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0743/2017

Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord"

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 13.04.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 18.05.2017, TOP 10.18

Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1_IHK für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

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Ansehen

Anlage 0

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Anlage 2_Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

15828 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 
Vorlagen-Nummer 
 0743/2017 
Freigabedatum 
13.04.2017  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den 
Sozialraum "Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord" 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
(Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-NR. 2899/2016) erstellte Integrierte Handlungskonzept (IHK) 
für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt 
die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungspro-
zess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpas-
sungen erforderlich werden. 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im IHK für den Sozialraum 
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten- 
und Finanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter Vorbehalt 
Integrationsrat 25.04.2017 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.04.2017 
Ausschuss Soziales und Senioren 27.04.2017 
Wirtschaftsausschuss 27.04.2017 
Verkehrsausschuss 02.05.2017 
Sportausschuss 04.05.2017 
Ausschuss für Umwelt und Grün 04.05.2017 
Gesundheitsausschuss 09.05.2017 
Jugendhilfeausschuss 09.05.2017 
Stadtentwicklungsausschuss 11.05.2017 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)   11.05.2017 
Finanzausschuss 15.05.2017 
Rat 18.05.2017

2 
der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von min-
destens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagun-
gen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2020 in 
Höhe von 4,9 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 be-
reits berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des IHKs, die im Sozialraum 
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ wirksam werden, der Bezirksvertretung Chorwei-
ler vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu informieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen Fachaus-
schüsse und die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Einschränkung zustimmen.

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b. max. 85 % 
     % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  4,9 Mio. € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b. max. 90 % 
     % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
1. Ausgangslage 
Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen, die sich nicht zuletzt durch den demografischen 
und strukturellen Wandel für die Stadt Köln ergeben, hat sich die Stadtverwaltung seit Herbst 2014 
intensiv mit der neuen EU-Förderperiode 2014-2020 auseinandergesetzt und die Förderstrategie der 
Stadt Köln darauf ausgerichtet. Mit seinem Beschluss zum „Europa 2020 Handlungsprogramm: Köl-
ner Handlungserfordernisse“ hat der Stadtvorstand am 23.09.2014 die Aufforderungen verbunden, 
dass alle Dezernate und Ämter bereits im Vorfeld der zu erwartenden neuen Projektaufrufe des Lan-
des in die Vorbereitungen einsteigen und Projektideen entwickeln. Mit der Genehmigung der Operati-
onellen Programme zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zum Europäi-
schen Sozialfonds (ESF) des Landes Nordrhein-Westfalen ist durch die EU formal die neue Förderpe-
riode im Herbst 2014 gestartet. 
Auf Basis des Operationellen Programms erfolgte am 10.02.2015 der gemeinsame Aufruf „Starke 
Quartiere – starke Menschen“ des Landes NRW zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von 
Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, der die Programme 
des EFRE, des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (E-
LER) und des ESF bündelt. Das mit dem Förderaufruf verbundene Maßnahmenspektrum soll einen 
Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes leisten. 
Grund- und damit Fördervoraussetzung, um Mittel aus den europäischen Struktur- und Investitions-
fonds beantragen zu können, ist die Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK). Köln hat 
sich mit seinem Konzept für den breiten Ansatz der sozialraumorientierten Stadtentwicklung ent-
schieden und mit dem Leitkonzept (IHK) „Starke Veedel - Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten,

4 
Zukunft gestalten" (abrufbar unter www.starke-veedel.koeln) die unterschiedlichen Handlungsfelder 
des Aufrufs gemeinsam betrachtet. Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ stellt dabei die elf Sozial-
räume, in denen die Stadt Köln mit dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraum-
orientierung in Köln“ seit 2006 arbeitet, in den Vordergrund.  
Im Einzelnen handelt es sich dabei um die linksrheinischen Sozialräume: 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  
 Bocklemünd / Mengenich 
 Meschenich und Rondorf  
und um die rechtsrheinischen Sozialräume: 
 Buchheim und Buchforst1 
 Mülheim-Nord und Keupstraße2  
 Höhenberg und Vingst 
 Humboldt / Gremberg und Kalk 
 Ostheim und Neubrück 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei-
sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung 
unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beauf-
tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 
anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 
2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden.   
Parallel dazu möchte die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein-
werben. Zentral ist dabei das Programm „Soziale Stadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ 
können über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforde-
rungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen IHKs, das 
die Gegebenheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen 
herausarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich. 
Im Ergebnis bedeutet diese Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln, dass 
zusätzlich zu dem raumübergreifenden Leitkonzept insgesamt zehn separate sozialraumbezogene 
IHKs erarbeitet werden. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Verwaltung 
entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes Verfah-
ren vor.   
Für die Sozialräume 
 „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des 
                                                 
1 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden gemäß der Vorgabe des Landes die Sozialräume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße zu einem Handlungsraum zusammengefasst. Er 
kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis 
2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden. 
2 Siehe Fußnote 1

5 
Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 
 „Meschenich und Rondorf“ 
wurden die IHKs fertiggestellt, beim Land zur Anerkennung eingereicht und werden dem Rat hiermit 
zur Beschlussfassung vorgelegt. Die IHKs wurden in einem dynamischen Prozess erarbeitet. Teilwei-
se haben sich die beschriebenen Angebotsstrukturen im Rahmen der Erarbeitungsphase verändert. 
Die IHKs bilden den Stand im Juni 2016 ab. 
Für die Erarbeitung der weiteren IHKs ist ein gestuftes Verfahren vorgesehen:  
 derzeit erfolgt die Bearbeitung der IHKs für die Sozialräume „Humboldt / Gremberg und Kalk“ 
sowie „Bickendorf, Westend und Ossendorf“. 
 bis Herbst 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Bilderstöckchen“ sowie „Hö-
henberg und Vingst“ vorgesehen. 
 bis Ende 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Ostheim und Neubrück“, 
„Bocklemünd / Mengenich“ sowie „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ vorgese-
hen.  
 
2. Einordnung des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord“ in die Programmstruktur 
Der Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ liegt im nördlichen Stadtgebiet und zeigt 
eine heterogene Bebauungsstruktur. Prägend ist dabei insbesondere die Großwohnsiedlung der 
1970er Jahre mit einem hohen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen und einer Sozialstruktur, 
die durch sozio-ökonomische Benachteiligung geprägt ist. In Teilen von Seeberg-Nord und Chorwei-
ler-Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Der Sozialraum grenzt im Norden an landwirt-
schaftlich genutzte Flächen.  
Die Entscheidung den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ zeitnah zu bearbei-
ten, resultiert unter anderem aus den vorhandenen Herausforderungen und Handlungsbedarfen, die 
sich aus dem Sozialraum heraus ergeben, dem besonderen Interesse des Landes sowie den parallel 
verlaufenden Prozessen wie die „Nationalen Projekte des Städtebaus“ und dem Engagement der 
GAG Immobilien AG im Rahmen der Übernahme der so genannten „Bergstedtimmobilien“ in Chorwei-
ler-Mitte.  
Das hier vorgelegte IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Teil des 
Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) bildet den ersten Baustein eines umfassen-
den und langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum.  
In einem zweiten Schritt wird derzeit, in einem kooperativen Verfahren zwischen der Stadt Köln und 
der GAG Immobilien AG unter Beteiligung weiterer Sozialraumakteure bis Mitte 2017 ein weiter ge-
fasstes, langfristig ausgerichtetes Entwicklungs- und Handlungskonzept für „Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ (Phase 2) erstellt. Das in Kooperation mit der GAG Immobilien AG entwickelte 
IHK soll nahtlos an das IHK der Phase 1 anknüpfen und es maßgeblich weiterentwickeln. Die koope-
rative Vorgehensweise wurde gewählt, um städtische Quartiersentwicklungsziele mit den Zielen der 
Integrierten Quartiersentwicklung der GAG Immobilien AG zu verknüpfen und um die zahlreichen 
angelaufenen Planungen und Projekte in den Gesamtprozess zu integrieren. 
Mit dem Land Nordrhein-Westfalen wurde einvernehmlich abgestimmt, dass das Integrierte Hand-
lungskonzept der Phase 1(hier vorgelegt) in Verbindung mit einer Fortschreibung in 2017 (Phase 2) 
als Grundlage für die Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln anerkannt werden kann. Erste 
Bewilligungen liegen bereits vor.  
Das IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ greift die Gliederung des 
Leitkonzepts auf.

6 
Darauf aufbauend wurden 21 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und 
weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und sind zur Umsetzung vorgesehen. 
Am 30.11.2016 erhielten die Bürgerinnen und Bürger aus dem Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ zudem die Gelegenheit, sich über das Maßnahmenpaket des IHK der ersten 
Phase zu informieren und Anregungen einzubringen. In diesem Zuge konnten sich die Bürgerinnen 
und Bürger auch zu dem erweiterten Entwicklungs- und Handlungskonzept der zweiten Phase beteili-
gen und Handlungsbedarfe sowie Lösungsansätze einbringen. Die Ergebnisse wurden bereits am 
26.01.2017 im Rahmen einer Mitteilung (0279/2017) in die BV Chorweiler eingebracht.  
 
3. Finanzen 
Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, 
zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 
rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge- in seiner Sitzung am 20.12.2016 be-
schlossen (Session-Nr. 2899/2016). 
Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs-
ermächtigungen bis 2020 in Höhe von 51,4 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. mittelfristigen Finanz-
planung bis 2020 berücksichtigt. Der darüber hinausgehende Bedarf für die Jahre 2021 und 2022 in 
Höhe von 25,9 Mio. € ist bereits nachrichtlich aufgeführt und wird in den zukünftigen Haushalts-
planaufstellungen berücksichtigt.  
Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der Vorfinanzierung der Maßnahmen als 
auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwar-
tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote 
des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bis maximal 90 % der projekt-
bezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkosten auf Grundlage von Pauschalen, je-
doch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die Städtebauförderung finanziert 
werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 %3 auf. Durch die Kofinanzierung der Städtebauför-
derung mit anderen Fördertöpfen, die -sofern die Voraussetzungen vorliegen- beantragt werden soll, 
kann z.B. für einzelne EFRE-kofinanzierte Maßnahmen eine Förderquote von bis zu 85 % erreicht 
werden. 
Für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ sollen aus dem o. g. Ansatz insge-
samt 4,9 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. 
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadtent-
wicklung. Die im Hpl. 2016/2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020 für das Projekt „Star-
ke Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven 
Zahlungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im 
Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen 
zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht ab-
schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, 
dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah-
lungen geben wird. 
Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewilli-
gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt die 
Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der Um-
setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des IHKs gefährdet. 
 
Anlagen 
 
                                                 
3 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb-
lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.

Anlage 1_IHK für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

259596 Zeichen

Starke Veedel –Starkes Köln                Juni 2016 
      
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressionen aus dem Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“  
 
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten 
 
Integriertes Handlungskonzept für den 
Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ 
 
Stand 06.06.2016

2 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 
 
 
Kontakt / Impressum 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
 
Telefon 0221 / 221-22267 
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 3 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten 
 
Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum 
„Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
Stand 06.06.2016

4 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 5 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Mein Standpunkt 
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger 
in Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, 
 
angesichts wachsender Armut insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren 
Menschen, Alleinerziehenden, Geringqualifizierten oder Langzeitarbeitslosen ist mir der s o-
ziale Ausgleich in unserer Stadt sehr wichtig. lch freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lnt e-
grierten Handlungskonzept ein Programm für lhr Veedel vorlegen zu können, das insbeso n-
dere die Lebensla ge der von Armut bedrohten oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in 
den Blick nimmt. 
Jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichberechtigte Chance haben, am gesellschaftl i-
chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln unserer Stadtge-
sellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und Au s-
bildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung in 
einem lebenswerten, attraktiven Veedel. 
Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekten und Maßnahmen kommen wir di e-
sem Leitbild in den nächsten Jahren hoffentlich ein gutes Stück naher. Das Programm en t-
halt Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen 
aber auch von Erwachsenen, der Integra tion von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, 
beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Enthalten sind auch Wohnum-
feld verbessernde Maßnahmen und lnvestitionen in die örtliche Infrastruktur, mit denen ihr 
Veedel attraktiver werden soll. 
Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und zu beteil i-
gen. Seien Sie dabei, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht, nutzen Sie 
die Fördermöglichkeiten für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum ge ht eine neue 
berufliche Perspektiven zu entwickeln. 
 
 
lhre 
 
Henriette Reker

6 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Vorwort 
 
 
Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. 
Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht. 
Diese Vielfalt spiegelt nicht nur die unter-
schiedlichen Entstehungszeiten und Fun k-
tionalitäten der einzelnen Stadtteile wider, 
sondern auch die Weltoffenheit Kölns.  
Die ausgewogene Entwicklung aller Ve e-
del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. 
Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt 
als a uch für die soziale Balance in der 
Stadt. Hierfür müssen wir frühzeitig Ma ß-
nahmen ergreifen, damit alle Stadtteile 
den „Anschluss behalten“.  
Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die 
Stadt Köln an dem Aufruf „Starke Quarti e-
re – starke Menschen“ des Landes  Nord-
rhein-Westfalen und nutzt so die Chancen 
der aktuellen EU -Förderperiode. Im Fokus 
stehen dabei Armutsbekämpfung und die 
Vermeidung von Ungleichheit.  
Die Stellschrauben der Quartiersentwic k-
lung sind dabei vielfältig. Die im Integrie r-
ten Handlungskonze pt „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ vorgeschlagenen Maßna h-
men widmen sich sowohl der Gestaltung 
des öffentlichen Raumes, als auch sozi a-
len Themen wie Prävention, Bildung, Qu a-
lifizierung sowie dem Klimaschutz und der 
Umweltgerechtigkeit.  
Dabei bauen wir auf dem seit 2005 eta b-
lierten Programm „Lebenswerte Veedel“ 
auf, bei dem die elf Sozialräume Kölns im 
Mittelpunkt stehen. In den Sozialräumen 
 
ist der Bedarf an unterstützenden Angebo-
ten kontinuierlich besonders hoch.  
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord ist durch eine sehr h e-
terogene Situation und seine periphere 
Lage am nördlichen Stadtrand geprägt.  
Besonders hohe städtebauliche und soz i-
alintegrative Handlungsbedarfe werden in 
der Großwohnsiedlung Chorweiler -Mitte 
deutlich, die das Zentrum des Sozialraums 
bildet. Seit den 80er Jahr erfolgten zah l-
reiche stabilisierende Maßnahmen, die 
eine positive Entwicklung in dem Gebiet 
anstießen. Aufgrund der zahlreichen ange-
laufenen Planungen und Projekte ergibt 
sich in dem Sozialraum eine 
ganz besonde re Ausgangslage. Für Bl u-
menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord 
wurde daher abweichend zu den Erste l-
lungsprozessen in den anderen Sozia l-
räumen ein zweistufiges Verfahren für die 
Quartiersentwicklung gewählt. 
Das hier vorgelegte Integrierte Han d-
lungskonzept für den Sozialraum Chorwei-
ler, Blumenberg und Seeberg -Nord bildet 
als Teil des Integrierten Handlungspr o-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
den ersten Baustein eines umfassenden 
und langfristig angelegten Quartiersen t-
wicklungsprozesses. In einem zweiten 
Schritt soll in einem kooperativen Verfa h-
ren zwischen Stadt Köln und der GAG 
Immobilien AG bis Mitte 2017 ein langfri s-
tig ausgerichtetes Entwicklungs - und

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 7 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungskonzept für Chorweiler, Bl u-
menberg und Seeberg -Nord erstellt we r-
den, das an dem Programmgedank en von 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ anknüpft. 
Die Quartiersentwicklung in den elf Sozia l-
räumen stellt uns in den kommenden Ja h-
ren vor vielschichtige Herausforderungen. 
Mit dem vorgesehen Maßnahmenpaket für 
den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord werden die Kräfte aus 
unterschiedlichen Handlungsfeldern in 
einem Ansatz gebündelt. Ich bin mir s i-
cher, dass wir durch diesen integrierten 
Ansatz der Quartiersentwicklung, einen 
guten Schritt für die Stadtteile nach vorne 
machen. 
 
 
 
Ihr  
 
Franz-Josef Höing

8 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 9 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Einleitung 
Das hier vorgelegte Integrierte Handlungskonzept (IHK) für das Soziale-Stadt-Gebiet „Chor-
weiler, Blumenberg und Seeberg-Nord“ als Teil des Integrierten Handlungsprogramms „Star-
ke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) bildet den ersten Baustein eines umfassenden und 
langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum.  
In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, in einem kooperativen Verfahren zwischen Stadt 
Köln und de r GAG Immobilien AG unter Beteiligung weiterer Sozialraumakteure bis Mitte 
2017 ein langfristig ausgerichtetes Entwicklungs - und Handlungskonzept für Chorwei ler, 
Blumenberg und Seeberg-Nord (Phase 2) zu erstellen. Dieses soll nahtlos an das Integrierte 
Handlungskonzept der Phase 1 als Teil der raumübergreifenden Quartiersentwicklungs -
strategie des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) anknüpfen und es maßgeblich 
weiterentwickeln.  
Die GAG ist mit rund 1.800 Wohnein heiten im Sozialraum Chorweiler, Blumenberg und See-
berg-Nord vertreten. Weitere 1.200 Wohnungen kommen gegebenenfalls mit Übernahme der 
bisher zwangsverwalteten Bestände in Chorweiler-Mitte hinzu. In direkter Nachbarschaft des 
Sozialraums entsteht ein GAG -Neubauprojekt mit weiteren 250 Wohne inheiten. Über 3.000 
Wohnungen, das heißt rund 8  % des Gesamtwohnungsbestandes der GAG Immobilien AG , 
sind unmittelbar mit dem Gebiet verbunden.  
Um die städtischen Quartiersentwicklungsziele  mit den 1 1 Zielen der Integrierten Quartiers-
entwicklung der GAG Immobilien AG zu verknüpfen, soll ein gemeinsames , umfassenderes 
Integriertes Handlungskonzept für Chorweiler , Blumenberg und Seeberg-Nord erarbeitet 
werden. Aufgrund der besonderen Ausgangslage im Sozialraum mit den zahlreichen ang e-
laufenen Planungen und Projekten wurde abweichend zu den Erstellungsprozessen in ande-
ren Sozialräumen diese kooperative Vorgehensweise gewählt. 
Zur nachhaltigen Stabilisierung d es Sozialraums bedarf es einer langfristig strukturell wir k-
samen Stadtteilentwicklungskonzeption mit e inem integrierten Ansatz, aufbauend auf die 
intensive Einbindung aller Anwohnerinnen und Anwohnern, Betroffenen und sonstigen Stadt-
teilakteuren, vor allem auch der Wohnungseigentümer. Zielsetzung ist es, sämtliche laufende 
Aktivitäten zu bündeln und diese in eine räumliche und soziale Gesamtkonfiguration zu integ-
rieren und bei Bedarf zu ergänzen, um den Sozialraum nachhaltig positiv weiterzuentwickeln. 
Besonderen Stellenwert kommt bei der partizipativen Entwicklung des fortgeschriebenen 
Integrierten Handlun gsprogramms der Einordnung der städtebaulichen Qualifizierung der 
drei zentralen Plätze in Chorweiler -Mitte (Nationale Stadtentwicklungsprojekte), der ang e-
strebte Übernahme der unter Zwangsverwaltung stehenden Wohnungsbestände und der 
Realisierung des Neubauprojektes der GAG zu. 
Aufgrund der bekannten Problemlagen im Sozialraum ist davon auszugehen, dass Chorwe i-
ler-Mitte weiterhin inhaltlicher und räumlicher Schwerpunkt der Befassung sein wird. Dan e-
ben sollen im Rahmen des fortgeschriebenen Handlungskonzept es auch Aussagen zu einer 
möglichen Beteiligung der GAG an der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld, im Nord-
Westen angrenzend an den Sozialraum, getroffen werden. 
Mit dem Land Nordrhein -Westfalen wurde einvernehmlich abgestimmt, dass das Integrierte  
Handlungskonzept der Phase 1 in Verbindung mit einer Fortschreibung in 2017 als Grundl a-
ge für die Förderung anerkannt werden kann.

10 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Karte 1: Übersicht mit Quartiersabgrenzung - Schwerpunkt Qualifizierung und Sozi a-
les

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 11 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Karte 2: Übersicht mit Quartiersabgrenzung - Schwerpunkt Bildung

12 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung1 im Sozialraum 
 
2007 bis 2013 deutliche Zunahme an Kindern und Jugendlichen in SGB ll -Bedarfsgemeinschaften 
(weit überdurchschnittlicher Wert), sehr hoher Wert an Empfängerinnen und Empfängern von 
Grundsicherung im Alter, sehr hoher Jugendquotient und hoher Anteil an Familien mit Kindern, sehr 
hoher Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund. 
 
 
Charakteristik des Sozialraums (stadträumliche Besonderheiten) 
Lage im 
Stadtge-
biet 
Bezirk: 
Chor-
weiler 
Stadtteile:  
Blumenberg, Chorweiler,  
Seeberg-Nord 
angrenzende Sozia l-
räume: 
keine 
Fläche: 
221 ha 
Siedlungs-
entwick-
lung 
Stadtteile an der nördlichen Peripherie, Entwicklung von Seeberg in den 1960er -
Jahren, ab 1971 Bebauung des Kernbereiches Chorweiler -Mitte, anschließend Cho r-
weiler-Nord, in den 1980er Jahren Blumenberg, fast ausschließlich öffentlich geförde r-
ter Geschosswohnungsbau durch Wohnungsbauge sellschaften, Gebäudezustand je 
nach Eigentümer sehr verschieden. 
Nahver-
sorgung 
Bezirkszentrum Chorweiler -Mitte mit Einkaufszentrum und rund 100 Betrieben. S u-
permarkt und Discounter in Chorweiler -Nord, Nahversorgungszentrum Blumenberg, 
Seeberg-Nord ist an Chorweiler-Mitte angebunden. 
Anbindung 
ÖPNV, 
MIV 
Optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr von Chorweiler -Mitte, 
gute Anbindung der übrigen Sozialraumbereiche. 
S-Bahn Linien S 11 und S 6, Stadtbahn Linie 15, diverse Buslinien. Sehr kurze Anbin-
dung des motorisierten Individualverkehrs an das Fernstraßennetz zur Autobahn 57 
und über das Kreuz Köln-Nord auf die Autobahn 1. 
Grün / 
Freizeit 
Das Programmgebiet ist komplett von Grün - und Freiflächen umgeben, teilweise zi e-
hen sich Grünzüge in und  durch das Gebiet. Viele Freizeitmöglichkeiten zum Beispiel 
durch gut ausgestattete Spielplätze, 2 Schwimmbäder, Kletterhalle Canyon, einen 
Badesee, Naherholungsgebiet Fühlinger See (zum Teil benachbart). 
Gewerbe Sehr geringer Anteil an Gewerbebetrieben, neben einer Tankstelle lediglich Glaserei 
sowie Handel und Dienstleistungsunternehmen, Sozialgewerbe im „Handwerkerhof 
Chorweiler“. 
soziale Umfassende Beratungs- und Hilfeangebote durch eine Vielzahl sozialer Akteure (zum 
                                                           
1 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (vergleiche Kapitel 6 An-
hang 13) 
 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient *
Altenquotient 
** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote
***
Betreuungs-
quote U10 
****
 Gymnasi-
astenquote 
*****
insgesamt Quote
2007 28.023 73,1 37,5 20,3 7.235 29,8 2.179 40,4 1.008 28,0 49,5 x 2.422 19,2
Entwicklung 
2007 bis '13 -955 1,4 -1,3 4,7 -426 0,1 57 4,3 252 2,1 13,0 x -251 -3,5
2013 27.068 74,5 36,2 25,0 6.809 29,9 2.236 44,7 1.260 30,1 62,5 20,7 2.171 15,7
Stadt Köln 
2013 34,9 23,6 26,8 13,2 30.300 22,2 12.421 6,7 64,9 38,8 51.706 9,5
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
2007 10.051 36,9 21,1 17,4 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
Entwicklung 
2007 bis '13 416 -4,0 4,3 4,5 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz
2013 10.467 32,9 25,4 21,9 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014 / 2015
Stadt Köln 
2013 18,4 24,1 23,1
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose
Haushalte
Einwohnerstruktur

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 13 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Akteure Beispiel Sozialraumkoordination, Mieterkontaktstelle, Aktiv für Arbeit in Chorweiler) 
und Kooperationen (zum Beispiel Arbeitskreis "Interkulturelles", Arbeitskreis -
Chorweiler). 
Kita / 
Schulen 
Insgesamt 18 Kindertagesstätten und alle Schulformen einschließ lich Gesamtschule 
und Freie Waldorfschule, diverse Kindertagesstätten 
 
Stabilisierungsmaßnahmen 
Sozial-
raum-
koordinati-
on 
Sozialraumkoordination seit 2006 durch Stadt Köln / Bürgerzentrum Chorweiler (Be n-
jamin Stieb). Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen durch Ermittlung der 
Bedarfe, Vernetzung der Akteure, Schaffung von Kooperationen, Initiierung neuer 
Projekte, Umsetzung „Lokaler Aktionsplan“. 
Städt. 
Maßnah-
men 
Ergänzungsprogramm Chorweiler 1985 -1989, Sanierungsgebiet Chorweiler -Mitte 
1989-2000 
Soziale Stadt-Gebiet (SmbE) 1994-2004. 
Private 
Maßnah-
men 
Private Investitionen in Teilen des Wohnungsbestandes und im Geschäftszentrum, 
dauerhafte Instandhaltung durch einige Privateigentümer mit dem Ziel nachhaltiger 
Wohnungswirtschaft.  
 
Fazit 
Massive Probleme durch schlechten Zustand großer Teile der Wohnbebauung in Folge von ma n-
gelnder Instandhaltung, städtebauliche Optimierung des Bereiches um den Busbahnhof und die S -
Bahnstation erforderlich, wie auch Verbesserung der Grünsituation einschl ießlich westlicher Par k-
hausausfahrt des City -Centers, ebenso der öffentlichen Räume des Quartiers Chorweiler -Nord. 
Stabilisierung der sozialen Situation und sozialverträgliche Aufwertung in großen Teilen des Sozia l-
raumes notwendig, vorhandene intensive Soz ialarbeit im Viertel ist weiterhin erforderlich. Alle Qua r-
tiere mit Wohngebäuden im Geschosswohnungsbau weisen eine hohe Anzahl an Empfängerinnen 
und Empfängern von SGB ll auf, sowie einen hohen Anteil betroffener Kinder und Jugendlicher .

14 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Sozialraumspezifische Bestandsanalyse2  
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord zählt überwiegend zu den 
Großwohnsiedlungen der 1970er Jahren, der durch einen hohen Anteil an öffentlich gefö r-
derten Wohnungen und eine problematische Sozialstruktur geprägt ist. In Teilen von Se e-
berg-Nord und Chorweiler -Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Das Gebiet ist im 
Norden von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.  
 
Demographische, soziale und Bildungssituation  
Aufgrund der stark  verdichteten Bauweise zählt der Sozialraum mit 27.000 Einwohnerinnen 
und Einwohnern zu einem der einwohnerstärksten Gebiete des Programmgebietes. Auffällig 
ist der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund, der im S o-
zialraum etwa zwei Drittel beträgt, in einzelnen Quartieren sogar über 80 %  umfasst (Chor-
weiler-Nord Geschosswohnen, West und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum).  
Der Sozialraum ist zudem durch seine junge Bevölkerungsstruktur gekennzeichnet. In etwa 
zwei Drittel der Ha ushalte leben Kinder, im Kölner Durchschnitt sind dies weniger als ein 
Viertel der Haushalte. Häufig wachsen diese Kinder und Jugendlichen jedoch in prekären 
finanziellen Verhältnissen auf: Knapp die Hälfte der Kinder und Jugendlichen unter 15 Ja h-
ren leben in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Unter den Erwachsenen bezieht jede dritte Per-
son Leistungen nach dem SGB II. In den Quartieren Chorweiler -Nord Geschosswohnen 
West und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum betrifft dies jede vierte Einwohnerin beziehung s-
weise jeden vierten Einwohner. In den Reihenhaussiedlungen liegt die Quote hingegen bei 2 
bis 3 %.  
Auch die Betroffenheit von Altersarmut ist im Sozialraum sehr hoch, da jede dritte Person 
Grundsicherung im Alter bezieht. Im Quartier Chorweiler -Mitte Bezirkszentrum sind dies s o-
gar zwei Drittel der Bevölkerung.  
Die Kinderbetreuungsquote liegt leicht unter dem städtischen Durchschnitt und auch die Bi l-
dungsteilhabe ist geringer ausgeprägt als im Kölner Mittel.  
Der Sozialraum ist ein sogenannter „Ankommensstadtteil“, in den vielfach Menschen von 
außerhalb zuziehen und nach erfolgreicher Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesel l-
schaft den Raum wieder verlassen.  
 
  
                                                           
2 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und  
 Statistik):  
 Die Angaben zur sozialen und demografischen Situation beziehen sich auf das Jahr 2013. Um zeitliche Entwicklungen 
darzustellen, wurden zudem die Werte von 2007 in den Steckbrief aufgenommen. (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadt-
entwicklung und Statistik).  
 Die Beschreibungen zum öffentlichen Raum entsprechen dem Stand aus dem Jahr 2015.  
 Die Ausgangssituation zum Themenbereich Wirtschaft und Wohnen umfassen verschiedene Datengrundlagen: 
o Gewerbe- und Industrieflächen; Stand 2015  
o Einzelhandel- und Zentrenkonzept, Beschäftigungssituation, Wohnungsbestand der GAG Immobilien AG, Anteil öf-
fentlich geförderter Wohnungen; jeweils Stand 2013  
o Kaufkraftindex; Stand 2007  
o Wohnzufriedenheit: Demografie-Umfrage der Stadt Köln, 2009 
Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten zu Grün- und Freiflächen 
stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und wurden in 2015 berechnet, die Berechnung der Luft-
schadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 15 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Situation des öffentlichen Raums 
Die Entwicklungen im öffentlichen Raum seit 1985 
Seit den 1980er Jahren wurden verschiedene Maßnahmen in Chorweiler durchgeführt:  
 Ergänzungsprogramm Chorweiler 1985 bis 1989 (Wohnumfeldverbesserung, Ve r-
kehrsberuhigung), 
 Sanierungsgebiet Chorweiler-Mitte 1989 bis 2000 (Fortführung von Wohnumfeld- und 
Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Neuanlage Olof-Palme-Park, Spielplatzneugestal-
tungen und weitere Maßnahmen.), 
 Soziale Stadt Gebiet (SmbE) von 1994 bis 2004 (2010) (Schwerpunkt offene J u-
gendarbeit, Integration der Jugendlichen mit Schwerpunkt bei arbeitslosen Jugendl i-
chen und Einbeziehung ausländischer Mädchen; ferner unter anderem Neubau Kle t-
terhalle „Canyon“ und Umbau S-Bahn-Haltestelle Chorweiler-Nord), 
 Private Investitionen in Teile des Wohnungsbestandes und in das Geschäftszentrum,  
 Sozialraumkoordination seit 2006 bezogen auf Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord durch die Stadt Köln, Koordinations - und Anlaufstelle im Bürgerzentrum Cho r-
weiler. 
Die bisherigen Maßnahmen haben Verbesserungen bewirkt, reichten jedoch nicht aus, die 
städtebauliche und strukturelle Situation in Gänze zu verbessern. Zur sozialen Stabilisierung 
des Stadtteils ist ein breit angelegter wirksamer Lösungsansatz erforderlich , der langfristig 
trägt.  
 
Aktuelle Entwicklungen im öffentlichen Raum    
Im Juli 2011 wurde vor dem Hintergrund der seinerzeit drohenden Zwangsversteigerung der 
vernachlässigten hochg eschossigen Großwohnanlagen unter anderem  Stockholmer Allee, 
Osloer Straße und Florenzer Straße mit über 1.200 öffentlich geförderten Wohnungen (Insol-
venz Bergstedt) die Einleitung Vorbereitender Untersuchungen (VU) gem. § 141 BauGB für 
das Gebiet Chorweiler -Mitte vom Rat beschlossen. 3 Die Verwaltung wurde beauftragt, ko n-
krete Handlungsvorschläge zur sozialen Stabilisierung und Stärkung des Untersuchungsg e-
bietes einschließlich adäquater Rechtsinstrumente darzustellen. Der Grund dafür liegt vor 
allem in der Tatsache, dass trotz langjähriger Stadter neuerungsbemühungen Problemlagen 
insbesondere im bezirkszentralen Bereich Chorweiler -Mitte fortbestehen. Es besteht somit 
die Gefahr, dass diese in erheblichem Umfang negativ in den Stadtbezirk ausstrahlt. Ken n-
zeichnend hierfür ist eine Konzentration von H aushalten mit Abhängigkeiten von Transfe r-
leistungen in hoch verdichteten Großwohnanlagen, teilweise mit erheblichen Instandse t-
zungs- und Modernisierungsbedarfen. 
Zwischenzeitlich ergeben sich gute Aussichten, dass die Zwangsversteigerung verhindert 
werden kann. Seit Juni 2015 ist die GAG Immobilien AG mit der Übernahme dieses erhebl i-
chen Wohnungsbestandes betraut.  
                                                           
3 Von 1989 bis März 2000 war bereits ein Sanierungsgebiet Köln-Chorweiler nach § 142 Absatz 4 Baugesetzbuch 
(BauGB) nach dem sogenannten „vereinfachten Verfahren“ förmlich festgelegt. Dabei wa r die Genehmigung s-
pflicht nach § 144 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) ausgeschlossen worden. Im Rahmen der Anerkennung von 
Chorweiler als „Soziale -Stadt“-Gebiet 1994 durch das Land Nordrhein -Westfalen sind nachfolgend städtebaul i-
che Einzelmaßnahmen fortgefüh rt und spezielle Jugendhilfemaßnahmen bis 2004 gefördert worden. Die Wi r-
kung dieser Maßnahmen und auch der dann folgenden Sozialraumkoordination hat jedoch die strukturelle 
Problemlage nicht ausreichend beseitigt. Aus diesem Grund soll die Neufestlegung ei nes Sanierungsgebietes im 
klassischen Verfahren mit Anwendung des besonderen Städtebaurechts im Rahmen der vorbereitenden (Sani e-
rungs-)Untersuchungen geprüft werden.

16 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Am 16.07.2015 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktors i-
cherheit die Aufnahme des Projektes „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel“ in 
das Bundesprogramm „Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus“ bekanntgeben. 
Ziel des Projektes ist die Erneuerung des Bezirkszentrums Chorweiler. Das Projekt setzt sich 
aus folgenden Teilmaßnahmen zusammen:  
 Neugestaltung Pariser Platz  
 Neugestaltung Liverpooler Platz  
 Neugestaltung Lyoner Platz  
 Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld  
Darüber hinaus finanziert die Stadt Köln im Rahmen des Programms „Aufwertung von zen t-
ralen Plätzen im Stadtbezirk Chorweiler“ die Neugest altung des Weserplatzes in Chorweiler-
Nord.  
Über das Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein -Westfalen (2015) wird ferner ein 
Verfügungsfonds für die Jahre 2018 und 2019 finanziert, der das bürgerschaftliche Engag e-
ment in Chorweiler-Mitte fördern soll.  
In 2016 soll zudem ein städtischer Aktivierungsfonds umgesetzt werden, der als Anstoß für 
das Integrierte Handlungsprogramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ dienen soll.  
Eine weitere Maßnahme in diesem Sozialraum ist die Auslobung des Landeswettbewerbes 
2015 „Neues Wohnen in Chorweiler-Nord“, um nachhaltige Antworten auf die wohnungspol i-
tischen Fragen der Zukunft zu finden. Gesucht werden zukunftsfähige Antworten auf die 
dichte Bebauung der bestehenden Nachbarschaft. D es Weiteren sollen die bestehenden 
Freiraumqualitäten des Grundstückes mit seiner Umgebung aufgenommen und für das neue 
Quartier genutzt werden. Zusätzlich soll in dem neuen Quartier Wohnraum für Flüchtlinge zur 
Verfügung gestellt werden. Insgesamt sollen rund 250 Wohneinheiten durch die GAG Imm o-
bilien AG geschaffen werden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 17 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Tabelle 1: Übersicht über die aktuellen Entwicklungen im öffentlichen Raum  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Maßnahme Beschreibung Finanzierung / Förderprogramm 
Lebenswerte Veedel – Bürger- und 
Sozialraumorientierung in Köln 
Sozialraumkoordination in 11 Sozialräumen Städtisch  
Vorbereitende Untersuchungen (VU) 
gem. § 141 BauGB für das Gebiet 
Chorweiler-Mitte 
Entwicklung konkreter Handlungsvorschläge und Rechtsinstr u-
mente zur  sozialen Stabilisierung und Stärkung des Unters u-
chungsgebietes 
Städtisch  
Lebenswertes Chorweiler – ein Zen t-
rum im Wandel 
Neugestaltung Pariser Platz  
Neugestaltung Liverpooler Platz  
Neugestaltung Lyoner Platz  
Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld  
Bundesprogramm „Investitionen in Nationale Pr o-
jekte des Städtebaus“ 
Neugestaltung Weserplatz in Chorwe i-
ler-Nord 
Optimierung des Platzes  städtisches Programm „Aufwertung von zentralen 
Plätzen im Stadtbezirk Chorweiler“ 
Programmgebiet Soziale Stadt: Verf ü-
gungsfonds 
Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement  Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein -
Westfalen (2015) 
Aktivierungsfonds 2016 Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement 
Anstoß für das Integrierte Handlungsprogramm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ 
Städtisch  
Neues Wohnen in Chorweiler-Nord zukunftsfähige Antworten auf die dichte Bebauung der best e-
henden Nachbarschaft 
Wohnungsneubaumaßnahme von rund 250 Wohneinheiten 
durch die GAG Immobilien AG 
Landeswettbewerb 2015 „Neues Wohnen in 
Chorweiler-Nord“ 
Integrierte Handlungsprogramm „Sta r-
ke Veedel – Starkes Köln“ 
Maßnahmen in vier Handlungsfeldern:   
o Früh ansetzende Hilfen 
o Öffentlicher Raum 
o Wirtschaft und Qualifizierung 
o Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und 
Lärmminderung  
EU-Förderperiode 2014-2020 (EFRE/ESF/ELER)

18 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 19 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Bewertung des öffentlichen Raums 
Die städtebauliche Situation am Busbahnhof ist nicht ausreichend gestaltet. Der dazu im 
räumlichen Zusammenhang stehende Ausgang der Stadtbahnhaltestelle „Chorweiler Mitte“ 
am Londoner Platz weist städtebauliche Missstände auf und wird als Angstraum empfunden. 
Dies gilt auch für den Quartiersmittelpunkt „Weserplatz“ in Chorweiler -Nord. Am S-Bahnhof / 
Busbahnhof Chorweiler-Mitte besteht darüber hinaus Potenzial für die Einrichtung einer M o-
bilitätszentrale inklusive Mietauto- und Mietradangebot. 
Diverse private Freiflächen im Programmgebiet sind mangelhaft gestaltet und mindergenutzt. 
Eine erhöh te Müllproblematik in einigen Teilen des Sozialraumes mindert die Aufenthalt s-
qualität im öffentlichen Raum zum Teil erheblich. Ein weiteres städtebauliches Problem ste l-
len die zahlreichen vorhandenen Parkhäuser in schlechtem baulichem Zustand dar. 
Durch die Gebäudestruktur und fehlende Beschilderung ist die Orientierung in einigen Teilen 
des Sozialraumes erschwert. Private Freiflächen sind oftmals mangelhaft gestaltet und mi n-
dergenutzt.  
Das städtische Bürgerzentrum arbeitet nach der Kölner Rahmenkonzeption , inklusive der 
dort verankerten Sozialraumkoordination wirkt die Einrichtung seit vielen Jahren verlässlich 
als Begegnungsstätte im Stadtbezirk Chorweiler. Zurzeit wird die Einrichtung umfangreich 
saniert. Für den Bereich Blumenberg wird von Akteuren vor Ort ein Bedarf für ein Bege g-
nungszentrum gesehen.  
Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Sozialraum ist sehr gut: 
Zwei S-Bahnlinien, eine Stadtbahnlinie und diverse Buslinien binden den Raum an, wen n-
gleich die Entfernung zur Kölner  Innenstadt mit über 10 km erheblich ist. Auch die Erreic h-
barkeit des Fernstraßennetzes zur BAB 57 und zur BAB 1 ist gut.   
 
Wirtschaftliche Situation 
Durch die Lage des Bezirkszentrums Chorweiler im Sozialraum ist die Versorgungssituation 
als gut zu bezei chnen. Der Stadtteil Blumenberg besitzt zudem ebenfalls ein Nahverso r-
gungszentrum. Zum Teil liegen einzelne Räume jedoch außerhalb des Einzugsbereiches des 
Bezirkszentrums, diese werden aber durch einzelne Lebensmittelbetriebe mitversorgt. In 
qualitativer Hinsicht bestehen Defizite in der Versorgung.  
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord weist kein Gewerbegebiet auf, 
entsprechend gering ist der Anteil an Gewerbebetrieben im gesamten Gebiet. Hervorzuh e-
ben ist das Sozialgewerbe „Handwerkerho f Chorweiler“. Ansonsten finden sich wohnortb e-
zogene Dienstleistungen, quartiersbezogene Einzelhandelbetriebe (zusätzlich zu dem B e-
zirkszentrum und dem Nahversorgungszentrum in Blumenberg) und Einrichtungen der sozia-
len Infrastruktur in hoher Dichte. 
Der Kaufkraftindex gibt die Kaufkraft der Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtteil im Ve r-
gleich zum Bundesdurchschnitt wieder. Die Stadtteile Blumenberg und Chorweiler  weisen 
dabei mit die niedrigsten Werte (unter 100) in den elf Sozialräumen auf. 
Der Anteil d er sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Sozialraum liegt deutlich unter 
dem stadtweiten Durchschnitt. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit, die Langzeitarbeitslosi g-
keit und die Zunahme der Arbeitslosigkeit junger Menschen unter 25 Jahren sind für d as Ge-
biet problematisch.  
Seit September 2015 wird im Sozialraum Blumenberg, C horweiler und Seeberg -Nord das 
Modellvorhaben „Verbraucherberatung im Quartier“ umgesetzt. Im Rahmen des Modelvo r-
habens bietet die Verbraucherzentrale NRW eine erweiterte, niedrigschwellige Verbraucher-
beratung an wechselnden Standorten in dem Sozialraum an. Die Verbraucherberatung ric h-

20 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
tet ihre Informations - und Beratungsangebote insbesondere an Bürgerinnen und Bürger mit 
geringen finanziellen Mitteln und geringer formaler Bi ldung, an Ältere und an Menschen mit 
Migrationshintergrund. 
 
Wohnsituation 
Der Sozialraum hat zwar insgesamt einen höheren Anteil an Gebäuden bei den Ein - und 
Zweifamilienhäusern, der Kern des Raumes (Chorweiler -Mitte) ist aber durch zum Teil sehr 
dominante Hochhausbebauung geprägt. Die Stadt hat daher die GAG Immobilien AG damit 
beauftragt, den in Zwangsverwaltung stehenden Bestand über 1.200 Wohneinheiten in 
Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften. Der weit überwiegende Teil der Wohnungen 
ist in Chorweiler öffentlich geförderter Wohnraum (81,9  %). In Blumenberg und Seeberg b e-
trägt dieser Anteil circa ein Fünftel. 
Die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung, die im Rahmen der Demografie -Umfrage 2009 
ermittelt wurde, entspricht mit circa 70 %  etwa dem stä dtischen Durchschnitt, während die 
Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld mit etwa 45 %  deutlich unter dem Stadtdurch schnitt von 
knapp 70 % liegt. Dies kann auf die augenscheinlich massiven Probleme durch den schlech-
ten Zustand großer Teile der Wohnbebauung der Hochhaussiedlungen in Chorweiler -Mitte 
und die Vernachlässigung des Wohnumfeldes zurückgeführt werden.  
 
Ökologische und klimatische Situation 
Der Sozialraum ist durch eine verhältnismäßig gute Grün - und Freiraumversorgung gekenn-
zeichnet. Der Anteil der Grün- und Freifläche beträgt 15,1 m² je Einwohnerin und Einwohner. 
In einem 500 m Radius stehen jeder Bewohnerin und jedem Bewohner 133,4 m² Grün - und 
Erholungsfläche zur Verfügung. Auch die Ausstattung mit Straß enbäumen liegt mit 95,8 
Bäumen je Straßenkilometer über dem städtischen Durchschnitt. Der Zugang zu diesen 
Grünflächen ist jedoch aus einigen Bereichen des Sozialraumes erschwert, da Verkehrsw e-
ge aufgrund ihrer unzureichenden Querungsmöglichkeiten eine trennende Wirkung besitzen.  
Insgesamt leben 16,3 %  der Bevölkerung in einem klimaaktiven beziehungsweise sehr kl i-
maaktiven Bereich. Der überwiegende Anteil der Bevölkerung (etwa 75%) wird zukünftig in 
Siedlungsgebieten die von Wärmebelastung betroffen sind, leben, nur ein geringer Anteil der 
Einwohnerinnen und Einwohner in hoch oder sehr hoch belasteten Gebieten. Dam it weist 
dieser Sozialraum die günstigste stadtklimatische Ausgangslage des Programmgebietes auf.  
Für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord sind keine hohen Luftbela s-
tungen festzustellen. Einige Abschnitte der Straßen Willi -Suth-Allee, Me rianstraße, He r-
stattallee und Athener Ring weisen jedoch erhöhte Belastungen auf. Auch die Lärmbelastung 
durch Straßen-, Schienen- oder Fluglärm oder durch Anlagen ist gering. Es sind keine Ve r-
kehrswege durch besondere Lärmbelastungen gekennzeichnet.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 21 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Tabelle 2: Stärken-Schwächen-Analyse und Ableitung der Handlungsbedarfe im Soz i-
alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Ist-
Analyse  
Stärken  Herausforderungen  Handlungsbedarf 
Demogra-
phische, 
soziale und 
Bildungs-
situation 
Wachsende kulturelle 
Vielfalt 
„Junger“ ausgeprägt 
multikultureller Sozial-
raum 
Hohe Kreativität das 
Leben zu meistern 
Bürgerschaftliches 
Engagement vorhan-
den (zielgruppenspe-
zifisch) 
Aktivierungsprobleme 
Hoher, steigender Anteil 
von SGB II-Bezieherinnen 
und Bezieher und Arbeits-
losen mit hoher Betroffen-
heit von Kindern in Quartie-
ren mit Geschosswoh-
nungsbau  
„Ankunftsstadtteil“ 
Wachsende Altersarmut auf 
hohem Ausgangsniveau 
Unzureichender Zugang zu 
Bildungsteilhabe 
Optimierung präventiver integrier-
ter Angebotsstrukturen mit Lü-
ckenschluss, speziell für Kinder 
und Jugendliche 
Verbesserter Zugang zu Bil-
dungsangeboten 
Aktivierung und Empowerment, 
vor allem von SGB II-
Bezieherinnen und Bezieher und 
Langzeitarbeitslosen  
Sicherung der Teilhabe von jun-
gen und älteren Menschen  
Stärkung des intergenerativen 
Zusammenlebens 
 
Wirtschaft 
und Woh-
nen 
Sozialgewerbe im 
„Handwerkerhof 
Chorweiler“ 
Gute Nahversor-
gungslage 
GAG und gegebe-
nenfalls weitere akti-
ve Kooperations-
partner vor Ort  
Überdurchschnittlich 
hoher Anteil öffent-
lich geförderter und 
damit preiswerter 
Wohnungen in 
Chorweiler 
Ankauf des prekä-
ren, lange Zeit unter 
Zwangsverwaltung 
stehenden, Woh-
nungsbestandes 
(1.200 Wohneinhei-
ten) durch die GAG 
Hohe Arbeitslosigkeit und 
zunehmende Verschlechte-
rung der Arbeitslosenquote, 
insbesondere auch bei 
jungen Leuten unter 25-
Jahren 
Sehr hohe Quote bei den 
langzeitarbeitslosen Perso-
nen 
Massive Probleme durch 
schlechten Zustand großer 
Teile der Wohnbebauung 
der Hochhaussiedlung in 
Chorweiler-Mitte  
Vernachlässigung des 
Wohnumfeldes, insbeson-
dere in Chorweiler-Mitte 
Geringe Teilhabe der Be-
wohnerinnen und Bewoh-
ner sowie fehlende Bera-
tungs- und Angebotsstruk-
turen zur Teilhabe 
Qualifizierung von jungen Er-
wachsenen und Verbesserung 
des Überganges Schule / Ausbil-
dung / Beruf 
Unterstützung bei der Integration 
von langzeitarbeitslosen Men-
schen 
Private Investitionen in Teilen des 
Wohnungsbestandes in Chorwei-
ler-Mitte notwendig  
Aufbau und Etablierung von nach-
haltigen Kooperationsstrukturen 
der vor Ort aktiven Wohnungsge-
sellschaften und Einzeleigentümer  
Stärkung des Verantwortungsbe-
wusstseins der Bewohnerinnen 
und Bewohner für ihr Wohnquar-
tier / Verbesserung des Wohnum-
feldes  
Aktivierung und Empowerment der 
Mieterinnen und Mieter in Chor-
weiler-Mitte

22 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Ist-
Analyse  
Stärken  Herausforderungen Handlungsbedarf 
Ökologi-
sche / kli-
matische 
Situation 
Sozialraum ist von 
Grün- und Freiflächen 
umgeben und durch-
zogen, Spielflächen, 
Schwimmbäder, Nah-
erholungsgebiet Füh-
linger See, Kletterhal-
le Canyon. 
Geringster Anteil an 
Flächen mit hoher 
oder sehr hoher 
Wärmebelastung un-
ter den elf Sozialräu-
men  
Hohe Anzahl an Stra-
ßenbäumen 
 
Hochverdichtete vielge-
schossige Wohnbebauung 
Etwa 75 % der Wohnbevöl-
kerung werden zukünftig 
auf einer durch Wärme 
belasteten Siedlungsfläche 
leben  
Schaffung von Bewegungs- und 
Spielmöglichkeiten  
Informations- und Beratungsan-
gebote zum Klimawandel schaf-
fen 
Öffentlicher 
Raum 
Gute Verkehrsanbin-
dung (ÖPNV, MIV) 
Begegnungsstätte in 
Chorweiler vorhanden 
Plätze in den Bezirkszen-
tren und den Quartieren mit 
geringer Aufenthaltsqualität 
„Angsträume“ im Sozial-
raum  
Orientierung im Quartier 
durch Gebäudestruktur 
schwierig  
Private Freiflächen sind 
mangelhaft gestaltet und 
mindergenutzt  
Fehlende Begegnungsstät-
te in Blumenberg 
Müllproblematik 
Platzgestaltung  
Schaffung von Begegnungsräu-
men 
Maßnahmen zur Wohnumfeldver-
besserung (Müllproblematik) 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
 
Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“ Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord 
Entsprechend den in Kapitel 2.4 dargestellten Anforderungen werden das Bezirkszentrum 
Chorweiler-Mitte und die Wohngebiete des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler, Seeberg -
Nord in nachfolgender Kartenabbildung (vergleiche Karte 3) festgelegt. Die Abgrenzung des 
Sozialraumes wird um unmittelbar angrenzende öffentliche Grünbereiche arrondiert sowie 
um die Wohnbaufläche Weichselring / Swinestraße, die Gegenstand des Land eswettbe-
werbs 2015 ist. Das so abgegrenzte Soziale-Stadt-Gebiet Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-
Nord ist rund 276 ha groß.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 23 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Karte 3: Gebiet der „Sozialen Stadt“ Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

24 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Maßnahmen für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Abgeleitet von der Stärken -Schwächen-Analyse und den sich daraus ergebenden Han d-
lungsbedarfen, liegen die Schwerpunkte der Maßnahmen in diesem Sozialraum im Bereich 
der Prävention und verteilen sich wie folgt auf die Handlungsfelder „Verbesserte Teilhabe 
und Mitwirkung“, „Früh ansetzende Hilfen“, „öffentlicher Raum“, „Wirtschaft und Qualifizi e-
rung“, „Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung “ und „Wo h-
nen“. 
Tabelle 3: Maßnahmen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement 
und Aktivierung f ür den So zial-
raum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord 
Durch die zusätzlich im Rahmen des  Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ konzipierten Maßna h-
men besteht ein Unterstützungsbedarf der Sozia l-
raumkoordination hinsichtlich der Kommunikation der 
Maßnahmen in die bestehenden Netzwerke. 
0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation 
im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord 
Um auf sich verände rnde Rahmenbedingungen im 
Zuge der Program mumsetzung reagieren zu können, 
muss der Prozess der Programmumsetzung laufend 
bewertet und Handlungsempfehlungen abgeleitet we r-
den. 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
1.0.5 Integration auch von zugewa n-
derten Kindern, Jugendlichen 
und jungen Erwachsenen mit 
Flüchtlingsstatus in die best e-
henden Regelsysteme durch 
aufsuchende mobile Arbeit im 
Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl an zugewa n-
derten Kindern und Jugendlichen geprägt, so dass 
frühzeitig präventive Maßnahmen zur Integration erfor-
derlich sind.  
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene 
Kinder- und Jugendarbeit Köln 
im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern 
und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig präve nti-
ve Maßnahmen zur Qualifizierung in der offenen Ki n-
der- und Jugendarbeit erforderlich sind. 
1.0.12 Sprachförderangebote für neu 
eingereiste Jugendliche und 
junge Erwachsene zwischen 16 
und 25 Jahren mit keinen oder 
geringen Deutschkenntnissen im 
Rahmen von Ju gendintegrati-
onskursen im Sozialraum Bl u-
menberg, Chor weiler und Se e-
berg-Nord 
Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl an zugewa n-
derten Kindern und Jugendlichen, die oftmals unz u-
reichende Sprachkompetenzen besitzen, geprägt, so 
dass frühzeitig präventive  Maßnahmen zur Sprachfö r-
derung erforderlich sind.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 25 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Über leitung 
ins Regelsystem und Ent wick-
lung einer beruflichen Perspekt i-
ve für junge Menschen mit ps y-
chischen Problemen bis 27 Ja h-
re in allen Sozialräumen; hier für 
den Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Jugendl i-
chen und arbeitslosen Jugendlichen geprägt, so dass 
frühzeitig prävent ive Maßnahmen zur Qualifizierung 
erforderlich sind. 
1.0.17 Kölner Bildungsberatungszen t-
rum einschließlich Stadtteileltern 
im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Soziallei s-
tungsempfängerinnen und -empfängern geprägt, so 
dass frühzeitig präventive und niedrigschwellige Ma ß-
nahmen zur Unterstützung erforderlich sind. 
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote 
der Familienbildung mit Schwe r-
punkt Kooperation mit Kita, F a-
milienzentren, Schulen im Pri m-
arbereich und SEK 1, Trägern 
des Offenen Ganztags im Soz i-
alraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern 
und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig prävent i-
ve Maßnahmen zur Begleitung beim Übergang zw i-
schen versch iedenen Bildungsangeboten erforderlich 
sind. 
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im 
Veedel im Sozialraum Blu men-
berg, Chorweiler und Seeberg -
Nord 
Das Gebiet ist durch eine geringe Bildungsteilhabe 
geprägt, so dass Maßnahmen zur Grundbildung erfo r-
derlich sind. 
1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern 
und Jugendlichen sowie eine geringe Bildungsteilhabe 
geprägt, so dass frühzeitig präventive Maßnahmen zur 
Sprachförderung und Integration erforderlich sind. 
1.0.26 Willkommen und Ank ommen in 
Köln im Sozialraum Blu men-
berg, Chorweiler und Seeberg -
Nord 
Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Personen 
mit Migrationshintergrund gekennzeichnet und / oder 
hat den Charakter eines „An kommensstadtteil“, so 
dass Maßnahmen zur Integration erforderlich sind.

26 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in 
den Veedeln  
Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord:  
 Aufwertung des Bolzplatzes 
Elbeallee 
 Spielplatz Osloer Straße / 
Athener Ring 
 Spielplatz Osloer Straße  
 Spielplatz Kopenhagener 
Straße 
Für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord wurde im Rahmen der Spielplatzbedarf s-
planung der Stadt Köln ein Spi elflächenfehlbedarf von 
17.799 m² ermittelt. Der hohe Bedarf begründet sich 
vor allem durch den hohen Anteil an Kindern und J u-
gendlichen im Gebiet, der sozialräumlichen Gewic h-
tung und des geringen Spielwertes der bestehenden 
Spielflächen.  
2.3.3 Weserplatz in Köln-Chorweiler Der teilweise als Angstraum wahrgenommene Platz 
erfordert Aufwertungsmaßnahmen, um  die Platznu t-
zung für alle Bevölkerungsgruppen zu attraktiveren.  
 
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
3.0.1 „CheckPraxis“ Berufsfeld-
orientierung für Schülerinnen 
und Schüler aus den Projektge-
bieten (Schwerpunkt: Chorwei-
ler) 
Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl arbeitsloser 
junger Menschen unter 25 Jahren und einem  niedrigen 
Beschäftigungsgrad dieser Altersgruppen geprägt. Mit 
praxisnahen Berufsbildungsmaßnahmen ist dieser 
Bedarfslage entgegenzuwirken. 
3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorwe i-
ler 
In dem Sozialraum besteht ein hoher Bedarf an Unte r-
stützung bei der Integration von langzeitarbeitslosen 
Menschen in den Arbeitsmarkt. Mittels eines pers o-
nenbezogenen Profilings und Coachings soll die A r-
beitsfähigkeit und die Integration der Teilnehmenden in 
den Arbeitsmarkt erhöht werden. 
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, 
grüne Plätze“ im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord 
Das Gebiet ist zukünftig von hoher  Wärmebelastung 
betroffen. Durch die Versickerung von Regenwasser 
und der damit möglichen Verdunstung bei Hit zeereig-
nissen, können gepflasterte und betonierte Stellplätze, 
Höfe, Vorgärten oder Garagenauffahrten durch Entsi e-
gelung und Bepflanzung wieder zur klimatische Abmi l-
derung der Hitzebelastung beitragen.  
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - und 
Informationssystems. Informat i-
onsmaterial für die Bevölkerung 
zum Thema Hitzeentwicklung im 
Zuge des Klimawandels 
Das Gebiet ist zuk ünftig von hoher Wärmebelastung 
betroffen, so dass rechtzeitig Maßnahmen zum U m-
gang mit Hitze, insbesondere bei jungen und gesun d-
heitlich beeinträchtigten Personen zu treffen sind.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 27 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Lei t-
art zur Verbesse rung der Ident i-
fikation der Bürgerinnen und 
Bürger mit ihrem Sozialraum 
und gleichzeitiger Erhöhung der 
Biodiversität sowie der Aufen t-
haltsqualität im Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord 
Die Verbesserung der Biodiversität stellt eine wichtige 
Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klima -
wandels dar. Zudem ist bekannt, dass lebendige Tiere 
eine besondere Wirkung bei M enschen in Bezug auf 
Identifikation und eigene Wahrnehmung erzielen. 
Durch unterschiedliche Aktionen sollen diese beiden 
Bereiche in der Maßnahme verbunden werden. 
4.0.10 Stärkung beziehungsweise E r-
weiterung des Schulgartena n-
gebotes im Sozialraum Blume n-
berg, Chorweiler und Seeberg -
Nord 
Die naturbezogenen außerschulischen Lernorten sind 
vor allem für Schulen in den sozial benachteiligten 
Bereichen nur schwer er reichbar. Auch sonst haben 
Kinder aus dem Sozialraum nur selten die Möglichkeit 
des Besuches naturnaher Bereiche. Durch die Stä r-
kung beziehungsweise Erweiterung des Schulgarte n-
angebotes soll den Kindern die Natur näher gebracht 
werden. 
 
Handlungsfeld 5: Wohnen 
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivie-
rung, Beteiligung und Woh n-
umfeldpflege in Chorweiler -
Mitte“ 
Mieter- / Nachbarschaftsarbeit 
und Quartiershausmeister 
Modul A: Insbesondere in Chorweiler -Mitte ist die Stär-
kung der Selbsthilfe und Beteiligung im Quartier (zum 
Beispiel fehlende Integration) notwendig, was Gege n-
stand dieser Maßnahme ist. 
Modul B: Das Verantwortungsbewusstsein der Bewo h-
nerinnen und Bewohner in Chorweiler -Mitte für ihr 
Wohnumfeld ist niedrig, ebenso die Zufriedenheit mit 
dem Wohnumfeld. 
5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenpr o-
gramm fü r den Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord 
Ein attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Mite i-
nander von Bewohnerinnen und Bewohnern. Vor di e-
sem Hintergrund sind Verschönerungs - und Verbesse-
rungsmaßnahmen im Sozialraum von besonderer B e-
deutung. 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

28 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung für den S o-
zialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  
Inhalt Ausgangslage 
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord liegt 
am nördlichen Stadtrand in der Peripherie. Er zeichnet sich durch 
einen vergleichsweise höheren Anteil an Ein - und Zweifamilien-
häusern aus. Der Teilraum Chorweiler -Mitte, der den Kern des 
Sozialraumes bildet, ist hingegen von einer sehr dominanten 
Hochhausbebauung geprägt. Die Großwohnsiedlung entstand in 
den 1970er Jahren und zeichnet sich durch einen hohen Anteil 
an öffentlich geförderten Wohnungen aus. Teile der Hochhau s-
bebauung befinden sich aufgrund mangelnder Instandhaltung in 
schlechtem Zustand. Auch das Wohnumfeld weist Vernachläss i-
gungen auf. Zudem ist die Großwohnsiedlung von einer probl e-
matischen Sozialstruktur geprägt. 
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord ist 
ein „Ankommensstadtteil“, der hohe Zu - und Fortzüge aufweist. 
Auffällig ist auch der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewo h-
nern mit Migrationshintergrund, der im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg -Nord 74,5 % beträgt. Zudem w eist der 
Sozialraum eine hohe Quote an SGB II Empfängerinnen und 
Empfänger (29,9 %) sowie Kindern und Jugendlichen in SGB II 
Bedarfsgemeinschaften (44,7 %) auf. Auch die Zahl der Empfä n-
gerinnen und Empfänger von Grundsicherung (30,1%) sowie die 
Arbeitslosenquote (15,7 %) sind in dem Sozialraum stark erhöht.  
Der Blick auf die Sozialstruktur zeigt die geringe Perspektive der 
Teilhabe der Bewohnerschaft. Es wird deutlich, dass in Blume n-
berg, Chorweiler und Se eberg-Nord Unterstützungs - und Ber a-
tungsangeboten eine hohe Bedeutung zukommt. Auch die Akt i-
vierung der Bewohnerschaft, die sich auf die Verantwortung für 
das Quartier als Ganzes und das Wohnumfeld im engeren Sinn 
erstreckt, spielt eine wesentliche Rolle. Die Imageaufwertung des 
gesamten Sozialraums stellt ebenfalls eine große Herausford e-
rung dar. Ein positiveres Image des Sozialraums ist für die En t-
wicklung von Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord unab-
dingbar.  
Bei der konkreten Betrachtung der Angebots struktur im Sozia l-
raum wird sichtbar, dass dort bereits grundlegende Angebots - 
und Hilfesysteme bestehen, diese jedoch nicht sämtliche Bedarfe 
des Sozialraums abdecken. In Teilbereichen mangelt es zudem 
an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welche s im 
Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von aktivie-
renden Prozessen innerhalb des Integrierten Handlungskonzepts 
sowie des Gesamtprogramms von hoher Bedeutung ist.  
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse des

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 29 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Sozialraums ausgerichtet.  
 
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:  
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 
in elf Sozialräum en konsequent ein integriertes sozialraumorien-
tiertes Handlungskonzept verfolgt.   
Die Sozialraumkoordinatoren sind organisatorisch bei den Bürge-
rämtern angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen 
sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in 
städtischer Trägerschaft. Diese arbeiten na ch den methodischen 
Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an 
den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung 
der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressourcen 
des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eige ninitiative und 
Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Ressou r-
cen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. K o-
operation und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im Soz i-
alraum.  
Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine 
aktive Koordina tionsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der S i-
cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. 
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramm s „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die elf vorhand e-
nen Sozialraumkoordinatorinnen und -koordinatoren nicht zusätz-
lich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs - und Absti m-
mungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des Han d-
lungsprogramms kann in d en Sozialräumen aber nur gelingen, 
wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm sensibi-
lisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden. Die Ma ß-
nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ soll in 
enger Abstimmung mit den Sozialraumkoordi nationen die U m-
setzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum einen in den 
spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere der Aufbau 
von Präventionsketten – sowie zum anderen bei Bedarf – seien 
dies problematische Wohnquartiere und Nachbarschaften oder 
auch notleidende Einkaufsstraßen. 
Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur U m-
setzung des Programms sind demnach in enger Abstimmung mit 
der Sozialraumkoordination und den institutionellen Akteuren vor 
Ort. 
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Te am aus der Bürgeramtslei-
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung 
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u-
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.

30 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
                                  Bürgeramtsleitung  
                                   Steuerungsfunktion 
 
 
 
 
 
 
Sozialraumkoordination                       Programmsteuerung  
Vernetzung vor Ort                              „Starke Veedel – Starkes                 
                                                             Köln“  
 
Projektbeschreibung 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an. 
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich  Stadtent-
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakt o-
ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und 
Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden werden 
können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt 
sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus 
vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  
 Quartiersmanagement 
 Verfügungsfonds 
 Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  
 Öffentlichkeitsarbeit  
Das „Büro für Quartiersmanagement und Akt ivierung“ bündelt 
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf a b-
zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorie n-
tierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivierung 
der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren  ortsan-
sässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartiersm a-
nagement und Aktivierung“.  
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Ch a-
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die 
durch die Zusammenführung des „Büros für Q uartiersmanage-
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemei n-
same räumliche Verortung vorgenommen.  
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhal t-
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen 
Projektträgern um gesetzt werden können. Bei der Maßna h-
menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Z u-
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 31 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.  
 
Projektbaustein: Quartiersmanagement 
Im Rahmen des int egrierten Handlungsprogramms „Starke Ve e-
del – Starkes Köln“ sind für den Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg -Nord  zahlreiche Maßnahmen geplant, die 
einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand für den 
Sozialraum auslösen, der durch die schon bestehenden Struktu-
ren der Sozialraumkoordination nicht gedeckt werden kann. Das 
Quartiersmanagement übernimmt die Aufgabe, die maßnahme n-
umsetzenden Träger in Abstimmung mit der Sozialraumkoordina-
tion bei den Zugängen zu den Zielgruppen und bei der A kquise 
der Teilnehmenden im Sinne eines „One -face-to the -customer“ 
zu unterstützen. Darüber hinaus stellt das Quartiersmanagement 
die Vernetzung der Maßnahmen sicher.  
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle 
Belange des sozialraumbez ogenen Programms und bildet die 
Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal verortete 
Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. Es 
sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für das 
Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vorhand e-
nen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des Int e-
grierten Handlungsprogramms. Neben der Ansprache der B e-
wohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler 
Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Ins beson-
dere mit Blick auf die teilweise schlechte Substanz im Bereich 
des Geschosswohnungsbaus wird die Ansprache und Mobilisi e-
rung der Wohnungseigentümer eine wesentliche Rolle spielen. 
Hierfür ist eine enge Kooperation mit der Sozialraumkoordination 
sowie der Vernetzung mit dem Quartiershausmeister (Modul B 
„Zuhause im Veedel“ 5.0.2) wichtig. Das geplante Haus -, Hof - 
und Fassadenprogramm soll ebenfalls entsprechende Beachtung 
im Sozialraum finden. Darüber hinaus wird das Quartiersm a-
nagement den Projektbaust ein „Verfügungsfonds“ unterstützen 
und begleiten und auch im Rahmen der Maßnahme „Bestand s-
erhebung und Schnittstellenmanagement“ Unterstützung anbi e-
ten. 
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o-
gramm wird auch die Gremienarbeit ein Aufgab enfeld des Quar-
tiersmanagers darstellen.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist. 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die Um-
setzung von Projektideen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg -Nord. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger vor

32 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Ort sowie Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise et cetera können 
Anträge für die Förderung von Projektideen beantra gen. Voraus-
setzung ist dabei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum 
Sozialraum haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit 
Hilfe des Verfügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche E n-
gagement mobilisiert werden.  
Der Verfügungsfonds dient dazu,  die städtebaulichen Maßna h-
men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligungsprozesse 
vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen 
wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) oder 
Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur M ieter- und E i-
gentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete B e-
züge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die Richtl i-
nien des Verfügungsfonds werden dementsprechend ausgesta l-
tet.  
Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Akti-
vierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement be i-
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner sowie 
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verf ü-
gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen 
und Vorstellung zu unterstützen.  
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im Sozialraum 
verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu ste l-
len. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätzliche 
Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmung mit der 
Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf prior i-
siert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine Arbeit s-
gruppe zur fachlichen (Vor-)  
Bewertung der Anträge eingerichtet. Die letztendliche Beschluss-
fassung von Förderanträgen er folgt durch einen Veedelsbeirat, 
der als Entschei dungsgremium für den betreffenden Sozialraum 
einzurichten ist. Die operative Abwicklung des Verfügungsfonds 
erfolgt in Arbeitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und 
der zentralen Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung 
und Statistik. 
 
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnitts tellenma-
nagement 
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t-
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht dabei 
zunächst die Schaf fung von Grundlagen für die Umsetzung des 
Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Die u m-
fasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebotsstruktur, die 
Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen von Schnit t-
stellen. Auf den Erkenntniss en aufbauend, erfolgt die detaillierte 
Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensm a-
nagement (laufende Bereitstellung der Informationen für alle A k-
teure im Programmgebiet).  
Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung und

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 33 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Schnittstellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanagement die 
Zugänge zu den ortsansässigen Akteuren auf und benennt A n-
gebote und Systeme.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist. 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit 
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrume n-
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es 
wird ein Strategie - und Kommunikationskonzept zur Öffentlic h-
keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. Der 
Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwirkung 
und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgruppen 
niederschwellig und bedarfsgerecht zu erreichen und die dafür 
erforderlichen Instrumente zu entwickeln. D arüber hinaus wird 
auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zurüc k-
gegriffen, um das Programm zu kommunizieren.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist. 
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt. Die Maßnahme kommt 
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohn e-
rinnen und Bewohnern im Sozialraum zugute. Aber auch die 
Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf 
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und –
koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Intere s-
sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.  
Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement  
Querschnittsziele 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
Projektziele 
 Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohne r-
schaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren und 
zu unterstützen. Es handelt sich um eine niedrigschwell i-
ge und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von 
Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die Maßnahmen 
des Integrierten Handlungsprogramms „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ die Verantw ortung der Bewohnerinnen und 
Bewohner sowie weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel 
langfristig zu stärken, zu stabilisieren und selbsttragende 
Strukturen auszubauen. Darüber hinaus werden folgende 
Ziele verfolgt:

34 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Inte-
grierten Handlungskonzeptes vorgesehenen Bewo h-
nerbeteiligungen und -aktivierungen sowie weiterer Ak-
teure vor Ort in Abstimmung mit der Sozialraumkoord i-
nation 
o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaftl i-
chen und ehrenamtlichen Engagements durch den 
Verfügungsfonds 
o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Ak-
teure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrierten 
Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
verankerten Maßnahmen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds  
Querschnittsziele 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Projektziele 
 Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewo h-
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozia l-
raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen. 
Im Focus steht die Intensivierung des nachbar schaftli-
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engag e-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung e i-
ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen soll 
zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum fü h-
ren. Forciert werden soll insbesondere eine Verbesserung 
in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Bü r-
gerschaft des Sozialraumes Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord sowie eine Stärkung der Kooperation der 
Akteure untereinander.  
 
Projektbaustein: Bestandsanalyse und Schnittstellenma-
nagement 
Querschnittsziele  
 Sozialraumorientierte Stadtentwicklung  
Projektziele 
 Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord werden bereits eine Vielzahl an Aktivitäten und 
Maßnahmen wirksam, stehen in der Praxis aber oftmals 
zu stark nebeneinander. Mit dem Baustein „Bestandsana-
lyse und Schnittstellenmanagement“ sollen im Sinne einer 
sozialraumorientierten Handlungsweise, die Maßnahmen 
vor Ort vernetzt werden und vorhandene Lücken über e r-
gänzende Maßnahmen geschlossen und Dopplung en 
aufgezeigt werden. Ziel ist es die Zusammenarbeit in a l-
len Fachbereichen der Verwaltung sowie mit der Bürge r-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 35 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
schaft und den weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. D a-
bei knüpft der Prozess bei den bestehenden Strukturen 
sowie den Aktivitäten und Angeboten der Akteure vor Ort 
an, die bereits eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen 
umsetzen.  
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit 
Querschnittsziele 
 Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse 
Projektziele 
 Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess 
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in de s-
sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven 
„Stadtteil-Gefühls" steht. 
 Eine breit a usgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient da r-
über hinaus der Information und Aktivierung de r Akteure 
im Sozialraum. Sie richten sich im Wesentlichen an B e-
wohnerinnen und Bewohner, Multiplikatoren und Unte r-
nehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei das 
Ziel, das Programm und die damit verbundenen Ma ß-
nahmen bekannt zu machen und eine positive Aufbruchs-
stimmung im Sozialraum zu erzeugen.  
 Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzen bei der 
Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akte u-
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur Mi t-
gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft.  
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement  
 Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des 
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft 
 Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r-
anstaltungen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
 Anzahl der beantragten Maßnahme 
 Anzahl der durchgeführten Maßnahmen 
 Anzahl der beteiligten Personen 
 
Projektbaustein: Bestandsanalyse und Schnittstellen ma-
nagement 
 Anzahl der Prozessbeteiligten 
 Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im 
Konsens 
 Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung

36 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden 
 Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o-
zessbeteiligten 
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
 Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, et cetera) 
Kosten Verfügungsfonds: 246.276,00 € 
Quartiersmanagement: 282.576,00 € 
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: 150.661,00 € 
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement: 52.360,00 € 
 
Gesamtaufwand: 731.873,00 € 
Davon 2017: 164.039,00 € 
Davon 2018: 203.034,00 € 
Davon 2019: 195.180,00 € 
Davon 2020: 169.620,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit 
von 42 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wichtigen 
Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine wichtige 
Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozia l-
raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahme von 
Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen.  
01.01.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 37 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 0.0.2 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Maßnahme Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Projektbeschreibung  
Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung, 
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung 
im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord. Sie 
ist prozessbegleitend angelegt und nimmt das gesamte Ma ß-
nahmenpaket im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord in den Blick. Dabei wird besonders die Wirkung der 
städtebaulichen Maßnahmen betrachtet und im Sinne des int e-
grierten Ansatzes der Quartiersentwicklung vor allem Beteil i-
gungs- und Aktivierungsprozesse in den Mittelpunkt gestellt.  
Die Evaluation ist zunächst auf den Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord ausgerichtet. Im Kontext des Pr o-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ findet die Bündelung und 
Vernetzung der Ergebnisse aus den einzelnen Sozialräumen 
statt und wird im laufenden Prozess in die einzelnen Sozialräume 
zurückgespiegelt. Somit zeigt die Evaluation frühzeit ig die Wi r-
kung der Maßnahmen im Sozialraum wie auch im Kontext des 
Gesamtprogramms auf und notwendige Veränderungen können 
eingeleitet werden.  
 
Vorgehen und Methode  
Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit formativ ang e-
legt. Sie verfolgt das Ziel laufend Bewertungen über den Prozess 
zu erhalten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Einerseits 
muss hierfür auf konkreten Daten aufgebaut werden, die im 
Rahmen des Controllings erhoben werden. Aus diesem Grund ist 
eine Beteiligung beim Aufbau des Control lings sicherzustellen. 
Andererseits erfolgt die Bewertung des Prozesses im Rahmen 
von diskursiven Prozessen, wie Workshops, Einzelgesprächen, 
World-Cafés und ähnlichem.  
Die prozessbegleitende Evaluation nimmt ein breites Spektrum 
an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller Th e-
men ist in der erforderlichen Intensität nicht möglich. Aus diesem 
Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu unterschiedlichen Zei t-
horizonten zu setzten. Die konkrete Abfolge ist im Rahmen des 
Prozesses festzulegen.  
Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbstevaluation im Ra h-
men der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der Einze l-
maßnahmen werden bei der Selbstevaluation unt erstützt und 
qualifiziert (zum Beispiel  über Leitfragen, Erhebung von Ken n-
werten), so dass der la ufende Prozess kontinuierlich bewertet 
und die Ergebnisse in die „prozessbegleitende Evaluation“ z u-
rück gespiegelt werden können. Die Ergebnisse bilden einen 
elementaren Beitrag für die Gesamtevaluation.

38 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitend e Eva-
luation“ sowie die Einbindung in das gesamte Maßnahmenpr o-
gramm liegen bei der zentralen Koordinierungsstelle der Stad t-
verwaltung (Amt für Stadtentwicklung und Statistik). Auch das 
Controlling wird im Aufgabenbereich der zentralen Koordinat i-
onsstelle der Stadt Köln umgesetzt. Es wird sichergestellt, dass 
eine enge Zusammenarbeit zwischen Evaluation und Controlling 
erfolgt und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. 
Für die Erbringung der Leistungen der einzelnen Module wird 
zusätzliche externe Expertise  und Ressourceneinsatz benötigt, 
so dass eine Ausschreibung der Leistungen vorgesehen ist. Bi e-
tergemeinschaften können zugelassen werden.  
Zielgruppe Die Maßnahme kommt allen im Programmgebiet adressierten 
Zielgruppen zugute. Die Zielgruppe ist dabei sehr breit aufgestellt 
von der Verwaltung über Träger, Politik, sonstige staatliche Inst i-
tutionen a uf kommunaler Ebene, Sozialraum koordinatorinnen 
und immer -koordinatoren bis hin zu weiteren (organisierten) 
Akteuren und Interessensvertretungen im Quartier sowie Bewoh-
nerinnen und Bewohner. 
Ziele Querschnittsziele 
 Sozialraumorientierte Stadtentwicklung 
Projektziele  
 Die Evaluation verfolgt das Ziel laufend Bewertungen 
über den Prozess zu erhalten und Handlungsempfehlu n-
gen abzuleiten. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung 
der Programmumsetzung steht im Fokus der Evaluation 
Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Methoden (Expertengespr ä-
che, World Café, et cetera) 
 Bereitstellung von Zwischenergebnissen  
Kosten Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 € 
39 Tage: 44.089,50 € 
 
Gesamtkosten für den Sozialraum: 44.089,50 € 
Davon 2017: 11.305,00 € 
Davon 2018: 11.305,00 € 
Davon 2019: 11.305,00 € 
Davon 2020: 10.174,50 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate  
01.01.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 39 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Laufende Nummer 1.0.5 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Integration auch von zugewanderten Kindern, Jugendlichen 
und jungen Erwachsenen mit Flüchtlingsstatus in die beste-
henden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit im 
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Die gesellschaftliche Situation der beiden Sozialräume Buchheim 
und Buchfors t sowie Mühlheim -Nord und Keupstraße ist durch 
den überdurchschnittlich hohen Anteil von Menschen mit Migrat i-
onshintergrund und schlechten Perspektiven auf dem Arbeits - 
und Ausbildungsmarkt geprägt. Dies wirkt sich auf das Verhalten 
der Kinder und Jugendlichen in den Stadtteilen spürbar aus. G e-
ringe Akzeptanz von kulturellen Unterschieden, eine latente 
Feindlichkeit dem anderen gegenüber, Selbstbezug und Abgre n-
zung auf die eigene Herkunftsgruppe sind vor allem in sozial b e-
nachteiligten Familien, unabhängig von der jeweiligen National i-
tät, auszumachen. Durch aufsuchende Jugendarbeit soll hier 
auch die Zielgruppe mit Flüchtlingsstatus niederschwellig erreicht 
und in die bestehenden Regelsysteme integriert werden. 
Die Anbindung insbesondere der Kinder, Jugendli chen und ju n-
gen Erwachsenen an Jugendeinrichtungen und Schulen, die 
Bindung von Kapazitäten an Integrationsleistungen (zum Be i-
spiel Sprachkurse, familienunterstützende Angebote) und die 
aktive Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen sind nur 
ein Teil der örtlichen Herausforderungen. Hier gilt, wie generell 
in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, eine adäquate Planung 
und Bereitstellung von adressatengerechten Angeboten mit dem 
Ziel auch junge Flüchtlingen in die bestehenden Regelangebote 
zu integrierten. 
 
Projektbeschreibung 
Neben Gesprächs - und Beratungsangeboten vor Ort beinhaltet 
die mobile aufsuchende Arbeit insbesondere eine Unterstützung 
der Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Wünsche und Intere s-
sen im Freizeitbereich, Kulturbereich und Bildungsbereich. 
Im Rahmen von Gemeinwesenarbeit ist die Mobile Arbeit mit 
unterschiedlichen Institutionen im Stadtgebiet wie Schulen, Ve r-
einen und Kirchen, sowie der städtischen Streetwork vernetzt.  
Die Angebote in mobiler und aufsuchender Arbeit können auch 
für die heranwachsenden Flüchtlinge zum Beispiel vor einer 
Flüchtlingsunterkunft oder auf einem öffentlichen Spiel- oder 
Bolzplatz stattfinden. Es handelt sich dabei um niederschwellige 
Spiel-, Sport- und Kreativangebote, die zumeist gemeinsam mit 
Kindern und Jugendlichen aus dem Sozialraum durchgeführt 
werden.

40 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 
auch mit Flüchtlingsstatus im Alter von 10 bis 25 Jahren. 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
Projektziele  
Übergeordnetes Ziel Mobiler Jugendarbeit ist die Integration und 
die Verbesserung der Lebenswelt Jugendlicher. In Hinblick auf 
den öffentlichen Raum gilt es insbesondere, Prozesse der Aus-
grenzung, Vorverurteilung und Stigmatisierung von Jugendlichen 
zu verhindern oder zu verringern. Entsprechend ist die Förderung 
gesellschaftlicher Akzeptanz und Toleranz gegenüber Jugend 
und Jugendkultur und umgekehrt zu fördern. 
Ziel der Projekte ist, insbesondere die Zielgruppen der nicht an-
gebundenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht-
lingsstatus zu erreichen und diesen den Zugang zur Infrastruktur 
des Sozialraumes und damit der gesellschaftlichen Teilhabe zu 
ermöglichen, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern 
(Heranführung an die Regelsysteme). Aufgrund der individuellen 
Multiproblemlagen der Zielgruppe ist eine individuelle Begleitung 
des Einzelnen nötig.  
Nachhaltiges Wirken und Veränderung von Verhaltensweisen 
und Ansichten durch eine frühzeitige Unterstützung der Kinder, 
Jugendlichen und Familien durch Beziehungsarbeit, Beratung, 
Information und Begleitung; Verbesserung der Integration in den 
Sozialraum und darüber hinaus ist ein weiteres Ziel. 
Eine Vernetzung und Einbindung in bestehende Strukturen vor 
Ort, zum Beispiel in die Jugendeinrichtung, den Sportverein und 
weiteren Einrichtungen wird zusätzlich angestrebt. 
Indikatoren  Anzahl der Kontakte differenziert nach Zielgruppen  
 Dokumentation der Themen von Jugendlichen und ihrer 
Bearbeitung  
 Zahl der Vermittlungen zu sonstigen unterstützenden A n-
geboten / Kooperationspartnern 
 Zahl der Vermittlung in Qualifizierungsangebote oder 
Ausbildung 
 Vermittlung in bestehende Institutionen 
Kosten Für das Projekt im Sozialraumgebiet Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord werden folgende Kosten angesetzt: 
Personalkosten: 
1 Stelle Projektleitung kleine und mittlere Projekte 
86.460,00 € pro Jahr / 172.920,00 € für 2 Jahre

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 41 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Sachkosten: 
Sachkosten enthalten Honorar- und Materialkosten 
40.800,00 € pro Jahr / 81.600,00 € für 2 Jahre 
 
Gesamtkosten: 254.520,00 € 
Davon 2017: 127.260,00 € 
Davon 2018: 127.260,00 € 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
Laufzeit 24 Monate  
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die kon-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnah-
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kin-
derinteressen und Jugendförderung 
Förderung ESF-Einzelprojekt  
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Das mobile Angebot wird in enger Abstimmung mit den Akteuren 
im Sozialraum konzipiert.

42 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
1.0.7 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugendarbeit 
Köln im Sozialraum  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Die Abfrage bei Trägern der freien Jugendhilfe in der Stadt Köln 
zu Handlungsnotwendigkeiten im Handlungsfeld „Früh anse t-
zende Hilfen“ hat als einen wichtigen Handlungsbedarf das 
Thema „Professionalisierung des Systems durch Qualifizierung“ 
ergeben. Dies gilt aufgrund der spezifischen Ausgangslage auch 
für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord. 
Dabei sind sowohl Setting -interne Qualifizierungsangebote i n-
nerhalb der Kinder - und Jugendhilfe als auch Setting - übergrei-
fende Angebote mit kooperierenden Syst emen wie Kita, Famil i-
enzentren, Schule, Übergangssystem Schule / Beruf, Prävention  
als Bedarfe genannt worden. 
Entsprechende übergreifende Qualifizierungsangebote sind bi s-
her nicht verfügbar, bieten aber große Chancen hinsichtlich der 
Optimierung von Präventionsketten durch besser aufeinander 
ausgerichtete Teilsysteme. 
Gleichzeitig soll über die Qualifizierungsoffensive ein Beitrag zur 
Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit 
geleistet werden. Es sollen sowohl die vorhandenen Fachkräfte-
potenziale ge stärkt und weiterentwickel t werden , als auch Au f-
stiegsmöglichkeiten der Beschäftigen zu Fachkräften durch For t-
bildungen verbessert werden. 
 
Projektbeschreibung 
Im Rahmen des Projektes soll eine Qualifizierungsoffensive re a-
lisiert werden, die sozialräumliche Bezüge – hier für den Sozia l-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord – ebenso wie 
eine gesamtstädtische Ausrichtung umfasst. Die Qualifizierung s-
inhalte lassen sich dabei i n fachübergreifende Themen (zum 
Beispiel Projektmanagement) u nd fachspezifische Inhalte (zum 
Beispiel Kindeswohl) unterscheiden. 
Um über die S etting-übergreifenden Qualifizierungen einen Be i-
trag zur Stärkung der sozialräumlichen Präventionsketten zu e r-
reichen, wird innerhalb des Curriculums ein Schwerpunkt in der 
Durchführung von Qualifizie rungen in den Sozialräume  unter 
Einbeziehung der jeweils vor Ort aktiven Koop erationspartner 
liegen. Setting -interne Qualifizierungen werden zentral umg e-
setzt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 43 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in den folgenden Arbeit s-
paketen: 
 Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes aller relevanten 
Akteure 
 Entwicklung eines bedarfsgerechten Qualifizierungsko n-
zeptes 
 Umsetzung und Durchführung des Qualifizierungsko n-
zeptes 
 Evaluierung der durchgeführten Qualifizierung 
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt 
Köln im Integrierten Handlungskonzept Starke Veedel – Starkes 
Köln zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Sozia l-
räumen.   
 Mülheim-Nord und Keupstraße sowie Buchheim und 
Buchforst 
 Meschenisch und Rondorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung der 
Qualifizierungsoffensive auf die weiteren Sozialräume: 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd und Mengenich 
 Höhenberg und Vingst 
 Ostheim und Neubrück 
 Humboldt / Gremberg und Kalk  
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass 
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitnah auf alle 
Sozialräume übertragen werden können.  
Die Übertragung auf alle 11 Sozialräume ist zwingend erforde r-
lich, da angesichts der dezentralen, bezirklich ausgerichteten 
Strukturen der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in Köln nur so 
sichergestellt werden kann, dass das gesamte System und nicht 
nur einzelne Akteure qualifiziert werden.   
Mögliche Themenschwerpunkte der Qualifizierungsoffensive auf 
der Grundlage der Bedarfsabfrage: 
 Armutssensibles Handeln in der Offenen Kinder - und Ju-
gendarbeit  
 Sprachförderung  
 Anerkennung und Sichtbarmachung Non-formaler Bi l-
dungsprozesse 
 Interkulturelles Lernen 
 Netzwerken und Projektmanagement 
 Berufswahlorientierung in der Jugendarbeit 
 Primärpräventive Suchtberatung 
 Bewegung, Ernährung und Stressregulation in Kinder -

44 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
und Jugendeinrichtungen 
 Digitalisierung und  Medienpädagogische Präventionsa r-
beit 
 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung 
 Ökologische Bildung (zum Beispiel Urban Gardening) 
 Kulturelle Bildung 
 Inklusion 
Zielgruppe  Beschäftigte in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in 
Köln 
 Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Familienzentren 
 Lehrkräfte im Primar- und Sekundarbereich 
 Träger des Offenen Ganztags 
 Träger im Übergangssystem Schule / Beruf 
 Träger im Präventionsbereich 
Ziele Operative Ziele 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen  
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbesserung Übergangsmanagement –Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
Projektziele 
 Stärkung der vorhandenen Fachkräftepotenziale und 
Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit als Fachkräfte 
durch Fortbildungen  
 Kompetenzstärkung der handelnden Akteure durch Ve r-
mittlung praxisrelevanter Fortbildungsinhalte 
 Stärkung der sozialräumlichen und g esamtstädtischen 
Präventionsstrukturen durch bessere Kenntnisse über die 
Arbeitsfelder benachbarter Professionen und damit ei n-
hergehend weitere wissensbasierte Vernetzung aller A k-
teure  
 Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - 
und Jugendarbeit 
Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Setting -internen und übergre i-
fenden Qualifizierungen 
 Anzahl der Teilnehmenden 
 Relevanz der Qualifizierungsinhalte für die berufliche Pr a-
xis (auf der Grundlage der Teilnehmenden-Befragung)

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 45 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten 
Kosten für 11 Sozialräume  
Kosten für den Sozi-
alraum Blumenberg, 
Chorweiler und See-
berg-Nord 
  
pro Jahr  2 Jahre 
Stellen-
anteile  
für den 
Sozial-
raum  
anteilige 
Kosten 
Personalkosten 
1 Stelle Koordination  
(Projektleitung kleine Projekte) 86.460 € 172.920 € 0,09  15.720 € 
0,5 Stelle Assistenz 29.490 € 58.980 € 0,05  5.362 € 
Personalkosten gesamt: 231.900 €   231.900 € - 21.082 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    115.950 € - 10.541 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:   115.950 € - 10.541 € 
Sachkosten 
Honorare Dozentinnen und Dozenten 22.500 € 45.000 € - 4.091 € 
Materialien für Fortbildungen 3.000 € 6.000 € - 545 € 
Raummieten für Fortbildungen 6.500 € 13.000 € - 1.182 € 
Sachausgaben gesamt:    64.000 € - 5.818 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    32.000 € - 2.909 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:    32.000 € - 2.909 € 
  
Gesamtkosten 
 
 
Davon Haushaltsjahr 2017: 
Davon Haushaltsjahr 2018: 
   
295.900 € 
 
147.950 
147.950 
 
- 
26.900 € 
 
13.450 € 
13.450 € 
 
 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
2 Jahre / 24 Monate 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me.  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie / Offene Kinder- 
und Jugendarbeit 
Förderung ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

46 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
1.0.12 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und 
junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen 
oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von J u-
gendintegrationskursen im Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage  
Zunehmend reisen Jugendliche ab 16 Jahren neu zu, entweder 
als Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus oder vie l-
fach aus Südosteuropa.  In der Regel verfügen sie weder über 
Schulabschlüsse noch über die erforderlichen Deutschkenntni s-
se, um Schula bschlüsse in absehbarer Zeit erreichen zu kö n-
nen. Durch die geringen Deutschkenntnisse besteht darüber 
hinaus ein sehr erschwerter Zugang zu Praktikumsplätzen oder 
gar zum Arbeitsmarkt.  
In dem Sozialraum sind in 2013 / 2014 insgesamt 120 Jugendl i-
che und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren neu z u-
gewandert.4 Die Chancen auf kurzfristige Aufnahme in ein R e-
gelsystem zur Verbesserung der Bildungs - und Berufsperspekti-
ve sind der Zielgruppe entweder nicht kurzfristig möglich oder 
strukturell nicht zugänglich. Den persönlichen und gesellschaftl i-
chen Folgen fehlender Perspektiven kann mit dem kurzfristig 
zugänglichen Angebot der Jugendintegrationskurse präventiv 
begegnet werden. 
 
Projektbeschreibung 
Der Zugang zu bestehenden Jugendintegrationskursen wird den 
Jugendlichen ermöglicht, die keinen Anspruch auf eine BAMF -
(Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geförderte Maßnahme 
haben, und nicht im Regelsystem Schule einen Platz finden. Zur 
Teilnahme erteilt das Kommunale Integrationszentrum (KI) Köln 
einen Guts chein für den Jugendintegrationskursträger, der en t-
sprechend seine Kosten von circa  3.000 € pro  Teilnehmendem 
abrechnet. Vorangegangen ist eine Einzelfallprüfung und -
entscheidung durch das KI Köln. 
Bestehende Jugendintegrationskurse werden durch diese Ma ß-
nahme für die beschriebene Zielgruppe geöffnet.  
Die Maßnahme ist ein wirksamer Teil der Präventionskette im 
Bereich (Aus-) Bildung und Beruf. In 3 obligatorischen Modulen á 
300 Stunden werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen 
in die Lage versetzt, m it der Sprache und den Lebensverhältni s-
sen im Bundesgebiet so vertraut zu werden, dass sie ohne Hilfe 
                                                           
4 Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist in der Gesamtschau für den Sozialraum ein deutlicher 
Anstieg dieser Bevölkerungsgruppe zur verzeichnen. So sind 2015 insgesamt 308 Jugendliche und 
junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren nach Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord zu-
gewandert.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 47 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
oder Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen 
Lebens selbstständig handeln können.  
Sie  
 werden durch fachliche Kenntnisse auf ein zukün ftiges 
Weiterlernen in einer schulischen oder beruflichen Bi l-
dungseinrichtung oder in einem Betrieb vorbereitet 
 werden mit dem Ziel der Ausbildungs - und Berufsvorbe-
reitung mit dem Schul - und Ausbildungssystem vertraut 
gemacht 
 erwerben und erweitern Allgemeinwissen zu verschiede-
nen Bereichen des Lebens in Deutschland wie Gesun d-
heitswesen, Alkohol- und Drogenprävention,  
Ein Orientierungskurs über 60 Stunden  vermittelt Kenntnisse 
und Verständnis zu deutschen rechtsstaatlichen Zusamme n-
hängen, Rechten, Pflichten und zu interkultureller Kompetenz. 
Während des Jugendintegrationskurses werden die Teilne h-
menden durch Jugendmigrationsdienste und die Kursträger 
selbst beraten. Der Übergang in weiter führende Bildung und 
Ausbildung bzw. den Beruf soll nahtlos gesichert werden. 
Zielgruppe Neu Zugewanderte zwischen 16 und 25 Jahren ohne Anspruch 
auf BAMF- finanzierte Jugendintegrationskurse, die entweder im 
Programmgebiet wohnen, einen Jugendintegrationskurs bes u-
chen können oder dort ihre sozialen Bezüge haben. 
Ziele Operatives Ziele 
 Neu geschaffene, bedarfsrechte Angebotsstrukturen und 
/ oder Arbeitsplätze 
Projektziel 
 Verbesserung der Integrationschancen in das Schul- und 
Ausbildungssystem und in den Arbeitsmarkt 
Indikatoren Zahl der von der Zielgruppe abgeschlossenen Jugendintegrati-
onskurse 
Kosten Sachkosten 
Die Kosten für einen Jugendintegrationskurs belaufen sich akt u-
ell auf 3,10 € / Stunden. Für 960 Stunden ergeben sich Gesamt-
kosten von 2.976,00 € pro Kursplatz. 
Für 25 angestrebte Plätze /  Jahr im P rogrammgebiet betragen 
die Projektkosten 74.400,00 € / Jahr, auf 2 Jahre  sind dies 
148.800,00 €. 
 
Personalkosten 
Mit der Projektabwicklung ist ein zusätzlicher Personalmehrb e-
darf verbunden. Als Teilprojekt ergänzend zu den Programmg e-
bieten Meschenich und Rondorf, Buchheim und Buchforst sowie

48 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Mülheim-Nord und Keupstraße entfallen 25 % einer halben Stel-
le „Projektmitarbeit“ ( ½ von 74.940 ,00 € / Jahr) auf dieses Pr o-
grammgebiet mit zusätzlich 9.367,00 € / Jahr und 18.735,00 € 
auf die Projektlaufzeit. 
 
Gesamtkosten 167.535,00 € 
Davon 2017: 83.767,50 € 
Davon 2018: 83.767,50 € 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Fortführung über den 31.12.2018 hinaus ist möglich und 
grundsätzlich gewünscht. Eine Weiterentwicklung der Maßna h-
me ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen einer 
modularen Betrachtung abhängig vom Ev aluationsergebnis der 
Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity, Kommunales Integrat i-
onszentrum  
Förderung ESF B1.2 Armutszuwanderung ggf . als Einzelprojekte zur I n-
tegration 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 49 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.16 
Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und En t-
wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen 
mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialrä u-
men; hier für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Die elf Sozialräume 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Höhenberg und Vingst 
 Ostheim und Neubrück 
 Mülheim-Nord und Keupstr 
 Buchheim und Buchforst 
 Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
 Meschenich und Rondorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd / Mengenich 
 Humboldt / Gremberg und Kalk 
weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche B e-
nachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedrigem s o-
zialen Status und Multiproblemlagen. Viele j unge Menschen bis 
27 Jahre werden aufgrund von ganz unterschiedlichen Problemen 
daran gehindert, eine eigene Lebensperspektive insbesondere im 
Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. 
Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte z u 
gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten Ko n-
takt zu anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv und a b-
weisend. Oft werden auch Alkohol beziehungsweise illegale Dr o-
gen konsumiert. Ursache eines solches Verhaltens können ps y-
chiatrische sowie weitere Beeinträchtigungen oder Erkrankungen 
sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Dieses 
müsste aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schulischen 
oder beruflichen Planung berücksichtigt werden. Unter Umstä n-
den wäre parallel (oder vorgeschaltet) eine Behandlung / Therapie 
erforderlich, um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff 
nehmen zu können. Diese jungen Menschen benötigen daher e i-
ne gezielte Unterstützung von Menschen, die ihre Bedürfnisse 
erkennen, über sozialpsychiatrische Kenntnisse verfügen und eng 
mit dem psychiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten.  
Erfahrungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die in e i-
nem sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine psy-
chische Beeinträchtigung aufweise n, einen sehr niedrigschwell i-
gen Zugang benötigen, um im Regelsystem anzukommen. Daher 
wird eine zugehende Hilfe benötigt. Der sozialpsychiatrische A n-
satz hat dabei das Ziel, junge Menschen mit psychischen Probl e-
men niedrigschwellig in ihren Alltagskompete nzen zu stärken, die

50 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Betroffenen langfristig in das Regelsystem anzubinden und den 
Übergang zu begleiten.  
Die aufsuchende Hilfe zeichnet sich dabei durch ein zugehendes 
und stark akzeptierendes Angebot aus, das immer dann erforde r-
lich ist, wenn Komm -Strukturen einer Beratungsstelle nicht gre i-
fen. In der Praxis bedeutet dies, dass die jungen Menschen übe r-
wiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie häufig sozial z u-
rückgezogen leben, keinen Peergroups angehören, weder die A n-
gebote für Jugendliche und junge Erw achsene noch entsprechen-
de Institutionen nutzen oder sich an bekannten Hotspots ihrer A l-
tersgruppe in der Stadt aufhalten.  
Diese Situation ist auch im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord zu beobachten. 
Schnittstellen zu Regelangeboten und A nknüpfungsmöglich-
keiten 
Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die Schulsoz i-
alarbeit, sonstige städtische Einrichtungen, Jobcenter U25 und 
alle Akteure in den Sozialräumen vor Ort sind wichtige Kooperat i-
onspartner, da sie häufig Hinweise auf die P ersonen der bedürfti-
gen Zielgruppe erhalten oder in direktem Kontakt mit den Pers o-
nen stehen (zum Beispiel Schulen, Kompetenzagenturen) Insbe-
sondere bei vermuteten oder bestehenden psychiatrischen Pro b-
lemlagen kann das hier dargestellte Angebot von den Kooperati-
onspartnern hinzugezogen werden beziehungsweise eine Vermitt-
lung erfolgen.  
Mit dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einzelfallbezog e-
nen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, unter anderem wenn 
es um die Entwicklung einer beruflichen Perspektive  geht. Sollte 
sich bei der Beratung eines Jugendlichen / jungen Erwachsenen 
durch das Jobcenter U25 eine sozialpsychiatrische Problematik 
abzeichnen, besteht im Rahmen der Kooperation die Möglichkeit, 
eine einzelfallbezogene Begleitung durch die hier darge stellte 
Maßnahme einzuleiten.  
Streetwork der Jugendhilfe (siehe auch Maßnahme 1.0.5)  
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0.16 besteht 
die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus Kindern und J u-
gendlichen, die sich an bekannten Hotpots aufhalten und sich dort 
mit Gleichgesinnten der Peergroup treffen. Daher sind im übe r-
wiegenden Fall die Zielgruppe von Streetwork und die Zielgruppe 
des hier dargestellten Angebots nicht identisch. Wenn sich jedoch 
bei der einzelfallbezogenen Begleitung eines J ugendlichen / ju n-
gen Erwachsenen im Rahmen von Streetwork eine sozialpsychiat-
rische Problematik abzeichnet, besteht im Rahmen der Kooperat i-
on beider Maßnahmen die Möglichkeit, dass die einzelfallbezog e-
ne Begleitung entsprechend an die hier dargestellte Maß nahme 
übergeleitet wird.  
Gesundheitsamt  
Es gibt eine enge fachliche Kooperation des Angebots 1.0.16 mit 
dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes. Das

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 51 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Angebot 1.0.16 ergänzt das bestehende Regelangebot. Der Soz i-
alpsychiatrische Dienst ist ein stadtweites Angebot, das Hilfen und 
Beratung für Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung nach 
dem ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei 
psychischen Krankheiten (PsychKG). vorhält (zum Beispiel in Kr i-
sensituationen). Es handelt sich dabei in der Regel nicht um eine 
intensivierte und längerfristige Begleitung, sondern um eine situ a-
tive Hilfestellung für ausschließlich erwachsene Menschen. Das 
hier neu benötigte Angebot richtet sich hingegen auch an minde r-
jährige junge Menschen mit in der Alt ersphase benötigten spezifi-
schen Hilfestellungen – sobald der Bedarf auftritt oder bekannt 
wird. 
In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu diesen 
jungen Menschen mit der beschriebenen Problematik überaus 
schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht b ewusst, dass gegebenenfalls 
psychische Problemlagen vorliegen. Daher sehen sie keinen 
Grund, einen Fachdienst wie den Sozialpsychiatrischen Dienst 
oder einen niedergelassene Fachärztin / einen Facharzt aufzus u-
chen. Die Angehörigen nehmen die Situation meis t deutlicher 
wahr. Ihnen ist aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit und (in 
der Regel) fehlender Fachkenntnisse jedoch nicht möglich, die 
Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen zu motivi e-
ren, aktiv Hilfe zu suchen. Meist vergeht sehr viel Zeit, so dass die 
Betroffenen erst viel zu spät Zugang zum Hilfesystem finden. In 
der Zwischenzeit ist unter Umständen keine gezielte Perspekti v-
planung erfolgt oder Ausbildungs - oder Schulabbrüche passiert, 
da keine helfenden Maßnahmen begonnen worden sind. Ein e Er-
fahrung, die sehr frustrierend für die jungen Menschen ist und im 
Zuge einer umfassenden Hilfeplanung vermieden werden kön n-
ten. Die hier beschriebene Maßnahme, eine aufsuchende, speziell 
auf junge Menschen und schulische / berufliche Orientierung au s-
gerichteten Hilfe mit einem besonders niedrigschwelligen Ansatz 
ist daher geeignet, einen Kontaktaufbau schrittweise einzuleiten. 
Darüber hinaus kann durch die Spezialisierung und den intensiven 
Kontakt zu Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobcenter U25 , 
wirksamere und zielgerichtete Hilfen angeboten werden. Aufgrund 
der Vernetzung des hier beschriebenen Angebots in den Sozia l-
räumen und entsprechenden Institutionen wie zum Beispiel den 
Schulen, ist es unter anderem möglich, die betroffenen jungen 
Menschen überhaupt kennenzulernen. Dadurch kann frühzeitig 
präventiv eingeschritten und die Chronifizierung einer eventuell 
bestehenden Erkrankung vermieden werden.  
 
Projektbeschreibung 
Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsangebot, 
sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim Verla s-
sen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellung mit anderen 
Menschen, die eine sehr akzeptierende und langsam aufbauende 
Hilfe notwendig macht und auf einer vertrauensvollen Beziehung 
beruht.

52 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfristig Anbindung 
an die Regelangebote. Dabei ist es von größter Wichtigkeit, dass 
dieser Prozess kontinuierlich verläuft und sich an den individuellen 
Bedürfnissen jedes Einzelnen orientiert. 
Beispielhafte Aufgabendarstellung 
 Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rahmen 
aufsuchender Tätigkeit 
 Entwicklung einer individuellen realistischen Perspektive, 
insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschäft i-
gung, Ausbildung 
 Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf 
 Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen Instit u-
tionen 
 Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen Rege l-
systems 
Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig in 
Köln erprobt wird. 
Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter  Projekte in 
anderen Städten, zum Beispiel „Achtung -Fertig-Los!“ in Velbert, 
mit ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden.  
Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre 
Ziele Operative Ziele 
 Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen  
 Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit bedarf s-
gerechten Zugängen und Angebotsformen 
Projektziele 
 Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsge-
rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische 
Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeboten 
gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regelangeb o-
te. 
 Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik  wer-
den individuelle Ziele mit der Perspektive beruflicher und / 
oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt. 
 Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angeboten 
wie zum Beispiel Veedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter, 
Schulsozialarbeit (siehe oben) wird der Übergang für die 
Betroffenen ins Regelsystem erleichtert.  
 Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen 
aus den elf Sozialräumen mit psychischen Problemlagen 
begleitet und je in mindestens ein Angebot vermittelt we r-
den, das einen weiteren Schritt in Hinblick auf die berufli-
che Perspektive bedeutet. Dieses Angebot kann je nach 
individueller Problemlage im gesundheitlichen, schul i-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 53 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
schen, ausbildungs -, qualifizierungs - und/oder berufsb e-
zogenen Bereich liegen.  
Indikatoren  Anzahl erreichter und beratener Personen 
 Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen 
Kosten Personalkosten 
2 Vollzeitkräfte (Sozialarbeit / Sozialpädagogik) jeweils für das 
links- und rechtsrheinische Köln, herausgehobene Projektmitarbeit 
81.300,00 € x 2 = 162.600,00 € pro Jahr / 325.200,00 € für 2 Jah-
re 
Kosten für die 11 Sozialräume: 
Sozialraum 
Anteil 
Personal-
kosten in 
% 
im 
1.Jahr 
in Euro 
im 
2.Jahr 
in Euro gesamt 
Bickendorf, Westend 
und Ossendorf 15 24.390 24.390 48.780 
Blumenberg, Chorwei-
ler und Seeberg-Nord 15 24.390 24.390 48.780 
Höhenberg und Vingst 10 16.260 16.260 32.520 
Ostheim und Ne u-
brück 5 8.130 8.130 16.260 
Mülheim-Nord und 
Keupstr 5 8.130 8.130 16.260 
Buchheim und Buc h-
forst 5 8.130 8.130 16.260 
Porz Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und 
Eil 5 8.130 8.130 16.260 
Meschenich und Ro n-
dorf 5 8.130 8.130 16.260 
Bilderstöckchen 10 16.260 16.260 32.520 
Bocklemünd / Me n-
genich 5 8.130 8.130 16.260 
Humboldt / Gremberg 
und Kalk 20 32.520 32.520 65.040 
Gesamt 100 162.600 162.600 325.200 
 
Gesamtkosten: 325.200,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2017: 162.600,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2018: 162.600,00 €

54 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Gesamtkosten für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord: 48.780,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2017: 24.390,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2018: 24.390,00 € 
Projektlaufzeit / Zei t-
raum 
2 Jahre / 24 Monate 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt 
Förderung ESF 
Bemerkung Angabe des Fachamtes: 
Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit, 
nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich 
jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach 
Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begleitung 
ein. 
Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Me n-
schen erreicht werden, die neben möglichen psy chosozialen Defi-
ziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Menschen 
benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Angebot, da rein 
pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 55 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.17 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteilel-
tern im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Bildungsberatung ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgre i-
che Entwicklung und Umsetzung von ressortübergreifenden Prä-
ventionsketten und Strategien gegen Armut und soziale Ausgre n-
zung, da sie Menschen zur Selbsthilfe und eigenverantwortlichen 
Lebensgestaltung befähigt. Bildungsberatung ist somit ein 
Schlüssel für die Verbesserung der Integration b enachteiligter 
gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n-
schaft. 
Dabei wird das Verständnis der Organisation für wirtschaftliche 
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zugrunde gelegt, we l-
che Bildungsberatung als eine Dienstleistung zur  Unterstützung 
von Individuen jeden Alters bei Bildungs - Ausbildungs- oder Be-
rufsentscheidungen definiert. (OECD, 2004) 
Anhand der sozio -ökonomischen Eckwerte im Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord wird – wie auch in den 
weiteren zehn Kölner  Sozialräumen – deutlich, dass der Bedarf 
an Angeboten zur Bildungs- und Sozialberatung über dem städt i-
schen Durchschnitt liegt. Die Erfahrung zeigt zudem, dass insb e-
sondere für den niederschwelligen Zugang entsprechende Ang e-
bote in Form von einer Orientierungsberatung und Lotsenfunktion 
in Verbindung mit aufsuchender Beratung und Begleitung erfo r-
derlich sind, damit bildungsbenachteiligte Menschen in prekären 
Lebenslagen erreicht werden.  
Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und niede r-
schwelliger Bildungsberatungsansatz im Veedel geschaffen. Das 
Angebot bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelangebot.  
 
Projektbeschreibung  
Modul 1: Bildungsberatungszentrum  
Basierend auf den Erfahrungen des Bildungsberatungszentrums 
Mülheim wird zur nachhaltigen Verbesserung des Zugangs zu 
Bildungs(beratungs)angeboten für bildungsbenachteiligte Zie l-
gruppen der Aufbau und Betrieb eines träger - und settingübe r-
greifenden Bildung sberatungszentrums (BB -Zentrum) mit vier 
Standorten als zentrale „Anlaufstellen“ im Programmgebiet vo r-
gesehen.  
Vorgesehen ist der Aufbau der Bildungsberatungszentren an fo l-
genden vier Standorten:  
 Mülheim-Nord und Keupstraße - Buchheim und Buchforst 
 Meschenich und Rondorf

56 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg Nord - Bickendorf, 
Westend und Ossendorf - Bilderstöckchen - Bocklemünd / 
Mengenich 
 Höhenberg und V ingst - Ostheim und Neubrück - Hum-
boldt / Gremberg und Kalk - Porz-Ost / Finkenberg / 
Gremberghoven und Eil 
Durch diese räumliche Verteilung ist die gute Erreichbarkeit für 
alle Sozialräumen sichergestellt.  
Nach Priorisierung der zentralen Beratungsanliegen in Form einer 
Orientierungsberatung durch die Beratenden (zum Beispiel Kita / 
Schule, Ausbildung, Fam ilie, Gesundheit, Arbeit) begleiten die 
Stadtteileltern dann bei der Kontaktaufnahme mit den Unterstü t-
zungsstrukturen des Regelsystems, übersetzen und helfen beim 
Ausfüllen von Formularen. 
Die zentralen Beratungsinfrastrukturen profitieren dabei von den 
Zugängen der Stadtteileltern in bestimmte Communities / Zie l-
gruppen und den Ressourcen für Begleitung und Übersetzungen.  
Die Stadtteileltern profitieren von dem Erfahrungsaustausch mit 
den Beratenden und der Anbindung an eine zentrale Infrastruktur, 
die auch von ihnen genutzt werden kann. 
Gleichzeitig können Beratende und Stadtteileltern einzelfallbez o-
gene Fragen gemeinsam klären und gemeinsam Fortbildungen 
wahrnehmen. 
 
Grundprinzipien des BB-Zentrums 
 Die Arbeit des BB -Zentrums ist vernetzt mit den releva n-
ten Akteuren im Einzugsbereich, auf gesamtstädtischer, 
Landes- und Bundesebene 
 Beratung ist kostenlos für Ratsuchende 
 Beratungsformen sind Präsensberatung, telefonische B e-
ratung, Online Beratung sowie aufsuchende nie d-
rigschwellige Beratung durch Stadtteileltern 
 Beratende sind fachlich qualifiziert und nehmen an einem 
Weiterbildungsprogramm teil 
 Beratung erfolgt trägerneutral und qualitätsgesichert 
 Öffnungszeiten sind zielgruppenorientiert 
 Zugangswege sind niederschwellig 
 Datenschutz ist sichergestellt 
 Zugang ist möglichst barrierefrei 
 Gender Mainstreaming und interkulturelle Mainstreaming -
Prinzipien werden in der Beratung angewandt 
 
Organisationsstruktur 
Ein BB-Zentrum ist in gut erreichbarer Lage an zentrale Verso r-
gungsstrukturen und Bildungssettings ( Familienzentren, Gan z-
tagsschulen, Jugendeinrichtungen, Bezirksrathäuser, Bürgerze n-
tren) angebunden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 57 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Durch die Anbindung an bestehende Infrastrukturen werden S y-
nergieeffekte genutzt und eine bestmögliche Erreichbarkeit für die 
Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt. 
Das BB -Zentrum ist von seiner Konzeption her als offene Se r-
vice-Infrastruktur angelegt, in der Beraterinnen und Berater Ber a-
tungsanfragen an die jeweils fachkompetenten Stellen vor Ort 
oder auf gesamtstädtischer Ebene weiterleiten. Der Lotsenf unkti-
on kommt eine hohe Bedeutung zu und durch die Klärung von 
Beratungsanliegen wird die Funktion einer Orientierungs - oder 
Erstberatung nach dem Subsidiaritätsprinzip erfüllt.  
Zu Fragestellungen, zu denen bisher keine oder nicht ausre i-
chende Beratungsin frastrukturen verfügbar sind, erbringen die 
BB-Zentren selber die erforderlichen Beratungsleistungen.  
Ziel ist es, ein umfassendes Bildungsberatungsangebot entlang 
der Lebensbiografie für alle Bewohnerinnen und Bewohner vo r-
zuhalten. 
Als Stammpersonal sind  in jedem BB -Zentrum 1,5 bis 2 feste 
Beratende tätig. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch Hono-
rarkräfte. Alle Kooperationspartner verpflichten sich zur Einha l-
tung von Mindest -Qualitätsstandards in der Beratung entspr e-
chend den Vorgaben des Kölner Netzwerkes Qualität in Beratung 
(QiB Köln).  
Im Rahmen eines Qualitätsmanagements werden Beratungen 
dokumentiert und bewertet, Kunden befragt und Fortbildungen 
sowie Zertifizierungen ermöglicht. Dies bildet die Grundlage für 
ein Monitoringsystem, welches als Fr ühwarnsystem eingesetzt 
wird.  
Es ist geplant, einen Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern der 
Stadt Köln, Beratungsstellen, Wissenschaft und Wirtschaft zur 
Begleitung die Arbeit des BB-Zentrums einzurichten.  
Das BB-Zentrum bietet durch die Bereitstell ung einer räumlich / 
technischen Infrastruktur einen infrastrukturellen und organisat o-
rischen Rahmen für die folgenden Setting übergreifenden Han d-
lungsfelder. 
 (Aufsuchende) Bildungsberatung entlang der Bildungske t-
te  
 Frühkindliche Bildung 
 Jugendhilfe/ Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 Familienbildung 
 Weiterbildung und Qualifizierung  
 Beratung zur beruflichen Entwicklung 
 Beratung zu Grundbildung und Alphabetisierung 
 Beratung zu Sprachförderung  
 Beratung von südosteuropäischen Armutszugewanderten 
 Gesundheitsbildung und Prävention  
Kooperationsstrukturen für folgende Arbeitsschwerpunkte sollen 
in der ersten Projektphase etabliert werden:

58 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Schullaufbahnberatung 
 Übergang Schule / Beruf und Studium 
 Ehrenamt und Seniorenbildung 
 Beratung für Soziales (Leistungsbezug, Wohnen, Schul d-
nerberatung) 
 
Modul 2: Stadtteileltern 
Eine Besonderheit des BB -Zentrums ist die Einbindung des Tei l-
projektes „Stadtteileltern“, durch das die Sicherstellung nie d-
rigschwelliger Zugänge in die Zielgruppen gewährleistet wird. 
Hierfür werden die bestehenden „Stadtteilmütter -Projekte“ zu 
einem Stadtteileltern-Projekt weiterentwickelt. Auf Grundlage der 
Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 
wird sich an den beiden folgenden Prinzipien orientiert: 
 Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrationshi n-
tergrund 
 Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilväter 
Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weiterentwic k-
lung der bisherigen Stadtteilmütter -Projekte in ein dreistufiges 
Qualifizierungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit 
durch Arbeitsmarktintegration: 
 Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteilvater  
Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die VHS 
Köln und hat einen zeitlic hen Umfang von 6 Monaten und 
circa 20 Unterri chtseinheiten / Woche. Vermittelt werden 
Kenntnisse in den Bereichen Bildung, Gesundheit und 
Soziales sowie Basiswissen in der Beratung. Die Stad t-
teileltern unterstützen Familien in Fragen zu diesen Th e-
men und fungieren als Lotsen zu Fachberatungsstellen 
und dem Regelsystem. 
 Praxiseinsatz als Stadtteileltern (18 bis 24 Monate) 
Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über Fö r-
dermöglichkeiten ihrer Kinder in der Schule, nennen A n-
sprechpersonen für eine familiäre Unterstützung und b e-
raten bei gesundheit lichen Themen oder beim Übergang 
Schule und Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel praktische 
Integrationsarbeit 
 Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den ersten 
Arbeitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel  
o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen 
Menschen 
o Haushaltsnahe Dienstleistungen 
o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen 
für Demenzkranke 
o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Ei n-
satz in einer Offenen Ganztagsschule 
o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ P a-
tientenlotsin

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 59 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtteileltern durch 
kooperierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei ein i-
ge Sozialräume für das Stadtteileltern -Projekt zusammengefasst 
werden. An diese vier Standorte werden die acht Stadtteilelter n-
projekte, d ie von Trägern vor Ort koordiniert werden, angebu n-
den, so dass eine Kombination aus „Komm“ -Strukturen und au f-
suchender Arbeit realisiert wird. 
Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den 
Stadtteileltern werden Beratungs- und Begleitungsangebote wirk-
sam miteinander verbunden.  
Es ist geplant, dass die Universität zu Köln / Humanwissenschaft-
liche Fakultät wird das Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich 
unter der Fragestellung begleiten, welche Auswirkungen der Ei n-
satz von St adtteileltern auf Wissensbestände und Verhalten s-
muster der begleitenden Familien hat. 
 
Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den bestehenden 
Strukturen 
Das Projekt etabliert eine Verweis - und Lotsenstruktur, durch die 
der Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft gestärkt wird 
und Menschen, die bisher Beratungsangebote in den Bereichen 
Bildung, Soziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureiche n-
dem Maße in Anspruch genommen haben, an diese Strukturen 
herangeführt werden. 
Das Projekt schließt i nsbesondere mit seinen aufsuchenden und 
dezentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamtstädtischen 
Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukt u-
rellen Ebene durch die Einbindung der beratenden Einrichtungen 
niedrigschwellige quartier sbezogener Beratungsnetzwerke, die 
auf Dauer angelegt sind. 
Die enge Kooperation mit den Projekten Grundbildung im Veedel 
(vergleiche Projektnummer 1.0.20), Familienbildung sowie den 
Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen und Bildung s-
trägern im Programmgebiet ist wesentlicher Projektbestandteil.  
Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratung s-
netzwerken wie z.B. Netzwerk früher Hilfen, NEIS, AK Vernetzte 
Beratung, Netzwerke der Weiterbildung, et cetera. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  
 Erwachsene 
 Familien  
 Kinder und Jugendliche 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung,

60 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
Mit dem BB-Zentrum (Modul 1) soll im Programmgebiet eine tr ä-
ger- und projektübergreifende Beratungsinfrastruktur aufgebaut 
werden, um so benachteiligte Sozialräume und bildungsbenach-
teiligte Bewohnerinnen und Bewohner, besonders von Armut B e-
troffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen 
mit Migrationshintergrund zu erreichen, zu stabilisieren und zu 
unterstützen. 
Im Themenkomplex „Stadtteileltern“ (Modul 2) stehen zudem fo l-
gende Ziele im Vordergrund: 
 Verbesserung der Bildungs - und Entwicklungschancen 
von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten F a-
milien 
 Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskompe-
tenzen von Eltern in den durch Stadt teileltern unterstütz-
ten Familien 
 Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteileltern 
Das Projekt schließt mit seinen Beratungsangeboten Lücken in 
der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infr a-
strukturellen Ebene durch die Schaffung ni edrigschwelliger quar-
tiersbezogener Unterstützungsstrukturen, die auf Dauer angelegt 
sind. 
Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige 
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) formu-
lierten Zielsetzung „Verbesserung  der Integration benachteiligter 
gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n-
schaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen wesentlichen 
Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren  Anzahl der erfolgten Beratungen 
 Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht, Al-
ter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  
 Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stellen 
 Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen 
 Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Familien 
 Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltenswe i-
sen bei den unterstützten Familien (Erziehungskomp e-
tenz, Orientierungswissen, Integration) 
 Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Stad t-
teileltern

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 61 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum Projektlaufzeit Kölner Bildungsberatungszentrum: 36 Monate / 3 
Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2019 
Projektlaufzeit Stadtteileltern: 36 Monate / 3 Jahre  
01.01.2017 bis 31.12.2019 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationserge bnis der vorgesehenen Maßna h-
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit Amt für Ki n-
der, Jugend und Familie 
Förderung  EFRE 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

62 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Teilprojekt Stadtteileltern werden 
durch eine Stiftung bereitgestellt. Eine schriftliche Finanzierung s-
zusage liegt vor.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 63 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.19 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit 
Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Sch u-
len im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganz-
tags im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord 
Inhalt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ausgangslage 
Die Familie ist für jedes Individuum die erste und gleichzeitig 
nachhaltigste Sozialisationsinstitution. Als zentraler Ort des Au f-
wachsens und der Identitätsbildung stellt sie für Kinder den g e-
sellschaftlichen Mikrokosmos kultureller Leitbilder dar. Jeder 
Mensch erfährt in der Familie soziale Normen, Geborgenheit 
und intensive Beziehung. Familie symbolisiert den Wunsch nach 
persönlichem Glück. Jeder Mensch hat eine Familie, jeder 
braucht sie von Geburt an bis ins hohe Alter. 
Bislang wurden keine vergleichbaren Ansätze auf gesamtstädt i-
scher Ebene realisiert. 
Das Projekt wurde in der AG § 78 SGB VIII Familienbildung 
entwickelt.  
Projektspezifische Einwohnerdaten  der Jugendhilfeplanung  
(Stand 31.12.2014) begründen den räumlichen Bedarf: 
Chorweiler 
 Einwohner: 6.323 
 0 – 3 Jährige: 239 
 3 – 6 Jährige: 220 
 6 – 10 Jährige: 281 
 10 – 15 Jährige: 351 
 0 – 15 Jährige: 1.091 
 Einwohnerinnen und E inwohner mit Migrationshinte r-
grund: 4.994 
 Haushalte mit Kindern: 730 
 Alleinerziehende: 256 
 Arbeitslosenquote insgesamt: 26,3 % 
Seeberg-Nord  
 Einwohner: 8402 
 0 – 3 Jährige: 278 
 3 – 6 Jährige: 311 
 6 – 10 Jährige: 403 
 10 – 15 Jährige: 497 
 0 – 15 Jährige gesamt 1.489 
 Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshinte r-
grund: 6.509 
 Haushalte mit Kindern: 1.048 
 Alleinerziehende: 260 
 Arbeitslosenquote: 16,3 %

64 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Projektbeschreibung 
Eingebettet in lokale Strukturen wird ein breit gefächertes Unte r-
stützungssystem aufgebaut, das Familien fördert und aktiviere n-
de Impulse im Gemeinwesen setzt. Damit werden sowohl Bi l-
dungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern gefördert als 
auch Eltern und Familien unterstützt.  
Unabhängig von der sozialen und kulturellen Herkunft werden 
allen Kinder und Jugendlichen positive Zukunftschancen eröf f-
net. Bildung und Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und i h-
ren Eltern werden von Geburt bis zur Ausbildung gefördert. Je-
des Kind soll körperlich und  seelisch gesund im Arbeitsleben 
ankommen. 
Es wird eine Präventionskette (weiter-)entwickelt, die bereits be-
stehende Maßnahmen und weitere notwendige Maßnahmen 
einschließt und miteinander verbindet. Mit dieser Prävention s-
kette werden Schutzfaktoren gefördert und Risikofaktoren ve r-
mindert. Die Präventionskette muss die verschiedenen Stationen 
und Einflussfaktoren in der Entwicklung der Kinder in den Blick 
nehmen: 
Risikoanfällig sind vor allem Übergänge zwischen den einzelnen 
Lebens- und Erziehungsphasen (Transitionen). Hier setzen die 
Familienbildungsangebote an.  
Methoden 
Offene Sprechstunden, Eltern -Kind-Kurse, Elternkompetenztrai-
nings, Elternseminare, Elternca fés, Nachbarschaftshilfen und 
haushaltsnahe Dienstleistungen, Elternbildungsprogramme „Griff 
bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack in der  Grundschu-
le“, FuN (Familie und Nachbarschaft)  sowie Qualifizierungen für 
Erzieherinnen, Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen im offenen 
Ganztag. 
Durchgeführt werden die Projekte von Mitarbeiterinnen der F a-
milienbildung, die eine Zusatzqualifikation zur Eltern begleiterin 
(Elternchance II) erfolgreich abgeschlossen haben und qualif i-
ziert wurden, niederschwellige auch aufsuchende Zugänge zu 
Familien zu erschließen, die bisher von Angeboten der Famil i-
enbildung nur selten erreicht werden konnten. Ebenso verfügen 
sie über interkulturelle Kompetenz mit den besonderen Schwe r-
punkten: 
 Elternkompetenz stärken: Bedeutung von Bildung, indiv i-
dueller Förderung und Bildungsverläufen vermitteln 
 Bildungsoptionen eröffnen: Angebote zur Bildungsbegle i-
tung und -beratung einrichten 
 Schulwahl begleiten: Eltern bei diesen Entscheidungen 
Information anbieten 
 Diagnose stellen: Fähigkeiten von Kindern einschätzen 
und nach Bedarf Familien an andere Dienste vermitteln 
 Zusammenarbeit verbessern: Erziehungs - und Bildung s-
partnerschaften zwischen Familien und Fachkräften in

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 65 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kinderbetreuung und Schule fördern 
 Innovative Familienbildung etablieren: neue Formen und 
Inhalte der Eltern- und Familienbildung einrichten 
 Netzwerke bilden: Zusammenarbeit mit anderen eltern - 
und kindbezogenen Einrichtungen stärken 
Die Angebote werden bei Bedarf bei interkultureller Zusamme n-
setzung der Teilnehmenden mit einer Doppeldozentur (mutte r-
sprachliche Fähigkeiten und Deutsch) durchgeführt, um sprachl i-
che Barrieren und Kommunikationshindernisse z u minimieren. 
Die Angebote „Griff bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack 
in der Grundschule“ basieren auf dem peer -to-peer Ansatz, die 
Evaluation der Angebote belegt ihre Wirksamkeit. Diese drei A n-
gebote werden in enger Abstimmung mit dem KI (Kommun ales 
Integrationszentrum) als Fachdienststelle durchgeführt. 
Ein wichtiger Aspekt bei den Angeboten für Familien ist die g e-
genseitige soziale Unterstützung, die Erfahrungen der gemei n-
sam verbrachten (Lern -) Zeit und der Austausch im Rahmen e i-
ner geschützten Gruppe. 
Dienste und Angebote werden gebündelt, die Familien dringend 
benötigen. Hierzu zählen Bildung, Erziehung und Betreuung. Ein 
Beispiel für die Umsetzung der Präventionskette in Absprache 
mit der Sozialraumkoordination: 
Angebote für Schwangerschaft, Geburt, Mutterschutzzeit 
 Ganzheitliche Geburtsvorbereitung  
 Begleitung bei der Geburt und Nachsorge 
Angebote im 1. Lebensjahr 
 Babynest  
 Elterncafé 1. Lebensjahr  
 Elternstart NRW  
 Guter Start mit Baby ( haushaltsnahe Dienstleitung) 
Angebote im 2. bis 6. Lebensjahr 
 Elterncafé  
 Griffbereit  
 Gesund aufwachsen  
 Rucksack in der Kita 
 Eltern-Kind-Gruppen 
 Elternbegleiterinnen (Elternchance II)  
Angebote im 6. bis 10. Lebensjahr 
 Elternbegleiterinnen (Elternchance II)  
 Rucksack in der Grundschule  
 Elterntraining (starke Eltern-starke Kinder, FuN)  
 Eltern-Kind-Gruppen 
Angebote ab 10 Jahre 
 Elterncafés  
 Elterninformationsabende  
 Elterntrainings  
 Elternwerkstätten

66 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Elternbegleiterinnen (Elternchance II)  
Die Projekte sind mit der Sozialraumkoordination vorabbespr o-
chen. Über Familienzentren und Kitas, die bereits am Programm 
„Rucksack“ teilnehmen  hinaus, bestehen im Sozialraum bereits 
Kontakte zu folgenden Einrichtungen, mit denen im Projekt k o-
operiert werden soll:  
 Kindernöte e.V. (Träger KIWI und Netzwerk frühe Hilfen – 
Familienhebamme) 
 Zentrum für Frühförderung Stadt Köln 
 Familienberatung  
 pro familia 
 Sozialdienst Kath. Männer 
 Interkulturelle Zentren Deutsch-Türkischer Verein e.V.  
 Phönix e.V.  
 FIZ e.V. 
 Familienzentren Soldiner Straße, Further Weg, Montesso-
ristraße, Saalestraße, Paul-Löbe-Weg 
 Kita Allerstraße und Kita Abendrothstraße 
Darüber hinaus sollen weitere Kooperationspartner gewonnen 
werden. 
Die Organisationsstruktur des Projektes gliedert sich in drei B e-
reiche: Steuerung im Fachamt, im Sozialraum und Umsetzung im 
Sozialraum 
Zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung und 
Abwicklung des Moduls ist es notwendig, in einer Organisation s-
einheit die administrativen Aufgaben des Projektes zu bündeln 
und den Informationsfluss zu sichern.  
Die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt wird koordiniert und das 
Projekt nach außen vertreten. 
Zu diesen Aufgaben zählen die Geschäftsführung für das Projekt:  
 Mittelbewirtschaftung 
 Vergaben 
 Verträge 
 Controlling 
 Evaluation 
 Dokumentation, Erstellen von Zwischen - und Endb erich-
ten 
 Koordination von Arbeitsgruppen 
 Vertretung des Projektes nach außen 
 Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt 
Zielgruppe  Kinder 
 junge Erwachsene in der Familiengründungsphase 
 Mütter und Väter in prekären Lebenslagen 
 Bezugspersonen und Nachbarschaften

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 67 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
Projektziele 
 Neue bedarfsgerechte Angebotsstrukturen entwickeln un-
ter Berücksichtigung bewährter evaluierter Ansätze  
 Bei den gesetzten Zielen muss berücksichtigt werden, 
dass Familien eine heterogene Zielgruppe sind, die sich 
differenziert durch eine Vielfalt von divergierenden Bi l-
dungsbarrieren, Partnerschaftskonstellationen, ethn i-
schen Abstammungen und unterschiedlichen ökonom i-
schen Grundlagen unterscheiden. 
o Entwicklung einer förderlichen Beziehung zwischen E l-
tern und Kindern  
o Entwicklung einer Erziehungspartners chaft zwischen 
Eltern und pädagogischen Fachkräften. 
o Vermittlung von Kompetenzen, die Erwachsene und 
Kinder brauchen, um unter den gegenwärtigen Bedi n-
gungen von Gesellschaft, Arbeit und Kindheit „Familie 
zu leben“ und die mit Familie verbundenen Aufgaben 
sicher, gelassen und mit Freude zu erfüllen. 
o Aktivierung und Beteiligung von Eltern 
Deswegen wird die Beteiligungsbereitschaft der Eltern 
an den Bildungs - und Erziehungsprozessen ihrer Ki n-
der gefördert. 
Es entsteht für die Familien eine sichtbare Verbindlic h-
keit und Verlässlichkeit der Angebote: Niederschwell i-
ge familienstärkende und – unterstützende Angebote 
und Hilfen für Eltern, Kinder und Jugendliche aller A l-
tersstufen. 
o Gesundheitsförderung 
Die Familie ist der früheste und aussichtsreichste Ort 
für die P rägung gesundheitsrelevanter Verhaltenswe i-
sen. Sie ist ebenso der Ort, an dem Fehlentwicklungen 
erkannt und alternative Lösungen entwickelt werden 
können. Vor diesem Hintergrund trägt die Gesun d-
heitsförderung zu einer positiven Veränderung der L e-
bensqualität von Familien bei, unterstützt die Entwic k-
lung eines ganzheitlichen Körper -bewusstseins und 
ermutigt, neue Handlungsalternativen umzusetzen. 
o „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Information, Unterstützung 
und Begleitung  
Indikatoren  Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,  
 Anzahl der durchgeführten Angebote, 
 Evaluation durch regelmäßige Teilnehmerbefragung

68 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Kosten Personalkosten 
1 Stelle Projektleitung großer Projekte 
93.540,00 € pro Jahr / 187.080,00 € für 2 Jahre 
Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden pro Woche: 
23.985,00 € pro Jahr / 47.970,00 € für 2 Jahre 
 
1 Stelle herausgehobene Projektmitarbeit 
81.300,00 € pro Jahr / 162.600,00 € für 2 Jahre 
Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden 
20.846,00 € pro Jahr / 41.692,00 € für 2 Jahre 
 
1 Stelle Assistenz 
58.980,00 € pro Jahr / 117.960,00 € für 2 Jahre 
Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden pro Woche: 
15.123,00 € pro Jahr / 30.246,00 € für 2 Jahre 
 
Personalkosten gesamt:  
59.954,00 € pro Jahr / 119.908,00 € für 2 Jahre 
Davon Haushaltsjahr 2017: 59.954,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2018: 59.954,00 € 
 
Sachausgaben 
Sachkostenbudget Marketing / Öffentlichkeitsarbeit (ggf. über 
Querschnittsbudget) 
6.250,00 € pro Jahr / 12.500,00 € für 2 Jahre 
 
Programmkosten 
5 Angebote pro Jahr  
Kosten je Angebot durchschnittlich insgesamt 6.820,00 € 
6.620,00 € Honorarkosten 
  200,00 € Materialkosten 
Honorarkosten 33.100,00 € pro Jahr / 66.200,00 € für 2 Jahre 
Materialkosten  1.000,00 € pro Jahr / 2.000,00 € für 2 Jahre 
Kosten insgesamt 34.100,00 pro Jahr / 68.200,00 € für 2 Jahre 
Davon 2017: 34.100,00 € 
Davon 2018: 34.100,00 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 69 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Gesamtkosten 
100.304,00 € pro Jahr / 200.608,00 € für 2 Jahre 
Davon 2017: 100.304,00 € 
Davon 2018: 100.304,00 € 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
01.01.2017 bis 31.12.2018 (24 Monate) 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Ki n-
derinteressen und Jugendförderung 
Förderung ESF-Einzelprojekt  
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Im Bereich früher Hilfen und der Bekämpfung von Armut werden 
die Angebote mit den Akteuren im Sozialraum zielgruppen-
spezifisch nach Bedarf entwickelt , soweit sie nicht bereits im 
Vorfeld abgestimmt wurden.

70 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
1.0.20 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozialraum Bl u-
menberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Aktuellen Studien zufolge leben in Köln mehr als 100.000 funkti o-
nale Analphabetinnen und Analphabeten (circa 16 % der Deutsch 
sprechenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.) Davon sind 
maximal fünf von hundert als Lernende in Alphabetisierungsku r-
sen angemeldet. Die Erfahrung zeigt, dass erfolgreiche Präve n-
tions- und Interventionsstrategien heterogene Zielgruppen und 
Problemlagen berücksichtigen müssen, wobei Grundbildung eine 
gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist, die nicht nur im 
Alphakurs stattfindet. Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersb e-
zogener und niederschwelliger Ansatz geschaffen. Das Angebot 
bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelangebot.  
Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Köln, die Universität zu 
Köln und die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. im Sommer 
2014 das Kölner Zentrum für Grundbildung und Prävention ins 
Leben gerufen. 
Die Arbeitsschwerpunkte des Zentrums sind: 
 Netzwerkarbeit unterstützen 
 Angebotsstrukturen weiterentwickeln 
 Zugangswege erschließen und systematisch nutzen 
 Präventionsstrategien etablieren  
Arbeitsgrundlage sind die Empfehlungen des Landesbeirates für 
die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein -Westfalen 
zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung, wobei im Ra h-
men des Projektes „Gemeinsam für Grundbildung im Veedel“ die 
folgenden Empfehlungen von besonderer Bedeutung sind: 
 „Eine Grundbildungsoffensive zu initiieren 
 Grundbildung als Aufgabe von Schule zu fokussieren 
 Ressortübergreifendes Einbeziehen von Familie, vorschu-
lischen Einrichtungen, Schulen, Arbeitswelt, Verbrauche r-
schutz und politischer Bildung 
 Neue Zugänge und Formate zu ermöglichen…“ 
Es ist davon auszugehen, dass  in den 11 Kölner Sozialräumen  
und damit auch im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord“ der Anteil der funktionalen Analphabeten noch 
einmal deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegt.  
Auch wenn hinsichtlich der Korrelation zwischen Grundbildung s-
defiziten und wirtschaftlicher, politisch-kultureller und gesundheit-
licher Benachteiligung die Datenlage noch nicht befriedigend ist, 
zeigen vorliegende aktuelle Studien, dass Grundbildungsdefizite 
in einem zirkulären Wirkungszusammenhang Ursache und Folge

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 71 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
dieser Benachteiligungsformen sind. 
So weist die   leo. – Level-One Studie (leo. -Studie) zur Literalität 
von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus deutliche 
Übereinstimmungen zwischen wirtschaftlicher Benachteiligung 
und funktionalem Analphabetismus auf, andere Studien kommen 
für politisch -kulturelle und gesundheitliche Benachteiligung und 
Grundbildungsdefizite ebenfalls zu stark ausgeprägten Zusa m-
menhängen („Literacy changes Lives" des National Literacy 
Trust, 2008). 
Funktionaler Analphabetismus „ist gegeben, wenn die schrif t-
sprachlichen Kompet enzen von Erwachsenen niedriger sind als 
diejenigen, die minimal erforderlich sind und als selbstverstän d-
lich vorausgesetzt werden, um den jeweiligen gesellschaftlichen 
Anforderungen gerecht zu werden und gesellschaftliche Teilhabe 
zu garantieren.“ (Q: Alphabund 2010) 
Aktuelle Studien wie LEO Level One (2011) und PIAAC (2012) 
sehen dabei eine hohe Korrelation zwischen fehlenden grundl e-
genden Kompetenzen und Arbeitslosigkeit / SGB II-Bezug, prekä-
ren Lebensverhältnissen, Überschuldung, Armuts - und Kran k-
heitsrisiko und Bildungsbenachteiligung in Familienstrukturen. 
Dabei ist, ähnlich wie bereits bei PISA, das erzielte Kompetenzni-
veau in hohem Maße abhängig von der sozialen Herkunft.  
 
Projektbeschreibung 
Aufgabenverständnis:  
Durch die Verbindung von Praxis und Forschung im Bereich 
Grundbildung und Prävention soll die gemeinsame Entwicklung 
und kontinuierliche Bewertung der Wirkung von Interventionen 
ermöglicht und Grundbildungsarbeit als partizipativ geplante Hilfe 
zur Selbsth ilfe und effektive und effiziente Intervention etabliert 
werden. 
Grundbildung umfasst in unserem Verständnis „Kompetenzen in 
den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilh a-
be, wie Rechenfähigkeit (Numeracy), Grundfähigkeiten im IT -
Bereich (Computer Literacy), Medienkompetenz (Media Literacy), 
Gesundheitsbildung (Health Literacy), Finanzielle Grundbildung 
(Financial Literacy) und Soziale Grundkompetenzen (Social Lit e-
racy).“ (Q: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2012)  
Damit ist Grun dbildung eine Fähigkeit, die über die Lese - / 
Schreibkompetenzen hinausgeht, diese aber beinhaltet: 
Basierend auf den Erfahrungen der langjährigen Alphabetisi e-
rungs- und Grundbildungsarbeit der VHS Köln und der Projekte 
PAGES und CURVE, die im Rahmen des B undesprogramms 
alphabund umgesetzt wurden, wird angestrebt, als Heranfü h-
rungsstruktur zu den klassischen Alphabetisierungskursen und 
unter Bezugnahme auf den oben zitierten umfassenden Grun d-
bildungsbegriff, sozialräumlich verortete Grundbildungsa ngebote 
zu den Themen

72 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Lese- und Schreibkompetenzen (Literacy) 
 Rechenfähigkeit (Numeracy) 
 Grundfähigkeiten im IT-Bereich (Computer Literacy), 
 Medienkompetenz (Media Literacy) 
 Gesundheitsbildung (Health Literacy) 
 Finanzielle Grundbildung (Financial Literacy) 
 Soziale Grundkompetenzen (Social Literacy) 
zu entwickeln und umzusetzen. 
Umsetzung: 
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in allen 11 Kölner Sozia l-
räumen, da die Bedarfslagen in Bezug auf verbesserte Grundbi l-
dungskompetenzen vergleichbar sind.   
Dabei wurde der im Mo nitoring Stadtentwicklung der Stadt Köln 
verwendete Index „Soziale Lage“ zu Grunde gelegt, der für die 11 
Kölner Sozialräume  besondere Handlungserfordernisse im g e-
samtstädtischen Vergleich ausweist. 
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie de r Stadt 
Köln im Integrierten Handlungskonzept Starke Veedel – Starkes 
Köln zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Sozia l-
räume.   
 Mülheim-Nord und Keupstrraße sowie Buchheim und 
Buchforst 
 Meschenich und Rondorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung des 
Angebotes auf die weiteren Sozialräume: 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf  
 Bilderstöckchen  
 Bocklemünd / Mengenich 
 Höhenberg und Vingst  
 Humboldt / Gremberg und Kalk  
 Ostheim und Neubrück 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass 
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse ze itnah auf alle 
Sozialräume übertragen werden können und Strategien der Tei l-
nehmendengewinnung und Formatentwicklung zunächst in einer 
Teilgruppe erprobt werden können, bevor sie in der Fläche u m-
gesetzt werden. 
Geplante Vorgehensweise 
 Gewinnung von Lernenden für Grundbildungsangebote 
 T 0 -Befragung: Erhebung der vorhandenen Wissensb e-
stände und Verhaltensweisen der Lernenden  
 Entwicklung von modularen Curricula für die unterschie d-
lichen Literacy-Dimensionen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 73 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 Umsetzung der Curricula in Kursen in den jeweiligen S o-
zialräumen des Programmgebietes 
 T 1 -Befragung: Veränderung der Wissensbestä nde und 
Verhaltensweisen der Lernenden 
 Erarbeitung von Handreichungen für Dozentinnen und 
Dozenten als Grundlage einer Übernahme der Curricula -
Inhalte in den Regelbetrieb wie zum Beispiel in Alphabeti-
sierungskurse und in beschäftigungsfördernde Maßna h-
men 
Abgrenzung des ESF -Einzelprojektes zu den Programmen der 
ESF-Förderung 
Ausschlaggebend für das Vorhaben ist die Tatsache, dass über 
die bestehenden Alphabetisierungskurse nur max imal 5 % der 
funktionalen Analphabeten erreicht werden. 
Gründe hierfür liegen u nter anderem in den zentralen Angebot s-
strukturen, umfangreichen Curricula, Mindestteilnehmendenza h-
len sowie verfügbaren Lernorten und Lernzeiten.  
Das Projekt „Grundbildung im Veedel“ ist den klassischen Alph a-
betisierungskursen als 
 niedrigschwelliges 
 dezentrales 
 inhaltlich differenziertes  
Grundbildungsangebot vorgeschaltet und dient der Heranführung 
der Lernenden an die Regelstrukturen durch neue Angebote. 
Diese Angebote unterscheiden sich in Umfang und Format deu t-
lich von Alphabetisierungskursen im Regela ngebot, da sie bei 
geringem Umfang der Lerneinheiten modular aufgebaut sind und 
darauf abzielen, kurzfristige Lernerfolge zu vermitteln. Grundbi l-
dungsangebote bieten eine Brücke, um auch wieder Zugänge zu 
Angeboten der Regelsysteme zu finden, etwa das Nachholen von 
Schul- oder Berufsabschlüssen oder die Teilnahme an Ber a-
tungs- und Bildungsangeboten.  
Erreichung der Zielgruppen 
Die Gewinnung der Teilnehmenden erfolgt durch eine enge K o-
operation mit den sozialräumlichen Strukturen vor Ort, die gleic h-
zeitig auch als Lernorte in das Projekt eingebunden werden. B ei-
spielhaft seien hier genannt: 
 Kitas / Familienzentren 
 Schulen 
 Jugendeinrichtungen 
 Bürgerzentren 
 Migrantenorganisationen, zum Beispiel Moscheevereine 
 Interkulturelle Zentren 
 Beratungsinfrastrukturen vor Ort 
Weitere Zugangsstrukturen und Lernorte werden im Projekt ide n-
tifiziert und für die Grundbildungsarbeit aktiviert.

74 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Des Weiteren erfolgt eine Kooperation mit Stadtteileltern - und 
Integrationslotsen-Projekten, um Teilnehmende für die Kursa n-
gebote durch aufsuchende Strukturen zu gewinnen.  
Ergänzt wird die die Teilnehmendengewinnung durch eine enge 
Kooperation mit Kölner Beratungsservice und Kölner Veedelscen-
ter (KVC), den Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen 
und Bildungsträgern im Programmgebiet. Etabliert wird eine Ve r-
weis- und Lotsenstruktur, durch die Bildungs- und Sozialberatung 
auf Grundbildungsangebote verweist und umgekehrt aus Grun d-
bildungsteilnahme in Bildungs- und Beratungsangebote vermittelt. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte Bürgerinnen und Bürger mit Grundbi l-
dungsdefiziten in den 11 Sozialräumen: 
 Erwachsene 
 Familien und 
 Jugendliche / Junge Erwachsene  
Ziele Operatives Ziel 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
Projektziele 
 Mit dem Projekt „Gemeinsam für Grundbildung im Ve e-
del“ soll im Programmgebiet eine Grundbildungsoffensive 
gestartet werden, um so benachteiligte Stadtteile und bil-
dungsbenachteiligte Bewohnerinnen und Bewohner, b e-
sonders von Armut Betroffene wie Alleinerziehende, 
Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshinte r-
grund durch die Möglichkeit des Erwerbs von alltagsb e-
zogenen Grundbildungskenntnissen zu stabilisieren und 
zu unterstützen. 
 Das Projekt schließt mit seinen Grundbildungsformaten 
Lücken in der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichze i-
tig auf der infrastrukturellen Ebene durch die Schaffung 
niedrigschwelliger quartiersbezogener Grundbildung s-
netzwerke, die auf Dauer angelegt sind. 
 Damit entsp richt das Projekt der in Prioritätsachse 4: 
Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention 
unter IP 9 (b) formulierten Zielsetzung „Verbesserung der 
Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in 
Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft “ (Ziel 11) in vo l-
lem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur 
Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren  Anzahl der entwickelten Grundbildungsformate 
 Anzahl der erreichten Lernenden nach Geschlecht, Alter, 
Migrationshintergrund, Status (Kursteilnahmen) 
 Anzahl der realisierten Angebote 
 Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Dozenti n-
nen und Dozenten

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 75 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Multiplika-
torinnen und Multiplikatoren 
Kosten  
Kosten für 11 Sozialräume  
Kosten für den Sozial-
raum  
Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord 
  
pro Jahr  2 Jahre 
Stellenan-
teile  
für den 
Sozial-
raum  
anteilige 
Kosten 
Personalkosten 
1 Stelle Gesamtprojektleitung  
(Projektleitung kleine Projekte) 86.460 € 172.920 € 0,09  15.720 € 
1 Stelle Päd. MA (Projektmitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,09  13.625 € 
1 Stelle Wiss. MA (Projektmitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,09  13.625 € 
Personalkosten gesamt: 472.680 €   472.680 € - 42.970 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    236.340 € - 21.485 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:   236.340 € - 21.485 € 
Sachkosten 
Honorare Dozentinnen und Dozen-
ten 
(insgesamt 7.200 Unterrichtseinhei-
ten) 82.800 € 165.600 € 
- 
15.055 € 
Seminarräume / Lernmaterialien 48.000 € 96.000 € - 8.727 € 
Marketing / Öffentlichkeitsarbeit  5.000 € 10.000 € - 909 € 
Qualifizierung der Dozentinnen  
und Dozenten 2.500 € 5.000 € 
- 
455 € 
Qualifizierung der Akteure vor Ort  
(Inhalte und strukturelle Themen) 2.500 € 5.000 € 
- 
455 € 
Sachausgaben gesamt:    281.600 € - 25.600 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    140.800 € - 12.800 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:    140.800 € - 12.800 € 
  
Gesamtkosten   754.280 € - 68.570 € 
 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
Laufzeit 24 Monate  
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung  
Es ist geplant das Projekt in Kooperation mit Universität zu Köln 
und Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. (Kölner Zentrum für 
Grundbildung und Prävention) umzusetzen

76 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Förderung ESF-Einzelprojekt  
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 77 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.21 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Sprache ist das Medium und der Schlüssel zum Lernen in allen 
Fächern. Entsprechende Kompetenzen bilden eine Vorausse t-
zung für den Schulerfolg. Die Herausforderung in mehrsprach i-
gen Klassen besteht darin, alle Kinder so zu unterstützen, dass 
sie die Schulsprache Deutsch möglichst gut und  auch schnell 
beherrschen. Ferienschulen sind ein geeignetes Instrument, den 
Schulerfolg neu zugewanderter und sozial benachteiligter Kinder 
zu fördern. 
 
Projektbeschreibung 
Im Rahmen des Projekts sollen 22 Ferienschulen an Grundsch u-
len im Programmgebiet angeboten werden. Hierüber können bis 
zu 600 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. 
Das Projekt setzt bei den Erfahrungen des Strukturförderpr o-
gramms MÜLHEIM 2020 an. Hier konnten in der Zeit von 2011 
bis 2014 alle Grundschulen im Programmgebiet mit ein em ve r-
gleichbaren modularen Konzept für eine Zusammenarbeit in dem 
Thema „Sprachförderung“ gewonnen werden.  
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt 
Köln im Integrierten Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ zunächst in F orm einer viermonatigen Pilotphase in den 
folgenden Sozialräumen.   
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Mülheim-Nord und Keupstraße sowie Buchheim und 
Buchforst 
 Meschenich und Rondorf 
Nach der Durchführung von je einer Ferienschule in den vier P i-
lotstandorten erfolgt die Ausweitung des Angebotes auf die weite-
ren Sozialräume: 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf  
 Bilderstöckchen  
 Bocklemünd / Mengenich 
 Höhenberg und Vingst  
 Humboldt / Gremberg und Kalk  
 Ostheim und Neubrück 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass 
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse ze itnah auf alle 
Sozialräume übertragen werden können und didaktische und

78 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
organisatorische Konzepte zunächst in einer Teilgruppe  erprobt 
werden können, bevor sie in der Fläche umgesetzt werden. 
Es ist davon auszugehen, dass  in den 11 Kölner Sozialräumen  
und damit auch im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord“ der Anteil an Grundschulkindern mit besonderem 
Sprachförderbedarf noch einmal deutlich über dem städtischen 
Durchschnitt liegt, da der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit 
Migrationshintergrund höher und die sozio-ökonomische Lage der 
Familien schwieriger ist als in der Gesamtstadt.  
Während der Schulferien (Ostern / Sommer / Herbst) können 
Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf an ihrer 
Grundschule an einer kostenlosen Ferienmaßnahme teilnehmen, 
die auf die Verbesserung der Sprachkompetenzen in der Mutte r-
sprache und in der deutschen Sprache ausgeric htet ist. Während 
der Maßnahme werden die Kinder in Kleingruppen (sechs Kinder) 
von je zwei Lehramtsstudentinnen und -studenten betreut. Die 
Sprachförderung basiert auf der DemeK Methode.  
Charakteristisches Kennzeichen der Ferienschule ist die Verbi n-
dung von spielpädagogischen Elementen mit lebendiger Sprac h-
fördertätigkeit zur Verbesserung der alltags - und bildungssprach-
lichen Kompetenzen.  
Den Abschluss der Ferienschule bildet am letzten Tag ein A b-
schlussfest, zu dem auch die Eltern und Geschwisterkinder ein-
geladen werden. 
Im Rahmen des Ferienschulen -Konzeptes werden die teilne h-
menden Grundschulen hinsichtlich der Optimierungsmöglichke i-
ten für erfolgreiche mehrsprachige Unterrichtskonzepte beraten 
und unterstützt, so dass die Wirkung der Ferienschulen im S chul-
alltag aufgegriffen und fortgeführt werden kann. 
Abgrenzung des Vorhabens zu Regelangeboten 
Bereits im Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 konnten F e-
rienschulen nur durch die damals verfügbare Förderung realisiert 
werden, da keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten verfügbar 
waren. 
Vergleichbare kompetenzorientierte Angebote wie der TalentC A-
MPus im Bundesprogramm „Kultur macht stark“ richten sich an 
Schülerinnen und Schüler in der Sek. 1, haben nicht den klaren 
Fokus auf Sprachförderung und  können somit nicht übertragen 
oder zur Finanzierung herangezogen werden. 
Ferienschulen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konzeption 
und Umsetzung erheblich von den Regelangeboten im Offenen 
Ganztag, da entsprechende Betreuungsschlüssel und organisato-
rische Voraussetzungen im schulischen Regelbetrieb nicht real i-
siert werden können. Gleichwohl wirken die Ferienschulen durch 
die vermittelten Kompetenzen in den schulischen Alltag und g e-
ben in Kombination mit den Beratungsangeboten wichtige Impu l-
se für mehr sprachigen Unterricht in den beteiligten Grundsch u-
len.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 79 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Zielgruppen  Schülerinnen und Schüler der beteiligten Grundschulen  
 Beteiligte Grundschulen in den 11 Sozialräumen 
 Lehramtsstudentinnen und -studenten 
Ziele Operatives Ziel 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
Sprachliche Kompetenzen erweisen sich zunehmend als grun d-
legende Qualifikation für eine vollständige Teilhabe am gesel l-
schaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Ziel des Projektes ist es, 
mit einem umfassenden modularen Konzept die sprachliche 
Kompetenz von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und Ki n-
dern aus sozial schwachen Familien zu fördern. Sprachförderung 
versteht sich im Rahmen der Projektumse tzung in einem doppe l-
ten Sinne: 
 als Förderung der Bildungssprache Deutsch im Deutsch - 
und Fachunterricht, da viele Schülerinnen und Schüler 
auch während der Schulzeit noch Deutschlerner sind 
 als Förderung der Herkunftssprachen (Schriftsprache) in 
Koordination mit dem Erwerb der deutschen Spr ache als 
Anknüpfen an den Stärken der mehrsprachig aufwac h-
senden Migrantinnen und Migranten 
Ein weiteres Ziel ist die frühzeitige und umfassende Vermittlung 
von Praxiswissen für Lehramtsstudentinnen und -studenten, die 
in den Ferienschulen erfolgt. 
Indikatoren  Anzahl der beteiligten Grundschulen  
 Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler 
 Anzahl der zum Einsatz kommenden Lehramtsstudentin-
nen und -studenten 
Kosten

80 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit dem K om-
munalen Integrationszentrum.  
Es ist geplant, die positiven Umsetzungserfahrungen aus dem 
Strukturförderprogram MÜLHEIM 2020 mit den Kooperation s-
partnern Lernende Region – Netzwerk Köln e.V., Zentrum für 
Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI) sowie dem Institut für 
Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln umz u-
setzen.  
Förderung Gegebenenfalls geeignetes Landesprogramm des MFLJS oder 
MSW oder des BAMF (Sprachkurse) 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 81 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer    
1.0.26 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum Blume n-
berg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage  
Köln ist die vier größte Stadt Deutschlands. Aufgrund ihrer Stru k-
turen vor allem aber ihr tolerantes und offenes Stadtbild verfügt 
die Stadt über eine hohe Anziehungskraft sowohl bei Studiere n-
den, Alleinlebenden, Familien und Personen aus dem Um - und 
Ausland. Aus diesem Grund zählt Köln auch zu einer der wac h-
senden Städte Deutschlands. 
Ein Faktor ist unter anderem  der seit vielen Jahren anhaltende 
Zuzug von EU-Bürgerinnen und Bürger. An der Spitze der Kölner 
aus EU-Mitgliedsstaaten standen zum Stichtag 31.12.2015 Itali e-
ner (18.745), Polen (9.632) und Griechen (5.776). Bezüglic h die-
ser Staatsangehörigen ist in den vergangenen Jahren ein mod e-
rater und relativ linearer Anstieg der Einwohnerzahlen zu ve r-
zeichnen. 
Seit dem EU -Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007 
ist die Zahl der gemeldeten EU -Bürgerinnen du Bürger aus de n 
beiden Staaten deutlicher als bei allen anderen Zuwanderern aus 
den EU-Mitgliedsstaaten gestiegen. Zum 31.12.2015 hat sich die 
Zahl auf insgesamt 10.497 Menschen erhöht (6.548 Bulgaren, 
3.949 Rumänen). Dazu gibt es in Köln eine nicht quantifizierbare 
Anzahl an EU -Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere aus den 
beiden genannten Staaten, die nicht gemeldet sind, sich aber 
sowohl vorübergehend als auch regelmäßig in Köln aufhalten. 
Schon anhand der Meldedaten über Zuzüge und Fortzüge lassen 
sich hohe Fluktuati onsquoten nachvollziehen, die 2014 bei rund  
51 %, in den Jahren 2011-13 sogar zwischen 65-70 % lagen.  
Der Zuzug von Zugewanderten konzentriert sich nicht auf einige 
wenige Quartiere, sondern verteilt sich über das ganze Stadtg e-
biet. Besonders betroffen si nd dabei zwangsläufig die Gebiete 
und Quartiere, die mit vergleichsweise hohen Arbeitslosenquoten 
und entsprechend hohen Anteilen von Transferleistungsempfä n-
ger, noch relativ preisgünstigem Wohnungsbestand zu den b e-
nachteiligten Stadtteilen und -Vierteln i n Köln gehören. Hierzu 
zählt auch der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -
Nord. 
Die Freizügigkeit innerhalb der EU gründet für alle EU -
Bürgerinnen und -Bürger auf dem Recht zur Arbeitssuche und 
dem Aufenthaltsrecht sowohl zur Arbeitssuche als auc h für die 
Dauer der Beschäftigung in jedem EU-Mitgliedsland. 
Menschen, die in ihren Herkunftsländern eine schulische Bildung 
und eine berufliche Qualifizierung erfahren haben, finden sich auf 
dem hiesigen Arbeitsmarkt relativ gut zurecht und könnten sich 
und ihre Familien oft selbstständig finanzieren und ernähren. 
Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrung sind zum Teil

82 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
dennoch ursächlich für den schwierigen zuweilen perspektivlosen 
Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt. Insbesondere Frauen aus 
den benannten Z uzugsländern sind von Diskriminierung und 
Ausgrenzung betroffen. Studien zu folge, erfahren gerade Frauen 
aus Sinti und Roma Familien häufiger Diskriminierung aufgrund 
von Zuschreibungen, die diesen Personen gegenüber getroffen 
werden, als andere. Zugänge in den Arbeits - aber auch Wo h-
nungsmarkt sind erschwert, da sowohl Arbeitgeber als auch 
Wohnungseigentümer häufig zurückschrecken, Familien aus EU -
Ost-Ländern eine Wohnung zu vermieten beziehungsweise einen 
Arbeits- / Ausbildungsplatz anzubieten. Somit kann davon ausge-
gangen werden, dass qualifizierte Personen aus den beschrieb e-
nen Gründen, einen deutlich schwereren Start in das hiesige Sys-
tem haben, als andere. 
Die aktuelle Zuwanderungssituation weist aber eben auch eine 
große Anzahl von Menschen auf, die i n ihren Herkunftsländern 
bereits großer Not ausgesetzt waren, ohne Zugang zu Bildung, 
adäquat bezahlter Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und 
menschenwürdigen Wohnbedingungen. Die Menschen ohne ech-
te Perspektive auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sichern ihr en tägli-
chen Lebensunterhalt unter anderem  durch Gelegenheitsarbe i-
ten, Sammeln von Schrott und Flaschen, Verwertung von Sper r-
müll aber auch durch Bettelei oder persönliche Verdingung bis 
hin zu Prostitution. 
Um den daraus heraus resultierenden Anforderunge n begegnen 
zu können, hat die Stadt Köln das ESF -Projekt „Willkommen in 
Köln“ im Zeitraum 01.01.2014 bis 31.12.2015 durchgeführt. Im 
Zentrum aller Aktivitäten stand die nachhaltige Integration der 
Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa in den A r-
beitsmarkt und das soziale Umfeld. Schwerpunkte des Projektes 
waren der Aufbau von Begegnungs - und Beratungsstellen sowie 
die Durchführung von Sprachkursen. Die Verbindung von aufs u-
chender Beratungstätigkeit und fester Beratungsstelle als Anlau f-
punkt erwies si ch als erfolgreiche Strategie für die Teilnehme n-
dengewinnung und die Umsetzung der Beratungsarbeit. Die Vie l-
zahl der multiplen Vermittlungshemmnisse der Zugewanderten 
(Wohnsituation, Krankenversicherungsschutz, soziale Absich e-
rung, Schulden) verzögerte jed och eine schnelle Integration in 
den hiesigen Arbeitsmarkt. Im Fokus stand daher erst einmal der 
Abbau dieser Hemmnisse; die Beratungen wurden dann Zug um 
Zug mit arbeitsaktivierenden Maßnahmen kombiniert. Die Unter-
stützungs- und Beratungsangebote konzentrierten sich in diesem 
Projekt im Wesentlichen auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und 
Mülheim. 
Das Ministerium für Arbeit und Soziales NRW fördert für ein we i-
teres Jahr arbeitsmarktliche Projekte im Kontext der Zuwand e-
rung aus Südosteuropa. In dem Folgeproj ekt „Weiterentwicklung 
Willkommen in Köln“ werden in 2016 die Erkenntnisse aus der 
zweijährigen Projektumsetzungsphase aufgegriffen und weite r-
entwickelt. Die Maßnahmen im Projekt konzentrieren sich auch 
hier auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und Mülheim.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 83 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Im Rahmen der neuen ESF -Förderphase in NRW ab 2017 wird 
das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ gute Ansätze 
aus den beiden vorangegangen Projekten aufgreifen und auf den 
bisher nicht berücksichtigten Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord übertragen. Im zukünftigen Projekt ist zentr a-
ler Inhalt die Arbeitsmarktintegration sowie die Themenfelder Dis-
kriminierung, Ausgrenzung und Vorurteile gegenüber der b e-
schriebenen Zielgruppe. Denn die Unterstützung und Mobilisi e-
rung der ankommenden Person en ist nicht ausreichend alleine. 
Ein Zusammenspiel zwischen der Aufnahme - und Ankomme n-
den-Gesellschaft muss forciert werden, um eine zielführende und 
erfolgreiche Integration für alle Beteiligten zu erlangen.   
Niedrigschwellige Unterstützung, die im Vorf eld der Arbeit s-
marktintegration erforderlich ist, erhalten die Menschen ab dem 
01.01.2016 über Angebote, die aus dem Europäischen Hilfsfonds 
finanziert werden. Die Angebote aus dem EHAP sollen den Me n-
schen bei der Bewältigung des Alltags in Deutschland hel fen, sie 
für Beratungsstrukturen des regulären Hilfesystems sensibilisi e-
ren und an diese heranführen sowie bei der Überwindung von 
sprachlichen Schwierigkeiten unterstützen. Das ESF -Projekt als 
Schnittstelle knüpft hier an zwei Stellen an. Zum einen unterstützt 
es die Zugewanderten bei der Arbeitsmarktintegration. Die Zug e-
wanderten verfügen über sehr unterschiedliche Ausgangssituat i-
onen im Hinblick auf ihre Chancen der Integration in den A r-
beitsmarkt. So wohl der Bildungs - beziehungswiese der Ausbi l-
dungsstand, die tatsächliche Arbeitserfahrung als auch der a r-
beitsrechtliche Status sind sehr vielfältig. In der Regel sind die 
deutschen Sprachkompetenzen für eine schnelle Integration in 
Beschäftigung zu gering. Bestehende Potenziale, Fähigkeiten 
und Kenntnisse m üssen identifiziert werden. Ebenso wichtig ist 
die Förderung der Sprachkompetenz. Zum anderen wird ein 
Schwerpunkt des Projektes auf die Öffnung von Betrieben und 
Ausbildungseinrichtungen sowie Ämtern und Dienststellen gelegt. 
Im Rahmen von Diversity wird sowohl die Zielgruppe als auch die 
Aufnahmegesellschaft als Zielgruppe betrachtet. Wie beschre i-
ben, haben Erfahrungen gezeigt, dass Integrationsmaßnahmen 
eindimensional nicht zielführend sind, deshalb fokussiert Wil l-
kommen und Ankommen in Köln alle Beteiligten gleichermaßen. 
 
Projektbeschreibung  
Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ setzt hier mit 
einem sogenannten integrierten Konzept, einer Kombination aus 
Kompetenzfeststellung, Sprachförderung, Beratung und Begle i-
tung auf die Zielgruppe abgestimmt, sowie Öffentlichkeitsarbeit, 
Schulungen, Begegnung und Austausch an beide Zielgruppen 
(Arbeitnehmerinnen /Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen / A r-
beitgeber) gerichtet, an. 
Das Ziel der Arbeitsmarktintegration soll in enger Abstimmung mit 
maßgeblichen Kölner Arbeitsmarktakteuren und anderen mit der 
Zielgruppe v ertrauten Institutionen wie zum Beispiel  Jobcenter,

84 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
IHK, HWK; Migrantenselbsthilfeorganisationen, Antidiskrimini e-
rungsstellen et cetera. erreicht werden durch: 
 Zielgruppensensible Beratung 
 Kompetenzfeststellung im Rahmen der arbeitsmarktlichen 
Integration 
 Sprachkurse 
 Gewinnung von Arbeitgebern zur Qualifizierung der Zie l-
gruppe (Kombination von einem Praktikum und auf den 
Job ausgerichtete Sprachkurs) 
 Begleitung in bestehenden Beschäftigungsverhältnissen 
 Anerkennung von ausländischen Bildungs - und Berufsab-
schlüssen 
 Fachberatung für berufliche Abschlüsse  
 Begleitung vor und nach Anerkennung von Abschlüssen 
 Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern 
 Coaching im Rahmen der dauerhaften Integration  
 Begegnung und Austausch sowie Sensibilisierung auf 
beiden Seiten 
 Vermittlung der Projektteilnehmenden in sozialversich e-
rungspflichtige Beschäftigungs- beziehungsweise in Au s-
bildungsverhältnisse 
 Aufbau einer Unterstützungsstruktur für die Zugewande r-
ten als auch die Arbeitgeber der Zielgruppe 
Zielgruppe  Personen aus der EU mit Schwerpunkt Süd-Osteuropa 
 im Alter zwischen 18 und 55 Jahren 
 Frauen und Männer zu gleichen Anteilen 
Ziele Operative Ziele 
 Schaffung von bedarfsgerechten Angebotsstrukturen und 
/ oder Arbeitsplätzen 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verstärkte Arbeitsmarktintegration von Armut Bedrohten / 
Betroffenen 
Projektziele  
 Aktivierung, Heranführung und Integration in d en Arbeits-
markt, und den Sozialraum 
 Konzeption eines umfassenden Begleitprogramms 
 Qualifikation durch ausbildungsähnliche Strukturen und 
Sprachkurse 
 Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung 
Indikatoren  Anzahl der Fortbildungsveranstaltungen  
 Anzahl der Teilnehmenden  
 Anzahl Personen, die mit Abschlüssen qualifiziert wurden 
 Anzahl Personen Vermittlungen in den Arbeitsmarkt

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 85 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten Personal und Sachkosten (Summen) 
 
Personal und Sachkosten  Pro Jahr  Für 2 Jahre  
Projektleitung mittlere Projekte 1/3 Stelle 
Pauschale 
 28.820,00 €  57.640,00 € 
Herausgehobene Projektmitarbeit 1/3 Stelle 
Pauschale 
 27.100,00 €  54.200,00 € 
Gesamt  55.920,00 € 111.840,00 € 
   
Weiterleitung an Träger    
Herausgehobene Projektmitarbeit, 1 Stelle 
Pauschale 
 81.300,00 € 162.600,00 € 
Öffentlichkeitsarbeit  10.000,00 €  20.000,00 € 
Qualifikation der Akteure vor Ort  10.000,00 €  20.000,00 € 
Qualifikation der Teilnehmenden  40.000,00 €  80.000,00 €  
Gesamt  141.300,00 € 282.600,00 € 
 
Gesamtkosten 394.440,00 €  
Davon 2017: 197.220,00 € 
Davon 2018: 197.220,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Übertragung dieser Maßnahme auf andere Sozialräume 
sowie eine Weiterentwicklung sind denkbar. Die konkrete Fortfüh-
rung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom 
Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity 
Förderung ESF, B 1 im Rahmen der Einzelfallentscheidung 
Der Eigenanteil der Stadt Köln wird durch die Stellung von Pe r-
sonal erbracht. 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

86 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum  
Laufende Nummer 
2.0.4 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord:  
 Aufwertung des Bolzplatzes Elbeallee 
 Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring 
 Spielplatz Osloer Straße  
 Spielplatz Kopenhagener Straße 
Einrichtung von Angeboten zum Skaten, BMXen  und anderen 
Trendsportarten sowie Spiel - und Bewegungsmöglichkeiten für 
Kinder und Jugendliche in dem Sozialraum 
Inhalt Ausgangslage 
Laut der Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln verfügt der S o-
zialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord, unter B e-
rücksichtigung von Einwohnerdichte und Anteil an Mehrfamilie n-
häusern sowie Anzahl und Anteil der hier lebenden Kinder und 
Jugendlichen, aktuell insbesondere in Chorweiler und Seeberg -
Nord über einem Flächenfehlbedarf von insgesamt 17.799 m². 
Chorweiler liegt in diesem Stadtteilranking auf Platz 1 (Sortierung 
nach Rang, 1 = höchster Bedarf). 
Neben einem hohen Fehlbedarf an ausgebauten öffentlichen 
Spiel- und Bolzplatzflächen (Quantitative Bewertung) ist auch die 
Qualität auf den 38 öffentlichen Spiel - und Bo lzplatzflächen im 
Sozialraum von geringer Wertigkeit.  
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord sind 
22,5 % der Bewohnerinnen und Bewohner unter 18 Jahre alt. In 
dem Sozialraum lebt somit ein hoher und zunehmender Anteil an 
Einwohnern, der zug angsberechtigt zu öffentlichen Spielplätzen 
ist. Die Statistikzahlen im Sozialraum zeigen eine starke Verjü n-
gung in den letzten Jahren auf. 
Dem grundsätzlich vorhanden und jährlich steigenden Fläche n-
fehlbedarf kann nur mit neu geschaffenen Spiel- und Bewegungs-
flächen entgegengewirkt werden.  
Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters - 
und bedarfsgerechte Spiel -, Kommunikations - und Bewegung s-
räume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten 
zu können, ist die Neuerrichtung von attrak tiven, qualitativ guten 
und bedarfsorientierten, sportlichen Angeboten dringend erforder-
lich. 
Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen Teil 
ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei au f-
grund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausg e-
wiesenen Flächen. Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind ve r-
stärkt niederschwellige, kostenfreie Angebote für jeden ohne 
Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 87 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Projektbeschreibung 
Unterschiedliche bewegungsorientierte Räume zur Ausübung von 
Trendsportarten wie Fußballspielen, Inlinern, Skaten, Klettern und 
BMXen, die auch als (de -)zentrale Jugendtreffpunkte mit Aufen t-
haltsqualität zum Treffen, Chillen und Kommunizieren genutzt 
werden können, sind bedarfsgerecht herzurichten. 
Entsprechend des Bedarfes sind folgende Flächen für einen pr o-
jektbezogenen Umbau vorgesehen: 
 
Chorweiler-Nord 
Auf dem Bolzplatz Elbeallee in Chorweiler -Nord, soll die Bol z-
platzfläche mit einem speziellen Belag, der extra für Extrem -
Belastungen ent wickelt wurde, hergerichtet werden. Da dieser 
Bolzplatz einer extremen Nutzung unterliegt, sieht dieser spezie l-
le Belag eine lange Bespielbarkeit vor, was den Bedürfnissen und 
Wünschen der Kinder und Jugendlichen entspricht.

88 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 
Der öffentliche Spiel - und Bolzplatz Elbeallee liegt im Stadtteil 
Chorweiler-Nord und liegt im westlichsten Teil des Sozialraums 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord. 
Der Spielplatz ist zweigeteilt. Im westlichen Teil der Spielplatzfl ä-
che befindet sich ein Bolzplatz. Der östl iche Teil des Spielplatzes 
liegt in einer Grünfläche mit fast 6.382 m². Hier sind ein eine 
Drehscheibe und ein Kletternetz vorhanden. Die beiden Bereiche 
liegen fußläufig voneinander entfernt und sind durch einen Fu ß-
wege miteinander verbunden. Beide Fläche n liegen direkt an der 
Elbeallee.  
Gegenüberliegend befindet sich das mit vielen Geschosswo h-
nungen angrenzende Wohngebiet Chorweiler -Nord. Hier leben 
3252 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 -18 Jahren. 84,9% 
davon haben einen Migrationshintergrund. 
Einen Ausbau der Spiel - und Bolzplatzfläche mit einem Bew e-
gungsangebot für die älteren Kinder und Jugendlichen ist hier 
dringend erforderlich. 
Das Angebot neuer Bewegungsflächen ist aufgrund der Nähe zur 
Wohnbebauung gut verortet und wird von den Kindern und J u-
gendlichen daher voraussichtlich gut angenommen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 89 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Chorweiler-Mitte 
Die nachfolgenden drei Spielplätze  sind in einem planerischen 
Gesamtkonzept von Spiel- und Freizeitangeboten für Kinder und 
Jugendliche aller Altersstufen zu sehen und liegen direkt in 
Chorweiler-Mitte.  
 
Auf dem Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring  soll aufgrund 
seiner Lage, ein spezielles Spiel - und Freizeitangebot für ältere 
Kinder und Jugendliche hergerichtet werden. Diese Fläche soll 
insbesondere als zentraler Jugendtreffpunkt mit  Aufenthaltsquali-
tät zum Treffen und Chillen bedarfsgerecht hergestellt werden. 
 
Aktueller Zustand: Bis auf ein in die Jahre gekommener Pyram i-
denturm mit Rutsche, einer Reifenschaukel und einer Wippe 
mussten die meisten Spielgeräte aufgrund der fehlenden V er-
kehrssicherheit abgebaut werden. Die Hügel auf dem Spielplatz 
sind Schadstoff belastet und müssen alle entfernt und entsorgt 
werden (Sanierung). 
 
 
Der Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring ist umgeben von den 
Straßen Athener Ring, Stockholmer Allee und Osloer Straße. Er 
besitzt einen Halbinselcharakter.

90 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Der Spielplatz Osloer Straße  soll auf Grundlage eines guten 
spiel- und freizeitpädagogisches Konzeptes für Kinder bis 12 Jah-
ren umgestaltet werden.  
Aktueller Zustand: Auch hier mussten bis auf einen Turm mit Rut-
sche und einem Balancierbalken alle Spielgeräte aufgrund ihrer 
Marodität abgebaut werden.  
 
Der Spielplatz Osloer Straße liegt an einer  Sackgasse. Angren-
zend an der Spielplatzfläche befindet sich eine Kindertagesstätte. 
Dieser Spielplatz ist an zwei Seiten umgeben von einer kompl e-
xen Mehrgeschosswohnanlage mit rund 1.200 Wohnungen und 
liegt mittig zwischen dem Spielplatz Osloer Straße / A thener Ring 
und dem Spielplatz Kopenhagener Straße. 
 
Auf dem Spielplatz Kopenhagener Straße soll eine Aufwertung 
der Fläche mit einem attraktiven Spielangebot für kleinere Kinder 
stattfinden. Aufgrund der Lage könnte hier ein attraktives spielpä-
dagogisches wohnungsnahes Konzept umgesetzt werden. 
Aktueller Zustand: Die Spielgeräte mussten aufgrund der fehle n-
den Verkehrssicherheit zum größten Teil abgebaut werden, bis 
auf ein eine 4er-Wippe und einer Federwippe.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 91 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Der Spielplatz Kopenhagener Straße liegt am E nde einer Sac k-
gasse, direkt vor einer großen Mehrgeschosswohnanlage und 
hinter der Mehrgeschosswohnanlage des Spielplatzes Osloer 
Straße. 
Die drei Spielplätze „Osloer Straße/Athener Ring“, „Osloer Str a-
ße“ und „Kopenhagener Straße“ sind Teil eines planerisc hen Ge-
samtkonzeptes, das die städtischen Spielplätze mit den öffentlich 
zugänglichen Privatspielplätzen der angrenzenden Mehrg e-
schosswohnanlagen in gestalterischen und spielpädagogischen 
Aspekten zusammenfügen soll. Diese neu zu gestaltenden Spiel - 
und Freizeitflächen sollen für alle Bewohner nutzbar sein.

92 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 
Ziele Operative Ziele 
 Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä-
chen für neue Nutzungen 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
Projektziel 
 Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel - und Bew e-
gungsflächen mit hohem Bewegungs- und Aufenthaltswert 
für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in dem 
Sozialraum lebende Menschen  
 Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Le bens- 
und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und B e-
wohner des Sozialraums durch Verbesserungen im öffent-
lichen Raum und dem Wohnumfeld  
Indikatoren  Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebote 
 Umgestaltete Fläche in m² 
 Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteili-
gungen 
 Verminderung des Fehlbedarfes, Erhöhung der zur Verf ü-
gung stehenden Flächen (in m²) 
Kosten Sachkosten / Baukosten (Kostenschätzungen) 
Bolzplatz Elbeallee                                                     100.000,00 € 
Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring (Sanierung) 540.000,00 € 
Spielplatz Osloer Straße                                            201.500,00 € 
Spielplatz Kopenhagener Straße                                 61.600,00 € 
Gesamtbetrag                                                           903.100,00 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 93 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
 Spiel-
plätze 
Ausgaben 
2017 
Ausgaben 
2018 
Ausgaben 
2019 
Ausgaben 
2020 
Gesamtaus-
gaben 
Spielplatz 
"Osloer 
Straße/ 
Athener 
Ring 
100.000,00 € 
 
200.000,00 € 
 
200.000,00 € 
 
40.000,00 € 
 
540.000,00 € 
 
Spielplatz 
"Osloer 
Straße" 
40.000,00 € 
 
75.000,00 € 
 
80.000,00 € 
 
6.500,00 € 
 
201.500,00 € 
 
Spielplatz 
"Kopen-
hagener 
Straße" 
10.000,00 € 
 
36.000,00 € 
 
14.000,00 € 
 
1.600,00 € 
 
61.600,00 € 
 
Bolzplatz 
"Elbeallee 
5.000,00 € 
 
80.000,00 € 
 
15.000,00 € 
 
0,00 € 
 
100.000,00 € 
 
 Summe 155.000,00 € 391.000,00 € 309.000,00 48.100,00 € 903.100,00 € 
      
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.07.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie  
Förderung EFRE 
Kofinanzierung durch Städtebauförderung

94 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
2.3.3 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Weserplatz in Köln-Chorweiler 
Inhalt Ausgangslage 
Der Weserplatz ist der südliche Auftakt der Weserpromenade, 
welche die zentrale Fußwegeverbindung Chorweiler-Nords bildet. 
Aufgrund der schwierigen Sozialstruktur in der Anwohnerschaft, 
aber auch infolge der unvorteilhaften Platzgestaltung d urch stark 
begrünte Hochbeete, die eine Vielzahl unübersichtlicher, durch un-
terschiedliche Randgruppen besetzte Nischen- räume ausbilden, 
hat sich der Platz zu einem Angstraum entwickelt. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel der Aufwertungsmaßnahmen ist es, die P latznutzung für alle 
Bevölkerungsgruppen beispielsweise durch die Aufstellung neu- er 
Spielgeräte für Kinder und Erwachsene und Parkbänke zu a t-
traktivieren. Darüber h inaus wird die zentrale Wegeführung ü ber 
den Platz, die Teil der Gesamtwegeverbindung zwischen Chor-
weiler-Zentrum und Blumenberg darstellt, übersichtlicher und bar-
rierefrei gestaltet, die Bepflanzung zurückgenommen und neu ge-
ordnet. 
Zielgruppe Alle Altersstrukturen 
Ziele Operative Ziele 
 Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen 
für neue Nutzungen 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensräume 
Projektziele 
 Erhöhte Platznutzung durch unterschiedliche Bevölkerungs-
gruppen 
 Verbesserung der Nutzbarkeit für Kinder / Jugendliche 
Indikatoren Anzahl und Art der Nutzerinnen und Nutzer vorher / nachher

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 95 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten Sachkosten:  
Planungskosten: 160.000,00 € 
Baukosten: 500.000,00 € 
Gesamtkosten 660.000,00 € 
 
Davon 2016: 30.000.00 € 
Davon 2017: 30.000,00 € 
Davon 2018: 50.000,00 € 
Davon 2019: 150.000,00 € 
Davon 2020. 400.000,00 € 
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
51 Monate / 4 Jahre und 3 Monate 
01.10.2016 bis 31.12.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Stadtplanungsamt im Kooperation m it dem Amt für 
Straßen u nd Verkehrstechnik, dem Amt für Landschaftspflege 
und Grünflächen und dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
Förderung Städtebauförderung 
Bemerkung Das Vorha ben ist Teil e iner Gesamtmaßnahme zur Aufwertung 
des öffentlichen Raums in Chorweiler

96 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung 
Laufende Nummer 
3.0.1 
Handlungsfeld: Qualifizierung / Lokale Ökonomie 
Maßnahme „CheckPraxis“ – Schule und Praxis im Dialog für Schüleri n-
nen und  Schüler aus dem Sozialraum Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord liegt 
der Anteil an Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahre) mit 22,5 
% deutlich über dem städtischen Durchschnitt (15,7 %). Dreivier-
tel der Bewohner haben einen Migrationshintergrund (74,5 %). 
Die SGB II Quote beträgt 29,9 % gegenüber einem Gesamtwert 
von 13,2 % in ganz Köln. Damit einher geht eine schlechte Bi l-
dungsbeteiligung, nur 23,6 % der Kinder und Jugendlichen be-
suchen ein Gymnasium. Als eine Folge der Lebensumstände 
findet ein hoher Anteil der Jugendlichen nur erschwert Zugang in 
den Ausbildungsmarkt. Dazu kommt, dass sie keine Kenntnis 
über das breite Spektrum an möglichen Ausbildungsberufen h a-
ben und zudem oft eine Schwellenangst, die Betriebe zu bes u-
chen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. 
 
Projektbeschreibung 
Mit dem Angebot checkPraxis wird eine Lücke im Angebot b e-
rufsvorbereitender Maßnahmen geschlossen, die trotz KAoA  
noch existiert. In Abgrenzung zu anderen Berufsinformationst a-
gen und Ausbildungsmessen hat sich checkPraxis einige Max i-
men gesetzt, die im Veranstaltungskonzept realisiert werden: 
Klasse statt Masse: Unternehmen, die im Sozialraum agieren 
und auf Nachwuchssuche sind, schließen sich dem checkPraxis-
Netzwerk an und lernen interessierte Schülerinnen und Schüler 
intensiver kennen. Ziel von checkPraxis ist es ausdrücklich, das 
Bewerberpotential in Schulen für Unternehmen ausfindig zu m a-
chen und die Unternehmen in ihrer Nachwuchsentwicklung zu 
fördern. So sollen interessierte und engagierte Schülerinnen und 
Schüler die Chance bekommen, Unternehmen und deren Pe r-
sonalentscheider kennen zu lernen. Im Umkehrschluss können 
Unternehmen auch Potenziale der Jugendlichen erkennen und 
für ihr Unternehmen nutzen.  
Viele Unternehmen besetzen ihre Ausbildungsplätze auch heute 
noch über langwierige und kostenintensive Einstellungsverfa h-
ren, die letztendlich auch nicht gewährleisten können, dass die 
Ausbildung letztendlich zum Erfolg führt. Für Unternehmen kann 
das Engagement im Sozialraum mit individuellen und komp e-
tenzorientierten Förder- und Ausbildungsstrategien die bessere 
Alternative sein. 
Maßgeschneidert statt beliebig: Damit die quartiersbezogenen 
Unternehmen, die vorgest ellten Berufe und die Schülerinnen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 97 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
und Schüler gut zusammen passen, ist das Workshop -
Programm auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt. 
Konkret statt schwammig: klare und einfache Zielsetzung der 
Veranstaltung. Alle Unternehmen bringen echte Chancen für die  
Schülerinnen und Schüler mit. Es geht um Ferienjobs, Prakt i-
kumsplätze und vor allem um die Ausbildung im jeweils darauf 
folgenden Jahr. 
Teamwork statt Einzelkämpfertum: Der Zusammenschluss birgt 
Synergieeffekte und bündelt Kräfte. Jede Veranstaltung wird im 
checkPraxis-Netzwerk ausgewertet, damit die Erfahrungen in die 
Planung der nächsten Veranstaltung einfließen. 
Interessiert statt unfreiwillig: Eine Besonderheit der Maßnahme 
stellt die Freiwilligkeit der Teilnahme dar. Nicht ganze Klassen 
und Stufen sin d Zielgruppe von checkPraxis sondern einzelne 
Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig und selbstständig 
anmelden und im Vorfeld auf die Ausbildungsangebote vorberei-
tet werden. Die Jugendlichen melden sich in eigener Initiative 
und selbst zu den Works hop-Nachmittagen an, die außerhalb 
der Schulen und in der Freizeit stattfinden. Das gewährleistet, 
dass die teilnehmenden Jugendlichen eine hohes Interesse und 
Motivation mitbringen. 
Im Rahmen der geplanten Maßnahme wird den Jugendlichen 
die Möglichkeit geboten, in direkten Kontakt mit Unternehmen zu 
kommen und sich an praktischen Übungen über Berufsinhalte zu 
informieren. Bei dem Projekt informieren quartiersbezogene und 
ausbildende Unternehmen im Rahmen von Workshop -
Veranstaltungen praxisnah über Art und Inhalt der von Ihnen 
angebotenen Ausbildungsberufe und zeichnen die Berufswege 
auf. Dabei bieten Ausbilderinnen und Ausbilder aus den Betri e-
ben, oft auch in Begleitung von ihren Auszubildenden, prakt i-
sche berufsbezogene Übungen an, bei denen die Jugendlich en 
ihre Fertigkeiten für das jeweilige Berufsfeld ausprobieren kö n-
nen.  
Bei Bedarf kann der Workshop auch in das Unternehmen gelegt 
und dort durchgeführt werden. Die Unternehmen haben so die 
Möglichkeit, sich ein persönliches Bild von den jungen Me n-
schen zu machen und damit eine eventuelle Vorauswahl für ein 
längeres Praktikum oder auch eine Ausbildung zu treffen.  
Die erforderliche Kooperationsstruktur mit Unternehmen wird 
durch persönliche Ansprache durch den Träger erfolgen. Dabei 
wird auf das bereits be stehende Unternehmensnetzwerk z u-
rückgegriffen, dem neue Unternehmen hinzugefügt werden. In 
den Schulen erfolgt die Ansprache über Kontaktaufnahme zu 
den StuBos, die checkPraxis aus anderen Zusammenhängen 
schon kennen. 
Operative Bausteine des Projekts: 
 Akquise und Information der quartiersbezogenen Ausbi l-
dungsbetriebe für den Sozialraum. 
 Akquise und Information interessierten Schülerinnen und

98 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Schüler aus dem Sozialraum. 
 Planung, Organisation, und Durchführung von checkPr a-
xis-Netzwerktreffen (eine Workshop -Veranstaltung jäh r-
lich über jeweils drei Tage) 
 Webseite mit Darstellung der Angebote, Informationen 
und Anmeldungsformular für den Sozialraum. 
 Zahlenmäßige Auswertung und Evaluation der Veranstal-
tungen. 
 Teilnahmebescheinigung: die Schülerinnen und Schüler 
erhalten eine Urkunde für ihre Bewerbungsmappe, den 
BerufswahlpassPlus. 
Als Ergänzungsangebot zu den bereits bestehenden Berufsfe l-
dorientierungen aus dem Landesprogramm KAoA und bestehe n-
den Angeboten der Kammern wendet sich das Projekt gezielt an 
Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Sekundarstufe I 
und II ab der Jahrgangsstufe 9 aus dem Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg -Nord. Im Gegensatz zur Berufsfelde r-
kundung die bereits in der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt wurde, 
baut checkPraxis die gewonnenen Erkenntnisse aus und konkr e-
tisiert die Kontaktaufnahme zu den quartierbezogenen Ausbi l-
dungsbetrieben in Richtung Praktikum und duale Ausbildung. 
Die Kontakte zu Ausbildungsunternehmen aus dem checkPraxis-
Netzwerk sollen auch verstärkt zur Bereitstellung von Angeboten 
im Landesprogramm KaoA genutzt werden. So werden Unte r-
nehmen, die durch checkPraxis in ihrer Nachwuchsentwicklung 
gestärkt werden, aufgefordert, zusätzliche Angebote zum Be i-
spiel im Bereich der Berufsfelderkundung zu entwickeln  und in 
die Datenbank einpflegen. 
Eine Überschneidung mit dem Bundesprogramm „Komm auf 
Tour“ ist weder inhaltlich, noch durch die unterschiedliche Zie l-
gruppe möglich. „Komm auf Tour“ wendet sich an Jugendliche 
der Jahrgangsstufen 7 und unterstützt diese sp ielerisch bei der 
Entdeckung ihrer Talente und dient der gesundheitlichen Aufkl ä-
rung. 
Zielgruppe  Schülerinnen und Schüler (ab Jahrgang 9) aus dem Soz i-
alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nor 
 Quartiersbezogene Ausbildungsbetriebe für den Sozia l-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Ziele Operative Ziele 
 Verbessertes Übergangsmanagement - Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Neu geschaffene und bedarfsgerechte Angebotsstrukt u-
ren und/oder Ausbildungsplätze 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 99 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Projektziele 
 Berufsinformation: die Teilnehmer setzen sich praxisnah 
mit verschiedenen Ausbildungsberufen in ihrem Umfeld 
auseinander. 
 Networking: Personalverantwortliche, Auszubildende und 
Schüler lernen sich persönlich kennen.  
 Vermittlung: die Unternehmen sind auf Nachwuchssuche 
und bringen konkrete Angebote für Ferienjobs, Prakt i-
kumsplätze und / oder Ausbildungsplätze mit. 
 Förderung d er Nachwuchsentwicklung der quartierbez o-
genen Ausbildungsbetriebe durch Netzwerkbildung und 
handlungsorientierte Angebotsstrukturen 
 Erweiterung des Bewerberspektrums für Unternehmen im  
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Stärkung der untern ehmerischen Verantwortung für den  
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Ziel ist es, möglichst vielen Jugendlichen aus dem Sozial-
raum das breite Spektrum an Ausbildungsberufen in ihrer 
Umgebung nahe zu bringen  
 Durch Kontakt zu Unternehmen einen vertieften Einblick 
in das Berufsleben und die dort bestehenden Anforderu n-
gen zu erhalten. 
Indikatoren  Zahl der teil nehmenden Jugendlichen aus dem Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Zahl der teilnehmenden quartiersbezogenen Unterne h-
men für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord 
Kosten Basis für die Berechnung: 
Es sind zwei Veranstaltungen à drei Tage geplant.   
Für die Durchführung aller oben genannten Projektbausteine 
wird von einem Arbeitsumfang von einem Monat ausgegangen. 
Die Veranstaltungen werden innerhalb von 24 Monaten durchge-
führt. 
Personalkosten für eine Veranstaltung 
Stelle Projekt MA (1.5.3.1.3)                                         6.789,00 € 
Stelle Assistenz (1.5.3.1.5)                                           2.955,00 € 
Summe:                      9.744,00 € 
Personalkosten für zwei Veranstaltungen:                 19.488,00 € 
 
Sachkosten für ein Jahr (Plakate, Flyer, Internet,  
Raummieten/Catering)                                                  3.354,00 € 
Sachkosten für zwei Jahre:                                           6.708,00 €

100 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Gesamtkosten für zwei Veranstaltungen               26.196,00 € 
Davon 2017: 6.549,00 € 
Davon 2018: 13.098,00 € 
Davon 2019: 6.549,00 € 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
01.07.2017 bis 30.06.2019 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung 804 A r-
beitsmarktförderung 
Förderung  ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurde n geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 101 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
3.3.2  
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung  
Maßnahme JobCoach im Quartier Chorweiler 
Inhalt Ausgangslage  
Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord b e-
steht eine SGB II -Quote in Höhe von 29,8 % (Stadt Köln: 13,2 
%). Vor diesem Hintergrund ist ein entsprechend hohes Unte r-
stützungspotenzial bei der  Integration von langzeitarbeitslosen 
Menschen unerlässlich, das mit heranführenden, niedrigschwell i-
gen Angeboten zielgruppengerecht umgesetzt werden soll. 
Die Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 
2020, in dem Vorläuferprojekte zur vorgeschla genen Maßnahme 
sehr erfolgreich umgesetzt werden konnten, zeigen, dass mit 
einer das JobBörsen -Programm ergänzenden und auf die Ziel -
gruppe zugeschnittenen, individuellen und passgenauen Bera -
tungsleistung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit beziehungs -
weise die Integration in Arbeit zu erreichen ist. Die Teilnehmen -
den durchlaufen parallel sowohl das JobBörsen -Programm als 
auch die Maßnahme Jobcoach.  
 
Projektbeschreibung  
In das Jobcoach - Projekt werden ausschließlich Personen mit  
besonderer Hilfebedürftigkeit aufgenommen. Diese zeigt sich in 
schweren Vermittlungshemmnissen und multiplen Problemlagen, 
die beispielsweise von fehlender Kinderbetreuung, Schulden - / 
Suchtproblematiken, gesundheitlichen Einschränkungen, fehle n-
de Schul- und Berufsabschlüsse, bis zu unzureichenden Sprach-
kenntnissen und Arbeitslosigkeit von mehr als 5 Jahren reichen. 
Hier bedarf es einer über das Beratungsangebot des Jobcenters 
und des Jobbörsenprogramms hinausgehenden intensiven B e-
treuung und Unterstützung. 
Der Jobcoach berät nicht nur bei berufsbezogenen sondern auch 
bei familiären und / oder persönlichen, finanziellen oder gesun d-
heitlichen Themen. Hierzu muss ein besonderes persönliches 
Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. 
Mittels eines personenbezogenen Profilings und Coach ings soll 
den Teilnehmenden ein Weg eröffnet werden, an dem am Ende 
die Integration in den Arbeitsmarkt steht. Die Teilnehmenden 
werden motiviert, dieses Ziel in erreichbaren Teilschritten mit 
professioneller Begleitung und Unterstützung anzugehen. Durch 
die zusätzliche Nutzung des gesamten Kölner Hilfesystems (zum 
Beispiel Kinderbetreuung, Offener Ganztag), und insbesondere 
der im Sozialraum bestehenden Hilfsangebote (zum Beispiel 
Fachdienst für Integration und Migration, Familienberatung, 
Haushaltsberatung, Jugendmigrationsdienst), sollen die individ u-
ell bestehenden Arbeitsvermittlungshemmnisse abgebaut wer -
den. Um die erfolgreichen Vermittlungen langfristig zu sichern,

102 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
werden sowohl die Teilnehmenden als auch der Arbeitgeber 
nach Aufnahme des Beschäftigun gsverhältnisses weiterhin b e-
gleitet. Durch telefonischen oder persönlichen Kontakt können 
drohende oder auftretende Probleme bereits frühzeitig erkannt 
und durch Einleitung entsprechender Schritte behoben werden.  
Die Jobcoaches akquirieren auf der Basis d er Profile der Tei l-
nehmerinnen und Teilnehmer entweder selbst Stellen bei den 
Arbeitgebern beziehungsweise greifen auf Stellen zu, die bereits 
in den JobBörsen vorliegen. Es erfolgt ein Profilabgleich mit den 
Bewerberkompetenzen und den arbeitsplatzbezogen en Rah -
menbedingungen. Es wird angestrebt, dass die Jobcoaches ent -
sprechend der Profile der Teilnehmenden auch selbst Arbeits -
stellen akquirieren.  
Mit der Unterstützung des Jobcoaches wird die eigentliche Ar -
beitsvermittlung dann in der JobBörse durchführt.  
Die hohe Hilfebedürftigkeit erfordert, dass die Teilnehmer  im 
Projekt Jobcoach nicht nur wie im JobBörsen -Programm für 3 
Monate zugewiesen werden, sondern für mindestens 6 Monate 
mit einer Verlängerungsmöglichkeit von weiteren 3 Monaten.  
 
Zudem ist di e intensive Beratung nur mit einem Betreuung s-
schlüssel von 1:25 zu leisten, der weder im Jobbörsen -
Programm noch im B eratungsangebot des Jobcenters vorgese-
hen ist. 
Zielgruppe Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem SGB II ab 25 Jah-
ren, vorrangig aus den Kundenprofilgruppen des Jobcenters För-
derprofil und Entwicklungsprofil mit schweren Vermittlungs -
hemmnissen  
Ziele Operative Ziele  
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze  
 Die von Armut Bedrohten / Betroffenen sind in stärkerem 
Maße in den Arbeitsmarkt integriert  
Projektziele  
 Eingliederung in ein sozialversicherungspflichtiges Be -
schäftigungsverhältnis durch individuelles Coaching und 
passgenaue Arbeitsplatzakquise - oder nachrangig  
 Eingliederung in eine geringfügige Beschäftigung und 
Begleitung von Existenzgründungen  
Indikatoren  Anzahl der Vermittlungen in eine sozialversicherungs -
pflichtige Beschäftigung  
 Anzahl der Vermittlungen in eine geringfügige Beschäft i-
gung und Existenzgründung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 103 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten Personalkosten  
2 Vollzeitkräfte Projektmitarbeit: 74.940,00 € pro Jahr  
10 % Projektleitg kleiner Projekte (100 % = 86.460,00 €): 
8.646,00 € pro Jahr 
Personalkosten für 2 Jahre                      317.052,00 € 
 
Sachkosten  
Sachkosten zum Beispiel für Öffentlichkeitarbeit, Material: 17.000 
€ pro Jahr  
 
 Sachkosten für 2 Jahre                            34.000,00 €  
 
 Gesamtkosten                                         351.052,00 €  
 
Davon 2017: 175.526,00 €  
Davon 2018: 175.526,00 €  
Projektlaufzeit /  
Zeitraum 
24 Monate / 2 Jahre  
01.01.2017 bis 31.12.2018  
Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete 
Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhä n-
gig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme 
Projektverantwortlicher Stadt Köln Amt für Soziales und Senioren 
Förderung  ESF-Einzelmaßnahme 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Die Maßnahme erfordert eine enge Zusammenarbeit mit der vor 
Ort tätigen JobBörse Chorweiler (Träger Zug um Zug gGmbH).  
Es ist geplant die Maßnahme als ESF -Einzelmaßnahme zur För-
derung anzumelden. Für Einzelprojekte endet die Förderphase 
voraussichtlich am 31.12.2017. Das Projekt ist aber auf eine 
langfriste Wirkung ausgelegt. Es ist geplant mit Blick auf die 
Nachhaltigkeit einen Folgeantrag zu stellen

104 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminde-
rung 
Laufende Nummer 
4.0.2 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung 
Maßnahme Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze “ im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b-
nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t-
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zukünftig in Köln heißer wird und dass Wette r-
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtteile gege n-
über dem Umla nd mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 
Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von 
über 30 °C und die Sommertage, mit Temperaturen von über 25 
°C in Köln deutlich zunehmen. 
Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 °C erreicht 
werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhu n-
derts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen 
klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 %  zunehmen und die 
Zahl der heißen Tage kann sich sogar verdoppeln.  
In den dicht bebauten Sta dtquartieren gibt es nur wenige wir k-
same Maßnahmen entsprechende Kühlpunkte im Stadtgebiet zu 
schaffen.  
Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit 
möglichen Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnten unzählige 
gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorgärten oder Ga-
ragenauffahrten durch Entsiegelung und Bepflanzung wieder zur 
klimatische Abmilderung der Hitzebelastung beitragen. 
 
Projektbeschreibung 
Es gibt zwei Ansätze die parallel verfolgt werden: Entsiegelung 
von privaten oder von öffentlichen Flächen. 
In einem ersten Schritt sollte in den Quartieren eine Bestand s-
aufnahme die möglichen potentiellen Flächen erheben, die für 
eine Entsiegelung zur Verfügung stehen könnten.  
In einem weiteren Schritt sollte die Entsiegelung und Bepf lan-
zung der Flächen durchgeführt werden. Dies könnte durch eine 
Förderung der Entsiegelungsmaßnahmen für private und g e-
werbliche Eigentümer erfolgen. Möglich wäre zum Beispiel eine 
Förderquote von 20 € pro entsiegeltem m². Mit einer entspr e-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 105 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
chenden Öffentli chkeitsarbeit in den Quartieren sollte für die 
Maßnahme geworben werden. 
Zudem besteht ein integrativer Ansatz, da die Maßnahme durch 
einen Träger des 2. Arbeitsmarktes durchgeführt werden kann.  
Neben privaten Flächen sollen auch öffentliche Flächen (zum 
Beispiel Plätze) entsiegelt werden. Hier sind mögliche Synergi e-
effekte mit anderen EFRE -Projekten zu prüfen, bei denen im 
Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen auch Flächen entsiegelt 
werden.  
Mit der Entsiegelung ist auch eine ökologische Revitalisierung 
der Fl ächen durchzuführen. Denkbar ist hier die gezielte Z u-
sammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften in den S o-
zialräumen. 
Neben der Regenwasserversickerung vor Ort könnten aus vol l-
versiegelten Hinterhöfen grüne Oasen entstehen, die den B e-
wohnern nicht nur e ine Verbesserte Aufenthaltsqualität bieten, 
sondern auch das Bewusstsein für den Klimawandel und Natur 
stärken. 
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner 
Ziele  Operative Ziele 
 Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
 Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele 
 Anzahl der sensibilisierten Bewohnerinnen und Bewo h-
ner für das Thema „Klimaanpassung / Hitze“ 
 Flächenentsiegelung 
Indikatoren  Entsiegelte Fläche in m² 
 Begrünte Fläche in m² 
 Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner 
Kosten Sachkosten 
Pro m² entsiegelter Fläche fallen Kosten in Höhe von 25 - 40 € 
an. Hinzu kommen Planungskosten in Höhe von 20 %.  
Kostenvolumen 30.000,00 € 
Es fallen Kosten für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 10.000 ,00 
€ an.  Die Kosten zur Bestandsaufnahme sind im Gesamtvol u-
men enthalten. Berücksichtigt werden in der Kostenkalkulationen 
sowohl Maßnahmen für private als auch für öffentliche Flächen.  
 
Personalkosten 
Eine halbe Stelle E13: 43.050,00 €

106 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Geschätzte Gesamtkosten 83.050,00 € 
Davon 2017: 29.350,00 € 
Davon 2018: 29.350,00 € 
Davon 2019: 24.350,00 € 
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
Förderung Städtebauförderung / EFRE

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 107 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
4.0.4 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung 
Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informa-
tionsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwick-
lung im Zuge des Klimawandels 
Maßnahme im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b-
nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t-
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wette r-
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht beb auten Stadtteile gege n-
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 °C. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von 
über 30°C und die Sommertage, mit Temperaturen von über 
25°C in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maximaltemp e-
raturen von über 40°C erreicht werden. Die Zahl der Sommert a-
ge wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im 
Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 
bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heißen Tage kann 
sich sogar verdoppeln.  
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartierte bei lang anha l-
tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonders Kleinki n-
der, Kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesunden 
Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leis-
tungsfähigkeit führen. 
Bei Hitzeperioden wurden höhere Sterberaten gemessen und 
das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheitlichen B e-
lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen 
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken.  
Zusätzlich f ühren Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung 
oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel  ausreichende 
Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen 
werden. 
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetseite 
und als Handy -App e ine Hitzewarnung an. Dieser Dienst kann 
auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bewo h-
nerschaft in den unterschiedlichen Stadtvierteln zu erreichen, die

108 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
alters- und si tuationsbedingt diese webbasierte Technik nicht 
nutzen können. Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung 
für Hitzeereignisse bekommen, sondern auch eine entspreche n-
de Verhaltensänderung bzw. Vorsorge betreiben.  
So sollte zum Beispiel ein alter Mensc h dazu angehalten we r-
den, in besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhalten zu 
ändern, oder die junge Mutter könnte in der Mittagszeit mit ihrem 
Kind den Schattenplatz aufsuchen. 
Die Kampagne sollte neben allgemeinverständlichen Informati o-
nen verschie dene Medien bedienen. Gerade alte Menschen, 
ggf. in Einrichtungen, benutzen andere Medien als junge Mütter 
von Kleinkindern. Die Information sollte über verschiedene 
Kommunikationswege verbreitet werden. Hierbei sollten auch 
neue Wege eingeschlagen werden.  
Hierzu ergeben sich in den Stadtteilen mehrere Fragestellungen: 
 Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n-
gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert 
und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalten 
aus? 
 Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner e r-
reicht, die nicht in einer Einrichtung leben? 
 Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima / 
Hitzeentwicklung zu kommunizieren? 
 Was sind geeignete Kommunikationsmedien? 
 Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? 
Mit Hi lfe von Multiplikatoren soll das Thema an die Zielgruppe 
kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im 
Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse andere, um 
das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. 
Mögliche Multiplikatoren sind: 
 Diverse soziale und kirchliche Träger,  
 Pflegedienste, 
 Grundschulen, 
 Sozialraumkoordinatoren, 
 Anlaufstellen, 
 Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler 
Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der Hitze -
Warnung in der Einrichtung“, bzw. „Erreichbarkeit vo n alleinl e-
benden älteren Menschen“ durch die Universität Bonn (Prof. Kis-
temann, Institut für Hygiene & Public Health) im Rahmen von 
gesundheitsgeographischen Masterarbeiten untersuchen zu la s-
sen.  
Mögliche Maßnahmen sind: 
 Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer 
erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy -Apps, oder 
das Internetz.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 109 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 Ausgabe von Trinkflaschen 
 Gedrucktes Informationsmaterial  
 Internet / App 
 Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in den 
Sozialräumen Thementage und Informat ionskampagnen 
nach dem Motto „bleib cool“ durchzuführen. Diese sollen 
an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvo r-
sorge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des 
Versorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwa s-
ser aus, um die Bevölkerung für da s Thema zu sensibili-
sieren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r-
schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durch 
gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute we r-
den diese erreicht.  
Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitzeen t-
wicklung kann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt in 
die Grundschulen transportiert werden.  
Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über eine „Hitz e-
ampel“ entsprechend informiert werden.  
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere 
Ziele Operatives Ziel 
 Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Veränderte Einstellung zum T hema Umweltbelastung 
und Hitze 
 Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle 
Indikatoren  Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  
 Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche 
Kosten Personalkosten 
Halbe Stelle E13 beim Umwelt -und Verbraucherschutzamt: 
43.050,00 €  
 
Sachkosten 
Wissenschaftliche Analyse durch die Uni Bonn. 4.000 € für 2 
Studierende für jeweils 0,5 Jahre  
Supervision                                                        4.000,00 € 
Separate, isolierte Internetpräsenz:                     6.000,00 € 
Veranstaltungen und Infokampagne 
 in den Sozialräumen vor Ort                            20.000,00 € 
Flyer, Informationsmaterial, Trinkflaschen         20.000,00 €

110 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Sachkosten gesamt: 54.000,00  € 
Gesamtkosten 54.000,00 € 
Davon 2017: 20.000,00 € 
Davon 2018: 20.000,00 € 
Davon 2019: 14.000,00 € 
Projektlaufzeit /  
Zeitraum 
36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2019  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt-und Verbraucherschutzamt in Zusammenar-
beit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der RheinEnergie  
und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentliche 
Gesundheit 
Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 111 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 4.0.9 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung 
Maßnahmen Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung der Iden-
tifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozialraum 
und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der 
Aufenthaltsqualität im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Es ist schon lange bekannt, dass lebendige Tiere eine besond e-
re Wirkung bei Menschen in Bezug auf Identifikation und eigene 
Wahrnehmung erzielen. Das sich Kümmern um andere Lebew e-
sen, die geeignete Hilfe bereitwillig annehmen, führt dabei oft zu 
einer Steigerung des Selbstwertgefühls und kann dazu beitr a-
gen, Aggressionen gegen sich und das Umfeld in Fürsorge u m-
zuwandeln.  
Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Biodiversität eine 
wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klim a-
wandels dar, denen es mit geeigneten Mitteln entgegenzuste u-
ern gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiversität in Ko m-
munen“ unterzeichnet hat und damit eine freiwillige Selbstve r-
pflichtung zur Berücksichtigung der Artenvielfalt in allen Han d-
lungsbereichen eingegangen ist, besteht hier konkreter Han d-
lungsbedarf, zumal die Kommune bei dem Wettbewerb „Bi o-
diversität in Kommunen“ sehr schlecht abgeschnitten hat.  
Projekte zur gezielten Förderung von Arten, die als Sympathi e-
träger gelten, sind dabei besonders geeignet, sowohl dem sozia-
len, als auch dem ökologischen Aspekt gerecht zu werden.  
 
Projektbeschreibung 
Es wird eine geeignete Art ausgewählt, für die Schutzmaßna h-
men relativ einfach auch durch die Bürger innen und Bürger  um-
zusetzen sind. Durch den Aufbau  einer Internetseite mit allen 
Informationen rund um diese Tierart und der Darstellung mögl i-
cher Schutzmaßnahmen sollen alle Bürger innen und Bürger in-
formiert werden. 
Aktionen vor Ort sollen dabei nicht nur bleibende Strukturen 
schaffen sondern  unter Mitwi rken der Bürgerinnen und Bürger  
erfolgen, so dass eine Identifikation möglich wird. Denkbar sind 
hier, adäquat zum Spatzenprojekt, Maßnahmenkonzeption und 
Umsetzung an Schulen und KITAs zur Lebensraumgestaltung, 
die Entwicklung von Flyern zum Schutz der Ar t sowie die Ausl o-
bung eines Fotowettbewerbs zu der Art mit anschließender K a-
lendererstellung. Die Entwicklung und die Abgabe von Saatgut 
als direkte oder indirekte Nahrungsgrundlage sowie die Anleitung 
für Fortpflanzungsstätten sollen das Projekt abrunden. 
Durch die Entwicklung eines Kinderlesebuches soll darüber hi n-
aus das Erlebte weiter gefestigt werden und mit einer Förderung

112 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
im Bereich Lesekompetenz verbunden werden. 
Wichtig ist, dass die gewählte Art zum einen als Sympathieträger 
wahrgenommen wird, aber auch noch so häufig vorkommt, dass 
eine Beobachtung durch die Bewohnerinnen und Bewohner ohne 
großen Aufwand möglich ist. Die Habitate sollten dabei geeignet 
sein, auch anderen Arten zu helfen. 
Durch die Anlage eines beschilderten Lehrpfades soll die Lei tart 
und ihr Lebensraum darüber hinaus für alle erlebbar werden.  
Aus dem Spatzenprojekt liegen bereits eine ganze Reihe von 
Erfahrungen vor, die im Rahmen eines neuen Projektes genutzt 
werden könnten.  
Als mögliche Arten könnten der Igel oder Wildbienen ge wählt 
werden.Zum Nachweis der Populationsstärkung könnte eine Kar-
tierung vor Beginn und nach Ablauf der Projektzeit in Bezug auf 
die gewählte Art in den Projekträumen durchgeführt werden 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersstufen einschließl ich 
gemeinnütziger Vereine und Wohnungsbaugesellschaften 
Ziele Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Identifizierung der Bewohnerschaft mit der gewählten Art 
 Verbesserung des Lebensumfeldes durch die Erweit e-
rung oder naturnähere Gestaltung von Grünbereichen 
 Verbesserung der Wertschätzung naturnaher Strukturen  
 Wissenserweiterung über ökologische Zusammenhänge 
durch Aktionen und Informationen rund um die gewählte 
Art 
 Verbesserung der Population der gewählten Art 
Indikatoren  Anzahl der verteilten Kalender 
 Anzahl der angelegten Habitatstrukturen 
 Nutzung des Lehrpfades 
 Anzahl der Einsätze des Kinderlesebuches an den 
Grundschulen 
 Anzahl der Population der Leitart

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 113 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten Personal und Sachkosten (Summen) 
2016:  
 Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen  Einrich-
tung zur Schaffung geeigneter Habitate: 
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € 
Materialkosten: 250,00 €  
2017:  
 Abgabe von Nisthilfen und Saatgut zur Schaffung geei g-
neter Lebensgrundlagen für die Art durch interessierte 
BürgerInnen: 5.000,00 € (Materialkosten, Verteilung und 
Design) 
 Erstellung einer verleihbaren Ausstellung 14.000,00 € 
(10.000,00 € Honorarkosten für Erstellung und Design 
sowie 4.000,00 € Materialkosten) 
 Aufbau einer Internetseite und sonstiges Informationsm a-
terial: 5.000,00 € 
 Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen Einric h-
tung zur Schaffung geeigneter Habitate: 
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € 
Materialkosten: 250,00 € 
 Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der ersten 
Schule durch Ei nsatz der erstellten Materialien (Ausste l-
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderlesebuch). 6 
Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 € 
2018: 
 Schaffung geeigneter Habitate im Wohnumfeld als G e-
meinschaftsaktion unter Anleitung von Fachleuten aus 
dem Naturschutz an einer Örtlichkeit: 
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720 €  
Materialkosten: 500,00 € 
 Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der zweiten 
Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Ausste l-
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderles ebuch). 6 
Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 € 
2019:  
 Abschlussbericht 
 
Gesamtkosten: 27.520,00 €  
Davon 2016: 970,00 € 
Davon 2017: 25.150,00 € 
Davon 2018: 1.400,00 €

114 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.07.2016 bis 30.06.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz in Zusa m-
menarbeit mit den lokalen Naturschutzverbänden, Stiftung Rhe i-
nische Kulturlandschaft und gegebenenfalls Wohnungsbaug e-
sellschaften 
Förderung EU-Förderprogramm LIFE 
Gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV)

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 115 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
4.0.10 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung 
Maßnahme Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgartena n-
gebotes im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e-
berg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Köln weist zwar mit seinen fünf naturbezogenen außerschul i-
schen Lernorten ein gewisses Repertoire auf, da einige der Ei n-
richtungen jedoch nicht gut mit dem öffentlichen Nahverkehr a n-
gebunden sind, fällt es vor allem Schulen in den sozial benac h-
teiligten Bereichen schwer, die Mittel für einen privaten Bus au f-
zubringen. Auch sonst haben Kinder aus diesen sozialen Schich-
ten kaum einmal die Möglichkeit des Besuches naturnaher B e-
reiche. Zurzeit können aufgrund des Angebotes zum Beispiel nur 
30 % der Kinder und Jugendlichen und 10 % der Elementarstufe 
solche Angebote in Anspruch nehmen. Da zusätzliche Umwelt - 
und Naturbildung nicht durch einmalige Aktivitäten bei Kindern 
verankert werden können, ist es sinnvoll, entsprechende Lernorte 
im unmittelbaren Umfeld der Kinder zu platzieren und in ihr tägl i-
ches Leben zu integrieren. Da Schule heute überwiegend im 
Ganztagsbetrieb läuft, besteht darüber hinaus auch die Notwe n-
digkeit, vor Ort Räume mit hoher Auf enthaltsqualität zu schaffen, 
damit die Schüler sich in den Pausenzeiten auch erholen kö n-
nen. Dabei kommt naturnahen Strukturen nachgewiesenerm a-
ßen eine hohe Bedeutung zu.  
 
Projektbeschreibung 
Durch die Unterstützung der Schulen in Bezug auf die personelle 
und finanzielle Ausstattung soll die Anlage und der Betrieb von 
Schulgärten an einer Schule unterstützt werden.  
Durch die Entwicklung Lehrplan konformen Unterrichtsmaterials 
soll die Nutzung des Schulgartens den Lehrerinnen und Lehrern 
in möglichst vielen Fächer ermöglicht werden. 
Der erhoffte Effekt soll sein, dass Schülerinnen und Schülern die 
Herkunft und Wertschätzung von Lebensmitteln näher gebracht 
wird und der Unterricht durch einen hoh en Praxisbezug nachhal-
tiger gestaltet wird. Darüber hinaus ist es gerade im Zeitalter der 
Inklusion von besonderer Bedeutung, dass auch lernschwächere 
Schülerinnen u nd Schüler durch ihr Können zum Beispiel  im 
handwerklichen Bereich, die Akzeptanz der Mitsc hülerinnen und 
Mitschüler gewinnen. Zusätzlich können durch naturnahe Stru k-
turen die motorischen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten 
verbessert werden und durch das Hegen und den damit selbst 
erzielten Erfolg das Selbstwertgefühl gestärkt werden. 
Durch Hilfsgesuche in Bezug auf die Betreuung des Schulga r-
tens kann darüber hinaus auch eine nachbarschaftliche Koopera-
tion entstehen, die verschiedene Generationen miteinander ve r-

116 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
bindet und den Zugang zueinander auch in anderen Themenb e-
reichen ermöglicht. Dadurch soll im Veedel das Miteinander statt 
nebeneinander gefördert werden. 
Die Maßnahme greift auf bestehende Erfahrungen des Umwelt - 
und Verbraucherschutzamtes in der Zusammenarbeit mit Sch u-
len zurück. Dazu zählt auch die Erfahrung in der Einbindung der 
Schulen sowie der Frage nach einer Betreuung an Wochene n-
den und in den Ferien. 
Zielgruppe  Interessierte Kinder und Jugendliche der jeweiligen Schu-
len 
 Einbezug von ehrenamtlich tätigen Helferinnen und He l-
fern, zum Beispiel Seniorinnen und Senioren mit einem 
breiten Wissensspektrum in Bezug auf gärtnerische F ä-
higkeiten  
Ziele Operative Ziele 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbesserte Umweltbildung - und -beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Lernerfolg und Veränderung des Sozialverhaltens bei 
Einbezug des Schulgartens in die schulische Bildung s-
landschaft 
 Integration lernschwächerer Schülerinnen und Schüler 
durch Wertschätzung auch der körperlichen Fähigkeiten 
 Wertschätzung und Bewusstseinsbildung in Bezug auf die 
Herkunft von Lebensmitteln 
 MINT (Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwi s-
senschaft und Technik) - Förderung mit Entwicklung von 
Berufsperspektiven 
 Förderung von Nachbarschaftskooperationen 
 Verbesserung der Biodiversität durch Schaffung ökol o-
gisch hochwertiger Kleinstrukturen 
 Verbesserung der Aufenthaltsqualität an der Schule und 
klimatische Wohlfahrtswirkung 
Indikatoren  Anzahl der Lehrergespräche 
 Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler 
Kosten Bedient werden soll 1 Schule über drei Jahre.  
Betreuung des Schulgartens 40 Wochen a 6 Stunden a 40 € = 
9.600,00 € pro Jahr Honorarkosten 
2.000,00 € Material pro Jahr 
10.000,00 € einmalige Materialkosten Erstanlage 
4.500,00 € einmalige Kosten für die Zusammenstellung Lehrplan

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 117 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
konformen Unterrichtsmaterials 
 
Gesamtkosten 49.300,00 € 
Davon 2016: 15.800,00 €  
Davon 2017: 11.600,00 € 
Davon 2018: 16.100,00 € 
Davon 2019: 5.800,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.07.2016 bis 30.06.2019  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz in Kooper a-
tion mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
Förderung  EFRE 
gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV)

118 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Handlungsfeld 5: Wohnen 
Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme 
„Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wo h-
numfeldpflege in Chorweiler-Mitte“ 
Mieter- /Nachbarschaftsarbeit und Quartiershausmeister  
Inhalt Ausgangslage 
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am L e-
ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte 
Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die 
Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration 
unterschiedlicher Bevölk erungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. 
Dies trifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen 
meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind.  
Die Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte ist in den 1970er Jahren 
entstanden. Die Sozials truktur zeigt, dass die Bewohnerschaft 
durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölk e-
rungsgruppen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit baulichen 
Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die Überlagerung von 
sozialer Benachteiligung der Bewohners chaft und einer unte r-
durchschnittlichen Qualität der Wohn - und Lebensbedingungen 
werden Handlungsbedarfe insbesondere im Wohnumfeld der 
Großwohnsiedlung deutlich. Gerade zahlreiche „Zwischenrä u-
me“, die nicht klar einzelnen Eigentümer zuzuordnen sind oder 
deren Eigentümer sich aus verschiedenen Gründen nicht ang e-
messen kümmern (können), weisen sichtbare Spuren von Ve r-
wahrlosung auf, die sich dann negativ auf das Verhalten im und 
das Verantwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld rückko p-
peln können (Broken -Windows-Effekt) und in diesem Sinne sti g-
matisierte Adressen manifestieren.  
Folgende Merkmale sind in der Großwohnsiedlung Chorweiler 
Mitte besonders hervorzuheben:  
 räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von 
Transferleistungen 
 hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen 
 strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds  
 negatives Image 
 geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem 
Quartier 
 
Projektbeschreibung 
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt gleichzeitig bei den L e-
benslagen der Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern (Modul 
A) und bei der Pflege des direkten Wohnumfeldes (Modul B) an. 
So kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der 
„Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder -) 
initiiert, -etabliert und verstetigt werden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 119 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Zur Sicherung der Nachhaltigkeit sind die Akteure der Wo h-
nungswirtschaft frühzeitig und kontinuierlich in den Prozess ei n-
zubeziehen. Hier besteht eine Schnittstelle zur Arbeit des Qua r-
tiersmanagers (vergleiche Maßnahme 0.0.1), der im Rahmen der 
Programmkoordination vor Ort Dialoge mit den institutionellen 
und privatwirtschaftlichen Akteuren initiiert. In Chorweiler Mitte 
stellt vor allem die GAG Immobilien AG einen wichtigen Partner 
dar. Sie wurde von der Stadt Köln beau ftragt, einen in Zwang s-
verwaltung stehenden Bestand von über 1.200 Wohneinheiten in 
Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften.  
Eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination und 
dem Quartiersmanagement in dem insgesamt wesentlich größ e-
ren Sozi alraum Blu menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord ist 
sicherzustellen und konstituierend für den nachhaltigen Erfolg 
der Maßnahme. Das Quartiersmanagement zielt darauf ab, die 
Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu aktivieren und 
zu unterstützen, dad urch Barrieren abzubauen und den Net z-
werkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem Kontext b e-
reits eine Ansprache der Bewohnerschaft und der institutionellen 
Quartiersakteure. Die Situation im Umfeld der Großwohnsiedlung 
Chorweiler Mitte erfordert jedoc h eine intensivere Betrachtung. 
Hier leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgru p-
pen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders ni e-
derschwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert 
werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme.  
 
Modul A – Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Proble m-
lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Leben s-
bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht 
werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine 
entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen 
sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden.  
Aufgabe im Rahmen von Modul A wird sein, in Zusammenarbeit 
mit möglichst vielen Betroffenen d ie Lebensqualität vor Ort zu 
steigern, die das Quartier beeinträchtigenden strukturellen Pro b-
leme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorientiert aufz u-
greifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunk-
te sind die sozialen Lebensverhältnisse und der persönliche Kon-
takt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete 
Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit 
knüpft an den konkret festgestellten Interessen, Aktivitäten und 
Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und ent wickelt daraus 
bedarfsgerechte Beratungs -, Aktivierungs - und Unterstützung s-
leistungen für das Quartier.  
Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen konkretisi e-
ren: 
 Kontinuierliche Präsenz im Quartier 
 Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung

120 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
(nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von 
Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und 
Bewohner vor Ort in Zusammenarbeit mit der Sozia l-
raumkoordination und dem Quartiersmanagement (ve r-
gleiche Projekt Nummer 0.0.1). 
 Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen 
im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit. 
 Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die O r-
ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulture l-
len Veranstaltung en, Informationsangeboten und Akti o-
nen, Gebiets - und Gebäudebegehungen mit der Sozia l-
raumkoordination und dem Quartiersmanagement und 
dem Quartiershausmeister (vergleiche Modul B) 
 Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten 
 Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und 
kulturellen Leben im Quartier 
 Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßna h-
men zur Aufwertung des Quartiers und Erhöhung der S i-
cherheit in Zusammenarbeit mit dem Quartiershausmei s-
ter (vergleiche Modul B) 
 Erhöhung der Teilha bechancen in den Bereichen B e-
schäftigung, Bildung und Gesundheit (Schnittstelle zu den 
Projekten Nummer 3.0.6 und 3.0.7) 
 Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lo b-
byarbeit für das Quartier) 
 Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen 
Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt 
werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professi o-
nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche 
Begleitung ermittelt werden. 
 
Modul B – Quartiershausmeister 
Die Aufgabenwahrnehmung „Quartiershausmeister“ konnte b e-
reits im Rahmen des Wohndialoges in Kalk -Nord (Montag Sti f-
tung – Urbane Räume, Projekt Kalkschmiede) große Erfolge und 
stadtweite Beachtung aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass der 
Quartiershausmeister, überwiegend in Zusamm enarbeit mit den 
Bewohnerinnen und Bewohnern, durch seine Präsenz und Täti g-
keit nachweislich zur Verbesserung des Wohnumfeldes, beitr a-
gen konnte. Er kümmert sich dabei insbesondere um die sog e-
nannten „Zwischenräume“, sein Einsatzgebiet ist explizit nicht auf 
den Grundstücken der Wohneigentümerinnen und Wohneige n-
tümer. 
Ergänzend zu Modul A soll im Stadtviertel Chorweiler-Mitte daher 
ein Quartiershausmeister eingesetzt werden. 
Der Einsatz eines Quartiershausmeisters erfolgt aufgrund der 
augenscheinlichen und akuten Handlungsbedarfe im Wohnu m-
feld (zum Beispiel Müllablagerungen), der deutlichen Formuli e-
rung des Bedarfs durch Bewohner und Akteure des Gebiets (im 
Rahmen der begleitenden Workshops zur Erarbeitung des Int e-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 121 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
grierten Handlungskonzeptes) sowie aus der W ohnungswirt-
schaft (insbesondere GAG Immobilien AG). Der Bedarf spiegelt 
sich auch in der geringen Zufriedenheit der Bewohnerinnen und 
Bewohner mit dem Wohnumfeld (Demographieumfrage).  
Folgende Aufgaben übernimmt der Quartiers hausmeister in den 
Quartieren: 
 Der Quartiershausmeister hat die Aufgabe, für die B e-
wohnerinnen und Bewohner im Quartier ansprechbar zu 
sein und sie bei den alltäglichen Fragen des Zusamme n-
lebens zu unterstützen. Voraussetzung ist daher, dass die 
Person entsprechend im Quartier anerkann t ist. Una b-
dingbar sind neben handwerklichen daher auch soziale 
und kommunikative Fähigkeiten. 
 Zu den konkreten Aufgaben zählen: Örtliche Präsenz (ak-
tiver Kümmerer vor Ort, regelmäßige Überprüfung des 
Quartiers auf Missstände und deren Behebung), die I n-
formation und der Dialog mit den Bewohnerinnen und 
Bewohnern sowie die Verbesserung der Sauberkeit im öf-
fentlichen Raum (gemeinsam mit den Bewohnerinnen 
und Bewohnern) 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier  
Ziele Modul A 
Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  
 verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
Projektziele 
 Ziel der aktivierenden Mieter - und Nachbarschaftsarbeit 
ist es, allen in dem Quartier lebenden  Menschen, unab-
hängig von der persönlichen Lebenssituation, der He r-
kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsf ä-
higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen 
Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von A r-
mut und sozialer Ausg renzung vorzubeugen. Durch die 
Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen 
dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner 
des Quartiers ihre Interessen vertreten, ihre Rechte als 
Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und 
Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren 
können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt 
einbringen.

122 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Modul B 
Operative Ziele 
 neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze  
 Aufgewertete und vernetzte  Begegnungs- und Leben s-
räume 
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen 
 Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwelt-
bewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Schaffung von niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkei-
ten für Bewohnerinnen und Bewohner  an der Gestaltung 
des Wohnumfeldes 
 Bildung eines neuen Verantwortungsbewusstseins der 
Bewohnerinnen und Bewohner für ihr Quartier und Ve r-
besserung der Lebensbedingungen 
 Personalrekrutierung und -qualifizierung aus dem Qua r-
tier (Der Quartiershausmeister ist aus dem Sozialraum zu 
rekrutieren.) 
Indikatoren Modul A 
 Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im 
Rahmen der aktivierenden Befragung  
 Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in der B e-
wohnerschaft 
 Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und  Kommunikati-
onsräume im Quartier 
 Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützten 
Mieterinitiativen und Mieterräte 
 Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangebote 
(Mieterberatung) 
 Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r-
treffen 
Modul B 
 Rekrutierung des Quartiershausmeisters aus dem Sozia l-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  
 Anzahl der Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnu m-
feldes (Sichtbare Verbesserung des Wohnumfeldes)  
 Anzahl der initiierten, wohnumfeldbezogenen Aktivitäten 
und Projekte in der Bewohnerschaft 
Kosten Modul A: Personalkosten für das Quartier Chorweiler Mitte (e x-
terne Vergabe)  
0,5 Stelle S 15: 35.250,00 € pro Jahr 
für 3 Jahre: 105.750,00 € 
Personalkosten Modul A: 105.750,00 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 123 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Modul A: Sachkosten für das Quartier Chorweiler Mitte 
Kostenermittlung für 3 Jahre:  
Raumkosten: 16.737,00 € 
Einrichtungsgegenstände: 1.422,00 € 
Geschäftskosten: 3.828,00 € 
Fernsprechkosten: 1.038,00 € 
IT-Kosten: 15.306,00 € 
Sachkosten Modul A: 38.331,00 € 
Modul A: Aktivierungsbudget 
Aktivierende Befragung: 6.500,00 € 
Mieterprojekte: 3.750,00 € 
Wissenschaftliche Begleitung: 7.500,00 € 
Beteiligungsverfahren: 5.625,00 € 
Aktivierungsbudget Modul A: 23.375,00 € 
Gesamtkosten Modul A: 167.456,00 € 
Davon 2018: 55.818,67 € 
Davon 2019: 55.818,67 € 
Davon 2020: 55.818,67 € 
 
Modul B: Personalkosten für das Quartier Chorweiler Mitte 
1 Stelle Assistenz: 58.980 € pro Jahr / für 2 Jahre: 117.960 €  
Personalkosten Modul B: 117.960,00 € 
Modul B: Sachkosten für das Quartier Chorweiler Mitte 
Kleine Maßnahmen zur Steigerung des Wohnumfeldes: 4.000,00 
€ pro Jahr 
für 2 Jahre: 8.000,00 € 
Sachkosten Modul B: 8.000,00 € 
Gesamtkosten Modul B: 125.960,00 € 
davon 2018: 62.980,00 € 
davon 2019: 62.980,00 € 
 
Gesamtkosten: 293.416,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum Modul A: 01.01.2018 bis 31.12.2020 
36 Monate / 3 Jahre

124 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Modul B: 01.01.2018 bis 31.12.2019 
24 Monate / 2 Jahre  
Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen 
der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß 
der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll 
durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. 
Eine Weiterentwicklung der Maßnahmen ist denkbar. Die konkre-
te Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung a b-
hängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren (Modul A), Amt für 
Stadtentwicklung und Statistik (Modul B) 
Förderung Modul A: Städtebauförderung 
Modul B: ESF  
Vorrangige Fördermöglichkeite n wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 125 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 5.0.3 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm  für den Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadtteile des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord liegen an der nördlichen Peripherie Kölns. Der 
Sozialraum zählt zu den Großwohnsiedlungen der 1970er Ja h-
ren, der durch einen hohen Anteil an öffentlich geförderten Wo h-
nungen sowie durch eine problematische Sozialstruktur geprägt  
ist. Vor Ort zeigen sich massive Probleme durch den schlechten 
Zustand großer Teile der Wohnbebauung in Folge mangelnder 
Instandhaltung. In Teilen von Seeberg-Nord und Chorweiler-Nord 
prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Der Sozialraum hat 
zwar insgesamt einen höheren Anteil an Gebäuden mit Ein - und 
Zweifamilienhäusern, der Kern des Raumes, Chorweiler Mitte, ist 
jedoch durch eine sehr dominante Hochhausbebauung geprägt. 
Dabei ist der überwiegende Teil der Wohnungen in Chorweiler 
öffentlich geförderter Wo hnraum (81,9  %). In Blumenberg und 
Seeberg beträgt dieser Anteil circa 20 %.  
 
Projektbeschreibung 
Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige Verbe s-
serungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnumfeld 
vorzunehmen. Die Wohn - und Aufenthaltsqualität im Sozialraum 
soll verbessert werden. 
Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneu e-
rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebaul i-
che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen 
zur Fassadenverbesserung, Begrünung, Herrichtung und Gestal-
tung von Hof - und Gartenflächen sowie Maßnahmen an Auße n-
wänden und Dächern gefördert werden. Zuwendungsfähig sind 
50% der Ausgaben, höchstens jedoch 60 Euro je qm umgestalte-
ter Fläche. 
Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden 
werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das 
Förderprogramm bietet Mietern und Eigentümern von Wohni m-
mobilien und gemischt genutzten Immobilien Unterstützung bei 
Verschönerungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein 
attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von B e-
wohnerinnen und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Ve r-
schönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord von besonderer B e-
deutung.  
Zielgruppe  Hauseigentümer 
 Eigentümergemeinschaften 
 Mieter und Nutzungsberechtigte

126 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Ziele Operatives Ziel  
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen 
Projektziele 
 Die Wohn - und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll 
verbessert werden 
 Aufwertung des Wohnumfeldes 
 Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch ein 
attraktiveres Wohnumfeld 
 Steigerung der privaten Investitionen im Sozialraum 
Indikatoren  Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm 
 Anzahl der durchgeführten Beratungen  
Kosten Gesamtkosten für den Sozialraum: 406.948,00 €  
Davon 2017:   67.825,00 € 
Davon 2018: 135.649,00 € 
Davon 2019: 135.649,00 € 
Davon 2020:   67.825,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre  
01.07.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung 
Bemerkung Der Baustein „Entsiegelung“ der im Rahmen der Förderrichtlinie 
Stadterneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt wird, 
soll innerhalb des Haus - Hof – und Fassadenprogramms explizit 
nicht gefördert werden, da die Stadt Köln das Thema „Entsieg e-
lung“ im Rahmen der Maßnahme 4.0.2 „Grüne Höfe, Grüne Plä t-
ze“ sowohl für private als auch für öffentliche Flächen zur Förd e-
rung anbietet. Eine entsprechende Anpassung wird in der zu 
erarbeitenden Richtlinie zum Haus, Hof- und Fassadenprogramm 
erfolgen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 127 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Abbildung 1: Bezug zum Zielsystem 
Die für den Sozialraum  vorgesehenen Maßnahmen bilden einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Programms (vergleiche Kapitel  2.3). Auf 
Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Sozialraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die folgen-
de Übersicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen die Handlungsansätze in Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord einen besonderen  
Beitrag liefern (grün hervorgehoben).  
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

128 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 129 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Tabelle 4: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung  
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für den Sozial-
raum Blumen-
berg, Chorwei-
ler und See-
berg-Nord 
Finanzierung aus  2016 2017 2018 2019 2020 
übergreifend 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung für 
den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und See-
berg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
731.873,00 € Städtebauförderung  164.039,00 € 203.034,00 € 195.180,00 € 169.620,00 € 
übergreifend 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
44.089,50 € Städtebauförderung  11.305,00 € 11.305,00 € 11.305,00 € 10.174,50 € 
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.5 Integration auch von zugewanderten Kindern, Ju-
gendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht-
lingsstatus in die bestehen-den Regelsysteme 
durch aufsuchende mobile Arbeit im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
254.520,00 € ESF  127.260,00 € 127.260,00 €   
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Ju-
gendarbeit Köln im Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
26.900,00 € ESF  13.450,00 € 13.450,00 €   
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugend-
liche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 
Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnis-
sen im Rahmen von Jugendintegrationskursen im 
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
167.535,00 € ESF  83.767,50 € 83.767,50 €   
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für 
junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 
Jahre in allen Sozialräumen; hier für den Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
48.780,00 € 
 
ESF  24.390,00 € 24.390,00 €   
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.17 Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich 
Stadtteileltern im Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
302.227,00 € EFRE   108.924,00 € 96.651,00 € 96.651,00 €  
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbil-
dung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Fami-
lienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1, 
Trägern des Offenen Ganztags im Sozialraum 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
200.608,00 € ESF  100.304,00 € 100.304,00 €

130 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 131 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für den Sozial-
raum Blumen-
berg, Chorwei-
ler und See-
berg-Nord  
Finanzierung aus  2016 2017 2018 2019 2020 
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
68.570,00 € ESF  34.285,00 € 34.285,00 €   
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
23.391,00 € gegebenenfalls ge-
eignetes Landes-
programm des 
MFKJKS oder MSW 
oder des BAMF 
(Sprachkurse) 
 11.695,00 € 11.695,00 €   
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum 
Blumen-berg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
394.440,00 € ESF   197.220,00 € 197.220,00 €   
Öffentlicher Raum 2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
903.100,00 € EFRE mit Kofinan-
zierung über Städ-
tebauförderung  
 155.000,00 € 391.000,00 € 309.000,00 € 48.100,00 € 
Öffentlicher Raum 2.3.3 Weserplatz in Köln-Chorweiler Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord 
660.000,00 € Städtebauförderung 30.000,00 € 30.000,00 € 50.000,00 € 150.000,00 € 400.000,00 € 
Wirtschaft und Quali-
fizierung 
3.0.1 „CheckPraxis“ – Schule und Praxis im Dialog für 
Schülerin-nen und Schüler aus dem Sozialraum 
Blumenberg, Chor-weiler und Seeberg-Nord 
Übergreifend (Porz-Ost, 
Finkenberg, Gremberg-
hoven und Eil; Blumen-
berg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord; Mesche-
nich und Rondorf) 
26.196,00 € ESF   6.549,00 € 13.098,00 € 6.549,00 €  
Wirtschaft und Quali-
fizierung 
3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorweiler Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord 
351.052,00 € ESF  175.526,00 € 175.526,00 €   
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze“ im 
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
83.050,00 € Städtebauförderung 
/ EFRE 
 29.350,00 € 29.350,00 € 24.350,00 €  
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. 
Informationsmaterial für die Bevölkerung zum 
Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawan-
dels 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
54.000,00 € BMUB-Programm 
(Klima) 
 20.000,00 € 20.000,00 € 14.000,00 €  
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesse-
rung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger 
mit ihrem Sozialraum und gleichzeitiger Erhöhung 
der Biodiversität sowie der Aufenthaltsqualität im 
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 
übergreifend 27.520,00 € EU-Förderprogramm 
LIFE 
Gegebenenfalls 
Natur- und Umwelt-
schutzakademie 
(MKULNV) 
970,00 € 25.150,00 € 1400,00 €

132 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 133 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für den Sozial-
raum Blumen-
berg, Chorwei-
ler und See-
berg-Nord 
Finanzierung aus  2016 2017 2018 2019 2020 
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schul-
gartenangebotes im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend 49.300,00 € EFRE 
gegebenenfalls Na-
tur- und Umwelt-
schutzakademie 
(MKULNV) 
15.800,00 € 11.600,00 € 16.100,00 € 5.800,00 €  
Wohnen 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und 
Wohnumfeldpflege in Chorweiler-Mitte“ 
Mieter- /Nachbarschaftsarbeit und Quartiershaus-
meister 
übergreifend  293.416,00 € Städtebauförderung 
für Modul A, 
ESF für Modul B 
  118.798,67 € 118.798,67 € 55.818,67 € 
Wohnen  5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenprogramm für den Sozi-
alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
übergreifend (alle Sozial-
räume) 
406.948,00 € Städtebauförderung  67.825,00 € 135.649,00 € 135.649,00 € 67.825,00 € 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Anlage 0

333 Zeichen

Anlage 0 
Im Zusammenhang der Erarbeitung des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ waren Prüfverfahren notwendig, die eine frühere Fertigstellung nicht er-
möglichten.  
Im Sinne einer zügigen Programmumsetzung wird die Vorlage den politischen Gremien zu 
Beginn der Beratungsfolge verfristet vorgelegt.

Anlage 2_Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

3239 Zeichen

Maßnahme
Kosten (€)
2016**
Kosten (€)
2017**
Kosten (€)
2018**
Kosten (€)
2019**
Kosten (€)
2020**
Kosten (€)
2021**
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und 
Aktivierung 731.870 0 0 0 0 0
0.0.2 Evaluation 44.090 0 0 0 0 0
1.0.5 Integration von (zugewanderten) Kindern, 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die 
bestehenden Regelsysteme durch 
aufsuchende mobile Arbeit / Streetwork* 0 254.520 0 0 0 0
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Kinder- und 
Jugendarbeit Köln* 0 26.900 0 0 0 0
1.0.12 Sprachförderangebote für neu 
eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene 
zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder 
geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von 
Jugendintegrationskursen* 0 167.535 0 0 0 0
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins 
Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen 
Perspektive für junge Menschen mit 
psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen 
Sozialraumgebieten* 0 27.251 0 0 0 0
1.0.17 Modul A Kölner 
Bildungsberatungszentrum 0 0 210.000 0 0 0
Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Gesamtkosten für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 4.960.345 €
* Anteilige, auf den Sozialraum bezogene Darstellung der Kosten für sozialraumübergreifende Maßnahmen (raumübergreifende 
Förderantragstellung).
**  Die Gesamtmaßnahmenkosten sind dem vorgesehenen Bewilligungsjahr zugeordnet. Im Rahmen der detaillierten Planungen zur 
Förderantragstellung wird der Mittelabfluss den jeweiligen Haushaltsjahren zugeordnet.

Maßnahme
Kosten (€)
2016**
Kosten (€)
2017**
Kosten (€)
2018**
Kosten (€)
2019**
Kosten (€)
2020**
Kosten (€)
2021**
1.0.17 Modul B Stadtteileltern* 0 77.547 0 0 0 0
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der 
Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation 
mit Kita, Familienzentren, Schulen im 
Primarbereich und SEK 1, Trägern des 
Offenen Ganztags* 0 110.968 0 0 0 0
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im 
Veedel* 0 68.570 0 0 0 0
1.0.21 Ferienschulen* 0 0 23.391 0 0 0
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln* 0 394.080 0 0 0 0
2.0.4a Spielplatz Osloer Str./Athener Ring inkl. 
Schadstoffsanierung 0 0 540.000 0 0 0
2.0.4b Spielplatz Osloer Str. 0 218.700 0 0 0 0
2.0.4c Spielplatz Kopenhagener Str. 0 54.200 0 0 0 0
2.0.4d Bolzplatz Elbeallee 0 0 100.000
2.3.3 Weserplatz 0 0 600.000 0 0 0
3.0.1 „CheckPraxis“ Berufsfeldorientierung für 
Schülerinnen und Schüler aus den 
Sozialräumen 0 26.196 0 0 0 0
3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorweiler 0 351.052 0 0 0 0
4.0.2 Offen für Regen: "Grüne Höfe, grüne 
Plätze" 0 83.050 0 0 0 0
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und 
Informationssystems. Informationsmaterial für 
die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung 
im Zuge des Klimawandels 0 54.000 0 0 0 0
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur 
Identifikation mit dem SR und Erhöhung der 
Biodiversität sowie Aufenthaltsqualität 0 27.520 0 0 0 0
4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung 
des Schulgartenangebots 0 49.300 0 0 0 0

Maßnahme
Kosten (€)
2016**
Kosten (€)
2017**
Kosten (€)
2018**
Kosten (€)
2019**
Kosten (€)
2020**
Kosten (€)
2021**
5.0.2 Zuhause im Veedel - Modul A: 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 0 186.845 0 0 0
5.0.2. Zuhause im Veedel - Modul B* 0 125.960 0 0 0 0
5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm 0 406.800 0 0 0 0

Beratungsverlauf (13)

25.04.2017 Integrationsrat
TOP 8.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
25.04.2017 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
27.04.2017 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
27.04.2017 Wirtschaftsausschuss
TOP 15.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
02.05.2017 Verkehrsausschuss
TOP 5.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
04.05.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.14 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
04.05.2017 Sportausschuss
TOP 7.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
09.05.2017 Jugendhilfeausschuss
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
09.05.2017 Gesundheitsausschuss
TOP 5.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
11.05.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
11.05.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 9.2.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
15.05.2017 Finanzausschuss
TOP 12.13 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
18.05.2017 Rat
TOP 10.18 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0743/2017
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
13.04.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27