Mandari Insight

V/0665/2010

Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0061/2010 Gleiche Finanzierung von Girls- und Boysday

Vorlagen 23.09.2010

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 10.11.2010, TOP 2.1

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

CDU-Antrag Girls Day Boys Day Rat

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

6706 Zeichen

V/0665/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Frauenbüro 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0061/2010 Gleiche Finanzierung von Girls- und Boys-Day 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
10.11.2010 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, die in dem Antrag der CDU-Fraktion vorgeschlagenen 
organisatorischen und finanziellen Verfahren zur Durchführung des Girls’ Day und zur 
Einführung eines Boys-Day (Umwandlung des bisherigen Jungentags) sowie die damit 
verbundenen Änderungen der fachlichen und personellen Konzeption zu prüfen und die 
dafür notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen darzustellen. 
 
2. Entsprechend dem Vorschlag der CDU-Fraktion, dieses Thema mit der Europäischen 
Charta zur Gleichstellung von Frau und Mann auf lokaler Ebene zu verbinden, werden 
auf dieser Grundlage Vorschläge in das Verfahren zur Aufstellung des dazu gehören-
den Aktionsplans eingebracht. Dieser wird in einer gesonderten Vorlage vom Rat ent-
schieden. 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1.  
 
- Girls’ Day - 
 
Der Girls’ Day bietet Mädchen die Chance, mädchenuntypische Berufsfelder zu erkunden und 
kennen zu lernen. Hier steht die geschlechtsspezifische Berufsorientierung im Vordergrund. Es 
geht darum, die Chancen der Mädchen dort zu erweitern, wo sie bis heute noch zu wenig teilha-
ben: In gut bezahlten Branchen, in leitenden Positionen und in den neuen IT- Berufen. Mädchen 
sollen sich über die ganze Bandbreite ihrer Berufsmöglichkeiten informieren können und jenseits 
traditioneller Rollenbilder ihre Berufsentscheidung treffen. Der Girls’ Day wird federführend vom 
Frauenbüro in Zusammenarbeit mit einem breit angelegten Aktionsbündnis verschiedener Träger 
und Einrichtungen organisiert. Am Girls’ Day 2010 nahmen ca. 1 300 Schülerinnen teil. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0665/2010 
Auskunft erteilt: 
Frau Arndts-Haupt 
Ruf: 
492 17 00 
E-Mail: 
ArndtsHM@stadt-muenster.de  
Datum: 
31.08.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0665/2010 
- Jungentag - 
 
Die Konzeption zum „Münsteraner Jungentag“ wurde mit dem AK Jungen und Männer Münster 
erarbeitet. Anders als beim „Girls’ Day“ (der eine individuelle Berufsorientierung zum Ziel hat) be-
schäftigen sich die Jungen beim „Münsteraner J ungentag“ im Klassenverband thematisch mit der 
Alltags- und Lebensplanung von Jungen. Der Jungentag in Münster wird fachlich bewusst mit dem 
Schwerpunkt „Lebensplanung/Persönlichkeitsorientierung“ und nicht „Berufsorientierung“ verse-
hen. Angesprochen werden die Jungen der 6. Klassen aller weiterführenden Schulen. Die Feder-
führung für den Jungentag liegt beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. 2010 hat das Amt 
für Kinder, Jugendliche und Familien die Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit der Durchführung beauftragt, 
die die Koordination von ca. 20 Trägern der Jugendhilfe und 20 weiterführenden Schulen beinhal-
tet. Am Jungentag 2010 nahmen ca. 650 Schüler teil. 
 
- Finanzierung – 
 
Das Frauenbüro leistet seinen Beitrag zum Girls’ Day in Form von Stellenanteilen. Die für den 
Girls’ Day eingesetzten Finanzmittel in Höhe vo n insgesamt ca. 2.700 € werden jährlich neu ver-
handelt und setzen sich aus Beiträgen der Mitglieder des Aktionsbündnisses und der Wirtschafts-
förderung zusammen. Material wie Plakate und die bundesweite Internetplattform www.girlsday.de 
werden vom Kompetenzzentrum Technik – Diversity - Chancengleichheit in Bielefeld zurzeit noch 
kostenlos zur Verfügung gestellt. 
 
Für den Jungentag werden vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der AWO jährlich 
10.000 € für die Organisation und Durchführung zur Verfügung gestellt. 
 
Zu 2.
 
 
Zur Umsetzung der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler 
Ebene wird zurzeit der Entwurf eines Aktionsplans vorbereitet. Der Aktionsplan soll ein Verfahren 
beinhalten, das mögliche Ziele einer Zusammenführung des Girls’ Day mit und eine Neukonzipie-
rung des Jungentag/ Boys Day auf Grundlage der fachlichen Einschätzungen bewertet.  
 
Wesentliche Fragestellungen dabei müssen sein:  
 
Sind die bisherigen Ziele des Girls’ Day weit erhin arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitisch 
relevant? Gibt es neue Erkenntnisse zum Beispiel hinsichtlich einer stärkeren Fokussierung 
auf MINT-Berufe? (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) 
 
Welche Zielgruppen erreicht das Konzept des Jungentags? Ist eine Ausweitung auf die 
Jahrgänge 5 bis 10 (Forderung von Elternvertretungen) und/ oder eine Erweiterung des 
Themenspektrums möglich und erfolgversprechend? 
 
Für welche Zielgruppen unter den Jungen ist ein spezifisches Berufsorientierungsangebot 
notwendig und sinnvoll?  
 
Für welche Zielgruppen unter den Mädchen sind auch die klassischen beruflichen Orientie-
rungen in den Blick zu nehmen? Ist hier eine engere Kooperation mit dem Bereich „Über-
gang Schule und Beruf“ im Amt für Schule und Weiterbildung erforderlich? 
 
Unter welchen fachlichen, organisatorischen und finanziellen Bedingungen können freie 
Träger Aufgaben im Bereich der Konzepte übernehmen?

- 3 - 
V/0665/2010 
Für das weitere Vorgehen sind folgende Überlegungen handlungsleitend: 
Das Frauenbüro der Stadt Münster erhielt seine Bezeichnung mit der Beschlussfassung zur Ein-
richtung im Jahr 1986. Im Bereich der Stadtverwaltung wird das Frauenbüro regelmäßig auch mit 
dem Begriff Gleichstellungsstelle belegt (siehe Haushalt). Nach dem Landesgleichstellungsgesetz 
nimmt das Frauenbüro diese Aufgabe bezogen auf das Personal der Stadtverwaltung wahr. We-
sentliche Elemente des Programms für Chancengleichheit (Frauenförderplan) waren und sind im-
mer Maßnahmen, die sich besonders auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und 
Frauen beziehen. Die Bezeichnung wird meist synonym verwandt. 
 
Entsprechend der arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitischen Notwendigkeiten liegt der Schwer-
punkt der vor allem nach außen orientierten Aufgaben überwiegend in der Wahrnehmung frauen-
fördernder und frauenpolitisch relevanter Aufgaben.  
 
Im Rahmen der gesamtstädtischen Verantwortung für die Verwirklichung der Gleichberechtigung 
werden jedoch zunehmend Fragestellungen hinsichtli ch der veränderten Lebenswirklichkeiten von 
Männern und Jungen relevant. Um eine rein symbo lische Handlung zu vermeiden, kann eine Um-
benennung des Frauenbüros in Gleichstellungsstelle oder die Entscheidung für ganz andere mög-
liche Bezeichnungen erst am Ende eines konzeptionellen Prozesses stehen, in dem die damit ver-
bundenen organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen geklärt werden. 
 
 
gez. Lewe 
 
 
 
Anlagen: 
 
Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0061/210 Gleiche Finanzierung von Girls- und Boys-Day

CDU-Antrag Girls Day Boys Day Rat

4287 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0061/2010

CD,

28. Juni 2010

Antrag

Gleiche Finanzierung von Girls- und Boys-Day

Der Rat der Stadt möge beschließen:

1: Im Rahmen der Gleichstellung von Mann und Frau werden auf lokaler Ebene zukünfti
kommunalen Finanzmittel (Personal- und Sachkosten), die jeweils für den Girls- und Boys-
Day zur Verfügung stehen, zusammengeführt und zu gleichen Teilen für den Girls- und Boys-
Day eingesetzt. ;

2. Die Aufgabe zur Organisation und Durchführung des Boys-Days wird in den Bereich des
Frauenbüros/Gleichstellungsbüros gegeben, Dementsprechend ist die fachliche Konzeption
so auszurichten, dass die gemeinsame Erledigung durch das Frauenbüro/Gleichstellungsbüro
durchgeführt werden kann. ’

3. Bei der Durchführung des Girls- und Boys-Days werden freie Träger einbezogen. Zur
Entlastung des Frauenbüros/Gleichstellungsbüros ist zu prüfen, ob die Durchführung auch
ausschließlich durch freie Träger sichergestellt werden kann.

4 Das "Frauenbüro" wird in "Gleichstellungsbüro" umbenannt.

Begründung:

Die europäische Charta für die für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene
wurde 2008 vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas und seinen Partnern beschlossen,
Möglichst viele Kommunen in Europa sollen sich zum Grundsatz der Gleichstellung bekennen und die
in der Charta dargestellten Verpflichtungen innerhalb ihrer Möglichkeiten umsetzen,

Zitat aus der Einleitung der Charta: „In der Welt von heute und morgen ist eine echte Gleichstellung
von Frauen und Männern auch der Schlüssel zu unserem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Erfolg - nicht nur auf europäischer oder nationaler Ebene, sondern auch in unseren Regionen, Städten
und Gemeinden"

Auf dem Weg der lokalen Umsetzung zur Gleichstellung von Männern und Frauen wird dieser Antrag
eingebracht,

Seit einigen Jahren wird aufgrund eines CDU-Antrages der Boys-Day in Münster durchgeführt. Er ist
zwar konzeptionell anders angelegt als der Girls-Day, aber das Augenmerk auf Jungen zu richten, ist
aus unserer Sicht notwendiger denn je.

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Jungen immer stärker benachteiligt werden
und sich daraus auch gesellschaftliche Probleme ergeben.

Hier entgegen zu wirken, kann der Boys-Day eines von mehreren Mitteln sein.

Die derzeitige unterschiedlichen Konzeptionen des Girls-Days und des Boys-Days sind kein Hindernis
für die beantragte Veränderung.

Insbesondere das Konzept für den Boys-Day soll weiterentwickelt werden, da gerade auch für die
Jungen die Berufsorientierung immer wichtiger wird.

Umgekehrt ist die Erweiterung des Konzeptes zu Durchführung des Girls-Days auf kommunaler
Ebene in Richtung "Selbstfindung" auch ein Gewinn für die Mädchen.

Vor dem Hintergrund des Genderaspektes ist eine gemeinsame Organisation des Girls- und Boys-
Days durch das "Gleichstellungsbüro" in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien und freien Trägern ein gutes Signal.

Die guten Erfahrungen der Stadt Münster bei der Aufgabenerledigung, bzw. Unterstützung durch freie
Trager, also durch Anwendung des Subsidaritätsprinzips , sind auch hier eine gute Empfehlung
für die Einbeziehung der freien Träger bei der Organisation des Girls- und Boys-Days.

Eine weitere Umsetzung von Gender wäre auch nach außen die Umbenennung des "Frauenbüros" in
"Gleichstellungsbüro". Damit würde deutlich, dass Genderpolitik viel weitergehend als "Frauenpolitik"
ist. Nach unserer Einschätzung könnte damit auch eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz des

Gendergedankens erreicht werden,

gez,
H.-Dieter Sellenriek

Gilbert Aldejohann

Frank Baumann

Sybille Benning

Georg Berding

Dieter von den Berg

Meik Bolte

Heinz-Georg Buddenbäumer
Olaf Dreßen

Edgar Drüge

Wolfhard Ediger

Dr. Dietmar Erber

Walter von Göwels

Gilbert Hartmann

Horst Kisnat

Rolf Klein

Bruno Kleine Borgmann

Karl Kleine-Wilke

Marliese Kosmider
Franz-Pius Graf von Merveldt

Andreas Nicklas
Jürgen Ohm
Robert Otte

Karin Reismann
Josef Rickfelder
Stefan-Alexander Roth
Florian Steinforth
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster

Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8 48143 Münster

Telefon (0251) 4 1843-0 Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de hitp/Amww.cdu-ms.de

Beratungsverlauf (1)

10.11.2010 Hauptausschuss
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 7

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0665/2010
Typ
Vorlagen
Datum
23.09.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37