4115/2021
Drogenberatungsbus und Drogenkonsumraum am Neumarkt (AN/2393/2021)
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4525 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53/530 Vorlagen-Nummer 11.01.2022 4115/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 13.01.2022 Gesundheitsausschuss 18.01.2022 Drogenberatungsbus und Drogenkonsumraum am Neumarkt (AN/2393/2021) Die FDP Fraktion stellt folgende Anfrage an die Verwaltung: 1. Welche konkreten Maßnahmen werden unternommen, den Beratungsbus nach sechs Mona- ten Stillstand schnellstmöglich zu beschaffen? 2. Wie genau ist der Ablauf der Bauarbeiten im Gesundheitsamt geplant, damit das stationäre Drogenkonsumangebot nach einem Jahr Verzögerung den Drogenkonsumierenden endlich zur Verfügung steht? 3. Was plant die Verwaltung, um weitere Verzögerungen zu vermeiden? Die Verwaltung antwortet wie folgt: 1. Welche konkreten Maßnahmen werden unternommen, den Beratungsbus nach sechs Monaten Stillstand schnellstmöglich zu beschaffen? Nachdem der Beratungsbus im Mai ausgebrannt war, hat das Gesundheitsamt als temporäre Lösung zunächst ein Zelt für die Beratung bereitgestellt und diese Maßnahme durch die Be- zirksregierung bewilligen lassen. Gleichzeitig wurden verschiedene Möglichkeiten der Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs ge- prüft: Schenkung eines Fahrzeuggestells durch die Firma Ford, Neuanschaffung einschließlich Herstellung eines neuen Beratungsfahrzeugs durch die AWB und Anschaffung eines ge- brauchten Wohnmobils. Die schnellstmögliche Umsetzung war die Anschaffung eines Wohn- mobils. Das neue Fahrzeug wurde daher am 11.11.2021 erworben und ist seit dem 16.12.2021 als mobiles Beratungsangebot zusammen mit dem Drogenkonsumbus auf dem Cäcilienhof im Einsatz. 2. Wie genau ist der Ablauf der Bauarbeiten im Gesundheitsamt geplant, damit das statio- näre Drogenkonsumangebot nach einem Jahr Verzögerung den Drogenkonsumieren- den endlich zur Verfügung steht? Der Planungsauftrag zur Errichtung eines Drogenkonsumraumes und neuer Röntgenräume wurde im November 2019 an die Gebäudewirtschaft erteilt. Nach erfolgter Planung und ver- waltungsinterner Abstimmung wurde in 2020 die Ausführungsplanung begonnen. Im Januar 2 2021 wurde die abgestimmte und genehmigte Planung aufgrund von geänderten Bedürfnissen des Nutzers überarbeitet. Die neue Planung wurde vom Nutzer im März 2021 freigegeben. Die Baugenehmigung für die geänderte Planung erfolgte am 29.06.2021. Seit Juli 2021 wird die Ausführung geplant: - Im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes am Neumarkt sollen auf einer Fläche von rund 120 qm ein Drogenkonsumraum und die Röntgenräume entstehen. Für den Drogenkon- sumraum ist ein Konsumraum zur Injektion, ein Konsumraum zur Inhalation, eine Ausga- be, ein Aufenthaltsbereich, eine Teeküche, ein Besprechungsraum, ein barrierefreies Bad, ein WC und eine Dusche geplant. Der einzige Zugang für die Nutzer wird über die Lun- gengasse und den Innenhof des Gesundheitsamtes geführt. Eine interne Verbindung zu den Räumen des Gesundheitsamtes ist nur für die Mitarbeiter*innen vorhanden. - Für den Bereich Röntgen sind ein Büro, zwei Umkleidekabinen und ein Röntgenraum ge- plant. - Planung und Ausführung der Maßnahme sind anspruchsvoll, da es sich um ein komple- xes Bauvorhaben handelt. Besondere Fachkenntnisse für die Besonderheiten eines Röntgenbereiches und den erforderlichen Strahlenschutz sind notwendig. Für die Dro- genkonsumräume sind spezielle Filteranlagen und Lüftungsgeräte erforderlich. Eine Viel- zahl verschiedener Gewerke muss daher während der Ausführung auf engstem Raum koordiniert werden. - Die Maßnahme findet während des laufenden Betriebes des Gesundheitsamtes statt. - Hierbei können lärmintensive Arbeiten nicht zu jeder Zeit ausgeführt werden. Dies er- schwert die Suche nach geeigneten Firmen, da diese auch Nacht- und Wochenendarbeit leisten müssen. Die An- und Ablieferung der Baustelle kann nur über den Innenhof zur Lungengasse hin erfolgen. 3. Was plant die Verwaltung, um weitere Verzögerungen zu vermeiden? In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ist die Maßnahme in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Damit der Röntgenbereich nicht während der Gesamtbaumaßnahme geschlossen werden muss, wird dieser in einem ersten Bauabschnitt fertig gestellt und zieht um. Dann erfolgt der Bau des Drogenkonsumraumes. Das Projekt hat für die Verwaltung höchste Priorität. Derzeit wird die Möglichkeit geprüft, wie der Bauablauf zusätzlich optimiert werden kann. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4115/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 11.01.2022
- Erstellt
- 23.11.2021 08:36