V/0898/2008
"Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten" (Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0013/2007 vom 26.03.2007)
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Anlage 3 A-R-0013-2007 Lotharinger Kloster - Das Umfeld des Standesamtes aufwerten
3872 Zeichen
Antrag der CDU-Fraktion Nr.: A-R/0013/2007
an den Rat der Stadt Münster
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8
.
48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0
.
Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de
.
http://www.cdu-ms.de
26. März 2007
Antrag
Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur städtebauliche n Aufwertung des Umfeldes
„Standesamt“ vorzulegen. Das Konzept soll gewährleisten, dass s ich die Attraktivität dieses
historischen Gebäudes für die Traupaare und Besucher erheblich verbessert.
Begründung
:
Das Standesamt Münster hat das Lotharinger Kloster nach umfassender Sanierung im Dezember
2004 übernommen und führt dort seit diesem Zeitpunkt Eheschließungen durch. Das Gebäude wird
von der Bürgerschaft Münsters sehr gut angenommen u nd genießt große Beachtung und Wertschät-
zung bei Traupaaren und ihren Gästen. In den vergan genen zwei Jahren ließen sich insgesamt 3000
Paare trauen.
Da die meisten Paare am liebsten zum Wochenende hei raten möchten, ist das Kloster donnerstags,
freitags und samstags am stärksten frequentiert. Fre itags finden in zwei Trausälen bis zu 22 Ehe-
schließungen statt, samstags sind es bis zu 16 Trauungen.
Die Zahl der Hochzeitsgäste ist dabei stetig steigen d. Während in früheren Jahren Hochzeitsgesell-
schaften oft nur aus ca. 20 Personen bestanden, sin d es heute im Durchschnitt 40 bis 50 Personen.
Insgesamt gewinnt die standesamtliche Trauung eine g rößere Bedeutung, da viele Paare aus den
unterschiedlichsten Gründen nicht mehr kirchlich he iraten. So besuchen beispielsweise an einem
Freitag innerhalb von acht Stunden ca. 1100 Personen das münstersche Standesamt.
Da das Kloster im Empfangsbereich nur eine sehr beg renzte Aufenthaltskapazität hat (etwa 80 qm
Empfangshalle), ist es zwangsläufig, dass sich die Gesellschaften in der Aufeinanderfolge der Trau-
ungen auf die Außenbereiche vor der Eingangstür vert eilen, vorausgesetzt, das Wetter lässt es zu.
Die Gesellschaften drängen sich dann auf der klein en Fläche vor dem Haupteingang und halten sich
oftmals auch auf der gegenüberliegenden Straßenseit e auf, weil der Bereich vor dem Kloster zu eng
ist. Direkt vor dem Haupteingang des Klosters befin det sich eine viel befahrene Straße, auf der auch
regelmäßig Stadtbusse verkehren. Hier ist eindeutig die Gefahr von Unfällen gegeben.
Bei schlechtem Wetter herrscht dagegen im Gebäude e ine erhebliche Enge und daraus resultierende
Probleme, die einer standesamtlichen Trauung nicht mehr würdig sind.
Hier wird deutlich, dass sowohl der Bereich vor dem Kloster wie auch der Gartenstreifen hinter dem
Kloster räumlich sehr beengt sind. Städtebaulich is t die Fläche zwischen Standesamt und Sporthalle
in einem unbefriedigenden Zustand. Eine (Teil-)Nutzun g dieser Fläche als gestaltete Außenfläche für
das Standesamt könnte die Gesamtsituation erheblich verbessern und aufwerten.
Insgesamt besteht dringender Handlungsbedarf, um de n allgemein guten Eindruck, den das Standes-
amt mit seiner stilvollen Innenausstattung bei den Gästen hinterlässt, nicht durch die äußeren schlech-
ten Rahmenbedingungen zu schmälern.
gez.
H.-Dieter Sellenriek
Frank Baumann
Sybille Benning
Georg Berding
Heinz-Georg Buddenb äumer
Elfriede Dalla Riva-Hanning
Edgar Dr üge
Dr. Dietmar Erber
Markus Funk
Magdalene Gefroi
Richard M. Halberstadt
Eleonore Heyne
Christoph Jahn
Horst Kisnat
Rolf Klein
Karl Kleine-Wilke
Marliese Kosmider
Franz-Pius Graf von Merveldt
Dieter Maager
Josef Messing
Ursula M öllers
Andreas Nicklas
Robert Otte
Karin Reismann
Josef Rickfelder
Ursula Schaffstein
Günter Schulze Blasum
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland
Beschlussvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft "Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten" (Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0013/2007 vom 26.03.2007) Beratungsfolge 27.01.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 03.02.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 05.02.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 10.02.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 11.02.2009 Hauptausschuss Vorberatung 11.02.2009 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat nimmt die Planungsvarianten zur Neugestaltung des Umfeldes des Lotharinger Klos- ters zur Kenntnis. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, auf der Grundlage der Planungsvariante II einen begrenz- ten Wettbewerb durchzuführen, um einen der städtebaulichen Situation angemessenen Ent- wurf zu erhalten. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Basis des Wettbewerbsergebnisses einen Umset- zungsvorschlag einschließlich der Finanzierung zu erarbeiten. 4. Der Ratsantrag Nr. A-R/0013/2007 der CDU-Fraktion vom 26.03.2007 „Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten“ ist damit erledigt. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass Vorplanungs- und Wettbewerbskosten i.H.v insgesamt 70.000 EUR entstehen. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Mittelbereitstellung steht unter dem Vorbehalt des Ratsbeschlusses zum Haushaltsplan 2009. Die erforderlichen Mittel sind im Haushaltsplan 2009 wie folgt zusätzlich zu veranschlagen: Vorlagen-Nr.: V/0898/2008 Auskunft erteilt: Herr Pick, Herr Adams Ruf: 492 6143, 492 70 72 E-Mail: Pick@stadt-muenster.de AdamsR@stadt-muenster.de Datum: 30.12.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0112 Gebäudemanagement Teilergebnisplan (Zei- le) 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2009 70.000 Insgesamt: 70.000 Begründung: Zu 1: Bereits 1997 wurden im Rahmen des Realisierungswettbewerbs „Bebauung Lotharinger Straße“ die Flächen nördlich des bestehenden Klostergebäudes beplant. In einem ersten Bauabschnitt wurde die Turnhalle nach dem Entwurf des 1. Preisträgers Prof. Jörg Friederich, Hamburg, in 2002 realisiert. Der zweite Bauabschnitt mit vier Baukörpern wurde nicht realisiert. Ein kleiner Teil dieser Fläche wurde stattdessen als Aufenthaltsbereich für das Standesamt umgestaltet. Der grö- ßere Bereich dient als anzumietender Dauerparkplatz. Dem Standesamt steht mit vier Stellplätzen für Besucher eine viel zu geringe Zahl an Parkplätzen zur Verfügung. Das Areal zwischen dem Klostergebäude und der Turnhalle ist in einem städtebaulich wie gestalte- risch unbefriedigendem Zustand. Durch die Trauungen hat das Lotharinger Kloster als historisches Kirchengebäude eine ideale Nut- zung erhalten und stellt gleichzeitig den passenden Rahmen für die zunehmende Bedeutung stan- desamtlicher Trauungen dar. Wie bei der kirchlichen Trauung steht auch immer mehr der festliche Aspekt des Heiratens im Mittelpunkt der standesamtlichen Hochzeit und erfordert ein entspre- chendes Ambiente. Diese sich seit einigen Jahren anbahnende Entwicklung und Erwartungshal- tung der Brautpaare und ihrer Hochzeitsgäste nimmt beständig zu. Entgegen der ursprünglichen Konzeption (Klostergebäude als ergänzendes Angebot zum Stadthaus 1) finden mittlerweise na- hezu sämtliche Trauungen am neuen Standort statt. Im Gebäude des Lotharinger Klosters befinden sich nach entsprechendem Umbau zwei schöne und ansprechende Trausäle unterschiedlicher Größe, ein Empfangsraum und zusätzlich eine ca. 70 bis 80 qm große Eingangshalle, in der sich alle Festgesellschaften zunächst versammeln, um dann in den jeweiligen Trausaal geleitet zu werden. Ebenso führt der Weg nach den Trauungen durch diese Halle, um das Gebäude wieder zu verlassen. Während die Trausäle von allen Bürgern und auswärtigen Gästen sehr geschätzt werden, sind bei der Vielzahl der Trauungen die Kapazitäten von ansprechenden und adäquaten Aufenthaltsflächen sowohl im Inneren als auch in den Außenbereichen sehr schnell erschöpft. Die kleine, nur 6,50 m breite Aufenthaltsfläche an der Rückfront im Norden des Standesamtes, die durch Hecken, Pflas- terung, Steinblöcke etc. zwar ansprechend gärtnerisch gestaltet wurde, genügt in Ihrer Größe nicht den wachsenden Anforderungen für Hochzeitsgesellschaften. Sie ist bei weitem zu klein, um die Hochzeitsgesellschaften aufnehmen zu können. Der anschließende Parkplatz bedeutet zudem für die Hochzeitsgesellschaften eine unangenehme Beeinträchtigung. Deshalb wird die Fläche von den Hochzeitsgästen nicht angenommen. Stattdessen weichen die Brautpaare mit ihren Gästen auf die südlichen Flächen vor dem Gebäude an der Hörsterstraße aus. Diese Flächen sind eben- falls zu klein und werden durch die Bushaltestelle und den Verkehr der Hörsterstraße stark beein- trächtigt. Es bilden sich regelmäßig im Umfe ld der Trausäle und des gesamten Klosters Men- schenansammlungen und Gedränge bis auf die andere Seite der Hörsterstraße hinüber. Dies stellt sich dann für die jeweils ankommenden Gesellschaften als unzumutbarer und einer standesamtli- - 3 - chen Trauung nicht würdiger Zustand dar, ankommende Brautpaare müssen sich geradezu durch die Menschenmenge in das Kloster “vorkämpfen“. Insgesamt ist die heutige Situation für Hochzeitspaare und Gäste unbefriedigend, für das Gebäude unangemessen und in seiner Wirkung nachteilig für das Image der Stadt und die städtischen Ein- richtungen. Im Zuge eines Ratsantrags der CDU-Fraktion vom 26.03.2007 „Das Umfeld des Standesamtes aufwerten“ wurde die Verwaltung beauftragt, ein städtebauliches Konzept zur Aufwertung des Um- feldes „Standesamt“ vorzulegen. Das Konzept sollte gewährleisten, dass sich die Attraktivität die- ses historischen barocken Kleinods für Brautpaare und Besucher erheblich verbessert. Für das gewünschte Konzept zur Aufwertung des Umfeldes „Standesamt im Lotharinger Kloster“ wurden zwei unterschiedliche Varianten/Konzepte erarbeitet: Planungsvariante I: Diese Planungsvariante beinhaltet ein Minimalpr ogramm mit einer geringfügigen Optimierung der Funktionsabläufe (Ankunft der Brautpaare und Gäste, Trauung und Gratulationsfeiern). Der Ent- wurf sieht auf der Rückseite des Lotharinger Klosters einen Garten mit Aufenthaltsmöglichkeiten für vier Gruppen mit alternativ zwei überdachten Bereichen vor. Im Anschluss an den Garten könn- te ein Stellplatzbereich einschließlich der Kurzparkplätze für die Sporthalle angelegt werden. He- cken oder Mauern würden den Garten zu Straße und Parkplatz hin abschirmen und dadurch eine räumliche Begrenzung schaffen. (Anlage 1). Die Brutto-Investitionskosten belaufen sich nach einer ersten Schätzung auf ca. 510.000,00 €; die jährlichen Folgekosten dürften bei brutto ca. 14.000 € liegen. Aus Sicht der Verwaltung ist der stadtgestalterisc he Mehrwert dieses Konzeptes nicht sehr hoch. Auch bringt dieses Minimalkonzept keine wesentlichen synergetischen Vorteile für das Standesamt und für die Bürgerinnen und Bürger. Planungsvariante II: Diese Variante hat eine städtebaulich und funktional weiter entwickelte Lösung zum Inhalt. Wie in Variante I schließt sich hinter dem Lotharinger Kl oster der „Hochzeitsgarten“ als – ggf. teilweise überdachter – Aufenthaltsbereich für 4 Besuchergruppen an. Ein zusätzlicher Baukörper am hinte- ren Ende des Gartens würde den Raum schließen und mit seitlichen Hecken oder Mauern einen intimen Bereich schaffen. Dem nach Kriegszerstörung rekonstruierten attraktiven Kirchengebäude des Lotharinger Klosters von Johann Conrad Schlaun wäre das Gegenüber dur ch einen wesentlich kleineren Baukörper vom städtebaulichen Maßstab her angemessener als der derzeitige Zustand. Das historische Ge- bäude stünde nicht mehr in Konkurrenz zu dem Turnhallenbau, sondern würde in seinem Erschei- nungsbild deutlich gestärkt. Diese Lösung würde zudem den Straßenraum der Lotharinger Straße eindeutiger definieren, die Kleinteiligkeit der Gebietsstruktur aufnehmen und im Kontrast zur Domi- nanz der Turnhalle stehen. Der „Hochzeitsgarten“ bekäme eine wertvolle Fassung, die seine intro- vertierte Wirkung unterstützt. Auch die städtebauliche Struktur des Blocks könnte von dem zusätz- lichen Baukörper profitieren. Konzeptionelle Details sind der Anlage 2 zu entnehmen. Die bisherigen Erfahrungen im Standesamtsbetrieb haben gezeigt, dass den Hochzeitsgesell- schaften im Umfeld des Lotharinger Klosters bei weitem nicht genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. An einem normalen Trautag befinden sich bis zu acht Gesellschaften (je vier pro Trausaal) gleichzeitig im und vor dem Gebäude. Für den gewünschten und ungehinderten Zugang zu den Trausälen und in die Verwaltungsräume des Standesamtes muss demnach bei der Planung an ausreichend Parkraum für Besucher des Standesamtes gedacht werden. Um die unbefriedigende - 4 - Stellplatzsituation zu verbessern, soll deshalb der Bereich zwischen Kloster und Neubau durch eine Souterrain-Garage unterbaut werden. Dadurch könnten die fehlenden Parkplätze für das Standesamt, die Kurzparkplätze für die Turnhalle und gegebenenfalls auch noch Anliegerparkplät- ze geschaffen werden. Abgesehen von den städtebaulichen Vorteilen könnten in dem zur Turnhalle hin räumlich ab- schließenden Gebäudekubus ergänzende bürgerschaftliche Ziele erreicht werden. Neben Verwal- tungsräumen für die Standesbeamten könnten ergänzende Aufenthaltsbereiche für die Hochzeits- gesellschaften geschaffen werden, die die Situation bei ungünstiger Wetterlage erheblich verbes- sern. Vor allem bei Regen oder Kälte benötigen die Teilnehmer überdachte und wenn möglich be- heizte Räumlichkeiten, um sich vor und nach der Hochzeit aufhalten zu können. Darüber hinaus könnten in dem zusätzlichen Gebäude alle weiteren Funktionen des Standesamtes untergebracht werden. Das Standesamt mit seinen direkten Bürgerkontakten wäre „unter einem Dach“ und unter einer Adresse erreichbar. Durch den Neubau werden die Funktionsabläufe des Standesamtes deutlich optimiert. Der gesam- te Trauungsvorgang, beginnend mit der Ankunft der Paare und ihrer Gäste, über den eigentlichen Trauungsakt bis zur Gratulation, wäre ohne gegenseitige Störung möglich. Bei dem vorhersehbar weiter steigenden Zuspruch ist hier eine Entzerrung dringend erforderlich. Die jetzige Aufteilung der Funktionsbereiche • „Trauungen“ im Lotharinger Kloster und • „Anmeldung der Eheschließungen, Beurkundungen von Geburten und Sterbefällen sowie alle sonstigen standesamtlichen Tätigkeiten“ im Stadthaus 1 ist nicht sinnvoll und führt stetig zu Irritationen bei den Bürgern. Der Bürger sollte seine Ansprech- partner und seine Betreuung dort finden, wo er sie erwartet, nämlich im Standesamt, das die Leis- tungen gebündelt aus einer Hand an einer Stelle bieten sollte. Das neue Standesamt im Lotharin- ger Kloster ist mittlerweile auch in den Augen der meisten Bürger der erwartete Standort. Die Vorteile der Planungsvariante II sind zusammengefasst: • Vollendung der Stadtreparatur im Bereich Lotharinger Straße - Hörsterstraße. • Umfeldverbesserung für das Standesamt Lotharinger Kloster. • Aufwertung des Erscheinungsbildes des Standesamtes Lotharinger Kloster. • Schaffen von Aufenthaltsqualität für Hochzeitspaare und Gäste im „Hochzeitsgarten“. • Verbesserung des Serviceangebots für die „Kunden“ des Standesamtes. • Optimierung der Arbeitsabläufe im Standesamt. • Verbesserung des Parkplatzangebotes für Standesamt, Turnhalle und evtl. Anlieger. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass bei dieser Abwägung die städtebaulichen Aspekte und die Vorteile der zu erreichenden Verbesserungen für das Standesamt, das stets im Blickpunkt der Öf- fentlichkeit steht, überwiegen. Die Serviceleistungen des Standesamtes stehen im Zusammenhang mit Geburt, Hochzeit und Tod, den wohl wichtigsten Momenten und Angelpunkten im Leben jedes Einzelnen. Damit ist der bei den Bürgerinnen und Bürgern verankerte emotionale Anteil an der Arbeit des Amtes extrem hoch und wird in der Wahrnehmung der Bürger völlig unterschiedlich er- fahren und beurteilt als andere Verwaltungstätigkeiten. Die städtebaulichen, funktionalen und bür- gerfreundlichen Vorteile der Planungsvariante II sind im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Bürgerschaft und die hohe Zahl der auswärtigen Gäste und als Imagefaktor für die Stadt sehr hoch einzuschätzen. Die Brutto-Investitionskosten würden sich nach einer ersten Schätzung auf ca. 3.000.000 € und die jährlichen Folgekosten auf ca. 100.000 € belaufen. Über den Wettbewerb soll auch eine Kosten- kontrolle erreicht werden. - 5 - Zu 2 + 3: Mit der vorgeschlagenen baulichen Erweiterung erhält das Standesamt einen langfristig zu nut- zenden Standort. Die Investition wird über 80 Jahre abgeschrieben. Die besonderen gestalteri- schen Anforderungen aus der Ensemblesituation mit dem Denkmal Lotharinger Kloster und der Anspruch einer gewissen repräsentativen Wirk ung müssen sich auf die Kostenstruktur und den daraus entstehenden Mietpreis nicht zwangsläufig auswirken. Der Erweiterungsbau entspricht im Wesentlichen einem Verwaltungsgebäude, so dass sich die Mietkalkulation des Amtes für Immobi- lienmanagement im Rahmen der sonst üblichen Verwaltungsmieten bewegen wird. Die durch den Auszug des Standesamtes im Stadthaus 1 frei werdenden Räume werden nach Umzug durch andere Organisationseinheiten, die bisher in angemieteten Immobilien untergebracht sind, in Anspruch genommen. Unter Anmietungsgesichtspunkten zeichnet sich daher mittelfristig eine kostenneutrale Lösung ab. Genauere Aussagen lassen sich erst nach Vorlage des konkreten Bauentwurfs treffen. Das Vorhaben kann sowohl in Eigenregie durch das Amt für Immobilienmanagement als auch durch einen Investor realisiert werden. Vor dem Hintergrund des sehr langfristig angelegten eigen genutzten Vermögensbestandes ist der Neubau aus betriebswirtschaftlicher Sicht prädestiniert und sinnvoll für den Eigenbau und die Eigenbewirtschaftung durch die Stadt. Das Gebäudeensemble wird auf Dauer im Sinne der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger städtisch genutzt. Die Bewirtschaftung der Tiefgarage könnte z.B. durch die Westfalenfleiß GmbH wahrgenommen werden. Um einen qualitätvollen, funktional einwandfreien und der städtebaulichen Situation angemesse- nen Entwurf zu bekommen, sollten sich in einem begrenzten Wettbewerb - nach den Bestimmun- gen der Regeln für die Auslobung von Wettbewerben (RAW) – unterschiedliche Architekturbüros mit der Bauaufgabe befassen. Als Architekten des Umbaus Lotharinger Kloster und der Sporthalle Lotharinger Straße sind die beiden Büros • Prof. Dieter G. Baumewerd, Münster – Umbau Lotharinger Kloster • Prof. Jörg Friedrich, Hamburg – Preisträger Sporthalle Lotharinger Straße gesetzt. Es ist beabsichtigt, ca. 5 weitere Architekturbüros, die möglichst in Münster oder der Re- gion ansässig sind, bereits vergleichbare Aufgaben gelöst haben und die mit dem Standort und den Qualitätsanforderungen der Stadt vertraut sind, auszuwählen. Eine Zusammenarbeit mit quali- fizierten Landschaftsarchitekten wird den teilnehmenden Büros empfohlen. In Vertretung Gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1: Umfeld Lotharinger Kloster - Planungsvariante I Anlage 2: Umfeld Lotharinger Kloster - Planungsvariante II Anlage 3: Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0013/2007 vom 26.03.2007 „Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten“
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungOrte (2)
- Mauritzstraße 7
- Hörsterstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0898/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.11.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37