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3006/2024

Bericht zum Antirassismusprojekt der Interkulturellen Zentren mit abschließender Bustour in 2024

Mitteilung Ausschuss 13.11.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 09.12.2024, TOP 4.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

7918 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/4 
 
Vorlagen-Nummer 13.11.2024 
 3006/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 19.11.2024 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 21.11.2024 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.11.2024 
Jugendhilfeausschuss 03.12.2024 
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 03.12.2024 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 09.12.2024 
 
Bericht zum Antirassismusprojekt der Interkulturellen Zentren mit abschließender  
Bustour in 2024 
Zusammenfassung in einfacher Sprache: 
Mit Mitteln aus dem städtischen Förderprogramm für rassismuskritische Projekte 
haben alle Interkulturellen Zentren gemeinsam im Rahmen des Projektes 
„VielfaltStärken: Gemeinsam gegen Rassismus und Armut“ vor der Bustour das 
Thema Armut und Rassismus bearbeitet. 
Dabei ist deutlich geworden, was in Köln gut läuft und was noch nicht so gut läuft. Es 
wurde sichtbar was die Zentren bereits machen. Als Projektabschluss gab es dann 
eine Bustour durch verschiedene Stadtteile. Mitgefahren sind 52 Leute, darunter 
Mitarbeitende der Stadt, der Polizei, von Vereinen und ein Journalist. An insgesamt 
vier Haltestellen ging es um Themen wie zum Beispiel Bildung, Barrierefreiheit und 
Wohnen. Diese Themen sind besonders wichtig für Menschen, die aus anderen Teilen 
der Welt nach Deutschland gekommen sind. Alle Themen wurden von Mitarbeitenden 
der Interkulturellen Zentren vorgestellt. Die Teilnehmenden konnten durch kurze 
Vorträge und Rollenspiele mehr darüber lernen und erfahren, was die Zentren 
machen. Die Menschen, die in den Zentren arbeiten und die Teilnehmenden der 
Bustour waren mit dem Tag sehr zufrieden.

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In 2024 haben die Interkulturellen Zentren ein gemeinsames Projekt „VielfaltStärken: 
Gemeinsam gegen Rassismus und Armut“ durchgeführt, um eine größere 
Sensibilisierung und ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Rassismus 
und Armut zu fördern sowie Angebote für die Entwicklung praktischer 
Handlungsstrategien vor Ort zu initiieren. Ein weiteres Ziel war, den gleichen 
Informationsstand bei allen beteiligten Zentren herzustellen. Das Projekt wurde aus 
Mitteln des städtischen Förderprogramms für rassismuskritische Projekte zur Stärkung 
von Demokratie und Toleranz gefördert.  
 
Grundlage für die vier Schwerpunktthemen 
 
- Frauen und Alleinerziehende 
- Bildungs(un)gerechtigkeit 
- Wohnen und Wohnungslosigkeit 
- Menschen mit Behinderungen 
 
waren Zahlen, Daten und Lebenslagenberichte der „Betroffenen“. 
Mehrfachdiskriminierung von Menschen, die nach Deutschland migriert sind oder 
Schutz gesucht haben, lag im Fokus der inhaltlichen Auseinandersetzung. 
 
Bei den Schwerpunktthemen konnten besondere Problemstellungen herausgearbeitet 
werden: 
 
Bei dem Thema Frauen und Alleinerziehende wird insbesondere deutlich, dass das 
Kursangebot nicht ausreicht, Kinderbetreuung nur selten angeboten wird und 
insgesamt viele bürokratische Hürden bei der Berufsausbildung, -ausübung bestehen. 
 
Bei dem Thema Bildungs(un)gerechtigkeit stellten die Zentren fest, dass es im 
Bereich Kita und Schule nicht überall Gleichbehandlung und gleiche Chancen gibt. 
Ihre zahlreichen außerschulischen Bildungsangebote durch Haupt- und Ehrenamtliche 
fördern individuelle Potentiale bei Kindern und Jugendlichen mit internationaler 
Familiengeschichte in Zusammenarbeit mit deren Eltern. 
 
Im Zusammenhang mit dem Thema Wohnen und Wohnungslosigkeit wurde 
insbesondere über Diskriminierungen bei der Wohnungsvergabe und die zunehmende 
Wohnungslosigkeit/Obdachlosigkeit diskutiert.  
 
Die nicht ausreichende Unterstützung durch Dolmetschende für gehörlose Menschen 
zeigte, dass Menschen mit Behinderungen oftmals bei Behörden und öffentlichen 
Veranstaltungen „nicht mitgedacht w erden“.  
 
Zu allen Schwerpunktthemen konnte dargestellt werden, welche praktischen 
Handlungsansätze es in den Zentren bereits gibt: 
 
Thema Frauen und Alleinerziehende 
- Einige Zentren sind auf diese Zielgruppe spezialisiert und bieten Maßnahmen 
zur beruflichen Orientierung und unterstützen sie bei der Anerkennung von 
Berufsabschlüssen.

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- Viele Zentren sind mehrsprachige Orte der soziokulturellen Teilhabe mit 
Angeboten und Kursen für Frauen und Alleinerziehende und ermöglichen 
vielfältigen Frauengruppen in ihren Räumen Orte der Begegnung. So erfahren 
die Frauen Anerkennung, können sich vernetzen und partizipieren. 
 
Thema Bildungs(un)gerechtigkeit 
- Viele Zentren bieten „Safe Spaces“ (Schutzräume) für Kinder und Jugendliche 
an, damit sie ihre Rassismuserfahrungen, die diese zum Beispiel in 
Lerneinrichtungen machen, teilen und reflektieren können. 
- Es gibt drei Zentren, die eigene (multilinguale) Familienzentren betreiben und 
mehrere Zentren, die gerade bei der U3 Betreuung mitwirken zur Unterstützung 
bei Sprachkurs Teilnehmenden mit Kindern. 
- Fast alle Zentren haben außerschulische Bildungsangebote für Kinder und 
Jugendliche mit dem Leitbild: „Wir fördern die Persönlichkeitsentwicklung und 
soziale Kompetenzen für das Leben und den Beruf und binden die Eltern aktiv 
mit ein“. Dabei kooperieren sie sehr eng mit Schulen, Arbeitgeberverbänden 
und weiteren Akteur*innen. 
 
Thema Wohnen und Wohnungslosigkeit 
- Im Rahmen der Beratung und Begleitung bei der der Wohnungssuche und 
weiteren Empowerment-Angeboten für People of Colour (POC) erfahren 
Ratsuchende Unterstützung bei Diskriminierungserfahrungen bei der 
Wohnungsvergabe. 
- Die Interkulturellen Zentren beteiligen sich z.B. an 
Gartengemeinschaftsprojekten, Pflanz- und Müllsammelaktionen, um fehlende 
Wohnqualität im Sozialraum kreativ zu verändern. 
- Einige Zentren initiieren kostenfreie Mittagstische und Tafelangebote, um 
praktische Unterstützung für Wohnungs- und Obdachlose zu leisten. 
 
Thema Menschen mit Behinderungen 
- Einzelne Zentren bieten im Rahmen ihrer spezialisierten Beratung und 
Begleitung, die notwendige Unterstützung bei komplexen Antragstellungen zur 
gleichberechtigten Teilhabe am Leben.  
- Für gehörlose Menschen mit internationaler Familiengeschichte gibt es 
niedrigschwellige Sprachkurse, um die lange Wartezeit (1-2 Jahre) bei 
Sprachschulen zu überbrücken.  
- Der Verbund der Interkulturellen Zentren hat begonnen, gemeinsame 
Veranstaltungen barrierefreier zu gestalten. Dafür gibt es ein Planungsmodell, 
was kostenfrei genutzt werden kann.  
 
Als Projektabschluss haben die Interkulturellen Zentren in Köln eine Bustour durch 
rechtsrheinische Kölner Stadtteile mit Stationen beim Vingster Treff, beim Alevitischen 
Kulturzentrum Porz e.V. und beim Deutsch-Griechischen Kulturzentrum Köln-Porz 
e.V. organisiert und hierzu für den 19.09.2024 eingeladen. 
 
Bei jeder Station wurde ein Schwerpunktthema durch mehrere Interkulturelle Zentren 
vorgestellt. So haben alle Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeit der Zentren 
erhalten und wurden gleichzeitig in kurzweiligen Vorträgen, Rollenspielen und 
anderweitigen Darstellungen über die Schwerpunktthemen des Projektes informiert. 
An der letzten Station hat der Landschaftsverband Rheinland sein Diversity-Konzept 
und seinen Beratungskompass vorgestellt.

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Ziele der Bustour waren: 
- die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Zusammenhänge 
zwischen Rassismus, Diskriminierung und Armut, 
- Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Lebenslagen der Menschen 
in verschiedenen Kölner Stadtteilen, 
- Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung, Aufklärung und Sensibilisierung 
der Stadtgesellschaft und der Verantwortlichen und 
- Entwicklung von praktischen Handlungsstrategien vor Ort. 
 
Unter den 52 Teilnehmenden waren u. a. Vertreter*innen verschiedener Ämter der 
Stadtverwaltung, der Agentur für Arbeit, der Polizei, des Kölner Stadtrats, 
verschiedener Initiativen und Vereinen sowie ein Medienvertreter. 
Das Feedback der beteiligten Zentren und der Besucher*innen war durchweg positiv. 
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (6)

19.11.2024 Integrationsrat
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.11.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 2.3.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.11.2024 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.12.2024 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.12.2024 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
TOP 4.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
09.12.2024 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3006/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.11.2024
Erstellt
27.09.2024 13:24