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AN/0940/2018

Arbeitsmarktintegration und Ausbildungsduldungen

Parteilos Anfrage nach § 4 11.06.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 14.06.2018, TOP 11.2.2

Bunt Anfrage nach § 4

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Bunt Anfrage nach § 4

5635 Zeichen

An den Vorsitzenden des Ausschusses 
für Soziales und Senioren 
Herrn Michael Paetzold 
 
An Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
Thomas Hegenbarth 
Lisa Gerlach 
Rathaus - Spanischer Bau 
50667 Köln 
Tel.: +49 (221) 221 - 25541 
Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de 
Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 11.06.2018 
 
AN/0940/2018 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Soziales und Senioren 14.06.2018 
 
Arbeitsmarktintegration und Ausbildungsduldungen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender,  
 
die Antragssteller bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Si tzung im 
Ausschuss für Soziales und Senioren zu setzen: 
 
Die Ratsgruppe BUNT fragte im Januar 2018, wie viele Menschen in Köln 2017 von Bleiberechtsr e-
gelungen des Aufenthaltsgesetzes und Erlassen aus NRW profitieren konnten. Der Antwort der 
Verwaltung konnte entnommen werden, dass in 2017 in Köln 52 Aufenthaltst itel nach § 25a Au f-
enthG, 26 Aufenthaltstitel nach § 25b AufenthG, 1611 Aufenthaltstitel nach § 25 V AufenthG sowie 
90 Ausbildungsduldungen nach § 60a AufenthG erteilt wurden. Der Vergleich mit Zahlen aus An t-
worten auf Anfragen unserer Gruppe zu Abschiebun gen und Bleiberechten in den Jahren 2015 bis 
2017 zeigt, dass sich die Zahlen positiv entwickeln und mehr Menschen in Köln Bleiberechte erha l-
ten. 2016 wurden beispielsweise 32 Aufenthaltserlaubnisse gemäß § 25a AufenthG sowie 1.095 
nach § 25 Abs. 5 Aufenth G erteilt. Wir erwarten, dass sich die Zahlen weiter positiv entwickeln, da 
das Projekt „Bleiberechtsinitiative“ zum Ziel hat, proaktiv auf Bleib erechte für langjährig Geduldete 
hinzuwirken. 
  
Das Innenministerium NRW (MIK) hat am 17.05.2018 einen neuen Er lass zur Ausbildungsdu ldung 
herausgegeben, der die Erlasse vom 21.12.2016 und vom 19.06.2017 ersetzt und die Anwe n-
dungshinweise des BMI vom 30.05.2017 mit den NRW -spezifischen Ergänzungen für ve rbindlich 
erklärt. Für NRW gilt nun u. a.: 
 
 Für die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierungsmaßnahme bei einem zugelassenen Ausbi l-
dungsbetrieb soll in der Regel eine Duldung nach § 60a Abs. 2 Satz 3 AufenthG erteilt werden, 
„wenn die Maßnahme von der Bundesagentur für Arbeit gefördert wird, tarifvertraglich gerege lt

- 2 - 
 
ist oder es sich um eine betrieblich finanzierte Einstiegsqualifizierungsmaßnahme handelt“. We i-
tere Erteilungsvoraussetzung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers darüber, dass im A n-
schluss an die Einstiegsqualifizierungsmaßnahme ein Vertrag für eine q ualifizierte Berufsausbil-
dung angeboten wird. 
 
 Auch für staatlich anerkannte Helferausbildungen, an die eine qualifizierte Ausbildung im gle i-
chen Berufsbild angeschlossen werden kann, soll eine Duldung nach § 60a Abs. 2 Satz 3 Au f-
enthG erteilt werden. 
 
 Des Weiteren ist nun das Datum der Asylantragstellung und nicht des Asylgesuchs entsche i-
dend für das Arbeitsverbot nach § 60a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 AufenthG. 
 
Die Ausländerbehörde der Städteregion Aachen bietet in Absprache mit der Industrie - und Handels-
kammer Aachen Beratungsangebote für Unternehmerinnen und Flüchtlinge in Ausbildung an. In den 
so genannten Tandem -Gesprächen soll z. B. geklärt werden, welche Bedingungen seitens des a n-
gehenden Auszubildenden erfüllt werden müssen oder welche Schritte die Betrieb e vorher unb e-
dingt unternehmen sollten. Zudem werden rechtliche Fragen beantwortet, z. B. zur Ausbildungsdu l-
dung (so genannte „3 -plus-2-Regelung“). In Bonn engagiert sich der Verein „Ausbildung statt A b-
schiebung (AsA e. V.)“ für junge Flüch tlinge mit dem Z iel, dass diese eine Arbeitserlaubnis für die 
Zeit einer Ausbildung in Deutschland erhalten. 
  
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg erklärte gegenüber der Rhein i-
schen Post am 31.05.2018, dass 25 Prozent der seit 2015 nach De utschland gekommenen Flüch t-
linge inzwischen einer Arbeit nachgingen. Gegenüber der Rheinischen Post erklärte der Leiter des 
IAB-Forschungsbereichs Migration, Herbert Brücker: „Wenn sich der Beschäft igungszuwachs so 
fortsetzt, hat nach fünf Jahren die Hälft e der Zuwanderer eine Arbeit.“ Er schätzte, dass bis Jahre s-
ende 2018 „monatlich 8.500 bis 10.000 weitere Flüchtlinge einen Job finden“. Der Bericht des „Jo b-
center Köln“ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren am 14.06.2018 gibt zwar einen 
groben Überblick über die Arbeitsmarktintegration von G eflüchteten, liefert aber keine detaillierten 
Angaben 
  
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 
 
1. Wie viele Menschen aus welchen Herkunftsländern, die seit 2015 nach Köln gekommen sind, 
gehen inzwischen einer Arbeit nach? (Bitte mit Prozentangaben) 
 
2. Wie viele Beschäftigungserlaubnisse sind Personen mit einer Duldung von 2015 bis he ute erteilt 
worden, und wie viele wurden im selben Zeitraum aus welchen Gründen abgelehnt? 
 
3. Welche Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen bietet das Jobce nter 
an?  
 
4. Wie unterstützt die Stadt Unternehmerinnen, die Flüchtlingen eine Ausbildung ermöglichen wo l-
len? Gibt es in Köln Projekte wie in Aachen oder Bonn, und wenn nicht, warum? 
 
5. Welche neuen Gesetze, Vorschriften, Erlasse und weiteren Vorgaben müssen die Ausländerb e-
hörden in Köln umsetzen? Was wird sich konkret ändern, und wie sieht die geplante Umsetzung 
aus? (Bitte ergänzen Sie ihre Angaben aus den Antwort (Vorlagen -Nummer 1448/2016 und 
1195/2017.) 
 
 
 
gez. Thomas Hegenbarth    gez. Lisa Hanna Gerlach

Beratungsverlauf (1)

14.06.2018 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 11.2.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0940/2018
Typ
Parteilos Anfrage nach § 4
Datum
11.06.2018
Erstellt
11.06.2018 10:51