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2017/0194

Straßenzustandserfassung 2016

Magistratsvorlage 29.11.2017

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2017/0194

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.12.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Straßenverkehrs - 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 66 
IV 20 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0194 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
514 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:  541010 / 542010 / 543010 / 544010  
Kostenstelle:  066-100-1000, 066-110-1000, 
                     066-120-1000, 066-130-1000 
Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5410-11, 5420-11, 5430-11, 
                      5440-11 
Sachkonto: 6165 000 
 
Betreff: Straßenzustandserfassung 2016  
 
Vorlage vom: 29.11.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht über die wesentlichen Ergebnisse der  Straßenzustandserfassung 2016  wird zur 
Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 20.12.2017 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 29.11.2017  
 
Gemäß § 9 Hessisches Straßengesetz (HStrG) umfasst die Straßenbaulast alle mit dem Bau 
und Unterhaltung der Straßen zusammenhängenden Aufgaben. Dem Straßenbaulastträger 
obliegt die Verkehrssicherheitspflicht. Damit eng verbunden ist der Straßenzustand. Die 
Straßenoberfläche muss die notwendige Verkehrssicherheit gewährleisten. 
 
Um den Zustand sämtlicher Straßen innerhalb des Stadtgebiets zu kontrollieren sowie als 
Grundlage für ein systematisches Straßenerhaltungsprogramm (Pavementmanagement) mit 
Abschätzung der erforderlichen Finanzmittel, ist es unumgänglich regelmäßige Bestands-
aufnahmen durchzuführen. 
 
Diese Vorlage soll die Ergebnisse der Straßenzustandserfassung 2016, die Veränderungen im 
Haupt- und Nebenstraßennetz gegenüber der letzten Straßenzustandserfassung im Jahr 2011 
(siehe Magistratsvorlage 2013/0002) sowie einen Vergleich der letzten beiden Erfassungen mit 
dem 2006 befahrenen Hauptverkehrsstraßennetz aufzeigen. 
 
Es wurden, wie bereits im Jahre 2011, sämtliche Hauptverkehrsstraßen (Netzlänge ca. 105 
km, Messlänge rd. 259 km) und Nebenstraßen (Netzlänge ca. 229 km, Messlänge rd. 223 km) 
untersucht. Hierbei sind insbesondere die Ebenheit (z. B. Spurrinnen) und Substanzmängel 
(Netzrisse, Flickstellen, Oberflächenschäden) entscheidend für die Einstufung in eine 
Zustandsklassen. 
 
Die Erfassung des Straßenzustands erfolgt in fünf Zustandsklassen. Zustandsklasse 1 steht 
dabei für die beste, Zustandsklasse 5 für die schlechteste Einstufung. Für ca. 0,8 k m des 
Messnetzes konnten aufgrund von Baustellen keine Merkmale erfasst und dem zufolge auch 
keine Zustandswerte berechnet werden.  
 
Erläuterung der Zustandsklassen (ZK):  
 
ZK 1 Entspricht der Mindestqualität bei der Abnahme von neu hergestellten 
oder neuwertig sanierten Verkehrsflächen  
ZK 2 
Zielwert 1,5 (entspricht der Mindestqualität bei der Abnahme) ist über -
schritten: 
Erste Schäden erkennbar, Maßnahmen zur Instandsetzung / 
Erneuerung noch nicht notwendig, erste Kleinreparaturen notwendig  
ZK 3 
Schäden erkennbar, Maßnahmen zur Instandsetzung / Erneuerung in 
den nächsten 5 Jahren wahrscheinlich nicht notwendig, Schadensbe -
hebung im Rahmen der baulichen Unterhaltung notwendig  
ZK 4 
Warnwert 3,5 (größere Schäden erkennbar) überschritten:  
Maßnahmen z ur Instandsetzung / Erhaltung in den nächsten 3 Jahren 
notwendig 
ZK 5 
Schwellenwert 4,5 (stark ausgeprägte Schäden, wie Unebenheit, Risse, 
Flickstellen, Fugen, Oberflächenschäden) sind überschritten:  
Maßnahmen zur Instandsetzung / Erhaltung spätestens in 1 – 2 Jahren 
notwendig, sofortige Verkehrsbeschränkungen sind zu prüfen

- 5 - 
 
Ergebnisse der Straßenzustandserfassung 2016 
 
Hauptverkehrsstraßen 
 
 
 
 
Nebenstraßennetz

- 6 - 
 
 
Gesamtnetz 
 
 
 
 
 
Ergebnisvergleich mit vergangenen Messkampagnen aus den Jahren 2006 und 2011

- 7 - 
Für das Hauptstraßennetz (Abbildung 1) zeigt sich insbesondere in der Zustandsklasse 5 eine 
sehr deutliche Verbesserung gegenüber den Jahren 2006 und 2011, was ein Resultat der in 
den letzten Jahren durchgeführten Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen im Bereich des 
Haupt-straßennetzes und der zusätzlich zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel ist. Zudem 
erhöht sich der Anteil in den guten bis mittelmäßigen Zustandsklassen, insbesondere in 
Zustandsklasse 3. 
 
 
Abbildung 1: Vergleich der Zustandsklassenverteilung Hauptverkehrsstraßennetz 
Im Nebenstraßennetz (Abbildung 2) zeigt sich eine sehr geringe Zustandsveränderung, wobei 
die Tendenz der Vorjahre gleich zu bleiben scheint. Bei gleichzeitiger geringer Abnahme in der 
Zu-standsklasse 1 erhöht sich die Zustandsklasse 5, während die mittleren Zustandsklassen 
nahezu unverändert bleiben. Daraus lässt sich eine geringfügige Verschlechterung des 
Oberflächenzu-standes des Nebenstraßennetzes feststellen. 
 
 
Abbildung 2: Vergleich der Zustandsklassenverteilung Nebenstraßennetz

- 8 - 
 
Bei Betrachtung des Gesamtnetzes (Abbildung 3) ist aktuell eine Verbesserung gegenüber den 
vorhergehenden Messkampagnen zu erkennen. Der Anteil der Zustandsklasse 5 nahm von 
2006 auf 2011 um 0,4 % zu und aktuell sehr deutlich um 9,5 % ab. Bei den Zustandsklassen 
1, 2 und 4 ist eine leichte Zunahme zu erkennen.  
Zusammenfassend ist seit der letzten Erfassung eine sehr deutliche Verbesserung des 
Zustandes der Hauptverkehrsstraßen, bei einer nur geringen Verschlechterung der 
Nebenstraßen ersichtlich. 
 
 
Abbildung 3: Zustandsklassenverteilung im Messnetz von 2006 bis 2016 
Finanzbedarf 
 
Eine auf diesen Daten basierende Abschätzung des Finanzbedarfs allein für die Unterhaltung 
(Instandsetzung und grundhafte Erneuerungen) der nach Zustandsklasse 4 und 5 geschädigten 
Straßen über die nächsten 5 Jahre zeigt nachfolgende Zusammenstellung. 
 
Kurzfristiger Erhaltungsbedarf (über 2 Jahre) → ZK 5 
 
- Hauptverkehrsstraßen     20,3 Mio. Euro 
- Nachgeordnetes Netz       0,5 Mio. Euro 
 
Summe kurzfristiger Erhaltungsbedarf   20,8 Mio. Euro 
Aufwand je Jahr (Jahr 1 und 2)    10,4 Mio. Euro 
 
 
Mittelfristiger Erhaltungsbedarf (3 bis 5 Jahre) → ZK 4 
 
- Hauptverkehrsstraßen     12,4 Mio. Euro 
- Nachgeordnetes Netz       1,8 Mio. Euro 
 
Summe mittelfristiger Erhaltungsbedarf   14,2 Mio. Euro 
Aufwand je Jahr (Jahr 3, 4 und 5)     4,7 Mio. Euro

- 9 - 
 
 
Durchschnittlicher Aufwand über den Betrachtungszeitraum von 5 Jahren zur Behebung sämt -
licher Schäden in den Zustandsklassen 4 und 5:  
 
Aufwand je Jahr durchschnittlich      7,0  Mio. Euro  
 
 
 
 
 
Zusammenfassung 
 
Die Straßenzustandserfassung 2016 war in dieser Form bereits die vierte Erfassung des Haupt-
verkehrsstraßennetzes und die dritte Erfassung des nachgeordneten Netzes im Stadtgebiet der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Messergebnisse zeigen, dass sich der Zustand des Gesamt-
netzes weiter verbessert hat. Im Vergleich mit der letzten Erfassungen 2011 zeigt sich aber, 
dass der Trend der Verschlechterung im nachgeordneten Netz weiterhin, wenn auch in 
geringem Maße, zugenommen hat. Die Zustandsverteilung des Hauptverkehrsstraßennetzes 
zeigt hier einen signifikanten Rückgang der Zustandsklasse 5, bei einem geringen Anstieg der 
besseren Zustands-klassen. 
 
 
Fazit 
 
Die nächste Zustandserfassung ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Dabei sollen dann sämtliche 
Hauptverkehrs- und Nebenstraßen sowie sämtliche Nebenflächen untersucht werden. Diese 
Ergebnisse dienen als wichtiges Steuerungsinstrument im Erhaltungsmanagement.  Diese not-
wendige Fortschreibung der Daten garantiert in ihrer Auswertung den optimalen Mitteleinsatz 
mit größtmöglichem Nutzen. Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass die Mittel im Finanz- 
und Ergebnishaushalt wie bisher bereitgestellt werden. 
 
Mittelfristiges Ziel der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist vor diesem Hintergrund die Erstellung 
eines durchführbaren Bauprogrammes. Es wird dabei empfohlen, abhängig von den zur 
Verfügung stehenden Mitteln, auch das frühzeitige Eingreifen bereits in Zustandsklasse 4 zu 
berücksichtigen. Bei diesem Zustandsniveau kann mit oftmals geringerem Mitteleinsatz ein 
größerer Nutzen erzielt werden. Unabdingbar ist hierbei eine spezifische Betrachtung der zu 
sanierenden Erhaltungs-abschnitte hinsichtlich der tatsächlichen Schadensursache und einer 
geeigneten Maßnahmeart. 
 
Darmstadt, 29.11.2017 
 
Die Dezernentin III     Der Dezernent IV 
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek     André Schellenberg 
Stadträtin      Stadtkämmerer

anlage 2

127 Zeichen

Punkt 4: Straßenzustandserfassung 2016 
 (V-Nr. 2017/0194) 
- Kenntnisnahme –  
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 3

182 Zeichen

Punkt 18: Straßenzustandserfassung 2016 
 (V-Nr. 2017/0194) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis. 
  
Stadtv. Hang (UFFBASSE) fragt, wann der Stichtag für den Bericht sei.

anlage 4

144 Zeichen

Punkt 9: Straßenzustandserfassung 2016 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2017/0194) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

2017/0194

8682 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.12.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Straßenverkehrs- 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0194 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:  541010 / 542010 / 543010 / 544010  
Kostenstelle:  066-100-1000, 066-110-1000, 
                     066-120-1000, 066-130-1000 
Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5410-11, 5420-11, 5430-11, 
                      5440-11 
Sachkonto: 6165 000 
 
Betreff: Straßenzustandserfassung 2016  
 
Vorlage vom: 29.11.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht über die wesentlichen Ergebnisse der  Straßenzustandserfassung 2016  wird zur 
Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  29.11.2017  
 
Gemäß § 9 Hessisches Straßengesetz (HStrG) umfasst die Straßenbaulast alle mit dem Bau und 
Unterhaltung der Straßen zusammenhängenden Aufgaben. Dem Straßenbaulastträger obliegt die 
Verkehrssicherheitspflicht. Damit eng verbunden ist der Straßenzustand. Die Straßenoberfläche 
muss die notwendige Verkehrssicherheit gewährleisten. 
 
Um den Zustand sämtlicher Straßen innerhalb des Stadtgebiets zu kontrollieren sowie als 
Grundlage für ein systematisches Straßenerhaltungsprogramm (Pavementmanagement) mit 
Abschätzung der erforderlichen Finanzmittel, ist es unumgänglich regelmäßige Bestands-
aufnahmen durchzuführen. 
 
Diese Vorlage soll die Ergebnisse der Straßenzustandserfassung 2016, die Veränderungen im 
Haupt- und Nebenstraßennetz gegenüber der letzten Straßenzustandserfassung im Jahr 2011 
(siehe Magistratsvorlage 2013/0002) sowie einen Vergleich der letzten beiden Erfassungen mit 
dem 2006 befahrenen Hauptverkehrsstraßennetz aufzeigen. 
 
Es wurden, wie bereits im Jahre 2011, sämtliche Hauptverkehrsstraßen (Netzlänge ca. 105 km, 
Messlänge rd. 259 km) und Nebenstraßen (Netzlänge ca. 229 km, Messlänge rd. 223 km) 
untersucht. Hierbei sind insbesondere die Ebenheit (z. B. Spurrinnen) und Substanzmängel 
(Netzrisse, Flickstellen, Oberflächenschäden) entscheidend für die Einstufung in eine 
Zustandsklassen. 
 
Die Erfassung des Straßenzustands erfolgt in fünf Zustandsklassen. Zustandsklasse 1 steht dabei 
für die beste, Zustandsklasse 5 für die schlechteste Einstufung. Für ca. 0,8 km des Messnetzes 
konnten aufgrund von Baustellen keine Merkmale erfasst und dem zufolge auch keine 
Zustandswerte berechnet werden.  
 
Erläuterung der Zustandsklassen (ZK):  
 
ZK 1 Entspricht der Mindestqualität bei der Abnahme von neu hergestellten 
oder neuwertig sanierten Verkehrsflächen  
ZK 2 
Zielwert 1,5 (entspricht der Mindestqualität bei der Abnahme) ist über-
schritten: 
Erste Schäden erkennbar, Maßnahmen zur Instandsetzung / Erneuerung 
noch nicht notwendig, erste Kleinreparaturen notwendig  
ZK 3 
Schäden erkennbar, Maßnahmen zur Instandsetzung / Erneuerung in 
den nächsten 5 Jahren wahrscheinlich nicht notwendig, Schadensbe -
hebung im Rahmen der baulichen Unterhaltung notwendig  
ZK 4 
Warnwert 3,5 (größere Schäden erkennbar) überschritten:  
Maßnahmen zur Instandsetzung / Erhaltung in den nächsten 3 Jahren 
notwendig 
ZK 5 
Schwellenwert 4,5 (stark ausgeprägte  Schäden, wie Unebenheit, Risse, 
Flickstellen, Fugen, Oberflächenschäden) sind überschritten:  
Maßnahmen zur Instandsetzung / Erhaltung spätestens in 1 – 2 Jahren 
notwendig, sofortige Verkehrsbeschränkungen sind zu prüfen

- 4 - 
Ergebnisse der Straßenzustandserfassung 2016 
 
Hauptverkehrsstraßen 
 
 
 
 
Nebenstraßennetz

- 5 - 
Gesamtnetz 
 
 
 
 
 
Ergebnisvergleich mit vergangenen Messkampagnen aus den Jahren 2006 und 2011 
 
Für das Hauptstraßennetz (Abbildung 1) zeigt sich insbesondere in der Zustandsklasse 5 eine 
sehr deutliche Verbesserung gegenüber den Jahren 2006 und 2011, was ein Resultat der in den 
letzten Jahren durchgeführten Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen im Bereich des Haupt-
straßennetzes und der zusätzlich zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel ist. Zudem erhöht sich 
der Anteil in den guten bis mittelmäßigen Zustandsklassen, insbesondere in Zustandsklasse 3. 
 
 
Abbildung 1: Vergleich der Zustandsklassenverteilung Hauptverkehrsstraßennetz

- 6 - 
Im Nebenstraßennetz (Abbildung 2) zeigt sich eine sehr geringe Zustandsveränderung, wobei die 
Tendenz der Vorjahre gleich zu bleiben scheint. Bei gleichzeitiger geringer Abnahme in der Zu-
standsklasse 1 erhöht sich die Zustandsklasse 5, während die mittleren Zustandsklassen nahezu 
unverändert bleiben. Daraus lässt sich eine geringfügige Verschlechterung des Oberflächenzu -
standes des Nebenstraßennetzes feststellen. 
 
 
Abbildung 2: Vergleich der Zustandsklassenverteilung Nebenstraßennetz 
 
Bei Betrachtung des Gesamtnetzes (Abbildung 3) ist aktuell eine Verbesserung gegenüber den 
vorhergehenden Messkampagnen zu erkennen. Der Anteil der Zustandsklasse 5 nahm von 2006 
auf 2011 um 0,4 % zu und aktuell sehr deutlich um 9,5 % ab. Bei den Zustandsklassen 1, 2 und 
4 ist eine leichte Zunahme zu erkennen.  
Zusammenfassend ist seit der letzten Erfassung eine sehr deutliche Verbesserung des Zustandes 
der Hauptverkehrsstraßen, bei einer nur geringen Verschlechterung der Nebenstraßen ersichtlich. 
 
 
Abbildung 3: Zustandsklassenverteilung im Messnetz von 2006 bis 2016

- 7 - 
Finanzbedarf 
 
Eine auf diesen Daten basierende Abschätzung des Finanzbedarfs allein für die Unterhaltung 
(Instandsetzung und grundhafte Erneuerungen) der nach Zustandsklasse 4 und 5 geschädigten 
Straßen über die nächsten 5 Jahre zeigt nachfolgende Zusammenstellung. 
 
Kurzfristiger Erhaltungsbedarf (über 2 Jahre) → ZK 5 
 
- Hauptverkehrsstraßen     20,3 Mio. Euro 
- Nachgeordnetes Netz       0,5 Mio. Euro 
 
Summe kurzfristiger Erhaltungsbedarf   20,8 Mio. Euro 
Aufwand je Jahr (Jahr 1 und 2)    10,4 Mio. Euro 
 
 
Mittelfristiger Erhaltungsbedarf (3 bis 5 Jahre) → ZK 4 
 
- Hauptverkehrsstraßen     12,4 Mio. Euro 
- Nachgeordnetes Netz       1,8 Mio. Euro 
 
Summe mittelfristiger Erhaltungsbedarf   14,2 Mio. Euro 
Aufwand je Jahr (Jahr 3, 4 und 5)     4,7 Mio. Euro 
 
 
 
Durchschnittlicher Aufwand über den Betrachtungszeitraum von 5 Jahren zur Behebung sämt -
licher Schäden in den Zustandsklassen 4 und 5:  
 
Aufwand je Jahr durchschnittlich      7,0  Mio. Euro  
 
 
 
 
 
Zusammenfassung 
 
Die Straßenzustandserfassung 2016 war in dieser Form bereits die vierte Erfassung des Haupt-
verkehrsstraßennetzes und die dritte Erfassung des nachgeordneten Netzes im Stadtgebiet der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Messergebnisse zeigen, dass sich der Zustand des Gesamt-
netzes weiter verbessert hat. Im Vergleich mit der letzten Erfassungen 2011 zeigt sich aber, dass 
der Trend der Verschlechterung im nachgeordneten Netz weiterhin, wenn auch in geringem Maße, 
zugenommen hat. Die Zustandsverteilung des Hauptverkehrsstraßennetzes zeigt hier einen 
signifikanten Rückgang der Zustandsklasse 5, bei einem geringen Anstieg der besseren Zustands-
klassen. 
 
 
Fazit 
 
Die nächste Zustandserfassung ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Dabei sollen dann sämtliche 
Hauptverkehrs- und Nebenstraßen sowie sämtliche Nebenflächen untersucht werden. Diese 
Ergebnisse dienen als wichtiges Steuerungsinstrument im Erhaltungsmanagement.  Diese not-
wendige Fortschreibung der Daten garantiert in ihrer Auswertung den optimalen Mitteleinsatz mit 
größtmöglichem Nutzen. Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass die Mittel im Finanz- und 
Ergebnishaushalt wie bisher bereitgestellt werden.

- 8 - 
 
Mittelfristiges Ziel der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist vor diesem Hintergrund die Erstellung 
eines durchführbaren Bauprogrammes. Es wird dabei empfohlen, abhängig von den zur Verfügung 
stehenden Mitteln, auch das frühzeitige Eingreifen bereits in Zustandsklasse 4 zu berücksichtigen. 
Bei diesem Zustandsniveau kann mit oftmals geringerem Mitteleinsatz ein größerer Nutzen erzielt 
werden. Unabdingbar ist hierbei eine spezifische Betrachtung der zu sanierenden Erhaltungs -
abschnitte hinsichtlich der tatsächlichen Schadensursache und einer geeigneten Maßnahmeart.  
 
Darmstadt, 29.11.2017 
 
Die Dezernentin III     Der Dezernent IV 
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek     André Schellenberg 
Stadträtin      Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (4)

TOP 514
TOP 9 zur Kenntnis
TOP 18
TOP 4

Details

Vorlagen-Nr.
2017/0194
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.11.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00