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AKSVM/0001/2023

Erhöhung des jährlichen Budgets

Anregungen der KSVM 01.06.2023

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A-KSVM-0001-2023

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A-KSVM-0001-2023

6104 Zeichen

Amt für Bürger- und Ratsservice A-KSVM/0001/2023 
 
 
 
 
 
 
Anregung der Kommunalen Seniorenvertretung Münster an den Rat  
 
 
Die Kommunale Seniorenvertretung Münster beschloss am 22.05.2023 folgende Anregung an 
den Rat: 
 
Erhöhung des jährlichen Budgets 
 
„Das jährliche Budget der Kommunalen Seniorenvertretung wird auf 15.000 € angehoben.“ 
 
 
Ausgangslage: 
Mit Beschluss vom 28.10.2009 sprach sich der Rat der Stadt Münster einstimmig dafür aus, 
die bis dahin bestehende Seniorenvertretung Münster (SVM) zu einer  Kommunalen 
Seniorenvertretung Münster (KSVM) weiterzuentwickeln. In Verbindung damit wurden jährlich 
finanzielle Mittel für die KSVM von 4.800, -- € beschlossen. Das jährliche Budget hat sich 
seither nichterhöht.  
 
Begründung: 
Die Relevanz der KSVM als Interessenvertretung älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger ergibt 
sich zum einen aus der o. g. einstimmigen Ratsentscheidung, zum anderen aus der absolut 
und relativ steigenden Zahl dieser Zielgruppe. So geht die Fortschreibung der  kleinräumigen 
Bevölkerungsprognose (Öffentliche Berichtsvorlage V/0549/2021) von einer deutlichen 
Zunahme der Bevölkerung ab 60 Jahren bis 2030 aus. Im Detail: 
• 60 bis unter 65 Jahre: + 2.568 Einwohner/-innen (+ 14,4 %)  
• 65 bis unter 80 Jahre: + 12.162 Einwohner/-innen (+ 33,6 %)  
• 80 Jahre und älter: + 1.798 Einwohner/-innen (+ 9,9 %)  
 
Gemäß Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und Grünen für die laufende Legislaturperiode 
2022 – 2027 (Zeilen 5282 – 5286 – Kommunale Seniorenvertretungen als Ansprechpartner 
für Senioren vor Ort) ergibt sich ein auf Landesebene gewünschter Bedeutungszuwachs für 
kommunale Seniorenvertretungen. 
 
Sowohl die o. g. Prognose als auch die politisch gewollte Relevanz bringen für die aktuelle und 
künftige Tätigkeit der KSVM quantitativ, qualitativ und auch bezogen auf die Präsenz und 
Wahrnehmbarkeit im gesamten Stadtgebiet diverse Herausforderungen und Notwendigkeiten 
mit sich. Diese gehen einher mit steigendem finanziellen Mittelbedarf und somit Notwendigkeit 
der Erweiterung des verfügbaren Budgetrahmens. Nicht unerwähnt bleiben soll der Corona-
bedingt aufgelaufene und längst nicht kompensierte Nachholbedarf.

Wir sehen als vorrangige Ansatzpunkte nachstehende Aspekte: 
 
Weiterbildung 
Die Mitglieder der KSVM bringen unterschiedlichste Qualifikationen, Lebens - und 
Berufserfahrungen in ihre Tätigkeit ein. Gleichwohl bedarf es zur weiteren Professionalisierung 
in der Wahrnehmung ihres Mandats im Kontext der unterschiedlichen Bereiche, welche für 
ältere Bürgerinnen und Bürger von R elevanz sind, zusätzlicher Kenntnisse und Fähigkeiten. 
Ein Schlüssel dazu stellt die Teilnahme an Weiterbildungen dar – die nicht nur ihren Wert, 
sondern auch ihren Preis haben. 
 
Stärkere Wirkmächtigkeit in die Stadtteile hinein 
Aus der o. g. Vorlage sowie der Publikation des Stadtplanungsamtes 
‚Bevölkerungsentwicklung nach Altersgruppen in Münster und den Stadtteilen‘ lässt sich 
stadtteilbezogen ein unterschiedlich starkes Wachstum der Menschen > 60 ablesen. Für die 
KSVM wird es daher zunehmend wichtiger, bei ihren Aktivitäten nicht nur das Stadtgebiet 
insgesamt, sondern auch besondere Handlungsnotwendigkeiten auf Ebene einzelner 
Stadtteile bzw. -bezirke ins Auge zu fassen. 
 
Arbeitskreise ‚Älter werden in…..‘ 
Die 13 Arbeitskreise ‚Älter werden in….‘ sind st adtteilbezogene Kooperationsgremien, in 
welchen Einrichtungen, Gruppierungen und Einzelpersonen mitwirken  und sich und ihr 
Angebot für ältere Menschen einbringen . Mitglieder der KSVM wirken in enger Kooperation 
mit den organisatorisch jeweils verantwortlic hen Wohlfahrtsverbänden bei der inhaltlichen 
Gestaltung mit. Im Sinne der bereits thematisierten stärkeren Dezentralität sollte die KSVM 
hier noch mehr in Erscheinung treten. Daraus resultieren weitere und neue Aktivitäten ‚vor Ort‘  
– die natürlich auch finanziert werden wollen. 
 
Öffentlichkeitarbeit 
Die KSVM will und muss sich für ihre Zielgruppe – aber darüber hinaus natürlich auch für die 
gesamte Stadtgesellschaft – im Konzert vieler Akteure wahrnehmbar positionieren. Dies bringt 
sowohl analog als auch digital das Erfordernis mit sich, über verschiedene ‚Kanäle‘ präsent zu 
sein. Das gilt sowohl für die Webseite der KSVM als primäres Instrument der 
Öffentlichkeitsarbeit als auch das Zuliefern von Inputs für andere Medien.  
 
Veranstaltungen 
Um noch ziel- und passgenauer auf die Zielgruppe der KSVM zugehen zu können, bedarf es 
eines differenzierten Portfolios von Veranstaltungen. Diese können sich z. B. auf das – gerade 
für Ältere – immer noch schwierige Feld der Digitalisierung, Aspekte von angepasstem 
Wohnen im Alter, Fragen der Prävention gegen zielgruppenbezogene Kriminalität, Vorstellung 
von bedarfsfeldbezogenen Unterstützungsmöglichkeiten etc. erstrecken. Eine Intensivierung 
dieses Handlungsstranges geht zwangsläufig mit steigendem Aufwand einher.

Kooperation mit dem Jugendrat 
Die Jungen von heute sind die Älteren bzw. Alten von Morgen. In diesem Sinne sieht die KSVM 
es durchaus als zielführend an, stärker mit dem Jugendrat in den Austausch zu treten. Inputs 
von beiden Seiten können dabei behilflich sein, differente Wahrnehmungen, Weltsichten und 
Interessenlagen deutlich zu machen – aber auch zum Abbau von unzutreffenden Vorurteilen 
und Pauschalisierungen beizutragen.  
 
Vernetzung auf Landes- und Bundesebene 
Sowohl über die Landesseniorenvertretung N RW bzw. die Landesarbeitsgemeinschaft  
ehrenamtlicher, politischer Seniorenorganisationen in NRW (LAGSO) als auch die 
Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) erhalten die vor Ort tätigen 
Interessenvertretungen älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger wichtige und Mehrwert stiftende 
Inputs. Gleichzeitigt sind diese bundes - bzw. landesweit aufgestellten Organisationen auf 
Rückmeldungen bzw. Anregungen aus den Städten und Gemeinden angewiesen. Die KSVM 
sieht sich diesbezüglich durchaus als Impulsgeber im Sinne der Vorstellung aber auch 
Rezeption von good- oder best-practice-Beispielen.  
 
 
gez.     gez. 
Barbara Klein-Reid   Günter Klemm

Beratungsverlauf (1)

14.06.2023 Rat
TOP 8.1 Anregung Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AKSVM/0001/2023
Typ
Anregungen der KSVM
Datum
01.06.2023
Erstellt
01.06.2023 13:48