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AN/0420/2024

Sicherheit beim Schwimmen für Mädchen und Frauen: Prävention von sexueller Gewalt und mehr Angebote für Mädchen und Frauen in Kölner Schwimmbädern schaffen

SPD Antrag nach § 3 07.03.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 24.06.2024, TOP 2.1

SPD Antrag nach § 3

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SPD Antrag nach § 3

4714 Zeichen

An die Vorsitzende des Ausschusses  
für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
Frau Teresa De Bellis -Olinger 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 07.03.2024 
 
AN/0420/2024 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 06.05.2024 
 
Sicherheit beim Schwimmen für Mädchen und Frauen: Prävention von sexueller 
Gewalt und mehr Angebote für Mädchen und Frauen in Kölner Schwimmbädern 
schaffen 
Sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende,  
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die SPD -Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses am 
06.05.2024 aufzunehmen: 
 
 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern möge beschließen:  
 
1. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert darzulegen, welche Angebote für Mädchen - 
und Frauenschwimmzeiten in den Schwimmbädern auf dem Kölner Stadtgebiet exis-
tieren, wie diese Angebote von den Nutzerinnen angenommen werden und wie aus-
gelastet die Schwimmbäder dadurch sind. Die Stadtverwaltung soll desweiteren prü-
fen, wie diese Angebote ausgeweitet werden können – mit der Vorgabe, dass Frauen-
schwimmzeiten und -kurse möglichst auf verschiedene Wochentage, Tageszeiten und 
Stadtbezirke verteilt werden. 
2. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert darzulegen, wie die Sicherheit von Mädchen 
und Frauen in den Kölner Schwimmbädern sichergestellt wird und welche Maßnah-
men zur Prävention von sexuell er Gewalt im Zusammenhang mit Schwimmbädern o-
der -Schwimmorten existieren.

- 2 - 
 
Begründung:  
 
Ein nicht geringer Teil von Frauen und Mädchen hat aus unterschiedlichen Gründen das Be-
dürfnis, „unter sich“ schwimmen zu wollen. Angebote für Frauenschwimmen bieten für viele 
Frauen oftmals die einzige Möglichkeit, in Ruhe schwimmen zu gehen. Immer wieder  wird 
berichtet, dass Schwimmzeiten extra für Mädchen und Frauen stark gefragt sind und es einen 
großen Wunsch nach Ausweitung des Angebotes gibt. Zum Teil spielen religiöse Gründe eine 
Rolle, aber sehr häufig entsteht der Wunsch aufgrund eines Sicherheits bedürfnisses. 
Schwimmbäder, in denen sich Mädchen unwohl fühlen oder nicht sicher sind, stellen eine sehr 
große Hürde dar, schwimmen zu lernen. Explizite Frauenschwimmzeiten und -kurse ermögli-
chen es daher, mehr Mädchen das Schwimmenlernen beizubringen und bieten einer größeren 
Anzahl an Frauen die Chance, Sport in der Öffentlichkeit zu praktizieren. 
 
Die Stadt Mainz setzt sich daher schon seit Jahren dafür ein, Mädchen und Frauen ein sicheres 
Schwimmerlebnis zu ermöglichen. Neben dem Fokus auf Schwimmkompe tenz legt man be-
sonderen Wert auf die Prävention von sexueller Gewalt im Schwimmbadumfeld. Die Kam-
pagne "Flossen weg" spielt dabei eine entscheidende Rolle. In Mainz beginnt die Prävention 
bereits mit der Sensibilisierung der Schwimmbadbesucher*innen. Aufk lärungskampagnen 
und Informationsmaterialien betonen die Bedeutung von Achtsamkeit und Solidarität unter 
den Badegästen. Insbesondere wird darauf hingewiesen, verdächtiges Verhalten zu melden 
und bei Bedarf das Schwimmbadpersonal oder Sicherheitskräfte zu informieren. Um die Si-
cherheit weiter zu verbessern, wurden in Mainz auch bauliche Maßnahmen ergriffen. Dazu 
gehören beispielsweise gut beleuchtete Bereiche, klare Sichtverhältnisse und die Installation 
von Überwachungskameras an strategischen Punkten. Diese Maßnahmen dienen nicht nur zur 
Abschreckung potenzieller Täter, sondern erhöhen auch das Sicherheitsgefühl der Badegäste. 
Darüber hinaus werden spezielle Schwimm - und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und 
Frauen angeboten, um ihre Selbstsicherheit im Wasser und außerhalb zu stärken. So kann die 
Integration von geschlechtsspezifischen Aspekten in den Schwimmunterricht nicht nur die in-
dividuelle Sicherheit stärken, sondern trägt auch dazu bei, Stereotypen und Vorurteile zu 
überwinden.  
Nach den Vorfällen im letzten Jahr im Kölner Agrippabad, das als Edelgard -Ort zertifiziert ist, 
sollte die Stadt Köln prüfen, ob die Mainzer Maßnahmen auch auf Köln übertragbar sind. Auch 
dieses Mainzer Konzept könnte noch ausgebaut werden, denn es sollte z. B. auch Kurse für 
Jungen und junge Männer geben, in denen vermittelt wird, was grenzüberschreitendes Ver-
halten ist, wie man es vermeidet und wie man dieses Verhalten bei anderen Jungen und Män-
nern abwendet sowie darüber aufklärt. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Christian Joisten 
SPD-Fraktionsvorsitzender

Beratungsverlauf (1)

24.06.2024 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 2.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig zurückgezogen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0420/2024
Typ
SPD Antrag nach § 3
Datum
07.03.2024
Erstellt
07.03.2024 11:35