V/0559/2005
Münster - Stadt des Reitsports
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Beschlussvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Betrifft Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005, vom 27.04.2005 "Münster - Stadt des Reitsports" Beratungsfolge 29.06.2005 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: Der Hauptausschuss nimmt den Antrag der SPD-Fraktion (A-R/0018/2005) zur Kenntnis. Der An- trag (Anlage 1) wird zur abschließenden Behandlung an den Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen verwiesen. Kosten/Folgekosten Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. Finanzierung/Mittelbereitstellung ./. Begründung: Die Anfänge der städtischen Reitwegeplanung liegen 23 Jahre zurück. Bereits 1982 wurden vom damaligem Gartenbauamt, dem heutigen Amt für Gr ünflächen und Umweltschutz ein erstes Reit- wegekonzept für den Verwaltungsbereich der Stadt Münster erarbeitet. Das damals überwiegend auf den Hallensport und kleinere Distanzritte in der näheren Umgebung der Stallungen ausgerichtete Freizeitreiten und eine nur zögerliche Interessensbekundung der Vereine, Verbände und Reiterhöfe führten in der Vergangenheit zu einer ungenügenden und bruchstückhaften Umsetzung des damaligen Reitwegekonzeptes. Vorlagen-Nr.: V/0559/2005 Auskunft erteilt: Herr Scharf Ruf: 492 6723 E-Mail: scharfk@stadt-muenster.de Datum: 16.06.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Zwischenzeitlich haben sich auf Grund struktureller Änderungen in der Landwirtschaft, einer hohen Nachfrage nach Ausreitmöglichkeiten in der freien Landschaft und einer Betrachtung des Freizeit- reitsports unter touristischen Gesichtspunkten, die Rahmenbedingungen für städtische Reitwege- planung und die Realisierung eines überregionalen Reitwegeverbundes (Fern- und Wanderreitwe- genetz) mit Anschluss an die Nachbarkreise positiv entwickelt. Die regionale Identität des Münsterlandes ist neben der Park- und Landwirtschaft auch durch den Pferdesport und die Pferdezucht geprägt. Aufgrund der hohen Dichte an pferdesportlichen Einrich- tungen, Attraktionen, Veranstaltungen rund ums Pferd und einem fortlaufenden Anstieg an organi- sierten und nicht organisierten Reitern im Münsterland, lag es nahe die Potentiale des Wirtschafts- faktors Pferd und Reittourismus auszuloten. Zu diesem Zweck wurde im Sommer 2002 vom Frem- denverkehrsverband Münsterland Touristik Grünes Band e.V. die Erstellung eines Masterplanes „Pferderegion Münsterland“ in Auftrag gegeben. Im Rahmen des Masterplanes Pferderegion Münsterland wurden die vorhandenen Reitrouten und die Reitroutenplanungen der Kreise und der Stadt Münster erfasst, sowie erste Hinweise auf über- regionale Hauptreitroutenachsen und eine regionale Netzstruktur erarbeitet. Die positive Entwicklung der Freizeitreiterei im Gelände und die durch den Masterplan fokussierte Entwicklung und Förderung des Pferde- und Reittourismus als Wirtschaftsfaktor, führten in den letzen 4 Jahren zu einer Aktivierung der städtischen Reitwegeplanung Der Masterplan „Pferderegion Münsterland“ zielt darauf ab, das Münsterland als Pferderegion wei- ter zu entwickeln und touristisch unter dieser Marke zu bewerben. Zur Zielerreichung sind im We- sentlichen nachstehend aufgeführte Vorgaben auf regionaler und städtischer Ebene zu erfüllen: • Initiierung und Koordinierung des Aufbaus und der Pflege eines Reitroutennetzes • Vernetzung und Ausbau bestehender Angebotsbausteine, Veranstaltungen sowie beglei- tender Infrastruktur • Konzeption und Koordination von betrieblichen Qualitätsangeboten für Pferd und Reiter, Qualifizierungs- und Zertifizierungsmaßnahmen für Anbieter als Voraussetzung für eine zielgruppengerechte Ausstattung, Atmosphäre und Service • Konzeption, Koordination und Durchführung einer adäquaten Ansprache von Akteuren und Zielgruppen Die Umsetzung des Masterplans „Pferderegion Münsterland“ für das Stadtgebiet erfolgt in Bezug auf die Reitwegeentwicklung durch das Amt für Grünflächen und Umweltschutz. Die marketing bezogenen Bausteine werden von Münster Marketing weiter verfolgt. Die Gesamtkonzeption er- folgt im Zusammenhang mit den genannten Ämtern. Wegen der gesamtstädtischen Bedeutung schlägt die Verwaltung vor, den Antrag zur abschlie- ßenden Behandlung an den Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen zu verweisen. Mit Bezug auf den Antrag der SPD-Fraktion vom 14.04.2005, A-O/0022/2005, und der hierzu von der Be- zirksvertretung Münster-Ost am 19.05.2005 be schlossenen Ergänzung (Anlage 2) erfolgt auch eine Behandlung in der Bezirksvertretung Münster-Ost. I.V. gez. Joksch Stadtbaurat Anlagen
Anlage 1
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Antrag 27.04.2005 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Münster - Stadt des Pferdesports Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Masterplan „Münster - Stadt des Pferdesports“ für die nächsten fünf Jahre zu erarbeiten, der ein geschlossenes Reitwegenetz im Stadtgebiet und die Anbindung an das bestehende Reitwegenetz im Münsterland sicherstellt. 2. Zur Förderung und touristischen Vermarktung des Wanderreitens wird ein Handlungs- und Marketingkonzept erarbeitet. 3. Zur Finanzierung sollen neben Landeszuschüssen und städtischen Mitteln (die zum Teil aus der Reitabgabe finanziert werden sollen) auch in größerem Umfang Drittmittel aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen eingeworben werden. 4. Die Routenplanung wird in enger Kooperation mit verschiedenen Partnern in den Stadtteilen erstellt - auch um bürgerschaftliches Engagement beim Ausbau und der Pflege des Reitwegenetzes zu erleichtern. 5. Die Planung sowie die weitere Ausgestaltung des Reitwegenetzes wird von einem Projektbeirat aus Vertretern u.a. des Reitsports, der Landwirtschaft und des Naturschutzes sowie von Politik und Verwaltung begleitet. Begründung: Münster als eine Hauptstadt des Pferdesports besitzt einen guten Namen im nationalen und internationalen Reitsport. Hierzu tragen nicht nur hochrangige Turniere wie das „Turnier der Sieger“ bei, sondern auch und gerade die Vielzahl von reitbegeisterten Menschen im Raum Münster. Sie prägen die besondere Liebe zum Reitsport in einer der größten Pferderegionen Deutschlands. Diese führende Position gilt es, mit einem Projekt zum Ausbau der Reitwege in Münster nachhaltig auszubauen und langfristig zu sichern. Der zu erarbeitende Masterplan soll dabei u.a. folgende Punkte beinhalten: Anlage 1 Das zu erarbeitende Reitwegekonzept wird Bestandtei l der Leitlinien zur Stadtentwicklung für die Bereiche Freizeit, Erholun g und Grünordnung. In der Umsetzung soll zunächst ein attraktives Reitwegenetz in Münster ausgebaut werden, dass dann an die bestehenden Reitwegenetze des Müns terlandes angebunden wird, damit die Reiterinnen und Reiter nicht vor den Tore n der Stadt Münster Halt machen müssen. Der Ausbau kann auch mit Hilfe von Umwidmun gen von Wirtschafts- oder Wanderwegen vorangetrieben werden. Insbesondere gil t es auch die Anbindung des Emshofs und des Heidekrugs als Reitstationen mit en tsprechenden Einrichtungen zu fördern. In diesem Umfeld ist ein Naturlehrpfad zu schaffen, um das Reiten zu einem wahren Naturerlebnis für Pferd und Reiter werden zu lassen. Entlang des Wegenetzes sind Reitstationen in enger Kooperation mit den Reitvereinen und touristischen Ausflugszielen zu realisieren. Das veränderte Freizeitverhalten und die hohe Bedeu tung des sanften Tourismus sind gerade für die wachsende Gruppe der Wander- un d Distanzreiter von großer Bedeutung. Münster braucht daher ein spezielles Mar ketingkonzept für den „sanften Tourismus“, für das der Reitsport der erste Baustein sein kann. Die Pferderegion des Münsterlandes kann nur im Rahmen eines ganzheitlich en Konzepts weiter vorankommen und besser vermarktet werden. Um den ho hen Freizeitwert nutzen zu können, ist eine Vernetzung der Reitwege zwingend e rforderlich. Diese müssen mit attraktiven Angeboten wie dem Pferdemuseum, einer V ielzahl von Reitvereinen sowie weiteren touristischen Highlights und Events („Wanderreiten – Rund um Münster“) verbunden und ergänzt werden, die für jeden Pferdefreund einen Urlaub in der Pferderegion des Münsterlandes erstrebenswert machen. Die weitere Planung wird durch einen Projektbeirat begleitet, damit hier der Sachverstand aus Politik und Gesellschaft eingebund en werden kann. Mitglieder dieses Projektbeirates sollten sein: Vertreter der im Rat vertretenen Parteien und der Verwaltung, NABU Münster, Deutsche Reiterliche Vere inigung, Reitvereine, Bauernverband, Tourismuswirtschaft (Hotel- und Gast stättenverband), Stadtsportbund. Als Aufgaben des Projektbeirates si nd die Mitgestaltung am Masterplan sowie am Ausbau und bei der Entwicklung eines Marketing- und Nutzungskonzepts zu sehen. Das Ziel, Münster als Stadt des Pferdesports weiter auszubauen, kann aus eigener Kraft von der Stadt Münster nicht geleistet werden. Hier sind unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche einzubinden. Dabei sind die Wirtschaftsförderung bzw. Münster-Marketing besonders gefordert, der Wirtsch aft die Teilnahme an diesem Projekt zu ermöglichen. Interessierte Bürgerinnen u nd Bürgern sowie gesellschaftliche Gruppen in der Stadt sind als Sponsoren und Paten zu gewinnen. Gaby Kubig-Steltig Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger Marianne Hopmann Udo Reiter Wolfgang Heuer Ralf Hubert Moritz von Schmeling Alexander Bercht Michael Jung Anne Schulze Wint zler Anika Bergner Marianne Koch Joachim Tonn Philipp Gabriel Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Beanka Ganser
Anlage zur Vorlage V/0559/2005
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A-O/0022X/2005 SPD-Fraktion | 14. April 2005 in der BV Münster-Ost Antrag an die BV „Münster-Ost: Zentrum des Pferdesports" Die BV Ost möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung des Reitwegenetzes für Münster-Ost zu erarbeiten. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen: =» Als Oberziel für den Ausbau des Reitwegenetzes von Münster-Ost ist die Vernetzung mit dem Reitwegenetz von Warendorf voranzutreiben, welches im Rahmen eines Masterplans in den Ausbau des Reitwegenetzes der Stadt Münster einfließen soll. = Ein Naturlehrpfad vom westfälischen Pferdezentrum in Handorf zum Heidekrug an den Rieselfeldern soll im Rahmen eines Ausbau des Reitwegenetzes für Reiter geschaffen werden, damit ökologisch wertvolle Ansatzpunkte vermittelt werden, um das Reiten zu einem wahren Naturerlebnis werden zu lassen. « Die Bildung von Reitstationen ist in enger Kooperation mit den Reitvereinen und besonderen touristischen Ausflugszielen zu realisieren. Konkret gilt es, insbesondere die Anbindung des Heidekruges als Reitstation mit entsprechenden Einrichtungen zu fördern. = Münster braucht ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften Tourismus’, denn die Pferderegion des Münsterlandes kann nur als ganzheitliches Konzept weiter vorankommen und besser vermarktet werden. Begründung: ‘ Münster als hiesige Hauptstadt des Pferdesports besitzt einen guten Namen im nationalen und internationalen Reitsport. Hierzu tragen nicht nur hochrangige Turniere wie das „Turnier der Sieger“ bei, sondern auch und gerade die Vielzahl von reitbegeisterten Menschen im Raum Münster. Sie prägen die besondere Liebe zum Reitsport in einer der größten Pferderegionen Deutschlands. Diese führende Position gilt es, mit einem Projekt zum Ausbau der Reitwege in und um Münster nachhaltig auszubauen und langfristig zu sichern. Münster braucht eine Verknüpfung der Reitwege mit attraktiven Angeboten wie das Pferdezentrum in Sudmühle, das Pferdemuseum sowie einer Vielzahl von Reitvereinen sowie touristischen Highlights, die für jeden Pferdefreund einen Urlaub in der Pferderegion des Münsterlandes erstrebenswert machen. Daher ist eine Vernetzung der Reitwege zwingend erforderlich, um diesen hohen Freizeitwert besse 2 Anlage 2 72 Das veränderte Freizeitverhalten und die hohe Bedeutung des sanften Tourismus sind gerade für die wachsende Gruppe der Wander- oder Distanzreiter von großer Bedeutung. Deshalb soll zur Förderung des Reittourismus vorrangig die Anbindung an das Reitwegenetz von Warendorf sowie ein attraktives Reitwegenetz in Münster erreicht werden, damit nicht die Reiterinnen und Reiter vor den Toren der Stadt Münster Halt machen müssen. Der sanfte Tourismus ist bei allen Planungsschritten zu berücksichtigen. Daher ist eine Anlage oder ein Ausbau von Reitwegen in bestehenden oder geplanten Naturschutzgebieten nicht möglich. Bei der Ausführung der Reitwege sollen keine versiegelten Wege entstehen, und wassergebundene Decken sind nur im unbedingt erforderlichen Umfang (etwa auf nassen Lehmböden) vorzusehen. Die Ausfertigung der Wege sollte vorzugsweise als offener Boden oder mit Sand oder Rindenmulch und Holzhäcksel aus lokaler Herkunft gestaltet werden. Für die Fraktion (OR Auszug aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 19.05.2005 Die Bezirksvertretung Münster-Ost beschloss einstimmig den Antrag der SPD-Fraktion mit folgenden Erweiterungen: „Die BV Ost möge im Rahmen des gestellten Ratsantrages der SPD beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung des Reitwegenetzes für Müns- ter-Ost zu erarbeiten. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen: « Als Oberziel für den Ausbau des Reitwegenetzes von Münster-Ost ist die Vernetzung mit dem Reitwegenetz von Warendorf voranzutreiben, welches im Rahmen eines Master- plans in den Ausbau des Reitwegenetzes der Stadt Münster einfließen soll. « Ein Naturlehrpfad vom westfälischen Pferdezentrum in Handorf zum Heidekrug an den Rieselfeldern soll im Rahmen eines Ausbaus des Reitwegenetzes für Reiter geschaffen werden, damit ökologisch wertvolle Ansatzpunkte vermittelt werden, um das Reiten zu einem wahren Naturerlebnis werden zu lassen. « Die Bildung von Reitstationen und Reiterhöfen, Reitbetrieben etc. ist in enger Kooperati- on mit den Reitvereinen und besonderen touristischen Ausflugzielen zu realisieren. Kon- kret gilt es, insbesondere die Anbindung des Heidekruges als Reitstation mit entspre- chenden Einrichtungen zu fördern. Münster braucht ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften Tourismus“, denn die Pferderegion des Münsterlandes kann nur als ganzheitliches Konzept weiter vorankommen und besser vermarktet werden.“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0559/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 16.06.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37