A-R/0063/2021
Vermüllung vermeiden – Grünflächen, Freiräume und Innenstadt vor Littering schützen
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a-r-0063-2021-Grüne-SPD-Volt-Partei-Ödp-Tsakalidis-Vermüllung öffentlicher Raum
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Antrag an den Rat Nr.: A-R/0063/2021 Vermüllung vermeiden – Grünflächen, Freiräume und Innenstadt vor Littering schützen - Ratsantrag - Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Zur Vermeidung einer zunehmenden Vermüllung des öffentlichen Raums, der Grünflächen und der Innenstadt adaptieren die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, das Grünflächenamt und das Ordnungsamt Münster eine Aktionspartnerschaft, z.B. nach dem Vorbild der Stadt Essen, sowie das Projekt Mülldetektive für Münster. 2. Die Aktionspartnerschaft stellt größere Müllbehälter und/oder temporäre Müllcontainer in besonders frequentierten und der Naherholung dienenden Grünflächen und anderen Orten wie Gasselstiege, Wienburgpark , Aasee, Dortmund-Ems-Kanal, Hafen auf. 3. Die Aktionspartnerschaft sucht die Kooperation mit der Wasser - und Schifffahrtsdirektion, um Maßnahmen und Aktionen gegen die Vermüllung am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals zu entwickeln. 4. Die Aktionspartnerschaft prüft die Anbringung von weiteren Sammelbehä ltern für Hundekotbeutel entlang besonders frequentierter Strecken und Flächen. 5. Die Aktionspartnerschaft entwickelt Projekte zur Einbindung ehrenamtlicher Müllsammlerinnen und Müllsammler und Unterstützung ihres Engagements mit dem mittelfristigen Ziel, deren Engagement durch festangestellte und nach Tarif bezahlte Arbeitskräfte zu ergänzen. 6. Die Aktionspartnerschaft entwickelt eine erneute Informationskampagne gegen Littering in Münster. 7. Die Aktionsgemeinschaft prüft die Anbringung sogenannter Glasringe o.Ä. an die vorhandenen Müllbehälter, um das saubere Mitnehmen von Pfandflaschen und das Vorabtrennen anderer Glasbehälter durch die AWM zu erleichtern. 15.06.2021 Begründung: Die Vermüllung und Verunreinigung öffentlicher Grünflächen, Spazierwege, Parkanlagen un d auch der Innenstadt hat deutlich wahrnehmbar zugenommen. Insbesondere in Coronazeiten schätzen wesentlich mehr Spaziergängerinnen und Spaziergänger und Radfahrerinnen und Radfahrer die in Münster so nahen Möglichkeiten, sich draußen bewegen und erholen z u können. Dies hat allerdings offensichtlich leider auch dazu geführt, dass mehr Müll auf und neben den Wegen liegengelassen oder weggeworfen wird. Besonders an Wochenenden und Feiertagen quellen die Abfallbehälter an Straßen und Wegen so über, dass oft mehr Müll auf, unter und neben den Behältnissen liegt als in den Entsorgungsbehältern. Entlang von Spazierwegen, auf Grünflächen, in Parkanlagen, in der Innenstadt wie auf den Wegen durch die Landschaft in den Außenbezirken ist zunehmend mehr Müll zu finden, der einfach in die Büsche, auf die Baumscheiben oder wahllos ins Gelände geworfen wurde. Sowohl das Volumen als auch die Anzahl der Behältnisse reichen offensichtlich nicht aus, um den anfallenden Müll aufzunehmen. Hinzu kommen oftmals zahlreiche Hundekotbeutel, die an einigen häufig von Hundehalterinnen und Hundehaltern frequentierten Wegen einfach ins Gelände geworfen wurden. So konnten an der Gasselstiege bei einem einzigen Spaziergang 60 Hundekotbeutel neben einer Hecke durch engagierte Müllsammlerinne n und Müllsammler aufgenommen und entsorgt werden. Zigarettenkippen, Plastikabfälle in allen Größen und illegale Müllablagerungen inkl. Elektromüll (Fernseher, Staubsauger, Computer...) sind nicht nur ein ästhetisches , sondern vor allem ein massives Umweltproblem. Bei allem Ärger über individuelles Fehlverhalten dürfen wir aber nicht vergessen, dass die immer größer werdende Müllflut auch durch mangelnde gesetzliche Regelungen begünstigt wird. Auch das seit 2017 geltende Verpackungsgesetz, das eigent lich die Verantwortung der Produzenten für ihren Müll stärken soll, funktioniert bislang nur teilweise. Nach wie vor gibt es Anreize für unnötige Verpackungen und für Einweg statt Recycling. Solange Rücknahmepflichten nicht kontrolliert werden und solange sich viele Unternehmen vo r der Teilnahme an Lizensierungssystemen wie dem Grünen Punkt ungestraft drücken können, fehlt dem kommunalen Engagement für eine saubere Stadt und eine gesunde Umwelt die notwendige staatliche Unterstützung. Der achtlosen Vermüllung steht jedoch auch ein entschiedenes Engagement vieler Münsteraner Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, die das Erscheinungsbild und die Umwelt der Stadt Münster schützen wollen und selbst als Müllsammlerinnen und Müllsammler aktiv werden. Sowohl i n Einzelaktionen wie auch bei regelmäßigen „Müllspaziergängen“ werden erstaunliche Mengen zusammengetragen. Es gilt, das große Engagement dieser Bürgerinnen und Bürger weiter und intensiver auch ganzjährig über die Aktion „Sauberes Münster“ hinaus zu unter stützen und einzubinden. Neben einer verstärkten Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger in einer erneuten Littering Kampagne sollte auch geprüft werden, wie Umweltsünder besser zur Rechenschaft gezogen werden können. Anregungen und Beispiele geben Projekt e wie „Mülldetektive“ und Aktionspartnerschaften u.a. in Mönchengladbach, Essen, Düsseldorf, Castrop-Rauxel und Herne. gez. gez. gez. Dr. Robin Korte Hedwig Liekefedt Tim Pasch Christoph Kattentidt Marius Herwig Helene Goldbeck Sylvia Rietenberg Doris Feldmann Jule Heinz-Fischer Lia Kirsch Andrea Blome Ludger Steinmann Carsten Peters und Fraktion und Fraktion gez. gez. Franz Pohlmann Dr. Georgios Tsakalidis Lars Nowak und Ratsgruppe
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Gasselstiege
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0063/2021
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 15.06.2021
- Erstellt
- 15.06.2021 13:02