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A-R/0063/2021

Vermüllung vermeiden – Grünflächen, Freiräume und Innenstadt vor Littering schützen

Antrag an den Rat 15.06.2021

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 23.06.2021, TOP 58.10

a-r-0063-2021-Grüne-SPD-Volt-Partei-Ödp-Tsakalidis-Vermüllung öffentlicher Raum

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a-r-0063-2021-Grüne-SPD-Volt-Partei-Ödp-Tsakalidis-Vermüllung öffentlicher Raum

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Antrag an den Rat Nr.: A-R/0063/2021 
 
 
 
 
Vermüllung vermeiden – Grünflächen, Freiräume 
und Innenstadt vor Littering schützen  
- Ratsantrag - 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
 
1. Zur Vermeidung einer zunehmenden Vermüllung  des öffentlichen Raums, der 
Grünflächen und der Innenstadt adaptieren die Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster, das Grünflächenamt  und das Ordnungsamt Münster eine 
Aktionspartnerschaft, z.B. nach dem Vorbild der Stadt Essen, sowie das Projekt 
Mülldetektive für Münster. 
 
2. Die Aktionspartnerschaft stellt größere Müllbehälter  und/oder temporäre 
Müllcontainer in besonders frequentierten und der Naherholung dienenden 
Grünflächen und anderen Orten  wie Gasselstiege, Wienburgpark , Aasee, 
Dortmund-Ems-Kanal, Hafen auf. 
 
3. Die Aktionspartnerschaft sucht die Kooperation mit der Wasser - und 
Schifffahrtsdirektion, um Maßnahmen und Aktionen  gegen die Vermüllung am 
Ufer des Dortmund-Ems-Kanals zu entwickeln. 
 
4. Die Aktionspartnerschaft prüft die Anbringung von weiteren Sammelbehä ltern 
für Hundekotbeutel entlang besonders frequentierter Strecken und Flächen. 
 
5. Die Aktionspartnerschaft entwickelt Projekte zur Einbindung ehrenamtlicher 
Müllsammlerinnen und Müllsammler und Unterstützung ihres Engagements mit 
dem mittelfristigen Ziel, deren Engagement durch festangestellte und nach Tarif 
bezahlte Arbeitskräfte zu ergänzen.  
 
6. Die Aktionspartnerschaft entwickelt eine erneute Informationskampagne gegen 
Littering in Münster. 
 
7. Die Aktionsgemeinschaft prüft die Anbringung sogenannter Glasringe  o.Ä. an 
die vorhandenen Müllbehälter, um das saubere Mitnehmen von Pfandflaschen 
und das Vorabtrennen anderer Glasbehälter durch die AWM zu erleichtern. 
 
15.06.2021

Begründung: 
 
Die Vermüllung und Verunreinigung öffentlicher Grünflächen, Spazierwege, 
Parkanlagen un d auch der Innenstadt hat deutlich wahrnehmbar zugenommen. 
Insbesondere in Coronazeiten schätzen wesentlich mehr Spaziergängerinnen und 
Spaziergänger und Radfahrerinnen und Radfahrer die in Münster so nahen 
Möglichkeiten, sich draußen bewegen und erholen z u können. Dies hat allerdings 
offensichtlich leider auch dazu geführt, dass mehr Müll auf und neben den Wegen 
liegengelassen oder weggeworfen wird. Besonders an Wochenenden und Feiertagen 
quellen die Abfallbehälter an Straßen und Wegen so über, dass oft mehr Müll auf, unter 
und neben den Behältnissen liegt als in den Entsorgungsbehältern. Entlang von 
Spazierwegen, auf Grünflächen, in Parkanlagen, in der Innenstadt wie auf den Wegen 
durch die Landschaft in den Außenbezirken ist zunehmend mehr Müll zu finden,  der 
einfach in die Büsche, auf die Baumscheiben oder wahllos ins Gelände geworfen 
wurde. Sowohl das Volumen als auch die Anzahl der Behältnisse reichen offensichtlich 
nicht aus, um den anfallenden Müll aufzunehmen. Hinzu kommen oftmals zahlreiche 
Hundekotbeutel, die an einigen häufig von Hundehalterinnen und Hundehaltern 
frequentierten Wegen einfach ins Gelände geworfen wurden. So konnten an der 
Gasselstiege bei einem einzigen Spaziergang 60 Hundekotbeutel neben einer Hecke 
durch engagierte Müllsammlerinne n und Müllsammler aufgenommen und entsorgt 
werden. 
 
Zigarettenkippen, Plastikabfälle in allen Größen und illegale Müllablagerungen inkl. 
Elektromüll (Fernseher, Staubsauger, Computer...) sind nicht nur ein ästhetisches , 
sondern vor allem ein massives Umweltproblem. 
 
Bei allem Ärger über individuelles Fehlverhalten dürfen wir aber nicht vergessen, dass 
die immer größer werdende Müllflut auch durch mangelnde gesetzliche Regelungen 
begünstigt wird. Auch das seit 2017 geltende Verpackungsgesetz, das eigent lich die 
Verantwortung der Produzenten für ihren Müll stärken soll, funktioniert bislang nur 
teilweise. Nach wie vor gibt es Anreize für unnötige Verpackungen und für Einweg statt 
Recycling. Solange Rücknahmepflichten nicht kontrolliert werden  und solange sich 
viele Unternehmen vo r der Teilnahme an Lizensierungssystemen wie dem Grünen 
Punkt ungestraft drücken können, fehlt dem kommunalen Engagement für eine 
saubere Stadt und eine gesunde Umwelt die notwendige staatliche Unterstützung. 
 
Der achtlosen Vermüllung steht jedoch auch ein entschiedenes Engagement vieler 
Münsteraner Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, die das Erscheinungsbild und die 
Umwelt der Stadt Münster schützen wollen und selbst als Müllsammlerinnen und 
Müllsammler aktiv werden. Sowohl i n Einzelaktionen wie auch bei regelmäßigen 
„Müllspaziergängen“ werden erstaunliche Mengen zusammengetragen. Es gilt, das 
große Engagement dieser Bürgerinnen und Bürger weiter und intensiver auch 
ganzjährig über die Aktion „Sauberes Münster“ hinaus zu unter stützen und 
einzubinden. 
 
Neben einer verstärkten Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger in einer erneuten 
Littering Kampagne sollte auch geprüft werden, wie Umweltsünder besser zur 
Rechenschaft gezogen werden können.

Anregungen und Beispiele geben Projekt e wie „Mülldetektive“ und 
Aktionspartnerschaften u.a. in Mönchengladbach, Essen, Düsseldorf, Castrop-Rauxel 
und Herne. 
 
 
gez.     gez.     gez.  
Dr. Robin Korte   Hedwig Liekefedt  Tim Pasch   
Christoph Kattentidt  Marius Herwig  Helene Goldbeck 
Sylvia Rietenberg  Doris Feldmann  
Jule Heinz-Fischer  Lia Kirsch        
Andrea Blome  Ludger Steinmann       
Carsten Peters  und Fraktion 
und Fraktion    
 
gez.     gez.  
Franz Pohlmann   Dr. Georgios Tsakalidis 
Lars Nowak 
und Ratsgruppe

Beratungsverlauf (1)

23.06.2021 Rat
TOP 58.10 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Gasselstiege

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Details

Aktenzeichen
A-R/0063/2021
Typ
Antrag an den Rat
Datum
15.06.2021
Erstellt
15.06.2021 13:02