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2019/0400

Protokoll 24. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 06.12.2019

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2019/0400

3058 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.12.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0400 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 24. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 06.12.2019 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 24. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Protokoll 24. Sitzung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  06.12.2019  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2019/ 0076 vom 28.02.2019 wurde die Neubesetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtvero rdnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 24. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 08.11.2019 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter der 
politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die  Geschäftsstelle 
teil. 
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Barbara 
Boczek und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher, die 
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im Plenum.  
 
Dann wurde von Frau Dr. Boczek die neue Broschüre „Gestaltungsbeirat Darmstadt, 
Ausgewählte Projekte 2012 -2018“ vorgeste llt. 
 
Im Anschluss wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Heinestraße 41 – 59 (unger.)/ 
Rüdesheimer Straße 110/112 (Nachverdichtung 50er Jahre Zeilenbebauung), Baufeld N 
1.1/N 1.2 Lincoln -Siedlung, Ecke Noackstraße/ Heidelberger Straße (Neubau Wohngebäude)  
und Grafenstraße 33/35 (Aufstockung Wohn - und Geschäftshaus) durch die jeweiligen 
Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch 
die Beiratsmitglieder und die zahlreich erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden ni cht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.  
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Inte rnet veröffentlicht.  
 
Darmstadt, den 06.12.2019  
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Dezernentin

anlage 1

16232 Zeichen

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBE IRAT DER STADT DARMSTADT  
 
1 
Sitzungstag:   08.11.2019 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
Ende:    16.30 Uhr 
 
Ort:    ehem. Kreistagssitzungssaal, Rheinstraße 67, Darmstadt 
 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des   Prof. Christa Reicher (Vors.) 
Gestaltungsbeirates  Prof. Martina Baum 
    Dipl. Ing. Rebekka Junge 
Prof. Thomas Knerer 
Prof. Alexander Reichel 
 
Verwaltung   Dr. Barbara Boczek, Dezernentin 
Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
    Rainer Dressel, Amtsleiter Bauaufsichtsamt 
    Judith Wilms, Stadtplanungsamt 
    Eva Schauland, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Oliver Stienen, Bündnis 90/ Die Grünen (tw.) 
    Roland Desch, Alexander Schleith CDU, ab 13.00 Uhr 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke, ab 13.00 Uhr  
Georg Hang, Uffbasse, ab 13.00 Uhr 
Hannelore Anthes, Uwiga 
 
Entschuldigt:   Tim Huß, SPD 
    Christoph Beck, Denkmalpflege 
    Ingrid Pilz, Grünflächenamt 
 
 
 
Projekte 
Wohngebäude und  Baufeld N1.1/N1.2 Lincoln-Siedlung, Höchstetter und 
Nahversorger   Partner Architekten BDA, Darmstadt; Nassauische 
Heimstätte (NH)  
 
Aufstockung Wohn- Grafenstraße 33/35 (Aufstockung Bestandsgebäude), Eise 
und Geschäftshaus le Staniek Architekten, Darmstadt, Baumüller&Weiker GbR, 
Darmstadt  
  
Wohngebäude  Heinestraße 41 – 59 (unger.)/ Rüdesheimer Straße 110/  
(Nachverdichtung)  112, Vonovia Städtebau und Grundstücksmanagement, 
    Bochum

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBE IRAT DER STADT DARMSTADT  
 
2 
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr) 
 
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung der Projekte Hei-
nestraße 41 – 59 (unger.)/ Rüdesheimer Straße 110/112 (Nachverdichtung 50er Jah-
re Zeilenbebauung), Baufeld N 1.1/N 1.2 Lincoln-Siedlung, Ecke Noackstraße/ Hei-
delberger Straße (Neubau Wohngebäude) und Grafenstraße 33/35 (Aufstockung 
Wohn- und Geschäftshaus). 
Herr Krehbiehl, Frau Wilms und Frau Michels erläutern bei dem jeweiligen Projekt die 
Situation im Bestand, den Ansatz des Entwurfs sowie die stadträumliche Einbindung 
des Standortes. 
 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 15.15 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.30 Uhr – 17.00 Uhr) 
 
Die Begrüßung der Teilnehmer und der Besucher des Gestaltungsbeirates erfolgt 
durch Dr. Barbara Boczek, Stadträtin sowie die Vorsitzende Prof. Christa Reicher. 
 
Zunächst wird die neue Broschüre „Gestaltungsbeirat Darmstadt, Ausgewählte Pro-
jekte 2012 – 2018“ vorgestellt.   
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt. Rückfragen und Verständnisfragen 
durch die Teilnehmer und das Publikum werden beantwortet. 
 
Eine intensive Diskussion mit den Architekten und Bauherren/ Investoren erfolgt im 
Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung.  
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: (Freitags, Zeitfenster jw. ca. 10.00 – 17.00 Uhr) 
 
21.02.2020                   29.05.2020                   28.08.2020                   20.11.2020 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter http://gestaltungsbeirat.darmstadt.de veröffentlicht. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 06.12.2019   
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitz Gestaltungsbeirat, Aachen, 06.12.2019 
 
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt:  
 
 
Baufeld N1.1/N1.2 Lincoln-Siedlung 
(Neubau Wohngebäude inkl. Nahversorger) 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
24. Sitzung – 08.11.2019

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  30.11.2018 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Höchstetter und Partner Architekten BDA, Darmstadt  
 
Bauherr 
Nassauische Heimstätte (NH) Wohnungs-und Entwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt  
 
Beschreibung 
Am nördlichen Rand des LincolnQuartiers soll auf dem Baufeld N1.1/N1.2 ein 
Quartier mit Wohnen sowie einem Nahversorger mit einigen Ladeneinheiten entstehen. 
Entlang der Heidelbergerstrasse und nach Süden zum neu entstehenden 
Quartiersplatz wird ein geschlossener Blockrand (IV+ Staffelgeschoss) vorgesehen. 
Nach Westen öffnet sich der Block über drei Punkthäuser zum Quartierspark. Nach 
Norden schliesst ein Riegel den Innenhof, der die TG-Zufahrt für das gesamte Quartier 
aufnimmt.  
Aufgrund des überhöhten Erdgeschosses des Nahversorgers und der Ladeneinheiten 
erhöht sich die Gebäudeoberkante im Baufeld N1.2. Nach Westen zum Quartierspark 
ergibt sich dadurch bei einer gleichbleibenden Gebäudeoberkante ein fünftes 
Geschoss - dies würde eine Befreiung von Vorgaben aus dem B-Plan erfordern. 
Alternativ wird eine viergeschossige Lösung vorgestellt, die jedoch eine tiefere 
Bebauung entsprechend den angrenzenden Punkthäusern erfordert.  
Der Nahversorger erstreckt sich mit dem erhöhten Erdgeschoss, das eine begrünte, 
aber nicht begehbare Dachfläche aufweist, in den Innenhof. Die Erschliessung für den 
Nachversorger erfolgt von der Heidelbergerstrasse aus.  
 
Empfehlung 
Der Beirat erkennt ausdrücklich an, daß es gelungen ist, einen Nahversorger in das 
Quartier zu integrieren. Die Lage dieses Nahversorgers am Quartiersplatz und mit 
seiner Erschliessung von der Heidelbergstrasse aus ist richtig. Es wird weiter positiv 
gesehen, daß der Innenenhof nicht vollständig unterbaut ist und so Baumpflanzungen 
mit Bodenanschluss realisiert werden können. 
Die aus dem überhöhten Erdgeschosses resultierende Erhöhung des Gebäudes ist 
nach Süden zum Quartiersplatz richtig und gut verträglich. Nach Osten zur 
Heidelbergerstrasse ist dies ebenfalls vertretbar. Es ist jedoch zu prüfen, ob der 
Versprung sich noch besser auf das Gebäude beziehen könnte. Ob nach Westen 
zugunsten einer ruhigen Kubatur eine Fünfgeschossigkeit oder besser eine 
viergeschossige Bebauung, die sich in ihrer Tiefe an den Punkthäusern orientiert und 
damit verträglicher zum Park positioniert, wird intensiv diskutiert.  
Da im Gremium die Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile nicht zu einem 
eindeutigen Votum führt, empfiehlt der Beirat eine Überarbeitung des westlichen 
Riegels unter Berücksichtigung der Schaffung einer möglichst klaren Kubatur, einer 
eindeutigen Wohnungserschliessung, der Vermeidung von eher dunkel wirkenden 
Eckausbildungen und einer ruhigen Dachlandschaft ohne rückspringende 
Staffelgeschosse an den Stirnseiten.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  30.11.2018 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Die beiden Stirnseiten des südlichen Riegels mit den sehr schmalen, horizontalen 
Fenstern sollten ihrer städtebaulich präsenten Lage entsprechend ein „Gesicht“ 
erhalten.  
Die Gestaltung des Innenhofs mit der Einhausung für Müll und Räder überzeugt noch 
nicht. Auch die Lage des Trafos an der Süd-Ost-Ecke zum Park hin bedarf der 
Überarbeitung, insbseondere da an dieser Stelle einer der wenigen Bestandsbäume 
erhalten werden kann und soll. Auch sollte die Barrierefreiheit der Gebäudeeingänge 
und des Übergangs zum Park optimiert werden. Die angekündigte Einbindung eines 
Landschaftsarchitekten wird begrüßt. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
Der Gestaltungsbeirat sieht in dem Entwurf einen wichtigen und guten Beitrag zur 
Entwicklung des Lincoln-Quartiers und freut sich auf die Weiterentwicklung und 
Realisierung des Projektes. 
 
Votum 
 
gez. Rebekka Junge

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt Grafenstraße 33/35 
 
Aufstockung eines Bestandsgebäudes  
 
 
 
 
 
 
  
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
24. Sitzung – 08.11.2019

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.11.2019 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Eisele Staniek Architekten, Darmstadt 
 
Bauherr 
Baumüller&Weiker GbR, Darmstadt 
 
Beschreibung 
In zentraler Lage der Grafenstraße wird eine Nachverdichtung der bestehenden Bau-
struktur durch Ausbau des Daches zu Wohnzwecken vorgeschlagen. Die Grafenstraße 
ist eine lebendige Straße mit hohem Geschäftsbesatz und Gastronomieangebot. Sie 
ist Teil des Sanierungsgebietes „Westliche Innenstadt – Mollerstadt“, welches seit 
2005 in Kraft ist. Die Umgestaltung der Straße und die Aufwertung des Straßen-
raums, der auch  zum Aufenthalt dienen soll, sind Teil der Maßnahmen.  
 
Der zur Nachverdichtung vorgeschlagene Baukörper liegt gut sichtbar an der Ecke 
Grafenstraße / Adelungstraße. Das Erdgeschoss wird durch Gastronomie und Gewer-
be genutzt, die von der guten Lage profitieren. Besonders die Gastronomie nutzt den 
Straßenraum aktiv für Außenbestuhlung. In den Obergeschossen befinden sich Woh-
nungen. Diese sind dauerhaft vermietet.  
 
Der vorliegende Entwurf schlägt vor, das bestehende Dach zugunsten von zwei neuen 
Dachgeschossen zu ersetzen. Diese sollen als Wohnraum genutzt werden. Der Entwurf 
nimmt die Fristhöhe des Nachbargebäudes in der Grafenstraße auf. Für die Belich-
tung werden auskragende Gauben vorgeschlagen. Des Weiteren werden die Fassaden 
und die Bestandswohnungen überarbeitet sowie ein Aufzug im Innenhof ergänzt.  
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die behutsame Nachverdichtung der bestehenden Bau-
substanz und die Qualifizierung des Erscheinungsbildes. Dringend benötigter Wohn-
raum kann so in zentraler Lage, aber städtebaulich verträglich realisiert werden.  
Auch der Wunsch, die aktuelle Mieterschaft zu halten und deren Wohnungen nach 
dem Umbau zu adäquaten Mietpreisen zu vermieten wird sehr gewürdigt.  
Im vorliegenden Entwurf werden einige Aspekte kritisch diskutiert und für eine Über-
prüfung durch den Architekten empfohlen. 
Das Erscheinungsbild des Daches wird als sehr dominant eingestuft. Insbesondere die 
markant auskragenden Gauben werden kritisch gesehen. Diese sind nicht nur in Be-
zug auf das Erscheinungsbild prägend, sondern beschränken auch die existierenden 
Straßenbäume in ihrem notwendigen Raumbedarf und sind deshalb zu überprüfen. 
Eine gestalterische Überlagerung des bestehenden Daches mit dem vorgeschlagenen 
Dach wäre für eine Diskussion sehr hilfreich.  
Die vorgeschlagene dunkelgraue Farbigkeit der Fassade wird als zu dunkel empfun-
den. Die Orientierung an der Nachbarbebauung der Grafenstraße wird nicht empfoh-
len, vielmehr wird  das Austesten hellerer Fassadentöne angeregt. Im Umfeld sind

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.11.2019 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
hierzu bereits Projekte entstanden, die als Referenz dienen können. Es wird vorge-
schlagen weitere Fassadenfarben zu testen und darzustellen.  
Die Erscheinungsqualität der Gastronomieeinheit an der Ecke Grafenstraße / Adelung-
straße sollte Anhaltspunkt für die Qualität der gesamten Erdgeschosszone sein. Diese 
bleibt momentan noch in den anderen Gewerbeeinheiten zurück. Die gesamte Um-
baumaßnahme könnte Anlass sein, eine entsprechende Impulswirkung zu initiieren.  
Es wird empfohlen, die Gestaltqualität des neuen Aufzugs im Innenhof noch weiter zu 
verbessern. Dieser könnte durch eine Begrünung an Qualität gewinnen und sollte zu-
sammen mit einer Qualifizierung des Innenhofs weiter entwickelt werden.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung   
Insgesamt würdigt und begrüßt der Gestaltungsbeirat den Vorschlag zur behutsamen 
Nachverdichtung und Qualifizierung der Erscheinungsqualität.  
Der Beirat empfiehlt, den vorliegenden Entwurf auf die Anmerkungen hin zu prüfen 
und weiterzuentwickeln. Eine Wiedervorstellung des Projekts wird empfohlen.  
 
Votum  
gez.  Martina Baum

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt:  
 
Neues Wohnen in der Postsiedlung,  
Darmstadt Heinestrasse 
Konzept zur Nachverdichtung 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
24. Sitzung – 08.11.2019

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.11.2019 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
VONOVIA, Bochum 
 
Bauherr 
VONOVIA, Bochum 
 
Beschreibung 
Die sogenannte Postsiedlung an der Heinestraße in Darmstadt wird durch eine hete-
rogene Bebauung überwiegend aus den 1950er und 1960er Jahren geprägt. Entlang 
der Heinestraße stehen sich 5-6 geschossige Zeilenbauten in gefächerter Anordnung 
und eine Doppelhauszeile unmittelbar gegenüber. 
Seitens des Eigentümers, der VONOVIA, besteht die Absicht, die Zeilenbausiedlung 
durch Neubauten in den Gebäudezwischenräumen nachzuverdichten.  
Das Projekt ist in 4 verschiedenen Varianten untersucht worden, wobei insbesondere 
auch die baurechtliche Situation betrachtet wurde. Die Varianten unterscheiden sich 
hinsichtlich der Anordnung der einzelnen Neubauten; in allen Varianten ist aber die 
Einordnung neuer Häuser mit 4-5 Geschossen ohne signifikante Überschreitungen der 
Abstandsflächen möglich. In allen Varianten erfolgt ein Eingriff in den Baumbestand.  
Zur Deckung des neu entstehenden bzw. veränderten Stellplatzbedarfes werden ver-
schiedene Lösungsansätze untersucht. Der Stellplatznachweis kann je nach Variante 
entweder in ebenerdiger Anordnung oder in einem neuen Parkdeck am südlichen Ende 
des Grundstücks erfüllt werden. 
 
An der Maßnahme besteht offensichtlich ein starkes Interesse der unmittelbaren An-
wohnerschaft, weil durch die geplante Nachverdichtung eine erhebliche Veränderung 
des Quartierscharakters zu erwarten ist. Es werden deshalb zahlreiche Fragen gestellt 
und Bedenken geäußert: 
 
- Der Baumbestand wird sehr geschätzt und soll nach Möglichkeit nicht beein-
trächtigt werden. 
- Die neue Bebauung könnte die Durchströmung des Quartiers mit Frischluft be-
einträchtigen. 
- Die Stellplätze könnten bei Nachverdichtung zu knapp werden. 
- Die Infrastruktur des Quartiers kommt an die Kapazitätsgrenzen. 
 
Die meisten der vorgetragenen Belange sind ohnehin im Rahmen des weiteren Verfah-
rens zu prüfen und abzuwägen. Seitens der VONOVIA werden die bisherigen Überle-
gungen im Detail vorgestellt und auf die geäußerten Bedenken reagiert. 
Insbesondere wird betont, dass die Nachverdichtung letztlich als notwendige Reaktion 
auf den demografischen Wandel zu verstehen sei und ein höherer Bedarf an zentral 
gelegenen Wohnungen festzustellen sei.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.11.2019 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Im Postquartier sei auch nach der Nachverdichtung noch eine sehr geringe Dichte im 
Vergleich zu anderen Stadtvierteln zu erwarten. Insgesamt sei lediglich mit einem Zu-
zug von etwa 150 Personen zu rechnen. Eine Überbeanspruchung bestehender Kapa-
zitäten sei nicht zu erwarten. 
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die umfassende Bearbeitung der Thematik sehr und 
nimmt zur Kenntnis, dass es seitens des Eigentümers noch keine vorgefasste Präfe-
renz für einen der Lösungsansätze gibt. 
Ausgehend von den städtebaulichen Prinzipien aus den Varianten 1.1. und 2 wird an-
geregt zu untersuchen, ob eine Änderung der Ausrichtung der neuen Zwischenbauten 
eine stärkere städtebauliche Gesamtfigur erzeugen kann.  
Die Giebelwände der Neubauten wären in diesem Fall parallel zur Straße und direkt 
an der Straße aufgereiht. Die neuen Baukörper wären als Elemente der Nachverdich-
tung deutlich erkennbar und leicht „verdreht“ zu den Bestandsgebäuden ausgerichtet. 
Eine solche Anordnung lässt interessante Raumbildungen erwarten und kann eine 
bessere Rücksichtnahme auf den Baumbestand ermöglichen. Die giebelständigen 
Neubauten erhielten außerdem eine eigene Adresse an der Heinestraße. 
Der Umgang mit den Abstandsflächen sollte im Zusammenhang mit der erzielbaren 
neuen stadträumlichen Qualität untersucht werden. 
Der Vorschlag, ein Parkdeck hinter der Tankstelle an der Rüdesheimer Straße vorzu-
sehen wird begrüßt.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung   
Insgesamt wird empfohlen, die weiteren Bearbeitungsschritte erneut im Gestaltungs-
beirat zur Diskussion zu stellen. 
 
Votum  
gez.  Thomas Knerer

anlage 2

3108 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
17.12.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0400 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
6 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 24. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 06.12.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Das Protokoll der 24. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Protokoll 24. Sitzung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 15.01.2020 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.12.2019  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2019/ 0076 vom 28.02.2019 wurde die Neu besetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtverordnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 24. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 08.11.2019 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter der 
politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die Geschäftsstelle 
teil. 
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Barbara 
Boczek und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher, die 
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im Plenum.  
 
Dann wurde von Frau Dr. Boczek die neue Broschüre „Gestaltungsbe irat Darmstadt, 
Ausgewählte Projekte 2012-2018“ vorgestellt. 
 
Im Anschluss wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Heinestraße 41 – 59 (unger.)/ 
Rüdesheimer Straße 110/112 (Nachverdichtung 50er Jahre Zeilenbebauung), Baufeld N 
1.1/N 1.2 Lincoln-Siedlung, Ecke Noackstraße/ Heidelberger Straße (Neubau Wohngebäude) 
und Grafenstraße 33/35 (Aufstockung Wohn - und Geschäftshaus) durch die jeweiligen 
Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch 
die Beiratsmitglieder und die zahlreich erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.  
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anlieg enden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
Darmstadt, den 06.12.2019 
 
 
Die Dezernentin III 
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Dezernentin

Beratungsverlauf (1)

TOP 6

Orte (7)

  • Heinestraße 41
  • Rüdesheimer Straße 110
  • Heidelberger Straße
  • Grafenstraße 33
  • Rheinstraße 67
  • Adelungstraße
  • Noackstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2019/0400
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.12.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00