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2023/0188

Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs- und Begegnungsort

Magistratsvorlage 24.05.2023

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238 Zeichen

Punkt 8: Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs- 
und Begegnungsort 
 (V-Nr. 2023/0188) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.

anlage 2

246 Zeichen

Punkt 6: Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs- 
und Begegnungsort 
 (V-Nr. 2023/0188) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bildung und Schule der Stadtverord -
netenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

anlage 5

213 Zeichen

Punkt 15: Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs- 
und Begegnungsort 
 (V-Nr. 2023/0188) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: Stadtv. Klett und 1 Stimme aus AfD

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281 Zeichen

Punkt 3: Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs- 
und Begegnungsort 
 (V-Nr. 2023/0188) 
 
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Digitalisierung 
empfiehlt einstimmig der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.

2023/0188

11925 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
21.06.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Dezernat V 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0188 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 271080 
Kostenstelle:  043-000-7001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  2710-82 Sachkonto:       
 
Betreff: Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs - und 
Begegnungsort   
 
Vorlage vom: 24.05.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Volkshochschule, Stadtbibliothek und Bildungsmanagement werden damit beauftragt, ein 
Konzept für ein neues, modernes Bildungszentrum für Erwachsenenbildung in der Innen-
stadt zu entwickeln. Das Konzept formuliert dabei sowohl räumliche und sächliche Bedarfe  
als auch die inhaltliche Neuausrichtung des Lern - und Begegnungsortes  der Wissenschaft s-
stadt Darmstadt . Aus Bürger*innensicht entsteht ein modernes Bildungsangebot aus einer 
Hand, das gleichermaßen Lern -, Begegnungs-, Lese- und Experimentierraum ist.  
 
2. Im Zuge der Konzeptentwicklung , ist ein Vorschlag für einen Namen des neuen Bildung s-
zentrums zu erarbeiten.  
 
3. Zur Unterstützung der Erstellung des Konzeptes wird ein externes Beratungsinstitut mit der 
Prozessbegleitung und Prozessmoderation angestrebt.

- 2 - 
4. Die Finanzierung des  Konzeptes und dessen Erprobung erfolgt über die Beantragung von 
Fördermitteln.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.05.2023 
 
 
Stadtbibliothek und Volkshochschule sind zentrale Akteure der Darmstädter Bildungslan d-
schaft mit einer langen Tradition und einem klaren gesetzlichen Auftrag gemäß hessischem 
Weiterbildungsgesetz (HWBG) bzw. hessischem Bibliotheksgesetz (HessBiblG). Als städtische 
Ämter sind sie relevante Akteure für Leseförderung für Menschen jeden Alters, die Bereitste l-
lung von vielfältigen Bildungsangeboten und das Schaffen von Teilhabemöglichkeiten an diesen 
Angeboten – und somit ein relevanter Hebel kommunaler Bildungspolitik, insbesondere mit 
Blick auf Erwachsene. Grundbildung und Sprachförderung, aber auch politische Bildung spi e-
len hier neben vielen anderen Themen eine besondere Rolle.  
 
Damit die Angebote von Stadtbibliothek und Volkshochschule auch zukünftig neben de n 
Stammnutzer*innen eine breite Bürgerschaft ansprechen, müssen sich die Einrichtungen in 
der vielfältigen Darmstädter Bildungslandschaft positionieren, ihr Profil schärfen und neben 
bewährten Angeboten, weitere zeitgemäße, attraktive Angebote entwickeln. Hierbei gilt es , die 
den Institutionen zur Verfügung stehenden Gestaltungsspielräume geschickt zu nutzen. Die 
gemeinsame Verortung der beiden Einrichtungen in der Innenstadt bietet dafür – bislang weit-
gehend ungenutzte – Potentiale für Synergieeffekte, die auch für weitere Vereinigungen und der 
Vielfalt von ehrenamtlichem Engagement von Nutzen sein können. 
 
Diese Synergien gilt es nun zu nutzen und dabei nicht auf der Ebene von Kooperationsproje k-
ten stehen zu bleiben, sondern auch mit Blick auf die anstehende Umsetzung des Entwick-
lungskonzepts Innenstadt ganz neu zu denken. Hierbei gilt es sowohl bestehende, erfolgreiche 
Konzepte zu berücksichtigen, als auch, innovative und attraktive Lernformen, Lern- und Aus-
tauschgelegenheiten zu entwickeln. Entstehen soll dabei ein moderner, inspirierender Bil-
dungs- und Begegnungsort, der durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten Menschen mit 
unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Lernen, Entdecken, Experimentieren, Austauschen, 
Lesen und Kreativ werden gleichermaßen anspricht. Das neue Bildungszentrum ist ein nied-
rigschwellig zugänglicher Ort, der durch eine hohe Aufenthaltsqualität zum Bleiben einlädt und 
Spaß an Bildung fördert. Er wird somit zum sogenannten dritten Ort. Es werden sowohl die 
Unterschiedlichkeit von Bildungszugängen (z. B. allein vs. in der Gruppe, mit einem Buch vs. 
im Gespräch vs. beim Tun vs. im Kurs), als auch unterschiedliche Bildungserfahrungen und 
Bildungsziele berücksichtigt. Bildung in der digitalen Welt, Wissensaustausch und Möglichke i-
ten zur Freizeitgestaltung sind hier ebenso zu finden, wie klassische Kursformate der Volks-
hochschule, die Medienausleihe, die Mediennutzung vor Ort und Bildungsberatung.  
 
Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, braucht es räumliche, sachliche und konzeptione l-
le Voraussetzungen. Räumlich bedeutet dies ein (medien-)pädagogisches Raumkonzept, das 
beispielsweise Besprechungsräume, Einzelarbeitsplätze, Medienflächen, Leseplätze, Veransta l-
tungsflächen, Aufenthaltsräume und gastronomische Flächen (Lesecafé o. ä.) beinhaltet. Sach-
lich braucht es neben bestehenden Medien auch weitere zeitgemäße (u. a. technische) Ausstat-
tung für beispielsweise einen Makerspace, eine Bibliothek der Dinge aber auch Aufenthaltsqu a-
lität und Wohlfühlatmosphäre. Konzeptionell gilt es die unterschiedlichen Bedürfnisse zu anti-
zipieren, ein modernes Bildungsverständnis zu entwickeln und bei allen Beteiligten zu etabli e-
ren sowie Synergien zu identifizieren. Letzteres bezieht sich nicht nur auf die beiden Einric h-
tungen Stadtbibliothek und Volkshochschule. Vielmehr gilt es zu prüfen, welche weiteren Ein-
richtungen und Akteure von einem solchen Ort profitieren und ihn bereichern können. Naheli e-
gend scheint beispielsweise eine Verknüpfung mit dem digitalen Stadtlabor, aber auch die I n-
tegration weiterer Einrichtungen ist im Zuge der Konzeptentwicklung unter der Berücksichti-
gung der zur Verfügung stehenden Fläche zu prüfen. Insbesondere ist auch zu prüfen, inwi e-
weit die Wissenschaftsstadt Darmstadt ihrem Namen nach auch die Möglichkeit bietet, den

- 4 - 
rund 30 ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen und Institutionen hierin ein „Schaufens-
ter der Wissenschaft“ flexibel und temporär zu nutzen. 
 
Bereits entstandene Projektideen im Innenstadtentwicklungskonzept wie z. B. das „Mittendrin-
Haus“ können als Grundlage für das nun konkret zu erarbeitende Konzept dienen. 
 
Darmstadt muss bei der Entwicklung seines Bildungszentrums seinen eigenen Weg finden und 
dabei die spezifische Bildungslandschaft vor Ort berücksichtigen und dennoch das Rad nicht 
gänzlich neu erfinden. In den letzten Jahren wurden an vielen Orten ganz unterschiedliche We-
ge gegangen, Bildungsorte neu zu denken und zu gestalten. Diese gilt es bei der Entwicklung 
des Darmstädter Bildungszentrums zu beachten und zu analysieren, um Good-Practice-Anteile 
in das eigene Konzept aufzunehmen. Entsprechende Ansätze können beispielsweise in Bochum 
(Haus des Wissens https://www.bochum.de/Haus-des-Wissens), Helsinki (Oodi 
https://www.oodihelsinki.fi/en/), Paderborn (Bibliothek des Jahres 2021 
https://www.bibliothek.live/), Ulm (Stadtbibliothek https://stadtbibliothek.ulm.de/) oder Ha-
nau (Kulturforum https://www.kulturforum-hanau.de/) gefunden und nach gründlicher Prüfung 
möglicherweise in Teilen adaptiert werden.  
 
Gute Voraussetzungen für das Vorhaben bietet nicht nur die Verortung von Stadtbibliothek und 
Volkshochschule in einem Haus, sondern auch eine zentrale Lage in der Innenstadt. Das Bi l-
dungszentrum profitiert von deren guter Erreichbarkeit und kann neben Wirtschaft, Handel und 
Tourismus selbst als Frequenzbringer für die Innenstadt fungieren. Eine enge Abstimmung mit 
der Steuerungsgruppe Innenstadtentwicklung wird dabei gewährleistet, damit die Stärkung der 
Innenstadt aus vielerlei Interessenlagen gesichert ist. Neben dem Bildungs- und Begegnungs-
zentrum in der Innenstadt haben sowohl Stadtbibliothek als auch Volkshochschule Außenstel-
len bzw. Angebote an unterschiedlichen Orten. Dies gilt es bei der Konzeptentwicklung in g e-
eigneter Weise zu berücksichtigen.  
 
Die Partizipation der Mitarbeitenden von Stadtbibliothek und Volkshochschule ist bei der Kon-
zeptentwicklung von besonderer Bedeutung. Zum einen bündeln sie Fachkompetenz und kö n-
nen in der multiprofessionellen Zusammenarbeit wichtige Impulse für zukünftige das Bildungs-
zentrum beisteuerten. Zum anderen werden die Beschäftigten in Zukunft das gemeinsam er-
stellte Konzept in die Praxis umsetzen und sind damit sehr wichtig für den Erfolg des Proje k-
tes. 
 
Das neue Konzept soll sich auch in einem neuen Namen widerspiegeln. Dieser soll sichtbar 
machen, dass es sich um einen neuen, über eine reine Addition der bestehenden Einheiten 
hinausgehenden, attraktiven Bildungs- und Begegnungsort handelt. Über die reine Benennung 
hinaus gilt es gleichermaßen eine Marke für das neue Bildungszentrum zu entwickeln. Diese 
erhöht zum einen die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem neuen Konzept und dient zu-
dem der Kommunikation nach außen im Sinne einer Öffentlichkeitsarbeit unter einem Dach 
sowie der Entwicklung eines neuen Images. Die Durchführung öffentlichkeitswirksamer Vera n-
staltungen dient dabei gleichermaßen der Etablierung der Marke als auch der Belebung des 
Bildungsortes.  
 
Die Finanzierung der Konzeptentwicklung soll zum maßgeblichen Teil durch Fördergelder e r-
folgen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit als eine von der GALERIA-Schließung betroffene 
Kommune einen Änderungsantrag zum ZIZ-Förderprogramm zu stellen, dem Bundesprogramm 
Zukunft Innenstädte und Zentren, im Rahmen dessen Darmstadt eine Zuwendung von Bu n-
desmitteln in Höhe von rund 2,9 Mio. Euro beschieden wurde. Der Fördermittelgeb er möchte 
damit betroffenen Kommunen ermöglichen, auf die mit der Schließung verbundenen besond e-
ren Herausforderungen für die Innenstadt zu reagieren. Dabei können sowohl bereits bewilligte

- 5 - 
Fördermittel umgeschichtet als auch zusätzliche Fördermittel beantragt werden. Vorausset-
zung für zusätzliche Fördermittel ist allerdings, dass die Kommune den Eigenanteil für die z u-
sätzlichen Fördermittel bereitstellt. Ein neues, in der Innenstadt verortetes, Bildungszentrum 
könnte Gegenstand eines Änderungsantrags sein. Dabei müsste allerdings der vom Fördermit-
telgeber vorgegebene Zeithorizont beachtet werden, nach dem zusätzlich zu beantragende 
Mittel in 2023 und 2024 verausgabt werden müssen. 
 
Das Land Hessen fördert jedes Jahr öffentliche Bibliotheken mit Landesmittel in Höhe von 1,25  
Mio. Euro über die hessische Fachstelle für öffentliche Bibliotheken.  
 
Die hessische Fachstelle für öffentliche Bibliotheken leistet grundsätzliche fachliche Beratung 
für förderungswürdiger Maßnahmen (Bau und Einrichtung, EDV, Bestandsergänzung) und zu-
dem Beratung bei der Projekterarbeitung und –durchführung. 
 
Zur Anschubfinanzierung werden bei der VHS und der Stadtbibliothek jeweils 25.000 € für den 
Haushalt 2024 eingeplant. 
 
Ein solch komplexes Vorhaben kann nicht allein aus den bestehenden Institutionen bewältigt 
werden. Zur Strukturierung des Prozesses, Moderation und Dokumentation von Veranstaltu n-
gen sowie dem Zusammenführen von Partizipationsergebnissen, braucht es eine professionelle 
Unterstützung in der Prozessbegleitung. Zudem definieren die Institutionen feste Ansprechper-
sonen für den Prozess. Ausgehend von der Vorstellung der Vision bis hin zum fertigen Konzept 
wird ein Zeitraum von zwei Jahren veranschlagt. Im Zuge der Konzeptentwicklung ist zu pr ü-
fen, ob und wie sich die inhaltliche Neukonzeption auch auf organisatorischer Ebene auswirkt.  
 
 
Darmstadt, 24.05.2023 
 
Dezernat I    Dezernat IV    Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch   André Schellenberg   Holger Klötzner 
Oberbürgermeister   Stadtkämmerer   Stadtrat

anlage 1

11921 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
21.06.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Dezernat V 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 
IV 
V 40 43 46 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0188 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
287 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 271080 
Kostenstelle:  043-000-7001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  2710-82 Sachkonto:       
 
Betreff: Bildungszentrum Innenstadt - Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs- und 
Begegnungsort  
 
Vorlage vom: 24.05.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Volkshochschule, Stadtbibliothek und Bildungsmanagement werden damit beauftragt, ein 
Konzept für ein neues, modernes Bildungszentrum für Erwachsenenbildung in der 
Innenstadt zu entwickeln. Das Konzept formuliert dabei sowohl räumliche und sächliche 
Bedarfe als auch die inhaltliche Neuausrichtung des Lern - und Begegnungsortes  der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt . Aus Bürger*innensicht entsteht ein modernes 
Bildungsangebot aus einer Ha nd, das gleichermaßen Lern -, Begegnungs-, Lese- und 
Experimentierraum ist.  
 
2. Im Zuge der Konzeptentwicklung , ist ein Vorschlag für einen Namen des neuen 
Bildungszentrums zu erarbeiten.

- 3 - 
3. Zur Unterstützung der Erstellung des Konzeptes wird ein externes Beratungsinstitut mit der 
Prozessbegleitung und Prozessmoderation angestrebt. 
 
4. Die Finanzierung des Konzeptes und dessen Erprobung erfolgt über die Beantragung von 
Fördermitteln.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 28.06.2023 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.05.2023 
 
 
Stadtbibliothek und Volkshochschule sind zentrale Akteure der Darmstädter 
Bildungslandschaft mit einer langen Tradition und einem klaren gesetzlichen Auftrag gemäß 
hessischem Weiterbildungsgesetz (HWBG) bzw. hessischem Bibliotheksgesetz (HessBiblG). Als 
städtische Ämter sind sie relevante Akteure für Leseförderung für Menschen jeden Alters, die 
Bereitstellung von vielfältigen Bildungsangeboten und das Schaffen von Teilhabemöglichkeiten 
an diesen Angeboten – und somit ein relevanter Hebel kommunaler Bildungspolitik, 
insbesondere mit Blick auf Erwachsene. Grundbildung und Sprachförderung, aber auch 
politische Bildung spielen hier neben vielen anderen Themen eine besondere Rolle.  
 
Damit die Angebote von Stadtbibliothek und Volkshochschule auch zukünftig neben den 
Stammnutzer*innen eine breite Bürgerschaft ansprechen, müssen sich die Einrichtungen in der 
vielfältigen Darmstädter Bildungslandschaft positionieren, ihr Profil schärfen und neben 
bewährten Angeboten, weitere zeitgemäße, attraktive Angebote entwickeln. Hierbei gilt es, die 
den Institutionen zur Verfügung stehenden Gestaltungsspielräume geschickt zu nutzen. Die 
gemeinsame Verortung der beiden Einrichtungen in der Innenstadt bietet dafür – bislang 
weitgehend ungenutzte – Potentiale für Synergieeffekte, die auch für weitere Vereinigungen und 
der Vielfalt von ehrenamtlichem Engagement von Nutzen sein können. 
 
Diese Synergien gilt es nun zu nutzen und dabei nicht auf der Ebene von 
Kooperationsprojekten stehen zu bleiben, sondern auch mit Blick auf die anstehende 
Umsetzung des Entwicklungskonzepts Innenstadt ganz neu zu denken. Hierbei gilt es sowohl 
bestehende, erfolgreiche Konzepte zu berücksichtigen, als auch, innovative und attraktive 
Lernformen, Lern- und Austauschgelegenheiten zu entwickeln. Entstehen soll dabei ein 
moderner, inspirierender Bildungs- und Begegnungsort, der durch seine flexiblen 
Nutzungsmöglichkeiten Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Lernen, 
Entdecken, Experimentieren, Austauschen, Lesen und Kreativ werden gleichermaßen anspricht. 
Das neue Bildungszentrum ist ein niedrigschwellig zugänglicher Ort, der durch eine hohe 
Aufenthaltsqualität zum Bleiben einlädt und Spaß an Bildung fördert. Er wird somit zum 
sogenannten dritten Ort. Es werden sowohl die Unterschiedlichkeit von Bildungszugängen (z. 
B. allein vs. in der Gruppe, mit einem Buch vs. im Gespräch vs. beim Tun vs. im Kurs), als 
auch unterschiedliche Bildungserfahrungen und Bildungsziele berücksichtigt. Bildung in der 
digitalen Welt, Wissensaustausch und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind hier ebenso zu 
finden, wie klassische Kursformate der Volkshochschule, die Medienausleihe, die 
Mediennutzung vor Ort und Bildungsberatung.  
 
Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, braucht es räumliche, sachliche und 
konzeptionelle Voraussetzungen. Räumlich bedeutet dies ein (medien-)pädagogisches 
Raumkonzept, das beispielsweise Besprechungsräume, Einzelarbeitsplätze, Med ienflächen, 
Leseplätze, Veranstaltungsflächen, Aufenthaltsräume und gastronomische Flächen (Lesecafé o. 
ä.) beinhaltet. Sachlich braucht es neben bestehenden Medien auch weitere zeitgemäße (u. a. 
technische) Ausstattung für beispielsweise einen Makerspace, eine Bibliothek der Dinge aber 
auch Aufenthaltsqualität und Wohlfühlatmosphäre. Konzeptionell gilt es die unterschiedlichen 
Bedürfnisse zu antizipieren, ein modernes Bildungsverständnis zu entwickeln und bei allen 
Beteiligten zu etablieren sowie Synergien zu identifizieren. Letzteres bezieht sich nicht nur auf 
die beiden Einrichtungen Stadtbibliothek und Volkshochschule. Vielmehr gilt es zu prüfen, 
welche weiteren Einrichtungen und Akteure von einem solchen Ort profitieren und ihn 
bereichern können. Naheliegend scheint beispielsweise eine Verknüpfung mit dem digitalen 
Stadtlabor, aber auch die Integration weiterer Einrichtungen ist im Zuge der

- 5 - 
Konzeptentwicklung unter der Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Fläche zu prüfen. 
Insbesondere ist auch zu prüfen, inwieweit die Wissenschaftsstadt Darmstadt ihrem Namen 
nach auch die Möglichkeit bietet, den rund 30 ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen 
und Institutionen hierin ein „Schaufenster der Wissenschaft“ flexibel und temporär zu nutzen.  
 
Bereits entstandene Projektideen im Innenstadtentwicklungskonzept wie z. B. das „Mittendrin -
Haus“ können als Grundlage für das nun konkret zu erarbeitende Konzept dienen.  
 
Darmstadt muss bei der Entwicklung seines Bildungszentrums seinen eigenen Weg finden und 
dabei die spezifische Bildungslandschaft vor Ort berücksichtigen und dennoch das Rad nicht 
gänzlich neu erfinden. In den letzten Jahren wurden an vielen Orten ganz unterschiedliche 
Wege gegangen, Bildungsorte neu zu denken und zu gestalten. Diese gilt es bei der 
Entwicklung des Darmstädter Bildungszentrums zu beachten und zu analysieren, um Good -
Practice-Anteile in das eigene Konzept aufzunehmen. Entsprechende Ansätze können 
beispielsweise in Bochum (Haus des Wissens https://www.bochum.de/Haus-des-Wissens), 
Helsinki (Oodi https://www.oodihelsinki.fi/en/), Paderborn (Bibliothek des Jahres 2021 
https://www.bibliothek.live/), Ulm (Stadtbibliothek https://stadtbibliothek.ulm.de/) oder 
Hanau (Kulturforum https://www.kulturforum-hanau.de/) gefunden und nach gründlicher 
Prüfung möglicherweise in Teilen adaptiert werden.  
 
Gute Voraussetzungen für das Vorhaben bietet nicht nur die Verortung von Stadtbibliothek und 
Volkshochschule in einem Haus, sondern auch eine zentrale Lage in der Innenstadt. Das 
Bildungszentrum profitiert von deren guter Erreichbarkeit und kann neben Wirtschaft, Handel 
und Tourismus selbst als Frequenzbringer für die Innenstadt fungieren. Eine enge Abstimmung 
mit der Steuerungsgruppe Innenstadtentwicklung wird dabei gewährleistet, damit die Stärkung  
der Innenstadt aus vielerlei Interessenlagen gesichert ist. Neben dem Bildungs- und 
Begegnungszentrum in der Innenstadt haben sowohl Stadtbibliothek als auch Volkshochschule 
Außenstellen bzw. Angebote an unterschiedlichen Orten. Dies gilt es bei der 
Konzeptentwicklung in geeigneter Weise zu berücksichtigen.  
 
Die Partizipation der Mitarbeitenden von Stadtbibliothek und Volkshochschule ist bei der 
Konzeptentwicklung von besonderer Bedeutung. Zum einen bündeln sie Fachkompetenz und 
können in der multiprofessionellen Zusammenarbeit wichtige Impulse für zukünftige das 
Bildungszentrum beisteuerten. Zum anderen werden die Beschäftigten in Zukunft das 
gemeinsam erstellte Konzept in die Praxis umsetzen und sind damit sehr wichtig für den Erfolg 
des Projektes. 
 
Das neue Konzept soll sich auch in einem neuen Namen widerspiegeln. Dieser soll sichtbar 
machen, dass es sich um einen neuen, über eine reine Addition der bestehenden Einheiten 
hinausgehenden, attraktiven Bildungs- und Begegnungsort handelt. Über die reine Benennung 
hinaus gilt es gleichermaßen eine Marke für das neue Bildungszentrum zu entwickeln. Diese 
erhöht zum einen die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem neuen Konzept und dient 
zudem der Kommunikation nach außen im Sinne einer Öffentlichkeitsarbeit unter einem Dach 
sowie der Entwicklung eines neuen Images. Die Durchführung öffentlichkeitswirksamer 
Veranstaltungen dient dabei gleichermaßen der Etablierung der Marke als auch der Belebung 
des Bildungsortes.  
 
Die Finanzierung der Konzeptentwicklung soll zum maßgeblichen Teil durch Fördergelder 
erfolgen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit als eine von der GALERIA-Schließung 
betroffene Kommune einen Änderungsantrag zum ZIZ-Förderprogramm zu stellen, dem 
Bundesprogramm Zukunft Innenstädte und Zentren, im Rahmen dessen Darmstadt eine

Zuwendung von Bundesmitteln in Höhe von rund 2,9 Mio. Euro beschieden wurde. Der 
Fördermittelgeber möchte damit betroffenen Kommunen ermöglichen, auf die mit der 
Schließung verbundenen besonderen Herausforderungen für die Innenstadt zu reagieren. Dabei 
können sowohl bereits bewilligte Fördermittel umgeschichtet als auch zusätzliche Fördermittel 
beantragt werden. Voraussetzung für zusätzliche Fördermittel ist allerdings, dass die 
Kommune den Eigenanteil für die zusätzlichen Fördermittel bereitstellt. Ein neues, in der 
Innenstadt verortetes, Bildungszentrum könnte Gegenstand eines Änderungsantrags sein. 
Dabei müsste allerdings der vom Fördermittelgeber vorgegebene Zeithorizont beachtet werden, 
nach dem zusätzlich zu beantragende Mittel in 2023 und 2024 verausgabt werden müssen. 
 
Das Land Hessen fördert jedes Jahr öffentliche Bibliotheken mit Landesmittel in Höhe von 1,25  
Mio. Euro über die hessische Fachstelle für öffentliche Bibliotheken.  
 
Die hessische Fachstelle für öffentliche Bibliotheken leistet grundsätzliche fachliche Beratung 
für förderungswürdiger Maßnahmen (Bau und Einrichtung, EDV, Bestandsergänzung) und 
zudem Beratung bei der Projekterarbeitung und –durchführung. 
 
Zur Anschubfinanzierung werden bei der VHS und der Stadtbibliothek jeweils 25.000 € für den 
Haushalt 2024 eingeplant. 
 
Ein solch komplexes Vorhaben kann nicht allein aus den bestehenden Institutionen bewältigt 
werden. Zur Strukturierung des Prozesses, Moderation und Dokumentation von 
Veranstaltungen sowie dem Zusammenführen von Partizipationsergebnissen, braucht es eine 
professionelle Unterstützung in der Prozessbegleitung. Zudem definieren die Institutionen feste 
Ansprechpersonen für den Prozess. Ausgehend von der Vorstellung der Vision bis hin zum 
fertigen Konzept wird ein Zeitraum von zwei Jahren veranschlagt. Im Zuge der 
Konzeptentwicklung ist zu prüfen, ob und wie sich die inhaltliche Neukonzeption auch auf 
organisatorischer Ebene auswirkt.  
 
 
Darmstadt, 24.05.2023 
 
Dezernat I    Dezernat IV    Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch   André Schellenberg   Holger Klötzner 
Oberbürgermeister   Stadtkämmerer   Stadtrat

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Details

Vorlagen-Nr.
2023/0188
Typ
Magistratsvorlage
Datum
24.05.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00