Mandari Insight

2020/0135

Förderantrag „Gemeindeschwester 2.0“ des HMSI

Magistratsvorlage 05.05.2020

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Wissenschaftsstadt Darmstadt   02.04.2020 
Dezernat V – Stabsstelle Sozialplanung und Projektkoordination  
Sylvia Klett, Julia Dohmen, Meike Henning 
 
 
1 
 
 
Förderantrag für das Programm „Gemeindeschwester 2.0“ des HMSI 
-Konzept- 
 
 
 
Problem-/Bedarfsanalyse, sozialräumliche Zuordnung: 
Nach Analyse der unterschiedlichen Stadtbezirke Darmstadts, unter Berücksichtigung 
nachfolgender Kriterien, wird der Bezirk Wixhausen als geeigneter Standort zur 
Verankerung der Gemeindeschwester identifiziert.  
 
Folgende Kriterien wurden miteinander verglichen und in Bezug zueinander gesetzt: 
− Soziometrische Daten des Sozialatlas von 2018 und des städtischen 
Datenreports von 2019 (Altersstruktur, Anzahl der Personen pro Haushalt, 
Menschen ausländischer Herkunft) 
− Versorgungslage und soziale Infrastruktur 
− Erfahrungsberichte der StadtteilbewohnerInnen und ehrenamtlich Engagierter, 
die an die Altenhilfeplanerin herangetragen wurden. 
 
Die Gemeinde Wixhausen wurde 1977 eingemeindet und erfuhr in den letzten rund 40 
Jahren dadurch eine Urbanisierung. In Wixhausen leben 6.278 Personen - Stand 
31.12.2018. 20,2% der StadtteilbewohnerInnen sind 65 Jahre alt oder älter. Damit 
verfügt der Stadtteil Wixhausen über den zweithöchsten Anteil älterer BewohnerInnen 
in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (nach Eberstadt mit 20,8%). Wixhausen ist 
gemessen an seiner BewohnerInnenzahl ein kleiner Stadtteil, der über eine relativ 
große Fläche verfügt. 41% der StadtteilbewohnerInnen leben in einem 
Einpersonenhaushalt. 
 
Eine Studie der TU Darmstadt aus dem Jahr 2010 ergab, dass etwa drei Viertel der 
BewohnerInnen im Eigentum lebt. Entsprechend hoch ist der Wunsch so lange wie 
möglich im eigenen Haus bzw. der eigenen Wohnung zu bleiben. Grundsätzlich 
verfügen die Wixhäuser über eine überdurchschnittliche Wohnfläche pro Kopf, viele der 
sich im Eigentum befindlichen Wohnungen und Häuser sind aber nicht barrierefrei. 
Treppen erschweren die selbstständige Versorgung und behindern die Mobilität (vgl. 
Engfer 2010, 46).  
 
Die ärztliche Versorgungslage wird in Wixhausen, wie auch in allen Stadtteilen 
Darmstadts, laut Kassenärztlicher Vereinigung 2019 als gut (100%) eingestuft. Jedoch 
ist in Wixhausen ein Rückgang der ärztlichen Versorgung zu erkennen. Zwar sind hier 
noch ein praktischer Arzt, ein Facharzt für Allgemeinmedizin, eine Internistin und zwei 
Zahnärzte sowie zwei Apotheken vorhanden, dennoch herrscht aktuell in der 
BürgerInnenschaft ein anderes subjektives Empfinden: BürgerInnen aus Wixhausen 
melden, dass einige für sie wichtige Einrichtungen (Zahnarzt, Physiotherapie) und 
Geschäfte schließen (Information über die Interessenvertretung für die Bedarfe Älterer 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt). Es ist kein ambulanter Pflegedienst und keine 
stationären Pflegeeinrichtungen vor Ort vorhanden.

Wissenschaftsstadt Darmstadt   02.04.2020 
Dezernat V – Stabsstelle Sozialplanung und Projektkoordination  
Sylvia Klett, Julia Dohmen, Meike Henning 
 
 
2 
Die faktisch gute medizinische Versorgungslage gewährleistet jedoch nicht, dass 
Hilfsbedürftige den Zugang zu Hilfe erhalten bzw. über entsprechende Hilfen und 
Angebote Kenntnis haben.  
 
Zielgruppe:  
Anders als in ländlichen Gebieten, in denen die Erreichbarkeit eines Arztes/einer 
Ärztin eine große Hürde für ältere Menschen darstellt, ist im städtischen Gebiet die 
Problematik der sozialen Vereinsamung und der daraus resultierenden psychischen 
und körperlichen Beeinträchtigungen in den Fokus zu rücken.  
 
In städtischen Gebieten leben ältere Menschen oftmals ohne familiäre oder 
nachbarschaftliche Anbindung. Kleine Hilfen im Alltag, soziale Ansprache etc. bleiben 
durch die womöglich fehlende Fürsorge füreinander in urbanen Gebieten aus. Gerade 
in der akuten Krisensituation erzeugt durch den Ausbruch des Coronavirus zeigt sich 
deutlich, dass gerade ältere Menschen vor neuen Herausforderungen stehen und auf 
sich alleine gestellt sind, wenn gewohnte Abläufe stocken und die reguläre Versorgung 
(z.B. durch Medikamentenengpässe) nicht mehr gewährleistet ist.  
 
In Wixhausen sollen von der Gemeindeschwester ältere Menschen erreicht werden, die 
sich mehr und mehr aufgrund körperlicher, seelischer oder psychischer Belastungen 
aus dem sozialen und aktiven Leben zurückgezogen und keine Bezugspersonen vor Ort 
haben, die in regelmäßigem Kontakt mit ihnen stehen und im Bedarfsfall 
Verantwortung zur Hilfeleistung übernehmen würden.  Gleichermaßen sollen ältere 
Menschen angesprochen werden, bei denen eine solche Entwicklung antizipiert werden 
kann. Bspw. ältere Menschen, die kürzlich ihren/ihre PartnerIn verloren haben, die 
eine plötzliche Mobilitätseinschränkung erleben etc.. Die Gemeindeschwester soll ihr 
Engagement vor allem auf jene Ältere richten, die schwer. erreichbar sind.  
 
Vernetzungsstrategie, Zusammenarbeit mit örtlichen Hilfestrukturen (professionelle 
und ehrenamtliche Hilfen), Kontaktaufnahme zu unterstützungsbedürftigen 
Personen:  
Seit 2010 besteht unter dem Dach des Deutschen Roten Kreuzes - Ortsverbands 
Wixhausen eine Initiative aus BewohnerInnen, „Aktive Senioren Wixhausen“, deren 
Ziele es sind: 
• infrastrukturelle, kulturelle und soziale Voraussetzungen zu schaffen, um 
möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben zu können, 
• intergenerative Möglichkeiten aufzubauen, 
• sich durch ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft einzubringen, 
• Vereinsamung entgegenzuwirken, 
• barrierefreies Leben und Wohnen zu ermöglichen. 
 
Die Gemeindeschwester soll als hauptamtliche Mitarbeiterin in enger inhaltlicher 
Zusammenarbeit mit der oben beschriebenen Initiative beim DRK verankert werden. 
(Eine Absichtserklärung zur Schließung des Kooperationsvertrags zwischen der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem DRK Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V . liegt 
bei.)  
Die Gemeindeschwester wird in Quartalsgesprächen mit VertreterInnen der Kommune 
über die Entwicklungen und Bedarfe im Stadtteil berichten. Ihre Berichte über die 
Bedarfslage in Wixhausen können zu einer besseren Weiterentwicklung der

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Dezernat V – Stabsstelle Sozialplanung und Projektkoordination  
Sylvia Klett, Julia Dohmen, Meike Henning 
 
 
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Altenhilfestrukturen beitragen. Daher ist eine intensive Zusammenarbeit mit der 
Altenhilfeplanung der Wissenschaftsstadt vorgesehen. 
 
Darüber hinaus stellt sich die Gemeindeschwester in den Arztpraxen, Apotheken und 
medizinischen Einrichtungen sowie Einrichtungen mit Angeboten für Ältere in  
Wixhausen vor und macht ihr Beratungs- und Hilfsangebot bekannt. Eine 
Kontaktaufnahme erfolgt grundsätzlich nur mit dem Einverständnis der betroffenen 
Person. 
 
Die Gemeindeschwester stellt sich und ihre Tätigkeit über unterschiedliche Kanäle der 
Öffentlichkeitsarbeit vor. Sie entwickelt zielgruppengerechte Werbematerialien sowie 
Flyer für Multiplikatoren, die an zentralen Stellen der sozialen und medizinischen 
Infrastruktur ausgelegt werden. Pressemitteilungen sollen regelmäßig in der lokalen 
Zeitung, den kostenfreien Blättern und den Gemeindebriefen erscheinen. Die 
Gemeindeschwester nutzt die bestehenden Gremien und Arbeitsrunden vor Ort als 
Netzwerk und initiiert einen Runden Tisch für die AkteurInnen der Altenhilfe in 
Wixhausen. 
 
 
Ziele (welche strukturellen Veränderungen sollen durch die Gemeindeschwester 
erzielt werden?):  
1. Oberziel: 
Die Lebenssituation älterer Menschen, die von Einsamkeit, psychischer, sozialer und 
seelischer Beeinträchtigung bedroht sind, hat sich durch die professionelle Beratung 
und Hilfestellung der Gemeindeschwester verbessert. 
 
Teilziel 1.1: 
Ältere Menschen, mit (psycho-)sozialen Problemlagen und oder körperlichen 
Beeinträchtigungen, die noch keine Hilfsangebote in Anspruch nehmen, wurden im 
Stadtteil Wixhausen identifiziert.  
 
Teilziel 1.2: 
Eine Kontakt- bzw. professionelle Beziehungsaufnahme zur o.g. Zielgruppe ist erfolgt 
und es wurde eine Bedarfsermittlung von der Gemeindeschwester vorgenommen. 
Beratungsgespräche haben stattgefunden und eine angemessene und von allen 
beteiligten Parteien akzeptierte und befürwortete Hilfeleistung wurde etabliert. 
 
Teilziel 1.3: 
Die Gemeindeschwester hält in regelmäßigen Abständen Kontakt zu ihren KlientInnen 
und überprüft, ob die etablierten Hilfen noch angemessen bzw. ausreichend sind. 
 
2. Oberziel: 
In Wixhausen ist ein dichtes und lebendiges Netzwerk aller Akteure entstanden, die zur 
sozialen Teilhabe und zur körperlichen und geistigen Gesundheit älterer Menschen 
beitragen. 
Teilziel 2.1: 
Die Gemeindeschwester hat bestehende Netzwerke miteinander verknüpft, hat 
fehlende Akteure mit eingebunden und regt den regelmäßigen Austausch zu den für 
die Zielgruppe relevanten Themen an.

Wissenschaftsstadt Darmstadt   02.04.2020 
Dezernat V – Stabsstelle Sozialplanung und Projektkoordination  
Sylvia Klett, Julia Dohmen, Meike Henning 
 
 
4 
 
Teilziel 2.2: 
Die Gemeindeschwester überprüft stetig die (Hilfs-) Angebotslandschaft für ihre 
Zielgruppe, gleicht diese mit den ihrerseits erhobenen Bedarfen ab und spiegelt der 
Kommune Lücken oder Doppelstrukturen in Quartalsgesprächen wider. Sie bietet bei 
Bedarf fachliche Beratung und Hilfestellung beim Aufbau neuer (Hilfs-) Angebote im 
Stadtteil an. 
 
Welche Projekte mit ähnlicher oder gleicher Zielsetzung wurden in den letzten 5 
Jahren (auch von anderer Seite) bereits gefördert?  
Auch in anderen Stadtteilen Darmstadts wird die Versorgungssicherheit älterer 
BewohnerInnen in Zusammenarbeit mit bürgerschaftlichen Initiativen durch die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert. Mit Unterstützung der Altenhilfeplanung 
haben sich ehrenamtliche Hilfsnetzwerke entwickelt. Vereine, wie die Eberschaftshilfe 
in Eberstadt und Hiergeblieben e.V . in Kranichstein kümmern sich um die Bedarfe 
Älterer, um ihnen einen möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung und 
gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Zudem sind in diesen und weiteren Stadtteilen 
hauptamtliche „Kümmerer“ in Form von QuartiersmanagerInnen der 
Gemeinwesenarbeit und ProjektmanagerInnen spezieller Förderprojekte vorhanden. 
Diese hauptamtliche Unterstützung fehlt in Wixhausen. 
 
Laufzeit und Finanzierungsplan:  
Die Gemeindeschwester soll spätestens zum 3. Quartal 2020 ihre Arbeit aufnehmen 
und bis zum Jahresende 2020 eingearbeitet sein. Um eine nachhaltige und langfristige 
Unterstützung für die Zielgruppe zu gewährleisten, soll das Projekt bis 31.12.2024 
durchgeführt werden. Im 3. Quartal 2024 wird zusätzlich zu den jährlich erfolgenden 
Berichten an das HMSI von der Gemeindeschwester ein Projektbericht vorgelegt, auf 
dessen Grundlage über eine Weiterfinanzierung entschieden werden kann. 
 
Ein angemessener Arbeitsplatz ist bereits vorhanden. Die laufenden Kosten des 
Arbeitsplatzes werden vom Deutschen Roten Kreuz Darmstadt-Stadt e.V . getragen und 
beinhalten die Raummiete und die Kosten der Arbeitsmittel. 
Die Personalkosten und Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen werden hiermit vom 
Land Hessen, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, beantragt.  
 
Da die Stelle erst mit Bewilligung des Förderantrags ausgeschrieben werden kann, 
können aktuell noch keine präzisen Angaben über die genauen Kosten gemacht 
werden. Laut der Förderausschreibung des HMSI ist eine Förderung einer 
Vollzeitbeschäftigung nach Entgeltgruppe 9 TV-H möglich. Orientiert an dem derzeitig 
festgelegten Jahresbrutto der höchsten Stufe, unter Berücksichtigung von 
Arbeitgeberkosten, Tarifsteigerungen und Weiterqualifikationen, sind mit Ausgaben von 
rund 55.000 Euro pro Jahr zu rechnen.  
 
Arbeitsplatzbeschreibung:  
Das DRK Ortsverband Wixhausen stellt einen vollständig ausgestatteten Arbeitsplatz 
zur Verfügung. Das Büro der Gemeindeschwester soll in den Räumlichkeiten des DRK 
in der Falltorstraße 58, 64291 Darmstadt sein. Der Standort liegt zentral in 
Wixhausen, wodurch die Gemeindeschwester Seniorinnen und Senioren in Wixhausen 
bequem fußläufig erreichen kann

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Dezernat V – Stabsstelle Sozialplanung und Projektkoordination  
Sylvia Klett, Julia Dohmen, Meike Henning 
 
 
5 
 
 
Aufgaben:  
Die Gemeindeschwester leistet eine präventive, aufsuchende Beratungs- und 
Informationsarbeit. Sie besitzt neben ihrem sozialarbeiterischen Kenntnisschatz 
medizinisches Grundwissen und kann somit eine Veränderung des körperlichen, 
geistigen und psychischen Gesundheitszustands erkennen. Sie verschafft sich einen 
Überblick über die Versorgungssituation des/der Betroffenen, um anschließend in 
enger Abstimmung Unterstützungsleistungen anzuregen und zu koordinieren. Sie 
kennt die sozialraumbezogenen professionellen und ehrenamtlichen Angebote und 
nutzt und unterstützt das vorhandene Hilfenetzwerk. Sie vernetzt Hilfesuchende und 
Anbieter sowie die Anbieter untereinander.  
 
Die Gemeindeschwester leistet keine medizinische oder pflegerische Hilfe. Ihre 
Aufgabe ist es nicht, einen Pflegedienst oder Arzt/Ärztin zu ersetzen. Die 
Gemeindeschwester soll außerdem nicht die Aufgabe der ehrenamtlich Engagierten 
übernehmen. Sie soll die vorhandenen Strukturen ergänzen und dafür sorgen, dass sie 
für die Hilfesuchenden gut erreichbar sind. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Literatur: 
Engfer, Uwe (2010) Alt werden im suburbanen Wohnquartier – Abschlussbericht zu einer 
Befragung der Generation 65plus in Darmstadt . Technische Universität Darmstadt. 
 
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung (2019). Datenreport 2019 – Wissenschaftsstadt 
Darmstadt . Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.05.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat       an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Dezernat V 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
IV 
V 50 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0135 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
134 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  050-003-1010 Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto: 48930-10 
 
Betreff: Förderantrag „Gemeindeschwester 2.0“ des HMSI  
 
Vorlage vom: 05.05.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat stimmt der Antragsstellung zu.  
2. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Antragsstellung zur Kenntnis.  
 
 
 
Anlagen: 200402_FörderantragGS_DA_End  
foerderausschreibung_2020  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.05.2020 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  05.05.2020 
 
Die Hessische Landesregierung möchte Menschen, die Hilfe brauchen, aber selbst keinen 
Weg finden, diese Hilfe zu organisieren, mit einem Beratungsangebot von sogenannten 
Gemeindeschwestern (m/w/d) unterstützen. (Die Bezeichnung „Gemeindeschwester“ wurde 
vom Land Hessen vorgegeben und kann auf kommunaler Ebene umbenannt werden. 
Selbstverständlich kann die Stelle von Menschen jeglichen Geschl echts und religiöser 
Angehörigkeit ausgefüllt werden. Eine Namensänderung ist für Darmstadt im Nachgang 
vorgesehen. Für die Antragsstellung wird nun aber weiterhin die Bezeichnung 
„Gemeindeschwester“ beibehalten.)  
 
Die Personalkosten der Gemeindeschwester werden zu 100% vom Land getragen und können 
für die Haushaltsjahre 2020 bis 2024 beantragt werden. Eine Antragsstellung für jährlich 
55.000 € wird beabsichtigt. Eine kommunale Finanzierung darüber hinaus ist nicht 
vorgesehen. Die Antragsstellung erfolgt üb er die Kommune. Eine Zuwendungsvereinbarung 
wird mit dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Darmstadt -Stadt e.V. geschlossen. Die 
Verortung ist im DRK Ortsverband Wixhausen vorgesehen. Hier wird auch ein Arbeitsplatz 
vom DRK bereitgestellt.  
 
Anders als in ländlichen Gebieten, in denen die Erreichbarkeit eines Arztes/einer Ärztin eine 
große Hürde für ältere Menschen darstellt, ist im städtischen Gebiet die Problematik der 
sozialen Vereinsamung und der daraus resultierenden psychischen und körperlichen 
Beeinträchtigungen in den Fokus zu rücken. In städtischen Gebieten leben ältere Menschen 
oftmals ohne familiäre oder nachbarschaftliche Anbindung. Kleine Hilfen im Alltag, soziale 
Ansprache etc. bleiben durch die womöglich fehlende Fürsorge füreinander in urban en 
Gebieten aus. Gerade in der akuten Krisensituation erzeugt durch den Ausbruch des 
Coronavirus zeigt sich deutlich, dass gerade ältere Menschen vor neuen Herausforderungen 
stehen und auf sich alleine gestellt sind, wenn gewohnte Abläufe stocken und die r eguläre 
Versorgung (z.B. durch Medikamentenengpässe) nicht mehr gewährleistet sind.  
 
In Wixhausen sollen von der Gemeindeschwester ältere Menschen erreicht werden, die sich 
mehr und mehr aufgrund körperlicher, seelischer oder psychischer Belastungen aus d em 
sozialen und aktiven Leben zurückgezogen und keine Bezugspersonen vor Ort haben, die in 
regelmäßigem Kontakt mit ihnen stehen und im Bedarfsfall Verantwortung zur Hilfeleistung 
übernehmen würden.  Gleichermaßen sollen ältere Menschen angesprochen werden , bei 
denen eine solche Entwicklung antizipiert werden kann. Bspw. ältere Menschen, die kürzlich 
ihren/ihre PartnerIn verloren haben, die eine plötzliche Mobilitätseinschränkung erleben etc.. 
Die Gemeindeschwester soll ihr Engagement vor allem auf jene Ält ere richten, die schwer. 
erreichbar sind.  
 
Nach Analyse der unterschiedlichen Stadtbezirke Darmstadts, unter Berücksichtigung 
nachfolgender Kriterien, wird der Bezirk Wixhausen als geeigneter Standort zur Verankerung 
der Gemeindeschwester identifiziert.  
- Soziometrische Daten des Sozialatlas von 2018 und des städtischen Datenreports 
von 2019 (Altersstruktur, Anzahl der Personen pro Haushalt, Menschen ausländischer 
Herkunft) 
- Versorgungslage und soziale Infrastruktur  
- Erfahrungsberichte der StadtteilbewohnerIn nen und ehrenamtlich Engagierter, die an 
die Altenhilfeplanerin herangetragen wurden.  
-

In Wixhausen bestehen Altenhilfestrukturen, die zu einem großen Teil von ehrenamtlichem 
Engagement getragen werden. Es ist keine hauptamtliche Stelle vor Ort, die das E hrenamt 
unterstützt und mit hauptamtlichen Akteurinnen und Akteuren vernetzt. Eine 
Gemeindeschwester kann an die bestehenden Strukturen anknüpfen und sie ausbauen.  
 
 
Darmstadt, 05.05.2020 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz     André Schellenberg  
Stadträtin     Stadtkämmerer 
 
 
 
 
 
Anlagen: 
Förderausschreibung  
Antrag der Stadt Darmstadt

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Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration
HESSEN
Förderausschreibung „Gemeindeschwester 2.0“
für das Jahr 2020
Die Hessische Landesregierung möchte Menschen, die Hilfe brauchen, aber selbst keinen 
Weg finden, diese Hilfe zu organisieren, mit einem Beratungsangebot von 
Gemeindeschwestern unterstützen. Ziel ist, diese Menschen in ihrer jeweiligen persönlichen 
Lebenssituation zu stärken und zu stabilisieren, eine Vereinsamung im Alter zu vermeiden und 
für eine möglichst langwährende Selbstständigkeit zu sorgen. Dabei geht es auch darum, den 
Eintritt von Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu vermeiden.
Für den Einsatz von Gemeindeschwestern 2.0 stehen im Haushaltsplan des Landes Hessen 
- vorbehaltlich der Zustimmung des Landesgesetzgebers - für die Haushaltsjahre 2020-2024 
im Rahmen des Förderproduktes „Medizinische Versorgung insbesondere im ländlichen 
Raum“ Haushaltsmittel insgesamt in Höhe von 7.500.000 Euro zur Verfügung.
Für die Förderrunde 2020 können ab sofort Anträge bis zum 30.10.2019 einqereicht werden.
1. Ziel der Förderung, Aufgabenbeschreibung
Mit Gemeindeschwestern 2.0 sollen (psycho-)soziale Problemlagen bei Menschen auch ohne 
Pflegbedarf im Sinne des SGB XI aufgedeckt werden können, um eine Bedarfsermittlung und 
Organisation erforderlicher Hilfen zu ermöglichen. Für hilfebedürftige Menschen sollen 
dadurch die selbständige Lebensführung sowie die soziale Teilhabe so lange wie möglich 
unterstützt werden.
Die Gemeindeschwester 2.0 kann bestehende Strukturen sinnvoll ergänzen, indem sie einen 
sich abzeichnenden Unterstützungsbedarf im Bereich der medizinischen und pflegerischen 
Versorgung, Unterstützung im Alltag und sozialen Teilhabe bereits im Vorfeld von schwerer 
oder chronischer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit erfasst und in entsprechende Angebote
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Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration
HESSEN
und Hilfen vor Ort vermittelt (Verweisberatung). Sie erbringt dabei selbst keine eigenen 
Leistungen nach dem SGB V, XI oder XII.
Die Unterstützungsleistung der Gemeindeschwester hat sich immer an den Interessen des 
älteren Menschen zu orientieren. Zum Teil sollte die Erfüllung notwendiger sozialbetreuerische 
Hilfeleistungen (wie z.B. Begleitung zu einem weiterführenden Arzttermin, Unterstützung bei 
der Beschaffung von Medikamenten) auf Basis des Patientenwunsches auch durch die 
Gemeindeschwester 2.0 selbst erbracht werden können.
2. Antragsberechtigte
Antragsberechtigt im Sinne dieser Ausschreibung sind
a) niedergelassene Ärztinnen in hausärztlicher Tätigkeit oder Träger eines 
grundversorgenden medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit mindestens 
einem hausärztlichen Sitz, die eine Ausweitung ihres aufsuchenden Angebotes durch 
eine medizinische Fachangestellte mit dem Fokus auf Erfassung notwendiger Hilfen 
und Vermittlung von Unterstützungsstrukturen für ältere Patientinnen im Sinne eines 
Case Managements voranbringen wollen. Hierbei muss es sich um ein allgemein 
zugängliches Beratungsangebot für alle Bürgerinnen einer Region handeln, auch 
wenn sie nicht von der Hausarztpraxis oder dem MVZ medizinisch betreut werden. 
Näheres hierzu ist in Abschnitt 3 geregelt.
b) Kommunen, die ein aufsuchendes Angebot zur Erfassung des erforderlichen 
Unterstützungsbedarfs älterer Menschen bereithalten oder etablieren wollen.
Näheres hierzu ist in Abschnitt 3 geregelt.
Eine geteilte Antragstellung durch Kommune und Hausarztpraxis ist ebenfalls möglich.
3. Förderkriterien, Finanzierungsart, zuwendungsfähige Ausgaben
Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) übernimmt die 
Personalkosten, sofern diese Person folgende Kriterien erfüllt: •
• Abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Gesundheits- oder Pflegeberuf 
oder zum Sozialarbeiter/ zur Sozialarbeiterin
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Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration
HESSEN
• Abgeschlossene Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten mit der Qualifikation 
als Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH oder vergleichbare 
Qualifikation)
• Vertrautheit im Umgang mit älteren Menschen
• Fähigkeit zum Erkennen einer häuslichen Versorgungssituation sowie eines 
Unterstützungsbedarfs
• Fähigkeit, als Netzwerker*in in bestehende Hilfestrukturen vor Ort weiterzuvermitteln 
(z.B. Pflegestützpunkt, Bürgerverein, Mahlzeitendienst etc.)
• Fähigkeit, koordinierende Funktion innerhalb der bestehenden 
Unterstützungsangebote trägerneutral zu übernehmen
Zuwendungsfähige Ausgaben im Sinne dieser Ausschreibung sind:
• Personalkosten äquivalent bis zur Entgeltgruppe 9 TV-H
• Sachkosten, die im Zusammenhang mit der Qualifikation zur Versorgungsassistentin 
in der Hausarztpraxis (VERAH) oder Weiterqualifikation für Case Management- 
Aufgaben entstehen.
Die Anstellung mehrerer Personen, die diese Voraussetzungen erfüllen, ist förderfähig. Mit 
dem Förderantrag ist eine Arbeitsplatzbeschreibung und ein Versorgungskonzept vorzulegen, 
woraus die sozialräumliche Zuordnung der jeweiligen Gemeindeschwester und die Strategie 
zur Vernetzung erkennbar werden. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration 
fördert vorrangig sozialräumliche Ansätze, die zu einer möglichst flächendeckenden 
Versorgung mit Leistungen der Gemeindeschwestern führen.
Für Personen, die bereits in den Jahren 2018 und 2019 vom HMSI gefördert wurden, wird eine 
Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmenbeginns nach Nr. 1.3 W  zu § 44 
Landeshaushaltsordnung (LHO) genehmigt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung.
Sollten ergänzende Mittel für präventive Hausbesuche durch die Krankenkassen aus Mitteln 
des Präventionsgesetzes bereitgestellt werden, ist eine zusätzliche Finanzierung möglich und 
führt zu einer entsprechenden Erweiterung des Aufgabengebietes der Gemeindeschwester 
2.0.
Seite 3 von 5

■
 Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration
■
1 ^ 1  4 Verfahren
■
 Eine Antragstellung ist jederzeit möglich. Die Antragstellung erfolgt elektronisch über die 
E-Mail-Adresse qesundheitsnetze@hsm.hessen.de des Hessischen Ministeriums für Soziales 
und Integration. Ein Vordruck zur Antragstellung steht auf der Internetseite 
www.soziales.hessen.de/qesundheit zur Verfügung. Im Antrag sollte ein erkennbares Konzept 
zur Ausweitung der bisherigen Tätigkeiten im Bereich der sozialen Unterstützung älterer 
Menschen enthalten sein.
Ansprechpartner für generelle Fragen zum Fördergegenstand und -verfahren ist das
Hessische Ministerium für Soziales und Integration 
Frau Janine Antenucci, Frau Ellen Körting 
Referat V 1 A „Gesundheitspolitik“
Sonnenberger Straße 2/2a 
65193 Wiesbaden 
Tel.: 0611/3219-3852 oder-3390 
E-Mail: qesundheitsnetze@hsm.hessen.de
Anträge werden fortlaufend vom HMSI (Bewilligungsbehörde) geprüft. Sollten mehr 
Förderanträge eingehen, als Landesmittel zur Verfügung stehen, entscheidet das 
Eingangsdatum des Förderantrags.
Die Bewilligungsbehörde überwacht die zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel. 
Die Zuwendungsempfänger und die von ihnen beauftragten Träger stellen einen jährlichen 
Verwendungsnachweis zur Verfügung und haben in jede vom HMSI für erforderlich gehaltene 
Überwachung und Überprüfung einzuwilligen. Das Nähere wird im Zuwendungsbescheid 
geregelt.
Grundlage der Förderung bilden § 44 in Verbindung mit § 23 der LHO sowie die 
Verwaltungsvorschriften zu § 44 LHO. Das Prüfungsrecht des Hessischen Rechnungshofs 
nach § 91 LHO ist zu beachten.
HESSEN
Seite 4 von 5

■
 Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration
HESSEN
Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration beabsichtigt, die Förderung von 
Gemeindeschwestern 2.0 fortzuführen und hierüber eine Förder-Richtlinie zu erlassen.
Kai Klose 
Staatsminister
Seite 5 von 5

2020/0135

5078 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.05.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat       an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Dezernat V 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0135 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  050-003-1010 Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto: 48930-10 
 
Betreff: Förderantrag „Gemeindeschwester 2.0“ des HMSI  
 
Vorlage vom: 05.05.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat stimmt der Antragsstellung zu.  
2. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Antragsstellung zur Kenntnis.  
 
 
 
Anlagen: 200402_FörderantragGS_DA_End  
foerderausschreibung_2020  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

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Beschluss des Magistrats vom

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Begründung zur Magistratsvorlage vom  05.05.2020 
 
Die Hessische Landesregierung möchte Menschen, die Hilfe brauchen, aber selbst keinen 
Weg finden, diese Hilfe zu organisieren, mit einem Beratungsangebot von sogenannten 
Gemeindeschwestern (m/w/d) unterstützen. (Die Bezeichnung „Gemeindeschwester“ wurde 
vom Land Hessen vorgegeben und kann auf kommunaler Ebene umbenannt werden. 
Selbstverständlich kann die Stelle von Menschen jeglichen Geschl echts und religiöser 
Angehörigkeit ausgefüllt werden. Eine Namensänderung ist für Darmstadt im Nachgang 
vorgesehen. Für die Antragsstellung wird nun aber weiterhin die Bezeichnung 
„Gemeindeschwester“ beibehalten.)  
 
Die Personalkosten der Gemeindeschwester werden zu 100% vom Land getragen und können 
für die Haushaltsjahre 2020 bis 2024 beantragt werden. Eine Antragsstellung für jährlich 
55.000 € wird beabsichtigt. Eine kommunale Finanzierung darüber hinaus ist nicht 
vorgesehen. Die Antragsstellung erfolgt üb er die Kommune. Eine Zuwendungsvereinbarung 
wird mit dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Darmstadt -Stadt e.V. geschlossen. Die 
Verortung ist im DRK Ortsverband Wixhausen vorgesehen. Hier wird auch ein Arbeitsplatz 
vom DRK bereitgestellt.  
 
Anders als in ländlichen Gebieten, in denen die Erreichbarkeit eines Arztes/einer Ärztin eine 
große Hürde für ältere Menschen darstellt, ist im städtischen Gebiet die Problematik der 
sozialen Vereinsamung und der daraus resultierenden psychischen und körperlichen 
Beeinträchtigungen in den Fokus zu rücken. In städtischen Gebieten leben ältere Menschen 
oftmals ohne familiäre oder nachbarschaftliche Anbindung. Kleine Hilfen im Alltag, soziale 
Ansprache etc. bleiben durch die womöglich fehlende Fürsorge füreinander in urban en 
Gebieten aus. Gerade in der akuten Krisensituation erzeugt durch den Ausbruch des 
Coronavirus zeigt sich deutlich, dass gerade ältere Menschen vor neuen Herausforderungen 
stehen und auf sich alleine gestellt sind, wenn gewohnte Abläufe stocken und die r eguläre 
Versorgung (z.B. durch Medikamentenengpässe) nicht mehr gewährleistet sind.  
 
In Wixhausen sollen von der Gemeindeschwester ältere Menschen erreicht werden, die sich 
mehr und mehr aufgrund körperlicher, seelischer oder psychischer Belastungen aus d em 
sozialen und aktiven Leben zurückgezogen und keine Bezugspersonen vor Ort haben, die in 
regelmäßigem Kontakt mit ihnen stehen und im Bedarfsfall Verantwortung zur Hilfeleistung 
übernehmen würden.  Gleichermaßen sollen ältere Menschen angesprochen werden , bei 
denen eine solche Entwicklung antizipiert werden kann. Bspw. ältere Menschen, die kürzlich 
ihren/ihre PartnerIn verloren haben, die eine plötzliche Mobilitätseinschränkung erleben etc.. 
Die Gemeindeschwester soll ihr Engagement vor allem auf jene Ält ere richten, die schwer. 
erreichbar sind.  
 
Nach Analyse der unterschiedlichen Stadtbezirke Darmstadts, unter Berücksichtigung 
nachfolgender Kriterien, wird der Bezirk Wixhausen als geeigneter Standort zur Verankerung 
der Gemeindeschwester identifiziert.  
- Soziometrische Daten des Sozialatlas von 2018 und des städtischen Datenreports 
von 2019 (Altersstruktur, Anzahl der Personen pro Haushalt, Menschen ausländischer 
Herkunft) 
- Versorgungslage und soziale Infrastruktur  
- Erfahrungsberichte der StadtteilbewohnerIn nen und ehrenamtlich Engagierter, die an 
die Altenhilfeplanerin herangetragen wurden.  
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In Wixhausen bestehen Altenhilfestrukturen, die zu einem großen Teil von ehrenamtlichem 
Engagement getragen werden. Es ist keine hauptamtliche Stelle vor Ort, die das E hrenamt 
unterstützt und mit hauptamtlichen Akteurinnen und Akteuren vernetzt. Eine 
Gemeindeschwester kann an die bestehenden Strukturen anknüpfen und sie ausbauen.  
 
 
Darmstadt, 05.05.2020 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz     André Schellenberg  
Stadträtin     Stadtkämmerer 
 
 
 
 
 
Anlagen: 
Förderausschreibung  
Antrag der Stadt Darmstadt

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Orte (1)

  • Falltorstraße 58

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Details

Vorlagen-Nr.
2020/0135
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.05.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00