Mandari Insight

2017/0134

Klimagutachten

Magistratsvorlage 27.04.2017

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

anlage 1

983.6 KB · image/jpeg

Ansehen

2017/0134

134.7 KB · application/pdf

Ansehen

2017/0134

6102 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
04.05.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat III 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0134 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Klimagutachten  
 
Vorlage vom: 27.04.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat nimmt den Bericht zum Klimagutachten zur Kenntnis . 
 
 
 
Anlagen: Klimafunktionskarte  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Mag istratsvorlage vom 27.04.2017 
 
Mit Magistratsbeschluss Nr. 2013/0309 vom 18.09.2013 hat der Magistrat das 
Klimaschutzkonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Kenntnis genommen. Ab 2014 
sollen verschiedene Maßnahmen zum Klimaschutz begonnen bzw. umgesetzt werden, hierzu 
gehört auch die Erstellung eines Klimagutachtens als Grundlage für eine zukunftsfähige 
Stadtentwicklung. 
 
Der Klimawandel ist eine große Herausforderung, der sich die Städte stellen müssen. 
Wochenlange Rekordtemperaturen mit bis zu 40 °C im Sommer 2003, „Land unter“, hingegen 
in den Sommermonaten 2002, 2005 und 2013, Überflutungen sowie Rekordregenmengen im 
August 2010 in vielen Teilen Deutschlands. Zurzeit eine monatelange Trockenhei t, die 
Auswirkungen auf die Bäume in den Straßen und Parkanlagen und Wälder befürchten lässt. 
Wetterereignisse, die zum Handeln auffordern. 
 
Die Strategien zum Klimaschutz sollten daher nicht ausschließlich auf die Bereiche 
Verbrauchsenkung, Steigerung der Energieeffizienz sowie Substitution fossiler Energien durch 
erneuerbare Energien gerichtet sein, sondern auch den Städtebau gebührend berücksichtigen. 
Auch für die Wissenschaftsstadt Darmstadt bedeutet Klimawandel, dass sich die 
Durchschnittstemperatur erhöhen wird und dass es längere Trockenperioden gibt. Dieser Effekt 
wird sich im Stadtgebiet stärker auswirken, da dort eine schlechtere Durchlüftung, höhere 
Wärmespeicherung und eine höhere Schadstoffkonzentration vorhanden sind. 
 
Mit der Erstellung des Klimagutachtens wurde das Institut für Klima- und Energiekonzepte 
INEK Lohfelden bei Kassel beauftragt. Ziel hierbei ist es, das Lokalklima darzustellen, um 
somit Grundlagen für die Planung zu erhalten. Hierdurch können die Auswirkungen des 
prognostizierten Klimawandels besser berücksichtigt werden, um mit der baulichen 
Entwicklung darauf reagieren zu können. 
 
Die rechtliche Notwendigkeit für klimatische Erhebungen in Planungsprozessen gerade auch 
vor dem Hintergrund des projizierten globalen Klimawandels – ergibt sich zum einen aus dem 
Raumordnungsrecht und dem Baurecht. Bauleitpläne sollen dazu beitragen, eine 
menschenwürdige Umwelt zu sichern. Bei der Aufstellung von Bauleitplänen sind auch die 
Schutzgüter Luft und Klima zu berücksichtigen  
 
Das Gutachten für das Stadtgebiet Darmstadt hat die Ist-Situation durch 
Grundlagenauswertung  und computergestützte Modellierung, aber auch durch zusätzliche 
Messungen analysiert. Damit wurden Grundlagen für die räumliche Interpretation zur 
Klimawirkung von Vegetation, Baudichten und bzw. Bauhöhen geschaffen. Auf diese Weise 
sollen raumbezogene Aussagen im Planungsbereich ermöglicht werden. 
 
In den generierten Themenkarten können dann die klimatischen Wechselwirkungen der 
Klimatope (d.h. Gebiete ähnlicher mikroklimatischer Ausprägung sowie lokale als auch 
regionale dynamische Prozesse wie Luftleitbahnen, Kalt- und Frischluftabflüsse) abgelesen 
werden. 
 
Die Vorgehensweise des beauftragten Institutes richtete sich nach den allgemein anerkannten 
Vorgehensweisen der Umweltmeteorologie (Klima- und Lufthygiene - Karten für Städte und 
Regionen vom September 2015, VDI 3787, Blatt 1). In den genannten Richtlinien wird die 
Vorgehensweise zur Generierung einer Klimafunktionskarte festgelegt. Hierbei ist Grundlage

- 4 - 
stets die Analyse der Ist-Situation, d.h. eine möglichst präzise Abbildung der realen 
Klimafunktion im Untersuchungsraum. Diese Analyse der Ist-Situation kann messtechnisch 
erfasst und validiert werden. Die Analyse des planungsrechtlich bzw. zukünftig erreichbaren 
Zustandes erfolgt dann in einem späteren Schritt. 
 
Neben diesen Geoinformationen ist das Wissen um klimarelevante Parameter von Bedeutung. 
Hierzu zählt insbesondere die Belüftung eines verdichteten Stadtgebietes, die immer von dem 
regionalen Windzirkulationssystem abhängig ist. Lokale und kleinräumige Windzirkulationen 
entwickeln sich durch physikalische Prozesse und wurden im Rahmen einer 
Klimafunktionskarte berechnet werden. Weitere Klimaparameter lassen sich durch die 
geografische Lage des Untersuchungsraums ableiten.  
 
Die als Anlage beigefügte Klimafunktionskarte ist eine Analyse der Aspekte, die sich auf das 
Lokalklima auswirken. Es geht dabei um thermische Aufenthaltsqualitäten und um die 
Versorgung mit Frischluft im Stadtgebiet. Diese lokalklimatischen Aspekte können anhand der 
Klimafunktionskarte frühzeitig in stadtplanerischen Überlegungen berücksichtigt werden, wenn 
sich die Frage nach baulicher Höhe und Dichte stellt oder nach Erhaltung bzw. Erweiterung von  
Grünflächen. 
 
Das Klimagutachten ist damit eine wichtige Grundlage für eine  nachhaltige Stadtentwicklung. 
Es handelt sich um ein planungsbezogenes Gutachten, das Planungshinweise gibt. Relevante 
Kaltluftentstehungsgebiete werden dargestellt auch über die Gemarkungsgrenze hinaus. Auf 
Grundlage dieser Daten ist eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung möglich.  
 
Darmstadt, 27.04.2017 
 
Dezernat V     Dezernat III 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz    Dr. Barbara Boczek 
Stadträtin     Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

TOP 9
TOP 24
TOP 169
TOP 29

Details

Vorlagen-Nr.
2017/0134
Typ
Magistratsvorlage
Datum
27.04.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00