2021/0169
Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2020
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Stabstelle Sozialplanung und Projektkoordination
Jugendamt
Stabstelle Sozialplanung und Projektkoordination, Jugendhilfeplanung
Jugendamt, Abteilung Kinderbetreuung
1
Bericht zum
Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung
2019 / 2020
2
1. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2018 3
1.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder 3
1.2. Betreuungsangebote für 3- bis 6-jährige Kinder 8
1.3. Betreuungsangebote für Grundschulkinder 12
1.4. Ausblick 13
2. Sprachliche Bildung in Kindertagesstätten 15
3. Anhang 18
Vorbemerkungen
Der vorliegende Bericht gibt im Sinne einer regelmäßigen Berichterstattung Auskunft
zu stadtweiten und den sozialräumlichen Versorgungslagen in der Kinderbetreuung i n
den Jahren 2019/20. Die Daten der Vorjahre werden systematisch fortgeschrieben und
um aktuelle Entwicklungen ergänzt.
Der Bericht weist als Kernindikator die Versorgungsquote aus. Diese stellt das
Verhältnis der in Kindertageseinrichtungen und ggf. Kindertagespflege vorgehalten
Betreuungsplätze bezogen auf die Gesamtzahl der Kinder im jeweils
anspruchsberechtigten Alter d ar. Eine diesbezügliche Darstellung erfolgt sowohl
gesamtstädtisch als auch sozialräumlich für die einzelnen Betreuungssettings.
Darüber hinaus ist im Sinne eines Schwerpunktes ein Exkurs zum Thema sprachliche
Bildung in Kindertageseinrichtungen der Stadt Darmstadt enthalten.
3
1. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2018
1.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder
Bevölkerungsentwicklung
Im Jahr 2020 wurden in Darmstadt 1.667 Kinder geboren. Die Geburtenzahl sank
somit geringfügig gegenüber dem letzten Berichtjahr 2018 ( -51). Der rückläufige
Trend der bereits im letzten Versorgungsberic ht beschrieben wurde, setzt sich somit
fort. Jedoch bleibt die Geburtenzahl auch in 2020 auf hohem Niveau und liegt nach
wie vor erkennbar über den bis 2015 dokumentierten, deutlich niedrigeren Werten (+
ca. 150 Geburten).
Abb. 1: Anzahl der Geburten 2012 - 2020 (abs.)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Stichtag: 31.12.2020
Die Anzahl unter 3-jähriger Kinder, also die kumulierten Altersjahrgänge 0 bis 2, sank
u.a. infolge der Geburtenentwicklung der Jahre 2019 und 2020 zwar ebenfalls deutlich
um 176 (- 3,5%). Allerdings liegt auch dieser Wert noch immer weit über den
Bevölkerungszahlen bis 2015.
Abb. 2: Bevölkerungszahlen 0- bis unter 3jährige Kinder in Darmstadt (abs.)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungdaten); Jugendhilfeplanung
– eigene Berechnung
Am 31.12.2020 waren 4.723 Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren in Darmstadt
gemeldet. Der Planungsbezirk Darmstadt -Nord ist im städtischen Vergleich derjenige
1.200
1.300
1.400
1.500
1.600
1.700
1.800
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
3.800 4.000 4.200 4.400 4.600 4.800 5.000
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
Kernaussage
In 2020 wurden 1.667
Kinder in Darmstadt
geboren.
Die leicht rückläufige
Geburtenentwicklung seit
2015 setzt sich somit fort.
4
mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2020: 1.040); die wenigsten
Kinder dieser Altersgruppe leben in kleinsten Stadtteil Wixhausen (2020: 215). Zugleich
verläuft die Bevölkerungse ntwicklung in den einzelnen Planungsräumen durchaus
unterschiedlich. Es gab deutliche Rückgänge gegenüber 2018 in den Stadtteilen Nord
(- 70), Stadtmitte (- 60), Arheilgen (- 52) und Eberstadt (- 42). Zuwächse sind hingegen
in Kranichstein (+ 24), Ost (+23) und Wixhausen (+20) zu verzeichnen.
Abb. 3: Bevölkerungszahlen der unter 3-Jährigen nach Planungsbezirken (abs.)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2020
Es ist zu konstatieren, dass d ie Prognose insb. der kleinräumigen Bedarfsentwicklung
im Bereich U3 eine zentrale Herausforderun g kommunalen Handelns dar stellt. Denn
anders als in den anschließenden Bildungs- und Betreuungsbereichen (Ü3 und Schule)
verbleibt im Falle steigender Geburtenzahlen wenig Zeit für die Anpassung der
Infrastruktur an geänderte Bedarfslagen , so dass diese in der Regel erst sukzessive
erfolgen kann.
Platzentwicklung
Am 31.12.2020 standen in Darmstadt insgesamt 2.088 Betreuungsplätze für unter 3-
jährige Kinder zur Verfügung. Hiervon wurden 1. 610 Plätze in Tageseinrichtungen
und 478 in der Kindertagespflege bereitgestellt. Somit ist die Versorgungsquote
gegenüber dem Berichtjahr 2018 um 2,2%-Punkte gestiegen und liegt nun bei 44,2%.
Die Kapazitätssteigerungen ergaben sich aus den Inbetriebnahmen der Kita
Pankratiusstraße (22 Plätze) und der Kita Mikado (33 Plätze). D ie Zahl der
Betreuungsplätze in der Tagespflege ist hingegen gegenüber dem Jahr 2018
geringfügig auf 478 gesunken (-11 Plätze). Allerdings sind Schwankungen im
0
200
400
600
800
1.000
1.200
2012 2014 2016 2018 2020
Kernaussage
Am 31.12.2020 standen
2.088 Betreuungsplätze zur
Verfügung
Die gesamtstädtische
Versorgungsquote liegt bei
44,2%.
Kernaussage
Am 31.12.2020 lebten
4.723 Kinder unter 3 Jahren
in Darmstadt.
Der Rückgang in der
Alterskohorte beträgt 3,5%
gegenüber dem Berichtjahr
2018.
5
Platzangebot in der Kindertagespflege nicht unüblich. Änderungen bzgl. ergeben sich
– zum Teil – kurzfristig, wenn Pflegeerlaubnisse nicht mehr verlängert bzw. aktiv
genutzt werden oder die genehmig te Platzzahl nicht voll ausgeschöpft wird. Eine
wichtige Funktion kommt in diesem Kontext der Fachberatung zu, die
Tagespflegepersonen engmaschig begleitet, in ihrer Tätigkeit unterstützt und somit
zu einer möglichst umfassende n und langfristige n Ausnutzung von
Betreuungskapazitäten in der Kindertagespflege beiträgt.
Angebots- und Trägerstruktur
Mehr als die Hälfte der Betreuungsplätze (5 6% bzw. 1.1 68 Plätze) werden in freier
Trägerschaft vorgehalten. Den größten Anteil hierunter machen wiederum die sog.
kleinen freien Träger (bspw. Elterninitiativen, Betreuungsvereine) aus . Die großen
freien Träger (AWO, ASB) halten in Summe ebenso wie die Stadt Darmstadt rund 14%
des gesamten Betreuungsangebotes . Deutliche g eringere Anteile am
Betreuungsangebot haben hingegen die evangelische und katholische Kirche (6% bzw.
1%). Rund ein Viertel der Plätze werden in der Kindertagespflege vorgehalten.
Abb. 3: Trägerstruktur in der U3-Betreuung in Darmstadt (in %)
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2020
Betreuung im U3 -Bereich findet in verschiedenen Settings statt. So bietet die
Kindertagespflege einen kleinen, familiären Rahmen und eine vergleichsweise große
Flexibilität, so dass beispielsweise Betreuungsumfang und -zeitpunkt sehr individuell
zwischen Familie und Tagespflegeperson abgestimmt und spezifische Bedürfnisse
berücksichtigt werden können.
Kernaussage
Mehr als die Hälfte der
Betreuungsplätze befinden
sich in freier Trägerschaft.
6
Rund 35% der Betreuungsplätze im U3 -Bereich sind in sog. reinen Krippen verortet,
d.h. dort werden ausschließlich unter 3 -jährige Kinder betreut. Die Größe dieser
Einrichtungen variiert zwischen eingruppigen Kleinsteinrichtungen (18 Standorte), zwei-
bis dreigruppigen Einrichtungen ( 9 Standorte) und größeren Standorten mit vier und
mehr Krippengruppen (6 Standorte).
1.350 Betreuungsplätze werden hingegen in Kindertagesstätten vorgehalten, in denen
Kinder verschiedenen Alters betreu t werden . Es handelt sich überwiegend um
Einrichtungen mit Krippen- und Kindergartengruppen; 31% aller Krippenplätze befinden
sich in dieser Einrichtungsf orm. Wohingegen 11% der Krippenplätze in Einrichtungen
mit einem umfassenden Betreuungsangebot Krippe-Kindergarten-Hort verortet sind.
Abb. 4: Verortung der Betreuungsplätze U3 nach Einrichtungsarten (in %)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2020
Dem gesetzlichen verankerten Wunsch- und Wahlrecht in der Jugendhilfe (§5 SGBVIII)
wird mit der großen Vielfalt von Trägerschaft en, Einrichtungs - und Angebotsformen
Rechnung getragen.
Versorgungssituation in den Planungsräumen
Die sozialräumlichen Versorgungslagen innerhalb Darmstadts stellen sich am Stichtag
31.12.2020 recht unterschiedlich dar. Im stadtweiten Vergleich zeigt sich eine sehr gute
und im Vergleich zu 2018 verbesserte Versorgungslage in den Planungsbezirken West
(58,3%), Arheilgen (56,0%) und Bessungen (49,4%). Auch im Stadtteil Nord ist eine
wesentlich gestiegene Versorgungsquote zu verzeichnen.
Die Entwicklung in Bessungen und Nord kann insb. auf den dort realisierten
Platzausbau (Nord: Kita Pankratiusstraße ; Be ssungen; Kita Mikado) zurückgeführt
werden. Die positive Entwicklung in Arheilgen und West resultiert hingegen auch aus
Kernaussage
Die sozialräumlichen
Versorgungsquoten
variieren stark, bei VQ
zwischen 36,2% und 58,3%.
Kernaussage
Der Anteil der
Krippenplätze in
altersgemischten
Einrichtungen liegt bei 31%.
7
den dort rückläufigen Kinderzahlen.
Abb. 5: Versorgungslagen U3 in den Planungsbezirken 2018 & 2020
(Versorgungsquoten in %)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2020
Eine unterdurchschnittliche Versorgungslage besteht hingegen nach wie vor in der
Stadtmitte (36,2%), Eberstadt (36,5%) sowie in den Planungsbezi rken Wixhausen
(38,6%) und Kranichstein (38,7%).
Allerdings ist mit einer Verbesserung des dortigen Betreuungsangebots auch in diesen
Gebieten mittelfristig zu rechnen. Denn w eitere, bereits projektierte Ausbauvorhaben
werden in der Stadtmitte (Marienplatz, Bildungscampus Heinrich-Hoffmann), Eberstadt
(Kita an der Ludwig-Schwamb-Schule) und Wixhausen realisiert.
Die weiteren Ausbaustandorte in Bessungen sind hingegen Bestandteil der
städtebaulichen Ausstattung der dort neu entstehenden Stadtviertel Lincoln und
Ludwigshöhviertel.
Bei der Bewertung der sozialräumlichen Versorgungs - und Ausbaubedarfe im U3 -
Bereich gilt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.
Es besteht in diesem Betreuungssegment erfahrungsgemäß eine erhöhte
Mobilitätsbereitschaft, d.h. die Wohnortnähe eines Betreuungsangebotes ist
oftmals ein weniger wichtiges Auswahlkriterium als in anderen Alterssegmenten
(insb. Kiga).
Zwischen den verschiedenen Regionen bestehen zum Teil enge
sozialräumliche Bezüge (z.B. Bessungen , West und Stadtmitte). Es können
8
folglich Mitversorgungseffekte zwischen einzelnen Planungsbezirken unterstellt
werden.
Zahlreiche U3-Einrichtungen haben aufgrund ihrer spezifischen pädagogischen
Ausrichtung (bspw. Natur, Bilingualität, Waldorf , Ernährung, Sport) einen
stadtweiten Einzug.
Die Ausbauten in Planungsraum West (Havelstraße, Moltkestraße, Eschollbrücker
Straße) sollen demnach insb. auch die Stadtmitte bedienen, da die Standortoptionen
im innerstädtischen Bereich generell stark eingeschränkt sind. Dort gilt die Prämisse
verfügbare Areale in angrenzenden Planungsräumen zu nutzen, sofern diese in
vertretbarer Entfernung liegen.
1.2. Betreuungsangebote für 3- bis 6-jährige Kinder
Bevölkerungsentwicklung
Am 31.12.2020 waren 5.253 Kinder im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt in Darmstadt
gemeldet.1 Der Planungsbezirk Darmstadt-Nord ist im städtischen Vergleich nach wie
vor derjenige mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (20 20: 988); in
Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kinder dieses Alters gemeldet (2020: 252).
Im Vergleich zum letzten Berichtsjahr 2018 ist die Anspruchsgruppe um insgesamt 156
Kinder bzw. 3% gewachsen. Der Zuwachs resultiert aus dem sukzessiven
Nachwachsen der geburtenstarken Jahrgänge 2016ff in das Kindergartenalter. Zudem
spiegelt sich hierin auch die generelle Bevölkerungsentwicklung Darmstadts wider, die
nach wie vor durch Zuwanderung geprägt ist.
1 Als Bezugsgrundlage wird die Anzahl der Kinder im Alter von 3 Jahren bis 6 Jahre zugrunde gelegt. Wobei der
Jahrgang der 6-Järhigen lediglich zur Hälfte einbezogen wird. Es handelt sich also um eine Grundgesamtheit von 3,5
Jahrgängen im Alter von 3 bis 6 Jahren.
Kernaussage
Am 31.12.2020 lebten
5.253 Kinder im
Kindergartenalter in
Darmstadt.
Dies ist ein Zuwachs um
3,0% Prozent gegenüber
dem Berichtjahr 2018.
9
Abb. 5: Bevölkerungszahlen 3 Jahre bis Schuleintritt nach Planungsbezirken
(abs.)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2020
Sehr dynamisch ist die Bevölkerungsentwicklung in Arheilgen, Bessungen, West und
Wixhausen. D ort sind relativ starke Zuwächse von Kindern im Kindergartenalter zu
verzeichnen. Rückläufige Kinderzahlen dieses Alters gibt es hingegen in Kranichstein,
Ost und Stadtmitte.
Platzentwicklung
Am 31.12.2020 standen in Darmstadt insgesamt 5.564 Betreuungsplätze für Kinder
von 3 Jahren bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Zum Stichtag wird eine
gesamtstädtische Versorgungsquote von 105,9% für diese Anspruchsgruppe erreicht
und konnte somit in den letzten zwei Jahren nochmals um 3,3%-punkte gesteigert
werden.
Gegenüber dem Jahr 201 8 bedeutet dies eine Angebotssteigerung von 332 Plätzen.
Diese resultiert im Wesentlichen aus den Eröffnungen der Kitas Pankratiusstraße,
Klausenburger Straße (beide 2019) und Mikado (2020) sowie der Inbetriebnahme der
Waldgruppen der Kita Luo Campus und des Nachbarschaftsheims mit jeweils 20
Plätzen.
Angebots- und Trägerstruktur
Der größte Anteil der Kindergartenplätze wird in konfessioneller Trägerschaft geführt.
In evangelischen Einrichtungen sind 1.752 Plätze, in katholischen Einrichtungen 501
Betreuungsplätze registriert. Dies entspricht einem Anteil 32% bzw. 9% des
Kindergartenangebots in Darmstadt . Weitere 1.5 62 Plätze bzw. 28% des
0
200
400
600
800
1.000
1.200
2012 2014 2016 2018 2020
Kernaussage
Am 31.12.2020 standen
5.564 Betreuungsplätze zur
Verfügung
Die gesamtstädtische
Versorgungsquote liegt bei
105,9%.
Kernaussage
Die Mehrheit der
Kindergartenplätze (69%)
wird in freier Trägerschaft
geführt.
10
Gesamtangebots befinden sich in freier Trägerschaft. Hierunter nehmen die kleinen
freien Träger (bspw. Elterninitiativen, Betreuungsvereine) den größten Part ein, gefolgt
von den großen Trägern (ASB, AWO). Als sog. privat -gewerbliche Träger werden
diejenigen eingestuft, die entweder betrieblich gebundene Betreuungsplätze vorhalten
bzw. aufgrund ihrer Geschäftsform keine öffentliche Förderung von Seiten der Stadt
Darmstadt in Anspruch nehmen. Die Wisse nschaftsstadt Darmstadt hält 1. 749
Betreuungsplätze in eigenen Einrichtungen vor. Der kommunale Anteil am
Betreuungsangebot beläuft sich somit aktuell auf 31% und ist gegenüber dem letzten
Berichtjahr um 3% -punkte gestiegen. Ursächlich hierfür waren die bereits benannten
Inbetriebnahmen der städtischen Einrichtungen Kita Klausenburger Straße, Kita
Pankratiusstraße und Kita Mikado.
Abb. 6: Trägerstruktur in der Ü3-Betreuung in Darmstadt
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2020
Kindergartenplätze in Darmstadt sind vorrangig in sog. Kinderhäusern verortet ( 65%
bzw. 3625 Plätze), wobei an 85 Standorten und somit am häufigsten die Kombination
Krippe-Kindergarten etabliert ist. Bei 32 Standorten mit insg. 1.939 Plätzen handelt es
sich um sog. reine Kindergärten, in denen ausschließlich Kinder ab dem 3. Lebensjahr
bis zum Schuleintritt betreut werden.
ev. Kirche
32%
kath. Kirche
9% Stadt Darmstadt
31%
gr. Freie Träger
10%
kl. Freie Träger
16%
privat-gewerbl.
Träger
2%
Freie Träger
28%
11
Abb. 7: Verortung der Kindergartenplätze nach Einrichtungsarten
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2020
Der aktuelle und zukünftige Platzausbau vollzieht sich aus pädagogischen Gründen und
mit dem Ziel Übergänge zwischen den Segm enten U3 und Ü3 zu erleichtern nahezu
ausschließlich in Einrichtungen mit einem gemischten Betreuungsangebot.
Darüber hinaus werden – wo möglich – auch sog. Bildungscampus mit den Segmenten
Krippe, Kindergarten und Grundschule entwickelt (bspw. Lincoln, Heinrich -Hoffmann,
Ludwigshöhviertel). Ausgehend von der räumlichen Nähe der Einrichtungen
zueinander, gilt es insb. an diesen Standorten ein gemeinsames, kohärentes
Bildungsprogramm zu etablieren.
Versorgungssituation in den Planungsräumen
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darmstadts stellt sich am Stich tag
31.12.2020 verschieden dar. Für fünf der neun Planungsräume kann eine sehr gute,
überdurchschnittliche Versorgungslage attestiert werden. In Bessungen und Nord ist
diese wie zuvor beschrieben durch Platzausbau (Kita Klausenburger Straße, Kita
Mikado, Kita Pankratiusstraße) bedingt. In Arheilgen und Ost erg eben s ich die im
Vergleich zum letzten Bericht erhöhten Versorgungsquoten aus der dortigen
Bevölkerungsentwicklung seit 2018.
Eine nach wie vor unterdurchschnittliche Versorgungslage besteht hingegen in d en
Planungsbezirken Stadtmitte (6 6,8%), Kranichstein ( 96,2%) und Eberstadt (9 4,7%),
wobei sich diese gegenüber 2018 nichts desto trotz verbessert haben. Für Wixhausen
ist hingegen ein nicht ausreichendes und seit 2018 zudem verschlechtertes
Betreuungsangebot zu konstatieren.
Kindergarten
35%
Kinderhaus
(Krippe-Kiga-
Hort)
12%
Kinderhaus
(Krippe-Kiga)
37%
Kinderhaus
(Kiga-Hort)
16%
Kernaussage
Die Ü3-Versorgungslagen
in den Planungsbezirken
variieren bei VQ von 66,8%
bis 131,9%.
12
Abb. 8: Betreuung 3 -Jähriger bis Schuleintritt – Versorgungslagen in den
Stadtteilen (in %)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung
- eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2020
Prämisse des weiteren Ausbaus ist es, die Versorgungslagen in allen Planungsräumen
bedarfsgerecht zu gestalten und soweit möglich und notwendig anzugleichen. Dies wird
aktuell dokumentiert durch die zahlreichen Ausbauvorhaben, die zu einem deutlichen
Platzzugewinn in Eberstadt (Kita an der Ludwig -Schwamb-Schule) und Stadtmitte
(Marienplatz, Bildungscampus Heinrich-Hoffmann).
Zur Verbesserung der Versorgung in Wixhausen befinden sich Verwaltung und Träger
aktuell in Abstimmung zur Umsetzung kurzfristiger Entlastungen und darüber hinaus
langfristig, tragfähiger Lösungen.
Aufgrund der bereits skizzierten, engen sozialräumlichen Bezüge von Stadtteilen und
Quartieren und den daraus resultierenden Mitversorgungseffekten, fungieren insb. die
Vorhaben in der Eschollbrücker Straße und der Moltkestraße als
planungsübergreifende Standorte.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Versorgungsziel von stadtweit 105,0% eine
Kapazitätsreserve beinhaltet, um vorübergehenden Platzreduzierungen, die infolge von
Inklusionsmaßnahmen notwendig werden können, abzufangen und dennoch eine
insgesamt bedarfsgerechte Versorgungssituation zu sichern.
1.3. Betreuungsangebote für Grundschulkinder
Als Bezugsgröße zur Ermittlung der Versorgungssituation im Grundschulbereich wird
die Anzahl der Grundschüler*innen herangezogen. Dieser wird die Platzressource aus
114,0
131,9
94,7 96,2
116,7 114,8
66,8
115,4
80,6
105,9
0
20
40
60
80
100
120
140
160
13
Hort- und Schulkindbetreuungsplätzen gegenübergestellt.
Im Schuljahr 201 9/20 besuchen 5.443 Schüler*innen eine Darmstädter Grundschule .
Im selben Zeitraum st anden insgesamt 3.736 Betreuungsplätze für Grundschulkinder
zur Verfügung. Zum Stichtag wird somit rechnerisch eine gesamtstädtische
Versorgungsquote von rund 68,6% erreicht. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber
dem letzten Berichtsjahr um 2,9%-Punkte.
1.184 der Betreuungsplätze für Grundschüler *innen werden in Horten bereitgestell t
(31,7%); 2.552 Plätze (68,3%) bestehen im Rahmen der Schulkindbetreuung bzw. des
Paktes für den Nachmittag an Grundschulen und Förderschule mit Grundstufe.
Der Ausbau der Schulkindbetreuung geschieht in Darmstadt vorrangig an Schulen
unter Federführung des kommunalen Schulamtes und unterstützt durch
Landesprogramme wie bspw. dem Pakt für den Nachmittag. In geringem Ausmaß sind
in den vergangenen Jahren auch Hortplätze in Einrichtungen der Jugendhilfe
geschaffen worden; jedoch liegt der Fokus der Ausbaubemühungen hier eindeutig auf
dem vorschulischen Bereich.
Voraussichtlich in 2026 wird der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung
im Grundschulalter sukzessive in Kraft treten. Der Gesetzentwurf hat mittlerweile den
Bundestag passiert; die Beratung im Bundesrat steht aktuell noch aus. Eine
Beschlussfassung wird noch in der jetzigen Legislaturperiode erwartet.
Die Strategiegruppe ‘Betreuung von Kindern im Grundschulalter‘ wurde in
Vorbereitung des Rechtsanspruches gegründet und erarbeitet aktuell hierfür ein
Rahmenkonzept inkl. Umsetzungsplanung für Darmstadt. Neben den zuständigen
Fachämtern – Jugendamt und Schulamt – engagieren sich in der Gruppe
verschiedene Hort- und Schulbetreuungsträger sowie die Schulsozialarbeit und das
Staatliche Schulamt. Erste Ergebnisse der Strategiegruppe werden Ende 2021
vorgelegt.
1.4. Ausblick
Darmstadt hat in den vergangenen zehn Jahren einen gravierenden
Bevölkerungszuwachs und einen immensen Anstieg der Kinderzahlen erfahren.
Dieser hat sich zwar seit 2018 u.a. aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen,
verlangsamt.
Nichts desto trotz bedarf es weiterer Ausbauanstrengungen im Bereich U3, da die
kommunale Zielquote von 50% noch nicht erreicht ist. Die Versorgung im Ü3-Bereich
kann zwar aktuell als gut beschrieben werden. Allerdings stellt das Nachwachsen der
Kernaussage
Die Versorgungsquote
Schulkindbetreuung liegt
bei stadtweit 68,6%.
14
geburtenstarken Jahrgänge hohe Anforderungen an die Betreuungsinfrast ruktur.
Herausfordernd ist zudem die sehr ungleiche Verteilung der Betreuungsplätze
innerhalb des Stadtgebietes, die es sukzessive auszugleichen gilt. Denn gerade für
Kinder im Kindergartenalter ist im Sinne gelingender Übergänge eine wohnortnahe
Betreuung anzustreben.
Die kommunale Ausbauplanung fußt auf den verfügbaren statistischen und
städtebaulichen Kennzahlen und bildet die Grundlage nach der neue
Kinderbetreuungsstandorte entstehen und bestehende Einrichtungen
(weiter)entwickelt werden. Es handelt sich um eine Rahmenplanung, die kontinuierlich
fortgeschrieben wird.
Bis Ende 2022 werden aller Voraussicht nach insgesamt 385 Krippen- und 704
Kindergartenplätze hinzukommen, die an insgesamt sechs Standorten entstehen. Es
handelt sich hierbei um die Bildungscampus Luise-Büchner und Heinrich-Hoffmann,
die Kita Moltkestraße und die Kita an der Ludwig-Schwamb-Schule sowie eine neue
entstehende Kita in Kranichstein und zusätzliche Betreuungskapazitäten in
Wixhausen.
Ab dem Jahr 2023 folgen sukzessive weitere Einrichtungen. Es handelt sich im
Wesentlichen um die Kitastandorte in den neu entstehenden Wohnquartieren
Ludwigshöhviertel und Marienplatz
15
2. Thematischer Schwerpunkt: Sprachliche Bildung in
Kindertageseinrichtungen
Spracherwerb ist ein wesentliches Element kindlicher Persönlichkeitsentwicklung. Die
damit verbundene zentrale Bildungsaufgabe von Kinderbetreuungseinrichtungen ist
die Unterstützung der Sprachentwicklung nach dem hessischen Bildungs- und
Erziehungsplans.
Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf
den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. Dies gilt
besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit
Migrationshintergrund.2
Jedes dritte Kind das in der Kita betreut wird hat einen Migrationshintergrund. In
Hessen ist es sogar jedes zweite Kind (Stand 2019). 3
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den schulischen und beruflichen Erfolg
sowie einer gesellschaftlichen Integration, die Schlüsselqualifikation der ausgebildeten
Sprachkompetenz. Über Sprache entdecken Kinder ihre Umgebung und können an
Geschehen in der Welt teilhaben. Damit alle Kinder die gleichen Chancen auf Bildung
haben, benötigen sie altersgemäße Sprachkenntnisse im Vorschulalter. Die Teilhabe
an einer Sprach- und Kulturgemeinschaft unterstützt die Kinder in ihrer sprachlichen
und auch persönlichen Entwicklung.
Kinder beim Spracherwerb zu begleiten und fördern ist ein wichtiger Teil der
pädagogischen Aufgabenstellung in den Kinderbetreuungseinrichtungen. Zunehmend
gewinnt gerade die Unterstützung bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache einen
besonderen Stellenwert.
Die Stadt Darmstadt hat sich das Ziel gesetzt, die Bildungschancen für Kinder mit
Migrationshintergrund zu erhöhen. Als inklusive Stadt verpflichten sich Darmstadt der
Bildungsgerechtigkeit einen zentralen Stellenwert zu geben.
Die alltagsintegrierte sprachliche Bildung beeinflusst die Sprachentwicklung und den
Spracherwerb der deutschen Sprache positiv und nachhaltig. Somit ist die
2 Vgl. https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/programm/ueber-das-programm/
3 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-
Umwelt/Soziales/Kindertagesbetreuung/Tabellen/betreuungsquote-migration-unter6jahren-
aktuell.html
16
alltagsintegrierte sprachliche Bildung und Förderung von Kindern ein Schwerpunkt im
Bildungsbereich von Kinderbetreuungseinrichtungen.
Seit 2017 nehmen über die Hälfte der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen am
Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Die
Schwerpunkte das Bundesprogramm richten sich auf die alltagsintegrierte sprachliche
Bildung, der inklusiven Pädagogik und der Zusammenarbeit mit Familien. Durch die
Vertiefung der Schwerpunkte, über Qualifizierungskurse für Kita Leitungen und
Fachkräfte, entsteht eine kritische Auseinandersetzung in der Umsetzung im Alltag
und ermöglicht somit die Steigerung der pädagogischen Interaktionsqualität.
Die zusätzlichen Fachkräfte der Sprach-Kitas fungieren innerhalb ihrer Teams als
Multiplikator*innen. Durch regelmäßige Qualitäts- und Reflexionsrunden gelingt es
den Kita Teams Inhalte nachhaltig zu verankern die Qualitätsentwicklung fortzuführen.
Durch das Programm erhalten die Kita Teams Zugang zu neuen
fachwissenschaftlichen Erkenntnissen, Praxisideen zur alltagsintegrierten
sprachlichen Bildung, praktische Unterstützung im Kita Alltag und die Möglichkeit auf
Fachexpert*innen zurück zu greifen. Die pädagogischen Fachkräfte werden
fortlaufend über Qualifizierungsangebote zum neusten Kenntnisstand von sprachlicher
Bildung weitergebildet.
Zudem haben Fachkräfte die Möglichkeit in den Sprach-Kitas zu hospitieren und sich
weitere Ideen für die Umsetzung in der Praxis zu holen.
Das Bundesprogramm Sprach-Kitas: „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ formt
den Rahmen eines alltagsintegrierten sprachlichen Bildungskonzeptes, mit dem Ziel
der Orientierung für alle städt. Kinderbetreuungseinrichtungen.
Umsetzung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung im Kita Alltag
Aufgabe der Kita ist es im pädagogischen Alltag Sprachanlässe zu schaffen.
Angefangen bei der Gestaltung der Räume, Materialien, Spiele, Lieder und Angebote.
Fachkräfte und Familien spielen im Spracherwerb der Kinder eine wichtige Rolle,
denn Sprache braucht Beziehung. Kinder erlernen Sprache über Sprachvorbilder,
damit gehört die Reflektion des eigenen Sprachverhaltens der Fachkräfte zum
Konzept der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung.
Die alltagsintegrierte sprachliche Bildung setzt bei den Interessen der Kinder an und
erfolgt individuell, angepasst an die Bedürfnisse und Voraussetzungen der Kinder. Für
Kinder bei denen ein erhöhter sprachlicher Förderbedarf festgestellt wurde, gibt es
bedarfsgerechte Sprachförderangebote. Diese Angebote können in Kleingruppen
17
durchgeführt werden und werden von fachlich qualifizierten Fachkräften über das
Landesprogramm durchgeführt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit den Familien. Durch Literacy
Angebote in der Kita wie das Vorlesen in Familiensprache, Bücherreibesuche aber
auch themenbezogene Elterncafé Zeiten oder Elternabende, unterstützen und
begleiten Fachkräfte und Familien gemeinsam die Kinder in der sprachlichen
Entwicklung. Die Familien erhalten durch die Kita Anregungen, wie sie ihr Kind a uch
Zuhause weiterhin beim Spracherwerb unterstützen können.
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3. Anhang
Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten
Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten
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Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten (Stichtag: 31.12.2020)
Betreuung von unter 3jährigen Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege
Planungsbezirk 0- unter
3jährige
Plätze (absolut) Quoten (in %)
gesamt davon:
Krippe
davon:
Tagespflege
Versorgungsquote
(VQ)
Anteil:
Tageseinrichtungen
Anteil:
Tagespflege
100 DA-MITTE 497 180 152 28 36,2 84,4 15,6
200 DA-NORD 1.040 454 392 62 43,7 86,3 13,7
300 DA-OST 387 149 106 43 38,5 71,1 28,9
400 DA-BESSUNGEN 470 232 208 24 49,4 89,7 10,3
500 DA-WEST 509 297 232 65 58,3 78,1 21,9
Darmstadt-
Innenstadt 2.903 1.312 1.090 222 45,2 83,1 16,9
600 DA-ARHEILGEN 502 281 200 81 56,0 71,2 28,8
700 DA-EBERSTADT 687 251 143 108 36,5 57,0 43,0
800 DA-WIXHAUSEN 215 83 53 30 38,6 63,9 36,1
900 DA-
KRANICHSTEIN 416 161 124 37 38,7 77,0 23,0
Darmstadt-
Außenbezirke 1.820 776 520 256 42,6 67,0 33,0
Stadtgebiet
insgesamt 4.723 2.088 1.610 478 44,2 77,1 22,9
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Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten (Stichtag: 31.12.2020)
Betreuung von 3-6,5jährigen Kindern in Tageseinrichtungen
Planungsbezirk 3-6,5
Jährige
Plätze
(absolut)
Versorgungsquote
(VQ)
100 DA-MITTE 455 304 66,8
200 DA-NORD 988 1.153 110,9
300 DA-OST 392 450 114,8
400 DA-BESSUNGEN 542 715 131,9
500 DA-WEST 584 674 115,4
Darmstadt-
Innenstadt 2.961 3.296 111,3
600 DA-ARHEILGEN 649 740 114,0
700 DA-EBERSTADT 886 839 94,7
800 DA-WIXHAUSEN 252 203 80,6
900 DA-
KRANICHSTEIN 505 486 96,2
Darmstadt-
Außenbezirke 2.292 2.268 99,0
Stadtgebiet
insgesamt 5.253 5.564 105,9
anlage 4
165 Zeichen
Punkt 5: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2020 (V-Nr. 2021/0169) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss für Soziales nimmt von der Vorlage Kenntnis.
2021/0169
3707 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0169
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2019/20
Vorlage vom: 11.06.2021
Beschlussvorschlag :
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung für das Jahr 20 19/20 wird zur
Kenntnis genommen.
Anlagen: Versorgungsbericht 2019_20
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom
Der vorliegende Bericht 2019/20 zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung
in Darmstadt schreibt die vorangegangenen Versorgungsberichte fort und gibt einen
aktualisierten Überblick zur Entwicklung der U3- und Ü3-Betreuung bezogen auf das
sozialraumorientierte Platzangebot. Der Bericht liefert die derzeitigen Versorgungsquoten und
stellt das weitere Ausbauvolumen dar.
Am 31.12.2020 lag die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 44,2% und ist somit seit dem
letzten Berichtszeitpunkt um 2,2 %-Punkte gestiegen (2018: 42,0%). Die Entwicklung
resultiert einerseits aus dem Ausbau der Platzkapazitäten um 66 Plätze. Zudem sind die
Geburtenzahlen seit dem Jahr 2018 leicht gesunken, befinden sich aber noch immer auf
hohem Niveau. Mit Blick auf die Erfüllung des individuellen Rechtsanspruches und aus
planerischer Sicht ist für die prosperierende Wissenschaftsstadt Darmstadt eine
Versorgungsquote von mindestens 50% als bedarfsgerecht anzusehen.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3- bis 6,5-jährigen Kinder
(Schuleintritt) stieg zum Stichtag 31.12.2018 auf 105,9% (2016: 102,6%). Hier konnte durch
die Inbetriebnahme weiterer Einrichtungen die Versorgungslage spürbar verbessert werden. Als
Versorgungsziel im Bereich Ü3 gilt eine Quote von 105%. Es ist zu berücksichtigen, dass der
zuvor beschriebene Anstieg der Geburtenzahlen mit Verzögerung auch im Bereich Ü3 und in
der Schulkindbetreuung spürbar werden wird. D.h. in den kommenden Jahren ist mit einem
Anstieg der Anzahl anspruchsberechtigter Kinder in diesem Betreuungssegment auszugehen.
Die kommunale Ausbauplanung wird daher kontinuierlich fortgeschrieben und sichert die
sukzessive Entwicklung der Betreuungslandschaft gemäß der zuvor genannten
Versorgungsziele. Besonderes Augenmerk gilt dabei den bis dato unterversorgten
Planungsräumen sowie neu entstehenden Quartieren. Ein weiterer Platzzuwachs sowohl im U3
als auch im Ü3-Bereich ist durch bereits beschlossene, in Umsetzung befindliche, als auch
durch projektierte Maßnahmen gewährleistet.
Die große Herausforderung der kommenden Jahre ist der ab 2026 geltende Rechtsanspruch
für eine Betreuung im Grundschulalter. Unter Berücksichtigung der verfügbaren
Betreuungsplätze in Horten und an Schulen liegt die Versorgungsquote in diesem Bereich am
Stichtag 31.12.2020 bei 68,9%. Die Strategiegruppe – Betreuung von Kindern im
Grundschulalter in Darmstadt erarbeitet derzeit einen Rahmen für den Platzausba u in
Darmstadt.
Darmstadt, 11.06.2021
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
Beratungsverlauf (2)
Orte (5)
- Pankratiusstraße
- Havelstraße
- Moltkestraße
- Klausenburger Straße
- Eschollbrücker Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0169
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 11.06.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00