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Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 36 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Start der Beteiligung zum Modellprojekt „Lebenswertes Winzerveedel – Gut unterwegs, gerne da!“

Mitteilung Ausschuss 1058/2026 vom 22.04.2026

Stand: Am 07.05.2026 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Dezernat, Dienststelle III/68/681/2 Vorlagen-Nummer 22.04.2026 1058/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Mobilitätsausschuss 28.04.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.05.2026 Start der Beteiligung zum Modellprojekt „Lebenswertes Winzerveedel – Gut unterwegs, gerne da!„ Die Verwaltung hat zur Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt am 02.09.2025 eine Be- schlussvorlage zum Projekt „Lebenswertes Winzerveedel – gut unterwegs, gerne da!“ einge- bracht (Vorlage-Nr. 1732/2025). Die Bezirksvertretung Innenstadt hat beschlossen, die Beteili- gung zu dem Projekt sowie die weiteren Planungsschritte durchzuführen. Zu Beginn des Jahres wurde die Finanzierung des Modellprojekts unter den Bedingungen der aktuell gültigen Haushaltsbewirtschaftungsverfügung geklärt. Die Beteiligung und Planung werden dieses Jahr erfolgen. In zeitlicher Nähe zur Veröffentlichung dieser Mitteilung werden die Anlieger*innen im Winzerveedel per Hauswurfsendung über das Projekt und die kommen- den Beteiligungsphasen informiert. Das Modellprojekt knüpft inhaltlich eng an den Bürgerrat „Mobil im lebenswerten Quartier“ an, welcher im Mai 2025 abgeschlossen wurde (Vorlage Nr. 1779/2025). Gegenstand des Modell- projekts ist es unter anderem, die im Bürgerrat gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis zu er- proben. Ebenso zahlt das Projekt „Lebenswertes Winzerveedel“ mit den verschiedenen Maß- nahmen auf die Umsetzung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ ein und soll als Vorbild für weitere Projekträume dieser Art dienen. Als weiterer Teil der Information und Angebote vor Ort sollen modulare Stadtmöbel u. a. mit Sitzmöglichkeiten und Bepflanzung eingesetzt werden. Sie sollen Aufmerksamkeit für das Projekt schaffen und das Modellprojekt vor Ort greifbar machen. Hierfür leiht die Stadt Köln beim Zukunftsnetz Mobilität NRW einen Satz der sog. „Stadt-Terrassen“. Diese sollen voraus- sichtlich von Mitte Mai 2026 an für rund drei Monate an verschiedenen Stellen im öffentlichen Straßenraum im Winzerveedel aufgestellt werden. Vorübergehend werden daher etwa 15 von den ca. 425 Parkplätzen im Veedel mit Möbeln bestückt. Nach Abschluss der Informationsphase beginnen die Beteiligungsformate mit einer Auftaktver- anstaltung, welche voraussichtlich für Ende Mai oder Anfang Juni terminiert wird. Über diese wird in einer weiteren Anliegerinformation sowie mittels Plakataushängen vor Ort und über das städtische Beteiligungsportal gesondert informiert. Die verschiedenen Beteiligungsphasen – Ideensammlung, Ideenkonkretisierung und Feedback zum Planungsentwurf – erstrecken sich voraussichtlich bis zum Herbst 2026. Die Auswertung der abgeschlossenen Beteiligung und die Vorlage des darauf aufbauenden Konzepts wird voraussichtlich Anfang 2027 erfolgen. 2 Eine weitere Mitteilung zum Stand des Projekts ist nach jetzigem Stand zur Sitzung am 17.09.2026 (Bezirksvertretung Innenstadt) bzw. 22.09.2026 (Mobilitätsausschuss) vorgese- hen. Gez. Egerer Anlage: Beteiligungskonzept (aus Vorlage 1732/2025)
  • Anlage 1 - Beteiligungskonzept Winzerveedel

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    1 von 7 A nlage 1 Beteiligungskonzept zum Modellprojekt „Lebensw ertes Winzerveedel – Gut unterwegs, gerne da!“ Stand: 12.08.2025, redaktionelle Anpassungen vom 15.04.2026 Mit diesem Beteiligungskonzept beschreibt die Verwaltung die Planung des Beteiligungsprozesses zum oben genannten Vorhaben. Das Beteiligungskonzept ist auf Basis eines Planungsworkshops mit verschiedenen Vertreter*innen und Multiplikator*innen entstanden (unter ander em aus verschiedenen Fachämtern der Verwaltung, von der Industrie - und Handelskammer Köln sowie der Handwerkskam- mer zu Köln, von der Bürgerinitiative Winzerveedel und vom stadtgesellschaftlichen Beratungsgre- mium Öffentlichkeitsbeteiligung). Gemäß der Leitlinien für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln wird das Beteiligungskonzept dem für das oben genannte Vorhaben zuständigen Beschlussgremium zur Entscheidung vorgelegt. Im Anschluss an die Entscheidung plant die Verwaltung die konkreten Schritte weite r aus und startet mit der Umsetzung. I. Grundlagen Kontext Die Bezirksvertretung Innenstadt hat am 05.09.2024 die Verwaltung damit beauftragt, das Gebiet „Winzerveedel“ als Modellprojekt für einen Superblock in Betracht zu ziehen und ein entsprechendes Konzept zu entwickeln (Vorlage Nr. 2370/2024). Die Bezirksvertretung Innenstadt hat die Verwaltung beauftragt, eine Öffentlichkeitsbeteiligung zu dem Planungskonzept „Einrichtung ei nes verkehrsberu- higten und begrünten „Superblocks" zwischen Volksgarten und Barbarossaplatz (Winzerveedel)“ durchzuführen und ein entsprechendes Beteiligungskonzept zu erstellen. Der Wunsch der Einrichtung eines verkehrsberuhigten und begrünten Quartiers ergibt sich aus einer Bürgereingabe gem. §24 GO (Einrichtung eines verkehrsberuhigen und begrü nten „Superblocks“ zwi- schen Volksgarten und Barbarossaplatz (Winzerveedel)) . Das „Winzerveedel“ wird durch folgende Straßen umschlossen: Eifelstraße, Pfälzer Straße, Salierring, Luxemburger Straße und Moselstraße. Die verkehrliche und rechtliche Machbarkei t eines „Superblocks Winzerveedel“ muss durch die Fach- verwaltung geprüft werden. Um die Planungen aufzunehmen, müssen unter anderem Knotenstrom- zählungen, Erhebungen des Durchgangsverkehrs sowie der Nutzung von Stellplätzen im Straßen- raum und Lade- und Lieferzonen (ruhender Verkehr) durchgeführt und ausgewertet und anschließend ein Verkehrskonzept erstellt werden. In diesem Zuge soll auch die Bürgereingabe zur Kreuzung Mo- sel- / Pfälzer- / Saarstraße (Vorlage Nr. 3966/2019) bearbeitet und in die Planung integriert werden. Die Verkehrserhebungen bieten die Grundlage für ein Verkehrskonzept (fließender und ruhender Ver- kehr) für das Viertel. Neben den verkehrlichen Anpassungen ist es auch Teil der Grundidee von „Su- perblocks“, eine städtebauliche Aufwertung und Begrünung im Quartier vorzunehmen. Diese Veränderungen lösen eine hohe Betroffenheit auf allen Seiten (Einwohner*innen, Besucher*in- nen, Gewerbetreibende, Paketdienste etc.) aus, was es notwendig macht, die Betroffenen im Quartier durch eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung vorzeitig in die Überlegungen einzubeziehen. Dies erhöht zum einen die Akzeptanz der beschlossenen Maßnahmen und verbessert die Planungen durch loka- les Wissen sowie Erfahrung vor Ort. Mögliche Konflikte können so frühzeitig erkennt werden und mög- 2 von 7 liche unterschiedliche Interessen der Zielgruppen sichtbar gemacht, sowie für die weitere Planung be- rücksichtigt werden. Vorschläge und Ideen der Zielgruppen ermögliche n zudem eine bedarfsgerechte und nutzendenzentrierte Planung. Mit dem Projekt betritt die Kölner Verwaltung Neuland. Der Raum im Winzerveedel wird daher als Mo- dell-Superblock betrachtet. Durch die Beteiligung wird der Öffentlichkeit vor Ort die Chance gege ben, Maßnahmen mitzugestalten, welche die Lebensqualität des Winzerveedels verbessern sollen. Das Modellprojekt knüpft inhaltlich eng an den Bürgerrat „Mobil im lebenswerten Quartier“ an, welcher im Mai 2025 abgeschlossen wurde. Der Bürgerrat hat sich dabe i umfassend mit den Zielen und Maß- nahmen für eine zukunftsfähige Gestaltung der Straßenräume in Quartieren mit überwiegender Wohn- nutzung befasst. Die Ergebnisse des Bürgerrates wurden im Juni 2025 veröffentlicht (Vorlage Nr. 1779/2025). Aufbauend auf den Ergebnissen des Bürgerrates soll eine stadtweite Konzeption „Mobil im lebenswerten Quartier“ erarbeitet werden. Die Vorbereitung dazu läuft parallel. Inhaltlich befasste sich der Bürgerrat weitreichender und ohne konkreten Ortsbezug mit der Thematik. Der Bürgerrat kann damit die Beteiligung der Betroffenen vor Ort nicht ersetzen. Das Modellprojekt bietet jedoch die Chance, Ideen und Empfehlungen zu erproben und wertvolle Erkennt nisse für die stadtweite Konzeption „Mobil im lebenswerten Quartier“ und den nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“ zu ziehen. Umsetzungsbedingungen Die Federführung, das Gebiet „Winzerveedel“ als Modellprojekt für einen Superblock zu betrachten und ein entsprechendes Konzept zu entwickeln, liegt beim Amt für Nachhaltige Mobilitätsentwicklung (68). Bei der Konzeption, Durchführung und Evaluation der Beteiligung unterstützt das Büro für Öffent- lichkeitsbeteiligung (OB -12). Innerhalb des Vorhabens sind themenspezifisch weitere Dienststellen der Stadt Köln zu beteiligen. II. Inhalte, Beteiligungsstufe und Zielgruppen Beteiligungsthemen Das zentrale Ziel des Vorhabens „ Lebenswertes Winzerveedel“ besteht darin, die Lebensqualität i m Quartier zu steigern und den öffentlichen Raum aufzuwerten . Dadurch ergeben sich folgende Be- teiligungsthemen: - Anpassung der Verkehrsführung o Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, insbesondere zur Unterbindung des Durch- gangsverkehrs o Neuordnung des ruhenden Verkehrs o Förderung des Radverkehrs, bspw. durch die Einrichtung neuer Fahrradstraßen o Verbesserung des Fußverkehrs, insbesondere durch barrierefreie, komfortable Geh- wegbreiten o Sicherstellung der Erreichbarkeit - Aufwertung des öffentlichen Raums 3 von 7 o Erhöhung der Aufenthaltsqualität (unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit), zum Beispiel durch Straßenmöblierung o Schaffung von Treffpunkten in der Nachbarschaft o Maßnahmen zur Klimaanpassung, Hitzereduktion und Luftverbesserung, zum Beispiel durch mehr Grün Zusätzlich dient das Modellprojekt dazu, Erkenntnisse für die Planung und Umsetzung von weiteren vergleichbaren Projekten in Köln zu gewinnen. Beteiligungsziel(e) Ziel der Beteiligung ist es, das Projekt so zu planen, dass er den Bedarfen der Menschen und Betrie- ben vor Ort entspricht. Daher ist es erforderlich, die Erfahrungen und das lokale Wissen zu kennen und so auch mögliche Konflikte zwischen verschiedenen Interessen zu erkennen. Um das Ziel zu erreichen, ist es zentral, die Betroffenen (siehe unten) über das Vorhaben bereits im frühen Stadium zu informieren und in den Prozess einzubeziehen. Ebenso zentral ist es, möglichst viele Perspektiven zu erreichen und im Verfahren mit einzubeziehen. Damit gemeint sind auch Ziel- gruppen, die sich erfahrungsgemäß eher weniger beteiligen (sogenannte stille Zielgruppen), um so eine bedarfsgerechte Planung zu ermöglichen. Intensitätsstufe Die Intensitätsstufe beschreibt, wie aktiv das Beteiligungsverfahren ausgerichtet ist, um die Beteili- gungsziele zu erreichen. Hier handelt es sich um die Intensitätsstufe „Mitgestaltung“. Die Verwaltung lädt die Öffentlichkeit ein, ihre Ideen, Bedarfe, Bedenken und Erfahrungen zu teilen und sich aktiv in die Gestaltung einzubrin- gen. Die Intensität ist vom jeweiligen Thema abhängig: - Anpassung der Verkehrsführung Für die Anpassung des Verkehrs (fließender und ruhender Verkehr) wird die Verwaltung einen Entwurf als Grundlage erstellen. Zu diesem kann die Öffentlichkeit Rückmeldungen und Hinweise geben. Diese werden bei der weiteren Plan ung berücksichtigt. - Aufwertung des öffentlichen Raums Hier wird die Öffentlichkeit eingeladen, ihre Bedarfe und Ideen sowie Erfahrungen und Bedenken einzubringen. Auf Grundlage dieser werden im Rahmen von Gestaltungsworkshops Maßnahmen entwickelt. Ziel ist es, neben Maßnahmen, welche durch die Verwaltung beau ftragt oder erbracht werden müssen auch Maßnahmen zu entwickeln, welche die Öffentlichkeit eigenständig (in Zu- sammenarbeit und Abstimmung mit der Verwaltung) umsetzen kann. Zielgruppen: Innerhalb des Projektes gibt es verschiedene Zielgruppen. Räumlich vom Vorhaben Betroffene :  Anwohner*innen Das Gebiet „Winzerveedel“ umfasst 1564 Haushalte. Hiervon sind 73,7 % Einpersonenhaushalte und 67,7 % unter 45 Jahre. 4 von 7  216 Gewerbebetreibende, darunter 11 Handwerksbetriebe (z.B. Friseur*innen, Bau - und Aus- baugewerke, Installateur*innen), Gastronomie.  Schulen und Kitas o Grundschule Pfälzerstraße (Pfälzer Str. 30 -34, 50667 Köln) o Paul-Maar-Schule: Förderschule Sprache (Marienplatz 2, 50676 Köln) o Die Farbkleckse e.V. (Burgunderstraße 26, 50667 Köln) o Wekita GmbH Kindeb etreuung Köln (Salierring 45, 50667 Köln) o Siralinis Salier Pänz (Salierring 26, 50677 Köln Neustadt -Süd)  Kirchen (über das Veedel hinaus bedeutsam, Anreisende aus ganz Köln) o Evangelische Freikirche (Burgunderstraße 16, 50677 Köln) o Internationale Freikirc he (Salierring 25, 50667 Köln)  Diakonisches Werk (Salierring 19, 50667 Köln), Die Heilsarmee – Korps Köln (Salierring 25, 50667 Köln) Thematisch vom Vorhaben Betroffene:  Eigentümer*innen der Gebäude im „Winzerveedel“ Nutzer*innen des „Winzerveedels“:  Verkehrsteilnehmer*innen (Auto, Fahrrad, ÖPNV; zu Fuß)  Besucher*innen und Kund*innen von Gewerbe und Gastronomie  (Kurier-Express-Paket-) Dienstleister*innen Indirekt vom Vorhaben Betroffene:  Interessensverbände für Verkehrs -, Klima - und Wirtschaftsthemen: ADFC, VCD, Fuß e.V., AGORA, ADAC, IHK, HWK  Betreiber*innen von Mobilitätsdienstleistungen (z.B. Ampido, Cambio, Free2Move, MILES, Nextbike (KVB -Rad), E -Scooter-Betreiber*innen)  Umliegende Quartiere, insbesondere östlich des Viertels (es handelt sich um ein g emeinsa- mes Bewohnerparkgebiet) Veränderungen können bei Menschen oft Unbehagen und Widerstand auslösen. Hier müssen geeig- nete Mittel gefunden werden, um Betroffene zu Beteiligten zu machen und sie in die Gestaltung des Winzerveedels einzubeziehen um somit eine bedarfsgerechte und nutzerorientierte Planung zu ge- währleisten. Diese werden in Abschnitt III beschrieben. Es gibt einige konkrete Aspekte, welche im Projekt „Lebenswertes Winzerveedel“ besonders berück- sichtigt werden müssen, da sie erfahrungsgemäß ein hohes Konfliktpotenzial bieten: - Erreichbarkeit: Insbesondere für Gewerbetreibende, aber auch für alle räumlich vom Vorha- ben Betroffenen, ist es wichtig, eine gute Erreichbarkeit zu gewähr leisten. - Neuordnung des Parkraums : Durch die Anpassung des fließenden und ruhenden Verkehrs wird sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Parkplätze voraussichtlich verringern. Hier 5 von 7 ist ein besonderer Fokus auf die Zielgruppen zu legen, welche auf Park plätze angewiesen sind (beispielsweise Gewerbetreibende und Kund*innen). Möglicherweise bietet auch die Aufwertung des Raumes ein Konfliktpotenzial, da hierdurch die Immo- bilien an Wert gewinnen und somit der Mietspiegel steigen könnte. Gegen diese Befürch tung der vor Ort aktiven Bürgerinitiative kann jedoch keine Maßnahme entwickelt werden. III. Ablauf der Beteiligung und Kommunikationsmaßnahmen Nachfolgend wird der geplante Ablauf der Öffentlichkeitsbeteiligung in Phasen dargestellt. Die Phasen und die dazugehörige Kommunikation werden im Laufe des Prozesses weiter konkretisiert und den Gegebenheiten angepasst. Phase 1: Information Der Beteiligungsprozess startet mit einer umfangreichen Information. Alle räumlich vom Vorhaben be- troffenen (vgl. vorheriges Kapi tel) werden per Postwurfsendung über das Vorhaben informiert. Zeit- gleich werden im Umfeld Plakate aufgehängt. Hier führt ein QR -Code zu weiteren Informationen auf das städtische Beteiligungsportal. Phase 1 soll rund einen Monat dauern. Zusätzlich sollen mit Beginn der Kommunikation erste Interventionen vor Ort durchgeführt werden, um Aufmerksamkeit für das Projekt zu schaffen. Für ca. drei Monate sollen modulare Stadtmöbel das Modellprojekt für die Menschen im Winzerveedel greifbar machen. Dafür bewirbt sic h die Stadt Köln für den Einsatz der Stadtterrassen, welche über das Zukunftsnetz Mobilität NRW ausgeliehen und während der Beteiligungsphasen bestehen bleiben können. Vorteil der Stadtterrassen ist, dass die Möbel nur temporär aufgestellt werden und keine dauerhafte und somit vorgegriffene Maßnahme dar- stellen. Die modularen Stadtmöbel können durch die zeitliche Begrenzung Aufmerksamkeit schaffen und eine mögliche Angst vor der Veränderung nehmen. Circa einen Monat nach Beginn der Kommunikationsmaßnahmen u nd Aufstellen der Stadtterrassen wird eine Auftaktveranstaltung angeboten, welche dazu dient, dass die Menschen an dem Beteili- gungsprozess teilnehmen und die bereits bestehenden Rahmenplanungen der Stadt kennen (zum Beispiel der nachhaltige Mobilitätplan „ Besser durch Köln“, Masterplan Parken, Radverkehrskonzept Innenstadt etc.). Die Presse wird laufend über das Modellprojekt und die weiteren Schritte informiert . Phase 2: Feedback, Ideensammlung und -konkretisierung Direkt im Anschluss an die Auftaktverans taltung startet die zweite Phase , welcher etwa zwei Monate Zeit gegeben werden soll . Mithilfe eines „Ideen-Briefkastens“ an den aufgestellten Stadtterrassen und im Rahmen einer Online - Beteiligung können die Zielgruppen ihre Rückmeldungen und Hinweise zum Entwurf der Verwaltung für die Verkehrsführung (fließender und ruhender Verkehr) sowie Ideen und Bedürfnisse zur Aufwer- tung des öffentlichen Raums teilen. Ebenso wird es Platz für Bedenken, Kritik und Fragen geben. Bei der Beteiligung der Gewerbetreibenden vor Ort wird die Verwaltung von der Industrie - und Hand- werkskammer (IHK) Köln und der Handwerkskammer (HWK) zu Köln unterstützt. Diese Rückmeldun- gen werden durch die Verwaltung aufgenommen und innerhalb der Planung aufgegriffen. Zusätzlich wird es an einz elnen Tagen eine aufsuchende Beteiligung vor Ort geben, um auch die Ziel- gruppen zu erreichen, welche zum einen vom Vorhaben räumlich betroffen sind, sich jedoch aufgrund von möglichen Beteiligungshemmnissen nicht proaktiv an der Gestaltung des Winzerveedel s beteili- gen würden (sogenannte Stille Zielgruppen). 6 von 7 Im Anschluss an die Ideensammlung soll es einen Gestaltungsworkshop mit den verschiedenen Ziel- gruppen geben. Hier sollen Ideen weiterbearbeitet und konkretisiert werden. Bei Maßnahmen, welche größtenteils durch die Bürger*innen eigenständig umgesetzt werden können, wird die Verwaltung bei der Umsetzung unterstützen. Grundidee ist es, Bürger*innen auch zu befähigen und dabei zu unter- stützen, einzelne Ideen selber umzusetzen und so einen koproduktiven Char akter des Projektes zu fördern. Beteiligungspause: Planung Neben dem Beteiligungsprozess werden parallel Verkehrserhebungen und -untersuchungen durchge- führt. Diese werden dann mit den ausgewerteten Ideen und Maßnahmen aus der Öffentlichkeitsbeteili- gung zusammengebracht und stellen die Grundlage für einen Planungsentwurf dar. Phase 3: Entwurf und Feedback Um Feedback zu dem Planungsentwurf einzuholen, werden zu diesem Zeitpunkt erneut Postwurfsen- dungen verteilt sowie Plakate veröffentlicht. Eine Feedback -Veranstaltung führt des Weiteren dazu, dass die Beteiligten vor Ort ihre Rückmeldung zu den Planungen äußern können. Zusätzlich wird es die Möglichkeit geben, den Planungsentwurf online zu prüfen und Feedback zu geben. Hierfür ist rund ein Monat Zeit vorgesehen. Da das Vorhaben einen Modellcharakter hat und Strahlkraft für weitere Verfahren besitzt, wird eine sogenannte Spurgruppe eingerichtet, die aus relevanten Stakeholdern besteht. Sie begleitet den Be- teiligungsprozess und hat zur Aufgabe, bei der Prozessg estaltung und Konzeption der Beteiligungsfor- mate zu unterstützen und gegebenenfalls Anpassungen des Prozesses anzustoßen. Die Spurgruppe „spurt“ den Prozess also vor und besteht aus dem Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, dem De- zernat für Mobilität, dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung, der IHK und HWK sowie der Bürgerinitia- tive Winzerveedel. Im Verlauf des Prozesses können neue Mitglieder, wie z.B. Institutionen vor Ort, beitreten, was die Spurgruppe zu einem dynamischen und lebendigen Gremium ma cht. IV. Evaluation Nach Abschluss des Beteiligungsprozesses erfolgt durch die Mitglieder der Spurgruppe eine Selbste- valuation in Form einer Retrospektive. Diese hat zum Ziel, eine noch laufende Öffentlichkeitsbeteili- gung zu verbessern, aus einer abgeschlos senen Öffentlichkeitsbeteiligung für zukünftige Verfahren zu lernen und generell die Beteiligungskultur in Köln zu professionalisieren und zu verbessern. Da das Vorhaben einen Modellcharakter hat und Strahlkraft für weitere Verfahren besitzt, ist an eine E valua- tion an dieser Stelle unverzichtbar. Grundlage der Selbstevaluation sind die vom Rat der Stadt beschlossenen Qualitätsstandards für gute Öffentlichkeitsbeteiligung: 7 von 7 Die Leitfrage in der Selbstevaluation lautet: Inwieweit wurden bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Öffentlichkeitsbeteiligung die Qualitätsstandards eingehalten bzw. erreicht? Detail- lierter: o Wie wurde ein Rahmen für eine respektvolle und faire, auf die Sache gerichtete, Be- teiligung geschaffen? o Wurde frühzeitig und transparent über den Beteiligungsprozess und dessen Inhalt in- formiert? o Wurden offene, allgemein zugängliche Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen? o Wurden „stille Zielgruppen“ zur Mitwirkung ermutigt? Wie? o Wurde der Beteiligungsgegenstand, di e Ziele und der Gestaltungsspielraum von Be- ginn an deutlich kommuniziert? Wurden auch die Grenzen der Beteiligung benannt? o Wurde klar, wie die Ergebnisse der Beteiligung in den politischen Entscheidungspro- zess einfließen? Wurden die Entscheidungen abgewoge n, begründet und verbindlich umgesetzt
  • Anlage 2 - Übersichtsplan

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    7 Stadtplanwerk Ruhrgebiet 2.0 © Regionalverband Ruhr und Kooperationspartner j (Lizenz: dl-de/by-2-0), Datengrundlagen: ALKIS, ATKIS - Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dl-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap - Mitwirkende (License: 2 EN x” > rg . , & > % N » RO $ L ( N VAL > . % y NG " Tritrer Str. _ ni Str. N

Beratungsverlauf

  1. 28.04.2026

    Mobilitätsausschuss

    TOP 6.2.16, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 07.05.2026 zuletzt

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 8.14, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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