2019/0233
Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz
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MV 2019/0233_Anlage 2 Bauablaufkonzept Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz in Darmstadt inklusive Sanierung der Abdichtung Andienungstunnel Darmstadt, Juni 2019 MV 2019/0233_Anlage 2 1. Allgemeine Beschreibung Das Projekt erfolgt zeitlich nach der Fertigstellung der Neugestaltung des Friedensplatzes und der darin enthaltenen Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels. Mit Ausnahme der Nahverkehrsfahrbahn beinhaltet die Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes die vollständige Platzerneuerung inkl. der Sanierung der Deckenabdichtung des noch verbliebe- nen Teilstückes des Andienungstunnels. 1.1. Auszuführende Leistungen - Abbruch und Entsorgung vorhandener Ausstattungen, Oberflächenbefestigungen und Un- terbauten - Erdbau / Freilegung des bestehenden Andienungstunnels - Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels - Einbau von Entwässerungsanlagen - Einbau von Kabelleerrohrsystemen mit Schächten - Lieferung von Kabeln - Einbau von gebundenen und ungebundenen Tragschichten (Asphalt-, Frost- und Schot- tertragschichten) - Pflasterverlegearbeiten - Einbau von Ausstattungsgegenständen (Poller, Bänke, Fahrradständer, etc.). - Herrichtung Grünflächen (u.a. Baumsolitär) Nicht enthalten sind die Maßnahmen an der Straßenbahn (Erneuerung der Oberflächen, Rück- bau / Wiederherstellung für Erneuerung der Abdichtung Tunnel sowie zugehörige Schienene r- satzmaßnahmen). 1.2. Zeitlicher Ablauf, Einteilung der Bauabschnitte Die Bauausführung kann grundsätzlich nur in den Zeiträumen zwischen: - Weihnachtsmarkt und Schlossgrabenfest - Heinerfest und Weihnachtsmarkt durchgehend ausgeführt werden. Eine Vorlaufzeit (Errichtung der Bühnen und Stände) und Nachlauf (Abbau der Bühnen und Stände) ist zusätzlich mit einzurechnen. Daraus ergibt sich eine Bauzeit von Mitte Januar bis Mitte Mai (ca. 4 Monate) und von Mitte Juli bis Mitte November (ca. 4 Monate). Innerhalb von 4 Monaten kann jeweils nur die Abdichtung eines Tunnelabschnittes oder die Neugestaltung der Platzoberfläche erfolgen. Als vorlaufende Arbeiten werden jeweils die Sanierungsarbeiten des Tunnels (je 4 Monate, z.B. im Frühjahr) durchgeführt, jeweils im Anschluss (z.B. Sommer/Herbst) die Herstellung der neuen Oberflä- chen. MV 2019/0233_Anlage 2 Um eine durchgängige Erreichbarkeit der Geschäfte in der Fußgängerzone und den Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu gewährleisten, werden die Bauleistungen wegen der vorgenannten Randbedingungen in 3 Bauabschnitten ausgeführt. Bauablaufplan MV 2019/0233_Anlage 2 Der Bauabschnitt 1 ist zwischen Schlossmauer und dem nördlichen Rand des Gleisbereiches vorgesehen. Die Lage des Andienungstunnels inkl. Baugrube und Arbeitsraum (bis 10 Meter südlich des Gleisbereiches) ist mit zuzuordnen. Innerhalb dieses Abschnittes ist der Schiene n- verkehr nicht möglich. Der Bauabschnitt 1 teilt sich, mit Blick auf die Sanierung der Deckenabdichtung des Andienung- stunnels in zwei Unterabschnitte Bauabschnitt 1a und Bauabschnitt 1b auf. a) In Bauabschnitt 1a erfolgt die Abdichtung nördlich des Gleisbereiches. Die Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels kann außerhalb des Gleisbereiches erfo l- gen. Bei Arbeiten in der Nähe des Gleises sind ggf. Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Die Baugrube wird wieder verschlossen. b) In Bauabschnitt 1b ist eine Sperrung des Gleisbereiches erforderlich. Die Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels für Bauabschnitt 1 kann abgeschlossen wer- den. Es ist zu prüfen, ob im ersten Abschnitt bei Böschungsbau und Aushub des nördli- chen Gleises noch das südliche Gleis weiter genutzt werden kann. c) Die Verkehrsführung wird zurück in den Korridor des Gleichbereiches gelegt. Der Bauabschnitt 2 liegt zwischen dem Kaufhaus Henschel, dem südlichen Gleisbereich und dem Andienungstunnel inkl. 6 Meter Korridor südlich des Tunnels für Baugrube und Arbeits- raum. Es erfolgt die Sanierung der Deckenabdichtung des Tunnels südlich der Gleise. Der Gleis- bereich kann wieder genutzt und befahren werden. Es ist der Zugang des Modegeschäftes He n- schel innerhalb dieses Bauabschnittes zu gewährleisten. Zusätzlich ist eine Gehwegverbindung nach Süden vorzusehen. Der Bauabschnitt 3 liegt zwischen dem Gebäude des GaleriaKarstadtKaufhof, dem südlichen Gleisbereich und der Außenseite des Arbeitsbereiches des Andienungstunnels. Die Sanierung der Deckenabdichtung des Tunnels ist bereits abgeschlossen. Die vorhandene Gehwegverbin- dung zur Fußgängerzone nach Süden wird aufrecht gehalten. HEAG mobilo plant im Einflussbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes verschiedene Instandhal- tungsmaßnahmen. Daher und wegen des zeitweise erforderlichen Schienenersatzverkehrs ist eine zeitliche Abstimmung Grundvoraussetzung für die Wahl geeigneter Bauzeiten. Projekte zur grundhaften Erneuerung der Nahverkehrsfahrbahnen sind bei HEAG mobilo aktuell nicht g e- plant. MV 2019/0233_Anlage 2
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
31.07.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Straßenverkehrs - und
Tiefbauamt
Dezernat IV
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0233
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: neu aufzubauen
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Neugestaltung Ernst -Ludwigs-Platz
Vorlage vom: 24.07.2019
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt aufgrund des Berichts zur Vorplanung für die Neugestaltung des
Ernst-Ludwigs-Platzes der Beauftragung der weiterführenden Planungen zu.
2. Für die weiterführenden Planungen werden im laufenden Haushaltsjahr 2019 Mittel in Höhe
von rund 200.000 Euro benötigt. Diese werden durch Verlagerung aus der zentralen
Investitionsnummer 08066-6115 „Plätze am Schloss“ auf eine neu zu schaffenden
Investitionsnummer mit dem Titel "Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz" zur Verfügung
gestellt.
Anlagen: Anlage 1 Vorentwurf
Anlage 2 Bauablaufkonzept
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.07.2019
Der "Ernst-Ludwigs-Platz", historisches Zentrum Darmstadt
Der Ernst-Ludwigs-Platz liegt als zentraler öffentlicher Platz im ehemaligen historischen Zentrum
von Darmstadt zwischen dem Luisenplatz und dem Schloss. Als großer Kreuzungspunkt mit einer
Größe von ca. 4.000 m2 bildet er die Verbindung zwischen der oberen Rheinstraße im Westen, der
Ernst-Ludwig-Straße im Süden, dem Marktplatz im Osten sowie dem Friedensplatz im Norden.
Mit dem Karolinenplatz, dem Marktplatz und dem direkt anschließenden Friedensplatz ist er Teil
des räumlichen Platzensembles rund um das Schloss. Durch das Schloss und die
Kaufhausgebäude (Henschel, GaleriaKarstadtKaufhof Darmstadt) wird der Platz räumlich klar
definiert. Der Übergang zum Friedensplatz ist fließend und kaum wahrnehmbar.
Neben dem Weißen Turm auf der Südseite des Platzes, einem denkmalgeschütztem Kiosk, dem
Ehrenmal zur Brandnacht und einer großen Platane mit vier Sitzbänken gibt es keine räumlichen
Elemente innerhalb der Platzfläche.
Die heutige Platzoberfläche ist, mit Ausnahme der Schienentrasse, überwiegend mit Betonplatten
belegt. Der Belag ist mittlerweile unansehnlich, in vielen Bereichen defekt und lediglich
provisorisch mit Asphalt ausgebessert.
Ausgangslage, Allgemeine Ziele der Neugestaltung
Als Teil des historischen Zentrums gilt es, den Ernst-Ludwigs-Platz in die Gesamtkonzeption und
Gestaltung der Freiflächen um das Schloss zu integrieren. Als große Platzfläche vor der
historischen Westfassade des Schlosses und als zentraler Verteiler der innerstädtischen
Fußgängerzone kommt der Fläche eine besondere Bedeutung zu. Nach Verschiebung der
ursprünglich am Ernst-Ludwigs-Platz verorteten ÖPNV-Haltestelle an den Marktplatz im Jahr 2005
ist zudem die Möglichkeit gegeben, diesen Verkehrsraum als Stadtraum zwischen Marktplatz und
Friedensplatz zu entwickeln. Derzeit ist die südliche Ausbaugrenze des Friedensplatzes durch die
Katastergrenze definiert. Stadträumlich greifen die Plätze jedoch nahtlos ineinander und werden
als ein Stadtraum wahrgenommen. Die Neugestaltung des Stadtraums Friedensplatz/Ernst -
Ludwigs-Platz ist ein wichtiger Punkt zur Aufwertung der Innenstadt.
Im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes wurde ein massiver Schaden an der
Abdichtung des Andienungstunnels festgestellt. Es ist davon auszugehen, dass der
Andienungstunnel im Bereich des Ernst-Ludwigs-Platzes ebenfalls dieses Schadensbild aufweist
und saniert werden muss.
Rahmenbedingungen/Anforderungen
Auf Grund des engen räumlichen Zusammenhangs von Friedensplatz und Ernst-Ludwigs-Platz
wurde 2010 bereits eine Vorplanung für den Ernst-Ludwigs-Platz erarbeitet. Die nun vorliegende
Planung berücksichtigt die konkreten Rahmenbedingungen des Friedensplatzes (Materialität,
Verlegemuster, Höhenlagen, Ausbaugrenzen, etc.). Eine Reihe von Bindungen und
Rahmenbedingungen sind grundsätzlich bei der Gestaltung zu berücksichtigen:
1. Die ÖPNV Trasse
Die vorhandene Trassenführung des öffentlichen Nahverkehrs, die den Platz diagonal quert,
bleibt in ihrer Lage und Höhe unverändert.
2. Die Zugänglichkeit (Höhenanschluss) aller angrenzenden Gebäude und Nutzungen muss
erhalten bleiben.
3. Die neue Beleuchtungskonzeption (Leuchtstelen) der historischen Innenstadt, die bereits in
fast allen umgebenden Bereichen umgesetzt wurde, muss in die Konzeption integriert werden.
4. Taxistand:
Auf der Platzfläche ist ein Taxistand für drei Fahrzeuge zu integrieren, der nicht mit den
Mobilitätsbedingungen anderer Verkehrsteilnehmer kollidiert, oder diese einschränkt.
- 4 -
5. Fahrradabstellplätze:
Die bisher vorhandenen Fahrradabstellplätze werden an gleicher Stelle erneuert.
Lademöglichkeiten für E-Bikes sind zu integrieren.
6. Veranstaltungen und Feste:
Eine große Zahl der städtischen Feste (Heinerfest, Schlossgrabenfest, Weihnachtsmarkt,
sonstige Veranstaltungen und Märkte, etc.) finden hier im öffentlichen Raum statt. Die daraus
resultierenden Anforderungen sind durch ausreichende Freiräume, die Art der Möblierung
sowie der Vorhaltung technischer Infrastruktur (Strom und Wasser) zu berücksichtigen.
7. Untergrund/Bepflanzung:
Aufgrund der Lage des Andienungstunnels, des Schienenverlaufs sowie den im Untergrund
befindlichen Versorgungsleitungen ist eine weitere Begrünung des Platzes nicht gegeben.
Gestaltungskonzept / Bodenbelag (s. Anlage 1, Seite 1)
Stadtgestalterisches Ziel ist die Herstellung einer homogenen Platzfläche als Bindeglied zwischen
den angrenzenden Bereichen Marktplatz, Friedensplatz, Obere Rheinstraße und Ernst-Ludwig-
Straße. Die gesamte Platzfläche wird mit rotem Porphyrkleinpflaster in Segmentbögen
gepflastert. Material und Verlegeart nehmen die bereits realisierten Flächen im angrenzenden
Umfeld auf. Lediglich die Trasse der Straßenbahn wird mit Betonstein mit Natursteinvorsatz im
Reihenverband gepflastert.
Die Anforderungen der Barrierefreiheit werden im Rahmen der weiteren Planungen berücksichtigt
und abgestimmt.
Alle weiteren Anschlüsse und Übergänge zu den angrenzenden Bereichen und Gebäuden oder
Nutzungselementen im Platzbereich (Stelen, Gedenktafel, Fahrräder) werden mit Läuferreihen in
gleichem Material aber größeren Steingrößen definiert. Vor- und Rücksprünge der Gebäudekanten
werden durch Kleinpflaster im Reihenverband ausgeglichen, sodass klare Abschlüsse an den
Rändern entstehen.
Der Weiße Turm, der Kiosk, die Gedenktafel und die Sitzgruppe mit Platane werden im
Bodenbelag durch großformatige Platten im Randbereich hervorgehoben. Damit werden alle
wichtigen sichtbaren Elemente des Platzes durch diese differenzierte Gestaltung der Bodenfläche
einheitlich hervorgehoben und betont.
Die gestalterischen Übergänge der Bogenpflasterung zum Marktplatz, zur oberen Rheinstraße ,
und zu den Randbereichen des Friedensplatzes sind fließend und werden lediglich durch eine
doppelte Läuferreihe mit größeren Steinformaten markiert. Der Anschluss an die
Fußgängerzone/Ernst-Ludwig-Straße wird ebenfalls mit einer doppelten Läuferreihe ausgebildet.
Teilbereiche / Details (s. Anlage 1, Seite 2 - 4)
Innerhalb dieser homogenen und zurückhaltenden Gestaltungsfläche werden einige Teilbereiche
und Gestaltungsdetails hervorgehoben:
• Sitzgruppe mit Platane
Die große Platane vor dem Kaufhaus Henschel ist für diese Platzfläche eine wichtige Dominante,
ein weit hin sichtbarer Hingucker. Die Pflanzfläche mit Bänken um die große Platane wird neu
gestaltet.
Ein geschlossener Sitzkranz umschließt die Baumpflanzfläche. Die freie, weich geschwungene
Form nimmt die Fassadenform des Kaufhauses Henschel auf und orientiert sich in den Geraden
an den raumbildenden, den Platz begrenzen Kanten (Gebäudekante von Henschel und
GaleriaKarstadtKaufhof Darmstadt, Abschluss zum Friedensplatz, Schlossmauer). Bis auf die
weichen Kurvenradien sind in den hellen Sockelkranz die Sitzflächen aus Holz integriert.
Die Hälfte der Sitzflächen ist mit Rückenlehnen ausgestattet. Der Sitzkranz ist optisch vom Boden
leicht abgehoben und kann durch ein integriertes Beleuchtungsband in den Abend - und
Nachtstunden besonders betont werden.
Durch den umlaufenden Bodenbelag mit großformatigen Platten (Material und Farbe wie die
Stufen auf dem Friedensplatz) wird der Standort zusätzlich hervorgehoben.
- 5 -
• Gedenktafel Brandnacht
Die Gedenktafel zur Brandnacht, die zurzeit zwischen Gleisen und Fahrbahn steht, erhält einen
neuen Standort. Um die Stele aus der Fläche abzuheben, wird eine quadratische 2,0m x 2,0m
große bodengleiche Fläche mit großformatigen Betonplatten vorgeschlagen. Material und Farbe
orientieren sich auch hier an den Stufenelementen des Friedensplatzes. Der neue Standort wird
im Laufe der weiteren Planungen konkretisiert und abgestimmt. Das auf der Gedenktafel
aufgebrachte Bildmaterial wird mit dem neuen Standort abgeglichen.
• Weißer Turm
Der Weiße Turm als größtes Bauwerk im Randbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes wird durch einen
breiten doppelreihigen Randbereich aus großformatigen Betonplatten hervorgehoben. Als Vorlage
für Material und Farbe der Platten werden auch hier die Stufen des Friedensplatzes
vorgeschlagen. Die vorhandenen Sitzbänke sind zu prüfen, evtl. zu ersetzen.
• Der Kiosk
Der unter Denkmalschutz stehende Kiosk sollte durch einen großformatigen Plattenkranz, der in
der Ausdehnung der Projektion des Gebäudedaches entspricht, in der Bodengestaltung
hervorgehoben werden.
Durch eine ringförmige Beleuchtung unterhalb der auskragenden Dachfläche könnte dieses
Gebäude in den Abendstunden, zusätzlich herausgestellt werden.
• Fahrradabstellanlage
Die vorhandenen Fahrradabstellmöglichkeiten vor dem Gebäude Rheinstraße 2
(GaleriaKarstadt Kaufhof) werden an gleicher Stelle (mit Ladestation) erneuert und in die
Platzgestaltung integriert. Der Standort wird durch die Pflastergestaltung markiert.
• Taxistand
Der Taxistand entlang der Fahrbahn wird von bisher sechs auf drei Stellplätze (3,5 m x 18,0 m)
reduziert und parallel zur Straßenbahntrasse vorgesehen. Die Fläche wird durch einen
Materialwechsel gekennzeichnet. Die Anzahl der Plätze ist mit dem Taxi-Verband und dem
Ordnungsamt vorabgestimmt. Ziel ist es zukünftig diesen Platz E-Taxis vorzubehalten.
• Beleuchtung
Unter Berücksichtigung der vorliegenden innerstädtischen Beleuchtungskonzeption wurden
innerhalb der neuen Platzfläche bereits 6 große Stelen symmetrisch zur Flucht der
Friedensplatzstelen ausgewiesen und installiert. Diese Stelen dienen gleichzeitig als
Abspannmaste der Straßenbahn, sodass weitestgehend auf zusätzliche Mastenstandorte
verzichtet werden kann.
• Feste / Veranstaltungen
Alle Gestaltungselemente und Einbauten müssen so disponiert sein, dass keine größeren
Nutzungskonflikte mit den Aufstellungsplänen bei Festen und Veranstaltungen entstehen. Die
Gedenktafel sowie die große Sitzgruppe sollten nicht verändert, sondern in die Aufstellkonzepte
integriert werden.
Die Anzahl der erforderlichen Ladesäulen, die Lage der technischen Infrastruktur, sowie sonstige
Details werden im Laufe der weiteren Planungen konkretisiert und mit den beteiligten Fachämtern
abgestimmt.
- 6 -
Kosten und Finanzierung
Anhand der Baukostenschätzung zur Vorplanung (s. Anlage 2) werden die voraussichtlichen
Herstellungskosten für die Umgestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes kalkuliert.
Unter Berücksichtigung weiterer Positionen für Sonderausstattungen (Sitzbankgruppe und
Fahrradparker) von 70.000 Euro sowie dem notwendigen Schienenersatzverkehr, welcher nach
Auskunft der HEAG mobilo mit einem Schätzwert von 300.000 Euro anzusetzen ist, ergibt sich die
nachfolgende Kostenaufstellung:
Baukosten Platzfläche brutto
Bauphase 1 892.500 Euro
Bauphase 2 856.800 Euro
Bauphase 3 583.100 Euro
Zwischensumme 2.332.400 Euro
Baukosten Andienungstunnel brutto
Bauphase 1 261.800 Euro
Bauphase 2 345.100 Euro
Zwischensumme 606.900 Euro
Ergebnis Zwischensummen Baukosten 2.939.300 Euro
zzgl. Baunebenkosten (25%) 735.000 Euro
Zwischensumme 3.674.300 Euro
zzgl. Risikozuschlag (30%) 1.100.000 Euro
zzgl. Sonderausstattung 70.000 Euro
zzgl. Schienenersatzverkehr 300.000 Euro
Zwischensumme 1.470.000 Euro
Gesamtsumme rund 5.150.000 Euro
Die hier dargestellten Kosten werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben
und konkretisiert.
Das Oberflächenmaterial einer neu gestalteten Gleistrasse ist nicht Bestandteil dieser
Kostenschätzung. Die Wiederherstellungskosten der vorhandenen Asphaltoberfläche sind bereits
in der Kostenschätzung für den Anteil des Andienungstunnels berücksichtigt.
Die für die weiterführenden Planungen benötigten Mittel in Höhe von rund 200.000 Euro, werden
im laufenden Haushaltsjahr 2019 durch Mittelverlagerung aus der zentralen Investitionsnummer
08066-6115 „Plätze am Schloss“ auf die neu aufzubauende Investitionsnummer mit dem Titel
"Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz", bereitgestellt.
Die Anlagen werden zu den Sitzungsterminen in Originalgröße aufgehangen bzw. ausgelegt.
Dezernat III Dezernat IV
in Vertretung in Vertretung
Jochen Partsch Jochen Partsch
Oberbürgermeister Oberbürgermeister
anlage 6
310 Zeichen
Punkt 21: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz (V-Nr. 2019/0233) Die Beratung erfolgt im Sinne der Empfehlung des Umweltausschusses. Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: SPD, UFFBASSE, Die Linke. und 1 Stimme aus AfD Stimmenthaltung: UWIGA, 4 Stimmen aus AfD und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
anlage 3
3762 Zeichen
Punkt 14: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz (V-Nr. 2019/0233) Die Fraktionen Bü90/Grüne, CDU und UFFBASSE stellen folgenden Antrag: Die bisherigen Planungen zur Neugestaltung des Ernst-Ludwig-Platzes integrieren den Platz wieder mehr in das Gesamtkonzept der Freiflächen um das Schloss herum. Dies ist dringend notwendig und gut! Hier wird die Gelegenheit genutzt, einen neuen Stadtplatz mit Aufenthaltsqualität zu gestalten. In Hinblick auf die klimabedingten Herausforderungen der Zukunft gehört auf jeden Stadtplatz auch Stadtgrün, um das Mikroklima an solchen städtischen Plätzen zu verbessern. An vielen stark versiegelten innerstädtischen Flächen ist dies allerdings durch bauliche Gegebenheiten gar nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich. Durch Vertikale- und durch Dachbegrünung ist auch auf solchen Flächen ein Minimum an Stadtgrün möglich. Wir beauftragen den Magistrat, bei der weiteren Planung folgende Punkte zu berücksichtigen: • Begrünung der Dachfläche des Kiosks Auch kleine Flächen tragen durch Begrünung dazu bei, die Biodiversität der Stadt zu unterstützen und das Mikroklima positiv zu beeinflussen. • Begrünung der Stehlen, durch Rankpflanzen oder Blumenampeln Umrahmung des Mahnmals mit Pflanzgefäßen • um dem Mahnmal den gebührenden Raum zu geben und diesen auch bei Stadtfesten u.ä. zu gewährleisten ist es sinnvoll, diesen durch geeignete Elemente einzufassen. • Bisher wurde dies durch Betonpoller getan. Diese könnten aber auch durch „intelligente“ Pflanzkübel* ersetzt werden. Wir beauftragen den Magistrat, bei der weiteren Planung folgende Punkte zu prüfen: • Einsatz von heimischen Hölzern (z.B. bei Sitzmöbeln aus Holz) Frage: Kann das aktuell (not)geschlagene Holz genutzt werden? • Sind die vorgesehenen Lichtstehlen in Hinblick auf Umwelteinflüsse (Lichtverschmutzung) sinnvoll? • Ist eine Bodennahe Beleuchtung evtl. besser? (einfache Wartung und weniger Umwelteinfluss) • Ist die Nutzung von Solarenergie für den Betrieb der Stadtbeleuchtung möglich? Zusatz: Bildung im öffentlichen Raum: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit durch kleine Infoschilder. • Stadtplätze sind immer auch Plätze der Kommunikation und des Austausch. Bei der Neugestaltung hin zu einem neuen Stadtplatz bietet sich also zudem die Möglichkeit auch die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit anzupassen. Kleine Infotafeln an verschiedenen Orten können, sowohl analog als auch digital (in Form von QR Codes) über verschiedene wissenswerte Fakten zu diesem Stadtplatz informieren. Neben historischen und stadtgeschichtlichen Informationen sollten hier auch Infos zu Stadtgrün und dessen Wirkung zugänglich sein (evtl. auch auf spielerische Art und Weise). Durch die Digitalisierung bietet sich auch die Möglichkeit, diese als aktuellen Veranstaltungskalender oder leicht zu aktualisierende Stadtkarte zu nutzen. * „intelligente“ Pflanzkübel: Durch integrierte Wasserreservoirs wird der Pflegeaufwand (gerade in Hitzeperioden) reduziert. Die Tanks müssen nur in größeren Zeiträumen gefüllt werden und der Wasserverbrauch reduziert sich auf ca. 80 %. „Intelligente“ Pflanzkübel können zudem auch weitere Funktionen übernehmen, wie Beleuchtung oder Ladestation für Elektrofahrräder. … Beispiel: https://linea - futura.com/ladestationen-fuer-elektrofahrraeder-loading-stations-for-electric-bicycles/) Dem Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE wird zugestimmt. Stimmenthaltung: Fraktion UWIGA Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage unter der Maßgabe des Änderungsantrages der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE zuzustimmen. Gegenstimme: SPD-Fraktion Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UWIGA
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Punkt 31: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz (V-Nr. 2019/0233) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: Die Linke. Stimmenthaltung: SPD, AfD und UFFBASSE
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Punkt 25: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz (V-Nr. 2019/0233) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage im Sinne des Beschlusses des Ausschusses für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zuzustimmen. Gegenstimmen: SPD-Fraktion Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UWIGA
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b N u Joyyneyjpejsleyelsjen | ! = © ; d o | / Fl Do nejea Io) opus: = y\ S\ Sy \ y\ Irgow) Jepumspeuyeg f en eyosuoH sneyjney puejssg zyeidpuey y SSOT1H9S 5 1 T a8ejuy EEZO/ETOZ-AN MV-2019/0233 Anlage 1 estaltung „Ernst-Ludwigs-Platz“ - Überarbeitung Vorentwurf 2018/19 Der großen Platane vor dem Kaufhaus Henschel kommt eine zentra- le Bedeutung für das gesamte Erscheinungsbild und die Gestaltung des Platzes zu. Mit der Überarbeitung des Vorentwurfs wird eine neu gestaltete Sitzgruppe vorgestellt: ELLE ı_Natursteinpflaster 11 "Segmentbogen + Ein geschlossener „Sitzkranz“ umschließt die Baumpflanzfläche. Die freie, weich geschwungene Form nimmt die Fassadenform des Kaufhauses Henschel auf und orientiert sich in den Geraden an den raumbildenden, den Platz begrenzen Kanten (Gebäudekante von Henschel und Kaufhof, Abschluss zum Friedensplatz, Schlossmau- er). Bis auf die weichen Kurvenradien sind in den hellen Sockelkranz die Sitzflächen aus Holz integriert. Die Hälfte der Sitzflächen haben Rückenlehnen. Der „Sitzkranz“ ist optisch vom Boden leicht abge- hoben und kann durch ein integriertes Beleuchtungsband in den ‚Abend- und Nachtstunden besonders betont werden. Der umlaufende Bodenbelag mit großformatigen Platten (Material und Farbe wie die Stufen auf dem Friedensplatz) unterstützt zu- sätzlich den Standort. Bestandsbaum wassergebundene Decke MV-2019/0233 Anlage 1 gestaltung „Erns Detail 2: Pflastereinfassung am Kiosk Das Erscheinungsbild des Kiosk wird auch stark durch die externen mobilen Nutzungselemente wie Zeitungsständer, Klapptisch, Kühltruhe etc. geprägt. Unabhängig davon sollte dieses kleine aber wichtige Gebäude in der Bodenge- staltung durch einen großformatige radialen Plattenkranz, der in der Ausdeh- nung der Projektion des Gebäudedaches entspricht, hervorgehoben werden Durch eine ringförmige Beleuchtung unterhalb der auskragenden Dachfläche könnte dieses elegante Gebäude in den Abendstunden, wenn alle Accessoires abgeräumt sind, zusätzlich herausgestellt werden. Detail 3: Gedenktafel Brandnac Um die Gedenkstele aus der Fläche herauszuheben, wird eine quadratische 2,0m x 2,0m große Bodenfläche mit großformatigen Betonplatten bodengleich vorgeschlagen. Material und Farbe werden auch hier in Anlehnung an die Stufenelemente des Friedensplatzes vorgeschlagen. Der genaue Standort der Stele befindet sich noch in der Abstimmung. BRANDNACHT 11. SEPTEMBER 1944 Der „Weiße Turm“ als größtes Bauwerk im Randbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes wird durch einen breiten doppelreihigen Randbereich aus großformatigen Betonplatten hervorgehoben. Als Vorlage für Material und Farbe der Platten werden auch hier die Stufen des Friedensplatzes vor- geschlagen. Der vorhandene Ring aus Sitzbänken sollte durch neue Sitzmöglichkeiten, die optisch der gewählten Sitzgruppe um den Baum angepasst sind, ersetzt werde. Detail 4: Pflastereinfassung Weißer Ti J Weißer Turm MV-2019/0233 Anlage 1 - Überarbeitung Deta Detail Fahrradständer a a 6) Natursteinpflaster Segmentbogen OF LEEEEEEEE [1 IHE Innnnnı Bam BE a ee 1 U TEL EL LESER EO Der Fahrradabstellplatz vor dem Kaufhof sowie der Taxi- ANEIR | stand parallell zu den Straßenbahngleisen werden mit einer H H Pflasterfläche im Reihenverband hervorgehoben und durch H 1 Läuferreihen mit großformatigen Steinen von den Sequment- H H plasterflächen abgesetzt. A = CH Im Bereich der zentralen Taxistände können auch Beton- = a = au; | pflaster mit Natursteinvorsatz verwendet werden, wenn die ii m Im m, ) starke Belastung durch die Fahrzeuge dies notwendig macht. o H D\ a [36) ige! u 3 im! latursteinpflaster 10/10 cm m ihenverband Eu: erg WO MEERE HT Uekehe 2 | ererhreheberhle 4 T jEBENEnEnENE DEHEISREISTETER! IIIIITITTT H HH Läuferreihe 10110 cm} Rheinstraße Die Randbereiche des Platzes sowie die Gebäudean- schlüsse am Ernst-Ludwigs-Platz, die z.T. unregelmäßig verlaufen, werden mit Kleinpflaster im Reihenverband ausgeglichen und mit einer großformatigen Läuferreihe vom Sequmentpflaster abgesetzt. u Natursteinpflaster Segmentbogen >— | HH äuferreihe 10/10 cm-, u TITTTTTTTTTLILILLI I Läuferreihe 24/16 cm I. u Kleinpflaster-| = I - Poren EIrerereerieeee [un ] In T \ — | | \ Anschluß an Bestand \ \ \ Detail III ATS ([Natursteinpflaster Segmentbogen- H H ITEM 2 ERRS RES SH FREE
Beratungsverlauf (5)
Orte (7)
- Rheinstraße 2
- Ernst-Ludwig-Straße
- Ernst-Ludwigs-Platz
- Luisenplatz
- Marktplatz
- Friedensplatz
- Karolinenplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0233
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 19.07.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00