0743/2017
Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord"
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Beschlussvorlage Rat
15828 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/15/152
152/1
Vorlagen-Nummer
0743/2017
Freigabedatum
13.04.2017
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den
Sozialraum "Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord"
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“
(Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-NR. 2899/2016) erstellte Integrierte Handlungskonzept (IHK)
für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt
die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungspro-
zess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpas-
sungen erforderlich werden.
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im IHK für den Sozialraum
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten-
und Finanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter Vorbehalt
Integrationsrat 25.04.2017
Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.04.2017
Ausschuss Soziales und Senioren 27.04.2017
Wirtschaftsausschuss 27.04.2017
Verkehrsausschuss 02.05.2017
Sportausschuss 04.05.2017
Ausschuss für Umwelt und Grün 04.05.2017
Gesundheitsausschuss 09.05.2017
Jugendhilfeausschuss 09.05.2017
Stadtentwicklungsausschuss 11.05.2017
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.05.2017
Finanzausschuss 15.05.2017
Rat 18.05.2017
2
der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von min-
destens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagun-
gen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2020 in
Höhe von 4,9 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 be-
reits berücksichtigt.
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des IHKs, die im Sozialraum
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ wirksam werden, der Bezirksvertretung Chorwei-
ler vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu informieren.
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen Fachaus-
schüsse und die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Einschränkung zustimmen.
3
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 50 % b. max. 85 %
%
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 4,9 Mio. €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 50 % b. max. 90 %
%
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Begründung
1. Ausgangslage
Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen, die sich nicht zuletzt durch den demografischen
und strukturellen Wandel für die Stadt Köln ergeben, hat sich die Stadtverwaltung seit Herbst 2014
intensiv mit der neuen EU-Förderperiode 2014-2020 auseinandergesetzt und die Förderstrategie der
Stadt Köln darauf ausgerichtet. Mit seinem Beschluss zum „Europa 2020 Handlungsprogramm: Köl-
ner Handlungserfordernisse“ hat der Stadtvorstand am 23.09.2014 die Aufforderungen verbunden,
dass alle Dezernate und Ämter bereits im Vorfeld der zu erwartenden neuen Projektaufrufe des Lan-
des in die Vorbereitungen einsteigen und Projektideen entwickeln. Mit der Genehmigung der Operati-
onellen Programme zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zum Europäi-
schen Sozialfonds (ESF) des Landes Nordrhein-Westfalen ist durch die EU formal die neue Förderpe-
riode im Herbst 2014 gestartet.
Auf Basis des Operationellen Programms erfolgte am 10.02.2015 der gemeinsame Aufruf „Starke
Quartiere – starke Menschen“ des Landes NRW zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von
Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, der die Programme
des EFRE, des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (E-
LER) und des ESF bündelt. Das mit dem Förderaufruf verbundene Maßnahmenspektrum soll einen
Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes leisten.
Grund- und damit Fördervoraussetzung, um Mittel aus den europäischen Struktur- und Investitions-
fonds beantragen zu können, ist die Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK). Köln hat
sich mit seinem Konzept für den breiten Ansatz der sozialraumorientierten Stadtentwicklung ent-
schieden und mit dem Leitkonzept (IHK) „Starke Veedel - Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten,
4
Zukunft gestalten" (abrufbar unter www.starke-veedel.koeln) die unterschiedlichen Handlungsfelder
des Aufrufs gemeinsam betrachtet. Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ stellt dabei die elf Sozial-
räume, in denen die Stadt Köln mit dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraum-
orientierung in Köln“ seit 2006 arbeitet, in den Vordergrund.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um die linksrheinischen Sozialräume:
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Bocklemünd / Mengenich
Meschenich und Rondorf
und um die rechtsrheinischen Sozialräume:
Buchheim und Buchforst1
Mülheim-Nord und Keupstraße2
Höhenberg und Vingst
Humboldt / Gremberg und Kalk
Ostheim und Neubrück
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei-
sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung
unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beauf-
tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016
anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr.
2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden.
Parallel dazu möchte die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein-
werben. Zentral ist dabei das Programm „Soziale Stadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“
können über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforde-
rungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen IHKs, das
die Gegebenheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen
herausarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich.
Im Ergebnis bedeutet diese Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln, dass
zusätzlich zu dem raumübergreifenden Leitkonzept insgesamt zehn separate sozialraumbezogene
IHKs erarbeitet werden. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Verwaltung
entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes Verfah-
ren vor.
Für die Sozialräume
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des
1 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden gemäß der Vorgabe des Landes die Sozialräume
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße zu einem Handlungsraum zusammengefasst. Er
kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis
2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden.
2 Siehe Fußnote 1
5
Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020
„Meschenich und Rondorf“
wurden die IHKs fertiggestellt, beim Land zur Anerkennung eingereicht und werden dem Rat hiermit
zur Beschlussfassung vorgelegt. Die IHKs wurden in einem dynamischen Prozess erarbeitet. Teilwei-
se haben sich die beschriebenen Angebotsstrukturen im Rahmen der Erarbeitungsphase verändert.
Die IHKs bilden den Stand im Juni 2016 ab.
Für die Erarbeitung der weiteren IHKs ist ein gestuftes Verfahren vorgesehen:
derzeit erfolgt die Bearbeitung der IHKs für die Sozialräume „Humboldt / Gremberg und Kalk“
sowie „Bickendorf, Westend und Ossendorf“.
bis Herbst 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Bilderstöckchen“ sowie „Hö-
henberg und Vingst“ vorgesehen.
bis Ende 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Ostheim und Neubrück“,
„Bocklemünd / Mengenich“ sowie „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ vorgese-
hen.
2. Einordnung des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord“ in die Programmstruktur
Der Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ liegt im nördlichen Stadtgebiet und zeigt
eine heterogene Bebauungsstruktur. Prägend ist dabei insbesondere die Großwohnsiedlung der
1970er Jahre mit einem hohen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen und einer Sozialstruktur,
die durch sozio-ökonomische Benachteiligung geprägt ist. In Teilen von Seeberg-Nord und Chorwei-
ler-Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Der Sozialraum grenzt im Norden an landwirt-
schaftlich genutzte Flächen.
Die Entscheidung den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ zeitnah zu bearbei-
ten, resultiert unter anderem aus den vorhandenen Herausforderungen und Handlungsbedarfen, die
sich aus dem Sozialraum heraus ergeben, dem besonderen Interesse des Landes sowie den parallel
verlaufenden Prozessen wie die „Nationalen Projekte des Städtebaus“ und dem Engagement der
GAG Immobilien AG im Rahmen der Übernahme der so genannten „Bergstedtimmobilien“ in Chorwei-
ler-Mitte.
Das hier vorgelegte IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Teil des
Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) bildet den ersten Baustein eines umfassen-
den und langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum.
In einem zweiten Schritt wird derzeit, in einem kooperativen Verfahren zwischen der Stadt Köln und
der GAG Immobilien AG unter Beteiligung weiterer Sozialraumakteure bis Mitte 2017 ein weiter ge-
fasstes, langfristig ausgerichtetes Entwicklungs- und Handlungskonzept für „Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord“ (Phase 2) erstellt. Das in Kooperation mit der GAG Immobilien AG entwickelte
IHK soll nahtlos an das IHK der Phase 1 anknüpfen und es maßgeblich weiterentwickeln. Die koope-
rative Vorgehensweise wurde gewählt, um städtische Quartiersentwicklungsziele mit den Zielen der
Integrierten Quartiersentwicklung der GAG Immobilien AG zu verknüpfen und um die zahlreichen
angelaufenen Planungen und Projekte in den Gesamtprozess zu integrieren.
Mit dem Land Nordrhein-Westfalen wurde einvernehmlich abgestimmt, dass das Integrierte Hand-
lungskonzept der Phase 1(hier vorgelegt) in Verbindung mit einer Fortschreibung in 2017 (Phase 2)
als Grundlage für die Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln anerkannt werden kann. Erste
Bewilligungen liegen bereits vor.
Das IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ greift die Gliederung des
Leitkonzepts auf.
6
Darauf aufbauend wurden 21 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und
weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und sind zur Umsetzung vorgesehen.
Am 30.11.2016 erhielten die Bürgerinnen und Bürger aus dem Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord“ zudem die Gelegenheit, sich über das Maßnahmenpaket des IHK der ersten
Phase zu informieren und Anregungen einzubringen. In diesem Zuge konnten sich die Bürgerinnen
und Bürger auch zu dem erweiterten Entwicklungs- und Handlungskonzept der zweiten Phase beteili-
gen und Handlungsbedarfe sowie Lösungsansätze einbringen. Die Ergebnisse wurden bereits am
26.01.2017 im Rahmen einer Mitteilung (0279/2017) in die BV Chorweiler eingebracht.
3. Finanzen
Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken,
zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von
rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge- in seiner Sitzung am 20.12.2016 be-
schlossen (Session-Nr. 2899/2016).
Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs-
ermächtigungen bis 2020 in Höhe von 51,4 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. mittelfristigen Finanz-
planung bis 2020 berücksichtigt. Der darüber hinausgehende Bedarf für die Jahre 2021 und 2022 in
Höhe von 25,9 Mio. € ist bereits nachrichtlich aufgeführt und wird in den zukünftigen Haushalts-
planaufstellungen berücksichtigt.
Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der Vorfinanzierung der Maßnahmen als
auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwar-
tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote
des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bis maximal 90 % der projekt-
bezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkosten auf Grundlage von Pauschalen, je-
doch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die Städtebauförderung finanziert
werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 %3 auf. Durch die Kofinanzierung der Städtebauför-
derung mit anderen Fördertöpfen, die -sofern die Voraussetzungen vorliegen- beantragt werden soll,
kann z.B. für einzelne EFRE-kofinanzierte Maßnahmen eine Förderquote von bis zu 85 % erreicht
werden.
Für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ sollen aus dem o. g. Ansatz insge-
samt 4,9 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden.
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadtent-
wicklung. Die im Hpl. 2016/2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020 für das Projekt „Star-
ke Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven
Zahlungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im
Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen
zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht ab-
schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden,
dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah-
lungen geben wird.
Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewilli-
gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt die
Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der Um-
setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des IHKs gefährdet.
Anlagen
3 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb-
lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.
Anlage 1_IHK für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
259596 Zeichen
Starke Veedel –Starkes Köln Juni 2016
Impressionen aus dem Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
Starke Veedel – Starkes Köln
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten
Integriertes Handlungskonzept für den
Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord“
Stand 06.06.2016
2 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kontakt / Impressum
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Telefon 0221 / 221-22267
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 3
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Starke Veedel – Starkes Köln
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
Stand 06.06.2016
4 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 5
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Mein Standpunkt
Liebe Bürgerinnen und Bürger
in Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord,
angesichts wachsender Armut insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren
Menschen, Alleinerziehenden, Geringqualifizierten oder Langzeitarbeitslosen ist mir der s o-
ziale Ausgleich in unserer Stadt sehr wichtig. lch freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lnt e-
grierten Handlungskonzept ein Programm für lhr Veedel vorlegen zu können, das insbeso n-
dere die Lebensla ge der von Armut bedrohten oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in
den Blick nimmt.
Jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichberechtigte Chance haben, am gesellschaftl i-
chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln unserer Stadtge-
sellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und Au s-
bildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung in
einem lebenswerten, attraktiven Veedel.
Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekten und Maßnahmen kommen wir di e-
sem Leitbild in den nächsten Jahren hoffentlich ein gutes Stück naher. Das Programm en t-
halt Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen
aber auch von Erwachsenen, der Integra tion von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte,
beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Enthalten sind auch Wohnum-
feld verbessernde Maßnahmen und lnvestitionen in die örtliche Infrastruktur, mit denen ihr
Veedel attraktiver werden soll.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und zu beteil i-
gen. Seien Sie dabei, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht, nutzen Sie
die Fördermöglichkeiten für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum ge ht eine neue
berufliche Perspektiven zu entwickeln.
lhre
Henriette Reker
6 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Vorwort
Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt.
Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht.
Diese Vielfalt spiegelt nicht nur die unter-
schiedlichen Entstehungszeiten und Fun k-
tionalitäten der einzelnen Stadtteile wider,
sondern auch die Weltoffenheit Kölns.
Die ausgewogene Entwicklung aller Ve e-
del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung.
Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt
als a uch für die soziale Balance in der
Stadt. Hierfür müssen wir frühzeitig Ma ß-
nahmen ergreifen, damit alle Stadtteile
den „Anschluss behalten“.
Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die
Stadt Köln an dem Aufruf „Starke Quarti e-
re – starke Menschen“ des Landes Nord-
rhein-Westfalen und nutzt so die Chancen
der aktuellen EU -Förderperiode. Im Fokus
stehen dabei Armutsbekämpfung und die
Vermeidung von Ungleichheit.
Die Stellschrauben der Quartiersentwic k-
lung sind dabei vielfältig. Die im Integrie r-
ten Handlungskonze pt „Starke Veedel –
Starkes Köln“ vorgeschlagenen Maßna h-
men widmen sich sowohl der Gestaltung
des öffentlichen Raumes, als auch sozi a-
len Themen wie Prävention, Bildung, Qu a-
lifizierung sowie dem Klimaschutz und der
Umweltgerechtigkeit.
Dabei bauen wir auf dem seit 2005 eta b-
lierten Programm „Lebenswerte Veedel“
auf, bei dem die elf Sozialräume Kölns im
Mittelpunkt stehen. In den Sozialräumen
ist der Bedarf an unterstützenden Angebo-
ten kontinuierlich besonders hoch.
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord ist durch eine sehr h e-
terogene Situation und seine periphere
Lage am nördlichen Stadtrand geprägt.
Besonders hohe städtebauliche und soz i-
alintegrative Handlungsbedarfe werden in
der Großwohnsiedlung Chorweiler -Mitte
deutlich, die das Zentrum des Sozialraums
bildet. Seit den 80er Jahr erfolgten zah l-
reiche stabilisierende Maßnahmen, die
eine positive Entwicklung in dem Gebiet
anstießen. Aufgrund der zahlreichen ange-
laufenen Planungen und Projekte ergibt
sich in dem Sozialraum eine
ganz besonde re Ausgangslage. Für Bl u-
menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord
wurde daher abweichend zu den Erste l-
lungsprozessen in den anderen Sozia l-
räumen ein zweistufiges Verfahren für die
Quartiersentwicklung gewählt.
Das hier vorgelegte Integrierte Han d-
lungskonzept für den Sozialraum Chorwei-
ler, Blumenberg und Seeberg -Nord bildet
als Teil des Integrierten Handlungspr o-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“
den ersten Baustein eines umfassenden
und langfristig angelegten Quartiersen t-
wicklungsprozesses. In einem zweiten
Schritt soll in einem kooperativen Verfa h-
ren zwischen Stadt Köln und der GAG
Immobilien AG bis Mitte 2017 ein langfri s-
tig ausgerichtetes Entwicklungs - und
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 7
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungskonzept für Chorweiler, Bl u-
menberg und Seeberg -Nord erstellt we r-
den, das an dem Programmgedank en von
„Starke Veedel – Starkes Köln“ anknüpft.
Die Quartiersentwicklung in den elf Sozia l-
räumen stellt uns in den kommenden Ja h-
ren vor vielschichtige Herausforderungen.
Mit dem vorgesehen Maßnahmenpaket für
den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord werden die Kräfte aus
unterschiedlichen Handlungsfeldern in
einem Ansatz gebündelt. Ich bin mir s i-
cher, dass wir durch diesen integrierten
Ansatz der Quartiersentwicklung, einen
guten Schritt für die Stadtteile nach vorne
machen.
Ihr
Franz-Josef Höing
8 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 9
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Einleitung
Das hier vorgelegte Integrierte Handlungskonzept (IHK) für das Soziale-Stadt-Gebiet „Chor-
weiler, Blumenberg und Seeberg-Nord“ als Teil des Integrierten Handlungsprogramms „Star-
ke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) bildet den ersten Baustein eines umfassenden und
langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum.
In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, in einem kooperativen Verfahren zwischen Stadt
Köln und de r GAG Immobilien AG unter Beteiligung weiterer Sozialraumakteure bis Mitte
2017 ein langfristig ausgerichtetes Entwicklungs - und Handlungskonzept für Chorwei ler,
Blumenberg und Seeberg-Nord (Phase 2) zu erstellen. Dieses soll nahtlos an das Integrierte
Handlungskonzept der Phase 1 als Teil der raumübergreifenden Quartiersentwicklungs -
strategie des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) anknüpfen und es maßgeblich
weiterentwickeln.
Die GAG ist mit rund 1.800 Wohnein heiten im Sozialraum Chorweiler, Blumenberg und See-
berg-Nord vertreten. Weitere 1.200 Wohnungen kommen gegebenenfalls mit Übernahme der
bisher zwangsverwalteten Bestände in Chorweiler-Mitte hinzu. In direkter Nachbarschaft des
Sozialraums entsteht ein GAG -Neubauprojekt mit weiteren 250 Wohne inheiten. Über 3.000
Wohnungen, das heißt rund 8 % des Gesamtwohnungsbestandes der GAG Immobilien AG ,
sind unmittelbar mit dem Gebiet verbunden.
Um die städtischen Quartiersentwicklungsziele mit den 1 1 Zielen der Integrierten Quartiers-
entwicklung der GAG Immobilien AG zu verknüpfen, soll ein gemeinsames , umfassenderes
Integriertes Handlungskonzept für Chorweiler , Blumenberg und Seeberg-Nord erarbeitet
werden. Aufgrund der besonderen Ausgangslage im Sozialraum mit den zahlreichen ang e-
laufenen Planungen und Projekten wurde abweichend zu den Erstellungsprozessen in ande-
ren Sozialräumen diese kooperative Vorgehensweise gewählt.
Zur nachhaltigen Stabilisierung d es Sozialraums bedarf es einer langfristig strukturell wir k-
samen Stadtteilentwicklungskonzeption mit e inem integrierten Ansatz, aufbauend auf die
intensive Einbindung aller Anwohnerinnen und Anwohnern, Betroffenen und sonstigen Stadt-
teilakteuren, vor allem auch der Wohnungseigentümer. Zielsetzung ist es, sämtliche laufende
Aktivitäten zu bündeln und diese in eine räumliche und soziale Gesamtkonfiguration zu integ-
rieren und bei Bedarf zu ergänzen, um den Sozialraum nachhaltig positiv weiterzuentwickeln.
Besonderen Stellenwert kommt bei der partizipativen Entwicklung des fortgeschriebenen
Integrierten Handlun gsprogramms der Einordnung der städtebaulichen Qualifizierung der
drei zentralen Plätze in Chorweiler -Mitte (Nationale Stadtentwicklungsprojekte), der ang e-
strebte Übernahme der unter Zwangsverwaltung stehenden Wohnungsbestände und der
Realisierung des Neubauprojektes der GAG zu.
Aufgrund der bekannten Problemlagen im Sozialraum ist davon auszugehen, dass Chorwe i-
ler-Mitte weiterhin inhaltlicher und räumlicher Schwerpunkt der Befassung sein wird. Dan e-
ben sollen im Rahmen des fortgeschriebenen Handlungskonzept es auch Aussagen zu einer
möglichen Beteiligung der GAG an der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld, im Nord-
Westen angrenzend an den Sozialraum, getroffen werden.
Mit dem Land Nordrhein -Westfalen wurde einvernehmlich abgestimmt, dass das Integrierte
Handlungskonzept der Phase 1 in Verbindung mit einer Fortschreibung in 2017 als Grundl a-
ge für die Förderung anerkannt werden kann.
10 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Karte 1: Übersicht mit Quartiersabgrenzung - Schwerpunkt Qualifizierung und Sozi a-
les
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 11
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Karte 2: Übersicht mit Quartiersabgrenzung - Schwerpunkt Bildung
12 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung1 im Sozialraum
2007 bis 2013 deutliche Zunahme an Kindern und Jugendlichen in SGB ll -Bedarfsgemeinschaften
(weit überdurchschnittlicher Wert), sehr hoher Wert an Empfängerinnen und Empfängern von
Grundsicherung im Alter, sehr hoher Jugendquotient und hoher Anteil an Familien mit Kindern, sehr
hoher Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
Charakteristik des Sozialraums (stadträumliche Besonderheiten)
Lage im
Stadtge-
biet
Bezirk:
Chor-
weiler
Stadtteile:
Blumenberg, Chorweiler,
Seeberg-Nord
angrenzende Sozia l-
räume:
keine
Fläche:
221 ha
Siedlungs-
entwick-
lung
Stadtteile an der nördlichen Peripherie, Entwicklung von Seeberg in den 1960er -
Jahren, ab 1971 Bebauung des Kernbereiches Chorweiler -Mitte, anschließend Cho r-
weiler-Nord, in den 1980er Jahren Blumenberg, fast ausschließlich öffentlich geförde r-
ter Geschosswohnungsbau durch Wohnungsbauge sellschaften, Gebäudezustand je
nach Eigentümer sehr verschieden.
Nahver-
sorgung
Bezirkszentrum Chorweiler -Mitte mit Einkaufszentrum und rund 100 Betrieben. S u-
permarkt und Discounter in Chorweiler -Nord, Nahversorgungszentrum Blumenberg,
Seeberg-Nord ist an Chorweiler-Mitte angebunden.
Anbindung
ÖPNV,
MIV
Optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr von Chorweiler -Mitte,
gute Anbindung der übrigen Sozialraumbereiche.
S-Bahn Linien S 11 und S 6, Stadtbahn Linie 15, diverse Buslinien. Sehr kurze Anbin-
dung des motorisierten Individualverkehrs an das Fernstraßennetz zur Autobahn 57
und über das Kreuz Köln-Nord auf die Autobahn 1.
Grün /
Freizeit
Das Programmgebiet ist komplett von Grün - und Freiflächen umgeben, teilweise zi e-
hen sich Grünzüge in und durch das Gebiet. Viele Freizeitmöglichkeiten zum Beispiel
durch gut ausgestattete Spielplätze, 2 Schwimmbäder, Kletterhalle Canyon, einen
Badesee, Naherholungsgebiet Fühlinger See (zum Teil benachbart).
Gewerbe Sehr geringer Anteil an Gewerbebetrieben, neben einer Tankstelle lediglich Glaserei
sowie Handel und Dienstleistungsunternehmen, Sozialgewerbe im „Handwerkerhof
Chorweiler“.
soziale Umfassende Beratungs- und Hilfeangebote durch eine Vielzahl sozialer Akteure (zum
1 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (vergleiche Kapitel 6 An-
hang 13)
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund
(%)
Jugend-
quotient *
Altenquotient
** Insgesamt Quote unter 15
Jahre
Quote unter
15 Jahre Insgesamt Quote
***
Betreuungs-
quote U10
****
Gymnasi-
astenquote
*****
insgesamt Quote
2007 28.023 73,1 37,5 20,3 7.235 29,8 2.179 40,4 1.008 28,0 49,5 x 2.422 19,2
Entwicklung
2007 bis '13 -955 1,4 -1,3 4,7 -426 0,1 57 4,3 252 2,1 13,0 x -251 -3,5
2013 27.068 74,5 36,2 25,0 6.809 29,9 2.236 44,7 1.260 30,1 62,5 20,7 2.171 15,7
Stadt Köln
2013 34,9 23,6 26,8 13,2 30.300 22,2 12.421 6,7 64,9 38,8 51.706 9,5
Insgesamt mit Kindern
(%)
allein-
erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
2007 10.051 36,9 21,1 17,4 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
Entwicklung
2007 bis '13 416 -4,0 4,3 4,5 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz
2013 10.467 32,9 25,4 21,9 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014 / 2015
Stadt Köln
2013 18,4 24,1 23,1
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
SGBII Empfänger Empfänger
Grundsicherung Arbeitslose
Haushalte
Einwohnerstruktur
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 13
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Akteure Beispiel Sozialraumkoordination, Mieterkontaktstelle, Aktiv für Arbeit in Chorweiler)
und Kooperationen (zum Beispiel Arbeitskreis "Interkulturelles", Arbeitskreis -
Chorweiler).
Kita /
Schulen
Insgesamt 18 Kindertagesstätten und alle Schulformen einschließ lich Gesamtschule
und Freie Waldorfschule, diverse Kindertagesstätten
Stabilisierungsmaßnahmen
Sozial-
raum-
koordinati-
on
Sozialraumkoordination seit 2006 durch Stadt Köln / Bürgerzentrum Chorweiler (Be n-
jamin Stieb). Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen durch Ermittlung der
Bedarfe, Vernetzung der Akteure, Schaffung von Kooperationen, Initiierung neuer
Projekte, Umsetzung „Lokaler Aktionsplan“.
Städt.
Maßnah-
men
Ergänzungsprogramm Chorweiler 1985 -1989, Sanierungsgebiet Chorweiler -Mitte
1989-2000
Soziale Stadt-Gebiet (SmbE) 1994-2004.
Private
Maßnah-
men
Private Investitionen in Teilen des Wohnungsbestandes und im Geschäftszentrum,
dauerhafte Instandhaltung durch einige Privateigentümer mit dem Ziel nachhaltiger
Wohnungswirtschaft.
Fazit
Massive Probleme durch schlechten Zustand großer Teile der Wohnbebauung in Folge von ma n-
gelnder Instandhaltung, städtebauliche Optimierung des Bereiches um den Busbahnhof und die S -
Bahnstation erforderlich, wie auch Verbesserung der Grünsituation einschl ießlich westlicher Par k-
hausausfahrt des City -Centers, ebenso der öffentlichen Räume des Quartiers Chorweiler -Nord.
Stabilisierung der sozialen Situation und sozialverträgliche Aufwertung in großen Teilen des Sozia l-
raumes notwendig, vorhandene intensive Soz ialarbeit im Viertel ist weiterhin erforderlich. Alle Qua r-
tiere mit Wohngebäuden im Geschosswohnungsbau weisen eine hohe Anzahl an Empfängerinnen
und Empfängern von SGB ll auf, sowie einen hohen Anteil betroffener Kinder und Jugendlicher .
14 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Sozialraumspezifische Bestandsanalyse2
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord zählt überwiegend zu den
Großwohnsiedlungen der 1970er Jahren, der durch einen hohen Anteil an öffentlich gefö r-
derten Wohnungen und eine problematische Sozialstruktur geprägt ist. In Teilen von Se e-
berg-Nord und Chorweiler -Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Das Gebiet ist im
Norden von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.
Demographische, soziale und Bildungssituation
Aufgrund der stark verdichteten Bauweise zählt der Sozialraum mit 27.000 Einwohnerinnen
und Einwohnern zu einem der einwohnerstärksten Gebiete des Programmgebietes. Auffällig
ist der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund, der im S o-
zialraum etwa zwei Drittel beträgt, in einzelnen Quartieren sogar über 80 % umfasst (Chor-
weiler-Nord Geschosswohnen, West und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum).
Der Sozialraum ist zudem durch seine junge Bevölkerungsstruktur gekennzeichnet. In etwa
zwei Drittel der Ha ushalte leben Kinder, im Kölner Durchschnitt sind dies weniger als ein
Viertel der Haushalte. Häufig wachsen diese Kinder und Jugendlichen jedoch in prekären
finanziellen Verhältnissen auf: Knapp die Hälfte der Kinder und Jugendlichen unter 15 Ja h-
ren leben in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Unter den Erwachsenen bezieht jede dritte Per-
son Leistungen nach dem SGB II. In den Quartieren Chorweiler -Nord Geschosswohnen
West und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum betrifft dies jede vierte Einwohnerin beziehung s-
weise jeden vierten Einwohner. In den Reihenhaussiedlungen liegt die Quote hingegen bei 2
bis 3 %.
Auch die Betroffenheit von Altersarmut ist im Sozialraum sehr hoch, da jede dritte Person
Grundsicherung im Alter bezieht. Im Quartier Chorweiler -Mitte Bezirkszentrum sind dies s o-
gar zwei Drittel der Bevölkerung.
Die Kinderbetreuungsquote liegt leicht unter dem städtischen Durchschnitt und auch die Bi l-
dungsteilhabe ist geringer ausgeprägt als im Kölner Mittel.
Der Sozialraum ist ein sogenannter „Ankommensstadtteil“, in den vielfach Menschen von
außerhalb zuziehen und nach erfolgreicher Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesel l-
schaft den Raum wieder verlassen.
2 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und
Statistik):
Die Angaben zur sozialen und demografischen Situation beziehen sich auf das Jahr 2013. Um zeitliche Entwicklungen
darzustellen, wurden zudem die Werte von 2007 in den Steckbrief aufgenommen. (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadt-
entwicklung und Statistik).
Die Beschreibungen zum öffentlichen Raum entsprechen dem Stand aus dem Jahr 2015.
Die Ausgangssituation zum Themenbereich Wirtschaft und Wohnen umfassen verschiedene Datengrundlagen:
o Gewerbe- und Industrieflächen; Stand 2015
o Einzelhandel- und Zentrenkonzept, Beschäftigungssituation, Wohnungsbestand der GAG Immobilien AG, Anteil öf-
fentlich geförderter Wohnungen; jeweils Stand 2013
o Kaufkraftindex; Stand 2007
o Wohnzufriedenheit: Demografie-Umfrage der Stadt Köln, 2009
Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten zu Grün- und Freiflächen
stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und wurden in 2015 berechnet, die Berechnung der Luft-
schadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 15
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Situation des öffentlichen Raums
Die Entwicklungen im öffentlichen Raum seit 1985
Seit den 1980er Jahren wurden verschiedene Maßnahmen in Chorweiler durchgeführt:
Ergänzungsprogramm Chorweiler 1985 bis 1989 (Wohnumfeldverbesserung, Ve r-
kehrsberuhigung),
Sanierungsgebiet Chorweiler-Mitte 1989 bis 2000 (Fortführung von Wohnumfeld- und
Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Neuanlage Olof-Palme-Park, Spielplatzneugestal-
tungen und weitere Maßnahmen.),
Soziale Stadt Gebiet (SmbE) von 1994 bis 2004 (2010) (Schwerpunkt offene J u-
gendarbeit, Integration der Jugendlichen mit Schwerpunkt bei arbeitslosen Jugendl i-
chen und Einbeziehung ausländischer Mädchen; ferner unter anderem Neubau Kle t-
terhalle „Canyon“ und Umbau S-Bahn-Haltestelle Chorweiler-Nord),
Private Investitionen in Teile des Wohnungsbestandes und in das Geschäftszentrum,
Sozialraumkoordination seit 2006 bezogen auf Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord durch die Stadt Köln, Koordinations - und Anlaufstelle im Bürgerzentrum Cho r-
weiler.
Die bisherigen Maßnahmen haben Verbesserungen bewirkt, reichten jedoch nicht aus, die
städtebauliche und strukturelle Situation in Gänze zu verbessern. Zur sozialen Stabilisierung
des Stadtteils ist ein breit angelegter wirksamer Lösungsansatz erforderlich , der langfristig
trägt.
Aktuelle Entwicklungen im öffentlichen Raum
Im Juli 2011 wurde vor dem Hintergrund der seinerzeit drohenden Zwangsversteigerung der
vernachlässigten hochg eschossigen Großwohnanlagen unter anderem Stockholmer Allee,
Osloer Straße und Florenzer Straße mit über 1.200 öffentlich geförderten Wohnungen (Insol-
venz Bergstedt) die Einleitung Vorbereitender Untersuchungen (VU) gem. § 141 BauGB für
das Gebiet Chorweiler -Mitte vom Rat beschlossen. 3 Die Verwaltung wurde beauftragt, ko n-
krete Handlungsvorschläge zur sozialen Stabilisierung und Stärkung des Untersuchungsg e-
bietes einschließlich adäquater Rechtsinstrumente darzustellen. Der Grund dafür liegt vor
allem in der Tatsache, dass trotz langjähriger Stadter neuerungsbemühungen Problemlagen
insbesondere im bezirkszentralen Bereich Chorweiler -Mitte fortbestehen. Es besteht somit
die Gefahr, dass diese in erheblichem Umfang negativ in den Stadtbezirk ausstrahlt. Ken n-
zeichnend hierfür ist eine Konzentration von H aushalten mit Abhängigkeiten von Transfe r-
leistungen in hoch verdichteten Großwohnanlagen, teilweise mit erheblichen Instandse t-
zungs- und Modernisierungsbedarfen.
Zwischenzeitlich ergeben sich gute Aussichten, dass die Zwangsversteigerung verhindert
werden kann. Seit Juni 2015 ist die GAG Immobilien AG mit der Übernahme dieses erhebl i-
chen Wohnungsbestandes betraut.
3 Von 1989 bis März 2000 war bereits ein Sanierungsgebiet Köln-Chorweiler nach § 142 Absatz 4 Baugesetzbuch
(BauGB) nach dem sogenannten „vereinfachten Verfahren“ förmlich festgelegt. Dabei wa r die Genehmigung s-
pflicht nach § 144 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) ausgeschlossen worden. Im Rahmen der Anerkennung von
Chorweiler als „Soziale -Stadt“-Gebiet 1994 durch das Land Nordrhein -Westfalen sind nachfolgend städtebaul i-
che Einzelmaßnahmen fortgefüh rt und spezielle Jugendhilfemaßnahmen bis 2004 gefördert worden. Die Wi r-
kung dieser Maßnahmen und auch der dann folgenden Sozialraumkoordination hat jedoch die strukturelle
Problemlage nicht ausreichend beseitigt. Aus diesem Grund soll die Neufestlegung ei nes Sanierungsgebietes im
klassischen Verfahren mit Anwendung des besonderen Städtebaurechts im Rahmen der vorbereitenden (Sani e-
rungs-)Untersuchungen geprüft werden.
16 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Am 16.07.2015 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktors i-
cherheit die Aufnahme des Projektes „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel“ in
das Bundesprogramm „Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus“ bekanntgeben.
Ziel des Projektes ist die Erneuerung des Bezirkszentrums Chorweiler. Das Projekt setzt sich
aus folgenden Teilmaßnahmen zusammen:
Neugestaltung Pariser Platz
Neugestaltung Liverpooler Platz
Neugestaltung Lyoner Platz
Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld
Darüber hinaus finanziert die Stadt Köln im Rahmen des Programms „Aufwertung von zen t-
ralen Plätzen im Stadtbezirk Chorweiler“ die Neugest altung des Weserplatzes in Chorweiler-
Nord.
Über das Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein -Westfalen (2015) wird ferner ein
Verfügungsfonds für die Jahre 2018 und 2019 finanziert, der das bürgerschaftliche Engag e-
ment in Chorweiler-Mitte fördern soll.
In 2016 soll zudem ein städtischer Aktivierungsfonds umgesetzt werden, der als Anstoß für
das Integrierte Handlungsprogramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ dienen soll.
Eine weitere Maßnahme in diesem Sozialraum ist die Auslobung des Landeswettbewerbes
2015 „Neues Wohnen in Chorweiler-Nord“, um nachhaltige Antworten auf die wohnungspol i-
tischen Fragen der Zukunft zu finden. Gesucht werden zukunftsfähige Antworten auf die
dichte Bebauung der bestehenden Nachbarschaft. D es Weiteren sollen die bestehenden
Freiraumqualitäten des Grundstückes mit seiner Umgebung aufgenommen und für das neue
Quartier genutzt werden. Zusätzlich soll in dem neuen Quartier Wohnraum für Flüchtlinge zur
Verfügung gestellt werden. Insgesamt sollen rund 250 Wohneinheiten durch die GAG Imm o-
bilien AG geschaffen werden.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 17
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Tabelle 1: Übersicht über die aktuellen Entwicklungen im öffentlichen Raum
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Maßnahme Beschreibung Finanzierung / Förderprogramm
Lebenswerte Veedel – Bürger- und
Sozialraumorientierung in Köln
Sozialraumkoordination in 11 Sozialräumen Städtisch
Vorbereitende Untersuchungen (VU)
gem. § 141 BauGB für das Gebiet
Chorweiler-Mitte
Entwicklung konkreter Handlungsvorschläge und Rechtsinstr u-
mente zur sozialen Stabilisierung und Stärkung des Unters u-
chungsgebietes
Städtisch
Lebenswertes Chorweiler – ein Zen t-
rum im Wandel
Neugestaltung Pariser Platz
Neugestaltung Liverpooler Platz
Neugestaltung Lyoner Platz
Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld
Bundesprogramm „Investitionen in Nationale Pr o-
jekte des Städtebaus“
Neugestaltung Weserplatz in Chorwe i-
ler-Nord
Optimierung des Platzes städtisches Programm „Aufwertung von zentralen
Plätzen im Stadtbezirk Chorweiler“
Programmgebiet Soziale Stadt: Verf ü-
gungsfonds
Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein -
Westfalen (2015)
Aktivierungsfonds 2016 Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement
Anstoß für das Integrierte Handlungsprogramm „Starke Veedel –
Starkes Köln“
Städtisch
Neues Wohnen in Chorweiler-Nord zukunftsfähige Antworten auf die dichte Bebauung der best e-
henden Nachbarschaft
Wohnungsneubaumaßnahme von rund 250 Wohneinheiten
durch die GAG Immobilien AG
Landeswettbewerb 2015 „Neues Wohnen in
Chorweiler-Nord“
Integrierte Handlungsprogramm „Sta r-
ke Veedel – Starkes Köln“
Maßnahmen in vier Handlungsfeldern:
o Früh ansetzende Hilfen
o Öffentlicher Raum
o Wirtschaft und Qualifizierung
o Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und
Lärmminderung
EU-Förderperiode 2014-2020 (EFRE/ESF/ELER)
18 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 19
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Bewertung des öffentlichen Raums
Die städtebauliche Situation am Busbahnhof ist nicht ausreichend gestaltet. Der dazu im
räumlichen Zusammenhang stehende Ausgang der Stadtbahnhaltestelle „Chorweiler Mitte“
am Londoner Platz weist städtebauliche Missstände auf und wird als Angstraum empfunden.
Dies gilt auch für den Quartiersmittelpunkt „Weserplatz“ in Chorweiler -Nord. Am S-Bahnhof /
Busbahnhof Chorweiler-Mitte besteht darüber hinaus Potenzial für die Einrichtung einer M o-
bilitätszentrale inklusive Mietauto- und Mietradangebot.
Diverse private Freiflächen im Programmgebiet sind mangelhaft gestaltet und mindergenutzt.
Eine erhöh te Müllproblematik in einigen Teilen des Sozialraumes mindert die Aufenthalt s-
qualität im öffentlichen Raum zum Teil erheblich. Ein weiteres städtebauliches Problem ste l-
len die zahlreichen vorhandenen Parkhäuser in schlechtem baulichem Zustand dar.
Durch die Gebäudestruktur und fehlende Beschilderung ist die Orientierung in einigen Teilen
des Sozialraumes erschwert. Private Freiflächen sind oftmals mangelhaft gestaltet und mi n-
dergenutzt.
Das städtische Bürgerzentrum arbeitet nach der Kölner Rahmenkonzeption , inklusive der
dort verankerten Sozialraumkoordination wirkt die Einrichtung seit vielen Jahren verlässlich
als Begegnungsstätte im Stadtbezirk Chorweiler. Zurzeit wird die Einrichtung umfangreich
saniert. Für den Bereich Blumenberg wird von Akteuren vor Ort ein Bedarf für ein Bege g-
nungszentrum gesehen.
Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Sozialraum ist sehr gut:
Zwei S-Bahnlinien, eine Stadtbahnlinie und diverse Buslinien binden den Raum an, wen n-
gleich die Entfernung zur Kölner Innenstadt mit über 10 km erheblich ist. Auch die Erreic h-
barkeit des Fernstraßennetzes zur BAB 57 und zur BAB 1 ist gut.
Wirtschaftliche Situation
Durch die Lage des Bezirkszentrums Chorweiler im Sozialraum ist die Versorgungssituation
als gut zu bezei chnen. Der Stadtteil Blumenberg besitzt zudem ebenfalls ein Nahverso r-
gungszentrum. Zum Teil liegen einzelne Räume jedoch außerhalb des Einzugsbereiches des
Bezirkszentrums, diese werden aber durch einzelne Lebensmittelbetriebe mitversorgt. In
qualitativer Hinsicht bestehen Defizite in der Versorgung.
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord weist kein Gewerbegebiet auf,
entsprechend gering ist der Anteil an Gewerbebetrieben im gesamten Gebiet. Hervorzuh e-
ben ist das Sozialgewerbe „Handwerkerho f Chorweiler“. Ansonsten finden sich wohnortb e-
zogene Dienstleistungen, quartiersbezogene Einzelhandelbetriebe (zusätzlich zu dem B e-
zirkszentrum und dem Nahversorgungszentrum in Blumenberg) und Einrichtungen der sozia-
len Infrastruktur in hoher Dichte.
Der Kaufkraftindex gibt die Kaufkraft der Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtteil im Ve r-
gleich zum Bundesdurchschnitt wieder. Die Stadtteile Blumenberg und Chorweiler weisen
dabei mit die niedrigsten Werte (unter 100) in den elf Sozialräumen auf.
Der Anteil d er sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Sozialraum liegt deutlich unter
dem stadtweiten Durchschnitt. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit, die Langzeitarbeitslosi g-
keit und die Zunahme der Arbeitslosigkeit junger Menschen unter 25 Jahren sind für d as Ge-
biet problematisch.
Seit September 2015 wird im Sozialraum Blumenberg, C horweiler und Seeberg -Nord das
Modellvorhaben „Verbraucherberatung im Quartier“ umgesetzt. Im Rahmen des Modelvo r-
habens bietet die Verbraucherzentrale NRW eine erweiterte, niedrigschwellige Verbraucher-
beratung an wechselnden Standorten in dem Sozialraum an. Die Verbraucherberatung ric h-
20 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
tet ihre Informations - und Beratungsangebote insbesondere an Bürgerinnen und Bürger mit
geringen finanziellen Mitteln und geringer formaler Bi ldung, an Ältere und an Menschen mit
Migrationshintergrund.
Wohnsituation
Der Sozialraum hat zwar insgesamt einen höheren Anteil an Gebäuden bei den Ein - und
Zweifamilienhäusern, der Kern des Raumes (Chorweiler -Mitte) ist aber durch zum Teil sehr
dominante Hochhausbebauung geprägt. Die Stadt hat daher die GAG Immobilien AG damit
beauftragt, den in Zwangsverwaltung stehenden Bestand über 1.200 Wohneinheiten in
Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften. Der weit überwiegende Teil der Wohnungen
ist in Chorweiler öffentlich geförderter Wohnraum (81,9 %). In Blumenberg und Seeberg b e-
trägt dieser Anteil circa ein Fünftel.
Die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung, die im Rahmen der Demografie -Umfrage 2009
ermittelt wurde, entspricht mit circa 70 % etwa dem stä dtischen Durchschnitt, während die
Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld mit etwa 45 % deutlich unter dem Stadtdurch schnitt von
knapp 70 % liegt. Dies kann auf die augenscheinlich massiven Probleme durch den schlech-
ten Zustand großer Teile der Wohnbebauung der Hochhaussiedlungen in Chorweiler -Mitte
und die Vernachlässigung des Wohnumfeldes zurückgeführt werden.
Ökologische und klimatische Situation
Der Sozialraum ist durch eine verhältnismäßig gute Grün - und Freiraumversorgung gekenn-
zeichnet. Der Anteil der Grün- und Freifläche beträgt 15,1 m² je Einwohnerin und Einwohner.
In einem 500 m Radius stehen jeder Bewohnerin und jedem Bewohner 133,4 m² Grün - und
Erholungsfläche zur Verfügung. Auch die Ausstattung mit Straß enbäumen liegt mit 95,8
Bäumen je Straßenkilometer über dem städtischen Durchschnitt. Der Zugang zu diesen
Grünflächen ist jedoch aus einigen Bereichen des Sozialraumes erschwert, da Verkehrsw e-
ge aufgrund ihrer unzureichenden Querungsmöglichkeiten eine trennende Wirkung besitzen.
Insgesamt leben 16,3 % der Bevölkerung in einem klimaaktiven beziehungsweise sehr kl i-
maaktiven Bereich. Der überwiegende Anteil der Bevölkerung (etwa 75%) wird zukünftig in
Siedlungsgebieten die von Wärmebelastung betroffen sind, leben, nur ein geringer Anteil der
Einwohnerinnen und Einwohner in hoch oder sehr hoch belasteten Gebieten. Dam it weist
dieser Sozialraum die günstigste stadtklimatische Ausgangslage des Programmgebietes auf.
Für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord sind keine hohen Luftbela s-
tungen festzustellen. Einige Abschnitte der Straßen Willi -Suth-Allee, Me rianstraße, He r-
stattallee und Athener Ring weisen jedoch erhöhte Belastungen auf. Auch die Lärmbelastung
durch Straßen-, Schienen- oder Fluglärm oder durch Anlagen ist gering. Es sind keine Ve r-
kehrswege durch besondere Lärmbelastungen gekennzeichnet.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 21
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Tabelle 2: Stärken-Schwächen-Analyse und Ableitung der Handlungsbedarfe im Soz i-
alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Ist-
Analyse
Stärken Herausforderungen Handlungsbedarf
Demogra-
phische,
soziale und
Bildungs-
situation
Wachsende kulturelle
Vielfalt
„Junger“ ausgeprägt
multikultureller Sozial-
raum
Hohe Kreativität das
Leben zu meistern
Bürgerschaftliches
Engagement vorhan-
den (zielgruppenspe-
zifisch)
Aktivierungsprobleme
Hoher, steigender Anteil
von SGB II-Bezieherinnen
und Bezieher und Arbeits-
losen mit hoher Betroffen-
heit von Kindern in Quartie-
ren mit Geschosswoh-
nungsbau
„Ankunftsstadtteil“
Wachsende Altersarmut auf
hohem Ausgangsniveau
Unzureichender Zugang zu
Bildungsteilhabe
Optimierung präventiver integrier-
ter Angebotsstrukturen mit Lü-
ckenschluss, speziell für Kinder
und Jugendliche
Verbesserter Zugang zu Bil-
dungsangeboten
Aktivierung und Empowerment,
vor allem von SGB II-
Bezieherinnen und Bezieher und
Langzeitarbeitslosen
Sicherung der Teilhabe von jun-
gen und älteren Menschen
Stärkung des intergenerativen
Zusammenlebens
Wirtschaft
und Woh-
nen
Sozialgewerbe im
„Handwerkerhof
Chorweiler“
Gute Nahversor-
gungslage
GAG und gegebe-
nenfalls weitere akti-
ve Kooperations-
partner vor Ort
Überdurchschnittlich
hoher Anteil öffent-
lich geförderter und
damit preiswerter
Wohnungen in
Chorweiler
Ankauf des prekä-
ren, lange Zeit unter
Zwangsverwaltung
stehenden, Woh-
nungsbestandes
(1.200 Wohneinhei-
ten) durch die GAG
Hohe Arbeitslosigkeit und
zunehmende Verschlechte-
rung der Arbeitslosenquote,
insbesondere auch bei
jungen Leuten unter 25-
Jahren
Sehr hohe Quote bei den
langzeitarbeitslosen Perso-
nen
Massive Probleme durch
schlechten Zustand großer
Teile der Wohnbebauung
der Hochhaussiedlung in
Chorweiler-Mitte
Vernachlässigung des
Wohnumfeldes, insbeson-
dere in Chorweiler-Mitte
Geringe Teilhabe der Be-
wohnerinnen und Bewoh-
ner sowie fehlende Bera-
tungs- und Angebotsstruk-
turen zur Teilhabe
Qualifizierung von jungen Er-
wachsenen und Verbesserung
des Überganges Schule / Ausbil-
dung / Beruf
Unterstützung bei der Integration
von langzeitarbeitslosen Men-
schen
Private Investitionen in Teilen des
Wohnungsbestandes in Chorwei-
ler-Mitte notwendig
Aufbau und Etablierung von nach-
haltigen Kooperationsstrukturen
der vor Ort aktiven Wohnungsge-
sellschaften und Einzeleigentümer
Stärkung des Verantwortungsbe-
wusstseins der Bewohnerinnen
und Bewohner für ihr Wohnquar-
tier / Verbesserung des Wohnum-
feldes
Aktivierung und Empowerment der
Mieterinnen und Mieter in Chor-
weiler-Mitte
22 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ist-
Analyse
Stärken Herausforderungen Handlungsbedarf
Ökologi-
sche / kli-
matische
Situation
Sozialraum ist von
Grün- und Freiflächen
umgeben und durch-
zogen, Spielflächen,
Schwimmbäder, Nah-
erholungsgebiet Füh-
linger See, Kletterhal-
le Canyon.
Geringster Anteil an
Flächen mit hoher
oder sehr hoher
Wärmebelastung un-
ter den elf Sozialräu-
men
Hohe Anzahl an Stra-
ßenbäumen
Hochverdichtete vielge-
schossige Wohnbebauung
Etwa 75 % der Wohnbevöl-
kerung werden zukünftig
auf einer durch Wärme
belasteten Siedlungsfläche
leben
Schaffung von Bewegungs- und
Spielmöglichkeiten
Informations- und Beratungsan-
gebote zum Klimawandel schaf-
fen
Öffentlicher
Raum
Gute Verkehrsanbin-
dung (ÖPNV, MIV)
Begegnungsstätte in
Chorweiler vorhanden
Plätze in den Bezirkszen-
tren und den Quartieren mit
geringer Aufenthaltsqualität
„Angsträume“ im Sozial-
raum
Orientierung im Quartier
durch Gebäudestruktur
schwierig
Private Freiflächen sind
mangelhaft gestaltet und
mindergenutzt
Fehlende Begegnungsstät-
te in Blumenberg
Müllproblematik
Platzgestaltung
Schaffung von Begegnungsräu-
men
Maßnahmen zur Wohnumfeldver-
besserung (Müllproblematik)
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“ Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord
Entsprechend den in Kapitel 2.4 dargestellten Anforderungen werden das Bezirkszentrum
Chorweiler-Mitte und die Wohngebiete des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler, Seeberg -
Nord in nachfolgender Kartenabbildung (vergleiche Karte 3) festgelegt. Die Abgrenzung des
Sozialraumes wird um unmittelbar angrenzende öffentliche Grünbereiche arrondiert sowie
um die Wohnbaufläche Weichselring / Swinestraße, die Gegenstand des Land eswettbe-
werbs 2015 ist. Das so abgegrenzte Soziale-Stadt-Gebiet Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-
Nord ist rund 276 ha groß.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 23
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Karte 3: Gebiet der „Sozialen Stadt“ Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
24 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Maßnahmen für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Abgeleitet von der Stärken -Schwächen-Analyse und den sich daraus ergebenden Han d-
lungsbedarfen, liegen die Schwerpunkte der Maßnahmen in diesem Sozialraum im Bereich
der Prävention und verteilen sich wie folgt auf die Handlungsfelder „Verbesserte Teilhabe
und Mitwirkung“, „Früh ansetzende Hilfen“, „öffentlicher Raum“, „Wirtschaft und Qualifizi e-
rung“, „Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung “ und „Wo h-
nen“.
Tabelle 3: Maßnahmen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement
und Aktivierung f ür den So zial-
raum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord
Durch die zusätzlich im Rahmen des Programms
„Starke Veedel – Starkes Köln“ konzipierten Maßna h-
men besteht ein Unterstützungsbedarf der Sozia l-
raumkoordination hinsichtlich der Kommunikation der
Maßnahmen in die bestehenden Netzwerke.
0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation
im Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord
Um auf sich verände rnde Rahmenbedingungen im
Zuge der Program mumsetzung reagieren zu können,
muss der Prozess der Programmumsetzung laufend
bewertet und Handlungsempfehlungen abgeleitet we r-
den.
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
1.0.5 Integration auch von zugewa n-
derten Kindern, Jugendlichen
und jungen Erwachsenen mit
Flüchtlingsstatus in die best e-
henden Regelsysteme durch
aufsuchende mobile Arbeit im
Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord
Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl an zugewa n-
derten Kindern und Jugendlichen geprägt, so dass
frühzeitig präventive Maßnahmen zur Integration erfor-
derlich sind.
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene
Kinder- und Jugendarbeit Köln
im Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern
und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig präve nti-
ve Maßnahmen zur Qualifizierung in der offenen Ki n-
der- und Jugendarbeit erforderlich sind.
1.0.12 Sprachförderangebote für neu
eingereiste Jugendliche und
junge Erwachsene zwischen 16
und 25 Jahren mit keinen oder
geringen Deutschkenntnissen im
Rahmen von Ju gendintegrati-
onskursen im Sozialraum Bl u-
menberg, Chor weiler und Se e-
berg-Nord
Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl an zugewa n-
derten Kindern und Jugendlichen, die oftmals unz u-
reichende Sprachkompetenzen besitzen, geprägt, so
dass frühzeitig präventive Maßnahmen zur Sprachfö r-
derung erforderlich sind.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 25
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Über leitung
ins Regelsystem und Ent wick-
lung einer beruflichen Perspekt i-
ve für junge Menschen mit ps y-
chischen Problemen bis 27 Ja h-
re in allen Sozialräumen; hier für
den Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Jugendl i-
chen und arbeitslosen Jugendlichen geprägt, so dass
frühzeitig prävent ive Maßnahmen zur Qualifizierung
erforderlich sind.
1.0.17 Kölner Bildungsberatungszen t-
rum einschließlich Stadtteileltern
im Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Soziallei s-
tungsempfängerinnen und -empfängern geprägt, so
dass frühzeitig präventive und niedrigschwellige Ma ß-
nahmen zur Unterstützung erforderlich sind.
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote
der Familienbildung mit Schwe r-
punkt Kooperation mit Kita, F a-
milienzentren, Schulen im Pri m-
arbereich und SEK 1, Trägern
des Offenen Ganztags im Soz i-
alraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern
und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig prävent i-
ve Maßnahmen zur Begleitung beim Übergang zw i-
schen versch iedenen Bildungsangeboten erforderlich
sind.
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im
Veedel im Sozialraum Blu men-
berg, Chorweiler und Seeberg -
Nord
Das Gebiet ist durch eine geringe Bildungsteilhabe
geprägt, so dass Maßnahmen zur Grundbildung erfo r-
derlich sind.
1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern
und Jugendlichen sowie eine geringe Bildungsteilhabe
geprägt, so dass frühzeitig präventive Maßnahmen zur
Sprachförderung und Integration erforderlich sind.
1.0.26 Willkommen und Ank ommen in
Köln im Sozialraum Blu men-
berg, Chorweiler und Seeberg -
Nord
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Personen
mit Migrationshintergrund gekennzeichnet und / oder
hat den Charakter eines „An kommensstadtteil“, so
dass Maßnahmen zur Integration erforderlich sind.
26 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in
den Veedeln
Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord:
Aufwertung des Bolzplatzes
Elbeallee
Spielplatz Osloer Straße /
Athener Ring
Spielplatz Osloer Straße
Spielplatz Kopenhagener
Straße
Für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord wurde im Rahmen der Spielplatzbedarf s-
planung der Stadt Köln ein Spi elflächenfehlbedarf von
17.799 m² ermittelt. Der hohe Bedarf begründet sich
vor allem durch den hohen Anteil an Kindern und J u-
gendlichen im Gebiet, der sozialräumlichen Gewic h-
tung und des geringen Spielwertes der bestehenden
Spielflächen.
2.3.3 Weserplatz in Köln-Chorweiler Der teilweise als Angstraum wahrgenommene Platz
erfordert Aufwertungsmaßnahmen, um die Platznu t-
zung für alle Bevölkerungsgruppen zu attraktiveren.
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
3.0.1 „CheckPraxis“ Berufsfeld-
orientierung für Schülerinnen
und Schüler aus den Projektge-
bieten (Schwerpunkt: Chorwei-
ler)
Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl arbeitsloser
junger Menschen unter 25 Jahren und einem niedrigen
Beschäftigungsgrad dieser Altersgruppen geprägt. Mit
praxisnahen Berufsbildungsmaßnahmen ist dieser
Bedarfslage entgegenzuwirken.
3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorwe i-
ler
In dem Sozialraum besteht ein hoher Bedarf an Unte r-
stützung bei der Integration von langzeitarbeitslosen
Menschen in den Arbeitsmarkt. Mittels eines pers o-
nenbezogenen Profilings und Coachings soll die A r-
beitsfähigkeit und die Integration der Teilnehmenden in
den Arbeitsmarkt erhöht werden.
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe,
grüne Plätze“ im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord
Das Gebiet ist zukünftig von hoher Wärmebelastung
betroffen. Durch die Versickerung von Regenwasser
und der damit möglichen Verdunstung bei Hit zeereig-
nissen, können gepflasterte und betonierte Stellplätze,
Höfe, Vorgärten oder Garagenauffahrten durch Entsi e-
gelung und Bepflanzung wieder zur klimatische Abmi l-
derung der Hitzebelastung beitragen.
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - und
Informationssystems. Informat i-
onsmaterial für die Bevölkerung
zum Thema Hitzeentwicklung im
Zuge des Klimawandels
Das Gebiet ist zuk ünftig von hoher Wärmebelastung
betroffen, so dass rechtzeitig Maßnahmen zum U m-
gang mit Hitze, insbesondere bei jungen und gesun d-
heitlich beeinträchtigten Personen zu treffen sind.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 27
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Lei t-
art zur Verbesse rung der Ident i-
fikation der Bürgerinnen und
Bürger mit ihrem Sozialraum
und gleichzeitiger Erhöhung der
Biodiversität sowie der Aufen t-
haltsqualität im Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord
Die Verbesserung der Biodiversität stellt eine wichtige
Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klima -
wandels dar. Zudem ist bekannt, dass lebendige Tiere
eine besondere Wirkung bei M enschen in Bezug auf
Identifikation und eigene Wahrnehmung erzielen.
Durch unterschiedliche Aktionen sollen diese beiden
Bereiche in der Maßnahme verbunden werden.
4.0.10 Stärkung beziehungsweise E r-
weiterung des Schulgartena n-
gebotes im Sozialraum Blume n-
berg, Chorweiler und Seeberg -
Nord
Die naturbezogenen außerschulischen Lernorten sind
vor allem für Schulen in den sozial benachteiligten
Bereichen nur schwer er reichbar. Auch sonst haben
Kinder aus dem Sozialraum nur selten die Möglichkeit
des Besuches naturnaher Bereiche. Durch die Stä r-
kung beziehungsweise Erweiterung des Schulgarte n-
angebotes soll den Kindern die Natur näher gebracht
werden.
Handlungsfeld 5: Wohnen
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf
5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivie-
rung, Beteiligung und Woh n-
umfeldpflege in Chorweiler -
Mitte“
Mieter- / Nachbarschaftsarbeit
und Quartiershausmeister
Modul A: Insbesondere in Chorweiler -Mitte ist die Stär-
kung der Selbsthilfe und Beteiligung im Quartier (zum
Beispiel fehlende Integration) notwendig, was Gege n-
stand dieser Maßnahme ist.
Modul B: Das Verantwortungsbewusstsein der Bewo h-
nerinnen und Bewohner in Chorweiler -Mitte für ihr
Wohnumfeld ist niedrig, ebenso die Zufriedenheit mit
dem Wohnumfeld.
5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenpr o-
gramm fü r den Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord
Ein attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Mite i-
nander von Bewohnerinnen und Bewohnern. Vor di e-
sem Hintergrund sind Verschönerungs - und Verbesse-
rungsmaßnahmen im Sozialraum von besonderer B e-
deutung.
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
28 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung für den S o-
zialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord liegt
am nördlichen Stadtrand in der Peripherie. Er zeichnet sich durch
einen vergleichsweise höheren Anteil an Ein - und Zweifamilien-
häusern aus. Der Teilraum Chorweiler -Mitte, der den Kern des
Sozialraumes bildet, ist hingegen von einer sehr dominanten
Hochhausbebauung geprägt. Die Großwohnsiedlung entstand in
den 1970er Jahren und zeichnet sich durch einen hohen Anteil
an öffentlich geförderten Wohnungen aus. Teile der Hochhau s-
bebauung befinden sich aufgrund mangelnder Instandhaltung in
schlechtem Zustand. Auch das Wohnumfeld weist Vernachläss i-
gungen auf. Zudem ist die Großwohnsiedlung von einer probl e-
matischen Sozialstruktur geprägt.
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord ist
ein „Ankommensstadtteil“, der hohe Zu - und Fortzüge aufweist.
Auffällig ist auch der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewo h-
nern mit Migrationshintergrund, der im Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg -Nord 74,5 % beträgt. Zudem w eist der
Sozialraum eine hohe Quote an SGB II Empfängerinnen und
Empfänger (29,9 %) sowie Kindern und Jugendlichen in SGB II
Bedarfsgemeinschaften (44,7 %) auf. Auch die Zahl der Empfä n-
gerinnen und Empfänger von Grundsicherung (30,1%) sowie die
Arbeitslosenquote (15,7 %) sind in dem Sozialraum stark erhöht.
Der Blick auf die Sozialstruktur zeigt die geringe Perspektive der
Teilhabe der Bewohnerschaft. Es wird deutlich, dass in Blume n-
berg, Chorweiler und Se eberg-Nord Unterstützungs - und Ber a-
tungsangeboten eine hohe Bedeutung zukommt. Auch die Akt i-
vierung der Bewohnerschaft, die sich auf die Verantwortung für
das Quartier als Ganzes und das Wohnumfeld im engeren Sinn
erstreckt, spielt eine wesentliche Rolle. Die Imageaufwertung des
gesamten Sozialraums stellt ebenfalls eine große Herausford e-
rung dar. Ein positiveres Image des Sozialraums ist für die En t-
wicklung von Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord unab-
dingbar.
Bei der konkreten Betrachtung der Angebots struktur im Sozia l-
raum wird sichtbar, dass dort bereits grundlegende Angebots -
und Hilfesysteme bestehen, diese jedoch nicht sämtliche Bedarfe
des Sozialraums abdecken. In Teilbereichen mangelt es zudem
an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welche s im
Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von aktivie-
renden Prozessen innerhalb des Integrierten Handlungskonzepts
sowie des Gesamtprogramms von hoher Bedeutung ist.
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an
diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse des
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 29
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Sozialraums ausgerichtet.
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006
in elf Sozialräum en konsequent ein integriertes sozialraumorien-
tiertes Handlungskonzept verfolgt.
Die Sozialraumkoordinatoren sind organisatorisch bei den Bürge-
rämtern angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen
sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in
städtischer Trägerschaft. Diese arbeiten na ch den methodischen
Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an
den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung
der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressourcen
des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eige ninitiative und
Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Ressou r-
cen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. K o-
operation und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im Soz i-
alraum.
Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine
aktive Koordina tionsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der S i-
cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen.
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramm s „Starke Veedel –
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die elf vorhand e-
nen Sozialraumkoordinatorinnen und -koordinatoren nicht zusätz-
lich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Veedel –
Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs - und Absti m-
mungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des Han d-
lungsprogramms kann in d en Sozialräumen aber nur gelingen,
wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm sensibi-
lisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden. Die Ma ß-
nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ soll in
enger Abstimmung mit den Sozialraumkoordi nationen die U m-
setzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum einen in den
spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere der Aufbau
von Präventionsketten – sowie zum anderen bei Bedarf – seien
dies problematische Wohnquartiere und Nachbarschaften oder
auch notleidende Einkaufsstraßen.
Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur U m-
setzung des Programms sind demnach in enger Abstimmung mit
der Sozialraumkoordination und den institutionellen Akteuren vor
Ort.
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Te am aus der Bürgeramtslei-
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u-
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.
30 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Bürgeramtsleitung
Steuerungsfunktion
Sozialraumkoordination Programmsteuerung
Vernetzung vor Ort „Starke Veedel – Starkes
Köln“
Projektbeschreibung
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an.
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadtent-
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakt o-
ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und
Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden werden
können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt
sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus
vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:
Quartiersmanagement
Verfügungsfonds
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement
Öffentlichkeitsarbeit
Das „Büro für Quartiersmanagement und Akt ivierung“ bündelt
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf a b-
zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorie n-
tierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivierung
der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren ortsan-
sässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartiersm a-
nagement und Aktivierung“.
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Ch a-
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die
durch die Zusammenführung des „Büros für Q uartiersmanage-
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemei n-
same räumliche Verortung vorgenommen.
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhal t-
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen
Projektträgern um gesetzt werden können. Bei der Maßna h-
menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Z u-
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 31
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Projektbaustein: Quartiersmanagement
Im Rahmen des int egrierten Handlungsprogramms „Starke Ve e-
del – Starkes Köln“ sind für den Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg -Nord zahlreiche Maßnahmen geplant, die
einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand für den
Sozialraum auslösen, der durch die schon bestehenden Struktu-
ren der Sozialraumkoordination nicht gedeckt werden kann. Das
Quartiersmanagement übernimmt die Aufgabe, die maßnahme n-
umsetzenden Träger in Abstimmung mit der Sozialraumkoordina-
tion bei den Zugängen zu den Zielgruppen und bei der A kquise
der Teilnehmenden im Sinne eines „One -face-to the -customer“
zu unterstützen. Darüber hinaus stellt das Quartiersmanagement
die Vernetzung der Maßnahmen sicher.
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle
Belange des sozialraumbez ogenen Programms und bildet die
Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal verortete
Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. Es
sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für das
Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vorhand e-
nen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des Int e-
grierten Handlungsprogramms. Neben der Ansprache der B e-
wohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler
Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Ins beson-
dere mit Blick auf die teilweise schlechte Substanz im Bereich
des Geschosswohnungsbaus wird die Ansprache und Mobilisi e-
rung der Wohnungseigentümer eine wesentliche Rolle spielen.
Hierfür ist eine enge Kooperation mit der Sozialraumkoordination
sowie der Vernetzung mit dem Quartiershausmeister (Modul B
„Zuhause im Veedel“ 5.0.2) wichtig. Das geplante Haus -, Hof -
und Fassadenprogramm soll ebenfalls entsprechende Beachtung
im Sozialraum finden. Darüber hinaus wird das Quartiersm a-
nagement den Projektbaust ein „Verfügungsfonds“ unterstützen
und begleiten und auch im Rahmen der Maßnahme „Bestand s-
erhebung und Schnittstellenmanagement“ Unterstützung anbi e-
ten.
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o-
gramm wird auch die Gremienarbeit ein Aufgab enfeld des Quar-
tiersmanagers darstellen.
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Projektbaustein: Verfügungsfonds
Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die Um-
setzung von Projektideen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg -Nord. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger vor
32 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ort sowie Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise et cetera können
Anträge für die Förderung von Projektideen beantra gen. Voraus-
setzung ist dabei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum
Sozialraum haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit
Hilfe des Verfügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche E n-
gagement mobilisiert werden.
Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßna h-
men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligungsprozesse
vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen
wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) oder
Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur M ieter- und E i-
gentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete B e-
züge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die Richtl i-
nien des Verfügungsfonds werden dementsprechend ausgesta l-
tet.
Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Akti-
vierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement be i-
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner sowie
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verf ü-
gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen
und Vorstellung zu unterstützen.
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im Sozialraum
verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu ste l-
len. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätzliche
Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmung mit der
Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf prior i-
siert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine Arbeit s-
gruppe zur fachlichen (Vor-)
Bewertung der Anträge eingerichtet. Die letztendliche Beschluss-
fassung von Förderanträgen er folgt durch einen Veedelsbeirat,
der als Entschei dungsgremium für den betreffenden Sozialraum
einzurichten ist. Die operative Abwicklung des Verfügungsfonds
erfolgt in Arbeitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und
der zentralen Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung
und Statistik.
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnitts tellenma-
nagement
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t-
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht dabei
zunächst die Schaf fung von Grundlagen für die Umsetzung des
Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Die u m-
fasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebotsstruktur, die
Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen von Schnit t-
stellen. Auf den Erkenntniss en aufbauend, erfolgt die detaillierte
Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensm a-
nagement (laufende Bereitstellung der Informationen für alle A k-
teure im Programmgebiet).
Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung und
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 33
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Schnittstellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanagement die
Zugänge zu den ortsansässigen Akteuren auf und benennt A n-
gebote und Systeme.
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrume n-
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es
wird ein Strategie - und Kommunikationskonzept zur Öffentlic h-
keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. Der
Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwirkung
und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgruppen
niederschwellig und bedarfsgerecht zu erreichen und die dafür
erforderlichen Instrumente zu entwickeln. D arüber hinaus wird
auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zurüc k-
gegriffen, um das Programm zu kommunizieren.
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt. Die Maßnahme kommt
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohn e-
rinnen und Bewohnern im Sozialraum zugute. Aber auch die
Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und –
koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Intere s-
sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.
Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement
Querschnittsziele
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Operative Ziele
Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume
Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort
Projektziele
Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohne r-
schaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren und
zu unterstützen. Es handelt sich um eine niedrigschwell i-
ge und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von
Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die Maßnahmen
des Integrierten Handlungsprogramms „Starke Veedel –
Starkes Köln“ die Verantw ortung der Bewohnerinnen und
Bewohner sowie weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel
langfristig zu stärken, zu stabilisieren und selbsttragende
Strukturen auszubauen. Darüber hinaus werden folgende
Ziele verfolgt:
34 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Inte-
grierten Handlungskonzeptes vorgesehenen Bewo h-
nerbeteiligungen und -aktivierungen sowie weiterer Ak-
teure vor Ort in Abstimmung mit der Sozialraumkoord i-
nation
o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaftl i-
chen und ehrenamtlichen Engagements durch den
Verfügungsfonds
o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Ak-
teure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrierten
Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“
verankerten Maßnahmen
Projektbaustein: Verfügungsfonds
Querschnittsziele
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Projektziele
Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewo h-
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozia l-
raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen.
Im Focus steht die Intensivierung des nachbar schaftli-
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engag e-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung e i-
ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen soll
zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum fü h-
ren. Forciert werden soll insbesondere eine Verbesserung
in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Bü r-
gerschaft des Sozialraumes Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord sowie eine Stärkung der Kooperation der
Akteure untereinander.
Projektbaustein: Bestandsanalyse und Schnittstellenma-
nagement
Querschnittsziele
Sozialraumorientierte Stadtentwicklung
Projektziele
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord werden bereits eine Vielzahl an Aktivitäten und
Maßnahmen wirksam, stehen in der Praxis aber oftmals
zu stark nebeneinander. Mit dem Baustein „Bestandsana-
lyse und Schnittstellenmanagement“ sollen im Sinne einer
sozialraumorientierten Handlungsweise, die Maßnahmen
vor Ort vernetzt werden und vorhandene Lücken über e r-
gänzende Maßnahmen geschlossen und Dopplung en
aufgezeigt werden. Ziel ist es die Zusammenarbeit in a l-
len Fachbereichen der Verwaltung sowie mit der Bürge r-
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 35
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
schaft und den weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. D a-
bei knüpft der Prozess bei den bestehenden Strukturen
sowie den Aktivitäten und Angeboten der Akteure vor Ort
an, die bereits eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen
umsetzen.
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit
Querschnittsziele
Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung
Operative Ziele
Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort
Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse
Projektziele
Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in de s-
sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven
„Stadtteil-Gefühls" steht.
Eine breit a usgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient da r-
über hinaus der Information und Aktivierung de r Akteure
im Sozialraum. Sie richten sich im Wesentlichen an B e-
wohnerinnen und Bewohner, Multiplikatoren und Unte r-
nehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei das
Ziel, das Programm und die damit verbundenen Ma ß-
nahmen bekannt zu machen und eine positive Aufbruchs-
stimmung im Sozialraum zu erzeugen.
Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzen bei der
Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akte u-
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur Mi t-
gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft.
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement
Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft
Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r-
anstaltungen
Projektbaustein: Verfügungsfonds
Anzahl der beantragten Maßnahme
Anzahl der durchgeführten Maßnahmen
Anzahl der beteiligten Personen
Projektbaustein: Bestandsanalyse und Schnittstellen ma-
nagement
Anzahl der Prozessbeteiligten
Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im
Konsens
Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung
36 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden
Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o-
zessbeteiligten
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit
Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, et cetera)
Kosten Verfügungsfonds: 246.276,00 €
Quartiersmanagement: 282.576,00 €
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: 150.661,00 €
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement: 52.360,00 €
Gesamtaufwand: 731.873,00 €
Davon 2017: 164.039,00 €
Davon 2018: 203.034,00 €
Davon 2019: 195.180,00 €
Davon 2020: 169.620,00 €
Projektlaufzeit / Zeitraum Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit
von 42 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wichtigen
Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine wichtige
Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozia l-
raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahme von
Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen.
01.01.2017 bis 30.06.2020
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Förderung Städtebauförderung
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 37
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer 0.0.2 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Maßnahme Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Projektbeschreibung
Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung,
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung
im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord. Sie
ist prozessbegleitend angelegt und nimmt das gesamte Ma ß-
nahmenpaket im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord in den Blick. Dabei wird besonders die Wirkung der
städtebaulichen Maßnahmen betrachtet und im Sinne des int e-
grierten Ansatzes der Quartiersentwicklung vor allem Beteil i-
gungs- und Aktivierungsprozesse in den Mittelpunkt gestellt.
Die Evaluation ist zunächst auf den Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord ausgerichtet. Im Kontext des Pr o-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ findet die Bündelung und
Vernetzung der Ergebnisse aus den einzelnen Sozialräumen
statt und wird im laufenden Prozess in die einzelnen Sozialräume
zurückgespiegelt. Somit zeigt die Evaluation frühzeit ig die Wi r-
kung der Maßnahmen im Sozialraum wie auch im Kontext des
Gesamtprogramms auf und notwendige Veränderungen können
eingeleitet werden.
Vorgehen und Methode
Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit formativ ang e-
legt. Sie verfolgt das Ziel laufend Bewertungen über den Prozess
zu erhalten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Einerseits
muss hierfür auf konkreten Daten aufgebaut werden, die im
Rahmen des Controllings erhoben werden. Aus diesem Grund ist
eine Beteiligung beim Aufbau des Control lings sicherzustellen.
Andererseits erfolgt die Bewertung des Prozesses im Rahmen
von diskursiven Prozessen, wie Workshops, Einzelgesprächen,
World-Cafés und ähnlichem.
Die prozessbegleitende Evaluation nimmt ein breites Spektrum
an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller Th e-
men ist in der erforderlichen Intensität nicht möglich. Aus diesem
Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu unterschiedlichen Zei t-
horizonten zu setzten. Die konkrete Abfolge ist im Rahmen des
Prozesses festzulegen.
Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbstevaluation im Ra h-
men der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der Einze l-
maßnahmen werden bei der Selbstevaluation unt erstützt und
qualifiziert (zum Beispiel über Leitfragen, Erhebung von Ken n-
werten), so dass der la ufende Prozess kontinuierlich bewertet
und die Ergebnisse in die „prozessbegleitende Evaluation“ z u-
rück gespiegelt werden können. Die Ergebnisse bilden einen
elementaren Beitrag für die Gesamtevaluation.
38 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitend e Eva-
luation“ sowie die Einbindung in das gesamte Maßnahmenpr o-
gramm liegen bei der zentralen Koordinierungsstelle der Stad t-
verwaltung (Amt für Stadtentwicklung und Statistik). Auch das
Controlling wird im Aufgabenbereich der zentralen Koordinat i-
onsstelle der Stadt Köln umgesetzt. Es wird sichergestellt, dass
eine enge Zusammenarbeit zwischen Evaluation und Controlling
erfolgt und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Für die Erbringung der Leistungen der einzelnen Module wird
zusätzliche externe Expertise und Ressourceneinsatz benötigt,
so dass eine Ausschreibung der Leistungen vorgesehen ist. Bi e-
tergemeinschaften können zugelassen werden.
Zielgruppe Die Maßnahme kommt allen im Programmgebiet adressierten
Zielgruppen zugute. Die Zielgruppe ist dabei sehr breit aufgestellt
von der Verwaltung über Träger, Politik, sonstige staatliche Inst i-
tutionen a uf kommunaler Ebene, Sozialraum koordinatorinnen
und immer -koordinatoren bis hin zu weiteren (organisierten)
Akteuren und Interessensvertretungen im Quartier sowie Bewoh-
nerinnen und Bewohner.
Ziele Querschnittsziele
Sozialraumorientierte Stadtentwicklung
Projektziele
Die Evaluation verfolgt das Ziel laufend Bewertungen
über den Prozess zu erhalten und Handlungsempfehlu n-
gen abzuleiten. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung
der Programmumsetzung steht im Fokus der Evaluation
Indikatoren Anzahl der durchgeführten Methoden (Expertengespr ä-
che, World Café, et cetera)
Bereitstellung von Zwischenergebnissen
Kosten Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.089,50 €
Gesamtkosten für den Sozialraum: 44.089,50 €
Davon 2017: 11.305,00 €
Davon 2018: 11.305,00 €
Davon 2019: 11.305,00 €
Davon 2020: 10.174,50 €
Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate
01.01.2017 bis 30.06.2020
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Förderung Städtebauförderung
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 39
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen
Laufende Nummer 1.0.5 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Integration auch von zugewanderten Kindern, Jugendlichen
und jungen Erwachsenen mit Flüchtlingsstatus in die beste-
henden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit im
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Die gesellschaftliche Situation der beiden Sozialräume Buchheim
und Buchfors t sowie Mühlheim -Nord und Keupstraße ist durch
den überdurchschnittlich hohen Anteil von Menschen mit Migrat i-
onshintergrund und schlechten Perspektiven auf dem Arbeits -
und Ausbildungsmarkt geprägt. Dies wirkt sich auf das Verhalten
der Kinder und Jugendlichen in den Stadtteilen spürbar aus. G e-
ringe Akzeptanz von kulturellen Unterschieden, eine latente
Feindlichkeit dem anderen gegenüber, Selbstbezug und Abgre n-
zung auf die eigene Herkunftsgruppe sind vor allem in sozial b e-
nachteiligten Familien, unabhängig von der jeweiligen National i-
tät, auszumachen. Durch aufsuchende Jugendarbeit soll hier
auch die Zielgruppe mit Flüchtlingsstatus niederschwellig erreicht
und in die bestehenden Regelsysteme integriert werden.
Die Anbindung insbesondere der Kinder, Jugendli chen und ju n-
gen Erwachsenen an Jugendeinrichtungen und Schulen, die
Bindung von Kapazitäten an Integrationsleistungen (zum Be i-
spiel Sprachkurse, familienunterstützende Angebote) und die
aktive Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen sind nur
ein Teil der örtlichen Herausforderungen. Hier gilt, wie generell
in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, eine adäquate Planung
und Bereitstellung von adressatengerechten Angeboten mit dem
Ziel auch junge Flüchtlingen in die bestehenden Regelangebote
zu integrierten.
Projektbeschreibung
Neben Gesprächs - und Beratungsangeboten vor Ort beinhaltet
die mobile aufsuchende Arbeit insbesondere eine Unterstützung
der Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Wünsche und Intere s-
sen im Freizeitbereich, Kulturbereich und Bildungsbereich.
Im Rahmen von Gemeinwesenarbeit ist die Mobile Arbeit mit
unterschiedlichen Institutionen im Stadtgebiet wie Schulen, Ve r-
einen und Kirchen, sowie der städtischen Streetwork vernetzt.
Die Angebote in mobiler und aufsuchender Arbeit können auch
für die heranwachsenden Flüchtlinge zum Beispiel vor einer
Flüchtlingsunterkunft oder auf einem öffentlichen Spiel- oder
Bolzplatz stattfinden. Es handelt sich dabei um niederschwellige
Spiel-, Sport- und Kreativangebote, die zumeist gemeinsam mit
Kindern und Jugendlichen aus dem Sozialraum durchgeführt
werden.
40 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
auch mit Flüchtlingsstatus im Alter von 10 bis 25 Jahren.
Ziele Operative Ziele
Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen
Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung,
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt
Projektziele
Übergeordnetes Ziel Mobiler Jugendarbeit ist die Integration und
die Verbesserung der Lebenswelt Jugendlicher. In Hinblick auf
den öffentlichen Raum gilt es insbesondere, Prozesse der Aus-
grenzung, Vorverurteilung und Stigmatisierung von Jugendlichen
zu verhindern oder zu verringern. Entsprechend ist die Förderung
gesellschaftlicher Akzeptanz und Toleranz gegenüber Jugend
und Jugendkultur und umgekehrt zu fördern.
Ziel der Projekte ist, insbesondere die Zielgruppen der nicht an-
gebundenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht-
lingsstatus zu erreichen und diesen den Zugang zur Infrastruktur
des Sozialraumes und damit der gesellschaftlichen Teilhabe zu
ermöglichen, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern
(Heranführung an die Regelsysteme). Aufgrund der individuellen
Multiproblemlagen der Zielgruppe ist eine individuelle Begleitung
des Einzelnen nötig.
Nachhaltiges Wirken und Veränderung von Verhaltensweisen
und Ansichten durch eine frühzeitige Unterstützung der Kinder,
Jugendlichen und Familien durch Beziehungsarbeit, Beratung,
Information und Begleitung; Verbesserung der Integration in den
Sozialraum und darüber hinaus ist ein weiteres Ziel.
Eine Vernetzung und Einbindung in bestehende Strukturen vor
Ort, zum Beispiel in die Jugendeinrichtung, den Sportverein und
weiteren Einrichtungen wird zusätzlich angestrebt.
Indikatoren Anzahl der Kontakte differenziert nach Zielgruppen
Dokumentation der Themen von Jugendlichen und ihrer
Bearbeitung
Zahl der Vermittlungen zu sonstigen unterstützenden A n-
geboten / Kooperationspartnern
Zahl der Vermittlung in Qualifizierungsangebote oder
Ausbildung
Vermittlung in bestehende Institutionen
Kosten Für das Projekt im Sozialraumgebiet Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord werden folgende Kosten angesetzt:
Personalkosten:
1 Stelle Projektleitung kleine und mittlere Projekte
86.460,00 € pro Jahr / 172.920,00 € für 2 Jahre
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 41
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Sachkosten:
Sachkosten enthalten Honorar- und Materialkosten
40.800,00 € pro Jahr / 81.600,00 € für 2 Jahre
Gesamtkosten: 254.520,00 €
Davon 2017: 127.260,00 €
Davon 2018: 127.260,00 €
Projektlaufzeit/
Zeitraum
Laufzeit 24 Monate
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die kon-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnah-
me
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kin-
derinteressen und Jugendförderung
Förderung ESF-Einzelprojekt
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Bemerkung Das mobile Angebot wird in enger Abstimmung mit den Akteuren
im Sozialraum konzipiert.
42 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.7
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugendarbeit
Köln im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord
Inhalt Ausgangslage
Die Abfrage bei Trägern der freien Jugendhilfe in der Stadt Köln
zu Handlungsnotwendigkeiten im Handlungsfeld „Früh anse t-
zende Hilfen“ hat als einen wichtigen Handlungsbedarf das
Thema „Professionalisierung des Systems durch Qualifizierung“
ergeben. Dies gilt aufgrund der spezifischen Ausgangslage auch
für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord.
Dabei sind sowohl Setting -interne Qualifizierungsangebote i n-
nerhalb der Kinder - und Jugendhilfe als auch Setting - übergrei-
fende Angebote mit kooperierenden Syst emen wie Kita, Famil i-
enzentren, Schule, Übergangssystem Schule / Beruf, Prävention
als Bedarfe genannt worden.
Entsprechende übergreifende Qualifizierungsangebote sind bi s-
her nicht verfügbar, bieten aber große Chancen hinsichtlich der
Optimierung von Präventionsketten durch besser aufeinander
ausgerichtete Teilsysteme.
Gleichzeitig soll über die Qualifizierungsoffensive ein Beitrag zur
Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit
geleistet werden. Es sollen sowohl die vorhandenen Fachkräfte-
potenziale ge stärkt und weiterentwickel t werden , als auch Au f-
stiegsmöglichkeiten der Beschäftigen zu Fachkräften durch For t-
bildungen verbessert werden.
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes soll eine Qualifizierungsoffensive re a-
lisiert werden, die sozialräumliche Bezüge – hier für den Sozia l-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord – ebenso wie
eine gesamtstädtische Ausrichtung umfasst. Die Qualifizierung s-
inhalte lassen sich dabei i n fachübergreifende Themen (zum
Beispiel Projektmanagement) u nd fachspezifische Inhalte (zum
Beispiel Kindeswohl) unterscheiden.
Um über die S etting-übergreifenden Qualifizierungen einen Be i-
trag zur Stärkung der sozialräumlichen Präventionsketten zu e r-
reichen, wird innerhalb des Curriculums ein Schwerpunkt in der
Durchführung von Qualifizie rungen in den Sozialräume unter
Einbeziehung der jeweils vor Ort aktiven Koop erationspartner
liegen. Setting -interne Qualifizierungen werden zentral umg e-
setzt.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 43
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in den folgenden Arbeit s-
paketen:
Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes aller relevanten
Akteure
Entwicklung eines bedarfsgerechten Qualifizierungsko n-
zeptes
Umsetzung und Durchführung des Qualifizierungsko n-
zeptes
Evaluierung der durchgeführten Qualifizierung
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt
Köln im Integrierten Handlungskonzept Starke Veedel – Starkes
Köln zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Sozia l-
räumen.
Mülheim-Nord und Keupstraße sowie Buchheim und
Buchforst
Meschenisch und Rondorf
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung der
Qualifizierungsoffensive auf die weiteren Sozialräume:
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
Bocklemünd und Mengenich
Höhenberg und Vingst
Ostheim und Neubrück
Humboldt / Gremberg und Kalk
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitnah auf alle
Sozialräume übertragen werden können.
Die Übertragung auf alle 11 Sozialräume ist zwingend erforde r-
lich, da angesichts der dezentralen, bezirklich ausgerichteten
Strukturen der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in Köln nur so
sichergestellt werden kann, dass das gesamte System und nicht
nur einzelne Akteure qualifiziert werden.
Mögliche Themenschwerpunkte der Qualifizierungsoffensive auf
der Grundlage der Bedarfsabfrage:
Armutssensibles Handeln in der Offenen Kinder - und Ju-
gendarbeit
Sprachförderung
Anerkennung und Sichtbarmachung Non-formaler Bi l-
dungsprozesse
Interkulturelles Lernen
Netzwerken und Projektmanagement
Berufswahlorientierung in der Jugendarbeit
Primärpräventive Suchtberatung
Bewegung, Ernährung und Stressregulation in Kinder -
44 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
und Jugendeinrichtungen
Digitalisierung und Medienpädagogische Präventionsa r-
beit
Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
Ökologische Bildung (zum Beispiel Urban Gardening)
Kulturelle Bildung
Inklusion
Zielgruppe Beschäftigte in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in
Köln
Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Familienzentren
Lehrkräfte im Primar- und Sekundarbereich
Träger des Offenen Ganztags
Träger im Übergangssystem Schule / Beruf
Träger im Präventionsbereich
Ziele Operative Ziele
Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen
Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Verbesserung Übergangsmanagement –Frühe Bildung,
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt
Projektziele
Stärkung der vorhandenen Fachkräftepotenziale und
Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit als Fachkräfte
durch Fortbildungen
Kompetenzstärkung der handelnden Akteure durch Ve r-
mittlung praxisrelevanter Fortbildungsinhalte
Stärkung der sozialräumlichen und g esamtstädtischen
Präventionsstrukturen durch bessere Kenntnisse über die
Arbeitsfelder benachbarter Professionen und damit ei n-
hergehend weitere wissensbasierte Vernetzung aller A k-
teure
Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder -
und Jugendarbeit
Indikatoren Anzahl der durchgeführten Setting -internen und übergre i-
fenden Qualifizierungen
Anzahl der Teilnehmenden
Relevanz der Qualifizierungsinhalte für die berufliche Pr a-
xis (auf der Grundlage der Teilnehmenden-Befragung)
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 45
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten
Kosten für 11 Sozialräume
Kosten für den Sozi-
alraum Blumenberg,
Chorweiler und See-
berg-Nord
pro Jahr 2 Jahre
Stellen-
anteile
für den
Sozial-
raum
anteilige
Kosten
Personalkosten
1 Stelle Koordination
(Projektleitung kleine Projekte) 86.460 € 172.920 € 0,09 15.720 €
0,5 Stelle Assistenz 29.490 € 58.980 € 0,05 5.362 €
Personalkosten gesamt: 231.900 € 231.900 € - 21.082 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 115.950 € - 10.541 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 115.950 € - 10.541 €
Sachkosten
Honorare Dozentinnen und Dozenten 22.500 € 45.000 € - 4.091 €
Materialien für Fortbildungen 3.000 € 6.000 € - 545 €
Raummieten für Fortbildungen 6.500 € 13.000 € - 1.182 €
Sachausgaben gesamt: 64.000 € - 5.818 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 32.000 € - 2.909 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 32.000 € - 2.909 €
Gesamtkosten
Davon Haushaltsjahr 2017:
Davon Haushaltsjahr 2018:
295.900 €
147.950
147.950
-
26.900 €
13.450 €
13.450 €
Projektlaufzeit/
Zeitraum
2 Jahre / 24 Monate
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie / Offene Kinder-
und Jugendarbeit
Förderung ESF
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
46 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.12
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und
junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen
oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von J u-
gendintegrationskursen im Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Zunehmend reisen Jugendliche ab 16 Jahren neu zu, entweder
als Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus oder vie l-
fach aus Südosteuropa. In der Regel verfügen sie weder über
Schulabschlüsse noch über die erforderlichen Deutschkenntni s-
se, um Schula bschlüsse in absehbarer Zeit erreichen zu kö n-
nen. Durch die geringen Deutschkenntnisse besteht darüber
hinaus ein sehr erschwerter Zugang zu Praktikumsplätzen oder
gar zum Arbeitsmarkt.
In dem Sozialraum sind in 2013 / 2014 insgesamt 120 Jugendl i-
che und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren neu z u-
gewandert.4 Die Chancen auf kurzfristige Aufnahme in ein R e-
gelsystem zur Verbesserung der Bildungs - und Berufsperspekti-
ve sind der Zielgruppe entweder nicht kurzfristig möglich oder
strukturell nicht zugänglich. Den persönlichen und gesellschaftl i-
chen Folgen fehlender Perspektiven kann mit dem kurzfristig
zugänglichen Angebot der Jugendintegrationskurse präventiv
begegnet werden.
Projektbeschreibung
Der Zugang zu bestehenden Jugendintegrationskursen wird den
Jugendlichen ermöglicht, die keinen Anspruch auf eine BAMF -
(Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geförderte Maßnahme
haben, und nicht im Regelsystem Schule einen Platz finden. Zur
Teilnahme erteilt das Kommunale Integrationszentrum (KI) Köln
einen Guts chein für den Jugendintegrationskursträger, der en t-
sprechend seine Kosten von circa 3.000 € pro Teilnehmendem
abrechnet. Vorangegangen ist eine Einzelfallprüfung und -
entscheidung durch das KI Köln.
Bestehende Jugendintegrationskurse werden durch diese Ma ß-
nahme für die beschriebene Zielgruppe geöffnet.
Die Maßnahme ist ein wirksamer Teil der Präventionskette im
Bereich (Aus-) Bildung und Beruf. In 3 obligatorischen Modulen á
300 Stunden werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen
in die Lage versetzt, m it der Sprache und den Lebensverhältni s-
sen im Bundesgebiet so vertraut zu werden, dass sie ohne Hilfe
4 Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist in der Gesamtschau für den Sozialraum ein deutlicher
Anstieg dieser Bevölkerungsgruppe zur verzeichnen. So sind 2015 insgesamt 308 Jugendliche und
junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren nach Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord zu-
gewandert.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 47
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
oder Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen
Lebens selbstständig handeln können.
Sie
werden durch fachliche Kenntnisse auf ein zukün ftiges
Weiterlernen in einer schulischen oder beruflichen Bi l-
dungseinrichtung oder in einem Betrieb vorbereitet
werden mit dem Ziel der Ausbildungs - und Berufsvorbe-
reitung mit dem Schul - und Ausbildungssystem vertraut
gemacht
erwerben und erweitern Allgemeinwissen zu verschiede-
nen Bereichen des Lebens in Deutschland wie Gesun d-
heitswesen, Alkohol- und Drogenprävention,
Ein Orientierungskurs über 60 Stunden vermittelt Kenntnisse
und Verständnis zu deutschen rechtsstaatlichen Zusamme n-
hängen, Rechten, Pflichten und zu interkultureller Kompetenz.
Während des Jugendintegrationskurses werden die Teilne h-
menden durch Jugendmigrationsdienste und die Kursträger
selbst beraten. Der Übergang in weiter führende Bildung und
Ausbildung bzw. den Beruf soll nahtlos gesichert werden.
Zielgruppe Neu Zugewanderte zwischen 16 und 25 Jahren ohne Anspruch
auf BAMF- finanzierte Jugendintegrationskurse, die entweder im
Programmgebiet wohnen, einen Jugendintegrationskurs bes u-
chen können oder dort ihre sozialen Bezüge haben.
Ziele Operatives Ziele
Neu geschaffene, bedarfsrechte Angebotsstrukturen und
/ oder Arbeitsplätze
Projektziel
Verbesserung der Integrationschancen in das Schul- und
Ausbildungssystem und in den Arbeitsmarkt
Indikatoren Zahl der von der Zielgruppe abgeschlossenen Jugendintegrati-
onskurse
Kosten Sachkosten
Die Kosten für einen Jugendintegrationskurs belaufen sich akt u-
ell auf 3,10 € / Stunden. Für 960 Stunden ergeben sich Gesamt-
kosten von 2.976,00 € pro Kursplatz.
Für 25 angestrebte Plätze / Jahr im P rogrammgebiet betragen
die Projektkosten 74.400,00 € / Jahr, auf 2 Jahre sind dies
148.800,00 €.
Personalkosten
Mit der Projektabwicklung ist ein zusätzlicher Personalmehrb e-
darf verbunden. Als Teilprojekt ergänzend zu den Programmg e-
bieten Meschenich und Rondorf, Buchheim und Buchforst sowie
48 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Mülheim-Nord und Keupstraße entfallen 25 % einer halben Stel-
le „Projektmitarbeit“ ( ½ von 74.940 ,00 € / Jahr) auf dieses Pr o-
grammgebiet mit zusätzlich 9.367,00 € / Jahr und 18.735,00 €
auf die Projektlaufzeit.
Gesamtkosten 167.535,00 €
Davon 2017: 83.767,50 €
Davon 2018: 83.767,50 €
Projektlaufzeit/
Zeitraum
24 Monate / 2 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Fortführung über den 31.12.2018 hinaus ist möglich und
grundsätzlich gewünscht. Eine Weiterentwicklung der Maßna h-
me ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen einer
modularen Betrachtung abhängig vom Ev aluationsergebnis der
Maßnahme.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity, Kommunales Integrat i-
onszentrum
Förderung ESF B1.2 Armutszuwanderung ggf . als Einzelprojekte zur I n-
tegration
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 49
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.16
Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und En t-
wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen
mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialrä u-
men; hier für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Die elf Sozialräume
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Höhenberg und Vingst
Ostheim und Neubrück
Mülheim-Nord und Keupstr
Buchheim und Buchforst
Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Meschenich und Rondorf
Bilderstöckchen
Bocklemünd / Mengenich
Humboldt / Gremberg und Kalk
weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche B e-
nachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedrigem s o-
zialen Status und Multiproblemlagen. Viele j unge Menschen bis
27 Jahre werden aufgrund von ganz unterschiedlichen Problemen
daran gehindert, eine eigene Lebensperspektive insbesondere im
Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln.
Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte z u
gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten Ko n-
takt zu anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv und a b-
weisend. Oft werden auch Alkohol beziehungsweise illegale Dr o-
gen konsumiert. Ursache eines solches Verhaltens können ps y-
chiatrische sowie weitere Beeinträchtigungen oder Erkrankungen
sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Dieses
müsste aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schulischen
oder beruflichen Planung berücksichtigt werden. Unter Umstä n-
den wäre parallel (oder vorgeschaltet) eine Behandlung / Therapie
erforderlich, um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff
nehmen zu können. Diese jungen Menschen benötigen daher e i-
ne gezielte Unterstützung von Menschen, die ihre Bedürfnisse
erkennen, über sozialpsychiatrische Kenntnisse verfügen und eng
mit dem psychiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten.
Erfahrungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die in e i-
nem sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine psy-
chische Beeinträchtigung aufweise n, einen sehr niedrigschwell i-
gen Zugang benötigen, um im Regelsystem anzukommen. Daher
wird eine zugehende Hilfe benötigt. Der sozialpsychiatrische A n-
satz hat dabei das Ziel, junge Menschen mit psychischen Probl e-
men niedrigschwellig in ihren Alltagskompete nzen zu stärken, die
50 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Betroffenen langfristig in das Regelsystem anzubinden und den
Übergang zu begleiten.
Die aufsuchende Hilfe zeichnet sich dabei durch ein zugehendes
und stark akzeptierendes Angebot aus, das immer dann erforde r-
lich ist, wenn Komm -Strukturen einer Beratungsstelle nicht gre i-
fen. In der Praxis bedeutet dies, dass die jungen Menschen übe r-
wiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie häufig sozial z u-
rückgezogen leben, keinen Peergroups angehören, weder die A n-
gebote für Jugendliche und junge Erw achsene noch entsprechen-
de Institutionen nutzen oder sich an bekannten Hotspots ihrer A l-
tersgruppe in der Stadt aufhalten.
Diese Situation ist auch im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord zu beobachten.
Schnittstellen zu Regelangeboten und A nknüpfungsmöglich-
keiten
Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die Schulsoz i-
alarbeit, sonstige städtische Einrichtungen, Jobcenter U25 und
alle Akteure in den Sozialräumen vor Ort sind wichtige Kooperat i-
onspartner, da sie häufig Hinweise auf die P ersonen der bedürfti-
gen Zielgruppe erhalten oder in direktem Kontakt mit den Pers o-
nen stehen (zum Beispiel Schulen, Kompetenzagenturen) Insbe-
sondere bei vermuteten oder bestehenden psychiatrischen Pro b-
lemlagen kann das hier dargestellte Angebot von den Kooperati-
onspartnern hinzugezogen werden beziehungsweise eine Vermitt-
lung erfolgen.
Mit dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einzelfallbezog e-
nen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, unter anderem wenn
es um die Entwicklung einer beruflichen Perspektive geht. Sollte
sich bei der Beratung eines Jugendlichen / jungen Erwachsenen
durch das Jobcenter U25 eine sozialpsychiatrische Problematik
abzeichnen, besteht im Rahmen der Kooperation die Möglichkeit,
eine einzelfallbezogene Begleitung durch die hier darge stellte
Maßnahme einzuleiten.
Streetwork der Jugendhilfe (siehe auch Maßnahme 1.0.5)
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0.16 besteht
die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus Kindern und J u-
gendlichen, die sich an bekannten Hotpots aufhalten und sich dort
mit Gleichgesinnten der Peergroup treffen. Daher sind im übe r-
wiegenden Fall die Zielgruppe von Streetwork und die Zielgruppe
des hier dargestellten Angebots nicht identisch. Wenn sich jedoch
bei der einzelfallbezogenen Begleitung eines J ugendlichen / ju n-
gen Erwachsenen im Rahmen von Streetwork eine sozialpsychiat-
rische Problematik abzeichnet, besteht im Rahmen der Kooperat i-
on beider Maßnahmen die Möglichkeit, dass die einzelfallbezog e-
ne Begleitung entsprechend an die hier dargestellte Maß nahme
übergeleitet wird.
Gesundheitsamt
Es gibt eine enge fachliche Kooperation des Angebots 1.0.16 mit
dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes. Das
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 51
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Angebot 1.0.16 ergänzt das bestehende Regelangebot. Der Soz i-
alpsychiatrische Dienst ist ein stadtweites Angebot, das Hilfen und
Beratung für Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung nach
dem ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei
psychischen Krankheiten (PsychKG). vorhält (zum Beispiel in Kr i-
sensituationen). Es handelt sich dabei in der Regel nicht um eine
intensivierte und längerfristige Begleitung, sondern um eine situ a-
tive Hilfestellung für ausschließlich erwachsene Menschen. Das
hier neu benötigte Angebot richtet sich hingegen auch an minde r-
jährige junge Menschen mit in der Alt ersphase benötigten spezifi-
schen Hilfestellungen – sobald der Bedarf auftritt oder bekannt
wird.
In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu diesen
jungen Menschen mit der beschriebenen Problematik überaus
schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht b ewusst, dass gegebenenfalls
psychische Problemlagen vorliegen. Daher sehen sie keinen
Grund, einen Fachdienst wie den Sozialpsychiatrischen Dienst
oder einen niedergelassene Fachärztin / einen Facharzt aufzus u-
chen. Die Angehörigen nehmen die Situation meis t deutlicher
wahr. Ihnen ist aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit und (in
der Regel) fehlender Fachkenntnisse jedoch nicht möglich, die
Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen zu motivi e-
ren, aktiv Hilfe zu suchen. Meist vergeht sehr viel Zeit, so dass die
Betroffenen erst viel zu spät Zugang zum Hilfesystem finden. In
der Zwischenzeit ist unter Umständen keine gezielte Perspekti v-
planung erfolgt oder Ausbildungs - oder Schulabbrüche passiert,
da keine helfenden Maßnahmen begonnen worden sind. Ein e Er-
fahrung, die sehr frustrierend für die jungen Menschen ist und im
Zuge einer umfassenden Hilfeplanung vermieden werden kön n-
ten. Die hier beschriebene Maßnahme, eine aufsuchende, speziell
auf junge Menschen und schulische / berufliche Orientierung au s-
gerichteten Hilfe mit einem besonders niedrigschwelligen Ansatz
ist daher geeignet, einen Kontaktaufbau schrittweise einzuleiten.
Darüber hinaus kann durch die Spezialisierung und den intensiven
Kontakt zu Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobcenter U25 ,
wirksamere und zielgerichtete Hilfen angeboten werden. Aufgrund
der Vernetzung des hier beschriebenen Angebots in den Sozia l-
räumen und entsprechenden Institutionen wie zum Beispiel den
Schulen, ist es unter anderem möglich, die betroffenen jungen
Menschen überhaupt kennenzulernen. Dadurch kann frühzeitig
präventiv eingeschritten und die Chronifizierung einer eventuell
bestehenden Erkrankung vermieden werden.
Projektbeschreibung
Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsangebot,
sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim Verla s-
sen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellung mit anderen
Menschen, die eine sehr akzeptierende und langsam aufbauende
Hilfe notwendig macht und auf einer vertrauensvollen Beziehung
beruht.
52 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfristig Anbindung
an die Regelangebote. Dabei ist es von größter Wichtigkeit, dass
dieser Prozess kontinuierlich verläuft und sich an den individuellen
Bedürfnissen jedes Einzelnen orientiert.
Beispielhafte Aufgabendarstellung
Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rahmen
aufsuchender Tätigkeit
Entwicklung einer individuellen realistischen Perspektive,
insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschäft i-
gung, Ausbildung
Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf
Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen Instit u-
tionen
Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen Rege l-
systems
Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig in
Köln erprobt wird.
Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter Projekte in
anderen Städten, zum Beispiel „Achtung -Fertig-Los!“ in Velbert,
mit ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden.
Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre
Ziele Operative Ziele
Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen
Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit bedarf s-
gerechten Zugängen und Angebotsformen
Projektziele
Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsge-
rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische
Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeboten
gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regelangeb o-
te.
Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik wer-
den individuelle Ziele mit der Perspektive beruflicher und /
oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt.
Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angeboten
wie zum Beispiel Veedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter,
Schulsozialarbeit (siehe oben) wird der Übergang für die
Betroffenen ins Regelsystem erleichtert.
Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen
aus den elf Sozialräumen mit psychischen Problemlagen
begleitet und je in mindestens ein Angebot vermittelt we r-
den, das einen weiteren Schritt in Hinblick auf die berufli-
che Perspektive bedeutet. Dieses Angebot kann je nach
individueller Problemlage im gesundheitlichen, schul i-
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 53
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
schen, ausbildungs -, qualifizierungs - und/oder berufsb e-
zogenen Bereich liegen.
Indikatoren Anzahl erreichter und beratener Personen
Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen
Kosten Personalkosten
2 Vollzeitkräfte (Sozialarbeit / Sozialpädagogik) jeweils für das
links- und rechtsrheinische Köln, herausgehobene Projektmitarbeit
81.300,00 € x 2 = 162.600,00 € pro Jahr / 325.200,00 € für 2 Jah-
re
Kosten für die 11 Sozialräume:
Sozialraum
Anteil
Personal-
kosten in
%
im
1.Jahr
in Euro
im
2.Jahr
in Euro gesamt
Bickendorf, Westend
und Ossendorf 15 24.390 24.390 48.780
Blumenberg, Chorwei-
ler und Seeberg-Nord 15 24.390 24.390 48.780
Höhenberg und Vingst 10 16.260 16.260 32.520
Ostheim und Ne u-
brück 5 8.130 8.130 16.260
Mülheim-Nord und
Keupstr 5 8.130 8.130 16.260
Buchheim und Buc h-
forst 5 8.130 8.130 16.260
Porz Ost, Finkenberg,
Gremberghoven und
Eil 5 8.130 8.130 16.260
Meschenich und Ro n-
dorf 5 8.130 8.130 16.260
Bilderstöckchen 10 16.260 16.260 32.520
Bocklemünd / Me n-
genich 5 8.130 8.130 16.260
Humboldt / Gremberg
und Kalk 20 32.520 32.520 65.040
Gesamt 100 162.600 162.600 325.200
Gesamtkosten: 325.200,00 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 162.600,00 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 162.600,00 €
54 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Gesamtkosten für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord: 48.780,00 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 24.390,00 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 24.390,00 €
Projektlaufzeit / Zei t-
raum
2 Jahre / 24 Monate
01.01.2017 bis 31.12.2018
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt
Förderung ESF
Bemerkung Angabe des Fachamtes:
Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit,
nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich
jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach
Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begleitung
ein.
Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Me n-
schen erreicht werden, die neben möglichen psy chosozialen Defi-
ziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Menschen
benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Angebot, da rein
pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 55
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.17
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteilel-
tern im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord
Inhalt Ausgangslage
Bildungsberatung ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgre i-
che Entwicklung und Umsetzung von ressortübergreifenden Prä-
ventionsketten und Strategien gegen Armut und soziale Ausgre n-
zung, da sie Menschen zur Selbsthilfe und eigenverantwortlichen
Lebensgestaltung befähigt. Bildungsberatung ist somit ein
Schlüssel für die Verbesserung der Integration b enachteiligter
gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n-
schaft.
Dabei wird das Verständnis der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zugrunde gelegt, we l-
che Bildungsberatung als eine Dienstleistung zur Unterstützung
von Individuen jeden Alters bei Bildungs - Ausbildungs- oder Be-
rufsentscheidungen definiert. (OECD, 2004)
Anhand der sozio -ökonomischen Eckwerte im Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord wird – wie auch in den
weiteren zehn Kölner Sozialräumen – deutlich, dass der Bedarf
an Angeboten zur Bildungs- und Sozialberatung über dem städt i-
schen Durchschnitt liegt. Die Erfahrung zeigt zudem, dass insb e-
sondere für den niederschwelligen Zugang entsprechende Ang e-
bote in Form von einer Orientierungsberatung und Lotsenfunktion
in Verbindung mit aufsuchender Beratung und Begleitung erfo r-
derlich sind, damit bildungsbenachteiligte Menschen in prekären
Lebenslagen erreicht werden.
Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und niede r-
schwelliger Bildungsberatungsansatz im Veedel geschaffen. Das
Angebot bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelangebot.
Projektbeschreibung
Modul 1: Bildungsberatungszentrum
Basierend auf den Erfahrungen des Bildungsberatungszentrums
Mülheim wird zur nachhaltigen Verbesserung des Zugangs zu
Bildungs(beratungs)angeboten für bildungsbenachteiligte Zie l-
gruppen der Aufbau und Betrieb eines träger - und settingübe r-
greifenden Bildung sberatungszentrums (BB -Zentrum) mit vier
Standorten als zentrale „Anlaufstellen“ im Programmgebiet vo r-
gesehen.
Vorgesehen ist der Aufbau der Bildungsberatungszentren an fo l-
genden vier Standorten:
Mülheim-Nord und Keupstraße - Buchheim und Buchforst
Meschenich und Rondorf
56 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg Nord - Bickendorf,
Westend und Ossendorf - Bilderstöckchen - Bocklemünd /
Mengenich
Höhenberg und V ingst - Ostheim und Neubrück - Hum-
boldt / Gremberg und Kalk - Porz-Ost / Finkenberg /
Gremberghoven und Eil
Durch diese räumliche Verteilung ist die gute Erreichbarkeit für
alle Sozialräumen sichergestellt.
Nach Priorisierung der zentralen Beratungsanliegen in Form einer
Orientierungsberatung durch die Beratenden (zum Beispiel Kita /
Schule, Ausbildung, Fam ilie, Gesundheit, Arbeit) begleiten die
Stadtteileltern dann bei der Kontaktaufnahme mit den Unterstü t-
zungsstrukturen des Regelsystems, übersetzen und helfen beim
Ausfüllen von Formularen.
Die zentralen Beratungsinfrastrukturen profitieren dabei von den
Zugängen der Stadtteileltern in bestimmte Communities / Zie l-
gruppen und den Ressourcen für Begleitung und Übersetzungen.
Die Stadtteileltern profitieren von dem Erfahrungsaustausch mit
den Beratenden und der Anbindung an eine zentrale Infrastruktur,
die auch von ihnen genutzt werden kann.
Gleichzeitig können Beratende und Stadtteileltern einzelfallbez o-
gene Fragen gemeinsam klären und gemeinsam Fortbildungen
wahrnehmen.
Grundprinzipien des BB-Zentrums
Die Arbeit des BB -Zentrums ist vernetzt mit den releva n-
ten Akteuren im Einzugsbereich, auf gesamtstädtischer,
Landes- und Bundesebene
Beratung ist kostenlos für Ratsuchende
Beratungsformen sind Präsensberatung, telefonische B e-
ratung, Online Beratung sowie aufsuchende nie d-
rigschwellige Beratung durch Stadtteileltern
Beratende sind fachlich qualifiziert und nehmen an einem
Weiterbildungsprogramm teil
Beratung erfolgt trägerneutral und qualitätsgesichert
Öffnungszeiten sind zielgruppenorientiert
Zugangswege sind niederschwellig
Datenschutz ist sichergestellt
Zugang ist möglichst barrierefrei
Gender Mainstreaming und interkulturelle Mainstreaming -
Prinzipien werden in der Beratung angewandt
Organisationsstruktur
Ein BB-Zentrum ist in gut erreichbarer Lage an zentrale Verso r-
gungsstrukturen und Bildungssettings ( Familienzentren, Gan z-
tagsschulen, Jugendeinrichtungen, Bezirksrathäuser, Bürgerze n-
tren) angebunden.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 57
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Durch die Anbindung an bestehende Infrastrukturen werden S y-
nergieeffekte genutzt und eine bestmögliche Erreichbarkeit für die
Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt.
Das BB -Zentrum ist von seiner Konzeption her als offene Se r-
vice-Infrastruktur angelegt, in der Beraterinnen und Berater Ber a-
tungsanfragen an die jeweils fachkompetenten Stellen vor Ort
oder auf gesamtstädtischer Ebene weiterleiten. Der Lotsenf unkti-
on kommt eine hohe Bedeutung zu und durch die Klärung von
Beratungsanliegen wird die Funktion einer Orientierungs - oder
Erstberatung nach dem Subsidiaritätsprinzip erfüllt.
Zu Fragestellungen, zu denen bisher keine oder nicht ausre i-
chende Beratungsin frastrukturen verfügbar sind, erbringen die
BB-Zentren selber die erforderlichen Beratungsleistungen.
Ziel ist es, ein umfassendes Bildungsberatungsangebot entlang
der Lebensbiografie für alle Bewohnerinnen und Bewohner vo r-
zuhalten.
Als Stammpersonal sind in jedem BB -Zentrum 1,5 bis 2 feste
Beratende tätig. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch Hono-
rarkräfte. Alle Kooperationspartner verpflichten sich zur Einha l-
tung von Mindest -Qualitätsstandards in der Beratung entspr e-
chend den Vorgaben des Kölner Netzwerkes Qualität in Beratung
(QiB Köln).
Im Rahmen eines Qualitätsmanagements werden Beratungen
dokumentiert und bewertet, Kunden befragt und Fortbildungen
sowie Zertifizierungen ermöglicht. Dies bildet die Grundlage für
ein Monitoringsystem, welches als Fr ühwarnsystem eingesetzt
wird.
Es ist geplant, einen Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern der
Stadt Köln, Beratungsstellen, Wissenschaft und Wirtschaft zur
Begleitung die Arbeit des BB-Zentrums einzurichten.
Das BB-Zentrum bietet durch die Bereitstell ung einer räumlich /
technischen Infrastruktur einen infrastrukturellen und organisat o-
rischen Rahmen für die folgenden Setting übergreifenden Han d-
lungsfelder.
(Aufsuchende) Bildungsberatung entlang der Bildungske t-
te
Frühkindliche Bildung
Jugendhilfe/ Offene Kinder- und Jugendarbeit
Familienbildung
Weiterbildung und Qualifizierung
Beratung zur beruflichen Entwicklung
Beratung zu Grundbildung und Alphabetisierung
Beratung zu Sprachförderung
Beratung von südosteuropäischen Armutszugewanderten
Gesundheitsbildung und Prävention
Kooperationsstrukturen für folgende Arbeitsschwerpunkte sollen
in der ersten Projektphase etabliert werden:
58 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Schullaufbahnberatung
Übergang Schule / Beruf und Studium
Ehrenamt und Seniorenbildung
Beratung für Soziales (Leistungsbezug, Wohnen, Schul d-
nerberatung)
Modul 2: Stadtteileltern
Eine Besonderheit des BB -Zentrums ist die Einbindung des Tei l-
projektes „Stadtteileltern“, durch das die Sicherstellung nie d-
rigschwelliger Zugänge in die Zielgruppen gewährleistet wird.
Hierfür werden die bestehenden „Stadtteilmütter -Projekte“ zu
einem Stadtteileltern-Projekt weiterentwickelt. Auf Grundlage der
Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020
wird sich an den beiden folgenden Prinzipien orientiert:
Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrationshi n-
tergrund
Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilväter
Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weiterentwic k-
lung der bisherigen Stadtteilmütter -Projekte in ein dreistufiges
Qualifizierungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit
durch Arbeitsmarktintegration:
Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteilvater
Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die VHS
Köln und hat einen zeitlic hen Umfang von 6 Monaten und
circa 20 Unterri chtseinheiten / Woche. Vermittelt werden
Kenntnisse in den Bereichen Bildung, Gesundheit und
Soziales sowie Basiswissen in der Beratung. Die Stad t-
teileltern unterstützen Familien in Fragen zu diesen Th e-
men und fungieren als Lotsen zu Fachberatungsstellen
und dem Regelsystem.
Praxiseinsatz als Stadtteileltern (18 bis 24 Monate)
Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über Fö r-
dermöglichkeiten ihrer Kinder in der Schule, nennen A n-
sprechpersonen für eine familiäre Unterstützung und b e-
raten bei gesundheit lichen Themen oder beim Übergang
Schule und Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel praktische
Integrationsarbeit
Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den ersten
Arbeitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel
o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen
Menschen
o Haushaltsnahe Dienstleistungen
o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen
für Demenzkranke
o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Ei n-
satz in einer Offenen Ganztagsschule
o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ P a-
tientenlotsin
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 59
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtteileltern durch
kooperierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei ein i-
ge Sozialräume für das Stadtteileltern -Projekt zusammengefasst
werden. An diese vier Standorte werden die acht Stadtteilelter n-
projekte, d ie von Trägern vor Ort koordiniert werden, angebu n-
den, so dass eine Kombination aus „Komm“ -Strukturen und au f-
suchender Arbeit realisiert wird.
Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den
Stadtteileltern werden Beratungs- und Begleitungsangebote wirk-
sam miteinander verbunden.
Es ist geplant, dass die Universität zu Köln / Humanwissenschaft-
liche Fakultät wird das Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich
unter der Fragestellung begleiten, welche Auswirkungen der Ei n-
satz von St adtteileltern auf Wissensbestände und Verhalten s-
muster der begleitenden Familien hat.
Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den bestehenden
Strukturen
Das Projekt etabliert eine Verweis - und Lotsenstruktur, durch die
der Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft gestärkt wird
und Menschen, die bisher Beratungsangebote in den Bereichen
Bildung, Soziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureiche n-
dem Maße in Anspruch genommen haben, an diese Strukturen
herangeführt werden.
Das Projekt schließt i nsbesondere mit seinen aufsuchenden und
dezentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamtstädtischen
Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukt u-
rellen Ebene durch die Einbindung der beratenden Einrichtungen
niedrigschwellige quartier sbezogener Beratungsnetzwerke, die
auf Dauer angelegt sind.
Die enge Kooperation mit den Projekten Grundbildung im Veedel
(vergleiche Projektnummer 1.0.20), Familienbildung sowie den
Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen und Bildung s-
trägern im Programmgebiet ist wesentlicher Projektbestandteil.
Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratung s-
netzwerken wie z.B. Netzwerk früher Hilfen, NEIS, AK Vernetzte
Beratung, Netzwerke der Weiterbildung, et cetera.
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte
Erwachsene
Familien
Kinder und Jugendliche
Ziele Operative Ziele
Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung,
60 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt
Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen
und / oder Arbeitsplätze
Projektziele
Mit dem BB-Zentrum (Modul 1) soll im Programmgebiet eine tr ä-
ger- und projektübergreifende Beratungsinfrastruktur aufgebaut
werden, um so benachteiligte Sozialräume und bildungsbenach-
teiligte Bewohnerinnen und Bewohner, besonders von Armut B e-
troffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen
mit Migrationshintergrund zu erreichen, zu stabilisieren und zu
unterstützen.
Im Themenkomplex „Stadtteileltern“ (Modul 2) stehen zudem fo l-
gende Ziele im Vordergrund:
Verbesserung der Bildungs - und Entwicklungschancen
von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten F a-
milien
Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskompe-
tenzen von Eltern in den durch Stadt teileltern unterstütz-
ten Familien
Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteileltern
Das Projekt schließt mit seinen Beratungsangeboten Lücken in
der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infr a-
strukturellen Ebene durch die Schaffung ni edrigschwelliger quar-
tiersbezogener Unterstützungsstrukturen, die auf Dauer angelegt
sind.
Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) formu-
lierten Zielsetzung „Verbesserung der Integration benachteiligter
gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n-
schaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen wesentlichen
Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung.
Indikatoren Anzahl der erfolgten Beratungen
Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht, Al-
ter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass
Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stellen
Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen
Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen
Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Familien
Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltenswe i-
sen bei den unterstützten Familien (Erziehungskomp e-
tenz, Orientierungswissen, Integration)
Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Stad t-
teileltern
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 61
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten
Projektlaufzeit / Zeitraum Projektlaufzeit Kölner Bildungsberatungszentrum: 36 Monate / 3
Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2019
Projektlaufzeit Stadtteileltern: 36 Monate / 3 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2019
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationserge bnis der vorgesehenen Maßna h-
me.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit Amt für Ki n-
der, Jugend und Familie
Förderung EFRE
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
62 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Teilprojekt Stadtteileltern werden
durch eine Stiftung bereitgestellt. Eine schriftliche Finanzierung s-
zusage liegt vor.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 63
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.19
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit
Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Sch u-
len im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganz-
tags im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord
Inhalt
Ausgangslage
Die Familie ist für jedes Individuum die erste und gleichzeitig
nachhaltigste Sozialisationsinstitution. Als zentraler Ort des Au f-
wachsens und der Identitätsbildung stellt sie für Kinder den g e-
sellschaftlichen Mikrokosmos kultureller Leitbilder dar. Jeder
Mensch erfährt in der Familie soziale Normen, Geborgenheit
und intensive Beziehung. Familie symbolisiert den Wunsch nach
persönlichem Glück. Jeder Mensch hat eine Familie, jeder
braucht sie von Geburt an bis ins hohe Alter.
Bislang wurden keine vergleichbaren Ansätze auf gesamtstädt i-
scher Ebene realisiert.
Das Projekt wurde in der AG § 78 SGB VIII Familienbildung
entwickelt.
Projektspezifische Einwohnerdaten der Jugendhilfeplanung
(Stand 31.12.2014) begründen den räumlichen Bedarf:
Chorweiler
Einwohner: 6.323
0 – 3 Jährige: 239
3 – 6 Jährige: 220
6 – 10 Jährige: 281
10 – 15 Jährige: 351
0 – 15 Jährige: 1.091
Einwohnerinnen und E inwohner mit Migrationshinte r-
grund: 4.994
Haushalte mit Kindern: 730
Alleinerziehende: 256
Arbeitslosenquote insgesamt: 26,3 %
Seeberg-Nord
Einwohner: 8402
0 – 3 Jährige: 278
3 – 6 Jährige: 311
6 – 10 Jährige: 403
10 – 15 Jährige: 497
0 – 15 Jährige gesamt 1.489
Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshinte r-
grund: 6.509
Haushalte mit Kindern: 1.048
Alleinerziehende: 260
Arbeitslosenquote: 16,3 %
64 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Projektbeschreibung
Eingebettet in lokale Strukturen wird ein breit gefächertes Unte r-
stützungssystem aufgebaut, das Familien fördert und aktiviere n-
de Impulse im Gemeinwesen setzt. Damit werden sowohl Bi l-
dungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern gefördert als
auch Eltern und Familien unterstützt.
Unabhängig von der sozialen und kulturellen Herkunft werden
allen Kinder und Jugendlichen positive Zukunftschancen eröf f-
net. Bildung und Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und i h-
ren Eltern werden von Geburt bis zur Ausbildung gefördert. Je-
des Kind soll körperlich und seelisch gesund im Arbeitsleben
ankommen.
Es wird eine Präventionskette (weiter-)entwickelt, die bereits be-
stehende Maßnahmen und weitere notwendige Maßnahmen
einschließt und miteinander verbindet. Mit dieser Prävention s-
kette werden Schutzfaktoren gefördert und Risikofaktoren ve r-
mindert. Die Präventionskette muss die verschiedenen Stationen
und Einflussfaktoren in der Entwicklung der Kinder in den Blick
nehmen:
Risikoanfällig sind vor allem Übergänge zwischen den einzelnen
Lebens- und Erziehungsphasen (Transitionen). Hier setzen die
Familienbildungsangebote an.
Methoden
Offene Sprechstunden, Eltern -Kind-Kurse, Elternkompetenztrai-
nings, Elternseminare, Elternca fés, Nachbarschaftshilfen und
haushaltsnahe Dienstleistungen, Elternbildungsprogramme „Griff
bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack in der Grundschu-
le“, FuN (Familie und Nachbarschaft) sowie Qualifizierungen für
Erzieherinnen, Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen im offenen
Ganztag.
Durchgeführt werden die Projekte von Mitarbeiterinnen der F a-
milienbildung, die eine Zusatzqualifikation zur Eltern begleiterin
(Elternchance II) erfolgreich abgeschlossen haben und qualif i-
ziert wurden, niederschwellige auch aufsuchende Zugänge zu
Familien zu erschließen, die bisher von Angeboten der Famil i-
enbildung nur selten erreicht werden konnten. Ebenso verfügen
sie über interkulturelle Kompetenz mit den besonderen Schwe r-
punkten:
Elternkompetenz stärken: Bedeutung von Bildung, indiv i-
dueller Förderung und Bildungsverläufen vermitteln
Bildungsoptionen eröffnen: Angebote zur Bildungsbegle i-
tung und -beratung einrichten
Schulwahl begleiten: Eltern bei diesen Entscheidungen
Information anbieten
Diagnose stellen: Fähigkeiten von Kindern einschätzen
und nach Bedarf Familien an andere Dienste vermitteln
Zusammenarbeit verbessern: Erziehungs - und Bildung s-
partnerschaften zwischen Familien und Fachkräften in
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 65
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kinderbetreuung und Schule fördern
Innovative Familienbildung etablieren: neue Formen und
Inhalte der Eltern- und Familienbildung einrichten
Netzwerke bilden: Zusammenarbeit mit anderen eltern -
und kindbezogenen Einrichtungen stärken
Die Angebote werden bei Bedarf bei interkultureller Zusamme n-
setzung der Teilnehmenden mit einer Doppeldozentur (mutte r-
sprachliche Fähigkeiten und Deutsch) durchgeführt, um sprachl i-
che Barrieren und Kommunikationshindernisse z u minimieren.
Die Angebote „Griff bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack
in der Grundschule“ basieren auf dem peer -to-peer Ansatz, die
Evaluation der Angebote belegt ihre Wirksamkeit. Diese drei A n-
gebote werden in enger Abstimmung mit dem KI (Kommun ales
Integrationszentrum) als Fachdienststelle durchgeführt.
Ein wichtiger Aspekt bei den Angeboten für Familien ist die g e-
genseitige soziale Unterstützung, die Erfahrungen der gemei n-
sam verbrachten (Lern -) Zeit und der Austausch im Rahmen e i-
ner geschützten Gruppe.
Dienste und Angebote werden gebündelt, die Familien dringend
benötigen. Hierzu zählen Bildung, Erziehung und Betreuung. Ein
Beispiel für die Umsetzung der Präventionskette in Absprache
mit der Sozialraumkoordination:
Angebote für Schwangerschaft, Geburt, Mutterschutzzeit
Ganzheitliche Geburtsvorbereitung
Begleitung bei der Geburt und Nachsorge
Angebote im 1. Lebensjahr
Babynest
Elterncafé 1. Lebensjahr
Elternstart NRW
Guter Start mit Baby ( haushaltsnahe Dienstleitung)
Angebote im 2. bis 6. Lebensjahr
Elterncafé
Griffbereit
Gesund aufwachsen
Rucksack in der Kita
Eltern-Kind-Gruppen
Elternbegleiterinnen (Elternchance II)
Angebote im 6. bis 10. Lebensjahr
Elternbegleiterinnen (Elternchance II)
Rucksack in der Grundschule
Elterntraining (starke Eltern-starke Kinder, FuN)
Eltern-Kind-Gruppen
Angebote ab 10 Jahre
Elterncafés
Elterninformationsabende
Elterntrainings
Elternwerkstätten
66 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Elternbegleiterinnen (Elternchance II)
Die Projekte sind mit der Sozialraumkoordination vorabbespr o-
chen. Über Familienzentren und Kitas, die bereits am Programm
„Rucksack“ teilnehmen hinaus, bestehen im Sozialraum bereits
Kontakte zu folgenden Einrichtungen, mit denen im Projekt k o-
operiert werden soll:
Kindernöte e.V. (Träger KIWI und Netzwerk frühe Hilfen –
Familienhebamme)
Zentrum für Frühförderung Stadt Köln
Familienberatung
pro familia
Sozialdienst Kath. Männer
Interkulturelle Zentren Deutsch-Türkischer Verein e.V.
Phönix e.V.
FIZ e.V.
Familienzentren Soldiner Straße, Further Weg, Montesso-
ristraße, Saalestraße, Paul-Löbe-Weg
Kita Allerstraße und Kita Abendrothstraße
Darüber hinaus sollen weitere Kooperationspartner gewonnen
werden.
Die Organisationsstruktur des Projektes gliedert sich in drei B e-
reiche: Steuerung im Fachamt, im Sozialraum und Umsetzung im
Sozialraum
Zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung und
Abwicklung des Moduls ist es notwendig, in einer Organisation s-
einheit die administrativen Aufgaben des Projektes zu bündeln
und den Informationsfluss zu sichern.
Die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt wird koordiniert und das
Projekt nach außen vertreten.
Zu diesen Aufgaben zählen die Geschäftsführung für das Projekt:
Mittelbewirtschaftung
Vergaben
Verträge
Controlling
Evaluation
Dokumentation, Erstellen von Zwischen - und Endb erich-
ten
Koordination von Arbeitsgruppen
Vertretung des Projektes nach außen
Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt
Zielgruppe Kinder
junge Erwachsene in der Familiengründungsphase
Mütter und Väter in prekären Lebenslagen
Bezugspersonen und Nachbarschaften
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 67
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ziele Operative Ziele
Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung,
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt
Projektziele
Neue bedarfsgerechte Angebotsstrukturen entwickeln un-
ter Berücksichtigung bewährter evaluierter Ansätze
Bei den gesetzten Zielen muss berücksichtigt werden,
dass Familien eine heterogene Zielgruppe sind, die sich
differenziert durch eine Vielfalt von divergierenden Bi l-
dungsbarrieren, Partnerschaftskonstellationen, ethn i-
schen Abstammungen und unterschiedlichen ökonom i-
schen Grundlagen unterscheiden.
o Entwicklung einer förderlichen Beziehung zwischen E l-
tern und Kindern
o Entwicklung einer Erziehungspartners chaft zwischen
Eltern und pädagogischen Fachkräften.
o Vermittlung von Kompetenzen, die Erwachsene und
Kinder brauchen, um unter den gegenwärtigen Bedi n-
gungen von Gesellschaft, Arbeit und Kindheit „Familie
zu leben“ und die mit Familie verbundenen Aufgaben
sicher, gelassen und mit Freude zu erfüllen.
o Aktivierung und Beteiligung von Eltern
Deswegen wird die Beteiligungsbereitschaft der Eltern
an den Bildungs - und Erziehungsprozessen ihrer Ki n-
der gefördert.
Es entsteht für die Familien eine sichtbare Verbindlic h-
keit und Verlässlichkeit der Angebote: Niederschwell i-
ge familienstärkende und – unterstützende Angebote
und Hilfen für Eltern, Kinder und Jugendliche aller A l-
tersstufen.
o Gesundheitsförderung
Die Familie ist der früheste und aussichtsreichste Ort
für die P rägung gesundheitsrelevanter Verhaltenswe i-
sen. Sie ist ebenso der Ort, an dem Fehlentwicklungen
erkannt und alternative Lösungen entwickelt werden
können. Vor diesem Hintergrund trägt die Gesun d-
heitsförderung zu einer positiven Veränderung der L e-
bensqualität von Familien bei, unterstützt die Entwic k-
lung eines ganzheitlichen Körper -bewusstseins und
ermutigt, neue Handlungsalternativen umzusetzen.
o „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Information, Unterstützung
und Begleitung
Indikatoren Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
Anzahl der durchgeführten Angebote,
Evaluation durch regelmäßige Teilnehmerbefragung
68 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten Personalkosten
1 Stelle Projektleitung großer Projekte
93.540,00 € pro Jahr / 187.080,00 € für 2 Jahre
Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden pro Woche:
23.985,00 € pro Jahr / 47.970,00 € für 2 Jahre
1 Stelle herausgehobene Projektmitarbeit
81.300,00 € pro Jahr / 162.600,00 € für 2 Jahre
Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden
20.846,00 € pro Jahr / 41.692,00 € für 2 Jahre
1 Stelle Assistenz
58.980,00 € pro Jahr / 117.960,00 € für 2 Jahre
Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden pro Woche:
15.123,00 € pro Jahr / 30.246,00 € für 2 Jahre
Personalkosten gesamt:
59.954,00 € pro Jahr / 119.908,00 € für 2 Jahre
Davon Haushaltsjahr 2017: 59.954,00 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 59.954,00 €
Sachausgaben
Sachkostenbudget Marketing / Öffentlichkeitsarbeit (ggf. über
Querschnittsbudget)
6.250,00 € pro Jahr / 12.500,00 € für 2 Jahre
Programmkosten
5 Angebote pro Jahr
Kosten je Angebot durchschnittlich insgesamt 6.820,00 €
6.620,00 € Honorarkosten
200,00 € Materialkosten
Honorarkosten 33.100,00 € pro Jahr / 66.200,00 € für 2 Jahre
Materialkosten 1.000,00 € pro Jahr / 2.000,00 € für 2 Jahre
Kosten insgesamt 34.100,00 pro Jahr / 68.200,00 € für 2 Jahre
Davon 2017: 34.100,00 €
Davon 2018: 34.100,00 €
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 69
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Gesamtkosten
100.304,00 € pro Jahr / 200.608,00 € für 2 Jahre
Davon 2017: 100.304,00 €
Davon 2018: 100.304,00 €
Projektlaufzeit/
Zeitraum
01.01.2017 bis 31.12.2018 (24 Monate)
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Ki n-
derinteressen und Jugendförderung
Förderung ESF-Einzelprojekt
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Bemerkung Im Bereich früher Hilfen und der Bekämpfung von Armut werden
die Angebote mit den Akteuren im Sozialraum zielgruppen-
spezifisch nach Bedarf entwickelt , soweit sie nicht bereits im
Vorfeld abgestimmt wurden.
70 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.20
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Aktuellen Studien zufolge leben in Köln mehr als 100.000 funkti o-
nale Analphabetinnen und Analphabeten (circa 16 % der Deutsch
sprechenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.) Davon sind
maximal fünf von hundert als Lernende in Alphabetisierungsku r-
sen angemeldet. Die Erfahrung zeigt, dass erfolgreiche Präve n-
tions- und Interventionsstrategien heterogene Zielgruppen und
Problemlagen berücksichtigen müssen, wobei Grundbildung eine
gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist, die nicht nur im
Alphakurs stattfindet. Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersb e-
zogener und niederschwelliger Ansatz geschaffen. Das Angebot
bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelangebot.
Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Köln, die Universität zu
Köln und die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. im Sommer
2014 das Kölner Zentrum für Grundbildung und Prävention ins
Leben gerufen.
Die Arbeitsschwerpunkte des Zentrums sind:
Netzwerkarbeit unterstützen
Angebotsstrukturen weiterentwickeln
Zugangswege erschließen und systematisch nutzen
Präventionsstrategien etablieren
Arbeitsgrundlage sind die Empfehlungen des Landesbeirates für
die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein -Westfalen
zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung, wobei im Ra h-
men des Projektes „Gemeinsam für Grundbildung im Veedel“ die
folgenden Empfehlungen von besonderer Bedeutung sind:
„Eine Grundbildungsoffensive zu initiieren
Grundbildung als Aufgabe von Schule zu fokussieren
Ressortübergreifendes Einbeziehen von Familie, vorschu-
lischen Einrichtungen, Schulen, Arbeitswelt, Verbrauche r-
schutz und politischer Bildung
Neue Zugänge und Formate zu ermöglichen…“
Es ist davon auszugehen, dass in den 11 Kölner Sozialräumen
und damit auch im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord“ der Anteil der funktionalen Analphabeten noch
einmal deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegt.
Auch wenn hinsichtlich der Korrelation zwischen Grundbildung s-
defiziten und wirtschaftlicher, politisch-kultureller und gesundheit-
licher Benachteiligung die Datenlage noch nicht befriedigend ist,
zeigen vorliegende aktuelle Studien, dass Grundbildungsdefizite
in einem zirkulären Wirkungszusammenhang Ursache und Folge
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 71
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
dieser Benachteiligungsformen sind.
So weist die leo. – Level-One Studie (leo. -Studie) zur Literalität
von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus deutliche
Übereinstimmungen zwischen wirtschaftlicher Benachteiligung
und funktionalem Analphabetismus auf, andere Studien kommen
für politisch -kulturelle und gesundheitliche Benachteiligung und
Grundbildungsdefizite ebenfalls zu stark ausgeprägten Zusa m-
menhängen („Literacy changes Lives" des National Literacy
Trust, 2008).
Funktionaler Analphabetismus „ist gegeben, wenn die schrif t-
sprachlichen Kompet enzen von Erwachsenen niedriger sind als
diejenigen, die minimal erforderlich sind und als selbstverstän d-
lich vorausgesetzt werden, um den jeweiligen gesellschaftlichen
Anforderungen gerecht zu werden und gesellschaftliche Teilhabe
zu garantieren.“ (Q: Alphabund 2010)
Aktuelle Studien wie LEO Level One (2011) und PIAAC (2012)
sehen dabei eine hohe Korrelation zwischen fehlenden grundl e-
genden Kompetenzen und Arbeitslosigkeit / SGB II-Bezug, prekä-
ren Lebensverhältnissen, Überschuldung, Armuts - und Kran k-
heitsrisiko und Bildungsbenachteiligung in Familienstrukturen.
Dabei ist, ähnlich wie bereits bei PISA, das erzielte Kompetenzni-
veau in hohem Maße abhängig von der sozialen Herkunft.
Projektbeschreibung
Aufgabenverständnis:
Durch die Verbindung von Praxis und Forschung im Bereich
Grundbildung und Prävention soll die gemeinsame Entwicklung
und kontinuierliche Bewertung der Wirkung von Interventionen
ermöglicht und Grundbildungsarbeit als partizipativ geplante Hilfe
zur Selbsth ilfe und effektive und effiziente Intervention etabliert
werden.
Grundbildung umfasst in unserem Verständnis „Kompetenzen in
den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilh a-
be, wie Rechenfähigkeit (Numeracy), Grundfähigkeiten im IT -
Bereich (Computer Literacy), Medienkompetenz (Media Literacy),
Gesundheitsbildung (Health Literacy), Finanzielle Grundbildung
(Financial Literacy) und Soziale Grundkompetenzen (Social Lit e-
racy).“ (Q: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2012)
Damit ist Grun dbildung eine Fähigkeit, die über die Lese - /
Schreibkompetenzen hinausgeht, diese aber beinhaltet:
Basierend auf den Erfahrungen der langjährigen Alphabetisi e-
rungs- und Grundbildungsarbeit der VHS Köln und der Projekte
PAGES und CURVE, die im Rahmen des B undesprogramms
alphabund umgesetzt wurden, wird angestrebt, als Heranfü h-
rungsstruktur zu den klassischen Alphabetisierungskursen und
unter Bezugnahme auf den oben zitierten umfassenden Grun d-
bildungsbegriff, sozialräumlich verortete Grundbildungsa ngebote
zu den Themen
72 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Lese- und Schreibkompetenzen (Literacy)
Rechenfähigkeit (Numeracy)
Grundfähigkeiten im IT-Bereich (Computer Literacy),
Medienkompetenz (Media Literacy)
Gesundheitsbildung (Health Literacy)
Finanzielle Grundbildung (Financial Literacy)
Soziale Grundkompetenzen (Social Literacy)
zu entwickeln und umzusetzen.
Umsetzung:
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in allen 11 Kölner Sozia l-
räumen, da die Bedarfslagen in Bezug auf verbesserte Grundbi l-
dungskompetenzen vergleichbar sind.
Dabei wurde der im Mo nitoring Stadtentwicklung der Stadt Köln
verwendete Index „Soziale Lage“ zu Grunde gelegt, der für die 11
Kölner Sozialräume besondere Handlungserfordernisse im g e-
samtstädtischen Vergleich ausweist.
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie de r Stadt
Köln im Integrierten Handlungskonzept Starke Veedel – Starkes
Köln zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Sozia l-
räume.
Mülheim-Nord und Keupstrraße sowie Buchheim und
Buchforst
Meschenich und Rondorf
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung des
Angebotes auf die weiteren Sozialräume:
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
Bocklemünd / Mengenich
Höhenberg und Vingst
Humboldt / Gremberg und Kalk
Ostheim und Neubrück
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse ze itnah auf alle
Sozialräume übertragen werden können und Strategien der Tei l-
nehmendengewinnung und Formatentwicklung zunächst in einer
Teilgruppe erprobt werden können, bevor sie in der Fläche u m-
gesetzt werden.
Geplante Vorgehensweise
Gewinnung von Lernenden für Grundbildungsangebote
T 0 -Befragung: Erhebung der vorhandenen Wissensb e-
stände und Verhaltensweisen der Lernenden
Entwicklung von modularen Curricula für die unterschie d-
lichen Literacy-Dimensionen
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 73
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Umsetzung der Curricula in Kursen in den jeweiligen S o-
zialräumen des Programmgebietes
T 1 -Befragung: Veränderung der Wissensbestä nde und
Verhaltensweisen der Lernenden
Erarbeitung von Handreichungen für Dozentinnen und
Dozenten als Grundlage einer Übernahme der Curricula -
Inhalte in den Regelbetrieb wie zum Beispiel in Alphabeti-
sierungskurse und in beschäftigungsfördernde Maßna h-
men
Abgrenzung des ESF -Einzelprojektes zu den Programmen der
ESF-Förderung
Ausschlaggebend für das Vorhaben ist die Tatsache, dass über
die bestehenden Alphabetisierungskurse nur max imal 5 % der
funktionalen Analphabeten erreicht werden.
Gründe hierfür liegen u nter anderem in den zentralen Angebot s-
strukturen, umfangreichen Curricula, Mindestteilnehmendenza h-
len sowie verfügbaren Lernorten und Lernzeiten.
Das Projekt „Grundbildung im Veedel“ ist den klassischen Alph a-
betisierungskursen als
niedrigschwelliges
dezentrales
inhaltlich differenziertes
Grundbildungsangebot vorgeschaltet und dient der Heranführung
der Lernenden an die Regelstrukturen durch neue Angebote.
Diese Angebote unterscheiden sich in Umfang und Format deu t-
lich von Alphabetisierungskursen im Regela ngebot, da sie bei
geringem Umfang der Lerneinheiten modular aufgebaut sind und
darauf abzielen, kurzfristige Lernerfolge zu vermitteln. Grundbi l-
dungsangebote bieten eine Brücke, um auch wieder Zugänge zu
Angeboten der Regelsysteme zu finden, etwa das Nachholen von
Schul- oder Berufsabschlüssen oder die Teilnahme an Ber a-
tungs- und Bildungsangeboten.
Erreichung der Zielgruppen
Die Gewinnung der Teilnehmenden erfolgt durch eine enge K o-
operation mit den sozialräumlichen Strukturen vor Ort, die gleic h-
zeitig auch als Lernorte in das Projekt eingebunden werden. B ei-
spielhaft seien hier genannt:
Kitas / Familienzentren
Schulen
Jugendeinrichtungen
Bürgerzentren
Migrantenorganisationen, zum Beispiel Moscheevereine
Interkulturelle Zentren
Beratungsinfrastrukturen vor Ort
Weitere Zugangsstrukturen und Lernorte werden im Projekt ide n-
tifiziert und für die Grundbildungsarbeit aktiviert.
74 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Des Weiteren erfolgt eine Kooperation mit Stadtteileltern - und
Integrationslotsen-Projekten, um Teilnehmende für die Kursa n-
gebote durch aufsuchende Strukturen zu gewinnen.
Ergänzt wird die die Teilnehmendengewinnung durch eine enge
Kooperation mit Kölner Beratungsservice und Kölner Veedelscen-
ter (KVC), den Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen
und Bildungsträgern im Programmgebiet. Etabliert wird eine Ve r-
weis- und Lotsenstruktur, durch die Bildungs- und Sozialberatung
auf Grundbildungsangebote verweist und umgekehrt aus Grun d-
bildungsteilnahme in Bildungs- und Beratungsangebote vermittelt.
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte Bürgerinnen und Bürger mit Grundbi l-
dungsdefiziten in den 11 Sozialräumen:
Erwachsene
Familien und
Jugendliche / Junge Erwachsene
Ziele Operatives Ziel
Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Projektziele
Mit dem Projekt „Gemeinsam für Grundbildung im Ve e-
del“ soll im Programmgebiet eine Grundbildungsoffensive
gestartet werden, um so benachteiligte Stadtteile und bil-
dungsbenachteiligte Bewohnerinnen und Bewohner, b e-
sonders von Armut Betroffene wie Alleinerziehende,
Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshinte r-
grund durch die Möglichkeit des Erwerbs von alltagsb e-
zogenen Grundbildungskenntnissen zu stabilisieren und
zu unterstützen.
Das Projekt schließt mit seinen Grundbildungsformaten
Lücken in der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichze i-
tig auf der infrastrukturellen Ebene durch die Schaffung
niedrigschwelliger quartiersbezogener Grundbildung s-
netzwerke, die auf Dauer angelegt sind.
Damit entsp richt das Projekt der in Prioritätsachse 4:
Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention
unter IP 9 (b) formulierten Zielsetzung „Verbesserung der
Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in
Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft “ (Ziel 11) in vo l-
lem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur
Erreichung dieser Zielsetzung.
Indikatoren Anzahl der entwickelten Grundbildungsformate
Anzahl der erreichten Lernenden nach Geschlecht, Alter,
Migrationshintergrund, Status (Kursteilnahmen)
Anzahl der realisierten Angebote
Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen
Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Dozenti n-
nen und Dozenten
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 75
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Multiplika-
torinnen und Multiplikatoren
Kosten
Kosten für 11 Sozialräume
Kosten für den Sozial-
raum
Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord
pro Jahr 2 Jahre
Stellenan-
teile
für den
Sozial-
raum
anteilige
Kosten
Personalkosten
1 Stelle Gesamtprojektleitung
(Projektleitung kleine Projekte) 86.460 € 172.920 € 0,09 15.720 €
1 Stelle Päd. MA (Projektmitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,09 13.625 €
1 Stelle Wiss. MA (Projektmitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,09 13.625 €
Personalkosten gesamt: 472.680 € 472.680 € - 42.970 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 236.340 € - 21.485 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 236.340 € - 21.485 €
Sachkosten
Honorare Dozentinnen und Dozen-
ten
(insgesamt 7.200 Unterrichtseinhei-
ten) 82.800 € 165.600 €
-
15.055 €
Seminarräume / Lernmaterialien 48.000 € 96.000 € - 8.727 €
Marketing / Öffentlichkeitsarbeit 5.000 € 10.000 € - 909 €
Qualifizierung der Dozentinnen
und Dozenten 2.500 € 5.000 €
-
455 €
Qualifizierung der Akteure vor Ort
(Inhalte und strukturelle Themen) 2.500 € 5.000 €
-
455 €
Sachausgaben gesamt: 281.600 € - 25.600 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 140.800 € - 12.800 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 140.800 € - 12.800 €
Gesamtkosten 754.280 € - 68.570 €
Projektlaufzeit/
Zeitraum
Laufzeit 24 Monate
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung
Es ist geplant das Projekt in Kooperation mit Universität zu Köln
und Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. (Kölner Zentrum für
Grundbildung und Prävention) umzusetzen
76 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Förderung ESF-Einzelprojekt
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 77
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.21
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Sprache ist das Medium und der Schlüssel zum Lernen in allen
Fächern. Entsprechende Kompetenzen bilden eine Vorausse t-
zung für den Schulerfolg. Die Herausforderung in mehrsprach i-
gen Klassen besteht darin, alle Kinder so zu unterstützen, dass
sie die Schulsprache Deutsch möglichst gut und auch schnell
beherrschen. Ferienschulen sind ein geeignetes Instrument, den
Schulerfolg neu zugewanderter und sozial benachteiligter Kinder
zu fördern.
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts sollen 22 Ferienschulen an Grundsch u-
len im Programmgebiet angeboten werden. Hierüber können bis
zu 600 Schülerinnen und Schüler erreicht werden.
Das Projekt setzt bei den Erfahrungen des Strukturförderpr o-
gramms MÜLHEIM 2020 an. Hier konnten in der Zeit von 2011
bis 2014 alle Grundschulen im Programmgebiet mit ein em ve r-
gleichbaren modularen Konzept für eine Zusammenarbeit in dem
Thema „Sprachförderung“ gewonnen werden.
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt
Köln im Integrierten Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes
Köln“ zunächst in F orm einer viermonatigen Pilotphase in den
folgenden Sozialräumen.
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Mülheim-Nord und Keupstraße sowie Buchheim und
Buchforst
Meschenich und Rondorf
Nach der Durchführung von je einer Ferienschule in den vier P i-
lotstandorten erfolgt die Ausweitung des Angebotes auf die weite-
ren Sozialräume:
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
Bocklemünd / Mengenich
Höhenberg und Vingst
Humboldt / Gremberg und Kalk
Ostheim und Neubrück
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse ze itnah auf alle
Sozialräume übertragen werden können und didaktische und
78 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
organisatorische Konzepte zunächst in einer Teilgruppe erprobt
werden können, bevor sie in der Fläche umgesetzt werden.
Es ist davon auszugehen, dass in den 11 Kölner Sozialräumen
und damit auch im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord“ der Anteil an Grundschulkindern mit besonderem
Sprachförderbedarf noch einmal deutlich über dem städtischen
Durchschnitt liegt, da der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit
Migrationshintergrund höher und die sozio-ökonomische Lage der
Familien schwieriger ist als in der Gesamtstadt.
Während der Schulferien (Ostern / Sommer / Herbst) können
Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf an ihrer
Grundschule an einer kostenlosen Ferienmaßnahme teilnehmen,
die auf die Verbesserung der Sprachkompetenzen in der Mutte r-
sprache und in der deutschen Sprache ausgeric htet ist. Während
der Maßnahme werden die Kinder in Kleingruppen (sechs Kinder)
von je zwei Lehramtsstudentinnen und -studenten betreut. Die
Sprachförderung basiert auf der DemeK Methode.
Charakteristisches Kennzeichen der Ferienschule ist die Verbi n-
dung von spielpädagogischen Elementen mit lebendiger Sprac h-
fördertätigkeit zur Verbesserung der alltags - und bildungssprach-
lichen Kompetenzen.
Den Abschluss der Ferienschule bildet am letzten Tag ein A b-
schlussfest, zu dem auch die Eltern und Geschwisterkinder ein-
geladen werden.
Im Rahmen des Ferienschulen -Konzeptes werden die teilne h-
menden Grundschulen hinsichtlich der Optimierungsmöglichke i-
ten für erfolgreiche mehrsprachige Unterrichtskonzepte beraten
und unterstützt, so dass die Wirkung der Ferienschulen im S chul-
alltag aufgegriffen und fortgeführt werden kann.
Abgrenzung des Vorhabens zu Regelangeboten
Bereits im Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 konnten F e-
rienschulen nur durch die damals verfügbare Förderung realisiert
werden, da keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten verfügbar
waren.
Vergleichbare kompetenzorientierte Angebote wie der TalentC A-
MPus im Bundesprogramm „Kultur macht stark“ richten sich an
Schülerinnen und Schüler in der Sek. 1, haben nicht den klaren
Fokus auf Sprachförderung und können somit nicht übertragen
oder zur Finanzierung herangezogen werden.
Ferienschulen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konzeption
und Umsetzung erheblich von den Regelangeboten im Offenen
Ganztag, da entsprechende Betreuungsschlüssel und organisato-
rische Voraussetzungen im schulischen Regelbetrieb nicht real i-
siert werden können. Gleichwohl wirken die Ferienschulen durch
die vermittelten Kompetenzen in den schulischen Alltag und g e-
ben in Kombination mit den Beratungsangeboten wichtige Impu l-
se für mehr sprachigen Unterricht in den beteiligten Grundsch u-
len.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 79
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler der beteiligten Grundschulen
Beteiligte Grundschulen in den 11 Sozialräumen
Lehramtsstudentinnen und -studenten
Ziele Operatives Ziel
Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen
und / oder Arbeitsplätze
Projektziele
Sprachliche Kompetenzen erweisen sich zunehmend als grun d-
legende Qualifikation für eine vollständige Teilhabe am gesel l-
schaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Ziel des Projektes ist es,
mit einem umfassenden modularen Konzept die sprachliche
Kompetenz von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und Ki n-
dern aus sozial schwachen Familien zu fördern. Sprachförderung
versteht sich im Rahmen der Projektumse tzung in einem doppe l-
ten Sinne:
als Förderung der Bildungssprache Deutsch im Deutsch -
und Fachunterricht, da viele Schülerinnen und Schüler
auch während der Schulzeit noch Deutschlerner sind
als Förderung der Herkunftssprachen (Schriftsprache) in
Koordination mit dem Erwerb der deutschen Spr ache als
Anknüpfen an den Stärken der mehrsprachig aufwac h-
senden Migrantinnen und Migranten
Ein weiteres Ziel ist die frühzeitige und umfassende Vermittlung
von Praxiswissen für Lehramtsstudentinnen und -studenten, die
in den Ferienschulen erfolgt.
Indikatoren Anzahl der beteiligten Grundschulen
Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler
Anzahl der zum Einsatz kommenden Lehramtsstudentin-
nen und -studenten
Kosten
80 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit dem K om-
munalen Integrationszentrum.
Es ist geplant, die positiven Umsetzungserfahrungen aus dem
Strukturförderprogram MÜLHEIM 2020 mit den Kooperation s-
partnern Lernende Region – Netzwerk Köln e.V., Zentrum für
Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI) sowie dem Institut für
Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln umz u-
setzen.
Förderung Gegebenenfalls geeignetes Landesprogramm des MFLJS oder
MSW oder des BAMF (Sprachkurse)
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 81
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
1.0.26
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum Blume n-
berg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Köln ist die vier größte Stadt Deutschlands. Aufgrund ihrer Stru k-
turen vor allem aber ihr tolerantes und offenes Stadtbild verfügt
die Stadt über eine hohe Anziehungskraft sowohl bei Studiere n-
den, Alleinlebenden, Familien und Personen aus dem Um - und
Ausland. Aus diesem Grund zählt Köln auch zu einer der wac h-
senden Städte Deutschlands.
Ein Faktor ist unter anderem der seit vielen Jahren anhaltende
Zuzug von EU-Bürgerinnen und Bürger. An der Spitze der Kölner
aus EU-Mitgliedsstaaten standen zum Stichtag 31.12.2015 Itali e-
ner (18.745), Polen (9.632) und Griechen (5.776). Bezüglic h die-
ser Staatsangehörigen ist in den vergangenen Jahren ein mod e-
rater und relativ linearer Anstieg der Einwohnerzahlen zu ve r-
zeichnen.
Seit dem EU -Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007
ist die Zahl der gemeldeten EU -Bürgerinnen du Bürger aus de n
beiden Staaten deutlicher als bei allen anderen Zuwanderern aus
den EU-Mitgliedsstaaten gestiegen. Zum 31.12.2015 hat sich die
Zahl auf insgesamt 10.497 Menschen erhöht (6.548 Bulgaren,
3.949 Rumänen). Dazu gibt es in Köln eine nicht quantifizierbare
Anzahl an EU -Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere aus den
beiden genannten Staaten, die nicht gemeldet sind, sich aber
sowohl vorübergehend als auch regelmäßig in Köln aufhalten.
Schon anhand der Meldedaten über Zuzüge und Fortzüge lassen
sich hohe Fluktuati onsquoten nachvollziehen, die 2014 bei rund
51 %, in den Jahren 2011-13 sogar zwischen 65-70 % lagen.
Der Zuzug von Zugewanderten konzentriert sich nicht auf einige
wenige Quartiere, sondern verteilt sich über das ganze Stadtg e-
biet. Besonders betroffen si nd dabei zwangsläufig die Gebiete
und Quartiere, die mit vergleichsweise hohen Arbeitslosenquoten
und entsprechend hohen Anteilen von Transferleistungsempfä n-
ger, noch relativ preisgünstigem Wohnungsbestand zu den b e-
nachteiligten Stadtteilen und -Vierteln i n Köln gehören. Hierzu
zählt auch der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord.
Die Freizügigkeit innerhalb der EU gründet für alle EU -
Bürgerinnen und -Bürger auf dem Recht zur Arbeitssuche und
dem Aufenthaltsrecht sowohl zur Arbeitssuche als auc h für die
Dauer der Beschäftigung in jedem EU-Mitgliedsland.
Menschen, die in ihren Herkunftsländern eine schulische Bildung
und eine berufliche Qualifizierung erfahren haben, finden sich auf
dem hiesigen Arbeitsmarkt relativ gut zurecht und könnten sich
und ihre Familien oft selbstständig finanzieren und ernähren.
Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrung sind zum Teil
82 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
dennoch ursächlich für den schwierigen zuweilen perspektivlosen
Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt. Insbesondere Frauen aus
den benannten Z uzugsländern sind von Diskriminierung und
Ausgrenzung betroffen. Studien zu folge, erfahren gerade Frauen
aus Sinti und Roma Familien häufiger Diskriminierung aufgrund
von Zuschreibungen, die diesen Personen gegenüber getroffen
werden, als andere. Zugänge in den Arbeits - aber auch Wo h-
nungsmarkt sind erschwert, da sowohl Arbeitgeber als auch
Wohnungseigentümer häufig zurückschrecken, Familien aus EU -
Ost-Ländern eine Wohnung zu vermieten beziehungsweise einen
Arbeits- / Ausbildungsplatz anzubieten. Somit kann davon ausge-
gangen werden, dass qualifizierte Personen aus den beschrieb e-
nen Gründen, einen deutlich schwereren Start in das hiesige Sys-
tem haben, als andere.
Die aktuelle Zuwanderungssituation weist aber eben auch eine
große Anzahl von Menschen auf, die i n ihren Herkunftsländern
bereits großer Not ausgesetzt waren, ohne Zugang zu Bildung,
adäquat bezahlter Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und
menschenwürdigen Wohnbedingungen. Die Menschen ohne ech-
te Perspektive auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sichern ihr en tägli-
chen Lebensunterhalt unter anderem durch Gelegenheitsarbe i-
ten, Sammeln von Schrott und Flaschen, Verwertung von Sper r-
müll aber auch durch Bettelei oder persönliche Verdingung bis
hin zu Prostitution.
Um den daraus heraus resultierenden Anforderunge n begegnen
zu können, hat die Stadt Köln das ESF -Projekt „Willkommen in
Köln“ im Zeitraum 01.01.2014 bis 31.12.2015 durchgeführt. Im
Zentrum aller Aktivitäten stand die nachhaltige Integration der
Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa in den A r-
beitsmarkt und das soziale Umfeld. Schwerpunkte des Projektes
waren der Aufbau von Begegnungs - und Beratungsstellen sowie
die Durchführung von Sprachkursen. Die Verbindung von aufs u-
chender Beratungstätigkeit und fester Beratungsstelle als Anlau f-
punkt erwies si ch als erfolgreiche Strategie für die Teilnehme n-
dengewinnung und die Umsetzung der Beratungsarbeit. Die Vie l-
zahl der multiplen Vermittlungshemmnisse der Zugewanderten
(Wohnsituation, Krankenversicherungsschutz, soziale Absich e-
rung, Schulden) verzögerte jed och eine schnelle Integration in
den hiesigen Arbeitsmarkt. Im Fokus stand daher erst einmal der
Abbau dieser Hemmnisse; die Beratungen wurden dann Zug um
Zug mit arbeitsaktivierenden Maßnahmen kombiniert. Die Unter-
stützungs- und Beratungsangebote konzentrierten sich in diesem
Projekt im Wesentlichen auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und
Mülheim.
Das Ministerium für Arbeit und Soziales NRW fördert für ein we i-
teres Jahr arbeitsmarktliche Projekte im Kontext der Zuwand e-
rung aus Südosteuropa. In dem Folgeproj ekt „Weiterentwicklung
Willkommen in Köln“ werden in 2016 die Erkenntnisse aus der
zweijährigen Projektumsetzungsphase aufgegriffen und weite r-
entwickelt. Die Maßnahmen im Projekt konzentrieren sich auch
hier auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und Mülheim.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 83
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Im Rahmen der neuen ESF -Förderphase in NRW ab 2017 wird
das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ gute Ansätze
aus den beiden vorangegangen Projekten aufgreifen und auf den
bisher nicht berücksichtigten Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord übertragen. Im zukünftigen Projekt ist zentr a-
ler Inhalt die Arbeitsmarktintegration sowie die Themenfelder Dis-
kriminierung, Ausgrenzung und Vorurteile gegenüber der b e-
schriebenen Zielgruppe. Denn die Unterstützung und Mobilisi e-
rung der ankommenden Person en ist nicht ausreichend alleine.
Ein Zusammenspiel zwischen der Aufnahme - und Ankomme n-
den-Gesellschaft muss forciert werden, um eine zielführende und
erfolgreiche Integration für alle Beteiligten zu erlangen.
Niedrigschwellige Unterstützung, die im Vorf eld der Arbeit s-
marktintegration erforderlich ist, erhalten die Menschen ab dem
01.01.2016 über Angebote, die aus dem Europäischen Hilfsfonds
finanziert werden. Die Angebote aus dem EHAP sollen den Me n-
schen bei der Bewältigung des Alltags in Deutschland hel fen, sie
für Beratungsstrukturen des regulären Hilfesystems sensibilisi e-
ren und an diese heranführen sowie bei der Überwindung von
sprachlichen Schwierigkeiten unterstützen. Das ESF -Projekt als
Schnittstelle knüpft hier an zwei Stellen an. Zum einen unterstützt
es die Zugewanderten bei der Arbeitsmarktintegration. Die Zug e-
wanderten verfügen über sehr unterschiedliche Ausgangssituat i-
onen im Hinblick auf ihre Chancen der Integration in den A r-
beitsmarkt. So wohl der Bildungs - beziehungswiese der Ausbi l-
dungsstand, die tatsächliche Arbeitserfahrung als auch der a r-
beitsrechtliche Status sind sehr vielfältig. In der Regel sind die
deutschen Sprachkompetenzen für eine schnelle Integration in
Beschäftigung zu gering. Bestehende Potenziale, Fähigkeiten
und Kenntnisse m üssen identifiziert werden. Ebenso wichtig ist
die Förderung der Sprachkompetenz. Zum anderen wird ein
Schwerpunkt des Projektes auf die Öffnung von Betrieben und
Ausbildungseinrichtungen sowie Ämtern und Dienststellen gelegt.
Im Rahmen von Diversity wird sowohl die Zielgruppe als auch die
Aufnahmegesellschaft als Zielgruppe betrachtet. Wie beschre i-
ben, haben Erfahrungen gezeigt, dass Integrationsmaßnahmen
eindimensional nicht zielführend sind, deshalb fokussiert Wil l-
kommen und Ankommen in Köln alle Beteiligten gleichermaßen.
Projektbeschreibung
Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ setzt hier mit
einem sogenannten integrierten Konzept, einer Kombination aus
Kompetenzfeststellung, Sprachförderung, Beratung und Begle i-
tung auf die Zielgruppe abgestimmt, sowie Öffentlichkeitsarbeit,
Schulungen, Begegnung und Austausch an beide Zielgruppen
(Arbeitnehmerinnen /Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen / A r-
beitgeber) gerichtet, an.
Das Ziel der Arbeitsmarktintegration soll in enger Abstimmung mit
maßgeblichen Kölner Arbeitsmarktakteuren und anderen mit der
Zielgruppe v ertrauten Institutionen wie zum Beispiel Jobcenter,
84 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
IHK, HWK; Migrantenselbsthilfeorganisationen, Antidiskrimini e-
rungsstellen et cetera. erreicht werden durch:
Zielgruppensensible Beratung
Kompetenzfeststellung im Rahmen der arbeitsmarktlichen
Integration
Sprachkurse
Gewinnung von Arbeitgebern zur Qualifizierung der Zie l-
gruppe (Kombination von einem Praktikum und auf den
Job ausgerichtete Sprachkurs)
Begleitung in bestehenden Beschäftigungsverhältnissen
Anerkennung von ausländischen Bildungs - und Berufsab-
schlüssen
Fachberatung für berufliche Abschlüsse
Begleitung vor und nach Anerkennung von Abschlüssen
Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern
Coaching im Rahmen der dauerhaften Integration
Begegnung und Austausch sowie Sensibilisierung auf
beiden Seiten
Vermittlung der Projektteilnehmenden in sozialversich e-
rungspflichtige Beschäftigungs- beziehungsweise in Au s-
bildungsverhältnisse
Aufbau einer Unterstützungsstruktur für die Zugewande r-
ten als auch die Arbeitgeber der Zielgruppe
Zielgruppe Personen aus der EU mit Schwerpunkt Süd-Osteuropa
im Alter zwischen 18 und 55 Jahren
Frauen und Männer zu gleichen Anteilen
Ziele Operative Ziele
Schaffung von bedarfsgerechten Angebotsstrukturen und
/ oder Arbeitsplätzen
Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Verstärkte Arbeitsmarktintegration von Armut Bedrohten /
Betroffenen
Projektziele
Aktivierung, Heranführung und Integration in d en Arbeits-
markt, und den Sozialraum
Konzeption eines umfassenden Begleitprogramms
Qualifikation durch ausbildungsähnliche Strukturen und
Sprachkurse
Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung
Indikatoren Anzahl der Fortbildungsveranstaltungen
Anzahl der Teilnehmenden
Anzahl Personen, die mit Abschlüssen qualifiziert wurden
Anzahl Personen Vermittlungen in den Arbeitsmarkt
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 85
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten Personal und Sachkosten (Summen)
Personal und Sachkosten Pro Jahr Für 2 Jahre
Projektleitung mittlere Projekte 1/3 Stelle
Pauschale
28.820,00 € 57.640,00 €
Herausgehobene Projektmitarbeit 1/3 Stelle
Pauschale
27.100,00 € 54.200,00 €
Gesamt 55.920,00 € 111.840,00 €
Weiterleitung an Träger
Herausgehobene Projektmitarbeit, 1 Stelle
Pauschale
81.300,00 € 162.600,00 €
Öffentlichkeitsarbeit 10.000,00 € 20.000,00 €
Qualifikation der Akteure vor Ort 10.000,00 € 20.000,00 €
Qualifikation der Teilnehmenden 40.000,00 € 80.000,00 €
Gesamt 141.300,00 € 282.600,00 €
Gesamtkosten 394.440,00 €
Davon 2017: 197.220,00 €
Davon 2018: 197.220,00 €
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Übertragung dieser Maßnahme auf andere Sozialräume
sowie eine Weiterentwicklung sind denkbar. Die konkrete Fortfüh-
rung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom
Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity
Förderung ESF, B 1 im Rahmen der Einzelfallentscheidung
Der Eigenanteil der Stadt Köln wird durch die Stellung von Pe r-
sonal erbracht.
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
86 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum
Laufende Nummer
2.0.4
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum
Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord:
Aufwertung des Bolzplatzes Elbeallee
Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring
Spielplatz Osloer Straße
Spielplatz Kopenhagener Straße
Einrichtung von Angeboten zum Skaten, BMXen und anderen
Trendsportarten sowie Spiel - und Bewegungsmöglichkeiten für
Kinder und Jugendliche in dem Sozialraum
Inhalt Ausgangslage
Laut der Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln verfügt der S o-
zialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord, unter B e-
rücksichtigung von Einwohnerdichte und Anteil an Mehrfamilie n-
häusern sowie Anzahl und Anteil der hier lebenden Kinder und
Jugendlichen, aktuell insbesondere in Chorweiler und Seeberg -
Nord über einem Flächenfehlbedarf von insgesamt 17.799 m².
Chorweiler liegt in diesem Stadtteilranking auf Platz 1 (Sortierung
nach Rang, 1 = höchster Bedarf).
Neben einem hohen Fehlbedarf an ausgebauten öffentlichen
Spiel- und Bolzplatzflächen (Quantitative Bewertung) ist auch die
Qualität auf den 38 öffentlichen Spiel - und Bo lzplatzflächen im
Sozialraum von geringer Wertigkeit.
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord sind
22,5 % der Bewohnerinnen und Bewohner unter 18 Jahre alt. In
dem Sozialraum lebt somit ein hoher und zunehmender Anteil an
Einwohnern, der zug angsberechtigt zu öffentlichen Spielplätzen
ist. Die Statistikzahlen im Sozialraum zeigen eine starke Verjü n-
gung in den letzten Jahren auf.
Dem grundsätzlich vorhanden und jährlich steigenden Fläche n-
fehlbedarf kann nur mit neu geschaffenen Spiel- und Bewegungs-
flächen entgegengewirkt werden.
Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters -
und bedarfsgerechte Spiel -, Kommunikations - und Bewegung s-
räume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten
zu können, ist die Neuerrichtung von attrak tiven, qualitativ guten
und bedarfsorientierten, sportlichen Angeboten dringend erforder-
lich.
Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen Teil
ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei au f-
grund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausg e-
wiesenen Flächen. Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind ve r-
stärkt niederschwellige, kostenfreie Angebote für jeden ohne
Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 87
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Projektbeschreibung
Unterschiedliche bewegungsorientierte Räume zur Ausübung von
Trendsportarten wie Fußballspielen, Inlinern, Skaten, Klettern und
BMXen, die auch als (de -)zentrale Jugendtreffpunkte mit Aufen t-
haltsqualität zum Treffen, Chillen und Kommunizieren genutzt
werden können, sind bedarfsgerecht herzurichten.
Entsprechend des Bedarfes sind folgende Flächen für einen pr o-
jektbezogenen Umbau vorgesehen:
Chorweiler-Nord
Auf dem Bolzplatz Elbeallee in Chorweiler -Nord, soll die Bol z-
platzfläche mit einem speziellen Belag, der extra für Extrem -
Belastungen ent wickelt wurde, hergerichtet werden. Da dieser
Bolzplatz einer extremen Nutzung unterliegt, sieht dieser spezie l-
le Belag eine lange Bespielbarkeit vor, was den Bedürfnissen und
Wünschen der Kinder und Jugendlichen entspricht.
88 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Der öffentliche Spiel - und Bolzplatz Elbeallee liegt im Stadtteil
Chorweiler-Nord und liegt im westlichsten Teil des Sozialraums
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord.
Der Spielplatz ist zweigeteilt. Im westlichen Teil der Spielplatzfl ä-
che befindet sich ein Bolzplatz. Der östl iche Teil des Spielplatzes
liegt in einer Grünfläche mit fast 6.382 m². Hier sind ein eine
Drehscheibe und ein Kletternetz vorhanden. Die beiden Bereiche
liegen fußläufig voneinander entfernt und sind durch einen Fu ß-
wege miteinander verbunden. Beide Fläche n liegen direkt an der
Elbeallee.
Gegenüberliegend befindet sich das mit vielen Geschosswo h-
nungen angrenzende Wohngebiet Chorweiler -Nord. Hier leben
3252 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 -18 Jahren. 84,9%
davon haben einen Migrationshintergrund.
Einen Ausbau der Spiel - und Bolzplatzfläche mit einem Bew e-
gungsangebot für die älteren Kinder und Jugendlichen ist hier
dringend erforderlich.
Das Angebot neuer Bewegungsflächen ist aufgrund der Nähe zur
Wohnbebauung gut verortet und wird von den Kindern und J u-
gendlichen daher voraussichtlich gut angenommen.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 89
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Chorweiler-Mitte
Die nachfolgenden drei Spielplätze sind in einem planerischen
Gesamtkonzept von Spiel- und Freizeitangeboten für Kinder und
Jugendliche aller Altersstufen zu sehen und liegen direkt in
Chorweiler-Mitte.
Auf dem Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring soll aufgrund
seiner Lage, ein spezielles Spiel - und Freizeitangebot für ältere
Kinder und Jugendliche hergerichtet werden. Diese Fläche soll
insbesondere als zentraler Jugendtreffpunkt mit Aufenthaltsquali-
tät zum Treffen und Chillen bedarfsgerecht hergestellt werden.
Aktueller Zustand: Bis auf ein in die Jahre gekommener Pyram i-
denturm mit Rutsche, einer Reifenschaukel und einer Wippe
mussten die meisten Spielgeräte aufgrund der fehlenden V er-
kehrssicherheit abgebaut werden. Die Hügel auf dem Spielplatz
sind Schadstoff belastet und müssen alle entfernt und entsorgt
werden (Sanierung).
Der Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring ist umgeben von den
Straßen Athener Ring, Stockholmer Allee und Osloer Straße. Er
besitzt einen Halbinselcharakter.
90 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Der Spielplatz Osloer Straße soll auf Grundlage eines guten
spiel- und freizeitpädagogisches Konzeptes für Kinder bis 12 Jah-
ren umgestaltet werden.
Aktueller Zustand: Auch hier mussten bis auf einen Turm mit Rut-
sche und einem Balancierbalken alle Spielgeräte aufgrund ihrer
Marodität abgebaut werden.
Der Spielplatz Osloer Straße liegt an einer Sackgasse. Angren-
zend an der Spielplatzfläche befindet sich eine Kindertagesstätte.
Dieser Spielplatz ist an zwei Seiten umgeben von einer kompl e-
xen Mehrgeschosswohnanlage mit rund 1.200 Wohnungen und
liegt mittig zwischen dem Spielplatz Osloer Straße / A thener Ring
und dem Spielplatz Kopenhagener Straße.
Auf dem Spielplatz Kopenhagener Straße soll eine Aufwertung
der Fläche mit einem attraktiven Spielangebot für kleinere Kinder
stattfinden. Aufgrund der Lage könnte hier ein attraktives spielpä-
dagogisches wohnungsnahes Konzept umgesetzt werden.
Aktueller Zustand: Die Spielgeräte mussten aufgrund der fehle n-
den Verkehrssicherheit zum größten Teil abgebaut werden, bis
auf ein eine 4er-Wippe und einer Federwippe.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 91
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Der Spielplatz Kopenhagener Straße liegt am E nde einer Sac k-
gasse, direkt vor einer großen Mehrgeschosswohnanlage und
hinter der Mehrgeschosswohnanlage des Spielplatzes Osloer
Straße.
Die drei Spielplätze „Osloer Straße/Athener Ring“, „Osloer Str a-
ße“ und „Kopenhagener Straße“ sind Teil eines planerisc hen Ge-
samtkonzeptes, das die städtischen Spielplätze mit den öffentlich
zugänglichen Privatspielplätzen der angrenzenden Mehrg e-
schosswohnanlagen in gestalterischen und spielpädagogischen
Aspekten zusammenfügen soll. Diese neu zu gestaltenden Spiel -
und Freizeitflächen sollen für alle Bewohner nutzbar sein.
92 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Ziele Operative Ziele
Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä-
chen für neue Nutzungen
Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume
Projektziel
Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel - und Bew e-
gungsflächen mit hohem Bewegungs- und Aufenthaltswert
für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in dem
Sozialraum lebende Menschen
Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Le bens-
und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und B e-
wohner des Sozialraums durch Verbesserungen im öffent-
lichen Raum und dem Wohnumfeld
Indikatoren Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebote
Umgestaltete Fläche in m²
Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteili-
gungen
Verminderung des Fehlbedarfes, Erhöhung der zur Verf ü-
gung stehenden Flächen (in m²)
Kosten Sachkosten / Baukosten (Kostenschätzungen)
Bolzplatz Elbeallee 100.000,00 €
Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring (Sanierung) 540.000,00 €
Spielplatz Osloer Straße 201.500,00 €
Spielplatz Kopenhagener Straße 61.600,00 €
Gesamtbetrag 903.100,00 €
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 93
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Spiel-
plätze
Ausgaben
2017
Ausgaben
2018
Ausgaben
2019
Ausgaben
2020
Gesamtaus-
gaben
Spielplatz
"Osloer
Straße/
Athener
Ring
100.000,00 €
200.000,00 €
200.000,00 €
40.000,00 €
540.000,00 €
Spielplatz
"Osloer
Straße"
40.000,00 €
75.000,00 €
80.000,00 €
6.500,00 €
201.500,00 €
Spielplatz
"Kopen-
hagener
Straße"
10.000,00 €
36.000,00 €
14.000,00 €
1.600,00 €
61.600,00 €
Bolzplatz
"Elbeallee
5.000,00 €
80.000,00 €
15.000,00 €
0,00 €
100.000,00 €
Summe 155.000,00 € 391.000,00 € 309.000,00 48.100,00 € 903.100,00 €
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre
01.07.2017 bis 30.06.2020
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie
Förderung EFRE
Kofinanzierung durch Städtebauförderung
94 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
2.3.3
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum
Maßnahme Weserplatz in Köln-Chorweiler
Inhalt Ausgangslage
Der Weserplatz ist der südliche Auftakt der Weserpromenade,
welche die zentrale Fußwegeverbindung Chorweiler-Nords bildet.
Aufgrund der schwierigen Sozialstruktur in der Anwohnerschaft,
aber auch infolge der unvorteilhaften Platzgestaltung d urch stark
begrünte Hochbeete, die eine Vielzahl unübersichtlicher, durch un-
terschiedliche Randgruppen besetzte Nischen- räume ausbilden,
hat sich der Platz zu einem Angstraum entwickelt.
Projektbeschreibung
Ziel der Aufwertungsmaßnahmen ist es, die P latznutzung für alle
Bevölkerungsgruppen beispielsweise durch die Aufstellung neu- er
Spielgeräte für Kinder und Erwachsene und Parkbänke zu a t-
traktivieren. Darüber h inaus wird die zentrale Wegeführung ü ber
den Platz, die Teil der Gesamtwegeverbindung zwischen Chor-
weiler-Zentrum und Blumenberg darstellt, übersichtlicher und bar-
rierefrei gestaltet, die Bepflanzung zurückgenommen und neu ge-
ordnet.
Zielgruppe Alle Altersstrukturen
Ziele Operative Ziele
Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen
für neue Nutzungen
Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensräume
Projektziele
Erhöhte Platznutzung durch unterschiedliche Bevölkerungs-
gruppen
Verbesserung der Nutzbarkeit für Kinder / Jugendliche
Indikatoren Anzahl und Art der Nutzerinnen und Nutzer vorher / nachher
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 95
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten Sachkosten:
Planungskosten: 160.000,00 €
Baukosten: 500.000,00 €
Gesamtkosten 660.000,00 €
Davon 2016: 30.000.00 €
Davon 2017: 30.000,00 €
Davon 2018: 50.000,00 €
Davon 2019: 150.000,00 €
Davon 2020. 400.000,00 €
Projektlaufzeit / Zeit-
raum
51 Monate / 4 Jahre und 3 Monate
01.10.2016 bis 31.12.2020
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Stadtplanungsamt im Kooperation m it dem Amt für
Straßen u nd Verkehrstechnik, dem Amt für Landschaftspflege
und Grünflächen und dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Förderung Städtebauförderung
Bemerkung Das Vorha ben ist Teil e iner Gesamtmaßnahme zur Aufwertung
des öffentlichen Raums in Chorweiler
96 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung
Laufende Nummer
3.0.1
Handlungsfeld: Qualifizierung / Lokale Ökonomie
Maßnahme „CheckPraxis“ – Schule und Praxis im Dialog für Schüleri n-
nen und Schüler aus dem Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord liegt
der Anteil an Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahre) mit 22,5
% deutlich über dem städtischen Durchschnitt (15,7 %). Dreivier-
tel der Bewohner haben einen Migrationshintergrund (74,5 %).
Die SGB II Quote beträgt 29,9 % gegenüber einem Gesamtwert
von 13,2 % in ganz Köln. Damit einher geht eine schlechte Bi l-
dungsbeteiligung, nur 23,6 % der Kinder und Jugendlichen be-
suchen ein Gymnasium. Als eine Folge der Lebensumstände
findet ein hoher Anteil der Jugendlichen nur erschwert Zugang in
den Ausbildungsmarkt. Dazu kommt, dass sie keine Kenntnis
über das breite Spektrum an möglichen Ausbildungsberufen h a-
ben und zudem oft eine Schwellenangst, die Betriebe zu bes u-
chen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen.
Projektbeschreibung
Mit dem Angebot checkPraxis wird eine Lücke im Angebot b e-
rufsvorbereitender Maßnahmen geschlossen, die trotz KAoA
noch existiert. In Abgrenzung zu anderen Berufsinformationst a-
gen und Ausbildungsmessen hat sich checkPraxis einige Max i-
men gesetzt, die im Veranstaltungskonzept realisiert werden:
Klasse statt Masse: Unternehmen, die im Sozialraum agieren
und auf Nachwuchssuche sind, schließen sich dem checkPraxis-
Netzwerk an und lernen interessierte Schülerinnen und Schüler
intensiver kennen. Ziel von checkPraxis ist es ausdrücklich, das
Bewerberpotential in Schulen für Unternehmen ausfindig zu m a-
chen und die Unternehmen in ihrer Nachwuchsentwicklung zu
fördern. So sollen interessierte und engagierte Schülerinnen und
Schüler die Chance bekommen, Unternehmen und deren Pe r-
sonalentscheider kennen zu lernen. Im Umkehrschluss können
Unternehmen auch Potenziale der Jugendlichen erkennen und
für ihr Unternehmen nutzen.
Viele Unternehmen besetzen ihre Ausbildungsplätze auch heute
noch über langwierige und kostenintensive Einstellungsverfa h-
ren, die letztendlich auch nicht gewährleisten können, dass die
Ausbildung letztendlich zum Erfolg führt. Für Unternehmen kann
das Engagement im Sozialraum mit individuellen und komp e-
tenzorientierten Förder- und Ausbildungsstrategien die bessere
Alternative sein.
Maßgeschneidert statt beliebig: Damit die quartiersbezogenen
Unternehmen, die vorgest ellten Berufe und die Schülerinnen
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 97
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
und Schüler gut zusammen passen, ist das Workshop -
Programm auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt.
Konkret statt schwammig: klare und einfache Zielsetzung der
Veranstaltung. Alle Unternehmen bringen echte Chancen für die
Schülerinnen und Schüler mit. Es geht um Ferienjobs, Prakt i-
kumsplätze und vor allem um die Ausbildung im jeweils darauf
folgenden Jahr.
Teamwork statt Einzelkämpfertum: Der Zusammenschluss birgt
Synergieeffekte und bündelt Kräfte. Jede Veranstaltung wird im
checkPraxis-Netzwerk ausgewertet, damit die Erfahrungen in die
Planung der nächsten Veranstaltung einfließen.
Interessiert statt unfreiwillig: Eine Besonderheit der Maßnahme
stellt die Freiwilligkeit der Teilnahme dar. Nicht ganze Klassen
und Stufen sin d Zielgruppe von checkPraxis sondern einzelne
Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig und selbstständig
anmelden und im Vorfeld auf die Ausbildungsangebote vorberei-
tet werden. Die Jugendlichen melden sich in eigener Initiative
und selbst zu den Works hop-Nachmittagen an, die außerhalb
der Schulen und in der Freizeit stattfinden. Das gewährleistet,
dass die teilnehmenden Jugendlichen eine hohes Interesse und
Motivation mitbringen.
Im Rahmen der geplanten Maßnahme wird den Jugendlichen
die Möglichkeit geboten, in direkten Kontakt mit Unternehmen zu
kommen und sich an praktischen Übungen über Berufsinhalte zu
informieren. Bei dem Projekt informieren quartiersbezogene und
ausbildende Unternehmen im Rahmen von Workshop -
Veranstaltungen praxisnah über Art und Inhalt der von Ihnen
angebotenen Ausbildungsberufe und zeichnen die Berufswege
auf. Dabei bieten Ausbilderinnen und Ausbilder aus den Betri e-
ben, oft auch in Begleitung von ihren Auszubildenden, prakt i-
sche berufsbezogene Übungen an, bei denen die Jugendlich en
ihre Fertigkeiten für das jeweilige Berufsfeld ausprobieren kö n-
nen.
Bei Bedarf kann der Workshop auch in das Unternehmen gelegt
und dort durchgeführt werden. Die Unternehmen haben so die
Möglichkeit, sich ein persönliches Bild von den jungen Me n-
schen zu machen und damit eine eventuelle Vorauswahl für ein
längeres Praktikum oder auch eine Ausbildung zu treffen.
Die erforderliche Kooperationsstruktur mit Unternehmen wird
durch persönliche Ansprache durch den Träger erfolgen. Dabei
wird auf das bereits be stehende Unternehmensnetzwerk z u-
rückgegriffen, dem neue Unternehmen hinzugefügt werden. In
den Schulen erfolgt die Ansprache über Kontaktaufnahme zu
den StuBos, die checkPraxis aus anderen Zusammenhängen
schon kennen.
Operative Bausteine des Projekts:
Akquise und Information der quartiersbezogenen Ausbi l-
dungsbetriebe für den Sozialraum.
Akquise und Information interessierten Schülerinnen und
98 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Schüler aus dem Sozialraum.
Planung, Organisation, und Durchführung von checkPr a-
xis-Netzwerktreffen (eine Workshop -Veranstaltung jäh r-
lich über jeweils drei Tage)
Webseite mit Darstellung der Angebote, Informationen
und Anmeldungsformular für den Sozialraum.
Zahlenmäßige Auswertung und Evaluation der Veranstal-
tungen.
Teilnahmebescheinigung: die Schülerinnen und Schüler
erhalten eine Urkunde für ihre Bewerbungsmappe, den
BerufswahlpassPlus.
Als Ergänzungsangebot zu den bereits bestehenden Berufsfe l-
dorientierungen aus dem Landesprogramm KAoA und bestehe n-
den Angeboten der Kammern wendet sich das Projekt gezielt an
Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Sekundarstufe I
und II ab der Jahrgangsstufe 9 aus dem Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg -Nord. Im Gegensatz zur Berufsfelde r-
kundung die bereits in der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt wurde,
baut checkPraxis die gewonnenen Erkenntnisse aus und konkr e-
tisiert die Kontaktaufnahme zu den quartierbezogenen Ausbi l-
dungsbetrieben in Richtung Praktikum und duale Ausbildung.
Die Kontakte zu Ausbildungsunternehmen aus dem checkPraxis-
Netzwerk sollen auch verstärkt zur Bereitstellung von Angeboten
im Landesprogramm KaoA genutzt werden. So werden Unte r-
nehmen, die durch checkPraxis in ihrer Nachwuchsentwicklung
gestärkt werden, aufgefordert, zusätzliche Angebote zum Be i-
spiel im Bereich der Berufsfelderkundung zu entwickeln und in
die Datenbank einpflegen.
Eine Überschneidung mit dem Bundesprogramm „Komm auf
Tour“ ist weder inhaltlich, noch durch die unterschiedliche Zie l-
gruppe möglich. „Komm auf Tour“ wendet sich an Jugendliche
der Jahrgangsstufen 7 und unterstützt diese sp ielerisch bei der
Entdeckung ihrer Talente und dient der gesundheitlichen Aufkl ä-
rung.
Zielgruppe Schülerinnen und Schüler (ab Jahrgang 9) aus dem Soz i-
alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nor
Quartiersbezogene Ausbildungsbetriebe für den Sozia l-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Ziele Operative Ziele
Verbessertes Übergangsmanagement - Frühe Bildung,
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt
Neu geschaffene und bedarfsgerechte Angebotsstrukt u-
ren und/oder Ausbildungsplätze
Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 99
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Projektziele
Berufsinformation: die Teilnehmer setzen sich praxisnah
mit verschiedenen Ausbildungsberufen in ihrem Umfeld
auseinander.
Networking: Personalverantwortliche, Auszubildende und
Schüler lernen sich persönlich kennen.
Vermittlung: die Unternehmen sind auf Nachwuchssuche
und bringen konkrete Angebote für Ferienjobs, Prakt i-
kumsplätze und / oder Ausbildungsplätze mit.
Förderung d er Nachwuchsentwicklung der quartierbez o-
genen Ausbildungsbetriebe durch Netzwerkbildung und
handlungsorientierte Angebotsstrukturen
Erweiterung des Bewerberspektrums für Unternehmen im
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Stärkung der untern ehmerischen Verantwortung für den
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Ziel ist es, möglichst vielen Jugendlichen aus dem Sozial-
raum das breite Spektrum an Ausbildungsberufen in ihrer
Umgebung nahe zu bringen
Durch Kontakt zu Unternehmen einen vertieften Einblick
in das Berufsleben und die dort bestehenden Anforderu n-
gen zu erhalten.
Indikatoren Zahl der teil nehmenden Jugendlichen aus dem Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Zahl der teilnehmenden quartiersbezogenen Unterne h-
men für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord
Kosten Basis für die Berechnung:
Es sind zwei Veranstaltungen à drei Tage geplant.
Für die Durchführung aller oben genannten Projektbausteine
wird von einem Arbeitsumfang von einem Monat ausgegangen.
Die Veranstaltungen werden innerhalb von 24 Monaten durchge-
führt.
Personalkosten für eine Veranstaltung
Stelle Projekt MA (1.5.3.1.3) 6.789,00 €
Stelle Assistenz (1.5.3.1.5) 2.955,00 €
Summe: 9.744,00 €
Personalkosten für zwei Veranstaltungen: 19.488,00 €
Sachkosten für ein Jahr (Plakate, Flyer, Internet,
Raummieten/Catering) 3.354,00 €
Sachkosten für zwei Jahre: 6.708,00 €
100 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Gesamtkosten für zwei Veranstaltungen 26.196,00 €
Davon 2017: 6.549,00 €
Davon 2018: 13.098,00 €
Davon 2019: 6.549,00 €
Projektlaufzeit/
Zeitraum
01.07.2017 bis 30.06.2019
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung 804 A r-
beitsmarktförderung
Förderung ESF
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurde n geprüft und sind nicht
erkennbar.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 101
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
3.3.2
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung
Maßnahme JobCoach im Quartier Chorweiler
Inhalt Ausgangslage
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord b e-
steht eine SGB II -Quote in Höhe von 29,8 % (Stadt Köln: 13,2
%). Vor diesem Hintergrund ist ein entsprechend hohes Unte r-
stützungspotenzial bei der Integration von langzeitarbeitslosen
Menschen unerlässlich, das mit heranführenden, niedrigschwell i-
gen Angeboten zielgruppengerecht umgesetzt werden soll.
Die Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM
2020, in dem Vorläuferprojekte zur vorgeschla genen Maßnahme
sehr erfolgreich umgesetzt werden konnten, zeigen, dass mit
einer das JobBörsen -Programm ergänzenden und auf die Ziel -
gruppe zugeschnittenen, individuellen und passgenauen Bera -
tungsleistung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit beziehungs -
weise die Integration in Arbeit zu erreichen ist. Die Teilnehmen -
den durchlaufen parallel sowohl das JobBörsen -Programm als
auch die Maßnahme Jobcoach.
Projektbeschreibung
In das Jobcoach - Projekt werden ausschließlich Personen mit
besonderer Hilfebedürftigkeit aufgenommen. Diese zeigt sich in
schweren Vermittlungshemmnissen und multiplen Problemlagen,
die beispielsweise von fehlender Kinderbetreuung, Schulden - /
Suchtproblematiken, gesundheitlichen Einschränkungen, fehle n-
de Schul- und Berufsabschlüsse, bis zu unzureichenden Sprach-
kenntnissen und Arbeitslosigkeit von mehr als 5 Jahren reichen.
Hier bedarf es einer über das Beratungsangebot des Jobcenters
und des Jobbörsenprogramms hinausgehenden intensiven B e-
treuung und Unterstützung.
Der Jobcoach berät nicht nur bei berufsbezogenen sondern auch
bei familiären und / oder persönlichen, finanziellen oder gesun d-
heitlichen Themen. Hierzu muss ein besonderes persönliches
Vertrauensverhältnis aufgebaut werden.
Mittels eines personenbezogenen Profilings und Coach ings soll
den Teilnehmenden ein Weg eröffnet werden, an dem am Ende
die Integration in den Arbeitsmarkt steht. Die Teilnehmenden
werden motiviert, dieses Ziel in erreichbaren Teilschritten mit
professioneller Begleitung und Unterstützung anzugehen. Durch
die zusätzliche Nutzung des gesamten Kölner Hilfesystems (zum
Beispiel Kinderbetreuung, Offener Ganztag), und insbesondere
der im Sozialraum bestehenden Hilfsangebote (zum Beispiel
Fachdienst für Integration und Migration, Familienberatung,
Haushaltsberatung, Jugendmigrationsdienst), sollen die individ u-
ell bestehenden Arbeitsvermittlungshemmnisse abgebaut wer -
den. Um die erfolgreichen Vermittlungen langfristig zu sichern,
102 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
werden sowohl die Teilnehmenden als auch der Arbeitgeber
nach Aufnahme des Beschäftigun gsverhältnisses weiterhin b e-
gleitet. Durch telefonischen oder persönlichen Kontakt können
drohende oder auftretende Probleme bereits frühzeitig erkannt
und durch Einleitung entsprechender Schritte behoben werden.
Die Jobcoaches akquirieren auf der Basis d er Profile der Tei l-
nehmerinnen und Teilnehmer entweder selbst Stellen bei den
Arbeitgebern beziehungsweise greifen auf Stellen zu, die bereits
in den JobBörsen vorliegen. Es erfolgt ein Profilabgleich mit den
Bewerberkompetenzen und den arbeitsplatzbezogen en Rah -
menbedingungen. Es wird angestrebt, dass die Jobcoaches ent -
sprechend der Profile der Teilnehmenden auch selbst Arbeits -
stellen akquirieren.
Mit der Unterstützung des Jobcoaches wird die eigentliche Ar -
beitsvermittlung dann in der JobBörse durchführt.
Die hohe Hilfebedürftigkeit erfordert, dass die Teilnehmer im
Projekt Jobcoach nicht nur wie im JobBörsen -Programm für 3
Monate zugewiesen werden, sondern für mindestens 6 Monate
mit einer Verlängerungsmöglichkeit von weiteren 3 Monaten.
Zudem ist di e intensive Beratung nur mit einem Betreuung s-
schlüssel von 1:25 zu leisten, der weder im Jobbörsen -
Programm noch im B eratungsangebot des Jobcenters vorgese-
hen ist.
Zielgruppe Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem SGB II ab 25 Jah-
ren, vorrangig aus den Kundenprofilgruppen des Jobcenters För-
derprofil und Entwicklungsprofil mit schweren Vermittlungs -
hemmnissen
Ziele Operative Ziele
Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen
und / oder Arbeitsplätze
Die von Armut Bedrohten / Betroffenen sind in stärkerem
Maße in den Arbeitsmarkt integriert
Projektziele
Eingliederung in ein sozialversicherungspflichtiges Be -
schäftigungsverhältnis durch individuelles Coaching und
passgenaue Arbeitsplatzakquise - oder nachrangig
Eingliederung in eine geringfügige Beschäftigung und
Begleitung von Existenzgründungen
Indikatoren Anzahl der Vermittlungen in eine sozialversicherungs -
pflichtige Beschäftigung
Anzahl der Vermittlungen in eine geringfügige Beschäft i-
gung und Existenzgründung
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 103
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten Personalkosten
2 Vollzeitkräfte Projektmitarbeit: 74.940,00 € pro Jahr
10 % Projektleitg kleiner Projekte (100 % = 86.460,00 €):
8.646,00 € pro Jahr
Personalkosten für 2 Jahre 317.052,00 €
Sachkosten
Sachkosten zum Beispiel für Öffentlichkeitarbeit, Material: 17.000
€ pro Jahr
Sachkosten für 2 Jahre 34.000,00 €
Gesamtkosten 351.052,00 €
Davon 2017: 175.526,00 €
Davon 2018: 175.526,00 €
Projektlaufzeit /
Zeitraum
24 Monate / 2 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2018
Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete
Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhä n-
gig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme
Projektverantwortlicher Stadt Köln Amt für Soziales und Senioren
Förderung ESF-Einzelmaßnahme
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Bemerkung Die Maßnahme erfordert eine enge Zusammenarbeit mit der vor
Ort tätigen JobBörse Chorweiler (Träger Zug um Zug gGmbH).
Es ist geplant die Maßnahme als ESF -Einzelmaßnahme zur För-
derung anzumelden. Für Einzelprojekte endet die Förderphase
voraussichtlich am 31.12.2017. Das Projekt ist aber auf eine
langfriste Wirkung ausgelegt. Es ist geplant mit Blick auf die
Nachhaltigkeit einen Folgeantrag zu stellen
104 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminde-
rung
Laufende Nummer
4.0.2
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung
Maßnahme Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze “ im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b-
nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t-
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich
gezeigt, dass es zukünftig in Köln heißer wird und dass Wette r-
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtteile gege n-
über dem Umla nd mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10
Grad.
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von
über 30 °C und die Sommertage, mit Temperaturen von über 25
°C in Köln deutlich zunehmen.
Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 °C erreicht
werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhu n-
derts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen
klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 % zunehmen und die
Zahl der heißen Tage kann sich sogar verdoppeln.
In den dicht bebauten Sta dtquartieren gibt es nur wenige wir k-
same Maßnahmen entsprechende Kühlpunkte im Stadtgebiet zu
schaffen.
Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit
möglichen Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnten unzählige
gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorgärten oder Ga-
ragenauffahrten durch Entsiegelung und Bepflanzung wieder zur
klimatische Abmilderung der Hitzebelastung beitragen.
Projektbeschreibung
Es gibt zwei Ansätze die parallel verfolgt werden: Entsiegelung
von privaten oder von öffentlichen Flächen.
In einem ersten Schritt sollte in den Quartieren eine Bestand s-
aufnahme die möglichen potentiellen Flächen erheben, die für
eine Entsiegelung zur Verfügung stehen könnten.
In einem weiteren Schritt sollte die Entsiegelung und Bepf lan-
zung der Flächen durchgeführt werden. Dies könnte durch eine
Förderung der Entsiegelungsmaßnahmen für private und g e-
werbliche Eigentümer erfolgen. Möglich wäre zum Beispiel eine
Förderquote von 20 € pro entsiegeltem m². Mit einer entspr e-
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 105
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
chenden Öffentli chkeitsarbeit in den Quartieren sollte für die
Maßnahme geworben werden.
Zudem besteht ein integrativer Ansatz, da die Maßnahme durch
einen Träger des 2. Arbeitsmarktes durchgeführt werden kann.
Neben privaten Flächen sollen auch öffentliche Flächen (zum
Beispiel Plätze) entsiegelt werden. Hier sind mögliche Synergi e-
effekte mit anderen EFRE -Projekten zu prüfen, bei denen im
Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen auch Flächen entsiegelt
werden.
Mit der Entsiegelung ist auch eine ökologische Revitalisierung
der Fl ächen durchzuführen. Denkbar ist hier die gezielte Z u-
sammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften in den S o-
zialräumen.
Neben der Regenwasserversickerung vor Ort könnten aus vol l-
versiegelten Hinterhöfen grüne Oasen entstehen, die den B e-
wohnern nicht nur e ine Verbesserte Aufenthaltsqualität bieten,
sondern auch das Bewusstsein für den Klimawandel und Natur
stärken.
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner
Ziele Operative Ziele
Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise
Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen
Projektziele
Anzahl der sensibilisierten Bewohnerinnen und Bewo h-
ner für das Thema „Klimaanpassung / Hitze“
Flächenentsiegelung
Indikatoren Entsiegelte Fläche in m²
Begrünte Fläche in m²
Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner
Kosten Sachkosten
Pro m² entsiegelter Fläche fallen Kosten in Höhe von 25 - 40 €
an. Hinzu kommen Planungskosten in Höhe von 20 %.
Kostenvolumen 30.000,00 €
Es fallen Kosten für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 10.000 ,00
€ an. Die Kosten zur Bestandsaufnahme sind im Gesamtvol u-
men enthalten. Berücksichtigt werden in der Kostenkalkulationen
sowohl Maßnahmen für private als auch für öffentliche Flächen.
Personalkosten
Eine halbe Stelle E13: 43.050,00 €
106 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Geschätzte Gesamtkosten 83.050,00 €
Davon 2017: 29.350,00 €
Davon 2018: 29.350,00 €
Davon 2019: 24.350,00 €
Projektlaufzeit / Zeit-
raum
36 Monate / 3 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2019
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Förderung Städtebauförderung / EFRE
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 107
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
4.0.4
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung
Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informa-
tionsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwick-
lung im Zuge des Klimawandels
Maßnahme im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b-
nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t-
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich
gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wette r-
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht beb auten Stadtteile gege n-
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 °C.
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von
über 30°C und die Sommertage, mit Temperaturen von über
25°C in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maximaltemp e-
raturen von über 40°C erreicht werden. Die Zahl der Sommert a-
ge wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im
Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30
bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heißen Tage kann
sich sogar verdoppeln.
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartierte bei lang anha l-
tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonders Kleinki n-
der, Kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesunden
Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leis-
tungsfähigkeit führen.
Bei Hitzeperioden wurden höhere Sterberaten gemessen und
das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheitlichen B e-
lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken.
Zusätzlich f ühren Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung
oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende
Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen
werden.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetseite
und als Handy -App e ine Hitzewarnung an. Dieser Dienst kann
auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden.
Projektbeschreibung
Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bewo h-
nerschaft in den unterschiedlichen Stadtvierteln zu erreichen, die
108 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
alters- und si tuationsbedingt diese webbasierte Technik nicht
nutzen können. Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung
für Hitzeereignisse bekommen, sondern auch eine entspreche n-
de Verhaltensänderung bzw. Vorsorge betreiben.
So sollte zum Beispiel ein alter Mensc h dazu angehalten we r-
den, in besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhalten zu
ändern, oder die junge Mutter könnte in der Mittagszeit mit ihrem
Kind den Schattenplatz aufsuchen.
Die Kampagne sollte neben allgemeinverständlichen Informati o-
nen verschie dene Medien bedienen. Gerade alte Menschen,
ggf. in Einrichtungen, benutzen andere Medien als junge Mütter
von Kleinkindern. Die Information sollte über verschiedene
Kommunikationswege verbreitet werden. Hierbei sollten auch
neue Wege eingeschlagen werden.
Hierzu ergeben sich in den Stadtteilen mehrere Fragestellungen:
Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n-
gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert
und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalten
aus?
Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner e r-
reicht, die nicht in einer Einrichtung leben?
Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima /
Hitzeentwicklung zu kommunizieren?
Was sind geeignete Kommunikationsmedien?
Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein?
Mit Hi lfe von Multiplikatoren soll das Thema an die Zielgruppe
kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im
Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse andere, um
das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren.
Mögliche Multiplikatoren sind:
Diverse soziale und kirchliche Träger,
Pflegedienste,
Grundschulen,
Sozialraumkoordinatoren,
Anlaufstellen,
Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler
Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der Hitze -
Warnung in der Einrichtung“, bzw. „Erreichbarkeit vo n alleinl e-
benden älteren Menschen“ durch die Universität Bonn (Prof. Kis-
temann, Institut für Hygiene & Public Health) im Rahmen von
gesundheitsgeographischen Masterarbeiten untersuchen zu la s-
sen.
Mögliche Maßnahmen sind:
Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer
erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy -Apps, oder
das Internetz.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 109
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ausgabe von Trinkflaschen
Gedrucktes Informationsmaterial
Internet / App
Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in den
Sozialräumen Thementage und Informat ionskampagnen
nach dem Motto „bleib cool“ durchzuführen. Diese sollen
an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvo r-
sorge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des
Versorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwa s-
ser aus, um die Bevölkerung für da s Thema zu sensibili-
sieren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r-
schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durch
gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute we r-
den diese erreicht.
Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitzeen t-
wicklung kann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt in
die Grundschulen transportiert werden.
Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über eine „Hitz e-
ampel“ entsprechend informiert werden.
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere
Ziele Operatives Ziel
Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise
Projektziele
Veränderte Einstellung zum T hema Umweltbelastung
und Hitze
Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle
Indikatoren Anzahl der Website-Besuche (Klicks)
Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche
Kosten Personalkosten
Halbe Stelle E13 beim Umwelt -und Verbraucherschutzamt:
43.050,00 €
Sachkosten
Wissenschaftliche Analyse durch die Uni Bonn. 4.000 € für 2
Studierende für jeweils 0,5 Jahre
Supervision 4.000,00 €
Separate, isolierte Internetpräsenz: 6.000,00 €
Veranstaltungen und Infokampagne
in den Sozialräumen vor Ort 20.000,00 €
Flyer, Informationsmaterial, Trinkflaschen 20.000,00 €
110 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Sachkosten gesamt: 54.000,00 €
Gesamtkosten 54.000,00 €
Davon 2017: 20.000,00 €
Davon 2018: 20.000,00 €
Davon 2019: 14.000,00 €
Projektlaufzeit /
Zeitraum
36 Monate / 3 Jahre
01.01.2017 bis 31.12.2019
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt-und Verbraucherschutzamt in Zusammenar-
beit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der RheinEnergie
und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentliche
Gesundheit
Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 111
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer 4.0.9 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung
Maßnahmen Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung der Iden-
tifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozialraum
und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der
Aufenthaltsqualität im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Es ist schon lange bekannt, dass lebendige Tiere eine besond e-
re Wirkung bei Menschen in Bezug auf Identifikation und eigene
Wahrnehmung erzielen. Das sich Kümmern um andere Lebew e-
sen, die geeignete Hilfe bereitwillig annehmen, führt dabei oft zu
einer Steigerung des Selbstwertgefühls und kann dazu beitr a-
gen, Aggressionen gegen sich und das Umfeld in Fürsorge u m-
zuwandeln.
Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Biodiversität eine
wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klim a-
wandels dar, denen es mit geeigneten Mitteln entgegenzuste u-
ern gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiversität in Ko m-
munen“ unterzeichnet hat und damit eine freiwillige Selbstve r-
pflichtung zur Berücksichtigung der Artenvielfalt in allen Han d-
lungsbereichen eingegangen ist, besteht hier konkreter Han d-
lungsbedarf, zumal die Kommune bei dem Wettbewerb „Bi o-
diversität in Kommunen“ sehr schlecht abgeschnitten hat.
Projekte zur gezielten Förderung von Arten, die als Sympathi e-
träger gelten, sind dabei besonders geeignet, sowohl dem sozia-
len, als auch dem ökologischen Aspekt gerecht zu werden.
Projektbeschreibung
Es wird eine geeignete Art ausgewählt, für die Schutzmaßna h-
men relativ einfach auch durch die Bürger innen und Bürger um-
zusetzen sind. Durch den Aufbau einer Internetseite mit allen
Informationen rund um diese Tierart und der Darstellung mögl i-
cher Schutzmaßnahmen sollen alle Bürger innen und Bürger in-
formiert werden.
Aktionen vor Ort sollen dabei nicht nur bleibende Strukturen
schaffen sondern unter Mitwi rken der Bürgerinnen und Bürger
erfolgen, so dass eine Identifikation möglich wird. Denkbar sind
hier, adäquat zum Spatzenprojekt, Maßnahmenkonzeption und
Umsetzung an Schulen und KITAs zur Lebensraumgestaltung,
die Entwicklung von Flyern zum Schutz der Ar t sowie die Ausl o-
bung eines Fotowettbewerbs zu der Art mit anschließender K a-
lendererstellung. Die Entwicklung und die Abgabe von Saatgut
als direkte oder indirekte Nahrungsgrundlage sowie die Anleitung
für Fortpflanzungsstätten sollen das Projekt abrunden.
Durch die Entwicklung eines Kinderlesebuches soll darüber hi n-
aus das Erlebte weiter gefestigt werden und mit einer Förderung
112 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
im Bereich Lesekompetenz verbunden werden.
Wichtig ist, dass die gewählte Art zum einen als Sympathieträger
wahrgenommen wird, aber auch noch so häufig vorkommt, dass
eine Beobachtung durch die Bewohnerinnen und Bewohner ohne
großen Aufwand möglich ist. Die Habitate sollten dabei geeignet
sein, auch anderen Arten zu helfen.
Durch die Anlage eines beschilderten Lehrpfades soll die Lei tart
und ihr Lebensraum darüber hinaus für alle erlebbar werden.
Aus dem Spatzenprojekt liegen bereits eine ganze Reihe von
Erfahrungen vor, die im Rahmen eines neuen Projektes genutzt
werden könnten.
Als mögliche Arten könnten der Igel oder Wildbienen ge wählt
werden.Zum Nachweis der Populationsstärkung könnte eine Kar-
tierung vor Beginn und nach Ablauf der Projektzeit in Bezug auf
die gewählte Art in den Projekträumen durchgeführt werden
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersstufen einschließl ich
gemeinnütziger Vereine und Wohnungsbaugesellschaften
Ziele Querschnittsziel
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Operative Ziele
Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise
Projektziele
Identifizierung der Bewohnerschaft mit der gewählten Art
Verbesserung des Lebensumfeldes durch die Erweit e-
rung oder naturnähere Gestaltung von Grünbereichen
Verbesserung der Wertschätzung naturnaher Strukturen
Wissenserweiterung über ökologische Zusammenhänge
durch Aktionen und Informationen rund um die gewählte
Art
Verbesserung der Population der gewählten Art
Indikatoren Anzahl der verteilten Kalender
Anzahl der angelegten Habitatstrukturen
Nutzung des Lehrpfades
Anzahl der Einsätze des Kinderlesebuches an den
Grundschulen
Anzahl der Population der Leitart
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 113
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Kosten Personal und Sachkosten (Summen)
2016:
Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen Einrich-
tung zur Schaffung geeigneter Habitate:
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 €
Materialkosten: 250,00 €
2017:
Abgabe von Nisthilfen und Saatgut zur Schaffung geei g-
neter Lebensgrundlagen für die Art durch interessierte
BürgerInnen: 5.000,00 € (Materialkosten, Verteilung und
Design)
Erstellung einer verleihbaren Ausstellung 14.000,00 €
(10.000,00 € Honorarkosten für Erstellung und Design
sowie 4.000,00 € Materialkosten)
Aufbau einer Internetseite und sonstiges Informationsm a-
terial: 5.000,00 €
Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen Einric h-
tung zur Schaffung geeigneter Habitate:
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 €
Materialkosten: 250,00 €
Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der ersten
Schule durch Ei nsatz der erstellten Materialien (Ausste l-
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderlesebuch). 6
Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 €
2018:
Schaffung geeigneter Habitate im Wohnumfeld als G e-
meinschaftsaktion unter Anleitung von Fachleuten aus
dem Naturschutz an einer Örtlichkeit:
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720 €
Materialkosten: 500,00 €
Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der zweiten
Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Ausste l-
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderles ebuch). 6
Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 €
2019:
Abschlussbericht
Gesamtkosten: 27.520,00 €
Davon 2016: 970,00 €
Davon 2017: 25.150,00 €
Davon 2018: 1.400,00 €
114 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre
01.07.2016 bis 30.06.2019
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz in Zusa m-
menarbeit mit den lokalen Naturschutzverbänden, Stiftung Rhe i-
nische Kulturlandschaft und gegebenenfalls Wohnungsbaug e-
sellschaften
Förderung EU-Förderprogramm LIFE
Gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV)
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 115
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer
4.0.10
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung
Maßnahme Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgartena n-
gebotes im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Köln weist zwar mit seinen fünf naturbezogenen außerschul i-
schen Lernorten ein gewisses Repertoire auf, da einige der Ei n-
richtungen jedoch nicht gut mit dem öffentlichen Nahverkehr a n-
gebunden sind, fällt es vor allem Schulen in den sozial benac h-
teiligten Bereichen schwer, die Mittel für einen privaten Bus au f-
zubringen. Auch sonst haben Kinder aus diesen sozialen Schich-
ten kaum einmal die Möglichkeit des Besuches naturnaher B e-
reiche. Zurzeit können aufgrund des Angebotes zum Beispiel nur
30 % der Kinder und Jugendlichen und 10 % der Elementarstufe
solche Angebote in Anspruch nehmen. Da zusätzliche Umwelt -
und Naturbildung nicht durch einmalige Aktivitäten bei Kindern
verankert werden können, ist es sinnvoll, entsprechende Lernorte
im unmittelbaren Umfeld der Kinder zu platzieren und in ihr tägl i-
ches Leben zu integrieren. Da Schule heute überwiegend im
Ganztagsbetrieb läuft, besteht darüber hinaus auch die Notwe n-
digkeit, vor Ort Räume mit hoher Auf enthaltsqualität zu schaffen,
damit die Schüler sich in den Pausenzeiten auch erholen kö n-
nen. Dabei kommt naturnahen Strukturen nachgewiesenerm a-
ßen eine hohe Bedeutung zu.
Projektbeschreibung
Durch die Unterstützung der Schulen in Bezug auf die personelle
und finanzielle Ausstattung soll die Anlage und der Betrieb von
Schulgärten an einer Schule unterstützt werden.
Durch die Entwicklung Lehrplan konformen Unterrichtsmaterials
soll die Nutzung des Schulgartens den Lehrerinnen und Lehrern
in möglichst vielen Fächer ermöglicht werden.
Der erhoffte Effekt soll sein, dass Schülerinnen und Schülern die
Herkunft und Wertschätzung von Lebensmitteln näher gebracht
wird und der Unterricht durch einen hoh en Praxisbezug nachhal-
tiger gestaltet wird. Darüber hinaus ist es gerade im Zeitalter der
Inklusion von besonderer Bedeutung, dass auch lernschwächere
Schülerinnen u nd Schüler durch ihr Können zum Beispiel im
handwerklichen Bereich, die Akzeptanz der Mitsc hülerinnen und
Mitschüler gewinnen. Zusätzlich können durch naturnahe Stru k-
turen die motorischen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten
verbessert werden und durch das Hegen und den damit selbst
erzielten Erfolg das Selbstwertgefühl gestärkt werden.
Durch Hilfsgesuche in Bezug auf die Betreuung des Schulga r-
tens kann darüber hinaus auch eine nachbarschaftliche Koopera-
tion entstehen, die verschiedene Generationen miteinander ve r-
116 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
bindet und den Zugang zueinander auch in anderen Themenb e-
reichen ermöglicht. Dadurch soll im Veedel das Miteinander statt
nebeneinander gefördert werden.
Die Maßnahme greift auf bestehende Erfahrungen des Umwelt -
und Verbraucherschutzamtes in der Zusammenarbeit mit Sch u-
len zurück. Dazu zählt auch die Erfahrung in der Einbindung der
Schulen sowie der Frage nach einer Betreuung an Wochene n-
den und in den Ferien.
Zielgruppe Interessierte Kinder und Jugendliche der jeweiligen Schu-
len
Einbezug von ehrenamtlich tätigen Helferinnen und He l-
fern, zum Beispiel Seniorinnen und Senioren mit einem
breiten Wissensspektrum in Bezug auf gärtnerische F ä-
higkeiten
Ziele Operative Ziele
Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen
Verbesserte Umweltbildung - und -beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise
Projektziele
Lernerfolg und Veränderung des Sozialverhaltens bei
Einbezug des Schulgartens in die schulische Bildung s-
landschaft
Integration lernschwächerer Schülerinnen und Schüler
durch Wertschätzung auch der körperlichen Fähigkeiten
Wertschätzung und Bewusstseinsbildung in Bezug auf die
Herkunft von Lebensmitteln
MINT (Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwi s-
senschaft und Technik) - Förderung mit Entwicklung von
Berufsperspektiven
Förderung von Nachbarschaftskooperationen
Verbesserung der Biodiversität durch Schaffung ökol o-
gisch hochwertiger Kleinstrukturen
Verbesserung der Aufenthaltsqualität an der Schule und
klimatische Wohlfahrtswirkung
Indikatoren Anzahl der Lehrergespräche
Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler
Kosten Bedient werden soll 1 Schule über drei Jahre.
Betreuung des Schulgartens 40 Wochen a 6 Stunden a 40 € =
9.600,00 € pro Jahr Honorarkosten
2.000,00 € Material pro Jahr
10.000,00 € einmalige Materialkosten Erstanlage
4.500,00 € einmalige Kosten für die Zusammenstellung Lehrplan
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 117
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
konformen Unterrichtsmaterials
Gesamtkosten 49.300,00 €
Davon 2016: 15.800,00 €
Davon 2017: 11.600,00 €
Davon 2018: 16.100,00 €
Davon 2019: 5.800,00 €
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre
01.07.2016 bis 30.06.2019
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz in Kooper a-
tion mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Förderung EFRE
gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV)
118 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld 5: Wohnen
Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen
Maßnahme
„Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wo h-
numfeldpflege in Chorweiler-Mitte“
Mieter- /Nachbarschaftsarbeit und Quartiershausmeister
Inhalt Ausgangslage
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am L e-
ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte
Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die
Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration
unterschiedlicher Bevölk erungsgruppen zentrale Ansatzpunkte.
Dies trifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen
meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind.
Die Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte ist in den 1970er Jahren
entstanden. Die Sozials truktur zeigt, dass die Bewohnerschaft
durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölk e-
rungsgruppen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit baulichen
Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die Überlagerung von
sozialer Benachteiligung der Bewohners chaft und einer unte r-
durchschnittlichen Qualität der Wohn - und Lebensbedingungen
werden Handlungsbedarfe insbesondere im Wohnumfeld der
Großwohnsiedlung deutlich. Gerade zahlreiche „Zwischenrä u-
me“, die nicht klar einzelnen Eigentümer zuzuordnen sind oder
deren Eigentümer sich aus verschiedenen Gründen nicht ang e-
messen kümmern (können), weisen sichtbare Spuren von Ve r-
wahrlosung auf, die sich dann negativ auf das Verhalten im und
das Verantwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld rückko p-
peln können (Broken -Windows-Effekt) und in diesem Sinne sti g-
matisierte Adressen manifestieren.
Folgende Merkmale sind in der Großwohnsiedlung Chorweiler
Mitte besonders hervorzuheben:
räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von
Transferleistungen
hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen
strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds
negatives Image
geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem
Quartier
Projektbeschreibung
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt gleichzeitig bei den L e-
benslagen der Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern (Modul
A) und bei der Pflege des direkten Wohnumfeldes (Modul B) an.
So kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der
„Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder -)
initiiert, -etabliert und verstetigt werden.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 119
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Zur Sicherung der Nachhaltigkeit sind die Akteure der Wo h-
nungswirtschaft frühzeitig und kontinuierlich in den Prozess ei n-
zubeziehen. Hier besteht eine Schnittstelle zur Arbeit des Qua r-
tiersmanagers (vergleiche Maßnahme 0.0.1), der im Rahmen der
Programmkoordination vor Ort Dialoge mit den institutionellen
und privatwirtschaftlichen Akteuren initiiert. In Chorweiler Mitte
stellt vor allem die GAG Immobilien AG einen wichtigen Partner
dar. Sie wurde von der Stadt Köln beau ftragt, einen in Zwang s-
verwaltung stehenden Bestand von über 1.200 Wohneinheiten in
Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften.
Eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination und
dem Quartiersmanagement in dem insgesamt wesentlich größ e-
ren Sozi alraum Blu menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord ist
sicherzustellen und konstituierend für den nachhaltigen Erfolg
der Maßnahme. Das Quartiersmanagement zielt darauf ab, die
Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu aktivieren und
zu unterstützen, dad urch Barrieren abzubauen und den Net z-
werkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem Kontext b e-
reits eine Ansprache der Bewohnerschaft und der institutionellen
Quartiersakteure. Die Situation im Umfeld der Großwohnsiedlung
Chorweiler Mitte erfordert jedoc h eine intensivere Betrachtung.
Hier leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgru p-
pen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders ni e-
derschwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert
werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme.
Modul A – Aktivierung und Beteiligung im Quartier
Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Proble m-
lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Leben s-
bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht
werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine
entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen
sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden.
Aufgabe im Rahmen von Modul A wird sein, in Zusammenarbeit
mit möglichst vielen Betroffenen d ie Lebensqualität vor Ort zu
steigern, die das Quartier beeinträchtigenden strukturellen Pro b-
leme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorientiert aufz u-
greifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunk-
te sind die sozialen Lebensverhältnisse und der persönliche Kon-
takt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete
Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit
knüpft an den konkret festgestellten Interessen, Aktivitäten und
Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und ent wickelt daraus
bedarfsgerechte Beratungs -, Aktivierungs - und Unterstützung s-
leistungen für das Quartier.
Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen konkretisi e-
ren:
Kontinuierliche Präsenz im Quartier
Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung
120 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
(nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von
Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und
Bewohner vor Ort in Zusammenarbeit mit der Sozia l-
raumkoordination und dem Quartiersmanagement (ve r-
gleiche Projekt Nummer 0.0.1).
Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen
im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit.
Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die O r-
ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulture l-
len Veranstaltung en, Informationsangeboten und Akti o-
nen, Gebiets - und Gebäudebegehungen mit der Sozia l-
raumkoordination und dem Quartiersmanagement und
dem Quartiershausmeister (vergleiche Modul B)
Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten
Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und
kulturellen Leben im Quartier
Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßna h-
men zur Aufwertung des Quartiers und Erhöhung der S i-
cherheit in Zusammenarbeit mit dem Quartiershausmei s-
ter (vergleiche Modul B)
Erhöhung der Teilha bechancen in den Bereichen B e-
schäftigung, Bildung und Gesundheit (Schnittstelle zu den
Projekten Nummer 3.0.6 und 3.0.7)
Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lo b-
byarbeit für das Quartier)
Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen
Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt
werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professi o-
nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche
Begleitung ermittelt werden.
Modul B – Quartiershausmeister
Die Aufgabenwahrnehmung „Quartiershausmeister“ konnte b e-
reits im Rahmen des Wohndialoges in Kalk -Nord (Montag Sti f-
tung – Urbane Räume, Projekt Kalkschmiede) große Erfolge und
stadtweite Beachtung aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass der
Quartiershausmeister, überwiegend in Zusamm enarbeit mit den
Bewohnerinnen und Bewohnern, durch seine Präsenz und Täti g-
keit nachweislich zur Verbesserung des Wohnumfeldes, beitr a-
gen konnte. Er kümmert sich dabei insbesondere um die sog e-
nannten „Zwischenräume“, sein Einsatzgebiet ist explizit nicht auf
den Grundstücken der Wohneigentümerinnen und Wohneige n-
tümer.
Ergänzend zu Modul A soll im Stadtviertel Chorweiler-Mitte daher
ein Quartiershausmeister eingesetzt werden.
Der Einsatz eines Quartiershausmeisters erfolgt aufgrund der
augenscheinlichen und akuten Handlungsbedarfe im Wohnu m-
feld (zum Beispiel Müllablagerungen), der deutlichen Formuli e-
rung des Bedarfs durch Bewohner und Akteure des Gebiets (im
Rahmen der begleitenden Workshops zur Erarbeitung des Int e-
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 121
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
grierten Handlungskonzeptes) sowie aus der W ohnungswirt-
schaft (insbesondere GAG Immobilien AG). Der Bedarf spiegelt
sich auch in der geringen Zufriedenheit der Bewohnerinnen und
Bewohner mit dem Wohnumfeld (Demographieumfrage).
Folgende Aufgaben übernimmt der Quartiers hausmeister in den
Quartieren:
Der Quartiershausmeister hat die Aufgabe, für die B e-
wohnerinnen und Bewohner im Quartier ansprechbar zu
sein und sie bei den alltäglichen Fragen des Zusamme n-
lebens zu unterstützen. Voraussetzung ist daher, dass die
Person entsprechend im Quartier anerkann t ist. Una b-
dingbar sind neben handwerklichen daher auch soziale
und kommunikative Fähigkeiten.
Zu den konkreten Aufgaben zählen: Örtliche Präsenz (ak-
tiver Kümmerer vor Ort, regelmäßige Überprüfung des
Quartiers auf Missstände und deren Behebung), die I n-
formation und der Dialog mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern sowie die Verbesserung der Sauberkeit im öf-
fentlichen Raum (gemeinsam mit den Bewohnerinnen
und Bewohnern)
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier
Ziele Modul A
Querschnittsziel
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Operative Ziele
stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen
verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort
Projektziele
Ziel der aktivierenden Mieter - und Nachbarschaftsarbeit
ist es, allen in dem Quartier lebenden Menschen, unab-
hängig von der persönlichen Lebenssituation, der He r-
kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsf ä-
higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von A r-
mut und sozialer Ausg renzung vorzubeugen. Durch die
Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen
dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner
des Quartiers ihre Interessen vertreten, ihre Rechte als
Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und
Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren
können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt
einbringen.
122 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Modul B
Operative Ziele
neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen
und / oder Arbeitsplätze
Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Leben s-
räume
Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen
Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwelt-
bewusstere Lebensweise
Projektziele
Schaffung von niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkei-
ten für Bewohnerinnen und Bewohner an der Gestaltung
des Wohnumfeldes
Bildung eines neuen Verantwortungsbewusstseins der
Bewohnerinnen und Bewohner für ihr Quartier und Ve r-
besserung der Lebensbedingungen
Personalrekrutierung und -qualifizierung aus dem Qua r-
tier (Der Quartiershausmeister ist aus dem Sozialraum zu
rekrutieren.)
Indikatoren Modul A
Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im
Rahmen der aktivierenden Befragung
Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in der B e-
wohnerschaft
Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und Kommunikati-
onsräume im Quartier
Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützten
Mieterinitiativen und Mieterräte
Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangebote
(Mieterberatung)
Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r-
treffen
Modul B
Rekrutierung des Quartiershausmeisters aus dem Sozia l-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Anzahl der Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnu m-
feldes (Sichtbare Verbesserung des Wohnumfeldes)
Anzahl der initiierten, wohnumfeldbezogenen Aktivitäten
und Projekte in der Bewohnerschaft
Kosten Modul A: Personalkosten für das Quartier Chorweiler Mitte (e x-
terne Vergabe)
0,5 Stelle S 15: 35.250,00 € pro Jahr
für 3 Jahre: 105.750,00 €
Personalkosten Modul A: 105.750,00 €
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 123
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Modul A: Sachkosten für das Quartier Chorweiler Mitte
Kostenermittlung für 3 Jahre:
Raumkosten: 16.737,00 €
Einrichtungsgegenstände: 1.422,00 €
Geschäftskosten: 3.828,00 €
Fernsprechkosten: 1.038,00 €
IT-Kosten: 15.306,00 €
Sachkosten Modul A: 38.331,00 €
Modul A: Aktivierungsbudget
Aktivierende Befragung: 6.500,00 €
Mieterprojekte: 3.750,00 €
Wissenschaftliche Begleitung: 7.500,00 €
Beteiligungsverfahren: 5.625,00 €
Aktivierungsbudget Modul A: 23.375,00 €
Gesamtkosten Modul A: 167.456,00 €
Davon 2018: 55.818,67 €
Davon 2019: 55.818,67 €
Davon 2020: 55.818,67 €
Modul B: Personalkosten für das Quartier Chorweiler Mitte
1 Stelle Assistenz: 58.980 € pro Jahr / für 2 Jahre: 117.960 €
Personalkosten Modul B: 117.960,00 €
Modul B: Sachkosten für das Quartier Chorweiler Mitte
Kleine Maßnahmen zur Steigerung des Wohnumfeldes: 4.000,00
€ pro Jahr
für 2 Jahre: 8.000,00 €
Sachkosten Modul B: 8.000,00 €
Gesamtkosten Modul B: 125.960,00 €
davon 2018: 62.980,00 €
davon 2019: 62.980,00 €
Gesamtkosten: 293.416,00 €
Projektlaufzeit / Zeitraum Modul A: 01.01.2018 bis 31.12.2020
36 Monate / 3 Jahre
124 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Modul B: 01.01.2018 bis 31.12.2019
24 Monate / 2 Jahre
Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen
der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß
der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll
durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden.
Eine Weiterentwicklung der Maßnahmen ist denkbar. Die konkre-
te Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung a b-
hängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren (Modul A), Amt für
Stadtentwicklung und Statistik (Modul B)
Förderung Modul A: Städtebauförderung
Modul B: ESF
Vorrangige Fördermöglichkeite n wurden geprüft und sind nicht
erkennbar.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 125
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Laufende Nummer 5.0.3 Handlungsfeld: Wohnen
Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm für den Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Inhalt Ausgangslage
Die Stadtteile des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler und
Seeberg-Nord liegen an der nördlichen Peripherie Kölns. Der
Sozialraum zählt zu den Großwohnsiedlungen der 1970er Ja h-
ren, der durch einen hohen Anteil an öffentlich geförderten Wo h-
nungen sowie durch eine problematische Sozialstruktur geprägt
ist. Vor Ort zeigen sich massive Probleme durch den schlechten
Zustand großer Teile der Wohnbebauung in Folge mangelnder
Instandhaltung. In Teilen von Seeberg-Nord und Chorweiler-Nord
prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Der Sozialraum hat
zwar insgesamt einen höheren Anteil an Gebäuden mit Ein - und
Zweifamilienhäusern, der Kern des Raumes, Chorweiler Mitte, ist
jedoch durch eine sehr dominante Hochhausbebauung geprägt.
Dabei ist der überwiegende Teil der Wohnungen in Chorweiler
öffentlich geförderter Wo hnraum (81,9 %). In Blumenberg und
Seeberg beträgt dieser Anteil circa 20 %.
Projektbeschreibung
Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige Verbe s-
serungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnumfeld
vorzunehmen. Die Wohn - und Aufenthaltsqualität im Sozialraum
soll verbessert werden.
Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneu e-
rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebaul i-
che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen
zur Fassadenverbesserung, Begrünung, Herrichtung und Gestal-
tung von Hof - und Gartenflächen sowie Maßnahmen an Auße n-
wänden und Dächern gefördert werden. Zuwendungsfähig sind
50% der Ausgaben, höchstens jedoch 60 Euro je qm umgestalte-
ter Fläche.
Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden
werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das
Förderprogramm bietet Mietern und Eigentümern von Wohni m-
mobilien und gemischt genutzten Immobilien Unterstützung bei
Verschönerungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein
attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von B e-
wohnerinnen und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Ve r-
schönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord von besonderer B e-
deutung.
Zielgruppe Hauseigentümer
Eigentümergemeinschaften
Mieter und Nutzungsberechtigte
126 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ziele Operatives Ziel
Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen
Projektziele
Die Wohn - und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll
verbessert werden
Aufwertung des Wohnumfeldes
Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch ein
attraktiveres Wohnumfeld
Steigerung der privaten Investitionen im Sozialraum
Indikatoren Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm
Anzahl der durchgeführten Beratungen
Kosten Gesamtkosten für den Sozialraum: 406.948,00 €
Davon 2017: 67.825,00 €
Davon 2018: 135.649,00 €
Davon 2019: 135.649,00 €
Davon 2020: 67.825,00 €
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre
01.07.2017 bis 30.06.2020
Projektverantwortlicher Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Förderung Städtebauförderung
Bemerkung Der Baustein „Entsiegelung“ der im Rahmen der Förderrichtlinie
Stadterneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt wird,
soll innerhalb des Haus - Hof – und Fassadenprogramms explizit
nicht gefördert werden, da die Stadt Köln das Thema „Entsieg e-
lung“ im Rahmen der Maßnahme 4.0.2 „Grüne Höfe, Grüne Plä t-
ze“ sowohl für private als auch für öffentliche Flächen zur Förd e-
rung anbietet. Eine entsprechende Anpassung wird in der zu
erarbeitenden Richtlinie zum Haus, Hof- und Fassadenprogramm
erfolgen.
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 127
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Abbildung 1: Bezug zum Zielsystem
Die für den Sozialraum vorgesehenen Maßnahmen bilden einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Programms (vergleiche Kapitel 2.3). Auf
Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Sozialraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die folgen-
de Übersicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen die Handlungsansätze in Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord einen besonderen
Beitrag liefern (grün hervorgehoben).
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
128 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 129
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Tabelle 4: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung
Handlungsfeld Nr. Maßnahme Gebietsbezug Gesamtkosten
für den Sozial-
raum Blumen-
berg, Chorwei-
ler und See-
berg-Nord
Finanzierung aus 2016 2017 2018 2019 2020
übergreifend 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung für
den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und See-
berg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
731.873,00 € Städtebauförderung 164.039,00 € 203.034,00 € 195.180,00 € 169.620,00 €
übergreifend 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
44.089,50 € Städtebauförderung 11.305,00 € 11.305,00 € 11.305,00 € 10.174,50 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.5 Integration auch von zugewanderten Kindern, Ju-
gendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht-
lingsstatus in die bestehen-den Regelsysteme
durch aufsuchende mobile Arbeit im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
254.520,00 € ESF 127.260,00 € 127.260,00 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Ju-
gendarbeit Köln im Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
26.900,00 € ESF 13.450,00 € 13.450,00 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugend-
liche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25
Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnis-
sen im Rahmen von Jugendintegrationskursen im
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
167.535,00 € ESF 83.767,50 € 83.767,50 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für
junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27
Jahre in allen Sozialräumen; hier für den Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
48.780,00 €
ESF 24.390,00 € 24.390,00 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.17 Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich
Stadtteileltern im Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
302.227,00 € EFRE 108.924,00 € 96.651,00 € 96.651,00 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbil-
dung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Fami-
lienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1,
Trägern des Offenen Ganztags im Sozialraum
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
200.608,00 € ESF 100.304,00 € 100.304,00 €
130 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 131
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld Nr. Maßnahme Gebietsbezug Gesamtkosten
für den Sozial-
raum Blumen-
berg, Chorwei-
ler und See-
berg-Nord
Finanzierung aus 2016 2017 2018 2019 2020
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
68.570,00 € ESF 34.285,00 € 34.285,00 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
23.391,00 € gegebenenfalls ge-
eignetes Landes-
programm des
MFKJKS oder MSW
oder des BAMF
(Sprachkurse)
11.695,00 € 11.695,00 €
Früh ansetzende
Hilfen
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum
Blumen-berg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
394.440,00 € ESF 197.220,00 € 197.220,00 €
Öffentlicher Raum 2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
903.100,00 € EFRE mit Kofinan-
zierung über Städ-
tebauförderung
155.000,00 € 391.000,00 € 309.000,00 € 48.100,00 €
Öffentlicher Raum 2.3.3 Weserplatz in Köln-Chorweiler Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord
660.000,00 € Städtebauförderung 30.000,00 € 30.000,00 € 50.000,00 € 150.000,00 € 400.000,00 €
Wirtschaft und Quali-
fizierung
3.0.1 „CheckPraxis“ – Schule und Praxis im Dialog für
Schülerin-nen und Schüler aus dem Sozialraum
Blumenberg, Chor-weiler und Seeberg-Nord
Übergreifend (Porz-Ost,
Finkenberg, Gremberg-
hoven und Eil; Blumen-
berg, Chorweiler und
Seeberg-Nord; Mesche-
nich und Rondorf)
26.196,00 € ESF 6.549,00 € 13.098,00 € 6.549,00 €
Wirtschaft und Quali-
fizierung
3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorweiler Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord
351.052,00 € ESF 175.526,00 € 175.526,00 €
Umweltgerechtigkeit
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und
Lärmminderung
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze“ im
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
83.050,00 € Städtebauförderung
/ EFRE
29.350,00 € 29.350,00 € 24.350,00 €
Umweltgerechtigkeit
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und
Lärmminderung
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems.
Informationsmaterial für die Bevölkerung zum
Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawan-
dels
übergreifend (alle Sozial-
räume)
54.000,00 € BMUB-Programm
(Klima)
20.000,00 € 20.000,00 € 14.000,00 €
Umweltgerechtigkeit
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und
Lärmminderung
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesse-
rung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger
mit ihrem Sozialraum und gleichzeitiger Erhöhung
der Biodiversität sowie der Aufenthaltsqualität im
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord
übergreifend 27.520,00 € EU-Förderprogramm
LIFE
Gegebenenfalls
Natur- und Umwelt-
schutzakademie
(MKULNV)
970,00 € 25.150,00 € 1400,00 €
132 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 133
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld Nr. Maßnahme Gebietsbezug Gesamtkosten
für den Sozial-
raum Blumen-
berg, Chorwei-
ler und See-
berg-Nord
Finanzierung aus 2016 2017 2018 2019 2020
Umweltgerechtigkeit
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und
Lärmminderung
4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schul-
gartenangebotes im Sozialraum Blumenberg,
Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend 49.300,00 € EFRE
gegebenenfalls Na-
tur- und Umwelt-
schutzakademie
(MKULNV)
15.800,00 € 11.600,00 € 16.100,00 € 5.800,00 €
Wohnen 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und
Wohnumfeldpflege in Chorweiler-Mitte“
Mieter- /Nachbarschaftsarbeit und Quartiershaus-
meister
übergreifend 293.416,00 € Städtebauförderung
für Modul A,
ESF für Modul B
118.798,67 € 118.798,67 € 55.818,67 €
Wohnen 5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenprogramm für den Sozi-
alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
übergreifend (alle Sozial-
räume)
406.948,00 € Städtebauförderung 67.825,00 € 135.649,00 € 135.649,00 € 67.825,00 €
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Anlage 0
333 Zeichen
Anlage 0 Im Zusammenhang der Erarbeitung des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ waren Prüfverfahren notwendig, die eine frühere Fertigstellung nicht er- möglichten. Im Sinne einer zügigen Programmumsetzung wird die Vorlage den politischen Gremien zu Beginn der Beratungsfolge verfristet vorgelegt.
Anlage 2_Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
3239 Zeichen
Maßnahme Kosten (€) 2016** Kosten (€) 2017** Kosten (€) 2018** Kosten (€) 2019** Kosten (€) 2020** Kosten (€) 2021** 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung 731.870 0 0 0 0 0 0.0.2 Evaluation 44.090 0 0 0 0 0 1.0.5 Integration von (zugewanderten) Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die bestehenden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit / Streetwork* 0 254.520 0 0 0 0 1.0.7 Qualifizierungsoffensive Kinder- und Jugendarbeit Köln* 0 26.900 0 0 0 0 1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von Jugendintegrationskursen* 0 167.535 0 0 0 0 1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraumgebieten* 0 27.251 0 0 0 0 1.0.17 Modul A Kölner Bildungsberatungszentrum 0 0 210.000 0 0 0 Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Gesamtkosten für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 4.960.345 € * Anteilige, auf den Sozialraum bezogene Darstellung der Kosten für sozialraumübergreifende Maßnahmen (raumübergreifende Förderantragstellung). ** Die Gesamtmaßnahmenkosten sind dem vorgesehenen Bewilligungsjahr zugeordnet. Im Rahmen der detaillierten Planungen zur Förderantragstellung wird der Mittelabfluss den jeweiligen Haushaltsjahren zugeordnet. Maßnahme Kosten (€) 2016** Kosten (€) 2017** Kosten (€) 2018** Kosten (€) 2019** Kosten (€) 2020** Kosten (€) 2021** 1.0.17 Modul B Stadtteileltern* 0 77.547 0 0 0 0 1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganztags* 0 110.968 0 0 0 0 1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel* 0 68.570 0 0 0 0 1.0.21 Ferienschulen* 0 0 23.391 0 0 0 1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln* 0 394.080 0 0 0 0 2.0.4a Spielplatz Osloer Str./Athener Ring inkl. Schadstoffsanierung 0 0 540.000 0 0 0 2.0.4b Spielplatz Osloer Str. 0 218.700 0 0 0 0 2.0.4c Spielplatz Kopenhagener Str. 0 54.200 0 0 0 0 2.0.4d Bolzplatz Elbeallee 0 0 100.000 2.3.3 Weserplatz 0 0 600.000 0 0 0 3.0.1 „CheckPraxis“ Berufsfeldorientierung für Schülerinnen und Schüler aus den Sozialräumen 0 26.196 0 0 0 0 3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorweiler 0 351.052 0 0 0 0 4.0.2 Offen für Regen: "Grüne Höfe, grüne Plätze" 0 83.050 0 0 0 0 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels 0 54.000 0 0 0 0 4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Identifikation mit dem SR und Erhöhung der Biodiversität sowie Aufenthaltsqualität 0 27.520 0 0 0 0 4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgartenangebots 0 49.300 0 0 0 0 Maßnahme Kosten (€) 2016** Kosten (€) 2017** Kosten (€) 2018** Kosten (€) 2019** Kosten (€) 2020** Kosten (€) 2021** 5.0.2 Zuhause im Veedel - Modul A: Aktivierung und Beteiligung im Quartier 0 186.845 0 0 0 5.0.2. Zuhause im Veedel - Modul B* 0 125.960 0 0 0 0 5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm 0 406.800 0 0 0 0
Beratungsverlauf (13)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0743/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 13.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27