten Überlegungen sollte das übergeordnete Ziel der Theater und
Orchester, nicht gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen,

nicht aus den Augen verloren werden.

* Quelle: Theaterstatistik 2016/2017 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 52

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 2

2. Der rechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2017/2018

Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführten Bühnen der Stadt
Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der
Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im
Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist aktuell eine aus
vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Be-
triebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) entschei-
den in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Haupt-
satzung der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr

verläuft spielzeitkonform vom 1. September bis zum 31. August.

3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2017/2018

Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bühnen der Stadt Köln zu den national

bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters,

Im Sinne des qualitativen Anspruchs, welcher der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht wer-
den soll, gehören beim Sprechtheater die Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner Ge-
genwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile zu den traditi-
onellen Aufgaben. Nationale und internationale Gastspiele sollen das Programm des Sprechtheaters

komplettieren.

Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied
der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Bayerische Staatsoper,
Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Wien,
Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am
Rhein Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatstheater Stuttgart sowie die assoziierten Mitglieder
Opera National de Paris, Royal Opera House Covent Garden London und Teatro alla Scala Mailand.
Diese Institutionen sind geprägt von international renommierten Dirigent*innen, Regisseur*innen
sowie Sänger*innen. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einigen Jahren neben der Komi-

schen Oper Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse.

Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln mit Ende der Spielzeit 2008/2009 wird der
Tanz an den Bühnen Köln durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 3

Nach der gescheiterten Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus am Offenbachplatz in 2015
war auch die Spielzeit 2017/2018 der Bühnen der Stadt Köln — bei einer unverändert angespannten
städtischen Haushaltslage und den weiterlaufenden Sanierungsmaßnahmen - erneut geprägt von der
Fortführung des Interimspielbetriebs des Musiktheaters (Staatenhaus, Außenspielstätten) und der
Kinderoper und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte, „Außenspielstätte am Offenbachplatz“).

Folgende Inszenierungen konnten in 2017/2018 realisiert werden:

Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Titel Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS;

Inszenierungen des Sprechtheaters

2666 Depot I
Alles, was ich nicht erinnere Offenbachplatz
‚Ansichten eines Clowns Depot II
‚Arsen und Spitzenhäubchen Depot I
bash Grotte
Battlefield Depot II
Casablanca Offenbachplatz
Cyrano de Bergerac Depot I
Der Gute Mensch von Sezuan Depot II
der herzelfresser Grotte
Die Lücke Depot II
Die Weber Depot I
Don Quijote Depot I
Endspiel Dpeot II
Extremites Depot I
Faust I Depot I
Faust II Depot II
Frau Schmitz Offenbachplatz
Geächtet Offenbachplatz
Glaubenskämpfer Depot II
Gott Offenbachplatz
Hamlet Depot I
Offenbachplatz
Depot II
Depot II
Offenbachplatz
Mary Page Marlowe Depot I
Mitleid Depot II
NSU - Warum musste Theo sterben Offenbachplatz
Occident Express Depot II

Oorlog Depot II

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 4

Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS

Übertrag:

Peer Gynt Depot I
Räuber Hotzenplotz Depot I
real fake Depot II
Romeo und Julia Depot I
Rot Offenbachplatz
Sprengkörperballade Offenbachplatz
[The Civil Wars Be Depot I
Tod eines Handlungsreisenden Depot I
Triple Bill Depot I
Wenn ich nicht hier bin Grotte
Depot I
Depot I
Wir sind Affen eines kalten Gottes Offenbachplatz
Wir wollen Plankton sein Offenbachplatz
Wonderland Ave. Depot I
Woyzeck Depot I
Einzelveranstaltungen div. Spielstätten

Die Spielzeit 2017/18 war die fünfte unter der Intendanz von Stefan Bachmann. Da sich das Schau-
spielhaus am Offenbachplatz noch in der Renovierung befand, wurde weiterhin das rechtsrheinisch
gelegene Depot auf dem Gelände des Carlswerkes in Köln Mülheim bespielt. Zunächst als Interims-
spielstätte für zwei Jahre gedacht, ist es gelungen, einen lebhaften Ort des Austausches zu schaffen,
der in den Stadtteil hineinwirkt und gleichzeitig überregional wahrgenommen wird. Der Carlsgarten,
ein Urban-Gardening-Projekt des Schauspiel Köln, trug zu einer Belebung des Areals genauso bei wie
zahlreiche Initiativen und Projekte des Schauspiel Köln, die sich inhaltlich mit Themen des Stadtteils

beschäftigten.

Auch wenn das Publikum gerne und in großer Zahl zu Theaterbesuchen nach Köln Mülheim kommt
und die Spielstätte inzwischen ein etablierter Ort in Kölns Kulturleben ist, bleibt das Schauspiel Köln
mit der Außenspielstätte am Offenbachplatz auch auf der anderen Rheinseite präsent. Die neue Bühne
im Stadtzentrum hat in der Spielzeit 2017/18 ihren einjährigen Geburtstag gefeiert. Die Idee der vier
Regieassistent*innen und Gründungskurator*innen Andrea Imler, Pınar Karabulut, Matthias Köhler
und Charlotte Sprenger, die nun als freie Theaterregisseur*innen arbeiten, hat sich jedenfalls etab-
liert: Aus der Spielstätte am Offenbachplatz, umgetauft auf „Britney“, wurde eine Bastion für innovati-
ve Projekte mitten in der Innenstadt. Uraufführungen, deutsche Erstaufführungen, Gastspiele, Vernet-
zungen und Kooperationen mit Künstler*innen aus Köln und Umgebung, Ausstellungen, Konzerte und
Gespräche und natürlich das Festival „Britney X" bestimmten weiterhin das Programm.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 5

In der Spielzeit 2017/18 hat das Schauspiel Köln mit Beate Heine eine neue Chefdramaturgin und
stellvertretende Intendantin gewonnen. Entsprechend kam es im Spielplan zu Veränderungen. Eine
der großen, nach außen wirkenden Neuigkeiten war die Aufteilung der Spielzeit in drei thematische
Blöcke: Identität — Revolte — Aufbruch. Diese drei prägnanten wie assoziationsreichen Begriffe baten
zur Auseinandersetzung mit großen philosophischen, auch politischen Diskursen unserer Gegenwart.
Passend dazu gab es drei Ausgaben des Theatermagazins, die jeweils den thematischen Überbau zum
Motto darstellten. Das neu konzipierte Blatt des Schauspiel Köln — voller Interviews mit inspirierenden
Persönlichkeiten, wie z. B. Milo Rau, und zahlreichen Essays, wie etwa von Markus Gabriel, - wurde

zum wertvollen Begleiter durch die gesamte Spielzeit.

Der Intendant Stefan Bachmann hat zur feierlichen Eröffnung der Saison 2017/18 Henrik Ibsens „Peer
Gynt“ mit einer außergewöhnlichen Skurrilität und Energie auf die Bühne gebracht. Bei der Kritik war
die Geschichte des bekanntesten Lügners der dramatischen Literatur ein voller Erfolg. „Bachmanns
Inszenierung ist ein gelungener Parforce-Ritt durch Ibsens Welten. Mit Jörg Ratjen als Gynt-Darsteller,
der einfach bravourös die Szene beherrscht, wenn es ihn durch die Weiten seiner Phantasie treibt.
Wie zudem die „glorreichen Sieben", die dabei in drei Dutzend Rollen schlüpfen, neben ihm brillieren,
ist ebenfalls aller Ehren wert. (...) Nach drei pausenlosen Stunden, die nach den anfänglich grotesk-
skurrilen, ja grellen Szenen zuletzt in feiner Heimkehrer-Innerlichkeit enden, gab's kein Halten mehr:

Großer Applaus. Völlig zurecht“, schrieb theaterfischer.de.

Im weiteren Verlauf der Spielzeit wurden weitere klassische Stücke wie „Wilhelm Tell“ (Regie ebenfalls
Stefan Bachmann, eine Koproduktion mit dem Theater Basel), „Romeo und Julia“ (Regie: Pınar Kara-
bulut), „Die Weber“ (Regie: Armin Petras) und „Endspiel“ (Regie: Rafael Sanchez) auf die Bühne ge-
bracht. Gleichzeitig gab es viel Raum für neuen Stoff: sieben Uraufführungen und deutsche Erstauf-
führungen standen auf dem Spielplan. So schrieb z. B. Ibrahim Amir für das Schauspiel Köln das Stück
„Heimwärts“ über den alternden Helden Hussein, der seine Identität zwischen Österreich und Syrien
sucht. Mit „Alles, was ich nicht erinnere“ des schwedischen Autors Jonas Hassen Khemiri kam der mit

dem schwedischen Literaturpreis gekürte Roman zum ersten Mal in Köln auf die Bühne.

Eine besondere Resonanz erfuhr die Uraufführung des neuen Stücks von Sibylle Berg zum Thema
künstliche Intelligenz „Wonderland Ave.“. Die Menschheit ist in diesem Stück fast ausgestorben und
die, die überlebt haben, sind abhängig von Maschinen. Das Stück ist „ein bitterböser und ebenso ko-
mischer Abgesang an die Welt, wie wir sie kannten“, so die Dramaturgin der Inszenierung, Sibylle
Dudek.

Die Regie des dystopischen Textes übernahm der gefeierte junge Regisseur und Bühnenbildner Ersan

Mondtag, der mit „Wonderland Ave.“ sein Kölner Debüt gab. Als Setting für die Inszenierung wählte

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 6

Mondtag ein Museum voller Kunstobjekte. Hier werden ein Mann (Bruno Cathomas) und eine Frau
(Kate Strong), wie in einem Zoo gehalten und von einer Gruppe Roboter bewacht. Der große Hingu-
cker war jedenfalls die auf dem Boden liegende Riesenstatue — eine lebensechte Nachbildung von
Cathomas selbst. nachtkritik.de kommentierte die Erscheinung wie folgt: „Der Riese sieht uns den
ganzen Abend aus großen Augen an, und man wartet eigentlich darauf, dass er aufsteht und mitspielt.
Denn ehrlich gesagt, zuzutrauen wäre so etwas dem Wunderkind Ersan Mondtag ohne weiteres.“.
Überhaupt war die visuell starke Umsetzung, mit zahlreichen Hinweisen auf Klassiker der Kunstge-
schichte, neben Bergs Text der Höhepunkt der Inszenierung. „Dieser Abend macht sehr viel Lust auf
die nächsten Arbeiten von Ersan Mondtag in der kommenden Spielzeit“, äußerte sich der Bonner Ge-
neral Anzeiger zu „Wonderland Ave.“. Tatsächlich begann mit der Inszenierung eine langfristige, in-
tensive Kooperation zwischen dem Schauspiel Köln und dem Regisseur. Auch die Partnerschaft
Berg/Mondtag erwies sich als besonders fruchtbar — die Inszenierung kam später in die Auswahl der
zehn herausragenden deutschen Uraufführungen der Festival-Stücke 2019.

Weitere Festival-Erfolge feierte das Schauspiel Köln in München bei Radikal jung. Das Kölner Schau-
spiel legt einen besonderen Wert auf den Regie-Nachwuchs und ist bei den Theatertagen in München
regelmäßig vertreten. Eine Doppeleinladung, wie die im Jahr 2018, war aber etwas Besonderes. Umso
mehr, wenn man bedenkt, dass die beiden eingeladenen Regisseurinnen, Pınar Karabulut (mit „Romeo
und Julia“) und Charlotte Sprenger (mit „Alles, was ich nicht erinnere‘) vorher am Schauspiel Köln
noch als Regieassistentinnen tätig waren und als Kuratorinnen am Offenbachplatz das Haus wesent-
lich prägten. Für Karabulut war es bereits die zweite Einladung zum Radikal jung - 2015 stellte sie
sich in München mit „Invasion!“ von Jonas Hassen Khemiri vor. Der Erfolg von Karabulut und Sprenger
macht deutlich, dass sich die kontinuierliche Unterstützung junger Regisseurinnen am Schauspiel Köln
sehr lohnt. In der Spielzeit 2017/18 haben am Schauspiel Köln neben Karabulut und Sprenger auch
Lilja Rupprecht („Eine Frau Mary Page Marlowe“) und Therese Willstedt („Woyzeck“) mit ihren Regie-
arbeiten zum Repertoire beigetragen.

Im Zusammenhang mit Karabuluts „Romeo und Julia“ ist auch die schauspielerische Leistung von
Kristin Steffen als Julia hervorzuheben. Steffen, die sich zu der Zeit im Rahmen einer Kooperation
zwischen dem Schauspiel Köln und der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendels-
sohn Bartholdy“ zusammen mit sieben weiteren Schauspielstudent*innen am Kölner Theater aufhielt,
wurde später vom Magazin Theater heute als Nachwuchsschauspielerin des Jahres ausgezeichnet und
ist inzwischen festes Ensemblemitglied am Schauspiel Köln. „Romeo und Julia“ bleibt weiterhin eine
der erfolgreichsten Inszenierungen im Repertoire und die Wiederaufnahme in der Spielzeit 2019/20
steht bereits fest.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 7

Neben eigenen Produktionen hat das Schauspiel dem Kölner Publikum in der Spielzeit 2017/18 eine
Reihe von exklusiven Gastspielen angeboten und nach Köln kamen die Regiestars Peter Brook, Milo
Rau und Julien Gosselin. Peter Brook ist mit seinen vierundneunzig Jahren eine lebende Theaterlegen-
de. In Köln zeigte er ein Motiv aus seiner „Mahabharata“-Adaption aus den 1980er Jahren, die zu den
Höhepunkten seiner Karriere gehört. „Battlefield“ war ein schönes Beispiel der von Brook geprägten
„armen“ Theaterästhetik, die mit einem leeren Raum („empty space“) und wenigen Mitteln auskommt.
Der Kölner Stadtanzeiger schrieb damals: „Der Schatz, den Peter Brook mit uns geteilt hat, währte nur

ein paar Augenblicke lang, so flüchtig wie das Leben selbst.“.

In Köln waren im Dezember 2017 gleich zwei Arbeiten von Milo Rau zu sehen: „Mitleid. Die Geschichte
des Maschinengewehrs“ (Schaubühne Berlin), die Geschichte einer NGO-Mitarbeiterin in einem afrika-
nischen Krisengebiet (gespielt und mitentwickelt von Ursina Lardi), und „The Civil Wars“ (International
Institute of Political Murder), in der es um eine Welt geht, in der dein*e Nachbar*in zum radikalen
Dschihad übertreten kann.

Der Höhepunkt der Gastspiel-Reihe war das Osterspezial mit der Aufführung 2666 der Gruppe „Si vous
pouviez l&cher mon couer“ (FR). Den posthum veröffentlichten Roman von Roberto Bolanio hat der
französische Regisseur Julien Gosselin mit internationalem Erfolg für die Bühne adaptiert. Nachdem
das Stück auf dem Festival d’ Avignone sowie in Toulouse, Buenos Aires und Amsterdam gezeigt wur-
de, kam die gefeierte Produktion auch nach Köln - es handelte sich um die einzige Aufführung in
Deutschland überhaupt. Zwölf Stunden dauerte das Theaterabenteuer „zwischen Sprechtheater, Elekt-
ro-Konzert, Fernsehserie und klassischer Tragödie" (Liberation) und wurde am Osterwochenende
gleich an zwei Tagen hintereinander aufgeführt. „Gosselin und sein exzellentes Ensemble sind tief ins
Herz der Finsternis vorgedrungen. Mit äußerster Sprachdisziplin und rauschhafter Musik, ein dunkler
Spiegel, blank poliert.“, so der Kölner Stadtanzeiger, der weiterhin schrieb: „Ein Wahnsinn, aber ein

geglückter Wahnsinn.“

Weitere spannende Gastspiele wurden im Rahmen der zweiten Ausgabe des Britney-X-Festivals einge-
laden. Dieses legte wieder den Fokus auf Theater, Musik und Politik sowie auf Feminismus, Gender,
Diversity und Sex und hat ein junges Publikum angezogen. Der Tanz-Höhepunkt „Antigone Jr.++. /
Twenty looks or Paris is burning at the Judson Church (Plus)“ des US-Choreographen Trajal Harrell
wurde bereits bei zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Dank der Unterstützung des Tanz Köln
war die nächste Station das Britney-X. „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem unvollendeten Roman
des verstorbenen Autors Wolfgang Herrndorf gehörte zu den großen Entdeckungen der damaligen
Ausgabe des Radikal-jung-Festivals. Ein intimes Solo der außergewöhnlichen Schauspielerin Birte
Schnöink in der detailverliebten Regie von Marie Rosa Tjeten stellte den Höhepunkt im Bereich Schau-

spiel dar.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 8

Hanna Koller, die Kuratorin des Tanz Köln, erhielt zum Ende der Saison den Kölner Kulturpreis als
Kulturmanagerin des Jahres. Auch in der Spielzeit 2017/2018 realisierte Frau Koller am Schauspiel
Köln ein außergewöhnliches Tanzprogramm auf Weltniveau und lud Gastspiele von renommierten
Companies wie Ultima Vez („In spite of wishing and wanting“) oder Rosas des Duos Salva Sanchis &

Anne Teresa De Keersmaeker („A love supreme“) nach Köln ein. „Tripple Bill“ von Richard Siegal/

Ballet of Difference, wurde in Köln in einer Koproduktion mit dem Muffatwerk München sogar uraufge-
führt.

Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spiel: e Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen i
Inszenierungen des Musiktheaters
Advent in der Oper Kinderoper 4 EP
Bronze by Gold Staatenhaus 2 GS
|Carmina Burana Staatenhaus 2 EP
Das Rheingold Kinderoper 12 EP
Der Kaiser von Atlantis Offenbachplatz 5 EP
Der kleine Prinz Staatenhaus 2 65
Die Fledermaus Staatenhaus 14 EP
Die Heinzelmännchen zu Köln Kinderoper 6 EP
Die Rache von Melaten Staatenhaus 29 KP
Die Soldaten Staatenhaus 6 EP
Don Glovanni Staatenhaus 6 EP
Falstaff Staatenhaus 10 EP
(Gli Uccellatori Staatenhaus 6 EP
Il Matrimonio Segreto Staatenhaus 7 EP
Irgendwie anders Kinderoper 2 EP
Karneval einmal klassisch Staatenhaus 1 6S
KUNST MUSS Staatenhaus 4 EP
La Traviata Staatenhaus 16 EP
Le nozze de Figaro Staatenhaus 6 EP
Manon Staatenhaus 9 EP
Mose in Egitto Staatenhaus 7 EP
Orpheus in der Unterwelt Kinderoper 9 EP
Kinderoper 7 EP
Staatenhaus 2 6S
Staatenhaus 6 EP
Staatenhaus 3 EP
Somewhere over the rainbow Staatenhaus 3 EP
[Tannhäuser Staatenhaus 9 EP
[The Rape of Lucretia Staatenhaus 6 EP
. Kinderoper /
[Diverse Einzelveranstaltungen Staatenhaus 8

Die Eröffnungsproduktion mit Richard Wagners „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“

(Premiere: 24.9.2017) war ein großer Erfolg, sowohl was die musikalische Leitung von Generalmusik-
direktors Francois-Xavier Roth betraf, als auch hinsichtlich der Regie von Patrick Kinmonth und des

imponierenden Bühnenaufbaus (Bühnenbild: Darko Petrovic) in Saal 1 des Staatenhauses, wo sich das

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 9

Orchester innerhalb eines zerklüfteten Gebirgs-Bühnenbildaufbaus wiederfand, quasi inmitten eines in

die Landschaft gerissenen Kraters.

Giuseppe Verdis „La Traviata“ — als Neuproduktion in Saal 2 (Premiere: 15.10.2017) - glänzte auch
wegen der gelungenen Sängerbesetzung, allen voran die US-amerikanische Sopranistin Marina Costa-
Jackson, aber auch in der Alternativbesetzung mit Publikumsliebling Olesya Golovneva.

Für ein breites Publikum angelegt war auch die Operetten- und Musical-Gala „Somewhere over the
Rainbow“, mit Maestro Claude Schnitzler am Pult und vielen hochkarätigen Gesangsstars, darunter
Helen Donath, Lucio Gallo, Paul Armin Edelmann u. v. a., die insgesamt dreimal zu erleben war und

auf begeisterte Resonanz stieß.

Die Sparte Kinderoper startete mit der Neuproduktion „Das Rheingold“ - einer gekürzten, musikalisch
adaptierten Version von Wagners Oper - das große Projekt einer Verwirklichung des gesamten „Rings
des Nibelungen“ für Kinder und Jugendliche. Die Arrangements für die Oper Köln stammen für alle

vier Teile des „Rings“ von Stefan Behrisch.

Im November und Dezember sorgte eine Neuproduktion der Johann-Strauß-Operette „Die Fleder-
maus" für gute Laune — und, durchaus beabsichtigt — für manche Diskussion, was den zeitpolitischen
und gesellschaftlichen Bezug dieser Lesart der beliebten Operette anging. Marcus Bosch dirigierte, es
inszenierte Petra-Luisa Meyer. In der Sprechrolle des Froschs durfte man sich über TV-Urgestein Jo-

chen Busse freuen.

Als Uraufführung und Beitrag zum Heinrich-Böll-Jahr fand die „Kunst muss“, ein Werk des renommier-
ten Komponisten Helmut Oehring, große Beachtung. Dabei handelte es sich um eine Koproduktion der

Oper Köln mit dem Ensemble MusikFabrik.

Die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ als Übernahme der Produktion, die vorher am
Offenbachplatz, dann in der Oper am Dom und nun im Staatenhaus zu sehen war, stieß auf große
Begeisterung, nicht zuletzt aufgrund der hochkarätigen Sängerstars.

Am 23.12.2017 feierte Carl Orffs „Carmina Burana“ eine sehr positiv aufgenommene Premiere - viel

Applaus gab es für Orchester, Solisten und die Chöre,

Die Neuproduktion von Jules Massenets „Manon“ (Premiere: 4.3.2018) war sowohl musikalisch (Musi-
kalische Leitung: Claude Schnitzler) als auch szenisch (Regie: Johannes Erath) auf Weltklasse-Niveau.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 10

Die Möglichkeiten des Staatenhauses wurden dabei im Saal 1 auf ganz neue Weise genutzt und insge-

samt hervorragend choreografiert.

Zu einem beeindruckenden und erschütternden Erlebnis wurde die Neuproduktion der im Ghetto The-
resienstadt entstandenen Oper „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung“ von Viktor Ull-
mann, die — mit Rainer Mühlbach am Pult, in der Regie von Eike Ecker - ab dem 24.2.2018 in der

Außenspielstätte Offenbachplatz zu erleben war.

„Gli uccellatori“ von Florian Leopold Gassmann (Premiere: 18.3.2018) bot in Saal 3 die Möglichkeit,
diese historisch wertvolle, in Köln bisher noch nie aufgeführte Oper (Uraufführung: Venedig 1759)
kennenzulernen. In den Gesangspartien brillierten dabei die Sängerinnen und Sänger des Internatio-

nalen Opernstudios der Oper Köln.

Ebenfalls um eine Kölner Erstaufführung handelte es sich bei Rossinis „Mose in Egitto" („Moses in
Ägypten“), einer Produktion in Zusammenarbeit mit den Bregenzer Festspielen, die im Saal 2 des
Staatenhauses unter dem Einsatz von Drehbühne, Video und packenden Live-Szenen zur Premiere

kam. Immer wieder hervorgehoben wurde in den Kritiken das hohe sängerische Niveau.

Ein Höhepunkt der Spielzeit war die Neuproduktion von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“, die
anlässlich des 100. Geburtstags des 1970 verstorbenen Kölner Komponisten stattfand. Es dirigierte
Francois-Xavier Roth, für eine aufsehenerregende Bühnen- und Zuschauerraumlösung sorgten Carlus
Padrissa und Roland Olbeter von „La Fura dels baus“. Erstmals seit der Uraufführung (Köln 1965)
konnte den Anforderungen des Komponisten, was die Frage der Positionierung von Orchester und
Bühnenraum anging, wirklich Rechnung getragen werden. Das Publikum fand sich inmitten eines Ar-

rangements wieder, bei dem es von der Bühne gewissermaßen ‚umrundet' war.

Für einen heiteren Spielzeitausklang sorgte „Il matrimonio segreto“ („Die heimliche Ehe“) von Dome-
nico Cimarosa (Premiere: 24.6.2018) — sehr ästhetisch inszeniert von Renaud Doucet, mit exquisiten

Solisten und einem glänzend aufspielenden Gürzenich-Orchester-Köln unter Gianluca Capuano.

Die Produktion „Schnittstellen I“, ein Kunst-Parcours von Preisträger*innen des Gargonza Arts Awards
(drei Vorstellungstermine im Mai 2018), führte auf beeindruckende Weise verschiedene Kunstformen

im Rahmen einer großen Veranstaltung und auf mehreren Bühnen zusammen.

Die Sparte Kinderoper verzeichnete mit der Neuproduktion „Pollicino“ von Hans Werner Henze einen
großen Erfolg. Fast 100 Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums und der Rheinischen

Musikschule haben ein Jahr lang mit Künstlerinnen und Künstlern der Oper Köln dieses „Märchen für

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 11

Musik“ einstudiert und aufgeführt — ein gelungenes Zusammenkommen von professionellen Opern-

künstler*innen mit jungen Sänger*innen und Instrumentalist*innen.

Die Kinderoper präsentierte außerdem Wiederaufnahmen von „Die Heinzelmännchen zu Köln“,

„Irgendwie anders“ und Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“.

Als Wiederaufnahmen in der Sparte Oper gab es Höhepunkte mit Mozarts „Don Giovanni“ und „Le
nozze di Figaro“, außerdem mit Brittens „The Rape of Lucretia® und Verdis grandiosem „Falstaff“ in
der großartigen, den Raum des Saals 1 zu einem Shakespeare-Theater umfunktionierenden Inszenie-
rung von Dietrich W. Hilsdorf unter Maestro Will Humburg.

Für ihren Verdienst um an Demenz erkrankte Menschen im Rahmen von „Oper für Jung und Alt" wur-

de die Oper Köln im Dezember 2017 mit dem Rudi-Assauer-Preis ausgezeichnet.

Neuinsz. (N)/ Anzahl der

Wieder- Spielstätte Vorstel-
aufn. (WA) lungen

Aterballetto & Johan Inger Staatenhaus GS
Staatenhaus GS
Depot I 65
Depot I GS
Depot II GS
Rosas - a love Supreme Depot II
Sasha Waltz & Guest Depot I
Soundspace Staatenhaus
Swan Lake/Loch Na Heala (7292)
Ultima Vez

Eigenprod.(EP)/
Koprod.(KP)/

Inszenierungen des Tanzes

In der Spielzeit 2017/2018 fanden 24 Tanzabende (davon 4 in Kooperation mit dem Schauspiel Köln)

von dreizehn Choreograf*innen und elf Kompanien aus sieben unterschiedlichen Ländern und vier
Kontinenten statt.

Im Staatenhaus war die italienische Kompanie „Aterballetto* mit dem Programm „Golden Days“ zu
Gast. Ein besonderes Highlight für das begeisterte Publikum war das Ballett „Bliss“ zur Musik von Keith
Jarretts „Köln Concert“. Das zweite Gastspiel im Staatenhaus bestritt die amerikanische „Dorrance
Dance Company“. Kurz vor der Sommerpause begeisterte der Spanier Israel Galvan und seine fünf

Musiker*innen mit seinem avantgardistischen Flamenco das Publikum.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 12

Im Depot II wurde die Tanzreihe von der Südafrikanerin Robyn Orlin eröffnet, die für den jungen Per-
former Albert Silindokuhle Ibokwe Khoza einen bunt schillernden Solo-Abend erarbeitet hatte, in dem
die neuen Freiheiten innerhalb der Rainbow Nation thematisiert wurden. Einen zweiten intimen Abend
gaben im Depot II vier junge Tänzer der belgischen Kompanie „Rosas“ mit „A love Supreme“ zur Mu-

sik von John Coltrane vor ausverkauftem Haus.

Auf der großen Bühne im Depot I gab es einen Klassiker des Belgiers Wim Vandekeybus und seiner
Kompanie „Ultima Vez“. Mit dem vor zwanzig Jahren entstandenen Abend „In spite of wishing and
wanting“ — ein reines Männerstück, begeisterte er das Publikum vor ausverkauftem Haus. Ebenfalls im
Depot I zu sehen war das Stück „Puz/zle“ von der belgischen Kompanie „Eastman“ und ihrem Choreo-
grafen Sidi Larbi Cherkaoui, ein Tanzstück, das sich in starken Bildern mit dem Triumph und Unter-

gang der Menschheit auseinandersetzt.

Zum ersten Mal war die irische Kompanie „Teac Damsa“ um den Choreografen Michael Keegan-Donlan
in Köln im Depot zu Gast. Er adaptierte eines der berühmtesten Handlungsballette „Schwanensee“ in
ein Drama, das in Irland spielt. Er verzichtete auf Tschaikowski und ließ live keltische Musik spielen.

Ein weiterer Klassiker war im Depot zu sehen. „Allee der Kosmonauten“ von Sasha Waltz aus dem
Jahre 1996, beschreibt das Zusammenleben dreier Generationen in einer Plattenbausiedlung: mitfüh-
lend und ironisch, liebevoll und grausam zugleich. Alle drei Vorstellungen waren restlos ausverkauft.
Zum ersten Mal in Köln war eine weitere sehr junge Kompanie zu Gast: „Gauthier Dance // Dance
Company Theaterhaus Stuttgart“, die mit „Mega Israel“, einem rein israelischen Tanzabend mit Cho-

reografien von Ohad Naharin, Hofesh Shechter und Sharon Eyal zu sehen war.

Ein ganz besonderes Highlight war der dreiteilige Abend „On Body“ von Richard Siegal/Ballet of Diffe-
rence und auch die Uraufführung „Made for Walking“ war ein großer Erfolg.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 13

4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2017/2018

a) Leistungsdaten

Die von den Bühnen in der Spielzeit 2017/2018 realisierten Inszenierungen erbrachten folgende Leis-

tungsdaten:

Veran-
ange- staltung. Aus- Erlöse
Spielstätte botene lastung Kartenverk.
Plätze‘ | Standort TEUR

Staatenhaus
Eigenproduktionen
Gastspiele
Einzelveranstaltungen

Kinderoper
Eigenproduktionen

Außenspielstätte am Offenbachpl.
Eigenproduktionen

Summe Musiktheater

‚Außenspielstätte am Offenbachpl.

Eigenproduktionen
Gastspiele
Einzelveranstaltung

Depot I
Eigenproduktionen
Gastspiele
Einzelveranstaltung

Depot II
Eigenproduktionen
Gastspiele
Einzelveranstaltungen

Grotte
Eigenproduktionen

sonstige Orte
Einzelveranstaltungen

Summe Sprechtheater

ı

ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 14

Veran-
staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse
Spielstätte cher cher lastung Kartenverk.
Plätze‘ Standort max. Ist TEUR

%o
Summe Musiktheater I sol ol 125.750| 104.431 83,05]
Summe Sprechtheater 274 .444| 100.558 73,70

Staatenhaus
Gastspiele 749

Depot I
Gastspiele

Depot II
Gastspiele

ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze

Der Datenvergleich der Spielzeit 2017/2018 mit dem Vorjahr zeigt, dass sich die Zahl der Veranstal-
tungen (im Vorjahr 699) im Verlauf der Spielzeit 2017/2018 insgesamt um 28 bzw. 3,7% auf 727 er-
höht hat. Daraus lässt sich schließen, dass die Interimspielstätten (Außenspielstätte am Offenbach-
platz, Depot, Staatenhaus) weiterhin gut vom Publikum angenommen werden. Die Veränderung der
Gesamtzahl an Veranstaltungen entfällt mit einem Rückgang um 5 Veranstaltungen auf das Musikthe-
ater und mit einem Anstieg um 33 Veranstaltungen auf das Sprechtheater. Im Bereich des Tanzes

blieb die Zahl der Veranstaltungen unverändert.

Im Rahmen der verschiedenen Interimspielstätten reduzierte sich die Zahl der von den Bühnen insge-
samt im Durchschnitt je Veranstaltung angebotenen Plätze gegenüber dem Vorjahr von 395 um 21
bzw. 5,3% auf 374. Bei einem Rückgang der Besucherzahl um insgesamt 949 (0,4%) auf 213.785
verbesserte sich die Auslastung gegenüber der Spielzeit 2016/2017 um 1,0%.

Die Analyse zeigt, dass die Besucherentwicklung in den einzelnen Sparten infolge der Akzeptanz und
Bespielbarkeit der Interimspielstätten positiv ausfiel. So lag die Besucherzahl im Musiktheater um nur
31 bzw. 0,1% unter der Besucherzahl des Vorjahres. Die Auslastungsquote verbesserte sich im Musik-
theater um 0,8% auf 83,1%.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 15

Das Schauspiel verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Besucherrückgang um 944 bzw. 0,9%, der
Tanz einen Zuwachs um 26 bzw. 0,3%. Die Auslastungsquote im Schauspiel verbesserte sich dabei
insgesamt um 0,8% auf 73,7%. In der Sparte Tanz wurde in 2017/2018 eine Auslastungsquote von
93,3% (im Vorjahr 88,2%) erreicht.

Die durchschnittliche Einnahme je Besucher erhöhte sich in der Spielzeit 2017/2018 bei unveränderten
Kartenpreisen im Musiktheater und im Sprechtheater von EUR 20,07 im Vorjahr auf EUR 21,35
(6,4%). Der durchschnittliche Betriebskostenzuschuss der Stadt je Besucher für den Spielbetrieb und
das Interim lag mit EUR 325,77 um EUR 14,56 bzw. 4,7% über dem Wert der Spielzeit 2016/2017
(EUR 311,21).

b) Ertragslage: Periodenvergleich/Budgetvergleich

Infolge des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen auch im
Wirtschaftsjahr 2017/2018 unverändert aufgeteilt in Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang
mit dem Spielbetrieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb der Interimspielstätten

bzw. weitere Sanierungsmaßnahmen veranlasst wurden.

Periodenvergleich

Die Bühnen schlossen die Spielzeit 2017/2018 mit einem Jahresverlust in Höhe von TEUR 2.033 (im
Vorjahr Jahresverlust TEUR 623) ab.

Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Verlust unter betriebswirtschaftlichen Kriterien im
Rahmen des Spielbetriebs aus einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 172 (im Vorjahr
mit TEUR +555), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 1.188 (im Vorjahr TEUR -948), ei-
nem negativen Finanzergebnis von TEUR 385 (im Vorjahr TEUR -445) sowie einem positiven neutralen
Ergebnis von TEUR 112 (im Vorjahr TEUR +402) zusammensetzt.

Insgesamt trägt der Spielbetrieb so mit einem Verlust in Höhe von TEUR 1.633 (im Vorjahr
TEUR -436) zum Jahresergebnis 2017/2018 der Bühnen bei. Daneben weisen der Betrieb der Interim-
spielstätten für die Spielzeit 2017/2018 einen Gewinn in Höhe von TEUR 132 (im Vorjahr
TEUR +418) und der Bereich der Sanierung einen Verlust in Höhe von 532 (im Vorjahr TEUR -605)

aus,

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 16

Ertragslage Ertragsiage Abweichung
Wj. 2017/2018 Wi. 2016/2017

TEUR %o

Spielbetrieb

Erlöse
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.)
Kartenverkauf Fremdveranstaltungen
sonstige Bereiche Spielbetrieb
übrige Erlöse
übrige Erlöse (kalk.)
Bestandsveränderung unfertige Produktionen
andere aktivierte Eigenleistungen

sonstige betriebliche Erträge
(ohne Betriebskostenzuschüsse)

Eigenleistung
sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig)
Landeszuschuss NRW

betriebliche Erträge

Material-/Leistungsaufwand

Personalaufwand

Kosten Gebäudebewirtschaftung '

Verwaltungsaufwendungen

Werbung, Öffentlichkeitsarbeit

Übrige -0 -20.
| -1000| 69.77

betriebliche Aufwendungen -100,0

2 3
Investitionszuschüsse 0,0 25

Erträge Auflösung Sonderposten
für Investitionszuschüsse ni 1,5

Erträge aus Anlagenabgängen 0,0
planmäßige Abschreibungen
Verluste aus Anlagenabgängen

Aufwendungen Zuführung Sonderposten
für Investitionszuschüsse

Investitionsergebnis

Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis
= Ergebnis Spielbetrieb

! Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsaufwendungen

Bühnen der Stadt Köln, Köln

Wj. 2017/2018

= Ergebnis Spielbetrieb

Betrieb Interimspielstätten
Einnahmeverluste Oper (kalk.)
Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.)
Einnahmeverluste Service (kalk.)

Erträge aus Untervermietung
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig)
Zinserträge
sonstige Erträge

betriebliche Erträge

Material-/Leistungsaufwand

Personalkosteneinsparungen (inkl. kalk.)

planmäßige Abschreibungen auf Investitionen

Interimspielstätten

Kosten Gebäudebewirtschaftung

(ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung

Mieten und Pachten

sonstige Verwaltungsaufwendungen

Werbung, Öffentlichkeitsarbeit

Zinsaufwendungen

betriebliche Aufwendungen
= Ergebnis Betrieb Interimspielstätten
Sanierung

Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig)
sonstige Erträge

betriebliche Erträge
Material-/Leistungsaufwand
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten
Kosten Gebäudebewirtschaftung
Verwaltungsaufwendungen
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit
Zinsaufwendungen
betriebliche Aufwendungen
= Ergebnis Sanierung
Jahresverlust
Gewinnvortrag
Einstellungen in Gewinnrücklagen

Wij. 2016/2017

Anlage 4 / Seite 17

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 18

Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betriebsergebnisses zunächst, dass die
betrieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 1.753 bzw. 2,5% über dem Vorjahreswert
lagen. Für die Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 3.496 (gegenüber dem
Vorjahr unverändert), für das Schauspiel TEUR 500 (gegenüber dem Vorjahr unverändert) und für den
Service TEUR 123 (gegenüber dem Vorjahr TEUR -323) in die Umsätze des Spielbetriebs eingerechnet
worden, sodass der Interimspielbetrieb per Saldo mit TEUR 4.119 belastet wurde. Trotz gestiegener
Kartenverkaufserlöse (TEUR +206 bzw. +2,5%) stiegen damit die Gesamterlöse lediglich um TEUR 27
bzw. 0,3%. Die Bestandsveränderung bei den zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Produkti-
onen belasteten die betrieblichen Erträge um TEUR 946. Insgesamt reduzierte sich dadurch die Eigen-
leistung der Bühnen in 2017/2018 um TEUR 919 bzw. 7,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der
betrieblichen Erträge ist damit letztlich im Wesentlichen auf die erhöhten Mittel aus dem städtischen
Betriebskostenzuschuss für den Spielbetrieb (TEUR +2.222 bzw, +4,0%) und aus dem Landeszu-
schuss (TEUR +450 bzw. +29,5%) zurückzuführen.

Zeitgleich mit dem Anstieg der betrieblichen Erträge erhöhten sich die betrieblichen Aufwendungen
gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 überproportional um TEUR 2.480 bzw. 3,6%. Das Be-
triebsergebnis fiel infolgedessen mit TEUR 172 negativ aus (im Vorjahr TEUR +555) und verschlech-
terte sich im Periodenvergleich so um TEUR 727 gegenüber dem Vorjahr. Die in den verschiedenen
betrieblichen Aufwandsbereichen eingetretenen Kostensteigerungen entfielen vor allem auf die Berei-
che Personalaufwand (TEUR 2.032 bzw. 4,6%), Verwaltungsaufwendungen (TEUR 383 bzw. 11,7%)
sowie Kosten der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR 223 bzw. 15,6%). Kosteneinsparungen
konnten im Bereich der Material- und Leistungsbezüge (TEUR 122 bzw. 0,8%) sowie bei den sonsti-
gen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 46 bzw. 22,7%) bewirkt werden.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 19

Mit rd. 64,5% (im Vorjahr 63,2%) bezogen auf die Summe der betrieblichen Erträge der Bühnen im
Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten des Spielbetriebs unverändert den größten Auf-
wandsposten. Im Wirtschaftsjahr 2017/2018 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:

zone
2018* | Vorjahr

Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge

soziale Abgaben
Aufwendungen für Altersversorgung
‚Aufwendungen für Unterstützung

Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter*inne:

Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben
__| 46.307] _44.365|

Die Personalstatistik weist für die fest angestellten Mitarbeiter*innen für das Wirtschaftsjahr
2017/2018 folgende Daten aus:

Zum Vergleich
internes Budget
2017/2018

Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVÖD
künstlerische Angestellte
Beamt*innen
Auszubildende 22,00] 21,00

I | 698,57] 706,971

682,25

Beschäftigte

Beschäftigte nach TVÖD 411 419 417 415,00
künstlerische Angestellte 314 319 314 298,00
Beamt*innen 16 16 16
Auszubildende 22 21 20

I | el 775| 7erl
zum Vergleich Vorjahr

Die Personalkosten des Spielbetriebs sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+4,6%). Hierbei erhöh-
ten sich die Kosten der fest angestellten Mitarbeiter*innen mit einem Zuwachs von TEUR 1.181 bzw.

2,9% bei einem um 2,4% gestiegenen Mitarbeiterbestand. Die Kosten für Gagenkräfte stiegen in der
gleichen Zeit um TEUR 851 bzw. 25,7%.

! Aus dem Personalaufwand 2017/2018 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 45.585) entfallen Perso-
nalkosten in Höhe von TEUR 188 auf den Bereich des Interimspielbetriebs.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 20

Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist im Wesentlichen auf erhöhte Mietaufwendungen
(TEUR +175 bzw. +23,9%) sowie diverse externe Beratungsleistungen (TEUR +183 bzw. +277,9%)
zurückzuführen. Im Bereich der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit verursachten gestiegene Bera-
tungshonorare (TEUR +125 bzw. +313,8%) sowie Mehrkosten für Grafik, Design und Fotographie
(TEUR +113,3 bzw. +43,5%) den Kostenanstieg.

Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die
in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu-
ierlich ertragswirksam aufgelöst wird — vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezu-
schusste Anlageninvestitionen belastet. Gegenüber dem Vorjahr fielen auch gestiegene Verluste aus
Anlagenabgängen ins Gewicht (TEUR +241), die im Wesentlichen auf nicht mehr benötigte Investitio-
nen im Bereich der zunächst geplanten Bühnenwerkstätten am Standort WDR/Bocklemünd entfielen.
Die Kosten werden aber laut Zusage der Stadt teilweise (TEUR 174) ausgeglichen.

Die im Spielbetrieb aufgewendeten Fremdkapitalzinsen wurden im Rahmen des Finanzergebnisses von
Zinserträgen aus kurzfristigen Termin- und Tagesgeldanlagen um TEUR 21 überschritten. Darüber
hinaus wurde das Finanzergebnis in 2017/2018 in Höhe von TEUR 406 (im Vorjahr TEUR 407) mit
dem Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen entsprechend den aktuellen han-
delsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet,

Das in 2017/2018 positiv ausgefallene neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 112 (im Vorjahr TEUR
+402) wurde im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 194) vor allem von Erträgen aus der Auflösung
von nicht mehr benötigten bzw. bestehenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten (rd. TEUR 126)
sowie Wertberichtigungen (TEUR 56) beeinflusst. Diesen standen neutrale Aufwendungen in Höhe von
TEUR 82 gegenüber, die sich aus Forderungsrisiken (TEUR 41), Steueraufwendungen für Vorjahre
(TEUR 24) sowie sonstigen außerordentlichen Aufwendungen (TEUR 17) zusammensetzten.

Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietauf-

wendungen für die Spielstätten bzw. der abgegrenzten Entschädigungszahlung für das Staatenhaus
(einschließlich Betriebskosten) in Höhe von insgesamt TEUR 5.618 (TEUR -13 bzw. -0,2%) geprägt.
Diese entfallen auf die Oper bzw. Kinderoper mit TEUR 2.215 (im Vorjahr TEUR 1.973), auf das
Schauspiel mit TEUR 2.220 (im Vorjahr TEUR 2.405) und auf den Servicebereich mit TEUR 1.183 (im
Vorjahr TEUR 1.253). Kostenanstiege waren im Bereich des Interims vor allem im Materialaufwand
(TEUR +113 bzw. +11,1%), den Personalaufwendungen (TEUR +438 bzw. +175,2%), den planmäßi-
gen Abschreibungen (TEUR +172 bzw. +23,6%) sowie den Kosten der Bewirtschaftung der Interim-
spielstätten (TEUR +396 bzw. +30,6%) zu verzeichnen. Im Rahmen der Materialaufwendungen ent-

fielen die Kostenerhöhungen vor allem auf zusätzliche Materialkosten im Interimspielbetrieb der Oper

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 21

(TEUR +107 bzw. +23,4%). Die deutlichen Kostenzuwächse bei den Personalkosten sind im Wesentli-
chen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr Personalkosteneinsparungen in Höhe von TEUR 250
verrechnet wurden, die im Wirtschaftsjahr 2017/2018 entfielen. Stattdessen verursachten Mitarbei-
ter*innen im Interim Personalkosten in Höhe von rd. TEUR 188. Die gestiegen planmäßigen Abschrei-
bungen tragen dem Umstand weiterer Investitionen in den Interimspielstätten Rechnung. Die höheren
Kosten der Gebäudebewirtschaftung entfallen auf die Oper im Staatenhaus (TEUR +582); diesen ste-
hen Kosteneinsparungen des Schauspiels, vor allem im Depot, in Höhe von TEUR 168 und im Service

von TEUR 18 gegenüber.

Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil für den Interimspielbetrieb in Höhe von
TEUR 11.000 (im Vorjahr TEUR 10.404) konnte — zusammen mit den übrigen Erträgen von TEUR 56
(im Vorjahr TEUR 107) - unter Berücksichtigung der kalkulierten Einnahmeverluste für die Oper
(TEUR 3.496, gegenüber dem Vorjahr unverändert), das Schauspiel (TEUR 500, gegenüber dem Vor-
jahr unverändert) und den Service (TEUR 123, im Vorjahr TEUR 323) zur Erzielung eines Überschus-
ses von TEUR 132 (im Vorjahr TEUR +418) in diesem Bereich führen.

Im Bereich der Sanierung stellte der Rat laufende Zuschussmittel in Höhe von TEUR 640 zum Aus-
gleich der sanierungsbedingten Kosten (Abschreibungen TEUR 922, Verwaltungskosten TEUR 251 und
sonstigen Kosten TEUR 49) zur Verfügung. Damit ergab sich in diesem Betriebsbereich ein Defizit in
Höhe von TEUR 532 (im Vorjahr TEUR -605).

Mit dem Jahresverlust von TEUR 2.033 weisen die Bühnen unter Einschluss des Gewinnvortrags (TEUR
11.419) nach der vom Rat beschlossenen Einstellung von Beträgen in die Gewinnrücklagen (TEUR
9.635) zum 31.8.2018 einen Bilanzverlust von TEUR 249 (zum 31.8.2017 Bilanzgewinn in Höhe von
TEUR 11.419) aus, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Budgetvergleich

Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2017/2018 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem
vom Rat der Stadt Köln am 18.5.2017 beschlossenen Wirtschaftsplan 2017/2018 sowie dem Ratsbe-
schluss vom gleichen Tag zur Fortführung des Interimspielbetriebs zeigt das nachfolgende Ergebnis.

Dabei wird auch der Tanz wieder als gesonderte Sparte ausgewiesen.

gelyeqiaıds sjugsbsauspeds |]

S3IATSS SIugabIaUspegg sbejum
qaıyaqjalds sıugaßıg =
sıuqaßıg sajeijnaNn

zer are — purer 6 — mer |

0 S8T- SeT- 68T'T-
00T 00€'8 8T0'dT 1772

siugaßsazueulg

siugaßsasuolyJsaaur

sıugqadlasgqanyag

vaßunpuanyny ayaııqanyaq

söuan

Oqesaxynuayo "bunqıam
uabunpuamynessungemuan
Bunyeypspmsgapnegag) UaJsoy
Ppuewynejeuosiad
Ppuewynesdungsis]/-jeuaJeW

peed-
TTO’9T-

lors°Tt-
BLE'E-
abe pganag
Pue7] *ySnzuSIsoxsgqaumag
(Que) u9y IpeIS "Psnzuagsoxsgaumag
Sa ygauNag Bbnsuos
Bungsiajuabıg

(assnupsnzuajsoysgaujag Duyo)
ab Byagaaq abnsuos

uabungsigjuadıg ayalanye 3uapue

"PinpoJd BbHayun Bunsapugıanspuelsag
CaIey) qauzagıaıds aypıayag abnsuos
auagjalds aypıaJag abnsuos

(alex) Ineyuaauayey

neyarnuapey

8TOZ/ZToT
abejsbeing

Bunyaramgy 8107/70 ueldsyeupsum

zz ay1as / » abejuy uj9y ’UIEN IPEIS Jap uauyng

TTr+

P’'St+

II
T’0+
0'0+
0'994
o'Th+

wSJUI qa1190g sıugabJauspeds

6ST-

8To'T-

unal

Bunysramgy

8TOZ/ZToZ uerdsyeyssyym

€z 21135 / » abejuv

STOZ/LTOZ
abejsBeiug

uoy

@

S21A1SS SIugab1Buspeds abejun
wı12JUJ g311209 SIugaßıg =

uaBUnpuaAyny ayaııgauyaq

uaBUnpuamynesuz
NaqesioyupIRuayg "Bungaam
waßunpuamynesßunyeauag sönsuos
vayuDeg pun uaaıW
"yISUIMSgaPpnEI39 Ua}soy (BUedsı1a)
Öunyeyasylmsgapnegag uarsoy

LaneIsjaldswuaNuf uBLonNsan
uf jne uaßungjalyasqy Böıgpwuejd

wabunJedsup-/usIsoyjeuosJad
Ppuemynesdungsis7/-[enaJew
ELERTEE NEE

SbRN.3 Bjegnau

abe ayrgarnag Bölrsuos
BbR.ıNasulZ
Que) UIRy IPEIS "Psnzuagsoysqainag
bunyapıuuarıayun sne abeıy3
(yley) 221AIBS SIsnıJaraWyeuug
(ey) jaldsneyas SYsnuarawyeuug
(ex) Jado ajsnyarawyeuug

qaıysajaıds sıugsbsauspieds

’uIQy APEIS Jap uauyng

TET+
SSIT-

—-J anal] anal

ERILSEIT

Bunypromay

usgeblornueld SbHsuos
8T07/ZT0z uerdsyeypsuım

77 21aS / 7 abeluy

8T02/Z210z
aßejsbeig

Jwesab usuyng sıugaBbiausneds

Bunsajues sjugsbiauspieds
A155 Sjugabrau: Sbenun
Bun4ajues sıugaßug =
uaßunpuamyny ayaıgaraq
uabUnpuawynesurz
AOgesaryPınuayg "bunguam
waßunpuaaynesbungemuaä
Bunyeypsyumagapnegag uaJsoy

Bunsalueg UBUONNSaA
-u]J Jne vaßungiauyasqy abıgewuejd

puewynesbungsio1/-enagew
ELERFE ENEILENER]
abe. Ahnsuos

BRIWSbUNIB[LUBS aJyaneıqaan Jyplu
PIaJÖSnEUBJSOY Japuaynej

LION IPEIS "yOsnzuaJsoysqalnag
bumisjues

WIIBJUI qauyag stugaßlauspeds
gqaugegjalds sıugaßuauspeds

uloy ‘uIoy IPEIS Jop uauyng

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 25

Die von den Bühnen in 2017/2018 im Spielbetrieb erwirtschafteten betrieblichen Erträge lagen um
TEUR 1.866 bzw. 2,6% über den geplanten Ansätzen. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen
Erlöse aus dem Kartenverkauf (TEUR +638 bzw. +16,1%) und den damit verbundenen sonstigen Erlö-
sen des Spielbetriebs (TEUR +393 bzw. +57,6%) zurückzuführen. Aber auch die im Zusammenhang
mit der Sanierung abzugrenzenden aktivierten Eigenleistungen der Bühnenmitarbeiter sowie sonstige
betriebliche Erträge nahmen um TEUR +219 (+15,5%) bzw. TEUR +211 (+52,4%) gegenüber den
budgetierten Erträgen zu. Schließlich konnte auch ein höherer Landeszuschuss (TEUR +443 bzw.
+28,9%) realisiert werden. Insgesamt entfiel der Anstieg der betrieblichen Erträge mit TEUR 1.112 auf
die Oper, mit TEUR 129 auf das Schauspiel, mit TEUR 15 auf den Tanz und mit TEUR 610 auf den

Service.

Da die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze insgesamt um TEUR 3.321 bzw. 4,8% überschrit-
ten haben, fällt das von den Bühnen in 2017/2018 erwirtschaftete Betriebsergebnis mit TEUR -171
insgesamt um TEUR 1.455 bzw. rd. 113,3% schlechter aus, als dies im Wirtschaftsplan (TEUR +1.284)
vorgesehen war. Die Kostensteigerungen sind dabei vor allem auf den Material- und Leistungsbezug
(TEUR +1.308 bzw. +9,0%), den Personalaufwand (TEUR +789 bzw. 1,7%), die Kosten der Gebäude-
bewirtschaftung (TEUR +424 bzw. +10,4%) sowie die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
(TEUR +446 bzw. +37,0%) zurückzuführen. Die Kostensteigerungen bei den Materialaufwendungen
und Aufwendungen für bezogene Leistungen entfielen dabei mit TEUR 83 auf die reinen Materialkosten
für Bühnenproduktionen, mit TEUR 357 auf die Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester, mit
TEUR 1.447 auf die gegenüber der Planung deutlich ausgeweiteten Gastspiele und mit TEUR 553 auf
sonstige bezogene Leistungen (Feuersicherheitswachen, Kosten der Personalbeschaffung, Transport-
kosten, sonstige Leistungen). Die Kosten für die Honorare der Gäste sowie die Tantiemen und GEMA-
Gebühren konnten dagegen im gleichen Zeitraum gegenüber den Planansätzen um rd. TEUR 880 bzw.
TEUR 252 reduziert werden.

Spartenbezogen entfielen die betrieblichen Mehrkosten mit TEUR 1.683 auf die Oper, mit TEUR 329
auf das Schauspiel, mit TEUR 65 auf den Tanz und mit 1.244 auf den Service. Die von den einzelnen
Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit in 2017/2018 per Saldo um TEUR -571
(Oper), TEUR -200 (Schauspiel), TEUR -50 (Tanz) und TEUR -634 (Service) unter dem jeweils geplan-

ten Betriebsergebnis.

Das geplante Investitionsergebnis von TEUR -936 wurde um TEUR 253 bzw. 27,0% verfehlt. Hier fie-
len im Wesentlichen um TEUR 201 höhere planmäßige Abschreibungen ins Gewicht.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 26

Während das Finanzergebnis mit TEUR -385 in etwa erwartungsgemäß (TEUR -374) ausfiel, war der
Bereich des neutralen Ergebnisses wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem minimalen
Überschuss (TEUR 48) in den Wirtschaftsplan eingeflossen. Die Ergebnisabweichung betrug hier
TEUR +64, nicht zuletzt als Folge von außerplanmäßigen Erträgen aus der Auflösung von nicht mehr

benötigten Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Nach Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgese-
henen Umlageschlüssel von 63,08% (Oper), 36,92% (Schauspiel) und 0,00% (Tanz) weisen die drei
Sparten für den Spielbetrieb 2017/2018 für die Oper ein Defizit in Höhe von TEUR 1.018, für das
Schauspiel ein Defizit von TEUR 659 und für den Tanz einen Überschuss von TEUR 44 aus. Die Oper
hat sich damit um TEUR 957, das Schauspiel um TEUR 642 und die Sparte Tanz um TEUR 56 gegen-
über dem budgetierten Spartenergebnis verschlechtert. Insgesamt haben die Bühnen damit mit ihrem
Betriebsergebnis von TEUR -1.633 ihren minimalen Planungsüberschuss von TEUR 22 um TEUR 1.655

unterschritten.

Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten Erträge um TEUR 55 bzw. 0,8% minimal
überschritten. Da im gleichen Zeitraum bei den budgetierten Kostenansätzen TEUR 77 bzw. 1,1% ein-
gespart werden konnten, lag das Ergebnis im Interimspielbetrieb um TEUR 132 über dem ausgegliche-
nen Planansatz und entfiel dabei auf die Oper mit TEUR +37 und das Schauspiel mit TEUR +95.

Im Bereich der laufenden Kostenbelastungen im Zusammenhang mit der Sanierung des Offenbachplat-
zes wurden den Bühnen im Rahmen des Betriebskostenzuschusses 2017/2018 insgesamt TEUR 640
zum Ausgleich der Abschreibungen zugewiesen. Da die im Wirtschaftsjahr 2017/2018 tatsächlich ange-
fallenen sanierungsbedingten Kosten höher ausfielen (die planmäßige Abschreibungen um TEUR 282,
die Verwaltungsaufwendungen um TEUR 251, sonstige Kosten um TEUR 49), fiel das Sanierungser-
gebnis (unter Einschluss von ungeplanten Erträgen in Höhe von TEUR 50) mit TEUR 532 defizitär aus.

Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs sowie des Ergebnisses aus dem
Betrieb der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit — nach Umlage der Einzel-
ergebnisse des Servicebereichs auf Oper und Schauspiel — spartenbezogen in 2017/2018 Defizite in
Höhe von TEUR 1.317 in der Oper, TEUR 760 im Schauspiel sowie einen Gewinn von TEUR 44 im Tanz
erwirtschaftet. In Summe entspricht dies dem ausgewiesenen Jahresverlust der Bühnen in Höhe von
TEUR 2.033.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 27

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt
dar:

ee 2018 ST 08.2017 Fetoterung |
an RI % | TeuR | % | ur % |

Vermögen
Anlagevermögen 357.241] 86,5| 323.668] 95,6] +33.‘ 7
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 5.665 14 5.665 147

+33.573

Lang- und mittelfristig gebundene
Vermögenswerte

Vorräte 4.237
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 6.061
Flüssige Mittel/kurzfristige Wertpapiere 39.241

Kurzfristig gebundene Vermögenswerte

Rechnungsabgrenzungsposten

50 0,0)
Gewinnrücklagen 10.909 2,6)
Bilanzgewinn/-verlust -249| 0,1
Eigenkapital
Sonderposten Investitionszuschüsse
Sonderposten
Pensionsrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 4. 409 a. I 1 =)
Bankverbindlichkeiten 12.483 37.922] 11,2
Übrige Verbindlichkeiten 12.887 9.826 2,9
Kurzfristiges Fremdkapital 72 I 51.857| 15,3] 22.078]
Rechnungsabgrenzungsposten 17] __1778| 0,5] _+5.432|

zel 72]
ol 17
Kapital insgesamt 412.877| 100,01 _338.722| 100,0| 74.155

Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2018 eine Eigenkapitalquote' von 7,9%
(zum 31.8.2017 10,6%), einen Verschuldungsgrad? von 90,3% (zum 31.8.2017 88,9%) sowie einen
Anlagedeckungsgrad? von 9,2% (zum 31.8.2017 11,1%). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur
dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Eigenka-
pital zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkapitals weisen die Bühnen unter Berück-
sichtigung des Jahresverlustes 2017/2018 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 10.710 (im

A Eigenkapital einschließlich Sonderposten/Vermögen

Rückstellungen + Verbindlichkeiten/Vermögen
Eigenkapital einschließlich Sonderposten/Anlagevermögen

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 28

Vorjahr TEUR +12.743) aus. Die Investitionsquote? lag im Wirtschaftsjahr 2017/2018 bei 11,7% (im
Vorjahr 13,2%).

Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen der Bühnen waren im Wirtschaftsjahr

2017/2018 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Oper und Schauspiel-
haus - nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2017/2018 in den Interimspielstätten genutzten Anla-

gen und Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar.

An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2017/2018 über den
Ergebnisplan zunächst TEUR 67.701 zur Verfügung. Dieser Betrag erhöhte sich aufgrund zusätzlicher

Zuschussbeträge zum Ausgleich von Tarifsteigerungen (TEUR 625), Nachfinanzierungen des Interim-
spielbetriebs (TEUR 1.144) sowie des teilweisen Ausgleichs von Kosten im Zusammenhang mit der
nicht weiterverfolgten Planung der Bühnenwerkstätten in Köln-Bocklemünd (TEUR 174) auf insgesamt
TEUR 69.644. Diese städtischen Mittel wurden in voller Höhe als Zuschuss zum Ausgleich des geplan-
ten Betriebsverlustes im Spielbetrieb (TEUR 58.004), im Betrieb der Interimspielstätten (TEUR 11.000)
sowie zur Sanierung (TEUR 640) verwendet.

Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2017 und 31.8.2018
ergibt insgesamt eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEUR 38.804, die aus folgenden Quellen
resultiert:

9 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 29

Jahresverlust

planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+)

Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+)
Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen

Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-)

Abnahme (-)/Zunahme (+) der Rückstellungen

Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen und der sonstigen Aktiva
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten und der sonstigen Passiva
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-)

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (+)
Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-)
Erhaltene Zinsen (+)

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+)
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-)
Gezahlte Zinsen (-)

5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach $ 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im
Rahmen der Vorjahresprüfung (1.9.2016 — 31.8.2017)

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH, Niederlassung Köln, hat auf der Grundlage des
Auftrags der Betriebsleitung der Bühnen vom 4.10.2017 mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt
Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des
Lageberichts für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 bis 31.8.2017 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste
nach & 106 Abs. 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des 8 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die
Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Berichterstattung über wirtschaftlich
bedeutsame Sachverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts war die Prüfung abge-
schlossen und ein Bestätigungsvermerk zum 25.1.2019 erteilt.

Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte in Vorjahren zu Feststellungen in
Form einer von den Prüfern ausgesprochenen Empfehlung zur Erstellung eines Organisationshandbu-
ches. Diese konnte aufgrund der Vielzahl der zusätzlichen Aufgaben aus dem Sanierungsprojekt Offen-
bachplatz und dem Interim personalbedingt auch im Wirtschaftsjahr 2017/2018 noch nicht umgesetzt

werden.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 30

II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN/RISIKEN DER KÜNFTIGEN
ENTWICKLUNG

1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen

Unter Einschluss des im Wirtschaftsjahr 2017/2018 erwirtschafteten Jahresverlustes in Höhe von
TEUR 2.033 weisen die Bühnen zum 31.8.2018 einen Bilanzverlust von TEUR 249 aus. Das Eigenkapital
bleibt positiv und beträgt zum 31.8.2018 TEUR 10.710 (zum 31.8.2017 TEUR 12.743).

Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Bühnen stellte der Rat in seiner Sitzung am
7.6.2018 gemäß 8 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit $ 4 der Eigenbetriebsverordnung zunächst
den Wirtschaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 mit folgenden Eckdaten fest:

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 31

Wwj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19
gesamt davon davon davon davon

Oper Schausp Tanz Service

Spielbetrieb der Bühnen
Umsatzerlöse
sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt )
Materialaufwendungen
Personalaufwendungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
geplantes Betriebsergebnis
Erträge aus der Auflösung Sonderposten Invstitionszuschüsse
planmäßige Abschreibungen
geplantes Investitionsergebnis
geplantes Finanzergebnis
geplantes neutrales Ergebnis

ı Nr
a_3_8
Bo#oö

Übernahme anteiligen Verlust Tanz durch Service
Umlage Spartenergebnis

‚Betrieb Interimspielstätten
Umsatzerlöse
sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt )
Materialaufwendungen
Personalaufwendungen
Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen R 3 2.510
geplantes Betriebsergebnis | sel 7082| 3307|

geplantes Finanzergebnis dl

Umlage Spartenergebnis

= Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen (vor BKZ

Planergebnis Sanierungsmaßnahmen (vor BKZ;

= Planergebnis Bühnen (vor BKZ)
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb H 36.719
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. K 6.961

darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn.
‚Auflösung zweckgebundene Sanierungsrücklage )

0
geolantes Defizit 2018/2019

Der gemäß Wirtschaftsplan 2018/2019 verbleibende Verlust soll auf neue Rechnung vorgetragen wer-

den.

Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das laufende Wirtschaftsjahr
2018/2019 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbetriebs im Ver-
gleich zur internen Ergebnisplanung noch negativ. Das für dieses Wirtschaftsjahr bis zum Ablauf des

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 32

dritten Quartals geplante Periodenergebnis vor Berücksichtigung des Betriebskostenzuschusses (TEUR
-42.390,0) wurde unterschritten und liegt bei TEUR -43.553,2 (ohne Berücksichtigung von Abgren-
zungsbuchungen). Das vorläufige Betriebsergebnis liegt damit um rd. TEUR 1.163,2 bzw. 2,7% unter
Plan. Zusammen mit dem Investitionsergebnis, dem Finanzergebnis und dem neutrales Ergebnis liegt
das kumulierte Ergebnis für das dritte Quartal 2018/2019 um rd. TEUR 1.018 bzw. 2,1% unter den
budgetierten Ansätzen.

Der Rat der Stadt Köln hat zwischenzeitlich auch den Wirtschaftsplan 2019/2020 in seiner Sitzung am
21.5.2019 festgestellt. Danach haben die Bühnen für die Spielzeit 2019/2020 wie folgt geplant:

Wj. 19/20 | wj. 10/20] wj. 19/20 ] wj. 19/20 ] wj. 19/20
gesamt davon davon davon davon
Oper _| Schauspiel Tanz Service

TEUR TEUR TEUR TEUR

Planergebnis Spielbetrieb

vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -68.927 B . -400

Umlage Spartenergebnis 0 \ 0
00

= Planergebnis Spielbetrieb Bühnen vor Betriebskostenzuschuss 68.927 -38.,322 23.672
Planergebnis Interimspielstätten
vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -3.674

i 398

= Planergebnis Bühnen vor Betriebskostenzuschuss

darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst.
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Sonderzuschüsse
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungsmaßn.

= Verlust 2019/2020 vor Verwendung Gewinnrücklagen
‚Auflösung zweckgebundene Sanierungsrücklage 0

= Verlust 2018/2019 -991

Auch der gemäß Wirtschaftsplan 2019/2020 verbleibende Verlust soll auf neue Rechnung vorgetragen

werden.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Büh-

nen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2018/2019 und
den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem
unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird von einem
Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, wie er sich in den Wirtschaftsplänen 2018/2019
und 2019/2020 der Bühnen für diese beiden Wirtschaftsjahre und die Folgejahre niedergeschlagen hat.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 33

Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen werden dabei folgende Faktoren

sein:

« erfolgreiche Fortsetzung des neustrukturierten Bauablaufs im Rahmen des Sanierungsprojekts
der Bühnen am Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplan-
ten Zeitrahmen;

« Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsvereinbarungen zu den Investiti-
onen im Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen;

e ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen unter Beachtung der Ermächti-
gungen zur Kreditaufnahme;

e vollständiger Ausgleich der für die Folgejahre bis zur Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden
Zusatzkosten für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb;

« Realisierung des neuen Standorts der Bühnenwerkstätten und des geplanten Nutzungskon-

zepts.

In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei bemüht sich die Betriebsleitung im Zeit-
punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte.

2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs

Generalsanierung

Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt
Köln am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festge-
stellt, dass die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sowie Sanierung der
Opernterrassen mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von
253 Mio. EUR die Planungsgrundlage bildet. Nachdem der Rat die Bühnen mit Beschluss vom
14.7.2011 mit der Planung, Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maß-
nahmen innerhalb des Projekts und der Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt
hatte, erteilte er am 24.11.2011 den Baubeschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundlage der
Entwurfsplanung mit der Ausführung des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz" ein-
schließlich Kinderoper und Sanierung der Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei
sollten die limitierten Bruttobaukosten von EUR 253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht über-

schritten werden.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 34

Aufgrund von gegenüber der Planung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Beton-
sanierungen, Problemen beim Spezialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutlichen Steige-
rung des Baupreisindex sowie bereits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am
12.5.2015 zunächst zur Kenntnis nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz voraus-
sichtlich um ca. 10 % auf rund 278 Mio. EUR (ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen
Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Um-
fang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an offenen Planungsthemen im Bereich der Haus-
technik zu Störungen und Ausführungskollisionen führte, die auch die Fertigstellung der restlichen
Planungs- und Fachplanungsbereiche behinderten. Bei der Bauausführung der technischen Gewerke
wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordination der Planungen zu den einzelnen Anla-
gengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellenkollisionen bestanden. Des Weiteren
musste davon ausgegangen werden, dass die Defizite der Haustechnikplanung auch in die Werkstatt-
und Montageplanung der ausführenden Unternehmen für den Bereich der Technischen Ausrüstung
übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden waren, sodass ggf. Umbauten im Roh-
bau und der Abbruch neu gebauter Bereiche nötig werden könnten. Außerdem mussten Abweichungen
der Bauausführung von der genehmigten Planung sowie der Ausführungsplanung festgestellt werden.
Daher mussten Bühnenleitung und Verwaltung am 23.7.2015 bekanntgeben, dass die Wiedereröffnung
im November 2015 nicht stattfinden konnte.

Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf
der Baustelle Verpflichtungen eingehen durften, die das genehmigte Budget auf 287,8 Mio. EUR erhöh-
ten. Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durch-
setzung möglicher Schadensforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet,

einen vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen.

Nachdem das mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Unterneh-
men insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst beauftragten Fachplaner getrennt
hatten, wurden die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technischen Ausrüstung von einem neu-
en Planungsbüro fortgeführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungspro-
jekt neu strukturiert und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Projektleitung und der Projektsteue-
rung Verstärkungen eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagements wurden Sachverständige
mit der Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfolgung und baubetrieblichen Unter-
stützung während der Bauzeit beauftragt. Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 15.3.2016
wurde die Stelle eines Technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen ge-
schaffen. Dieser wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die vollumfängliche Wahrneh-
mung der Bauherrenaufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahme) übernom-
men. Er legt seither in detaillierten Monatsberichten weiterführende, konkretisierende Aussagen zu

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 35

Kosten und Terminen, zur Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den Ergebnissen der
anstehenden Vertragsverhandlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen
mit dem Projektsteuerungsbüro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberwa-
chungsteams der Technischen Ausrüstung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung so-

wie dem Aufbau eines Qualitätsmanagements befasst.

Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf zunächst EUR
347,8 Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlossen hatte, behielt er sich vor,
die Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steue-
rungsmaßnahmen aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget
nochmals auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendmachung
von Ansprüchen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistungen und Verzugs, die
Inanspruchnahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zin-
sentwicklung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirken. Ansprüche gegen Bau-
beteiligte wegen mangelhafter Leistungen etc. sollen durchgesetzt und Nachbesserungsansprüche mit

dem Ziel der Mängelbeseitigung realisiert werden.

Die Sanierung ist möglich und machbar, erfordert aber eine umfassende Neuplanung der Haustechnik.
Ein erheblicher Rückbau in diesem Bereich ist wahrscheinlich. So lässt sich die Projektprognose zu-
sammenfassen, die die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorgestellt haben. Dabei wurde
eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten Gebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamtkosten
in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt bekannten
Risiken) in Aussicht gestellt. Nach Abschluss dieser Prognose erfolgte der Übergang zur vertieften
Grundlagenermittlung. Das Ergebnis dieser Zustandsfeststellungen und ein 3D-Laserscan von Opern-
haus und Schauspielhaus, in dem alle verbauten Komponenten der Haustechnik genau dokumentiert
sind, bilden seitdem das datentechnische Rückgrat der Neuplanung

Weiterhin auf positive Resonanz stößt die provisorische Spielstätte „Kleines Haus“ in den ehemaligen

Opernterrassen als „Außenspielstätte am Offenbachplatz“.

Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Sanierung nach dem Bilanzstichtag
31.8.2018 wird auf den Anhang, Abschnitt V, verwiesen.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 36

Interimspielstätten

Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als
Hauptspielstätte der Oper beschlossen hatte, wurde die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur
Finanzierung der Interimskosten zunächst auf die Spielzeiten 2015/2016 und 2016/2017 mit einem
Budget von insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. In dieser Summe sind die Kosten für das Interim von
Oper (Staatenhaus), Schauspiel (Depot) und Bühnenservice enthalten. Auftretende Mehraufwendun-
gen sollten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung kompensiert werden, da eine weitere
Erhöhung des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interimszeit der Oper im Staaten-

haus sollte dabei zunächst ebenfalls bis zum 31.8.2017 so kurz wie möglich gehalten werden.

Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanierung hat der Rat in seiner Sitzung am
28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zugestimmt. Für das
Depot ließ der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine
Anschlussnutzung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Der
Rat nahm darüber hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbetriebs am Betriebs-
kostenzuschuss der Bühnen in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 insgesamt EUR 16,45 Mio.
beträgt. Für sog. Nachlaufkosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifen-
der Bereiche über den 31.8.2019 hinaus wurde ein weiterer Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die
Jahre 2019 bis 2022 eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorge-
sehenen und späteren Nutzer des Staatenhauses hat der Rat auf die Verfügbarkeit von Zuschussmit-

teln gemäß Beschluss vom 22.10.2015 verwiesen.

Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots nunmehr bis zum 31.12.2022 mit
zweimaliger Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestrebte Absicht zur Verein-
barung eines langfristigen Anschlussmietverhältnisses bleibt davon unberührt. Die verlängerte Nutzung
des Staatenhauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgese-

henen und späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart.

Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Interimspielstätten nach dem Bilanzstich-
tag 31.8.2018 wird auf den Anhang, Abschnitt V, verwiesen.

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 37

3. Investitionsplanung

Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung sind für die Wirtschaftsjahre 2018/2019 und

2019/2020 von den Bühnen folgende Investitionen vorgesehen:

Wirtschaftsplan | Wirtschaftsplan
2018/2019 2019/2020
TEUR TEUR

Technische Anlagen und Maschinen
(Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik)

EDV-Software/Hardware
Sanierung Offenbachplatz

600 600
60 60
10.000 75.684

10.660 76.344

Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 660 über Aufwandsgegenwerte aus
planmäßigen Abschreibungen sowie in Höhe von TEUR 10.000 (Wirtschaftsjahr 2018/2019) bzw. TEUR
75,684 (Wirtschaftsjahr 2019/2020) über Kreditaufnahmen abgedeckt werden.

4. Sonstige Entwicklungen

Im Rahmen des von den Bühnen gemäß $ 10 Abs. 1 EigVO NRW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs-
systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Bühnen zugeschnittenes Handbuch zum
Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kom-
munikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2018 wurde eine nach exter-
nen, leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen Risiken differenzierte Risikoinventur
mit qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden - sofern
möglich — Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung definiert. Aktuel-
le Werte, die es erlauben, Frühwarnsignale abzugeben, sind in den laufend erstellten Auswertungen
enthalten, die den Risiken zugeordnet sind. Die Pflege des Risiko-/Chancenmangementsystems sowie
die Auswertung der Risikoinventur erfolgten mittels eines Excel-Tools. Die bereits laufend erzeugten
Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Liquiditätsberichte,
können mit dem aktuellen Risikobericht zu einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen ausgebaut
werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt sein, dass mög-
liche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig kommuniziert

Bühnen der Stadt Köln, Köln Anlage 4 / Seite 38

werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen frühzeitig entge-

genwirken zu können.

Köln, den 30. September 2019

Ida >so bet.

a enfd Streitberger Patrick Wasserbauer
Intendanfides Schauspiels Technischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor

Dr. Birgit Meyel
Intendantin der Oper

Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung

1699 Zeichen

BÜHNEN KÖLN

KOLN

Jahresabschluss 2017/18

Anlage 2
Gewinn- und Verlustrechnung

11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.

Bühnen der Stadt Köln, Köln
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Wirtschaftsjahr 2017/2018

Umsatzerlöse

Verminderung/Erhöhung des Bestands an

fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren

b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen

Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für
Unterstützung

Abschreibungen

a) auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergebnis nach Steuern

Sonstige Steuern
Jahresgewinn/-verlust

Gewinnvortrag

Einstellungen in Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn/-verlust

Anlage 2

2017/2018 2016/2017
EUR EUR

5.679.787,25 5.432.268,26
-37.500,00 908.300,00
1.635.400,00 1.569.900,00
73.659.940,21 70.801.980,80
80.937.627,46 78.712.449,06
-2.540.166,04 -2.704.475,28
-14.390.916,98 -14.235.693,58

-36.881.274,06

-9.703.780,96

-3.895.152,07

16.560,82
-575.471,02

-16.931.083,02 -16.940.168,86

-34.886.030,09

-9.228.979.36

-46.585.055,02 -44.115.009,45
-3.895.152,07 -3.696.118,67
-15.151.235,58 -14.154.473.60
1.....21:824,898,23 ..... -193.321.,52
35.881,72

-446.797,80

een ABLON au -410.916,08
39.379,37 -9.843,00
-2.004.429,06 -814.080,60

-28.270,64 -9.615,42

-2.032.699,70 -623.696,02

11.418.798,21 12.042.494,23

-9.635.554,36 0,00

-249.455,85 11.418.798.21

Ge  TT——M

Beschlussvorlage Rat

11350 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/46 
 
Vorlagen-Nummer 
 3615/2019 
Freigabedatum 
 07.04.2020 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2018 für die Bühnen der Stadt Köln 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Hinweis: 
Kann die Beschlussvorlage am 14. Mai 2020 nicht im Rat behandelt werden, wird der Beratungsgang 
entsprechend angepasst. 
Beschluss: 
 
1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Ver-
bindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Eig-
VO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2018 sowie den Lagebericht für das Wirtschafts-
jahr vom 01.09.2017 bis 31.08.2018 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 
30.09.2019 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SWS Schüllermann AG fest. 
 
2. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 haben die Bühnen einen Jahresverlust in H öhe von      
2.032.699,70 € erwirtschaftet, von dem nach Verrechnung mit dem Bilanzgewinn des Vorjah-
res (1.783.243,85 €) ein Bilanzverlust von 249.455,85 € verbleibt. Unter Einschluss des z u-
sätzlichen Gewinnanteils von 605.822,46 € (gemäß Ratsbeschlusses 1 770/2019 vom 
26.03.2020 zur Feststellung des Jahresabschlusses 31.08.2017) ergibt sich zum 31.08.2018 
ein Bilanzgewinn von 356.366,61 €. Dieser soll um eine weitere anteilige Auflösung der beste-
henden Sanierungsrücklage (532.202,71 €) zum Ausgleich des Sanierungsverlustes 2017/18 
erhöht und wie folgt verwendet werden: 
 
vorläufiger Bilanzgewinn 31.08.2018 356.366,61 € 
Auflösung zweckgebundene Rücklage Sanierung 
  
532.202,71 € 
Vortrag auf neue Rechnung 
 
888.569,32 € 
 
 
3. Damit stellt sich das Eigenkapital der Bühnen nach Ergebnisverwendung wie folgt dar: 
 
Gezeichnetes Kapital 
 
50.000,00 € 
Gewinnrücklagen (zweckgebunden) 
    Spielbetrieb  
  
0,00 € 
   Interim  
  
1.274.000,00 € 
   Sanierung 
  
8.497.529,19 € 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 28.04.2020 
Finanzausschuss 11.05.2020 
Rat 14.05.2020

2 
    
9.771.529,19 € 
Gewinnvortrag 
  
888.569,32 € 
Eigenkapital 31.08.2018 
 
10.710.098,51 € 
 
 
 
4. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. 
 
5. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt.

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung 
MANAGEMENT SUMMARY ZUM JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT 2017/18 DER 
BÜHNEN: 
I. Übersicht 
 
Das Wirtschaftsjahr 2017/18 endet mit einem Jahresfehlbetrag von 2.032,7 T€, der sich aus den büh-
nenbetrieblichen Bereichen wie folgt ableitet: 
 
Spielbetrieb 
  
-1.632,8 T€ 
Interim 
  
+132,3 T€ 
Sanierung 
  
-532,2 T€ 
Jahresfehlbetrag 2017/18 -2.032,7 T€ 
 
 
Unter Einschluss der Ergebnisverwendung entwickeln sich Eigenkapital und zweckgebundene Ge-
winnrücklagen der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2017/18 wie folgt: 
 
   
          
  
  Ergebnisver- Ergebnisver- Jahres- Ergebnisver- Stand 
  
Vortrag wendung  wendung  fehlbetrag wendung  31.08.2018 
  
  2015/16 2016/17 2017/18 2017/18   
Gezeichnetes Kapital  
 
50,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 50,0 T€ 
Gewinnrücklagen  
          Spielbetrieb  
 
0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 
   Interim  
 
1.274,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 1.274,0 T€ 
   Sanierung 
 
0,0 T€ 9.635,6 T€ -605,8 T€ 0,0 T€ -532,2 T€ 8.497,6 T€ 
  
1.274,0 T€ 9.635,6 T€ -605,8 T€ 0,0 T€ -532,2 T€ 9.771,6 T€ 
Bilanzgewinn 
 
11.418,8 T€ -9.635,6 T€ 605,8 T€ -2.032,7 T€ 532,2 T€ 888,5 T€ 
Eigenkapital 
 
12.742,8 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ -2.032,7 T€ 0,0 T€ 10.710,1 T€ 
        
II. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung  
1. Die Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 
 Die Bücher sind ordnungsgemäß geführt. 
 Die Buchungen sind ordnungsgemäß belegt und sachlich richtig. 
 Das eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist angemessen. 
 Es erfolgten keine Beanstandungen. 
 
2. Der Jahresabschluss 
 Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind ordnungsgemäß aus der Buchführung 
und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. 
 Das handelsrechtliche Gliederungsschema für die Bilanz und die GuV (Gesamtkostenverfah-
ren) wurde unverändert angewandt. 
 Die Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften wurden beachtet. 
 Die Angaben im Anhang sind vollständig und ordnungsgemäß.

4 
3. Der Lagebericht 
 Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. 
 Die Darstellung im Lagebericht ist zutreffend. 
 Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss. 
 Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt. 
 
4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen 
 Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter der Annahme er Unternehmens-
fortführung und sind an handelsrechtlichen Bestimmungen ausgerichtet. 
 
5. Gesamtaussage 
 Der Jahresabschluss 2017/18 der Bühnen vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen ent-
sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einrichtung. 
III. Feststellungen gemäß § 53 HGrG 
Im Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen 
Verhältnisse nach § 53 HGrG wird im Fragenkreis 2 a) von den Wirtschaftsprüfern beanstandet, dass 
bei den Bühnen bezüglich der Ab lauforganisation keine zentral verfügbaren Unterlagen vorhanden 
sind. 
 
Dieser Beanstandung tragen die Bühnen damit Rechnung, dass im Rahmen der Verwaltungsreform 
#wirfürdiestadt ein spartenübergreifend besetztes Team aktuell damit befasst ist, ein bühneninternes 
Intranet zu erstellen. Kern dieses Intranets wird der Zugang aller Mitarbeiter*innen zu sämtlichen Re-
gelungen (Satzung, Dienstanweisungen, Formulare, Organisationsverfügungen, Strukturen, Prozesse 
etc.) sein.  
IV. Erläuterungen zu den Teilbereichen  
Bezogen auf die bühnenbetrieblichen Teilbereiche Spielbetrieb, Interim und Sanierung stellt sich das 
Jahresergebnis 2017/18 gegenüber dem Wirtschaftsplan 2017/18 wie folgt dar: 
   
      
   
Wirtschafts- Jahresergebnis Abweichung 
   
plan 2017/18* 2017/18   
Spielbetrieb 
    
 
Betriebsergebnis -56.720,0 T€ -58.175,6 T€ -1.455,6 T€ 
 
Investitionsergebnis -935,7 T€ -1.188,3 T€ -252,6 T€ 
 
Finanzergebnis -374,0 T€ -385,0 T€ -11,0 T€ 
 
Neutrales Ergebnis 47,5 T€ 111,9 T€ 64,4 T€ 
   
-57.982,2 T€ -59.637,0 T€ -1.654,8 T€ 
Interim 
    
 
Betriebsergebnis -10.961,1 T€ -10.833,8 T€ 127,3 T€ 
 
Finanzergebnis -38,9 T€ -33,9 T€ 5,0 T€ 
   
-11.000,0 T€ -10.867,7 T€ 132,3 T€ 
Sanierung 
 
-640,0 T€ -1.172,2 T€ -532,2 T€ 
Ergebnis Bühnen vor BKZ -69.622,2 T€ -71.676,9 T€ -2.054,7 T€ 
      Betriebskostenzuschuss 
   
 
Spielbetrieb 58.004,2 T€ 58.004,2 T€ 0,0 T€ 
 
Interim 
 
11.000,0 T€ 11.000,0 T€ 0,0 T€ 
 
Sanierung 
 
640,0 T€ 640,0 T€ 0,0 T€ 
   
69.644,2 T€ 69.644,2 T€ 0,0 T€

5 
Jahresergebnis 2017/18 22,0 T€ -2.032,7 T€ -2.054,7 T€ 
      * einschließlich nachträglich beschlossener Erhöhungen zwecks Tarifausgleich 2018, Kostenausgleich 
Bühnenwerkstätten sowie Budgetanpassung Interim.  
Die Betriebsleitung macht zur Entwicklung der einzelnen Teilbereiche folgende Angaben:  
 
1. Teilbereich Spielbetrieb in der Spielzeit 2017/18 
 
Aus dem Spielbetrieb der Bühnen resultiert ein Defizit in Höhe von 1.632,8 T€. 
 
Wesentliche Ursachen für den Fehlbetrag sind: 
 
- Die Planansätze im Kartenverkauf (ohne Erlöse aus dem Gastspiel der Cäcilia Wolkenburg) 
wurden in Höhe von rund 560 T€ nicht erreicht (Oper -290 T€; Schauspiel -270 T€) 
 
- Die Aufwendungen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wurden um 446 T€ überschritten 
 
- Das Investitionsergebnis wurde um 253 T€ überschritten 
 
- Die Kosten für die Gebäudebewirtschaftung wurden um 424 T€ überschritten. 
 
Der Fehlbetrag wird aus den Überschüssen im Spielbetrieb aus vorangegangenen Spielzeiten ge-
deckt. Danach verbleibt ein Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von 888 T€. 
 
Ein Höhepunkt der Spielzeit 2017/18 in der Oper war die Neuproduktion von Bernd Alois Zimmer-
manns „Die Soldaten“, die bei Publikum und Presse sehr hohen Zuspruch fand und in der Spielzeit 
2019/20 als Wiederaufnahme gezeigt wird. 
Die Auslastungsquote der Oper verbesserte sich im Verhältnis zum Vorjahr und betrug 83,1 %. 
Das Schauspiel konnte die Besucherzahl des Vorjahres konstant halten und seine Auslastung auf 
73,7 % verbessern. An diesen Werten kann man erkennen, dass es Stefan Bachmann und seinem 
Team in Köln-Mülheim gelungen ist einen etablierten Ort in Kölns Kulturleben zu schaffen. 
Ein Höhepunkt des Spielplanes war das Osterspezial mit der Aufführung des international erfolgrei-
chen Gastspiels „2666“, dessen einzige deutsche Aufführung in Köln stattfand. 
Der Tanz knüpft auch in 2017/18 mit seinen hochkarätigen internationalen Gastspielen an die Er-
folgsgeschichte der vergangenen Jahre an und konnte seine Auslastungsquote auf 93,3 % verbes-
sern. 
Ein besonderes Highlight war im Tanz der dreiteilige Abend „On Body“ von Richard Siegal/Ballet of 
Difference. 
 
2. Teilbereich Interim in der Spielzeit 2017/18 
 
Mit Vorlage Nr. 2092/2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Interim III der Bühnen bis einschließ-
lich der Spielzeit 2018/19. Dem folgte mit Vorlage Nr. 3262/2018 ein Beschluss zum Interim IV für die 
Jahre 2019 bis 2022. Die Bühnen haben somit Planungssicherheit und können sich voll und ganz auf 
die Umsetzung ihrer Spielpläne konzentrieren. 
Der Teilbereich Interim steuert zum Jahresergebnis einen positiven Betrag in Höhe von 132,3 T€ bei.  
 
3. Teilbereich Sanierung in der Spielzeit 2017/18

6 
 
Im Bereich der Sanierung weisen die Bühnen einen Fehlbetrag in Höhe von 532,2 T€ aus, der auf 
höhere Abschreibungsbeträge sowie Kosten der Finanzierungsmittelbeschaffung zurückzuführen ist. 
Dieser Fehlbetrag wird durch die Inanspruchnahme der zweckgebundenen Sanierungsrücklage in 
gleicher Höhe ausgeglichen. 
 
V. Eigenkapitalentwicklung zum 31.08.2018 
 
Eine detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus der Anlage 6. 
Von dem ausgewiesenen Eigenkapital in Höhe von 10.710 T€ handelt es sich in Höhe von 9.771,6 T€ 
um zweckgebundene Rücklagen für den Interimsspielbetrieb und die Sanierung der Bühnen. 
 
VI. Ausblick auf das Ergebnis der Spielzeit 2018/19 
 
In der Spielzeit 2018/19 gelang es den Bühnen, die Besucherzahl um rd. 3 % auf 216.038 zu ste i-
gern. 
Dieser verbesserten Erlössituation steht u.a. eine  deutliche Steigerung bei den Personalkosten ge-
genüber, so dass der IV. Quartalsbericht, Vorlagen -Nr. 3872/2019, eine negative Abweichung zum 
geplanten Jahresverlust in Höhe von 1.839,8 T€ ausweist. Die Budgetüberschreitungen in den Spar-
ten Oper und Schauspiel sollen bis zum Ende der Intendanzen ausgeglichen werden. Grundlage hier-
für sind die jeweiligen Anstellungsverträge. 
Im Interimsspielbetrieb stellen sich die Planungen als solide und belastbar dar, so dass weiterhin von 
der Einhaltung der zur Verfügung  gestellten Budgets ausgegangen werden kann. Diese Prognose 
wird durch den 6. Controlling-Bericht des Interim von 2017-2019, Vorlagen-Nr. 3873/2019, bekräftigt. 
Im Bereich der Sanierung werden die Bühnen weiterhin Fehlbeträge durch die Auflösung der zweck-
gebundenen Rücklage ausgleichen, bis diese Rücklage aufgebraucht ist. Erst danach ist eine Erh ö-
hung des Betriebskostenzuschusses in diesem Zusammenhang erforderlich. 
 
 
Anlagen

Beratungsverlauf (3)

28.04.2020 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 3.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
11.05.2020 Finanzausschuss
TOP 10.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.05.2020 Rat
TOP 10.17 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3615/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
07.04.2020
Erstellt
16.10.2019 12:53