Mandari Insight

3454/2019

Sprach-und IntegrationsmittlerInnenpool für die Stadt Köln

Mitteilung Ausschuss 21.10.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss Schule und Weiterbildung, Sitzung am 25.11.2019, TOP 5.2

Anlage 2 Flyer_bikup_2019

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Anlage 1 Bericht_Bikup_2016_bis_2018

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 2 Flyer_bikup_2019

7594 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin
Sprach-
mittlerpool  
für die 
Stadt Köln
www.stadt.koeln
Sprachmittlerpool für die Stadt Köln

Kommunikationsbarrieren beheben!
Sprach- und Integrationsmittlerinnen und -mittler 
helfen Ihnen bei komplexen oder besonders (kultur-)
sensiblen Angelegenheiten und bei verbindlichen Ab -
sprachen, falls die eigenen (Fremd-)Sprachenkenntnisse 
oder die Deutschkenntnisse der meist neu zugewander-
ten Kölnerinnen und Kölner nicht ausreichen. 
In diesen Fällen können Sie ab sofort eine professionelle 
Unterstützung erhalten.
Sie sollen in Ihrer fachlichen Arbeit unterstützt, sprach -
liche Missverständnisse und vielfach folgende Konflikte 
sollen ebenfalls reduziert werden. Die Kölner Verwal -
tung und die städtischen Einrichtungen werden barri -
erefreier und noch effizienter. Nicht zuletzt stellt die 
Stadt Köln mit diesem Angebot eine Augenhöhe von 
öffentlicher Hand und neu zugewanderten Bürgerinnen 
und Bürgern her.

Dies ist ein wichtiges Signal für Chancengleichheit und 
Verbesserung der Teilhabe von Kölnerinnen und Kölnern 
mit Zuwanderungsgeschichte und die interkulturelle 
Öffnung der Stadtverwaltung sowie der Schulen und 
Kindertagesstätten in Köln.
Unser Partner bei der Umsetzung dieses Projekts ist 
bikup Sprachmittlerpool NRW (Internationale Gesell -
schaft für Bildung, Kultur & Partizipation gGmbH).

Warum bikup gGmbH?
M
it bikup haben wir einen Partner, der als Bildungsträ -
ger zertifiziert ist und eine langjährige Expertise in der 
Fortbildung zum/zur Sprach- und Integrationsmittler 
und -mittlerin hat. bikup betreibt zudem einen landes -
weiten Sprachmittlerpool, der die Fachkräfte „Sprach- 
und Integrationsmittlerinnen und -mittler“ zu Regel -
diensten und öffentlichen Verwaltung vermittelt und 
eng begleitet. 
Sprach- und Integrationsmittlerinnen und -mittler  
verfügen über Migrationserfahrung und Mehrspra -
chigkeit. Sie haben eine einjährige Vollzeitfortbildung 
(2.040 Unterrichtseinheiten) absolviert.
 
bikup gemeinnützige GmbH
Sprachmittlerpool NRW  
Telefon 02 21 / 485 56 8 14
Telefax 02 21 / 485 56 8 19
sprachmittlerpool@bikup.de
www.bikup.de

bikup Sprachmittlerpool NRW gGbmH
–  vermittelt über 300 qualifizierte Sprach- und  
Integrationsmittlerinnen und -mittler.
– bietet über 90 verschiedene Sprachen und Dialekte 
–  berücksichtigt bei Bedarf Herkunftsland, Ethnie,  
Geschlecht und religiöse Zugehörigkeit 
–  bietet kultursensibles Dolmetschen und bei Bedarf 
soziokulturelle Vermittlung
Das Angebot an Sie als Fachkräfte der Kölner Verwal-
tung, der städtischen Kindertagesstätten und der 
Kölner Schulen ist
– unbürokratisch, schnell und flexibel
– bedarfs- und lösungsorientiert
– qualitativ und professionell

Wer kann einen Einsatz beauftragen?
S
ie sind tätig
– bei einer städtischen Dienststelle,
– in einer städtischen Kindertagesstätte oder
– in einer Kölner Schule.
Dann können Sie diese Unterstützung in Anspruch 
nehmen.
Der Gesundheitsbereich ist hiervon nicht betroffen,  
weil für diesen ein spezielles Angebot erforderlich ist.
 
Auch ist ein Einsatz in Schulen im Rahmen von 
AO-SF-Verfahren über diesen Sprachmittlerpool  
nicht möglich.

Wann können Sie einen Einsatz beauftragen?
1.   Sie haben
– komplexe Sachverhalte zu klären
– verbindliche Absprachen zu treffen
–  konfliktreiche und/oder besonders (kultur-)sensible  
Gespräche zu führen mit Kölnerinnen und Kölnern,  
deren Deutschkenntnisse und Ihre eigenen Sprach -
kenntnisse für das zu besprechende Anliegen nicht 
ausreichen. 
Sie brauchen zertifizierte Sprach- und Integrations -
mittlerinnen und -mittler, weil diese
– fachspezifisch und vollständig dolmetschen
–  bei Bedarf soziokulturelles Hintergrundwissen  
vermitteln
– länderspezifische Unterschiede erläutern
–  angemessen bei Kommunikationsstörungen  
intervenieren
– neutral und transparent sind
–  Gegebenheiten in städtischen Dienststellen  
und Einrichtungen kennen
– der Schweigepflicht unterliegen
2. Die Thematik beinhaltet komplexe Sachverhalte, 
verbindliche Absprachen oder konfliktreiche und/oder 
besonders (kultur-)sensible Gespräche.
Aus der Situation muss sich ergeben, dass es nicht 
hilfreich oder sogar hinderlich wäre, hierfür Verwandte, 
Bekannte oder ehrenamtliche Unterstützung wie z.B. 
auch Integrationslotsinnen und -lotsen zu beteiligen.

Wie können Sie einen Einsatz beauftragen?
1. S ie melden sich beim Sprachmittlerpool der  
bikup gGmbH, sobald der Termin mit der Bürgerin  
bzw. dem Bürger feststeht. In der Regel sollte die  
Anfrage 2 bis 5 Tage vor dem Termin dort eingehen. 
In einem dringenden Einzelfall kann auch kurzfristig 
geholfen werden.
 
2. Kontakt:   
bikup Sprachmittlerpool NRW  der bikup gGmbH
–
 telefonisch unter : 
0221 / 4   85 56 8 - 14  
(direkte Durchwahl „Sprachmittlerpool“, erreichbar 
von 08:00 – 16:30 Uhr)
– per E-Mail an: sprachmittlerpool@bikup.de
–  Ihre Ansprechpartnerinnen sind  
Dagmar Sims und Yasmin Reppe

Sie nennen zu dem bevorstehenden Einsatz:
–  T räger: Stadt Köln und Ihr Amt oder Ihre Schule  
oder KiTa
– Anlass (z.B. Bildung, Asyl, Jugendhilfe etc.)
–  A nsprechpartnerin oder Ansprechpartner mit  
Telefonnummer und Email-Adresse
–  D atum, Uhrzeit und Ort (inkl. Etage und  
Büronummer) sowie zur Bürgerin/zum Bürger:
– Nationalität
– Sprache (und ggf. Dialekt, z.B. bei Kurdisch)
–  g gf. Geschlecht, Alter und Religion (je sensibler die 
Problematik, desto mehr Informationen sind hilfreich)
3. bikup klärt mit Ihnen, ob der Einsatz der 
professio¬nellen Sprach- und Integrationsmittlerinnen 
und -mittler gerechtfertigt ist oder sich ggf. der Einsatz 
einer/eines Integrationslotsin oder -lotse anbietet.
Für den Fall, dass eine Lotsin oder ein Lotse für den 
Einsatz bei Ihnen passender ist, verweist bikup Sie bei 
Bedarf konkret an die aktuellen Kölner Lotsenprojekte.

4. Wenn der Einsatz zustande kommt, erhalten Sie 
eine Auftragsbestätigung an Ihre E-Mail Adresse.   
Darin werden Ihnen die vereinbarten Details bestätigt. 
5. Nach dem Einsatz bestätigen Sie  dem Sprach- und 
Integrationsmittler bzw. der Sprach- und Integrations-
mittlerin deren Einsatz mit Ihrer Unterschrift auf der 
Einsatzbescheinigung. Diese hat zwei Durchschläge. 
Bitte stempeln Sie alle drei Exemplare.
6. Ein eventuell notwendiger Folgetermin  muss  
über bikup Sprachmittlerpool NRW angefragt und 
bestätigt werden.

Auftragsablauf
ANFRAGE
Auftraggeber
BESTÄTIGUNG
Auftraggeber
EINSATZ
VERFÜGBARKEIT
Sprach- und 
Integrationsmittler
1
2
3
4
bikup 
Sprachmittlerpool NRW
1   Anfrage von Ihnen als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter  
einer städtischen Dienststelle, einer städtischen 
Kindertagesstätte oder einer Kölner Schule an den 
Sprachmittlerpool der bikup gGmbH.
2   bikup klärt mit Ihnen, ob der Einsatz der professio -
nellen Sprach- und Integrationsmittlerinnen und 
-mittler gerechtfertigt ist (ggf.: Kontakt zu Lotsen -
projekten)
3   Ein / eine Sprach- und Integrationsmittlerin  
bzw. -mittler nimmt den von Ihnen gesetzten  
Termin wahr.
4   Sie bestätigen den Einsatz indem Sie die Einsatz -
bescheinigung vom Sprachmittlerpool der bikup 
unterschreiben und stempeln.
 
WICHTIG! KKölner Bürgerinnen und Bürger können bikup 
NICHT direkt kontaktieren. Die Beauftragung muss  
durch Sie als städtische Mitarbeiterin bzw. als städtischer 
Mitarbeiter erfolgen!

Impressum
Kommunales  
Integrationszentrum
Köln
gefördert vom:   
 
Die Oberbürgermeisterin
Kommunales Integrationszentrum
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zimmer, Büro für Corporate Design  
und Visuelle Kommunikation  
Fotos
Bikup, fotolia, Zimmer
Druck
Pieper GbR, Köln
13-Si/5001 /2.000/09.2019

Anlage 1 Bericht_Bikup_2016_bis_2018

38805 Zeichen

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Projekt 
„Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 
 
Statistische Erfassung der Einsätze von Sprach- und 
IntegrationsmittlerInnen vermittelt durch den bikup Sprachmittlerpool 
NRW für die Stadt Köln  
 
Zeitraum 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018 
 
(Stand: 31. Dezember 2018) 
 
 
 
 
 
Projektträger:   Kommunales Integrationszentrum (KI), Interkulturelle 
Maßnahme der Stadt Köln 
 
                                    
 
 
 
Kooperationspartner:  bikup Sprachmittlerpool NRW der bikup gemeinnützigen 
GmbH

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Vorwort 
 
Die statistische Erfassung der Einsätze von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen vermittelt 
durch den bikup Sprachmittlerpool NRW  für die Stadt Köln, Stand 31. 12.2018, wurde mit 
aktuellen Datensätzen angefertigt. Alle in diesem Bericht erfassten Einsätze für den Zeitraum 
01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018 verstehen sich als abgerechnete Einsätze.

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Inhaltsverzeichnis 
 
1.Einleitung  ................................ ................................ ................................ .......................... 5 
2.Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen  . 6 
2.1 Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2016 .................................................. 6 
2.2 Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2017 .................................................. 7 
2.3 Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2018 .................................................. 7 
2.4 Vergleich der Einsätze und Einsatzstunden 2016, 2017 und 2018 ................................................................... 8 
3.Durchschnittliche Einsatzdauer ................................ ................................ ....................... 9 
4.Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen ................................ ................................ .. 10 
4.1 Einsätze nach Arbeitsbereichen 2016 ............................................................................................................. 10 
4.2 Einsätze nach Arbeitsbereichen 2017 ............................................................................................................. 11 
4.3 Einsätze nach Arbeitsbereichen 2018 ............................................................................................................. 11 
5.Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen ....................... 12 
5.1 Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2016 ...................................................................... 12 
5.2 Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2017 ...................................................................... 13 
5.3 Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2018 ...................................................................... 14 
6.Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten ................................ ...................... 14 
6.1.Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2016 .................................................................................................. 14 
6.2.Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2017 ................................................................................................. 15 
6.3 Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2018 .................................................................................................. 16 
7.Kosten des Projekts „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ ................................ ....... 17 
7.1 Kosten des Projekts „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 2016 .................................................................... 17 
7.2 Kosten des Projekts „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 2017 .................................................................... 18 
7.3 Kosten des Projekts „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 2018 .................................................................... 19 
8.Erfahrungen mit dem „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“  ................................ .... 20 
9.Fallbeispiele professioneller Sprach- und Kulturmittlung ................................ ............ 23

Seite 4 von 25 
 
 
 
Abbildungsverzeichnis 
 
Abbildung 1: Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und 
IntegrationsmittlerInnen im Jahr 2016 ................................ ................................ .................... 6 
Abbildung 2: Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und 
IntegrationsmittlerInnen 2017 ................................ ................................ ................................  7 
Abbildung 3: Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und 
IntegrationsmittlerInnen 2018……………………………….……………………………………..   8 
Abbildung 4: Anzahl der Einsätze im Vergleich 2016, 2017 und 2018 ................................ ... 9 
Abbildung 5: Durchschnittliche Einsatzdauer im Vergleich ................................ .................... 9 
Abbildung 6: Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 2016 ................................ ............10 
Abbildung 7: Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 2017 ................................ ............11 
Abbildung 8: Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 2018………………………………. 12 
Abbildung 9: Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2016 .....13 
Abbildung 10: Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2017 ...13 
Abbildung 11: Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2018 ...14 
Abbildung 12: Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2016 ............................... 15 
Abbildung 13: Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2017 ............................... 16 
Abbildung 14: Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2018 ............................... 17 
Abbildung 15: Kosten der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2016 .............18 
Abbildung 16: Kosten der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2017 .............19 
Abbildung 17: Kosten der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2018 .............20

Seite 5 von 25 
 
 
1. Einleitung  
 
Im Rahmen des Projekts „Sprachmit tlerpool für die Stadt Köln“ wurde im Dezember 2015 
eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Köln, Dienststelle Diversity, Kommunales 
Integrationszentrums (KI), und dem bikup Sprachmittlerpool NRW der bikup gemeinnützigen 
GmbH geschlossen. Im Zuge des interkulturellen Maßnahmenprogrammes der Stadt Köln 
zielt dieses Projekt darauf ab, Gelder für die Finanzierung der Einsätze von Sprach - und 
IntegrationsmittlerInnen für die Kölner Verwaltung und städtische Einrichtungen zur 
Verfügung zu stellen.  
Die MitarbeiterInnen und Angestellten der Stadt Köln sollen bei ihrer fachlichen Arbeit mit 
zugewanderten Menschen durch den Einsatz von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen 
unterstützt werden. Durch kultursensibles Dolmetschen und soziokulturelles Vermitteln 
werden dabei sprachliche Missverständnisse behoben, wodurch die Kölner Verwaltung und 
städtische Einrichtungen barrierefreier und effizienter gestaltet werden. Nicht zuletzt schafft 
die Stadt Köln mit diesem Angebot die Möglichkeit der gleichberechtigten B egegnung 
zwischen öffentlichen Trägern und zugewanderten Bürgern.  
Durch das Projekt wird somit ein wichtiges Signal für die Chancengleichheit und für die 
Verbesserung der gesellschaftlichen Partizipation von  KölnerInnen mit 
Zuwanderungsgeschichte gesetzt.  Auch der interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung 
sowie der Schulen und Kindertagesstätten in Köln wird auf diese Art und Weise Ausdruck 
verliehen. 
 
Sprach- und IntegrationsmittlerInnen können von Mitarbeiter innen und Mitarbeitern 
städtischer Dienststellen, städtischer Kindertagesstätten und städtischer Schulen beauftragt. 
Sie werden eingesetzt oder beansprucht, wenn  
 
• komplexe Sachverhalte zu klären, 
• verbindliche Absprachen zu treffen, 
• konfliktreiche und/oder besonders kultursensible Gespräche zu führen sind 
 
mit KölnerInnen, deren Deutschkenntnisse für das zu besprechende Anliegen nicht 
ausreichen. Sprach- und IntegrationsmittlerInnen werden gebraucht, da sie 
 
• fachspezifisch, vollständig, allparteiisch und transparent dolmetschen, 
• bei Bedarf soziokulturelles Hintergrundwissen vermitteln,  
• länderspezifische Unterschiede bei der Versorgung erläutern, 
• bei Kommunikationsstörungen angemessen intervenieren, 
• die Strukturen und Aufgaben städtischer Dienststellen und Einrichtungen kennen,  
• über ein klares Rollenverständnis verfügen, 
• der Schweigepflicht unterliegen. 
 
Sie kommen dann zum Einsatz, wenn ersichtlich ist, dass es zur Klärung komplexer 
Sachverhalte, verbindlicher Absprachen und konfliktreicher Gespräche hinderlich wäre, 
Verwandte, Bekannte oder ehrenam tliche UnterstützerInnen wie z. B. IntegrationslotsInnen 
hinzuzuziehen.

Seite 6 von 25 
 
Die statistische Erfassung der Einsätze von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen vermittelt 
durch den bikup Sprachmittlerpool NRW  für die Stadt Köln erfasst alle abgerechneten 
Einsätze vom 01.01.2016 bis zum 30.06.2018. 
 
2. Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach - und 
IntegrationsmittlerInnen  
 
2.1 Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden im Jahr 2016 
 
Zu Beginn des im Dezember 2015 lancierten Projekts „Sprachmittlerpool für die  Stadt Köln“ 
wurde von dem Angebot des Einsatzes von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen seitens der 
Kölner Verwaltung und städtischen Einrichtungen vergleichsweise wenig Gebrauch gemacht. 
In den ersten drei Monaten des Jahres 2016 vermittelte der bikup Sprachmittlerpool NRW 37 
Sprach- und IntegrationsmittlerInnen an Ämter, Schulen und Kitas in Köln. 
 
Nach Bekanntmachung des Projekt es im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit des kommunalen 
Integrationszentrums (KI) konnte ab April 2016 eine starke Zunahme der Anz ahl von 
Einsätzen verzeichnet werden.  
Insgesamt wurden im Jahr 2016 533 Einsätze  mit einer Gesamteinsatzzeit von 817 
Stunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen wahrgenommen (siehe Abbildung 1). Der 
einsatzstärkste Monat war dabei der November mit 97 Einsätzen und 156,7 Einsatzstunden.  
 
Abbildung 1: Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen im Jahr 2016

Seite 7 von 25 
 
 
2.2  Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden im Jahr 2017 
 
Die Tendenz zur steigenden Inanspruchnahme von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen 
seitens der Stadt Köln setzte sich auch im Jahr 2017 fort. So konnte der bikup 
Sprachmittlerpool NRW  im Zeitraum von Januar bis Dezember 2017 1.709 Einsätze mit 
einer Gesamteinsatzzeit von 2.504,5 Stunden  vermitteln (siehe Abbildung 2). Allein im 
November, dem bislang einsatzstärksten Monat, wurden 303 Einsätze mit 465 
Einsatzstunden von den Sprach- und IntegrationsmittlerInnen durchgeführt.  
 
 
 
Abbildung 2: Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2017 
 
2.3 Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden im Jahr 2018 
 
Im Zeitraum Januar bis Dezember 2018 wurden insgesamt 2.493 Einsätze mit 3.352,5 
Einsatzstunden abgerechnet. Der Einsatzstärkste Monat des Jahres 2018 war der Juni mit 
288 Einsätzen und 381,5 Einsatzstunden. Bedingt durch die Ferienzeit ist, wie im Jahr 2017, 
auch 2018 der August mit 69 Einsätzen und 95,5 Einsatzstunden mit Abstand der 
Einsatzschwächste Monat. (siehe Abbildung 3)

Seite 8 von 25 
 
 
Abbildung 3: Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2018 
 
 
2.4 Vergleich der Einsätze und Einsatzstunden der Jahre 2016, 2017 und 2018 
 
Durch den direkten Vergleich der Einsatzzahlen der Jahre 2016, 2017 und 2018 wird eine 
starke Zunahme an Einsätzen verdeutlicht.  
 
So wurden im Zeitraum von Januar bis Dezember 2016 insgesamt 533 Einsätze von 
Sprach- und IntegrationsmittlerInnen wahrgenomm en. Dieser Wert wurde im Jahr 2017 in 
den Monaten Januar bis Mai mit 596 Einsätzen bereits übertroffen . (siehe Abbildung 2) 
Insgesamt sind 2017 1.709 Einsätze abgerechnet worden.  Dies ergibt eine Steigerung von 
221% im Vergleich zum Vorjahr. 
 
2018 wurden insgesamt 2.493 Einsätze abgerechnet, dies entspricht einer Steigerung von 
45,9% im Vergleich zum Vorjahr mit 1.709 Einsätzen. (siehe Abbildung 4)  
Die Einsatzstunden sind um 33,9 % von 2.504,5 auf 3.352,5 Stunden gestiegen.

Seite 9 von 25 
 
Abbildung 4: Anzahl der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen im Vergleich 
 
3. Durchschnittliche Einsatzdauer 
 
Der Mittelwert der Einsatzdauer von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen in Einrichtungen 
der Stadt Köln  im Zeitraum von Januar bis Dezember des Jahres 2016 betrug 1,51 
Stunden. Im gleichen Zeitraum dauerten die Einsätze im Jahr 2017 durchschnittlich 1,45 
Stunden (-4,0%).  
 
2018 ist der Durchschnitt nochmals um 5,5% auf 1,35 Stunden gesunken. (siehe Abbildung 
5) Der Vergleich der Einsatzdauer offenbart, trotz st eigender Anzahl der Einsätze, eine klare 
Tendenz zu kürzeren Einsätzen. 
      
 
Abbildung 5: Durchschnittliche Einsatzdauer im Vergleich

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4. Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 
 
Im Rahmen des Projekt es „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ können sowohl  die Kölner 
Verwaltung, als auch städtische Einrichtungen wie Schulen und Kitas auf Sprach - und 
IntegrationsmittlerInnen zurückgreifen. Um die Anzahl der Einsätze je nach Einrichtung  
übersichtlich erfassen zu können, wird zwischen den vier Arbeitsbereichen  „Soziales“, 
„Bildung“, „Kitas“ und „Sonstiges“ unterschieden.   
 
Alle Ämter werden dabei in der Rubrik „Soziales“ zusammengefasst, so etwa die diversen 
Jugendämter der Stadt, das Amt für Wohnungswesen und das Ausländeramt. Die 
städtischen Schulen gehören dem Bereich „Bildung“ an, die Kitas der gleichnamigen 
Kategorie.  
 
 
4.1 Einsätze nach Arbeitsbereichen im Jahr 2016 
 
Gemäß o.g. Unterteilung können 270 der insgesamt 533 Einsätze des Jahres 2016 dem 
Arbeitsbereich „Soziales“ zugezählt werden. Dies entspric ht einem prozentualen Anteil von 
51%. Mehr als die Hälfte der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen wurden 2016  
demnach von den Kölner Ämtern in Auftrag gegeben. Mit 41% folgen die städtischen 
Schulen, an denen im Jahr 2016 insgesamt 221 Einsä tze wahrgenommen wurden. 
Kindertagesstätten schlagen mit 23 Einsätzen und somit mit einem Prozentsatz von 4% 
weniger zu Buche. 19 Einsätze ( 4%) wurden in Einrichtungen durchgeführt, die dem Bereich 
„Sonstiges“ zuzuordnen sind. (siehe Abbildung 6) 
 
 
Abbildung 6: Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 2016

Seite 11 von 25 
 
4.2 Einsätze nach Arbeitsbereichen im Jahr 2017 
Die Einteilung der Einsätze von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen nach Bereichen 
gestaltete sich im Jahr 2017 sehr unterschiedlich. Mit 1.053 Einsätzen im Bereich “Bildung“ 
und somit 61% wurde die Mehrzahl aller Einsätze bislang von Schulen in Anspruch 
genommen. Es folgen im Bereich “Soziales“ die Ämter mit 562 wahrgenommenen Einsätzen 
(34%).  
4% der Einsätze des Jahres 2017 wurden von Kitas in Auftrag gegeben. (siehe Abbildung 7) 
 
 
Abbildung 7: Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 2017 
 
 
4.3 Einsätze nach Arbeitsbereichen im Jahr 2018 
Die städtischen Kölner Schulen stellen auch 2018 mit 1.629 und somit 65% aller Einsätze 
den größten Arbeitsber eich. Es folg en die Ämter im Bereich „Soziales“ mit 717 
wahrgenommenen Einsätzen (29%). 
Die städtischen Kitas haben mit 147 Einsätzen und 6% aller Einsätze einen leichten 
Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. (siehe Abbildung 7 und 8)

Seite 12 von 25 
 
Abbildung 8: Anzahl der Einsätze nach Arbeitsbereichen 2018 
 
 
5. Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach 
Dienststellen 
 
5.1 Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2016 
Der Großteil der Einsätze, die im Arbeits bereich „Soziales“ situiert sind, wurde im Jahr 2016 
von den Jugendämtern der Stadt Köln beauftragt. So können von 270 Einsätzen, 190 den 
Bezirksjugendämtern zugeordnet werden (82%). Gemessen an der Gesamtzahl der Einsätze 
des Jahres 2016, entspricht dies einem Prozentsatz von 35,6%. Die meisten Sprach - und 
IntegrationsmittlerInnen beauftragte hierbei das Bezirksjugendamt Chorweiler (73  Einsätze). 
Das Schulamt forderte 14 Einsätze an, es folgen der Schulpsychologische Dienst mit 10 und 
das Amt für Wohnungswesen mit 8 Einsätzen. (siehe Abbildung 9)

Seite 13 von 25 
 
 
Abbildung 9: Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2016 
 
5.2 Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2017 
Auch 2017 wurden mit 76% die meisten Einsätze im Arbeitsbe reich „Soziales“ von den 
Jugendämtern in Auftrag gegeben (400  Einsätze). Für die Bezirksjugendämter Chorweiler 
und Ehrenfeld nahmen dabei jeweils mehr als 70 Sprach - und IntegrationsmittlerInnen 
Aufträge wahr. Deutlich wird zudem, dass sich die Anzahl der Einsätze, beauftragt durch das 
Amt für Wohnungswesen im Jahr 2017 gegenüber 2016 verfünffacht hat.  
 
Abbildung 10: Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2017

Seite 14 von 25 
 
5.3 Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen Jahres 2018 
2018 wurden mit 494 von insgesamt 717 Einsätzen die meisten Aufträge  im Arbeitsbereich 
„Soziales“ von den Jugendämtern gebucht (76%).  
Wie bereits im Vorjahr ist auch dieses Jahr ein Zuwachs an Einsätzen, die vom Amt für 
Wohnungswesen in Auftrag geg eben wurden, zu verzeichnen ( 109 Einsätze mit einem 
Zuwachs von 34,6% im Vergleich zu 2017 ). Es folgt der Schulpsychologische Dienst mit 34 
Einsätzen. Dies entspricht 5% der Einsätze im Bereich „Soziales“ . Es ist ein leichter 
prozentualer Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (7%) zu verzeichnen. 
 
Abbildung 11: Anzahl der Einsätze im Arbeitsbereich „Soziales“ nach Dienststellen 2018 
 
6. Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 
 
6.1  Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2016 
 
Über den bikup Sprac hmittlerpool NRW  werden Sprach - und IntegrationsmittlerInnen für 
mehr als 90 Sprachen und Dialekte vermittelt. Im Rahmen des Projekt es „Sprachmittlerpool 
für die Stadt Köln“ griffen die Kölner Verwaltung und städtische Einrichtungen im Jahr 2016 
auf 30 Sprachen aus diesem Pool zu.  
 
Der mit Abstand größte Bedarf nach professioneller Vermittlung bestand dabei für die 
Sprache Arabisch. Für diese wurden 146 Einsätze verzeichnet (27,3%). Es folgen die 
Sprachen Farsi/Dari (Persisch) mit 63 Einsätzen, Kurdisch (Sorani, Kurmandschi, Badini, 
Zaza, Gorani/  Hawrami) mit 45 Einsätzen und Türkisch (u.a. osmanisches, georgisches, 
ägäisches, bulgarisches, bosnisches und aserbaidschanisches Türkisch) mit 41 Einsätzen 
von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen. Der bikup Sprachmittlerpool NRW  vermittelte 
zudem jeweils mehr als 30 Einsätze in den Sprachen Russisch (39), Albanisch (36) und

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Serbisch (32). Auch Anfragen für weniger geläufige Sprachen wie Fula, Kisuaheli, Urdu, 
Lingala und Somali konnten bedient werden. (siehe Abbildung 12) 
 
 
Abbildung 12: Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2016 
 
 
6.2 Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2017 
 
Im Jahr 2017 wurden Einsätze von S prach- und IntegrationmittlerInnen  in 31 Sprachen 
gebucht. Die am häufigste n angefragten Sprachen waren nach wie vor Arabisch, mit 430 
vermittelten Einsätzen. Dies entspricht 25,2% aller Einsätze in diesem Zeitraum. Die 
Sprachen Kurdisch (Sorani, Kurmandschi, Badini, Zaza, Gorani/  Hawrami) (236 Einsätze), 
Dari/ Farsi  (174 Einsätze ), und  Türkisch (osmanisches, georgisches, ägäisches, 
bulgarisches, bosnisches und aserbaidschanisches Türkisch)  (156 Einsätze) folgen. (siehe 
Abbildung 13) 
 
Für die  Sprachen Bulgarisch,  Rumänisch und Albanisch  lässt sich eine gestiegene 
Nachfrage feststellen. I m Jahr 2017 wurden zudem 29 Einsätze in der Sprache Romanes 
sowie weitere Einsätze in den Sprachen Chinesisch, Aserbaidschanisch, Paschtu, Tigrinya, 
Lingala und Berberisch beauftragt.

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Abbildung 13: Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2017 
 
 
6.3 Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2018 
 
Von Januar bis Dezember 2018 wurden insgesamt 42 Sprachen in Anspruch genommen . 
Arabisch ist, wie in den Jahren zuvor, mit 20,9% die am häufigsten vermittelten Sprachen 
(521 Einsätze), gefolgt von Ku rdisch (Sorani, Kurmandschi, Badini, Zaza, Gorani/Hawrami)  
mit 16,3% (406 Einsätze) und Türkisch (osmanisches, georgisches, ägäisches, bulgarisches, 
bosnisches und aserbaidschanisches Türkisch) 13,4% (334 Einsätze).  
 
Es fällt auf , dass  mit 334 Einsätzen i n türkischer Sprache , die Einsätze des Jahres 2017 
(156), mit einer Steigerung von 114,1%, mehr als verdoppelt wurden.  Für die Sprachen 
Bulgarisch (105 Einsätze), Rumänisch (70 Einsätze) und vor allem Albanisch (139 Einsätze) 
verzeichnen wir für das G esamtjahr 2018 ebenfalls ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr . 
Neu hinzugekommen sind die Sprachen Punjabi (13 Einsätze), Hindi (7 Einsätze) und Twi (7 
Einsätze). (siehe Abbildung 14)

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Abbildung 14: Anzahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekten 2018 
 
7. Kosten des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 
 
7.1 Kosten des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 2016 
 
Im Rahmen des Projektes „Sprachmitterpool für die Stadt Köln“ stellte die Stadt Köln für das 
Jahr 2016 ein Finanzvolum en in Höhe vo n 58.300,00 € für den Einsatz von Sprach - und 
IntegrationsmittlerInnen zur Verfügung. Dieser wurde nach erneuten Kalkulationen im Verlauf 
des Jahres 2016 durch weitere Projektgelder in Höhe von 11.660,00 € aufgestockt. Dies 
Ergibt ein Gesamtfördervolumen von 69.960,00 € für das Jahr 2016. 
 
Die Kosten für die Einsätze von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen beliefen sich im Jahr 
2016 jedoch auf 66.953,20 €. (siehe Abbildung 15)  
Diese Kosten ergeben sich aus den Einsatzkosten inklusive Fahrtkosten und Fahrt zeit. 
Hieraus ergibt sich  für das Jahr 2016 eine  Überzahlung von 3.006,80 € . Die 
durchschnittlichen Kosten eines Einsatzes betrugen 2016 somit 125,60 €.

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Abbildung 15: Kosten der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2016 
 
 
7.2 Kosten des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 2017 
 
Die Stadt Köln stellte für das Jahr 2017 ein Finanzvolumen in Höhe von 189.711,00 € für den 
Einsatz von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen zur Verfügung. Nach erneuter 
Kostenkalkulation wurden im Verlauf des Jahres 2017 weitere Projektgelder in Höhe von 
25.460,00 €  ausgezahlt. Dies erg ab ein Gesamtfördervolumen für das Jahr 2017 von 
215.171,00 €. Die Kosten der eingereichten Rechnungen für das Jahr 2017 beliefen sich auf 
198.172,46. (siehe Abbildung 16)  Es ergab sich somit für das Jahr 2017 eine Überzahlung 
von 16.998,55 €. 
 
Bedingt durch die stark gestiegene Inanspruchnahme von Sprach - und 
IntegrationsmittlerInnen seitens der städtischen Einrichtungen in Köln liegen die Ausgaben 
für das Jahr 2017 um das Dr eifache höher als im Vorjahr. Die Durchschnittskosten pro 
Einsatz lagen wiederum bei 115,95 €  und damit ca. 7,7%  unter dem Jahresdurchschnitt 
2016.

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Abbildung 16: Kosten der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2017  
 
 
7.3 Kosten des Projekts „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 2018 
 
Für das Jahr 2018 stellte die Stadt Köln ein Finanzvolumen von 196.933,50 € für Einsätze 
von Sprach - und IntegrationmittlerInnen zur Verfügung . Aufgrund der stark gestiegenen 
Nachfrage während des Geschäftsjahr es 2018 sind zudem noch 32.500,00 € nachfinanziert 
worden.  
Mit den Überzahlungen aus 2016 in Höhe von 3.006,80 € und 2017 in Höhe von 16.998,55 
€, ergab sich ein Gesamtbudget von insgesamt 249.438,85 €.  
Vom 01.01.2018 bis zum 3 1.12.2018 wurden 2.493 Einsätze in Höhe von 246.285,65 €  
abgerechnet.  
Dabei beliefen sich die Kosten für die 3.352,5 geleisteten Einsatzstunden auf 178.912,65 €. 
Zudem sind Fahrkosten in Höhe von 67.373,00 € angefallen- (siehe Abbildung 17) 
Für das Geschäftsjahr 2018 ergibt sich dadurch eine Überzahlung von 3.153,20 €. 
Der Trend der fallenden Durchschnittskosten pro Einsatz wurde auch 2018 fortgeführt. Diese 
belaufen sich derzeit auf ca. 98,80 € pro Einsatz und damit 14,8% unter dem Jahresschnitt 
von 2017.

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Abbildung 17: Kosten der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 2018 
 
8. Erfahrungen mit dem „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 
 
Seit Beginn des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ gab es zahlreiche positive 
Rückmeldungen und Erfahrungsberichte von Fachkr äften, die professionelle Sprach - und 
Kulturmittlung durch den Einsatz von Sprach - und IntegrationsmittlerInnen in Anspruch 
genommen haben. Die AuftraggeberInnen haben ihre Rückmeldungen dabei auch 
unabhängig der Nachfassung des „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ an diesen 
herangetragen.  
 
• „Frau A. hat das super gemacht. Sie war genau die richtige Person für die Klientin 
und hat sich sehr einfühlsam verhalten.“ 
L.P., Bezirksjugendamt Nippes 
 
• „Alles Top. Frau El G. war bei dem Gespräch sehr hilfreich und äußerst kompetent. 
Wir werden sie für zukünftige Einsätze definitiv wieder buchen.“ 
O.D., GGS Anne Frank 
 
• „Es gibt nicht einen Einsatz, mit dem wir unzuf rieden waren. Es kamen bisher nur 
tolle Leute zu den Einsätzen und wir sind immer glücklich, wenn jemand von bikup 
vor Ort ist. Ein riesen Kompliment an die Sprach - und Integrationsmittler und das 
Unternehmen. Es läuft alles schnell und zuverlässig ab. Die  Sprach- und 
Integrationsmittler sind immer pünktlich und verhalten sich vorbildlich. Ich kann nur 
ein RIESEN Lob aussprechen. Einfach hervorragend!“ 
E.G., Städtische Kita Holweider Str.

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• „Frau R. hat die Übersetzung zu unserer vollsten Zufriedenheit getätigt und durch ihre 
Art auch Vertrauen schaffen können bei der von ihr betreuten Familie.“.  
N.S., Bezirksjugendamt Kalk 
 
• „Ich würde gerne Frau R. erneut in die GGS Gartenstadt einladen. W ir hatten einen 
Termin mit ihr und sind sehr begeistert. Die Kommunikation und Chemie zwischen ihr 
und der Familie ist hervorragend und auch der Klassenlehrer wünscht sich, dass Sie 
zu zukünftigen Terminen kommt.“ 
H.A., GGS Gartenstadt 
 
• „Vielen Dank für die große Unterstützung und wertschätzende Art von Herrn M. Er hat 
uns, der Familie und somit vor allem den beiden Kindern sehr wertvolle Hilfe 
geleistet.“ 
C.W., Städtische Kita Castellauner Str. 
 
„Es gab keine Missverständnisse, der Einsatz hat meine hohen Erwartungen erfüllt. 
Die Vermittlung über den Sprachmittlerpool gelingt sehr einfach und unaufwendig.Ich 
bin über den Flyer aufmerksam geworden. Wieder einmal ein sehr gelungener 
Einsatz. Ganz herzlichen Dank.“ 
B.v.T., Bezirksjugendamt Innenstadt 
 
• „Alles ist sehr gut gelaufen. Herr P.  verhielt sich sehr sach lich und nüchtern, was bei 
der Problematik von großem Vorteil war. Die Einrichtung würde gerne in Zukunft 
erneut mit ihm arbeiten.“ 
H.R. Max Ernst Gesamtschule 
 
• „Der Einsatz war super! Frau R. war sehr professionell und ist auch in einer 
Konfliktsituation, in der sie ständig von Bewohnern unterbrochen wurde sehr sachlich 
geblieben. Sie hat sehr beruhigend auf die Klienten gewirkt und mit somit den Konflikt 
entschärft. Ein zertifizierter Sprach- und Integrationsmittler hebt sich wirklich ab.“ 
A.F., Amt für Wohnungswesen 
 
• „Herr O. hatte einen Einsatz im Februar und er hat einen tollen Job gemacht. Er hatte 
Termine mit mehreren Familien ich habe auch von meinen Kolle ginnen die 
Rückmeldung bekommen, dass Herr O.  eine riesengroße Hilfe war. Der bikup 
Sprachmittlerpool und seine Sprach - und Integrationsmittler sind für die Belegschaft 
ein “Vertrauenspool“ mit ganz tollen Menschen. Ich weiß sehr zu schätzen, dass die 
SIM genau wissen was sie zu tun haben und man sich auf sie verlassen kann.“ 
R.A., Hauptschule Reutlinger Str. 
 
• „Heute hat uns Frau S. bei unserem Elterngespräch vorbildlich unterstützt, vielen 
Dank an den Sprachmittlerpool! Wir haben heute eine längere Sitzung  durchführen 
müssen, da der Fall etwas kompliziert ist und auch das Jugendamt mit einbezogen 
werden musste. Es soll eine Fortsetzung stattfinden. An diesem Tag wird dem Vater 
ein Gutachten ausgehändigt. Für sein Verständnis dieser Unterlagen wäre die Hilfe  
von Frau S. sehr wichtig.“ 
J.C., KGS Am Portzenacker 
 
• „Eine kurze Rückmeldung: Ich war mit dem Ablauf, der Vermittlung und mit der 
Sprach- und Integrationsmittlerin Frau T. sehr zufrieden.

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Es hat mit sehr geholfen mit den Eltern so entspannt zu sprechen. Ich werde Ihre 
Dienste mit Sicherheit wieder in Anspruch nehmen.“ 
N.S., GGS James Krüss 
 
• „In den bisher zwei Gesprächen konnte Frau P. neben der Schaffung von inhaltlicher 
Transparenz dafür sorgen, dass Unsicherheiten und Ängste vor dem Jugendamt 
abgebaut werden konnten. Somit verbessern sich zunehmend das Zusammenwirken 
und das Verständnis der Eltern , wie wir als Behörde arbeiten. Dafür danke ich Frau 
P. sehr. Sie konnte in den Kontakten die kulturellen Höflichkeitsformen einsetzen, 
was ein guter Tür-Öffner in der Kontaktgestaltung gewesen ist.“ 
M.P., Bezirksjugendamt Nippes 
 
• „Ich war mit dem Ablauf, der Vermittlung un d mit der Übersetzerin Frau T.  sehr 
zufrieden. 
Es hat mit  sehr geholfen mit den Eltern so entspannt zu sprechen. Ich werde Ihre 
Dienste mit Sicherheit bei den nächsten Elternsprechtagen bestimmt wieder in 
Anspruch nehmen. Vielen Dank!“ 
N.S., GGS James-Krüss 
 
• „[A]uch im Namen der Klassenlehrerin möchte ich mich g anz herzlich für den Einsatz 
[der Sprach- und Integrationsmittlerin] letzte Woche an unserer Schule bedanken. Sie 
war allen Beteiligten eine sehr große Hilfe. Die sprachliche Übersetzung sowieso, 
aber [die Sprach- und Integrationsmittlerin] hat auch einen guten Draht zu den Eltern 
des Schülers aufbauen können, sodass diese sich jetzt deutlich mehr für die 
schulischen Belange ihres Kindes einsetzen. Das Gespräch hat wirklich einen guten 
Neuanfang bewirkt. Ich möchte Ihnen und [der Sprach- und Integrationsmittlerin] auf 
diesem Wege noch einmal “Danke“ sagen.“ 
H.K., Grundschule Hohestraße  
 
• „Alles lief prima! Herr Z. war überpünktlich. Das war super, weil wir dadurch die 
Möglichkeit hatten uns im Vorfeld zu besprechen. Ich habe mit notiert, dass ich für 
zukünftige Gespräche mit den Klienten Herr Z. bei der Anfrage namentlich erw ähnen 
möchte. Wir sind sehr zufrieden.“ 
G.P., Familienberatung und Schulpsychologischer Dienst - Chorweiler 
 
• „Ich möchte Ihnen an dieser Stelle eine sehr positive Rückmeldung geben. Die 
Vermittler waren sehr professionell und menschlich zugleich. Es hat mir sehr viel 
gebracht und d en Eltern hoffentlich auch. Ich hoffe es wird diese Möglichkeit noch 
sehr lange geben“ 
C.W., GGS Weimarer Straße 
 
• „Sie haben bereits mehrfach für das Dreikönigsgymnasium einen Dolmetscher 
vermittelt. Alle Übersetzer waren zuverlässig pünktlich erschienen, kompetent und 
sehr angenehm in der Zusammenarbeit. Kürzlich konnten Sie uns sogar sehr 
kurzfristig einen Übersetzer vermitteln. Vielen Dank für diesen guten Service!“ 
C.F., Dreikönigsgymnasium 
 
• „Heute fand das perfekte Gespräch mit der super Sprachmittlerin statt. Das Feedback 
werde ich auf jeden Fall noch schriftlich abgeben.“ 
M.M., Bezirksjugendamt Nippes

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• „Der Sprach- und Integrationsmittler war großartig, er hat per fekt übersetzt und war 
sehr einfühlsam. Ich freue mich darauf, auch in Zukunft mit ihm 
zusammenzuarbeiten. Vielen Dank für die Vermittlung.“ 
S.S., Adolf-Kolping-Schule  
 
• „Ganz herzlichen Dank für die schnelle und unkomplizierte Organisation! Alles hat 
super geklappt und das Angebot hat uns sehr geholfen!“ 
M.N., Grundschule im Süden  
 
• „Und wieder herzlichen Dank! Es ist immer wieder wunderbar mit anzusehen, wenn 
unsere Eltern in Ihrer [sic] Muttersprache von sich erzählen können; der Stolz auf 
ihren Kindern  lässt ihre Gesichter strahlen! Und wir bekommen so viele 
Informationen, die ohne Dolmetscher niemals möglich wäre [sic]. Danke, dass Sie 
uns das so unkompliziert ermöglichen!“ 
K.v.E., Amt für Kinder, Jugend und Familie  
 
• „Außerdem möchte ich an dieser Ste lle allen Mitarbeitern mal DANKE sagen, für die 
tolle, schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit - das ist leider nicht so 
selbstverständlich.“ 
M.C., Amt für Schulentwicklung  
 
• „Ich sowie Schulleiter und Lehrerkollegium sind sehr zufrieden und geben unser e 
positive Bewertung selbstverständlich ab und empfehlen Sie auch weiter“ 
T.C., OGTS Godorf 
 
• „Wir haben es teilweise mit Menschen zu tun, die viel Leid und Willkür erfahren 
haben. Sie haben nicht immer die Möglichkeit, vorbehaltlos mit Behörden und 
anderen Ethnien umzugehen. Der Einsatz einer Sprach- und Integrationsmittlerin hat 
einer geflüchteten Frau sehr dabei geholfen, das hiesige System als ein helfendes zu 
erkennen. Vermeintlich ethnische Feinde konnte sie positiv als Teil dieses Systems 
wahrnehmen. Das ist schon Teil eines Integrationsprozesses. Vielen Dank für die 
Unterstützung!“  
KI Köln 
 
 
9. Fallbeispiele professioneller Sprach - und Integrationsmitt-
lerInnen 
 
Sprach- und IntegrationsmittlerInnen leisten durch ihre fachlichen, kommunikativen und 
soziokulturellen Kompetenzen einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Öffnung von 
Regeldiensten und öffentlicher Verwaltung. Bei Kommunikationsschwierigkeiten zwischen 
Fachkräften und MigrantInnen bzw. Flüchtlingen ermöglichen sie dabei eine reibungslose 
Verständigung. Dass sie jedoch nicht nur fachkundig, vollständig, wertfrei und transparent 
dolmetschen, sondern immer wieder auch als soziokulturelle Mittler beansprucht werden,  
 
zeigt sich bei der Betrachtung einzelner Fallbeispiele. Drei Einzelfälle sollen diesen Mehrwert 
professioneller Sprach- und Kulturmittlung verdeutlichen:

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In einer Grundschule lud der Lehrer die Eltern eines autistischen syrischen Jungen zu einem 
Gespräch ein, um die Möglichkeiten der Förderung ihres Kindes zu besprechen . Der Lehrer 
kontaktierte den „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“  und beauftragte einen Sprach - und 
Integrationsmittler um sicherzugehen, dass die Eltern sein sensibles Anliegen richtig 
verstehen. 
 
Während des Gesprächs stellte sich schnell heraus, dass die Vorschläge des Lehrers auf 
offene Ablehnung seitens der Eltern stieß en. Vermutlich stellte er für sie ein Tabu dar, über 
das sie nicht reden wollten. Dem erfahrenen Sprach - und Integrationsmittler jedoch gelang 
es festzustellen, dass die Abneigung der Eltern dah er rührte, dass diese dachten, ihr Sohn 
würde vom Lehrer als verrückt eingestuft. Die Förderung von Kindern im Rahmen  von 
inklusiver Beschulung und von Beschulung an Förderschulen  war ihnen völlig fremd. 
Daraufhin klärte der fachkundige Sprach - und Integrationsmittler die Eltern in  Abstimmung 
mit dem Lehrer über die Besonderheiten und Vorteile der Formen der Beschulung  auf. 
Mittlerweile erhält der Junge sonderpädagogische Förderung an einer Förderschule.  
 
In einem anderen Fall bat die Klassenlehrerin einer  Vorbereitungsklasse den Vater einer 
ihrer irakischen Schülerinnen zu einem Gespräch. Sie war besorgt, da das Mädchen stets 
bedrückt zum Unterricht erschien und angab, Stimmen zu hören. Um die Eltern darüber zu 
informieren und auch um mögliche Ursachen zu ermitteln, beauftragte sie über den 
„Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ eine Sprach- und Integrationsmittlerin. 
 
Nachdem die Lehrerin im Gespräch ihr Anliegen darlegte, wurde der Vater unvermittelt 
sauer, aggressiv und hektisch. Davon, dass seine Tochte r womöglich psychisch krank sei, 
wollte er nichts wissen. Es stellte sich heraus, dass der Vater den  Vormieter ihrer Wohnung 
für die Stimmen im Kopf seiner Tochter verantwortlich machte. Dieser, ein Andersgläubiger, 
glaube an den Teufel und hinterließ in d er Wohnung einen bösen Geist. Für den Vater war 
klar, dass dieser die Tochter befallen haben musste. Obwohl sich der Vater weiterhin 
uneinsichtig zeigte, konnten dank des Einsatzes der Sprach - und Integrationsmittlerin die 
Hintergründe des Problems eruiert  werden. Für die Zukunft sind weitere Gespräche mit der 
Familie mit Unterstützung des „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ anberaumt worden.  
 
In einem dritten Fall lud das Jugendamt den syrischen Vater zweier Kinder zu einem 
Gespräch ein. Der geschiedene Mann, der seit zwei Jahren in einer Notunterkunft in 
Deutschland lebte, litt zu diesem Zeitpunkt unter einer Psychose. Seine Kinder hatte das 
Jugendamt aufgrund des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung und sexuellen Missbrauchs 
in Obhut genommen. Um sowohl den Vater, als auch die im Ausland lebende Mutter über 
diese Maßnahme aufzuklären, wurde ein Termin mit den Eltern vereinbart. Zu diesem sollte 
die Mutter per Videokonferenz zugeschaltet werden. Der zuständige Sachbearbeiter des 
Jugendamts kontaktierte zudem den „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ , da für die 
Vermittlung dieses höchst sensiblen und konfliktreichen Themas professionelle Sprach - und 
Kulturmittlung unumgänglich war.   
 
Schon zu Beginn des Gesprächs zeigte sich der aufgebrachte Vater uneinsichtig und 
verstand nicht, warum sich das Jugendamt in seine Familienangelegenheiten einmischte. 
Der fachkundige Sprach - und Integrationsmittler erläuterte in Absprache mit dem Vertreter 
des Jugendamtes dem Vater daraufhin die Aufgaben, Funktionsweise und Pflichten 
deutscher Jugendämter. Er klärte die Eltern zudem über die Gesetzeslage im Falle von

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Kindeswohlgefährdung auf. Im Laufe des Gesprächs k onnte er den Vater beruhigen, sodass 
anschließend das weitere Vorgehen vereinbart werden konnte. Der Sprach - und 
Integrationsmittler wird weiterhin bei notwendigen Gesprächen mit dem Vater eingesetzt.  
 
Die drei Einzelfälle  verdeutlichen beispielhaft, dass  Sprach- und Integrationsmittler *innen 
eine Brücke der Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und 
Gesellschaftssystemen mit ihren divergierenden Verständnissen von Versorgung, 
Denkweisen, Bräuchen und Gewohnheiten schlagen und heben somit den Mehrwert, den die 
Kulturmittlung zum professionellen Dolmetschen beiträgt, hervor.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Projekt „Sprachmitterlpool für die Stadt Köln“ 
 Statistische Erfassung der Einsätze von Sprach- und IntegrationsmittlerInnen 
vermittelt durch den bikup Sprachmittlerpool NRW für die Stadt Köln  
 
Erstellt von Wladimir Giurano  
bikup Sprachmittlerpool NRW der bikup gemeinnützigen GmbH 
 
Stand: 31.12.2018

Mitteilung Ausschuss

4272 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/2 
 
Vorlagen-Nummer 21.10.2019 
 3454/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 28.10.2019 
Jugendhilfeausschuss 29.10.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 31.10.2019 
Wirtschaftsausschuss 21.11.2019 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.11.2019 
Integrationsrat 25.11.2019 
 
Sprach-und IntegrationsmittlerInnenpool für die Stadt Köln 
Im Rahmen des Interkulturellen Maßnahmenprogramms wurde der stadtweite Einsatz von Sprach- 
und Integrationsmittlerinnen und –mittler als wesentliche Verbesserung der Teilhabe- und Integrati-
onschancen von (Neu) Zugewanderten festlegt (Interkulturelles Maßnahmenprogramm SoSe 13). 
Das zum Haushalt 2015 eingerichtete Integrationsbudget ermöglicht die Umsetzung mit 200.000 € 
p.a. anteilig ab Ende 2015 und seither laufend für die „Finanzierung eines Sprach- und Integrations-
mittlerpools zur Unterstützung städtischer Dienststellen…“. 
 
Seither können städtische Dienststellen, städtische Kindergärten und Kölner Schulen eine zertifizierte 
Sprach- und Integrationsmittlerin bzw. einen -mittler buchen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt 
sind: 
 es geht um eine komplexe und besonders (kultur-) sensible Angelegenheit und/oder eine verbind-
liche Absprache, die getroffen werden muss und 
 die Sprachkenntnisse der Fachkraft und die Sprachkenntnisse der meist neu zugewanderten Köl-
nerin oder des Kölners reichen zur Verständigung nicht aus. 
 
Seit Beginn des Projektes und bis zunächst Ende 2018 war die bikup gGmbH, ein zertifizierter Bil-
dungsträger, beauftragt, ausgebildete Sprach- und Integrationsmittlerinnen und –mittler einzusetzen.  
Bei der erneuten Ausschreibung wurde der Auftrag für 2019 und 2020 erneut an die bikup gGmbH 
vergeben 
Der nun vorliegende Bericht über die Zeit von Januar 2016 bis Dezember 2018 gibt einen Einblick in 
die Entwicklung und die konkrete Nutzung des Angebotes in Verwaltung, Kölner Schulen und städti-
schen Kitas.  
Eindeutig erkennbar ist der Mehrwert für die Fachkräfte und ebenso für die beteiligten Kölnerinnen 
und Kölner, die in der Regel neu zugewandert sind. 
Das Konzept zeichnet sich dadurch aus, dass bei konkret definierten Sachverhalten professionelle 
Kräfte eingesetzt werden, um in besonders komplexen und/oder kultursensiblen Angelegenheiten auf 
Augenhöhe ein Verstehen zwischen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Fachkräften herzu-
stellen, das die elementare Basis für verbindliche Absprachen und deren Umsetzung ist. 
Das Kölner Konzept findet weiterhin landes- und bundesweit Beachtung.  
Sowohl z.B. wissenschaftliche Institute, Studierende als auch andere Kommunen erkundigen sich

2 
 
nach Konzept, Abläufen und Entwicklung. 
Unter anderem war Köln über das vorliegende Angebot und dessen Ausgestaltung Mitglied im Beirat 
des Projekts „ZwischenSprachen“, einem Projekt der Universitätsklink Eppendorf, Arbeitsgruppe Psy-
chosoziale Migrationsforschung (AGPM) am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie. 
In dem europäisch geförderten Projekt ging es darum, „… Standards für die Qualifizierung von 
SprachmittlerInnen für die soziale Beratung und Betreuung von Geflüchteten zu entwickeln und zu 
disseminieren.“ Das Projekt endete zum 30.06.2018 mit Veröffentlichung der erarbeiteten Qualitätskri-
terien als Mindeststandards.  
Derzeit baut die bikup gGmbH eine durch das BAMF geförderte bundesweite Anlauf- und Fachstelle 
zur Qualität in der Sprach- und Kulturmittlung „SprachQultur“auf. 
 
Es kann weiterhin festgestellt werden, dass das Angebot „Einsatz von Sprach- und Integrationsmittle-
rinnen und –mittlern“ in seiner konzeptionellen Ausrichtung eine notwendige Ergänzung zu bestehen-
den guten ehrenamtlichen Angeboten wie z.B. dem Projekt „Integrationslotsinnen und Lotsen“ (ange-
bunden bei fünf Integrationsagenturen)  darstellt. 
Im ersten Halbjahr (Januar bis Juni 2019) wurden bereits 1143 Einsätze erbracht und abgerechnet. 
Die bikup GmbH hat bis dato über 280 Sprach- und IntegrationsmittlerInnen zertifiziert. 
 
 
 
Anlage:  Bericht zum Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ Januar 2016 bis  
Dezember 2018 
  Flyer des Projektes bikup 
   
 
gez. Reker

Beratungsverlauf (6)

28.10.2019 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.10.2019 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.10.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 6.7 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.11.2019 Wirtschaftsausschuss
TOP 14.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.11.2019 Integrationsrat
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung
25.11.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3454/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
21.10.2019
Erstellt
02.10.2019 14:43