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Bewerbung der Stadt Bonn für das Netzwerk „Lernende Städte“ (Learning Cities) der UNESCO

Beschlussvorlage 200210 vom 16.04.2020

Stand: Am 05.03.2020 im Ausschuss für Internationales und Wissenschaft ungeändert beschlossen.

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    Beschlussvorlage öffentlich 200210 Der Oberbürgermeister —— Federführung: 02 Amt für Internationals und globale Nachhaltigkeit Dezernat: Dez. OB Bewerbung der Stadt Bonn für das Netzwerk „Lernende Städte“ (Learning Cities) der UNESCO Beratungsfolge Ausschuss für Internationales und Wissenschaft 05.03.2020 Empfehlung Rat Entscheidung Beschlussvorschlag Die Stadt Bonn bewirbt sich für den Beitritt zum Netzwerk „Lernende Städte“ (Learning Cities) des Bildungsprogramms der Vereinten Nationen (UNESCO). Begründung Aufgrund der Bewerbungsfrist für das Netzwerk "Lernende Städte" (Learning Cities) des Bildungsprogramms der Vereinten Nationen (UNESCO), die am 30.04.2020 endet, und der Tatsache, dass wegen des Corona-Virus die Sitzung des Schulausschusses am 25.03.2020 ausgesetzt wurde, kann vor dem Beschluss des Hauptausschusses keine Empfehlung des Schulausschusses eingeholt werden. Im Nachgang wird der Schulausschuss über den Beschluss informiert. Die Agenda 2030 weist der Bildung eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Entwicklung zu. Zudem erkennt sie die immer größer werdende Bedeutung von Städten an, in denen im Jahr 2050 die Mehrheit der Menschen leben wird. Um die beiden Ziele zusammenzubringen, hat Lernen einen großen Stellenwert. Von frühkindlicher Bildung über Sekundarbildung bis zur Weiterbildung und non-formalen Bildung – alle Bewohner von Städten sollen die Möglichkeit haben, lebenslang zu lernen. Insbesondere sozial Benachteiligte sollen eine Zukunftsperspektive durch Bildung erhalten. Dabei geht es keinesfalls ausschließlich um institutionelle, staatlich organisierte Bildungsangebote, sondern auch um gerade auch um solche, die in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und Wirtschaft durchgeführt werden. Die Stadt selber soll ein lernender Organismus sein mit demokratiefähigen Bürgern, die nachhaltig handeln. Grundprinzipien wie Gleichberechtigung, offener Zugang zu Bildung, keine Diskriminierung von Geschlechtern oder Minderheiten sind hierfür zentrale Voraussetzungen. Seite 1 von 3 Seite 2 —— Vor diesem Hintergrund hat das Bildungsprogramm der Vereinten Nationen (UNESCO) das globale Netzwerk „Learning Cities“ ins Leben gerufen. Das UNESCO Global Network of Learning Cities ist ein internationales, politik- orientiertes Netzwerk das den Austausch über innovative Strategien zur Förderung eines lebenslangen Lernens ermöglichen soll. Das Netzwerk der Lernenden Städte unterstützt die Verwirklichung aller siebzehn Ziele der Globalen Nachhaltigkeitsagenda, insbesondere des SDG 4 („Für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen“) und des SDG 11 („Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen“). Außerhalb Europas gilt das Konzept der „lernenden Stadt“ schon länger als ein wichtiger Baustein in der Bildungspolitik und -praxis, vor allem in Asien z.B. Korea. 2013 ins Leben gerufen, ist das Netzwerk schnell gewachsen. Aktuell gehören ihm über 100 Städte aus 28 Ländern weltweit an. Aus Deutschland sind bisher nur Hamburg und Gelsenkirchen Mitglieder dieses Netzwerks. Für Bonn, die deutsche Stadt der Vereinten Nationen spielen die nachhaltigen Entwicklungsziele (Agenda 2030) eine wichtige Rolle (u.a. Ratsbeschluss zur Agenda 2030 – DS 1513387 und zur Bonner Nachhaltigkeitsstrategie – DS 1812770EB8). Zahlreiche internationale und nationale Organisationen befassen sich mit der Vermittlung der nachhaltigen Entwicklungsziele, darunter das Kampagnenbüro der Vereinten Nationen für die Nachhaltigen Entwicklungsziele und das Zentrum für berufliche Bildung der UNESCO (UNESCO-UNEVOC). Auch die Stadt Bonn ist in diesem Themenfeld sehr aktiv. Von einer Mitgliedschaft im Netzwerk „Lernende Städte“ verspricht sich die Stadt Bonn ihre Bildungs- und SDG-Arbeit im internationalen Kontext noch bekannter und sichtbarer zu machen und damit ihr Profil als international vernetzter Nachhaltigkeitsakteur zu schärfen. Darüber hinaus bietet das Netzwerk Impulse und Anregungen zur weiteren Vernetzung von Bonner Bildungsinitiativen und –angeboten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine vielseitige und gut verzahnte Bildungsinfrastruktur wirkt darüber hinaus als Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen und Organisationen. Die Förderung und Schaffung von Lernnetzwerken stärkt den sozialen Zusammenhalt und die Integration. Der Austausch im internationalen Kontext, den das Netzwerk stellt eine Bereicherung für die Bonner Bildungsanbieter dar und ermöglicht, aus den Ansätzen und Erfolgen anderer Städten zu lernen. Die Mitgliedsstädte verpflichten zur aktiven Teilnahme an den Aktivitäten des Netzwerks (insbesondere Teilnahme an den Netzwerktreffen im In- und Ausland) und Dokumente oder Informationen über Projekte mit den Netzwerk- Mitgliedern zu teilen. Die Mitgliedsstädte erklären sich außerdem bereit, das UNESCO Learning Cities Koordinationsteams über Fortschritte und Erfolge in ihrer Stadt zu informiere, Peer-learning Ansätze im Austausch und in der Zusammenarbeit mit anderen Städten zu unterstützen oder gegebenenfalls Workshops für andere Städte oder Stakeholder anzubieten. Die Bewerbung für das Learning Cities Netzwerk erfolgt auf Vorschlag der deutschen UNESCO-Kommission. Pro Jahr und Mitgliedsland sind maximal drei Bewerbungen zugelassen. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenlos. Seite 2 von 3 Seite 3 —— Anlage/n Keine Seite 3 von 3

Beratungsverlauf

  1. 05.03.2020 zuletzt

    Ausschuss für Internationales und Wissenschaft

    TOP 6.1, Empfehlung. Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. Termin unbekannt

    Sitzung

    Entscheidung.

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