2015/0106
Erneuerung der Brückenbauwerke Stirnweg und Hilpertstraße einschließlich der Anschlussknotenpunkte Gesamtkosten: 11.800.000,00 Euro
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Datum: 24.03.2015
Thomas Emig
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Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Maßstab 1: 1.500
anlage 4
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Auszug aus dem Regionalplan Südhessen 2010
2015/0106
12554 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
15.04.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Straßenverkehrs -
und Tiefbauamt OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0106
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6116
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Erneuerung der Brückenbauwerke Stirnweg und Hilpertstraße einschließlich der A n-
schlussknotenpunkte
Gesamtkosten: 11.800.000,00 Euro
Vorlage vom: 30.03.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.
2. Der Planung wird zugestimmt.
3. Auf der Grundlage der Entwurfsplanung ist nach Magistratsbeschluss ein Planfestste l-
lungsverfahren einzuleiten.
Anlagen: Bauwerksplan Stirnweg
Bauwerksplan Hilpertstraße
Übersichtsplan
Auszug aus dem Regionalplan Südhessen 2010
Plan Industriegleis Hilpertstraße
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Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30. März 2015
Grundlagen
Mit Vorlage 2013/0106 wurde die Notwendigkeit der Erneuerung der beiden Straßenbr ücken
"Hilpertstraße" und "Stirnweg" als Grundsatz sowie au f Grundlage von entsprechenden Vo r-
planungen der Brücken und deren Anschlüsse an das vorhandene Straßennetz die jeweilige
Vorzugsvariante beschlossen.
Nachfolgend wurde nach Beschluss der Vorlagen 2013/0181 (Antworten zu Fragen aus der
Stadtverordnetenvers ammlung), 2014/0028 (Durchführung VOF -Verhandlungsverfahren)
sowie 2014/0248 (Ergebnis des VOF -Verhandlungsverfahrens) die Entwurfsplanung der Br ü-
cken und Straßenverkehrsanlagen mit nachfolgend genannten Ergebnissen durchgeführt:
Bauwerke
Die Brücke Hilpertstraße übernimmt eine wesentliche Erschließungsfunktion für das Gewerbe-
gebiet Südwest, wo sich unter anderem das TZ Rhein-Main und die zu entwickelnden Konver-
sionsflächen West befinden. Am Knotenpunkt Haardtring / Hilpertstraße / Holzhofallee fließen
die Verkehre aus den verschiedenen Richtungen zusammen, so dass dieser eine zentrale ve r-
kehrliche Bedeutung für das Gebiet hat. Das neue Bauwerk soll parallel zur bestehenden Br ü-
cke in dauerhafter Lage hergestellt werden, so dass der Verlauf der Achse Holzhofallee - Hil-
pertstraße anzupassen ist. Hauptanlass für die versetzte Lage sind deutlich vereinfachte Ba u-
abläufe und geringere verkehrliche Auswirkungen während der Bauzeit.
Die Brücke Stirnweg dient in erster Linie dem in West<->Süd-Richtung orientierten Verkehr;
der über den Stirnweg die Hauptverkehrsstraße Haardtring bzw. in umgekehrter Fahr trichtung
von dort die Rheinstraße und damit die Autobahn erreicht. Dieses Bauwerk wird in gleicher
Lage wie im Bestand nach Abbruch der heutigen Brücke hergestellt. Während der Bauzeit kann
die zuerst erneuerte Brücke Hilpertstraße den zusätzlichen Verkehr aufnehmen; die Brücke
Hilpertstraße ist vom Querschnitt so ausgelegt, dass sie temporär 4 Fahrstreifen in der Bauzeit
aufnehmen kann.
Im Ergebnis des Gestaltungswettbewerbs (Magistratsvorlagen Nr. 2013/0106 und Nr.
2014/0248) wurde für beide Brücken ein Spannbetonrahmen unter Verwendung von Fertigte i-
len als Vorzugsvariante festgelegt. Die lager- und fugenlose Bauweise stellt eine wirtschaftliche
Lösung dar. Der Einsatz von Spannbetonfertigteilen im Überbau erlaubt eine Minimierung der
bauzeitlichen Einschränkungen des Bahnverkehrs sowie kurze Bauzeiten und reduziert damit
die Kosten durch Verkehrsbehinderungen. Der Abstand der Widerlager von den äußeren
Gleisachsen wurde mit jeweils 4,00 m so groß gewählt, dass sich der Baugrubenverbau und die
Montageabstützungen für die Fertigteile außerhalb des Lichtraumprofils der Bahn aufstellen
lassen und somit die bauzeitlichen Einschränkungen für den Bahnverkehr minimiert wer den.
Sowohl die geneigten Widerlagerwände als auch die Kappenaußenkanten folgen einer ausg e-
rundeten Linie, die sich in Draufsicht und Ansicht, aber auch in den Anschlussbereichen wi eder
finden. Auf der Westseite der Brücke Hilpertstraße schließen sich Bastionen an, während auf
der Ostseite Böschungen ausgebildet werden. Die Brücke Stirnweg wird beidseitig von B ö-
schungsflügeln umgeben. An den Widerlagervorderseiten ist zur Gliederung der Betonfläche
eine Nutung vorgesehen.
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In der Ansicht wird die ausgerundete Linie vom Rahmenbauwerk sowie vom Berührungsschutz
gebildet. Der Berührungsschutz trägt auf der Innenseite den Handlauf und dient gleichzeitig als
Absturzsicherung. Der Berührungsschutz besteht bis zum Handlauf aus transluzenten Glasfl ä-
chen und oberhalb des Handlaufs aus transparenten Glasflächen. Die T-förmigen Pfosten des
Berührungsschutzes erhalten eine grau-weiße Farbgebung (RAL 9002).
Aus der vorhandenen Topographie und der Trassierung der kreuzenden Verkehrswege ergeben
sich folgende Hauptabmessungen für die
Brücke Hilpertstraße:
Stützweite (straßenachsparallel): 17,354 m
Lichte Weite: 16,108 m
Lichte Höhe: ≥ 5,82 m
Breite zwischen den Geländern: ≥ 18,295 m
Fahrbahnbreite: 3 x 3,75 m
Konstruktionshöhe: 0,80-1,50 m
Brückenfläche: 341 m²
Brücke Stirnweg:
Stützweite (in Bauwerksachse): 20,884 m
Lichte Weite (in Bauwerksachse): 19,428 m
Lichte Höhe: ≥ 5,683 m
Breite zwischen den Geländern: ≥ 13,45 m
Fahrbahnbreite: 2 x 3,50 m
Konstruktionshöhe: 1,05 - 1,60 m
Brückenfläche: 345 m²
Knotenpunkte (Verkehr)
Im Rahmen des für die Brückenneubauten erforderlichen Um- bzw. Neubaus der benachbarten
Straßenknotenpunkte sollen diese barrierefrei ausgebaut werden.
Der Knotenpunkt Hilpertstraße / Am Kavalleriesand ist angesichts der hohen Verkehr smengen
zur sicheren Führung aller Verkehrsteilnehmer zu signalisieren. Neben der Verbesserung der
Verkehrssicherheit ergeben sich daraus für den nicht-motorisierten Verkehr deutlich schnellere
und direktere Querungsmöglichkeiten auf den verschiedenen relevanten Relationen im Ver-
gleich zu einem unsignalisierten Knotenpunkt.
Auf der Westseite der Brücke Stirnweg muss die Straße Am Kavalleriesand so weit abgesenkt
werden, dass im Endzustand eine durchgehende Radverkehrsverbindung in Ost-West-Richtung
in den neuen "Grünzug Ost TZ Rhein-Main" möglich ist; heute wird dies durch einen bis zu 2 m
hohen Geländesprung verhindert. Künftig wird eine durchgehende attraktive Verbindung für
Radfahrer über den neuen "Grünzug Ost TZ Rhein-Main" in Richtung Stadtmitte alternativ zur
Achse Rheinstraße ermöglicht. Im Planungsraum werden die Verkehrsanlagen h öhenmäßig so
verändert, dass generell eine vollständige Neuherstellung des Oberbaus erforderlich wird. Die
Maßnahme umfasst insgesamt eine Länge von ca. 360 m (Abschnitt Hilpertstraße) bzw. 250 m
(Abschnitt Stirnweg). Die Topographie des gesamten Geländes ist gekennzeichnet durch H ö-
henunterschiede, die aus der erforderlichen Querung der Bahnanlagen resultieren. Die heut i-
gen lichten Höhen bei der Querung der Bahn entsprechen nicht mehr den Vorschriften und
Regelwerken, so dass die neuen Bauwerke angehoben werden müssen, um eine lichte Höhe
von 5,70 m einzuhalten.
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Kostenberechnung
Hilpertstraße Bauwerk
Oberbau 16.500 €
Baugruben, Wasserhaltung 408.640 €
Entwässerung 9.485 €
Gründung, Baugrubensicherung 394.900 €
Beton, Stahlbeton, Verblendungen 1.235.730 €
Gerüste, Abbruch 268.010 €
Stahlbau, Brückenlager, Geländer 62.030 €
Oberflächen- und Korrosionsschutz, Deckschicht 49.615 €
Instandsetzung 452.750 €
Baustelleneinrichtung, Techn. Bearbeitung 319.400 €
3.217.060 €
Knotenpunkte (Verkehr)
Untergrund, Unterbau, Entwässerung 317.947 €
Oberbau 423.035 €
Ausstattung 228.900 €
Sonstige besondere Anlagen 60.800 €
1.030.682 €
Stirnweg Bauwerk
Baugruben, Wasserhaltung 181.112 €
Entwässerung 9.930 €
Gründung, Baugrubensicherung 119.300 €
Beton, Stahlbeton, Verblendungen 931.076 €
Gerüste, Abbruch 262.890 €
Stahlbau, Brückenlager, Geländer 78.045 €
Oberflächen- und Korrosionsschutz, Deckschicht 49.389 €
Instandsetzung 312.450 €
Baustelleneinrichtung, Techn. Bearbeitung 244.400 €
2.188.022 €
Knotenpunkte (Verkehr)
Untergrund, Unterbau, Entwässerung 351.085 €
Oberbau 296.820 €
Ausstattung 97.700 €
Sonstige besondere Anlagen 17.244 €
762.849 €
Bauwerk Hilpertstraße 3.217.060 €
Knotenpunkte Hilpertstraße 1.030.682 €
Bauwerk Stirnweg 2.188.022 €
Knotenpunkte Stirnweg 762.849 €
7.198.613 €
Zuschlag 5 % für Unvorhergesehenes, Sonstiges 359.931 €
7.558.544 €
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Projektkostenermittlung
Bauwerke und Knotenpunkte, gerundet 7.600.000 €
Baunebenkosten 15 % 1.140.000 €
Projektsteuerung, Öff-Arbeit, Beteiligungsprozesse 5 % 380.000 €
Aufschlag für Kostenentwicklung 10 % 760.000 €
Summe Herstellungskosten, netto 9.880.000 €
zzgl. Mehrwertsteuer 19,0 % 1.877.200 €
Unvorhergesehenes und zur Rundung 43.000 €
11.800.000 €
Die reinen Baukosten der Entwurfsplanung entsprechen mit rd. 9,0 Mio. Euro (brutto; 7,6 Mio.
Euro netto) recht gut den 2013 auf Grundlage der Vorplanung ermittelten 8,6 Mio. Euro (vgl.
MV 2013/0106).
Auf der Grundlage dieser Planung wird ein gemeinsames Planfeststellungsverfahren für beide
Brücken nach Magistratsbeschluss beim Regierungspräsidenten Darmstadt beantragt. Die
Dauer dieses Verfahrens wird inklusive der Einspruchsfrist auf 8 Monate prognost iziert. Im
Anschluss an den Planfeststellungsbescheid wird dem Magistrat erneut über den Sachstand
berichtet und die Ausführungsplanung begonnen.
Voraussetzung für den Planfeststellungsbeschluss ist der Abschluss zum einen eines Freistel-
lungsverfahrens für das Industriegleis zum ehemaligen Nathan-Hale-Depot und zum anderen
eines Zielabweichungsverfahrens zur ICE-Trassenvariante über die Konversion West längs der
Eschollbrücker Straße.
Das Industriegleis mit der Gleisharfe (Anlage) auf dem Gelände des ehemaligen Nathan -Hale-
Depots ist ohne Berücksichtigung der Eigentumsverhältnisse immer noch eine gewidmete E i-
senbahnanlage, die nicht überplant werden kann. Hier ist kurzfristig ein Freistellungsverfahren
nach § 23 AEG zu stellen, welches vor dem Planfeststellungsbeschluss positiv entschi eden sein
muss.
Gegenwärtig ist im Regionalplan Südhessen 2010 noch eine ICE-Trassenvariante über Konver-
sion West (Nathan-Hale-Depot und Kelly-Baracks) enthalten (Anlage), die nicht überplant wer-
den darf. Hier ist ein Zielabweichungsverfahren beim Regierungspräsidium zu beantragen, um
die Trassenvariante vor dem Planfeststellungsbeschluss aus dem Regionalplan zu entfernen.
Wenn eines der beiden Verfahren nicht rechtzeitig innerhalb des auf acht Monate angesetzten
Planfeststellungsverfahrens positiv abgeschlossen werden kann, hat dies erhebliche zeitliche
Auswirkungen auf den Bau beider Brücken und damit der anschließend zu erneuernden Rhein -
straßenbrücke.
Baubeginn der Brücke Hilpertstraße soll planmäßig Anfang November 2016 sein. Die Oberle i-
tungsarbeiten in diesem Bereich müssen bis dahin abgeschlossen sein (planmäßig: Oktober
2016). Aufgrund der von der Bahn gewährten Sperrpausen wäre ein späterer Baubeginn mit
deutlichen Verzögerungen sämtlicher Bahnbrücken verbunden.
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Die Inbetriebnahme der neuen Brücke Hilpertstraße ist für November 2017 vorgesehen. Im
Januar 2018 werden dann beide alten Brückenbauwerke rückgebaut und mit dem Bau der
Brücke Stirnweg begonnen. Die Fertigstellung der kompletten Baumaßnahme soll im Dezem-
ber 2018 erfolgen und im Anschluss unmittelbar mit dem Bau der Rheinstraßenbrücke bego n-
nen werden.
Die Finanzierung wird in der Bauvorlage dargestellt.
Darmstadt, 30.03.2015
III-66/2 S-Em-Wg
Nst. 2715
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
Cornelia Zuschke André Schellenberger
Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 1
21 Zeichen
Bauwerksplan Stirnweg
anlage 3
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E Fi $ 1 Ei B] $ 8 g & Ri Sf 24720c + + Ur 4 Il + In Unterlage 5.1. Blatt_1 34738h + Tg + rn Unten I Blatt 2 W. | Datum [ [Beorbeitet| Geprüft | RN Änderungen x N 3473,.], | Bearbeitung: Datum | Zeichen eo beorbeitet | 10.11.2014] MH Durth Roos rel gem m u Consulting GmbH R Aa ad 1 8 Dam en _ B273400 Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Anlage 3 Brückenerneuerung + EN Hipertstraße und Stimweg | "= 1 Pionort. Übersichtsiogepion Pezaa0ı + — Entwurfsplanung — + + n- 1: 2000 + Beramet in Te | 1166/25 Gezeichnet: gez. Comnelio Zuschle gez. D. Boß Datum: + R 4 2423405 Dipl.-Ing. S Zuschke Di ing.) D.BoB u. ur ame bean 5 Fi 3 Fi 5 J Z. Mitzeichnung Fl Pl al Fl Fi Dormstodt. 34736, Bi Wissenschaftsstadt Darmstadt der Magistrat
anlage 2
26 Zeichen
Bauwerksplan Hilpertstraße
Beratungsverlauf (4)
Orte (7)
- Hilpertstraße 2
- Holzhofallee
- Rheinstraße
- Eschollbrücker Straße
- Stirnweg 2
- Am Kavalleriesand
- Haardtring
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0106
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 30.03.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00