V/0831/2018
Bürgerumfrage 2018: Zentrale Ergebnisse zu den Fragenkomplexen "Leben in Münster" und "Stadtentwicklung - heute und morgen" (Standortbestimmung MünsterZukünfte 20 30 50)
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V_0831_2018_Anlage_2_Methodik
9643 Zeichen
Anlage 2
zu V/0831/2018
Bürgerumfrage 2018: Hinweise zur Methodik und zur Übertragbarkeit der Ergebnisse
Für die Bürgerumfrage 2018 wurden 10.500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster aus-
gewählt, um an der Befragung teilzunehmen. Die Ausw ahl erfolgte mittels eines mathemati-
schen Zufallsverfahrens, das auf der Grundlage des Einwohnermelderegisters des Amtes für
Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster durchgefü hrt wurde. In die Stichprobe wurden
alle Personen einbezogen, die zum Zeitpunkt der Bef ragung ihren Hauptwohnsitz in Münster
hatten und mindestens 18 Jahre alt waren. Bei einem Gesamtbestand von 256.361 Einwoh-
nerinnen und Einwohnern über 18 Jahre bedeutet dies , dass etwa jede/r 24. Bürgerin bzw.
Bürger über 18 Jahre in die Stichprobe einbezogen wurde.
Die Bürgerumfrage 2018 wurde wie bisher in bewährter Form schriftlich (5.250 Befragte) und
erstmals zusätzlich auch online als Pilotanwendung (5.250 Befragte) durchgeführt. Für die
5.250 Befragten, die jeweils einen eigenen Online-C ode per Brief erhalten haben, bestand
zusätzlich die Option, bei Bedarf einen schriftlichen Fragebogen anzufordern. Hiervon haben
67 Befragte Gebrauch gemacht. Um die zeitliche Belastung der Online-Befragten in Grenzen
zu halten und die Gefahr von Abbrüchen zu verringer n, wurde der sechsseitige schriftliche
Fragebogen für die Onlineversion auf zwei Umfragen aufgeteilt. Damit erhielten 2.625 Be-
fragte die eine Hälfte der Fragen, 2.625 Befragte d ie andere Hälfte. Fragen zum „Leben in
Münster“ (Wohndauer/Zufriedenheit) und die Fragen z ur Statistik erhielten alle Teilnehmen-
den an der Onlineversion.
An der Umfrage vom 10.04.-17.05.2018 (einschließlic h Erinnerungsphase für schriftlich Be-
fragte) haben sich insgesamt 2.226 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Hiervon entfielen auf
die schriftliche Umfrageversion 1.532, auf die Onli ne-Version 694 Antworten. Dies entspricht
unter Berücksichtigung der bekannten Adressausfälle einer Rücklaufquote für den schriftli-
chen Teil von 29,7 % (Frauen 31,0 %; Männer 27,9 %) . Für die Online-Version lag die Rück-
laufquote hingegen nur bei 13,5 % (Frauen 13,0 %; Männer 14,1 %).
Die Rücklaufquote der schriftlichen Umfrageversion liegt mit 29,7 % etwas unter den Rück-
laufquoten der letzten Mehr-Themen-Bürgerumfragen a us den Jahren 2010 (31,2 %), 2013
(33,8 %), 2015 (35,3 %) und 2016 (36,5 %). Allerdin gs ist für das Jahr 2018 zu berücksichti-
gen, dass der Fragebogen im Teil „Stadtentwicklung – heute und morgen“ v. a. fünf offene
Fragen zu „Stärken/Schwächen – Chancen/Risiken“ von Münster enthielt, deren Beantwor-
tung für die Befragten mehr Zeit erfordert als gesc hlossene Fragen, die üblicherweise ver-
wendet werden. Diejenigen, die den Fragebogen beant wortet haben, haben hier teilweise
umfangreiche Antworten abgegeben, was belegt, dass die Themen der Umfrage bei den
Befragten auf entsprechendes Interesse gestoßen sind.
Für die schriftliche Umfrage und die Online-Umfrage mit Schwerpunkt „Stadtentwicklung –
heute und morgen“ ergibt sich insgesamt ein Rücklau f von 1.864 Befragten. Die schriftliche
Umfrage und die Online-Umfrage mit Schwerpunkt „Bür gerinnen- und Bürgerbeteiligung“
liefern zusammen 1.894 Rückläufe. Der Schwerpunkt „ Leben in Münster“ wurde in beiden
Online-Umfragen gestellt, so dass mit der schriftlichen Umfrage insgesamt 2.226 auswertba-
re Fragebögen vorhanden sind. Damit liegt eine gute quantitative Grundlage vor, die diffe-
renzierte Auswertungen nach Geschlecht, Alter (Alte rsgruppen bis 79 Jahre
1) und weiteren
Merkmalen ermöglicht.
1 Für die Altersgruppe 80 Jahre und älter ist der Rü cklauf quantitativ so gering, dass hier keine alter s-
gruppenspezifischen Auswertungen sinnvoll möglich sind.
2
Der Rücklauf zeigt hinsichtlich wichtiger Strukturm erkmale (Geschlecht, Alter, Wohnorte
nach Stadtbezirken) eine sehr hohe Übereinstimmung mit der Struktur der Münsteraner Be-
völkerung 2. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Übertragbarkeit der Ergebnisse.
Hinsichtlich der Geschlechterverteilung im Rücklauf wurden nahezu exakt die Geschlechter-
proportionen in der Bevölkerung über 18 Jahre (= Gr undgesamtheit) erreicht. Der Anteil der
Frauen über 18 Jahre in der Grundgesamtheit liegt b ei 52,5 %, der Anteil der Frauen im
Rücklauf liegt mit 53,4 % minimal darüber. Dementsp rechend stimmen auch die Anteile der
Männer nahezu überein (47,5 % Grundgesamtheit, 46,6 % Rücklauf).
Bezüglich der Altersgruppen macht der ergänzende, i m Internetangebot des Amtes 61 be-
reitgestellte Tabellensatz deutlich, dass sich die Unterschiede in der Altersstruktur zwischen
Stichprobe und Rücklauf in einem sehr engen Rahmen bewegen:
• Etwas schwächer vertreten im Rücklauf, als es ihre n Anteilen an der Münsteraner Bevöl-
kerung entspricht, sind die jüngeren Altersgruppen von 18 – 24 Jahren (- 2,2 %-Punkte)
und von 25 – 29 Jahren (- 1,6 %-Punkte) sowie die A ltersgruppe 75 Jahre und älter (- 4,1
%-Punkte).
• Etwas stärker im Rücklauf als in der Gesamtbevölke rung vertreten sind die Altersgruppen
45 – 49 Jahre (+ 1,9 %-Punkte), 50 – 54 Jahre (+ 2, 5 %-Punkte) und 65 – 69 Jahre (+ 2,0
%-Punkte).
• Die weiteren Altersgruppen im Rücklauf decken sich nahezu mit dem Anteil der jeweiligen
Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung.
• Das dargestellte Antwortverhalten bei den jüngeren und älteren Altersgruppen entspricht
grundsätzlich dem Muster, das auch in den letzten M ehr-Themen-Umfragen zu beobach-
ten war, allerdings sind hier leichte Veränderungen durch die Online-Version festzustellen
(leichte Verbesserung des Rücklaufs bei jüngeren Al tersgruppen, leichte Verschlechte-
rung in der Altersgruppe 75 J. und älter).
• Im Hinblick auf die Online-Pilotanwendung ist fest zuhalten, dass hier die jüngeren Alters-
gruppen von 18 – 24 Jahren und von 25 – 29 Jahren b esser als in der schriftlichen Fas-
sung geantwortet haben. Die Unterschiede zur Grundg esamtheit lagen bei - 0,1 %-
Punkten (schriftlich – 3,1 %-Punkte) bzw. bei + 0,5 %-Punkten (schriftlich – 2,5 %-
Punkte).
• Hingegen führte die Online-Version bei Befragten ü ber 70 Jahren zu einem unterdurch-
schnittlichen Rücklauf, obwohl die Möglichkeit best and, einen schriftlichen Fragebogen
anzufordern: Altersgruppe 70 – 74 J.: - 1,3 %-Punkt e (schriftlich + 0,3 %-Punkte), Alters-
gruppe 75 J. und älter: - 8,1 %-Punkte (schriftlich – 2,1 %-Punkte).
Im Hinblick auf den Wohnort der Befragten in Münste r zeigt sich bezogen auf die Stadtbezir-
ke ebenfalls eine hohe Übereinstimmung. Der Stadtbe zirk Mitte liegt 3,0 %-Punkte über der
Grundgesamtheit, die Außenstadtbezirke liegen 3,0 % -Punkte darunter. Unter den Außen-
stadtbezirken zeigt der Stadtbezirk Ost einen leich t überdurchschnittlichen Rücklauf
(+ 1,2 %-Punkte), die anderen Außenstadtbezirke wei sen einen geringfügig unterdurch-
schnittlichen Rücklauf auf (maximal - 1,9 %-Punkte im Stadtbezirk Hiltrup und - 1,8 %-Punkte
im Stadtbezirk Nord).
2 Vgl. Tabellensatz zur Vorlage V/0831/2018 veröffen tlicht auf den Internetseiten des Amtes für Stadt-
entwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung unter „Bürgerumfrage 2018“:
www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/kommunale-umfragen.html
3
Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren sind in der U mfrage stärker vertreten als in der
Grundgesamtheit. In 23 % der Haushalte, die geantwortet haben, lebten Kinder unter 18 Jah-
ren. Nach der Haushaltegenerierung 2017 lag dieser Anteil an der gesamten Bevölkerung
bei 16 % 3. Die Haushalte mit Kindern sind damit – wie in den letzten Bürgerumfragen –
überrepräsentiert, gleichzeitig liegt hiermit aber auch für Fragen zur Kinder- und Familien-
freundlichkeit ein breiter Erfahrungshintergrund vor.
Personen mit Migrationsvorgeschichte sind mit einem Anteil von 12 % in der Umfrage unter-
repräsentiert. Nach den Berechnungen zur Migrations vorgeschichte in Münster, die im Un-
terschied zur Umfrage auch die Kinder unter 18 Jahr en einbeziehen, betrug dieser Wert En-
de 2017 für Münster insgesamt rd. 22 %4. Als Konsequenz der unterdurchschnittlichen Betei-
ligung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte an der Umfrage, die aus vielen schriftli-
chen Umfragen deutschlandweit bekannt ist, muss hin sichtlich dieses Merkmals auf statis-
tisch abgesicherte Aussagen verzichtet werden. In d en Auswertungstabellen werden die Er-
gebnisse entsprechend differenziert dokumentiert, so dass diese für eine fachliche Reflektion
zur Verfügung stehen.
Festzuhalten bleibt, dass hinsichtlich der Geschlec hterproportionen, der Altersgruppen und
der räumlichen Verteilung des Rücklaufs ein gutes A bbild der Gesamtbevölkerung vorliegt.
Die Überzeichnung der Familien mit Kindern unter 18 Jahren dürfte zu einer größeren Absi-
cherung der kinder- und familienbezogenen Befragung sergebnisse führen. Die Ergebnisse
für Menschen mit Migrationsvorgeschichte sind als T endenzaussagen einzuschätzen, die
einer entsprechenden fachlichen Prüfung bedürfen. I nsgesamt kann davon ausgegangen
werden, dass sich die Ergebnisse der Umfrage grunds ätzlich auf die Münsteraner Bevölke-
rung übertragen lassen.
3 Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtpla nung, Verkehrsplanung (2018): Bevölkerungsin-
dikatoren – Haushalte in Münster und den Stadtbezir ken 2017. Münster (SMS – Statistik für Münsters
Stadtteile).
4 Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung (wie FN 3)
Anlage A
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Anlage A zur V/0831/2018 Kurzüberblick Die Vorlage enthält die zentralen Ergebnisse der Bürgerumfrage 2018 zu den Fragenkomplexen „Leben in Münster“ und „Stadtentwicklung – heute und morgen“ (Standortbestimmung Münster- Zukünfte 20|30|50) Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bürgerumfrage setzt das Leitbild einer bürgerorientierten Verwaltung um. Sie verfolgt mehre- re Ziele: Verbesserung der Informations- und Planungsgrundlagen für die Verwaltung Verbesserung der Kundenorientierung im „Dienstleistungsunternehmen“ Stadt Münster („Kommunale Marktforschung“) Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerschaft durch Einbeziehung breiter Bevölkerungsgruppen Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für die parlamentarischen Gremien und damit Verstärkung der Bürgernähe Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Effektivität kommunalen Handelns Mit den Fragenkomplexen zum „Leben in Münster“ und zur „Stadtentwicklung – heute und mor- gen“ werden grundsätzlich alle Leitorientierungen aus dem ISM-Prozess (Integrierter Stadtent- wicklungs- und Stadtmarketingprozess) aufgriffen. Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs- standorte in Europa Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein- Westfalen Wir werden als ein kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte mit internationaler Ausstrah- lung entwickeln Wir wollen das Zentrum für Verwaltungen und Institutionen sowie für öffentliche und private Dienstleistungen in Westfalen bleiben und an ihrer Modernisierung aktiv mitwirken Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln Im Besonderen wird mit dieser Vorlage die Informationsgrundlage zur Standortbestimmung der MünsterZukünfte 20|30|50“ (v.a. Integriertes Stadtentwicklungskonzept Münster 2030) qualifiziert (V/0494/2016). Finanzielle Aussagen lassen sich erst treffen, wenn der Rat der Stadt zu den Ergebnissen der MünsterZukünfte 20|30|50 entsprechend beschlossen hat. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein X Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein X Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein X teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein X teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein X Bereits veranschlagt? Ja Nein X Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Mit der Vorlage 203/88 hat der Rat der Stadt Münster die Durchführung kommunaler Bürgerumfra- gen beschlossen. Die Ausgestaltung der Umfragen (schriftlich, online, telefonisch) ist gestaltbar. Ebenso ist mit der Vorlage V/0494/2016 beschlossen worden, dass der Zukunftsprozess unter brei- tem Einbezug der Stadtöffentlichkeit erfolgen soll. Dem trägt die Einbeziehung der Bürgerschaft in die Standortbestimmung zum Zukunftsprozess entsprechend Rechnung. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Bürgerinnen- und Bürgerumfrage schafft wichtige Informationsgrundlagen für Querschnitts- themen: Die Umfrage ist konsequent geschlechterdifferenziert ausgewertet und berücksichtigt damit unterschiedliche Perspektiven und Lebenslagen der Geschlechter. Die Umfrage ist konsequent nach Altersgruppen ausgewertet, so dass wichtige demografi e- relevante Informationen gewonnen werden kön nen. Zudem werden die Lebensphasen „St u- dierende“, „Haushalte mit Kind/ern“ und „Rentner/in bzw. Pensionär/in“ differenziert. Die Umfrage ist konsequent nach Menschen mit und ohne Migrationsvorgeschichte ausgewertet, so dass hier entsprechende Informationen geliefert werden. Als Konsequenz der unterdurch- schnittlichen Beteiligung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte an der Umfrage muss jedoch auf statistisch abgesicherte Aussagen verzichtet werden. Daher erfolgt auch keine grafische Dar- stellung der Ergebnisse im Foliensatz. In den Auswertungstabellen (Internetangebot des Amtes 61) werden die Ergebnisse differenziert dokumentiert, so dass sie für eine fachliche Reflektion zur Verfügung stehen.
V_0831_2018_Anlage 1_Charts
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• Schriftliche und Onlinebasierte Umfrage mit Zufallsstichprobe • 5.250 Fragebögen per Post (mit Rückumschlag) • 5.250 Schreiben für Online-Befragung (mit individuellem Zugangscode) • Effektiv Befragte: 10.294 (ab 18, Hauptwohnung, 2% unzustellbar) • Laufzeit: 10.04. – 18.05.2018 • Themen: > Leben in Münster (Wohndauer, Zufriedenheit, Verbunde nheit) > Stadtentwicklung – heute und morgen > Stärken + Schwächen Münsters > Potentiale / Möglichkeiten / Chancen + Risiken Münsters > Konkretes zur Erhaltung der Attraktivität Münsters > Bedeutende Angebote und Einrichtungen in Münster > Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung ( V/0673/2018) > Zufriedenheit und Wichtigkeit von Angeboten / Einrichtungen > Skulptur Projekte Münster 2017 B ürgerumfrage 2018 - Untersuchungsdesign Folie 1 V/0831/2018, Anlage 1 Anlage 1 zu V/0831/2018 Folie 2 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Leben in Münster“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 3 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Leben in Münster“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 4 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Leben in Münster“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 5 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Leben in Münster“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 6 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Leben in Münster“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 7 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Leben in Münster“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 8 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 9 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 10 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 11 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 12 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 13 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 14 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 15 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 16 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 17 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 18 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 19 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 20a Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 20b Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1 Folie 21 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“ V/0831/2018, Anlage 1
Berichtsvorlage
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V/0831/2018
V/0831/2018
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Bürgerumfrage 2018: Zentrale Ergebnisse zu den Fragenkomplexen "Leben in Münster" und
"Stadtentwicklung - heute und morgen" (Standortbestimmung MünsterZukünfte 20|30|50)
Beratungsfolge
04.10.2018 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h-
nen
Bericht
21.11.2018 Ausschuss für Gleichstellung Bericht
11.12.2018 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht
12.12.2018 Haupt- und Finanzausschuss Bericht
12.12.2018 Rat Bericht
Bericht:
0. Bürgerumfrage 2018: Kurzfassung der Ergebnisse zu den Fragenkomplexen „Leben in
Münster“ und „Stadtentwicklung – heute und morgen“
A. Fragenkomplex: „Leben in Münster“ (Kap. 2)
Wie zufrieden sind Sie allgemein mit Münster? (vgl. Anlage 1, Folien 2-3)
o Hohe Zufriedenheit mit Münster allgemein: Auf einer fünfstufigen Skala ergibt sich ein Mittelwert
von 1,8 („sehr zufrieden“: 36 %; „zufrieden“: 51 %; „unzufrieden“: 1 %; „sehr unzufrieden“: 1 %).
o Der hohe Zufriedenheitswert gilt grundsätzlich für Frauen und Männer, für alle Altersgruppen,
für Haushalte mit/ohne Kinder und für alle Stadtbezirke (Mittelwert fällt besser als 2,0 aus).
o Leichte Verschlechterung des Mittelwertes von 1,8 im Vergleich zu 2015 (1,6) und 2009 (1,7).
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Stadtteil/Stadtviertel? (vgl. Anlage 1, Folien 3-4)
o Ebenfalls hohe Zufriedenheit mit dem Stadtteil/ -viertel mit einem Mittelwert von 2,0 („sehr z u-
frieden“: 30 %; „zufrieden“: 47 %; „unzufrieden“: 2 %; „sehr unzufrieden“: 1 %).
o Keine grundsätzlichen Unterschiede nach Geschlecht (Frauen: 2,0; Männer: 2,0) oder Alter. Dif-
ferenzen nach dem Wohnort: Überdurchschnittliche Werte für die Stadtbezirke Mitte (1,8) und
Hiltrup (1,9), unterdurchschnittliche Werte für die Stadtbezirke Südost (2,4) und Nord (2,3).
o Mit 2,0 im Vergleich zu 2015 (2,0) im Gesamtwert keine Unt erschiede. Auch 2015 überdurc h-
schnittliche Werte für die Stadtbezirke Mitte (1,8) und Hiltrup (1,9), unterdurchschnittliche Werte
für die Stadtbezirke Südost (2,3) und Nord (2,5).
Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung,
Verkehrsplanung
24.09.2018
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Prof. Dr. Hauff
Telefon: 492-6135
HauffTho@stadt-
muenster.de
- 2 -
V/0831/2018
Wie stark fühlen Sie sich mit folgenden Orten bzw. Regionen verbunden ? (vgl. Anlage 1, Folien 5-
7)
o Herausragende Bedeutung von Münster als Identifikationsanker (Mittelwert 2,0), gefolgt von
Deutschland (2,1) und Europa (2,2).
o Keine Unterschiede bei den Antworten von Frauen und Männer im Hinblick auf die Rangfolge
der abgefragten Identifikationsebenen (Ausnahme „Westfalen“ / „Nordrhein-Westfalen“).
o Verbundenheit mit dem Stadtteil/ -viertel: Mittelwert von 2,4. Verbundenheit auf dieser Ebene
hängt stark vom Alter der Befragten, der Wohndauer und insbesondere vom Stadtteil ab.
o Im V ergleich mit 2007 nur sehr geringe Veränderungen mit Ausnahme „Europa“. Starker A n-
stieg der Verbundenheitswerte mit „Europa“ (Mittelwert 2007: 2,5; Mittelwert 2018: 2,2).
B. Fragenkomplex: „Stadtentwicklung – heute und morgen“ (Kap. 3)
Was sind Ihrer Meinung nach die besonderen Stärken von Münster? (Offene Frage) (vgl. Anlage 1,
Folien 8-9)
o „Fahrradfreundlichkeit/Fahrradstadt“ (19,4 %), „Kulturangebot“ (19,0 %), „Viel Grün“ (17,1 %),
„Attraktive Alt-/Innenstadt“ (15,8 %), „Größe der Stadt“ (14,4 %), „Studen tenstadt/junge Stadt“
(13,4 %), „Radwegenetz/Rad-Erreichbarkeit“ (12,1 %), „Positive Eigenschaften“ (11,0 %), „Nah-
erholungsmöglichkeiten/Aasee“ (10,4 %), „(historisches) Stadtbild“ (10,1 %).
o Grundsätzliche Übereinstimmung der aufgezeigten Rangfolge bei Frauen und Männern.
Was sind Ihrer Meinung nach die besonderen Schwächen von Münster? (Offene Frage) (vgl. An-
lage 1, Folien 10-11)
o Zwei Schwerpunktthemen: „Wohnen“ und „Verkehr“.
o Themenkomplex „Wohnen“: „Wohnraum – zu teuer“ (24,9 %), „Wohnraum – zu wenig und zu
teuer“ (15,0 %), „Wohnraum – zu wenig“ (5,6 %).
o Themenkomplex „Verkehr“; „Verkehr – zu viel“ (23,1 %), Verkehr – ÖPNV“ (13,6 %), „Verkehr –
Parken (ohne Rad)“ (7,4 %), „Verkehr – Verkehrsinfrastruktur“ (5,9 %), „Verkehr – Baustellen
(zu viele)“ (5,7 %), „Verkehr – Verkehrliche Erreichbarkeit“ (4,3 %).
o Genannte Schwächen beziehen sich auch auf „Politik“, „Verwaltung“ und „Stadtgesellschaft“:
„Politik („Klüngel“)“ (8,5 %), „zu katholisch/konservativ“ (4,8 %), „Verwaltungshandeln“ (4,3 %),
„Selbstüberschätzung“ (4,3 %).
o Die aufgezeigte Rangfolge der besonderen Schwächen stimmt bei Frauen und Männern grun d-
sätzlich überein; Stärke der Nennungen differiert durchaus bei einigen Punkten.
Welche Potenziale/Möglichkeiten/Chancen sehen Sie für Münsters Zukunft? (offene Frage) (vgl.
Anlage 1, Folien 12-13)
o „Uni(s)/Wissenschaft“ mit 16,8 % als eindeutig größtes Potenzial.
o Danach: „Wirtschaftsstruktur/Arbeitsplätze“ (9,9 %), „Mehr Sozial -/bezahlbare Wohnungen“
(9,5 %), „Attraktivität für Besucher/Touristen“ (7,8 %).
o Danach eine Reihe von „Verkehrsthemen“: „Autofreie Zonen“ (7,4 %), „Radwege/Velorouten“
(7,0 %), „ÖPNV“ (7,0 %), „Fahrradfreundlichkeit“ (6,9 %), „Verkehrskonzept“ (6,4 %).
o Es schließen sich an: „Start -Ups/High Potenzials“ (5,7 %), „Grün erhalten/ausbauen “ (5,2 %),
„(Kultur)Veranstaltungen“ (5,0 %), „Kultur“ (4,9 %), „Integration Flüchtlinge/Migranten“ (4,8 %),
„Bildungsangebote“ (4,6 %), „Umwelt-/Klima-/Naturschutz“ (4,5 %).
o Die Einschätzungen von Frauen und Männern stimmen von der Rangfolge her grundsätz lich
überein. Bei einigen Punkten sehen Männer noch größere Potenziale/Chancen als Frauen.
- 3 -
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Welche Risiken sehen Sie für Münsters Zukunft? (offene Frage) (vgl. Anlage 1, Folien 14-15)
o Hauptrisiko: Themenkomplex „Wohnen“ mit 43,5 %. Dies umfasst: „Wohnraum – zu teuer“
(19,8 %), „Wohnraum – zu wenig und zu teuer“ (9,8 %), „Wohnraum – zu wenig“ (4,8 %),
„Nachverdichtung/Versiegelung“ (9,0 %).
o Es folgt der Themenkomplex „Verkehrsprobleme/Verkehrschaos“ (23,4 %).
o Gefolgt von: „Gentrifizierung/Segregation/Ghettobildung“ (16,4 %)
o Alle weiteren genannten Risiken lagen unter 10 %. Angesprochen werden v.a. auch Risiken
durch Digitalisierung: „Wirtschaftsstruktur Einzelhandel (v.a. Internet)“ (7,9 %) und „Digitalisi e-
rung/Arbeitsplätze“ (5,9 %).
o Über 5 % bei Einzelnennu ngen entfielen noch auf: „Nicht -Integration/Zu viele Flüchtlinge“
(6,8 %), „Sicherheitslage/Kriminalität“ (5,4 %), „Politische Entscheidungen/Entscheidungsträger“
(5,4 %).
o Nennungen von Frauen und Männern stimmen von der Reihenfolge her grundsätzlich übere in.
Allerdings differiert die Stärke der Nennungen durchaus bei einigen Punkten.
Was muss konkret passieren, damit Münster auch in Zukunft attraktiv bleibt? (offene Frage) (vgl.
Anlage 1, Folien 16-17)
o Artikulierte Handlungsnotwendigkeiten/ -ansätze korrespondieren stark mit den benannten
Schwächen und Risiken (vgl. Kap. 3.1, Kap. 3.2). Die schwerpunktmäßig angeführten Ma ß-
nahmen lassen sich nahezu alle den Themenfeldern „Wohnen“ und „Verkehr“ zuordnen.
o Mit weitem Abstand liegt das Thema „Wohnen“ an de r Spitze: „Mehr Sozialwohnu n-
gen/bezahlbare Wohnungen“ (38,1 %) zusammen mit „Wohnungen/Baugebiete (Stadtplanung)“
(11,5 %).
o Den zweiten Schwerpunkt bildet der Themenkomplex „Verkehr“. Hierunter fallen: „Verkehrsko n-
zept fehlt/weiterentwickeln“ (12,1 %), „Bu sangebot/ÖPNV“ (10,2 %), „Autoreduzierte/ -freie I n-
nenstadt“ (9,8 %), „Verkehrsinfrastruktur/ -anbindung/-ausbau“ (7,9 %), „Radwege/Velorouten“
(6,4 %).
o Über 5 % der Nennungen entfielen noch auf: „Naherholung/Grünflächen sichern“ (8,6 %), „Pol i-
tik/Verwaltungshandeln“ (6,2 %), „Kultur“ (6,0 %), „Struktur Einzelhandel (keine Billigtextilke t-
ten)“ (5,5 %).
o Die Nennungen von Frauen und Männern stimmen grundsätzlich überein. Bei einzelnen Pun k-
ten lassen sich besondere Präferenzen von Frauen und Männern identifizieren.
Welche Bedeutung haben die folgenden Angebote/Einrichtungen Ihrer Meinung nach für Münster?
(vgl. Anlage 1, Folien 18-21)
o Die Ergebnisse belegen die herausragende Stellung der „Hochschulen (WWU Münster/FH
Münster/weitere Hochschulen)“ (Mittelwert 1,3), die durch die Bedeutungszumessung für das
Universitätsklinikum noch unterstrichen wird (Mittelwert 1,4):
„Westfälische Wilhelms-Universität Münster/Fachhochschule Münster/weitere Hochschulen“:
76 % „sehr bedeutend“, 19 % „bedeutend“;
„Universitätsklinikum“: 68 % „sehr bedeutend“, 25 % „bedeutend“.
o Es folgen „Leuchttürme“ der Altstadt und der Aasee:
„Prinzipalmarkt“: 66 % „sehr bedeutend“, 27 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,4).
„Promenade“: 64 % „sehr bedeutend“, 31 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,4).
„Domplatz/Markt“: 59 % „sehr bedeutend“, 34 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,5).
„Aasee“: 59 % „sehr bedeutend“, 34 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,5).
o Antwortanteile von 50 % und mehr in der Kategorie „sehr bedeutend“ weisen noch auf:
- 4 -
V/0831/2018
„Krankenhäuser/Fachkliniken“: 55 % „sehr bedeutend“, 35 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,6).
„Historische Gebäude“: 53 % „sehr bedeutend“, 38 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,6).
o Einschätzungen von Frauen und Männern stimmen in der Reihenfolge grundsätzlich überein.
Frauen messen vielen Einrichtungen noch eine etwas höhere Bedeutung bei als Männer: In s-
besondere bei der „Stadtbücherei“ (2,0 zu 2,3) und beim „Theater Münster“ (2,0 zu 2,3).
o Im Vergleich zu 2007 relativ stabiles Muster für die Bedeutungszuschreibungen: „Universität,
Fachhochschule, weitere Hochschulen“ haben - ausgehend von hohem Niveau – noch weiter
an Bedeutung gewonnen: Anstieg „sehr bedeutend“ von 66 % (2007) auf 76 % (2018). Dies gilt
auch für das „Universitätsklinikum“: Anstieg „sehr bedeutend“ von 59 % (2007) auf 68 % (2018).
o Besonders wahrnehmbare Verbesserungen der Bedeutungszuschreibungen:
„Hauptbahnhof“: Anstieg Mittelwert von 2,2 (2007) auf 1,8 (2018). Damit verbesserte sich der
„Hauptbahnhof“ von Rang 15 (2007) auf Rang 9 (2018).
„Skulptur Projekte“ (Skulpturenausstellung): Anstieg Mittelwert von 2,3 (2007) auf 2,0 (2018).
Damit stiegen die „Skulptur Projekte“ von Rang 17 (2007) auf Rang 13 (2018).
„Kreativkai/Stadthafen“: Anstieg 2,4 (2007) auf 2,1 (2018). Der „Kreativkai/Stadthafen“ „kle t-
terte“ damit von Rang 20 (2007) auf Rang 14 (2018).
„Museen“ (z.B. LWL-Museen; Stadt-, Picassomuseum): Anstieg Mittelwert von 2,1 (2007) auf
1,9 (2018). Damit Verbesserung von Rang 13 (2007) auf Rang 11 (2018).
o Verringerte Bedeutungszuschreibung:
Vor allem „Flughafen Münster/Osnabrück (FMO)“: Der Mittelwert verschlechterte sich von 2,0
(2007) auf 2,5 (2018). Nach Rang 11 (2007) nun Rang 21 (2018).
„Allwetterzoo“: Verschlechterung Mittelwert von 1,9 (2007) auf 2,1 (2018). Nach Rang 10
(2007) nun Rang 15 (2018).
1. Bürgerumfrage 2018 zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung : Schwerpunkte „Leben
in Münster“ und „Stadtentwicklung – heute und morgen“ (Standortbestimmung Münster
Zukünfte 20|30|50)
Die Bürgerumfrage 2018 wurde vom 10.04. - 17.05.20181 als Mehr-Themen-Umfrage sowohl schrift-
lich als auch erstmals online (Pilotanwendung) zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung durchg e-
führt (Anlage 1, Folie 1):
Leben in Münster (Wohndauer, Zufriedenheit, Verbundenheit)
Stadtentwicklung – heute und morgen (v.a. Stärken/Schwächen – Chancen/Risiken)
Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung (vgl. V/0674/2018)
Lebensbedingungen: Zufriedenheit mit Angeboten/Einrichtungen und deren Wichtigkeit
Skulptur Projekte Münster 2017
Ziel der Umfrage war es, die Informationsgrundlagen für die E rarbeitung des Integrierten Stadten t-
wicklungskonzepts Münster 2030 (ISEK 2030) als Teil der MünsterZukünfte 20|30|50 zu verbreitern
und die Bevölkerung in die Standortbestimmung für das ISEK repräsentativ einzubeziehen. Darüber
hinaus wurde ein Schwerpunkt beim Thema „Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung“ gesetzt, da die
Möglichkeiten zur systematischen Stärkung der lokalen Demokratie ebenfalls im Rahmen der Mün s-
terZukünfte 20|30|50 bearbeitet werden sollen (V/0494/2016, Beschlusspunkt 10).
1 Im Hinblick auf dieses Zeitfenster ist zu berücksichtigen, dass die Befragung kurz nach dem schrecklichen
Amokereignis vom 07.04.2018 in Münster begann. Auch sind die zeitgleich geführten Diskussionen um die En t-
wicklungen im Hansa-/Hafenviertel als Rahmenbedingung zu beachten.
- 5 -
V/0831/2018
Mit dem Schwerpunkt „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ unterstützt die Umfrage zugleich die A k-
tionspläne zur Europäischen Charta der Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler und reg i-
onaler Ebene. Dieser Fragenkomplex liefert wichtige Informationen zur Berücksich tigung von gender-
spezifischen Belangen in Beteiligungsprozessen. Darüber hinaus wird die Umfrage standardmäßig
geschlechterdifferenziert, nach Altersgruppen und Lebensphasen ausgewertet.
Die Umfrage stieß auf entsprechendes Interesse, wie die Rücklaufquo te von 29,7 % bei der schriftl i-
chen Version der Umfrage zeigt (Frauen 31,0 %, Männer 27,9 %). Für die Online -Version als Pilotan-
wendung lag die Rücklaufquote hingegen nur bei 13,5 % (Frauen 13,0 %, Männer 14,1 %), was sich
mit Erfahrungen aus einer Reihe von anderen Städten deckt. Grundlage der Umfrage ist eine Zufall s-
stichprobe unter der Hauptwohnsitzbevölkerung über 18 Jahre. Der Rücklauf zeigt hinsichtlich wicht i-
ger Strukturmerkmale (Geschlecht, Alter, Stadtbezirk) eine hohe Übereinstimmung mit der Struk tur
der Münsteraner Bevölkerung, so dass sich die Ergebnisse der Umfrage grundsätzlich übertragen
lassen dürften (vgl. Anlage 2).
Die Auswertung hat darüber hinaus ergeben, dass Menschen mit Migrationsvorgeschichte deutlich
unterrepräsentiert sind, so dass auf statistisch abgesicherte Aussagen verzichtet werden muss. In
den ergänzenden Auswertungstabellen im Internet werden die Ergebnisse differenziert dokumentiert,
so dass diese für eine fachliche Reflektion zur Verfügung stehen.
Nachdem mit der Vorla ge V/0674/2018 zunächst die zentralen Ergebnisse des Fragenkomplexes
„Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ dokumentiert wurden, um die weitere Bearbeitung des Prüfau f-
trages „Stärkung der lokalen Demokratie“ zu unterstützen, werden mit der vorliegenden Vorla ge die
Ergebnisse zum „Leben in Münster“ und zur „Stadtentwicklung heute und morgen“ vorgelegt. Damit
stehen diese Ergebnisse für die Standortbestimmung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes
Münster 2030 im Rahmen der MünsterZukünfte 20|30|50 zur Verfügung.
2. Zentrale Ergebnisse zum Fragenkomplex „Leben in Münster“
Eine zukunfts- und bürgerorientierte Stadtentwicklung benötigt aktuelle Informationen, wie die Bürg e-
rinnen und Bürger das Leben in Münster einschätzen. Daher wurden als Einstieg die Zufriedenheit mit
Münster allgemein (vgl. Kap. 2.1), die Zufriedenheit mit dem Stadtteil (vgl. Kap. 2.2), in dem die B e-
fragten wohnen, sowie die Verbundenheit mit Münster und weiteren räumlichen Bezugsebenen (vgl.
Kap. 2.3) abgefragt. Zur Einordnung der Befragun gsergebnisse zur Zufriedenheit können Referen z-
werte aus den Bürgerumfragen der Jahre 2009 (Demografieumfrage) und 2015 genutzt werden, im
Hinblick auf die Verbundenheit liegen Vergleichswerte für die Jahre 2002 und 2007 vor.
2.1 Zufriedenheit mit Münster allgemein
Die Befragungsergebnisse machen eine hohe Zufriedenheit mit Münster allgemein deutlich. Auf einer
fünfstufigen Skala von „sehr zufrieden“ (1) bis „sehr unzufrieden“ (5) ergibt sich ein Mittelwert von 1,8.
Dabei entfielen auf die einzelnen Kategorien folgende Werte (vgl. Anlage 1, Folie 2):
„Sehr zufrieden“: 36 %
„Zufrieden“: 51 %
„Teils/teils“: 11 %
„Unzufrieden“: 1 %
„Sehr unzufrieden“: 1 %
- 6 -
V/0831/2018
Hervorzuheben ist, dass der hohe Zufriedenheitswert grundsätzlich für Frauen und Männer, für alle
Altersgruppen, für Haushalte mit/ohne Kinder und für alle Stadtbezirke gilt. In allen vorstehenden Fä l-
len fällt der Mittelwert besser als 2,0 aus.
Bei einer differenzierten Betrachtung werden darüber hinaus folgende Punkte deutlich (vgl. Anlage 1,
Folie 2):
Der Zufriedenheitswert für Frauen liegt mit 1,7 noch über dem Wert der Männer mit 1,9 (Frauen:
39 % „sehr zufrieden“; Männer: 32 % „sehr zufrieden“).
Den höchsten Zufriedenheitswert mit 1,6 zeigen Studierende (47 % „sehr zufrieden“, 44 % „zufri e-
den“). Haushalte mit Kindern und Rentner/innen bzw. Pensionäre/innen wiesen einen Wert von 1,8
auf.
Unter den Altersgruppen entfielen die besten Werte auf die Altersgruppe 18 -29 Jahre mit 1,7 (41
% „sehr zufrieden“, 50 % „zufrieden“). Ebenso wies auch die Gruppe 70 Jahre und älter einen Wert
von 1,7 auf (41 % „sehr zufrieden“, 46 % „zufrieden“). Demgegenüber lagen die Werte für die A l-
tersgruppe 30-39 Jahre bei 1,9 (29 % „sehr zufrieden“, 56 % „zufrieden“).
Unter den Stadtbezirken zeigten sich die höchsten Zufried enheitswerte für Münster allgemein bei
Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadtbezirke Nord (Mittelwert 1,7) und West (Mittelwert 1,7).
In den Stadtbezirken Ost und Südost lagen die Mittelwerte für Münster allgemein bei 1,9.
Auch wenn in der Bürgerumfrage 2018 wiederum eine hohe Zufriedenheit mit Münster 2018 artikuliert
wurde, so bleibt im Vergleich zu 2015 und 2009 festzuhalten, dass sich der Mittelwert mit 1,8 leicht
verschlechtert hat (2015: 1,6; 2009: 1,7) (vgl. Anlage 1, Folie 3). Dies geht vor allem auf die Katego-
rie „sehr zufrieden“ zurück, wo sich die Werte gegenüber 2015 und 2009 um 9 % -Punkte verringert
haben (2018: 36 %; 2015/2009: 45 %). Gegenüber 2015 betrifft dies vor allem die Altersgruppen 30 –
39 Jahre und 60 – 69 Jahre, deren Bewertungen i n der Kategorie „sehr zufrieden“ deutlich geringer
ausfielen (- 18 %-Punkte bzw. - 16 %-Punkte).
2.2 Zufriedenheit mit dem Stadtteil/Stadtviertel
Die Zufriedenheit mit dem Stadtteil/-viertel liegt mit einem Mittelwert von 2,0 (fünfstufige Skala) ebe n-
falls hoch, liegt aber unter den Zufriedenheitswerten für Münster allgemein (1,8). Dabei entfielen auf
die einzelnen Kategorien folgende Werte (vgl. Anlage 1, Folie 4):
„Sehr zufrieden“: 30 %
„Zufrieden“: 47 %
„Teils/teils“: 19 %
„Unzufrieden“: 2 %
„Sehr unzufrieden“: 1 %
Hier zeigen sich keine grundsätzlichen Unterschiede nach Geschlecht (Frauen: 2,0; Männer: 2,0)
oder Alter. Differenzen in der Zufriedenheit werden aber nach dem Wohnort deutlich. Gegenüber dem
gesamtstädtischen Durchschnitt zeigen sich überd urchschnittliche Werte für die Stadtbezirke Mitte
(1,8) und Hiltrup (1,9), unterhalb des Durchschnitts liegen die Werte für die Stadtbezirke Südost (2,4)
und Nord (2,3).
Im Vergleich zu 2015 zeigen sich bei der Zufriedenheit mit dem Stadtteil/ -viertel im Gesamtwert keine
Unterschiede. Der Mittelwert lag jeweils bei 2,0. Die Werte für die einzelnen Kategorien sind nahezu
identisch. Auch 2015 wiesen die Stadtbezirke Mitte (1,8) und Hiltrup (1,9) überdurchschnittliche Werte
auf, die Stadtbezirke Südost (2,3) und Nord (2,5) hingegen unterdurchschnittliche Werte. Allerdings
- 7 -
V/0831/2018
haben sich die Werte für den Stadtbezirk Nord 2018 verbessert (2,3), hingegen die Werte für den
Stadtbezirk Südost geringfügig weiter verschlechtert (2,4).
2.3 Räumliche Verbundenheit mit verschiedenen Bezugsebenen
Für eine identitätsorientierte Stadtentwicklung und für ein identitätsorientiertes Stadtmarketing spielt
die Frage nach der Stärke der räumlichen Identifikationsanker eine wichtige Rolle. Die Verbundenheit
wurde für verschiedene räumliche Bezugsebenen abgefragt. Diese reichten vom Stadtteil/-viertel über
Münster (Gesamtstadt) bis zum Münsterland, Westfalen und Nordrhein -Westfalen. Darüber hinaus
wurden auch Deutschland und Europa einbezogen.
Die Ergebnisse belegen die herausrage nde Bedeutung von Münster als Identifikationsanker (Mitte l-
wert 2,0), gefolgt von Deutschland (2,1) und Europa (2,2). Dabei sind folgende Werte festzuhalten
(vgl. Anlage 1, Folie 5):
Münster: 29 % „sehr stark verbunden“, 49 % „stark verbunden“
Deutschland: 24 % „sehr stark verbunden“, 50 % „stark verbunden“
Europa: 26 % „sehr stark verbunden“, 42 % „stark verbunden“
Die Frage nach der Verbundenheit mit dem „Stadtteil/ -viertel“ ergab einen Mittelwert von 2,4 (20 %
„sehr stark verbunden“, 40 % „stark verbunde n“). Hier ist aber deutlich darauf hinzuweisen, dass die
Verbundenheit insbesondere auf dieser Ebene auch stark vom Alter der Befragten, der Wohndauer
und insbesondere auch vom jeweiligen Stadtteil abhängt.
Auch zum Münsterland (Mittelwert 2,6), Nordrhein-Westfalen (Mittelwert 2,7) und Westfalen (Mitte l-
wert 2,8) besteht durchaus eine nennenswerte Verbundenheit, die allerdings nicht die Identifikation
mit den bereits thematisierten räumlichen Ebenen erreicht. Im Hinblick auf eine (sehr) starke Verb un-
denheit bleiben hier noch Werte über 40 % festzuhalten: Verbundenheit mit dem Münsterland (15 %
„sehr stark“, 39 % „stark“), Nordrhein -Westfalen (10 % „sehr stark“, 34 % „stark“), Westfalen (9 %
„sehr stark“, 33 % „stark“).
Die Antworten von Frauen und Männern zeigen im Hinblick auf die Rangfolge der abgefragten Ident i-
fikationsebenen – mit Ausnahme von „Westfalen“/“Nordrhein -Westfalen“ – keine Unterschiede (vgl.
Anlage 1, Folie 6). Auch für die einzelnen räumlichen Bezugsebenen werden keine nennenswerten
Differenzen deutlich. Demgegenüber ergeben Alter und Wohndauer für einzelne räumliche Ebene
unterschiedliche Ergebnisse.
Im Hinblick auf das Alter bleibt festzuhalten:
Die starke räumliche Verbundenheit mit „Münster“ zieht sich durch alle Altersgruppen. Bereits in
der Gruppe 18 – 29 Jahre liegt die Verbundenheit sehr hoch (23 % „sehr stark“, 52 % „stark“). Die-
se steigt mit zunehmendem Alter in der Kategorie „sehr stark“ noch auf über 30 % an.
Auch für die Ebenen „Deutschland“ und „Europa“ liegen die Mitt elwerte für die einzelnen Alter s-
gruppen noch relativ nah am Gesamtwert.
Deutliche Unterschiede zeigen sich vor allem für die Ebenen „Stadtteil/ -viertel“ und „Münsterland“.
Hier nimmt die Verbundenheit mit steigendem Alter erheblich zu. So steigt diese beim „Stadtteil/-
viertel“ von einem Mittelwert von 2,8 in der Altersgruppe 18 – 29 Jahre auf 2,1 in der Altersgruppe
70 Jahre und älter. Für die Ebene „Münsterland“ verläuft der Anstieg von 2,9 (Altersgruppe 18 – 29
Jahre) auf 2,1 (Altersgruppe 70 Jahre und älter).
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V/0831/2018
Ein Vergleich der Ergebnisse aus der Bürgerumfrage 2018 mit den Werten aus dem 2007 (Münste r-
umfrage) zeigt, dass mit Ausnahme der Ebene „Europa“ nur sehr geringe Veränderungen zu ve r-
zeichnen sind (vgl. Anlage 1, Folie 7). Im Hinblick auf die Ebene „Europa“ sind die Verbundenheit s-
werte deutlich gestiegen. Diese haben sich von 2007 (16 % „sehr stark“, 39 % „stark“) nun auf 26 %
„sehr stark“ und 42 % „stark“ erhöht. Damit liegt „Europa“ 2018 auf Rang 3 der abgefragten Bezug s-
ebenen. Im Vergleich dazu ha tten sich die Werte für Europa zwischen 2002 und 2007 kaum verä n-
dert.
3. Zentrale Ergebnisse zum Fragenkomplex „Stadtentwicklung – heute und morgen“
Die Standortbestimmung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Münster 2030 (ISEK 2030)
baut methodisch auf einer sog. SWOT -Analyse auf. Hier werden Stärken/Schwächen und Cha n-
cen/Risiken systematisch behandelt. Die Bürgerumfrage 2018 bildet dies im Fragenkomplex „Stad t-
entwicklung – heute und morgen“ ab. Im Folgenden finden sich die Aussagen zu den besonderen
Stärken und Schwächen von Münster (vgl. Kap. 3.1) sowie zu Potenzialen/Möglichkeiten/Chancen
und Risiken für die zukünftige Entwicklung (vgl. Kap. 3.2). Um konkret zu werden, wurde ergänzend
nach Handlungsnotwendigkeiten/-ansätzen zur Erhaltung der Attraktivität von Münster (vgl. Kap. 3.3)
und der Bedeutung von Einrichtungen und Angeboten für Münster (vgl. Kap. 3.4) gefragt.
3.1 Besondere Stärken und Schwächen von Münster
Zum Einstieg in den Fragekomplex wurden die Befragten mittels einer offenen Frage gebeten, jeweils
bis zu drei besondere Stärken und besondere Schwächen von Münster zu benennen. Die Frage stieß
auf hohes Interesse. Bei den Stärken beteiligten sich 91 % der Rückläufer, bei den Schwächen 89 %.
Bei der Frage nach den Stärken wurd en im Durchschnitt 2,6 Nennungen abgegeben, bei der Frage
nach den Schwächen 2,2 Nennungen.
Nach den Ergebnissen sind die besonderen Stärken von Münster mit mehr als 10 % der Nennungen
(vgl. Anlage 1, Folie 8):
Fahrradfreundlichkeit/Fahrradstadt (19,4 %) sowie das Radwegenetz/Rad-Erreichbarkeit (12,1 %)
Kulturangebot (19,0 %) sowie das Freizeit-/Veranstaltungsangebot (9,1 %)
Viel Grün (17,1 %)
Attraktive Alt-/Innenstadt (15,8 %) sowie das (historische) Stadtbild (10,1 %)
Größe der Stadt (14,4 %)
Studentenstadt/junge Stadt (13,4 %) sowie die Universitäts-/Wissenschaftsstadt (9,2 %)
Positive Eigenschaften (11,0 %)
Naherholungsmöglichkeiten/Aasee (10,4 %)
Die geschlechterdifferenzierte Auswertung der Ergebnisse macht deutlich, dass die aufgezeigte
Rangfolge der besonderen Stärken bei Frauen und Männern übereinstimmt (vgl. Anlage 1, Folie 9).
Bei einigen Nennungen differiert aber durchaus die Stärke der Nennungen:
Für Frauen besitzen vor allem folgende Punkte eine (noch) stärkere Bedeutung als für Männer:
„Kulturangebot“ (21,3 % zu 16,3 %), „Viel Grün“ (19,2 % zu 14,6 %), „Naherholungsmöglichke i-
ten/Aasee“ (11,4 % zu 8,9 %), „Radwegenetz/Rad-Erreichbarkeit“ (13,1 % zu 11,0 %).
Für Männer besitzen vor allem folgende Punkte noch eine stärke Bedeutung als für Frauen: „Un i-
versitäts-/Wissenschaftsstadt“ (10,2 % zu 8,3 %), „Hohe Lebensqualität“ (9,4 % zu 6,3 %).
- 9 -
V/0831/2018
Im Hinblick auf die besonderen Schwächen von Münster zeigen die Nennungen, dass sich mit „Wo h-
nen“ und „Verkehr“ zwei Schwerpunktthemen identifizieren lassen. Im Einzelnen bleibt festzuhalten
(vgl. Anlage 1, Folie 10):
Themenkomplex „Wohnen“: „Wohnraum – zu teuer“ (24,9 %), „Wohnraum – zu wenig und zu te u-
er“ (15,0 %), „Wohnraum – zu wenig“ (5,6 %).
Themenkomplex „Verkehr“; „Verkehr – zu viel“ (23,1 %), Verkehr – ÖPNV“ (13,6 %), „Verkehr –
Parken (ohne Rad)“ (7,4 %), „Verkehr – Verkehrsinfrastruktur“ (5,9 %), „Verkehr – Baustellen (zu
viele)“ (5,7 %), „Verkehr – Verkehrliche Erreichbarkeit“ (4,3 %).
Folgende weitere geäußerte materielle „Schwächen“ folgen zu den Themenkomplexen „Wohnen“
und „Verkehr“ mit großem Abstand: „Kita-Angebot“ (4,3 %), „Bäder-Angebot“ (3,9 %).
Folgende Nennungen unter den TOP 15 der arti kulierten besonderen Schwächen betreffen Politik,
Verwaltung und Stadtgesellschaft:
„Politik („Klüngel“)“ (8,5 %)
„Zu katholisch/konservativ“ (4,8 %)
„Verwaltungshandeln“ (4,3 %)
„Selbstüberschätzung“ (4,3 %)
Die aufgezeigte Rangfolge der besonderen Schwächen stimmt bei Frauen und Männern grundsät z-
lich über (vgl. Anlage 1, Folie 11). Allerdings differiert die Stärke der Nennungen durchaus bei einigen
Punkten:
Für Frauen besitzen vor allem folgende Punkte eine (noch) stärkere Bedeutung als für Männer:
„Wohnen“: „Wohnraum – zu teuer“ (25,9 % zu 23,7 %), „Wohnraum – zu wenig und zu teuer“
(17,3 % zu 11,9 %), „zu katholisch/konservativ“ (5,9 % zu 3,3 %), „Kita-Angebot“ (5,4 % zu 2,9 %),
„Bäder-Angebot“ (5,2 % zu 2,3 %).
Für Männer besitzen vor allem folge nde Punkte noch eine stärke Bedeutung als für Frauen: „Ve r-
kehr – zu viel“ (26,1 % zu 20,8 %), „Politik („Klüngel“)“ (11,8 % zu 5,8 %), „Verwaltungshandeln“
(5,9 % zu 3,1 %), „Verkehr – Verkehrliche Erreichbarkeit“ (5,5 % zu 3,4 %).
3.2 Potenziale/Chancen und Risiken für die Zukunft von Münster
Im Hinblick auf die Zukunftsentwicklung von Münster wurden die Befragten mittels einer offenen Fr a-
ge gebeten, jeweils bis zu drei Potenziale/Möglichkeiten/Chancen und Risiken zu nennen. Die Frage
stieß ebenfalls auf entsprechendes Interesse. Allerdings waren hier die Beteiligungsquoten mit 66 %
(Potenziale/Möglichkeiten/Chancen) und 73 % (Risiken) geringer als bei der Frage nach den beso n-
deren Stärken/Schwächen.
Folgende Potenziale/Möglichkeiten/Chancen wurden vorrangig für die Zukunft von Münster genannt
(vgl. Anlage 1, Folie 12):
Eindeutig als größtes Potenzial wurde gesehen: „Uni(s)/Wissenschaft“ (16,8 %)
„Wirtschaftsstruktur/Arbeitsplätze“ (9,9 %) sowie „Start-Ups/High Potenzials“ (5,7 %)
„Mehr Sozial-/bezahlbare Wohnungen“ (9,5 %)
„Attraktivität für Besucher/Touristen“ (7,8 %)
Danach folgen eine Reihe von „Verkehrsthemen“: „Autofreie Zonen“ (7,4 %), „Radwege/Velo -
routen“ (7,0 %), „ÖPNV“ (7,0 %), „Fahrradfreundlichkeit“ (6,9 %), „Verkehrskonzept“ (6,4 %)
Es schließen sich an: „Grün erhalten/ausbauen“ (5,2 %), „(Kultur)Veranstaltungen“ (5,0 %), „Ku l-
tur“ (4,9 %), „Integration Flüchtlinge/Migranten“ (4,8 %), „Bildungsangebote“ (4,6 %), „Umwelt -/
Klima-/ Naturschutz“ (4,5 %).
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V/0831/2018
Die Einschätzungen von Frauen und Mä nnern im Hinblick auf die Potenziale und Chancen für die
Zukunft stimmen von der Rangfolge her grundsätzlich überein (vgl. Anlage 1, Folie 13). Bei einigen
Punkten sehen Männer noch größere Chancen als Frauen. Zu nennen ist vor allem:
„Uni(s)/Wissenschaft“ (18,5 % zu 15,4 %), „Wirtschaftsstruktur/Arbeitsplätze“ (11,6 % zu 8,5 %),
„Start-Ups/High Potenzials“ (7,5 % zu 4,3 %). Für Frauen lassen sich ansonsten keine Punkte benen-
nen, bei denen ihre Bewertungen mehr als 2,5 %-Punkte über denen der Männer lagen.
Folgende Risiken wurden vorrangig für die Zukunft von Münster artikuliert (vgl. Anlage 1, Folie 14):
An der Spitze steht eindeutig der Themenkomplex „Wohnen“ mit 43,5 %. Dieser Themenkomplex
umfasst: „Wohnraum – zu teuer“ (19,8 %), „Wohnraum – zu wenig und zu teuer“ (9,8 %), „Woh n-
raum – zu wenig“ (4,8 %), „Nachverdichtung/Versiegelung“ (9,0 %).
Es folgt der Themenkomplex „Verkehrsprobleme/Verkehrschaos“ (23,4 %).
Danach folgt „Gentrifizierung/Segregation/Ghettobildung“ (16,4 %).
Alle weiteren genannten Risiken lagen unter 10 %. Angesprochen werden hier v.a. auch die Ris i-
ken der Digitalisierung: „Wirtschaftsstruktur Einzelhandel (v.a. Internet)“ (7,9 %) und „Digitalisi e-
rung/Arbeitsplätze“ (5,9 %).
Über 5 % der Einzelnennungen entfielen noch auf: „Nicht -Integration/Zu viele Flüchtlinge“ (6,8 %),
„Sicherheitslage/Kriminalität“ (5,4 %), „Politische Entscheidungen/Entscheidungsträger“ (5,4 %).
Bei Addition zweier Nennungen würde auch die soziale Frage Werte von über 5 % erreichen: „A r-
mut /Spaltung Arm + Reich“ (4,4 %) und „Soziale Ungleichheit“ (3,1 %).
Die Nennungen von Frauen und Männern bezüglich der Risiken stimmen von der Reihenfolge her
grundsätzlich überein. Allerdings differiert die Stärke der Nennungen durchaus bei einigen Punkten
(vgl. Anlage 1, Folie 15):
Frauen sehen (noch) größere Risiken bei folgenden Punkten: Thema „Wohnen (44,7 % zu
42,1 %), „Gentrifizierung/Segregation/Ghettobildung“ (17,3 % zu 15,0 %), „Sicherheitsl a-
ge/Kriminalität“ (6,3 % zu 4,2 %), „Armut /Spaltung Arm + Reich“ (5,9 % zu 2,8 %).
Für Männer besitzen vor allem folgende benannte Risiken eine (noch) stärke Bedeutung als für
Frauen: „Verkehrsprobleme/Verkehrschaos“ (25,3 % zu 21,9 %), „Digitalisierung/Arbeitsplätze“
(7,8 % zu 4,2 %), „Politische Entscheidungen/Entscheidungsträger“ (7,7 % zu 3,4 %).
3.3 Konkrete Handlungsansätze, damit Münster auch in Zukunft attraktiv bleibt
Zum Abschluss des Fragenkomplexes hatten die Befragten die Möglichkeit, in einer weiteren offenen
Frage bis zu drei Maßnahmen einzutragen, damit Münster auch in Zukunft attraktiv bleibt. An dieser
Frage beteiligten sich 77 % der Antwortenden, diese gaben im Durchschnitt 2,2 Nennungen ab.
Die artikulierten Maßnahmen korrespondieren stark mit den benannten Schwächen und Risiken (vgl.
Kap. 3.1, Kap. 3.2). Die sc hwerpunktmäßig aufgeführten Maßnahmen lassen sich nahezu alle den
Themenfeldern „Wohnen“ und „Verkehr“ zuordnen (vgl. Anlage 1, Folie 16). Folgende Maßnahmen
wurden genannt:
Mit weitem Abstand liegt das Thema „Wohnen“ an der Spitze: „Mehr Sozialwohnungen/b ezahlbare
Wohnungen“ (38,1 %) zusammen mit „Wohnungen/Baugebiete (Stadtplanung)“ (11,5 %).
Den zweiten Schwerpunkt bildet der Themenkomplex „Verkehr“. Hierunter fallen: „Verkehrsko n-
zept fehlt/weiterentwickeln“ (12,1 %), „Busangebot/ÖPNV“ (10,2 %), „Autored uzierte/-freie Innen-
stadt“ (9,8 %), „Verkehrsinfrastruktur/-anbindung/-ausbau“ (7,9 %), „Radwege/Velorouten“ (6,4 %).
Danach folgt: „Naherholung/Grünflächen sichern“ (8,6 %).
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Über 5 % der Nennungen entfielen noch auf: „Politik/Verwaltungshandeln“ (6,2 %), „Kultur“
(6,0 %), „Struktur Einzelhandel (keine Billigtextilketten)“ (5,5 %).
Weitere Maßnahmenschwerpunkte unter den TOP 15 sind: „Wirtschaftsstruktur/Start-Ups“ (4,2 %),
„Familienfreundlichkeit“ (4,2 %), „Sozialer Frieden/Sozialer Ausgleich“ (4,0 %), „Al tes bewa h-
ren/Neues ermöglichen" (3,7 %).
Die Nennungen von Frauen und Männern stimmen bezüglich der konkreten Handlungsnotwendigen
zur Erhaltung der Attraktivität von Münster grundsätzlich überein. Bei den benannten Maßnahme n-
schwerpunkten lassen sich bei einzelnen Punkten besondere Präferenzen von Frauen und Männern
identifizieren. Dies sind vorrangig (vgl. Anlage 1, Folie 17):
Für Frauen besitzen folgende konkrete Handlungsnotwendigkeiten noch stärkere Bedeutung:
„Mehr Sozialwohnungen/bezahlbare Wohnungen“ (39,2 % zu 36,2 %), „Naherholung/Grünflächen
sichern“ (10,2 % zu 6,8 %), „Struktur Einzelhandel (keine Billigtextilketten)“ (6,3 % zu 4,7 %), „F a-
milienfreundlichkeit“ (5,5 % zu 2,7 %).
Die antwortenden Männer messen folgenden Punkten ein höheres Gewicht als Frauen bei: „Ve r-
kehrskonzept fehlt/weiterentwickeln“ (15,0 % zu 9,5 %), „Wohnungen/Baugebiete (Stadtplanung)“
(13,2 % zu 10,2 %), „Politik/Verwaltungshandeln“ (8,3 % zu 4,3 %).
3.4 Bedeutung von Angeboten und Einrichtungen für Münster
Um die Standort bestimmung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030 (ISEK 2030) im
Rahmen der MünsterZukünfte 20|30|50 zu konkretisieren, wurde anhand einer Liste mit 23 konkreten
Einrichtungen und Angeboten deren Bedeutung für Münster abgefragt. Dabei reichte di e Skala von
„sehr bedeutend“ (Wert 1) und „bedeutend“ (2) über „teils/teils“ (3) bis zu „unbedeutend“ (4) und „vö l-
lig unbedeutend“ (5).
Um die Einschätzungen zur Bedeutung der Einrichtungen entsprechend differenzieren zu können,
erfolgt die Darstellung der Umfrageergebnisse vorrangig anhand der Antwortkategorien „sehr bede u-
tend“ und „bedeutend“. Insbesondere für den Vergleich der Nennungen von Frauen und Männern
sowie den Vergleich zu 2007 werden dann auch stärker die Mittelwerte genutzt.
Die Ergebnisse b elegen die herausragende Stellung der „Hochschulen (WWU Münster/FH Mün s-
ter/weitere Hochschulen)“ (Mittelwert 1,3), die durch die Bedeutungszumessung für das Universität s-
klinikum noch unterstrichen wird (Mittelwert 1,4) (vgl. Anlage 1, Folie 18):
„Westfälische Wilhelms-Universität Münster/Fachhochschule Münster/weitere Hochschulen“:
76 % „sehr bedeutend“, 19 % „bedeutend“.
„Universitätsklinikum“: 68 % „sehr bedeutend“, 25 % „bedeutend“.
Es folgen „Leuchttürme“ der Altstadt und der Aasee:
„Prinzipalmarkt“: 66 % „sehr bedeutend“, 27 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,4).
„Promenade“: 64 % „sehr bedeutend“, 31 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,4).
„Domplatz/Markt“: 59 % „sehr bedeutend“, 34 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,5).
„Aasee“: 59 % „sehr bedeutend“, 34 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,5).
Antwortanteile von 50 % und mehr in der Kategorie „sehr bedeutend“ weisen noch auf:
„Krankenhäuser/Fachkliniken“: 55 % „sehr bedeutend“, 35 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,6).
„Historische Gebäude“: 53 % „sehr bedeutend“, 38 % „bedeutend“ (Mittelwert 1,6).
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Unter den 23 abgefragten Einrichtungen und Angeboten erhielt lediglich eine Einrichtung Bewertu n-
gen, die zu einem Mittelwert jenseits von 3 (teils/teils) führte. Hierbei handelt es sich um das „Pre u-
ßen-Stadion“: Anteilen von 11 % „sehr bedeu tend“ und 19 % „bedeutend“ stehen Anteile von 22 %
„unbedeutend“ und 15 % „völlig unbedeutend“ gegenüber (vgl. Anlage 1, Folie 18).
Der Vergleich der Mittelwerte für die abgefragten Einrichtungen und Angebote nach Frauen und Män-
nern macht deutlich, dass die Reihenfolge grundsätzlich übereinstimmt (vgl. Anlage 1, Folie 19).
Deutlich wird, dass Frauen vielen Einrichtungen noch eine etwas höhere Bedeutung beimessen als
Männer. Diese höhere Bewertung liegt i.d.R. in einer Größenordnung von 0,1 - 0,2 Punkten beim Mit-
telwert. Insbesondere bei der „Stadtbücherei“ (2,0 zu 2,3) und beim „Theater Münster“ (2,0 zu 2,3)
fallen die Bedeutungszuschreibungen von Frauen höher aus als bei Männern. Demgegenüber liegen
die Bewertungen von Männern nur in einem Punkt geringfüg ig über denen von Frauen. Hierbei ha n-
delt es sich um den „Technologie-/ Wissenschaftspark“ (2,4 zu 2,5).
Da bereits in der Münsterumfrage 2007 für zahlreiche Einrichtungen die Bedeutung abgefragt wurde,
lassen sich mit Hilfe der Umfragewerte von 2018 mögl iche Entwicklungen aufzeigen. Insgesamt wird
ein relativ stabiles Muster für die Bedeutungszuschreibungen erkennbar (vgl. Anlage 1, Folie 20a,
20b):
Die bedeutendsten Einrichtungen aus Sicht der Befragten waren 2007 und 2018 „Westfälische
Wilhelms-Universität, Fachhochschule Münster, weitere Hochschulen“, wobei 2018 deren Bede u-
tung noch weiter gestiegen ist. So erhöhten sich die Werte in der Kategorie „sehr bedeutend“ von
66 % (2007) auf 76 % (2018).
Auch das „Universitätsklinikum“ hat ebenfalls eine verst ärkte Bedeutungszuschreibung erfahren.
Die Werte stiegen in der Kategorie „sehr bedeutend“ von 59 % (2007) auf 68 % (2018). Damit stieg
das „Universitätsklinikum“ von Rang 4 (2007) auf Rang 2 (2018).
Trotz leicht verbesserter Werte blieben der „Prinzipalma rkt“ auf Rang 3, die Promenade „rutschte“
von Rang 2 auf Rang 4, „Domplatz/Markt“ blieben auf Rang 5 und der „Aasee“ stieg von Rang 7
auf Rang 6.
Die konstant niedrigste Bedeutungszuschreibung unter den abgefragten Einrichtungen und Ang e-
boten im Zeitvergl eich erhielt das „Preußen -Stadion“ mit Mittelwerten von 3,3 (2002), 3,2 (2007)
und 3,1 (2018).
Trotz des relativ stabilen Musters werden auch einige Entwicklungen deutlich:
Die stärkste Zunahme der Bedeutungszuschreibung zeigt der „Hauptbahnhof“. Der Mittelwert stieg
von 2,2 (2007) auf 1,8 (2018). Damit verbesserte sich der „Hauptbahnhof“ von Rang 15 (2007) auf
Rang 9 (2018).
Ebenfalls eine deutliche Bedeutungszuschreibung erfuhren die „Skulptur Projekte (Skulpturenau s-
stellung)“. Der Mittelwert verbesserte sich von 2,3 (2007) auf 2,0 (2018). Damit stiegen die „Skul p-
tur Projekte“ von Rang 17 (2007) auf Rang 13 (2018).
Auch der „Kreativkai/Stadthafen“ erhielt verbesserte Bedeutungszuschreibungen. Der Mittelwert
nahm von 2,4 (2007) auf 2,1 (2018) zu. Der „ Kreativkai/Stadthafen“ kletterte damit von Rang 20
(2007) auf Rang 14 (2018).
Auch die „Museen“ (z.B. LWL -Museen; Stadt-, Picassomuseum) verbesserten ihre Position, was
an verstärkten Nennungen in der Kategorie „sehr bedeutend“ (2007: 23 %; 2018: 36 %) d eutlich
wird. Der Mittelwert stieg von 2,1 (2007) auf 1,9 (2018). Nach Rang 13 (2007) lagen die „Museen“
2018 nun auf Rang 11.
Eine verringerte Bedeutungszuschreibung weist vor allem der „Flughafen Münster/Osnabrück
(FMO)“ auf. Der Mittelwert verschlechter te sich von 2,0 (2007) auf 2,5 (2018). Nach Rang 11
(2007) rangierte der „Flughafen Münster/Osnabrück (FMO)“ 2018 auf Rang 21.
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Auch dem „Allwetterzoo“ wurde eine verringerte Bedeutung zugeschrieben. Allerdings verschlec h-
terte sich der Mittelwert hier nur von 1,9 (2007) auf 2,1 (2018). Nach Rang 10 (2007) liegt der „Al l-
wetterzoo“ nun auf Rang 15 (2018).
Zusätzlich bestand in der Bürgerumfrage 2018 bei der Frage nach der Bedeutung von Einrichtungen
und Angeboten die Möglichkeit, in einem offenen Feld „Sonsti ge bedeutende Angeb o-
te/Einrichtungen" zu nennen. Hiervon machten 721 Personen Gebrauch. Folgende Einrichtu n-
gen/Angebote wurden ergänzend zu den 23 vorgegebenen Items genannt (vgl. Anlage 1, Folie 21).
Die meisten Nennungen entfielen auf den „Dortmund -Ems-Kanal“ mit 6,5 % (Frauen: 7,0 %, Mä n-
ner: 6,0 %).
Es folgen „Bäder“ mit 6,2 % (Frauen: 5,5 %, Männer: 7,2 %).
Über 5 % kamen weitere Angebote/Einrichtungen nur bei geschlechterdifferenzierter Betrachtung:
Frauen: „Botanischer Garten/Schlossgarten“ mit 5,5 % (Männer: 2,4 %).
Männer: „Kino(s)“ mit 6,3 % (Frauen: 3,4 %), „Hawerkamp“ mit 6,6 % (Frauen: 3,1 %).
4. Weiteres Vorgehen und Verwendung der Ergebnisse
Mit den Ergebnissen der Bürgerumfrage 2018 zu den Fragenkomplexen „Leben in Münster“ und
„Stadtentwicklung – heute und morgen“ wird eine wichtige Informationsquelle für die Standortbesti m-
mung der MünsterZukünfte 20|30|50 – und hier insbesondere für das Integrierte Stadtentwicklung s-
konzept Münster 2030 (ISEK 2030) – erschlossen. Die Aussagen de r Bürgerumfrage 2018 ermögl i-
chen einen Abgleich mit den Ergebnissen der ISEK -Schlüsselpersonengespräche und mit der Au s-
wertung der vorhandenen Stadtentwicklungskonzepte/-programme.
Zugleich unterstützt die Umfrage die Aktionspläne zur Europäischen Charta der Gleichstellung von
Frauen und Männern auf lokaler und regionaler Ebene, in dem sie wichtige Grundlagen zur Berüc k-
sichtigung von genderspezifischen Belangen in der Stadtentwicklung schafft (V/0503/2018).
Perspektivisch ist darauf hinzuweisen, dass die in dieser Umfrage von den Bürgerinnen und Bürgern
vorrangig adressierten Themen, wie z.B. Wohnen, Verkehr, Entwicklung der Wissenschaftsstadt und
Entwicklung der Innenstadt, in den weiteren Arbeitsprozessen zu den MünsterZukünften 20|30|50
sowie im Masterplan Mobilität 2035+ aufgegriffen werden können.
Aus methodischer Sicht bleibt festzuhalten, dass die Einführung einer Online -Version des Frageb o-
gens zu einem verbesserten Rücklauf der jüngeren Altersgruppen (18 – 24 J., 25 – 29 J.) geführt hat.
Gleichwohl liegt der Rücklauf in der Online -Version mit 13,5 % deutlich unter dem schriftlichen Rüc k-
lauf (29,7 %). Es gilt nach Wegen zu suchen, die Teilnahmebereitschaft an der Online -Version zu
steigern (z. B. Startmöglichkeit der Umfrage mit dem spezifischen Code über die Homepage der Stadt
Münster).
I.V.
gez.
Denstorff
Stadtbaurat
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Anlagen:
Anlage 1: Foliensatz mit zentralen Ergebnissen zu den Fragenkomplexen „Leben in Münster“ und
„Stadtentwicklung – heute und morgen“
Anlage 2: Hinweise zur Methodik und Übertragbarkeit der Ergebnisse
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Prinzipalmarkt
- Schlossgarten
- Promenade
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0831/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.09.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37