A-R/0010/2020
Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden (WHO Global Network for Age-friendly Cities and Communities) bei
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Antrag an den Rat A-R/0010/2020 03.04.2020 Ratsantrag Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden (WHO Global Network for Age-friendly Cities and Communities) bei Der Rat möge beschließen: 1. Die Stadt Münster tritt dem „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ bei. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen einer Mitgliedschaft Münsters im „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden “ zu klären und einen Beitritt einzuleiten. 3. Die Verwaltung wird gebeten, hierzu zeitnah zu berichten. Begründung: Das „Globale Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ ist ein globales Netzwerk und eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Mitgliederstädte verpflichten sich, den Bedürfnissen älterer Menschen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Es wurde 2010 gegründet. Die Basis bildet das Konzept „Aktiv Altern“ der WHO, mit dem die Rahmenbedingungen und Vorschläge für politisches Handeln definiert werden. https://extranet.who.int/agefriendlyworld/ Ziele ist die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes von Städten und Gemeinden, die eine altersfreundliche Gestaltung anstreben, einen weltweiten Austausch von Ideen, Fragen und Beispielen aus der Praxis u.a. zur Gestaltung des direkten Wohnumfelds der Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen. Die Städte und Regionen können ihre Maßnahmen und Initiativen hierzu im Rahmen des Netzwerkes darstellen und hierdurch auch Anregungen für die Gestaltung und Weiterentwicklung auch für andere Städte geben. Die Infos werden im „Global Database of Age-friendly Practices“ bereitgestellt. Aktuell sind 1000 Städte und Gemeinden in 41 Ländern Mitglied im Netzwerk (http://apps.who.int/agefriendlycitiesmap/ ). 2 In Europa sind bereits weit über 100 Städte unterschiedlicher Größe dem WHO- Netzwerk beigetreten: von Stockholm, Göteborg, Oslo, Reykjavik, Amsterdam, Den Haag, Paris, London, Glasgow, Dublin, Straßburg, Brüssel, Bern, bis hin zu sehr vielen kleineren und mittelgroßen Städten gerade in Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, Belgien, Skandinavien oder Polen. Dabei stehen in vielen Städten altengerechte und barrierefreie Stadt- und Quartiersgestaltung, Mobilität und Verweilmöglichkeiten, Unterstützungssysteme für Wohnung und Alltag, Gesundheitsprävention, selbstbestimmte Wohn- und Pflegeformen bis hin zu Begegnungs-, Teilhabe- und Beteiligungsmöglichkeiten im Fokus. Während in Europa bereits eine Vielzahl von Kommunen diesem Netzwerk beigetreten sind, ist die Beachtung in Deutschland für eine Beteiligung an dem WHO-Netzwerk bisher leider noch gering ausgeprägt. In Deutschland stehen wir somit noch am Anfang dieser Entwicklung. Bislang ist nur die Stadt Radevormwald Mitglied des weltweiten Netzwerkes „Altersgerechter Städte“. Das sollte sich ändern. Hamburg hat seinerseits schon Interesse signalisiert beizutreten. Münster wäre sicher besonders prädestiniert, sich dem „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ anzuschließen. Mitglied im nationalen „Gesunde Städte“- Netzwerk (GSN) ist Münster bereits und kann auf seine Erfahrungen in Städtenetzwerken zurückgreifen. Münster erfüllt bereits viele Anforderungen, die an eine altersgerechte Kommune zu stellen sind. So hat Münster bereits als erste Kommune in Deutschland einen Masterplan „Altersgerechte Quartiere inklusiv“ beschlossen, ein Konzept zur Mobilität im Alter ist in Arbeit. Zudem haben wir in Münster eine verbindliche Pflegebedarfsplanung eingeführt. Schließlich wurde der Ausbau von ambulanten Wohn- und Pflegeformen wie Pflegewohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnen vorangebracht und als ein Baustein für eine altersgerechte Stadt- und Quartiersentwicklung verankert. Mit dem Ziel, möglichst lange selbstverantwortliche Lebensführung von älteren und pflegebedürftigen Menschen zu sichern, einer verbindlichen Pflegebedarfsplanung, einem flächendeckenden Ausbau von Quartiersstützpunkten in den nächsten Jahren und der Gestaltung altersgerechter Quartiere hat die Stadt Münster die Benchmarks gesetzt. Das hat auch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) in ihrem jüngsten Prüfbericht herausgestellt und angekündigt zukünftig auch anderen Städten Münster als Vorbild bei der kommunalen Pflegeplanung zu empfehlen. Stefan Weber Otto Reiners und Fraktion und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: verwiesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- A-R/0010/2020
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 08.04.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37