A-R/0046/2006
Münster für alle: Preisgünstigen Wohnraum für Alt und Jung schaffen!
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Originalantrag
8949 Zeichen
SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0046/2006 im Rat der Stadt Münster 1 Antrag 31.10.2006 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Münster für alle: Preisgünstigen Wohnraum für Alt und Jung schaffen! Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Um der angespannten und sich voraussichtlich weiter verschärfenden Situation auf dem Teilmarkt der preisgünstigen Wohnungen zu begeg nen, wird die Verwaltung beauftragt, folgende Maßnahmen einzuleiten: 1. Deutliche und möglichst schnelle Ausweitung des Ang ebots an geeigneten baureifen und verfügbaren Grundstücken für den Mehr familienwohnungsbau (mit Vorrang für Mietwohnungen) - insbesondere in i ntegrierten innerstädtischen und innenstadtnahen Lagen. 2. Prüfung und Einleitung planungsrechtlicher und/oder liegenschaftlicher Schritte zu folgenden städtischen Grundstücken bzw. Immobilien für die Bebauung mit Mehrfamilienhäusern bzw. die Umnutzung im preisgünstigen Wohnungssegment (mit Vorrang für Mietwohnungen): •• •• Eckgrundstück Steinfurter Straße/Yorkring (ehemalig es TÜV-Gelände): Schwerpunkt preisgünstiges Wohnen. •• •• Grundstück und Gebäude Hafenstraße Nr. 6 - 8: Schwe rpunkt preisgünstiges Wohnen für junge Familien und für Studierende. •• •• Eckgrundstück Steinfurter Straße/Catharina-Müller-S traße: Schwerpunkt preisgünstige Kleinwohnungen für alte u nd für junge Menschen. •• •• Gebäude Von-Steuben-Straße 4 - 6 sowie 8: Schwerpun kt preisgünstiges Wohnen. 3. Prüfung der im Zuge des Abzugs der britischen Strei tkräfte absehbar frei werdenden rund 850 Wohneinheiten in Gremmendorf, Co erde und Gievenbeck auf ihre Verfügbarkeit als preisgünstige r Wohnraum für Familien (sowohl im Falle einer ggf. notwendigen Neubebauun g wie des Erhalts der vorhandenen Häuser). 2 4. Bericht an den Rat der Stadt zur Vermarktungssituat ion von Mehrfamilienhausgrundstücken in den Neubaugebieten der Außenstadtteile in den Jahren 2000 bis 2005 sowie Erarbeitung von Hand lungsvorschlägen mit dem Ziel, das Angebot an preisgünstigem Wohnraum a uch in den Außenstadtteilen zu vergrößern. 5. Bericht an den Rat der Stadt zur Entwicklung und ak tuellen Situation in Münster in dem Wohnungssegment, der für die Wohnrau mversorgung obdachloser Menschen geeignet ist. Darauf aufbauend zielgruppenorientierte Handlungsvorschläge zur Verbesserung der Lage. 6. Prüfung, ob ehemals gewerblich genutzte Flächen (z. B. langfristig leer stehende Ladenlokale und Büroräume) für wohnwirtsch aftliche Zwecke genutzt werden können und entsprechende Beratung de r jeweiligen Hauseigentümer. Begründung: Angesichts der dramatischen Verknappung des preisge bundene Wohnungsangebot in Münster von 19.500 Wohnungen in 1985 auf aktuell 11.000 (7,6 % aller Wohnungen) und auf voraussichtlich 7.000 Wohnungen im Jahre 2016 muss endlich entschieden gegengesteuert werden. Die bislang vorg esehenen bzw. eingeplanten Zuwächse im Rahmen der Neubauförderung reichen bei weitem nicht aus, die enormen Verluste an Sozialbindungen in den kommende n Jahren auszugleichen. Zusätzlich wird sich durch den von der schwarz-gelb en Landesregierung geplanten Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mi t ihren großen Wohnungsbeständen die Situation in Münster absehbar weiter verschärfen. Um neue Impulse zu setzen, bedarf es nach Auffassun g der SPD-Ratsfraktion insbesondere einer gezielten Grundstücksmarktpoliti k, die Investoren baureife Grundstücke vor allem in sogenannten „integrierten Lagen“ anbietet. Es erscheint daher dringend geboten, die Prioritäten der liegens chaftlichen Angebotspolitik in diese Richtung zu verändern. Darüber hinaus sollte die Stadt Münster auch ihren eigenen Gebäudebestand - soweit zur Veräußerung ans tehend - auf eine mögliche Umnutzung in Richtung eines preiswerten Wohnungsang ebotes überprüfen und entsprechende Vorschläge entwickeln. Selbstverständ lich sollte die Wohn+Stadtbau hier einbezogen werden. Zu den genannten Einzelgrundstücken: Das seinerzeitige Vermarktungsverfahren zur Vergabe des unbebauten städtischen Grundstücks an d er Ecke Steinfurter Straße/Yorkring (ehemaliges TÜV-Gelände) ist am 31. 12.2005 mit negativem Ergebnis beendet worden (Hochhausprojekt „York-Towe r“). An diesem Standort ist nun wegen der dringenden Notwendigkeit weiterer inn erstädtischer Wohnangebote eine Wohnbebauung - mit zusätzlichen untergeordnete n Dienstleistungsfunktionen - sinnvoll. Der städtebaulichen Verträglichkeit einer Neubebauung sollte u.a. mit Blick auf das Erschließungskonzept sowie die Höhenentwick lung besondere Beachtung geschenkt werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die bislang vorgesehene Straßenrandbebauung entlang von Steinfurter Straße und Yorkring beibehalten werden soll. 3 Das Gebäude Hafenstraße 6 – 8 ist im überwiegenden Eigentum der Stadt und wird derzeit nur provisorisch bzw. überwiegend gar nicht genutzt. Aufgrund der günstigen innerstädtischen Lage ist eine Nutzung des Standort s für studentisches Wohnen und/oder für preiswertes Wohnen für junge Familien vorstellbar. Es ist daher unter Beteiligung der Wohn+Stadtbau zu prüfen, ob ein Umb au des Gebäudes oder eine Neubebauung für Wohnzwecke an diesem Standort machb ar ist. Zu prüfen ist auch, ob eine Umnutzung auch ohne den Teil des Gebäudes m öglich ist, der derzeit noch im Eigentum einer Erbengemeinschaft steht (Viktoriastraße 2). Das unbebaute städtische Grundstück an der Ecke Ste infurter Straße/Catharina- Müller-Straße zeichnet sich u.a. durch die Nähe zur City, die gute ÖPNV-Anbindung und die direkte Nachbarschaft zu Dienstleistungsang eboten in den Bereichen Gesundheit und Einzelhandel aus. Daher wäre an dies em Standort eine Neubebauung mit Geschosswohnungsbau zu prüfen mit d em Ziel, preiswerte Kleinwohnungen in der Innenstadt für alte und für j unge Menschen anzubieten. Das Wohnungsangebot für alte Menschen in der Innenstadt darf sich nach Auffassung der SPD-Fraktion nicht auf teure „Senioren-Residenz en“ verengen. In diesem Zusammenhang sollte die Zusammenarbeit mit der Seni orenvertretung Münster gesucht werden. Die beiden städtischen Bürogebäude Von-Steuben-Stra ße 4 – 6 sowie 8 stehen seit zwei Jahren leer und sollen veräußert werden. Aufgr und des insbesondere in der Innenstadt fehlenden preiswerten Wohnungsangebots s ollte unter Beteiligung der Wohn+Stadtbau intensiv geprüft werden, ob ein Umbau der Gebäude oder eine Neubebauung für Wohnzwecke an diesem Standort machbar ist. Die britischen Soldatenfamilien nutzen derzeit in d en Stadtteilen Gremmendorf, Coerde und Gievenbeck rund 850 Wohneinheiten, vorwiegend in Einfamilienhäusern. Deren Übergang auf den freien Wohnungsmarkt muss ni cht zuletzt in seinen Konsequenzen für die städtische Wohnungs- und Baufl ächenpolitik intensiv geprüft werden. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt ist von der Stadt vor allem darauf hin zu wirken, dass hier preiswert e Wohnmöglichkeiten für junge Familien angeboten werden können. Für die zukünftige zivile Nutzung der beiden insges amt 77 ha großen britischen Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck ist - möglic herweise auf der Grundlage von städtebaulichen Ideenwettbewerben und Machbarke itsstudien - zunächst eine Rahmenplanung zu entwickeln, die sowohl gesamtstädt ische Anforderungen berücksichtigt, als auch die besonderen Bedürfnisse und Entwicklungsbedingungen der beiden betroffenen Stadtteile aufnimmt. In dies em Zusammenhang sollte wohnungspolitischen Anforderungen besondere Beachtung geschenkt werden. Zur kommunalen Verantwortung in der Wohnungspolitik zählt auch die angemessene Bereitstellung eines ausreichenden Angebots für von Obdachlosigkeit betroffene Bürger. Hierzu sollte dem Rat baldmöglichst ein Ber icht vorgelegt werden, der Aufschluss gibt zur Entwicklung der letzten Jahre s owie zur aktuellen Situation. Darauf aufbauend möge die Fachverwaltung Handlungse mpfehlungen vorlegen, die für die Zukunft zufriedenstellende Entwicklungsperspektiven eröffnet. Vielfach ist in unterschiedlichen Wohngebieten zu b eobachten, dass vor allem kleinere Ladenlokale (aber auch Büroräume) nicht me hr fortgeführt werden und dann über Jahre hinweg leer stehen. Hier wäre eine Änder ung in Richtung Wohnnutzung 4 häufig der bessere Weg – der von Seiten der Stadt i m Rahmen von Information und Hilfestellung begleitet werden sollte. Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Beanka Ganser Dr. Michael Jung Moritz von Schmel ing Alexander Bercht Marianne Koch Anne Schulze Wint zler Anika Bergner Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Philipp Gabriel Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger Marianne Hopmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (6)
- Münzstraße 15
- Steinfurter Straße
- Viktoriastraße 2
- Von-Steuben-Straße 4
- Catharina-Müller-Straße
- Hafenstraße 6
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0046/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 31.10.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37