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2012/0484

Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2012 zum Haushalt 2012

Magistratsvorlage 04.12.2012

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2012/0484

1671 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
07.12.2012 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Finanzverwaltung 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2012/0484 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Finanzcontro lling-Bericht Januar bis September 2012 zum Haushalt 2012 
 
Vorlage vom: 04.12.2012 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontro lling-Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die Stadt-
verordnetenversammlung weiter. 
 
 
Anlagen: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2012 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.12.2012  
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der 
Gemeinde ist die Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushalts-
vollzugs zu unterrichten. 
 
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2012“ kann der Stand 
der Ausführung des Haushalts 2012 zum 30. September 2012 entnommen werden. 
 
 
 
Darmstadt, 04.12.2012 
 
 
 
Der Dezernent IV 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

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18610 Zeichen

Haushalt 2012 Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2012

1
Inhaltsverzeichnis 
 
 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht   2 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt   3 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.09.2012   3 
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen   5 
 
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand   8 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe   8 
3.2 Stand der Bürgschaften   8 
 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen   9 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad   9 
4.2 Steuerertragsquote   9 
4.3 Personalquote   10 
4.4 Zuschuss- und Förderquote   10 
4.5 Transferaufwandsquote   11 
4.6 Transferdeckungsquote   11 
4.7 Zinslastintensität   12

2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 
 
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand des Haushaltsvollzugs bis zum 30.09.2012. 
 
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch dargestellt und die wesentlichen Positionen / Veränderungen erläutert. 
 
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 14.11.2012. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick auf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des 
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen können seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht eingeflossen sein. 
 
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Planwerte des Haushaltsplans 2012, teilweise wird eine Anpassung der Ansätze mit dem Nach- 
tragshaushalt 2012 erfolgen. 
 
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansatz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Summe der jeweiligen Haushaltsansätze zu- 
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mittel, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesperrten Mittel und Mittelverschiebungen, zu- 
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stellt also den tatsächlichen Rahmen für die 
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar. 
 
Budget = (HH-Ansatz 2012 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2011 – Sperre) * 3 / 4 
 
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe- 
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Erträgen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz- 
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert dargestellt. 
 
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Berichtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen 
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteilt in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet. 
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt. 
 
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirtschaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schnelleren Überblick über die jeweilige Haus- 
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere Entwicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.

3
 
2 Überblick Ergebnishaushalt 
 
2.1  Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. September 2012 
 
 
Die bereits im 2. Quartalsbericht dargestellte positive Entwicklung des Ergebnishaushaltes hält auch im 3. Quartal weiter an. Die Situation stellt 
sich bis zum 30.09.2012 mit einer Übererfüllung der geplanten ordentlichen Erträge (125%) und einer Unterschreitung der geplanten ordentlichen 
Aufwendungen (96%) weiterhin positiv dar. 
 
Im Nachtragshaushalt (Stand nach Magistratsberatungen) wird sich das negative Jahresergebnis von 79,4 Mio. € auf 55,4 Mio. € verbessern. 
 
 
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
30.09.2012  
Ist bis 
30.09.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 
2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
privatrechtliche Leistungsentgelte -5.803.670  -4.352.753  -4.041.120       -311.632,50  93%  
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -44.988.550 -33.741.413  -34.008.494       267.081,50  101%  
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -16.071.010  -12.085.508  -9.392.335  -43.000      -2.693.172,50  78%  
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen           
Steuern und Steuerähnliche Erträge  -209.742.300  -157.306.725  -221.604.979       64.298.254  141%  
   davon Gewerbesteuer -105.000.000  -78.750.000  -137.486.074       58.736.074  175%  
   davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -62.500.000  -46.875.000  -49.325.258       2.450.258  105%  
   davon Grundsteuer B -28.784.000  -21.588.000  -23.108.801       1.520.801  107%  
   davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -11.150.000  -8.362.500  -9.138.513       776.013  109%  
Erträge aus Transferleistungen -17.701.700  -13.276.275  -17.086.927       3.810.652  129%  
   davon SGB II / Hartz IV -11.365.000  -8.523.750  -8.091.785       -431.965  95%  
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -78.667.400  -59.000.550  -65.626.186       6.625.636  111%  
   davon Schlüsselzuweisungen -56.889.890  -42.667.418  -42.667.425       7,5  100%  
   davon Gemeindeanteil an der Grunderwerbssteuer           
Erträge aus der Auflösung von SoPos -6.500.640  -4.875.480  -6.518.345       1.642.865  134%  
sonstige ordentliche Erträge -10.196.050  -7.648.573  -7.554.664  -247  -1.800     -93.908,75  99%  
Summe der ordentlichen Erträge -389.671.320  -292.287.275  -365.833.050  -43.247  -1.800     73.545.774,75  125%

4
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
30.09.2012  
Ist bis 
30.09.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 
2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
Personalaufwendungen 80.731.535  60.548.651  56.420.187       4.128.464,25  93%  
Versorgungsaufwendungen 19.013.055  14.259.791  9.568.866       4.690.925,25  67%  
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 72.921.100  52.968.988  48.494.315  247   302.721  -40.980  -2.557.771  4.474.672,75  92%  
Abschreibungen 16.536.560  12.402.420  12.415.362       -12.942  100%  
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 129.270.796  87.601.244  76.680.175  43.000   -455.716   -12.056.422  10.921.068,50  88%  
   davon Zuweisung Staatstheater 14.495.700  10.871.775  10.871.775        100%  
   davon Zuschuss DADINA 3.326.000  2.494.500  2.400.000       94.500  96%  
   davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 10.712.000  6.427.200       -2.142.400  6.427.200   
   davon Zuschuss Darmstadtium 3.163.920  2.305.335  2.000.000      -90.140  305.335  87%  
   davon Kita-Zuschuss kirchliche Träger 11.803.550 7.184.130  8.458.280    -30.000   -2.194.710  -1.274.150  118%  
   davon Kita-Zuschuss freie Träger 13.533.700  8.429.220  5.589.969      -2.294.740  2.839.251  66%  
   davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 22.635.000  16.976.250  17.172.976       -196.726  101%  
   davon Verlustabdeckung EB Kultur 8.970.820  6.728.115  8.000.000       -1.271.885  119%  
   davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.620.440  2.772.264  2.000.000      -924.088  772.264  72%  
   davon Verlustabdeckung EB Bürgerh. und Märkte 2.067.360  1.240.416       -413.472  1.240.416   
   davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 6.284.140  3.770.484       -1.256.828  3.770.484   
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 51.885.950  37.146.269  46.628.738    -340.102   -2.017.490  -9.482.469,50  126%  
   davon LWV-Umlage 31.396.590  23.292.590  21.794.101    -339.804    1.498.488,50  94%  
   davon Gewerbesteuerumlage 17.047.100  11.506.793  22.753.621      -1.704.710  -11.246.828,50  198%  
Transferaufwendungen 88.126.969  65.236.334  65.865.970    -1.750   -1.143.440  -629.635,75  101%  
   davon SGB II / Hartz IV 36.640.000  27.423.750  25.013.194       2.410.556  91%  
   davon Jugendhilfe 17.273.600  12.132.510  11.892.731       239.779  98%  
sonstige ordentliche Aufwendungen 28.850  19.496  9.882      -2.856  9.613,50  51%  
Summe der ordentlichen Aufwendungen 458.514.815  330.183.193  316.083.495  43.247   -494.846  -40.980  -17.777.979  14.099.697,75  96%  
Verwaltungsergebnis 68.843.495  37.895.918  -49.749.555    -1.800  -494.846  -40.980  -17.777.979  87.645.472,50  -131%  
Finanzerträge -6.877.650  -5.158.238  -3.621.351       -1.536.886,50  70%  
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 17.893.710  13.420.283  9.646.515       3.773.767,50  72%  
   davon für Kassenkredite 5.000.000  3.750.000  2.541.566       1.208.434  68%  
Finanzergebnis 11.016.060  8.262.045  6.025.164            2.236.881  73%  
Ordentliches Ergebnis 79.859.555  46.157.963  -43.724.391    -1.800  -494.846  -40.980  -17.777.979  89.882.353,50  -95%

5
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
30.09.2012  
Ist bis 
30.09.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 
2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
Außerordentliche Erträge -434.000  -325.500  -2.411.075       2.085.575  741%  
Außerordentliche Aufwendungen   5.020       -5.020   
Außerordentliches Ergebnis -434.000  -325.500  -2.406.055            2.080.555  739%  
Jahresergebnis 79.425.555  45.832.462,50  -46.130.446    -1.800  -494.846  -40.980  -17.777.979  91.962.908,50  -101%  
 
 
2.2  Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 
 
Ordentliche Erträge 
 
Die ordentlichen Erträge liegen in Summe um 73,5 Mio. € über dem Budget, das bis zum 30.09. erreicht werden soll, was einem Erfüllungsgrad 
von 125% entspricht. 
 
Die prozentual und auch betragsmäßig größte Abweichung der tatsächlichen Werte vom geplanten Budget wird wie bereits im ersten Halbjahr 
durch die positive Entwicklung der Gewerbesteuer verursacht. Die Gewerbesteuererträge liegen um 58,7 Mio. € über dem geplanten Wert, der da- 
mit zu 175% erfüllt ist. Erwartungsgemäß ist eine Abschwächung gegenüber dem Erfüllungsgrad des 1. Halbjahres (186%) zu erkennen. Diese 
Entwicklung wird sich auch im letzten Quartal fortsetzen, da im ersten Halbjahr teilweise bereits Vorauszahlungen für das ganze Jahr enthalten 
sind. Außerdem muss zum Jahresende geprüft werden, ob die voraus gezahlten Beträge tatsächlich realistisch sind oder ob ggf. Rückstellungen 
für drohende Rückzahlungen gebildet werden müssen. 
 
Besonders weiterentwickelt haben sich die Erträge aus der Grundsteuer B. Noch im 2. Quartal waren die geplanten Erträge nur zu 87 % erfüllt  
(-1,8 Mio. €), während im 3. Quartal eine Steigerung auf 107% (+1,5 Mio. €) stattfand. Dies hängt jedoch damit zusammen, dass ein Teil der Steu- 
erpflichtigen auf Antrag nicht quartalsweise, sondern jährlich zum 01.07. zur Zahlung der Grundsteuer B veranschlagt ist, was sich somit im 
4. Quartal wieder relativiert. 
 
Ergebnisneutral, allerdings nicht unbedeutend ist eine Verschiebung von Zuweisungen des Landes zu den Belastungen aus der Grundsicherung für 
Arbeitssuchende (§ 23a FAG). Das Ist findet sich in den Erträgen aus Transferleistungen, während der Ansatz in Höhe von 3,5 Mio. € in den Kos- 
tenersatzleistungen und Kostenerstattungen geplant ist. Dieser wird mit dem Nachtrag 2012 umgeplant.

6
Die Position Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen ist mit 111% ebenfalls mehr als erfüllt. Dies resultiert aus den höheren Zuweisungen des 
Bundes für die Grundsicherung im Alter, die nun per Gesetz festgeschrieben sind, aber auch daraus, dass mittlerweile einige Landeszuschüsse 
bereits für das ganze Jahr abgerechnet sind. 
 
Ordentliche Aufwendungen 
 
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sich im Bewirtschaftungszeitraum auf 316,08 Mio. € und somit um 14,1 Mio. € niedriger als 
geplant. 
 
In Abhängigkeit zu den hohen Erträgen aus Gewerbesteuer liegen auch die Aufwendungen zur Gewerbesteuerumlage mit insgesamt 22,75 Mio. € 
um 11,25 Mio. € deutlich über dem Budget (198%). 
 
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 17,78 Mio. € bei der Berechnung des Budgets berücksichtigt und trotz der genannten Mehrauf- 
wendungen erreicht das Rechnungsergebnis nur 96% des Budgets. Dadurch kann weiterhin damit gerechnet werden, dass die Vorgabe des RP, 
14,8 Mio. € Aufwendungen einzusparen, über das Rechnungsergebnis erreicht werden kann. 
 
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendungen fehlen noch die anteiligen Rückstellungsbeträge, die stets erst zum Jahresabschluss zu 
buchen sind und auch bei den vertraglich festgelegten Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse richten sich die Zahlungen nicht nach fixen 
Fälligkeiten, sondern nach konkretem Finanzbedarf. In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres die Budgets 
ausgeschöpft werden. 
 
Finanzergebnis  
 
Das Budget der Finanzerträge wurde nur zu 70% (-1,54 Mio. €) erreicht. Insbesondere bei der Verzinsung von Steuernachforderungen und  
–erstattungen im Bereich Gewerbe-, Spielapparate- und Hundesteuer sowie den Säumniszuschlägen wurden die geplanten Werte nicht annähernd 
erreicht. Auch die geplanten Finanzaufwendungen wurden nur zu 72% (-3,77 Mio. €) in Anspruch genommen, wobei allerdings viele Zinszahlungen 
halbjährlich fällig sind und somit erst im 4. Quartal wieder einfließen werden. 
 
Im Ergebnis ergibt sich derzeit eine Unterschreitung des angesetzten Fehlbetrages von 8,26 Mio. € um 2,23 Mio. €

7
Außerordentliches Ergebnis  
 
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich überwiegend außerordentliche Erträge. Diese sind in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, 
Nachlässen und Schenkungen sowie Sponsoring. Da es sich oft um besondere Einmaleffekte handelt, ist eine Planung in diesem Bereich nicht be- 
sonders aussagekräftig. So ist auch das Budget von 217 T€ mit tatsächlichen Erträgen von 2 Mio. € weit übererfüllt. 
Die außerordentlichen Aufwendungen sind durch Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen entstanden. 
 
Jahresergebnis  
 
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen konnte statt dem für das dritte Quartal erwarteten Fehlbetrag in Höhe von 45,83 Mio. € ein Überschuss in 
Höhe von 46,13 Mio. € erwirtschaftet werden. 
 
Der Nachtragshaushalt 2012 wird diese positive Entwicklung aufgreifen. Dennoch sind auch die Sparvorgaben aus der Haushaltsgenehmigung wei- 
terhin zu erfüllen und die Konsolidierungsmaßnahmen weiter voran zu treiben. 
 
Der Einmaleffekt der hohen Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr kann die Folgen der Einbrüche aus der Vergangenheit etwas abmildern, ist 
jedoch nicht geeignet, um strukturelle Defizite im städtischen Haushalt über lange Sicht abzufangen.

8
3 Kreditaufnahme und Schulden 
 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe zum 30.09.2012 
 
 Investitionskredite  Kassenkredite  Gesamt  
Kernhaushalt 259.487.304,88 €  350.000.000,00 €  609.487.304,88 €  
EB Kulturinstitute 14.815.717,13 € 0,00 €  14.815.717,13 € 
EB Bäder 13.686.597,45 € 0,00 €  13.686.597,45 € 
EB Bürgerhäuser und Märkte 7.306.024,93 €  0,00 €  7.306.024,93 € 
EB EAD 27.249.893,25 € 0,00 €  27.249.893,25 € 
EB DWuW 682.925,81 € 0,00 €  682.925,81 € 
EB IDA 103.374.956,84 € 0,00 €  103.374.956,84 € 
Summe 426.603.420,29 € 350.000.000,00 €  786.603.420,29 € 
 
In diesen Summen sind zwei innere Darlehen (Vivarium an EB Bäder über 767.593 € und Kernhaushalt an IDA über 2.427.246 €) enthalten. 
 
3.2 Stand der Bürgschaften 
 
Die Summe der übernommenen Bürgschaften betrug zum 31.12.2011 110,3 Mio. €. 
Bis zum 30.06.2012 kamen 5 weitere Bürgschaften mit einer Summe von 235,55 Mio. € dazu, so dass sich der Gesamtbetrag auf 345,85 Mio. € 
erhöhte. Bis zum Stichtag 30.09.2012 sind keine weiteren Bürgschaften hinzugekommen.

9
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 
 
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Anteil die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen) durch die 
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt werden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives ordentliches Ergebnis. 
 
Formel: ordentliche Erträge + Finanzerträge 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
  
Berechnung (Ist): 369.454.401 €   
325.730.010 €   
 
Wert zum 30.09.12: 113,42% (30.06.12: 114,03%)  
 
 
4.2 Steuerertragsquote 
 
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuererträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishaushaltes. Je höher der Anteil der Steuerer- 
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes. 
 
Formel: Steuererträge 
 
ordentliche Erträge + Finanzerträge  
 
Berechnung (Ist): 221.604.979 €   
369.454.401 €   
 
Wert zum 30.09.12: 59,98%  (30.06.12: 61,48%)

10 
4.3 Personalquote 
 
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfällt; insbesondere im Hinblick auf den in- 
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommunen allerdings noch nicht vor. 
 
Formel: Personal- und Versorgungsaufwendungen 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
 
Berechnung (Ist): 65.989.053 €   
325.730.010 €   
 
Wert zum 30.09.12: 20,26%  (30.06.12: 20,29%)  
 
 
4.4 Zuschuss- und Förderquote 
 
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Aufwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen 
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Zeiten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote möglichst niedrig zu halten. Die in den Zu- 
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind einzuschränken. 
 
Formel: Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
 
Berechnung (Ist): 76.680.175 €   
325.730.010 €   
 
Wert zum 30.09.12: 23,54%  (30.06.12: 22,89%)

11 
4.5 Transferaufwandsquote 
 
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen, in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistungsempfänger erfolgen (Sozialtransfer). 
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten, bzw. im Laufe der Jahre zu senken. 
 
Formel: Transferaufwendungen 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
 
Berechnung (Ist): 65.865.970 €   
325.730.010 €   
 
Wert zum 30.09.12: 20,22%  (30.06.12: 19,47%)  
 
 
4.6 Transferdeckungsquote 
 
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Anteil die Transferaufwendungen durch Erträge aus Transferleistungen gedeckt sind 
 
Formel: Erträge aus Transferleistungen 
Transferaufwendungen 
Berechnung (Ist): 17.086.927 €  
65.865.970 €  
Wert zum 30.09.12: 25,94%  (30.06.12: 30,09%)

12 
4.7 Zinslastintensität 
 
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil 
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höher die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige 
Quote ist daher anzustreben. 
 
Formel: Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 
ordentliche Erträge + Finanzerträge 
Berechnung (Ist): 9.646.515 €  
369.454.401 €  
Wert zum 30.09.12: 2,61%  (30.06.12: 2,92%)  
 
 
 
Darmstadt, 04.12.2012 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (3)

TOP 15
TOP 581
TOP 30

Details

Vorlagen-Nr.
2012/0484
Typ
Magistratsvorlage
Datum
04.12.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00