3605/2021
Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2019 - Beteiligungsbericht 2019
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Beschlussvorlage Rat
3096 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 3605/2021 Freigabedatum 18.11.2021 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2019 - Beteiligungsbericht 2019 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt den Beteiligungsbericht 2019 zur Kenntnis. Finanzausschuss 06.12.2021 Rechnungsprüfungsausschuss 07.12.2021 Rat 14.12.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Beteiligungsberichts haben sich in NRW zum 01.01.2019 geändert. Das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung des Neu- en Kommunalen Finanzmanagements für Gemeinden und Gemeindeverbände im Land Nordrhein-Westfalen (2. NKFWG) sowie die darauf beruhende Kommunalhaushaltsverord- nung (KomHVO) sind mit Wirkung vom 01.01.2019 in Kraft getreten. Nach dem Erlass des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein- Westfalen (MHKBG Nordrhein-Westfalen) vom 15.02.2019 finden die neuen Regelungen erstmals auf den zum 31.12.2019 zu erstellenden Jahresabschluss der Kommunalverwaltung Anwendung. Bislang hatte die Stadt Köln zur Information der Ratsmitglieder und der Einwohnerschaft nach §117 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NW) einen Bericht über ihre Be- teiligung an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des privaten Rechts zu er- stellen. Da jedoch seit 2019 nur noch diejenigen Gemeinden einen Beteiligungsbericht erstel- len, die gem. §116a GO NRW größenabhängig keinen Gesamtabschluss aufstellen müssen, entfällt für die Stadt Köln zukünftig die Verpflichtung einer Berichterstattung nach §117 Abs. 1 GO NRW. Die Verwaltung schreibt ihre jährliche Berichterstattung dennoch mit dem nunmehr vorlie- genden Beteiligungsbericht 2019 fort, jedoch erstmals auf freiwilliger Basis. Der Bericht ent- hält neben den Informationen zu den direkten Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln auch diejenigen Gesellschaften, an denen die Stadt Köln durchgerechnet mittelbar Geschäftsantei- le von mindestens 25% hält. Die Form der Berichterstattung über diese mittelbaren Unter- nehmen geht über die Anforderungen des § 53 KomHVO hinaus, da auch Informationen aus den Lageberichten wiedergegeben werden. Außerdem enthält der Bericht entsprechende Informationen über die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Köln. Der Bericht wird nach Behandlung im Rechnungsprüfungsausschuss, im Finanzausschuss und im Rat im Internet veröffentlicht, um die Handhabung für die interessierte Öffentlichkeit zu erleichtern. Grundlage für die Darstellung wirtschaftlicher Kennzahlen der Beteiligungsgesellschaften bilden die geprüften Jahresabschlüsse für die Jahre 2017, 2018 und 2019, sofern verfügbar. Die gemachten Angaben basieren – sofern nicht anders angegeben - auf dem Stand 31.12.2019. Anlagen
Anlage 1 Beteiligungsbericht 2019
512879 Zeichen
Beteiligungsbericht 2019
Beteiligungsbericht 2019
der Stadt Köln
1
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeiner Teil ...................................................................................................... 4
1. Vorwort ..................................................................................................................... 4
2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts ........................................................... 5
3. Beteiligungsmanagement der Stadt Köln im Berichtsjahr .......................................... 8
4. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Beteiligungsportfolio ....................... 9
5. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr .................. 11
6. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln ................... 12
7. Darstellung ausgewählter Kennzahlen der direkten Beteiligungen .......................... 16
8. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen ........................ 22
II. Spezieller Teil - Übersicht wesentlicher Beteiligungen ...................................... 24
1. Ver- und Entsorgung und Verkehr ....................................................................... 24
Stadtwerke Köln GmbH ........................................................................................ 25
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH .......................................................... 31
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH ........................ 37
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH ................................................ 42
GEW Köln AG ...................................................................................................... 45
RheinEnergie AG ................................................................................................. 47
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH ......................................... 53
NetAachen GmbH ................................................................................................ 58
rhenag Rheinische Energie AG ............................................................................ 60
METRONA GmbH ................................................................................................ 63
BRUNATA-METRONA GmbH .............................................................................. 65
Kölner Verkehrs-Betriebe AG ............................................................................... 68
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ....................................................................... 73
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen ................................................. 76
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH .................................................................. 78
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH ......................................................................................... 80
Schilling Omnibusverkehr GmbH .......................................................................... 82
Häfen und Güterverkehr Köln AG ......................................................................... 86
HTAG Häfen und Transport AG ............................................................................ 91
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH ................................................................. 94
RheinCargo GmbH & Co. KG ............................................................................... 96
RheinCargo Verwaltungs-GmbH ........................................................................ 100
Rheinland Cargo Schweiz GmbH ....................................................................... 102
neska Schiffahrts-und Speditionskontor GmbH .................................................. 104
2
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service .................................. 107
KCG Knapsack Cargo GmbH ............................................................................. 109
Regionalverkehr Köln GmbH .............................................................................. 111
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR .............................................................. 114
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH ............................................................. 119
Flughafen Köln/Bonn GmbH ............................................................................... 122
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln ....... 127
2. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten .......................................... 130
GAG Immobilien AG ........................................................................................... 131
GAG Projektentwicklung GmbH.......................................................................... 136
GAG Servicegesellschaft mbH ........................................................................... 139
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH ...................................................... 141
Grund und Boden GmbH .................................................................................... 143
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH ...................................... 146
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft .................................................... 149
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ................ 152
3. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung .................................................... 157
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ......................................................... 158
KölnKongress GmbH .......................................................................................... 160
KölnKongress Gastronomie GmbH ..................................................................... 163
Koelnmesse GmbH ............................................................................................ 165
Koelnmesse Ausstellungen GmbH ..................................................................... 171
Köln Tourismus GmbH ....................................................................................... 174
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berüfsförderung mbH ................................. 177
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln i. L. .... 179
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH ............ 181
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG ............................................ 183
BioCampus Cologne Management GmbH .......................................................... 186
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH ................................................................................ 188
Butzweilerhof Verwaltung GmbH ........................................................................ 191
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG ....................................................... 193
Digital Hub Cologne GmbH ................................................................................ 196
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ....................................................... 199
4. Soziales ............................................................................................................... 202
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH ................................................ 203
Kliniken der Stadt Köln gGmbH .......................................................................... 208
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH .............................. 214
3
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR ............................ 217
Jugendzentrum Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH ......................... 220
5. Kultur, Sport, Erholung ...................................................................................... 223
KölnBäder GmbH ............................................................................................... 224
KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH ............................................. 229
ACHTBRÜCKEN GmbH ..................................................................................... 231
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH ................................ 233
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln...................................................... 236
Zoo-Gastronomie GmbH .................................................................................... 239
KÖLNER ZOO Shop GmbH ............................................................................... 241
Kölner Sportstätten GmbH .................................................................................. 243
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln ........................ 245
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln ................................. 248
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln ............................ 252
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum & Fondation
Corboud der Stadt Köln ...................................................................................... 255
6. Anhang ................................................................................................................ 257
Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen ...................... 258
Direkte und indirekte Beteiligungen in den Berichtsjahren 2018 und 2019 ................ 265
Erläuterungen und Begriffsdefinitionen ...................................................................... 270
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2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts
Kommunale Aufgaben in Beteiligungsunternehmen
Die städtischen Beteiligungsgesellschaften und Sondervermögen nehmen eine Vielzahl kom-
munaler Aufgaben wahr und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der
Daseinsvorsorge. Die städtischen Beteiligungen erbringen Leistungen in diversen Geschäfts-
feldern, die grundsätzlich folgende Aufgaben umfassen:
Ver- und Entsorgung
• Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsdienstleis-
tungen
• Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwartung
sowie Abwasserentsorgung
• Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge
• Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer
• Straßenentwässerung
Verkehr
• Bedienung des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs
• Betrieb von Häfen und Flughafen
Bauen und Wohnen sowie Betreuung städtischer Bauten
• Wohnraumversorgung durch Neubau, Kauf, Verkauf, Bewirtschaftung und Vermietung
von Wohnungen über die städtische Wohnungsgesellschaften
• Bewirtschaftung und Baubetreuung von städtischen Objekten sowie Planung und Aus-
führung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art
Kultur, Sport und Erholung
• Vermietung und Verpachtung von Veranstaltungsstätten zur Durchführung kultureller
und sonstiger Veranstaltungen
• Vorhaltung und Betrieb von Sportstätten, Bädern und einer Eissporteinrichtung
• Betrieb von Museen und Zoo
Gesundheitsversorgung und Soziales
• Ambulante, vor-, nach, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen
• Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege alter, behinderter, psy-
chisch kranker Menschen oder anderweitig notleidender oder gefährdeter Menschen
Angebot von Beschäftigungsfördermöglichkeiten
• Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den Betrieb entsprechender Einrichtun-
gen
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
• Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen und anderer
Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel und Handwerk im In- und Aus-
land
• Förderung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Köln und der heimischen Wirtschaft
• Innovations- und Gründerförderung, Förderung der Digitalisierung und des Technolo-
gietransfers
• Durchführung von Stadtentwicklungsprojekten
Kernfunktion der städtischen Beteiligungsgesellschaften ist die nachhaltige und zuverlässige
Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft mit Dienstleis-
tungen zu sozialverträglichen Preisen. Die Aktivitäten der Unternehmen wirken sich aber
6
auch unmittelbar auf den städtischen Haushalt – im Wesentlichen in Form von Gewinnabfüh-
rungen und Betriebskostenzuschüssen - aus. Chancen und Risiken in den geschäftlichen
Aktivitäten der Gesellschaften kommen daher auch im Hinblick auf die städtische Finanzwirt-
schaft große Bedeutung zu. Über diese Gesellschaften soll im Folgenden berichtet werden.
Gesetzliche Grundlagen der Berichterstattung über Beteiligungsunternehmen
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Beteiligungsberichts haben
sich in NRW zum 01.01.2019 geändert.
Grundsätzlich maßgeblich sind die §§ 117 Abs. 1 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-
Westfalen (GO NRW) und 53 Kommunalhaushaltsverordnung Nordrhein-Westfalen
(KomHVO NRW). Da jedoch nur noch diejenigen Gemeinden, die gem. § 116a GO NRW
größenabhängig keinen Gesamtabschluss aufstellen müssen, einen Beteiligungsbericht er-
stellen, ist die Stadt Köln von der Verpflichtung nach § 117 Abs. 1 GO NRW freigestellt.
Wenngleich eine Verpflichtung zur Erstellung für die Stadt Köln entfällt, soll das Instrument
dennoch weiterhin genutzt werden, um die interessierte Öffentlichkeit jährlich über die Aktivi-
täten in den städtischen Beteiligungsunternehmen zu informieren.
Der nun vorliegende Beteiligungsbericht für das Jahr 2019 wurde gegenüber dem Bericht
2018 sowohl hinsichtlich seiner Struktur aber insbesondere inhaltlich vollständig überarbeitet
und neu gestaltet. Der deutlich reduzierte Umfang und die vereinheitlichten Angaben zu den
Unternehmen führt zu einer besseren Lesbarkeit - relevante Informationen zu den Beteili-
gungsunternehmen der Stadt Köln sind dadurch schneller und leichter aufzufinden. Dabei
wurde sich sowohl an den gesetzlichen Vorgaben bzw. Empfehlungen als auch an den Infor-
mationsbedürfnissen der vielfältigen Interessierten/Adressatenkreises orientiert.
In einem allgemeinen Teil werden kurz die organisatorische Struktur des Beteiligungsmana-
gements der Stadt Köln sowie die wahrgenommen Aufgaben (Abschnitt 3) beschrieben so-
wie Übersichtsinformationen zum Gesamtportfolio und seine wesentlichen Veränderungen
(Abschnitte 4 bis 8) geliefert. Die Berichterstattung zu allen direkten und ausgewählten indi-
rekten Beteiligungen erfolgt unternehmens-individuell im speziellen Teil dieses Berichtes,
wobei der Umfang der Berichterstattung nicht für alle Beteiligungen einheitlich ist. Zu den Be-
teiligungen wurden sowohl allgemeine Informationen als auch betriebs- und finanzwirtschaft-
liche Daten des Berichtsjahres 2019 und der Vorjahre zusammengetragen, die ein Bild der
wirtschaftlichen und finanziellen Lage vermitteln.
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Umfang der Berichterstattung
Bei der Auswahl der in den Bericht aufgenommenen Unternehmen wurde grundsätzlich fol-
gender Systematik gefolgt:
Dabei wurden zunächst all jene Beteiligungsunternehmen berücksichtigt, die unter die Defini-
tion einer wirtschaftlichen bzw. nichtwirtschaftlichen Betätigung i.S.d. § 107 Abs. 1,2 GO
NRW fallen und an denen die Stadt Köln unmittelbar oder mittelbar über maximal zwei Ebe-
nen (Enkel) beteiligt ist. Wie bislang auch, werden Unternehmen in privater Rechtsform, An-
stalten öffentlichen Rechts, Eigenbetriebe und eigenbetriebsähnliche Einrichtungen abgebil-
det.
Insgesamt wird bei der Auswahl der Gesellschaften angenommen, dass Unternehmen, (I.)
an denen die Stadt mindestens 25,1 % hält, (II.) eine Einordnung als großes Unternehmen
nach § 267 Abs. 3 HGB erfolgt und (III.) in deren Aufsichtsgremien die Stadt Köln repräsen-
tiert ist, eine größere Bedeutung für die Erfüllung städtischer Aufgaben haben, als Beteiligun-
gen, die diese Kriterien nicht erfüllen. Über die Beteiligungen, die diese Kriterien erfüllen,
wird daher umfangreicher, über andere Gesellschaften nur eingeschränkt berichtet.
Im Beteiligungsbericht nicht berücksichtigt werden indirekte Beteiligungsgesellschaften, an
denen die Stadt Köln weniger als 25,1% Anteile hält.
Mit Blick auf die besondere strategische oder wirtschaftliche Bedeutung für den jeweiligen
Gesellschafter wird zusätzlich über ausgewählte Beteiligungen der dritten Ebene berichtet.
Dazu zählen die rhenag Rheinische Energie AG, Tochter der RheinEnergie AG (durchge-
rechneter Anteil Stadt Köln: 33,33 %), die METRONA GmbH, Tochter der BRUNATA-MET-
RONA GmbH (100 %) und die NetAachen GmbH, Tochter der NetCologne Gesellschaft für
Telekommunikation mbH (84 %).
Der Anhang Seite 264 enthält eine Gegenüberstellung der jeweils im Beteiligungsbericht
2018 und 2019 abgebildeten Unternehmen.
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3. Beteiligungsmanagement der Stadt Köln im Berichtsjahr
Die Stabstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmensrecht
der Stadt Köln ist unmittelbar dem Dezernat II Finanzen und Recht unterstellt und umfasst
gegenwärtig 18 Mitarbeitende. Die Aufgaben beinhalten zum einen die aktive Mandatsbe-
treuung, d.h. die Unterstützung der Mandatsträger der kommunalen Gremien und der von
der Kommune in die Beteiligungen entsandten Vertreter*innen in fachlicher Hinsicht, zum an-
deren die Beteiligungsverwaltung mit den klassischen Aufgaben des Dokumentenmanage-
ments und der administrativen Unterstützung der Beteiligungen bei kommunalrechtlichen An-
forderungen.
Darüber hinaus hat sich das Beteiligungsmanagement im Berichtsjahr folgenden Themen zu-
gewandt:
• Im Rahmen des internen Projektes „Beteiligungsmanagement 2020“ sollen die Ar-
beitsweisen des Beteiligungsmanagements vereinheitlicht und damit effizienter gestal-
tet werden. Dazu werden eine Beteiligungssoftware eingeführt, Arbeitsabläufe und Pro-
zesse optimiert sowie weitere Standardisierungen vorgenommen.
• Der Finanzausschuss der Stadt Köln hat das Beteiligungsmanagement damit beauf-
tragt, die Regelungen des Public Corporate Governance Kodex der Stadt Köln
(PCGK) im Hinblick auf
- das klare und transparente Verfahren zur Besetzung von Vorständen und Ge-
schäftsführungen bei städtischen Beteiligungsgesellschaften auf Angemessen-
heit und deren Einhaltung,
- wirksame Regelungen für Sperrzeiten beim beruflichen Wechsel von Personen
aus Aufsichtsgremien in Führungspositionen und umgekehrt,
- die gebotene und gesetzlich vorgegebene Differenzierung zwischen fakultativen
und obligatorischen Aufsichtsräten sowie deren Ausschüsse,
- die Kompetenzen der ständigen Ausschüsse der Aufsichtsräte in Hinsicht auf ihre
gesetzlichen Aufgaben,
- die Möglichkeiten zur Stärkung des Beteiligungscontrollings der Verwaltung ge-
genüber den Unternehmen sowie zur Ausgestaltung der Berichtspflichten gemäß
der Gemeindeordnung NRW,
- das Schulungs- und Beratungskonzept für die im Auftrag der Gemeinde ehren-
amtlich tätigen Aufsichtsratsmitglieder in Hinsicht auf deren Rechte und Pflichten
zu prüfen und dem Rat der Stadt Köln einen fortentwickelten PCGK zur Beschlussfas-
sung vorlegen.
9
• Im Berichtsjahr beauftragte der Rat das Beteiligungsmanagement mit der Prüfung der
Angemessenheit der seit 20 Jahren unverändert gewährten Vergütung für die Tätig-
keit in Aufsichtsgremien stadtkölnischer Beteiligungsunternehmen hinsichtlich ihrer
Ausgestaltung und Höhe entsprechend der Vorgaben des städtischen PCGK und der
Ausarbeitung eines Vorschlags zur künftigen Bemessung und Strukturierung der Ver-
gütung.
4. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Beteiligungsportfolio
Folgende wesentliche Ratsvorlagen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Aktivitäten
der Beteiligungsunternehmen wurden im Berichtsjahr beschlossen und sollen in den Folge-
jahren umgesetzt werden:
• KVB AG: Vergabe eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags an die KVB über die
Erbringung öffentlicher Personenverkehrsdienste sowie Betrauung der KVB mit
der weiteren Sicherstellung des Systems "KVB Rad"
Die KVB AG erhält - mit Wirkung zum 01.01.2020 den Dienstleistungsauftrag über die
Erbringung der öffentlichen Personenverkehrsdienste mit Stadtbahnen, Bussen und
flexiblen Bedienformen in Köln und auf den abgehenden Linien der KVB in die benach-
barten Gebietskörperschaften. Zusätzlich betraut die Stadt Köln die KVB, ebenfalls mit
Wirkung zum 01.01.2020, mit der weiteren Sicherstellung des Systems „KVB Rad“.
• RheinEnergie AG: Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft / Änderung des
Gesellschaftsvertrags
Die Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft erweitert den Unternehmensgegen-
stand um den Bau und die Verpachtung von Breitbandanlagen.
• Zukunft der Beteiligungsunternehmen im Bereich Wirtschaftsförderung
Das Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH (RTZ) und die
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG (BioCampus) stellen sich unter Bei-
behaltung der jeweiligen Standorte unter eine gemeinsame Geschäftsführung.
• KölnKongress GmbH: Verschmelzung auf die Koelnmesse Ausstellungen GmbH
Gemäß Beschluss vom 07.11.2019 hat der Rat der Stadt Köln der Veräußerung der
städtischen Geschäftsanteile der KölnKongress GmbH in Höhe von 51% an die Koeln-
messe GmbH zugestimmt. Mit Wirkung zum 01.01.2020 hat die Koelnmesse GmbH die
KölnKongress GmbH mit der Tochtergesellschaft Koelmesse Ausstellungen GmbH ver-
schmolzen. Die verschmolzene Gesellschaft firmiert seitdem unter dem Namen Koeln-
congress GmbH. Durch die Neuordnung dieses Veranstaltungssektors erwarten Stadt
und Koelnmesse GmbH deutliche Synergie- und Ergebniseffekte.
• RheinEnergie AG: Erwerb von 100 % Aktien an der AGO AG Energie und Anlagen
Die AGO AG Energie + Anlagen ist ein Spezialist für die Errichtung von Energieversor-
gungsanlagen für Industrie und Kommunen. Neben der Anlagenplanung und dem Bau
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berät das Unternehmen ihre Kunden*innen und bietet ihnen den dazugehörigen Ser-
vice. Die RheinEnergie AG beschließt den Erwerb von 100 % der Aktien an der AGO
AG Energie + Anlagen einschließlich der 100%igen Tochterunternehmen GeteMo Ge-
bäudetechnik GmbH. Anschließend soll die AGO AG mittels Formwechsel in eine
GmbH umgewandelt und alle erworbenen Gesellschaften darauf verschmolzen wer-
den. Der Vollzug dieser Transaktionen soll im Jahr 2020 erfolgen.
• RheinEnergie AG: Gründung der Gemeinschaftsunternehmen IT 4 Utilities GmbH
& Co. KG und IT 4 Utilities Verwaltungs GmbH
Gegenstand der IT 4 Utilities ist die Erbringung von Serviceleistungen für die Gesell-
schafter der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem Betrieb ei-
ner IT-Plattform für die Energiewirtschaft, insbesondere die Durchführung der in die-
sem Zusammenhang erforderlichen Vergabeverfahren und die Verhandlung sowie der
Abschluss von Verträgen über die Entwicklung und den Betrieb der neuen IT-Plattform.
Die RheinEnergie AG beabsichtigt, gemeinsam mit weiteren kommunalen Gesellschaf-
ten die IT 4 Utilities GmbH & Co. KG und deren Verwaltungs GmbH als Gemein-
schaftsunternehmen zu gründen.
• Koelnmesse GmbH: Liquidation der thailändischen Tochtergesellschaft Koeln-
messe Co. Ltd., Bangkok, Thailand
Die Koelnmesse hatte im Jahr 2005 zum weiteren Ausbau ihres Auslandvertriebskon-
zeptes Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok, Thailand gegründet. Die Gesellschaft ist nicht
mehr operativ tätig, so dass sie liquidiert wird.
• Gründung der GbR Historische Mitte
Im September 2019 beschloss der Rat der Stadt Köln die Gründung der GbR Histori-
sche Mitte als Bauherrengemeinschaft mit der Hohen Domkirche zu Köln. Gegenstand
der Gesellschaft ist das gemeinsame Errichten der Gebäude, die als Gesamtkomplex
„Neubauten Historische Mitte“ bezeichnet werden.
• Geschäftsaufnahme der KölnBusiness Wirtschaftsförderung
Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH wird gemäß des Betrauungsaktes die
Aufgaben der kommunalen Wirtschaftsförderung der Stadt Köln erfüllen. Dazu zählen
u.a. die Begleitung von Ansiedlungsvorhaben, Weiterführung kommunaler Gewerbeflä-
chenvermarktung, Betreuung des lokalen Einzelhandels, der Wissenslandschaft und
des Start-up Ökosystems sowie Durchführung von Marketingmaßnahmen.
• GEW Köln: Übertragung von Aktien
Im Rahmen der Liquidation der RW Beteiligungs GmbH erfolgte in 2019 die Übertra-
gung von 1.461.817 Stückaktien der RWE AG an die GEW Köln AG.
11
5. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr
Anteils erwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu
cowelio GmbH,
Köln
RheinEnergie AG,
Köln 50,0% 100,0%
Energieversorgungsgesellschaft mbH,
Sankt Augustin
RheinEnergie AG,
Köln 0,0% 45,0%
e-regio GmbH & Co. KG,
Euskirchen
rhenag Rheinische Energie AG,
Köln 43,0% 31,7%
KölnKongress GmbH,
Köln
Koelmesse GmbH,
Köln 49,0% 100,0%
Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu
cowelio GmbH,
Köln
GAG Servicegesellschaft mbH,
Köln 50,0% 0,0%
KölnKongress GmbH,
Köln Stadt Köln 51,0% 0,0%
Name Anteilseigner
RheinEnergie Industrielösungen
GmbH, Ludwighafen
RheinEnergie AG,
Köln
TankE GmbH,
Köln
RheinEnergie AG,
Köln
Name alt Name neu
Energieversorgungsgesellschaft mbH
Sankt Augustin, Sankt Augustin
Name Bisheriger Anteilseigner
Windfarm Ostbeveren GmbH & Co KG,
Ostbeveren
RheinEnergie Windkraft GmbH,
Köln
Windfarm Schönhöhe GmbH & Co KG,
Schönhöhe
RheinEnergie Windkraft GmbH,
Köln Verschmelzung
Windfarm Stolzenhain GmbH & Co
KG, Stolzenhain
RheinEnergie Windkraft GmbH,
Köln Verschmelzung
Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok Koelnmesse GmbH,
Köln Liquidation
Anteil
Grund
Verschmelzung
Anteils erwerbe
Anteilsveräußerungen
Neugründungen
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH
100,0%
Nicht mehr bes tehende Ges ells chaften
80,0%
Umfirmierungen
12
6. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln
13
14
15
16
7. Darstellung ausgewählter Kennzahlen der direkten Beteiligungen
Unternehmen Beteiligungsquote
2019 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Ver- und Entsorgung, Verkehr
Stadtwerke Köln GmbH 100% 148 152 1.161.477 1.354.919 18.050 15.219
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 0% (100% SWK) 1.656 1.617 138.925 111.451 171.924 164.956
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 0% (51% SWK) 224 214 116.880 123.176 101.395 98.734
GEW Köln AG 10% (90% SWK) 0 0 1.035.938 1.031.802 0 0
RheinEnergie AG 0% (80 % GEW) 2.920 2.972 1.995.003 2.015.504 2.514.597 2.381.313
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 10% (90% SWK) 3.693 3.541 1.034.004 939.074 299.400 288.029
Regionalverkehr Köln GmbH 12,50% 383 368 63.436 61.191 48.235 72.357
Häfen und Güterverkehr Köln AG 39,2% (54,5% SWK) 554 559 308.271 300.334 75.355 69.760
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR 100% 659 651 1.880.303 1.913.585 209.825 208.425
Flughafen Köln/Bonn GmbH 31,12% 1.838 1.838 784.212 785.324 341.233 333.945
eE Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 100% 0 0 14.852 13.205 230.803 221.948
Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG 88% 549 542 2.136.216 2.029.710 227.570 217.119
Grund und Boden GmbH 38% 0 0 822.238 840.278 141.811 137.836
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 100% 663 615 1.991.246 1.792.846 320.237 335.781
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 50% 3 2 194 192 0 0
KölnKongress GmbH 51% 40 38 2.470 3.747 15.373 14.049
Koelnmesse GmbH 79% 689 641 353.680 318.472 350.098 284.421
KölnTourismus GmbH 100% 91 87 8.103 7.945 3.608 3.437
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 100% 29 6.651 222
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 100% 252 187 1.791 2.617 6.051 5.029
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln 28% 1 1 39 55 210 294
Übersicht der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (1/6)
Beschäftigte Bilanzsumme (T€) Umsatzerlöse (T€)
17
Unternehmen
2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Ver- und Entsorgung, Verkehr
Stadtwerke Köln GmbH 73.965 77.142 693.418 687.696 700.193 674.528 375.203 600.169
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 12.742 12.713 97.408 81.865 20.926 20.926 56.493 34.571
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 18.072 17.246 83.896 87.650 53.534 52.708 51.565 58.067
GEW Köln AG 165.462 161.311 836.529 829.879 789.590 789.590 246.104 241.972
RheinEnergie AG 148.054 160.446 1.489.054 1.448.775 906.918 906.918 470.838 524.984
Kölner Verkehrs-Betriebe AG -99.984 -90.496 768.718 741.493 347.044 328.456 505.991 440.487
Regionalverkehr Köln GmbH -1.710 483 47.989 38.429 9.512 11.447 44.354 40.701
Häfen und Güterverkehr Köln AG 9.933 7.797 268.885 268.949 103.399 97.399 127.450 125.004
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR 25.562 19.062 1.873.160 1.907.899 806.294 799.033 719.336 762.020
Flughafen Köln/Bonn GmbH -19.311 936 732.288 732.366 259.590 278.901 360.005 349.524
eE Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln -2.075 -2.569 0 0 0 0 12.784 13.043
Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG 47.848 39.419 1.998.204 1.917.815 565.951 526.229 1.466.318 1.405.095
Grund und Boden GmbH 13.318 13.275 777.860 797.221 139.367 139.367 669.587 689.145
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 2.573 0 1.882.426 1.700.905 181.443 177.922 1.343.308 1.162.450
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 0 0 6 1 36 36 28 8
KölnKongress GmbH -2.031 -440 1.446 1.568 610 610 1.490 2.560
Koelnmesse GmbH 38.773 46.846 242.497 196.949 246.167 207.394 56.061 75.499
KölnTourismus GmbH -3.889 -3.593 5.981 6.033 4.809 4.613 2.830 2.872
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH -6.190 922 23 5.191
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 79 -123 429 561 -44 -923 1.666 2.578
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln -20 -13 0 4 7 27 17 8
Übersicht der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (1/6)
Unternehmensergebnis Anlagevermögen (T€) Eigenkapital (T€) Verbindlichkeiten (T€)
18
* SAV = Sachanlagevermögen
Unternehmen
2019 2018 2019 2018 2019 2018
Ver- und Entsorgung, Verkehr
Stadtwerke Köln GmbH 3 16 14.494 15.067 175.003 166.069
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 24.851 13.418 103.986 100.313 160.957 154.501
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 7.426 9.974 17.453 16.243 91.597 88.967
GEW Köln AG 0 0 70 68 767 943
RheinEnergie AG 104.241 86.003 269.659 263.086 2.429.242 2.359.093
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 81.326 76.362 224.257 209.979 456.220 432.233
Regionalverkehr Köln GmbH 13.981 12.976 19.226 18.643 76.824 92.151
Häfen und Güterverkehr Köln AG 37.532 30.740 49.994 45.219 93.009 79.467
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR 43.345 52.620 53.294 50.526 205.305 206.445
Flughafen Köln/Bonn GmbH 53.914 88.461 145.496 129.557 354.324 334.824
eE Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 0 0 0 0 232.890 224.853
Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG 133.109 190.047 44.644 43.011 232.260 213.354
Grund und Boden GmbH 6.118 13.355 162 123 136.451 131.465
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 214.562 127.600 44.347 37.697 345.506 348.856
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH k.A. 1 219 169 586 418
KölnKongress GmbH 219 564 3.777 3.515 17.399 14.786
Koelnmesse GmbH 62.430 35.877 52.848 47.735 345.476 290.320
KölnTourismus GmbH 157 88 4.133 3.916 7.853 7.364
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 1.052 2.742 6.612
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 48 25 6.672 5.095 8.456 6.570
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln 0 0 40 38 235 346
Übersicht der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (3/6)
Personalaufwand (T€) G esamtaufwand (T€)Investitionen SAV* (T€)
19
Unternehmen Beteiligungsquote
2019 2019 2018 2019 2018 2019 2018
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 100% 5 5 38.233 39.032 4.439 4.314
BioCampus Cologne Management GmbH 100% 0 0 41 42 11 11
Digital Hub Cologne GmbH 33% 9 7 525 446 581 583
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum GmbH 100% 8 9 1.746 1.789 712 716
moderne stadt GmbH 49% (51% SWK) 22 23 162.726 142.576 11.623 32.181
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 100% 0 0 25.744 24.273 9.445 6.001
Soziales
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH 100% 1.473 1.448 186.287 182.141 102.230 98.717
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100% k.A. 4.313 k.A. 367.811 k.A. 356.220
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 6% 85 88 32.787 32.394 9.548 9.534
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH 51% 637 622 4.038 3.842 13.372 12.557
Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH 26% (74%SWK) 332 318 89.880 93.206 15.922 15.725
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH 90% 59 60 11.520 11.092 10.747 10.457
AchtBrücken GmbH 51% 4 3 395 406 126 158
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH 100% 9 8 356 428 1.056 912
AG Zoologischer Garten Köln 88% 159 162 37.849 35.101 19.100 18.077
Kölner Sportstätten GmbH 100% 34 32 105.953 111.197 15.062 12.495
eE Veranstaltungszentrum der Stadt Köln 100% 0 0 330.060 389.191 2.966 2.842
eE Bühnen der Stadt Köln 100% 750 766 430.246 412.877 6.124 5.680
eE Gürzenich-Orchester 100% 151 151 12.610 12.487 9.313 9.319
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 100% 19 19 693.202 693.828 1.775 1.100
Konzerne
SWK 100% 12.754 12.566 5.267.270 5.483.370 5.486.491 5.646.319
GAG 88% 556 549 3.088.711 3.012.153 347.692 337.165
Koelnmesse 79% 913 844 404.855 363.256 412.726 337.395
Übersicht der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (4/6)
Beschäftigte Bilanzsumme (T€) Umsatzerlöse (T€)
20
Unternehmen
2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 219 -89 37.297 37.878 28.303 27.084 9.696 11.671
BioCampus Cologne Management GmbH 0 0 0 0 34 33 4 4
Digital Hub Cologne GmbH -210 -195 14 29 432 342 28 30
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum GmbH -49 31 1.655 1.725 1.416 1.465 212 264
moderne stadt GmbH 2.092 2.971 1.769 1.873 18.343 17.801 131.449 115.127
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 4.479 438 0 0 3.136 0 17.466 18.657
Soziales
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH 536 732 116.973 120.374 65.074 64.538 68.410 69.572
Kliniken der Stadt Köln gGmbH k.A. -46.432 k.A. 173.358 k.A. 0 k.A. 231.944
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR -694 -660 19.976 20.781 3.257 3.951 11.211 11.942
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH -22 56 1.737 1.852 955 921 637 725
Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH -19.361 -18.685 88.775 91.990 35.302 35.302 48.368 52.729
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH -5.532 -4.904 1.740 909 2.990 3.238 7.254 6.510
AchtBrücken GmbH -493 -502 0 0 243 286 109 87
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH -157 -170 28 42 59 312 52 67
AG Zoologischer Garten Köln 170 403 31.542 29.721 18.193 15.011 17.440 18.133
Kölner Sportstätten GmbH -3.927 -6.565 102.366 107.698 34.022 34.449 69.671 74.187
eE Veranstaltungszentrum der Stadt Köln -2.252 -811 327.558 330.632 167.456 167.739 161.248 219.714
eE Bühnen der Stadt Köln -4.884 -2.033 393.513 357.241 5.826 10.710 380.025 357.532
eE Gürzenich-Orchester -157 77 788 745 3.395 3.551 396 305
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud -788 -373 685.195 658.761 87.372 88.160 1.762 957
Konzerne
SWK 81.223 100.830 3.703.922 3.715.281 1.644.470 1.613.287 2.247.437 2.548.177
GAG 53.017 45.169 2.976.430 2.898.745 767.114 726.076 2.184.290 2.154.594
Koelnmesse 30.465 53.447 236.176 189.803 255.263 224.398 92.817 99.186
Übersicht der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (5/6)
Verbindlichkeiten (T€)Eigenkapital (T€)Unternehmensergebnis Anlagevermögen (T€)
21
* SAV = Sachanlagevermögen
Unternehmen
2019 2018 2019 2018 2019 2018
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 436 225 438 417 4.328 4.196
BioCampus Cologne Management GmbH 0 0 7 7 10 12
Digital Hub Cologne GmbH 6 6 498 440 806 805
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum GmbH 5 6 354 349 896 800
moderne stadt GmbH 67 222 2.784 2.654 27.654 29.521
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0 0 0 0 3.183 3.690
Soziales
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH 4.065 2.659 70.308 68.023 118.102 110.805
Kliniken der Stadt Köln gGmbH k.A. 10.089 k.A. 235.312 k.A. 416.519
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 518 274 5.692 5.773 8.007 8.031
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH 75 79 9.511 8.711 12.757 12.892
Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH 1.236 1.222 16.402 15.097 36.125 33.783
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH 925 233 5.755 5.654 17.014 16.005
AchtBrücken GmbH 0 0 230 202 1.292 1.093
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH 4 13 460 382 1.326 1.087
AG Zoologischer Garten Köln 3.597 2.074 9.566 9.239 20.358 19.506
Kölner Sportstätten GmbH 512 451 2.646 2.555 19.456 19.716
eE Veranstaltungszentrum der Stadt Köln 1.322 5.799 0 0 16.605 14.552
eE Bühnen der Stadt Köln 40.776 37.716 50.211 46.585 87.652 82.563
eE Gürzenich-Orchester 150 118 14.899 14.476 21.543 19.809
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 138 38 1.606 1.546 7.581 6.647
Konzerne
SWK 330.556 347.994 891.946 848.576 5.649.688 5.772.104
GAG 161.773 204.311 45.341 43.648 339.611 323.791
Koelnmesse 70.135 34.100 64.189 58.497 386.611 318.274
Investitionen SAV* (T€) Personalaufwand (T€) G esamtaufwand (T€)
Übersicht der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (6/6)
22
8. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen
Beteiligung < - > Art der Finanzbeziehung Ist
2019
Plan
2020
Stadtwerke Köln GmbH → Werbenutzungsentgelt 4.342 4.000
→ Gewinnausschüttung 48.300 48.800
← Steuern 13.267 12.871
→ Steuern Vorjahre 8.587 8.200
RheinEnergie AG → Konzessionsabgaben 68.458 68.000
Regionalverkehr Köln GmbH ← Betriebskostenzuschuss 180 155
→ Gewinnausschüttung 0 155
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR → Gewinnausschüttung 18.301 17.166
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ← Aufwendungen aus Verlustübernahme 98 100
e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln ← Betriebskostenzuschuss 15.110 17.362
GAG Immobilien AG ← Betriebskostenzuschuss 3.077 3.077
→ Dividende 7.371 7.371
← Steuern 1.166 1.166
Grund und Boden GmbH ← Sonstige Zuschüsse 88 83
→ Gewinnausschüttung 2.432 3.485
← Steuern 385 523
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft → Konzessionsabgaben 217 112
e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ← Energiepauschale 1.200 5.561
← Sonstige Zuschüsse 0 1.176
← Ergebnisausgleich 7.710 0
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ← Betriebskostenzuschuss 200 50
KölnTourismus GmbH ← Betriebskostenzuschuss 4.585 5.047
RTZ GmbH ← Betriebskostenzuschuss 134 110
BioCampus Cologne ← Betriebskostenzuschuss 1.000 1.000
moderne stadt mbH ← Investitionszuschuss 3.750 3.750
→ Gewinnausschüttung 1.456 637
← Steuern 230 90
Digital Hub Cologne GmbH ← Betriebskostenzuschuss 100 100
e.E. Veranstaltungszentrum Köln ← Betriebskostenzuschuss 4.088 3.352
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ← Betriebskostenzuschuss 12.340 13.525
← Investitionszuschuss 1.135 0
→ Erstattung von Zuschüssen 2.427 0
CVUA ← Sonstiges 2.026 2.026
Jugendzentren Köln mbH ← Betriebskostenzuschuss 4.758 4.764
← Investitionszuschuss -43 43
← Sonstiges 36 33
KölnMusik ← Betriebskostenzuschuss 5.284 5.665
Akademie der Künste der Welt/Köln ← Betriebskostenzuschuss 850 900
AG Zoologischer Garten Köln ← Betriebskostenzuschuss 3.545 3.545
← Investitionszuschuss 138 138
Kölner Sportstätten GmbH ← Betriebskostenzuschuss 3.500 4.754
e.E. Bühnen der Stadt Köln ← Betriebskostenzuschuss 66.323 78.824
e.E. Gürzenich-Orchester ← Betriebskostenzuschuss 11.065 11.755
e.E. Wallraf-Richartz Museum ← Betriebskostenzuschuss 4.030 4.251
Beteiligungsinduzierte Auswirkungen auf das städtische Haushaltsergebnis in T€ (konsumptiv)
23
24
II. Spezieller Teil - Übersicht wesentlicher Beteiligungen
Die Darstellung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen kann Rundungsdifferen-
zen enthalten. Im Einzelfall können sich aufgrund dieser Rundungsdifferenzen auch Abweichun-
gen zu den im Lagebericht ausgewiesenen Werten ergeben. Die Informationen für den Beteili-
gungsbericht über die wesentlichen Finanz- und Leistungsbeziehungen der Beteiligungen unter-
einander und mit der Stadt Köln beruhen auf Angaben der jeweiligen Gesellschaft. Durch unter-
nehmensspezifische Buchungssystematiken können die gemeldeten Zahlen voneinander abwei-
chen und sind in diesen Fällen nicht abstimmbar.
1. Ver- und Entsorgung und Verkehr
25
Stadtwerke Köln GmbH
Anschrift Parkgürtel 26
50823 Köln
Kontakt 0221 - 178 - 0
www.stadtwerkekoeln.de
Gründung 1960
Handelsregister HRB 2115, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Auf-
gaben und Vorhaben im Bereich der Kommunalwirtschaft als Holding der Stadt Köln durch die
Beteiligung an Gesellschaften (Beteiligungsunternehmen) mit folgenden Geschäftsfeldern:
• Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, Handel mit Energie und ener-
gienahen Produkten,
• Betrieb von Telekommunikationsnetzen einschließlich Telekommunikationsdienstleis-
tungen,
• Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, Forschung,
Erziehung, Bildung, Kultur und Familie,
• Bedienung und Betrieb des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs einschließlich
des Eisenbahn-, Binnenschifffahrts- und Rheinfährverkehrs,
• Betrieb von Häfen,
• Durchführung von Aufgaben der Entsorgungs-, Wertstoff- und Recyclingwirtschaft,
einschließlich der Abfallsammlung, Stadtreinigung und Winterwartung sowie die Er-
bringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung,
• Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, insbesondere eigener sowie derjeni-
gen von konzernverbundenen Unternehmen und der Stadt Köln,
• Wohnraumversorgung, insbesondere die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst-
und Werkmietwohnungen,
• Werbung und Gewährleistung der Durchführung des lokalen Hörfunks,
• Betrieb von Sporteinrichtungen, insbesondere von Bädern und einer Eissporteinrich-
tung im Stadtgebiet Köln,
sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen.
Die Gesellschaft übernimmt dabei Aufgaben des Beteiligungsmanagements und -controllings
und erbringt zentrale Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen (z.B. Betriebs-
ärztlicher Dienst, Cash-Management, Immobilien- und Versicherungsmanagement, Konzernrevi-
sion, rechtliche und steuerliche Beratung, Betreuung der Gremien und Anstellungsverhältnisse,
Personaldienstleistungen einschl. Beihilfe).
26
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Dr. Dieter Steinkamp
(Vorsitzender)
Frau Stefanie Haaks
(Mitglied der Geschäftsführung seit
01.09.2019)
Herr Timo von Lepel
(Mitglied der Geschäftsführung seit
01.09.2019)
Herr Dirk Kolkmann
(Mitglied der Geschäftsführung bis 31.08.2019)
Aufsichtsrat
Herr Garrelt Duin (Vorsitzender) Herr Holger Leonhard (seit 01.07.2019)
Herr Harald Kraus (Mitglied bis 30.06.2019)
(stellv. Vorsitzender bis 19.06.2019) Frau Dr. Susanne Lindner (bis 30.06.2019)
Herr Marco Steinborn
(stellv. Vorsitzender seit 06.12.2019)
Frau Dr. Barbara Lübbecke
Herr Markus Sterzl (Mitglied bis 31.12.2019)
(stellv. Vorsitzender vom 19.06. bis
06.12.2019)
Frau Annemarie Lütkes
Frau Frauke Bendokat Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Jörg Detjen Herr Frank Michael Munkler (seit 02.08.2019)
Herr Dr. Ralph Elster Herr Wolfgang Nolden (bis 31.12.2019)
Herr Markus Fürst-Reichelt (seit 01.07.2019) Frau Henriette Reker
Herr Artur Grzesiek Herr Dr. Frank Schaefer (bis 16.07.2019)
Herr Lino Hammer (seit 14.02.2019) Herr Ralph Sterck
Herr Prof. Dr. Heribert Hirte Herr Peter Sterzl (bis 31.12.2019)
Frau Kirsten Jahn (bis 14.02.2019) Herr Matthias Stoller
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH, Köln 100,0%
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln 100,0%
GEW Köln AG, Köln 90,0%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln 90,0%
KölnBäder GmbH, Köln 74,0%
Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln 54,5%
Moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeent-
wicklung mit beschränkter Haftung, Köln 51,0%
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln 50,1%
27
Unternehmensbeteiligungen
Radio Köln GmbH & Co. KG, Köln 25,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Gewinnausschüttung 48.300,0
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 684.276 687.696 693.418
Immaterielle Vermögensgegenstände 196,0 140,0 97,0
Sachanlagen 46,0 41,0 32,0
Finanzanlagen 684.034,0 687.515,0 693.289,0
Umlaufvermögen 528.228,0 667.209,0 468.036,0
Vorräte 26,0 23,0 21,0
Forderungen und sonst. VG 290.172,0 318.182,0 360.505,0
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 238.030,0 349.004,0 107.510,0
Rechnungsabgrenzungsposten 25,0 14,0 23,0
Summe Aktiva 1.212.529,0 1.354.919,0 1.161.477,0
Passiva
Eigenkapital 651.775,0 674.527,4 700.193,0
Gezeichnetes Kapital 185.550,0 185.550,0 185.550,0
Kapitalrücklage 203.068,0 203.068,0 203.068,0
Gewinnrücklage 208.768,0 237.610,0 262.775,0
Bilanzergebnis 54.389,0 48.299,4 48.800,0
Sonderposten 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen 77.302,0 80.210,0 86.081,0
Verbindlichkeiten 483.452,0 600.169,0 375.202,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 12,0 0,0
Summe Passiva 1.212.529,0 1.354.919,0 1.161.477,0
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 16.315,0 15.219,0 18.050,0
Umsatzerlöse 16.315,0 15.219,0 18.050,0
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 31.821,0 29.528,0 27.636,0
Betriebsleistung 48.136,0 44.747,0 45.686,0
Betriebsaufwand 24.479,0 25.923,2 26.173,0
Materialaufwand 0,0 0,0 0,0
Personalaufwand 14.706,0 15.067,0 14.494,0
28
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Abschreibungen 79,0 81,2 55,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.694,0 10.775,0 11.624,0
Betriebsergebnis 23.657,0 18.823,8 19.513,0
Finanzergebnis 82.273,0 83.803,0 80.100,0
Erträge aus Beteiligungen 12.077,0 10.732,0 10.357,5
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 174.994,0 181.821,0 188.136,5
Erträge aus anderen Finanzanlagen 668,0 537,0 443,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.318,0 5.373,0 4.345,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 461,0 7,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.299,0 5.472,0 3.837,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.224,0 23.922,5 24.690,0
Sonstige Steuern 1.929,0 1.563,0 958,0
Jahresergebnis 68.777,0 77.141,4 73.965,0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 14.388,0 28.842,0 25.165,0
Bilanzgewinn 54.389,0 48.299,4 48.800,0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 56,4% 50,8% 59,7%
Abschreibungsquote 32,6% 44,9% 42,6%
Investitionen (T€) 8.378,0 9.027,0 6.016,0
Investitionsquote 1,2% 1,3% 0,9%
Eigenkapitalquote 53,8% 49,8% 60,3%
Bankverbindlichkeiten (T€) 88.543,0 216.110,0 77.293,0
Veränderung Verschuldung (T€) -4.790,0 116.717,0 -224.967,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 6,0% 6,1% 6,7%
Rohertrag (T€) 16.315,0 15.219,0 18.050,0
EBIT (T€) 104.911,0 102.725,8 99.105,0
EBITDA (T€) 104.990,0 102.807,0 99.160,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 162 155 148
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 90,8 97,2 97,9
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die unternehmerische Tätigkeit des Stadtwerke Köln Konzerns erstreckt sich im Wesentlichen
auf 6 Geschäftsfelder.
Das Geschäftsfeld Energie und Wasser wird durch die RheinEnergie AG, Köln, (RheinEnergie),
ihre Tochtergesellschaften und eine Beteiligung der GEW Köln AG, Köln, (GEW) geprägt. Das
Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr wird im Wesentlichen durch
29
Wirtschaftliche Lage
die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln, (KVB) repräsentiert. Im Geschäftsfeld Hafenumschlag
und Güterverkehr übernimmt die Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln, (HGK) die Bereitstel-
lung von Infrastruktur und zentralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und den Schienen-
verkehr.
Der operative Betrieb wird von den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der HGK wahrge-
nommen. Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung wird zum einen durch die AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln, (AWB) vertreten, die im Wesentlichen Aufgaben
der Abfallbeseitigung und Stadtreinigung, aber auch der Wertstofflogistik wahrnimmt. Zum an-
deren betreibt die AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln,
(AVG) in Köln beziehungsweise in der Umgebung eine Müllverbrennungsanlage sowie eine
Deponie für die Entsorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen und zählt zusammen mit drei
weiteren Beteiligungen ebenfalls zu diesem Geschäftsfeld. Die NetCologne Gesellschaft für
Telekommunikation mbH, Köln, (NetCologne) bestimmt wesentlich den Geschäftsverlauf des
Geschäftsfeldes Telekommunikation. Das Geschäftsfeld Liegenschaften steht für die Aktivitä-
ten der moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwick-
lung mbH, Köln, (moderne stadt). Die übrigen Aktivitäten im Stadtwerke Köln Konzern sind fi-
nanzwirtschaftlich eher von nachrangiger Bedeutung und werden nachfolgend unter „Sonstige
Geschäftsfelder“ zusammengefasst. Hierzu zählen insbesondere der Betrieb von Bädern im
Stadtgebiet Köln sowie die Verwaltung von Wohnungen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im Jahr 2019 nach Berechnungen des Sta-
tistischen Bundesamtes um 0,6 % höher aus als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit
im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten
Deutschland.
Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2019 um 1,4 % ge-
genüber 2018. Die Jahresteuerungsrate 2019 lag damit niedriger als im Vorjahr (2018: +1,8 %).
Die Energieprodukte verteuerten sich 2019 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % nach +4,6 % im
Jahr 2018. Der geringe Preisanstieg bei Energie im Jahr 2019 resultiert vor allem aus dem
Preisrückgang bei Mineralölprodukten.
Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2019 weiterhin robust gezeigt. Die Zahl der Arbeitslosen
sank gegenüber dem Vorjahr um 73.000 auf 2.267.000 – das entspricht einem Rückgang um
0,2 % auf 5,0 %.
Relevante Märkte
Hierzu wird auf die Ausführungen zu den „Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit“ ver-
wiesen.
Geschäftsverlauf 2019
Die SWK erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 74,0 Mio. €, dies bedeutet einen
Rückgang gegenüber dem Vorjahr (77,1 Mio. €) um 4 % oder 3,1 Mio. €. Der wesentliche Teil
des SWK-Ergebnisses stammt aus Ergebnisabführungen und -ausschüttungen der Beteili-
gungsgesellschaften. Die Ergebnisabführung der GEW an die SWK steigerte sich im Berichts-
jahr um 4,2 Mio. € auf 165,5 Mio. €. Maßgeblich für die Verbesserung war die erhöhte Aus-
schüttung der Stadtwerke Düsseldorf AG, an der die GEW mit 20 % beteiligt ist. Die Rhein-
Energie konnte ihren Ergebnisbeitrag gegenüber dem Vorjahr trotz einer außerplanmäßigen
Abschreibung auf die kohlebasierten Kraftwerksanlagen stabil halten, die Ergebnisabführung
an die GEW beläuft sich wie im Vorjahr auf 122,6 Mio. €. Die Verlustübernahme gegenüber der
KVB stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Mio. € auf knapp -100,0 Mio. € (Vorjahr 90,5 Mio. €).
Ursächlich sind gestiegene laufende Kosten, vor allem im Personalbereich und für die Instand-
haltung der Stadtbahnen und Fahrwege, die nicht durch entsprechende Erlössteigerungen aus-
geglichen werden konnten. Zulegen konnte dagegen die Ergebnisabführung der HGK, die mit
9,9 Mio. € einen Anstieg um 2,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (7,8 Mio. €) verzeichnete. Das
Mehrergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Erstattungsanspruch gegenüber der
30
Wirtschaftliche Lage
Stadt Köln aufgrund des Ratsbeschlusses, den Ausbau des Hafens Godorf zu beenden. Die
Ergebnisabführung der AWB erreichte mit 12,7 Mio. € den Wert des Vorjahres. Die Ergebnisse
der übrigen Beteiligungen liegen mit Ausnahme von moderne stadt in etwa auf Vorjahresni-
veau. Bei moderne stadt führte vor allem der geplante projektbedingte Rückgang der Gesamt-
leistung
zu einem geringeren Ergebnis im Jahr 2018 und damit – phasenverschoben – zu einer ent-
sprechend geringeren Ausschüttung an die SWK im Jahr 2019. Auf der Ebene der SWK beein-
flussten die geringeren Personalaufwendungen und ein höheres Zinsergebnis den Jahresüber-
schuss der Gesellschaft positiv.
Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres sollen rund 25,2 Mio. € in die Gewinnrücklagen
eingestellt werden. Der Bilanzgewinn von 48,8 Mio. € soll an den Gesellschafter Stadt Köln
ausgeschüttet werden. Über die Gewinnverwendung hat abschließend die Gesellschafterver-
sammlung im Juni 2020 zu entscheiden.
Chancen und Risiken
Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen sind
derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand eines Konzernunternehmens oder des
Konzerns gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zukunft
nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die SWK GmbH plant für das Jahr 2020 einen Jahresüberschuss von rund 54 Mio. €, der damit
rund 20 Mio. € unter dem Jahresergebnis 2019 in Höhe von rund 74 Mio. € liegen wird. Mögli-
che Auswirkungen der Corona-Krise sind in diese Prognose noch nicht eingeflossen. Der
Rückgang basiert zum einen auf dem Entfall von Sondereffekten, die im Berichtsjahr die Er-
gebnisse einzelner Konzerngesellschaften positiv beeinflusst hatten. Des Weiteren ist bei der
KVB infolge des zunehmenden Leistungsangebotes sowie höherer Personalkosten mit einer
Zunahme des Verlustes zu rechnen. Aus dem geplanten Jahresüberschuss für 2020 soll die
Gesellschafterin Stadt Köln eine Ausschüttung von rund 50 Mio. € erhalten.
31
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Anschrift Maarweg 271
50825 Köln
Kontakt 0221- 9 22 22 24
www.awbkoeln.de
Gründung 2000
Handelsregister HRB 81974, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung im Rahmen der Entsorgungswirtschaft sowie
der Stadtreinigung anfallender Leistungen jedweder Art - vorrangig für das Gebiet der Stadt
Köln - , ferner die Erbringung von Leistungen für die Stadt Köln als Hilfsbetrieb in entsprechen-
der Anwendung von § 107 Abs. 2 Nr. 5 Gemeindeordnung NW. Zu den in Satz 1 bezeichneten
Leistungen gehören insbesondere
• die Erfassung und Entsorgung gemäß § 17 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz ("KrWG")
oder gemäß anderen jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Stadt Köln zu
überlassender Abfälle jedweder Art, ferner alle mit den vorstehend bezeichneten Aktivi-
täten verbundenen Tätigkeiten;
• die Durchführung von Leistungen der Stadtreinigung einschließlich der Winterwartung
sowie von weiteren Leistungen der Pflege und Unterhaltung des öffentlichen Raums im
Gebiet der Stadt Köln;
• die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Entsorgungs-, Wertstoff- und Re-
cyclingwirtschaft sowie die Erbringung aller im Zusammenhang mit den in vorstehenden
Ziffern 1. bis 3. anfallenden Hilfs- und Nebentätigkeiten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Peter Mooren Herr Ulrich Gilleßen
Aufsichtsrat
Herr Gerhard Brust Herr Dr. Harald Rau
Frau Polina Frebel Herr Frank Schneider
Herr Peter Sterzl Herr Dr. Dieter Steinkamp
Frau Hamide Akbayir Herr Ayan Üc
Herr Hans-Werner Bartsch Herr Tino von Lepel (seit 15.10.2019)
Herr Wilfried Becker Herr Gerd Walter
Frau Bianca Christen Herr Dirk Kolkmann (19.3 – 07.10.2019)
Herr Dr. Walter Gutzeit Herr Gaetano Magliarisi
32
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Hans.M. Klein + Partner, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 2.240,0
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 77.929,4 81.864,9 97.408,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 395,8 460,4 591,9
Sachanlagen 77.023,4 80.946,9 96.328,0
Finanzanlagen 510,2 457,5 488,1
Umlaufvermögen 18.208,8 29.286,5 41.258,4
Vorräte 1.260,6 1.194,2 1.290,6
Forderungen und sonst. VG 16.929,8 28.083,4 39.959,4
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 18,6 8,9 8,3
Rechnungsabgrenzungsposten 330,8 299,6 258,4
Summe Aktiva 96.469,0 111.451,0 138.924,9
Passiva
Eigenkapital 20.925,8 20.925,8 20.925,8
Gezeichnetes Kapital 15.000,0 15.000,0 15.000,0
Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0
Gewinnrücklage 5.925,8 5.925,8 5.925,8
Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen 50.802,7 55.954,0 61.505,9
Verbindlichkeiten 24.740,6 34.571,2 56.493,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0
Summe Passiva 96.469,0 111.451,0 138.924,9
33
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 158.890,8 164.956,2 171.923,5
Umsatzerlöse 158.890,8 164.956,2 171.923,5
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 7.992,2 2.195,9 1.722,5
Betriebsleistung 166.883,0 167.152,1 173.646,0
Betriebsaufwand 136.507,2 144.915,6 151.360,3
Materialaufwand 18.318,3 21.440,1 22.775,4
Personalaufwand 96.340,7 100.313,5 103.986,3
Abschreibungen 9.544,0 10.476,8 11.423,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.304,2 12.685,2 13.174,7
Betriebsergebnis 30.375,8 22.236,5 22.285,7
Finanzergebnis 1.530,7 1.498,6 1.686,8
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 50,0 45,6 26,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19,7 16,4 26,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.600,4 1.560,6 1.739,8
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.984,6 7.734,7 7.558,2
Sonstige Steuern 281,2 289,7 298,7
Gewinnabführung aufgrund eines
Ergebnisabführungsvertrages 18.579,3 12.713,5 12.742,0
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 80,8% 73,5% 70,1%
Abschreibungsquote 12,3% 12,9% 11,8%
Investitionen (T€) 11.679,0 13.741,0 25.394,0
Investitionsquote 15,0% 16,8% 26,1%
Eigenkapitalquote 21,7% 18,8% 15,1%
Pensionsverpflichtungen (T€) 28.621,0 31.020,0 34.934,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 6.803,0 16.201,0 39.800,0
Veränderung Verschuldung (T€) 4.119,0 9.830,4 21.922,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 20,8% 11,6% 9,5%
Rohertrag (T€) 140.572,0 143.516,0 149.149,0
EBIT (T€) 30.425,0 22.281,6 22.311,7
EBITDA (T€) 39.969,0 32.758,6 33.735,7
34
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 1.717 1.617 1.656
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 56,1 62,0 62,8
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten der AWB liegen in der Erbringung ver-
schiedener, sowohl gebühren- als auch haushaltsfinanzierter Aufgaben im Zusammenhang
mit der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft für die Stadt Köln.
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) reinigen mit über 800 Mitarbeitern in der Stadtreini-
gung und mit fast 350 Fahrzeugen über 470.000 km an Straßen und Gehwegen im Jahr. Zu-
dem halten sie die Standorte der Glascontainer sauber, beseitigen wilde Müllablagerungen,
leeren rund 21.000 öffentliche Papierkörbe, kehren Laub und führen den Winterdienst für die
Stadt Köln durch. Zusätzlich übernehmen sie auch die Aufstellung und Leerung der städti-
schen Altkleider-Container.
Im Bereich Abfallwirtschaft führen rd. 660 Müllwerker und Kraftwagenfahrer der AWB pro
Jahr mit über 240 Fahrzeugen mehr als 21,2 Millionen Tonnen- und Behälterleerungen in
Köln durch. Die Hausmüll- und Biotonnen werden von der AWB mindestens einmal wöchent-
lich geleert. Dazu kommen alle 14 Tage die Blauen und die Wertstofftonnen. Zusätzlich erle-
digen die AWB-Mitarbeiter fast 210.000 Termine zur Sperrmüll- und Elektro-Altgeräteabfuhr.
Auch im Jahr 2019 wurden die in den vergangenen Jahren aufgebauten Geschäftsaktivitäten
weiter konsolidiert und in vielen Bereichen ausgebaut. Dabei steht die Geschäftsbeziehung
mit der Stadt Köln naturgemäß im Vordergrund.
Einen hohen Stellenwert im Steuerungssystem der AWB haben unverändert das Qualitäts-
management (QM) sowie das Risikomanagement (RM). Das QM sichert dabei qualitativ gute
Dienstleistungen, während das RM einer systematischen Betrachtung und Steuerung der
wirtschaftlichen Risiken des Unternehmens dient. Dabei werden die risikopolitischen Grunds-
ätze des Stadtwerke Köln Konzerns eingehalten.
Seit dem Jahr 2001 ist die AWB als Entsorgungsfachbetrieb nach der EfbV und nach DIN EN
ISO 9001 zertifiziert. Ende Mai 2019 erhielt die AWB erneut die entsprechenden Zertifikate
nach DIN EN ISO 9001:2015 und EfbV. Die betriebswirtschaftliche Steuerung der AWB ist in
erster Linie auf das Jahresergebnis vor Steuern ausgerichtet. Weitere maßgebliche Leis-
tungsindikatoren sind vor allem der Umsatz und die Personalkosten.
Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hatte die AWB ohne die beiden Geschäftsführer 1.870 Be-
schäftigte (Vorjahr 1.808), davon 44 Auszubildende (Vorjahr 28) in sechs Berufsbildern.
Die Gesellschafterversammlung hat am 5. September 2017, rückwirkend zum 1.Juli 2017,
eine Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung von 30 % und im Aufsichtsrat
von 30 % beschlossen. Die Zielgrößen sollen spätestens am 30.Juni 2022 erreicht sein. Die
gleiche Quote hat die Geschäftsführung am 26.Juli 2017 für die ihr direkt unterstehenden
zwei Führungsebenen festgelegt, die ebenfalls spätestens am 30.Juni 2022 erreicht werden
soll.
Zum Stichtag 31.Dezember 2019 ergibt sich folgender Frauenanteil:
• Aufsichtsrat 20%, in der
• Geschäftsführung 0% und in den
• erste Führungsebene 25%
• zweite Führungsebene 35%
35
Wirtschaftliche Lage
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Auswirkungen der (gesamt-) wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die AWB ergeben
sich im Wesentlichen aus den Aussagen zu den Zielen und Strategien im Rahmen der Erläu-
terung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten sowie aus der Beschreibung der
relevanten Märkte und der Chancen und Risiken der AWB.
Für den Auftritt im Wettbewerb ergeben sich rechtliche Grenzen durch § 107 der Nordrhein-
Westfälischen Gemeindeordnung und durch europäisches Recht. Damit bleiben die Stadt
Köln und die dazugehörenden Unternehmen strukturell Hauptauftraggeber der AWB. Aller-
dings sind zusätzlich zu den aktuell bestehenden Aufträgen weitere Akquisitionen denkbar,
z.B. durch die Ausweitung von Reinigungsleistungen in Köln oder den Ausbau ihres Ser-
vicespektrums.
Relevante Märkte
Wie die Darstellung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten und der wirtschaftli-
chen Rahmenbedingungen deutlich zeigt, ist die AWB weitaus überwiegend für die Stadt
Köln tätig. Dabei werden zahlreiche, sowohl gebühren- als auch haushaltsfinanzierte Aufga-
ben im Zusammenhang mit Abfallwirtschaft und Stadtreinigung erbracht.
Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2019 auf einer kontinuierli-
chen Leistungsverbesserung. Durch das breite Dienstleitungsspektrum ergeben sich vielfäl-
tige Aufgaben, die mit den neuen Leistungsverträgen mit der Stadt Köln seit dem 1.Januar
2019 noch ausgebaut wurden. Zudem stand auch weiterhin das Thema Nachhaltigkeit im
Mittelpunkt des Handelns und Gestaltens.
Die Marktposition der AWB in Köln und die Befriedigung der steigenden Ansprüche der Kun-
den*innen soll durch die Wertstoffstrategie („Aktiv für Köln“) mit Fokus auf einem weiteren
Ausbau der getrennten Sammlungen und verstärkten Investitionen in die Digitalisierung der
Prozesse dauerhaft gefestigt werden.
Ebenfalls von hoher Ergebnisrelevanz sind die Bedingungen an den Märkten für die Verwer-
tung von Altpapier und Altkleidern. Hier wird ausdrücklich auf die Ausführungen im Rahmen
der Darstellung der Chancen und Risiken der AWB verwiesen. Die Entwicklung des volatilen
Marktes für Altpapier- und Altkleidererlöse beeinflusst das Unternehmensergebnis in hohem
Maße.
Geschäftsverlauf 2019
Mit dem erzielten Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 12.742 T€ liegt die AWB um
1.719 T€ über Plan (11.023 T€) und 29 T€ über dem Vorjahresergebnis (12.713 T€).
Dabei liegt der Gesamtumsatz in Höhe von 171.924 T€ um rund 6.968 T€ über dem Vorjahr
und um 169 T€ über dem Wirtschaftsplan 2019. Der Anstieg ergibt sich aus Preisanpassun-
gen und Leistungsausweitungen.
Der mit rund 69 % der betrieblichen Aufwendungen bedeutendste Kostenblock der AWB sind
die Personalaufwendungen. Sie liegen 2019 bei 103.986 Tsd. € und sind damit im Vergleich
zum Vorjahr um 3.673 T€ gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich aus den Tariferhöhungen
zum 1. April 2019 sowie aus Neueinstellungen infolge der Auftragserweiterungen. Weiterhin
mussten im Jahr 2019 Mehraufwendungen für die Zuführung zu Pensionsrückstellungen ge-
tragen werden.
Im Vergleich zum Wirtschaftsplan liegen die Personalaufwendungen rund 6.714 T€ unter
dem geplanten Wert. Die Abweichung resultiert überwiegend aus einem geringeren Bestand
an Mitarbeiter*innen sowie einer höheren Quote von Langzeitkranken, die aus der Lohnfort-
zahlung fielen. Allerdings wurde ein relativ hoher Anteil des geringeren Bestaned an Mitarbei-
ter*innen durch Zeitarbeitskräfte gedeckt, die zu entsprechenden Mehraufwendungen im Ver-
gleich zum Wirtschaftsplan bei den bezogenen Leistungen innerhalb des Materialaufwandes
führten.
36
Wirtschaftliche Lage
Die Vermögens- und Finanzlage der AWB stellt sich unverändert positiv dar. Sie war jederzeit
in der Lage, alle ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.
Chancen und Risiken
Nach wie vor ist die AWB in ihrem Kerngeschäft keinen nennenswerten geschäftsgefährden-
den Risiken aus dem laufenden Geschäft ausgesetzt.
Durch die Verlängerung der Leistungsverträge mit der Stadt Köln für den Zeitraum ab dem 1.
Januar 2019 für weitere 15 Jahre konnte die AWB Planungssicherheit für den wesentlichen
Teil der Umsätze erzielen. Allerdings muss die AWB zur Sicherung des erreichten Ergebnis-
niveaus ausgeprägtes Kostenmanagement betreiben. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ergibt
sich aus den stark volatilen Verwertungserlösen, insbesondere für Altpapier und Altkleider,
die somit auch ein erhebliches Ergebnisrisiko bilden.
Insbesondere in der Altpapierverwertung liegt das Risiko sowohl in der Mengen- als auch in
der Qualitätsentwicklung. Steigende Anteile an Verpackungsmengen sowie sinkende Men-
gen an Druckerzeugnissen belasten die erzielbaren Altpapiererlöse. Daneben verzeichnet die
AWB rückläufige Sammelmengen.
Das anhaltende Absinken des Zinsniveaus hat dazu geführt, dass die betrieblichen Versor-
gungszusagen mit immer geringeren Zinssätzen abgezinst werden müssen und ein weiterer
Rückgang zu erheblichen Ergebnisbelastungen führen kann.
Die Finanzierung aller erforderlichen Investitionen ist durch den laufenden Cashflow und so-
weit erforderlich zusätzlichen Fremdfinanzierungen gesichert.
Zur systematischen Erkennung und Steuerung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit der
AWB existiert ein Risikomanagementsystem.
Mögliche Risiken aus der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)
lassen sich aktuell nicht final abschätzen. Die AWB ist jedoch nach aktuellem Kenntnisstand
dadurch keinen geschäftsgefährdenden Risiken ausgesetzt.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition zu stär-
ken und auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2020 plant die AWB bei Umsatzerlösen von
rund 177.474 T€ und Personalkosten in Höhe von rd. 111.135 T€ ein Ergebnis von 18.669 T€
vor Ertragsteuern. Dies entspricht einem Jahresüberschuss in Höhe von 11.575 T€.
37
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Anschrift Geestemünderstraße 23
50735 Köln
Kontakt 0221 - 7170 - 0
www.avgkoeln.de
Gründung 1992
Handelsregister HRB 22790, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 50,1%
Remondis GmbH Rheinland 49,9%
Unternehmensgegenstand
Unternehmensgegenstand ist die Planung (einschließlich des Betreibens von Plangestellungs-
verfahren und Altlastensanierung), der Bau und der umweltfreundliche Betrieb von Einrichtun-
gen der Entsorgungswirtschaft, insbesondere von Anlagen zur Kompostierung, Gewerbeabfal-
laufbereitung, Baustellenabfallaufbereitung zur thermischen Abfallbehandlung inklusive Schad-
stoffentfrachtung sowie die Vermarktung der in den Einrichtungen gewonnenen Wertstoffe und
Energie.
Die öffentlich-rechtlichen Vorschriften, insbesondere die abfallrechtlichen Bestimmungen sind
zu beachten; die Leitlinien des Abfallwirtschaftskonzeptes der Stadt Köln in der jeweils gültigen
Fassung sind für die Gesellschaft verbindlich.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Freund (Sprecher) Herr Karl Georg Boje
Herr Peter Mooren
(hauptamtlicher Geschäftsführer AWB Köln)
Aufsichtsrat
Herr Hans-Werner Bartsch (Vorsitzender) Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Jürgen Mauthe (stellv. Vorsitzender) Frau Margret Dresler-Graf (bis 2.11.2019)
Herr Dr. Ansger Fendel Herr Stefan Götz (ab 14.11.2019)
Frau Polina Frebel Frau Dr. Gertrud Scholz
Herr Stefan Gatter Herr Wilfried Becker
Herr Reinhard Hohenstein Herr Karl-Heinz Walter
Herr Burghard Hercik Herr Dr. Walter Rau
Herr Volker Görtzel Herr Sebastian Vollbrecht
38
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
AVG Kompostierung GmbH 100,0%
AVG Ressourcen GmbH 100,0%
AVG Service GmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Keine
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 89.603,4 87.649,7 83.895,5
Immaterielle Vermögensgegenstände 280,6 227,1 181,8
Sachanlagen 74.083,8 72.190,4 68.498,9
Finanzanlagen 15.239,1 15.232,1 15.214,9
Umlaufvermögen 31.760,1 35.428,3 32.822,2
Vorräte 6.252,0 6.280,0 6.888,7
Forderungen und sonst. VG 18.175,1 14.228,8 16.905,4
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 7.333,0 14.919,5 9.028,0
Rechnungsabgrenzungsposten 106,7 98,0 162,2
Summe Aktiva 121.470,2 123.176,0 116.879,9
Passiva
Eigenkapital 43.636,0 45.208,1 45.034,5
Gezeichnetes Kapital 8.700,0 8.700,0 8.700,0
Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0
Gewinnrücklage 26.762,0 26.762,0 26.762,0
Bilanzergebnis 16.174,0 17.246,1 18.072,5
Rückstellungen 10.303,4 11.475,2 10.970,7
Verbindlichkeiten 58.505,4 58.067,4 51.564,6
Rechnungsabgrenzungsposten 1.025,9 925,9 810,2
Summe Passiva 121.470,2 123.176,0 116.879,9
39
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 97.713,0 98.752,9 101.395,0
Umsatzerlöse 97.641,0 98.734,0 101.395,0
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 72,0 17,9 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 375,0 536,0 162,0
Betriebsleistung 98.088,0 99.287,9 101.557,0
Betriebsaufwand 80.938,0 82.174,9 85.429,1
Materialaufwand 39.759 40.424 43.219
Personalaufwand 15.746,0 16.243,2 17.453,8
Abschreibungen 11.349 11.941 11.203
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.084 13.567 13.555
Betriebsergebnis 17.150,0 17.113,1 16.127,9
Finanzergebnis 4.577,0 5.772,8 7.380,3
Erträge aus Beteiligungen 6.128,0 6.939,4 8.095,9
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 7,0 7,9 5,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15,0 22,2 21,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und sonstige Aufwendungen 1.573,0 1.196,7 742,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.321,0 5.396,2 5.159,8
Sonstige Steuern 232,0 243,5 275,9
Jahresergebnis 16.174,0 17.246,1 18.072,5
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität (%) 73,8% 71,2% 71,8%
Abschreibungsquote (%) 15,3% 16,5% 16,3%
Investitionen (T€) 6.441,0 10.026,2 7.477,0
Investitionsquote (%) 7,2% 11,4% 8,9%
Eigenkapitalquote (%) 42,5% 42,8% 45,8%
Pensionsverpflichtungen (T€) 7.000,4 7.594,5 8.227,2
Bankverbindlichkeiten (T€) 34.924,2 30.865,2 26.029,0
Veränderung Verschuldung (T€) -14.074,4 -440,0 -6.500,8
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 14,6% 15,0% 16,1%
Rohertrag (T€) 58.002,0 58.735,2 58.380,9
EBIT (T€) 22.746,0 23.724,5 23.911,0
EBITDA (T€) 34.095,0 35.665,3 35.113,5
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 213 214 224
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 73,9 75,9 77,9
40
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Geschäftsaktivitäten
Die am 23.06.1992 gegründete AVG – Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln
mbH (nachfolgend AVG Köln) ist nach ihrem satzungsgemäßen Zweck sowie aufgrund der
mit der Stadt Köln geschlossenen Verträge zuständig für Planung, Bau und Betrieb von Ein-
richtungen der Entsorgungswirtschaft. Entsprechend dieser Zweckbestimmung hat die AVG
Köln im Geschäftsjahr 2019 folgende Aufgabenschwerpunkte zu verzeichnen:
Betrieb der Restmüllverbrennungsanlage einschließlich der vorgeschalteten Homogeni-
sierungsanlage (RMVA)
Betrieb der Deponie Vereinigte Ville
Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften für Kompostierung, für die Behandlung
und Verwertung von Altholz, Baumisch- und Gewerbeabfällen sowie zur Erbringung
von Instandhaltungsleistungen
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Für die AVG war 2019 in Summe ein gutes Jahr, das sowohl von negativen aber auch von
deutlich positiven Einflüssen geprägt wurde. So ging trotz immer noch anhaltender guter
Konjunktur und wachsenden Einwohnerzahlen in der Stadt Köln die städtische Hausmüll-
menge mit –1,6 % doch deutlich zurück. Auf der anderen Seite sorgte die gute Konjunktur
weiterhin für hohe Gewerbeabfallmengen im Markt und sicherte damit eine insgesamt gute
Auslastung. Die gute Wirtschaftslage führte für den Bereich Deponiebetrieb zu stabilen Men-
genanlieferungen an mineralischen bzw. inerten Gewerbeabfällen. Durch weitere Preisanhe-
bungen konnte zudem die Umsatzentwicklung erneut positiv beeinflusst werden. Dies galt
ebenso für den Bereich der Restmüllverbrennung von Gewerbeabfällen. Auch hier konnten
nochmals deutliche Preissteigerungen durchgesetzt werden.
Chancen und Risiken
Die AVG Köln muss sich weiterhin in ihren Kerngeschäften zu jeder Zeit mit den Marktrisiken
auseinandersetzen. Der Entsorgungsvertrag mit der Stadt Köln sichert ihr mittelfristig die An-
dienung der städtischen Haus- und Sperrmüllmengen sowie einen Großteil der städtischen
Bioabfälle. Der geltende Abfallwirtschaftsplan NRW bietet der AVG Köln zudem Chancen,
sich an Ausschreibungen von kommunalen Haus- und Sperrmüllmengen zu beteiligen.
Gemäß dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wird die getrennte Sammlung von bioge-
nen Abfällen und weiteren Wertstoffen noch weiter intensiviert werden. In der Folge werden
damit aber bei der thermischen Verwertung die Hausmüllmengen sinken und müssen durch
zusätzliche andere Abfälle kompensiert werden. Der Handlungsbedarf in der AVG-Gruppe im
Bereich der Akquisition von Abfallmengen, auch im europäischen Ausland, zusätzlich aktiv zu
werden, wird dadurch aber immer konkreter.
Die AVG Köln ist gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften weiterhin im Markt gut gerüstet.
Durch hohe Leistungsbereitschaft, Service sowie Anlagenqualität und Verfügbarkeiten im
Spitzenbereich überzeugt die AVG Köln ihre Kunden. Durch das umfassende Verwertungs-
und Entsorgungsangebot haben die AVG Köln und ihre Tochtergesellschaften ihre Stellung
im Abfallmarkt in der Vergangenheit gefestigt. Diese Aktivitäten werden planmäßig fortge-
setzt. Auch die Herausforderungen aus der neuen Gewerbeabfallverordnung hat die AVG in
2019 gut gemeistert.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Auslastung der Anlagen erscheint aufgrund der aktuellen Marktsituation trotz einiger ne-
gativer Einflüsse derzeit gesichert. Die Volatilität der Märkte erfordert jedoch eine hohe Flexi-
bilität bei den Akquisebemühungen. Die heute noch positive Marktlage kann sich recht
schnell eintrüben. Daher wird sich die AVG Köln auch weiterhin um Gewerbeabfallmengen,
Mengen aus dem europäischen Ausland sowie um kommunale Abfälle Dritter bemühen.
Diese Akquisitionsstrategie soll der AVG auch weiterhin den Erfolg sichern. Daher geht die
Planung für 2020 beim Jahresüberschuss von einem Ergebnis von 11.900 T€ nach Steuern
41
Wirtschaftliche Lage
aus. Ob die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung durch die bekannten Risikofaktoren wie
Handelsstreitigkeiten, den Brexit oder auch die noch nicht bekannten Folgen der Corona Epi-
demie zu größeren Nachteilen für die Abfallwirtschaft führen werden, bleibt weiter abzuwar-
ten.
42
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221/178 - 0
www.stadtwerke-koeln.de
Gründung 1964
Handelsregister HRB 2367, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und Werk-
mietwohnungen für Beschäftigte der Stadtwerke Köln Gesellschaft (SWK) mit beschränkter
Haftung und der mit ihr verbundenen Unternehmen.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des
benannten Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfül-
lung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ihren
Zwecken dienen oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen und solche
Unternehmen erwerben und errichten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Stefanie Haaks (seit 08.10.2019)
Herr Dirk Kolkmann
(07.03. – 31.08.2019)
Aufsichtsrat
Herr Dr. Nils Helge Schlieben (Vorsitzender) Frau Inge Halberstadt-Kausch (stv. Vorsitzende)
Herr Markus Greitemann Herr Wolfgang Nolden (stv. Vorsitzender)
Herr Harald Kraus (bis 05.06.2019) Dr. Birgitt Killersreiter
Frau Sabine Pakulat Frau Erika Oedingen
Herr Marco Steinborn (seit 11.06.2019) Herr Frank Schneider
Frau Güldane Tokyürek Herr Ralph Sterck
Frau Alexandra von Wengersky
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
43
Jahresabschlussprüfung
ES EversheimStuible Treuberater GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 12.612,3 13.475,0 14.087,4
Jahresergebnis *) 464,0 483,5 1.110,0
Eigenkapital 18.337,3 18.820,8 19.930,9
Bilanzsumme 88.080,0 90.105,9 96.102,7
Investitionen 11.300 4.469 1.471
Verbindlichkeiten 65.629,3 66.852,8 71.501,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
*) vor Gewinnabführung
Wirtschaftliche Lage
Die WSK hat als Werkswohnungsgesellschaft den Auftrag, für die Mitarbeiter*innen des
Stadtwerke Köln Konzerns Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Im Jahr 2019 ist die deutsche Wirtschaft im zehnten Jahr in Folge gewachsen, allerdings
stieg das Bruttoinlandsprodukt mit 0,6 % deutlich geringer als im Vorjahr (2018 1,5 %). Das
Wachstum fiel damit geringer aus als in der Eurozone (1,1 %), den USA (2,3 %) und China
(6,1 %) und stagnierte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal. Im Jahr 2019 waren die
Wachstumsmotoren die privaten (+1,6 %) und staatlichen Konsumausgaben (+2,5 %). Die
Wirtschaftsleistung der Industrie ging zurück, während der Dienstleistungssektor zulegte. Am
stärksten wuchs das Baugewerbe mit 4,0 %, das damit trotz Kapazitätsengpässen und Fach-
kräftemangel so stark zulegte wie seit Jahren nicht mehr. Im Tiefbau und im Wohnungsbau
fiel der Anstieg besonders stark aus.
Im Jahr 2019 lebten in Köln 1.091.819 Einwohner (+0,16 % zum Vorjahr) mit Haupt- oder
Nebenwohnsitz, und es gab 564.841 Haushalte (+0,10 % zum Vorjahr). Die durchschnittliche
Haushaltsgröße ist mit 1,88 Personen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Anzahl der
Einpersonenhaushalte stieg um 0,48 % auf 286.743, das entspricht einem Anteil von 50,8 %
an der Anzahl aller Haushalte.
Den Ergebnissen der neuen städtischen Bevölkerungsvorausberechnung zufolge werden im
Jahr 2030 rund 1.120.000 Menschen mit Hauptwohnsitz in Köln leben. Damit wächst die Ein-
wohnerzahl im Vergleich zum Ausgangsjahr der Berechnung 2017 um rund 43.000 Kölnerin-
nen und Kölner (4,0 %). Die Bevölkerungszunahme setzt sich auch in den darauffolgenden
Jahren fort und endet im letzten Berechnungsjahr 2040 bei 1.146.000 Einwohnerinnen und
Einwohnern. Dies sind 68.000 Menschen mehr als 2017, was einem Anstieg um 6,3 % ent-
spricht.
Die Immobilienpreise in Köln sind in 2019 weiter gestiegen. Der Grundstücksmarktbericht
2020 für die Stadt Köln belegt für Ein- und Zweifamilienhäuser einen Anstieg der Kaufpreise
um 6,0 % und für Wohnungen um 9,2 %. Die Neuvermietungsmieten stiegen bei den in der
44
Wirtschaftliche Lage
Arbeitsgemeinschaft der Kölner Wohnungsunternehmen vertretenen Vermietern um 5,2 %.
Damit sind die Preise für Eigentum erneut deutlicher gestiegen sind als die Mietpreise.
Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt 1.110 T€ (Vorjahr 484 T€). Die Umsatzerlöse
(ohne Verwaltungsumlage) einschließlich der Bestandsveränderungen waren um 340 Tsd. €
höher als im Vorjahr und erreichten 13.286 T€. Die Umsatzerlöse aus Verwaltungsleistungen
stiegen um 286 T€ auf 769 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 80 T€ auf 258 T€
gesunken. Die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung beliefen sich auf 7.267 T€ (Vor-
jahr 7.667 T€). Gegenüber dem Vorjahr sanken die Instandhaltungskosten um 471 T€. Die
Betriebskosten stiegen um 79 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 1.977
T€ und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 259 T€. Dies resultiert insbesondere aus
höheren Verwaltungskosten und höheren Gebühren der öffentlichen Hand. Die Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag beinhalten passive latente Steuern in Höhe von 203 T€ und Ge-
werbesteuer in Höhe von 57 T€.
Das Risikofrüherkennungssystem der WSK ist in die Organisation der SWK eingebettet. Be-
standsgefährdende Risiken bestehen zurzeit nicht. Mögliche Risiken bestehen im branchen-
üblichen Rahmen durch nicht erkannte Mängel, die kurzfristig instandgesetzt werden müss-
ten. Die in den ersten Monaten des Jahres 2020 eingesetzte Entwicklung und Ausbreitung
einer Pandemie durch den Virus SARS-COV-2 (Corona-Virus) und die damit einhergehende
Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen führte zu zunehmenden Einschränkungen des
öffentlichen Lebens. Die Höhe und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen für die WSK
sind derzeit nur schwer abschätzbar.
Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen
sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die
WSK hat das Ziel, den Wohnungsbestand an den Bedürfnissen der Konzernmitarbeiter/-in-
nen auszurichten. Hierzu sind erhebliche Investitionen erforderlich. Für das Jahr 2020 sind
folgende Investitionen geplant (Gesamtbudget über mehrere Jahre):
• Hermeskeiler Straße 13 – 13c Fassaden, Treppenhaus- und Strangsanierung
• Bonner Straße 360 Umbau Bäckerei Bistro und Gästewohnen
• Deutz-Kalker Straße 11 – 25 Fassaden- und Strangsanierung
• Weinsbergstraße 191 – 193 Fassaden- und Strangsanierung
45
GEW Köln AG
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221 178 - 0
www.gewkoelnag.de
Gründung 1960
Handelsregister HRB 2114, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 90,0%
Stadt Köln 10,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme,
der Handel mit Energie und energienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstru-
menten, sofern diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung
von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die Nutzung von Einsatzstoffen in
Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unternehmen, die Telekommunikations-
netze einschließlich Telekommunikationsdienstleistungen betreiben, im Zusammenhang mit
der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnverwaltungsdienstleistungen und
Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der sozialen Infrastruktur sowie der Betrieb von
gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung,
Kultur und Familie.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Dieter Hassel
Herr Norbert Graefrath
Aufsichtsrat
Herr Martin Börschel (Vorsitzender) Herr Norbert Kasten
Herr Wolfgang Nolden (stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Stephan Keller
Frau Susanne Bercher-Hiss (bis 18.09.2019) Herr Jakob Klein
Frau Barbara Bethke Herr Dr. Gerrit Krupp
Herr Karl-Heinz Böhle Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Jürgen Brenig Herr Jan Orbach
Herr Dr. Ralph Elster Herr Dr. Frank Schaefer
Herr Jörg Frank Frau Ursula Schlömer (ab 06.12.2019)
Herr Stefan Götz Frau Sonja Schnürpel
46
Aufsichtsrat
Frau Inge Halberstadt-Kausch Frau Brigitta von Bülow
Herr Thomas Hegenbarth
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln 100,0%
BRUNATA-METRONA GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie AG, Köln 80,0%
RW Beteiligungs GmbH i. L., Düsseldorf 21,4%
Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf 20,0%
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH, Essen 1,69%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Wirtschaftliche Lage
Die GEW Köln AG (GEW) hat im Geschäftsjahr 2019 rund 165 Mio. € an die Muttergesell-
schaft Stadtwerke Köln GmbH (SWK) abgeführt. Das waren rund 4 Millionen Euro mehr als
im Vorjahr. Grundlage dieses Erfolgs waren die guten Ergebnisse der operativen Gesell-
schaften der GEW. Als reine Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft und auch
ohne eigenes Personal hält die GEW 80 Prozent der Anteile der RheinEnergie AG sowie je
100 Prozent der Anteile des Telekommunikationsanbieters NetCologne und des Abrech-
nungsdienstleisters BRUNATA-METRONA Hürth. Zudem hält sie 20 Prozent der Anteile an
der Stadtwerke Düsseldorf AG.
Zum Unternehmensergebnis der GEW im Jahr 2019 trugen im Wesentlichen die Erträge aus
den Beteiligungen an der RheinEnergie, der BRUNATA-METRONA und an den Stadtwerken
Düsseldorf bei. Wie gewohnt leistete dabei die RheinEnergie den mit Abstand größten Er-
gebnisbeitrag. Wie im Vorjahr überwies der Energiedienstleister und -versorger rund 123
Mio. € an die GEW Köln AG. Die BRUNATA-METRONA konnte ihren Beitrag mit 28,8 Mio. €
minimal gegenüber dem Vorjahr (28,7 Mio. €) steigern. Auch NetCologne blickte auf ein er-
folgreiches operatives Geschäftsjahr 2019 zurück. Der Gewinn wurde jedoch vollständig the-
sauriert, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Die Stadtwerke Düsseldorf schütteten ihr
Ergebnis komplett aus. Sie konnten mit rund 15 Mio. € (2018: rund 9 Mio. €) ihren Beitrag
zum GEW-Ergebnis deutlich steigern.
Nach wie vor ist der Markt, auf dem sich die GEW-Unternehmen bewegen, hoch volatil. Zu-
dem stellen die stetig wachsende Bevölkerung der Millionenstadt Köln und die immer größe-
ren Erwartungen der Kunden besondere Herausforderungen an alle Unternehmen der Da-
seinsvorsorge. Die GEW-Töchter reagierten darauf im Geschäftsjahr 2019 erfolgreich mit in-
novativen Produkten und speziell auf einzelne Kundengruppen zugeschnittenen Dienstleis-
tungen, ohne dabei ihr angestammtes Kerngeschäft zu vernachlässigen.
47
RheinEnergie AG
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221 34645 - 300
www.rheinenergie.com
Gründung 2002
Handelsregister HRB 37306, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GEW Köln AG, Köln 80,0%
innogy SE, Essen 20,0%
Unternehmensgegenstand
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und energiena-
hen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern diese Tätigkeit nach
dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der
Abwasserentsorgung und der Telekommunikation (Bau und Verpachtung von Breitbandnet-
zen), die Nutzung von Einsatzstoffen in Anlagen zur Energieerzeugung sowie im Zusammen-
hang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnverwaltungsdienstleistun-
gen und Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der sozialen Infrastruktur. Daneben be-
treibt das Unternehmen eine gemeinnützige Familienstiftung und eine gemeinnützige Kulturstif-
tung.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Dieter Hassel
Herr Dr. Andreas Cerbe Herr Achim Südmeier
Herr Norbert Graefrath
Aufsichtsrat
Herr Bernd Petelkau (Vorsitzender) Herr Dr. Karsten Klemp
Herr Wolfgang Nolden (stellv. Vorsitzender) Frau Claudia Kowalak
Herr Walter Berndgen Herr Dr. Stefan Küppers
Herr Bernd Böddeling Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Martin Börschel Herr Andreas Mathes
Herr Ulrich Breite Herr Achim Meerkamp (bis 19.06.2019)
Herr Jürgen Brenig Frau Henriette Reker (bis 30.09.2019)
Herr Gerhard Brust Herr Dr. Frank Schaefer
Frau Clivia Conrad (seit 19.06.2019) Herr Gernot Schubert
48
Aufsichtsrat
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (seit 14.10.2019) Herr Markus Sterzl (bis 31.12.2019)
Herr Dr. Ralph Elster Herr Rafael Struwe
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
cowelio GmbH, Köln 100,0%
ENERGOTEC Energietechnik GmbH, Köln 100,0%
ENTALO GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 100,0%
GT-HKW Niehl GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG, Köln 100,0%
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie HKW Rostock GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Industrielösungen GmbH, Ludwigshafen a. R. 100,0%
RheinEnergie Solar GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Trading GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Windkraft GmbH, Köln 100,0%
Rheinische NETZGesellschaft mbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Express GmbH, Köln 87,8%
TankE GmbH, Köln 80,0%
AggerEnergie GmbH, Gummersbach 62,74%
Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth 56,63%
BELKAW GmbH, Bergisch Gladbach 50,1%
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen 50,0%
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsges. mbH, Lever-
kusen
50,0%
RheinWerke GmbH, Düsseldorf 50,0%
AS 3 Beteiligungs GmbH, Essen 49,0%
evd energieversorgung dormagen GmbH, Dormagen 49,0%
Stadtwerke Leichlingen GmbH, Leichlingen 49,0%
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar 49,0%
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH, Lohmar 49,0%
Stadtwerke Pulheim GmbH, Pulheim 49,0%
Stromkontor Rostock Port GmbH, Rostock 49,0%
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG, Bornheim 49,0%
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH, Sankt Augustin 45,0%
Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf 40,0%
chargecloud GmbH, Köln 33,33%
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L., Cluj-Napoca 33,33%
rhenag Rheinische Energie AG, Köln 33,33%
49
Unternehmensbeteiligungen
GWAdriga GmbH & Co. KG, Berlin 31,0%
GWAdriga Verwaltungs GmbH, Berlin 31,0%
MVV Energie AG, Mannheim 16,32%
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH, Bonn 13,71%
8KU GmbH, Berlin 12,5%
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG, Köln 7,14%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Konzessionsabgaben 68.112,4
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 1.428.287,6 1.448.774,7 1.489.053,7
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.448,7 10.587,2 10.611,4
Sachanlagen 468.512,0 506.151,1 548.324,7
Finanzanlagen 946.326,9 932.036,3 930.117,6
Umlaufvermögen 614.951,1 527.244,2 464.379,5
Vorräte 34.850,6 34.722,2 59.122,6
Forderungen und sonst. VG 471.953,4 390.295,3 343.105,2
Wertpapiere 2,4 0,0 0,0
Liquide Mittel 108.145,1 102.226,6 62.151,8
Rechnungsabgrenzungsposten 40.551,0 39.485,6 41.569,5
Summe Aktiva 2.083.789,7 2.015.504,4 1.995.002,7
Passiva
Eigenkapital 896.918,1 906.918,1 906.918,1
Gezeichnetes Kapital 400.000,0 400.000,0 400.000,0
Kapitalrücklage 274.739,0 274.739,0 274.739,0
Gewinnrücklage 222.179,1 232.179,1 232.179,1
Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 66.350,2 68.482,7 69.544,2
Rückstellungen 456.312,3 475.107,2 504.924,6
Verbindlichkeiten 628.557,5 524.983,8 470.838,5
Rechnungsabgrenzungsposten 35.651,4 40.012,5 42.777,2
Summe Passiva 2.083.789,7 2.015.504,4 1.995.002,7
50
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 2.432.841,6 2.387.388,2 2.525.244,7
Umsatzerlöse 2.437.519,3 2.381.313,2 2.514.597,6
Bestandsveränderungen -8.535,4 2.056,5 5.083,1
andere aktivierte Eigenleistungen 3.857,7 4.018,5 5.564,0
Sonstige betriebliche Erträge 80.870,6 105.595,6 107.471,6
Betriebsleistung 2.513.712,2 2.492.983,8 2.632.716,3
Betriebsaufwand 2.375.970,0 2.359.092,1 2.442.924,2
Materialaufwand 1.849.565,2 1.826.663,6 1.919.462,3
Personalaufwand 253.879,9 263.085,8 269.659,1
Abschreibungen 48.302,9 50.497,9 48.879,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 224.222,0 218.844,8 204.923,2
Betriebsergebnis 137.742,2 133.891,7 189.792,1
Finanzergebnis 18.440,0 35.520,3 -32.015,5
Erträge aus Beteiligungen 57.059,0 59.032,1 52.598,7
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.442,0 3.928,5 5.819,3
Erträge aus anderen Finanzanlagen 1.502,0 1.495,2 1.422,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.777,0 5.316,8 346,
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 6.484,0 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 83,0 3.805,5 2.844,0
Verluste aus Gewinnabführungsverträgen 22.027,0 14.716,1 73.513,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.230,0 22.214,7 15.845,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.873,5 8.965,6 9.722,5
Jahresergebnis 145.308,8 160.446,2 148.054,0
Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG 23.116,5 27.832,3 25.435,1
Gewinnabführung gemäß
Ergebnisabführungsvertrag 112.192,3 122.613,9 122.618,9
Jahresüberschuss 10.000,0 10.000,0 0,0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 10.000,0 10.000,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 68,5% 71,9% 74,6%
Abschreibungsquote 10,0% 9,8% 8,7%
Investitionen (T€) 91.055,0 94.823,0 70.290,2
Investitionsquote 6,4% 6,5% 8,2%
Eigenkapitalquote 43,0% 45,0% 69,6%
Bankverbindlichkeiten (T€) 142.929,0 62.000,0 73.000,0
Veränderung Verschuldung (T€) -148.772,1 -103.573,7 -54.145,3
51
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 8,2% 9,1% 8,2%
Rohertrag (T€) 583.276,4 560.724,6 605.782,4
EBIT (T€) 178.635,2 179.825,7 173.274,1
EBITDA (T€) 226.938,1 230.323,6 222.153,7
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 3.022 2.972 2.920
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 84,0 88,5 92,3
Wirtschaftliche Lage
Unternehmerische Rahmenbedingungen
Die RheinEnergie AG konnte im Jahr 2019 ihr geplantes Jahresergebnis leicht überschreiten.
Das Unternehmensergebnis betrug rund 148 Mio. € , das waren etwa 12 Mio. € weniger als im
Jahr 2018. Der Umsatz der RheinEnergie lag für 2019 ohne Energiesteuer bei rund 2,51 Mrd. €
(2018: 2,38 Mrd. €).
Hoher Wettbewerbsdruck und eine weiter fortschreitende Diversifikation von Anbietern und An-
geboten haben auch im Jahr 2019 das Marktumfeld der RheinEnergie charakterisiert. Hinzu
kommt ein immer stärkerer gesellschaftlicher Druck auf die gesamte Branche, die sich mit ambi-
tionierten Forderungen hinsichtlich des Tempos der Energiewende konfrontiert sieht. Die Rhein-
Energie nimmt diese Herausforderungen an und sieht sich mit ihrer Strategie für die Weiterent-
wicklung des Unternehmens gut aufgestellt. Das gilt auch mit Blick auf die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie.
Die RheinEnergie hat es sich zum Ziel gesetzt, dauerhaft der führende Energie- und Wasserver-
sorger der rheinischen Region zu bleiben. Basis des Geschäfts ist eine sichere, nachhaltige und
bezahlbare Belieferung der Kunden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, treibt die Rhein-
Energie ihren bereits vor mehreren Jahren eingeschlagenen Wandel vom Versorger zum Ener-
giedienstleister entschieden voran. Digitalisierung spielt dabei eine Schlüsselrolle – ebenso wie
veränderte Arbeitsprozesse in neuen und flexiblen Strukturen.
Das Investitionsvolumen lag 2019 mit 122 Mio. € deutlich höher als im Jahr zuvor (95 Mio. €).
Ausschlaggebend waren Investitionen in die Infrastruktur, vor allem in die Netze. Damit betreibt
die RheinEnergie nicht nur aktive Daseins-, sondern auch Zukunftsvorsorge.
Absatz
Der vertriebliche Stromabsatz war von 12,65 Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2018 auf
11,79 Milliarden kWh im Jahr 2019 zurückgegangen. Ursache war im Wesentli chen ein Rück-
gang bei Sondervertragskunden. Hingegen stieg die Stromvermarktung aus Eigenerzeugung
deutlich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Milliarden auf 5,34 Milliarden kWh.
Positiv entwickelte sich auch das Direktvermarktungsgeschäft beim Strom, unter anderem aus
BHKW-Anlagen. Mit 427 Millionen kWh im Jahr 2019 gegenüber 386 Millionen kWh im Jahr 2018
festigte sich die steigende Tendenz aus den Vorjahren.
Der Erdgasverkauf stieg im Direktabsatz auf 7,5 Milliarden kWh gegenüber 6,9 Milliarden kWh
im Vorjahr. Grund war hier insbesondere eine Ausweitung bei Sondervertragskunden.
Der Fernwärmeabsatz lag mit 1,13 Milliarden kWh leicht über dem Wert des Vorjahres (1,11
Milliarden kWh). Hinzu kamen 720 Millionen kWh an Wärmeverkauf aus dem Bereich des Ener-
giecontractings (gegenüber 682 Millionen kWh im Vorjahr). Der Verkauf von Prozessdampf ins-
besondere für die Industrie im Kölner Norden lag unverändert bei 556 Millionen kWh.
52
Wirtschaftliche Lage
Der Wasserabsatz stieg leicht. Insgesamt wurden 85,7 Millionen Kubikmeter gegenüber 85,2
Millionen Kubikmetern im Vorjahr verkauft.
RheinEnergie-Gruppe
Zur RheinEnergie-Gruppe zählen neben der RheinEnergie AG die wesentlichen Tochtergesell-
schaften im Kraftwerks -, Netz- und Handelsbereich sowie Erneuerbare Energie. Der konsoli-
dierte Umsatz sank hier auf 4,13 Mrd. € (2018: 4,33 Mrd. €). Aufgrund der Volatilität des Han-
delsgeschäfts bewegen sich die Veränderungen der Umsatzerlöse im üblichen Bereich. Der
Stromverkauf der RheinEnergie-Gruppe belief sich insgesamt auf rund 30 Milliarden kWh (Vor-
jahr: 40 Milliarden kWh) Zudem hat die RheinEnergie- Gruppe 51,84 Milliarden kWh Gas abge-
setzt (Vorjahr 58,95 Milliarden kWh).
Ausblick
Die RheinEnergie verfolgt weiterhin ihr strategisches Ziel, Marktführer bei der Grundversorgung
der Menschen in der rheinischen Region zu bleiben und sich vom Versorger zum Energiedienst-
leister zu wandeln. Ein wichtiger Aspekt dieser Neuausrichtung sind Partnerschaften und Koope-
rationen. Sie dienen dazu, gemeinsam in der Region Geschäftsfelder zu besetzen und als kom-
munales Unternehmen auch Aufgaben im größeren Maßstab übernehmen zu können.
Dabei nimmt die RheinEnergie die besondere gesellschaftliche und ökologische Verantwortung
sehr ernst, die ihr als Akteur der Energiewende zukommt. Das Unternehmen hat einen detaillier-
ten Plan verabschiedet, um für seinen Sektor die Klimaschutzziele der Bundesregierung und die
lokalen Klimaschutzziele der Stadt Köln zu unterstützen. Unter anderem will das Unternehmen
bis zum Jahr 2025 in Köln und ganz Deutschland weitere 100 Mrd. € in Erneuerbare Energien
investieren.
Auch die Energiebranche ist derzeit von den Folgen der Covid- 19-Pandemie betroffen, wenn-
gleich weniger hart als andere Branchen. Die Auswirkungen auf die Vermögens - Finanz- und
Ertragslage der RheinEnergie sind derzeit nicht abzuschätzen.
53
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH
Anschrift Am Coloneum 9
50829 Köln
Kontakt 0221 2222-0
www.netcologne.de
Gründung 1994
Handelsregister HRB 25580, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GEW Köln AG, Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraumes Köln orientierten privaten Telekommu-
nikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der Gesellschaften der Stadtwerke
Köln-Gruppe, einschließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste,
die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen
einschließlich der zum Netzabschluss erforderlichen Hardware- und Software-Produkte, die Er-
stellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtliche Managementleis-
tungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammenhängende ganzheitliche Kom-
plettlösungen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Timo von Lepel Frau Dorothee Schumacher
(ab 01.09.2019)
Aufsichtsrat
Herr Dr. Andreas Cerbe (Vorsitzender) Herr Christian Joisten
Herr Achim Südmeier (stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Stephan Keller
Herr Stephan Berndorf Herr Gerrit Krupp
Herr Florian Braun Herr Stefan Münzel
Herr Jörg Frank Herr Stephan Radloff
Herr Norbert Graefrath Herr Gernot Schultz
Herr Martin Hanz Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Dieter Hassel
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
54
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NetCologne IT Services GmbH, Köln 100,0%
NetRegio GmbH, Köln 99,99%
NetAachen GmbH, Aachen 84,0%
Deutsche Netzmarketing GmbH, Hamburg 2,56%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 233.414,8 233.978,4 237.508,1
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.363,8 9.454,3 8.619,0
Sachanlagen 187.483,4 182.706,1 187.071,2
Finanzanlagen 34.567,6 41.818,0 41.818,0
Umlaufvermögen 71.104,4 65.621,5 78.445,6
Vorräte 22.919,5 31.952,9 25.417.0
Forderungen und sonst. VG 44.980,5 32.514,9 51.947,6
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 3.204,4 1.153,6 1.081,0
Rechnungsabgrenzungsposten 8.273,2 6.420,9 9.972,1
Aktive latente Steuern 2.877,2 1.408,7 948,1
Summe Aktiva 315.669,7 307.429,4 326.874,2
Passiva
Eigenkapital 86.388,7 90.750,3 98.023,8
Gezeichnetes Kapital 9.210,0 9.210,0 9.210,0
Kapitalrücklage 51.873,3 51.873,3 51.873.3
Gewinnrücklage 21.553.2 21.553.2 29.667,0
Jahresüberschuss 3.752,2 8.113,8 7.273.4
Rückstellungen 23.528,0 19.976,4 19.535,8
Verbindlichkeiten 199.276,1 189.291,9 199.013,1
Rechnungsabgrenzungsposten 6.476,8 7.410,8 10.301,3
Summe Passiva 315.669,7 307.429,4 326.874,2
55
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 265.626,3 276.589,0 277.484,8
Umsatzerlöse 266.135,7 268.252,5 283.660,5
Bestandsveränderungen 641,0 7.171,5 -9.031,3
andere aktivierte Eigenleistungen 131,6 1.165,0 2.855,6
Sonstige betriebliche Erträge 4.110,4 6.169,0 4.365,3
Betriebsleistung 269.736,7 282.758,0 281.850,1
Betriebsaufwand 258.075,4 269.163,2 270.441,6
Materialaufwand 125.464,4 128.882,9 125.114,6
Personalaufwand 58.884,8 60.531,0 65.640,9
Abschreibungen 31.486,5 32.283,5 33.972,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 42.239,7 47.465,8 45.713,8
Betriebsergebnis 11.661,3 13.594,8 11.408,5
Finanzergebnis -4.459,2 -1.315,6 -222,6
Erträge aus Beteiligungen 1.871,1 1.987,3 2.279,9
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.543,8 2.112,2 2.556,6
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 147,9 153,6 208,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.100,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.922,0 5.568,7 5.267,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.425,7 4.143,9 3.889,2
Sonstige Steuern 24.2 21,6 23,2
Jahresüberschuss /-fehlbetrag 3.752,2 8.113,8 7.273,4
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 -8.113,0 -7.273,4
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 73,9% 76,1% 72,7%
Abschreibungsquote 15,8% 16,8% 17,4%
Investitionen (T€) 22.953,0 34.787,8 38.700,0
Investitionsquote 9,8% 14,9% 16,3%
Eigenkapitalquote 27,4% 29,5% 30,0%
Bankverbindlichkeiten (T€) 91.526,1 82.054,3 88.072,0
Veränderung Verschuldung (T€) -12.365,3 -9.984,2 9.721,2
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 3,1% 4,5% 3,8%
Rohertrag (T€) 140.161,9 147.706,1 152.370,2
EBIT (T€) 12.976,2 17.694,3 16.245,00
EBITDA (T€) 44.462,7 49.977,8 50.217,3
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 867 871 937
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 67,9 69,5 70,0
56
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, gegründet 1994, ist eine
100%ige Tochtergesellschaft der GEW Köln AG, Köln. Das Unternehmen versorgt als einer der
erfolgreichsten Regional-Carrier in Deutschland den Wirtschaftsraum Köln/Bonn mit zukunftssi-
cherer Kommunikationstechnologie.
Die NetCologne GmbH ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskunden aktiv.
Das Leistungsangebot umfasst dabei Telefonie, Mobilfunk, TV sowie Internet-, Daten- und
Wholesale-Dienste. Technische Grundlage bildet das eigene, hochleistungsstarke Breitband-
netz. Es bietet Kapazitäten für die weitere dynamische Entwicklung des Faktors Kommunika-
tion in der Region. Durch den Ausbau eigener Netzinfrastruktur schafft die NetCologne GmbH
zudem wirtschaftliche und technische Unabhängigkeit von den regulierten Teilnehmeran-
schlussleitungen der Deutschen Telekom AG.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach
wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundes-
verbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte
dieser Markt in 2019 ein Volumen von ca. 170 Mrd. € um und beschäftigte bei hoher Wert-
schöpfung rund 1,2 Mio. Personen.
Geschäftsverlauf 2019
In 2019 konnte sich die NetCologne GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynamischen
und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen
Preisdruck gekennzeichnet ist, gut behaupten.
Das Geschäftsjahr 2019 war durch die folgenden Besonderheiten geprägt:
• Inbetriebnahme Nahbereiche und Kundenmigration
• DigitalNetCologne: Glasfaserausbau für Köln
• Reorganisation des Geschäftskundenbereichs
• Projekt über Betrieb der RheinEnergie TK-Anlagen („Managed Service Voice“) gewonnen
• Fortführung der Zusammenarbeit von NetCologne und der Koelnmesse
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT)
von 11.163 T€ und konnte damit ihr Ziel von 7.790 T€ deutlich übertreffen. Das Ergebnis lag
um 1.095 T€ unter dem Vorjahreswert (12.258 T€), insbesondere aufgrund eines hohen Ein-
malerlöses im Vorjahr. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 283.660 T€ und lagen um 15.408 T€
über dem Vorjahreswert (268.253 T€). Die Überschreitung war im Wesentlichen auf steigende
Umsatzerlöse im Geschäftskunden- und Privatkundenbereich zurückzuführen, i. W. aufgrund
erhöhter Umsätze im Wholesale- und Festnetzbereich.
Chancen und Risiken
Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetCologne mittelfristig, trotz des herausfordern-
den Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung:
Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen ist die NetCologne für neue Herausforderungen
bezüglich des stark zunehmenden Bandbreitenbedarfs gut positioniert. Die eigenen Netze ver-
mindern die Abhängigkeit von der Deutschen Telekom und ermöglichen Alleinstellungsmerk-
male bei Leistungsumfang und Leistungsqualität. Der Markt unterliegt nach wie vor einer hohen
Dynamik und ist offen für neue kundenorientierte Produkte. Eine Vielzahl von Lebensbereichen
bietet hier zusätzliches Wachstumspotenzial. Die wachsende digitale Vernetzung, die Anwen-
dung moderner Kommunikationsformen sowie die starke Bedeutung immer datenintensiverer,
komplexerer und integrierter Multimedia-Anwendungen in der Freizeit erfordern gemeinschaft-
lich hohe Bandbreiten.
57
Wirtschaftliche Lage
Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten Markt, in
dem die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd eingreifen. Ein-
zelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen. Beispielsweise redu-
ziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminierungsentgelte die Umsätze pro
Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit darüber, wie künftige Regulierungsentscheidun-
gen ausfallen.
Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb, großen Preisdruck, zu-
nehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. Dies kann
zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margendruck bei einigen Produkten
führen.
Ergänzend existieren individuelle, operative Risiken bspw. durch den Ausfall eines Tech-
nikstandorts, die im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert und soweit möglich ge-
steuert werden.
Prognose
Für das Jahr 2020 rechnet die NetCologne mit wachsenden Umsätzen im Vergleich zu 2019
sowie einem weitestgehend stabilen Ergebnis vor Steuern von über 11 Mio. €.
58
NetAachen GmbH
Anschrift Grüner Weg 100
52070 Aachen
Kontakt 0800 2222 - 333
www.netaachen.de
Gründung 2009
Handelsregister HRB 15383, Amtsgericht Aachen
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln 84,0%
Stadtwerke Aachen AG, Aachen 16,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist:
a) der Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraumes Aachen und Köln orientierten
privaten Telekommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der Gesell-
schaften der Stadtwerke Köln- Gruppe und der STAWAG -Gruppe, einschließlich aller damit
verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste,
b) die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen
ein-schließlich der dazugehörigen Hardware- und Softwareprodukte, sowie
c) die Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtliche Manage-
mentleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammenhängende ganzheitli-
che Komplettlösungen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Schneider
Anwendung eines Public Corporate Governence Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NetRegio GmbH, Köln 0,01%
59
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 36.804,6 39.849,5 37.620,5
Jahresergebnis 2.009,2 2.257,2 2.399,8
Eigenkapital 10.467,4 10.715,5 10.858,0
Bilanzsumme 25.764,8 25.852,1 25.154,1
Investitionen 756,8 937,2 897,8
Verbindlichkeiten 11.813,1 9.447,6 9.127,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 86 84 87
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die NetAachen GmbH ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskunden aktiv.
Das Leistungsangebot umfasst dabei Telefonie, TV sowie Internet -, Daten- und Wholesale-
Dienste. Technische Grundlage bildet das eigene, hochleistungsstarke Breitbandnetz.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach
wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bun-
desverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
setzte dieser Markt in 2019 ein Volumen von ca. 170 Mrd. € um.
Geschäftsverlauf 2019
In 2019 konnte sich die NetAachen in einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und
hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und ho-
hen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten.
Das Geschäftsjahr 2019 war durch folgende Besonderheiten geprägt:
• Kommunikationsnetz für Energieversorgungsunternehmen (EVU)
• (Nahbereichs-) Ausbau FTTC – „Fibre to the Curb“
• Aufbau eines funkbasierten Kommunikationsnetzes für Smart City-Anwendungen
• Förderverfahren weiße Flecken
Die NetAachen konnte im Geschäftsjahr 2019 in einem Marktumfeld, das weiterhin durch star-
ken Wettbewerb geprägt ist, die s ehr guten Ergebnisse der beiden Vorjahre erneut steigern.
In 2019 stieg die Gesamtlei stung der Gesellschaft auf 37.280 T€ Das Ergebnis vor Steuern
konnte auf 3.565 T€ gesteigert werden und so den Plan deutlich übertreffen.
Chancen und Risiken
Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetAachen mittelfristig, trotz des herausfordern-
den Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwick-
lung. Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen ist die NetAachen für neue Herausforde-
rungen bezüglich des stark zunehmenden Bandbreitenbedarfs gut positioniert. Eine Vielzahl
von Lebensbereichen bietet hier zusätzliches Wachstumspotenzial. Beim Telekommunikati-
onsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten Markt. Einzelne Regulierungs-
entscheidungen können geschäftshemmend ausfallen. Der Markt für Telekommunikation ist
zudem durch starken Wettbewerb geprägt. Ergänzend existieren individuelle, operative Risi-
ken, die fortlaufend analysiert und soweit möglich gesteuert werden.
Prognose
Für das Jahr 2020 rechnet die NetAachen mit leicht wachsenden Umsätzen im Vergleich zu
2019 sowie einem Ergebnis vor Steuern von ca. 3,8 Mio. €
60
rhenag Rheinische Energie AG
Anschrift Bayenthalgürtel 9
50968 Köln
Kontakt 0221 93731 - 0
www.rhenag.de
Gründung 1872, RE-Beteiligung seit 2007
Handelsregister HRB 35215, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
innogy SE, Essen 66,67%
RheinEnergie AG, Köln 33,33%
Unternehmensgegenstand
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie die Entsorgung. Zur Erreichung
des Gesellschaftszweckes kann die Gesellschaft Gas, Wasser, elektrische Energie und Wärme
erzeugen, beziehen, verwerten und veräußern sowie alle sonstigen mit diesen Versorgungsbe-
reichen und der Entsorgung zusammenhängenden Geschäfte und Maßnahmen einschließlich
Planung und Beratung vornehmen. Die Gesellschaft kann insbesondere Anlagen und Einrich-
tungen aller Art, die dem genannten Zweck zu dienen geeignet sind, erwerben, errichten und
betreiben, allein oder gemeinsam mit anderen, für eigene oder fremde Rechnung. Sie kann
sich an Gesellschaften und anderen Unternehmungen und allen Geschäften beteiligen, die mit
dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Dr. Hans-Jürgen Weck Herr Kurt Rommel (bis 31.12.2019)
Aufsichtsrat
Herr Dr. Jürgen Grönner (Vorsitzender) Herr Dr. Christian Ohlms
Frau Hildegard Müller (stv. Vorsitzende)
(bis 10.10.2019) Herr Michael Stangel
Frau Dr. Catharina Friedrich (bis 31.12.2019) Herr Dr. Dieter Steinkamp
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
61
Jahresabschlussprüfung
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Gemeindewerke Windeck GmbH & Co KG, Siegburg 100,0%
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler 100,0%
Rhein-Sieg Netz GmbH, Siegburg 100,0%
rhenagbau GmbH, Köln 100,0%
Westerwald-Netz GmbH, Betzdorf-Alsdorf 100,0%
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH, Köln 74,9%
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Siegburg 50,0%
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG, Niederkassel 49,0%
energy4u GmbH & Co. KG, Siegburg 49,0%
energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH, Siegburg 44,0%
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG, Höhn 33,2%
e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen 31,74%
MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen 26,12%
A/V/E GmbH, Halle (Saale) 25,1%
Siegener Versorgungsbetriebe GmbH, Siegen 24,92%
Propan Rheingas GmbH & Co. KG, Brühl 21,09%
Propan Rheingas GmbH, Brühl 20,0%
BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH, Wipperfürth 19,47%
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH, Köln 16,68%
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG, Köln 16,67%
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH, Troisdorf 3,87%
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen 3,87%
Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH & Co. KG,
Neunkirchen-Seelscheid
1,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 185.833 170.869 178.662
Jahresergebnis 45.836 25.788 34.203
Eigenkapital 159.949 139.972 148.389
Bilanzsumme 278.884 255.244 237.719
Investitionen 5.298 3.403 3.288
Verbindlichkeiten 49.567 48.192 29.449
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt: 250 268 284
62
Wirtschaftliche Lage
rhenag schaut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. In allen drei Geschäftsfel-
dern – dem Energiegeschäft, den Beratungs- und IT-Dienstleistungen für Stadtwerke sowie
in der Beteiligungssparte – konnte sie ihre Ergebnisziele erreichen und teilweise sogar über-
treffen. Sie profitierte dabei einmal mehr von den Synergien ihres integrierten Geschäftsmo-
dells: Die operativen Lösungen ihres eigenen Energiegeschäfts mit Schwerpunkt in der
Rhein-Sieg-Region und im nördlichen Rheinland-Pfalz konnte rhenag auch 2019 im zweiten
Geschäftsfeld, den Stadtwerkekooperationen, als praxisnahe Beratungs- und Kooperations-
produkte weiter wirtschaftlich nutzen. Auch das dritte Geschäftsfeld, das Beteiligungsge-
schäft, profitierte von diesem Know-how Transfer und der gemeinsamen Nutzung wichtiger
Ressourcen.
Die wesentlichen Entwicklungen in den genannten Geschäftsfeldern hier kurz im Überblick:
Im klassischen Commodity-Geschäft konnte rhenag den erwarteten Absatzrückgang beim
Erdgas durch einen deutlichen Anstieg beim Strom kompensieren. Die Kündigungen im
Stammgebiet waren 2019 rückläufig, im überregionalen Vertrieb konnte rhenag ihre ambitio-
nierten Akquisitionsziele erreichen. Die stabile Ertragslage im klassischen Geschäft ermög-
lichte es der rhenag, ihr Angebot an energienahen Dienstleistungen weiter auszubauen.
In der Stadtwerke-Dienstleistungssparte war rhenag 2019 auf Wachstumskurs. Ihre Koope-
rationsangebote waren sowohl im Bereich der Fachberatung als auch im IT-Segment bei
Stadtwerken und Regionalversorgern sehr gefragt, so dass der Kreis der Stadtwerkekunden
ausgeweitet werden konnte.
Das rhenag-Beteiligungsgeschäft profitierte 2019 von steigenden Ausschüttungen insbeson-
dere der großen Gesellschaften, die – abgesichert im rhenag-Netzwerk – auf ihren Märkten
erfolgreich agierten. Auch die im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutlich höheren Erträge
der beiden rhenag-Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH (RSN) und Westerwald-Netz GmbH
(WWN) fließen in das Beteiligungsergebnis ein. 2019 profitierte auch die RSN von steigen-
den Ausschüttungen ihrer eigenen Beteiligungen.
Insgesamt betrug das Ergebnis vor Steuern 46,3 Mio. € (Vorjahr 36,3 Mio. €). Nach Steuern
erwirtschaftete rhenag 2019 einen Jahresüberschuss von 34,2 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €).
Der deutliche Anstieg resultiert vor allem aus der positiven Entwicklung des Beteiligungser-
gebnisses.
Die rhenag rechnet angesichts des hohen Innovationsdrucks in der Branche auch für die Zu-
kunft mit Wachstum bei der Dienstleistungserbringung für verbundene und nicht verbundene
EVU. In der klassischen Energieversorgung geht rhenag 2020 von einem wachsenden
Stromabsatz und einem witterungsbedingt leicht rückläufigen Gasabsatz aus. Vor diesem
Hintergrund plant rhenag mit einem Ergebnis vor Steuern von rd. 35,9 Mio. € und einem aus-
schüttbaren Gewinn von rund 27 Mio. €.
63
METRONA GmbH
Anschrift Max-Planck-Str. 2
50354 Hürth
Kontakt 02233 50 - 0
www.brunata-metrona.de
Gründung 1983, GEW-Beteiligung seit 1997
Handelsregister HRB 88470, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
BRUNATA-METRONA GmbH, Hürth 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammen-
hang mit der Abrechnung von Energie, insbesondere Wärme, im Bundesland Baden-Württem-
berg und außerhalb von Deutschland mit Ausnahme von Belgien, Frankreich, dem Großher-
zogtum Luxemburg und dem Fürstentum Monaco.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o., Warschau 100,0%
METRONA Union GmbH, München 44,0%
METRONA S.R.L, Rom 44,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
64
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 27.732,9 25.187,3 24.121,4
Jahresergebnis 5.917,5 4.257,1 5.519,2
Eigenkapital 2.207,3 2.207,3 2.207,3
Bilanzsumme 15.391,1 14.938,2 13.686,6
Investitionen
(siehe BRUNATA-METRONA GmbH) - - -
Verbindlichkeiten 12.543,9 10.950,1 12.168,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(Geschäftstätigkeit erfolgt durch BRUNATA-METRONA GmbH)
0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Kerngeschäft der METRONA GmbH (METRONA) ist die Materialbeschaffung und -bevorra-
tung für die Muttergesellschaft BRUNATA-METRONA GmbH (BRUNATA). Zusätzlich betreibt
sie außerhalb des regionalen Kernarbeitsgebietes der BRUNATA ein eigenes Wärmemess-
dienstgeschäft.
Relevante Märkte
Der Geschäftsgang der METRONA ist weitgehend an den der Muttergesellschaft BRUNATA
gekoppelt. In 2019 haben sich weder im eigenen Wärmemessdienstgeschäft, noch im Zulie-
fergeschäft an BRUNATA nennenswerte Änderungen am Marktvolumen ergeben. Dabei ist
der Markt für Wärmemessdienstleistungen in Deutschland vollständig erschlossen und ver-
teilt, was insbesondere im Großkundenbereich zu intensiven Wettbewerb und Preisdruck
führt.
Geschäftsverlauf 2019
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 24,1 Mio. € erreicht, womit der
Vorjahreswert um 1,1 Mio. € unterschritten wurde. Erlössteigerungen im Eigengeschäft wur-
den hierbei durch einen Umsatzrückgang infolge des gesunkenen Liefervolumens an
BRUNATA überkompensiert. Insbesondere über erreichte Effizienzverbesserungen konnte
das Ergebnis vor Ergebnisabführung um 1,3 Mio. € auf 5,5 Mio. € gesteigert werden.
Chancen und Risiken
Die METRONA verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, in das neben der Gesellschaft
unter anderem auch die BRUNATA eingebunden ist. Beide Gesellschaften sind zusätzlich in
das Risikofrüherkennungssystem der GEW eingebunden. Unverändert fortgeschrieben wird
ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt durchgeführten
Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis wurde kein marktmissbräuch-
liches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlungen an den Gesetzgeber gegeben, die
auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzielen. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preis-
druck am Markt führen. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit
bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkunden-
bereich, zu sehen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die in der Muttergesellschaft BRUNATA für 2020 geplanten Wachstumsmaßnahmen werden
in der METRONA zu einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung führen.
Insgesamt erwartet METRONA für das Folgejahr 2020 ein deutlich positives, unter dem Ni-
veau des Jahres 2019 liegendes Ergebnis.
65
BRUNATA-METRONA GmbH
Anschrift Max-Planck-Str. 2
50354 Hürth
Kontakt 02233 50-0
www.brunata-metrona.de
Gründung 1953, GEW-Beteiligung seit 1997
Handelsregister HRB 88488, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GEW Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung von Energie,
insbesondere Wärme.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf
Aufsichtsrat
Herr Achim Südmeier (Vorsitzender) Herr Norbert Kasten
Herr Norbert Graefrath (stellv. Vorsitzender) Frau Annemarie Kurth-Schäfer
Frau Susanne Bercher-Hiss (bis 14.05.2019) Herr Holger Marian
Herr Dr. Andreas Cerbe Herr Dr. Nils Helge Schlieben
Herr Dieter Hassel Frau Ursula Schlömer (ab 07.10.2019)
Herr Wolfgang Herde Herr Dr. Dieter Steinkamp
Frau Sabine Huerth Herr Karl-Heinz Walter
Herr Sven Kaske
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
66
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
METRONA GmbH, Hürth 100,0%
BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l., Nospelt/Luxemburg 1,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 112.556,6 119.028,4 121.083,8
Jahresergebnis 17.904,0 24.429,8 23.245,0
Eigenkapital 16.926,7 16.926,7 16.926,7
Bilanzsumme 64.850,8 71.636,5 76.635.2
Investitionen (incl. METRONA GmbH) 29.729,0 27.556,0 27.037,0
Verbindlichkeiten 22.301,1 29.204,2 29.350,2
Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 515 548 562
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit und der wirtschaften Rahmenbedingungen
Kerngeschäft der BRUNATA ist die regelmäßige Durchführung von Verbrauchsabrechnun-
gen nach den Bestimmungen der Heizkostenverordnung, die Erbringung von Dienstleistun-
gen zur nachhaltigen Einsparung von Heizenergie. und das Angebot zur Ausstattung von
Gebäuden mit entsprechenden Messgeräten. Ergänzend dazu trägt BRUNATA mit weiteren
Servicedienstleistungen wie der Ausstattung, Prüfung und Wartung von Rauchmeldern und
die Prüfung von Trinkwasser zur Vermeidung von Legionellenrisiken durch akkreditierte
Wasserlabore zum Schutz der Sicherheit von Bewohnern in Immobilien bei.
Relevante Märkte
Der für BRUNATA relevante Markt umfasst insbesondere Gebäude mit 3 oder mehr Woh-
nungen. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen für solche Wohngebäude lag in den für
BRUNATA relevanten Bundesländern in 2018 – und damit als Marktvolumen in 2019 wirk-
sam – bei rund 7.600 Gebäuden bzw. 76.000 Wohnungen, was eine Erhöhung um rund 300
Gebäude bzw. 6.000 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der Markt für Wärme-
messdienstleistungen ist in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt. Weitere Markt-
anteile können deshalb, außerhalb des durch Neubau zusätzlich entstehenden Marktvolu-
mens, nur durch Verdrängung anderer Marktteilnehmer gewonnen werden. Dies führt zu er-
heblichem Wettbewerbsdruck und daraus folgend – insbesondere im Großkundenbereich –
zu tendenziell rückläufigen Preisen.
Geschäftsverlauf 2019
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 121,1 Mio. € erreicht, womit der
Vorjahreswert um 2,1 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden hierbei insbe-
sondere im Kerngeschäft durch Erhöhungen der Erlöse aus dem Abrechnungs- und dem
Vermietungsgeschäft um jeweils 1,7 Mio. € erreicht. Einhergehend mit den vorgenommenen
Umwandlungen von Handelsvertretungen in Niederlassungen, sind die Aufwendungen für
bezogene Ablese- und Montageleistungen weiter gesunken und Personalaufwendungen ent-
sprechend gestiegen. Rückläufige Investitionen in die im Vermietungsgeschäft eingesetzten
Messgeräte führten zu reduzierten Abschreibungen Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2019
ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 23,2 Mio. € erzielt, womit der Vorjahreswert
um 1,2 Mio. € unterschritten wurde.
67
Wirtschaftliche Lage
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Gesellschaft verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem und ist zusätzlich eingebun-
den in das Risikofrüherkennungssystem der GEW. Unverändert fortgeschrieben wird ein
2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt durchgeführten Sek-
toruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis wurde kein marktmissbräuchli-
ches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlungen an den Gesetzgeber gegeben, die
auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzielen. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preis-
druck am Markt führen. Als weiteres unverändert fortbestehendes Risiko wurde in 2018 ein
zwischen den drei BRUNATA-Gesellschaften in München, Hamburg sowie Hürth und der Mi-
nol-Zenner Gruppe geführter Markenrechtstreit über die Nutzung der Marke „Brunata“ identi-
fiziert. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte, anhal-
tend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkundenbereich, zu sehen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Zur Absicherung des Kerngeschäftes stellt BRUNATA, auch zusammen mit den BRUNATA-
Gesellschaften in München und Hamburg, strategische Überlegungen zur Geschäftsauswei-
tung an, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Insgesamt erwartet
BRUNATA für das Folgejahr 2020 einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf und ein deut-
lich positiven, leicht unter dem Niveau des Jahres 2019 liegendes Ergebnis vor Ergebnisab-
führung. Bestandsgefährdende Risiken sind für BRUNATA derzeit nicht zu erkennen.
68
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Anschrift Scheidtweilerstr. 38
50933 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 0
www.kvb.koeln
Gründung 1960
Handelsregister HRB 2130, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 10,0%
Stadtwerke Köln GmbH 90,0%
Unternehmensgegenstand
Unternehmensgegenstand ist die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die Gesellschaft ist zu
allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten Gesell-
schaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben
anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ihren Zwecken dienlich o-
der förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen und solche Unternehmen er-
werben oder errichten.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Geschäftsführung
Frau Stefanie Haaks Herr Peter Hofmann
Herr Jörn Schwarze Herr Peter Densborn
Aufsichtsrat
Herr Wilfried Kuckelkorn Frau Mira Ball
Herr Marco Steinborn (stellv. Vorsitzender
(seit 12.9.2019), Betriebsratsvorsitzender
Herr Harald Kraus (stellv. Vorsitzender (bis
12.9.2019, Betriebsratsmitglied bis 30.9.2019)
Frau Frauke Bendokat (bis 23.04.2019) Frau Andrea Blome,
Frau Helga Blömer-Frerker, Herr Ralf Finkensieper
Herr Detlef Friesenhahn*, Herr Markus Fürst-Reichelt*,
Herr Lino Hammer Herr Daniel Kolle (seit 17.05.2019)
Herr Dirk Michel Herr Frank Michael Munkler
Herr Michael Nettesheim Herr Horst Noack
Herr Thomas Oberwinter (seit 01.10.2019) Herr Andreas Pöttgen
Herr Ralph Sterck, Herr Michael Weisenstein
Herr Stefan Weyers Herr Andreas Wolter
69
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH, Köln 100,0%
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen, Köln 100,0%
KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH, Köln 51,0%
Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth 51,0%
Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Re-
gionalverkehrs mbH, Köln 25,5%
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln, Kommanditanteil 10,1%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführung 18.600,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 285.485,4
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 713.655,3 741.492,8 768.718,4
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.805,2 6.546,7 7.249,2
Sachanlagen 699.737,8 728.245,7 755.116,09
Finanzanlagen 7.112,3 6.700,4 6.353,1
Umlaufvermögen 182.737,1 194.108,8 262.434,4
Vorräte 26.995,1 29.354,2 31.644,2
Forderungen und sonst. VG 150.749,1 162.636,9 228.795,5
Wertpapiere 24.538,4 28.108,5
Liquide Mittel 4.992,9 2.117,7 1.994,7
Rechnungsabgrenzungsposten 3.211,5 3.471,9 2.850,7
Summe Aktiva 899.603,9 939.073,5 1.034.003,5
70
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Passiva
Eigenkapital 309.900,8 328.455,8 347.043,8
Gezeichnetes Kapital 78.300,0 78.300,0 78.300,0
Kapitalrücklage 231.437,8 249.992,8 268.580,7
Gewinnrücklage 163,1 163,1 163,1
Sonderposten 30.772,4 47.104,2 53.131,9
Rückstellungen 121.191,8 119.081,5 124.147,6
Verbindlichkeiten 434.014,6 440.487,0 505.991,4
Rechnungsabgrenzungsposten 3.724,2 3.944,9 3.688,8
Summe Passiva 899.603,9 939.073,5 1.034.003,5
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 289.857,9 293.075,9 307.074,9
Umsatzerlöse 286.932.0 288.029,5 299.399,5
Bestandsveränderungen -59,2 -28,0 -71,9
andere aktivierte Eigenleistungen 2.985,1 5.074,6 7.747,3
Sonstige betriebliche Erträge 49.774,2 47.393,0 47.998,4
Betriebsleistung 339.632,1 340.469,1 355.073,3
Betriebsaufwand 413.082,5 417.165,2 441.134,0
Materialaufwand 135.164,2 134.320,2 144.107,9
Personalaufwand 205.756,3 209.978,9 224.257,9
Abschreibungen 41.364,9 40.182,6 40.137,2
Erfolgsunabhängige Steuern 315,0 362,8 323,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 30.482,1 32.320,7 32.307,6
Betriebsergebnis -73.450,0 -76.697,0 -86.059,0
Finanzergebnis -13.309,3 -13.800,1 -13.925,5
Erträge aus Beteiligungen 806,4 1.164,9 1.068,8
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 50,3 42,0 34,5
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43,2 60,5 60,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen 17,9 18,0 20,6
Aufwendungen aus Verlustübernahme 197,4 725,4 65,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.993,9 14.324,1 15.000,9
Zinsen und
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,0 0,0
Sonstige Steuern 315,0 362,8 323,4
Jahresergebnis (vor Verlustausgleich) -86.759,8 -90.496,2 -99.984,2
Erträge aus Verlustübernahme 86.759,8 90.496,2 99.984,2
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
71
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität (%) 79,3% 79,0% 74,3%
Abschreibungsquote (%) 5,9% 5,5% 5,3%
Investitionen (T€) 44.502,0 77.901,0 83.623,0
Investitionsquote (%) 6,2% 10,5% 10,9%
Eigenkapitalquote (%) 34,4% 35,0% 33,6%
Pensionsverpflichtungen (T€) 64.017,0 70.729,9 75.513,1
Bankverbindlichkeiten (T€) 366.330,4 373.276,9 382.743,2
Veränderung Verschuldung (T€) -21.033,2 16.472,3 65.504,5
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -8,1% -8,1% -8,2%
Rohertrag (T€) 154.693,7 158.755,7 162.967,0
EBIT (T€) -72.379,1 -74.747,0 -84.868,4
EBITDA (T€) -29.113,2 -32.840,4 -43.271,2
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 3.392 3.388 3.536
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 60,7 62,0 63,4
Wirtschaftlichen Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Unternehmensgegenstand der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Köln, ist gemäß § 3 der
Unternehmenssatzung die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die KVB befördert Perso-
nen in Köln und auf abgehenden Linien im Umland mit Omnibussen und Stadtbahnen. Sie
übernimmt damit gemeinsam mit anderen Unternehmen aus dem Verkehrsverbund Rhein-
Sieg GmbH (VRS) die notwendige Aufgabe einer allgemeinen, flächendeckenden Daseins-
vorsorge des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für die Bevölkerung des Kölner
Stadtgebietes sowie des näheren Umlandes.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft befand sich trotz eines unsicheren globalen Umfelds im Geschäfts-
jahr 2019 weiterhin auf Wachstumskurs. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings merk-
lich verlangsamt. Dies ist insbesondere auf die Schwäche der Industrie zurückzuführen. Die
Konjunktur in Deutschland spiegelt sich im wachsenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) wider,
das im vergangenen Jahr preisbereinigt moderat um 0,6 % (Vorjahr 1,5 %) stieg.
Relevante Märkte
Im Jahr 2019 sind die Fahrgastzahlen in Deutschland mit mehr als 10,4 Mrd. Kunden im Öf-
fentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erneut leicht gestiegen. Damit beförderten die Mit-
gliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Geschäftsjahr
jeden Tag rund 30 Mio. Fahrgäste in Deutschland mit Bus und Bahn und ersparten damit
mehr als 20 Mio. Autofahrten. Der ÖPNV in Deutschland trug dazu bei, im Berichtsjahr insge-
samt 10,5 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Der moderate Zuwachs an
Fahrgastzahlen entspricht einer Steigerung von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Steige-
rung ist geringer als in den Jahren zuvor, da viele Unternehmen inzwischen an ihre Kapazi-
tätsgrenzen stoßen. Mit Blick auf die umwelt- und klimapolitischen Ziele im Verkehrssektor,
die gerade in den Städten und Ballungsräumen nur über einen weiter wachsenden ÖPNV zu
erreichen sind, müssen zeitnah Lösungen gefunden werden.
72
Wirtschaftlichen Lage
Geschäftsverlauf 2019
Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Köln, verzeichnet im Hinblick auf die Fahrgastent-
wicklung ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019. Ein neuer Fahrgastrekord mit rund 286,0 Mio.
Fahrgästen führte – neben der allgemeinen Tarifanpassung im VRS zum 1. Januar 2019 – zu
einem Anstieg der Fahrgelderlöse. Die Verkehrserlöse konnten insgesamt um 10,0 Mio. €
(3,8 %) auf 275,1 Mio. € gesteigert werden.
Daneben stiegen der Material- und Personalaufwand um insgesamt 24,1 Mio. €. Der stei-
gende Materialaufwand war geprägt durch vermehrte Fremdleistungen für den Betrieb. Tarif-
steigerungen und Personalverstärkung verursachten den Anstieg der Personalkosten. Insge-
samt schließt die KVB das aktuelle Geschäftsjahr vor organschaftlichem Verlustausgleich
durch den Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH (SWK), Köln, mit einem Unternehmenser-
gebnis von -100,0 Mio. € (Vorjahr -90,5 Mio. €) ab. Das Planergebnis in Höhe von
°-°94,0 Mio. € konnte nicht erreicht werden.
Chancen und Risiken
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der KVB ge-
fährden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund des Unglücksfalls am Waidmarkt und den wirt-
schaftlichen Folgen aus der Corona-Krise.
Soweit Risiken ein außerordentlich hohes Schadenspotenzial aufweisen, besteht für das Ein-
treten lediglich eine geringe Wahrscheinlichkeit. Gegen alle heute bereits erkennbaren Risi-
ken des operativen und strategischen Geschäftes wurden entsprechende Maßnahmen einge-
leitet. Um auch unvorhergesehene zukünftige Herausforderungen bewältigen zu können,
setzt die KVB darauf, das gegebene Potenzial des Wachstums auf der Einnahmenseite aus-
zuschöpfen und die Kostenseite weiter zu optimieren.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die konjunkturelle Dynamik war zum Jahresauftakt 2020 etwas verhalten, man rechnete je-
doch damit, dass die Wirtschaft im weiteren Verlauf leicht an Fahrt aufnehmen würde. Unsi-
cherheiten im wirtschaftlichen Umfeld sah man zu diesem Zeitpunkt insbesondere in internati-
onalen Handelskonflikten, dem Brexit und geopolitischen Risiken, welche den Welthandel
und die globale Industrieproduktion dämpfen würden.
Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Ge-
sundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs der Corona-Krise ausgerufen. Seit dem 11. März
stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Die konjunkturel-
len Auswirkungen des Coronavirus auf Deutschland und die Weltwirtschaft sind zum aktuel-
len Zeitpunkt noch nicht absehbar.
73
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH
Anschrift Riehler Str. 180
50735 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 4183
www.koelner-seilbahn.de
Gründung 1956
Handelsregister HRB 60, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Bau und Betrieb einer Seilschwebebahn über den Rhein und einer Kleinkabinenseilbahn im
Rheinpark der Stadt Köln sowie von Nebenbetrieben, die mit den Seilbahnen im Zusammen-
hang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Thomas Miebach
Frau Sonja Lorsy
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Cororate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
74
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 939,4 77,2 1.292,2
Jahresergebnis -183,9 -712,8 -51,7
Eigenkapital 1.700,0 1.700,0 1.700,0
Bilanzsumme 1.966,3 2.367,3 1.775,6
Investitionen 202,8 56,5 256,1
Verbindlichkeiten 511,8 74,3 8,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Seilbahn ist gemäß § 3 der Unternehmenssatzung der Bau und der Betrieb
einer Seilschwebebahn über den Rhein sowie die Unterhaltung von Nebenbetrieben, die mit
der Seilbahn im Zusammenhang stehen. Die öffentliche Personenbeförderung über den
Rhein, die insbesondere für die Zoo- und Thermenbesucher eine echte Alternative zum Fähr-
betrieb sowie zum Bus- und Bahntransport darstellt, tritt bei der großen Masse der Fahrgäste
jedoch angesichts des überwiegenden Freizeitcharakters eher in den Hintergrund. Für die
Mehrzahl der Kölner Bürger*innen und der Touristen ist die Seilbahnfahrt, mit der Zoo/Aqua-
rium und Flora linksrheinisch sowie Rheinpark und Claudius-Therme rechtsrheinisch direkt
verbunden werden, Teil ihres Naherholungs- und Freizeitprogramms bzw. ihres Besuchspro-
gramms.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft befand sich trotz eines unsicheren globalen Umfelds im Geschäfts-
jahr 2019 weiterhin auf Wachstumskurs. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings merk-
lich verlangsamt. Dies ist insbesondere auf die Schwäche der Industrie zurückzuführen. Die
Konjunktur in Deutschland spiegelt sich im wachsenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) wider, das
im vergangenen Jahr preisbereinigt moderat um 0,6 % (Vorjahr 1,5 %) stieg.
Relevante Märkte
Die Kölner Seilbahn ist die einzige Seilbahn im Kölner Raum, so dass sie eine Alleinstellung
hat.
Geschäftsverlauf 2019
Die Gesellschaft betreibt seit 1957 die Seilbahn für den Personenverkehr über den Rhein und
zwar im Bereich der Kölner Zoobrücke. Der Seilbahn-Betrieb wurde nach einer Betriebsstö-
rung am 30. Juli 2017 im Geschäftsjahr 2018 nicht aufgenommen. Nach intensiven Prüfungen
und diversen technischen Anpassungen konnte der Betrieb im Geschäftsjahr wieder aufge-
nommen werden. Der Saisonstart 2019 erfolgte planmäßig am 28. März 2019. Der Seilbahn-
Betrieb wurde im Geschäftsjahr 2019 an 221 Tagen durchgeführt. Die Saison endete am 03.
November. An insgesamt zehn Tagen konnte der Betrieb aufgrund von zu starkem Wind nicht
aufgenommen werden. Es kam zu diversen Betriebsunterbrechungen. Die Seilbahn stand zu
11 % der Soll-Betriebsstunden still. Das staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren gegen die
Kölner Seilbahn wurde im August 2019 gegen Zahlung eines Bußgeldes eingestellt.
Chancen und Risiken
Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in einer weiteren Stabilisierung der Fahr-
gastzahlen auf vorherigem Niveau durch Verstärkung der Eventaktionen, wie z.B. vermehrte
Trauungen in der Seilbahn oder Ausweitungen attraktiver Sonderfahren.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 war das Risiko einer Pandemie durch den aktuellen
Virus SARS-COV-2 (Coronavirus) noch nicht absehbar. Durch diese Pandemie besteht das
Risiko einer Einschränkung der Leistungen mit daraus resultierenden Mindereinnahmen und
75
Wirtschaftliche Lage
ggf. Mehrkosten durch Schutzmaßnahmen. Zum 16. März 2020 wurden einschneidende Maß-
nahmen im öffentlichen Leben zur Vermeidung sozialer Kontakte verhängt, weshalb die Seil-
bahn nicht zum geplanten Saisonstart am 27. März, sondern unter Auflagen und Einschrän-
kungen erst Mitte Mai in Betrieb gehen konnte. Dies führt zu Mindereinnahmen und damit zu
einer Belastung des Ergebnisses im Jahr 2020.
Im Allgemeinen sind durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Kölner
Verkehrs-Betriebe AG (KVB) finanzielle Risiken des operativen Geschäftes für die Kölner
Seilbahn weitgehend ausgeschlossen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Geschäftsführung plant aufgrund erforderlicher Modernisierungsmaßnahmen mit einem
Investitionsbedarf in Höhe von 53 T€.
Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Ge-
sundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs der Corona-Krise ausgerufen. Seit dem 11. März
stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Die konjunkturel-
len Auswirkungen des Coronavirus auf Deutschland und die Weltwirtschaft sind zum aktuellen
Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Der im Herbst aufgestellte Wirtschaftsplan sieht für 2020 Umsatzerlöse von 1.345 T€ und ein
Ergebnis von 150 T€ vor Abführung an den Gesellschafter KVB vor. Diese Planung lässt sich
nach dem Ausbruch der Corona-Krise nicht mehr aufrecht halten. Gemäß den Annahmen des
Krisenstabes von KVB und SWK ist bis Mitte Juni mit Einschränkungen des öffentlichen Le-
bens und bis in den Herbst mit verringerten Touristenströmen zu rechnen. Unter der Berück-
sichtigung dieser Faktoren ergäbe sich ein Jahresergebnis vor Verlustausgleich von etwa 200
T€.
76
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen
Anschrift Scheidtweilerstraße 38
50933 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 3600
Gründung 2006
Handelsregister HRB 58377, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand ist die Planung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Stre-
cken im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln
haben müssen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Peter Hofmann Herr Jörn Schwarze
Aufsichtsrat
Keinen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
77
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 0,0 0,5 0,0
Jahresergebnis -13,4 -12,6 -13,9
Eigenkapital 200,0 200,0 200,0
Bilanzsumme 207,9 207,4 207,7
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 0,2 0,0 0,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Unternehmensgegenstand der Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen (Westigo)
mit Sitz in Köln ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Planung und Durchführung von
schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken im Verkehrseinzugsbe-
reich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln haben müssen. Hierdurch
soll die intensive Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch im SPNV-Bereich unterstützt wer-
den, um so den Individualverkehr von und nach Köln zu reduzieren. Die Geschäftstätigkeit
der Westigo wurde in 2010 eingestellt und die Gesellschaft personallos gestellt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft befand sich trotz eines unsicheren globalen Umfelds im Geschäfts-
jahr 2019 weiterhin auf Wachstumskurs. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings
merklich verlangsamt. Dies ist insbesondere auf die Schwäche der Industrie zurückzuführen.
Die Konjunktur in Deutschland spiegelt sich im wachsenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) wi-
der, das im vergangenen Jahr preisbereinigt moderat um 0,6 % (Vorjahr 1,5 %) stieg.
Relevante Märkte
Im Jahr 2019 sind die Fahrgastzahlen in Deutschland mit mehr als 10,4 Mrd. Kunden im Öf-
fentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erneut leicht gestiegen. Damit beförderten die Mit-
gliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Geschäftsjahr
jeden Tag rund 30 Mio. Fahrgäste in Deutschland mit Bus und Bahn und ersparten damit
mehr als 20 Mio. Autofahrten. Der ÖPNV in Deutschland trug dazu bei, im Berichtsjahr ins-
gesamt 10,5 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Der moderate Zuwachs
an Fahrgastzahlen entspricht einer Steigerung von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Stei-
gerung ist geringer als in den Jahren zuvor, da viele Unternehmen inzwischen an ihre Kapa-
zitätsgrenzen stoßen. Mit Blick auf die umwelt- und klimapolitischen Ziele im Verkehrssektor,
die gerade in den Städten und Ballungsräumen nur über einen weiter wachsenden ÖPNV zu
erreichen sind, müssen zeitnah Lösungen gefunden werden.
Geschäftsverlauf 2019
Die alleinige Gesellschafterin Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln (KVB), beschloss Ende
2009, dass sich die Westigo nicht mehr an Ausschreibungen von SPNV-Betriebsleistungen
beteiligen wird und das operative Geschäft einstellt. Nach der Anpassung der Mietverträge
zum 1. Januar 2012 wurden - wie im Vorjahr - keine Umsatzerlöse aus der Vermietung des
von der Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln (HGK), zur Herstellung der Traktionsfähigkeit
angemieteten Triebfahrzeugs erzielt. Ebenso bestehen danach für den Mieter Westigo keine
Zahlungsverpflichtungen, solange sich der Vertragsgegenstand im Besitz der HGK befindet.
Dies war in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 der Fall. Da die Gesellschaft zudem Anfang
2010 personallos gestellt wurde, fallen seit 2011 auch keine Personalaufwendungen mehr
an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beiträge und Prü-
fungskosten.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Eine Wiederaufnahme des operativen Geschäfts ist derzeit nicht beabsichtigt. Die Gesell-
schaft erwartet für das Geschäftsjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 14 T€.
78
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH
Anschrift Friedrich-Karl-Str. 261
50735 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 3828
Gründung 2007
Handelsregister HRB 60027, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,0%
IG Kölner Busunternehmen GmbH 49,0%
Unternehmensgegenstand
Die Durchführung von Schülerspezialverkehren und die Beförderung von Schülern mit Bussen
im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Karl Schroeteler (bis 31.12.2019) Herr Wilfried Wolters
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
79
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 6.672,0 6.844,2 7.149,2
Jahresergebnis 547,9 802,4 654,4
Eigenkapital 847,9 902,4 754,4
Bilanzsumme 2.064,8 2.321,0 2.493,0
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 1.083,8 1.072,9 1.263,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
In der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung zeigte sich schon wie im Vorjahr eine gewisse
Stabilität. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Nahverkehrsbranche haben die Stel-
lung des Eigentümers KVB für die nächsten Jahre abgesichert. Insoweit wirkt dies auch posi-
tiv auf die KSV. Die privaten Eigentümer, die in der IG Kölner Busunternehmer GmbH zu-
sammengefasst sind, können ebenfalls von den nunmehr klaren gesetzlichen Regelungen
profitieren und ihre übrigen Aktivitäten am Markt platzieren. Die KVB ist vom Rat der Stadt
Köln mit der Durchführung des ÖPNV Kölns ab dem 01.01.2020 für 22,5 Jahre beauftragt
worden.
Insgesamt sind die branchenspezifischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv zu
sehen. Da wesentliche Kostenarten im Geschäftsjahr 2019 insgesamt maßvoll gestiegen
sind, besteht lediglich ein moderater Kostendruck auf der Seite der bezogenen Auftragsun-
ternehmerleistung.
Die Gesellschaft schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von
654 T€ ab (Vorjahr: 802 T€). Die Umsatzerlöse betrugen 7.149 T€ (Vorjahr: 6.844 T€;
+4,5 %). Der Materialaufwand lag bei 6.003 T€ (Vorjahr: 5.519 T€; +8,8 %), der Personalauf-
wand bei unverändert 24 T€. Die Umsatzerlöse stiegen nicht in dem Maße, wie der Material-
aufwand, da die Vergütung durch die Stadt Köln seit 2017 unverändert blieb. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 155 T€ (Vorjahr: 119 T€) setzten sich insbeson-
dere aus Fremdarbeiten, Gestellung von Personal und Abschluss- und Prüfungskosten zu-
sammen. Die Bilanzsumme hat sich im dargestellten Zeitraum um 7,4 % auf 2.493 T€ (Vor-
jahr: 2.321 T€) erhöht. Da die Gesellschaft kein Anlagevermögen besitzt, setzen sich die Ak-
tiva lediglich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (498 T€, Vorjahr:
399 T€) und liquiden Mitteln (1.995 T€, Vorjahr: 1.922 T€) zusammen. Auf der Passivseite
werden das Eigenkapital (754 T€, Vorjahr: 902 T€), Steuerrückstellungen (478 T€, Vorjahr:
322 T€), die Rückstellungen – für Jahresabschlusskosten – (24 T€, Vorjahr: 24 T€) und die
Verbindlichkeiten (1.237 T€, Vorjahr: 1.073 T€) geführt.
Durch die Coronakrise ist das Geschäftsmodell mit dem Einsatz von Nachunternehmern ge-
fährdet. Derzeit sind ein Ende und die möglichen Konsequenzen nicht abzusehen. Die Ge-
schäftsleitung hat aufgrund dieser Entwicklung Gespräche mit der Stadt Köln aufgenommen,
um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden. Ziel ist eine Stützung der Nachunterneh-
mer. Grundsätzlich wird die bisherige Geschäftspolitik weitergeführt. Das Geschäft verlief
insgesamt positiv. Nachdem die Ausschreibung der Stadt Köln in 2017 gewonnen werden
konnte, gab es für den ausgeschriebenen Zeitraum von vier Schuljahren eine gesicherte Auf-
tragslage.
80
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des
Stadt- und Regionalverkehrs mbH
Anschrift Robert-Perthel-Str. 79
50739 Köln
Kontakt 0221- 9544420
www.dks-koeln.de
Gründung 1970
Handelsregister HRB 4521, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Siemens Mobility GmbH 49,0%
Häfen- und Güterverkehr Köln AG 25,5%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,5%
Unternehmensgegenstand
Die Planung, der Bau und Vertrieb sowie der Betrieb und die Instandhaltung von
Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Ralf Kochs
Herr Christian Döring
Aufsichtsrat
Herr Jörn Schwarze (Vorsitzender) Herr Manfred Fuhg
Herr Johannes Emmelheinz (stellv. Vorsitzender) Herr Uwe Wedig
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
DORNBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
81
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 3.518,1 4.613,9 5.201,7
Jahresergebnis 328,7 857,2 936,7
Eigenkapital 1.274,9 1.803,3 1.882,9
Bilanzsumme 3.735,9 3.898,3 3.804,7
Investitionen 46,7 61,7 61,7
Verbindlichkeiten 847,2 789,6 609,8
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17,25 17,25 19,75
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalver-
kehrs mbH, Köln, beschäftigt sich mit Planung, Bau und Vertrieb sowie Betrieb und Instand-
haltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr.
Geschäftsverlauf 2019
Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 1.406 T€ (VJ 1.271 T€) und liegt damit über dem Ni-
veau des Vorjahres. Das Ergebnis ist teilweise beeinflusst von nicht operativen einmaligen Ef-
fekten in den sonstigen betrieblichen Erträgen, hervorgerufen durch die Auflösung von lang-
fristigen Rückstellungen (484 T€, VJ 595 T€). Als Jahresüberschuss wurden 937 T€ (VJ 857
T€) erwirtschaftet. Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug 5.108 T€ (VJ 4.622 T€) und liegt
damit deutlich über dem Vorjahreswert.
Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2018/19 konnte mit 8.090 T€ (VJ 6.722 T€) sehr deut-
lich gesteigert werden. Die größten Einzelaufträge betrafen die Lieferung von nachrichtentech-
nischen Ausrüstungen an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG sowie die Lieferung von nachrich-
tentechnischen Ausrüstungen und Videosystemen an den Fahrzeughersteller Bombardier.
Der Materialaufwand liegt mit T€ 2.088 etwa auf dem Vorjahresniveau von 2.101 T€. Die Ma-
terialaufwandsquote ist mit 40 % deutlich geringer als im Vorjahr (VJ 46 %). Der Personalauf-
wand liegt mit 1.620 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau (1.398 T€). Wesentlicher Grund
hierfür war ein geplanter Kapazitätsaufbau. Die erhöhte Personalkapazität ist vollständig aus-
gelastet. Die Gesellschaft bildet im technischen Bereich zwei Mitarbeiter aus.
Chancen und Risiken
Im Bereich der Berichterstattung über Chancen und Risiken der Gesellschaft wird festgestellt,
dass im Geschäftsfeld mobile Videotechnik mit einer Stagnation des Geschäftsvolumens ge-
rechnet wird. Darüber hinaus erwartet die Geschäftsführung weiterhin einen starken Preis-
und Innovationsdruck. Auf der anderen Seite erwartet die Gesellschaft Chancen durch ein
Wachstum im Bereich der Systeme IBIS, ELA und Funk sowie bei Montagedienstleistungen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwartet die Gesellschaft bei deutlich höheren Umsätzen ein
deutlich niedrigeres Ergebnis aufgrund des Wegfalls einmaliger Effekte bei den sonstigen be-
trieblichen Erträgen. Der aktuelle Auftragsbestand liegt sehr deutlich mit 10.902 T € über dem
Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand entspricht einer Reichweite von etwa 26 Monaten.
Diese beinhalten allerdings auch langfristigere Umsätze. Zur Umsatzrealisierung ist eine wei-
tere Kapazitätserhöhung im Geschäftsjahr 2019/20 geplant.
82
Schilling Omnibusverkehr GmbH
Anschrift Bonnstr. 260
50354 Hürth
Kontakt 0223 - 79000
www.schillinggruppe.de
Gründung 2005
Handelsregister HRB 56620, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Brigitte Kläs 19,4%
Karl Kläs, 18,6%
Marcel Kläs 11,0%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand ist die Beförderung von Personen mit Bussen im öffentlichen Nahverkehr.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Karl-Joachim Kläs Herr Karl Schroeteler
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
PROBARE GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wiehl
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
K-B-S Busreisen GmbH 100,0%
K.R.B.-Busreisen GmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
keine
83
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 15.570,7 15.798,0 11.625,8
Jahresergebnis 1.671,8 1.164,8 1.212,1
Eigenkapital 4.084,2 3.877,3 4.224,5
Bilanzsumme 11.531,8 10.714,6 10.987,1
Investitionen 1.326,6 243,1 357,8
Verbindlichkeiten 6.154,6 6.110,0 6.034,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 22 17 17
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Schilling Gruppe ist ein Omnibustransportunternehmen und überwiegend als Dienstleis-
ter für die Kölner Verkehrs Betriebe AG tätig. Daneben führen wir in geringem Umfang Gele-
genheitsverkehre für Reisegruppen und Schülerspezialverkehre der Region durch. Haupt-
kunden sind die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) sowie die KSV Kölner Schulbusverkehr
GmbH (KSV). Die am Standort vorhandene Infrastruktur wird in geringem Umfang genutzt,
um Deckungsbeiträge zu generieren. Sowohl die KVB als auch die RVK nutzen den Be-
triebshof.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die wirtschaftliche Gesamtentwicklung war stabil. Die gesetzlichen Regelungen (EG VO
1370, neues PBefG, Liberalisierung Fernbuslinien) haben sich nicht verändert. Dies wirkte
sich auch auf die Schilling Omnibusverkehr GmbH (SOV) aus. Die Stellung der privaten Auf-
tragsunternehmen der KVB profitiert von der durch den Gesetzgeber gestärkten Rolle der
kommunalen Unternehmen. Die betrieblichen Leistungen der KVB sind insbesondere zum
Fahrplanwechsel Ende 2019 weiter gewachsen. Damit stieg auch die Nachfrage nach beauf-
tragten Leistungen. In Köln stiegen die Fahrgastzahlen weiter an; die KVB als Hauptauftrag-
geber verzeichnete einen Anstieg um 1,3 % gegenüber 2018. Neben dem allgemeinen Trend
zum ÖPNV war die wachsende Bevölkerungszahl in Köln ein wichtiger Faktor für diese Ent-
wicklung.
Zur Sicherstellung der Innovationen in umweltrelevante Technologien hat die KVB die Ko-
operation mit der Schilling-Gruppe weiter vertieft und hält seit 1. Januar 2014 die Mehrheit an
der Muttergesellschaft, Schilling Omnibusverkehr GmbH, mit einem Geschäftsanteil von 51
%. Damit ist die Schilling-Gruppe Mitglied im SWK-Konzern. Die KVB hat die Gespräche mit
der Stadt Köln über eine nachfolgende Direktvergabe (EG VO 1370) auf der Basis des in
2017 beschlossenen NVP (Nahverkehrsplan) erfolgreich beendet. Zum 1.1.2020 wurde die
Direktvergabe der Verkehrsleistungen in Köln an die KVB AG rechtlich wirksam und auch
alle im Vorfeld anhängigen rechtlichen Überprüfungen wurden abgeschlossen. Der Kölner
Auftrag an die KVB AG läuft bis zum 1.7.2042. Dies ist aber mit den in den Ausführungen zur
Direktvergabe definierten Qualitätskriterien und Standards verbunden. Diese hat auch die
Schilling Gruppe einzuhalten. Mit diesem langjährigen Auftrag an die KVB AG ist auch das
Geschäftsmodell der SOV stabil. Derzeit ist allerdings aufgrund der pandemiebedingten und
auch gesellschaftlichen Entwicklungen nur schwer abzuschätzen, ob und wie sich der ÖPNV
weiterentwickeln wird.
Relevante Märkte
Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Beförderung von Personen mit Bussen im
öffentlichen Nahverkehr. Als Tochtergesellschaft der KVB befördert sie mit ihren Tochterge-
sellschaften Personen in Köln und auf abgehenden Linien im Umland mit Omnibussen.
Geschäftsverlauf 2019
Das Geschäftsjahr 2019 ist im Vergleich zu den Vorjahren erneut positiv verlaufen. Zum ei-
nen hat sich der erwartete Umsatz aus dem Kooperationsmodell KVB/RSVG im Bereich Köln
84
Wirtschaftliche Lage
Porz und Rhein-Sieg-Kreis bestätigt. Über den Gewinnabführungsvertrag mit den Tochterge-
sellschaften KBS und KRB fließt das Ergebnis in die SOV ein. Die eigenen Umsätze der
SOV entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr konstant. Die Erträge aus den Nebenge-
schäften (Treibstoffverkauf, Waschanlage, Vermietungen) haben sich positiv entwickelt. Ins-
besondere dadurch, dass die RVK und die KVB ihre Aktivitäten am Standort ausgeweitet ha-
ben, ist der Ertrag aus Nebengeschäften positiv beeinflusst worden. Im Geschäft als Dienst-
leister für die KVB wurden die Preisindizes entsprechend der geschlossenen Verträge reali-
siert. Die systematisch hinterlegten Kostenarten (Personal-, Treibstoff- sowie Wartungs- und
Instandhaltungskosten) führten dazu, dass über die Preisanpassungen die Kostensteigerun-
gen aufgefangen wurden. Die Erträge wurden jeweils kontinuierlich unmittelbar nach der
Leistungserbringung erzielt und es gab wie in den Vorjahren auch keine Ausfälle. Die Er-
tragslage ist gut. Das ÖPNV-Wachstum bei den Busleistungen Kölns wurde zu 1/3 durch die
Schilling-Gruppe erbracht.
Chancen und Risiken
Ein Risiko besteht in der Arbeitsmarktentwicklung bei der Verfügbarkeit von Omnibusfah-
rer*innen. Bei hoher Beschäftigungsquote konkurrieren die mittelständischen Busbetriebe mit
einer steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften in Industrie und Handel. Wobei durch die
Nahverkehrspläne nahezu aller Kommunen in NRW durch Zusatzbusleistungen Fahrperso-
nal überall zugesetzt und damit nachgefragt wird. Der Verband Nordrhein-Westfälischer Om-
nibusunternehmen e.V. (NWO) hatte empfohlen, bei den Löhnen der Fahrer*innen sich dem
Markt anzupassen. Insoweit sind Gegensteuerungsmaßnahmen zum Erhalt der Leistungsfä-
higkeit dringend geboten. Die Schilling-Gruppe hat mit der KVB für 2020 im Hinblick auf die
Vergütungsstruktur in der Gruppe entsprechende Regelungen getroffen. Für die Folgejahre
wurde eine tragfähige Regelung vereinbart.
Im Hinblick auf den im Herbst 2018 von der Bezirksregierung herausgegeben Luftreinhalte-
plan wurden ältere Busse der Euronorm V mit SCRT-Filtern ergänzt. Eine größere Anzahl
von zu ersetzenden Bussen (25) wurden zusammen mit der KVB in 2019 bestellt. Die Inbe-
triebnahme erfolgte in 2020. Die Geschäftsleitung steht in enger Abstimmung mit den Gesell-
schaftern. Da das Geschäftsmodell überwiegend von der Beauftragung durch den Mehrheits-
gesellschafter KVB AG abhängt, können unmittelbar auch bei derzeit nicht absehbaren Risi-
ken Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden.
Zur Finanzierung der Busflotte hat die SOV ab 2018 Leasingverträge abgeschlossen. Zur
Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird im jeweiligen Wirtschaftsplan für die folgenden
Geschäftsjahre ein Finanzplan erstellt. Die Corona-Pandemie bedingt große Herausforderun-
gen. Es wird sich aber erst mittelfristig beurteilen lassen, inwieweit dies nachhaltig auf den
ÖPNV und die dort zu erbringenden Leistungen Einfluss haben wird. Das wird wesentlich
den Erfolg des Geschäftsmodells der Gesellschaft bestimmen. Durch die enge Kooperation
mit dem Mehrheitsgesellschafter KVB AG ist die Auftragslage abgesichert. Bei einer mittel-
fristigen Zunahme der Fahrgastzahlen und der Umsetzung des sog. Interimskonzeptes wird
im Kerngeschäft eine stabile Entwicklung erwartet.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Das Geschäft läuft trotz der Pandemiebedingungen positiv und ist derzeit konsolidiert. Kurz-
fristig ist nicht zu erwarten, dass die verschiedenen staatlichen Ebenen ihre Unterstützung
der für die Infrastruktur wichtigen Branchen aufgeben. Mittelfristig wird man sehen müssen,
auf welches Niveau sich nach der Pandemie Nachfrage, Leistungsangebot und finanzielle
Mittel einpendeln. Sollte es so kommen, dass die ÖPNV-Nachfrage erst 2023 wieder das Ni-
veau von 2019 erreicht, muss mit schwierigen Jahren gerechnet werden. Einerseits gibt es
eine mehrheitliche Auffassung, die Verkehrs- und Energiewende fortzusetzen, andererseits
wird man sich auf verschlechterte finanzielle Rahmenbedingungen einstellen müssen. We-
sentliche Herausforderungen liegen in der Erneuerung des Omnibuswagenparks aufgrund
der kommenden Umweltstandards in der Region Köln. Daher soll die Kooperation mit der
85
Wirtschaftliche Lage
KVB AG fortgesetzt und noch vertieft werden. Die Diskussion um die Luftreinhaltung bringt
eine große Dynamik bei technischen Veränderungen (Dieselnachrüstung mit NOx Filtern ist
erfolgt).
86
Häfen und Güterverkehr Köln AG
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt 0221 - 390 - 0
www.hgk.de
Gründung 1992
Handelsregister HRB 22957, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 54,5%
Stadt Köln 39,2%
Rhein-Erft-Kreis 6,3%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Häfen und von öffentlichem und nicht öf-
fentlichem Eisenbahn- und Binnenschifffahrtsverkehr und der Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf
sowie die Durchführung und Förderung aller Vorhaben, die damit im Zusammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Uwe Wedig (Vorstandsvorsitzender) Herr Wolfgang Birlin
Aufsichtsrat
Herr Michael Zimmermann (Vorsitzender) Herr Martin Gawrisch
Herr Dr. Jürgen Strahl (stellv. Vorsitzender) Herr Lino Hammer
Herr Michael Auer Herr Thomas Hegenbarth
Herr Johannes Bortlisz-Dickhoff Herr Josef Henseler
Herr Dirk Collin Herr Dr. Stephan Keller
Herr Paul-Werner Diederichs Frau Birgitta Nesseler-Komp
Frau Alexandra Engler Herr Jochen Ott
Herr Jörg Frank
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
87
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, Duisburg 100,0%
HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg 100,0%
Rheinland Cargo Schweiz GmbH, Basel 100,0%
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land Service, Köln 77,5%
KCG Knapsack Cargo GmbH, Hürth 77,0%
RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss 50,0%
RheinCargo Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,0%
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH, Köln 50,0%
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln 26,0%
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regi-
onalverkehrs mbH, Köln
25,5%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 252.133,3 268.949,0 268.884,9
Immaterielle Vermögensgegenstände 636,2 629,3 695,6
Sachanlagen 153.566,4 170.379,4 170.195,5
Finanzanlagen 97.930,7 97.940,2 97.993,8
Umlaufvermögen 33.103,7 30.349,6 38.444,3
Vorräte 6.588,0 4.247,2 4.169,1
Forderungen und sonst. VG 26.508,8 26.099,3 34.266,9
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 6,9 3,1 8,3
Rechnungsabgrenzungsposten 756,4 1.035,1 942,2
Summe Aktiva 285.993,4 300.333,7 308.271,3
Passiva
Eigenkapital 89.399,2 97.399,2 103.399,2
Gezeichnetes Kapital 26.340,0 26.340,0 26.340,0
Kapitalrücklage 41.214,1 49.214,1 55.214,1
Gewinnrücklage 21.845,1 21.845,1 21.845,1
Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 18.996,7 33.071,7 29.908,3
Rückstellungen 40.550,0 42.700,8 45.023,4
Verbindlichkeiten 134.634,1 125.004,2 127.450,0
Rechnungsabgrenzungsposten 2.413,3 2.157,8 2.490,2
Summe Passiva 285.993,4 300.333,7 308.271,1
88
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 68.252,8 70.324,1 18.050,0
Umsatzerlöse 67.067,0 69.760,0 75.355,3
Bestandsveränderungen 370,8 -83,8 3,1
andere aktivierte Eigenleistungen 815,0 648,0 855,1
Sonstige betriebliche Erträge 14.439,0 10.012,9 20.866,6
Betriebsleistung 82.691,8 80.337,1 97.080,2
Betriebsaufwand 73.459,2 75.128,1 89.695,8
Materialaufwand 14.241,0 14.540,0 14.272,2
Personalaufwand 42.155,0 45.219,4 49.993,5
Abschreibungen 9.042,3 9.068,8 9.261,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.021,0 6.299,8 16.168,1
Betriebsergebnis 9.232,5 5.209,0 7.384,4
Finanzergebnis -309,5 3.085,6 3.434,0
Erträge aus Beteiligungen 127,0 1.022,2 3.143,1
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.590,0 5.872,6 2.986,8
Erträge aus anderen Finanzanlagen 4,0 3,0 3,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63,0 80,0 86,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 2,0 2,0 10,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.092,0 3.890,0 2.775,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9,5 9,4 61,3
Sonstige Steuern 431,0 437,4 467,4
Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG 51,1 51,1 357,0
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abge-
führte Gewinne
8.431,6 7.796,6 9.932,7
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 88,2% 89,6% 87,2%
Abschreibungsquote 5,9% 5,3% 5,4%
Investitionen (T€) 27.923,0 31.090,0 37.927,0
Investitionsquote 11,1% 11,6% 14,1%
Eigenkapitalquote 31,3% 32,4% 33,5%
Bankverbindlichkeiten (T€) 125.562,0 98.115,0 105.369,0
Veränderung Verschuldung (T€) -1.445,3 -9.630,0 2.445,8
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 4,4% 3,9% 4,2%
Rohertrag (T€) 54.012,0 55.784,1 61.941,3
EBIT (T€) 12.951,8 12.104,9 13.507,3
EBITDA (T€) 21.994,1 21.173,7 22.769,2
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 557 559 554
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 75,7 80,9 90,2
89
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen unternehmerischer Tätigkeit
Die Tochter- und Beteiligungsunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) erbrin-
gen umweltfreundliche Transportdienstleistungen mit dem Binnenschiff und der Eisenbahn so-
wie im Kombinierten Verkehr. Dabei verknüpft die HGK die jeweiligen Stärken der Verkehrsträ-
ger Straße, Schiene und Wasserstraße miteinander. Darüber hinaus übernimmt die HGK regio-
nale Verkehrs- und Infrastrukturaufgaben.
Die HGK betreibt ein Eisenbahnnetz, das für die Versorgung Kölns bedeutsam und diskriminie-
rungsfrei öffentlich zugänglich ist. Neben dem Güterverkehr bietet die HGK auf diesem Netz
auch Personenverkehrsleistungen an. Die HGK-Gruppe betreibt Häfen für die Güter- und Per-
sonenschifffahrt. Der Rheinauhafen dient als Sporthafen. Außerdem bietet die HGK Reparatur-
und Instandhaltungsleistungen im Rahmen der Hauptuntersuchung von Lokomotiven an.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2019 gegenüber 2018 ein Weltwirtschaftswachstum1
von 2,9 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum2 um
1,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt3 in Deutschland stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um
0,6 %.
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr4 insgesamt hat laut Bundes-
amt für Güterverkehr 2019 gegenüber 2018 um 0,4 % zugenommen. Die Transportleistung im
bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt hat 2019 gegenüber 2018 um 0,6 % zugenommen.
Das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr5 hat 2019 um 0,3 % zugenommen und die
Transportleistung um -1,2 % abgenommen, jeweils im Vergleich zu 2018. Der Schienengüter-
verkehr6 verzeichnete 2019 gegenüber 2018 einen Rückgang um -0,4 % bezogen auf das
Transportaufkommen und einen Zuwachs von 2,2 % bezogen auf die Transportleistung. In der
Binnenschifffahrt7 stiegen im Jahr 2019 voraussichtlich das Transportaufkommen gegenüber
2018 um 3,6 % und die Transportleistung gegenüber 2018 um 8,6 %. Diese Steigerungsraten
sind auf die Kleinwasserphase 2018 zurückzuführen, weshalb es in dem Jahr zu massiven Ein-
brüchen bei Transportaufkommen und -leistung kam.
Geschäftsverlauf
Zwei wesentliche Themen des Geschäftsjahres 2019 waren einerseits der Beschluss des Ra-
tes der Stadt Köln zum Godorfer Hafen vom 26.09.2019 sowie die Lage der Pensionskasse
Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen, bei der die HGK ihre Mitarbeiter*innen versichert.
Durch die Entscheidung, den Hafenausbau nicht weiter zu verfolgen, ist der HGK ein Schaden
entstanden. Stadt und HGK einigten sich unter Einbeziehung der Stadtwerke Köln GmbH im
Dezember 2019 auf einen Schadensersatz in Höhe von rund 9,4 Mio. €.
Die Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen konnte aufgrund der lang an-
dauernden Niedrigzinsphase im Euroraum die Solvabilitätskriterien nicht mehr erfüllen. Ohne
zusätzliche finanzielle Beiträge der beteiligten Trägerunternehmen hätte die Schließung der
Kasse durch die BaFin gedroht. Die HGK hätte anteilig haften müssen. Um dies abzuwenden,
hat die HGK in Abstimmung mit der BaFin einen Betrag in Höhe von 3,6 Mio. € an die Kasse
gezahlt. Das Eigenkapital der HGK erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr von
97,4 Mio. € auf 103,4 Mio. € (+6,0 Mio. €). Die Investitionen stiegen von 31,0 Mio. € auf
37,9 Mio. €. Die Bilanzsumme wuchs von 300,3 Mio. € auf 308,3 Mio. €. Das entspricht einem
1 IWF World Economic Outlook Update, Juni 2020
2 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2021 – Statistical annex, Februar 2021
3 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 169 vom 15. Mai 2020
4 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2019“, Oktober 2020
5 ebd.
6 ebd.
7 ebd.
90
Wirtschaftliche Lage
Zuwachs von 8,0 Mio. € oder 2,6 %. Die Umsatzerlöse ließen sich von 69,8 Mio. € auf
75,4 Mio. € steigern, was einem Zuwachs von 5,6 Mio. € bzw. 8,0 % entspricht. Der Material-
aufwand blieb mit 14,5 Mio. € nahezu konstant (2018: 14,3 Mio. €), während der Personalauf-
wand von 45,2 Mio. € auf 50,0 Mio. € anstieg. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich somit
gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. € bzw. 30,1 % auf 10,8 Mio. €. Nach Abzug der sonstigen
Steuern und der Garantiedividende an den Rhein-Erft-Kreis werden die verbleibenden
9,9 Mio. € im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die SWK abgeführt.
Chancen und Risiken
Es bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf, die wirt-
schaftliche Lage und die Ertragslage der HGK haben könnten. Für eine detaillierte Betrachtung
wird auf den Geschäftsbericht der HGK AG für das Geschäftsjahr 2019 verwiesen. Unter Be-
rücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit
keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der HGK oder eines Tochter- und Beteiligungs-
unternehmens gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zu-
kunft nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Der Logistikmarkt entwickelt sich ständig weiter und verzeichnet kontinuierliche Zuwächse. Bei
dieser Veränderung werden die HGK und ihre Gesellschaften Schritt halten. Zielgerichtetes
Handeln ist der Schlüssel, um auch in Zukunft ein erfolgreicher Teil des SWK-Konzerns zu
sein.
91
HTAG Häfen und Transport AG
Anschrift Neumarkt 7-11
47119 Duisburg
Kontakt 0203 - 47989 - 0
www.htag-duisburg.de
Gründung 1904
Handelsregister HRB 5202, Amtsgericht Duisburg
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der öffentliche Güterverkehr mit Schiffen und Eisenbahnen
beim Betrieb von Häfen sowie dazu gehöriger Vor- und Nachlauf – auch mit LKW - sowie der
Abschluss aller hiermit im Zusammenhang stehender Handelsgeschäfte.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat
Vorstand
Herr Volker Seefeldt (Sprecher) Herr Joachim Holstein
Aufsichtsrat
Herr Uwe Wedig (Vorsitzender) Herr Dr. Wolfgang Cieslik
Herr Michael Zimmermann Herr Klaus Holthuis (bis 31.03.2019)
Herr Udo Bärfacker Herr Patrick Timp (ab 01.04.2019)
Herr Wolfgang Birlin
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Oudkerk B.V., Niederlande 100,0%
Bunkerbetriebe Büchting GmbH, Duisburg 100,0%
MASSLOG GmbH, Duisburg 50,0%
92
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 80.827,8 83.600,1 70.374,9
Unternehmensergebnis 1.053,3 3.063,1 2.151,9
Eigenkapital 8.309,0 8.309,0 8.309,0
Bilanzsumme 26.363,1 29.387,2 29.741,2
Investitionen 607,4 724,0 1.199,7
Verbindlichkeiten 5.861,6 7.699,2 11.388,6
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
72,5 62,85 62,97
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die HTAG Häfen und Transport AG (HTAG) übernimmt mit ihren Tochtergesellschaften und
Beteiligungen umfangreiche Aufgaben bei der Steuerung, Koordination und Distribution kom-
plexer Massengutströme im Gütertransport. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Binnen-
schifffahrt und dem Betrieb von Hafenumschlaganlagen. Die Hauptverkehrsrelationen befin-
den sich zwischen den Benelux-Staaten, Deutschland, Frankreich und Polen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2019 gegenüber 2018 ein Weltwirtschaftswachs-
tum von 2,9 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum
um 1,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um
0,6 %.
Relevante Märkte
Laut Bundesamt für Güterverkehr hat das Transportaufkommen im deutschen Güterverkehr
insgesamt 2019 gegenüber 2018 um 0,4 % und die Transportleistung insgesamt um 0,6 %
zugenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft
HGK AG.
Geschäftsverlauf 2019
Die HTAG erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 70.375 T€, welches um 15,8 %
bzw. 13.225 T€ unter dem Vorjahresniveau lag. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 2.214
T€. Die Eigenkapitalquote ist bei einer gestiegenen Bilanzsumme auf 27,9 % im Vergleich zu
28,3 % in 2018 gesunken.
Chancen und Risiken
Risiken stellen ein möglicher globaler Wachstumsstopp, drohender Protektionismus, Han-
delskonflikte, der Brexit und die Wachstumsschwäche einiger Schwellenländer dar. Im Be-
reich des Kohletransports und -umschlags sind die Mengen aufgrund der Energiewende
rückläufig. Hinzu kommt, dass die HTAG als Logistikdienstleister den branchenspezifischen
Risiken in Form von konjunkturellen Nachfragerückgängen und witterungsbedingten Ein-
schränkungen unterliegt. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen
Einfluss auf die wirtschaftliche Lage bestehen, außer den beschriebenen branchenüblichen
Risiken, nicht und sind aus heutiger Sicht auch nicht zu erkennen.
Chancen bieten sich durch gezielte Kundenmaßnahmen, eine Veränderung des Gütermixes
und Produktivitätssteigerungen in der Verwaltung. Hinzu kommt die Möglichkeit der operati-
ven Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften neska und RheinCargo.
93
Wirtschaftliche Lage
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Es werden ein moderater Anstieg im Geschäftsbereich Reederei/Befrachtung und leicht sin-
kende Umsätze und Ergebnisse im Geschäftsbereich Häfen/Umschlag erwartet. Für den Ge-
schäftsbereich Spedition wird von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen.
94
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt 0221 – 390 - 0
www.hgk.de/leistungen/rheinfaehre
Gründung 1929
Handelsregister HRB 1063, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen, Tieren, Fahrzeugen, Lasten
und so weiter von einem Ufer des Rheines zum anderen zwischen Köln-Langel und Lever-
kusen-Hitdorf.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Norbert di Raimondo
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
95
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 639,7 616,4 670,9
Jahresergebnis -195,4 28,2 -32,6
Eigenkapital 508,7 536,9 504,3
Bilanzsumme 579,6 649,9 610,0
Investitionen 1,5 1,4
Verbindlichkeiten 36,2 77,3 64,5
Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 9,00 9,25 9,50
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der Unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb des Fährschiffes „Fritz Middelanis“. Mit diesem
Schiff betreibt die Gesellschaft die Beförderung von Personen und Fahrzeugen zwischen
Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf.
Relevante Märkte
Die Auslastung der Rheinfähre ist stark abhängig von der Befahrbarkeit der Autobahnbrücke
entlang der A1 zwischen Köln und Leverkusen. Änderungen von Gewichts- und Geschwin-
digkeitsbegrenzungen auf der Brücke wirken sich unmittelbar auf die Zahl und Art der Fahr-
gäste aus. Der LKW-Verkehr ist eingeschränkt durch schmale Straßen und Verkehrsbe-
schränkungen auf Leverkusener Seite. Die Gewichtsbeschränkungen auf der Mülheimer Brü-
cke führen jedoch zu verstärkter Nutzung durch Landmaschinen aus dem Kölner Norden.
Geschäftsverlauf 2019
Das Beförderungsaufkommen ist im Jahr 20019 im Vergleich zu 2018 um rd. 2,9 % gestie-
gen: Dadurch stieg das Umsatzvolumen der Beförderungsentgelte von 604,3T€ um 50,2 T€
bzw. 8,3 % auf 654,5 T€. Die Gesamterträge stiegen von 626,2T€ auf 671,5T€, die Aufwen-
dungen von 597,9 T€ auf 704,0 T€. Daraus ergibt sich ein Verlust von 32,6 T€ im Vergleich
zu einem Gewinn von 28,2 T€ in 2018. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt.
Chancen und Risiken
Bis zum Abschluss des Neubaus der Autobahnbrücke erwartet die Gesellschaft eine so gute
Auslastung der Fähre, dass mit positiven Ergebnissen zu rechnen ist. Es bestehen Chancen
und Risiken aufgrund der Wetterlage. Regenarme und warme Monate führen zu Chancen
durch mehr Ausflugsverkehr, Hoch- und Niedrigwasser sowie Stürme wirken sich negativ
aus. Durch das Coronavirus hat sich das Verkehrsaufkommen stark verringert, was Auswir-
kungen auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis hat. Das Risiko wird als mittel einge-
stuft.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken.
Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der Gesellschaft. Der
langfristige Fortbestand – nach Beseitigung der Verkehrsbehinderungen auf der A1 und der
Mülheimer Brücke – ist abhängig von der Zuzahlung der Gesellschafter.
96
RheinCargo GmbH & Co. KG
Anschrift Hammer Landstraße 3
41460 Neuss
Kontakt 02131 - 53 23 - 0
www.rheincargo.com
Gründung 2012
Handelsregister HRA 7150, Amtsgericht Neuss
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,0%
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Binnenhäfen in Köln, Neuss und Düsseldorf
einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterverkehrsunternehmens sowie alle den Betriebs-
zweck fördernden Geschäfte.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Söne Eckel
Aufsichtsrat
Herr Manfred Abrahams (Vorsitzender) Herr Stephan Lomnetz
Herr Michael Zimmermann (1. stellv. Vors.) Frau Birgitta Nesseler-Komp
Herr Armin Persicke (2. stellv. Vors.) Herr Jochen Ott
Herr Rolf Buschhausen Frau Dorothée Schneider
Herr Rainhard Doerk Herr Arndt Schöneweiß
Herr Abdelatif Ghannoui Herr Dr. Jürgen Strahl
Herr Herbert Hilgers Frau Constanze Stroeks
Herr Dr. Stephan Keller Herr Guido Trappen
Herr Harald Löscher
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
97
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 53.459,5 58.137,8 72.867,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 27,6 13,1 87,9
Sachanlagen 53.431,9 58.124,8 72.779,1
Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Umlaufvermögen 46.525,3 47.040,4 37.925,8
Vorräte 654,0 3.358,0 965,7
Forderungen und sonst. VG 33.221,4 33.703,1 31.609,2
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 12.649,9 9.979,3 5.350,9
Rechnungsabgrenzungsposten 863,5 946,0 930,7
Summe Aktiva 100.848,2 106.124,2 111.723,6
Passiva
Eigenkapital 54.274,5 57.031,7 58.829,9
Gezeichnetes Kapital 500,0 500,0 500,0
Kapitalrücklage 52.246,9 53.083,1 53.775,1
Gewinnrücklage 0,0 0,0 0,0
Bilanzergebnis 1.527,6 3.448,6 4.554,8
Sonderposten 419,4 394,8 350,5
Rückstellungen 4.728,4 9.202,5 7.202,8
Verbindlichkeiten 41.211,9 39.337,7 45.267,4
Rechnungsabgrenzungsposten 90,1 67,2 34,1
Passive latente Steuern 124,0 90,4 39,2
Summe Passiva 100.848,2 106.124,3 111.723,9
98
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 166.079,7 172.040,5 170.281,2
Umsatzerlöse 166.079,7 172.040,5 170.281,2
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 5.495,0 3.743,5 4.812,5
Betriebsleistung 171.574,7 175.784,0 175.093,7
Betriebsaufwand 169.663,4 171.063,5 168.904,5
Materialaufwand 142.836,1 140.645,0 132.672,6
Personalaufwand 7.384,3 9.302,5 14.258,1
Abschreibungen 5.307,3 4.626,0 5.170,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.135,7 16.490,0 16.803,0
Betriebsergebnis 1.911,2 4.720,4 6.189,3
Finanzergebnis -455,2 -424,0 -455,0
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11,0 6,0 9,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 466,0 430,0 464,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -82,7 836,6 1.160,6
Sonstige Steuern 11,2 11,2 18,9
Jahresergebnis 1.527,6 3.448,6 4.554,8
Bilanzgewinn 1.527,6 3.448,6 4.554,8
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 53,0% 54,8% 65,2%
Abschreibungsquote 9,9% 8,0% 7,1%
Investitionen (T€) 27.923,0 31.090,0 37.927,0
Investitionsquote 52,2% 53,5% 52,0%
Eigenkapitalquote 53,8% 53,7% 52,7%
Bankverbindlichkeiten (T€) 1,0 0,0 0,0
Veränderung Verschuldung (T€) 183,4 -1.874,2 5.929,8
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 2,0% 3,7% 4,5%
Rohertrag (T€) 23.243,6 31.395,5 37.608,6
EBIT (T€) 1.911,2 4.720,4 6.189,3
EBITDA (T€) 7.218,6 9.346,4 11.360,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 152 187 261
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 48,6 49,7 54,6
99
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die RheinCargo GmbH & Co. KG ist die Betreiberin der Häfen in Köln, Neuss und Düsseldorf.
Sie stellt den zweitgrößten Binnenhafen-Verbund Deutschlands dar. Daneben ist die Rhein-
Cargo eines der größten deutschen Eisenbahngüter-Verkehrsunternehmen. Außerdem stellt
die RheinCargo Industrie- und Gewerbeflächen bereit, die über einen Wasser-, Gleis- und Stra-
ßenanschluss verfügen und betreibt ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Flächenmanage-
ment.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2019 gegenüber 2018 ein Weltwirtschaftswachstum
von 2,9 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 1,3
%. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %.
Relevante Märkte
Laut Bundesamt für Güterverkehr hat das Transportaufkommen im deutschen Güterverkehr
insgesamt 2019 gegenüber 2018 um 0,4 % und die Transportleistung insgesamt um 0,6 % zu-
genommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft HGK
AG.
Geschäftsverlauf 2019
Das Gesamtgütervolumen der RheinCargo betrug 2019 46,3 Mio. t (+2,0 Mio. t, 2,1 % gegen-
über 2018). Die Umsatzerlöse haben von 172.040 T€ auf 170.281 T€ um 1 % abgenommen.
Das betriebliche Ergebnis (EBT) betrug 5.716 T€. Die Bilanzsumme hat sich von 106.124 T€
um 5.600 T€ bzw. 5,3 % auf 111.724 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote nahm dabei von 53,7 %
auf 52,7 % ab.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Risiken ergeben sich aus konjunkturellen Schwankungen, dem Wettbewerbsumfeld, der zu-
nehmenden Marktbedeutung kostengünstiger LKW-Flotten aus der erweiterten EU, umwelt-
und fiskalpolitische Entscheidungen, Betriebsstörungen, dem Mangel an Triebfahrzeugführern,
einer Verminderung von Gewerbe- und Umschlagflächen in den Häfen, dem Brexit und dem
Coronavirus. Chancen bestehen im wirtschaftlichen Aufschwung und einem zunehmenden in-
ternationalen Warenaustausch und politischen Entscheidungen zur Verlagerung von Gütern
auf umweltfreundliche Alternativen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Es wird für 2020 mit einem Umsatz von 175,0 Mio. € und einem betrieblichen Ergebnis (EBT)
von +5,7 Mio. € gerechnet. Der Investitionsplan weist für Eisenbahn und Häfen Ausgaben von
insgesamt 35,1 Mio. € aus.
100
RheinCargo Verwaltungs-GmbH
Anschrift Hammer Landstraße 3
41460 Neuss
Kontakt 02131 - 53 23 - 0
www.rheincargo.com
Gründung 2012
Handelsregister HRB 16733, Amtsgericht Neuss
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,0%
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsfüh-
rende Gesellschafterin an einer Kommanditgesellschaft, die die Binnenhäfen in Köln, Neuss
und Düsseldorf, einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterverkehrs-unternehmens, be-
treibt.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Söne Eckel
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
RheinCargo GmbH & Co. KG 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
101
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 2,1 2,1 2,1
Eigenkapital 37,6 39,7 41,8
Bilanzsumme 41,6 43,8 46,2
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 0,6 0,7 1,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Geschäftszweck der RheinCargo Verwaltungs-GmbH ist die Komplementärstellung für die
RheinCargo GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus.
Geschäftsverlauf 2019
Der Geschäftsverlauf ist ausschließlich vom Geschäftsverlauf der RheinCargo GmbH & Co.
KG abhängig.
Chancen und Risiken
Risiken können sich lediglich aus der Geschäftsführung und der Haftung für die RheinCargo
GmbH & Co. KG ergeben.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Gesellschaft wird auch in 2020 Erträge aus der Vergütung für die Übernahme der Haf-
tung sowie aus Kostenerstattungen durch die KG erzielen.
102
Rheinland Cargo Schweiz GmbH
Anschrift Steinengraben 42
CH-4051 Basel
Kontakt
0221 - 390 - 0
www.hgk.de/hgk/toechter-und-beteili-
gungen/rheinland-cargo-schweiz
Gründung 2012
Handelsregister CHE-241.881.078, Handelsregister
des Kantons Basel-Stadt
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Gesellschaft bezweckt die Erschließung des Güterverkehrsaufkommens für den Eisen-
bahngüterverkehr zwischen der Schweiz und dem Wirtschaftsraum Köln. Das Unternehmen
betreibt öffentlichen Eisenbahnverkehr und fördert bzw. führt alle Vorhaben durch, die damit in
Zusammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Paul Schumacher (Vorsitzender der GF) Herr Marc Piatti
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Fidem Treuhand AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
103
Kennzahlenübersicht (TCHF) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 1.488,6 1.446,3 1.046,7
Jahresergebnis 34,2 75,0 25,8
Eigenkapital 149,6 224,6 250,4
Bilanzsumme 297,5 522,1 499,9
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 140,0 277,5 249,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Die Bruttoerlöse im Geschäftsjahr 2019 sanken von 1.446 T€ um 400 T€ (27,6 %) auf 1.047.
T€. Dabei konnte ein Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 29 T€ im Gegensatz zu 111 T€ in
2018 erzielt werden. Die Bilanzsumme nahm 2019 im Vergleich zu 2018 von 522 T€ auf 500
T€ ab, während die Eigenkapitalquote von 43,0 % auf 50,1 % zunahm.
104
neska Schiffahrts-und Speditionskontor GmbH
Anschrift Neumarkt 7 - 11
47119 Duisburg
Kontakt 0203 - 47989 30 - 0
www.neska.com
Gründung 1981
Handelsregister HRB 8753, Amtsgericht Duisburg
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im öffentlichen Güter-
verkehr insbesondere durch die Übernahme, Durchführung und Vermittlung von Binnen- und
Küstenmotorschifffahrtstransporten, aber auch mittels aller sonstigen Landfahrzeuge, sowohl
straßen- als auch schienengebunden sowie den Betrieb von Häfen und anderen Lager- und
Umschlageinrichtungen sowie von Containerterminals und allen damit in Zusammenhang ste-
henden Schifffahrts-und Handelsgeschäften.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Stefan Hütten Herr Volker Seefeldt (bis 31.03.2019)
Herr Kai Hansen (bis 30.09.2019) Herr Dr. Jan Zeese (ab 01.04.2019)
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Duisburg Bulk Terminal GmbH, Duisburg 100,0%
uct Umschlag Container Terminal GmbH, Duisburg 100,0%
Pohl & Co. GmbH, Hamburg 100,0%
105
Unternehmensbeteiligungen
neska Intermodal GmbH, Duisburg 100,0%
neska Container Line B.V., Niederlande 100,0%
KCT Krefelder Container Terminal GmbH, Krefeld 100,0%
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service, Köln 62,5%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 42.417,5 50.477,5 48.901,9
Unternehmensergebnis 2.536,9 2.809,5 -835,7
Eigenkapital 3.075,3 3.075,3 3.075,3
Bilanzsumme 68.866,3 72.688,7 67.255,9
Investitionen 1.231,1 911,8 1.021,8
Verbindlichkeiten 58.830,7 62.661,9 57.600,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
165,96 177,00 175,54
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Gesellschaft ist die Durchführung von Transporten sowie Logistikdienstleis-
tungen aller Art.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2019 gegenüber 2018 ein Weltwirtschaftswachs-
tum von 2,9 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum
um 1,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um
0,6 %.
Relevante Märkte
Laut Bundesamt für Güterverkehr hat das Transportaufkommen im deutschen Güterverkehr
insgesamt 2019 gegenüber 2018 um 0,4 % und die Transportleistung insgesamt um 0,6 %
zugenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft
HGK AG.
Geschäftsverlauf 2019
Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr von 50.499 T€ auf 48.926 T€. Die sonsti-
gen betrieblichen Erträge stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum um 689 T€ auf
3.307 T€. Die Erträge aus Finanzanlagen sanken deutlich von 6.144 T€ im Vorjahr auf
3.813 T€. Ursächlich für den Rückgang war im Wesentlichen die Ausschüttung einer Toch-
tergesellschaft mit einem bedeutenden Sondereffekt im Vorjahr. Das Betriebsergebnis hat
sich aufgrund des Rückgangs des Rohertrags insgesamt um 1.178 T€ verschlechtert und ist
mit -2.103 T€ weiterhin negativ (Vorjahr -925 T€). Zusammenfassend betrachtet hat die
NESKA ein schwieriges Geschäftsjahr durchlaufen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage kann insgesamt trotzdem als stabil angesehen werden
Chancen und Risiken
Risiken bestehen in der Abhängigkeit von der globalen Wirtschaftsentwicklung, der Wasser-
standssituation auf dem Rhein, der Volatilität der Nachfrage und dem Ausfall von Großkun-
den. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirt-
schaftliche Lage bestehen nicht und sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.
106
Wirtschaftliche Lage
Chancen bestehen in gezielteren Kundenmaßnahmen, eine höhere Marktdurchdringung und
die intensivere Betreuung der Bestandskunden, sowie ein Ausbau der Bestandsgeschäfte
und eine Diversifizierung in den Leistungen und Produkten.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Der Wirtschaftsplan der NESKA sah vor der Ausbreitung der Corona-Pandemie einen An-
stieg des Umsatzes auf 54.814 Mio. € und damit verbunden einen Anstieg des Ergebnisses
vor Gewinnabführung auf 3.624 T€ vor. Voraussetzung dafür ist die weitere Erholung der von
weltwirtschaftlichen Spannungen und dem Corona-Virus belasteten Auftragslage.
107
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service
Anschrift Stapelkai/Niehl Hafen
50735 Köln
Kontakt 0221 - 752080
www.cts.container-terminal.de
Gründung 1983
Handelsregister HRB 14115, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 62,5%
DB Intermodal Services GmbH 22,5%
Häfen und Güterverkehr Köln AG 15,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben eines Containerterminals in Köln einschließ-
lich Durchführung aller damit zusammenhängenden Nebenleistungen, der Handel mit Contai-
nern sowie Speditionsgeschäfte aller Art.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Beirat
Geschäftsführung
Herr Oliver Grossmann Herr Dirk Meyer
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
TKN Terminal Köln-Nord GmbH i.L. 51,0%
KCG Knapsack Cargo GmbH 51,0%
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH 49,0%
108
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 32.748,6 31.437,8 32.093,0
Jahresergebnis 715,0 931,6 931,6
Eigenkapital 1.149,8 1.366,3 1.553,9
Bilanzsumme 7.172,1 7.681,5 7.477,1
Investitionen 195,9 943,2 814,6
Verbindlichkeiten 4.326,2 4.878,0 4.514,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
94,93 87,25 89,46
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Geschäftstätigkeit der CTS erstreckt sich im Berichtsjahr unverändert auf den Betrieb ei-
nes Container-Terminals im Kölner Hafen und die Durchführung aller damit zusammenhän-
genden Nebenleistungen, Organisation der Containertransporte per Binnenschiff, Bahn und
LKW sowie auf den Handel mit und die Reparatur von Containern.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2019 gegenüber 2018 ein Weltwirtschaftswachs-
tum von 2,9 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum
um 1,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um
0,6 %.
Relevante Märkte
Laut Bundesamt für Güterverkehr hat das Transportaufkommen im deutschen Güterverkehr
insgesamt 2019 gegenüber 2018 um 0,4 % und die Transportleistung insgesamt um 0,6 %
zugenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft
HGK AG.
Geschäftsverlauf 2019
Der Umsatz lag mit 32,1 Mio. € in 2019 leicht unter dem Planumsatz von 32,7 Mio. €. Das
Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei 1,427 Mio. € und damit unter Plan von 1,532 Mio. €. Dies
enthält das Beteiligungsergebnis der DCH Düsseldorfer Container Hafen GmbH in Höhe von
695 T€, was über Plan von 660 T€ lag. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war insge-
samt stabil im Vergleich zu 2018.
Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die volatile Nachfrage und damit schwieriger planbare Auftragslage stellt ein Risiko dar.
Hinzu kommen das Risiko eines Ausfalls von Großkunden, sowie politische Entscheidungen,
die die aktuelle Verkehrsabwicklung einschränken könnten. Bestandsgefährdende Risiken
und Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die wirtschaftliche Lage bestehen nicht und sind
aus heutiger Sicht für die Zukunft nicht zu erkennen. Eine Chance besteht in Geschäftsfeld-
ausweitungen wie Containerumbauten auf Kundenwünsche, sowie in Einsparpotentialen
durch eine Investition in einen eigenen Terminaltruck. Eine in Kooperation mit IGS GmbH
Hamburg neu eingerichtete Zugverbindung zwischen Hamburg, Schweinfurt und Köln er-
möglicht Mehrmengen und Kapazitätserweiterungen in den Bereichen Bahn und Binnen-
schiff. Durch den Ausbau der europaweiten Bahnverkehre ist bei stabilem Rheinpegelstand
und einer konstanten Mengenauslastung im Im- und Export davon auszugehen, dass sich
die Umsatzerlöse und das durch einen Großkundenverlust und aufgrund der Durchfahrver-
bote in der Kölner Innenstadt belastete Ergebnis aus 2019 in 2020 stabilisieren.
109
KCG Knapsack Cargo GmbH
Anschrift Industriestraße 300
50354 Hürth
Kontakt 02233 - 486243 - 0
www.knapsack-cargo.de
Gründung 2001
Handelsregister HRB 45103, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land Service 51,0%
Häfen und Güterverkehr Köln AG 26,0%
InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG (ISK) 23,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der das Betreiben einer oder mehrerer Umschlaganlagen
samt Nebenfunktionen (Lager, Depot, Reinigung, Reparatur und logistischen Funktionen) für
den kombinierten Güterverkehr in der Region.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Wolfgang Urmetzer Herr Oliver Grossmann
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Thesing, Peeters & Baumann Partnerschaft mbB
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
110
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 1.579,6 1.586,9 1.526,6
Jahresergebnis 14,6 30,9 9,3
Eigenkapital 256,2 287,2 296,5
Bilanzsumme 644,3 683,9 765,8
Investitionen 1,0 2,3 4,3
Verbindlichkeiten 169,8 172,4 391,6
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Geschäftstätigkeit der KCG Knapsack Cargo GmbH („KCG“) erstreckte sich im Berichts-
jahr unverändert auf den Betrieb eines Containerterminals im Chemiepark Hürth-Knapsack
und die Durchführung aller damit zusammenhängenden Nebenleistungen sowie Organisa-
tion der Container-Transporte per Bahn und LKW.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2019 gegenüber 2018 ein Weltwirtschaftswachs-
tum von 2,9 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum
um 1,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um
0,6 %. Die deutsche Chemieindustrie als Hauptauftraggeber ist zunehmend mit Herausforde-
rungen hinsichtlich Klimaschutz und Nachhaltigkeit konfrontiert.
Relevanten Märkte
Laut Bundesamt für Güterverkehr hat das Transportaufkommen im deutschen Güterverkehr
insgesamt 2019 gegenüber 2018 um 0,4 % und die Transportleistung insgesamt um 0,6 %
zugenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft
HGK AG.
Geschäftsverlauf 2019
Die Bilanzsumme steigerte sich um 12,0 %von 684 T€ auf 766 T€, die Eigenkapitalquote
sank um 3,3 % auf 38,7 %. Der Umsatz lag mit 1.527 T€ um 7,3 % unter dem Plan von
1.648 T€. Der Gesellschaft standen 2019 durchgehend ausreichend finanzielle Mittel zur
Verfügung und eine Fremdfinanzierung war nicht notwendig.
Chancen und Risiken
Risiken bestehen im Zusammenhang mit dem Brexit, der sich negativ auf bestehende KCG-
Transporte nach Großbritannien auswirken könnte. Auch das Coronavirus und die damit ver-
bundenen globalen wirtschaftlichen Folgen können sich negativ auf das Geschäft der KCG-
Transporte auswirken. Die erfolgreiche Inbetriebnahme des Gefahrstofflagers LCC im Jahr
2016 hat die Geschäftstätigkeit der KCG auf eine breitere Basis gestellt. Für 2020 ist eine
Vollauslastung des LCC bereits vertraglich abgesichert.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Der Plan für das Jahr 2020 sieht bei einem Umsatz von 1.697 T€ einen EBIT von 42 T€.
Dies basiert auf der Annahme einer weiterhin prognostizierten stabilen Umsatzentwicklung
im Kerngeschäftsfeld „Gefahrstofflager LCC“.
111
Regionalverkehr Köln GmbH
Anschrift Theodor-Heuss-Ring 19-21
50668 Köln
Kontakt 0221 - 1637 - 0
www.rvk.de
Gründung 1976
Handelsregister HRB 7432, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln, Köln 12,5%
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, Bonn 12,5%
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH, Bonn 2,5%
Kreisholding Rhein-Sieg GmbH, Siegburg 12,5%
Rhein-Erft-Kreis, Bergheim 12,5%
Oberbergischer Kreis, Gummersbach 2,5%
Rheinisch-Bergischer Kreis, Bergisch Gladbach 12,5%
Kreis Euskirchen, Euskirchen 12,5%
Stadtwerke Hürth AöR, Hürth 2,5%
Stadtverkehr Euskirchen GmbH, Euskirchen 2,5%
Stadtwerke Brühl GmbH, Brühl 2,5%
Stadtwerke Wesseling GmbH, Wesseling 2,5%
Eigene Anteile 10,0%
Unternehmensgegenstand
Durchführung des Personenverkehrs und hiermit zusammenhängende Nebengeschäfte, die
der Förderung des Hauptgeschäftes dienen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Eugen Puderbach
Aufsichtsrat
Herr Günter Rosenke Herr Andreas Pöttgen
Frau Svenja Udelhoven Herr Ralf Rindermann
Herr Andreas Frauenkron Herr Reinhard Schmitt-Berger
Herr Uwe Gerbert Herr Thorsten Schmalt
Herr Gregor Golland Herr André Seppelt (bis 30.09.2019)
Herr Hans-Jürgen Koenig Herr Björn Bourauel (seit 01.10.2019)
Herr Bernd Nottbeck
112
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung eigener PCGK
Jahresabschlussprüfung
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Regio-Bus-Rheinland GmbH, Köln 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Verlustausgleich 2019 180,0
(Guthabenverrechnung, nachrichtlich) 84,4
Nachtrag Verlustausgleich 2019 28,8
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 70.164,2 72.357,1 48.235,3
Jahresergebnis -1.220,1 482,7 -1.710,4
Eigenkapital 11.563,9 11.446,7 9.512,1
Bilanzsumme 48.981,6 61.191,5 63.436,5
Investitionen 4.958,1 13.608,5 14.258,7
Verbindlichkeiten 26.480,5 40.701,1 44.353,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 392 368 383
Wirtschaftliche Lage
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gesamtlage für öffentliche Verkehrsunternehmen war in den letzten Jahren zum einen
dadurch geprägt, dass die Verkehrsunternehmen und ihre Eigentümer bzw. die Aufgabenträ-
ger, den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen folgend Vorbereitungen für EU-
rechtskonforme Beauftragungen getroffen haben. Zudem befinden sich die Strukturen des
Nahverkehrsmarktes in einem Veränderungsprozess, der durch zunehmende ökologische
Ansprüche, Ausbau von neuen Bedienformen und Verknüpfung von Mobilitätsträgern ge-
prägt ist. Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vorbereitungen lag in der Si-
cherstellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der Brennstoffzellen-Hybridtech-
nik (Wasserstoffbusse).
Geschäftsverlauf 2019
Die Gesamtfahrleistungen sind im Berichtsjahr 2019 im RVK-Konzern gesunken und umfas-
sen insgesamt 19,87 Mio. Km (Vorjahr 27,55 Mio. Km). In den einzelnen Verkehrsarten wa-
ren sowohl Zunahmen als auch Rückgänge zu verzeichnen. Der Verlauf des Geschäftsjah-
res 2019 ist zwar durch Veränderungen geprägt, kann zusammenfassend aber als insge-
samt positiv bezeichnet werden.
Chancen und Risiken
Wesentliche Risiken zum Ende des Berichtsjahres:
Betrauungen und Fahrleistungsaufträge
Verfügbarkeit von Personal am Arbeitsmarkt
Veränderung des Rechtsrahmens und laufende Verfahren
113
Wirtschaftliche Lage
Ausfall von Auftragsunternehmern
Entwicklung der Einkaufspreise von Treibstoffen
Den o. g. Risiken stehen u. a. die folgenden Chancen gegenüber:
Vermarktungsstrategien aller Dienstleistungen
Etablierung neuer Geschäftsfelder im Bereich Mobilität
Nutzung von Potenzialen im Bereich neuer technischer Anforderungen (insbes. Digitali-
sierung)
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die durch die RVK seit 2008 initiierten Zukunftsprojekte, welche sich mit den Auswirkungen
des demografischen Wandels und der Sicherstellung einer angemessenen Mobilität als Teil
der Daseinsvorsorge in den Städten und Gemeinden unserer Region beschäftigen, wurden
auch im Jahr 2019 fortgeführt. Hierbei handelte es sich sowohl um die auf spezifische kom-
munale Interessen angelegte Untersuchungsreihe „Mobilitätssicherung und sichere Mobilität
älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen (MoSiM)“ als auch um die Untersuchung
„Regionale Mobilitätssicherung 2030 (RegioM)“.
Sowohl infrastrukturelle Maßnahmen, wie Aufwertung von Haltestellen, als auch verkehrliche
Verbesserungen durch Taktverdichtungen und Ausweitung des Angebotes, insbesondere
durch Taxibusverkehre, sind umgesetzt worden.
114
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR
Anschrift Ostmerheimer Straße 555
51109 Köln
Kontakt 0221 - 221 - 26868
www.steb-koeln.de
Gründung 2001
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Träger Kapitalanteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Wesentliche Aufgabenbereiche der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) sind ge-
mäß § 2 der Satzung:
• Abwasserbeseitigung auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Annahme und Mitbehandlung flüssiger und pumpfähiger biologischer Abfälle zur Ver-
wertung nach behördlichen Genehmigungen,
• Unterhaltung, Betrieb und Reinigung aller Straßenentwässerungsanlagen einschließ-
lich der Nebenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Sanierung und Neubau aller Straßenentwässerungsanlagen einschließlich der Sicker-
gruben auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Hochwasserschutz auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Gewässerunterhaltung einschließlich des Gewässerausbaus, des Ausgleichs der
Wasserführung und des Hochwasserschutzes bei dem auf den auf dem Gebiet der
Stadt Köln gelegenen sonstigen Gewässern.
Die StEB Köln kann weitere Tätigkeiten im unmittelbaren Zusammenhang mit den Aufgaben,
zu denen die Stadt Köln gegenüber Dritten unmittelbar verpflichtet ist, als Erfüllungsgehilfe
übernehmen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Verwaltungsrat
Vorstand
Herr Otto Schaaf
Verwaltungsrat
Herr Dr. Rolf Albach (Mitglied) Herr Thomas Kahlix (stellv. Mitglied)
Herr Wilfried Becker (stellv. Mitglied) Herr Jürgen Kircher (stellv. Mitglied)
Frau Susanne Bercher-Hiss
(Mitglied bis 31.07.2019)
Frau Margret Dresler-Graf
(Mitglied bis 31.10.2019)
Herr Gerhard Brust (Mitglied) Frau Dr. Sabine Müller (stellv. Mitglied)
Herr Dietmar Ciesla-Baier Frau Erika Oedingen (Mitglied)
Herr Gerrit Krupp (stellv. Mitglied) Frau Dagmar Paffen (Mitglied)
115
Verwaltungsrat
Herr Martin Erkelenz (stellv. Mitglied) Herr Stephan Pohl (stellv. Mitglied)
Frau Polina Frebel (Mitglied) Herr Ralph Scherbaum (stellv. Mitglied)
Frau Lisa Hanna Gerlach (Mitglied) Herr Tobias Scholz (stellv. Mitglied)
Herr Dr. Walter Gutzeit (Mitglied) Frau Ira Sommer (stellv. Mitglied)
Herr Peter Heumann (Mitglied) Frau Sabine Ulke (Mitglied)
Frau Andre Blome (Vorsitzende) Herr Karl-Heinz Walter (stellv. Mitglied)
Herr Heinz Klein
(Mitglied seit 07.11.2019)
Frau Ursula Schlömer
(Mitglied seit 30.09.2019)
Herr Helmut Jung (Mitglied) Frau Katja Hoyer (stellv. Mitglied)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
aquabench GmbH, Hamburg 8,0 %
Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gemeinnützige GmbH, Essen 2,0 %
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Gewinnausschüttung 18.300,5
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 11.254,4
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 1.933.341,9 1.909.619,6 1.873.160,4
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.701,3 1.670,7 1.634,1
Sachanlagen 1.931.585,8 1.907.899,3 1.871.512,4
Finanzanlagen 54,8 49,6 14,0
Umlaufvermögen 5.436,8 3.950,5 7.074,8
Vorräte 989,5 1.071,5 1.131,0
Forderungen und sonst. VG 4.443,1 2.874,7 5.939,2
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 4,2 4,3 4,6
Rechnungsabgrenzungsposten 35,9 15,2 68,2
Summe Aktiva 1.938.814,6 1.913.585,3 1.880.303,5
116
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Passiva
Eigenkapital 800.529,8 799.032,7 806.293,9
Gezeichnetes Kapital 500,0 500,0 500,0
Kapitalrücklage 712.678,4 710.841,4 708.603,8
Gewinnrücklage 64.277,1 66.792,5 69.390,8
Bilanzergebnis 23.074,2 20.898,8 27.799,3
Sonderposten 281.205,5 275.384,7 267.694,6
Rückstellungen 62.934,0 74.333,7 85.045,7
Verbindlichkeiten 790.107,2 762.019,9 719.335,9
Rechnungsabgrenzungsposten 4.038,1 2.814,3 1.933,4
Summe Passiva 1.938.814,6 1.913.585,2 1.880.303,4
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 208.735,8 211.485,8 213.147,5
Umsatzerlöse 205.666,2 208.425,5 209.825,2
Bestandsveränderungen 12,0 9,0 -20,4
andere aktivierte Eigenleistungen 3.057,6 3.051,4 3.342,8
Sonstige betriebliche Erträge 16.055,8 13.996,8 17.666,1
Betriebsleistung 224.791,6 225.482,6 230.813,6
Betriebsaufwand 178.251,6 185.705,2 188.869,8
Materialaufwand 44.437,6 46.991,5 44.788,7
Personalaufwand 46.767,8 50.526,5 53.294,4
Abschreibungen 74.453,0 76.358,2 77.570,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.593,2 11.828,9 13.036,0
Betriebsergebnis 46.540,0 39.777,5 41.943,8
Finanzergebnis -24.214,8 -19.842,7 -15.858,8
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,9 24,3 52,7
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.228,7 19.867,0 15.911,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35,9 15,8 16,8
Sonstige Steuern 684,0 857,3 506,5
Jahresergebnis 21.605,3 19.061,8 25.561,7
Ausschüttung 15.799,8 20.558,9 18.300,5
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag aus dem Vorjahr 21.189,8 23.074,2 20.898,9
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 1.468,9 1.837,1 2.237,6
Einstellungen in die Gewinnrücklagen 5.410,0 2.515,3 2.598,3
Bilanzgewinn 23.074,2 20.898,8 27.799,3
117
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 99,7% 99,8% 99,6%
Abschreibungsquote 3,9% 4,0% 4,2%
Investitionen (T€) 81.621,7 53.254,3 43.915,5
Investitionsquote 4,2% 2,8% 2,3%
Eigenkapitalquote 41,3% 41,8% 42,9%
Pensionsverpflichtungen (T€) 41.840,3 47.201,7 52.950,7
Bankverbindlichkeiten (T€) 687.253,3 672.883,4 636.883,1
Veränderung Verschuldung (T€) -8.070,1 -28.087,3 -42.684,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 2,4% 2,0% 2,2%
Rohertrag (T€) 164.298,1 164.494,3 168.358,8
EBIT (T€) 46.540,0 39.777,5 41.943,8
EBITDA (T€) 120.993,0 116.135,7 119.694,5
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 615 622 628
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 76,0 81,2 84,9
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die StEB Köln führen ihre Tätigkeiten in den Sparten Abwasserbeseitigung, Straßenentwäs-
serung, Straßenentwässerung investiv, Sonstige Gewässer, Parkweiher, Konstruktiver und
Operativer Hochwasserschutz, Hochwasserschutzzentrale, Betriebsführung Wasser- und Bo-
denverband Wahn (WBV Wahn) und Leistungen für Dritte aus.
Im Rahmen eines Strategiebildungsprozesses wurden unter Einbeziehung des Perspektiv-
konzeptes 2025 die Strategiefelder
• Ökologie, Wasser und Klima
• Ökonomie
• Kunden
• Personal
formuliert und in dem seit 2004 bestehenden Zielvereinbarungssystem operationalisiert. Hier-
mit soll eine ausgewogene und komplette Umsetzung der strategischen Ziele sichergestellt
werden.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die konjunkturellen Veränderungen haben für die StEB Köln branchentypisch keinen wesentli-
chen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Grundsätzlich führen die anhaltenden Bemühungen
der Verbraucher*innen, den Wasserverbrauch bei industriellen Verfahren sowie in den privaten
Haushalten zu senken, zu einer tendenziell spürbaren Reduzierung des Frischwasserver-
brauchs, der die Grundlage für die Schmutzwassergebühr bildet. Auch wenn aktuell eine Ab-
nahme dieses Trends zu verzeichnen ist, führt allein die sinkende Verbrauchsmenge bei einem
hohen Anteil fixer Kapitalkosten und einem geringen Anteil variabler Kosten an den Gesamt-
kosten zu einem Preisdruck auf die Abwassergebühren, der jedoch durch die sinkenden Zins-
aufwendungen für Fremdfinanzierung aufgefangen werden konnte.
118
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2019
Es wurde ein Jahresüberschuss von 25,6 Mio. € (Vorjahr 19,1 Mio. €) gegenüber einem Plan-
ergebnis von 18,2 Mio. € erzielt. In den Jahren 2005 bis 2019 ging der Frischwasserver-
brauch in Köln um 9,2 % zurück. Wäre der Frischwasserverbrauch nicht gesunken, hätte der
Schmutzwassergebührensatz 2019 1,38 €/m³ betragen. Der tatsächliche Schmutzwasserge-
bührensatz in Höhe von 1,54 €/m³ liegt höher. Diese Steigerung ist allein auf die gesunke-
nen Frischwassermengen zurückzuführen. Im Jahre 2019 lag die Priorität weiterhin in der
Bearbeitung der baulichen Sanierung der Kölner Kanalnetze, in diversen Netzergänzungen
für Erschließungsmaßnahmen und in Erneuerungsmaßnahmen in den Kölner Kläranlagen.
Betrieblich lag in 2019 ein besonderer Schwerpunkt in dem zum 1. Mai 2017 übernommenen
Geschäftsfeld des Betriebes und der baulichen Unterhaltung der 16 Weiher in den Kölner
Parkanlagen.
Chancen und Risiken
Risikomanagement
Die StEB Köln verfügen über ein etabliertes und dokumentiertes Risikomanagementsystem,
das die regelmäßige Erfassung und Bewertung relevanter Risiken, auf die das Unternehmen
reagieren muss, gewährleistet. Folgendes Fazit ist zu ziehen:
• Die vereinbarten Maßnahmen greifen partiell, so dass die Gesamtrisikozahl geringer ge-
worden ist.
• Eine kontinuierliche Betrachtung ist jedoch weiter erforderlich, um neu erforderliche
Maßnahmen rechtzeitig einleiten zu können.
• Die Diskussion über eine Anpassung der Risikolandschaft ist im Unternehmen auszu-
weiten, da infolge der Verflechtung der Prozesse kleine Einzelrisiken an Bedeutung ge-
winnen und damit schwergewichtiger werden können. Beispielhaft sei hier das Imageri-
siko infolge der verstärkten Nutzung von Social Media genannt.
Risiko durch Corona
Die weltweite Ausbreitung des SARS-CoV-2 („Corona-Virus“) stellt auch die StEB Köln vor er-
hebliche Herausforderungen. Größtes Risiko stellt hierbei eine Infizierung von Mitarbeitern
dar. Diesem Risiko begegnet StEB Köln durch die Gründung eines Krisenstabes, der insbe-
sondere bestehende Pandemiepläne aktualisiert und angepasst hat sowie zunächst diverse
Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer Ansteckung in Gang gesetzt hat, z. B. Zu-
tritts- und Arbeitsbeschränkungen, erhöhte Hygienemaßnahmen, umfangreiche Informatio-
nen, Veranstaltungsabsagen. Weiterhin bestehen Pläne bei Auftreten einer Infektion, insbe-
sondere im Hinblick auf notwendige Quarantäne.
Risiko Informationssicherheit
Der IT-Dienstleister der StEB Köln für das Büronetz (Stadt Köln- Amt 12) ist ITIL-organisiert
und bereits auf Basis des IT-Grundschutzes (ISO 27001-Zertifikat auf der Basis von IT-Grund-
schutz) zertifiziert. Für die weiteren Sondernetze der StEB Köln werden zurzeit die Vorberei-
tungen für eine Auditierung bzw. Zertifizierung auf Basis der modernisierten IT-Grundschutz
Methodik (nach BSI-Standard) getroffen. Dazu gehören u.a. die Absicherung der Infrastruktur-
komponenten sowie aller Prozesse, der eingesetzten Verfahren und deren Anwendungen.
Sicherheit der Klärschlammentsorgung und Phosphorrecycling
Am 3.Oktober 2017 trat die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) in Kraft. Wichtigste Än-
derung war das schon lange diskutierte Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammverwer-
tung sowie die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung für große Kläranlagen nach einer Frist von
zwölf Jahren (2029). Da dies absehbar war, haben sich die StEB Köln mit dem Wasserver-
band Eifel-Rur und dem Erftverband zu einer Kooperation zusammengeschlossen, um die
Aufgabe gemeinsam auf Basis einer öffentlichen Partnerschaft durchzuführen. In 2019 sind
dieser Kooperation auch der Niersverband, die Bundesstadt Bonn und 17 benachbarte Ge-
meinden beigetreten. Derzeit werden mehrere Standorte untersucht, die sich für die Errich-
tung einer Monoklärschlammverbrennungsanlage eignen.
119
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH
Anschrift Scheidtweilerstraße 39,
50933 Köln
Kontakt
Gründung 1974
Handelsregister HRB 6597, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 50,0%
Bundesstadt Bonn 20,39%
Stadt Brühl 3,29%
Stadt Bergisch Gladbach 3,29%
Kreisstadt Siegburg 2,63%
Stadt Bad Honnef 1,97%
Stadt Königswinter 2,63%
Stadt Wesseling 1,97%
Stadt Hürth 3,95%
Gemeinde Alfter 1,32%
Stadt Bornheim 1,97%
Stadt St. Augustin 2,63%
Rhein-Sieg-Kreis 1,32%
Rhein-Erft-Kreis 1,32%
Stadt Niederkassel 1,32%
Unternehmensgegenstand
Planung, Bau und Betrieb einer Stadtbahn im Verkehrsraum Köln/Bonn. Zur Planung und Bau-
ausführung innerhalb des jeweiligen Gemeindegebietes bedient sich die Gesellschaft der be-
troffenen Gemeinde; diese ist verpflichtet, die von der Gesellschaft festgelegten allgemeinen
Richtlinien zu beachten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die dem
Zweck des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar förderlich sind. Sie ist berechtigt, gleichar-
tige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder Interessenge-
meinschaften einzugehen. Sie wird den Betrieb der Stadtbahn, soweit das mit der Zweckbestim-
mung des Unternehmens vereinbar und wirtschaftlich ist, auf einzelne Nahverkehrsbetriebe oder
Regionalgesellschaften übertragen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung/Liquidatoren
Aufsichtsrat (2010 aufgelöst)
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung/Liquidatoren
Herr Andre Seppelt Herr Jörn Schwarze
120
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer Part mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Verlustausgleich (Einzahlung Gesellschafternachschuss) 97,6
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis -527,5 -195,2 -177,1
Eigenkapital 0,0 0,0 0,0
Bilanzsumme 11.351,1 11.953,5 12.130,2
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 297,8 885,2 1.046,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 3 3
Wirtschaftlichen Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01. Januar 2008 in Liquidation. Die Aufgabe der Li-
quidatoren ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden und die Gesellschaft geordnet ab-
zuwickeln.
Geschäftsverlauf 2019
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Jahr 2019 resultieren aus der Abrechnung der Park
& Ride – Anlage Weiden – West. Die Maßnahme ist damit zuschuss- und abrechnungs-
technisch abgeschlossen. Da die weiterberechneten Aufwendungen für diese Anlage in
Vorjahren aktiviert wurden, ergaben sich Bestandsverminderungen in entsprechender
Höhe. Somit stehen sonstigen betrieblichen Erträgen von 1 T€ Personalaufwendungen für
die beiden Liquidatoren und den Prokuristen von 19 T€, sonstige betriebliche Aufwendun-
gen von 142 T€ (i.W. Versicherungs- und Geschäftsbesorgungsaufwendungen) sowie Zins-
aufwendungen von 16 T€ gegenüber. Danach ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 177 T€.
Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages und der in 2019 eingeforderten Nachschüs-
sen der Gesellschafter wird zum 31.12.2019 ein Bilanzverlust von 11.786 T€ ausgewiesen.
Dieser Verlust übersteigt das Eigenkapital um 11.007 T€, die als nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz ausgewiesen werden. Eine Insolvenz liegt aber trotz der
bilanziellen Überschuldung nicht vor, da entsprechende Rückgriffsmöglichkeiten durch Frei-
stellungserklärungen der KVB bzw. der HGK bestehen.
121
Wirtschaftlichen Lage
Chancen und Risiken
Finanziellen Risiken im Rahmen der Liquidation bestehen vor allem durch mögliche Zu-
schussrückforderungen aufgrund aktueller bzw. zukünftiger Prüfungen des Staatlichen
Rechnungsprüfungsamtes. Hierfür wurden Rückstellungen in Höhe von 10.680 T€ gebildet.
Der voraussichtliche Zeitpunkt der Löschung der Gesellschaft ist derzeit nicht vorherzube-
stimmen. Er ist u.a. von der Abwicklung, Abrechnung und Prüfung aller Zuschussmaßnah-
men durch die Bewilligungsbehörde und der abschließenden Übertragung der Zuwen-
dungsverhältnisse auf die Eigentümer der Anlagen abhängig.
122
Flughafen Köln/Bonn GmbH
Anschrift Heinrich-Steinmann-Str. 12
51147 Köln
Kontakt 02203 40-4001/02
www.koeln-bonn-airport.de
Gründung 1950
Handelsregister HRB 226, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 31,12%
Bundesrepublik Deutschland 30,94%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mbH 30,94%
Stadtwerke Bonn GmbH 6,06%
Rhein-Sieg-Kreis 0,59%
Rheinisch-Bergischer Kreis 0,35%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb und der Ausbau d es Verkehrsflughafens
Köln/Bonn einschließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie auf dem Gebiet des
Flughafens sowie die Durchführung aller damit verbundenen Nebengeschäfte.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Johan Vanneste (Vorsitzender) Herr Torsten Schrank (ab 16.05.2019)
Aufsichtsrat
Herr Friedrich Merz (Vorsitzender) Frau Cornelia Krahforst
Herr Sven Schwarzbach (1. stellv. Vorsitzender) Herr Hans-Dieter Metzen
Herr Jochen Ott (2. stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Patrick Opdenhövel
Frau Dr. Martina Hinricher (3. stellv. Vorsitzende) Herr Bernd Petelkau
Herr Nuretdin Aydin Herr Dr. Hendrik Schulte
Herr Bernhard Braun Frau Petra von Wick
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (ab 01.07.2019) Frau Kerstin Wambach
Herr Wolfgang Fuchs (ab 01.07.2019) Herr Eduard Wolf (bis 30.06.2019)
Herr Dr. Stephan Keller (bis 30.06.2019)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung eigener PCGK
123
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH, Hamburg 49,0%
AHS Aviation Handling Services GmbH, Hamburg 10,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 678.984,0 732.366,1 732.288,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 16.942,4 17.855,0 20.126,4
Sachanlagen 658.070,4 710.515,0 708.214,3
Finanzanlagen 3.971,2 3.996,1 3.947,3
Umlaufvermögen 41.447,7 52.438,6 50.708,3
Vorräte 1.897,0 2.100,1 1.914,0
Forderungen und sonst. Vermögensgegen-
stände 37.796,6 49.097,3 40.080,7
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 1.754,1 1.241,2 8.713,5
Rechnungsabgrenzungsposten 2.088,2 519,7 1.215,8
Summe Aktiva 722.519,9 785.324,5 784.212,1
Passiva
Eigenkapital 277.965,4 278.901,0 259.590,1
Gezeichnetes Kapital 10.821,0 10.821,0 10.821,0
Kapitalrücklage 82.732,6 82.732,6 82,732,6
Gewinnrücklage 180.600,7 184.411,7 185.347,3
Jahresfehlbetrag/ -überschuss 3.811,1 935,6 -19.310,9
Rückstellungen 60.098,1 66.327,3 80.405,8
Verbindlichkeiten 294.244,5 349.523,9 360.004,7
Rechnungsabgrenzungsposten 3.943,8 4.074,8 5.252,8
Passive latente Steuern 86.268,1 86.497,5 78.958,7
Summe Passiva 722.519,9 785.324,5 784.212,1
124
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 327.812,5 336.518,0 343.601,5
Umsatzerlöse 325.455,8 333.944,9 341.233,7
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 2.356,7 2.573,1 2.367,8
Sonstige betriebliche Erträge 8.937,7 9.915,4 4.193,7
Betriebsleistung 336.750,2 346.433,4 347.795,2
Betriebsaufwand 320.251,0 334.824,3 354.324,3
Materialaufwand 124.583,0 134.106,1 126.802,2
Personalaufwand 126.905,1 129.557,5 145.496,2
Abschreibungen 35.736,7 36.564,0 47.505,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.026,2 34.596,7 34.520,8
Betriebsergebnis 16.499,2 11.609,1 -6.529,2
Finanzergebnis -7.441,7 -7.240,1 -6.847,1
Erträge aus Beteiligungen 166,1 90.7 161,8
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 8,3 6,8 5,5
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,6 0,0 5,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.616,6 7.337,6 7.019,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.490,9 233,6 -6.616,8
Sonstige Steuern 2.755,6 3.199,7 12.551,4
Jahresfehlbetrag / -überschuss 3.811,1 935,6 -19.310,9
Einstellung in / Entnahme aus Gewinnrücklagen -3.811,1 -935,6 19.310,9
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 94,0% 93,3% 93,4%
Abschreibungsquote 5,3% 5,0% 6,5%
Investitionen (T€) 41.712,0 91.317,8 53.913,8
Investitionsquote 6,1% 12,5% 7,4%
Eigenkapitalquote 38,5% 35,5% 33,1%
Bankverbindlichkeiten (T€) 206.878,9 254.004,4 258.644,2
Veränderung Verschuldung (T€) 1.207,4 55.279,4 10.480,8
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 1,6% 1,1% -1,6%
Rohertrag (T€) 116.683,9 98.481,6 132.259,7
EBIT (T€) 16.673,6 11.706,6 -6.361,9
EBITDA (T€) 52.410,3 48.270,6 41.143,2
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 1.808 1.838 1.838
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 70,2 70,5 79,2
125
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen und Ziele des Unternehmens
Der Köln Bonn Airport ist mit seinen Bestandskunden gut aufgestellt. Der Hauptkunde Euro-
wings unterhält eine seiner 4 Core Basen in Köln. An diesen Basen werden die Direktver-
kehre gebündelt und die Marktanteile verteidigt, da sie über hohe Kaufkraft und ein hohes Bu-
sinesspotential verfügen. Die drei größten und finanzstarken europäischen Low-Cost-Carrier
sind bereits am Standort vertreten; Ryanair, easyJet und Wizz Air. Eine zweite Säule bildet
die Rückgewinnung des touristischen Geschäftes, das in Köln/Bonn und auch im Gesamt-
markt eine zunehmende Bedeutung erhält, da der Businessverkehr keine signifikanten
Wachstumsraten mehr erzielt. Der Ausbau der Hub-Verbindungen der Netzwerk Carrier Luft-
hansa, British Airways, Austrian Airlines und Turkish Airlines) bildet die dritte Säule der Stra-
tegie. Amazon hat den Betrieb in CGN Mitte April 2021 gestartet und fliegt aktuell 26 mal pro
Woche ab Köln/Bonn. Die starke Fokussierung des Geschäftsmodells von Amazon auf e-
commerce verspricht auch für die Zukunft Wachstumspotenzial. Dadurch wird das wichtige
Segment der Tagesfracht gestärkt und ausgebaut und das strategische Ziel des Köln/Bonn
Airport erreicht, bei begrenzten Kapazitäten in der Nacht die Auslastung der Tageszeiten zu
verbessern. Der Airport ist weiterhin europaweit der einzige Flughafen mit Hub-Funktion für
die größten Expressdienstleister; UPS (Single-European Hub), FedEx/TNT (Euro- pean Sub-
Hub) und DHL Express (Regional Hub). Im Bereich der Immobilienentwicklung wurde im
Sommer 2019 mit den Vorbereitungen für die Bauarbeiten des neuen Moxy-Hotels gegenüber
des Terminal 1 begonnen. Damit fällt auch der Startschuss zur Umsetzung der Vision einer
Airport City, ein weiterer zukünftiger Erlösbaustein für den Köln Bonn Airport.
Wirtschaftsbericht
In Deutschland war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts mit 0,6% so gering wie seit
sechs Jahren nicht mehr. Verantwortlich hierfür waren unter anderem Handelskonflikte, die
kriselnde Autobranche und das Brexit-Chaos. Die nationale Luftfahrt wuchs im Jahr 2019 –
gemessen in Verkehrseinheiten – um 0,7 % und damit geringer als im Jahr 2018 (+3,6 %).
Der Flughafen Köln/Bonn erzielte beim Wachstum der Verkehrseinheiten im Jahr 2019 ein Mi-
nus von 4,9 % und lag somit unter dem Branchenschnitt.
Beim Ranking der absoluten Verkehrseinheiten liegt Köln/Bonn mit 20,4 Mio. in Deutschland
weiterhin auf Platz fünf hinter den Flughäfen Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf. Der
Rückgang ist vor allem auf den Abzug der Eurowings Langstrecke aus CGN, den damit ein-
hergehenden Wegfall der Umsteige-Passagiere auf den Zubringer-Strecken und das Strei-
chen von nicht kostendeckenden Strecken der Eurowings, im Rahmen des Kostensparpro-
gramms des Mutterkonzerns, zurückzuführen.
Umwelt
Den Grundstein zum Klimaschutz hat der Airport bereits vor zehn Jahren gelegt. Die Klima-
schutzstrategie sieht vor, bis zum Jahr 2020 nur noch klimaneutral zu wachsen. Dieses Ziel
wird erreicht. Gemäß der Selbstverpflichtung aller deutschen Flughäfen sollen zudem die
CO2-Emissionen des Airports bis 2030 halbiert werden (Basis 2010). Bis 2050 soll der Flug-
hafen Köln/Bonn vollständig klimaneutral sein. Bei den Aktivitäten zum Schutz der Umwelt
steht das Lärmmanagement im Mittelpunkt. Um den Fluglärm wirkungsvoll zu reduzieren, ver-
folgt der Airport ein Lärmminderungskonzept, das auf vier Säulen ruht: flugbetriebliche Maß-
nahmen, Gebühren und Entgelte, passiver Schallschutz sowie Information, Transparenz und
Dialog
Prognose, Chancen, Risiken
Die Flughafen Köln/Bonn GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem. Wesentliches
Element dieses Risikomanagements ist eine Überwachung der Risiken der Gesellschaft mit-
tels einer Risikoinventur, bei der die Risiken gemäß ihrer Auswirkung (T€) und ihrer Eintritts-
wahrscheinlichkeit (%) gruppiert werden. Die Risikoeinschätzung orientiert sich an der aufge-
tretenen Corona-Krise sowie der Risikoberichterstattung (Stand 1. September 2019).
126
Wirtschaftliche Lage
Neben den Auswirkungen der Corona-Krise sind als wesentliche Risiken „Passagierverlust
aufgrund neuer strategischer Ausrichtung “, „Internetkriminalität/Cybercrime“, mögliche „Ge-
fahr von Terroranschlägen“ und „Genehmigungsverfahren“ im Fokus, welche auf Grund ihrer
Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf den Flughafen Köln/Bonn von hoher Bedeu-
tung sind.
Auch in Köln/Bonn brach das Passagieraufkommen nach dem Ausbruch von Covid-19 in
Deutschland sukzessive massiv ein: Es wird davon ausgegangen, dass wegen der weiterhin
anhaltenden Gefährdungslage nicht – wie nach anderen Krisen – mit einer raschen Erholung
des Passagierverkehrs zu rechnen ist. Die ursprüngliche Jahresprognose 2020 muss deutlich
nach unten korrigiert werden: Im Base Case-Szenario ist Stand Mitte April von einem Ein-
bruch der Passagiere um ca. 60% auf 5,1 Mio. auszugehen. In der aktuellen Situation ist zu
erwarten, dass auch 2021 die Verkehrszahlen aus dem Geschäftsjahr 2019 nicht wieder er-
reicht werden können. Die Luftfrachtsparte Köln/Bonn war von der Corona-Krise zunächst re-
lativ unberührt, da sie als Express-Standort zu fast 100% von reiner Frachter-Fracht dominiert
wird. Ein Problem im Gesamtmarkt stellte vielmehr der Wegfall der Belly-Kapazitäten auf den
Passagierflügen dar. Sie machen normalerweise ca. 50% der weltweiten Luftfrachtkapazität
aus. Dieser durch den Wegfall der Belly-Kapazitäten ausgelöste Engpass führte in der Luft-
frachtsparte Köln/Bonn zunächst zu einem leichten Anstieg des Luftfrachtaufkommens. Die
Umsatzerlöse werden dadurch auf rund 215.000 T€ (-40%) sinken.
Auf der Aufwandsseite ist mit Einsparungen in Höhe von ca. 60 Mio. € gegenüber der ursprüng-
lichen Erfolgsplanung zu rechnen, die sich im Wesentlichen aus reduzierten Aufwendungen für
Instandhaltungsmaßnahmen, Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungsver-
trägen, Werbekostenaufwendungen und der Einführung von Kurzarbeit ergeben.
Da nicht absehbar ist, wie lange die Corona-Krise noch andauert, sind Prognosen derzeit mit
großen Unsicherheiten behaftet. Nach dem Base Case Szenario ist als Folge der Corona-
Krise von einem Jahresfehlbetrag von rund -50.000 T€ für das Jahr 2020 auszugehen. Auch
im Jahr 2021 ist nach diesem Szenario noch ein knapp zweistelliger Millionen-Fehlbetrag zu
erwarten.
Die Liquidität des Unternehmens ist ausreichend gesichert. Die Gesellschaft steht im Aus-
tausch mit den Haus- und Förderbanken, um staatlich geförderte Corona-Hilfs-Kredite in An-
spruch zu nehmen, sobald diese für kommunale Unternehmen freigegeben sind. Ebenso hat
die Geschäftsführung die Gesellschafter über die Finanzierungslage informiert. Da die Flug-
hafen Köln/Bonn GmbH zu den system- relevanten Infrastruktureinrichtungen gehört und sich
im Mehrheitsbesitz öffentlicher Anteilseigner befindet, hat die Geschäftsführung zur Stabilisie-
rung der Finanzsituation bei den drei größten Gesellschaftern auch die Themen Gewährung
von Gesellschafterdarlehen und Kapitalerhöhung adressiert. Die Geschäftsführung geht da-
von aus, ein entsprechendes Finanzierungspaket schnüren zu können, so dass eine Be-
standsgefährdung aus heutiger Sicht nicht realistisch ist.
127
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetriebe der
Stadt Köln
Anschrift Stadthaus Deutz/Willy-Brand-Platz 2
50679 Köln
Kontakt 0221-221-0
Gründung 1998
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Der Zweck des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt Köln ist die Gewährleistung der Abfallbesei-
tigung, Straßenreinigung und Winterwartung nach Maßgabe der Abfallsatzung und der Stra-
ßenreinigungssatzung der Stadt Köln. Ausgenommen sind abfallwirtschaftliche Grundsatzange-
legenheiten, die der Beschlussfassung des Rates und seiner Ausschüsse zum Abfallwirt-
schaftskonzept unterliegen.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Dr. Harald Rau (1. Betriebsleiter)
Hans Peter Winkels (geschäftsführender Betriebsleiter bis 8. Mai 2019)
Dr. Thomas Kreitsch (geschäftsführender Betriebsleiter ab 9. Mai 2019)
Aufsichtsrat
Herr Rafael Christof Stuwe
(Ausschussvorsitzender) Herr Wilfried Becker
Frau Katharina Welcker Frau Marget Dresler-Graf
Herr Efkan Kara Herr Stefan Götz
Herr Robert Schallehn Herr Dr. Walter Gutzeit
Frau Ursula Schlömer Herr Gerhard Brust
Frau Polina Frebel Frau Hamide Akbayir
Herr Karl-Heinz Walter Herr Dr. Rolf Albach
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Dornbach GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft, Köln
128
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 15.110,4
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Betriebsleistung 218.017 222.285 230.816
Jahresergebnis -3.431 -2.569 -2.075
Eigenkapital 0 0 0
Bilanzsumme 13.155 13.205 14.851
Investitionen 0 0 0
Verbindlichkeiten 12.677 13.043 12.185
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftlichen Lage
Die Stadt Köln ist gemäß § 5 des Abfallgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (LAbfG
NRW) als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) dafür verantwortlich, die auf ihrem
Gebiet anfallenden Abfälle zu entsorgen. Diese Aufgabe nimmt die eigenbetriebsähnliche
Einrichtung Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (AWB eE) wahr. Die Stadt Köln hat ge-
mäß § 1 des Straßenreinigungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (StrReinG
NRW) die öffentlichen Straßen innerhalb geschlossener Ortslagen zu reinigen. Diese Auf-
gabe nimmt die AWB eE ebenfalls wahr.
Die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und die AVG Abfallverwertungs- und
Entsorgungsgesellschaft mbH (AVG) sind mit der operativen Aufgabenwahrnehmung be-
auftragt. Die AWB stellt die Abfallsammlung und den -transport (Müllabfuhr), die Straßen-
reinigung und den Winterdienst sicher. Die AVG stellt die Abfallentsorgung und -verwertung
sicher, kompostiert Bioabfälle, sortiert und verwertet Gewerbeabfälle und verbrennt anfal-
lenden Restabfall. Bei der AWB eE verbleiben somit diesbezüglich keine operativen Aufga-
ben. Die Stadt Köln behält ihre gesetzliche Verantwortung als örE bei und bestimmt nach
wie vor die Kölner Abfallpolitik (z. B. Abfallwirtschaftskonzept, Abfallsatzung, Abfallgebüh-
rensatzung, Straßenreinigungssatzung inkl. Straßenreinigungsgebühren). Die AWB eE
trägt Sorge für die ordnungsgemäße Aufgabenerledigung durch Dritte. Entsprechende Kon-
trollrechte sind vertraglich geregelt. Weitere Leistungsaustauschbeziehungen bestehen mit
den Dualen Systemen sowie dem Steueramt, der Kämmerei, dem Rechtsamt und dem Um-
welt- und Verbraucherschutzamt.
Die Leistungen der AWB werden entsprechend den vertraglichen Regelungen nach den
tatsächlich geleerten Behältern und gereinigten Flächen bzw. den auf der Grundlage der
Straßenreinigungssatzung veranlagten Frontmetern entgolten. Die neuen Leistungsver-
träge mit der AWB zur Abfallentsorgung und Straßenreinigung werden ab 01.01.2019 um-
gesetzt. Die getroffenen Zusatzvereinbarungen in 2018 gehen in den neuen Leistungsver-
trägen auf. Die neuen Verträge haben eine Laufzeit bis 31.12.2033. Von der AVG werden
die Entsorgungspreise für Restmüll und kompostierbare Abfälle jährlich entsprechend den
Leitsätzen für die Preisermittlung auf Grund von Selbstkosten (LSP) neu kalkuliert.
In 2019 wurden die Verhandlungen mit den Dualen Systemen zur Umsetzung des Verpa-
ckungsgesetzes aufgenommen, um neue Vereinbarungen zur Sammlung und Verwertung
von Wertstoffen über die gelbe Tonne, Pappe, Papier und Kartonagen über die blaue
Tonne und zur Altglassammlung sowie über Nebenentgelte zu schließen.
129
Wirtschaftlichen Lage
In 2019 wurde mit der Durchführung einer Untersuchung zu alternativen Abfallgebührenmo-
dellen und mit einer Strukturanalyse der Abfallwirtschaft begonnen, um Kosten- bzw. Ge-
bührensenkungspotenziale zu ermitteln.
Der Jahresabschluss 2019 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2.075 aus. Der
Wirtschaftsplan 2019 hat dagegen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 127 prognosti-
ziert. Das Rohergebnis fällt mit T€ 3.038 (Vorjahr T€ -549) positiv aus. Die Finanzlage der
AWB eE ist durch einen wiederholt nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag gekenn-
zeichnet. Dies hat keine Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und Aufgabenerfüllung.
Zum Erhalt des Vermögens wurde gemäß § 10 der Eigenbetriebsverordnung des Landes
Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) eine Eigenkapitalzuführung mit Mitteln aus dem allge-
meinen Haushalt der Stadt Köln vereinbart, die am 12.12.2019 durch den Rat beschlossen
wurde.
Risiken für das Wirtschaftsjahr 2019 liegen vor allem in der Mengenentwicklung im Bereich
der Entleerungen und der Sammelmengen von Rest und Biomüll sowie in der Neufassung
der Leistungsaustauschbeziehungen mit den Dualen Systemen auf Grundlage des ab
01.01.2019 geltenden Verpackungsgesetzes und in Systemausfällen. Ein weiteres Risiko
besteht in dem ungewissen Verfahrensausgang vor dem OVG Münster hinsichtlich der
nachsortierungsbedingten Mehrgebühren.
130
2. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
131
GAG Immobilien AG
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 1913
Handelsregister HRB 901, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Aktionäre Anteil
Stadt Köln 88,398%
Ernst-Cassel-Stiftung 5,151%
Einzelaktionäre 3,351%
Eigene Aktien 1,960%
Treuhandaktionäre 1,140%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der GAG Immobilien AG (GAG AG) ist die Versorgung breiter Schichten der Bevöl-
kerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Zur Erfüllung ihres Ge-
genstands kann die Gesellschaft Grundstücke erwerben, belasten, bebauen, verwalten und ver-
äußern. Die Gesellschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der
Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen.
Hierzu gehören auch die Betreuung von Bauvorhaben, die Sanierung von Bauten, die Betreuung
von Sanierungsvorhaben sowie die Durchführung städtebaulicher Maßnahmen im Zusammen-
hang mit der Erneuerung oder Entwicklung von Wohngebieten.
Die Gesellschaft kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebau-
ten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen.
Die Gesellschaft kann darüber hinaus im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH
insbesondere folgende Aufgaben übernehmen:
a) Erwerb, Errichtung, Verwaltung und Betrieb von technischen Anlagen und Geräten sowie die
Bereitstellung von Ausstattung und Einrichtungsgegenständen zur Versorgung von Mietern mit
Wärme und Energie.
b) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbesondere Energie-
lieferung, Mieterstrom, Energieeffizienz Maßnahmen, Energiespeicherbewirtschaftung.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Uwe Eichner (Vorsitzender) Frau Kathrin Möller
132
Aufsichtsrat
Herr Jochen Ott (1. Vorsitzender) Frau Sabine Pakulat
(1. stellv. Vorsitzende, seit 12.06.2019)
Frau Martina Richter (2. stellv. Vorsitzende) Frau Dr. Eva Bürgermeister
Herr Michael Frenzel Frau Ursula Gärtner
Herr Markus Greitemann Herr Niklas Kienitz
Herr Harald Knopp Frau Karina Köbnik
Herr Antonio Mossuto Herr Dr. Franz Georg Rips
Herr Andreas Schubring Herr Michael Weisenstein
Herr Thomas Welter Frau Kirsten Jahn
(1. stellv. Vorsitzende, bis 12.06.2019)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Grund und Boden Köln, GmbH 62,0%
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, Köln 100,0%
GAG Servicegesellschaft mbH, Köln 100,0%
GAG Projektentwicklung GmbH, Köln 90,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Gewinnausschüttung (netto nach Abzug von Steuern) 6.145,7
Zuwendungen im Rahmen einer Betrauung 3.270,4
Gewährte Darlehen zum 31.12. 82.733,7
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen zum 31.12. 0,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 306.422,7
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 1.772.908,6 1.917.815,0 1.998.204,2
Immaterielle Vermögensgegenstände 535,6 467,2 384,3
Sachanlagen 1.487.511,7 1.636.955,4 1.718.899,6
Finanzanlagen 284.861,3 280.392,4 278.920,3
133
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Umlaufvermögen 120.563,1 111.294,8 137.002,0
Vorräte 50.860,5 49.970,5 53.696,2
Forderungen und sonst. VG 68.496,7 59.541,7 81.201,6
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 1.205,8 1.782,5 2.104,2
Rechnungsabgrenzungsposten 693,7 601,0 1.009,7
Summe Aktiva 1.894.165,4 2.029.710,8 2.136.215,9
Passiva
Eigenkapital 494.949,8 526.228,8 565.950,9
Gezeichnetes Kapital 16.268,7 16.240,1 16.210,2
Kapitalrücklage 154.174,8 154.200,3 154.230,2
Gewinnrücklage 304.777,9 335.266,9 370.752,2
Bilanzergebnis 19.728,5 20.521,5 24.758,4
Sonderposten 27.686,0 27.017,4 26.348,8
Rückstellungen 65.473,6 59.573,5 57.928,4
Verbindlichkeiten 1.302.519,9 1.405.095,0 1.466.318,4
Rechnungsabgrenzungsposten 3.536,0 11.796,0 19.669,4
Summe Passiva 1.894.165,4 2.029.710,8 2.136.215,9
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 216.437,8 216.240,6 231.394,3
Umsatzerlöse 226.377,5 217.119,8 227.569,8
Bestandsveränderungen -9.940,5 -883,7 3.725,7
andere aktivierte Eigenleistungen 0,8 4,6 98,8
Sonstige betriebliche Erträge 16.657,8 18.614,9 29.004,3
Betriebsleistung 233.095,6 234.855,5 260.398,6
Betriebsaufwand 183.792,6 185.492,6 200.800,8
Materialaufwand 92.822,0 84.760,6 96.107,0
Personalaufwand 30.157,9 31.931,7 33.197,7
Abschreibungen 10.136,2 11.079,1 11.445,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.860,4 5.521,1 5.457,8
Betriebsergebnis 34.297,4 38.936,0 41.912,2
Finanzergebnis -9.261,1 -7.645,7 -5.669,1
Erträge aus Beteiligungen
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 14.242,9 14.139,8 17.686,9
Erträge aus anderen Finanzanlagen 3.146,2 2.955,8 1.312,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 219,5 821,3 710,7
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1.700,4 1.203,5 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.169,4 24.359,0 25.378,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.914,0 3.214,8 6.372,8
Sonstige Steuern -662,8 -916,4 -291,8
134
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Jahresergebnis 37.790,7 39.418,9 47.847,8
Gewinnvortrag 437,8 602,6 410,5
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 18.500,0 19.500,0 23.500,0
Bilanzgewinn 19.728,5 20.521,5 24.758,4
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 93,6% 94,5% 93,5%
Abschreibungsquote 2,3% 2,4% 2,4%
Investitionen (T€) 191.896 190.047 133.109
Investitionsquote 10,8% 9,9% 6,7%
Eigenkapitalquote 26,13% 25,93% 26,49%
Pensionsverpflichtungen (T€) 36.579,4 39.106,9 41.298,8
Bankverbindlichkeiten (T€) 1.045.882,6 1.126.155,1 1.104.574,3
Veränderung Verschuldung (T€) -73.708,4 -98.898,2 -62.282,3
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 3,3% 3,1% 3,4%
Rohertrag (T€) 123.615,8 131.479,9 135.287,3
EBIT (T€) 49.303,0 49.362,9 59.597,8
EBITDA (T€) 83.600,4 88.298,9 101.510,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 548 565 575
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 73,5 76,1 77,6
Wirtschaftlichen Lage
Die Umsatzerlöse stiegen um 5 % auf 227,6 Mio. € (Vorjahr: 217,1 Mio. €). Die Umsätze re-
sultieren im Wesentlichen aus der Hausbewirtschaftung und dort vor allem aus der Vermie-
tung. Die Umsatzerlöse aus Sollmieten lagen bei 137,5 Mio. € (Vorjahr: 129,6 Mio. €). Diese
Steigerung ergab sich aus dem Bezug von Neubaumaßnahmen, den Anhebungen der Mie-
ten aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen sowie den Mietanpassungen im Wohnungs-
bestand an den Mietspiegel. Hinzu kamen Umsatzerlöse aus Nebenkosten von 41, 6 Mio. €
(Vorjahr: 39,8 Mio. €). Die Umsätze aus dem Verkauf von Grundstücken sanken um 8 % auf
6.926 T€ (Vorjahr: 7.541 T€). Es konnten 16 (Vorjahr: 13) erfolgswirksame Verkäufe aus
Bauträgermaßnahmen getätigt werden.
Die Bilanzsumme stieg um 5 % auf 2.136,2 Mio. € (Vorjahr: 2.019,7 Mio. €). Der Wert des
Anlagevermögens stieg um 4 % auf 1.998, 2 Mio. € (Vorjahr: 1.917, 8 Mio. €). Den Zugän-
gen in Höhe von 133.109 T€ standen insbesondere Abschreibungen in Höhe von 41.912 T€
und Buchwertabgänge in Höhe von 8.148 T€ gegenüber. Die Zugänge resultierten im We-
sentlichen aus Investitionen für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen. Als Vermieter
unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursache für rückständige
und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter sind wachsende Verschuldung, Arbeitslo-
sigkeit und familiäre Probleme in den Stadtteilen, in denen der GAG-Konzern seine Woh-
nungen bewirtschaftet. Durch die enge Betreuung der Mieter in den Kundencentern und
135
Wirtschaftlichen Lage
durch die Abteilung Forderungsmanagement wird gewährleistet, dass problematische Miet-
verhältnisse schneller erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die größten Chancenpotenziale sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor, in dem in 100
Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft sowie in den Kölner Einwohner*innen und
zukünftig vermehrt den Neu-Kölner*innen. Hier werden an dem hervorragenden Standort
Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile Nachfragepotenzi-
ale bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen ihre Abnehmer fin-
den, wenn sie ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogen sind.
Für 2020 sind ein Jahresüberschuss von 38.945 T€ und ein EBITDA von 94.974 T€ geplant.
Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 242.011 T€ und Auf-
wendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 103.526 T€ sowie auf einem Per-
sonalaufwand von 47.102 T€. Die Abschreibungen sind mit 42.667 T€ und das Finanzer-
gebnis mit - 8.804 T€ geplant.
136
GAG Projektentwicklung GmbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 2000
Handelsregister HRB 33693, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Anteilseigner Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 90,0%
Grund und Boden GmbH, Köln 10,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die Be-
bauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchführung städtebauli-
cher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichtigung sozial wichtiger Maßnahmen. Die
Gesellschaft kann Immobilien erwerben, belasten, verwalten und veräußern.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des
genannten Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfül-
lung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ihren
Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen oder sol-
che Unternehmen erwerben oder errichten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Uwe Eichner Frau Kathrin Möller
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als Konzern-
mutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft
137
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten (per 31.12) 23.705,3
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 11.425,2 10.691,7 7.870,3
Jahresergebnis -406,4 -839,9 294,6
Eigenkapital 231,2 231,2 231,2
Bilanzsumme 54.529,3 57.603,6 58.749,9
Investitionen 5 2 6.076
Verbindlichkeiten 51.185,5 54.118,3 57.011,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Die Geschäftstätigkeit in Bezug auf die Verwaltung eigener Grundstücke ist durch den An-
kauf eines Wohnungspaketes in Köln- Chorweiler in 2016 deutlich fokussiert worden. Hier
erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse
(DAWI), für die ein entsprechendes Vertragswerk mit der Stadt Köln abgeschlossen wurde.
Diese besonderen Rahmenbedingungen der Bewirtschaftung werden die Geschäftstätigkeit
der Gesellschaft bestimmen. Anfang 2019 wurde eine neue Modernisierungss trategie für
die Bestände der Gesellschaft in Köln- Chorweiler beschlossen. Möglich wurde dies durch
eine neue Richtlinie des Landes NRW zur Förderung der Modernisierung. Danach wurden
die baulichen Maßnahmen hier deutlich aus geweitet. Hierdurch ergab sich die Pflicht, die
anfallenden Kosten zu wesentlichen Teilen zu aktivieren. Damit reduzierte sich der zuvor
geplante Aufwand für Großmaßnahmen. Im Geschäftsjahr befanden sich 296 Wohnungen
in der Modernisierungsdurchführung. Das Investitionsvolumen betrug i m Geschäftsjahr
5.997 T€ und der Aufwand aus Großmodernisierung betrug 468 T€.
Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnausgleich von 295
T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich von 840 T€) sowie mit einem positivem
EBITDA von 2.316 T€ (Vorjahr: positives EBITDA von 800 T€).Die Umsatzerlöse sanken um
27 % auf 8.011 T€ (Vorjahr: 10.938 T€). Die Umsätze kamen aus der Hausbewirtschaftung
und dort vor allem aus der Vermietung. Hinzu kamen Umsatzerlöse aus Nebenkosten in
Höhe von 2.961 T€ (Vorjahr: 3.327 T€). Der wesentliche Grund für die gesunkenen Umsatz-
erlöse ist der geringere Ertrag aus dem Betrauungsakt in Höhe von 754 T€ (Vorjahr: 3.239
T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 3.232 T€ (Vorjahr: 5.500 T€). Dieser
Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem Wegfall des im Vorjahr gebuchten Ertrags aus
der Abgrenzung des Betrauungsakts (Vorjahr: 4.942 T€). Gegenläufig wurde im Geschäfts-
jahr ein Ertrag aus der Vereinnahmung von Verpflichtungen aus bereits abgesc hlossene
Bauträgermaßnahmen in Höhe von 1.648 T € sowie ein Ertrag aus der Endabrechnung mit
dem ehemaligen Zwangsverwalter der Bestände in Köln-Chorweiler in Höhe von 842 T€ ge-
neriert.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um 1.146 T € auf 58.750 T €
(Vorjahr: 57.604 T€) erhöht. Der Wert stieg im Wesentlichen aufgrund der auf 14.913 T€
gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 9.708 T€),
denen gesunkene Forderungen aus dem Betrauungsakt entgegenstehen (1.860 T€; (Vor-
jahr: 4.345 T€). Der Wert des Anlagevermögens stieg aufgrund der neuen Modernisierungs-
strategie im Geschäftsjahr auf 53.300 T€ (Vorjahr: 48.729 T€). Den Investitionen von
138
Wirtschaftliche Lage
6.076 T€ standen Abschreibungen von 1.499 T€ gegenüber. Die Verbindlichkeiten betragen
57.012 T€ (Vorjahr: 54.118 T€). Der Anstieg lag im Wesentlichen an den auf 14.913 T€ (Vor-
jahr: 9.708 T€) gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ge-
genläufig sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten planmäßig auf 36.460 T€
(Vorjahr: 37.567 T€). Des Weiteren reduzierten sich die sonstigen Verbindlichkeiten durch
die Vereinnahmung von Verpflichtungen auf 509 T€ (Vorjahr: 2.272 T€).
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG ab-
geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen Risiken,
die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Allerdings wird die Ge-
sellschaft auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG Immobilien AG an-
gewiesen sein. Die Gesellschaft erwartet für 2020 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustüber-
nahme von 351 T€ und es ist ein positives EBITDA von 1.741 T€ geplant. Diese Ergebnisse
basieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 10.144 T€ und Aufwendungen für bezo-
gene Lieferungen und Leistungen von 7.189 T€.
139
GAG Servicegesellschaft mbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 2002
Handelsregister HRB 52209, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist es, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und städ-
tebaulicher Zielsetzungen, für die Gesellschaften des GAG-Konzerns oder begleitend zu deren
Hauptgeschäft auch für Mieter folgende Aufgaben zu übernehmen:
• die Bewirtschaftung sowie die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz und Immo-
bilienbeständen sowie die Vermittlung von Grundstücksankäufen, Grundstücksverkäufen
und von grundstücksgleichen Rechten jeder Art;
• die Baubetreuung, die Errichtung und Veräußerung von Ein- und Mehrfamilienhäusern,
Eigentums-wohnungen, Mietwohngebäuden und gewerblichen Bauten sowie die Er-
schließung und Parzellierung von Grundstücken;
• der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und der Betrieb von technischen Anlagen und
Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattungen und Einrichtungsgegenständen zur
Versorgung von Mietern und Gesellschaften des GAG-Konzerns mit Wärme, Energie und
sonstigen Dienstleistungen;
• die Erbringung von Hausmeister-, Wohnungsverwaltungs- und sonstigen Dienstleistun-
gen mit eigenem und fremdem Personal für Mieter und Gesellschaften des GAG -Kon-
zerns.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Ingo Frömbling Herr Klaus Möhren
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
140
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als Konzern-
mutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Keine 0,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 33.555,9 38.132,0 43.062,6
Jahresergebnis 252,1 864,4 1.492,2
Eigenkapital 375,2 375,2 1.556,7
Bilanzsumme 11.282,9 14.724,8 26.479,2
Investitionen 1.324 4.259 7.940
Verbindlichkeiten 8.388,4 12.068,7 23.612,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 6,0 7,0 7,0
Wirtschaftliche Lage
Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von
1.492 T€ (Vorjahr: 864 T€) sowie mit einem EBITDA von 2.437 T€ (Vorjahr: 1.466 T€).
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 43.069 T€ (Vorjahr: 38.147 T€). Sie resultieren im
Wesentlichen mit 25.048 T€ (Vorjahr: 23.247 T€) aus erbrachten Leistungen aus der Im-
mobilienverwaltung und Hausmeistertätigkeit (Betreuungstätigkeit). Im Geschäftszweig der
Gaslieferung wurden nach Abzug der Energiesteuer Umsätze in Höhe von 8.527 T€ (Vor-
jahr: 8.167 T€) erwirtschaftet.
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 80 % 26.479 T€ (Vorjahr: 14.725 T€).
Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf höhere Investitionen in das Sachan-
lagevermögen für den Ankauf von Photovoltaikanlagen, dem Bau von Heizkesseln und
Blockheizkraftwerken sowie auf zum Stichtag noch nicht abgerechnete konzerninterne
Dienstleistungen zurückzuführen. Die Gesellschafterin GAG Immobilien AG, Köln (GAG
AG) hat im Berichtsjahr 1.181 T€ in die Kapitalrücklage der GAG SG eingezahlt. Unter Be-
rücksichtigung des mit der GAG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabfüh-
rungsvertrags ist die Finanz- und Vermögenslage als geordnet zu bezeichnen. Darüber
hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit ge-
geben. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG
AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Die Gesell-
schaft wird auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG AG angewiesen
sein. Da die Gesellschaft den wesentlichen Teil der ihr entstehenden Aufwendungen im
Rahmen der Konzernumlage an Konzerngesellschaften weiterbelasten kann, ist für 2020
ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 795 T€ sowie ein EBITDA von 1.963 T€
geplant.
141
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 2014
Handelsregister HRB 81216, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit siche-
rem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Der Zweck der Gesellschaft wird vor-
rangig erfüllt durch
• den Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung, die Verwertung und Verwaltung von eige-
nen und fremden Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und beweglichen Sachen;
• die Errichtung und Verwaltung von Baulichkeiten aller Art, ausgenommen sind Tätigkei-
ten oder Geschäfte, die in § 34c der Gewerbeordnung aufgeführt sind.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Uwe Eichner Frau Kathrin Möller
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex
Anwendung des PCGK der Stadt Köln im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabfüh-
rungsvertrages mit der GAG als Konzernmutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
142
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 12.441,5 13.244,4 13.954,5
Jahresergebnis -1.293,9 -363,6 2.582,4
Eigenkapital 15.072,1 15.072,1 15.072,1
Bilanzsumme 148.162,4 149.210,3 151.910,4
Investitionen 7.757 4.247 5.402
Verbindlichkeiten 132.797,9 133.884,0 134.746,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von
2.582 T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich 364 T€) sowie mit einem positiven
EBITDA von 7.185 T€ (Vorjahr: 5.857 T€). Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 13.776
T€ (Vorjahr: 12.992 T€). Sie resultieren aus der Bewirtschaftung von 1.891 freifinanzierten
Wohnungen und 70 Gewerbe- und sonstigen Einheiten. Von dem Wohnungsbestand waren
am Bilanzstichtag 58 Wohnungen nicht belegt, davon sieben vermietungsbedingt. Die Miet-
ausfälle durch Leerstand, Preisnachlässe und wegen Modernisierungsmaßnahmen beliefen
sich auf 666 T€.
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 2.700 T€ auf 151.910 T€ (Vorjahr:
149.210 T€). Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf das um 2.775 T€ hö-
here Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zurückzuführen.
Unter Berücksichtigung des mit der GAG AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Ge-
winnabführungsvertrags ist die Finanz- und Vermögenslage als geordnet zu bezeichnen.
Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jeder-
zeit gegeben.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG ab-
geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen Risi-
ken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Die Gesellschaft wird auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG AG an-
gewiesen sein.
Für 2020 ist ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 2.424 T€ sowie ein positives
EBITDA von 7.105 T€ geplant.
143
Grund und Boden GmbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 05.02.1936
Handelsregister HRB 181, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 62,0 %
Stadt Köln 38,0 %
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die
Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchführung städte-
baulicher Sanierungsvorhaben unter Berücksichtigung sozial wichtiger Maßnahmen. Die Ge-
sellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des genann-
ten Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer
Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ihren Zwecken
dienlich und förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen oder solche Unter-
nehmen erwerben oder errichten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Uwe Eichner Frau Kathrin Möller
Aufsichtsrat
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als Konzern-
mutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft
144
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln 25,0%
GAG Projektentwicklung GmbH, Köln 10,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Gewinnausschüttung (netto, nach Abzug von Steuern) 3.224,5
(davon Garantieanteil (netto), nachrichtlich) 1.177,1
(davon Gewinnausschüttung (netto), nachrichtlich) 2.047,0
Gewährte Schuldendiensthilfen 87,6
Gewährte Darlehen zum 31.12. 49.787,1
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen (per 31.12.) 0,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) (per 31.12). 154.715,7
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 134.602,9 139.061,3 143.170,3
Jahresergebnis * 18.192,3 17.170,8 18.962,2
Eigenkapital 139.367,4 139.367,4 139.367,4
Bilanzsumme 852.042,3 840.278,5 822.238,0
Investitionen 21.848 11.340 5.752
Verbindlichkeiten 703.580,2 689.144,5 669.586,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
* vor Ausgleichszahlung und Gewinnabführung
Wirtschaftliche Lage
Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von
13.318 T€ (Vorjahr: 13.275 T€) sowie mit einem positiven EBITDA von 51.654 T€ (Vorjahr:
50.738 T€).
Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung erhöhten sich um 3.975 T€ auf 141.811 T€
(Vorjahr: 137.836 T€). Die wesentlichen Ursachen waren höhere Sollmieten aus steigen-
den Sollmieten im Bestand als auch aus der Neubautätigkeit.
Die Bilanzsumme sank um 18.040 T€ auf 822.238 T€ (Vorjahr: 840.278 T€). Das Anlage-
vermögen verminderte sich um 19.361 T€ auf 777.860 T€ (Vorjahr: 797.221 T€). Den Zu-
gängen in Höhe von 5.752 T€ standen insbesondere Abschreibungen von 24.950 T€ und
Buchwertabgänge von 157 gegenüber. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus In-
vestitionen für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen.
Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursache für
rückständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter*innen sind wachsende Ver-
schuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme. Durch die enge Betreuung der Mie-
ter*innen in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungsmanagement wird ge-
währleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller erkannt und entsprechende
Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die größten Chancen sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor sowie in dem in über 100
Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft und in den Kölner Einwohner*innen und
zukünftig noch stärker den Neu-Kölner*innen. Hier werden an dem hervorragenden Stand-
ort Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile Nachfragepo-
tenziale bereit
145
Wirtschaftliche Lage
hält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen ihre Abnehmer finden, wenn
diese ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogen sind.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG abge-
schlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages keine wesentlichen Risiken,
die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Für 2020 sind ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 12.764 T€ sowie ein E-
BITDA von 49.964 T€ geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem Um-
satz von 146.610 T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen von 89.509 T€.
146
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH
Anschrift Brückenstraße 17,
50667 Köln
Kontakt 0221 2059401
www.modernestadt.de
Gründung 1971
Handelsregister HRB 4934, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
moderne stadt GmbH 41,0%
Grund und Boden GmbH 25,0%
Stadtwerke Köln GmbH 25,0%
SKB Kapitalbeteiligungsgesellschaft KölnBonn mbH 9,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist es, insbesondere im Bereich der Stadt Köln im ei-
genen Namen für eigene oder fremde Rechnung Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
zu erwerben, zu bebauen und zu verwerten sowie alle Aufgaben der Stadtentwicklung, der
Baubetreuung sowie der Projektentwicklung und -steuerung zu übernehmen. Die Gesellschaft
ist ferner berechtigt, Tochtergesellschaften mit ähnlicher Zweckbestimmung zu gründen und
sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, deren Gegenstand und Zweck mit dem der Ge-
sellschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig Herr Thomas Scheitza
Aufsichtsrat
Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Uwe Eichner
Herr Martin Börschel (bis 31.12.2019) Herr Rafael Struwe
Frau Dr. Eva Bürgermeister Herr Ulrich Voigt
Herr Guido Dörrenberg Herr Markus Greitemann
Frau Stefanie Haaks (seit 15.11. 2019) Herr Dirk Kolkmann (ab 13.06. bis 07.10.2019)
Frau Kathrin Möller Frau Monika Roß-Belkner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
147
Jahresabschlussprüfung
Bacher & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis -94,0 -150,2 -143,3
Eigenkapital 3.410,2 3.260,2 3.116,6
Bilanzsumme 3.534,0 3.340,4 3.281,2
Investitionen 0 0 0
Verbindlichkeiten 82,8 30,0 75,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 in
der Fortführung der Gesellschaft unter Kostenoptimierungsgrundsätzen. Die Akquisitions-
bemühungen des Geschäftsjahres 2019 zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke führ-
ten zu keinen Vertragsabschlüssen. Ob laufende Akquisitionen zum Erfolg führen werden,
bleibt abzuwarten.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Das negative Jahresergebnis 2019 der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus angefal-
lenen persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten. Ohne Anschlussprojekte wird auch
für das Geschäftsjahr 2020 ein negatives Ergebnis in Höhe der Verwaltungskosten erwar-
tet. Der derzeitige operative Planungshorizont endet im Geschäftsjahr 2022. Die Zahlungs-
fähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Ohne gewinnbringende Anschlusspro-
jekte wird die Finanzlage der Folgeperioden im Wesentlichen durch die Höhe der persönli-
chen und sächlichen Verwaltungskosten belastet. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist
geordnet. Inwieweit die in Vorjahren gebildete Kapitalrücklage der Gesellschaft auch künftig
zur Verfügung steht, wird von den Gesellschaftern bestimmt.
Risiken und Chancen
Ob laufende Akquisitionsbemühungen zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke führen
werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin soll der Geschäftsbetrieb unter Kostenoptimierungs-
grundsätzen fortgeführt werden.
Das implementierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und recht-
liche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jeweiligen Leis-
tungsbereiche. Insbesondere bei teilweise auf Vorrat errichteten Bauträgermaßnahmen
wird den Analysen zum Projektstandort, den Kosten- und Erfolgsannahmen sowie den ein-
zusetzenden Finanzierungsmitteln erhebliche Bedeutung beigemessen. Bei der Auswahl
der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und leistungsfähige
Vertragspartner zurückgegriffen.
148
Wirtschaftliche Lage
Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein negatives Jahresergebnis erwartet, das im Wesentli-
chen aus den anfallenden persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten resultiert. Ohne
Anschlussprojekte ist auch für die Folgeperioden mit negativen Jahresergebnissen zu rech-
nen, deren Höhe von den anfallenden persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten be-
stimmt wird.
Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird sich auch an der weiteren Zusammenset-
zung des Gesellschafterkreises orientieren.
149
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft
Anschrift Kölnstr. 16
50354 Hürth
Kontakt 02233 / 7195 -0
www.gwg-rhein-erft.de
Gründung 1940
Handelsregister HRB 43262, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Wesseling GmbH 25,30%
Zweckverband für die Kreissparkasse Köln 19,99%
Stadtwerke Hürth AöR 16,68%
Stadt Frechen 16,54%
Kreissparkasse Köln 10,00%
Stadt Pulheim 6,03%
Stadt Köln 5,46%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungs-
versorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (gemeinnütziger Zweck). Die Gesellschaft
errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen, da-
runter Eigenheime und Eigentumswohnungen.
Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infra-
struktur anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern
sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Lä-
den und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleis-
tungen bereitstellen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, an-
dere Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Herr Achim Leirich
Aufsichtsrat
Herr Bruno Wendeler (Vorsitzender) Herr Erwin Esser (stv. Vorsitzender)
Frau Martina Engels-Bremer Herr Dirk Breuer
Frau Susanne Stupp Frau Rita Markus-Schmitz
Herr Frank Keppeler Herr Jochen Ott
150
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Orientierung an Beteiligungsrichtlinie der Stadt Hürth
Jahresabschlussprüfung
Domus AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (in T€)
Keine 0,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 21.082,6 21.957,1 23.093,5
Jahresergebnis 2.320,7 3.580,7 3.194,8
Eigenkapital 50.564,8 54.145,5 57.340,3
Bilanzsumme 149.000,9 164.576,9 185.289,6
Investitionen 12.990 18.206 23.578
Verbindlichkeiten 94.785,8 105.613,6 122.489,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 67,6 72,9 81,9
Wirtschaftliche Lage
Rahmenbedingungen
Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversor-
gung der breiten Schichten der Bevölkerung in den Städten Hürth, Frechen, Pulheim, Wes-
seling und im Kölner Süden.
Regionaler Wohnungsmarkt
Die Auswirkungen auf die Leerstandszahlen und Erlösausfälle waren bezogen auf die Gesamt-
bruttomieteinnahme nur marginal. Die GWG Rhein-Erft wird trotz der Pandemie alle ihre be-
gonnenen Planungen und Neubaumaßnahmen fortführen und umsetzen. Weiterhin wird das
Ziel verfolgt, einen hohen Anteil von öffentlich gefördertem Wohnraum bei den Maßnahmen mit
umzusetzen.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2020 entwickelte sich sehr positiv und schließt mit einem Jahresüberschuss
in Höhe von 1.182 T€ ab (Vorjahr 3.195 T€). Das gute Ergebnis, erwirtschaftet von allen Mitar-
beiterinnen und Mitarbeitern, wird überwiegend aus der Hausbewirtschaftung getragen. Es liegt
vor Steuern mit 4.259 T€ nochmals über dem sehr guten Ergebnis des Jahres 2019 in Höhe
von 4.158 T€. Die Anzahl der Leerstände aufgrund von Vermietungsproblemen oder geringer
Nachfrage belief sich auf 16 Wohnungen (Vorjahr 1). Dies entspricht einer Quote von 0,52 %
(Vorjahr 0,03 %).
151
Wirtschaftliche Lage
Kennzahlen
in 2020 2019 2018 2017 2016 2015
Eigenkapitalquote % 25,3 30,9 32,9 33,9 34,4 33,0
Eigenkapitalrentabilität % 6,8 6,3 6,9 4,7 5,4 11,6
Cashflow TEUR 4.089 6.254 6.455 5.133 6.308 8.089
Investitionen in Sachanlagen TEUR 26.692 24.266 18.478 12.965 9.547 6.253
Durchschnittliche Miete EUR/
m² mtl. 6,67 6,55 6,25 6,19 6,07 6,07
Risiken und Chancen
Die weiterhin wirtschaftlich und strukturell positive Entwicklung der letzten Geschäftsjahre ist
Basis und Voraussetzung, um zukünftig heute nicht bekannte Krisen zu bewältigen.
Personal
Seit dem Ausbruch des Corona-Virus in 2020 ist die Anzahl der Mitarbeitenden sowohl im ge-
werblichen als auch im Angestelltensegment der GWG Rhein Erft konstant. Freiwerdende und
zur Nachbesetzung ausgeschriebene Positionen konnten zeitgerecht mit adäquatem Personal
besetzt werden. Die während der letzten anderthalb Jahre gezeigten menschlichen Verhaltens-
weisen unserer Mitarbeiter*innen lassen erkennen, dass auch in Ausnahmesituationen be-
dacht, angemessen, respektvoll und immer unter dem Gesichtspunkt der Verbundenheit mit
allen Menschen gehandelt und agiert worden ist.
Mieteinnahmen
Die Mietausfälle und die Mietstundungen aufgrund von pandemiebezogenen Mindereinnahmen
bei unseren Mieter*innen haben bisher nicht signifikant Auswirkungen gezeigt.
Neubauten / Baukosten
Die aktuellen Bauvorhaben der GWG Rhein-Erft sind aufgrund der vertraglichen Konstellatio-
nen zu fast 100 % kostensicher, das heißt, dass Aufträge erteilt worden sind und die Auftrag-
nehmer in der Regel mit ihren Lieferanten Preissicherheit vereinbart haben. Für zukünftige
Bauvorhaben lässt sich zurzeit keine gesicherte Prognose erstellen. Die Materialpreise, aber
auch die Mineralölpreise haben deutlich angezogen. Preissteigerungen jenseits der 100 % sind
keine Seltenheit. In der Regel beträgt der Materialanteil an Gebäuden rund 60 %.
Wohnungsnachfrage / Leerstand
Die aktuellen und zukünftigen Bauvorhaben der GWG Rhein-Erft bewegen sich bei den frei fi-
nanzierten überwiegend im mittleren Preissegment. Wie bei dem öffentlich geförderten Wohn-
raum, der als preiswert zu bezeichnen ist, ist das Segment bei der Nachfrage relativ stabil. Die
GWG Rhein-Erft wird mit ihrer starken Substanz, bestehend aus soliden wirtschaftlichen Kenn-
zahlen, einem ordentlichen Wohnungsbestand und ihrem Personal angemessen und bestmög-
lich darauf reagieren.
Prognose
Die GWG Rhein-Erft geht mit Stand heute daher davon aus, dass aufgrund der steigenden An-
zahl von modernisierten Wohneinheiten, der hohen Neubautätigkeit und auch der Anpassung
der Grundmieten für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.200
erzielt werden wird.
152
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Anschrift Triangle, Ottoplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221 – 221 – 20100
www.stadt-koeln.de
Gründung 1997
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Zweck des Betriebes ist es, die Dienstleistungsbedarfe der Fachdienststellen im Bereich der
Bereitstellung, Verwaltung und Entwicklung der für die Verwaltung für ihre Dienstleistungen
und Aufgaben benötigten Gebäude zu erfüllen. Dazu gehören die
• Bereitstellung der benötigten Immobilien
• Werterhaltende Objektverwaltung (insb. Bauunterhalt , Sanierung, Umbau, Ausbau und
Modernisierung, Jahresplanung, Einheitlicher Ansprechpartner)
• Erfüllung der Objektverantwortung (insb. Wahrnehmung der Eigentümerpflichten im In-
teresse der auftraggebenden Fachdienststellen, Betreiberverantwortung, verantwortli-
che Baubetreuung)
• Objektservice, Unterstützung bei der Planung und Bauausführung.
Organe des Eigenbetriebs
Betriebsleitung
Betriebsausschuss der Gebäudewirtschaft
Betriebsleitung
Herr Markus Greitemann (1. Betriebsleiter) Herr Wolfgang Behrisch
Frau Petra Rinnenburger
Betriebsausschuss
Herr Dr. Martin Schoser Herr Gerhard Brust
Frau Inge Halberstadt-Kausch Frau Anna-Maria Henk-Hollstein
Herr Jürgen Kircher Frau Erika Oedingen
Frau Christtraut Kirchmeyer Herr Ralf Klemm
Herr Heiner Kockerbeck
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
153
Jahresabschlussprüfung
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Ergebnisausgleich 2019 7.710,3
Energiepauschale 1.200,0
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 1.607.629,3 1.700.905,0 1.882.425,8
Immaterielle Vermögensgegenstände 461,0 390,3 394,4
Sachanlagen 1.566.387,7 1.659.503,1 1.840.853,5
Finanzanlagen 40.780,6 41.011,6 41.177,9
Umlaufvermögen 97.382,0 91.465,0 108.317,1
Vorräte 70.306,6 65.605,1 73.947,3
Forderungen und sonst. VG 22.638,7 25.067,1 27.757,8
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 4.436,7 792,8 6.611,9
Rechnungsabgrenzungsposten 446,5 476,1 520,8
Summe Aktiva 1.705.457,8 1.792.846,1 1.991.263,6
Passiva
Eigenkapital 179.424,8 177.922,1 181.443,00
Stammkapital 1.000,0 1.000,0 1.000,0
Kapitalrücklage 111.352,0 110.316,9 111.265,3
Gewinnrücklage 66.605,1 66.605,1 66.605,1
Bilanzergebnis 467,8 0,0 2.572,6
d
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum AV 350.081,8 352.233,1 360.963,4
Rückstellungen 75.023,2 99.725,1 105.067,7
Verbindlichkeiten 1.100.360,4 1.162.449,8 1.343.308,0
Rechnungsabgrenzungsposten 567,6 515,9 481,5
Summe Passiva 1.705.457,8 1.792.846,1 1.991.263,6
154
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 289.827,9 334.260,8 332.822,1
Umsatzerlöse 290.298,2 335.780,7 320.237,5
Bestandsveränderungen 3.734,6 -4.846,1 8.440,1
andere aktivierte Eigenleistungen 3.264,3 3.326,2 4.144,5
Sonstige betriebliche Erträge 21.858,7 6.678,8 12.924,9
Betriebsleistung 311.686,6 340.939,6 345.747,0
Betriebsaufwand 296.871,0 319.025,3 317.314,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen 230.778,9 243.819,3 237.215,0
Personalaufwand 31.509,2 37.697,3 44.346,8
Abschreibungen 21.882,1 24.248,7 22.575,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.700,8 13.260,0 13.177,3
Betriebsergebnis 14.815,6 21.914,3 28.432,8
Finanzergebnis -14.809,5 -21.910,7 -25.859,3
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 2.190,8 2.251,4 2.186,8
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.587,6 817,9 144,6
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.587,9 24.980,0 28.190,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,1 3,6 0,9
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 0,0 0,0 2.572,6
Gewinnvortrag 467,8 0,0 0,0
Bilanzgewinn 467,8 0,0 2.572,6
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 94,3% 94,9% 94,5%
Abschreibungsquote 1,4% 1,5% 1,2%
Investitionen (T€) 114.253,8 130.092,9 217.044,5
Investitionsquote 7,1% 7,6% 11,5%
Eigenkapitalquote 10,5% 9,9% 9,1%
Pensionsverpflichtungen (T€) 595,5 491,5 327,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 908.277,9 1.007.866,0 1.130.188,6
Veränderung Verschuldung (T€) 76.288,8 62.089,4 180.858,2
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 19,8 20,4 18,8
Rohertrag (T€) 59.049,0 90.441,5 95.607,1
EBIT (T€) 17.006,4 24.165,8 30.619,6
EBITDA (T€) 38.888,5 48.414,5 53.194,7
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 515 615 663
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 61,2 61,3 66,9
155
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen
Die für die Stadt Köln prognostizierte demographische Entwicklung und die hieraus entwi-
ckelte Schulentwicklungsplanung sorgen perspektivisch für einen anhaltend hohen Bedarf
an zusätzlich zu schaffenden Schulplätzen. Ein Bedarf, der insbesondere durch die Gebäu-
dewirtschaft der Stadt Köln, dem zentralen innerstädtischen Immobiliendienstleister, mög-
lichst kurzfristig zu decken ist. Darüber hinaus besteht u. a. das zwingende Erfordernis, vor-
handene Schulplätze durch Generalinstandsetzungen oder Neubauten der Gebäudewirt-
schaft zu sichern, Interimslösungen durch dauerhafte zu ersetzen und die baulichen Vo-
raussetzungen für ein erweitertes Ganztagsangebot zu schaffen.
Aus der Vielzahl laufender und geplanter Investitionen befinden sich daneben Projekte aus
den Bereichen Verwaltungsgebäude (u.a. Betriebsrathaus Rodenkirchen, Neubau des his-
torischen Archivs), sonstige übergreifende Baumaßnahmen(Betriebshöfe) und Baubetreu-
ung für Dritte (u.a. Neue Historische Mitte, Museumssanierungen, Flüchtlingsunterbringun-
gen, Neubauten von Rettungswachen der Feuerwehr) in der Umsetzung
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (GW) bewegt sich vor diesem Hintergrund in einem
vergleichsweise schwierigen gesamtwirtschaftlichen und betrieblichen Umfeld:
• Überhitzter Bausektor: Der enge rechtliche Rahmen bei Einkaufsprozessen führt in der
aktuellen Marktsituation dazu, dass der Öffentliche Dienst kaum noch wirtschaftliche An-
gebote erhält.
• Grundstücksknappheit: Flächenkonkurrenzen in einer wachsenden Metropole verursa-
chen langwierige politische und öffentliche Diskussionen zu allen Baugrundstücken.
• Knappe Ressourcen / Immobilienstrategie: Mit den vorhandenen / absehbaren Personal-
ressourcen kann eine einvernehmliche weitere Priorisierung von Projekten auf der
Grundlage einer gesamtstädtischen Immobilienstrategie vermutlich nur bedingt vollstän-
dig gelingen.
• Alternative Realisierungswege: Zur Deckung des gesamtstädtischen Flächenbedarfs er-
scheint es geboten, neben GU/TU-Vergaben über weitere alternative Realisierungswege
und Einkaufsstrategien insbesondere für Neubaumaßnahmen nachzudenken.
Geschäftsverlauf 2019
• Priorisierende Schulbaumaßnahmenliste: Von den insgesamt knapp 200 Schulbaumaß-
nahmen befinden sich Mitte 2020 sich 76 Projekte in Bearbeitung / Umsetzung.
• Modulbauten: Durch den Rat der Stadt Köln wurde in 2019 ein drittes Containerpaket mit
zehn weiteren Maßnahmen beschlossen. Zukünftige Ersatzbeschaffungen sollen mög-
lichst mittels Modulbauten realisiert werden.
• 2. Maßnahmenpaket Schulen: Das Bauprogramm umfasst Neubau-, Erweiterungs-
und/oder umfassende Sanierungsarbeiten an 20 Schulstandorten im ganzen Stadtgebiet.
Das Projektvolumen beläuft sich auf rd. 1,6 Mrd. € bis 1,7 Mrd. €. Angestrebt wird eine
bauliche Umsetzung bis voraussichtlich Ende 2027.
Vermögens- Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme zum 31.12.2019 beläuft sich auf knapp 2,0 Mrd. €. Das Grundvermögen
macht hiervon rd. 91,1 % aus. Die Eigenkapitalquote beträgt unter Einbeziehung des Son-
derpostens für Investitionszuschüsse 27,2 %.
Die für 2019 geplanten Bauinvestitionen belaufen sich auf insgesamt 219,5 Mio. €. Tatsäch-
lich konnten im Wirtschaftsjahr Baumaßnahmen (incl. Beschaffung von Containern) in ei-
nem Umfang von 176,5 Mio. € realisiert werden.
156
Wirtschaftliche Lage
Nach den Kalkulationsberechnungen für die einzelnen Sparten ergibt sich ein Ergebnisaus-
gleich, der in der Bilanz zum 31.12.2019 als Verbindlichkeit der Gebäudewirtschaft gegen-
über der Kernverwaltung in Höhe von 7,7 Mio. € ausgewiesen wird.
Der Rat hat der Zuführung zu einer Instandhaltungsrücklage zugestimmt.
Künftige Entwicklung und wesentliche Chancen und Risiken
Für die Wirtschaftsjahre 2020 ff. wird von einer hohen und deutlich zunehmenden Investiti-
onstätigkeit und im Vermietungssegment von einem stetig ansteigenden Umsatzwachstum
ausgegangen. Die Vielzahl der anstehenden Serviceprojekte wird auch im Servicesegment
zu nachhaltig steigenden Umsätzen führen.
• Corona-Pandemie: Seit dem Frühjahr 2020 haben sich (auch) bei der Gebäudewirtschaft
die Arbeitsbedingungen durch das Corona-Virus erheblich verändert. Es ist gelungen,
einen Großteil der Aufgaben vom Homeoffice aus zu erledigen und den Dienstbetrieb
faktisch uneingeschränkt aufrechtzuerhalten.
• Personalwirtschaftliche Problemlage: Von elementarer Bedeutung für die Fähigkeit der
Gebäudewirtschaft, eigenen und fremden Anforderungen zu entsprechen, sind nach wie
vor die Schwierigkeiten/Erfolge bei der Personalgewinnung/-erhaltung: Hier zeigt sich
insbesondere der Markt für erfahrene Projektleitungen und Führungskräfte als nahezu
erschöpft.
• Abbau des Instandhaltungsstaus: Der Abbau des Instandhaltungsstaus gehört
unverändert zu den zentralen Zielsetzungen der Gebäudewirtschaft. Trotz der anhaltend
schwierigen Haushaltslage sind daher mehr als die üblichen Ressourcen notwendig, um
nachhaltige Effekte erzielen zu können
• Betreiberverantwortung Museen/Kulturbauaufgabe Die um diverse Museen erweiterte
Zuständigkeit der Gebäudewirtschaft umfasst auch die Betreiberverantwortung. Auch die
Übertragung der Kulturbauaufgabe auf die Gebäudewirtschaft wird erkennbar erhebliche
finanzielle Auswirkungen auslösen.
157
3. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
158
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH
Anschrift Schanzenstraße 36
51063 Köln
Kontakt 0221 - 6110748
www.mediengruenderzentrum.de
Gründung 2006
Handelsregister HRB 55468, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Film- und Medien Stiftung NRW GmbH 50,0%
Stadt Köln 50,0%
Unternehmensgegenstand
Zur Förderung des Medienstandortes Nordrhein-Westfalen bietet die Gesellschaft Unterneh-
mensgründer*innen und jungen Unternehmen preisgünstige und anforderungsgerechte Be-
triebsräume, Service-Einrichtungen und ein Zentrums-Management an. Im Mittelpunkt der För-
derung stehen insbesondere die Absolventen der Medienhochschulen.
Die Leistungen des Zentrums-Managements liegen in erster Linie in einer betriebswirtschaftli-
chen Beratung der im Zentrum ansässigen Unternehmen, sowie in der Vermittlung von Kontak-
ten zu anderen Unternehmen und Institutionen der Medienbranche. Der gemeinsame Standort
soll weiterhin Absatzchancen erschließen und verbessern sowie wirtschaftliche Kontakte inner-
halb des Zentrums fördern.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Joachim Ortmanns
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
WWS - Wirtz, Walter, Schmitz GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
159
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschuss 200,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 432,4 418,4 585,8
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0
Eigenkapital 50,0 36,5 36,5
Bilanzsumme 168,0 191,6 193,5
Investitionen 1.900 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 29,3 7,7 27,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2 2 3
Wirtschaftliche Lage
Das Mediengründerzentrum NRW hat sein Förderprogramm im Jahr 2019 fortgeführt und aus-
geweitet. Mit den in 2019 neu eingeführten Programmteilen MGZintro und MGZplus wurde das
Angebot sowohl für Gründungsinteressierte als auch für Alumni deutlich ausgebaut. Es sollte
auch über die zweijährige Laufzeit hinaus zukünftig Bestandteil des Beratungsangebots sein.
Wirtschaftlich war der Geschäftsverlauf durch die Einhaltung der finanziellen Zusagen der be-
triebsmittelgebenden Gesellschafter (Film- und Medienstiftung NRW GmbH, Stadt Köln) und
der projektmittelgebenden Förderung des Land NRW gesichert.
Die Chancen der Einrichtung liegen in ihrem besonderen Charakter, da es nach wie vor keine
vergleichbare Institution in Deutschland gibt. Risiken bestehen in der jeweiligen Begrenzung
der Finanzierungszusagen der beteiligten Gesellschafter.
160
KölnKongress GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221- 821 - 0
www.koelncongress.de
Gründung 1994
Handelsregister HRB 24579, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Koelnmesse GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens KölnKongress GmbH ist der Betrieb und die an den Interessen
aller Bevölkerungskreise orientierte Nutzung des Gürzenich Köln, die Vermarktung und der Be-
trieb des Congress-Centrums in der Koelnmesse, der Betrieb des Tanzbrunnens und des The-
ater am Tanzbrunnens, der Gastronomie der Rheinterrassen sowie der Betrieb weiterer im Be-
sitz der Gesellschafter befindlichen Veranstaltungsobjekte (Flora Köln).
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Bernhard Conin (hauptberuflicher Geschäftsführer)
Herr Frank Höller (nebenamtlicher Geschäftsführer)
Aufsichtsrat
Herr Bernd Petelkau (Vorsitzender) Frau BM Elfi Scho-Antwerpes
Herr Gerald Böse (stellv. Vorsitzender) Herr Sebastian Tautkus
Herr Marik Karaman Frau Elisabeth Thelen
Herr Niklas Kienitz Herr William Wolfgramm
Herr Herbert Marner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
161
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
KölnKongress Gastronomie GmbH 51,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Verlustausgleich 2.031,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 15.155,3 14.049,0 15.372,6
Jahresergebnis -861,5 -440,1 -2.031,0
Eigenkapital 260,0 610,0 610,0
Bilanzsumme 4.013,6 3.747,3 2.470,1
Investitionen 575,1 564,0 221,8
Verbindlichkeiten 2.987,5 2.559,5 1.490,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 36 38 40
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die KölnKongress GmbH betreibt das Congress-Centrum Koelnmesse, den Gürzenich
Köln, den Tanzbrunnen Köln, die Rheinterrassen und den „km 689“ Cologne Beach Club
und die Flora Köln. Der Betrieb der Bastei wurde am 15.07.2019 eingestellt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen um den Corona-Virus muss mit einer deutlichen Ab-
schwächung der nationalen als auch internationalen Wirtschaftsentwicklung in 2020 ge-
rechnet werden, so dass die üblichen Prognosen der Wirtschaftsinstitute nicht als Basis ge-
sehen werden können.
Relevante Märkte
Der bundesdeutsche Veranstaltungsmarkt verzeichnete auch in den Jahren 2018/2019
eine Nachfrage auf hohem Niveau bei gleichbleibend starker Angebotssituation.48,1 Pro-
zent der Anbieter schätzen die zukünftige Entwicklung des Veranstaltungsmarktes positiv
ein.
Geschäftsverlauf 2019
Insgesamt führte die KölnKongress GmbH im Geschäftsjahr 2.010 Veranstaltungen (Vor-
jahr: 1.777; +13,1%) mit 910.000 Besuchern (Vorjahr: 862.000; +5,6%) durch.
Laut Wirtschaftsplan 2019 waren Umsatzerlöse von insgesamt 12,90 Mio. € geplant, so
dass der Planansatz um 2,47 Mio. € überschritten wurde. Die geplante Gewinnabführung
der KölnKongress Gastronomie GmbH fiel jedoch um 1,02 Mio. € negativer aus als im Plan
vorgesehen, so dass das Jahresergebnis vor Verlustübernahme durch den Organträger
auch um 0,68 Mio. € höher als im Wirtschaftsplan ausgewiesen ausfiel.
Die Vermögenslage ist vor dem Hintergrund des bestehenden Beherrschungs- und Ge-
winnabführungsvertrags mit der Mehrheitsgesellschafterin als geordnet zu beurteilen.
Chancen und Risiken
Die Gesellschafterversammlung hat am 20.12.2019 beschlossen, die KölnKongress GmbH
mit Wirkung zum 01.01.2020 auf die Koelnmesse Ausstellungen GmbH zu verschmelzen.
Gleichzeitig soll die Koelnmesse Ausstellungen GmbH in Koelncongress GmbH umbenannt
werden.
162
Wirtschaftliche Lage
Die Gesellschafter und die Geschäftsführungen der beiden Unternehmen versprechen sich
mittel- bis langfristig durch diese gesellschaftsrechtliche Maßnahme Markt- und Synergie-
potentiale in nicht unerheblichem Ausmaß.
Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona-Pandemie hat einen
erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutschland, darun-
ter insbesondere auch auf die Veranstaltungsbranche. Seit dem 14.03.2020 sind alle Be-
triebe der KölnKongress GmbH geschlossen. Trotz der stark negativen Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ge-
sellschaft sind nach momentanem Kenntnisstand (Mitte April 2020) Risiken, die den Fortbe-
stand des Unternehmens gefährden können, nicht erkennbar.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Sofern das komplette Veranstaltungsverbot bis Ende Juni 2020 weiterbesteht, ist aus heuti-
ger Sicht bestenfalls noch mit einem Jahresumsatz der neuen Koelncongress GmbH in
Höhe von 20,9 Mio. € und einem Deckungsbeitrag von 7,0 Mio. € zu rechnen, was einen
Umsatzverlust von 11,5 Mio. € gegenüber dem ursprünglichen Wirtschaftsplan 2020 be-
deutet.
163
KölnKongress Gastronomie GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221- 821 - 0
www.koelnkongress-gastronomie.de
Gründung 2016
Handelsregister HRB 88756, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
KölnKongress GmbH 51,0%
Koelnmesse GmbH 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben. Die gastro-
nomischen Dienstleistungen beschränken sich auf die Bewirtschaftung von Veranstaltungsor-
ten, die im Besitz der Gesellschafter sind oder von diesen als Veranstaltungsorte betrieben
werden. Die KölnKongress Gastronomie GmbH dient ihren Gesellschaftern als Hilfsbetrieb und
fördert deren Aufgabenstellung.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Bernhard Conin (hauptberuflicher Geschäftsführer der KölnKongress GmbH)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
164
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 1.962,9 4.293,5 9.694,8
Jahresergebnis -430,4 288,3 -798,5
Eigenkapital 25,0 25,0 25,0
Bilanzsumme 1.309,0 1.338,4 2.860,3
Investitionen 999,6 436,3 1.658,1
Verbindlichkeiten 1.206,7 1.227,8 2.630,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 20 29 59
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der KölnKongress Gastronomie GmbH ist die gastronomische Bewirtschaftung
des Gürzenich Köln und des Tanzbrunnen Köln sowie bis zum 15.07.2019 ebenfalls der
Bastei.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen um den Corona-Virus muss mit einer deutlichen Ab-
schwächung der nationalen als auch internationalen Wirtschaftsentwicklung in 2020 ge-
rechnet werden, so dass die üblichen Prognosen der Wirtschaftsinstitute nicht als Basis ge-
sehen werden können.
Geschäftsverlauf 2019
Der operative Geschäftsbetrieb des Tanzbrunnens mit Rheinterrassen und Beach Club
wurde zum 01.05.2019 aufgenommen. Der Betrieb der Bastei wurde hingegen zum
15.07.2019 eingestellt. Dies muss bei der Beurteilung des Vorjahresvergleiches berück-
sichtigt werden. Die Gesellschaft bewirtschaftete in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. De-
zember 2019 insgesamt 412 Veranstaltungen mit 526.000 Gästen. Laut Wirtschaftsplan
2019 waren Umsatzerlöse von insgesamt 9,40 Mio. € geplant, so dass der Planansatz um
3,1% überschritten wurde. Der Wareneinsatz liegt um 2,9% über Plan, so dass gegenüber
der Planung ein um 0,24 Mio. € besseres Rohergebnis erwirtschaftet werden konnte. Der
Bedarf an nicht zu besetzenden Planstellen musste durch Einsatz von Fremdpersonal kom-
pensiert werden, was zum Anstieg des Materialaufwandes um 1,34 Mio. € geführt hat. Ins-
gesamt liegen die betrieblichen Aufwendungen (ohne Personalkosten) um 2,33 Mio. € über
dem Vorjahr. Neben investitionsbedingt gestiegenen Abschreibungen ist das vor allem auf
höhere Instandhaltungsaufwendungen zurück zu führen, da sich die übernommenen Be-
triebseinrichtungen in einem wesentlich schlechteren Zustand befanden, als ursprünglich
angenommen. Gegenüber dem Planansatz ergibt sich ein um 1,02 Mio. € verschlechtertes
negatives Ergebnis von 0,8 Mio. €.
Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona-Pandemie hat einen
erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutschland, darun-
ter insbesondere auch auf die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche. Seit dem
14.03.2020 sind alle Betriebe der KölnKongress Gastronomie GmbH geschlossen. Wann
und in welchem Umfang eine Wiedereröffnung stattfinden kann, ist derzeit nicht absehbar.
Da auch das kurzfristige Buchungsgeschäft von Konzerten u. ä. nahezu komplett wegge-
brochen ist, ist der Ende 2019 verabschiedete Wirtschaftsplan für das Jahr 2020, der eine
Steigerung der Umsatzerlöse und ein positives Ergebnis vor Gewinnabführung vorsah, zwi-
schenzeitlich überholt.
Sofern das komplette Veranstaltungsverbot bis Ende Juni 2020 weiterbesteht, ist aus heuti-
ger Sicht bestenfalls noch mit einem Jahresumsatz in Höhe von rd. 7,1 Mio. € und einem
negativen Betriebsergebnis von -1,2 Mio. € zu rechnen, was einen Umsatzverlust von 3,1
Mo. € gegenüber dem ursprünglichen Wirtschaftsplan 2020 bedeutet.
165
Koelnmesse GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221- 821 - 0
www.koelnmesse.de
Gründung 1922
Handelsregister HRB 952, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 79,075%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 20,000%
Industrie- und Handelskammer zu Köln 0,725%
Handelsverband Nordrhein-Westfalen Aachen-Düren-Köln e.V. 0,075%
Handwerkskammer zu Köln 0,050%
WIGADI Rheinland e.V. 0,075%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung und Organisation von Messen und Aus-
stellungen und anderer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel und Handwerk im
In- und Ausland.
Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört die Erledigung aller mit dem Gegenstand des Unter-
nehmens zusammenhängenden und seinen Belangen dienenden Geschäften, vornehmlich
auch die Unterhaltung von Messe- und Ausstellungshallen mit den zugehörigen Anlagen und
Einrichtungen sowie die Erweiterung und der Neubau solcher Gebäude und deren Einrichtun-
gen.
Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen. Sie
kann sich an Unternehmen, die ihren Zwecken nützlich sind, beteiligen oder solche Unterneh-
men erwerben oder errichten.
Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft eine Stiftung mit dem Ziel der Förderung von Wis-
senschaft und Forschung des Messewesens, der Messewirtschaft und der Distributionsfor-
schung sowie der Förderung von Universitätseinrichtungen im Bereich Messen/Messewirt-
schaft und Distributionsforschung einschließlich der Vergabe von Stipendien für Studenten und
die Auszeichnung von wissenschaftlichen Arbeiten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Gerald Böse (Vorsitzender) Herr Oliver Frese
Herr Herbert Marner
166
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Herr Niklas Kienitz
Frau Kirsten Jahn
(1. stellv. Vorsitzende bis 21.02.2019) Frau Dr. Barbara Lübbecke
Herr Manfred Richter
(1. stellv. Vorsitzender ab 17.05.2019) Frau Corinna Mülstegen
Herr Alexander Stary (2. stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Patrick Opdenhövel
Herr Hans-Werner Bartsch Frau Petra Opgenoorth
Frau Pia D´Hondt Herr Bernd Petelkau
Frau Brigitta von Bülow Herr Ulf C. Reichardt
Herr Volker Görzel Herr Ingo Riedeberger
Herr Dr. Michael Henze Herr Matthias Schlüter
Herr Christian Joisten Herr Fabian Ströter
Herr Axel Kaske Herr Torsten Weil
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung eigener PCGK
Jahresabschlussprüfung
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Koelnmesse Ausstellungen GmbH 100,0%
Koelnmesse Inc., Chicago, USA 100,0%
KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien 100,0%
Koelnmesse Pte Ltd., Singapur 100,0%
Koelnmesse Ltd., Hongkong 100,0%
Koelnmesse Co. Ltd. Peking, China 100,0%
Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan 100,0%
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. 100,0%
Koelnmesse SAS, Bogotá 100,0%
Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai 75,0%
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. 50,0%
Expolink Global Network Ltd., Bangkok 49,17%
KölnKongress GmbH 49,0%
KölnKongress Gastronomie GmbH 49,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
167
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 180.177,5 196.948,8 242.496,9
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.450,1 6.608,8 4.298,6
Sachanlagen 161.028,9 177.381,6 221.394,8
Finanzanlagen 10.698,4 12.958,5 16.803,4
Umlaufvermögen 118.323,1 121.364,0 110.822,2
Vorräte 264,0 255,5 174,6
Forderungen und sonst. VG 21.823,9 28.955,1 33.097,0
Wertpapiere 24.809,9 23.617,5 9.924,8
Liquide Mittel 71.425,3 68.536,0 67.625,7
Rechnungsabgrenzungsposten 253,5 159,6 361,0
Summe Aktiva 298.754,1 318.472,5 353.680,0
Passiva
Eigenkapital 160.548,3 207.394,0 246.167,2
Gezeichnetes Kapital 51.200,0 51.200,0 51.200,0
Kapitalrücklage 42.038,2 42.038,2 42.038,2
Gewinnrücklage 67.310,1 67.310,1 67.310,1
Bilanzergebnis 0,0 46.845,7 85.618,9
Rückstellungen 87.297,9 33.708,3 49.870,8
Verbindlichkeiten 48.739,3 75.499,0 56.060,8
Rechnungsabgrenzungsposten 2.168,7 1.871,2 1.581,2
Summe Passiva 298.754,1 318.472,5 353.680,0
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 315.905,6 284.420,6 350.098,3
Umsatzerlöse 315.905,6 284.420,6 350.098,3
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 2.782,9 42.969,7 4.133,7
Betriebsleistung 318.688,5 327.390,3 354.232,1
Betriebsaufwand 293.496,5 282.012,1 326.543,8
Materialaufwand 199.221,7 185.939,0 217.838,6
Personalaufwand 44.515,0 47.734,8 52.848,3
Abschreibungen 18.083,7 18.912,8 19.754,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.676,1 29.425,5 36.102,0
Betriebsergebnis 25.192,0 45.378,2 27.688,3
168
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Finanzergebnis 8.234,9 7.654,1 25.782,3
Erträge aus Beteiligungen 507,9 0,0 19.539,2
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 8.032,6 9.275,9 10.196,6
Erträge aus anderen Finanzanlagen 60,5 60,3 59,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 493,8 439,6 221,7
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 1.192,4 3.540,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 859,9 929,3 694,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.041,5 4.997,8 13.339,5
Sonstige Steuern 1.073,5 1.188,8 1.357,8
Jahresergebnis 26.311,6 46.845,7 38.773,2
Gewinnvortrag 40.616,7 0,0 46.845,7
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 66.928,3 0,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 46.845,7 85.618,9
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 60,3% 61,8% 68,6%
Abschreibungsquote 10,7% 10,3% 8,7%
Investitionen (T€) 43.780,7 35.877,4 70.290,2
Investitionsquote 24,3% 18,2% 29,0%
Eigenkapitalquote 53,7% 65,1% 69,6%
Pensionsverpflichtungen (T€) 5.816,4 6.182,6 6.537,5
Bankverbindlichkeiten (T€) 0,0 0,0 0,0
Veränderung Verschuldung (T€) -11.856,9 26.759,7 -19.438,2
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 9,1% 14,9% 11,2%
Rohertrag (T€) 116.683,9 98.481,6 132.259,7
EBIT (T€) 33.793,0 53.522,0 53.943,0
EBITDA (T€) 51.876,7 72.434,8 73.697,9
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 605 641 689
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 73,6 74,5 76,7
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Geschäftstätigkeit der Koelnmesse umfasst die Planung, Organisation und Durchführung
von Messen, Ausstellungen und Events in Köln und in den wichtigsten Märkten weltweit sowie
die Durchführung von Gastveranstaltungen in Köln. Die Koelnmesse ist mit einem Gesamtpro-
gramm, an dem über 54.500 ausstellende Unternehmen aus 122 Ländern und rund 3 Millionen
169
Wirtschaftliche Lage
Besucher aus 224 Nationen teilnehmen, einer der größten internationalen Messeveranstalter
weltweit. 284.000 m² Hallen- sowie 100.000 m² Außenfläche stehen für Veranstaltungen aller
Art zur Verfügung.
Der Konzern besteht aus der Koelnmesse GmbH mit 10 vollkonsolidierten ausländischen und
drei inländischen Tochtergesellschaften sowie einer 50-prozentigen Beteiligung in Italien. Ins-
gesamt 913 Mitarbeiter*innen waren 2019 im Durchschnitt beim Koelnmesse-Konzern beschäf-
tigt, davon 689 bei der Koelnmesse GmbH. Das Unternehmen fördert Märkte durch die Zusam-
menführung von Angebot und Nachfrage über Messe-, Kongress- und Online-Plattformen.
Gleichzeitig profitieren Stadt und Region in hohem Maße von der Koelnmesse. Jährlich gene-
rieren die Ausgaben der Messeteilnehmer im Durchschnitt mehr als 1,1 Mrd. € Umsatz allein in
Köln.
Das Messegeschäft sichert über 11.000 Vollzeit-Arbeitsplätze in der Stadt – in Handel, Hand-
werk, Transport, Logistik, Hotellerie und Gaststättengewerbe. Mit ihrer Unternehmensstrategie
„Course IOI“ will die Koelnmesse ihren Platz unter den wichtigsten internationalen Messeveran-
staltern weltweit sichern. Die Internationalisierungsstrategie der Koelnmesse zielt vor allem auf
die Entwicklung und den Ausbau von Veranstaltungen im Ausland sowie eine effiziente welt-
weite Vertriebsstruktur.
Das Investitionsprogramm Koelnmesse 3.0 ist Grundlage für die Geschäftsfähigkeit der Koeln-
messe, sie will bis 2030 das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt erschaffen. Mit
dem 2018 neu aufgesetzten Programm Digitale Transformation investiert sie in einem 10-Jah-
resumfang rund 100 Millionen € in die Digitalisierung.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der IWF hat für 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % errechnet. Aufgrund der Ent-
wicklungen um den Coronavirus muss mit einer deutlichen Abschwächung der nationalen als
auch internationalen Wirtschaftsentwicklung in 2020 gerechnet werden, so dass die üblichen
Prognosen der Wirtschaftsinstitute nicht als Basis gesehen werden können.
Relevante Märkte
Der AUMA, Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., meldet für
2019 für die Messen am Standort Deutschland ein stabiles Ergebnis bei den Ausstellerzahlen
und der Standfläche. Wie schon in den Jahren zuvor war auf Aussteller- wie auf Besucherseite
die Beteiligung aus dem Ausland Wachstumstreiber: Die Zahl ausländischer Aussteller und Be-
sucher stieg weiter um jeweils 3 % an.
Geschäftsverlauf 2019
Geschäftsverlauf und Lage des Koelnmesse Konzerns:
Der Konzernumsatz beträgt 412,7 Mio. € und ist damit 5 Mio. € höher als geplant. Das bishe-
rige Rekordjahr 2017 mit einem Umsatz in Höhe von 357,9 Mio. € konnte in 2019 deutlich über-
troffen werden. Auch der Jahresüberschuss in Höhe von 30,5 Mio. € liegt deutlich über Plan.
Das gute Ergebnis ist operativ auf die Entwicklung der Eigen- und Gastveranstaltungen am
Messestandort Köln und in den wichtigsten Märkten weltweit sowie auf das Servicegeschäft zu-
rückzuführen. An den weltweit 78 Messen und Ausstellungen 2019 beteiligten sich über 45.000
ausstellende Unternehmen aus 120
Ländern und rund 2,3 Millionen Besucher aus 218 Staaten.
Die Eigenkapitalquote konnte von 61,8 % auf 63,1 % zulegen. Die liquiden Mittel betragen
118,5 Mio. €, die Wertpapiere des Umlaufvermögens 9,9 Mio. €. Das Unternehmen ist nach
wie vor ohne Darlehensaufnahmen ausgekommen. Die Bau- und Modernisierungsmaßnahmen
können mittelfristig zu Finanzierungsbedarf bei der Koelnmesse führen. In der ersten bis 2024
umfassenden Investitionsphase wird mit einem Kreditbedarf von etwa 120 Mio. € gerechnet.
Für Koelnmesse 3.0 wurde bereits ein Kreditvertrag über 120 Mio. € abgeschlossen.
170
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf und Lage der Koelnmesse GmbH:
Die Umsatzerlöse der Koelnmesse GmbH stiegen gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltun-
gen um 6 %. Sie belaufen sich in 2019 auf 350,1 Mio. €. Der Anstieg um 65,7 Mio. € ist turnus-
bedingt. Mit einem Umsatz von 98,2 Mio. € hat der Geschäftsbereich Services einen signifikan-
ten Teil zum Umsatz beigetragen. Die Koelnmesse GmbH hat 25 eigene Messen und Ausstel-
lungen in Deutschland organisiert.
Das Eigenkapital erhöhte sich in Höhe des Jahresüberschusses 2019 um 38,8 Mio. € auf 246,2
Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 69,6 % (Vorjahr 65,1 %) an. Zum Jahresende betrugen
die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 67,6 Mio. €, nach 68,5 Mio. € im Vorjahr.
Chancen und Risiken
Die Gesellschafter der Koelnmesse GmbH haben Ende 2019 zugestimmt, dass die KölnKon-
gress GmbH und die Koelnmesse Ausstellungen GmbH zusammengeführt und verschmolzen
werden. Ziel ist es, mit der neuen 100-prozentigen Tochter die Vertriebsaktivitäten zu bündeln.
Grundsätzlich ergeben sich Risiken aus geplanten bzw. noch nicht abgeschlossenen Verände-
rungen von Gesetzen und Verordnungen.
Das Ende 2019 aufgetretene Coronavirus wirkt sich wesentlich auf Veranstaltungen in 2020
aus. Verlegungen und Absagen von Messen und Veranstaltungen zwischen März bis ein-
schließlich Juni haben bereits stattgefunden und sind weiterhin möglich. Die Koelnmesse rech-
net insgesamt für 2020 mit erheblichen Umsatz- und Ergebniseinbußen, mit entsprechend ne-
gativen Auswirkungen auf die bis vor kurzem komfortable Liquiditätssituation. Die Gesellschaft
hatte bereits in 2019 zur Finanzierung ihres Investitionsprogramms einen Kreditvertrag mit der
Europäischen Investitionsbank über 120 Mio. € abgeschlossen, der nun kurzfristig abgerufen
werden soll. Damit wäre die Liquidität gesichert. Sollte es darüber hinaus zu weiteren Absagen
von Veranstaltungen kommen oder der genannte Kredit der Europäischen Investitionsbank
nicht oder nicht vollständig zu erhalten sein, wird die Gesellschaft entweder zusätzliche Kredite
über aufgelegte öffentliche Kreditprogramme aufnehmen oder alternativ mit den Gesellschaf-
tern über zusätzliche Kapitalmaßnahmen sprechen. Zusätzlich werden interne Maßnahmen der
Kostenreduktion auch die Verschiebung einzelner Investitionsprojekte in die Zukunft erfordern.
Sollten entgegen unserer Erwartungen die genannten Kreditmittel nicht rechtzeitig und in aus-
reichender Höhe gewährt werden, wäre das Unternehmen in seinem Bestand gefährdet.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Angesichts der Coronakrise mussten die Planungen revidiert werden. Mit aktuellem Stand von
Anfang April 2020 erwarten wir, dass die ab August geplanten Veranstaltungen durchgeführt
werden können und damit insgesamt 54 Veranstaltungen in 2020 stattfinden. Beim Investitions-
programm Koelnmesse 3.0 wird 2020 die neue Halle 1plus fertiggestellt und vorbereitende
Maßnahmen zum Neubau des Confex® ausgeführt. Voraussetzung ist, dass die dafür benö-
tigte Liquidität beschafft werden kann. Für den Konzern erwartet die Gesellschaft noch einen
Umsatz von ca. 262 Mio. € und einen Verlust von rund 58 Mio. €; für die Koelnmesse GmbH
einen Umsatz von rund 214 Mio. € und einen Verlust von 55 Mio. €.
171
Koelnmesse Ausstellungen GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221- 821 - 0
www.koelnmesse.de
Gründung 2000
Handelsregister HRB 33266, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Koelnmesse GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung und Organisation von Messen und Aus-
stellungen sowie das Vermieten von Veranstaltungsflächen der Koelnmesse GmbH außerhalb
der von dieser Gesellschaft selbst genutzten Zeiten und unter Berücksichtigung des Gegen-
standes und der Aufgabenstellung der Muttergesellschaft Koelnmesse GmbH.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Sandra Orth
Aufsichtsrat
Frau Dr. Barbara Lübbecke (Vorsitzende) Frau Ira Sommer
Herr Gerald Böse (stellv. Vorsitzender) Herr William Wolfgramm
Herr Dr. Michael Henze
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung PCGK der Koelonmesse
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
172
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 17.926,4 19.797,1 21.759,5
Jahresergebnis 8.032,6 9.275,9 10.196,6
Eigenkapital 500,0 500,0 500,0
Bilanzsumme 2.405,6 2.251,8 3.666,8
Investitionen 0,0 46,4 23,2
Verbindlichkeiten 1.457,0 1.319,8 2.875,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 13 14 14
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Koelnmesse Ausstellungen GmbH vermarktet das Messegelände der Koelnmesse
GmbH außerhalb der von dieser Gesellschaft selbst genutzten Zeiten an Messeveranstalter,
Unternehmen und Eventagenturen. Sie betreut Gastveranstaltungen und Events aller Art.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der IWF hat für 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % errechnet, das Statistische
Bundesamt 2019 für Deutschland eins von 0,6 %. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen um
den Corona Virus muss jedoch mit einer deutlichen Abschwächung national und international
in 2020 gerechnet werden.
Relevante Märkte
Turnusbedingte Durchführungsrhythmen im Veranstaltungsportfolio sowie konjunkturelle
Schwankungen der jeweiligen Branchen stellen wichtige Einflussfaktoren der Geschäftstätig-
keit dar.
Geschäftsverlauf 2019
Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 21,8 Mio. € konnte die Koelnmesse Ausstellungen
GmbH erneut die Umsätze der Vorjahre übertreffen. Dem Gesamtumsatz liegen 24 Gastver-
anstaltungen zugrunde. Insgesamt vier Showproduktionen haben zu dieser erfreulichen Ent-
wicklung beigetragen. Der Planumsatz konnte in 2019 um 5,8 Mio. € bzw. 36,3 % übertroffen
werden. Im Vergleich zu 2018 stiegen die Umsätze um 9,9 %. Der Überschuss vor Ergeb-
nisabführung in Höhe von 10,2 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €) hat die Erwartungen um 3,8 Mio. €
erneut deutlich übertroffen. Die Bilanzsumme hat sich um 1,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr
auf 3,7 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote verringerte sich in Folge der angestiegenen Bi-
lanzsumme auf 13,6 % (Vorjahr 22,2 %). Die flüssigen Mittel zum Ende des Geschäftsjahres
belaufen sich auf 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. Euro). Die Gesellschaft ist in das Cash Ma-
nagement System der Muttergesellschaft Koelnmesse GmbH einbezogen.
Chancen und Risiken
Die Gesellschafter der Koelnmesse GmbH haben zum Jahresende 2019 der Verschmelzung
der KölnKongress GmbH auf die Koelnmesse Ausstellungen GmbH zugestimmt. Es werden
Umsatzsteigerungen sowie positive Synergieeffekte angestrebt. Durch die Bündelung ge-
meinsamer Einkaufsaktivitäten können zusätzliche Einsparungen erzielt werden. Die Reali-
sierung des Koelnmesse-Investitionsprogramms 3.0 werden die Koelnmesse und ihre Toch-
tergesellschaft Koelncongress in eine noch bessere Marktpositionierung bringen. Grundsätz-
lich ergeben sich Risiken aus geplanten bzw. noch nicht abgeschlossenen Veränderungen
von Gesetzen und Verordnungen wie drohendem Dieselfahrverbot. Marktrisiken bestehen
bei Vertragsverlängerungen mit Gastveranstaltern, Chancen aus neu akquirierten Gastver-
anstaltungen und in Teilen Risiken infolge eines steigenden Wettbewerbsdrucks.
173
Wirtschaftliche Lage
Das Ende 2019 aufgetretene Corona Virus wird sich aufgrund von Verlegungen und Absa-
gen deutlich negativ auf Veranstaltungen in 2020 auswirken. Die eigene wirtschaftliche und
finanzielle Entwicklung ist mittelbar von der Entwicklung der Koelnmesse GmbH abhängig.
Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft integriert.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Nach Verschmelzung wird die Gesellschaft umbenannt zu Koelncongress GmbH. Sie plant
24 Gastveranstaltungen und über 2000 Kongresse und Rahmenveranstaltungen durchzufüh-
ren. Geplant werden über 32,4 Mio. € Umsatz und ein Überschuss vor Ergebnisabführung in
Höhe von 6,6 Mio. €, ohne Berücksichtigung von Auswirkungen aufgrund des Corona – Vi-
rus.
174
Köln Tourismus GmbH
Anschrift Kardinal-Höffner-Platz 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 346 43 - 0
www.koelntourismus.de
Gründung 2004
Handelsregister HRB 53248, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Positionierung Kölns und seiner Region als attraktive
Tourismus- und Kongress-Destination im nationalen und internationalen Markt und damit ein-
hergehend die Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Tourismus und dem Kongresswesen für
die Wirtschaft in der Stadt und der Region.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Josef Sommer
Aufsichtsrat
Frau Elisabeth Thelen (Vorsitzende) Frau Kirsten Jahn (bis 25.02.2019)
Herr Jörg van Geffen (stellv. Vorsitzender) Herr Malik Karaman
Frau Teresa De Bellis-Olinger Frau Prof. Dr. Birgitt Killersreiter
(seit 01.04.2019)
Frau Lisa Hanna Gerlach Frau Ira Sommer
Herr Stefan Hoff Herr William Wolfgramm
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Nawrot GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
175
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 4.585,3
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 3.539,6 3.436,9 3.608,4
Jahresergebnis -3.592,2 -3.593,3 -3.888,9
Eigenkapital 4.353,4 4.612,9 4.809,3
Bilanzsumme 7.568,8 7.944,8 8.103,4
Investitionen 318,8 87,8 157,2
Verbindlichkeiten 2.839,9 2.872,4 2.830,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 98 97 103
Wirtschaftliche Lage
Im Jahr 2019 hat das Reiseziel Köln einen weiteren Übernachtungsrekord erreicht. Nach der
offiziellen Beherbergungsstatistik des Landes Nordrhein Westfalen kamen 3,83 Millionen
Übernachtungsgäste in die Stadt, was einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr
entspricht. Insgesamt wurden in den meldepflichtigen Beherbergungsbetrieben Kölns 6,58
Millionen Übernachtungen gezählt, eine Steigerung um 4,6 Prozent im Vergleich zum Jahr
2018. Vor allem der Zuwachs aus dem Ausland stieg mit 5,7 Prozent bei den Gästeankünf-
ten und 7,5 Prozent zusätzlich bei den Übernachtungen deutlich. Dies hatte zur Folge, dass
der Internationalisierungsgrad von 34,3 auf 35,2 Prozent gestiegen ist. Auch der Kölner Ta-
gungsmarkt entwickelte sich positiv weiter: 2019 fanden 53.397 Veranstaltungen (plus 1,2
Prozent) mit 4,44 Millionen Teilnehmenden (plus 2,2 Prozent) statt.
Bei den wichtigsten Quellmärkten für Köln gab es keine Veränderung im Ranking, wohl aber
bei der Übernachtungsentwicklung: Die meisten Hotelübernachtungen tätigten erneut die
deutschen Gäste (4,26 Millionen, plus 3,1 Prozent) gefolgt vom wichtigsten ausländischen
Markt Großbritannien, der unter dem Einfluss des Brexit einen Rückgang von 8,1 Prozent
aufwies. Dieses Minus konnte jedoch durch Zuwächse aus anderen Volumenmärkten wie
den USA (plus 8,9 Prozent) und den Niederlanden (plus 8,8 Prozent) voll kompensiert wer-
den.
Analog zur erfreulichen Tourismusbilanz der Stadt Köln verlief auch die gewerbliche Ge-
schäftstätigkeit der KölnTourismus GmbH. Dazu gehört die Vermittlung von Stadtführungen,
Bussen, Restaurants, Bahn-Pauschalen, Ticketing und der Verkauf der KölnCard sowie von
Merchandising-Produkten. Es konnten alle wesentlichen Ziele – auch im hoheitlichen Wir-
kungsbereich – erreicht und somit ein positives Gesamtergebnis erzielt werden.
Der touristische Bereich der Gesellschaft erzielte in 2019 einen Jahresfehlbetrag von 4,1
Mio. €, während der gewerbliche Bereich einen Jahresüberschuss von 275,8 T€ erwirtschaf-
tete. Die Gesellschaft erzielte somit im Berichtsjahr insgesamt einen Jahresfehlbetrag in
Höhe von 3,88 Mio. €. Die Gesellschafterin Stadt Köln hat in 2019 Zahlungen zum Ausgleich
des strukturell bedingten Verlustes im touristischen Bereich in Höhe von 4,01 Mio. € geleis-
tet. Chancen und Risiken: Als Reiseziel ist auch Köln ganz entscheidend von der Erreichbar-
keit durch eine gute Verkehrsinfrastruktur und den Mobilitätsangeboten innerhalb der Stadt
abhängig. Dabei sind alle Verkehrsträger relevant. Als besonders wichtig wird dabei die Ent-
wicklung eines ganzheitlichen neuen Konzeptes für alle touristischen Busreiseverkehre in
Köln angesehen, das ganzjährig greift. Weitere Chancen für den Tourismus in Köln liegen in
dem Ausbau von
176
Wirtschaftliche Lage
Anlandungsmöglichkeiten für Flusskreuzfahrtenschiffe sowie im Ausbau der Hotelkapazitä-
ten im 4-5 Sterne Bereich. Nicht bzw. kaum beeinflussbare Risiken sind latente Terrorgefahr,
Streiks, Großdemonstrationen, Klimaextreme, Wirtschaftskrisen und seit Februar 2020 die
Corona-Pandemie.
Ausblick: Im ersten Quartal 2020 hat es in der Geschäftsführung der KölnTourismus GmbH
einen Wechsel gegeben: Dr. Jürgen Amann löste Josef Sommer als Geschäftsführer ab, der
am 31. März in den Ruhestand ging. Als vorrangiges Ziel sieht die neue Geschäftsführung
die Weiterentwicklung von Destinationsmarketing zu einem nachhaltig betriebenen Destinati-
onsmanagement, um auf diese Weise langfristig einen wertvollen Beitrag für die Stadt insge-
samt zu leisten. Ab Ende Februar 2020 verschärfte sich die Corona-Pandemie-Krise. Der
Tourismus kam dadurch teilweise völlig zum Erliegen und wird nachhaltig von den Auswir-
kungen betroffen sein.
177
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berüfsförderung mbH
Anschrift Geestemünder Straße 18
50735 Köln
Kontakt 0221 - 942011 - 0
www.kgabmbh.de
Gründung 1989
Handelsregister HRB 19274, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Organisation und Durchführung eines Beschäftigungs- und
Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Stefan Kersjes
Aufsichtsrat
Herr Dr. Walter Schulz (Vorsitzender) Herr Karl-Heinz Merfeld (bis 20.05.2019)
Herr Christoph Klausing
(stellv. Vors. bis 20. 05.2019)
Frau Monika Möller (bis 25.09.2019)
Herr Stephan Pohl
(stellv. Vors. ab 08.07.2019)
Herr Michael Paetzold (ab 26.09.2019)
Herr Norbert Bittner Herr Dr. Harald Rau
Herr Ossi Helling Frau Dr. Katja K. Robinson (ab 21.05.2019)
Frau Katja Hoyer Herr Michael Scheffler
Frau Ursula Klawitter Herr Jakob Schröder
Frau Ira Sommer
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Zweigniederlassung Ratingen
178
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführungen 800,0
Gewährte Darlehen 996,1
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 4.589,8 5.029,4 6.051,4
Jahresergebnis -288,1 -123,4 79,1
Eigenkapital 0,0 0,0 0,0
Bilanzsumme 2.648,1 2.616,7 1790,9
Investitionen 221,7 24,3 48,0
Verbindlichkeiten 2.562,0 2.577,6 1.066,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 190 158 194
Wirtschaftliche Lage
Das für das Geschäftsjahr 2019 geplante Betriebsergebnis von 3 T€ konnte deutlich übertrof-
fen werden. Das Jahresergebnis weist einen Gewinn von 79 T€ aus. Der Anteil der Stadt
Köln sowie der städtischen Unternehmen an den Aufträgen lag bei 97,3%, so dass die In-
house-Fähigkeit des Unternehmens gesichert werden konnte.
Grundsätzlich liegt es im Interesse der Stadt Köln und des sozialen Kölns, dass die vorgehal-
tenen Arbeitsplätze bei der Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH mit der
Zielsetzung der Förderung der Mitarbeitenden besetzt werden. Auf diese Weise wird arbeits-
motivierten, insbesondere auch älteren Menschen die Möglichkeit eröffnet, sich unter be-
trieblichen Bedingungen auf Tätigkeiten in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes neu vorzube-
reiten und gegebenenfalls zukünftig durch Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt ihr Ein-
kommen zu sichern und dabei gänzlich unabhängig von Transferleistungen der Stadt Köln zu
werden. Im Rahmen ihrer Mitarbeit im Unternehmen erbringen sie Dienstleistungen und er-
stellen Produkte für die Gesellschafterin Stadt Köln.
Zum 31.12.2019 wurden 113 Beschäftigungsverhältnisse vom Jobcenter Köln nach § 16i
SGB II und 5 nach § 16e SGB II gefördert. Aus dem Landesprogramm Öffentlich-geförderte
Beschäftigung wurden 37 Mitarbeitende vom Jobcenter Köln und der Stadt Köln gemeinsam
finanziert. Die Förderung der Mitarbeitenden im Unternehmen wurde 2019 strukturell beibe-
halten und inhaltlich weiterentwickelt. Sie ist darauf ausgerichtet, die Chancen für den 1. Ar-
beitsmarkt zu erhalten bzw. zu verbessern. Die Förderung erfolgt in Bezug auf die persönli-
che, soziale, gesundheitliche, methodische und fachliche Kompetenz. Die Fördermöglichkei-
ten aus dem Kommunalen Programm für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit wurden insbe-
sondere für die Qualifizierung in Anspruch genommen.
Bei der vorliegenden Auftragssituation ist für 2020 die geplante Entwicklung des Unterneh-
mens und des Betriebsergebnisses allenfalls in Frage gestellt, wenn für die geplanten Ar-
beitsplätze und damit für die vorgehaltenen Ressourcen für Qualifizierung und Förderung im
KölnService und im Handwerk keine ausreichende Zahl von Bewerber*innen von dem Job-
center Köln und der Agentur für Arbeit Köln angeworben werden können. Das Unternehmen
wird die Zielplanung 2020 erreichen, wenn, mit einer verlässlichen, der Kapazität des Unter-
nehmens angepassten Mitarbeiterzahl geplant und gearbeitet werden kann und die beste-
henden betrieblichen Ressourcen im Unternehmen ausgelastet und weiterentwickelt werden
können.
179
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH
im TechnologiePark Köln i. L.
Anschrift Eupener Str. 165
50933 Köln
Kontakt 0221 - 22 25 80 - 0
www.giz-koeln.de
Gründung 1985
Handelsregister HRB 15631, Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
RE Cologne Industriebau GmbH & Cie. KG 67,4%
Stadt Köln 27,6%
Volksbank Köln Bonn eG 5,0%
Unternehmensgegenstand
Die Einrichtung und der Betrieb eines Gründer- und Innovationszentrums, mit dem die Grün-
dung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien,
Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert werden soll.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Michael Susan
Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017
Herr Michael Josipovic (stellv. Vors. ab 22.11.2017, Vors. bis 22.11.2017)
Herr Günter Grossmann (stellv. Vorsitzender bis 22.11.2017)
Herr Stefan J. Kühnapfel
Herr Dirk Hindrichs (Vorsitzender ab 22.11.2017)
Herr Peter Moll
Herr Malik Karaman
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
HSP Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln
180
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2017 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018* 2019*
Gesamtleistung 294,5
Jahresergebnis -25,6
Eigenkapital 40,4
Bilanzsumme 71,0
Investitionen 3,0
Verbindlichkeiten 4,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1
*) Die Jahresabschlüsse 2018 und 2019 wurden noch nicht festgestellt. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 31.12.2019 auf-
gelöst.
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Gesellschaft betreibt die Einrichtung und den Betrieb eines Gründer- und Innovations-
zentrum zur Förderung neuer Unternehmen, sowie die Entwicklung junger Unternehmen.
Geschäftsverlauf 2017
Die wirtschaftliche Lage auf dem Gründermarkt ist stabil. Die Gesellschaft präsentierte sich
im Geschäftsjahr auf sämtlichen NUK-Veranstaltungen und nahm mit einem eigenen Stand
an der Gründer- und Nachfolgermesse des USK teil.
Zum 01.01.2017 wurden 43 Gründer und per 31.12.2017 50 Gründer betreut. Es waren 16
Zugänge und 9 Abgänge zu verzeichnen. Die Anzahl der Zugänge stagnierte im Vergleich
zum Vorjahr.
Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 25,6 € ab. Zum Vorjahr ergibt
sich eine Ergebnisverringerung von 6,9 T€. Das Eigenkapital beläuft sich zum Stichtag auf
40 T€ und die Eigenkapitalquote liegt bei 56,86%. Bezogen auf den Umsatz ergibt sich eine
Umsatzrentabilität von – 8,61%. Der Rohgewinn des Geschäftsjahres liegt bei 68 T€.
Chancen und Risiken
Die aufgestellt Planrechnung sieht für das Geschäftsjahr 2018 ein negatives Betriebsergeb-
nis vor. Ab 2020 wird ein positives Betriebsergebnis prognostiziert. Durch verstärkte PR und
Akquisitionsarbeit besteht auch in den kommenden Jahren die Möglichkeit neue Mieter zu
gewinnen. Risiken könnten sich zukünftig daraus ergeben, dass die durch das GIZ betreuten
Gründungen und damit einhergehend die Vermietungsleistungen sich rückläufig entwickeln.
Hiervon ist allerdings nicht auszugehen, da wir derzeit nach wie vor eher eine Zunahme ver-
zeichnen können.
181
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln
GmbH
Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 60-62
51105 Köln
Kontakt 0221 – 839111 - 0
www.rtz.de
Gründung 1995
Handelsregister HRB 26366, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 99,92%
Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln e.V. 0,08%
Unternehmensgegenstand
Der Betrieb des Rechtsrheinischen Technologie- und Gründerzentrums Köln, mit dem allge-
mein der Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie die Ent-
wicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren
entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert wird.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr André van Hall
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
HSP Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 134,0
182
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 670,7 715,9 711,6
Jahresergebnis
(ohne Betriebskostenzuschuss) -122,4 -32,8 -182,8
Eigenkapital 1.433,9 1.465,1 1.416,2
Bilanzsumme 1.844,8 1.789,2 1.746,2
Investitionen 31 6 5
Verbindlichkeiten 284,0 263,6 212,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende)
Aushilfskräfte
6
4
5
4
4
4
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gesellschaftszweck der RTZ Köln GmbH ist die Förderung der Gründung und Entwicklung
junger Unternehmen, die neue Technologien, Produkte oder Verfahren entwickeln. Diesen
Unternehmen sollen Beratungsleistungen und Mieträume angeboten werden. Die Aufgaben
der Gesellschaft umfassen damit neben der Ansiedlung neuer Unternehmen auch verschie-
dene Aktivitäten zur Förderung des Technologietransfers in der Wirtschaftsregion Köln, wobei
einer der Schwerpunkte im Bereich der Biotechnologie liegt.
Geschäftsverlauf 2019
Entsprechend der Aufgabenstellung gemäß Gesellschaftsvertrag lag 2019 der Schwerpunkt
der Tätigkeiten bei der Information und Beratung von technologieorientierten Existenzgrün-
dern und der Unterbringung und Betreuung von Gründerunternehmen im RTZ-Gebäude. Da-
bei werden kontinuierlich zahlreiche Netzwerkprojekte initiiert und unterstützt. Zudem finden
eigene Veranstaltungen für die Nutzer*innen statt. Durch die Beteiligung an externen Event-
Formaten wie Konferenzen und Messen schafft die Gesellschaft einen signifikanten Mehrwert
für die Nutzer*innen, die so effizient und mit wenig eigenem Aufwand ihre Sichtbarkeit und
Vernetzung steigern können. Die Nachfrage bezüglich Gründerberatung und Anmietung von
Räumen im RTZ war im Jahr 2019 ungewöhnlich hoch. Dies betraf sowohl Gründer aus dem
Bereich der Zukunftstechnologien allgemein als auch insbesondere aus dem Bereich Bio-
technik/Life Science. Diese Beobachtung im RTZ steht durchaus im Gegensatz zum allge-
mein rückläufigen Trend bei den Gründungen. Das RTZ-Gebäude war zum Ende des Jahres
2019 im Laborbereich zu 100 %, im Bürobereich zu 94 % ausgelastet.
Die Einnahmen aus der Vermietung an Gründerunternehmen lagen mit 466,5 T€ geringfügig
niedriger als im Vorjahr. Dies ist durch den Mieterwechsel begründet, da neue Gründerunter-
nehmen im ersten Jahr eine geringere Miete zahlen. Die RTZ Köln GmbH hat im Berichtsjahr
einen Jahresverlust von -182,8 T€ erzielt. Unter Berücksichtigung der städtischen Zuschüsse
in Höhe von 134 T€ ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von - 48,8 (Vorjahr +31,2 T€).
Dabei lagen die Mieteinnahmen rund 20 T€ höher als ursprünglich geplant. Allerdings erga-
ben sich unvorhergesehene Instandhaltungsaufwendungen durch eine erforderliche Neuin-
stallation der Brandmeldeanlage einschließlich Korrekturen bei verschiedenen Brandschutz-
einrichtungen in Höhe von rund 100 T€.
Chancen und Risiken
Gemäß Aufgabenstellung bestehen die Erträge im Wesentlichen aus Mieteinnahmen von
Gründerunternehmen. Durch die Anzahl und Dauer der aktuell mit den Mietern geschlosse-
nen Verträge ergibt sich mittelfristig eine relativ konstante Ertragslage. Vor dem Hintergrund
des aktuellen Geschäftsverlaufs wird die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv beur-
teilt. Die RTZ Köln GmbH erwartet eine weiterhin stabile bzw. positive Geschäftsentwicklung.
Auch im Jahre 2020 ist naturgemäß mit dem Auszug einiger Unternehmen zu rechnen.
Ebenso werden jedoch auch neue Gründerunternehmen das RTZ als Standort wählen.
183
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG
Anschrift Nattermannallee 1
50829 Köln
Kontakt 0221-168 095 90
www.biocampuscologne.de
Gründung 2002
Handelsregister HRA 20087, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
BioCampus Cologne Management GmbH (Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung) 0,0%
Stadt Köln (Kommanditistin) 100,0%
Unternehmensgegenstand
Der Erwerb sowie die Verwaltung, Entwicklung des Geländes „BioCampus Cologne“ Natteman-
nalle, Köln-Bocklemünd, mit der allgemein Technologietransfer und speziell die Gründung
neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien,
Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert
wird.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
BioCampus Cologne Management GmbH
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Nawroth & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführungen 1.000,0
Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten 10.238,2
184
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 4.232,6 4.313,5 4.438,9
Jahresergebnis -334,0 -88,9 219,0
Eigenkapital 26.072,7 27.083,9 28.302,8
Bilanzsumme 39.936,7 39.032,5 38.233,4
Investitionen 26,4 224,7 435,8
Verbindlichkeiten 13.461,1 11.671,3 9.695,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4,75 5 5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Stadt Köln hat die Gesellschaft mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung zur Förderung
und Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Stadt Köln und darüber hinaus mit der
Vermarktung der Stadt Köln als Standort für Zukunftstechnologien betraut. In Bezug auf die
inhaltliche Ausrichtung der Vermarktungsaktivitäten liegt der Fokus insbesondere auf der Bio-
technologie sowie angrenzenden Technologiefeldern. Diese sogenannten Zukunftstechnolo-
gien gelten allgemein als Branchen mit sehr hohem Wachstumspotential für die kommenden
Jahrzehnte.
Geschäftsverlauf 2019
Die Gesellschaft hat im Geschäf tsjahr 2019 mit einem Jahresergebnis in Höhe von 219 T€
(Vorjahr: 89 T€) abgeschlossen. Die Verbesserung des Jahresergebnisses 2019 gegenüber
dem Vorjahr in Höhe von 308 T€ begründet sich sowohl aus steigenden Einnahmen als auch
aus teilweise geringeren Auswendungen. Das Ergebnis des operativen Geschäftes hat sich in
den vergangenen Jahren stetig verbessert. Dies wurde insbesondere durch die kontinuierliche
Steigerung der Mieteinnahmen, die Optimierung der Betriebskostenstrukturen sowie die Re-
duzierung der Verbindlichkeiten und der damit einher gehenden geringeren Belastung durch
Zinszahlungen erreicht. Auch im Jahr 2019 hat die Gesellschaft in Bezug auf die Kennzahlen
Umsatz, Flächenauslastung und Mieteranzahl historische Rekordwerte seit Bestehen erreicht.
Dies führt zusammen genommen erneut zum besten Ergebnis in Bezug auf das operative Ge-
schäft seit Bestehen.
Zur Bewertung des Immobilienbestandes wird seit 2015 als Vergleichswert der Immobilien-
sachzeitwert herangezogen. Dieser wurde gemäß Gutachten Cushma n & Wakefield vom
20.04.2016 auf den Stichtag 01. 02.2016 mit einem Wert von 58.516 T€ ermittelt. Zum
31.12.2019 beträgt der bilanzierte Buchwert der Immobilien 36.603 T€ (Vorjahr 36.931 T€).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Bilanzst ichtag in Höhe von 9.338
T€ (Vorjahr 11.138 T€) und konnten somit erneut signifikant gesenkt werden. Im Jahr 2019
erfolgten direkte Ausgleichszahlungen von der Stadt Köln an die Gesellschaft in Höhe von
1.000 T€ als Einzahlung in die Kapitalrücklage. Diese wurden im Sinne der o.g. Betrauung zum
Abbau vorhandener Verbindlichkeiten eingesetzt.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsführung erwartet für 2020, dass die Mieternachfrage seitens des Marktes beste-
hen bleibt. Aufgrund der bereits faktischen Vollauslastung können jedoch keine Anfragen mehr
bedient werden. Für die konsequente Umsetzung der konzeptionellen Wachstumspotentiale
ist die Planung von Neuprojekten dringend notwendig. Durch die Vermarktung von Restflächen
wird für 2020 ein leichter Anstieg bei den Umsatzerlösen erwartet. Die Unternehmensfortfüh-
rung und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sind nur dann sichergestellt, wenn durch die
Stadt Köln weiter ausreichend liquide Mittel zur Deckung des Kapitalbedarfs und zum Aus-
gleich von Verlusten zur Verfügung gestellt werden.
185
Wirtschaftliche Lage
Die Ertrags- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2020 ist im starken Maße von der weiteren Ent-
wicklung des Geländes, der Forcierung neuer und bestehender Vermietungen und insbeson-
dere der Vorbereitung für die zeitnahe Realisierung eines Neubauprojektes abhängig, um die
bestehende Nachfrage von Bestandsmietern, aber auch von externen Interessenten zu bedie-
nen.
186
BioCampus Cologne Management GmbH
Anschrift Nattermannallee 1
50829 Köln
Kontakt 0221-168 095 90
www.biocampuscologne.de
Gründung 2002
Handelsregister HRB 48029, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbe-
sitz GmbH & Co. KG, Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Andrea Blome (Beigeordnete)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Nawroth & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 4,2 0,3 0,3
Eigenkapital 33,0 33,3 33,7
Bilanzsumme 43,6 41,6 41,3
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 5,0 3,8 4,1
187
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 26.000 EUR. Geschäftszweck ist die Beteiligung
als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH &
Co KG, deren Gegenstand der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von
Immobilien auf dem Gelände „BioCampus Cologne“ in Köln-Bocklemünd ist.
Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben gegenüber der Komman-
ditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Ferner erhält die Gesellschaft als
jährliche Haftungsvergütung eine Vergütung in Höhe von 5% des Stammkapitals. Die Gesell-
schaft sollte vor diesem Hintergrund ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielen.
Geschäftsverlauf 2019
Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresergebnis von 334,31 EUR ab.
Chancen und Risiken
Die Gesellschaft gehörte bis zur Anteilsveräußerung mit Wirkung per 01.03.2012 an die Stadt
Köln als verbundenes Unternehmen zum Konzern der Sparkasse KölnBonn. Seither besteht
keine Konzernzugehörigkeit.
Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der Geschäftssituation der Kommanditge-
sellschaft.
188
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH
Anschrift Brückenstraße 17,
50667 Köln
Kontakt 0221 2059401
www.modernestadt.de
Gründung 1969
Handelsregister HRB 4000, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 51,0%
Stadt Köln 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung eigener und im Eigentum der Gesellschaf-
ter - inkl. Tochterunternehmen - befindlicher Liegenschaften zum Zwecke der Förderung der
Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Köln. Zur Verwirklichung
dieser Zwecksetzung stellt die Gesellschaft geeignete Grundstücke bereit und betreibt die voll-
ständige Projektplanung und -entwicklung. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, die Aufgaben
eines Sanierungs- oder Entwicklungsträgers zu übernehmen. Die Gesellschaft ist ferner be-
rechtigt, Tochtergesellschaften mit ähnlicher Zweckbestimmung zu gründen und sich an ande-
ren Unternehmen zu beteiligen, deren Gegenstand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirt-
schaftlichem Zusammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Herr Thomas Scheitza
Aufsichtsrat
Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Kirsten Jahn (bis 21.02.2019)
Herr Martin Börschel Herr Alexander Recht
Herr Niklas Kienitz Frau Monika Roß-Belkner
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger Frau Brigitte Scholz
Herr Jörg Frank Herr Ralph Sterck
Herr Michael Frenzel Herr Timo von Lepel (seit 15.10.2019)
Herr Markus Greitemann Frau Sabine Pakulat (seit 04.04.2019)
Herr Jörg van Geffen Herr Dirk Kolkmann (ab 19.03. bis 07.10.2019)
189
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton AG
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 41,0%
Butzweilerhof Verwaltung GmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Gewinnausschüttung (Dividende GJ 2018 netto) 1.225,5
Investitionszuschuss (Neue Mitte Porz inkl. Umsatzsteuer) 3.570,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 49.092,0 31.339,1 27.365,2
Jahresergebnis 5.587,9 2.971,3 2.091,5
Eigenkapital 18.352,8 17.801,9 18.342,6
Bilanzsumme 139.879,0 142.576,7 162.726,4
Investitionen 86 641 57
Verbindlichkeiten 109.966,3 115.127,3 131.448,8
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 21 22 22
Wirtschaftliche Lage
Geschäftliche Grundlagen und Rahmenbedingungen
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im Berichtszeitraum auf dem Vertrieb un-
bebauter Grundstücke, auf der Planung und Durchführung der Baureifmachung beziehungs-
weise Erschließung eigener Grundstücke, auf der Herstellung und dem Vertrieb von Bauträ-
gerobjekten sowie auf der Akquisition von Grundstücken, die entwickelt und mittel- bis lang-
fristig einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Außerdem erbrachte die Gesellschaft
Leistungen aus der Durchführung von Grundstücks- und Projektentwicklungs-, Projektsteue-
rungs- und Managementverträgen für Baumaßnahmen auf Grundstücken Dritter. Bau- und
Planungsleistungen werden grundsätzlich nicht selbst erbracht. Die Gesellschaft erbringt bei
eigenen Projektentwicklungen und deren Umsetzung Managementleistungen und beauftragt
im Übrigen Dritte.
Ertrags- und Finanzlage
Der Jahresüberschuss 2019 in Höhe von 2.092 T€ wurde maßgeblich durch Gewinne aus
dem Verkauf von unbebauten Grundstücken beeinflusst und liegt über dem Planergebnis des
Geschäftsjahres. Der Höhe nach entspricht die Ergebnisverbesserung den Zinserträgen ge-
mäß § 233a Abgabenordnung nach Abzug darauf entfallender Gewinnsteuern. Diese Zinser-
träge sind der Höhe nach zumindest teilweise risikobehaftet. Anhängige Klageverfahren, die
dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt wurden und die anzuwendenden
Zinssätze zum Gegenstand haben, werden in Folgeperioden mögliche Zinsrückzahlungen
auslösen.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Die Vermögens -, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft ist geordnet und hat sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung
190
Wirtschaftliche Lage
nicht wesentlich im Vergleich zu den wirtschaftlichen Verhältnissen am Bilanzstichtag 2019
verändert.
Risiko und Chancen und künftige Entwicklung
Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die künftige Entwicklung, auf die Nachfrage von
bebauten und unbebauten Grundstücken sowie die Auswirkungen von damit in Zusammen-
hang stehenden Marktverwerfungen, sind derzeit nicht seriös prognostizierbar. Die Gesell-
schaft hält keine kritischen Infrastrukturen zur Daseinsvorsorge vor, ist jedoch eng in die In-
terventionssystematik für den Ereignisfall der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln ein-
gebunden. Bei den Bemühungen um die Akquisition von bebauungsfähigen Grundstücken
sowie von Dienstleistungsaufträgen bringt die Gesellschaft durch den Einsatz eigenen Perso-
nals und die Beauftragung Dritter regelmäßig Mittel auf, deren Amortisation nicht gesichert
ist. Grundsätzlich bleiben die Akquisition von Grundstücken und damit einhergehende Pro-
jektentwicklungen vordringliche Aufgabe, um die Fortentwicklung der Gesellschaft zu sichern.
Die Mitwirkung und das Engagement der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln werden
bei der Beschaffung von Kapitalmarktmitteln auf absehbare Zeit notwendig sein. Neben Risi-
ken der allgemeinen Markt- und Konjunkturentwicklungen – insbesondere im Raum Köln –
werden branchen- und gesellschaftsspezifische Risiken durch das für die Unternehmens-
größe angemessene Risikomanagement erfasst. Außerdem wird die Gesellschaft in das Risi-
komanagementsystem der Stadtwerke Köln GmbH einbezogen. Das Engagement im Rah-
men von Beteiligungsunternehmen wird fortgesetzt. Die modernes köln Gesellschaft für
Stadtentwicklung mbH soll unter Kostenoptimierungsgrundsätzen fortgeführt werden. Dar-
über hinaus hält die Gesellschaft alle Anteile an der Butzweilerhof Verwaltung GmbH, die an
positiven Ergebnissen der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG beteiligt ist und für ab-
sehbare Zeit durch überschaubare Gewinnausschüttungen Renditebeiträge liefert. Die für die
Folgejahre erwarteten positiven Jahresergebnisse setzen voraus, dass die geplanten Bauträ-
germaßnahmen sowie die Verwertung unbebauter Grundstücke zu kalkulierten Preisen und
in geplanten Zeiträumen erfolgen sowie an Erwerber beziehungsweise Investoren übergeben
werden können. In diesem Zusammenhang bestehen insbesondere bei langfristig angelegten
Projekten Marktänderungsrisiken mit entsprechenden Auswirkungen auf die Erlössituation.
191
Butzweilerhof Verwaltung GmbH
Anschrift c/o moderne stadt GmbH
Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 - 205940
www.modernestadt.de
Gründung 2012
Handelsregister HRA 75067, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
moderne stadt
Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH
100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an
der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Aufsichtsrat
Keinen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln durch den Geschäftsbesorger moderne stadt GmbH
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG
(Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
192
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 67,5 11,5 132,8
Eigenkapital 92,9 39,4 161,2
Bilanzsumme 109,9 84,0 180,1
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 1,6 27,1 1,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Dem Gesellschaftszweck entsprechend lagen die Tätigkeitsschwerpunkte im Berichtszeitraum
in der Geschäftsführung als Komplementärin der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG.
Deren Geschäftszweck ist der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von Im-
mobilien, insbesondere von Grundstücken an der Von-Hünefeld-Straße und auf dem ehemali-
gen Kasernengelände „Butzweilerhof“.
Ertragslage
Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben gegenüber der Komman-
ditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Dabei werden Kosten für die ei-
gene Geschäftsführung, die eigene Buchhaltung und die eigenen Jahresabschlüsse bis zu ei-
nem Betrag von 100 T€ netto durch die Kommanditgesellschaft übernommen, Die Gesellschaft
erzielt vor diesem Hintergrund ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis.
Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Deckung der laufenden Auf-
wendungen erhält die Gesellschaft monatliche Abschlagszahlungen in Höhe von 6. T€ netto,
die am Jahresende mit der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG abgerechnet werden.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Aktiva der Gesellschaft bestehen im
Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Bankguthaben.
Risiken und Chancen
Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der Kom-
manditgesellschaft. Die aktuelle Planung s ieht einen Planungshorizont bis in das Jahr 2022
vor. Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein positives Jahresergebnis erwartet.
193
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG
Anschrift c/o moderne stadt GmbH
Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 - 205940
www.modernestadt.de
Gründung 2002
Handelsregister HRA 20048, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln (Kommanditistin) 100,0%
Butzweilerhof Verwaltung GmbH (Komplementärin, nicht am Kapital beteiligt) 0,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung, die Vermietung, die Entwick-
lung und die Veräußerung eigener Immobilien, insbesondere der Grundstücke Von-Hünefeld-
Straße sowie des Geländes der ehemaligen Bundeswehrkaserne Butzweilerhof, 50829 Köln
zum Zweck der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der
Stadt Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln durch den Geschäftsbesorger moderne stadt GmbH
Jahresabschlussprüfung
Bacher & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
194
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 16.736,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 5.858,9 3.459,1 6.614,4
Jahresergebnis 2.624,2 438,3 4.479,3
Eigenkapital 0,0 0,0 3.136,3
Bilanzsumme 31.151,3 24.273,0 25.743,5
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 25.268,0 18.656,1 17.466,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2019 konnte die Gesellschaft den Ausbau, die Erschließung und die Ver-
marktung des vorhandenen Immobilienvermögens weiter vorantreiben. Der Ausbau des
westlichen Teils der Butzweilerhofallee konnte im Geschäftsjahr abgeschlossen und mit den
Vorbereitungen zum Bau der Stichstraße abgehend von der Anna-Lindh-Straße begonnen
werden.
Ein bereits im Vorjahr veräußertes Grundstück mit einer Fläche von rd. 7.240 qm sowie ein
weiteres Grundstück mit einer Fläche von rd. 13.300 qm konnten im Geschäftsjahr 2019 er-
gebniswirksam übergeben werden. Darüber hinaus ist ein weiterer Grundstückskaufvertrag
mit einer Fläche von rd. 1.330 qm abgeschlossen worden, der voraussichtlich zusammen mit
einem bereits in Vorjahren abgeschlossenen Kaufvertrag über eine Fläche von rd. 8.200 qm
im Geschäftsjahr 2020 ergebniswirksam übergeben wird.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Jahresüberschuss 2019 liegt deutlich über dem Planergebnis, da ein im Vorjahr ge-
schlossener Grundstückskaufvertrag erst im ersten Quartal 2019 erfolgswirksam übergeben
werden konnte. Der Jahresüberschuss wurde maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf
von Grundstücken des Vorratsvermögens und der Bildung von Rückstellungen für noch an-
fallende Grundstücks- und Erschließungskosten für in Vorjahren veräußerte Grundstücke be-
einflusst.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Finanzierung der noch an-
fallenden Grundstücks- und Erschließungskosten stehen ausreichend liquide Mittel und ein
Gesellschafterdarlehen zur Verfügung.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Grundstücke (in Arbeit bzw. in Ausfüh-
rung befindliche Bauaufträge) werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.
Die Bilanzsumme hat sich trotz einer Verringerung des Vorratsvermögens infolge der Über-
gabe veräußerter Grundstücke auf Grund eines deutlichen Anstiegs der Guthaben bei Kredit-
instituten infolge der Vereinnahmung der Kaufpreiszahlungen erhöht. Die Finanzierung er-
folgt im Wesentlichen über ein Darlehen der Kommanditistin. Im Geschäftsjahr 2019 hat die
Gesellschaft alle laufenden Verpflichtungen aus den Fremdfinanzierungszusagen bestritten,
darüber hinaus wurden keine weiteren Mittel aufgenommen oder von der Gesellschafterin
eingezahlt. Fremdmittel wurden durch Kaufpreiseingänge zurückgeführt.
Risiken und Chancen
Die Chancen der Gesellschaft bestehen in einem Abverkauf der einzelnen Baufelder zu Prei-
sen, die über den Buchwerten und noch zu erwartenden Herstellungskosten für die Erschlie-
ßung und Vermarktung liegen. Die Verkaufsprognosen sind im Rahmen der
195
Wirtschaftliche Lage
Wirtschaftsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen bis zum
Jahr 2022 kalkuliert worden. Für ein Baufeld mit einer Grundstücksfläche von rd. 3.650 qm
besteht eine befristete Reservierungsvereinbarung mit einem potenziellen Erwerber. Darüber
hinaus hat die Gesellschaft drei Grundstückskaufverträge mit einer Gesamtfläche von rd.
14.810 qm im Geschäftsjahr bzw. im Vorjahr abgeschlossen, wovon ein Grundstück mit einer
Fläche von rd. 8.200 qm bereits im ersten Quartal 2020 erfolgswirksam übergeben werden
konnte. Des Weiteren steht die Gesellschaft in laufenden Verhandlungen mit weiteren Inves-
toren.
Das implementierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und rechtli-
che Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jeweiligen Leis-
tungsbereiche. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf
erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen. Ein permanentes Augenmerk
gilt im Rahmen des Risikomanagements der Analyse von Risiken aus Finanzinstrumenten.
Mit dem wesentlichen Ausfall von Forderungen wird nicht gerechnet. Die Preisänderungen
des Kapitalmarktes im Zusammenhang mit variabel zu verzinsenden Finanzierungsmitteln
können sowohl mit Risiken als auch mit Vorteilen für die Gesellschaft verbunden sein.
Für das Geschäftsjahr 2020 und das Folgejahr wird weiterhin eine positive Entwicklung der
wirtschaftlichen Verhältnisse erwartet. Diese positive Entwicklung wird maßgeblich aus der
erfolgswirksamen Übergabe der bereits geschlossenen Grundstückskaufverträge und den
Verkaufsgewinnen der im Vorratsvermögen befindlichen Grundstücke beeinflusst. Für das
Geschäftsjahr 2020 wird bei etwas geringeren Umsatzerlösen ein positives Ergebnis im sie-
benstelligen Bereich unterhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2019 erwartet, das im We-
sentlichen aus Verkaufsgewinnen der bereits abgeschlossenen Grundstückskaufverträge re-
sultiert.
196
Digital Hub Cologne GmbH
Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 62
51105 Köln
Kontakt 0221 – 9758084 - 0
www.digitalhubcologne.de
Gründung 2016
Handelsregister HRB 89123, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 33,3%
Universität Köln 33,3%
Industrie- und Handelskammer Köln 33,3%
Unternehmensgegenstand
Der Betrieb eines Hubs ("Drehscheibe") zur Förderung von Startups sowie zur Förderung der
Digitalisierung, insbes. der digitalen Transformation von Mittelstand und Industrie. Dabei zielt
der Hub auf die diskriminierungsfreie Korrektur von Marktversagen. Im Rahmen dessen ist die
Gesellschaft unter anderem berechtigt, sich am Förderprogramm "DWNRW-Hub" zu beteiligen
und dadurch das Eco-System und die Startup-Szene zu unterstützen sowie förderfähige Leis-
tungen abzuwickeln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Thomas Bungard
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Daniels GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführungen 100,0
197
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 476,0 583,2 581,6
Jahresergebnis 306,3 -194,6 -210,3
Eigenkapital 236,8 342,2 431,9
Bilanzsumme 363,5 446,0 525,1
Investitionen 0 0 0
Verbindlichkeiten 85,8 29,8 28,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4 7 9
Wirtschaftliche Lage
Ziel der Gesellschaft ist neben der Herstellung einer Netzwerkplattform zwischen Unterneh-
men und innovativen Startups in der Region Köln, die Unterstützung des Ausbaus der Digita-
len Wirtschaft. Hierzu fungiert die Gesellschaft als Netzwerk für Forschung, Wissenschaft,
Lehre sowie Innovatoren und Wirtschaft. In diesem Netzwerk werden Entwicklungen und
Know-how von internationalen Partnern eingebunden sowie regionale Innovationen und
Know-how an internationale Partner vermittelt.
Trotz eines Rückgangs der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr und sinkender In-
vestitionsbereitschaft, arbeitet die Mehrheit des deutschen Mittelstands kontinuierlich an sei-
ner digitalen Transformation, um so auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Studien zeigen,
dass der Digitalisierungsgrad über alle Branchen und Unternehmensgrößen moderat, aber
kontinuierlich angestiegen ist.
Über das gesamte Jahr 2019 konnte der Digital Hub Cologne in der Region Köln weiter er-
folgreich eigene Formate und Angebote etablieren und somit den direkten Austausch inner-
halb des Startup-Ökosystems und mit den mittelständischen Unternehmen in der Wirt-
schaftsregion Köln weiter intensivieren. Der Digital Hub Cologne hat sich im Jahr 2019 auch
als Koordinationsstelle für das Gründerstipendium.NRW in Köln etabliert, sowie zusätzlich
zum 1. Oktober 2019 die Geschäftsbesorgung des etablierten NUK-Businessplan-Wettbe-
werbs übernommen.
Mit der neuen Mittelstands-Initiative „DHC-Werkstatt“, die in der zweiten Jahreshälfte 2019
entwickelt wurde, soll eine nachhaltige Angebotspalette für den Digital Hub Cologne aufge-
baut werden. Künftig begleitet der Digital Hub Cologne mit seiner „DHC Werkstatt“ die mittel-
ständischen Unternehmen als Lotse und Navigator bei der Entwicklung einer Digitalisie-
rungsstrategie. Einen wichtigen Bestandteil bietet dabei das Matchmaking zwischen Mittel-
stand und Startups.
Chancen und Risiken sind durch die Entwicklung der Corona-Krise, die im Februar 2020 Eu-
ropa erreicht hat, neu zu bewerten. Der Digital Hub Cologne hat darauf reagiert und geplante
Formate auf digitale bzw. hybride Umsetzung umgestellt, sowie neue Angebote wie Webi-
nare in eigener Verantwortung oder als Dienstleister für Dritte entwickelt. Chancen entstehen
auch dadurch, dass die Corona-Krise in vielen Bereichen die Digitalisierung vorantreibt – be-
dingt durch Quarantäne-Maßnahmen, Schul- und Kita-Schließungen und Ausgangssperren
werden Home-Office-Lösungen, Video-Konferenzen, Online-Schulungen und -Seminare oder
digitale Abwicklung von Vertriebs-Prozessen in Unternehmen forciert.
Da Ausmaß und Dauer der Corona-Krise nur schwer abschätzbar sind, besteht das Risiko,
dass die geplanten Einnahmen aus Leistungsentgelten nicht in der geplanten Höhe erzielt
werden können. Dazu kommt, dass die Marketing- und Vertriebsaktivitäten zur Einführung
der DHC-Werkstatt nicht wie geplant umgesetzt werden können und auch hier die Leistungs-
entgelte deutlich niedriger ausfallen können. Auch das Startup-Öko-System könnte einen
herben Rückschlag erleiden und damit auch der DHC, da die Finanzierung für diese oftmals
ein Problem ist und kaum oder wenig Rücklagen vorhanden sind.
198
Wirtschaftliche Lage
Gesamtwirtschaftlich betrachtet, bewegt sich der Digital Hub Cologne somit in einem schwie-
rigen, aktuell schwer zu prognostizierendem Marktumfeld mit hohem Entwicklungspotenzial.
Die Kernaufgaben des Digital Hub Cologne, die Digitalisierung in die etablierten mittelständi-
schen Unternehmen zu tragen sowie die Stärkung des regionalen Startup-Ökosystems, blei-
ben eine wesentliche wirtschaftspolitische Herausforderung. Bis zum 30. Juni 2020 bleibt der
Fokus des Unternehmens auf der Umsetzung des Förderprojektes, parallel dazu wird weiter
an der Eigenständigkeit des Unternehmens nach dem Auslaufen der Förderung gearbeitet.
199
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH
Anschrift Börsenplatz 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 99501 - 0
www.koeln.business.de
Gründung 2018
Handelsregister HRB 96833, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Förderung der Wirtschaft und des Standortes, insbesondere durch Ansiedlung, Entwicklung
und Förderung von Industrie, Gewerbe, Handel und Handwerk sowie der Branchen des Dienst-
leistungssektors, Wissenschaft und Innovation durch Beratungs- und Dienstleistungen auf allen
Gebieten, zur Verbesserung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur und zur Ent-
wicklung des Arbeitsmarktes in Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Dr. Manfred Janssen Herr Michael Josipovic
Aufsichtsrat
Herr Nicolai Lucks (Vorsitzender)
(ab 14.02.2019)
Herr Christian Joisten
(ab 14.02.2019)
Herr Jörg Frank (1. stellv. Vorsitzender)
(ab 14.02.2019)
Herr Malik Karaman
(ab 14.02.2019)
Herr Jörg van Geffen (2. stellv. Vorsitzender)
(ab 14.02.2019)
Frau Sabine Pakulat
(ab 14.02.2019)
Herr Dr. Walter Botermann (ab 14.02.2019) Herr Berndt Petri (ab 14.02.2019)
Herr Volker Görzel (ab 14.02.2019) Herr Andreas Pöttgen (ab 14.02.2019)
Herr Markus Greitemann (ab 14.02.2019) Herr Dr. Martin Schoser (ab 14.02.2019)
Frau Claudia Heithorst (ab 14.02.2019) Frau Elisabeth Thelen (ab 14.02.2019)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
SRS Audit GmbH
200
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)*
Betriebskostenzuschüsse 9.913,0
Investitionszuschüsse 1.135,0
* = GJ 21.12.2018-31.01.2019 und 01.02.-31.12.2019 in Summe)
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 442,2
Jahresergebnis -6.189,6
Eigenkapital 23,0
Bilanzsumme 6.650,6
Investitionen 1.103,0
Verbindlichkeiten 5.190,6
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 28,75
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Das Ziel der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH (KBW) ist es, die Aufgaben der
kommunalen Wirtschaftsförderung der Stadt Köln gemäß des Betrauungsaktes zu erfüllen:
Begleitung von Ansiedlungsvorhaben, Weiterführung kommunaler Gewerbeflächenvermark-
tung, Betreuung des lokalen Einzelhandels, der Wissenslandschaft und des Start-up Ökosys-
tems sowie Durchführung von Marketingmaßnahmen.
Geschäftsverlauf 2019
Das Jahr 2019 war vom Aufbau der neuen Gesellschaft geprägt und erfolgte ähnlich wie bei
einem Startup agil und iterativ. Trotz personeller und zeitlicher Knappheit während der Auf-
bauphase konnte eine reaktionsschnelle und marktnahe Organisation geschaffen werden. Im
Zuge der Aufbauprozesse wurden Leitbild, Organisationsstruktur, Markenprozess und Aufga-
benbeschreibungen der Organisation als Ganzes sowie ihrer Geschäftsbereiche erarbeitet.
Im Rahmen des Umzuges vom Stadthaus in Deutz an den neuen Standort am Börsenplatz
wurde auch auf den Neuaufbau der IT und eine moderne Infrastruktur wertgelegt, die mobi-
les und cloudbasiertes Arbeiten ermöglichen.
Laut Gründungsbeschluss sind für die Gesellschaft 70 Mitarbeitende vorgesehen. Von den
ursprünglich ca. 50 Mitarbeitenden des Amtes für Wirtschaftsförderung wechselten 19 mit in
die GmbH. Daher war ein grundsätzlicher Neuaufbau der Strukturen im Organisationsbereich
notwendig aber auch möglich. Bis Ende 2019 wurden über 20 neue sozialversicherungs-
pflichtige Beschäftigte für Köln-Business rekrutiert, darunter auch bereits alle vier Geschäfts-
bereichsleitungen.
Die Liquidität der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus dem Zuschuss ihrer Gesell-
schafterin. Der Jahresfehlbetrag im Jahr 2019 ist um 3.515 T€ geringer als im Wirtschafts-
plan vorgesehen.
Wesentliche Abweichungen zum Wirtschaftsplan ergeben sich ebenfalls aus der geringen
MA-Anzahl und den daraus resultierenden geminderten Handlungsmöglichkeiten in der Auf-
bauphase, wodurch nicht alle geplanten Projekte und Förderungen realisiert werden konn-
ten.
201
Wirtschaftliche Lage
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivitäten
Für den Standort Köln ergeben sich erhebliche mittel- bis langfristige Chancen durch die po-
sitive Gestaltung von Strukturwandel und digitaler Transformation und dem damit verbunde-
nen erhöhten Steuereinnahmen.
Standortrisiken bestehen durch den Strukturwandel in wichtigen Leitbranchen, z.B. im Be-
reich Industrie/ Automotive (Umstellung auf Elektro-Mobilität) Banken und Versicherungen
(Thematik Online Banking und E-Insurance), sowie Einzelhandel (Konkurrenz durch Online-
Handel).
Beträchtliche Risiken für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Standortes bestehen eben-
falls im Mangel an Flächen für Arbeiten und Wohnen sowie einer überlasteten Infrastruktur.
Diesen Risiken wirkt die KölnBusiness mit diversen Maßnahmen, wie bspw. dem Aufbau des
Beratungsteams für den Einzelhandel und der Bildung des Immobilien-Teams mit Aufgaben
wie Leerstandsmanagement, Aufbau eines Immobilienportals und Teilnahme an Kompetenz-
runden zur Minderung der Flächenknappheit entgegen.
202
4. Soziales
203
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH
Anschrift Boltensternstraße 16
50735 Köln
Kontakt 0221- 777 55 301
www.sbk-koeln.de
Gründung 2006
Handelsregister HRB 58783, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0 %
Unternehmensgegenstand
Zweck des Unternehmens ist die Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege
alter, behinderter, psychisch kranker Menschen oder anderweitig Not leidender oder gefährdeter
Menschen, die häusliche Pflege sowie weitere entsprechende Angebote für diesen Personen-
kreis, der Betrieb von Werkstätten für behinderte Menschen, die Aus- und Weiterbildung in pfle-
gerischen, pflegenahen, betreuerischen, handwerklichen und kaufmännischen Berufen. Weite-
rer Gegenstand ist die Funktion als zentraler Beschäftigungsträger im Rahmen beruflicher und
sozialer Rehabilitation nach dem Sozialgesetzbuch.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Gabriele Patzke
Aufsichtsrat
Herr Ossi Werner Helling (Vorsitzender) Herr Michael Paetzold (stellv. Vorsitzender)
Frau Hanne Cürten Herr Martin Erkelenz (ab 21.5.2019)
Herr Andreas Greggersen Frau Katja Hoyer
Herr Klaus Keller Herr Christoph Klausing (bis 21.5.2019)
Frau Marion Krohn Herr Dr. Harald Rau
Frau Monika Schultes Frau Friederike Stolle
Herr Thomas Welter
Anwendung eines Public Corporate Governace Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Ratingen
204
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Investitionszuschüsse (ergebnisneutrale Weiterleitung erh. GFG-Mittel) 3.653,6
Gewährte Darlehen 1.127,8
Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten 2.257,8
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 340,3 312,6 359,3
Sachanlagen 123.487,5 119.076,5 115.709,9
Finanzanlagen 8.923 984,2 903,3
Umlaufvermögen
Vorräte 550,0 599,3 544,5
Forderungen und sonst. VG 8.715,7 7.685,4 8.092,3
Wertpapiere 0,0 151,6 0,0
Liquide Mittel 49.611,0 53.065,7 60.393,8
Rechnungsabgrenzungsposten 298,3 266,0 283,9
Summe Aktiva 183.895,1 182.141,3 186.287,0
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 45.000,0 45.000,0 45.000,0
Kapitalrücklage 11.908,6 11.908,6 11.908,6
Gewinnrücklage 161,6 161,6 161,6
Bilanzergebnis 6.735,9 7.467,6 8.003,2
Sonderposten 17.704,1 18.092,9 19.277,6
Rückstellungen 25.999,7 27.932,7 31.259,3
Verbindlichkeiten 74.583,2 69.571,6 68.410,0
Rechnungsabgrenzungsposten 1.802,0 2.006,3 2.266,7
Summe Passiva 183,895,1 182.141,3 186.287,0
205
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 96.441,2 98.797,9 102.368,3
Umsatzerlöse 96.407,4 98.716,8 102.229,9
Bestandsveränderungen 2,1 -3,3 6,5
andere aktivierte Eigenleistungen 31,7 84,4 131,9
Sonstige betriebliche Erträge 11.576,5 12.619,9 16.152,7
Betriebsleistung 108.017,7 111.417,8 118.521,0
Betriebsaufwand 104.885,9 107.662,2 113.715,5
Materialaufwand 13,899,5 14.641,2 15.044,5
Personalaufwand 65.940,6 68.022,9 70.307,7
Abschreibungen 6.245,6 7.203,1 7.580,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.800,2 17.795,0 20.782,4
Betriebsergebnis 3.131,8 3.755,6 4.805,5
Finanzergebnis -2.694,6 -2.934,6 -4.170,3
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 35,8 37,3 35,6
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105,2 81,1 80,9
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.835,6 3.053,0 4.286,8
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,1 8,3 17,2
Sonstige Steuern 80,6 81,0 82,4
Jahresergebnis 353,6 731,7 535,6
Gewinnvortrag 6.382,3 6.735,9 7.467,6
Bilanzgewinn 6.735,9 7.467,6 8.003,2
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 67,8 66,1 62,8
Abschreibungsquote 5,0 6,0 6,5
Investitionen (T€) 3.163,4 3.424,2 4.734,3
Investitionsquote 2,5 2,8 4,0
Eigenkapitalquote 34,7 35,4 34,9
Pensionsverpflichtungen (T€) 11.518,8 12.743,8 14.158,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 49.823,5 47.398,6 44.871,3
Veränderung Verschuldung (T€) -2.376,9 -2.424,9 -2.527,3
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 0,2% 0,4% 0,3%
Rohertrag (T€) 82.541,7 84.156,7 87.323,9
EBIT (T€) 3.131,9 3.755,5 4.805,7
EBITDA (T€) 9.377,4 10.958,6 12.386,6
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe in VK 1.142,3 1.134,5 1.144,9
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 57,7 60,0 61,4
206
Wirtschaftliche Lage
Die SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH (im folgenden SBK genannt) bietet auf-
einander abgestimmte vernetzte Leistungen für Senioren, Menschen mit Behinderung und
arbeitsuchende Menschen an. Derzeit ist sie in 15 Stadtteilen im Kölner Stadtgebiet mit einer
breiten Angebotspalette, die nahezu alle Dienstleistungen umfasst, die alte Menschen oder
Menschen mit geistiger, psychischer oder mehrfacher Erkrankung benötigen, vertreten.
Angesichts der steigenden Zahl alter und insbesondere hochaltriger Menschen ergibt sich die
Herausforderung, auch in Zukunft eine angemessene Versorgung der Pflegebedürftigen zu
gewährleisten.
Zudem ist von einem steigenden Anteil jüngerer pflegebedürftiger Menschen, auszugehen.
Der Anteil von Menschen, die einer organisierten Betreuung aufgrund von geistiger bzw. ver-
stärkt psychischer Behinderung bedürfen, wächst ebenfalls.
Daneben wird sich die Nachfrage nach individuellen Pflege- und Betreuungsangeboten für
Menschen mit Migrationshintergrund in den nächsten Jahren verändern. Der erhöhte Pflege-
bedarf wird mit der demographisch bedingten Zunahme der älteren Migranten und mit den
gesundheitlichen Belastungen, denen diese Menschen in ihrem Arbeitsleben ausgesetzt wa-
ren, begründet.
Die Zahl der Menschen mit Beeinträchtigungen und insbesondere die Zahl der über 65-Jähri-
gen dieser Zielgruppe steigen nach Einschätzung der Gesellschaft nach wie vor. Wie bei der
übrigen Bevölkerung erhöht sich auch bei den Menschen mit Beeinträchtigungen die Lebens-
erwartung und gleicht sich allmählich jener der Gesamtbevölkerung an. In der Zusammenset-
zung der Gruppen ist eine Verschiebung von geistigen Beeinträchtigungen hin zu Menschen
mit späterworbener Hirnschädigung, Kombinationen aus geistiger und psychischer Beein-
trächtigung oder erhöhtem pflegerischen Aufwand zu verzeichnen.
Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) und den Pflegestärkungsgesetzen II und III wurden
umfangreiche Änderungen in den Sozialgesetzbüchern vollzogen. Das BTHG bewirkte für
Menschen mit Behinderung und Einrichtungen der Eingliederungshilfe einen Paradigmen-
wechsel. Wesentliches Kernelement ist hierbei die Trennung der Leistungen der Existenzsi-
cherung einerseits von der Fachleistung andererseits, die künftig unabhängig von der Wohn-
form personenzentriert erbracht wird.
Das Geschäftsjahr 2019 war in erster Linie geprägt von den Auswirkungen des Fach- und
Führungskräftemangels in allen Bereichen. Dieses Problem hat erstmals dazu geführt, dass
in einem Teilbereich Betten trotz Nachfrage nicht belegt werden konnten, weil nicht genü-
gend Personal vorhanden war.
Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2019 lag im Vorantreiben der Neu- und Umbauprojekte.
Das Wirtschaftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von 536 TEUR ab. Der
Überschuss übertrifft das geplante Ergebnis u.a. aufgrund des guten Höherstufungsmanage-
ment und der niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen als geplant. Die Vermögenslage der
SBK ist ausgewogen.
Das Anlagevermögen wird zu über 100% durch Eigenkapital, Sonderposten und langfristiges
Fremdkapital gedeckt. Somit sind die langfristig gebundenen Vermögenswerte auch durch
langfristig bereitgestellte Mittel finanziert. Der Deckungsgrad bezogen auf Eigenkapital, Son-
derposten und Aufwandsrückstellungen beträgt überdurchschnittliche 73,9% (70,7% i.Vj.)
Die finanziellen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die für die erfolgrei-
che Tätigkeit der SBK bestimmend sind, unterliegen einem Wandel, der sehr schnelle Anpas-
sungen erfordert. Auch wenn der Pflegemarkt nach wie vor von einer positiven Wachs-
tumsdynamik geprägt ist, darf diese Entwicklung nicht darüber hinwegtäuschen, dass Pflege-
heime unter Ertragsdruck stehen.
207
Wirtschaftliche Lage
Die aktuelle Prognose für Jahr 2020 wurde durch den Ausbruch der COVID-19-Infektionen
(SARS-CoV-2), die Anfang März von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) zu einer Pandemie
erklärt wurde, deutlich erschwert.
Die Pandemie wird für alle Unternehmen und Einrichtungen in Deutschland zu einer erhebli-
chen Belastung der wirtschaftlichen Situation führen. Die Liquiditätssituation wird durch die
Finanzierung von Corona-bedingten außerordentlichen Aufwendungen z.B. für Schutzausrüs-
tung (Masken, Schutzkittel, Desinfektionsmittel) sowie Mindereinnahmen bei Belegungsein-
schränkungen oder Schließungen betroffen sein. So wurden bei der SBK die Werkstätten so-
wie die Tagespflege geschlossen. Trotz erheblicher Aktivitäten zeigen sich mehr und mehr
Engpässe bei Fach- und Führungskräften.
Die Frage, wie der Bedarf vor allem an Pflegeleistungen durch geeignetes Fachpersonal ab-
gedeckt werden kann, spielt eine sehr große Rolle. Zudem wird man sich den Herausforde-
rungen durch das neue Pflegeberufereformgesetz, das eine Generalisierung der Ausbildung
vorsieht, stellen müssen.
Die SBK planen, in den kommenden Jahren rd. 88 Millionen Euro in ihren Immobilienbestand
zu investieren. Ziel ist es, das Angebot durch weitere Neubauten und Umbaumaßnahmen zu
optimieren und auch auf neue Stadtteile auszuweiten.
Ungeachtet der oben genannten Maßnahmen sind die Entwicklung der Ertragslage sowie die
Entwicklung der Liquidität risikobehaftet. Weder die aktuelle Vermögenslage noch laufende
Projekte bieten derzeit jedoch Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken.
Für das Jahr 2020 plant die SBK wieder auf ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis hinzu-
arbeiten.
208
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Anschrift Neufelder Str. 34
51067 Köln
Kontakt 0221 – 8907 - 0
www.kliniken-koeln.de
Gründung 2004
Handelsregister HRB 53323, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung
• des öffentlichen Gesundheitswesens insbesondere durch die bedarfsgerechte Versor-
gung der Bevölkerung der Stadt Köln vor allem durch ambulante, vor-, nach-, voll- und
teilstationäre Krankenversorgung mit leistungsfähigen wirtschaftlich gesicherten Kran-
kenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren und Rehabilitationseinrichtungen so-
wie die medizinisch zweckmäßige und ausreichende Versorgung der in diesen Kran-
kenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren und Rehabilitationseinrichtungen be-
handelten Patientinnen und Patienten;
• der Aus-, Fort- und Weiterbildung insbesondere durch die Bereithaltung theoretischer
und / oder praktische Lehrangebote, vor allem im Bereich der medizinischen Berufe
und der Pflegeberufe. Darüber hinaus kann die Gesellschaft in sämtlichen anderen Be-
rufen ausbilden, soweit sie dazu über die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen
verfügt;
• die Forschung und Lehre im Bereich der Medizin und der Pflege insbesondere im Rah-
men des Betriebes von akademischen Lehrkrankenhäusern in Zusammenarbeit mit
Hochschulen und Hochschuleinrichtungen.
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Kliniken und Medizinischen Versorgungs-
zentren einschließlich der Schulen für Pflegeberufe.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Holger Baumann
Aufsichtsrat
Herr Michael Paetzold (Vorsitzender) Frau Ursula Gärtner
Herr Joachim Heinlein (stellv. Vorsitzender) Frau Ulla Lötzer
Herr Sven Kaske Herr Dr. Portz
209
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Unna Herr Dr. Harald Rau
Herr Michael Krakau Frau Uschi Röhrig
Herr Thomas Stiefelhagen Herr Hartmut Steffens
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführungen 30.000,0
Gewährte Darlehen 36.600,0
Bilanz (T€) 2017 2018 20198
Aktiva
Anlagevermögen 179.593,3 173.357,9
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.834,7 3.328,6
Sachanlagen 174.915,3 169.198,6
Finanzanlagen 843,3 830,7
Umlaufvermögen 93.423,6 114.279,0
Vorräte 13.651,8 13.398,9
Forderungen und sonst. VG 59.829,9 79.779,3
Liquide Mittel 19.942,0 21.100,8
Rechnungsabgrenzungsposten 383,0 288,0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensbewer-
tung 0,0 25,9
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 33.428,8 79.860,6
Summe Aktiva 306.828,7 367.811,5
8 Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 der Kliniken der Stadt Köln gGmbH lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Betei-
ligungsberichts noch nicht vor.
210
Passiva
Eigenkapital 0,0 0,0
Gezeichnetes Kapital 17.000,0 17.000,0
Kapitalrücklage 15.878,9 15.878,9
Verlustvortrag -26.815,7 -66.307,7
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -39.492,0 -46.431,8
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 33.428,8 79.860,6
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 65.481,3 61.666,0
Rückstellungen 59.964,2 74.201,9
Verbindlichkeiten 181.383,7 231.943,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0
Summe Passiva 306.829,2 367.811,5
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung
Umsatzerlöse 369.103,1 356.220,0
Bestandsveränderungen 219,3 -364,8
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 12.617,0 14.222,2
Betriebsleistung 381.939,4 370.077,3
Betriebsaufwand
Materialaufwand 96.916,0 104.630,2
Personalaufwand 231.335,3 235.312,3
Abschreibungen 16.772,3 16.273,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 65.835,3 53.046,0
Betriebsergebnis -28.919,5 -39.184,5
Finanzergebnis
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,1 10,4
Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.868,2 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.218,0 6.771,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 374,2 372,3
Sonstige Steuern 115,1 114,2
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -39.492,0 -46.431,7
211
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 58,5% 47,1%
Abschreibungsquote 9,4% 9,4%
Investitionen (T€) 7.033,1 10.088,7
Investitionsquote 3,9% 5,8%
Eigenkapitalquote 0,0% 0,0%
Pensionsverpflichtungen (T€) 23.933,0 27.122,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 96.723,2 86.551,4
Veränderung Verschuldung (T€) 13.485,7 50.256,8
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -10,8% -10,8%
Rohertrag (T€) 285.023,4 265.447,0
EBIT (T€) -32.787,7 -39.184,6
EBITDA (T€) -16.015,4 -22.911,3
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 4.310 4.313
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 53,7 54,6
Wirtschaftliche Lage9
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Auch im Jahr 2018 haben die Kliniken wie in den vergangenen Jahren Ihren Platz in der Ge-
sundheitsversorgung der Region wahrgenommen und die Geschäftsaktivitäten in Bezug auf
die Sanierung der Kliniken weiter gefestigt und in vielen Bereichen ausgebaut. Dabei steht
die Patientenversorgung naturgemäß im Vordergrund. Die Leistungsentwicklung ist dabei an
allen drei Standorten rückläufig, da in 2018 mit insgesamt ca. 54.633 stationären Fällen
4.437 Fälle (7,5%) weniger als im Vorjahr behandelt wurden. Die erzielten Casemixpunkte
(„CMP“) lagen 2018 bei 71.588 CMP und sind damit um ca. 4.886 CMP (6,3%) gesunken.
Durch den Rückgang der Leistungen und damit der Umsatzerlöse konnten die Erträge aus
Krankenhausleistungen des Vorjahres vorrangig im Bereich der stationären Erlöse nicht er-
reicht werden. Darüber hinaus konnten die Kosten der Leistungserbringung nicht unter den
Planwerten gehalten werden.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf dem deutschen Gesundheitsmarkt
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2018 auf 390,6 Mrd. € oder
4.712 € je Einwohner*in. Die Gesundheitsausgaben werden in Deutschland primär von Staat,
Privathaushalten und Unternehmen finanziert. Fast die Hälfte der laufenden Gesundheitsaus-
gaben (Gesundheitsausgaben ohne Investitionen) wurde 2018 in Deutschland von Arbeitneh-
mer*innen und Arbeitgebern finanziert. Die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer*in-
nen betrugen 97,7 Mrd. €, die der Arbeitgeber 91,5 Mrd. €. Die staatlichen Transfers (z.B.
Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds, Beihilfen der öffentlichen Arbeitgeber) beliefen sich
auf 53,5 Mrd. €.
* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichts lag der Jahresabschluss 2019 noch nicht vor.
212
Wirtschaftliche Lage9
In Deutschland versorgen gut 1.950 Krankenhäuser zu jeweils rd. einem Drittel in öffentlicher,
freigemeinnütziger und privatwirtschaftlicher Trägerschaft mit 1,25 Mio. Beschäftigten jährlich
rd. 19,5 Mio. Patienten.
Geschäftsverlauf 2018
Die Kliniken der Stadt Köln haben im Geschäftsjahr 2018 ein gegenüber dem Vorjahr und ge-
genüber dem Wirtschaftsplan 2018 deutlich schlechteres, zum Teil von erheblichen Son-
dereinflüssen beeinflusstes Jahresergebnis von -46,4 Mio. € (Vorjahr: -39,5 Mio. €) erzielt.
Maßgeblich für die deutliche Ergebnisverschlechterung ist der Rückgang der stationären Er-
träge trotz eines in 2018 zum Vorjahr von 3.355,00 € auf 3.447,43 € erhöhten Landesbasis-
fallwertes für Nordrhein-Westfalen.
Die erhebliche Verbesserung um 12,8 Mio. € bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
sowie im Investitionsergebnis um 3,8 Mio. € wurden durch Personal- und Sachkostensteige-
rungen kompensiert, so dass das Betriebsergebnis mit -39,1 Mio. € um 6,3 Mio. € schlechter
ausfiel als im Vorjahr.
Chancen und Risiken
Die Kliniken der Stadt Köln sind am Markt gut positioniert und genießen auch überregional
einen sehr guten Ruf. Im Einzugsgebiet von Düsseldorf über Aachen und Bonn haben sie ei-
nen Marktanteil von rd. 12 % und annähernd gleiche Fallzahlen wie die umliegenden Univer-
sitätskliniken. Durch ihr breites medizinisches Spektrum, die vorteilhafte Mischung von Maxi-
malversorgung und Grund- bzw. Regelversorgung sind die Kliniken gut aufgestellt. Durch die
gezielte strategische Ausrichtung der einzelnen Kliniken auf Vervollständigung der Wert-
schöpfungskette innerhalb eines Faches und Breite des Angebotes wird horizontal und verti-
kal diversifiziert. Das ermöglicht zum einen eine vollständige Behandlung des Patienten/ der
Patientin (One-stop-shopping-Ansatz), aber auch eine sehr breite Ausbildung der Mitarbeiten-
den. Letzteres ist nach aktuellen Studien der wichtigste Faktor für die Auswahl eines Arbeit-
gebers. Zukünftig gilt es daher, die Integration der Sektoren um Kompetenzzentren weiter
auszubauen.
Darüber hinaus wird durch das Personalentwicklungskonzept sowohl das Aus-, Fort- und
Weiterbildungsspektrum vergrößert, als auch die Qualifikation der Mitarbeiter*innen erhöht,
insbesondere durch den Ausbau der Lehrstühle mit der Universität Witten-Herdecke. Im Er-
gebnis erhöht sich so die Qualität des Personals, was wiederum den Patientenzuspruch ver-
bessert. Somit bleiben die Kliniken im Wettbewerb um Mitarbeiter*innen und Patient*innen
auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt.
Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich führt zu nicht absehbaren Kosten-
steigerungen sowie zu Mindererlösen, die aus der Schließung von Betten sowie ganzer Stati-
onen resultieren. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter*innen wird die größte Heraus-
forderung für die Zukunft sein. Die zukünftigen Rahmenbedingungen bleiben für den Gesund-
heitsmarkt herausfordernd. Tarifabschlüsse (TVöD und TVÄ) einerseits und die restriktive Fi-
nanzierungspolitik von Krankenkassen und Bund andererseits führen zu einer nicht unwe-
sentlichen Finanzierungslücke.
Die Investitionskosten der Krankenhäuser werden schon lange nicht mehr alleine durch För-
dermittel finanziert. Die Investitionsförderquote in NRW ist seit 1972 von 24,9 % auf heute ca.
4 %, somit um knapp 21 % abgesunken. NRW liegt bei der Krankenhausförderung bundes-
weit auf einem der letzten Plätze. Auch die Baupauschale, die als zukunftsweisendes Modell
angesehen wurde, wird die gravierende Unterfinanzierung im Bereich der Krankenhausförde-
rung durch das Land nicht beenden. Dazu kommen weitere erhebliche Kostensteigerungen in
den Bereichen Energie, Haftpflicht-versicherungsprämien, Medikamente und Medizintechnik.
213
Wirtschaftliche Lage9
Mehr als jede zweite Klinik in NRW erwirtschaftet rote Zahlen. Vor allem kleineren Kranken-
häusern droht somit die Insolvenz. Es sollen immer mehr Betten abgebaut werden, um effizi-
enter zu arbeiten. Es wird Ziel sein, sich auf Kerngebiete zu spezialisieren, dadurch die Qua-
lität der Versorgung zu steigern und damit die Kliniken wirtschaftlich besser aufzustellen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Klinken der Stadt Köln werden durch ein strategisch neu ausgerichtetes Standortkonzept
und die begonnene Umsetzung hin zur Zentren-Organisation ihre Marktposition in Köln und
Umgebung wesentlich verbessern. Durch die Zentralisierung von medizinischen Leistungen
werden Grenzen zwischen Fachdisziplinen aufgehoben und Experten von Erkrankungen ar-
beiten interdisziplinär als fachliches Team zusammen. Die daraus resultierenden Synergien
führen zu einer kostengünstigeren Leistungserbringung mit einem maximalen medizinischen
Output.
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von rd. 50 Mio.
€. Der hierdurch entstandene Kapitalbedarf soll durch Liquiditätsleistungen der Gesellschaf-
terin gedeckt.
214
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH
Anschrift Ostmerheimer Str. 200
51109 Köln
Kontakt 0221 – 2784 - 0
Gründung 1996
Handelsregister HRB 27853, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer neurologischen Rehabilitationsklinik für
Schädel-Hirn-Patienten in Köln-Merheim für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung,
der Berufsgenossenschaften / Rentenversicherungsträger und für Privatpatienten. Die Gesell-
schaft wird in enger Kooperation mit dem Krankenhaus Köln-Merheim, einem Betriebsteil der
Kliniken der Stadt Köln gGmbH, betrieben.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Prof. Dr. Horst Kierdorf
Aufsichtsrat
Frau Ursula Gärtner (Vorsitzende) Herr Dr. Harald Rau
Herr Joachim Heinlein (stellv. Vorsitzender) Herr Holger Baumann
Herr Michael Paetzold
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
keine
215
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 16.480,8 15.595,4 15.052,9
Jahresergebnis -638,3 -3.792,3 -2.863,1
Eigenkapital 2,6 0,0 0,0
Bilanzsumme 5.643,0 7.103,1 12.747.1
Investitionen 142,0 37,4 382.783,7
Verbindlichkeiten 4.892,2 6.071,4 11.813,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 192,2 195,3 276,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH, Köln (nachfolgend: Reha-
Nova) ist eine auf die Rehabilitation von schädel-/hirnverletzten Patienten spezialisierte Klinik
mit 132 Betten. Die RehaNova wird in enger Kooperation mit dem Krankenhaus Köln-Mer-
heim betrieben.
Geschäftsverlauf 2019
Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 2.863 T€ und blieb damit
um 8,3% hinter den Erwartungen des Wirtschaftsplans zurück. Das Jahresminus ist insbe-
sondere auf die zu geringe Belegung, vorrangig in der wirtschaftlich wichtigen Phase B, und
die damit einhergehenden geringen Umsatzerlöse zurückzuführen: die Auslastung sank wei-
ter von 78,3% auf 78,1%. Trotz der Tariferhöhung ist der Personalaufwand aufgrund der Re-
duzierung der durchschnittlichen Vollkräftezahl um 2,7% gesunken. Der Materialaufwand
liegt um 27,0% unter dem Vorjahreswert durch die rückläufige Leistungsentwicklung und die
deutliche Reduzierung des Einsatzes von Leiharbeitskräften.
Die Bilanz der RehaNova weist zum 31.12.2019 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten
Fehlbetrag von 6.652 T€ aus, der zu einer um 79,5% deutlich gestiegenen Bilanzsumme von
12.747 T€ führt.
Die Finanzlage hat sich durch Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit im Ver-
gleich zum Vorjahr verbessert. Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum 31.12.2019 auf
2.466 T€ (Vorjahr: -269 T€).
Chancen und Risiken
Das wesentliche Risiko der zukünftigen Entwicklung der RehaNova ist die Leistungserbrin-
gung. Eine rückläufige Auslastung hat erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Situation
der Gesellschaft.
Die Belegung wiederum ist unmittelbar abhängig von der Verfügbarkeit von Fachkräften im
ärztlichen Dienst wie auch im Pflegebereich. Da der Schweregrad der behandelten Pati-
ent*innen in den vergangenen Jahren stetig zunahm, ist unter sonst gleichen Bedingungen
die Versorgung nur einer geringeren Anzahl von Patient*innen möglich. Insbesondere die
Verfügbarkeit von Fachkräften im Pflegebereich stellt dabei ein generelles Risiko dar, das die
Nachbesetzung bei Fluktuation erschwert. Die RehaNova ist dieser Entwicklung mit neuen
Konzepten erfolgreich begegnet. Der Internetauftritt im Bereich Personalsuche wurde inte-
ressanter und moderner gestaltet, um das Interesse von potentiellen Fachkräften zu wecken.
Außerdem konnte (vor Corona) ein Tag der Offenen Tür und die Präsenz auf Messen den
Bekanntheitsgrad der RehaNova als Arbeitgeber verbessern.
Die wesentliche Chance der zukünftigen Entwicklung liegt in der Spezialisierung der Reha-
Nova auf die neurologischen Rehabilitationen, insbesondere die neurologisch-/ neurochirur-
gische Frührehabilitation. Die RehaNova ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil der medi-
zinisch notwendigen Versorgung und hat durch ihre Fachkunde und exponierte Lage inmitten
der Stadt Köln einen klaren Wettbewerbsvorteil.
216
Wirtschaftliche Lage
Die RehaNova hat sich zudem im nationalen und internationalen Markt für neurologische
Reha-Leistungen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Aus dieser Marktposition in Verbin-
dung mit den Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung und Senkungen im Kostenbereich
wird eine Steigerung der Ertragskraft möglich sein. Dadurch wird wiederum der Abbau der
Unterbilanz in den folgenden Geschäftsjahren ermöglicht.
217
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Anschrift Winterstraße 19
50354 Hürth
Kontakt 02233 96839100
www.cvua-rheinland.de
Gründung 2011
Handelsregister Eintragung nicht notwendig
Beteiligungsverhältnisse
Träger Kapitalanteil
Land Nordrhein-Westfalen 30,0%
Stadt Aachen 5,833%
Stadt Bonn 5,833%
Stadt Köln 5,833%
Stadt Leverkusen 5,833%
Städteregion Aachen 5,833%
Kreis Düren 5,833%
Kreis Euskirchen 5,833%
Kreis Heinsberg 5,833%
Oberbergischen Kreis 5,833%
Rheinisch-Bergischer Kreis 5,833%
Rhein-Erft-Kreis 5,833%
Rhein-Sieg-Kreis 5,833%
Unternehmensgegenstand
Das CVUA Rheinland ist nach § 4 des IUAG NRW zuständig für die Untersuchungen und Kon-
trollen auf dem Gebiet des Lebensmittel - und Futtermittelrechts, der Tierseuchenbekämpfung,
der Tiergesundheit und des Tierschutzes, u.a. auch damit zusammen hängende Beratung, Er-
stellung von Gutachten, Beurteilungen und Stellungnahmen.
Organe der Anstalt
Vorstand
Verwaltungsrat
Vorstand
Frau Dagmar Pauly-Mundegar (Vorsitzende) Herr Rainer Lankes
218
Verwaltungsrat
Herr Dr. Peter Heyde (Vors.)
(Städteregion Aachen)
Herr Dirk Hürtgen
(Kreis Düren)
Herr Martin Gawrisch (stv. Vors.)
(Rhein-Erft-Kreis)
Herr Josef Nießen
(Kreis Heinsberg) /
Herr Dr. Thomas Delchen
(Land NRW)
Herr Franz-Josef Dahlmanns (ab
14.02.2019)
Frau Dr. Christiane Krüger
(Land NRW)
Herr Heinz Rosell
(Kreis Euskirchen)
Herr Dr. Markus Kremer
(Stadt Aachen)
Frau Birgit Hähn
(Oberbergischer Kreis)
Frau Dr. Ute Zolondek
(Stadt Bonn)
Herr Gerald Petri
(Rheinisch-Bergischer Kreis) /
Herr Konrad Peschen
(Stadt Köln)
Frau Anette Kupferschmidt-Fritz
(ab 27.12.2019)
Herr Dr. Michael Rudersdorf
(Stadt Leverkusen)
Herr Dr. Johannes Westarp
(Rhein-Sieg-Kreis)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
EversheimStuible Treuberater GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Entgeltanteil Stadt Köln gemäß Entgeltordnung 2.025,9
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 9.417,9 9.534,5 9.645,5
Jahresergebnis -631,9 -659,78 -694.2
Eigenkapital 4.611,1 3.951,4 3.257,2
Bilanzsumme 31.891,5 32.393,6 32.787,1
Investitionen 1.019,8 310,0 518,2
Verbindlichkeiten 12.495,5 11.941,8 11.210,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 90 87
219
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Auf Grund § 3 Absatz 1 sowie § 5 des Gesetzes zur Bildung integrierter Untersuchungsan-
stalten für Bereiche des Verbraucherschutzes (IUAG NRW) vom 11. Dezember 2007 (GV
NRW S. 662) wurde das CVUA Rheinland gemäß Artikel 1 der Verordnung vom 4. Novem-
ber 2010 zur Änderung der Verordnung zur Errichtung integrierter Untersuchungsanstalten
für Bereiche des Verbraucherschutzes (Errichtungsverordnung; GV NRW S. 599) zum 1. Ja-
nuar 2011 gebildet und als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts errichtet.
Das CVUA Rheinland wurde aus dem Fachbereich Chemische Lebensmitteluntersuchung
der Stadt Aachen, der Amtlichen Lebensmitteluntersuchung - Leistungszentrum optimierter
Laborbetrieb der Stadt Bonn, dem Institut für Lebensmitteluntersuchung der Stadt Köln und
dem Chemischen Untersuchungsinstitut der Stadt Leverkusen gebildet. Sitz der Anstalt ist
Hürth.
Träger der Anstalt sind das Land Nordrhein-Westfalen sowie als kommunale Träger die
Städte Aachen, Bonn, Köln und Leverkusen, die Städteregion Aachen, die Kreise Düren,
Euskirchen, Heinsberg, der Oberbergische Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Rhein-
Erft-Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das CVUA Rheinland finanziert sich im Wesentlichen aus Entgelten der Träger, darüber hin-
aus aus Gebühren. Das Stammkapital beträgt 300.000 €.
Relevante Märkte
Das CVUA Rheinland erfüllt Aufgaben des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.
Geschäftsverlauf 2019
Das operative Geschäft ist im Wesentlichen entsprechend der vorgesehenen Planungen ver-
laufen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ausschlaggebend für das
Ergebnis des CVUA Rheinland sind die Zinsbelastungen für Pensions- und Beihilfeverpflich-
tungen.
Chancen und Risiken
Die Kooperation Düsseldorf/Mettmann ist zum 1.1.2020 dem CVUA Rhein-Ruhr-Wupper bei-
getreten.
Ca. 4.500 Proben/Jahr aus dieser Kooperation betreffen Warenobergruppen der Schwer-
punktbildung, wodurch eine Anpassung der Schwerpunktbildung innerhalb der CVU Ämter
NRW erforderlich wird, um mit der neuen Aufgabenverteilung zum 01.01.2022 beginnen zu
können.
Das stellt die CVUA vor eine große Herausforderung, da hierdurch die derzeitige Schwer-
punktbildung in Frage gestellt wird. Eine erneute Änderung im Zuschnitt der Aufgaben und
damit in der Arbeitsorganisation innerhalb eines so kurzen Zeitabstandes ist kritisch zu be-
trachten, beinhaltet aber auch Chancen zu einer weiteren Profilierung des CVUA Rheinland.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Durch eine stufenweise Anpassung der Entgelte zum 1.1.21, 1.1.22 und 1.1.23 ist die Finan-
zierung des CVUA Rheinland auf sichere Füße gestellt. Der wirtschaftliche Erfolg wird wei-
terhin von den Aufwendungen für die Pensions- und Beihilfelasten bestimmt werden. Das
MULNV beabsichtigt den Zusammenschluss aller fünf CVUÄ in ein einziges CVUA NRW als
Anstalt öffentlichen Rechts im Rahmen seines Konzepts „Lebensmittelüberwachung 2025“
unter Beibehaltung von 5 Standorten. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest.
220
Jugendzentrum Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH
Anschrift Christianstraße 82
50825 Köln
Kontakt 0221 – 54600 - 300
www.jugz.eu
Gründung 1997
Handelsregister HRB 29553, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 51,0%
Jugendhilfe Köln e.V. 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die selbstlose Förderung der Kinder und Jugendhilfe. Hierzu
betreibt die Gesellschaft insbesondere Einrichtungen, die an die Interessen junger Menschen mit
und ohne Behinderungen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur
Selbstbestimmung befähigen und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Darüber hin-
aus entfaltet die Gesellschaft Aktivitäten, die zur Lösung aktueller Probleme der Kinder- und Ju-
gendarbeit beitragen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Almut Gross (Geschäftsführerin)
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Heinen Frau Sylvia Laufenberg
Frau Ulrike Kessing Herr Andreas Pöttgen
Herr Dr. Helge Schlieben Frau Hanna Parnow
Herr Robert Voigtsberger Frau Carola Wewer
Frau Luisa Schwab
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
221
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Gemeinnützige Gesellschaft für urbane Jugendarbeit mbH (GUJA) 33,3%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 4.671,5
Sonstige städtische Zuwendungen 4.732,6
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 11.628,0 12.557,0 13.371,6
Jahresergebnis 161,0 56,0 33,7
Eigenkapital 865,0 920,9 954,6
Bilanzsumme 3.715,3 3.841,6 4.038,0
Investitionen 186,8 126,8 135,4
Verbindlichkeiten 840,3 726,0 836,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 496 610 630
Wirtschaftliche Lage
Die Gesellschaft betreibt an verschiedenen Standorten in der Stadt Köln 20 Jugendeinrich-
tungen, in 9 Jugendeinrichtungen besteht eine Übermittagsbetreuung. 18 Einrichtungen be-
finden sich in von der Stadt Köln angemieteten Räumlichkeiten. Neben einer symbolischen
Miete trägt die Gesellschaft sämtliche Haus- und Grundstücksaufwendungen einschließlich
Reparaturen an Dach und Fach. Für die anderen Einrichtungen bestehen Verträge mit frem-
den Dritten. Die Gesellschaft ist in der Stadt Köln der Träger mit den meisten Jugendeinrich-
tungen. Weiterhin betreibt die Gesellschaft das Sozialpädagogische Fanprojekt in angemie-
teten Räumlichkeiten, ist Kooperationspartner an 9 Grundschulen im Bereich der Offenen
Ganztagsgrundschulen und an 9 weiterführenden Schulen bzw. Förderschulen in der Sekun-
darstufe 1. Die hierfür genutzten Räumlichkeiten in den Schulen werden im Rahmen der Ko-
operation unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Die Tätigkeiten der Gesellschaft sind in Teilen dem SGB VIII, insbesondere § 11, zuzuord-
nen. Die Finanzierung der Jugendarbeit und der Übermittagsbetreuung ist dem Grunde, aber
nicht dem Umfang nach gesetzlich geregelt. Dies führt dazu, dass die Zuwendungen der öf-
fentlichen Hand in ihrer Höhe als nicht gesichert gelten können. Die Finanzierungsgrundlage
für die Offene Ganztagsschule und Betreuung an weiterführenden Schulen ist der Erlass für
den Ganztag. Das Sozialpädagogische Fanprojekt wird aus Mitteln des DFB (Deutscher
Fußballverbund), des Landes und der Stadt Köln finanziert.
Den Erträgen von 13.790,2 T€ stehen Aufwendungen von 13.508,6 T€ sowie Abschreibun-
gen von 247,9 T€ gegenüber, so dass als Saldo ein Jahresüberschuss von 33,7 T€ ausge-
wiesen wird. Die Gesellschaft hat sich im Jahr 2019 wie geplant entwickelt. Das Ergebnis der
Geschäftstätigkeit ist mit 33,7 T€ (Vorjahr 55,5 T€) positiv und liegt etwas über dem des
Prognostizierten (30,7 T€). Die vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln vorge-
nommenen Interventionen zur Bekämpfung der Pandemie führten zu zeitweiligen Schließun-
gen der Jugendeinrichtungen und der Schulen. Die Präsenzangebote wurden in allen Ein-
richtungen auf alternative und digitale Angebote umgestellt, zusätzlich wurden Notfallbetreu-
ungen eingerichtet. Trotz umfangreicher Finanzierungszusagen seitens der Kostenträger
wird die Gesellschaft Einnahmenverluste aufgrund des Wegfalls von
222
Wirtschaftliche Lage
Veranstaltungen, kurzfristigen Vermietungen und der Erstattung von Essensgeldern haben.
Einsparungen werden derzeit in den Bereichen vorgenommen, in denen dies schnell und un-
mittelbar möglich ist (Heizung, Strom, Übungsleiter/Honorarkräfte, Abbau Mehrarbeitsstun-
den usw.). Mit der Entscheidung das digitale Angebot massiv in der gegenwärtigen Krise
auszubauen, entstehen zusätzliche Kosten in einem überschaubaren Rahmen. Dies wird ge-
macht, um während der Krise mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, digi-
tale Angebote bereit zu stellen und auszuprobieren und damit auch eine Investition in die Zu-
kunft vorzunehmen. Denn wir gehen davon aus, dass nach der Krise die Entwicklung digita-
ler Angebote, auch in der Jugendarbeit, verstärkt gefordert und gefördert wird. Insgesamt
sind die aus dem Coronavirus resultierenden Risiken zurzeit noch nicht final absehbar bzw.
quantifizierbar.
223
5. Kultur, Sport, Erholung
224
KölnBäder GmbH
Anschrift Parkgürtel 26
50823 Köln
Kontakt 0221- 178 - 0
www.stadtwerkekoeln.de
Gründung 2001
Handelsregis-
ter HR B 29611, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 74,0%
Stadt Köln 26,0%
Unternehmensgegenstand
Die KölnBäder GmbH betreibt den Betrieb von 13 öffentlichen Bädern, darunter ein Natur-
freibad, und leistet einen wertvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge im Rahmen eines unverzicht-
baren Freizeit- und Gesundheitsangebotes der Stadt Köln. Sie stellt die Infrastruktur für
Schwimmvereine und den Schwimmunterricht an Schulen bereit. Einige Bäder haben ihr Ange-
bot auf Sauna und Fitness erweitert. Im Winter stehen Eisflächen auf dem Heumarkt den Besu-
chern des Weihnachtsmarktes und im Lentpark bereit.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Claudia Heckmann (ab 01.02.2019) Herr Dirk Kolkmann (ab 06.09.2019)
Herr Gerhard Reinke bis (30.06.2019)
Aufsichtsrat
Herr Peter Kron Frau Alexandra von Wengersky
Herr Ulrich Breite Herr Jürgen Kircher
Frau Dr. Agnes Klein Herr Claus Ludwig
Herr Horst Noack Herr Peter Pfeifer
Herr Franz Philippi Frau Monika Roß-Belkner
Herr Tobias Scholz Herr Heiko Seifert
Herr Nikolaj Simanko Frau Elisabeth Thelen
Herr Henk van Benthem Herr Robert Voigtsberger
Herr Firat Yurtsever
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
225
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen 25.300,3
Bilanz (T€) 2017 2018 2019
Aktiva
Anlagevermögen 95.272 91.990 88.775
Immaterielle Vermögensgegenstände 210 163 139
Sachanlagen 94.972 91.751 88.563
Finanzanlagen 90 76 73
Umlaufvermögen 1.754 1.084 1.093
Vorräte 125 113 111
Forderungen und sonst. VG 649 729 841
Wertpapiere
Liquide Mittel 980 242 141
Rechnungsabgrenzungsposten 131 132 12
Summe Aktiva 97.157 93.206 89.880
Passiva
Eigenkapital 35.302 35.302 35.302
Gezeichnetes Kapital 7.675 7.675 7.675
Kapitalrücklage 27.627 27.627 27.627
Gewinnrücklage
Bilanzergebnis
Rückstellungen 6.440 4.372 5.329
Verbindlichkeiten 54.727 52.729 48.368
Rechnungsabgrenzungsposten 688 803 881
Summe Passiva 97.157 93.206 89.880
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017 2018 2019
226
Gesamtleistung 14.192 15.725 15.922
Umsatzerlöse 14.192 15.725 15.922
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 1.886 1.064 841
Betriebsleistung 16.078 16.789 16.763
Betriebsaufwand 33.236 33.654 34.591
Materialaufwand 10.102 10.144 10.004
Personalaufwand 14.150 15.097 16.402
Abschreibungen 4.472 4.486 4.445
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.512 3.927 3.740
Betriebsergebnis -17.158 -16.865 -17.828
Finanzergebnis -1.757 -1.691 -1.231
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 1,0 1,0 1,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 13,0 13,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.745 -1.692 1.219
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,0 0,0
Sonstige Steuern 350 129 302
Unternehmensergebnis -19.265 -18.685 -19.361
Erträge aus Verlustübernahme 19.265 18.685 19.361
Jahresüberschuss 0 0 0
Kennzahlenüberblick 2017 2018 2019
Bilanz
Anlagenintensität 98,1% 98,7% 98,8%
Abschreibungsquote 4,7% 4,9% 5,0%
Investitionen (T€) 2.024,0 1.230,0 1.281,0
Investitionsquote 2,1% 1,3% 1,4%
Eigenkapitalquote 36,3% 37,9% 39,3%
Pensionsverpflichtungen (T€) 721,0 691,0 782,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 43.035,0 37.942,0 32.976,0
Veränderung Verschuldung (T€) -1.625,0 -1.998,0 4.360,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -18,0% -18,2% -20,2%
Rohertrag (T€) 4.090,0 5.581,0 5.918,0
EBIT (T€) -17.171,0 -16.865,0 -17.841,0
EBITDA (T€) -12.644,0 -12.324,0 -13.347,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 286 318 332
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 49 47 49
Wirtschaftliche Lage
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit
227
Wirtschaftliche Lage
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit ist der Bädervertrag zwischen der Gesellschaft
und der Stadt Köln aus dem Jahre 1998.
Für viele Kommunen ist es angesichts knapper Kassen eine große Herausforderung, ihren
Bürgerinnen und Bürgern eine flächendeckende und attraktive Bäderlandschaft zu bieten. Die
KölnBäder GmbH hingegen realisiert mit Unterstützung des Stadtwerke Köln Konzerns er-
folgreich ein bürgerorientiertes und zukunftsorientiertes Konzept unter Beachtung betriebs-
wirtschaftlicher Anforderungen, um bestehende Angebote auf qualitativ hohem Niveau zu er-
halten und in einzelnen Bereichen noch attraktiver zu machen. So haben die KölnBäder im
Berichtsjahr zum Beispiel 124 Tsd. € in das Zollstockbad investiert und dort eine sechs Meter
hohe Kletterwand installiert, die das Kombibad im Kölner Süden für Familien und Kinder noch
attraktiver macht. Die Sauna des Ossendorfbades als meistbesuchte Saunalandschaft der
Stadt wurde im Sommer zu ihrem 10-jährigen Bestehen im Rahmen von 2-monatigen Revisi-
onsarbeiten umfassend renoviert. Zudem ist die Neugestaltung des Sauna- und Fitnessbe-
reichs des Agrippabades in die nächste Phase eingetreten: Das europaweite Ausschrei-
bungsverfahren für die Generalplanung ist abgeschlossen. Im Herbst hat ein Kick-off-Termin
mit den Planungsbeteiligten stattgefunden und die Detailplanung begonnen.
Geschäftsverlauf 2019
Der Unternehmensverlust und damit auch die Verlustübernahme durch die Stadtwerke Köln
GmbH beträgt 19.361 T€ (Vorjahr 18.685 T€). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Ver-
lust um 676 T€. Der Verlust je Besucher beläuft sich im Berichtsjahr auf 7,06 € (Vorjahr 6,69
€).
Die Umsatzerlöse sind mit 15.922 T€ um 197 T€ bzw. 1,3 % höher als im Vorjahr. Die sonsti-
gen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 841 T€. Der Materialaufwand verringerte sich ins-
gesamt um 140 T€ auf 10.004 T€ (Vorjahr 10.144 T€). Der Personalaufwand ist auf 16.402
T€ (Vorjahr 15.097 T€) um 1.305 T€ gestiegen. Die Energiekosten lagen 2019 bei 4.040 T€.
Davon entfielen 1.691 T€ auf Wärme, 1.734 T€ auf Strom, 562 T€ auf Wasser und 53 T€ auf
periodenfremde Energieaufwendungen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen
4.445 T€ (Vorjahr 4.486 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich
um 187 T€ auf 3.740 T€ (Vorjahr 3.927 T€).
Chancen- und Risiken
Die KölnBäder GmbH hat neben dem Risiko- auch ein Chancenmanagement im Unterneh-
men implementiert. Beide zusammen dienen als zentrale Planungs- und Steuerungssysteme.
Dabei sieht das Unternehmen interne wie externe Potenziale als Chancen, die sich kurz- und
langfristig positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Die daraus abzuleitenden
Maßnahmen stimmt die Geschäftsführung im Rahmen der Planung mit dem operativen Bä-
derbetriebsmanagement ab. Diese Strategie funktioniert seit mehr als 20 Jahren erfolgreich.
Die KölnBäder GmbH definiert sämtliche Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen
der Unternehmensziele auswirken können, als Risiken. Das Risikomanagementsystem der
Gesellschaft konzentriert sich darauf, latent vorhandene Risiken rechtzeitig zu identifizieren
und zu analysieren, damit die Gesellschaft gegebenenfalls frühzeitig reagieren kann. Das
System erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für den Umgang mit bestehenden Unterneh-
mensrisiken und orientiert sich an den Rahmenvorgaben des Stadtwerke Köln Konzerns.
Prognosebericht
Wichtige Aufgabe bleibt, Mehreinnahmen zu erzielen, ohne dabei die Ebene der sozialver-
träglichen Eintrittspreise zu verlassen. Unter anderem ist die Schaffung zusätzlicher Wasser-
flächen geplant. Hierzu planen die KölnBäder im Lentpark beispielsweise bis zum Jahr 2024
ein neues zusätzliches Kursbecken, das überdacht und ganzjährig nutzbar ist. Zusätzlich soll
das Außenbecken im Ossendorfbad mit einem sogenannten „Cabriodach“ ausgestattet wer-
den, so dass dieses Becken auch außerhalb der Freibadesaison ganzjährig nutzbar wäre.
228
Wirtschaftliche Lage
Die Sauna im Wahnbad wird geschlossen, nachdem das Erzbischöfliche Generalvikariat Köln
den langjährigen Pachtvertrag zum November 2020 gekündigt hat. Der Verpächter hätte das
3.000 Quadratmeter große Areal nur zu einem deutlich höheren Preis als bislang an die Köln-
Bäder weiter verpachtet. Da die Wahnbad-Sauna seit Jahren rückläufige Besucherzahlen
verzeichnet, ist der Standort unter diesen Bedingungen nicht mehr zu halten. Auch das zwi-
schenzeitig etablierte Angebot einer Textilsauna hatte nicht den erhofften Anstieg der Besu-
cherzahlen gebracht. Das Hallenbad hingegen wird gut angenommen und weiterhin von der
KölnBäder GmbH betrieben.
Im Geschäftsjahr 2020 erwartet die KölnBäder GmbH einen Verlust von 20,0 Mio. €. Dabei
sind mögliche Auswirkungen der Pandemie durch den Corona-Virus, zum Beispiel aus der
Umsetzungsverpflichtung behördlicher Infektionsschutzmaßnahmen, aufgrund der hohen Dy-
namik und Unsicherheit der weiteren Entwicklung noch nicht eingeflossen. Für die Jahre
2021 bis 2024 ist jeweils mit gering steigenden Unternehmensverlusten zu rechnen.
229
KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH
Anschrift Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 20408 - 0
www.koelner-philharmonie.de
Gründung 1985
Handelsregister HRB 15515, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 89,9%
Westdeutscher Rundfunk, Köln 10,1%
Unternehmensgegenstand
Der Betrieb des zur vielfältigen, an den Interessen aller Bevölkerungskreise orientierten Nut-
zung errichteten Konzertsaals der Stadt Köln „Kölner Philharmonie“ und die Erbringung der da-
mit verbundenen Serviceleistungen sowie die Durchführung von Veranstaltungen außerhalb
der „Kölner Philharmonie“.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Louwrens Langevoort
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Gisela Stahlhofen
Herr Dr. Ralph Elster Frau Brigitta von Bülow
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach Frau Valerie Weber
Herr Prof. Klaus Schäfer
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
West-Rhein-Treuhand GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
ACHTBRÜCKEN GmbH 49,0%
230
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 5.283,9
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 9.717,8 10.457,5 10.747,4
Jahresergebnis -4.785,8 -4.904,2 -5.531,6
Eigenkapital 2.961,6 3.237,7 2.990,1
Bilanzsumme 10.162,0 11.092,1 11.520,0
Investitionen 504,1 233,0 1.044,6
Verbindlichkeiten 5.917,8 6.509,8 7.253,6
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 60 60 59
Wirtschaftliche Lage
Entwicklung der Branche
Der Wandel des deutschen Musikmarktes setzt sich weiter fort. Eine Untersuchung der Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft pwc über den deutschen Entertainment Markt für die Jahre 2019
bis 2023 stellte erneut fest, dass das digitale Geschäft gegenüber dem Vorjahr ein beachtli-
ches Wachstum von 21,1% zeigte. Aber auch der Livemusik-Markt konnte um 2,7 % gegen-
über dem Vorjahr weiter zulegen und weist somit ein stabiles moderates Wachstum auf.
Ein wesentlicher Trend ist derzeit die Weiterentwicklung des Streamings. Für den klassi-
schen Musikmarkt wird dieser Trend beobachtet. Nahezu alle deutschen Konzerthäuser, Or-
chester, Ensembles etc. setzen wie die Kölner Philharmonie unter seiner Marke philharmo-
nie.tv auf die Digitalisierung, auch wenn das digitale Musikangebot das Live-Erlebnis nicht
ersetzen kann.
Veranstaltungsentwicklung
Im Geschäftsjahr 2019 wurden in der Kölner Philharmonie 429 Veranstaltungen durchge-
führt, davon 194 KölnMusik-Veranstaltungen (Vorjahr: 397 Veranstaltungen, davon 166 Köln-
Musik-Veranstaltungen) inklusive 30 Philharmonie Lunch-Veranstaltungen (Vorjahr: 33 Ver-
anstaltungen) und 8 Koproduktionen (Vorjahr: 8). Neben dem Veranstaltungsprogramm in
der Kölner Philharmonie führte die KölnMusik GmbH 66 (Vorjahr: 74) Konzerte in verschie-
denen Kölner Stadtteilen sowie 13 Konzerte im Rahmen des neuen Musikfestivals für „alte
Musik“ Felix! auf.
Im Geschäftsjahr 2019 konnte entsprechend des Gesellschaftszweckes ein vielfältiges und
anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm dargeboten werden. Das Programm setzte erneut
sowohl national als auch international Maßstäbe, welche die Kölner Philharmonie zu den füh-
renden Konzerthäusern Europas zählen lassen.
Unternehmensrisiko
Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jahres-
fehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Weitere Risiken, die den Fortbe-
stand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
Gesamtwirtschaftliches Branchenrisiken
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft durch verändertes
Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf
Umsatz und Unternehmensergebnis auswirken.
231
ACHTBRÜCKEN GmbH
Anschrift Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 20408 - 0
www.achtbruecken.de
Gründung 1991
Handelsregister HRB 21837, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 51,0%
KölnMusik GmbH 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erarbeitung der künstlerischen, wirtschaftlichen und or-
ganisatorischen Konzeption sowie die Durchführung eines Musikfestivals. Die Gesellschaft ist
insbesondere berechtigt, damit verbundene Leistungsschutz- und sonstige Urheberrechte zu
erwerben und vermarkten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Louwrens Langevoort
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Gisela Stahlhofen
Herr Dr. Ralph Elster Frau Brigitta von Bülow
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach Frau Valerie Weber
Herr Prof. Klaus Schäfer
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
West-Rhein-Treuhand GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Keine
232
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 450,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 178,9 158,0 126,0
Jahresergebnis -371,3 -501,9 -492,6
Eigenkapital 337,4 285,5 243,0
Bilanzsumme 407,0 405,8 395,1
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 36,2 87,1 109,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4 3 4
Wirtschaftliche Lage
Veranstaltungsentwicklung
Die Festivalausgabe 2019 brachte vom 30. April bis 11. Mai intensiver denn je unter dem Ti-
tel „GroßstadtPolyphonie“ die Musik aus dem Konzertsaal in den städtischen Raum. Das
Festival fand so nicht nur in der Philharmonie, im Funkhaus Wallrafplatz und in als Konzert-
orten etablierten Kirchen statt, sondern auch in der City, einer Skaterhalle, in einer umge-
nutzten Industriehalle, auf einem Boot auf dem Rhein und in einem zentralen U-Bahnhof mit
besonderer Geschichte für die Stadt. Verschiedene Uraufführungen und Erstaufführungen
der Komponisten Gerhard Stäbler, Georges Aperghis, Manos Tsangaris, Enno Poppe, Mi-
chael van der Aa wurden im Rahmen des Festivals aufgeführt.
In der Sitzung am 30.04.2018 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, der ACHTBRÜCKEN
zur Durchführung des Musikfestivals "ACHTBRÜCKEN Musik für Köln" in den Jahren 2019
bis 2021 Betriebskostenzuschüssen von 450 T€ p.a. zu gewähren.
Unternehmensrisiko
Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jahres-
fehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Weitere Risiken, die den Fortbe-
stand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
Gesamtwirtschaftliches Branchenrisiken
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft durch verändertes
Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf
Umsatz und Unternehmensergebnis auswirken.
Liquiditätsrisiko
Ein Risiko würde sich ergeben, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Erfüllung
der finanziellen Verpflichtungen nicht mehr ausreichen. Zur Deckung des Kapitalbedarfs ste-
hen grundsätzlich die flüssigen Mittel von 278 T€ zur Verfügung. Das Risiko wird daher als
gering eingestuft.
Bei planmäßigem Verlauf der Geschäftsentwicklung ergibt sich im Verlauf des Geschäftsjah-
res weder eine Zahlungsunfähigkeit noch eine Überschuldung.
233
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH
Anschrift Im Mediapark 7
50670 Köln
Kontakt 0221 - 337748 - 0
www.adkdw.org
Gründung 2012
Handelsregister HRB 76052, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Etablierung und der Betrieb der Kultureinrichtung „Aka-
demie der Künste der Welt, Köln“, die das zeitgenössische internationale und insbesondere au-
ßereuropäische Kulturangebot der Stadt Köln fördert. Zur Erreichung dieses Zwecks kann das
Unternehmen Kongresse für die Mitglieder der Akademie durchführen, Veranstaltungspro-
gramme, insbesondere in Kooperation mit Kultureinrichtungen, in Köln entwickeln und organi-
sieren sowie Stipendien an ausländische Künstlerinnen und Künstler, Theoretikerinnen und
Theoretiker, Kritikerinnen und Kritikern sowie Kuratorinnen und Kuratoren für einen Aufenthalt
in Köln vergeben. Im Rahmen der vorgenannten Betätigungen die Etablierung und der Betrieb
einer Jugendakademie zur kulturellen Bildung Jugendlicher aus dem Raum Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Imke Itzen (Geschäftsführerin ab 15.04.2019)
Frau Elke Moltrecht (Geschäftsführerin bis 28.02.2019)
Aufsichtsrat
Herr Prof. Klaus Schäfer (Vorsitzender) Frau Anne Henk-Hollstein
Herr Horst Thelen (stellv. Vorsitzender) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
Frau Dr. Eva Bürgermeister Frau Gisela Stahlhofen
Frau Brigitta von Bülow Frau Katharina Welcker
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
234
Jahresabschlussprüfung
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)*
Betriebskostenzuschüsse 850,0
* = GJ 21.12.2018-31.01.2019 und 01.02.-31.12.2019 in Summe)
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 885,7 912,5 1.056,4
Jahresergebnis -251,1 -170,6 -156,5
Eigenkapital 482,3 312,2 58,7
Bilanzsumme 627,7 428,5 355,9
Investitionen 7,6 0,8 4,4
Verbindlichkeiten 41,8 67,0 52,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 8 8 8,9
Wirtschaftliche Lage
Die ADKDW wird aus öffentlichen Geldern gefördert, deren Bereitstellung aus langfristigen
Beschlüssen resultiert. Somit besteht keine sich auf das Geschäftsjahr 2019 auswirkende
Korrelation zum kommunalen Haushalt. Jedoch wurde der Betriebskostenzuschuss von
600 TEUR im Vorjahr (2016: 1,0 Mio. €) auf 850 T€ erhöht. Da die ADKDW keinen gewinnori-
entierten Eintrittskarten- und Getränkeverkauf betreibt, lassen sich auch hier keine Auswir-
kungen der allgemeinen Konjunkturlage beobachten.
2019 war das siebte volle Geschäftsjahr der ADKDW. Diese konnte ihrem Gesellschafts-
zweck nachkommen und künstlerische Projekte durchführen und fördern. Die ADKDW führte
im Jahr 2019 eine Mitgliederversammlung sowie zahlreiche Projekte und Veranstaltungen
mit unterschiedlichem finanziellem Volumen durch. Insgesamt beträgt der Materialaufwand
sowie Künstlerische Produktionsaufwand 491,9 T€ (im Vorjahr 527,6 T€).
Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 77,8 T€ gestiegen. Diese Verände-
rung resultiert aus der Einrichtung von 1,5 Werkstudenten-Stellen, einer Anstellung für eine
Mutterschutz- und Elternzeitvertretung, der Anpassung der Löhne in Anlehnung an die Tarif-
steigerungen im öffentlichen Dienst sowie einer vertraglich vereinbarten Prämienzahlung für
die künstlerischen Leitung und die Geschäftsleitung.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 357,2 T€ (im Vorjahr 164,8 T€). Die ho-
hen Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahr liegen in einer Rückstellung in Höhe von 197,0 T€
begründet. Die Rückstellung wurde gebildet, da mit einer Rückzahlung von nicht verwende-
ten Geldern des Landes Nordrhein-Westfalen der Förderjahre 2012 bis 2019 in den Jahren
2020 und 2021 gerechnet werden muss.
Da die ADKDW gemeinnützig und dezentral organisiert ist und daher nur geringe Einnahmen
über das Ticketing direkt von der ADKDW erzielt werden, sind Risiken, die durch ein konjunk-
turabhängiges Konsumverhalten der Besucher auftreten können, als minimal einzuschätzen.
235
Wirtschaftliche Lage
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Kunst- und Kulturbereich sind bisher
nicht abzusehen. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die öffentliche Hand neue und an-
dere als bisher geplante Ausgaben zu tätigen hat, die ggf. durch Kürzungen im Kulturbereich
aufgefangen werden. Das kann Auswirkungen auf den Betriebskostenzuschuss der ADKDW
als auch auf die Drittmittelakquise haben
Die Neukonzeption der Jungen Akademie und des Stipendienprogramms können eine Sig-
nalwirkung für die Stadt Köln und NRW mit sich bringen und sowohl die Stadtgesellschaft ak-
tivieren, als auch den internationalen Austausch fördern. Zudem kann durch die Erhöhung
des Betriebskostenzuschusses der Stadt Köln im Jahr 2020 und 2021 eine umfangreiche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, die die wachsende Sichtbarkeit der ADKDW er-
höht.
236
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221 - 77 85 101
www.koelnerzoo.de
Gründung 1860
Handelsregister HRB 167, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Aktionäre Anteil
Stadt Köln 88,1%
Streubesitz 11,9%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Anlage und der Betrieb eines Zoologischen
Gartens in Köln. Die Gesellschaft hat es sich insbesondere zur Aufgabe gemacht, die im Zoolo-
gischen Garten Köln lebenden Tiere nach dem neuesten Stand tiergärtnerischer Kenntnisse zu
halten, hierdurch einen Beitrag zur Erhaltung der Tierwelt unserer Erde zu leisten, wissen-
schaftliche Forschung auf dem Gebiet der Zoologie zu fördern und naturwissenschaftliche
Kenntnisse in allen Bevölkerungskreisen zu verbreiten und zu vertiefen. Zum Gegenstand der
Gesellschaft gehört ferner die Durchführung von Naturschutz- und Artenschutzprojekten im In-
und Ausland. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnah-
men berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder zweckmäßig er-
scheinen; hierzu gehören auch Erwerb und Verkauf von Grundvermögen, Errichtung geeigne-
ter Gebäude für eine Gaststätte, Beteiligung an Unternehmen gleicher oder verwandter Art so-
wie der Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Prof. Theo B. Pagel (zoologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender)
Herr Christopher Landsberg (kaufmännischer Vorstand)
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Heinen (Vorsitzender)
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger (1. stellv. Vorsitzende, ab 20.03.2019)
Herr Walter Grau (1. stellv. Vorsitzender, bis 04.01.2019)
Herr Peter Zwanzger (2. stellv. Vorsitzender)
Herr Dr. Joachim Bauer
Frau Monika Möller
Frau Monika Assenmacher
Frau Monika Roß-Belkner
237
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Unna
Herr Murat Zengin
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Zoo Gastronomie GmbH, Köln 100,0%
Zoo Shop GmbH, Köln 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführungen 3.000,0
Betriebskosten- und Investitionszuschüsse 3.683,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 15.317,8
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 18.503,3 18.076,6 19.099,5
Jahresergebnis 869,3 402,9 169,6
Eigenkapital 11.856,8 15.011,3 18.192,9
Bilanzsumme 30.869,4 35.101,0 37.849,2
Investitionen 2.619,5 2.184,7 3.697,3
Verbindlichkeiten 17.084,7 18.133,0 17.440,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 161 162 159
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in Köln,
indem die Tiere nach neuestem Stand tiergärtnerischer Kenntnisse gehalten werden.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Auch wenn der Kölner Zoo über einen wissenschaftlichen Auftrag verfügt, gelten für den Zoo
im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen, wie für die Freizeitbranche. Daher ist
der Zoo vor allen an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien auf gutes Wetter ange-
wiesen. Wettbewerber sind andere Freizeiteinrichtungen wie bspw. Freizeitparks, Indoor-Hal-
len oder Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen mit ihren vielfältigen Wellnessangeboten.
Daneben konkurriert der Zoo mit weiteren Freizeitangeboten wie bspw. Sport- und Konzert-
veranstaltungen, Flohmärkten, Straßenfesten und verlängerten Ladenöffnungszeiten, vor al-
lem an Sonntagen.
Geschäftsverlauf 2019
Der Zoo konnte im Jahr 2019 einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnen. Es herrschten
günstige Witterungsverhältnisse, was wiederum zu höheren Umsatzerlösen führte. Hierzu
hat aber auch
238
Wirtschaftliche Lage
das „China Light Festival“ zum Jahreswechsel 2019/2020 beigetragen sowie eine Reihe wei-
terer Veranstaltungen und Events, die über das Jahr auf dem Gelände des Zoos stattgefun-
den haben. Trotz insgesamt höherer Aufwendungen konnte aus diesen Gründen ein positi-
ves Jahresergebnis erzielt werden.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – einmal abgesehen von
dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und dem allgemeinen Tierseuchenrisiko - nicht.
Die Gesellschaft ist ansonsten von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestge-
hend unabhängig. Der Zoo ist allerdings stark witterungsabhängig, was sich stets unmittelbar
negativ oder positiv auf das Besucheraufkommen und damit auf die Umsatzerlöse auswirkt.
Als Chance betrachtet der Zoo das zunehmende Bewusstsein in der Bevölkerung für den
Natur- und Artenschutz und den Wunsch vieler Menschen, Tieren möglichst nahe zu sein.
Aus diesem Grund arbeitet der Zoo stetig daran, die Tierhaltung zu optimieren und dadurch
gleichzeitig die Attraktivität des Zoos weiter zu steigern.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Aus den zuvor dargelegten Gründen geht der Zoo von weiter steigenden Besucherzahlen
und damit auch von höheren Einnahmen aus. Mit den so vereinnahmten Mitteln kann der
weitere Ausbau des Zoo erfolgreich fortgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass
die Corona-bedingten Auflagen zeitnah beendet werden und der Zoo wieder in den normalen
Geschäftsbetrieb übergehen kann. Solange aber Besucherobergrenzen gelten oder weitere
Schließungen erfolgen, wird der Zoo die dadurch entstehenden Einnahmeverluste auf Dauer
nicht aus eigener Kraft aufbringen können.
239
Zoo-Gastronomie GmbH
Anschrift Riehler Straße 173
50735 Köln
Kontakt 0221 - 767 – 574
www.koelnerzoo.de
Gründung 2003
Handelsregister HRB 52157, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben und Verkaufs-
stellen auf dem Gelände der AG Zoologischer Garten Köln mit Ausnahme des von der Kölner
ZOO Shop GmbH zu betreibenden Souvenirshops. Das Unternehmen ist Hilfsbetrieb der Akti-
engesellschaft Zoologischer Garten Köln und dient der preisgünstigen Beköstigung und Versor-
gung der Besucher des zoologischen Gartens Köln mit Bedarfsgegenständen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Christopher Landsberg Herr Thomas Schwiertz
Aufsichtsrat
kein
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
240
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 4.664,8 4.564,8 4.908,5
Jahresergebnis 278,7 181,5 194,8
Eigenkapital 1.177,9 1.359,4 1.554,2
Bilanzsumme 4.630,5 4.918,7 4.762,0
Investitionen 106,2 63,6 290,9
Verbindlichkeiten 3.269,2 3.166,4 3.067,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 84 83 102
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung sämtlicher Gastronomiebe-
triebe auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Schwerpunkt der Gesellschaft ist die Bewirtung der Besucher des Kölner Zoos. Somit ist der
wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt. Im
weiteren Geschäfts-bereich der Durchführung von privaten und geschäftlichen Events gelten
für die Gesellschaft die gleichen Rahmenbedingungen wie für andere regionale Eventanbie-
ter.
Geschäftsverlauf 2019
Die Gesellschaft konnte im Jahr 2019 einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnen. Die
günstigen Witterungsverhältnisse und die damit verbunden guten Besucherzahlen im Kölner
Zoo führten zu höheren Umsatzerlösen im Tagesgeschäft. Hierzu hat auch das „China Light
Festival“ zum Jahreswechsel 2019/2020 beigetragen sowie eine Reihe weiterer Veranstal-
tungen und Events, die über das Jahr auf dem Gelände des Zoos stattgefunden haben. Die
gute Auslastung des Eventbereichs hat sich ebenfalls positiv auf den Geschäftsverlauf aus-
gewirkt. Trotz insgesamt höherer Aufwendungen konnte aus diesen Gründen ein positives
Jahresergebnis erzielt werden.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – abgesehen von dem
weiteren Verlauf der Corona-Pandemie - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Branchen-
risiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend unabhängig. Das hängt damit zusammen,
dass die Zoo Gastronomie GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem Zoogelände be-
treibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos ab-
hängig. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo wirken sich daher unmittelbar
positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. In Hinblick auf das
Eventgeschäft verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungsmerkmal als einzigartige
Eventlocation auf dem Gelände des Kölner Zoos. Darin liegt weniger ein Risiko, als vielmehr
die Chance, dieses Geschäftsfeld über eine intensive Vermarktung weiter auszubauen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Entwicklung der Gesellschaft ist stark abhängig von den Besucherzahlen des Kölner
Zoos. Die Corona-bedingte Besucherobergrenze im Kölner Zoo wirkt sich somit unmittelbar
auf die Umsätze im Tagesgeschäft aus. Erst wenn der Zoo seinen normalen Geschäftsbe-
trieb wieder aufnehmen kann, wird sich die Umsatzsituation entspannen. Das Eventgeschäft
ist zurzeit schwer prognostizierbar. Die weitere Entwicklung hängt daher stark von der weite-
ren Entwicklung, der mit der Corona-Pandemie verbundenen Auflagen ab. Es ist aber festzu-
stellen, dass viele Kunden aufgrund der Corona-bedingten Unsicherheiten mit Buchungen
noch zurückhaltend sind.
241
KÖLNER ZOO Shop GmbH
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221 - 7785 - 218
www.koelnerzooshop.de
Gründung 1993
Handelsregister HRB 23583, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
AG Zoologischer Garten Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenirshops auf dem Gelände des Zoologi-
schen Gartens Köln als Hilfsbetrieb der AG Zoologischer Garten Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Christopher Landsberg Herr Thorsten Hoenen
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Keine
242
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 957,3 884,1 932,7
Jahresergebnis 40,8 28,5 18,8
Eigenkapital 157,7 176,2 185,0
Bilanzsumme 239,2 300,3 280,0
Investitionen 11,3 17,6 8,4
Verbindlichkeiten 38,1 83,6 58,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 15 16 16
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenir- und Geschenkartikels-
hops auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft vertreibt fast ausschließlich Souvenir- und Geschenkartikel auf dem Ge-
lände des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besu-
cherzahlen im Kölner Zoo geprägt.
Geschäftsverlauf 2019
Der Shop konnte im Jahr 2019 einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnen. Die günstigen
Witterungsverhältnisse, und die damit verbundenen guten Besucherzahlen im Kölner Zoo
führten zu höheren Umsatzerlösen. Hierzu hat auch das „China Light Festival“ zum Jahres-
wechsel 2019/2020 beigetragen sowie eine Reihe weiterer Veranstaltungen und Events, die
über das Jahr auf dem Gelände des Zoos stattgefunden haben. Trotz insgesamt etwas hö-
herer Aufwendungen konnte aus diesen Gründen ein positives Jahresergebnis erzielt wer-
den.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – abgesehen von dem
weiteren Ver-Lauf de Corona-Pandemie - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Bran-
chenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend unabhängig. Das hängt damit zusam-
men, dass die Kölner ZooShop GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem Zoogelände
betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos
abhängig. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo wirken sich daher unmittelbar
positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. Als Chance betrachtet
die Gesellschaft die anstehende Übernahme der Zoo Fotografie. Dieses Geschäft ist noch
bis zum Jahresende fremdverpachtet und soll zum 01.01.21 von der Kölner ZooShop GmbH
übernommen werden.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Entwicklung der Gesellschaft ist stark abhängig von den Besucherzahlen des Kölner
Zoos. Die Corona bedingte Besucherobergrenze im Kölner Zoo wirkt sich somit unmittelbar
auf die Umsätze aus. Erst wenn der Zoo seinen normalen Geschäftsbetrieb wieder aufneh-
men kann wird sich die Umsatzsituation entspannen. Mit der Übernahme der Zoo Fotografie
erwartet die Gesellschaft ein weitere Steigerung bei den Umsatzerlösen.
243
Kölner Sportstätten GmbH
Anschrift
RheinEnergieSTADION- Tribüne Ost
Aachener Str. 999
50933 Köln
Kontakt 0221 -71616 - 150
www.koelnersportstaetten.de
Gründung 1958
Handelsregister HRB 1958, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Errichtung, die Unterhaltung und der Betrieb sowie die an den Interessen aller Bevölke-
rungskreise orientierte Bereitstellung und Vermarktung von Sporteinrichtungen, insbesondere
eines multifunktionalen Stadions für soziale und kulturelle Veranstaltungen in Köln-Müngersdorf
(Hauptkampfbahn), des Albert-Richter-Radstadions, des Reit- und Baseballstadions, des Süd-
stadions (Hauptkampfbahn), des Sportparkes Höhenberg (Hauptkampfbahn), und der öffentli-
chen Golfanlage Roggendorf/Thenhoven. Die Gesellschaft übernimmt die Durchführung sportli-
cher, kultureller und unterhaltender Veranstaltungen sowie die Förderung des Amateursports
im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Lutz Wingerath Herr Gerhard Reinke
Aufsichtsrat
Herr Dr. Martin Schoser (Vorsitzender) Frau Elisabeth Thelen (stellv. Vorsitzende.)
Herr Ulrich Breite Herr Peter Kron
Herr Franz Philippi Herr Manfred Richter
Fr. Dr. Agnes Klein (bis 22.03.2019) Herr Hans-Werner Bartsch
Herr Henk van Benthem Herr Matthias Grüner
Herr Jürgen Kircher Herr Horst Noack
Herr Maximilian Arntz Herr William Wolfgramm (ab 05.06.2019)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
244
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Verlustausgleich 3.500,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 66.822,8
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 15.301,9 12.495,0 15.062,4
Jahresergebnis vor Verlustausgleich -2.998,0 -6.565,1 -3.927,0
Eigenkapital 37.591,6 34.448,7 34.021,7
Bilanzsumme 116.798,2 111.196,5 105.952,9
Investitionen 153 451 512
Verbindlichkeiten 77.916,6 74.187,2 69.670,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende)
Saisonaushilfskräfte
34
30
32
34
34
31
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeiten der Gesellschaft sind der Betrieb und die Ver-
marktung von sechs Sportstätten mit Schwerpunkt RheinEnergieSTADION. Neben den Spie-
len des Hauptmieters 1. FC Köln wird das RES auch für weitere Fußball-Großveranstaltun-
gen genutzt, wie z.B. das jährlich stattfindende DFB-Pokalfinale der Frauen sowie für Län-
derspiele der Herren Nationalmannschaft. Weiterhin finden regelmäßig Konzerte und das
jährlich stattfindende Weihnachtssingen im RES statt.
Geschäftsverlauf 2019
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2019 sehr positiv. Die Umsatzentwicklung fiel deutlich
höher als geplant aus. Der operative Verlust in 2019 beträgt - 3.972 T€ und weicht mit +
3.314 T€ vom geplanten operativen Ergebnis ab. Im Jahr 2019 hat die Gesellschafterin einen
Betrag in Höhe von 3.500 T€ im Rahmen der Verlustübernahme zur Verfügung gestellt. Das
operative Ergebnis der KSS ist wesentlich von der Ligazugehörigkeit des 1. FC Köln abhän-
gig, da die vertraglich fixierte Miete nach Ligazugehörigkeit stark variiert.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Für das Jahr 2020 hat die Gesellschaft bei Umsatzerlösen in Höhe von 15.440 T€ ein Ge-
samtergebnis vor Erträgen aus der Verlustübernahme von -5.869 T€ (2019: -7.241 T€) und
einen Zuschuss durch die Gesellschafterin Stadt Köln gemäß genehmigten Wirtschaftsplan
2020 in Höhe von 4.329 T€ erwartet. Die prognostizierten Umsätze für 2020 haben oberhalb
der erzielten Umsätze aus 2019 gelegen, da ein Länderspiel der Deutschen Fußball Natio-
nalmannschaft im Wirtschaftsplan berücksichtigt ist. Die Corona-Pandemie führt allerdings
aktuell zu einer hohen Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der gesamtwirtschaftli-
chen Rahmenbedingungen und stellt damit einen besonderen Umstand dar, der die Progno-
sefähigkeit der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigt. Die Gesellschaft hat voraussichtlich
hohe negative Auswirkungen auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verkraften.
245
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
Anschrift Venloer Straße 151-153
50672 Köln
Kontakt 0221- 221 - 24040
www.stadt-koeln.de
Gründung 1994
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist der Betrieb der Kölner Philharmonie,
des Gürzenichs der Stadt Köln, des Veranstaltungsgebäudes Flora Köln sowie des Tanzbrun-
nens und des Theaters am Tanzbrunnen auf dem Gelände des Rheinparks im Wege von Ge-
samt- und Einzelverpachtungen. Dabei ist bei dem Betrieb dieser Veranstaltungsstätten vorran-
gig einer an den Interessen aller Bevölkerungskreise orientierten Nutzung Rechnung zu tragen.
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist des Weiteren auf dem Messegelände in
Köln-Deutz und Köln-Mülheim:
1. die Anmietung und der Betrieb der nördlichen Messehallen Nr. 6 bis 9 im Wege der Gesamt-
und Einzelverpachtung bzw. -vermietung,
2. der Betrieb der südlichen Messehallen 1 bis 5 sowie 10 und 11 im Wege der Einräumung
von Erbbaurechten an den für den Betrieb dieser Hallen benötigten Grundstücken.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (1. Betriebsleiterin ab 14.02.2019)
Herr Frank Höller (geschäftsführender Betriebsleiter)
Betriebsausschuss
Herr Martin Börschel
(Vorsitzender bis 03.04.2019)
Herr Christian Joisten
Herr Dr. Gerrit Krupp
(Vorsitzender ab 20.05.2019)
Herr Niklas Kienitz
Herr Ulrich Breite Herr Peter Kron
Herr Dietmar Ciesla-Baier Herr Bernd Petelkau
Herr Jörg Detjen Herr Manfred Richter
Herr Jörg Frank Frau Brigitta von Bülow
Frau Anna-Maria Henk-Hollstein Frau Gräfin Alexandra von Wengersky
246
Betriebsausschuss
Mitglieder mit beratender Stimme:
Herr Stepfan Boyens
Herr Markus Wiener
Herr Walter Wortmann
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Entfällt
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 89,9%
Koelnmesse GmbH 79,075%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Kapitalzuführungen 1.969,4
Betriebskostenzuschüsse 4.087,7
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Das Veranstaltungszentrum nimmt - mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung der
betriebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften - keine eigenen geschäftli-
chen Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftliche Situation wird im Wesentlichen durch die Er-
gebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte Gürzenich, Tanzbrunnen und Philharmonie
sowie - seit Inbetriebnahme zum 1. Juli 2014 - der Flora durch die jeweiligen Betriebsge-
sellschaften ergeben, bestimmt. Die im Wege der Verpachtung an die Betriebsgesellschaf-
ten KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH (KölnMusik) und KölnKongress
GmbH sowie aus der Bestellung der Erbbaurechte an die Koelnmesse GmbH erzielten Um-
satzerlöse reichten nicht aus, um die aus der Sanierung des Gürzenichs, der Generalin-
standsetzung der Flora und der Renovierung des Tanzbrunnens resultierenden Zins- und
Abschreibungs- sowie die laufenden Instandsetzungsaufwendungen zu kompensieren.
Geschäftsverlauf
Trotz eines Zuschusses aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 3,0 Mio. Euro hat die
eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weiterer nachhalti-
ger Erträge in 2019 einen Verlust in Höhe von rd. 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) er-
wirtschaftet, der auf neue Rechnung vorgetragen wird und das Eigenkapital entsprechend
vermindert.
Zum Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrich-
tung wird auf die separaten Darstellungen im Beteiligungsbericht verwiesen.
Chancen und Risiken
Die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln hat ihre Geschäftsan-
teile an der KölnKongress GmbH mit Wirkung zum 31.12.2019 an die Koelnmesse GmbH
verkauft. Zugleich wurde das Organschaftsverhältnis zwischen der Eigenbetriebsähnliche
247
Wirtschaftliche Lage
Einrichtung und der KölnKongress GmbH mit Ablauf des 31.12.2019 beendet. Die eigenbe-
triebsähnliche Einrichtung übernimmt damit letztmalig für das Geschäftsjahr 2019 den Ver-
lust der Gesellschaft.
Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona-Pandemie hat einen
erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutschland, darun-
ter insbesondere auch auf die Veranstaltungsbranche. So musste in den Betriebsgesell-
schaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung der Veranstaltungsbetrieb bereits Mitte
März komplett eingestellt werden. Das Veranstaltungszentrum ist als reine Besitzgesell-
schaft von diesen Auswirkungen nur indirekt betroffen. Bislang sind Folgen der Veranstal-
tungsverbote einzig aus der Ergebnisentwicklung der KölnMusik zu erwarten.
Erwartete Entwicklung
Auch in den Folgejahren wird das Veranstaltungszentrum strukturelle Jahresfehlbeträge er-
zielen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf Zuschüsse bzw. mittelfristig
auf einen Verlustausgleich durch den städtischen Haushalt angewiesen.
Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen Eigenkapitalquote und der praktizierten bzw.
weiter geplanten Finanzierungsmaßnahme über Abschreibungen, Zuschüsse und Kredit-
aufnahme ist der Bestand des Betriebes derzeit nicht gefährdet.
248
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln
Anschrift Offenbachplatz
50667 Köln
Kontakt 0221 - 221 28212
www.buehne.koeln
Gründung 2000
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förde-
rung kultureller Aufgaben, insbesondere die Aufführungen von Bühnenwerken aller Gattungen
im Musik-, Tanz-, und Sprechtheater.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Herr Patrick Wasserbauer (Geschäftsführender Direktor)
Frau Dr. Birgit Meyer (Intendantin der Oper)
Herr Stefan Bachmann (Intendant des Schauspiels)
Herr Bernd Streitberger (Technischer Betriebsleiter)
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende) Herr Horst Thelen
Frau Brigitta von Bülow (1. Stellvertreterin) Herr Thomas Welter
Herr Dr. Ralph Elster (2. Stellvertreter) Frau Gisela Stahlhofen
Frau Elfi Scho-Antwerpes Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
Herr Karl-Heinz Walter Herr Peter Sörries
Frau Katharina Welcker Herr Prof. Klaus Schäfer
Frau Karin Reinhardt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Schüllermann und Partner AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
249
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Wirtschaftsjahr 2018/19* (T€)
Betriebskostenzuschüsse 68.500
* = Wirtschaftsjahr 01.09.2018-31.08.2019
Bilanz (T€) 2016/17 2017/18 2018/2019
Aktiva
Anlagevermögen 323.667,6 357.240,9 393.513,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 54,0 168,4 193,5
Sachanlagen 323.613,6 357.072,5 393.319,5
Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Umlaufvermögen 14.692,7 55.204,1 36.288,7
Vorräte 4.290,5 4.237,2 4.441,2
Forderungen und sonst. VG 9.965,5 11.725,7 13.577,2
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 436,7 39.241,2 18.270,3
Rechnungsabgrenzungsposten 360,4 432,1 445,8
Summe Aktiva 338.720,7 412.877,1 430.247,5
Passiva
Eigenkapital 12.742,9 10.710,2 5.826,2
Gezeichnetes Kapital 50,0 50,0 50,0
Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0
Gewinnrücklage 1.274,0 10.909,6 9.771,5
Bilanzergebnis 11.418,9 -249,4 -3.995,3
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 23.157,5 22.046,1 20.935,4
Rückstellungen 14.128,1 15.378,9 16.854,7
Verbindlichkeiten 286.914,6 357.531,9 380.025,1
Rechnungsabgrenzungsposten 1.778,8 7.210,0 6.604,9
Summe Passiva 338.721,9 412.877,1 430.246,3
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2016/17 2017/18 2018/19
Gesamtleistung 7.910,5 7.277,7 8.105,3
Umsatzerlöse 5.432,3 5.679,8 6.124,2
Bestandsveränderungen 908,3 -37,5 182,7
andere aktivierte Eigenleistungen 1.569,9 1.635,4 1.798,4
Sonstige betriebliche Erträge 70.802,0 73.659,9 78.167,7
Betriebsleistung 78.712,5 80.937,6 83.273,0
Betriebsaufwand 78.905,8 82.562,6 87.652,4
Materialaufwand 16.940,2 16.931,1 18.027,8
Personalaufwand 44.115,0 46.585,1 50.211,4
Abschreibungen 3.696,1 3.895,2 4.485,3
250
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2016/17 2017/18 2018/19
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.154,5 15.151,2 14.927,9
Betriebsergebnis -193,3 -1.625,0 -4.379,4
Finanzergebnis -410,9 -418,9 -475,1
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35,9 156,6 126,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 446,8 575,5 601,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9,8 -39,4 -4,3
Sonstige Steuern 9,6 28,3 33,6
Jahresergebnis -623,6 -2.032,8 -4.883,8
Gewinnvortrag 12.042,5 11.419,0 -249,5
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 9.635,6 -1.138,0
Bilanzgewinn 11.418,9 -249,4 -3.995,3
Kennzahlenüberblick 2016/17 2017/18 2018/19
Bilanz
Anlagenintensität 95,6% 86,5% 91,5%
Abschreibungsquote 1,1% 1,1% 1,1%
Investitionen (T€) 33.454,0 33.573,1 36.272,2
Investitionsquote
Eigenkapitalquote 3,9% 2,6% 1,4%
Pensionsverpflichtungen (T€) 4.813,7 4.994,3 5.395,4
Bankverbindlichkeiten (T€) 77.088,8 49.788,6 75.968,0
Veränderung Verschuldung (T€) 33.411,6 70.617,2 22.493,3
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -0,1% -0,4% -1,0%
Rohertrag (T€) -9.029,7 -9.653,4 -9.922,5
EBIT (T€) -193,3 -1.625,0 -4.379,4
EBITDA (T€) 3.502,8 2.270,2 105,9
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 748 766 749,75
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 59,0 60,8 67,0
251
Wirtschaftliche Lage
Die von den Bühnen in der Spielzeit 2018/19 realisierten Inszenierungen erbrachten folgende
Leistungsdaten:
Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus-
botene am cher cher lastung
Plätze1
Standort max. Ist %
Summe Musiktheater 579 227 131.415 111.666 84,97
Summe Sprechtheater 278 432 120.135 92.107 76,67
Summe Tanztheater 518 24 12.425 12.265 98,71
Summe gesamt 386 683 263.975 216.038 81,84
Summe Theaterpädagogik 2
719 13.462
Summe Theater gesamt 1.402 229.500
1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze
2 Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen
Spielstätte
Bei einem Anstieg der Besucherzahl um insgesamt 2.253 (1,1%) auf 216.038 (ohne Theaterpä-
dagogik) verbesserte sich die Auslastung gegenüber der Spielzeit 2017/18 um 3,1%.
Ertragslage: Periodenvergleich
Die Bühnen schlossen die Spielzeit 2018/19 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.884 T€
(im Vorjahr Jahresfehlbetrag 2.033 T€) ab.
Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass der Spielbetrieb mit einem Fehlbetrag in Höhe von
2.916 T€ (im Vorjahr -1.633 T€) zum Jahresergebnis 2018/19 der Bühnen beiträgt.
Daneben weisen der Betrieb der Interimsspielstätten für die Spielzeit 2018/19 einen Fehlbetrag
in Höhe von 652 T€ (im Vorjahr +132 T€) und der Bereich der Sanierung einen Fehlbetrag in
Höhe von 1.316 T€ (im Vorjahr -532 T€) aus. Die Fehlbeträge im Bereich Interim und Sanie-
rung werden durch Inanspruchnahme der zweckgebundenen Rücklagen ausgeglichen.
Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt damit maßgeblich von den konkreten
Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2019/20 und den Folgejahren sowie der weiteren
Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der
Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird – ohne Berücksichtigung der Son-
dereinflüsse der Corona-Krise - von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen
sein, wie er sich im Wirtschaftsplan 2019/20 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die
Folgejahre niedergeschlagen hat.
252
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln
Anschrift Bischofsgartenstrasse 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 221 28595
www.guerzenich-orchester.de
Gründung 2000
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Orchesters zur Pflege und Förderung kulturel-
ler Aufgaben. Der Zweck der Einrichtung umfasst insbesondere die musikalische Mitwirkung
bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musiktheaters und die Darbietung von
Konzerten.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
François-Xavier Roth (künstlerischer Betriebsleiter)
Stefan Englert (geschäftsführender Direktor)
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende) Herr Thomas Welter
Frau Brigitta von Bülow (1. Stellvertreterin) Herr Horst Thelen
Herr Dr. Ralph Elster (2. Stellvertreter) Frau Gisela Stahlhofen
Frau Elfi Scho-Antwerpes Herr Prof. Klaus Schäfer
Herr Karl-Heinz Walter Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
Frau Karin Reinhardt Frau Katharina Welcker
Herr Peter Sörries
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
SWS Schüllermann und Partner AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
253
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Wirtschaftsjahr 2018/19* (T€)
Betriebskostenzuschüsse 10.791,0
* = Wirtschaftsjahr 01.09.2018-31.08.2019
Kennzahlenübersicht (T€) 2016/17 2017/18 2018/19
Betriebsleistung 18.886,5 19.884,4 21.385,5
Jahresergebnis -238,6 76,5 -156,7
Eigenkapital 3.474,6 3.551,2 3.394,7
Bilanzsumme 11.881,3 12.487,0 12.610,0
Investitionen 227,2 117,5 149,6
Verbindlichkeiten 330,3 304,6 396,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 151,0 150,5 150,8
Wirtschaftliche Lage
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln hat den Betrieb eines Or-
chesters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben zum Gegenstand. Das Orchester
wirkt bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musiktheaters der Bühnen der
Stadt Köln mit. Diese Opernbespielung erfolgt gegen eine Vergütung. Zudem führt das Or-
chester eigene Konzerte durch, die in der angemieteten Kölner Philharmonie stattfinden. Das
Orchester wirkt außerdem bei Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen mit.
Die Einrichtung vereinnahmt Kartenerlöse aus Abonnements und Einzelverkäufen. Zudem
erhält sie von der Stadt Köln jährlich einen Zuschuss zu den Betriebskosten, der sich im
Wirtschaftsjahr 2018/2019 auf 10.791 T€ belief.
Das Gürzenich-Orchester Köln verfügt wie alle öffentlichen Theater und Orchester als perso-
nalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Kostenbestandteile nur begrenzt
über kurz- und mittelfristig realisierbare Verbesserungsmöglichkeiten der Kosten- und
Erlösstrukturen.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkungen auf den Konzert-
betrieb zu- hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters damit maßgeblich
von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschaftsjahren sowie der lau-
fenden Tilgung der Restforderung gegen die Stadt Köln aus der seinerzeitigen Ausgliede-
rung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ab.
Das Gürzenich-Orchester konnte in der Spielzeit 2018/2019 mittels der vereinnahmten Be-
triebskostenzuschüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst erwirt-
schafteten Erträge trotz einer umfangreichen Tourneetätigkeit und eines großen Urauffüh-
rungsprojektes, für das aus den Vorjahren Rücklagen gebildet wurden, ein positives Be-
triebsergebnis erzielen. Aufgrund negativer Zinsergebnisse wies das Gürzenich-Orchester
einen Jahresfehlbetrag aus.
Es besteht zunächst die Notwendigkeit, die Folgen der in 2020 auftretenden Corona-Pande-
mie für das Orchester und die beteiligten Musiker zu analysieren, zu bewerten und sodann
nachhaltig zu bewältigen. Unterstützung erfährt dies durch das Bestreben, neue Einnahme-
quellen (z.B. das Sponsoring) zu erschließen bzw. durch innovative Projekte, so z.B. das
vom Gürzenich-Orchester betriebene Projekt GO Plus, das ohrenauf!-Projekt für jüngere Mu-
sikliebhaber und Familien sowie Livestream-Konzerte, bisherige Besuchergruppen zu binden
und neue Besuchergruppen anzusprechen.
254
Wirtschaftliche Lage
Aus der Sicht der Orchester selbst ist in diesem Zusammenhang die weitere Verbesserung
und Entwicklung der künstlerischen Qualität sowie die Kreierung eines möglichst einzigarti-
gen, charakteristischen und unverwechselbaren Klangbildes von besonderer Bedeutung, um
die Attraktivität für Konzertbesucher, Sponsoren und auch Medien zu erhöhen.
Für die kommenden Spielzeiten erwartet das Gürzenich-Orchester Köln eine stabile wirt-
schaftliche Entwicklung.
255
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum &
Fondation Corboud der Stadt Köln
Anschrift Obenmarspforten 40
50667 Köln
Kontakt
0221 – 221 - 21119
stadt-koeln.de wallraf-richartz-mu-
seum.
Gründung 2008
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud führt einen Betrieb mit Sammlungen, ins-
besondere aus Gegenständen aus dem Bereich der europäischen Kunst vom 13. Jahrhundert
bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Aufgaben gehören die Präsentation der Sammlung, die Aus-
richtung von Sonderausstellungen, die wissenschaftliche Erschließung, Erhaltung, Pflege und
Unterhaltung der Sammlung sowie die Vermittlung der kunstgeschichtlichen und kulturellen As-
pekte der Sammlung. Die Fondation Corboud hat dem Museum ihren Bestand an Kunstwerken
des Impressionismus und des Postimpressionismus als Ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach (1. Betriebsleiterin) Herr Dr. Marcus Dekiert
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister Herr Dr. Ralph Elster
Frau Brigitta von Bülow Herr Prof. Klaus Schäfer
Frau Elfi Scho-Antwerpes Herr Karl-Heinz Walter
Frau Katharina Welcker Herr Thomas Welter
Frau Karin Reinhardt Herr Horst Thelen
Herr Peter Sörries Frau Gisela Stahlhofen
Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Dhpg Dr. Harzem & Partner MBB
256
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2019 (T€)
Betriebskostenzuschüsse 4.030,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2017 2018 2019
Gesamtleistung 6.204,5 6.263,5 6.792,4
Jahresergebnis 552,5 -372,9 -788,4
Eigenkapital 88.533,2 88.160,2 87.371,8
Bilanzsumme 694.319,5 693.827,9 693.202,4
Investitionen 52,5 27,4 137,7
Verbindlichkeiten 1.371,2 956,7 1.762,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 19,3 19,3 19,3
Wirtschaftliche Lage
Das Wirtschaftsjahr 2019 hat mit einem Fehlbetrag in Höhe von 788 T€ (im Vorjahr Fehlbe-
trag in Höhe von 373 T€) abgeschlossen. Zuwendungen und allg. Umlagen inkl. für Sonder-
ausstellungen wurden in 2019 in Höhe von 4.958 T€ (2018: 5.148 T€) erwirtschaftet. Im Er-
gebnis hat das Museum im Wirtschaftsjahr 2019 einen Finanzmittelüberschuss in Höhe von
233 T€ erwirtschaftet und weist liquide Mittel zum 31.12.2019 in Höhe von 6.933 T€ aus.
Vor dem Hintergrund der infolge der Corona-Pandemie zunächst vorübergehend angeordne-
ten Schließung des Museums hat der Rat der Stadt Köln am 18.6.2020 den Wirtschaftsplan
für 2020 beschlossen. Auf der Grundlage dieser Planung zeichnet sich für dieses Wirt-
schaftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 945 T€ ab.
Insgesamt wird für den Ausstellungs- und Projektbereich in 2020 mit einem Überschuss ge-
rechnet.
Im Rahmen des Projekts der Erweiterung des Museums hat der Rat der Stadt Köln in seiner
Sitzung am 18.6.2020 den Baubeschluss zur Erweiterung des Museums sowie zur Realisie-
rung der Blockrandbebauung an der Martinstraße und am Steinweg gefasst. Die Verwaltung
kann nun die weiteren Planungsschritte fortsetzen und anschließend mit dem Bau beginnen.
Geplant werden ein Erweiterungsneubau inklusive eines Verbindungsbauwerks mit insge-
samt rund 3.800m², bauliche Anpassungen im jetzigen Museumsgebäude auf dem Grund-
stück Obenmarspforten sowie eine Blockrandbebauung. Beide Gebäude werden später über
eine Nutzfläche von rund 2.600 m² verfügen und sollen durch einen gemeinsamen Innenhof
miteinander verbunden werden. Die derzeit ermittelten Gesamtbaukosten belaufen sich auf
rund 76,1 Mio. €, zuzüglich eines ermittelten Risikobudgets von rund 19 Mio. €. Der Termin-
plan sieht einen Baubeginn im 2. Halbjahr 2022 und die Inbetriebnahme der Gebäude vo-
raussichtlich in 2025 vor. Der Zeitplan kann sich nach hinten schieben, wenn aufgrund von
Verzögerungen bei einem noch vorzunehmenden Grundstückserwerb Teile der Planung an-
gepasst werden müssen.
257
6. Anhang
258
Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
8KU GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 10,0
A/V/E GmbH rhenag Vierte Ebene 6,7
AchtBrücken GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,0
AG Zoologischer Garten Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 88,1
AggerEnergie GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 50,2
AHS Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 3,1
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 15,2
Akademie der Künste der Welt/Köln, gemeinnützige GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
AS 3 Beteiligungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 5,7
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH SWK Zweite Ebene 50,1
AVG Kompostierung GmbH AVG Dritte Ebene 50,1
AVG Ressourcen GmbH AVG Dritte Ebene 50,1
AVG Service GmbH AVG Dritte Ebene 50,1
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH SWK Zweite Ebene 100,0
AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,2
Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch-Gladbach mbH BELKAW Vierte Ebene 40,1
Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH BELKAW Vierte Ebene 40,1
beka GmbH HGK Zweite Ebene 5,8
BELKAW GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 40,1
BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH rhenag Vierte Ebene 5,2
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
BioCampus Cologne Management GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
biogas NRW GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Biogas Pool 3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Rheinwerke Vierte Ebene 25,0
BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l. BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 1,0
BRUNATA-METRONA GmbH GEW Zweite Ebene 100,0
Bunkerbetriebe Büchting GmbH HTAG Dritte Ebene 93,7
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Butzweilerhof Verwaltung GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
chargecloud GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 26,7
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L RheinEnergie Dritte Ebene 26,7
259
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
cowelio GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service Köln HGK Zweite Ebene 72,6
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,8
dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH Düsseldorf CTS Dritte Ebene 35,6
Deutsche Netzmarketing GmbH NetCologne Dritte Ebene 2,6
Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH
HGK Zweite Ebene 23,9
Digital Hub Cologne GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 33,3
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH
KVB Zweite Ebene 74,9
e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Bühnen der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Gürzenich-Orchester Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 11,0
energienatur Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH rhenag Vierte Ebene 17,1
energieNRW GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 40,0
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs-und Beteiligungsgesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 40,0
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 13,1
ENERGOTEC Energietechnik GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Energy4u GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 13,1
ENTALO GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH Stadtwerke Leichlingen Vierte Ebene 19,6
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH & Co. KG BELKAW Vierte Ebene 20,0
e-regio GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 11,5
evd energieversorgung dormagen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 8,9
Expolink Global Network Ltd., Bangkok Koelnmesse Zweite Ebene 38,9
Flughafen Köln/Bonn GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 31,1
GAG Immobilien AG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,0
GAG Projektentwicklung GmbH GAG Zweite Ebene 83,9
GAG Servicegesellschaft mbH GAG Zweite Ebene 89,0
260
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft RheinEnergie Dritte Ebene 45,3
Gemeinde Windeck GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 26,7
Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 5,3
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna Düsseldorf GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
GEW Köln AG SWK/ Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 27,6
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH rhenag Vierte Ebene 13,3
Grund und Boden GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,2
Grünwerke GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
GT-HKW Niehl GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
GWAdriga GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 24,8
GWAdriga Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 24,8
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,5
Häfen und Güterverkehr Köln AG SWK / Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,7
HAUBNER IT GmbH NetCologne Dritte Ebene 70,0
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
Holzkraft Plus GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
HTAG Häfen und Transport AG HGK Zweite Ebene 93,7
ID Quadrat Verwaltungsgesellschaft mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Innovative Immobilien Duisburg Düsseldorf ID Quadrat GmbH & Co.
Betriebsgesellschaft KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
ivl Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH EVL Vierte Ebene 36,0
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,0
K.R.B.-Busreisen GmbH Schilling Omnibusverkehr Dritte Ebene 51,0
K-B-S Busreisen GmbH Schilling Omnibusverkehr Dritte Ebene 51,0
KCG Knapsack Cargo GmbH Hürth HGK Zweite Ebene 61,4
KCT Krefelder Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH RheinEnergie HKW Rostock Vierte Ebene 61,6
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. Koelnmesse Zweite Ebene 39,5
Koelnmesse Ausstellungen GmbH Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Co., Ltd. Peking, China Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 79,1
261
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
Koelnmesse Inc., Chicago, USA Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Ltd., Hongkong Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda., Sao Paulo, Brasilien Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Pte Ltd., Singapur Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai, Indien Koelnmesse Zweite Ebene 59,3
KölnBäder GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH KVB Zweite Ebene 100,0
Kölner Sportstätten GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Kölner Verkehrs-Betriebe AG SWK / Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KÖLNER ZOO Shop GmbH Zoo Zweite Ebene 88,1
KölnKongress Gastronomie GmbH Stadt Köln Zweite Ebene 64,7
KölnKongress GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,7
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,9
KölnTourismus GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH KVB Zweite Ebene 51,0
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH rhenag Vierte Ebene 20,0
Logistikzentrum Ruhr Ost GmbH Neska intermodal Vierte Ebene 18,7
Lohmar Netzeigentumsgesellschaft Stadtwerke Lohmar Vierte Ebene 39,2
MAINGAU Energie GmbH rhenag Vierte Ebene 7,0
MASSLOG GmbH HTAG Dritte Ebene 46,9
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 25,1
meine-energie eG & Co. KG Stadtwerke Troisdorf Vierte Ebene 23,9
METRONA Gm bH BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 100,0
Metrona Polska Pomiary i Rozciezcenia Sp.z.o.o. METRONA Vierte Ebene 100,0
Metrona S.r.l. METRONA Vierte Ebene 44,0
Metrona Wärmemesser Union GmbH METRONA Vierte Ebene 44,0
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Köln GAG Zweite Ebene 89,0
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der
Gemeindeentwicklung mbH
Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH SWK Zweite Ebene 75,0
MTB Multimodal Terminal GmbH i.L. Neska intermodal Vierte Ebene 29,0
Münchberg Solarpark GmbH RheinEnergie Solar Vierte Ebene 80,0
262
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 19,0
MVV Energie AG RheinEnergie Dritte Ebene 13,1
Nahverkehr Rheinland GmbH ZV VRS Zweite Ebene 18,4
Nahwärme Düsseldorf GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 13,2
neska Container Line B.V. Neska Dritte Ebene 93,7
neska intermodal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
Neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH HGK Zweite Ebene 93,7
NetAachen GmbH NetCologne Dritte Ebene 84,0
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH GEW Zweite Ebene 100,0
NetCologne IT Services GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,0
NetRegio GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,0
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Neuss-Düsseldorfer Häfen Verwaltungs-GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Niederrheinisch-Bergisches Gemeinschaftswasserwerk GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Oudkerk B.V. HTAG Dritte Ebene 93,7
Pohl & Co. GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
Propan Rheingas GmbH rhenag Vierte Ebene 5,3
Propan Rheingas GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 6,4
Radio Köln GmbH & Co. KG SWK Zweite Ebene 25,0
Regionalverkehr Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 12,5
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik GmbH Kliniken Zweite Ebene 100,0
REMONDIS Rhein Wupper GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 9,8
REMONDIS Rhein Wupper Verwaltungs-GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 9,8
RheinCargo GmbH & Co KG HGK Zweite Ebene 46,8
RheinCargo Verwaltungs-GmbH HGK Zweite Ebene 46,8
RheinEnergie AG GEW Zweite Ebene 80,0
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 70,2
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie HKW Rostock GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Industrielösungen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Solar GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
263
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
RheinEnergie Trading GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Windkraft GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH HGK Zweite Ebene 46,8
Rheinische NETZGesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Rheinland Cargo Schweiz GmbH HGK Zweite Ebene 93,7
Rhein-Sieg-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
Rheinwerke GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 50,0
Rheinwerke GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
rhenag Rheinische Energie AG RheinEnergie Dritte Ebene 26,7
rhenagbau GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
RRT Rhein-Ruhr Terminal Ges. für Container u. Güterumschlag mbH Neska intermodal Vierte Ebene 93,7
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 99,9
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH HGK Zweite Ebene 24,4
RW Beteiligungs GmbH i.L. GEW Zweite Ebene 21,5
SBK Sozial-Betriebe-Köln, gemeinnützige GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Schilling Omnibusverkehr GmbH KVB Zweite Ebene 51,0
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 4,5
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH rhenag Vierte Ebene 4,5
Sirius EcoTech Fonds Düsseldorf GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 6,2
Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH RheinEnergie Solar Vierte Ebene 80,0
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 50,0
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Stadtwere Pulheim GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Düsseldorf AG GEW Zweite Ebene 20,0
Stadtwerke Hilden GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 5,0
Stadtwerke Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Stadtwerke Leichlingen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 36,0
Stadtwerke Troisdorf GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 32,0
Stromkontor Netzgesellschaft mbH Stromkontor Rostock Vierte Ebene 39,2
Stromkontor Rostock Port GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
264
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH Stromnetz Bornheim Vierte Ebene 39,2
Stromnetz Pulheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,4
Stromnetz Pulheim Verwaltung GmbH Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,4
SVB Siegener Versorgungsbetriebe GmbH rhenag Vierte Ebene 6,6
TankE GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 64,0
TKN Terminal Nord GmbH i.L. CTS Dritte Ebene 37,0
uct Umschlag ContainerTerminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG KVB Zweite Ebene 10,1
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH GEW Zweite Ebene 1,7
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH ZV VRS Zweite Ebene 25,0
Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT mbH Gasversorgungsgesellschaft Vierte Ebene 22,6
Wärmegesellschaft Wesseling mbH Gasversorgungsgesellschaft Vierte Ebene 22,7
Wärmekontor Rostock GmbH Stromkontor Rostock Vierte Ebene 39,2
Wasserübernahme Neuss-Wahlscheid GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Westerwald-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen KVB Zweite Ebene 100,0
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH SWK Zweite Ebene 100,0
ZOO-Gastronomie GmbH Zoo Zweite Ebene 88,1
265
Direkte und indirekte Beteiligungen in den Berichtsjahren 2018 und 2019
Beteiligung im Beteiligungsbericht 2018 2019
Ver- und Entsorgung, Verkehr
Stadtwerke Köln GmbH ja ja
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH ja ja
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH ja ja
AVG Ressourcen GmbH ja nein
AVG Kompostierung GmbH ja nein
AVG Service GmbH ja nein
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH ja ja
Radio Köln GmbH & Co. KG ja nein
GEW Köln AG ja ja
RheinEnergie AG ja ja
cowelio GmbH ja nein
ENERGOTEC Energietechnik GmbH ja nein
ENTALO GmbH & Co. KG ja nein
GT-HKW Niehl GmbH ja nein
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG ja nein
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH ja nein
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH ja nein
RheinEnergie HKW Rostock GmbH ja nein
KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH nein nein
RheinEnergie Industrielösungen GmbH nein nein
RheinEnergie Solar GmbH ja nein
Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH nein nein
Münchberg Solarpark GmbH nein nein
RheinEnergie Trading GmbH ja nein
RheinEnergie Windkraft GmbH ja nein
Rheinische NETZGesellschaft mbH ja nein
RheinEnergie Express GmbH ja nein
TankE GmbH nein nein
AggerEnergie GmbH ja nein
Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft ja nein
Wärmegesellschaft Wesseling mbH nein nein
Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT mbH nein nein
BELKAW GmbH ja nein
Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch-Gladbach mbH nein nein
Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH nein nein
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH & Co. KG nein nein
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG ja nein
ivl Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH nein nein
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs-und Beteiligungsgesellschaft mbH ja nein
Rheinwerke GmbH ja nein
Biogas Pool 3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG nein nein
AS 3 Beteiligungs GmbH ja nein
evd energieversorgung dormagen GmbH ja nein
Stadtwerke Leichlingen GmbH ja nein
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH nein nein
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG ja nein
Lohmar Netzeigentumsgesellschaft nein nein
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH ja nein
Stadtwere Pulheim GmbH ja nein
Stromnetz Pulheim GmbH & Co. KG nein nein
Stromnetz Pulheim Verwaltung GmbH nein nein
266
Beteiligung im Beteiligungsbericht … 2018 2019
Stromkontor Rostock Port GmbH ja nein
Stromkontor Netzgesellschaft mbH nein nein
Wärmekontor Rostock GmbH nein nein
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG ja nein
Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH nein nein
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH nein nein
Stadtwerke Troisdorf GmbH ja nein
meine-energie eG & Co. KG nein nein
chargecloud GmbH ja nein
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L ja nein
rhenag Rheinische Energie AG ja ja
Gemeinde Windeck GmbH & Co. KG nein nein
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH nein nein
Rhein-Sieg-Netz GmbH nein nein
rhenagbau GmbH nein nein
Westerwald-Netz GmbH nein nein
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH nein nein
energienatur Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH nein nein
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH nein nein
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG nein nein
Energy4u GmbH & Co. KG nein nein
e-regio GmbH & Co. KG nein nein
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG nein nein
MAINGAU Energie GmbH nein nein
A/V/E GmbH nein nein
SVB Siegener Versorgungsbetriebe GmbH nein nein
Propan Rheingas GmbH & Co. KG nein nein
Propan Rheingas GmbH nein nein
BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH nein nein
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG nein nein
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH nein nein
GWAdriga GmbH & Co. KG ja nein
GWAdriga Verwaltungs GmbH ja nein
MVV Energie AG nein nein
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH nein nein
8KU GmbH nein nein
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG nein nein
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH ja ja
NetCologne IT Services GmbH ja nein
NetRegio GmbH ja nein
HAUBNER IT GmbH nein nein
NetAachen GmbH ja ja
Deutsche Netzmarketing GmbH nein nein
BRUNATA-METRONA GmbH ja ja
METRONA Gm bH ja ja
Metrona Polska Pomiary i Rozciezcenia Sp.z.o.o. nein nein
Metrona Wärmemesser Union GmbH nein nein
Metrona S.r.l. nein nein
BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l. nein nein
Stadtwerke Düsseldorf AG nein nein
energieNRW GmbH nein nein
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna Düsseldorf GmbH nein nein
Grünwerke GmbH nein nein
Holzkraft Plus GmbH nein nein
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH nein nein
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG nein nein
Nahwärme Düsseldorf GmbH nein nein
267
Beteiligung im Beteiligungsbericht … 2018 2019
AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH nein nein
biogas NRW GmbH nein nein
ID Quadrat Verwaltungsgesellschaft mbH nein nein
Innovative Immobilien Duisburg Düsseldorf ID Quadrat GmbH & Co.
Betriebsgesellschaft KG nein nein
Neuss-Düsseldorfer Häfen Verwaltungs-GmbH nein nein
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG nein nein
Niederrheinisch-Bergisches Gemeinschaftswasserwerk GmbH nein nein
Rheinwerke GmbH nein nein
Wasserübernahme Neuss-Wahlscheid GmbH nein nein
REMONDIS Rhein Wupper Verwaltungs-GmbH nein nein
REMONDIS Rhein Wupper GmbH & Co. KG nein nein
Sirius EcoTech Fonds Düsseldorf GmbH & Co. KG nein nein
Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH nein nein
Stadtwerke Hilden GmbH nein nein
RW Beteiligungs GmbH i.L. ja nein
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH nein nein
Kölner Verkehrs-Betriebe AG ja ja
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ja ja
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen ja ja
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH ja ja
Schilling Omnibusverkehr GmbH ja ja
K-B-S Busreisen GmbH ja nein
K.R.B.-Busreisen GmbH ja nein
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH ja ja
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG nein nein
Häfen und Güterverkehr Köln AG ja ja
HTAG Häfen und Transport AG ja ja
Oudkerk B.V. nein nein
Bunkerbetriebe Büchting GmbH nein nein
MASSLOG GmbH nein nein
Neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH ja ja
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service Köln ja ja
TKN Terminal Nord GmbH i.L. nein nein
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH Düsseldorf nein nein
dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH nein nein
uct Umschlag ContainerTerminal GmbH nein nein
Pohl & Co. GmbH nein nein
KCT Krefelder Container Terminal GmbH nein nein
neska Container Line B.V. nein nein
neska intermodal GmbH nein nein
RRT Rhein-Ruhr Terminal Ges. für Container u. Güterumschlag mbH nein nein
Logistikzentrum Ruhr Ost GmbH nein nein
MTB Multimodal Terminal GmbH i.L. nein nein
KCG Knapsack Cargo GmbH Hürth ja ja
RheinCargo GmbH & Co KG ja ja
RheinCargo Verwaltungs-GmbH ja ja
Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH nein nein
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH nein nein
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH ja ja
Rheinland Cargo Schweiz GmbH ja ja
beka GmbH nein nein
Regionalverkehr Köln GmbH ja ja
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH nein nein
268
Beteiligung im Beteiligungsbericht … 2018 2019
Nahverkehr Rheinland GmbH nein nein
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR ja ja
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ja ja
Flughafen Köln/Bonn GmbH ja ja
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH nein nein
AHS Aviation Handling Services GmbH nein nein
e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln ja ja
Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG ja ja
GAG Projektentwicklung GmbH ja ja
GAG Servicegesellschaft mbH ja ja
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Köln ja ja
Grund und Boden GmbH ja ja
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH ja ja
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft ja ja
e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ja ja
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ja ja
KölnKongress GmbH ja ja
KölnKongress Gastronomie GmbH ja ja
Koelnmesse GmbH ja ja
Koelnmesse Ausstellungen GmbH ja ja
Koelnmesse Inc., Chicago, USA nein nein
KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien nein nein
Koelnmesse Pte Ltd., Singapur nein nein
Koelnmesse Ltd., Hongkong nein nein
Koelnmesse Co., Ltd. Peking, China nein nein
Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan nein nein
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda., Sao Paulo, Brasilien nein nein
Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai, Indien nein nein
Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok nein nein
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. nein nein
Expolink Global Network Ltd., Bangkok nein nein
KölnTourismus GmbH ja ja
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH ja ja
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln ja ja
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH ja ja
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG ja ja
BioCampus Cologne Management GmbH ja ja
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der
Gemeindeentwicklung mbH ja ja
Butzweilerhof Verwaltung GmbH ja ja
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG ja ja
Digital Hub Cologne GmbH ja ja
e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln ja ja
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH nein ja
Soziales
SBK Sozial-Betriebe-Köln, gemeinnützige GmbH ja ja
Kliniken der Stadt Köln gGmbH ja ja
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik GmbH ja ja
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR ja ja
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH ja ja
Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH ja ja
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH ja ja
AchtBrücken GmbH ja ja
269
Beteiligung im Beteiligungsbericht … 2018 2019
Akademie der Künste der Welt/Köln, gemeinnützige GmbH ja ja
AG Zoologischer Garten Köln ja ja
ZOO-Gastronomie GmbH ja ja
KÖLNER ZOO Shop GmbH ja ja
Kölner Sportstätten GmbH ja ja
e.E. Bühnen der Stadt Köln ja ja
e.E. Gürzenich-Orchester ja ja
e.E. Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud ja ja
270
Erläuterungen und Begriffsdefinitionen
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
(GuV) finden Sie in §§ 266, 275 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie im Internet z.B. unter
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bilanz.html beziehungsweise unter
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gewinn-und-verlustrechnung-guv.html.
Erläuterung Kennzahlen - Bilanz
Anlagenintensität Anlagevermögen
Bilanzsumme × 100
Als Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Gesamtvermö-
gen gibt die Kennzahl Auskunft über die Kapitalbindung inner-
halb eines Unternehmens. Je größer die Kennzahl, desto
mehr Kapital ist innerhalb des Anlagevermögens gebunden
und je höher sind die Fixkosten. Eine hohe Anlageintensität
beinhaltet ein höheres Risiko, da das Unternehmen bei
Marktveränderungen i.d.R. nicht so schnell darauf reagieren
kann. Der Zielwert ist stark branchenabhängig.
Abschreibungen Abschreibungen ohne Abschreibungen auf den Geschäfts-
und Firmenwert
Abschreibungsquote Abschreibungen
Immaterielle Vermögen + Sachanlagevermögen × 100
Das Verhältnis zwischen den Abschreibungen eines Ge-
schäftsjahres und dem Anlagevermögen lässt Schlüsse über
den Erneuerungszyklus von Anlagegütern (z.B. Maschinen)
und deren Nutzungsdauer zu. Je höher die Abschreibungs-
quote, desto eher werden Anlagen nach Auslaufen der Ab-
schreibungen weiterhin verwendet. Der Zielwert ist stark
branchenabhängig.
Bankverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Veränderung der
Verschuldung
Gesamtverbindlichkeiten lt. Bilanz des Betrachtungsjahres
abzüglich der Gesamtverbindlichkeiten lt. Bilanz des Vorjah-
res
Investitionen
Summe der Zugänge beim Anlagevermögen d.h. bei den im-
materiellen Vermögensgegenständen, dem Sachanlagever-
mögen sowie zu den Finanzanlagen
271
Investitionsquote Investitionen in Anlagevermögen
Anlagevermögen × 100
Diese Kennzahl spiegelt den prozentualen Anteil der Investiti-
onen in das Anlagevermögen wider; sie gibt einen Hinweis
auf die Erneuerungsquote. Ist die Investitionsquote langfristig
hoch, so lässt dies den Schluss zu, dass ständig in neue Ver-
mögensgegenstände investiert wird. Eine langfristig niedrige
Investitionsquote hingegen kann auf eine Überalterung der
Anlagegüter hinweisen. Eine Aussage zur Notwendigkeit oder
Qualität der Investitionen enthält diese Kennzahl nicht. Der
Zielwert sollte langfristig größer als Null sein.
Eigenkapital Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den Ei-
gentümern einer Unternehmung zu deren Finanzierung auf-
gebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen
belassen wurden (Selbstfinanzierung). Das davon gezeich-
nete Kapital ist das Kapital, auf das die Haftung der Gesell-
schafter für die Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft ge-
genüber den Gläubigern beschränkt ist (§ 272 I HGB).
Eigenkapitalquote Eigenkapital
Bilanzsumme ×100
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenka-
pitals am Gesamtkapital ist. Je höher die Eigenkapitalquote,
umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens
und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Ban-
ken bewerten daher die Bonität eines Unternehmens bei ho-
her Eigenkapitalquote höher. Je höher die Anlagenintensität
ist, umso höher sollte auch die Eigenkapitalquote sein.
Erläuterungen Kennzahlen - Gewinn- und Verlustrechnung
EBIT
Earnings before interest and taxes
Summe aus Betriebsergebnis, Erträgen aus Beteiligungen,
Erträgen aus Gewinnabführung, Erträgen aus anderen Fi-
nanzanlagen abzüglich Aufwendungen aus Verlustüber-
nahme und Abschreibungen auf Finanzanlagen
Hierbei handelt es sich um das Unternehmungsergebnis be-
vor Steuern und Zinsen hinzugerechnet bzw. abgezogen wer-
den. Die Kennzahl EBIT wird vor allem verwendet, um die
operative Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen zu kön-
nen, unabhängig von regionalen Besteuerungen und unter-
schiedlichen Finanzierungsformen. Zielwert ist größer Null.
272
EBITDA
Earnings before interest, taxes, depreciation and amorti-
sation
EBIT
+ Abschreibungen auf Sachanlagevermögen
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögen (Firmenwert)
Mit dem EBITDA wird das Betriebsergebnis ohne Verzerrun-
gen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen dargestellt.
Diese Kennzahl ist also nicht nur um das Finanzergebnis und
Steuern bereinigt, sondern gegenüber dem EBIT zusätzlich
noch um die Abschreibungen. Die Ertragskennzahl EBITDA
wird genutzt, um insbesondere Abschreibungen im Zusam-
menhang mit Patenten, Lizenzen und dem Goodwill (Ge-
schäfts- oder Firmenwert) aus der Betrachtung der Ertrags-
kraft eines Unternehmens zu eliminieren.Der Zielwert ist grö-
ßer Null.
Gesamtaufwand
Summe alle Aufwendungen d.h. Betriebsaufwendungen, Ab-
schreibungen auf Finanzanlagen, Aufwendungen aus Verlust-
übernahmen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie
sonstige Steuern
Gesamtleistung
Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie
aktivierter Eigenleistungen
Gesamtkapital-
rentabilität
(Jahresergebnis + Zinsaufwendungen)
Bilanzsumme x 100
Durch diese Kennzahl lassen sich die Verzinsung und die Ef-
fizienz des gesamten Kapitaleinsatzes vor Ergebnisüber-
nahme bzw. -abführung im Unternehmen errechnen. Die
Fremdkapitalzinsen werden dem Gewinn hinzugerechnet, da
sie in derselben Periode angefallen sind, jedoch als Aufwand
den Gewinn schmälern. Da die Gesamtkapitalrentabilität die
Verzinsung des gesamten im Unternehmen, also inkl. Fremd-
kapital, investierten Kapitals angibt, ist sie aussagefähiger als
die Eigenkapitalrentabilität. Der Zielwert sollte größer als der
Zins für das eingesetzte Fremdkapital sein.
Gesamtleistung
Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie
aktivierter Eigenleistungen.
Die Bestandsveränderungen geben die Änderung innerhalb
des Vorratsvermögens (u.a. bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstof-
fen) an, aktivierte Eigenleistungen (beispielsweise in Form
von selbst erstellten Anlagen) stellen einen Vermögensge-
genstand dar. Die Gesamtleistung beschreibt daher den
Wert, der durch die abgesetzten Produkte/ Dienstleistungen
und die selbst erstellten Güter innerhalb einer Periode ge-
schaffen wurde.
273
Betriebsleistung
Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge.
Die Betriebsleistung ist eine wesentliche Größe, die als Be-
zug für eine Reihe von Kennzahlen verwendet werden kann
(z.B. Personalintensität, Materialintensität,usw.). In der Bi-
lanzanalyse kommt der Betriebsleistung insbesondere bei la-
gerintensiven Unternehmen eine höhere Aussagekraft zu als
den Umsatzerlösen. Zu den lagerintensiven Unternehmen ge-
hören Betriebe, bei denen aus Gründen des Produktionspro-
zesses die Produkte nicht innerhalb einer Rechnungsperiode
fertiggestellt sind und deshalb zu hohen Bestandsverände-
rungen führen. Bei Betrieben mit hoher Lagerumschlagshäu-
figkeit spielt die Gesamtleistung indes keine Rolle, weil hier
lediglich der Bilanzstichtag zufällig zu Lagerbeständen führt,
die als Bestandsveränderung zu zeigen sind.
Rohertrag Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand
Der Rohertrag zeigt an, welcher Betrag für die Begleichung
aller übrigen Positionen verbleibt. Der Rohertrag stellt somit
die einfachste Form eines Deckungsbeitrags dar.
Personal
Beschäftigte Alle Angestellten in Voll- und Teilzeit inkl. Auszubildende
Personalaufwand pro
Beschäftigte/r
Personalaufwand
Beschäftigte im Jahresdurchdschnitt
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3605/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 23.11.2021
- Erstellt
- 13.10.2021 15:05