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V/0898/2008

"Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten" (Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0013/2007 vom 26.03.2007)

Vorlagen 10.11.2008

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.02.2009, TOP 13

Anlage 2 Umfeld Lotharinger Kloster- Planungsvariante II

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Ansehen

Anlage 1 Umfeld Lotharinger Kloster - Planungsvariante I

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Ansehen

Anlage 3 A-R-0013-2007 Lotharinger Kloster - Das Umfeld des Standesamtes aufwerten

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 3 A-R-0013-2007 Lotharinger Kloster - Das Umfeld des Standesamtes aufwerten

3872 Zeichen

Antrag der CDU-Fraktion   Nr.: A-R/0013/2007 
an den Rat der Stadt Münster 
 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
  
          
26. März 2007 
Antrag 
Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten  
 
Der Rat möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur städtebauliche n Aufwertung des Umfeldes 
„Standesamt“ vorzulegen. Das Konzept soll gewährleisten, dass s ich die Attraktivität dieses 
historischen Gebäudes für die Traupaare und Besucher erheblich verbessert. 
  
Begründung 
:  
Das Standesamt Münster hat das Lotharinger Kloster nach umfassender Sanierung im Dezember 
2004 übernommen und führt dort seit diesem Zeitpunkt  Eheschließungen durch. Das Gebäude wird 
von der Bürgerschaft Münsters sehr gut angenommen u nd genießt große Beachtung und Wertschät- 
zung  bei Traupaaren und ihren Gästen. In den vergan genen zwei Jahren ließen sich insgesamt 3000 
Paare trauen. 
Da die meisten Paare am liebsten zum Wochenende hei raten möchten, ist das Kloster donnerstags, 
freitags und samstags am stärksten frequentiert. Fre itags finden in zwei Trausälen bis zu 22 Ehe- 
schließungen statt, samstags sind es bis zu 16 Trauungen.  
Die Zahl der Hochzeitsgäste ist dabei stetig steigen d. Während in früheren Jahren Hochzeitsgesell- 
schaften oft nur aus ca. 20 Personen bestanden, sin d es heute im Durchschnitt 40 bis 50 Personen. 
Insgesamt gewinnt die standesamtliche Trauung eine g rößere Bedeutung, da viele Paare aus den 
unterschiedlichsten Gründen nicht mehr kirchlich he iraten. So besuchen beispielsweise an einem 
Freitag innerhalb von acht Stunden ca. 1100 Personen das münstersche Standesamt. 
Da das Kloster im Empfangsbereich nur eine sehr beg renzte Aufenthaltskapazität hat (etwa 80 qm 
Empfangshalle), ist es zwangsläufig, dass sich die Gesellschaften in der Aufeinanderfolge der Trau- 
ungen auf die Außenbereiche vor der Eingangstür vert eilen, vorausgesetzt, das Wetter lässt es zu. 
Die Gesellschaften drängen sich  dann auf der klein en Fläche vor dem Haupteingang und  halten sich 
oftmals auch auf der gegenüberliegenden  Straßenseit e auf, weil der Bereich vor dem Kloster zu eng 
ist. Direkt vor dem Haupteingang des Klosters befin det sich eine viel befahrene Straße, auf der auch  
regelmäßig  Stadtbusse verkehren. Hier ist eindeutig die Gefahr von Unfällen gegeben.  
Bei schlechtem Wetter herrscht dagegen im Gebäude e ine erhebliche Enge und daraus resultierende 
Probleme, die einer standesamtlichen Trauung nicht mehr würdig sind. 
Hier wird deutlich, dass sowohl der Bereich vor dem  Kloster wie auch der Gartenstreifen hinter dem 
Kloster räumlich sehr beengt sind. Städtebaulich is t die Fläche zwischen Standesamt und Sporthalle 
in einem unbefriedigenden Zustand. Eine (Teil-)Nutzun g dieser Fläche als gestaltete Außenfläche für 
das Standesamt könnte die Gesamtsituation erheblich verbessern und aufwerten.  
Insgesamt besteht dringender Handlungsbedarf, um de n allgemein guten Eindruck, den das Standes- 
amt mit seiner stilvollen Innenausstattung bei den Gästen hinterlässt, nicht durch die äußeren schlech-
ten Rahmenbedingungen zu schmälern. 
 
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Elfriede Dalla Riva-Hanning 
Edgar Dr üge 
Dr. Dietmar Erber 
Markus Funk 
Magdalene Gefroi 
Richard M. Halberstadt 
 
 
Eleonore Heyne 
Christoph Jahn 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
Dieter Maager 
Josef Messing 
Ursula M öllers 
 
 
Andreas Nicklas 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Ursula Schaffstein 
Günter Schulze Blasum 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beschlussvorlage

15837 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
"Lotharinger Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten" (Antrag der CDU-Fraktion an den 
Rat Nr. A-R/0013/2007 vom 26.03.2007) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.01.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
03.02.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
05.02.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
10.02.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
11.02.2009 Hauptausschuss Vorberatung 
11.02.2009 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat nimmt die Planungsvarianten zur Neugestaltung des Umfeldes des Lotharinger Klos-
ters zur Kenntnis. 
 
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, auf der Grundlage der Planungsvariante II einen begrenz-
ten Wettbewerb durchzuführen, um einen der städtebaulichen Situation angemessenen Ent-
wurf zu erhalten.  
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Basis des Wettbewerbsergebnisses einen Umset-
zungsvorschlag einschließlich der Finanzierung zu erarbeiten. 
 
4. Der Ratsantrag Nr. A-R/0013/2007 der CDU-Fraktion vom 26.03.2007 „Lotharinger Kloster: 
Das Umfeld des Standesamtes aufwerten“ ist damit erledigt. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass Vorplanungs- und Wettbewerbskosten i.H.v insgesamt 
70.000 EUR entstehen. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Mittelbereitstellung steht unter dem Vorbehalt des Ratsbeschlusses zum Haushaltsplan 2009.  
Die erforderlichen Mittel sind im Haushaltsplan 2009 wie folgt zusätzlich zu veranschlagen: 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0898/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Pick, Herr Adams 
Ruf: 
492 6143, 492 70 72 
E-Mail: 
Pick@stadt-muenster.de 
AdamsR@stadt-muenster.de  
Datum: 
30.12.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0112 Gebäudemanagement    
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
13 Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen 
2009 70.000  
Insgesamt: 70.000  
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1: 
Bereits 1997 wurden im Rahmen des Realisierungswettbewerbs „Bebauung Lotharinger Straße“ 
die Flächen nördlich des bestehenden Klostergebäudes beplant. In einem ersten Bauabschnitt 
wurde die Turnhalle nach dem Entwurf des 1. Preisträgers Prof. Jörg Friederich, Hamburg,  in 
2002 realisiert. Der zweite Bauabschnitt mit vier Baukörpern wurde nicht realisiert. Ein kleiner Teil 
dieser Fläche wurde stattdessen als Aufenthaltsbereich für das Standesamt umgestaltet. Der grö-
ßere Bereich dient als anzumietender Dauerparkplatz. Dem Standesamt steht mit vier Stellplätzen 
für Besucher eine viel zu geringe Zahl an Parkplätzen zur Verfügung. 
 
Das Areal zwischen dem Klostergebäude und der Turnhalle ist in einem städtebaulich wie gestalte-
risch unbefriedigendem Zustand. 
 
Durch die Trauungen hat das Lotharinger Kloster als historisches Kirchengebäude eine ideale Nut-
zung erhalten und stellt gleichzeitig den passenden Rahmen für die zunehmende Bedeutung stan-
desamtlicher Trauungen dar. Wie bei der kirchlichen Trauung steht auch immer mehr der festliche 
Aspekt des Heiratens im Mittelpunkt der standesamtlichen Hochzeit und erfordert ein entspre-
chendes Ambiente. Diese sich seit einigen Jahren anbahnende Entwicklung und Erwartungshal-
tung der Brautpaare und ihrer Hochzeitsgäste nimmt beständig zu. Entgegen der ursprünglichen 
Konzeption (Klostergebäude als ergänzendes Angebot zum Stadthaus 1) finden mittlerweise na-
hezu sämtliche Trauungen am neuen Standort statt. 
 
Im Gebäude des Lotharinger Klosters befinden sich nach entsprechendem Umbau zwei schöne 
und ansprechende Trausäle unterschiedlicher Größe, ein Empfangsraum und zusätzlich eine ca. 
70 bis 80 qm große Eingangshalle, in der sich alle Festgesellschaften zunächst versammeln, um 
dann in den jeweiligen Trausaal geleitet zu werden. Ebenso führt der Weg nach den Trauungen 
durch diese Halle, um das Gebäude wieder zu verlassen.  
 
Während die Trausäle von allen Bürgern und auswärtigen Gästen sehr geschätzt werden, sind bei 
der Vielzahl der Trauungen die Kapazitäten von ansprechenden und adäquaten Aufenthaltsflächen 
sowohl im Inneren als auch in den Außenbereichen sehr schnell erschöpft. Die kleine, nur 6,50 m 
breite Aufenthaltsfläche an der Rückfront im Norden des Standesamtes, die durch Hecken, Pflas-
terung, Steinblöcke etc. zwar ansprechend gärtnerisch gestaltet wurde, genügt in Ihrer Größe nicht 
den wachsenden Anforderungen für Hochzeitsgesellschaften. Sie ist bei weitem zu klein, um die 
Hochzeitsgesellschaften aufnehmen zu können. Der anschließende Parkplatz bedeutet zudem für 
die Hochzeitsgesellschaften eine unangenehme Beeinträchtigung. Deshalb wird die Fläche von 
den Hochzeitsgästen nicht angenommen. Stattdessen weichen die Brautpaare mit ihren Gästen 
auf die südlichen Flächen vor dem Gebäude an der Hörsterstraße aus. Diese Flächen sind eben-
falls zu klein und werden durch die Bushaltestelle und den Verkehr der Hörsterstraße stark beein-
trächtigt. Es bilden sich regelmäßig im Umfe ld der Trausäle und des gesamten Klosters Men-
schenansammlungen und Gedränge bis auf die andere Seite der Hörsterstraße hinüber. Dies stellt 
sich dann für die jeweils ankommenden Gesellschaften als unzumutbarer und einer standesamtli-

- 3 - 
chen Trauung nicht würdiger Zustand dar, ankommende Brautpaare müssen sich geradezu durch 
die Menschenmenge in das Kloster “vorkämpfen“.  
 
Insgesamt ist die heutige Situation für Hochzeitspaare und Gäste unbefriedigend, für das Gebäude 
unangemessen und in seiner Wirkung nachteilig für das Image der Stadt und die städtischen Ein-
richtungen.  
 
Im Zuge eines Ratsantrags der CDU-Fraktion vom 26.03.2007 „Das Umfeld des Standesamtes 
aufwerten“ wurde die Verwaltung beauftragt, ein städtebauliches Konzept zur Aufwertung des Um-
feldes „Standesamt“ vorzulegen. Das Konzept sollte gewährleisten, dass sich die Attraktivität die-
ses historischen barocken Kleinods für Brautpaare und Besucher erheblich verbessert. 
 
Für das gewünschte Konzept zur Aufwertung des Umfeldes „Standesamt im Lotharinger Kloster“ 
wurden zwei unterschiedliche Varianten/Konzepte erarbeitet:  
 
Planungsvariante I:
  
 
Diese Planungsvariante beinhaltet ein Minimalpr ogramm mit einer geringfügigen Optimierung der 
Funktionsabläufe (Ankunft der Brautpaare und Gäste, Trauung und Gratulationsfeiern). Der Ent-
wurf sieht auf der Rückseite des Lotharinger Klosters einen Garten mit Aufenthaltsmöglichkeiten 
für vier Gruppen mit alternativ zwei überdachten Bereichen vor. Im Anschluss an den Garten könn-
te ein Stellplatzbereich einschließlich der Kurzparkplätze für die Sporthalle angelegt werden. He-
cken oder Mauern würden den Garten zu Straße und Parkplatz hin abschirmen und dadurch eine 
räumliche Begrenzung schaffen. (Anlage 1).  
 
Die Brutto-Investitionskosten belaufen sich nach einer ersten Schätzung auf ca. 510.000,00 €; die 
jährlichen Folgekosten dürften bei brutto ca. 14.000 € liegen. 
 
Aus Sicht der Verwaltung ist der stadtgestalterisc he Mehrwert dieses Konzeptes nicht sehr hoch. 
Auch bringt dieses Minimalkonzept keine wesentlichen synergetischen Vorteile für das Standesamt 
und für die Bürgerinnen und Bürger.  
 
Planungsvariante II:
  
 
Diese Variante hat eine städtebaulich und funktional weiter entwickelte Lösung zum Inhalt. Wie in 
Variante I schließt sich hinter dem Lotharinger Kl oster der „Hochzeitsgarten“ als – ggf. teilweise 
überdachter – Aufenthaltsbereich für 4 Besuchergruppen an. Ein zusätzlicher Baukörper am hinte-
ren Ende des Gartens würde den Raum schließen und mit seitlichen Hecken oder Mauern einen 
intimen Bereich schaffen.  
 
Dem nach Kriegszerstörung rekonstruierten attraktiven Kirchengebäude des Lotharinger Klosters 
von Johann Conrad Schlaun wäre das Gegenüber dur ch einen wesentlich kleineren Baukörper 
vom städtebaulichen Maßstab her angemessener als der derzeitige Zustand. Das historische Ge-
bäude stünde nicht mehr in Konkurrenz zu dem Turnhallenbau, sondern würde in seinem Erschei-
nungsbild deutlich gestärkt. Diese Lösung würde zudem den Straßenraum der Lotharinger Straße 
eindeutiger definieren, die Kleinteiligkeit der Gebietsstruktur aufnehmen und im Kontrast zur Domi-
nanz der Turnhalle stehen. Der „Hochzeitsgarten“ bekäme eine wertvolle Fassung, die seine intro-
vertierte Wirkung unterstützt. Auch die städtebauliche Struktur des Blocks könnte von dem zusätz-
lichen Baukörper profitieren. Konzeptionelle Details sind der Anlage 2 zu entnehmen.  
 
Die bisherigen Erfahrungen im Standesamtsbetrieb haben gezeigt, dass den Hochzeitsgesell-
schaften im Umfeld des Lotharinger Klosters bei weitem nicht genügend Parkplätze zur Verfügung 
stehen. An einem normalen Trautag befinden sich bis zu acht Gesellschaften (je vier pro Trausaal) 
gleichzeitig im und vor dem Gebäude. Für den gewünschten und ungehinderten Zugang zu den 
Trausälen und in die Verwaltungsräume des Standesamtes muss demnach bei der Planung an 
ausreichend Parkraum für Besucher des Standesamtes gedacht werden. Um die unbefriedigende

- 4 - 
Stellplatzsituation zu verbessern, soll deshalb der Bereich zwischen Kloster und Neubau durch 
eine Souterrain-Garage unterbaut werden. Dadurch könnten die fehlenden Parkplätze für das 
Standesamt, die Kurzparkplätze für die Turnhalle und gegebenenfalls auch noch Anliegerparkplät-
ze geschaffen werden.  
 
Abgesehen von den städtebaulichen Vorteilen könnten in dem zur Turnhalle hin räumlich ab-
schließenden Gebäudekubus ergänzende bürgerschaftliche Ziele erreicht werden. Neben Verwal-
tungsräumen für die Standesbeamten könnten ergänzende Aufenthaltsbereiche für die Hochzeits-
gesellschaften geschaffen werden, die die Situation bei ungünstiger Wetterlage  erheblich verbes-
sern. Vor allem bei Regen oder Kälte benötigen die Teilnehmer überdachte und wenn möglich be-
heizte Räumlichkeiten, um sich vor und nach der Hochzeit aufhalten zu können. Darüber hinaus 
könnten in dem zusätzlichen Gebäude alle weiteren Funktionen des Standesamtes untergebracht 
werden. Das Standesamt mit seinen direkten Bürgerkontakten wäre „unter einem Dach“ und unter 
einer Adresse erreichbar. 
 
Durch den Neubau werden die Funktionsabläufe des Standesamtes deutlich optimiert. Der gesam-
te Trauungsvorgang, beginnend mit der Ankunft der Paare und ihrer Gäste, über den eigentlichen 
Trauungsakt bis zur Gratulation, wäre ohne gegenseitige Störung möglich. Bei dem vorhersehbar 
weiter steigenden Zuspruch ist hier eine Entzerrung dringend erforderlich. Die jetzige Aufteilung 
der Funktionsbereiche  
 
• „Trauungen“ im Lotharinger Kloster und  
• „Anmeldung der Eheschließungen, Beurkundungen von Geburten und Sterbefällen sowie 
alle sonstigen standesamtlichen Tätigkeiten“ im Stadthaus 1  
 
ist nicht sinnvoll und führt stetig zu Irritationen bei den Bürgern. Der Bürger sollte seine Ansprech-
partner und seine Betreuung dort finden, wo er sie erwartet, nämlich im Standesamt, das die Leis-
tungen gebündelt aus einer Hand an einer Stelle bieten sollte. Das neue Standesamt im Lotharin-
ger Kloster ist mittlerweile auch in den Augen der meisten Bürger der erwartete Standort.  
 
Die Vorteile der Planungsvariante II sind zusammengefasst: 
 
• Vollendung der Stadtreparatur im Bereich Lotharinger Straße - Hörsterstraße. 
• Umfeldverbesserung für das Standesamt Lotharinger Kloster.  
• Aufwertung des Erscheinungsbildes des Standesamtes Lotharinger Kloster. 
• Schaffen von Aufenthaltsqualität für Hochzeitspaare und Gäste im „Hochzeitsgarten“. 
• Verbesserung des Serviceangebots für die „Kunden“ des Standesamtes. 
• Optimierung der Arbeitsabläufe im Standesamt. 
• Verbesserung des Parkplatzangebotes für Standesamt, Turnhalle und evtl. Anlieger. 
 
Die Verwaltung ist der Auffassung, dass bei dieser Abwägung die städtebaulichen Aspekte und die 
Vorteile der zu erreichenden Verbesserungen für das Standesamt, das stets im Blickpunkt der Öf-
fentlichkeit steht, überwiegen. Die Serviceleistungen des Standesamtes stehen im Zusammenhang 
mit Geburt, Hochzeit und Tod, den wohl wichtigsten Momenten und Angelpunkten im Leben jedes 
Einzelnen. Damit ist der bei den Bürgerinnen und Bürgern verankerte emotionale Anteil an der 
Arbeit des Amtes extrem hoch und wird in der Wahrnehmung der Bürger völlig unterschiedlich er-
fahren und beurteilt als andere Verwaltungstätigkeiten. Die städtebaulichen, funktionalen und bür-
gerfreundlichen Vorteile der Planungsvariante II sind im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die 
Bürgerschaft und die hohe Zahl der auswärtigen Gäste und als Imagefaktor für die Stadt sehr hoch 
einzuschätzen. 
 
Die Brutto-Investitionskosten würden sich nach einer ersten Schätzung auf ca. 3.000.000 € und die 
jährlichen Folgekosten auf ca. 100.000 € belaufen. Über den Wettbewerb soll auch eine Kosten-
kontrolle erreicht werden.

- 5 - 
Zu 2 + 3: 
 
Mit der vorgeschlagenen baulichen Erweiterung erhält das Standesamt einen langfristig zu nut-
zenden Standort. Die Investition wird über 80 Jahre abgeschrieben. Die besonderen gestalteri-
schen Anforderungen aus der Ensemblesituation mit dem Denkmal Lotharinger Kloster und der 
Anspruch einer gewissen repräsentativen Wirk ung müssen sich auf die Kostenstruktur und den 
daraus entstehenden Mietpreis nicht zwangsläufig auswirken. Der Erweiterungsbau entspricht im 
Wesentlichen einem Verwaltungsgebäude, so dass sich die Mietkalkulation des Amtes für Immobi-
lienmanagement im Rahmen der sonst üblichen Verwaltungsmieten bewegen wird.  
 
Die durch den Auszug des Standesamtes im Stadthaus 1 frei werdenden Räume werden nach 
Umzug durch andere Organisationseinheiten, die bisher in angemieteten Immobilien untergebracht 
sind, in Anspruch genommen. Unter Anmietungsgesichtspunkten zeichnet sich daher mittelfristig 
eine kostenneutrale Lösung ab. Genauere Aussagen lassen sich erst nach Vorlage des konkreten 
Bauentwurfs treffen. 
 
Das Vorhaben kann sowohl in Eigenregie durch das Amt für Immobilienmanagement als auch 
durch einen Investor realisiert werden. Vor dem Hintergrund des sehr langfristig angelegten eigen 
genutzten Vermögensbestandes ist der Neubau aus betriebswirtschaftlicher Sicht prädestiniert und 
sinnvoll für den Eigenbau und die Eigenbewirtschaftung durch die Stadt. Das Gebäudeensemble 
wird auf Dauer im Sinne der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger städtisch genutzt. 
Die Bewirtschaftung der Tiefgarage könnte z.B. durch die Westfalenfleiß GmbH wahrgenommen 
werden. 
 
Um einen qualitätvollen, funktional einwandfreien und der städtebaulichen Situation angemesse-
nen Entwurf zu bekommen, sollten sich in einem begrenzten Wettbewerb - nach den Bestimmun-
gen der Regeln für die Auslobung von Wettbewerben (RAW) – unterschiedliche Architekturbüros 
mit der Bauaufgabe befassen. Als Architekten des Umbaus Lotharinger Kloster und der Sporthalle 
Lotharinger Straße sind die beiden Büros 
 
• Prof. Dieter G. Baumewerd,  Münster – Umbau Lotharinger Kloster 
• Prof. Jörg Friedrich, Hamburg – Preisträger Sporthalle Lotharinger Straße 
 
gesetzt. Es ist beabsichtigt, ca. 5 weitere Architekturbüros, die möglichst in Münster oder der Re-
gion ansässig sind, bereits vergleichbare Aufgaben gelöst haben und die mit dem Standort und 
den Qualitätsanforderungen der Stadt vertraut sind, auszuwählen. Eine Zusammenarbeit mit quali-
fizierten Landschaftsarchitekten wird den teilnehmenden Büros empfohlen. 
 
 
 
In Vertretung        
 
 
Gez. 
 
Schultheiß        
Stadtdirektor        
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Umfeld Lotharinger Kloster - Planungsvariante I 
Anlage 2: Umfeld Lotharinger Kloster - Planungsvariante II 
Anlage 3: Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0013/2007 vom 26.03.2007 „Lotharinger 
Kloster: Das Umfeld des Standesamtes aufwerten“

Beratungsverlauf (6)

27.01.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung
03.02.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
05.02.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
10.02.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 5.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
11.02.2009 Hauptausschuss
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
11.02.2009 Rat
TOP 13 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Mauritzstraße 7
  • Hörsterstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0898/2008
Typ
Vorlagen
Datum
10.11.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37