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2019/0233

Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz

Magistratsvorlage 19.07.2019

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MV 2019/0233_Anlage 2  
 
 
 
 
 
 
 
Bauablaufkonzept 
 
 
 
 
 
 
 
Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz 
in Darmstadt 
 
inklusive Sanierung der 
Abdichtung Andienungstunnel 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, Juni 2019

MV 2019/0233_Anlage 2  
 
1.  Allgemeine Beschreibung 
 
Das Projekt erfolgt zeitlich nach der Fertigstellung der Neugestaltung des Friedensplatzes und 
der darin enthaltenen Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels. 
 
Mit Ausnahme der Nahverkehrsfahrbahn beinhaltet die Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes 
die vollständige Platzerneuerung inkl. der Sanierung der Deckenabdichtung des noch verbliebe-
nen Teilstückes des Andienungstunnels. 
 
 
1.1. Auszuführende Leistungen 
 
- Abbruch und Entsorgung vorhandener Ausstattungen, Oberflächenbefestigungen und Un-
terbauten 
- Erdbau / Freilegung des bestehenden Andienungstunnels  
- Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels  
- Einbau von Entwässerungsanlagen 
- Einbau von Kabelleerrohrsystemen mit Schächten 
- Lieferung von Kabeln 
- Einbau von gebundenen und ungebundenen Tragschichten (Asphalt-, Frost- und Schot-
tertragschichten) 
- Pflasterverlegearbeiten  
- Einbau von Ausstattungsgegenständen (Poller, Bänke, Fahrradständer, etc.). 
- Herrichtung Grünflächen (u.a. Baumsolitär) 
 
Nicht enthalten sind die Maßnahmen an der Straßenbahn (Erneuerung der Oberflächen, Rück-
bau / Wiederherstellung für Erneuerung der Abdichtung Tunnel sowie zugehörige Schienene r-
satzmaßnahmen). 
 
1.2. Zeitlicher Ablauf, Einteilung der Bauabschnitte 
 
Die Bauausführung kann grundsätzlich nur in den Zeiträumen zwischen: 
 
- Weihnachtsmarkt und Schlossgrabenfest  
- Heinerfest und Weihnachtsmarkt  
 
durchgehend ausgeführt werden. Eine Vorlaufzeit (Errichtung der Bühnen und Stände) und 
Nachlauf (Abbau der Bühnen und Stände) ist zusätzlich mit einzurechnen. 
 
Daraus ergibt sich eine Bauzeit von Mitte Januar bis Mitte Mai (ca. 4 Monate) und von Mitte Juli 
bis Mitte November (ca. 4 Monate). Innerhalb von 4 Monaten kann jeweils nur die Abdichtung 
eines Tunnelabschnittes oder die Neugestaltung der Platzoberfläche erfolgen. Als vorlaufende 
Arbeiten werden jeweils die Sanierungsarbeiten des Tunnels (je 4 Monate, z.B. im Frühjahr) 
durchgeführt, jeweils im Anschluss (z.B. Sommer/Herbst) die Herstellung der neuen Oberflä-
chen.

MV 2019/0233_Anlage 2  
 
Um eine durchgängige Erreichbarkeit der Geschäfte in der Fußgängerzone und den Betrieb des 
öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu gewährleisten, werden die Bauleistungen wegen 
der vorgenannten Randbedingungen in 3 Bauabschnitten ausgeführt.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Bauablaufplan

MV 2019/0233_Anlage 2  
 
Der Bauabschnitt 1 ist zwischen Schlossmauer und dem nördlichen Rand des Gleisbereiches 
vorgesehen. Die Lage des Andienungstunnels inkl. Baugrube und Arbeitsraum (bis 10 Meter 
südlich des Gleisbereiches) ist mit zuzuordnen. Innerhalb dieses Abschnittes ist der Schiene n-
verkehr nicht möglich. 
Der Bauabschnitt 1 teilt sich, mit Blick auf die Sanierung der Deckenabdichtung des Andienung-
stunnels in zwei Unterabschnitte Bauabschnitt 1a und Bauabschnitt 1b auf. 
 
a) In Bauabschnitt 1a erfolgt die Abdichtung nördlich des Gleisbereiches. Die Sanierung 
der Deckenabdichtung des Andienungstunnels kann außerhalb des Gleisbereiches erfo l-
gen. Bei Arbeiten in der Nähe des Gleises sind ggf. Sicherungsmaßnahmen erforderlich. 
Die Baugrube wird wieder verschlossen. 
b) In Bauabschnitt 1b ist eine Sperrung des Gleisbereiches erforderlich. Die Sanierung der 
Deckenabdichtung des Andienungstunnels für Bauabschnitt 1 kann abgeschlossen wer-
den. Es ist zu prüfen, ob im ersten Abschnitt bei Böschungsbau und Aushub des nördli-
chen Gleises noch das südliche Gleis weiter genutzt werden kann.  
c) Die Verkehrsführung wird zurück in den Korridor des Gleichbereiches gelegt. 
 
Der Bauabschnitt 2 liegt zwischen dem Kaufhaus Henschel, dem südlichen Gleisbereich und 
dem Andienungstunnel inkl. 6 Meter Korridor südlich des Tunnels für Baugrube und Arbeits-
raum. Es erfolgt die Sanierung der Deckenabdichtung des Tunnels südlich der Gleise. Der Gleis-
bereich kann wieder genutzt und befahren werden. Es ist der Zugang des Modegeschäftes He n-
schel innerhalb dieses Bauabschnittes zu gewährleisten. Zusätzlich ist eine Gehwegverbindung 
nach Süden vorzusehen. 
 
Der Bauabschnitt 3 liegt zwischen dem Gebäude des GaleriaKarstadtKaufhof, dem südlichen 
Gleisbereich und der Außenseite des Arbeitsbereiches des Andienungstunnels. Die Sanierung 
der Deckenabdichtung des Tunnels ist bereits abgeschlossen. Die vorhandene Gehwegverbin-
dung zur Fußgängerzone nach Süden wird aufrecht gehalten.  
 
HEAG mobilo plant im Einflussbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes verschiedene Instandhal-
tungsmaßnahmen. Daher und wegen des zeitweise erforderlichen Schienenersatzverkehrs ist 
eine zeitliche Abstimmung Grundvoraussetzung für die Wahl geeigneter Bauzeiten. Projekte zur 
grundhaften Erneuerung der Nahverkehrsfahrbahnen sind bei HEAG mobilo aktuell nicht g e-
plant.

MV 2019/0233_Anlage 2

2019/0233

14151 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
31.07.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Straßenverkehrs - und 
Tiefbauamt 
Dezernat IV  
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0233 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-100-1000      Investitionsnummer:  neu aufzubauen  
Kostenträger:  5410-11      Sachkonto: 0952010      
 
Betreff: Neugestaltung Ernst -Ludwigs-Platz 
 
Vorlage vom: 24.07.2019 
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt aufgrund des Berichts zur Vorplanung für die Neugestaltung des 
Ernst-Ludwigs-Platzes der Beauftragung der weiterführenden Planungen zu.  
2. Für die weiterführenden Planungen werden im laufenden Haushaltsjahr 2019 Mittel in Höhe 
von rund 200.000 Euro benötigt. Diese werden durch Verlagerung aus der zentralen 
Investitionsnummer 08066-6115 „Plätze am Schloss“ auf eine neu zu schaffenden 
Investitionsnummer mit dem Titel "Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz" zur Verfügung 
gestellt.    
 
Anlagen:  Anlage 1 Vorentwurf  
Anlage 2 Bauablaufkonzept  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.07.2019  
 
Der "Ernst-Ludwigs-Platz", historisches Zentrum Darmstadt 
Der Ernst-Ludwigs-Platz liegt als zentraler öffentlicher Platz im ehemaligen historischen Zentrum 
von Darmstadt zwischen dem Luisenplatz und dem Schloss. Als großer Kreuzungspunkt mit einer 
Größe von ca. 4.000 m2 bildet er die Verbindung zwischen der oberen Rheinstraße im Westen, der 
Ernst-Ludwig-Straße im Süden, dem Marktplatz im Osten sowie dem Friedensplatz im Norden.  
Mit dem Karolinenplatz, dem Marktplatz und dem direkt anschließenden Friedensplatz ist er Teil 
des räumlichen Platzensembles rund um das Schloss. Durch das Schloss und die 
Kaufhausgebäude (Henschel, GaleriaKarstadtKaufhof  Darmstadt) wird der Platz räumlich klar 
definiert. Der Übergang zum Friedensplatz ist fließend und kaum wahrnehmbar. 
Neben dem Weißen Turm auf der Südseite des Platzes, einem denkmalgeschütztem Kiosk, dem 
Ehrenmal zur Brandnacht und einer großen Platane mit vier Sitzbänken gibt es keine räumlichen 
Elemente innerhalb der Platzfläche. 
Die heutige Platzoberfläche ist, mit Ausnahme der Schienentrasse, überwiegend mit Betonplatten 
belegt. Der Belag ist mittlerweile unansehnlich, in vielen Bereichen defekt und lediglich 
provisorisch mit Asphalt ausgebessert.  
 
Ausgangslage, Allgemeine Ziele der Neugestaltung 
Als Teil des historischen Zentrums gilt es, den Ernst-Ludwigs-Platz in die Gesamtkonzeption und 
Gestaltung der Freiflächen um das Schloss zu integrieren. Als große Platzfläche vor der 
historischen Westfassade des Schlosses und als zentraler Verteiler der innerstädtischen 
Fußgängerzone kommt der Fläche eine besondere Bedeutung zu. Nach Verschiebung der 
ursprünglich am Ernst-Ludwigs-Platz verorteten ÖPNV-Haltestelle an den Marktplatz im Jahr 2005 
ist zudem die Möglichkeit gegeben, diesen Verkehrsraum als Stadtraum zwischen Marktplatz und 
Friedensplatz zu entwickeln. Derzeit ist die südliche Ausbaugrenze des Friedensplatzes durch die 
Katastergrenze definiert. Stadträumlich greifen die Plätze jedoch nahtlos ineinander und werden 
als ein Stadtraum wahrgenommen. Die Neugestaltung des Stadtraums Friedensplatz/Ernst -
Ludwigs-Platz ist ein wichtiger Punkt zur Aufwertung der Innenstadt.  
Im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes wurde ein massiver Schaden an der 
Abdichtung des Andienungstunnels festgestellt. Es ist davon auszugehen, dass der 
Andienungstunnel im Bereich des Ernst-Ludwigs-Platzes ebenfalls dieses Schadensbild aufweist 
und saniert werden muss.  
 
Rahmenbedingungen/Anforderungen 
Auf Grund des engen räumlichen Zusammenhangs von Friedensplatz und Ernst-Ludwigs-Platz 
wurde 2010 bereits eine Vorplanung für den Ernst-Ludwigs-Platz erarbeitet. Die nun vorliegende 
Planung berücksichtigt die konkreten Rahmenbedingungen des Friedensplatzes (Materialität, 
Verlegemuster, Höhenlagen, Ausbaugrenzen, etc.). Eine Reihe von Bindungen und 
Rahmenbedingungen sind grundsätzlich bei der Gestaltung zu berücksichtigen: 
1. Die ÖPNV Trasse 
Die vorhandene Trassenführung des öffentlichen Nahverkehrs, die den Platz diagonal quert, 
bleibt in ihrer Lage und Höhe unverändert.  
2. Die Zugänglichkeit (Höhenanschluss) aller angrenzenden Gebäude und Nutzungen muss 
erhalten bleiben.  
3. Die neue Beleuchtungskonzeption (Leuchtstelen) der historischen Innenstadt, die bereits in 
fast allen umgebenden Bereichen umgesetzt wurde, muss in die Konzeption integriert werden.  
4. Taxistand: 
Auf der Platzfläche ist ein Taxistand für drei Fahrzeuge zu integrieren, der nicht mit den 
Mobilitätsbedingungen anderer Verkehrsteilnehmer kollidiert, oder diese einschränkt.

- 4 - 
5. Fahrradabstellplätze: 
Die bisher vorhandenen Fahrradabstellplätze werden an gleicher Stelle erneuert. 
Lademöglichkeiten für E-Bikes sind zu integrieren. 
6. Veranstaltungen und Feste:  
Eine große Zahl der städtischen Feste (Heinerfest, Schlossgrabenfest, Weihnachtsmarkt, 
sonstige Veranstaltungen und Märkte, etc.) finden hier im öffentlichen Raum statt. Die daraus 
resultierenden Anforderungen sind durch ausreichende Freiräume, die Art der Möblierung 
sowie der Vorhaltung technischer Infrastruktur (Strom und Wasser) zu berücksichtigen. 
7. Untergrund/Bepflanzung: 
Aufgrund der Lage des Andienungstunnels, des Schienenverlaufs sowie den im Untergrund 
befindlichen Versorgungsleitungen ist eine weitere Begrünung des Platzes nicht gegeben. 
 
Gestaltungskonzept / Bodenbelag (s. Anlage 1, Seite 1) 
Stadtgestalterisches Ziel ist die Herstellung einer homogenen Platzfläche als Bindeglied zwischen 
den angrenzenden Bereichen Marktplatz, Friedensplatz, Obere Rheinstraße und Ernst-Ludwig-
Straße. Die gesamte Platzfläche wird mit rotem Porphyrkleinpflaster in Segmentbögen 
gepflastert. Material und Verlegeart nehmen die bereits realisierten Flächen im angrenzenden 
Umfeld auf. Lediglich die Trasse der Straßenbahn wird mit Betonstein mit Natursteinvorsatz im 
Reihenverband gepflastert.  
Die Anforderungen der Barrierefreiheit werden im Rahmen der weiteren Planungen berücksichtigt 
und abgestimmt. 
Alle weiteren Anschlüsse und Übergänge zu den angrenzenden Bereichen und Gebäuden oder 
Nutzungselementen im Platzbereich (Stelen, Gedenktafel, Fahrräder) werden mit Läuferreihen in 
gleichem Material aber größeren Steingrößen definiert. Vor- und Rücksprünge der Gebäudekanten 
werden durch Kleinpflaster im Reihenverband ausgeglichen, sodass klare Abschlüsse an den 
Rändern entstehen. 
Der Weiße Turm, der Kiosk, die Gedenktafel und die Sitzgruppe mit Platane werden im 
Bodenbelag durch großformatige Platten im Randbereich hervorgehoben. Damit werden alle 
wichtigen sichtbaren Elemente des Platzes durch diese differenzierte Gestaltung der Bodenfläche 
einheitlich hervorgehoben und betont. 
Die gestalterischen Übergänge der Bogenpflasterung zum Marktplatz, zur oberen Rheinstraße , 
und zu den Randbereichen des Friedensplatzes sind fließend und werden lediglich durch eine 
doppelte Läuferreihe mit größeren Steinformaten markiert. Der Anschluss an die 
Fußgängerzone/Ernst-Ludwig-Straße wird ebenfalls mit einer doppelten Läuferreihe ausgebildet.  
 
Teilbereiche / Details (s. Anlage 1, Seite 2 - 4) 
Innerhalb dieser homogenen und zurückhaltenden Gestaltungsfläche werden einige Teilbereiche 
und Gestaltungsdetails hervorgehoben: 
• Sitzgruppe mit Platane 
Die große Platane vor dem Kaufhaus Henschel ist für diese Platzfläche eine wichtige Dominante, 
ein weit hin sichtbarer Hingucker. Die Pflanzfläche mit Bänken um die große Platane wird neu 
gestaltet.  
Ein geschlossener Sitzkranz umschließt die Baumpflanzfläche. Die freie, weich geschwungene 
Form nimmt die Fassadenform des Kaufhauses Henschel auf und orientiert sich in den Geraden 
an den raumbildenden, den Platz begrenzen Kanten (Gebäudekante von Henschel und 
GaleriaKarstadtKaufhof  Darmstadt, Abschluss zum Friedensplatz, Schlossmauer). Bis auf die 
weichen Kurvenradien sind in den hellen Sockelkranz die Sitzflächen aus Holz integriert.  
Die Hälfte der Sitzflächen ist mit Rückenlehnen ausgestattet. Der Sitzkranz ist optisch vom Boden 
leicht abgehoben und kann durch ein integriertes Beleuchtungsband in den Abend - und 
Nachtstunden besonders betont werden.  
Durch den umlaufenden Bodenbelag mit großformatigen Platten (Material und Farbe wie die 
Stufen auf dem Friedensplatz) wird der Standort zusätzlich hervorgehoben.

- 5 - 
 
• Gedenktafel Brandnacht 
Die Gedenktafel zur Brandnacht, die zurzeit zwischen Gleisen und Fahrbahn steht, erhält einen 
neuen Standort. Um die Stele aus der Fläche abzuheben, wird eine quadratische 2,0m x 2,0m 
große bodengleiche Fläche mit großformatigen Betonplatten vorgeschlagen. Material und Farbe 
orientieren sich auch hier an den Stufenelementen des Friedensplatzes. Der neue Standort wird 
im Laufe der weiteren Planungen konkretisiert und abgestimmt. Das auf der Gedenktafel 
aufgebrachte Bildmaterial wird mit dem neuen Standort abgeglichen. 
 
• Weißer Turm 
Der Weiße Turm als größtes Bauwerk im Randbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes wird durch einen 
breiten doppelreihigen Randbereich aus großformatigen Betonplatten hervorgehoben. Als Vorlage 
für Material und Farbe der Platten werden auch hier die Stufen des Friedensplatzes 
vorgeschlagen. Die vorhandenen Sitzbänke sind zu prüfen, evtl. zu ersetzen. 
 
• Der Kiosk 
Der unter Denkmalschutz stehende Kiosk sollte durch einen großformatigen Plattenkranz, der in 
der Ausdehnung der Projektion des Gebäudedaches entspricht, in der Bodengestaltung 
hervorgehoben werden. 
Durch eine ringförmige Beleuchtung unterhalb der auskragenden Dachfläche könnte dieses 
Gebäude in den Abendstunden, zusätzlich herausgestellt werden. 
 
• Fahrradabstellanlage 
Die vorhandenen Fahrradabstellmöglichkeiten vor dem Gebäude Rheinstraße 2 
(GaleriaKarstadt Kaufhof) werden an gleicher Stelle (mit Ladestation) erneuert und in die 
Platzgestaltung integriert. Der Standort wird durch die Pflastergestaltung markiert.  
 
• Taxistand 
Der Taxistand entlang der Fahrbahn wird von bisher sechs auf drei Stellplätze (3,5 m x 18,0 m) 
reduziert und parallel zur Straßenbahntrasse vorgesehen. Die Fläche wird durch einen 
Materialwechsel gekennzeichnet. Die Anzahl der Plätze ist mit dem Taxi-Verband und dem 
Ordnungsamt vorabgestimmt. Ziel ist es zukünftig diesen Platz E-Taxis vorzubehalten. 
 
• Beleuchtung 
Unter Berücksichtigung der vorliegenden innerstädtischen Beleuchtungskonzeption wurden 
innerhalb der neuen Platzfläche bereits 6 große Stelen symmetrisch zur Flucht der 
Friedensplatzstelen ausgewiesen und installiert. Diese Stelen dienen gleichzeitig als 
Abspannmaste der Straßenbahn, sodass weitestgehend auf zusätzliche Mastenstandorte 
verzichtet werden kann. 
 
• Feste / Veranstaltungen 
 
Alle Gestaltungselemente und Einbauten müssen so disponiert sein, dass keine größeren 
Nutzungskonflikte mit den Aufstellungsplänen bei Festen und Veranstaltungen entstehen. Die 
Gedenktafel sowie die große Sitzgruppe sollten nicht verändert, sondern in die Aufstellkonzepte 
integriert werden. 
 
Die Anzahl der erforderlichen Ladesäulen, die Lage der technischen Infrastruktur, sowie sonstige 
Details werden im Laufe der weiteren Planungen konkretisiert und mit den beteiligten Fachämtern 
abgestimmt.

- 6 - 
 
Kosten und Finanzierung  
Anhand der Baukostenschätzung zur Vorplanung (s. Anlage 2) werden die voraussichtlichen 
Herstellungskosten für die Umgestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes kalkuliert. 
Unter Berücksichtigung weiterer Positionen für Sonderausstattungen (Sitzbankgruppe und 
Fahrradparker) von 70.000 Euro sowie dem notwendigen Schienenersatzverkehr, welcher  nach 
Auskunft der HEAG mobilo mit einem Schätzwert von 300.000 Euro anzusetzen ist, ergibt sich die 
nachfolgende Kostenaufstellung: 
 
Baukosten Platzfläche brutto  
 Bauphase 1   892.500 Euro 
 Bauphase 2   856.800 Euro 
 Bauphase 3   583.100 Euro 
Zwischensumme                                            2.332.400 Euro 
 
Baukosten Andienungstunnel brutto 
 Bauphase 1   261.800 Euro 
 Bauphase 2   345.100 Euro 
Zwischensumme                                                  606.900 Euro 
Ergebnis Zwischensummen Baukosten                                 2.939.300 Euro 
 zzgl. Baunebenkosten (25%) 735.000 Euro 
Zwischensumme                                                                                       3.674.300 Euro 
 
 zzgl. Risikozuschlag   (30%)                  1.100.000 Euro 
 zzgl. Sonderausstattung     70.000 Euro 
 zzgl. Schienenersatzverkehr   300.000 Euro 
Zwischensumme                                               1.470.000 Euro 
Gesamtsumme                           rund  5.150.000 Euro 
 
Die hier dargestellten Kosten werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben  
und konkretisiert.  
 
Das Oberflächenmaterial einer neu gestalteten Gleistrasse ist nicht Bestandteil dieser 
Kostenschätzung. Die Wiederherstellungskosten der vorhandenen Asphaltoberfläche sind bereits 
in der Kostenschätzung für den Anteil des Andienungstunnels berücksichtigt. 
Die für die weiterführenden Planungen benötigten Mittel in Höhe von rund 200.000 Euro, werden 
im laufenden Haushaltsjahr 2019 durch Mittelverlagerung aus der zentralen Investitionsnummer 
08066-6115 „Plätze am Schloss“ auf die neu aufzubauende Investitionsnummer mit dem Titel 
"Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz", bereitgestellt. 
Die Anlagen werden zu den Sitzungsterminen in Originalgröße aufgehangen bzw. ausgelegt.  
 
 
Dezernat III       Dezernat IV 
in Vertretung       in Vertretung 
 
 
 
Jochen Partsch      Jochen Partsch 
Oberbürgermeister      Oberbürgermeister

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310 Zeichen

Punkt 21: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz 
 (V-Nr. 2019/0233) 
 
Die Beratung erfolgt im Sinne der Empfehlung des Umweltausschusses.  
 
Der Vorlage wird zugestimmt. 
 
Gegenstimmen: SPD, UFFBASSE, Die Linke. und 1 Stimme aus AfD  
Stimmenthaltung: UWIGA, 4 Stimmen aus AfD und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)

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3762 Zeichen

Punkt 14: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz 
 (V-Nr. 2019/0233) 
 
Die Fraktionen Bü90/Grüne, CDU und UFFBASSE stellen folgenden Antrag: 
 
Die bisherigen Planungen zur Neugestaltung des Ernst-Ludwig-Platzes integrieren 
den Platz wieder mehr in das Gesamtkonzept der Freiflächen um das Schloss herum. 
Dies ist dringend notwendig und gut! 
Hier wird die Gelegenheit genutzt, einen neuen Stadtplatz mit Aufenthaltsqualität zu 
gestalten.  
In Hinblick auf die klimabedingten Herausforderungen der Zukunft gehört  auf jeden 
Stadtplatz auch Stadtgrün, um das Mikroklima an solchen städtischen Plätzen zu 
verbessern.  
An vielen stark versiegelten innerstädtischen Flächen ist dies allerdings durch 
bauliche Gegebenheiten gar nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich.  
Durch Vertikale- und durch Dachbegrünung ist auch auf solchen Flächen ein 
Minimum an Stadtgrün möglich. 
 
Wir beauftragen den Magistrat, bei der weiteren Planung folgende Punkte zu 
berücksichtigen:  
• Begrünung der Dachfläche des Kiosks 
Auch kleine Flächen tragen durch Begrünung dazu bei, die Biodiversität der Stadt 
zu unterstützen und das Mikroklima positiv zu beeinflussen. 
• Begrünung der Stehlen, durch Rankpflanzen oder Blumenampeln  
Umrahmung des Mahnmals mit Pflanzgefäßen  
• um dem Mahnmal den gebührenden Raum zu geben und diesen auch bei 
Stadtfesten u.ä. zu gewährleisten ist es sinnvoll, diesen durch geeignete Elemente 
einzufassen.  
• Bisher wurde dies durch Betonpoller getan. Diese könnten aber auch durch 
„intelligente“ Pflanzkübel* ersetzt werden.  
 
Wir beauftragen den Magistrat, bei der weiteren Planung folgende Punkte zu prüfen:  
• Einsatz von heimischen Hölzern (z.B. bei Sitzmöbeln aus Holz) 
Frage: Kann das aktuell (not)geschlagene Holz genutzt werden? 
• Sind die vorgesehenen Lichtstehlen in Hinblick auf Umwelteinflüsse 
(Lichtverschmutzung) sinnvoll? 
• Ist eine Bodennahe Beleuchtung evtl. besser? (einfache Wartung und weniger 
Umwelteinfluss)  
• Ist die Nutzung von Solarenergie für den Betrieb der Stadtbeleuchtung möglich? 
 
Zusatz: Bildung im öffentlichen Raum: 
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit durch kleine Infoschilder. 
 
• Stadtplätze sind immer auch Plätze der Kommunikation und des Austausch.  
Bei der Neugestaltung hin zu einem neuen Stadtplatz bietet sich also zudem die 
Möglichkeit auch die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit anzupassen. 
Kleine Infotafeln an verschiedenen Orten können, sowohl analog als auch digital 
(in Form von QR Codes) über verschiedene wissenswerte Fakten zu diesem 
Stadtplatz informieren.  
Neben historischen und stadtgeschichtlichen Informationen sollten hier auch Infos 
zu Stadtgrün und dessen Wirkung zugänglich sein (evtl. auch auf spielerische Art 
und Weise).  
Durch die Digitalisierung bietet sich auch die Möglichkeit, diese als aktuellen 
Veranstaltungskalender oder leicht zu aktualisierende Stadtkarte zu nutzen.

* „intelligente“ Pflanzkübel:  
Durch integrierte Wasserreservoirs wird der Pflegeaufwand (gerade in Hitzeperioden) 
reduziert. Die Tanks müssen nur in größeren Zeiträumen gefüllt werden und der 
Wasserverbrauch reduziert sich auf ca. 80 %.  
„Intelligente“ Pflanzkübel können zudem auch weitere Funktionen übernehmen, wie 
Beleuchtung oder Ladestation für Elektrofahrräder. … Beispiel: https://linea -
futura.com/ladestationen-fuer-elektrofahrraeder-loading-stations-for-electric-bicycles/) 
 
Dem Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: Fraktion UWIGA 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage unter der 
Maßgabe des Änderungsantrages der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und UFFBASSE 
zuzustimmen. 
 
Gegenstimme: SPD-Fraktion 
Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UWIGA

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219 Zeichen

Punkt 31: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz 
 (V-Nr. 2019/0233) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.  
 
Gegenstimmen: Die Linke.  
Stimmenthaltung: SPD, AfD und UFFBASSE

anlage 4

309 Zeichen

Punkt 25: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz 
 (V-Nr. 2019/0233) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage im Sinne 
des Beschlusses des Ausschusses für Umweltschutz und Nachhaltigkeit 
zuzustimmen. 
 
Gegenstimmen: SPD-Fraktion 
Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UWIGA

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4310 Zeichen

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Io) opus: = y\ S\ Sy \ y\

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MV-2019/0233 Anlage 1
estaltung „Ernst-Ludwigs-Platz“ - Überarbeitung Vorentwurf 2018/19

Der großen Platane vor dem Kaufhaus Henschel kommt eine zentra-
le Bedeutung für das gesamte Erscheinungsbild und die Gestaltung
des Platzes zu. Mit der Überarbeitung des Vorentwurfs wird eine
neu gestaltete Sitzgruppe vorgestellt:

ELLE
ı_Natursteinpflaster 11
"Segmentbogen +

Ein geschlossener „Sitzkranz“ umschließt die Baumpflanzfläche.

Die freie, weich geschwungene Form nimmt die Fassadenform des
Kaufhauses Henschel auf und orientiert sich in den Geraden an den
raumbildenden, den Platz begrenzen Kanten (Gebäudekante von
Henschel und Kaufhof, Abschluss zum Friedensplatz, Schlossmau-
er). Bis auf die weichen Kurvenradien sind in den hellen Sockelkranz
die Sitzflächen aus Holz integriert. Die Hälfte der Sitzflächen haben
Rückenlehnen. Der „Sitzkranz“ ist optisch vom Boden leicht abge-
hoben und kann durch ein integriertes Beleuchtungsband in den
‚Abend- und Nachtstunden besonders betont werden.

Der umlaufende Bodenbelag mit großformatigen Platten (Material
und Farbe wie die Stufen auf dem Friedensplatz) unterstützt zu-
sätzlich den Standort.

Bestandsbaum

wassergebundene Decke

MV-2019/0233 Anlage 1

gestaltung „Erns

Detail 2: Pflastereinfassung am Kiosk

Das Erscheinungsbild des Kiosk wird auch stark durch die externen mobilen
Nutzungselemente wie Zeitungsständer, Klapptisch, Kühltruhe etc. geprägt.
Unabhängig davon sollte dieses kleine aber wichtige Gebäude in der Bodenge-
staltung durch einen großformatige radialen Plattenkranz, der in der Ausdeh-
nung der Projektion des Gebäudedaches entspricht, hervorgehoben werden

Durch eine ringförmige Beleuchtung unterhalb der auskragenden Dachfläche
könnte dieses elegante Gebäude in den Abendstunden, wenn alle Accessoires
abgeräumt sind, zusätzlich herausgestellt werden.

Detail 3: Gedenktafel Brandnac

Um die Gedenkstele aus der Fläche herauszuheben, wird eine quadratische
2,0m x 2,0m große Bodenfläche mit großformatigen Betonplatten bodengleich
vorgeschlagen. Material und Farbe werden auch hier in Anlehnung an die
Stufenelemente des Friedensplatzes vorgeschlagen. Der genaue Standort der
Stele befindet sich noch in der Abstimmung.

BRANDNACHT
11. SEPTEMBER 1944

Der „Weiße Turm“ als größtes Bauwerk im Randbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes wird durch
einen breiten doppelreihigen Randbereich aus großformatigen Betonplatten hervorgehoben. Als
Vorlage für Material und Farbe der Platten werden auch hier die Stufen des Friedensplatzes vor-
geschlagen. Der vorhandene Ring aus Sitzbänken sollte durch neue Sitzmöglichkeiten, die optisch
der gewählten Sitzgruppe um den Baum angepasst sind, ersetzt werde.

Detail 4: Pflastereinfassung Weißer Ti J

Weißer Turm

MV-2019/0233 Anlage 1

- Überarbeitung

Deta Detail Fahrradständer a a 6)
Natursteinpflaster Segmentbogen
OF LEEEEEEEE

[1 IHE
Innnnnı Bam BE a ee 1 U TEL EL LESER EO Der Fahrradabstellplatz vor dem Kaufhof sowie der Taxi-
ANEIR | stand parallell zu den Straßenbahngleisen werden mit einer
H H Pflasterfläche im Reihenverband hervorgehoben und durch
H 1 Läuferreihen mit großformatigen Steinen von den Sequment-
H H plasterflächen abgesetzt.
A = CH Im Bereich der zentralen Taxistände können auch Beton-
= a = au; | pflaster mit Natursteinvorsatz verwendet werden, wenn die
ii m Im m, ) starke Belastung durch die Fahrzeuge dies notwendig macht.
o H
D\ a
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3 im! latursteinpflaster 10/10 cm
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H HH Läuferreihe 10110 cm}

Rheinstraße

Die Randbereiche des Platzes sowie die Gebäudean-
schlüsse am Ernst-Ludwigs-Platz, die z.T. unregelmäßig
verlaufen, werden mit Kleinpflaster im Reihenverband
ausgeglichen und mit einer großformatigen Läuferreihe
vom Sequmentpflaster abgesetzt.

u Natursteinpflaster Segmentbogen

>— | HH äuferreihe 10/10 cm-,
u TITTTTTTTTTLILILLI
I Läuferreihe 24/16 cm

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Beratungsverlauf (5)

TOP 31
TOP 25
TOP 21
TOP 288
TOP 14

Orte (7)

  • Rheinstraße 2
  • Ernst-Ludwig-Straße
  • Ernst-Ludwigs-Platz
  • Luisenplatz
  • Marktplatz
  • Friedensplatz
  • Karolinenplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0233
Typ
Magistratsvorlage
Datum
19.07.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00