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2018/0149

Pflegestützpunkt Darmstadt - Jahresbericht 2017

Magistratsvorlage 09.05.2018

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2018/0149

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126 Zeichen

Punkt 19: Pflegestützpunkt Darmstadt - Jahresbericht 2017 
 (V-Nr. 2018/0149) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 5

163 Zeichen

Punkt 28: Pflegestützpunkt Darmstadt - Jahresbericht 2017 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2018/0149) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

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3318 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang 
Magistratsgeschäftsstelle
: 
22.05.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für Soziales 
und Prävention   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
V 50 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0149 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
199 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 315110 
Kostenstelle:  050-003-1012 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3152-10 Sachkonto: 7999999 
 
Betreff: Pflegestützpunkt Darmstadt - Jahresbericht 2017  
 
Vorlage vom: 09.05.2018  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der vorliegende Bericht wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
Anlage: Jahresbericht Pflegestützpunkt 2017  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 30.05.2018 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.05.2018:  
 
Der Pflegestützpunkt Darmstadt wurde am 19. November 2010 eröffnet  und wird von den  
Kranken- und Pflegekassen, aktuell vertreten durch die Linde BKK , und die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  gemeinsam getragen . 
 
Die Aufgabenerfüllung im Pflegestützpunkt erfolgt gemeinschaftlich, kooperativ und 
arbeitsteilig. Beide Träger bringen jeweils ihre originären Aufgabenschwerpunkte Car e- und 
Case- Management ein und verantworten diese selbstständig.  
 
Im Pflegestützpunkt werden Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen, Pflegenden, Menschen 
mit Behinderung sowie von Pflegebedürftigkeit bedrohten Bürgerinnen und Bürgern der 
Wissenschaftsstadt  Darmstadt umfassende Informationen und Hilfen run d um das Thema 
Pflege angeboten, z.B.:  
  
 die qualifizierte, wohnortnahe, umfassende sowie unabhängige und 
wettbewerbsneutrale Information, Auskunft und Beratung nach den gesetzlichen 
Grundlagen 
 die Förderung bzw. zentrale Koordination der für die wohnortnahe Versorgung und 
Betreuung in Betracht kommenden pflegerischen und sozialen Hilfs - und 
Unterstützungsangebote  
 Auf- und Ausbau eines leistungsfähigen Netzwerkes zur Koordination und Kooperation 
aller beteiligten Stellen und Fachkräfte  
 Stärkung der interkulturellen Kompetenz  
 Veranlassung oder Durchführung von Besuchen in der Häuslichkeit der Pflege -
bedürftigen bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohten Personen  
 
Die Beratungskontakte sind in den letzten fünf Ja hren kontinuierlich gestiegen und betragen 
im Jahr 2017 nunmehr 2.491 Beratungen.  
 
Die Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit in interdisziplinären Arbeitskreisen ist 
der zweite große Aufg abenbereich. Hier ist u. a. die Kooperation mit der seit dem Jahr 2000 
bestehenden Fachkonferenz Altenhilfe zu nennen. Es erfolgt ein reger und stetiger Austausch 
mit den Institutionen und Dienstleistenden  im Bereich der Pflege und darüber hinaus.  
 
Der Pflegestützpunkt Darmstadt hat sich als wichtiger Baustein  im lokalen Altenhilfe - und 
Gesundheitssystem etabliert.  
 
Darmstadt, 09.05.2018 
ks 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

Anlage

anlage 4

144 Zeichen

Punkt 5: Pflegestützpunkt Darmstadt - Jahresbericht 2017 
 (V-Nr. 2018/0149) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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17041 Zeichen

Jahresbericht Pflegestützpunkt Darmstadt,  
Berichtszeitraum 01. Januar - 31. Dezember 2017

2                                                                                                                             
 
 
 
Liebe Leserinnen und Leser des Jahresberichtes 2017, 
 
 
 
mit der Errichtung des Pflegestützpunktes in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde eine 
Beratungseinrichtung geschaffen, die nach nunmehr siebenjähriger Beratungsarbeit im loka- 
len Altenhilfe- und Gesundheitssystem etabliert ist, das zeigt auch die Jahresstatistik 2017. 
Gemeinsame Träger des Pflegestützpunktes Darmstadt sind die Kranken- und Pflegekas- 
sen, vertreten durch die einrichtungsbeauftragte Kasse BKK Linde und die Wissenschafts- 
stadt Darmstadt 
Mit dem vorliegenden Jahresbericht stellen wir Ihnen die Zahlen und Entwicklungen des 
Pflegestützpunktes Darmstadt im vergangenen Jahr 2017 vor. 
 
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die die Arbeit des Pflegestützpunktes begleiten und 
unterstützen. 
 
Christina Bach, Dipl. Pflegewirtin 
Petra Wendling, Dipl. Sozialarbeiterin 
 
 
Darmstadt, im April 2018

3                                                                                                                             
 
 
 
 
Inhalt Seite  
1 2017 in Zahlen .................................. ................................................... ................. 4 
1.1   Beratungskontakte und Themen ................................................................... ...... 4 
1.2   Art der Kontakte ............................................................................... .................... 5 
1.3   Zugang zum Pflegestützpunkt .................................................................... ......... 6 
1.4   Jahresvergleich ................................................................................ .................... 7 
1.5   Altersgruppen .................................................................................. ..................... 7 
2   Fortbildungen ................................. ................................................... ................... 8 
3   Care Management ............................... ................................................... ............ 10 
4      Öffentlichkeitsarbeit ......................................................................... .................. 10 
5   Ausblick ...................................... ................................................... ..................... 11

4                                                                                                                             
 
 
 
1      2017 in Zahlen 
 
Die Dokumentation der Daten geschieht seit August 2011 mit der Dokumentationssoftware 
„Syncase“, die in allen hessischen Pflegestützpunkten eingesetzt wird.  
Die Erhebung und Auswertung der Daten für den Berichtszeitraum erfolgte 2017 im Rahmen 
der vorgegebenen Statistik des Dokumentationssystems. 
 
1.1   Beratungskontakte und Themen 
Im Zeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2017 fanden insgesamt 2491 Beratungskontakte statt. 
 Die Beratungsthemen wurden zu den Leistungen Information und Auskunft, Beratung und 
komplexe Beratung/Case Management erhoben und geben Hinweis auf die inhaltlichen 
Schwerpunkte in der Arbeit. In vielen Beratungsgesprächen wurden mehrere Themenberei- 
che angesprochen (z.B. SGB XI, SGB XII, Demenz) 1,  
 deshalb können sich Mehrfacherhebungen in einem Beratungskontakt ergeben. 
 
 
 
 
Syncase, Jahresstatistik   2017 
 
                                                           
1  SGBXI, Sozialgesetzbuch XI, Sozialleistungen der Pflegekassen 
   SGB XII, Sozialgesetzbuch XII, Sozialleistungen des Sozialhilfeträgers 
   SGB V, Sozialgesetzbuch V, Leistungsrecht der Krankenkassen  
1112 
949 
467 438 
243 
164 198 
Beratungsthemen 2017

5                                                                                                                             
 
 
Angeführt wird die Liste der nachgefragten Themen von Fragen zum Leistungsrecht der 
Pflegekassen. Dies beinhaltet Information und Beratung zu den einzelnen Leistungen der 
Pflegeversicherung, Fragen im Zusammenhang mit MDK 2-Begutachtungen oder Fragen zum 
Leistungsrecht. 
Die Organisation pflegerischer Versorgung im Privathaushalt und ergänzende Hilfen  
rund um das Alltagsmanagement waren in 949 Fällen Beratungsschwerpunkte. 
467 Beratungen hatten Verfahrensangelegenheiten und Organisatorisches zum Thema. 
Hierunter werden Hilfen bei Widersprüchen und Hilfen bei Antragstellungen und Formalitäten 
erfasst. 
Die Beratung zu stationären und teilstationären Hilfen war in 438 Beratungen ein Thema. 
Dies entspricht der Prämisse der Pflegestützpunkte „ambulant vor stationär“. Unter der Kate- 
gorie Fragen zur (teil-) stationären Versorgung wird erfasst: Kurzzeitpflege, Platzsuche und 
Stationäre Pflege sowie Fragen zur Tagespflege. 
 
Unter der Rubrik „Sonstiges“ sind unter anderem folgenden Themen subsummiert: 
- Rechtliche Vorsorge & rechtliche Betreuung (Betreu ung, Vollmachten) 
- Selbsthilfegruppen, Besuchsdienste (Alltagsbegleit ung) 
- Sozialleistungen nach  § SGB IX, Leistungen der me dizinischen Rehabilitation  
- Leistungen im Rahmen SGB IX (Fahrdienste, Fahrtkos ten, Fragen zum Schwerbe- 
hindertenausweis)   
 
1.2     Art der Kontakte 
 
Als Erstkontakte gelten anonyme, häufig einmalige  Beratungskontakte oder 
Erstgespräche, dem weitere Beratungen (Folgekontakte) folgen können. 
 
  
Syncase, Jahresstatistik   2017 
 
Die Kontaktaufnahme zum Pflegestützpunkt erfolgte, wie auch in den Vorjahren überwiegend 
telefonisch. Der größte Teil der Erstberatungen entfiel auf ratsuchende Angehörige, zumeist 
Kinder, (Ehe-) Partner/-in und Verwandte von Pflegebedürftigen bzw. Personen im Vorfeld 
der Pflege. Im zweiten Schritt erfolgt dann meist die Kontaktaufnahme zu den Pflegebedürf- 
tigen selbst, bei Bedarf in Form eines aufsuchenden Beratungsgespräches. Vermittlungen 
                                                           
2 MDK , Medizinischer Dienst der Krankenkassen 
1632 
859 
Erstberatung Folgeberatung 
Art der Kontakte 2017

6                                                                                                                             
 
 
und Zuweisungen erfolgten im Berichtszeitraum vermehrt durch interne und externe Koope- 
rationspartner/-innen, Leistungsanbieter/-innen und Kostenträger wie z.B., Sozialhilfeträger, 
Pflegekassen, gesetzliche Betreuer/-innen, Krankenhaussozialdienste, Pflegedienste und 
Beratungsstellen. 
 
   
 
 
1.3     Zugang zum Pflegestützpunkt 
Syncase, Jahresstatistik   2017   
  
    
  
2017 fanden insgesamt 2491 Kontakte statt. In 1674 Fällen handelte es sich um telefonische 
Information und Beratung. Es gab 330 persönliche Vorsprachen im Pflegestützpunkt, 48 zu- 
gehende Beratungen wurden in der Häuslichkeit der Ratsuchenden durchgeführt. In 439 
Fällen erfolgte die Beratung auf schriftlichen Weg per Post, Mail oder Fax. 
Die Zahl der Kontakte durch E-Mail, (370) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (157) nahezu 
verdoppelt. 
 
 
 
 
  
1674 
330 
370 
69 48 
Telefonisch 
Persönlich 
E-Mail 
per Post/ per Fax 
Hausbesuch

7                                                                                                                             
 
 
1.4   Jahresvergleich  
 
                                                                                                          Syncase, Jahresstatistik 2017  
In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Beratungskontakte auf einem hohen Niveau 
stabil geblieben, ein leichter Anstieg ist auszumachen. 
In 2015 zählten wir 2429 Beratungen, 2016 waren es 2450 Beratungskontakte und in 2017 
2491 Kontakte. 
  
1.5  Altersgruppen  
 
 
Syncase Jahresstatistik 2017        
 
Die Altersgruppe der über 80-Jährigen ist in der Beratung mit 53 % am stärksten vertreten. 
3% 8% 
36% 
53% 
Altersgruppen 2017 
bis 19. Lebensjahr 
zwischen 20- 59 
zwischen 60- 79 
über 80 
2189 
2429 2450 
2491 
2000 
2050 
2100 
2150 
2200 
2250 
2300 
2350 
2400 
2450 
2500 
2550 
2014 2015 2016 2017 
Anzahl Kontakte 
Jahresvergleich 2014 - 2017

8                                                                                                                             
 
 
36 % der Ratsuchenden sind zwischen 60 und 79 Jahre alt, 8% der Ratsuchenden zwischen 
20-59 Jahre. Anfragen von Eltern pflegebedürftiger Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren 
lagen, wie auch im Vorjahr bei 3%. 
 
 
 
 
2 Fortbildungen  
Zunehmend werden die Beratungssituationen komplexer. Multiple Problemlagen und Geset- 
zesänderungen erfordern hohe Professionalität und fachliche Weiterentwicklung. 2017 war 
geprägt durch die Reform des Pflegestärkungsgesetzes II (PSG II), viele Fortbildungen und 
Fachveranstaltungen hierzu wurden besucht.

9                                                                                                                             
 
 
 
Veranstaltung  Veranstalter, Ort  Wa nn  
Fortbildung 
PSGII, Neues 
Begutachtungssystem 
Medizinischer Dienst der 
Kassen, MDK 
Niedernhausen 
25.01.-
28.01.2017 
Fachtag 
„Offen für Neues“, 
Menschen mit Demenz im 
Blick 
Forum Demenz, 
Wiesbaden 
26.04.2017 
Fortbildung 
PSG II/NBA Neues 
Begutachtungsassessment 
in der Praxis 
MDK Hessen, 
Frankfurt/Main 
09.05.2017 
Fachveranstaltung 
Regionaldialog „Pflege 
stärken“ 
Saalbau Gallus,  
Frankfurt/M 
11.05.2017 
Fortbildung 
NBA- Begutachtung von 
Kindern 
MDK Hessen 
Fulda 
13.06.2017 
Fachtagung 
Hauptstadtkongress- 
Medizin und Gesundheit 
Deutscher 
Pflegekongress, Berlin 
20.06.-
22.06.2017 
Fortbildungsveranstaltung: 
Stressmanagement, 
Stress-Situationen besser 
nutzen und die eigene 
Produktivität steigern 
Hess. 
Verwaltungsschulverband,  
Verwaltungsseminar 
Darmstadt 
14.06.2017 
Fortbildung 
Pflegestärkungsgesetze II 
und III, Auswirkungen auf 
die Sozialhilfe 
Kommunales 
Bildungswwerk e. V. 
Berlin 
(Inhouse-Seminar) 
15.,16.08.2017  
Jahrestreffen der 
hessischen 
Pflegestützpunkte 
Steuerungsausschuss der 
hessischen 
Pflegestützpunkte, 
Friedberg 
04.10.2017 
Fachtag 
„Entlassmanagement in 
der Pflege“ 
DBfK Deutscher 
Berufsverband für 
Pflegeberufe, Frankfurt 
13.10.2017

10                                                                                                                              
 
 
3 Care Management  
 
Im Rahmen des Care Managements fand Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit 
in interdisziplinären Arbeitskreisen statt.  
Die Netzwerkarbeit mit Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen und der Altenhilfe 
wurde konsequent auf- und ausgebaut. Gute und tragfähige Formen der Kommunikation und 
Zusammenarbeit sind etabliert, interne und externe Arbeits- und Kooperationsstrukturen ha- 
ben sich verstetigt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
4    Öffentlichkeitsarbeit 
 
Die Öffentlichkeitsarbeit als Querschnittsaufgabe im Pflegestützpunkt dient in erster Linie 
dazu, das Angebot bei den Bürgerinnen und Bürgern, relevanten Einrichtungen und Multipli- 
katoren bekannt zu machen. 
Im Berichtszeitraum fanden Vorträge, Vorstellungen und Präsentationen in unterschiedlichen 
Zusammenhängen statt. Daneben wirkte der Pflegestützpunkt Darmstadt als Kooperations- 
partner bei verschiedenen Veranstaltungen mit Fachvorträgen zum Thema Pflege und Pfle- 
Demenzforum  
Gremien und 
Arbeitsgruppen  
Fachkonferenz 
Altenhilfe  
 Kranken und 
Pflegekassen  
Palliativ Netz 
Darmstadt  
PaNDa  
Ambulante Dienste  
Ärzte, 
 Apotheken  
Beratungsstellen  
Pflegestütz-
punkte Region 
Rhein-Main  
Jugendamt 
Teilstationäre und 
stationäre Pflege- 
einrichtungen  
Krankenhäuser, 
Reha-
einrichtungen  
Geronto-
psychiatrisches 
Forum  
Pflegestützpunkt 
Darmstadt  
Sozialhilfeträger  
Sozialdienste der 
Krankenhäuser

11                                                                                                                              
 
 
gestärkungsgesetz II (PSG II), mit und hat auch 2017 wieder mit einem Stand an den 
Darmstädter Seniorentagen teilgenommen. 
Informationen und Broschüren rund um das Thema Pflege wurden laufend aktualisiert. Ins- 
besondere Veränderungen im Leistungsrecht durch das PSG II machten Recherche und 
Suche von Informationen notwendig. Die Infos werden neutral gelistet und für die Beratung 
genutzt. So werden Zugang und Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger zu den Angeboten 
und Leistungen sichergestellt. Organisationsaufgaben und Datenpflege sind Tätigkeiten, die 
für die Öffentlichkeitsarbeit unentbehrlich sind. 
 
Die Veröffentlichung von Presseberichten und die Verbreitung des Infoflyers in fünf Sprachen 
trugen dazu bei, den Pflegestützpunkt Darmstadt auf breiter Basis vorzustellen und zugäng- 
lich zu machen. Die Präsenz auf der Homepage der Wissenschaftsstadt Darmstadt ermög- 
licht die elektronische Kontaktaufnahme von Ratsuchenden mittels E- Mail. 
 
 
 
 
5 Ausblick  
 
Die umfassende Pflegereform und ihre Umsetzung in 2017 haben weitreichende Auswirkun- 
gen für alle Bereiche der Pflege und Versorgung. 
Nach Angaben des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung hatte der MDS (Medi- 
zinischer Dienst des Spitzenverbandes) mit rund 200.000 zusätzlichen Personen gerechnet, 
die mit der neuen Begutachtung neu anerkannt werden. Im Vergleich zu 2016 seien rund 
300.000 Versicherte neu anerkannt werden. Seit 01.01.2017 erhielten 820.652 neue Pflege- 
bedürftige nach Begutachtung mit dem neuen Verfahren einen Pflegegrad.  
Mit dem Pflegegrad I soll ein früherer und besserer Zugang zu den Leistungen geschaffen 
werden. Pflegebedürftige aller Pflegegrade, die zu Hause versorgt werden, haben Anspruch 
auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125,00 € zur Finanzierung von Unterstützung im 
Alltag. Der Betrag wird als Zuschuss, zweckgebunden nur für die gesetzlich normierten Un- 
terstützungsangebote gezahlt.  
Die Angebote müssen zertifiziert sein bzw. derzeit in Hessen eine Kassenanerkennung ha- 
ben. Aktuell wird auf der Landesebene in Hessen an der Verordnung über die Anerkennung 
von Angeboten im Alltag gearbeitet. Danach soll es möglich sein, dass gewerbliche Haus- 
haltsdienste und Einzelpersonen ein Anerkennungsverfahren durchlaufen und eine Zulas- 
sung erhalten.

12                                                                                                                              
 
 
Derzeit gibt es für diese Angebote noch zu wenige dienstleistende Unternehmen; bedarfsge- 
rechte Angebote müssen geschaffen und weiterentwickelt werden. Diese Erfahrung bestätigt 
sich in den Anfragen und Bedarfen, die im Pflegestützpunkt ankommen.  
 
Im Verlaufe des letzten Jahres stieg wie zu erwarten im Pflegestützpunkt der Beratungsbe- 
darf an. Viele Fragen ergeben sich aus den umfangreichen Änderungen, die die Pflegere- 
form mit sich brachte.  
Es gibt nach wie vor Informations- und Beratungsbedarf zu den gesetzlichen Neuerungen 
wie den Voraussetzungen von Pflegebedürftigkeit und insbesondere für den Pflegegrad I. 
Gestiegen ist der Erklärungs- und Interpretationsbedarf bei Bescheiden und Schreiben der 
Pflegekassen. Durch die Vielfältigkeit der Leistungen und deren Kombinationsmöglichkeiten 
entsteht für Ratsuchende Unübersichtlichkeit, die dazu führt, dass Versicherte bzw. pflegen- 
de Angehörige aufgrund fehlender Kenntnis die Leistungen nicht in Anspruch nehmen.  
„Die Beratung durch Pflegeeinrichtungen, Pflegekassen, Beratungsstellen und Pflegestütz- 
punkte hat sich an einer erweiterten Sichtweise von Pflege, Betreuung und Entlastung zu 
orientieren. Beratung sollte als Bestandteil pflegerischen Handelns verstanden werden“ 3  ist 
ein Fazit aus Sicht des MDS nach einem Jahr Pflegereform. 
Auf dem Expertentag Pflege stellt der Sozialverband VDK fest, dass die Gesetze und damit 
die Verbesserung von Leistungen nach einem Jahr Pflegereform noch nicht bei den Men- 
schen angekommen sind. Die Betroffenen kennen diese Neuerungen häufig nicht, der Bera- 
tungsbedarf aus Sicht der Betroffenen sei höher denn je.4 
Diese Feststellungen spiegeln sich in den Erfahrungen der Beratungszahlen des Pflege- 
stützpunktes wider.  
Sie sprechen für die Notwendigkeit von Hilfs- und Beratungsangeboten und für einen Ausbau 
bzw. konzeptionelle und personelle Weiterentwicklung von Pflegestützpunkten. 
Seit einiger Zeit wird die Erweiterung der Pflegestützpunkte in Hessen thematisiert. Anträge 
zum Ausbau wurden bereits von mehreren Pflegestützpunkten gestellt. 
Über diesen Weg könnte perspektivisch auch der Pflegestützpunkt Darmstadt den Umfang 
seiner Pflege- und Sozialberatung ausbauen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlagen 
                                                           
3 https://www.mds-ev.de/uploads/media/downloads/PICK_2018-01-15_Expertentag_Pflege_Do.pdf 
4 uploads/media/downloads/ANACKER_2018_1_15_Expertentag_Pflege_Do.pdf

13

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Apothekenumschau    
01.September 2017

2018/0149

3253 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistratsg e-
schäftsstelle:  
22.05.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für Soziales 
und Prävention   OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0149 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 315110 
Kostenstelle:  050-003-1012 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3152-10 Sachkonto: 7999999 
 
Betreff: Pflegestützpunkt Darmstadt - Jahresbericht 2017  
 
Vorlage vom: 09.05.2018  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der vorliegende  Bericht wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
Anlage: Jahresbericht Pflegestützpunkt 2017  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  09.05.2018:  
 
Der Pflegestützpunkt Darmstadt wurde am 19. November 2010 eröffnet  und wird von den  
Kranken- und Pflegekassen, aktuell vertreten durch die Linde BKK, und die Wissenschaft s-
stadt Darmstadt  gemeinsam getragen . 
 
Die Aufgabenerfüllung im Pflegestützpunkt erfolgt gemeinschaftlich, kooperativ und arbeit s-
teilig. Beide Träger bringen jeweils ihre originären Aufgabenschwerpunkte Care - und Case- 
Management ein und verantworten diese selbstständig.  
 
Im Pflegestützpunkt werden Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen, Pflegenden, Menschen 
mit Behinderung sowie von Pflegebedürftigkeit bedrohten Bürgerinnen und Bürgern der Wi s-
senschaftsstadt Darmstadt umfas sende Informationen und Hilfen run d um das Thema Pflege 
angeboten, z.B.: 
  
 die qualifizierte, wohnortnahe, umfassende sowie unabhängige und wettbewerbsneu t-
rale Information, Auskunft und Beratung nach den gesetzlichen Grundlagen  
 die Förderung bzw. zentrale Koordination der für die wohnortnahe Versorgung und 
Betreuung in Betracht kommenden pflegerischen und sozialen Hilfs - und Unterstüt-
zungsangebote  
 Auf- und Ausbau eines leistungsfähigen Netzwerkes zur Koordination und Kooperation 
aller beteiligten Stellen un d Fachkräfte  
 Stärkung der interkulturellen Kompetenz  
 Veranlassung oder Durchführung von Besuchen in der Häuslichkeit der Pflege -
bedürftigen bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohten Personen  
 
Die Beratungskontakte sind in den letzten fünf Jahren kontinuierl ich gestiegen und betragen 
im Jahr 2017 nunmehr 2.491 Beratungen.  
 
Die Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit in interdisziplinären Arbeitskreisen ist 
der zweite große Aufg abenbereich. Hier ist u. a. die Kooperation mit der seit dem Jahr 2000 
bestehenden Fachkonferenz Altenhilfe zu nennen. Es erfolgt ein reger und stetiger Austausch 
mit den Institutionen und Dienstleistenden  im Bereich der Pflege und darüber hinaus.  
 
Der Pflegestützpunkt Darmstadt hat sich als wichtiger Baustein im lokalen Alte nhilfe- und 
Gesundheitssystem etabliert.  
 
Darmstadt, 09.05.2018 
ks 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin 
 
 
 
 
Anlage

Beratungsverlauf (4)

TOP 28 zur Kenntnis
TOP 199
TOP 19
TOP 5

Details

Vorlagen-Nr.
2018/0149
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.05.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00