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Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord"

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 0743/2017 vom 13.04.2017

Stand: Am 18.05.2017 im Rat ungeändert beschlossen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/152 152/1 Vorlagen-Nummer 0743/2017 Freigabedatum 13.04.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-NR. 2899/2016) erstellte Integrierte Handlungskonzept (IHK) für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungspro- zess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpas- sungen erforderlich werden. 2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten- und Finanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter Vorbehalt Integrationsrat 25.04.2017 Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.04.2017 Ausschuss Soziales und Senioren 27.04.2017 Wirtschaftsausschuss 27.04.2017 Verkehrsausschuss 02.05.2017 Sportausschuss 04.05.2017 Ausschuss für Umwelt und Grün 04.05.2017 Gesundheitsausschuss 09.05.2017 Jugendhilfeausschuss 09.05.2017 Stadtentwicklungsausschuss 11.05.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.05.2017 Finanzausschuss 15.05.2017 Rat 18.05.2017 2 der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von min- destens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagun- gen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2020 in Höhe von 4,9 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 be- reits berücksichtigt. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“. B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des IHKs, die im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ wirksam werden, der Bezirksvertretung Chorwei- ler vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu informieren. C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen Fachaus- schüsse und die Bezirksvertretung Chorweiler ohne Einschränkung zustimmen. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 50 % b. max. 85 % % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 4,9 Mio. € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 50 % b. max. 90 % % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung 1. Ausgangslage Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen, die sich nicht zuletzt durch den demografischen und strukturellen Wandel für die Stadt Köln ergeben, hat sich die Stadtverwaltung seit Herbst 2014 intensiv mit der neuen EU-Förderperiode 2014-2020 auseinandergesetzt und die Förderstrategie der Stadt Köln darauf ausgerichtet. Mit seinem Beschluss zum „Europa 2020 Handlungsprogramm: Köl- ner Handlungserfordernisse“ hat der Stadtvorstand am 23.09.2014 die Aufforderungen verbunden, dass alle Dezernate und Ämter bereits im Vorfeld der zu erwartenden neuen Projektaufrufe des Lan- des in die Vorbereitungen einsteigen und Projektideen entwickeln. Mit der Genehmigung der Operati- onellen Programme zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zum Europäi- schen Sozialfonds (ESF) des Landes Nordrhein-Westfalen ist durch die EU formal die neue Förderpe- riode im Herbst 2014 gestartet. Auf Basis des Operationellen Programms erfolgte am 10.02.2015 der gemeinsame Aufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ des Landes NRW zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, der die Programme des EFRE, des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (E- LER) und des ESF bündelt. Das mit dem Förderaufruf verbundene Maßnahmenspektrum soll einen Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes leisten. Grund- und damit Fördervoraussetzung, um Mittel aus den europäischen Struktur- und Investitions- fonds beantragen zu können, ist die Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK). Köln hat sich mit seinem Konzept für den breiten Ansatz der sozialraumorientierten Stadtentwicklung ent- schieden und mit dem Leitkonzept (IHK) „Starke Veedel - Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten, 4 Zukunft gestalten" (abrufbar unter www.starke-veedel.koeln) die unterschiedlichen Handlungsfelder des Aufrufs gemeinsam betrachtet. Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ stellt dabei die elf Sozial- räume, in denen die Stadt Köln mit dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraum- orientierung in Köln“ seit 2006 arbeitet, in den Vordergrund. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die linksrheinischen Sozialräume:  Bickendorf, Westend und Ossendorf  Bilderstöckchen  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Bocklemünd / Mengenich  Meschenich und Rondorf und um die rechtsrheinischen Sozialräume:  Buchheim und Buchforst1  Mülheim-Nord und Keupstraße2  Höhenberg und Vingst  Humboldt / Gremberg und Kalk  Ostheim und Neubrück  Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei- sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beauf- tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden. Parallel dazu möchte die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein- werben. Zentral ist dabei das Programm „Soziale Stadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ können über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforde- rungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen IHKs, das die Gegebenheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen herausarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich. Im Ergebnis bedeutet diese Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln, dass zusätzlich zu dem raumübergreifenden Leitkonzept insgesamt zehn separate sozialraumbezogene IHKs erarbeitet werden. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Verwaltung entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes Verfah- ren vor. Für die Sozialräume  „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“  „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des 1 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden gemäß der Vorgabe des Landes die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße zu einem Handlungsraum zusammengefasst. Er kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis 2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden. 2 Siehe Fußnote 1 5 Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020  „Meschenich und Rondorf“ wurden die IHKs fertiggestellt, beim Land zur Anerkennung eingereicht und werden dem Rat hiermit zur Beschlussfassung vorgelegt. Die IHKs wurden in einem dynamischen Prozess erarbeitet. Teilwei- se haben sich die beschriebenen Angebotsstrukturen im Rahmen der Erarbeitungsphase verändert. Die IHKs bilden den Stand im Juni 2016 ab. Für die Erarbeitung der weiteren IHKs ist ein gestuftes Verfahren vorgesehen:  derzeit erfolgt die Bearbeitung der IHKs für die Sozialräume „Humboldt / Gremberg und Kalk“ sowie „Bickendorf, Westend und Ossendorf“.  bis Herbst 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Bilderstöckchen“ sowie „Hö- henberg und Vingst“ vorgesehen.  bis Ende 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Ostheim und Neubrück“, „Bocklemünd / Mengenich“ sowie „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ vorgese- hen. 2. Einordnung des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord“ in die Programmstruktur Der Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ liegt im nördlichen Stadtgebiet und zeigt eine heterogene Bebauungsstruktur. Prägend ist dabei insbesondere die Großwohnsiedlung der 1970er Jahre mit einem hohen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen und einer Sozialstruktur, die durch sozio-ökonomische Benachteiligung geprägt ist. In Teilen von Seeberg-Nord und Chorwei- ler-Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Der Sozialraum grenzt im Norden an landwirt- schaftlich genutzte Flächen. Die Entscheidung den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ zeitnah zu bearbei- ten, resultiert unter anderem aus den vorhandenen Herausforderungen und Handlungsbedarfen, die sich aus dem Sozialraum heraus ergeben, dem besonderen Interesse des Landes sowie den parallel verlaufenden Prozessen wie die „Nationalen Projekte des Städtebaus“ und dem Engagement der GAG Immobilien AG im Rahmen der Übernahme der so genannten „Bergstedtimmobilien“ in Chorwei- ler-Mitte. Das hier vorgelegte IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Teil des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) bildet den ersten Baustein eines umfassen- den und langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum. In einem zweiten Schritt wird derzeit, in einem kooperativen Verfahren zwischen der Stadt Köln und der GAG Immobilien AG unter Beteiligung weiterer Sozialraumakteure bis Mitte 2017 ein weiter ge- fasstes, langfristig ausgerichtetes Entwicklungs- und Handlungskonzept für „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ (Phase 2) erstellt. Das in Kooperation mit der GAG Immobilien AG entwickelte IHK soll nahtlos an das IHK der Phase 1 anknüpfen und es maßgeblich weiterentwickeln. Die koope- rative Vorgehensweise wurde gewählt, um städtische Quartiersentwicklungsziele mit den Zielen der Integrierten Quartiersentwicklung der GAG Immobilien AG zu verknüpfen und um die zahlreichen angelaufenen Planungen und Projekte in den Gesamtprozess zu integrieren. Mit dem Land Nordrhein-Westfalen wurde einvernehmlich abgestimmt, dass das Integrierte Hand- lungskonzept der Phase 1(hier vorgelegt) in Verbindung mit einer Fortschreibung in 2017 (Phase 2) als Grundlage für die Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln anerkannt werden kann. Erste Bewilligungen liegen bereits vor. Das IHK für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ greift die Gliederung des Leitkonzepts auf. 6 Darauf aufbauend wurden 21 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und sind zur Umsetzung vorgesehen. Am 30.11.2016 erhielten die Bürgerinnen und Bürger aus dem Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ zudem die Gelegenheit, sich über das Maßnahmenpaket des IHK der ersten Phase zu informieren und Anregungen einzubringen. In diesem Zuge konnten sich die Bürgerinnen und Bürger auch zu dem erweiterten Entwicklungs- und Handlungskonzept der zweiten Phase beteili- gen und Handlungsbedarfe sowie Lösungsansätze einbringen. Die Ergebnisse wurden bereits am 26.01.2017 im Rahmen einer Mitteilung (0279/2017) in die BV Chorweiler eingebracht. 3. Finanzen Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge- in seiner Sitzung am 20.12.2016 be- schlossen (Session-Nr. 2899/2016). Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs- ermächtigungen bis 2020 in Höhe von 51,4 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. mittelfristigen Finanz- planung bis 2020 berücksichtigt. Der darüber hinausgehende Bedarf für die Jahre 2021 und 2022 in Höhe von 25,9 Mio. € ist bereits nachrichtlich aufgeführt und wird in den zukünftigen Haushalts- planaufstellungen berücksichtigt. Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der Vorfinanzierung der Maßnahmen als auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwar- tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bis maximal 90 % der projekt- bezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkosten auf Grundlage von Pauschalen, je- doch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die Städtebauförderung finanziert werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 %3 auf. Durch die Kofinanzierung der Städtebauför- derung mit anderen Fördertöpfen, die -sofern die Voraussetzungen vorliegen- beantragt werden soll, kann z.B. für einzelne EFRE-kofinanzierte Maßnahmen eine Förderquote von bis zu 85 % erreicht werden. Für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ sollen aus dem o. g. Ansatz insge- samt 4,9 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadtent- wicklung. Die im Hpl. 2016/2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020 für das Projekt „Star- ke Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven Zahlungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht ab- schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah- lungen geben wird. Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewilli- gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt die Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der Um- setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des IHKs gefährdet. Anlagen 3 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb- lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.
  • Anlage 1_IHK für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

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    Starke Veedel –Starkes Köln Juni 2016 Impressionen aus dem Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ Starke Veedel – Starkes Köln Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ Stand 06.06.2016 2 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kontakt / Impressum Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Telefon 0221 / 221-22267 stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Dezernat Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr Amt für Stadtentwicklung und Statistik Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 3 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Starke Veedel – Starkes Köln Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ Stand 06.06.2016 4 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 5 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Mein Standpunkt Liebe Bürgerinnen und Bürger in Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, angesichts wachsender Armut insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren Menschen, Alleinerziehenden, Geringqualifizierten oder Langzeitarbeitslosen ist mir der s o- ziale Ausgleich in unserer Stadt sehr wichtig. lch freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lnt e- grierten Handlungskonzept ein Programm für lhr Veedel vorlegen zu können, das insbeso n- dere die Lebensla ge der von Armut bedrohten oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den Blick nimmt. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichberechtigte Chance haben, am gesellschaftl i- chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln unserer Stadtge- sellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und Au s- bildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung in einem lebenswerten, attraktiven Veedel. Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekten und Maßnahmen kommen wir di e- sem Leitbild in den nächsten Jahren hoffentlich ein gutes Stück naher. Das Programm en t- halt Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aber auch von Erwachsenen, der Integra tion von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Enthalten sind auch Wohnum- feld verbessernde Maßnahmen und lnvestitionen in die örtliche Infrastruktur, mit denen ihr Veedel attraktiver werden soll. Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und zu beteil i- gen. Seien Sie dabei, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht, nutzen Sie die Fördermöglichkeiten für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum ge ht eine neue berufliche Perspektiven zu entwickeln. lhre Henriette Reker 6 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Vorwort Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht. Diese Vielfalt spiegelt nicht nur die unter- schiedlichen Entstehungszeiten und Fun k- tionalitäten der einzelnen Stadtteile wider, sondern auch die Weltoffenheit Kölns. Die ausgewogene Entwicklung aller Ve e- del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt als a uch für die soziale Balance in der Stadt. Hierfür müssen wir frühzeitig Ma ß- nahmen ergreifen, damit alle Stadtteile den „Anschluss behalten“. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die Stadt Köln an dem Aufruf „Starke Quarti e- re – starke Menschen“ des Landes Nord- rhein-Westfalen und nutzt so die Chancen der aktuellen EU -Förderperiode. Im Fokus stehen dabei Armutsbekämpfung und die Vermeidung von Ungleichheit. Die Stellschrauben der Quartiersentwic k- lung sind dabei vielfältig. Die im Integrie r- ten Handlungskonze pt „Starke Veedel – Starkes Köln“ vorgeschlagenen Maßna h- men widmen sich sowohl der Gestaltung des öffentlichen Raumes, als auch sozi a- len Themen wie Prävention, Bildung, Qu a- lifizierung sowie dem Klimaschutz und der Umweltgerechtigkeit. Dabei bauen wir auf dem seit 2005 eta b- lierten Programm „Lebenswerte Veedel“ auf, bei dem die elf Sozialräume Kölns im Mittelpunkt stehen. In den Sozialräumen ist der Bedarf an unterstützenden Angebo- ten kontinuierlich besonders hoch. Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord ist durch eine sehr h e- terogene Situation und seine periphere Lage am nördlichen Stadtrand geprägt. Besonders hohe städtebauliche und soz i- alintegrative Handlungsbedarfe werden in der Großwohnsiedlung Chorweiler -Mitte deutlich, die das Zentrum des Sozialraums bildet. Seit den 80er Jahr erfolgten zah l- reiche stabilisierende Maßnahmen, die eine positive Entwicklung in dem Gebiet anstießen. Aufgrund der zahlreichen ange- laufenen Planungen und Projekte ergibt sich in dem Sozialraum eine ganz besonde re Ausgangslage. Für Bl u- menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord wurde daher abweichend zu den Erste l- lungsprozessen in den anderen Sozia l- räumen ein zweistufiges Verfahren für die Quartiersentwicklung gewählt. Das hier vorgelegte Integrierte Han d- lungskonzept für den Sozialraum Chorwei- ler, Blumenberg und Seeberg -Nord bildet als Teil des Integrierten Handlungspr o- gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ den ersten Baustein eines umfassenden und langfristig angelegten Quartiersen t- wicklungsprozesses. In einem zweiten Schritt soll in einem kooperativen Verfa h- ren zwischen Stadt Köln und der GAG Immobilien AG bis Mitte 2017 ein langfri s- tig ausgerichtetes Entwicklungs - und Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 7 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungskonzept für Chorweiler, Bl u- menberg und Seeberg -Nord erstellt we r- den, das an dem Programmgedank en von „Starke Veedel – Starkes Köln“ anknüpft. Die Quartiersentwicklung in den elf Sozia l- räumen stellt uns in den kommenden Ja h- ren vor vielschichtige Herausforderungen. Mit dem vorgesehen Maßnahmenpaket für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord werden die Kräfte aus unterschiedlichen Handlungsfeldern in einem Ansatz gebündelt. Ich bin mir s i- cher, dass wir durch diesen integrierten Ansatz der Quartiersentwicklung, einen guten Schritt für die Stadtteile nach vorne machen. Ihr Franz-Josef Höing 8 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 9 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Einleitung Das hier vorgelegte Integrierte Handlungskonzept (IHK) für das Soziale-Stadt-Gebiet „Chor- weiler, Blumenberg und Seeberg-Nord“ als Teil des Integrierten Handlungsprogramms „Star- ke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) bildet den ersten Baustein eines umfassenden und langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum. In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, in einem kooperativen Verfahren zwischen Stadt Köln und de r GAG Immobilien AG unter Beteiligung weiterer Sozialraumakteure bis Mitte 2017 ein langfristig ausgerichtetes Entwicklungs - und Handlungskonzept für Chorwei ler, Blumenberg und Seeberg-Nord (Phase 2) zu erstellen. Dieses soll nahtlos an das Integrierte Handlungskonzept der Phase 1 als Teil der raumübergreifenden Quartiersentwicklungs - strategie des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Phase 1) anknüpfen und es maßgeblich weiterentwickeln. Die GAG ist mit rund 1.800 Wohnein heiten im Sozialraum Chorweiler, Blumenberg und See- berg-Nord vertreten. Weitere 1.200 Wohnungen kommen gegebenenfalls mit Übernahme der bisher zwangsverwalteten Bestände in Chorweiler-Mitte hinzu. In direkter Nachbarschaft des Sozialraums entsteht ein GAG -Neubauprojekt mit weiteren 250 Wohne inheiten. Über 3.000 Wohnungen, das heißt rund 8 % des Gesamtwohnungsbestandes der GAG Immobilien AG , sind unmittelbar mit dem Gebiet verbunden. Um die städtischen Quartiersentwicklungsziele mit den 1 1 Zielen der Integrierten Quartiers- entwicklung der GAG Immobilien AG zu verknüpfen, soll ein gemeinsames , umfassenderes Integriertes Handlungskonzept für Chorweiler , Blumenberg und Seeberg-Nord erarbeitet werden. Aufgrund der besonderen Ausgangslage im Sozialraum mit den zahlreichen ang e- laufenen Planungen und Projekten wurde abweichend zu den Erstellungsprozessen in ande- ren Sozialräumen diese kooperative Vorgehensweise gewählt. Zur nachhaltigen Stabilisierung d es Sozialraums bedarf es einer langfristig strukturell wir k- samen Stadtteilentwicklungskonzeption mit e inem integrierten Ansatz, aufbauend auf die intensive Einbindung aller Anwohnerinnen und Anwohnern, Betroffenen und sonstigen Stadt- teilakteuren, vor allem auch der Wohnungseigentümer. Zielsetzung ist es, sämtliche laufende Aktivitäten zu bündeln und diese in eine räumliche und soziale Gesamtkonfiguration zu integ- rieren und bei Bedarf zu ergänzen, um den Sozialraum nachhaltig positiv weiterzuentwickeln. Besonderen Stellenwert kommt bei der partizipativen Entwicklung des fortgeschriebenen Integrierten Handlun gsprogramms der Einordnung der städtebaulichen Qualifizierung der drei zentralen Plätze in Chorweiler -Mitte (Nationale Stadtentwicklungsprojekte), der ang e- strebte Übernahme der unter Zwangsverwaltung stehenden Wohnungsbestände und der Realisierung des Neubauprojektes der GAG zu. Aufgrund der bekannten Problemlagen im Sozialraum ist davon auszugehen, dass Chorwe i- ler-Mitte weiterhin inhaltlicher und räumlicher Schwerpunkt der Befassung sein wird. Dan e- ben sollen im Rahmen des fortgeschriebenen Handlungskonzept es auch Aussagen zu einer möglichen Beteiligung der GAG an der Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld, im Nord- Westen angrenzend an den Sozialraum, getroffen werden. Mit dem Land Nordrhein -Westfalen wurde einvernehmlich abgestimmt, dass das Integrierte Handlungskonzept der Phase 1 in Verbindung mit einer Fortschreibung in 2017 als Grundl a- ge für die Förderung anerkannt werden kann. 10 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Karte 1: Übersicht mit Quartiersabgrenzung - Schwerpunkt Qualifizierung und Sozi a- les Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 11 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Karte 2: Übersicht mit Quartiersabgrenzung - Schwerpunkt Bildung 12 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung1 im Sozialraum 2007 bis 2013 deutliche Zunahme an Kindern und Jugendlichen in SGB ll -Bedarfsgemeinschaften (weit überdurchschnittlicher Wert), sehr hoher Wert an Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Alter, sehr hoher Jugendquotient und hoher Anteil an Familien mit Kindern, sehr hoher Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Charakteristik des Sozialraums (stadträumliche Besonderheiten) Lage im Stadtge- biet Bezirk: Chor- weiler Stadtteile: Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord angrenzende Sozia l- räume: keine Fläche: 221 ha Siedlungs- entwick- lung Stadtteile an der nördlichen Peripherie, Entwicklung von Seeberg in den 1960er - Jahren, ab 1971 Bebauung des Kernbereiches Chorweiler -Mitte, anschließend Cho r- weiler-Nord, in den 1980er Jahren Blumenberg, fast ausschließlich öffentlich geförde r- ter Geschosswohnungsbau durch Wohnungsbauge sellschaften, Gebäudezustand je nach Eigentümer sehr verschieden. Nahver- sorgung Bezirkszentrum Chorweiler -Mitte mit Einkaufszentrum und rund 100 Betrieben. S u- permarkt und Discounter in Chorweiler -Nord, Nahversorgungszentrum Blumenberg, Seeberg-Nord ist an Chorweiler-Mitte angebunden. Anbindung ÖPNV, MIV Optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr von Chorweiler -Mitte, gute Anbindung der übrigen Sozialraumbereiche. S-Bahn Linien S 11 und S 6, Stadtbahn Linie 15, diverse Buslinien. Sehr kurze Anbin- dung des motorisierten Individualverkehrs an das Fernstraßennetz zur Autobahn 57 und über das Kreuz Köln-Nord auf die Autobahn 1. Grün / Freizeit Das Programmgebiet ist komplett von Grün - und Freiflächen umgeben, teilweise zi e- hen sich Grünzüge in und durch das Gebiet. Viele Freizeitmöglichkeiten zum Beispiel durch gut ausgestattete Spielplätze, 2 Schwimmbäder, Kletterhalle Canyon, einen Badesee, Naherholungsgebiet Fühlinger See (zum Teil benachbart). Gewerbe Sehr geringer Anteil an Gewerbebetrieben, neben einer Tankstelle lediglich Glaserei sowie Handel und Dienstleistungsunternehmen, Sozialgewerbe im „Handwerkerhof Chorweiler“. soziale Umfassende Beratungs- und Hilfeangebote durch eine Vielzahl sozialer Akteure (zum 1 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (vergleiche Kapitel 6 An- hang 13) Kinder- betreuung Bildungs- teilhabe Insgesamt Migrations- hintergrund (%) Jugend- quotient * Altenquotient ** Insgesamt Quote unter 15 Jahre Quote unter 15 Jahre Insgesamt Quote *** Betreuungs- quote U10 **** Gymnasi- astenquote ***** insgesamt Quote 2007 28.023 73,1 37,5 20,3 7.235 29,8 2.179 40,4 1.008 28,0 49,5 x 2.422 19,2 Entwicklung 2007 bis '13 -955 1,4 -1,3 4,7 -426 0,1 57 4,3 252 2,1 13,0 x -251 -3,5 2013 27.068 74,5 36,2 25,0 6.809 29,9 2.236 44,7 1.260 30,1 62,5 20,7 2.171 15,7 Stadt Köln 2013 34,9 23,6 26,8 13,2 30.300 22,2 12.421 6,7 64,9 38,8 51.706 9,5 Insgesamt mit Kindern (%) allein- erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 2007 10.051 36,9 21,1 17,4 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre Entwicklung 2007 bis '13 416 -4,0 4,3 4,5 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 2013 10.467 32,9 25,4 21,9 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre ***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014 / 2015 Stadt Köln 2013 18,4 24,1 23,1 Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord SGBII Empfänger Empfänger Grundsicherung Arbeitslose Haushalte Einwohnerstruktur Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 13 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Akteure Beispiel Sozialraumkoordination, Mieterkontaktstelle, Aktiv für Arbeit in Chorweiler) und Kooperationen (zum Beispiel Arbeitskreis "Interkulturelles", Arbeitskreis - Chorweiler). Kita / Schulen Insgesamt 18 Kindertagesstätten und alle Schulformen einschließ lich Gesamtschule und Freie Waldorfschule, diverse Kindertagesstätten Stabilisierungsmaßnahmen Sozial- raum- koordinati- on Sozialraumkoordination seit 2006 durch Stadt Köln / Bürgerzentrum Chorweiler (Be n- jamin Stieb). Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen durch Ermittlung der Bedarfe, Vernetzung der Akteure, Schaffung von Kooperationen, Initiierung neuer Projekte, Umsetzung „Lokaler Aktionsplan“. Städt. Maßnah- men Ergänzungsprogramm Chorweiler 1985 -1989, Sanierungsgebiet Chorweiler -Mitte 1989-2000 Soziale Stadt-Gebiet (SmbE) 1994-2004. Private Maßnah- men Private Investitionen in Teilen des Wohnungsbestandes und im Geschäftszentrum, dauerhafte Instandhaltung durch einige Privateigentümer mit dem Ziel nachhaltiger Wohnungswirtschaft. Fazit Massive Probleme durch schlechten Zustand großer Teile der Wohnbebauung in Folge von ma n- gelnder Instandhaltung, städtebauliche Optimierung des Bereiches um den Busbahnhof und die S - Bahnstation erforderlich, wie auch Verbesserung der Grünsituation einschl ießlich westlicher Par k- hausausfahrt des City -Centers, ebenso der öffentlichen Räume des Quartiers Chorweiler -Nord. Stabilisierung der sozialen Situation und sozialverträgliche Aufwertung in großen Teilen des Sozia l- raumes notwendig, vorhandene intensive Soz ialarbeit im Viertel ist weiterhin erforderlich. Alle Qua r- tiere mit Wohngebäuden im Geschosswohnungsbau weisen eine hohe Anzahl an Empfängerinnen und Empfängern von SGB ll auf, sowie einen hohen Anteil betroffener Kinder und Jugendlicher . 14 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sozialraumspezifische Bestandsanalyse2 Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord zählt überwiegend zu den Großwohnsiedlungen der 1970er Jahren, der durch einen hohen Anteil an öffentlich gefö r- derten Wohnungen und eine problematische Sozialstruktur geprägt ist. In Teilen von Se e- berg-Nord und Chorweiler -Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Das Gebiet ist im Norden von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben. Demographische, soziale und Bildungssituation Aufgrund der stark verdichteten Bauweise zählt der Sozialraum mit 27.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu einem der einwohnerstärksten Gebiete des Programmgebietes. Auffällig ist der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund, der im S o- zialraum etwa zwei Drittel beträgt, in einzelnen Quartieren sogar über 80 % umfasst (Chor- weiler-Nord Geschosswohnen, West und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum). Der Sozialraum ist zudem durch seine junge Bevölkerungsstruktur gekennzeichnet. In etwa zwei Drittel der Ha ushalte leben Kinder, im Kölner Durchschnitt sind dies weniger als ein Viertel der Haushalte. Häufig wachsen diese Kinder und Jugendlichen jedoch in prekären finanziellen Verhältnissen auf: Knapp die Hälfte der Kinder und Jugendlichen unter 15 Ja h- ren leben in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Unter den Erwachsenen bezieht jede dritte Per- son Leistungen nach dem SGB II. In den Quartieren Chorweiler -Nord Geschosswohnen West und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum betrifft dies jede vierte Einwohnerin beziehung s- weise jeden vierten Einwohner. In den Reihenhaussiedlungen liegt die Quote hingegen bei 2 bis 3 %. Auch die Betroffenheit von Altersarmut ist im Sozialraum sehr hoch, da jede dritte Person Grundsicherung im Alter bezieht. Im Quartier Chorweiler -Mitte Bezirkszentrum sind dies s o- gar zwei Drittel der Bevölkerung. Die Kinderbetreuungsquote liegt leicht unter dem städtischen Durchschnitt und auch die Bi l- dungsteilhabe ist geringer ausgeprägt als im Kölner Mittel. Der Sozialraum ist ein sogenannter „Ankommensstadtteil“, in den vielfach Menschen von außerhalb zuziehen und nach erfolgreicher Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesel l- schaft den Raum wieder verlassen. 2 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik):  Die Angaben zur sozialen und demografischen Situation beziehen sich auf das Jahr 2013. Um zeitliche Entwicklungen darzustellen, wurden zudem die Werte von 2007 in den Steckbrief aufgenommen. (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadt- entwicklung und Statistik).  Die Beschreibungen zum öffentlichen Raum entsprechen dem Stand aus dem Jahr 2015.  Die Ausgangssituation zum Themenbereich Wirtschaft und Wohnen umfassen verschiedene Datengrundlagen: o Gewerbe- und Industrieflächen; Stand 2015 o Einzelhandel- und Zentrenkonzept, Beschäftigungssituation, Wohnungsbestand der GAG Immobilien AG, Anteil öf- fentlich geförderter Wohnungen; jeweils Stand 2013 o Kaufkraftindex; Stand 2007 o Wohnzufriedenheit: Demografie-Umfrage der Stadt Köln, 2009 Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten zu Grün- und Freiflächen stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und wurden in 2015 berechnet, die Berechnung der Luft- schadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 15 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Situation des öffentlichen Raums Die Entwicklungen im öffentlichen Raum seit 1985 Seit den 1980er Jahren wurden verschiedene Maßnahmen in Chorweiler durchgeführt:  Ergänzungsprogramm Chorweiler 1985 bis 1989 (Wohnumfeldverbesserung, Ve r- kehrsberuhigung),  Sanierungsgebiet Chorweiler-Mitte 1989 bis 2000 (Fortführung von Wohnumfeld- und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Neuanlage Olof-Palme-Park, Spielplatzneugestal- tungen und weitere Maßnahmen.),  Soziale Stadt Gebiet (SmbE) von 1994 bis 2004 (2010) (Schwerpunkt offene J u- gendarbeit, Integration der Jugendlichen mit Schwerpunkt bei arbeitslosen Jugendl i- chen und Einbeziehung ausländischer Mädchen; ferner unter anderem Neubau Kle t- terhalle „Canyon“ und Umbau S-Bahn-Haltestelle Chorweiler-Nord),  Private Investitionen in Teile des Wohnungsbestandes und in das Geschäftszentrum,  Sozialraumkoordination seit 2006 bezogen auf Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord durch die Stadt Köln, Koordinations - und Anlaufstelle im Bürgerzentrum Cho r- weiler. Die bisherigen Maßnahmen haben Verbesserungen bewirkt, reichten jedoch nicht aus, die städtebauliche und strukturelle Situation in Gänze zu verbessern. Zur sozialen Stabilisierung des Stadtteils ist ein breit angelegter wirksamer Lösungsansatz erforderlich , der langfristig trägt. Aktuelle Entwicklungen im öffentlichen Raum Im Juli 2011 wurde vor dem Hintergrund der seinerzeit drohenden Zwangsversteigerung der vernachlässigten hochg eschossigen Großwohnanlagen unter anderem Stockholmer Allee, Osloer Straße und Florenzer Straße mit über 1.200 öffentlich geförderten Wohnungen (Insol- venz Bergstedt) die Einleitung Vorbereitender Untersuchungen (VU) gem. § 141 BauGB für das Gebiet Chorweiler -Mitte vom Rat beschlossen. 3 Die Verwaltung wurde beauftragt, ko n- krete Handlungsvorschläge zur sozialen Stabilisierung und Stärkung des Untersuchungsg e- bietes einschließlich adäquater Rechtsinstrumente darzustellen. Der Grund dafür liegt vor allem in der Tatsache, dass trotz langjähriger Stadter neuerungsbemühungen Problemlagen insbesondere im bezirkszentralen Bereich Chorweiler -Mitte fortbestehen. Es besteht somit die Gefahr, dass diese in erheblichem Umfang negativ in den Stadtbezirk ausstrahlt. Ken n- zeichnend hierfür ist eine Konzentration von H aushalten mit Abhängigkeiten von Transfe r- leistungen in hoch verdichteten Großwohnanlagen, teilweise mit erheblichen Instandse t- zungs- und Modernisierungsbedarfen. Zwischenzeitlich ergeben sich gute Aussichten, dass die Zwangsversteigerung verhindert werden kann. Seit Juni 2015 ist die GAG Immobilien AG mit der Übernahme dieses erhebl i- chen Wohnungsbestandes betraut. 3 Von 1989 bis März 2000 war bereits ein Sanierungsgebiet Köln-Chorweiler nach § 142 Absatz 4 Baugesetzbuch (BauGB) nach dem sogenannten „vereinfachten Verfahren“ förmlich festgelegt. Dabei wa r die Genehmigung s- pflicht nach § 144 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) ausgeschlossen worden. Im Rahmen der Anerkennung von Chorweiler als „Soziale -Stadt“-Gebiet 1994 durch das Land Nordrhein -Westfalen sind nachfolgend städtebaul i- che Einzelmaßnahmen fortgefüh rt und spezielle Jugendhilfemaßnahmen bis 2004 gefördert worden. Die Wi r- kung dieser Maßnahmen und auch der dann folgenden Sozialraumkoordination hat jedoch die strukturelle Problemlage nicht ausreichend beseitigt. Aus diesem Grund soll die Neufestlegung ei nes Sanierungsgebietes im klassischen Verfahren mit Anwendung des besonderen Städtebaurechts im Rahmen der vorbereitenden (Sani e- rungs-)Untersuchungen geprüft werden. 16 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Am 16.07.2015 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktors i- cherheit die Aufnahme des Projektes „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel“ in das Bundesprogramm „Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus“ bekanntgeben. Ziel des Projektes ist die Erneuerung des Bezirkszentrums Chorweiler. Das Projekt setzt sich aus folgenden Teilmaßnahmen zusammen:  Neugestaltung Pariser Platz  Neugestaltung Liverpooler Platz  Neugestaltung Lyoner Platz  Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld Darüber hinaus finanziert die Stadt Köln im Rahmen des Programms „Aufwertung von zen t- ralen Plätzen im Stadtbezirk Chorweiler“ die Neugest altung des Weserplatzes in Chorweiler- Nord. Über das Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein -Westfalen (2015) wird ferner ein Verfügungsfonds für die Jahre 2018 und 2019 finanziert, der das bürgerschaftliche Engag e- ment in Chorweiler-Mitte fördern soll. In 2016 soll zudem ein städtischer Aktivierungsfonds umgesetzt werden, der als Anstoß für das Integrierte Handlungsprogramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ dienen soll. Eine weitere Maßnahme in diesem Sozialraum ist die Auslobung des Landeswettbewerbes 2015 „Neues Wohnen in Chorweiler-Nord“, um nachhaltige Antworten auf die wohnungspol i- tischen Fragen der Zukunft zu finden. Gesucht werden zukunftsfähige Antworten auf die dichte Bebauung der bestehenden Nachbarschaft. D es Weiteren sollen die bestehenden Freiraumqualitäten des Grundstückes mit seiner Umgebung aufgenommen und für das neue Quartier genutzt werden. Zusätzlich soll in dem neuen Quartier Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt sollen rund 250 Wohneinheiten durch die GAG Imm o- bilien AG geschaffen werden. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 17 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Tabelle 1: Übersicht über die aktuellen Entwicklungen im öffentlichen Raum Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Maßnahme Beschreibung Finanzierung / Förderprogramm Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln Sozialraumkoordination in 11 Sozialräumen Städtisch Vorbereitende Untersuchungen (VU) gem. § 141 BauGB für das Gebiet Chorweiler-Mitte Entwicklung konkreter Handlungsvorschläge und Rechtsinstr u- mente zur sozialen Stabilisierung und Stärkung des Unters u- chungsgebietes Städtisch Lebenswertes Chorweiler – ein Zen t- rum im Wandel Neugestaltung Pariser Platz Neugestaltung Liverpooler Platz Neugestaltung Lyoner Platz Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld Bundesprogramm „Investitionen in Nationale Pr o- jekte des Städtebaus“ Neugestaltung Weserplatz in Chorwe i- ler-Nord Optimierung des Platzes städtisches Programm „Aufwertung von zentralen Plätzen im Stadtbezirk Chorweiler“ Programmgebiet Soziale Stadt: Verf ü- gungsfonds Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein - Westfalen (2015) Aktivierungsfonds 2016 Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement Anstoß für das Integrierte Handlungsprogramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ Städtisch Neues Wohnen in Chorweiler-Nord zukunftsfähige Antworten auf die dichte Bebauung der best e- henden Nachbarschaft Wohnungsneubaumaßnahme von rund 250 Wohneinheiten durch die GAG Immobilien AG Landeswettbewerb 2015 „Neues Wohnen in Chorweiler-Nord“ Integrierte Handlungsprogramm „Sta r- ke Veedel – Starkes Köln“ Maßnahmen in vier Handlungsfeldern: o Früh ansetzende Hilfen o Öffentlicher Raum o Wirtschaft und Qualifizierung o Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung EU-Förderperiode 2014-2020 (EFRE/ESF/ELER) 18 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 19 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Bewertung des öffentlichen Raums Die städtebauliche Situation am Busbahnhof ist nicht ausreichend gestaltet. Der dazu im räumlichen Zusammenhang stehende Ausgang der Stadtbahnhaltestelle „Chorweiler Mitte“ am Londoner Platz weist städtebauliche Missstände auf und wird als Angstraum empfunden. Dies gilt auch für den Quartiersmittelpunkt „Weserplatz“ in Chorweiler -Nord. Am S-Bahnhof / Busbahnhof Chorweiler-Mitte besteht darüber hinaus Potenzial für die Einrichtung einer M o- bilitätszentrale inklusive Mietauto- und Mietradangebot. Diverse private Freiflächen im Programmgebiet sind mangelhaft gestaltet und mindergenutzt. Eine erhöh te Müllproblematik in einigen Teilen des Sozialraumes mindert die Aufenthalt s- qualität im öffentlichen Raum zum Teil erheblich. Ein weiteres städtebauliches Problem ste l- len die zahlreichen vorhandenen Parkhäuser in schlechtem baulichem Zustand dar. Durch die Gebäudestruktur und fehlende Beschilderung ist die Orientierung in einigen Teilen des Sozialraumes erschwert. Private Freiflächen sind oftmals mangelhaft gestaltet und mi n- dergenutzt. Das städtische Bürgerzentrum arbeitet nach der Kölner Rahmenkonzeption , inklusive der dort verankerten Sozialraumkoordination wirkt die Einrichtung seit vielen Jahren verlässlich als Begegnungsstätte im Stadtbezirk Chorweiler. Zurzeit wird die Einrichtung umfangreich saniert. Für den Bereich Blumenberg wird von Akteuren vor Ort ein Bedarf für ein Bege g- nungszentrum gesehen. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Sozialraum ist sehr gut: Zwei S-Bahnlinien, eine Stadtbahnlinie und diverse Buslinien binden den Raum an, wen n- gleich die Entfernung zur Kölner Innenstadt mit über 10 km erheblich ist. Auch die Erreic h- barkeit des Fernstraßennetzes zur BAB 57 und zur BAB 1 ist gut. Wirtschaftliche Situation Durch die Lage des Bezirkszentrums Chorweiler im Sozialraum ist die Versorgungssituation als gut zu bezei chnen. Der Stadtteil Blumenberg besitzt zudem ebenfalls ein Nahverso r- gungszentrum. Zum Teil liegen einzelne Räume jedoch außerhalb des Einzugsbereiches des Bezirkszentrums, diese werden aber durch einzelne Lebensmittelbetriebe mitversorgt. In qualitativer Hinsicht bestehen Defizite in der Versorgung. Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord weist kein Gewerbegebiet auf, entsprechend gering ist der Anteil an Gewerbebetrieben im gesamten Gebiet. Hervorzuh e- ben ist das Sozialgewerbe „Handwerkerho f Chorweiler“. Ansonsten finden sich wohnortb e- zogene Dienstleistungen, quartiersbezogene Einzelhandelbetriebe (zusätzlich zu dem B e- zirkszentrum und dem Nahversorgungszentrum in Blumenberg) und Einrichtungen der sozia- len Infrastruktur in hoher Dichte. Der Kaufkraftindex gibt die Kaufkraft der Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtteil im Ve r- gleich zum Bundesdurchschnitt wieder. Die Stadtteile Blumenberg und Chorweiler weisen dabei mit die niedrigsten Werte (unter 100) in den elf Sozialräumen auf. Der Anteil d er sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Sozialraum liegt deutlich unter dem stadtweiten Durchschnitt. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit, die Langzeitarbeitslosi g- keit und die Zunahme der Arbeitslosigkeit junger Menschen unter 25 Jahren sind für d as Ge- biet problematisch. Seit September 2015 wird im Sozialraum Blumenberg, C horweiler und Seeberg -Nord das Modellvorhaben „Verbraucherberatung im Quartier“ umgesetzt. Im Rahmen des Modelvo r- habens bietet die Verbraucherzentrale NRW eine erweiterte, niedrigschwellige Verbraucher- beratung an wechselnden Standorten in dem Sozialraum an. Die Verbraucherberatung ric h- 20 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ tet ihre Informations - und Beratungsangebote insbesondere an Bürgerinnen und Bürger mit geringen finanziellen Mitteln und geringer formaler Bi ldung, an Ältere und an Menschen mit Migrationshintergrund. Wohnsituation Der Sozialraum hat zwar insgesamt einen höheren Anteil an Gebäuden bei den Ein - und Zweifamilienhäusern, der Kern des Raumes (Chorweiler -Mitte) ist aber durch zum Teil sehr dominante Hochhausbebauung geprägt. Die Stadt hat daher die GAG Immobilien AG damit beauftragt, den in Zwangsverwaltung stehenden Bestand über 1.200 Wohneinheiten in Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften. Der weit überwiegende Teil der Wohnungen ist in Chorweiler öffentlich geförderter Wohnraum (81,9 %). In Blumenberg und Seeberg b e- trägt dieser Anteil circa ein Fünftel. Die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung, die im Rahmen der Demografie -Umfrage 2009 ermittelt wurde, entspricht mit circa 70 % etwa dem stä dtischen Durchschnitt, während die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld mit etwa 45 % deutlich unter dem Stadtdurch schnitt von knapp 70 % liegt. Dies kann auf die augenscheinlich massiven Probleme durch den schlech- ten Zustand großer Teile der Wohnbebauung der Hochhaussiedlungen in Chorweiler -Mitte und die Vernachlässigung des Wohnumfeldes zurückgeführt werden. Ökologische und klimatische Situation Der Sozialraum ist durch eine verhältnismäßig gute Grün - und Freiraumversorgung gekenn- zeichnet. Der Anteil der Grün- und Freifläche beträgt 15,1 m² je Einwohnerin und Einwohner. In einem 500 m Radius stehen jeder Bewohnerin und jedem Bewohner 133,4 m² Grün - und Erholungsfläche zur Verfügung. Auch die Ausstattung mit Straß enbäumen liegt mit 95,8 Bäumen je Straßenkilometer über dem städtischen Durchschnitt. Der Zugang zu diesen Grünflächen ist jedoch aus einigen Bereichen des Sozialraumes erschwert, da Verkehrsw e- ge aufgrund ihrer unzureichenden Querungsmöglichkeiten eine trennende Wirkung besitzen. Insgesamt leben 16,3 % der Bevölkerung in einem klimaaktiven beziehungsweise sehr kl i- maaktiven Bereich. Der überwiegende Anteil der Bevölkerung (etwa 75%) wird zukünftig in Siedlungsgebieten die von Wärmebelastung betroffen sind, leben, nur ein geringer Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner in hoch oder sehr hoch belasteten Gebieten. Dam it weist dieser Sozialraum die günstigste stadtklimatische Ausgangslage des Programmgebietes auf. Für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord sind keine hohen Luftbela s- tungen festzustellen. Einige Abschnitte der Straßen Willi -Suth-Allee, Me rianstraße, He r- stattallee und Athener Ring weisen jedoch erhöhte Belastungen auf. Auch die Lärmbelastung durch Straßen-, Schienen- oder Fluglärm oder durch Anlagen ist gering. Es sind keine Ve r- kehrswege durch besondere Lärmbelastungen gekennzeichnet. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 21 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Tabelle 2: Stärken-Schwächen-Analyse und Ableitung der Handlungsbedarfe im Soz i- alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Ist- Analyse Stärken Herausforderungen Handlungsbedarf Demogra- phische, soziale und Bildungs- situation Wachsende kulturelle Vielfalt „Junger“ ausgeprägt multikultureller Sozial- raum Hohe Kreativität das Leben zu meistern Bürgerschaftliches Engagement vorhan- den (zielgruppenspe- zifisch) Aktivierungsprobleme Hoher, steigender Anteil von SGB II-Bezieherinnen und Bezieher und Arbeits- losen mit hoher Betroffen- heit von Kindern in Quartie- ren mit Geschosswoh- nungsbau „Ankunftsstadtteil“ Wachsende Altersarmut auf hohem Ausgangsniveau Unzureichender Zugang zu Bildungsteilhabe Optimierung präventiver integrier- ter Angebotsstrukturen mit Lü- ckenschluss, speziell für Kinder und Jugendliche Verbesserter Zugang zu Bil- dungsangeboten Aktivierung und Empowerment, vor allem von SGB II- Bezieherinnen und Bezieher und Langzeitarbeitslosen Sicherung der Teilhabe von jun- gen und älteren Menschen Stärkung des intergenerativen Zusammenlebens Wirtschaft und Woh- nen Sozialgewerbe im „Handwerkerhof Chorweiler“ Gute Nahversor- gungslage GAG und gegebe- nenfalls weitere akti- ve Kooperations- partner vor Ort Überdurchschnittlich hoher Anteil öffent- lich geförderter und damit preiswerter Wohnungen in Chorweiler Ankauf des prekä- ren, lange Zeit unter Zwangsverwaltung stehenden, Woh- nungsbestandes (1.200 Wohneinhei- ten) durch die GAG Hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende Verschlechte- rung der Arbeitslosenquote, insbesondere auch bei jungen Leuten unter 25- Jahren Sehr hohe Quote bei den langzeitarbeitslosen Perso- nen Massive Probleme durch schlechten Zustand großer Teile der Wohnbebauung der Hochhaussiedlung in Chorweiler-Mitte Vernachlässigung des Wohnumfeldes, insbeson- dere in Chorweiler-Mitte Geringe Teilhabe der Be- wohnerinnen und Bewoh- ner sowie fehlende Bera- tungs- und Angebotsstruk- turen zur Teilhabe Qualifizierung von jungen Er- wachsenen und Verbesserung des Überganges Schule / Ausbil- dung / Beruf Unterstützung bei der Integration von langzeitarbeitslosen Men- schen Private Investitionen in Teilen des Wohnungsbestandes in Chorwei- ler-Mitte notwendig Aufbau und Etablierung von nach- haltigen Kooperationsstrukturen der vor Ort aktiven Wohnungsge- sellschaften und Einzeleigentümer Stärkung des Verantwortungsbe- wusstseins der Bewohnerinnen und Bewohner für ihr Wohnquar- tier / Verbesserung des Wohnum- feldes Aktivierung und Empowerment der Mieterinnen und Mieter in Chor- weiler-Mitte 22 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ist- Analyse Stärken Herausforderungen Handlungsbedarf Ökologi- sche / kli- matische Situation Sozialraum ist von Grün- und Freiflächen umgeben und durch- zogen, Spielflächen, Schwimmbäder, Nah- erholungsgebiet Füh- linger See, Kletterhal- le Canyon. Geringster Anteil an Flächen mit hoher oder sehr hoher Wärmebelastung un- ter den elf Sozialräu- men Hohe Anzahl an Stra- ßenbäumen Hochverdichtete vielge- schossige Wohnbebauung Etwa 75 % der Wohnbevöl- kerung werden zukünftig auf einer durch Wärme belasteten Siedlungsfläche leben Schaffung von Bewegungs- und Spielmöglichkeiten Informations- und Beratungsan- gebote zum Klimawandel schaf- fen Öffentlicher Raum Gute Verkehrsanbin- dung (ÖPNV, MIV) Begegnungsstätte in Chorweiler vorhanden Plätze in den Bezirkszen- tren und den Quartieren mit geringer Aufenthaltsqualität „Angsträume“ im Sozial- raum Orientierung im Quartier durch Gebäudestruktur schwierig Private Freiflächen sind mangelhaft gestaltet und mindergenutzt Fehlende Begegnungsstät- te in Blumenberg Müllproblematik Platzgestaltung Schaffung von Begegnungsräu- men Maßnahmen zur Wohnumfeldver- besserung (Müllproblematik) Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“ Blumenberg, Chorweiler, Seeberg-Nord Entsprechend den in Kapitel 2.4 dargestellten Anforderungen werden das Bezirkszentrum Chorweiler-Mitte und die Wohngebiete des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler, Seeberg - Nord in nachfolgender Kartenabbildung (vergleiche Karte 3) festgelegt. Die Abgrenzung des Sozialraumes wird um unmittelbar angrenzende öffentliche Grünbereiche arrondiert sowie um die Wohnbaufläche Weichselring / Swinestraße, die Gegenstand des Land eswettbe- werbs 2015 ist. Das so abgegrenzte Soziale-Stadt-Gebiet Blumenberg, Chorweiler, Seeberg- Nord ist rund 276 ha groß. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 23 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Karte 3: Gebiet der „Sozialen Stadt“ Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 24 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Maßnahmen für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Abgeleitet von der Stärken -Schwächen-Analyse und den sich daraus ergebenden Han d- lungsbedarfen, liegen die Schwerpunkte der Maßnahmen in diesem Sozialraum im Bereich der Prävention und verteilen sich wie folgt auf die Handlungsfelder „Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“, „Früh ansetzende Hilfen“, „öffentlicher Raum“, „Wirtschaft und Qualifizi e- rung“, „Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung “ und „Wo h- nen“. Tabelle 3: Maßnahmen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung f ür den So zial- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Durch die zusätzlich im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ konzipierten Maßna h- men besteht ein Unterstützungsbedarf der Sozia l- raumkoordination hinsichtlich der Kommunikation der Maßnahmen in die bestehenden Netzwerke. 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Um auf sich verände rnde Rahmenbedingungen im Zuge der Program mumsetzung reagieren zu können, muss der Prozess der Programmumsetzung laufend bewertet und Handlungsempfehlungen abgeleitet we r- den. Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 1.0.5 Integration auch von zugewa n- derten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Flüchtlingsstatus in die best e- henden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit im Sozialraum Blumenberg, Cho r- weiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl an zugewa n- derten Kindern und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig präventive Maßnahmen zur Integration erfor- derlich sind. 1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugendarbeit Köln im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig präve nti- ve Maßnahmen zur Qualifizierung in der offenen Ki n- der- und Jugendarbeit erforderlich sind. 1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von Ju gendintegrati- onskursen im Sozialraum Bl u- menberg, Chor weiler und Se e- berg-Nord Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl an zugewa n- derten Kindern und Jugendlichen, die oftmals unz u- reichende Sprachkompetenzen besitzen, geprägt, so dass frühzeitig präventive Maßnahmen zur Sprachfö r- derung erforderlich sind. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 25 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 1.0.16 Zugehende Hilfe zur Über leitung ins Regelsystem und Ent wick- lung einer beruflichen Perspekt i- ve für junge Menschen mit ps y- chischen Problemen bis 27 Ja h- re in allen Sozialräumen; hier für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Jugendl i- chen und arbeitslosen Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig prävent ive Maßnahmen zur Qualifizierung erforderlich sind. 1.0.17 Kölner Bildungsberatungszen t- rum einschließlich Stadtteileltern im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Soziallei s- tungsempfängerinnen und -empfängern geprägt, so dass frühzeitig präventive und niedrigschwellige Ma ß- nahmen zur Unterstützung erforderlich sind. 1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit Schwe r- punkt Kooperation mit Kita, F a- milienzentren, Schulen im Pri m- arbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganztags im Soz i- alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen geprägt, so dass frühzeitig prävent i- ve Maßnahmen zur Begleitung beim Übergang zw i- schen versch iedenen Bildungsangeboten erforderlich sind. 1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozialraum Blu men- berg, Chorweiler und Seeberg - Nord Das Gebiet ist durch eine geringe Bildungsteilhabe geprägt, so dass Maßnahmen zur Grundbildung erfo r- derlich sind. 1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen sowie eine geringe Bildungsteilhabe geprägt, so dass frühzeitig präventive Maßnahmen zur Sprachförderung und Integration erforderlich sind. 1.0.26 Willkommen und Ank ommen in Köln im Sozialraum Blu men- berg, Chorweiler und Seeberg - Nord Das Gebiet ist durch einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund gekennzeichnet und / oder hat den Charakter eines „An kommensstadtteil“, so dass Maßnahmen zur Integration erforderlich sind. 26 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln Sozialraum Blumenberg, Cho r- weiler und Seeberg-Nord:  Aufwertung des Bolzplatzes Elbeallee  Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring  Spielplatz Osloer Straße  Spielplatz Kopenhagener Straße Für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e- berg-Nord wurde im Rahmen der Spielplatzbedarf s- planung der Stadt Köln ein Spi elflächenfehlbedarf von 17.799 m² ermittelt. Der hohe Bedarf begründet sich vor allem durch den hohen Anteil an Kindern und J u- gendlichen im Gebiet, der sozialräumlichen Gewic h- tung und des geringen Spielwertes der bestehenden Spielflächen. 2.3.3 Weserplatz in Köln-Chorweiler Der teilweise als Angstraum wahrgenommene Platz erfordert Aufwertungsmaßnahmen, um die Platznu t- zung für alle Bevölkerungsgruppen zu attraktiveren. Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 3.0.1 „CheckPraxis“ Berufsfeld- orientierung für Schülerinnen und Schüler aus den Projektge- bieten (Schwerpunkt: Chorwei- ler) Das Gebiet ist durch eine hohe Anzahl arbeitsloser junger Menschen unter 25 Jahren und einem niedrigen Beschäftigungsgrad dieser Altersgruppen geprägt. Mit praxisnahen Berufsbildungsmaßnahmen ist dieser Bedarfslage entgegenzuwirken. 3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorwe i- ler In dem Sozialraum besteht ein hoher Bedarf an Unte r- stützung bei der Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt. Mittels eines pers o- nenbezogenen Profilings und Coachings soll die A r- beitsfähigkeit und die Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt erhöht werden. Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze“ im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Das Gebiet ist zukünftig von hoher Wärmebelastung betroffen. Durch die Versickerung von Regenwasser und der damit möglichen Verdunstung bei Hit zeereig- nissen, können gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorgärten oder Garagenauffahrten durch Entsi e- gelung und Bepflanzung wieder zur klimatische Abmi l- derung der Hitzebelastung beitragen. 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. Informat i- onsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels Das Gebiet ist zuk ünftig von hoher Wärmebelastung betroffen, so dass rechtzeitig Maßnahmen zum U m- gang mit Hitze, insbesondere bei jungen und gesun d- heitlich beeinträchtigten Personen zu treffen sind. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 27 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 4.0.9 Maßnahmen rund um eine Lei t- art zur Verbesse rung der Ident i- fikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozialraum und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der Aufen t- haltsqualität im Sozialraum Bl u- menberg, Chorweiler und Se e- berg-Nord Die Verbesserung der Biodiversität stellt eine wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klima - wandels dar. Zudem ist bekannt, dass lebendige Tiere eine besondere Wirkung bei M enschen in Bezug auf Identifikation und eigene Wahrnehmung erzielen. Durch unterschiedliche Aktionen sollen diese beiden Bereiche in der Maßnahme verbunden werden. 4.0.10 Stärkung beziehungsweise E r- weiterung des Schulgartena n- gebotes im Sozialraum Blume n- berg, Chorweiler und Seeberg - Nord Die naturbezogenen außerschulischen Lernorten sind vor allem für Schulen in den sozial benachteiligten Bereichen nur schwer er reichbar. Auch sonst haben Kinder aus dem Sozialraum nur selten die Möglichkeit des Besuches naturnaher Bereiche. Durch die Stä r- kung beziehungsweise Erweiterung des Schulgarte n- angebotes soll den Kindern die Natur näher gebracht werden. Handlungsfeld 5: Wohnen Nummer Maßnahme Spezifischer Handlungsbedarf 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivie- rung, Beteiligung und Woh n- umfeldpflege in Chorweiler - Mitte“ Mieter- / Nachbarschaftsarbeit und Quartiershausmeister Modul A: Insbesondere in Chorweiler -Mitte ist die Stär- kung der Selbsthilfe und Beteiligung im Quartier (zum Beispiel fehlende Integration) notwendig, was Gege n- stand dieser Maßnahme ist. Modul B: Das Verantwortungsbewusstsein der Bewo h- nerinnen und Bewohner in Chorweiler -Mitte für ihr Wohnumfeld ist niedrig, ebenso die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld. 5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenpr o- gramm fü r den Sozialraum Bl u- menberg, Chorweiler und Se e- berg-Nord Ein attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Mite i- nander von Bewohnerinnen und Bewohnern. Vor di e- sem Hintergrund sind Verschönerungs - und Verbesse- rungsmaßnahmen im Sozialraum von besonderer B e- deutung. Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 28 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung für den S o- zialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord liegt am nördlichen Stadtrand in der Peripherie. Er zeichnet sich durch einen vergleichsweise höheren Anteil an Ein - und Zweifamilien- häusern aus. Der Teilraum Chorweiler -Mitte, der den Kern des Sozialraumes bildet, ist hingegen von einer sehr dominanten Hochhausbebauung geprägt. Die Großwohnsiedlung entstand in den 1970er Jahren und zeichnet sich durch einen hohen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen aus. Teile der Hochhau s- bebauung befinden sich aufgrund mangelnder Instandhaltung in schlechtem Zustand. Auch das Wohnumfeld weist Vernachläss i- gungen auf. Zudem ist die Großwohnsiedlung von einer probl e- matischen Sozialstruktur geprägt. Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord ist ein „Ankommensstadtteil“, der hohe Zu - und Fortzüge aufweist. Auffällig ist auch der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewo h- nern mit Migrationshintergrund, der im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord 74,5 % beträgt. Zudem w eist der Sozialraum eine hohe Quote an SGB II Empfängerinnen und Empfänger (29,9 %) sowie Kindern und Jugendlichen in SGB II Bedarfsgemeinschaften (44,7 %) auf. Auch die Zahl der Empfä n- gerinnen und Empfänger von Grundsicherung (30,1%) sowie die Arbeitslosenquote (15,7 %) sind in dem Sozialraum stark erhöht. Der Blick auf die Sozialstruktur zeigt die geringe Perspektive der Teilhabe der Bewohnerschaft. Es wird deutlich, dass in Blume n- berg, Chorweiler und Se eberg-Nord Unterstützungs - und Ber a- tungsangeboten eine hohe Bedeutung zukommt. Auch die Akt i- vierung der Bewohnerschaft, die sich auf die Verantwortung für das Quartier als Ganzes und das Wohnumfeld im engeren Sinn erstreckt, spielt eine wesentliche Rolle. Die Imageaufwertung des gesamten Sozialraums stellt ebenfalls eine große Herausford e- rung dar. Ein positiveres Image des Sozialraums ist für die En t- wicklung von Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord unab- dingbar. Bei der konkreten Betrachtung der Angebots struktur im Sozia l- raum wird sichtbar, dass dort bereits grundlegende Angebots - und Hilfesysteme bestehen, diese jedoch nicht sämtliche Bedarfe des Sozialraums abdecken. In Teilbereichen mangelt es zudem an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welche s im Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von aktivie- renden Prozessen innerhalb des Integrierten Handlungskonzepts sowie des Gesamtprogramms von hoher Bedeutung ist. Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse des Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 29 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sozialraums ausgerichtet. Schnittstelle zur Sozialraumkoordination: Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 in elf Sozialräum en konsequent ein integriertes sozialraumorien- tiertes Handlungskonzept verfolgt. Die Sozialraumkoordinatoren sind organisatorisch bei den Bürge- rämtern angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in städtischer Trägerschaft. Diese arbeiten na ch den methodischen Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressourcen des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eige ninitiative und Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Ressou r- cen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. K o- operation und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im Soz i- alraum. Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine aktive Koordina tionsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der S i- cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. Die Umsetzung des Maßnahmenprogramm s „Starke Veedel – Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die elf vorhand e- nen Sozialraumkoordinatorinnen und -koordinatoren nicht zusätz- lich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs - und Absti m- mungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des Han d- lungsprogramms kann in d en Sozialräumen aber nur gelingen, wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm sensibi- lisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden. Die Ma ß- nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ soll in enger Abstimmung mit den Sozialraumkoordi nationen die U m- setzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum einen in den spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere der Aufbau von Präventionsketten – sowie zum anderen bei Bedarf – seien dies problematische Wohnquartiere und Nachbarschaften oder auch notleidende Einkaufsstraßen. Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur U m- setzung des Programms sind demnach in enger Abstimmung mit der Sozialraumkoordination und den institutionellen Akteuren vor Ort. In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Te am aus der Bürgeramtslei- tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung „Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u- setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird. 30 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Bürgeramtsleitung Steuerungsfunktion Sozialraumkoordination Programmsteuerung Vernetzung vor Ort „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektbeschreibung Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an. Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadtent- wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakt o- ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden werden können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  Quartiersmanagement  Verfügungsfonds  Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  Öffentlichkeitsarbeit Das „Büro für Quartiersmanagement und Akt ivierung“ bündelt diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf a b- zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorie n- tierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren ortsan- sässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartiersm a- nagement und Aktivierung“. Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Ch a- rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die durch die Zusammenführung des „Büros für Q uartiersmanage- ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemei n- same räumliche Verortung vorgenommen. Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhal t- lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen Projektträgern um gesetzt werden können. Bei der Maßna h- menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Z u- sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 31 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Projektbaustein: Quartiersmanagement Im Rahmen des int egrierten Handlungsprogramms „Starke Ve e- del – Starkes Köln“ sind für den Sozialraum Blumenberg, Cho r- weiler und Seeberg -Nord zahlreiche Maßnahmen geplant, die einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand für den Sozialraum auslösen, der durch die schon bestehenden Struktu- ren der Sozialraumkoordination nicht gedeckt werden kann. Das Quartiersmanagement übernimmt die Aufgabe, die maßnahme n- umsetzenden Träger in Abstimmung mit der Sozialraumkoordina- tion bei den Zugängen zu den Zielgruppen und bei der A kquise der Teilnehmenden im Sinne eines „One -face-to the -customer“ zu unterstützen. Darüber hinaus stellt das Quartiersmanagement die Vernetzung der Maßnahmen sicher. Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle Belange des sozialraumbez ogenen Programms und bildet die Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal verortete Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. Es sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vorhand e- nen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des Int e- grierten Handlungsprogramms. Neben der Ansprache der B e- wohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Ins beson- dere mit Blick auf die teilweise schlechte Substanz im Bereich des Geschosswohnungsbaus wird die Ansprache und Mobilisi e- rung der Wohnungseigentümer eine wesentliche Rolle spielen. Hierfür ist eine enge Kooperation mit der Sozialraumkoordination sowie der Vernetzung mit dem Quartiershausmeister (Modul B „Zuhause im Veedel“ 5.0.2) wichtig. Das geplante Haus -, Hof - und Fassadenprogramm soll ebenfalls entsprechende Beachtung im Sozialraum finden. Darüber hinaus wird das Quartiersm a- nagement den Projektbaust ein „Verfügungsfonds“ unterstützen und begleiten und auch im Rahmen der Maßnahme „Bestand s- erhebung und Schnittstellenmanagement“ Unterstützung anbi e- ten. Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o- gramm wird auch die Gremienarbeit ein Aufgab enfeld des Quar- tiersmanagers darstellen. Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e- sehen ist. Projektbaustein: Verfügungsfonds Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die Um- setzung von Projektideen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger vor 32 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ort sowie Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise et cetera können Anträge für die Förderung von Projektideen beantra gen. Voraus- setzung ist dabei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum Sozialraum haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hilfe des Verfügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche E n- gagement mobilisiert werden. Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßna h- men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligungsprozesse vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) oder Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur M ieter- und E i- gentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete B e- züge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die Richtl i- nien des Verfügungsfonds werden dementsprechend ausgesta l- tet. Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Akti- vierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement be i- spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner sowie weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verf ü- gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen und Vorstellung zu unterstützen. Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im Sozialraum verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu ste l- len. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätzliche Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmung mit der Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf prior i- siert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine Arbeit s- gruppe zur fachlichen (Vor-) Bewertung der Anträge eingerichtet. Die letztendliche Beschluss- fassung von Förderanträgen er folgt durch einen Veedelsbeirat, der als Entschei dungsgremium für den betreffenden Sozialraum einzurichten ist. Die operative Abwicklung des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und der zentralen Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnitts tellenma- nagement Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t- entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst die Schaf fung von Grundlagen für die Umsetzung des Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Die u m- fasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebotsstruktur, die Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen von Schnit t- stellen. Auf den Erkenntniss en aufbauend, erfolgt die detaillierte Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensm a- nagement (laufende Bereitstellung der Informationen für alle A k- teure im Programmgebiet). Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung und Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 33 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Schnittstellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanagement die Zugänge zu den ortsansässigen Akteuren auf und benennt A n- gebote und Systeme. Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e- sehen ist. Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrume n- ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es wird ein Strategie - und Kommunikationskonzept zur Öffentlic h- keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwirkung und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgruppen niederschwellig und bedarfsgerecht zu erreichen und die dafür erforderlichen Instrumente zu entwickeln. D arüber hinaus wird auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zurüc k- gegriffen, um das Programm zu kommunizieren. Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e- sehen ist. Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt. Die Maßnahme kommt insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohn e- rinnen und Bewohnern im Sozialraum zugute. Aber auch die Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und – koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Intere s- sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen. Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement Querschnittsziele  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s- räume  Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort Projektziele  Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohne r- schaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen. Es handelt sich um eine niedrigschwell i- ge und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die Maßnahmen des Integrierten Handlungsprogramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ die Verantw ortung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel langfristig zu stärken, zu stabilisieren und selbsttragende Strukturen auszubauen. Darüber hinaus werden folgende Ziele verfolgt: 34 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Inte- grierten Handlungskonzeptes vorgesehenen Bewo h- nerbeteiligungen und -aktivierungen sowie weiterer Ak- teure vor Ort in Abstimmung mit der Sozialraumkoord i- nation o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaftl i- chen und ehrenamtlichen Engagements durch den Verfügungsfonds o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Ak- teure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrierten Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“ verankerten Maßnahmen Projektbaustein: Verfügungsfonds Querschnittsziele  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Projektziele  Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewo h- nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozia l- raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen. Im Focus steht die Intensivierung des nachbar schaftli- chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engag e- ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung e i- ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen soll zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum fü h- ren. Forciert werden soll insbesondere eine Verbesserung in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Bü r- gerschaft des Sozialraumes Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord sowie eine Stärkung der Kooperation der Akteure untereinander. Projektbaustein: Bestandsanalyse und Schnittstellenma- nagement Querschnittsziele  Sozialraumorientierte Stadtentwicklung Projektziele  Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg - Nord werden bereits eine Vielzahl an Aktivitäten und Maßnahmen wirksam, stehen in der Praxis aber oftmals zu stark nebeneinander. Mit dem Baustein „Bestandsana- lyse und Schnittstellenmanagement“ sollen im Sinne einer sozialraumorientierten Handlungsweise, die Maßnahmen vor Ort vernetzt werden und vorhandene Lücken über e r- gänzende Maßnahmen geschlossen und Dopplung en aufgezeigt werden. Ziel ist es die Zusammenarbeit in a l- len Fachbereichen der Verwaltung sowie mit der Bürge r- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 35 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ schaft und den weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. D a- bei knüpft der Prozess bei den bestehenden Strukturen sowie den Aktivitäten und Angeboten der Akteure vor Ort an, die bereits eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen umsetzen. Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit Querschnittsziele  Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung Operative Ziele  Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort  Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse Projektziele  Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in de s- sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven „Stadtteil-Gefühls" steht.  Eine breit a usgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient da r- über hinaus der Information und Aktivierung de r Akteure im Sozialraum. Sie richten sich im Wesentlichen an B e- wohnerinnen und Bewohner, Multiplikatoren und Unte r- nehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei das Ziel, das Programm und die damit verbundenen Ma ß- nahmen bekannt zu machen und eine positive Aufbruchs- stimmung im Sozialraum zu erzeugen.  Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzen bei der Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akte u- ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur Mi t- gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft. Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement  Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft  Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r- anstaltungen Projektbaustein: Verfügungsfonds  Anzahl der beantragten Maßnahme  Anzahl der durchgeführten Maßnahmen  Anzahl der beteiligten Personen Projektbaustein: Bestandsanalyse und Schnittstellen ma- nagement  Anzahl der Prozessbeteiligten  Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im Konsens  Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung 36 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden  Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o- zessbeteiligten Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, et cetera) Kosten Verfügungsfonds: 246.276,00 € Quartiersmanagement: 282.576,00 € Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: 150.661,00 € Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement: 52.360,00 € Gesamtaufwand: 731.873,00 € Davon 2017: 164.039,00 € Davon 2018: 203.034,00 € Davon 2019: 195.180,00 € Davon 2020: 169.620,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit von 42 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wichtigen Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozia l- raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahme von Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen. 01.01.2017 bis 30.06.2020 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik Förderung Städtebauförderung Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 37 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 0.0.2 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Maßnahme Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Projektbeschreibung Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung, Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord. Sie ist prozessbegleitend angelegt und nimmt das gesamte Ma ß- nahmenpaket im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e- berg-Nord in den Blick. Dabei wird besonders die Wirkung der städtebaulichen Maßnahmen betrachtet und im Sinne des int e- grierten Ansatzes der Quartiersentwicklung vor allem Beteil i- gungs- und Aktivierungsprozesse in den Mittelpunkt gestellt. Die Evaluation ist zunächst auf den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord ausgerichtet. Im Kontext des Pr o- gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ findet die Bündelung und Vernetzung der Ergebnisse aus den einzelnen Sozialräumen statt und wird im laufenden Prozess in die einzelnen Sozialräume zurückgespiegelt. Somit zeigt die Evaluation frühzeit ig die Wi r- kung der Maßnahmen im Sozialraum wie auch im Kontext des Gesamtprogramms auf und notwendige Veränderungen können eingeleitet werden. Vorgehen und Methode Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit formativ ang e- legt. Sie verfolgt das Ziel laufend Bewertungen über den Prozess zu erhalten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Einerseits muss hierfür auf konkreten Daten aufgebaut werden, die im Rahmen des Controllings erhoben werden. Aus diesem Grund ist eine Beteiligung beim Aufbau des Control lings sicherzustellen. Andererseits erfolgt die Bewertung des Prozesses im Rahmen von diskursiven Prozessen, wie Workshops, Einzelgesprächen, World-Cafés und ähnlichem. Die prozessbegleitende Evaluation nimmt ein breites Spektrum an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller Th e- men ist in der erforderlichen Intensität nicht möglich. Aus diesem Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu unterschiedlichen Zei t- horizonten zu setzten. Die konkrete Abfolge ist im Rahmen des Prozesses festzulegen. Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbstevaluation im Ra h- men der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der Einze l- maßnahmen werden bei der Selbstevaluation unt erstützt und qualifiziert (zum Beispiel über Leitfragen, Erhebung von Ken n- werten), so dass der la ufende Prozess kontinuierlich bewertet und die Ergebnisse in die „prozessbegleitende Evaluation“ z u- rück gespiegelt werden können. Die Ergebnisse bilden einen elementaren Beitrag für die Gesamtevaluation. 38 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitend e Eva- luation“ sowie die Einbindung in das gesamte Maßnahmenpr o- gramm liegen bei der zentralen Koordinierungsstelle der Stad t- verwaltung (Amt für Stadtentwicklung und Statistik). Auch das Controlling wird im Aufgabenbereich der zentralen Koordinat i- onsstelle der Stadt Köln umgesetzt. Es wird sichergestellt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Evaluation und Controlling erfolgt und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Für die Erbringung der Leistungen der einzelnen Module wird zusätzliche externe Expertise und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung der Leistungen vorgesehen ist. Bi e- tergemeinschaften können zugelassen werden. Zielgruppe Die Maßnahme kommt allen im Programmgebiet adressierten Zielgruppen zugute. Die Zielgruppe ist dabei sehr breit aufgestellt von der Verwaltung über Träger, Politik, sonstige staatliche Inst i- tutionen a uf kommunaler Ebene, Sozialraum koordinatorinnen und immer -koordinatoren bis hin zu weiteren (organisierten) Akteuren und Interessensvertretungen im Quartier sowie Bewoh- nerinnen und Bewohner. Ziele Querschnittsziele  Sozialraumorientierte Stadtentwicklung Projektziele  Die Evaluation verfolgt das Ziel laufend Bewertungen über den Prozess zu erhalten und Handlungsempfehlu n- gen abzuleiten. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung steht im Fokus der Evaluation Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Methoden (Expertengespr ä- che, World Café, et cetera)  Bereitstellung von Zwischenergebnissen Kosten Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 € 39 Tage: 44.089,50 € Gesamtkosten für den Sozialraum: 44.089,50 € Davon 2017: 11.305,00 € Davon 2018: 11.305,00 € Davon 2019: 11.305,00 € Davon 2020: 10.174,50 € Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate 01.01.2017 bis 30.06.2020 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik Förderung Städtebauförderung Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 39 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen Laufende Nummer 1.0.5 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Integration auch von zugewanderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Flüchtlingsstatus in die beste- henden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Die gesellschaftliche Situation der beiden Sozialräume Buchheim und Buchfors t sowie Mühlheim -Nord und Keupstraße ist durch den überdurchschnittlich hohen Anteil von Menschen mit Migrat i- onshintergrund und schlechten Perspektiven auf dem Arbeits - und Ausbildungsmarkt geprägt. Dies wirkt sich auf das Verhalten der Kinder und Jugendlichen in den Stadtteilen spürbar aus. G e- ringe Akzeptanz von kulturellen Unterschieden, eine latente Feindlichkeit dem anderen gegenüber, Selbstbezug und Abgre n- zung auf die eigene Herkunftsgruppe sind vor allem in sozial b e- nachteiligten Familien, unabhängig von der jeweiligen National i- tät, auszumachen. Durch aufsuchende Jugendarbeit soll hier auch die Zielgruppe mit Flüchtlingsstatus niederschwellig erreicht und in die bestehenden Regelsysteme integriert werden. Die Anbindung insbesondere der Kinder, Jugendli chen und ju n- gen Erwachsenen an Jugendeinrichtungen und Schulen, die Bindung von Kapazitäten an Integrationsleistungen (zum Be i- spiel Sprachkurse, familienunterstützende Angebote) und die aktive Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen sind nur ein Teil der örtlichen Herausforderungen. Hier gilt, wie generell in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, eine adäquate Planung und Bereitstellung von adressatengerechten Angeboten mit dem Ziel auch junge Flüchtlingen in die bestehenden Regelangebote zu integrierten. Projektbeschreibung Neben Gesprächs - und Beratungsangeboten vor Ort beinhaltet die mobile aufsuchende Arbeit insbesondere eine Unterstützung der Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Wünsche und Intere s- sen im Freizeitbereich, Kulturbereich und Bildungsbereich. Im Rahmen von Gemeinwesenarbeit ist die Mobile Arbeit mit unterschiedlichen Institutionen im Stadtgebiet wie Schulen, Ve r- einen und Kirchen, sowie der städtischen Streetwork vernetzt. Die Angebote in mobiler und aufsuchender Arbeit können auch für die heranwachsenden Flüchtlinge zum Beispiel vor einer Flüchtlingsunterkunft oder auf einem öffentlichen Spiel- oder Bolzplatz stattfinden. Es handelt sich dabei um niederschwellige Spiel-, Sport- und Kreativangebote, die zumeist gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus dem Sozialraum durchgeführt werden. 40 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auch mit Flüchtlingsstatus im Alter von 10 bis 25 Jahren. Ziele Operative Ziele  Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots- formen  Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt Projektziele Übergeordnetes Ziel Mobiler Jugendarbeit ist die Integration und die Verbesserung der Lebenswelt Jugendlicher. In Hinblick auf den öffentlichen Raum gilt es insbesondere, Prozesse der Aus- grenzung, Vorverurteilung und Stigmatisierung von Jugendlichen zu verhindern oder zu verringern. Entsprechend ist die Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz und Toleranz gegenüber Jugend und Jugendkultur und umgekehrt zu fördern. Ziel der Projekte ist, insbesondere die Zielgruppen der nicht an- gebundenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht- lingsstatus zu erreichen und diesen den Zugang zur Infrastruktur des Sozialraumes und damit der gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern (Heranführung an die Regelsysteme). Aufgrund der individuellen Multiproblemlagen der Zielgruppe ist eine individuelle Begleitung des Einzelnen nötig. Nachhaltiges Wirken und Veränderung von Verhaltensweisen und Ansichten durch eine frühzeitige Unterstützung der Kinder, Jugendlichen und Familien durch Beziehungsarbeit, Beratung, Information und Begleitung; Verbesserung der Integration in den Sozialraum und darüber hinaus ist ein weiteres Ziel. Eine Vernetzung und Einbindung in bestehende Strukturen vor Ort, zum Beispiel in die Jugendeinrichtung, den Sportverein und weiteren Einrichtungen wird zusätzlich angestrebt. Indikatoren  Anzahl der Kontakte differenziert nach Zielgruppen  Dokumentation der Themen von Jugendlichen und ihrer Bearbeitung  Zahl der Vermittlungen zu sonstigen unterstützenden A n- geboten / Kooperationspartnern  Zahl der Vermittlung in Qualifizierungsangebote oder Ausbildung  Vermittlung in bestehende Institutionen Kosten Für das Projekt im Sozialraumgebiet Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord werden folgende Kosten angesetzt: Personalkosten: 1 Stelle Projektleitung kleine und mittlere Projekte 86.460,00 € pro Jahr / 172.920,00 € für 2 Jahre Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 41 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sachkosten: Sachkosten enthalten Honorar- und Materialkosten 40.800,00 € pro Jahr / 81.600,00 € für 2 Jahre Gesamtkosten: 254.520,00 € Davon 2017: 127.260,00 € Davon 2018: 127.260,00 € Projektlaufzeit/ Zeitraum Laufzeit 24 Monate 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die kon- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnah- me Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kin- derinteressen und Jugendförderung Förderung ESF-Einzelprojekt Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Bemerkung Das mobile Angebot wird in enger Abstimmung mit den Akteuren im Sozialraum konzipiert. 42 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.7 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugendarbeit Köln im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg - Nord Inhalt Ausgangslage Die Abfrage bei Trägern der freien Jugendhilfe in der Stadt Köln zu Handlungsnotwendigkeiten im Handlungsfeld „Früh anse t- zende Hilfen“ hat als einen wichtigen Handlungsbedarf das Thema „Professionalisierung des Systems durch Qualifizierung“ ergeben. Dies gilt aufgrund der spezifischen Ausgangslage auch für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord. Dabei sind sowohl Setting -interne Qualifizierungsangebote i n- nerhalb der Kinder - und Jugendhilfe als auch Setting - übergrei- fende Angebote mit kooperierenden Syst emen wie Kita, Famil i- enzentren, Schule, Übergangssystem Schule / Beruf, Prävention als Bedarfe genannt worden. Entsprechende übergreifende Qualifizierungsangebote sind bi s- her nicht verfügbar, bieten aber große Chancen hinsichtlich der Optimierung von Präventionsketten durch besser aufeinander ausgerichtete Teilsysteme. Gleichzeitig soll über die Qualifizierungsoffensive ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit geleistet werden. Es sollen sowohl die vorhandenen Fachkräfte- potenziale ge stärkt und weiterentwickel t werden , als auch Au f- stiegsmöglichkeiten der Beschäftigen zu Fachkräften durch For t- bildungen verbessert werden. Projektbeschreibung Im Rahmen des Projektes soll eine Qualifizierungsoffensive re a- lisiert werden, die sozialräumliche Bezüge – hier für den Sozia l- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord – ebenso wie eine gesamtstädtische Ausrichtung umfasst. Die Qualifizierung s- inhalte lassen sich dabei i n fachübergreifende Themen (zum Beispiel Projektmanagement) u nd fachspezifische Inhalte (zum Beispiel Kindeswohl) unterscheiden. Um über die S etting-übergreifenden Qualifizierungen einen Be i- trag zur Stärkung der sozialräumlichen Präventionsketten zu e r- reichen, wird innerhalb des Curriculums ein Schwerpunkt in der Durchführung von Qualifizie rungen in den Sozialräume unter Einbeziehung der jeweils vor Ort aktiven Koop erationspartner liegen. Setting -interne Qualifizierungen werden zentral umg e- setzt. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 43 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Die Umsetzung des Projektes erfolgt in den folgenden Arbeit s- paketen:  Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes aller relevanten Akteure  Entwicklung eines bedarfsgerechten Qualifizierungsko n- zeptes  Umsetzung und Durchführung des Qualifizierungsko n- zeptes  Evaluierung der durchgeführten Qualifizierung Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt Köln im Integrierten Handlungskonzept Starke Veedel – Starkes Köln zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Sozia l- räumen.  Mülheim-Nord und Keupstraße sowie Buchheim und Buchforst  Meschenisch und Rondorf  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung der Qualifizierungsoffensive auf die weiteren Sozialräume:  Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil  Bickendorf, Westend und Ossendorf  Bilderstöckchen  Bocklemünd und Mengenich  Höhenberg und Vingst  Ostheim und Neubrück  Humboldt / Gremberg und Kalk Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitnah auf alle Sozialräume übertragen werden können. Die Übertragung auf alle 11 Sozialräume ist zwingend erforde r- lich, da angesichts der dezentralen, bezirklich ausgerichteten Strukturen der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in Köln nur so sichergestellt werden kann, dass das gesamte System und nicht nur einzelne Akteure qualifiziert werden. Mögliche Themenschwerpunkte der Qualifizierungsoffensive auf der Grundlage der Bedarfsabfrage:  Armutssensibles Handeln in der Offenen Kinder - und Ju- gendarbeit  Sprachförderung  Anerkennung und Sichtbarmachung Non-formaler Bi l- dungsprozesse  Interkulturelles Lernen  Netzwerken und Projektmanagement  Berufswahlorientierung in der Jugendarbeit  Primärpräventive Suchtberatung  Bewegung, Ernährung und Stressregulation in Kinder - 44 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und Jugendeinrichtungen  Digitalisierung und Medienpädagogische Präventionsa r- beit  Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung  Ökologische Bildung (zum Beispiel Urban Gardening)  Kulturelle Bildung  Inklusion Zielgruppe  Beschäftigte in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in Köln  Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Familienzentren  Lehrkräfte im Primar- und Sekundarbereich  Träger des Offenen Ganztags  Träger im Übergangssystem Schule / Beruf  Träger im Präventionsbereich Ziele Operative Ziele  Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verbesserung Übergangsmanagement –Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt Projektziele  Stärkung der vorhandenen Fachkräftepotenziale und Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit als Fachkräfte durch Fortbildungen  Kompetenzstärkung der handelnden Akteure durch Ve r- mittlung praxisrelevanter Fortbildungsinhalte  Stärkung der sozialräumlichen und g esamtstädtischen Präventionsstrukturen durch bessere Kenntnisse über die Arbeitsfelder benachbarter Professionen und damit ei n- hergehend weitere wissensbasierte Vernetzung aller A k- teure  Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Setting -internen und übergre i- fenden Qualifizierungen  Anzahl der Teilnehmenden  Relevanz der Qualifizierungsinhalte für die berufliche Pr a- xis (auf der Grundlage der Teilnehmenden-Befragung) Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 45 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Kosten für 11 Sozialräume Kosten für den Sozi- alraum Blumenberg, Chorweiler und See- berg-Nord pro Jahr 2 Jahre Stellen- anteile für den Sozial- raum anteilige Kosten Personalkosten 1 Stelle Koordination (Projektleitung kleine Projekte) 86.460 € 172.920 € 0,09 15.720 € 0,5 Stelle Assistenz 29.490 € 58.980 € 0,05 5.362 € Personalkosten gesamt: 231.900 € 231.900 € - 21.082 € Davon Haushaltsjahr 2017: 115.950 € - 10.541 € Davon Haushaltsjahr 2018: 115.950 € - 10.541 € Sachkosten Honorare Dozentinnen und Dozenten 22.500 € 45.000 € - 4.091 € Materialien für Fortbildungen 3.000 € 6.000 € - 545 € Raummieten für Fortbildungen 6.500 € 13.000 € - 1.182 € Sachausgaben gesamt: 64.000 € - 5.818 € Davon Haushaltsjahr 2017: 32.000 € - 2.909 € Davon Haushaltsjahr 2018: 32.000 € - 2.909 € Gesamtkosten Davon Haushaltsjahr 2017: Davon Haushaltsjahr 2018: 295.900 € 147.950 147.950 - 26.900 € 13.450 € 13.450 € Projektlaufzeit/ Zeitraum 2 Jahre / 24 Monate 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h- me. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie / Offene Kinder- und Jugendarbeit Förderung ESF Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. 46 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.12 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von J u- gendintegrationskursen im Sozialraum Blumenberg, Cho r- weiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Zunehmend reisen Jugendliche ab 16 Jahren neu zu, entweder als Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus oder vie l- fach aus Südosteuropa. In der Regel verfügen sie weder über Schulabschlüsse noch über die erforderlichen Deutschkenntni s- se, um Schula bschlüsse in absehbarer Zeit erreichen zu kö n- nen. Durch die geringen Deutschkenntnisse besteht darüber hinaus ein sehr erschwerter Zugang zu Praktikumsplätzen oder gar zum Arbeitsmarkt. In dem Sozialraum sind in 2013 / 2014 insgesamt 120 Jugendl i- che und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren neu z u- gewandert.4 Die Chancen auf kurzfristige Aufnahme in ein R e- gelsystem zur Verbesserung der Bildungs - und Berufsperspekti- ve sind der Zielgruppe entweder nicht kurzfristig möglich oder strukturell nicht zugänglich. Den persönlichen und gesellschaftl i- chen Folgen fehlender Perspektiven kann mit dem kurzfristig zugänglichen Angebot der Jugendintegrationskurse präventiv begegnet werden. Projektbeschreibung Der Zugang zu bestehenden Jugendintegrationskursen wird den Jugendlichen ermöglicht, die keinen Anspruch auf eine BAMF - (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geförderte Maßnahme haben, und nicht im Regelsystem Schule einen Platz finden. Zur Teilnahme erteilt das Kommunale Integrationszentrum (KI) Köln einen Guts chein für den Jugendintegrationskursträger, der en t- sprechend seine Kosten von circa 3.000 € pro Teilnehmendem abrechnet. Vorangegangen ist eine Einzelfallprüfung und - entscheidung durch das KI Köln. Bestehende Jugendintegrationskurse werden durch diese Ma ß- nahme für die beschriebene Zielgruppe geöffnet. Die Maßnahme ist ein wirksamer Teil der Präventionskette im Bereich (Aus-) Bildung und Beruf. In 3 obligatorischen Modulen á 300 Stunden werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Lage versetzt, m it der Sprache und den Lebensverhältni s- sen im Bundesgebiet so vertraut zu werden, dass sie ohne Hilfe 4 Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist in der Gesamtschau für den Sozialraum ein deutlicher Anstieg dieser Bevölkerungsgruppe zur verzeichnen. So sind 2015 insgesamt 308 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren nach Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord zu- gewandert. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 47 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ oder Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbstständig handeln können. Sie  werden durch fachliche Kenntnisse auf ein zukün ftiges Weiterlernen in einer schulischen oder beruflichen Bi l- dungseinrichtung oder in einem Betrieb vorbereitet  werden mit dem Ziel der Ausbildungs - und Berufsvorbe- reitung mit dem Schul - und Ausbildungssystem vertraut gemacht  erwerben und erweitern Allgemeinwissen zu verschiede- nen Bereichen des Lebens in Deutschland wie Gesun d- heitswesen, Alkohol- und Drogenprävention, Ein Orientierungskurs über 60 Stunden vermittelt Kenntnisse und Verständnis zu deutschen rechtsstaatlichen Zusamme n- hängen, Rechten, Pflichten und zu interkultureller Kompetenz. Während des Jugendintegrationskurses werden die Teilne h- menden durch Jugendmigrationsdienste und die Kursträger selbst beraten. Der Übergang in weiter führende Bildung und Ausbildung bzw. den Beruf soll nahtlos gesichert werden. Zielgruppe Neu Zugewanderte zwischen 16 und 25 Jahren ohne Anspruch auf BAMF- finanzierte Jugendintegrationskurse, die entweder im Programmgebiet wohnen, einen Jugendintegrationskurs bes u- chen können oder dort ihre sozialen Bezüge haben. Ziele Operatives Ziele  Neu geschaffene, bedarfsrechte Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätze Projektziel  Verbesserung der Integrationschancen in das Schul- und Ausbildungssystem und in den Arbeitsmarkt Indikatoren Zahl der von der Zielgruppe abgeschlossenen Jugendintegrati- onskurse Kosten Sachkosten Die Kosten für einen Jugendintegrationskurs belaufen sich akt u- ell auf 3,10 € / Stunden. Für 960 Stunden ergeben sich Gesamt- kosten von 2.976,00 € pro Kursplatz. Für 25 angestrebte Plätze / Jahr im P rogrammgebiet betragen die Projektkosten 74.400,00 € / Jahr, auf 2 Jahre sind dies 148.800,00 €. Personalkosten Mit der Projektabwicklung ist ein zusätzlicher Personalmehrb e- darf verbunden. Als Teilprojekt ergänzend zu den Programmg e- bieten Meschenich und Rondorf, Buchheim und Buchforst sowie 48 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Mülheim-Nord und Keupstraße entfallen 25 % einer halben Stel- le „Projektmitarbeit“ ( ½ von 74.940 ,00 € / Jahr) auf dieses Pr o- grammgebiet mit zusätzlich 9.367,00 € / Jahr und 18.735,00 € auf die Projektlaufzeit. Gesamtkosten 167.535,00 € Davon 2017: 83.767,50 € Davon 2018: 83.767,50 € Projektlaufzeit/ Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Fortführung über den 31.12.2018 hinaus ist möglich und grundsätzlich gewünscht. Eine Weiterentwicklung der Maßna h- me ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Ev aluationsergebnis der Maßnahme. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity, Kommunales Integrat i- onszentrum Förderung ESF B1.2 Armutszuwanderung ggf . als Einzelprojekte zur I n- tegration Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 49 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.16 Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und En t- wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialrä u- men; hier für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Die elf Sozialräume  Bickendorf, Westend und Ossendorf  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Höhenberg und Vingst  Ostheim und Neubrück  Mülheim-Nord und Keupstr  Buchheim und Buchforst  Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil  Meschenich und Rondorf  Bilderstöckchen  Bocklemünd / Mengenich  Humboldt / Gremberg und Kalk weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche B e- nachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedrigem s o- zialen Status und Multiproblemlagen. Viele j unge Menschen bis 27 Jahre werden aufgrund von ganz unterschiedlichen Problemen daran gehindert, eine eigene Lebensperspektive insbesondere im Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte z u gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten Ko n- takt zu anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv und a b- weisend. Oft werden auch Alkohol beziehungsweise illegale Dr o- gen konsumiert. Ursache eines solches Verhaltens können ps y- chiatrische sowie weitere Beeinträchtigungen oder Erkrankungen sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Dieses müsste aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schulischen oder beruflichen Planung berücksichtigt werden. Unter Umstä n- den wäre parallel (oder vorgeschaltet) eine Behandlung / Therapie erforderlich, um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff nehmen zu können. Diese jungen Menschen benötigen daher e i- ne gezielte Unterstützung von Menschen, die ihre Bedürfnisse erkennen, über sozialpsychiatrische Kenntnisse verfügen und eng mit dem psychiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten. Erfahrungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die in e i- nem sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine psy- chische Beeinträchtigung aufweise n, einen sehr niedrigschwell i- gen Zugang benötigen, um im Regelsystem anzukommen. Daher wird eine zugehende Hilfe benötigt. Der sozialpsychiatrische A n- satz hat dabei das Ziel, junge Menschen mit psychischen Probl e- men niedrigschwellig in ihren Alltagskompete nzen zu stärken, die 50 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Betroffenen langfristig in das Regelsystem anzubinden und den Übergang zu begleiten. Die aufsuchende Hilfe zeichnet sich dabei durch ein zugehendes und stark akzeptierendes Angebot aus, das immer dann erforde r- lich ist, wenn Komm -Strukturen einer Beratungsstelle nicht gre i- fen. In der Praxis bedeutet dies, dass die jungen Menschen übe r- wiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie häufig sozial z u- rückgezogen leben, keinen Peergroups angehören, weder die A n- gebote für Jugendliche und junge Erw achsene noch entsprechen- de Institutionen nutzen oder sich an bekannten Hotspots ihrer A l- tersgruppe in der Stadt aufhalten. Diese Situation ist auch im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord zu beobachten. Schnittstellen zu Regelangeboten und A nknüpfungsmöglich- keiten Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die Schulsoz i- alarbeit, sonstige städtische Einrichtungen, Jobcenter U25 und alle Akteure in den Sozialräumen vor Ort sind wichtige Kooperat i- onspartner, da sie häufig Hinweise auf die P ersonen der bedürfti- gen Zielgruppe erhalten oder in direktem Kontakt mit den Pers o- nen stehen (zum Beispiel Schulen, Kompetenzagenturen) Insbe- sondere bei vermuteten oder bestehenden psychiatrischen Pro b- lemlagen kann das hier dargestellte Angebot von den Kooperati- onspartnern hinzugezogen werden beziehungsweise eine Vermitt- lung erfolgen. Mit dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einzelfallbezog e- nen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, unter anderem wenn es um die Entwicklung einer beruflichen Perspektive geht. Sollte sich bei der Beratung eines Jugendlichen / jungen Erwachsenen durch das Jobcenter U25 eine sozialpsychiatrische Problematik abzeichnen, besteht im Rahmen der Kooperation die Möglichkeit, eine einzelfallbezogene Begleitung durch die hier darge stellte Maßnahme einzuleiten. Streetwork der Jugendhilfe (siehe auch Maßnahme 1.0.5) Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0.16 besteht die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus Kindern und J u- gendlichen, die sich an bekannten Hotpots aufhalten und sich dort mit Gleichgesinnten der Peergroup treffen. Daher sind im übe r- wiegenden Fall die Zielgruppe von Streetwork und die Zielgruppe des hier dargestellten Angebots nicht identisch. Wenn sich jedoch bei der einzelfallbezogenen Begleitung eines J ugendlichen / ju n- gen Erwachsenen im Rahmen von Streetwork eine sozialpsychiat- rische Problematik abzeichnet, besteht im Rahmen der Kooperat i- on beider Maßnahmen die Möglichkeit, dass die einzelfallbezog e- ne Begleitung entsprechend an die hier dargestellte Maß nahme übergeleitet wird. Gesundheitsamt Es gibt eine enge fachliche Kooperation des Angebots 1.0.16 mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes. Das Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 51 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Angebot 1.0.16 ergänzt das bestehende Regelangebot. Der Soz i- alpsychiatrische Dienst ist ein stadtweites Angebot, das Hilfen und Beratung für Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung nach dem ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG). vorhält (zum Beispiel in Kr i- sensituationen). Es handelt sich dabei in der Regel nicht um eine intensivierte und längerfristige Begleitung, sondern um eine situ a- tive Hilfestellung für ausschließlich erwachsene Menschen. Das hier neu benötigte Angebot richtet sich hingegen auch an minde r- jährige junge Menschen mit in der Alt ersphase benötigten spezifi- schen Hilfestellungen – sobald der Bedarf auftritt oder bekannt wird. In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu diesen jungen Menschen mit der beschriebenen Problematik überaus schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht b ewusst, dass gegebenenfalls psychische Problemlagen vorliegen. Daher sehen sie keinen Grund, einen Fachdienst wie den Sozialpsychiatrischen Dienst oder einen niedergelassene Fachärztin / einen Facharzt aufzus u- chen. Die Angehörigen nehmen die Situation meis t deutlicher wahr. Ihnen ist aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit und (in der Regel) fehlender Fachkenntnisse jedoch nicht möglich, die Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen zu motivi e- ren, aktiv Hilfe zu suchen. Meist vergeht sehr viel Zeit, so dass die Betroffenen erst viel zu spät Zugang zum Hilfesystem finden. In der Zwischenzeit ist unter Umständen keine gezielte Perspekti v- planung erfolgt oder Ausbildungs - oder Schulabbrüche passiert, da keine helfenden Maßnahmen begonnen worden sind. Ein e Er- fahrung, die sehr frustrierend für die jungen Menschen ist und im Zuge einer umfassenden Hilfeplanung vermieden werden kön n- ten. Die hier beschriebene Maßnahme, eine aufsuchende, speziell auf junge Menschen und schulische / berufliche Orientierung au s- gerichteten Hilfe mit einem besonders niedrigschwelligen Ansatz ist daher geeignet, einen Kontaktaufbau schrittweise einzuleiten. Darüber hinaus kann durch die Spezialisierung und den intensiven Kontakt zu Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobcenter U25 , wirksamere und zielgerichtete Hilfen angeboten werden. Aufgrund der Vernetzung des hier beschriebenen Angebots in den Sozia l- räumen und entsprechenden Institutionen wie zum Beispiel den Schulen, ist es unter anderem möglich, die betroffenen jungen Menschen überhaupt kennenzulernen. Dadurch kann frühzeitig präventiv eingeschritten und die Chronifizierung einer eventuell bestehenden Erkrankung vermieden werden. Projektbeschreibung Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsangebot, sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim Verla s- sen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellung mit anderen Menschen, die eine sehr akzeptierende und langsam aufbauende Hilfe notwendig macht und auf einer vertrauensvollen Beziehung beruht. 52 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfristig Anbindung an die Regelangebote. Dabei ist es von größter Wichtigkeit, dass dieser Prozess kontinuierlich verläuft und sich an den individuellen Bedürfnissen jedes Einzelnen orientiert. Beispielhafte Aufgabendarstellung  Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rahmen aufsuchender Tätigkeit  Entwicklung einer individuellen realistischen Perspektive, insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschäft i- gung, Ausbildung  Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf  Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen Instit u- tionen  Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen Rege l- systems Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig in Köln erprobt wird. Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter Projekte in anderen Städten, zum Beispiel „Achtung -Fertig-Los!“ in Velbert, mit ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden. Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre Ziele Operative Ziele  Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen  Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit bedarf s- gerechten Zugängen und Angebotsformen Projektziele  Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsge- rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeboten gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regelangeb o- te.  Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik wer- den individuelle Ziele mit der Perspektive beruflicher und / oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt.  Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angeboten wie zum Beispiel Veedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter, Schulsozialarbeit (siehe oben) wird der Übergang für die Betroffenen ins Regelsystem erleichtert.  Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen aus den elf Sozialräumen mit psychischen Problemlagen begleitet und je in mindestens ein Angebot vermittelt we r- den, das einen weiteren Schritt in Hinblick auf die berufli- che Perspektive bedeutet. Dieses Angebot kann je nach individueller Problemlage im gesundheitlichen, schul i- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 53 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ schen, ausbildungs -, qualifizierungs - und/oder berufsb e- zogenen Bereich liegen. Indikatoren  Anzahl erreichter und beratener Personen  Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen Kosten Personalkosten 2 Vollzeitkräfte (Sozialarbeit / Sozialpädagogik) jeweils für das links- und rechtsrheinische Köln, herausgehobene Projektmitarbeit 81.300,00 € x 2 = 162.600,00 € pro Jahr / 325.200,00 € für 2 Jah- re Kosten für die 11 Sozialräume: Sozialraum Anteil Personal- kosten in % im 1.Jahr in Euro im 2.Jahr in Euro gesamt Bickendorf, Westend und Ossendorf 15 24.390 24.390 48.780 Blumenberg, Chorwei- ler und Seeberg-Nord 15 24.390 24.390 48.780 Höhenberg und Vingst 10 16.260 16.260 32.520 Ostheim und Ne u- brück 5 8.130 8.130 16.260 Mülheim-Nord und Keupstr 5 8.130 8.130 16.260 Buchheim und Buc h- forst 5 8.130 8.130 16.260 Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 5 8.130 8.130 16.260 Meschenich und Ro n- dorf 5 8.130 8.130 16.260 Bilderstöckchen 10 16.260 16.260 32.520 Bocklemünd / Me n- genich 5 8.130 8.130 16.260 Humboldt / Gremberg und Kalk 20 32.520 32.520 65.040 Gesamt 100 162.600 162.600 325.200 Gesamtkosten: 325.200,00 € Davon Haushaltsjahr 2017: 162.600,00 € Davon Haushaltsjahr 2018: 162.600,00 € 54 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Gesamtkosten für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord: 48.780,00 € Davon Haushaltsjahr 2017: 24.390,00 € Davon Haushaltsjahr 2018: 24.390,00 € Projektlaufzeit / Zei t- raum 2 Jahre / 24 Monate 01.01.2017 bis 31.12.2018 Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt Förderung ESF Bemerkung Angabe des Fachamtes: Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit, nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begleitung ein. Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Me n- schen erreicht werden, die neben möglichen psy chosozialen Defi- ziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Menschen benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Angebot, da rein pädagogische Ansätze nicht mehr greifen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 55 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.17 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteilel- tern im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord Inhalt Ausgangslage Bildungsberatung ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgre i- che Entwicklung und Umsetzung von ressortübergreifenden Prä- ventionsketten und Strategien gegen Armut und soziale Ausgre n- zung, da sie Menschen zur Selbsthilfe und eigenverantwortlichen Lebensgestaltung befähigt. Bildungsberatung ist somit ein Schlüssel für die Verbesserung der Integration b enachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n- schaft. Dabei wird das Verständnis der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zugrunde gelegt, we l- che Bildungsberatung als eine Dienstleistung zur Unterstützung von Individuen jeden Alters bei Bildungs - Ausbildungs- oder Be- rufsentscheidungen definiert. (OECD, 2004) Anhand der sozio -ökonomischen Eckwerte im Sozialraum Bl u- menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord wird – wie auch in den weiteren zehn Kölner Sozialräumen – deutlich, dass der Bedarf an Angeboten zur Bildungs- und Sozialberatung über dem städt i- schen Durchschnitt liegt. Die Erfahrung zeigt zudem, dass insb e- sondere für den niederschwelligen Zugang entsprechende Ang e- bote in Form von einer Orientierungsberatung und Lotsenfunktion in Verbindung mit aufsuchender Beratung und Begleitung erfo r- derlich sind, damit bildungsbenachteiligte Menschen in prekären Lebenslagen erreicht werden. Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und niede r- schwelliger Bildungsberatungsansatz im Veedel geschaffen. Das Angebot bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelangebot. Projektbeschreibung Modul 1: Bildungsberatungszentrum Basierend auf den Erfahrungen des Bildungsberatungszentrums Mülheim wird zur nachhaltigen Verbesserung des Zugangs zu Bildungs(beratungs)angeboten für bildungsbenachteiligte Zie l- gruppen der Aufbau und Betrieb eines träger - und settingübe r- greifenden Bildung sberatungszentrums (BB -Zentrum) mit vier Standorten als zentrale „Anlaufstellen“ im Programmgebiet vo r- gesehen. Vorgesehen ist der Aufbau der Bildungsberatungszentren an fo l- genden vier Standorten:  Mülheim-Nord und Keupstraße - Buchheim und Buchforst  Meschenich und Rondorf 56 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg Nord - Bickendorf, Westend und Ossendorf - Bilderstöckchen - Bocklemünd / Mengenich  Höhenberg und V ingst - Ostheim und Neubrück - Hum- boldt / Gremberg und Kalk - Porz-Ost / Finkenberg / Gremberghoven und Eil Durch diese räumliche Verteilung ist die gute Erreichbarkeit für alle Sozialräumen sichergestellt. Nach Priorisierung der zentralen Beratungsanliegen in Form einer Orientierungsberatung durch die Beratenden (zum Beispiel Kita / Schule, Ausbildung, Fam ilie, Gesundheit, Arbeit) begleiten die Stadtteileltern dann bei der Kontaktaufnahme mit den Unterstü t- zungsstrukturen des Regelsystems, übersetzen und helfen beim Ausfüllen von Formularen. Die zentralen Beratungsinfrastrukturen profitieren dabei von den Zugängen der Stadtteileltern in bestimmte Communities / Zie l- gruppen und den Ressourcen für Begleitung und Übersetzungen. Die Stadtteileltern profitieren von dem Erfahrungsaustausch mit den Beratenden und der Anbindung an eine zentrale Infrastruktur, die auch von ihnen genutzt werden kann. Gleichzeitig können Beratende und Stadtteileltern einzelfallbez o- gene Fragen gemeinsam klären und gemeinsam Fortbildungen wahrnehmen. Grundprinzipien des BB-Zentrums  Die Arbeit des BB -Zentrums ist vernetzt mit den releva n- ten Akteuren im Einzugsbereich, auf gesamtstädtischer, Landes- und Bundesebene  Beratung ist kostenlos für Ratsuchende  Beratungsformen sind Präsensberatung, telefonische B e- ratung, Online Beratung sowie aufsuchende nie d- rigschwellige Beratung durch Stadtteileltern  Beratende sind fachlich qualifiziert und nehmen an einem Weiterbildungsprogramm teil  Beratung erfolgt trägerneutral und qualitätsgesichert  Öffnungszeiten sind zielgruppenorientiert  Zugangswege sind niederschwellig  Datenschutz ist sichergestellt  Zugang ist möglichst barrierefrei  Gender Mainstreaming und interkulturelle Mainstreaming - Prinzipien werden in der Beratung angewandt Organisationsstruktur Ein BB-Zentrum ist in gut erreichbarer Lage an zentrale Verso r- gungsstrukturen und Bildungssettings ( Familienzentren, Gan z- tagsschulen, Jugendeinrichtungen, Bezirksrathäuser, Bürgerze n- tren) angebunden. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 57 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Durch die Anbindung an bestehende Infrastrukturen werden S y- nergieeffekte genutzt und eine bestmögliche Erreichbarkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt. Das BB -Zentrum ist von seiner Konzeption her als offene Se r- vice-Infrastruktur angelegt, in der Beraterinnen und Berater Ber a- tungsanfragen an die jeweils fachkompetenten Stellen vor Ort oder auf gesamtstädtischer Ebene weiterleiten. Der Lotsenf unkti- on kommt eine hohe Bedeutung zu und durch die Klärung von Beratungsanliegen wird die Funktion einer Orientierungs - oder Erstberatung nach dem Subsidiaritätsprinzip erfüllt. Zu Fragestellungen, zu denen bisher keine oder nicht ausre i- chende Beratungsin frastrukturen verfügbar sind, erbringen die BB-Zentren selber die erforderlichen Beratungsleistungen. Ziel ist es, ein umfassendes Bildungsberatungsangebot entlang der Lebensbiografie für alle Bewohnerinnen und Bewohner vo r- zuhalten. Als Stammpersonal sind in jedem BB -Zentrum 1,5 bis 2 feste Beratende tätig. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch Hono- rarkräfte. Alle Kooperationspartner verpflichten sich zur Einha l- tung von Mindest -Qualitätsstandards in der Beratung entspr e- chend den Vorgaben des Kölner Netzwerkes Qualität in Beratung (QiB Köln). Im Rahmen eines Qualitätsmanagements werden Beratungen dokumentiert und bewertet, Kunden befragt und Fortbildungen sowie Zertifizierungen ermöglicht. Dies bildet die Grundlage für ein Monitoringsystem, welches als Fr ühwarnsystem eingesetzt wird. Es ist geplant, einen Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Köln, Beratungsstellen, Wissenschaft und Wirtschaft zur Begleitung die Arbeit des BB-Zentrums einzurichten. Das BB-Zentrum bietet durch die Bereitstell ung einer räumlich / technischen Infrastruktur einen infrastrukturellen und organisat o- rischen Rahmen für die folgenden Setting übergreifenden Han d- lungsfelder.  (Aufsuchende) Bildungsberatung entlang der Bildungske t- te  Frühkindliche Bildung  Jugendhilfe/ Offene Kinder- und Jugendarbeit  Familienbildung  Weiterbildung und Qualifizierung  Beratung zur beruflichen Entwicklung  Beratung zu Grundbildung und Alphabetisierung  Beratung zu Sprachförderung  Beratung von südosteuropäischen Armutszugewanderten  Gesundheitsbildung und Prävention Kooperationsstrukturen für folgende Arbeitsschwerpunkte sollen in der ersten Projektphase etabliert werden: 58 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Schullaufbahnberatung  Übergang Schule / Beruf und Studium  Ehrenamt und Seniorenbildung  Beratung für Soziales (Leistungsbezug, Wohnen, Schul d- nerberatung) Modul 2: Stadtteileltern Eine Besonderheit des BB -Zentrums ist die Einbindung des Tei l- projektes „Stadtteileltern“, durch das die Sicherstellung nie d- rigschwelliger Zugänge in die Zielgruppen gewährleistet wird. Hierfür werden die bestehenden „Stadtteilmütter -Projekte“ zu einem Stadtteileltern-Projekt weiterentwickelt. Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 wird sich an den beiden folgenden Prinzipien orientiert:  Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrationshi n- tergrund  Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilväter Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weiterentwic k- lung der bisherigen Stadtteilmütter -Projekte in ein dreistufiges Qualifizierungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit durch Arbeitsmarktintegration:  Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteilvater Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die VHS Köln und hat einen zeitlic hen Umfang von 6 Monaten und circa 20 Unterri chtseinheiten / Woche. Vermittelt werden Kenntnisse in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales sowie Basiswissen in der Beratung. Die Stad t- teileltern unterstützen Familien in Fragen zu diesen Th e- men und fungieren als Lotsen zu Fachberatungsstellen und dem Regelsystem.  Praxiseinsatz als Stadtteileltern (18 bis 24 Monate) Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über Fö r- dermöglichkeiten ihrer Kinder in der Schule, nennen A n- sprechpersonen für eine familiäre Unterstützung und b e- raten bei gesundheit lichen Themen oder beim Übergang Schule und Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel praktische Integrationsarbeit  Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den ersten Arbeitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen Menschen o Haushaltsnahe Dienstleistungen o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen für Demenzkranke o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Ei n- satz in einer Offenen Ganztagsschule o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ P a- tientenlotsin Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 59 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtteileltern durch kooperierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei ein i- ge Sozialräume für das Stadtteileltern -Projekt zusammengefasst werden. An diese vier Standorte werden die acht Stadtteilelter n- projekte, d ie von Trägern vor Ort koordiniert werden, angebu n- den, so dass eine Kombination aus „Komm“ -Strukturen und au f- suchender Arbeit realisiert wird. Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den Stadtteileltern werden Beratungs- und Begleitungsangebote wirk- sam miteinander verbunden. Es ist geplant, dass die Universität zu Köln / Humanwissenschaft- liche Fakultät wird das Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich unter der Fragestellung begleiten, welche Auswirkungen der Ei n- satz von St adtteileltern auf Wissensbestände und Verhalten s- muster der begleitenden Familien hat. Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den bestehenden Strukturen Das Projekt etabliert eine Verweis - und Lotsenstruktur, durch die der Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft gestärkt wird und Menschen, die bisher Beratungsangebote in den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureiche n- dem Maße in Anspruch genommen haben, an diese Strukturen herangeführt werden. Das Projekt schließt i nsbesondere mit seinen aufsuchenden und dezentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamtstädtischen Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukt u- rellen Ebene durch die Einbindung der beratenden Einrichtungen niedrigschwellige quartier sbezogener Beratungsnetzwerke, die auf Dauer angelegt sind. Die enge Kooperation mit den Projekten Grundbildung im Veedel (vergleiche Projektnummer 1.0.20), Familienbildung sowie den Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen und Bildung s- trägern im Programmgebiet ist wesentlicher Projektbestandteil. Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratung s- netzwerken wie z.B. Netzwerk früher Hilfen, NEIS, AK Vernetzte Beratung, Netzwerke der Weiterbildung, et cetera. Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  Erwachsene  Familien  Kinder und Jugendliche Ziele Operative Ziele  Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 60 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Schule, Beruf, Arbeitsmarkt  Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätze Projektziele Mit dem BB-Zentrum (Modul 1) soll im Programmgebiet eine tr ä- ger- und projektübergreifende Beratungsinfrastruktur aufgebaut werden, um so benachteiligte Sozialräume und bildungsbenach- teiligte Bewohnerinnen und Bewohner, besonders von Armut B e- troffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen, zu stabilisieren und zu unterstützen. Im Themenkomplex „Stadtteileltern“ (Modul 2) stehen zudem fo l- gende Ziele im Vordergrund:  Verbesserung der Bildungs - und Entwicklungschancen von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten F a- milien  Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskompe- tenzen von Eltern in den durch Stadt teileltern unterstütz- ten Familien  Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteileltern Das Projekt schließt mit seinen Beratungsangeboten Lücken in der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infr a- strukturellen Ebene durch die Schaffung ni edrigschwelliger quar- tiersbezogener Unterstützungsstrukturen, die auf Dauer angelegt sind. Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) formu- lierten Zielsetzung „Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n- schaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. Indikatoren  Anzahl der erfolgten Beratungen  Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht, Al- ter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stellen  Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen  Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen  Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Familien  Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltenswe i- sen bei den unterstützten Familien (Erziehungskomp e- tenz, Orientierungswissen, Integration)  Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Stad t- teileltern Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 61 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Projektlaufzeit / Zeitraum Projektlaufzeit Kölner Bildungsberatungszentrum: 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2019 Projektlaufzeit Stadtteileltern: 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2019 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationserge bnis der vorgesehenen Maßna h- me. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit Amt für Ki n- der, Jugend und Familie Förderung EFRE Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. 62 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Teilprojekt Stadtteileltern werden durch eine Stiftung bereitgestellt. Eine schriftliche Finanzierung s- zusage liegt vor. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 63 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.19 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Sch u- len im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganz- tags im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg - Nord Inhalt Ausgangslage Die Familie ist für jedes Individuum die erste und gleichzeitig nachhaltigste Sozialisationsinstitution. Als zentraler Ort des Au f- wachsens und der Identitätsbildung stellt sie für Kinder den g e- sellschaftlichen Mikrokosmos kultureller Leitbilder dar. Jeder Mensch erfährt in der Familie soziale Normen, Geborgenheit und intensive Beziehung. Familie symbolisiert den Wunsch nach persönlichem Glück. Jeder Mensch hat eine Familie, jeder braucht sie von Geburt an bis ins hohe Alter. Bislang wurden keine vergleichbaren Ansätze auf gesamtstädt i- scher Ebene realisiert. Das Projekt wurde in der AG § 78 SGB VIII Familienbildung entwickelt. Projektspezifische Einwohnerdaten der Jugendhilfeplanung (Stand 31.12.2014) begründen den räumlichen Bedarf: Chorweiler  Einwohner: 6.323  0 – 3 Jährige: 239  3 – 6 Jährige: 220  6 – 10 Jährige: 281  10 – 15 Jährige: 351  0 – 15 Jährige: 1.091  Einwohnerinnen und E inwohner mit Migrationshinte r- grund: 4.994  Haushalte mit Kindern: 730  Alleinerziehende: 256  Arbeitslosenquote insgesamt: 26,3 % Seeberg-Nord  Einwohner: 8402  0 – 3 Jährige: 278  3 – 6 Jährige: 311  6 – 10 Jährige: 403  10 – 15 Jährige: 497  0 – 15 Jährige gesamt 1.489  Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshinte r- grund: 6.509  Haushalte mit Kindern: 1.048  Alleinerziehende: 260  Arbeitslosenquote: 16,3 % 64 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektbeschreibung Eingebettet in lokale Strukturen wird ein breit gefächertes Unte r- stützungssystem aufgebaut, das Familien fördert und aktiviere n- de Impulse im Gemeinwesen setzt. Damit werden sowohl Bi l- dungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern gefördert als auch Eltern und Familien unterstützt. Unabhängig von der sozialen und kulturellen Herkunft werden allen Kinder und Jugendlichen positive Zukunftschancen eröf f- net. Bildung und Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und i h- ren Eltern werden von Geburt bis zur Ausbildung gefördert. Je- des Kind soll körperlich und seelisch gesund im Arbeitsleben ankommen. Es wird eine Präventionskette (weiter-)entwickelt, die bereits be- stehende Maßnahmen und weitere notwendige Maßnahmen einschließt und miteinander verbindet. Mit dieser Prävention s- kette werden Schutzfaktoren gefördert und Risikofaktoren ve r- mindert. Die Präventionskette muss die verschiedenen Stationen und Einflussfaktoren in der Entwicklung der Kinder in den Blick nehmen: Risikoanfällig sind vor allem Übergänge zwischen den einzelnen Lebens- und Erziehungsphasen (Transitionen). Hier setzen die Familienbildungsangebote an. Methoden Offene Sprechstunden, Eltern -Kind-Kurse, Elternkompetenztrai- nings, Elternseminare, Elternca fés, Nachbarschaftshilfen und haushaltsnahe Dienstleistungen, Elternbildungsprogramme „Griff bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack in der Grundschu- le“, FuN (Familie und Nachbarschaft) sowie Qualifizierungen für Erzieherinnen, Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen im offenen Ganztag. Durchgeführt werden die Projekte von Mitarbeiterinnen der F a- milienbildung, die eine Zusatzqualifikation zur Eltern begleiterin (Elternchance II) erfolgreich abgeschlossen haben und qualif i- ziert wurden, niederschwellige auch aufsuchende Zugänge zu Familien zu erschließen, die bisher von Angeboten der Famil i- enbildung nur selten erreicht werden konnten. Ebenso verfügen sie über interkulturelle Kompetenz mit den besonderen Schwe r- punkten:  Elternkompetenz stärken: Bedeutung von Bildung, indiv i- dueller Förderung und Bildungsverläufen vermitteln  Bildungsoptionen eröffnen: Angebote zur Bildungsbegle i- tung und -beratung einrichten  Schulwahl begleiten: Eltern bei diesen Entscheidungen Information anbieten  Diagnose stellen: Fähigkeiten von Kindern einschätzen und nach Bedarf Familien an andere Dienste vermitteln  Zusammenarbeit verbessern: Erziehungs - und Bildung s- partnerschaften zwischen Familien und Fachkräften in Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 65 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kinderbetreuung und Schule fördern  Innovative Familienbildung etablieren: neue Formen und Inhalte der Eltern- und Familienbildung einrichten  Netzwerke bilden: Zusammenarbeit mit anderen eltern - und kindbezogenen Einrichtungen stärken Die Angebote werden bei Bedarf bei interkultureller Zusamme n- setzung der Teilnehmenden mit einer Doppeldozentur (mutte r- sprachliche Fähigkeiten und Deutsch) durchgeführt, um sprachl i- che Barrieren und Kommunikationshindernisse z u minimieren. Die Angebote „Griff bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack in der Grundschule“ basieren auf dem peer -to-peer Ansatz, die Evaluation der Angebote belegt ihre Wirksamkeit. Diese drei A n- gebote werden in enger Abstimmung mit dem KI (Kommun ales Integrationszentrum) als Fachdienststelle durchgeführt. Ein wichtiger Aspekt bei den Angeboten für Familien ist die g e- genseitige soziale Unterstützung, die Erfahrungen der gemei n- sam verbrachten (Lern -) Zeit und der Austausch im Rahmen e i- ner geschützten Gruppe. Dienste und Angebote werden gebündelt, die Familien dringend benötigen. Hierzu zählen Bildung, Erziehung und Betreuung. Ein Beispiel für die Umsetzung der Präventionskette in Absprache mit der Sozialraumkoordination: Angebote für Schwangerschaft, Geburt, Mutterschutzzeit  Ganzheitliche Geburtsvorbereitung  Begleitung bei der Geburt und Nachsorge Angebote im 1. Lebensjahr  Babynest  Elterncafé 1. Lebensjahr  Elternstart NRW  Guter Start mit Baby ( haushaltsnahe Dienstleitung) Angebote im 2. bis 6. Lebensjahr  Elterncafé  Griffbereit  Gesund aufwachsen  Rucksack in der Kita  Eltern-Kind-Gruppen  Elternbegleiterinnen (Elternchance II) Angebote im 6. bis 10. Lebensjahr  Elternbegleiterinnen (Elternchance II)  Rucksack in der Grundschule  Elterntraining (starke Eltern-starke Kinder, FuN)  Eltern-Kind-Gruppen Angebote ab 10 Jahre  Elterncafés  Elterninformationsabende  Elterntrainings  Elternwerkstätten 66 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Elternbegleiterinnen (Elternchance II) Die Projekte sind mit der Sozialraumkoordination vorabbespr o- chen. Über Familienzentren und Kitas, die bereits am Programm „Rucksack“ teilnehmen hinaus, bestehen im Sozialraum bereits Kontakte zu folgenden Einrichtungen, mit denen im Projekt k o- operiert werden soll:  Kindernöte e.V. (Träger KIWI und Netzwerk frühe Hilfen – Familienhebamme)  Zentrum für Frühförderung Stadt Köln  Familienberatung  pro familia  Sozialdienst Kath. Männer  Interkulturelle Zentren Deutsch-Türkischer Verein e.V.  Phönix e.V.  FIZ e.V.  Familienzentren Soldiner Straße, Further Weg, Montesso- ristraße, Saalestraße, Paul-Löbe-Weg  Kita Allerstraße und Kita Abendrothstraße Darüber hinaus sollen weitere Kooperationspartner gewonnen werden. Die Organisationsstruktur des Projektes gliedert sich in drei B e- reiche: Steuerung im Fachamt, im Sozialraum und Umsetzung im Sozialraum Zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung und Abwicklung des Moduls ist es notwendig, in einer Organisation s- einheit die administrativen Aufgaben des Projektes zu bündeln und den Informationsfluss zu sichern. Die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt wird koordiniert und das Projekt nach außen vertreten. Zu diesen Aufgaben zählen die Geschäftsführung für das Projekt:  Mittelbewirtschaftung  Vergaben  Verträge  Controlling  Evaluation  Dokumentation, Erstellen von Zwischen - und Endb erich- ten  Koordination von Arbeitsgruppen  Vertretung des Projektes nach außen  Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt Zielgruppe  Kinder  junge Erwachsene in der Familiengründungsphase  Mütter und Väter in prekären Lebenslagen  Bezugspersonen und Nachbarschaften Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 67 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ziele Operative Ziele  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt Projektziele  Neue bedarfsgerechte Angebotsstrukturen entwickeln un- ter Berücksichtigung bewährter evaluierter Ansätze  Bei den gesetzten Zielen muss berücksichtigt werden, dass Familien eine heterogene Zielgruppe sind, die sich differenziert durch eine Vielfalt von divergierenden Bi l- dungsbarrieren, Partnerschaftskonstellationen, ethn i- schen Abstammungen und unterschiedlichen ökonom i- schen Grundlagen unterscheiden. o Entwicklung einer förderlichen Beziehung zwischen E l- tern und Kindern o Entwicklung einer Erziehungspartners chaft zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. o Vermittlung von Kompetenzen, die Erwachsene und Kinder brauchen, um unter den gegenwärtigen Bedi n- gungen von Gesellschaft, Arbeit und Kindheit „Familie zu leben“ und die mit Familie verbundenen Aufgaben sicher, gelassen und mit Freude zu erfüllen. o Aktivierung und Beteiligung von Eltern Deswegen wird die Beteiligungsbereitschaft der Eltern an den Bildungs - und Erziehungsprozessen ihrer Ki n- der gefördert. Es entsteht für die Familien eine sichtbare Verbindlic h- keit und Verlässlichkeit der Angebote: Niederschwell i- ge familienstärkende und – unterstützende Angebote und Hilfen für Eltern, Kinder und Jugendliche aller A l- tersstufen. o Gesundheitsförderung Die Familie ist der früheste und aussichtsreichste Ort für die P rägung gesundheitsrelevanter Verhaltenswe i- sen. Sie ist ebenso der Ort, an dem Fehlentwicklungen erkannt und alternative Lösungen entwickelt werden können. Vor diesem Hintergrund trägt die Gesun d- heitsförderung zu einer positiven Veränderung der L e- bensqualität von Familien bei, unterstützt die Entwic k- lung eines ganzheitlichen Körper -bewusstseins und ermutigt, neue Handlungsalternativen umzusetzen. o „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Information, Unterstützung und Begleitung Indikatoren  Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,  Anzahl der durchgeführten Angebote,  Evaluation durch regelmäßige Teilnehmerbefragung 68 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Personalkosten 1 Stelle Projektleitung großer Projekte 93.540,00 € pro Jahr / 187.080,00 € für 2 Jahre Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden pro Woche: 23.985,00 € pro Jahr / 47.970,00 € für 2 Jahre 1 Stelle herausgehobene Projektmitarbeit 81.300,00 € pro Jahr / 162.600,00 € für 2 Jahre Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden 20.846,00 € pro Jahr / 41.692,00 € für 2 Jahre 1 Stelle Assistenz 58.980,00 € pro Jahr / 117.960,00 € für 2 Jahre Bei einem Stundenumfang von 10 Stunden pro Woche: 15.123,00 € pro Jahr / 30.246,00 € für 2 Jahre Personalkosten gesamt: 59.954,00 € pro Jahr / 119.908,00 € für 2 Jahre Davon Haushaltsjahr 2017: 59.954,00 € Davon Haushaltsjahr 2018: 59.954,00 € Sachausgaben Sachkostenbudget Marketing / Öffentlichkeitsarbeit (ggf. über Querschnittsbudget) 6.250,00 € pro Jahr / 12.500,00 € für 2 Jahre Programmkosten 5 Angebote pro Jahr Kosten je Angebot durchschnittlich insgesamt 6.820,00 € 6.620,00 € Honorarkosten 200,00 € Materialkosten Honorarkosten 33.100,00 € pro Jahr / 66.200,00 € für 2 Jahre Materialkosten 1.000,00 € pro Jahr / 2.000,00 € für 2 Jahre Kosten insgesamt 34.100,00 pro Jahr / 68.200,00 € für 2 Jahre Davon 2017: 34.100,00 € Davon 2018: 34.100,00 € Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 69 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Gesamtkosten 100.304,00 € pro Jahr / 200.608,00 € für 2 Jahre Davon 2017: 100.304,00 € Davon 2018: 100.304,00 € Projektlaufzeit/ Zeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2018 (24 Monate) Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h- me. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Ki n- derinteressen und Jugendförderung Förderung ESF-Einzelprojekt Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Bemerkung Im Bereich früher Hilfen und der Bekämpfung von Armut werden die Angebote mit den Akteuren im Sozialraum zielgruppen- spezifisch nach Bedarf entwickelt , soweit sie nicht bereits im Vorfeld abgestimmt wurden. 70 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.20 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozialraum Bl u- menberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Aktuellen Studien zufolge leben in Köln mehr als 100.000 funkti o- nale Analphabetinnen und Analphabeten (circa 16 % der Deutsch sprechenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.) Davon sind maximal fünf von hundert als Lernende in Alphabetisierungsku r- sen angemeldet. Die Erfahrung zeigt, dass erfolgreiche Präve n- tions- und Interventionsstrategien heterogene Zielgruppen und Problemlagen berücksichtigen müssen, wobei Grundbildung eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist, die nicht nur im Alphakurs stattfindet. Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersb e- zogener und niederschwelliger Ansatz geschaffen. Das Angebot bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelangebot. Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Köln, die Universität zu Köln und die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. im Sommer 2014 das Kölner Zentrum für Grundbildung und Prävention ins Leben gerufen. Die Arbeitsschwerpunkte des Zentrums sind:  Netzwerkarbeit unterstützen  Angebotsstrukturen weiterentwickeln  Zugangswege erschließen und systematisch nutzen  Präventionsstrategien etablieren Arbeitsgrundlage sind die Empfehlungen des Landesbeirates für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein -Westfalen zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung, wobei im Ra h- men des Projektes „Gemeinsam für Grundbildung im Veedel“ die folgenden Empfehlungen von besonderer Bedeutung sind:  „Eine Grundbildungsoffensive zu initiieren  Grundbildung als Aufgabe von Schule zu fokussieren  Ressortübergreifendes Einbeziehen von Familie, vorschu- lischen Einrichtungen, Schulen, Arbeitswelt, Verbrauche r- schutz und politischer Bildung  Neue Zugänge und Formate zu ermöglichen…“ Es ist davon auszugehen, dass in den 11 Kölner Sozialräumen und damit auch im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ der Anteil der funktionalen Analphabeten noch einmal deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegt. Auch wenn hinsichtlich der Korrelation zwischen Grundbildung s- defiziten und wirtschaftlicher, politisch-kultureller und gesundheit- licher Benachteiligung die Datenlage noch nicht befriedigend ist, zeigen vorliegende aktuelle Studien, dass Grundbildungsdefizite in einem zirkulären Wirkungszusammenhang Ursache und Folge Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 71 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ dieser Benachteiligungsformen sind. So weist die leo. – Level-One Studie (leo. -Studie) zur Literalität von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus deutliche Übereinstimmungen zwischen wirtschaftlicher Benachteiligung und funktionalem Analphabetismus auf, andere Studien kommen für politisch -kulturelle und gesundheitliche Benachteiligung und Grundbildungsdefizite ebenfalls zu stark ausgeprägten Zusa m- menhängen („Literacy changes Lives" des National Literacy Trust, 2008). Funktionaler Analphabetismus „ist gegeben, wenn die schrif t- sprachlichen Kompet enzen von Erwachsenen niedriger sind als diejenigen, die minimal erforderlich sind und als selbstverstän d- lich vorausgesetzt werden, um den jeweiligen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden und gesellschaftliche Teilhabe zu garantieren.“ (Q: Alphabund 2010) Aktuelle Studien wie LEO Level One (2011) und PIAAC (2012) sehen dabei eine hohe Korrelation zwischen fehlenden grundl e- genden Kompetenzen und Arbeitslosigkeit / SGB II-Bezug, prekä- ren Lebensverhältnissen, Überschuldung, Armuts - und Kran k- heitsrisiko und Bildungsbenachteiligung in Familienstrukturen. Dabei ist, ähnlich wie bereits bei PISA, das erzielte Kompetenzni- veau in hohem Maße abhängig von der sozialen Herkunft. Projektbeschreibung Aufgabenverständnis: Durch die Verbindung von Praxis und Forschung im Bereich Grundbildung und Prävention soll die gemeinsame Entwicklung und kontinuierliche Bewertung der Wirkung von Interventionen ermöglicht und Grundbildungsarbeit als partizipativ geplante Hilfe zur Selbsth ilfe und effektive und effiziente Intervention etabliert werden. Grundbildung umfasst in unserem Verständnis „Kompetenzen in den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilh a- be, wie Rechenfähigkeit (Numeracy), Grundfähigkeiten im IT - Bereich (Computer Literacy), Medienkompetenz (Media Literacy), Gesundheitsbildung (Health Literacy), Finanzielle Grundbildung (Financial Literacy) und Soziale Grundkompetenzen (Social Lit e- racy).“ (Q: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2012) Damit ist Grun dbildung eine Fähigkeit, die über die Lese - / Schreibkompetenzen hinausgeht, diese aber beinhaltet: Basierend auf den Erfahrungen der langjährigen Alphabetisi e- rungs- und Grundbildungsarbeit der VHS Köln und der Projekte PAGES und CURVE, die im Rahmen des B undesprogramms alphabund umgesetzt wurden, wird angestrebt, als Heranfü h- rungsstruktur zu den klassischen Alphabetisierungskursen und unter Bezugnahme auf den oben zitierten umfassenden Grun d- bildungsbegriff, sozialräumlich verortete Grundbildungsa ngebote zu den Themen 72 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Lese- und Schreibkompetenzen (Literacy)  Rechenfähigkeit (Numeracy)  Grundfähigkeiten im IT-Bereich (Computer Literacy),  Medienkompetenz (Media Literacy)  Gesundheitsbildung (Health Literacy)  Finanzielle Grundbildung (Financial Literacy)  Soziale Grundkompetenzen (Social Literacy) zu entwickeln und umzusetzen. Umsetzung: Die Umsetzung des Projektes erfolgt in allen 11 Kölner Sozia l- räumen, da die Bedarfslagen in Bezug auf verbesserte Grundbi l- dungskompetenzen vergleichbar sind. Dabei wurde der im Mo nitoring Stadtentwicklung der Stadt Köln verwendete Index „Soziale Lage“ zu Grunde gelegt, der für die 11 Kölner Sozialräume besondere Handlungserfordernisse im g e- samtstädtischen Vergleich ausweist. Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie de r Stadt Köln im Integrierten Handlungskonzept Starke Veedel – Starkes Köln zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Sozia l- räume.  Mülheim-Nord und Keupstrraße sowie Buchheim und Buchforst  Meschenich und Rondorf  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung des Angebotes auf die weiteren Sozialräume:  Bickendorf, Westend und Ossendorf  Bilderstöckchen  Bocklemünd / Mengenich  Höhenberg und Vingst  Humboldt / Gremberg und Kalk  Ostheim und Neubrück  Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse ze itnah auf alle Sozialräume übertragen werden können und Strategien der Tei l- nehmendengewinnung und Formatentwicklung zunächst in einer Teilgruppe erprobt werden können, bevor sie in der Fläche u m- gesetzt werden. Geplante Vorgehensweise  Gewinnung von Lernenden für Grundbildungsangebote  T 0 -Befragung: Erhebung der vorhandenen Wissensb e- stände und Verhaltensweisen der Lernenden  Entwicklung von modularen Curricula für die unterschie d- lichen Literacy-Dimensionen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 73 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Umsetzung der Curricula in Kursen in den jeweiligen S o- zialräumen des Programmgebietes  T 1 -Befragung: Veränderung der Wissensbestä nde und Verhaltensweisen der Lernenden  Erarbeitung von Handreichungen für Dozentinnen und Dozenten als Grundlage einer Übernahme der Curricula - Inhalte in den Regelbetrieb wie zum Beispiel in Alphabeti- sierungskurse und in beschäftigungsfördernde Maßna h- men Abgrenzung des ESF -Einzelprojektes zu den Programmen der ESF-Förderung Ausschlaggebend für das Vorhaben ist die Tatsache, dass über die bestehenden Alphabetisierungskurse nur max imal 5 % der funktionalen Analphabeten erreicht werden. Gründe hierfür liegen u nter anderem in den zentralen Angebot s- strukturen, umfangreichen Curricula, Mindestteilnehmendenza h- len sowie verfügbaren Lernorten und Lernzeiten. Das Projekt „Grundbildung im Veedel“ ist den klassischen Alph a- betisierungskursen als  niedrigschwelliges  dezentrales  inhaltlich differenziertes Grundbildungsangebot vorgeschaltet und dient der Heranführung der Lernenden an die Regelstrukturen durch neue Angebote. Diese Angebote unterscheiden sich in Umfang und Format deu t- lich von Alphabetisierungskursen im Regela ngebot, da sie bei geringem Umfang der Lerneinheiten modular aufgebaut sind und darauf abzielen, kurzfristige Lernerfolge zu vermitteln. Grundbi l- dungsangebote bieten eine Brücke, um auch wieder Zugänge zu Angeboten der Regelsysteme zu finden, etwa das Nachholen von Schul- oder Berufsabschlüssen oder die Teilnahme an Ber a- tungs- und Bildungsangeboten. Erreichung der Zielgruppen Die Gewinnung der Teilnehmenden erfolgt durch eine enge K o- operation mit den sozialräumlichen Strukturen vor Ort, die gleic h- zeitig auch als Lernorte in das Projekt eingebunden werden. B ei- spielhaft seien hier genannt:  Kitas / Familienzentren  Schulen  Jugendeinrichtungen  Bürgerzentren  Migrantenorganisationen, zum Beispiel Moscheevereine  Interkulturelle Zentren  Beratungsinfrastrukturen vor Ort Weitere Zugangsstrukturen und Lernorte werden im Projekt ide n- tifiziert und für die Grundbildungsarbeit aktiviert. 74 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Des Weiteren erfolgt eine Kooperation mit Stadtteileltern - und Integrationslotsen-Projekten, um Teilnehmende für die Kursa n- gebote durch aufsuchende Strukturen zu gewinnen. Ergänzt wird die die Teilnehmendengewinnung durch eine enge Kooperation mit Kölner Beratungsservice und Kölner Veedelscen- ter (KVC), den Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen und Bildungsträgern im Programmgebiet. Etabliert wird eine Ve r- weis- und Lotsenstruktur, durch die Bildungs- und Sozialberatung auf Grundbildungsangebote verweist und umgekehrt aus Grun d- bildungsteilnahme in Bildungs- und Beratungsangebote vermittelt. Zielgruppe Bildungsbenachteiligte Bürgerinnen und Bürger mit Grundbi l- dungsdefiziten in den 11 Sozialräumen:  Erwachsene  Familien und  Jugendliche / Junge Erwachsene Ziele Operatives Ziel  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen Projektziele  Mit dem Projekt „Gemeinsam für Grundbildung im Ve e- del“ soll im Programmgebiet eine Grundbildungsoffensive gestartet werden, um so benachteiligte Stadtteile und bil- dungsbenachteiligte Bewohnerinnen und Bewohner, b e- sonders von Armut Betroffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshinte r- grund durch die Möglichkeit des Erwerbs von alltagsb e- zogenen Grundbildungskenntnissen zu stabilisieren und zu unterstützen.  Das Projekt schließt mit seinen Grundbildungsformaten Lücken in der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichze i- tig auf der infrastrukturellen Ebene durch die Schaffung niedrigschwelliger quartiersbezogener Grundbildung s- netzwerke, die auf Dauer angelegt sind.  Damit entsp richt das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) formulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft “ (Ziel 11) in vo l- lem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. Indikatoren  Anzahl der entwickelten Grundbildungsformate  Anzahl der erreichten Lernenden nach Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Status (Kursteilnahmen)  Anzahl der realisierten Angebote  Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen  Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Dozenti n- nen und Dozenten Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 75 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Multiplika- torinnen und Multiplikatoren Kosten Kosten für 11 Sozialräume Kosten für den Sozial- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord pro Jahr 2 Jahre Stellenan- teile für den Sozial- raum anteilige Kosten Personalkosten 1 Stelle Gesamtprojektleitung (Projektleitung kleine Projekte) 86.460 € 172.920 € 0,09 15.720 € 1 Stelle Päd. MA (Projektmitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,09 13.625 € 1 Stelle Wiss. MA (Projektmitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,09 13.625 € Personalkosten gesamt: 472.680 € 472.680 € - 42.970 € Davon Haushaltsjahr 2017: 236.340 € - 21.485 € Davon Haushaltsjahr 2018: 236.340 € - 21.485 € Sachkosten Honorare Dozentinnen und Dozen- ten (insgesamt 7.200 Unterrichtseinhei- ten) 82.800 € 165.600 € - 15.055 € Seminarräume / Lernmaterialien 48.000 € 96.000 € - 8.727 € Marketing / Öffentlichkeitsarbeit 5.000 € 10.000 € - 909 € Qualifizierung der Dozentinnen und Dozenten 2.500 € 5.000 € - 455 € Qualifizierung der Akteure vor Ort (Inhalte und strukturelle Themen) 2.500 € 5.000 € - 455 € Sachausgaben gesamt: 281.600 € - 25.600 € Davon Haushaltsjahr 2017: 140.800 € - 12.800 € Davon Haushaltsjahr 2018: 140.800 € - 12.800 € Gesamtkosten 754.280 € - 68.570 € Projektlaufzeit/ Zeitraum Laufzeit 24 Monate 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h- me Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung Es ist geplant das Projekt in Kooperation mit Universität zu Köln und Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. (Kölner Zentrum für Grundbildung und Prävention) umzusetzen 76 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Förderung ESF-Einzelprojekt Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 77 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.21 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Sprache ist das Medium und der Schlüssel zum Lernen in allen Fächern. Entsprechende Kompetenzen bilden eine Vorausse t- zung für den Schulerfolg. Die Herausforderung in mehrsprach i- gen Klassen besteht darin, alle Kinder so zu unterstützen, dass sie die Schulsprache Deutsch möglichst gut und auch schnell beherrschen. Ferienschulen sind ein geeignetes Instrument, den Schulerfolg neu zugewanderter und sozial benachteiligter Kinder zu fördern. Projektbeschreibung Im Rahmen des Projekts sollen 22 Ferienschulen an Grundsch u- len im Programmgebiet angeboten werden. Hierüber können bis zu 600 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Das Projekt setzt bei den Erfahrungen des Strukturförderpr o- gramms MÜLHEIM 2020 an. Hier konnten in der Zeit von 2011 bis 2014 alle Grundschulen im Programmgebiet mit ein em ve r- gleichbaren modularen Konzept für eine Zusammenarbeit in dem Thema „Sprachförderung“ gewonnen werden. Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt Köln im Integrierten Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ zunächst in F orm einer viermonatigen Pilotphase in den folgenden Sozialräumen.  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Mülheim-Nord und Keupstraße sowie Buchheim und Buchforst  Meschenich und Rondorf Nach der Durchführung von je einer Ferienschule in den vier P i- lotstandorten erfolgt die Ausweitung des Angebotes auf die weite- ren Sozialräume:  Bickendorf, Westend und Ossendorf  Bilderstöckchen  Bocklemünd / Mengenich  Höhenberg und Vingst  Humboldt / Gremberg und Kalk  Ostheim und Neubrück  Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse ze itnah auf alle Sozialräume übertragen werden können und didaktische und 78 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ organisatorische Konzepte zunächst in einer Teilgruppe erprobt werden können, bevor sie in der Fläche umgesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass in den 11 Kölner Sozialräumen und damit auch im Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ der Anteil an Grundschulkindern mit besonderem Sprachförderbedarf noch einmal deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegt, da der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund höher und die sozio-ökonomische Lage der Familien schwieriger ist als in der Gesamtstadt. Während der Schulferien (Ostern / Sommer / Herbst) können Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf an ihrer Grundschule an einer kostenlosen Ferienmaßnahme teilnehmen, die auf die Verbesserung der Sprachkompetenzen in der Mutte r- sprache und in der deutschen Sprache ausgeric htet ist. Während der Maßnahme werden die Kinder in Kleingruppen (sechs Kinder) von je zwei Lehramtsstudentinnen und -studenten betreut. Die Sprachförderung basiert auf der DemeK Methode. Charakteristisches Kennzeichen der Ferienschule ist die Verbi n- dung von spielpädagogischen Elementen mit lebendiger Sprac h- fördertätigkeit zur Verbesserung der alltags - und bildungssprach- lichen Kompetenzen. Den Abschluss der Ferienschule bildet am letzten Tag ein A b- schlussfest, zu dem auch die Eltern und Geschwisterkinder ein- geladen werden. Im Rahmen des Ferienschulen -Konzeptes werden die teilne h- menden Grundschulen hinsichtlich der Optimierungsmöglichke i- ten für erfolgreiche mehrsprachige Unterrichtskonzepte beraten und unterstützt, so dass die Wirkung der Ferienschulen im S chul- alltag aufgegriffen und fortgeführt werden kann. Abgrenzung des Vorhabens zu Regelangeboten Bereits im Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 konnten F e- rienschulen nur durch die damals verfügbare Förderung realisiert werden, da keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten verfügbar waren. Vergleichbare kompetenzorientierte Angebote wie der TalentC A- MPus im Bundesprogramm „Kultur macht stark“ richten sich an Schülerinnen und Schüler in der Sek. 1, haben nicht den klaren Fokus auf Sprachförderung und können somit nicht übertragen oder zur Finanzierung herangezogen werden. Ferienschulen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konzeption und Umsetzung erheblich von den Regelangeboten im Offenen Ganztag, da entsprechende Betreuungsschlüssel und organisato- rische Voraussetzungen im schulischen Regelbetrieb nicht real i- siert werden können. Gleichwohl wirken die Ferienschulen durch die vermittelten Kompetenzen in den schulischen Alltag und g e- ben in Kombination mit den Beratungsangeboten wichtige Impu l- se für mehr sprachigen Unterricht in den beteiligten Grundsch u- len. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 79 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zielgruppen  Schülerinnen und Schüler der beteiligten Grundschulen  Beteiligte Grundschulen in den 11 Sozialräumen  Lehramtsstudentinnen und -studenten Ziele Operatives Ziel  Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätze Projektziele Sprachliche Kompetenzen erweisen sich zunehmend als grun d- legende Qualifikation für eine vollständige Teilhabe am gesel l- schaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Ziel des Projektes ist es, mit einem umfassenden modularen Konzept die sprachliche Kompetenz von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und Ki n- dern aus sozial schwachen Familien zu fördern. Sprachförderung versteht sich im Rahmen der Projektumse tzung in einem doppe l- ten Sinne:  als Förderung der Bildungssprache Deutsch im Deutsch - und Fachunterricht, da viele Schülerinnen und Schüler auch während der Schulzeit noch Deutschlerner sind  als Förderung der Herkunftssprachen (Schriftsprache) in Koordination mit dem Erwerb der deutschen Spr ache als Anknüpfen an den Stärken der mehrsprachig aufwac h- senden Migrantinnen und Migranten Ein weiteres Ziel ist die frühzeitige und umfassende Vermittlung von Praxiswissen für Lehramtsstudentinnen und -studenten, die in den Ferienschulen erfolgt. Indikatoren  Anzahl der beteiligten Grundschulen  Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler  Anzahl der zum Einsatz kommenden Lehramtsstudentin- nen und -studenten Kosten 80 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h- me Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit dem K om- munalen Integrationszentrum. Es ist geplant, die positiven Umsetzungserfahrungen aus dem Strukturförderprogram MÜLHEIM 2020 mit den Kooperation s- partnern Lernende Region – Netzwerk Köln e.V., Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI) sowie dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln umz u- setzen. Förderung Gegebenenfalls geeignetes Landesprogramm des MFLJS oder MSW oder des BAMF (Sprachkurse) Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 81 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.26 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum Blume n- berg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Köln ist die vier größte Stadt Deutschlands. Aufgrund ihrer Stru k- turen vor allem aber ihr tolerantes und offenes Stadtbild verfügt die Stadt über eine hohe Anziehungskraft sowohl bei Studiere n- den, Alleinlebenden, Familien und Personen aus dem Um - und Ausland. Aus diesem Grund zählt Köln auch zu einer der wac h- senden Städte Deutschlands. Ein Faktor ist unter anderem der seit vielen Jahren anhaltende Zuzug von EU-Bürgerinnen und Bürger. An der Spitze der Kölner aus EU-Mitgliedsstaaten standen zum Stichtag 31.12.2015 Itali e- ner (18.745), Polen (9.632) und Griechen (5.776). Bezüglic h die- ser Staatsangehörigen ist in den vergangenen Jahren ein mod e- rater und relativ linearer Anstieg der Einwohnerzahlen zu ve r- zeichnen. Seit dem EU -Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007 ist die Zahl der gemeldeten EU -Bürgerinnen du Bürger aus de n beiden Staaten deutlicher als bei allen anderen Zuwanderern aus den EU-Mitgliedsstaaten gestiegen. Zum 31.12.2015 hat sich die Zahl auf insgesamt 10.497 Menschen erhöht (6.548 Bulgaren, 3.949 Rumänen). Dazu gibt es in Köln eine nicht quantifizierbare Anzahl an EU -Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere aus den beiden genannten Staaten, die nicht gemeldet sind, sich aber sowohl vorübergehend als auch regelmäßig in Köln aufhalten. Schon anhand der Meldedaten über Zuzüge und Fortzüge lassen sich hohe Fluktuati onsquoten nachvollziehen, die 2014 bei rund 51 %, in den Jahren 2011-13 sogar zwischen 65-70 % lagen. Der Zuzug von Zugewanderten konzentriert sich nicht auf einige wenige Quartiere, sondern verteilt sich über das ganze Stadtg e- biet. Besonders betroffen si nd dabei zwangsläufig die Gebiete und Quartiere, die mit vergleichsweise hohen Arbeitslosenquoten und entsprechend hohen Anteilen von Transferleistungsempfä n- ger, noch relativ preisgünstigem Wohnungsbestand zu den b e- nachteiligten Stadtteilen und -Vierteln i n Köln gehören. Hierzu zählt auch der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg - Nord. Die Freizügigkeit innerhalb der EU gründet für alle EU - Bürgerinnen und -Bürger auf dem Recht zur Arbeitssuche und dem Aufenthaltsrecht sowohl zur Arbeitssuche als auc h für die Dauer der Beschäftigung in jedem EU-Mitgliedsland. Menschen, die in ihren Herkunftsländern eine schulische Bildung und eine berufliche Qualifizierung erfahren haben, finden sich auf dem hiesigen Arbeitsmarkt relativ gut zurecht und könnten sich und ihre Familien oft selbstständig finanzieren und ernähren. Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrung sind zum Teil 82 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ dennoch ursächlich für den schwierigen zuweilen perspektivlosen Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt. Insbesondere Frauen aus den benannten Z uzugsländern sind von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Studien zu folge, erfahren gerade Frauen aus Sinti und Roma Familien häufiger Diskriminierung aufgrund von Zuschreibungen, die diesen Personen gegenüber getroffen werden, als andere. Zugänge in den Arbeits - aber auch Wo h- nungsmarkt sind erschwert, da sowohl Arbeitgeber als auch Wohnungseigentümer häufig zurückschrecken, Familien aus EU - Ost-Ländern eine Wohnung zu vermieten beziehungsweise einen Arbeits- / Ausbildungsplatz anzubieten. Somit kann davon ausge- gangen werden, dass qualifizierte Personen aus den beschrieb e- nen Gründen, einen deutlich schwereren Start in das hiesige Sys- tem haben, als andere. Die aktuelle Zuwanderungssituation weist aber eben auch eine große Anzahl von Menschen auf, die i n ihren Herkunftsländern bereits großer Not ausgesetzt waren, ohne Zugang zu Bildung, adäquat bezahlter Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und menschenwürdigen Wohnbedingungen. Die Menschen ohne ech- te Perspektive auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sichern ihr en tägli- chen Lebensunterhalt unter anderem durch Gelegenheitsarbe i- ten, Sammeln von Schrott und Flaschen, Verwertung von Sper r- müll aber auch durch Bettelei oder persönliche Verdingung bis hin zu Prostitution. Um den daraus heraus resultierenden Anforderunge n begegnen zu können, hat die Stadt Köln das ESF -Projekt „Willkommen in Köln“ im Zeitraum 01.01.2014 bis 31.12.2015 durchgeführt. Im Zentrum aller Aktivitäten stand die nachhaltige Integration der Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa in den A r- beitsmarkt und das soziale Umfeld. Schwerpunkte des Projektes waren der Aufbau von Begegnungs - und Beratungsstellen sowie die Durchführung von Sprachkursen. Die Verbindung von aufs u- chender Beratungstätigkeit und fester Beratungsstelle als Anlau f- punkt erwies si ch als erfolgreiche Strategie für die Teilnehme n- dengewinnung und die Umsetzung der Beratungsarbeit. Die Vie l- zahl der multiplen Vermittlungshemmnisse der Zugewanderten (Wohnsituation, Krankenversicherungsschutz, soziale Absich e- rung, Schulden) verzögerte jed och eine schnelle Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt. Im Fokus stand daher erst einmal der Abbau dieser Hemmnisse; die Beratungen wurden dann Zug um Zug mit arbeitsaktivierenden Maßnahmen kombiniert. Die Unter- stützungs- und Beratungsangebote konzentrierten sich in diesem Projekt im Wesentlichen auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und Mülheim. Das Ministerium für Arbeit und Soziales NRW fördert für ein we i- teres Jahr arbeitsmarktliche Projekte im Kontext der Zuwand e- rung aus Südosteuropa. In dem Folgeproj ekt „Weiterentwicklung Willkommen in Köln“ werden in 2016 die Erkenntnisse aus der zweijährigen Projektumsetzungsphase aufgegriffen und weite r- entwickelt. Die Maßnahmen im Projekt konzentrieren sich auch hier auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und Mülheim. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 83 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Im Rahmen der neuen ESF -Förderphase in NRW ab 2017 wird das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ gute Ansätze aus den beiden vorangegangen Projekten aufgreifen und auf den bisher nicht berücksichtigten Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übertragen. Im zukünftigen Projekt ist zentr a- ler Inhalt die Arbeitsmarktintegration sowie die Themenfelder Dis- kriminierung, Ausgrenzung und Vorurteile gegenüber der b e- schriebenen Zielgruppe. Denn die Unterstützung und Mobilisi e- rung der ankommenden Person en ist nicht ausreichend alleine. Ein Zusammenspiel zwischen der Aufnahme - und Ankomme n- den-Gesellschaft muss forciert werden, um eine zielführende und erfolgreiche Integration für alle Beteiligten zu erlangen. Niedrigschwellige Unterstützung, die im Vorf eld der Arbeit s- marktintegration erforderlich ist, erhalten die Menschen ab dem 01.01.2016 über Angebote, die aus dem Europäischen Hilfsfonds finanziert werden. Die Angebote aus dem EHAP sollen den Me n- schen bei der Bewältigung des Alltags in Deutschland hel fen, sie für Beratungsstrukturen des regulären Hilfesystems sensibilisi e- ren und an diese heranführen sowie bei der Überwindung von sprachlichen Schwierigkeiten unterstützen. Das ESF -Projekt als Schnittstelle knüpft hier an zwei Stellen an. Zum einen unterstützt es die Zugewanderten bei der Arbeitsmarktintegration. Die Zug e- wanderten verfügen über sehr unterschiedliche Ausgangssituat i- onen im Hinblick auf ihre Chancen der Integration in den A r- beitsmarkt. So wohl der Bildungs - beziehungswiese der Ausbi l- dungsstand, die tatsächliche Arbeitserfahrung als auch der a r- beitsrechtliche Status sind sehr vielfältig. In der Regel sind die deutschen Sprachkompetenzen für eine schnelle Integration in Beschäftigung zu gering. Bestehende Potenziale, Fähigkeiten und Kenntnisse m üssen identifiziert werden. Ebenso wichtig ist die Förderung der Sprachkompetenz. Zum anderen wird ein Schwerpunkt des Projektes auf die Öffnung von Betrieben und Ausbildungseinrichtungen sowie Ämtern und Dienststellen gelegt. Im Rahmen von Diversity wird sowohl die Zielgruppe als auch die Aufnahmegesellschaft als Zielgruppe betrachtet. Wie beschre i- ben, haben Erfahrungen gezeigt, dass Integrationsmaßnahmen eindimensional nicht zielführend sind, deshalb fokussiert Wil l- kommen und Ankommen in Köln alle Beteiligten gleichermaßen. Projektbeschreibung Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ setzt hier mit einem sogenannten integrierten Konzept, einer Kombination aus Kompetenzfeststellung, Sprachförderung, Beratung und Begle i- tung auf die Zielgruppe abgestimmt, sowie Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen, Begegnung und Austausch an beide Zielgruppen (Arbeitnehmerinnen /Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen / A r- beitgeber) gerichtet, an. Das Ziel der Arbeitsmarktintegration soll in enger Abstimmung mit maßgeblichen Kölner Arbeitsmarktakteuren und anderen mit der Zielgruppe v ertrauten Institutionen wie zum Beispiel Jobcenter, 84 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ IHK, HWK; Migrantenselbsthilfeorganisationen, Antidiskrimini e- rungsstellen et cetera. erreicht werden durch:  Zielgruppensensible Beratung  Kompetenzfeststellung im Rahmen der arbeitsmarktlichen Integration  Sprachkurse  Gewinnung von Arbeitgebern zur Qualifizierung der Zie l- gruppe (Kombination von einem Praktikum und auf den Job ausgerichtete Sprachkurs)  Begleitung in bestehenden Beschäftigungsverhältnissen  Anerkennung von ausländischen Bildungs - und Berufsab- schlüssen  Fachberatung für berufliche Abschlüsse  Begleitung vor und nach Anerkennung von Abschlüssen  Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern  Coaching im Rahmen der dauerhaften Integration  Begegnung und Austausch sowie Sensibilisierung auf beiden Seiten  Vermittlung der Projektteilnehmenden in sozialversich e- rungspflichtige Beschäftigungs- beziehungsweise in Au s- bildungsverhältnisse  Aufbau einer Unterstützungsstruktur für die Zugewande r- ten als auch die Arbeitgeber der Zielgruppe Zielgruppe  Personen aus der EU mit Schwerpunkt Süd-Osteuropa  im Alter zwischen 18 und 55 Jahren  Frauen und Männer zu gleichen Anteilen Ziele Operative Ziele  Schaffung von bedarfsgerechten Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätzen  Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verstärkte Arbeitsmarktintegration von Armut Bedrohten / Betroffenen Projektziele  Aktivierung, Heranführung und Integration in d en Arbeits- markt, und den Sozialraum  Konzeption eines umfassenden Begleitprogramms  Qualifikation durch ausbildungsähnliche Strukturen und Sprachkurse  Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung Indikatoren  Anzahl der Fortbildungsveranstaltungen  Anzahl der Teilnehmenden  Anzahl Personen, die mit Abschlüssen qualifiziert wurden  Anzahl Personen Vermittlungen in den Arbeitsmarkt Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 85 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Personal und Sachkosten (Summen) Personal und Sachkosten Pro Jahr Für 2 Jahre Projektleitung mittlere Projekte 1/3 Stelle Pauschale 28.820,00 € 57.640,00 € Herausgehobene Projektmitarbeit 1/3 Stelle Pauschale 27.100,00 € 54.200,00 € Gesamt 55.920,00 € 111.840,00 € Weiterleitung an Träger Herausgehobene Projektmitarbeit, 1 Stelle Pauschale 81.300,00 € 162.600,00 € Öffentlichkeitsarbeit 10.000,00 € 20.000,00 € Qualifikation der Akteure vor Ort 10.000,00 € 20.000,00 € Qualifikation der Teilnehmenden 40.000,00 € 80.000,00 € Gesamt 141.300,00 € 282.600,00 € Gesamtkosten 394.440,00 € Davon 2017: 197.220,00 € Davon 2018: 197.220,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Übertragung dieser Maßnahme auf andere Sozialräume sowie eine Weiterentwicklung sind denkbar. Die konkrete Fortfüh- rung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity Förderung ESF, B 1 im Rahmen der Einzelfallentscheidung Der Eigenanteil der Stadt Köln wird durch die Stellung von Pe r- sonal erbracht. Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. 86 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum Laufende Nummer 2.0.4 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord:  Aufwertung des Bolzplatzes Elbeallee  Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring  Spielplatz Osloer Straße  Spielplatz Kopenhagener Straße Einrichtung von Angeboten zum Skaten, BMXen und anderen Trendsportarten sowie Spiel - und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in dem Sozialraum Inhalt Ausgangslage Laut der Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln verfügt der S o- zialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord, unter B e- rücksichtigung von Einwohnerdichte und Anteil an Mehrfamilie n- häusern sowie Anzahl und Anteil der hier lebenden Kinder und Jugendlichen, aktuell insbesondere in Chorweiler und Seeberg - Nord über einem Flächenfehlbedarf von insgesamt 17.799 m². Chorweiler liegt in diesem Stadtteilranking auf Platz 1 (Sortierung nach Rang, 1 = höchster Bedarf). Neben einem hohen Fehlbedarf an ausgebauten öffentlichen Spiel- und Bolzplatzflächen (Quantitative Bewertung) ist auch die Qualität auf den 38 öffentlichen Spiel - und Bo lzplatzflächen im Sozialraum von geringer Wertigkeit. Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord sind 22,5 % der Bewohnerinnen und Bewohner unter 18 Jahre alt. In dem Sozialraum lebt somit ein hoher und zunehmender Anteil an Einwohnern, der zug angsberechtigt zu öffentlichen Spielplätzen ist. Die Statistikzahlen im Sozialraum zeigen eine starke Verjü n- gung in den letzten Jahren auf. Dem grundsätzlich vorhanden und jährlich steigenden Fläche n- fehlbedarf kann nur mit neu geschaffenen Spiel- und Bewegungs- flächen entgegengewirkt werden. Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters - und bedarfsgerechte Spiel -, Kommunikations - und Bewegung s- räume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können, ist die Neuerrichtung von attrak tiven, qualitativ guten und bedarfsorientierten, sportlichen Angeboten dringend erforder- lich. Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei au f- grund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausg e- wiesenen Flächen. Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind ve r- stärkt niederschwellige, kostenfreie Angebote für jeden ohne Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 87 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektbeschreibung Unterschiedliche bewegungsorientierte Räume zur Ausübung von Trendsportarten wie Fußballspielen, Inlinern, Skaten, Klettern und BMXen, die auch als (de -)zentrale Jugendtreffpunkte mit Aufen t- haltsqualität zum Treffen, Chillen und Kommunizieren genutzt werden können, sind bedarfsgerecht herzurichten. Entsprechend des Bedarfes sind folgende Flächen für einen pr o- jektbezogenen Umbau vorgesehen: Chorweiler-Nord Auf dem Bolzplatz Elbeallee in Chorweiler -Nord, soll die Bol z- platzfläche mit einem speziellen Belag, der extra für Extrem - Belastungen ent wickelt wurde, hergerichtet werden. Da dieser Bolzplatz einer extremen Nutzung unterliegt, sieht dieser spezie l- le Belag eine lange Bespielbarkeit vor, was den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen entspricht. 88 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Der öffentliche Spiel - und Bolzplatz Elbeallee liegt im Stadtteil Chorweiler-Nord und liegt im westlichsten Teil des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord. Der Spielplatz ist zweigeteilt. Im westlichen Teil der Spielplatzfl ä- che befindet sich ein Bolzplatz. Der östl iche Teil des Spielplatzes liegt in einer Grünfläche mit fast 6.382 m². Hier sind ein eine Drehscheibe und ein Kletternetz vorhanden. Die beiden Bereiche liegen fußläufig voneinander entfernt und sind durch einen Fu ß- wege miteinander verbunden. Beide Fläche n liegen direkt an der Elbeallee. Gegenüberliegend befindet sich das mit vielen Geschosswo h- nungen angrenzende Wohngebiet Chorweiler -Nord. Hier leben 3252 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 -18 Jahren. 84,9% davon haben einen Migrationshintergrund. Einen Ausbau der Spiel - und Bolzplatzfläche mit einem Bew e- gungsangebot für die älteren Kinder und Jugendlichen ist hier dringend erforderlich. Das Angebot neuer Bewegungsflächen ist aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung gut verortet und wird von den Kindern und J u- gendlichen daher voraussichtlich gut angenommen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 89 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Chorweiler-Mitte Die nachfolgenden drei Spielplätze sind in einem planerischen Gesamtkonzept von Spiel- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen zu sehen und liegen direkt in Chorweiler-Mitte. Auf dem Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring soll aufgrund seiner Lage, ein spezielles Spiel - und Freizeitangebot für ältere Kinder und Jugendliche hergerichtet werden. Diese Fläche soll insbesondere als zentraler Jugendtreffpunkt mit Aufenthaltsquali- tät zum Treffen und Chillen bedarfsgerecht hergestellt werden. Aktueller Zustand: Bis auf ein in die Jahre gekommener Pyram i- denturm mit Rutsche, einer Reifenschaukel und einer Wippe mussten die meisten Spielgeräte aufgrund der fehlenden V er- kehrssicherheit abgebaut werden. Die Hügel auf dem Spielplatz sind Schadstoff belastet und müssen alle entfernt und entsorgt werden (Sanierung). Der Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring ist umgeben von den Straßen Athener Ring, Stockholmer Allee und Osloer Straße. Er besitzt einen Halbinselcharakter. 90 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Der Spielplatz Osloer Straße soll auf Grundlage eines guten spiel- und freizeitpädagogisches Konzeptes für Kinder bis 12 Jah- ren umgestaltet werden. Aktueller Zustand: Auch hier mussten bis auf einen Turm mit Rut- sche und einem Balancierbalken alle Spielgeräte aufgrund ihrer Marodität abgebaut werden. Der Spielplatz Osloer Straße liegt an einer Sackgasse. Angren- zend an der Spielplatzfläche befindet sich eine Kindertagesstätte. Dieser Spielplatz ist an zwei Seiten umgeben von einer kompl e- xen Mehrgeschosswohnanlage mit rund 1.200 Wohnungen und liegt mittig zwischen dem Spielplatz Osloer Straße / A thener Ring und dem Spielplatz Kopenhagener Straße. Auf dem Spielplatz Kopenhagener Straße soll eine Aufwertung der Fläche mit einem attraktiven Spielangebot für kleinere Kinder stattfinden. Aufgrund der Lage könnte hier ein attraktives spielpä- dagogisches wohnungsnahes Konzept umgesetzt werden. Aktueller Zustand: Die Spielgeräte mussten aufgrund der fehle n- den Verkehrssicherheit zum größten Teil abgebaut werden, bis auf ein eine 4er-Wippe und einer Federwippe. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 91 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Der Spielplatz Kopenhagener Straße liegt am E nde einer Sac k- gasse, direkt vor einer großen Mehrgeschosswohnanlage und hinter der Mehrgeschosswohnanlage des Spielplatzes Osloer Straße. Die drei Spielplätze „Osloer Straße/Athener Ring“, „Osloer Str a- ße“ und „Kopenhagener Straße“ sind Teil eines planerisc hen Ge- samtkonzeptes, das die städtischen Spielplätze mit den öffentlich zugänglichen Privatspielplätzen der angrenzenden Mehrg e- schosswohnanlagen in gestalterischen und spielpädagogischen Aspekten zusammenfügen soll. Diese neu zu gestaltenden Spiel - und Freizeitflächen sollen für alle Bewohner nutzbar sein. 92 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Ziele Operative Ziele  Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä- chen für neue Nutzungen  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s- räume Projektziel  Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel - und Bew e- gungsflächen mit hohem Bewegungs- und Aufenthaltswert für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in dem Sozialraum lebende Menschen  Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Le bens- und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und B e- wohner des Sozialraums durch Verbesserungen im öffent- lichen Raum und dem Wohnumfeld Indikatoren  Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebote  Umgestaltete Fläche in m²  Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteili- gungen  Verminderung des Fehlbedarfes, Erhöhung der zur Verf ü- gung stehenden Flächen (in m²) Kosten Sachkosten / Baukosten (Kostenschätzungen) Bolzplatz Elbeallee 100.000,00 € Spielplatz Osloer Straße / Athener Ring (Sanierung) 540.000,00 € Spielplatz Osloer Straße 201.500,00 € Spielplatz Kopenhagener Straße 61.600,00 € Gesamtbetrag 903.100,00 € Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 93 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Spiel- plätze Ausgaben 2017 Ausgaben 2018 Ausgaben 2019 Ausgaben 2020 Gesamtaus- gaben Spielplatz "Osloer Straße/ Athener Ring 100.000,00 € 200.000,00 € 200.000,00 € 40.000,00 € 540.000,00 € Spielplatz "Osloer Straße" 40.000,00 € 75.000,00 € 80.000,00 € 6.500,00 € 201.500,00 € Spielplatz "Kopen- hagener Straße" 10.000,00 € 36.000,00 € 14.000,00 € 1.600,00 € 61.600,00 € Bolzplatz "Elbeallee 5.000,00 € 80.000,00 € 15.000,00 € 0,00 € 100.000,00 € Summe 155.000,00 € 391.000,00 € 309.000,00 48.100,00 € 903.100,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 01.07.2017 bis 30.06.2020 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie Förderung EFRE Kofinanzierung durch Städtebauförderung 94 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 2.3.3 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Maßnahme Weserplatz in Köln-Chorweiler Inhalt Ausgangslage Der Weserplatz ist der südliche Auftakt der Weserpromenade, welche die zentrale Fußwegeverbindung Chorweiler-Nords bildet. Aufgrund der schwierigen Sozialstruktur in der Anwohnerschaft, aber auch infolge der unvorteilhaften Platzgestaltung d urch stark begrünte Hochbeete, die eine Vielzahl unübersichtlicher, durch un- terschiedliche Randgruppen besetzte Nischen- räume ausbilden, hat sich der Platz zu einem Angstraum entwickelt. Projektbeschreibung Ziel der Aufwertungsmaßnahmen ist es, die P latznutzung für alle Bevölkerungsgruppen beispielsweise durch die Aufstellung neu- er Spielgeräte für Kinder und Erwachsene und Parkbänke zu a t- traktivieren. Darüber h inaus wird die zentrale Wegeführung ü ber den Platz, die Teil der Gesamtwegeverbindung zwischen Chor- weiler-Zentrum und Blumenberg darstellt, übersichtlicher und bar- rierefrei gestaltet, die Bepflanzung zurückgenommen und neu ge- ordnet. Zielgruppe Alle Altersstrukturen Ziele Operative Ziele  Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen für neue Nutzungen  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensräume Projektziele  Erhöhte Platznutzung durch unterschiedliche Bevölkerungs- gruppen  Verbesserung der Nutzbarkeit für Kinder / Jugendliche Indikatoren Anzahl und Art der Nutzerinnen und Nutzer vorher / nachher Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 95 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Sachkosten: Planungskosten: 160.000,00 € Baukosten: 500.000,00 € Gesamtkosten 660.000,00 € Davon 2016: 30.000.00 € Davon 2017: 30.000,00 € Davon 2018: 50.000,00 € Davon 2019: 150.000,00 € Davon 2020. 400.000,00 € Projektlaufzeit / Zeit- raum 51 Monate / 4 Jahre und 3 Monate 01.10.2016 bis 31.12.2020 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Stadtplanungsamt im Kooperation m it dem Amt für Straßen u nd Verkehrstechnik, dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen und dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt Förderung Städtebauförderung Bemerkung Das Vorha ben ist Teil e iner Gesamtmaßnahme zur Aufwertung des öffentlichen Raums in Chorweiler 96 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung Laufende Nummer 3.0.1 Handlungsfeld: Qualifizierung / Lokale Ökonomie Maßnahme „CheckPraxis“ – Schule und Praxis im Dialog für Schüleri n- nen und Schüler aus dem Sozialraum Blumenberg, Cho r- weiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord liegt der Anteil an Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahre) mit 22,5 % deutlich über dem städtischen Durchschnitt (15,7 %). Dreivier- tel der Bewohner haben einen Migrationshintergrund (74,5 %). Die SGB II Quote beträgt 29,9 % gegenüber einem Gesamtwert von 13,2 % in ganz Köln. Damit einher geht eine schlechte Bi l- dungsbeteiligung, nur 23,6 % der Kinder und Jugendlichen be- suchen ein Gymnasium. Als eine Folge der Lebensumstände findet ein hoher Anteil der Jugendlichen nur erschwert Zugang in den Ausbildungsmarkt. Dazu kommt, dass sie keine Kenntnis über das breite Spektrum an möglichen Ausbildungsberufen h a- ben und zudem oft eine Schwellenangst, die Betriebe zu bes u- chen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Projektbeschreibung Mit dem Angebot checkPraxis wird eine Lücke im Angebot b e- rufsvorbereitender Maßnahmen geschlossen, die trotz KAoA noch existiert. In Abgrenzung zu anderen Berufsinformationst a- gen und Ausbildungsmessen hat sich checkPraxis einige Max i- men gesetzt, die im Veranstaltungskonzept realisiert werden: Klasse statt Masse: Unternehmen, die im Sozialraum agieren und auf Nachwuchssuche sind, schließen sich dem checkPraxis- Netzwerk an und lernen interessierte Schülerinnen und Schüler intensiver kennen. Ziel von checkPraxis ist es ausdrücklich, das Bewerberpotential in Schulen für Unternehmen ausfindig zu m a- chen und die Unternehmen in ihrer Nachwuchsentwicklung zu fördern. So sollen interessierte und engagierte Schülerinnen und Schüler die Chance bekommen, Unternehmen und deren Pe r- sonalentscheider kennen zu lernen. Im Umkehrschluss können Unternehmen auch Potenziale der Jugendlichen erkennen und für ihr Unternehmen nutzen. Viele Unternehmen besetzen ihre Ausbildungsplätze auch heute noch über langwierige und kostenintensive Einstellungsverfa h- ren, die letztendlich auch nicht gewährleisten können, dass die Ausbildung letztendlich zum Erfolg führt. Für Unternehmen kann das Engagement im Sozialraum mit individuellen und komp e- tenzorientierten Förder- und Ausbildungsstrategien die bessere Alternative sein. Maßgeschneidert statt beliebig: Damit die quartiersbezogenen Unternehmen, die vorgest ellten Berufe und die Schülerinnen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 97 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und Schüler gut zusammen passen, ist das Workshop - Programm auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt. Konkret statt schwammig: klare und einfache Zielsetzung der Veranstaltung. Alle Unternehmen bringen echte Chancen für die Schülerinnen und Schüler mit. Es geht um Ferienjobs, Prakt i- kumsplätze und vor allem um die Ausbildung im jeweils darauf folgenden Jahr. Teamwork statt Einzelkämpfertum: Der Zusammenschluss birgt Synergieeffekte und bündelt Kräfte. Jede Veranstaltung wird im checkPraxis-Netzwerk ausgewertet, damit die Erfahrungen in die Planung der nächsten Veranstaltung einfließen. Interessiert statt unfreiwillig: Eine Besonderheit der Maßnahme stellt die Freiwilligkeit der Teilnahme dar. Nicht ganze Klassen und Stufen sin d Zielgruppe von checkPraxis sondern einzelne Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig und selbstständig anmelden und im Vorfeld auf die Ausbildungsangebote vorberei- tet werden. Die Jugendlichen melden sich in eigener Initiative und selbst zu den Works hop-Nachmittagen an, die außerhalb der Schulen und in der Freizeit stattfinden. Das gewährleistet, dass die teilnehmenden Jugendlichen eine hohes Interesse und Motivation mitbringen. Im Rahmen der geplanten Maßnahme wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, in direkten Kontakt mit Unternehmen zu kommen und sich an praktischen Übungen über Berufsinhalte zu informieren. Bei dem Projekt informieren quartiersbezogene und ausbildende Unternehmen im Rahmen von Workshop - Veranstaltungen praxisnah über Art und Inhalt der von Ihnen angebotenen Ausbildungsberufe und zeichnen die Berufswege auf. Dabei bieten Ausbilderinnen und Ausbilder aus den Betri e- ben, oft auch in Begleitung von ihren Auszubildenden, prakt i- sche berufsbezogene Übungen an, bei denen die Jugendlich en ihre Fertigkeiten für das jeweilige Berufsfeld ausprobieren kö n- nen. Bei Bedarf kann der Workshop auch in das Unternehmen gelegt und dort durchgeführt werden. Die Unternehmen haben so die Möglichkeit, sich ein persönliches Bild von den jungen Me n- schen zu machen und damit eine eventuelle Vorauswahl für ein längeres Praktikum oder auch eine Ausbildung zu treffen. Die erforderliche Kooperationsstruktur mit Unternehmen wird durch persönliche Ansprache durch den Träger erfolgen. Dabei wird auf das bereits be stehende Unternehmensnetzwerk z u- rückgegriffen, dem neue Unternehmen hinzugefügt werden. In den Schulen erfolgt die Ansprache über Kontaktaufnahme zu den StuBos, die checkPraxis aus anderen Zusammenhängen schon kennen. Operative Bausteine des Projekts:  Akquise und Information der quartiersbezogenen Ausbi l- dungsbetriebe für den Sozialraum.  Akquise und Information interessierten Schülerinnen und 98 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Schüler aus dem Sozialraum.  Planung, Organisation, und Durchführung von checkPr a- xis-Netzwerktreffen (eine Workshop -Veranstaltung jäh r- lich über jeweils drei Tage)  Webseite mit Darstellung der Angebote, Informationen und Anmeldungsformular für den Sozialraum.  Zahlenmäßige Auswertung und Evaluation der Veranstal- tungen.  Teilnahmebescheinigung: die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Urkunde für ihre Bewerbungsmappe, den BerufswahlpassPlus. Als Ergänzungsangebot zu den bereits bestehenden Berufsfe l- dorientierungen aus dem Landesprogramm KAoA und bestehe n- den Angeboten der Kammern wendet sich das Projekt gezielt an Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Sekundarstufe I und II ab der Jahrgangsstufe 9 aus dem Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord. Im Gegensatz zur Berufsfelde r- kundung die bereits in der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt wurde, baut checkPraxis die gewonnenen Erkenntnisse aus und konkr e- tisiert die Kontaktaufnahme zu den quartierbezogenen Ausbi l- dungsbetrieben in Richtung Praktikum und duale Ausbildung. Die Kontakte zu Ausbildungsunternehmen aus dem checkPraxis- Netzwerk sollen auch verstärkt zur Bereitstellung von Angeboten im Landesprogramm KaoA genutzt werden. So werden Unte r- nehmen, die durch checkPraxis in ihrer Nachwuchsentwicklung gestärkt werden, aufgefordert, zusätzliche Angebote zum Be i- spiel im Bereich der Berufsfelderkundung zu entwickeln und in die Datenbank einpflegen. Eine Überschneidung mit dem Bundesprogramm „Komm auf Tour“ ist weder inhaltlich, noch durch die unterschiedliche Zie l- gruppe möglich. „Komm auf Tour“ wendet sich an Jugendliche der Jahrgangsstufen 7 und unterstützt diese sp ielerisch bei der Entdeckung ihrer Talente und dient der gesundheitlichen Aufkl ä- rung. Zielgruppe  Schülerinnen und Schüler (ab Jahrgang 9) aus dem Soz i- alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nor  Quartiersbezogene Ausbildungsbetriebe für den Sozia l- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Ziele Operative Ziele  Verbessertes Übergangsmanagement - Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt  Neu geschaffene und bedarfsgerechte Angebotsstrukt u- ren und/oder Ausbildungsplätze  Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 99 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektziele  Berufsinformation: die Teilnehmer setzen sich praxisnah mit verschiedenen Ausbildungsberufen in ihrem Umfeld auseinander.  Networking: Personalverantwortliche, Auszubildende und Schüler lernen sich persönlich kennen.  Vermittlung: die Unternehmen sind auf Nachwuchssuche und bringen konkrete Angebote für Ferienjobs, Prakt i- kumsplätze und / oder Ausbildungsplätze mit.  Förderung d er Nachwuchsentwicklung der quartierbez o- genen Ausbildungsbetriebe durch Netzwerkbildung und handlungsorientierte Angebotsstrukturen  Erweiterung des Bewerberspektrums für Unternehmen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Stärkung der untern ehmerischen Verantwortung für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Ziel ist es, möglichst vielen Jugendlichen aus dem Sozial- raum das breite Spektrum an Ausbildungsberufen in ihrer Umgebung nahe zu bringen  Durch Kontakt zu Unternehmen einen vertieften Einblick in das Berufsleben und die dort bestehenden Anforderu n- gen zu erhalten. Indikatoren  Zahl der teil nehmenden Jugendlichen aus dem Sozial- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Zahl der teilnehmenden quartiersbezogenen Unterne h- men für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Kosten Basis für die Berechnung: Es sind zwei Veranstaltungen à drei Tage geplant. Für die Durchführung aller oben genannten Projektbausteine wird von einem Arbeitsumfang von einem Monat ausgegangen. Die Veranstaltungen werden innerhalb von 24 Monaten durchge- führt. Personalkosten für eine Veranstaltung Stelle Projekt MA (1.5.3.1.3) 6.789,00 € Stelle Assistenz (1.5.3.1.5) 2.955,00 € Summe: 9.744,00 € Personalkosten für zwei Veranstaltungen: 19.488,00 € Sachkosten für ein Jahr (Plakate, Flyer, Internet, Raummieten/Catering) 3.354,00 € Sachkosten für zwei Jahre: 6.708,00 € 100 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Gesamtkosten für zwei Veranstaltungen 26.196,00 € Davon 2017: 6.549,00 € Davon 2018: 13.098,00 € Davon 2019: 6.549,00 € Projektlaufzeit/ Zeitraum 01.07.2017 bis 30.06.2019 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n- krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h- me. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung 804 A r- beitsmarktförderung Förderung ESF Vorrangige Fördermöglichkeiten wurde n geprüft und sind nicht erkennbar. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 101 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 3.3.2 Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung Maßnahme JobCoach im Quartier Chorweiler Inhalt Ausgangslage Im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord b e- steht eine SGB II -Quote in Höhe von 29,8 % (Stadt Köln: 13,2 %). Vor diesem Hintergrund ist ein entsprechend hohes Unte r- stützungspotenzial bei der Integration von langzeitarbeitslosen Menschen unerlässlich, das mit heranführenden, niedrigschwell i- gen Angeboten zielgruppengerecht umgesetzt werden soll. Die Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020, in dem Vorläuferprojekte zur vorgeschla genen Maßnahme sehr erfolgreich umgesetzt werden konnten, zeigen, dass mit einer das JobBörsen -Programm ergänzenden und auf die Ziel - gruppe zugeschnittenen, individuellen und passgenauen Bera - tungsleistung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit beziehungs - weise die Integration in Arbeit zu erreichen ist. Die Teilnehmen - den durchlaufen parallel sowohl das JobBörsen -Programm als auch die Maßnahme Jobcoach. Projektbeschreibung In das Jobcoach - Projekt werden ausschließlich Personen mit besonderer Hilfebedürftigkeit aufgenommen. Diese zeigt sich in schweren Vermittlungshemmnissen und multiplen Problemlagen, die beispielsweise von fehlender Kinderbetreuung, Schulden - / Suchtproblematiken, gesundheitlichen Einschränkungen, fehle n- de Schul- und Berufsabschlüsse, bis zu unzureichenden Sprach- kenntnissen und Arbeitslosigkeit von mehr als 5 Jahren reichen. Hier bedarf es einer über das Beratungsangebot des Jobcenters und des Jobbörsenprogramms hinausgehenden intensiven B e- treuung und Unterstützung. Der Jobcoach berät nicht nur bei berufsbezogenen sondern auch bei familiären und / oder persönlichen, finanziellen oder gesun d- heitlichen Themen. Hierzu muss ein besonderes persönliches Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Mittels eines personenbezogenen Profilings und Coach ings soll den Teilnehmenden ein Weg eröffnet werden, an dem am Ende die Integration in den Arbeitsmarkt steht. Die Teilnehmenden werden motiviert, dieses Ziel in erreichbaren Teilschritten mit professioneller Begleitung und Unterstützung anzugehen. Durch die zusätzliche Nutzung des gesamten Kölner Hilfesystems (zum Beispiel Kinderbetreuung, Offener Ganztag), und insbesondere der im Sozialraum bestehenden Hilfsangebote (zum Beispiel Fachdienst für Integration und Migration, Familienberatung, Haushaltsberatung, Jugendmigrationsdienst), sollen die individ u- ell bestehenden Arbeitsvermittlungshemmnisse abgebaut wer - den. Um die erfolgreichen Vermittlungen langfristig zu sichern, 102 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ werden sowohl die Teilnehmenden als auch der Arbeitgeber nach Aufnahme des Beschäftigun gsverhältnisses weiterhin b e- gleitet. Durch telefonischen oder persönlichen Kontakt können drohende oder auftretende Probleme bereits frühzeitig erkannt und durch Einleitung entsprechender Schritte behoben werden. Die Jobcoaches akquirieren auf der Basis d er Profile der Tei l- nehmerinnen und Teilnehmer entweder selbst Stellen bei den Arbeitgebern beziehungsweise greifen auf Stellen zu, die bereits in den JobBörsen vorliegen. Es erfolgt ein Profilabgleich mit den Bewerberkompetenzen und den arbeitsplatzbezogen en Rah - menbedingungen. Es wird angestrebt, dass die Jobcoaches ent - sprechend der Profile der Teilnehmenden auch selbst Arbeits - stellen akquirieren. Mit der Unterstützung des Jobcoaches wird die eigentliche Ar - beitsvermittlung dann in der JobBörse durchführt. Die hohe Hilfebedürftigkeit erfordert, dass die Teilnehmer im Projekt Jobcoach nicht nur wie im JobBörsen -Programm für 3 Monate zugewiesen werden, sondern für mindestens 6 Monate mit einer Verlängerungsmöglichkeit von weiteren 3 Monaten. Zudem ist di e intensive Beratung nur mit einem Betreuung s- schlüssel von 1:25 zu leisten, der weder im Jobbörsen - Programm noch im B eratungsangebot des Jobcenters vorgese- hen ist. Zielgruppe Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem SGB II ab 25 Jah- ren, vorrangig aus den Kundenprofilgruppen des Jobcenters För- derprofil und Entwicklungsprofil mit schweren Vermittlungs - hemmnissen Ziele Operative Ziele  Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätze  Die von Armut Bedrohten / Betroffenen sind in stärkerem Maße in den Arbeitsmarkt integriert Projektziele  Eingliederung in ein sozialversicherungspflichtiges Be - schäftigungsverhältnis durch individuelles Coaching und passgenaue Arbeitsplatzakquise - oder nachrangig  Eingliederung in eine geringfügige Beschäftigung und Begleitung von Existenzgründungen Indikatoren  Anzahl der Vermittlungen in eine sozialversicherungs - pflichtige Beschäftigung  Anzahl der Vermittlungen in eine geringfügige Beschäft i- gung und Existenzgründung Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 103 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Personalkosten 2 Vollzeitkräfte Projektmitarbeit: 74.940,00 € pro Jahr 10 % Projektleitg kleiner Projekte (100 % = 86.460,00 €): 8.646,00 € pro Jahr Personalkosten für 2 Jahre 317.052,00 € Sachkosten Sachkosten zum Beispiel für Öffentlichkeitarbeit, Material: 17.000 € pro Jahr  Sachkosten für 2 Jahre 34.000,00 €  Gesamtkosten 351.052,00 € Davon 2017: 175.526,00 € Davon 2018: 175.526,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhä n- gig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme Projektverantwortlicher Stadt Köln Amt für Soziales und Senioren Förderung ESF-Einzelmaßnahme Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Bemerkung Die Maßnahme erfordert eine enge Zusammenarbeit mit der vor Ort tätigen JobBörse Chorweiler (Träger Zug um Zug gGmbH). Es ist geplant die Maßnahme als ESF -Einzelmaßnahme zur För- derung anzumelden. Für Einzelprojekte endet die Förderphase voraussichtlich am 31.12.2017. Das Projekt ist aber auf eine langfriste Wirkung ausgelegt. Es ist geplant mit Blick auf die Nachhaltigkeit einen Folgeantrag zu stellen 104 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminde- rung Laufende Nummer 4.0.2 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luf t- reinhaltung und Lärmminderung Maßnahme Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze “ im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b- nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t- ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich gezeigt, dass es zukünftig in Köln heißer wird und dass Wette r- extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtteile gege n- über dem Umla nd mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 Grad. In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von über 30 °C und die Sommertage, mit Temperaturen von über 25 °C in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 °C erreicht werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhu n- derts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 % zunehmen und die Zahl der heißen Tage kann sich sogar verdoppeln. In den dicht bebauten Sta dtquartieren gibt es nur wenige wir k- same Maßnahmen entsprechende Kühlpunkte im Stadtgebiet zu schaffen. Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit möglichen Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnten unzählige gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorgärten oder Ga- ragenauffahrten durch Entsiegelung und Bepflanzung wieder zur klimatische Abmilderung der Hitzebelastung beitragen. Projektbeschreibung Es gibt zwei Ansätze die parallel verfolgt werden: Entsiegelung von privaten oder von öffentlichen Flächen. In einem ersten Schritt sollte in den Quartieren eine Bestand s- aufnahme die möglichen potentiellen Flächen erheben, die für eine Entsiegelung zur Verfügung stehen könnten. In einem weiteren Schritt sollte die Entsiegelung und Bepf lan- zung der Flächen durchgeführt werden. Dies könnte durch eine Förderung der Entsiegelungsmaßnahmen für private und g e- werbliche Eigentümer erfolgen. Möglich wäre zum Beispiel eine Förderquote von 20 € pro entsiegeltem m². Mit einer entspr e- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 105 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ chenden Öffentli chkeitsarbeit in den Quartieren sollte für die Maßnahme geworben werden. Zudem besteht ein integrativer Ansatz, da die Maßnahme durch einen Träger des 2. Arbeitsmarktes durchgeführt werden kann. Neben privaten Flächen sollen auch öffentliche Flächen (zum Beispiel Plätze) entsiegelt werden. Hier sind mögliche Synergi e- effekte mit anderen EFRE -Projekten zu prüfen, bei denen im Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen auch Flächen entsiegelt werden. Mit der Entsiegelung ist auch eine ökologische Revitalisierung der Fl ächen durchzuführen. Denkbar ist hier die gezielte Z u- sammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften in den S o- zialräumen. Neben der Regenwasserversickerung vor Ort könnten aus vol l- versiegelten Hinterhöfen grüne Oasen entstehen, die den B e- wohnern nicht nur e ine Verbesserte Aufenthaltsqualität bieten, sondern auch das Bewusstsein für den Klimawandel und Natur stärken. Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner Ziele Operative Ziele  Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie u m- weltbewusstere Lebensweise  Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen Projektziele  Anzahl der sensibilisierten Bewohnerinnen und Bewo h- ner für das Thema „Klimaanpassung / Hitze“  Flächenentsiegelung Indikatoren  Entsiegelte Fläche in m²  Begrünte Fläche in m²  Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner Kosten Sachkosten Pro m² entsiegelter Fläche fallen Kosten in Höhe von 25 - 40 € an. Hinzu kommen Planungskosten in Höhe von 20 %. Kostenvolumen 30.000,00 € Es fallen Kosten für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 10.000 ,00 € an. Die Kosten zur Bestandsaufnahme sind im Gesamtvol u- men enthalten. Berücksichtigt werden in der Kostenkalkulationen sowohl Maßnahmen für private als auch für öffentliche Flächen. Personalkosten Eine halbe Stelle E13: 43.050,00 € 106 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Geschätzte Gesamtkosten 83.050,00 € Davon 2017: 29.350,00 € Davon 2018: 29.350,00 € Davon 2019: 24.350,00 € Projektlaufzeit / Zeit- raum 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2019 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt- und Verbraucherschutzamt Förderung Städtebauförderung / EFRE Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 107 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 4.0.4 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luf t- reinhaltung und Lärmminderung Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informa- tionsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwick- lung im Zuge des Klimawandels Maßnahme im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b- nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t- ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wette r- extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht beb auten Stadtteile gege n- über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 °C. In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von über 30°C und die Sommertage, mit Temperaturen von über 25°C in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maximaltemp e- raturen von über 40°C erreicht werden. Die Zahl der Sommert a- ge wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heißen Tage kann sich sogar verdoppeln. Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartierte bei lang anha l- tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonders Kleinki n- der, Kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesunden Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leis- tungsfähigkeit führen. Bei Hitzeperioden wurden höhere Sterberaten gemessen und das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheitlichen B e- lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken. Zusätzlich f ühren Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetseite und als Handy -App e ine Hitzewarnung an. Dieser Dienst kann auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. Projektbeschreibung Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bewo h- nerschaft in den unterschiedlichen Stadtvierteln zu erreichen, die 108 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ alters- und si tuationsbedingt diese webbasierte Technik nicht nutzen können. Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung für Hitzeereignisse bekommen, sondern auch eine entspreche n- de Verhaltensänderung bzw. Vorsorge betreiben. So sollte zum Beispiel ein alter Mensc h dazu angehalten we r- den, in besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhalten zu ändern, oder die junge Mutter könnte in der Mittagszeit mit ihrem Kind den Schattenplatz aufsuchen. Die Kampagne sollte neben allgemeinverständlichen Informati o- nen verschie dene Medien bedienen. Gerade alte Menschen, ggf. in Einrichtungen, benutzen andere Medien als junge Mütter von Kleinkindern. Die Information sollte über verschiedene Kommunikationswege verbreitet werden. Hierbei sollten auch neue Wege eingeschlagen werden. Hierzu ergeben sich in den Stadtteilen mehrere Fragestellungen:  Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n- gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalten aus?  Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner e r- reicht, die nicht in einer Einrichtung leben?  Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima / Hitzeentwicklung zu kommunizieren?  Was sind geeignete Kommunikationsmedien?  Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? Mit Hi lfe von Multiplikatoren soll das Thema an die Zielgruppe kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse andere, um das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. Mögliche Multiplikatoren sind:  Diverse soziale und kirchliche Träger,  Pflegedienste,  Grundschulen,  Sozialraumkoordinatoren,  Anlaufstellen,  Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der Hitze - Warnung in der Einrichtung“, bzw. „Erreichbarkeit vo n alleinl e- benden älteren Menschen“ durch die Universität Bonn (Prof. Kis- temann, Institut für Hygiene & Public Health) im Rahmen von gesundheitsgeographischen Masterarbeiten untersuchen zu la s- sen. Mögliche Maßnahmen sind:  Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy -Apps, oder das Internetz. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 109 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Ausgabe von Trinkflaschen  Gedrucktes Informationsmaterial  Internet / App  Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in den Sozialräumen Thementage und Informat ionskampagnen nach dem Motto „bleib cool“ durchzuführen. Diese sollen an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvo r- sorge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des Versorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwa s- ser aus, um die Bevölkerung für da s Thema zu sensibili- sieren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r- schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durch gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute we r- den diese erreicht. Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitzeen t- wicklung kann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt in die Grundschulen transportiert werden. Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über eine „Hitz e- ampel“ entsprechend informiert werden. Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere Ziele Operatives Ziel  Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m- weltbewusstere Lebensweise Projektziele  Veränderte Einstellung zum T hema Umweltbelastung und Hitze  Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle Indikatoren  Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche Kosten Personalkosten Halbe Stelle E13 beim Umwelt -und Verbraucherschutzamt: 43.050,00 € Sachkosten Wissenschaftliche Analyse durch die Uni Bonn. 4.000 € für 2 Studierende für jeweils 0,5 Jahre Supervision 4.000,00 € Separate, isolierte Internetpräsenz: 6.000,00 € Veranstaltungen und Infokampagne in den Sozialräumen vor Ort 20.000,00 € Flyer, Informationsmaterial, Trinkflaschen 20.000,00 € 110 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sachkosten gesamt: 54.000,00 € Gesamtkosten 54.000,00 € Davon 2017: 20.000,00 € Davon 2018: 20.000,00 € Davon 2019: 14.000,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2017 bis 31.12.2019 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt-und Verbraucherschutzamt in Zusammenar- beit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der RheinEnergie und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 111 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 4.0.9 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t- reinhaltung und Lärmminderung Maßnahmen Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung der Iden- tifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozialraum und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der Aufenthaltsqualität im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Es ist schon lange bekannt, dass lebendige Tiere eine besond e- re Wirkung bei Menschen in Bezug auf Identifikation und eigene Wahrnehmung erzielen. Das sich Kümmern um andere Lebew e- sen, die geeignete Hilfe bereitwillig annehmen, führt dabei oft zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls und kann dazu beitr a- gen, Aggressionen gegen sich und das Umfeld in Fürsorge u m- zuwandeln. Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Biodiversität eine wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klim a- wandels dar, denen es mit geeigneten Mitteln entgegenzuste u- ern gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiversität in Ko m- munen“ unterzeichnet hat und damit eine freiwillige Selbstve r- pflichtung zur Berücksichtigung der Artenvielfalt in allen Han d- lungsbereichen eingegangen ist, besteht hier konkreter Han d- lungsbedarf, zumal die Kommune bei dem Wettbewerb „Bi o- diversität in Kommunen“ sehr schlecht abgeschnitten hat. Projekte zur gezielten Förderung von Arten, die als Sympathi e- träger gelten, sind dabei besonders geeignet, sowohl dem sozia- len, als auch dem ökologischen Aspekt gerecht zu werden. Projektbeschreibung Es wird eine geeignete Art ausgewählt, für die Schutzmaßna h- men relativ einfach auch durch die Bürger innen und Bürger um- zusetzen sind. Durch den Aufbau einer Internetseite mit allen Informationen rund um diese Tierart und der Darstellung mögl i- cher Schutzmaßnahmen sollen alle Bürger innen und Bürger in- formiert werden. Aktionen vor Ort sollen dabei nicht nur bleibende Strukturen schaffen sondern unter Mitwi rken der Bürgerinnen und Bürger erfolgen, so dass eine Identifikation möglich wird. Denkbar sind hier, adäquat zum Spatzenprojekt, Maßnahmenkonzeption und Umsetzung an Schulen und KITAs zur Lebensraumgestaltung, die Entwicklung von Flyern zum Schutz der Ar t sowie die Ausl o- bung eines Fotowettbewerbs zu der Art mit anschließender K a- lendererstellung. Die Entwicklung und die Abgabe von Saatgut als direkte oder indirekte Nahrungsgrundlage sowie die Anleitung für Fortpflanzungsstätten sollen das Projekt abrunden. Durch die Entwicklung eines Kinderlesebuches soll darüber hi n- aus das Erlebte weiter gefestigt werden und mit einer Förderung 112 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ im Bereich Lesekompetenz verbunden werden. Wichtig ist, dass die gewählte Art zum einen als Sympathieträger wahrgenommen wird, aber auch noch so häufig vorkommt, dass eine Beobachtung durch die Bewohnerinnen und Bewohner ohne großen Aufwand möglich ist. Die Habitate sollten dabei geeignet sein, auch anderen Arten zu helfen. Durch die Anlage eines beschilderten Lehrpfades soll die Lei tart und ihr Lebensraum darüber hinaus für alle erlebbar werden. Aus dem Spatzenprojekt liegen bereits eine ganze Reihe von Erfahrungen vor, die im Rahmen eines neuen Projektes genutzt werden könnten. Als mögliche Arten könnten der Igel oder Wildbienen ge wählt werden.Zum Nachweis der Populationsstärkung könnte eine Kar- tierung vor Beginn und nach Ablauf der Projektzeit in Bezug auf die gewählte Art in den Projekträumen durchgeführt werden Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersstufen einschließl ich gemeinnütziger Vereine und Wohnungsbaugesellschaften Ziele Querschnittsziel  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m- weltbewusstere Lebensweise Projektziele  Identifizierung der Bewohnerschaft mit der gewählten Art  Verbesserung des Lebensumfeldes durch die Erweit e- rung oder naturnähere Gestaltung von Grünbereichen  Verbesserung der Wertschätzung naturnaher Strukturen  Wissenserweiterung über ökologische Zusammenhänge durch Aktionen und Informationen rund um die gewählte Art  Verbesserung der Population der gewählten Art Indikatoren  Anzahl der verteilten Kalender  Anzahl der angelegten Habitatstrukturen  Nutzung des Lehrpfades  Anzahl der Einsätze des Kinderlesebuches an den Grundschulen  Anzahl der Population der Leitart Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 113 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Personal und Sachkosten (Summen) 2016:  Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen Einrich- tung zur Schaffung geeigneter Habitate: Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € Materialkosten: 250,00 € 2017:  Abgabe von Nisthilfen und Saatgut zur Schaffung geei g- neter Lebensgrundlagen für die Art durch interessierte BürgerInnen: 5.000,00 € (Materialkosten, Verteilung und Design)  Erstellung einer verleihbaren Ausstellung 14.000,00 € (10.000,00 € Honorarkosten für Erstellung und Design sowie 4.000,00 € Materialkosten)  Aufbau einer Internetseite und sonstiges Informationsm a- terial: 5.000,00 €  Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen Einric h- tung zur Schaffung geeigneter Habitate: Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € Materialkosten: 250,00 €  Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der ersten Schule durch Ei nsatz der erstellten Materialien (Ausste l- lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderlesebuch). 6 Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 € 2018:  Schaffung geeigneter Habitate im Wohnumfeld als G e- meinschaftsaktion unter Anleitung von Fachleuten aus dem Naturschutz an einer Örtlichkeit: Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720 € Materialkosten: 500,00 €  Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der zweiten Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Ausste l- lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderles ebuch). 6 Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 € 2019:  Abschlussbericht Gesamtkosten: 27.520,00 € Davon 2016: 970,00 € Davon 2017: 25.150,00 € Davon 2018: 1.400,00 € 114 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 01.07.2016 bis 30.06.2019 Projektverantwortlicher Stadt Köln, Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz in Zusa m- menarbeit mit den lokalen Naturschutzverbänden, Stiftung Rhe i- nische Kulturlandschaft und gegebenenfalls Wohnungsbaug e- sellschaften Förderung EU-Förderprogramm LIFE Gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV) Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 115 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 4.0.10 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t- reinhaltung und Lärmminderung Maßnahme Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgartena n- gebotes im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Se e- berg-Nord Inhalt Ausgangslage Köln weist zwar mit seinen fünf naturbezogenen außerschul i- schen Lernorten ein gewisses Repertoire auf, da einige der Ei n- richtungen jedoch nicht gut mit dem öffentlichen Nahverkehr a n- gebunden sind, fällt es vor allem Schulen in den sozial benac h- teiligten Bereichen schwer, die Mittel für einen privaten Bus au f- zubringen. Auch sonst haben Kinder aus diesen sozialen Schich- ten kaum einmal die Möglichkeit des Besuches naturnaher B e- reiche. Zurzeit können aufgrund des Angebotes zum Beispiel nur 30 % der Kinder und Jugendlichen und 10 % der Elementarstufe solche Angebote in Anspruch nehmen. Da zusätzliche Umwelt - und Naturbildung nicht durch einmalige Aktivitäten bei Kindern verankert werden können, ist es sinnvoll, entsprechende Lernorte im unmittelbaren Umfeld der Kinder zu platzieren und in ihr tägl i- ches Leben zu integrieren. Da Schule heute überwiegend im Ganztagsbetrieb läuft, besteht darüber hinaus auch die Notwe n- digkeit, vor Ort Räume mit hoher Auf enthaltsqualität zu schaffen, damit die Schüler sich in den Pausenzeiten auch erholen kö n- nen. Dabei kommt naturnahen Strukturen nachgewiesenerm a- ßen eine hohe Bedeutung zu. Projektbeschreibung Durch die Unterstützung der Schulen in Bezug auf die personelle und finanzielle Ausstattung soll die Anlage und der Betrieb von Schulgärten an einer Schule unterstützt werden. Durch die Entwicklung Lehrplan konformen Unterrichtsmaterials soll die Nutzung des Schulgartens den Lehrerinnen und Lehrern in möglichst vielen Fächer ermöglicht werden. Der erhoffte Effekt soll sein, dass Schülerinnen und Schülern die Herkunft und Wertschätzung von Lebensmitteln näher gebracht wird und der Unterricht durch einen hoh en Praxisbezug nachhal- tiger gestaltet wird. Darüber hinaus ist es gerade im Zeitalter der Inklusion von besonderer Bedeutung, dass auch lernschwächere Schülerinnen u nd Schüler durch ihr Können zum Beispiel im handwerklichen Bereich, die Akzeptanz der Mitsc hülerinnen und Mitschüler gewinnen. Zusätzlich können durch naturnahe Stru k- turen die motorischen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten verbessert werden und durch das Hegen und den damit selbst erzielten Erfolg das Selbstwertgefühl gestärkt werden. Durch Hilfsgesuche in Bezug auf die Betreuung des Schulga r- tens kann darüber hinaus auch eine nachbarschaftliche Koopera- tion entstehen, die verschiedene Generationen miteinander ve r- 116 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ bindet und den Zugang zueinander auch in anderen Themenb e- reichen ermöglicht. Dadurch soll im Veedel das Miteinander statt nebeneinander gefördert werden. Die Maßnahme greift auf bestehende Erfahrungen des Umwelt - und Verbraucherschutzamtes in der Zusammenarbeit mit Sch u- len zurück. Dazu zählt auch die Erfahrung in der Einbindung der Schulen sowie der Frage nach einer Betreuung an Wochene n- den und in den Ferien. Zielgruppe  Interessierte Kinder und Jugendliche der jeweiligen Schu- len  Einbezug von ehrenamtlich tätigen Helferinnen und He l- fern, zum Beispiel Seniorinnen und Senioren mit einem breiten Wissensspektrum in Bezug auf gärtnerische F ä- higkeiten Ziele Operative Ziele  Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verbesserte Umweltbildung - und -beratung sowie u m- weltbewusstere Lebensweise Projektziele  Lernerfolg und Veränderung des Sozialverhaltens bei Einbezug des Schulgartens in die schulische Bildung s- landschaft  Integration lernschwächerer Schülerinnen und Schüler durch Wertschätzung auch der körperlichen Fähigkeiten  Wertschätzung und Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Herkunft von Lebensmitteln  MINT (Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwi s- senschaft und Technik) - Förderung mit Entwicklung von Berufsperspektiven  Förderung von Nachbarschaftskooperationen  Verbesserung der Biodiversität durch Schaffung ökol o- gisch hochwertiger Kleinstrukturen  Verbesserung der Aufenthaltsqualität an der Schule und klimatische Wohlfahrtswirkung Indikatoren  Anzahl der Lehrergespräche  Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler Kosten Bedient werden soll 1 Schule über drei Jahre. Betreuung des Schulgartens 40 Wochen a 6 Stunden a 40 € = 9.600,00 € pro Jahr Honorarkosten 2.000,00 € Material pro Jahr 10.000,00 € einmalige Materialkosten Erstanlage 4.500,00 € einmalige Kosten für die Zusammenstellung Lehrplan Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 117 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ konformen Unterrichtsmaterials Gesamtkosten 49.300,00 € Davon 2016: 15.800,00 € Davon 2017: 11.600,00 € Davon 2018: 16.100,00 € Davon 2019: 5.800,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 01.07.2016 bis 30.06.2019 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz in Kooper a- tion mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Förderung EFRE gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV) 118 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 5: Wohnen Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen Maßnahme „Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wo h- numfeldpflege in Chorweiler-Mitte“ Mieter- /Nachbarschaftsarbeit und Quartiershausmeister Inhalt Ausgangslage Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am L e- ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration unterschiedlicher Bevölk erungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. Dies trifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Die Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte ist in den 1970er Jahren entstanden. Die Sozials truktur zeigt, dass die Bewohnerschaft durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölk e- rungsgruppen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit baulichen Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die Überlagerung von sozialer Benachteiligung der Bewohners chaft und einer unte r- durchschnittlichen Qualität der Wohn - und Lebensbedingungen werden Handlungsbedarfe insbesondere im Wohnumfeld der Großwohnsiedlung deutlich. Gerade zahlreiche „Zwischenrä u- me“, die nicht klar einzelnen Eigentümer zuzuordnen sind oder deren Eigentümer sich aus verschiedenen Gründen nicht ang e- messen kümmern (können), weisen sichtbare Spuren von Ve r- wahrlosung auf, die sich dann negativ auf das Verhalten im und das Verantwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld rückko p- peln können (Broken -Windows-Effekt) und in diesem Sinne sti g- matisierte Adressen manifestieren. Folgende Merkmale sind in der Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte besonders hervorzuheben:  räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von Transferleistungen  hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen  strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds  negatives Image  geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem Quartier Projektbeschreibung Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt gleichzeitig bei den L e- benslagen der Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern (Modul A) und bei der Pflege des direkten Wohnumfeldes (Modul B) an. So kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der „Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder -) initiiert, -etabliert und verstetigt werden. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 119 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zur Sicherung der Nachhaltigkeit sind die Akteure der Wo h- nungswirtschaft frühzeitig und kontinuierlich in den Prozess ei n- zubeziehen. Hier besteht eine Schnittstelle zur Arbeit des Qua r- tiersmanagers (vergleiche Maßnahme 0.0.1), der im Rahmen der Programmkoordination vor Ort Dialoge mit den institutionellen und privatwirtschaftlichen Akteuren initiiert. In Chorweiler Mitte stellt vor allem die GAG Immobilien AG einen wichtigen Partner dar. Sie wurde von der Stadt Köln beau ftragt, einen in Zwang s- verwaltung stehenden Bestand von über 1.200 Wohneinheiten in Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften. Eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement in dem insgesamt wesentlich größ e- ren Sozi alraum Blu menberg, Chorweiler und Seeberg -Nord ist sicherzustellen und konstituierend für den nachhaltigen Erfolg der Maßnahme. Das Quartiersmanagement zielt darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen, dad urch Barrieren abzubauen und den Net z- werkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem Kontext b e- reits eine Ansprache der Bewohnerschaft und der institutionellen Quartiersakteure. Die Situation im Umfeld der Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte erfordert jedoc h eine intensivere Betrachtung. Hier leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgru p- pen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders ni e- derschwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme. Modul A – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Proble m- lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Leben s- bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden. Aufgabe im Rahmen von Modul A wird sein, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen d ie Lebensqualität vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden strukturellen Pro b- leme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorientiert aufz u- greifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunk- te sind die sozialen Lebensverhältnisse und der persönliche Kon- takt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten Interessen, Aktivitäten und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und ent wickelt daraus bedarfsgerechte Beratungs -, Aktivierungs - und Unterstützung s- leistungen für das Quartier. Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen konkretisi e- ren:  Kontinuierliche Präsenz im Quartier  Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung 120 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ (nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort in Zusammenarbeit mit der Sozia l- raumkoordination und dem Quartiersmanagement (ve r- gleiche Projekt Nummer 0.0.1).  Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit.  Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die O r- ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulture l- len Veranstaltung en, Informationsangeboten und Akti o- nen, Gebiets - und Gebäudebegehungen mit der Sozia l- raumkoordination und dem Quartiersmanagement und dem Quartiershausmeister (vergleiche Modul B)  Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten  Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und kulturellen Leben im Quartier  Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßna h- men zur Aufwertung des Quartiers und Erhöhung der S i- cherheit in Zusammenarbeit mit dem Quartiershausmei s- ter (vergleiche Modul B)  Erhöhung der Teilha bechancen in den Bereichen B e- schäftigung, Bildung und Gesundheit (Schnittstelle zu den Projekten Nummer 3.0.6 und 3.0.7)  Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lo b- byarbeit für das Quartier)  Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professi o- nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. Modul B – Quartiershausmeister Die Aufgabenwahrnehmung „Quartiershausmeister“ konnte b e- reits im Rahmen des Wohndialoges in Kalk -Nord (Montag Sti f- tung – Urbane Räume, Projekt Kalkschmiede) große Erfolge und stadtweite Beachtung aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass der Quartiershausmeister, überwiegend in Zusamm enarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, durch seine Präsenz und Täti g- keit nachweislich zur Verbesserung des Wohnumfeldes, beitr a- gen konnte. Er kümmert sich dabei insbesondere um die sog e- nannten „Zwischenräume“, sein Einsatzgebiet ist explizit nicht auf den Grundstücken der Wohneigentümerinnen und Wohneige n- tümer. Ergänzend zu Modul A soll im Stadtviertel Chorweiler-Mitte daher ein Quartiershausmeister eingesetzt werden. Der Einsatz eines Quartiershausmeisters erfolgt aufgrund der augenscheinlichen und akuten Handlungsbedarfe im Wohnu m- feld (zum Beispiel Müllablagerungen), der deutlichen Formuli e- rung des Bedarfs durch Bewohner und Akteure des Gebiets (im Rahmen der begleitenden Workshops zur Erarbeitung des Int e- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 121 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ grierten Handlungskonzeptes) sowie aus der W ohnungswirt- schaft (insbesondere GAG Immobilien AG). Der Bedarf spiegelt sich auch in der geringen Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Wohnumfeld (Demographieumfrage). Folgende Aufgaben übernimmt der Quartiers hausmeister in den Quartieren:  Der Quartiershausmeister hat die Aufgabe, für die B e- wohnerinnen und Bewohner im Quartier ansprechbar zu sein und sie bei den alltäglichen Fragen des Zusamme n- lebens zu unterstützen. Voraussetzung ist daher, dass die Person entsprechend im Quartier anerkann t ist. Una b- dingbar sind neben handwerklichen daher auch soziale und kommunikative Fähigkeiten.  Zu den konkreten Aufgaben zählen: Örtliche Präsenz (ak- tiver Kümmerer vor Ort, regelmäßige Überprüfung des Quartiers auf Missstände und deren Behebung), die I n- formation und der Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die Verbesserung der Sauberkeit im öf- fentlichen Raum (gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern) Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier Ziele Modul A Querschnittsziel  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele  stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort Projektziele  Ziel der aktivierenden Mieter - und Nachbarschaftsarbeit ist es, allen in dem Quartier lebenden Menschen, unab- hängig von der persönlichen Lebenssituation, der He r- kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsf ä- higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von A r- mut und sozialer Ausg renzung vorzubeugen. Durch die Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers ihre Interessen vertreten, ihre Rechte als Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt einbringen. 122 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Modul B Operative Ziele  neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätze  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Leben s- räume  Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwelt- bewusstere Lebensweise Projektziele  Schaffung von niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkei- ten für Bewohnerinnen und Bewohner an der Gestaltung des Wohnumfeldes  Bildung eines neuen Verantwortungsbewusstseins der Bewohnerinnen und Bewohner für ihr Quartier und Ve r- besserung der Lebensbedingungen  Personalrekrutierung und -qualifizierung aus dem Qua r- tier (Der Quartiershausmeister ist aus dem Sozialraum zu rekrutieren.) Indikatoren Modul A  Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der aktivierenden Befragung  Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in der B e- wohnerschaft  Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und Kommunikati- onsräume im Quartier  Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützten Mieterinitiativen und Mieterräte  Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangebote (Mieterberatung)  Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r- treffen Modul B  Rekrutierung des Quartiershausmeisters aus dem Sozia l- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Anzahl der Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnu m- feldes (Sichtbare Verbesserung des Wohnumfeldes)  Anzahl der initiierten, wohnumfeldbezogenen Aktivitäten und Projekte in der Bewohnerschaft Kosten Modul A: Personalkosten für das Quartier Chorweiler Mitte (e x- terne Vergabe) 0,5 Stelle S 15: 35.250,00 € pro Jahr für 3 Jahre: 105.750,00 € Personalkosten Modul A: 105.750,00 € Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 123 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Modul A: Sachkosten für das Quartier Chorweiler Mitte Kostenermittlung für 3 Jahre: Raumkosten: 16.737,00 € Einrichtungsgegenstände: 1.422,00 € Geschäftskosten: 3.828,00 € Fernsprechkosten: 1.038,00 € IT-Kosten: 15.306,00 € Sachkosten Modul A: 38.331,00 € Modul A: Aktivierungsbudget Aktivierende Befragung: 6.500,00 € Mieterprojekte: 3.750,00 € Wissenschaftliche Begleitung: 7.500,00 € Beteiligungsverfahren: 5.625,00 € Aktivierungsbudget Modul A: 23.375,00 € Gesamtkosten Modul A: 167.456,00 € Davon 2018: 55.818,67 € Davon 2019: 55.818,67 € Davon 2020: 55.818,67 € Modul B: Personalkosten für das Quartier Chorweiler Mitte 1 Stelle Assistenz: 58.980 € pro Jahr / für 2 Jahre: 117.960 € Personalkosten Modul B: 117.960,00 € Modul B: Sachkosten für das Quartier Chorweiler Mitte Kleine Maßnahmen zur Steigerung des Wohnumfeldes: 4.000,00 € pro Jahr für 2 Jahre: 8.000,00 € Sachkosten Modul B: 8.000,00 € Gesamtkosten Modul B: 125.960,00 € davon 2018: 62.980,00 € davon 2019: 62.980,00 € Gesamtkosten: 293.416,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum Modul A: 01.01.2018 bis 31.12.2020 36 Monate / 3 Jahre 124 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Modul B: 01.01.2018 bis 31.12.2019 24 Monate / 2 Jahre Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. Eine Weiterentwicklung der Maßnahmen ist denkbar. Die konkre- te Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung a b- hängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren (Modul A), Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Modul B) Förderung Modul A: Städtebauförderung Modul B: ESF Vorrangige Fördermöglichkeite n wurden geprüft und sind nicht erkennbar. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 125 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 5.0.3 Handlungsfeld: Wohnen Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Inhalt Ausgangslage Die Stadtteile des Sozialraums Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord liegen an der nördlichen Peripherie Kölns. Der Sozialraum zählt zu den Großwohnsiedlungen der 1970er Ja h- ren, der durch einen hohen Anteil an öffentlich geförderten Wo h- nungen sowie durch eine problematische Sozialstruktur geprägt ist. Vor Ort zeigen sich massive Probleme durch den schlechten Zustand großer Teile der Wohnbebauung in Folge mangelnder Instandhaltung. In Teilen von Seeberg-Nord und Chorweiler-Nord prägen Reihenhäuser das Siedlungsbild. Der Sozialraum hat zwar insgesamt einen höheren Anteil an Gebäuden mit Ein - und Zweifamilienhäusern, der Kern des Raumes, Chorweiler Mitte, ist jedoch durch eine sehr dominante Hochhausbebauung geprägt. Dabei ist der überwiegende Teil der Wohnungen in Chorweiler öffentlich geförderter Wo hnraum (81,9 %). In Blumenberg und Seeberg beträgt dieser Anteil circa 20 %. Projektbeschreibung Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige Verbe s- serungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnumfeld vorzunehmen. Die Wohn - und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll verbessert werden. Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneu e- rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebaul i- che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen zur Fassadenverbesserung, Begrünung, Herrichtung und Gestal- tung von Hof - und Gartenflächen sowie Maßnahmen an Auße n- wänden und Dächern gefördert werden. Zuwendungsfähig sind 50% der Ausgaben, höchstens jedoch 60 Euro je qm umgestalte- ter Fläche. Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das Förderprogramm bietet Mietern und Eigentümern von Wohni m- mobilien und gemischt genutzten Immobilien Unterstützung bei Verschönerungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von B e- wohnerinnen und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Ve r- schönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord von besonderer B e- deutung. Zielgruppe  Hauseigentümer  Eigentümergemeinschaften  Mieter und Nutzungsberechtigte 126 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ziele Operatives Ziel  Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen Projektziele  Die Wohn - und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll verbessert werden  Aufwertung des Wohnumfeldes  Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch ein attraktiveres Wohnumfeld  Steigerung der privaten Investitionen im Sozialraum Indikatoren  Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm  Anzahl der durchgeführten Beratungen Kosten Gesamtkosten für den Sozialraum: 406.948,00 € Davon 2017: 67.825,00 € Davon 2018: 135.649,00 € Davon 2019: 135.649,00 € Davon 2020: 67.825,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 01.07.2017 bis 30.06.2020 Projektverantwortlicher Amt für Stadtentwicklung und Statistik Förderung Städtebauförderung Bemerkung Der Baustein „Entsiegelung“ der im Rahmen der Förderrichtlinie Stadterneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt wird, soll innerhalb des Haus - Hof – und Fassadenprogramms explizit nicht gefördert werden, da die Stadt Köln das Thema „Entsieg e- lung“ im Rahmen der Maßnahme 4.0.2 „Grüne Höfe, Grüne Plä t- ze“ sowohl für private als auch für öffentliche Flächen zur Förd e- rung anbietet. Eine entsprechende Anpassung wird in der zu erarbeitenden Richtlinie zum Haus, Hof- und Fassadenprogramm erfolgen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 127 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 1: Bezug zum Zielsystem Die für den Sozialraum vorgesehenen Maßnahmen bilden einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Programms (vergleiche Kapitel 2.3). Auf Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Sozialraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die folgen- de Übersicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen die Handlungsansätze in Blumenberg, Chorweiler und Seeberg -Nord einen besonderen Beitrag liefern (grün hervorgehoben). Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 128 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 129 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Tabelle 4: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung Handlungsfeld Nr. Maßnahme Gebietsbezug Gesamtkosten für den Sozial- raum Blumen- berg, Chorwei- ler und See- berg-Nord Finanzierung aus 2016 2017 2018 2019 2020 übergreifend 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und See- berg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 731.873,00 € Städtebauförderung 164.039,00 € 203.034,00 € 195.180,00 € 169.620,00 € übergreifend 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 44.089,50 € Städtebauförderung 11.305,00 € 11.305,00 € 11.305,00 € 10.174,50 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.5 Integration auch von zugewanderten Kindern, Ju- gendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht- lingsstatus in die bestehen-den Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 254.520,00 € ESF 127.260,00 € 127.260,00 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Ju- gendarbeit Köln im Sozialraum Blumenberg, Chor- weiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 26.900,00 € ESF 13.450,00 € 13.450,00 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugend- liche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnis- sen im Rahmen von Jugendintegrationskursen im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 167.535,00 € ESF 83.767,50 € 83.767,50 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialräumen; hier für den Sozial- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 48.780,00 € ESF 24.390,00 € 24.390,00 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.17 Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteileltern im Sozialraum Blumenberg, Chor- weiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 302.227,00 € EFRE 108.924,00 € 96.651,00 € 96.651,00 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbil- dung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Fami- lienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganztags im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 200.608,00 € ESF 100.304,00 € 100.304,00 € 130 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 131 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld Nr. Maßnahme Gebietsbezug Gesamtkosten für den Sozial- raum Blumen- berg, Chorwei- ler und See- berg-Nord Finanzierung aus 2016 2017 2018 2019 2020 Früh ansetzende Hilfen 1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozial- raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 68.570,00 € ESF 34.285,00 € 34.285,00 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum Blumenberg, Chor- weiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 23.391,00 € gegebenenfalls ge- eignetes Landes- programm des MFKJKS oder MSW oder des BAMF (Sprachkurse) 11.695,00 € 11.695,00 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum Blumen-berg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 394.440,00 € ESF 197.220,00 € 197.220,00 € Öffentlicher Raum 2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 903.100,00 € EFRE mit Kofinan- zierung über Städ- tebauförderung 155.000,00 € 391.000,00 € 309.000,00 € 48.100,00 € Öffentlicher Raum 2.3.3 Weserplatz in Köln-Chorweiler Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 660.000,00 € Städtebauförderung 30.000,00 € 30.000,00 € 50.000,00 € 150.000,00 € 400.000,00 € Wirtschaft und Quali- fizierung 3.0.1 „CheckPraxis“ – Schule und Praxis im Dialog für Schülerin-nen und Schüler aus dem Sozialraum Blumenberg, Chor-weiler und Seeberg-Nord Übergreifend (Porz-Ost, Finkenberg, Gremberg- hoven und Eil; Blumen- berg, Chorweiler und Seeberg-Nord; Mesche- nich und Rondorf) 26.196,00 € ESF 6.549,00 € 13.098,00 € 6.549,00 € Wirtschaft und Quali- fizierung 3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorweiler Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 351.052,00 € ESF 175.526,00 € 175.526,00 € Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luft- reinhaltung und Lärmminderung 4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze“ im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 83.050,00 € Städtebauförderung / EFRE 29.350,00 € 29.350,00 € 24.350,00 € Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luft- reinhaltung und Lärmminderung 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawan- dels übergreifend (alle Sozial- räume) 54.000,00 € BMUB-Programm (Klima) 20.000,00 € 20.000,00 € 14.000,00 € Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luft- reinhaltung und Lärmminderung 4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesse- rung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozialraum und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der Aufenthaltsqualität im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord übergreifend 27.520,00 € EU-Förderprogramm LIFE Gegebenenfalls Natur- und Umwelt- schutzakademie (MKULNV) 970,00 € 25.150,00 € 1400,00 € 132 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 133 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld Nr. Maßnahme Gebietsbezug Gesamtkosten für den Sozial- raum Blumen- berg, Chorwei- ler und See- berg-Nord Finanzierung aus 2016 2017 2018 2019 2020 Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luft- reinhaltung und Lärmminderung 4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schul- gartenangebotes im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend 49.300,00 € EFRE gegebenenfalls Na- tur- und Umwelt- schutzakademie (MKULNV) 15.800,00 € 11.600,00 € 16.100,00 € 5.800,00 € Wohnen 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wohnumfeldpflege in Chorweiler-Mitte“ Mieter- /Nachbarschaftsarbeit und Quartiershaus- meister übergreifend 293.416,00 € Städtebauförderung für Modul A, ESF für Modul B 118.798,67 € 118.798,67 € 55.818,67 € Wohnen 5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenprogramm für den Sozi- alraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord übergreifend (alle Sozial- räume) 406.948,00 € Städtebauförderung 67.825,00 € 135.649,00 € 135.649,00 € 67.825,00 € Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
  • Anlage 0

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    Anlage 0 Im Zusammenhang der Erarbeitung des IHKs für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ waren Prüfverfahren notwendig, die eine frühere Fertigstellung nicht er- möglichten. Im Sinne einer zügigen Programmumsetzung wird die Vorlage den politischen Gremien zu Beginn der Beratungsfolge verfristet vorgelegt.
  • Anlage 2_Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord

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    Maßnahme Kosten (€) 2016** Kosten (€) 2017** Kosten (€) 2018** Kosten (€) 2019** Kosten (€) 2020** Kosten (€) 2021** 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung 731.870 0 0 0 0 0 0.0.2 Evaluation 44.090 0 0 0 0 0 1.0.5 Integration von (zugewanderten) Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die bestehenden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit / Streetwork* 0 254.520 0 0 0 0 1.0.7 Qualifizierungsoffensive Kinder- und Jugendarbeit Köln* 0 26.900 0 0 0 0 1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von Jugendintegrationskursen* 0 167.535 0 0 0 0 1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraumgebieten* 0 27.251 0 0 0 0 1.0.17 Modul A Kölner Bildungsberatungszentrum 0 0 210.000 0 0 0 Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Gesamtkosten für den Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 4.960.345 € * Anteilige, auf den Sozialraum bezogene Darstellung der Kosten für sozialraumübergreifende Maßnahmen (raumübergreifende Förderantragstellung). ** Die Gesamtmaßnahmenkosten sind dem vorgesehenen Bewilligungsjahr zugeordnet. Im Rahmen der detaillierten Planungen zur Förderantragstellung wird der Mittelabfluss den jeweiligen Haushaltsjahren zugeordnet. Maßnahme Kosten (€) 2016** Kosten (€) 2017** Kosten (€) 2018** Kosten (€) 2019** Kosten (€) 2020** Kosten (€) 2021** 1.0.17 Modul B Stadtteileltern* 0 77.547 0 0 0 0 1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganztags* 0 110.968 0 0 0 0 1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel* 0 68.570 0 0 0 0 1.0.21 Ferienschulen* 0 0 23.391 0 0 0 1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln* 0 394.080 0 0 0 0 2.0.4a Spielplatz Osloer Str./Athener Ring inkl. Schadstoffsanierung 0 0 540.000 0 0 0 2.0.4b Spielplatz Osloer Str. 0 218.700 0 0 0 0 2.0.4c Spielplatz Kopenhagener Str. 0 54.200 0 0 0 0 2.0.4d Bolzplatz Elbeallee 0 0 100.000 2.3.3 Weserplatz 0 0 600.000 0 0 0 3.0.1 „CheckPraxis“ Berufsfeldorientierung für Schülerinnen und Schüler aus den Sozialräumen 0 26.196 0 0 0 0 3.3.2 Jobcoach im Quartier Chorweiler 0 351.052 0 0 0 0 4.0.2 Offen für Regen: "Grüne Höfe, grüne Plätze" 0 83.050 0 0 0 0 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels 0 54.000 0 0 0 0 4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Identifikation mit dem SR und Erhöhung der Biodiversität sowie Aufenthaltsqualität 0 27.520 0 0 0 0 4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgartenangebots 0 49.300 0 0 0 0 Maßnahme Kosten (€) 2016** Kosten (€) 2017** Kosten (€) 2018** Kosten (€) 2019** Kosten (€) 2020** Kosten (€) 2021** 5.0.2 Zuhause im Veedel - Modul A: Aktivierung und Beteiligung im Quartier 0 186.845 0 0 0 5.0.2. Zuhause im Veedel - Modul B* 0 125.960 0 0 0 0 5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm 0 406.800 0 0 0 0

Beratungsverlauf

  1. 25.04.2017

    Integrationsrat

    TOP 8.5, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 25.04.2017

    Ausschuss Schule und Weiterbildung

    TOP 4.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  3. 27.04.2017

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 4.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  4. 27.04.2017

    Wirtschaftsausschuss

    TOP 15.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  5. 02.05.2017

    Verkehrsausschuss

    TOP 5.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  6. 04.05.2017

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 4.14, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  7. 04.05.2017

    Sportausschuss

    TOP 7.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  8. 09.05.2017

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 4.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  9. 09.05.2017

    Gesundheitsausschuss

    TOP 5.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  10. 11.05.2017

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 6.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  11. 11.05.2017

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 9.2.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  12. 15.05.2017

    Finanzausschuss

    TOP 12.13, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  13. 18.05.2017 zuletzt

    Rat

    TOP 10.18, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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