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V/0408/2005

Neugestaltung des "Picasso-Platzes"

Vorlage 18.05.2005

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 29.06.2005, TOP 3

Anlage 2 _ Rahmenbedingungen für das Nutzungs- und Gestaltungskonzept

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Anlage 4 _ Ergebnis der Planungswerkstatt

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Anlage 1 _ Dokumentation der Beteiligungsaktion

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Anlage 6 _ Flyer, begleitend zur Ausstellung der Ergebnisse

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Anlage 3 _ Bürgeranfrage

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Anlage 5 _ Protokoll der Sitzung des Beurteilungsgremiums

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Beschlussvorlage

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Anlage 7 _ Anforderungen Landeswettbewerb

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Anlage 2 _ Rahmenbedingungen für das Nutzungs- und Gestaltungskonzept

3563 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
 
Anlage 2 
 
 
Rahmenbedingungen für das Nutzungs- und 
Gestaltungskonzept 
 
• Lageplan 
• Textliche Rahmenbedingungen 
• Ergänzung der Rahmenbedingung en durch die Focusgruppe 
25.04.2005

Planungswerkstatt - Leistungsbild, Anlage 2.1
Lageplan

Planungswerkstatt - Leistungsbild, Anlage 2.1
Textliche Rahmenbedingungen
Königsstraße:
- Einhaltung der Fahrbahngrenzen laut Lageplan
- Einbau von Bordsteinen beidseitig erforderlich 
(auch bei niveaugleichem Ausbau der gesamten Verkehrsfläche) 
- Bordsteinausbildung, dann Hochbord mit 5 cm Anschlag 
(Bushaltestelle vor Dresdner Bank: 15 cm)
- Ausbau der Fahrbahn in Naturstein Großpflaster zwingend
- zur Entwässerung Dachprofil der Fahrbahn beibehalten
- vorh. Geländehöhen entsprechend Kennzeichnung im Lageplan einhalten
- erkennbare Abgrenzung Fahrradweg / Gehweg an Ostseite der Königsstraße
- Berücksichtigung vorhandener Leitungen
Platzfläche:
- Einhaltung der Höhenpunkte an den Gebäudeecken / Gehweg Königsstraße
- Platzniveau kann nivelliert werden (Anschluss an vorh. Höhen Lütke Gasse)
- Durchgang zur Lütke Gasse wünschenswert (s. Vorentwurf) 
- Berücksichtigung der Platzentwässerung
- Fassadenansicht Königsstraße 51-53 (neu) sieht wegen Fenstern im EG /
Eingängen etwa gleiche Anschlusshöhen zum Platz vor
- Freihaltung von festen Einbauten im Bereich Feuerwehraufstellfläche vor der 
nördl. Fassade Königsstraße 51-53 (Abstand >3 / <9 m, Aufstellbreite 5,50 m)
Gebäude:
Planung:
Königsstraße 51-53      IV / Attika 75,01 m ü.NN (plus Geländer) 
OK Staffelgeschoss      78,46 m ü.NN (Rücksprung 1,74 m)
Königsstraße 55 IV / Attika 75,01 m ü.NN
(Dachausbildung noch offen)
Königsstraße 57 Durchgang im EG zur Lüttke Gasse
Obergeschosse vermitteln zwischen Anschlusshöhen
Bestand:
Königsstraße 59 Baudenkmal ist zu berücksichtigen
Picasso-Museum denkmalgeschütze Fassaden und Eingangstreppen sind zu 
berücksichtigen

Planungswerkstatt - Leistungsbild, Anlage  2.1
Textliche Rahmenbedingungen
Ergänzung der Rahmenbedingungen durch Focusgruppe am 25.05.2005
Auszug aus dem Protokoll
•Die beteiligten Büros haben sich insbesondere mit der Frage aus 
einander zu setzen, wie stark und in welcher Form die Ausrichtung des 
Platzes auf das angrenzende Museum und den Künstler Pablo Picasso 
ausgestaltet sein sollte. Hilfestellung für die Entscheidungsfindung ist dabei 
das in der Diskussion der Fo cusgruppe deut lich gewordene 
Meinungsspektrum. In diesem Zu sammenhang wurde deu tlich, dass der 
Bezug zum Museum und de m dort präsentierten Küns tler vor allem übe r 
den hohen Anspru ch an die Gestaltung de s Platzes sowie die 
Planungsphilosophie zum Ausdruck kommen sollte.
• Herausgestellt wird noch einmal die über Münster hinausgehende und 
sich in der hohen Zahl auswärtiger Museumsbesucher manifestierenden 
Bedeutung des Platzes.
• Zu beachten ist, dass vor allem der südlich des „Kettelerschen Hofes“
liegende Platz aller Voraussicht nach den Großteil der in West-Ost-
Richtung verlaufenden Passantenströme aufnehmen und somit einen 
öffentlichen Charakter erhalten wird. Zu fragen ist dann, welche Funktion 
der “Picasso-Platz”im Sinne des angestrebten eigenständigen Charakters 
übernimmt.
• Die Fertigstellung des Bauvorhabens “KettelerscherHof”ist für 2007 
projektiert. Zu einem Zeitplan des Bauvorhabens “Teilbebauung 
Vereinsdruckerei”können derzeit keine Aussagen getroffen werden.
• Angestrebt wird ein niveaugleicher Platz.
• Die vorgestellten Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sind im weiteren 
Verfahren zu berücksichtigen.

Anlage 4 _ Ergebnis der Planungswerkstatt

13316 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
 
Anlage 4 
 
 
Ergebnisse der Planungswerkstatt 
 
• Pläne und Erläuterungsberichte von 
 
• Chestnutt_Niess Architekten, Berlin 
• Maas & Partner, Münster 
• Arbeitsgemeinschaft Wachten,  Nikolic, Rekittke, Dortmund 
• Pier7architekten + Wündrich, Landschaftsplaner, Düsseldorf

Josef-Pieper-Strasse 2 
48149 Münster 
 
Telefon 0251 27 28 29 
Telefax 0251 29 70 55 
 
fl@maasundpartner.com 
www.maasundpartner.com 
Der ausgelobte Wettbewerb „Picassoplatz“ geht auf des städtebauliche Konzept des 
Realisierungswettbewerbs „Umgestaltung Picassomuseumsumfeld“ aus dem Jahr 
2002 zurück, den wir mit unserem Vorschlag „Königshöfe“, einer Abfolge von Stadt- 
und Gartenplätzen durch eine mäandrierende Großform der Königsstraße zu bzw. 
abgewand, für uns entscheiden konnten. 
Die vorgeschlagene Proportion des neuen Picassoplatzes, mit einem rechten Winkel in 
der Planung des Neubaus wurde jedoch in der jetzigen Planung in eine Trapezform mit 
Parallelstellung des neuen Gebäudes gegenüber dem Picassomuseum geändert. 
 
Der  Picassoplatz wurde von uns mit einer Plastik des katalanischen Künstlers Andrés 
Ginestet mit einem deutlichen Bezug auf den Eingang des Picassomuseums gestaltet. 
Diese Grundidee haben wir beibehalten und unter den Vorgaben der 
Bürgerbeteiligung modifiziert. Nach wie vor erachten wir Kunst im öffentlichen Raum für 
notwendig, um im Stadtbild auf das Museum hinzuweisen, welches über die 
denkmalgeschützen Fassaden ohne Werbung nicht zu erkennen ist. 
 
In der Analyse der im Modellbau der Bürgerbeteiligung geäußerten 
Gestaltungsvorschläge ist zum einen der Wille zu einer übergeordneten Gestaltung 
erkennbar, was wohl an der neuen, wenig fassbaren Trapezform des Platzes liegt, zum 
anderen gibt es eine Schwerpunktbildung im nordöstlichen Bereich des Platzes mit 
Blickbeziehung zum Eingang Picassomuseum. 
 
Wir haben uns im folgenden Entwurfsprozess in Proportionsstudien mit dem Platz  und 
diesem neuralgischen Punkt weiter beschäftigt. Das Rechteck, welches begrenzt durch 
den Neubau und die beiden Eingänge in den historischen Gebäuden des Museums in 
die Platzfläche gelegt werden kann, entspricht im Seitenverhältnis exakt dem Goldenen 
Schnitt. Gliedern wir dieses Rechteck mit Quadraten in der Zahlenfolge Fibonacci 
(Leonardo von Pisa 1170-1240, Kaufmann und Mathematiker), ergeben sich weitere 
Folgen von Goldenen Schnitten, welche sc hließlich im durch die Bürger intuitiv 
gefundenen Brennpunkt des Platzes münden. 
 
Verbinden wir die Eckpunkte dieser Quadrate, so ergibt sich eine Spirale, welche sich 
vom Brennpunkt genau auf den Eingang des Museums entwickelt. Im Zentrum platziert 
sich die Großplastik „Picadora“, die als Sinnbild für die Stadt Münster und deren Bürger 
in direkten Kontakt mit Picasso tritt, der sich als Stierhorn in der Spirale manifestiert. 
Diese künstlerisch gestaltete Fläche ist dem freien Aufenthalt der Bürger und der Kunst 
vorbehalten. Die aus der Trapezform result ierenden „Restflächen“ stehen für eine 
kommerzielle Nutzung wie z.B. eine Außengastronomie oder auch für Stadtgrün, wie 
von den Bürgerinnen und Bürgern gewünscht, zur Verfügung. 
 
Zum weiterhin gewünschte Aufenthalt ohne Konsumzwang schlagen wir eine 
Möblierung des Platzes entlang der Spirale vor. Hörner in Sitzhöhe, drehbar auf einer 
außermittigen Achse, ermöglichen je nach Ausrichtung die Bildung von Sitzgruppen. In 
der Nacht beleuchtet, können die Bürgerinnen und Bürger durch Drehung maßgeblich 
die Platzgestaltung interaktiv beeinflussen. 
Durch die Wahl von Einzelelementen wird die Bespielung des Platzes und der Zugang 
zu den Ladenlokalen nicht beeinträchtigt. 
MAAS UND PARTNER          Josef-Pieper-Straße 2          48149 Münster 
Erläuterungen zum „Picassoplatz“

Thomas Knüvener   Vladimir Lalo Nikolic   Jörg Rekittke   Kunibert Wachten
Unbeschriebenes Blatt Picassoplatz
Königsstraße

Unbeschriebenes Blatt Picassoplatz
Schnitt
Lageplan
Königsstraße
Picasso Museum
Platzfläche Marmor
Marmorbank
Birke
Thomas Knüvener   Vladimir Lalo Nikolic   Jörg Rekittke   Kunibert Wachten
Durchgang

Unbeschriebenes Blatt — Picasso-Platz 
 
Der „Picasso-Platz“ ist ein „unbeschriebenes Blatt“ und sollte als solches auch gestaltet werden. 
 
1. „Unbeschriebenes Blatt“ im Stadtgefüge  
Als Neuling im Gefüge der herausragenden Stadträume ist der „Picasso-Platz“ zwangsläufig 
noch ein „unbeschriebenes Blatt“, ein Platz ohne Geschichte, ohne Erinnerungen, ohne 
Emotionen. 
Im Kontext der anderen Plätze muss er sich entwickeln und behaupten. Er braucht dafür eine 
eigene Note, etwas Besonders das ihn abhebt von den anderen Plätzen und ihn doch nicht im 
Stadtgefüge fremd erscheinen lässt. 
In der Logik der Stadt muss er steinern sein. Er muss eine edle, langlebige Oberfläche zeigen, 
der eben wie ein „unbeschriebenes Blatt“ im Verlauf seiner Geschichte durch die Menschen und 
Ereignisse „beschrieben“ und „bezeichnen“ werden kann. Dies verlangt eine ausreichende 
Offenheit. 
 
2. „Unbeschriebenes Blatt“ als offenes Nutzungsangebot 
Die Beteiligung der Bürger hat ein breites Spektrum von Nutzungsansprüchen und –wünschen 
offen gelegt. Diese lassen sich in ihrer Breite und Vielfalt nur erfüllen, wenn sich kein 
Nutzungswunsch gestalterisch manifestiert. Dies gilt gleichermaßen für alle unmittelbaren 
Thematisierungen des Picasso – Museums. In ihrer Geschichte waren die Städte immer gut 
beraten, ihren Stadtraum nicht in einen „Themenpark“ zu verwandeln. 
Der offene, unverstellte Platzraum ist die einzige Gewähr, unterschiedlichen und stets 
wechselnden Nutzungsansprüchen Raum zu geben. Nur das „unbeschriebene Blatt“ kann 
beschrieben werden .Überdies ist der Platz klein und in seiner räumlichen Wirkung zu eng, um 
Differenzierungen in den Bodenbelägen und verschiedene Möblierungselement aufnehmen und 
vertragen zu können. Das Konzept des „unbeschriebenen Blattes“ zeigt deshalb eine reduzierte 
Gestaltung: einen vollflächigen Bodenbelag mit einem Baum und einer Bank 
 
3. „Unbeschriebenes Blatt“ als Gestaltungsprinzip 
In unmittelbarer Nähe zum historischen Ring von Rothenburg und Prinzipalmarkt muss Platz 
steinern sein. So kann auch ein Wechselspiel mit dem südlich gelegen „städtischen Garten“ 
erzeugt werden, der ebenfalls in naher Zukunft gebaut werden soll. Die Königsstrasse hat in 
ihrem Zusammenhang eine historische Bedeutung, die nicht durch einen straßenübergreifend 
gestalteten „Picasso – Platz“ gestört werden darf. Deshalb erstreckt sich der Bodenbelag bis zum 
Rand des Gehwegs. Als Sonderling im städtischen Platzgefüge, wegen seiner Enge und 
ungünstigen Exposition und nicht zuletzt im Sinne des „unbeschriebenen Blattes“ soll der Platz 
flächig weiß werden. Um diesen Farbwunsch mit dem Anspruch edler Wirkung zu verbinden, 
wird als Bodenmaterial Marmor oder auch Albino – Quarzit in speziell maßgeschneiderten 
Formaten vorgeschlagen. Die Reduktion, der die Idee des „unbeschriebenen Blattes“ zugrunde 
liegt, zeigt sich auch in der Möblierung: Eine Birke an der Nordost – Ecke des Platzes soll 
Orientierung geben und die Tiefe des Raumes ausweisen sowie die Fassade des bestehenden 
Eckgebäudes in ihrer dominanten Wirkung abschwächen. Die Bank ist eine Bodenskulptur und 
zur Betonung der Flächigkeit des Platzes wird er nachts bodennah ausgeleuchtet. Die 
Sichtbarkeit und Spürbarkeit des Materials und die notwendige gute Handwerklichkeit sollen 
prägende Qualitäten des Platzes sein. Sie lassen sowohl direkte Analogien zur Münsteraner 
Stadtbaukultur wie auch indirekte Bezüge zum Namesgeber des Platzes zu. 
 
Thomas Knüvener     Vladimir Lalo Nikolic     Jörg Rekittke     Kunibert Wachten

INNENHOF
59,5259,52
KETTELERSCHER HOF
picassomuseum
picassomuseum
skulptur
kunst
ruhe
museumsfest
skulptur
kunst
ruhe
PICASSOPLATZ
ANSICHTSÜDEN
ANSICHT WESTEN
KETTELERSCHER HOF
VEREINSDRUCKEREI
PICASSOMUSEUM
KÖNIGSSTRASSE
DURCHGANG LÜTGEGASSE
NUTZUNG FREIRAUM 
NUTZUNG STADTFEST 
HOF
PICASSO-
PLATZ
ANSICHTEN 1:200 - LAGEPLAN 1:500
BLATT 01
pier7architekten -  Wündrich Landschaftsarchitekten
BLATT 01STADT MÜNSTER - PICASSO-PLATZ
FREIRAUM
RAUMKONTUR
BEZUG MUSEUM
LICHTHIMMEL
GRÜN
WEGE
SITZINSELN
SITZINSEL
LICHTHIMMEL
PICASSOS ATELIER
LOSE SESSELN
SITZSKULPTUR
LICHTKONZEPT
BODENBELAG SCHRIFTRELIEF

PICASSOMUSEUM
MÜNSTER ARKADEN
KÖNIGSSTRASSE
LÜTKE GASSE
KETTELERSCHER HOF
WESTFÄLISCHE VEREINSDRUCKEREI
OBERVERWALTUNGS-
GERICHT
LANDESMUSEUM
MUSEUMSHOF
FAHRRADWEG
DRESDNER BANK
SITZINSELN
ANSICHT NORDEN
ANSICHT OSTEN
VEREINSDRUCKEREI
PICASSOMUSEUM
picassomuseum
59,52
skulptur
kunst
ruhe
museumsfest
DURCHGANG LÜTGEGASSE
KÖNIGSSTRASSE
MUSEUMSHOF
MÜNSTERARKADEN
KETTELERSCHER HOF
NUTZUNG SKULPTUR. PROJEKTE IN MÜNSTER
KETTELERSCHER HOF
DURCHGANG
NUTZUNG EVENT/MUSEUMSFEST
GRUNDRISS - SCHNITTE 1:200
BLATT 02
pier7architekten -  Wündrich Landschaftsarchitekten
STADT MÜNSTER - PICASSO-PLATZ

Planungswerkstatt Picasso-Platz in Münster            pier 7 architekten 
         + wündrich landschaftsarchitekten 
 
 
 
Erläuterungsbericht    
 
 
 
Städtebau  - Stadtraum - Verorten 
Innerhalb der Altstadt von Münster gibt es eine Vielzahl von Plätzen. Entlang der 
Königsstrasse reiht sich eine Platz-/ Freiraumfolge, dem Prinzip einer Perlenkette gleich 
auf. Ziel der Planung ist es, dem indifferenten Stadtraum eine neue, klare Kontur und 
Raumsequenz zu geben. Zur notwendigen Stärkung des Strassenraums schlagen wir vor, 
gegenüber dem Strassenraum, zurückgesetzte Platzräume auszubilden. Dazu gehört auch 
der zeitgleich entstehenden Platzraum gegenüber dem Hötteweg, der über die drei 
grossen Platanen zur Königsstrasse begrenzt wird.  Dieser liegt an der Ost-West 
Grünvernetzung und weist ein hohes Potential als grüner Platzraum auf. Dies bedeutet die 
Möglichkeit differenzierte Platzcharaktere entlang der Königsstrasse auszubilden. 
 
Platzraum 
Strukturelle Platzvoraussetzungen hat der introvertierte Platz Nr.35 gegenüber dem 
Picassomuseum nicht, auch liegt er von der Strasse getrennt nur vis-à-vis. Er gewinnt seine 
Bedeutung als artifizieller Vorraum des Museums. Seine geringe Grösse, die enge 
bauliche Fassung, die hohen Gebäudewände machen ihn in zu einem „Aussenzimmer“ des 
Museums. 
 
Platzkonzept 
Der neue Platz beginnt direkt am Museum, schiebt sich in den Strassenraum und auf die 
gegenüberliegende Seite. Die Materialität des Museumssockels und des 
Eingangsgiebels wird zum Platzbelag. Die trapezförmige Freiraumkontur mit ihrer 
trichterförmigen Ausrichtung auf die aufwendig gestalteten Fassaden des Museums richten 
den Platz zum „point of view“, dem Picasso-Museum aus. Bildet der helle Natursteinbelag 
die bodennahe Klammer des Raumes, so dient der vorgeschlagene, transparente 
Lichthimmel als „obere“ Klammer des Platzraumes. Tagsüber ist die Seilverspannung 
des Lichthimmels in Höhe der Traufkante des Museums so gut wie nicht sichtbar. Nachts 
ergibt sich ein anderes Bild, hier fasst die Lichtebene den Raum deutlich zusammen. Die 
Beleuchtung soll unterschiedliche Lichtszenarien ermöglichen. Von der vereinzelten, 
reduzierten, punktuellen Platzbeleuchtung, über mögliche farbige Lichtinstallationen bis 
hin zum flächigen Lichthimmel. Die Leuchten sind gerichtet, flexibel schaltbar geplant und 
gewährleisten die Blendfreiheit für die Anwohner und Nutzer der angrenzenden Gebäude.    
Das übersetzte Baummotiv der Platzfolge wird hier als artifizielles Grün, in Form von drei 
geschnittenen, niederen Linden an der hinteren Platzwand vor der neuen Vereinsdruckerei 
angeordnet. 
Entsprechend der Aussenzimmersituation schlagen wir eine andere Form des Sitzens vor. 
Ausgehend von einer möglichen temporären, sesselartigen losen Bestuhlung, sind zwei Sitz- 
und Aufenthaltsinseln von hoher Individualität und Attraktivität vorgesehen. Die sich 
zwischen Platzboden und -himmel spannen, quasi frei im Raum schwebend. Dadurch 
werden die beiden Klammer-Ebenen verbunden und dreidimensional erfahrbar. Sie laden 
sowohl zur Kommunikation, als auch zur Kontemplation ein. Ein Element kann auch als 
Veranstaltungspodest genutzt werden. 
Auf den zweiten Blick erfahrbar, im Bodenbelag als Relief eingelassene Zitate stellen den 
subtilen Bezug
 und die Auseinandersetzung zu dem Menschen Picasso her. Die Kunst 
bleibt dem Museum vorbehalten. 
 
Die zurückhaltende, gleichzeitig markante und selbstbewusste Platzgestaltung verleiht 
dem Picasso-Platz eine besondere Bedeutung und Strahlkraft. 
Der Platz ist so offen gestaltet, dass eine Vielzahl von Nutzungen möglich sind. Er besitzt 
einen hohen Aufforderungscharakter zur Aneignung durch die Bürger und Gäste der Stadt. 
Er ist alltagstauglich, wenn nur einige wenige Personen den Raum nutzen. Anderseits

bildet er einen attraktiven Rahmen für festliche Aktivitäten und Veranstaltungen mit 
einer Vielzahl von Bürgern. 
 
 
Konstruktion / Material 
Der Platz zeichnet sich durch eine hochwertige Materialität aus. Als Bodenbelag sind 
grossformatige Natursteinplatten vorgesehen, die im Farbton den hell – beigen Sandstein 
des Sockels des Picasso-Museums aufnehmen, z.B.Kalkstein, Travertin oder auch 
eingefärbter Beton.  
Der Lichthimmel besteht aus dünnen Stahl-Spannseilen mit minimierten LED-
Lichtstrahlern. 
Die Sitzflächen der Sitzinseln bestehen aus Holz und weisen haptische Qualitäten auf.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Münster – 27.04.2005

Anlage 1 _ Dokumentation der Beteiligungsaktion

10335 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
 
Anlage 1 
 
 
Dokumentation der Beteiligungsaktion

Picasso Platz
Im, am und mit dem 
Graphikmuseum Pablo Picasso
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung
Ein Stadtplatz entsteht

Picasso Platz
Ziele des Beteiligungsverfahrens
informieren …
qualifizieren …
beteiligen …

Picasso Platz
Module des Beteiligungsverfahrens
zeigen: „Werden Sie selbst aktiv – am Modell!“
sprechen: „Nehmen Sie Platz auf dem Platz – im roten Sessel!“
schreiben: „Fragen, Antworten, Vorschläge!“
Verschiedene Varianten
für eine breit getragene Beteiligung

Picasso Platz
Der Film
MAZ ab: Dokumentation der Aktion „ Roter Sessel“
[60 Interviews im Roten Sessel]

Picasso Platz
Die Modelle
Baumeister gesucht: Dokumentation der Nutzungsideen
[119 erstellte Modelle]

Picasso Platz
Die Modelle
n fast immer wurden Sitzelemente
und Bäume verwendet
n weitere häufig eingebrachte, 
charakteristische Merkmale: Bühnen, 
Skulpturen sowie das Element “Wasser”
n sowohl klar strukturiertePlatzfläche
mit einheitlicher Pflasterung als auch
gelockerte Gliederung mit
verschiedenen Materialien

Picasso Platz
ohne Bäume
mit Bäumen
mehr als 5 
Bäume
4-5 Bäume
2-3 Bäume
1 Baum
Die Modelle
0
20
40
60
80
100
120
Sitzelemente
Bühnen
Skulptur
Wasser
Treppen
Gastronomie
Überdachung
Lichtelemente
Info
Pflaster
Spielplatz
Feng Shui
Boulebahn
Dachgarten
Zoo
Straße
Beim Bau genutzte Elemente …
Zahl der Bäume
107
12
12
29
37
29

Picasso Platz
Die schriftlichen Antworten
Meinungsäußerungen: Zusammenfassung der Ergebnisse
[222 erfasste Rückmeldungen
online – per Post – im Museum]

Picasso Platz
Die schriftlichen Antworten
Dass in der südlichen Altstadt ein 
neuer Platz mit hoher Aufenthalts-
qualität entsteht, war den 
Antwortenden besonders wichtig
Ergänzende gastronomische Angebote 
werden hingegen als weniger wichtig 
eingestuft
Bei den verschiedenen Möglichkeiten 
zur (schriftlichen) Meinungsäußerung 
zeigten sich keine bemerkenswerten 
Unterschiede in den Antworten
0
50
100
150
200
neuer öffentlicher
Platz
angemessene
Präsentation
Graphikmuseum
öffentliche
Darstellung
anderer Museen
Nutzung für
Veranstaltungen
mit kulturellem
Schwerpunkt
hohe
Aufenthaltsqualität
ergänzende
gastronomische
Angebote
wichtig
naja
nicht
wichtig
Bedeutung einzelner Aspekte der Nutzung und Gestaltung des Platzes

Picasso Platz
Die schriftlichen Antworten
Bei der offenen Abfrage nach weiteren 
Hinweisen wurden insbesondere genannt:
§ eine Begrünung des Platzes
§ die Verwendung des Elementes
„Wasser“
§ eine der Erholung dienliche Möblierung
des Platzes
§ die Gestaltung der Fläche mit
künstlerischen Elementen
§ die Möglichkeit zur Aneignung des
Platzes ohne kommerziellen Zwang
Ideen zur Platzgestaltung
Münster
nicht aus
Münster
Herkunft der Antwortenden
Die Personen, die sich an der Befragung 
beteiligt haben, kommen zum größten Teil 
aus Münster, 20% von außerhalb.

Picasso Platz
Die Beteiligung insgesamt
Im Verfahren der Bürgerbeteiligung hat es 
insgesamt über 400 Kontakte gegeben.
Genutzte Module im Vergleich
0
20
40
60
80
100
120
140
Onlinefragebogen Antwortkarten (Post) Antwortkarten
(Museum)
Modelle Interviews (Sessel)

Picasso Platz
Das Ziel

Neugestaltung des "Picasso-Platzes" - Auswertung des Beteiligungsverfahrens
401 Kontakte im Zeitraum vom 12.03. bis zum 08.04.2005

Module Teilnehmer, Anzahl Zeitraum der Auswertung
Onlinefragebogen 80 20% 12.03.- 30.03.2005
Antwortkarten (Post) 78 19% 12.03.- 08.04.2005
Antwortkarten (Museum) 64 16% 12.03.- 27.03.2005 
Modelle 119 30% 12.03.- 27.03.2005 
Interviews (Sessel) 60 15% 3 x 2 Stunden
Teilnehmer gesamt 401 100%
Teilnehmer in %
55%
Genutzte Module im Vergleich
0
20
40
60
80
100
120
140
Onlinefragebogen Antwortkarten (Post) Antwortkarten
(Museum)
Modelle Interviews (Sessel) 
2

Teilnehmer
222
wichtig naja nicht wichtig ohne Angabe
1 Dass im Bereich der südl. Altstadt ein neuer öffentlicher Platz 
entsteht,finde ich 186 26 10
2
Auf dem neuen Platz kann sich das Graphikmuseum 
entsprechend seiner über Münster hinausgehenden Bedeutung 
angemessen präsentieren. Das finde ich
170 34 18
3
Außerdem könnten hier auch die anderes Museen der Altstadt die 
Chance erhalten, sich zeitweise öffentlich 
darzustellen. Das finde ich          
143 54 24 1
4
Den neuen Platz für verschiedene Veranstaltungen mit kulturellem 
Schwerpunkt (z.B. Nacht der Museen, Stadtfest,
Konzerte) zu nutzen, finde ich
169 39 15
5 Dass dieser neue Platz eine hohe Aufenthaltsqualität haben soll, finde 
ich 197 15 8 1
6 Dass es auf dem neuen Platz auch ergänzende 
gastronomische Angebote geben soll, finde ich 101 66 54 1
Münster nicht aus Münster
175 44 3
gezielt als Besucher des Museums
154 56 12
Grafische Darstellung Frage 1 - 8 s. Seite 4
9 Was wollen Sie uns sonst noch für den "Picasso-Platz" sagen? 111Ideen zum Platz / zur Umgebung / allg. pos. + neg. Kritik
mit Anzahl der Nennungen s. Seite 5
AntwortenFragen
Auswertung von 80 Onlinefragebögen + 78 Antwortkarten per Post + 64 Antwortkarten im Museum
7
Sie beteiligen sich an dieser Aktion8
Sie sind aus
3

Teilnehmer
222
1 Dass im Bereich der südl. Altstadt ein neuer öffentlicher Platz 
entsteht,finde ich
2
Auf dem neuen Platz kann sich das Graphikmuseum 
entsprechend seiner über Münster hinausgehenden Bedeutung 
angemessen präsentieren. Das finde ich
3
Außerdem könnten hier auch die anderes Museen der Altstadt die 
Chance erhalten, sich zeitweise öffentlich 
darzustellen. Das finde ich          
4
Den neuen Platz für verschiedene Veranstaltungen mit 
kulturellem Schwerpunkt (z.B. Nacht der Museen, Stadtfest,
Konzerte) zu nutzen, finde ich
5 Dass dieser neue Platz eine hohe Aufenthaltsqualität haben soll, 
finde ich 
6 Dass es auf dem neuen Platz auch ergänzende 
gastronomische Angebote geben soll, finde ich 
Münster nicht aus Münster
175 44
79% 20%
gezielt als Besucher des Museums
154 56
69% 25%
Auswertung von 80 Onlinefragebögen + 78 Antwortkarten per Post + 64 Antwortkarten im Museum
Antworten
7 Sie sind aus
Fragen
ohne Angabe
3
1%
ohne Angabe
8 Sie beteiligen
sich an dieser Aktion 12
5%
Münster
nicht aus
Münster
gezielt
als Besucher des
Museums
0
50
100
150
200
neuer öffentlicher
Platz
angemessene
Präsentation
Graphikmuseum
öffentliche
Darstellung
anderer Museen
Nutzung für
Veranstaltungen
mit kulturellem
Schwerpunkt
hohe
Aufenthaltsqualität
ergänzende
gastronomische
Angebote
wichtig
naja
nicht
wichtig
4

Begrünung (durch Bäume, Büsche, Rasen, mediterane Bepflanzung) 23 Gebäude Königstr. 51/53 entfernen und beide Parkplätze zu großem Picasso -
Element Wasser (Wasserspiele, Brunnen) 13  Platz verbinden
Möblierung (zum Sitzen, Ausruhen, Entspannen) 12 Erhaltung/Rekonstruktion der mittelalterlichen Bausweise 2
Skulptur/Kunst 11 Königsstrasse zur Anliegerstrasse 2
Platz ohne kommerziellen Zwang (keine/wenig Gastronomie) 8 Fahrbahn entlang des Platzes auf Platzniveau anheben, durchgehendes Pflaster 1
Spielplatz (als kleiner Bereich) 4 Temporeduzierung für Kfz 1
zurückhaltende Gestaltung und Nutzung, Stadtplatz = Freiraum 3 bauliche Zugehörigkeit zum Museumsbau 1
Platz mit leichter, unbeschwerter Atmosphäre 3 keine blockartige Architektur ("flächige Architektur der City-Arkaden
Müsikveranstaltungen 3 muß durch kleinteilige, gegliederte Bebauung kontrastiert werden")
Indirekte Beleuchtung 2 Gebäude nicht so hoch bauen 1
Parkplatz soll bleiben 2 Verbindung schaffen zum Platz vorm Gericht (Aegidikirche) 1
Proportionen zwischen Platzgestaltung und Platzrändern beachten 1 Einplanung einer Tiefgarage wäre sinnvoll 1
umlaufender Arkadengang 1
Blickrichtung durch z.B. Grünelemente aufs Museum richten 1
Bouleplatz 1 Name zweifelhaft, übertrieben 2
Wohnen 1 nicht immer nur durch Beton und Glas "verschönern" 1
Künstlerwerkstätten 1 Was hat Münster mit Picasso zu tun? 1
behindertengerechte Planung 1 "Geld wird zum Fenster rausgeschmissen" (besser Buspreise senken) 1
Ergebnisse der stattfindenen archäologischen Grabung könnten in Platzgestaltung 
einbezogen werden 1 wünschenswerte festinstallierte Skulptur/Bepflanzung könnte in Konflikt stehen zu 
temporären Events 1
Bühne (u.a. für Laienkünstler) 1 massive Bebauung verkleinert den Platz negativ
Fahrradstellplätze 1 (nimmt Licht und Sonne)
Geschäfte/ Galerien 1 Lieber 1 guter Städteplaner als 1000 Amateure 1
Wetterschutz 1 an den Ort gehört kein Platz hin 1
Reitplatz 1 "Finanzierung könnte sinnvoller angelegt werden" 
kein Brunnen, kein Park, keine Wipppferdchen 1 (z.B. Kinderhaus Sozialarbeit)
Kiosk 1
Straßencafé 1 allgemeine positive Kritik (n=11)
Musikcafe oder 1 Viel Erfolg, prima Idee 4
eingravierte Picassozitate in Bank 1 tolle Idee gegenüber überflüssige Bebauung des Hindenburgplatzes 1
Sonnendach Metallfeldern 1 Name gut 1
Tillerich-Plätzchen 1 gute Lage für einen attraktiven Platz 1
MS-Info-Stand 1 Planung gut, damit Münster lebenswerteste Stadt bleibt 1
Wiederherstellung der Gedenktafel für den Künstler Wilhelm Achterholt, geb. 
Königsstraße 54 1 Projekt sollte auch umgesetzt werden, wenn der Wettbewerb nicht
 gewonnen wird 1
gute Investition, da der Platz als Stadt-Punkt zu verstehen ist (man kann flanieren, 
kommunizieren, sich orientieren) 1
Projekt ist zur Aufwertung der Königsstr. nach der Zerstörung im WK II wichtig 1
Auswertung der Frage 9 der Antwortkarte oder des Onlinefragebogens: Was wollen Sie uns sonst noch für den "Picasso-Platz" sagen? 
111 Antworten mit 142 Einzelanregungen
1
Auswertung von 80 Onlinefragebögen + 78 Antwortkarten per Post + 64 Antwortkarten im Museum
1
1
3
Ideen zum Platz (n=106) Ideen zur unmittelbaren Umgebung (n=15)
allgemeine negative Kritik (n=10)
5

genutzte Elemente Häufigkeit
Sitzelemente 117
Bühnen 37
Skulptur 36
Wasser 31
Treppen 15
Gastronomie (ausgeprägt) 9
Überdachung (teilw.) 7
Lichtelemente 5
Info 4
Pflaster 3
Spielplatz 3
Feng Shui Garten 2
Boulebahn 2
Dachgarten 2
Zoo 1
Straße verlegt 1
mit Bäumen 107
      davon mit einem Baum 12
      davon mit 2-3 Bäumen 29
      davon mit 4-5 Bäumen 37
      davon mit mehr als 5 Bäumen 29
             davon mit regelmäßigem Raster 18
             davon mit unregelmäßigem Raster 11
ohne Bäume 12
Auswertung von 119 erstellten Modellen
0
20
40
60
80
100
120
Sitzelemente
Bühnen
Skulptur
Wasser
Treppen
Gastronomie
Überdachung
Lichtelemente
Info
Pflaster
Spielplatz
Feng Shui
Garten
Boulebahn
Dachgarten
Zoo
Straße
verlegt
ohne Bäume
mit Bäumen
mehr als 5 
Bäume
4-5 Bäume
2-3 Bäume
1 Baum
6

Anlage 6 _ Flyer, begleitend zur Ausstellung der Ergebnisse

6228 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
 
Anlage 6 
 
 
Flyer, begleitend zur Ausstellung der Ergebnisse

»Picasso-Platz«
»Picasso – Der Name bedingt
    ein mediterranes Ambiente
  mit leichter unbeschwerter
                   Atmosphäre«
»Hier soll immer was
                  Neues sein«
»Grün muss hier hin«
Antwortkarte
Antwort
Stadt Münster
– Stadtplanungsamt –
Albersloher Weg 33
48155 Münster
Bitte schicken Sie die Antwortkarte mit der Post
(portofrei) oder geben Sie sie im Grafikmuseum
Pablo Picasso oder in den Stadthäusern ab.
Vielen Dank! Ihre Stadt Münster
Platz«
»Picasso
STADTMÜNSTER
Impressum
Herausgeberin: Stadt Münster: Stadtplanungsamt und Presse- und Informationsamt
Redaktion: Heike Weinreich  |  Gestaltung: Bert Odenthal + grafik-design
Druck: Fa. Stegemöller  |  Mai 2005  |  Auflage 2.000
Sie sind
       aus Münster             nicht aus Münster
       Besucher des Museums
STADTMÜNSTER
Das Porto
übernimmt
die Stadt
Münster für
Sie.
Ihre Ergebnisse und derEntwurf für den Picasso-Platz
Ausstellung
Ergebnisse der
Beteiligungsaktion und
Planungswerkstatt
03. bis 17. Mai 2005
Foyer des Graphikmuseums
Pablo Picasso
28. Juni bis 12. Juli
Glashalle im Stadthaus 3,
Albersloherweg
Alle Entwürfe werden ausgestellt:
vom 3. bis 17. Mai 2005  —  im Foyer des Graphikmuseums Pablo Picasso
Öffnungszeiten: Di bis Fr: 11 bis 18 Uhr, Sa + So: 10 bis 18 Uhr
vom 28. Juni bis 12. Juli  —  im Stadthaus 3 am Albersloher Weg
Öffnungszeiten: Mo bis Mi: 8 bis 16 Uhr, Do: 8 bis 18 Uhr, Fr: 8 bis 13 Uhr
Mit dem Projekt Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ beteiligt sich die Stadt
Münster beim Landeswettbewerb „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“.
Die Bewerbung wird als Planungsinformation dokumentiert und wird ein
Gestaltungs-, Nutzungs- und Belebungskonzept sowie eine Dokumentation
der Bürgerbeteiligung enthalten. Die Realisierung der Neugestaltung ist für
2007/2008 vorgesehen.
Wenn Sie Fragen zur Aktion haben, wenden Sie sich an:
Stadtplanungsamt, Albersloher Weg 33, 48155 Münster,
Ansprechpartnerin: Heike Weinreich, Tel.: 0251/492 6183,
E-Mail: picassoplatz@stadt-muenster.de
Einen tagsüber unsichtbaren
Lichthimmel entwarf die Düsseldorfer
Arbeitsgemeinschaft pier7architekten
+ Wündrich Landschaftsplaner.
Er überspannt den Platz und sorgt
nachts mit variabler Helligkeit für
eine alltags- oder eventtaugliche
Ausleuchtung des Platzes.  So wird
er zum Entrée des Museums.
Da im historischen Stadtgrundriss beide Straßenseiten der
Königsstaße bebaut waren, wird die Platzfläche im Entwurf der
Arbeitsgemeinschaft Wachten/Nikolic/Rekittke aus Dortmund von
der Fahrbahn begrenzt. Eine Birke sorgt für räumliche Tiefe der
ansonsten freien Platzfläche, die wie ein »Unbeschriebenes Blatt«
erst durch die Nutzung geprägt werden soll.
Das Büro Maas & Partner aus Münster
verbindet mit geometrischer Harmonie
das Zentrum des Platzes mit dem
Eingangsportal des Museums. Die
Skulpturen des katalanischen Künstlers
Ginestet wurden für den Platz als
zeitgenössiche Interpretation des Werks
Picassos entworfen.
Zweiter Platz
Zweiter Platz
Zweiter Platz

Über 400 Bürgerinnen und Bürger haben im April Ideen
für die künftige Nutzung und Neugestaltung des „Picasso-
Platzes“ entwickelt. Dafür bedanken wir von der Stadt
Münster uns ganz herzlich.
Diesen Weg, Sie zu informieren und zu beteiligen, werten
wir als Erfolg. „Im, am und mit dem Graphikmuseum“ hieß
das Motto der Aktion.
Die Auswertung der Bürgerbeteiligung ergab, dass das Ziel
des Projekts „Vom Parkplatz zum Stadtplatz“ richtig ist.
Aufenthaltsqualität und eine flexible, kulturelle Nutzungs-
möglichkeit ist den meisten Teilnehmern wichtig.
Ihre Ideen aus den Modellen, den Fragebögen und dem
„Roter Sessel“ haben wir ausgewertet und für vier
Architekturbüros aufbereitet. Diese hatten sich bereits
erfolgreich mit dem Umfeld des Museums als Preisträger
des 2002 durchgeführten Städtebaulichen Wettbewerb
beschäftigt. In einer Planungswerkstatt gingen sie nun quasi
ins Detail und entwickelten vom 25. bis 27. April Gestaltungs-
konzepte für die Fläche, die heute noch ein Parkplatz ist.
Ein Beurteilungsgremium unter Leitung von Prof. Pahl-
Weber von der TU Berlin bewertete die vier Entwürfe und
zeichnete die Arbeit des Berliner Büros Chestnutt_Niess
Architekten mit dem ersten Platz aus – wie man auf dem
Bild rechts oben erkennt, bringt der Entwurf viel Kreativität,
Originalität und Humor mit.
Alle weiteren Arbeiten platzierten sich gleichwertig hinter
dem siegreichen Entwurf.
Wir laden Sie nun ein, sich über die Ergebnisse der Planungs-
werkstatt und die Auswertung der Bürgerbeteiligung zu
informieren und sich viele Modellbeispiele und den Film,
der bei der Aktion mit dem roten Sessel gedreht wurde,
anzusehen:
3. bis 17. Mai 2005   Graphikmuseum Pablo Picasso
28. Juni bis 12. Juli 2005   Stadthaus 3   oder auch unter
www.muenster.de/stadt/stadtplanungsamt
Wie finden Sie das Ergebnis der Planungswerkstatt?
        gut                     naja                     nicht gut
weil
Was gefällt Ihnen besonders gut ?
Gefällt Ihnen auch etwas nicht?
Vermissen Sie etwas?
Das Ergebnis der Planungswerkstatt liegt vor.
Grundlage dafür waren auch Ihre Ideen zur
künftigen Nutzung und Gestaltung.
Ihre Meinung ist uns deshalb wichtig!
60 Passanten haben Platz genommen in dem
»Roten Sessel« und wurden von der Moderatorin
Elke Frauns zur Neugestaltung interviewt.
Dies haben wir für die Ausstellung zu einem
kleinen Film zusammengeschnitten.
verbindet und die Trennwirkung der Straße aufhebt. Bewegliche Sitzgelegenheiten
           und ein Baum ergänzen die geplante Gestaltung.
  »Ich wünsche mir einen Raum
für künstlerische Begegnung.«
»Einfach Leute treffen und relaxen«
  »Hier möchte ich mich auf dem
Weg vom Markt ausruhen.«
Erster Platz
Die Arbeit des Berliner Büros
Chestnutt_Niess Architekten
wurde als beste Arbeit
ausgezeichnet. Mit unter-
schiedlich nuancierten Steinen
wird ein, den Kopf Picassos
simulierender, „Schatten“ auf
dem Platz erzeugt, der
Museumsgebäude und
Platzfläche miteinander
Eine erstaunliche Vielzahl verschiedener
Möglichkeiten der Platzgestaltung ergab
die Modellaktion.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Entwurf von Ingrid Schöpp
Entwurf:
Daniel Altenburg
Entwurf:
Helena Fritzsch
Entwurf: N.N.

Anlage 3 _ Bürgeranfrage

119 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
 
Anlage 3  
 
 
Bürgeranfrage, eingebracht im ASSVW am 28.04.2005

Anlage 5 _ Protokoll der Sitzung des Beurteilungsgremiums

10670 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
Anlage 5 
 
 
Protokoll der Sitzung des Beurteilungsgremiums

Landeswettbewerb „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ 
Planungswerkstatt zum “Picasso-Platz“ Münster  
 
Protokoll zur Sitzung des Beurteilungsgremiums 
 
Datum: Mittwoch, den 27.04.2005, 14:15 – 18:00 Uhr 
 
Ort: Graphikmuseum Pablo Picasso 
 Medienraum 
 Königstraße 5 
 48143 Münster 
 
Teilnehmer: Teilnehmer des Beurteilungsgremiums: 
 Frau Prof. Pahl-Weber  
Herr Prof. Dr. Pesch  
Herr Prof. Hilmer 
Herr Stadtdirektor Dipl.-Ing. Schultheiß 
Herr Prof. Dipl.-Ing. Korda (ständiger Vertreter) 
Herr Fischer-Baumeister 
Herr Maager 
Herr Fastermann 
 
Beisitzende:
 
Frau Gläßer 
Freiherr Friedrich Carl von Ketteler-Harkotten 
Herr Dr. Hüffer 
Herr Engelhardt  
Herr Gemmeke 
 
 Vertreter der Stadt Münster: 
Frau Philipp 
Frau Weinreich  
 
 Protokollführer: 
Frau Frauns 
Herr Backhaus 
 
 Zur Vorstellung ihrer Entwürfe 
 Maas & Partner: 
Herr Maas 
Herr Lecke 
Herr Lorenz 
Herr Ginestet 
 
C_N Architekten: 
Frau Chestnutt 
Herr Niess

Arbeitsgemeinschaft Wachten/Nikolic/Rekittke: 
Herr Wachten 
Herr Nikolic 
Herr Rekittke 
 
pier7architekten: 
Herr Pier 
Herr Wündrich 
 
 
 
 
 
 
1. Begrüßung 
 
Als Vorsitzende des Beurteilungsgremiums begrüßt Frau Prof. Pahl-Weber die erschienenen 
v.g. Teilnehmer und stellt die Vollzähligkeit des Beurteilungsgremiums fest. 
 
 
 
2. Vorstellung der Arbeiten durch die Teilnehmer der Planungswerkstatt 
 
Anschließend werden die Arbeiten von den Teilnehmern der Planungswerkstatt in folgender 
Reihenfolge vorgestellt: 
 
1. Maas & Partner 
2. Arbeitsgemeinschaft Wachten/Nikolic/Rekittke 
3. pier7architekten 
4. C.N. Architekten  
 
 
 
3. Pause von 16:40 Uhr bis 16:55 Uhr  
 
 
 
4. Bewertung und Empfehlung der Arbeiten durch das Beurteilungsgremium 
 
1. Rundgang - Formale Prüfung der eingereichten Arbeiten:
 
Nach einer ersten Prüfung konnte festgestellt werden, dass alle eingereichten Arbeiten die 
formalen Kriterien eingehalten haben. Alle vier Entwürfe werden daher zur weiteren Beurtei-
lung zugelassen. 
 
2. Rundgang - Festlegung der Rangfolge:
 
Das Beurteilungsgremium konstatiert ein hohes Niveau aller eingereichten Arbeiten und 
würdigt insbesondere die Auseinandersetzung der Verfasser mit dem Ergebnis der Bürger-
beteiligung. Bei allen handelt es sich um respektable Entwürfe, insbesondere in Hinblick auf 
die zur Verfügung stehende Bearbeitungszeit. Aus den Arbeiten hebt sich jedoch ein Entwurf 
heraus. Nach intensiver, gleichwohl einhelliger Diskussion empfiehlt das Beurteilungsgremi-
um demnach einstimmig folgende Platzierung der Arbeiten: 
 
▪ Die Arbeit des Büros Chestnutt Niess Architekten soll umgesetzt werden und soll als 
Entwurf bei der Teilnahme der Stadt Münster am Landeswettbewerb Eingang finden.

▪ Alle weiteren Arbeiten, namentlich die der Verfasser Maas & Partner, Arbeitsgemein-
schaft Wachten/ Nikolic/ Rekittke sowie pier7architekten platzieren sich gleichwertig 
hinter dem siegreichen Entwurf. 
 
 
Begründung: 
▪ C_N Architekten: 
Das Beurteilungsgremium begrüßt, dass die eingereichte Arbeit ein hohes Maß an 
Kreativität, Originalität und Humor in den zu bearbeitenden Raum bringt. Die Idee 
dieses Entwurfes ist ein methaphysischer Schatten, den das Museum auf den Platz 
wirft und damit gleichsam an den Platz heranrückt. Als Besonderheit herauszustellen 
ist, dass  dieser Schatten zwar den Kopf  Pablo Picassos darstellt, nicht aber ein kla-
res und eindeutiges Bild ergibt. Die Pflasterarbeiten lassen vielmehr je nach Betrach-
ter, nach Blickwinkel und nach Witterungsverhältnissen verschiedene Interpretati-
onsmöglichkeiten zu. Das Geheimnisvolle schafft dabei die Möglichkeit zur Identifika-
tion mit dem Ort, da das Geheimnis ergründet und die Idee der Autoren nachvollzo-
gen werden kann. 
Der über die Fahrbahn hinweg führende Schatten lässt das Museum auf den Platz 
zugehen und fasst den zu gestaltenden Raum zusammen. Der Bezug zwischen 
Platzraum und Museum wird damit im richtigen Ausmaß ausgestaltet. Positiv bewer-
tet wird auch die, durch die Materialwahl des Bodenbelags erreichte, angemessene 
Integration des Platzes in die Umgebung; ein Bezug zu anderen Orten der Stadt ist 
gegeben.  
Überzeugend ist auch  der spielerische Umgang der Verfasser mit der Möblierung 
des Platzes. Die leicht zu versetzenden Sitzelemente fordern in diesem Stadtraum 
Aktionen ein und ermöglichen zugleich eine flexible Nutzung des Platzes. für die Um-
setzung ist die Realisierbarkeit der flexiblen Bestuhlung im Detail zu prüfen. 
Das Beurteilungsgremium erkennt an, dass sich die Autoren mit den, in der Bürgerbe-
teiligung deutlich gewordenen Vorstellungen intensiv auseinander gesetzt haben und 
diese interpretiert und in ihrer Platzkonzeption umgesetzt haben. So berücksichtigt 
der Entwurf die von Seiten der Bürgerinnen und Bürger geäußerten Wünsche nach 
einer hohen Aufenthaltsqualität, nach Sitzmöglichkeiten ohne kommerziellen Zwang, 
nach Nutzungsmöglichkeiten für temporäre Veranstaltungen, sowie nach einer Be-
grünung mit einem großen Baum. 
Insgesamt zeichnet sich die vorgeschlagene Lösung durch ein hohes Maß an Au-
thentizität aus, die dem Platz und seiner angestrebten Position im Gefüge der Stadt in 
hervorragender Weise gerecht wird. 
 
▪ Maaß & Partner: 
Dem Entwurf liegt eine intensive Beschäftigung mit den Ergebnissen der Bürgerbetei-
ligung und den Proportionen des Platzes zugrunde. Aus dieser wird eine geometri-
sche Harmonie entwickelt, die durch di e Oberflächengestaltung und die Möblierung 
mit Skulpturen und aus deren Formen abgeleitete Sitzmöbeln materialisiert wird. Die-
se finden auf einer schneckenförmigen Spirale Platz, die nach den Regeln des gold-
nen Schnitts platziert ist  und End- bzw. Ausgangspunkt an der Vortreppe des Muse-
ums findet. Mit der geplanten geometrischen Aufteilung in rechteckige Hauptfläche 
und Nebenflächen entsteht quasi ein Platz im Platz, der jedoch nach Auffassung des 
Beurteilungsgremiums die vorhandene Trapezform des Platzes negiert.  
Die raumbildenden Skulpturen des katalanischen Künstlers Ginestet sollen eine „zeit-
gemäße Interpretation“ des Werks Picassos bieten und auf dessen Vorliebe für den 
Stierkampf hinweisen. Nach Meinung des Beurteilungsgremiums entsteht durch die 
Figuren eine, dem Platz unangemessene Note, deren Bezug zu Picasso sich kaum 
vermittelt und den Platz in seiner Dimensionierung überfordert.

▪ Arbeitsgemeinschaft Wachten/ Nikolic/ Rekittke: 
Die Verfasser haben mit ihrem Beitrag eine scharfsinnige und präzise Analyse der 
Ausgangssituation geliefert und das Entwurfskonzept aus dem historischen Kontext 
abgeleitet. Da das Stadtgefüge so nahe am Marktring überhaupt keine Platzbildung 
zulässt, soll hier ein weißer Platz wie ein „unbeschriebenes Blatt“ entstehen. Damit 
soll der Fülle der Bürgerwünsche entgegengekommen werden, die sich nur erfüllen 
lassen, wenn der Platz Freiraum lässt und auf ihm nichts manifestiert wird. Die Platz-
fläche wird durch die Königsstraße begrenzt, deren kontinuierlicher Verlauf vorrangig 
vor dem Platz gesehen wird.  
Die stadträumliche Tiefe des Platzes wird durch einen, in der Flucht der Königsstraße 
platzierten Baum erzeugt. Vorgesehen ist eine Birke, deren weißer Stamm sich aus 
dem Weiß des Untergrundes materialisieren soll. Als Sitzgelegenheit ist lediglich eine 
lange Bank parallel zur Königsstraße vorgesehen, die, wie der Bodenbelag vorzugs-
weise aus Marmor, als Bodenskulptur die Körperhaftigkeit des Materials darstellen 
soll.  
Die dadurch angestrebte „Veredelung des Raumes“ soll der Trivialisierung des Plat-
zes durch die Nutzung vorbeugen. Vom Beurteilungsgremium wird sie jedoch als un-
angemessen kühl und kalt bezeichnet. Außerdem wird die Nutzungsfähigkeit in Frage 
gestellt. Insgesamt negiert die, von den Autoren angestrebte, sinnliche Wahrneh-
mung der Materialität in zu starkem Maß das Umfeld des Platzes. 
 
▪ pier7 architekten: 
Der vorgestellte Entwurf setzt sich auf konsequente Art und Weise mit einem so noch 
nicht existenten Stadtraum auseinander. Die gesamte Platzfläche wird als „Außen-
zimmer“ des Museums gesehen, dessen Belag und Möblierungselemente jedoch in 
benachbarte Bereiche übergreifen soll. Dadurch soll der Platz gleichsam ein „Sand-
wich“ werden, dass von seiner Umgebung umklammert wird. Der vorgesehene Licht-
himmel und der, die Fahrbahn überspringende, durchgehende Belag aus hellem 
Sandstein greift diese Entwurfsidee ebenfalls auf. Der so entstehende, gleichsam 
„eingepackte“ Raum ist sehr nutzungsorientiert, er ist Alltags- und Eventtauglich. Ins-
besondere dieser Aspekt wird vom Beurteil ungsgremium positiv bewertet. Insgesamt 
jedoch scheint die Maßnahme dem Ort unangemessen zu sein, die Assoziation einer 
permanenten temporären Bespielung ist zu stark, auch wird befürchtet, das die Ta-
gessituation unangemessen durch die Konstruktion beeinträchtig wird.  
Positiv wird die Gestaltung des Platzes von „Wand zu Wand“ mit Integration der Kö-
nigsstraße gesehen, die es ermöglicht aus dem Straßenraum in den Platzraum einzu-
treten.  
 
 
Empfehlung:
 
Das Beurteilungsgremium empfiehlt dem Auftraggeber einstimmig, die weitere Planung auf 
der Grundlage der Arbeit des Büros Chestnutt und Niess durchzuführen, die Autoren gem. 
Werkvertrag an der Weiterentwicklung und Konkretisierung der Planung zu beteiligen und 
den Entwurf als Beitrag der Stadt Münster für den Landeswettbewerb „Stadt macht Platz – 
NRW macht Plätze“ einzureichen. 
Zugleich empfiehlt das Beurteilungsgremium den Autoren des erstplatzierten Entwurfes, eine 
detaillierte Bemusterung der zu verwendenden Materialien für den Bodenbelag durchzufüh-
ren, damit die angestrebte Wirkung des „metaphysischen Schattens“ ihre Entfaltung findet. 
Zudem empfiehlt das Gremium, die Praktikabilität der flexiblen Bestuhlung weiter zu bearbei-
ten.

Abschluss der Sitzung: 
 
Die Vorsitzende dankt den Teilnehmern des Beurteilungsgremiums für die anregende und 
konstruktive Diskussion und übergibt das Wort an Stadtdirektor Schultheiß. Auf seine Nach-
frage hin hält das Beurteilungsgremium fest, dass sich das gewählte Verfahren als ergiebig 
und richtig herausgestellt hat. Auch angesichts der Kürze, der zur Verfügung stehenden Zeit, 
ist es demnach als konstruktiv einzustufen, die auf den preisgekrönten Plätzen des Städte-
baulichen Wettbewerbs „Neugestaltung des Picassomuseumsumfeldes“ 2002 platzierten 
Büros eingeladen zu haben.  
Stadtdirektor Schultheiß bedankt sich ebenfalls bei den Teilnehmern und schließt die Sitzung 
um 18:00 Uhr. 
 
 
 
 
Münster, den 28.04.2005 
Das Beurteilungsgremium hat das Protokoll gelesen und genehmigt.

Beschlussvorlage

17587 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Stadtplanungsamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Neugestaltung des "Picasso-Platzes" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
16.06.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
21.06.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
29.06.2005 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Bericht der Verwaltung über die Ergebnisse des Planungs- und Beteiligungsverfahrens 
und der Ausblick zum weiteren Verfahren werden zur Kenntnis genommen. 
 
2. Der Hauptausschuss beauftragt die Verwaltung, die Bewerbung der Stadt Münster für die 2. 
Phase des Landeswettbewerbs “Stadt macht Platz – NRW macht Plätze” mit dem Entwurf des 
Büros Chestnutt_Niess Architekten fristgerecht zum 15.10.2005 einzureichen. 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten des Planungs- und Beteiligungsverfahrens sich 
von 60.000 € (vgl. Vorlage V/0069/2005) auf ca. 75.000 € erhöhen.  Die Förderung des Verfahrens 
mit Städtebauförderungsmitteln mit einem Fördersatz von 70 % ist zugesagt und der vorzeitige 
Maßnahmenbeginn ist genehmigt. Der überplanmäßige Ausgabenbedarf wird durch Umschichtun-
gen im Budget des Amtes 61 finanziert. Es wird erwartet, dass die Förderung auch für die erhöhten 
Ausgaben gewährt wird. 
 
Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Ausgaben 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
6100.602.3100.4 Entwicklung des ”Picasso-
Platzes” 
2005 75.000  
Insgesamt: 75.000  
Vorlagen-Nr.: 
V/0408/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Weinreich 
Ruf: 
492 61 83 
E-Mail: 
WeinreiH@stadt-muenster.de  
Datum: 
17.05.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
Einnahmen 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
6100.171.3100.8 Zuwendung des Landes 
Entwicklung des ”Picasso-
Platzes” 
2005 42.000  
Insgesamt: 42.000  
 
 
 
Begründung  
 
Zu 1.  Bericht der Verwaltung über die Ergebnisse des Planungs- und Beteiligungsverfah-
ren und Ausblick zum weiteren Verfahren 
 
Unter dem Arbeitstitel “Picasso-Platz” soll der vorhandene Parkplatz gegenüber dem Graphikmu-
seum Pablo Picasso an der Königsstraße zum Stadtplatz umgestaltet werden.  Mit der Vorlage 
V/0069/2005 hat die Verwaltung am 08.02.2005 in der  Bezirksvertretung Münster-Mitte und am 
17.02.2005 im Planungsausschuss über das vorgesehene Planungs- und Beteiligungsverfahren 
zur Neugestaltung der städtischen Fläche berichtet, mit dem sich die Stadt Münster erfolgreich in 
der 1. Phase des zweistufigen Landeswettbewerbs “Stadt macht Platz – NRW macht Plätze”  be-
teiligt hatte. Zur Umsetzung des Konzeptes wurden bisher das Beteiligungsverfahren und die Pla-
nungswerkstatt mit folgenden Teilschritten und Ergebnissen durchgeführt: 
 
Vom 12. bis 27.03. fand die Beteiligungsaktion “Im, am und mit dem Graphikmuseum Pablo Picas-
so” statt. Vor- und nachbereitet wurde die Aktion in zwei Arbeitssitzungen der Focusgruppe, in der 
die, von der Planung direkt betroffenen Anlieger und Angrenzer, sowie Akteure aus Politik und 
Verwaltung und externe Experten vertreten waren. Die Sitzungen wurden moderiert vom Büro 
Frauns aus Münster. Schwerpunkt der ersten Sitzung am 25.02.2005 war die Festlegung der Rah-
menbedingungen für die zukünftige Nutzung, Belebung und Gestaltung des Platzes. Dabei wurden 
auch die geplanten Neubauvorhaben auf den angrenzenden Grundstücken berücksichtigt.  
 
Beteiligungsaktion 
Für die Beteiligungsaktion wurden die Rahmenbedingungen aufbereitet und auf Plakaten, Flyern 
und im Internet veröffentlicht. Begleitet von einer umfangreichen Berichterstattung in den Medien 
konnten sich die Bürgerinnen und Bürger dadurch informieren, qualifizieren und beteiligen. Konkre-
te Fragen zur Entwicklung des Platzes wurden durch die während der zweiwöchigen Beteiligungs-
aktion im Museum präsenten Mitarbeiterinnen des Stadtplanungsamtes beantwortet. 
 
Weit über 400 Bürgerinnen und Bürger nutzten die verschiedenen Angebote und beteiligten sich 
aktiv, z.B. mit den Antwortkarten des Flyers oder über den Online-Fragebogen. Erfolgreich war 
auch die Modellaktion, bei der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre Vorstellungen zur Nut-
zung und Gestaltung des Platzes in einem maßstabsgerechten Modell darzustellen. Die Ergebnis-
se wurden vom Büro Frauns für die zweite Sitzung der Focusgruppe am 25.04.2005 zusammenge-
fasst und dokumentiert (s. Anlage 1).  
 
Ergebnis der Beteiligungsaktion 
Die vorab mit der Focusgruppe erarbeiteten Rahmenbedingungen zur Nutzung und Gestaltung des 
Platzes wurden durch die Bürgerinnen und Bürger weitestgehend bestätigt. Besonders wichtig ist 
es für sie, dass in der südlichen Altstadt ein neuer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität mit einem 
kulturellen Nutzungsschwerpunkt entsteht. Ergänzende gastronomische Angebote werden hinge-
gen als weniger wichtig eingestuft. Dem zur Folge wurde von fast allen Teilnehmern der Wunsch 
nach Sitzmöglichkeiten ohne kommerzielle Verpflichtung geäußert. Auch eine Gestaltung ohne 
Bäume ist nur für wenige Teilnehmer denkbar. Weitere häufig vorgeschlagene Elemente sind Büh-
nen, Skulpturen und das Element “Wasser”.

- 3 - 
Insgesamt konnte durch die Beteiligungsaktion eine große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern 
über das Projekt und seine Einbindung in die weitere stadtstrukturelle Entwicklung der Altstadt 
informiert werden. Trotz der geringen Anzahl direkt von der Planung Betroffener und der bisher 
bestehenden geringen Wahrnehmung des Platzes als Teil des öffentlichen Raumes, ist es gelun-
gen, die Bereitschaft der Bevölkerung und der Besucher des Museums zur aktiven Beteiligung zu 
wecken. Unterstützt wurde dies auch durch die umfangreiche Berichterstattung in den örtlichen 
Medien. 
 
In Kenntnis der Ergebnisse der Beteiligungsaktion wurden mit den Mitgliedern der Focusgruppe 
und den Teilnehmern der Planungswerkstatt die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines 
verbindlichen Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes festgelegt (s. Anl. 2).  
 
Bürgeranfrage, eingebracht im ASSVW am 28.04.2005 
In der Sitzung des ASSVW am 28.04.2005 ist ein Schreiben eines Bürgers eingebracht worden. (s. 
Anlage 3). Die darin aufgeführten Anregungen, Kritikpunkte und Fragen sind inhaltlich bereits auch 
während beider Sitzungen der Focusgruppe diskutiert und als Rahmenbedingungen formuliert 
worden. Diese sind als Anlage 2 beigefügt und werden durch folgende Ausführungen ergänzt: 
 
Die Genehmigung der Neubebauung der angrenzenden Grundstücke erfolgt nach § 34 BauGB, 
(Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im  Zusammenhang bebauten Ortsteile). Art und Maß 
und damit auch die Bauhöhe der Neubebauung muss und wird sich auf die umgebende vorhande-
ne Bebauung, also auch auf die Münster Arkaden beziehen.  
Die Bebauung des südlichen Teilbereiches des heuti gen Parkplatzes ist städtebaulich gewollt. Da-
durch wird sich der Platz zukünftig stärker auf die denkmalgeschützte Fassade des Graphikmuse-
ums Pablo Picasso fokussieren. Die Fläche des entstehenden Platzes wird mit 1070 m²  etwa 100 
m² kleiner als der Rathausinnenhof und etwa doppelt so groß sein wie der Kiepenkerlplatz (incl. 
Straße). Der Platz wird damit eine im städtischen Spektrum mittlere und für das geplante Nut-
zungsspektrum ausreichende Größe haben.  
Bewusst wird zur Belebung des Platzes Wert auf die Querungsmöglichkeit gelegt, die im Bereich 
der geplanten Neubebauung des Grundstücks der ehemaligen westfälischen Vereinsdruckerei 
vorgesehen ist.  Eine zusätzliche Querung wird jedoch, nach Ansicht der Focusgruppe, zur Stö-
rung der Platzrandnutzung führen. Außerdem ist eine Verbindung von der Lütke Gasse zum Aegi-
diikirchplatz östlich des Landesgerichts vorgesehen.  
Die Königsstraße wird als Durchgangsstraße für den Individualverkehr und den ÖPNV erhalten 
bleiben. 
Mit der Frage, wie stark und in welcher Form die Ausrichtung des Platzes auf das angrenzende 
Museum und den Künstler Pablo Picasso ausgestaltet sein soll, wurde unter Berücksichtigung der 
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Planungswerkstatt von den teilnehmenden Bü-
ros bearbeitet.  
 
Planungswerkstatt 
Innerhalb des Planungsverfahrens wurde im R ahmen einer Planungswerkstatt eine Vorentwurfs-
planung durchgeführt. Diese wurde von 25. – 27.04. durchgeführt. Mit der Teilnahme wurden die 
vier Preisträger des 2002 durchgeführten Städtebaulichen Wettbewerbs “Picassomuseumsumfeld” 
beauftragt: 
 
Maas & Partner, Münster 
Chestnutt_Niess Architekten, Berlin 
Arbeitsgemeinschaft Wachten, Nikolic, Rekittke, Dortmund 
Pier7architekten + Wündrich Landschaftsplaner, Düsseldorf  
 
Die Vorentwürfe (Pläne und Entwurfsbeschreibungen, s. Anlage 4) wurden in einer öffentlichen 
Zwischenpräsentation am 26.04. zur Diskussion gestellt und abschließend einem Beurteilungs-
gremium unter Vorsitz von Prof. Elke Pahl-Weber vorgestellt. Dieses sprach folgende Empfehlung 
zur Platzierung und zur weiteren Erarbeitung aus:

- 4 - 
Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Beurteilungsgremiums (s. Anlage 5): 
Das Beurteilungsgremium konstatiert ein hohes Niveau aller eingereichten Arbeiten und würdigt 
insbesondere die Auseinandersetzung der Verfasser mit dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung. Bei 
allen handelt es sich um respektable Entwürfe, insbesondere in Hinblick auf die zur Verfügung 
stehende Bearbeitungszeit. Aus den Arbeiten hebt sich jedoch ein Entwurf heraus. Nach intensi-
ver, gleichwohl einhelliger Diskussion empfiehlt das Beurteilungsgremium demnach einstimmig 
folgende Platzierung der Arbeiten: 
 
• Die Arbeit des Büros Chestnutt_Niess Archit ekten soll umgesetzt werden und soll als Entwurf 
bei der Teilnahme der Stadt Münster am Landeswettbewerb Eingang finden.  
• Alle weiteren Arbeiten, namentlich die der Verfasser Maas & Partner, Arbeitsgemeinschaft 
Wachten/ Nikolic/ Rekittke sowie pier7architekten platzieren sich gleichwertig hinter dem sieg-
reichen Entwurf. 
Begründung: 
Das Beurteilungsgremium begrüßt, dass die eingerei chte 
 Arbeit von Chestnutt_Niess ein hohes 
Maß an Kreativität, Originalität und Humor in den zu bearbeitenden Raum bringt. Die Idee dieses 
Entwurfes ist ein methaphysischer Schatten, den das Museum auf den Platz wirft und damit 
gleichsam an den Platz heranrückt. Als Besonderheit herauszustellen ist, dass  dieser Schatten 
zwar den Kopf  Pablo Picassos darstellt, nicht aber ein klares und eindeutiges Bild ergibt. Die 
Pflasterarbeiten lassen vielmehr je nach Betrachter, nach Blickwinkel und nach Witterungsverhält-
nissen verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zu. Das Geheimnisvolle schafft dabei die Mög-
lichkeit zur Identifikation mit dem Ort, da das Geheimnis ergründet und die Idee der Autoren nach-
vollzogen werden kann. 
Der über die Fahrbahn hinweg führende Schatten lässt das Museum auf den Platz zugehen und 
fasst den zu gestaltenden Raum zusammen. Der Bezug zwischen Platzraum und Museum wird 
damit im richtigen Ausmaß ausgestaltet. Positiv bewertet wird auch die, durch die Materialwahl des 
Bodenbelags erreichte, angemessene Integration des Platzes in die Umgebung; ein Bezug zu an-
deren Orten der Stadt ist gegeben.  
Überzeugend ist auch der spielerische Umgang der Verfasser mit der Möblierung des Platzes. Die 
leicht zu versetzenden Sitzelemente fordern in diesem Stadtraum Aktionen ein und ermöglichen 
zugleich eine flexible Nutzung des Platzes. Für die Umsetzung ist die Realisierbarkeit der flexiblen 
Bestuhlung im Detail zu prüfen. 
Das Beurteilungsgremium erkennt an, dass sich die Autoren mit den, in der Bürgerbeteiligung 
deutlich gewordenen Vorstellungen intensiv auseinander gesetzt haben und diese interpretiert und 
in ihrer Platzkonzeption umgesetzt haben. So berücksichtigt der Entwurf die von Seiten der Bürge-
rinnen und Bürger geäußerten Wünsche nach einer hohen Aufenthaltsqualität, nach Sitzmöglich-
keiten ohne kommerziellen Zwang, nach Nutzungsmöglichkeiten für temporäre Veranstaltungen 
sowie nach einer Begrünung mit einem großen Baum. 
Insgesamt zeichnet sich die vorgeschlagene Lösung durch ein hohes Maß an Authentizität aus, 
die dem Platz und seiner angestrebten Position im Gefüge der Stadt in hervorragender Weise ge-
recht wird. 
 
Veröffentlichung der Ergebnisse der Beteiligungsaktion und der Planungswerkstatt 
Die Ergebnisse der Planungswerkstatt und der Bürgerbeteiligung im Graphikmuseum Pablo Picas-
so wurden 
vom 03. – 17.05. ausgestellt und im Internet veröffentlicht. Eine weitere Ausstellung ist 
vom 28.06. – 12.07. in der Glashalle im Stadthaus 3 vorgesehen.  
 
Abfrage der Zufriedenheit mit dem Ergebnis der Planungswerkstatt 
Begleitend ist ein Flyer und ein Online-Fragebogen mit einer Abfrage zur Zufriedenheit der Bürge-
rinnen und 
Bürger  zu den Ergebnissen der Planungswerkstatt erschienen (s. Anlage 6). Im Ge-
gensatz zur Beteiligungsaktion im März ist die Rücklaufquote allerdings gering. Die Auswertung 
zeigt überwiegend Zustimmung zum Entwurf von Chestnutt_Niess.

- 5 - 
Ausblick der Verwaltung zum weiteren Verfahren 
Bis zum vorgegebenen Abgabetermin am 15.10.2005  wird die Verwaltung die Bewerbung der 
Stadt Münster zur 2. Phase des  Landeswettbewerbs “Stadt macht Platz – NRW macht Plätze” 
vorbereiten. Der ursprünglich mit der Ausschreibung genannte Abgabetermin 01.07.2005 wurde 
vom MSWKS während des Verfahrens geändert. Da die Beteiligungsaktion und die Planungswerk-
statt zu diesem Zeitpunkt bereits fest terminiert waren, wurde der vorgesehene Zeitplan erst ab 
Mai 2005 dem neuen Abgabetermin angepasst. 
 
An die Bewerbung werden Anforderungen entsprechend Anlage 7 gestellt. Es sind folgende Unter-
lagen einzureichen: 
1. Darstellungen und Erläuterungen zur Ausgangslage und den innerhalb des Verfahrens entwi-
ckelten Aufgabenstellungen zur Nutzung und Gestaltung 
2. Gestaltungsentwurf mit Erläuterung 
3. Dokumentation des Verfahrens  
 
Die notwendigen Pläne und Erläuterungen werden von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit 
dem Büro Frauns (Dokumentation der Bürgerbeteiligung) und den Entwurfsverfassern des erst-
platzierten Vorentwurfs der Planungswerkstatt erarbeitet. Dazu wird das Büro Chestnutt_Niess 
einen realisierungsfähigen Entwurf erarbeiten, der auch eine Bemusterung der geplanten Oberflä-
chengestaltung und Bestuhlung sowie ein Beleuchtungskonzept beinhaltet. Das vorzulegende 
Nutzungskonzept wird entsprechend den Vorgaben aus dem Beteiligungsverfahren mit einem kul-
turellen Schwerpunkt konkretisiert. In Hinblick auf den möglichen Realisierungszeitpunkt, frühes-
tens 2007-2008, sollen dabei auch Möglichkeiten zur temporären Nutzung und Bespielung des 
Bereiches, natürlich unter Berücksichtigung der geplanten Neubebauungen der angrenzenden 
Grundstücke, enthalten sein. Diese sollen die öffentliche Thematisierung der Entwicklung des Plat-
zes als Teil des öffentlichen Raumes in der Altstadt während der Beteiligungsaktion fortsetzen, die 
auch durch die Unterstützung der Medien bisher mit positiver Resonanz verlaufen ist. 
 
Vorgesehen ist die Veröffentlichung der Dokumentation der Bewerbung im Rahmen der Reihe 
Planungsinformationen des Stadtplanungsamtes im Oktober 2005. 
 
 
Zu 2.  Bewerbung der Stadt Münster für die 2. Phase des Landeswettbewerbs “Stadt macht 
Platz – NRW macht Plätze”  
Die Verwaltung wird die Bewerbung der Stadt Münster für die 2. Phase des Landeswettbewerbs 
“Stadt macht Platz – NRW macht Plätze” mit dem Entwurf des Büros Chestnutt_Niess Architekten 
fristgerecht zum 15.10.2005 einzureichen. 
 
Eine erfolgreiche Teilnahme der Stadt Münster beim Landeswettbewerb “Stadt macht Platz – NRW 
macht Plätze” ist entsprechend der Auslobung mit der Bewilligung von Städtebauförderungsmitteln 
zur Realisierung des Projektes in Höhe von 70 % der zuschussfähigen Kosten verbunden.  
 
Die Umsetzung der Neugestaltung des “Picasso-Platzes” ist für 2007 – 2008 geplant und soll im 
Anschluss an die geplante Neubebauung der angrenzenden Grundstücke erfolgen. 
 
Kosten des Verfahrens 
Zur Durchführung des Planungs- und Beteiligungsverfahrens wurden Kosten in Höhe von 60.000 € 
geschätzt (vgl. Vorlage V/0069/2005). Bisher sind Kosten in Höhe von ca. 58.000 € für die Durch-
führung des Beteiligungsverfahrens und die Planungswerkstatt  entstanden. Für die Entwurfsbear-
beitung und die abschließende Dokumentation – Bewerbungsgrundlage – muss von einem Betrag 
von ca. 17.000 € ausgegangen werden, damit wird die bisherige Kostenschätzung um insgesamt 
15.000 € überschritten. Die Kostensteigerung des bisherigen Verfahrens hat sich aus Kosten für 
die grafische Aufbereitung und Durchführung der Beteiligungsaktion „Im, am und mit dem Gra-
phikmuseum Pablo Picasso” ergeben. Zur Finanzierung der Entwurfsbearbeitung und der notwen-
digen grafischen Aufarbeitung der Unterlagen für die Abgabe zum Landeswettbewerb ist deshalb

- 6 - 
die Aufstockung der Mittel durch Umschichtung aus anderen Haushaltsstellen des Stadtplanungs-
amtes vorgesehen.  
 
I.V. 
 
Gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen: 
1   -  Dokumentation der Beteiligungsaktion 
2   -  Rahmenbedingungen für das Nutzungs- und Gestaltungskonzept  
        Lageplan,  
        Textliche Rahmenbedingungen 
        Ergänzung der Rahmenbedingungen durch die Focusgruppe am 25.04.2005 
3   -  Bürgeranfrage, eingebracht im ASSVW am 28.04.2005 
4   -  Ergebnisse der Planungswerkstatt 
5   -  Protokoll der Sitzung des Beurteilungsgremiums 
6   -  Flyer, begleitend zur Ausstellung der Ergebnisse  
7  -  Anforderungen an die Beiträge der 2. Phase des  Landeswettbewerbs “Stadt macht Platz – 
NRW macht Plätze”

Anlage 7 _ Anforderungen Landeswettbewerb

174 Zeichen

V/0408/2005 – Neugestaltung des „Picasso-Platzes“ 
 
 
Anlage 7 
 
 
Anforderungen an die Beiträge der 2. Phase des 
Landeswettbewerbs „Stadt macht Platz – NRW macht 
Plätze“

Beratungsverlauf (3)

16.06.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.06.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.7 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2005 Hauptausschuss
TOP 3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Königsstraße 51
  • Lütke Gasse
  • Josef-Pieper-Straße 2
  • Hötteweg
  • Albersloher Weg 33
  • Prinzipalmarkt
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0408/2005
Typ
Vorlage
Datum
18.05.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37