SV-2023/0036
Antrag der Fraktion Die Linke. vom 10. Juli 2023 betr. Klimaschutzräume für Darmstadt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 2
344 Zeichen
Punkt 11: Antrag der Fraktion Die Linke. vom 10. Juli 2023 betr. Klimaschutzräume für Darmstadt (V-Nr. 2023/0036) Der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtplanung empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, den Antrag abzulehnen. Gegen die Ablehnung: Fraktion Die Linke. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD und FDP
anlage 1
252 Zeichen
Punkt 23.10: Antrag der Fraktion Die Linke. vom 10. Juli 2023 betr. Klimaschutzräume für Darmstadt (V-Nr. SV-2023/0036) Der Antrag wird auf Wunsch der Fraktion Die Linke. bis zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zurückgestellt.
anlage 3
281 Zeichen
Punkt 29.9: Antrag der Fraktion Die Linke. vom 10. Juli 2023 betr. Klimaschutzräume für Darmstadt (V-Nr. SV-2023/0036) Der Antrag wird abgelehnt. Gegen die Ablehnung: SPD, Die Linke., AfD, Stadtve. Dietrich (FW) 1 Stimme UWIGA/WGD Stimmenthaltung: 1 Stimme aus UFFBASSE
SV-2023/0036
4806 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2023/0036 Antrag der Fraktion Die Linke. vom 10. Juli 2023 betr. Klimaschutzräume für Darmstadt Darmstadt, den 11.07.2023 Antrag „Klimaschutzräume für Darmstadt“ Beschluss: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. In der Stadt Darmstadt wird ein Netzwerk von Klimaschutzräumen geschaffen, in denen Menschen Schutz vor übermäßiger Hitze oder übermäßiger Kälte suchen können. Klimaschutzräume weisen folgende Eigenschaften auf: a. Sie können in Innenräumen oder in geeigneten Stadtparks geschaffen werden. Es handelt sich um Räume, die der Bevölkerung thermische Behaglichkeit bieten und gleichzeitig andere Nutzungen und Funktionen wahren. b. Innenräume sind das ganze Jahr aktiviert. Außenräume werden in den warmen Monaten, in denen es zu übermäßiger Hitze kommen kann, betrieben. c. Die Räume sind speziell für Menschen konzipiert, die anfällig für Hitze und Kälte sind (Babys, ältere Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten oder Menschen, die aus sozioökonomischen Gründen keinen Zugang zu klimatisierten Räumen haben). Sie sind nicht gedacht für Menschen, die akut medizinische Versorgung benötigen und sich direkt an medizinische Unterstützung wenden sollten. d. Klimaschutzräume sind konsumzwangsfreie Orte, zu denen alle Menschen Zutritt haben. Konkret heißt das, um sich hier aufzuhalten, müssen Menschen keine finanziellen Mittel aufwenden. e. Trinkwasser wird in den Schutzräumen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Kostenfrei zu benutzende sanitäre Einrichtungen sind vorhanden. f. Die Räume müssen leicht zugänglich, barrierefrei und mit ausreichend bequemen Ruhemöglichkeiten, wie Bänken oder Stühlen, ausgestattet sein. g. Die Klimaschutzräume müssen für alle Menschen sicher sein. Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Landgraf-Philipps-Anlage 32 64283 Darmstadt Telefon 06151 / 66 90 310 info@linksfraktion-darmstadt.de www.linksfraktion-darmstadt.de 2 In jedem Stadtteil Darmstadts sollen bis Anfang 2024 mindestens zwei solcher Orte entstehen, perspektivisch soll jeden Menschen in höchstens zehn Minuten zu einem nächsten Klimaschutzraum gelangen können. 2. Diese Klimaschutzräume sind als Karte aufzubereiten. 3. Die Karte ist um Räume zu ergänzen, welche einen Schutz vor übermäßiger Wärme bzw. Kälte bieten, aber nicht alle Kriterien eines Klimaschutzraumes erfüllen. Begründung: Die Stadt Darmstadt muss dem Klimawandel entgegentreten und die Menschen hier vor Ort durch Anpassungsmaßnahmen schützen. Der Juni 2023 war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Gerade steigen die Temperaturen wieder auf über 30 Grad; in der Sonne teils auf über 40-50 Grad. Übermäßige, anhaltende Hitze führt zu erhöhter Mortalität und Morbidität, insbesondere bei den am stärksten gefährdeten Gruppen, also bei Menschen, die aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation oder ihres Alters direkter unter den Auswirkungen von Hitze leiden. Viele haben keinen Zugang zu klimatisierten Räumen oder brauchen Hitzepausen, wenn sie in der Stadt unterwegs sind. Neben individueller Information und Sensibilisierung zum Schutz vor extremen Temperaturen und selbst zu ergreifenden Maßnahmen benötigt es kollektive, öffentliche Strukturen. Auch die Exposition gegenüber kalten Temperaturen geht mit einem Anstieg der Sterblichkeit einher und betrifft auch die am stärksten gefährdeten Gruppen, darunter ältere Menschen und Wohnungslose. Das Netzwerk von öffentlichen Klimaschutzräumen, das wir für Darmstadt vorschlagen, hat die „refugis climàtics“ in Barcelona zum Vorbild. In Barcelona leben schon heute 90 Prozent der Einwohnenden nur 10 Minuten Fußweg von einem Klimaschutzraum entfernt. Bis 2030 strebt die Stadt an, dass die ganze Bevölkerung in nur fünf Minuten Entfernung den nächsten Klimaschutzraum erreicht. Mit der Einrichtung von Klimaschutzräumen muss dort begonnen werden, wo besonders starke Hitzekonzentrationen stattfinden. Aber auch dort wo Menschen mit geringem Einkom men in schlecht isolierten Unterkünften wohnen, denn diese Menschen leiden mehr unter extremen Temperaturen als jene, die in klimatisierten Wohnungen oder Eigenheimen mit Garten wohnen. Unser Antrag hat zwei Aspekte: zum einen sollen zielgerichtet Klimaschutzräume hergestellt und auf einer Karte einsehbar gemacht werden. Zweitens sollen bereits bestehende Räume mit angenehmen Temperaturen zusammengestellt werden, die sowohl bei Wärme als auch bei Kälte zur Verfügung stehen. Letztere können zum Beispiel Parkanlagen und Brunnen oder schlicht Einkaufszentren sein, die ohne weiteres Zutun der Stadt zugänglich sind und angenehmere Temperaturen als die Umgebung aufweisen. Für die Fraktion DIE LINKE: Karl-Heinz Böck Maria Stockhaus Ann-Christine Sparn Uli Franke
Beratungsverlauf (3)
Orte (1)
- Landgraf-Philipps-Anlage 32
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2023/0036
- Typ
- Antrag
- Datum
- 11.07.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00