V/0200/2006
NRW-Tag 2007
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage
8139 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernat Obm Münster-Marketing ill} MÜNSTER Kulturamt | Vorlagen"Nr.: V/ 0200/2006 | Auskunft erteilt: Herr Teuteberg/Herr Schmücker/ Herr Ehling Öffentliche Beschlussvorlage Ruf: 492 6002 492 2750 492 4100 E-Mail: Teutebeo@stadt-muenster.de Schmuecker@stadt-muenster.de EhlingK@stadt-muenster.de Datum: 14. März 2006 Betrifft NRW-Tag 2007 Beratungsfolge 05.04.2006 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag Sachentscheidung 1. Der Rat empfiehlt dem Oberbürgermeister, für die Stadt Münster bei der Landesre- gierung Nordrhein-Westfalen eine Bewerbung um die Ausrichtung des NRW-Tages 2007 in Münster einzureichen. 2. Der Rat versteht eine Bewerbung Münsters um die Ausrichtung des NRW-Tages 2007 als regionalpolitisch bedeutsames Signal zur Stärkung und Profilierung unse- rer Stadt in ihrer besonderen Rolle für Westfalen. 3. Der Rat geht davon aus, dass eine Ausrichtung des NRW-Tages 2007 für die Stadt Münster möglich ist, ohne nennenswerte kommunale Mittel dafür zusätzlich zur Ver- fügung zu stellen. Er unterstützt den Oberbürgermeister bei seinen Bemühungen, den von der Landesregierung geforderten münsterschen Eigenanteil in Höhe von rund 300 000 Euro ganz oder weitestgehend durch Sponsorengelder zu finanzie- ren. Kosten/Folgekosten Es entstehen voraussichtlich keine Kosten und keine Folgekosten. Begründung Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen hat mit Schreiben vom 28. Februar 2006 die Oberbürgermeister/Bürgermeister aller nordrhein-westfälischen Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern darüber informiert, dass er beabsichtigt, anlässlich des 60-jährigen Landesjubiläum in diesem Jahr die Tradition eines NRW-Tags neu (wieder) zu begründen. Mit diesem Schreiben (An- lage) fordert er die angeschriebenen Kommunen auf, sich um die Ausrichtung des NRW-Tags 2007 oder/und 2008 zu bewerben. Das Land Nordrhein-Westfalen will damit seine frühere Tradition wieder aufgreifen und den jährli- chen „Geburtstag“ des Landes mit einem besonderen Fest feiern. Anlässlich des 45-jährigen Lan- desjubiläums im Jahr 1991 war ebenfalls ein solches Fest im Rahmen eines NRW-Tags geplant, es wurde aber wegen des damaligen Golfkriegs abgesagt. Gleichwohl fand im Folgejahr, im Jahr 1992, die geplante Folgeveranstaltung als etwas kleinerer NRW-Tag auf dem Hindenburgplatz in Münster statt. Die jährlichen NRW-Tage sollen der Grundkonzeption der Landesregierung zufolge sowohl aus festen, immer wiederkehrenden, eine Marke „NRW-Tag“ prägenden Elementen bestehen als auch aus Modulen, die regionale und örtliche Besonderheiten und Profilschwerpunkte der jeweils aus- richtenden Stadt repräsentieren. Der NRW-Tag soll im näheren zeitlichen Umfeld zum Landesge- burtstag (23. August) stattfinden und zwei bis vier Tage unter Einbeziehung eines Wochenendes dauern. Für die Finanzierung des NRW-Tags stellt das Land Nordrhein-Westfalen Leistungen im Wert von 300 000 Euro bereit und erwartet von der ausrichtenden Kommune einen Eigenanteil in gleicher Höhe. Bewerbungen als Ausrichterstadt für die NRW-Tage 2007 und 2008 werden bereits bis zum 14. April 2006 erbeten. Diese Bewerbungen sollen möglichst durch einen positiven Rats- beschluss unterstützt werden. Unabhängig von der äußerst kurzfristig erwarteten kommunalen Resonanz sprechen nach Auffas- sung der Verwaltung folgende Aspekte für eine Bewerbung Münsters als Ausrichterstadt für den NRW-Tag 2007: e Münster ist in seiner spezifischen historischen und institutionellen Rolle für Westfalen in besonderer Weise prädestiniert, den NRW-Tag auszurichten, der dem NRW-Tag folgt, der aus Anlass des 60-jährigen Landesjubiläums im Jahr 2006 in Düsseldorf veranstaltet wird. « Der NRW-Tag als landesweit wahrnehmbare Großveranstaltung ist in besonderer Weise geeignet, Münster für Westfalen und das Münsterland als bedeutende Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusregion zu präsentieren und weiter zu profilieren. Insbesondere vor dem Hin- tergrund der Debatte um eine Verwaltungsstrukturreform in Nordrhein-Westfalen und der diskutierten regionalen Dreigliederung des Landes sowie der möglicherweise damit ver- bundenen Neuorganisation der Mittelbehörden ist es von entscheidender Bedeutung, Münsters besondere Rolle als regionales Oberzentrum und als institutionelles Herz Westfa- lens deutlich zu machen. e Mit der Ausrichtung des NRW-Tages besteht für Münster die Chance, an zahlreiche Aus- zeichnungen von der „Fahrradfreundlichsten Stadt‘ über „Klimahauptstadt“ bis bin zum Liv- Com-Award als „Lebenswerteste Stadt“ zu erinnern und sich so als überregional und inter- national beachtete attraktive und moderne, aber historische gewachsene Großstadt zu präsentieren. «e Die Bewerbung Münsters um den Titel „Kulturhauptstadt“ hat gezeigt, wie eine öffentlich- keitswirksame Präsentation der Stadt auf Landesebene in idealer Weise die Marketingakti- vitäten Münsters unterstützt und gleichzeitig die Identifikation der Münsteraner mit ihrer Stadt stärken kann. -3- «e Der NRW-Tag 2007 würde voraussichtlich am letzten Augustwochenende (24. bis 26.8.2007) stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt findet noch die Skulpturenausstellung 2007 in Münster statt, außerdem sind für dieses Wochenende das Turnier der Sieger und voraus- sichtlich auch die Montgolfiade geplant. Diese drei Großveranstaltungen lassen sich mit dem Programm des NRW-Tags verbinden und sind in besonderer Weise geeignet, beson- dere prägende Profilschwerpunkte Münsters und des Münsterlandes deutlich zu machen und zu präsentieren. Eine entsprechende Rückfrage bei der Staatskanzlei hat ergeben, dass eine Kombination des NRW-Tags 2007 mit diesen drei Großveranstaltungen von dort aus sehr begrüßt wird, weil man sich vor allem auch hinsichtlich der Werbemaßnahmen und Zielgruppenansprache besondere Synergieeffekte erwartet. ®e Gegebenfalls besteht die Möglichkeit, die besonders kulturgeprägte und entsprechend wertgeschätzte Veranstaltung „Schauraum“, die aus der Landesinitiative „Ab in die Mitte!“ hervorgegangen ist, im Jahr 2007 um eine Woche vorzuziehen und so zu einem Bestand- teil des NRW-Tages zu machen. Der Start von „Schauraum“ der üblicherweise auf einem Donnerstag erfolgt, fiele dann genau auf das Datum des „Landesgeburtstages“ (23. Au- gust). Gemeinsam mit den Kooperationspartnern und insbesondere mit den an der „Nacht der Museen und Galerien“ teilnehmenden Akteuren müssten entsprechende Vereinbarun- gen getroffen werden. « Erste Gespräche des Oberbürgermeisters haben ergeben, dass von wesentlichen Akteuren in der Region (Landräte des Münsterlandes, Aktion Münsterland) eine Bewerbung Müns- ters um die Ausrichtung des NRW-Tags 2007 aus den geschilderten regionalpolitischen Gründen begrüßt wird. «e Der Oberbürgermeister hat erste informelle Sondierungsgespräche mit potentiellen Spon- soren für einen NRW-Tag 2007 in Münster geführt. Insbesondere aus dem Kreis der in Münster ansässigen, überregional und regional ausgerichteten Unternehmen und Instituti- onen wurde Unterstützung für eine solche Bewerbung deutlich signalisiert, so dass es mög- lich erscheint, eine Bewerbung Münsters weitestgehend ohne originäre, d.h. zusätzlich be- reitzustellende kommunale Mittel zu finanzieren. Außerdem erscheint es nicht ausge- schlossen, dass die angesprochenen mit kommunaler Unterstützung finanzierten Großver- anstaltungen auch finanziell in das Gesamtkonzept des NRW-Tags eingebracht und ent- sprechend „angerechnet“ werden können. Die Staatskanzlei hat signalisiert, dass eine Entscheidung über die Ausrichterstädte für die NRW- Tage 2007 und 2008 zeitnah nach Ende der Bewerbungsfrist am 14. April, wahrscheinlich bis En- de Mai, zu erwarten ist. Sollte sich die Staatskanzlei für Münster als Ausrichterstadt für den NRW- Tag 2007 entscheiden, würde unmittelbar danach innerhalb der Verwaltung ein bei Münster Mar- keting anzusiedelndes „Projektbüro eingerichtet werden. Die Arbeit des Projektbüros erfolgt in en- ger Rückkopplung mit dem Büro des Oberbürgermeisters und anderen zu beteiligenden Ämtern und Fachstellen. gez. Dr. Berthold Tillmann Oberbürgermeister Anlage: Schreiben des Ministerpräsidenten des Landes NRW vom 28.02.06
Anlage
11161 Zeichen
Anlage zur Vorlage 0200/2006 „NRW-Tag 2007“ Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Oberbürgermeister der Stadt Münster Herrn Dr. Berthold Tillmann Klemensstraße 10 48127 Münster Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Herr Dr. Tillmann, beginnend mit dem 60-jährigen Landesjubiläum in diesem Jahr möchte die Landesregierung künftig jeden Sommer in enger Zusammenarbeit mit wechselnden Kommunen im ganzen Land die Tradition eines NRW-Tages neu begründen. Die Premiere des NRW-Tages 2006 wird - wie später zu jedem runden Jubiläum - natürlich in der Landeshauptstadt Düsseldorf über die Bühne gehen. Ich möchte Sie heute herzlich einladen, sich mit Ihrer Stadt für das Jahr 2007 oder das Jahr 2008 um die Ausrichtung des NRW-Tages zu bewerben. Gerade in Zeiten, in denen wir in allen öffentlichen Haushalten mehr denn je Prioritäten setzen müssen, halte ich es für richtig, uns auf unsere Stärken zu besinnen und diese Stärken auch zu zeigen. Investoren, Mitarbeiter, Besucher kommen nur zu uns, wenn sie merken: Die in NRW vertrauen sich selbst, die finden sich gut und haben gute Ideen. Das wollen wir mit dem NRW-Tag erreichen. Stadttor 1, 40219 Düsseldorf « Postanschrift: 40190 Düsseldorf e Telefon (02 11) 8 37 1200 Wir wollen gemeinsam mit den Gastgeberkommunen, die die Landesregierung aus dem Kreis der Bewerber auswählen wird, ein lokal verankertes, zugleich weltoffenes und qualitativ überzeugendes Festprogramm erarbeiten und gestalten. Ich stelle mir ein Programm vor, das engagierte Menschen dazu einlädt, vorbildliche Arbeit ihrer Initiativen und Vereine vorzustellen, in dem sich die Wirtschaft vor Ort und aus dem ganzen Land mit ihren Spitzenleistungen präsentiert, das herausragende Beispiele unserer einmaligen Kulturlandschaft zeigt und nicht zuletzt ein Programm, in dem die gastgebende Stadt und das Land ihre Arbeit darstellen können. Kurz: Ein Programm, das Besucherinnen und Besucher aus nah und fern anlockt, das Groß und Klein, Alt und Jung begeistert und anregt mit zu tun. Es geht uns nicht zuletzt darum, ein fröhliches Landesfest zu feiern, aber mehr noch wollen wir uns unserer gemeinsamen Fähigkeiten und Qualitäten vergewissern und so das Zusammengehörigkeitsgefühl der Rheinländer, Westfalen und Lipper, der Einheimischen und Zugewanderten stärken und festigen. Ich sehe darin einen geeigneten Weg, um die Kräfte, die in unserem Land und seinen Menschen stecken, freizusetzen und immer wieder zu erneuern. Deshalb bitte ich Sie herzlich: Bewerben Sie sich verbindlich für unsere gemeinsame Planung um die Ausrichtung des NRW-Tages 2007 oder 2008! Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen. Die Bewerbungsmodalitäten entnehmen Sie bitte der beigefügten Unterlage. Mit herzlichem Gruß Jürgen Rüttgers Kriterienkatalog für Bewerbungen um die Ausrichtung des NRW-Tages Die Landesregierung vergibt nach dem Landesjubiläum 2006 für das Jahr 2007 und für das Jahr 2008 (und danach alljährlich) die Ausrichtung des NRW-Tages an inte- ressierte Kommunen. NRW-Tag Der NRW-Tag soll jährlich zeitnah zum Landesgeburtstag (dem 23. August) in wech- selnden Kommunen des Landes stattfinden und mindestens zwei, höchstens vier Tage unter Einbeziehung eines Wochenendes dauern. Grundsätzlich soll zwischen Kommunen im Rheinland und in Westfalen regelmäßig gewechselt werden, alle zehn Jahre wird der NRW-Tag zum runden Landesjubiläum in der Landeshauptstadt Düs- seldorf veranstaltet werden. Der NRW-Tag kann mit einem geplanten Großereignis (z.B. Eröffnung Museum, Abschluss von Stadtentwicklungsprojekten, Stadtfest, u.ä.) verknüpft werden, wenn es dafür eine Begründung gibt. Für den Charakter der Veranstaltung ist entscheidend, dass sie von ihren Machern geprägt ist, also von Kommune, Land und Sponsoren. Die publikumswirksame Auf- bereitung landespolitischer, regional-, lokalpolitischer und gesellschaftlicher Themen soll das Programm prägen. Inhaltliche Konzeption Der NRW-Tag sollte gekennzeichnet sein durch gut durchdachte und immer wieder- kehrende Elemente. Ziel ist die Ausprägung einer Marke „NRW-Tag“. Die Kontinuität im Erscheinungsbild und Ablauf eines NRW-Tages soll aus einer Reihe fester Module deutlich werden. Der Rahmen der Module ist so weit gesteckt, dass er den Ausrichtern des NRW-Tages genügend Raum lässt für die kreative und dem Ausrichtungsort gemäße Ausfüllung und Gestaltung. Die Entwicklung des Programms wird in enger Abstimmung zwischen Land und ausrichtender Kommune erfolgen. Fest stehende Programmmodule sollten sein: Medienwirksame zentrale Auftaktveranstaltung Denkbar ist eine öffentliche Auftaktveranstaltung in Form einer moderierten Live-Sendung, die neben einem Unterhaltungsprogramm Land und Gastgebern dazu dient, sich darzustellen. Selbstdarstellung der lokalen Wirtschaft Die lokale Wirtschaft und die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region müssen Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren, z.B. in Form einer Aus- stellung, Messe oder Schau. Da sich die Präsentation nicht an ein Fachpubli- kum richtet, sollte sie - soweit möglich —- populär und anwendungsorientiert sein (Einblick in Produktions- und Entwicklungstechniken, Beratungsangebote für je- dermann, Reparaturservice vor Ort, praktische Tests etc.) Präsentation von Vereinen, Institutionen und ehrenamtlichen Initiativen Regionale Vereine, Institutionen und ehrenamtliche Initiativen sollen sich in ihrer thematischen Vielfalt präsentieren und ein möglichst buntes, traditionsbewusstes wie zukunftsweisendes Bild der Region zeichnen. Phantasievolles Kinderprogramm Das Kinderprogramm sollte abwechslungsreiche Kultur-, Sport- und Spielele- mente für Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung der in der Region aktiven Vereine und Institutionen in den Vordergrund stellen. Kulturprogramm Das Kulturprogramm sollte mitgeprägt sein von örtlichen Gegebenheiten. Denkbar sind z.B. " Kooperationen mit dem/den ansässigen Theater(n). Aufführungen an Orten, die normalerweise nicht zugänglich sind. "» Freilichtkino, evtl. mit Landesbezug (gern in Zusammenarbeit mit der Filmstiftung NRW). " Sonderausstellungen. Das Musikprogramm könnte aus drei Teilen bestehen: "= Aus lokalen und regionalen Bands, Orchestern und Chören, die das Festprogramm mitgestalten. " Aus hochkarätigen (Nachwuchs-) Künstlern aus Nordrhein-Westfalen, die (noch) nicht bekannt sind und deren Engagement weniger kostspielig ist. " Ausein, zwei Publikumsmagneten vorzugsweise, aber nicht zwingend, aus NRW. Die Landesregierung zu Gast in... Für die Landesregierung sollte Gelegenheit bestehen, sich vorzustellen. Die Angebote können von Bürgersprechstunden, die der Ministerpräsident und an- dere Minister abhalten, über den reisenden Petitionsausschuss, über Mitarbei- ter der Landesverwaltung, die allgemeine Auskünfte erteilen, bis zu konkreten Serviceangeboten von Ministerien reichen. Das Bürgercenter CallNRW verlegt sein Büro auf den NRW-Tag. Vorzusehen sind auch thematische Veranstaltun- gen der Landesressorts, die bevorzugt an den Ausrichtungsort verlegt werden. Vorschläge für die Ausgestaltung der vorgegebenen Module sind ausdrücklich in der Bewerbung erbeten, ebenso wie die Ergänzung um Vorschläge für weitere Pro- grammmodule. Erwartet wird zudem ein anspruchsvolles Gastronomiekonzept. Anforderungsprofil für den Standort Gastgeber für einen NRW-Tag können alle Städte, Kreise und Gemeinden sein. In der Bewerbung muss jedoch dargelegt werden, dass zu dem NRW-Tag aufgrund des Einzugsbereiches und des attraktiven Programms hohe Besucherzahlen erwartet werden können. Deshalb sollte grundsätzlich die Anzahl von 300.000 Einwohnern im Umkreis von 30 Kilometern nicht unterschritten werden. Die Bewerbung muss ein konkretes Veranstaltungskonzept beinhalten (inkl. Stand- ortbeschreibung, die eine Auflistung aller Veranstaltungsorte — innen und außen — enthält sowie den innerörtlichen Bereich und seine Festeignung präzise ausweist). Die Bewerbung muss durch einen positiven Ratsbeschluss unterstützt werden. Finanzierung Der NRW-Tag soll durch Landesmittel, Mittel des Bewerbers und / oder Sponsoren- beiträge finanziert werden. Zu diesem Zweck werden beim Land für das Jahr 2007 für eigene Beiträge auf dem NRW-Tag Finanzmittel in Höhe von 300.000 Euro ver- anschlagt (diese stehen in diesem Jahr unter Haushaltsvorbehalt). Von den Bewer- bern wird erwartet, dass sie einen Betrag in gleicher Höhe unter Beachtung ihrer fi- nanziellen Leistungsfähigkeit verbindlich zusagen. Auf dieser Grundlage muss als Teil der Bewerbung ein nachvollziehbares Finanzierungskonzept vorgelegt werden. Einnahmen aus Veranstaltungen, Standgebühren und insbesondere Sponsorenzu- sagen können berücksichtigt werden, müssen aber grundsätzlich durch Regelungen für Ausfälle ergänzt werden. Dabei gelten folgende Einschränkungen: " In Gemeinden mit einem genehmigten Haushaltssicherungskonzept darf die Finanzierungszusage die Haushaltssicherung nicht gefährden oder verlängern. " Gemeinden in der vorläufigen Haushaltswirtschaft müssen nachweisen, dass die erforderlichen Mittel verbindlich durch Sponsoren aufgebracht werden. In diesem Fall kommt eine Ausfallregelung nicht in Betracht. Organisation Für die gelungene Organisation des NRW-Tages muss sich der Bewerber bereit er- klären, nach einer positiven Entscheidung zu seinen Gunsten ein ständiges Projekt- büro mit Projektleitung und Vertretern des Bewerbers für die organisatorische Durchführung bis zum Abschluss des NRW-Tages einzurichten. Die Organisation erfolgt in ständiger, einvernehmlicher Absprache mit der Staatskanzlei NRW (Kon- stituierung einer Steuerungsgruppe mit Vertretern von Kommune und Land). Zu den Aufgaben des Projektbüros gehört die Umsetzung des inhaltlichen Pro- gramms und - in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen kommunalen Behör- den und Einrichtungen - die für das Gelingen einer derartigen Großveranstaltung notwendigen Maßnahmen in den Bereichen: "= Sicherheit, Ordnung, Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr " Technische Infrastruktur, Ver- und Entsorgung, Sauberkeit " \Verkehrsinfrastruktur "= Kommunikation (Marketing für die Veranstaltung; Pressearbeit) "» Einbindung von örtlichem Einzelhandel, Tourismuseinrichtungen, Gastronomiebetrieben. Die Bewerbung muss grundlegende Aussagen zu diesen organisatorischen Anforde- rungen an die Ausrichtung des NRW-Tages benennen. Vertrag Die Kommune, die sich um die Ausrichtung des NRW-Tages beworben und aufgrund einer Entscheidung der Landesregierung den Zuschlag erhalten hat, schließt mit dem Land einen Vertrag über die Erfüllung von Rahmenbedingungen bezüglich Konzeption, Planung, Umsetzung, Durchführung und Finanzierung des NRW-Tages. Ansprechpartner in der Staatskanzlei, Verfahren und Frist Für Erläuterungen und Rückfragen und als Ansprechpartner für Planung und Umset- zung des NRW-Tages steht im Landespresseamt Axel Raulfs, Referatsleiter LPA 2 (Tel: 0211 / 837 - 1133, E-Mail: axel.raulfs@stk.nrw.de) zur Verfügung. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist am 14. April 2006 entscheidet die Landesregierung unter Ausschluss des Rechtsweges, welche beiden Kommunen den Zuschlag für den NRW-Tag 2007 und 2008 erhalten.
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Klemensstraße 10
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0200/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 14.03.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37