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A-R/0010/2020

Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden (WHO Global Network for Age-friendly Cities and Communities) bei

Antrag an den Rat 08.04.2020

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 13.05.2020, TOP 12.3

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Antrag an den Rat A-R/0010/2020 
 
 
 
 
 
 
03.04.2020 
Ratsantrag 
Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche 
Städte und Gemeinden (WHO Global Network for Age-friendly Cities 
and Communities) bei 
 
Der Rat möge beschließen: 
1.  Die Stadt Münster tritt dem „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte 
und Gemeinden“ bei.  
2.  Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen einer Mitgliedschaft Münsters 
im „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden “ zu 
klären und einen Beitritt einzuleiten. 
3.  Die Verwaltung wird gebeten, hierzu zeitnah zu berichten.   
 
Begründung: 
Das „Globale Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ ist ein 
globales Netzwerk und eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die 
Mitgliederstädte verpflichten sich, den Bedürfnissen älterer Menschen erhöhte 
Aufmerksamkeit zu schenken. Es wurde 2010 gegründet.  Die Basis bildet das Konzept 
„Aktiv Altern“ der WHO, mit dem die Rahmenbedingungen und Vorschläge für politisches 
Handeln definiert werden. 
https://extranet.who.int/agefriendlyworld/   
Ziele ist die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes von Städten und Gemeinden, die 
eine altersfreundliche Gestaltung anstreben, einen weltweiten Austausch von Ideen, 
Fragen und Beispielen aus der Praxis u.a. zur Gestaltung des direkten Wohnumfelds der 
Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen.  
Die Städte und Regionen können ihre Maßnahmen und Initiativen hierzu im Rahmen des 
Netzwerkes darstellen und hierdurch auch Anregungen für die Gestaltung und 
Weiterentwicklung auch für andere Städte geben. Die Infos werden im „Global Database 
of Age-friendly Practices“ bereitgestellt. 
Aktuell sind 1000 Städte und Gemeinden in 41 Ländern Mitglied im Netzwerk 
(http://apps.who.int/agefriendlycitiesmap/ ).

2 
 
In Europa sind bereits weit über 100 Städte unterschiedlicher Größe dem WHO-
Netzwerk beigetreten: von Stockholm, Göteborg, Oslo, Reykjavik, Amsterdam, Den 
Haag, Paris, London, Glasgow, Dublin, Straßburg, Brüssel, Bern, bis hin zu sehr vielen 
kleineren und mittelgroßen Städten gerade in Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, 
Belgien, Skandinavien oder Polen. Dabei stehen in vielen Städten altengerechte und 
barrierefreie Stadt- und Quartiersgestaltung, Mobilität und Verweilmöglichkeiten, 
Unterstützungssysteme für Wohnung und Alltag, Gesundheitsprävention, 
selbstbestimmte Wohn- und Pflegeformen bis hin zu Begegnungs-, Teilhabe- und 
Beteiligungsmöglichkeiten im Fokus. 
Während in Europa bereits eine Vielzahl von Kommunen diesem Netzwerk beigetreten 
sind, ist die Beachtung in Deutschland für eine Beteiligung an dem WHO-Netzwerk 
bisher leider noch gering ausgeprägt. In Deutschland stehen wir somit noch am Anfang 
dieser Entwicklung. Bislang ist nur die Stadt Radevormwald Mitglied des weltweiten 
Netzwerkes „Altersgerechter Städte“.  Das sollte sich ändern. Hamburg hat seinerseits 
schon Interesse signalisiert beizutreten. 
Münster wäre sicher besonders prädestiniert, sich dem „Globalen Netzwerk der WHO für 
altersfreundliche Städte und Gemeinden“ anzuschließen. Mitglied im nationalen 
„Gesunde Städte“- Netzwerk (GSN) ist Münster bereits und kann auf seine Erfahrungen 
in Städtenetzwerken zurückgreifen. 
Münster erfüllt bereits viele Anforderungen, die an eine altersgerechte Kommune zu 
stellen sind. So hat Münster bereits als erste Kommune in Deutschland einen Masterplan 
„Altersgerechte Quartiere inklusiv“ beschlossen, ein Konzept zur Mobilität im Alter ist in 
Arbeit. Zudem haben wir in Münster eine verbindliche Pflegebedarfsplanung eingeführt. 
Schließlich wurde der Ausbau von ambulanten Wohn- und Pflegeformen wie 
Pflegewohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnen vorangebracht und als ein 
Baustein für eine altersgerechte Stadt- und Quartiersentwicklung verankert.  
Mit dem Ziel, möglichst lange selbstverantwortliche Lebensführung von älteren und 
pflegebedürftigen Menschen zu sichern, einer verbindlichen Pflegebedarfsplanung, 
einem flächendeckenden Ausbau von Quartiersstützpunkten in den nächsten Jahren und 
der Gestaltung altersgerechter Quartiere hat die Stadt Münster die Benchmarks gesetzt. 
Das hat auch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) in ihrem jüngsten Prüfbericht 
herausgestellt und angekündigt zukünftig auch anderen Städten Münster als Vorbild bei 
der kommunalen Pflegeplanung zu empfehlen.  
 
Stefan Weber Otto Reiners 
und Fraktion und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

13.05.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 12.3 (Entsch. § 60 Abs.1 S.2 GO NRW, epidemische Lage) Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0010/2020
Typ
Antrag an den Rat
Datum
08.04.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37