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Integrierte Planung Parkstadt Süd; hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation

Beschlussvorlage Ausschuss 1250/2018 vom 20.12.2018

Stand: Am 07.02.2019 im Stadtentwicklungsausschuss geändert beschlossen.

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  • Anlage 6 Stellungnahme zum Änderungsantrag der BV 2

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    ANLAGE 6 Parkstadt Süd, Integrierte Planung Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation Vorlage 1250/2018 hier: Stellungnahme der Verwaltung zur Beschlussfassung der Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) vom 28.01.2019 In ihrer Sitzung am 28.01.2019 hat die Bezirksvertretung Rodenkirchen folgenden ergänzten Beschluss gefasst: Gemeinsamer Änderungsantrag aller Fraktionen vom 28.01.2019 Die Bezirksvertretung Rodenkirchen empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss, folgenden Beschluss zu fassen: Der Stadtentwicklungsausschuss […] 4a) Die Verwaltung wird beauftragt, ein für dieses Vorhaben geeignetes Beteiligungsmodell – unter Berücksichtigung von Erfahrungen z.B. aus dem praktizierten Vorgehen zu Porz-Mitte oder aus dem Planungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld - einzurichten und eine kontinuierliche Begleitung bei der Umsetzung zu sichern. 4b) Dieses Begleitgremium sollte zusammengesetzt sein aus Teilnehmerinnen/ Teilnehmern der betroffenen Dezernate, Vertretern / Vertreterinnen der in der Bezirksvertretung Rodenkirchen vertretenen Fraktionen und Einzelmandatsträgern sowie bis zu 11 Vertreterinnen / Vertretern der Stadtgesellschaft / Bürgerschaft und bei Bedarf weiterer Expertinnen und Experten in Abhängigkeit von den Qualifizierungsvorhaben und soll die Schnittstelle zum städtebaulichen Masterplan Köln bilden. Die Vertreterinnen/ Vertreter der Stadtgesellschaft werden dann von den Fraktionen der BV 2 benannt. Die Geschäftsführung obliegt dem Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung Rodenkirchen. Stellungnahme der Verwaltung: Die Verwaltung empfiehlt, den Beschluss der BV Rodenkirchen für ein Begleitgremium zur Parkstadt Süd zu modifizieren, um das Gremium arbeitsfähig zu gestalten. Das Begleitgremium berät und gibt Empfehlungen an die Bezirksvertretung. Nach dem Beschluss der BV Rodenkirchen wird sich mit der Zusammensetzung aus Vertretern und Vertreterinnen der Fraktionen, Einzelmandatsträger, Experten des Städtebaus, Freiraums, Mobilität und Architektur, Dezernate und Vertreterinnen der Bürgerschaft die Anzahl der Teilnehmenden auf 30 – 35 Personen belaufen; erfahrungsgemäß ist die Größenordnung nicht effizient arbeitsfähig. Daher sollte die Größe des Gremiums auf max. 20 Personen begrenzt werden. Aus diesem Grund empfiehlt die Verwaltung eine Zusammensetzung des Begleitgremiums aus jeweils einem Vertreter oder einer Vertreterin der stimmberechtigten Fraktionen der BV Rodenkirchen sowie bis zu acht Vertretern/Vertreterinnen der Stadtgesellschaft, jeweils einem Experten bzw. einer Expertin zu Mobilität, Freiraum und Städtebau und Vertreter/Vertreterinnen der betroffenen Dezernate. Die Benennung der Fachexpertinnen und –experten zu Mobilität, Städtebau und Freiraum erfolgt durch die Verwaltung. Die Geschäftsführung obliegt dem Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung Rodenkirchen. Um die Schnittstelle zur Lenkungsgruppe Masterplan zu definieren und den Informationsfluss zu sichern werden bei Themen des Masterplans, die den Bezirk Rodenkirchen betreffen – hier: insbesondere Parkstadt Süd- der Bezirksbürgermeister und Vertreterinnen oder Vertreter des Begleitgremiums zugeladen.
  • Anlage 5 - Auszug Verkehrsausschuss 29.01.2019

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    1 Anlage 5 Geschäftsführung Verkehrsausschuss Frau Krause Telefon: (0221) 221-25909 Fax : (0221) 221-24447 E-Mail: angela.krause@stadt-koeln.de Datum: 30.01.2019 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 42. Sitzung des Verkehrsausschusses vom 29.01.2019 öffentlich 4.6 Parkstadt Süd, Integrierte Planung hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentati- on 1250/2018 SE Dr. Klusemann teilt mit, dass die SPD-Fraktion die Vorlage aus verkehrlicher Sicht begrüße und unterstütze. Er weist jedoch darauf hin, dass die durch das Ge- lände geplante Stadtbahntrasse an der Markthalle ende und diese Verbindung kri- tisch gesehen werde, da stattdessen vielmehr eine schnelle Schließung des S-Bahn- Rings Süd gewollt sei. Interessant sei die Trasse dennoch, allerdings mehr für mo- dernere Transportmittel. RM Hammer erinnert an die Diskussion im hiesigen Ausschuss am 11.09.2018, bei der bereits ein Freihalten der Stadtbahntrasse und eine Anbindung an die Nord-Süd Stadtbahn angesprochen wurde. Die Blöcke 23 bzw. 25 könnten ggf. in der Gebäu- deform modifiziert werden, so dass dort nicht nur eine Busanbindung sondern auch eine Stadtbahnanbindung möglich wäre. Weiterhin spricht er die Zufahrt zu den Tiefgaragen an, die planmäßig vom Gebiets- inneren erfolgen soll. Er regt an, diese alternativ vom Bischofsweg aus zu legen, um den MIV aus dem Innenbereich weitestgehend heraus zu halten. RM Sterck schließt sich für die FDP-Fraktion den Ausführungen seines Vorredners zum Freihalten der Trasse an; seine Fraktion werde zur Sitzung des Stadtentwick- lungsausschusses – voraussichtlich mit der Unterstützung weiterer Fraktionen - ei- nen entsprechenden Antrag ausarbeiten. Herr Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, legt dar, dass eine geplante Stadtbahnanbindung eine Rückfallebene für den Fall sei, dass die S-Bahn-Anbindung nicht so schnell realisiert werde. Die Verwaltung habe viele Varianten untersucht, jedoch müssten viele Zwangspunkte beachtet werden. Am Hö- 2 ninger Weg habe man beispielsweise das Niederflursystem, bei der Nord-Süd Stadt- bahn jedoch das Hochflursystem; eine Verbindung beider Systeme sei nicht möglich. Letztendlich habe die Verwaltung sich daher dafür entschieden, die Linie 12 zumin- dest so nah wie möglich an die Nord-Süd Stadtbahn heranzuführen, um dennoch ein komfortables Umsteigen zu ermöglichen. Eine direkte Erschließung der sechs bis sieben Tiefgaragen vom Bischofsweg aus mittels Linksabbieger würde eine 3-3,50 m breitere Fahrbahn mit sich bringen; inso- fern habe die Verwaltung diese Möglichkeit verworfen. Ein kompletter Ausbau des Bischofsweges sei nicht vorgesehen, lediglich punktuelle Veränderungen. Abschließend weist er darauf hin, dass dies zunächst erste Vorstellungen und Über- legungen seien und noch keine Planungen. Der hiesige Ausschuss werde selbstver- ständlich fortlaufend eingebunden. RM Michel teilt mit, dass auch die CDU-Fraktion ein Freihalten der Trasse für sinnvoll erachte und befürworte. RM Sterck macht darauf aufmerksam, dass nach einem gültigen Ratsbeschluss das Hochflursystem nur ein vorübergehendes System sei und langfristig alle Haltestellen – auch die Haltestellen der Nord-Süd Stadtbahn – auf Niederflursystem ausgerichtet werden sollen. RM Roß-Belkner schlägt vor, die Verwaltungsvorlage zur Abstimmung zu stellen, da zum abweichenden Beschluss der BV Rodenkirchen noch keine Stellungnahme der Verwaltung vorliege. Hierüber könne der federführende Stadtentwicklungsausschuss befinden. Beschluss: Der Verkehrsausschuss empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss wie folgt zu beschließen: 1. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt den in Anlage 1 beigefügten inte- grierten Plan Parkstadt Süd, einschließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Testentwürfe als städtebauliches Konzept gemäß §1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die zur Umsetzung des integrierten Plans not- wendigen Bauleitplanverfahren in die Wege zu leiten bzw. fortzuführen (Ände- rung des Regionalplans und des Flächennutzungsplans sowie Aufstellung von Bebauungsplänen). 3. Die Qualität der Planungen für Hochbau und die öffentlichen Räume soll durch geeignete Qualifizierungsverfahren gesichert werden. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Begleitgremium - analog der Lenkungs- gruppe Masterplan - einzurichten, und eine kontinuierliche Begleitung bei der Umsetzung zu sichern 5. Die Verwaltung wird beauftragt, den integrierten Plan der Öffentlichkeit vorzu- stellen und Anregungen und Ergänzungen einzuholen. 6. Ergänzung nach durchgeführter öffentlicher Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt nach der durchgeführten öffentli- chen Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 die Erarbeitung eines 3 Quartiershandbuchs zur Qualitätssicherung der Planungsinhalte zu beauftra- gen, Finanzmittel im Haushalt bereitzustellen und das Ergebnis den Gremien des Rates zum Beschluss vorzulegen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
  • Beschlussvorlage Ausschuss +++geänderte Fassung+++

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Thur Az Vorlagen-Nummer 1250/2018 Freigabedatum 13.12.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Parkstadt Süd, Integrierte Planung hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation Beschlussorgan Stadtentwicklungsausschuss Gremium Datum Beschluss: 1. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt den in Anlage 1 beigefügten integrierten Plan Parkstadt Süd, einschließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Testentwürfe als städte- bauliches Konzept gemäß §1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitpla- nung. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die zur Umsetzung des integrierten Plans notwendigen Bauleit- planverfahren in die Wege zu leiten bzw. fortzuführen (Änderung des Regionalplans und des Flächennutzungsplans sowie Aufstellung von Bebauungsplänen). 3. Die Qualität der Planungen für Hochbau und die öffentlichen Räume soll durch geeignete Quali- fizierungsverfahren gesichert werden. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Begleitgremium - analog der Lenkungsgruppe Masterplan - einzurichten, und eine kontinuierliche Begleitung bei der Umsetzung zu sichern 5. Die Verwaltung wird beauftragt, den integrierten Plan der Öffentlichkeit vorzustellen und Anre- gungen und Ergänzungen einzuholen. 6. Ergänzung nach durchgeführter öffentlicher Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt nach der durchgeführten öffentlichen Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 die Erarbeitung eines Quartiershandbuchs zur Qualitäts- sicherung der Planungsinhalte zu beauftragen, Finanzmittel im Haushalt bereitzustellen und das Ergebnis den Gremien des Rates zum Beschluss vorzulegen. Stadtentwicklungsausschuss 28.06.2018 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 12.11.2018 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 28.01.2019 Verkehrsausschuss 11.09.2018 Verkehrsausschuss 29.01.2019 Ausschuss für Umwelt und Grün 18.09.2018 Ausschuss für Umwelt und Grün 31.01.2019 Stadtentwicklungsausschuss 07.02.2019 2 Alternative: keine 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 400.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: 1. Anlass und Ziel: Das Projekt Parkstadt Süd hat für die Stadt Köln stadtentwicklungspolitisch wie stadtplanerisch einen hohen Stellenwert. In dem Bereich südlich des Kölner Eisenbahnrings zwischen Luxemburger Straße und dem Rhein werden auf ca. 115 ha etwa 3.500 Wohnungen und 4.500 Arbeitsplätze entstehen sowie der Innere Grüngürtel vollendet. In einem viel beachteten Planungs- und Beteiligungsverfahren, dem Kooperativen Verfahren Park- stadt Süd, wurde 2015 in Kooperation von fünf Planungsteams, der Stadtgesellschaft, Expertinnen und Experten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ein freiraumplanerisches und städte- bauliches Bild für die Entwicklung der Parkstadt Süd entworfen. Mit dem Beschluss zum Ergebnis des Kooperativen Verfahrens am 10.03.2016 (Vorlage Nr. 3832/2015) hat der Stadtentwicklungsaus- schuss die Bedeutung des Projektes unterstrichen und die Verwaltung beauftragt, eine integrierte Planung in der Detailschärfe einer Vorentwurfsplanung auf der Grundlage des Ergebnisses des Ko- operativen Verfahrens Parkstadt Süd zu erstellen. 2. Integrierte Planung Die integrierte Planung ist eine mehrdimensionale Fortschreibung der Ergebnisse des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd im Rahmenplanungsmaßstab. Sie umfasst ein Planwerk, das das städte- bauliche und freiraumplanerische Bild der Parkstadt Süd zeigt und einen begleitenden Textteil, der Themen wie z. B. Integration ins Umfeld, Höhenentwicklung, Nutzungen, Infrastruktur, Mobilität und Ökologie detailliert darstellt, sowie die Fachgutachten zu Umwelt, Klima und Mobilität, deren Ergeb- nisse in die Gesamtplanung eingeflossen sind. Die integrierte Planung ist Grundlage und Leitlinie für die nachgelagerten Bauleitplan- sowie Qualifizierungsverfahren. 4 Auf diese Weise sollen eine einheitliche Entwicklung und die Fortführung und Umsetzung der Ideen des Kooperativen Verfahrens sichergestellt werden. Die integrierte Planung stellt die Konkretisierung des städtebaulichen Entwurfes südlich des zukünfti- gen Inneren Grüngürtels dar, unter Berücksichtigung aller Grundlagenermittlungen zu Mobilität, Kli- ma, Immissionen usw., die für die weitere Umsetzung erforderlich sind. Die Umsetzung des zukünfti- gen Inneren Grüngürtels von der Entwurfs- bis zur Ausbauplanung soll aufbauend auf dem Sieger- entwurf des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd in einem EU-weiten Vergabeverfahren Ende 2018 ausgeschrieben werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadt- gesellschaft am Planungsprozess und dem intensiven Austausch mit den Planungsteams, den Exper- ten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Arbeiten, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruk- tur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung unter Berücksichti- gung von Freiraum und Klima gefordert. 3. Starterprojekte und Zwischennutzung Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wurden auch Starterprojekte und Zwischennutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert. Zwischenzeitlich wird gemäß Beschluss vom 26.04.2018 (Session Nr. 0674/2018) ein Stadtteilbüro eingerichtet, das zukünftig als Anlaufstelle für Projekte in der Parkstadt Süd dienen wird. Eine Eröffnung wird im zweiten Halbjahr 2018 angestrebt. Um die Entwicklung der Parkstadt Süd bereits physisch erlebbar zu machen, ist geplant, ein Stück Grüngürtel, den sogenannten Pionierpark und einen Pionierpfad als Starterprojekte ab 2019 zu bau- en. Die in den Beteiligungsverfahren vorgebrachten Ideen, im Laufe der Entwicklung der Parkstadt Süd Zwischennutzungen als Teil eines neuen sich lebendig entwickelnden Stadtteils zu etablieren, wurde geprüft. Es musste jedoch festgestellt werde, dass hierfür keine geeigneten Flächen oder Gebäude zur Verfügung stehen. 4. Ausblick und weiteres Verfahren Nachdem das Bundesverwaltungsgericht Leipzig im April 2018, die seit dem Jahr 2013 bestehende Sanierungsatzung ESIE für unwirksam erklärt hatte, muss das Projekt mit den übrigen, bekannten und bewährten Instrumentarien des Baugesetzbuches vorangetrieben und eine neue Gebietskulisse definiert werden, die eine Förderfähigkeit des Projektes mit Stadtbaufördermitteln gewährleistet. Am 03.05.2018 hat der Rat der Stadt Köln für das Gebiet Parkstadt Süd eine Satzung für ein "Besonde- res Vorkaufsrecht" nach § 25 Satz 1 Nr. 2 BauGB beschlossen (Session-Nr. 0963/2018), um die weitere liegenschaftliche Entwicklung des Gebietes steuern zu können. Die fortzuführende Bauleitplanung wird, basierend auf dem integrierten Plan, die erforderliche Rechtsgrundlage bieten. Neben der Änderung des Flächennutzungsplanes soll mit Hilfe mehrerer Teil- Bebauungspläne das städtebauliche Konzept mit seinen Qualitätsansprüchen festgeschrieben werden. 5 Um die angestrebte hohe Qualität sicherzustellen, sind weitere geeignete Qualifizierungsverfahren für Freiraum- und Hochbauplanung vorgesehen. Ein Begleitgremium, zusammengesetzt aus der Lenkungsgruppe Masterplan und bei Bedarf weiteren Expertinnen und Experten in Abhängigkeit von den Qualifizierungsvorhaben, soll einerseits den weite- ren Umsetzungsprozess kontinuierlich begleiten und andererseits die Schnittstelle zum städtebauli- chen Masterplan Köln bilden. Informationen und Beteiligung der Öffentlichkeit sollen weiterhin kontinuierlich stattfinden; hierzu ist ein Newsletter aufgebaut worden. Ebenso wird das Stadtteilbüro Anlaufstelle für Informationen und Veranstaltungen sein. Ein Konzept für eine dauerhafte Bespielung wird hierfür noch erarbeitet, sowie Ressourcen im Haushalt der kommenden Jahre eingeplant werden. Parallel zur Planrechtschaffung wird die Verwaltung eine Struktur erarbeiten, in welcher Gesell- schaftsform oder Verwaltungsstruktur die Parkstadt Süd in die Umsetzung eintreten wird, damit auch die Anforderungen an die Vergabe von Grundstücken der Vielfalt eines urbanen Quartiers entspre- chen kann. Ergänzung nach durchgeführter öffentlicher Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 Nach der Fertigstellung der integrierten Planung sollen die darin bereits enthaltenen Qualitäten in einem Quartiershandbuch Parkstadt Süd gesichert werden. Hierzu zählen die Themen Städtebau, Mobilität, Regenwassermanagement und Klima. Weitere Themen wie die räumliche Kontinuität und Ordnung des öffentlichen Raums und die Vernetzung mit angrenzenden Quartieren sollen ergänzend betrachtet werden. Im Bürgerworkshop zur integrierten Planung Parkstadt Süd wurde deutlich, dass ein großes Interesse an der Entwicklung der Parkstadt Süd als zukunftsfähiges Stadtquartier besteht. Die Realisierung neuer Stadtquartiere folgt heute dem Grundsatz nachhaltiger Stadtentwicklung. Dazu gehören u.a. multimodale Mobilität, umweltbewusstes Verhalten, CO²- bindende Baustoffe. ( s. Anlage 2) Das Quartiershandbuch soll diese Qualitäten fortschreiben und über die mehrere Jahre andauernde Realisierungsphase sicherstellen sowie als Regelwerk für alle an der Umsetzung Beteiligten gelten. Anlage 1. Dokument der integrierten Planung (wird separat gedruckt und verteilt) 3. Dokumentation des Bürgerworkshops
  • Anlage 1

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    KÖLN PARKSTADT SÜD O&O Köln Parkstadt Süd Seite 2 Integrierte Planung eite RP [r2 nl ia) 7, TEN Y 4 r KÖLN host ADT SÜD ERZL N N Rx ‚gt ng le> De Köln Parkstadt Süd Seite 4 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 1.1. 1.2. 1.3. 2.1. 2.2. 2.3. 2.4. 2.5. 3.1. 3.2. 3.3. 3.4. 3.5. 4. 4.2. 4.3. 4.h. 4.5. 4.6. 4.7. 4.8. 4.9. 4.10. INTEGRIERTE PLANUNG Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd Grundlagen und Ziele Bodendenkmäler QUARTIERE Quartier Parkstadt Quartier Marktstadt Quartier Entree Quartier Bildungslandschaft Grüngürtel NUTZUNGSKONZEPTE Nutzungen Erdgeschoss Nutzungen Obergeschosse Nutzungen Gesamt Bildungsinfrastruktur Flächenbilanzierung STÄDTEBAU UND FREIFLÄCHEN Bausteine Geschossigkeit Abstandsflächen Feuerwehrerschließung Grünflächen Dachbegrünung Spielflächen Platzräume Integriertes Regenwassermanagement Stadtklimatische Untersuchung 10 14 17 18 22 24 26 28 30 35 36 37 38 39 40 41 42 43 45 46 48 50 91 52 96 3.1. 5.2. 5.3. 5.4. 5.5. 5.6. 6.1. 6.2. 6.3. 6.4. MOBILITÄTSKONZEPT [AUSZUG] Rad- und Fußgängerverkehr ÖPNV MIV Ruhender Verkehr Mobilitätshaus Straßenräume REGELWERK Gestalterische Vorgaben Räumliche Darstellungen Testentwurf Baustein 33 Testentwurf Baustein 5 & 9 PLANUNGSBETEILIGTE IMPRESSUM Seite 5 61 62 66 67 69 70 75 76 82 88 102 120 121 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 7 Köln Parkstadt Süd Seite 8 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 1.1. 1.2. 1.3. Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd Grundlagen und Ziele Bodendenkmäler 10 14 17 Seite 9 Ein neues Stadtquartier zwischen Rhein und Universität Die Parkstadt Süd ist Kölns größtes Stadtentwicklungsprojekt der kommenden Jahre. Südlich des linksrheinischen Eisenbahnrings wird zwischen Luxemburger Straße und Rheinufer der historische Innere Grüngürtel vollendet. Köln gewinnt damit eine weitere attraktive Grünanlage hinzu. Sie wird nach ökologischen, klimatischen und freiraumplanerischen Kriterien gestaltet. Es wird ein neues urbanes Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Leben geschaffen. Ein neuer Stadtteil mit Wohnraum für etwa 10.000 Menschen und mehr als 4.000 Arbeitsplätzen entsteht. Das Herz des Quartiers ist die denkmalgeschützte Großmarkthalle. Die Integrierte Planung verbindet die für die heutige Stadtentwicklung wichtigen Themen Städtebau, Architektur, Freiraumplanung, Umwelt und Verkehr. Für die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, für das Regenwassermanagement und für die stadtklimatischen Untersuchungen wurden Fachplaner beauftragt. Zudem fanden zahlreiche Vorschläge aus dem Ideenmarkt des Kooperativen Verfahrens Berücksichtigung in der Planung. Die Integrierte Planung ist das Ergebnis eines intensiven Prozesses, der mit Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln stattgefunden hat. 1.INTEGRIERTE PLANUNG Köln Parkstadt Süd Seite 10 Integrierte Planung eite ni Stand: 2015 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung KOOPERATIVES VERFAHREN Im internationalen Kooperativen Verfahren Parkstadt Süd Köln beschäftigtensichfünfTeamsmitderVollendungdeshistorischen Inneren Grüngürtels in Köln und der Stadterweiterung im Bereich des Großmarktes. Durch die geplante Verlagerung des Großmarktareals werden im Kölner Süden Flächen von insgesamt 110 Hektar in bester Innenstadtlage frei. Die Stadt Köln legte bei der städtebaulichen Entwicklung des Areals besonderes Augenmerk auf die Kooperation zwischen den Fachdisziplinen. Darüber hinaus war der Planungsprozess in ein intensives Beteiligungsprogramm mit der Öffentlichkeit eingebettet. Das Kooperative Verfahren sollte neben den fünf eingeladenen interdisziplinären Teams aus Stadt- und Landschaftsplanerinnen und -planern auch möglichst viele Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft ermutigen, ihre Interessen und Vorstellungen einzubringen. Über den Zeitraum des Verfahrens boten daher verschiedene Veranstaltungen wie Stadtteilspaziergänge, Themenabende oder der Ideenmarkt die Möglichkeit, sich mit den Gegebenheiten zu befassen. Unter der Leitung von Prof. Klaus Overmeyer übernahm das Büro Urban Catalyst Studio die Moderation des Planungsverfahrens. So wurde der direkte Austausch zwischen der Stadtgesellschaft, den Planungsteams, dem Begleitgremium sowie Politik und Verwaltung gefördert. Gemeinsame Ideen für die Parkstadt Süd wurden schrittweise entwickelt und in die Planung integriert - ein gutes Beispiel für demokratische Entscheidungsprozesse, die eine Chancengleichheit für unterschiedliche Alters- und Sozialgruppen gewährleisten. Im Kooperativen Verfahren konnten die Ideen der Arbeitsgemeinschaft aus RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, O&O Baukunst, BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung und BCE Björnsen Beratende Ingenieure das Begleitgremium und die Stadtgesellschaft überzeugen. Mit den Ergebnissen des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd wurden wichtige Meilensteine für den bevorstehenden Planungsprozess gesetzt. Würdigung durch das Begleitgremium „O&O Baukunst sind Bildhauer, die eine neue Stadtsilhouette inmitten der Stadt schaffen.“ Franz-Josef Höing, Baudezernent der Stadt Köln, 2016 Das Grundkonzept zeichnet sich durch eine geschickte Geste aus, die dem Grünzug die nötige Kraft, zusammenhängende Durchlässigkeit und eine angemessene Dimension verleiht: Auf eine Bebauung entlang der Bahntrasse wird entschieden verzichtet. Die großzügige Verlängerung des übergeordneten Inneren Grüngürtels ist konsequent. Gleichermaßen bietet sich ein städtebaulich robustes und prägnantes Erscheinungsbild mit klarer Stadtstruktur und dezidiertem Erschließungssystem - ein „neues Stück Stadt“ bauen ist in diesem Entwurfskonzept eindeutig gelungen. Das zentrale Marktquartier bildet durch die dichte und kompakte Bebauungsstruktur ein eigenständiges Quartier. Die Markthalle wird als klare Mitte herausgestellt. Die städtebauliche Fassung Seite 11 der Halle durch markante Hochpunkte schafft ein attraktives, urbanes Umfeld mit großer Anziehungskraft weit über die Parkstadt hinaus. Die vorgeschlagenen Blockstrukturen, deren Größenordnungen und Höhen besitzen eine angemessene Dimension, die unterschiedlich und flexibel [Wohnmodelle und Nutzungen) ausformuliert werden können. Auch die stadtstrukturelle Kopfbildung an der Sechtemer Straße zur Bonner Straße kann überzeugen. Sie ist ein Beispiel für eine angemessene Betonung besonderer Orte an Eingängen und Quartiersplätzen durch markante bauliche Hochpunkte des Entwurfskonzeptes. Die Varianz von weiteren öffentlichen Räumen - u. a. vom Pocketpark und von Quartiersplätzen im westlichen Bereich des Marktquartiers - ist plausibel und im Hinblick auf Größe und Anordnung ausreichend strukturiert. Die Lage und Anordnung der weiterführenden Schullandschaft wird als positiv gesehen. Die Querungen und Durchgänge in den Quartieren, insbesondere die Wiederherstellung der Verbindung Sechtemer Straße zur Raderberger Straße, funktionieren. Das Erschließungssystem ist einfach strukturiert und erlaubt eine eindeutige Zuordnung von gewerblicher Erdgeschossnutzung. Der Boulevard für Fußgänger- und Langsamverkehr bietet das Rückgrat des neuen Quartiers mit dem Potenzial, die Buslinie im Quartier entlang zu führen. 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung PHASE 1 PHASE 2 ENTDECKEN, AUSTAUSCHEN, \W DAS GROSSE GANZE, ANALYSIEREN IDEEN SAMMELN _ ERGEBNISSE MASTERPLAN, ESIE, —. POSITION STADT KÖLN EGLEITGREMIUM I I I + I I I I I I I I | j I I I I I I I I I I I I I [ I ! I I I I I I I I I m eg sea KONZEPTENTWICKLUNG ee z ARSER ÖFFENTLICHKEIT RETTET: | PaRKsTaor süp ! En: [_) UND KONFLIKTE QLALITÄTEN IDEEN SAMMELN br 13.0415 Auftakt und stadtspaziergang 12.0515 719.05.15 26.05.15 [02.06.15 Themenabende ril Mai uni Juli August 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PLANUNGSPROZESS PARKSTADT SÜD GESAMTKONZEPTE, IDFENMARKT PHASE3 DAS KLEINE HI GANZEN E ı 1 l i 0 u RÜCKKOPPLUNG 04.105.0915 Gesamtkonzept und Ideenmarkt September ü I Suartiene Gktober VERTIEFUNG QUARTIERE PHASE 4 GESAMT- ENTWÜRFE BEITUNG [\) ... IT 26.115 23.24.1015 Präsentation der Ergebnisse November aa [\ u RÜCKKOPPLUNG | RÜCKKOPPLUNG Dezember PHASE5 NACHBEREITUNG UND ERSTELLUNG INTEGRIERTER PLAN INTEGRIERTER PLAN & UMSETZUNGSSCHRITTE H- % Bi u 11 — m I RÜCKKOPPLUNG lanuar 2016 (t Seite 12 | Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung IDEENMARKT ALS RESSOURCE In einem viel beachteten Planungs- und Beteiligungsverfahren, dem Kooperativen Verfahren Parkstadt Süd, wurde 2015 in Kooperation von fünf Planungsteams, der Stadtgesellschaft, Expertinnen und Experten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ein freiraumplanerisches und städtebauliches Bild für die Entwicklung der Parkstadt Süd entworfen. Mit dem Beschluss zum Ergebnis des Kooperativen Verfahrens am 10.03.2016 [Vorlage Nr. 3832/2015] hat der Stadtentwicklungsausschuss die Bedeutung des Projektes unterstrichen und die Verwaltung beauftragt, eine integrierte Planung in der Detailschärfe einer Vorentwurfsplanung auf der Grundlage des Ergebnisses des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd zu erstellen. Ein wesentlicher Bestandteildes Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadtgesellschaft am Planungsprozess und dem intensiven Austausch mit den Planungsteams, den Experten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel, Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruktur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung unter Berücksichtigung von Freiraum und Klima gefordert. Die Umsetzung der Ideen aus dem Ideenmarkt innerhalb des weiteren Planungsprozesses ist ein wichtiger Baustein einer qualitätsvollen Quartiersentwicklung. im Rahmen der Teilhabe wurden auch Starterprojekte und Zwischennutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert und gefordert. Das breite Spektrum an Ideen und Projektvorschlägen [Entwicklung öffentlicher Räume und Grünflächen, essbare Stadt, barrierefreie Seite 13 umweltverträgliche Mobilität, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, kinder- und familiengerechte Quartiere, Klima und Resilienz, Inklusion sowie quartiersverbundene ÜÖkonomien) zeigt: Zwischennutzungen und temporäre Projekte in der Parkstadt Süd können viele gesellschaftliche Themen und Lebensbereiche betreffen. Die Ideen der Initiativen und die Projektvorschläge aus dem Ideenmarkt haben die Gesamtkonzeption der Planungsteams beeinflusst. Auf Wünsche nach alternativen Wohnformen, Gemeinschaftsräumen, Arbeitsräumen sowie sozialen Interaktionsflächen wurde vorausschauend mit flexiblen baulichen Typologien lin den Erdgeschosszonen], spezifischen Nutzungszonierungen und adaptiven Parkstrukturen reagiert. Aber auch in den ersten Entwicklungsphasen sind Flächen, Gebäude sowie insbesondere die Parkränder für temporäre und flexible Nutzungen als eine Chance für die mögliche Verortung vieler zwischennutzungsrelevanter Ideen aus dem Ideenmarktidentifiziert worden. 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung | VOLKSGARTEN vs SÜD- STADION & S RADERBRGER BRACHEF Planungsgebiet 1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE m Se * ner u, u ne EEE sw % 3 Seite 14 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung GRUNDLAGEN UND ZIELE Grundlage der Integrierten Planung sind die Ergebnisse des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd. Das Plangebiet umfasst eine Größe von ca. 43 Hektar. Die Integrierte Planung betrachtet die Teilbereiche zwischen Bischofsweg, Markthalle und Bonner Straße bis zum Rhein. Im Plangebiet ist eine Funktionsmischung aus bezahlbarem Wohnraum, quartiersbezogenen Schulbauten und Kitaflächen vorgesehen. Des Weiteren werden innovative Bürokonzepte für mehr als 4.000 Mitarbeiter sowie attraktive Handels- und Verkaufsflächen in den Erdgeschosszonen mit Kulturbauten kombiniert. Die Nutzung der Großmarkthalle und ein Mobilitätshaus tragen zur Belebung des Quartiers bei. Diesen Nutzungen stehen Freiflächen und Grünräume in angemessener Größe gegenüber. Die Integrierte Planung definiert die Dichte und die Durchmischung des Quartiers. Auf Grundlage der gesetzlichen Möglichkeiten soll ein attraktives urbanes Quartier im Süden Kölns entstehen. Die Integrierte Planung verbindet die für die Stadtentwicklung wichtigen Themen Städtebau, Architektur, Freiraumplanung, Umwelt und Verkehr. Westentliches Augenmerk wurde hierbei ebenso auf die soziale Wohnraumförderung und die Schaffung eines (ausreichenden) Angebotes von Arbeitsplätzen wie auch auf die zukunftsfähige Organisation von Mobilität und die Sicherung von Daseinsvorsorge (Schule, Schutz zentraler Orte] gelegt. Für die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, für das Regenwassermanagement und für die stadtklimatischen Untersuchungen wurden Fachplaner beauftragt. Die Seite 15 Ergebnisse sind in der Integrierten Planung berücksichtigt und werden auszugsweise dargestellt. Zudem fanden zahlreiche Vorschläge aus dem Ideenmarkt des Kooperativen Verfahrens Berücksichtigung in der Planung. So etwa der Wunsch nach mehr Grün im Quartier und Baugruppen, die Möglichkeiten für kulturelles Engagement und Inklusion bieten. Diese Ideen werden in späteren Qualifizierungsverfahren aufgenommen und vertieft. EineReduzierungdesgesamtenmotorisiertenIndividualverkehrs (MIV) soll durch ein maßgeschneidertes integriertes Mobilitätskonzept erreicht werden. Die baurechtlichen Parameter wie Abstandsflächen, Feuerwehrerschließung, der Bedarf nach Stellplätzen für Pkw und Fahrräder sowie die Grundstücksausnutzung münden in ein Regelwerk [Kapitel 6). Die baulichen Qualitäten des Quartiers werden anhand von räumlichen Darstellungen gezeigt. Anhand von Testentwürfen werden die Bausteine 5, 9 und 33 planerisch überprüft. Die Planung für den Grüngürtel wird in einem separaten Planungsverfahren vertieft. Die vorliegende Intergierte Planung definiert für dieses Verfahren die Rahmenbedingungen, die Parkkante und die Profile der Übergänge, den Versickerungsbereich und die durch dieneue Bebauungsstruktur benötigten Grünflächen. 1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE Köln Parkstadt Süd Seite 16 Integrierte Planung eite SS NSS > N 5% MH neue Bausteine _ Bestandsgebäude Straßen / Wege IE öffentliche Nutzung HE Grünflächen 1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE ARBEITSPLAN Köln Parkstadt Süd . Integrierte Planung Seite 17 > | LED GE Dh 01 ‚ WENN: un a / Y/, + Gräber WE :isenze itlich BE “itetatterlich 1.3. BODENDENKMÄLER Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Quartier Quartier Entree Parkstadt Quartier Pe Quartier Quartier Bildungslandschaft Entree Quartier Marktstadt Seite 18 | Quartier Bildungs- landschaft Quartier Parkstadt Blick vom Grüngürtel 2. QUARTIERE ÜBERSICHT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 2.1. Quartier Parkstadt 22 2.2. Quartier Marktstadt 24 2.3. Quartier Entree 26 2.4. Quartier Bildungslandschaft 28 2.5. Grüngürtel 30 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die in der Integrierten Planung vorgeschlagenen Zonierungen in die Bereiche Quartier Parkstadt, Quartier Marktstadt, Quartier Entree und Quartier Bildungslandschaft ermöglichen die zeitliche und räumliche Integration der zahlreichen Ideen aus der Stadtgesellschaft. Die im Ideenmarkt von den Bürgern gewünschten Punkte, die in den folgenden Unterkapiteln näher aufgeführt werden, und die prozessuale Umsetzung der Ideen sollen realisiert werden. Eine ökologisch zukunftsweisende Stadtgestaltung sowie die Integration der inklusiven Kultur werden dabei berücksichtigt. Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten geschehen. Seite 19 Die Integrierte Planung ist in vier städtebauliche Quartiere gegliedert: das Quartier Parkstadt im Westen, das Quartier Marktstadt als Herz der Stadtentwicklung um die historische Großmarkthalle, das Quartier Entree mit dem Hochpunktensemble an der Bonner Straße und das Quartier Bildungslandschaft im östlichen Bereich. Die einzelnen Quartiere können unabhängig voneinander entwickelt werden. Die Planungs- und Umsetzungsintervalle können auf die jeweilige Entwicklung und die Ressourcen abgestimmt werden. FürdiezukünftigenPlanungenimBereichGrüngürtelvomEifelwall bis zum Rhein ist ein unabhängiges landschaftsplanerisches Auswahlverfahren vorgesehen. Im vorliegenden Gesamtplan wurde informatorisch der Stand des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd des Grüngürtels eingeblendet. 2. QUARTIERE Köln Parkstadt Süd Seite 20 Integrierte Planung eite Pocketpark und Boulevard 2. QUARTIERE Köln Parkstadt Süd Seite 21 Integrierte Planung eite Promenade am Grüngürtel Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER PARKSTADT Vier Blockreihen und die unterschiedlichen Straßenräume strukturieren den Bereich. Es werden einfache Bautypologien vorgeschlagen. Sie gliedern den Stadtraum und schaffen unterschiedliche maßstäbliche Raumzusammenhänge. Es entstehen klare Raumkanten, die öffentliche und private Bereiche voneinander trennen. Zum Grüngürtel im Norden stehen die Blöcke kompakt an der Parkkante. Eine vorgelagerte Promenade unterstreicht den Übergang zum Naturraum. In die Blockstruktur sind Platzräume eingestreut. Am neu zu schaffenden Übergang zur Südstadt entsteht ein Stadtplatz. Dieser soll durch einen Nutzungsmix belebt werden. Südlich des Boulevards befindet sich ein grüner Pocketpark als Mittelpunkt des Quartiers. Eine bautypologische Mischung aus Block und Einzelhaus bildet urbane Baublöcke. Auf einem durchgängigen verbindenden Sockel stehen einzelne Häuser. Sie sind in der Höhe gestaffelt. Die städtebauliche Struktur aus zwei- bis achtgeschossigen Parzellen ermöglicht eine differenzierte Vergabe von Grundstücken und eine pragmatische Durchmischung unterschiedlichster Funktionen. Durch diesen Mix entsteht ein selbstverständliches Angebot vielfältigster Formen des Wohnungsbaus. Investoren, Baugruppen, Genossenschaften, Einzelpersonen und die öffentliche Hand können gleichermaßen als Bauherren fungieren. Die drei Straßenräume der Parkstadt sind unterschiedlich ausformuliert. Der 30 Meter breite grüne Boulevard ist als autofreier Bewegungsraum des Quartiers vorgesehen. Er wird zunächst als Mobilitätstrasse mit Busanbindung ausgebaut. Später sind die Anbindung an das Stadtbahnliniennetz sowie ein autonomer Bus-Shuttle-Service mit Anbindung an die zukünftige S-Bahnhaltestelle Bonner Wall geplant. Die 20 Meter breite Ringstraße mit lockerem Baumbestand fungiert als zweistreifige Erschließungsstraße. Daneben gibt es autofreie 12 Meter breite Wohnwege ohne Bepflanzung. Sie sollen an die mittelalterlichen Gassenräume in Köln erinnern. 2.1. QUARTIER PARKSTADT Das Quartier Parkstadt ist überwiegend für das neue Wohnen vorgesehen. Die überhöhte Erdgeschosszone der Bebauung kann attraktiv Konzepte des Wohnens, der Inklusion, und der Kultur aufnehmen. Der Stadtplatz im Westen mit optimaler Anbindung an den Grüngürtel und die Südstadt, der Pocketpark im Osten und die Mobilitätstrasse bieten Möglichkeiten der Integration der Bürgerideen in den Außenraum. Am Stadtplatz ist der Baustein 5 für kreative Nutzungen, quartiersbezogenen Nutzungen und für die Büronutzung vorgesehen. Seite 22 Köln Parkstadt Süd Seite 23 Integrierte Planung eite 2.1. QUARTIER PARKSTADT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER MARKTSTADT Die 1920 erbaute denkmalgeschützte Großmarkthalle ist das Herz des Quartiers. Hier sammeln sich die für die Identität der Parkstadt Süd wichtigen kulturellen und sozialen Funktionen: Eine vierzügige Grundschule, das Mobilitätshaus sowie Büro- und Wohnhäuser bestimmen die Freiräume. Im Süden der Großmarkthalle entsteht in Fortsetzung zur Haltestelle das zentrale Mobilitätshaus. An der denkmalgeschützten Alten Versteigerungshalle bildet sich ein lebendiger Mobilitätsplatz. Im Norden der Großmarkthalle entsteht ein Marktplatz mit Blick auf den neuen See und auf den Grüngürtel. Die Großmarkthalle eignet sich für zahlreiche Nutzungskonzepte. Kleinteilige quartiersbezogene Nutzungen, Geschäfte, Bäckereien, Bars/Cafes/Restaurants können neben größeren kulturellen Einrichtungen wie Galerien, Musik- oder Tanzschulen und einem Bürgerzentrum bestehen. Die Alltagstauglichkeit des Gebäudes ist damit garantiert und das denkmalgeschützte Gebäudeensemble wird als Zentrum des Quartiers ausgebaut. Die eingeschossigen Seitenbauten haben jeweils acht markant eingefasste Zugänge. Das Marktamt umschließt einen kleinen begrünten Innenhof. Er könnte als Jugendclub ausgebaut werden. In Teilen des Marktamtes wird ein Stadtteilbüro eingerichtet, das während des gesamten Planungs- und Bauprozesses als Informationszentrum genutzt werden kann. Zum Grüngürtel hin können sich verschiedene Gastronomiekonzepte aneinanderreihen. Sie öffnen sich zur großen Freifläche. Von den Schmalseiten im Westen und Osten kann man die Markthalle erschließen. Über kleine Platzräume wie von der Sechtemer Straße betritt man den frei überspannten Hallenraum. Hier könnten Nutzungen in frei eingestellten Kuben angeboten werden. Mögliche Nutzungen reichen von kulturellen Nutzungen bis hin zu Sportflächen und sollen sich aus der Ideensammlung der Bürger speisen. Unter anderem wäre in historischer Anlehnung an den ehemaligen Großmarkt die Nutzung in Form eines Naschmarktes nach Wiener Vorbild vorstellbar. Es könnte eine Mischung aus gastronomischen Verkaufsangeboten, kleineren Bars und Gaststätten sowie kleinerer Kulturangebote vorgesehen werden. Für eine vertiefende Planung innerhalb einer Konzeptvergabe zur Hallennutzung sollte man aus feuerwehrtechnischer Sicht von einer Veranstaltungshalle für ca. 4.000 Besucher ausgehen. Die benötigten Fahrradstellplätze könnten im Untergeschoss der Halle vorgesehen werden. Die benötigten Pkw-Stellplätze für eine Hallennutzung werden in den umliegenden Parkhäusern angeboten und sind Teil der Berechnung des Stellplatzbedarfes des Mobilitätskonzeptes. 2.2. QUARTIER MARKTSTADT IDEENMARKT ALS RESSOURCE Das Quartier Marktstadt ist geprägt durch eine vielfältige Durchmischung der Nutzungen. Im Zentrum der Marktstadt steht die Großmarkthalle, die mit den umgebenen Platzräumen attraktive Flächen für Ideen und Wünsche der Bürger aus der Ideenwerkstatt anbieten kann. Kulturelle, inklusive und sozialverträgliche Nutzungen sind in allen Bausteinen temporär und längerfristig möglich. Unterschiedliche Ideen zur Großmarkthalle wie z. B. ein Naschmarkt nach Wiener Vorbild oder einer Markt für „gutes Essen“ sowie Räume für darstellende Künste, eine Bühne und Proberäume sowie Räume zur Aus- und Weiterbildung sind wünschenswert. Seite 24 Unterschiedliche Wohnangebote wie inklusive Wohnateliers, Galerien und Kulturcafes können in die weitere Planungsschritte integriert werden. Im Marktamt der Großmarkthalle wird als ein Starterprojekt ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle für die Parkstadt Süd eingerichtet. Köln Parkstadt Süd Seite 25 Integrierte Planung eite 2.2. QUARTIER MARKTSTADT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER ENTREE Das Quartier befindet sich am Übergang der Bonner Straße zum Großmarktgelände im Kölner Süden und soll den Auftakt für das entwickelte Bebauungskonzept der Parkstadt Süd als innerstädtische Entwicklungsfläche bilden. Das Quartier wird durch die Bausteine 29-34 als einfache Gebäudekanten räumlich gefasst. Unterschiedliche Bauhöhen und Baukörper ermöglichen dabei die städtebauliche und architektonische Ausdifferenzierung des gesamten Quartiers. Die Bebauung orientiert sich an den Höhen der Blöcke im geplanten Quartier, die übergreifend eine fünf- bis sechsgeschossige Mantelbebauung mit zweigeschossigen Einschnitten und ausgewählten Hochpunkten vorsieht. Diese architektonischen Akzente artikulieren wichtige städtebauliche Blickrichtungen und Bezüge zur Umgebung. Die Überhöhung der Baukörper an der Bonner Straße ist städtebaulich präzise gewählt. Die fünfzehngeschossigen Hochpunkte bilden eine neue Formation an der Bonner Straße. Diese Dreierformation nimmt den vorhandenen grünen Parkraum in ihre Mitte. In Richtung Südstadt entsteht ein Stadteingang, der den Verlauf der Bonner Straße als wichtige Verkehrsachse aufwertet. Die achtgeschossige Bebauung an der Sechtemer Straße in Nähe der Großmarkthalle ist Fluchtpunkt der unterschiedlichen Richtungen in der Parkstadt Süd. Sie stärkt die neue städtebauliche Sichtachse von der Bonner Straße nach Köln- Raderberg und den fußläufigen Weg entlang der Sechtemer Straße. Im Norden wird das Quartier von einer Grünfläche mit schützenswertem Baumbestand begrenzt, im Westen verläuft die Bebauung an der neuen Achse von der Bonner Straße über das Großmarktgelände nach Köln-Raderberg. Im Osten wird das Grundstück von der Bonner Straße, im Süden von der bestehenden Sechtemer Straße gefasst. Das Quartier ist fußläufig und per Fahrrad über die Sechtemer Straße und die Bonner Straße sehr gut erreichbar. Über die Bonner Straße ist ein sehr guter Anschluss an das ÖPNV-Netz der Stadt Köln möglich. Die einzelnen Nutzungen der Bausteine richten sich nach dem mit der Stadt Köln abgestimmten Nutzungskonzept. Wohn-, Büro- und Einzelhandelsflächen ermöglichen eine urbane Mischung. 2.3. QUARTIER ENTREE Seite 26 Köln Parkstadt Süd Seite 27 Integrierte Planung eite 2.3. QUARTIER ENTREE Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT Eine weiterführende Gesamtschule mit Sechsfachsporthalle befindet sich im Osten des Areals. Um einen zentralen Bereich liegen die notwendigen, dreigeschossigen Schulbauten. In Verbindung mit den grünen Pausen- und Sportbereichen und der Sechsfachsporthalle entsteht ein lebendiger öffentlicher Schulcampus auf einer Grundstücksfläche von 25.000 Quadratmeter. Die gemeinsame Mensa, die Aulen und die Bibliotheken könnten für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden. Die vierzügige Grundschule orientiert sich mit der SchmalseitezurSchönhauserStraße.UmeinenPausenhofbereich gruppieren sich die zwei- bis dreigeschossigen Gebäudeteile auf einer Grundstücksfläche von 8.000 Quadratmeter. Eine städtebauliche Stärkung wird an den Randbereichen der Schule durch die Dreigeschossigkeit erreicht. Das denkmalgeschützte Bolder-Gebäude an der Koblenzer Straße und der dahinter liegende Hallenraum werden durch den neuen Baustein 35 architektonisch eingebunden. Eine Kita ist in diesem Bereich vorgesehen. Der Baustein 36 ist als Wohnblock konzipiert und könnte Raum für Studierende und Senioren bieten. Die Grundschule und die Gesamtschule gruppieren sich als Campus um einen gemeinsamen Platzraum. Die Alteburger Straße wird als Umwelttrasse ausgebaut und soll nur durch den ÖPNV befahrbar sein, eine Befahrung durch den motorisierter Individualverkehr ist nicht vorgesehen. 2.4. QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT IDEENMARKT ALS RESSOURCE Das Quartier Bildungslandschaft sieht eine Verdichtung von Bildungseinrichtungen vor. Dadurch werden kurze Wege und Synergien geschaffen. Eine Grundschule, eine weiterführenden Schule, Kitas und Wohnungen für Studierende gruppieren sich um einen Campusplatz. Die aus dem Ideenmarkt stammende Idee der Erweiterung der Inklusiven Bildungslandschaft Süd wird in weiteren Planungsschritten berücksichtigt. Köln Parkstadt Süd Seite 29 Integrierte Planung eite | 2.4. QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung GRÜNGÜRTEL Die Idee, den Parkraum entlang des Bahndamms vorzusehen, ist die einfachste Verlängerung des historischen Grüngürtels. Der Verzicht auf Bebauungsstrukturen am Bahndamm ermöglicht die gewünschte Durchgängigkeit des Freiraums bis zum Rhein. Das 2-Zonenmodell würdigt in besonderer Weise die Ablesbarkeit der stadthistorischen Strukturen der ehemaligen Befestigungsanlagen Kölns. Die Landschaftsterrassen des Entwurfes ermöglichen es, den Bahnkörper, der sich über eine Breite von fast50 Metererstreckt,angemessenindenneuen Park zu integrieren. Im Dialog mit dem Grünzug steht der kompakte Stadtraum der Parkstadt Süd. Die Großzügigkeit desParks sucht eine Kompaktheit in der Stadt. Stadt und Park reagieren an ihren Rändern aufeinander. Die Gestaltung des Parks verdichtet sich zur Stadt hin, ohne seine übergeordnete Idee des offenen und nutzungsvielfältigen durchgängigen Parkraums zuverlieren. Um das Herz der Großmarkthalle entstehen moderat extrovertierte Freiräume für die Öffentlichkeit. Querungen werden aus dem Stadtgefüge aufgenommen, vorhandene Grünpotenziale wie das ehemalige Friedhofsareal an der Sechtemer Straße integriert. Einen besonderen Aspekt bildet die Schaffung des Grünbereichs entlang des Bischofsweges und der Marktstraße. Dieser Bereich bildet einerseits einen privaten südorientierten Freiraum für die Bebauung. Andererseits übernimmt er auch Vernetzungs- und Verbindungsaufgaben für Raderberg. Der Grünbereich an der Marktstraße, Ecke Bonner Straße istein landschaftsgeschützter Bereich. Er wird von jeglicher Bebauung freigehalten. Durch die neue Verkehrsführung wird der Bezug zur südlichen Bebauung gestärkt. In die Integrierte Planung werden die Ergebnisse des Kooperativen Verfahrens informatorisch eingebunden. Die vorliegende Integrierte Planung definiert den geometrischen Übergang der Parkkante im Norden zwischen Grüngürtel und den einzelnen Quartieren. Die geometrische Baugrenze zum Bischofsweg und zur Raderberger Brache wird in Abstimmung mit dem Verkehrskonzept festgelegt. Die aus der jeweiligen Flächenbilanzierung der Quartiere benötigten Freiflächen wie z.B. die Kinderspielflächen werden im Arbeitsplan nachrichtlich im Grüngürtel verortet. Die Umsetzung der zahlreichen Bürgeranregungen wird in den Planungen ausgewählter Bereiche des Grüngürtels berücksichtigt. Die bisherigen Planungen zum Pionierpark und zum Pionierweg im Bereich des Grüngürtels werden informatorisch dargestellt. 2.5. GRÜNGÜRTEL IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die Ideen der Stadtgesellschaft für den Grüngürtel werden in den weiteren Planungsprozessen berücksichtigt. Der Sportpark Süd wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. Es entsteht ein grünes Band als gewünschter Ort der Bewegung und Begegnung. Wichtige soziale Themen wie die Entschleunigung, der Umgang mit dem Freiraum und das Klima werden im Pionierpark und auf dem Pionierpfad exemplarisch ermöglicht. Der Innere Grüngürtel und der Volksgarten werden als zusammenhängende Grünfläche der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Dabei ist die barrierefreie Grüngürtelfortführung an der Luxemburger Straße ein Seite 30 Fokusbereich. Im Zuge des Ideenmarkts wurde ein Radschnellweg im Grünzug neben der Bahnlinie erarbeitet. Auch die Idee eines Kulturgürtels in unterschiedlichen Abschnitten wird in der weiteren Planung verfolgt. Pionierpark und Pionierweg | Köln Parkstadt Süd Seite 31 Integrierte Planung eite 2.5. GRÜNGÜRTEL Köln Parkstadt Süd Seite 32 Integrierte Planung eite FEEHF EHER Rheinbalkon 2.5. GRÜNGÜRTEL Köln Parkstadt Süd Seite 33 Integrierte Planung eite Blick über den neuen Grüngürtel auf die Parkstadt Süd 2.5. GRÜNGÜRTEL Köln Parkstadt Süd Seite 34 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 3.1. Erdgeschoss 36 3.2. Obergeschosse 37 3.3. Gesamt 38 3.4. Bildungsinfrastruktur 39 3.5. Flächenbilanzierung 40 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die aus dem Ideenmarkt entstandenen Anregungen hinsichtlich der Nutzungskonzepte für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden durch die kleinteilig parzellierte Bebauungsstruktur der Bausteine möglich gemacht. Die im Ideenmarkt geäußerten Wünsche nach Baugruppen, bezahlbarem Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, inklusives Wohnen und Co-housing werden weiter verfolgt. Ein tragfähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideenmarktes möglich gemacht werden. Das Nutzungskonzept sieht Flächen für Kultur, Bildung, Sport und Tanzveranstaltungen vor. Seite 35 Die Nutzungskonzepte zeigen den gewünschten Nutzungsmix im gesamten Planungsraum und sind Grundlage der weiteren städtebaulichen Entscheidungen. In der Flächenbilanzierung werden das Maß und die Art der baulichen Nutzung jeweils auf die einzelnen Bausteine abgebildet. Aus dieser Gesamtschau ergeben sich die notwendigen Flächenbedarfe für die soziale und technische Infrastruktur wie Schulen, Kitas Fahrrad- und Pkw-Stellplätze. Die Nutzungsmischungen bilden die Grundlage für das Regelwerk und werden in den Testentwürfen vertieft untersucht. Eine Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs insbesondere im Bereich Bonner Straße/Sechtemer Straße und auch innerhalb der Großmarkthalle ist dargestellt. In diesem Bereich ist zusätzlicher Einzelhandel in Ergänzung zum Stadtteilzentrum Bayenthal/Bonner Straße vorgesehen. Für den Bereich der Parkstadt westlich der Großmarkthalle sind kleinere Ladenlokale gewünscht, wie z. B. Bäckereien und Kioske. Entlang der Wohnwege und Gassenräume innerhalb des Quartiers Parkstadt besteht keine für die Ansiedlung von Einzelhandel notwendige städtebaulich integrierte Lage. Somit sollten bei der gewünschten Belebung der Erdgeschosszone vermehrt Gastronomie und Dienstleistung eingesetzt werden. 3. NUTZUNGSKONZEPTE Köln Parkstadt Süd Seite 36 Integrierte Planung eite IE7, pa Ei Wohnen 7, Öffentliche Nutzungen BE mögliche Bebauung Erdgeschoss ng Spielfläche e Büro/Di lei /Kreati E Ladengeschäfte, Gastronomie, Schul E Kindertagesstätte üro / Dienstleistung / Kreative gewerbliche Dienstleistung chule g 3.1. NUTZUNGEN ERDGESCHOSS Köln Parkstadt Süd Seite 37 Integrierte Planung eite > _ „. zn a Fuzi 5 Wohnen U, Öffentliche Nutzungen Ladengeschäfte, Gastronomie, gewerbliche Dienstleistung 3.2. NUTZUNGEN OBERGESCHOSSE FI Büro / Dienstleistung / Kreative m Köln Parkstadt Süd Seite 38 Integrierte Planung eite G- NS ‘ N N , Y Einzelhandel / Büro / Wohnen fE Wohnen Öffentliche Grün- und Freifläche Ey Kindertagesstätte BE Büro / Dienstleistung / Kreative überwiegend Wohnen Büro / Dienstleistung / Spielfläche Einzelhandel / Kreative . . on Öffentliche Einrichtung Q Büro / Wohnen Gi Öffentliche Einrichtung 3.3. NUTZUNGEN GESAMT Köln Parkstadt Süd Seite 39 Integrierte Planung eite VE SL SOLL I soll Spielfläche 77 öffentliche Nutzung SCHULEN KINDERTAGESSTÄTTEN g Grundstücksflächen Grundstücksflächen . 1 F Grundschule 4-zügig 6652 6-gruppige Kita KITA 1 2.340 m? EJ Kindertagesstätte Schulhofflächen Grundschule 3-zügig 66$1 6-gruppige Kita KITA 2 2.830 m? Gesamtschule 65 5-gruppige Kita KITA 3 2.350 m? Schule 6- und 5-zügig linkl. 6-fach Sporthalle) 3.4. BILDUNGSINFRASTRUKTUR Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 40 Baufelder Grundfläche Geschossfläche Wohneinheiten / Einwohner Spielflächen \ a a \ F Spielflächen innerhalb der Wohnblöcke BE Grösse der : f „davon Bikol,. |- davo Gr je Wohn{Anzahl Einwohner Einwohner minaas mr] tarjede | Summe Größe r Dienst- leistung / öffentliche Enlan |Wohnein- |. u > . Fläche (F} einheit heiten ie WE je Baufeld (bis 5 weitere Größe Spielfläche SOLL Pen Wohungen) | Wohung | Spielfläche IST +5m? SOLL 30m?/ AP 90 m? /WE 2m /EW M 20.040 m? , 10.090 m? 90 112 257,9 581 m? Om? 516 m? M 16.742 m? 2 14.186 m? 90 158 2,3 362,5 808 m? Om? 725 m? M 17.246 m? , 15.949 m? 90 177 2,3 407,6 906 m? 440 m? 815 m? M 13.729 m? , 11.011 m? sol 122 2,3 281,4 632 m? 814m? 563 m? G 10.985 m? M 12.894 m? , 11.876 m? 90 132 2,3 303,5 680 m? 250 m? 607 m? M 13.386 m? , 11.179 m? 90 124 285,7 641 m? 790 m? 571 m? M 12.163 m? 3 9.784 m? so] 109 2 250,0 564 m? 314 m? 500 m? M 15.230 m? , 12.670 m? 90 141 2,3 323,8 724 m? 154m? 648 m?) M 14.224 m? , 13.230 m? so| 147 2 338,1 755 m? 726 m? 676. m? Mm 15.478 m? , 13.227 m? 90 147 2,3 338,0 755 m? 848 m?) 676 m? Mm 14.550 m? 11.530 m? 90 128 2, 294,7 661 m? 786 m? 589 m?) Mm 14.554 m? 13.466 m? 90 150 344,1 N 768 m? 726 m? 688 m?) M 4.754 m? , 15.300 m? , 7.655 m? 7.645 m? 90 85 2,3 195,6 445 m? 888 m? 391 m?) m 5103m°| | 1m 3 12.891 m] ram | °o| 143] 22] 3294] 735m sm] 650m] | M 3.765 m? , 12.000 m? , 9.294 m? 809 m? 90 103 2,3 237,5 536 m? 528 m?) 475m? M 4.170 m? 14.238 m? 12.621 m? 777m? 90 140 322,5 721 m? 693 m?) 645 m? Mm 4.668 m? 14.116 m? , 6.093 m? 8.023 m? 90 68 1557 359 m? 900 m? 311m? Mm 1.685 m? 16.945 m? , 8.520 m? 8.425 m? 90 95 217,7 n? 493 m? Om? 435 m? G Markthalle 10.781 m? , 10.561 m? , 5.281 m? 6652 10.500 m? G 1.762 m? 7.048 m? 2 7.048 m? M 3.344 m? £ 17.602 m? , 10.914 m? 3.858 m? 90 121 2 278,9 581 m? 626 m? om? 558 m?) 5 420 m? , 840 m? © 4.500 m? 21.117 m? . 4.500 m? 16.617 m? Mm 545 m? 3.815 m? ß 545m? so| 36 2,3 83,6 45 m?| 157 m?) 202 m? om! G 1.600 m? 7.286 m? 2 1.600 m? 5.686 m? G 595 m? ), 2.240 m? , 343 m? 1.897 m? G 1.064 m? , 6.384 m? , 1.064 m? 5.320 m? M 3.660 m? , 15.051 m? 2 12.390 m? 2.661 m? 90 138 2,3 318,6 45 m?| 663 m? 708 m? 448 m? 633 m? G 1.627 m? B 8.135 m? , 1.627 m? 6.508 m? M 3.032 m? ), 20.400 m? , 17.840 m? 2.560 m? 90 198 2,3 455,9 1.011 m? 94m?) 912m? M 4.190 m? , 24.317 m? , 21.329 m? 2.988 m? 90 237 2,3 545,1 1.205 m? 595 m? 1.090 m?) Eu 848. m3| , 12.720 m?| , ] 848m] 11.872m| | ] 7 | ] 7 | ] M 17.364 m? , 15.797 m? 90 176 403,7 898 m? om? 807 m? M 17.043 m? h 13.583 m? 3.460 m? 90 151 347,1 775 m? 1.095 m?) 694 m? Isssı T I I I T T I T T | Gs G Spielfläche 5.000 m? Spielfläche 3.695 m? Spielfläche 2.000 m? Spielfläche 2.500 m? Spielfläche 2.000 m? 122.578 m? 477.630 m? 300.395 m? j 3.338 7.677 17.189 m? 12.084 m| 15.186 m? 15.195 m? 3.5. FLÄCHENBILANZIERUNG Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 41. Bausteine 42 4.2. Geschossigkeit 43 4.3. Abstandsflächen 45 4.4. Feuerwehrerschließung 46 4.5. Grünflächen 48 4.6. Dachbegrünung 50 4.7. Spielflächen 51 4.8 _Platzräume 52 4.9. Integriertes Regenwassermanagement 54 4.10. Stadtklimatische Untersuchung 56 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die Ideen aus dem Ideenmarkt bezüglich der klimatischen und ökologischen Randbedingungen wie z. B. die Klimamatrix, Klimaanpassung durch Wasser-Risiko-bewusstes Bauen, Bäume mit Migrationshintergrund und das rechtzeitige Angehen von Baumpflanzungen wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Ideen zur Bewegung und Begegnung, Sport- und Spielplatzangeboten für Jugendliche und Kinder wurden in die Planung übernommen. Seite 41 Die Parkstadt Süd soll als verdichteter, städtisch geprägter Stadtteil realisiert werden. Die daraus resultierende hohe Nutzungsdichte ist nicht nur den ökonomischen Anforderungen geschuldet, sondern wesentlich auch Ergebnis der Forderung nach einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden. In der Parkstadt Süd entsteht durch ein vernetztes Angebot an Grün- und Freiflächen ein attraktiver Freiraumverbund, der auch als Ausgleich für die hohe Dichte der Quartiere zu verstehen ist. Die Parkstadt Süd hat eine hohe städtebauliche Haltbarkeit. Die modularen Bauquartiere und die vorgesehene kleinteilige Bebauung ermöglichen eine an den Marktbedürfnissen orientierte Realisierung. Die Wärmeversorgung der Parkstadt Süd kann über den vorhandenen Fernwärmeanschluss erfolgen. DasgeplanteStraßen-undWegenetzgewährleisteteineeffiziente Führung der Fernwärmeleitungen im Straßenraum. Hierdurch ist auch bei energetisch hohen Gebäudestandards mit geringem Heizwärmebedarf ein effizienter und wirtschaftlicher Anschluss der Bauquartiere mit einer großen Wärmeabnahmemenge sichergestellt. Zur Deckung des Bedarfs an Elektrizität im Gebiet ist vorgesehen, die Dachflächen für Photovoltaik- Anlagen zu nutzen. Im Weiteren soll sichergestellt werden, dass alle Gebäude ein energetisch günstiges Verhältnis von Außenflächen zu Bauvolumen aufweisen. Dies ist insbesondere über ein hinreichend großes Gebäudevolumen sowie eine flächenoptimierte Ausformulierung der Außenflächen zu erreichen. In den folgenden Piktogrammen werden die städtebaulich relevanten Themen anschaulich dargestellt und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Ergebnisse verdeutlicht. 4. STÄDTEBAU UND FREIFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Seite 42 Integrierte Planung eite -——m Be u BE = uf Al | FR < en Bi N 5 | Ahemmcht em 4.1. BAUSTEINE Köln Parkstadt Süd Seite 43 Integrierte Planung eite KR Bv-vı gv MR u u MW MD KR 4.2. GESCHOSSIGKEIT Köln Parkstadt Süd Seite 44 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung ISSN FIN 22 0 g 97 {5} Zu öffentlichen Verkehrsflächen, öffentlichen Grünflächen und öffentlichen Wasserflächen beträgt die Tiefe der Abstandfläche -0,4H, - 0,25 H in Kerngebieten, Gewerbegebieten und Industriegebieten. aus BauO NRW - Landesrecht NRW 8 6 Abstandsflächen IN III —, /u\ Eine baurechtliche Festlegung über Abstandsflächen führt zu Baulastverfahren, die den Genehmigungs- und Bauprozess unkalkulierbar beeinflussen. Bei Erwerb eines Grundstücks sollte eine zivilrechtliche Einigung über den Verzicht der Ein- haltung der Abstandsflächen in den Blockinnenbereich im städtebaulichen Vertrag festgelegt werden. Seite 45 ©) Überschreitung der Abstandsfläche A Geschosshöhe Schulen 5 m H Geschosshöhe Turnhalle 10m I[EG+ 1.06] 5 m (2. 06) iM Geschosshöhe Wohnen 3,00 m Mm Geschosshöhe Büro 3,50 m durchgehende Erdgeschosshöhe 4,50 m 4.3. ABSTANDSFLÄCHEN 0.4h Köln Parkstadt Süd Seite 46 Integrierte Planung eite FEUERWEHRERSCHLIESSUNG Die Feuerwehrerschließung erfolgt ausschließlich aus dem öffentlichen Straßenraum. Der zweite Rettungsweg ist durch die Anleiterbarkeit aus den im Straßenraum vorzusehenden Flächen möglich.DieAufstellungindeneinzelnenErschließungsbereichen Gasse, Ringstraße, Boulevard, Bischofsweg und Sechtemer Straße wird exemplarisch dargestellt. Die Baumstellung reagiert auf die im weiteren Planungsprozess notwendigen Wohnungszuschnitte und Rettungsbedingungen. Die Adressen der Häuser sind zur besseren Orientierung eindeutig dem Straßenraum zugeordnet. Die Innenhöfe müssen nicht durch die Feuerwehr befahrbar sein. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, attraktive begrünte Innenhöfe zu schaffen. Die Aufstellflächen zur Rettung aus den Sicherheitsbereichen der Hochpunkte befinden sich im zulässigen Abstand. Gasse Boulevard Ringstraße 4.4. FEUERWEHRERSCHLIESSUNG Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 47 Br — et iz R WI zu rl] > % Ta 2 ww we u | lL ) u DD = __ _ Marktstraße en ] 4 | FE | u Hochpunkte oberhalb der Hochhausgrenze Q Aufstellflächen Feuerwehr 4.4. FEUERWEHRERSCHLIESSUNG Köln Parkstadt Süd . Seite 48 Integrierte Planung eite GRÜNFLÄCHEN Die Innenhöfe werden basierend auf dem Mobilitätskonzept mit Tiefgaragen unterbaut. Auf den Tiefgaragen ist auf einer Substratschicht nach den Vorgaben der Stadt Köln eine Baumpflanzung vorgesehen. In den restlichen Innenhöfen, die nicht durch Tiefgaragen unterbaut sind, kann ein gesundes Wachstum von Bäumen garantiert werden. In den Höfen können Gemeinschaftsgärten angeboten werden. Eine durchgehende Substratschicht ermöglicht ein ertragreiches Gärtnern. Im Blockinnern befinden sich die wohnungsnahen Kleinkinderspielflächen für Kinder im Alter von O bis 3 Jahren und Teile der Kinderspielflächen für 6- bis 18-Jährige. Es wird empfohlen, für die Innenhöfe Beschattungsstudien in Bezug auf die jeweiligen Nutzungen blockweise zu erstellen. Block ohne Unterbauung Block mit Tiefgaragenunterbauung 4.5. GRÜNFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Seite 49 Integrierte Planung eite wen 8 zz] u Grüngürtel A unterbaute Innenhöfe (Tiefgarage) u andere öffentliche Grünflächen u unterbaute Innenhöfe (durchgehendes EG] Mn nicht unterbaute Innenhöfe 4.5. GRÜNFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Seite 50 Integrierte Planung eite rn BER he Bu A fe> x 1 _ Y7/ Z [ \ \ \ = 8 Bee) msn = begrünte Dachflächen Hochpunkte nicht begrünt I] Photovoltaik erlaubt ra Dachterrassen E Photovoltaik möglich 4.6. DACHBEGRÜNUNG Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Ge ER Q Sn SPF 1 SPF2 SPF3 SPF 4 SPF5 Summe Seite 51 m . . ge . 3.695 m? Fi private Kinderspielfläche für 2.1, Kleinkinder (0-3 Jahre] 2.500 m? n u öffentliche Spielfläche im Außenraum m 4.7. SPIELFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung PLATZRÄUME In die geplante Blockstruktur sind unterschiedliche Platzräume eingestreut: 1.Am westlichen Eingang zur Parkstadt Süd entsteht ein städtischer Platz, derdurch einen Nutzungsmix der umliegenden Bausteine belebt wird. 2. Innerhalb des QuartiersParkstadt befindetsich ein Pocketpark als grüner Mittelpunkt. 3.An der Großmarkthalle entsteht der Marktplatz mit Blick zum Grüngürtel und der darin eingebetteten Wasserfläche. 4.Der Platzraum um die alte Versteigerungshalle bildet den Mobilitätsplatz. 5.In der Bildungslandschaft entsteht ein Campusplatz. 1 Stadtplatz 4.8. PLATZRÄUME 2 Pocketpark IR 3 Marktplatz Seite 52 | Größenvergleich Rudolfplatz 2 ! F .. PR Ge. RER DEN ET en 5 Campusplatz Seite 53 4.8. PLATZRÄUME Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT Nach orientierenden Baugrunderkundungen steht in einer Tiefenlage von rund 2 Metern ein versickerungsfähiger Horizont an. Der Grundwasserflurabstand ist auf einem Niveau von 5 bis 10 Metern zu erwarten. Damit ist eine grundsätzliche Versickerungseignung gegeben. Die Topografie des Geländes weist ein übergeordnetes Gefälle von Süden nach Norden auf in Richtung der Grünanlage bzw. des vorgesehenen Parksees. Dies begünstigt die oberflächennahe Rinnenentwässerung und die Ausbildung oberirdischer Notwasserwege Richtung Grünanlage bzw. Parksee zur schadlosen Niederschlagswasserableitung im Starkregenfall. Die Niederschlagsentwässerung öffentlicher Flächen kann für die unbelasteten und schwach belasteten Teilflächen durch Zuleitung zu einer zentralen Versickerungsanlage erfolgen, die streifenförmig entlang der nördlichen Flanke der Bebauung angeordnet wird lim Übergang zur Grünanlage]. Die stärker belasteten Teilflächenwerdenandie vor Ort ausreichend leistungsfähige Mischwasserkanalisation angeschlossen. ImStarkregenfallkannderNiederschlagsabfluss mit der geplanten Straßen- bzw. Wegeanordnung und unter entsprechender Anlehnung an die gegebene Topografie bei angepasster angrenzender Bauwerksgestaltung schadlos über den Straßenraum in die Grünanlage geleitet werden. Die Niederschlagsentwässerung privater Flächen ist grundsätzlich vollständig auf den privaten Liegenschaften möglich. In Frage kommt z. B. eine Versickerung des Niederschlagswassers in den offenen Innenflächen der Bebauungsblöcke, die dazu in unterschiedlichem anteiligem Umfang beansprucht werden. Für unterbaute Innenflächen [Tiefgaragen) werden verschiedene technische Lösungen vorgeschlagen, z. B. Muldenrigolensysteme oder Versickerungsfenster. Um eine Überlastung der öffentlichen Notwasserwege im Straßenraum bei Starkregen zu vermeiden, muss zumindest für einen Teil der privaten Flächen (rd. 50 %) eine Rückhaltung auf der privaten Liegenschaft stattfinden. Das Verhalten des Parksees nach der seltenen Beaufschlagung mit Starkregenabfluss wird einer Lupenraumbetrachtung unterzogen. Unter Beachtung der hier formulierten Randbedingungen und Einschränkungen kann der städtebauliche Entwurf gut mit einer nachhaltigen, zukunftsorientierten und starkregenresilienten Regenwasserbewirtschaftung vereinbart werden. [aus dem Fachgutachten Björnsen Beratende Ingenieure GmbH} 2018 4.9. INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT Seite 54 Köln Parkstadt Süd Seite 55 Integrierte Planung eite Situation Starkregen, Überblick Ziele: gefahrlose Ableitung über Straße als offener Kanal und Zwischenspeicherung im Parksee, Rückhaltung auf Dächern, Rückhaltung in Innenhöfen EB Straße für oberirdischen Abfluss —— _ Einzugsgebiet Achsenbereiche ——— Achse für Ableitung Regenwasser zum &© Bohransatzpunkte Versickerungsstreifen . " EEE . ni . . Bohransatzpunkte mit Retentionsdächer Einstaufläche Seebereich —— Mischwasserkanal, geplant ® Versickerungsversuchen E Rückhaltung im Innenbereich == Mischwasserkanal, Bestand 4.9. INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 56 STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG Allgemeine klimatische Auswirkungen Derzeit stellt das Plangebiet eine Gewerbefläche beiderseits der Bonner Straße dar, die insbesondere im westlichen Bereich (Großmarkt) weitgehend versiegelt und durch hohes Lieferverkehrsaufkommen geprägt ist. Dadurch neigt das Areal heute zu hoher sommerlicher Überwärmung und weiste eine hohe Belastung durch Kfz-Immissionen auf. Für die Zukunft ist ein deutlicher Anstieg von Hitzeereignissen bei gleichzeitiger Zunahme des Seniorenanteils in der Bevölkerung zu erwarten, sodass ein hoher Anpassungsbedarf gegeben ist. Durch das Planvorhaben wird das Areal klimatisch aufgewertet: Die geplante neue Nutzung als Wohn- und Büroquartier mit überwiegend verkehrsberuhigten Zonen wird eine Reduktion der Kfz-Emissionen bewirken. Durch den überproportional hohen Anteil von Grünflächen, die neben dem Park [mit Teich) auch einen Großteil der Innenhöfe und Dächer umfassen, wird die Verdunstung gefördert und damit die sommerliche Wärmebelastung gegenüber heute reduziert. Darüber hinaus vernetzt der Park die innerstädtischen Grünflächen zwischen Innerem Grüngürtel, Vorgebirgspark und dem Rheinufer und trägt damit zur lokalen Verbesserung des Klimas bei. Die Anordnung und Formen der Gebäude sowie die Verteilung der Grünflächen des Planentwurfes sind bezogen auf die lokalen Klimaverhältnisse im Allgemeinen klimaverträglich ausgelegt, haben aber im Detail Optimierungspotenzial bezüglich Hitzeprävention/Verschattung, Durchlüftung und Windkomfort. Die Möglichkeiten der klimatischen Optimierung des neuen Quartiers werden derzeit anhand ausgewählter Teilbereiche (.Lupenräume“) untersucht. [aus dem Fachgutachten Umweltmeterologie Dr. Dirk Dütemeyer) 2018 4.10. STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG Köln Parkstadt Süd Seite 57 Integrierte Planung eite 3 ® 3 “a {2} IT ® (7) Mm 3 a} = z © S ET © her o 1 R\] unter 40.60 °C 3 40.60 bis 42.30 cc _ 42.30 bis 44.00 °C 44.00 bis 45.70 °C 45.70 bis 47.40 °C 47.40 bis 49.10 °C 49.10 bis 50.80 °C 50.80 bis 52.50 °C 52.50 bis 54.20 °C 54.20 bis 55.90 °C 55.90 bis 57.60 °C 57.60 bis 59.30 °C 59.30 bis 61.00 °C 61.00 bis 62.70 °C über 62.70 °C 650 520 sehr heiß 260 Min: 38.92 °C Max: 64.60 °C BEE SeHäude T T T I i j [ T 0 130 260 390 520 650 780 910 1040 1170 1300 1430 1560 X (m) Verteilung der thermischen Behaglichkeit um 16h eines heißen Tages mit Tropennacht 4.10. STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG Köln Parkstadt Süd Seite 58 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 5.1. Rad- und Fußgängerverkehr 61 5.2. ÖPNV 62 5.3. MIV 66 5.4. Ruhender Verkehr 67 5.5. Mobilitätshaus 69 5.6. Straßenräume 70 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Der Wunsch nach einem autofreien Innenbereich der Quartiere und dem Parken am Rand der Bebauungsstruktur ist ein wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzeptes. Das Fachgutachten zum Mobilitätskonzept unterstützt die Ideen des innovativ gestalteten Verkehrsraumes. Der ruhende Verkehr wurde möglichst reduziert und folgt der Idee, im neuen Stadtquartier den Individualverkehr zu verringern. Insgesamt soll durch das Mobilitätskonzept eine Verhaltensänderung der im Quartier wohnenden und arbeitenden Bevölkerung zu Gunsten des Umstiegs auf den Verkehrsbund erreicht werden. Auch wird die Idee des Ideenmarktes aufgegriffen, die Fahrradunterbringung attraktiv im Erdgeschoss oder leicht zugänglich im Untergeschoss unterzubringen. Seite 59 Zukunftsfähige Stadt- und Verkehrsplanung muss kinder-, familien-, seniorenfreundlich und barrierefrei ausgerichtet sein und attraktive Bewegungs- und Naherholungsbereiche in den Städten schaffen, so auch in der Parkstadt Süd. Durch ein stimmiges Konzept zur Nahmobilität lassen sich individueller Nutzen (Gesundheit, Inklusion, Mobilitätskosten) undgesellschaftlicherNutzen(Verkehrsentlastung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Reduzierung des Flächenverbrauchs) optimal verbinden. Die Infrastrukturen in der Parkstadt Süd müssen sich hier dem Wandel der Demografie anpassen. Hohe straßenräumliche Standards, z. B. hinsichtlich Gehwegbreite, Überquerbarkeit, Radverkehrsführung und Geschwindigkeitsdämpfung kommen allen Nutzergruppen, insbesondere den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern, Senioren und Kindern sowie mobilitätseingeschränkten Menschen, gleichermaßen zugute und sichern so ein generationsübergreifendes und langfristiges Verkehrssystem. 5. MOBILITÄTSKONZEPT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung MOBILITÄTSKONZEPT 5.1. Rad- und Fußgängerverkehr Der Rad- und Fußgängerverkehr verläuft in Haupt-, Neben und Ergänzungsrouten innerhalb des Plangebiets überwiegend im Mischverkehr. Das Erschließungskonzept für den Rad- und Fußgängerverkehr wird für zwei Entwicklungsstufen [ohne und mit geplanter Bahn-Unterführung]) dargestellt. Der geplante Radschnellweg verläuft als Hauptroute parallel entlang der Gleistrasse der Deutschen Bahn. Die Fahrradabstellflächen sollen blockweise in den Erdgeschosszonen oder in den Tiefgeschossen angeboten werden. Zusätzliche Sammelanlagen für Fahrräder befinden sich im Mobilitätshaus und in den im Plangebiet verteilten Mobilitätsstationen unterschiedlicher Größe. Es wird geprüft, ob sich das Untergeschoss der denkmalgeschützten Großmarkthalle für großflächige Fahrradstellplatzanlagen eignet. 5.2. ÖPNV Der zentrale Boulevard soll als Mobilitätstrasse ausgebildet werden. Dies beinhaltet eine Bündelung der gesamten öffentlichen Verkehrsmittel auf dieser Trasse, die als Rückgrat des öffentlichen Lebens innerhalb des Gebiets dienen soll. Die Mobilitätstrasse ist für den allgemeinen Kfz-Verkehr nicht freigegeben, beinhaltet jedoch Liefer- und Ladeverkehr einschließlich zukünftig denkbarer autonom fahrender Zustelldienste sowie die Möglichkeit des ausschließlich qualifizierten Parkens (Anlieferung, Behindertenparkplätze). Es wird eine neue Anbindung an das Stadtbahnnetz von Osten, abzweigend vom Höninger Weg, empfohlen. Die Lage der geplanten Endhaltestelle am zentralen Platz ist daher räumlich möglichst nah an der bestehenden Haltestelle Bonner Straße der Hochflurstrecke geplant. Als eventueller Standort für eine Haltestelle ist der Bereich im Westen am Stadtplatz vorgesehen. 5. MOBILITÄTSKONZEPT Bis zur Realisierung einer möglichen Stadtbahnanbindung stellt die Erschließung durch den konventionellen Busverkehr eine notwendige Zwischenlösung und möglicherweise eine dauerhafte Ergänzung.dar.DieinnereErschließung der Parkstadt soll durch einen autonomen Bus-Shuttle-Service übernommen werden, der die Zubringerfahrten zu den Haltestellen des ÖPNV entlang der Bonner Straße übernimmt und den neuen S-Bahn- Haltepunkt anbindet. Die heutigen Buslinienverbindungen in Nord-Süd-Richtung im Bereich der Bonner Straße bleiben bestehen. Die Buslinien, die heute über die Koblenzer Straße fahren, werden zukünftig über eine Umwelttrasse in der Alteburger Straße geführt. 5.3. MIV Die MIV-Erschließung soll weitgehend vom Bischofsweg aus über zwei Zufahrten nach innen erfolgen. Damit wird eine abnehmende Intensität des motorisierten Individualverkehrs (MIV) von den Hauptverkehrsstraßen über Sammelstraßen hin zu reinen Wohnstraßen erreicht. Oberstes Ziel der MIV- Erschließung und der Parkraumkonzentration der Tiefgaragen in Randlage ist es, den Verkehr nicht in das Gebiet hinein zu führen, sondern den Anteil an MIV-Fahrten innerhalb des Plangebiets so gering wie möglich zu halten. Der nördliche Teil des Quartiers Marktstadt soll über die Queranbindung Sechtemer Straße (südlich Baublock 33) von der BonnerStraße auserfolgen, hierüberwerden die Tiefgaragen der nördlichen Baublocks erschlossen. Für den südlichen Teil des Quartiers Marktstadt soll die Erschließung von der Markstraße von Süden abzweigend über die geplante Verlängerung der Sechtemer Straße aus erfolgen. Eine durchgängige Befahrung der Sechtemer Straße sowie eine Anbindung des MIV an den Kreisverkehr Bonner Straße sind nicht vorgesehen. Lediglich für den autonomen Bus-Shuttle-Service ist eine durchgängige Befahrung vorbehalten. Die Verbindung zwischen Markthalle Seite 60 und Bonner Straße ist dem Fußgängerverkehr vorbehalten. Für das weitere Gebiet, insbesondere der neuen Bildungslandschaft im Osten des Plangebiets, sind keine Veränderungen der Erschließungsstruktur geplant. Die Alteburger Straße soll zukünftig als Umwelttrasse nur durch den ÖPNV befahrbar sein, eine Befahrung durch den MIV ist nicht vorgesehen. 5.4. Ruhender Verkehr Die Parkgeschosse der Bereiche A und B liegen direkt am Bischofsweg und werden überwiegend von der Ringstraße, teilweiseaberauchüberWohnwege, erschlossen. Damitwirdeine abnehmende Intensität des motorisierten Individualverkehrs im Plangebiet erreicht. Zur Ermittlung der benötigten Stellplätze werden jeweils drei Szenarien betrachtet: Variante nur mit dem Bus, Variante mit der Stadtbahn und Variante mit einem autonom fahrenden Shuttle-[Zubringer)-System für unterschiedliche Ansätze desPkw-Besitzes. Die Erschließung der Parkgeschosse im Bereich C wird über die Ost-West-Verbindung Sechtemer Straße von der Bonner Straße aus erfolgen. Einfahrten in die Tiefgaragen befinden sich in den Bausteinen 30 und 33 vom Grünbereich aus. Die Erschließung der Parkgeschosse im Bereich D wird von der Koblenzer Straße (Block 35] und von der Alteburger Straße [Block 36) aus erfolgen. Die Parkgeschosse im Bereich E werden von der Koblenzer Straße (Block 37] und von der Alteburger Straße (Block 38] erschlossen. [aus dem Fachgutachten BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung) 2018 Köln Parkstadt Süd Seite 61 Integrierte Planung ® Parken Fahrrad ges Radverkehrsnetz NRW zusätzliche Optionen: Parken im Hauptroute Untergeschoss der Markthalle — == Nebenroute und im Mobilitätshaus [Block 22] 2 = Ergänzungsroute 5.1. RAD- UND FUSSGÄNGERVERKEHR Köln Parkstadt Süd Seite 62 Integrierte Planung eite ÖPNV Grundlage für die ÖPNV-Konzeptfindung war die iterative Erarbeitung der möglichen Erschließungen des ÖPNV in unterschiedlichen Varianten in Abstimmung mit der Stadt Köln und der KVB. Ein Verlauf der Mobilitätstrasse über den zentralen Boulevard, der aufgrund der geplanten öffentlichen Nutzungsstruktur stark belebt sein soll, wurde eindeutig bevorzugt. Dieser wird zunächst als Mobilitätstrasse mit Busanbindung ausgebaut. Später ist die Anbindung an das Stadtbahnliniennetz geplant sowie ein autonomer Bus-Shuttle- Service mit Anbindung an die geplante S-Bahnhaltestelle Bonner Wall. Eine Anbindung an das Hochflurnetz der Stadt über die Stadtbahnlinie 17 im Bereich der Bonner Straße erweist sich ® aufgrund der stadträumlich stark trennenden Wirkung der Gleisanlagen und der notwendigen engen Kurvenradien um die bestehende Bebauung als schwierig. Eine Anbindung als Niederflursystem an die Stadtbahnlinie 17 ist technisch nicht möglich. Ziel ist es daher, neben einer funktionsfähigen Streckenführung den Standort der Endhaltestelle räumlich möglichst nah an die bestehenden Haltestellen der Hochflurstrecke zu planen. Die damit entstehenden kurzen Wege zum Umsteigen in Kombination mit kurzen Umsteigezeiten und attraktiven Haltestandorten bewirken einen hohen Fahrgastkomfort und sichern die Wirtschaftlichkeit einer zusätzlichen Linie. Stadträumlich bieten Fahrzeuge in Niederflurtechnik im Vergleich zur Hochflurtechnik einen wesentlichen Vorteil. Bis auf die Gleise lassen sich die Niederflurstrecken fast unsichtbar in das Stadtbild integrieren. Die Bahnsteige haben zu den Gehwegen eine nur geringfügig höhere Haltekante, die sich im Straßenraum verträglich integrieren lässt. Im Gegensatz zu den Hochbahnsteigen haben sie daher keine trennende Wirkung und stellen für Fußgänger kein unüberwindbares Hindernis dar. Daher wurde die Anbindung an das Stadtbahnnetz in Niederflurtechnik über die Linie 12 entwickelt, die östlich des Plangebiets entlang des Höninger Wegs verläuft. Übersicht Varianten 5.2. ÖPNV Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 63 — Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie © S-Bahnhaltestelle — Stadtbahn (Niederflur) — — geplante Buslinie mit Haltestellen [Ü stestpannnattesteite mm geplante S-Bahnlinie BEE Umwelttrasse 5.2. ÖPNV VARIANTE STADTBAHN OBERIRDISCH Köln Parkstadt Süd Seite 64 Integrierte Planung eite r 142 ET a RN] 7 R AS Are u na NE — Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie © S-Bahnhaltestelle — = Stadtbahn unterirdisch [Niederflur) == == geplante Buslinie mit Haltestellen [Ü] stadtpannhattestelte mm geplante S-Bahnlinie BEE Umwelttrasse 5.2. ÖPNV VARIANTE STADTBAHN UNTERTUNNELT Köln Parkstadt Süd Seite 65 Integrierte Planung eite — ee \ R ET N = © S-Bahnhaltestelle — Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie ———— gepl. Buslinie (autonomes Fahren) — — geplante Buslinie mit Haltestellen U Stadtbahnhaltestelle mm geplante S-Bahnlinie Bm Umwelttrasse ® Bushaltestelle 5.2. ÖPNV VARIANTE AUTONOMES FAHREN Köln Parkstadt Süd . Seite 66 Integrierte Planung eite | N \ ar N \ n Pa mem Haupt- / Umgehungstraße [neu] mu mm Hauptverkehrszug mm mm Haupt- / Umgehungstraße [Bestand == == Wohnsammelstraße (Bestand) = Wohnweg [neu] — Sammelstraße (neu) — Quartiersstraßelneu] BEE Umwelttrasse —— = Sammelstraße (Bestand) —— , Quartiersstraße [Bestand] BE Mobilitätstrasse 5.3. MIV Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 67 4.668 m? 10.505 m2 wi private Wege mit Parken PKW unterirdisch =) Parken PRW unterirdisch Geh-, Fahr- und Leitungsrecht Bereich Schulstandorte A Tiefgarageneinfahrt Schulstandort 5.4. RUHENDER VERKEHR PKW Köln Parkstadt Süd Seite 68 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung MOBILITÄTSHAUS „Unsere veränderte Mobilität ist das Thema der Zukunft. Um eine hohe Akzeptanz und schließlich eine positive Veränderung zu bewirken, muss die Mobilität visuell in den Mittelpunkt der Städte gebracht werden. Dies ist längerfristig der beste Beitrag zur Ökologie.“ Christian Heuchel, 2018 Das Mobilitäthaus soll auf Grund seiner zentralen Bedeutung im Zentrum des neuen Quartiers eingebettet sein. Westlichder Alten Versteigerungshalle geht das Mobilitätshaus einen modernen Dialog mit der historischen Funktion der Versteigerungshalle ein. Es liegt in unmittelbarer Nähe zur Endhaltestelle der geplanten Stadtbahnanbindung sowie der Bushaltestellen, womit ein kurzer Übergang zum ÖPNV gegeben ist. Um das Entwicklungsziel der autoarmen Siedlung zu unterstützen, werden auf vier oberirdischen Geschossen Flächen für zukunftsträchtige Mobilitätsfunktionen angeboten. Es soll eine grundsätzlich flexible Nutzung der Flächen möglich sein. Das Mobilitätshaus dient der Aufnahme und Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel an einem Ort wie z. B. einem Stellplatzangebot für Car-Sharing- und Bike-Sharing- Konzepte. Dabei ist die Bereitstellung einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur nicht nur für Leihfahrzeuge, sondern auch für privat genutzte elektrobetriebene Fahrzeuge ein wichtiges Ausstattungsmerkmal. Daneben wird ein Angebot an hochwertigen Abstellplätzen bzw. -boxen für herkömmliche Fahrradmodelle sowie für Spezialfahrräder, Anhänger oderauch für Fahrzeuge wie E-Mobile für gehbehinderte Menschen oder Segwaysbereitgestellt.EineServicestationzurDurchführungvon Reparaturen, Fahrradreinigung, Vermietung von abschließbaren Schränken, Informationen zu Radrouten, Informationen über touristische Angebote und Sehenswürdigkeiten ergänzt das Seite 69 Angebot. Ebenso die Ausstattung mit Cafes und Treffpunkten mit Informationscharakter für wartende Nutzerinnen und Nutzer in Mobilitätsketten. Darüber hinaus rundet eine Paketstation das Angebot ab, wobei auch die Unterbringung von zukünftig denkbaren autonomen Mobilitätsdiensten sinnvoll sein kann. Als Finanzierungs- und Betreibermodelle für das Mobilitätshaus sind sowohl privatwirtschaftliche als auch öffentliche Strukturmodelle denkbar. Prinzipiell in Frage kommen Akteure aus den Bereichen der privaten Parkhausbetreiber, der Energieversorgungsunternehmen, der Nahverkehrsbetriebe, der DB AG, der Stadt Köln etc. pe n EEE nn F N — — ! 20 Markthalle 5.5. MOBILITÄTSHAUS Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung STRASSENRÄUME Die Straßenquerschnitte Gasse, Boulevard, Ringstraße, Sechtemer Straße und Bischofsweg sowie die städtebauliche Struktur wurden so entwickelt, dass verkehrstechnische Anforderungen wie Anzahl und Länge der Abbiegefahrstreifen und Straßenprofile gewährleistet werden können. Die Möglichkeit der Bepflanzung wurde mit den Rettungskonzepten der Feuerwehr Köln abgestimmt. Die städtischen Straßenräume sind unterschiedlich gestaltet. Die autofreien Wohnwege haben keine Begrünung. Ein steinerner Pflasterbelag erinnert an die Gassen der Kölner Altstadt. Die Gassen werden in ihrem Verlauf im Quartier vom Bischofsweg zum Grüngürtel zueinander versetzt angeordnet. Es entstehen klar gefasste steinerne Gassenräume. Hier werden Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer gemeinsam auf einer Mischfläche geführt. Die Erschließung der Ringstraße erfolgt über eine zweistreifige Erschließungsstraße mit lockerem Baumbestand [Liriodendron tulipifera und Liquidambar styraciflua, ggfls. jeweils als Säulenbäume]. Hier werden Radfahrer im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Der großzügige autofreie Boulevard wird als Mobilitätsachse ausgebaut. Eine zweireihige Bepflanzung unterstreicht den städtischen Charakter (Acer platanoides ‚Columnare‘). Hier wird der Radverkehr beidseitig auf vier Meter breiten Radwegen geführt. Der Knotenpunkt Marktstraße/Sechtemer Straße wird im weiteren Verfahren der Anpassung an die Nord-Süd-Stadtbahn optimiert, mit dem Ziel die Neuausrichtung der Sechtemer Straße zu integrieren. In der weiteren Planung sollte die Ausbildung von zwei Baumreihen entlang des Bischofsweges geprüft werden. Hier ist abzuwägen,obderhierzuerforderliche Flächenbedarfdurcheine leichte Verlegung der Straße Bischofsweg und die geringfügige Inanspruchnahme von Flächen der Radeberger Brache geschaffen werden kann, ohne die Position der Wohnbebauung im Quartier Parkstadt zu verändern. Die ökologische Bilanz einer zusätzlichen Baumreihe, die zugunsten von einem schmalen Streifen der Raderberger Brache geschaffen werden könnte, 5.6. STRASSENRÄUME wäre hier sicherlich insgesamt positiv. Die Radeberger Brache ist im Randbereich vorrangig durch Buschwerk gekennzeichnet. Dies sollte in Abstimmung mit Umweltverbänden und dem Umweltamt abgewogen werden. Seite 70 Seite 71 Integrierte Planung N Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Bischofsweg Knotenpunkt , 25 0,75 , 3,00 - 300 2,00... 3,00 |. 2,00 5.6. STRASSENRÄUME 24.25 16,50 bs 3,00 2,50 - Sechtemer Straße AT | | 328-325 4 500 25,50 20,00 Seite 72 Köln Parkstadt Süd Seite 73 Integrierte Planung eite I En} Boulevard Ringstraße Gassen 13,50 13,50 5,00 - | 400 275-1325 3,25 2,75 4,00 5.00 30,09 Zn 5.6. STRASSENRÄUME Köln Parkstadt Süd Seite 74 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 6.1. Gestalterische Vorgaben 76 6.2. Räumliche Darstellungen 82 6.3. Testentwurf Baustein 33 88 6.4. Testentwurf Baustein 5 & 9 102 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Testentwürfe eingeflossen und im größeren Maßstab überprüft worden. Innovative und inklusive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der Bürger, ein für Köln spezifisches Quartier zu gestalten, wird in den Testentwürfen angedacht und umgesetzt. Seite 75 Von Köln lernen In Köln mischen sich große und kleine Häuser. Wie selbstverständlich stehen die unterschiedlichen Bauepochen in Köln nebeneinander. Es entsteht ein charmantes Bild einer geordneten und zugleich ungeordneten Stadt. Unterschiedliche Atmosphären zwischen Großstadt und Veedel stehen nebeneinander. Es braucht dazu keine durchgehenden Bauhöhen, keine streng geregelten Höhen für den First und die Traufe, sondern ein Regelwerk, das auf neue Bauprogramme flexibel reagieren kann. Die heterogene Baustruktur soll durch das Regelwerk der Bausteine gestärkt werden. Die Bausteine definieren Außenräume, Plätze und Straßenzüge. Sie unterscheiden zwischen innen und außen, privat und öffentlich. Sie erzeugen klare Hierarchien und bieten dadurch die einfachste Orientierung im Stadtraum. Die Bausteine sollen ein unverwechselbares Modell für die Parkstadt Süd sein. 6. REGELWERK Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung GESTALTERISCHE VORGABEN Sockelgeschoss Das Sockelgeschoss orientiert sich an den Straßenräumen. Zu den autofreien Wohnwegen mit ihren breiten Gehwegen liegen die gemeinsam für das Wohnen nutzbaren Bereiche, z. B. großzügige Verbindungsgänge, Gemeinschaftsräume, Waschküchen und kleine Werkstätten. Sie garantieren die vertikale Durchmischung des Bausteins. Das Sockelgeschoss wird baulich überhöht. Es kann für die Nutzung von Cafes und Einzelhandelsflächen großzügig zu den Platzräumen hin geöffnet werden. Nutzungsmix Der Baustein kann unterschiedliche Wohnformen aufnehmen. Vom geförderten Wohnungsbau über Baugruppen und Baugenossenschaften bis hin zu freifinanziertem Wohnungsbau. Hier finden Reihenhaustypen, ökologischer Geschosswohnungsbau und Townhäuser zueinander. Das Stadtmilieu reicht von loftartigen Wohnformen über familiengerechte und behindertengerechte Grundrisse bis hin zu Mikro-Apartments. Neben dem Wohnen sind auch noch weitere Nutzungen wie Büro und Gewerbe möglich. Hier wird ein quartiersverträglicher Nutzungsmix vorgesehen. Innenhöfe Die Innenhöfe der Bausteine sind zum Großteil nicht unterbaut. Ein gesundes Wachstum von Bäumen kann garantiert werden. 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Durch die Nichtunterbauung ist die Versickerungsmöglichkeit des Oberflächenwassers optimal gewährleistet. In nicht unterbauten Höfen können Gemeinschaftsgärten angeboten werden. Im Blockinnern befinden sich die wohnungsnahen Kleinkinderspielflächen für Kinder im Alter von O bis 3 Jahren und Kinderspielflächen für 6- bis 18-Jährige. Zum Stadtraum hin sind vorwiegend introvertierte Loggien, zum grünen Innenhof hin großzügige Balkone vorgesehen. Es wird empfohlen, für die Innenhöfe in Bezug auf die jeweiligen Nutzungen blockweise Beschattungsstudien zu erstellen. Das Rettungskonzept sieht die Anfahrbarkeit und Rettung von den Straßenräumen aus vor. Die Innenhöfe müssen somit nicht durch die Feuerwehr befahrbar sein. Dachterrasse Die Dachterrassen werden begrünt und können den Bewohnern zur Nutzung angeboten werden. In einigen Bereichen sind Dachterrassen mit Sommerküche zur gemeinschaftlichen Nutzung denkbar. Seite 76 Seite 77 Integrierte Planung N Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Beispiel: Sockel in der Kölner Altstadt Köln Köln, Alter Markt Einheit Jeder Baustein hat ein verbindendes Sockelgeschoss. Über die Strukturierung der Fassaden, das verwendete Baumaterial und die Farbigkeit wird der Baustein als Einheit von mehreren Häusern gestärkt werden. Die Fassaden verschmelzen zu einem kompakten Baustein, ohne die Parzellierung zu verlieren. 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Seite 78 Vielfalt Der Baustein wird durch die kleinteilige Parzellierung verfeinert. Die Teilung des Blockes in mehrere Häuser ermöglicht stadtverträgliche Eigentumsverhältnisse mit entsprechender Verantwortlichkeit. So kann ein höheres Haus auf eine kleine Parzelle treffen. Massen und Höhen Neben der blocktypischen klaren Definition von Öffentlichkeit undPrivatheitzeichnet sich der Baublock durch unterschiedliche Massen und Bauhöhen aus. Diese reagieren auf die diversen Lagen innerhalb des Quartiers. Durch die gestaffelte Verteilung entstehen eine lebendige Silhouette und ein differenzierter Stadtraum. Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 79 2 Marktturm 3 Tor zur Südstadt FÜNF TÜRME Die Türme stehen an wichtigen städtebaulichen Orten. Wie Konfetti sind sie in der Parkstadt Süd verstreut. Die fünf Türme haben die Farbigkeit des Steins der Kölner Altstadt. Erster Anlaufpunkt an prominenter Stelle im Quartier Parkstadt ist der Turm Gruß zum Grüngürtel. Er wird vom Grüngürtel und dem Bischofsweg umspült. Zwischen ihm und dem Marktturm spannt sich das Wohnquartier auf. Der Marktturm im Quartier Marktstadt gesellt sich als Vertikale zur Markthalle. Er nimmt die Großzügigkeit der Halle auf und unterstreicht ihre wichtige Funktion als Herz der Markstadt. Das Tor zur Südstadt im Quartier Entr&e wird von drei Türmen gebildet. Ein Cluster aus Splitterformen nimmt den historischen Parkraum in ihre Mitte. 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Köln Parkstadt Süd Seite 80 Integrierte Planung eite Sockelbereich in einem Farbton und Material Häuser in unterschiedlichen Farben Material und Farben der Häuser Eigenfarben des Betons, Ziegels, Natursteins, Putzes vl 22 m Hochhausgrenze IV Y Hochpunkte in Farbe und Materialität des Sockels Höhenentwicklung in der Parkstadt Material und Farben des Sockels Stein des Kölner Doms und der Altstadt 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Köln Parkstadt Süd Seite 81 Integrierte Planung eite „Gebäudelücken” mit Blick in den grünen Innenhof Breite 5-15 m Häuser mit Zugehörigkeit der unterschiedlichen Gebäudefugen zum Höhen benachbarten Baustein ein- bis zwei- Sockel geschossige A Sockelzone u Fassaden außen Loggien u Fassaden innen Balkone nicht unterbauter grüner Innenhof Untergeschoss . mit Mieterkellern Erschließung der Baukörper von außen Zusammensetzung der Bausteine 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Köln Parkstadt Süd Seite 82 Integrierte Planung eite 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 83 Integrierte Planung eite Blick vom Grüngürtel auf die Markthalle 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 84 Integrierte Planung eite Blick von der Großmarkthalle auf den Baustein 33 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 85 Integrierte Planung eite Blick vom Norden auf den Baustein 33 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 86 Integrierte Planung eite Gassenräume im Quartier 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 87 Integrierte Planung eite Perspektive Stadtplatz 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Der Baustein 33 befindet sich an der Sechtemer Straße am Übergang der Bonner Straße. Im Norden wird das Grundstück von einer Grünfläche mit schützenswertem Baumbestand begrenzt, im Westen verläuft die Bebauung an der neuen Achse von der Bonner Straße über das Großmarktgelände nach Köln- Raderberg. Die Sechtemer Straße soll nicht als Verkehrsachse ausgebildetwerden.SieistprimäreinestädtebaulicheSichtachse. Im Osten wird das Grundstück von der Bonner Straße, im Süden von der bestehenden Sechtemer Straße gefasst. Im nördlichen Grundstücksteil befindet sich ein Bestandswohngebäude und im Süden existieren Gebäudestrukturen eines Gewerbebetriebes. Der Baustein 33 berücksichtigt die städtebaulichen Parameter des Regelwerkes der Integrierten Planung hinsichtlich Nutzungsdichte, Nutzungsart und baulicher Qualität. Diese Parameter sollen exemplarisch umgesetzt werden. Zu den Straßenräumen hin werden klare Raumkanten ausgebildet. Unterschiedliche Bauhöhen und Baukörper ermöglichen die städtebauliche und architektonische Ausdifferenzierung des gesamten Blocks. Die Adressbildung der einzelnen Häuser gelingt durch eine eindeutige Zuordnung der Hauseingänge zu den Straßenräumen. Die Bebauung orientiert sich an den Höhen der Blöcke im geplanten Quartier, die übergreifend eine fünf- bis sechsgeschossige Mantelbebauung mit zweigeschossigen Einschnitten und ausgewählten Hochpunkten vorsieht. Diese architektonischen Akzente artikulieren wichtige 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 städtebauliche Blickrichtungen und Bezüge zur Umgebung. Der fünfzehngeschossige Hochpunkt gesellt sich zu den geplanten weiteren Hochpunkten am Kreisel an der Bonner Straße. Diese Dreierformation nimmt den vorhandenen grünen Parkraum in ihre Mitte. In Richtung Südstadt entsteht ein Stadteingang, der den Verlauf der Bonner Straße als wichtige Verkehrsachse aufwertet. Die achtgeschossige Bebauung an der Sechtemer Straße in Nähe der Großmarkthalle ist Fluchtpunkt der unterschiedlichen Richtungen in der Parkstadt Süd. Sie stärkt die neue Achse von der Bonner Straße nach Köln-Raderberg und den fußläufigen Weg entlang des Shared Space Sechtemer Straße. Um einen grünen, privaten Innenhof mit Kinderspielflächen gruppieren sich auf einem Sockel mit gewerblichen Nutzungen unterschiedliche Wohngebäude. Nutzungskonzept Für den Baustein 33 dienen die im Rahmen der Integrierten Planung aufgestellten Nutzungskonzepte als Grundlage. Es wird eine Mischung aus Kleinapartements z. B. für Studierende, Familienwohnen und Loftwohnen angeboten. Die Wohntypologien, die Gebäudehöhen und die Gebäudevolumen variieren je nach Nutzungsart. Die Planung sieht Wohnungen in unterschiedlichen Größen vor. Mindestens 30 Prozent davon sollen öffentlich gefördert sein. Als ergänzende Nutzungen werden im Erdgeschoss wohnungsnahe gewerbliche Nutzungen je nach Lagegunst angeboten. Angedacht sind neben klassischen Gewerbeflächen auch gastronomische Nutzungen. In den Untergeschossen sind die baurechtlichen notwendigen Seite 88 Stellplätze und die Kellerabstellräume für das Gewerbe und Wohnen untergebracht. Erschließung Der Baustein 33 ist über die vorhandene Sechtemer Straße und die Bonner Straße fußläufig sehr gut erreichbar. Über die Bonner Straße ist ein sehr guter Anschluss an das ÖPNV-Netz der Stadt Köln gegeben. Die Sechtemer Straße als Shared Space bildet die wichtige Verbindungsachse zur Großmarkthalle und garantiert eine Verzahnung von Westen nach Osten. Der motorisierte Verkehr innerhalb des Quartiers soll weitestgehend minimiert werden. Die Tiefgaragen werden über die Ost-West-Verbindung Sechtemer Straße von der Bonner Straße aus erschlossen. Oberirdische Stellplätze im öffentlichen Straßenland können über die Bonner Straße angefahren werden. Die Feuerwehr und die Müllabfuhr können den Baustein 33 komplett umfahren. Die Feuerwehrrettung ist über die Anleiterbarkeit aller Wohnungen vom Straßenraum aus gesichert, sodass der Innenhof des Baublocks nicht befahren werden muss. Köln Parkstadt Süd Seite 89 Integrierte Planung eite 0... Dee DD. a \ IH dk Marktstraße 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 90 BE MEHRFAMILIEN STUDIERENDE / SINGLES | GEWERBE WM TEFeARAcE 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ÜBERBLENDUNG BESTAND Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 91 | 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 LAGE Seite 92 Köln Parkstadt Süd g Integrierte Planun LÄRMSCHUTZ VERKEHRSAUFKOMMEN | LAGEGUNST 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Seite 93 Köln Parkstadt Süd ng Integrierte Planui [] begehbare Grünflächen H begrünte Dächer GRÜNFLÄCHEN /W/h 7 A\\\ Ko2 Aussicht Grünfläche/Grüngürtel @ Blick zum Rhein @® Blick über Köln in den oberen Geschossen AUSSICHT 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 UNTERGESCHOSS 20 30 40 Seite 94 50m Seite 95 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ERDGESCHOSS 50m 40 30 20 10 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 96 DERININ SIE = E E: 2g N F S ei © u Er , TR > > ] & ES 55 er meer = 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 REGELGESCHOSS En Seite 97 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung m mau] S | 8a HEN CELL ec gucreen 2 p co mn ers je Bu 5 | IF oe II: ee e 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 REGELGESCHOSS Er ge ge reg = 40 50m Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 98 s . mm al Ne] N Te] ‚I mn ee N Te TI Ni] II li N U Ta IT Tai I] Il ITNTIN “ [] 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ANSICHT NORD En Köln Parkstadt Süd . Seite 99 Integrierte Planung eite Mz = ESBEEEE (H—--——-- SIENEIE EEEE urn Danjnananannanann tr zu 0 0 0 gm ee 6.3.TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ANSICHT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 2 ND hE 6.3.TESTENTWURF BAUSTEIN 33 KONZEPTSCHNITT Seite 100 AM
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    Anlage 2 Geschäftsführung Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Frau Paßmann Telefon: (0221) 221-92313 Fax : (0221) 221-92318 E-Mail: miriam.passmann@stadt-koeln.de Datum: 09.07.2018 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 09.07.2018 öffentlich 9.2.2 Parkstadt Süd, Integrierte Planung hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation 1250/2018 Die Bezirksvertretung Rodenkirchen bittet die Fachverwaltung, dass die Vorlage wie folgt ergänzt werden soll: Jede Fraktion der Bezirksvertretung Rodenkirchen entsendet ein Mitglied in das Begleitgremium. Dabei bittet Herr Bronisz auch um Berücksichtigung der Einzelmandatsträger. Des Weiteren wird ein Vertagungsantrag mit Maßgabe gestellt. Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen vertagt die Vorlage mit der Maßgabe der Durch- führung eines Fachgespräches mit der Fachverwaltung vor der kommenden Sitzung. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. 9.2.2.1 Ergänzungsantrag des Herrn Ilg - Parkstadt Süd, Integrierte Planung - Rahmenplanungsbeirat AN/1104/2018 Durch den Vertagungsantrag zur Vorlage 1250/2018 ist auch der Antrag (AN/1104/2018) vertagt.
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    park stadt süd geht weiter Dokumentation Bürgerworkshop 19. November 2018 Die integrierte Planung der Parkstadt Süd Dokumentation Bürgerworkshop 19. November 2018 Die integrierte Planung der Parkstadt Süd Inhalt Vorwort 6 Der Bürgerworkshop 7 Die Aufgabe: Gemeinsam Stadt gestalten 8 Das Verfahren: 9 Vom kooperativen Verfahren zur integrierten Planung Graphic Recording 10 Die Thementische 12 Offener Thementisch Autonomes Zentrum 20 Auswertung des Eingangsfragebogens 21 Parkstadt Süd: Weiteres Vorgehen 24 Impressionen 25 Welche Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aus dem 26 bisherigen Verfahren konnten in der aktuellen Planung bereits berücksichtigt werden? Fotonachweis 30 Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 6 Liebe Bürgerinnen und Bürger, mit der heutigen Veranstaltung wollen wir das Ergebnis der integrierten Planung zur Parkstadt-Süd präsentieren und zur Diskussion stellen. Im Jahr 2015 hat die Stadt Köln begonnen, südlich der Innenstadt ein neues Stadtquartier zu entwi- ckeln, das einmal rund 10.000 Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues Zuhau- se und 4.000 Arbeitsplätze bieten soll – Wohnraum und Arbeitsplätze, die unse- re Stadt dringend benötigt. Durch die Nähe zur Innenstadt und den im Zuge der Planung endlich geschlossenen Grüngürtel um die Innenstadt wird die neue Park- stadt Süd ein überaus attraktives Stadtquartier. Aufgrund dieser großen städte- baulichen Bedeutung haben wir ein sehr umfangreiches Beteiligungsverfahren in Gang gesetzt. Sie, die Bürgerinnen und Bürger, haben den Planern in vielen Veranstaltungen ein klares Anforderungsprofil mit auf den Weg gegeben. Mit dem Entwurf des Büros Ortner & Ortner Baukunst /Köln und des Landschaftsplanungsbüros RMP Ste- phan Lenzen/Bonn im Team mit Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH/ Aachen und Björnsen Beratende Ingenieure GmbH/Köln hat sich dann in der Zukunftswerkstatt eine hervorragende städtebaulich-freiraumplanerische Lösung durchgesetzt, die wir in den vergange- nen zwei Jahren in Form einer integrierten Planung weiterentwickelt haben. Integrierte Planung, das heißt, viele unterschiedliche Fachplanungen – zum Verkehr, zum Stadtklima, zum Regenwasser – wurden in Auftrag gegeben und ihre Ergebnisse in die Planung eingearbeitet. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im bisherigen Verfahren ist wichtiger Impulsgeber für planerische Entscheidungen gewesen. Auch die auf dieser Veranstaltung geäußerten Anregungen und Bedenken werden wir sorgfältig darauf prüfen, in wieweit sie im Rahmen der integrierten Pla- nung umsetzbar sind. Unser Ziel bleibt weiterhin, möglichst viele Ideen und Anregungen der Bürge- rinnen und Bürger umzusetzen. Dabei ist zu bedenken, dass nicht alles möglich sein wird. So stehen einigen Anregungen aktuelle politische Entscheidungen des Rates entgegen. Zum anderen befinden wir uns auf der Ebene der Rahmenplanung. Hier werden städtebauliche Strukturen festgelegt, hin- gegen noch keine Details der Nutzung. Um die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern und allen anderen Akteuren auch in der nun beginnenden Realisierungsphase der Parkstadt aufrechtzuerhalten, setzen wir zum einen auf das Internet. Die Website www.parkstadt-sued.koeln wird regelmäßig aktualisiert und bietet Informatio- nen rund um das entstehende neue Quartier. Wichtigste Maßnahme bleibt aber das im nächsten Jahr einzurichtende Stadtteilbüro als Anlaufstelle für alle. Das Büro wird seitens der Stadt nicht dauerhaft besetzt sein können, aber doch regelmäßige Sprechstunden anbieten, Veranstaltungen durchführen und Ausstellungen zeigen. Im nächsten Planungsschritt soll nun ein Quartiershandbuch entwickelt werden, das die wichtigen Merkmale der Parkstadt Süd zusammenträgt und zukünftig für alle Maßnahmen im Planungsgebiet als verbindliche Orientierung dient. So kann die Qualitätssicherung dieses großen Stadtentwicklungs- projekts gelingen. Markus Greitemann Beigeordneter der Stadt Köln für Stadtentwicklung, Planen und Bauen 7 Der Bürgerworkshop Nach der Präsentation des aktuellen Planungsstands wurden an vier The- mentischen wichtige Aspekte zum neuen Quartier ausführlich diskutiert, Meinungen, Wünsche und Bedenken geäußert. Programm Montag, 19. November 2018, 18:00 – 21:30 Uhr Grußwort Bezirksbürgermeister Mike Homann Grußwort Markus Greitemann, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen und Bauen Die Parkstadt im Gespräch: Fragen an die Planer und Gutachter Moderation: Prof. Dr. Franz Pesch pp a|s pesch partner architekten stadtplaner, Dortmund Präsentation des aktuellen Planungsstands Christian Heuchel, O & O Baukunst, Köln Axel C. Springsfeld, BSV Verkehrs- planung, Aachen Diskussion an vier Thementischen Zusammenfassung der Diskussion im Plenum Die Thementische: 1. Gut leben in lebendigen Quar- tieren: ein breites Versorgungs- angebot, moderne Bildungsein- richtungen, eine gemeinschaft- lich orientierte soziale Entwick- lung (Integration, Inklusion) 2. Unterwegs in der Parkstadt: Kur- ze und komfortable Wege – mo- bil zu Fuß, mit dem ÖPNV, mit dem Rad und mit dem Auto 3. Wohnen und Arbeiten in guter Nachbarschaft: Verträgliche Mischung, neue Wohn- und Ar- beitsformen in einem gut ge- stalteten öffentlichen Raum 4. Grüne Stadt der Zukunft: Hohe Freizeitqualität und angenehmes Stadtklima – Energie, Klima und Ökologie Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 8 Die Stadt Köln führte im Jahr 2015 ein vielbeachtetes Planungs- und Beteiligungsverfahren zur künftigen Parkstadt Süd durch. Fünf interdis- ziplinäre Planungsteams erarbeite- ten unterschiedliche Zukunftsent- würfe für die Vollendung des histo- rischen inneren Grüngürtels und die Stadterweiterung im Bereich des Großmarkts. Ziel war, sich auf ein gemeinsames Zukunftsbild für die neue Parkstadt Süd zu verständi- gen. Planungsexpertinnen und -ex- perten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der Ver- waltung unterstützten den Prozess aus fachlicher Sicht. Das gesamte Planungsverfahren war in ein inten- sives Beteiligungsprogramm einge- bettet und auf einen breiten Dialog zwischen Planungsteams, der Öf- fentlichkeit, Expertinnen und Exper- ten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ausgelegt. Die Aufgabe: Gemeinsam Stadt gestalten 9 In der integrierten Planung wurden alle für die heutige Stadtentwick- lung wichtigen Themen verbunden und aufeinander abgestimmt. Der Entwurf des Planungsteams rund um das Landschaftsarchitekturbüro RMP Stephan Lenzen und Ortner & Ortner Baukunst wurde weiterent- wickelt und konkretisiert. Es wurden Fachgutachten beauftragt – zum Mobilitätskonzept, zum Regenwas- sermanagement und zum Stadt- klima –, deren Ergebnisse in die Pla- nung eingeflossen sind. Zahlreiche Vorschläge aus dem Ideenmarkt des kooperativen Verfahrens sind in der Planung berücksichtigt worden (s. S. 26 ff). Auf Wünsche nach sozialer Gerechtigkeit und Wohnraumförde- rung, inklusiven Arbeits- und Ge- meinschaftsräumen, quartiersver- Das Verfahren: Vom kooperativen Verfahren zur integrierten Planung träglicher Organisation von Mobili- tät, Schaffung ausgewogener Nut- zungsmischung sowie vielfältigen Angeboten sozialer und kultureller Infrastruktur wurde in der integrier- ten Planung mit flexiblem Städte- bau, einem differenzierten Nut- zungskonzept und einem robusten Freiraumkonzept geantwortet. Die Ergebnisse der integrierten Planung dienen nun als Grundlage für die weiteren Realisierungsschritte und für die durchzuführenden Wettbe- werbs- und Qualifizierungsverfah- ren. Der Bürgerworkshop „Parkstadt Süd geht weiter“ hat zum Einstieg in die konkrete Phase der Bauleitpla- nung noch einmal die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung zur aktuellen Planung befragt. Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 10 Ein inhaltliches und atmosphäri- sches Protokoll der besonderen Art: Die Grafikerin Marie Jacobi begleite- te die Veranstaltung mit ihrem aus- drucksstarken „Graphic Recording“. Wichtige Aspekte der integrierten Planung und der lebhaften Diskus- sion sowie Anregungen und Wün- sche der Bürgerinnen und Bürger sind darin zeichnerisch festgehalten. 11 Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 12 Nutzungen 33 Es wird mehrfach darauf hinge- wiesen, dass mindestens 30 % geförderter Wohnungsbau ange- boten werden soll, besser wäre ein noch höherer Anteil. 33 Der Anteil der Büro- und Gewer- befläche scheint zu hoch und sollte zugunsten weiteren Wohn- raums verringert werden. 33 Neben größeren Handelsange- boten für den täglichen Bedarf, sollte vor allem eine gute Mi- schung mit individuellen, kleinen Läden und gastronomischen An- geboten das Quartier auf kurzen Wegen bereichern. 33 Ein Angebot an öffentlichen oder halböffentlichen Einrichtungen soll für jedermann und kostenfrei zugänglich sein. 33 Vor allem Kindern und Jugendli- chen soll ein umfangreiches An- gebot im Freiraum (Spielplätze) wie auch im Gebäude (Kulturein- richtungen, soziale Einrichtun- gen mit Mittagstisch, Sportange- bote) unterbreitet werden. 33 Die Markthalle sollte ein zentra- ler Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten (soziale Einrichtun- gen, Handel, Gastronomie, Kon- zerte) werden. 33 Die Mieten im Quartier, ganz gleich ob für Wohnen, Dienst- leistung oder Handel, sollten be- zahlbar sein. 33 Für das Autonome Zentrum Köln muss ein neuer Standort gefun- den werden (s. Ergebnis Offener Thementisch). Flächen und Freiräume 33 Es wird kritisch hinterfragt, in- wieweit das Autonome Zentrum dem ökologischen Gesamtkon- zept des großen Grüngürtels im Wege stehen soll. Wenn an den Plänen des Abrisses festgehalten werden soll, wird eine fundierte Begründung erwartet. 33 Die neuen Plätze sollen ein brei- tes Angebot an Sitzmöglichkei- ten (Bänke, Chillout-Lounges, Verweilen ohne Verzehrzwang) sowie Spiel und Sport bereithal- ten. 33 Es wird darum gebeten, die den Baublöcken zugehörigen Frei- flächen in ihrer Größe nochmals zu überprüfen, diese erscheinen derzeit etwas klein. Das gilt vor allem auch für die Freiflächen der Schulen. 33 Die öffentlichen Räume sollen kleinteilig, grün und dringend barrierefrei gestaltet sein. 33 Es ist darauf zu achten, dass kei- ne Angsträume entstehen. Weitere Planung und Umsetzung 33 Es wird mehrfach kritisch ange- merkt, dass die in den vorange- gangenen Bürgerveranstaltun- gen geäußerten Wünsche und Anregungen nicht erkennbar in die Planung eingeflossen sind. Es wird eindringlich darum gebe- ten, die Hinweise transparent zu machen (z. B. Internetseite der Stadt Köln) und auf diese bei der weiteren Planung stärker als bis- her einzugehen. 33 Manuskripte und Planungsvor- schläge zum Erhalt des Autono- men Zentrums und seiner Inte- gration in den Park wurden von der Initiative erarbeitet. Es wird darum gebeten, sich intensiver damit zu beschäftigen. 33 Die weit gereiften Ideen für Zwi- schennutzungen werden ver- misst. 33 Die Umsetzung sollte von einem Planungsbeirat unter Beteiligung von Bürger/innen begleitet wer- den. 33 Der Kinderschutzbund würde sich gern an der weiteren Pla- nung mit dem Wissen, welche Einrichtungen am Standort ge- braucht werden, beteiligen. 33 Bei der Umsetzung soll beachtet werden, dass die soziale Infra- struktur vor dem Bau der Wohn- häuser errichtet wird. Insbeson- dere der Bau der Gesamtschule sollte eine frühe Maßnahme sein. Thementisch 1: Gut leben in lebendigen Quartieren | Zusammenfassung der Diskussion Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst und thematisch geordnet. 13 Alle Anregungen Der Park /Öffentlicher Raum – Autonomes Zentrum steht sinnvoller Ein- bindung in ökologisches Gesamtkonzept im Wege? Stichwort Biodiversität (wie mit Rollrasen möglich) – Gibt es schon Konzepte vom AZ, wie man es in den Park einbinden kann? Bisher nicht berücksichtigt – Grünfläche kann an AZ vorbeigehen, Hof kann auch begrünt werden – Autonomes Zentrum muss nicht weg, kann in das Begrünungskonzept integriert wer- den. Wir können das AZ auch begrünen (Dächer, Hauswände) – Soziale und individuelle Orte dürfen nicht verdrängt werden – Es muss konkreten Standort für AZ geben, es muss Zusagen geben – Bereitschaft, das Gebäude mit eigener Leis- tung zu erhalten, ist gegeben (AZ) – AZ bleibt!, Integration in den Park mit Ge- staltung und Wegen – Die Lebendigkeit und gelebte Integrations-, Inklusionsarbeit und die gemeinschaft- lich orientierte soziale Interaktion und Aus- tausch im AZ für eine gesunde Sozialisie- rung des (neuen) Wohngebiets nutzen – Sportangebote im öffentlichen Raum – Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang – Plätze mit gemütlichen Sitzecken/Chillout- decks/Kiosk/Büdchen – Parkgestaltung: Gemütliche Nischen, Hügel, keine riesige Fläche, keine Angsträume – Auf Plätzen der Stadt sollten sich Menschen treffen, die ganz unterschiedlicher „Her- kunft“ sind, damit die Gesellschaft zusam- mentrifft und keine Segregation stattfindet wie „Arm und Reich“, „Nützlich und Un- nütz“, denn wir sind alle Menschen Infrastruktur – Herleitung des Infrastrukturbedarfs nicht klar dargestellt – Verkehrssystem (U-Bahn) wird überlastet sein Wohnen/Soziales – Innenhöfe zu dicht, Grün nicht möglich – Darstellung nicht ganz ehrlich, Dichte aber in Ordnung – Sozialer Wohnungsbau: 30 % in Köln soll eingehalten werden – Gefördertes Wohnen – Barrierefrei, Mehrgenerationenwohnen – Sozialer Wohnraum 30 % erscheint zu we- nig – Bezahlbarer Wohnraum – Nutzungen für alle ohne Kosten – Soziale Einrichtungen, Treffpunkte! – Zuerst Infrastruktur, dann Wohnen – In der Nähe meines Wohnraums ein sozia- les Zentrum! Z. B. ein AZ, für Sport, Kon- zerte, soziales Miteinander Nutzungen – Im neuen Quartier: Orte (nicht nur Plätze), z. B. Volksküchen für kostenloses Essen – Weniger Büroflächen, mehr Platz für alle – Dienstleistungen scheint zu hoch, ebenso Einzelhandel – Handel möglichst individuell – Bezahlbare Erdgeschosse – Mischung von Handel und Gastronomie kann getrennt werden (wie EKZ), um gutes Gewerbe anzuziehen – Mehr Mischung im Block, kleinteilig, Char- ta von Leipzig, 24 h lebendig – Nutzungen (Schule, Kitas, Einkaufen) im Nahbereich vorhanden (alles ohne Auto er- reichbar) – Markthalle interessant für öffentlich zu- gängliche Nutzungen – Zwischennutzungen könnten schon viel weiter sein. Initiativen haben viele Ideen, sind für die Entwicklung – Zwischennutzung: Was ist aus den Ideen geworden? Warum keine Umnutzung? – Möglichkeiten zu kulturellen Veranstaltun- gen für alle, unabhängig vom Einkommen Kinder/Jugendliche – Prognosen für Bevölkerungszuwachs wa- ren lange nicht realistisch – Brauch man so viel Grundschulplätze? – Freiraum für Kinder und Jugendliche – Wir brauchen Spielplätze! – Schulhöfe wirken zu klein, Schulhöfe müs- sen sicher sein – Bayenthal hat gegen Schulplatz = Bestand + 40 % mehr Kinder zahlen – Mängel vorrangig beheben – Anzahl von Einrichtungen von Kindern und Jugendlichen, Prüfauftrag – Offenes Inhaltsangebot für Kinder und Ju- gendliche – Bitte die Größe der Schulhofflächen über- prüfen (5 qm pro Schüler) – BLB raus!!! Gesamtschule sofort bauen! – Kinderschutzbund möchte sich einbringen, mit der Kenntnis des Bedarfs in die weitere Planung einbezogen werden – Präventive Angebote für Kinder, Jugendli- che + Familien sollten geschaffen werden Verfahren – Hinweise müssen veröffentlicht werden, Internetseite? – Verfahren bringt nichts Neues, ob bisheri- ge Ergebnisse dabei sind, wird nicht klar – Der Fortgang der Planung mit Darstellung, wie die Ideen der vorangegangenen Ver- anstaltungen eingearbeitet wurden, wurde nicht transparent (Rückschritt) – Das gleiche habe ich doch vor Jahren schon gemacht – bin ich denn im Kindergarten? – Planungsbeirat mit Beteiligung der Bürger schaffen – Vorhandene Initiativen werden verdrängt und übergangen – Neue Initiativen schwer zu gründen Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 14 Thementisch 2: Unterwegs in der Parkstadt | Zusammenfassung der Diskussion 33 Die Teilnehmer begrüßen ein autofreies bzw. autoarmes Wohnquartier Parkstadt und die Unterbringung des ruhenden Verkehrs in Tiefgaragen am süd- lichen Rand. 33 Thematisiert werden mögliche Probleme des Besucher- und An- lieferverkehrs, insbesondere in der Parkstadt. 33 Der prinzipielle Vorrang für den ÖPNV wird gutgeheißen, eben- so die Offenheit der Planung der Mobilitätstrasse für unterschied- liche öffentliche Verkehrsmittel. 33 Fußverkehr als Leitverkehr wird unterstützt. 33 Sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger werden gefordert. 33 Durch Ausweitung des Boule- vards nach Westen und Osten könnten die unterschiedlichen Teilgebiete besser miteinander verbunden werden. 33 Befürchtungen bestehen, dass der Busverkehr den steigenden Fahrgastzahlen nicht gewach- sen sein wird und der zusätzliche Verkehr die südlich angrenzen- den Wohngebiete beeinträchti- gen könnte. 33 Es wird angeregt, zu prüfen, in- wieweit das Verkehrskonzept Sonderverkehre bei Großveran- staltungen etwa in der künftigen Markthalle berücksichtigt. 33 Besonders im Quartier Bildungs- landschaft sollten genügend oberirdische Parkmöglichkeiten vorgesehen werden. 33 Einhellige Meinung ist, dass der Intermodalität – dem Zurück- legen von Wegeketten mit ver- schiedenen Verkehrsmitteln – die Zukunft gehört und der Ver- kehr der Zukunft künftig kom- plexer organisiert sein wird. 33 Die ÖPNV-Anbindung des neuen Gebiets wird von vielen Teilneh- mern für ausreichend gehalten, die Notwendigkeit eines neuen S-Bahn-Haltepunktes bezweifelt. 33 Die Belastbarkeit des südlichen Knotenpunkts Bonner Straße wird bezweifelt. 33 Die Stadt verweist auf laufende Verkehrsuntersuchungen, die diesbezüglich keine Probleme er- kennen ließen. 33 Verschiedene weitere Halte- punktmöglichkeiten werden dis- kutiert: da die öffentlichen Ver- kehrsmittel, ihre Trassenfüh- rungen und die entsprechenden Haltstellen noch nicht endgültig geklärt sind zum jetzigen Zeit- punkt, wird hier auf den Fort- gang der Planungen verwiesen. 33 Der Radschnellweg wird be- grüßt, seine Führung (vermutlich in Hochlage) diskutiert; Detail- fragen zur Lage der Rampen etc. können derzeit noch nicht beant- wortet werden. Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst. 15 Alle Anregungen – Zeitrahmen Umsetzung Radschnellweg auf bestehenden Bahntrassen – Zentraler Boulevard: Boulevard nach Wes- ten und Osten verlängern und durch das gesamte Quartier führen – Ausbau des Bus-Systems als Ergänzung/ Entlastung bis zur Realisierung der S-Bahn – S-Bahn-Haltepunkt am Südstadion – Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge – Besucherverkehr und Besucherstellplätze ausreichend berücksichtigen – Fortschreibung des Verkehrskonzepts für den Fall, dass z. B. in der Markthalle Groß- veranstaltungen stattfinden – Fußgängerquerungen Nord-Süd-Achse ausreichend? – Kostenloser Nahverkehr – Berücksichtigung Bestandsverkehr auf süd- licher Verkehrsachse – Berücksichtigung ÖPNV auf südlicher Ver- kehrs achse – Bei Verkehrserschließung die angrenzen- den Quartiere berücksichtigen (Bischofs- weg, Kreuznacher Straße) – Radschnellweg findet allgemein Zustim- mung – KVB-Buslinie mit Haltestelle Höhe Markt- straße 55 sofort oder ab 2020 – Mit dem Rad durch Köln: Dafür bietet das AZ eine öffentliche, ehrenamtliche Fahr- radwerkstatt. Ein Beitrag, der die Fahrrad- nutzung in Köln fördern würde. – Bestehende Quartiere in neue Mobilität- strasse mit einbeziehen – Leise Straßenbahnen, enge Kurven führen zu Quietschgeräuschen – Verdrängung in Bestands-Quartiere ver- meiden – Verkehrskonzept rechtzeitig planen und rechtzeitig umsetzen – Fahrradwege ausbauen, regelmäßigere Taktung von Bus und Bahn, kostenloser Nahverkehr Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 16 Thementisch 3: Wohnen und Arbeiten in guter Nachbarschaft | Zusammenfassung der Diskussion Nutzungen 33 Der Anteil der Büro- und Gewer- befläche scheint zu hoch und sollte zugunsten weiteren Wohn- raums verringert werden. 33 Neben der sozialen Mischung ist eine Mischung der Wohnformen wichtig: geförderte Wohnungen, Baugruppen, genossenschaft- liches Bauen usw. Wichtig sind Ansprechpartner, an die sich z. B. interessierte Baugruppen und Projekte wenden können. 33 Für das Autonome Zentrum Köln muss ein neuer Standort gefun- den werden (s. Ergebnis Offener Thementisch). Flächen und Freiräume 33 Es fehlt ein Angebot an Sport- flächen. Zu prüfen wäre auch eine Integration in den zu ver- vollständigenden Grüngürtel. 33 Die Gestaltung von Straßen und Plätzen sollte auch klimatische Erfordernisse berücksichtigen („grün statt steinern“). 33 Es sollten Flächen für Urban Gar- dening angeboten werden. Dichte 33 Die vorgeschlagene Dichte und Geschossigkeit sollte überprüft und gegebenenfalls reduziert werden. Gestaltung und Architektur 33 Es sollte Wert auf harmonische Übergänge zwischen Bestand und Neubebauung gelegt wer- den. 33 Geprüft werden sollte ein noch weitergehender Erhalt bestehen- der Gebäude. 33 Neben Dächern sollten auch Fas- saden intensiv begrünt werden. Umsetzung 33 Zur besseren Steuerung sollte die Stadt Köln Grundstücks- eigentümerin bleiben. 33 Die Umsetzung sollte von einem Planungsbeirat begleitet wer- den. 33 Das Konzept sollte Raum für In- itiativen lassen. Beispielsweise sollten Erdgeschosszonen nicht allein kommerziellen Nutzungen zur Verfügung stehen. Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst und thematisch geordnet. 17 Grün – Urban Gardening – Wohn- und Arbeitsplatznah – Guerilla-Gardening an Wegesrändern ein- laden – Gemeinschaftsgärten auch außerhalb der Blockinnenbereiche – Sportflächen fehlen, öffentliche Sport- plätze – Möglichst viele Bäume und Sträucher in die Freifläche – Dach- und Fassadenbegrünung – Mehr Bäume in Freiflächen – Gründe und frei zugängliche Dächer, am besten mit Fruchtbäumen, damit der Park mit auf die Dächer erweitert ist – „Essbare Stadt“, Moos zur Luftreinhaltung – Keine Partikularinteressen im Grüngürtel Wohnen – Begrünte Fassaden – Auch Wohnen/Wohnformen für ältere Menschen berücksichtigen – Generationsübergreifendes Wohnen – Preisgünstiger Wohnraum, Mischung er- reichen – Wohnraum für Geringverdiener – Baugruppen etablieren – Soziale Durchmischung anstreben – Angebot für genossenschaftliches Woh- nen/Baugruppen, Ansprechpartner! – Auch große Wohnungen für Familien – Wohnungen auch für Familien – Anteil öffentlich geförderter Wohnraum, ca. 30 % – + sozial gedämpftes Angebot Nutzungen – Wie entsteht Nutzungsmischung? – Wie kann sie gesichert werden? – Kultur Vielfalt der Angebote und bürgerin- tegrierende Aktivitäten im AZ für die Stadt Köln nutzen, stärken und ausweiten! – Konzert- und Veranstaltungsort evtl. unter Markthalle – AZ im Bestand erhalten („stehenlassen“), in Grüngürtel integrieren – AZ in neue Struktur integrieren? – Arbeitsflächen gibt es in Köln genug – Mehr bezahlbarer Wohnraum ist dringli- cher als Arbeitsraum – Besteht Bedarf an Büroflächen? – Prüfung + evtl. Reduzierung des Anteils der gewerblichen Nutzung! Baustruktur/Infrastruktur – zu enge Straßen, lieber Boulevards – Dichte überprüfen – Fabrik Bolder neben 5-Geschosser sinnvoll? – Wunsch nach mehr Beruhigung in der Ge- schossigkeit – Weniger Enge in den Straßenfluchten – Private Vorflächen vor den Gebäuden z. B. auch für Fahrräder – Städtebauliche Begründung der Hochhäu- ser des Entrées – WB-Ergebnis ist nur „Entwurfsbeschaf- fung“ – Städtebauliche Grammatik der Hochhäu- ser wird verlassen (Ringradiale) – Es fehlt Raum für gemeinschaftliches Zu- sammenleben unterschiedlicher Schichten und „Kulturen“ – Was hier geplant wird, ist Verdrängung nicht gern gesehener Lebensformen und die Verhinderung von Vielfalt – Raum für selbstorganisiertes Leben anbie- ten (bezahlbare Möglichkeiten) Verfahren – Initiativen sollen aktiv! in Planung mit ein- bezogen werden (z. B. Recht auf Stadt) – Städtische Grundstücke nicht verkaufen, besonders für langfristige Perspektive – Konzept-Vergabeverfahren: „Wer erhielt den Zuschlag?“ – Stadt möge Bestandshalter bleiben und nicht veräußern – Frage von Entwicklungsgesellschaft – Wer organisiert den Prozess? Wer steuert die Mischung? – Planungsbeirat mit Beteiligung der Bür- gerschaft schaffen Alle Anregungen Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 18 Thementisch 4: Grüne Stadt der Zukunft | Zusammenfassung der Diskussion 33 „Grüne Stadt der Zukunft“ be- deutet für die TeilnehmerInnen dieses Thementisches insbeson- dere eine partizipative Nutzung der öffentlichen und privaten Freiflächen im Quartier. 33 Angeregt werden gemeinschaft- lich genutztes Grün in Form von Gemeinschaftsgärten oder Ur- ban Gardening auf geeigneten Flächen im unmittelbaren Wohn- umfeld. 33 Schon bestehende Initiativen wie das Autonome Zentrum und das Neuland-Gartenprojekt sollen in Planung und Umsetzung solcher Angebote eingebunden werden. 33 Die neuen Gebäude sollen durch Dachbegrünung, Verwendung nachhaltiger Materialien und ein zukunftsweisendes Energiekon- zept ökologischen und klimati- schen Anforderungen gerecht werden. 33 Der „Grüngürtel“ wird als wich- tiger Baustein der Parkstadt Süd gesehen und sollte zuerst reali- siert werden. 33 Vorhandene ökologische Quali- täten wie die Radeberger Brache sind zwingend zu erhalten. 33 Insgesamt ist die Chance zu nut- zen, die Parkstadt Süd als ökolo- gische Modellstadt in einem um- fassenden Sinn zu entwickeln. Nachfolgend werden die Beiträge der Diskussion des Thementischs zusammengefasst. 19 Alle Anregungen Parkstadt Süd als ökologische Modellstadt – Möglichkeit der ökologischen Innovation nutzen und Vorreiter sein – Parkstadt Süd als ein Modell für eine grüne Stadt „von oben“ – Parkstadt Süd als Vorbild für ökologische Baumaterialien – Die Parkstadt Süd soll Musterquartier für die Essbare Stadt Köln werden - s. Ratsbe- schluss Vorhandene Qualitäten sichern – Radeburger Brache muss erhalten bleiben, keine Öffnung für öffentliche Nutzung – Erhalt wichtiger Bestandsbäume – wo mög- lich Anforderungen an die Freiflächengestaltung – Verwendung klimaresistenter Pflanzen – Viele Bäume auf öffentlichen Flächen für CO2-Resorption & ein angenehmeres Klima in der Stadt Nutzung von Freiflächen – Randbereiche der Bebauung partizipato- risch nutzen – Wunsch: Urban Gardening!! – Öffentlich nutzbare Gemeinschaftsgärten – Gemeinschaftsgärten nutzen, um Bürger- Innen gemischten Alters / Herkunft zusam- menzubringen – Guerilla Gardening in Parks, wohn- und ar- beitsplatznah (an Alleen, Wegesrändern & Privat-Innenhöfen, Büro-Innenhöfen) – Unkommerzielle Gemeinschaftsgärten, Ein- ladung zur Selbstorganisation in Kommu- nen & Veedeln/Quartieren Grüngürtel – Bitte den Parkraum sofort in Angriff neh- men. Dieser Teil soll nicht durch die Straßen und Gebäude verzögert werden (P. Funk) – Mit dem Grüngürtel soll die Planung und Umsetzung beginnen – Wettbewerbsgewinner Grünzug: Ergebnis- se dürfen nicht verwässert werden – Keine Sportflächen der Schulen in den Grün- gürtel Autonomes Zentrum einbinden – AZ, Neuland-Gartenprojekt & Ateliers in Pla- nung integrieren – AZ am aktuellen Standort lassen, Innenhof öffnen und mit Rasen begrünen. AZ als inte- grierter Bestandteil des Grüngürtels, als so- zialer Treffpunkt, kreativer Freiraum, nied- rigschwellige Anlaufstelle für Jung und Alt, soziales Zentrum – quartiersvernetzt und quartiersübergreifend. – Widerspruch AZ — Klimaziele Parkstadt? – parkstadtsued@riseup.net, riomosserde@ riseup.net – Steht Autonomes Zentrum Klimazielen ent- gegen? – AZ bepflanzen und in Grüngürtel integrie- ren; Bepflanzung am Klimawandel orien- tieren – Partizipative Kartierung von Parkstadt Süd, Überall Dachbegrünung // Vertikale Garten- räume; Klimawandelanpassung – Biodiver- sität; Mikroklima der versiegelten Zone mit- zunutzen – im Bezug vom Erhalt von AZ – Ökologische Ideenschmiede im Viertel – Innovationsgenerator AZ! Initiativen einbinden und fördern – Einen zugänglichen Platz für den Neuland- Garten schaffen (nicht verschattet) – Kooperation mit dem Kölner Ernährungsrat, urbane Landwirtschaft/Essbare Stadt; Moo- se zur Reinigung der Luft – Ausgestaltung der Grünflächen – wie kann man sich einbringen? – Bürgerbeteiligung – Stadtteilbüro – Essbare Stadt – Wo können sich Bürger einbringen, um ak- tiv zu begrünen? Anlaufstelle? – grün3 – Stadtteilbüro Parkstadt Süd Gebäude – 100% Dachbegrünung (wo möglich) – 100% Gründächer sind machbar – s. Akti- onsplan Essbare Stadt Köln – Nachhaltige Baumaterialien verwenden – ausgewogene Fassaden auch Fassadenbe- grünung – Priorität? Natürliche Ressourcen und Bau- materialien von Anfang an mit einzu- planen?!! Ist das nicht ein Widerspruch? Energie – Auch Photovoltaik auf Dächern – Energieautarke Quartiere? Derzeit noch nicht angedacht, – strategische Konzepte Bildung – In die Bildungslandschaft gehören Lern- gärten! – Grüne Kindergärten und Schulen Realisierungszeitraum, Zwischennutzungen – Zeithorizont? Nicht in Jahrzehnten rechnen – Grüne Pioniernutzung (Zwischennutzung erlauben) – Zwischennutzungen? Soll es nicht geben (Stadt), aber ökologisch sinnvoll Sonstiges – Essbarer Baum und Sträucherbestand und ein Gemeinschaftsgrill zum sozialen Mit- einander – Äußerer Anschein: „Hoher Versiegelungs- grad“? – Blockinnenbereiche grün – Grün- dächer – möglichst viel unversiegelte Fläche – verschattete Blockinnenbereiche für ur- ban gardening ungeeignet – Wer verdient wieviel Geld mit dem Bau der Parkstadt Süd?! – Für alle zugängliche WC’s – gerade für älte- re … und kleine Mitmenschen – Dichte Bebauung erhöht Druck auf die Grünflächen – Spielbereiche aus der Bebauung hinein in den Grüngürtel – nicht so positiv Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 20 Offener Thementisch Autonomes Zentrum Auf Vorschlag des Beigeordneten Markus Greitemann diskutierten zahl- reiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerworkshops an einem spontan eingerichteten weiteren Thementisch die Zukunft des Autonomen Zentrums, dessen Pachtvertrag Ende des Jahres ausläuft. Die integrier- te Planung sieht für den bisherigen Standort des Zentrums innerhalb des Grüngürtels künftig keine Bebauung vor. Im Mittelpunkt der kon- zentriert geführten Diskus- sion stand aber nicht nur die Standortfrage, sondern auch der Beitrag, den das Autonome Zentrum für die lokale Wirtschaft und die soziale-kulturelle Vielfalt der Stadt leistet. Die Stadt und Vertreter des Auto- nomen Zentrums tausch- ten ihre Positionen und Vorschlä- ge aus. Verbindlich vereinbart wur- de zunächst eine Verlängerung des Pachtvertrags, bis ein geeigneter Al- ternativstandort gefunden ist. Beide Seiten wollen zeitnah gemeinsam einen geeigneten Standort suchen – auf der Basis eines noch zu erstellen- den Katalogs, der die spezifischen Anforderungen beider Seiten glei- chermaßen berücksichtigt. 21 Auswertung des Eingangsfragebogens 1 Welcher Aspekt der neuen Parkstadt Süd ist für Sie persönlich von besonderer Bedeutung? Anmerkungen – Erhalt des AZ bzw. selbstverwalteter kultureller Angebote/Initiativen (30x) – Einbindung bestehender sozialer Einrichtungen (Kinderschutzbund Köln) 2 Welche Prioritäten sehen Sie bei der weiteren Entwicklung, was sollte zuerst in Angriff genommen werden? … eine breite Wohnungsvielfalt … wohnungsnahe Arbeitsplätze … ein Park für Freizeit und Erholung … ein attraktives Mobilitätskonzept 37,1 % 42 % 14,3 % 6,6 % … Wohnungsbau … Parkanlage … neue Wegeverbindungen … Bildungseinrichtungen … Ich bin zum ersten Mal dabei … bis zu 3 Veranstaltungen … mehr als 3 Veranstaltungen … an allen Veranstaltungen 28,8 % 44,3 % 27 % 25,7 % 26,2 % 12,4 % 18 % 17,5 % Anmerkungen – Erhalt Autonomes Zentrum (16x) – Einbeziehung bestehender Initiativen (4x) – unkommerzielle Freiräume (2x) – frei gestaltbare Freiraume – unkommerzielle Kulturräume – Kunst und Kultur 3 An wie vielen Veranstaltungen haben Sie bisher teilgenommen? Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 22 4 Welche innovativen Wohnformen interessieren Sie besonders? 34 % 7,7 % 50 % 17 % 25,9 % 18,5 % 17 % 8,9 % 32,3 % 54,5 % 31,5 % … Mehrgenerationenwohnen … Barrierefreies Wohnen … die Kombination von Wohnen und Arbeiten … andere innovative Wohnformen … sehr gut … gut … weniger gut … nicht zufriedenstellend … ja … mit Einschränkungen … nein Anmerkungen zu anderen innovativen Wohnformen: – geförderter Wohnraum – gemeinschaftliche Wohnformen (2x) – Baugruppen (2x) – preisgünstiger/bezahlbarer Wohnraum (7x) – (junge) Genossenschaften (2x) – Wohngruppen – ökologisches Bauen – Wagenplätze (10x) – selbstbestimmt /selbstverwaltet (6x) – Miethaussyndikat – Baumhäuser – mietfreies Wohnen – freie Wohnhäuser – Co-Housing 5 Wie beurteilen Sie den Beteiligungsprozess insgesamt? 6 Sehen Sie in der neuen Parkstadt Süd eine Bereicherung für die Stadt Köln? 23 Anmerkungen zum Beteiligungsprozess – Finden Sie bitte ein angemessenes Betei- ligungsformat im weiteren Verfahren. Die bisherige Qualität sollte nicht verlorenge- hen. – Als Mitglied der langfristig beteiligten Bür- gerinitiative „büsie“ hätte ich mir heu- te gewünscht zu hören wie es weitergeht mit der „Bürgerbeteiligung“; kommt noch was… wann und in welcher Form!? – Welche Beteiligung (=Entscheidungsbe- teiligung) für BürgerInnen ist vorgesehen? Info-Veranstaltungen sind Voraussetzung, nicht hinreichend! Planungsbeirat p mit Sitz + Stimme für Bürger. Wie wär‘s mit Räumlichkeiten für Kooperative Beteili- gung der Bürger? – Unsere Bürgerinitiative Büsie begleitet den Prozess seit mehreren Jahren. Wir haben viele Stunden gerechnet, gestritten, in ih- ren Arbeitsgruppen gesessen. Mir scheint, der Prozess der Bürgerbeteiligung ist zahn- los geworden. Ich bin ratlos, Vorschläge verpuffen, werden freundlich abgenickt, Moderatoren und Baudezernenten ver- schwinden. Wir haben wieder 3 Stunden unseres Lebens sinnlos vergeudet. – Bitte das Wort Beteiligung aus der Veran- staltungsreihe streichen! Oder transparent machen, wo/wie mit den Ergebnissen der „Beteiligung“ umgegangen wird. Nur die Dokumentation reicht mir nicht. – Schöne Veranstaltungen, die leider vor al- lem „bessergestellte“ Bürger erreichen, die damit ihrer Ansprüche einbringen. Ganz normale Durchschnittsbürger werden we- niger erreicht. – Wer entscheidet hier als „Mehrheit“? In- vestoren, Reiche, Lobbyisten? Wo sollen die Leute hin, die ein anderes Leben möch- ten? – Der Planungsprozess sollte nachstellbar aufgebaut werden, immer wieder anpass- bar, entstehende Bedarfe berücksichtigen Anmerkungen zur Planung – Die Verbindung Parkstadt Süd Rechtsrhei- nischer Bereich Poll/Porz ist sehr schlecht, mit ÖPNV über 30 min, im Grunde nur per Fuß/Fahrrad erreichbar. Ist ein Ausbau der Bahnverbindung über die Südbrücke mög- lich? – Stellplatzschlüssel real bitte – 0,5 ist nur Wunschdenken; Haushöhen angemessen an die Umgebung, 11 Stock ist zu hoch; Einkaufen sollte fußläufig möglich sein; Li- nie 13 an/durch die Parkstadt Süd bis Kno- ten Marktstr./Bonner Str. Erst Infrastruktur, dann Häuser; Weniger Lärm der Südbrücke mit Gummipuffern (10x leiser). Fußläufige Rheinuferanbindung. – Die Markthalle zu einem pulsierenden Zen- trum entwickeln, nicht nur kommerziell wie Markthalle Rotterdam, sondern Markt- halle 9 Berlin, Mischung aus Food- Gastro – Kleingewerbe – bezahlbar regional (s. „Marktschwärmer“ etc.). – Wann wird der Schandfleck Bonner/Kob- lenzer/Alteburger Str. verändert? – Niedrige Wohnbebauung (max. 5 Stock) im Bereich Quartier Parkstadt und Quartier Marktstadt; Erhalt der Brache; nur zweispu- riger Bischofsweg; ruhiges Wohnumfeld. Anmerkungen zur übergeordneten Planung – Statt einem Grüngürtel zum Rhein eine rechtwinklige Erweiterung vom Dom über den Neumart und Zülpicher Platz und Ru- dolfplatz. – Das „AZ“ erhalten bzw. integrieren. – Die Parkstadt Süd verdrängt Orte für un- kommerzielle Kultur und Politik wie das Autonome Zentrum Köln und die Ateliers. – AZ ernsthaft versuchen zu integrieren, die Energie positiv aufnehmen p Angebote für die Jugend fehlen – Wohnprojekten Chancen geben; Jungen Genossenschaften passende Verfahren + Zeitschiene bieten (nicht wie beim letzten Mal in Sürth). – Vieles was sich die BürgerInnen wünschen gibt es im AZ schon seit Jahren! – Selbstverwaltete Sozial- und Kulturräume sollen Räume bekommen, die ihren Be- dürfnissen entsprechen. In der Regel ist das unkommerziell (AZ Köln p Gemein- schaftsgarten Neuland p Bauwagenplätze Künstlerateliers). – Fruchtbäume, Baumhäuser und drei auto- nome Zentren. – Grünraum darf nicht weiter für andere Zwecke (Sport/Spielplätze/…) beplant wer- den. Die Stadt sollte ihre Bauflächen nicht zu Großinvestoren verkaufen, sondern Bo- denvorrats-Politik betreiben – zum Vorteil der künftigen Bewohner. – Von Ihnen wohnt die Mehrheit doch in Bayen thal und/oder Deckstein. Wie die Zahlen zeigen, war den Teilnehmern das Wohnraumange- bot – hier vor allem Mehrgenerationenwohnen und andere innova- tive Wohnformen – sowie die entstehende Parkfläche für Freizeit und Erholung besonders wichtig. Auch bei der Priorisierung der Entwicklungsschritte stehen dement- sprechend der Wohnungsbau und die Parkanlage, gleichauf aber auch die Bildungseinrichtungen im Vordergrund. Anlass für die Teilnahme an der Veranstaltung war jedoch bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die Klärung des Verbleibs bestehender In- itiativen (z. B. AZ). Es fällt auf, dass mehr als 44 Prozent erstmals an einer Veranstaltung im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Parkstadt Süd teilgenommen haben. Insofern muss die verhaltene Beurteilung des Gesamtbeteiligungsprozesses relativiert werden. Rund zwei Drittel der Befragten halten die Parkstadt Süd für eine Be- reicherung für die Stadt Köln (ja, bzw. ja, mit Einschränkungen). Das große Engagement der Teilnehmer für ihre Interessen zeigt sich auch in den ergänzenden handschriftlichen Anmerkungen auf den Fragebögen, die wir nachfolgend im Wortlaut dokumentieren möchten: Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 24 Die Bürgerwerkstatt Parkstadt Süd führte eine große Anzahl interes- sierter Bürgerinnen und Bürger zu- sammen, deren Motive sich jedoch deutlich unterschieden. Teilneh- mende waren an Informationen über den Stand der integrierten Pla- nung interessiert. Andere Teilneh- mende – Mitglieder und Unterstüt- zende des Autonomen Zentrums – waren vornehmlich gekommen, um eine Bestandsgarantie für ihre Einrichtung am Standort zu fordern. Mit dem Angebot der Verwaltung, die Zukunft des Autonomen Zent- rums in einer eigenen Gesprächs- runde zu besprechen, konnten bei- de Erwartungen erfüllt werden. In einer offenen Diskussion ist es ge- lungen, die unterschiedlichen Sicht- weisen auf Planung und Planverfah- ren deutlich zur Sprache zu bringen. Resümierend können aus dem Bür- gerworkshop folgende Erkenntnisse für das weitere Verfahren abgeleitet werden: Der bisherige Beteiligungsprozess hat bei vielen Bürgerinnen und Bür- gern Erwartungen zur direkten Um- setzung der eigenen Ideen geweckt. Im bisherigen Planungsmaßstab können diese jedoch noch nicht konkret abgebildet werden. Zur kontinuierlichen Information und weiteren Beteiligung werden bereits bestehende Informationswege, wie Newsletter, Homepage, Presseinfor- mationen und Veranstaltungen aus- gebaut. Besondere Themen werden auch zukünftig in eigenen Veranstal- tungen behandelt. Hierzu ist beab- sichtigt, ein Kommunikationskon- zept zu erstellen. Die Nutzung des Stadtteilbüros soll hierbei integriert werden. Im Weiteren sind die Beteiligungen im Rahmen der einzelnen Bauleit- planungen grundsätzliche Verfah- rensschritte. Zu besonderen Frage- stellungen werden zusätzliche Ver- anstaltungen nach Bedarf ausge- richtet. Die Realisierung neuer Stadtquartie- re folgt heute dem Grundsatz nach- haltiger Stadtentwicklung. Dazu ge- hören u. a. multimodale Mobilität, umweltbewusstes Verhalten, und CO2-bindende Baustoffe. Es ist ein Lernprozess und soll daher im Rah- men der künftigen Bürgerbeteili- gung aktiv angestoßen werden. Die umweltverträgliche Vernetzung der Parkstadt Süd mit den angren- zenden Quartieren wird in der wei- teren Planung fortgeschrieben und in der Umsetzung berücksichtigt. Es soll ein zukunftsfähiges Stadt- quartier mit neuen Mobilitätsfor- men, wie sie im Mobilitätskonzept erarbeitet wurden, entstehen. Mehrheitlich wurde für die Parkstadt Süd ein sozial und energetisch nach- haltiges Zukunftsquartier mit be- zahlbarem Wohnraum für alle gefor- dert. Die vielschichtigen Bedarfe sol- len in der Umsetzungsphase durch Konzeptvergaben für unterschied- liche Finanzierungsmodelle und Wohnformen ermittelt werden. Die geforderten Qualitäten sind be- reits in großen Teilen in der integ- rierten Planung enthalten. Ein Quar- tiershandbuch soll diese Qualitäten vertiefen und über die mehrere Jah- re andauernde Realisierungsphase sicherstellen. Parkstadt Süd: Weiteres Vorgehen 25 Impressionen Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 26 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Quartier Parkstadt Das Quartier Parkstadt ist überwiegend für das neue Wohnen vorgesehen. Die überhöhte Erdgeschosszone der Bebauung kann attrak- tiv Konzepte des Wohnens, der Inklusion, und der Kultur aufnehmen. Der Stadtplatz im Wes- ten mit optimaler Anbindung an den Grüngür- tel und die Südstadt, der Pocketpark im Osten und die Mobilitäts trasse bieten Möglichkeiten der Integration der Bürgerideen in den Außen- raum. Am Stadtplatz ist der Baustein 5 für kre- ative Nutzungen, quartiersbezogene Nutzun- gen und für die Büronutzung vorgesehen. Nutzungskonzepte Die aus dem Ideenmarkt entstandenen Anre- gungen hinsichtlich der Nutzungskonzepte für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden durch die kleinteilig parzellierte Bebauungsstruktur der Bausteine möglich gemacht. Die im Ideen- markt geäußerten Wünsche nach Baugrup- pen, bezahlbarem Wohnen, Mehrgeneratio- nenwohnen, inklusivem Wohnen und Co-hou- sing werden weiter verfolgt. Ein tragfähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideen- marktes möglich gemacht werden. Das Nut- zungskonzept sieht Flächen für Kultur, Bil- dung, Sport und Tanzveranstaltungen vor. Testentwürfe Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Testent würfe eingeflossen und im größeren Maßstab überprüft worden. Innovative und in- klusive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der Bürger, ein für Köln spezifi- sches Quartier zu gestalten, wird in den Test- entwürfen angedacht und umgesetzt. – Modelle für preiswertes Wohnen – Bauen aus dem Baukasten - smart price houses – Preiswert Bauen wie in Nantes – Bezahlbarer Wohnraum – Fair Rent: Der gerechte Mietmarkt – Gemeinschaftlich Bauen (und Wohnen) in der Parkstadt Süd – Gemeinschaftlich (Bauen und) Wohnen in der Parkstadt Süd – Köln Co-housing – Wohnen mit Alt und Jung – Wohnen – Das Haus für Alle (52 Inklusionskümmerer) – Ein neues Kinderschutzzentrum – Beginenhof Köln Parkstadt Süd – Überhöhte Erdgeschosszonen, flexib- le baulichen Typologien und spezifische Nutzungs zonierungen machen die Um- setzung der Ideen in der weiteren Planung möglich. – Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten er- folgen, durch das Instrument der Konzept- vergabe soll deren Umsetzung sicherge- stellt werden. Ideenmarkt als Ressource Ein wesentlicher Bestandteil des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadtgesellschaft am Planungsprozess und der intensive Austausch mit den Planungsteams, den Experten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und in- klusiven Wohnformen, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruktur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätspla- nung unter Berücksichtigung von Freiraum und Klima gefordert. Die Umsetzung der Ideen aus dem Ideenmarkt innerhalb des weiteren Planungsprozesses ist ein wichtiger Baustein einer qualitätsvollen Quar- tiersentwicklung. Im Rahmen der Teilhabe wurden auch Starterprojekte und Zwischen- nutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert und gefordert. Das breite Spektrum an Ideen und Projektvorschlägen (Entwicklung öffentlicher Räume und Grünflächen, essbare Stadt, barrierefreie um- weltverträgliche Mobilität, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, kinder- und familiengerechte Quartiere, Klima und Resilienz, Inklusion sowie quartiersverbundene Ökonomien) zeigt: Zwischennutzungen und tem- poräre Projekte in der Parkstadt Süd können viele gesellschaftliche The- Welche Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aus dem bisherigen Verfahren konnten in der aktuellen Planung bereits berücksichtigt werden? men und Lebensbereiche betreffen. Die Ideen der Initiativen und die Projektvorschläge aus dem Ideenmarkt haben die Gesamtkonzeption der Planungsteams beeinflusst. Auf Wünsche nach alternativen Wohn- formen, Gemeinschaftsräumen, Arbeitsräumen sowie sozialen Inter- aktionsflächen wurde vorausschauend mit flexiblen baulichen Typo- logien (in den Erdgeschosszonen), spezifischen Nutzungszonierungen und adaptiven Parkstrukturen reagiert. Aber auch in den ersten Ent- wicklungsphasen sind Flächen, Gebäude sowie insbesondere die Park- ränder für temporäre und flexible Nutzungen als eine Chance für die mögliche Verortung vieler zwischennutzungsrelevanter Ideen aus dem Ideenmarkt identifiziert worden. Die in der Integrierten Planung vorgeschlagenen Zonierungen in die Bereiche Quartier Parkstadt, Quartier Marktstadt, Quartier Entrée und Quartier Bildungslandschaft ermöglichen die zeitliche und räumliche Integration der zahlreichen Ideen aus der Stadtgesellschaft. Die im Ideenmarkt von den Bürgern gewünschten Punkte, die in den folgen- den Unterkapiteln näher aufgeführt werden, und die prozessuale Um- setzung der Ideen sollen realisiert werden. Eine ökologisch zukunfts- weisende Stadtgestaltung sowie die Integration der inklusiven Kultur werden dabei berücksichtigt. Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten geschehen. 27 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Quartier Marktstadt Das Quartier Marktstadt ist geprägt durch eine vielfältige Durchmischung der Nutzungen. Im Zentrum der Marktstadt steht die Großmarkt- halle, die mit den umgebenen Platzräumen attraktive Flächen für Ideen und Wünsche der Bürger aus der Ideenwerkstatt anbieten kann. Kulturelle, inklusive und sozialverträgliche Nutzungen sind in allen Bausteinen temporär und längerfristig möglich. Unterschiedliche Ideen zur Großmarkthalle wie z. B. ein Nasch- markt nach Wiener Vorbild oder ein Markt für „gutes Essen“ sowie Räume für darstellende Künste, eine Bühne und Proberäume sowie Räume zur Aus- und Weiterbildung sind wün- schenswert. Unterschiedliche Wohnangebo- te wie inklusive Wohnateliers, Galerien und Kulturcafés können in die weiteren Planungs- schritte integriert werden. Im Marktamt der Großmarkthalle wird als ein Starterprojekt ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle für die Parkstadt Süd eingerichtet. Nutzungskonzepte Die aus dem Ideenmarkt entstandenen An- regungen hinsichtlich der Nutzungskonzep- te für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden durch die kleinteilig parzellierte Bebauungs- struktur der Bausteine möglich gemacht. Die im Ideenmarkt geäußerten Wünsche nach Baugruppen, bezahlbarem Wohnen, Mehrge- nerationenwohnen, inklusivem Wohnen und Co-housing werden weiter verfolgt. Ein trag- fähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideenmarktes möglich gemacht werden. Das Nutzungskonzept sieht Flächen für Kultur, Bil- dung, Sport und Tanzveranstaltungen vor. Testentwürfe Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Test- entwürfe eingeflossen und im größeren Maß- stab überprüft worden. Innovative und inklu- sive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der Bürger, ein für Köln spezifisches Quartier zu gestalten, wird in den Testentwür- fen angedacht und umgesetzt. – Markthalle – marktzehn – Alte Markthalle – Das Haus für Alle (52 Inklusionskümmerer) – X-Süd // Alle Zusammen – X-Süd // Zukunftshaus – X-Süd// Theaterhaus – X-Süd// Materialhaus – Garden Up – Die zukünftige Nutzung der Markthalle wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie über- prüft und mit Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt. – Überhöhte Erdgeschosszonen, flexible bau- lichen Typologien und spezifische Nut- zungszonierungen machen die Umsetzung der Ideen in der weiteren Planung möglich. – Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten er- folgen, durch das Instrument der Konzept- vergabe soll deren Umsetzung sicherge- stellt werden. – Die städtebauliche Grundstruktur ermög- licht multifunktionale Nutzungen und neue Synergien. Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 28 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Quartier Bildungslandschaft Das Quartier Bildungslandschaft sieht eine Verdichtung von Bildungseinrichtungen vor. Dadurch werden kurze Wege und Synergien geschaffen. Eine Grundschule, eine weiterfüh- renden Schule, Kitas und Wohnungen für Stu- dierende gruppieren sich um einen Campus- platz. Die aus dem Ideenmarkt stammende Idee der Erweiterung der Inklusiven Bildungs- landschaft Süd wird in weiteren Planungs- schritten berücksichtigt. – Stadtteil- und Schulschwimmbad – Laptop-Präsentation (Freibad) – Inklusive Bildungslandschaft Süd – Klärung im Rahmen der Planung des Bildungscampus Grüngürtel Die Ideen der Stadtgesellschaft für den Grün- gürtel werden in den weiteren Planungspro- zessen berücksichtigt. Der Sportpark Süd wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. Es entsteht ein grünes Band als gewünschter Ort der Bewegung und Begegnung. Wichtige sozi- ale Themen wie die Entschleunigung, der Um- gang mit dem Freiraum und das Klima wer- den im Pionierpark und auf dem Pionierpfad exemplarisch ermöglicht. Der Innere Grün- gürtel und der Volksgarten werden als zusam- menhängende Grünfläche der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Dabei ist die barrierefreie Grüngürtelfortführung an der Lu- xemburger Straße ein Fokusbereich. Im Zuge des Ideenmarkts wurde ein Radschnellweg im Grünzug neben der Bahnlinie erarbeitet. Auch die Idee eines Kulturgürtels in unterschied- lichen Abschnitten wird in der weiteren Pla- nung verfolgt. – Südbrücke barrierefrei – Grünzug mit Radschnellweg – Radschnellweg Eisenbahnring – Sportpark Süd – Eine Leitidee zur Entwick- lung des SC Fortuna Köln – Sportlandschaft Süd – Durchwegung der Sportanlage – Bäume mit Migrationshintergrund – Park für die Sinne – „historischer“ Kultur-Pavillon – Essbare Parkstadt Süd – Aussichtsberg – tango 8 – Grünes Band am Bahndamm – Volksgarten + Innerer Grüngürtel gehören zusammen – Parkstadt Süd Plus – Das 11 Punkte-Plus-Programm: Eifelwall – „Kulturgürtel“ Kunst und Kultur - Alt und Neu verbindet – Veedel-Treff am Eifelwall – Urban Gardening/Neuland – Parque Royale/French Park – Bewegung & Begegnung – Slow Motion – Sitzen-Liegen-Denken – Tierisch grün – das Konrad-Adenauer-Tier- heim – Verbindung Parkstadt Süd - Volksgarten - Gleisdreieck – Der Ideenvorschlag wird im Rahmen des Verfahrens weiter verfolgt und entspricht den Zielen für Bildung und Inklusion der Stadt Köln – Die Umsetzungsmöglichkeit wird derzeit geprüft. – Der Sportpark Süd wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. – Die Ideenvorschläge werden im Rahmen der Planung des Inneren Grüngürtels geprüft. – Das Tierheim hat Bestandsschutz und wird in die Freiraumplanung integriert. – Der aktuelle Planungsstand sieht einen Bahndurchstich zum Volksgarten vor und vernetzt so die beiden Stadträume entlang des Bahndamms. 29 Integrierte Planung/Ideenmarkt als Ressource Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ideenmarkt Erläuterung/Begründung/Weiteres Vorgehen Städtebau und Freiflächen Die Ideen aus dem Ideenmarkt bezüglich der klimatischen und ökologischen Randbedin- gungen wie z. B. die Klimamatrix, Klimaanpas- sung durch Wasser-Risiko-bewusstes Bauen, Bäume mit Migrationshintergrund und das rechtzeitige Angehen von Baumpflanzungen wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Ideen zur Bewegung und Begegnung, Sport- und Spiel- platzangeboten für Jugendliche und Kinder wurden in die Planung übernommen. – Bäume mit Migrationshintergrund – Klimafit – Grünes Band am Bahndamm – Parkstadt Süd Plus – Das 11 Punkte-Plus-Programm: Eifelwall – Die Ideenvorschläge wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Konkretisierung einzelner Ideen erfolgt in der weiteren Planung. Mobilitätskonzept Der Wunsch nach einem autofreien Innenbe- reich der Quartiere und dem Parken am Rand der Bebauungsstruktur ist ein wichtiger Be- standteil des Mobilitätskonzepts. Das Fach- gutachten zum Mobilitätskonzept unterstützt die Ideen des innovativ gestalteten Verkehrs- raums. Der ruhende Verkehr wurde möglichst reduziert und folgt der Idee, im neuen Stadt- quartier den Individualverkehr zu verringern. Insgesamt soll durch das Mobilitätskonzept eine Verhaltensänderung der im Quartier wohnenden und arbeitenden Bevölkerung zu Gunsten des Umstiegs auf den Verkehrsbund erreicht werden. Auch wird die Idee des Ideen- marktes aufgegriffen, die Fahrradunterbrin- gung attraktiv im Erdgeschoss oder leicht zu- gänglich im Untergeschoss unterzubringen. – Parken am Rand ermöglicht autofreien In- nenbereich – Tiefgaragen für Fahrräder statt Autos – Das 11 Punkte-Plus-Programm: Eifelwall – Die Ideenvorschläge wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Konkretisierung einzelner Ideen erfolgt in der weiteren Planung. Sonstiges – Gestalteter Verkehrsraum – Frischezentrum/Großmarkt und Wohnen in der Parkstadt Süd PAR[MA] – Landmark am Höninger Weg – Es geht! Standortalternativen für das Neue Stadtarchiv – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen – Womit kann man beginnen? – Prozessuales Begleitgremium – Ideenvorschlag steht im Widerspruch zu den Beschlüssen der politischen Gremien. – Im weiteren Projektverlauf wird die Betei- ligung aller Bürgerinnen und Bürger fort- gesetzt. – Die Realisierung der Parkstadt Süd wird suk- zessive in Abhängigkeit zur Flächenverfüg- barkeit erfolgen. – Der weitere Planungsprozess soll von einem Gremium auf Basis der Lenkungsgruppe Masterplan Innenstadt begleitet werden. Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 30 Fotonachweis Titel: Ausschnitte aus der Zeichnung von Marie Jacobi, Essen Seite 6: Urich Kaifer, Köln Seiten 8 und 9: Ortner & Ortner Baukunst, Köln Seiten 10 und 11: Marie Jacobi, Essen Seiten 12, 14,16 und 18: Ausschnitte aus der Zeichnung von Marie Jacobi, Essen Seiten 13, 15, 17 und 19 links: Pesch & Partner, Dortmund Seiten 13, 15, 17 und 19 rechts: Ulrich Kaifer, Köln Seiten 20 und 25: Ulrich Kaifer, Köln 31 Dokumentation | Bürgerworkshop Die integrierte Planung der Parkstadt Süd 32 www.parkstadt-sued.koeln Die Oberbürgermeisterin Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen Stadtplanungsamt Prozessbegleitung pp a|s pesch partner architekten stadtplaner 12.2018
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    Geschäftsführung Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Frau Paßmann Telefon: (0221) 221-92313 Fax : (0221) 221-92318 E-Mail: miriam.passmann@stadt-koeln.de Datum: 28.01.2019 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 28.01.2019 öffentlich 9.2.2 Parkstadt Süd, Integrierte Planung hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation 1250/2018 Es liegt ein gemeinsamer Änderungsantrag zu Ziffer 4 aller Fraktionen der Bezirksvertretung Rodenkirchen vor. Herr Homann lässt über diese Änderung abstimmen. Beschluss: Die Verwaltungsvorlage wird zu Ziffer 4 wie folgt geändert: 4a) Die Verwaltung wird beauftragt, ein für dieses Vorhaben geeignetes Beteiligungsmodell – unter Berücksichtigung von Erfahrungen z.B. aus dem praktizierten Vorgehen zu Porz-Mitte oder aus dem Planungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld - einzurichten und eine kontinuierliche Begleitung bei der Umsetzung zu sichern. 4b) Dieses B egleitgremium sollte zusammengesetzt sein aus Teilnehm e- rinnen/Teilnehmern der betroffenen Dezernate, Vertretern / Vertreteri n- nen der in der Bezirksvertretung Rodenkirchen vertretenen Fraktionen und Einzelmandatsträgern sowie bis zu 11 Vertreterinnen / Ver tretern der Stadtgesellschaft / Bürgerschaft und bei Bedarf weitere r Expertin- nen und Experten in Abhängigkeit von den Qualifizierungsvorhaben und soll die Schnittstelle zum städtebaulichen Masterplan Köln bilden. Die Vertreterinnen/ Vertreter der Stadtgese llschaft werden dann von den Fraktionen der BV 2 benannt. Die Geschäftsführung obliegt dem Bezirksbürgermeister der Bezirk s- vertretung Rodenkirchen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. (nicht anwesend: Herr Wolters, Frau Sandow) So dann lässt Herr Homann über die so geänderte Vorlage abstimmen: Beschluss: 1. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt den in Anlage 1 beigefügten inte- grierten Plan Parkstadt Süd, einschließlich der dazugehörigen Erläuterungen und Testentwürfe als städtebauliches Konzept gemäß §1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB als Grundlage für die weitere Bauleitplanung. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die zur Umsetzung des integrierten Plans not- wendigen Bauleitplanverfahren in die Wege zu leiten bzw. fortzuführen (Ände- rung des Regionalplans und des Flächennutzungsplans sowie Aufstellung von Bebauungsplänen). 3. Die Qualität der Planungen für Hochbau und die öffentlichen Räume soll durch geeignete Qualifizierungsverfahren gesichert werden. 4a) Die Verwaltung wird beauftragt, ein für dieses Vorhaben geeignetes Betei- ligungsmodell – unter Berücksichtigung von Erfahrungen z.B. aus dem praktizierten Vorgehen zu Porz-Mitte oder aus dem Planungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld - einzurichten und eine kontinuierli- che Begleitung bei der Umsetzung zu sichern. 4b) Dieses Begleitgremium sollte zusammengesetzt sein aus Teilnehmeri n- nen/Teilnehmern der betroffenen Dezernate, Vertretern / Vertreterinnen der in der Bezirksvertretung Rodenkirchen vertretenen Fraktionen und Einzelmandatsträgern sowie bis zu 11 Vertreterinnen / Vertretern der Stadtgesellschaft / Bü rgerschaft und bei Bedarf weiterer Expertinnen und Experten in Abhängigkeit von den Qualifizierungsvorhaben und soll die Schnittstelle zum städtebaulichen Masterplan Köln bilden. Die Vertret e- rinnen/ Vertreter der Stadtgesellschaft werden dann von den Fraktionen der BV 2 benannt. Die Geschäftsführung obliegt dem Bezirksbürgermeister der Bezirksve r- tretung Rodenkirchen. 5. Die Verwaltung wird beauftragt, den integrierten Plan der Öffentlichkeit vorzu- stellen und Anregungen und Ergänzungen einzuholen. 6. Ergänzung nach durchgeführter öffentlicher Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt nach der durchgeführten öffentli- chen Präsentation der aktuellen Planung am 19.11.2018 die Erarbeitung eines Quartiershandbuchs zur Qualitätssicherung der Planungsinhalte zu beauftra- gen, Finanzmittel im Haushalt bereitzustellen und das Ergebnis den Gremien des Rates zum Beschluss vorzulegen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. (nicht anwesend: Herr Wolters, Frau Sandow) 9.2.2.1 Ergänzungsantrag des Herrn Ilg - Ergänzung Rahmenplanungsbeirat AN/1104/2018 Der AN 1104/2018 ist durch den Ersetzungsantrag des Herrn Ilg AN 0074/2019 hin- fällig. 9.2.2.2 Ergänzungs antrag der Fraktion Die Grünen - TOP 9.2.1 (Parkstadt Süd, Integrierte Planung) AN/1337/2018 Der Antrag AN/1337/2018 ist hinfällig. Es liegt ein Ersetzungsantrag AN 0140/2019 vor. 9.2.2.3 Ersetzungsantrag zu TOP 9.2.2.1 des Herrn Ilg AN/0074/2019 Herr Ilg zieht seinen Antrag zurück. 9.2.2.4 Ersetzungsantrag zu Top 9.2.2.2 der Fraktion Die Grünen AN/0140/2019 Der Antrag der Fraktion Die Grünen ist Bestandteil des Änderungsantrages aller Fraktionen und ist daher hinfällig.

Beratungsverlauf

  1. 28.06.2018

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 4.1.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ohne Votum in nachfolgende Gremien
  2. 11.09.2018

    Verkehrsausschuss

    TOP 4.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  3. 18.09.2018

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 5.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
  4. 28.01.2019

    Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)

    TOP 9.2.2, Anhörung (BV). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
  5. 29.01.2019

    Verkehrsausschuss

    TOP 4.6, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  6. 31.01.2019

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 5.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  7. 07.02.2019 zuletzt

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 4.2.1, Entscheidung. Ergebnis: geändert beschlossen

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