2026/0172
Gesamtsanierung denkmalgeschützter Dächer am Waldfriedhof
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2026/0172
6890 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
27.05.2026
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Grünflächenamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2026/0172
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 553010
Kostenstelle: 067-060-1000 Investitionsnummer: 25067-5070
Kostenträger: 5530-20 Sachkonto: 0953010
Betreff: Gesamtsanierung denkmalgeschützter Dächer am Waldfriedhof
Vorlage vom: 19.05.2026
Beschlussvorschlag :
1. Der Umsetzung der notwendigen Erneuerung der Dächer am Waldfriedhof wird
zugestimmt.
2. Der Beauftragung der hierfür notwendigen Leistungen wird zugestimmt.
3. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel sind in den Haushaltsjahren 2025 ff.
vorgesehen bzw. beantragt.
Anlagen:
Anlage 1_Sanierungsfahrplan Dachsanierung Waldfriedhof
Anlage 2_Grobe Kostenschätzung (datenschutzrelevant)
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.5.2026
Hintergrund
Der denkmalgeschützte Waldfriedhof wurde zwischen 1912 und 1921 von August Buxbaum
errichtet und ist einer der bedeutendsten Friedhöfe der Stadt Darmstadt.
Mehrere Gebäude der Anlage sind mit Bitumendächern gedeckt. Diese Dachbedeckung
wurde zwischen den Jahren 1977 und 1981 erneuert. Wie üblich wurde eine zweite Dachhaut
aus Bitumenbahnen aufgebracht, ohne das darunter befindliche Dach abzuräumen. Dennoch
wurden für die Sanierung damals rund 3,5 Mio. Deutsche Mark aufgewendet.
Zum 100-jährigen Bestehen d es Waldfriedhofs, im Jahr 2014, erfolgten weitere Sanierungen
im Inneren der Gebäude.
Nach 45 Jahren ohne größere Wartung und Pflege, sind die Flachdächer nun in einem
Zustand, der sich nur noch vollständig erneuern lässt. Auf allen Dächern dringt Wasser unter
die Abdichtungsebene, durchfeuchtet das Mauerwerk und führt zu Schäden der historischen
Gebäudesubstanz.
Im Fokus stehen hier die Trauerhallen, aber auch die Bereiche der Urnengänge und der
Nebengebäude sind stark betroffen. 2024 wurde die nac h außen kippende Attika des
westlichen Säulengangs mit Hilfe einer Notkonstruktion rückverankert.
Aufgrund der Haushaltslage und der Möglichkeiten die Maßnahmen im laufenden
Trauerbetrieb und während der trockenen Sommermonate umsetzen zu können, wurde ei n
Sanierungsfahrplan erstellt, der eine abschnittsweise Sanierung vorsieht.
Bereits 2025 musste, bedingt durch äußerste Dringlichkeit, mit dem Dach der Trauerhalle
Ost begonnen werden. Folgen sollen 2026 der Bereich des Urnengangs Ost, 2027 der
Bereich des Urnengangs West und 2028 die Trauerhalle West.
Es wird mit dieser Maßnahme nur die Dachabdichtung erneuert und die Entwässerung
instandgesetzt. Folgeschäden des seit Jahren eindringenden Wassers sind bei dieser
Maßnahme nicht berücksichtigt. Diese müssen sukzessive nach Abtrocknung ebenfalls
eingeplant und umgesetzt werden.
Der Erhalt der Bausubstanz ist bei denkmalgeschützten Gebäuden die wirtschaftlichste
Lösung. Die Maßnahmen sind notwendig um Personenschäden sowie weitere bauliche und
finanzielle Schäden zu verhindern.
Ziel
Übergeordnetes Ziel der gestaffelten Dachsanierung ist die denkmalgeschützte Bausubstanz
Zug um Zug, im laufenden Trauerbetrieb, soweit zu sichern und zu erneuern, dass keine
weiteren Schäden auftret en. Die Dächer werden einzeln begutachtet und die jeweils
wirtschaftlichste Lösung umgesetzt. Eine vollständige Erneuerung der Dächer ist nach
aktuellem Stand bei allen Dächern notwendig. Die Priorisierung erfolgte nach Gefahr für
Personen aufgrund herabfa llender Steine (Kategorie 1), wirtschaftliche Schäden aufgrund
Durchfeuchtung der historischen Bausubstanz (Kategorie 2) und Maßnahmen, die zum
Substanzerhalt notwendig sind, aber nicht in die Kategorie 1 und 2 fallen.
Weitere Arbeiten an den Betonwerkste insäulen, Gruften und dem Putz können erst nach
vollständiger Trocknung verlässlich bewertet werden.
- 4 -
Berücksichtigung des Klimavorbehalts im Bereich Hochbau (Magistratsvorlage 2023/0097)
Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung w ird bei der Auswahl d es neuen Dachaufbaus
und der Dämmung, wie vorgesehen, zu Rate gezogen.
Die Möglichkeit der Ausführung der Dachaufbauten als Gründächer, im besten Fall in
Kombination mit Photovoltaikanlagen, wird im Rahmen der Planung geprüft und
gegebenenfalls im Nachgan g zu Abdichtung erfolgen.
Die Maßnahmen werden unter Genehmigung und in enger Abstimmung mit der Unteren
Denkmalschutzbehörde ausgeführt.
Finanzierung
Die Mittel für die Dachsanierung des Waldfriedhofs waren bereits im HH Jahr 2024 mit einer
siebenstelligen Summe angesetzt. Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation wurde diese
Summe zu einem niedrigen sechsstelligen Betrag gekürzt, der die Erneuerung der
Dachabdichtung sicherstellen konnte. Um die bereits entstandenen Folgeschäden des
eindringenden Wassers sowohl bautechnisch als auch optisch zu beheben, müssten zu einem
späteren Zeitpunkt noch einmal Mittel eingestellt werden.
Genauere Zahlen können der datenschutzrelevanten Anlage entnommen werden.
Ausblick weitere Vorgehensweise
Um die Gebäudesubstanz nach der mangelhaften Bauunterhaltung der vergangenen
Jahrzehnte wieder in einen kalkulierbaren Betriebsablauf zu bringen, sind nach der
Wiederherstellung der Abdichtung weitere Schritte nötig. Nach der gründlichen Austrocknung
der Bausubstanz müssen Risse und Betonwerksteine ausgebessert werden, damit sich der
Schaden nicht vergrößert. Abschließend sind die Oberflächen zu sanieren. Die Gebäude der
Leichenhalle inkl. der Kühlräume sowie die Personalunterkünfte sind ebenfalls
sanierungsbedürfti g, in dieser Betrachtung aber vorerst ausgenommen.
Darüberhinausgehende Reparaturen würden dann in einer regelhaften Bauunterhaltung
stattfinden.
Dezernat III Dezernat IV
Michael Kolmer André Schellenberg
Stadtrat Stadtkämmerer
anlage 3
6960 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
27.05.2026
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Grünflächenamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 67 69
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2026/0172
Magistratsbeschluss -Nr.
196
Internetfähig
Produkt-Nr.: 553010
Kostenstelle: 067-060-1000 Investitionsnummer: 25067-5070
Kostenträger: 5530-20 Sachkonto: 0953010
Betreff: Gesamtsanierung denkmalgeschützter Dächer am Waldfriedhof
Vorlage vom: 19.05.2026
Beschlussvorschlag :
1. Der Umsetzung der notwendigen Erneuerung der Dächer am Waldfriedhof wird
zugestimmt.
2. Der Beauftragung der hierfür notwendigen Leistungen wird zugestimmt.
3. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel sind in den Haushaltsjahren 2025 ff.
vorgesehen bzw. beantragt.
Anlagen:
Anlage 1_Sanierungsfahrplan Dachsanierung Waldfriedhof
Anlage 2_Grobe Kostenschätzung (datenschutzrelevant)
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 03.06.2026
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.5.2026
Hintergrund
Der denkmalgeschützte Waldfriedhof wurde zwischen 1912 und 1921 von August Buxbaum
errichtet und ist einer der bedeutendsten Friedhöfe der Stadt Darmstadt.
Mehrere Gebäude der Anlage sind mit Bitumendächern gedeckt. Diese Dachbedeckung
wurde zwischen den Jahren 1977 und 1981 erneuert. Wie üblich wurde eine zweite Dachhaut
aus Bitumenbahnen aufgebracht, ohne das darunter befindliche Dach abzuräumen. Dennoch
wurden für die Sanierung damals rund 3,5 Mio. Deutsche Mark aufgewendet.
Zum 100-jährigen Bestehen d es Waldfriedhofs, im Jahr 2014, erfolgten weitere Sanierungen
im Inneren der Gebäude.
Nach 45 Jahren ohne größere Wartung und Pflege, sind die Flachdächer nun in einem
Zustand, der sich nur noch vollständig erneuern lässt. Auf allen Dächern dringt Wasser unter
die Abdichtungsebene, durchfeuchtet das Mauerwerk und führt zu Schäden der historischen
Gebäudesubstanz.
Im Fokus stehen hier die Trauerhallen, aber auch die Bereiche der Urnengänge und der
Nebengebäude sind stark betroffen. 2024 wurde die nach außen kippende Attika des
westlichen Säulengangs mit Hilfe einer Notkonstruktion rückverankert.
Aufgrund der Haushaltslage und der Möglichkeiten die Maßnahmen im laufenden
Trauerbetrieb und während der trockenen Sommermonate umsetzen zu können, wurde ein
Sanierungsfahrplan erstellt, der eine abschnittsweise Sanierung vorsieht.
Bereits 2025 musste, bedingt durch äußerste Dringlichkeit, mit dem Dach der Trauerhalle
Ost begonnen werden. Folgen sollen 2026 der Bereich des Urnengangs Ost, 2027 der
Bereich des Urnengangs West und 2028 die Trauerhalle West.
Es wird mit dieser Maßnahme nur die Dachabdichtung erneuert und die Entwässerung
instandgesetzt. Folgeschäden des seit Jahren eindringenden Wassers sind bei dieser
Maßnahme nicht berücksichtigt. Diese müssen sukzessive nach Abtrocknung ebenfalls
eingeplant und umgesetzt werd en.
Der Erhalt der Bausubstanz ist bei denkmalgeschützten Gebäuden die wirtschaftlichste
Lösung. Die Maßnahmen sind notwendig um Personenschäden sowie weitere bauliche und
finanzielle Schäden zu verhindern.
Ziel
Übergeordnetes Ziel der gestaffelten Da chsanierung ist die denkmalgeschützte Bausubstanz
Zug um Zug, im laufenden Trauerbetrieb, soweit zu sichern und zu erneuern, dass keine
weiteren Schäden auftreten. Die Dächer werden einzeln begutachtet und die jeweils
wirtschaftlichste Lösung umgesetzt. Ei ne vollständige Erneuerung der Dächer ist nach
aktuellem Stand bei allen Dächern notwendig. Die Priorisierung erfolgte nach Gefahr für
Personen aufgrund herabfallender Steine (Kategorie 1), wirtschaftliche Schäden aufgrund
Durchfeuchtung der historischen B ausubstanz (Kategorie 2) und Maßnahmen, die zum
Substanzerhalt notwendig sind, aber nicht in die Kategorie 1 und 2 fallen.
Weitere Arbeiten an den Betonwerksteinsäulen, Gruften und dem Putz können erst nach
vollständiger Trocknung verlässlich bewertet wer den.
Berücksichtigung des Klimavorbehalts im Bereich Hochbau (Magistratsvorlage 2023/0097)
Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung w ird bei der Auswahl des neuen Dachaufbaus
und der Dämmung, wie vorgesehen, zu Rate gezogen.
Die Möglichkeit der Ausf ührung der Dachaufbauten als Gründächer, im besten Fall in
Kombination mit Photovoltaikanlagen, wird im Rahmen der Planung geprüft und
gegebenenfalls im Nachgang zu Abdichtung erfolgen.
Die Maßnahmen werden unter Genehmigung und in enger Abstimmung mit de r Unteren
Denkmalschutzbehörde ausgeführt.
Finanzierung
Die Mittel für die Dachsanierung des Waldfriedhofs waren bereits im HH Jahr 2024 mit einer
siebenstelligen Summe angesetzt. Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation wurde diese
Summe zu einem niedrigen sechsstelligen Betrag gekürzt, der die Erneuerung der
Dachabdichtung sicherstellen konnte. Um die bereits entstandenen Folgeschäden des
eindringenden Wassers sowohl bautechnisch als auch optisch zu beheben, müssten zu einem
späteren Zeitpunkt noc h einmal Mittel eingestellt werden.
Genauere Zahlen können der datenschutzrelevanten Anlage entnommen werden.
Ausblick weitere Vorgehensweise
Um die Gebäudesubstanz nach der mangelhaften Bauunterhaltung der vergangenen
Jahrzehnte wieder in einen kalkulierbaren Betriebsablauf zu bringen, sind nach der
Wiederherstellung der Abdichtung weitere Schritte nötig. Nach der gründlichen Austrocknung
der Bausubstanz müssen Risse und Betonwerksteine ausgebessert werden, damit sich der
Schaden nicht vergrößert. Abschließend sind die Oberflächen zu sanieren. Die Gebäude der
Leichenhalle inkl. der Kühlräume sowie die Personalunterkünfte sind ebenfalls
sanierungsbedürftig, in dieser Betrachtung aber vorerst ausgenommen.
Darüberhinausgehende Reparaturen würden dann in einer regelhaften Bauunterhaltung
stattfinden.
Dezernat III Dezernat IV
Michael Kolmer André Schellenberg
Stadtrat Stadtkämmerer
anlage 1
5514 Zeichen
Anlage 1_Sanierungskonzept Gebäude/Bauvorhaben: Waldfriedhof Dächer Trauerhallen und Kolonnadengang Datum, Ort: 10.3.2026 Seite 1 von 4 Sanierungskonzept Dächer Notsanierung Dächer Waldfriedhof Sanierungsabschnitte und Gebäude 1. Abschnitt 2025 – Dachsanierung der Trauerhalle O st Aus dem Dachgesims sind im vergangenen Jahr Steine heruntergefallenden, die Gefahr von Personenschäden war somit immens. Die Trauerhalle O st ist die aktuell genutzte Aufbahrungshalle und wurde Innen 2014, zum 100jährigen Bestehen des Friedhofs aufwändig saniert. Das Dach war vollständig durchnässt, die Fugen der Brüstungsabdeckung lagen offen, die Kupferbleche der Attika wiesen zahlreiche Fehlstell en auf. Das eindringende Wasser durchnässte die darunter befindlichen Wände und sorgte während der Winterzeit für deutliche Strukturschäden im Gesims und Putzbereich. Teile der Gesimse platzt en ab und fielen aus ca. 8m Höhe auf öffentlich zugängliche Bereiche. Eine Sanierung noch vor der Frostperiode 2025/2026 war aus verkehrssicherungsgründen unumgänglich und wurde 2025 vorbereitet und umgeset zt. Anlage 1_Sanierungskonzept Gebäude/Bauvorhaben: Waldfriedhof Dächer Trauerhallen und Kolonnadengang Datum, Ort: 10.3.2026 Seite 2 von 4 Vor und nach der Sanierung Trauerhalle Ost Der vollständige Dachaufbau wurde bis auf die Decke nplatte rückgebaut. In Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Amt für Klimas chutz und Klimaanpassung wurde eine neue Dämmung und eine neue Ausführung der Entwässer ung geplant und umgesetzt. In diesem Zuge wurden die Fugen der Brüstung neu verfüllt und das Kupferblech nachträglich abgedichtet. Bauzeit 6 Wochen Anlage 1_Sanierungskonzept Gebäude/Bauvorhaben: Waldfriedhof Dächer Trauerhallen und Kolonnadengang Datum, Ort: 10.3.2026 Seite 3 von 4 2. Sanierungsteil 2026 - Kolonnade Ost Der mittlere Bereich der Kolonnaden weist eine deut liche Neigung der Attika nach außen Richtung Friedhof auf. Die Neigung beträgt gemäß Gutachten b is zu 5°. Die Attika befindet sich in 5m Höhe, ist aus Mauerwerk und befindet sich direkt über den Urnenbereichen. Hierdurch ist nicht nur die Bausubstanz an sich gefährdet, sondern insbesondere Personen, die sich im Bereich der Urnenwände aufhalten. Die Gefahr eines weiteren Abs ackens der Attika kann nicht ausgeschlossen werden. Das Flachdach wird durch innen liegende Fal lrohre entwässert. Eine Kamerabefahrung ergab, dass die gusseisernen Rohre verrostet und te ilweise mit Wurzelwerk vollständig zugewachsen sind. Bei den Kolonnadengängen handelt es sich nicht um einen Innenraum. Die Betonwerksteinsäulen sind jedoch durch die eindring ende Feuchtigkeit bereits massiv beeinträchtigt. Es zeigen sich viele Risse und abpl atzende Schollen an den Säulen. Der Putz fällt bereits in großen Schollen von den Wänden. Folgende Maßnahmen sind geplant: Gerüstarbeiten Steinmetz - Rückbau der Werksteinbrüstungselemente Abbrucharbeiten/ Rohbauarbeiten - Rückbau bzw. Verstärkung der bestehenden Attika Neuverlegung der Brüstungssteine Abbruch des Dachaufbaus Dachdeckerarbeiten Erneuerung des Dachaufbaus und Sanierung der innenl iegenden Entwässerungsrohre Blitzschutzarbeiten Kanalbefahrungs- und sanierungsarbeiten Geschätzte Bauzeit 3 Monate, Kosten im HH 2026 ange meldet 250.000€ Anlage 1_Sanierungskonzept Gebäude/Bauvorhaben: Waldfriedhof Dächer Trauerhallen und Kolonnadengang Datum, Ort: 10.3.2026 Seite 4 von 4 3. Sanierungsteil 2027 - Kolonnade West Die Bauschäden im Bereich der Kolonnade zeigen sich im westlichen Teil noch deutlich gravierender als auf der östlichen Seite. Aufgrund der Gefahr, die durch die instabile Attikamauer ausgeht, ist vor zwei Jahren eine Notsicherung ange bracht worden, die die Attika provisorisch auf dem Dach verankert und die Gefahr eines Personensch adens vorerst beseitigt. Da Wasser dennoch großflächig in die Konstruktion eindringt, ist eine Sanierung auch hier unumgänglich. In großen Teilen sind Bauteile bereits beschädigt. Teilweise werden Stützen mit Gurtbändern zusammengehalten. Folgende Maßnahmen sind geplant: Rückbau – Notsicherung Gerüstarbeiten Steinmetz - Rückbau der Werksteinbrüstungselemente Abbrucharbeiten/ Rohbauarbeiten - Rückbau bzw. Verstärkung der bestehenden Attika Neuverlegung der Brüstungssteine Abbruch des Dachaufbaus Dachdeckerarbeiten Erneuerung des Dachaufbaus und Sanierung der innenl iegenden Entwässerungsrohre Blitzschutzarbeiten Kanalbefahrungs- und sanierungsarbeiten Geschätzte Bauzeit 3 Monate, Kosten (ca. 300.000 €) sind geplant 2027 4. Sanierungsteil 2028- Trauerhalle West Die Trauerhalle West ist nicht mehr in den laufende n Trauerbetrieb eingebunden. Dort befindet sich seit der Feier anlässlich des 100-jährigen Bes tehens die Ausstellung ‚leben aus gestorben‘. Der genaue Zustand des Gebäudes ist noch nicht gepr üft. Es ist jedoch mit den gleichen Umständen wie bei den anderen Gebäuden, insbesonder e der baugleichen Trauerhalle zu rechnen. Aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes und der da mit verbundenen Unterhaltspflicht, ist eine rechtzeitige Sanierung auch hier die wirtschaftlich ste Lösung.
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Am Waldfriedhof
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2026/0172
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 19.05.2026
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00