2019/0340
Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemein bildende Schulen, Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025
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2019/0340
6811 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
23.10.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Schulamt
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0340
Magistratsbeschluss-Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemein bildende Schulen,
Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025
Vorlage vom: 22.10.2019
Beschlussvorschlag:
1. Der beigefügte Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemein bilde n-
de Schulen, Teilplan 1, Grund - und Förderschulen (Primarstufe) 2020 - 2025 wird zur
Kenntnis genommen und in beiliegender Fassung in das Beteiligungsverfahren gegeben.
2. Ausfertigungen des Entwurfs erhalten im Rahmen d es Beteiligungsverfahrens alle b e-
troffenen Schulen, Stadtelternbeirat und Stadtschüler*innenrat, alle in der Stadtverordn e-
tenversammlung vertretenen Fraktionen und fraktionslosen Stadtverordneten, die benac h-
barten Schulträger, die Jugendhilfe/ das Jugendamt sowie die Mitglieder der Schulko m-
mission.
- 2 -
Anlagen: 191023_SEP_Teilplan Grund und Förderschulen
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.10.2019
I. Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schulen, Teil-
plan Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025
Das Hessische Schulgesetz (HSchG) regelt die Aufstellung von Schulentwicklungsplänen durch
den Schulträger in § 145.
Hiernach sind Schulentwicklungspläne innerhalb von 5 Jahren nach der Zustimmung durch das
Kultusministerium auf ihre Zweckmäßigkeit zu überprüfen und – soweit erforderlich – fortzu-
schreiben.
Aufgrund des enormen Umfangs und Umbruchs (Konversion) in der städtebaulichen Entwick-
lung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, verbunden mit den ebenso umfangreichen gesell-
schaftlichen Veränderungen sowie im Schulwesen (Beispiel Digitalisierung oder Ganztag), hat
sich das Schuldezernat entschieden, den Schulentwicklungsplan für allgemeinbildende Schulen
in 2 Teilplänen –Primarbereich und Sekundarbereich- zu behandeln.
Der in der Anlage beigefügte Entwurf des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schu-
len, Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025 enthält entsprechend
den gesetzlichen Vorgaben des Hessischen Schulgesetzes die Ausweisung des gegenwärtigen
und zukünftigen Schulbedarfs sowie von Schulstandorten. Das örtliche Bildungsangebot wird
dargestellt und reflektiert. Der Plan liefert damit die Grundlagen für einen zweckentsprechen-
den Schulbau sowie den Rahmen für eine Standortentwicklungs- und Ausstattungsplanung bis
zum Jahr 2025. Er versteht sich als Leitlinie für die Entscheidungsfindung zu den erforderli-
chen schulorganisatorischen und schulbaulichen Einzelmaßnahmen.
Schließlich enthält der Schulentwicklungsplan (SEP) sowohl die langfristige Zielplanung des
Schulträgers als auch die einzelnen Durchführungsmaßnahmen unter Angabe der geplanten
zeitlichen Verwirklichung.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt zeichnet sich aus durch ein außergewöhnlich hohes Maß an
Bevölkerungszuwachs und städtebaulicher Wohnverdichtung, welches im Entwurf des Schul-
entwicklungsplans explizit in einem Kapitel behandelt und bezüglich der daraus resultierenden
sozialen Infrastrukturbedarfe problematisiert wird. Die Folge – nämlich eine Vielzahl an not-
wendigen Schulerweiterungen und Neugründungen, also Organisationsanträgen nach § 146 des
Hessischen Schulgesetzes (HSchG) – wird im beigefügten Planungsentwurf konkret benannt
und mit statistischen Daten unterfüttert.
Seit Genehmigung des letzten Schulentwicklungsplans (SEP) im Jahr 2012 hat sich zudem der
Schul- und Bildungsbereich stetig weiterentwickelt, insbesondere auch im Bereich der Grund-
schulen und Förderschulen. Zu nennen sind hier schwerpunktmäßig die Verstetigung inklusiver
Beschulung und der Ausbau von Ganztagsangeboten sowie deren große Nachfrage.
Weiterhin haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen des Landesgesetzgebers zur Umset-
zung inklusiven Unterrichts deutlich konkretisiert und es wird versucht, durch das Instrument
der Einführung und Organisation inklusiver Schulbündnisse (aktuell: Verordnung über die Auf-
gabe und Organisation der inklusiven Schulbündnisse VOiSB vom 14.6.2019), einen verlässli-
chen Arbeitsrahmen für die an Schule Beteiligten zu schaffen.
Der Entwurf des Schulentwicklungsplans greift darüber hinaus weitere Angebote und Planun-
gen auf. Zu nennen ist hier insbesondere der Ausbau und die Weiterentwicklung des Ganztags-
schulbereichs, womit der zunehmenden Bedeutung der schulischen
- 4 -
Betreuungsangebote im Sinne qualitativer Schulentwicklung sowie der Verbesserung der Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf Rechnung getragen werden soll.
Die aus dem umfassenden bisherigen Planungsprozess abgeleiteten Maßnahmen sind in den
Kapiteln VI.6. sowie VII.3. und VIII.2. des Entwurfs des Schulentwicklungsplans zusammenge-
fasst aufgeführt.
II. Durchführung des Beteiligungsverfahrens
Im Interesse einer ganzheitlichen Betrachtung und zur möglichst breiten Berücksichtigung
begründeter Interessenslagen wird der Entwurf des Schulentwicklungsplans in das Beteili-
gungsverfahren gegeben.
Nach der vom Magistrat beschlossenen Offenlegung, wird der Entwurf den betroffenen Schu-
len, den anderen Fachplanungen sowie spezifischen schulischen und politischen Interessens-
vertretern bekannt gegeben. Ferner wird die Abstimmung mit den umliegenden Schulträgern
herbeigeführt. Der Entwurf wird zudem den Mitgliedern der Schulkommission zur Kenntnis
gegeben, die hierzu erforderlichenfalls den Magistrat vor abschließender Beschlussfassung
inhaltlich beraten.
Bis zum 22.11.2019 können Anregungen und Bedenken zum Entwurf über das städtische
Schulamt beim Schuldezernat eingebracht werden, die anschließend gewertet und, soweit in-
haltlich begründet, in die abschließende Fassung des SEP eingearbeitet werden. Diese wird
anschließend dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung
vorgelegt.
Nach Zustimmung der städtischen Gremien erfolgt die Vorlage zur Genehmigung beim Hessi-
schen Kultusministerium
Darmstadt, 22.10.2019
Plr- -40- kra/la
Dezernat II
Rafael Reißer
Bürgermeister
anlage 1
311408 Zeichen
Schulentwicklungsplan
Teilplan 1
Grund- und Förderschulen (Primarstufe)
|
Schulentwicklungsplan
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Teilplan 1
Grund- und Förderschulen (Primarstufe)
Verfasser:
Planungsreferat des städtischen Schulamts
in Zusammenarbeit mit
dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung,
Abteilung Statistik und Stadtforschung, sowie
Biregio, Bonn
|
Herausgeberin | Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Schulamt | Planungsreferat
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt
Telefon 06151 13 - 3356
Telefax 06151 13 - 2918
E-Mail schulamt@darmstadt.de
Internet www.darmstadt.de
Inhaltsverzeichnis
I. VORWORT DES BÜRGERMEISTERS ............................................................................. 8
II. KOMMUNALE AUSGANGSSITUATION ......................................................................... 10
II.1. Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation ........... 10
II.1.1. Einführung ................................ ................................ ................................ ........... 10
II.1.2. Die demografische Entwicklung Darmstadts ................................ .............................. 10
II.1.3. Die neue Phase der Stadtentwicklung ................................ ................................ ....... 11
II.1.4. Unternehmen, Arbeitsmarkt und soziale Entwicklung ................................ .................. 12
II.1.5. Bildung in Darmstadt: Studierende und Universitäten ................................ .................. 13
II.1.6. Forschungseinrichtungen und Hochqualifizierung ................................ ...................... 14
II.1.7. Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur ................................ .............................. 15
II.1.8. Bevölkerungsstruktur und Migrationshintergrund ................................ ........................ 16
II.1.9. Prognose der Bevölkerungsentwicklung in Darmstadt ................................ ................. 17
II.2. Städtebauliche Entwicklung .............................................................................................. 24
II.3. Prognose der demografischen Entwicklung schulrelevanter Altersjahrgänge .................... 26
II.3.1. Die Altersstruktur Darmstadts ................................ ................................ .................. 26
II.3.2. Geschlechterverteilung ................................ ................................ .......................... 27
II.3.3. Veränderung der Bevölkerungszahl ................................ ................................ .......... 28
II.3.4. Veränderung seit 2010 ................................ ................................ .......................... 29
II.3.5. Baulandentwicklung und städtische Nachverdichtung ................................ ................. 29
II.3.6. Prognose der Anzahl der Kinder und Jugendlichen ................................ ...................... 30
III. ANALYSE DER PRIMARSTUFE ..................................................................................... 31
III.1. Ausgangslage Grundschulen.............................................................................................. 31
III.1.1. Anteile nach Geschlecht und Herkunft ................................ ................................ ...... 31
III.1.2. Anteile in der Betreuung ................................ ................................ ......................... 34
III.1.3. Seiteneinsteiger (NDHS – Nichtdeutscher Herkunftssprache) ................................ ....... 36
III.2. Prognose der SchülerInnenzahlen in der Primarstufe ........................................................ 37
III.2.1. Datengrundlagen/Herkunft der Daten................................ ................................ ....... 37
III.2.2. Methodik der Prognose ................................ ................................ .......................... 37
III.2.3. Durchlaufquoten als weiteres Instrument der Prognose ................................ ............... 38
III.2.4. Prognose bis 2024/25 ................................ ................................ .......................... 38
III.3. Übergänge aus den Grund- in die weiterführenden Schulen .............................................. 40
III.3.1. Übergänge in die weiterführenden Schulen ................................ ............................... 40
III.3.2. Abgleich Übergang ins Gymnasium und Anteile der Migranten ................................ ..... 41
III.3.3. Entwicklung der SchülerInnenzahlen in die weiterführenden Schulen ............................. 42
IV. ORGANISATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN ........................................................ 43
IV.1. Gesetzliche Rahmenbedingungen ...................................................................................... 43
IV.1.1. Schulentwicklungsplanung § 145 HSchG ................................ ................................ .. 43
IV.1.2. Klassenhöchst- und Mindestwerte ................................ ................................ ............ 44
IV.2. Schulangebot .................................................................................................................... 45
IV.2.1. Vorlaufkurse (als freiwilliges Angebot zur Vorbereitung auf die Grundschule) .................. 45
IV.2.2. Eingangsstufen ................................ ................................ ................................ ..... 45
IV.2.3. Vorklassen ................................ ................................ ................................ ........... 45
IV.2.4. Flexibler Schulanfang ................................ ................................ ............................ 47
IV.3. Inklusive Bildung .............................................................................................................. 48
IV.3.1. Inklusive Beschulung Grundschulen ................................ ................................ ......... 48
IV.3.2. Beratungs- und Förderzentren ................................ ................................ ................. 49
|
IV.3.3. Inklusive Schulbündnisse ................................ ................................ ....................... 49
IV.4. Ganztag – Schulkindbetreuung und Pakt für den Nachmittag ............................................ 51
IV.4.1. Grundsätzliches ................................ ................................ ................................ .... 51
IV.4.2. Ganztagsrichtlinie und § 15 Hessisches Schulgesetz ................................ .................. 51
IV.4.3. Schulkindbetreuung ................................ ................................ .............................. 52
IV.4.4. Ganztagsprofile des Landes Hessen und Pakt für den Nachmittag ................................ . 52
IV.4.5. Ausblick ................................ ................................ ................................ .............. 54
V. SCHULENTWICKLUNG .................................................................................................. 56
V.1. Karte: Förderschulen in Darmstadt ................................................................................... 57
V.2. Karte: Grundschulen mit Schulbezirken ............................................................................ 58
V.3. Übersicht: Bestand und Entwicklung der Grund- und Förderschulen ................................ 59
VI. GRUNDSCHULEN .......................................................................................................... 61
VI.1. Grundsätzliches ................................................................................................................ 61
VI.1.1. Grundschulen/-stufen in städtischer Trägerschaft ................................ ...................... 61
VI.1.2. Grundschulen/-stufen in privater Trägerschaft ................................ ........................... 64
VI.2. Grundschulen Nord ........................................................................................................... 74
VI.2.1. Georg-August-Zinn-Schule................................ ................................ ...................... 75
VI.2.2. Wilhelm-Busch-Schule ................................ ................................ ........................... 78
VI.2.3. Astrid-Lindgren-Schule ................................ ................................ .......................... 81
VI.2.4. Erich Kästner-Schule ................................ ................................ ............................. 84
VI.3. Grundschulen West ........................................................................................................... 90
VI.3.1. Käthe-Kollwitz-Schule ................................ ................................ ............................ 91
VI.3.2. Friedrich-Ebert-Schule ................................ ................................ ........................... 94
VI.4. Grundschulen Mitte .......................................................................................................... 98
VI.4.1. Christian-Morgenstern-Schule ................................ ................................ ................. 99
VI.4.2. Schillerschule ................................ ................................ ................................ .... 102
VI.4.3. Goetheschule ................................ ................................ ................................ ..... 105
Kyritzschule (Dependance Goetheschule) ................................ ............................... 109
VI.4.4. Heinrich-Hoffmann-Schule ................................ ................................ ................... 110
VI.4.5. Elly-Heuss-Knapp-Schule ................................ ................................ ..................... 113
VI.4.6. Mornewegschule ................................ ................................ ................................ 116
VI.4.7. Heinrich-Heine-Schule................................ ................................ ......................... 120
VI.4.8. Bessunger Schule ................................ ................................ ............................... 123
VI.4.9. Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage (in Planung) ................................ ....... 127
VI.5. Grundschulen Süd .......................................................................................................... 130
VI.5.1. Schule in der Lincolnsiedlung (im Bau) ................................ ................................ .. 131
VI.5.2. Grundschule im Ludwigshöhviertel (in Planung) ................................ ...................... 133
VI.5.3. Frankensteinschule ................................ ................................ ............................. 135
VI.5.4. Andersenschule ................................ ................................ ................................ .. 138
VI.5.5. Ludwig-Schwamb-Schule ................................ ................................ ..................... 141
VI.5.6. Wilhelm-Hauff-Schule ................................ ................................ .......................... 144
VI.6. Handlungsbedarf an Grundschulen ................................................................................. 147
VI.6.1. Bessunger Schule ................................ ................................ ............................... 147
VI.6.2. Mornewegschule ................................ ................................ ................................ 147
VI.6.3. Heinrich-Heine-Schule................................ ................................ ......................... 148
VI.6.4. Goetheschule ................................ ................................ ................................ ..... 148
VI.6.5. Schillerschule ................................ ................................ ................................ .... 148
VI.6.6. Heinrich-Hoffman-Schule ................................ ................................ ..................... 148
VI.7. Schulorganistorische Maßnahmen nach § 146 HSCHG .................................................... 149
VI.8. Karte: Grundschulen Bestand, Planung und Perspektive ................................................. 150
VII. Förderschulen ................................................................................................................ 151
VII.1. Vorwort für Förderschulen ............................................................................................... 151
VII.2. Förderschulen ................................................................................................................. 154
VII.2.1. Christoph-Graupner-Schule ................................ ................................ ................... 155
VII.2.2. Ernst-Elias-Niebergall-Schule ................................ ................................ ................ 159
VII.2.3. Herderschule ................................ ................................ ................................ ...... 162
VII.2.4. Mühltalschule ................................ ................................ ................................ ..... 166
VII.3. Handlungsbedarf an Förderschulen ................................................................................. 169
VII.3.1. Grundsätzliches ................................ ................................ ................................ .. 169
VII.3.2. Christoph-Graupner-Schule ................................ ................................ ................... 169
VII.4. Schulorganistorische Maßnahmen nach § 146 HSCHG .................................................... 170
VIII. ZUSCHNEIDEN DER GRUNDSCHULBEZIRKE .......................................................... 171
VIII.1. §143 HSchG................................................................................................................... 171
VIII.2. Handlungsbedarfe ......................................................................................................... 171
VIII.2.1. Überschneidung der Grundschulbezirke ................................ .............................. 171
VIII.2.2. Bildung von Grundschulbezirken neu zu errichtender Schulen ................................ . 174
VIII.2.3. Neuzuschnitt von Grundschulbezirken bestehender Schulen ................................ ... 175
IX. Anlagen ......................................................................................................................... 178
Raumbestand ........................................................................................................................... 178
|
7
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8
I. VORWORT DES BÜRGERMEISTERS
Bürgermeister und Schuldezernent
Rafael Reißer
FOLGT NACH GENHMIGUNG HKM.
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9
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
10
II. KOMMUNALE AUSGANGSSITUATION
II.1. Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale
Lage und die Bildungssituation
Ein Gastbeitrag von Günter Bachmann, Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung Statistik und Stadtforschung
II.1.1. Einführung
Bildung hat in Darmstadt eine lange Tradition. Als die Hessische Landesregierung der Stadt Darmstadt in 1997 den
Ehrentitel der Wissenschaftsstadt verlieh, belegte dies einerseits den Anspruch der Stadt auf ein modernes Profil
und bestätigte andererseits ihre Tradition bezüglich Bildung und Wissenschaft.
Die Entstehung der Stadt Darmstadt als Wissenschaftsstadt ist allerdings ganz anders und begründet sich nicht
erst seit diesem Ehrentitel. Wissenschaft, Forschung und Kunst sind seit langem eng mit der Stadt Darmstadt
verbunden: Große Denker, Erfinder und Forscher haben den Ruf der heutigen Wissenschaftsstadt begründet und so
die Basis für das moderne Darmstadt geschaffen. Die Vielzahl der wissenschaftlichen Institutionen, die drei
Universitäten und die modern aufgestellten Unternehmen mit ihren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sind
die Grundlage dieser neuen Entwicklung. Dies hat Konsequenzen bezüglich der Qualifikation der in Darmstadt
Beschäftigten: Heute hat jeder Vierte mindestens einen Hochschulabschluss, und dieser Spitzenwert wird nur von
wenigen anderen Städten erreicht.
Auf vielen Feldern hat sich Darmstadt durch diese dynamische wissensbasierte Entwicklung in den beiden letzten
Jahrzehnten stark verändert. Die demografische Ausgangslage hat sich drastisch ins Gegenteil verkehrt, aus einer
schrumpfenden Stadt der neunziger Jahre ist eine „Schwarmstadt“ geworden (siehe zum Begriff der Schwarmstadt
ausführlicher: Demografiebericht 3). Auch der Arbeitsmarkt, die Zahl modernster Unternehmen und die
Wirtschaftsbereiche sind heute andere als vor 20 Jahren. Seien es die deutlich höheren Studierendenzahlen, die
gewachsene Zahl der europa- bzw. weltweit anerkannten Forschungseinrichtungen in der Stadt oder die Erfolge der
ESA bezüglich der Kometensonde Rosetta: die Wahrnehmung der Darmstädterinnen und Darmstädter sowie die
Reputation der Stadt hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verändert. Bereits zum dritten Mal wurde
Darmstadt in einem bundesweiten Ranking als „Stadt der Zukunft“ von der Wirtschaftswoche ausgezeichnet. Nicht
zuletzt der Gewinn des Titels „Digitalstadt“ in 2017 zeigt den engen Zusammenhang von hohem Bildungsstand,
modernen Unternehmen, öffentlichen und privaten Forschungs-einrichtungen und Bildungseinrichtungen in der
Stadt auf.
II.1.2. Die demografische Entwicklung Darmstadts
Die demografische Entwicklung der Stadt ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung, insbesondere bei der
gesamten Bildungsthematik. Bei verschiedenen Rankings der letzten Jahre hat Darmstadt hervorragend
abgeschnitten. Wesentliche Indikatoren für diese Bewertung waren die positive demografischen
Entwicklungsperspektive, die Zahl der Unternehmen mit modernen Dienstleistungsangeboten und die
Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft.
Ein kurzer Rückblick zeigt auf, wie sehr sich die Situation in den zwei letzten Jahrzehnten verändert hat. Nach dem
Bevölkerungszuwachs der Nachkriegsentwicklung wurde 1971/72 mit knapp über 142.000 Einwohnern ein
Höhepunkt bei der Einwohnerzahl erzielt. Jedoch begann anschließend eine lang währende Phase der
Suburbanisierung mit Bevölkerungsverlusten insbesondere ins unmittelbare Umland, die nur Anfang der 1990er
Jahre eine Unterbrechung durch Sondereffekte der Wende hatte.
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation |
11
Grafik Bevölkerungsentwicklung in Darmstadt von 1960 bis heute
Die eigentliche Trendwende in der Bevölkerungsentwicklung vollzieht sich ab 1998, also früher als im
Bundesdurchschnitt. Seither steigt die Bevölkerungszahl in Darmstadt kontinuierlich an, bis 2017 mit über
160.000 Personen ein vorläufiger historischer Höchststand erreicht wird.
II.1.3. Die neue Phase der Stadtentwicklung
Besonders auffällig für die Stadtentwicklung ist der starke Zustrom junger Menschen, die hier studieren oder ihren
ersten Arbeitsplatz haben und damit durch ihre Wanderung in die Stadt das Bild Darmstadts verändern. Diese
Trendwende ist jedoch kein alleiniges Darmstädter Phänomen, sondern es vollzieht sich ähnlich auch in anderen
Städten.
Die kleinere bis mittelgroße Großstadt mit einem wissens- und technologieorientierten Profil ist in Deutschland
mittlerweile ein wichtiger Träger des Trends zurück in die Stadt. Städte wie Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg,
Augsburg, Konstanz, Ulm oder Regensburg finden wir in dieser Städtegruppe1: die Wissenschaftsstadt Darmstadt
ist durchaus als Prototyp der „Schwarmstadt“-Entwicklung2 zu bezeichnen. Der Forscher Richard Florida3 hat diese
Entwicklung mit der Anziehungskraft der so genannten Kreativen Klasse erklärt. Seine drei Begriffe, die drei TTTs –
Talente, Technologie und Toleranz, sind wissenschaftlich bisher praktisch unwidersprochen untrennbar mit dem
Trend zurück in die Stadt verbunden.
Zusammenfassend bedeutet dies, dass die positive demografische Entwicklung Darmstadts der beiden letzten
Jahrzehnte ihre Grundlage in einer Kombination von Faktoren hatte: unter anderem in der Veränderung der
Wirtschaftsstruktur, des spezifischen Arbeitsplatzangebotes, der Veränderung der Hochschullandschaft und
weiterer Indikatoren, die hier erörtert werden sollen. Für das gesamte Themenfeld der Bildung hat diese neue
Entwicklung unmittelbare Konsequenzen, wie dies in diesem Bildungsbericht deutlich werden wird.
1 Siehe dazu die aktuellen Studien und Rankings der Prognos AG zum Thema Zuk unftsatlas unter der Internet-Adresse
https://www.prognos.com/publikationen/zukunftsatlas -r-regionen/zukunftsatlas-r-2016/sowie analytisch Jürgen Göddecke-Stellmann, Renaissance
der Großstädte – eine Zwischenbilanz, Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, BBSR -
Berichte KOMPAKT 9/2011, Bonn 2011
2 Siehe den Beitrag von Prof. Dr. Harald Simons, Lukas Weiden, Schwarmstädte – eine Untersuchung zu Umfang, Ursache, Nachhaltigkeit und
Folgen der neuen Wanderungsmuster in Deutschland unter:
http://web.gdw.de/uploads/WZT_2015/Impulsreferat/Schwarmstaedte_GdW_2015_07_1.pdf
3 Richard Florida, The Rise of the Creative Class – and how it´s transforming work, leisure, community, and everyday life. New York 2003
120.000
130.000
140.000
150.000
160.000
170.000
1960
1965
1970
1975
1980
1985
1990
1995
2000
2005
2010
2015
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
12
II.1.4. Unternehmen, Arbeitsmarkt und soziale Entwicklung
Darmstadt weist inzwischen eine ungewöhnlich hohe Dichte an qualitativ besonderen Unternehmen, Institutionen
und Gesellschaften auf. Diese haben sich teilweise erst seit der Entwicklung zur Wissenschaftsstadt gezielt
angesiedelt. Die Attraktivität Darmstadts nach 1997 hat zur Herausbildung eines besonderen Wissenschafts-
Clusters geführt.
Der positiven demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung ab Ende der 1990er Jahre ging jedoch eine Reihe
von Jahren mit ökonomischen Problemen voraus. Nahezu parallel zu Bevölkerungsentwicklung vollzog sich seit
Mitte der 1970’er Jahre der Niedergang der sogenannten „Weißen Industrie“, die sehr zur Bedeutung Darmstadts
nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen hatte. Buchdruck, Buchproduktion, Verlagswesen, Literaturpreise wie die
jährliche Büchner-Preisverleihung hatten Darmstadts Ruf als Stadt der Künste nach dem Zweiten Weltkrieg
deutschlandweit begründet. Mit dem Niedergang des Verlagswesens und dem Rückzug großer Druckereien wie
Springer oder Burda endete diese besondere kulturelle Hochphase der Stadt.
Daneben jedoch geriet auch der klassische Maschinenbau in die Krise: weltweite Konkurrenz, der globale
ökonomische Anpassungsdruck und der Verlust der Märkte in der Sowjetunion nach dem Ende derselben führten
auch diese wichtigen Darmstädter Branche in einen Abwärtsstrudel mit Verlusten an Arbeitsplätzen und
qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vor allem zu Beginn der 1990’er Jahre zeigte sich diese
Entwicklung in einem Rückgang industrieller Arbeitsplätze und einem langsamen, aber stetigen Anwachsen an
Arbeitslosigkeit in der Stadt.
Aus heutiger Sicht vorausblickend erscheint die Strategie des damaligen Sozialdezernenten und späteren
Oberbürgermeisters Peter Benz, in der Stadtverwaltung in 1993 eine Arbeitsgruppe zur Erhebung von Daten und
Erstellung von Analysen zur sozialen Situation in Darmstadt einzurichten. Die ersten Armuts- und Sozialberichte
der Stadt4 sind heute wichtige Dokumente eines entstehenden Problembewusstseins des zunehmenden
gesellschaftlichen Auseinanderdriftens von gesellschaftlichen Gruppen, von Armut und Reichtum in der modernen
Stadtgesellschaft. Eine wichtige Konsequenz der Anstrengungen, die soziale Situation in der Stadt mit Analysen
und Daten zu beleuchten, mündete in den großen Erfolg, gleich für zwei Stadtteile, Kranichstein-Süd und die
Kirchtannensiedlung in Eberstadt, Projektmittel der „Sozialen Stadt“-Projekte der Bundesregierung bzw. des
Landes Hessen zu gewinnen. Dies war für eine der kleineren Großstädte Deutschlands ein bedeutender Schritt,
Lebensbedingungen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf zu erkennen und ggf. zu verbessern.
Grafik Arbeitslosigkeit 2002 bis 2016 (seit Dezember 2006 Veränderung der Datengrundlage durch die Hartz-Reformen)
4 Magistrat der Stadt Darmstadt, Sozialbericht, Darmstadt 1993 und folgende Berichte, aktuell: Sozialatlas 2018
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation |
13
Auffällig ist, dass mit der Neuorientierung der Stadtentwicklung in Richtung Wissenschaftsstadt seit 1997 auch
eine Veränderung der Wirtschaftsstruktur, der Ansiedlung neuer, moderner Branchen und der Schaffung von
Gründerzentren erreicht wurde. So zeichnet sich Darmstadt heute durch einen zukunftsfähigen und interessanten
Branchen-Mix aus.
Viele Unternehmen und Einrichtungen der Stadt arbeiten in einer globalen Welt, mit Niederlassungen,
Kooperationen, Produkten oder Partnerschaften. Neben den Unternehmen profitieren auch die Wissenschaftsstadt
und ihre Beschäftigten ganz unmittelbar von dieser Internationalität. Denn der Standort Darmstadt lockt mit der
neuen Strategie seit 1997 zunehmend stärker mit hochwertigen und qualitativ anspruchsvollen, international
wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen sowie den entsprechenden Bildungs- und Ausbildungsangeboten. In der
exportabhängigen Darmstädter Wirtschaft und der gesamten Clusterbildung5 in der Region FrankfurtRheinMain
kommt der Erschließung internationaler Märkte und globaler Geschäftsbeziehungen eine herausragende Bedeutung
für Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftlichen Erfolg und moderne Arbeitsplätze zu.
Mittlerweile sind mehr als 700 Unternehmen der IT-Branche in und um Darmstadt ansässig. Darmstädter
Unternehmen haben in vielen Bereichen der IT bedeutende Akzente in Forschung, Entwicklung und Anwendung
gesetzt und sich zu einem Standort mit europäischer Bedeutung entwickelt. Dazu zählen insbesondere wichtige
Firmen und Marktführer in den Bereichen Telekommunikation, Logistik, Bürokommunikation, Satellitentechnik u.a.
Der in den 1990-er Jahren in die Krise geratene Maschinenbau z. B. hat sich durch die Verbindung von
hochwertigen Produktionsmöglichkeiten mit Elektronik und Software, Mechatronik genannt, praktisch neu
„erfunden“. Den nächsten Schritt geht Darmstadt nun, in dem es als Gewinnerstadt des Wettbewerbs „“Digitale
Stadt“ des IT-Branchenverbandes bitcom in den kommenden Jahren zu einer Vorzeigestadt der Digitalisierung in
Deutschland und Europa ausgebaut werden soll. Dieser Schritt in die moderne digitale Stadt wird auch die
Bildungsdiskussion und die Bildungsberichterstattung in den nächsten Jahren entscheidend prägen.
II.1.5. Bildung in Darmstadt: Studierende und Universitäten
Darmstadt erhielt 1877 seine erste Universität, als Großherzog Ludwig IV., dessen Reiterdenkmal auf dem
Friedensplatz steht, der polytechnischen Schule den Titel „Technische Hochschule zu Darmstadt“ verlieh. Damit
war die Vorläuferinstitution der Technischen Hochschule bzw. der heutigen Technischen Universität gegründet. Sie
hat immer wieder Spitzenleistungen in Forschung und Lehre hervorgebracht und neue Entwicklungen angestoßen.
So hat sie 1882 „den Elektroingenieur erfunden“ – mit der Gründung des weltweit ersten Lehrstuhls für
Elektrotechnik.
Die enge Verzahnung von wissenschaftlichen Spitzenleistungen, Forscherdrang und Erfindungsreichtum in
Kombination mit Darmstadts Wirtschaft ermöglichte einen sich exponentiell steigernden Nutzen für beide Seiten,
wie das Beispiel der Mechatronik gezeigt hat. Die Unternehmen in der Stadt und der Region profitieren von hoch
qualifiziertem wissenschaftlichem Nachwuchs, und die drei Darmstädter Universitäten können ihren Studierenden
durch enge Kooperationen, Drittmittelforschung und Personaltransfer optimale Karriere-Wege ermöglichen.
Auffällig ist der starke Zuwachs in der Zahl der Studierenden6 seit Begründung der Wissenschaftsstadt. Auch die
Schwerpunktverlagerung der Studienfächer, z. B. bei der TU Darmstadt, hat zur hohen Attraktivität Darmstadts als
Studienort beigetragen. Insgesamt sind heute mehr als 45.000 Studierende an den drei Universitäten bzw.
Hochschulen der Stadt eingetragen.
Wissen und Bildung sind Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit, Kompetenz und Schlüsselqualifikationen: Darmstadt
hat deshalb ein dicht geknüpftes Wissensnetzwerk aufgebaut, das Studierende und junge Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer, die in die „Schwarmstadt“ strömen, auf die Herausforderungen der sich drastisch verändernden
Arbeitswelt vorbereitet. Neben der Technischen Universität, der h_da und der Evangelischen Hochschule Darmstadt
gibt es vielfältige weitere Bildungseinrichtungen wie die Volkshochschule und andere sowie Bibliotheken, Museen
5 Siehe die umfangreiche Clusterstudie des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain unter Einbeziehung von Darmstadt: http://www.wi ssensportal-
frankfurtrheinmain.de/Projekte/Clusterstudie-FrankfurtRheinMain
6. Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Statistische Berichte, 1. Halbjahr 2014 Studierende in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ,
Darmstadt 2014 und aktuellere Daten im Datenreport 2017.
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
14
und Archive7, die den „Bildungscluster“ erweitern. Sowohl im vorliegenden wie auch in den folgenden
Bildungsberichten werden diese Themenfelder der Bildung und Bildungskooperation noch differenziert dargestellt.
Dabei werden vor allem Altersgruppen und ihre spezifischen Bildungsinteressen berücksichtigt werden.
Grafik Entwicklung Studierendenzahlen 1999 bis 2016
II.1.6. Forschungseinrichtungen und Hochqualifizierung
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt nehmen Grundlagen- und angewandte Forschung einen besonderen Rang ein:
so sind neben der bedeutenden Technischen Universität gleich drei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft in
Darmstadt zu finden. Neben den internen FuE-Abteilungen in Darmstädter Unternehmens ist eine breite
Forschungslandschaft etabliert, die Institutionen mittlerer Größe bis hin zu Großforschungseinrichtungen wie die
der Schwerionenforschung umfasst. Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) ist neben dem CERN in Genf
eine einzigartige Forschungseinrichtung, die mit ihrem weltweiten Renommé Studierende, Doktoranden und
Wissenschaftler aus allen Kontinenten anzieht.
Schwerpunkte der institutionellen Forschungslandschaft bilden darüber hinaus z. B. IT, insbesondere
Cybersicherheit und Visual Computing, Maschinenbau und Systemzuverlässigkeit sowie Landbau und
Pflanzenschutz. Aber die Wissenschaftsstadt inkludiert auch die Künste und ihre wissenschaftliche Analyse, wie z.
B. das Jazz-Institut, die Akademie für Tonkunst und an allererster Stelle das Institut Mathildenhöhe zeigen.
Eine weitere Besonderheit ist von mindestens europäischer Bedeutung: mit ESA und Eumetsat hat Darmstadt zwei
wichtige Einrichtungen, die nicht nur Satelliten in den Orbit schießen, sondern auch das Wetter „machen“. Eine
Vielzahl von Erdbeobachtungssatelliten, Raumsonden und Umweltsatelliten werden vom Darmstädter
Kontrollzentrum der ESA gesteuert und überwacht.
Wenige deutsche Städte haben solch eine Vielzahl von modernsten Berufs- und Arbeitsfeldern, wie sie sich in
Darmstadt seit rund 20 Jahren finden: Software-Häuser, Informations- und Kommunikationstechnologen,
Konsumgüterproduzenten, Bildungseinrichtungen, Mechatroniker, Maschinenbauer, Pharmazeuten,
Biotechnologen, Designer, Künstler und Literaten, Elektroniker, Elektrotechniker, Medizin- und Messtechniker,
Chemiker, Experten für Luft- und Raumfahrt. Darmstadt wird deshalb unter den führenden Technologiestandorten
in der Europäischen Union gelistet und rangiert weit oben in der Spitzengruppe der Zukunftsregionen.
7 Aktuelle Daten werden dazu fortlaufend im Datenreport veröffentlicht: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Datenreport 2017 ff.,
Darmstadt 2017ff.
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation |
15
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015
II.1.7. Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur
Für die Bildungsberichterstattung von großer Bedeutung ist die Altersstruktur: die Zahl der Kinder und
Jugendlichen, die Zahl der Studierenden oder auch die Zahl der Personen, die eine Weiterbildung suchen, spielen
für eine nachhaltig orientierte Bildungslandschaft eine wichtige Rolle. An diesen wichtigen Grunddaten zur
Altersstruktur orientieren sich Kindergarten- und Schulplanung, städtisches und Staatliches Schulamt und viele
andere Behörden und Einrichtungen.
Die eine Grundlage des Bevölkerungsmonitorings ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung, die andere die
Wanderungsbewegung mit Zu- und Wegzügen, z. B. von Eltern mit ihren Kindern und Jugendlichen. Zusammen
ergibt sich, ob die Bevölkerungszahl in Darmstadt wächst oder abnimmt (siehe dazu ausführlicher:
Demografiebericht 3).
Die natürliche Bevölkerungsentwicklung wird durch die Bilanz aus Geburten und Sterbefällen dargestellt. Die
wesentliche Erkenntnis ist die, dass durch die steigende Geburtenzahl und die zurückgehende Zahl der Sterbefälle
als langfristige Trends insgesamt die Bilanz der natürlichen Darmstädter Bevölkerungsentwicklung seit 2005
positiv ist. Deshalb spricht man von einer positiven Geburtenrate in Darmstadt seit 2005.
Entscheidender aber für die Altersstruktur und die Stadtentwicklung ist die Wanderungsbewegung. Einige Regionen
mit hoher Bevölkerungsdichte – wie FrankfurtRheinMain, München, Hamburg oder Stuttgart – erzielen derzeit
Wanderungsgewinne, während Regionen mit bereits niedriger Bevölkerungsdichte wie z.B. Gemeinden und
Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich Wanderungsverluste verkraften müssen. Viele Regionen mit
ohnehin hoher Beschäftigtenquote, niedrigerer Arbeitslosigkeit und relativ stabilen Einkommenslagen konnten
zusätzlich einen Bevölkerungszuwachs durch Zuwanderung und Wirtschaftswachstum vermelden.
Eine wichtige aktuelle Debatte ist um den Begriff der „Schwarmstadt“ entbrannt, der versucht, diese neuesten
demografischen Entwicklungstrends zu erklären. So schreiben die Autoren Simons und Weiden in ihrer
Schwarmstadtstudie (siehe Demografiebericht 3), dass im Unterschied zu früheren Jahrzehnten darüber hinaus ein
weiteres Phänomen im Zusammenhang mit der Binnenwanderung beobachtet werden kann: die 20- bis 35-Jährigen
konzentrieren sich heute weit stärker räumlich auf bestimmte Städte als in früheren Jahren. So lag der Anteil dieser
Altersgruppe im Jahr 2000 nur in vier Städten mehr als 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (Münster,
Würzburg, Heidelberg und Freiburg). Im Jahr 2011 dagegen traf dies bereits auf 18 Städte zu (Karlsruhe, Erlangen,
Bayreuth, Regensburg, Darmstadt, Leipzig, Flensburg, Rostock, München, Kiel, Dresden, Freiburg, Münster, Mainz,
Trier, Jena, Heidelberg und Würzburg).
Gewonnen haben in erster Linie die „jungen Schwarmstädte“ und das sehr kräftig. Spitzenreiter ist München – hier
werden aus 100 10- bis 15-Jährigen 336 30- bis 34-Jährige. Es folgen Leipzig, Frankfurt, Mannheim, Heidelberg,
Darmstadt, Regensburg, Dresden.
Die Auswirkungen der Wanderungsbewegung sind deshalb quantitativ weit bedeutsamer als die "natürlichen"
Veränderungen der Bevölkerungszahl einer Stadt durch Geburten oder Sterbefälle. Da sich Zu- und Wegzüge oft
nicht ausgleichen, beeinflusst die Wanderung die Bevölkerungsdichte in den einzelnen Regionen Deutschlands
unterschiedlich.
Grafik: Natürliche Bevölkerungsentwicklung in Darmstadt von 1960 bis heute
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
16
Entsprechend unterschiedlich steigt oder fällt die Einwohnerzahl durch die Wanderungsbewegung. Ferner stagniert
oder fällt der Altersdurchschnitt einer Stadt, wenn – wie in Darmstadt – viele junge Erwachsene zuziehen. Dies führt
sowohl zu einer Bevölkerungszunahme wie auch einer Absenkung des Durchschnittsalters der Bevölkerung.
Darmstadts Bevölkerung ist in den letzten Jahren jünger geworden – dies ist eine große Besonderheit unter
deutschen Städten. „Das Durchschnittsalter in den Städten Frankfurt, Offenbach und Darmstadt liegt mit ca. 41
Jahren schon jetzt um 5 Jahre niedriger als im Vogelsberg und Werra-Meißner-Kreis und wird sich in den nächsten
Jahren noch weiter auseinanderentwickeln.“ 8
Durch die hohe Zahl junger Erwachsener ist in den letzten Jahren die Geburtenrate in Darmstadt positiv, ferner
steigt die Zahl der Neugeborenen durch junge Familien sehr stark an. Dies wird im Kapitel zur Prognose der
Bevölkerungsentwicklung ausführlicher dargestellt.
II.1.8. Bevölkerungsstruktur und Migrationshintergrund
Aufgrund der Internationalität der Wirtschafts- und Forschungszweige in Darmstadt ist die Zahl der Personen mit
Migrationshintergrund9 nochmals deutlich gewachsen. Der Begriff „Migrationshintergrund“ ist in den vergangenen
Jahren in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion immer wichtiger geworden. Verlässliche Daten zum
Migrationshintergrund in städtischen Bevölkerungen gab es lange Zeit nicht.
Auffälliges Phänomen in vielen deutschen Großstädten ist, dass kulturelle und gleichsprachliche Gruppen von
Menschen mit Migrationshintergrund sich in bestimmten Stadtvierteln konzentrieren. Dieses Phänomen der
Segregation von Bevölkerungsgruppen wurde bereits in früheren Studien zu Darmstadt im Vergleich kleinräumiger
Einheiten mit anderen Städten erforscht10. Sehr aktuell ist die Studie des Wissenschaftszentrums Berlin, die auch
eine tiefgreifende Analyse zur Segregation in Darmstadt im bundesdeutschen Vergleich enthält.
Auffällig ist die sehr unterschiedliche Verteilung der Personen mit Migrationshintergrund über das Stadtgebiet mit
einer großen Spannbreite: niedrige Anteile von 18,0% gibt es im statistischen Bezirk 740 Am Frankenstein, die
höchsten Anteile finden sich mit über 60% in den Bezirken 250 Mornewegviertel und 750 Kirchtannensiedlung.
Auffällig ist, dass die beiden Extremwerte im Stadtteil Eberstadt liegen und sogar aneinandergrenzen. Viele Kinder
und Jugendliche mit Migrationshintergrund unter 18 Jahren leben z.B. in den einwohnerstarken Bezirken 910
Kranichstein-Süd und 750 Kirchtannensiedlung, wenn man die absolute Zahl der Kinder und Jugendlichen
zugrunde legt.
Ferner zeigen sich deutliche Unterschiede im Altersaufbau der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Bei Kindern
und Jugendlichen bis 15 Jahre mit Migrationshintergrund beträgt deren Anteil über 50%. Auffällig ist auch, dass
der Anteil in den Altersklassen von 25 bis unter 45 Jahre über 40% beträgt und die älteren Altersgruppen ab 45
Jahre einen deutlich kleineren Anteil an Personen mit Migrationshintergrund haben. In der Altersgruppe der
sogenannten Hochbetagten im Alter von 80 Jahren und älter leben immerhin noch rund 450 Männer und 700
Frauen mit Migrationshintergrund in Darmstadt; hier ist der Anteil an Frauen höher, wie dies auch für die deutsche
Bevölkerung in dieser Altersgruppe zutrifft.
Bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind die drei Nationen Türkei, Polen und Italien am stärksten
vertreten. Diese sind auch bei der ausländischen Bevölkerung auf den vorderen Plätzen. Für Nationen aus der
ehemaligen Sowjetunion wie die Russische Föderation und Kasachstan, können ebenfalls detaillierte Zahlen zum
Migrationshintergrund ausgewiesen werden. Bei beiden genannten Nationen liegt der Anteil der Deutschen mit
Migrationshintergrund sehr deutlich über dem Anteil der Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit.
Für den Bildungsbereich von der U3-Versorgung über die Kitas, die Grundschulen und die weiterführenden Schulen
sind die kleinräumigen Daten zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund eine große Hilfe, bedarfsgerechte
Angebote zu entwickeln, Kinder und Jugendliche sozial und sprachlich zu integrieren und entsprechende Angebote
8 Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 3. Änderung des Landesentwicklun gsplans Hessen 2000,
Beschluss der Hessischen Landesregierung vom 27.03.2017, Wiesbaden 2017, S. 105
9 Aktuelle Daten werden dazu fortlaufend im Datenreport veröffentlicht: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Datenreport 2017 ff.,
Darmstadt 2017ff. Eine Analyse zur Situation findet sich in: Migrationshintergrund 2016.
10 Antje Seidel-Schulze, Jan Dohnke, Hartmut Häußermann, Segregation, Konzentration, Polarisierung – sozialräumliche Entwicklung in deutschen
Städten 2007 – 2009, Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin 2012; aktuell dazu Marcel Helbig und Stefanie Jähnen, Wie brüchig ist die soziale
Architektur unserer Städte? Trends und Analysen der Segregation in deutschen Städten, wzb Berlin 2018
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation |
17
vor Ort vorzuhalten. Dies ist z.B. in Kranichstein in der Erich-Kästner-Schule mittels Fördergeldern aus dem
Europäischen Sozialfonds für Kinder mit Migrationshintergrund (BIWAQ) bereits gelungen.
Generell gilt festzuhalten, dass weder ein Migrationshintergrund noch eine ausländische Staatsbürgerschaft einen
Rückschluss auf die Lebensverhältnisse der Person zulässt. „Aussagen zu Motiven von Wanderungen, zum
Selbstverständnis als Migrant oder Nicht-Migrant, zu alltäglichen Aktivitäten oder zur Migrationsbiographie können
mit den Daten zum Migrationshintergrund nicht gemacht werden.“11
Ziel jedoch bleibt es, durch die neuen Erkenntnisse den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, mit oder ohne Migrationshintergrund, zu ermöglichen, ein friedliches und
solidarisches Zusammenleben verschiedener Kulturen zu organisieren, sodass auch weiterhin die Lebensqualität
aller erhalten bleibt oder sich sogar noch verbessert. Bildungsberichterstattung ist eine Möglichkeit, die
unterschiedlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Ethnien und sozialen Schichten zu
erkennen und diesen zu einer Chancengleichheit auch bei der Bildung zu verhelfen.
II.1.9. Prognose der Bevölkerungsentwicklung in Darmstadt
Eine Prognose für die weitere Bevölkerungsentwicklung in Darmstadt ist für das Themenfeld Bildung von größter
Bedeutung. Städtische Investitionen in Kitas und Schulen, Ausgaben des Landes für Lehrerinnen und Lehrer seien
stellvertretend für eine nachhaltige Bildungsstrategie für die kommenden Jahre genannt. Insbesondere die
Entwicklung der Zahlen für Kinder und Jugendliche, z. B. für die Grundschulprognosen, stehen hierbei im
Vordergrund. Nach neueren Prognosen werden insbesondere die Großstädte Frankfurt am Main und Darmstadt
deutlich wachsen, erhöhtes Wachstum ist auch für Offenbach und Wiesbaden zu erwarten, die ebenfalls zu den
Kernstädten der prosperierenden Region FrankfurtRheinMain zählen. Steigende Zahlen für Grundschulkinder sind
hier nur ein Aspekt dieses Bevölkerungswachstums. Eine genauere Vorstellung aktuellster Ergebnisse und Analyse
der Prognosen zur demografischen Entwicklung wird im Demografiebericht 3 gegeben.
Zwei wesentliche Prognosen und Bevölkerungs-Vorausberechnungen sind für Darmstadts Entwicklung von
besonderer Bedeutung. Zum einen ist dies die Prognose des Hessischen Statistischen Landesamtes von 2016
sowie die Prognose der HessenAgentur von 2016. Nach der Prognose des Hessischen Statistischen Landesamtes
wird Darmstadt bis 2030 um 15,5% im Bevölkerungsstand wachsen, laut HessenAgentur sogar um 16,8%
(Ausgangswert jeweils 31.12.2014). Damit liegt Darmstadt an zweiter Stelle der wachstumsstärksten
Gebietskörperschaften in Hessen, übertroffen nur von Frankfurt am Main und gefolgt vom Kreis Groß-Gerau an
dritter Stelle. Geradezu dramatische Bevölkerungsrückgänge werden für die Landkreise Nordhessens
prognostiziert, auch der Odenwaldkreis wird in den nächsten Jahrzehnten mit Bevölkerungsrückgang zu rechnen
haben. Beide Prognosen gehen von einem leichten Wachstum der Bevölkerungszahl für Hessen insgesamt aus, die
Größenordnung liegt bei 4,4%.
Schon heute ist absehbar, dass in einzelnen Bereichen die Folgen des demografischen Wandels und die künftige
Bevölkerungsentwicklung enorme Auswirkungen auf die Infrastruktur der Städte, wie z.B. die Zahl und Größe der
Kindertagesstätten, Schulen, Jugend- und Alteneinrichtungen, Sport- und Freizeiteinrichtungen aber auch die Ver-
und Entsorgung haben werden. Ferner sind die Entwicklung des Immobilienmarktes und der Wohnraumversorgung,
Straßenbau und Verkehrsplanung, der kommunale Haushalt und die öffentlichen Finanzen strukturell an die
Bevölkerungsentwicklung gekoppelt.
Der zeitliche Verlauf der Bevölkerungsvorausberechnung – unter diesen gewählten Annahmen – ist im Schaubild für
die drei verschiedenen Varianten dargestellt. In der Tabelle unter der Grafik ist ablesbar, dass in der Variante 1 im
Jahr 2035 die Bevölkerungszahl Darmstadts 171.007 Personen betragen wird.
11 Siehe dazu Verband Deutscher Städtestatistiker, Migrationshintergrund in der Statistik. Definition, Erfassung und Vergleichbarkeit. Materialien zur
Bevölkerungsstatistik, Heft 2, Köln 2013, S. 8
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
18
130.000
140.000
150.000
160.000
170.000
180.000
190.000
2002 2005 2008 2011 2014 2017 2020 2023 2026 2029 2032 2035
Vorausberechnung mit jährlichem Wanderungsfaktor:
Einwohnerentwicklung 500 800 1.100
Einwohnerzahl bis 2016 und Bevölkerungsvorausberechnung von 2017 bis 2035
Dies bedeutet, dass selbst bei einer Abschwächung der positiven Wanderungsbewegung die gegenwärtige
Bevölkerungszahl Darmstadts in den nächsten Jahren stark ansteigen wird.
Bei Variante 2 ergibt sich ein stetiger Zuwachs bis 2035 und erreicht zu diesem Zeitpunkt eine Einwohnerzahl von
177.055 Personen. Ein sehr deutlicher Bevölkerungszuwachs in Darmstadt ist bei Variante 3 zu verzeichnen und
führt mit einer kontinuierlichen Erhöhung auf 184.093 Einwohnerinnen und Einwohner.
Auf jeden Fall kann davon ausgegangen werden, dass die Einwohnerzahl von Darmstadt in den nächsten Jahren
sich weiter deutlich nach oben entwickeln wird. Auch bei Variante 1 ist wie oben geschildert ein Zuwachs von
10.000 Personen festzustellen. Unter anderem durch die Erschließung der Konversionsflächen und weiterem
Wohnungsbau in Darmstadt (siehe Kapitel 4 des Demografieberichts) werden die Wohnungspotentiale für diesen
Zuwachs geschaffen.
Neben der weiteren Entwicklung der Gesamtzahl der Darmstädter Bevölkerung bis 2035 ist für städtische und
andere Planungen die Entwicklung spezifischer Altersgruppen von größter Bedeutung. Darin liegt auch die
Besonderheit der hier vorgestellten Bevölkerungsvorausberechnung, da andere Studien zwar die zukünftige
Gesamtbevölkerung vorausberechnen, die Aussagen zu den Altersgruppen aber häufig mangels differenzierter
Daten fehlen.
Die einzelnen Altersgruppen ergeben sich aus den jeweiligen Lebensphasen der Menschen und umfassen zum Teil
eine sehr unterschiedliche Anzahl von Jahrgängen.
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation |
19
Altersgruppe 0 bis unter 3 Jahre
Bei der Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe 0 bis unter 3 Jahre fällt die unterschiedliche Entwicklung
in den drei Varianten auf. In allen drei Varianten liegt die Kinderzahl im Jahr 2035 über der Kinderzahl im
Ausgangsjahr 2016: selbst das vorsichtig gerechnete Modell mit dem Wanderungsfaktor von 500 zeigt eine
Wachstumsphase bis 2025.
Jahr
Jährlicher Wanderungsfaktor
+ 500 + 800 + 1.100
Bestand
2016 4.705 4.705 4.705
2020 5.003 5.047 5.091
2025 5.173 5.308 5.442
2030 5.034 5.264 5.493
2035 4.775 5.071 5.367
Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe 0 bis unter 3 Jahre
In den Varianten 2 und 3 mit den Wanderungsfaktoren 800 und 1.100 steigt die Kinderzahl sehr deutlich an,
erreicht im Zeitraum 2025 bis 2030 ihren Höchstwert, um dann langsam abzusinken. Vor allem für die nähere
Zukunft ist für alle Planungsbereiche von entscheidender Bedeutung, dass – gleich welche Variante zugrunde gelegt
wird – die Kinderzahl dieser Altersgruppe von 4.705 Kindern in 2016 auf mehr als 5.000 Kinder in 2020 steigen
wird; sehr wahrscheinlich ist ein Wert zwischen 5.000 und 5.100 Kindern. Für den Zeitraum von 2020 bis 2025
müssen sich alle Planungsbereiche auf eine Kinderzahl von um die 5.200 Kindern einstellen. Dies entspricht einer
Steigerung von 10 bis 15% in 20 Jahren.
Altersgruppe 3 bis unter 6 Jahre
Bei der Bevölkerung in der Altersgruppe 3 bis unter 6 Jahre ist bei allen drei Varianten die Entwicklung relativ
ähnlich anwachsend wie bei der soeben vorgestellten Altersklasse. Von 2016 bis etwa 2025 wird sich die Zahl der
Kinder in dieser Altersgruppe auf circa 4.900 bis 5.100 erhöhen. Je nach Variante tritt nach einer kurzen Stabilität
ein schwacher (Variante 3) oder ein etwas stärkerer Rückgang (Variante 1) in dieser Altersgruppe ein. Bei allen
drei Varianten werden aber voraussichtlich in 2035 deutlich mehr Kinder im Alter von 3 bis unter 6 Jahren in
Darmstadt leben als im Jahr 2016. Bei Variante 1 wird bis 2035 mit einer Zunahme von circa 400 Kindern, bei der
Variante 3 sogar annähernd 1.000 Kinder in dieser Altersgruppe zu rechnen sein.
Jahr
Jährlicher Wanderungsfaktor
+ 500 + 800 + 1.100
Bestand
2016 4.369 4.369 4.369
2020 4.589 4.617 4.645
2025 4.922 5.021 5.119
2030 4.976 5.171 5.366
2035 4.743 5.025 5.306
Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe 3 bis unter 6 Jahre
4.000
4.500
5.000
5.500
6.000
2016 2018 2020 2022 2024 2026 2028 2030 2032 2034
4.000
4.500
5.000
5.500
6.000
2016 2018 2020 2022 2024 2026 2028 2030 2032 2034
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
20
11.000
12.000
13.000
14.000
15.000
16.000
2016 2018 2020 2022 2024 2026 2028 2030 2032 2034
6.500
7.000
7.500
8.000
8.500
9.000
2016 2018 2020 2022 2024 2026 2028 2030 2032 2034
Altersgruppe 6 bis unter 15 Jahre
In der Altersgruppe 6 bis unter 15 Jahre ist in allen drei Varianten mit einem sehr deutlichen Zuwachs zu rechnen.
Die Schülerzahlen in Darmstadt werden in den kommenden Jahren weiter deutlich ansteigen; einzig in der Variante
1 wird sich nach dem Höhepunkt im Jahr 2030 die Zahl bis 2035 stabilisieren und nicht mehr so stark wachsen wie
in den beiden anderen Varianten. Auffällig ist, dass in allen drei Varianten die Anzahl der Kinder und Jugendlichen
in dieser Altersgruppe von 2016 mit 12.187 bis 2022 um 700 bis 800 zunehmen wird. In Variante 2 werden die
Schülerzahlen bis 2035 um knapp 3.000 Kinder steigen, das entspricht einer Zunahme von knapp 20%. In Variante
3 steigt die Schülerzahl sogar um fast 30% und damit für diese 9 Jahrgänge um mehr als 3.500 Kinder. Auch wenn
die Entwicklung generell stark von der Wanderungsbewegung geprägt ist (Zu- oder Fortzug von Eltern mit
schulpflichtigen Kindern), muss in allen drei Varianten bis 2030 mit teilweise stark steigenden Schülerzahlen für
Grundschulen und Mittelstufen der weiterführenden Schulen gerechnet werden.
Jahr
Jährlicher Wanderungsfaktor
+ 500 + 800 + 1.100
Bestand
2016 12.187 12.187 12.187
2020 12.731 12.781 12.831
2025 13.358 13.504 13.650
2030 14.224 14.554 14.885
2035 14.550 15.150 15.750
Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe 6 bis unter 15 Jahre
Insbesondere die Entwicklung der Kinderzahl in dieser Altersgruppe muss in den kommenden Jahren per
statistischen Monitoring genau beobachtet werden, um zu einer verlässlichen Schulentwicklungsplanung beitragen
zu können. Generell jedoch ist festzuhalten, dass bezüglich der räumlichen Kapazitäten in den Schulen durch den
Schulträger, die Wissenschaftsstadt Darmstadt, als auch für die Lehrerzuweisung per Schulentwicklungsplanung,
wofür das Hessische Kultusministerium zuständig ist, auf diese absehbaren Zuwächse per Planung reagiert werden
muss.
Altersgruppe 15 bis unter 20 Jahre
Bei der Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe von 15 bis unter 20 Jahren spielt die
Wanderungsbewegung keine so bedeutsame Rolle mehr, da in dieser Altersgruppe (bzw. bei den Eltern) die Zu-
bzw. Fortzüge nicht so dominant sind.
Jahr Jährlicher Wanderungsfaktor
+ 500 + 800 + 1.100
Bestand 2016 7.792 7.792 7.792
2020 6.972 7.012 7.052
2025 7.494 7.564 7.634
2030 7.718 7.829 7.940
2035 8.240 8.426 8.612
Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe 15 bis unter 20 Jahre
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation |
21
So fällt in allen drei Varianten die Anzahl der Jugendlichen von 7.792 in 2016 auf circa 7.000 im Jahr 2019
deutlich ab. Für die Schülerzahlen an Schulen mit einer Oberstufe muss dies in Zusammenhang mit den steigenden
Zahlen der Altersgruppe der 6 bis unter 15-Jährigen betrachtet werden.
Von 2020 an steigt die Zahl der 15 bis unter 20-Jährigen kontinuierlich an, jedoch wird voraussichtlich erst wieder
im Jahr 2030 die Zahl der Jugendlichen von 2016 erreicht. In allen drei Varianten steigt die Anzahl bis 2035 auf
über 8.000 Jugendliche und junge Erwachsene an.
Für die weitere Bildungsplanung, die Stadtentwicklung und Stadtplanung in Darmstadt ist aus diesem Grund die
intensive Beobachtung der Bevölkerungsentwicklung insgesamt, sowie nach einzelnen Altersgruppen für die
nächsten Jahre dringend geboten. Dazu gehören unter anderem folgende Untersuchungsbereiche:
• Die Zahl der Kinder bis 3 Jahre ist entscheidend für das städtische Krippenangebot und andere
Familieneinrichtungen.
• Die Zahlen der Schulkinder sind von großer Bedeutung für die weitere Schulentwicklungs-planung, die
Schulbausanierung und z.B. die Mittagessensversorgung der Schulkinder angesichts neuer Schulkonzepte.
• Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist für die Berufsschul- und Ausbildungsangebote
notwendig.
• Eine hohe Zahl von jungen Erwachsenen erfordert die Bereitstellung von günstigem Wohnraum, Studien-
und Arbeitsplätzen, sowie Freizeitmöglichkeiten, Sportstätten u.v.m.
• Die Zahl der Erwerbstätigen für den Arbeitsmarkt und der mögliche, prognostizierte Fachkräftemangel
muss weiter beobachtet werden. Damit ergeben sich Folgerungen für die Weiterbildung in städtischer und
privater Trägerschaft.
• Die Seniorenpolitik sollte die städtische Vorausberechnung berücksichtigen.
Dies ist nur eine Auswahl der Entwicklungen, die durch ein Monitoring zur demografischen Stadtentwicklung
beobachtet werden und in die weitere Stadtentwicklung und Stadt- und Bildungsplanung eingehen werden.
Die weiterhin große Attraktivität der Städte wie Darmstadt ist laut EU-Kommissionsbericht auch im ökonomischen
Wachstum der Städte - mit deutlich höheren Werten als im Durchschnitt der EU - und mit einem stärkeren
Wachstum in der Zahl der Arbeitsplätze festzustellen. Dies betrifft natürlich nicht alle Städte: insbesondere Städte
mit hohem Innovationspotential wachsen in demografischer Hinsicht und im Einkommensverhältnis ihrer
beschäftigten Bevölkerung. „In addition, close interaction between highly skilled workers in cities generates even
more innovation“ – der Zusammenhang zwischen positiver demografischer Entwicklung einer Stadt, einer guten
Ausbildung und Qualifikation der Beschäftigten und der Attraktivität der Stadt wird im Bericht besonders betont.
Insbesondere verweist die EU-Kommission in der Analyse auf die – im europäischen Maßstab – mittelgroßen
Städte, die erheblich zum Wachstumspfad, zur Innovation und zur positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Entwicklung in der EU beitragen: „Städte sind Zentren der Innovation und der Bildung“.
Bevölkerung, demografische Entwicklung, soziale Lage und die Bildungssituation|
22
Literaturliste
Veröffentlichungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt:
Bürgerumfrage 2015: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Bürgerumfrage 2015 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
Statistische Mitteilungen 1/2016, Darmstadt 2016
Migrationshintergrund: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, Statistische Berichte 1. Halbjahr 2016, Darmstadt 2016
Datenreport: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Datenreport 2017 ff., Darmstadt 2017ff.
Studierende 2014: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Statistische Berichte, 1. Halbjahr 2014 Studierende in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, Darmstadt 2014
Magistrat der Stadt Darmstadt, Sozialbericht, Darmstadt 1993
Sozialatlas 2018: Magistrat der Stadt Darmstadt, Sozialatlas Darmstadt. Beiträge zur Sozialberichterstattung 2018, Darmstadt
2018
Weitere Veröffentlichungen:
Antje Seidel-Schulze, Jan Dohnke, Hartmut Häußermann, Segregation, Konzentration, Polarisierung – sozialräumliche
Entwicklung in deutschen Städten 2007 – 2009, Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin 2012
Marcel Helbig und Stefanie Jähnen, Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte? Trends und Analysen der Segregation
in deutschen Städten, wzb Berlin 2018
Verband Deutscher Städtestatistiker, Migrationshintergrund in der Statistik. Definition, Erfassung und Vergleichbarkeit.
Materialien zur Bevölkerungsstatistik, Heft 2, Köln 2013, S. 8
Hartmut Häußermann, Walter Siebel, Stadtsoziologie. Eine Einführung. Frankfurt Campus Verlag 2004
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 3. Änderung des Landes-entwicklungsplans
Hessen 2000, Beschluss der Hessischen Landesregierung vom 27.03.2017, Wiesbaden 2017
Prognos AG, Zukunftsatlas siehe: https://www.prognos.com/publikationen/zukunftsatlas-r-regionen/zukunftsatlas-r-2016/
Jürgen Göddecke-Stellmann, Renaissance der Großstädte – eine Zwischenbilanz, Bundesinstitut für Bau- Stadt- und
Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, BBSR-Berichte KOMPAKT 9/2011, Bonn 2011
Prof. Dr. Harald Simons, Lukas Weiden, Schwarmstädte – eine Untersuchung zu Umfang, Ursache, Nachhaltigkeit und Folgen der
neuen Wanderungsmuster in Deutschland unter:
http://web.gdw.de/uploads/WZT_2015/Impulsreferat/Schwarmstaedte_GdW_2015_07_1.pdf
Richard Florida, The Rise of the Creative Class – and how it´s transforming work, leisure, community, and everyday life. New York
2003
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 3. Änderung des Landesentwicklungsplans
Hessen 2000, Beschluss der Hessischen Landesregierung vom 27.03.2017, Wiesbaden 2017
Verband Deutscher Städtestatistiker, Migrationshintergrund in der Statistik. Definition, Erfassung und Vergleichbarkeit.
Materialien zur Bevölkerungsstatistik, Heft 2, Köln 2013
Regionalverband FrankfurtRheinMain, Clusterstudie: http://www.wissensportal-frankfurtrheinmain.de/Projekte/Clusterstudie-
FrankfurtRheinMain
|
23
Städtebauliche Entwicklung|
24
II.2. Städtebauliche Entwicklung
Von 1990 bis 2014 wuchs die Bevölkerung der Wissenschaftsstadt Darmstadt um 14,3 %, d.h. um ca. 20.000
Einwohner. Aktuell leben in Darmstadt ca. 160.000 Menschen1 auf einer Fläche von 122 km². Aktuelle
Untersuchungen des 'Statistischen Landesamtes Hessens' prognostizieren, dass Darmstadt auch über den
Zeithorizont 2030 hinaus wachsen wird. Bis ins Jahr 2030 wird mit einem Anstieg der Einwohnerzahl um 15,5 %2
im Vergleich zum Jahr 2014 (151.879) kalkuliert. Dies entspricht einer Einwohnerzahl von 175.424 Menschen im
Jahr 2030. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum von 15,5 % resultiert einerseits aus einer positiven
Wanderungsbilanz (12,2 %), andererseits aus einem Geburtenüberschuss (3,3 %). Deutlich offensivere Prognosen
gehen sogar von einer Bevölkerungszahl von 185.000 Menschen im Jahr 2030 aus. Von Bedeutung in diesem
Kontext ist vermutlich auch, dass der Wissenschaftsstandort Darmstadt national und zunehmend international
anziehend auf junge Menschen wirkt.
Aufgrund der kontinuierlich wachsenden Einwohnerzahl ist bereits heute von einer angespannten Situation auf dem
Darmstädter Wohnungsmarkt auszugehen, da diese einen hohen Nach- frageüberhang aufweist3. Nach Ergebnissen
einer von der Abteilung Statistik und Stadtforschung des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung durchgeführten
Bürgerumfrage wohnten im Jahr 2015 56,8 % der Haushalte in Darmstadt zur Miete und 40,6 % in
Wohneigentum4.
Die Stadt weist aktuell 78.899 Wohnungen in 22.662 Wohngebäuden (Stand 2015)5 Gemäß einer Studie des
Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU)6 aus dem Jahr 2012 werden von diesen Wohnungen im Jahr 2025 nur noch
ca. 4.100 einer Belegungsbindung unterliegen.
Obwohl die Bautätigkeit in den letzten Jahren zugenommen hat (1.326 fertiggestellte Wohneinheiten im Jahr 2015
/ 545 fertiggestellte Wohneinheiten im Jahr 20107) ist der Neu- baubedarf keinesfalls gedeckt. Geht man von dem
heute durchschnittlichen Schlüssel von 2 Personen / Wohneinheit (WE) aus, so hat die Stadt Darmstadt allein
wachstumsbedingt jährlich mind. ca. 580 Wohneinheiten, in der Summe bis 2030 mind. 7.500 Wohneinheiten neu
zu schaffen. Diese Zahlen bestätigt auch eine IWU-Studie aus dem Jahr 20088, wonach in Darmstadt bis 2020 ein
jährlicher Wohnungsbedarf von rund 500 bis 600 Wohnungen in unterschiedlichen Segmenten besteht. Um den
Bedarf zu decken, auf den das Amt für Wohnungswesen zugreifen kann, müssen jährlich ca. 230 Wohnungen davon
eine soziale Bindung aufweisen.
Dies ist eine große Herausforderung, da die Verfügbarkeit von Flächen für den Wohnungsbau in Darmstadt äußerst
begrenzt ist. Im Norden und Nordosten, d.h. im Bereich der Stadtteile Wixhausen, Arheilgen und Kranichstein,
wirkt sich die Siedlungsbeschränkungszone des Flughafens Frankfurt am Main negativ auf die dort vorhandenen
Flächen aus, im Süden, Westen und Osten wirken Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete sowie Waldflächen
als Restriktionen. Da innerhalb des Stadtgebietes kaum Entwicklungsmöglichkeiten im Außenbereich bestehen, ist
die Umnutzung und Nachverdichtung von bestehenden Siedlungsflächen eine wesentliche Aufgabe der aktuellen
Stadtentwicklung. Im besonderen Fokus stehen hier die vorhandenen Möglichkeiten zur Konversion von
Kasernenarealen der US-Streitkräfte (Lincoln- Siedlung, Cambrai-Fritsch-Kaserne, Jefferson-Village), deren
Entwicklung mit der Lincoln-Siedlung9 eingeleitet wurde.
1 Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abt. Statistik und Stadtforschung 2016
2 Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt 2016
3 U.a. 2.600 wohnungssuchende Haushalte, deren Einkommen innerhalb der in He ssen geltenden Einkommensgrenzen des
Wohnraumfördergesetzes liegt
4 Rücklauf 3.429 von 9.655 versendeten Fragebögen
5 Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung | Statistik und Stadtforschung 2016
6 Quelle: IWU Studie: Der Bedarf an sozialem Wohnraum in Darmstadt, 2012
7 Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung | Statistik und Stadtforschung 2016
8 Quelle: IWU Studie: Wohnungswirtschaftliche Entwicklungsperspektiven der Konversionsareale in Darmstadt 2008
9 Beschluss Bebauungsplan S 25 Lincoln-Siedlung 15.12.2015
Städtebauliche Entwicklung |
25
Trotz der eingeleiteten Entwicklungen bedingt die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnungen einen
kontinuierlichen Anstieg der Miet- und Bodenpreise, unter denen bereits heute nicht nur untere
Einkommensgruppen, sondern verstärkt auch mittlere Einkommensgruppen, u.a. junge Familien und Haushalte mit
Kindern, leiden.
Im Bereich von Neuvermietungen stieg die mittlere Nettokaltmiete im Zeitraum von 2006 bis 2016 von 8,75 Euro
auf 11,50 Euro pro m². Bei Wiedervermietungen stieg die mittlere Nettokaltmiete im Vergleichszeitraum von 7,50
Euro auf 10,00 Euro pro m².10
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt und forciert daher seit längerer Zeit nicht nur die Realisierung eines
nachfrageorientierten Wohnraumangebotes, bei dem alle Akteure und Nach- fragegruppen des lokalen
Wohnungsmarktes in Betracht gezogen werden, sondern konzentriert sich insbesondere darauf, zukünftig
mindestens 25 % der neu geschaffenen Bruttogeschossfläche 'Wohnen' für den öffentlich geförderten, sozialen
Wohnungsbau sowie zusätzlich mindestens 20 % der neu geschaffenen Bruttogeschossfläche 'Wohnen' für mittlere
Einkommensgruppen zu sichern.
10 Quelle: Bulwiengesa, RIWIS Report Darmstadt 2017
Prognose der demografischen Entwicklung schulrelevanter Altersjahrgänge|
26
II.3. Prognose der demografischen Entwicklung schulre-
levanter Altersjahrgänge
II.3.1. Die Altersstruktur Darmstadts
Die Altersstruktur der Bevölkerung entspricht gegenläufigen Wellenbewegungen. Im Wechsel befinden sich
geburtenstarke und geburtenschwächere Jahrgangsgruppen. Die Ursachen sind in einfachen Gesetzmäßigkeiten zu
sehen: Die Nachkriegszeit hat bis Ende der sechziger Jahre aus einer in der Vorkriegszeit geborenen Generation
steigende Geburtenzahlen erbracht, die ehemaligen Babyboomer. Diese haben wiederum zeitversetzt steigende
Geburtenzahlen in den 80ern und 90ern verursacht. Dann setzte allerdings ein starker Rückgang der
Geburtenzahlen ein. In der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind diese wellenförmigen demografischen Bewegungen
zu erkennen. Allerdings begleitet die Wissenschaftsstadt die Besonderheit eines starken Zuzugs von unter
25jährigen (Universitätsstandort aber auch anhaltende Urbanisierung).
Bevölkerungszahl nach Lebensjahren, 2017 - Stadt Darmstadt
Prognose der demografischen Entwicklung schulrelevanter Altersjahrgänge |
27
Dieser große Anteil an Personen um 25 Jahre ist auch deutlich im Abgleich mit der Wohnbevölkerung in Hessen zu
erkennen:
Altersaufbau der Wohnbevölkerung in Promille:
Stadt Darmstadt – Fläche – 2017
Land Hessen – Linie - 2017
Das gegenwärtige Durchschnittsalter der Bevölkerung vor Ort beträgt 40,3 Jahre und im Land 43,2 Jahre. Für die
künftigen Geburten- und Kinderzahlen sind diese stark besetzten Personengruppen zwischen 20 und 40 Jahren
mitentscheidend.
II.3.2. Geschlechterverteilung
Die Verteilung der Bevölkerung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf die einzelnen Altersgruppen stellt sich wie
folgt dar:
Dabei ist vor allen auf die Altersgruppen zwischen 20 und 30 Jahren besonders zu achten: 13.492 Frauen stehen
17.599 Männern gegenüber. Für die künftige Geburten- und Kinderrate sind die jungen Frauen entscheidender als
7.526
7.286
7.543
6.707
17.599
13.492
12.652
11.274
10.104
9.723
10.882
10.516
7.279
8.127
5.449
6.618
2.909
5.000
0 10000 20000 30000 40000 50000 60000 70000 80000
Männer
Frauen
0-10 10-20 20-30 30-40 40-50 50-60 60-70 70-80 80+
Prognose der demografischen Entwicklung schulrelevanter Altersjahrgänge|
28
die jungen Männer. Auch in der Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren gibt es rund 1.400 mehr Männer als
Frauen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
II.3.3. Veränderung der Bevölkerungszahl
Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung vor Ort zeigt: In der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich die
Wohnbevölkerung seit 2000 um 24.448 Personen von 136.238 auf 160.686 Einwohner verändert. Mit einer
Zunahme um 17,9% liegt die Bevölkerungsentwicklung oberhalb des Landesschnitts von 2,9% (Daten für die
Wissenschaftsstadt Darmstadt von dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt
Darmstadt; alle anderen Daten: Statistischen Landesamt).
Bevölkerungsentwicklung seit 2000*
2010
2016 2016
2000 2010 vs. 2000 2016 vs. 2010 vs. 2000
Stadt Darmstadt 136.238 143.276 5,2% 159.982 11,7% 17,4%
Landkreis Bergstraße 263.730 262.650 -0,4% 267.935 2,0% 1,6%
Landkreis Darmstadt-Dieburg 286.780 289.199 0,8% 294.744 1,9% 2,8%
Frankfurt am Main 646.550 679.664 5,1% 736.414 8,3% 13,9%
Landkreis Groß Gerau 249.266 254.887 2,3% 269.045 5,6% 7,9%
Stadt Mainz 182.870 199.237 9,0% 215.110 8,0% 17,6%
Landkreis Odenwaldkreis 99.667 97.032 -2,6% 96.473 -0,6% -3,2%
Stadt Offenbach 117.535 120.435 2,5% 124.589 3,4% 6,0%
Landkreis Offenbach 335.030 338.061 0,9% 349.982 3,5% 4,5%
Stadt Wiesbaden 270.109 275.976 2,2% 278.654 1,0% 3,2%
Regierungsbezirk Darmstadt 3.737.589 3.805.503 1,8% 3.951.234 3,8% 5,7%
Hessen 6.068.129 6.067.021 0,0% 6.243.262 2,9% 2,9%
* Quellen: Statistisches Landesamt; Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Darmstadt
Prognose der demografischen Entwicklung schulrelevanter Altersjahrgänge |
29
II.3.4. Veränderung seit 2010
Der Blick auf die bisherige Veränderung der Zahl der Wohnbevölkerung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (hier
Datenstand 2017 versus 2010), zeigt, dass der Zuzug seit 2010 sehr stark durch Personengruppen zwischen 20
und 40 Jahren stattfand. Der symptomatische Effekt für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist der Folgende: die
Zuzüge überwiegen die Wegzüge.
II.3.5. Baulandentwicklung und städtische Nachverdichtung
Zu den wichtigen Komponenten für die Prognosen der Bevölkerungszahlen gehören auch die Siedlungs- und
Baulandkapazitäten. Nach dem aktuellen Planungsstand bezüglich des Wohnungsbau kann in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt die Fertigstellung und der Bezug von mittelfristig, bis zum Jahr 2024, von 6.829
und langfristig weiteren 6.880 Wohneinheiten gerechnet werden; auf den notwendigen Vorbehalt des
Erwartungshorizonts in Neubaugebieten ist hier zu achten.
Zahl der Wohneinheiten (WE) nach aktuellem Planungsstand:
2019-2034 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025-2034
Wohneinheiten 13.707 2.076 1.002 1.002 916 916 916 6.879
Zahl der prognostizierten Wohneinheiten (WE) nach aktuellem Planungsstand:
2025 2026 2027 2028 2029 2030 2031 2032-2034
Wohneinheiten 513 513 844 690 690 559 910 2.160
Anmerkung: Die Aufteilung der bekannten Neubaugebiete auf die einzelnen Jahre sowie die Entwicklung 2032ff. beruhen auf pla-
nerischen Setzungen von biregio.
-1.000 -500 0 500 1.000 1.500 2.000
89
85
81
77
73
69
65
61
57
53
49
45
41
37
33
29
25
21
17
13
9
5
1
Die Bevölkerungszahl nach Lebensjahren:
Veränderungen 2017 zu 2010 - Stadt Darmstadt
Prognose der demografischen Entwicklung schulrelevanter Altersjahrgänge|
30
II.3.6. Prognose der Anzahl der Kinder und Jugendlichen
Auch wenn Prognosen grundsätzlich mit Unwägbarkeiten behaftet sind, lassen sich in Bezug auf die Demografie
Wellenbewegungen der Entwicklungsverläufe in den einzelnen Altersgruppen der Wohnbevölkerung treffsicher
ableiten. Die weiteren Verläufe können zwar quantitativ von der Prognose noch leicht abweichen, die
Wachstumstendenz ist aber unbestreitbar. Eine annähernd realistische, die Unwägbarkeiten langfristiger Prognosen
minimierende Planung sollte eher von einem maximal 10-jährigen Erwartungshorizont der skizzierten Entwicklung
ausgehen. Es folgt ein Blick auf die künftigen mittleren Jahrgangsbreiten der Primarstufe:
50%
60%
70%
80%
90%
100%
110%
120%
130%
140%
2017
2019
2021
2023
2025
2027
2029
2031
2033
2035
2037
mittlere Jahrgangsbreiten
Veränderung in % - Stadt Darmstadt
6-10-Jährige
1000
1100
1200
1300
1400
1500
1600
1700
1800
1900
2017
2019
2021
2023
2025
2027
2029
2031
2033
2035
2037
mittlere Jahrgangsbreiten
Stadt Darmstadt
6-10-Jährige
Ausgangslage Grundschulen |
31
III. ANALYSE DER PRIMARSTUFE
III.1. Ausgangslage Grundschulen
Zunächst werden im Überblick Daten zusammengetragen: Schülerzahlen, die Anteile der Jungen, Mädchen,
Migrationshintergründe und Angaben zu den Betreuungsangeboten. Die Aufarbeitung der Parameter der
Schulentwicklung für das Schuljahr 2018/19 ermöglicht Vergleiche zwischen den Schulen und Stadtteilen.
III.1.1. Anteile nach Geschlecht und Herkunft
Mit Blick auf die besonderen Schulstrukturen und die Schülerverteilungen werden die Anteile der Mädchen und
Jungen sowie der Schüler nach ihrer Herkunft (Deutsche/Ausländer bzw. mit Migrationshintergrund) aufgezeigt. In
den Grundschulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt liegt der Mädchenanteil bei 48,7%. Die Schulen unterrichten
zu 14,7% Kinder mit nicht-deutschen Pässen und zu 45,1% Kinder mit Migrationshintergrund. Die unterschiedliche
Zusammensetzung der Grundschulen spiegelt teils die soziale Situation in den Stadtteilen wieder (s.a. Übergänge
aus den Grundschulen). Eine Interpretation dieser Daten kann nicht Aufgabe der Schulentwicklungsplanung sein,
wohl aber das Aufzeigen der Unterschiede zwischen den Einzelschulen.
51,3%
52,8%
49,8%
50,0%
51,5%
54,4%
53,5%
51,4%
51,8%
50,5%
50,3%
53,6%
52,2%
54,1%
49,0%
49,7%
48,1%
55,9%
47,7%
48,7%
47,2%
50,2%
50,0%
48,5%
45,6%
46,5%
48,6%
48,2%
49,5%
49,7%
46,4%
47,8%
45,9%
51,0%
50,3%
51,9%
44,1%
52,3%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
öffentliche Grundschulen ∑
Andersenschule
Astrid-Lindgren-Schule
Bessunger Schule
Christian-Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich-Kästner-Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schiule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Heine-Schule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Jungen- und Mädchenanteile in den öffentlichen Grundschulen - Schuljahr 2018/19
Ausgangslage Grundschulen|
32
Anmerkung: In dieser Tabelle sind nur die Schüler der Regelklassen erfasst. Vorklassen/Eingangsstufen und NDHS-
Klassen sind nicht erfasst.
50,8%
50,9%
50,0%
53,8%
48,3%
49,2%
49,2%
49,1%
50,0%
46,2%
51,7%
50,8%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
private Grundschulen ∑
Freie Comenius-Schule
Freie Montessori-Schule
Freie Waldorfschule
Georg-Müller Schule, Christl.
SZ Marienhöhe, Christl.
Jungen- und Mädchenanteile in den privaten Grundschulen - Schuljahr 2018/19
68,78%
64,81%
58,93%
74,51%
88,89%
31,22%
35,19%
41,07%
25,49%
11,11%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Förderschulen - Grundstufe ∑
Christoph-Graupner-Schule
Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Herderschule
Mühltalschule
Jungen- und Mädchenanteile in den Förderschulen - Grundstufe - Schuljahr 2018/19
Ausgangslage Grundschulen |
33
In den privaten Grundschulen vor Ort zeigt sich v.a. bei der Zusammensetzung der Schüler nach
Migrationshintergrund ein anderes Bild: der Anteil von Kindern mit nicht-deutschen Pässen liegt bei 2,1% und von
Kinder mit Migrationshintergrund bei 13,3%.
Anteile nach Herkunft in den öffentlichen Grundschulen - Schuljahr 2018/19
Anteile nach Herkunft in den privaten Grundschulen - Schuljahr 2018/19
87%
89%
60%
93%
92%
83%
11%
9%
32%
7%
8%
14%
2%
2%
8%
1%
3%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
private Grundschulen ∑
Freie Comenius-Schule
Freie Montessori-Schule
Freie Waldorfschule
Georg-Müller Schule, Christl.
SZ Marienhöhe, Christl.
Deutsche Migrationshintergrund Neu zugewandert
55%
67%
72%
59%
69%
62%
31%
83%
61%
48%
56%
40%
32%
47%
71%
36%
66%
56%
25%
30%
20%
19%
26%
24%
24%
46%
9%
30%
38%
29%
43%
52%
36%
17%
41%
23%
37%
43%
15%
13%
9%
15%
7%
14%
22%
8%
9%
14%
15%
17%
17%
17%
13%
23%
11%
7%
32%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
öffentliche Grundschulen ∑
Andersenschule
Astrid-Lindgren-Schule
Bessunger Schule
Christian-Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich-Kästner-Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schiule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Heine-Schule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Deutsche Migrationshintergrund Neu zugewandert
Ausgangslage Grundschulen|
34
Anmerkung: In dieser Tabelle sind nur die Schüler der Regelklassen erfasst. Vorklassen/Eingangsstufen und NDHS-
Klassen sind nicht erfasst.
III.1.2. Anteile in der Betreuung
Die folgende Tabelle gibt zu erkennen, welche Schulen im Schuljahr 2018/19 Angebote im Rahmen der Betreuung
und des Ganztags unterbreitet. In den öffentlichen Grundschulen werden aktuell bereits 44,8% aller Schülerinnen
und Schüler betreut.12 Insgesamt ist ein anhaltender Trend in Richtung zusätzlicher Betreuung zu erkennen (mehr
Betreuung und länger). Dass sich viele Grundschulen nun bereits im "Pakt für den Nachmittag" befinden oder in den
Gesprächen vor Ort angeben, sich in Vorbereitung auf den Pakt zu befinden, unterstreicht die zunehmende
Wichtigkeit der Betreuungsangebote.
Anmerkung: In dieser Tabelle sind nur die Schüler der Regelklassen erfasst. Vorklassen/Eingangsstufen und NDHS-
Klassen sind nicht erfasst. Im Schuljahr 2019/2020 sind die Christian-Morgenstern-Schule, die Goetheschule und
die Schillerschule dem Pakt für den Nachmittag beigetreten. Die genannten drei Schulen haben den Paktbeitritt
12 Zusammen mit rund 1.200 Hortplätzen wird insgesamt ein Versorgungsgrad von knapp zwei Drittel der Schulkinde r erreicht.
33%
65%
40%
44%
32%
48%
73%
46%
45%
37%
37%
34%
38%
38%
35%
12%
29%
75%
75%
49%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Grundschulen ∑
Andersenschule
Astrid-Lindgren-Schule
Bessunger Schule
Christian-Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich-Kästner-Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schiule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Heine-Schule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Schulkindbetreuung Pakt für den Nachmittag
Anteile nach Herkunft in den Förderschulen - Grundstufe - Schuljahr 2018/19
43%
39%
45%
42%
67%
36%
43%
32%
36%
22%
21%
19%
23%
22%
11%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Förderschulen - Grundstufe ∑
Christoph-Graupner-Schule
Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Herderschule
Mühltalschule
Deutsche Migrationshintergrund Neu zugewandert
Ausgangslage Grundschulen |
35
genutzt, um ihr Betreuungsangebot deutlich zu erweitern (Christian-Morgenstern-Schule +48 Plätze; Goetheschule
+ 43 Plätze und Schillerschule +89 Plätze); d.h. die genannten Versorgungsgrade im Schuljahr 2019/2020 sind
deutlich höher.13
Zur Darstellung ist ergänzend zu erwähnen, dass in der Ernst-Elias-Niebergall-Schule und in der Mühltalschule
(beide Schulen sind dem Pakt beigetreten) in der Regel alle Schülerinnen und Schüler der Grundstufe im Rahmen
des Paktes betreut werden.
Folgende Grafik zeigt auf, wie sich die Anzahl der Betreuungsplätze (Pakt für den Nachmittag und
Schulkindbetreuung) seit dem Schuljahr 2011/2012 bis 2018/2019 entwickelt haben.
Zu erkennen ist, dass es der Wissenschaftsstadt Darmstadt gelungen ist, die Anzahl der Betreuungsplätze im
genannten Zeitraum – trotz deutlich gestiegenen und weiter steigenden – Schülerzahlen nahezu zu verdoppeln.
Weiter ist zu erkennen, das im Schuljahr 2019/2020 nun über 1.000 Paktplätze angeboten werden können. Trotz
schwieriger Haushaltslage sind diese Plätze weiter bis 14:30 Uhr kostenfrei um die Kindereltern zu entlasten und
die Vereinbarleit von Familie und Beruf zu fördern, vor allem aber, dass dieses Angebot im Sinne der
Bildungsgerechtigkeit möglichst vielen Kindern offen steht. Die bieherigen Planungen rechtfertigen die Annahme,
dass es im Schuljahr 2020/2021 erstmalig mehr Plätze im Pakt als in der Schulkindbetreuung geben wird.
13 Die konkrete Darstellung der Versorgungsquote mit Plätzen in SKB/PfdN ist allerdings zu jetzigen Zeitpunkt noch nicht mög-
lich, da es zum Schuljahr 2019/2020 noch keine endgültigen SuS-Zahlen (LUSD) gibt.
2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018 2018/2019 2019/2020
PfdN 0 0 0 0 235 449 599 645 1.138
SKB 1.266 1.383 1.617 1.676 1.476 1.554 1.579 1.723 1.389
∑ 1.266 ∑ 1.383
∑ 1.617 ∑ 1.676 ∑ 1.711
∑ 2.003
∑ 2.178
∑ 2.368
∑ 2.527
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
Entwicklung Anzahl der Schulkindbetreuungsplätze (SKB)
und Plätze im Pakt für den Nachmittag (PfdN)
SKB PfdN
Ausgangslage Grundschulen|
36
III.1.3. Seiteneinsteiger (NDHS – Nichtdeutscher Herkunftssprache)
Als Seiteneinsteiger und Seiteneinsteigerinnen werden alle neu zugewanderten, Kinder und Jugendlichen
bezeichnet, die in die Bundesrepublik Deutschland kommen, schulpflichtig sind und ohne oder nur mit geringen
Deutschkenntnissen eine Schule in Deutschland besuchen. Hauptaspekt ist, dass all diese Kinder und Jugendlichen
als schulpflichtige Kinder in Deutschland ankommen und nach einer gewissen Zeit, je nach Regelung in dem jeweils
für sie zuständigen Bundesland, in das deutsche Schulsystem integriert werden und dann der jeweiligen
Schulpflicht unterliegen. (vgl. Himmelrath, Armin u. Katharina Blaß (2016): Die Flüchtlinge sind da! Wie
zugewanderte Kinder und Jugendliche unsere Schule verändern – und verbessern. Bern: hep.; Seite 30).
Die Zahlen der SeiteneinsteigerInnen haben sich in den Schuljahren seit 2015/2016 wie folgt entwickelt:
Grundschulen 2015/2016 2016/2017 2017/2018 2018/2019
Andersenschule 10
Bessunger Schule 20 11 12
Christian-Morgenstern-Schule 20
Erich Kästner-Schule Grundschule 18 23 22 13
Frankensteinschule 32 18 5
Friedrich-Ebert-Schule 22 17
Georg-August-Zinn-Schule 11
Goetheschule 12 34 26
Heinrich-Heine-Schule 18 15
Käthe-Kollwitz-Schule 11
Ludwig-Schwamb-Schule 9 9
Mornewegschule 21 19 23 24
Schillerschule 15 4
Wilhelm-Hauff-Schule 12 14
Gesamtergebnis 60 180 166 114
Die SeiteneinsteigerInnen sind Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schule, jedoch kann die Zuordnung zu einer
(Regel-)Klassenstufe über die LUSD nicht trennscharf vorgenommen werden. Die Unterscheidung zwischen
Intensivkurs und Intensivklasse ist im § 50 VOGSV geregelt. Entweder sind die SeiteneinsteigerInnen über einen
Intensivkurs einer Regelklasse vorläufig zugeordnet (bei weniger als 12 Schülerinnen und Schülern;
Maßnahmendauer in der Regel nicht länger als zwei Schuljahre) oder an der jeweiligen Schule werden
Intensivklassen gebildet (ab 12 bis 16 Schülerinnen und Schülern; Maßnahmendauer in der Regel ein Jahr). Eine
Teilnahme der Seiteneinsteigerinnen der Intensivklasse(n) am Unterricht der Regelklasse derselben Schule in
einzelnen geeigneten Unterrichtsfächern ist anzustreben.
Anmerkung zur Methodik bei der Grafik "durchschnittliche Anzahl SuS je Klasse"
(siehe Betrachtung der einzelnen Schulen):
Bei der Betrachtungsweise der durchschnittlichen Anzahl der Schülerinnen und Schüler je Klasse wurden die
SeiteneinsteigerInnen bei der Gesamtzahl der SuS berücksichtigt. Eventuelle Bildungen von Intensivklassen
allerdings nicht. Ein Grund hierfür ist unterschiedlicher Klassenteiler der Intensivklassen zu dem der Regelklassen
(25 bei Regelklasse; 16 bei Intensivklasse). Nähme man nun die Anzahl der Intensivklassen in den Indikator mit
auf, wäre die Berechnung unsauber. Läßt man aber die Seiteneinsteigerinnen gänzlich aus der Berechnung, würde
dies die Berechnung ebenfalls verzerren. Da die SeiteneinsteigerInnen entweder ohnehin einer Regelklasse
(vorläufig) zugeordnet sind (Intensivkurs) oder aber in der Regel die Teilnahme an der Regelklasse innerhalb eines
Schuljahres angestrebt wird (Intensivklasse) erscheint es legitim die Anzahl der SuS in die Betrachtungsweise
miteinzubeziehen.
Prognose der SchülerInnenzahlen in der Primarstufe |
37
III.2. Prognose der SchülerInnenzahlen
in der Primarstufe
III.2.1. Datengrundlagen/Herkunft der Daten
Die schulorganisatorischen Maßnahmen des Schulentwicklungsplans bedürfen nach § 146 HSchG belastbarer
Daten. Als Grundlage für die Prognose der künftigen Schülerzahlen dienen die demografischen Daten der
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Auswertung der Bevölkerungszahlen, die Analyse des aktuellen Aufbaus der
städtischen Wohnbevölkerung, der Geburtenhäufigkeit und der in die Schulen nachrückenden Altersjahrgänge in
Kapitel II.3 [Prognose der SchüllerInnenzahlen in der Primarstufe] beziehen sich auf Daten des Amts für Wirtschaft
und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Abteilung Statistik und Stadtforschung) sowie teilweise
des Hessischen Statistischen Landesamtes.
Die detaillierten Schüler- und Klassenzahlen sowie die Angaben zum Geschlechterverhältnis und
Migrationshintergrund sind der offiziellen Statistik der Lehrer- und Schülerdatenbank (LUSD) entnommen.
III.2.2. Methodik der Prognose
Die Prognosen der Einschulungen erfolgen auf Ebene des jeweiligen Grundschulbezirks und in drei Schritten:
Zuerst werden die nachrückenden Altersjahrgänge im Einschulungsrhythmus aus den Bevölkerungsdaten
ausgewertet.
In einem zweiten Schritt werden die nachrückenden Altersjahrgänge der vorangegangenen Schuljahre ausgelesen
und analysiert. Dabei ist planerisch interessant, ob alle schulpflichtigen Kinder eines Schulbezirks in der
Vergangenheit in der entsprechenden Grundschule eingeschult wurden oder andere z.B. private Schulangebote
genutzt haben. Die Analyse erfolgt mit anonymisierten Daten, auf Einzelschulebene und ohne Möglichkeit auf
Rückschlüsse auf Einzelpersonen. Bei manchen Schulen weichen die Zahlen der Nachrücker allerdings in einem
prognoserelevanten Rahmen von dem der tatsächlich erfolgten Einschulungen ab. Als Beispiel ist der
Grundschulbezirk Wilhelm-Busch zu nennen, in dem in den letzten vier Schuljahren rund 8% der im
Grundschulbezirk gemeldeten nachrückenden schulpflichtigen Kinder nicht an der Grundschule Wilhelm-Busch
angemeldet wurden (hier eine rein numerische Betrachtung). Solche Entwicklungen der vergangenen Schuljahre
seit 2015 beeinflussen, wenn prognoserelevant, trendgewichtet die Prognosezahlen der Eingangsklassen an den
Einzelschulen. So weichen z.B. an der Grundschule Wilhelm-Busch die künftigen Einschulungszahlen bewusst von
den im Melderegister registrierten nachrückenden 0-6-Jährigen ab. Dieses Teilfortschreibung kann die Gründe für
Abweichungen zwischen Melderegister (=Nachrücker) und realen Einschulungen nicht qualitativ erklären oder
nachvollziehen. Dies ist auch nicht die originäre Aufgabe eines Schulentwicklungsplans. Wichtig ist die
Dokumentation und Fortschreibung solcher statistischen Abweichungen, um eine realistische und treffsichere
Prognose der Einzelschulen zu erhalten.
Als dritter und finaler Prognoseschritt einer Grundschulprognose werden die Einschulungszahlen mit der
demografischen Entwicklungslinie (die Zuzugs-, Verdichtungs- und Wohnbaueffekte miteinschließen)
entgegengesetzt. Hier ergeben sich meist noch einmal Abweichungen, da die statische Fortschreibung eines
Melderegisters nicht die dynamische Entwicklung einer Stadt erfassen kann (insbesondere nicht die einer
Großstadt, wie Darmstadt). Daher werden, in Abstimmung mit dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
(Abteilung Statistik und Stadtforschung) und dem Stadtpanungsamt, die Effekte insbesondere des Wohnungsbaus
und der weiteren Stadtentwicklung auf Ebene der Grundschulbezirke fortgeschrieben. Im Falle der
Wissenschaftsstadt Darmstadt ergibt dies in einigen Schulbezirken einen erheblichen Anstieg der künftigen
Einschulungszahlen (im Vergleich zum aktuellen Melderegister der 0-6-Jährigen).
Eine Bestätigung dieses dreigliedrigen Prognoseverfahrens findet sich im Anmeldejahr 2019/20 wieder.
Prognose der SchülerInnenzahlen in der Primarstufe|
38
III.2.3. Durchlaufquoten als weiteres Instrument der Prognose
Manchmal wechseln Schüler innerhalb ihrer Grundschulkarriere den Schulstandort (z.B. durch Umzug) oder
müssen eine Klasse wiederholen. Den Umfang dieser Schülerbewegungen können kumulierte Werte darstellen.
Diese erlauben eine bündelnde Prozentuierung aller Veränderungen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe. Für jede
Grundschule ergeben sich somit drei kumulierte Werte: Die Veränderung von Jahrgangsstufe 1 zu 2, von
Jahrgangsstufe 1 zu 3 von Jahrgangsstufe 1 zu 4. Diese Werte werden einerseits trendgewichtet aus der
Vergangenheit errechnet (d.h. Schülerbewegungen der letzten Jahre werden stärker gewichtet als weiter
zurückliegende) und andererseits in der Prognose der künftigen Schülerzahlen fortgeschrieben. Dieses
Prognoseverfahren stellt sicher, dass auch kurzfristige Trends der Schulanwahl oder der Rückstellungen, insofern
prognoserelevant, sich in den Schülerzahlprognosen widerspiegeln. Die hier beschriebenen Methoden und
Instrumente wurden bei Erstellung der Prognosen (siehe Steckbrief der jeweilgen Schule) angewandt.
III.2.4. Prognose bis 2024/25
Die Schülerzahlen in der Primarstufe sind generell bis in die neunziger Jahre in der Bundesrepublik erheblich
angestiegen. Um die Jahrtausendwende haben sie vielerorts auf einem (zwischenzeitlichen) Höhepunkt der
Entwicklung gelegen. Danach gingen die Zahlen meist stark zurück, was vor allem auf die demografisch schwächer
besetzte Elterngeneration zurückzuführen ist.
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt lag Gesamtschülerzahl der Grundschulen im Schuljahr 2013/14 bei 5.429
Kinder in 262 Klassen. Bis zum Schuljahr 2018/19 sind die Zahlen um 10% auf 5.960 Kinder in 280 Klassen
angestiegen (Schülerinnen und Schüler an Darmstädter Grundschulen unabhängig der Trägerschaft).
Auf Grundlage der noch nicht eingeschulten Altersjahrgänge nach der aktuellen Einwohnerstatistik der
Wissenschaftsstadt Darmstadt lassen sich - im Einschulungsrhythmus - die zukünftigen Schülerzahlen für die
Primarstufe in dem mittelfristigen Planungszeitraum bis zum Schuljahr 2024/25 ermitteln
(Wanderungsbewegungen sind bei der Prognose der zukünftigen Schülerzahlen einbezogen, vgl. hierzu das Kapitel
zur künftigen demografischen Entwicklung).Der Blick auf die Geburtenentwicklung zeigt deutlich, dass die Zahlen in
der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine starke Tendenz nach oben aufweisen. Diese Zahlen sind die realen Zahlen
der bereits geborenen Kinder unter 6 Jahre in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Neubautätigkeiten mit
entsprechenden Zuzugseffekten sind an dieser Stelle noch nicht angeführt.
100% 99,8% 99,3% 100,8%
105,6%
109,6%
118,4%
85%
90%
95%
100%
105%
110%
115%
120%
Geburten-/Einschulungsentwicklung
(nur Melderegister | ohne Neubautätigkeiten)
Prognose der SchülerInnenzahlen in der Primarstufe |
39
In Hinblick auf die Schülerzahlentwicklung der Grundschulen ist neben der Entwicklung der Geburtenzahlen auch
die des Wohnungsbaus bedeutsam; nach dem aktuellen Planungs-/Genehmigungsstand bzw. analog zu den wohl
tatsächlichen Bauerwartungen könnten in den nächsten Jahren eine ganze Reihe neuer Wohneinheiten in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt realisiert werden: Ausgegangen wird hier bereits mittelfristig von rund 6.800
zusätzlichen Wohneinheiten (s. Kapitel zur demografischen Entwicklung).
Die Prognosen erfolgen an dieser Stelle in einer Status quo-Alternative (d.h. kein Standort wird durch planerische
oder politische Setzungen verändert). Die Klassenbildung erfolgt mit dem für Hessen geltenden Höchstwert von 25
Schülern pro Klasse.
Der Blick auf die bisherigen und prognostischen Entwicklungen der Schülerzahlen in den Stadtteilen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt schließt sich an. In der Primarstufe waren mit Werten von bisher +9,7% (2013/14
bis 2018/19) bereits steigende Schülerzahlen zu verzeichnen. Bis zum Schuljahr 2024/25 wird sich diese
Entwicklung fortsetzen und entscheidend beschleunigen: +23,4% Schüler in den Grundschulen mit städtischer
Trägerschaft.
Synopse der Entwicklung der Schülerzahlen
2013/14 2018/19
2013/14-
2018/19 2024/25
2013/14-
2024/25
Schüler Klassen Frequenz Schüler Klassen Frequenz +/-in % Schüler Klassen Frequenz +/-in %
Mitte 2.200 105 21 2.465 113 21,8 12,0% 3.241 144 22,5 31,5%
Nord 1.408 68 20,7 1.465 67 21,9 4,0% 1.565 70 22,4 6,8%
West 463 23 20,1 485 23 21,1 4,8% 553 26 21,3 14,0%
Süd 871 44 19,8 1.006 48 21 15,5% 1.333 61 21,9 32,5%
Primar-
stufe ∑ 4.942 240 20,6 5.421 251 21,6 9,7% 6.692 301 22,2 23,4%
Anmerkung: Die nachfolgende Prognose der Einzelschulen schließt die Zuzugsentwicklung u.a. durch die geplanten
Wohneinheiten bereits mit ein (siehe II.3.5)
Übergänge aus den Grund- in die weiterführenden Schulen|
40
III.3. Übergänge aus den Grund- in die
weiterführenden Schulen
Nachfolgend sind die Übergänge der Schüler allein aus den Grundschulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in
die weiterführenden Schulen (ungeachtet des gewählten Schulstandorts der weiterführenden Schule) im Mittel der
Schuljahre 2015/16 bis 2018/19 abzulesen.
III.3.1. Übergänge in die weiterführenden Schulen
In den einzelnen Grundschulen "driftet" das Spektrum der Übergänge zu den einzelnen Schulformen recht weit
auseinander. Es könnte hier nur darüber spekuliert werden - was jedoch nicht Aufgabe des Schulentwicklungsplans
sein kann - woran dies liegt: an der "ökonomischen Aufstellung" und den divergierenden Bildungsambitionen der
Elternhäuser, am unterschiedlichen "Druck" der Eltern auf die Lehrer bei der Notenvergabe, der eher vorsichtigen
oder offenen Bildungsempfehlung bzw. Entscheidungsbegleitung durch die Schulen, an unterschiedlichen
Einschätzungen des Leistungsvermögens der Kinder durch Grundschulen oder am tatsächlichen
Leistungsvermögen der Kinder in den Schulen. Festgestellt werden kann nur, dass es große Unterschiede beim
Übergang aus den Grund- in die weiterführenden Schulen gibt. Aufgabe der Planung ist nur die Offenlegung der
Unterschiede. Gespräche über die Gründe dafür müssten jedoch mit Kenntnis über die Bedingungen vor Ort
erfolgen.
Übergänge in die weiterführenden Schulen (Im Mittel 2015/16 - 2018/19)
1%
1%
1%
1%
1%
1%
2%
2%
2%
3%
3%
1%
1%
10%
8%
18%
2%
7%
7%
4%
6%
5%
15%
2%
7%
26%
7%
11%
9%
4%
4%
2%
22%
65%
71%
60%
87%
67%
88%
39%
90%
71%
68%
61%
55%
70%
59%
73%
54%
61%
74%
39%
16%
3%
5%
4%
23%
2%
47%
12%
25%
14%
20%
14%
7%
40%
32%
5%
5%
9%
6%
34%
3%
5%
7%
4%
30%
5%
4%
3%
14%
9%
1%
2%
19%
24%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Grundschulen ∑
Andersenschule
Astrid-Lindgren-Schule
Bessunger Schule
Christian-Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich Kästner-Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Heine-Schule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Hauptschule Realschule Gymnasium Integrierte Gesamtschule Förderschule
Übergänge aus den Grund- in die weiterführenden Schulen |
41
III.3.2. Abgleich Übergang ins Gymnasium und Anteile der Migranten
Der Abgleich der Übergänge verdeutlicht erhebliche Diskrepanzen zwischen den einzelnen Grundschulen und damit
auch den Stadtteilen - zum Beispiel die deutlichen Streuungen der Gymnasialquoten. Das Gefüge der Übergänge,
Empfehlungen und Übergangsberatungen zwischen den Primar- und den aufnehmenden weiterführenden Schulen
hat sich merklich verändert. Bei den Grundschulübergängen wird bei einer hohen Gymnasialquote nicht selten auf
eine vermeintliche Effizienz einer Grundschule geschlossen. Die Ursache ist jedoch häufig im sozialstrukturellen
Umfeld der Schule zu suchen. Einer der möglichen Indikatoren könnte dabei in der Zuwanderungsgeschichte der
Familien begründet sein: Bei der Betrachtung der unterschiedlichen Ausprägung von Migrantenanteil einerseits und
Gymnasialquote andererseits deuten sich in den einzelnen Grundschulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
teilweise auffällige Zusammenhänge an:
Übergänge aus den Grundschulen und Anteile der Migranten im Jahrgang 2018/2019
65%
79%
60%
84%
61%
78%
38%
84%
75%
72%
58%
53%
68%
61%
73%
58%
63%
75%
39%
45%
33%
29%
41%
31%
39%
69%
17%
39%
52%
44%
60%
68%
53%
29%
64%
34%
44%
75%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Grundschulen ∑
Andersenschule
Astrid-Lindgren-Schule
Bessunger Schule
Christian-Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich-Kästner-Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Heine-Schule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Übergang zu den Gymnasien in % Schüler mit Migrationsanteil in %
Übergänge aus den Grund- in die weiterführenden Schulen|
42
III.3.3. Entwicklung der SchülerInnenzahlen in die weiterführenden Schulen
Die Zahl der im Schuljahr 2018/19 aus den Grundschulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt in die Sekundarstufe I
überwechselnden Übergänge umfasst 1.335 Schüler, von denen im Mittel 18 Schüler (1,3%) eine Hauptschule, 96
Schüler (7,2%) eine Realschule, 860 Schüler (64,4%) ein Gymnasium und 231 Schüler (17,5%) eine Gesamtschule
besuchen. 120 Schüler (9,1%) wechseln nach der Grundschule auf die Sekundarstufe einer Förderschule.
Analog zu den steigenden Einschulungszahlen in der Primarstufe werden die Übergangszahlen aus den
Grundschulen in die weiterführenden Schulen wieder bzw. weiter ansteigen. Bis zum Schuljahr 2025/26 werden
über 1.550 Schüler in die 5. Klassen der weiterführenden Schulen übergehen. Das entspricht einem Plus von rund
250 Schülern (im Vergleich zum Schuljahr 2018/19) und somit rund 9 zusätzlichen Zügen.
Entwicklung der Schülerzahlen in die weiterführenden Schulen
1%
1%
1%
1%
1%
1%
1%
1%
8%
8%
8%
7%
10%
7%
7%
7%
61%
63%
66%
64%
65%
69%
64%
65%
19%
19%
17%
18%
16%
15%
18%
18%
11%
9%
8%
9%
8%
8%
9%
9%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15
2015/16
2016/17
2017/18
2018/19
Hauptschule Realschule Gymnasium Integrierte Gesamtschule Förderschule
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
Gesetzliche Rahmenbedingungen |
43
IV. ORGANISATORISCHE
RAHMENBEDINGUNGEN
IV.1. Gesetzliche Rahmenbedingungen
Grundlage für diese Schulentwicklungsplanung ist das Hessische Schulgesetz in der Fassung vom 30. Juni 2017
(GVBl. S. 150), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. Mai 2018 (GVBl. S. 82), das unter anderem regelt:
IV.1.1. Schulentwicklungsplanung § 145 HSchG
Die Schulträger stellen Schulentwicklungspläne für ihr Gebiet auf. In den Plänen werden der gegenwärtige und
zukünftige Schulbedarf sowie die Schulstandorte ausgewiesen. Für den Schulort ist anzugeben, welche
Bildungsangebote dort vorhanden sind und für welche Einzugsbereiche sie gelten sollen. Schulen in freier
Trägerschaft können bei der Planung mit einbezogen werden, soweit ihre Träger damit einverstanden sind; die
regelmäßige Zahl ihrer Schülerinnen und Schüler ist bei der Prognose des Schulbedarfs zu berücksichtigen. Es sind
auch die Bildungsbedürfnisse zu erfassen, die durch Schulen im Gebiet eines Schulträgers nicht sinnvoll befriedigt
werden können. Die Schulentwicklungs-pläne müssen sowohl die langfristige Zielplanung als auch die
Durchführungsmaßnahmen unter Angabe der Rangfolge ihrer Verwirklichung enthalten. Sie sind mit den
benachbarten Schulträgern und mit anderen Fachplanungen, insbesondere der Jugendhilfeplanung, abzustimmen.
Die Schulentwicklungspläne müssen die erforderliche Zahl von Vorklassen an Grundschulen und Förderschulen (§
18 Abs. 2) erfassen. In ihnen ist auszuweisen, welche allgemeinen Schulen für Unterrichtsangebote für
Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen nach den Förderschwerpunkten nach § 50
Abs. 1 unterhalten werden (§ 51 Abs. 2). Auf der Grundlage einer regionalen Konzeption ist ferner festzulegen,
welche Berufsfelder, Berufsgruppen oder Ausbildungsberufe in den beruflichen Schulen jeweils erfasst und welche
Bildungsgänge angeboten werden (§ 43 Abs. 2).
Die regionale Schulentwicklungsplanung soll ein möglichst vollständiges und wohnortnahes Bildungsangebot
sichern und gewährleisten, dass die personelle Ausstattung der Schulen im Rahmen der Bedarfs- und
Finanzplanung des Landes möglich ist.
Schulentwicklungsplanung ist die Analyse des gegenwärtigen und des künftigen räumlichen und organisatorischen
Bedarfs von Schule. Konsequenzen für bauliche und organisatorische Maßnahmen sind abzuleiten, um die
bedarfsgerechte und effiziente Versorgung von Schulen mit Räumen und Ausstattung sowie den Einsatz des
Personals zu ermöglichen. Schulentwicklungsplanung umfasst von daher neben einer qualitativen Beschreibung des
vorhandenen und geplanten Schulangebotes auch die Analyse statistischer Daten als Basis zur Entwicklung und
Erhalt eines umfassenden und ausgewogenen Bildungsangebotes im Zuständigkeitsbereich des Schulträgers.
Schulentwicklungsplanung zeigt auch die Bildungsbedürfnisse auf, die durch eigene Schulen für das Gebiet des
Schulträgers nicht sinnvoll befriedigt werden können. Er enthält sowohl die langfristige Zielplanung als auch die
Durchführungsmaßnahmen unter Angabe der Rangfolge ihrer Verwirklichung. Bei der Trendfortschreibung der
Schülerzahlentwicklung sind die Darmstädter Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulen) berücksichtigt. Ebenso
ist der Plan in seiner Endversion mit den benachbarten Schulträgern, insbesondere dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg, mit anderen Fachplanungen, vorrangig mit der Jugendhilfeplanung, abgestimmt. (Vgl. § 145, Abs. 1-7
HSchG)
Anträgen auf die Errichtung, Änderung oder Aufhebung einer Schule kann das Kultusministerium nach § 146 nur
dann zustimmen, wenn diese ihre Grundlage in einem bereits genehmigten Schulentwicklungsplanes haben.
Schulentwicklungspläne sind innerhalb von 5 Jahren fortzuschreiben, soweit dies erforderlich ist.
Bei der Maßnahmenplanung wurde berücksichtigt:
- die zum jeweiligen Entscheidungszeitpunkt bestehenden demografischen, regionalen und pädagogischen
Gegebenheiten,
- die Verordnung über die Festlegung der Anzahl und der Größe der Klassen, Gruppen und Kurse in allen
Schulformen,
Gesetzliche Rahmenbedingungen|
44
- die Erreichbarkeit der Schulen aufgrund der verkehrlichen Situation,
- der Investitionsbedarf im Hinblick auf Raumkapazitäten auf den Schulstandort bezogenen Traditionen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, als Schulträger und zugleich Jugendhilfeträger, versteht
Schulentwicklungsplanung als eine Standort- und Versorgungsplanung, um ein regional ausgeglichenes,
bedarfsgerechtes und leistungsfähiges Bildungsangebot in der Stadt zu entwickeln und darüber ein qualifiziertes
Bildungs- und Abschlussangebot zu sichern und zu gewährleisten. Dies impliziert eine qualitative
Schulentwicklungs- und Bildungsplanung, die auf quantitativen Betrachtungen basiert und den demografischen
Wandel berücksichtigt.
Die letzte Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes allgemein bildende Schulen der Wissenschaftsstadt
Darmstadt wurde am 9.12.2010 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und am 20.12.2010 dem
Kultusministerium zu Genehmigung vorgelegt. Gleichzeitig wurde die Zustimmung zu verschiedenen
Organisationsmaßnahmen nach § 146 HSchG beantragt. Die Genehmigung dieses Planes erfolgt mit Erlass vom 20.
Dezember 2012.
IV.1.2. Klassenhöchst- und Mindestwerte14
Gemäß der Verordnung über die Feststellung der Anzahl und der Größe von Klassen, Gruppen und Kurse sind
folgende Klassenhöchst- und Mindestwerte festgelegt:
Schulform Schülermindestzahlen Schülerhöchstzahlen
Vorklassen 10 20
Eingangsstufe
Grundschule
Gruppe des fexiblem Schulanfangs
13 25
Hauptschule /Hauptschulzweig an
Kooperativen Gesamtschulen
13 25
Förderstufe 14 27
Realschule 16 30
Gymnasium/Sek.I 16 30
IGS 14 27
Schule für Erziehungshilfe/
Lernhilfe
8 16
Schule für Sehbehinderte/
Sprachheilschule
6 12
Schule für Hörgeschädigte/
Schule für Blinde
5 10
Schule für Praktisch Bildbare
Schule für Körperbehinderte
Schule für Kranke
4 8
Zudem besteht für Grundschulen auch die Möglichkeit jahrgangsübergreifend zu unterrichten, sofern die
personellen und unterrichtsorganisatorischen Voraussetzungen gegeben sind. Dabei muss allerdings immer der
Grundsatz aus § 144 a eingehalten werden: eine „sinnvolle Unterrichts- und Erziehungsarbeit“ muss gewährleistet
sein.
14 Auszug aus: Verordnung über die Feststellung der Anzahl und der Größe von Klassen, Gruppen und Kurse in allen Schulformen
vom 23. Mai 2017
Schulangebot |
45
IV.2. Schulangebot
IV.2.1. Vorlaufkurse (als freiwilliges Angebot zur Vorbereitung auf die Grundschule)
Vorlaufkurse sind ein fester Bestandteil des landesweiten Hessischen Gesamtsprachförderkonzepts und stellen ein
freiwilliges Angebot für Kinder dar, die bei der Anmeldung zur Einschulung nicht über ausreichende
Deutschkenntnisse verfügen. Die Kurse haben das Ziel, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Kinder in Deutsch zu
erweitern und ihnen einen guten Start in der Schule zu ermöglichen. In enger Zusammenarbeit mit der
Kindertagesbetreuung finden die Vorlaufkurse über einen Zeitraum von zwölf Monaten in den Gebäuden der
Grundschulen und/oder Kindertageseinrichtungen statt.
Nach erfolgter Schulanmeldung – noch vor Beginn der Schulpflicht – können Vorlaufkurse seitens der Schule
lediglich als freiwillige Maßnahmen eingerichtet werden. Für den Fall, dass diese freiwilligen Maßnahmen zur
Förderung der Sprachkompetenz nicht genutzt werden und das Kind zum Zeitpunkt der Einschulung nicht über die
für den Eintritt in eine erste Klasse erforderliche Sprachkompetenz verfügen sollte, besteht die Möglichkeit der
Zurückstellung für ein Jahr (§ 58 Abs. 5 Satz 1 und 2 Hessisches Schulgesetz).
An einem Vorlaufkurs (10 bis 15 Wochenstunden) nehmen in der Regel 10 bis 15 Kinder teil.
Vorlaufkurse können je nach Bedarf für eine einzelne Schule oder auch schulübergreifend eingerichtet werden. Die
Durchführung von Vorlaufkursen an anderen Orten – z. B. Kindergärten – ist im Einvernehmen mit dem jeweiligen
Träger der Einrichtung zulässig. Die Organisation liegt in den Händen der Grundschulleitung. Die Durchführung
erfolgt durch Lehrkräfte oder Sozialpädagogen/innen.
IV.2.2. Eingangsstufen
Nach § 18 Hessisches Schulgesetz können in die Eingangsstufe Kinder, die das 5. Lebensjahr bis zum 30.6.
vollenden, aufgenommen werden. Innerhalb von 2 Schuljahren werden sie an die Lern- und Arbeitsformen der
Grundschule herangeführt. Die Eingangsstufe ersetzt die Jahrgangsstufe 1 und ist Bestandteil der Grundschule.
Folgende Grundschulen sind mit Eingangsstufen ausgestattet:
Bessunger Schule
Goetheschule
An beiden Grundschulen, eine im südlichen und eine im nördlichen Innenstadtbereich, sind Eingangsstufen mit
derzeit insgesamt 4 Zügen (je 2) installiert.
Die beiden Grundschulen verfügen neben den Eingangsstufen über reguläre Eingangsklassen im 1. Schuljahr am
gemeinsamen Schulstandort. Das hat sich als organisatorisch sinnvolles und vom Bedarf notwendiges
Schulangebot erwiesen.
Zielsetzung bei der Einführung der Eingangsstufen war eine bessere Fördermöglichkeit für Kinder aus
bildungsfernen Familien. Dieser bildungspolitische Ansatz hat sich bei der Vergabe der Schulplätze in der
Eingangsstufe schon seit Jahren verwässert. Dieser Umstand wird in Abstimmung mit den zuständigen
Dezernenten/innen des Staatlichen Schulamtes und den Schulleitungen der beiden Angebotsschulen aktuell
inhaltlich thematisiert und die Organisation aufgrund des räumlichen Drucks und die Exklusivität des Angebots im
Verhältnis zur Gesamtschülerschaft der Darmstädter Grundschulen in Frage gestellt.
IV.2.3. Vorklassen
Vorklassen werden von (vom Schuleintritt zurückgestellten) Kindern besucht, die zwar schulpflichtig, aber noch
nicht schulfähig sind.
In der Regel werden Kinder im Alter von sechs Jahren eingeschult, das heißt: Für Kinder, die bis einschließlich 1.
Juli geboren sind und damit bis zum 30. Juni des Jahres das sechste Lebensjahr vollenden, beginnt am 1. August
die Schulpflicht. Die Eltern eines schulpflichtigen Kindes werden von der für den Wohnbezirk zuständigen
Grundschule schriftlich zeitgerecht über die Schulpflicht und wichtige Termine informiert.
Schulangebot|
46
Jedoch sind nicht alle Kinder, die das sechste Lebensjahr vollendet haben, auch tatsächlich schulfähig. Einige
haben aus den verschiedensten Gründen Entwicklungsverzögerungen, oftmals in mehreren Bereichen (emotional,
sozial, kognitiv, körperlich, psychomotorisch).
Deshalb wurden in Hessen 1953 Vorklassen eingerichtet: In einem vorgeschalteten Schuljahr wird den Kindern
individuelle Hilfe angeboten: Die Kinder werden in den Vorklassen auf den Schulalltag und den Besuch der
1.Regelklasse vorbereitet, noch ohne Lerninhalte der Primarstufe vorwegzunehmen. Die Lernsituation der Vorklasse
greift die Erlebniswelt des Kindes auf. Das heißt, die Kinder lernen spielerisch und ohne Leistungsdruck. Dabei wird
individuell auf den Entwicklungsstand der Kinder eingegangen, um die Lern- und Aufnahmefähigkeit der Kinder
gezielt weiterzuentwickeln. Die Aufgaben und Arbeiten in einer Vorklasse orientieren sich am Rahmenplan für
Vorklassen in Hessen sowie dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan.
Rechtlich definiert sind die Vorklassen durch §18 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG):
„In Vorklassen und Eingangsstufen wird in besonderem Maße dem unterschiedlichen körperlichen, geistigen und
seelischen Entwicklungsstand der Kinder Rechnung getragen. Durch die Verbindung von sozialpädagogischen und
unterrichtlichen Lern- und Arbeitsformen wird der Übergang in die Grundschule erleichtert.“ (§ 18 HSchG, Abs. 1)
In Vorklassen können Kinder nach § 18 Hessisches Schulgesetz aufgenommen werden, die schulpflichtig, jedoch
körperlich, seelisch oder geistig noch nicht so weit entwickelt sind, um dem Unterricht in der ersten Klasse der
regulären Grundschule folgen zu können und daher nach § 58 HSchG zurückgestellt sind.
Im Schulträgerbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt waren im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 5 Vorklassen
räumlich und organisatorisch eingerichtet und an folgenden Grundschulen installiert:
Schulen mit Vorklassen mit Anzahl der SuS
Die Vorklasse in der Friedrich-Ebert-Schule kam im Schuljahr 2018/2019 aufgrund mangelnder Nachfrage nicht
zustande, steht aber perspektivisch weiterhin zur Verfügung. Zudem gab es im Schuljahr 2018/2019 an der
Herderschule (Förderschule) zwei Vorklassen mit insgesamt 15 Schülerinnen und Schülern.15
15 In jeder Vorklasse werden grundsätzlich bis zu 8 Kinder unterrichtet. Alle aufgenommenen Kinder sind sprachauffällig
und/oder hörbeeinträchtigt und meistens in verschied enen anderen Bereichen noch nicht altersgemäß entwickelt. Sie weise n
Entwicklungsrückstände auf in emotionaler Entwicklung (Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein); sozialer Entwicklung (Grup-
penfähigkeit und Regelbewusstsein); Entwicklung der altersgemäßen Motivation (Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft); kogni-
tiver Entwicklung (Sprach- und Aufgabenverständnis); körperlicher Entwicklung (Belastbarkeit, Sinnestüchtigkeit); psychomotori-
scher Entwicklung (Grob- und Feinmotorik, Raum- und Körperwahrnehmung).
Der Unterricht in der Vorklasse orientiert sich an der Lernausgangslage der Kinder und den individuellen Förderplänen (s. För der-
konzept). Die Grundlage bildet der Bildungs - und Erziehungsplan 0 bis 10 mit besonderem Schwerpunkt der sprachlichen Ent-
wicklung. Die Ausbildung der im BEP aufgeführten Kompetenzen bestimmen Unterrichtsinhalte und das methodische Vorgehen.
Dabei kommt der Ausbildung der phonetisch -phonologische Bewusstheit als Vorläufer der Lesekompetenz eine besondere Rolle
zu. Der entscheidende Sprung von inhaltlichem Verständnis und Lautabfolge muss spielerisch vorbereitet werden.
Anzahl SuS in VG 2011/
2012
2012/
2013
2013/
2014
2014/
2015
2015/
2016
2016/
2017
2017/
2018
2018/
2019
Astrid-Lindgren-Schule 13 11 10 13 11 13 13 16
Elly-Heuss-Knapp-Schule 13 11 12
Friedrich-Ebert-Schule 15 16 10 12 12 10 14
Ludwig-Schwamb-Schule 12 12 15 12 10 11 10
Mornewegschule 14 10 11 15 12
Schillerschule 15 14 12 12 10 11 12 12
Wilhelm-Hauff-Schule 26 10 11 11 10 11 13 13
Gesamtergebnis 82 74 67 77 65 66 78 63
Schulangebot |
47
Durch die Festschreibung der Mindestgröße (10 Schüler) von Vorklassen an Grundschulen, deren Einhaltung
zunehmend strikt gehandhabt wird, kann es künftig in einzelnen Schuljahren zu einer Reduzierung oder
Erweiterung der Anzahl der Vorklassen in Absprache mit dem zuständigen Staatlichen Schulamt kommen. Vorerst
bleiben alle Vorklassenstandorte räumlich und organisatorisch aber erhalten, um flexibel handeln zu können und
lange Anfahrtswege der Schüler/innen zu vermeiden.
IV.2.4. Flexibler Schulanfang
Der Flexible Schulanfang (§ 20 HSchG) ermöglicht Grundschulen, in den Jahrgangsstufen 1 und 2 organisatorisch
und curricular, den durch Stundentafel und Lehrplan gesetzten Rahmen zu verknüpfen. Einzige Darmstädter
Grundschule mit dieser Organisationsform ist aktuell die
Erich Kästner Schule
Im Schulträgerbereich der Stadt Darmstadt wurde der Flexible Schulanfang an der Erich Kästner-Schule
(Grundschule) im Stadtteil Kranichstein mit dem Schuljahr 2007/2008 eingeführt. Weitere Grundschulen haben
sich bisher nicht für diese Organisationsform entschieden. Ziel des Schulträgers ist jedoch, einen flexiblen
Schulanfang perspektivisch möglichst in allen Stadtteilen anzubieten. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hofft, dass
sich weitere Grundschulen für die mit Änderung des Hessischen Schulgesetzes 2005 geschaffene
Organisationsmöglichkeit entscheiden und unterstützt diese bei der Entwicklung. Für die neu geplanten
Grundschulen wird diese Organisationsform ebenfalls angestrebt.
Inklusive Bildung|
48
IV.3. Inklusive Bildung
IV.3.1. Inklusive Beschulung Grundschulen
Deutschland hat der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im März 2009 zugestimmt
und damit einen tief greifenden Wandel im Bildungssystem eingeleitet. Die UN-Konvention verpflichtet Bund und
Länder, jeglichen Diskriminierungen entgegenzuwirken und stellt somit ein grundsätzliches Recht auf eine
gemeinsame inklusive Beschulung sicher.
Die inklusive Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Förderbedarf an allgemeinbildenden Schulen
rückte sonach auch in der Stadt Darmstadt in den zurückliegenden Jahren verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit,
Politik und Verwaltung.
Die Umwandlung in ein inklusives Schulsystem wird von der Stadt Darmstadt offensiv verfolgt und spiegelt sich im
Rahmen der Schulträgeraufgaben in einem Paradigmenwechsel hinsichtlich der Anforderungen für einen inklusiven
Schulbau mit entsprechenden Raum- und Flächenkonzepten wider. Insbesondere für Schulneubauten, aber auch
bei Sanierungen und Schulerweiterungen, wurden die Kriterien für Flächenanforderungen und Raumressourcen für
einen inklusiven Unterricht überarbeitet, welche in den Schulbauleitlinien der Stadt Darmstadt verankert sind.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, als kommunaler Schulträger zuständig für die äußere Schulverwaltung, begreift
die Verwirklichung eines inklusiven Bildungswesens als zentrale Herausforderung und Aufgabe, die in folgenden
Schritten angegangen wurden.
Räumliche und pädagogische Zusammenführung der Grundstufe der Mühltalschule, Förderschwerpunkt
Lernen, und der Ludwig-Schwamb-Schule zu einem gemeinsamen inklusiven Schulstandort
Fertigstellung SJ 2017
Entwicklung einer inklusiven Schulkultur im baulichen Bereich bei den beiden neuen Schulbauprojekten
Lincoln-Schule, Fertigstellung SJ 2021/22
Heinrich-Hoffmann-Schule, Wettbewerbsentscheid 06/2019
Barrierefreiheit nach dem 3-Sinne-Prinzip aller Funktionsbereiche, Vorsehen von Therapieräumen, Sanitärbereiche
mit erhöhtem Pflegeraumbedarf
Bauliche Ertüchtigung einer inklusiven Schulkultur bei allen aktuellen und geplanten Schulbausanierungen
und Erweiterungen:
Erich-Kästner Schule - in Planung
Schillerhaus II, Pankratiusstraße - Fertigstellung SJ 2019/2020
Wilhelm-Hauff-Schule - in Planung
Die Annahme einiger Bildungsexperten, dass mit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in der
Konsequenz der Bedarf an Förderschulen sinkt, hat sich in der Stadt Darmstadt nicht bestätigt. Auch wenn 90%
der öffentlichen Grundschulen in Darmstadt inklusiv arbeiten, besuchen nach wie vor zwei Drittel der
Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Förderschulen mit den spezifischen
Förderschwerpunkten, rund ein Drittel werden in den allgemeinen Grundschule inklusiv beschult. „Emotionale und
soziale Entwicklung“ ist der mit Abstand am häufigsten inklusiv beschulte Förderschwerpunkt an Grundschulen,
dicht gefolgt vom Förderschwerpunkt „Lernen“.16 Sowohl an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule als auch an der
Mühltalschule sind rückläufige Schülerzahlen zu verzeichnen. Hier zeichnet sich klar der Trend ab, dass Eltern von
Kindern mit diesen Förderschwerpunkten vermehrt die inklusive Beschulung an allgemeinen Schulen wählen.
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Schülerzahlen an der Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt
„Geistige Entwicklung“ spürbar angestiegen ist. Dieser Anstieg wird im vorliegenden Schulentwicklungsplan durch
eine Maßnahme beantwortet, ist aber unbedingt weiter zu beobachten und erfordert ggf. weitere Maßnahmen zur
Errichtung einer Dependance oder weiteren Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“.
16 Quelle: 1. Bildungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018
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49
IV.3.2. Beratungs- und Förderzentren
Einen wichtigen Baustein in der inklusiven Bildungslandschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen die beiden
regionalen Beratungs- und Förderzentren Nord an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule und Süd an der Herderschule
dar. In ihrer regionalen Zuständigkeit sind beide Zentren für die präventive Arbeit an den Grundschulen
(vorbeugende Maßnahmen) und für die Beratung zur inklusiven Beschulung zuständig und stehen Eltern und
Schulen im Rahmen einer Schullaufbahnberatung zur Verfügung. Hierbei stehen die Förderschwerpunkte
emotional-soziale Entwicklung, Lernen und Sprache im Vordergrund.
Das überregionale sonderpädagogische Beratungszentrum an der Christoph-Graupner-Schule ergänzt das
bestehende Angebot um die Förderschwerpunkte körperlich motorische und geistige Entwicklung. 17
IV.3.3. Inklusive Schulbündnisse
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde zum Schuljahr 2016/2017 vom Hess. Kultusministerium als
eine von fünf Modellregionen zur Einführung regionaler „Inklusiver Schulbündnisse (iSB)“ ausgewählt. Ein
„inklusives Schulbündnis“ ist nach § 52 HSchG eine Kooperation verschiedener allgemeiner Schulen (Grund- und
weiterführende Schulen), der Förderschulen sowie regionaler Beratungs- und Förderzentren.
Ziel der regionalen Netzwerke ist, verlässliche Vereinbarungen zu treffen, wie Schüler*innen mit
sonderpädagogischem Förderbedarf von der ersten Klasse bis zum Erreichen des Schulabschlusses bestmöglich
beschult werden können, sei es im inklusiven System oder an Förderschulen. Den betroffenen Schülerinnen und
Schülern soll, sofern dies von den Eltern gewünscht wird, eine durchgängige inklusive Schulbiographie ermöglicht
werden. Übergänge im Bildungsweg werden durch verbindliche Absprachen zwischen abgebenden und
aufnehmenden Schulen geregelt, sodass jede Schülerin und Schüler mit Förderbedarf während seiner
Schullaufbahn individuelle Beschulung, Begleitung und Unterstützung auf dem Weg zu einer möglichst
selbstständigen Teilhabe an der Gesellschaft erfährt. Da Inklusion nicht mit dem Schulabschluss endet, wird auch
der Übergang in die Berufs- und Ausbildungswelt durch die inklusiven Schulbündnisse begleitet. 18
Analog zu den beiden bestehenden regionalen Beratungs- und Förderzentren Nord an der Ernst-Elias-Niebergall-
Schule und Süd an der Herderschule haben sich in Darmstadt zwei inklusive Schulbündnisse Nord und Süd
gebildet, um dem gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Die inklusiven Schulbündnisse tagen mindestens einmal jährlich
im Rahmen von Bündniskonferenzen und treffen verbindliche Festlegungen. Durch eine flexible
Ressourcenverteilung der sonderpädagogischen Lehrerstellen aus einem gemeinsamen Stellenpool auf die inklusive
Beschulung an allgemeinbildenden Sculen einerseits und auf das Förderschulsystem andererseits wird die
Wahlfreiheit von Eltern mit Kindern mit umfassenden Beeinträchtigungen gestärkt und eine bestmögliche
Gestaltung des individuellen Bildungsweges zum Wohl des Kindes gewährleistet. Die Konferenzen des inklusiven
Schulbündnisses legen anhand der Elternwahl und unter Berücksichtigung einer ausgeglichenen Ausstattung fest,
welche Lehrerstellen in den inklusiven Unterricht und welche in das Förderschulsystem fließen.
Entsprechend den Förderschwerpunkten nach § 50 HSchG treffen die inklusiven Schulbündnisse unter der Leitung
der Schulaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit dem Schulträger die Entscheidungen über die Standorte für den
inklusiven Unterricht für die Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Kriterien für eine Standortwahl
sind, abhängig von den jeweiligen Förderschwerpunkten, beispielsweise die barrierefreie Zugänglichkeit aller
Funktionsbereiche, Differenzierungs- und Therapieräume, spezifische Klassenraum- und Schulausstattung und
Sanitärbereiche mit erhöhtem Pflegeraumbedarf. Die zuständigen Grundschulen werden im Rahmen der beim
Schulträger vorhandenen Mittel räumlich und sächlich ausgestattet und in Zusammenarbeit mit dem
Immobilienmanagement Darmstadt im Bereich Barrierefreiheit baulich ertüchtigt.
17 Quelle: 1. Bildungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018
18 Quelle: Hess. Kultusministerium
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Schulen in inklusiven Schulbündnissen in Darmstadt
Schulbündnis Nord
Schulbündnis Süd
Grundschulen Astrid-Lindgren-Schule
Christian Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich Kästner-Schule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Sekundarstufe I Bernhard-Adelung-Schule
Erich Kästner-Schule
Stadtteilschule Arheilgen
Gymnasien Justus-Liebig-Schule
Eleonorenschule
Ludwig-Georgs-Gymnasium
Förderschulen Beratungs- und Förderzentrum Nord Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Überregionales Beratungszentrum: Christoph-Graupner-Schule
Grundschulen Andersenschule
Bessunger Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schule
Heinrich-Heine-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule
Wilhelm-Hauff-Schule
Sekundarstufe I Gutenbergschule
Mornewegschule
Wilhelm-Leuschner-Schule
Gymnasien Georg-Büchner-Schule
Lichtenbergschule
Viktoriaschule
Förderschulen Beratungs- und Förderzentrum Süd Herderschule mit Mühltalschule
Überregionales Beratungszentrum: Christoph-Graupner-Schule
Ganztag – Schulkindbetreuung und Pakt für den Nachmittag |
51
IV.4. Ganztag – Schulkindbetreuung und Pakt für den
Nachmittag
IV.4.1. Grundsätzliches
Im Gegensatz zu den vorschulischen Betreuungsbereichen besteht ab dem Zeitpunkt der Einschulung kein
individueller Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Zwar ist die Kommune zur Vorhaltung eines
bedarfsgerechten Betreuungsangebotes und zu entsprechenden Planungsverfahren auch im Schulkindbereich
verpflichtet (vgl. § 24 (4) SGB VIII), es besteht jedoch ausdrücklich kein subjektives Recht zu Gunsten der
Grundschulkinder. Somit handelt es sich bei der Schulkindbetreuung um eine freiwillige Leistung. Trotzdem ist
diese Leistung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt von hoher Priorität.
Zur Bewältigung der kommunalen Aufgabe der Betreuung von Grundschulkindern stellt die Wissenschaftsstadt
Darmstadt zwei Bausteine zur Verfügung: Zum einen die Hortbetreuung in der Verantwortlichkeit des Jugendamtes
(Rechtlicher Rahmen: Sozialgesetzbuch VIII, Kinderförderungsgesetz (KiföG), Hessisches Kinder- und
Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB)) und die Schulkindbetreuung bzw. den Pakt für den Nachmittag in der
Verantwortlichkeit des Schulamtes (Rechtlicher Rahmen: Hessisches Schulgesetz, Ganztagsrichtlinie des Landes
Hessen). Die Begriffe „Hort“ und „Schulkindbetreuung“ werden im Allgemeinen – trotz der verschiedenen
Rechtsgrundlagen – häufig synonym verwendet.
Zum Stichtag 31.12.2018 standen in Darmstadt insgesamt 3.582 Betreuungsplätze für circa 5.400
Grundschulkinder zur Verfügung. Von diesen wurden 1.214 Plätze in Horten und 2.368 Betreuungsplätze an
Schulen bereitgestellt. Seit 2011 wurden die Betreuungsplätze an Schulen (Schulkindbetreuung und Pakt für den
Nachmittag) um über 1.000 Plätze ausgebaut.
Betrachtet man die beiden Systeme Schulkindbetreuung/Pakt für den Nachmittag und Hort gemeinsam, so waren
im Schuljahr 2018/2019, die Gesamtstadt betrachtet, rund zwei Drittel der Grundschulkinder mit einem
Betreuungsplatz versorgt. Zum Schuljahr 2019/2020 werden weitere drei Grundschulen dem Pakt für den
Nachmittag beitreten. Es ist absehbar, dass die Anzahl der Betreuungsplätze Schulkindbetreuung/Pakt für den
Nachmittag auf über 2.500 ansteigen wird.
Bei Schulkindbetreuung und Pakt für den Nachmittag haben die Jugenhilfeträger beim Jugendamt der
Wissenschaftstadt Darmstadt die Möglichkeit im Rahmen der „intensiven Schulkindbetreuung“ zusätzliche
Ressourcen für das jeweilige Betreuungssystem zu beantragen.
IV.4.2. Ganztagsrichtlinie und § 15 Hessisches Schulgesetz
Während die Schulkindbetreuung überwiegend kommunal und von der Elternschaft finanziert wird19, finanziert das
Land Hessen die Angebote im Ganztag mit (Profile 1, 2, 3 und Pakt für den Nachmittag). Die rechtlichen
Grundlagen für Schulen mit Ganztagsangeboten bilden das Hessische Schulgesetz (§ 15 Betreuungsangebote und
ganztägige Angebote der Schulen), sowie die Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen20 mit der Anlage
„Qualitätsrahmen für die Profile ganztägig arbeitender Schulen“.
Der § 15 des Hessischen Schulgesetzes sieht folgende Formen der Betreuung und der ganztägigen Angebote vor:
1. Betreuungsangebote der Schulträger
2. Schulen mit Ganztagsangeboten
3. Ganztagsschulen
19 Je „Betreuende Grundschule“ erhält die Wissenschaftsstadt Darmstadt je Schuljahr vom Land Hessen einen Zuschuss in Höhe
von 5.112,00 €. Die anfallenden Kosten übersteigen diesen Betrag um ein Vielfaches und werden kommunal aufgwendet.
20 http://www.hessen.ganztaegig-lernen.de/sites/default/files/GTS-Richtlinie%20g%C3%BCltig%20ab%2001-06-2018_0.pdf;
zuletzt abgerufen am 17.10.2019.
Ganztag – Schulkindbetreuung und Pakt für den Nachmittag|
52
IV.4.3. Schulkindbetreuung
Zu Ziffer 1 des § 15 HSchG hat sich in Darmstadt der Begriff der „Schulkindbetreuung“ (SKB) etabliert. An allen
Grundschulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird (mindestens) eine Schulkindbetreuung
vorgehalten. Die Aufgabe der Schulkindbetreuung wird in der Regel durch einen freien Träger der Jugendhilfe
wahrgenommen. Grundlage hierfür ist ein Leistungsvertrag zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der
Eigenschaft als Schulträger und dem jeweiligen freien Träger der Jugendhilfe.
Eltern können in Darmstadt hier – wie auch im Pakt für den Nachmittag – zwischen zwei zeitlichen Modulen wählen,
einem kürzeren bis 14:30 Uhr (Modul 1) und einem längeren bis 17:00 Uhr (Modul 2), auf Wunsch auch mit
Ferienbetreuung. Beide Module sind mit einem Kostenbeitrag seitens der Eltern behaftet.
IV.4.4. Ganztagsprofile des Landes Hessen und Pakt für den Nachmittag
Für „ganztägig arbeitende“ Schulen gab es bis zum Schuljahr 2015/2016 zwei mögliche Organisationsformen:
- Schulen mit Ganztagsangeboten (Profil 1 oder Profil 2)
- Ganztagsschulen (Profil 3)
Schulen mit einem dem Profil 1 entsprechenden Ganztagsangebot bieten an mindestens drei Wochentagen von
7:30 Uhr bis 14:30 Uhr Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen sowie erweiterte Angebote im Wahl- und
Freizeitbereich an. Die Teilnahme an diesen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig. Nach
erfolgter Anmeldung durch die Eltern besteht allerdings die Pflicht zur Teilnahme. Das Angebot kann auf bestimmte
Jahrgänge begrenzt sein. Das konkrete pädagogische Konzept entwickelt die Schule selbst. Es ist im
Schulprogramm zu verankern, das von der Schulaufsichtsbehörde genehmigt wird.
Folgende Grundschulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt nehmen am Profil 1 des
Ganztagsprogrammes des Landes Hessen teil:
- Andersenschule
- Astrid-Lindgren-Schule
- Friedrich-Ebert-Schule
- Georg-August-Zinn-Schule
- Heinrich-Heine-Schule
- Käthe-Kollwitz-Schule
Die Schulkindbetreuung und die Bereitstellung von Ganztagsangeboten an der jeweiligen Schule werden, aufgrund
der besseren Verzahnung und möglichen Synergieeffekten, von einem freien Träger der Jugendhilfe gewährleistet.
Flankierend zu diesem Angebot gibt der Schulträger im Rahmen des kommunalen Programms „Familienfreundliche
Schule“ Mittel an den Jugendhilfeträger, um die Mittagessenssituation pädagogisch begleiten zu lassen.
Schulen mit einem dem Profil 2 entsprechenden Ganztagsangebot bieten an allen fünf Schultagen pro Woche
freiwillige Zusatzangebote von 7:30 Uhr bis 16:00 oder 17:00 Uhr. Unter anderem werden Förderkurse,
Wahlangebote sowie den Unterricht ergänzende und erweiternde Arbeitsgemeinschaften und Projekte, die
Betreuung von Hausaufgaben und Stillarbeit sowie die Teilnahme an offenen Sport- und Spielgruppen
gewährleistet. Stundenzeiten und der Wechsel von Bildungs- und Freizeitangeboten können schulintern geregelt
werden (siehe oben). Für angemeldete Schülerinnen und Schüler besteht eine Teilnahmepflicht. Am Profil 2 des
Ganztagesprogramms des Landes Hessen nehmen keine Grundschulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt
Darmstadt teil.
Schulen mit einem dem Profil 3 entsprechenden Ganztagsangebot werden als Ganztagsschulen bezeichnet. Diese
bieten an fünf Tagen pro Woche in der Zeit von 7:30 Uhr bis 16:00 oder 17:00 Uhr Betreuung, Unterricht sowie
verpflichtende Ganztagsangebote für alle ihre Schülerinnen und Schüler oder für einen definierten Teil ihrer
Schülerschaft an. Die Teilnahme an den zusätzlichen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler ganz oder
teilweise verpflichtend. Sobald Eltern ihre Kinder zu freiwilligen Angeboten angemeldet haben, besteht auch für
diese Kurse und Projekte Anwesenheitspflicht. Zu den Angeboten zählen Förderkurse, Wahlangebote sowie den
Unterricht ergänzende und erweiternde Arbeitsgemeinschaften, die Betreuung von Hausaufgaben und Stillarbeit
Ganztag – Schulkindbetreuung und Pakt für den Nachmittag |
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sowie die Teilnahme an offenen Sport- und Spielgruppen. Am Profil 3 des Ganztagesprogramms des Landes Hessen
nehmen keine Grundschulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt teil.
Seit dem Schuljahr 2015/2016 gibt es als weitere zusätzliche Organisationsform der ganztägig arbeitenden
Schulen den „Pakt für den Nachmittag“ (PfdN). Im genannten Schuljahr war die Wissenschaftsstadt Darmstadt
eine von sechs Pilot-SchulträgerInnen. Im „Pakt für den Nachmittag“ übernehmen das Land Hessen und die
Schulträger erstmals gemeinsam Verantwortung für ein integriertes und passgenaues Bildungs- und
Betreuungsangebot. Alle Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen, die dies wünschen, sollen in den „Pakt
für den Nachmittag“ aufgenommen werden. Im Schuljahr 2019/2020 beteiligen sich bereits 26 der 33 Schulträger
in Hessen mit insgesamt 253 Schulen (+45 im Vergleich zum Vorjahr) an der Umsetzung des PfdN.
Das Ziel der Vereinbarung zwischen dem Land Hessen und den jeweiligen Schulträgern ist, noch stärker zu mehr
Bildungsgerechtigkeit und einer besseren individuellen Förderung für die Schülerinnen und Schüler sowie zur
Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Eltern beizutragen.
Teilnehmende Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen verfügen an fünf Tagen in der Woche von 7:30 Uhr
bis 17:00 Uhr und erstmals auch in den Schulferien über ein verlässliches und freiwilliges Bildungs- und
Betreuungsangebot. Je nach Bedarf und orientiert an den vor Ort vorhandenen Strukturen und dem gemeinsam
entwickelten Konzept, wird im „Pakt für den Nachmittag“ ein für die jeweilige Kommune passendes Angebot
etabliert, das Ganztag und Betreuung stärker verzahnt. Eltern können in Darmstadt zwischen zwei zeitlichen
Modulen wählen, einem kürzeren bis 14:30 Uhr (Modul 1) und einem längeren bis 17:00 Uhr (Modul 2), auf
Wunsch auch mit Ferienbetreuung. Das Modul 1 ist für die Eltern in Darmstadt kostenfrei. Hinsichtlich des Moduls
2 wird bei den Eltern ein Kostenbeitrag erhoben.
Grundsätzlich ist der „Pakt für den Nachmittag“ ein freiwilliges Angebot, nach Anmeldung des Kindes dann aber
verbindlich. Für die Bildungs- und Betreuungsangebote von Schulen im „Pakt für den Nachmittag“ gilt – ebenso wie
für die Schulen im Profil 1, 2 und 3 des Ganztagsprogramms – der in der Richtlinie für ganztägig arbeitende
Schulen verankerte Qualitätsrahmen für die Profile ganztägig arbeitender Schulen. Schulen im Pakt für den
Nachmittag arbeiten nach den Qualitätskriterien des Profils 2.
Folgende Grundschulen bzw. Grundstufen von Förderschulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt
nehmen am Pakt für den Nachmittag teil:
- Christian-Morgenstern-Schule (seit 2019/2020)
- Erich Kästner-Schule (seit 2015/2016)
- Ernst-Elias-Niebergall-Schule (seit 2016/2017)
- Goetheschule (seit 2019/2020)
- Heinrich-Hoffmann-Schule (seit 2016/2017)
- Ludwig-Schwamb-Schule (seit 2015/2016)
- Mühltalschule (seit 2015/2016)
- Schillerschule (seit 2019/2020)
- Wilhelm-Hauff-Schule (seit 2017/2018)
Folgende Grundschulen haben zwar eine Schulkindbetreuung, die sich zeitlich – wie bereits erwähnt – mit den
genannten Modulen bis 17 Uhr erstreckt, arbeiten aber noch nicht ganztägig im Sinne des Landesprogramms:
- Bessunger Schule
- Elly-Heuss-Knapp-Schule
- Frankensteinschule
- Mornewegschule
- Wilhelm-Busch-Schule
Ganztag – Schulkindbetreuung und Pakt für den Nachmittag|
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IV.4.5. Ausblick
Grundsätzlich ist die Schulträgerin Wissenschaftsstadt Darmstadt mit allen Grundschulen, die dem Pakt für den
Nachmittag noch nicht beigetreten sind, weiter im Gespräch. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt will jede Schule,
die den Paktbeitritt wünscht, dahingehend unterstützen.
Der aktuelle Koalitionsvertrag der Regierungsparteien im Land Hessen sieht die Weiterentwicklung des „Pakts für
den Nachmittag" zum „Pakt für den Ganztag" vor, der die bestehenden Angebote weiter ausbauen und die
Gebührenfreiheit bis mindestens 14.30 Uhr landesweit sicherstellen soll. Die Gebührenfreiheit bis 14:30 Uhr hat
die Wissenschaftsstadt Darmstadt von Beginn an, bereits seit dem Schuljahr 2015/2016, in ihren
Berechnungsgrundlagen zum Pakt für den Nachmittag verankert.
In naher Zukunft können Schulen in ganz Hessen eine sogenannte Teilbindung im Rahmen des Pakts anbieten.
Teilbindung bedeutet, dass eine Lehrkraft alle Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse bis 14.30 Uhr begleitet.
Unterricht und Angebote bis 14.30 Uhr wechseln sich miteinander ab. Damit können Schulen zukünftig zwei
Angebote in den Pakt-Schulen anbieten: Freiwillige (aber nach Anmeldung verbindliche – wie bisher) und
gebundene (neu). Sieben Pilotschulen bieten das neue Modell im Schuljahr 2019/20 bereits an.
Künftig werden voraussichtlich die Ganztags-Profile 1 und 2 seitens der Grundschulen bzw. Grundstufen der
Förderschulen nicht mehr bzw. nur bedingt anwählbar sein. Der Pakt für den Nachmittag bzw. Pakt für den
Ganztag und die Ganztagsschule (Profil 3) werden den Grundschulen bzw. Grundstufen der Förderschulen weiter
als mögliche Organisationsformen zur Verfügung stehen.
|
55
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56
V. SCHULENTWICKLUNG
Karte: Förderschulen in Darmstadt |
57
V.1. Karte: Förderschulen in Darmstadt
Karte: Grundschulen mit Schulbezirken|
58
V.2. Karte: Grundschulen mit Schulbezirken
Übersicht: Bestand und Entwicklung der Grund- und Förderschulen |
59
Grundschulen
Dienststellen-
nummer
Zügikeit
Wachstum
Flex
Vorklasse
Eingangsstufe
Ganztag Profil 1
Schulkind-
betreuung
Pakt für den
Nachmittag
Ganztag Profil 3
Prozent
in Betreuung
Familien-
freundliche
Schulen
Schulmerkmale Betreuung
Schulen Nord
Georg-August-Zinn-Schule 3506 3 stabil X X 45,5% X
Wilhelm-Busch-Schule 3223 3 sinkend X 34,9%
Astrid-Lindgren-Schule 3205 4 steigend X X X 40,4% X
Stadtteil Grundschule
NEU 2-3 Planung
Erich-Kästner-Schule 3210 5-6 stabil X X 29,3%
Schulen West
Käthe-Kollwitz-Schule 3217 3 stabil X X 34,1% X
Friedrich-Ebert-Schule 3212 3 stabil X X 46,4% X
Schulen Mitte
Christian-Morgenstern-Schule 3202 3 stabil X X (X) 2019/20 32,5%
Schillerschule 3221 4 stabil X X X (X) 2019/20 38,3%
Goetheschule 3213 3 steigend X X (X) 2019/20 37,2%
Kyritzschule 2 Planung
Pallaswiesenviertel
NEU 2 Planung
Heinrich-Hoffmann-Schule 3216 2 steigend X 74,5%
Elly-Heuss-Knapp-Schule 3209 3-4 steigend X 48,3%
Morneweg Schule 4207 4 steigend X X 38,1%
Heinrich-Heine-Schule 3215 2 steigend X X 43,7% X
Bessunger Schule 3204 4 steigend X X 43,7%
Albert Schweizer Schule NEU 2-3 Planung X
Schulen Süd
Lincolnschule NEU 4 Neubau X
Lüdwigshöhschule NEU 3 Planung X
Frankensteinschule 3211 3 X 72,8%
Andersenschule 3201 2 stabil X X 65,3% X
Ludwig-Schwamb-Schule 3219 3 X X 75,3%
Wilhelm-Hauff-Schule 3224 3 steigend X X 43,5%
Förderschulen
Christoph-Graupner-Schule 4732 steigend X
Ernst-Elias-Niebergall-Schule 4623 2 stabil X
Herderschule 4624 2 stabil X
Mühltalschule 4626 1 stabil X
V.3. Übersicht: Bestand und Entwicklung der Grund-
und Förderschulen
Übersicht: Bestand und Entwicklung der Grund- und Förderschulen|
60
Handlungsbedarf
Planung/ Neubau
Grundschulen Entwicklung der Schulorganisation
ohne Zustimmungserfordernis
Entwicklung der Schulorganisation
nach § 146 HScHG
Zeitleiste
Schulen Nord
Georg-August-Zinn-Schule Abbruch ehemaliger Verwaltung und Errichtung einer
Mensa / Ganztagsbereich
Wilhelm-Busch-Schule
Astrid-Lindgren-Schule
Stadtteil Grundschule
Erich-Kästner-Schule Neubau Ganztag, Verwaltungs- und Klassengebäude.
Schulen West
Käthe-Kollwitz-Schule
Friedrich-Ebert-Schule Ausbau und räumliche Erweiterung durch Auszug Kita.
Schulen Mitte
Christian-Morgenstern-Schule
Schillerschule
Goetheschule Nutzung Kyritzschule als Dependance. 2018/2019
Ausbau Betreuung Viktoriastraße 34. 2021 ff
Kyritzschule Nutzung Kyritzschule als Dependance Goetheschule. 2018/2019
Pallaswiesenviertel
2025 ff
Heinrich-Hoffmann-Schule Neubau einer 3-zügigen Grundschule am geänderten
Standort. 2021ff
Elly-Heuss-Knapp-Schule Erweiterung der Schule durch einen Neubau auf
benachbartem Grundstück. In Prüfung
Morneweg Schule
2020
Heinrich-Heine-Schule Erweiterung zur 3 Zügigkeit. Anmietung
Ganztagsräume in der Postsiedlung 2021/2022
Bessunger Schule Bauliche Ersatzlösung für Container (Betreuung)
Albert Schweizer Schule in Planung
2023/2024
Schulen Süd
Lincolnschule im Bau
2021/2022
Lüdwigshöhschule in Planung
2025/2026
Frankensteinschule
Andersenschule
Ludwig-Schwamb-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule Sanierung und Bestandserweiterung im Rahmen KIP II
siehe Albert-
Schweizer-Schule
laufender Bauprozess
2021 ff
Bauliche und organisatorische Errichtung
einer neuen 2-3-zügigen Grundschule mit neu
zu schaffendem Schulbezirk.
Bauliche und organisatorische Errichtung
einer neuen 4-zügigen Grundschule mit
neuem Grundschulbezirk.
Bauliche und organisatorische Errichtung
einer 2-3-zügigen neuen Grundschule mit
neuem Grundschulbezirk.
Organisationstrennung Grundschule von IGS.
Antrag liegt dem HKM bereits vor.
im Bau
2025 ff
Nach Umlegung der Flugroute ist mit
zusätzlichem Wohnungsbau im Stadtteil
Arheilgen zu rechnen.
2022 ff
Durch die städtebauliche Entw icklung, w ird
eine zusätzlicher Grundschulstandort in
Innenstadtlage als Entlastung benötigt. Als
möglicher Standort w urde die Albert-
Schw eizer Anlage geprüft, dieser kann bis zu
3 zügig bebaut w erden.
Durch die städtebauliche
Konversion/Wohnungsbau, w ird langfristig
ein zusätzlicher Grundschulstandort im
heutigen Industriegebiet benötigt.
Förderschulen
Christoph-Graupner-Schule
Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Herderschule
Mühltalschule
Sanierung und Erweiterung gemäß
Wettbewerbsergebnis.
2022 ff
2020 ffAktuelle Prüfung; Erfordernis eines zw eiten
Standortes in gemeinsamer Schulträgerschaft
mit dem Landkreis.
Grundsätzliches |
61
VI. GRUNDSCHULEN
VI.1. Grundsätzliches
VI.1.1. Grundschulen/-stufen in städtischer Trägerschaft
Die allgemeinbildende Schule stellt nach der Kindertageseinrichtung die zweite und – vor dem Hintergrund der
Schulpflicht sowie der Dauer der schulischen Ausbildung – die zentrale institutionalisierte Bildungseinrichtung für
Kinder dar. Das Land Hessen ist für die „inneren Schulangelegenheiten“ zuständig und entsendet Lehrer,
entscheidet über Unterrichtsinhalte oder die Zulassung von Schulformen etc. Für die sogenannten äußeren
Schulangelegenheiten fungieren hingegen die kreisfreien Kommunen und Landkreise als Schulträger und sorgen für
Neubau, Gebäudeinstandhaltung und Ausstattung der Schulen sowie die Besetzung der Schulsekretariate und die
Anstellung von Hausmeistern. Neben den von der Wissenschaftsstadt Darmstadt verwalteten öffentlichen Schulen
befinden sich im Stadtgebiet diverse Schulen und Schulangebote in privater Trägerschaft.
Im Stadtgebiet Darmstadt wird an 22 allgemeinbildenden Schulen Unterricht in der Primarstufe21 angeboten.
Neben den 17 reinen Grundschulen findet an allen 4 öffentlichen Förderschulen und 1 integrierten Gesamtschulen
mit Grundstufe Unterricht in den Klassenstufen 1-4 sowie ggf. in Eingangsstufen und Vorklassen statt. Weitere
Grundschulen befinden sich in Planung.
Die Darmstädter Grundschulen, hier in alphabetischer Reihenfolge. Ihre Besonderheiten und baulichen
Rahmenbedingungen werden im Anschluss bei den Einzeldarstellungen der Schulen beschrieben.
Andersenschule
Astrid-Lindgren-Schule
Bessunger Schule
Christian-Morgenstern-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Erich Kästner-Schule
Frankensteinschule
Friedrich-Ebert-Schule
Georg-August-Zinn-Schule
Goetheschule
Heinrich-Heine-Schule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Ludwig-Schwamb-Schule
Mornewegschule (als Grundstufe der IGS)
Schillerschule
Wilhelm-Busch-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
In der Grundschule bzw. der Primarstufe werden alle Kinder eines vom Schulträger durch Satzung gebildeten
Grundschulbezirks gemeinsam unterrichtet, ehe sie in der Regel nach der vierten Klasse auf das mehrgliedrige
Schulsystem mit freier Schulwahl aufgeteilt werden. Nach dem Prinzip „Kurze Beine kurze Wege“ wird Kindern eine
21 Die Primarstufe umfasst die Klassenstufen von 1-4 sowie ggf. Eingangsstufen oder Vorklassen und schließt so-
wohl reine Grundschulen (die einzig diese Klassenstufen anbieten) als auch Schultypen wie beispielsweise Förder-
schulen oder Integrierte Gesamtschulen mit Grundstufe (Stufen 1-4 mit ggf. Eingangsstufe oder Vorklasse) ein.
Grundsätzliches|
62
wohnortnahe Grundschule bzw. Grundstufe zugewiesen. Im Rahmen von Gestattungen22 oder dem Besuch einer
privaten Schule kann auf Antrag davon abgewichen werden.
Der Schulträger verfolgt im Bereich der Grundschulen gemäß §§ 17 – 20 HSchG das Ziel, den Schüler/innen ein
wohnartnahes, möglichst ausgeglichenes Bildungsangebot anzubieten.
Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) mit der Zielsetzung, der zentrale Beitrag zur Optimierung der
Bildungschancen zu sein, will mit der Verknüpfung von Aktivitäten aller an Bildung beteiligter Personen und
Institutionen, deren Wirksamkeit stärken. „Mit dem Bildungs- und Erziehungsplan soll eine Grundlage zur
Verfügung gestellt werden, um jedes Kind in seinen individuellen Lernvoraussetzungen, seiner Persönlichkeit und
seinem Entwicklungsstand anzunehmen, angemessen zu begleiten und zu unterstützen.“23
Der Schulträger unterstützt diese Zielsetzung ausdrücklich und wird insbesondere die Entwicklung von Konzepten
zur Gestaltung von gelingenden Übergängen zwischen Kindergarten und Grundschule sowie zwischen Grundschule
und weiterführender Schule unterstützen.
Durch Satzung des Schulträgers24 ist gemäß § 143. Abs. 1 Hessisches Schulgesetz (HSchG) für jede Grundschule
ein Schulbezirk zu bilden, dessen Zuschnitt jährlich zu überprüfen und, falls erforderlich, anzupassen ist. Dies
geschieht in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und den jeweiligen Grundschulen.
Die aktuell gültige Schulbezirkssatzung ist am 9.2.2010 in Kraft getreten ist.
Seit der letzten Änderung der Schulbezirkssatzung hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine enorme
städtebauliche Entwicklung vollzogen. Neben der starken Innenverdichtung im gesamten Stadtgebiet wurden
komplett neue Stadtgebiete (Konversionsgebiete, Umwandlung von ehemaligen Gewerbeflächen zu allgemeinen
Wohngebieten) geplant und entwickelt.
Besonders betroffen sind von diesem Zuwachs folgende Schulbezirke:
In der südlichen Innenstadt/ Bessungen:
Bessunger Schule
Mornewegschule
Heinrich-Heine-Schule
In der zentralen Innenstadt:
Goetheschule
Schillerschule
Heinrich-Hoffman-Schule
Die städtebauliche Verdichtung und Bildung neuer Stadtteile muss in der Konsequenz zur Schaffung neuer sowie
einer Anpassung und Verschneidung bereits vorhandener Grundschulbezirke führen. Die Schulbezirkssatzung wird
daher sukzessive fortgeschrieben werden, sobald die neu zu organisierenden Schulstandorte feststehen und damit
die Basis für ein entsprechendes Einzugsgebiet bilden.
22 Unter Angabe von wichtigen Gründen kann das Staatliche Schulamt in Benehmen mit dem Schulträger Kindern den Besuch einer ande ren
Grundschule als der örtlich zuständigen gestatten.
23 Bildung von Anfang an, Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen;
https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hkm/bildung_von_anfang_an_2014.pdf zuletzt abgerufen am 26.09.2019.
24 Aktuelle Fassung der Schulbezirkssatzung im Anhang
Grundsätzliches |
63
Grundsätzliches|
64
VI.1.2. Grundschulen/-stufen in privater Trägerschaft
Neben den Grundschulen in städtischer Trägerschaft gibt es in Darmstadt ein weiteres Grundschulangebot in
privater Trägerschaft (private Grundschulen bzw. Privatschulen mit Grundschulangebot).
Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler dieser Schulen hat sich in den vergangenen Schuljahren wie folgt
entwickelt:
Für die privaten Grundschulen gelten keine Grundschulbezirksgrenzen. So werden diese Schulen zwar auch von
Schülerinnen und Schülern besucht, die in Darmstadt wohnhaft sind, der größere Anteil der Schülerschaft wohnt
allerdings nicht in Darmstadt.
Betrachtet man exemplarisch für das Schuljahr 2018/2019 die Herkunft der Schülerinnen und Schüler
(Regelklassen 1-4, Eingangsstufe [Waldorfschule]) so waren 44,8 % der Schülerinnen und Schüler (242 von 539
SuS) in Darmstadt wohnhaft. 55,1 % der Schülerinnen und Schüler an privaten Grundschulen wohnten nicht in
Darmstadt (297 von 539 SuS). Die mit Abstand meisten dieser Schülerinnen und Schüler (243 SuS), wohnten im
Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Zahlen zu den Vorjahren bewegen sich ebenfalls in den genannten
Größenordnungen.
Anzahl der GrundschülerInnen in den Privatschulen 2018/19
Darmstadt,
Stadt
Darmstadt-
Dieburg Bergstraße Groß-Gerau Offenbach Gesamtergebnis
Freie Comenius-Schule 43 7
4 1 55
Freie Montessori-Schule
Darmstadt 38 17 1 3 1 60
Freie Waldorfschule
Darmstadt 84 110 3 15
212
Georg-Müller-Schule,
Christliche Grundschule
Darmstadt 5 73
10 1 89
Sabine-Ball-Schule 36 24 2 2
64
Schulzentrum
Marienhöhe 36 18 3 2
59
Gesamtergebnis 242 249 9 36 3 539
118 130 144 126 134 136 134 135 134
506 521 552 539 544 548 548 557 557
0
100
200
300
400
500
600
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
Grundsätzliches |
65
In den einzelnen Schulen selbst, ist die Belegung nach Wohnort recht unterschiedlich. Während bei der Freien
Comenius-Schule von 55 SuS insgesamt 43 SuS in Darmstadt wohnhaft waren, waren bei der Georg-Müller-Schule
von 89 SuS lediglich 5 aus Darmstadt.
Für diese Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplanes maßgeblich ist, dass es im Schuljahr 2018/2019
insgesamt 242 SuS gab (Klassenstufen 1-4, Eingangsstufe), die zwar in Darmstadt wohnten, aber nicht in einer
Grundschule in städtischer Trägerschaft unterrichtet wurden.
Weiterhin gibt es Schülerinnen und Schüler, die in Darmstadt wohnen, aber an einer Grundschule außerhalb
Darmstadts beschult werden (2015: 49 SuS; 2016: 66 SuS; 2017: 88 SuS; 2018: 75).25 Demnach haben die beiden
geschilderten Effekte, Besuch eines Grundschulangebotes in privater Trägerschaft in Darmstadt und
Grundschulbesuch außerhalb Darmstadts zur Folge, dass circa 315 Darmstädter SuS im Schuljahr (circa 80 SuS je
Regelklassenstufe) keine Grundschule in städtischer Trägerschaft besuchen. Ohne die geschilderten Effekte, wäre
der Druck zusätzliche Grundschulstandorte zu identifizieren, noch größer.
Die Größenordnung von 80 SuS je Regelklassenstufe ist bei den nachrückenden Jahrgängen und den daraus
entstehenden Prognosen zu berücksichtigen.
25 Datenreport 2018. Ziffer 7.10; https://www.darmstadt.de/fileadmin/Bilder-
Rubriken/Standort/Statistik_und_Stadtforschung/pdf/jahrbuch/07Bildung/K07-6-10.pdf; letzter Abruf 14.10.2019.
Grundsätzliches|
66
13 14 14 13 14 14 14 14 14
58 59 58 55 55 56 56 57 57
0
10
20
30
40
50
60
70
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
2
4 4 4 4 4 4 4 4
2
4 4 4 4 4 4 4 4
0
1
2
3
4
5
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
21,1
21,9 22,0 21,8 21,5 21,8 22,0 22,1 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Freie Comenius-Schule
Prognose mit nachrückenden
Jahrgängen und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundsätzliches |
67
3 3
2
4 4 4 4 4 4
3 3
2
4 4 4 4 4 4
0
1
2
3
4
5
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
21,1
21,9 22,0 21,8 21,5 21,8 22,0 22,1 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Freie Montessori Schule
12
16 14
18 15 16 15 16 15
50 51
57 60
64 65 68 65 65
0
10
20
30
40
50
60
70
80
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
Prognose mit nachrückenden
Jahrgängen und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundsätzliches|
68
43 50
64
42 52 52 52 52 52
216 218 228
212 212 211 205 215 215
0
50
100
150
200
250
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
Sus 1. Klassen SuS insg.
9 9
10
9 9 9 9 9 9
8 8
9
8 8 8 8 8 8
0
2
4
6
8
10
12
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit E mit NDHS Klassen ohne E ohne NDHS
21,1
21,9 22,0 21,8 21,5 21,8 22,0 22,1 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS | ohne E
Freie Waldorf Schule
Prognose mit nachrückenden
Jahrgängen und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundsätzliches |
69
21 20 22 23 22 23 22 23 22
63
70
84
89 89 91 92 92 92
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
3
4 4 4 4 4 4 4 4
3
4 4 4 4 4 4 4 4
0
1
2
3
4
5
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
21,1
21,9 22,0 21,8 21,5 21,8 22,0 22,1 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Georg-Müller-Schule, christliche Schule Darmstadt
Prognose mit nachrückenden
Jahrgängen und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundsätzliches|
70
17 16 16 16 16 16 16 16 17
63 64 65 64 64 64 64 64 65
0
10
20
30
40
50
60
70
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
Sus 1. Klassen SuS insg.
21,1
21,9 22,0 21,8 21,5 21,8 22,0 22,1 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
4 4 4 4 4 4 4 4 44 4 4 4 4 4 4 4 4
0
1
2
3
4
5
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
Sabine Ball Schule
Prognose mit nachrückenden
Jahrgängen und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundsätzliches |
71
12 14 14 14 15 15 15 14 14
56 59 60 59 60 61 63 64 63
0
10
20
30
40
50
60
70
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
Sus 1. Klassen SuS insg.
4 4 4 4 4 4 4 4 44 4 4 4 4 4 4 4 4
0
1
2
3
4
5
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
21,1
21,9 22,0 21,8 21,5 21,8 22,0 22,1 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Schulzentrum Marienhöhe
Prognose mit nachrückenden
Jahrgängen und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
|
72
|
73
Grundschulen Nord|
74
VI.2. Grundschulen Nord
Wixhausen
Georg-August-Zinn-Schule
Arheilgen
Wilhelm-Busch-Schule
Astrid-Lindgren-Schule
Kranichstein
Erich Kästner-Schule
Grundschulen Nord | Georg-August-Zinn-Schule
75
VI.2.1. Georg-August-Zinn-Schule
Stadtteil: Wixhausen | 3-zügig
Schulentwicklung Wachstum von einer schwachen auf eine starke 3 Zügigkeit
Betreuungsangebot Ganztag Profil 1 | 45,5 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Leichte Defizite in den Betreuungsräumen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Georg-August-Zinn-Schule ist die einzige
Grundschule (3 Züge) im Stadtteil Wixhausen, dem
nördlichsten Stadtteil der Wissenschaftsstadt
Darmstadt.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Grundschule Georg-August-Zinn-Schule wird von
einer schwachen in eine starke 3 Zügigkeit
anwachsen (im Mittel 70 Einschulungen). Die mittlere
Klassenfrequenz wird von heute 20,0 auf 23,4
ansteigen (bis 2024/25). In einzelnen Jahren kann es
rechnerisch zu der Bildung einer vierten
Eingangsklasse kommen (Voraussetzung:
Klassenteiler 25 Kinder pro Klasse).
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Ganztägig arbeitende Schule im Profil 1 und
Schulkindbetreuung
Jugendhilfeträger: BDKJ Bund der Deutschen
Katholischen Jugend Darmstadt e.V.
Dienststellennummer:
3506
Adresse:
Bert-Brecht-Straße 2-4
64291 Darmstadt
Kontakt:
06150 990255
Gaz-Schule@darmstadt.de
www.gaz-schule.de
Grundschulen Nord | Georg-August-Zinn-Schule
76
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die 1969 errichtete Schule wurde im Jahr 2007
erweitert und in den Folgejahren teilweise umgebaut.
Die Sanierung des Altbaus immer noch nicht
abgeschlossen. Das ehemalige Verwaltungsgebäude ist
nicht mehr sanierungsfähig und soll einem neuen
Ganztagsgebäude weichen
Räumliche Situation
Die Grundschule Georg-August-Zinn-Schule ist iam
Bereich der Klassen und Fachräume für 3 Züge
ausgelegt. Im EG des Verwaltungsbaus befinden sich
zusätzlich mehrere Ganztagsräume, wovon einer als
Mensa dient.Weitere jedoch sehr kleine
Betreuungsräume befinden sich im ehemaligen
Verwaltungshaus.Dieses soll perspektivisch durch den
Neubau einer Mensa mit Ganztagsfunktionen ersetzt
werden soll. Bis dahin ist eine bessere Ausnutzung
vorhanderner Differenzierungs- und Fachräume auch für
den Ganztag umzusetzen. Auch die monofunktionale
Nutzung als reine Klassenräume für den Vormittag kann
auf Dauer nicht aufrecht erhalten werden und muss
einer multifunktionalen ganztägigen Nutzung geöffnet
werden. Entsprechende Nutzungsmodell sind zu
entwickeln, die erforderliche Ausstattung von der
Schulträgerin sicherzustellen.
Barrierefreiheit
Durch den Erweiterungsbau mit Aufzug aus dem Jahr
2007 sind alle Funktionsbereiche der Schule
barrierefrei erschlossen, Behinderten-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Abbruch ehemaliger Verwaltung und Errichtung einer
Mensa / Ganztagsbereich
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 12
Gruppe | Differenzierung 6 5 -1
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 3 60 qm
Ganztag | Inklusion | Therapie 2 -1 27 qm
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1
IT | Computerraum 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 -1 Küche und Essen in GT-Raum
Multifunktion 1 1 80 qm
Schülerbibliothek | Mediathek 1 -1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1969 Hauptgebäude
Betreuungspavillon
2013 saniert +erweitert
2 | 2007 Klassentrakt
Grundstücksgröße 3.630 m²
Grundschulen Nord | Georg-August-Zinn-Schule
77
17,8 18,3
21,0
20,0
18,5 18,4
20,4 20,7
21,7
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
51 59 43 53 55 52
68 77 68
214 220 210 220 222 221
245
269 282
Aufnahmekapazität 1.Klassen: 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
12 12 11 11 12 12 12
13 13
12 12
10
11 12 12 12
13 13
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Nord | Wilhelm-Busch-Schule
78
VI.2.2. Wilhelm-Busch-Schule
Stadtteil: Arheilgen | 3-zügig
Schulentwicklung Bestand der 3 Zügigkeit wird angestrebt durch Vergrößerung des Schulbezirkes
Betreuungsangebot Schulkindbetreuung | 34,9 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Leichte Defizite bei der Anzahl der Betreuungsräumen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Wilhelm-Busch-Schule (3 Züge) ist eine von zwei
Grundschulen im Stadtteil Arheilgen.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Wilhelm-Busch-Schule wird in den kommenden
sechs Schuljahren deutlich an Schüler/innen verlieren
und wäre im Status quo der Prognose nur noch
zweizügig. Da die Kinderzahlen des anliegenden
Grundschulbezirk Astrid-Lindgren-Schule gleichzeitig
stark anwächst, wird eine Vergrößerung des
Schulbezirks Wilhelm-Busch-Schule empfohlen. Die
Grundschule ist dann weiterhin 3-zügig zu sehen.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Die Wilhelm-Busch-Schule verfügt über ein
Betreuungsangebot, das ca. 35 % der SuS versorgt. In
unmittelbarer Nachbarschaft (gleiches Grundstück)
befindet sich zusätzlich ein städtischer Hort.
Eine räumliche und organisatorische Verknüpfung von
Betreuung und Hort im Rahmen der Aufnahme in den
Pakt für den Nachmittag wird empfohlen und
angestrebt.
Schulkindbetreuung durch Buschwerk, dem
Förderverein der Wilhelm-Busch-Schule e.V.
Dienststellennummer:
3223
Adresse:
Wilhelm-Busch-Weg 6
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 371435
info@wbs-darmstadt.de
www.wbs-darmstadt.de
Grundschulen Nord | Wilhelm-Busch-Schule
79
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule wurde Mitte der 90ger Jahre saniert und
2003 durch einen Neubau erweitert. 2007 folgte der
Bau eines Betreuungspavillons.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt über den notwendigen
Raumbestand für eine 3-Zügige Grundschule.
Die Schule wünscht sich den Bau einer Turnhalle als
Ersatz für die kleine Gymnastikhalle, das gilt jedoch
für sämtliche Grundschulen mit Gymnastikhallen. Ob
bei einer Entscheidung der Schule für den Beitritt
zum Pakt für den Nachmittag weitere Räume
(Erweiterung des Ganztagspavillons) hängt starkt mit
der konzeptionellen und räumlichen Verzahnung mit
dem benachbarten Hort Selma Lagerlöff ab. Diese ist
im ersten Schritt anzustreben.
Barrierefreiheit
Bis auf die Klassen im Obergeschoss des
Hauptgebäudes sind alle Funktionsbereiche der
Schule barrierefrei erschlossen, Behinderten-WC
vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 12
Gruppe | Differenzierung 6 2 -4
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 4 -2 1 kleiner Raum, 25 qm
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 -1 In GT-Raum
Multifunktion 1 -1
Schülerbibliothek 1 1 Kleine Bibliothek, 24 qm
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1976 Hauptgebäude
1995 |2008 saniert
2 | 2003 Erweiterungsbau
3 | 2007 Pavillon Ganztag
Grundstücksgröße 8.470 m²
Grundschulen Nord| Wilhelm-Busch-Schule
80
13 13 13
12 11
10
9
8 8
13 13 13
12 11
10
9
8 8
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
19,4
20,2
19,4 19,1 19,7 20,2 20,7
21,5 21,9
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
54 60 60 53 43 43 44 38 47
252 262 252
229 217 202 186 172 175
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
Die prognostizierten Einschulungszahlen der Grundschule Wilhelm-Busch weichen von den aktuell im Melderegister ersicht-
lichen nachrückenden Altersjahrgänge der 0-6-Jährigen ab. Grund dafür ist die Analyse und der Vergleich der Nachrü-
cker/Einschulungen in den Schuljahren seit 2015. So wurden in den letzten vier Schuljahren zwei Mal deutlich weniger
Kinder an der Grundschule Wilhelm-Busch angemeldet als laut Melderegister erwartet (2015/16 -24 Kinder; 2018/19 -12
Kinder). Die künftig nachrückenden Schülerzahlen lt. Melderegister sind an der Grenze zwischen einer Zwei- und Dreizü-
gigkeit. Daher ist der Unterschied zwischen Melderegister und tatsächlichen Einschulungen als prognoserelevant zu be-
zeichnen. Der Schülerzahlprognose wurden daher in den kommenden Jahren als planerische Setzung jeweils 10 Kinder
abgezogen. Dies entspricht einer Trendfortschreibung des Wahlverhaltens durch die Eltern/Kinder des Grundschulbezirks.
Grundschulen Nord | Astrid-Lindgren-Schule
81
VI.2.3. Astrid-Lindgren-Schule
Stadtteil: Arheilgen | 4-zügig + Vorklasse
Schulentwicklung Wachstum der Schüler/innen/zahlen soll durch Umschneiden des Schulbezirkes
eingedämmt werden
Betreuungsangebot Ganztag Profil 1 | 40,4 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation auch für eine 6 Zügigkeit sind ausreichend Räume vorhanden
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Astrid-Lindgren-Schule (5 Züge) ist eine von zwei
Grundschulen und Vorklassenstandort im Stadtteil
Arheilgen.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Astrid-Lindgren-Schule wird in den kommenden
Jahren aufgrund Generationenwechsels und verstärkter
Geburten im Stadtteil stark anwachsen. Die aktuelle
Prognose ist 6-zügig, in Ausnahmejahren sogar knapp
7-zügig (Voraussetzung: weiterhin max. 25 Kinder pro
gebildeter Klasse). Eine Umschneidung der
Schulbezirke in Arheilgen zu Lasten / Gunsten der
Wilhelm-Busch-Schule, die sinkende
Schüler/innen/Zahlen hat, soll für die Astrid-Lindgren-
Schule organisatorisch wie räumlich Entlastung
bringen.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Ganztägig arbeitende und betreuende Schule im
Profil 1 und Schulkindbetreuung
Jugendhilfeträger:
Förderverein Grundschule Astrid-Lindgren-Schule
Dienststellennummer:
3205
Adresse:
Stadtweg 1
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-481400
Astrid-Lindgren-Schule@
darmstadt.de
www.astrid-lindgren-schule.de
Grundschulen Nord| Astrid-Lindgren-Schule
82
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die letzte umfassende Sanierung erfolgte Ende der 80er
Jahre. Es besteht entsprechender Sanierungsbedarf in
Teilen der Schule. Außentoiletten und Teile des
Betreuungsgebäudes wurden vor wenigen Jahren
renoviert. Die Turnhalle ist besonders
sanierungsbedürftig und als nächste Maßnahme
projektiert.
Räumliche Situation
Die Astrid-Lindgren-Schule hat ausreichend Platz für 6
parallele Züge zur Verfügung. In Ausnahmejahren wird
auch die Bildung einer 7. Eingangsklasse möglich sein –
auf Kosten der vielzähligen Fach- oder
Betreuungsräume. Viele Klassenräume sind nur 50 qm
groß. Zur Verbesserung des pädagogischen und
räumlichen Angebots durch
Differenzierungsmöglichkeiten bietet die Schule
baustrukturelle Grundlagen zur Einrichtung von
Lernlandschaften.
Barrierefreiheit
Nur in Teilen (Ganztagsgebäude von 1988) gegeben.
Geplante Maßnahmen
Die Sanierung der Turnhalle steht auf der
Sanierungsagenda.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 20 24 +4 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 10 3 -7 Differenzierung in Fluren
Ganztag | Inklusion | Therapie 10 10
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 -1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 +1 70 qm
Forscherwerkstatt 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Lehrküche, Mensa
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1 80 qm, Musik
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1907 Hauptgebäude
1914 saniert
2 | 1966 Turnhalle
3 | 1907+1914 Klassentrakt
1990 saniert
4 | 1897 Verwaltung
1992 saniert
5 | 1990 | 2010
Fachklassen + Betreuung
Grundstücksgröße 6.880 m²
Grundschulen Nord | Astrid-Lindgren-Schule
83
89 102 118 116 130 117 131 130 152
400 418 425 454
491 500 520 534 558
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 125 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 500 Schüler
0
100
200
300
400
500
600
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
18 18 18
20
22 22 23 24 25
17 17 17
19
21 21 22 23 24
4 Zügigkeit ohne VG ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
30
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit VG mit NDHS Klassen ohne VG ohne NDHS
22,9
23,8 24,2
23,1 22,6 23,1 22,9 22,5 22,5
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS | ohne VG
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Nord| Erich Kästner-Schule
84
VI.2.4. Erich Kästner-Schule
Stadtteil: Kranichstein | 5-6 –zügig + flexiblem Schulanfang
Schulentwicklung 5- 6 Zügigkeit wird bestehen bleiben
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag | 29,3 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Nach Fertigstellung (voraussichtlich 2020) des Neubaus ist die Raumsituation als
sehr gut zu bezeichnen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Erich Kästner-Schule (6 Züge) ist die alleinige
Grundschule im Stadtteil Kranichstein und einzige
Grundschule in Darmstadt mit Flexiblem Schulanfang.
Sie ist eng verbunden mit der gleichnamigen
Integrierten Gesamtschule, von der sie seit 2008
organisatorisch getrennt ist.
Der Stadtteil Kranichstein wurde bis zum Jahr 2010
durch das Projekt "Hessische Gemeinschaftsinitiative
Soziale Stadt" besonders gefördert
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schülerzahlen der Erich Kästner-Schule sind in den
letzten Jahren leicht angestiegen. Die Schule bildet
aktuell 24 - 25 Klassen. Prognostisch ist mit einer
leichten Entspannung bei den Einschulungszahlen zu
rechnen, wenn gleich die gebildeten Klassen auf dem
gleichen hohen Niveau bleiben werden (5 bis 6-
Zügigkeit dauerhaft an der Erich Kästner-Schule). Es ist
anzumerken, dass in den vergangenen Jahren 10 – 20
% der Kinder aus dem Schulbezirk Erich Kästner-Schule
nicht an der Schule angemeldet bzw. eingeschult
wurden, d.h. zu anderen (privaten) Schulen
auspendelten. Dieser Trend wird in der Prognose
fortgeschrieben. Die genaue Entwicklung der
Einschulungszahlen im Verhältnis zu dem Melderegister
in Kranichstein muss daher in Beobachtung bleiben.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Bereits seit dem Schuljahr 2015/16 nimmt die Erich
Kästner-Schule (Pilotschule) erfolgreich am Pakt für
den Nachmittag teil.
In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich zusätzlich
ein städtischer Hort, der einen weiteren Teil der SuS
betreut.
Jugendhilfeträger: Sozialkritischer Arbeitskreis e.V.
(SKA)
© Rahel Welsen
Dienststellennummer:
3210
Adresse:
Wickopweg 2
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 790970
Erich Kästner-Schule@darmstadt.de
www.eks-igs.de
Grundschulen Nord | Erich Kästner-Schule
85
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule erhält aktuell einen Neubau mit Mensa,
Verwaltung, Klassen und Fachräumen. Die Planung ist
Ergebnis eines Architektur-Wettbewerbs auf Basis des
städtischen Raumprogramms. Der Klassenbau im Osten
wurde zudem 2018 in Holzbauweise großzügig
aufgestockt. Er wird weiter saniert werden/ Fassade
und EG. Die verbleibenden weiteren Altbauten sind
teilweise, je nach Baujahr, in stark sanierungs-
bedürftigem Zustand, insbesondere die Toiletten-
anlagen im Hauptgebäude. Nach Errichtung des
projektierten Neubaus, sollen diese Gebäude sukzessive
saniert werden.
Räumliche Situation
Die Erich Kästner-Schule verfügt perspektivisch über
ausreichend Raum für eine 6-zügige ganztägig
arbeitende Grundschule. Zusatzbedarfe der Schule
(FLEX-Klassen, NDHS-Klasse) müssen berücksichtigt
werden. Die aktuelle Betreuungssituation ist mit 6
Räumen, gemessen an der Gesamtschüler/innen/zahl
beengt. Mit dem im Bau befindlichen Neubau wurde auf
den Gesamtraumbedarf bereits reagiert und nach
Fertigstellung ist die Raumsituation als sehr gut zu
bezeichnen.
Barrierefreiheit
Gebäude 3 und der geplante Neubau sind in allen
Funktionsbereichen barrierefrei erschlossen. Gebäude
1,2 und 4 nur in den Erdgeschossen barrierefrei.
Behinderten-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Neubau Ganztag, Verwaltungs- und Klassengebäude.
Erweiterung und Gestaltung der Außenanlagen nach
Osten. Sanierung der Toiletten und sukzessive der
Altbauten.
Baujahr der Gebäude:
1| 1968 Verwaltung, Klassen
und Gymnastikhalle
2| 1973 Klassentrakt mit
Sporthalle
3| 1979 Klassen + Betreuung
2018 Aufstockung
4| 1989 Klassenbau
jetzt Betreuung
5 | 2019 ff. Neubau
Mensa, Verwaltung, Klassen
Grundstücksgröße 12.010 m²
Grundschulen Nord| Erich Kästner-Schule
86
Raumanalyse von Bestand und Bedarf (exkl. Neubau)
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 24 33 +9 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 12 10 -2 Differenzierung in Fluren
Ganztag | Inklusion | Therapie 10 6 -4
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 2 +1
Musik 1 1 -1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 +1 70 qm
Forscherwerkstatt 1 +1
Lehrküche 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1 Foyer, Mensa Neubau
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Psychomotorik 1 +1 Gymnastikhalle
Grundschulen Nord | Erich Kästner-Schule
87
297 289 306 310 309 292 267 267 279
554 563 554 562 567 556
529 517 504
Aufnahmekapazität 1.+2.Klassen; 300 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 600 Schüler
0
100
200
300
400
500
600
700
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. + 2. Klassen SuS insg.
25 26 25 25 26
24 24 23 2224 25 24 24
26
24 24 23 22
6 Zügigkeit ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
30
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
23,1 22,5 23,1 23,4
21,8
23,2
22,0 22,5 22,9
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Die prognostizierten Einschulungszahlen der Grundschule Erich-Kästner weichen teilweise deutlich von den aktuell im Melde-
register ersichtlichen nachrückenden Altersjahrgänge der 0-6-Jährigen ab. Grund dafür ist die Analyse und der Vergleich der
Nachrücker/Einschulungen in den Schuljahren seit 2015. So standen z.B. im Schuljahr 2016/17 insgesamt 307 nachrücken-
de 6-8-Jährige nur 285 Schülern in der 1. und 2. Jahrgangsstufe gegenüber. D.h. 22 schulpflichtige Kinder, die im Schulbezirk
gemeldet waren, wurden nicht an der Grundschule Erich-Kästner angemeldet. Ein solcher Trend lässt sich durchgängig in den
letzten vier Schuljahren erkennen. Die Differenz zwischen Melderegister und Einschulungen entspricht rund einem Zug und ist
daher prognoserelevant. In der Schülerzahlprognose der Jahrgangsstufen 1 und 2 wurde daher ein trendgewichteter Prozent-
satz abgezogen. Anmerkung: An der Grundschule Erich-Kästner gibt es die Besonderheit einer FLEX-Klasse. Daher müssen bei
dieser Grundschule immer die Jahrgänge 1 und 2 zusammenbetrachtet und prognostiziert werden.
Grundschulen Nord| Erich Kästner-Schule
88
|
89
Grundschulen West|
90
VI.3. Grundschulen West
Waldkolonie
Käthe-Kollwitz-Schule
Heimstättensiedlung
Friedrich-Ebert-Schule
Grundschulen West | Käthe-Kollwitz-Schule
91
VI.3.1. Käthe-Kollwitz-Schule
Stadtteil: Waldkolonie | 3-zügig
Schulentwicklung Zukünftig stark 3 zügig
Betreuungsangebot Ganztag Profil 1 | 34,1 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Für eine 3 Zügigkeit sind ausreichend Räume vorhanden
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Käthe-Kollwitz-Schule (3 Züge) ist die alleinige
Grundschule im Stadtteil Waldkolonie.
Entwicklung und Schulorganisation
Im Schulbezirk der Käthe-Kollwitz-Schule fanden in den
letzten Jahren bereits einige städtebauliche
Verdichtungen statt. Auch in diesem Schulbezirk liegen
die Geburten-und Kinderzahlen unter 3 Jahre nun
bereits höher als die aktuellen durchschnittlichen
Schülerzahlen pro Jahrgang in der Grundschule. Die
Grundschule ist heute schon mehr als zweizügig und
führt aktuell 10 Klassen (= 2,5-zügig). Die künftigen
Einschulungszahlen werden die Schule mittelfristig
weiter wachsen lassen. Die Grundschule ist
perspektivisch stark 3-zügig zu sehen. In einzelnen
Jahren wird eine vierte Eingangsklasse möglich sein.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Ganztägig und betreuende Grundschule im Profil 1 und
Schulkindbetreuung
Jugendhilfeträger: Sozialkritischer Arbeitskreis e.V.
(SKA)
Dienststellennummer:
3217
Adresse:
Koblenzer-Straße 8
64293 Darmstadt
Kontakt:
06151 896435
Kaethe-Kollwitz-Schule@darmstadt.de
www.kaethe-kollwitz-schule-
darmstadt.de
Grundschulen West| Käthe-Kollwitz-Schule
92
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Außenhülle des Hauptgebäudes ist energetisch
saniert. 2003 wurde das Hauptgebäude um einen
Erweiterungsbau ergänzt.
Räumliche Situation
Die Grundschule ist räumlich für 3 Züge ausgestattet.
Das rechnerische Plus der Klassenräume kann das
ebenfalls rechnerische Minus der
Differenzierungsräume nivellieren. Die fehlende
Bibliothek ist durch den PC-Raum ausgeglichen.
Verbesserungsbedarf gibt es bei den Betreuungsräumen
und Küchen-/Speiseräumen. Perspektivisch wird die
Errichtung einer Mensa, ggf. in Verbindung mit der
Turnhallensanierung /-ersatz vorgesehen. Die stärkere
Verstrickung von Differenzierungs- und
Betreuungsräumen wird nachdrücklich empfohlen.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen, Behinderten-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Sanierung der Turnhalle , evt. Esatzbau mit Mensa,
Prüfung und Verbesserung Fenstersicherheit
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 13 +1
Gruppe| Differenzierung 6 2 -4 Differenzierung in Fluren
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 3 -3 .
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1 Multifunktion, große Fläche
IT | Computerraum 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 -1 Essen in GT-Raum
Multifunktion 1 1 Foyer | Halle
Schülerbibliothek 1 -1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Einfeldhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1971 Hauptgebäude
1998 saniert
2 | 2003 Anbau Klassentrakt
3 | 1971 Turnhalle
Grundstücksgröße 15.700 m²
Grundschulen West | Käthe-Kollwitz-Schule
93
19,8
21,6
20,6 20,5
21,4
22,2 22,0
22,8
21,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
46
63
46
58 73 62 68 70 77
178 194 185
205
235 244
264 274 276
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
9 9
10 10
11 11 12 12
13
9 9 9
10
11 11 12 12
13
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen West| Friedrich-Ebert-Schule
94
VI.3.2. Friedrich-Ebert-Schule
Stadtteil: Heimstättensiedlung | 3-zügig + 1 Vorklasse
Schulentwicklung Stabile 3 Zügigkeit
Betreuungsangebot Ganztag Profil 1 | 46,4 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Die Raumsituation ist als sehr gut zu bezeichnen.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Friedrich-Ebert-Schule (3 Züge) ist alleinige
Grundschule in der Heimstättensiedlung und
Vorklassenstandort.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Grundschule Friedrich-Ebert-Schule wird
weiterhin sehr stabile Schülerzahlen von rund 260
Kindern aufweisen. Die Schule wird dadurch konstant
12 Klassen bilden.
Erlasse und Anträge
Keine
Betreuungsangebot
Ganztägig arbeitende Schule im Profil 1 und
Schulkindbetreuung
Jugendhilfeträger:
BDKJ Bund der Deutschen
Katholischen Jugend Darmstadt e.V.
Dienststellennummer:
3212
Adresse:
Pulverhäuserweg 31
64295 Darmstadt
Kontakt:
06151 482700
Friedrich-Ebert-Schule-darmstadt.de
www.fes-darmstadt.de
Grundschulen West | Friedrich-Ebert-Schule
95
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das zentrale Hauptgebäude der Friedrich-Ebert-Schule
wurde in den Jahren 2010-2012 saniert und mit einer
neuen Mensa und weiteren Ganztagsräumen
ausgestattet und erweitert. Außentoiletten sowie die
Turnhalle samt Nebenräumen wurden in den
Folgejahren saniert.
Räumliche Situation
Die räumliche Situation der Schule ist anlalog ihre
Organisationsgröße als gut zu bezeichnen. Eine stärkere
Verstrickung von Unterrichts- und Betreuungsräumen
wird auch hier empfohlen. Vorhandene und wenig
genutzte Räume im Foyer der Sporthalle sollten stärker
in den Betreuungs- und Schulalltag einbezogen werden..
Zusätzliche Erweiterungspotenziale bestehen durch die
Rückführung von Kita-Räumen und
Hausmeisterwohnung zu schulischer Nutzung.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen, Turnhalle bedingt barrierefrei.
Behinderten-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Durch die Verlagerung der Adventskita sowie einer
Hausmeisterwohnung soll die Schule räumlich erweitert
und im Rahmen der Fortsetzung der Gesamtsanierung
ausgebaut werden.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 13 +1 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 6 4 -2
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 7 +1 Plus 2 Räume Turnhalle
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 +1 70 qm
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1 113 qm, inkl. Bühne
Schülerbibliothek 1 1 Reduzierte Fläche
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1960 Hauptgebäude
2012 saniert
2 | 1950 Klassentrakt
2006 saniert
3 | 1960 Turnhalle
2014/16 saniert
Grundstücksgröße 16.650 m²
Grundschulen West| Friedrich-Ebert-Schule
96
74 75 82 53 63 65 69 60 70
290
314 322
280
264 260 252 259 265
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
13 14
16
13 13 13 12 12 1212 12 13 13 13 13 12 12 12
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
23,2
25,3
23,7
21,5
20,3 20,0
21,0 21,6 22,1
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
|
97
Grundschulen Mitte|
98
VI.4. Grundschulen Mitte
Martinsviertel
Christian-Morgenstern-Schule
Schillerschule
Johannesviertel
Goetheschule
Kyritzschule
Innenstadt
Heinrich-Hoffmann Schule
Woogsviertel
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Bessungen
Morneweg Schule
Heinrich-Heine Schule
Bessunger Schule
Geplante Neuerrichtungen:
Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage
Grundschulen Mitte | Christian-Morgenstern-Schule
99
VI.4.1. Christian-Morgenstern-Schule
Stadtteil: Martinsviertel | 3-zügig
Schulentwicklung Stabile 3 Zügigkeit
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag ab 2019/20 | 32,5 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Leichte Defizite bei den Verwaltungsräumen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Christian-Morgenstern-Schule (3 zügig) ist eine von
3 Grundschulen in der nördlichen Innenstadt und im
Bürgerpark gelegen. In unmittelbaren Nachbarschaft
befinden sich zwei Förderschulen, eine Integrierte
Gesamtschule, ein Oberstufengymnasium und das
Berufsschulzentrum Nord (Schulcampus Bürgerpark).
Seit dem Jahr 2010 verfügt die Christian-Morgenstern-
Schule über das Zertifikat "Musikalische Grundschule".
Entwicklung und Schulorganisation
Die Christian-Morgenstern-Schule wird in den
kommenden Jahren sehr stabile Schülerzahlen
aufweisen. Insgesamt wird, auch auf Grund der
Verdichtung im innerstädtischen Bereich, eine leichte
Steigerung der Schülerzahlen prognostiziert. Die Schule
ist allerdings dauerhaft 3-zügig zu sehen. In
Ausnahmejahren mit hohen Einschulungszahlen (z.B.
das Schuljahr 2024/25) ist möglicherweise eine
zusätzliche Eingangsklasse zu bilden. Voraussetzung ist
der weiterhin konstante Wert von maximal 25 Kindern
pro gebildete Klasse.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Ab dem Schuljahr 2019/20 nimmt die Christian-
Morgenstern-Schule am Pakt für den Nachmittag teil.
Jugendhilfeträger:
Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Dienststellennummer:
3202
Adresse:
Vogelsbergstraße 50
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-481500
Christian-Morgenstern-Schule
@Darmstadt.de
www.cms.schulen.tu-darmstadt.de
Grundschulen Mitte| Christian-Morgenstern-Schule
100
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Gebäude wurde im Jahr 2001 generalsaniert. Eine
Erneuerung und Verbesserung der Außenanlagen ist
aktuell in Planung.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt generell über ausreichend Raum für
den 3-zügigen Schulbetrieb. Der Verwaltungsbereich ist
etwas zu klein für eine Grundschule dieser Größe. Das
im Erdgeschoss gelegene Aktionszentrum wird
multifunktional genutzt. Zur Kompensation fehlender
Differenzierungsflächen ist eine stärkere Verstrickung
von Unterrichts- und Betreuungsräumen zu empfehlen.
Eine dezentrale Aufteilung der Betreuungsräume
(Clusterbildung) kann diesen Ansatz verbessern.
Barrierefreiheit
Alle Funktiuonsbereiche der Schule sind barrierefrei
erreichbar, Beh.-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Umgestaltung der Außenspielflächen. Verbesserung der
inneren räumlichen Situation / Nutzung (Klassen- und
Ganztagsräume).
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 12 1 Intensivklasse
Gruppe | Differenzierung 6 -6 Foyer | Aula
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 4 -2 plus Aktionsfläche Aula
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1 Multifunktion
Musik 1 -1 Foyer | Aula
IT | Computerraum 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 -1 Küchenzeile in GT-Raum
Mensa 1 -1 Essen in BAS-Mensa
Multifunktion 1 1 Foyer | Aula
Schülerbibliothek 1 1 Reduzierte Fläche, 30 qm
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 -1 Keine eigene Sporthalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1973 Schulgebäude
2000 Grundsanierung
Grundstücksgröße: 7.800 m²
Grundschulen Mitte | Christian-Morgenstern-Schule
101
64 61 64 65 65 71 70 55 68
234 250 238
257
232 245 251 246 249
Belastungsgrenze 1.Klassen; 75 Schüler
Belastungsgrenze insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
1. Klassen SuS insg.
11 12 12 13 12 12 12 12 1212 12 12 12 12 11 12 12 12
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
21,3 20,8
19,8
21,4
19,3
20,4 20,9 20,5 20,8
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
ohne NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Mitte| Schillerschule
102
VI.4.2. Schillerschule
Stadtteil: Martinsviertel | 4-zügig + Vorklasse
Schulentwicklung Wachstum der Schülerzahlen soll durch Umschneiden des Schulbezirkes
eingedämmt werden
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag ab 2019/20 | 38,3 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Leichte Defizite bei Differenzierungs- und Fachräumen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Schillerschule (4 – 5 Züge) ist eine von 3
Grundschulen in der nördlichen Innenstadt
(Martinsviertel) und außerdem Vorklassenstandort.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schillerschule wird im Status quo der Prognose in
den kommenden sechs Schuljahren um mehr als 100
Schüler anwachsen. Die Schule bildet heute bereits 17
Klassen (also mehr als 4-Züge) und könnte künftig bis
zu 6 Zügen anwachsen. Die Schule ist dafür räumlich
nicht ausgestattet. Eine Entlastung des Schulbezirks
durch Verlegung der Schulbezirksgrenzen wird
empfohlen. Im ersten Schritt wird die ehemalige
Kyritzschule, als Dependance der benachbarten
Goetheschule und im aktuellen Schulbezirk der
Schillerschule liegend, zur Entlastung beitragen.Im 2.
Schritt wird die an neuem Standort geplante Heinrich-
Hoffmann-Schule ab ca. 2023/24 einen weiteren
Bruchteil des heutigen Schulbezirks der Schillerschule
erhalten.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Ab dem Schuljahr 2019/20 nimmt die Schillerschule
am Pakt für den Nachmittag teil.
Jugendhilfeträger: Pädagogische Initiative e.V. (PI)
Dienststellennummer:
3221
Adresse:
Müllerstraße 11 - 13
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 9673390
Schillerschule@Darmstadt.de
www.schillerschule-darmstadt.de
Grundschulen Mitte | Schillerschule
103
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schillerschule ist grundsaniert und es besteht
aktuell kein weiterer Handlungsbedarf.
Räumliche Situation
Die Grundschule hat im letzten Jahr neue zusätzliche
Räume in der gegenüberliegenden Pankratiusstraße 18
(siehe Lageplan) erhalten. Diese werden heute
ausschließlich von der Betreuung genutzt, haben jedoch
die bauliche Grundstruktur eines Klassenraumclusters.
Insgesamt gibt es in den Schulgebäuden ausreichend
Platz für die 4 Zügigkeit, auch wenn die Ausstattung mit
Differenzierungs- und Fachräumen aufgrund der
gründerzeitlichen Bauweise als Flurschule etwas gering
ausfällt. Eine stärkere Doppelnutzung von
Differenzierungs- und Betreuungsflächen wird
nahegelegt. Die Umwandlung mindestens eines
Betreuungsraum im Pavillon (Schillerhaus I) zu einem
Mehrzweckraum (Fachunterricht und Differenzierung,
analog Musikraum im Altbau) wird ebenfalls empfohlen.
Barrierefreiheit
Die Barrierefreiheit ist nur in den Neubauten,
Schillerhaus I und II gegeben, Beh.-WC ist vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Keine.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 16 19 +3 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 8 1 -7 DaZ
Ganztag | Inklusion | Therapie 8 3 +1 Schillerhaus I
Ganztag | Inklusion | Therapie 4(+2) Schillerhaus II, 2 kl. Räume
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1 Schillerhaus I
Musik 1 1 Reduzierte Fläche, 40 qm
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 2 +1 Ausgabeküchen in SH I und II
Mensa 1 2 +1 Essensbereich in SH I und II
Multifunktion 1 1 Foyer | Aula
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1880|1959|2010
Hauptgebäude
2012 Gesamtsanierung
2 | 1965|2008 Anbau
3 | 1965 I 2006 Turnhalle/
WC-Anlage
2012 Sanierung
4 | 2011 Pavillon/Betreuung
2012 Sanierung
5 | 2019 Dependance
Pankratiusstr.18
Grundstücksgröße: 7.800 m²
Grundschulen Mitte| Schillerschule
104
16 16 16 17 18
20 21 22 23
17 18 18 18 19
21 22 23 24
4 Zügigkeit ohne VG ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen ohne VG ohne NDHS Klassen mit VG + NDHS
22,7
24,9
23,8 23,8 23,2
22,5
21,7 21,6 22,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS | ohne VG
93 105 99 108 109 128 107 128 143
373 409 392 417 430 464 468 490
527
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 100Schüler
Aufnahmekapazität insg. 400 Schüler
0
100
200
300
400
500
600
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Die stark steigenden Prognosezahlen an der Grundschule Schiller sind auf die stark steigenden Zahlen der nachrückenden
Altersjahrgänge 0-6 im Grundschulbezirk Schiller zurückzuführen. Zum Vergleich: Zum Schuljahr 2015/16 waren 98 schul-
pflichtige Kinder gemeldet; 2016/17 waren es 113; 2017/18 waren es 115 und 2018/19 insgesamt 105. Im Mittel waren
108 Kinder gemeldet. Für die kommenden Schuljahre stehen im Melderegister: 2019/20 115 Kinder; 2020/21 135 Kinder;
2021/22 113 Kinder; 2022/23 134 Kinder; 2023/24 149 Kinder; 2024/25 151 Kinder. Im Mittel sind 133 Kinder gemel-
det. Dies entspricht einem mittleren Anstieg um einen Zug. Anmerkung: Die Grundschule hat im Mittel der letzten vier
Schuljahre nur 93% der schulpflichtigen Kinder im Schulbezirk beschult. Dieser Trend wurde fortgeschrieben. Ebenso wur-
den in die Prognose Zuzugs- und städtische Verdichtungseffekte sowie der generative Wechsel einbezogen.
Grundschulen Mitte | Goetheschule
105
VI.4.3. Goetheschule
Stadtteil: Johannesviertel | 3-zügig
Schulentwicklung Prüfung des Fortbestands der Eingangsstufe
Errichtung einer Dependance oder Aktivierung des Gebäudes Kyritzschule zu einem
eigenständigen Grundschulstandort mit entsprechendem Schulbezirk
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag ab 2019/20 | 37,2 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Sehr beengt, daher Einrichtung einer Dependance (Kyritzschule)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Goetheschule (3 Züge) ist eine von drei
Grundschulen in der nördlichen Innenstadt und bietet in
2 von aktuell 4 Zügen die zweijährige Eingangsstufe.
Durch Generationswechsel sowie Errichtung einer
Flüchtlingsunterkunft im Einzugsgebiet ist die
Schülerzahl in den vergangenen Jahren
unverhältnismäßig stark angestiegen.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schülerzahlen der Goetheschule wachsen in den
kommenden Jahren sehr stark an. Die Schule bildet
heute bereits 14 Regelklassen und 2
Eingangsstufenklassen. Durch den Anstieg der Schüler-
und Klassenzahlen in den letzten Jahren führt die
Schule bereits einen Jahrgang an der Außenstelle
(ehem.) Kyritzschule. Dies wird dauerhaft notwendig
sein und müsste im Status quo der Prognose räumlich
stark erweitert werden. Die Errichtung einer neuen
eigenständigen Grundschule mit separatem
Grundschulbezirk am Standort ehem. Kyritzschule wird
zurzeit auf Grund der schwierig zu erzielenden sozialen
Durchmischung (Lage der Kyritzschule) nicht
empfohlen. Die Errichtung einer zusätzlichen
Grundschule in der Kyritzschule zwischen den
nördlichen Innenstadt-Schulbezirken Goetheschule,
Christian-Morgenstern-Schule und Schillerschule versus
Weiterentwicklung der Kyritzschule als Dependance der
Goetheschule muss im Blick behalten und engmaschig
begleitet werden.
Erlasse und Anträge
Aufgrund der räumliche beengten Situation und der
Exklusivität des Angebots für nur eine sehr geringe
Anzahl von Schüler/innen muss über die Preisgabe der
Eingangsstufe nachgedacht werden.
Betreuungsangebot
Ab dem Schuljahr 2019/20 nimmt die Goetheschule
am Pakt für den Nachmittag teil.
Jugendhilfeträger:
Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Dienststellennummer:
3213
Adresse:
Viktoriastraße 31
64293 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-483000
Goetheschule@darmstadt.de
www.goetheschule-darmstadt.de
Grundschulen Mitte| Goetheschule
106
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die denkmalgeschützte Schule befindet sich in einem
stark sanierungsbedürftigen Zustand.
Die Turnhalle wurde 2012 neu errichtet.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt am Hauptstandort über
ausreichend Raum für 3 Züge inklusive der beiden
Eingangsstufenklassen (unter der Voraussetzung
einer multifunktionalen Nutzung aller schulischen
Räume auch für Betreuungszwecke PfdN). Da die
Einschulungen im Schulbezirk in den letzten Jahren
stark zugenommen haben, wurde bereits im
Schuljahr 2018/19 eine Außenstelle in der nahe
gelegenen ehem. Kyritzsschule eingerichtet. Die
Schule unterrichtet dort aktuell den vierten Jahrgang.
Auf Grund der weiterhin stark steigenden
Schüler/innen/zahlen im Schulbezirk wird die
Ausweitung der Nutzung von Räumlichkeiten an der
Außenstelle notwendig. Parallel stellt die
Schulträgerin Überlegungen für eine schulbezogene
Bebauung des stadteigenen Grundstücks
Viktoriastraße 34 an.
Barrierefreiheit
Die Barrierefreiheit ist nur in den Neubauten,
Schillerhaus I und II gegeben, Beh.-WC ist vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Sanierung des Haupthauses
Baujahr der Gebäude:
1 | 1895 Hauptgebäude
2006 Sanierung
2 |2012 Turnhalle
Grundstücksgröße 5.700 m²
Grundschulen Mitte | Goetheschule
107
Raumanalyse von Bestand und Bedarf (inkl. ehem. Kyritzschule)
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 16 15 +3
Klasse 4 Außenstelle Kyritzschule
Gruppe | Differenzierung 8 3 -4
Gruppe | Differenzierung 1 Außenstelle Kyritzschule
Ganztag | Inklusion | Therapie 8 2 -6
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1 In GT-Raum
Multifunktion 1 1 Musik, Bewegung (235 qm)
Schülerbibliothek 1 -1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Teilbare Einfeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1 1 Multifunktion
1 Außenstelle Kyritzschule
Grundschulen Mitte| Goetheschule
108
65
68 90 90 109 115 101 113 119
316 307
352 370
412
464 469 499 515
Belastungsgrenze 1.Klassen; 75 Schüler
Belastungsgrenze insg.
350 Schüler; 3-zügig + VG
0
100
200
300
400
500
600
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
15 15 16 17
20
22 22 22 22
13
12
13 14
16
18 18 19 19
3 Zügigkeit ohne VG ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit VG + NDHS Klassen ohne VG ohne NDHS
21,1
22,2
24,1 23,6
22,3 22,5
23,2 23,2
23,8
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
ohne NDHS | ohne Vorklasse
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Mitte | Kyritzschule (Dependance Goetheschule)
109
Kyritzschule (Dependance Goetheschule)
Stadtteil: Johannesviertel
Organisation siehe Goetheschule
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Schulgebäude wurde in den Jahren 2006 bis
2009 grundsaniert.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt über ausreichend räumliches
Potenzial für 2-3 Züge einer Grundschule oder eines
Teils einer Grundschule (Dependance).
Voraussetzung ist, dass sie von der heutigen Nutzung
durch die Alice-Eleonoren-Schule (Berufsschule)
entbunden wird und die Nutzung der heutigen
Horträume konzeptionell mit einbezogen werden.
Barrierefreiheit
Aufzug vorhanden
Geplante Maßnahmen
Auszug der AES nach Bereitstellung alternativer
Räumlichkeiten für die Berufsschule. Einbeziehung
der durch den Hort genutzten Räume für den
Ganztag (PfdN)
Dienststellennummer:
3213 (Goetheschule)
Adresse:
Emilstraße 10
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-483000
Goetheschule@darmstadt.de
www.goetheschule-darmstadt.de
Baujahr der Gebäude:
1 | 1907 Schulgebäude mit
Turnhalle
Grundstücksgröße 3.950 m²
© Andreas Kelm
Grundschulen Mitte| Heinrich-Hoffmann-Schule
110
VI.4.4. Heinrich-Hoffmann-Schule
Stadtteil: Innenstadt | 2-zügig
Schulentwicklung Die künftige räumliche und organisatorische Ausgestaltung ist 3-zügig. Eine
Entlastung benachbarter Schulbezirke wird eingeplant
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag | 74,5 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Der projektierte Neubau wird 3 zügig als Bildungscampus mit Kita ausgebaut
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Heinrich-Hoffmann-Schule ist aktuell eine 2-zügige
Grundschule in zentraler Innenstadtlage.
Entwicklung und Schulorganisation
Der Standort der Heinrich-Hoffmann-Schule wird
innerhalb des vorhandenen Schulbezirks örtlich verlegt
und neu errichtet. Hierzu fand bereits ein Architektur
Wettbewerb statt. Der Entwurf liegt vor.
Die künftige räumliche und organisatorische
Ausgestaltung ist 3-zügig.
Im Schulbezirk der Heinrich-Hoffmann-Schule gibt es
heute schon einen deutlichen Anstieg bei den Geburten-
bzw. Kinderzahlen unter 3 Jahre. Die
Einschulungszahlen werden sich konstant erhöhen und
ab dem Schuljahr 2021/22 im Bereich einer knappen 3-
Zügigkeit liegen. Spätestens ab dem Schuljahr 2022/23
ist mit einer dauerhaften 3-Zügigkeit im Schulbezirk
Heinrich-Hoffmann-Schule zu rechnen. In die
Schülerzahlprognose wurden die traditionell starken
Auspendler zu privaten Schulträgern (im Mittel der
letzten 6 Jahre rund 18 % der geplanten
Einschulungen) aus diesem Schulbezirk einberechnet.
Zusätzlich wird eine Entlastung benachbarter
Schulbezirke angestrebt und mit einberechnet.
Konkretisierung in der zu aktualisierenden
Grundschulbezirkssatzung.
Erlasse und Anträge
Neubau der Schule am geänderten Standort.
Voraussichtlicher Bezug des Neubaus 2023/2024
Betreuungsangebot
Seit dem Schuljahr 2016/17 nimmt die Heinrich-
Hoffmann-Schule am Pakt für den Nachmittag teil.
Jugendhilfeträger:
Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Dienststellennummer:
3216
Adresse:
Heinrichstraße 78
64283 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-2722
H-Hoffmann-Schule@Darmstadt.de
www.heiho-darmstadt.de
Grundschulen Mitte | Heinrich-Hoffmann-Schule
111
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Gebäude wurde unter ökonomischen Aspekten als
nicht sanierungswürdig eingestuft. Es erfolgt ein neuer
Schulbau an verändertem Standort.
Räumliche Situation
Die Grundschule befindet sich heute in einem 2-zügigen
Bestandsgebäude.
Der geplante Neubau wird 3-zügig gebaut nach
aktuellen städtischen Schulbauleitlinien. Dies entspricht
der prognostizierten Schülerzahlentwicklung im
Schulbezirk. Der künftige Zuschnitt neuer
Grundschulbezirke berücksichtigt die jeweiligen
räumlichen Ressourcen.
Barrierefreiheit
Bestandsgebäude nur Funktionsbereiche EG
barrierefrei
Im Neubau sind alle Funktionsbereiche der Schule
barrierefrei erschlossen, Beh.WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Neubau der Grundschule am Standort südlich des
Jugendstilbads / Mühlstraße.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf (lt. Auslobung)
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 12 Clusterbildung 1|2, 3|4
Gruppe | Differenzierung 6 6
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 6
Pädagogenstützpunkt 2 2
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1 Zuschaltbar zu Mensa
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1 Foyer | Freitreppe
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Psychomotorik 1 +1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1965 Hauptgebäude
2 | 1965 Turnhalle
3 | 1987 Betreuungspavillon
4 | 2015 Mobi-Sku:l
Grundstücksgröße: 5.600 m²
Grundschulen Mitte| Heinrich-Hoffmann-Schule
112
39 34 47 37 50 45 51 64
82
139 141 157 161 171 182 186
212
245
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 50 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 200 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
8 8 8 8 8 8
9
10
12
8 8 8 8 8 8
9
10
12
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
17,4 17,6
19,6 20,1
21,4
22,8
20,7 21,2
20,4
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Die städtischen Verdichtungseffekte und die Effekte eines anstehenden generativen Wechsels lassen die Prognosezahlen an
der Heinrich-Hoffmann-Schule im Vergleich zum aktuellen Melderegister der nachrückenden Altersjahrgänge 0-6 leicht an-
steigen. Erste Vorboten dieser Entwicklung finden sich auch schon im Melderegister selbst wieder: nach den tiefen Einschu-
lungszahlen der letzten vier Schuljahre (44-52 Kinder) sind nun wieder mehr Geburten bzw. junge Kinder im Schulbezirk
ansässig (60-77 0-3jährige). Dies entspricht einer Steigerung von im Mittel 40%.
Grundschulen Mitte | Elly-Heuss-Knapp-Schule
113
VI.4.5. Elly-Heuss-Knapp-Schule
Stadtteil: Innenstadt Woogsviertel |3 - 4-zügig
Schulentwicklung Die Schule wird mittelfristig wieder in eine 4-Zügigkeit anwachsen. Die
Schulbezirksgrenzen zwischen den Innenstadtschulen werden geprüft und teilweise
neu zugeschnitten
Betreuungsangebot Schulkindbetreuung | 48,3 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Defizite im Bereich Betreuung und Differenzierung sollen durch einen Neubau
beseitigt werden.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Elly-Heuss-Knapp-Schule ist eine 3 - 4-zügige
Grundschule in östlicher Innenstadtlage und wurde
1954 erbaut.
Entwicklung und Schulorganisation
Im Grundschulbezirk der Elly-Heuss-Knapp-Schule gibt
es bereits heute mehr Geburten bzw. Kinder unter 6
Jahre als bisher Schüler pro Jahrgang an der
Grundschule. Die Schülerzahlen an der Schule werden
daher alleine aus demografischen Gründen vor Ort
ansteigen, gleichzeitig sind städtische
Verdichtungseffekte mit den dazugehörigen Zuzügen zu
erwarten. Die Schule wird mittelfristig wieder in eine 4-
Zügigkeit anwachsen, in Ausnahmejahren kann es zu
einer 5. Parallelklasse kommen. Die
Schulbezirksgrenzen zwischen den Innenstadtschulen
werden geprüft und teilweise neu zugeschnitten.
Erlasse und Anträge
Keine.
Betreuungsangebot
Die Elly-Heuss-Knapp-Schule bietet Schulkindbetreuung
an.
Jugendhilfeträger: Arbeiter-Samariter-Bund
Landesverband Hessen e.V
Der Schulträger berät die Schule in Richtung Pakt für
den Nachmittag als nächsten Schritt in der
Ganztagsschulentwicklung.
Dienststellennummer:
3209
Adresse:
Kohlbergweg 1
64287 Darmstadt
Kontakt:
06151 43017
EHKS@Darmstadt.de
www.ehks-darmstadt.de
Grundschulen Mitte| Elly-Heuss-Knapp-Schule
114
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Einzelne Bauteile und Sanitäranlagen wurden saniert, es
besteht trotzdem ein großer Instandhaltungsrückstau
und Sanierungsbedarf.
Räumliche Situation
Die Schule ist räumlich für eine 3-Zügigkeit ausgelegt.
Rechnerich ergibt sich heute ein Minus an
Differenzierungsräumen, dafür ein Plus an Klassen- und
Fachräumen. Die Schule wird weiterhin gut 3-zügig
arbeiten können und in manchen Jahren auch eine
vierte parallele Klasse aufnehmen können (allerdings
auf Kosten von Differenzierungsflächen). Zur Aufnahme
der Schule in den Pakt für den Nachmittag (sofern ein
Antrag erfolgt) ist ein Erweiterungsbau projektiert, der
zusätzlichen Raum für Schule, Ganztag und
Differenzierung schaffen soll.
Barrierefreiheit
Durch die bauliche Grundstruktur sind die Gebäude nur
im Erdgeschoss barrierefrei, kein Beh.-WC vorhanden
Geplante Maßnahmen
Erweiterung der Schule durch einen Neubau auf
benachbartem Grundstück (Raumprogramm in
Erstellung)
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 14 15 +1 1 Förderraum
Gruppe| Differenzierung 7 1 -6 Differenzierung in Fluren
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 3 +2 .
Ganztag | Inklusion | Therapie 5 Außenstelle Süd-Ost | Paulus
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 Essen in GT-Raum
Multifunktion 1 -1
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Einfeldhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1954; Verwaltung1 + 2
2013 saniert
2 | 1954 Schulbau 1 + 2
2013 Sanierung WCs
3 | 1966 Schulbau 3
4 | 1963 Turnhalle
Grundstücksgröße: 15.900 m²
Grundschulen Mitte | Elly-Heuss-Knapp-Schule
115
82 82
59 72 73 73
111
87 107
304 318 302 296 288 282
333 349
383
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
15 15 15 14 13 12
14 15
17
15 15 15 14 13 12
14 15
17
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
20,3
21,2
20,1
21,1
22,2
23,5 23,8 23,3
22,5
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Mitte| Mornewegschule
116
VI.4.6. Mornewegschule
Stadtteil: Bessungen | 4-zügig + Vorklasse
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Mornewegschule (aktuell 4 Züge) ist eine von 3
Grundschulen im Stadtteil Bessungen. Sie ist
Bestandteil einer Integrierten Gesamtschule (= deren
Grundstufe), die ein schulisches Angebot von Jahrgang
1 bis Jahrgang 10 darstellt, das alle Bildungsgänge
beinhaltet. Die Mornewegschule ist zum wiederholten
Mal als "Europaschule" des Landes Hessen zertifiziert.
Entwicklung und Schulorganisation
Durch die städtebauliche Entwicklung des ehemaligen
Verlegerviertel (Industriegebiet) zu einem Mischgebiet
mit hohem Wohnungsbauanteil erhielt der
Grundschulbezirk einen extremen
Bevölkerungszuwachs. Die Wohnungsbauentwicklung
dieses Gebietes ist ungebremst und wird durch die
geplante Bebauung des Marienplatzes weiteren
Zuwachs erhalten. Die Geburten- bzw. Kinderzahlen
unter 3 Jahre sind bereits stark angestiegen. Dieser
Trend setzt sich weiter fort. Die Grundstufe wird sich
bis zum Schuljahr 2024/25 aus einer 4- in eine 5-
Zügigkeit entwickeln. Langfristig ist eine 6-Zügigkeit zu
erwarten (abhängig von den exakten Auswirkungen der
Neubautätigkeiten/Verdichtungen). Die Schule ist für
den Zuwachs räumlich nicht ausgestattet. Zudem ist
das Entwicklungsgebiet weit vom Schulstandort entfernt
und durch viel befahrene Straßen getrennt. Die
Schaffung eines zusätzlichen Grundschulstandorts in
Innenstadtlage ist geboten. Als möglichen Standort
wurde ein Grundstück an der Albert-Schweitzer-Anlage
städtebaulich bereits untersucht und ins Auge gefasst.
Dieser kann bis zu 3-zügig gebaut werden. Die
Grundstufe kann perspektivisch dadurch entlastet und
bis zur 3-Zügigkeit zurückgeführt
Erlasse und Anträge
Ein Antrag auf Trennung der Organisation IGS /
Grundschule wurde bereits beim hessischen
Kultusministerium (AZ 4-620.020.024-21-) gestellt.
Dieser wurde mit dem Hinweis zur Vorlage eines
entsprechenden Schulentwicklungsplanes bislang
zurückgestellt. Dies erfolgt hiermit.
Es wird weiterhin der Antrag zur Errichtung einer völlig
neuen Grundschule (2 Zügig mit Option auf
Erweiterung) im heutigen Schulbezirk der
Mornewegschule gestellt werden. Die
Schulbezirkssatzung für die Grundschulen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt wird entsprechend
Schulentwicklung mittelfristige Rückführung zur 3 Zügigkeit durch Errichtung eines neuen
Grundschulstandorts (Albert-Schweitzer-Anlage) und Neuzuschneidung des
Grundschulbezirks.
Ansonsten langfristig Anstieg zur 6 Zügigkeit (aufgrund von Wohnungsbautätigkeit)
Organisationstrennung Grundschule von IGS
Betreuungsangebot Schulkindbetreuung | 38,1 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Angespannt, es fehlen vor allem Differenzierungsräume
Dienststellennummer:
4207
Adresse:
Hermannstr.21
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-3418
Mornewegschule@Darmstadt.de
www.mornewegschule-darmstadt.de
Grundschulen Mitte | Mornewegschule
117
überarbeitet und neu zugeschnitten (Bildung weiterer
Bezirke innerhalb des heutigen Geltungsbereichs)
werden.
Betreuungsangebot
Der Grundstufe wird die Aufnahme in den Pakt für den
Nachmittag empfohlen. Entsprechende Räume stehen
zur Verfügung (Ganztaggebäude und Mobi Sku:l)
Bereits seit 1992 ist die Mornewegschule mit ihrer
Sekundarstufe "Ganztagsschule in offener Form" (OGS).
Jugendhilfeträger: Arbeiter-Samariter-Bund
Landesverband Hessen e.V
Grundschulen Mitte| Mornewegschule
118
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Hauptgebäude ist teilsaniert, weitere
Sanierungsmaßnahmen sind geplant. Die übrigen
Gebäude sind in einem guten, teilweise neuwertigen
Zustand
Räumliche Situation
Die Raumsituation ist als angespannt zu bezeichnen.
Neben den 16 Regelklassen führt die Grundschule
aktuell 1 Vorklasse und 2 NDHS-Klassen. Zudem
werden einige Räume mit der anliegenden IGS
gemeinsam genutzt (v.a. Fachräume). Der Schule fehlen
im Bestand vor allem Differenzierungs- und
Betreuungsräume. Wenn diese hergestellt werden
(durch neuen Schulraum oder einer Umschneidung des
Schulbezirks), sollten die Räume möglichst
multifunktional für diese beiden Nutzungen zur
Verfügung stehen. Eine dauerhafte starke Verstrickung
von Differenzierung und Ganztag wird nachhaltig
empfohlen.
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit ist in folgenden Gebäudeteilen erreicht:
Ganztagsgebäude, Turnhalle, Mobi Scu:l, Beh.-WC vorh.
Altbau (Klassen, Fachräume und Verwaltung) mit
Sockelgeschoss nicht barrierefrei.
Geplante Maßnahmen
Fortführung der Sanierung des Hauptgebäudes und
Herrichtung der Außenanlagen.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 16 19 +3 2 Räume in Mobi:Skul
Gruppe| Differenzierung 8 -8 Differenzierung in Fluren
Ganztag | Inklusion | Therapie 8 7 -1 1 Raum mit IGS gem.
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 2 +1
Musik 1 1
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Produktionsküche
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1 UG Altbau, mit IGS (60 qm)
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Zweifeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1904, Hauptgebäude
2002,2014 saniert
2 | 1965 Turnhalle
2014, 2016 saniert
3 | 2009 Mensa + Ganztag
4 | Gebäude Hermann 47
2014 Herrichtung als
Dependance
5 | 2019 Mobi-Sku:l
Grundstücksgröße 16.800 m²
Grundschulen Mitte | Mornewegschule
119
77 82 87 84 93 80 95 109 105
320 324 341 346 349 346 363
384 395
Belastungsgrenze 1.Klassen; 100Schüler
Belastungsgrenze insg. 400 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
18 18 18 19 18 18 18 18 19
15 15 15 16 16 16 16 17 18
4 Zügigkeit ohne VG ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit VG + NDHS Klassen ohne VG ohne NDHS
20,7 20,9
21,7
20,9 21,0 20,9
21,8 21,6 21,1
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
ohne NDHS | ohne VG
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Die prognostizierten Einschulungszahlen der Mornewegschule weichen deutlich von den aktuell im Melderegister ersichtlichen
nachrückenden Altersjahrgänge der 0-6-Jährigen ab. Grund dafür ist die Analyse und der Vergleich der Nachrü-
cker/Einschulungen in den Schuljahren seit 2015. So standen z.B. im Schuljahr 2015/16 insgesamt 110 nachrückende
6-7-Jährige nur 73 Schülern in der 1. Klasse gegenüber; 2016/17 waren es 84 zu 78; 2017/18 waren es 121 zu 83 und
2018/19 waren es 115 zu 79. D.h. rund 27% der schulpflichtigen Kinder, die im Schulbezirk gemeldet waren, wurden in den
letzten Jahren nicht an der Mornewegschule eingeschult. Die Differenz zwischen Melderegister und Einschulungen entspricht
rund zwei Zügen und ist daher prognoserelevant. In der Schülerzahlprognose der Jahrgangsstufen 1 wurde daher ein trendge-
wichteter Prozentsatz abgezogen. Anmerkung: Die bisher entstandenen und im Bau/in Planung befindlichen Neubauprojekte im
Grundschulbezirk Mornewegschule wirken diesem Trend entgegen – dies wurde in den Prognosen ebenfalls berücksichtigt.
Grundschulen Mitte| Heinrich-Heine-Schule
120
VI.4.7. Heinrich-Heine-Schule
Stadtteil: Bessungen | 2-zügig
Schulentwicklung Anwachsen zur stabilen 3 Zügigkeit
Betreuungsangebot Ganztag Profil 1 | 43,7 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Durch einen Erweiterungsbau/2. BA wird die Schule für eine
perspektivische 3-Zügigkeit aufgerüstet.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Heinrich-Heine-Schule (2 Züge) ist eine von 3
Grundschulen im Stadtteil Bessungen. Seit 2007 ist sie
in einem Neubau untergebracht.
Entwicklung und Schulorganisation
Im Grundschulbezirk der Heinrich-Heine-Schule finden
sich sehr stabile künftige Einschulungszahlen wieder.
Nur in den Schuljahren 2023/24 und 2024/25 ist nach
aktueller Statistik und vorhandenem Baubestand mit
mehr als zwei Eingangsklassen zu rechnen. Zusätzlich
sind aber ab dem Jahr 2020 im Schulbezirk
umfangreiche Wohnungsbauvorhaben geplant (EAD-
Gelände und Postsiedlung). Dadurch wird die Schule zu
einer stabilen 3-Zügigkeit wachsen. Zur Bewältigung
dieses Wachstums ist eine bauliche Erweiterung des
Schulgebäudes sowie die Anmietung weiterer Räume in
der neu zu errichtenden Postsiedlung geplant. Ein
Umschneiden des Schulbezirks verspricht aufgrund der
städtischen Gesamtentwicklung und der hohen
Wohnbaudichte in der südlichen Innenstadt /
Bessungen keine räumliche Entlastung für die Schule.
Erlasse und Anträge
Nicht erforderlich
Betreuungsangebot
Die Heinrich-Heine-Schule arbeitet als Ganztagsschule
im Profil 1 mit Schulkindbetreuung
Jugendhilfeträger: Sozialkritischer Arbeitskreis e.V.
Dienststellennummer:
3215
Adresse:
Moltkestraße 18 A
64295 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-488800
H-Heine-Schule@darmstadt.de
www.hhs-darmstadt.de
Grundschulen Mitte | Heinrich-Heine-Schule
121
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Schulgebäude sowie die Turnhalle wurden im Jahr
2007 komplett ersetzt und neu errichtet. Der bauliche
Zustand ist entsprechend gut.
Räumliche Situation
Das Bestandsgebäude der Grundschule Heinrich-Heine-
Schule ist für zwei Züge mit zusätzlichem
Betreuungsangebot ausgelegt. Mit 10 Klassenräumen
können in geburtenstarken Jahren auch mehr als 2
parallele Eingangsklassen gebildet werden.
Voraussetzung dafür ist die stark multifunktionale
Nutzung der Unterrichts-/Betreuungsräume.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen, Beh.WC vorhanden
Geplante Maßnahmen
Bauliche Erweiterung durch einen Anbau (2.
Bauabschnitt).
Zusätzlich Anmietung eines zusätzlichen Betreuungs-
und Klassencluster in der gegenüberliegenden neuen
Postsiedlung.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf (die perspektivische 3-Zügigkeit berücksichtigend)
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 9 -3
Gruppe | Differenzierung 6 4 -2
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 2 -4
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 -1
Musik 1 -1
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 -1
Multifunktion 1 1
Schülerbibliothek 1 1 Kleiner Raum (13 qm)
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Einfeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1 -1
Baujahr der Gebäude:
1 | 2007
Schulgebäude
2 | 2007
Turnhalle
Grundstücksgröße: 5.210 m²
Grundschulen Mitte| Heinrich-Heine-Schule
122
45 43 55 42 40 39 45 45 59
183 180 189 179 177 176 169 176
198
Belastungsgrenze 1.Klassen; 50 Schüler
Belastungsgrenze insg.; 200 Schüler
0
50
100
150
200
250
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS der 1. Klassen SuS insg.
22,9 22,5
21,0
19,9 19,7 19,6
21,1
22,0 22,0
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
8
10 10
9 9 9
8 8
9
8 8
9 9 9 9
8 8
9
2 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Mitte | Bessunger Schule
123
VI.4.8. Bessunger Schule
Stadtteil: Bessungen | 4–zügig + 2 Eingangsstufenklassen
Schulentwicklung Wachstum durch Konversionsgebiete nur durch Errichtung eines weiteren neuen
Schulstandorts und Neuzuschnitt der Schulbezirksgrenzen abzufangen.
Zwischenlösung Dependance im Donnersbergring 69 als Standort in Vorbereitung für
die Neugründung. Die Schule bleibt daraufhin in vorhandener evt. sogar
schrumpfender Organisationsgröße erhalten.
Betreuungsangebot Schulkindbetreuung | 43,7 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation aktuell beengt,
Zwischenlösung durch Bildung einer Dependance im Donnerbergring 69
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Bessunger Schule (4 Züge) ist eine von 3
Grundschulen im Stadtteil Bessungen. Alternativ zur
Regelgrundschule bietet sie eine 2 jährige
Eingangsstufe (2 Züge). Seit 2009 ist die Schule in
einem komplett sanierten Schulgebäude untergebracht.
Sie ist vom HKM zertifizierte musikalische Grundschule
und Medienausbildungsschule.
Im Einzugsgebiet des Schulbezirks der Bessunger
Schule befinden sich mehrere Konversionsflächen,
ehemals genutzt von den amerikanischen Streitkräften.
Seit dem Jahr 2011 wurden diese städtebaulich geplant
und zu Wohnbaugebieten entwickelt bzw. werden es
noch. Teilweise wurden vorhandene Wohngebäude nur
renoviert und direkt bezogen (Lincolnsiedlung), u.a.
wird die ehemalige Jeffersonsiedlung als Erstwohnstätte
für Flüchtlinge seit 2015 genutzt. Aktuell erfolgen die
Wohnungsneubauten allgemein in hoher städtebaulicher
Dichte. Es wird mit einer zusätzlichen Einwohnerzahl
von 5.000 Personen in der Lincolnsiedlung und bis zu
3.500 im Bereich des neuen Ludwigshöhviertels
(ehemals Cambrai-Fritsch-Kaserne und
Jeffersonsiedlung) gerechnet. Allein auf Grund der
dieser baulichen Entwicklung werden sich die
Schülerzahlen der Bessunger Schule in den
kommenden Jahren beinahe verdoppeln.
Entwicklung und Schulorganisation
Der aktuelle Schulbezirk der Bessunger Schule muss
aufgrund der städtebaulichen Entwicklung in den
Konversionsgebieten geteilt werden. Für diese neu
entstehenden Wohnbauflächen sollen zeitliche versetzt
2 neue Grundschulen errichtet werden:
Grundschule in der Lincolnsiedlung bis zum Jahr
2021, 4-zügig
Grundschule im Ludwigshöhviertel, bis 2025, 2-3-
zügig
Diese werden die Bessunger Schule deutlich entlasten.
Auf den langfristigen Effekt der Neubauten bzw. die
Geschwindigkeit der Realisierung von Neubauten ist zu
achten. Mittelfristig, bis zum Schuljahr2024/25,
werden vier neue Züge notwendig sein. Langfristig
werden bis zu sieben zusätzliche Züge erwartet. Die
Schulbezirkssatzung ist analog zu differenzieren und
neu zuzuschneiden.
Dienststellennummer:
3204
Adresse:
Ludwigshöhstraße 10
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-25 41
Bessunger-Schule@Darmstadt.de
www.bessunger-schule.de
Grundschulen Mitte| Bessunger Schule
124
Erlasse und Anträge
Organisationsantrag zur Errichtung einer Schule in
der Lincolnsiedlung (liegt dem HKM unter dem AZ
II.4-620.020.024-20- bereits zur Genehmigung
vor).
Organisationsantrag zur Errichtung einer Schule
im künftigem Ludwigshöhviertel
Betreuungsangebot
Die Bessunger Schule bietet Schulkindbetreuung an.
Jugendhilfeträger: Arbeiterwohlfahrt Darmstadt e.V.
Grundschulen Mitte | Bessunger Schule
125
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Bessunger Schule wurde im Jahr 2009 grundsaniert
und befindet sich in gutem baulichem Zustand. Für die
beiden Raumcontainer der Betreuung ist mittelfristig
angemessener Ersatz zu schaffen, voraussichtlich
Erledigung im Baubestand durch neuen
Schulbezirkszuschnitt.
Räumliche Situation
Die Bessunger Schule ist räumlich für eine vierzügige
Grundschule ausgestattet. Sie hat zudem einen
räumlichen Puffer für bis zu zwei an der Schule
befindliche Eingangsstufenklassen. Auf das stetige
Anwachsen der Schülerzahlen kann als Zwischenlösung
mit der Nutzung einer Außenstelle (als Dependance
oder alternativ vorgezogenen Neugründung der
Grundschule Lincoln) reagiert werden. Alternativ könnte
die Schule die heutige Gruppen-/Betreuungsräume als
Klassenräume mit nutzen und für 1 weiteres Jahr (bis
zur Fertigstellung der Grundschule Lincoln) unter
räumlich sehr angespannten Bedingungen arbeiten. Die
Thematik wird aktuell in einer AG inhaltlich bearbeitet.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Sanierung 2009 wurde die barrierefreie
Erschließung für alle Funktionsbereiche sichergestellt,
Beh.WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Bauliche Ersatzlösung für Containe
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 16 18 +2
Gruppe | Differenzierung 8 9 +1 2 GT-Räume in Pavillon
Ganztag | Inklusion | Therapie 8 6 +1 Snoezelraum (29qm)
Ganztag | Inklusion | Therapie 3 Bessunger Str. 48
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche, in GT-Raum
Mensa 1 -1 In GT-Raum
Multifunktion 1 -1
Schülerbibliothek 1 1 Reduzierte Fläche (28 qm)
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Einfeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1 -1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1975; Hauptgebäude
2009 saniert
2 | 2019
Betreuungscontainer
Grundstücksgröße: 7.950 m²
Grundschulen Mitte| Bessunger Schule
126
91 95 85 103 106 130
92 95 95
408 412
438 439 449
505
537 538 520
Belastungsgrenze 1.Klassen; 100 Schüler
Belastungsgrenze insg.
450 Schüler; 4-zügig + E
0
100
200
300
400
500
600
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
18 19 19 20 20
23 22 22 21
16 16 16 17 18
20 19 19 18
4 Zügigkeit ohne E ohne NDHS
0
5
10
15
20
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit E + NDHS Klassen ohne E ohne NDHS
22,7
21,7
23,1
22 22,5 22
24,4 24,5 24,8
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
ohne NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Mitte | Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage (in Planung)
127
VI.4.9. Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage (in Planung)
Innenstadt | 3–zügig
Schulentwicklung Errichtung einer neuen 2-3 zügigen Grundschule mit neu zu schaffendem Schulbezirk
innerhalb des heutigen nördlichen Schulbezirks der Mornewegschule
Betreuungsangebot Ganztagsschule Profil 3
Raumsituation Neubaus nach aktuellen Leitlinien der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kurzprofil und Einzugsbereich
Durch die städtebauliche Entwicklung des ehemaligen
Verlegerviertels (Industriegebiet) zu einem Mischgebiet
mit hohem Wohnungsbauanteil erhielt der
Grundschulbezirk der Mornewegschule einen extremen
Bevölkerungszuwachs. Die Wohnungsbau-Entwicklung
dieses Gebietes ist ungebremst und wird durch die
geplante Bebauung des Marienplatzes, des Echo-
Geländes und anderer Innenstadtlagen weiteren
Zuwachs erhalten. Die Geburten- bzw. Kinderzahlen
unter 3 Jahre sind bereits stark angestiegen. Dieser
Trend setzt sich weiter fort. Die Grundstufe der
Mornewegschule wird sich bis zum Schuljahr 2024/25
aufgrund bereits vorhandener Kinder im heutigen
Schulbezirk aus einer 4 in eine 5-Zügigkeit entwickeln.
Langfristig ist eine 6-Zügigkeit zu erwarten (die exakten
Auswirkungen der Neubautätigkeiten/Verdichtungen
sind weiterhin zu beobachten). Die Schule ist für den
Zuwachs räumlich nicht ausgestattet. Zudem ist das
Entwicklungsgebiet weit vom Schulstandort entfernt
und durch viel befahrene Straßen getrennt. Die
Schaffung eines zusätzlichen Grundschulstandorts in
Innenstadtlage ist geboten. Als möglichen Standort
wurde ein Grundstück an der Albert-Schweitzer-Anlage
städtebaulich bereits untersucht und ins Auge gefasst.
Dieser kann maximal 3-zügig bebaut werden. Die
Grundstufe der Mornewegschule wird perspektivisch
dadurch stark entlastet und kann bis zur 2-3-Zügigkeit
zurückgeführt werden.
Entwicklung und Schulorganisation
Errichtung einer neuen 2-3 zügigen Grundschule mit
neu zu schaffendem Schulbezirk, ausgeschnitten aus
dem heutigen Schulbezirk der Mornewegschule sowie
Anteilen der Käth-Kollwitzschule südlich der
Rheinstraße.
Erlasse und Anträge
Errichtung einer 2-3zügigen neuen Grundschule (Antrag
folgt)
Betreuungsangebot
Die neu zu gründende Grundschule an der Albert-
Schweitzer-Anlage soll inklusive Ganztagsschule im
Profil 3 werden.
Dienststellennummer:
NEU
Adresse:
Noch nicht bekannt
Kontakt:
Schulamt@Darmstadt.de
Grundschulen Mitte| Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage (in Planung)
128
|
129
Grundschulen Süd|
130
VI.5. Grundschulen Süd
Bessungen Süd /Konversion
Grundschule in der Lincolnsiedlung (im Bau)
Grundschule im Ludwigshöhviertel (in Planung)
Eberstadt
Frankensteinschule
Andersenschule
Ludwig-Schwamb-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Grundschulen Süd | Schule in der Lincolnsiedlung (im Bau)
131
VI.5.1. Schule in der Lincolnsiedlung (im Bau)
Stadtteil: Lincolnsiedlung | 4-zügig
Schulentwicklung organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen inklusiven 4-zügigen
Grundschule in der Lincolnsiedlung.
Betreuungsangebot Ganztägig arbeitende inklusive Grundschule im Profil 3
Raumsituation Neubaus nach aktuellen Leitlinien der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die neu zu errichtende Grundschule versorgt den neuen
im Aufbau befindlichen Stadtteil der Lincolnsiedlung.
Als allgemeines Wohngebiet nach Baugesetzbuch
konzipiert und durch Bebauungsplan S 25.1
festgeschrieben wird mit einer Bevölkerungsdichte von
ca. 5.000 Einwohnern auf einer Fläche von rd. 25 Ha
und einer Wohnfläche von ca. 200.000 m² BGF
kalkuliert. Neben besonderen Wohnformen sind feste
Kontingente im sozialen Wohnungsbau und Wohnungen
im mittleren Preissegment festgeschrieben. Auf Basis
dieser gewünschten sozialen Durchmischung ergibt sich
die Prognose der zu erwartenden Grundschüler/innen.
Ursprünglich war die Dimension einer 4-zügigen
Grundschule für Lincolnsiedlung und die im Osten
anschließenden weiteren Konversionsflächen der
ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und
Jeffersonsiedlung (heute Ludwigshöhviertel) gedacht
und berechnet. Durch die 2018 erfolgte
Nachverdichtung der Planungsgebiete ist das jedoch
nicht mehr auskömmlich, so dass die geplante Schule
in der Lincolnsiedlung nun mittelfristig allein für den
Stadtteil Lincoln benötigt wird. Der bis 2024 (im Anteil
des geförderten sozialen Wohnungsbau) zu
entwickelnde Stadtteil Ludwigshöhviertel kann im
ersten Schritt jedoch mitversorgt werden. Mit der
Weiterentwicklung dieses Gebietes wird ein separater
weiterer Grundschulstandort nötig. (siehe GS
Ludwigshöhviertel)
Entwicklung und Schulorganisation
Errichtung einer neuen Schule als ganztägig arbeitende
inklusive Grundschule im Profil 3
Die Grundschule in der Lincolnsiedlung wird
voraussichtlich ab dem Schuljahr 2021/22 als neue
eigenständige Grundschule der Wissenschaftsstadt
Darmstadt den in der Errichtung befindlichen Stadtteil,
ein ehemaliges Wohngebiet der amerikanischen
Streitkräfte und somit Konversionsgebiet, versorgen.
Mit geplanten 5.000 – 5.500 Einwohner/inne/n in
besonderen familienfreundlichen Wohnformen wird eine
voraussichtliche Anzahl von bis zu 330 SuS im Bereich
der Grundschule prognostiziert, woraus eine
Organisationsgröße von 4 Zügen resultiert.
Erlasse und Anträge
Organisationsantrag II.4-620.020.024-20-
(liegt HKM vor, zurückgestellt mit Hinweis SEP)
Betreuungsangebot
Die Schule soll als ganztägig arbeitende Schule im
Profil 3 organisiert werden.
Dienststellennummer:
NEU
Adresse:
Einsteinstrasse 1-3
64285 Darmstadt
Kontakt:
Schulamt@darmstadt.de
……
Grundschulen Süd
132
Baulich und räumliche Situation
Raumprogramm Neubau nach Leitlinien
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 16 16
Gruppe | Differenzierung 8 8
Ganztag | Inklusion | Therapie 8 8
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Produktionsküche
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Zweifeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1 1
Baujahr der Gebäude:
1 | Im Bau, Fertigstellung
voraussichtlich 2021
Grundstücksgröße: 12.500 m²
Grundschulen Süd | Grundschule im Ludwigshöhviertel (in Planung)
133
VI.5.2. Grundschule im Ludwigshöhviertel (in Planung)
Stadtteil: Ludwigshöhviertel |2-3 - zügig
Schulentwicklung Im neu entstehenden Baugebiet der Jefferson-Siedlung/des Stadtteils Ludwigshöh
wird ab dem Schuljahr 2024/25 eine neue Grundschule entstehen. Diese Schule wird
auf Grund der starken Neubauentwicklung, den dadurch verbundenen Zuzugseffekten
und der steigenden Geburtenzahlen langfristig anwachsen und im Vollausbau bis zu
3 parallele Züge beschulen können.
Betreuungsangebot Ganztag Profil 3
Raumsituation Neubaus nach aktuellen Leitlinien der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kurzprofil und Einzugsbereich
Analog der vorher beschriebene Lincolnsiedlung wird im
Rahmen der Konversion auch das östlich der
Heidelberger Landstraße gelegene Gebiet der
ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserene und der
Jeffersonsiedlung zu einem allgemeinen Wohngebiet
umgewandelt und neu bebaut. Die städtebauliche
Dichte wird nicht ganz so hoch wie in der
Lincolnsiedlung werden. Dennoch bestehen
vergleichbare siedlungsstrukturellen Vorgaben, die über
einen Rahmenplan festgelegt sind. Der Bebauungsplan
befindet sich aktuell in der Aufstellung. Es wird mit
einer Einwohnerschaft von ca. 3.000 Bewohnern
gerechnet. Das ergibt prognostisch aufgrund der
geplanten Siedlungsstruktur den Bedarf an einer 2-
Zügigen Grundschule allein aus dem Planungsgebiet
heraus. Weitergehende Überlegungen gehen davon aus
das Einzugsgebiet (Schulbezirk) nach Norden bis zur
vielbefahrenen Ludwigshöhstraße stadträumlich
auszuweiten. Neben dem Effekt einer daraus
resultierenden vernünftigen Organisationsgröße, geht
damit mittelfristig eine Entlastung der Bessunger
Schule einher, wodurch dort fehlende Ganztagsräume
geschaffen im Bestand bereitgestellt werden können.
Entwicklung und Schulorganisation
Errichtung einer neuen Schule als ganztägig arbeitende
inklusive Grundschule im Profil 3
Erlasse und Anträge
Folgen zeitgerecht
Betreuungsangebot
Die Schule soll als ganztägig arbeitende Schule im
Profil 3 organisiert werden.
Dienststellennummer:
Noch nicht bekannt
Adresse:
Noch nicht bekannt
Kontakt:
Bis auf weiteres:
Schulamt@darmstadt.de
Grundschulen Süd| Grundschule im Ludwigshöhviertel (in Planung)
134
Baulich und räumliche Situation
Raumprogramm Neubau nach Leitlinien
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 12
Gruppe | Differenzierung 6 6
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 6
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1
Musik 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1
Multifunktion 1 1
Schülerbibliothek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Einfeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1 1
Grundschulen Süd | Frankensteinschule
135
VI.5.3. Frankensteinschule
Stadtteil: Eberstadt | 3-zügig
Schulentwicklung Stabile 3 Zügigkeit
Betreuungsangebot Schulkindbetreuung | 72,8 % aller SuS in Betreuung
Raumsituation Defizit in Differenzierungsräumen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Frankensteinschule ist eine von 4 Grundschulen im
Stadtteil Eberstadt und versorgt den nordöstlichen
Bereich des Stadtteils.
Die 3-zügige Grundschule wurde im Rahmen des
Konjunkturprogramms vor wenigen Jahren erweitert
und saniert und erhielt zudem einen zusätzlichen
Pavillon.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Frankensteinschule wird nach dem Anstieg der
Schülerzahlen in den letzten Jahren (u.a. auf Grund der
hohen NDHS-Schülerzahlen aus dem Gebiet der
Jeffersonsiedlung) leicht an Schülerzahlen verlieren. Die
Schule wird aber weiterhin 12 Klassen bilden. Sie
könnte im Status quo der Prognose benachbarte
Schulen, durch eine Änderung der Schulbezirksgrenzen,
entlasten.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Die Frankensteinschule bietet Schulkindbetreuung an.
Jugendhilfeträger:
Die Villa - Verein für innovative Jugendhilfe e.V.
Dienststellennummer:
3211
Adresse:
Heinrich-Delp-Straße 187
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-2896
Frankensteinschule@Darmstadt.de
www.frankensteinschule.de
Grundschulen Süd| Frankensteinschule
136
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule ist in den vergangenen Jahren umfassend
saniert und erweitert worden. Ein Teil der Außenanlagen
und Spielgeräte bedürfen einer Renovierung und
Erneuerung.
Räumliche Situation
Die Raumsituation an der Schule ist gut. Ein leichtes
Defizit besteht aufgrund der bei Sanierung
vorgefundenen Raumstruktur vor allem im Bereich der
Differenzierungsräume. Flurflächen werden daher,
soweit möglich, zur Differenzierung in den Unterricht
mit einbezogen.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Sanierung 2011 wurde die barrierefreie
Erschließung für alle Funktionsbereiche sichergestellt
(Ausnahme Sporthalle), Beh.WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Verbesserung der Außenanlagen, Spielgeräte
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 12
Gruppe | Differenzierung 6 2 -4
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 4 -2 2 GT-Räume in MobiSku:l
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 Multifunktion
Musik 1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 -1 Foyerbereich
Multifunktion 1 1 Musik | Kunst | Werken
Schülerbibliothek 1 1 In GT-Raum MobiSku:l
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Kleine Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1970 Hauptgebäude
2012 saniert + erweitert
2 | 2016 Mobi-Sku:l
Grundstücksgröße: 8.130 m²
Grundschulen Süd | Frankensteinschule
137
81 60 75 69 73 59 61 59 65
268
302 298 295 284 283
273 261 254
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
13
16 15 14
12 12 12 12 1213 13 13 13 12 12 12 12 12
3 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne NDHS
20,6
23,2 22,9 22,7
23,7 23,6
22,8
21,8 21,2
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Süd| Andersenschule
138
VI.5.4. Andersenschule
Stadtteil: Eberstadt | 2-zügig
1^
Schulentwicklung Stabile 2 Zügigkeit
Betreuungsangebot Ganztag Profil 1 | 65,3 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Beengt
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Andersenschule (2 Züge) ist eine weitere der 4
Grundschulen im Stadtteil Eberstadt.
Im Rahmen des Konjunkturprogramms erhielt die
Schule 2011 einen neuen Betreuungsbau, der aufgrund
der offensiven Ganztagsentwicklung in Darmstadt
bereits wieder deutlich an seine Grenzen stößt.
Entwicklung und Schulorganisation
Der Grundschulbezirk Andersen weist aktuell sehr
konstante Geburtenzahlen auf. Dies hat mittelfristig
stabile Einschulungszahlen zur Folge. Die
Andersenschule wird daher auch weiterhin 8 bis 9
Klassen bilden und knapp unter 200 Schülerinnen und
Schüler bleiben.
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Betreuende Ganztagsschule im Profil 1 mit
Schulkindbetreuung
Jugendhilfeträger: Mobile Praxis gem. GmbH
Dienststellennummer:
3201
Adresse:
Brandenburger Straße 74
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 51415
Andersenschule@darmstadt.de
www.andersenschule.de
Grundschulen Süd | Andersenschule
139
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Andersenschule ist die erste Schule der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, die im Rahmen des
2002 aufgelegten Schulbausanierungsprogramm
grundsaniert wurde. Durch die innere Schulentwicklung
besteht jedoch mittlerweile erneuter Handlungsbedarf.
Räumliche Situation
Das Schulgebäude ist für eine 2-zügige Grundschule,
gemessen an einem zeitgemäßem Raumprogramm
nach Schulbauleitlinien, zu klein. Es fehlen v.a.
Differenzierungsräume, Fachunterrichtsräume und
Verwaltungsflächen. Um diese Raumknappheit zu lösen
wird eine Aufstockung des heutigen Verwaltungstrakts
empfohlen. Eine entsprechende Bauvorlage ist in Arbeit.
Barrierefreiheit
Das Betreuungsgebäude und die Funktionsbereiche im
Erdgeschoss der Schulbaus sind barrierefrei erschlos-
sen (Ausnahme Sporthalle), Beh.-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Erweiterung nach Raumprogramm mit räumlichen
Kapazitäten für einzelne Jahrgangsausschläge.
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 8 9 +1 Ausweichklasse
Gruppe | Differenzierung 4 -4
Ganztag | Inklusion | Therapie 4 4 1 kleiner Raum, 34 qm
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 -1
Musik 1 -1
IT | Computerraum 1 -1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 -1 Essen in GT-Räumen
Multifunktion 1 -1
Schülerbibliothek 1 -1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Kleine Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1976 Hauptgebäude
2008 saniert
2 | 2011 Ganztagsbetreuung
Grundstücksgröße: 7.070 m²
Grundschulen Süd| Andersenschule
140
31
47 52 49 51 51 48 55 50
165 176
163
176
196 203 198 206 207
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 50 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 200 Schüler
0
50
100
150
200
250
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
9
10
8 8 8 8 8
9 99 9
8 8 8 8 8
9 9
2 Zügigkeit ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit NDHS Klassen ohne E ohne NDHS
18,3
19,6
20,4
22,0
24,5
25,4 24,8
22,9 23,0
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Süd | Ludwig-Schwamb-Schule
141
VI.5.5. Ludwig-Schwamb-Schule
Stadtteil: Eberstadt | 3-zügig + 1 Vorklasse
Schulentwicklung Stabile 3 Zügigkeit
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag | 75,3 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Großzügig, eine 4 Zügigkeit wäre möglich
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Ludwig-Schwamb-Schule (3 Züge) ist eine der 4
Grundschulen im Stadtteil Eberstadt und zudem
Vorklassenstandort.
Im gleichen Gebäude befindet sich die Mühltalschule,
eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt
Lernen.Inklusiver und kooperativer Schulstandort durch
räumliche und pädagogische Zusammenführung der
Grundstufe der Mühltalschule und der Ludwig-
Schwamb-Schule.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Ludwig-Schwamb-Schule wird weiterhin sehr stabil
3-zügig sein. Im Schuljahr 2024/25 sind sehr starke
Einschulungszahlen zu erwarten, dies ist aber nach
aktuellem Stand der Prognose als Ausnahmejahr der
Geburtenentwicklung zu sehen. Eine geplante
Wohnbauentwicklung in unmittelbarer Nachbarschaft,
Klinikgelände, wird mittelfristig zusätzliche
Schüler/innenzahlen auslösen. Die enge
organisatorische und räumliche Kooperation mit der
Mühltalschule (Förderschule für Lernhilfe) läuft bereits
seit vielen Jahren und ist fest im Schulkonzept
verankert (inklusives Schulbündnis).
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Die Schulen nehmen bereits seit dem Schuljahr
2015/2016 (Pilotschule) erfolgreich am Pakt für den
Nachmittag teil.
Jugendhilfeträger: Mobile Praxis gem. GmbH
© Zoey Braun
Dienststellennummer:
3219
Adresse:
Nussbaumallee 6
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-2844
Ludwig-Schwamb-Schule@darmstadt.de
www.ludwig-schwamb-schule-eberstadt.de
Grundschulen Süd| Ludwig-Schwamb-Schule
142
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Ludwig-Schwamb-Schule teilt sich die Gebäude mit
der Mühltalschule und ist teilsaniert. Der Klassenaltbau
wurde energetisch im Rahmen des KIP saniert, die
weitere Innensanierung ist fällig. Der Verwaltungstrakt
wurde durch einen 2018 fertiggestellten Neubau
ersetzt, welcher zudem einen weiteren Klassenzug
sowie die Ganztags-infrastruktur und Fachräume
beherbergt.
Räumliche Situation
Die Ludwig-Schwamb-Schule hat im Jahr 2018 auf
ihrem Campus ein neues großzügiges Schul- und
Verwaltungsgebäude erhalten. Weiterhin gibt es den
teilsanierten Klassentrakt und eine Turnhalle.
Die 3-zügige Schule verfügt tendenziell über Räume für
eine 4-Zügigkeit. Vorklasse und Kooperationsklasse der
Mühltalschule erhöhen den Raumbedarf am Standort
(um jeweils 1 Klassenraum). Bei Bedarf kann die Schule
in Zukunft durch Umschneidung des Grundschulbezirks
angrenzende Grundschulen entlasten.
Barrierefreiheit
Im Neubau sind alle Funktionsbereiche der Schu-
le barrierefrei erschlossen, Beh.-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Sanierung des Klassenbaus sowie der Turnhalle (hier
vermutlich Ersatzbau ggf. gemeinsam mit benachbarter
Wilhelm-Hauff-Schule).
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 16 +4 1 VK, 1 MTS, 1 Intensiv
Gruppe | Differenzierung 6 5 -1 eine offene pädagog. Fläche
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 6 Psychomotorik, Mediathek
Ganztag | Inklusion | Therapie 1 Offener Spielbereich
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1 Multifunktion
Musik 1 1 Klassenbau
IT | Computerraum 1 1
Forscherwerkstatt 1 Klassenbau
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1 - Stadtteilnutzung
Multifunktion 1 1 Musik | Veranstaltung
Schülerbibliothek | Mediathek 1 1 Funktionsraum GT
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Sanierungsbedarf
Psychomotorik 1 1 Bewegungsraum Klassenbau
Baujahr der Gebäude:
1 | 1958 Altbau,
2010 saniert
2 | 2018 Neubau
Ganztag, Verwaltung, Klassen
3 |1958 Turnhalle
Grundstücksgröße: 19.650 m²
Grundschulen Süd | Ludwig-Schwamb-Schule
143
81 71 62 55 56 67 68 73 65
280 292 294
273 252 257 261
282 291
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
15 15
14 14
13 13 13 13 1313 13 13 13
12 12 12 12 12
3 Zügigkeit ohne VG ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
16
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit VG mit NDHS Klassen ohne VG ohne NDHS
20,6
21,7 21,8
20,2 20,2 20,4 20,8
22,4
23,3
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS | ohne VG
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Grundschulen Süd| Wilhelm-Hauff-Schule
144
VI.5.6. Wilhelm-Hauff-Schule
Stadtteil: Eberstadt | 3-zügig
Schulentwicklung Wachstum nur durch zwei neue Schulstandorte
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag | 43,5 % aller SuS in Betreuung.
Raumsituation Gut | Sanierung und Neustrukturierung in der Planungsphase 0G
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Wilhelm-Hauff-Schule (3 Züge) ist eine von 4
Grundschulen im Stadtteil Eberstadt und zudem auch
Vorklassenstandort.
Zentrales Einzugsgebiet ist die Kirchtannensiedlung, die
durch das Projekt "Hessische Gemeinschaftsinitiative
Soziale Stadt" in der Vergangenheit besonders gefördert
wurde. Der Förderzeitraum des Projekts ist
zwischenzeitlich leider ausgelaufen. Die Schule wird
aktuell von der Dotter-Stiftung finanziell in ihren
schulischen und schulergänzenden Angeboten
unterstützt.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Grundschule Wilhelm-Hauff-Schule wird aus einer
schwachen in eine starke 3-Zügigkeit anwachsen (60-75
Einschulungen). Insgesamt ist die Entwicklung der
Schule als stabil zu bezeichnen.
Erlasse und Anträge
Keine
Betreuungsangebot
Die Wilhelm-Hauff-Schule nimmt seit dem Schuljahr
2017/18 am Pakt für den Nachmittag teil
Jugendhilfeträger: Mobile Praxis gem. GmbH
Dienststellennummer:
3224
Adresse:
Stresemannstraße 5
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 278662
Wilhelm-Hauff-Schule@darmstadt.de
www.wilhelm-hauff-schule-da.de
Grundschulen Süd | Wilhelm-Hauff-Schule
145
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Toilettensanierung 2015
Aktuell Sanierungsplanung im KIP II
Räumliche Situation
Die Bestandsgebäude der Grundschule Wilhelm-Hauff-
Schule bieten für eine 3-zügige Grundschule aktuell
ausreichend Raum. Etwaige Raumengpässe sind
strukturell bedingt.
Der Auszug des Stadtteiltreffs „Café Nimmersatt“ (Baff)
aus dem 2. Schulgebäude wird allein aus räumlichen
und pädagogischen Gründen erforderlich. Die Schule
erhält so einen Zugewinn von rund 130 qm Fläche (v.a.
für die Differenzierung und Betreuung). Ein in der
aktuellen Planung vorgesehener Verbindungsbau
(Foyer) wird die Raumsituation und Funktionalität,
insbesondere auch die Barrierefreiheit, zusätzlich
verbessern.
Der Planungsprozess für die Neustrukturierung und
Sanierung (Maßnahme im Rahmen KIP II) ist in vollem
Gang und nach Umsetzung wird die Schule in den
kommenden Jahren ideale Rahmenbedingungen
erhalten.
Barrierefreiheit
Wird im Rahmen der anstehenden Sanierung
geschaffen, z.Zt. nur Erdgeschoss barrierefrei.
Beh.-WC vorhanden
Geplante Maßnahmen
Sanierung und Bestandserweiterung im Rahmen KIP II
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 12 13 +1 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 6 2 -4
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 4
Ganztag | Inklusion | Therapie 3 Reduzierte Fläche, ca. 25 qm
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 2 92 qm und 30 qm
Musik 1 -1
IT | Computerraum
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Café Baff, zukünftig GT
Mensa 1 -1 In Multifunktion
Multifunktion 1 1 Essen | Intensiv
Schülerbibliothek | Mediathek 1 1 Funktionsraum GT
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Kleine Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1968 Hauptgebäude
2 | 1969 Nebengebäude
Turnhalle, Betreuung und
externe Nutzung Café Baff
Grundstücksgröße: 16.430 m²
Grundschulen Süd| Wilhelm-Hauff-Schule
146
55 57 61 70 68 53 60 75 69
228 217
243
262 259 247 253 265 265
Aufnahmekapazität 1.Klassen; 75 Schüler
Aufnahmekapazität insg. 300 Schüler
0
50
100
150
200
250
300
350
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1. Klassen SuS insg.
13
12
13
14
13 13 13 13 13
11 11
12 12 12 12 12 12 12
3 Zügigkeit ohne VG ohne NDHS
0
2
4
6
8
10
12
14
16
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
Klassen mit VG mit NDHS Klassen ohne VG ohne NDHS
19,8
18,7 19,2
20,8 20,5
19,8 20,1
20,8 21,0
15
17
19
21
23
25
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
mit NDHS | ohne VG
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
GFLEX = Gruppe des Flexiblen Schulanfangs
VG= Vorklasse an Grundschulen
Siehe Kapitel: Schulangebot
E= Eingangsstufe
NDHS= Nichtdeutscher Herkunftssprache
[Methodik siehe Seite 36 ]
Handlungsbedarf an Grundschulen |
147
VI.6. Handlungsbedarf an Grundschulen
Handlungsbedarf an Grundschulen
Bessunger Schule
Mornewegschule
Heinrich-Heine-Schule
Goetheschule
Schillerschule
Heinrich-Hoffman-Schule
VI.6.1. Bessunger Schule
Der Schulbezirk der Bessunger Schule erstreckt sich über den Süden des Stadtteils Bessungen hinaus in ein
ehemals von den amerikanischen Streitkräften genutztes Kasernen und Wohngebiet, welches aktuell durch
Konversion zu 2 neuen Wohngebieten inklusive dazugehöriger Infrastruktur entwickelt und ausgebaut wird
(Lincolnsiedlung mit rd. 5.000 Einwohnern und Ludwigshöhviertel mit rd. 3.000 Einwohnern). Weiterhin befindet
sich in diesem Bereich die ehemalige Jeffersonsiedlung, die seit 2015 als Erstwohnstätte für Flüchtlinge genutzt
wird. Aufgrund dieser städtebaulichen Entwicklung wird die Errichtung von 2 neuen Grundschulen erforderlich:
Organisationsantrag nach § 146 HSchG zur organisatorischen und baulichen Errichtung einer neuen Grundschule
in der Lincolnsiedlung (4-zügig) im heutigen Grundschulbezirk der Bessunger Schule zum Schuljahr 2021/2022.
Zuvor zeitgerechter Neuzuschnitt der Schulbezirke und Errichtung des Grundschulbezirks Grundschule Lincoln.
Organisationsantrag nach § 146 HSchG zur organisatorischen und baulichen Errichtung einer neuen Grundschule
(2-3-zügig) im heutigen Grundschulbezirk der Bessunger Schule zum Schuljahr 2025/2026. Zuvor weiterer
zeitgerechter Neuzuschnitt der Schulbezirke / Trennung SB Lincoln in Ost und West.
Zudem besteht der Prüfauftrag zum Erhalt der Eingangsstufe
VI.6.2. Mornewegschule
Die Mornewegschule ist im Bereich der Grundstufe durch die vorherbeschriebene städtebauliche Verdichtung und
Entwicklung von Wohnbauflächen in vormals gewerblich genutzten Quartieren extrem belastet und von einer 2-
Zügigkeit an den Rand der 4-Zügigkeit gerutscht. Sofern alle Grundschüler/innen des Schulbezirks diese für sie
zuständige Grundschule aufsuchen, wird sie mittelfristig gemäß Prognose bis zu 6-zügig werden.
Die Mornewegschule hat aufgrund des wachsenden Systems einen Antrag zur organisatorischen Trennung von
Grundschule und IGS gestellt, der dem Hessischen Kultusministerium bereits vorliegt. Der Schulträger unterstützt
dieses Vorhaben explizit.
Organisationsantrag nach § 146 HSchG auf Trennung von Grundschule von IGS Sek.I zum nächstmöglichen
Zeitpunkt Schuljahr 2020/2021. Perspektivisch geplante Organisationsgröße 3-zügig
Weiterhin
Organisationsantrag nach § 146 HSchG zur organisatorischen und baulichen Errichtung einer neuen Grundschule
(2-3-zügig) im heutigen Grundschulbezirk der Mornewegschule zum Schuljahr 2023/2024. Geplanter Standort an
der Albert-Schweitzer-Anlage. Zuvor zeitgerechter Neuzuschnitt der Schulbezirke.
Handlungsbedarf an Grundschulen| Heinrich-Heine-Schule
148
VI.6.3. Heinrich-Heine-Schule
Durch städtebauliche Verdichtung und Entwicklung von Wohnbauflächen in vormals gewerblich genutzten
Quartieren wird die Heinrich-Heine-Schule in eine stabile 3-Zügigkeit (evt. mit einzelnen Jahrgansspitzen darüber
hinaus) wachsen. Bei Beibehaltung des heutigen Schulbezirks hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits ein
bauliches Konzept für eine Erweiterung nach ihren heutigen Schulbauleitlinien für ganztägig arbeitende Schulen
entwickelt und setzt dieses um.
Dauerhafte Erhöhung der Zügigkeit an der Heinrich-Heine-Schule von 2 auf 3 Züge zum Schuljahr 2022/2023.
VI.6.4. Goetheschule
Vermutlich durch Generationswechsel im Schulbezirk im Johannesviertel und aufgrund einer städtebaulichen
Entwicklung von Wohnflächen im ehemaligen Industriegebiet Pallaswiesenviertel sowie Errichtung einer
Flüchtlingsunterkunft sind die Schüler/innen/zahlen in der Goetheschule stark angewachsen. Die bisherige 3-
Zügigkeit zuzügl. Eingangsstufe ist nicht mehr auskömmlich. Die Prognose der Schule ist künftig 4-Zügig und sie
muss entsprechend ausgebaut werden. Bereits zum Schuljahr 2018/2019 wurde daher eine Dependance der
Goetheschule in der nahegelegenen Kyritzschule errichtet. Ein geprüfter Neuzuschnitt der Schulbezirke im
möglichen Einzugsgebiet hat zu keiner sinnvollen und von der sozialen Durchmischung verträglichen
organisatorischen neuen Einheit geführt. Daher wird aktuell nicht empfohlen, die Kyritzschule als eigenständigen
neuen Schulstandort zu betreiben. Konsequenz:
Dauerhafte Erhöhung der Zügigkeit der Goetheschule auf 4-Züge und Betrieb einer räumlichen Dependance am
Standort der Kyritzschule. Zeitpunkt: Bereits in Umsetzung
Zu verfolgen: Bei weiterer städtebaulicher Entwicklung im Pallaswiesen-/ Mornewegviertel (PaMo), wie bisher
projektiert:
Organisationsantrag nach § 146 HSchG zur organisatorischen und baulichen Errichtung einer neuen Grundschule
(2-zügig) im heutigen Grundschulbezirk der Goetheschule zum Schuljahr 2025/2026. Zuvor zeitgerechter
Neuzuschnitt der Schulbezirke zwischen Goetheschule und Käthe-Kollwitz-Schule
VI.6.5. Schillerschule
Die Schillerschule bewegt sich mit ihren Schüler/innen/zahlen stets am Rand der 4-5 Zügigkeit. Sie wurde baulich
in den vergangenen Jahren saniert und ist räumlich ausreichend gut für eine 4-zügige ganztägig arbeitende Schule
ausgestattet. Im Rahmen der Überlegungen zur Goetheschule und Heinrich-Hoffmann-Schule ist geplant, den
Schulbezirk an den Randbereichen zu verkleinern und den beiden o.a. Schulen zuzuordnen. Die daraus
resultierende Erhöhung der Schülerinnen und Schüler (SuS) bei den genannten Schulen wurde bereits in den
Überlegungen zu diesen Schulen berücksichtigt.
VI.6.6. Heinrich-Hoffman-Schule
Die Heinrich-Hoffmann-Schule liegt in der zentralen Innenstadt und ist bislang 2-zügig organisiert und nachgefragt.
Der Prognose nach wächst sie in die 3-Zügigkeit. Der aktuelle Standort ist unter vertretbarem Aufwand baulich
nicht zu sanieren und daher erfolgte bereits ein Architektur-Wettbewerb zur Errichtung der Schule an einem neuen
Standort innerhalb des heutigen Schulbezirks. Die Schule ist als 3-zügige Ganztagsschule räumlich geplant. Neben
den SuS aus ihrem heutigen Schulbezirk soll sie perspektivisch noch SuS aus den Randbereichen der
angrenzenden Schulbezirke Schillerschule und Elly-Heuss-Knapp mit versorgen.
Bauliche Errichtung an einem neuen Standort in 3-zügiger Organisationsgröße als ganztägig arbeitende Schule,
möglichst im Profil 3 zum Schuljahr 2022/2023. Zeitgerechter Neuzuschnitt der angrenzenden Schulbezirke.
Schulorganisatorische Maßnahmen nach § 146 HSCHG |
149
VI.7. Schulorganisatorische Maßnahmen nach § 146
HSCHG
Zusammenfassung in zeitlicher Reihenfolge der erforderlichen Umsetzung:
Mornewegschule, Trennung von Grundschule von IGS Sek.I zum nächstmöglichen Zeitpunkt Schuljahr
2020/2021 (begründeter Antrag liegt vor).
Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Grundschule in der Lincolnsiedlung (4-zügig) im
heutigen Grundschulbezirk der Bessunger Schule zum Schuljahr 2021/2022 , Organisationsentwicklung in
Absprache mit Staatlichem Schulamt und HKM evt. vorgezogen 2020/2021 am Standort Bessunger Schule
oder in Dependance Donnerbergring 69
Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Grundschule (2-3-zügig), geplanter Standort an der
Albert-Schweitzer-Anlage, zum Schuljahr 2023/2024.
Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Grundschule (2-3-zügig) im geplanten
Ludwigshöhviertel zum Schuljahr 2025/2026.
Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Grundschule (2-zügig) in einem noch zu
identifizierenden Bereich zwischen den heutigen Grundschulbezirken der Goetheschule und der Käthe-
Kollwitz-Schule (Pallaswiesen- /Mornewegviertel) zum Schuljahr 2025/2026.
Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Grundschule (2-3 zügig) in Arheilgen im heutigen
Grundschulbezirk der Astrid-Lindgren-Schule) zum Schuljahr 2025/2026.
Karte: Grundschulen Bestand, Planung und Perspektive|
150
VI.8. Karte: Grundschulen Bestand, Planung
und Perspektive
Vorwort für Förderschulen |
151
VII. Förderschulen
VII.1. Vorwort für Förderschulen
§ 49 ff HSchG regelt den Anspruch auf sonderpädagogische Förderung von Schüler*innen, die zur Gewährleistung
ihrer körperlichen, sozialen, emotionalen, und kognitiven Entwicklung in der Schule sonderpädagogischer Unter-
stützung bedürfen.
Eine sonderpädagogische Förderung kann in der Form der inklusiven Beschulung in der allgemeinen Schule oder in
Förderschulen erfolgen. Gemäß § 50 HSchG ist die sonderpädagogische Förderung nach Förderschwerpunkten ge-
gliedert.
Förderschwerpunkte mit einer der allgemeinen Schule entsprechenden Zielsetzung sind:
Sprachheilförderung
Emotionale und soziale Entwicklung
Körperliche und motorische Entwicklung
Sehen
Hören
Kranke Schüler*innen
Förderschulen mit einer von der allgemeinen Schule abweichenden Zielsetzung sind:
Lernen
Geistige Entwicklung
Angebot Förderschulen im Schulträgerbereich der Stadt Darmstadt
Christoph-Graupner-Schule, Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit einer Abteilung körper-
lich-motorische Entwicklung
Seit 2002 ist die Schule regionales, seit 2018 überregionales Beratungs- und Förderzentrum für körperbehinderte
SchülerInnen aus allgemeinbildenden Schulen und weiteren Förderschulen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Ernst-Elias-Niebergall-Schule, Förderschwerpunkt Lernen
Seit 1993 ist die Schule Beratungs- und Förderzentrum (Schwerpunkt Lernen) und berät alle Grund- und SEK I-
Schulen sowie die Gymnasien im Norden Darmstadts.
Das Zentrum für schulische Erziehungshilfe, das der Schule angegliedert ist, unterstützt bei diesen Aufgaben.
Die Abteilung „Schule für Kranke“ verantwortet den Unterricht an der Prinzessin Margret Klinik in Darmstadt und
den Häuslichen Sonderunterricht für den gesamten Schulaufsichtsbezirk Landkreis Darmstadt-Dieburg und die
Stadt Darmstadt.
Mühltalschule, Förderschwerpunkt Lernen
Durch räumliche und pädagogische Zusammenführung der Grundstufe der Mühltalschule und der 3-zügigen
Ludwig-Schwamb-Schule entsand in Eberstadt ein inklusiver Schulstandort unter herausragenden Bedingungen.
Das inklusive Bildungsangebot der Schule setzt sich in der Hauptstufe in der Kooperation mit der Gutenbergschule
durch die Bildung von Inklusionsklassen fort.
Herderschule, Förderschwerpunkt Sprachheilförderung mit Abteilung Hören.
Als „Angebots-und Durchgangsschule“ ist es ihr Ziel, die Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass sie so bald
wie möglich an die zuständige Regelschule wechseln können. Die Herderschule ist zentrale Sprachheilschule mit
einer Abteilung für Hörgeschädigte für den Bereich Starkenburg. Neben den Schüler/innen der Wissenschaftsstadt
Darmstadt werden hier zentral höhere Jahrgangsstufen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Landkreis
Groß-Gerau mit den Städten Kelsterbach und Rüsselsheim sowie dem Odenwaldkreis mit beschult.
Vorwort für Förderschulen|
152
Förderschulformen ohne eigenständige Schule im Schulträgerbereich
Förderschwerpunkt körperliche motorische Entwicklung
Eine eigenständige Schule für diesen Förderschwerpunkt ist im Schulträgerbereich nicht eingerichtet.
Die Schüler*innen mit Förderbedarf körperliche motorische Entwicklung werden überwiegend inklusiv in den allge-
mein bildenden Schulen und Förderschulen beschult. Der größte Teil der allgemeinbildenden Grundschulen ist bar-
rierefrei erschließbar und mit behindertengerechten Sanitäranlagen ausgestattet. Sind weitere bauliche Maßnah-
men zur Barrierefreiheit erforderlich, werden diese in Zusammenarbeit mit dem EB Immobilienmanagement
durchgeführt.
Schüler*innen mit zusätzlichem Förderbedarf Geistige Entwicklung oder komplexen Beeinträchtigungen besuchen
in der Regel die Christoph-Graupner-Schule.
Mit der Erich-Kästner-Schule, Schule mit Förderschwerpunkt körperliche motorische Entwicklung, in Langen, Land-
kreis Offenbach, besteht eine langjährige Kooperation bezügliche der Aufnahme von Schüler*innen, deren Eltern die
Aufnahme in eine entsprechende Förderschule wünschen.
Das überregionale Beratungs- und Förderzentrum der Christoph-Graupner-Schule kooperiert mit weiteren hessi-
schen Förderschulen und Einrichtungen und berät Eltern hinsichtlich einer individuellen Schullaufbahn.
Förderschwerpunkt Sehen
Eine eigenständige Schule für diesen Förderschwerpunkt ist im Schulträgerbereich nicht eingerichtet.
Soweit keine inklusive Beschulung in allgemeinbildenden Schulen unter Anwendung von entsprechenden Hilfsmit-
teln erfolgen kann, gibt es Kooperationsvereinbarungen zur Aufnahme der betroffenen Schüler*innen mit verschie-
denen hessischen Förderschulen, Hermann-Herzog-Schule in Frankfurt a.M. und die Johann-Peter-Schäfer-Schule in
Friedberg. Beide Schulen sind zudem überregionales Beratungs- und Förderzentrum, wobei für den Schulträgerbe-
reich der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Hermann-Herzog-Schule zuständig ist.
Schule für kranke Schüler*innen
Schulen mit diesem Förderschwerpunkt fördern Schüler*innen, die voraussichtlich länger als sechs Wochen in einer
Klinik oder einer vergleichbaren Einrichtung aufgenommen werden und daher nicht die Herkunftsschule besuchen
können. Ziel der Schule ist es, erkrankte Schüler*innen so zu fördern, dass sie nach längerem krankheitsbedingtem
Fehlen dem Unterricht in ihrer Herkunftsschule wieder folgen können.
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat mit Beschlussfassung vom 19.01.2005 die Einrichtung einer
Schule für Kranke als Abteilung an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule beantragt, die das Hessische Kultusministeri-
um mit Schreiben vom 9.3.2007 genehmigt hat. Inhaltlich handelt es sich um ein Kooperationsmodell zwischen der
Stadt Darmstadt, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Ernst-Elias-Niebergall-Schule sowie der Prinzessin Marg-
ret-Klinik in Darmstadt. Grundlage bildet ein durch das Staatliche Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg
und die Stadt Darmstadt entwickeltes, mit beiden Schulträgern und der Schule abgestimmtes Konzept, das sich an
den Richtlinien des Hessischen Kultusministeriums orientiert.
Die räumliche Unterbringung des Unterrichts findet an der Klinik Prinzessin Margret statt.
Die organisatorische Anbindung erfolgt als Abteilung an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule, wo eine entsprechende
bauliche Infrastruktur neu geschaffen wurde.
Private Förderschulen
Christopherusschule Mühltal
Die Christopherus-Schule ist eine private, staatlich genehmigte Förderschule für Kinder und Jugendliche mit son-
derpädagogischem Förderbedarf, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Lernen und sozial-emotionale Entwick-
lung. Die Schule unterrichtet auf der Grundlage der anthroposophischen Heilpädagogik im Klassenverband mit
Kindern unterschiedlichster Lern- und Entwicklungsstörungen über 12 Schuljahre. Finanziert wird die Schule durch
öffentliche Zuwendungen des Landes und der Kommunen, aus Spenden und Schulgeldzahlungen der Eltern.
|
153
Förderschulen|
154
VII.2. Förderschulen
Christoph-Graupner-Schule
Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Herderschule
Mühltalschule
Förderschulen | Christoph-Graupner-Schule
155
VII.2.1. Christoph-Graupner-Schule
Stadtteil: Martinsviertel
Schulentwicklung Stetiger Wachstum ist zu erwarten
Betreuungsangebot Gebundener Ganztag z.Zt. bis 14:30 |nachschulische Betreuung NRD
Raumsituation Angespannt | Sanierung mit Erweiterung in Planung
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Christoph-Graupner-Schule ist eine Schule mit
Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit einer
Abteilung körperlich-motorische Entwicklung.Seit
2002 ist die Schule zudem regionales, seit 2018
überregionales Beratungs- und Förderzentrum für
körperbehinderte SchülerInnen aus
allgemeinbildenden Schulen und weiteren
Förderschulen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt
und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Seit 1979 ist
die Schule als Gebundene Ganztagsschule
organisiert. Die Schule liegt im nördlichen
Martinsviertel am Rande des Bürgerparks. Die
SchülerInnen stammen überwiegend aus Darmstadt,
gemäß öffentlich-rechtlicher Vereinbarung werden bis
zu 30 Plätze an SchülerInnen aus dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg vergeben. Die Schule wird von
Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im
Alter von 6 bis maximal 20 Jahren besucht.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schülerzahlen der Christoph-Graupner-Schule
sind in den letzten Jahren angestiegen. In einer
Trendfortschreibung der Schülerzahlen sind v.a. auf
Grund der allgemein steigenden Kinderzahlen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin steigende
Zahlen zu erwarten. Die Entwicklung gilt es dabei
weiterhin genau zu beobachten.
Erlasse und Anträge
Keine
Betreuungsangebot
Die Betreuungssituation nach 14:30 sollte verbessert
werden. Aktuell sind 34 Schüler*innen in der
Nachmittagsbetreuung, 14 Schüler*innen werden am
Schulstandort, 20 Schüler*innen am Standort
Karlstraße in Bessungen betreut. Der Zeitverlust, die
Kosten und der Organisationsaufwand sind
unverhältnismäßig. Im Rahmen der bevorstehenden
Sanierung wird neben der räumlichen
Umstrukturierung auch ein neues pädagogisch und
organisatorisches Ganztagskonzept angestrebt.
Dienststellennummer:
4732
Adresse:
Vogelsbergstraße 38
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-481600
Christoph-Graupner-Schule@darmstadt.de
www.christoph-graupner-schule.de
Förderschulen | Christoph-Graupner-Schule
156
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Christoph-Graupner-Schule befindet sich
insgesamt in erheblich sanierungsbedürftigem
Zustand. Handlungsbedarf besteht insbesondere in
Bezug auf Anzahl und Ausstattung der Sanitärräume,
die barrierefreie Erschließung sowie die Flucht- und
Rettungswege für alle Funktionsbereiche.
Räumliche Situation
Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen ist die
Raumsituation angespannt. Sowohl die Vorhaltung
von Räumen als auch deren Qualität ist, gemessen an
den künftigen Herausforderungen, nicht ausreichend.
Um dem steigendem Bedarf gerecht zu werden,
wurde ein Wettbewerb zur Erweiterung und Sanierung
der Schule durchgeführt. Ab 2020 soll Umsetzung
der Planungsergebnisse erfolgen. Eine Auslagerung
des Schulbetriebs wird während der Bauarbeiten
notwendig. Die Planung basiertauf einer Größe von
bis zu 140 Schülerinnen und Schüler.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen, Behinderten-WC und Hygienebereiche
für Schüler*innen mit erhöhtem Pflegebedarf
vorhanden
Geplante Maßnahmen
Erweiterung / Sanierung
Baujahr der Gebäude:
1 | 1979 Hauptgebäude
2012 saniert
2 | 2010 Mobi-Skul
Grundstücksgröße 13.000 m²
Förderschulen | Christoph-Graupner-Schule
157
Raumanalyse von Bestand und Bedarf (Wettbewerbsvorgaben)
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 20
Gruppe | Differenzierung 4
Ganztag | Inklusion | Therapie 4
Ganztag | Physiotherapie 2
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Werken | Ton | Holz | Metall 3
Musik 1
IT | Computerraum 1
Fachraum Garten 1
Hauswirtschaft
Snoezelen 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1 Cafeteria
Schülerbibliothek | Mediathek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Psychomotorik 1
Warmwasser-Nichtschwimmerbecken 1
Förderschulen | Christoph-Graupner-Schule
158
5 11 15 20
127 126
138
147 149 155 161 165 169
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1.Klasse SuS insg. [Klasse 1-10]
18 18 19
21 21 22 23 23 24
0
5
10
15
20
25
30
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
∑ Klassen 1-10
7,0 7,3 7,0 7,2 7,1 7,0 7,0 7,2 7,0
0
2
4
6
8
10
12
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
Klasse 1-10
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
Förderschulen | Ernst-Elias-Niebergall-Schule
159
VII.2.2. Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Stadtteil: Martinsviertel
Schulentwicklung Stabile Schülerzahlen
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag | 100 % der Grundstufe in Betreuung.
Raumsituation Großzügig
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Ernst-Elias-Niebergall-Schule ist eine der zwei
Förderschulen für Lernhilfe und wurde 1969 erbaut.
Die Schule liegt im nördlichen Martinsviertel, die
SchülerInnen kommen aus dem gesamten
Stadtgebiet und in geringer Zahl aus dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg. Seit 2018 ist die Schule Träger
des Gütesiegels „Berufsorientierung“ für weitere 5
Jahre.
Bereits seit 1993 ist die Schule Beratungs- und
Förderzentrum (Schwerpunkt Lernen) und berät alle
Grund- und SEK I-Schulen sowie die Gymnasien im
Norden Darmstadts. Das Zentrum für schulische
Erziehungshilfe, das der Schule angegliedert ist,
unterstützt bei diesen Aufgaben.
Die Abteilung „Schule für Kranke“ verantwortet den
Unterricht an der Prinzessin Margret Klinik in
Darmstadt und den Häuslichen Sonderunterricht für
den gesamten Schulaufsichtsbezirk Landkreis
Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt.
Seit 2006 ist die Schule „familienfreundliche Schule“.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Ernst-Elias-Niebergall-Schule hat in den letzten 6
Jahren mehr als ein Viertel an Schülerzahlen
verloren. Die Schule führt nun 220 Schülerinnen und
Schüler insgesamt. Bei den künftig stark
anwachsenden Geburten- und Schülerzahlen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist mit einer
Stabilisierung der Schülerzahlen zu rechnen.
Langfristig könnte es auch wieder zu einem leichten
Anstieg kommen. Die weitere Entwicklung von
Inklusion an den öffentlichen Schulen gilt es genau zu
beobachten.
Erlasse und Anträge
Keine
Betreuungsangebot
Seit dem Schuljahr 2016/17 werden die
GrundschülerInnen im Rahmen des “Pakt für den
Nachmittag” ganztägig betreut.
Aktueller Träger: Sozialkritischer Arbeitskreis e.V.
Dienststellennummer:
4623
Adresse:
Vogelsbergstraße 46
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-482400
E-E-Niebergall-Schule@darmstadt.de
www.eens-da.de
Förderschulen | Ernst-Elias-Niebergall-Schule
160
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Zwischen 2007 und 2010 wurden das Hauptgebäude
mit Mensa und Verwaltungsbereich und der östliche
Klassentrakt erweitert und saniert. Die übrigen
Gebäudetrakte sind sanierungsbedürftig.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt über ein großzügiges Raumangebot.
Grund dafür sind die Rückgänge der Schülerzahlen in
den letzten Jahren. Die Schule könnte (in ihrer heutigen
Größe) einige Räume an andere Nutzer abgeben.
Die Raumanalyse betrachtet den Bedarf für die Grund-
Mittel- und Hauptstufe, d.h. die Klassentufen 1-10.
Barrierefreiheit
Wesentliche Funktionsbereiche der Schule sind
barrierefrei erreichbar (Ausnahme Klassen OG Bauteil
C,D,F),
Beh.-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Fortführung der Gesamtanierung von Bauteil B, C, D, E
und G =Turnhalle, Baubeginn Bauteil E, Sommer 2020
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 20 21 +1 1 DAZ, 1 MZW
Gruppe | Differenzierung 10 12 +2
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 7 +1 1 Sprachheilraum
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 3 +2 92 qm und 30 qm
Musik 1 1
IT | Computerraum 1 2 +1
Physik 1 +1
Lehrküche| Hauswirtschaft 1 +1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1 Mensa | Aula
Multifunktion 1 1 Klasse | Multifunktion
Schülerbibliothek | Mediathek 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1
Psychomotorik 1 +1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1969 Hauptgebäude
2007, 2012 saniert
2 | 1969 Klassentrakt
2010 saniert
3 | 1969 Turnhalle
Grundstücksgröße 18.500 m²
Förderschulen | Ernst-Elias-Niebergall-Schule
161
6 11 7 10
242 236
221 221 223 229 229 227 224
0
50
100
150
200
250
300
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1.Klasse SuS insg. [Klasse 1-10]
20
18 18
19
18
19 19 19
18
10
12
14
16
18
20
22
24
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
∑ Klassen 1-10
13,1
12,3
11,6 11,5
12,4 12,1 12,1 11,9 12,4
5
7
9
11
13
15
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
Klasse 1-10
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
Förderschulen | Herderschule
162
VII.2.3. Herderschule
Stadtteil: Bessungen | 2-zügig, in Mittelstufe 1-zügig
Schulentwicklung Stabile Schülerzahlen
Betreuungsangebot Aktuell besuchen die SuS der Herderschule die Betreuungsangebote ihrer
zuständigen Stammgrundschulen.
Raumsituation Ausreichend | Fertigstellung Sanierung 2020
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Herderschule ist eine Schule mit dem
Förderschwerpunkt Sprachheilförderung mit Abteilung
Hören. Als „Angebots-und Durchgangsschule“ iste s ihr
Ziel, die Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass
sie so bald wie möglich an die zuständige Regelschule
wechseln können.
Die Schule hat zwei Vorklassen, sowie eine zweizügige
Grundstufe (Klassen 1 – 4) und eine einzügige Mittel-
und Hauptstufe (Klassen 5 – 9). Der Unterricht ist so
organisiert, dass sowohl begleitende als auch
integrierte Sprachförderung und auditive
Wahrnehmungsförderung (Hörerziehung) erteilt werden
kann.
Die Herderschule (Sprachheilschule) und die
Mühltalschule (Schule mit dem Förderschwerpunkt
Lernen) bilden gemeinsam das regionale Beratungs-
und Förderzentrum Darmstadt-Süd.
Neben dem Stadtgebiet versorgt die Herderschule im
Rahmen der vorhandenen Kapazität (1 Zug) in der
Hauptstufe (7-9) auch SuS aus dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg, dem Landkreise Groß-Gerau,
Kelsterbach und dem Odenwaldkreis. Eine zuvor
bestehende Kooperationsvereinbarung unter den
genannten Schulträgern wurde vor einigen Jahren
aufgrund der Entwicklung eigener Schulträger-Angebote
und inklusiver Beschulung von deren Seite
aufgekündigt.
Entwicklung und Schulorganisation
Erlasse und Anträge
keine
Betreuungsangebot
Ein Betreuungsangebot für die Schüler’innen der
Herderschule findet an den zuständigen Regelschulen
statt. Mit Fertigstellung der Sanierung zum Schuljahr
2020/2021 wird jedoch über ein örtliches Angebot
nachgedacht.
Dienststellennummer:
4624
Adresse:
Am Kapellberg 2
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 278653-0
herderschule@darmstadt.de
www.herderschule-schule.de
Förderschulen | Herderschule
163
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Zurzeit wird die Schule von Grund auf saniert.
Räumliche Situation
Nach Fertigstellung (2020) der
Sanierung/Neustrukturierung und Ausbau des
Dachgeschosses wird die Schule über ausreichende und
qualitativ hochwertige Räume verfügen. Die den
Anforderungen einer Sprachheilschule gerecht werden.
Während der Bauphase befindet sich die Schule in
Unterrichtscontainern auf dem Gelände der ehemaligen
Kfz-Zulassungsstelle am Donnersbergring 69.
Barrierefreiheit
Nach der Sanierung sind alle weseentlichen
Funktionsbereiche der Schule barrierefrei erreichbar,
Ausnahme Außenstelle Vorklassenstandort,
Behinderten-WC vorhanden.
Geplante Maßnahmen
Keine
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 15 15
Klasse | Vorklasse 2 2 Außenstelle, Bessunger Str.
Gruppe | Differenzierung 8 8
Ganztag | Inklusion | Therapie 4 4 Außenstelle, Sprachförderung
Therapie | Audiometrie 1 1
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 2 2
Musik 1 1
Lehrküche 1 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Lehrküche
Mensa 1 1 Flurbereich
Multifunktion 1 1
Schülerbibliothek | Mediathek | PC 1 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Psychomotorikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1900 Hauptgebäude
2019 Aufstockung und
Sanierung (noch nicht ab
geschlossen)
2 | 1995 Bauteil 2;
2019 Sanierung
3 | 2011 Außenstelle
2013, Nutzungsänderung
und Sanierung
Grundstücksgröße: 2.940 m²
Förderschulen | Herderschule
164
5
3
1 1
32
29
23
18 18 19 20 21 21
0
5
10
15
20
25
30
35
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1.Klasse SuS insg. [Klasse 1-9]
10
12
14
16
18
20
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
∑ Klassen 1-9
3,6 3,2
2,6
2,0 2,0 2,1 2,2 2,3 2,3
0
2
4
6
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Jahrgang
Klasse 1-9
Bereich Hörgeschädigter
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
Förderschulen | Herderschule
165
29 33 35 38
159 164 166 158 157 159 163 165 166
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1.Klasse SuS insg. [Klasse 1-9]
18
19
18
17 17
18 18 18 18
10
12
14
16
18
20
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
∑ Klassen 1-9
8,6 9,2 9,3
10,1
9,2 8,8 9,1 9,2 9,2
0
2
4
6
8
10
12
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
Klasse 1-9 | ohne Hörgeschädigte
Bereich Sprachheilkunde
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
Förderschulen | Mühltalschule
166
VII.2.4. Mühltalschule
Stadtteil: Eberstadt | jahrgangsübergreifende Klassen
Schulentwicklung Stabile Schülerzahlen
Betreuungsangebot Pakt für den Nachmittag | 100 % der Grundstufe in Betreuung.
Raumsituation Großzügig
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Mühltalschule ist eine der zwei Schulen in
Darmstadt mit dem Förderschwerpunkt Lernen.Durch
räumliche und pädagogische Zusammenführung der
Grundstufe der Mühltalschule und der 3-zügigen
Ludwig-Schwamb-Schule entstand in Eberstadt ein
inklusiver Schulstandort unter herausragenden
Bedingungen. Das inklusive Bildungsangebot der
Schule setzt sich in der Hauptstufe in der
Kooperation mit der Gutenbergschule durch die
Bildung von Inklusionsklassen fort.
Entwicklung und Schulorganisation
keine
Erlasse und Anträge
Keine
Betreuungsangebot
Die Schulen (Mühltal und Ludwig-Schwamb) nehmen
bereits seit dem Schuljahr 2015/2016 (Pilotschule)
erfolgreich am Pakt für den Nachmittag teil.
Jugendhilfeträger: Mobile Praxis gem. GmbH
© Zoey Braun
Dienststellennummer:
4626
Adresse:
Nussbaumallee 6
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 1328 49
Muehltalschule@Darmstadt.de
www.muehltalschule.de
Förderschulen | Mühltalschule
167
Baulich und räumliche Situation
Sanierungsstand
Neubau wurde 2018 fertig gestellt und bezogen.
Räumliche Situation
Der fertiggestellte Erweiterungsneubau (2018)
komplettiert die Kooperation mit der Ludwig-
Schwamb-Schule auch räumlich. In dem Neubau
nutzen die Schulen gemeinsame Flächen, für zum
Beispiel Verwaltung, Mensa oder Fachräume.
Dadurch verfügt die Schule über ausreichend und
qualitativ sehr hochwertige Räume.
Barrierefreiheit
Im Neubau sind alle Funktionsbereiche der
Schule barrierefrei erschlossen, Beh.-WC vor-
handen.
Geplante Maßnahmen
Sanierung des Klassenbaus und der Turnhalle (evtl.
hierfür Ersatzneubau gemeinsam mit Wilhelm-Hauff-
Schule, Auftrag zur Prüfung liegt vor)
Raumanalyse von Bestand und Bedarf
FUNKTIONEN SOLL IST DIFFERENZ BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 1 1
Gruppe | Differenzierung 1 1
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 6 Psychomotorik, Mediathek
Ganztag | Inklusion | Therapie 1 Offener Spielbereich
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 1 Multifunktion
Musik 1 1 Klassenbau
IT | Computerraum 1 +1
Forscherwerkstatt 1 +1 Klassenbau
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 1 Ausgabeküche
Mensa 1 1 - Stadtteilnutzung
Multifunktion 1 1 Musik | Veranstaltung
Schülerbibliothek | Mediathek 1 1 Funktionsraum GT
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 1 Mit Sanierungsbedarf
Psychomotorik 1 +1 Bewegungsraum Klassenbau
Baujahr der Gebäude:
1 | 1958 Altbau
2010 saniert
2 | 2018 Neubau
Ganztag und Verwaltung
3 |1958 Turnhalle
Grundstücksgröße: 19.650 m²
Förderschulen | Mühltalschule
168
1 2 2 2
53 53
48
42 43 41 41 41 41
0
10
20
30
40
50
60
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung der Schülerzahlen
SuS 1.Klasse SuS insg. [Klasse 1-10]
4 4 4 4 4 4 4 4 4
0
1
2
3
4
5
6
7
8
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl der Klassen
∑ Klassen 1-10
13,3
12,0
10,5
11,5 10,8 10,3 10,3 10,3 10,3
0
2
4
6
8
10
12
14
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24
Entwicklung Anzahl SuS pro Klasse
Klasse 1-10
Prognose mit nachrückenden Jahrgängen
und Wohnungsbautätigkeit
Aktuelle
Zahlen
Handlungsbedarf an Förderschulen | Grundsätzliches
169
VII.3. Handlungsbedarf an Förderschulen
VII.3.1.Grundsätzliches
Wie breits im Textteil Inklusive Bildung IV.3.1 erläutert, verlaufen die Trendfortschreibungen der vorhandenen
Förderschulen in Darmstadt unterschiedlich. Während in den Förderschulen mit Förderschwerpunkt Lernen
rückläufige Schülerzahlen zu verzeichnen sind, ist die Anzahl der Schüler*innen mit Förderschwerpunkt Geistige
Entwicklung spürbar gestiegen. Der Prognose für die Förderschulen liegen hier allerdings rein mathematische
Formeln zugrunde, da das Elternwahlrecht auf inklusive Beschulung nicht kalkulierbar ist.
Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Prognosen belastbar sind. Kinder und Jugendliche mit
Förderschwerpunkt „Lernen“ werden auch zukünftig vermehrt inklusiv beschult, während die
Eltern von Kinder und Jugendliche mit komplexen Beeinträchtigungen nach wie vor primär das Förderschulsystem
wählen. Eine inklusive Beschulung von Schüler*innen mit komplexen Beeinträchtigungen wird von den
Schulleitungen und Kollegien perspektivisch als überfordernd und unrealistisch für das betroffene Kind und
Lehrkräfte angesehen. Die Entfaltung und Förderung der Kinder mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung im
Regelschulbereich muss nach wie vor offensiv verfolgt werden, bedarf aber grundlegender struktureller Änderungen
im System, auf die die Stadt Darmstadt als Schulträger nur unwesentlich Einfluss nehmen kann.
Neben dem grundsätzlichen Wachstum der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Zuwanderung und der damit
verbundenen wachsenden Einschulungen ist der kontinuierliche Fortschritt im Bereich der Frühgeborenen-
Intensivmedizin ein weiterer Faktor für die steigenden Zahlen der Schüler*innen dieser Schulform.
VII.3.2.Christoph-Graupner-Schule
Die Christoph-Graupner-Schule wurde 1978 für eine Schülerzahl von 70-100 Kinder und Jugendliche erbaut. Durch
Umwidmung von Fachräumen in Klassenräume werden im Schuljahr 2018/2019 ca. 140 Schüler*innen an der
Schule unterrichtet. Bis zu 15 Kinder sind Bewohner der Einrichtung Bärenstark, eine stationäre
Intensivpflegeeinrichtung für schwerstpflegebedürftige Kinder und Jugendliche in Darmstadt. Bis zu 30 Kinder
kommen auf Grundlage der bestehenden öffentlich rechtlichen Vereinbarung aus dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg.
Eine erste Maßnahme als Reaktion auf die steigenden Schülerzahlen ist die Sanierung und eine bauliche
Erweiterung der Schule, die im Schuljahr 2021 begonnen wird. Der Wettbewerb hierzu und notwendige
Vergabeverfahren fand im Jahr 2019 statt. Da aufgrund des begrenzten Schulgrundstücks und einer sinnvollen
pädagogischen Organisationsgröße eine weitere Erhöhung der Kapazität nicht möglich ist, bedarf es zukünftig
weiterer Maßnahmen und Entwicklungsschritte hinsichtlich der Beschulung von Schüler*innen mit Förderbedarf
Geistige Entwicklung, bzw. komplexen Beeinträchtigungen.
Der Schulträger beabsichtigt, im engen Dialog mit dem staatlichen Schulamt und dem Schulträger Landkreis
Darmstadt-Dieburg Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Hierbei sind verschiedenste Aspekte von Bedeutung und
müssen berücksichtigt bzw. diskutiert werden.
Aktuelle Trendfortschreibung und Prognose bedingt weiteren Schulstandort, Förderschwerpunkt Geistige
Entwicklung
Identifikation eines Standortes erforderlich, Schulträger Stadt Darmstadt oder Landkreis Darmstadt-Dieburg
Schulstandort möglich als Depandance der Christoph-Graupner-Schule oder als eigenständige Schule
Überarbeitung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (+30)
Zusammenhang innere und äußere Schulentwicklung
Möglichkeiten der Kooperation mit weiterführenden Schulen, z.B. Auslagerung Berufsorientierungsstufe
Der Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Schulverwaltung ist hinsichtlich der Schulentwiicklung von
entscheidender Bedeutung. Änderungen des pädagogischen Konzeptes, wie z.B. die Kooperation mit
weiterführenden allgemeinen Schulen, haben veränderte Raumkonzepte am Förderschulstandort und der
allgemeinen Schule zur Folge und verursachen neue bauliche Anforderungen (Pädagogik | Raum).
Schulorganisatorische Maßnahmen nach § 146 HSCHG | Christoph-Graupner-Schule
170
VII.4. Schulorganisatorische Maßnahmen nach § 146
HSCHG
Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Förderschule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
(Organisationsgröße 50-100 Schüler*innen) in Kooperation mit dem Schulträger Landkreis Darmstadt-
Dieburg, auf einem noch zu identifizierenden Standort zum Schuljahr 2025/2026.
§143 HSchG | Überschneidung der Grundschulbezirke
171
VIII. ZUSCHNEIDEN DER GRUNDSCHULBEZIRKE
VIII.1. §143 HSchG
§ 143 HschG - Schulbezirke
(1) Für jede Grundschule ist ein Schulbezirk durch Satzung des Schulträgers zu bilden; der Zuschnitt der Bezirke
ist jährlich zu überprüfen und bei Bedarf zu ändern. Benachbarte Schulbezirke können sich überschneiden. Das
Staatliche Schulamt oder der Schulträger legen im Einvernehmen miteinander für die im Überschneidungsgebiet
lebenden Schülerinnen und Schüler die jeweils zuständige Schule fest und weisen die Schülerinnen und Schüler
dieser Schule mit dem Ziel zu, eine hohe Qualität des Lernens bei pädagogisch und organisatorisch sinnvoller
Klassengröße zu erreichen. § 60 Abs. 4 Satz 2 bleibt unberührt.
(2) …
(3) Die Satzung bedarf der Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde. Diese ist zu versagen, wenn die Satzung mit
einer zweckmäßigen Schulorganisation nicht vereinbar ist.
(4-6) …
Die Ausgangslage zu den jetzigen Grundschulbezirksgrenzen ist auf Seite 58 dieses Schulentwicklungsplanes
grafisch dargestellt.26
VIII.2. Handlungsbedarfe
Bezüglich der Bildung von Grundschulbezirken ergibt sich aufgrund des vorher beschriebenen Wachstums und der
–prognose in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Handlungsbedarf in 3 verschiedenen Aktionsbereichen, wie im
Anschluß näher beschrieben. Das Erfordernis und der Zeitpunkt der Umsetzung ist -der städtebaulichen
Entwicklung folgend- zeitlich versetzt anzuwenden. Details hierzu werden über die Fortschreibung der
Schulbezirkssatzung geregelt und an dieser Stelle nicht näher beleuchtet.
VIII.2.1. Überschneidung der Grundschulbezirke
Gemäß § 143 (1) HSchG legen das Staatliche Schulamt oder der Schulträger im Einvernehmen miteinander für die
im Überschneidungsgebiet lebenden Schülerinnen und Schüler die jeweils zuständige Schule fest.
Aufgrund der aufgezeigten Schülerinnen und Schülerzahlentwicklungen schlägt die Wissenschaftsstadt Darmstadt
als Schulträgerin vor, im weiteren Fortgang zur Änderung der Schulbezirkssatzung zwei Überscheidungsgebiete
festzusetzen.
In Eberstadt ein Teilgebiet zwischen Andersenschule und Frankensteinschule und in Arheilgen zwischen Wilhelm-
Busch-Schule und Astrid-Lindgren-Schule.
26 Die konkrete Ausgestaltung nach Straßennamen und Hausnummern kann hier nachvollzogen werden:
https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Leben_in_Darmstadt/bildung/schulen/Schulbezirke_numerisch.pdf; letzter
Abruf 18.10.2019.
Handlungsbedarfe | Überschneidung der Grundschulbezirke
172
In Arheilgen wird folgendes Überschneidungsgebiet zum nächstmöglichen Schuljahr vorgeschlagen:
Das Überschneidungsgebiet wird durch die Straßen Frankfurter Landstraße, Ettesterstraße, Alte Wixhäuser Straße,
Schorlemmerstraße gebildet. Im Überschneidungsgebiet wurden für das Schuljahr 2018/2019 insgesamt 28
Kinder im Grundschulalter identifiziert (demnach 7 Kinder je Stufe). Die Entwicklung der nachrückenden Jahrgänge
zeigt eine leicht steigende Tendenz auf, sodass bis zum Schuljahr 2023/2024 insgesamt 33 Kinder im
Überschneidungsgebiet wohnhaft sein könnten (demnach 8 Kinder je Stufe). Das Überschneidungsgebiet ist
geeignet kurzfristig der Schülerzahlentwicklung beider Schulen, besonders den erwarteten Zahlen zur Einschulung,
gerecht zu werden und ermöglicht organisatorisch sinnvolle Klassengrößen. Die Astrid-Lindgren-Schule wird
kurzfristig von einer erwarteten 6-Zügigkeit in die 5-Zügigkeit rückgeführt und gleichzeitig wird die 3-Zügigkeit der
Wilhelm-Busch-Schule gestärkt. Erweisen sich die getroffenen Prognosen als zutreffend, soll das
Überschneidungsgebiet, gegebenenfalls noch sinnvoll vergrößert, im Sinne eines Neuzuschnitts dauerhaft der
Wilhelm-Busch-Schule zugeteilt werden.
Unter der Voraussetzung, dass die aktuell geplante Verlegung der Flugrouten weitere städtebauliche Entwicklung
und damit verbundenen Wohnungsbau für den Stadtteil Arheilgen ermöglicht, wird ein zusätzlicher
Grundschulstandort erforderlich. Hierfür empfiehlt sich die Lage der ehemaligen Brüder-Grimm-Schule, unmittelbar
neben der Stadtteilschule Arheilgen. Die Schulbezirke in Arheilgen werden hierzu dann erneut und verändert
zugeschnitten.
Handlungsbedarfe | Überschneidung der Grundschulbezirke
173
In Eberstadt wird folgendes Überschneidungsgebiet zum nächstmöglichen Schuljahr vorgeschlagen:
Das Überschneidungsgebiet wird durch die Straßen Heidelberger Landstraße, Katharinenstraße, Oberstraße,
Heinrich-Delp-Straße gebildet. Im Überschneidungsgebiet wurden für das Schuljahr 2018/2019 insgesamt 31
Kinder im Grundschulalter identifiziert (demnach 7-8 Kinder je Stufe). Die Entwicklung der nachrückenden
Jahrgänge zeigt eine leicht steigende Tendenz auf, sodass bis zum Schuljahr 2023/2024 insgesamt 43 Kinder im
Überschneidungsgebiet wohnhaft sein könnten (demnach 11 Kinder je Stufe). Das Überschneidungsgebiet ist
geeignet kurzfristig der Schülerzahlentwicklung beider Schulen, besonders den erwarteten Zahlen zur Einschulung,
gerecht zu werden und ermöglicht organisatorisch sinnvolle Klassengrößen. Die Andersenschule wird dadurch in
ihre stabile 2-Zügigkeit rückgeführt und gleichzeitig wird die 3-Zügigkeit der Frankensteinschule gestärkt. Erweisen
sich die getroffenen Prognosen als zutreffend, soll das Überschneidungsgebiet im Sinne eines Neuzuschnitts
dauerhaft der Frankensteinschule zugeteilt werden.
Handlungsbedarfe | Bildung von Grundschulbezirken neu zu errichtender Schulen
174
VIII.2.2. Bildung von Grundschulbezirken neu zu errichtender Schulen
Aufgrund der aufgezeigten Schülerinnen und Schülerzahlentwicklungen und den Wohnungsbautätigkeiten
(Lincolnsiedlung, Ludwigshöhviertel, Verlegerviertel) wurden 3 weitere neue Grundschulstandorte idendifiziert:
Lincolnsiedlung (Grundschule bereits im Bau, siehe Steckbrief), nächstmöglich
Ludwigshöhviertel (Grundschule in der Planung; siehe Steckbrief) , ab 2025
Albert-Schweitzer-Anlage (Grundschule in der Planung; siehe Steckbrief), ab 2023
Der neue Schulbezirk der Grundschule in der Lincolnsiedlung entsteht als Ausschnitt im Süden des heutigen
Schulbezirks der Bessunger Schule. Er wird aufgrund der geplanten städtebaulichen und nutzungsspezifischen
Entwicklungsstufen sukzessive entwickelt und in den kommenden Jahren bedarfsgerecht fortgeschrieben werden:
Mit der Begrenzung durch die Rüdesheimer Straße und Landkronstraße im Norden sowie der Ludwigshöhstraße im
Osten wird der neue Schulbezirk aus dem der Bessunger Schule zu Gunsten der Grundschule der Lincolnsiedlung
herausgelöst. (Im Schuljahr 2018/2019 lebten in der Lincolnsiedlung 36 Kinder im Grundschulalter). Nach
derzeitigem Stand der Planung werden in der Lincolnsiedlung bis zu 5.000 Einwohner /innen erwartet. Damit wird
die geplante Grundschule in der Lincolnsiedlung (4-zügig, siehe Steckbrief) zwar für die Lincolnsiedlung allein sehr
gut auskömmlich sein, aber die ursprüngliche Absicht aus den Planungen von 2011 , beide Entwicklungsgebiete
der Konversionsflächen Süd mit nur einer Grundschule versorgen zu können, haben sich bereits überholt. Die
mittlerweile projektierte und durch Änderung des Bebauungsplans legalisierte erhöhte bauliche Dichte in den neuen
Stadtteilen Lincoln und Ludwigshöhviertel, macht die Errichtung einer 2. Grundschule mit Lage im geplanten
Ludwigshöhviertel notwendig. Im ersten Schritt der Entwicklung bis zum Jahr 2024 kann davon ausgegangen
werden, dass die Grundschule der Lincolnsiedlung ausreichend Kapazität für beide Entwicklungsgebiete aufweist.
In diesem Zeitraum muss die Entwicklung gründlich beobachtet werden, so dass rechtzeitig die erforderlichen
Schritte für einen Schulneubau und die damit verbundene Schulbezirksanpassung in die Wege geleitet werden.
Handlungsbedarfe | Neuzuschnitt von Grundschulbezirken bestehender Schulen
175
Stand der städtebaulichen Planung ist, dass im Ludwigshöhviertel mit 3.000 – 3.500 Einwohnern gerechnet wird.
Im bereits angestoßenen Prozess zur Entwicklung des Areals wurde der Bedarf an einer 2- ggfs. 3-zügigen
Grundschule benannt.
VIII.2.3.Neuzuschnitt von Grundschulbezirken bestehender Schulen
Die Heinrich-Hoffmann-Schule wird an einem veränderten Standort als 3-zügige Grundschule neu gebaut (seither
2-zügig; siehe Steckbrief). Der neue Standort und die Erweiterung um einen Zug erfordern den Neuzuschnitt des
Grundschulbezirks der Heinrich-Hoffmann-Schule.
Zur Arrondierung des Schulbezirks der Heinrich-Hoffmann-Schule „tauscht“ diese einen Sprengel mit der Elly-
Heuss-Knapp-Schule. In dem Sprengel, den die Heinrich-Hoffmann-Schule an die Elly-Heuss-Knapp-Schule abgeben
soll, wohnten im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 54 Kinder im Grundschulalter, umgekehrt wohnen in dem der
Elly-Heuss-Knapp-Schule im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 64 Kinder im Grundschulalter. Beide Gebiete haben
eine ansteigende Prognose, sodass im Schuljahr 2023/2024 jeweils 85 Kinder dort wohnen könnten. Der Tausch
ist daher zahlenneutral und stadträumlich bedingt.
Durch den geplanten Standort der Heinrich-Hoffmann-Schule im nördlichen Bereich ihres heutigen Bezirks,
verschiebt sich ihr Zentrum. Aufgrund der neuen Lage und zur Entlastung der Schillerschule wird empfohlen, den
Einzugsbereich zwischen Alexanderstraße und Pützerstraße künftig der Heinrich-Hoffmann-Schule zuzuordnen. Im
Schuljahr 2018/2019 wohnten dort 25 Kinder im Grundschulalter, die Prognose 2023/2024 liegt bei 35 Kindern.
Mit dem Zugewinn dieser Schülerinnen und Schüler (SuS), dem Wachstum im eigenen Schulbezirk und unter
Berücksichtigung der hohen Bevölkerungsvolatilität im Innenstadtbereich stellt sich die Heinrich-Hoffmann-Schule
nach Fertigstellung des Neubaus (spätestens zum Schuljahr 2023/2024) mit rund 250 prognostizierten SuS gut 3-
Zügig dar (auf Basis der Schüler/innenzahlen 2018/2019 mit insgesamt 196 SuS am oberen Rand der 2-
Handlungsbedarfe | Neuzuschnitt von Grundschulbezirken bestehender Schulen
176
Zügigkeit). Betrachtet man nun die Entwicklung der Schülerzahlen des bisherigen Schulbezirks (siehe Steckbrief)
ist der Neuzuschnitt geeignet organisatorisch sinnvolle Klassengrößen im Rahmen der 3-Zügigkeit zu ermöglichen.
Aufgrund der Lage der ehemaligen Kyritzschule, die weiterhin - wie beschrieben- als Dependance der Goetheschule
fungieren soll, jedoch im heutigen Schulbezirk der Schillerschule liegt, wird zudem vorgeschlagen, dass aus dem
Schulbezirk der Schillerschule ein Sprengel rund um die Kyritzschule identifiziert und in einem ersten
Umsetzungsschritt der Goetheschule zugeschlagen wird.
Im markierten Gebiet wohnten zum Schuljahr 2018/2019 insgesamt 31 Kinder im Grundschulalter. Die
Entwicklung zum Schuljahr 2023/2024 ist auf 45 Kindern prognostiziert. Diese Schülerinnen und Schüler wohnen
im direkten Umfeld der Kyritzschule.
Die räumliche Zuordnung des Gebäudes Kyritzschule (Raumkapazität für 2 Züge) als Zweigstelle Goetheschule und
die Aufnahme der im o.a. Gebiet wohnenden SuS ermöglichen neben einer guten räumlichen Versorgung einen
verlässlich 4-zügigen Betrieb und organisatorisch sinnvolle Klassengrößen.
Sollte es perspektivisch –wie bereits stadtplanerisch diskutiert - zu einer weiteren strukturellen Veränderung und
damit einhergehenden wohnwirtschaftlichen Verdichtung im westlichen Einzugsbereich der Goetheschule kommen,
muss darauf mit weiterer sozialer Infrastruktur und bei Bedarf der Errichtung einer weiteren Grundschule reagiert
werden. Die Schulbezirke sind dann erneut entsprechend anzupassen.
Zur Bedarfsdeckung der neu entwickelten Wohngebiete im ehemaligen Verlegerviertel und damit im Bezirk der
Mornewegschule gelegen, wird ein zusätzlicher Grundschulstandort benötigt. Hierzu wurde ein möglicher
innerstädtischer Standort an der Albert-Schweitzer-Anlage voruntersucht. Die zu errichtende Grundschule wird zum
einen die umliegenden Grundschulbezirke entlasten, zum anderen der weiteren Entwicklung des Wohnungsbaus
Rechnung tragen.
Handlungsbedarfe | Neuzuschnitt von Grundschulbezirken bestehender Schulen
177
Der hierfür neu zu bildende Grundschulbezirk versorgt in den Grenzen seiner Planung künftig ein Teilgebiet aus
dem heutigen Bezirk der Heinrich-Heine-Schule und weiteres bevölkerungsreiches Teilgebiet aus dem der der
Mornewegschule. Im aufgezeigten Sprengel der Heinrich-Heine-Schule wohnten zum Schuljahr 2018/2019 keine
Kinder im Grundschulalter. Aus stadträumlichen Gründen und um den dort projektierten Wohnungsbauvorhaben
Rechnung zu tragen, wird er dennoch perspektivisch der Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage
zugeschlagen.
Im jetzigen Schulbezirk der Mornewegschule und künftigen Schulbezirk der Grundschule Albert-Schweitzer-Anlage
gelegen, befindet sich u.a. der Marienplatz, welcher aktuell mit Wohnungsbau entwickelt wird. Weiterhin umfasst
der neue Bezirk das ehemalige Verlegerviertel, das ebenfalls seit einigen Jahren wohnwirtschaftlich genutzt und
sinngemäß weiter entwickelt wird.
In den Grenzen des neu zu bildenden Bezirks wohnten im Schuljahr 2018/2019 insgesamt bereits 120 Kinder im
Grundschulalter. Der Neuzuschnitt des Grundschulbezirks gepaart mit dem zu erwartenden Wohnungsbau
ermöglicht eine sinnvolle organisatorische Schulgröße mit ökonomischen Klassengrößen.
|
178
IX. Anlagen
Raumbestand
Herausgeberin | Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Schulamt | Planungsreferat
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt
E-Mail schulamt@darmstadt.de
Internet www.darmstadt.de
anlage 2
6868 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
23.10.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Schulamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
II 40
Fraktionen
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0340
Magistratsbeschluss-Nr.
422
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemein bildende Schulen,
Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025
Vorlage vom: 22.10.2019
Beschlussvorschlag:
1. Der beigefügte Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemein
bildende Schulen, Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 - 2025 wird
zur Kenntnis genommen und in beiliegender Fassung in das Beteiligungsverfahren
gegeben.
2. Ausfertigungen des Entwurfs erhalten im Rahmen des Beteiligungsverfahrens alle
betroffenen Schulen, Stadtel ternbeirat und Stadtschüler*innenrat, alle in der
Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen und fraktionslosen
Stadtverordneten, die benachbarten Schulträger, die Jugendhilfe/ das Jugendamt sowie
die Mitglieder der Schulkommission.
- 3 -
Anlagen: 191023_SEP_Teilplan Grund und Förderschulen
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 30.10.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.10.2019
I. Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schulen,
Teilplan Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025
Das Hessische Schulgesetz (HSchG) regelt die Aufstellung von Schulentwicklungsplänen durch
den Schulträger in § 145.
Hiernach sind Schulentwicklungspläne innerhalb von 5 Jahren nach der Zustimmung durch das
Kultusministerium auf ihre Zweckmäßigkeit zu überprüfen und – soweit erforderlich – fortzu-
schreiben.
Aufgrund des enormen Umfangs und Umbruchs (Konversion) in der städtebaulichen
Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, verbunden mit den ebenso umfangreichen
gesellschaftlichen Veränderungen sowie im Schulwesen (Beispiel Digitalisierung oder Ganztag),
hat sich das Schuldezernat entschieden, den Schulentwicklungsplan für allgemeinbildende
Schulen in 2 Teilplänen –Primarbereich und Sekundarbereich- zu behandeln.
Der in der Anlage beigefügte Entwurf des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende
Schulen, Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025 enthält
entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des Hessischen Schulgesetzes die Ausweisung des
gegenwärtigen und zukünftigen Schulbedarfs sowie von Schulstandorten. Das örtliche
Bildungsangebot wird dargestellt und reflektiert. Der Plan liefert damit die Grundlagen für
einen zweckentsprechenden Schulbau sowie den Rahmen für eine Standortentwicklungs- und
Ausstattungsplanung bis zum Jahr 2025. Er versteht sich als Leitlinie für die
Entscheidungsfindung zu den erforderlichen schulorganisatorischen und schulbaulichen
Einzelmaßnahmen.
Schließlich enthält der Schulentwicklungsplan (SEP) sowohl die langfristige Zielplanung des
Schulträgers als auch die einzelnen Durchführungsmaßnahmen unter Angabe der geplanten
zeitlichen Verwirklichung.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt zeichnet sich aus durch ein außergewöhnlich hohes Maß an
Bevölkerungszuwachs und städtebaulicher Wohnverdichtung, welches im Entwurf des
Schulentwicklungsplans explizit in einem Kapitel behandelt und bezüglich der daraus
resultierenden sozialen Infrastrukturbedarfe problematisiert wird. Die Folge – nämlich eine
Vielzahl an notwendigen Schulerweiterungen und Neugründungen, also Organisationsanträgen
nach § 146 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) – wird im beigefügten Planungsentwurf
konkret benannt und mit statistischen Daten unterfüttert.
Seit Genehmigung des letzten Schulentwicklungsplans (SEP) im Jahr 2012 hat sich zudem der
Schul- und Bildungsbereich stetig weiterentwickelt, insbesondere auch im Bereich der
Grundschulen und Förderschulen. Zu nennen sind hier schwerpunktmäßig die Verstetigung
inklusiver Beschulung und der Ausbau von Ganztagsangeboten sowie deren große Nachfrage.
Weiterhin haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen des Landesgesetzgebers zur
Umsetzung inklusiven Unterrichts deutlich konkretisiert und es wird versucht, durch das
Instrument der Einführung und Organisation inklusiver Schulbündnisse (aktuell: Verordnung
über die Aufgabe und Organisation der inklusiven Schulbündnisse VOiSB vom 14.6.2019),
einen verlässlichen Arbeitsrahmen für die an Schule Beteiligten zu schaffen.
Der Entwurf des Schulentwicklungsplans greift darüber hinaus weitere Angebote und
Planungen auf. Zu nennen ist hier insbesondere der Ausbau und die Weiterentwicklung des
Ganztagsschulbereichs, womit der zunehmenden Bedeutung der schulischen
Betreuungsangebote im Sinne qualitativer Schulentwicklung sowie der Verbesserung der
Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung getragen werden soll.
Die aus dem umfassenden bisherigen Planungsprozess abgeleiteten Maßnahmen sind in den
Kapiteln VI.6. sowie VII.3. und VIII.2. des Entwurfs des Schulentwicklungsplans
zusammengefasst aufgeführt.
II. Durchführung des Beteiligungsverfahrens
Im Interesse einer ganzheitlichen Betrachtung und zur möglichst breiten Berücksichtigung
begründeter Interessenslagen wird der Entwurf des Schulentwicklungsplans in das
Beteiligungsverfahren gegeben.
Nach der vom Magistrat beschlossenen Offenlegung, wird der Entwurf den betroffenen
Schulen, den anderen Fachplanungen sowie spezifischen schulischen und politischen
Interessensvertretern bekannt gegeben. Ferner wird die Abstimmung mit den umliegenden
Schulträgern herbeigeführt. Der Entwurf wird zudem den Mitgliedern der Schulkommission zur
Kenntnis gegeben, die hierzu erforderlichenfalls den Magistrat vor abschließender
Beschlussfassung inhaltlich beraten.
Bis zum 22.11.2019 können Anregungen und Bedenken zum Entwurf über das städtische
Schulamt beim Schuldezernat eingebracht werden, die anschließend gewertet und, soweit
inhaltlich begründet, in die abschließende Fassung des SEP eingearbeitet werden. Diese wird
anschließend dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung
vorgelegt.
Nach Zustimmung der städtischen Gremien erfolgt die Vorlage zur Genehmigung beim
Hessischen Kultusministerium
Darmstadt, 22.10.2019
Plr- -40- kra/la
Dezernat II
Rafael Reißer
Bürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Orte (38)
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- Pützerstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0340
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 22.10.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00