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Zuschuss nach den Sportförderrichtlinien an den Hockey- und Tennisclub Schwarz-Weiß Bonn e.V.
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Sammeldokument öffentlich
79759 Zeichen
Beschlussvorlage
öffentlich
253804
Die Oberbürgermeisterin
—
—
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Zuschuss nach den Sportförderrichtlinien an den
Hockey- und Tennisclub Schwarz-Weiß Bonn e.V.
Beratungsfolge
Sportausschuss 28.10.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Dem Hockey- und Tennisclub Schwarz-Weiß Bonn e.V. (HTC) wird gemäß 3.1
der Sportförderrichtlinien der Bundesstadt Bonn für die Sanierung und
Modernisierung der Entwässerungsinfrastruktur auf dem Vereinsgelände ein
Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der Gesamtkosten der Baumaßnahme
(2.177.744 Euro) gewährt. Die Zuschusssumme für die Jahre 2026 bis 2028
beträgt maximal 217.774 €.
Die Verwaltung wird ermächtigt, in Abstimmung mit dem HTC und nach den
jeweiligen Baufortschritten die jährlichen Zuschusshöhen festzusetzen.
Begründung
Das Vereinsgelände des HTC Schwarz-Weiß e.V. umfasst eine Größe von
28.200 Quadratmetern und besteht aus 12 Tennis-Sandplätzen, einem Hockey-
Kunstrasenplatz sowie einem kleinen Rasenplatz, einer Tennishalle mit drei
Plätzen und dem Clubhaus. Außerdem hat der Verein auf seinem Gelände in
diesem Jahr zwei Padelcourts errichtet.
Aufgrund in der Vergangenheit immer wieder auftretender Überflutungen
sowohl der Plätze als auch der Halle und des Clubhauses bei
Starkregenereignissen sowie der Betroffenheit bei Überhitzung, Dürre und
Trockenheit, hat der HTC ein Maßnahmenpaket entwickelt, dass den Folgen
des Klimawandels entgegenwirken soll.
Folgende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind vorgesehen:
- Neuanlage von Entwässerungskanälen
- Einrichtung eines Regenrückhalte- und Speicherbeckens
- Regenwassernutzung, Sensorik und intelligente Bewässerungssysteme
- Anlage von Regenwassermulden, Rigolen und Pflanzstreifen
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- Einrichtung von Notwasserwegen
- (Teil-) Entsiegelung von Flächen
- Hitzevorsorge.
Die Durchführung dieser Maßnahmen ist für die Zukunftsperspektive des
Vereins zwingend notwendig.
Die Gesamtkosten der geplanten Maßnahmen betragen 2.177.744,65 €.
Finanziert werden soll die Gesamtmaßnahme zu 80 % durch das
Förderprogramm „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ des EFRE-Programms
Nordrhein-Westfalen 2021 – 2027. Eine grundsätzliche Förderzusage liegt dem
Verein bereits vor.
Der detaillierte Förderantrag des Vereins mit Problemdarstellung, eine
Kostenschätzung sowie ein Finanzierungsplan sind als Anlage beigefügt.
Voraussetzung nach dem Förderprogramm ist, dass der Verein 10 Prozent der
Kosten aus eigenen Mitteln zu tragen hat. Dafür wurde bereits auf der
Mitgliederversammlung 2024 eine Umlage für alle Mitglieder beschlossen,
durch die der Verein die erforderlichen ca. 220.000 € aufbringen wird.
Für den Fehlbetrag in Höhe der restlichen zehn Prozent stellt der Verein einen
Antrag nach 3.1 der Sportförderrichtlinien der Stadt Bonn.
Die Durchführung der Maßnahmen liegt auch im städtischen Interesse. Das
geplante Regenrückhaltebecken wird eine bedeutende Entlastung für den
Engelsbach bei Starkregen darstellen. Zu begrüßen ist auch die geplante
Entsiegelung von Flächen und Zuwegungen auf dem Vereinsgelände.
Insgesamt ist das Projekt ein vorbildliches Beispiel für engagiertes, lokal
verankertes und zukunftsorientiertes Handeln eines gemeinnützigen Vereins
zur Klimafolgenanpassung. Die Verwaltung hat daher in einem Letter of Intent
(LOI, siehe Anhang) die Antragstellung des Vereins sehr begrüßt.
Gegenüber dem Fördermittelgeber hat der HTC noch den Nachweis einer
Gesamtfinanzierung zu erbringen. Deshalb ist es notwendig, dem Verein
kurzfristig eine grundsätzliche Zusage über die Gewährung eines Zuschusses
nach den Sportförderrichtlinien in Höhe von 10 % der Gesamtkosten
zukommen zu lassen. Hierfür ist nach den Richtlinien ein Beschluss des
Sportausschusses Voraussetzung. Die Sportverwaltung schlägt dem
Sportausschuss vor, dem HTC den beantragten Zuschuss zu gewähren.
Im Hinblick auf die Eilbedürftigkeit für diese grundsätzliche Förderzusage kann
das in den Richtlinien vorgesehen Ende der Antragsfrist (31.10.) in diesem Fall
nicht abgewartet werden.
Der Stadtsportbund befürwortet diese Förderung und das in dieser Vorlage
dargestellte Verfahren.
Für die Gesamtdauer der Planung und Umsetzung aller Maßnahmen sind nach
aktuellem Stand 2,5 Jahre vorgesehen. Die Fördermittelzusage ist daher auf
die Jahre 2026, 2027 und 2028 zu erstrecken. Die Sportverwaltung wird die
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jeweils benötigten Fördersummen nach vorheriger Abstimmung mit dem HTC
jährlich festsetzen.
Die Mittel sind im Haushalt des Jahres 2026 sowie in der mittelfristigen
Finanzplanung für die Jahre 2027 und 2028 vorhanden.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe
Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.08.02 Sportförderung 1.52.00.08.02.01 Sportförderung
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in
Auszahlungen /
Aufwendungen
70.000 € (2026)
70.000 € (2027)
77.774 € (2028)
152000802/73.1001 2026
2027 (MFP)
2028 (MFP)
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
gesamt
217.774 €
Anlage/n
1 2025 HTC Regenwasserkreislauf - Antrag an Stadt Bonn (öffentlich)
2 Votum BegutachterausschussID OS-001619 (öffentlich)
3 Ausgabenplan1 (öffentlich)
4 Ausgabenplan2 (öffentlich)
5 Jahresaufteilung (öffentlich)
6 4.12-2025-04-09_Konzeptpläne_Me-Arbeitspaket 2 Oberflächen (öffentlich)
7 4.12-2025-04-09_Konzeptpläne_Me-Arbeitspaket 3 Wasser ableiten
(öffentlich)
8 4.12-2025-04-09_Konzeptpläne_Me-Arbeitspaket 4 Wassernutzung
(öffentlich)
9 LOI Oberbürgermeisterin Stadt Bonn (öffentlich)
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 1
HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V. | Förderantrag
Sanierung und Modernisierung der Entwässerungsinfrastruktur
1 Ausgangslage und Problemstellung, Darstellung der Betroffenheit von ne-
gativen Klimawandelfolgen
Das Vereinsgelände des HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V. (im Folgenden HTC genannt) mit
einer Größe von 28.200 m² liegt auf dem Venusberg am Rande von Ippendorf, einem Stadtteil
Bonns, am Hang des Melbtals und im Quellgebiet des Engelsbachs. Es besteht aus zwölf
Tennis-Sandplätzen, einem Hockey-Kunstrasenplatz sowie einem kleineren Rasenplatz, der
für Konditions- und Athletiktrainings, Fußball und sonstige Spiel- und Sportarten genutzt wird.
Weiterhin gehört eine Tennishalle mit drei Plätzen sowie ein Clubhaus mit Umkleiden, Büro-
räumen und Gastronomie zum Clubgelände (vgl. Abb. 1).
Abb. 1: HTC Vereinsgelände. Vorne: Parkplatz, Clubhaus, Tennis-Sandplätze und Tennishalle. Oben rechts:
Hockey-Kunstrasenplatz und Naturrasenplatz. Oben links: Engelsbachschule mit Spielplatz.
Der Fußballplatz gehört nicht zum Vereinsgelände.
Neben den Vereinsmitgliedern nutzen auch vier Grundschulen (Engelsbachschule, Wald-
schule, Michaelschule, Schlossbachschule), zwei Gymnasien (Ernst-Moritz-Arndt-Gymna-
sium, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium) sowie eine Kindertagesstätte (Ü-Dötzchen Bonn-Ü-
ckesdorf e. V.) die Außenanlagen und die Tennishalle für ihre wöchentlichen Sport-AGs und
das Training ihrer Schulmannschaften (vgl. Anlage LOI Sportdezernentin Stadt Bonn, LOI
Kita). Die Engelsbachschule grenzt direkt an das Vereinsgelände (vgl. Abb. 1), hier besteht
eine besonders enge Kooperation.
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 2
Auch der breiten Bevölkerung stehen die Vereinsanlagen offen, ohne dass eine Mitgliedschaft
notwendig ist. Die Tennis-Außenplätze und die Halle können von Nichtmitgliedern gebucht
werden, im Sommer wird die Halle von wöchentlich stattfindenden Gymnastikgruppen für Se-
nioren genutzt. Mitte 2025 kamen noch zwei Padelplätze hinzu, die ebenfalls von Nichtmitglie-
dern gebucht werden können. Darüber hinaus ist die Gastronomie des Restaurant Sabor
ebenfalls öffentlich zugänglich und als nur eines von zwei Restaurants in Bonn-Ippendorf ein
wichtiger sogenannter „Dritter Ort“ für die lokale Gemeinschaft, wo auch viele Jubiläen und
Familienfeiern stattfinden (vgl. Anlage LOI Sabor). Aus diesen Gründen wird der Antrag des
HTC von vielen Ämtern der Stadt Bonn unterstützt. Alle Maßnahmen wurden mit dem Sport-
amt, dem Tiefbauamt, dem Amt für Umwelt und Stadtgrün sowie dem Referat für Stadtförde-
rungen und strategische Projekte abgestimmt. Eine Expertise des Tiefbauamts (vgl. Anlage
Expertise Tiefbauamt Stadt Bonn) zu Rückfragen der Gutachter aus der zweiten Einreichrunde
unseres EFRE Antrags im Programm „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ sowie ein Unter-
stützungsschreiben der bisherigen Bonner Oberbürgermeistern Katja Dörner sind in der An-
lage beigefügt (vgl. Anlage LOI OB Bonn).
Betroffenheit von klimawandelbedingten Extremwetterereignissen
Durch den Klimawandel treten Extremwetterereignisse immer häufiger auf. Die generell höhe-
ren Temperaturen sorgen dafür, dass die Luft mehr Wasser speichern kann und sich Nieder-
schlagsmuster regional verändern. Unter anderem führt dies zum verstärkten Auftreten von
sogenannten Starkregenereignissen. (Umweltbundesamt, 2021, S. 1-3) Bei derartigen Ereig-
nissen, von denen der HTC in den letzten Jahren immer häufiger betroffen ist, wird das Ge-
lände regelmäßig überflutet. Diesen Eindruck des häufigeren Auftretens bestätigt auch die
Stadt Bonn: „In den vergangenen Jahren kam es in Bonn mehrfach zu zum Teil erheblichen
Schäden durch Starkniederschläge“ (Stadt Bonn, 2015, S. 1). An anderer Stelle heißt es: „Völ-
lig unabhängig von der Frage nach dem Klimawandel oder dessen anthropogener Ursache ist
Fakt, dass sich Extremereignisse häufen. Zwischen Koblenz und dem Ruhrgebiet gab es in
den vergangenen Jahren praktisch jedes Jahr mindestens ein oder mehrere Ereignisse mit
statistischen Wiederkehrzeiten von mehr als 100 Jahren.“ (ebd., S. 7) Besonders kritisch sind
in Bonn dabei die Sommermonate: „Während in den Wintermonaten eher lang andauernde,
aber durchaus auch recht starke Regenfälle niedergehen, […] kommt es in Bonn besonders
in den Monaten April bis Oktober zu heftigsten Starkregen, die dann in kürzester Zeit fallen.
Solche Extremereignisse mit Regenspenden von mitunter erheblich mehr als 100 Liter je
Quadratmeter können jederzeit und ohne Vorwarnung auftreten und führen binnen Minuten zu
Überflutungen durch die Niederschläge selbst, durch Überlastung des Kanalsystems und nicht
zuletzt zum Übertreten der kleineren Gewässer mit den bekannten Folgen.“ (ebd., S. 2)
Die Betroffenheit des HTC-Geländes von Starkregenereignissen bestätigt auch die Starkre-
gen-Gefahrenkarte der Stadt Bonn (Stadt Bonn, ohne Datum, vgl. Abb. 2). Das Gelände ist rot
umrandet, es fällt nach Norden hin ab. Bei Starkregen sammelt sich das Wasser, auch aus
dem oberhalb südlich gelegenen Wohngebiet und dem Schulgelände der unmittelbar angren-
zenden Engelsbachschule, auf der Saalestraße und fließt von dort den Hang hinunter auf das
Clubhaus zu, das am östlichen Rand des Geländes liegt. Es entbehrt nicht einer gewissen
Ironie, dass die Straßen in diesem Wohngebiet alle nach Flüssen benannt sind (Quellenweg,
Oder-, Netze-, Pregel-, Havel-, Saalestraße). Im Falle von Starkregenereignissen ist deren
Titulierung als „Wasserstraßen“ durchaus treffend. Im westlichen Bereich des Vereinsgeländes
befindet sich ein Fußweg (Fortsetzung der Netzestraße, zwischen den Tennisplätzen und dem
Hockeyplatz), auf dem sich das Wasser ebenfalls sammelt. Sowohl von diesem Fußweg als
auch von der Saalestraße fließt das Wasser bis zur Tennishalle, die sich im Norden am tiefsten
Punkt des Geländes befindet und deshalb besonders überflutungsgefährdet ist. Auch die Ten-
nisplätze unmittelbar oberhalb südlich der Halle sind stark von Überflutungen betroffen. Der
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 3
Hockeyplatz im Nordwesten der Anlage wird bei Starkregen ebenfalls komplett überflutet, ist
aber weniger problematisch, da sich hier kein Gebäude befindet, die Entwässerungsanlagen
relativ modern und intakt sind und sich unterhalb nördlich der Rasenplatz und eine Wiese mit
einer 2023 vom HTC angelegten Pflanzung von 71 Bäumen befindet, auf der das Wasser gut
versickern kann. Glücklicherweise nicht betroffen ist das Gelände aufgrund seiner Hanglage
von Hochwasserereignissen. Zwar sammelt sich bei Starkregen viel Wasser im Engelsbach,
dessen Bachbett liegt aber deutlich tiefer als das Vereinsgelände und stellt deshalb keine Ge-
fahr dar.
Abb. 2: Gelände (rot umrandet) des HTC auf der Starkregen-Gefahrenkarte.
Im Folgenden soll ein Eindruck der Überflutungssituation und der Schadensfolgen an den Ten-
nisplätzen, im Clubhaus und in der Halle bei verschiedenen Starkregenereignissen in den ver-
gangenen Jahren gegeben werden.
Abb. 3: Überflutete Tennisplätze. Links am 14.7.2021, rechts am 6.5.2024.
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 4
Abb. 3 zeigt die unter Wasser stehenden Tennisplätze bei zwei verschiedenen Starkregener-
eignissen. Die Tennis-Sandplätze werden einmal jährlich im Frühjahr durch eine darauf spezi-
alisierte Firma instandgesetzt. Dabei werden die Ascheschichten neu gemacht, die Linien ver-
legt und die Plätze von Unkraut und Moos befreit. Darüber hinaus müssen die Plätze ca. alle
15 Jahre generalüberholt werden, was Kosten im fünfstelligen Bereich verursacht. Starkrege-
nereignisse verschlechtern die Versickerungsfähigkeit der Plätze und verringern die Zeit-
spanne bis zur notwendigen nächsten Generalüberholung maßgeblich. Bei besonders schwe-
ren Starkregenereignissen kann es vorkommen, das eine Generalüberholung unmittelbar er-
forderlich ist. Dies führt zu einer wochenlangen Sperrung der Plätze und einer damit einher-
gehenden Einschränkung der Trainings, des Spielbetriebs sowie der Nutzung durch die Schu-
len und die Kita. Nach den oben abgebildeten Starkregenereignissen konnten die Plätze tage-
lang nicht genutzt und für zwei der zwölf Plätze musste die Generalüberholung früher als ge-
plant durchgeführt werden.
Abb. 4: Schäden im unteren Stockwerk des Clubhauses nach einem Starkregenereignis 2013.
Abb. 5: Überflutungen in und vor der Tennishalle am 14.7.2021.
Auch das Clubhaus ist regelmäßig von Überflutungen betroffen. Das Gebäude ist in den Hang
hinein gebaut, es liegt hangseitig unterhalb des Bodenniveaus, talseitig liegt es auf einer Höhe
mit dem Außenbereich. Im unteren Stockwerk befinden sich der Hauptzugang zum Gebäude,
die Umkleiden mit WCs und Duschen, die Technikräumen mit den Elektro- und Heizungsin-
stallationen sowie Büro- und Lagerräume des Vereins und der Gastronomie. Da die am
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 5
Clubhaus vorbeiführende Abfahrt (Verlängerung der Saalestraße) sich bei Starkregenereignis-
sen zu einem reißenden Bach entwickelt, dringt dort immer wieder Wasser ein. Das sich daran
anschließende Schadensbild in den Umkleiden zeigt Abb. 4. Alle Räumlichkeiten im unteren
Stockwerk müssen anschließend aufwendig gereinigt, Trocknungsgeräte zur Vermeidung von
Schimmelbildung eingesetzt, elektronische Hardware in den Büroräumen teilweise ersetzt
werden. Diese Starkregenereignisse bürgen generell ein hohes Risiko, da die Überflutungen
auch Einfluss auf die Elektronik und Gebäudetechnik haben können. Der Ausfall bzw. die Re-
paratur dieser würde einen massiven Schaden anrichten.
Am schwersten waren die Schäden in der Vergangenheit in der Tennishalle. Diese liegt, wie
oben beschrieben, am tiefsten Punkt des Geländes. Dort sammelt sich deshalb das meiste
Wasser. Es dringt regelmäßig (2024 z. B. mehrfach, auch bereits 2025) in den Gang, der sich
hangseitig an der Halle befindet, ein, und schädigt das Fundament und Mauerwerk. Zuletzt
beim Starkregenereignis 2021 wurde die Halle gänzlich überflutet. Die Teppichoberfläche des
Tennishallenbodens musste einer Tiefenreinigung unterzogen werden, damit es nicht zu einer
Sperrung der Halle für die Wintersaison kam. Nur durch den Einsatz vieler Pumpen und tat-
kräftiger Helfer konnte eine umfassendere Sanierung vermieden werden. Die Bilder in Abb. 5
vermitteln einen Eindruck der geschilderten Überflutungssituation in der Halle, dem vorgela-
gerten Gang und dem Außenbereich vor der Halle.
Betroffenheit von Überhitzung, Dürre und Trockenheit
Neben diesen Starkregenereignissen ist der HTC auch von den zunehmenden Hitze- und Tro-
ckenheitsperioden betroffen. Als Folge des Klimawandels nehmen deren Häufigkeit, Dauer
und Intensität in Deutschland zu (Umweltbundesamt, 2021, S. 1-3). Es werden fünfmal mehr
Hitzerekorde verzeichnet als vor dem aktuellen Klimawandel, innerhalb der vergangenen
20 Jahre liegen neun der zehn wärmsten jemals in Deutschland verzeichneten Jahre (vgl. Lust
auf besser leben gGmbH, S. 16). Auch in „[…] Bonn sind die Folgen des Klimawandels bereits
heute spürbar. 2022 wurde mit 12,2 °C die höchste Jahresmitteltemperatur seit Beginn der
Messungen 1881 verzeichnet“ (Stadt Bonn, 2023, S. 8) und die „[…] zunehmende Häufigkeit
der Hitzesommer gerade in den letzten zehn Jahren verdeutlicht, dass eine ausreichende Hit-
zevorsorge […] immer drängender wird.“ (ebd., S. 8)
Sport- und Bewegung sind natürlich grundsätzlich sehr gesundheitsförderlich, aber „besonders
Kinder und ältere Menschen werden beim Sport durch extreme Hitze vor neue Herausforde-
rungen gestellt. Sie verlieren mehr Flüssigkeit, der Puls steigt und damit die gesundheitlichen
Risiken.“ (Lust auf besser leben gGmbH, 2021, S. 16) Diese Herausforderungen sind für den
HTC mit seinen großen Jugendabteilungen und für die vier Grundschulen, zwei Gymnasien
und die Kita, die unser Gelände mitnutzen, besonders relevant. Auch die UV-Strahlung ist ein
Risiko, durch große Hitze wird die Einhaltung von Erholungsphasen erschwert und das Verlet-
zungsrisiko steigt (ebd., S. 16). Sportangebote, besonders für Kinder und Senioren, werden
im Sommer schon seit Jahren in die angenehm kühle Tennishalle verlegt, auch das Unterge-
schoss des Clubhauses ist im Sommer recht kühl und bietet Erholung vor und nach den Sport-
einheiten. Beide Infrastrukturen sind aber besonders von Überflutungen betroffen (s. o.).
Darüber hinaus stellt der mit anhaltenden Hitzeperioden einhergehende Wassermangel ein
Problem dar, denn „durch Trockenheit und Wasserknappheit können bei Sportstätten Schäden
entstehen“ (ebd., S. 16). Hockey und Tennis sind Sportarten, die auf bewässerten Plätzen
ausgeübt werden. Beim Hockey steigt das Verletzungsrisiko auf einem trockenen Kunstrasen-
platz maßgeblich, zum Beispiel durch Hängenbleiben auf der stumpfen Oberfläche bei Rich-
tungswechseln und Ballaktionen. Im Tennis sorgt ein zu trockener Platz für eine Zerstörung
der Verzahnung der Ziegelmehldecke. Es entstehen Unebenheiten und Löcher, die das
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
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Verletzungsrisiko erhöhen – der Platz wird innerhalb kurzer Zeit unbespielbar und muss in-
standgesetzt werden (siehe oben).
Aus diesem Grund hat der HTC einen au-
ßergewöhnlich hohen Frischwasserver-
brauch, wie ein im Januar 2024 durchge-
führter „Öko-Check im Sport“ eines Ener-
gieberaters bestätigt: „Der Wasserver-
brauchskennwert von im Mittel 1.285 l/m²
liegt im sehr hohen Bereich (zum Ver-
gleich: der Quartilsmittelwert von Sportan-
lagen liegt bei 509 l/m²).“ (energiespar-
partner, 2024, S. 6; vgl. Abb. 7) Gerade
Trocken- und Hitzeperioden, in denen das
Wasser knapp wird, erfordern im Verein
eine erhöhte Nutzung der Bewässerung,
um die dargelegten Probleme zu vermei-
den. Gegenwärtige Prognosen zu einer
zunehmenden Wasserknappheit können
dann eine ausbleibende Bewässerungs-
möglichkeit der Plätze bedeuten, wenn zu
viele Nutzer um die Ressource Frischwas-
ser konkurrieren. (Umweltbundesamt,
2023) Wenn dies eintritt, können die
Plätze entsprechend für den Trainings-
und Spielbetrieb sowie von den Schulen
und der Kita nicht genutzt werden, was
mittelfristig zur Existenzgefährdung des
Vereins führen kann. (vgl. Abb. 6)
Zum Schutz der Gesundheit bei sportlichen Aktivitäten werden unter anderem klimaresiliente
Bepflanzungen mit Bäumen und Hecken zur Verschattung der Sportanlagen empfohlen (vgl.
Lust auf besser leben gGmbH, 2021, S. 18). Rund um das Vereinsgelände gibt es erfreulicher-
weise einen umfangreichen Baumbestand (vgl. Abb. 1). Auch auf dem Gelände selbst finden
sich teils Hecken, kleinere Bäume und Sträucher, 2023 hat der Verein zur Verschattung ent-
lang des Hockeyplatzes und des Naturrasenplatzes 71 weitere klimaresiliente Bäume ge-
pflanzt. Durch die zunehmenden Hitzeperioden stellt der Verein aber in den letzten Jahren
fest, dass Bäume und Sträucher öfter in Trockenstress geraten und häufiger und intensiver
bewässert werden müssen. Dies verstärkt den Wasserverbrauch und erhöht die Gefahr der
Wasserknappheit, was sich mittelfristig negativ auf die Gesundheit der Bepflanzung und deren
schattenspendende Funktion auswirken würde. Neben dieser potenziellen Frischwasser-
knappheit besteht ein weiteres Problem in der deutlichen Steigerung der Frischwasserpreise
in den vergangenen Jahren. Blieb der Preis pro m³ von 2007 bis 2019 für den HTC konstant,
hat sich der Frischwasserpreis seitdem jedes Jahr erhöht. Mittlerweile beträgt die Kostenstei-
gerung mehr als 21% in nur vier Jahren.
Die Folgen der zunehmenden Starkregenereignisse sowie Trocken- und Hitzeperioden belas-
ten den Verein und die weiteren Nutzer des Geländes (vgl. Anlagen LOI Sportdezernentin
Stadt Bonn, LOI Kita, LOI Sabor) bereits heute stark. Im HTC besteht jedoch der Mut und das
Engagement, diese Krise als Chance zu nutzen und den Verein und seine Infrastruktur für die
kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig und klimaangepasst aufzustellen. Dafür wurde ein um-
fassendes Maßnahmenpaket zur Klimaanpassung entwickelt, dessen Wirkung deutlich über
das Vereinsgelände hinaus reichen soll, und das wir im Folgenden Abschnitt darlegen.
Abb. 6: Verdorrter, unbespielbarer Naturrasenplatz wäh-
rend einer Hitzeperiode 2022. Links unten der im
Bau befindliche Unterstand. Mittlerweile wurden
71 weitere Bäume entlang der Plätze gepflanzt.
Abb. 7: HTC Frischwasserverbrauch 2019 – 2022.
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 7
2 Herleitung der Eignung des Vorhabens, den Klimawandelfolgen entgegen
zu wirken
Das vom HTC entwickelte Maßnahmenpaket, das den Klimawandelfolgen entgegenwirken
soll, basiert auf umfangreichen Vorarbeiten. Dafür engagierte der HTC das renommierte Inge-
nieurbüro Bach & Mergel (im Folgenden B & M genannt). Unter anderem wurde die Topogra-
phie des Vereinsgeländes detailliert erfasst und Bestandspläne gesichtet. Außerdem wurde
eine Firma mit einem geohydrologischen Gutachten beauftragt, für das Rammkernsondierun-
gen und Bodenprobenentnahmen erfolgten.
Abb. 8: HTC Vereinsgelände (rot umkreist) im Bonner Schwammstadtkonzept als Fokusraum („stark frequen-
tierte Sportstätte“), wo Klimaanpassungsmaßnahmen besonders zielführend sind.
Auf Basis dieser Vorarbeiten wurde zusammen mit B & M ein integriertes Maßnahmenpaket
entwickelt, das sich aus dem Schwammstadtkonzept der Stadt Bonn (Stadt Bonn, 2024b),
dem Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport des DOSB (KLUG, 2024) sowie den
Empfehlungen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
geförderten Programms „KLIMASPORT!“ (Lust auf besser leben gGmbH, 2021) ableitet. Au-
ßerdem fanden mehrere Vororttermine mit der Unteren Wasserbehörde statt, das Maßnah-
menpaket ist mit dieser Behörde abgestimmt. Im Schwammstadtkonzept der Stadt Bonn wer-
den „stark frequentierte Sportstätten“, zu denen explizit das HTC-Vereinsgelände zählt, als
sogenannte „Fokusräume / Hotspots“ genannt, „in denen Klimaanpassungsmaßnahmen be-
sonders zielführend sind“, da sie als „viel genutzte Freiflächen wichtige Treffpunkte für die
Bonner Stadtbevölkerung darstellen.“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 84-85, S. 91; vgl. Abb. 8). Neben
der Verschattung von Aufenthaltsflächen und der Anpflanzung transpirierender Vegetation
empfiehlt das Schwammstadtkonzept für Sportstätten: „Anfallendes Regenwasser sollte im
Sinne der Schwammstadt vom Kanalnetz abgekoppelt und bei geeigneter Bodenbeschaffen-
heit vor Ort versickert, oder in Zisternen zur späteren Nutzung gespeichert werden.“ (ebd.,
S. 91). Der Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport empfiehlt als baulich-technische
Maßnahmen für den Hitzeschutz unter anderem natürliche und künstliche
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 8
Beschattungsanlagen, Trinkbrunnen, hitzereduzierende Bodenbeläge und die Einrichtung von
kühlen Räumlichkeiten (KLUG, 2024, S. 8-9). Auch das Programm KLIMASPORT! nennt für
die Klimaanpassung von Sportstätten Verschattungsmaßnahmen durch klimaresiliente Be-
pflanzung, die Aufstellung von Trinkwasserspendern, die Nutzung von Brauchwasser zur Be-
wässerung der Anlagen sowie die Gestaltung von Oberflächen in hellen Tönen, damit diese
sich weniger aufheizen (Lust auf besser leben gGmbH, 2021, S. 10-11).
Ziel des vorliegenden Antrags ist auf Basis all dieser Konzepte die Realisierung eines „HTC-
Regenwasserkreislaufs“ – zur Klimafolgenanpassung soll das Vereinsgelände nach den
Schwammstadtprinzipien umgestaltet werden. Auf dem Gelände niedergehender (Stark-)Re-
gen soll zunächst auf der Fläche gehalten werden und dort versickern und verdunsten. Ist das
Potenzial hierfür ausgeschöpft, soll das Wasser abgeleitet und gespeichert, und wenn auch
die Speicherkapazität erreicht ist kontrolliert abgeleitet werden. Schließlich soll das aufgefan-
gene Wasser zur Bewässerung der Sportplätze und Grünflächen genutzt werden, begleitet
durch klimaresiliente Bepflanzung sowie die Einrichtung von Trinkwasserspendern und Sprüh-
nebelkühlungen. Auf die Effekte dieser drei Arbeitspakete gehen wir im Folgenden näher ein.
Sämtliche Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit dem Sportamt, dem Tiefbauamt, dem
Amt für Umwelt und Stadtgrün und dem Referat für Stadtförderungen und strategische Pro-
jekte der Stadt Bonn entwickelt. Die fachliche Expertise aller Ämter ist in diesen Antrag einge-
flossen und die Ämter begrüßen und unterstützen das Vorhaben nachdrücklich. (vgl. Anlage
LOI OB Bonn, LOI Sportdezernentin Stadt Bonn, Expertise Tiefbauamt Stadt Bonn) Erwähnt
sei außerdem, dass die Stadt Bonn gegenwärtig an einem Integrierten Klimaanpassungskon-
zept arbeitet (Stadt Bonn, 2024a), in das die Maßnahmen des HTC Eingang finden sollen.
Wasser versickern und verdunsten
Der erste Schritt im HTC-Regenwasserkreislauf ist die Haltung und Versi-
ckerung des ankommenden Niederschlags auf den Flächen. Dazu werden
zwischen den Tennisplätzen, quer zum Hang, Versickerungsmulden und Ri-
golen angelegt. In diesen Mulden und Rigolen kann sich das Regenwasser
sammeln und vor Ort versickern. (Stadt Bonn, 2024b, S. 49). Dadurch wird
bereits ein gewisser Überflutungsschutz geleistet, da Abflussspitzen gemindert werden. (ebd.,
S. 18). Diese Mulden werden außerdem mit klimaresilienten Pflanzen begrünt – eine Möglich-
keit wäre hier Miscanthus. Diese Pflanze durchwurzelt den Boden extrem gut und tief und
fördert Regenwurmpopulationen. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Bodenstrukturie-
rung: Sie erzeugen Poren und Röhrenstrukturen, welche die Wasserinfiltration signifikant ver-
bessern. Die herabfallenden Blätter bilden eine natürliche Mulchschicht, „die den Boden vor
Austrocknung schützt und den Oberflächenabfluss reduziert.“ (Pude, 2024, S. 59) Auf Acker-
flächen zeigt sich bereits, dass Miscanthus wie eine Art Damm wirkt, und damit den oberflä-
chennahen Wasserabfluss und Erosionen mindert. (ebd., S. 55-67) Die Universität Bonn
forscht zum Regenrückhaltepotenzial von Miscanthus und ist bereit, die Anpflanzung auf dem
HTC-Gelände und deren Wirkung in den kommenden Jahren wissenschaftlich zu begleiten
(vgl. Anlage LOI Universität Bonn).
Neben dieser Entlastung von Abflussspitzen haben die Mulden und Rigolen außerdem den
Vorteil, dass sie das Mikroklima verbessern. Durch das gesammelte Niederschlagswasser ent-
steht Verdunstungskühle (Evaporation), was „ein wichtiges Element zur Hitzeminderung im
Rahmen der Stadt- und Freiraumplanung“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 15) darstellt. Verstärkt wird
dieser Effekt noch durch die Bepflanzung, die ja ebenfalls Wasser verdunstet (Transpiration).
Das zurückgehaltene Wasser kann von den Grünpflanzen genutzt werden. Durch diese von
Wasser und Bepflanzung gemeinsam erzeugte „Evapotranspiration“ ergibt sich „während Hit-
zeperioden […] eine Kühlwirkung im öffentlichen Raum“ (ebd., S. 15). Im Bereich des aktuell
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Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 9
wenig begrünten Parkplatzes werden zehn neue Pflanzungen von klimaresilienten Bäumen
vorgenommen, um in diesem Bereich ebenfalls die gewünschte Kühlwirkung zu erzielen.
Abb. 9: Konzeptplan für die Entsiegelung und Begrünung des Geländes. (vgl. Anlage 4.12)
Diese Kühlwirkung ist nicht nur für das HTC-
Vereinsgelände und das angrenzende
Wohngebiet wichtig. Eine 2018 von der Stadt
Bonn beauftragte Klimaanalyse bestätigt,
dass das Gelände bereits jetzt in einem Kalt-
luftentstehungsgebiet liegt (GEO-NET,
2023). Die grünen Flächen in Abb. 10 zeigen
die Kaltluftentstehungsgebiete (je dunkler
das Grün, desto höher deren Bedeutung für
die Kaltluftentstehung – das HTC-Gelände ist
rot umrandet). Die schwarzen und blauen
Pfeile markieren Kaltluftleitbahnen und bo-
dennahe nächtliche Strömungsfelder. Das
HTC-Gelände liegt in einem Kaltluftentste-
hungsgebiet mit mittlerer bis hoher Bedeu-
tung. Zudem entstehen im Bereich des Ge-
ländes nächtliche Strömungsfelder, die das
angrenzende Wohngebiet kühlen, sowie im
Verlauf des Engelsbachs / Melbtals eine Kalt-
luftleitbahn mit hoher Bedeutung für das Bon-
ner Stadtgebiet (ebd.). Da die Kaltluftproduk-
tionsrate abhängig ist von der Bodenfeuchte
(GEO-NET, 2018, S. 17), ist zu erwarten,
dass die Mulden, Rigolen und Bepflanzun-
gen die Kaltluftproduktionsrate des Vereins-
geländes erhöhen und damit sowohl das
Abb. 10: Planungshinweiskarte Stadtklima (GEO-NET,
2023)
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Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 10
Mikroklima im angrenzenden Wohngebiet als auch mittels der Kaltluftleitbahn des Melbtals das
Mikroklima im Bonner Innenstadtbereich verbessern.
Dazu beitragen wird auch die Entsiegelung
von Flächen. Bislang sind die Zuwegungen
im Bereich der Tennisplätze, des Clubhauses
und der Halle sowie der Parkplatz mit was-
serundurchlässigen Materialen wie Asphalt
und Betonsteinen ausgeführt. Diese Flächen
werden, wo möglich, entsiegelt und durch
Grünflächen ersetzt. Dort, wo eine Zuwegung
weiterhin sichergestellt werden muss, wer-
den wasserdurchlässige und verdunstungs-
fähige Materialien verwendet, z. B. versicke-
rungsaktives Ökopflaster. Die Versiegelung
des Geländes wird auf das Minimum redu-
ziert. Durch diese Entsiegelung und Teilentsiegelung lässt sich „eine deutliche Verbesserung
gegenüber vollversiegelten Flächen wie Asphalt- oder Betonflächen erzielen“ (Stadt Bonn,
2024b, S. 31). Das Ökopflaster wird zusätzlich in einem möglichst hellen Ton gehalten, um die
Aufheizung weiter zu reduzieren (Lust auf besser leben gGmbH, 2021, S. 18). Diese Verbes-
serungen betreffen insgesamt nicht nur die stärkere Verdunstung und Versickerung und damit
eine stärkere Kühlungsleistung, sondern auch die Reaktivierung des Bodenlebens durch einen
verbesserten Luftwasserhaushalt des Bodens. Schließlich werden auf den (teil-)entsiegelten
Flächen Notwasserwege geschaffen. Diese ermöglichen bei Starkregenereignissen „ein ge-
zieltes Ableiten durch weniger empfindliche Korridore“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 18) und leisten
einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Anlagen, insbesondere der überflutungsgefährdeten
Halle und des Clubhauses. Die Maßnahmen dieses Arbeitspakets sind im Konzeptplan in Abb.
9 (vgl. Anlage Konzeptplan Oberflächen) und als Regelquerschnitt in Abb. 11 dargestellt.
Wasser ableiten, zurückhalten und speichern
Die Effekte, die sich durch die oben dargelegten Maßnahmen für den Über-
flutungsschutz erreichen lassen, sind allerdings begrenzt: „Insbesondere
bei […] außergewöhnlichen Oberflächenabflüssen durch Starkregen stoßen
die Anlagen schnell an ihre Grenzen. Zur Bewältigung derartiger Ereignisse
sind eher ein gezieltes Ableiten durch weniger empfindliche Korridore (Not-
entwässerung) und das vorübergehende Zurückhalten auf größeren und weniger vulnerablen
Retentionsflächen entscheidend.“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 18). Dies gilt für Bonn (Stadt Bonn,
2024b, S. 69) und speziell für das HTC-Vereinsgelände, hat doch das geohydrologische Gut-
achten ergeben, dass dort eine schluffige-tonige Bodenzusammensetzung vorliegt, die von
Wasser nicht sonderlich gut durchsickert werden kann.
Aus diesem Grund umfasst das zweite Arbeitspaket des HTC-Regenwasserkreislaufs die ge-
zielte Ableitung, Zurückhaltung und Speicherung von überschüssigem Niederschlagswasser
(die geplanten Maßnahmen sind in Abb. 12 dargestellt, vgl. Anlage Konzeptplan Wasser ab-
leiten). Dafür werden auf dem Gelände zwischen den Tennisplätzen und entlang der Zuwe-
gung von Clubhaus und Halle neue, leistungsfähige Entwässerungsleitungen verlegt. Integriert
werden moderne Drainagesysteme, die das Wasser den Leitungen zuführen. Es sei an dieser
Stelle ausdrücklich betont, dass es sich um reine Entwässerungsleitungen für das Oberflä-
chenwasser handelt. Das Schmutzwasser aus dem Clubhaus wird auch bisher bereits voll-
ständig separat behandelt. Es wird mittels einer Hebeanlage zur Saalestraße hochgepumpt,
wo ein Anschluss an den öffentlichen Mischwasserkanal besteht. In der Halle fällt kein
Abb. 11: Regelquerschnitt Wasserableitungskonzept
(vgl. Anlage 4.12)
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Schmutzwasser an, da es dort keine sanitären Einrichtungen o. Ä. gibt. Die neuen Leitungen
und Drainagen dienen nicht dazu, Schmutzwasser abzuleiten, sondern aufgefangenes Regen-
wasser in einem geschlossenen Kreislauf zu halten. Weiterhin sei betont, dass die Erneuerung
des Systems keine Pflichtaufgabe ist, die aktuelle Situation ist der Unteren Wasserbehörde
bekannt und genießt Bestandsschutz. (vgl. Anlage Expertise Tiefbauamt Stadt Bonn)
Abb. 12: Konzeptplan der neuen Drainagen, Regenwasserleitungen und des Regenrückhalte- / Speicherbeckens.
(vgl. Anlage 4.12)
Zentrales Element des HTC-Regenwasser-
kreislaufs ist es deshalb, das durch die neuen
Leitungen und Drainagen aufgefangene Re-
genwasser einem Rückhalte- und Speicher-
becken zuzuleiten. Dieses wird unterhalb der
Halle, am tiefsten Punkt des Geländes, er-
richtet (siehe Abb. 12). Dort sammelt sich das
aufgefangene Regenwasser in einem kombi-
nierten Regenrückhalte- und Speicherbe-
cken mit einem Volumen von 800 m³. Dieses
Becken erfüllt im Wesentlichen zwei wichtige
Funktionen. Erstens kann es große Mengen
an Regenwasser, die während Starkregener-
eignissen fallen, aufnehmen. Das Rückhalte-
volumen beträgt 200 m³, berechnet für ein
hundertjährliches Starkregenereignis, und ist
mit der Unteren Wasserbehörde der Stadt
Bonn abgestimmt. Bei Starkregen füllt sich
dieses Rückhaltevolumen, durch ein Drossel-
ventil kann das Wasser kontrolliert in den En-
gelsbach abgeleitet werden. Somit wird das
Gelände künftig bei Starkregenereignissen
Abb. 13: Starkregen-Gefahrenkarte mit dem HTC-Ge-
lände in Ippendorf (rot umrandet), dem En-
gelsbach sowie dem Hochwasserrückhalte-
becken oberhalb von Poppelsdorf
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Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 12
effektiv entwässert und geschützt. Gleichzeitig ergibt sich auch ein verbesserter Schutz für das
Bonner Stadtgebiet. Bisher entwässert das HTC-Gelände, das auf 167 Metern über Normalnull
liegt, inklusive des überschüssigen Wassers, das aus dem Wohngebiet und dem Schulgelände
der Engelsbachschule oberhalb kommt, unkontrolliert in den Engelsbach. Dieser fließt im wei-
teren Verlauf in Richtung des Bonner Stadtgebiets und erreicht zuerst Bonn-Poppelsdorf auf
69 Metern Höhe. Oberhalb von Poppelsdorf existiert seit den 1960er Jahren ein Hochwasser-
rückhaltebecken, das einen 100jährlichen Abfluss zurückhält und das Stadtgebiet schützt.
Diese Situation wird auf der Starkregenkarte der Stadt Bonn (Stadt Bonn, ohne Datum) deut-
lich, siehe Abb. 13. Rot umkreist ist das Gelände des HTC. Die roten Pfeile zeigen die Fließ-
richtung des Engelsbachs in Richtung des Bonner Stadtgebiets an, der rote Querstrich mar-
kiert die Lage des existierenden Hochwasserrückhaltebeckens oberhalb von Poppelsdorf. Das
geplante Regenrückhaltebecken auf dem HTC-Gelände mit gedrosselter Einleitung in den En-
gelsbach wird das tieferliegende Hochwasserrückhaltebecken entlasten und damit dessen
Schutzwirkung für das Bonner Stadtgebiet verstärken. Es ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum
„Überflutungsschutz (durch die Verzögerung und Verminderung des Abflusses)“ (Stadt Bonn,
2024b, S. 13; vgl. Anlage Expertise Tiefbauamt Stadt Bonn).
Zweitens dient das Becken als Regenwasserspeicher, der zur Bewässerung genutzt werden
kann. Über die Drainagen und Leitungen wird das Regenwasser dem Becken zugeleitet, das
ein Speichervolumen von 600 m3 hat. Dieses Speichervolumen liegt unterhalb des Rückhalte-
volumens – erst wenn die 600 m3 gefüllt sind, greift die gedrosselte Einleitung in den Engels-
bach. Die Bewässerung der Tennis- und Hockeyplätze, des Naturrasenplatzes sowie der Grün-
flächen erfolgt zukünftig vorrangig aus diesem 600 m³ Speicherbecken. Dies ist ein Beitrag
„für den Ressourcenschutz (durch das Einsparen von Trinkwasser und von Energie für die
Wasseraufbereitung)“ und hilft dabei „Trockenperioden zu überbrücken und die Wasserversor-
gung zur Bewässerung […] sicherzustellen“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 13).
Wasser nutzen
Die Nutzung des aufgefangenen Regenwassers für die Bewässerung der
Tennis- und Hockeyplätze sowie der Grünflächen ist gleichzeitig auch der
abschließende Baustein des HTC-Regenwasserkreislaufs. Mithilfe von
Pumpen wird das aufgefangene Wasser des 600 m3-Reservoirs (Jahres-
speicher) in kleinere Zwischenspeicher (Wochenspeicher) an den Tennis-
plätzen sowie am Hockey- und Naturrasenplatz gepumpt. Von dort wird es an automatisierte
Bewässerungsanlagen der Tennisplätze und des Hockeyplatzes angeschlossen. Der Naturra-
senplatz kann über bereits vorhandene Kreisregner gewässert werden. Kombiniert werden
diese Anlagen mit einer intelligenten Sensorik, die eine Wetterstation sowie verschiedene Re-
gen- und Bodensensoren umfasst, welche kontinuierlich Daten über die Wetterlage und die
Bodenfeuchte liefern. Somit kann die Bewässerung künftig gezielt gesteuert und nur dann ein-
gesetzt werden, wenn dies auch definitiv notwendig ist. Eine Darstellung des geplanten Be-
wässerungssystems findet sich im Konzeptplan in Abb. 14 (vgl. Anlage 12). Auch die Grünflä-
chen mit den neuen klimaresilienten Bäumen und biodiversitätsfördernden Pflanzen werden
über dieses System bewässert. Insgesamt sind dafür 650 Meter Tröpfchenbewässerung vor-
gesehen. Ein Pflanzwässern ist in den Kosten mit eingeplant um sicherzustellen, dass alle
Pflanzen gesund anwachsen können.
Diese Nutzung des aufgefangenen Wassers ist wie bereits erwähnt ein Beitrag zum Ressour-
censchutz: „So können durch die Wiederverwendung des gesammelten Wassers zur Bewäs-
serung […] Trinkwasserressourcen eingespart sowie Kanäle und Kläranlagen entlastet wer-
den.“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 19) Weiterhin können wir mit diesem Speicher- und Bewässe-
rungssystem den zu erwartenden längeren und intensiveren Dürreperioden, in denen ein
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Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 13
erhöhter Bewässerungsbedarf besteht (vgl. Abschnitt 1), entgegenwirken. (Stadt Bonn, 2024b,
S. 16). Schließlich haben bewegte Wasserelemente wie die automatischen Bewässerungs-
systeme der Tennis- und Hockeyplätze sowie die Kreisregner des Naturrasenplatzes einen
hohen Verdunstungsverlust, insbesondere an heißen Sommertagen. „Im Sinne der Schwamm-
stadt ist das ein positiver Effekt, da dies mit einer Abkühlung der Umgebungsluft verbunden
ist.“ (Stadt Bonn, 2024b, S. 28-29) Durch die Speicherelemente und die Bewässerungssys-
teme können wir sicherstellen, dass auch an heißen Tagen eine Bewässerung erfolgen kann,
was sich positiv auf das Mikroklima im Sinne der Absenkung der Umgebungstemperatur aus-
wirken wird. Die Stadt Bonn weist darauf hin, dass aufgrund der hohen Verdunstungsrate „hier-
für im Optimalfall gespeichertes Regen- und Oberflächenwasser zum Einsatz kommen“ (Stadt
Bonn, 2024b, S. 28-29) sollte – was beim HTC zukünftig der Fall ist.
Abb. 14: Konzeptplan der automatisierten intelligenten Bewässerungssysteme. (vgl. Anlage 4.12)
Neben diesen kühlenden und verschattenden Maßnahmen durch die zusätzlichen Anpflanzun-
gen hat der HTC in den letzten Jahren bereits umfangreiche Maßnahmen zur Schaffung kühler
Aufenthaltsräume ergriffen. Entlang des Hockey- und Naturrasenplatzes wurden 71 neue
klimaresiliente Bäume gepflanzt. Zwischen diesen beiden Plätzen, die relativ weit weg von der
Infrastruktur des Clubhauses liegen, wurde 2022 ein neuer, 76 m² großer Unterstand gebaut.
Dieser bietet den Nutzern der Anlagen (Sportler wie Zuschauer) Schutz vor Sonneneinstrah-
lung und Starkregen. Zur Biodiversitätsförderung und für zusätzlichen Hitzeschutz wurde der
Unterstand seitlich mit Hecken begrünt. Auch an einem zentralen Punkt zwischen den Tennis-
plätzen wurde vor einigen Jahren eine neue Holzterrasse zum Aufenthalt vor und nach den
Sporteinheiten geschaffen. Dieses Jahr wurde diese Terrasse mit großen Sonnenschirmen zur
Verschattung ausgestattet. Beide Orte bieten wichtige Rückzugsräume für die Nutzer der
Sportanlagen zur Erholung und Regeneration.
Im Rahmen der Arbeiten für den HTC-Regenwasserkreislauf werden sowohl der Unterstand
als auch die Holzterrasse mit Sprühnebelkühlsystemen ausgestattet. Außerdem wird an
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Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 14
beiden Stellen ein Trinkwasserbrunnen für die Frischwasserversorgung installiert. Diese Vor-
haben leiten sich aus dem Musterhitzeschutzplan des DOSB sowie dem Programm KLIMA-
SPORT! ab. Die Bereitstellung von Trinkwasser ist demnach eine wichtige Maßnahme zur Ge-
sundheitsfürsorge bei sportlichen Aktivitäten an heißen Tagen (Lust auf besser leben gGmbH,
2021, S. 35). Sprühnebelkühlungen werden als technische Maßnahme zum Hitzeschutz auf
Sportanlagen empfohlen (KLUG, 2024, S. 3), da sie Außenbereiche mittels Verdunstungskühle
um bis zu 10° Celsius abkühlen können. Installiert werden energiesparende Systeme, die über
keinen spürbaren Sprühnebel verfügen. Im Bereich des Unterstands und der Holzterrasse bie-
ten diese Maßnahmen künftig einen einfach, zentralen Zugang zu Trinkwasser und schaffen
kühle Aufenthaltsflächen für alle Nutzer des Geländes. Beide Standorte sind im Konzeptplan
in Abb. 9 (vgl. Anlage Konzeptplan Wasernutzung) eingezeichnet („TWE“ und „Sprühanlage“),
Bilder finden sich in Abb. 15. Selbstverständlich werden diese Systeme aus gesundheitlichen
Gründen mit Frischwasser betrieben, die dafür notwendigen Leitungen sind an beiden Orten
bereits vorhanden.
Abb. 15: Holzterrasse (links) und Unterstand (rechts), zwei zentrale Aufenthaltsorte auf dem Gelände, die zukünf-
tig um Trinkwasserbrunnen und Sprühnebelkühlungen erweitert werden.
Insgesamt sind wir überzeugt, mit den Maßnahmen des HTC-Regenwasserkreislaufs einen
wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und Extremwettervorsorge zu leisten, der nicht nur dem
Vereinsgeländes des HTC und seinen vielfältigen Nutzern zugutekommt, sondern deutlich dar-
über hinaus seine positiven Wirkungen auch für die umgebende Bevölkerung des Bonner
Stadtgebiets entfalten wird. Deshalb wird unser Antrag auch vollumfänglich von der bisherigen
Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (vgl. Anlage LOI OB Bonn), den vier Grundschulen, den
zwei Gymnasien, der Sportdezernentin der Stadt Bonn (vgl. Anlage LOI Sportdezernat Stadt
Bonn), dem Tiefbauamt der Stadt Bonn (vgl. Anlage Expertise Tiefbauamt Stadt Bonn) sowie
der Kita (vgl. Anlage LOI Kita) unterstützt.
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3 Umsetzung des Projekts
1. Neuanlage von Entwässerungskanälen
Die Neuanlage der Entwässerung ist eine zentrale Maßnahme, um das Gelände effektiv und
nachhaltig vor den Folgen von Starkregenereignissen zu schützen. Sie umfasst den Bau neuer
Entwässerungsleitungen, die an die hydraulischen Anforderungen angepasst sind, um sowohl
den aktuellen als auch den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Entwäs-
serungsleitungen werden mit Durchmessern von DN 150 bis DN 500 und aus robusten Mate-
rialien gebaut, die den erhöhten Anforderungen von Starkregenereignissen standhalten und
eine lange Lebensdauer sicherstellen. Es werden 84 Meter DN 150 PVC-Kanäle, 35 Meter DN
200 PVC-Kanäle, 143 Meter DN 250 PVC-Kanäle, 45 Meter DN 300 B-Kanäle, 45 Meter DN
400 B-Kanäle und 43 Meter DN 500 B-Kanäle verlegt (vgl. Anlage Kostenaufstellung).
Ein wichtiger Bestandteil der Neuanlage ist die Integration von modernen Drainagesystemen.
Diese bestehen aus perforierten Rohren, die in Kiesbetten verlegt werden, um das Wasser
schnell und effizient in sekundäre und Hauptkanäle abzuleiten. Diese Drainagerohre, mit einer
Gesamtlänge von 730 Metern, werden entlang der Sportplätze und Wege installiert, um Ober-
flächenwasser zu sammeln und Überschwemmungen vorzubeugen.
An ausgewählten Punkten werden 15 Schachtbauwerke DN 1000 SB eingebaut, um die War-
tung und Inspektion der Leitungen zu erleichtern und sicherzustellen, dass das System stets
in einem funktionsfähigen Zustand ist. Zusätzlich wird ein Schlammfang DN 2000 SB mit
Tauchwand installiert, um Ablagerungen und Verstopfungen zu vermeiden. Die Hauptentwäs-
serungsleitungen münden schließlich am tiefsten Punkt des Vereinsgeländes, unterhalb der
Halle, in einem kombinierten unterirdischen Wasserspeicher und Regenrückhaltebecken. Es
sei hier ausdrücklich betont, dass die Leitungen ausschließlich für die Ableitung und Speiche-
rung von Oberflächenwasser angelegt werden. Das Schmutzwasser, das im Clubhaus entsteht
(in der Halle gibt es keine sanitären Einrichtungen), wird bereits heute vollständig separat be-
handelt und über eine Hebeanlage vom Clubhaus zur Saalestraße hochgepumpt. Dort besteht
ein Anschluss an den öffentlichen Mischwasserkanal. Weiterhin sei hier betont, dass die Er-
neuerung der Entwässerung keine Pflichtaufgabe ist, die aktuelle Situation genießt Bestands-
schutz und ist der Unteren Wasserbehörde bekannt.
2. Einrichtung eines Regenrückhalte- und Speicherbeckens
Die Einrichtung eines Regenrückhalte- und Speicherbeckens ist ein weiteres wichtiges Ele-
ment des "HTC-Regenwasserkreislaufs". Es zielt darauf ab, überschüssiges Regenwasser bei
Starkregenereignissen effizient zu managen und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung der
Wasserressourcen zu fördern. Unterhalb der Halle wird ein Regenrückhaltebecken mit inte-
griertem Wasserspeichervolumen angelegt. Dieses Becken ist so konzipiert, dass es große
Mengen an Regenwasser aufnehmen kann, die während intensiver Niederschläge anfallen.
Das Rückhaltevolumen basiert auf einem 100jährlichen Niederschlagsereignis, um auch bei
extremen Wetterlagen ausreichend Kapazitäten bereitzustellen und Überflutungen effektiv zu
verhindern. Die Planung und Auslegung des Beckens erfolgte in enger Abstimmung mit der
Unteren Wasserbehörde der Stadt Bonn, um alle behördlichen Vorgaben und Umweltstan-
dards zu erfüllen. Das Becken erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Es unterteilt sich in zwei
Bereiche: Der untere, tieferliegende Bereich des Beckens mit einem Volumen von 600 m³ stellt
den Wasserspeicher für die Brauchwassernutzung der Bewässerung dar. Hier münden die
neuen Entwässerungsleitungen, die auf dem gesamten Vereinsgelände verlegt wurden. Die-
ser Bereich dient als Reservoir für das gesammelte Regenwasser, das für die Bewässerung
der Sportplätze und der Grünflächen verwendet wird. Ein automatisches Bewässerungs-
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system, das aus einer Pumpe und einem Netzwerk von Bewässerungsleitungen besteht, ver-
teilt das Wasser bedarfsgerecht. Die Steuerung erfolgt über eine intelligente Bewässerungs-
software, die Wetterdaten und Bodenfeuchtigkeitsmessungen berücksichtigt. Der obere Be-
reich des Beckens fungiert als Rückhaltebecken, das im Starkregenereignis zum Einsatz
kommt. Dieses Volumen von weiteren 200 m³ wird genutzt, wenn das Wasserspeichervolumen
den Pegel des Ablaufpunktes übersteigt. Das gesammelte Wasser wird durch ein Drosselventil
mit einem kontrollierten Ablauf in den Engelsbach geleitet. Das Drosselventil stellt sicher, dass
das Wasser langsam und gleichmäßig abgegeben wird, um eine Überlastung des Engelsbachs
zu vermeiden. Außerdem werden so bei Starkregenereignissen die Hochwasserspitzen im En-
gelsbach gemindert und das bereits bestehende Hochwasserrückhaltebecken vor Bonn-Pop-
pelsdorf entlastet. (vgl. Anlage Expertise Tiefbauamt Stadt Bonn) Die neuen Entwässerungs-
leitungen sind so konzipiert, dass sie das Regenwasser in den tieferliegenden Wasserspeicher
des Beckens leiten. Dies stellt sicher, dass der Großteil des gesammelten Regenwassers zu-
nächst zur Brauchwassernutzung bereitgestellt wird, bevor das Rückhaltevolumen bei extre-
men Niederschlagsereignissen in Anspruch genommen wird.
3. Regenwassernutzung, Sensorik und intelligente Bewässerungssysteme
Die Installation von Sensorik und Steuerungssystemen ist wichtig, um die Effizienz und Nach-
haltigkeit des Entwässerungs- und Bewässerungskonzepts des HTC zu maximieren. Ziel die-
ser Maßnahme ist es, präzise Mikroklimadaten zu erfassen und die Ressourcennutzung opti-
mal zu steuern. Dadurch kann das gesammelte Regenwasser gezielt und bedarfsorientiert für
die Bewässerung der Vereinsflächen eingesetzt werden, um die Wasserressourcen zu scho-
nen - derzeit wird die Bewässerung nahezu vollständig mit Trinkwasser aus den Versorgungs-
leitungen der Stadt Bonn geleistet. Eine Wetterstation wird an einem strategisch günstigen
Standort auf dem Vereinsgelände installiert, um meteorologische Daten wie Niederschlags-
mengen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit zu erfassen. Diese Daten sind
entscheidend für die Steuerung des Entwässerungs- und Bewässerungssystems.
Darüber hinaus werden Bodenfeuchtesensoren in verschiedenen Bereichen des Vereinsge-
ländes, insbesondere auf den Sport- und Grünflächen, platziert. Diese Sensoren messen die
Bodenfeuchtigkeit in unterschiedlichen Tiefen und liefern kontinuierlich Daten über den Feuch-
tigkeitsgehalt des Bodens. Diese Informationen sind entscheidend, um den Wasserbedarf der
Pflanzen genau zu bestimmen und die Bewässerung entsprechend anzupassen. Ein intelli-
gentes Bewässerungssystem wird implementiert, das auf Basis der von der Wetterstation, den
Regenmesssensoren und den Bodenfeuchtesensoren erfassten Daten arbeitet. Dieses Sys-
tem nutzt eine fortschrittliche Steuerungssoftware, die in der Lage ist, die gesammelten Daten
zu analysieren und die Bewässerung bedarfsgerecht zu steuern. Die Software berücksichtigt
Wettervorhersagen, aktuelle Niederschlagsmengen und den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens,
um die optimale Bewässerungsmenge und -zeitpunkte zu bestimmen. Dies trägt nicht nur zur
Schonung der Wasserressourcen bei, sondern verhindert auch Überwässerung, die zu Boden-
verdichtung und anderen negativen Effekten führen kann.
Das gesammelte Regenwasser wird vom Wasserspeicher (Jahresspeicher) unterhalb der Ten-
nishalle mithilfe von Pumpen auf zwei Zwischenspeicher (Wochenspeicher) verteilt. Diese be-
finden sich an den Tennisplätzen sowie am Hockey- und Naturrasenplatz. Sie dienen als Puf-
fer, um dort das Wasser schnell und effizient für die Bewässerung verfügbar zu machen. Von
den Zwischenspeichern aus wird das Wasser durch das intelligente System zur Bewässerung
der Anlagen genutzt. Entlang der Neupflanzungen in den Mulden und am Parkplatz werden
insgesamt 650 Meter Tröpfchenbewässerung verlegt. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass
das Wasser effizient verteilt und genutzt wird, was die Nachhaltigkeit und Lebensfähigkeit der
Grünflächen und Sportanlagen erheblich verbessert.
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4. Anlage von Regenwassermulden, Rigolen und Pflanzstreifen
Die Anlage von Regenwassermulden, Rigolen und Pflanzstreifen zielt darauf ab, die natürliche
Versickerung des Regenwassers zu fördern, die Verdunstungskühlung zu unterstützen und die
Biodiversität auf dem Vereinsgelände zu steigern. Entlang der Tennisplätze und Verkehrswege
werden 360 m³ Regenwassermulden und 100 m³ unterirdische Rigolen angelegt. Diese Mul-
den sind speziell gestaltete Vertiefungen im Boden, die das anfallende Regenwasser sammeln
und langsam in den Untergrund versickern lassen. Dadurch wird das Oberflächenwasser ef-
fektiv abgefangen und die oberflächennahe Versickerung verbessert. Die Regenwassermul-
den tragen zudem zur Verdunstungskühlung bei. Indem das gesammelte Wasser langsam in
den Boden eindringt, wird die natürliche Kühlung durch Verdunstung unterstützt, was beson-
ders an heißen Tagen das Mikroklima positiv beeinflusst. Entlang der Mulden werden 1.000 m²
biodiversitätsfördernde Pflanzen gepflanzt. Sie sollten möglichst über tiefe Wurzelsysteme ver-
fügen. Diese stabilisieren den Boden und fördern die Wasserrückhaltung, indem sie das Was-
ser aus den Mulden und Rigolen aufnehmen und langsam wieder abgeben. Dies trägt zur
zusätzlichen Wasserrückhaltung bei. Darüber hinaus bieten diese Pflanzen wertvollen Lebens-
raum für zahlreiche Insekten und Kleintiere, was die Artenvielfalt auf dem Vereinsgelände er-
höht. Die Pflanzstreifen mit biodiversitätsfördernden Pflanzen entlang der Mulden und Rigolen
schaffen grüne Korridore, die zur ökologischen Aufwertung des Geländes beitragen und die
Widerstandsfähigkeit des Ökosystems gegenüber klimatischen Veränderungen fördern. Eine
Möglichkeit für die Bepflanzung ist Miscanthus. Miscanthus bietet ein hohes Potenzial zur Bo-
denstabilisierung und Wasserretention, unter anderem durch seine tiefen Wurzelsysteme. Die
Universität Bonn untersucht am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcen-
schutz (INRES) schon seit Jahren das Retentionspotenzial von Miscanthus bei Hochwasser-
und Starkregenereignissen. Der HTC plant, geeignete Pflanzstreifen mit Miscanthus zu be-
pflanzen. (vgl. Anlage LOI Universität Bonn).
Bereits 2023 wurden 71 klimaresiliente Bäume neben dem Hockey- und Naturrasenplatz ge-
pflanzt, um dort für zusätzliche Verschattung zu sorgen. Weitere zehn Bäume werden im Be-
reich des Parkplatzes gepflanzt. Eine Möglichkeit dafür ist der Paulownia-Baum, eine sehr
schnell wachsende Baumart, die viel CO2 speichert. Der Baum verbessert die Luftqualität,
bietet Insekten wertvolle Nahrung, sorgt für Verdunstungskühlung und schafft schattige Erho-
lungsflächen. (Zhang und Wang, 2019). Eine Pflanzwässerung zur Sicherstellung des An-
wachsens ist in den Kosten eingeplant. Natürlich wird die Bewässerung auch nach dem Durch-
führungszeitraum durch das intelligente Bewässerungssystem des Vereins sichergestellt. Ins-
gesamt verbessern diese Maßnahmen das Mikroklima, schaffen ökologisch wertvolle Lebens-
räume und unterstützen die nachhaltige Nutzung der Sportanlagen.
5. Einrichtung von Notwasserwegen
Mittels der Einrichtung von Notwasserwegen soll das Gelände, insbesondere das Clubhaus
und die Halle, vor den Auswirkungen von Starkregenereignissen geschützt werden. Die Not-
wasserwege werden im östlichen Teil entlang der Verkehrsflächen und des Böschungsberei-
ches angelegt. Sie sind mit mehreren Notüberläufen ausgestattet, die im Notfall, sollten die
neuen Entwässerungsleitungen ihre Kapazitätsgrenze überschreiten, das Regenwasser direkt
in den Engelsbach ableiten können. Dies stellt sicher, dass bei Starkregenereignissen das
Wasser schnell und effizient abgeführt wird, ohne die umliegenden Bereiche zu überfluten.
Auch entlang dieser Notwasserwege ist die Anlage von Miscanthus-Pflanzstreifen geplant. Zu-
sätzlich wird eine überfahrbare Barriere am Beginn im Zufahrtsbereich der Verkehrsflächen
vor dem Clubhaus, am höchsten Punkt des Geländes, geschaffen. Diese Anhebung verhin-
dert, dass unkontrollierte Wasserströme aus dem Bereich oberhalb des Vereinsgeländes das
Clubhaus und die Halle schädigen. Bei Starkregen sammelt sich das Wasser in einer
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vorgelagerten Mulde, wo es versickern kann und bei Überlauf mittels eines Notwasserwegs
vom Clubhaus und der Halle weggeleitet wird.
6. (Teil-)Entsiegelung von Flächen
Durch die Reduzierung der versiegelten Flächen soll die natürliche Versickerung von Regen-
wasser gefördert und das Risiko von Überschwemmungen gemindert werden. 3.000 m² Ver-
kehrsflächen am Clubhaus, der Halle und auf den Parkplätzen werden teilentsiegelt und mit
versickerungsaktivem Ökopflaster ausgestattet. Diese derzeit versiegelten Flächen tragen
maßgeblich zu Oberflächenabflüssen bei, die bei Starkregen die Entwässerung überlasten und
das Risiko von Überschwemmungen erhöhen. Ökopflaster ist ein spezielles Pflastermaterial,
das Wasser durch seine poröse Struktur hindurchlässt und so die Versickerung ermöglicht. Im
Vergleich zu herkömmlichen Pflastersteinen trägt Ökopflaster dazu bei, dass Regenwasser
direkt in den Boden infiltriert und dort gespeichert wird, was die Menge an Oberflächenwasser
reduziert und somit das Risiko von Überschwemmungen verringert. Unter dem Ökopflaster
werden insgesamt 630 m³ Kiesrigole eingebaut. Aufgrund der schluffig-lehmigen Bodenbedin-
gungen auf dem Vereinsgelände sind einige dieser entsiegelten Flächen und Mulden an Drai-
nagen und Entwässerungsleitungen angeschlossen, um eine effektive Ableitung des Wassers
sicherzustellen. Dies gewährleistet, dass überschüssiges Wasser schnell und effizient abge-
leitet wird, wodurch die Belastung des Entwässerungssystems weiter reduziert und die Nach-
haltigkeit des Geländes gestärkt wird.
7. Hitzevorsorge
Die Hitzevorsorge zielt darauf ab, die Bildung von Wärmeinseln zu reduzieren und die Hitze-
belastung zu minimieren. Dies wird zum einen durch die Entsiegelung und Bepflanzung von
Flächen erreicht, zum anderen durch die Neugestaltung der Verkehrsflächen mit Belägen die
sowohl licht- als auch wärmereflektierend sind. Diese Maßnahmen orientieren sich an den
Erkenntnissen des Klimaanpassungsprojekts der Stadt Bonn "MUTABOR" und umfassen küh-
lende Beläge: Die befahrbaren Verkehrsflächen und Fußwege werden mit hellen oder reflek-
tierenden Materialien gestaltet. Hierzu zählen die neuen Ökopflastersteine, welche in einer
diesbezüglich geeigneten hellen und reflektierenden Ausführung verbaut werden. Die speziel-
len Pflasterungen tragen dazu bei, Wärmeinseln zu vermeiden, indem die Absorption der
Wärme reduziert wird, die Oberflächentemperaturen zu senken und die Aufenthaltsqualität für
die Nutzer des Geländes zu verbessern.
Weiterhin sollen nach den Empfehlungen des Musterhitzeschutzsplans für den Sport (KLUG,
2024, S. 18-19) und dem Programm KLIMASPORT! (Lust auf besser leben gGmbH, 2021, S.
3) zwei Trinkwasserbrunnen installiert werden. Einer dieser Brunnen entsteht im Bereich der
Holzterrasse, einem zentralen Aufenthaltsort im Bereich der Tennisplätze und des Clubhauses.
Ein weiterer Trinkwasserbrunnen wird direkt neben dem Untertand am Hockey- und Naturra-
senplatz gebaut. Dieser Wasserzugang ist besonders wichtig, da beide Plätze weit weg von
der sanitären Infrastruktur des Clubhauses liegt. Er wird eine deutliche Verbesserung für alle
Nutzer des Hockey- und des Naturrasenplatzes und damit ein großer Gewinn auch für die
Schulen und die Kita, die diese Bereiche stark nutzen, sein. Als Ergänzung sollen sowohl die
Holzterrasse, als auch der Unterstand am Hockey- und Naturrasenplatz mit Sprühnebelkühl-
systemen ausgestattet werden. Diese sind dazu in der Lage, Außenbereiche mittels Verduns-
tungskühle um bis zu 10° Celsius abzusenken. Vorgesehen sind hier energiesparende Sys-
teme, die über keinen spürbaren Sprühnebel verfügen. Die Trinkwasserbrunnen und Sprüh-
nebelkühlungen werden selbstverständlich mit Frischwasser betrieben. Die dafür notwendigen
Leitungen sind an den vorgesehenen Stellen bereits vorhanden.
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 19
4 Übersicht der Arbeitspakete und wie sich diese ergänzen
Die unter Abschnitt 3 dargestellten Ziele und Maßnahmen sind in fünf Arbeitspakete (im Fol-
genden AP genannt) unterteilt. Das AP 1 umfasst Planungs- Bauleitungs- und Kommunikati-
onsarbeiten. Der erste Meilenstein ist nach der Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungs-
planung erreicht. Es folgt das Vergabeverfahren, an dessen Ende der zweite Meilenstein – der
Beginn der Bauphase – erreicht ist. Ab diesem Meilenstein folgt im AP 1 die Bauoberleitung
und -überwachung sowie die Begleitung des Projekts durch kommunikative Maßnahmen. Wei-
terhin ist das HTC-Projektmanagement in dieses AP integriert, das sich über die gesamte Pla-
nungs- und Bauphase erstreckt.
Abb. 16: Arbeitspakete des HTC Regenwasserkreislaufs
Es folgen die AP 2 bis 4, die den „HTC Regenwasserkreislauf“ beschreiben. Die AP orientieren
sich dabei am Weg des Wassers. Das AP 2 umfasst die Arbeiten, die dazu dienen, ankom-
mendes Wasser auf der Fläche aufzufangen und dort zu halten, damit es verdunsten bzw.
versickern kann. Im AP 3 sind die Maßnahmen gebündelt, die dasjenige Wasser, das nicht auf
der Fläche gehalten oder versickern kann, kontrolliert ableiten und auffangen. Im AP 4 finden
sich dann Arbeiten, die dazu dienen, das aufgefangene Wasser für die Bewässerung der Ver-
einsanlagen zu nutzen. Die Arbeitspakete greifen also ineinander und bilden den „HTC Re-
genwasserkreislauf“, der die gesamte Vereinsanlage zu einem „Schwammgelände“ werden
lässt. Dies haben wir in der Abb. 16 grafisch visualisiert.
Die Bauchronologie macht es erforderlich, dass mit Beginn der Bauphase im AP 3 zunächst
das Regenrückhalte- und Speicherbecken gebaut werden. Gleichzeitig werden neue Entwäs-
serungsleitungen und Drainagen verlegt, um das überschüssige Wasser den Becken zuleiten
zu können. Diese Arbeiten enden mit dem Meilenstein „Tiefbau Entwässerung abgeschlos-
sen“. Es folgen die Arbeiten des AP 4: Die Bewässerungssysteme für den Hockey- und Natur-
rasenplatz, die Tennisplätze sowie die Grünflächen werden gebaut, an das Speicherbecken
angeschlossen und mit Regelungstechnik und smarten Sensoren versehen. Das AP 4 endet
mit dem Meilenstein „Tiefbau Bewässerung abgeschlossen“. Anschließend können die Arbei-
ten des AP 2 beginnen. Versickerungsmulden und Rigolen werden angelegt, neue Bepflan-
zungen vorgenommen, die versiegelten Wege entsiegelt und, wo möglich, begrünt, ansonsten
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Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 20
mit versickerungsfähigen Materialien wiederhergestellt. Notwasserwege werden ausgebildet
sowie Wälle und Auffangflächen geschaffen, welche die Vereinsanlagen schützen. Das AP 5
schließlich umfasst die Bearbeitung administrativer Aufgaben. Eine detaillierte Ansicht der AP,
Meilensteine und ihrer Abfolge findet sich im Gantt-Chart in Abb. 17. Für die Gesamtdauer der
Planung und Umsetzung aller Maßnahmen sind nach aktuellem Stand 2,5 Jahre vorgesehen.
Abb. 17: Gantt-Chart zur Abfolge der Arbeitspakete (AP) und Meilensteine (M)
5 Finanzierung
Die Gesamtkosten für die geplanten Maßnahmen betragen 2.177.744,65 €. Den Finanzie-
rungsplan haben wir als Excel-Datei beigefügt, ebenso die detaillierte Kostenplanung des In-
genieurbüros Bach & Mergel.
Für dieses Projekt haben wir zum 30.4.2025 einen Förderantrag in der dritten Einreichrunde
des Programms „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ gestellt (siehe
https://www.efre.nrw.de/wege-zur-foerderung/foerderungen-in-2021-2027/klimaanpassung/).
Dies ist ein Förderbereich des EFRE-Programms Nordrhein-Westfalen 2021-2027. Der Begut-
achterausschuss hat unser Projekt positiv bewertet und zur Förderung vorgeschlagen, siehe
beigefügtes Schreiben des Projektträgers Jülich vom 1.8.2025. Wir müssen nun noch bei der
Bezirksregierung Köln bis Mitte Januar weitere Planungsunterlagen einreichen, um den finalen
Förderbescheid zu erhalten. Das Votum des Gutachterausschusses war aber der entschei-
dende Schritt, um die Förderung zu erhalten. Falls Sie diese Einschätzung verifizieren möch-
ten, können Sie gerne Herrn Niklas Rott vom Referat für Stadtförderung der Stadt Bonn kon-
taktieren – Herr Rott ist eng in den Prozess eingebunden und hat große Erfahrung mit derar-
tigen Förderprogrammen.
Die vorgesehene Förderung aus den EFRE-Mitteln beträgt 80% der Gesamtkosten, was
1,742 Mio. Euro entspricht. Als Verein sind wir verpflichtet, 10% der Kosten aus eigenen Mitteln
zu decken, diese dürfen auch von keinem anderen Drittförderer (z. B. der Stadt Bonn) bezu-
schusst werden. Dafür wurde auf der Mitgliederversammlung 2024 eine Umlage für alle Mit-
glieder beschlossen, durch die wir die erforderlichen ca. 220.000 € aufbringen können.
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 21
6 Förderantrag an die Stadt Bonn
Aufgrund der oben dargelegten Finanzierungssituation verbleibt eine Finanzierungslücke für
das Projekt. Die noch notwendigen Mittel für die Umsetzung des Projekts belaufen sich auf
217.774,47 Euro. Für diese Summe möchten wir hiermit einen Förderantrag an die Stadt Bonn
stellen.
Eine Förderung der Stadt Bonn könnte auch – sofern für die Stadt Bonn opportun – über die
Jahre 2026 bis 2028 gestreckt werden, da die Umsetzung der Maßnahmen voraussichtlich so
lange dauern wird.
Wir bitten darum, unseren Förderantrag wohlwollend zu prüfen. Durch den „HTC Regenwas-
serkreislauf“ können voraussichtlich gut 1,7 Mio. Euro Fördergelder der EU und des Landes
NRW nach Bonn geholt werden. Durch die deutliche Verbesserung der Klimaresilienz des Ver-
einsgeländes werden nicht nur die Nutzer der Vereinsanlagen (Mitglieder, Schulen, die Kita,
externe Nutzer, die Gäste der Gastronomie …) profitieren, sondern auch viele oben beschrie-
bene positive Effekte für das umgebende Stadtgebiet und deren Einwohner erzielt.
Bonn, den 2. Oktober 2025.
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HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Förderantrag an den Sportausschuss der Stadt Bonn 22
Quellen:
energiesparpartner (2024, 15. Januar). Öko-Check im Sport. Hockey u. Tennis-Club Schwarz-Weiß e.V. (Gutachten
liegt im HTC vor).
GEO-NET Umweltconsulting GmbH (2018, 28. Juni). ZURES. Klimaanalyse für die Stadt Bonn.
https://www.bonn.de/medien-global/amt-67/klimaschutz/Klimaanalyse_ZURES.pdf
GEO-NET Umweltconsulting GmbH (2023, Oktober). ZURES. Klimaanalyse Bonn. Planungshinweiskarte Stadt-
klima.
https://www.bonn.de/medien-global/amt-67/klimaschutz/Planungshinweiskarte.pdf
KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. (2024, 7. Juni). Musterhitzeschutzplan für den orga-
nisierten Sport.
https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/musterhitzeschutzplan-fuer-den-organisierten-sport-veroef-
fentlicht
Lust auf besser leben gGmbH (2021). Klimaanpassung und Sport. Wie sind Sportvereine vom Klimawandel betrof-
fen und was können sie tun?
https://www.lustaufbesserleben.de/klimasport-klimawandel-sport/klimasport-broschuere/
Pude, Ralf (2024). Miscanthus – von ökosystemaren Dienstleistungen bis zu innovativen Produkten. Bonn: Verlag
CentMa GmbH.
Stadt Bonn (2015, August). Starkregen in Bonn. Ursachen, Schäden, Vorsorgemaßnahmen.
https://www.bonn.de/medien-global/amt-66/Starkregen_Broschuere.pdf
Stadt Bonn, GEO-NET, berchtoldkrass space & options (2023, Juli). MUTABOR – Mikroskalige Untersuchung und
Aktivierung der technischen und planerischen Anpassungskapazität der Stadt Bonn zur Reduzierung
des Hitzestresses. Abschlussbericht.
https://www.bonn.de/medien-global/amt-67/projekte-zur-klimaanpassung/MUTABOR_Ergebnisbe-
richt.pdf
Stadt Bonn (2024a). Integriertes Klimaanpassungskonzept der Stadt Bonn (KLAKi).
https://www.bonn.de/themen-entdecken/klima/klimaanpassung/klaki.php
Stadt Bonn (2024b, 25. März). Bonn Schwammstadt. Gesamtstädtisches Konzept zur Klimaanpassung im Rahmen
der Stadt- und Freiraumplanung.
https://www.bonn.sitzung-online.de/vo020?0--anlagenHeaderPanel-attachmentsList-0-attachment-
link&VOLFDNR=2016332&refresh=false&TOLFDNR=2058601
Stadt Bonn (ohne Datum). Starkregen Gefahrenkarten. https://www.bonn.de/starkregen
Umweltbundesamt (2021, 10. Juni). Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 für Deutschland (KRWA 2021).
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/dokumente/kurzzusammenfas-
sung_kwra_2021_.pdf
Umweltbundesamt (2023, 9. Oktober). Trockenheit in Deutschland. Fragen und Antworten.
https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/extremereignisseklimawandel/trockenheit-in-
deutschland-fragen-antworten#trockenheit-aktuelle-situation
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Projektträger Jülich · Forschungszentrum Jülich GmbH · 52425 Jülich
HTC Bonn
Herr Joseph Nörling
Saalestraße 30
53127 Bonn
HAUSANSCHRIFT:
POSTANSCHRIFT:
ANSPRECHPARTNER/IN:
GESCHÄFTSBEREICH:
UNSER ZEICHEN:
TELEFON:
TELEFAX:
E-MAIL:
IHR ZEICHEN:
IHR SCHREIBEN VOM:
zertifiziert nach
Innovationsförderagentur NRW · Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich GmbH
Wilhelm-Johnen-Straße · 52428 Jülich
52425 Jülich
Miriam Franken/Sebastian Schwedler
Energie, Technologie, Nachhaltigkeit (ETN)
02461-61 84009 / 84245
klima.in.nrw@fz-juelich.de
DIN EN ISO 9001 : 2015
ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz
Jülich, 01.08.2025
Wettbewerb Klimaanpassung.Kommunen.NRW
Ihr Wettbewerbsbeitrag Sportverein, ID OS-001619
Sehr geehrter Herr Nörling,
mit Ihrer Bewerbung mit dem oben genannten Projekt haben Sie an der dritten Einreichungsrunde des
Wettbewerbs Klimaanpassung.Kommunen.NRW teilgenommen.
Alle vorgelegten Wettbewerbsbeiträge haben das große Potential in dem Bereich Klimafolgenanpas-
sung in Nordrhein-Westfalen gezeigt. Auch Sie haben mit Ihrem Beitrag ein positives Signal gesetzt. An
dieser Stelle möchten wir Ihnen für Ihr Engagement auch im Namen der zuständigen Ministerien aus-
drücklich danken.
In seiner Sitzung Anfang Juli 2025 hat der externe Begutachtungsausschuss die vorliegenden Beiträge
eingehend erörtert und entsprechend gewürdigt. Damit ist die Auswahl der zur Förderung zu empfeh-
lenden Vorhaben abgeschlossen.
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Beitrag vom Begutachtungsausschuss
grundsätzlich positiv bewertet und zur Förderung vorgeschlagen wurde. Als zuständige Bewilli-
gungsbehörde wird die Bezirksregierung Köln auf der Grundlage des von Ihnen vorzulegenden Förder-
antrags die Bewilligungsvoraussetzungen abschließend prüfen und die mögliche Zuwendungshöhe
festsetzen.
Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie bei erfolgreicher Antragstellung die vorliegende Projektidee aus
weiteren Wettbewerben/Maßnahmen zurückziehen müssen. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.
Wir raten Ihnen sich im Zusammenhang mit der Antragsstellung mit der zuständigen Bezirksregierung
in Verbindung zu setzen. Hierzu stehen Ihnen Frau Inger Brandt (Tel.: 0221 147 2589 ,
klimaanpassung@bezreg-koeln.nrw.de) gern zur Verfügung.
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Für die Erstellung des Projektantrags wünschen wir Ihnen viel Erfolg!
Freundliche Grüße
Forschungszentrum Jülich GmbH
i. A. Miriam Franken i. A. Peter Funken
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist daher auch ohne Unterschrift gültig.
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Anlage zu Punkt 3.14 des Antrages auf Gewährung einer Zuwendung aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027
Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan (AZA) - Zusammenfassung -
(Eintragungen bitte nur in den grünen Feldern vornehmen)
Projekttittel:
Hier wird Ihnen eine Zusammenfassung der Eintragungen angezeigt, die Sie bitte für jeden Beteilgten auf den folgenden Tabellenblättern vornehmen.
LG 1 LG 2 LG 3 LG 4 Bauleistungen Lieferungen Dienstleistungen Reisen Grunderwerb
HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V. 0,0000 0,0000 0,0000 575,0000 15.266,25 € 2.289,93 € 1.902.527,67 € 5.000,00 € 252.660,80 € 0,00 € 0,00 € 2.160.188,47 € 2.177.744,65 €
Gesamtsumme 0,0000 0,0000 0,0000 575,0000 15.266,25 € 2.289,93 € 1.902.527,67 € 5.000,00 € 252.660,80 € 0,00 € 0,00 € 2.160.188,47 € 2.177.744,65 €
KHuSS HTC
Unternehmen/Institution Summe
Sachausgaben
Summe
AusgabenAnzahl Stunden
Personal
PersonalausgabenGemeinausgaben
(pauschal)
Direkte Sachausgaben
EFRE/JTF NRW Stand: 15.08.2024 Seite 1 von 1
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Anlage zu Punkt 3.14 des Antrages auf Gewährung einer Zuwendung aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027
Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan (AZA)
(pro Beteiligte am Verbundvorhaben ist ein Blatt auszufüllen, Eintragungen bitte nur in den grünen Feldern vornehmen)
Sachausgabenpauschale (falls "Ja" keine Eintragungen unter Sachausgaben vornehmen)
LG 1 LG 2 LG 3 LG 4 Bauleistungen Lieferungen Dienstleistungen Reisen Grunderwerb
1 Planung, Bauleitung, Kommunikation 30 525,0000 13.938,75 € 2.090,81 € 5.000,00 € 252.660,80 € 257.660,80 € 273.690,36 €
2 Wasser versickern und verdunsten 8 0,00 € 0,00 € 702.528,70 € 702.528,70 € 702.528,70 €
3 Wasser ableiten, zurückhalten und speichern 8 0,00 € 0,00 € 842.326,63 € 842.326,63 € 842.326,63 €
4 Wasser nutzen 6 0,00 € 0,00 € 357.672,35 € 357.672,35 € 357.672,35 €
5 Administration 30 50,0000 1.327,50 € 199,12 € 0,00 € 1.526,62 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
0,0000 0,0000 0,0000 575,0000 15.266,25 € 2.289,93 € 1.902.527,67 € 5.000,00 € 252.660,80 € 0,00 € 0,00 € 2.160.188,47 € 2.177.744,65 €Gesamtsumme
Direkte Sachausgaben Summe
Sachausgaben
Summe
Ausgabenlfd. Nr. Bezeichnung Dauer
(Monate)
Anzahl Stunden (nur auszufüllen, falls nicht die Sachausgabenpauschale gewählt wird)
Arbeitspakete Personal
PersonalausgabenGemeinausgaben
(pauschal)
Projekttittel: KHuSS HTC
Unternehmen/Institution: HTC Schwarz-Weiss Bonn e. V.
Nein
EFRE/JTF NRW Stand: 15.08.2024 Seite 1 von 1
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AP Position Bezeichnung Netto Brutto 2026 2027 2028 Summe
AP 1 1.1, 1.3 Ing-Kosten, Pläne 172.000,00 € 204.680,00 € 204.680,00 € - € - € 204.680,00 €
1.2 Bauüberwachung 40.320,00 € 47.980,80 € 11.995,20 € 23.990,40 € 11.995,20 € 47.980,80 €
1.4 Management, Kommunikation 17.671,90 € 21.029,56 € 8.411,82 € 8.411,82 € 4.205,91 € 21.029,56 €
AP 2 2.1 Aufbruch Oberflächen 212.235,25 € 252.559,95 € - € - € 252.559,95 € 252.559,95 €
2.2 Wege etc. durchlässig gestalten 274.775,00 € 326.982,25 € - € - € 326.982,25 € 326.982,25 €
2.3 Mulden, Rigolen anlegen 35.575,00 € 42.334,25 € - € - € 42.334,25 € 42.334,25 €
2.4 Pflanzarbeiten 67.775,00 € 80.652,25 € - € - € 80.652,25 € 80.652,25 €
- € - €
AP 3 3.5 Regenwasserspeicher 254.288,00 € 302.602,72 € - € 302.602,72 € - € 302.602,72 €
3.4 Regenwasserrückhaltung 129.625,00 € 154.253,75 € - € 154.253,75 € - € 154.253,75 €
3.3 Neue Drainagen herstellen 84.059,50 € 100.030,81 € - € 100.030,81 € - € 100.030,81 €
3.2 Leitungen, Schächte, Bauwerke 111.265,00 € 132.405,35 € - € 132.405,35 € - € 132.405,35 €
3.1 Erdaushub, Verbau 128.600,00 € 153.034,00 € - € 153.034,00 € - € 153.034,00 €
AP 4 4.3 Tennisplatz Bewässerung 105.110,00 € 125.080,90 € 125.080,90 € - € - € 125.080,90 €
4.1 Entnahmep. aus Jahresspeicher 45.900,00 € 54.621,00 € - € 54.621,00 € - € 54.621,00 €
4.2 Wochenspeicher Tennisplatz 46.840,00 € 55.739,60 € - € 55.739,60 € - € 55.739,60 €
4.4 Wochenspeicher Hockeyplatz 41.680,00 € 49.599,20 € - € 49.599,20 € - € 49.599,20 €
4.5 Hockeyplatz Bewässerung 19.335,00 € 23.008,65 € - € 23.008,65 € - € 23.008,65 €
4.6 Automation Bewässerung 41.700,00 € 49.623,00 € - € 49.623,00 € - € 49.623,00 €
AP 5 5.1 Administration 1.426,75 € 1.526,62 € 610,65 € 610,65 € 305,32 € 1.526,62 €
1.830.181,40 € 2.177.744,65 € 350.778,57 € 1.107.930,95 € 719.035,13 € 2.177.744,65 €
Antrag an die Stadt Bonn 183.018,14 € 217.774,47 € 35.077,86 € 110.793,09 € 71.903,51 € 217.774,47 €
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Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Saalestraße 30
- Quellenweg
- Netzestraße
- Am Hang
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 253804
- Typ
- Beschlussvorlage
- Datum
- 13.10.2025
- Erstellt
- 08.10.2025 09:30