2243/2023
Aktionsplan Klimaschutz
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Anlage 4: Übersicht Aktionsplan der städtischen Beteiligungen
21145 Zeichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Beteiligungen
10
Operationalisier-
ung der Klima-
strategie der
GAG Immobilien
AG
2023 - 2035
• Operationalisierung der Klimastrategie durch
Umsetzung von Maßnahmen für einen
gebäudebezogenen Sanierungsfahrplan
• Nachhaltige Gestaltung von Wohnumfeld und
Außenanlagen in den Quartieren unter
Beachtung der Wirtschaftlichkeit und sozialer
Gesichtspunkte
• Abkehr von fossilen Brennstoffen
• Senkung des Energieverbrauchs durch
energetische Modernisierungen im Bestand,
effiziente Gebäudestandards, Anlagenoptimierung
und Sensibilisierung des Nutzers
• Zugang zu bezahlbarem, nachhaltigem Strom für
die Mieter*innen sichern
•Ausbau regenerativen Energien (Potenzial für PV-
Anlagen auf Bestandsdächern ca. 15 MWp)
2025ff 1,5 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
11
Modernisierung
der Gebäude-
infrastruktur der
AWB
Abfallwirtschafts-
betriebe Köln
GmbH
2023 - 2028
• Sukzessive Modernisierung bestehender
Immobilieninfrastruktur und Realisierung neuer
Standorte nach dem neuesten Stand der
Technik und unter Berücksichtigung
ökologischer Gesichtspunkte
1) Ausbau der Photovoltaikanlagen auf allen
Standorten.
2) Ausblick: Vollständiger Ausbau der
Gebäudeleittechnik
3) Fertigstellung Neubau eines Logistikstandortes
unter Beachtung der neuesten ökologischen und
technischen Standards
1) 2024
2) 2025-
2026
3) 2028
500.000 € 60,8 Mio.
€
12 KlimaVeedel der
RheinEnergie AG 2023 - 2028
• Innovative Lösungen und Wege zur
Erreichung der Klimaneutralität im Quartier. Mit
dem KlimaVeedel werden auf Quartiersebene
entsprechende Reallabore bzw. Lern- und
Experimentierräume geschaffen.
• Initiierung einer Kommunikationskampagne auf
verschiedenen Kanälen: Online und in Form von
gezielten Bürgerinformationen und
Bürgerveranstaltungen
• Veedels-Wärmelandkarte: Durchführung von Kfz-
gestützten Thermografieaufnahmen von Köln-
Neubrück
• Neues, digitales Verfahren zur Erstellung von
Sanierungsfahrplänen testen bei mindestens zehn
Pionier-Haushalten
• Bereitstellung einer Online-
Bürgerbeteiligungsplattform
• Durchführung großflächiger Umfragen, um
Bürgerbedürfnisse zu erfassen und damit weitere
klimafreundliche Umsetzungsaufträge anzustoßen
2023/24 2,5 Mio € 5 Mio. €
**)
10
11
12
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Beteiligungen
10
Klimaneutrale
Stadt-
entwässerungs-
betriebe Köln,
AöR (StEB Köln)
2023 - 2030
• Reduzierung THG-Emissionen
• Zentrale Maßnahmen sind die Steigerung der
Energieeffizienz der Anlagentechnik und der
Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung und
erneuerbaren Energien
1) Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage
GKW und weiterer PV-Anlagen auf den Klärwerken --
> geplante Leistung rd. 2,6 MWp
2) Klimaneutralität der betrieblichen Emissionen
(außer Prozessemissionen wie Lachgas und Methan)
3) Verbesserung der Bilanzierung für Prozesse, Bau
und Einkauf
4) Inbetriebnahme der Druckleitung zur
Klärschlammverbrennung
5) Die StEB Köln arbeiten klimaneutral
(Strategisches Ziel)
1) 2024
2), 3)
2027
4) 2029
5) 2030
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
***)
11
Klimaschutz und
Nachhaltigkeits-
maßnahmen am
Flughafen
Köln/Bonn
2023 - 2045
• Installation weiterer PV-Anlagen auf den
Gebäuden
• Betrieb der Fahrzeuge auf dem Flughafen-
Vorfeld vollständig mit alternativen Kraftstoffen.
Perspektivisch ist die Umstellung des
Energiesektors auf 100% erneuerbare Energien
vorgesehen.
1) Reduzierung der CO2-Emissionen um 65%
gegenüber 2010
2) CO2 –neutraler Betrieb auf dem Vorfeld
3) Klimaneutralität bis spätestens 2045
1) 2030
2) 2035
3) 2045
3 Mio. € 50 Mio. €
****)
12
Planungen der
RheinEnergie AG
zu PV Freiflächen
an Infrastruktur-
wegen
2023 - 2025
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien
an eigener Versorgung und höhere Ausnutzung
der Soarpotenziale
• Identifizierung von Potenzialflächen
1) Einreichung des Bauantrages für das PV-Projekt
in Köln-Dünnwald
2) Umsetzung bzw. Errichtung erster PV-Anlagen
1) 2024
2) 2025
300.000 € 100 Mio. €
Beteiligungen
13
Planungen der
RheinEnergie AG
zum Ausbau der
Windenergie im
Kölner Norden
und Süden
2023 - 2027
• Nutzung von Potenzialflächen auf dem Kölner
Stadtgebiet, auf denen die Errichtung von
Windkraftanlagen grundsätzlich möglich ist
• Untersuchungen und Klärungen zur
Vorbereitung der Genehmigung.
• Neuaufstellung LEP NRW und Regionalplan
ermögilchen die Ausweisung von
Windenergiegebieten.
• Flächensicherung in Form von
Nutzungsverträgen
1) Abschluss der Flächensicherung mittels
Nutzungsvertrag mit der RheinEnergie AG für die
städtischen Flächen innerhalb der Potentialflächen
im Kölner Norden)
2) Ausweisung der Flächen im Sachlichen Teilplan
Erneuerbare Energien oder alternativ (falls
notwendig): Beginn der Änderung des FNP-Köln
mit dem Ziel der Ausweisung der Flächen als
Positivplanung.
3) Antragstellung nach BImSchG durch die
RheinEnergie AG und Prüfung des
Genehmigungsantrags durch die untere
Immissionsschutzbehörde
1) 2024
2) 2024-
2025
3) 2024-
2027
500.000 € 110 Mio. €
10
11
12
13
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
14
Treffpunkt Solar –
Das Beratungs-
zentrum von
RheinEnergie
AG, Stadt Köln
und Handwerks-
kammer zu Köln
2023 - 2024
• Individuelle Beratungen von
Eigenheimbesitzer*innen, Gewerbetreibenden,
Vermieter*innen und Mieter*innen zur
Solarenergie und den damit verbundenen
Technologien und weitere
Unterstützungsangebote.
• Vereinfachung der Prozesse für
Mieterstromprojekte.
1) Gemeinsame Vereinbarung zum Weiterbetrieb
des Treffpunkt-Solar, sowie zur dauerhaften
Finanzierung des Projektes. Entscheidung zum
eventuellen Ausbau der Leistungen im Treffpunkt.
2) Entwicklung Lösungsoptionen zur Begegnung
der Handwerkerengpässe.
1) 2023
2) 2024
2 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
*****)
15
Transformations-
pläne der
RheinEnergie AG
für die Kölner
Fernwärmenetze
2023 - 2035
• Verdichtung und Ausbau des bestehenden
Fernwärmenetzes, insbesondere in der
Innenstadt, und Dekarbonisieurng der
Wärmeerzeugung (für Fern- und
Nahwärmenetze)
1) Fertigstellung Transformationsplan FW-Netz
Innenstadt und Beantragung erster Fördermittel für
Wärmenetze nach BEW-Richtlinie
2) Offizieller Projektbeginn Großwärmepumpe
Niehl
3) Inbetriebnahme Fernwärmespeicher in Köln-
Merheim
4) Installation schnellstartfähiger Kessel in Köln-
Niehl
5) Installation Solarthermieanlage in Köln-Merheim
6) Modernisierung GuD-Anlage in Köln-Merkenich
7) Erstellung der weiteren Transformationspläne
für FW-Netze Nord und Merheim
1), 2), 3)
2023
4) 2024
5), 6)
2025
7) ab
2025
130 Mio. € 750 Mio. €
16
PV-Dachanlagen
auf Gebäuden
der AVG Köln
mbH
2023 - 2026 • Prüfung und Nutzung aller bestehenden und
zukünftigen Dachflächen
• Prüfung und Nutzung aller bestehenden und
zukünftigen Dachflächen auf PV-Eignung 2026
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
17
Umstellung der
Energie-
versorgung der
Koelnmesse
2023 - 2035
• PV-Anlagen und alternative
Wärmeversorgungslösungen zur Reduktion des
Energieverbrauchs
• Neues Wärmeversorgungskonzept
1) Installation der PV-Anlage mit 500 Modulen auf
dem Confex
2) Planungen und Umsetzungsstart der PV-Anlage
Halle 11 und Eingang Süd (geplante Leistung
2000kwp)
3) Inbetriebnahme der PV-Anlagen auf den Dächern
des Confex, Halle 11 und Eingang Süd als eine der
größten Anlagen Köln (geplante Leistung 2000kwp)
4) CO2-Neutralität
1), 2)
2023
3) 2024
4) 2025-
2035
2,83 Mio.
€
Derzeit
nicht
quantifizie
rbar
15
16
14
17
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
18
Reduzierung der
Treibhausgas-
emissionen der
AG Zoologischer
Garten Köln
2023 - 2032
• Reduktion von über 40% der CO²
Treibhausgase bis 2032. Prüfung von
alternativen Systemen mit Fernwärme und
Wärmepumpen
• Prüfung der Möglichkeit den Strombezug auf
Ökostrom mit Herkunftsnachweis (ppa Power
purchase Agreement) umzustellen
•Errichtung von Grün-Dach-PV-Kombinationen
bei Neubau und Sanierung wo immer möglich
•sukzessive Umstellung des Fuhr- und
Maschinenparks auf alternative Technologien
1) Beginn der Umsetzung des
Transformationskonzeptes, Einbau von PV-Anlage
Tropenhaus, Start Einbau der Messinfrastruktur inkl.
Ausbau der Gebäudeleittechnik
2) Ausbau der PV-Anlagen auf ca. 200kWp.
Ersetyung der noch vorhandenen ca. 18 Gaskessel
durch energetisch bessere Alternativen und Prüfung
von Wärmepumpen oder Fernwärme. Ausbau der
Messinfrastruktur inkl. Gebäudeleittechnik, um den
Bedarf besser steuern und regulieren zu können.
3) Evtl. Strom umstellen auf Ökostrombeschaffung
mit Herkunftsnachweis / Power Purchase Agreement
(PPA)
1)2027
2) 2032
3) ab
2025
3,6 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Beteiligungen
3
Biomasse-
brennstoffe der
AVG-Gruppe zur
Substitution
fossiler Brenn-
und Kraftstoffe
2024
• Produktion und Vermarktung verschiedenster
Biomasse-Brennstoffe
• Prüfung zukünftiger Erweiterung mit der
RheinEnergie
• Anschluss weiterer Haushalte an die Biotonne 2024 60.000 € 60.000 €
4
Müllverbrennung:
CO2-Emissions-
minderung durch
CO2-
Abscheidung bei
der AVG Köln
mbH
2023 - 2024
• Klimaneutrale/ klimapositive Müllverbrennung
•Machbarkeitsstudie zur technischen und
räumlichen Umsetzung einer CO2-Abscheidung
aus dem Abgasstrom
• Umsetzung der Machbarkeitsstudie mit
Schwerpunkten CO2-Verbleib, CO2-Logistik und
energetische Optimierungen der CO2-
Abscheidung
• Investitionsentscheidung
2024 500.000 € 150 Mio. €
5
Müllverbrennung:
CO2-Emissions-
minderung durch
Sortierung und
Verwertung bei
der AVG Köln
mbH
2023 - 2025 • Umbau und Modernisierung der integrierten
Vorsortieranlage vor der Verbrennung
1) Umbau/Modernisierung der Sortieranlage
2) Inbetriebnahme der Sortieranlage
1) 2024
2) 2025
12 Mio. € 12 Mio. €
18
3
4
5
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Deponie:
Vermeidung von
Methan-
Emissionen durch
verstärkte
Deponiegas-
fassung bei der
AVG Köln mbH
2023 - 2025
• Reduzierung der Methanemissionen der
ehemaligen Hausmülldeponie: Ertüchtigung der
Einrichtungen zur Gasfassung sowie
Umrüstung auf Belüftungsbetrieb
• Abschluss der Investitionsmaßnahme 2025 1,2 Mio. € 8 Mio. €
Beteiligungen
7
Optimierte
Rückgewinnung
von Metallen aus
den Rostaschen
der Restmüll-
verbrennungs-
anlage der AVG
Köln mbH
2023 - 2027
• Neue Anlage "mephistorec" zur
Rückgewinnung von zusätzlichen Metallen aus
den Rostaschen
Rückbringung in den Wirtschaftskreislauf zum
Ersatz der Primärmetalle
1) Ausschreibung der Leistungen
2) Baubeginn der neuen „mephistorec“-
Rostascheaufbereitung
3) Regelbetrieb der Anlage
1) 2024
2) 2025
3) 2027
150.000 € 25 Mio. €
8
Förderung von
nachhaltigen
Gründungen
durch die
KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
2023 - 2024
Förderung von nachhaltigen Gründungen
durch spezielle Beratungs-, Informations-
und Vernetzungsangebote
1) Kürung Kölns KlimaStar 2023 und 2024
2) Festlegung des Veranstaltungsprogramms von
Impact.Cologne für das Jahr 2024
1)
2023/24
2) 2024
10.000 € 10.000 €
9
Beratungen der
KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-
GmbH:
Nachhaltigkeits-
vorhaben inkl.
Finanzierungs-
möglichkeiten im
Unternehmen
fördern
2023 - 2024
• Darstellung der wirtschaftlichen Chancen
durch nachhaltige Lösungen für Kölner
Unternehmen
1) Erreichen von 100 Unternehmen mit geeigneten
Kommunikationsmaßnahmen
2) Unternehmen haben das Förderprogramm
„Photovoltaik- klimafreundliches Arbeiten“ in
Anspruch genommen und tragen damit aktiv zur
CO2-Reduktion bei
3) Unternehmen nehmen öffentliche
Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung von
Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Anspruch und
tragen so zur CO2-Reduktion bei
1) 2023
2), 3) ab
2024
50.000 € 50.000 €
6
7
8
9
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
10
Informations-
veranstaltungen
der KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
zur Vernetzung
relevanter
Branchenakteure
im
Zusammenhang
mit gewerblichen
Klimaschutz-
maßnahmen
2023 - 2024
• Begleitung und Unterstützung der Kölner
Unternehmen, insbesondere KMU
• Aktivierungskampagne: Steigerung der
Nachfrage nach und Inanspruchnahme von
Beratungsangeboten zum Thema
Nachhaltigkeit
1) Erreichen von 100 Unternehmen mit geeigneten
Formaten und Kommunikationsmaßnahmen
2) Durchführung von Informationsveranstaltungen zu
den Themen Energie, Nachhaltigkeit und
Kreislaufwirtschaft für lokale Wirtschaftsakteure
3) Vernetzung von Kölner Wirtschaftsakteuren im
Themenfeld gewerblicher Klimaschutz durch
Veranstaltungen und die Initiative Impact.Cologne
4) Durch die Umstellung auf nachhaltige
Energieversorgung tragen lokale Wirtschaftsakteure
aktiv zur CO2-Reduktion bei
5) Durch die Umstellung auf Kreislaufwirtschaft
tragen lokale Wirtschaftsakteure aktiv zur Einsparung
von Ressourcen und zur CO2-Reduktion bei
1) 2023
2), 3)
2024
4), 5) ab
2024
53.500 € 53.500 €
Beteiligungen
11
Kooperation und
Förderung von
Klimaschutz in
der Wirtschaft:
Gemeinwohl-
bilanzierung der
Gastro- und
Clubszene
koordiniert durch
die KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
2023 - 2024
• Die Bilanzierung von Unternehmen neben
wirtschaftlichen Aspekten nach ökologischen
und sozialen Aspekten
• Chance für Unternehmen aus der Gastro- und
Clubszene aus Köln nachhaltiges und
gemeinnütziges Wirtschaften voranzutreiben
• Begleitung von extern beauftragten
spezialisierten Berater*in(nen)
•hohe Multiplikatorwirkung zu erwarten
• 13 Unternehmen aus der Kölner Gastro- und
Clubszene sind im Bilanzierungsprozess begleitet
worden
2024 100.000 € 100.000 €
Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Beteiligungen
14
Klimaneutralität
der Kölner
Verkehrs-
Betriebe AG
2023 - 2035
• Reduktion der THG-Emissionen auf unter
1.000 Tonnen pro Jahr bis 2035
•Aufstockung der E-Bus-Flotte bis Ende 2025
auf 164 Fahrzeuge, vollständige Umrüstung
zwischen 2030 und 2035
•Klimaneutrale Umrüstung der
Wärmeversorgungsanlagen an den
Betriebsstandorten der KVB
•Umstellung der PKW-/LKW-/Nutzfahrzeugflotte
auf emissionsfreie Antriebe
•Austausch der Kälteanlagen an ortsfesten
Einrichtungen der KVB (Gebäudetechnik) bis
2035
1) Inbetriebnahme weiterer 56 E-Busse
2) Betriebshof Ost: Fertigstellung 1. Bauabschnitt
für die E-Busse
3) Betriebshof Nord: Beauftragung Generalplaner
und Planungsbeginn für den 2. Bauabschnitt für
die E-Busse
4) Folgebeschaffungen E-Busse
5) Start Neubau Betriebshof Ost 2. Bauabschnitt
6) Start Umbau Betriebshof Nord 2. Bauabschnitt
7) Planung erster Maßnahmen zur Umstellung der
Wärmeversorgung
1), 2), 3)
2023 -
2024
4), 5), 6),
7) 2025 -
2035
86 Mio. € 800 Mio. €
******)
10
11
14
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
15
Mobilitäts-
strategie 2035
der AWB
Abfallwirtschafts-
betriebe Köln
GmbH
2023 - 2035
• Umstellung des bestehenden Fuhrparks auf
alternative Antriebe und Ausbau der E-Lade-
Infrastruktur
1) Konzeptionierung und erste Umsetzung des
Ausbaus der E-Ladeinfrastruktur auf den 3
Logistikstandorten (zehnmal 11 kW und einmal
450 kW))
2) Endausbau der E-Ladeinfrastruktur auf den
Standorten
3) Kontinuierliche Umstellung des Fuhrparks auf
alternative Antriebe
1) 2024
2) 2025
3) 2025-
2035
200.000 € 15,2 Mio.
€
16 Klimaschutz-
maßnahmen der
HGK-Gruppe
2023 - 2035
• Klimaneutralität bis 2035 in den Sektoren
Strom- und Wärmeversorgung wie auch in
einem überwiegenden Teil der Mobilität (Kraft-
und Nutzfahrzeuge). Ausgenommen ist die
Binnenschifffahrt, hier gilt 2050 als Ziel
(Kraft- und Nutzfahrzeuge, Binnenschiffe), bei
Binnenschifffahrt bis 2050.
• Überregionale Tätigkeit
• Gebietsentwicklung "Fusion Cologne" mit
hohem Gewicht von Nachhaltigkeits- und
Klimaschutzaspekten von Beginn der
Planungen an
1) Vollständiger Ökostrombezug (in Köln, 7 GWh)
2) PV-Module auf der Fläche der Fusion Cologne
(ca. 25.000m2)
3) Umstellung 80 % des Fuhrparks (Fuhrpark in
Köln ca. 100 Stück in 2030) auf emissionsfreie
Antriebe
4) Fast vollständige Substition fossiler
Energiequellen
5) Umstellung der Reachstacker im Niehler Hafen
auf alternative Antriebe (ca. 800 Tonnen THG-
Minderungspotential)
6) Weitgehende Beseitigung der Emissionen von
Treibhausgasen bei der Binnenschifffahrtflotte
1) 2025
2), 3), 4)
2030
5) 2035
6) 2050
100.000 € 100.000 €
Summe 100.000 € 100.000 € 247.053.500
€
2.086.273.
500 €
15
16
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
Anlage 5: Übersichtsgrafik Aktivitätenportfolio
17811 Zeichen
Aktivitätenportfolio - Köln Klimaneutral 2035
mit Bezug zum Aktionsplan 2023
1. Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
1.1. Öffentliche Gebäude und Anlagen
1.1.1. Maßnahme: Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln
1.1.1.1. Entwicklung und Umsetzung einer Strategie
zum klimaneutralen Gebäudebestand
1.1.1.1.1 Entwicklung einer Sanierungsstrategie für
Bestandsgebäude
1.1.1.1.2 Stadtweite Standards für städtische Gebäude
(klimaneutraler Betrieb) - Energieleitlinien
aktualisieren
1.1.1.1.3 Zukunft Bürgerhäuser/ -zentren
1.1.1.1.4EnergeƟsche Sanierung
der Zentralbibliothek und der 11
Stadtbibliotheken
1.1.1.1.5Zirkuläres Bauen –
Bezirksrathaus Innenstadt
1.1.1.1.6SportstäƩenmanagementsystem
(SMS)
1.1.1.2. Sonderinitiativen zu nachhaltigem und
energieeffizientem Bauen
1.1.1.3. Fortführung LED-Austauschprogramm
Straßenbeleuchtung
1.1.1.4. Operationalisierung der Klimastrategie
der GAG Immobilien AG
1.1.1.5. Modernisierung der
Gebäudeinfrastruktur der AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
1.1.2. Maßnahme klimaneutraler sonstiger öffentlicher
Gebäudebestand
1.1.2.1. Klimaneutralitätspartnerschaft mit Trägern
anderer öffentlicher nicht-städtischer
Gebäude
1.2. Integrierte nachhaltige
Stadtentwicklung und Stadtplanung
1.2.1. Maßnahme: Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten
1.2.1.1. Fortschreibung von Klimaschutz-Leitlinien
1.2.1.2. Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte
Quartierslösungen im Bestand
1.2.1.2.1KfW 432 energeƟsche
Quartiersentwicklung
1.2.1.3. Fachliche Begleitung von Großprojekten
1.2.1.4. Erprobung flächenschonender ökologischer
und energieeffizienter Wohnmodelle
1.2.1.5. Nachverdichtung klimaneutral gestalten
1.2.1.6. Energetische Ertüchtigung des
denkmalgeschützten Gebäudebestands
1.2.1.6.1Konzeptvergaben als
Steuerungsinstrument für nachhalƟge
Planungs- und Entwicklungskonzepte
am Beispiel Petershof
1.2.1.6.2 EnergeƟsche ErtüchƟgung
des denkmalgeschützten
Gebäudebestandes
1.2.1.7. KlimaVeedel der RheinEnergie AG
1.3. Klimafreundliche Bestandssanierung
1.3.1. Maßnahme: Modernisierung selbstgenutzter oder privat
vermieteter Wohngebäude
1.3.1.1. Köln Paket für die klimafreundliche
Bestandssanierung
1.3.1.2. Förderprogramm für die energetische
Sanierung privater Wohngebäude
1.3.1.3. Etablierung zielgruppenspezifischer
Beratungs- und Unterstützungsangebote
1.3.1.4. Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale
Wohngebäudemodernisierung
1.3.1.5. Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der
energetischen Gebäudemodernisierung
1.3.2. Maßnahme: Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude
1.3.2.1. Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote
für die Kölner Wohnungswirtschaft
1.3.2.2. „Allianz klimaneutrales Wohnen im Bestand“
– Kooperationsvereinbarung mit der
gewerblichen Wohnungswirtschaft
1.3.2.3. Modellprojekt Serielles Sanieren
("Energiesprong")
1.3.2.4. Klimabonus-Modell (Anreiz zur energetischen
Modernisierung von Wohnraum für
einkommensschwache Haushalte)
1.4. Klimaneutraler Neubau
1.4.1. Maßnahme: Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer
Wohngebäude fördern
1.4.1.1. Klimaneutraler Neubau -
Unterstützungsangebote für private
Baufamilien
1.4.1.2. Mietwohnungsneubau zukunftsfähig
gestalten – Kooperationsvereinbarung und
Erfahrungsaustausch mit der
Wohnungswirtschaft
2. Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
2.1. Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich
2.1.1. Maßnahme: Dekarbonisierung der
Wärmeversorgung des Konzerns Stadt
Köln
2.1.1.1. Identifizierung EE-Wärme und
Abwärmepotenziale für Gebäude des
Konzerns Stadt Köln
2.1.1.2. Reduzierung der
Treibhausgasemissionen der AG
Zoologischer Garten Köln
2.1.2. Maßnahme: Ausbau der
Erneuerbaren Stromerzeugung des
Konzerns Stadt Köln
2.1.2.1. PV-Initiative Konzern Stadt Köln
2.1.2.1.1 Photovoltaik– Ausbaustrategie auf
allen kommunalen Gebäuden
2.1.2.1.2 Rahmenvergabe zur Beschleunigung
des Photovoltaik Ausbaus auf
kommunalen Liegenschaften
2.1.2.2. PV-Dachanlagen auf Gebäuden der AVG Köln mbH
2.1.2.3. Planungen der RheinEnergie AG zu PV
Freiflächen an Infrastrukturwegen
2.1.2.4. Planungen der RheinEnergie AG zum
Ausbau der Windenergie im Kölner
Norden und Süden
2.1.2.5. Klimaschutz und
Nachhaltigkeitsmaßnahmen am
Flughafen Köln/Bonn
2.1.2.6. Umstellung der Energieversorgung der Koelnmesse
2.1.2.7. Klimaneutrale
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
(StEB)
2.2. Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms
2.2.1. Maßnahme: Ausbau der Photovoltaik
auf Wohn- und Nichtwohngebäuden
2.2.1.1. Solarkoordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln
2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV (Stadtverwaltung Köln mit
Partner*innen aus Unternehmen,
Finanzinstitutionen etc.)
2.2.1.3. Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds –
Unterstützungsinstrumente für den
PV-Ausbau
2.2.1.4. Photovoltaik-Förderprogramm mit
Breitenwirkung
2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom
2.2.1.6.Förderprogramme
„Gebäudesanierung –
klimafreundliches Wohnen“ und
„Photovoltaik und Erneuerbare
Energien – klimafreundliches Köln“
2.2.1.7. Förderprogramm erneuerbarer
Strom als Bestandteil der
Sportförderrichtlinie
2.2.1.8. Treffpunkt Solar – Das
Beratungszentrum von RheinEnergie AG,
Stadt Köln und Handwerkskammer zu
Köln
2.2.2. Maßnahme: Nutzung der
PV-Freiflächenpotenziale
2.2.2.1. Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen
2.2.2.1.1Städtebauliche Potenzialanalyse zu
Photovoltaik auf Freiflächen
2.2.2.1.2Modellvorhaben Photovoltaik auf
Freiflächen
2.2.3. Maßnahme: Ausbau der Windenergie
2.2.3.1. Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche
2.2.3.1.1 Windenergiepotenziale nutzen
2.2.3.2. Fokusinitiative Windenergiepotenziale nutzen
2.2.4. Maßnahme: Import erneuerbarer Strom
2.3. Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme
2.3.1. Maßnahme: Entwicklung und
Umsetzung einer kommunalen
Wärmeplanung /
Energienutzungsplanung
2.3.1.1. Unterstützung der Transformation der
Wärmeversorgung
2.3.1.1.1 Kommunale Wärmeplanung
2.3.2. Maßnahme: Dekarbonisierung der
zentralen Wärmeversorgung
2.3.2.1. Erhöhung der Ausnutzung des
Bioenergie-Potentials aus kompostierbaren
Abfällen
2.3.2.2. Transformationspläne der RheinEnergie
AG für die Kölner Fernwärmenetze
2.3.3. Maßnahme: Dekarbonisierung der
dezentralen Wärmeversorgung
2.3.3.1. Netzwerk Transformation
Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln
2.3.3.2. Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen
2.3.3.3. Informations- und Beratungsangebote zur
Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus
2.3.3.4. Geothermie
2.4. Ausbau der Energiespeicherung
2.4.1. Maßnahme: Ausbau von
Stromspeichern
2.4.1.1. Strategie: „Batteriespeicher zur
Flexibilisierung der Energieversorgung“
2.4.2. Maßnahme: Ausbau von
Wärmespeichern
2.4.2.1. Strategie: „Wärmespeicher zur Flexibilisierung
der Energieversorgung“
3. Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
3.1. Klimaschonendes Arbeiten und
Wirtschaften durch und im Konzern Stadt
Köln
3.1.1. Maßnahme: Nachhaltige städtische
Unternehmenskultur entwickeln
3.1.1.1. Klimafreundliche Stadtverwaltung Köln bis 2030
3.1.1.2. Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 -
Förderung regionaler Wertschöpfung
3.1.1.3. Biomassebrennstoffe zur Substitution
fossiler Brenn- und Kraftstoffe der AVG
Köln mbH
3.1.1.4. Müllverbrennung:
CO2-Emissionsminderung durch
CO2-Abscheidung bei der AVG Köln mbH
3.1.1.5. Müllverbrennung:
CO2-Emissionsminderung durch
Sortierung und Verwertung bei der AVG
Köln mbH
3.1.1.6. Deponie: Vermeidung von
Methan-Emissionen durch verstärkte
Deponiegasfassung bei der AVG Köln
mbH
3.1.2. Maßnahme: Klimaschonende
Beschaffung im Konzern Stadt Köln
3.1.2.1. Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für
die Beschaffung in städtischen Einrichtungen
3.1.2.1.1 Verankerung von Klimaschutz und
Nachhaltigkeit bei Beschaffung und
Vergabe
3.1.2.2. Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen
3.2. Klimaschutz in Agrar- und
Ernährungswirtschaft
3.2.1. Maßnahme: Erzeugung, Produktion und
Vermarktung im Bereich nachhaltiger
Ernährung fördern
3.2.1.1. Ausbau des Anteils nachhaltig
bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen
3.2.1.2. Zentrale Handelsorte (Food Hub) und Märkte
mit regionalen Angeboten
3.2.1.3. Urban Gardening in allen Stadtteilen
3.2.1.4. Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich
"Ernährung und Konsum"
3.3. Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten
3.3.1. Maßnahme: Klimaschutz als Quartiersansatz
3.3.1.1. Einführung eines Gebietsmanagements für
Klimaschutz in bestehenden und neuen
Gewerbegebieten
3.3.1.2. Klimaschutz als Quartiersansatz in gewerblich
geprägten Gebieten - "Whole District
Approaches"
3.3.1.3. "Servicestelle vor Ort" für Klimaschutz in Unternehmen
3.3.1.4. Vergabe städtischer Grundstücke in
großflächigen Gewerbegebieten
3.3.2. Maßnahme: Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen
3.3.2.1. Strategieentwicklung klimaneutrale
Energieversorgung für energieintensive
Industrieunternehmen
3.3.2.2. Strategie: Smart sustainable industry -
Integration der Aspekte Digitalisierung und
Nachhaltigkeit
3.3.2.3. Förderung der Wasserstoffnutzung
3.3.2.4. Nutzung industrieller Abwärme
3.3.3. Maßnahme: Förderung von Klimaschutz in Unternehmen
3.3.3.1. Förderprogramm Klimaschutz und
Klimaanpassung bei Nichtwohn-Gebäuden
3.3.3.2. Klimaschonende Beschaffung und
energiesparendes Verhalten in Betrieben
3.3.3.3.Kooperation und Förderung von
Klimaschutz in der Wirtschaft:
Gemeinwohlbilanzierung der Gastro-
und Clubszene koordiniert durch die
KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH
3.4. Kreislaufwirtschaft
3.4.1. Maßnahme: Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen
3.4.1.1. Second Use & Second Life – Studie und
Pilotprojekte zur Entwicklung zirkulärer
Märkte in Köln
3.4.1.2. Branchenspezifische Aufbereitung von
Ansätzen und Beratung zur
Kreislaufwirtschaft
3.4.1.3. Optimierte Rückgewinnung von Metallen
aus den Rostaschen der
Restmüllverbrennungsanlage der AVG
Köln mbH
3.4.2. Maßnahme: Kreislaufwirtschaft im
Baugewerbe ausbauen
3.4.2.1. Recycling von Baustoffen fördern
3.4.2.2. Nachwachsende Rohstoffeals Baustoffe in die
Verbreitung bringen
3.4.3. Maßnahme: Bioabfallsammlung für
das gesamte Stadtgebiet erhöhen
3.4.3.1. Ausweitung der braunen Tonne bis 2030
3.5. Kooperation und Förderung von
Klimaschutz in der Wirtschaft
3.5.1. Maßnahme: Klimaschutz-Kooperation
zwischen Stadt Köln und
Unternehmen
3.5.1.1. Sonderinitiative “Begleitung von
Unternehmen auf dem Weg zur
Klimaneutralität“
3.5.1.2. Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln
und Kölner Industrieunternehmen
3.5.2. Maßnahme: Klimaschutz-Netzwerke
in der Wirtschaft
3.5.2.1. Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur
Umsetzung von Pilotprojekten in der
Kreislaufwirtschaft
3.5.2.2. Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen
und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks
3.5.2.3. Unternehmernetzwerk mit Informations- und
Beratungsangeboten unterschiedlicher
Intensität
3.5.2.4. Förderung von nachhaltigen Gründungen
durch die KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH
3.5.2.5. Beratungen der KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH:
Nachhaltigkeitsvorhaben inkl.
Finanzierungsmöglichkeiten im
Unternehmen fördern
3.5.2.6. Informationsveranstaltungen der
KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH zur
Vernetzung relevanter Branchenakteure
im Zusammenhang mit gewerblichen
Klimaschutzmaßnahmen
4. Mobilität und Logistik werden klimaneutral
4.1. Mobilität im kommunalen
Einflussbereich
4.1.1. Maßnahme: Konzern Stadt Köln als Vorbild
4.1.1.1. Mobilität in Verwaltung, kommunalen
Unternehmen und kommunalen
Einrichtungen
4.1.1.1.1 Ausbau Ladeinfrastruktur
4.1.1.1.2 Transformation städtischer Fuhrpark
4.1.1.1.3 Klimaneutraler Bauhof
4.1.1.1.4Probebetrieb eines
elektrischen ReƩungswagens
und eines elektrischen
Notarzteinsatzfahrzeugs im
Rettungsdienst der Feuerwehr
4.1.1.1.5 Entwicklungsprojekt
für elektrisch angetriebene
Löschfahrzeuge bei der Feuerwehr
4.1.1.1.6 Biogasbetriebener
Bibliotheksbus
4.1.1.1.7 TransformaƟon des
Fahrzeug- und Maschinenbestands
des Amtes für LandschaŌspflege und
Grünflächen
4.1.1.2. Mobilität in Schulen und Kitas
4.1.1.3. Mobilitätsstrategie 2035 der AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
4.2. Personenverkehr
4.2.1. Maßnahme: Förderung ÖPNV
4.2.1.1. Quantitativer Ausbau des bestehenden
ÖPNV- und SPNV-Angebotes
4.2.1.1.1 Stadtbahnausbau
4.2.1.2. Attraktivierung des ÖPNV-Angebots
4.2.1.3. Klimaneutralität der Kölner
Verkehrs-Betriebe AG
4.2.2. Maßnahme: Förderung Nahmobilität
4.2.2.1. Förderung Fußverkehr
4.2.2.2. Förderung Radverkehr
4.2.2.2.1 Förderung Nahmobilität: Fuß- und
Radverkehrsförderung
4.2.2.3. Umgestaltung MIV
4.2.2.3.1 Anpassungen im Motorisierten
Individualverkehr (MIV)
4.3. Wirtschafts- und
Güterverkehr
4.3.1. Maßnahme: Wirtschaftsverkehr und
betriebliche Mobilität
4.3.1.1. Förderung betrieblichen
Mobilitätsmanagements (BMM)
4.3.1.2. Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre
4.3.1.3. Klimaschutzmaßnahmen der
HGK-Gruppe
4.4. Übergreifende Maßnahmen
4.4.1. Maßnahme: Verbesserung von
Effizienz und Antrieben
4.4.1.1. Förderung Elektromobilität
4.4.1.2. Antriebstechnologien
4.4.2. Maßnahme: Verkehrsintegration und
übergreifende Maßnahmen
4.4.2.1. Ausbau von Sharing-Angeboten und
Multimodale Integration
4.4.2.2. Stadt der 15 Minuten – schnelle, sichere und
komfortable Wege ohne Auto
4.4.2.3. Integrierte Verkehrsplanung und
Planungsbeschleunigung
4.4.2.4. Vernetzte Mobilität
4.5. Besser durch Köln
5. Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
5.1. Klimaschutz im Alltag - Zielgruppe privater Haushalte
5.1.1. Maßnahme: Mitmachkampagne zur Aktivierung und
Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen
5.1.1.1. Mitmachkampagne klimaneutrales Köln
5.1.2. Maßnahme: Innovations- und Erfahrungsräume mit
Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und
erweitern
5.1.2.1. Neue Ideen für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit in Köln fördern
5.1.2.2. Innovations- und Erfahrungsräume für
Klimaschutz und Nachhaltigkeit schaffen
5.1.3. Maßnahme: Klimaschonendes und nachhaltiges
Verhalten in die breite Anwendung bringen
5.1.3.1. Wünsche und Anforderungen der Bürger*innen in Bezug auf
Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch erfragen (z.B.
Panel-Befragungen)
5.1.3.2. Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung reduzieren
5.1.3.3. Klimaschutzpreis
5.1.3.4. Zero Waste Konzept
5.2. Klimaschutz in Bildungseinrichtungen - Zielgruppe Kinder,
Jugendliche, junge Erwachsene, Lehrende
5.2.1. Maßnahme: Erfahrungs- und prozessbasierte
Ernährungs- und Umweltbildung für Klimaschutz
und Nachhaltigleit
5.2.1.1. Schulische Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung, Konsum und
klimaschonendem Verhalten
5.2.1.1.1 Schulische NachhalƟgkeitsbildung
zu Ernährung, Konsum und
klimaschonendem Verhalten
5.2.1.2. Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität
5.2.1.3. Außerschulische
NachhalƟgkeitsbildung zu Ernährung,
Konsum und klimaschonendem
Verhalten
5.2.1.4. Außerschulischer Lernort Gartenlabor
Museum Schnütgen
5.3. Klimaschutz in Kultur und Freizeit - Zielgruppe
Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als
Multiplikatoren
5.3.1. Maßnahme: Kulturschaffende und Anbieter von
Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit fördern
5.3.1.1. Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement
5.3.1.2.Aufstellung von
Klimabilanzen und Weiterbildung zu
TransformaƟonsmanagern in der
Kulturszene - Programm "Köln hoch3"
6. Kommunale und zivilgesellschaftliche
Transformation zur Klimaneutralität erreichen
6.1. Transformation als kommunale
Managementaufgabe
6.1.1. Maßnahme: Transformationsstrategie für ein
klimaneutrales Köln
6.1.1.1. Entwicklung und Umsetzung der
Transformationsstrategie
6.1.1.2. Kommunikation des Transformationsprozesses
6.1.1.3. Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit entwickeln und umsetzen
6.1.1.3.1 Kommunikationskampagne Klimaneutralität
6.1.2. Maßnahme: Monitoring und Controlling mit
Multiprojektmanagement im
Klimaschutzprozess einrichten
6.1.2.1. Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen
6.1.2.2. Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten
6.1.2.2.1 Digitales Monitoring und Controlling
6.1.2.3. Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen
6.1.2.3.1Vernetzung mit zentralen
Wissensträgern
6.1.3. Maßnahme: Querschnittsthemen der
Klimaschutzarbeit in Köln verankern
6.1.3.1. Soziale Gerechtigkeit als Zentrale Anforderung verankern - Grundlagenstudie
"Armutsrisiko und Klimaschutz"
6.1.3.2. Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren
6.1.3.2.1 Klimaschutzwirksame
Digitalisierungspotentiale nutzen
6.1.4. Maßnahme: Integration des Ziels der
Klimaneutralität in die Struktur des Konzerns
Stadt Köln
6.1.4.1. Klimaschutz als Transformationsthema in der Organisationsstruktur verankern
6.1.4.1.1 Einrichtung dezentraler
Klimaschutzmanager*innen über die
Kommunalrichtlinie
6.1.4.1.2 Internes Change-Agent-Netzwerk für
Klimaschutz
6.1.4.2. Klimaschutz in der
Rechtsberatung
6.2. Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und
Regionalentwicklung integriert betrachten
6.2.1. Maßnahme: Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und
Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern
6.2.1.1.Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der
Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung
6.2.1.2. Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungsoffensive
6.2.2. Maßnahme: Stadt - Region Beziehungen für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit entwickeln
6.2.2.1. Klimaneutralitätsregion Köln: Kooperation zwischen Stadt und Region bei Umsetzung
gemeinsamer Klimaneutralitätsstrategien
6.2.2.2. Netzwerk Regionale Vermarktung
6.2.3. Maßnahme: Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
6.2.3.1. "Think Tank" Energiewende (bundepolitische Rahmenbedingungen beeinflussen)
Legende
Aktivitäten des Aktivitätenportfolios
Aktivitäten des Aktionsplans: Verwaltung
Aktivitäten des Aktionsplans: Beteiligung
Beschlussvorlage Rat
45043 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/2 Vorlagen-Nummer 2243/2023 Freigabedatum 07.11.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Aktionsplan Klimaschutz Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln nimmt den „Aktionsplan Klimaschutz“ der Verwaltung und städtischer Beteiligungen (Anlagen 1 bis 5) zustimmend zur Kenntnis. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die die Stadtverwaltung betreffenden Maßnahmen ge- mäß Anlage 3 mit Priorität umzusetzen und, sofern erforderlich, diese den politischen Gre- mien zur Einzelbeschlussfassung vorzulegen. 3. Der Rat begrüßt das von den städtischen Beteiligungen vorgelegte Maßnahmenpaket (An- lage 4) und befürwortet deren Anstrengungen, in Eigenverantwortung substantielle Beiträge zur Treibhausgasminderung zu leisten. 4. Der Rat beauftragt die Verwaltung im Rahmen des Monitorings über den Umsetzungsfort- schritt zu berichten und bei Bedarf eine Fortschreibung des Aktionsplans abzuleiten. 5. Mit diesem Aktionsplan selbst sind unmittelbar keine haushaltsmäßigen Auswirkungen ver- bunden. Die Finanzierung der Maßnahmen gemäß Anlage 3 erfolgt aus veranschlagten Mit- teln im Haushaltsplan 2023/2024 im Teilergebnis- bzw. -finanzplan des jeweils angegebe- nen Amtes. Wirtschaftsausschuss 16.11.2023 Liegenschaftsausschuss 20.11.2023 Verkehrsausschuss 21.11.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 23.11.2023 Bauausschuss 27.11.2023 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 27.11.2023 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 27.11.2023 Stadtentwicklungsausschuss 30.11.2023 Finanzausschuss 04.12.2023 Rat 07.12.2023 2 Ab dem Haushaltsjahr 2025 sind die zuständigen Dezernate, vorbehaltlich zur Verfügung stehender Mittel, für die Finanzierung der Maßnahmen im Rahmen des Haushaltsplanauf- stellungsprozesses 2025ff innerhalb des dann zugewiesenen Budgets ggf. durch Umschich- tung verantwortlich. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Rat hat die Verwaltung mit Beschluss vom 08.12.2022 (2547/2022) beauftragt, auf Basis des Gutachtens zur Klimaneutralität (Band 1 bis 3) konkretisierende Maßnahmenpakete (aus Band 2) für einen Aktionsplan abzuleiten und diese zur Beschlussfassung vorzulegen. Mit dem vorliegenden „Aktionsplan Klimaschutz“ werden die gutachterlichen Empfehlungen durch ein umfangreiches, konkretes Maßnahmenpaket in Form von Steckbriefen der Verwal- tung und städtischer Beteiligungen mit hohem Einfluss auf das gesamtstädtische Treibhaus- gasminderungsziel (THG-Minderungsziel) operationalisiert. Damit wird erstmals verwaltungs- übergreifend dargestellt, welche klimaschutzwirksamen Aktivitäten die Stadt Köln sowie städti- sche Beteiligungen umsetzen oder planen fortzuführen, zu intensivieren und weiterzuentwi- ckeln. Ziel ist, eine fortlaufende, dauerhafte und skalierende Wirkung zu erzielen. Operationalisierung eines gesamtstädtischen Fachgutachtens als Prozessinnovation Mit dem Aktionsplan Klimaschutz verfolgt die Stadt Köln das Ziel, das Handeln der Verwaltung und das Wirtschaften städtischer Beteiligungen systematisch im Hinblick auf Klimaschutz auf- zubereiten und damit transparent und strategisch steuerbar zu machen. Statt einer Beschrei- bung neuer, zukünftig erforderlicher Vorhaben, wie Klimaschutzpläne sie üblicherweise bein- halten, stellt der Aktionsplan Klimaschutz das Verwaltungshandeln und das städtischer Beteili- gungen in den Kontext des Zielbildes der gutachterlichen Empfehlungen aus „Köln klimaneut- ral 2035“. Damit liegt zum einen eine Standortbestimmung vor, welchen gutachterlichen Emp- fehlungen bereits entsprochen wird. Zum anderen bildet er die Grundlage um festzustellen, in welchen Bereichen Anstrengungen intensiviert werden müssen und welche (Re)Priorisierun- gen und Neugewichtungen von Aufgaben und Ressourcen in den kommenden Jahren damit werden einhergehen müssen. Der Aktionsplan Klimaschutz versteht sich als mehrjähriges, handlungsleitendes Arbeitspro- gramm und bietet Orientierung für die Gewichtung klimaschutzwirksamer Vorhaben in den Ar- beits- und Ressourcenplanungen der Entscheider*innen im Konzern Stadt Köln für die nächs- ten Jahre. Mit dem Aktionsplan wird erstmals aufgezeigt, wie die wichtige Zukunftsaufgabe ei- ner klimaneutralen Stadt im Handeln der verschiedenen Organisationseinheiten in Verwaltung und städtischen Beteiligungen verankert und zwischen den Einheiten verschränkt ist. Im Ergebnis legt der Aktionsplan als Instrument die Basis für ein gesamtstädtisches Klima- schutz-Multiprojektmanagement, macht erstmals im Querschnitt der Verwaltung nutzbare Wis- sensbestände und Expertisen sichtbar und birgt somit maßgebliche Potentiale für effizientere Abstimmungsstrukturen und mehr beschleunigten Klimaschutz. Zur Aufstellung des Aktionsplans Klimaschutz hat die Koordinationsstelle Klimaschutz einen strukturierten Multi-Akteurs-Prozess gesteuert und knapp 50 Organisationseinheiten (Ämter, Dienststellen, eigenbetriebliche Einrichtungen und Beteiligungsgesellschaften) im ersten Halb- jahr 2023 dabei begleitet, klimawirksame Maßnahmenpakete im direkten und indirekten Ein- flussbereich der Stadtverwaltung sowie städtischer Beteiligungsgesellschaften mit großem Einflusspotential auf die THG-Emissionen herauszuarbeiten. Sodann folgte in einem zweiten Schritt die Quantifizierung von (Zwischen-)Zielen, THG-Einsparungen und Kosten. Um eine einheitliche Systematik und Konsistenz sicherzustellen, wurde der Prozess durch das extern beauftragte Büro Gertec Ingenieursgesellschaft mbH aus Essen begleitet. 4 Struktur des Aktionsplans Der Aktionsplan Klimaschutz der Stadtverwaltung und städtischer Beteiligungen wird in vier Teilen vorgelegt: Anlage 1: Der Aktionsplan Klimaschutz An die Einleitung (Kapitel 1) anschließend, beschreibt Kapitel 2 den Weg zum Aktionsplan Kli- maschutz: In Abschnitt 2.1 werden zunächst die Ergebnisse des Fachgutachtens „Köln Klima- neutral 2035“ aus 2022 im Überblick aufbereitet, um die Basis der gesamtstädtischen THG- Minderungsstrategie darzustellen. Abschnitt 2.2 grenzt das Einflusspotential der Stadtverwal- tung und der Beteiligungen gegenüber den gesamtstädtischen Zielen ab und skizziert die Lo- gik des Aktionsplans Klimaschutz als Ergebnis eines umfassenden Operationalisierungspro- zesses. Sodann folgt mit Kapitel 3 der eigentliche Aktionsplan, jeweils pro Handlungsfeld als Portfolio der Vorhaben der Verwaltung und der städtischen Beteiligungen. Die Abschnitte für jedes Handlungsfeld beginnen mit einer kurzen Synopse, einer Übersichtsgrafik über die Lauf- zeiten der Vorhaben sowie einer tabellarischen Darstellung der Kernpunkte, der quantifizier- baren Ziele, der THG-Minderungspotentiale und Kosten. Anschließend folgen Steckbriefe mit detaillierten Darstellungen der einzelnen Vorhaben, jeweils gruppiert nach Handlungsfeld und direktem bzw. indirektem Einflussbereich der Stadtverwaltung, gefolgt von den städtischen Beteiligungen. Anlage 2: Gesamtübersicht des Maßnahmenpakets von Stadtverwaltung und städtischer Be- teiligungen Die tabellarische Form gibt eine Gesamtübersicht der Maßnahmenpakete der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen über alle Handlungsfelder inklusive quantifizierter Ziele und Zwischenziele, THG-Minderungspotentiale und Kosten. Anlagen 3 und 4: Teilübersichten der Maßnahmenpakete der Stadtverwaltung und der städti- schen Beteiligungen Die Übersichtstabellen bilden separate Darstellungen jeweils für die Maßnahmenpakete der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen inklusive der Quantifizierungen analog zur Anlage 2. Anlage 5: Übersichtsgrafik Aktivitätenportfolio Zuordnung der Vorhaben des Aktionsplans von Verwaltung und städtischen Beteiligungen an- hand der Systematik des Fachgutachtens. Inhalte des Aktionsplans im Überblick Der Aktionsplan beschreibt im Steckbriefformat sowohl Vorhaben, die sich bereits in Umset- zung befinden und unmittelbar zu Treibhausgasminderung führen, als auch solche, die die nächsten Umsetzungsschritte vorbereiten. Der hohen Konkretisierungsebene geschuldet rich- tet sich der Fokus eines Großteiles der Steckbriefe auf einen Zeithorizont bis zu den nächsten drei bis maximal fünf Jahren und impliziert eine Fortschreibung und Schärfung im zeitlichen Verlauf in Bezug auf spätere Umsetzungsphasen. Ein Rahmenplan mit strategischen Maß- nahmenvorschlägen bis 2035 liegt mit der Gesamtstrategie „Köln klimaneutral 2035“ bereits vor. In der Gesamtstrategie wurden die THG-Einsparpotenziale der Aktivitätenempfehlungen dem direkten und indirekten Einflussbereich der Stadtverwaltung zugeordnet und ins Verhältnis zum Gesamtreduktionspotenzial gesetzt. Die Aktivitätenempfehlungen des direkten Einfluss- bereichs machen ca. 3% und die des indirekten Einflussbereichs weitere 12% am Gesamtre- duktionspotenzial aus. Der vorliegende Aktionsplan betrachtet hingegen den Einflussbereich der Stadtverwaltung sowie zusätzlich der städtischen Beteiligungen und beschränkt sich dabei nicht auf die Aktivitätenempfehlungen des Gutachtens (vgl. Abbildung 1) 5 Direkte Einflussmöglichkeiten bezeichnen den unmittelbaren Einfluss der Stadt Köln als Orga- nisation auf ihre eigenen Emissionen. Eine zentrale Rolle spielen hier die Sanierung der eige- nen Liegenschaften, die Transformation des Fuhrparks, die Beschaffung sowie die Potentiale zur Energieeinsparung und zur Erzeugung erneuerbarer Energien, sowohl Photovoltaik auf den Dächern als auch die klimaneutrale Wärmeversorgung der eigenen Liegenschaften ge- mäß kommunaler Wärmeplanung. Indirekte Einflussmöglichkeiten bezeichnen den mittelbaren Einfluss der Stadt Köln auf die Umsetzung von Maßnahmen (vor allem von Dritten). Zum indirekten Einflussbereich zählen zum Beispiel regulative Maßnahmen wie verbindliche energetische Standards, Festsetzungen in Bebauungsplänen, spezifische Förderprogramme mit einer direkten Kopplung an nachge- wiesene Emissionsminderungen oder die Unterstützung von Maßnahmen von Marktakteur*in- nen (Unternehmen, Bürger*innen, Zivilgesellschaft). Sie bergen eine begründete Wahrschein- lichkeit zur Reduktion der THG-Emissionen, sind jedoch insgesamt von der Umsetzung Dritter abhängig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Gesamtstadt Köln in ihrem stadtgesell- schaftlichen Transformationsprozess in einem Spannungsfeld zwischen lokalen, nationalen und internationalen Prozessen und Rahmenbedingungen befindet. Beiträge der städtischen Beteiligungen: Städtische Beteiligungen sind im Rahmen ihres Auf- trags der Bereitstellung von Dienstleistungen der kommunalen Daseinsvorsorge ganz wesent- liche Umsetzungspartner*innen der Kommune. Die Dekarbonisierung dieser Unternehmen so- wie ihrer Produkte spielen eine besonders gewichtige Rolle bei der Adressierung der gesamt- städtischen Klimaneutralitätsziele. Abbildung 1: Rahmen und Reichweite des Aktionsplans Klimaschutz (Quelle: eigene Darstellung) Einschätzung der Potentiale zur Reduktion der Treibhausgasemissionen Für eine differenziertere Betrachtung wurde eine Abschätzung des Einflussbereichs der Stadt- verwaltung und der hier berücksichtigten städtischen Beteiligungen ermittelt. Dabei wird eine ambitioniert-realistische Variante und eine maximale Variante unterschieden. Für beide Vari- anten bilden die Reduktionspotenziale je Handlungsfeld aus dem Fachgutachten die zentrale Grundlage. Der Einflussbereich wurde basierend auf den Ergebnissen des Projektes des Um- weltbundesamtes (UBA) unter Beteiligung des Instituts für Energie und Umweltforschung (ifeu), Heidelberg sowie weiteren gutachterlichen Einschätzungen definiert. In diese gutachter- liche Einschätzung sind unter anderem die Ergebnisse der umfangreichen Gespräche mit den Dezernaten, Ämtern und Dienststellen der Stadtverwaltung sowie mit den städtischen Beteili- gungen eingeflossen. Teilweise werden Aktivitätenempfehlungen aus dem Gutachten mit diesem Aktionsplan noch 6 nicht aufgegriffen. Entweder handelt es sich um im Kosten-Nutzen-Wirkungsverhältnis gerin- ger priorisierte Bereiche, Maßnahmen, die längere Vorlaufzeiten erfordern oder solche, denen aufgrund laufender Prozesse nicht vorgegriffen werden kann und soll (bspw. Nachhaltiger Mo- bilitätsplan „Besser durch Köln“). Aus der ambitioniert-realistischen Betrachtung ergibt sich ein kommunaler Einflussbereich von ca. 30 % (=2,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr (t CO2 eq/a)) und bei Maximalbe- trachtung von ca. 39 % (=3,5 Millionen t CO2 eq/a) auf das THG-Minderungspotential im ge- samten Stadtgebiet (vgl. linker Bereich der Abbildung 2). Die mit dem vorliegenden Aktions- plan dargestellten Vorhaben führen zu einem Beitrag von ca. 1,14 Millionen t CO2 eq/a, von denen 63 % auf die Stadtverwaltung und 37 % auf die städtischen Beteiligungen entfallen. Der Beitrag von 1,14 Millionen t CO2 eq/a muss dabei zunächst als Annäherungswert verstan- den werden. Aufgrund mangelnder oder lückenhafter Datenverfügbarkeit konnten nicht alle Vorhaben individuell bilanziert werden. Vielmehr musste im Rahmen der Erfassung der THG- Minderungspotentiale auf aktuelle Studien zurückgegriffen und entsprechende Annahmen ge- troffen werden, um eine Einordnung der Vorhaben im Verhältnis zueinander darstellen zu kön- nen. Teilweise sind wesentliche Bereiche, wie die Einsparpotentiale der Sanierung der städti- schen Gebäude oder im Bereich der Mobilität nicht oder nicht vollumfänglich hinsichtlich der THG-Einsparpotentiale quantifiziert. Im Rahmen der Entwicklung der Sanierungsstrategie (vgl. Steckbrief 1 der Verwaltung im Handlungsfeld 1: „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“) erfolgen weiterführende Be- trachtungen der konkreten THG-Einsparpotentiale im Gebäudebestand der Stadt Köln. Hin- sichtlich der städtischen Beteiligungen sind die Sanierungsstrategien im vorliegenden Aktions- plan nur sehr punktuell quantifiziert. Es ist zu erwarten, dass die tatsächlichen THG-Minde- rungspotentiale erheblich größer sind, als auf Basis der vorläufigen Datenlage ermittelt wer- den konnte. In Bezug auf den Mobilitätssektor wurde mit der Gesamtstrategie „Köln klimaneutral 2035“ ein Anteil des Mobilitätssektors am THG-Einsparpotential auf dem gesamten Stadtgebiet von ca. 2,2 Millionen t CO2 eq/a berechnet. Im vorliegenden Aktionsplan konnte die Darstellung von Beiträgen, die auf das Minderungsziel bei der Mobilität einzahlen, nur unterproportional be- rücksichtigt werden: Mit der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ (Steckbrief 8 der Verwaltung im Handlungsfeld 4: „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“) koordiniert die Verwaltung derzeit einen Strategieprozess mit breit angelegter Akteursbeteiligung, um die Mo- bilität der Zukunft in Köln zu definieren. Die Beiträge und die Rolle des Konzerns Stadt Köln (Verwaltung und städtische Beteiligungen) bei der Transformation des Mobilitätssektors in Köln wird nach Abschluss dieses Strategieprozesses, der noch bis 2025 läuft, konkret vorlie- gen. Diesem Prozess konnte hier noch nicht vorgegriffen werden. Für eine ganzheitliche Betrachtung des Fuhrparks der Stadtverwaltung sieht der Steckbrief 2 der Verwaltung im Handlungsfeld 4 die Herstellung einer Datengrundlage vor, auf deren Basis anschließend eine Bewertung des Umfangs der Einsparpotentiale vorgenommen werden kann. Um das THG-Minderungspotential auf Ebene des Konzerns Stadt Köln bewerten zu können, werden Daten zu den Transformationsstrategien der Fuhrparks der städtischen Beteiligungen benötigt. Insofern ist speziell im Handlungsfeld 4 eine deutlich höhere Einsparung zu erwarten, als bis- her ermittelt werden kann. In den einführenden Abschnitten des Kapitels 3 wird die Einordnung der THG-Minderungspo- tentiale für jedes Handlungsfeld nochmals separat transparent macht. 7 Abbildung 2: Gesamtübersicht zum Aktionsplan Klimaschutz (Quelle: Jung Stadtkonzepte, Gertec Ingenieurgesell- schaft) Zusammenfassung des Aktionsplans nach Handlungsfeldern Im Folgenden werden die Inhalte des insgesamt 70 klimaschutzwirksame Vorhaben umfas- senden Aktionsplans Klimaschutz zusammenfassend dargestellt: Handlungsfeld 1: „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“ Im Handlungsfeld „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“ werden durch die Vorhaben der Verwaltung, der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB), der GAG Immobilien AG (GAG) und der RheinEnergie AG insgesamt 480.000 t CO2 eq/a Einsparpotential adressiert. Bisher konnten noch nicht alle Einsparpotentiale (vollumfänglich) quantifiziert werden, da der Planungsstand der beschriebenen Aktivitäten in einem frühen Stadium noch keine hinreichen- den Schlüsse auf die tatsächliche Umsetzungsintensität und -wirkung erlaubt. Das höchste Einsparpotential in diesem Handlungsfeld liegt in der Sanierung der öffentlichen Gebäude und Anlagen sowie des Gebäudebestands. Die oben genannten Akteure erstellen entsprechende Sanierungsfahrpläne mit dem Ziel der Modernisierung der Immobilieninfra- struktur, der strategischen Investitionsplanung sowie der systematischen Nutzung der Förder- kulisse (Steckbriefe 1, 2, 3, 8 der Verwaltung und 10, 11 der städtischen Beteiligungen). Die parallele Umsetzung von (Pilot-)Vorhaben zur seriellen Sanierung, zum zirkulären Bauen oder der Aufbau eines Managementsystems für die Umsetzungsplanung (Steckbriefe 4, 5, 6 der Verwaltung) generieren Erfahrungswissen um die zukünftigen Strategien konsequent in die Umsetzung bringen zu können. Mit dem Förderprogramm „Gebäudesanierung – klimafreundli- ches Wohnen“ (Schnittmenge zum Steckbrief 6 der Verwaltung aus dem Handlungsfeld 2: „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“) steht ein Instrument zur Verfügung, private Ei- gentümer*innen zur Sanierung ihres Bestandes zu aktivieren und sie dabei zu unterstützen. Eine hohe strukturelle Wirkung in diesem Handlungsfeld hat die integrierte nachhaltige Stadt- entwicklung und Stadtplanung: Dieser Handlungsschwerpunkt fokussiert sich auf die objektun- abhängige Betrachtung der Gebäude und der Quartiersentwicklung im Hinblick auf Klima- schutz. Dies erlaubt eine integrierte Betrachtung von Quartieren und somit auch die Berück- sichtigung weiterer relevanter Aspekte innerhalb eines Quartiers, wie beispielsweise das Woh- numfeld. Mit quartiersbezogenen Vorhaben wie der Aktivierung des Programms 432 „Energe- tische Quartiersentwicklung“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Erstellung einer Entscheidungshilfe bei der energetischen Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäudebe- stands oder der Initiative „KlimaVeedel“ der RheinEnergie (Steckbriefe 7, 9 der Verwaltung und 12 der Beteiligungen), nehmen Stadt und städtische Beteiligungen ihre indirekten Aktivie- 8 rungsmöglichkeiten wahr, um die Beschleunigung des Stadtumbaus mit verschiedenen An- satzpunkten anzuschieben und bestehende Hemmnisse abzubauen. Aufgrund des erheblich geringeren wärmeversorgungsbedingten Emissionszuwachses durch Neubau im Vergleich zu den Emissionseinsparpotentialen im Bestand, wird mit dem Aktions- plan eine Priorität auf die Befassung mit dem Bestand auf Gebäude- sowie auf Quartiers- ebene gelegt. Wenngleich die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudebestands des Konzerns Stadt Köln (Verwaltung und Beteiligungen) zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend benannt werden können, zeichnet sich mit einer vorläufigen Summe von 2,6 Milliarden Euro (Verwal- tung) ab, dass ganz erhebliche Investitionssummen auf den Konzern zukommen, die frühzei- tig eingeplant und bestmöglich mit der Nutzung von Fördermitteln komplementiert werden müssen. Im Rahmen der Entwicklung der Sanierungsstrategie (vgl. Steckbrief 1 der Verwal- tung) sind weiterführende Kostenbetrachtungen unter Berücksichtigung der Amortisationszei- ten durch eingesparte Energiekosten und vermiedene CO2-Abgaben geplant. In Bezug auf die städtischen Beteiligungen sind die Sanierungsstrategien der Bestandsgebäude noch nicht Ge- genstand dieses Aktionsplans und sind damit nur sehr punktuell quantifiziert. Es ist zu erwar- ten, dass die Investitionssummen ungleich höher liegen als die vorläufige Schätzung in Bezug auf den Gebäudebestand der Verwaltung. Handlungsfeld 2: „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“ Im Handlungsfeld „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“ werden durch die Vorhaben der Verwaltung, der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG), der AG Zoologischer Garten Köln, der Flughafen Köln/Bonn GmbH, der Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB), der Koelnmesse GmbH, der RheinEnergie AG und der Stadtentwässerungsbe- triebe Köln AöR (StEB Köln) insgesamt 450.000 t CO2 eq/a Einsparpotential adressiert. Derzeit können insgesamt zehn der 18 Aktivitäten bilanziert werden. Einige Aktivitäten im Handlungsfeld der Energieversorgung haben ein großes, theoretisch quantifiziertes Potenzial, woraus zu einem solch frühen Planungsstand jedoch noch keine konkreten Einsparungen bi- lanziert werden können. Das höchste direkt beeinflussbare Einsparpotential in diesem Handlungsfeld liegt im konse- quenten Ausbau der Photovoltaik sowohl im Bestand als auch im Neubau. Die oben genann- ten Akteure erstellen entsprechende Ausbaustrategien mit dem Ziel, aus der Kombination ver- schiedener Betreibermodelle optimierte Stufenpläne zwischen Potentialmaximierung, Finan- zierbarkeit und Ausbaugeschwindigkeit zu definieren (Steckbriefe 1, 2 der Verwaltung, 10, 11, 14, 16, 17, 18 der Beteiligungen). Hohe, durch die Verwaltung indirekt beeinflussbare, Potentiale im Rahmen des lokal und er- neuerbar erzeugten Stroms ergeben sich aus der Neuaufstellung des Landesentwicklungs- plans (LEP), insbesondere der Aufstellung des sachlichen Teilplans erneuerbare Energien. Im Zuge der Neuaufstellung des LEP in Verbindung mit der sich äußerst dynamisch entwickeln- den Gesetzgebung, insbesondere den Änderungen im Baugesetzbuch im Hinblick auf Freiflä- chenphotovoltaik und Windenergieanlagen, entsteht ein klarer Möglichkeitsraum für die Ver- waltung, die auf dem Stadtgebiet vorhandenen Potentiale auszuschöpfen. Die Verwaltung stellt sich mit einer PV-Freiflächenanalyse (Steckbrief 3 der Verwaltung) und konkreten Pilot- vorhaben mit der RheinEnergie (Steckbriefe 4 der Verwaltung und 12 der Beteiligungen) so- wie einem abgestimmten Vorgehen im Bereich der Windenergie (Steckbriefe 5 der Verwaltung und 13 der Beteiligungen) auf, um die beschleunigte Umsetzung von Projekten zu ermögli- chen. Mit dem Förderprogramm „Photovoltaik und erneuerbare Energien – klimafreundliches Köln“ (Steckbrief 6 der Verwaltung) sowie dem Förderprogramm „Erneuerbarer Strom“ als Be- standteil der Sportförderrichtlinie (Steckbrief 7 der Verwaltung) stehen Instrumente zur Verfü- gung, private Eigentümer*innen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Sportvereine zum Ausbau der Photovoltaik zu aktivieren und bei der Finanzierung der Anlagen zu unterstüt- zen. Im Kontext der Wärmeversorgung nimmt die kommunale Wärmeplanung (KWP) eine zentrale steuernde Funktion ein, deren Grundlagen sich derzeit für Köln in Form der Datenerhebung 9 und Analyse der Wärmebedarfe, der Potentiale für erneuerbare Wärme (Geothermie) und un- vermeidbare Abwärme sowie Potentiale für Energiespeicher in der Erstellung befinden. Im Zu- sammenhang mit neu entstehenden rechtlichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) in Verbindung mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), besteht auch im Bereich der Wärmeversorgung eine hohe gesetzgeberische Dynamik. Über das WPG und seine Übersetzung in Landesrecht, wird die Stadt Köln als Kommune mit über 100.000 Einwohner*innen verpflichtet, bis 30.06.2026 eine Wärmeplanung aufzulegen, die die Möglichkeiten einer vollständigen Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen sowie unver- meidbarer Abwärme bis spätestens Ende 2044 aufzeigt. Das Inkrafttreten des Bundesgeset- zes wird zum 01.01.2024 erwartet (Steckbriefe 8, 9 der Verwaltung). In Bezug auf ihre eigenen Netze, insbesondere die Fernwärme, legt die RheinEnergie aktuell ihre Transformationspläne auf. Bedingt durch die Einigung im Mediationsverfahren mit der Kli- mawende Köln (3762/2021) strebt die RheinEnergie eine vollständige Transformation der er- neuerbaren Wärmeversorgung bereits bis 2035 an, zehn Jahre vor der zu erwartenden bun- desgesetzlichen Verpflichtung (Steckbrief 15 der Beteiligungen). Wenngleich die Gesamtkosten für das Handlungsfeld der klimaneutralen Energieversorgung für den Konzern Stadt Köln (Verwaltung und Beteiligungen) zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend benannt werden können, zeichnet sich mit einer vorläufigen Summe von bis zu 101 Millionen Euro (Verwaltung) und 1,01 Milliarden Euro (Beteiligungen) ab, dass ganz er- hebliche Investitionssummen auf den Konzern zukommen, die frühzeitig eingeplant und best- möglich mit der Nutzung von Fördermitteln komplementiert werden müssen. Handlungsfeld 3: „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ Das Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ wird aktuell schwer- punktmäßig durch die städtischen Beteiligungen, allen voran von der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG) und der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs- GmbH bespielt. Die Verwaltung setzt Impulse mit der Umsetzung der politischen Aufträge zur nachhaltigen Beschaffung (0473/2023) sowie der Einführung von Klimaschutzkriterien beim Verkauf von Gewerbegrundstücken (Steckbriefe 1, 2 der Verwaltung). Zusammengenommen wird mit den Vorhaben ein Einsparpotential von 110.000 t CO2 eq/a Einsparpotential adres- siert. Die Einsparung ist auf fünf quantifizierbare Aktivitäten der insgesamt elf Aktivitäten zurückzu- führen. Da viele der Aktivitäten im indirekten Einflussbereich des Konzerns Stadt Köln liegen und zu große Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen bestehen, kann derzeit keine belastbare Quantifizierung der übrigen Aktivitäten vorgenommen werden. Hohe direkte THG-Einsparpotentiale werden im Einflussbereich der AVG, durch den Einsatz von Biomassebrennstoffen zur Substitution fossiler Kraft- und Brennstoffe, der verstärkten De- poniegasfassung sowie der CO2-Minderung in der Müllverbrennung durch CO2-Abscheidung, Sortierung und Verwertung sowie Rückgewinnung von Metallen aus den Rostaschen, reali- siert (Steckbriefe 3, 4, 5, 6, 7 der Beteiligungen). Eine hohe strukturelle Wirkung geht von der Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der Wirtschaft aus. Die KölnBusiness nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, über Netzwerke und Kooperationen wichtige Strukturen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes zu schaffen, zu stärken und die Wirtschaftsakteure bei Fragestellungen der Unternehmens- transformation und Innovation zu begleiten. Zum Leistungsportfolio gehören die Begleitung von Unternehmen bei der Gemeinwohlbilanzierung (AN/1875/2021), die Förderung von Grün- dungen, Beratungen zu nachhaltigkeitsbezogenen Vorhaben inkl. Finanzierungsmöglichkeiten im Unternehmen oder themenspezifische Veranstaltungen zur Vernetzung relevanter Bran- chenakteure im Zusammenhang mit gewerblichen Klimaschutzmaßnahmen (Steckbriefe 8, 9, 10, 11 der Beteiligungen). Insbesondere für das Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ sind die Beiträge der Wirtschaftsakteure sowie ausstehende gesetzliche Regelungen ganz maß- geblich, um die THG-Minderung in gewerblich geprägten Gebieten, in der Agrar- und Ernäh- rungswirtschaft sowie den Ausbau der Kreislaufwirtschaft auf den Weg zu bringen. Aktuell kann für dieses Handlungsfeld nur ein Ausschnitt der zu erwartenden Gesamtkosten 10 für den Konzern Stadt Köln (Verwaltung und Beteiligungen) quantifiziert werden. Erst mit einer sukzessiven Betrachtung weiterer Beteiligungsgesellschaften und der erforderlichen Maßnah- men im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens wird sich abzeichnen, welche Kosten zu er- warten sind. Die derzeit im Aktionsplan enthaltenen Vorhaben belaufen sich auf eine vorläu- fige Summe von 110.000 Euro (Verwaltung) und 195 Millionen Euro (Beteiligungen). Handlungsfeld 4: „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“ Im Handlungsfeld „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“ werden durch die Vorhaben der Verwaltung, der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG), der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) sowie der Kölner Verkehrs-Betriebs AG (KVB) insgesamt 33.000 t CO2 eq/a Einsparpotential adressiert. In diesem Handlungsfeld können aktuell vier der 16 Aktivitäten quantifiziert werden. Vor allem der Steckbrief zum nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“ bildet die Mobilitätsmaß- nahmen nur schlaglichtartig ab, sodass die kumulierte Wirkung noch nicht abgeschätzt wer- den kann. Insofern ist in diesem Handlungsfeld eine deutlich größere Einsparung zu erwarten, als bisher ermittelt werden kann. Das höchste Einsparpotential liegt in den Planungen von Verwaltung und städtischen Beteili- gungen zu Mobilitätsstrategien mit dem Fokus auf Ausbau und Umrüstung von Betriebshöfen für Elektromobilität, dem Ausbau der Ladeinfrastrukturen und der stufenweisen Transforma- tion der Fuhr- und Maschinenparks (Steckbriefe 1, 2, 3, 4, 7 der Verwaltung). Insbesondere für Spezialfahrzeuge, wie beispielsweise der Feuerwehr (Steckbriefe 5, 6 der Verwaltung), be- darf es technischer Entwicklungsleistungen sowie des Pilotbetriebs mit Fahrzeugen alternati- ver Antriebstechnologien, da diese die Umstellung der Arbeitsabläufe und entsprechende An- passungen bei den Umfeldschnittstellen zur Folge haben (Steckbriefe 5 der Verwaltung, 15, 16 der Beteiligungen). Im indirekten Einflussbereich hat die Ausgestaltung des Personenverkehrs (Steckbrief 14 der Beteiligungen) sowie des Wirtschafts- und Güterverkehrs bezogen auf die THG-Minderungs- wirkung einen großen Einfluss auf die Erreichung der Klimaneutralität. Mit der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ (Steckbrief 8 der Verwaltung) koordiniert die Verwaltung derzeit einen Strategieprozess mit breit angelegter Akteursbeteiligung, um die Mobilität der Zukunft in Köln zu definieren. Der Prozess läuft noch bis 2025. Darüber hinaus koordiniert die Verwaltung aktuell eine Vielzahl von Maßnahmen ganz unter- schiedlicher Größenordnungen und Laufzeiten mit der Ausrichtung auf ein nachhaltiges Mobi- litätssystem in Köln, die in diesem Aktionsplan exemplarisch und in aggregierter Form darge- stellt werden. Zu nennen sind hier der Ausbau öffentlicher Ladesäulen, der Stadtbahnausbau, Anpassungen in Bezug auf den motorisierten Individualverkehr (beispielsweise Bewohnerpar- ken, CarSharing, Parkgebühren), die Weiterentwicklung von Mobilstationen mit ergänzenden Angeboten oder die Fuß- und Radverkehrsförderung im Bereich der Nahmobilität (Steckbriefe 9, 10, 11, 12, 13 der Verwaltung). Die Beiträge und die Rolle des Konzerns Stadt Köln (Ver- waltung und städtische Beteiligungen) bei der Transformation des Mobilitätssektors in Köln wird nach Abschluss des Strategieprozesses „Besser durch Köln“ konkret vorliegen. Die aktuell quantifizierbaren Gesamtkosten belaufen sich auf 181 Millionen Euro (Verwaltung) und 815 Millionen Euro (Beteiligungen). Dabei muss klar herausgestellt werden, dass wesent- liche Kostentreiber erst mit zunehmender Konkretisierung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ beziffert werden können. Ähnlich wie im Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften“ wird erst durch eine sukzessive Betrachtung weiterer städtischen Beteiligungen und der mit der Transformation der betrieblichen Mobilität zu erwartenden Kosten ein umfas- senderer Eindruck von den zu erwartenden Gesamtkosten hergestellt werden können. Diese müssen dann frühzeitig in der Haushaltsplanung und der Aufstellung der Wirtschaftspläne be- rücksichtigt und bestmöglich mit der Nutzung von Fördermitteln komplementiert werden. Handlungsfeld 5: „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ Das Handlungsfeld „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ wird derzeit ausschließ- lich durch die Verwaltung adressiert, mit einem quantifizierbaren THG-Einsparpotential im in- direkten Einflussbereich der Verwaltung von 67.000 t CO2 eq/a. 11 Zwei der sechs Aktivitäten in dem Handlungsfeld können quantifiziert werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass vor allem im Bereich Lebensstil und Bildung viele Aktivitäten stark auf eine Verhaltensänderung abzielen und die tatsächliche Umsetzung maßgeblich vom Umfang und von der Ausgestaltung der Maßnahme sowie der Resonanz aus der jeweiligen Zielgruppe abhängt. Der Handlungsspielraum der Verwaltung erstreckt sich in diesem Handlungsfeld auf Vorhaben mit struktureller Wirkung: Mit dem Zero Waste Konzept liegt ein konkreter Fahrplan für die Reduzierung der Siedlungs- abfälle, der Restmüllmengen und der Rückführung von Wertstoffen in den Kreislauf vor (Steckbrief 1 der Verwaltung), mit dessen Erstellung bereits konkrete Akteurskooperationen zur Umsetzung der Ziele aktiviert wurden. Darüber hinaus steht vorwiegend die schulische und außerschulische Nachhaltigkeitsbildung gemeinsam mit Trägern und Akteuren im Fokus (Steckbriefe 3, 4, 5 der Verwaltung), da die Grundlagen für klimaschonende Verhaltensentscheidungen bereits in jungen Jahren gelegt werden. Zudem ist davon auszugehen, dass Verhaltensänderungen innerhalb der Zielgruppen auch zu einer Beeinflussung des jeweiligen Umfelds führen. In Bezug auf Klimaschutz in Kultur und Freizeit hat die Verwaltung das Programm „Köln hoch3“ aufgesetzt, in dessen Rahmen zunächst Mitarbeiter*innen von 13 städtischen und städtisch geförderten Kulturinstitutionen eine Weiterbildung zur Transformationsmanager*in absolvieren. Darüber hinaus werden für sechs städtische Kultureinrichtungen Klimabilanzen mit Maßnahmenkatalogen erstellt, die es maßgeblich gilt, durch das weitergebildete Personal in die Umsetzung zu bringen (Steckbrief 6 der Verwaltung). Der große Hebel „Klimaschutz im Alltag“ mit der Zielgruppe privater Haushalte wird im Rah- men der Dachkommunikation zur Klimaneutralität Kölns (Steckbrief 6 der Verwaltung im Handlungsfeld 6: „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation“) in Kooperation mit Multiplikator*innen bespielt. Die Logik der Multiakteurskooperation gilt analog für die Auswei- tung der in diesem Aktionsplan dargestellten Ansätze zur schulischen und außerschulischen Klima- und Nachhaltigkeitsbildung auf die Gesamtstadt. Die aktuell quantifizierbaren Gesamtkosten in Höhe von bis zu 12,1 Millionen Euro (Verwal- tung) sind im Vergleich zu den anderen Handlungsfeldern gering, wenngleich diese Zahl nicht abschließend für die Gesamtheit der zukünftig umzusetzenden Maßnahmen steht. Grundsätz- lich gilt jedoch, dass Studien auf eine im Verhältnis zu den vergleichsweise geringen Kosten relativ hohe indirekte Wirkung hindeuten. Dies ist insbesondere auf die zu erwartende, hohe Multiplikationswirkung zurückzuführen. Handlungsfeld 6: „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität er- reichen“ Das Handlungsfeld „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen“ wird derzeit ausschließlich durch die Verwaltung adressiert mit einem quantifizier- baren THG Einsparpotential von 2.600 t CO2 eq/a Einsparpotential. Wie schon im Handlungsfeld 5: „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ beschrieben, können auch im Bereich der Transformation, nur schwer Abschätzungen der THG-Einsparung vorgenommen werden. Viele Aktivitäten zielen ebenfalls stark auf eine Verhaltensänderung ab und der derzeitige Detaillierungsgrad lässt keine gesicherte Prognose über tatsächlich einge- sparte Emissionen zu. Das THG-Minderungspotential kann für eine der sieben Aktivitäten be- ziffert werden. Das gesamte, vorläufig quantifizierte Einsparpotenzial aus diesem Handlungs- feld ist demnach auf den Steckbrief 3 der Verwaltung zurückzuführen. Der Handlungsspielraum der Verwaltung erstreckt sich auch in diesem Handlungsfeld auf Vor- haben mit struktureller Wirkung. Die Transformation als kommunale Managementaufgabe zu begreifen bildet eine elementare Grundlage, um den Transformationsprozess innerhalb der Stadtverwaltung strukturiert zu gestalten. Er setzt dafür beispielsweise auf die notwendigen organisatorischen Veränderungen: 12 Der Aufbau eines digitalen Klimaschutz Monitorings und Controllings sowie die Nutzung klima- schutzwirksamer Digitalisierungspotenziale macht Klimaschutz anhand von Daten und Kenn- zahlen auf Entscheider*innenebene steuerbar (Steckbriefe 1, 2 der Verwaltung). Mit der An- tragstellung zur Einrichtung dezentraler Klimaschutzmanager*innen über die Kommunalrichtli- nie sowie deren Vernetzung über ein internes Change-Agent-Netzwerk, wird den Steuerungs-, Abstimmungs- und Koordinationsbedarfen im Verwaltungsalltag Rechnung getragen (Steck- briefe 3, 4 der Verwaltung). Hemmnisabbauend wirkt die Umsetzung von Klimaschutz in der verwaltungsinternen Rechtsberatung, die inmitten der sich dynamisch verändernden Geset- zeslage die Einordnung des rechtlichen Rahmens im Blick behält und die Planung und Umset- zung von Vorhaben lösungsorientiert begleitet (Steckbrief 5 der Verwaltung). Der Aufbau und die Etablierung einer Kommunikationskampagne zur Klimaneutraliät in Köln gemeinsam mit einer Vielzahl von Multiplikator*innen, stellt das zentrale Instrument zur Akti- vierung möglichst vieler Milieus und Branchen der Akteurslandschaft in Köln dar. Ziel ist unter anderem, ein Schaufenster für Klimaschutzaktivitäten unterschiedlichster Stakeholder zu bie- ten und damit andere zu inspirieren, eigene Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Im Rahmen der Vorbereitung des Kampagnenlaunches unterstützen bereits 30 Stakeholder die Marke, werden diese in ihre Medien aufnehmen und die Kampagne zukünftig gemeinsam ausgestal- ten (Steckbriefe 6, 7 der Verwaltung). Die derzeit quantifizierbaren Gesamtkosten in Höhe von 10,8 Millionen Euro (Verwaltung) sind gemessen an den anderen Handlungsfeldern vergleichsweise gering, wenngleich ebenfalls (wie im Handlungsfeld 5) nicht abschließend für die Gesamtheit der zukünftig zu unterneh- menden Maßnahmen zu verstehen. Grundsätzlich gilt jedoch insbesondere in Bezug auf die Kommunikationskampagne, dass die eingesetzten Ressourcen durch den strategischen An- satz der Aktivierung gemeinsam mit anderen Multiplikator*innen, eine weitaus höhere Wirkung zu erwarten ist als bei einer rein städtischen Kampagne. Ressourcenbedarfe Quantifizierung der finanziellen Ressourcen Die Vorhaben werden in Bezug auf die finanziellen Ressourcen jeweils so dargestellt, dass transparent wird, inwieweit sie in der laufenden Haushaltsperiode 2023/24 (Stadtverwaltung) und in den aktuellen Wirtschaftsplänen (städtische Beteiligungen) bereits finanziert sind. Wo es möglich ist, werden darüber hinaus Gesamtkosten oder Kosten zur Fortsetzung der Vorha- ben in den nächsten Jahren quantifiziert. Diese dienen der Einordnung zukünftiger Mittelbe- darfe, sind aber keinesfalls als Vorgriff auf zukünftige Haushaltsperioden zu verstehen. Das ermittelte erforderliche Finanzvolumen bildet in seiner Gesamtheit eine erste Tendenz der zu erwartenden Kosten ab und ist nicht als abschießend zu betrachten. Hinter in ihrem Planungsfortschritt sehr reifen Projekten liegen Kostenprognosen mit höherem Konkretisierungsgrad als bei Vorhaben, die die Entwicklung einer konkreten Umsetzungspla- nung zum Gegenstand haben und im Rahmen derer eine Kostenermittlung erst durch Daten- aufbau stattfinden kann. Teilweise sind erhebliche Kostentreiber - beispielsweise Kosten der Umsetzung im Bereich der Mobilität - nicht aufgenommen, da aktuell laufenden Prozessen mit dem Aktionsplan Klimaschutz nicht vorgegriffen werden soll und kann (zum Beispiel „Besser durch Köln“, geplante Schlüsselprojekte der Stadtstrategie oder kommunale Wärmeplanung). Zur vollständigen Einordnung der Kosten ist erforderlich, die finanziellen Einsparungen durch Energieeffizienz oder erneuerbare Energien sowie die Entlastungsmöglichkeiten durch die Förderkulisse auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene mit in den Blick zu nehmen. Es ist abzuse- hen, dass mit dem am 09.08.2023 von der Bundesregierung beschlossenen Wirtschaftsplan für einen Klima- und Transformationsfonds (KTF) zur Förderung der Energiewende und des Klimaschutzes kurzfristig über aktuell bestehende Förderprogramme hinaus Mittel für Kommu- nen zu Verfügung stehen und/oder einwerbbar sein werden. Ziel ist, durch systematische Prü- fung der Förderkulisse und durch das Einwerben der entsprechenden Mittel verstärkt Anstren- gungen zur Entlastung des städtischen Haushalts zu unternehmen und die Umsetzung des Aktionsplans gleichzeitig zu beschleunigen. 13 Umgang mit den Ressourcenbedarfen Die in den Steckbriefen bis 2024 beschriebenen Meilensteine sind im Haushalt 2023/24 finan- ziert und werden, sofern erforderlich, durch Einzelbeschlussfassungen auf den Weg gebracht. Die Einholung der entsprechenden Beschlüsse erfolgt durch die beteiligten Ämter in eigener Zuständigkeit. Die Finanzierung der Maßnahmen sind von den beteiligten Ämtern in eigener Zuständigkeit im Rahmen der Haushaltsplanung einzubringen. Um dem erhöhten Personalbedarf Rechnung zu tragen prüft die Verwaltung, in welchem Um- fang die Stadt Köln bestmöglich von geförderten Klimaschutzmanager*innen-Stellen gemäß Kommunalrichtlinie profitieren kann. Ab dem Haushaltsjahr 2025 sind die zuständigen Dezernate, vorbehaltlich zur Verfügung ste- hender Mittel, für die Finanzierung der Maßnahmen im Rahmen des Haushaltsplanaufstel- lungsprozesses 2025ff innerhalb des dann zugewiesenen Budgets ggf. durch Umschichtung verantwortlich. Beteiligung der Bezirksvertretungen Die Bezirksvertretungen werden entsprechend der Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln bei Betroffenheit der einzelnen Maßnahmen beteiligt. Weiteres Vorgehen Die Auswirkungen des anthropogen verursachten Klimawandels sind inzwischen auch in Deutschland deutlich spürbar. Dem kann nur mit dem Selbstverständnis begegnet werden, Klimaschutz als zentrales Querschnittsthema der Daseinsvorsorge zu betrachten. Folglich gilt es, die Verzahnung und Integration von Klimaschutzaspekten in bestehenden Querschnitts- strukturen weiter zu intensivieren. Die Aktivitäten aus dem Aktionsplan Klimaschutz bilden die Grundlage für das Klimaschutz- Monitoring. Derzeit wird ein europaweites Vergabeverfahren für die Beauftragung einer digita- len Anwendung durchgeführt. Ziel ist die Fortführung der Treibhausgasbilanzierung (BISKO-konform) sowie die Inbetrieb- nahme einer webbasierten Klimaschutz Monitoring/Controlling Plattform, mit folgenden Funkti- onalitäten: (1) Multiprojektmanagement zur Überwachung und Steuerung des Ziels der Treib- hausgasneutralität bis 2035, (2) Transparente Darstellung der Erfolgsmessung einzelner Pro- jekte sowie übergeordneter Ebenen anhand spezifischer Indikatoren sowie (3) Datensamm- lung / Bereitstellung mit dem Ziel der automatisierten Datenübertragung. Ziel der ersten Ausbaustufe ist, dass festgelegte Informationen zu Vorhaben des Aktionsplans Klimaschutz manuell hinzugefügt und Indikatoren manuell als auch automatisiert abgerufen werden können. Die Darstellung erfolgt innerhalb einer Web-Benutzeroberfläche, sodass Akti- vitäten ergänzt, Indikatoren freigegeben oder projektmanagementrelevante Informationen ab- gebildet werden können. Darüber hinaus werden Darstellungsformen entwickelt, die öffentli- che Teilhabe ermöglichen, sodass die Stadtgesellschaft Einblick in die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie erhalten kann. Im Rahmen der mittel- und längerfristigen Weiterentwicklung der Plattform soll die Anzahl der über einen Data Hub bereitgestellten Indikatordaten und damit die zuzuordnenden Indikatoren sukzessive erweitert werden. Dadurch soll mittelfristig eine automatisierte Berichterstattung und eine bottom-up Ergänzung der THG-Bilanz ermöglicht werden. Im Ergebnis wird eine laufende Übersicht über den Umsetzungsfortschritt möglich sein sowie insbesondere eine Ableitung erforderlicher Prioritätensetzungen in Abhängigkeit von der Per- formance der Handlungsfelder und/oder einzelner Projektbereiche. Der Abschluss des Vergabeverfahrens ist für Ende 2023 geplant. Eine Inbetriebnahme kann etwa drei Monate nach Auftragserteilung in Aussicht gestellt werden und ist folglich für Anfang des zweiten Quartals 2024 anzunehmen. 14 Anlage 1: Aktionsplan Klimaschutz Anlage 2: Gesamtübersicht Aktionsplan Klimaschutz Anlage 3: Übersicht Aktionsplan der Verwaltung Anlage 4: Übersicht Aktionsplan der städtischen Beteiligungen Anlage 5: Übersichtsgrafik Aktivitätenportfolio
Anlage 3: Übersicht Aktionsplan der Verwaltung
39218 Zeichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Direkter Einflussbereich
1
Entwicklung einer
Sanierungs-
strategie für
Bestands-
gebäude
2023 - 2027
systematische Gebäudeportfolioanalyse
Strategie für Klimaneutralität der
Bestandsgebäude
Berücksichtigung der Energieleitlinien
Steigerung der jährlichen energetischen
Sanierungsrate
1) Gebäudeportfolioanalyse für 20 städtische
Gebäude im Eigentum verschiedener Ämter
und spätere Erweiterung auf weitere Gebäude
2) eine (1) Sanierungsstrategie ist erstellt
3) kontinuierliche Umsetzung, derzeit 1,2% des
Widerbeschaffungswerts des Bestands im
Sondervermögen der Gebäudewirtschaft
4) Umsetzung der Schulbaumaßnahmen „GU/TU
2-Projekt“
1) 2023/24
2) 2024-
2025
3) 2024-
2027
4) bis
2027
95 Mio. €
*)
2,1 Mrd. €
*)
2
Stadtweite
Standards für
städtische
Gebäude
(klimaneutraler
Betrieb) -
Energieleitlinien
aktualisieren
2023 - 2035
Aktualisierung der Standards für
Wärmenutzung für Heizen und
Warmwasser
Aktualisierung der Standards für
elektrotechnische Bereiche
effiziente und nachhaltige Energienutzung
bei Neubauten und Sanierungsvorhaben
1) eine (1) aktualisierte Fassung der
Energieleitlinien ist veröffentlicht. 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
3
Zukunft
Bürgerhäuser/ -
zentren
2023 - 2025
Gebäudeportfolioanalyse zu 14
Bürgerhäuser/Bürgerzentren
Erarbeitung eines Umsetzungsfahrplans
konzentrierte Betrachtung der Gebäude
ermöglicht gebäudeübergreifende
Ausschreibungen
1) Bestandsaufnahme von 14 Bürgerhäusern und
der Anlagentechnik für eine Gebäudeanalyse
ist erfolgt
2) ein (1) Stufenplan für die Umsetzung ist erstellt
und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt
1) 2023 -
2025
2) 2025 -
2035
4,4 Mio. € 380 Mio. €
4
Energetische
Sanierung
der
Zentralbibliothek
und der 11
Stadtbibliotheken
2023 - 2027
Energetische Maßnahmen bei
Generalsanierung der Zentralbibliothek
Reduktion des jährlichen
Energieverbrauchs um 80 %
Erstellung eins Strategiekonzepts zur
Verpflichtung auf die Nachhaltigkeitsziele
Entwicklung mit dem Ziel „NetZero“
1) Fertigstellung der Sanierung (einschl.
energetischen Sanierung) Zentralbibliothek
2023 -
2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
139,8 Mio.
€
5
Zirkuläres Bauen
–
Bezirksrathaus
Innenstadt
2023 - 2024
Wiederverwertung von Baumaterialien und
Einbauten
Zusammenarbeit mit Start-Up Concular
1) Abbruch ist geplant.
2) Pilotprojekt zur Verwertung der dabei
anfallenden Baustoffe/Bauschutt ist gestartet.
3) Materialproben werden aktuell analysiert.
Danach erst ist die Verwertbarkeit geklärt.
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1
2
3
4
5
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
6
Sportstätten-
management-
system
(SMS)
2023 - 2028
Erfassung von 440 Liegenschaften
Prioritätenliste zur Modernisierung und
Weiterentwicklung
Datenbasierte Umsetzung energetischer
Sanierungen
1) 100% der Prioritätenliste Sanierung
Vereinsheime/Umkleidehäuser ist abgearbeitet
2023 -
2028
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
7
KfW 432
energetische
Quartiers-
entwicklung
2023 - 2026
Förderprogramm um die Dekarbonisierung
der Energieversorgung sowie die
energetische Sanierung und Ertüchtigung
des Bestandes anzuschieben.
Kooperation mit Kölner
Wohnungswirtschaft
Erstellung energetischer, integrierte3
Quartierskonzepte
Begleitung der Sanierung durch ein*e
Sanierungsmanager*in
1) Vier (4) Quartiere sind mit der
Wohnungswirtschaft in der Förderung KfW 432
in Bearbeitung
2) Zwei (2) kommunal geführte Quartiere sind in
der Förderung von KfW 432 in Bearbeitung
1) 2023 -
2024
2) 2025 -
2026
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
8
Konzeptvergaben
als Steuerungs-
instrument für
nachhaltige
Planungs- und
Entwicklungs-
konzepte am
Beispiel
Petershof
2024
Klimaschutzgerechte Sanierung des
denkmalgeschützten Vierkanthofs
„Petershof“
Konzeptansätze:
Bauen im Bestand (im Denkmal)
Wärme und Strom über erneuerbare
Energien (u.a. Solar)
Autofreier Hof und autoarme Umgebung
Freiflächennutzung unter Beachtung von
Artenschutz und Biodiversität
Regeneratives (Ab-) Wasserkonzept
Nutzungsänderung und -mischung
1) ein (1) Stufenplan mit quantifizierbaren Zielen
ist erstellt 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
9
Energetische
Ertüchtigung
des denkmal-
geschützten
Gebäude-
bestandes
2023 - 2024
Erarbeitung von Leitlinien für
denkmalgeschützter Gebäude zur
energetischen Ertüchtigung
Studie zur „Systematisierung der
Energieeffizienzpotentiale im
denkmalgeschützten Gebäudebestand
1) eine (1) Studie zu energetischen
Sanierungspotentialen des
denkmalgeschützten Gebäudebestands in Köln
ist beauftragt
2023 -
2024 60.000 € 120.000 €
6
7
8
9
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Direkter Einflussbereich
1
Photovoltaik–
Ausbaustrategie
auf
allen
kommunalen
Gebäuden
2023 - 2035
PV-Potentialanalysen mit
Wirtschaftlichkeitsberechnungen
Ziel: große Anlagen mit möglichst großen
Erträgen
Erörterung der sinnvollsten und
passendsten PV-Betreibermodelle für die
Dienststellen
Erarbeitung von einfachen
Umsetzungsmodellen (z.B. durch
vereinfachte Rahmenvergabe)
Ermöglichung von Bürgersolaranlagen (mit
Dachverpachtung)
1) eine (1) Ausbaustrategie inkl. eines
quantifizierten Stufenplans ist erstellt.
2) 100 % der geeigneten Dachflächen sind mit PV
nachgerüstet
1) 2024
2) 2025 -
2035
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1 Mio. €
2
Rahmenvergabe
zur
Beschleunigung
des Photovoltaik
Ausbaus auf
kommunalen
Liegenschaften
2023 - 2024
Entwicklung einer Rahmenvergabe für die
Nachrüstung aller städtischen Gebäude mit
PV-Anlagen
1) ein (1) Rahmenauftrag für den Ausbau eines
quantifizierten Pakets städtischer Dachflächen
ist erteilt.
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich 3
Städtebauliche
Potentialanalyse
zu
Photovoltaik auf
Freiflächen
2024
Fertigstellung der Flächenpotenzialanalyse
PV-FFA
Klärung der rechtlichen Fragestellungen
zur Realisierung von PV-FFA
Erarbeitung eines Aktivierungs- und
Umsetzungskonzeptes zu PV-FFA im
Rahmen einer gesamtstädtischen Strategie
zu erneuerbaren Energien PV-
Freiflächenstrategie (und Ratsbeschluss)
1) eine (1) Vorlage zum Aktivierungs- und
Umsetzungskonzept zu PV-FFA ist dem Rat
zur Beschlussfassung vorgelegt.
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
4
Modellvorhaben
Photovoltaik auf
Freiflächen
2024
Es wird ein Standardprozess entwickelt der
alle zuständigen Dienststellen zur
Genehmigung beteiligt. Durch drei
Pilotanlagen kann der Prozess entwickelt
werden.
Dünnwald (rund 30 Hektar)
Rondorf (rund 6,5 Hektar)
Worringen (rund 11,5 Hektar)
1) drei (3) Pilotflächen für PV-FFA/Agri- PV sind
genehmigt. 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1
2
3
4
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5 Windenergie-
potenziale nutzen 2025
Bereitstellung der notwendigen Flächen auf
dem Gebiet der Stadt Köln, insbesondere
im Kölner Norden, um einen signifikanten
Anteil des Strombedarfs mittels lokaler
Windenergie decken zu können.
1) 8-13 Windenergieanlagen sind im Vorgriff auf
den Regionalplan entsprechend des rechtlich
vorgesehenen Verfahrens genehmigt
2025
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
6
Förderprogramme
„Gebäude-sanierung
– klimafreundliches
Wohnen“ und
„Photovoltaik und
Erneuerbare
Energien –
klimafreundliches
Köln“
2023 - 2027
Beschluss der drei neuen
Förderprogramme: „Gebäudesanierung -
klimafreundliches Wohnen“, „Photovoltaik –
klimafreundliches Wohnen“, „Photovoltaik
klimafreundliches Arbeiten“
Die Förderprogramme werden aus dem
Investitionsprogramm Klimaschutz
finanziert, über das bis 2027 jährlich 20
Mio.€/a zur Verfügung stehen.
1) drei neue Förderprogramme:
„Gebäudesanierung- klimafreundliches
Wohnen“,
„Photovoltaik-klimafreundliches Wohnen“,
„Photovoltaik klimafreundliches Arbeiten“
sind durch den Rat beschlossen.
2023 40 Mio. € 100 Mio. €
7
Förderprogramm
erneuerbarer
Strom als
Bestandteil der
Sportförder-
richtlinie
2024
Sportförderrichtlinie
Bündelung der Förderzugänge des
Sportamtes
Fördersumme von bis zu 87,5% der
Gesamtkosten, für klimarelevante
Maßnahmen wie bspw. Photovoltaik, und
eine Aufhebung der Nachrangigkeit in
Bezug auf Mittelzuwendungen von EU,
Bund und Ländern
1) Ziele für die Ausschöpfung des
Förderprogramms erneuerbarer Strom der
Sportförderrichtlinie sind definiert
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
8 Kommunale
Wärmeplanung 2024 - 2026
Erarbeitung der fachlichen Grundlagen zu
der kommunalen Wärmeplanung
Schaffung einer leistungsfähigen
Projektstruktur
Ausarbeitung erster Maßnahmen zur
Wärmewendestrategie
Start der Beteiligungsprozesse mit
relevanten Akteur*innen
Herstellung der erforderlichen
Beschlusslage für die Aufstellung des
kommunalen Wärmeplans
Durchführung, Veröffentlichung und
Weiterentwicklung der kommunalen
Wärmeplanung auf Basis des Beschlusses
und entsprechend der gesetzlichen
Anforderungen
1) eine (1) Vorlage zur Durchführung der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
2) eine (1) Vorlage für den Beschluss der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
1) 2024
2) 2026
165.000 € 300.000 €
5
6
7
8
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
9 Geothermie 2023 - 2024
Ausschöpfung der Möglichkeiten der
Wärmeversorgung durch oberflächennahe
Geothermie
Bereitstellung einer digitalen
Kartenanwendung für die oberflächennahe
Geothermie-Nutzung für das
Standortpotenzial von Geothermie-Anlagen
als Planungsgrundlage für private und
gewerbliche Interessent*innen
Geothermieanlage im Großprojekt Rondorf
Nord-West
1) Digitale Karte inkl. Webanwendung zur Klärung
des sinnvollen Einsatzes von Geothermie-
Anlagen ist verfügbar.
2) Fertigstellung der Geothermie-anlage im
Großprojekt Rondorf Nord-West.
1) 2023
2) 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Direkter Einflussb.
1
Verankerung von
Klimaschutz und
Nachhaltigkeit bei
Beschaffung und
Vergabe
2023 2024
nachhaltige Ausrichtung des städtischen
Einkaufs und der Vergabe von Liefer-
und Dienstleistungen im Sinne des
Klimaschutzes gemäß des Beschlusses
des Ausschusses für Allgemeine
Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe
/ Internationales (AN/0473/2023)
Weiterführung von GoGreen-
Zertifizierung für Pakete- und
Briefsendungen
1) Nachhaltige Produkte sind in der
Einkaufsplattform besser erkennbar
2) Ein (1) GoGreen Zusatzvertrag Teilleistungen
für Briefsendungen
1) 2024
2) ab
2025
10.000 € 10.000 €
Indirekter Einflussbereich
2
Vergabe
städtischer
Grundstücke in
großflächigen
Gewerbegebieten
2023 - 2024
Verkauf städtischer Gewerbegrundstücke
mit schlankem Auswahlverfahren und
klimaschutzrelevanten Kriterien in 3
Prüfungsphasen
Bereits in der 1. Prüfungsphase als
Mindestanforderung Einhaltung
Effizienzgebäude 40 EE und Photovoltaik
(1 kWp je errichtetem Gebäude)
In den Prüfungsphasen 2 und 3 Positiv-
Bewertungen für weitere
Flächeneffizienzen und dekarbonisierte
Mobilität
1) eine (1) Beschlussvorlage ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
9
1
2
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Direkter Einfl. Einflussbereich
1 Ausbau
Ladeinfrastruktur 2022 - 2027
Errichtung von Ladesäulen für städtische
Fahrzeuge auf nicht öffentlich
zugänglichen städtischen Liegenschaften
Prüfung der stadteigenen Parkhäuser/
Tiefgaragen auf Tauglichkeit zur
Umrüstung auf Elektro-Mobilität städtischer
Fahrzeuge
Erprobung neuer Ladetechniken
1) Ausbaustufe des der Ladeinfrastruktur mit
zusätzlichen Ladepunkten im öffentlichen
Raum ist erreicht
2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
2 Transformation
städtischer
Fuhrpark
2023
Umstellung des städtischen Fuhrparks auf
Elektroantriebe
Maschinenpark bereichsübergreifend
klimafreundlich ausstatten
Dienstfahrzeuge durch Zugang zu Car-
Sharing deutlich reduzieren
Beschaffung von Dienstfahrrädern
Ausbau Ladesäulen
1) eine (1) Konzeption für die Transformation des
Fuhrparks und Umsetzbarkeit auf
Betriebshöfen ist entwickelt
2) Meilensteine für die stufenweise
Transformation des Fuhrparks im Umfang von
aktuell 1553 Fahrzeugen sind definiert
1) 2024
2) ab
2024
18,5 Mio.
€
18,5 Mio.
€
3 Klimaneutraler
Bauhof 2024-2035
Der Bauhof der Stadtverwaltung wird bis
2035 klimaneutral
Entwicklung eines Aktionsplans mit
einzelmaßnahmen in den Bereichen:
1. Status Quo Analyse
2. Fuhrpark- und Gerätemanagement
3. Lade- und Tankinfrastruktur
4. Lademanagement
5. Digitalisierung von Betriebs- und
Arbeitsabläufen
6. Digitales Flottenmanagement
7. Mobilitätsmanagement für Mitarbeitende
1) ein (1) Gutachten ist fertiggestellt 2024 238.000 € 238.000 €
1
2
3
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Direkter Einflussbereich
4
Transformation
des
Fahrzeug- und
Maschinen-
bestands
des Amtes für
Landschafts-
pflege und
Grünflächen
2023 - 2035
Neuanschaffungen von handgeführten
Maschinen grundsätzlich nur noch mit
Elektroantrieb
Umbau von dieselbetriebenen
Kolonnenfahrzeuge auf Elektroantrieb
Neuanschaffungen großer Maschinen und
Fahrzeuge nur noch mit Elektromotor
Steigerung von handgeführten
Elektromaschinen von 13% (2020) auf
mehr als 40%
Anteil E-Fahrzeuge knapp 20% (viele
Sonderfahrzeuge sind noch nicht am Markt
verfügbar)
1) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 60% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 30 %
2) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 90% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 70%
3) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 95% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 85%
1) 2025
2) 2030
3) 2035
16,32 Mio.
€
16,32 Mio.
€
5
Probebetrieb
eines
elektrischen
Rettungswagens
und eines
elektrischen
Notarzt-
einsatzfahrzeugs
im
Rettungsdienst
der Feuerwehr
2023 - 2024
Erprobung elektrischer RTW (eRTW) und
NEF (eNEF)
Umsetzung passender Ladeinfrastruktur
1) ein (1) elektrisch betriebener Rettungswagen
(eRTW) ist beschafft und in Betrieb genommen
2) zwei (2) elektrisch betriebene
Notarzteinsatzfahrzeuge (eNEF) sind beschafft
und in Betrieb genommen
1) 2023
2) 2024
670.000 € 670.000 €
6
Entwicklungs-
projekt
für elektrisch
angetriebene
Löschfahrzeuge
bei der
Feuerwehr
2023 - 2025 Beschaffung und Erprobung von elektrisch
angetriebenen Löschfahrzeugen
1) drei (3) elektrisch betriebene Löschfahrzeuge
(eHLF) sind beschafft und in Betrieb
genommen
2025 5,4 Mio. € 5,4 Mio. €
7 Biogas-
betriebener
Bibliotheksbus
2023 - 2024
Erster europaweiter Bibliotheksbus, der mit
Biomethan betrieben wird
Reduktion des Benzinverbrauchs auf Null
1) ein (1) Bibliotheksbusses und neue
Haltestellen sind in Betrieb genommen;
nachhaltige Programmangebote sind gestartet
2) Anschaffung eines (1) E-Transporters und von
Lastenrädern (in Planung)
2023-
2024 980.000 € 980.000 €
4
5
6
7
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
8 Besser durch
Köln 2025 - 2027
Erarbeitung eines nachhaltigen
Mobilitätsplans
Das Ziel des Mobilitätsplans ist es,
Maßnahmen und Handlungsschwerpunkte
zu definieren, die es ermöglichen, das
kommunale Ziel der Klimaneutralität bis
2035 auch im Mobilitätssektor zu
erreichen.
Grundlagenanalyse
Strategieentwicklung mit konkreten
Maßnahmen und Verschränkung mit
bestehenden gesamtstädtischen Strategien
(bspw. Kölner Perspektiven 2030+,
Gutachten "Köln klimaneutral
2035"/Aktionsplan Klimaschutz)
Erarbeitung eines Evaluierungskonzepts
1) eine (1) politische Beschlussfassung zu Stufe
1, Leitbild und Strategie des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“
2) eine (1) politische Beschlussfassung zu Stufe 2
des nachhaltigen Mobilitätsplans "Besser durch
Köln"
1) 2025
2) 2027
1,8 Mio. € 1,9 Mio. €
9 Antriebs-
technologien 2024 - 2026
Ausbau der Ladeinfrastruktur für
Elektromobilität im öffentlichen
Straßenraum
1) 251 Ladesäulen
2) 409 Ladesäule
3) 500 Ladesäule
1) 2024
2) 2025
3) 2026
39,5 Mio.
€
39,5 Mio.
€
10 Stadtbahnausbau 2023 - 2035 ÖPNV-Netzentwicklung
Ausbau Stadtbahn
1) Umsetzung der Projekte die im Rahmen der
ÖPNV-Netzentwicklung bis 2032 umgesetzt
sein sollen
2) Umsetzung der Projekte die im Rahmen der
ÖPNV-Netzentwicklung nach 2032 umgesetzt
sein sollen
1) 2023 -
2032
2) ab
2032
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
11
Anpassungen im
Motorisierten
Individualverkehr
(MIV)
2023 - 2024
Definition eines MIV-Grundnetzes
Einrichtung Bewohnerparkgebiete
Parkraumbewirtschaftung
Fertigstellung des Carsharingskonzeptes
Vergabe von Carsharingstationen
stärkere Gewichtung von Aspekten der
Aufenthaltsqualität und der
Verkehrssicherheit in der Planung
1) Optimierung des Bewohnerparkgebietes Deutz
I mit Ausweitung Bewohnerparkreservierung
2) Fertigstellung des Carsharingkonzeptes
3) Vergabe von bis zu 70 weiteren
Carsharingstationen im öffentlichen
Straßenland
4) Anpassung der Parkgebührenordnung
5) Überplanung weiterer Bewohnerparkgebiete
6) Fortschreibung des Carsharingkonzeptes
7) Anpassung der Gebühren für das
Bewohnerparken
1) 2023 -
2024
2) ab
2024
10,9236
Mio. €
10,9236
Mio. €
8
9
10
11
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
8 Vernetzte
Mobilität 2024 Erstellung von Mobilstationen in jedem
Stadtbezirk und an allen Bahnhaltepunkten
1) Jeder Kölner Stadtbezirk soll mit mindestens
einer Mobilstation ausgestattet und alle
Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet zu
Mobilstationen mit ergänzenden Angeboten
weiterzuentwickeln sein
ab 2024 1,28 Mio.
€
1,28 Mio.
€
13
Förderung
Nahmobilität:
Fuß- und
Radverkehrs-
förderung
2023 - 2025
Befahrbares Rad(haupt-)routennetz
Schaffung von neuen Fuß-und
Radwegebrücken
Ausbau von Fahrradabstellanlagen und
Fahrradreparatursäulen
1) 1500 Fahrradabstellplätze pro Jahr (Zielwert)
2) 20 Abschnitte Fahrradstraßen
3) 30 geöffnete Einbahnstraßen
4) Erweiterter Planungsbeschluss Neue Fuß- und
Radwegebrücke südlich der
Hohenzollernbrücke
5) 1500 Fahrradabstellplätze pro Jahr (Zielwert)
1) 2023 -
2024
2) ab
2025
85,87514
Mio. €
85,87514
Mio. €
Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Indirekter Einflussbereich
1 Zero Waste
Konzept 2023 - 2035
Konzept mit entwickelten Maßnahmen und
Handlungsansätzen zur Vermeidung
unnötiger Abfälle
Aufbau eines Zero Waste-Teams bzw.
einer Zero Waste-Fachstelle als zentrale
Anlaufstelle auf Seiten der Stadt Köln und
der AWB GmbH
Einrichtung eines Zero Waste-Beirates
Umsetzung des Maßnahmenkatalogs
1) politische Beschlussfassung des Zero Waste
Konzepts ist erfolgt
2) Siedlungsabfälle sind auf 15 % (403 kg pro
Kopf und Jahr) reduziert und Restmüllmenge
ist um 30 % (160 kg pro Kopf und Jahr)
reduziert
3) Siedlungsabfälle sind auf weniger als 380
kg/(E*a) reduziert und Restmüllmenge ist auf
weniger als 140 kg/(E*a) reduziert
1) 2023
2) 2035
3) ab
2035
200.000 € 200.000 €
2 Klimaschutzpreis 2024
Preis zur Förderung von Innovationen im
Klimaschutz
10.000 € Preisgeld
1) Auszeichnung von drei (3) Preisträger*innen
alle zwei Jahre 2024 10.000 € 60.000 €
13
1
2
12
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
3
Schulische
Nachhaltigkeits-
bildung zu
Ernährung,
Konsum und
klima-
schonendem
Verhalten
2023 - 2035
Systematische Förderung der Bildung für
Nachhaltige Entwicklung sowie Information
zu Angeboten, Programmen und Projekten
von regionalen und überregionalen
Akteur*innen zur Bildung für Nachhaltige
Entwicklung
Vereinbarung von Nachhaltigkeitskriterien
für Schulen im Sekundarstufe I mit
gebundenen Ganztag zur Vergabe von
Verpflegungsdienstleistung
Verankerung von Vermeidung von
Lebensmittelverschwendung und
Nachhaltigkeitsbildung durch verschiedene
Bildungsmaßnahmen im schulischen
Handeln
1) Veröffentlichung eines Verpflegungskonzeptes
2) Durchführung von Workshops
3) Die Quote biologisch erzeugter Lebensmittel in
der schulischen Verpflegung ist von 20% auf
100% gesteigert
1) 2023
2) 2026
3) 2035
2.500 € 2.500 €
Indirekter Einflussbereich
4
Außerschulische
Nachhaltigkeits-
bildung zu
Ernährung,
Konsum und
klima-
schonendem
Verhalten
2023 - 2025
Qualifizierung und Aktivierung von Kinder
und Jugendliche zum klimaschonenden
Handeln
Projekt „klimagerechte / klimasensible
Ernährung“
Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte
im Bereich Ökologische Bildung
Aufnahme des Themas
Klimawandelanpassung in die Spielplatz-
Bedarfsplanung
1) die etablierten Nachhaltigkeitskriterien in allen
Belieferungssystemen der Mittagsverpflegung
zu 100% implementiert
2) Qualitätskriterien und Nachhaltigkeitsaspekte
sind für zukünftige Vergabeverfahren
quantifiziert
3) Bedarfsorientierte Erweiterung um 2 bis 4
weitere Fortbildungsangebote im Bereich
Ökologische Bildung
4) Erhalt und Weiterentwicklung der
Außerschulischen Lernorte und der
Angebotsvielfalt entlang der Bildungskette
(Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren)
1) 2024
2), 3)
2025
4) 2035ff
11,42948
Mio. €
11,42948
Mio. €
5
Außerschulischer
Lernort
Gartenlabor
Museum
Schnütgen
2024 - 2026
Garten und Gartenzimmer zu einem
außerschulischen Lernort zur
Nachhaltigkeits- und Umweltbildung sowohl
für Schülerinnen und Schüler
1) ein (1) außerschulischer Lernort ist in Betrieb
genommen
2024 -
2026 11.000 € 20.000 €
3
4
5
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Direkter Einflussbereich
Einflussbereich 6
Aufstellung von
Klimabilanzen
und
Weiterbildung zu
Transformations-
managern in der
Kulturszene -
Programm
„Köln hoch3“
2024
Ausbildung von
Transformationsmanager*innen mit dem
Ziel:
Handlungswissen vermitteln, wie
Kulturstätten und Medienproduktionen
den Weg zu mehr Nachhaltigkeit
beschreiten können.
Vernetzung von Akteur*innen
untereinander und mit Expert*innen.
Erstellung einer Treibhausgasbilanz der
teilnehmenden Einrichtungen
Entwicklung von Umsetzungsmaßnahmen
1) Mitarbeiter*innen von 13 städtischen und
städtisch geförderten Kulturinstitutionen haben
die Weiterbildung zur
Transformationsmanager*in absolviert
2) Für sechs (6) städtische Kulturinstitutionen ist
je eine Klimabilanz erstellt
2024 170.000 € 170.000 €
Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Direkter Einflussbereich
1
Digitales
Monitoring und
Controlling
2024 - 2025
Fortführung der Treibhausgasbilanzierung
(BISKO-konform)
Inbetriebnahme einer webbasierten
Klimaschutz Monitoring/Controlling
Plattform
Multiprojektmanagement und
Überwachung des Ziels der
Treibhausgasneutralität bis 2035
Transparente Darstellung der
Erfolgsmessung einzelner Projekte
sowie übergeordneter Ebenen anhand
spezifischer Indikatoren
Organisation und Abbildung der
Gesamtergebnisse einer Vielzahl an
Projekten
Datensammlung / Bereitstellung mit
dem Ziel der automatisierten
Datenübertragung
1) eine (1) Monitoring/Controlling-Plattform ist in
Betrieb mit Anbindung von cProject und
weiterer städtischer Datenquellen
2) Die Plattform ist erweitert und für das
Klimaschutzmonitoring relevante SWK-weite
Daten sind integriert
1) 2024
2) 2025
114.000 € 250.000 €
6
1
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
2
Klimaschutz-
wirksame
Digitalisierungs-
potentiale nutzen
2024 - 2027
Erarbeitung nachhaltiger IT-Infrastruktur
und Prozessen für digitale, leistungsfähige
Lösungen für den Klimaschutz
Ressourcenschonendes und nachhaltiges
Arbeiten durch digitale Lösungen
ermöglichen
IT-Beschaffung hinsichtlich Aspekten der
Suffizienz, Energieeffizienz und
Nachhaltigkeit umsetzen
Ennergieeffizienz der
Rechenzentrenerhöhen
1) Einsparpotentiale sind quantifiziert 2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
7,7844
Mio. €
3
Einrichtung
dezentraler
Klimaschutz-
manager*innen
über die
Kommunal-
richtlinie
2023 - 2025
Beantragung von
Klimaschutzmanager*innen zur
(Weiter)Entwicklung von Entscheidungs- und
Arbeitsprozessen sowie der
verwaltungsinternen Vernetzung und
Querschnittsarbeit im Bereich Klimaschutz
2) Förderantrag für Klimaschutzmanager*innen-
Stellen ist gestellt 2024 757.800 € 2,2734
Mio. €
4
Internes Change-
Agent-Netzwerk
für
Klimaschutz
2023 - 2035
Etablierung eines Change-Agent-Netzwerk
für den Klimaschutz mit den Zielen
Wünsche und Anforderungen in Bezug auf
klimaschutzrelevante Themen der
Verwaltung regelmäßig erfassen
Verwaltungsinterne Kommunikation und
Vernetzung fördern
Verständnis interner Abhängigkeiten
fördern
Entscheidungsabläufe beschleunigen
3) Aufbau eines (1) Netzwerks 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Klimaschutz in
der
Rechtsberatung
2024-2035
Rechtsberatung zu Themen des
Klimaschutzes mit dem Ziel:
ämterübergreifende Beratung
Veränderungsprozesse anstoßen und
begleiten. Chancen-Risiken-Analysen
Unterstützen bei der Problemlösungen bei
der Umsetzung verschiedener Maßnahmen
1) Ziele der Rechtsberatung sind quantifiziert 2024 60.000 € 60.000 €
5
4
2
3
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
6
Kommunikations-
kampagne
Klimaneutralität
2023 - 2035
Entwicklung und Etablierung einer Wort-
Bild-Marke zur Klimaneutralität Kölns
Kommunikationskampagne um die
Kölner Stadtgesellschaft zum
klimafreundlichen Handeln aktivieren
und inspirieren.
Das positive Ergebnis des
Transformationsprozesses begreifbar
machen, um die Akzeptanz zu erhöhen.
Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt
Köln sichtbar machen und die Stadt als
Akteurin im Bereich Klimaschutz
etablieren.
Konstruktive Stadtgespräche zum
Klimaschutz erzeugen.
Schaufenster sein für die
Förderangebote, Aktivitäten und
Akteur*innen im Kölner Klimaschutz.
Themen und Inhalte mit praxisnahem
Köln-Bezug vermitteln und so einen
Mehrwert schaffen.
1) Kampagnenstart
2) 30 Stakeholder, die die Wort-Bild-Marke in ihre
Medien aufnehmen oder Inhalte im Rahmen
der Kampagne gemeinsam ausgestalten
3) 500.000 erzeugte Kontakte durch Owned,
Earned und Paid Content (OoH, PR, Social
Media, Website, Event)
2023-
2024 275.000 € 457.686 €
7
Vernetzung mit
zentralen
Wissensträgern
2024 - 2035
Steigerung des verwaltungsinternen
Bekanntheitsgrads der
Kooperationsmöglichkeiten über
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2)
Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
mit der Universität zu Köln
Weiterentwicklung des
Raumnutzungskonzepts von
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) für
die temporäre oder dauerhafte
Zusammenarbeit mit zentralen Wissens-
und Umsetzungsakteuren
1) Kooperationsvereinbarungen sind mit
mindestens zwei (2) Wissensträgern (bspw.
Universität zu Köln und TH-Köln) geschlossen
und quantifizierbare Zielsetzungen sind
vereinbart
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Summe 334.151.520
€
2.925.766.
206 €
6
7
2
Klimaschutz-
wirksame
Digitalisierungs-
potentiale nutzen
2024 - 2027
Erarbeitung nachhaltiger IT-Infrastruktur
und Prozessen für digitale, leistungsfähige
Lösungen für den Klimaschutz
Ressourcenschonendes und nachhaltiges
Arbeiten durch digitale Lösungen
ermöglichen
IT-Beschaffung hinsichtlich Aspekten der
Suffizienz, Energieeffizienz und
Nachhaltigkeit umsetzen
Ennergieeffizienz der
Rechenzentrenerhöhen
1) Einsparpotentiale sind quantifiziert 2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
7,7844
Mio. €
3
Einrichtung
dezentraler
Klimaschutz-
manager*innen
über die
Kommunal-
richtlinie
2023 - 2025
Beantragung von
Klimaschutzmanager*innen zur
(Weiter)Entwicklung von Entscheidungs- und
Arbeitsprozessen sowie der
verwaltungsinternen Vernetzung und
Querschnittsarbeit im Bereich Klimaschutz
2) Förderantrag für Klimaschutzmanager*innen-
Stellen ist gestellt 2024 757.800 € 2,2734
Mio. €
4
Internes Change-
Agent-Netzwerk
für
Klimaschutz
2023 - 2035
Etablierung eines Change-Agent-Netzwerk
für den Klimaschutz mit den Zielen
Wünsche und Anforderungen in Bezug auf
klimaschutzrelevante Themen der
Verwaltung regelmäßig erfassen
Verwaltungsinterne Kommunikation und
Vernetzung fördern
Verständnis interner Abhängigkeiten
fördern
Entscheidungsabläufe beschleunigen
3) Aufbau eines (1) Netzwerks 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Klimaschutz in
der
Rechtsberatung
2024-2035
Rechtsberatung zu Themen des
Klimaschutzes mit dem Ziel:
ämterübergreifende Beratung
Veränderungsprozesse anstoßen und
begleiten. Chancen-Risiken-Analysen
Unterstützen bei der Problemlösungen bei
der Umsetzung verschiedener Maßnahmen
1) Ziele der Rechtsberatung sind quantifiziert 2024 60.000 € 60.000 €
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5
4
2
3
Indirekter Einflussbereich
6
Kommunikations-
kampagne
Klimaneutralität
2023 - 2035
Entwicklung und Etablierung einer Wort-
Bild-Marke zur Klimaneutralität Kölns
Kommunikationskampagne um die
Kölner Stadtgesellschaft zum
klimafreundlichen Handeln aktivieren
und inspirieren.
Das positive Ergebnis des
Transformationsprozesses begreifbar
machen, um die Akzeptanz zu erhöhen.
Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt
Köln sichtbar machen und die Stadt als
Akteurin im Bereich Klimaschutz
etablieren.
Konstruktive Stadtgespräche zum
Klimaschutz erzeugen.
Schaufenster sein für die
Förderangebote, Aktivitäten und
Akteur*innen im Kölner Klimaschutz.
Themen und Inhalte mit praxisnahem
Köln-Bezug vermitteln und so einen
Mehrwert schaffen.
1) Kampagnenstart
2) 30 Stakeholder, die die Wort-Bild-Marke in ihre
Medien aufnehmen oder Inhalte im Rahmen
der Kampagne gemeinsam ausgestalten
3) 500.000 erzeugte Kontakte durch Owned,
Earned und Paid Content (OoH, PR, Social
Media, Website, Event)
2023-
2024 275.000 € 457.686 €
7
Vernetzung mit
zentralen
Wissensträgern
2024 - 2035
Steigerung des verwaltungsinternen
Bekanntheitsgrads der
Kooperationsmöglichkeiten über
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2)
Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
mit der Universität zu Köln
Weiterentwicklung des
Raumnutzungskonzepts von
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) für
die temporäre oder dauerhafte
Zusammenarbeit mit zentralen Wissens-
und Umsetzungsakteuren
1) Kooperationsvereinbarungen sind mit
mindestens zwei (2) Wissensträgern (bspw.
Universität zu Köln und TH-Köln) geschlossen
und quantifizierbare Zielsetzungen sind
vereinbart
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Summe 334.151.520
€
2.925.766.
206 €
6
7
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
Anlage 1: Aktionsplan Klimaschutz
456716 Zeichen
Stadt Köln
Aktionsplan Klimaschutz Köln
Quelle: Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), eigene Berechnungen Zeit Online
2
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zum “ Aktionsplan Klimaschutz”
Herr Beigeordneter William Wolfgramm
7
1 Einleitung 8
2 Der Weg zum Aktionsplan 9
2.1 Die Basis: Gutachten „Köln klimaneutral 2035“ 9
2.2 Ergebnis der Operationalisierung: Was ist der Aktionsplan Klimaschutz? 13
3 Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen 19
3.1 Handlungsfeld 1: „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“ 20
3.2 Handlungsfeld 2: „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“ 52
3.3 Handlungsfeld 3: „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ 102
3.4 Handlungsfeld 4: „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“ 128
3.5 Handlungsfeld 5: „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ 171
3.6 Handlungsfeld 6: „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Kli -
maneutralität erreichen“ 191
Aktionsplan Klimaschutz Köln
3
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Einflussbereich der unterschiedlichen Akteur*innen 10
Abbildung 2 Die Zielbeiträge je Handlungsfeld 11
Abbildung 3 Zusammenhang der Portfolios mit dem Aktionsplan 12
Abbildung 4 Die Handlungsschwerpunkte eingeordnet nach Wirtschaftlichkeit und Wirkungszeitraum
im Aktivitätenportfolio. Die Kreisgröße entspricht der Einsparung in Tonnen CO2 13
Abbildung 5 Komponenten des Aktionsplans Klimaschutz 15
Abbildung 6 Übersicht des kommunal beeinflussbaren Einsparpotenzials im Verhältnis zum
Reduktionspotenzial je Handlungsfeld 16
Abbildung 7 Übersicht zum Aktionsplan Klimaschutz 17
Abbildung 8 Zuordnung der Handlungsschwerpunkte nach Wirkung 18
Abbildung 9 Aktivitätenportfolio - Köln klimaneutral 2035: Zuordnung der Vorhaben des Aktionsplans
von Verwaltung und städtischen Beteiligungen anhand der Systematik des
Fachgutachtens
19
Abbildung 10 Darstellung der Potenzialfläche “Köln-Worringen” 89
Abbildung 11 Darstellung der Potenzialfläche “Köln-A57” 89
Abbildung 12 Dekarbonisierung der Wärmenetze Köln 94
Abbildung 13 Unterstützungsbedarf bei der Wärmewende 95
Abbildung 14 Qualitative Entwicklung der THG-Emissionen der KVB (Scope 1 +2) 165
Aktionsplan Klimaschutz Köln
4
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Gebäude und Quartiere werden klimaneutral 26
Tabelle 2 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Klimaneutrale Energieversorgung erreichen 62
Tabelle 3 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Arbeiten und Wirtschaften erfolgen
klimaneutral 108
Tabelle 4 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Mobilität und Logistik werden klimaneutral 136
Tabelle 5 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Klimaneutralen Lebensstil und Bildung
fördern 176
Tabelle 6 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Kommunale und zivilgesellschaftliche
Transformation zur Klimaneutralität erreichen 196
Aktionsplan Klimaschutz Köln
5
Aktionsplan Klimaschutz Köln
Abkürzungsverzeichnis
AKW Außenklärwerken
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
AVR Arbeitsvertragsrichtlinien
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
BAB Bundesautobahn
BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BEW Bundesförderung für effiziente Wärmenetze
BHKW Blockheizkraftwerk
BMDV Bundesministerium für Digitales und Verkehr
BNE Bildung für nachhaltige Entwicklung
DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V .
Difu Deutsches Institut für Urbanistik
EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023
FNP Flächennutzungsplan
FW Fernwärme
GAG GAG Immobilien AG
GEG Gebäudeenergiegesetz
GWK Großklärwerk
HGK Häfen- und Güterverkehrsbetriebe AG
HLF Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
KBW KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
KMU kleine und mittlere Unternehmen
KsNI Klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur
Koelnmesse Koelnmesse GmbH
KVB Kölner Verkehrsbetriebe AG
kWh Kilowattstunde
KWP Kommunale Wärmeplanung
kWp Kilowatt-Peak
LEP NRW Landesentwicklungsplan NRW
LOI Letter of Intent
6
Aktionsplan Klimaschutz Köln
MIV motorisierter Individualverkehr
MWp Megawatt-Peak
NKI Nationale Klimaschutzinitiative
NEF Notarzteinsatzfahrzeug
PPA Power Purchase Agreement
PV-FFA Photovoltaik-Freiflächenanlagen
RE RheinEnergie AG
RNG Rheinische NETZGesellschaft mbH
RTW Rettungswagen
StEB Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
SWK Stadtwerke Köln
t CO2 eq/a Tonnen CO 2-Äquivalent pro Jahr
THG Treibhausgas
UVPG Gesetz übder die Umweltverträglichkeitsprüfung
WEA Windenergieanlagen
WindBG Windenergieflächenbedarfgesetz
WPG Wärmeplanungsgesetz
7
Vorwort zum “ Aktionsplan Klimaschutz”
Herr Beigeordneter William Wolfgramm
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserin, lieber Leser,
Köln hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Und
die gute Nachricht ist: es ist möglich. Aber es erfordert enorme Anstren-
gungen aller Akteur*innen. Der Rat der Stadt Köln hat im Dezember
2022 das Gutachten „Klimaneutrales Köln 2035“ als Handlungsrah -
men für die Gesamtstadt beschlossen. Doch welchen Beitrag kann die
Stadtverwaltung selbst mit ihren Beteiligungsgesellschaften leisten?
Welche klimaschutzwirksamen Aktivitäten können wir umsetzen oder
fortführen, welche intensivieren und weiterentwickeln?
Der vorliegende „Aktionsplan Klimaschutz“ beantwortet diese Fragen
im Hinblick auf die nähere Zukunft und gibt Einblick in weitere Schritte, die bereits jetzt auf den Weg ge -
bracht werden, um mittel- und langfristige Umsetzungserfolge zu erzielen. Damit stellt sich die Stadt Köln
der Herausforderung, das Handeln der Verwaltung und das Wirtschaften städtischer Beteiligungen systema-
tisch im Hinblick auf Klimaschutz aufzubereiten und damit transparent und strategisch steuerbar zu machen.
Der „Aktionsplan Klimaschutz“ ist damit Ergebnis eines intensiven Prozesses, an dem alle Dezernate sowie
große Beteiligungsgesellschaften mitgewirkt haben, um die klimaschutzwirksamen Vorhaben zu systemati -
sieren und auf die Zielsetzung gesamtstädtischer Klimaneutralität auszurichten. Er bietet Orientierung bei der
Gewichtung klimaschutzwirksamer Vorhaben in den Arbeits- und Ressourcenplanungen von Verwaltung und
Beteiligungen für die nächsten Jahre.
Auch stellt er nicht nur den Status quo fest, sondern setzt klare Impulse für mehr und konsequenten Klima -
schutz. Er ist dazu angelegt, kontinuierlich fortgeschrieben und stets weiterentwickelt zu werden, sobald die
Umsetzungserfolge messbar sind, um weitergehende konkrete Ziele und Meilensteine zu definieren.
Das Monitoring bauen wir nun auf, um regelmäßig feststellen zu können, wo wir uns schon höhere Ziele
stecken können, als sie heute im Aktionsplan Klimaschutz formuliert sind, und wo wir unsere Anstrengungen
noch intensivieren müssen.
Das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität im gesamten Stadtgebiet erfordert das Handeln, die Beteiligung
und die Veränderungsbereitschaft der gesamten Stadtgesellschaft. Nur gemeinsam lässt sich eine zukunfts-
fähige und lebensfähige Stadt schaffen. Dafür benötigen wir den Austausch und die Zusammenarbeit mit
weiteren großen Akteur*innen in Köln zu ihren Aktionsplänen, damit wir gemeinsam als Verantwortungsträ -
ger*innen weitere Schritte im Transformationsprozess zu einer klimaneutralen Stadt Köln einleiten.
William Wolfgramm
Beigeordneter für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln
Aktionsplan Klimaschutz Köln
Quelle: Martina Goyert
8
8Einleitung
1 Einleitung
Mit Beschluss des Rates der Stadt Köln vom 08.12.2022 wurde die Verwaltung beauftragt, aus den gutachter-
lichen Empfehlungen und den vorgeschlagenen Instrumenten (Band 2 des Fachgutachtens „Köln Klimaneut-
ral 2035“) konkretisierende Maßnahmenpakete für einen Aktionsplan Klimaschutz abzuleiten und diesen dem
Rat zur Beschlussfassung vorzulegen.
Mit dem vorliegenden Aktionsplan Klimaschutz werden die gutachterlichen Empfehlungen in ein umfangrei -
ches, konkretes Maßnahmenpaket in Form von Steckbriefen der Verwaltung und städtischer Beteiligungen
mit großem Einfluss auf die gesamtstädtischen Treibhausgaseinsparziele übersetzt. Damit wird erstmals ver-
waltungsübergreifend dargestellt, welche klimaschutzwirksamen Beiträge die Stadt Köln sowie städtische
Beteiligungen aktuell bereits leisten oder planen fortzuführen, die auf die gesamtstädtischen Klimaziele ein -
zahlen.
Der Aktionsplan Klimaschutz beleuchtet das Handeln von Verwaltung und Beteiligungen systematisch im
Hinblick auf die Transformation zur Klimaneutralität. Dabei folgt der Aktionsplan den drei strategischen Haupt-
zielen Effizienz - der Reduktion von Energie- und Ressourcenbedarfen durch Technik, Konsistenz - einem
planvollen, langfristig orientierten Vorgehen und Suffizienz - der Reduktion von Energie- und Ressourcenbe -
darfen durch Einsparung. Durch SMARTe Ziel- und Zwischenzieldefinitionen (spezifisch, messbar, akzeptiert,
realistisch, terminiert) werden klimaschutzwirksame Beiträge transparent und strategisch steuerbar. Die Dar-
stellung der Vorhaben orientiert sich an den Handlungsfeldern des Fachgutachtens und umfasst sowohl die
aktuellen und geplanten Aktivitäten der Stadtverwaltung, als auch die städtischer Beteiligungen, welche ein
großes Einflusspotenzial auf die Minderung der Treibhausgasemissionen haben.
Kapitel 2 beschreibt den Weg zum Aktionsplan Klimaschutz: In Abschnitt 2.1 werden zunächst die Ergebnisse
des Fachgutachtens „Köln Klimaneutral 2035“ aus 2022 im Überblick aufbereitet, um die Basis der gesamt -
städtischen Treibhausgasminderungsstrategie darzustellen. Abschnitt 2.2 grenzt das Einflusspotenzial der
Stadtverwaltung und der Beteiligungen gegenüber den gesamtstädtischen Zielen ab und skizziert die Logik
des Aktionsplans Klimaschutz als Ergebnis eines umfassenden Operationalisierungsprozesses.
Sodann folgt mit Kapitel 3 der eigentliche Aktionsplan Klimaschutz, jeweils pro Handlungsfeld als Synop -
se der Vorhaben der Verwaltung und der städtischen Beteiligungen. Die Abschnitte für jedes Handlungsfeld
beginnen mit einer kurzen Lesehilfe, einer Übersichtsgrafik über die Laufzeiten der Vorhaben sowie einer
tabellarischen Darstellung der zentralen Eckdaten wie Zielkennzahlen, Treibhausgasminderungspotenziale
und Kosten. Anschließend folgen Steckbriefe mit detaillierten Darstellungen der einzelnen Vorhaben wobei
erst die Steckbriefe aufgelistet sind, die den direkten Einflussbereich betreffen und dann die den indirekte
Einflussbereich betreffen. Als Anlagen sind eine Gesamtübersicht über alle Handlungsfelder sowie jeweils
separate Übersichtstabellen je für die Vorhaben der Stadtverwaltung und die der städtischen Beteiligungen
zu finden.
In Summe führt das Portfolio des Aktionsplans Klimaschutz zu einem jährlichen Einsparziel in Höhe von 1,14
Millionen Tonnen CO2eq. Wie ist diese Zahl nun zu bewerten? Laut gutachterlicher Berechnungen können
die Verwaltung gemeinsam mit den städtischen Beteiligungen einen Beitrag von 2,7 bis maximal 3,5 Millio -
nen Tonnen CO2eq pro Jahr zum gesamtstädtischen Emissionsminderungsziel leisten. Mit dem als Wirkung
dieses Aktionsplans Klimaschutz berechneten Beitrag wird eine Zielerreichungsquote von ca. 42 % bezogen
auf den unteren Rand des Zielkorridors realisiert. Es lässt sich nicht bestreiten, dass dieses Ergebnis ein In -
dikator dafür ist, dass Klimaschutz noch konsequenter in das Handeln der Verwaltung und das Wirtschaften
der städtischen Beteiligungen integriert werden muss. Gleichwohl ist dieser Wert jedoch als sehr konserva -
tiv einzuordnen: zum einen war es trotz aller Anstrengungen noch nicht abschließend möglich, belastbare
9
9Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
2 Der Weg zum Aktionsplan
Dieses Kapitel beschreibt kurz die wesentlichen Inhalte des Gutachtens „Köln klimaneutral 2035“ aus dem
Jahr 2022 (2547/2022), dessen Band 2 die zentrale Grundlage für den hier vorliegenden Aktionsplan Klima -
schutz bildet. Darauf aufbauend werden die Inhalte und die Struktur des Aktionsplans Klimaschutz erläutert.
2.1 Die Basis: Gutachten „Köln klimaneutral 2035“
Das Gutachten für ein klimaneutrales Köln beschreibt Maßnahmen, Aktivitäten sowie Entscheidungs- und
Handlungsparameter zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2035. Die Verwaltung hatte in 2021 die Erstellung
des Gutachtens für ein klimaneutrales Köln beauftragt und einen breit angelegten Beteiligungsprozess des
Kölner Klimarats und seiner Projektgruppen koordiniert.
Das Gutachten des fachlich-wissenschaftlichen Konsortiums bildet einen, alle Akteursebenen umfassenden,
integrierenden Wegweiser für die Transformation der Stadt Köln (Band 1 des Gutachtens). Dabei zeigt die
Strategie einen möglichen Weg für eine gesamtstädtische, bilanzielle Klimaneutralität aus heutiger Perspekti-
ve auf und ist daher als lebendiger Prozess zu verstehen, der einer dynamischen Entwicklung unterliegt. Das
Maßnahmenportfolio (Band 1 des Gutachtens) und das Aktivitätenportfolio bestehend aus konkreten Hand -
lungsempfehlungen für die Stadtverwaltung (Band 2 des Gutachtens) bilden den Einstieg für die Operationa-
lisierung des Beitrags der Verwaltung der Stadt Köln und der städtischen Beteiligungen.
Kommunaler Einflussbereich
Das Gutachten benennt drei Entscheidungsebenen mit deren jeweiligen Einflussbereichen zum Erreichen der
Klimaneutralität (vgl. Abbildung 1):
1. Auf der übergeordneten Entscheidungsebene Bund, Land und EU werden wichtige Rahmenbedingungen
gesetzt.
2. Die Bürger*innen und Unternehmen (Marktakteur*innen) gestalten aktiv z.B. durch Investitionsentschei -
dungen, Beteiligung und Konsum- und Entscheidungsverhalten.
Treibhausgasminderungspotenziale auf Ebene jedes einzelnen Vorhabens abzubilden. Teilweise ist dies auf
mangelnde Datenverfügbarkeit zurückzuführen, teilweise sind Potenziale noch gar nicht erfasst, da Strategie-
prozesse laufen (beispielsweise „Besser durch Köln“ oder die Erstellung einer Sanierungsstrategie für den
städtischen Gebäudebestand) und Vorhaben daher nur exemplarisch erfasst wurden. Mit der parallel geplan-
ten Einführung eines Klimaschutz-Monitorings wird eine detailliertere Erfassung erfolgen. Aus dem Monito -
ring werden zukünftig auch die Bedarfe für die Fortschreibung des Aktionsplans Klimaschutz abzuleiten sein.
Bei der Darstellung der Kosten bildet der Aktionsplan Klimaschutz jeweils ab, in welcher Höhe bereits eine
Finanzierung in der aktuellen Haushaltsperiode (Verwaltung) oder in aktuellen Wirtschaftsplänen (städtische
Beteiligungen) gegeben ist. Darüber hinaus konnte in vielen Fällen bereits eine Prognose zu den zukünfti -
gen Finanzierungsbedarfen getroffen werden, die als Einordnung zukünftig zu erwartender Finanzbedarfe,
auch zur Einordnung der Vorhaben im Verhältnis zueinander, zu betrachten sind. Nicht in diesem Aktionsplan
Klimaschutz dargestellt sind die Kosteneinsparungen durch Effizienz- und auch Suffizienzmaßnahmen wie
energetische Sanierung oder die Umstellung auf erneuerbare Energien wie Eigenverbrauch von Photovol -
taik-Strom und erneuerbarer Wärme und damit einhergehend langfristige Vermeidung von CO 2-Abgaben auf
fossile Brennstoffe. Ebenso ist die strategische Nutzung der Förderlandschaft zur Entlastung des Haushalts
und der Budgets noch nicht gegengerechnet. Beides (Kosteneffizienzen, Förderung), sind bei der weiteren
Bearbeitung und Weiterentwicklung, bspw. bei der Vorbereitung von Einzelbeschlüssen zu beachten.
10
10Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
3. Der Konzern Stadt Köln handelt direkt und indirekt mit seiner Verwaltung und den städtischen Beteiligun-
gen.
Wichtig ist: Klimaneutralität kann nur erreicht werden, wenn alle Entscheidungsebenen ihren Beitrag leisten.
Weder die Verwaltung noch die städtischen Beteiligungen können durch eigenes direktes und indirektes Han-
deln das Ziel einer gesamtstädtischen Klimaneutralität erreichen.
Dennoch verfügt die Stadtverwaltung Köln mit ihren städtischen Beteiligungen über einen erheblichen Ein -
flussbereich zur Zielerreichung der Klimaneutralität. Der Begriff „Konzern Stadt Köln“ umfasst die Stadtver -
waltung, stadteigene Betriebe und städtische Beteiligungen. Er wird auf Maßnahmenebene verwendet,
wenn direkt gehandelt werden kann.
Die nachfolgende Abbildung visualisiert die unterschiedlichen Einflussbereiche und beziffert zudem den Ein-
flussbereich der Aktivitätenempfehlungen (siehe hierzu Band 2: Köln Klimaneutral 2035 - Aktivitätenportfolio
der Stadt Köln).
Abbildung 1 Einflussbereich der unterschiedlichen Akteur*innen (Quelle: Gutachten „Köln klimaneutral
2035“)
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Erreichung der Klimaneutralität mit einer umfassenden Transformation
der Stadtgesellschaft einhergehen muss, welche sowohl als systemische Aufgabe als auch als agiler Prozess
verstanden werden muss. In dieser Transformation spielen der Konzern Stadt, Bürger*innen sowie Unter -
nehmen gleichermaßen eine wesentliche Rollen für ihre jeweiligen Einfluss- und Verantwortungsbereiche.
11
11Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
THG-Einsparziele in den Handlungsfeldern im Überblick
Basierend auf dem Szenario wurden im Rahmen des Fachgutachtens THG-Reduktionsziele für die Handlungs-
felder
• Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
• Klimaneutrale Energieversorgung und -erzeugung erreichen
• Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
• Mobilität und Logistik werden klimaneutral
• Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
abgeleitet. Für das sechste Handlungsfeld „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klima -
neutralität erreichen“ wurde kein Reduktionsziel berechnet, da dieses Handlungsfeld den stadtgesellschaftli-
chen Transformationsprozess betrachtet. Durch diesen sind keine direkten Einsparungen zu erwarten, jedoch
tragen die Maßnahmen indirekt, beispielsweise durch die Schaffung der erforderlichen Strukturen und Rah -
menbedingungen, zu den THG-Einsparungen der anderen Handlungsfelder bei. Die Logik der Handlungsfelder
wird im Aktionsplan Klimaschutz erneut aufgegriffen.
Abbildung 2 Die Zielbeiträge je Handlungsfeld (Quelle: Gutachten „Köln klimaneutral 2035“)
12
12Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
Abbildung 3 Zusammenhang der Portfolios mit dem Aktionsplan (Quelle: Gertec Ingenieurgesellschaft)
Portfolioplan im Überblick
Im Rahmen des Fachgutachtens wurde das Instrument des Maßnahmenportfolios eingeführt, das durch 100
konkrete, in Zusammenarbeit mit den Projektgruppen des Kölner Klimarats erarbeitete, Aktivitätenempfehlun-
gen ergänzt und auf das Ziel Klimaneutralität bis 2035 ausgerichtet wurde. Für den Aktionsplan Klimaschutz
bildet dieses Portfolio ein Strukturierungsinstrument. Abbildung 3 zeigt die Logik der Übersetzung vom ge -
samtstädtischem Maßnahmenportfolio über das Aktivitätenportfolio für die Stadtverwaltung hin zum Aktions-
plan Klimaschutz. Die Struktur ermöglicht die laufende Erweiterung und Aktualisierung im Prozess sowie den
Einsatz im Rahmen des Monitorings, um den Umsetzungsstatus auf verschiedenen Aggregationsebenen zu
dokumentieren.
Kosten-Nutzen-Analyse
Im Rahmen der Kosten-Nutzen-Analyse des Fachgutachtens wurden – sofern möglich – THG-Einsparungen
für die Handlungsschwerpunkte berechnet. Abbildung 4 stellt die zentralen Ergebnisse aus der Analyse der
CO2-Vermeidungskosten auf der einen Seite und vermiedenen Umweltkosten sowie regionalen Wertschöp -
fungseffekten (Mehrgewinne bei Unternehmen, Kommunale Mehreinnahmen, Steigerung Nettoeinkommen)
auf der anderen Seite dar. Die Betrachtung der Nutzenaspekte der CO 2-Reduktion gilt es gleichermaßen
in einem Abwägungsprozess zu berücksichtigen, da die vereinfachte Priorisierung der Aktivitäten anhand
des Kriteriums „€ pro eingesparte Tonne CO2“ der Komplexität der Aufgabenstellung im Zusammenhang mit
einer Klimaneutralität nicht gerecht wird. Auf Ebene der Handlungsschwerpunkte wird auf Grundlage, der im
Rahmen der Kosten-Nutzen-Analyse ermittelten Kriterien, eine Priorisierung erstellt, indem die CO 2-Einspa-
rung, der Wirkungszeitraum und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Schwerpunkte in Beziehung zueinander
gesetzt werden.
Anmerkungen zu Abbildung 2:
Abbildung 2 visualisiert den Anteil jedes Handlungsfelds am gesamtstädtischen THG-Minderungsziel. Bei den
THG-Reduktionszielen sind die nachfolgenden Aspekte zu berücksichtigen: Das Handlungsfeld „Gebäude
und Quartiere werden klimaneutral“ beinhaltet nur die Effizienzgewinne für energetische Modernisierun -
gen der Gebäudehülle. Die Umstellung der Wärmeversorgung, die daraus resultierenden Reduktionsbeiträge
sowie die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden im Handlungsfeld „Klimaneutrale Energie -
versorgung und -erzeugung erreichen“ berücksichtigt. Durch die Transformation des Mobilitätssektors zur
Elektromobilität ist die klimaneutrale Stromerzeugung eng mit dem Mobilitätssektor verknüpft. Das Hand -
lungsfeld „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ betrachtet nur die nach der Territorialbilanz an -
setzbaren Reduktionsbeiträge in den Bereichen Energie, Wohnen und Mobilität. Der Bereich Ernährung und
Konsum wird somit nicht berücksichtigt. Damit ist der Beitrag mit lediglich 0,4 Million Tonnen pro Jahr sehr
konservativ angesetzt. Von dem Handlungsfeld „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ geht zusätz-
lich eine hohe Querschnittswirkung aus und trägt zur Akzeptanzsteigerung bei.
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13Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
Abbildung 4 Die Handlungsschwerpunkte eingeordnet nach Wirtschaftlichkeit und Wirkungszeitraum im
Aktivitätenportfolio. Die Kreisgröße entspricht der Einsparung in Tonnen CO 2 (Quelle: Gutach-
ten „Köln klimaneutral 2035“)
Hinweise zur Interpretation der Abbildung 4:
• Die Handlungsschwerpunkte werden als Kreise dargestellt.
• Die Y -Achse (vertikale Ebene) gibt die Wirtschaftlichkeit des Handlungsschwerpunktes an. Je niedriger ein
Handlungsschwerpunkt vertikal verortet ist, desto höher ist die Wirtschaftlichkeit.
• Die X-Achse (horizontale Ebene) gibt den Wirkungszeitraum an und setzt diesen mit den 1,5 Grad und
1,75 Grad-Zielen in Verbindung. Je weiter links ein Handlungsschwerpunkt verortet ist, desto kurzfristiger
entfaltet dieser seine Wirkung. Auch die rechts angesiedelten Schwerpunkte entfalten schon früher ihre
Wirkung, jedoch benötigen diese zumeist längere Vorlaufzeiten sowie ein größeres politisches und ge -
sellschaftliches Engagement.
• Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens können nur mit der Hebung der Potenziale aller Handlungs-
schwerpunkte erreicht werden.
2.2 Ergebnis der Operationalisierung: Was ist der Aktionsplan
Klimaschutz?
Basierend auf dem Fachgutachten „Köln Klimaneutral 2035“ und den darin enthaltenen Maßnahmen und
Aktivitätenempfehlungen wurde der hier vorliegende Aktionsplan Klimaschutz aufgestellt. Dieser umfasst
laufende und geplante Aktivitäten der Stadtverwaltung Köln sowie städtischer Beteiligungen mit großem
Einfluss auf die gesamtstädtischen Treibhausgasminderungspotenziale. Die Darstellung erfolgt in Form von
Steckbriefen, die die Vorhaben jeweils inhaltlich skizzieren, einen Überblick über konkrete Zielsetzungen der
kommenden Jahre geben sowie die notwendigen finanziellen Ressourcen einordnen.
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14Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
Im Fachgutachten wurden die Treibhausgaseinsparpotenziale der Aktivitätenempfehlungen dem direkten und
indirekten Einflussbereich der Stadtverwaltung zugeordnet und ins Verhältnis zum Gesamtreduktionspotenzial
gesetzt. Die Aktivitätenempfehlungen des direkten Einflussbereichs machen ca. 3 % und die des indirekten
Einflussbereichs weitere 12 % am Gesamtreduktionspotenzial aus. Der vorliegende Aktionsplan Klimaschutz
betrachtet hingegen den Einflussbereich der Stadtverwaltung sowie der städtischen Beteiligungen und be -
schränkt sich dabei nicht auf die Aktivitätenempfehlungen des Gutachtens (vgl. Abbildung 5).
Direkte Einflussmöglichkeiten bezeichnen den unmittelbaren Einfluss der Stadt Köln als Organisation auf ihre
eigenen Emissionen. Eine zentrale Rolle spielen hier die Sanierung der eigenen Liegenschaften, die Trans -
formation des Fuhrparks, die Beschaffung sowie die Potenziale zur Energieeinsparung und zur Erzeugung
erneuerbarer Energien, sowohl Photovoltaik auf den Dächern als auch die klimaneutrale Wärmeversorgung
der eigenen Liegenschaften gemäß kommunaler Wärmeplanung.
Indirekte Einflussmöglichkeiten bezeichnen den mittelbaren Einfluss der Stadt Köln auf die Umsetzung von
Maßnahmen (vor allem von Dritten). Zum indirekten Einflussbereich zählen zum Beispiel regulative Maß -
nahmen wie verbindliche energetische Standards, Festsetzungen in Bebauungsplänen, spezifische Förder -
programme mit einer direkten Kopplung an nachgewiesene Emissionsminderungen, die Aufstellung einer
kommunalen Wärmeplanung oder die Unterstützung von Maßnahmen von Marktakteur*innen (Unterneh -
men, Bürger*innen, Zivilgesellschaft). Sie bergen eine begründete Wahrscheinlichkeit zur Reduktion der THG-
Emissionen, sind jedoch insgesamt von der Umsetzung Dritter abhängig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
sich die Gesamtstadt Köln in ihrem stadtgesellschaftlichen Transformationsprozess in einem Spannungsfeld
zwischen lokalen, nationalen und internationalen Prozessen und Rahmenbedingungen befindet.
Beiträge der städtischen Beteiligungen: Städtische Beteiligungen sind im Rahmen ihres Auftrags der Bereit-
stellung von Dienstleistungen der kommunalen Daseinsvorsorge ganz wesentliche Umsetzungspartner*in -
nen der Kommune. Die Dekarbonisierung dieser Unternehmen sowie ihrer Produkte spielen eine besonders
gewichtige Rolle bei der Adressierung der gesamtstädtischen Klimaneutralitätsziele.
Quantifizierung der finanziellen Ressourcen: Die Vorhaben werden in Bezug auf die finanziellen Ressourcen
jeweils so dargestellt, dass transparent wird, inwieweit sie in der laufenden Haushaltsperiode 2023/24 (Stadt-
verwaltung) und in den aktuellen Wirtschaftsplänen (städtische Beteiligungen) bereits geplant sind. Wo es
möglich ist, werden darüber hinaus Gesamtkosten oder Kosten zur Fortsetzung der Vorhaben in den nächsten
Jahren quantifiziert. Diese dienen der Einordnung zukünftiger Mittelbedarfe, sind aber keinesfalls als Vorgriff
auf zukünftige Haushaltsperioden zu verstehen. Das ermittelte erforderliche Finanzvolumen bildet in seiner
Gesamtheit eine erste Tendenz der zu erwartenden Kosten ab und ist nicht als abschießend zu betrachten.
Hinter in ihrem Planungsfortschritt sehr reifen Projekten liegen Kostenprognosen mit höherem Konkretisie -
rungsgrad als bei Vorhaben, die die Entwicklung einer konkreten Umsetzungsplanung zum Gegenstand haben
und im Rahmen derer eine Kostenermittlung erst durch Datenaufbau stattfinden kann. Teilweise sind erheb-
liche Kostentreiber – beispielsweise Kosten der Umsetzung im Bereich der Mobilität – nicht aufgenommen,
da aktuell laufenden Prozessen mit dem Aktionsplan Klimaschutz nicht vorgegriffen werden soll und kann
(zum Beispiel „Besser durch Köln“ , geplante Schlüsselprojekten der Stadtstrategie oder Kommunale Wärme-
planung).
Zur vollständigen Einordnung der Kosten ist erforderlich, die finanziellen Einsparungen durch Energieeffizienz
oder erneuerbare Energien sowie die Entlastungsmöglichkeiten durch die Förderkulisse auf Landes-, Bundes-
und EU-Ebene mit in den Blick zu nehmen. Es ist abzusehen, dass mit dem am 09.08.2023 von der Bundes-
regierung beschlossenen Wirtschaftsplan für einen Klima- und Transformationsfonds (KTF) zur Förderung der
Energiewende und des Klimaschutzes kurzfristig über aktuell bestehende Förderprogramme hinaus Mittel für
Kommunen zu Verfügung stehen und/oder einwerbbar sein werden.
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15Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
1 Paar, Angelika et al. 2022: Klimaschutzpotenziale in Kommunen, Umweltbundesamt
Abbildung 5 Komponenten des Aktionsplans Klimaschutz (Quelle: Stadt Köln)
Ziel ist, durch systematische Prüfung der Förderkulisse und durch das Einwerben der entsprechenden Mittel
verstärkt Anstrengungen zur Entlastung des städtischen Haushalts zu unternehmen und die Umsetzung des
Aktionsplans gleichzeitig zu beschleunigen.
Einschätzung der Potenziale zur Reduktion der Treibhausgasemissionen
Für eine differenziertere Betrachtung wurde eine Abschätzung des Einflussbereichs der Stadtverwaltung
und der hier berücksichtigten städtischen Beteiligungen ermittelt. Dabei wird eine ambitioniert-realistische
Variante und eine maximale Variante unterschieden. Für beide Varianten bilden die Reduktionspotenziale je
Handlungsfeld aus dem Fachgutachten die zentrale Grundlage. Der Einflussbereich wurde basierend auf den
Ergebnissen des Projektes des Umweltbundesamtes (UBA) unter Beteiligung des Instituts für Energie und
Umweltforschung (ifeu), Heidelberg1 sowie weiteren gutachterlichen Einschätzungen definiert. In diese gut -
achterliche Einschätzung sind unter anderem die Ergebnisse der umfangreichen Gespräche mit den Dezerna-
ten, Ämtern und Dienststellen der Stadtverwaltung sowie den städtischen Beteiligungen eingeflossen.
Teilweise werden Aktivitätenempfehlungen aus dem Gutachten mit diesem Aktionsplan noch nicht aufge -
griffen. Entweder handelt es sich um im Kosten-Nutzen-Wirkungsverhältnis geringer priorisierte Bereiche,
Maßnahmen, die längere Vorlaufzeiten erfordern oder solche, denen aufgrund laufender Prozesse, nicht vor-
gegriffen werden kann und soll (bspw. Nachhaltiger Mobili-tätsplan „Besser durch Köln“).
Diese zwei Varianten unterscheiden sich durch die angenommene Umsetzungswahrscheinlichkeit der Stadt
Köln.
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16Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
Abbildung 6 Übersicht des kommunal beeinflussbaren Einsparpotenzials im Verhältnis zum Reduktions -
potenzial je Handlungsfeld (Quelle: Gertec Ingenieurgesellschaft)
Abbildung 6 zeigt das gesamte Reduktionspotenzial pro Handlungsfeld in Millionen Tonnen CO2eq (blaue Säu-
len) und stellt das maximale (gelbe Säulen) sowie das ambitioniert-realistische (orange Säulen) Einsparpoten-
zial der Stadt Köln mit den städtischen Beteiligungen vergleichend daneben. Bei der Maximalbetrachtung
wird unterstellt, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für eine effiziente und erfolgreiche Umsetzung
der laufenden und zukünftigen Projekte gegeben sind. Zentrale Veränderungen der Rahmenbedingungen des
Umfelds sind beispielsweise gesetzliche Regulierung auf übergeordneter Ebene (Land, Bund, EU), Grundsatz-
beschlüsse sowie weitere Beschlüsse zur Umsetzung von Projekten, personelle und finanzielle Ressourcen,
zentrale Koordinierung inkl. transparentes Vorgehen und ämterübergreifender Wissensaustausch bei Quer -
schnittsaufgaben, Datenverfügbarkeit im Hinblick auf Bereitstellung und Weitergabe sowie der Ausbau der
Kooperation aller Dienststellen und städtischen Beteiligungen.
Einschätzung der Quantifizierung der Treibhausreduktionspotenziale
Aus der ambitioniert-realistischen Betrachtung ergibt sich ein kommunaler Einflussbereich von ca. 30 Prozent
(=2,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr) und bei Maximalbetrachtung von ca. 39 Prozent (=3,5 Mil -
lionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr) am auf das gesamtstädtischen Treibhausgasminderungspotential im
gesamten Stadtgebiet (vgl. linker Bereich der Abbildung 2). Die mit dem vorliegenden Aktionsplan vorgeleg -
ten dargestellten Vorhaben führen zu einem Beitrag von ca. 1,14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr,
von denen 63 Prozent auf die Stadtverwaltung und 37 Prozent auf die städtischen Beteiligungen entfallen.
Der Beitrag von 1,14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr muss dabei zunächst als Annäherungswert
verstanden werden. Aufgrund mangelnder oder lückenhafter Datenverfügbarkeit konnten nicht alle Vorhaben
individuell bilanziert werden. Vielmehr musste im Rahmen der Erfassung der Treibhausgasminderungspoten-
tiale auf aktuelle Studien zurückgegriffen und entsprechende Annahmen getroffen werden, um eine Einord -
nung der Vorhaben im Verhältnis zueinander darstellen zu können. Teilweise sind wesentliche Bereiche, wie
die Einsparpotentiale der Sanierung der städtischen Gebäude oder der Bereich der Mobilität nicht oder nicht
vollumfänglich hinsichtlich der THG-Einsparpotentiale quantifiziert, da dies Gegenstand laufender Strategie -
entwicklungen, wie des Prozesses zum nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“ , ist.
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17Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
Abbildung 7 Übersicht zum Aktionsplan Klimaschutz (Quelle: Jung Stadtkonzepte, Gertec Ingenieurgesell -
schaft)
Im Rahmen der Entwicklung der Sanierungsstrategie (vgl. ) erfolgen weiterführende Betrachtungen der
konkreten THG-Einsparpotentiale im Gebäudebestand der Stadt Köln. Hinsichtlich der städtischen Beteiligun-
gen sind die Sanierungsstrategien im vorliegenden Aktionsplan nur sehr punktuell quantifiziert. Es ist zu er -
warten, dass die tatsächlichen THG-Minderungspotentiale erheblich größer sind, als auf Basis der vorläufigen
Datenlage ermittelt werden konnte.
In Bezug auf den Mobilitätssektor wurde mit der Gesamtstrategie „Köln klimaneutral 2035“ ein Anteil des
Mobilitätssektors am THG-Einsparpotential auf dem gesamten Stadtgebiet von ca. 2,2 Millionen t CO2 eq/a
berechnet. Im vorliegenden Aktionsplan konnte die Darstellung von Beiträgen, die auf das Minderungsziel bei
der Mobilität einzahlen, unterproportional berücksichtigt werden.
Mit der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ (vgl. ) koordiniert die Verwal -
tung derzeit einen Strategieprozess mit breit angelegter Akteursbeteiligung, um die Mobilität der Zukunft in
Köln zu definieren. Die Beiträge und die Rolle des Konzerns Stadt Köln (Verwaltung und städtische Beteiligun-
gen) bei der Transformation des Mobilitätssektors in Köln wird nach Abschluss dieses Strategieprozesses, der
noch bis 2025 läuft, konkret vorliegen. Diesem Prozess konnte hier noch nicht vorgegriffen werden.
Für eine ganzheitliche Betrachtung des Fuhrparks der Stadtverwaltung sieht der Steckbrief 2 im Handlungs -
feld Mobilität (vgl. ) die Herstellung einer Datengrundlage vor, auf deren Basis anschließend eine Bewer -
tung des Umfangs der Einsparpotentiale vorgenommen werden kann.
Um das THG-Minderungspotential auf Ebene des Konzerns Stadt Köln bewerten zu können, werden Daten
zu den Transformationsstrategien der Fuhrparks der städtischen Beteiligungen benötigt. Insofern ist im Hand-
lungsfeld Mobilität eine deutlich höhere Einsparung zu erwarten, als bisher ermittelt werden kann.
In den einführenden Abschnitten des Kapitels 3 wird die Einordnung der Treibhausgasminderungspotentiale
für jedes Handlungsfeld nochmals separat transparent gemacht.
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18Der Weg zum Aktionsplan Klimaschutz
Abbildung 8 Zuordnung der Handlungsschwerpunkte nach Wirkung (Quelle: Gertec Ingenieurgesellschaft)
Große Hebel: Gegenüberstellung der Potenziale und Quantifizierung des Einflusspotenzials
Durch die Gegenüberstellung der zuvor identifizierten Potenziale durch THG-Einsparung sowie der Einfluss -
möglichkeiten, lassen sich Handlungsschwerpunkte identifizieren, die sich einerseits durch eine hohe THG-
Einsparung, eine strukturelle Wirkung andererseits und ein hohes Handlungspotenzial in der Verwaltung und
der städtischen Beteiligungen auszeichnen. In der nachfolgenden Abbildung 8 werden die Handlungsschwer-
punkte entsprechend ihrer Wirkung differenziert dargestellt:
• Direkter Einflussbereich Konzern Stadt Köln: Handlungsschwerpunkte mit direktem Einflussbereich der
Stadtverwaltung Köln und ihrer städtischen Beteiligungen sind wichtig, da dort Klimaneutralität mit Vor -
bildcharakter umgesetzt werden kann – auch wenn die damit erzielten THG-Einsparungen bezogen auf die
erforderliche Gesamtreduktion gering sind.
• THG-Reduktionspotenzial sehr hoch oder hoch: Hier werden die Handlungsschwerpunkte benannt, die ein
sehr hohes oder hohes Reduktionspotenzial aufweisen.
• THG-Reduktionspotenzial mittel: Hier werden die Handlungsschwerpunkte benannt, die ein mittleres Re-
duktionspotenzial aufweisen.
• Hohe strukturelle Wirkung: Es handelt sich um Handlungsschwerpunkte, die keinen direkten Beitrag zur
THG-Reduktion leisten, jedoch die strukturelle Veränderung in Richtung Klimaneutralität begünstigen.
Im nachfolgenden Kapitel wird der Aktionsplan Klimaschutz der Stadtverwaltung Köln sowie städtischer Be -
teiligungen mit hohem Einfluss auf das gesamtstädtische Treibhausgasminderungspotenzial differenziert
nach Handlungsfeldern in Form von Steckbriefen dargestellt. Dabei werden zu Beginn jedes Handlungsfelds
die großen Hebel anhand der zuvor beschriebenen Logik herausgestellt und die Quantifizierung von Treib -
hausgasminderungspotenzialen sowie der finanziellen Ressourcen eingeordnet.
19
19Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
3 Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteili-
gungen
Nachfolgend wird der Aktionsplan der Stadtverwaltung Köln differenziert nach Handlungsfeldern dargestellt.
Abbildung 9 zeigt die Einordnung der Aktivitäten des Aktionsplans anhand der Systematik des Fachgutach -
tens. Die hellgelben Felder stellen die Aktivitäten der Verwaltung dar und die hellroten Felder zeigen die Ak -
tivitäten der ausgewählten Beteiligungsunternehmen im Konzern Stadt Köln. Die nachfolgenden Abschnitte
dieses Kapitels beinhalten jeweils pro Handlungsfeld eine kurzen Synopse, eine Übersichtsgrafik über die
Laufzeiten der Vorhaben sowie eine tabellarischen Darstellung der Kernpunkte, der quantifizierbaren Ziele,
der THG-Minderungspotentiale und Kosten. Die Vorhaben und Steckbriefe sind dabei gruppiert nach direktem
bzw. indirektem Einflussbereich der Stadtverwaltung, gefolgt von den städtischen Beteiligungen.
Aktivitätenportfolio - Köln Klimaneutral 2035
mit Bezug zum Aktionsplan 2023
1. Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
1.1. Öffentliche Gebäude und Anlagen
1.1.1. Maßnahme: Klimaneutraler Gebäudebestand Konzern Stadt Köln
1.1.1.1. Entwicklung und Umsetzung einer Strategie
zum klimaneutralen Gebäudebestand
1.1.1.1.1 Entwicklung einer Sanierungsstrategie für
Bestandsgebäude
1.1.1.1.2 Stadtweite Standards für städtische Gebäude
(klimaneutraler Betrieb) - Energieleitlinien
aktualisieren
1.1.1.1.3 Zukunft Bürgerhäuser/ -zentren
1.1.1.1.4 Energe�sche Sanierung
der Zentralbibliothek und der 11
Stadtbibliotheken
1.1.1.1.5 Zirkuläres Bauen –
Bezirksrathaus Innenstadt
1.1.1.1.6 Sportstä �enmanagementsystem
(SMS)
1.1.1.2. Sonderinitiativen zu nachhaltigem und
energieeffizientem Bauen
1.1.1.3. Fortführung LED-Austauschprogramm
Straßenbeleuchtung
1.1.1.4. Operationalisierung der Klimastrategie
der GAG Immobilien AG
1.1.1.5. Modernisierung der
Gebäudeinfrastruktur der AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
1.1.2. Maßnahme klimaneutraler sonstiger öffentlicher
Gebäudebestand
1.1.2.1. Klimaneutralitätspartnerschaft mit Trägern
anderer öffentlicher nicht-städtischer
Gebäude
1.2. Integrierte nachhaltige
Stadtentwicklung und Stadtplanung
1.2.1. Maßnahme: Stadtentwicklung und Stadtplanung klimaneutral gestalten
1.2.1.1. Fortschreibung von Klimaschutz-Leitlinien
1.2.1.2. Sanierungsquote erhöhen durch Integrierte
Quartierslösungen im Bestand
1.2.1.2.1 KfW 432 energe�sche
Quartiersentwicklung
1.2.1.3. Fachliche Begleitung von Großprojekten
1.2.1.4. Erprobung flächenschonender ökologischer
und energieeffizienter Wohnmodelle
1.2.1.5. Nachverdichtung klimaneutral gestalten
1.2.1.6. Energetische Ertüchtigung des
denkmalgeschützten Gebäudebestands
1.2.1.6.1 Konzeptvergaben als
Steuerungsinstrument für nachhal �ge
Planungs- und Entwicklungskonzepte
am Beispiel Petershof
1.2.1.6.2 Energe�sche Ertüch �gung
des denkmalgeschützten
Gebäudebestandes
1.2.1.7. KlimaVeedel der RheinEnergie AG
1.3. Klimafreundliche Bestandssanierung
1.3.1. Maßnahme: Modernisierung selbstgenutzter oder privat
vermieteter Wohngebäude
1.3.1.1. Köln Paket für die klimafreundliche
Bestandssanierung
1.3.1.2. Förderprogramm für die energetische
Sanierung privater Wohngebäude
1.3.1.3. Etablierung zielgruppenspezifischer
Beratungs- und Unterstützungsangebote
1.3.1.4. Qualitätsnetzwerk Klimaneutrale
Wohngebäudemodernisierung
1.3.1.5. Sonderinitiative Nachhaltiges Bauen in der
energetischen Gebäudemodernisierung
1.3.2. Maßnahme: Modernisierung gewerblich vermieteter Wohngebäude
1.3.2.1. Initiative zur Erhöhung der Sanierungsquote
für die Kölner Wohnungswirtschaft
1.3.2.2. „Allianz klimaneutrales Wohnen im Bestand“
– Kooperationsvereinbarung mit der
gewerblichen Wohnungswirtschaft
1.3.2.3. Modellprojekt Serielles Sanieren
("Energiesprong")
1.3.2.4. Klimabonus-Modell (Anreiz zur energetischen
Modernisierung von Wohnraum für
einkommensschwache Haushalte)
1.4. Klimaneutraler Neubau
1.4.1. Maßnahme: Nachhaltigen Neubau nicht-städtischer
Wohngebäude fördern
1.4.1.1. Klimaneutraler Neubau -
Unterstützungsangebote für private
Baufamilien
1.4.1.2. Mietwohnungsneubau zukunftsfähig
gestalten – Kooperationsvereinbarung und
Erfahrungsaustausch mit der
Wohnungswirtschaft
2. Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
2.1. Energieversorgung im kommunalen Einflussbereich
2.1.1. Maßnahme: Dekarbonisierung der
Wärmeversorgung des Konzerns Stadt
Köln
2.1.1.1. Identifizierung EE-Wärme und
Abwärmepotenziale für Gebäude des
Konzerns Stadt Köln
2.1.1.2. Reduzierung der
Treibhausgasemissionen der AG
Zoologischer Garten Köln
2.1.2. Maßnahme: Ausbau der
Erneuerbaren Stromerzeugung des
Konzerns Stadt Köln
2.1.2.1. PV-Initiative Konzern Stadt Köln
2.1.2.1.1 Photovoltaik– Ausbaustrategie auf
allen kommunalen Gebäuden
2.1.2.1.2 Rahmenvergabe zur Beschleunigung
des Photovoltaik Ausbaus auf
kommunalen Liegenschaften
2.1.2.2. PV-Dachanlagen auf Gebäuden der AVG Köln mbH
2.1.2.3. Planungen der RheinEnergie AG zu PV
Freiflächen an Infrastrukturwegen
2.1.2.4. Planungen der RheinEnergie AG zum
Ausbau der Windenergie im Kölner
Norden und Süden
2.1.2.5. Klimaschutz und
Nachhaltigkeitsmaßnahmen am
Flughafen Köln/Bonn
2.1.2.6. Umstellung der Energieversorgung der Koelnmesse
2.1.2.7. Klimaneutrale
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
(StEB)
2.2. Steigerung des lokal und erneuerbar erzeugten Stroms
2.2.1. Maßnahme: Ausbau der Photovoltaik
auf Wohn- und Nichtwohngebäuden
2.2.1.1. Solarkoordinierungsstelle (SoKo) Stadt Köln
2.2.1.2. Aktivierungsoffensive PV (Stadtverwaltung Köln mit
Partner*innen aus Unternehmen,
Finanzinstitutionen etc.)
2.2.1.3. Solartreff, Ausbildungsoffensive, Solarfonds –
Unterstützungsinstrumente für den
PV-Ausbau
2.2.1.4. Photovoltaik-Förderprogramm mit
Breitenwirkung
2.2.1.5. Fokusthema: Ausbau von Mieterstrom
2.2.1.6. Förde rprogramme
„Gebäudesanierung –
klimafreundliches Wohnen“ und
„Photovoltaik und Erneuerbare
Energien – klimafreundliches Köln“
2.2.1.7. Förderprogramm erneuerbarer
Strom als Bestandteil der
Sportförderrichtlinie
2.2.1.8. Treffpunkt Solar – Das
Beratungszentrum von RheinEnergie AG,
Stadt Köln und Handwerkskammer zu
Köln
2.2.2. Maßnahme: Nutzung der
PV-Freiflächenpotenziale
2.2.2.1. Fokusinitiative PV auf Freiflächen ausbauen
2.2.2.1.1 Städtebauliche Potenzialanalyse zu
Photovoltaik auf Freiflächen
2.2.2.1.2 Modellvorhaben Photovoltaik auf
Freiflächen
2.2.3. Maßnahme: Ausbau der Windenergie
2.2.3.1. Aufhebung der Wind-Konzentrationsfläche
2.2.3.1.1 Windenergiepotenziale nutzen
2.2.3.2. Fokusinitiative Windenergiepotenziale nutzen
2.2.4. Maßnahme: Import erneuerbarer Strom
2.3. Steigerung der lokal und erneuerbar erzeugten Wärme
2.3.1. Maßnahme: Entwicklung und
Umsetzung einer kommunalen
Wärmeplanung /
Energienutzungsplanung
2.3.1.1. Unterstützung der Transformation der
Wärmeversorgung
2.3.1.1.1 Kommunale Wärmeplanung
2.3.2. Maßnahme: Dekarbonisierung der
zentralen Wärmeversorgung
2.3.2.1. Erhöhung der Ausnutzung des
Bioenergie-Potentials aus kompostierbaren
Abfällen
2.3.2.2. Transformationspläne der RheinEnergie
AG für die Kölner Fernwärmenetze
2.3.3. Maßnahme: Dekarbonisierung der
dezentralen Wärmeversorgung
2.3.3.1. Netzwerk Transformation
Erdgasversorgung/Power to Gas entwickeln
2.3.3.2. Kampagnen zum Ersatz fossiler Heizungen
2.3.3.3. Informations- und Beratungsangebote zur
Unterstützung des Solarthermie-Ausbaus
2.3.3.4. Geothermie
2.4. Ausbau der Energiespeicherung
2.4.1. Maßnahme: Ausbau von
Stromspeichern
2.4.1.1. Strategie: „Batteriespeicher zur
Flexibilisierung der Energieversorgung“
2.4.2. Maßnahme: Ausbau von
Wärmespeichern
2.4.2.1. Strategie: „Wärmespeicher zur Flexibilisierung
der Energieversorgung“
3. Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
3.1. Klimaschonendes Arbeiten und
Wirtschaften durch und im Konzern Stadt
Köln
3.1.1. Maßnahme: Nachhaltige städtische
Unternehmenskultur entwickeln
3.1.1.1. Klimafreundliche Stadtverwaltung Köln bis 2030
3.1.1.2. Kommunale Wirtschaftsförderung 4.0 -
Förderung regionaler Wertschöpfung
3.1.1.3. Biomassebrennstoffe zur Substitution
fossiler Brenn- und Kraftstoffe der AVG
Köln mbH
3.1.1.4. Müllverbrennung:
CO2-Emissionsminderung durch
CO2-Abscheidung bei der AVG Köln mbH
3.1.1.5. Müllverbrennung:
CO2-Emissionsminderung durch
Sortierung und Verwertung bei der AVG
Köln mbH
3.1.1.6. Deponie: Vermeidung von
Methan-Emissionen durch verstärkte
Deponiegasfassung bei der AVG Köln
mbH
3.1.2. Maßnahme: Klimaschonende
Beschaffung im Konzern Stadt Köln
3.1.2.1. Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für
die Beschaffung in städtischen Einrichtungen
3.1.2.1.1 Verankerung von Klimaschutz und
Nachhaltigkeit bei Beschaffung und
Vergabe
3.1.2.2. Nachhaltigkeitskriterien verbindlich umsetzen
3.2. Klimaschutz in Agrar- und
Ernährungswirtschaft
3.2.1. Maßnahme: Erzeugung, Produktion und
Vermarktung im Bereich nachhaltiger
Ernährung fördern
3.2.1.1. Ausbau des Anteils nachhaltig
bewirtschafteter Landwirtschafts-Flächen
3.2.1.2. Zentrale Handelsorte (Food Hub) und Märkte
mit regionalen Angeboten
3.2.1.3. Urban Gardening in allen Stadtteilen
3.2.1.4. Verleihung eines Kölner Siegels im Bereich
"Ernährung und Konsum"
3.3. Klimaschutz in gewerblich geprägten Gebieten
3.3.1. Maßnahme: Klimaschutz als Quartiersansatz
3.3.1.1. Einführung eines Gebietsmanagements für
Klimaschutz in bestehenden und neuen
Gewerbegebieten
3.3.1.2. Klimaschutz als Quartiersansatz in gewerblich
geprägten Gebieten - "Whole District
Approaches"
3.3.1.3. "Servicestelle vor Ort" für Klimaschutz in Unternehmen
3.3.1.4. Vergabe städtischer Grundstücke in
großflächigen Gewerbegebieten3.3.2. Maßnahme: Klimaschutz in energieintensiven Unternehmen
3.3.2.1. Strategieentwicklung klimaneutrale
Energieversorgung für energieintensive
Industrieunternehmen
3.3.2.2. Strategie: Smart sustainable industry -
Integration der Aspekte Digitalisierung und
Nachhaltigkeit
3.3.2.3. Förderung der Wasserstoffnutzung
3.3.2.4. Nutzung industrieller Abwärme
3.3.3. Maßnahme: Förderung von Klimaschutz in Unternehmen
3.3.3.1. Förderprogramm Klimaschutz und
Klimaanpassung bei Nichtwohn-Gebäuden
3.3.3.2. Klimaschonende Beschaffung und
energiesparendes Verhalten in Betrieben
3.3.3.3. Kooperation und Förderung von
Klimaschutz in der Wirtschaft:
Gemeinwohlbilanzierung der Gastro-
und Clubszene koordiniert durch die
KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH
3.4. Kreislaufwirtschaft
3.4.1. Maßnahme: Kreislaufwirtschaft auf- und ausbauen
3.4.1.1. Second Use & Second Life – Studie und
Pilotprojekte zur Entwicklung zirkulärer
Märkte in Köln
3.4.1.2. Branchenspezifische Aufbereitung von
Ansätzen und Beratung zur
Kreislaufwirtschaft
3.4.1.3. Optimierte Rückgewinnung von Metallen
aus den Rostaschen der
Restmüllverbrennungsanlage der AVG
Köln mbH3.4.2. Maßnahme: Kreislaufwirtschaft im
Baugewerbe ausbauen
3.4.2.1. Recycling von Baustoffen fördern
3.4.2.2. Nachwachsende Rohstoffeals Baustoffe in die
Verbreitung bringen
3.4.3. Maßnahme: Bioabfallsammlung für
das gesamte Stadtgebiet erhöhen
3.4.3.1. Ausweitung der braunen Tonne bis 2030
3.5. Kooperation und Förderung von
Klimaschutz in der Wirtschaft
3.5.1. Maßnahme: Klimaschutz-Kooperation
zwischen Stadt Köln und
Unternehmen
3.5.1.1. Sonderinitiative “Begleitung von
Unternehmen auf dem Weg zur
Klimaneutralität“
3.5.1.2. Klimapartnerschaften zwischen der Stadt Köln
und Kölner Industrieunternehmen
3.5.2. Maßnahme: Klimaschutz-Netzwerke
in der Wirtschaft
3.5.2.1. Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung zur
Umsetzung von Pilotprojekten in der
Kreislaufwirtschaft
3.5.2.2. Identifikation von Qualifizierungs-Bedarfen
und Aufbau eines Qualifizierungs-Netzwerks
3.5.2.3. Unternehmernetzwerk mit Informations- und
Beratungsangeboten unterschiedlicher
Intensität
3.5.2.4. Förderung von nachhaltigen Gründungen
durch die KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH
3.5.2.5. Beratungen der KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH:
Nachhaltigkeitsvorhaben inkl.
Finanzierungsmöglichkeiten im
Unternehmen fördern
3.5.2.6. Informationsveranstaltungen der
KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH zur
Vernetzung relevanter Branchenakteure
im Zusammenhang mit gewerblichen
Klimaschutzmaßnahmen
4. Mobilität und Logistik werden klimaneutral
4.1. Mobilität im kommunalen
Einflussbereich
4.1.1. Maßnahme: Konzern Stadt Köln als Vorbild
4.1.1.1. Mobilität in Verwaltung, kommunalen
Unternehmen und kommunalen
Einrichtungen
4.1.1.1.1 Ausbau Ladeinfrastruktur
4.1.1.1.2 Transformation städtischer Fuhrpark
4.1.1.1.3 Klimaneutraler Bauhof
4.1.1.1.4 Probebetrieb eines
elektrischen Re�ungswagens
und eines elektrischen
Notarzteinsatzfahrzeugs im
Rettungsdienst der Feuerwehr
4.1.1.1.5 Entwicklungsprojekt
für elektrisch angetriebene
Löschfahrzeuge bei der Feuerwehr
4.1.1.1.6 Biogasbetriebener
Bibliotheksbus
4.1.1.1.7 Transforma�on des
Fahrzeug- und Maschinenbestands
des Amtes für Landscha �spflege und
Grünflächen
4.1.1.2. Mobilität in Schulen und Kitas
4.1.1.3. Mobilitätsstrategie 2035 der AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
4.2. Personenverkehr
4.2.1. Maßnahme: Förderung ÖPNV
4.2.1.1. Quantitativer Ausbau des bestehenden
ÖPNV- und SPNV-Angebotes
4.2.1.1.1 Stadtbahnausbau
4.2.1.2. Attraktivierung des ÖPNV-Angebots
4.2.1.3. Klimaneutralität der Kölner
Verkehrs-Betriebe AG
4.2.2. Maßnahme: Förderung Nahmobilität
4.2.2.1. Förderung Fußverkehr
4.2.2.2. Förderung Radverkehr
4.2.2.2.1 Förderung Nahmobilität: Fuß- und
Radverkehrsförderung
4.2.2.3. Umgestaltung MIV
4.2.2.3.1 Anpassungen im Motorisierten
Individualverkehr (MIV)
4.3. Wirtschafts- und
Güterverkehr
4.3.1. Maßnahme: Wirtschaftsverkehr und
betriebliche Mobilität
4.3.1.1. Förderung betrieblichen
Mobilitätsmanagements (BMM)
4.3.1.2. Optimierung urbaner Wirtschaftsverkehre
4.3.1.3. Klimaschutzmaßnahmen der
HGK-Gruppe
4.4. Übergreifende Maßnahmen
4.4.1. Maßnahme: Verbesserung von
Effizienz und Antrieben
4.4.1.1. Förderung Elektromobilität
4.4.1.2. Antriebstechnologien
4.4.2. Maßnahme: Verkehrsintegration und
übergreifende Maßnahmen
4.4.2.1. Ausbau von Sharing-Angeboten und
Multimodale Integration
4.4.2.2. Stadt der 15 Minuten – schnelle, sichere und
komfortable Wege ohne Auto
4.4.2.3. Integrierte Verkehrsplanung und
Planungsbeschleunigung
4.4.2.4. Vernetzte Mobilität
4.5. Besser durch Köln
5. Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
5.1. Klimaschutz im Alltag - Zielgruppe privater Haushalte
5.1.1. Maßnahme: Mitmachkampagne zur Aktivierung und
Qualifizierung Kölner Bürger*innen durchführen
5.1.1.1. Mitmachkampagne klimaneutrales Köln
5.1.2. Maßnahme: Innovations- und Erfahrungsräume mit
Unternehmen und der Zivilgesellschaft fördern und
erweitern
5.1.2.1. Neue Ideen für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit in Köln fördern
5.1.2.2. Innovations- und Erfahrungsräume für
Klimaschutz und Nachhaltigkeit schaffen
5.1.3. Maßnahme: Klimaschonendes und nachhaltiges
Verhalten in die breite Anwendung bringen
5.1.3.1. Wünsche und Anforderungen der Bürger*innen in Bezug auf
Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch erfragen (z.B.
Panel-Befragungen)
5.1.3.2. Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung reduzieren
5.1.3.3. Klimaschutzpreis
5.1.3.4. Zero Waste Konzept5.2. Klimaschutz in Bildungseinrichtungen - Zielgruppe Kinder,
Jugendliche, junge Erwachsene, Lehrende
5.2.1. Maßnahme: Erfahrungs- und prozessbasierte
Ernährungs- und Umweltbildung für Klimaschutz
und Nachhaltigleit
5.2.1.1. Schulische Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung, Konsum und
klimaschonendem Verhalten
5.2.1.1.1 Schulische Nachhal �gkeitsbildung
zu Ernährung, Konsum und
klimaschonendem Verhalten
5.2.1.2. Aufbau eines Monitorings im Bildungsbereich: Ernährung, Energie und Mobilität
5.2.1.3. Außerschulische
Nachhal�gkeitsbildung zu Ernährung,
Konsum und klimaschonendem
Verhalten
5.2.1.4. Außerschulischer Lernort Gartenlabor
Museum Schnütgen
5.3. Klimaschutz in Kultur und Freizeit - Zielgruppe
Kulturschaffende und Anbieter von Freizeiteinrichtungen als
Multiplikatoren
5.3.1. Maßnahme: Kulturschaffende und Anbieter von
Freizeiteinrichtungen als Multiplikatoren für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit fördern
5.3.1.1. Leitlinien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement
5.3.1.2. Aufstellung von
Klimabilanzen und Weiterbildung zu
Transforma�onsmanagern in der
Kulturszene - Programm "Köln hoch3"
6. Kommunale und zivilgesellschaftliche
Transformation zur Klimaneutralität erreichen
6.1. Transformation als kommunale
Managementaufgabe
6.1.1. Maßnahme: Transformationsstrategie für ein
klimaneutrales Köln
6.1.1.1. Entwicklung und Umsetzung der
Transformationsstrategie
6.1.1.2. Kommunikation des Transformationsprozesses
6.1.1.3. Kommunikationsstrategie für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit entwickeln und umsetzen
6.1.1.3.1 Kommunikationskampagne Klimaneutralität
6.1.2. Maßnahme: Monitoring und Controlling mit
Multiprojektmanagement im
Klimaschutzprozess einrichten
6.1.2.1. Das Multiprojektmanagement verankern und vernetzen
6.1.2.2. Das digitale Monitoring und Controlling entwickeln, dauerhaft anwenden und begleiten
6.1.2.2.1 Digitales Monitoring und Controlling
6.1.2.3. Instrumente zur Steuerung des Klimaschutzprozesses implementieren und im Prozess anpassen
6.1.2.3.1 Vernetzung mit zentralen
Wissensträgern6.1.3. Maßnahme: Querschnittsthemen der
Klimaschutzarbeit in Köln verankern
6.1.3.1. Soziale Gerechtigkeit als Zentrale Anforderung verankern - G rundlagenstudie
"Armutsrisiko und Klimaschutz"
6.1.3.2. Digitalisierung und Klimaschutz als Querschnittsthema integrieren
6.1.3.2.1 Klimaschutzwirksame
Digitalisierungspotentiale nutzen
6.1.4. Maßnahme: Integration des Ziels der
Klimaneutralität in die Struktur des Konzerns
Stadt Köln
6.1.4.1. Klimaschutz als Transformationsthema in der Organisationsstruktur verankern
6.1.4.1.1 Einrichtung dezentraler
Klimaschutzmanager*innen über die
Kommunalrichtlinie
6.1.4.1.2 Internes Change-Agent-Netzwerk für
Klimaschutz
6.1.4.2. Klimaschutz in der
Rechtsberatung
6.2. Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und
Regionalentwicklung integriert betrachten
6.2.1. Maßnahme: Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft und
Neuansiedlung klimaneutraler Unternehmen fördern
6.2.1.1. Inkubator Energie- und Klimaschutz: Angebote und Instrumente zur Förderung der
Transformation bestehender Unternehmen und Neuansiedlung
6.2.1.2. Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungso ffensive
6.2.2. Maßnahme: Stadt - Region Beziehungen für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit entwickeln
6.2.2.1. Klimaneutralitätsregion Köln: Kooperation zwischen Stadt und Region bei Umsetzung
gemeinsamer Klimaneutralitätsstrategien
6.2.2.2. Netzwerk Regionale Vermarktung
6.2.3. Maßnahme: Politische Einflussnahme für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
6.2.3.1. "Think Tank" Energiewende (bundepolitische Rahmenbedingungen beeinflussen)
Legende
Aktivitäte
Aktivitäte
Aktivitäte
Abbildung 9 Aktivitätenportfolio - Köln klimaneutral 2035: Zuordnung der Vorhaben des Aktionsplans
von Verwaltung und städtischen Beteiligungen anhand der Systematik des Fachgutachtens
(Quelle: Gertec Ingenieurgesellschaft, vergrößerte Abbildung im Anhang als separate Datei)
�
�
energieeffizientem Bauen
�
�
� �
�
�
�spflege und
�
�
�
6.2.1.2. Unterstützung des Handwerks: Imagekampagne und Weiterbildungso ffensive
Legende
Aktivitäten des Aktivitätenportfolios
Aktivitäten des Aktionsplans: Verwaltung
Aktivitäten des Aktionsplans: Beteiligung
20
20Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
3.1 Handlungsfeld 1:
„Gebäude und Quartiere
werden klimaneutral“
21Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
22
22Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Im Handlungsfeld „Gebäude und Quartiere werden klimaneutral“ werden durch die Vorhaben der Verwaltung,
der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB), der GAG Immobilien AG (GAG) und der RheinEnergie AG
insgesamt 480.000 Tonnen CO2-Äquivalente Einsparpotential pro Jahr adressiert. Bisher konnten noch nicht
alle Einsparpotentiale (vollumfänglich) quantifiziert werden, da der Planungsstand der beschriebenen Aktivi -
täten in einem frühen Stadium noch keine hinreichenden Schlüsse auf die tatsächliche Umsetzungsintensität
und -wirkung erlaubt.
Das höchste Einsparpotential in diesem Handlungsfeld liegt in der Sanierung der öffentlichen Ge -
bäude und Anlagen sowie des Gebäudebestands. Die oben genannten Akteure erstellen entspre -
chende Sanierungsfahrpläne mit dem Ziel der Modernisierung der Immobilieninfrastruktur, der
strategischen Investitionsplanung sowie der systematischen Nutzung der Förderkulisse. Die par -
allele Umsetzung von (Pilot-)Vorhaben zur seriellen Sanierung, zum zirkulären Bauen oder der Auf -
bau eines Managementsystems für die Umsetzungsplanung generieren Erfahrungswissen um die
zukünftigen Strategien konsequent in die Umsetzung bringen zu können. Mit dem Förderprogramm
„Gebäudesanierung – klimafreundliches Wohnen“ steht ein Instrument zur Verfügung, privaten
Eigentümer*innen zur Sanierung ihres Bestandes zu aktivieren und sie dabei zu unterstützen.
Eine hohe strukturelle Wirkung in diesem Handlungsfeld hat die integrierte nachhaltige Stadtent -
wicklung und Stadtplanung: Dieser Handlungsschwerpunkt fokussiert sich auf die objektunabhän -
gige Betrachtung der Gebäude und der Quartiersentwicklung im Hinblick auf Klimaschutz. Dies
erlaubt eine integrierte Betrachtung von Quartieren und somit auch die Berücksichtigung weiterer
relevanter Aspekte innerhalb eines Quartiers, wie beispielsweise das Wohnumfeld. Mit quartiersbe-
zogenen Vorhaben wie der Aktivierung des Programms 432 „Energetische Quartiersentwicklung“
der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Erstellung einer Entscheidungshilfe bei der energeti -
schen Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäudebestands oder der Initiative „KlimaVeedel“
der RheinEnergie, nehmen Stadt und städtische Beteiligungen ihre indirekten Aktivierungsmöglich-
keiten wahr, um die Beschleunigung des Stadtumbaus mit verschiedenen Ansatzpunkten anzuschie-
ben und bestehende Hemmnisse abzubauen.
Aufgrund des erheblich geringeren wärmeversorgungsbedingten Emissionszuwachses durch Neu -
bau im Vergleich zu den Emissionseinsparpotenzialen im Bestand, wird mit dem Aktionsplan eine
Priorität auf die Befassung mit dem Bestand auf Gebäude- sowie auf Quartiersebene gelegt.
Wenngleich die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudebestands des Konzerns Stadt Köln
(Verwaltung und Beteiligungen) zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend benannt werden
kann, zeichnet sich mit einer vorläufigen Summe von 2,6 Milliarden Euro (Verwaltung) ab, dass ganz
erhebliche Investitionssummen auf den Konzern zukommen, die frühzeitig eingeplant und bestmög-
lich mit der Nutzung von Fördermitteln komplementiert werden müssen. Im Rahmen der Entwick -
lung der Sanierungsstrategie sind weiterführende Kostenbetrachtungen unter Berücksichtigung der
Amortisationszeiten durch eingesparte Energiekosten und vermiedene CO2-Abgaben geplant. In
Bezug auf die städtischen Beteiligungen sind die Sanierungsstrategien der Bestandsgebäude noch
nicht Gegenstand dieses Aktionsplans und sind damit nur sehr punktuell quantifiziert. Es ist zu er -
warten, dass die Investitionssummen ungleich höher liegen als die vorläufige Schätzung in Bezug
auf den Gebäudebestand der Verwaltung.
23Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Aktionsplan Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Direkter Einflussbereich
1
Entwicklung einer
Sanierungs-
strategie für
Bestands-
gebäude
2023 - 2027
• systematische Gebäudeportfolioanalyse
• Strategie für Klimaneutralität der
Bestandsgebäude
• Berücksichtigung der Energieleitlinien
• Steigerung der jährlichen energetischen
Sanierungsrate
1) Gebäudeportfolioanalyse für 20 städtische
Gebäude im Eigentum verschiedener Ämter
und spätere Erweiterung auf weitere Gebäude
2) eine (1) Sanierungsstrategie ist erstellt
3) kontinuierliche Umsetzung, derzeit 1,2% des
Widerbeschaffungswerts des Bestands im
Sondervermögen der Gebäudewirtschaft
4) Umsetzung der Schulbaumaßnahmen „GU/TU
2-Projekt“
1) 2023/24
2) 2024-
2025
3) 2024-
2027
4) bis
2027
95 Mio. €
*)
2,1 Mrd. €
*)
2
Stadtweite
Standards für
städtische
Gebäude
(klimaneutraler
Betrieb) -
Energieleitlinien
aktualisieren
2023 - 2035
• Aktualisierung der Standards für
Wärmenutzung für Heizen und
Warmwasser
• Aktualisierung der Standards für
elektrotechnische Bereiche
• effiziente und nachhaltige Energienutzung
bei Neubauten und Sanierungsvorhaben
1) eine (1) aktualisierte Fassung der
Energieleitlinien ist veröffentlicht. 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
3
Zukunft
Bürgerhäuser/ -
zentren
2023 - 2025
• Gebäudeportfolioanalyse zu 14
Bürgerhäuser/Bürgerzentren
• Erarbeit ung eines Umsetzungsfahrplans
• konzentrierte Betrachtung der Gebäude
ermöglicht gebäudeübergreifende
Ausschreibungen
1) Bestandsaufnahme von 14 Bürgerhäusern und
der Anlagentechnik für eine Gebäudeanalyse
ist erfolgt
2) ein (1) Stufenplan für die Umsetzung ist erstellt
und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt
1) 2023 -
2025
2) 2025 -
2035
4,4 Mio. € 380 Mio. €
4
Energetische
Sanierung
der
Zentralbibliothek
und der 11
Stadtbibliotheken
2023 - 2027
• Energetische Maßnahmen bei
Generalsanierung der Zentralbibliothek
• Reduktion des jährlic hen
Energieverbrauchs um 80 %
• Erstellung eins Strategiekonzepts zur
Verpflichtung auf die Nachhaltigkeitsziele
• Entwicklung mit dem Ziel „NetZero“
1) Fertigstellung der Sanierung (einschl.
energetischen Sanierung) Zentralbibliothek
2023 -
2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
139,8 Mio.
€
5
Zirkuläres Bauen
–
Bezirksrathaus
Innenstadt
2023 - 2024
• Wiederverwertung von Baumaterialien und
Einbauten
• Zusammenarbeit mit Start-Up Concular
1) Abbruch ist geplant.
2) Pilotprojekt zur Verwertung der dabei
anfallenden Baustoffe/Bauschutt ist gestartet.
3) Materialproben werden aktuell analysiert.
Danach erst ist die Verwertbarkeit geklärt.
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1
2
3
4
5
24Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Aktionsplan Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
6
Sportstätten-
management-
system
(SMS)
2023 - 2028
• Erfassung von 440 Liegenschaften
• Prioritätenliste zur Moderni sierung und
Weiterentwicklung
• Datenbasierte Umsetzung energetischer
Sanierungen
1) 100% der Prioritätenliste Sanierung
Vereinsheime/Umkleidehäuser ist abgearbeitet
2023 -
2028
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
7
KfW 432
energetische
Quartiers-
entwicklung
2023 - 2026
• Förderprogramm um die Dekarbonisierung
der Energieversorgung sowie die
energetische Sanierung und Ertüchtigung
des Bestandes anzuschieben.
• Kooperation mit Kölner
Wohnungswirtschaft
• Erstellung energetischer, integrierte3
Quartierskonzepte
• Begleitung der Sanierung durch ein*e
Sanierungsmanager*in
1) Vier (4) Quartiere sind mit der
Wohnungswirtschaft in der Förderung KfW 432
in Bearbeitung
2) Zwei (2) kommunal geführte Quartiere sind in
der Förderung von KfW 432 in Bearbeitung
1) 2023 -
2024
2) 2025 -
2026
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
8
Konzeptvergaben
als Steuerungs-
instrument für
nachhaltige
Planungs- und
Entwicklungs-
konzepte am
Beispiel
Petershof
2024
• Klimaschutzgerechte Sanierung des
denkmalgeschützten Vierkanthofs
„Petershof“
Konzeptansätze:
• Bauen im Bestand (im Denkmal)
• Wärme und Strom über erneuerbare
Energien (u.a. Solar)
• Autofr eier Hof und autoarme Umgebung
• Freiflächennutzung unter Beachtung von
Artenschutz und Biodiversität
• R egeneratives (Ab-) Wasserkonzept
• Nutzungsänderung und -mischung
1) ein (1) Stufenplan mit quantifizierbaren Zielen
ist erstellt 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
9
Energetische
Ertüchtigung
des denkmal-
geschützten
Gebäude-
bestandes
2023 - 2024
• Erarbeitung von Leitlinien für
denkmalgeschützter Gebäude zur
energetischen Ertüchtigung
• Studie zur „Systematisierung der
Energieeffizienzpotentiale im
denkmalgeschützten Gebäudebestand
1) eine (1) Studie zu energetischen
Sanierungspotentialen des
denkmalgeschützten Gebäudebestands in Köln
ist beauftragt
2023 -
2024 60.000 € 120.000 €
6
7
8
9
25Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Aktionsplan Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Beteiligungen
10
Operationalisier-
ung der Klima-
strategie der
GAG Immobilien
AG
2023 - 2035
• Operationalisierung der Klimastrategie
durch Umsetzung von Maßnahmen für
einen gebäudebezogenen
Sanierungsfahrplan
• Nachhaltige Gestaltung von Wohnumfeld
und Außenanlagen in den Quartieren unter
Beachtung der Wirtschaftlichkeit und
sozialer Gesichtspunkte
1) Abkehr von fossilen Brennstoffen
2) Senkung des Energieverbrauchs durch
energetische Modernisierungen im Bestand,
effiziente Gebäudestandards,
Anlagenoptimierung und Sensibilisierung des
Nutzers
3) Zugang zu bezahlbarem, nachhaltigem Strom
für die Mieter*innen sichern
4) Ausbau regenerativen Energien (Potenzial für
PV-Anlagen auf Bestandsdächern ca. 15 MWp)
2025ff 1,5 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
11
Modernisierung
der Gebäude-
infrastruktur der
AWB
Abfallwirtschafts-
betriebe Köln
GmbH
2023 - 2028
• Sukzessive Modernisierung bestehender
Immobilieninfrastruktur und Realisierung
neuer Standorte nach dem neuesten Stand
der Technik und unter Berücksichtigung
ökologischer Gesichtspunkte
1) Ausbau der Photovoltaik anlagen auf allen
Standorten.
2) Ausblick: Vollständiger Ausbau der
Gebäudeleittechnik
3) Fertigstellung Neubau eines Logistikstandortes
unter Beachtung der neuesten ökologischen
und technischen Standards
1) 2024
2) 2025 -
2026
3) 2028
500.000 € 60,8 Mio.
€
12 KlimaVeedel der
RheinEnergie AG 2023 - 2028
• Innovative Lösungen und Wege zur
Erreichung der Klimaneutralität im Quartier.
Mit dem KlimaVeedel werden auf
Quartiersebene entsprechende Reallabore
bzw. Lern- und Experimentierräume
geschaffen.
1) Initiierung einer Kommunikationskampagne auf
verschiedenen Kanälen: Online und in Form
von gezielten Bürgerinformationen und
Bürgerveranstaltungen
2) Veedels-Wärmelandkarte: Durchführung von
Kfz-gestützten Thermografieaufnahmen von
Köln-Neubrück
3) Neues, digitales Verfahren zur Erstellung von
Sanierungsfahrplänen testen bei mindestens
zehn Pionier-Haushalten
4) Bereitstellung einer Online-
Bürgerbeteiligungsplattform
5) Durchführung großflächiger Umfragen, um
Bürgerbedürfnisse zu erfassen und damit
weitere klimafreundliche Umsetzungsaufträge
anzustoßen
2023/24 2,5 Mio € 5 Mio. €
**)
Summe 99.460.000
€
2.619.920.
000 € 4.500.000 € 65.800.000
€
10
11
12
26Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Aktionsplan Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) • rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) • Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
• aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
Tabelle 1 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
27Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• systematische Gebäudeportfolioana -
lyse
• Strategie für Klimaneutralität der Be -
standsgebäude
• Berücksichtigung der Energieleitlinien
• Steigerung der jährlichen energeti -
schen Sanierungsrate
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar. Quantifizier -
bar nach Erstellung der Gebäudeportfolio-
analyse und des Umsetzungsfahrplans.
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Honorarkosten über ca. 230.000 €
brutto zur Entwicklung der Sanierungs-
strategie
• Erwartete Honorarkosten zur Skalie-
rung der Sanierungsstrategie in Form
von Vergaben an Externe, Personal-
stellen und Rahmenverträge über den
gesamten Ablauf der Maßnahme lie-
gen im unteren einstelligen Millionen-
bereich
• Personalstellen / Klimaschutzmana-
ger*innen
• Erwartete investive Gesamtkosten,
brutto, als grober Kostenrahmen lie -
gen im unteren einstelligen Milliarden-
bereich (summiert über den gesamten
Betrachtungszeitraum bis 2035 und fol-
Entwicklung einer Sanierungs-
strategie für Bestandsgebäude
Da wollen wir hin
Ziel der Sanierungsstrategie ist die Klimaneutrali -
tät der Bestandsgebäude der Stadt Köln. Definiert
wird die Klimaneutralität der Gebäude mit der Treib-
hausgasneutralität im Betrieb. Die jährliche ener -
getische Sanierungsrate soll deutlich gesteigert
werden und somit die kontinuierliche Reduzierung
der CO 2-Emissionen. Die Sanierungsstrategie ist
auf einer systematischen Gebäudeportfolioanalyse
aufgebaut. Über Konzepte zum Einsatz erneuerba-
rer Energien und Konzepte zur Energieeffizienz in
Kombination mit erneuerbaren Energien werden
die Gebäude sukzessive optimiert bzw. saniert.
Dabei werden die Energieleitlinien berücksich -
tigt sowie Nachhaltigkeit, Klimafolgeanpassung,
die Herstellungsenergie der energetischen Maß -
nahmen und Rezyklierbarkeit. Am Ende steht ein
Umsetzungsfahrplan als zukunftsfähiges Gesamt -
konzept zur Fördermittel- und Haushaltsplanung
mit Darstellung der Amortisation der investiven
Mittel über die jährliche Einsparung von Energie -
verbrauchskosten.
Das setzen wir bereits um
Grundlage für die Sanierungsstrategie sind die
Energieverbrauchswerte der Gebäude. Das Ener-
giemanagement der Stadt Köln umfasst bisher
ca. 1 .100 Gebäude. Die jährlichen Energieberichte
werten die Verbrauchswerte/ -kosten und Energie-
träger des Vorjahres aus.
Quelle: Ivan Smuk/Shutterstock.com
28Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Das Energiemanagement wird um die Gebäude im
Eigentum einzelner Ämter erweitert. Für die Ge -
bäudeportfolioanalyse ist eine fachliche Begleitung
für die Erstellung eines Excel-Tools sowie Gebäu -
deanalysen für zunächst 20 städtische Gebäude
im Eigentum verschiedener Ämter auf den Weg
gebracht. Ausgewählt werden für den Bestand der
Stadt Köln repräsentative Gebäudetypen, anhand
derer bereits erste Strategieansätze für große Teile
des Gesamtbestands formuliert werden können,
um ein rollierendes Vorgehen von Strategieerstel -
lung, Umsetzungsplanung, Umsetzung und Rück -
lauf der Erfahrungen aus umgesetzten Vorhaben
in die Weiterentwicklung der Strategie zu ermögli-
chen. In dem Zuge werden Modelle konzipiert, wie
die Kommune den Sanierungsaufwand der nächs -
ten Jahre umsetzen kann, auch mit innovativen An-
sätzen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Es ist vorgesehen die ersten Analysen im ersten
Halbjahr 2024 abgeschlossen zu haben. Die Bürger-
häuser/ -zentren der Stadt Köln sind als gesonder -
tes Modellvorhaben für energetische Sanierungen
gewählt. Zum Monitoring der Arbeits- und Sanie -
rungsfortschritte sind Darstellungen nach CO 2-
Emissionen im Betrieb in Vorbereitung. Als eine der
ersten Kommunen bereitet die Stadt Köln vor, den
Prozess wirkungsvoll mit einer einfachen Grad Cel-
sius Zahl entsprechend des Pariser Klimaschutz -
abkommens über eine science-based-targets
Methodik abzubilden. Fördermittelbeantragungen
(EU, Bund, Land) für die einzelnen Bausteine der
Strategie werden derzeit und fortlaufend geprüft.
Im Rahmen der Strategieerstellung soll aufgestellt
werden, bis wann eine Treibhausgasneutralität er -
reichbar ist.
Das brauchen wir
Für die Planung und Umsetzung der energetischen
Sanierung des Gebäudebestandes bedarf es eines
Grundsatzbeschlusses und weiterer Beschlüsse
zu kommenden Umsetzungspaketen für den ers -
ten Zeitraum 2025-2029. Der klimaneutrale Ge-
bäudebestand ist eine städtische Gesamtaufgabe
und als Querschnittsaufgabe ist langfristig eine Zu-
sammenarbeit der Fachämter notwendig. Zur per-
sonellen Entlastung der kommunalen Verwaltung
werden externe Vergaben an Dienstleiter*innen
und Ingenieurbüros benötigt. Mittelfristig sind Per-
sonalstellen / Klimaschutzmanager*innen in den
einzelnen Ämtern als Ansprechpartner*innen und
zur Umsetzung der Maßnahmen notwendig. Vor-
aussetzung für den Prozess ist ein transparentes
Vorgehen mit ämterübergreifendem Wissensaus-
tausch zu Erkenntnissen, Erfahrungen, baulichen
Maßnahmen, Fördermöglichkeiten, Finanzierun-
gen und vorbildlich realisierten Projekten. Zur Be-
schleunigung des Prozesses ist perspektivisch
eine zentrale Koordination der Gebäudedaten mit
Nutzung einer einheitlichen Software und Daten-
bank erforderlich.
genden Jahren, Fördermittelzuschüs -
se, eingesparte Energieverbrauchs -
kosten und Personalbedarf sind nicht
berücksichtigt. Der bestehende Sa -
nierungsstau ist berücksichtigt. Die
genannten Gesamtkosten werden im
Zuge der Gebäudeportfolioanalyse ge-
prüft und können erst nach Vorlage der
Sanierungsstrategie konkreter aufge -
stellt werden
• Sachkosten für Datenhaltung, ggf. pro-
grammbasierte Bearbeitung langfristig
und Auswertungsdarstellungen wer -
den geschätzt auf ca. 200.000 € netto
• Kontinuierliche Umsetzung: 440 Mio.
€ bis 2027; die Kosten beziehen sich
auf Instandhaltungskosten im Umfang
von 1,2 % des Wiederbeschaffungs -
werts des Bestands im Sondervermö -
gen laut Wirtschaftsplan Entwurf 2024
der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
und enthält einen Zuschuss der Käm -
merei ohne Personalkostenanteil in
Höhe von ca. 14,5 Mio. € pro Jahr
• Umsetzung der Schulbaumaßnahmen
„GU/TU 2-Projekt“: 1,6-1,7 Mrd. € bis
2027 (Generalsanierung und/oder Neu-
bau)
29Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Ausblick ab 2025
• Skalierung der Strategie unter Einbin -
dung externer fachlicher Begleitung
• Berücksichtigung der Energieleitlinien
• Erweiterung auf weitere Gebäude im
städtischen Eigentum
• Aufschaltung auf Energiemanage-
mentsoftware
• Umsetzungsfahrplan als Grundlage für
die Umsetzung der Ergebnisse aus der
Gebäudeportfolioanalyse
• Erhöhung der jährlichen Sanierungs-
rate
• bis 2027: kontinuierliche Umsetzung,
derzeit 1,2 % des Widerbeschaffungs-
werts des Bestands im Sondervermö -
gen der Gebäudewirtschaft
• bis 2027: Umsetzung der Schulbau -
maßnahmen „GU/TU 2-Projekt“ (Ge -
neralsanierung und/oder Neubau)
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 1 .1 .1 .1 Entwicklung und Umset-
zung einer Strategie zum klimaneutralen
Gebäudebestand
Zielsetzung 2023/24
• Gebäudeportfolioanalyse für 20 städti-
sche Gebäude im Eigentum verschie-
dener Ämter
• ab 2024: Entwicklung der Sanierungs -
strategie
30Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Aktualisierung der Standards für Wär -
menutzung für Heizen und Warmwas-
ser
• Aktualisierung der Standards für elekt-
rotechnische Bereiche
• effiziente und nachhaltige Energie-
nutzung bei Neubauten und Sanie -
rungsvorhaben
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
---
Da wollen wir hin
Die Energieleitlinien werden aktualisiert und mit
den Klimazielen und Vorgaben der Stadt Köln har -
monisiert.
Besonderen Fokus haben hierbei nachfolgende
Themen:
• Aktualisierung der Standards für Wärmenutzung
für Heizen und Warmwasser
• Aktualisierung der Standards für elektrotechni -
sche Bereiche
Des Weiteren ist eine Koordinierung der Aussagen
in der Energieleitlinie mit den parallel in Arbeit be -
findlichen Standards und Vorgaben wichtig:
• Kommunale Wärmeplanung inkl. Geothermie -
potenziale
• Trinkwasser und Umwelthygiene (Thema:
Warmwasser)
Das setzen wir bereits um
Die Energieleitlinien der Gebäudewirtschaft der
Stadt Köln gibt es seit 2004. Ziel der Energieleit -
linien ist eine effiziente und nachhaltige Energie -
nutzung bei Neubauten und Sanierungsvorhaben.
Seit 2004 sind die Energieleitlinien der Stadt Köln
kontinuierlich weiterentwickelt und an den aktuel -
len Stand der Gesetzgebung und der Technik an -
gepasst worden.
Durch die dynamische Entwicklung der Gesetzge -
bung und der Technik ist eine weitere Aktualisie -
rung der Energieleitlinien der Stadt Köln seit Q2
2023 durch das Energiemanagement in Arbeit.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Es wurden von anderen Städten kürzlich aktuali -
sierte Energieleitlinien bewertet, um auch hier Sy -
nergieeffekte zu nutzen.
Es wurden die technische Gebäudeausrüstungs -
planungen aktueller Projekte bewertet, um Ideen
externer Planungsbüros zu berücksichtigen.
Stadtweite Standards für städtische
Gebäude (klimaneutraler Betrieb) -
Energieleitlinien aktualisieren
Quelle: Naresuan261/Shutterstock.com
31Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
Zielsetzung 2023/24
• Fachliche Abstimmung der Energie -
leitlinien mit anderen Standards und
Vorgaben der Stadt Köln
• Veröffentlichung aktualisierter Ener -
gieleitlinien
Ausblick ab 2025
• 2025-2035: Konsequente Anwendung
der Energieleitlinien bei städtischen
Gebäude Projekten
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 1 .1 .1 .1 . Entwicklung und Umset-
zung einer Strategie zum klimaneutralen
Gebäudebestand
Diverse verwaltungsinterne Abstimmungen laufen.
Das brauchen wir
---
32Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Gebäudeportfolioanalyse zu 14 Bürger-
häuser/Bürgerzentren
• Erarbeitung eines Umsetzungsfahr -
plans
• konzentrierte Betrachtung der Gebäu -
de ermöglicht gebäudeübergreifende
Ausschreibungen
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar, Quantifizie -
rung nach Ermittlung der Einsparpoten -
ziale basierend auf der Bestandsaufnah -
me möglich (2023/2024)
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Bestandsaufnahme, Gebäudeportfo -
lioanalyse 200.000 € netto
• Bestandsaufnahme Gebäudetechnik
135.000 € netto
• Umsetzungsfahrplan/ bauliches Zu -
kunftskonzept 110.000 € netto
• Investive Kosten: Erwartete investi -
ve Gesamtkosten, brutto , als grober
Kostenrahmen liegen bei ca. 220 –
380 Mio. € (Fördermittelzuschüsse
und Personalbedarf ist nicht berück -
sichtigt; die genannten Gesamtkosten
werden im Zuge der Bestandsaufnah -
men geprüft)
Da wollen wir hin
Die Stadt Köln unterhält Bürgerhäuser und Bürger-
zentren verteilt über das Kölner Stadtgebiet. Sie
sind zentral in verschiedenen Veedeln gelegen. Es
handelt sich um 14 Bürgerhäuser/Bürgerzentren
mit insgesamt 16 Standorten: Alte Feuerwache, Al-
tenberger Hof, Vereinshaus Worringen, Bürgerhaus
Stollwerk, Bürgerzentrum Ehrenfeld, Quäker Nach-
barschaftsheim, Bürgerhaus Kalk, Bürgerzentrum
Deutz, Bürgerschaftshaus Bocklemünd / Menge -
nich, Bürgerhaus Müze, Kulturbunker, Bürgerzent-
rum Engelshof, Ahl Poller Schull sowie das Bürger-
zentrum Chorweiler einschließlich Handwerkerhof
und Kulturbrücke. Die Gebäude stehen in Nutzung
verschiedener Träger, Vereine und Gruppen, sind
Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger und bie -
ten Veranstaltungen, Gastronomie und weitere so-
ziale Angebote. Besucht werden die Häuser meist
aus direkter Nachbarschaft, sind aber auch über
die Veedelsgrenzen hinaus bekannt. Die Gebäude
stehen teilweise unter Denkmalschutz, woraus ein
erhöhter Abstimmungsbedarf mit eventuellen Ein-
schränkungen resultiert (siehe hierzu Steckbrief
). Sie weisen aufgrund des jeweiligen Gebäu -
dealters und fortgeschrittenen Sanierungsstaus
sowie schlechten energetischen Standards einen
erhöhten Energieverbrauch auf. Somit entstehen
erhöhte Unterhaltungskosten.
Zukunft Bürgerhäuser/ -zentren
Quelle: Stadt Köln
33Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Bestandsaufnahme von 14 Bürger -
häusern und der Anlagentechnik für
eine Gebäudeanalyse ist erfolgt
Ausblick ab 2025
• Kontinuierliche Planung und Umset -
zung der energetischen Gebäudesa -
nierungen über den betrachteten Zeit -
raum bis 2035
• bis 2025: ein Stufenplan für die Um -
setzung ist erstellt und dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .1 .1 Klimaneutraler Gebäu-
debestand Konzern Stadt Köln
Im Zuge der Gebäudeportfolioanalyse 1 besteht
die Aufgabenstellung, alle Bürgerhäuser/ -zentren
als Bundle konzentriert zu begutachten, Poten -
ziale zu erkennen und über einen Umsetzungs -
fahrplan kurz-, mittel- und langfristig notwendige
energetische Maßnahmen zusammenzustellen.
Die Maßnahmen zielen auf eine CO 2-Emissions-
Minimierung, gleichzeitig aber auch Senkung der
Unterhaltskosten ab. Damit einhergehend ergibt
sich eine Modernisierung, vielleicht auch eine neue
räumliche Vernetzung. Mitbetrachtet werden soll
der aktuelle Sanierungsstau. Ausgelegt werden die
Maßnahmen unter Berücksichtigung nachhaltiger
Ansätze. Die konzentrierte Betrachtung der Gebäu-
de eröffnet die Möglichkeiten gebäudeübergreifen-
der Ausschreibungen mit dem Ziel einer zeitnahen
Umsetzung und einer direkten Sichtbarkeit im
Stadtgebiet, unter Einbeziehung und Beteiligung
der Träger- und Nutzer*innen der Gebäude und lo-
kaler Kooperationen. Das Ergebnis ist ein Umset -
zungsfahrplan als Gesamtüberblick kurz-, mittel-,
langfristig mit Fördermittel- und Haushaltsplanung.
Das setzen wir bereits um
Die Verwaltung des Gebäudebestandes und laufen-
de Instandhaltungen, Wartungen und Prüfungen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Strategieplanungen zur Bestandserfassung und
Planungen, um einen Gesamtüberblick des Zu -
standes und Potenzials des Gebäudebestands her-
zustellen. Fördermittelanträge sind in Bearbeitung.
Generalsanierungen zweier Objekte sind in ver -
schiedenen Planungsphasen.
Bei den Planungen wird die Energieversorgung in
Form von Strom (Photovoltaik; vgl. Steckbrief )
und Wärme (vgl. Steckbrief ) mit berücksichtigt.
Das brauchen wir
Benötigt wird eine externe Begleitung zur Be -
standsaufnahme und Erstellung der Gebäudeport -
folioanalyse. Die Bestandsaufnahme umfasst auch
die Aufnahme der technischen Gebäudeausrüs -
tung und Brandschutzanlagen. Ziel ist die Erarbei -
tung eines baulichen Zukunftskonzeptes inklusive
mindestens einer Alternative. Die zukunftsorien -
tierte Planung der Nutzung sowie notwendiger
Sanierungs- und Umbaumaßnahmen ermöglicht.
einen nachhaltigen Umgang mit den vorhandenen
Ressourcen und gibt eine Übersicht über mögliche
energetische Aufwertungen.
34Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Energetische Maßnahmen bei Gene -
ralsanierung der Zentralbibliothek
• Reduktion des jährlichen Energiever -
brauchs um 80 %
• Erstellung eins Strategiekonzepts zur
Verpflichtung auf die Nachhaltigkeits -
ziele
• Entwicklung mit dem Ziel „NetZero“
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 490 t CO2eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Zentralbibliothek: Kostenfortschreibungs-
beschluss aufgrund prognostizierter
Kostenentwicklung (Vorlagennummer:
4173/2022):
• Gesamtkosten 139,8 Mio. € brutto (in-
klusive Ausstattungskosten 18,8 Mio.
€ brutto)
• enthalten sind rund 8,9 Mio. € Risiko -
zuschlag und rund 24,13 Mio. € GU-Zu-
schlag
Da wollen wir hin
Die Zentralbibliothek wird generalsaniert. Diese
Komplettsanierung wird verschiedene energe -
tische Maßnahmen beinhalten. Hierzu zählen:
Photovoltaik-Anlage (Stromerzeugung) zur Eigen -
stromnutzung, extensive Dachbegrünung, 3-fach
verglaste Fenster, Fassadendämmung, Einsatz
von Fernwärme, C2C-zertififierter Bodenbelag,
welcher 100 % recycelbar ist. Jährlich wird nach
Abschluss der Sanierung der Energieverbrauch um
ca. 80 % sinken.
Das setzen wir bereits um
Die Stadtbibliothek hat 2023 ein Nachhaltigkeits -
konzept für ihr Gesamtsystem entwickelt. Dieses
wird nun sukzessive umgesetzt.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Derzeit erfolgt die Fortschreibung des Basiskon -
zepts mit Ziel eines Strategiekonzepts der Stadt -
bibliothek. Erstellung des Strategiekonzeptes der
Stadtbibliothek, in welchem die Verpflichtung den
Nachhaltigkeitszielen gegenüber festgeschrieben
ist.
In fünf Handlungsfeldern wird die Entwicklung der
Zentralbibliothek und den 11 Stadtteilbibliotheken
mit dem Ziel „NetZero“ vorangetrieben (1 . Gebäu-
de, 2. Energie und Abfallvermeidung, 3. Mobilität,
4. Interne Organisation und Kommunikation, 5. An-
gebote, Programme und Kommunikation).
Ein Ratsbeschluss zur Erhaltung und Sanierung der
Zentralbibliothek wurde am 16.5.2023 erwirkt (Vor-
lagennummer 0968/2023).
Energetische Sanierung der
Zentralbibliothek und der 11
Stadtbibliotheken
Quelle: MARS Interieurarchitecten ROTTERDAM und PELL Architekten KÖLN
35Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Beginn der Sanierung
Ausblick ab 2025
• Sanierung der Zentralbibliothek
• Sanierung der Stadtteilbibliotheken
• bis 2027: Fertigstellung der Generalsa-
nierung
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .1 .1 Klimaneutraler Gebäu-
debestand Konzern Stadt Köln
Die Verwaltung plant Energierundgänge und
die Umsetzung entsprechender Maßnahmen
(Photovoltaik- Anlagen mit Speicher, Luft-Luft-
Wärmepumpen, Dach-, Fassaden- und Innen -
raumbegrünung, Brauch wasserwärmepumpe und
Erweiterung des intelligenten Gebäudemanage -
ments in allen Stadtteilbibliotheken).
Das brauchen wir
---
36Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Wiederverwertung von Baumaterialien
und Einbauten
• Zusammenarbeit mit Start-Up Concu -
lar
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Kostenaufwand für die Beauftragung
des externen Dienstleisters, Mehr -
kosten im Abfall- und Verwertungs -
konzept, Personalkosten Gebäudewirt-
schaft der Stadt Köln (e. E.) (26)
Da wollen wir hin
Das Bezirksrathaus Innenstadt soll mittelfristig ab-
gerissen werden. Baumaterialien und Einbauten
sollen möglichst umfangreich ausgebaut und einer
Wiederverwertung und 1-zu-1 Wiedereinbau zuge-
führt werden.
Folgende Handlungsschritte/Vorgehensweisen
sind vorgesehen:
• Aufbereitung und Vermarktung
• Vertrieb der Materialien über die Plattform des
Start-Ups Concular
• Realitätscheck/Evaluation im Hinblick auf Ver -
wertungsquote, Vermarktung und Wirtschaft -
lichkeit/Aufwand
Ziele sind die Reduktion der Siedlungsabfälle, die
Reduktion der Deponierung sowie die erfolgreiche
Vermarktung möglichst vieler Materialien aus dem
Gebäude als kostenmindernder Faktor. Insgesamt
werden die in den Baumaterialien in Form von
grauer Energie enthaltenen CO2-Emissionen durch
die Einführung der Baumaterialien in einen Kreis -
lauf an anderer Stelle eingespart.
Das setzen wir bereits um
• Beauftragung des Start-Ups Concular mit dem
Projekt
• Bestandsaufnahme, Dokumentation und Be -
wertung der vorhandenen Materialien/Objekte
im Hinblick auf Vermarktungspotenzial
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Förderung von nachhaltigem und ressourcen -
schonendem Bauen wird im Rahmen des Zero
Waste Konzepts (vgl. Steckbrief ) konkretisiert
und Schritte in Richtung Umsetzung auf den Weg
gebracht.
Das brauchen wir
Plattform des Start-Ups, Realitätscheck/Evaluation
im Hinblick auf Verwertungsquote, Vermarktung
und Wirtschaftlichkeit/Aufwand.
Zirkuläres Bauen – Bezirksrathaus
Innenstadt
Quelle: Bartussek,Ingo AdobeStock
37Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Abbruch ist geplant.
• Pilotprojekt zur Verwertung der dabei
anfallenden Baustoffe/Bauschutt ist
gestartet
• Materialproben werden aktuell analy -
siert. Danach erst ist die Verwertbar -
keit geklärt.
• Die Planungen für den Abbruch inkl.
Schadstoff-, Abfall- und Verwertungs -
konzept werden fertiggestellt. Der Ab-
bruch ist erst nach kompletten Freizug
des Gebäudes möglich.
• Auf Basis der Ergebnisse aus dem
Schadstoffkonzept wird die Liste zur
Verwertbarkeit der Materialien finali -
siert.
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .1 .1 Klimaneutraler Gebäu-
debestand Konzern Stadt Köln
38Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Erfassung von 440 Liegenschaften
• Prioritätenliste zur Modernisierung
und Weiterentwicklung
• Datenbasierte Umsetzung energeti -
scher Sanierungen
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar, Quantifizie -
rung nach Ermittlung der Einsparpoten -
ziale basierend auf der Bestandsaufnah -
me möglich (2024)
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Derzeit nicht quantifizierbar
Da wollen wir hin
Die gesamte Sportinfrastruktur in den Bereichen
Entwicklung, Neubau, Facility Management und
Belegung wird vom Sportamt über ein einheitli -
ches System mit allen Daten an einem Ort über
das Sportstättenmanagementsystem betrieben
werden.
Das setzen wir bereits um
Anhand einer Vorschlagsliste wurden Entwick -
lungsmöglichkeiten der Sportinfrastruktur aufge -
zeigt und Modernisierungen und Weiterentwicklun-
gen an ersten Sportanlagen bereits angewendet.
Anhand der aktuellen Datenlage können zudem
klimaschutzrelevante energetische Sanierungen
identifiziert und mittels Berücksichtigung des Pas -
sivhausstandards, von Photovoltaikanlagen und
Wärmepumpen, sortenreiner Trennung von Bau -
teilen, Fassadenbegrünung, Verwendung von Holz
und Wiederverwendung von Baumaterialien Rech-
nung getragen werden. Damit gehen dauerhaft
eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs
und eine finanzielle Entlastung der Sportvereine
einher.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Datengrundlage der gesamten Sportinfra -
struktur mit insgesamt 440 Liegenschaften wurde
erfasst und in einem Sportanlagenkataster aufge -
nommen. Auf Basis der erfassten Mängel (Stufen
1-4/ brauchbar bis unbrauchbar) wurde eine Mat -
rix und daraus resultierend eine Prioritätenliste zur
Modernisierung und Weiterentwicklung erstellt.
Darin enthalten sind auch die einzelnen im Zuge
der energetischen Sanierung zum Klimaschutz zu
bearbeitenden Gewerke, die für den Energiever -
brauch entscheidend sind, d.h. Heizung, Fenster,
Dach und Fassade, zum anderen das Potenzial zur
Installation von Photovoltaikanlagen. Hierbei wird
auf ein Solarkataster zurückgegriffen, das die Ver -
waltung derzeit erarbeitet und weiterentwickelt
und eine Bewertung des theoretischen sowie tech-
Sportstättenmanagementsystem
(SMS)
Quelle: Stadt Köln
39Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Stetige Datenpflege des Sportanla -
genkatasters
• Aufzeigen von Entwicklungsmöglich -
keiten sowie Grundlagenermittlung
für energetische Sanierung und Errich-
tung von PV-Anlagen
Ausblick ab 2025
• Vervollständigung der Datengrundlage
• Sanierung/Neubau erster Vereinshei -
me/Umkleidehäuser, die gemäß Prio -
ritätenliste in besonders schlechtem
Zustand sind
• bis 2028: Vollständige Abarbeitung der
Prioritätenliste Sanierung Vereinshei -
me/Umkleidehäuser
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .1 .1 Klimaneutraler Gebäu-
debestand Konzern Stadt Köln
nischen Photovoltaik-Potenzials ermöglichen wird.
Damit soll vor allem der Solaroffensive der Stadt
Köln und damit dem in der Stadtstrategie „Kölner
Perspektiven 2030+“ genannten Ziel der Klimaneu-
tralität Rechnung getragen werden. Ferner fließen
u.a. Synergieeffekte mit anderen Baumaßnahmen,
die Verbindung zu einem Sozialraumgebiet sowie
die Bevölkerungsentwicklung im Stadtteil mit ein,
sodass die Matrix sowohl ökonomische als auch
soziale und stadtentwicklungspolitische Elemente
enthält.
Das brauchen wir
Vervollständigung der Datengrundlage, ämterüber-
greifende Zusammenarbeit und finale Akzeptanz
des Programms inklusive routinierter Anwendung.
40Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Förderprogramm, um die Dekarboni -
sierung der Energieversorgung sowie
die energetische Sanierung und Er -
tüchtigung des Bestandes anzuschie -
ben
• Kooperation mit Kölner Wohnungs -
wirtschaft
• Erstellung integrierter, energetischer
Quartierskonzepte
• Begleitung der Sanierung durch ein*e
Sanierungsmanager*in
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 478.000 t CO2eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Abhängig von der Quartiersdefinition
liegen die anteiligen Kosten bei bis zu
25 % der förderfähigen Kosten
• Für das energetische Quartierskonzept
gibt es keine Fördergrenze. Für Sanie -
rungsmanager*innen sind die förder -
fähigen Kosten begrenzt auf: 210.000
€ für drei Jahre und weitere 140.000 €
bei einer Verlängerung auf fünf Jahre.
KfW 432 energetische
Quartiersentwicklung
Da wollen wir hin
Das Förderprogramm soll gezielt, gemeinsam mit
der Kölner Wohnungswirtschaft ausgerollt wer -
den, um damit die Dekarbonisierung der Energie -
versorgung sowie die energetische Sanierung und
Ertüchtigung des Bestandes anzuschieben. Das
Programm bietet kommunal zu beantragende Zu -
schüsse für zwei Komponenten, zum einen die
Erstellung eines energetischen, integrierten Quar -
tierskonzeptes und zum anderen die Begleitung
der Sanierung durch ein*e Sanierungsmanager*in.
Das setzen wir bereits um
Die Verwaltung nimmt in einer ersten Phase Quar-
tiere in den Fokus, in denen mit einer hohen Um -
setzungsquote von im Gutachten „Klimaneutrales
Köln 2035“ erfassten Maßnahmen zu rechnen ist.
In einer zweiten Phase folgen zudem Quartiere,
die eine aufwendigere Ansprache und Umset -
zungswahrscheinlichkeit erwarten lassen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Gemeinsam mit verschiedenen Wohnungsgenos -
senschaften identifiziert die Verwaltung Pilot-Pro -
jekt-Quartiere, welche sich jedoch nicht in Sozialen
Erhaltungssatzungsgebieten (gem. § 172 Abs. 1
Satz 1 Nr. 2 BauGB) befinden sollten. Diese die -
nen als Vorlage für ein „Best Practice“ bzw. als
Korrektiv für weitere Projekte. Zwei Förderanträge
konnten erfolgreich gestellt und Zuschusszusagen
für ein Quartier in Weidenpesch und ein Quartier in
Zollstock erreicht werden.
Quelle: RikoBest/Shutterstock.com
41Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Vier Quartiere u.a. mit der Wohnungs-
wirtschaft in der Förderung KfW 432
• Identifizierung von weiteren Eignungs-
quartieren
Ausblick ab 2025
• Digitale Antragstellung
• Stadtweite Übersicht der potenziellen
KfW-432-Quartiere
• Quartiers-gebundene Fördermittel
• 2025-2026: Zwei kommunal geführte
Quartiere in der Förderung von KfW
432
• 2027-2030: Stadtweite qualitative Ein -
ordnung von KfW 432-Quartieren mit
Startoptionen
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 1 .2.1 .2 Sanierungsquote erhö -
hen durch integrierte Quartierslösungen
im Bestand
Zur Bestimmung der Quartiere und zur struktu -
rierten Erfassung des gesamten Stadtgebiets im
Hinblick auf den Einsatz des Förderprogramms,
arbeitet die Verwaltung in engem Austausch ämter-
übergreifend. Die aktuell entstehende kommunale
Wärmeplanung wird dabei zudem berücksichtigt.
Das brauchen wir
Eine wichtige Voraussetzung für ein breites Ausrol-
len des Förderprogramms ist die Digitalisierung der
kommunal zu beantragenden Zuschüsse, im Zuge
einer Zuschussweiterleitung. Zudem ist bei großen
Quartieren die Definition von Sanierungsgebieten
ein wichtiger Erfolgsfaktor.
42Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
Klimaschutzgerechte Sanierung des
denkmalgeschützten Vierkanthofs „Pe -
tershof“
Konzeptansätze:
• Bauen im Bestand (im Denkmal)
• Wärme und Strom über erneuerbare
Energien (u.a. Solar)
• autofreier Hof und autoarme Umge -
bung
• Freiflächennutzung unter Beachtung
von Artenschutz und Biodiversität
• Regeneratives (Ab-) Wasserkonzept
• Nutzungsänderung und -mischung
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar, Quantifizie -
rung nach Konzepterstellung möglich (ab
2024)
Kosten zum Erreichen des
Ziels
---
Da wollen wir hin
Am 14.12.2021 hat der Rat der Stadt Köln der
Machbarschaft Köln eG (vormals e.V .) das Erbbau-
recht am Petershof in Köln-Müngersdorf als Er -
gebnis des zuvor durchgeführten Verfahrens erteilt
(Top 23.8 nicht-öffentlicher Teil). Das Ziel ist, den
1896 erbauten, denkmalgeschützten Vierkanthof
„Petershof“ , klimaschutzgerecht zu sanieren. Die
Genossenschaft möchte mit dem Quartiersprojekt
aufzeigen, dass es möglich ist, in einem Denkmal,
einen sozialen, ökologischen und solidarischen Ort
zu erschaffen und dabei angesichts gegenwärtiger
gesellschaftlicher Krisen – samt der Klimakrise –
Verantwortung zu übernehmen.
Das setzen wir bereits um
Die Verwaltung hat mit der Entscheidung der
Durchführung einer Konzeptvergabe Möglichkeiten
eröffnet, qualitativen Aspekten der Entwicklung
der Immobilie ein höheres Gewicht zu verleihen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung wird das Projekt koordiniert beglei-
ten und hierzu ein Format für die Koordination der
beteiligten Dienststellen einrichten. Dabei werden
alle Konzeptansätze betrachtet: Bauen im Bestand
(im Denkmal), Wärme und Strom über erneuerbare
Energien (u.a. Solar), autofreier Hof und autoarme
Umgebung, Freiflächennutzung unter Beachtung
von Artenschutz und Biodiversität, Regeneratives
(Ab-) Wasserkonzept ebenso wie Nutzungsände -
rung und -mischung. Dabei sind denkmalrechtliche
Einschränkungen zur Bestimmung der Einspa -
rungspotenziale zu berücksichtigen.
Konzeptvergaben als
Steuerungsinstrument für nachhaltige
Planungs- und Entwicklungskonzepte
am Beispiel Petershof
Quelle: Stadt Köln
43Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zudem erfolgt eine Prüfung auf Machbarkeit aller
Konzeptansätze und der potenziell möglichen fi -
nanziellen Entlastungen ergänzt um eine Zusam -
menstellung von Fördermöglichkeiten.
Das brauchen wir
Unterstützung aller zu beteiligenden Dienststellen.
Klärung der finanziellen Unterstützungsmöglichkei-
ten.
Zielsetzung 2023/24
• Finanzielle Absicherung der Genos -
senschaft
• ein Stufenplan mit quantifizierbaren
Zielen ist erstellt
Ausblick ab 2025
• Entwicklung aller realisierbaren Kon -
zeptansätze
• Bauantragstellung
• bis 2025: Baugenehmigung
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 1 .2.1 .6 Energetische Ertüchti -
gung des denkmalgeschützten Gebäude-
bestands
44Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Erarbeitung von Leitlinien für denk -
malgeschützte Gebäude zur energeti -
schen Ertüchtigung
• Grundlagenerstellung anhand einer
Studie zur „Systematisierung der
Energieeffizienzpotenziale im denk -
malgeschützten Gebäudebestand“
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar, Quantifizie -
rung nach Fertigstellung der Studie mög-
lich (ab 2024)
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Finanzmittel für universitären For -
schungsauftrag ca. 120.000 € finan -
ziert aus politischem Verwendungs -
nachweis zum Klimaschutz
• Externe Dienstleistung für inhaltliche
und redaktionelle Arbeit
Da wollen wir hin
Zur Prozessoptimierung energetischer Sanie -
rungen im Denkmal hat die Verwaltung das Ziel,
fachliche Grundlagen in Form von Leitlinien zur
Verfügung zu stellen. Diese Leitlinien sind eine
Unterstützung, um Entscheidungen transparent
fällen und darstellen zu können. Sie richten sich an
Eigentümer*innen denkmalgeschützter Gebäude
und Planer*innen, aber auch Entscheidungsträ -
ger*innen, mit dem Ziel einer effizienteren Be -
arbeitung. Energetische Ertüchtigungen werden
dadurch perspektivisch gesteigert. Die fachlichen
Grundlagen werden anhand einer Studie zur „Sys-
tematisierung der Energieeffizienzpotenziale im
denkmalgeschützten Gebäudebestand“ konkret
erarbeitet werden. Das Ergebnis ist die Erwei -
terung und Ergänzung des bestehenden Merk -
blattes, das neben dem Thema der Solaranlagen
systematisch auch alle anderen Maßnahmen der
energetischen Ertüchtigung erfasst, wie z. B. die
Gebäudehülle, die Heiztechnik, etc.
Das setzen wir bereits um
Die Verwaltung veröffentlichte im November 2022
ein erstes Merkblatt. Das Merkblatt nennt die
Möglichkeiten der energetischen Ertüchtigung,
Einschränkungen und zeigt den Ablauf der An -
tragsstellung. Neben Hinweisen zu Steuerbeschei-
nigungen und Brandschutz gibt es ein Kapitel zum
Einsatz von Solaranlagen auf Dächern denkmalge -
schützter Gebäude.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung stellt allen Eigentümer*innen, Pla-
ner*innen und Entscheidungsträger*innen das
Merkblatt zur energetischen Sanierung zur Ver -
fügung.
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/
content/pdf480/sk_452_22_merkblatt_energeti -
sche_ert%C3%BCchtigung_-_barrierefrei.pdf
Energetische Ertüchtigung
des denkmalgeschützten
Gebäudebestandes
Quelle: Stadt Köln – Stadtkonservator
45Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Strategieentwicklung und Aufstellung
der universitären Kooperation
• universitären Forschungsauftrag an -
stoßen
• eine Studie zu energetischen Sanie -
rungspotenzialen des denkmalge -
schützten Gebäudebestands in Köln
ist beauftragt
Ausblick ab 2025
• Die Veröffentlichung eines systema -
tisierten Katalogs soll eine effizien -
tere Praxis zur Aufstellung von Um -
setzungsszenarien zu energetischen
Sanierungen ermöglichen. Konflikte
sollten schneller lösbar sein und Mo -
dellvorhaben werden zur Verfügung
stehen, an denen sich Eigentümer*in -
nen orientieren können, sodass die Sa-
nierungsrate zukünftig steigend sein
sollte.
• bis 2025: Entscheidungsleitlinien ver -
öffentlichen
• 2025-2035: Fortlaufend energetische
Sanierungen fördern und begleiten
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 1 .2.1 .6 (gleichnamig)
Das brauchen wir
Forschung: Die systematische Sammlung von Ent-
scheidungsleitlinien ist als Grundlagenforschung
einzustufen, da die Denkmalpflege von der Spezifik
von Einzelobjekten geprägt ist. Die RWTH Aachen
hat im Rahmen des Forschungsförderungspro -
grammes Zukunft Bau des Bundesinstituts für
Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) über Prof.
Dr.-Ing. Raabe mit seinem Lehr- und Forschungs -
gebiet für Denkmalpflege und Historische Baufor -
schung unter dem Titel „Beitrag zur Sanierung von
Siedlungsbauten der 20er Jahre. Lösungsszenarien
für eine Verbindung ökologischer, ökonomischer
und denkmalpflegerischer Belange“ ein entspre -
chendes Projekt vorgelegt. Es werden Finanzmittel
benötigt, um eine Erweiterung des Projektes mit
einer Kölner Siedlung der 50er Jahre zu ergänzen
(z.B. mit einer Volksparksiedlung in Köln-Raderthal).
In der Kombination beider Zeitschichten, wird es
möglich sein, in großer Breite Aussagen über Er -
tüchtigungspotenziale zu treffen und Handlungs -
optionen systematisch aufzuzeigen.
Dienstleistung: Für die folgende Erweiterung und
Ergänzung des jetzigen Merkblatts anhand der
Forschungsergebnisse müssen die komplexen Zu-
sammenhänge didaktisch aufbereitet und anhand
von Beispielbildern erläutert werden. Inhaltlich
übersteigt diese Redaktionsarbeit die personellen
Kapazitäten der Verwaltung bei weitem, weshalb
eine externe Vergabe vonnöten ist.
46Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Operationalisierung der Klimastrategie
durch Umsetzung von Maßnahmen
für einen gebäudebezogenen Sanie -
rungsfahrplan
• Nachhaltige Gestaltung von Wohn -
umfeld und Außenanlagen in unseren
Quartieren unter Beachtung der Wirt -
schaftlichkeit und sozialer Gesichts -
punkte
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Budget 2023/24: 1,5 Mio. €
• ca. 1 .500 €/kWp netto, aktuell Null -
steuersatz für PV auf Wohngebäuden
Operationalisierung
der Klimastrategie der
GAG Immobilien AG
Da wollen wir hin
Der Gebäudesektor in Deutschland ist direkt und
indirekt für rund ein Drittel der CO 2-Emissionen
verantwortlich. Ein großer Hebel, der, richtig be -
wegt, eine Menge bewegen kann auf dem Weg zur
Klimaneutralität. Die GAG Immobilien AG unter -
stützt das angestrebte Ziel der Klimaneutralität und
hat die Dekarbonisierung ihres Gebäudebestandes
strategisch verankert.
Das setzen wir bereits um
Die GAG Immobilien AG hat anhand verschiede -
ner Szenarien untersucht, wie die Klimaschutzziele
unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit, aber auch
unter sozialen Gesichtspunkten erreicht werden
können. Dabei wurden Potenziale auf allen Hand -
lungsfeldern analysiert und bewertet. Zusammen -
gefasst geht es zum einen um eine zunehmende
Abkehr von fossilen Brennstoffen, was durch einen
stärkeren Fokus auf Fernwärme und Wärmepum -
pen erreicht werden soll. Zum anderen streben wir
eine Senkung des Energieverbrauchs durch ener -
getische Modernisierungen im Bestand, effiziente
Gebäudestandards, Anlagenoptimierung und Sen -
sibilisierung des Nutzers an. Darüber hinaus setzen
wir Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas
(z.B. Dachbegrünung, Freiflächengestaltung, Zis-
ternen, Mobilität) um.
Hier ist die GAG Immobilien AG aktiv
Die Operationalisierung der Klimastrategie umfasst
die Umsetzung der definierten Maßnahmen, für
die ein gebäudebezogener Sanierungsfahrplan er -
stellt wird. Es gilt das Motto: die Schlechtesten zu-
erst! Diese Vorgehensweise verspricht die größten
Effizienzgewinne – auch mit Blick auf den Mittelab-
fluss durch die bereits beschlossene CO 2 -Abgabe
und die Novellierung der EU-Gebäuderichtlinie.
Neben der Verbesserung des Effizienzstandards
Quelle: GAG Immobilien AG
47Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
und der Wärmewende stehen folgende Hand -
lungsfelder im Fokus:
Erneuerbare Energien: Mit unserem Mieterstrom
Veedel Energie tragen wir dazu bei, den Zugang zu
bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moder-
ner Energie für unsere Mieter*innen zu sichern.
Durch unsere anhaltenden Neubau- und Moder -
nisierungsprojekte sowie den Ausbau von Photo -
voltaikanlagen auf Bestandsdächern erweitern wir
das Mieterstrom-Angebot regelmäßig.
Nachhaltige Städte und Gemeinden: Moderni -
sierungen und Neubauprojekte der GAG werden
unter energetischen Gesichtspunkten durchge -
führt, damit der Energieverbrauch von Heizungs-
und Warmwasseranlagen sinkt. Dabei wurden
die jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen
meistens sogar übertroffen. So leisten wir auch
einen Beitrag dazu, dass der Gebäudesektor weni-
ger Emissionen freisetzt.
Verantwortungsvolle Konsum- und Produktions -
muster: Bei Modernisierungen und Neubaumaß -
nahmen reduzieren wir Bauabfälle und versuchen
die Rohstoffe zu recyceln. Weiterhin sensibilisieren
wir unsere Mieter*innen dafür, weniger Müll zu
produzieren und angefallenen Müll richtig zu tren -
nen.
Maßnahmen zum Klimaschutz: Zur Bekämpfung
des Klimawandels und dessen Auswirkungen prü -
fen wir Möglichkeiten, den CO 2-Ausstoß unserer
Bestände zu reduzieren. Neben der Optimierung
der Wärmeerzeugung durch den Ausbau von rege-
nerativen Energien spielen Maßnahmen zur Förde-
rung der Elektromobilität sowie Möglichkeiten der
klimafreundlichen Optimierung unserer Außenan -
lagen eine wichtige Rolle.
Leben an Land: Wir gestalten das Wohnumfeld und
die Außenanlagen in unseren Quartieren nachhal-
tig. Unsere Veedels-Biotope fördern die biologi -
sche Vielfalt und den Artenschutz in der Stadt. Bei
Neubauprojekten und Instandhaltungsmaßnah -
men setzen wir verstärkt auf Dachbegrünung und
bodengebundene Fassadenbegrünung, um zusätz-
lich Treibhausgase zu binden und das Stadtklima zu
verbessern.
Das brauchen wir
Zur Transformation bedarf es einer praxis- und reali-
tätsnahen Herangehensweise – mit kalkulierbaren,
wirtschaftlich umsetzbaren Vorschlägen auf der
Basis langfristig gültiger und wirksamer gesetz -
licher Rahmenbedingungen. Eine auf lange Sicht
verlässliche Fördersystematik mit der Situation
angemessenen Zuschüssen ist essentiell. Die Fi -
nanzierung ist maßgeblich von der Zins- und Bau -
kostenentwicklung abhängig.
Selbst bei optimiertem Mitteleinsatz ist das Be -
arbeiten des gesamten Bestandes innerhalb weni-
ger Jahre in den seltensten Fällen möglich. Dies
ist der Hauptgrund, warum die meisten Wohnungs-
unternehmen bis 2035/2045 Restemissionen in
ihren Klimapfaden aufweisen. Eine weitere Skalie -
rung ist nur mit erhöhter Zuschussförderung und
der Lösung der Kapazitätsprobleme bei Marktpart -
nern (Mitarbeitende und Material) und in den eige-
nen Reihen möglich.
Zielsetzung 2023/24
---
Ausblick ab 2025
• Abkehr von fossilen Brennstoffen
• Senkung des Energieverbrauchs durch
energetische Modernisierungen im
Bestand, effiziente Gebäudestan -
dards, Anlagenoptimierung und Sensi-
bilisierung des Nutzers
• Zugang zu bezahlbarem, nachhaltigem
Strom für die Mieter*innen sichern
• Weiterer Ausbau von regenerativen
Energien (PV-Anlagen von ca. 1 .500 €/
kWp netto)
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .1 .1 Klimaneutraler Gebäu-
debestand Konzern Stadt Köln
48Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Sukzessive Modernisierung bestehen-
der Immobilieninfrastruktur und Rea -
lisierung neuer Standorte nach dem
neuesten Stand der Technik und unter
Berücksichtigung ökologischer Ge -
sichtspunkte
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
bis 2024: 150.000 €
• bis 2025/2026: ca. 650.000 €
• bis 2028: ca. 60.000.000 €
Modernisierung der
Gebäudeinfrastruktur der AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Da wollen wir hin
Um das Klimaziel der Stadt Köln, bis zum Jahr 2035
klimaneutral zu sein, zu unterstützen, will die AWB
die bestehende Immobilieninfrastruktur nach und
nach modernisieren und neue Standorte nach dem
neuesten Stand der Technik und unter Berücksich-
tigung ökologischer Gesichtspunkte realisieren.
Langfristiges Ziel ist der CO 2-neutrale Betrieb aller
Standorte der AWB.
Das setzen wir bereits um
An verschiedenen Standorten der AWB sind bereits
Photovoltaikanlagen installiert bzw. werden gerade
umgesetzt. Darüber hinaus ist an den zwei größ -
ten Standorten eine moderne Gebäudeleittechnik
installiert, die eine optimale Steuerung der Medien
(Strom, Wärme, Wasser) ermöglicht. Des Weite -
ren ist der Bau eines weiteren Logistikstandortes
bereits von den Gremien genehmigt und befindet
sich in der Vorbereitungsphase. Bei der Umsetzung
sollen die neusten ökologischen und technischen
Standards berücksichtigt werden. Ziel ist der CO 2-
neutrale Betrieb des Standortes ab dem Jahr 2028.
Das brauchen wir
Eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung
der geplanten Maßnahmen in dem angestrebten
Zeitraum ist eine schnelle Bearbeitung der geneh -
migungsrechtlich relevanten Sachverhalte durch
Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Zielsetzung 2023/24
• bis 2024: Ausbau der Photovoltaikanla-
gen auf allen Standorten, beispielswei-
se Anlage auf der Liegenschaft Wikin -
ger Straße (Halle des Hauptgebäudes);
geplante Leistung 82 kWp
die jeweiligen Genehmigungsbehörden der Stadt
Köln und eine entsprechende Unterstützung zur
Umsetzung durch die jeweiligen Stellen der Stadt
Köln.
49Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Ausblick ab 2025
• Ausblick: Vollständiger Ausbau der
Gebäudeleittechnik, Bau eines neuen
Logistikstandortes unter Beachtung
der neuesten ökologischen und tech -
nischen Standards
• bis 2028: Fertigstellung Neubau eines
Logistikstandortes
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .1 .1 Klimaneutraler Gebäu-
debestand Konzern Stadt Köln
50Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Kernpunkte
• Innovative Lösungen und Wege zur Er-
reichung der Klimaneutralität im Quar -
tier
• Reallabore bzw. Lern- und Experimen-
tierräume
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar, Abhängig
von Bürgerpartizipation
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Rund 5 Mio. € + variablen Anteil, ab -
hängig von Bürgerbeteiligung und Be -
auftragungen
Da wollen wir hin
Um Lösungen für ein klimaneutrales Köln 2035
zu finden, hat die RheinEnergie unter dem Motto
#machen-lernen-wachsen die Initiative „RheinE -
nergie KlimaVeedel“ ins Leben gerufen. Konkret
sollen zunächst in zwei Veedeln 250 Experimente
bis 2025 umgesetzt werden, um innovative Lösun-
gen und Wege zur Erreichung der Klimaneutralität
im Quartier zu finden und auszuprobieren. Mit dem
Klima-Veedel werden auf Quartiersebene entspre-
chende Reallabore bzw. Lern- und Experimentier -
räume geschaffen. Neubrück soll Kölns erstes Kli -
maVeedel sein und Vorreiter werden. Ein wichtiges
Ziel ist es, die Bevölkerung bei der Energie- und
Wärmewende aktiv einzubinden. Ein wesentlicher
Fokus liegt daher darauf, die Potenziale für eine
energetische Gebäudesanierung zu heben. Klima -
Veedel soll sich mittel- bis langfristig zur Marke für
umsetzungsstarke Klimastrategien entwickeln.
Das setzen wir bereits um
Bereits angestoßene Maßnahmen seitens der
RheinEnergie:
• Förderantrag zur Optimierung der Fernwärme
• Förderantrag zur Entwicklung von bürgernahen
Geschäftsmodellen
• Beschleunigung bei der Erstellung von Sanie -
rungsfahrplänen
• Wärmelandkarte von Köln-Neubrück
• Förderantrag zur Finanzierung eines Sanie -
rungsmanagers für 3-5 Jahre
• Photovoltaik-Welle (PV-Welle)
Die RheinEnergie und die Stadt Köln – unter dem
Dach von SmartCity Cologne – werden diesen Weg
mit individuellen Kommunikationsmaßnahmen
begleiten. Weitere mögliche Aktivitäten wie bei -
spielsweise Hochschulkooperationen und Vernet -
zungsformate sind derzeit in Diskussion.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung begleitet das Vorhaben in der Start-
phase unter dem Dach von SmartCity Cologne
(SCC). SCC unterstützt, als Kommunikationskanal
KlimaVeedel der RheinEnergie AG
Quelle: pixabay/ hamlinjandrew
51Aktionsplan - Handlungsfeld 1: Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Projekt KlimaVeedel anstoßen
• Initiierung einer Kommunikationskam -
pagne auf verschiedenen Kanälen:
Online und in Form von gezielten Bür -
gerinformationen und Bürgerveranstal-
tungen
• Veedels-Wärmelandkarte: Durchfüh -
rung von Kfz-gestützten Thermografie-
aufnahmen von Köln-Neubrück
• Neues, digitales Verfahren zur Erstel -
lung von Sanierungsfahrplänen testen
bei mindestens zehn Pionier-Haushal -
ten
• Bereitstellung einer Online-Bürgerbe -
teiligungsplattform
• Durchführung großflächiger Umfra -
gen, um Bürgerbedürfnisse zu erfas -
sen und damit weitere klimafreundli -
che Umsetzungsaufträge anzustoßen
Ausblick ab 2025
• Durchführung der PV-Welle: breitflä -
chige PV-Kampagne, um PV-Anfragen
in Neubrück zu sammeln und gebün -
delt umzusetzen
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 1 .2.1 Stadtentwicklung und
Stadtplanung klimaneutral gestalten
und lokales Netzwerk an der Schnittstelle Innova -
tion - Energie - Klimaneutralität, mit den bestehen-
den Partner*innen und Formaten. SCC präsen -
tiert, bündelt, vernetzt und initiiert Projekte und ist
Schnittstelle in die Verwaltung. Aus kommunaler
Sicht ist das Ziel in dieser Initialphase, das Projekt-
vorhaben 2023/2024 mit anzustoßen. Dazu gehört:
• im konkreten Quartier Aufmerksamkeit zu ge -
nerieren,
• Eigentümer*innen zur Umsetzung zu animie -
ren,
• Prozesse zu erproben,
• über SCC Ideen zur Projektreife zu verhelfen,
• über das Förderprogramm KfW432 zu unter -
stützen,
• das Start-up-Ökosystem, die Verwaltung und
weitere Akteure als Multiplikator*innen mitein -
ander zu vernetzen und
• die Anschlussfähigkeit bestehender/geplanter
Aktivitäten wie die kommunale Wärmeplanung
zu prüfen.
Das brauchen wir
Bis zum Erreichen der Klimaziele verbleiben zwölf
Jahre (2023-2035). Um dieses Ziel erreichen zu
können, braucht es insbesondere einen hohen In -
novationsgrad im Handeln.
52
52Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
3.2 Handlungsfeld 2:
„Klimaneutrale Energieversorgung
erreichen“
53Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
54Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
55
55Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Im Handlungsfeld „Klimaneutrale Energieversorgung erreichen“ werden durch die Vorhaben der Verwaltung,
der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG Köln mbH), der AG Zoologischer Garten
Köln, der Flughafen Köln/Bonn GmbH, der Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB), der Koelnmesse GmbH, der
RheinEnergie AG und der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR (StEB Köln) insgesamt 450.000 Tonnen CO2-
Äquivalente Einsparpotential pro Jahr adressiert.
Derzeit können insgesamt zehn der achtzehn Aktivitäten bilanziert werden. Einige Aktivitäten im Handlungs-
feld der Energieversorgung haben bisher allerdings ein großes theoretisches Potenzial, woraus zu einem
solch frühen Planungsstand noch keine konkreten Einsparungen bilanziert werden können.
Das höchste direkt beeinflussbare Einsparpotential in diesem Handlungsfeld liegt im konsequen -
ten Ausbau der Photovoltaik sowohl im Bestand als auch im Neubau. Die oben genannten Akteure
erstellen entsprechende Ausbaustrategien mit dem Ziel, aus der Kombination verschiedener Be -
treibermodelle optimierte Stufenpläne zwischen Potentialmaximierung, Finanzierbarkeit und Aus -
baugeschwindigkeit zu definieren.
Hohe, durch die Verwaltung indirekt beeinflussbare, Potentiale im Rahmen des lokal und erneuerbar
erzeugten Stroms ergeben sich aus der Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans (LEP), insbe-
sondere der Aufstellung des sachlichen Teilplans erneuerbare Energien. Im Zuge der Neuaufstellung
des LEP in Verbindung mit der sich äußerst dynamisch entwickelnden Gesetzgebung, insbesondere
den Änderungen im Baugesetzbuch im Hinblick auf Freiflächenphotovoltaik und Windenergieanla -
gen, entsteht ein klarer Möglichkeitsraum für die Verwaltung, die auf dem Stadtgebiet vorhandenen
Potentiale auszuschöpfen. Die Verwaltung stellt sich mit einer PV-Freiflächenanalyse und konkreten
Pilotvorhaben mit der RheinEnergie sowie einem abgestimmten Vorgehen im Bereich der Windener-
gie auf, um die beschleunigte Umsetzung von Projekten zu ermöglichen. Mit dem Förderprogramm
„Photovoltaik und erneuerbare Energien – klimafreundliches Köln“ sowie dem Förderprogramm „Er-
neuerbarer Strom“ als Bestandteil der Sport-förderrichtlinie stehen Instrumente zur Verfügung, pri -
vate Eigentümer*innen, kleine und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Sportvereine zum Ausbau
der Photovoltaik zu aktivieren und bei der Finanzierung der Anlagen zu unterstützen.
Im Kontext der Wärmeversorgung nimmt die kommunale Wärmeplanung (KWP) eine zentrale steu-
ernde Funktion ein, deren Grundlagen sich derzeit für Köln in Form der Datenerhebung und Ana -
lyse der Wärmebedarfe, der Potentiale für erneuerbare Wärme (Geothermie) und unvermeidbare
Abwärme sowie Potentiale für Energiespeicher in der Erstellung befinden. Im Zusammenhang mit
neu entstehenden rechtlichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise dem Wärmeplanungs -
gesetz (WPG) in Verbindung mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), besteht auch im Bereich der
Wärmeversorgung eine hohe gesetzgeberische Dynamik. Über das WPG und seine Übersetzung
in Landesrecht, wird die Stadt Köln als Kommune mit über 100.000 Einwohner*innen verpflichtet,
bis 30.06.2026 eine Wärmeplanung aufzulegen, die die Möglichkeiten einer 100%igen Wärmever -
sorgung aus erneuerbaren Quellen sowie unvermeidbarer Abwärme bis spätestens Ende 2044 auf-
zeigt. Das Inkrafttreten des Bundesgesetzes wird zum 1 .1 .2024 erwartet.
In Bezug auf ihre eigenen Netze, insbesondere die Fernwärme, legt die RheinEnergie aktuell ihre
Transformationspläne auf. Bedingt durch die Einigung im Mediationsverfahren mit der Klimawende
Köln (3762/2021) strebt die RheinEnergie eine vollständige Transformation der erneuerbaren Wärme-
versorgung bereits bis 2035 an, zehn Jahre vor der zu erwartenden bundesgesetzlichen Verpflich -
tung.
56
56Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Wenngleich die Gesamtkosten für das Handlungsfeld der klimaneutralen Energieversorgung für den Konzern
Stadt Köln (Verwaltung und Beteiligungen) zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend benannt werden
können, zeichnet sich mit einer vorläufigen Summe von bis zu 101 Millionen Euro (Verwaltung) und 1,01 Mil-
liarden Euro (Beteiligungen) ab, dass ganz erhebliche Investitionssummen auf den Konzern zukommen, die
frühzeitig eingeplant und bestmöglich mit der Nutzung von Fördermitteln komplementiert werden müssen.
57Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Direkter Einflussbereich
1
Photovoltaik–
Ausbaustrategie
auf
allen
kommunalen
Gebäuden
2023 - 2035
• PV-Potentialanalysen mit
Wirtschaftlichkeitsberechnungen
• Ziel: große Anlagen mit möglichst großen
Erträgen
• Erörterung der sinnvollsten und
passendsten PV-Betreibermodelle für die
Dienststellen
• Erarbeitung von einfachen
Umsetzungsmodellen (z.B. durch
vereinfachte Rahmenvergabe)
• Ermöglichung von Bürgersolaranlagen (mit
Dachverpachtung)
1) eine (1) Ausbaustrategie inkl. eines
quantifizierten Stufenplans ist erstellt.
2) 100 % der geeigneten Dachflächen sind mit PV
nachgerüstet
1) 2024
2) 2025 -
2035
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1 Mio. €
2
Rahmenvergabe
zur
Beschleunigung
des Photovoltaik
Ausbaus auf
kommunalen
Liegenschaften
2023 - 2024
• Entwicklung einer Rahmenvergabe für die
Nachrüstung aller städtischen Gebäude mit
PV-Anlagen
1) ein (1) Rahmenauftrag für den Ausbau eines
quantifizierten Pakets städtischer Dachflächen
ist erteilt.
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
3
Städtebauliche
Potentialanalyse
zu
Photovoltaik auf
Freiflächen
2024
• Fertigstellung der Flächenpotenzialanalyse
PV-FFA
• Klärung der rechtlichen Fragestellung en
zur Realisierung von PV-FFA
• Erarbeitung eines Aktivierungs- und
Umsetzungskonzeptes zu PV-FFA im
Rahmen einer gesamtstädtischen Strategie
zu erneuerbaren Energien PV-
Freiflächenstrategie (und Ratsbeschluss)
1) eine (1) Vorlage zum Aktivierungs- und
Umsetzungskonzept zu PV-FFA ist dem Rat
zur Beschlussfassung vorgelegt.
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
4
Modellvorhaben
Photovoltaik auf
Freiflächen
2024
• Es wird ein Standardprozess entwickelt der
alle zuständigen Dienststellen zur
Genehmigung beteiligt. Durch drei
Pilotanlagen kann der Prozess entwickelt
werden.
• Dünnwald (rund 30 Hektar)
• Rondorf (rund 6,5 Hektar)
• Worringen (rund 11,5 Hektar)
1) drei (3) Pilotflächen für PV-FFA/Agri- PV sind
genehmigt. 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1
2
3
4
58Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5 Windenergie-
potenziale nutzen 2025
• Bereitstellung der notwendigen Flächen auf
dem Gebiet der Stadt Köln, insbesondere
im Kölner Norden, um einen signifikanten
Anteil des Strombedarfs mittels lokaler
Windenergie decken zu können.
1) 8- 13 Windenergieanlagen sind im Vorgriff auf
den Regionalplan entsprechend des rechtlich
vorgesehenen Verfahrens genehmigt
2025
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
6
Förderprogramme
„Gebäude-sanierung
– klimafreundliches
Wohnen“ und
„Photovoltaik und
Erneuerbare
Energien –
klimafreundliches
Köln“
2023 - 2027
• Beschluss der drei neuen
Förderprogramme: „Gebäudesanierung -
klimafreundliches Wohnen“, „Photovoltaik –
klimafreundliches Wohnen“, „Photovoltaik
klimafreundliches Arbeiten“
• Die Förderprogramme werden aus dem
Investitionsprogramm Klimaschutz
finanziert, über das bis 2027 jährlich 20
Mio.€/a zur Verfügung stehen.
1) drei neue Förderprogramme:
„Gebäudesanierung- klimafreundliches
Wohnen“,
„Photovoltaik-klimafreundliches Wohnen“,
„Photovoltaik klimafreundliches Arbeiten“
sind durch den Rat beschlossen.
2023 40 Mio. € 100 Mio. €
7
Förderprogramm
erneuerbarer
Strom als
Bestandteil der
Sportförder-
richtlinie
2024
• Sportförderrichtlinie
• Bündelung der Förderzugänge des
Sportamtes
• Fördersumme von bis zu 87,5% der
Gesamtkosten, für klimarelevante
Maßnahmen wie bspw. Photovoltaik, und
eine Aufhebung der Nachrangigkeit in
Bezug auf Mittelzuwendungen von EU,
Bund und Ländern
1) Ziele für die Aus schöpfung des
Förderprogramms erneuerbarer Strom der
Sportförderrichtlinie sind definiert
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
5
6
7
59Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
8 Kommunale
Wärmeplanung 2024 - 2026
• Erarbeitung der fachlichen Grundlagen zu
der kommunalen Wärmeplanung
• Schaffung einer leistungsfähigen
Projektstruktur
• Ausarbeitung erster Maß nahmen zur
Wärmewendestrategie
• Start der Beteiligungsprozess e mit
relevanten Akteur*innen
• Herstellung der erforderlichen
Beschlusslage für die Aufstellung des
kommunalen Wärmeplans
• Durchführung, Veröffentlichung und
Weiterentwicklung der kommunalen
Wärmeplanung auf Basis des Beschlusses
und entsprechend der gesetzlichen
Anforderungen
1) eine (1) Vorlage zur Durch führung der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
2) eine (1) Vorlage für den Beschluss der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
1) 2024
2) 2026
165.000 € 300.000 €
9 Geothermie 2023 - 2024
• Ausschöpfung der Möglichkeiten der
Wärmeversorgung durch oberflächennahe
Geothermie
• Bereitstellung einer digitalen
Kartenanwendung für die oberflächennahe
Geothermie-Nutzung für das
Standortpotenzial von Geothermie-Anlagen
als Planungsgrundlage für private und
gewerbliche Interessent*innen
• Geothermieanlage im Großprojekt Rondorf
Nord-West
1) Digitale Karte inkl. Webanwendung zur Klärung
des sinnvollen Einsatzes von Geothermie-
Anlagen ist verfügbar.
2) Fertigstellung der Geothermie-anlage im
Großprojekt Rondorf Nord-West.
1) 2023
2) 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
10
Klimaneutrale
Stadt-
entwässerungs-
betriebe Köln,
AöR (StEB Köln)
2023 - 2030
• Reduzierung THG-Emissionen
• Zentrale Maßnahmen sind die Steigerung
der Energieeffizienz der Anlagentechnik
und der Ausbau von Kraft-Wärme-
Kopplung und erneuerbaren Energien
1) Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage
GKW und weiterer PV-Anlagen auf den
Klärwerken --> geplante Leistung rd. 2,6 MWp
2) Klimaneutralität der betrieblichen Emissionen
(außer Prozessemissionen wie Lachgas und
Methan)
3) Verbesserung der Bilanzierung für Prozesse,
Bau und Einkauf
4) Inbetriebnahme der Druckleitung zur
Klärschlammverbrennung
5) Die StEB Köln arbeiten klimaneutral
(Strategisches Ziel)
1) 2024
2) 2027
3) 2027
4) 2029
5) 2030
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
***)
9
8
10
60Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
11
Klimaschutz und
Nachhaltigkeits-
maßnahmen am
Flughafen
Köln/Bonn
2023 - 2045
• Installation weiterer PV- Anlagen auf den
Gebäuden
• Betrieb der Fahrzeuge auf dem Flughafen-
Vorfeld vollständig mit alternativen
Kraftstoffen. Perspektivisch ist die
Umstellung des Energiesektors auf 100%
erneuerbare Energien vorgesehen.
1) Reduzierung der CO2-Emissionen um 65%
gegenüber 2010
2) CO2 –neutraler Betrieb auf dem Vorfeld
3) Klimaneutralität bis spätestens 2045
1) 2030
2) 2035
3) 2045
3 Mio. € 50 Mio. €
****)
12
Planungen der
RheinEnergie AG
zu PV Freiflächen
an Infrastruktur-
wegen
2023 - 2025
• Steigerung des Anteils erneuerbarer
Energien an eigener Versorgung und
höhere Ausnutzung der Solarpotenziale
• Identifizierung von Potenzialflächen
1) Bauantrage für das PV-Projekt in Köln-
Dünnwald durch die RheinEnergie
2) Umsetzung bzw. Errichtung erster PV-
Anlagen
1) 2024
2) 2025
300.000 € 100 Mio. €
Beteiligungen
13
Planungen der
RheinEnergie AG
zum Ausbau der
Windenergie im
Kölner Norden
und Süden
2023 - 2027
• Nutzung von Potenzialflächen auf dem
Kölner Stadtgebiet, auf denen die
Errichtung von Windkraftanlagen
grundsätzlich möglich ist
• Untersuchungen und Klärungen zur
Vorbereitung der Genehmigung.
• Neuaufstellung LEP NRW und
Regionalplan ermöglichen die Ausweisung
von Windenergiegebieten.
• Flächensicherung in Form von
Nutzungsverträgen
1) Abschluss der Flächensicherung mittels
Nutzungsvertrag mit der RheinEnergie AG für
die städtischen Flächen innerhalb der
Potentialflächen im Kölner Norden)
2) Ausweisung der Flächen im Sachlichen
Teilplan Erneuerbare Energien oder alternativ
(falls notwendig): Beginn der Änderung des
FNP-Köln mit dem Ziel der Ausweisung der
Flächen als Positivplanung.
3) Antragstellung nach BImSchG durch die
RheinEnergie AG und Prüfung des
Genehmigungsantrags durch die untere
Immissionsschutzbehörde
1) 2024
2) 2024 -
2025
3) 2024 -
2027
500.000 € 110 Mio. €
14
Treffpunkt Solar –
Das Beratungs-
zentrum von
RheinEnergie
AG, Stadt Köln
und Handwerks-
kammer zu Köln
2023 - 2024
• Individuelle Beratungen von
Eigenheimbesitzer*innen,
Gewerbetreibenden, Vermieter*innen und
Mieter*innen zur Solarenergie und den
damit verbundenen Technologien und
weitere Unterstützungsangebote.
• Vereinfachung der Prozesse für
Mieterstromprojekte.
1) Gemeinsame Vereinbarung zum Weiterbetrieb
des Treffpunkt-Solar, sowie zur dauerhaften
Finanzierung des Projektes. Entscheidung zum
eventuellen Ausbau der Leistungen im
Treffpunkt.
2) Entwicklung Lösungsoptionen zur Begegnung
der Handwerkerengpässe.
1) 2023
2) 2024
2 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
*****)
13
14
11
12
61Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
15
Transformations-
pläne der
RheinEnergie AG
für die Kölner
Fernwärmenetze
2023 - 2035
• Verdichtung und Ausbau des bestehenden
Fernwärmenetzes, insbesondere in der
Innenstadt, und Dekarbonisierung der
Wärmeerzeugung (für Fern- und
Nahwärmenetze)
1) Fertigstellung Transformationsplan FW-Netz
Innenstadt und Beantragung erster
Fördermittel für Wärmenetze nach BEW-
Richtlinie
2) Offizieller Projek tbeginn Großwärmepumpe
Niehl
3) Inbetriebnahme Fernwärmespeicher in Köln-
Merheim
4) Installation schnellstartfähiger Kessel in Köln-
Niehl
5) Installation Solarthermieanlage in Köln-
Merheim
6) Modernisierung GuD-Anlage in Köln-Merkenich
7) Erstellung der weiteren Transformationspläne
für FW-Netze Nord und Merheim
1) 2023
2) 2023
3) 2023
4) 2024
5) 2025
6) 2025
7) ab 2025
130 Mio. € 750 Mio. €
16
PV-Dachanlagen
auf Gebäuden
der AVG Köln
mbH
2023 - 2026 • Prüfung und Nutzung aller bestehenden
und zukünftigen Dachflächen
1) Prüfung und Nutzung aller bestehenden und
zukünftigen Dachflächen auf PV-Eignung
2026
derzeit
nicht
quantifizie
rbare
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
17
Umstellung der
Energie-
versorgung der
Koelnmesse
2023 - 2035
• PV-Anlagen und alternative
Wärmeversorgungslösungen zur Reduktion
des Energieverbrauchs
• Neues Wärmeversorgungskonzept
1) Installation der PV-Anlage mit 500 Modulen auf
dem Confex
2) Planungen und Umsetzungsstart der PV-Anlage
Halle 11 und Eingang Süd (geplante Leistung
2000kwp)
3) Inbetriebnahme der PV-Anlagen auf den
Dächern des Confex, Halle 11 und Eingang Süd
als eine der größten Anlagen Köln (geplante
Leistung 2000kwp)
4) CO2-Neutralität
1) 2023
2) 2023
3) 2024
4) 2025 -
2035
2,83 Mio.
€
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
15
16
17
62Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
18
Reduzierung der
Treibhausgas-
emissionen der
AG Zoologischer
Garten Köln
2023 - 2032
• Reduktion von über 40% der CO²
Treibhausgase bis 2032. Prüfung von
alternativen Systemen mit Fernwärme und
Wärmepumpen
• Prüfung der Möglichkeit den Strombezug auf
Ökostrom mit Herkunftsnachweis (ppa Power
Purchase Agreement) umzustellen
•Errichtung von Grün-Dach-PV-Kombinationen
bei Neubau und Sanierung wo immer möglich
•sukzessive Umstellung des Fuhr- und
Maschinenparks auf alternative Technologien
1) Beginn der Umsetzung des
Transformationskonzeptes, Einbau von PV-
Anlage Tropenhaus, Start Einbau der
Messinfrastruktur inkl. Ausbau der
Gebäudeleittechnik
2) Ausbau der PV-Anlagen auf ca. 200kWp.
Ersetzung der noch vorhandenen ca. 18
Gaskessel durch energetisch bessere
Alternativen und Prüfung von Wärmepumpen
oder Fernwärme. Ausbau der Messinfrastruktur
inkl. Gebäudeleittechnik, um den Bedarf besser
steuern und regulieren zu können.
3) Evtl. Strom umstellen auf Ökostrombeschaffung
4) mit Herkunftsnachweis / Power Purchase
Agreement (PPA)
1) 2027
2) 2032
3) ab
2025
3,6 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Summe 40.165.000
€
101.300.000
€
142.230.000
€
1.010.000.
000 €
18
Aktionsplan Handlungsfeld 2: Klimaneutral Energieversorgung erreichen
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) • rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) • Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
• aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
Tabelle 2 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
63Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• PV-Potenzialanalysen mit Wirtschaft -
lichkeitsberechnungen
• Ziel: große Anlagen mit möglichst gro-
ßen Erträgen
• Erörterung der sinnvollsten und pas -
sendsten PV-Betreibermodelle für die
Diensstellen
• Erarbeitung von einfachen Umset -
zungsmodellen (z.B. durch vereinfach-
te Rahmenvergabe)
• Ermöglichung von Bürgersolaranlagen
(mit Dachverpachtung)
Erwartetes Einsparpotenzial
Gesamtes PV-Potenzial der städtischen
Dächer ca. 150 MW, daraus resultieren
ca. 60.000 t CO2eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Bisher 20.000 € für erste Potenzialana-
lyse 20 PV-Dächer
• 1 .000.000 € für PV-Potenzialanalysen
mit Begehungen aller potenziell geeig-
neten Dachflächen
• Externe Rechtsberatungskosten
Da wollen wir hin
Für die Stadt Köln soll eine Photovoltaik (PV)-Aus -
baustrategie für alle kommunalen Gebäude entwi -
ckelt werden. Über das wirtschaftliche Optimum
hinaus ist das Ziel der Realisierung, möglichst gro-
ße Anlagen zu installieren.
Das setzen wir bereits um
Im Neubau werden gemäß Energieleitlinien der
Stadt Köln grundsätzlich PV-Anlagen installiert. Ei -
nige PV-Anlagen wurden bereits installiert, weitere
befinden sich in der Umsetzung. Modelle für die
Ausbaustrategie befinden sich im Aufbau. Im Rah-
men der Ausbaustrategie sollen auch Bürgersolar -
anlagen möglich sein.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung prüft derzeit die Möglichkeiten
einer Rahmenvergabe für die Nachrüstung städti -
scher Gebäude mit PV-Anlagen, um den PV-Aus -
bau zu beschleunigen. Davon unabhängig werden
die für städtische Gebäude in Frage kommenden
unterschiedlichen Betreibermodelle untersucht.
Des Weiteren wurde eine detaillierte PV-Poten -
zialanalyse gestartet mit dem Ziel, gebäudescharf
PV-Anlagen, deren Stromerträge und Wirtschaft -
lichkeit abzuschätzen. In diesem Rahmen wurden
bisher 20 städtische Gebäude aus dem Eigentum
Photovoltaik– Ausbaustrategie auf
allen kommunalen Gebäuden
Quelle: Pixabay/ Solarimo
unterschiedlicher Dienststellen/Ämter auf ihr PV-
Potenzial untersucht. Unter Berücksichtigung der
konkreten Gegebenheiten vor Ort (Dachgeomet -
rie, Ausrichtung, Verschattung) konnten mögliche
64Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Erarbeitung der Ausbaustrategie
• Rahmenvergabe, Realisierung priori -
sierter PV-Anlagen
Ausblick ab 2025
• Skalierung der Strategie
• Erweiterung der PV-Potenzialanalyse
auf weitere konkrete Gebäude
• bis 2035: Ausbauziel 100 % der geeig-
neten Dachflächen sind mit PV nach -
gerüstet
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 2.1 .2.1 PV-Initiative Konzern
Stadt Köln
PV-Stromerträge, Eigenverbräuche und die Wirt -
schaftlichkeit simuliert werden. Die ermittelten
Daten dienen als Grundlage für die Planung und
Errichtung von PV-Anlagen und auch der Priorisie -
rung sowie der Einschätzung der grundsätzlichen
Eignung.
Das brauchen wir
Aufgrund der diversen Eigentümer*innen – Nut-
zer*innen Struktur im Gebäudebestand der Stadt
Köln bedarf es einer genauen Bewertung der recht-
lichen Umsetzungsmöglichkeiten. Dies erfolgt
derzeit verwaltungsintern unter Begleitung einer
spezialisierten externen Rechtsberatung. Die ge -
prüften Modelle sollen im Zuge der oben beschrie-
benen Rahmenvergabe zur Anwendung kommen.
Ein Vorgehen für die Ausweisung von Dachflächen
für Bürger*innensolaranlagen wird geprüft.
65Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Entwicklung einer Rahmenvergabe für
die Nachrüstung aller städtischen Ge -
bäude mit PV-Anlagen
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
----
Da wollen wir hin
Laut aktuellen Daten des Landesamtes für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-West-
falen (LANUV) beträgt das theoretische Potenzial
für Photovoltaik auf kommunalen Liegenschaften
150 Megawattpeak (MWp). Mit der geplanten
Ausschreibung soll die Umsetzung von Anlagen
mit einer Leistung im Umfang eines Teils des Ge-
samtpotenzials, voraussichtlich 3 MWp pauschal
in Form eines Rahmenvertrags, vorzugsweise an
ein Konsortium aus Ingenieur*innen, Solarteur*in -
nen und Architekt*innen, vergeben werden, um
Effizienzgewinne und Skaleneffekte zu erzielen.
Auf welchen Dachflächen im Rahmen des Auftrags
Module installiert werden, ist noch festzulegen.
Da nicht alle Gebäude in gleichermaßen gutem
Zustand sind, ist ein stufenweises Vorgehen über
einen noch zu definierenden Zeitraum vorgese -
hen. Gebäudeverwaltende Dienststellen sollen die
Möglichkeit bekommen, auf die mit dem auszu -
schreibenden Rahmenvertrag beauftragte Dienst -
leistung zuzugreifen.
Das setzen wir bereits um
s.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Durch die interkommunale europäische Zusam -
menarbeit im Netzwerk Eurocities besteht die
Möglichkeit, an der Big Buyers Initiative der Euro -
päischen Kommission teilzunehmen, in deren Rah-
men eine spezielle community of practice zum
Thema PV aufgebaut werden soll. Ziel ist, dass
Kommunen ihre Einkaufsposition bündeln und ge -
meinsam mit Hersteller*innen der verschiedenen
Komponenten die kommunalspezifischen Bedarfe,
Mengen und Preise aushandeln.
Das brauchen wir
---
Rahmenvergabe zur Beschleunigung
des Photovoltaik Ausbaus auf
kommunalen Liegenschaften
Quelle: energieagentur. NRW
66Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• ein Rahmenauftrag für den Ausbau
eines quantifizierten Pakets städti -
scher Dachflächen ist erteilt
• Systematisierung des Portfolios geeig-
neter Dachflächen
• Erarbeitung eines Stufenplans mit den
betreffenden Ämtern
Ausblick ab 2025
• Beauftragung des Dienstleisters
• Roll-out
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 2.1 .2.1 PV-Initiative Konzern
Stadt Köln
67Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Fertigstellung der Flächenpotenzial -
analyse PV-FFA
• Klärung der rechtlichen Fragestellun -
gen zur Realisierung von PV-FFA
• Erarbeitung eines Aktivierungs- und
Umsetzungskonzeptes zu PV-FFA im
Rahmen einer gesamtstädtischen
Strategie zu erneuerbaren Energien
PV-Freiflächenstrategie (und Ratsbe -
schluss)
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Personalkosten
• Externe Rechtsberatungskosten
Städtebauliche Potenzialanalyse zu
Photovoltaik auf Freiflächen
Da wollen wir hin
Im Hinblick auf eine schnellstmögliche wirksame
Transformation der Energieversorgung leisten
Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA) einen
substantiellen Beitrag und ergänzen PV-Dachflä -
chenanlagen.
Das setzen wir bereits um
Mit dem In-Kraft-Treten des Erneuerbare-Energien-
Gesetzes (EEG 2023). am 1 . Januar 2023 wird der
Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent
auf das Erreichen des 1,5-Grad-Pfades nach dem
Pariser Klimaschutzabkommen ausgerichtet. Es
legt die neuen, höheren Ausbauziele für Wind- und
Solarenergie fest und gibt erneuerbaren Energie
gesetzlichen Vorrang, indem es unter anderem die
Solarenergie als „überragendes öffentliches Inte -
resse“ einstuft. In Verbindung mit der Aufnahme
der „Nutzung solarer Strahlenenergie“ in den Kata-
log der in § 35 Abs. 1 Bau GB im Außenbereich pri-
vilegierten Nutzungen ist sie in Planungsprozessen
grundsätzlich als vorrangiger Belang zu behandeln.
Genehmigungen sollen dadurch schneller erteilt
werden. Für den Bau von PP-FFA im privilegierten
Raum entlang von Infrastrukturwegen (im Abstand
von 200m zu Autobahnen und Schienenwegen des
übergeordneten Netzes) ist für Anlagen, die der
Nutzung solarer Strahlungsenergie dienen, gem.
§ 35 Abs. 1 Nr. 8b BauGB keine aktive Bauleitpla -
nung, also keine Aufstellung oder Änderung von
Bebauungsplänen bzw. Flächennutzungsplänen,
notwendig. Dies ermöglicht eine vergleichsweise
zügige Umsetzung von Projekten.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Eine Standortanalyse zu den Potenzialstandorten
entlang von Infrastrukturwegen sowie innerhalb
von Gewerbe- und Industriegebieten. Die beteilig -
ten Ämter stehen miteinander im Austausch. Die
Analyse dient der verwaltungsinternen Abwägung
von Flächenkonkurrenzen.
Quelle: Pixabay/ andreas160578
68Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Auf dieser Grundlage kann die Verwaltung in einem
nächsten Schritt eine Aktivierungs- und Umset -
zungsstrategie herausarbeiten. Das übergeordne -
te Ziel ist der Ausbau von PV-FFA als Baustein zur
Versorgung der Stadt mit Strom aus erneuerbarer
Energien.
Das brauchen wir
Aufgrund der derzeitigen Überarbeitung des LEPs
in NRW ergeben sich maßgebliche Änderungen
für die Flächenkulisse von PV-FFA. Im Entwurf des
LEPs (Stand Juni 2023) werden konkrete Anfor -
derungen für PV-FFA formuliert, welche es zu be -
achten gilt. Dabei sind Belange der Landwirtschaft
ausreichend zu berücksichtigen. Des Weiteren be-
sagt der Entwurf des LEPs, dass eine Kombination
zwischen Windenergie und PV-FFA möglich sei,
den Belangen der Windenergie aber Vorrang einzu-
räumen ist.
Die Regionalplanungsbehörde der Bezirksregie -
rung Köln bereitet, in Abstimmung mit dem Re -
gionalrat Köln, die Aufstellung eines Sachlichen
Teilplans Erneuerbare Energien zum Regionalplan
Köln vor. Ein erster Entwurf ist für Ende 2024 an -
gekündigt, welcher ggf. räumliche Festlegungen
zum Thema PV-FFA machen wird. Die Verwaltung
nutzt die Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen
des Aufstellungsprozesses, damit die lokalen Ge -
gebenheiten in den Festlegungen ausreichend Be-
rücksichtigung finden.
Zielsetzung 2023/24
• Fertigstellung der Flächenpotenzial -
analyse Photovoltaik-Freiflächenanla -
gen (PV-FFA)
• Klärung der rechtlichen Fragestellun -
gen zur Realisierung von PV-FFA
Ausblick ab 2025
• Erarbeitung eines Aktivierungs- und
Umsetzungskonzeptes zu PV-FFA im
Rahmen einer gesamtstädtischen
Strategie zu erneuerbaren Energien
PV-Freiflächenstrategie (und Ratsbe -
schluss)
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 2.2.2.1 Fokusinitiative PV auf
Freiflächen ausbauen
69Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Es wird ein Standardprozess entwi -
ckelt der alle zuständigen Dienststel -
len zur Genehmigung beteiligt.
• Durch drei Pilotanlagen kann der Pro -
zess entwickelt werden.
• Dünnwald
• Rondorf
• Worringen
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 20 t CO2 eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Personalkosten
• Externe Rechtsberatungskosten
Modellvorhaben Photovoltaik auf
Freiflächen
Da wollen wir hin
Ziel ist, einen Genehmigungsprozess von PV-FFA
zu erarbeiten und den Prozess anhand ausgewähl-
ter Flächen zu pilotieren und zu standardisieren.
Das setzen wir bereits um
Vor dem Hintergrund aktueller Beschlüsse und ge-
änderter gesetzlicher Rahmenbedingungen (u. a.
Mediationsverfahren Klimawende Köln – Rhein-
Energie (3762/2021), Gutachten „Klimaneutrales
Köln 2035“ (2547/2922), Photovoltaik-Strategie
Bund, laufende Änderung des Landesentwick -
lungsplan NRW (LEP), LEP-Erlass Erneuerbare
Energien NRW, Regionalplanung – Sachlicher Teil-
plan Erneuerbare Energien [angekündigt], EEG
2023) und dem vermehrten Auftreten von Anfra -
gen von Investor*innen bei den verschiedenen
Dienststellen, werden derzeit drei Pilotflächen
unterschiedlicher Größe geprüft:
• Dünnwald
• Rondorf
• Worringen
Zu berücksichtigen bleibt, dass gemäß Landesent-
wicklungsplan (LEP)-Erlass Erneuerbare Energien
vom 22.12.2022 bei Anlagen ab einer Größe von
10 ha und mehr von einer Raumbedeutsamkeit
der Anlage auszugehen ist, für die im Regionalplan
entsprechende Festlegungen vorzunehmen sind.
Auch das Gesetz über die Umweltverträglichkeit
(UVPG) sieht für Anlagen dieser Größe eine Ver -
pflichtung zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung
vor.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung steht im Austausch mit den Nut -
zer*innen und Eigentümer*innen.
Das brauchen wir
Parallel zur Abstimmung des erforderlichen Prozes-
ses ist die Erörterung rechtlicher Fragestellungen
in Bezug auf die Harmonisierung der verschiede -
nen Interessen und Umsetzungsoptionen zentral.
Quelle: pixabay/ fabersam
70Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Erarbeitung eines Standardprozesses
zur Prüfung von Anfragen zu PV-FFA
mit beteiligten Dienststellen
• In Angriffnahme der Genehmigung
von drei Pilotflächen für PV-FFA/Agri-
PV und Erprobung eines Standardpro -
zesses anhand der Vorhaben
• Dünnwald
• Rondorf
• Worringen
• bis 2023: Genehmigungsprozess ist
dienststellenübergreifend erarbeitet
und rechtliche Fragestellungen sind
erörtert
Ausblick ab 2025
• bis 2025: Umsetzung bzw. Errichtung
erster PV-Anlagen ausgewählter Pilot -
projekte zu PV-FFA/Agri-PV
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 2.2.2.1 Fokusinitiative PV auf
Freiflächen ausbauen
71Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
Bereitstellung der notwendigen Flächen
auf dem Gebiet der Stadt Köln, insbeson-
dere im Kölner Norden, um einen signi -
fikanten Anteil des Strombedarfs mittels
lokaler Windenergie decken zu können.
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar, Quantifizie -
rung nach Veröffentlichung der Potenzial-
studie möglich (2023)
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Personalkosten für die Schaffung der
notwendigen Rahmenbedingungen
Windenergiepotenziale nutzen
Da wollen wir hin
Der Ausbau von Windenergie reduziert Treibhaus -
gasemissionen, trägt zur Erreichung der Klima -
neutralität und zur Versorgungssicherheit bei. Die
Höhe der Treibhausgaseinsparung ist abhängig von
der Schaffung der Rahmenbedingungen (d.h. ins -
besondere der Flächenbereitstellung) für den Aus-
bau von Windenergie in Köln. Um den Ausbau von
Windkraftanlagen zu unterstützen, nutzt die Ver -
waltung den durch die gesetzlichen Änderungen
geschaffenen Rahmen für die Raumverschaffung
für Windenergieanlagen (WEA). Langfristiges Ziel
ist die Bereitstellung der notwendigen Flächen
auf dem Gebiet der Stadt Köln, insbesondere im
Kölner Norden, um einen signifikanten Anteil des
Strombedarfs mittels lokaler Windenergie decken
zu können.
Das setzen wir bereits um
Die derzeit laufenden Verfahren zur Änderung des
Landesentwicklungsplans NRW (LEP NRW) und zur
Neuaufstellung des Regionalplans für den Regie -
rungsbezirk Köln haben einen zügigen Ausbau der
Erneuerbaren Energien zum Ziel. In einem ergän -
zenden Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien
zum Regionalplan Köln sollen nach den Vorgaben
der Landesplanung Vorranggebiete für die Wind -
energie (Windenergiebereiche) definiert werden.
Windenergiebereiche wirken ähnlich wie die bis -
herigen Konzentrationszonen räumlich steuernd.
Anders als die bisherigen Konzentrationszonen,
die in negativer Hinsicht eine Ausschlusswirkung
für raumbedeutsame WEA (die keine Nebenanla -
gen sind) im übrigen planungsrechtlichen Außen -
bereich bewirken, sind nach den neuen Regelun -
gen WEA innerhalb der Windenergiegebiete positiv
zulässig. Die Änderungen in den Raumordnungs -
plänen (Landesentwicklungsplan und sachlicher
Teilplan Erneuerbare Energien) bilden somit die
rechtliche Grundlage für die Ausweisung von Wind-
energiebereichen entsprechend dem WindBG. Die
Stadtverwaltung Köln ist in diese Prozesse einge -
bunden und hat daher die im Folgenden beschrie -
Quelle: fuyu liu/Shutterstock.com
72Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
benen Projekte angestoßen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung u. a.
im Mai 2019 beauftragt, eine neue Potenzialana -
lyse zur Nutzung von Windenergie in Köln zu er -
stellen, um den Flächennutzungsplan (FNP) mit
der Darstellung neuer bzw. ergänzender Konzen -
trationszonen für Windenergieanlagen (WEA) zu
aktualisieren (AN/0670/2019). Die „Städtebauliche
Potenzialanalyse zur Nutzung von Windenergie in
Köln“ (vgl. Ds. Nr. 1169/2022,) wird als fachliche
Grundlage für die Stellungnahme der Stadtver -
waltung Köln in der Beteiligung zur Änderung des
Landesentwicklungsplans genutzt. Der Vorlage zur
städtebaulichen Potenzialanalyse zur Windenergie
liegt eine umfangreiche Abstimmung innerhalb
der Verwaltung und mit externen Akteur*innen zu
Grunde, die auf Grund der sich dynamisch ändern-
den gesetzlichen Rahmenbedingungen laufend
Anpassungen zur Folge hatte. Dieser Prozess wird
sich fortsetzen und soll von der Verwaltung proaktiv
für die Nutzung der Windenergie begleitet werden.
Darüber hinaus ist die Verwaltung eng in den Pro -
zess zur Neuaufstellung des Regionalplans und
des sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien ein-
gebunden. Dabei wird die Stadtverwaltung unter
anderem ihre Entwicklungsvorstellungen einbrin -
gen. Darüber hinaus ermöglicht die Gesetzgebung
die Ausweisung weiterer Flächen, über die Erfül -
lung der Flächenvorgaben des WindBG hinaus.
Durch diese Arbeitsschritte schafft die Verwal -
tung alle notwendigen Rahmenbedingungen, um
direkt nach der Bekanntmachung des Regional -
plans bzw. zu einem fortgeschrittenen Stand des
Regionalplanänderungsverfahrens / des sachlichen
Teilplans Erneuerbare Energien bzw. des Entwurfs
des sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien (vgl.
§ 245e Abs. 4 BauGB bzgl. vorzeitiger WEA-Zulas-
sungen) mit dem Ausbau zu beginnen. Auf diese
Weise wird ein Beitrag zur Beschleunigung des
Umsetzungsprozesses geleistet.
Gemäß dem fachlichen Gutachten „Strategie für
ein Klimaneutrales Köln“ Band 2: „Köln Klimaneu -
tral 2035 – Aktivitätenportfolio der Stadt Köln“ Ak -
tivitätensteckbrief 2.2.3.1 „Aufhebung der Wind-
Konzentrationszone“ wird unter der Annahme der
Errichtung von Windenergieanlagen der 3,5-MW-
Klasse eine Einsparung von 15.700 t CO 2eq/a an-
gegeben. Entsprechend der Flächenbereitstellung
kann diese Einsparung skaliert werden. Insgesamt
zeigt das Gutachten „Strategie Klimaneutrales
Köln“ auf, dass für eine klimaneutrale Stromversor-
gung ein Teil des erneuerbaren Stroms mithilfe von
Windenergieanlagen auf dem Stadtgebiet Kölns
erzeugt werden muss. Insbesondere, da durch
die Sektorenkopplung (z.B. Strom im Wärmesek -
tor) ein steigender Strombedarf in Köln um den
Faktor 2,5 angenommen wird. Die Stadt Köln ist
somit eine wichtige Akteurin, um die geeigneten
Rahmenbedingungen für den Windenergieausbau
zu schaffen. Die zu erwartende Höhe der CO2-Min-
derung hängt somit direkt von der Flächenbereit -
stellung ab.
Das brauchen wir
Eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung
der Anlagen ist die Schaffung der übergeordneten
Rechtsgrundlagen durch die Landesbehörden. Der
Abschluss des Verfahrens zur Änderung des Lan-
desentwicklungsplans ist für Frühjahr 2024 ange-
kündigt worden. Gemäß §245e Absatz 4 BauGB
können ab diesem Zeitpunkt bereits Windenergie-
projekte auf Flächen in die Entwicklung gehen von
denen anzunehmen ist, dass sie den künftigen
Flächenausweisungen entsprechen. Geplant sind
zwei Vorhaben im Kölner Norden mit insgesamt
neun bis dreizehn Windenergieanlagen der Leis -
tungsklasse 5-6 MW. Derzeit liegen der Stadt Köln
jedoch noch keine Anträge zur Genehmigung vor.
Die Verfahren zu konkreten räumlichen Festlegung
der Windenergiebereiche in den Regionalplänen
der sechs Planungsregionen sollen bereits 2025
abgeschlossen werden.
73Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Beteiligung in den Prozessen zum Lan-
desentwicklungsplan NRW und Regio-
nalplan Köln / sachlicher Teilplan Erneu-
erbare Energien
• Änderung Landesentwick lungsplan
NRW, Start der Genehmigung von
Windenergieanlagen im Vorfeld zur
Neuaufstellung des LEP gemäß §245e
BauGB
Ausblick ab 2025
• Fortführen der Beteiligung in den Pro -
zessen zum Landesentwicklungsplan
NRW und Regionalplan Köln inkl. dem
sachlichen Teilplan EE
• bis 2025: 8-13 Windenergieanlagen
befinden sich im Vorgriff auf den Re -
gionalplan und den sachlichen Teilplan
EE entsprechend des rechtlich vor -
gesehenen Verfahrens im Genehmi -
gungsverfahren
• bis 2025: Neuaufstellung Regionalplan
Köln inkl. sachlicher Teilplan EE
• 2025-2028: Entwicklung von Eignungs-
gebieten
• 2026-2030: Ausweisung weiterer Flä -
chen im FNP
• 2027-2030: Realisierung der Projekte
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 2.2.3.1 Aufhebung der Wind-
Konzentrationsfläche
74Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Beschluss der drei neuen Förderpro -
gramme: „Gebäudesanierung - klima -
freundliches Wohnen“ , „Photovoltaik
– klimafreundliches Wohnen“ , „Photo-
voltaik klimafreundliches Arbeiten“
• Die Förderprogramme werden aus
dem Investitionsprogramm Klima-
schutz finanziert, über das bis 2027
jährlich 20 Mio.€/a zur Verfügung ste -
hen.
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 74.500 t CO2eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Die Förderprogramme werden zu -
nächst bis Ende 2025 aus dem Investi-
tionsprogramm Klimaschutz finanziert.
Da wollen wir hin
Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, dass Köln
bis 2035 klimaneutral werden soll. Zentrale Voraus-
setzungen für Klimaneutralität ist unter anderem
die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung (z. B.
Substitution fossiler Energieträger durch Erneuer -
bare Energien) in Bestandsgebäuden.
Die Sektorkopplung (z. B. Strom im Wärmesektor
für Wärmepumpen) wird in Köln zu einem Anstieg
des Strombedarfs um den Faktor 2,5 führen, wes-
halb auf dem Kölner Stadtgebiet ein erheblicher
Ausbau der Photovoltaik erforderlich ist.
Die geförderten Maßnahmen haben eine direk -
te Wirkung auf die Erreichung der ambitionierten
Ziele auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035.
Die vorbereiteten Veränderungen sollen eine nach-
haltige Transformation fördern und insbesondere
private Haushalte sowie Gewerbe und Vereine bei
ihren Klimaschutzvorhaben unterstützen. Folgende
Förderprogramme werden angeboten:
Förderung für Wohngebäude im Bestand:
Förderprogramm „Gebäudesanierung – klima-
freundliches Wohnen“
• Zielgruppe: natürliche und juristische Personen
des privaten Rechts, Wohnungseigentümer -
gemeinschaften, Personengesellschaften, ge -
meinnützige Organisationsformen, Contracto -
ren
Förderprogramm „Photovoltaik- klimafreundliches
Wohnen“
• Zielgruppe: natürliche und juristische Personen
des privaten Rechts, Wohnungseigentümerge -
meinschaften, Personengesellschaften, gemein-
nützige Organisationsformen, Contractoren
Förderung von Gewerbegebäude im Bestand:
Förderprogramm „Photovoltaik- klimafreundliches
Arbeiten“
• Zielgruppe: Kleinstunternehmen sowie kleine
und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne der
Definition der europäischen Union
Förderprogramme
„Gebäudesanierung –
klimafreundliches Wohnen“ und
„Photovoltaik und Erneuerbare
Energien – klimafreundliches Köln“
Quelle: Chinnapong/Shutterstock.com
75Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Beschluss der drei neuen Förderpro -
gramme: „Gebäudesanierung - klima -
freundliches Wohnen“ , „Photovoltaik
- klimafreundliches Wohnen“ , „Photo-
voltaik klimafreundliches - Arbeiten“
wurde vom Rat am 07.09.2023 gefasst
• Finanzielle Planungssicherheit herstel-
len
• Antragsbearbeitung vereinfachen und
beschleunigen
Ausblick ab 2025
• stetige Optimierung des Fördermittel -
management-Systems Grantor
• Zusätzlichen Personalbedarf bereitstel-
len
• Aufbau eines Reportings
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.2.1 . Ausbau der Photovol -
taikauf Wohn- und Nichtwohngebäuden
Das setzen wir bereits um
Die Förderprogramme leisten einen Beitrag zur CO2-
Minderung und zur Erfüllung der Klimaschutzziele
der Stadt Köln. Im Rahmen der Beschlussfassung
des Rates zum Mediationsverfahren Klimawende
Köln - RheinEnergie (3762/2021) am 14.12.2021
wurde bereits die Einrichtung eines Förderpro -
gramms angekündigt und zum 01 .04.2022 ist das
Förderprogramm „Gebäudesanierung und Erneu -
erbare Energien - Klimafreundliches Wohnen“ in
Kraft getreten (4342/2021).
Seit dem 04.04.2022 sind insgesamt über 6.800
Förderanträge gestellt worden. Über das Förder -
mittelmanagementsystem GRANTOR konnte bis -
her eine Fördersumme in Höhe von rund 8.000.000
€ bewilligt werden.
Zum 02.10.2023 wurde das Förderprogramm „Ge-
bäudesanierung und Erneuerbare Energien –kli -
mafreundliches Wohnen“ durch die drei neuen
Förderprogramme „Gebäudesanierung – klima -
freundliches Wohnen“ , „Photovoltaik – klimafreund-
liches Wohnen“ und „Photovoltaik – klimafreundli-
ches Arbeiten“ abgelöst.
In der Gebäudesanierung werden neue Heizungs -
systeme (z. B. Brennstoffzellenheizungen, Luft-
Wasser-Wärmepumpen usw.) aufgenommen. Die
Photovoltaik-Förderung wird von Wohngebäuden
auf Gewerbegebäude von KMU ausgeweitet.
Das brauchen wir
Um einen stärkeren Anreiz zu schaffen, müssen die
erforderlichen Finanzmittel langfristig und verläss -
lich gesichert werden. Auf diese Weise soll eine
Planungssicherheit für die Antragssteller*innen
geschaffen werden. Aufgrund der hohen Antrags -
zahlen sind auch ausreichend personelle Ressour -
cen für die operative Abwicklung der Förderanträ -
ge sicherzustellen. Darüber hinaus ist eine stetige
Optimierung des Fördermittelmanagementsys -
tems GRANTOR erforderlich.
76Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Sportförderrichtline
• Bündelung der Förderzugänge des
Sportamtes
• Fördersumme von bis zu 87 ,5 % der
Gesamtkosten, für klimarelevante
Maßnahmen wie bspw. Photovoltaik,
und eine Aufhebung der Nachrangig -
keit in Bezug auf Mittelzuwendungen
von EU, Bund und Ländern
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Derzeit nicht quanitfizierbar
Da wollen wir hin
Heute wird Sport mehr denn je Teil des Alltags.
Man trifft sich in Vereinen, Fitness-Zentren oder in
der freien Natur, sei es auf dem Rhein, am Füh -
linger See oder im Kölner Grüngürtel. Der expan -
dierende Sportsektor ist seitens der Verwaltung als
wesentliche Größe heutiger und zukünftiger Frei -
zeitbetätigung zu stärken und zu entwickeln und
mit den Klimaschutzzielen in Einklang zu bringen.
Dabei ist es besonders wichtig, klimarelevante
Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz, wie
beispielsweise Photovoltaik-Anlagen für Vereins -
heime, über die Sportförderrichtline der Stadt Köln
im Besonderen zu fördern.
Das setzen wir bereits um
Im Februar 2023 hat der Rat der Stadt Köln die
neue Sportförderrichtline beschlossen, womit nun
alle Förderzugänge des Sportamtes gebündelt und
übersichtlich zusammenstehen. Diese Sportför -
derrichtline ist in insgesamt drei Förderprogramme
für Sportinfrastruktur, Sport für Köln und Sport -
veranstaltungen gegliedert. Für den Umwelt- und
Klimaschutz ist besonders die Fördersumme von
bis zu 87 ,5 % der Gesamtkosten, für klimarelevan-
te Maßnahmen wie bspw. Photovoltaik, und eine
Aufhebung der Nachrangigkeit in Bezug auf Mittel-
zuwendungen von EU, Bund und Ländern relevant.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung ist nach der Erneuerung und Ver -
öffentlichung der Sportförderrichtlinie bei der Kom-
munikation mit den Vereinen aktiv und hilft bei der
Beantragung. Damit übernimmt die Verwaltung ak-
tuell die Kommunikation und Koordination der För -
dermöglichkeiten.
Förderprogramm erneuerbarer
Strom als Bestandteil der
Sportförderrichtlinie
Quelle: Romolo Tavani/Shutterstock.com
77Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Kommunikation und Koordination so -
wie Bewilligung erster Fördermittel
• 2023ff: Bewilligung von Förderanträ -
gen
• Ziele für die Ausschöpfung des Förder-
programms erneuerbarer Strom der
Sportförderrichtlinie sind definiert
• 2024ff: Umsetzung von Projekten
Ausblick ab 2025
• Bewilligung von Fördermitteln sowie
Umsetzungskontrolle erster Maßnah -
men
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.2.1 . Ausbau der Photovol -
taik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden
Das brauchen wir
Um eine erfolgreiche Unterstützung des Sportsek-
tors in Köln sicherzustellen, bedarf es langfristig
gesicherter und ausreichend dimensionierter fi -
nanzieller und personeller Ressourcen. Dies liefert
Planungssicherheit für die Antragssteller*innen
und ermöglicht eine kurze Bearbeitungsdauer der
Förderanträge.
78Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Erarbeitung der fachlichen Grundlagen
zu der kommunalen Wärmeplanung
• Schaffung einer leistungsfähigen Pro -
jektstruktur
• Ausarbeitung erster Maßnahmen zur
Wärmewendestrategie
• Start der Beteiligungsprozesse mit re -
levanten Akteur*innen
• Herstellung der erforderlichen Be -
schlusslage für die Aufstellung des
kommunalen Wärmeplans
• Durchführung, Veröffentlichung und
Weiterentwicklung der kommuna -
len Wärmeplanung auf Basis des Be -
schlusses und entsprechend der ge -
setzlichen Anforderungen
Erwartetes Einsparpotenzial
Es handelt sich um einen strategischen
Prozess, der Basis für Maßnahmen mit
erhöhtem Einsparpotenzial ist. Der Pro -
zess selbst ist im Einsparpozential nicht
zu beziffern.
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
~150.000 € (Beteiligungsprozesse und
sich daraus ergebende Änderungen)
• ~200.000 € für externe Beratungsauf-
träge bis 2028
• Personalkosten
Kommunale Wärmeplanung
Da wollen wir hin
Ziel ist es – wie im Gesetzesentwurf der Bundesre-
gierung vorgesehen – einen kommunalen Wärme-
plan aufzustellen. Die Kommunale Wärmeplanung
(KWP) ist der zentrale strategische Prozess, um
Klimaneutralität im Wärmebereich zu erreichen.
Es zeichnet sich ab, dass die Kommunen über die
Gesetzgebung des Landes NRW als planungsver -
antwortliche Stellen für die Aufstellung der KWP
benannt werden und damit die sich abzeichnen -
de gesetzliche Verpflichtung zur Aufstellung einer
KWP bis 30.06.2026 auf diese übergeht. Der KWP
kommt eine Schlüsselrolle im Aktionsplan zu, da
sie einer der zentralsten Hebel für eine zielgerich -
tete, kosteneffiziente, nachhaltige, bezahlbare
und treibhausgasneutrale Wärmewende darstellt.
Die Wärmeplanung folgt vier definierten Phasen:
Potenzialanalyse, Aufstellung von Zielszenarien
und Maßnahmenentwicklung. Wichtig ist die Ein -
bindung aller betroffenen Akteur*innen sowie Trä-
ger*innen öffentlicher Belange.
Das setzen wir bereits um
Die Stadt Köln ist derzeit bereits dabei, die fach -
lichen Grundlagen für die Bestands- und Poten -
zialanalyse zu erstellen. Es ist geplant, als Zwi -
schenschritt voraussichtlich Ende 2023 eine erste
Kartenversion zur Information zu veröffentlichen,
die die Ergebnisse der bereits durchgeführten Ana-
lysen aufzeigt.
Quelle: Gertec
79Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
•
Erarbeitung der fachlichen Grundlagen
zu den ersten Phasen der kommunalen
Wärmeplanung
• Schaffung einer leistungsfähigen Pro -
jektstruktur
• Veröffentlichung fachlicher Grundlagen
für die Bestands- und Potenzialanalyse
• Start der Beteiligungsprozesse
• Herstellung der erforderlichen Be -
schlusslage für die Aufstellung des
kommunalen Wärmeplans
Ausblick ab 2025
•
Ausarbeitung erster Maßnahmen zur
Wärmewendestrategie
• Durchführung und Weiterentwicklung
der kommunalen Wärmeplanung auf
Basis des Beschlusses und entspre -
chend der gesetzlichen Anforderungen
• bis 2026: Vorlage für den Beschluss der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem
Rat zur Beschlussfassung vorgelegt
• Umsetzung der ersten Maßnahmen
der kommunalen Wärmeplanung
• bis ca. 2031, 2036 und 2041: Fort -
schreibung der kommunalen Wärme -
planung
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 2.3.1 .1 . Unterstützung der Trans-
formation der Wärmeversorgung
Die RheinEnergie AG arbeitet parallel an einem
Transformationsplan des innerstädtischen Wärme-
netzes, welcher mit den Planungen abgestimmt
und in diese integriert werden soll. Zur Unterstüt -
zung der genannten Phasen der Wärmeplanung
wurde durch die Verwaltung bereits 2022 ein Auf -
trag an ein externes Forschungsinstitut vergeben.
Der Auftrag umfasst die Erbringung von zwei Leis-
tungen, die für Wärmeplanung relevant sind: die
Erarbeitung eines wärmefokussierten Energienut -
zungsplans und die darauf aufbauende Ableitung
von Maßnahmen. Als Grundlage hierfür stehen
u.a. anonymisierte Daten zu Gebäudeverbräuchen
auf Baublock-Ebene (wie gesetzlich gefordert) von
der RheinEnergie AG und der Rheinischen Netzge-
sellschaft mbH zur Verfügung.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln
aktiv
Bisher wurden die betroffenen Ämter in einer Ver-
anstaltung zur kommunalen Wärmeplanung, den
bisherigen Aktivitäten sowie über die potenzielle
Betroffenheit einzelner Ämter informiert. Im bishe-
rigen Prozess sind im Rahmen der Potenzialanaly -
se die RheinEnergie AG und die Rheinische NETZ-
Gesellschaft mbH aktiv mit eingebunden.
Das brauchen wir
Die zur Wahrnehmung der Pflichtaufgabe KWP er-
forderlichen Strukturen im Querschnitt der Verwal-
tung werden derzeit geprüft und deren Einrichtung
vorbereitet. Ziel ist, die erforderlichen Prozesse zu
koordinieren und relevante Entscheidungen früh -
zeitig vorzubereiten.
Zudem wird eine breite Öffentlichkeitsarbeit/Kom-
munikationskampagne benötigt, um die Bevölke -
rung und Akteur*innen kontinuierlich zu informie -
ren.
80Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Ausschöpfung der Möglichkeiten der
Wärmeversorgung durch oberflächen -
nahe Geothermie
• Bereitstellung einer digitalen Karten -
anwendung für die oberflächennahe
Geothermie-Nutzung für das Stand -
ortpotenzial von Geothermie-Anlagen
als Planungsgrundlage für private und
gewerbliche Interessent*innen
• Geothermienanlage im Großprojekt
Rondorf Nord-West
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Derzeit nicht quantifizierbar
Geothermie
Da wollen wir hin
Oberflächennahe Geothermie stellt eine noch nicht
ausgeschöpfte Möglichkeit zur Dekarbonisierung
der Wärmeversorgung dar. Eine Übersichtskarte
soll das Standortpotenzial für zukünftige oberflä-
chennahe geothermische Anlagen auf dem Kölner
Stadtgebiet darstellen.
Das Potenzial für die Standorteignung geothermi -
scher Anlagen ist die Summe
• umweltbelastender Aspekte (Altlasten/Grund -
wasserschäden),
• umweltrechtlicher Aspekte (bestehende Was -
serrechte/Wasserschutzzonen) und
• umwelttechnischer Aspekte (hydrogeologi -
scher Aufbau/geothermische Ergiebigkeit des
Untergrundes).
Die Potenzialkarte wird über die innerbehördlicher
Verwendung hinaus für Interessent*innen verfüg -
bar gemacht.
Das setzen wir bereits um
Neben der einzelfallbezogenen Prüfung von Geo -
thermie-Anlagen-Anfragen wird die Potenzialkarte
für die Veröffentlichung vorbereitet.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Seit etlichen Jahren prüft und genehmigt die Ver -
waltung Vorhaben zur Geothermienutzung zur Wär-
mebereitstellung. Es konnten bisher über 1 .500
Geothermie-Anlagen auf dem Kölner Stadtgebiet
realisiert werden: Ca. 900 Erdwärmesonden (das
sind meist kleinere Anlagen für z.B. Einfamilienhäu-
ser mit 10-15-20 KW/h) und ca. 580 Wasser-Was -
ser-Wärmepumpen (das sind meist größere Projek-
te mit bis zu 1 .000 KW/h).
Aktuell hat die Verwaltung die Genehmigung für
das große Projekt Rondorf NordWest mit einer
Geothermie-Anlage mit einer Leistung von ca. 12
Mio. KW/h erteilt.
Quelle: pixabay/ hameg
81Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Das brauchen wir
Vernetzung und Koordination mit externen und
stadtinternen Stellen, die einen aktiven Beitrag zur
CO2-Minderung und zur Erfüllung der Klimaschutz-
verpflichtungen der Stadt Köln leisten. Auf diese
Weise soll eine Planungssicherheit für die Antrags-
steller*innen geschaffen werden. Im Hinblick auf
die zu erwartende hohe Anzahl an Anfragen und
Anträgen sind ausreichend personelle Ressourcen
in der Verwaltung, die das fachtechnische Know-
How mitbringen, für die operative Abwicklung die-
ser Anfragen und Anträge sicherzustellen.
Zielsetzung 2023/24
• Bereitstellung einer digitalen Karten -
anwendung für die oberflächen-nahe
Geothermie-Nutzung für das Stand -
ortpotenzial von Geothermie-Anlagen
als Planungsgrundlage für private und
gewerbliche Interessenten
• Fertigstellung der Geothermieanlage
im Großprojekt Rondorf Nord-West
Ausblick ab 2025
• Beantwortung und Bearbeitung einer
deutlich steigenden Anzahl von An -
fragen und Anträgen sowohl für Quar -
tierslösungen wie auch zu Einzelvor -
haben
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.3.3 Dekarbonisierung der
dezentralen Wärmeversorgung
82Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Reduzierung THG-Emissionen
• Zentrale Maßnahmen sind die Stei -
gerung der Energieeffizienz der Anla -
gentechnik und der Ausbau von Kraft-
Wärme-Kopplung und erneuerbaren
Energien
Erwartetes Einsparpotenzial
Reduktion der THG-Emissionen(CO 2eq-
Fußabdruck) von 26.000 t CO2eq in 2021
auf 14.000 t CO 2eq bis 2030 und Kom -
pensation der Restmenge
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Abhängig von den realisierten Maß -
nahmen und Projekten
Klimaneutrale
Stadtentwässerungsbetriebe Köln,
AöR (StEB Köln)
Da wollen wir hin
Strategisches Ziel der Stadtentwässerungsbetrie -
be Köln, AöR (StEB Köln) ist es, bis 2030 klimaneut-
ral im Sinne eines Netto-Null der THG-Emissionen
zu arbeiten. Der Fokus der StEB Köln liegt dabei
auf dem Ausbau der erneuerbaren Energieerzeu -
gung, der Reduzierung der Emissionen, insbeson -
dere Prozessemissionen, und auf Nachhaltigkeit
beim Bau und Einkauf. Das Netto-Null-Ziel bei den
betrieblichen Emissionen (außer Prozessemissio -
nen wie Lachgas und Methan) soll bereits bis 2027
erreicht werden.
Das setzen wir bereits um
Die StEB Köln reduzieren bereits seit vielen Jah -
ren kontinuierlich ihre THG-Emissionen. Im Strom-
sektor konnten diese seit 1990 um mehr als 85 %
gesenkt werden. Zentrale Maßnahmen sind die
Steigerung der Energieeffizienz der Anlagentech -
nik und der Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung und
erneuerbaren Energien. In 2022 wurden 99 % des
Strombedarfs der fünf Kölner Klärwerke durch er -
neuerbare Eigenerzeugung gedeckt. In 2022 wur -
de ein Zeit-Maßnahmen-Katalog (Roadmap) zur ge-
samten Klimaneutralität der StEB Köln aufgestellt.
Handlungsfelder und Maßnahmen wurden identi -
fiziert.
Die StEB Köln bilanzieren wie andere Unterneh -
men nach Greenhouse Gas (GHG) Protokoll.
Hier ist die StEB Köln aktiv
Zur Erreichung der Klimaneutralität verfolgen die
StEB Köln eine hierarchische Emissionsstrategie
(Netto-Null-Ziel, Ausgleich verbleibender Emission
durch vorzugsweise lokale Maßnahmen):
Schritt 1: Reduktion der lokal entstandenen Emis -
sionen durch optimierte Betriebsführung, Energie -
effizienzmaßnahmen, Einsatz neuer Technologien
etc.
Schritt 2: Erschließung (weiterer) lokaler Potenziale
für erneuerbare Energien zur Minimierung des ex -
ternen Energiebezugs.
Quelle: Stadtentwässerungsbetriebe Köln
83Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Schritt 3: Kompensation unvermeidbarer Reste -
missionen (Lachgas, Methan) aus der Abwasser -
reinigung durch Lieferung lokaler regenerativer
Energien an Dritte oder durch Investitionen in ex -
terne Projekte.
Im Rahmen der Roadmap wurden prioritäre Hand -
lungsfelder definiert, zu denen hier ausgewählte
Maßnahmen mit mittlerem bis hohem Klima -
schutzbeitrag aufgeführt werden:
Energie: Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungs-
anlage Großklärwerk (GKW) Köln-Stammheim
(2024) zur Einspeisung von überschüssigem Faul -
gas aus der Abwasserreinigung in das Erdgasnetz
und Lieferung an die Stadt Köln (Gebäudema -
nagement) (Substitution von Erdgas), Prüfung der
technischen Realisierbarkeit auf den vier Außen -
klärwerken (AKW). Erschließung ungenutzter
Abwärmepotentiale (Kläranlagen, Kanalisation),
Untersuchung der Genehmigungsfähigkeit der Er -
richtung von Windenergieanlagen. Zubau von PV-
Anlagen auf allen Klärwerksstandorten. Steigerung
der Faulgasproduktion aus Co-Fermentation nach
Inbetriebnahme der zweiten Annahmeschiene. Er-
richtung einer Klärschlammverbrennungsanlage
über die KLAR GmbH zur Realisierung eines um -
weltfreundlichen Klärschlammtransportes über
eine Druckleitung und Nutzung von Wärmepoten -
zialen (2029).
Prozesse: Entwicklung und Durchführung einer
Messkampagne zur Minderung der Lachgasemis -
sionen (2022-2027). Umsetzung geeigneter tech -
nischer Maßnahmen an der bestehenden Anla -
gentechnik zur Minderung der prozessbedingten
Lachgasemissionen (2028-2030). Durchführung
einer Messkampagne zur Bestimmung der rea -
len Methanemissionen im Kanal (2024-2027) und
Umsetzung von Maßnahmen zu deren Minderung
(2028-2030). Methanemissionen auf Kläranlagen
messen (2023) und mindern (2024-2027). Erarbei -
tung einer Potenzialanalyse geeigneter Techno -
logien und Konzepte zur stofflichen CO 2-Nutzung
(2023), anschließend ggf. Realisierung von Umset-
zungsprojekten (2024-2027).
Mobilität: Umstellung der Flotte der StEB auf Elek-
tromobilität/alternative Antriebe (fortlaufend). At-
traktiveren der ÖPNV- und Fahrradnutzung auf dem
Weg zum Arbeitsplatz (fortlaufend).
Andere, z.B. Bau: Entwicklung einer Methodik zur
Erfassung aller THG-Emissionen, die mit Bau-, Er -
neuerungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen verbun -
den sind.
Das brauchen wir
Mitwirkung der beteiligten Stadtgesellschaften
(RheinEnergie, SWK, RNG, HGK) und städtischen
Ämter im Rahmen der Planungs- und Genehmi -
gungsprozesse. Die grundsätzlich vorhandene
positive Haltung der Beteiligten soll in zügiges Han-
deln münden.
Berücksichtigung von CO 2-Preisen in Unterneh -
mensentscheidungen, insbesondere zu Investi -
tionsentscheidungen. StEB Köln bereiten hierzu
einen Beschlussvorschlag vor.
Zielsetzung 2023/24
• Umsetzung erster Maßnahmen in al -
len Handlungsfeldern gemäß Road -
map
• Inbetriebnahme der Biogasaufberei -
tungsanlage GKW und weiterer PV-An-
lagen auf den Klärwerken
Ausblick ab 2025
• Weitere Umsetzung der Maßnahmen
zur Klimaneutralität gemäß Roadmap
• bis 2027: Klimaneutralität der betriebli-
chen Emissionen (außer Prozessemis-
sionen wie Lachgas und Methan)
• bis 2027: Verbesserung der Bilanzie -
rung für Prozesse, Bau und Einkauf
• bis 2029: Inbetriebnahme der Drucklei-
tung zur Klärschlammverbrennung
• bis 2030: Die StEB Köln arbeiten klima-
neutral (Strategisches Ziel)
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .2 Ausbau der Erneuerba-
ren Stromerzeugung des Konzerns Stadt
Köln
84Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Installation weiterer PV-Anlagen auf
den Gebäuden
• Betrieb der Fahrzeuge auf dem Flug -
hafen-Vorfeld vollständig mit alterna -
tiven Kraftstoffen. Perspektivisch ist
die Umstellung des Energiesektors
auf 100 % erneuerbare Energien vor -
gesehen.
Erwartetes Einsparpotenzial
Ca. 4.050 t CO 2eq/a durch die PV-Anla -
gen (2,6 MWp) und die Umstellung des
Kraftstoffs
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von
rund 50 Mio. € auszugehen, die Kos -
ten bis zur Klimaneutralität sind der -
zeit noch nicht valide abzuschätzen.
Klimaschutz und
Nachhaltigkeitsmaßnahmen am
Flughafen Köln/Bonn
Da wollen wir hin
Der Flughafen Köln/Bonn strebt die Reduzierung
seiner CO2-Emissionen um 65 % bis zum Jahr 2030
an. Bis 2035 soll die Installation großer PV-Anlagen
auf den Gebäuden fortgeführt werden und die voll-
ständige Umstellung der Fahrzeuge auf dem Flug -
hafen-Vorfeld auf alternative Antriebstechnologien
erfolgen. Perspektivisch ist die Umstellung des
Energiesektors auf 100 % erneuerbare Energien
vorgesehen. Die Klimaneutralität soll spätestens
im Jahr 2045 erreicht werden.
Der Flughafen Köln/Bonn beteiligt sich an dem
Masterplan Klimaschutz, welcher von den Unter -
nehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft
verabschiedet wurde. Gleichzeitig strebt der Flug -
hafen weitere Verbesserungen im Bereich der
Nachhaltigkeit an, die in diesem Steckbrief nicht
weiter betrachtet werden.
Das setzen wir bereits um
In seinem ersten Handlungsfeld der Klimaschutz -
bestrebungen, dem Energiesektor, ist der Flugha -
fen Köln/Bonn bereits seit Jahren aktiv tätig. Zu -
sätzlich zu den bereits bestehenden PV-Anlagen
mit rund 3 MWp auf den Frachthallen, welche seit
2009 sukzessive installiert wurden, ist die Installa -
tion weiterer Anlagen auf insgesamt vier Frachthal-
len und Verwaltungsgebäuden mit einer Leistung
von zusammen ca. 2,6 MWp in den kommenden
Quelle: Flughafen Köln/Bonn
Monaten vorgesehen.
Der Wirkungsgrad des flughafeneigenen Blockheiz-
kraftwerks aus dem Jahr 1999 wurde im Jahr 2021
durch den Ersatz von 4 Modulen weiter gesteigert.
Darüber hinaus ist eine Entlastung und damit Redu-
zierung des Erdgasverbrauchs des BHKWs durch
die Errichtung eines Holzhackschnitzel-Kraftwerks
vorgesehen. Dieses soll im Jahr 2025 in Betrieb
85Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Diesel können auf diese Weise rund 90 Prozent
an CO 2-Emissionen eingespart werden, was fast
3.000 Tonnen CO2 im Jahr entspricht.
Neben der Elektromobilität setzt der Flughafen
auch auf Wasserstoff. Im Jahr 2017 wurde auf dem
Flughafengelände die erste Wasserstofftankstelle
der Stadt Köln in Betrieb genommen, nachdem
bereits im Jahr 2016 ein Brennstoffzellenfahrzeug
angeschafft wurde. Die Strecke zwischen dem
Flughafen und Bergisch Gladbach-Bensberg wird
seit 2020 mit Brennstoffzellenbussen durch die
Regionalverkehr Köln GmbH betrieben. Die Busse
werden auf dem Flughafengelände betankt. Um
das Thema Wasserstoff-Mobilität auch in der ge -
samten Region zu unterstützten, ist der Flughafen
einer der Projektpartner der Initiative „H2R Was -
serstoff Rheinland“ .
Im Hinblick auf den Flugverkehr stellt der Flugha -
fen seit 2021 nachhaltigen Kraftstoff (Sustainable
Aviation Fuel) zur Verfügung.
Das brauchen wir
Zügige Genehmigungsverfahren (z.B. Wasser -
recht, Landschaftsrecht, Baurecht) beim weiteren
Ausbau der regenerativen Energiegewinnung z.B.
PV in der Freifläche und dem Errichten neuer ener-
gieeffizienter Gebäude.
genommen werden und wurde u.a. mit Fördermit-
teln finanziert.
Bei Neubauten auf dem Gelände soll ein Fokus auf
der Energieeffizienz liegen. Das neue Logistikzent-
rum aus dem Jahr 2019 verfügt daher bspw. über
einen unterirdischen Eisspeicher sowie ein Kraft-
dach mit PV-Dachanlage und Wärmeabsorbern.
Ein weiterer Schwerpunkt in der Strategie des Flug-
hafens Köln/Bonn liegt auf dem konsequenten Ein-
satz von LEDs. Diese werden sowohl in Gebäuden
als auch im Außenbereich und für die Start- und
Landebahnen eingesetzt. Seit Herbst 2022 wird im
Parkhaus 3 ein nachhaltiges Beleuchtungssystem
installiert. Neben LED-Beleuchtung verfügt dieses
über eine Präsenzsteuerung zur Dimmung der Hel-
ligkeit. Derzeit wird auch die Deckenbeleuchtung
auf der Abflugebene des Terminals 2 auf LED um-
gestellt. Die dadurch entstehenden Kosten werden
zum Teil über Fördermittel der Nationalen Klima-
schutzinitiative gedeckt.
Das zweite Handlungsfeld im Klimaschutz, in dem
der Flughafen Köln/Bonn bereits aktiv tätig ist, ist
die Mobilität auf dem Flughafengelände. Der Fuhr-
park besteht bereits aus ca. 100 teilweise bzw.
vollständig elektrisch betriebenen Fahrzeugen und
Abfertigungsgeräten. Zuletzt wurden drei neue
Elektrobusse für die Beförderung von Fluggästen
auf dem Vorfeld sowie Schlepper für den Gepäck-
dienst angeschafft. Im Jahr 2023 ist die Anschaf -
fung weiterer E-Fahrzeuge als Ersatz für fossil be -
triebene Fahrzeuge vorgesehen. In Bezug auf die
Ladeinfrastruktur wurden zwei neue Lademöglich-
keiten realisiert, einerseits am Betriebshof und an-
dererseits auf dem Vorfeld.
Neben dem Ausbau der E-Mobilität kommt auch
nachhaltiger Kraftstoff für die Fahrzeugflotte zum
Einsatz: Am Köln Bonn Airport tankt der dieselbe -
triebene Teil des Fuhrparks seit August 2023 erneu-
erbaren HVO-Diesel. HVO sind Hydrotreated Vege-
table Oils, also ursprünglich hydrierte Pflanzenöle,
bei deren Herstellung nur noch Rest- und Abfall -
stoffe zum Einsatz kommen und kein Rohstoff ex -
tra angebaut wird. Im Vergleich zu herkömmlichem
Zielsetzung 2023/24
---
Ausblick ab 2025
• Reduzierung der CO 2-Emissionen um
65 % gegenüber 2010 bis 2030
• CO2–neutraler Betrieb auf dem Vorfeld
bis 2035
• Errichtung weiterer PV-Anlagen
• Klimaneutralität bis spätestens 2045
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .2 Ausbau der Erneuerba-
ren Stromerzeugung des Konzerns Stadt
Köln
86Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Steigerung des Anteils erneuerbarer
Energien an eigener Versorgung und
höhere Ausnutzung der Solarpotenzia-
le
• Identifizierung von Potenzialflächen
Erwartetes Einsparpotenzial
abhängig von aufgestellten Modulen:
Schätzung zwischen ca. 53.000 t CO 2 bis
ca. 72.000 t CO 2 für die ersten zwei Pro -
jekte
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Stark abhängig von Größe und Modul-
preisen: ca. 100 Mio. € für die ersten
zwei Projekte
Planungen der RheinEnergie AG zu
PV Freiflächen an Infrastrukturwegen
Da wollen wir hin
Ziel ist eine deutlich höhere Ausnutzung der Solar-
potenziale in Köln und der Region. Insgesamt soll
damit der Anteil der erneuerbaren Energien an der
eigenen Versorgung gesteigert sowie die Ziele der
bundesweiten Energiewende unterstützt werden.
Das setzen wir bereits um
Im Zuge der laufenden Erarbeitung des Photovolta-
ik-Freiflächenkatasters sind bereits zwei Potenzial-
flächen identifiziert worden, welche sich im Eigen-
tum der Stadt Köln befinden. Diese Flächen haben
eine erwartete Leistung von über 36 MWp. Eine
Projektentwicklung zu einer Fläche mit der Größe
von 6 bis 13 Hektar an der Bundesautobahn (BAB)
555 in Köln-Rondorf wurde dabei bereits initiiert,
sodass 2023 die Vorbereitung des Bauantrages ge-
plant ist. Auf einer weiteren, deutlich größeren Flä-
che an der BAB 3 in Köln-Dünnwald zwischen der
Autobahn und der Bahnlinie Richtung Leverkusen
möchte die RheinEnergie eine weitere Photovolta-
ik-Freiflächenanlage realisieren. Die Größe des Ge-
bietes in Dünnwald wird bisher auf bis zu 120 Hek-
tar Potenzialfläche geschätzt, sofern die Teilflächen
östlich der Bahnlinie und westlich der A3 ebenfalls
als umsetzbar angesetzt werden. Die Größe bei-
der Gebiete ist dabei aber noch nicht final festge -
legt, da die Flächen im Eigentum der Stadt Köln
dafür noch um Flächen privater Eigentümer*innen
erweitert werden könnten. Aus diesem Grund ist
Quelle: Simon Kraus AdobeStock
auch die Höhe der erwarteten Leistung nur eine
grobe Schätzung. Nach der Flächensicherung/Klä -
rung der Verfügbarkeit übernimmt die RheinEner -
gie bei den Realisierungen für Photovoltaik-Frei -
flächenanlagen die Projektentwicklung und wird in
diesem Zuge die Bauanträge einreichen bzw. Bau-
genehmigungen erwirken.
Das brauchen wir
Die Verfügbarkeit von Freiflächen für PV im Eigen -
tum der Stadt muss seitens der Stadt geklärt und
geeignete Flächen an die RheinEnergie verpach -
87Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
•
Klärung der Flächenverfügbarkeit städ -
tischer Flächen für die PV-Freiflächen -
nutzung und Abschluss eines LOI zwi -
schen Stadt Köln und der RheinEnergie
zur Umsetzung der verfügbaren Poten-
zialflächen
• Vorbereitung zur Einreichung des Bau -
antrages für Projekt entlang der A555
• Bauantrag für das PV-Projekt in Köln-
Dünnwald durch die RheinEnergie
Ausblick ab 2025
• Fertigstellung des Freiflächenkatasters
• bis 2025: Umsetzung bzw. Errichtung
erster PV-Anlagen
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .2 Ausbau der erneuerba-
ren Stromerzeugung des Konzerns Stadt
Köln
tet werden. Unter Federführung der RheinEner -
gie müssen Bauanträge erstellt, eingereicht und
Baugenehmigungen erwirkt werden. Zudem ist
eine konkrete Entwicklung von kommunalen An -
forderungen an das ökologische Flächenkonzept
von Photovoltaik-Parks zu erarbeiten. Für die Um -
setzung bzw. die Errichtung der Anlagen müssen
frühzeitig Aufträge erstellt werden, um die durch
den bestehenden Fachkräfte- und Rohstoffmangel
in der Branche herrschenden Verzögerungen bei
den Arbeitsschritten zu berücksichtigen.
Des Weiteren ist seitens der Stadt zu klären, ob
über die erhöhten Pachterträge für die PV-Freiflä -
chennutzung Kompensationsleistungen (z.B. im
Rahmen einer Stiftung) für die bisherigen land-
wirtschaftlichen Pächter (z.B. über spezielle För -
derprogramme zur Umstellung auf die digitalisierte
Landwirtschaft, intelligente Bewässerung, Förde -
rung von Tierwohl, regenerative Landwirtschaft,
Modernisierung der LW-Technik, landwirtschaft -
liche Direktvermarktung, o.ä.) umgesetzt werden
können.
88Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Nutzung von Potenzialflächen auf dem
Kölner Stadtgebiet, auf denen die Er -
richtung von Windkraftanlagen grund -
sätzlich möglich ist
• Untersuchungen und Klärungen zur
Vorbereitung der Genehmigung
• Neuaufstellung LEP NRW und Regio -
nalplan / Sachlicher Teilplan EE ermö -
gilchen die Ausweisung von Windener-
giegebieten
• Flächensicherung in Form von Nut -
zungsverträgen
Erwartetes Einsparpotenzial
Abhängig von der Anzahl und Leistung
der Windenergieanlagen
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Abhängig von der installierten Leistung
(bei 13 WEA mit 5 bis 6 MW aktuell
ca. 110 Mio. €)
• Kosten entstehen durch die Realisie -
rung von Anlagen
Planungen der RheinEnergie AG zum
Ausbau der Windenergie im Kölner
Norden und Süden
Da wollen wir hin
Die Energieversorgung der Stadt Köln muss bis
zum Jahr 2035 klimaneutral sein. Neben der Nut -
zung von Solarenergie stellt die Windenergie eine
weitere zu berücksichtigende erneuerbare Ener -
giequelle dar. Teile des Kölner Stadtgebietes sind
als Standorte für Windenergieanlagen zu nutzen,
um einen signifikanten Anteil des Strombedarfs
mittels lokaler Windenergie decken und so die
Energieversorgung Kölns klimaneutral gestalten zu
können.
Das setzen wir bereits um
Die RheinEnergie hat im Rahmen einer Weißflä -
chenanalyse elf Potenzialflächen auf dem Kölner
Stadtgebiet ermitteln können, auf denen die Er -
richtung von Windkraftanlagen grundsätzlich mög-
lich ist. Allein im Kölner Norden sind zwei Flächen
(Nord I und Nord II) identifiziert worden, auf denen
insgesamt bis zu 13 Windenergieanlagen der Leis-
tungsklasse 5-6 MW errichtet werden könnten.
Diese Flächen weisen das größte Potenzial auf und
haben gute Chancen auf eine Genehmigung. Dafür
sind jedoch weitere Untersuchungen und Klärun -
gen erforderlich, bspw. im Hinblick auf benach -
barte Naturschutzgebiete, Wasserschutzzonen
und Retentionsflächen für Hochwasser sowie eine
Erdbebenmessstation. Ende März wurde eine
Bürger*inneninformationsveranstaltung in Chor -
weiler bezüglich des gesamten Themenkomplexes
Quelle: Rheinenergie AG
Windkraft und dieser zwei Potenzialflächen durch -
geführt. Der aktuell gültige Flächennutzungsplan
(FNP) der Stadt Köln sieht keine Windnutzungen
auf den von der RheinEnergie identifizierten Poten-
zialflächen vor.
89Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Derzeit befinden sich der Landesentwicklungsplan
und der Regionalplan / Sachlicher Teilplan EE für
den Regierungsbezirk Köln in der Neuaufstellung.
Diese bilden zukünftig die Grundlage für die Aus -
weisung von Windenergiegebieten entsprechend
des WindBG. Die Entscheidung der Landesregie -
rung, den Landesentwicklungsplan NRW bereits
jetzt zu überarbeiten und parallel die sechs Regio -
nalpläne anzupassen, ermöglicht schon ab dem
Jahr 2025 einen geregelten Zubau von Windener -
gieanlagen.
Die Gesetzgebung ermöglicht zudem die kommu -
nale Ausweisung weiterer Flächen für die Wind -
energie, über die Flächenvorgaben des WindBG
hinaus, als sogenannte „Positivplanung” . Diese
zusätzlichen Flächen sind im FNP planerisch als
Sonderbauflächen oder Sondergebiete für Wind -
energie auszuweisen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Für das Vorhaben der RheinEnergie AG ist Pla -
nungsrecht zu schaffen; aktuell bereitet die Be -
zirksregierung Köln die Aufstellung des „Sachlichen
Teilplans Erneuerbare Energien zum Regionalplan
für den Regierungsbezirk Köln“ vor, in dem Flä -
chen für die Windenergie ausgewiesen werden.
In diesem Prozess wird die Stadtverwaltung Köln
sich einbringen und insbesondere die Ausweisung
der beiden Potenzialflächen im Kölner Norden als
Windenergiegebiete gegenüber der Bezirksregie -
rung vorschlagen bzw. für diese Gebiete werben.
Sofern die Gebiete, entgegen der derzeitigen Er -
wartungshaltung, von der Bezirksregierung Köln
nicht ausgewiesen werden sollten, wird die Stadt
Köln prüfen, inwiefern die Flächen mittels Ände -
rung des Flächennutzungsplans als sogenannte
Positivplanung die planungsrechtliche Zulässigkeit
erlangen können. Gleiches gilt für ggf. weitere,
jedoch flächenmäßig kleinere Windenergie-Poten -
zialflächen im Kölner Stadtgebiet.
Das brauchen wir
Eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung
der Anlagen ist die Schaffung der übergeordneten
Rechtsgrundlagen durch die Landesbehörden. Die-
se Prozesse kann die städtische Verwaltung nicht
aktiv steuern, wird jedoch indirekt gegenüber der
Bezirksregierung Köln insbesondere für die Flächen
im Kölner Norden werben. Um ergänzend weitere
Flächen, welche über die des Regionalplans / Sach-
licher Teilplan EE hinausgehen, im FNP auszuwei -
sen, bedarf es einer Beauftragung durch den Rat
der Stadt Köln. Dieser muss die Vorbereitung eines
FNP-Einleitungsbeschlusses beantragen.
Die weitere Projektentwicklung erfordert eine Flä -
chensicherung in Form von Nutzungsverträgen
zwischen der RheinEnergie AG und der Stadt Köln
als Flächeneigentümerin für einen signifikanten
Anteil der Flurstücke in den identifizierten Poten -
zialgebieten. Um zeitnah mit der Realisierung von
Anlagen beginnen zu können, gilt es seitens der
Abbildung 10 Darstellung der Potenzialfläche
“Köln-Worringen” (Quelle: Rhein-
energie AG)
Abbildung 11 Darstellung der Potenzialfläche
“Köln-A57” (Quelle: Rheinenergie
AG)
90Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Planung und Genehmigung der Vorha-
ben
• 2023ff: Fortsetzung der Projektent -
wicklung durch die RheinEnergie AG
• Abschluss der Flächensicherung mit -
tels Nutzungsvertrag mit der Rhein-
Energie AG für die städtischen Flä -
chen innerhalb der Potenzialflächen im
Kölner Norden
• Flächensicherung (Nutzungsvertrag
RheinEnergie AG – Stadt Köln)
Ausblick ab 2025
• bis 2025: Ausweisung der Flächen im
Sachlichen Teilplan Erneuerbare Ener -
gien (oder alternativ, als Positivplanung
im FNP der Stadt Köln)
• Flächensicherung (Nutzungsvertrag
RheinEnergie AG – Stadt Köln)
• bis 2027: Antragstellung nach
BImSchG durch die RheinEnergie AG
und Prüfung des Genehmigungsan -
trags durch die untere Immissions -
schutzbehörde (sofern positiv: Rea -
lisierung des Vorhabens durch die
RheinEnergie AG)
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .2 Ausbau der erneuerba-
ren Stromerzeugung des Konzerns Stadt
Köln
Genehmigungsbehörden die Anträge kurzfristig
und zielgerichtet zu bearbeiten.
91Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Individuelle Beratungen von Eigen -
heimbesitzer*innen, Gewerbetreiben -
den, Vermieter*innen und Mieter*in -
nen zur Solarenergie und den damit
verbundenen Technologien und weite-
re Unterstützungsangebote
• Vereinfachung der Prozesse für Mie -
terstromprojekte
Erwartetes Einsparpotenzial
Bei einer CO2-Vermeidung von 684 g/kWh
können bei einem Zubau von 1840 MWp
insgesamt ca. 1,26 Mio. Tonnen CO2 ein-
gespart werden, wenn das gesteckte
Ziel, 50 % des noch nicht gehobenen
PV-Potentials bis 2030 zu heben, erreicht
wird. Die Zielerreichung hängt neben der
Beratung von weiteren Faktoren ab.
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
640.000 €/a für den Weiterbetrieb des
Treffpunkt Solar
• Bei Erweiterung der Leistungen stei -
gen die Kosten entsprechend der noch
zu wählenden Personalkapazitäten
Treffpunkt Solar – Das
Beratungszentrum von
RheinEnergie AG, Stadt Köln und
Handwerkskammer zu Köln
Da wollen wir hin
Ein Ausbau von 50 % des PV-Potenzials würde
eine Leistung von ca. 1 .840 MWp entsprechen.
Dies geht mit einem hohen Beratungs- und Unter-
stützungsbedarf einher.
Das setzen wir bereits um
Um diesem Bedarf zu begegnen und den Ausbau
zusätzlich zu unterstützten, wurde der Treffpunkt
Solar als zentrale Anlaufstelle für Beratungen ge -
gründet und Anfang September 2022 eröffnet. Da-
bei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt von
der RheinEnergie, der Stadt Köln sowie der Hand-
werkskammer zu Köln. Der Treffpunkt Solar über -
nimmt eine Vielzahl von Aufgaben und richtet sich
an Eigenheimbesitzer*innen, Gewerbetreibende,
Vermieter*innen und Mieter*innen. Zu den Aufga-
ben zählen:
• Grundlagenberatung zu Solarenergie und den
damit verbundenen Technologien (z.B. Photo -
voltaik, elektrische Wärmepumpen oder Elekt -
romobilität)
• Präsentation von Ausstellungsstücken am CO2-
Energiehaus
• Führungen und Veranstaltungen
• Individuelle technische und wirtschaftliche Be -
ratung des Kundenprojektes auf Basis des So-
larkataster NRW (neutrale Beratung)
• Vermittlung von Handwerksbetrieben aus der
Quelle: Treffpunkt Solar
Region zur Erstellung eines Kaufangebotes
• Bereitstellung von Onlinetools zur eigenständi -
gen Erstinformation der Kunden (Solarrechner,
Solarkataster NRW, …)
• Fördermittelinformationen (BAFA, KfW, Landes-
mittel) und Ausgabe von Infomaterial
92Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
• Spielerisches Kennenlernen der Erneuerbaren
Energien für Familien und Kinder
• Ganzheitliches ökologisches Projekt (Echsen
Habitat, Blühstreifen für Bienen, Insektenhotel,
Wandbegrünung, Rasengitterstreifen)
Die individuellen Beratungen werden telefonisch,
digital oder persönlich im Treffpunkt Solar durch 4
Mitarbeiter*innen der RheinEnergie von Montag
bis Freitag angeboten. Diese Beratungen wurden
von September 2022 bis Mai 2023 bereits über
1 .000-mal in Anspruch genommen. Ergänzend
dazu „wurden in 2023 weitere 149 Interessenten
an Kooperationspartner der RheinEnergie vermit -
telt, um ein Angebot zum Kauf einer PV-Anlange
zu erhalten. Hiervon sind aktuell 116 Projekte in der
Angebotsstellung“ . 2
Der PV-Ausbau erlebt in Köln bereits einen Auf -
schwung. Die Anzahl neu angemeldeter PV-Anla -
gen stieg in den vergangenen Jahren deutlich an.
Auch im Vergleich zum Jahr 2022, dessen Neu -
anmeldungen bei der Bundesnetzagentur bereits
deutlich über den Vorjahren lag, ist eine weitere
Steigerung erkennbar. So wurden in den ersten
vier Monaten des Jahres 2023 bereits fast so viele
PV-Anlagen neu angemeldet, wie im ganzen Jahr
2022 (zum Vergleich: 1 .567 Anlagen in 2022, 1 .232
Anlagen im Zeitraum vom 01 .01 .2023-02.05.2023)
Das brauchen wir
Um das Ziel zu erreichen, müssen die Bürger*in -
nen langfristig bei der Planung und Realisierung
unterstützt werden. Daher sollte der Treffpunkt
Solar langfristig weitergeführt werden und bei Be -
darf das Leistungsspektrum um weitere Angebote
erweitert werden (z.B. Begleitung der Kund*innen
bei der Projektumsetzung). Der Treffpunkt-Solar
kann so die grundlegende Interessentenberatung
bis zum Handwerkerkontakt durchführen und so
die Hürden für den PV-Ausbau reduzieren. Um die
gewünschte Menge (1840 MWp) an Photovoltaik
Anlagen realisieren zu können, müssen jedoch weit
mehr Maßnahmen angestoßen werden. Unter an -
derem sollten auch Veranstaltungen und Aktionen
bei den jeweiligen Immobilien vor Ort stattfinden.
Um die Beratungen weiter auszubauen, benötigt
der Treffpunkt bei einer dauerhaften Weiterführung
weitere personelle Unterstützung, im Idealfall auch
Energieberater*innen und Solarplaner*innen, da
sich der Beratungsumfang bereits zu einem ganz -
heitlichen Blick auf die Immobilie verändert hat. So
wird aktuell auch zur Kombination der PV mit einer
Wärmepumpe und Elektromobilität beraten.
Neben der aktiven Beratung gilt es weiterhin ak -
tiv an der Vereinfachung der Prozesse für Mieters-
tromprojekte in der Politik zu arbeiten, um so die
erheblichen Potenziale bei Mehrfamilienhäusern
zu nutzen und Wege zu finden, um einen wesent -
lichen limitierenden Faktor zur Zielerreichung, die
geringen Kapazitäten beim umsetzenden Hand -
werk, zu minimieren.
Zielsetzung 2023/24
• Gemeinsame Vereinbarung zum Wei -
terbetrieb des Treffpunkt-Solar, sowie
zur dauerhaften Finanzierung des Pro-
jektes
• Entscheidung zum eventuellen Aus -
bau der Leistungen im Treffpunkt
• Entwicklung Lösungsoptionen zur Be -
gegnung der Handwerkerengpässe
Ausblick ab 2025
• 2025-2035: Aktive Beratung von PV-
Anlagen und weiteren energetischen
Optimierungen
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.2.1 Ausbau der Photovolta-
ik auf Wohn- und Nichtwohngebäuden
2 RheinEnergie AG 2023: Beitrag der RheinEnergie zur Dekarbonisierung Kölns – Sondersitzung des AKUG
93Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Verdichtung und Ausbau des be -
stehenden Fernwärmenetzes, insbe -
sondere in der Innenstadt, und Dekar -
bonisieurng der Wärmeerzeugung (für
Fern- und Nahwärmenetze)
Erwartetes Einsparpotenzial
Schwer quantifizierbar, da von Höhe der
Neuanschlüsse abhängig
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
nach bisherigen Planungen werden In-
vestitionen von > 750 Mio. € erforder-
lich sein (Dekarb. der Erzeugung und
FW-Netz)
Transformationspläne der
RheinEnergie AG für die Kölner
Fernwärmenetze
Da wollen wir hin
Gemäß dem Ratsbeschluss der Stadt Köln vom
Juni 2021 strebt die RheinEnergie die vollumfäng -
liche Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis
zum Jahr 2035 an. Zusätzlich hat die RheinEner -
gie u.a. die dekarbonisierte Wärmeversorgung bis
2035 im Eckpunktepapier „Klimaneutralität für
Köln - Eckpunkte einer nachhaltigen und dekarbo -
nisierten Energieversorgung bis 2035“ unter der
Voraussetzung im Juni 2021 vereinbart, dass die
erforderlichen und im Eckpunktepapier beschrie -
benen Prämissen eintreten. Das Eckpunktepapier
ist dabei das Ergebnis eines Vermittlungsprozes -
ses zwischen der Bürgerinitiative „Klimawende
Köln“ , der Stadt Köln und der RheinEnergie unter
Vermittlung von Prof. Fischedick.
Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Fernwär -
me, welche insbesondere in innerstädtischen,
dichtbesiedelten Gebieten das zentrale Instrument
der Wärmewende darstellt. Verglichen mit anderen
deutschen Großstädten ist der Anteil der Wärme -
versorgung über das Kölner Fernwärmenetz an der
Gesamtwärmeversorgung unterdurchschnittlich.
Daher gilt es das bestehende Fernwärmenetz, ins-
besondere in der Innenstadt zu verdichten, aus -
zubauen und die Wärmeerzeugung (für Fern- und
Nahwärmenetze) zu dekarbonisieren
Quelle: Ivankurakevich/shutterstock.com
Das setzen wir bereits um
Die Umstellung des Fernwärmenetzes kann mit
Fördermitteln der Bundesförderung für effizien -
te Wärmenetze (BEW) mitfinanziert werden. Die
BEW setzt hierfür die Erstellung eines Transforma-
tionsplanes voraus. Darüber hinaus stellt der Trans-
formationsplan die Grundlage dar, um im Rahmen
des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und des Wär-
meplanungsgesetzes (WPG) einen weiteren Netz -
ausbau und den Weiterbetrieb des Wärmenetzes zu
gewährleisten und wird zukünftig verpflichtend zu
erstellen sein. Die RheinEnergie hat bereits einen
entsprechenden umfangreichen Transformations -
94Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
plan für das größte FW-Netz „Innenstadt“ erstellt
und bereitet aktuell die weiteren Transformations -
pläne für die FW-Netze „Nord“ und „Merheim“
vor. Diese bilden die strategische Grundlage für die
Transformation und zeigen auf, wie der zeitliche,
technische und wirtschaftliche Um- und Ausbau
der bestehenden Wärmenetzsysteme bis 2045 er-
folgen soll. Ein Zwischenziel stellt die vollständig
dekarbonisierte Wärmeerzeugung ab 2035 durch
erneuerbare Wärmequellen dar. Sowohl für den
kostspieligen Umbau der Erzeugung als auch für
die intensiven Netzmaßnahmen werden umfang -
reiche Fördermittel benötigt und über die BEW be-
antragt werden.
Für die Gesamtstadt Köln soll der Transformations-
prozess der Wärmewende über eine kommunale
Wärmeplanung dargestellt werden, welche sowohl
Raum- und Prozesswärme sowie Warmwasser be-
rücksichtig. Daher ist es zwingend notwendig, die
Transformationspläne der RheinEnergie mit der
kommunalen Wärmeplanung der Stadt Köln in Ein-
klang zu bringen. Dies erfordert einen engen und
intensiven Abstimmungsprozess, welcher durch -
geführt wurde und weiterhin läuft. Teilnehmer*in -
nen sind Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung
Köln, deren Gutachter*innen, Vertreter*innen der
RheinEnergie, der GVG RheinErft und der Rheini -
schen NETZGesellschaft. Der Transformationsplan
für das Fernwärmenetz „Innenstadt“ wurde vor
der RheinEnergie fertiggestellt, bzw. ist kurz vor
der Finalisierung. In diesem Fall setzt die BEW-
Richtlinie intensive Abstimmungen voraus, welche
auch durchgeführt werden.
Die Stadt Köln wurde als Pilotkommune für kommu-
nale Wärmeplanung des Landes Nordrhein-West -
falen ernannt. Daraus resultiert eine Begleitung
des Erarbeitungsprozesses durch die Landesge-
sellschaft NRW.Energy4climate. Die RheinEnergie
war an einem ersten Auftakttermin beteiligt.
Für die Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes
hat die RheinEnergie einen Fahrplan entwickelt (s.
hierzu Abbildung 12) und setzt insbesondere auf
folgende Techniken:
• Großwärmepumpen: Die RheinEnergie wird
eine entsprechend leistungsfähige erste Anlage
zur Nutzung von Rheinwasser als Wärmequel -
le am Kraftwerksstandort Niehl realisieren. Die
Detailauslegung wird momentan von der Rhei -
nEnergie in Zusammenarbeit mit einem Gene -
ralplaner ausgearbeitet. Die Inbetriebnahme
wird ab 2026 angestrebt. Weiterhin wird aktuell
die Nutzung weiterer Wärmequellen, wie Ab -
wasser oder Brunnenwasser bewertet.
Abbildung 12 Dekarbonisierung der Wärmenetze Köln (Quelle: RheinEnergie AG)
95Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
• Freiflächen-Solarthermie: In Köln Merheim
konnte eine Fläche für Freiflächen-Solarthermie-
Anlagen identifiziert werden, um auch das FW-
Netz Merheim mit erneuerbarer Wärme mitzu -
versorgen. Gespräche mit der Bezirksregierung
sowie der Stadt Köln ergaben, dass ein entspre-
chender Bauantrag gestellt werden kann. Eine
wettbewerbliche Ausschreibung wird aktuell
von der RheinEnergie durchgeführt.
• Mitteltiefengeothermie: Auf Basis der Unter -
suchungen des Geologischen Dienstes NRW
(GD-NRW) werden für Teilbereiche der Stadt
Köln Temperaturen von etwa 27° C in einer Tiefe
von 500 m vermutet. Dieses Ergebnis stammt
aus der Geothermalen Charakterisierung der
Teilräume Rheinland und Nordrand des Rheini -
schen Schiefergebirges des GD-NRW aus dem
Jahr 2023. Darauf aufbauend wird die RheinE -
nergie weitere Untersuchungen (Vorstudie und
ggf. nachfolgend Machbarkeitsstudie) durch -
führen und ein Aufsuchungsfeld bei der Bezirks-
regierung beantragen.
• Abwärme: Im Rahmen einer Potenzialstudie
konnte ein theoretisches Abwärmepotenzial
von ca. 2 TWh/a ermittelt werden. Nach Ab -
stimmung mit den jeweiligen Unternehmen
zeigt sich jedoch, dass eine wirtschaftliche
Nutzung der Potenziale aus diversen Gründen
derzeit nicht möglich ist. Einerseits würde dies
Auswirkungen auf die Produktionsprozesse
sowie eine entsprechend zukunftsfähige und
gesicherte Wärme-Belieferung durch die Unter-
nehmen voraussetzen, andererseits liegen die
jeweiligen Standorte nicht in direkter Nähe der
FW-Netze, was deren Anbindung aufwändig ge-
staltet. Darüber hinaus liegen die Temperatur -
niveaus der Abwärme zumeist unter 100°C und /
oder stehen nur diskontinuierlich zur Verfügung.
Bedingt durch die aktuellen Entwicklungen ist
eine Überprüfung der Ergebnisse vorgesehen.
Das brauchen wir
Die Pläne der RheinEnergie sehen einen deutlichen
Ausbau und eine kontinuierliche Verdichtung der
Fernwärmeversorgung in Köln vor. Letzteres gilt
insbesondere für das Fernwärmenetz der Innen -
stadt. Konkret bedarf es folgender Unterstützung
durch alle Stakeholder (s. Abbildung 13):
Abbildung 13 Unterstützungsbedarf bei der Wärmewende (Quelle: RheinEnergie AG)
96Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Fertigstellung Transformationsplan
FW-Netz Innenstadt
• Beantragung erster Fördermittel für
Wärmenetze nach BEW-Richtlinie
• Offizieller Projektbeginn Großwärme -
pumpe Niehl
• Inbetriebnahme Fernwärmespeicher
in Köln-Merheim
• Vorantreiben der weiteren Projekte
zum Ausbau und der Dekarbonisierung
der Fernwärme: u.a. durch weitere
Großwärmepumpen, Fernwärmespei -
cher, Solarthermie, Geothermie-Unter-
suchungen sowie umfangreicher Netz-
ausbau-Maßnahmen
• Abgleich und Harmonisierung mit kom-
munaler Wärmeplanung der Stadt Köln
• Installation schnellstartfähiger Kessel
in Köln-Niehl
Ausblick ab 2025
• Erhöhung Anschlussdichte an Fern -
wärmenetz
• Ausbau erneuerbarer Wärmeerzeuger
• bis 2025: Installation Solarthermieanla-
ge in Köln-Merheim
• bis 2025: Modernisierung GuD-Anlage
in Köln-Merkenich
• ab 2025: Erstellung der weiteren Trans-
formationspläne für FW-Netze Nord
und Merheim
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.3.2 Dekarbonisierung der
zentralen Wärmeversorgung
97Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Prüfung und Nutzung aller bestehen -
den und zukünftigen Dachflächen
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar, da laufende
Prüfung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Derzeit nicht quantifizierbar
PV-Dachanlagen auf Gebäuden der
AVG Köln mbH
Da wollen wir hin
Nutzung aller bestehenden und zukünftigen Dach -
flächen, die für einen sinnvollen PV-Betrieb geeig -
net sind.
Das setzen wir bereits um
• Prüfung aller potenziellen Dachflächen hinsicht-
lich einer PV-Nutzung durch die RheinEnergie
• Eine erste Anlage wurde im Jahr 2010 errichtet:
Dach der Kompostierungsanlage, 520 kWp
• Eine zweite Anlage wurde im Jahr 2015 errich -
tet: Dach der Rostascheverladehalle, 270 kWp
• Bei der Planung von Neubauten wird die Eig -
nung als PV-Standort geprüft
Das brauchen wir
Alle erforderlichen Vorraussetzungen liegen bereits
vor.
Quelle: Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Zielsetzung 2023/24
---
Ausblick ab 2025
• bis 2026: Prüfung der PV-Eignung für
weitere Neubauprojekte
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .2 Ausbau der Erneuerba-
ren Stromerzeugung des Konzerns Stadt
Köln
98Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• PV-Anlagen und alternative Wärme -
voersorgungslösungen zur Reduktion
des Energieverbrauchs
• Neues Wärmeversorgungskonzept
Erwartetes Einsparpotenzial
Ca. 4.100 t CO 2eq/a durch das BHKW
und die PV-Anlagen
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Derzeit nicht quantifizierbar
Umstellung der Energieversorgung
der Koelnmesse
Da wollen wir hin
Die Koelnmesse GmbH strebt bis zum Jahr 2035
eine CO2-Neutralität an, bei der die Energieversor-
gung eine entscheidende Rolle spielt. Der Fokus
liegt dabei auf PV-Anlagen sowie alternativen Wär-
meversorgungslösungen.
Das setzen wir bereits um
Bereits seit 2015 beschäftigt sich die Koelnmesse
im Rahmen ihrer Modernisierungs- und Bauprojek-
te mit dem Thema Nachhaltigkeit und hat seitdem
unterschiedliche Projekte und Themenfelder um-
gesetzt bzw. bearbeitet. Dazu gehören das dyna -
mische Logistikmanagement eSlot, das weltweit
größte Messe-Verkehrsleitsystem zur Reduzierung
von Staus und Kfz-Emissionen und die vollständi-
ge Umstellung auf Ökostrom. Dabei gliedert die
Koelnmesse ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in die
drei strategischen Säulen Nature, Events und Com-
munity und bündelt ihre einzelnen Maßnahmen
unter dem neu entwickelten Label „ Tradefairer“ . Im
Bereich Nature liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf
der Energieversorgung.
Oberstes Ziel ist die Reduktion des Energiever -
brauchs. Aktuell erfolgt eine schrittweise Um -
stellung auf LED-Beleuchtung im Bestand, die im
Vergleich zur alten Technik eine Energieeinsparung
von etwa 50 % ermöglicht. Der Austausch der Lüf-
tungsanlagen im Rahmen der Bestandssanierung
führt ebenfalls zu einer Energieeinsparung von
über 50 %. Diese Maßnahmen werden langfristig
zu einer signifikanten Verringerung des Energiever-
brauchs beitragen. Zusätzlich optimiert die Koeln -
messe die Nutzung der Lüftungsanlagen basierend
auf Hallenbelegung und Nutzungszeiten und passt
die Innentemperaturen der Hallen an, um diese Be-
mühungen weiter zu unterstützen.
Neben der Reduktion des Energieverbrauchs und
dem Ökostrombezug setzt die Koelnmesse auf
den verstärkten Ausbau von PV-Anlagen auf dem
Messegelände. Derzeit befinden sich mehrere Pro-
jekte in der Umsetzung und Planung. Auf dem sich
in Bau befindenden Confex wird eine Anlage mit
einer Leistung von 200 kWp installiert, welche vo -
raussichtlich im Mai 2024 in Betrieb gehen wird.
Quelle: Koelnmesse
99Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Darüber hinaus beginnt im Herbst 2023 der Bau
einer PV-Anlage auf den Dächern der Halle 11 und
dem Südeingang. Sie wird mit circa 5.000 Modu -
len und einer Leistung von 2.000 kWp eine der
größten PV-Anlagen in Köln sein. Der erzeugte
Strom der PV-Anlagen wird direkt vor Ort auf dem
eigenen Grundstück genutzt.
Ob und in welcher Form weitere Dächer der Mes -
sehallen für den Einsatz von Photovoltaik Anlagen
genutzt werden können, wird derzeit in einer um -
fangreichen Potenzialanalyse untersucht. Zu be -
rücksichtigen ist hierbei auch, dass die Dächer
der Südhallen als Parkdecks genutzt werden. Die
Untersuchung wird im Rahmen des Landespro -
gramms progres.nrw – Klimaschutztechnik geför -
dert.
Zusätzlich zu diesen Vorhaben erarbeitet die Ko -
elnmesse derzeit ein neues Konzept der Wärme -
versorgung. Ziel ist es, vollständig auf die Verbren-
nung von fossilen Energieträgern zu verzichten. In
diesem Rahmen könnte auch das 2016 errichtete
Blockheizkraftwerk (BHKW) wieder abgeschaltet
werden, das derzeit bereits den jährlichen CO2-Aus-
stoß um 3.200 Tonnen reduziert. Dennoch versteht
die Koelnmesse das BHKW als Übergangstechno -
logie auf dem Weg zur vollständigen Wärmeversor-
gung aus erneuerbaren Energien. So wird aktuell
beispielsweise die Nutzung von Abwasser als Wär-
mequelle untersucht - ein Projekt, das noch in den
Anfängen steckt.
Die aufgeführten Maßnahmen zur Energieeffizienz
und Energieversorgung sind nur einige Bausteine
einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der
Koelnmesse. Diese Strategie befindet sich derzeit
in der finalen Ausarbeitung und deckt eine Vielzahl
weiterer wichtiger Aspekte ab. Dazu gehören ein
effizientes Abfall- und Wertstoffmanagement, eine
nachhaltige Beschaffung und verantwortungsbe-
wusstes Lieferkettenmanagement, ebenso wie
umweltfreundlicher Standbau und Catering-Ser -
vices. Darüber hinaus erarbeitet die Koelnmesse
ein Konzept zur Begrünung des Messegeländes,
um den ökologischen Fußabdruck weiter zu redu -
zieren.
Das brauchen wir
---
Zielsetzung 2023/24
• Installation der PV-Anlage mit 500 Mo-
dulen auf dem Confex
• Planungen und Umsetzungsstart der
PV-Anlage Halle 11 und Eingang Süd
• Inbetriebnahme der PV-Anlagen auf
den Dächern des Confex, Halle 11 und
Eingang Süd als eine der größten An -
lagen Köln
Ausblick ab 2025
• CO2-Neutralität im Jahr 2035
• Dekarbonisierung der Wärmeversor -
gung
• Hebung aller technisch und wirtschaft-
lich sinnvollen PV-Potenziale
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .2 Ausbau der Erneuerba-
ren Stromerzeugung des Konzerns Stadt
Köln
100Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Kernpunkte
• Reduktion von über 40 % der CO 2-
Treibhausgase bis 2032. Prüfung von
alternativen Systemen mit Fernwärme
und Wärmepumpen
• Prüfung der Möglichkeit den Strombe-
zug auf Ökostrom mit Herkunftsnach -
weis (ppa Power purchase Agreement)
umzustellen
• Errichtung von Grün-Dach-PV-Kombi -
nationen bei Neubau und Sanierung
wo immer möglich
• sukzessive Umstellung des Fuhr- und
Maschinenparks auf alternative Tech -
nologien
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 1 .200 t/a CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Ca. 3,6 Mio € ohne Fahrzeuge und
ohne Kosten für die Schaffung der not-
wendigen Rahmenbedingungen, z.B.
im Bereich Personal. D.h. es sind nur
die Kosten für den Einbau der PV und
dem Umbau der Heizungsanlagen inkl.
Planungskosten enthalten
Reduzierung der
Treibhausgasemissionen der AG
Zoologischer Garten Köln
Da wollen wir hin
Die AG Zoologischer Garten Köln ist bereits seit
langer Zeit ein bedeutendes Artenschutz- und Bil -
dungszentrum für die Region und darüber hinaus.
Durch die umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie,
die wir uns bereits seit letztem Jahr als Leitfaden
selbst auferlegt haben, wollen wir auch klima -
neutraler werden. Wir sehen uns hier in einer Vor -
bildfunktion und wollen unseren Bildungsauftrag
nutzen, um auf die Einsparpotenziale und klima -
freundliche Energienutzung hinzuweisen.
Wir wollen über 40 % der Treibhausgase bis 2032
reduzieren. Wir wollen weg von fossilen Brenn -
stoffen und prüfen derzeit alternative Systeme mit
Fernwärme und Wärmepumpen.
Auch prüfen wir die Möglichkeit den Strombezug
auf Ökostrom mit Herkunftsnachweis (PPA Power
purchase Agreement) umzustellen.
Das setzen wir bereits um
Wir haben in diesem Jahr ein Transformationskon-
zept beauftragt, dass uns unterstützt die fossilen
Brennstoffe zu reduzieren und Alternativen auf -
zubauen. Wir werden bei Um- und Neubauprojek -
ten, immer prüfen, ob ein Grün-Dach und / oder
eine Photovoltaikanlage sinnvoll und machbar ist.
So werden wir z.B. bei dem anstehenden Umbau
der Giraffenanlage und des Tropenhauses jeweils
ein Grün-Dach kombiniert mit einer PV-Anlage er -
richten. Auch werden die neuen Heizungsanlagen
so ausgelegt, dass der Einsatz von Wärmepumpen
möglich ist.
Quelle: Stadt Köln
101Aktionsplan - Handlungsfeld 2: klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Schon seit Jahrzehnten setzt der Zoo Elektrofahr -
zeuge ein, z.B. im Futterhof für den Transport von
Futter zu den Tieren oder in der Abteilung Technik
für die Techniker und deren Werkzeuge sowie Ma-
terialtransport. 2022 haben wir den Radlader vom
Futterhof von Diesel auf einen Elektroantrieb um -
gestellt und haben zwei elektrische Hoftrucks im
Elefantenpark im Einsatz. 2023 wurden zwei Wall-
boxen am Futterhof installiert und darauf geachtet,
dass die neuen Fahrzeuge umweltschonender sind
z.B. durch Hybridantrieb oder voll elektrisch.
Die gesamte Beleuchtungstechnik wurde bereits
fast vollständig auf LED-Technik umgebaut.
Ebenso werden derzeit Laubbläser und andere
gärtnerische Hilfsmaschinen auf elektrisch betrie -
bene Akkugeräte umgestellt.
Derzeit wird geprüft wie die Lüftungstechnik ef -
fizienter und ressourcenschonender eingesetzt
werden kann (z. B. weniger Luftschichtungen und
bessere Zirkulation).
Bei Baumaßnahmen werden energetisch sinnvolle
Baustoffe (wie z. B. gedämmte Luftkissendächer
statt Doppelstegplatten) geprüft und gebaut (AuER
Haus).
Hier ist die AG Zoologischer Garten Köln
aktiv
Die AG Zoologischer Garten Köln hat ein Transfor -
mationskonzept zur Reduzierung der Treibhausga -
se beauftragt. Die Ergebnisse werden Endes des
Jahres 2023 erwartet und mit der Umsetzung soll
an schnellstmöglich angefangen und bis spätes -
tens 2032 umgesetzt werden. Bereits jetzt hat die
Abteilung Technik aktiv mit dem Einbau von PV-An-
lagen begonnen.
Das brauchen wir
Um sämtliche Potenziale der Energiewende und
der Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu
schöpfen, sowie zu realisieren, wird ein höherer
Bedarf an Personalressourcen und finanzieller Mit-
tel zwingend erforderlich sein.
Zielsetzung 2023/24
• Beginn der Umsetzung des Transfor -
mationskonzeptes, Einbau von PV-
Anlage Tropenhaus, Start Einbau der
Messinfrastruktur inkl. Ausbau der Ge-
bäudeleittechnik
Ausblick ab 2025
• bis 2032: Ausbau der PV-Anlagen auf
ca. 200 kWp, Ersetzung der noch vor -
handenen ca. 18 Gaskessel durch
energetisch bessere Alternativen und
Prüfung von Wärmepumpen oder Fern-
wärme, Ausbau der Messinfrastruktur
inkl. Gebäudeleittechnik, um den Be -
darf besser steuern und regulieren zu
können
• ab 2025: Evtl. Strom umstellen auf
Ökostrombeschaffung mit Herkunfts -
nachweis / Power Purchase Agree -
ment (PPA)
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 2.1 .1 Dekarbonisierung der
Wärmeversorgung des Konzerns Stadt
Köln
102
102Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
3.3 Handlungsfeld 3:
„Arbeiten und Wirtschaften
erfolgen klimaneutral“
103Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
104
104Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Die Maßnahmen im Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ werden aktu-
ell durch die städtischen Beteiligungen, exemplarisch durch Steckbriefe der Abfallentsorgungs- und
Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG) und der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH, be-
spielt. Die Verwaltung setzt Impulse mit der Umsetzung der politischen Aufträge zur nachhaltigen
Beschaffung (0473/2023) sowie der Einführung von Klimaschutzkriterien beim Verkauf von Gewer -
begrundstücken. Zusammengenommen wird mit den Vorhaben ein Einsparpotential von 110.000
Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr adressiert.
Die Einsparung wird durch die fünf quantifizierbaren Aktivitäten der insgesamt elf Aktivitäten erzielt.
Da viele der Aktivitäten im indirekten Einflussbereich des Konzerns Stadt Köln liegen und zu große
Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen liegen, kann derzeit keine belastbare Quanti-
fizierung der übrigen Aktivitäten vorgenommen werden.
Hohe direkte THG-Einsparpotentiale werden im Einflussbereich der AVG, durch den Einsatz von Bio-
massebrennstoffen zur Substitution fossiler Kraft- und Brennstoffe, der verstärkten Deponiegasfas-
sung sowie der CO2-Minderung in der Müllverbrennung durch CO2-Abscheidung, Sortierung und
Verwertung sowie Rückgewinnung von Metallen aus den Rostaschen, realisiert.
Eine hohe strukturelle Wirkung geht von der Kooperation und Förderung von Klimaschutz in der
Wirtschaft aus. Die KölnBusiness nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, über Netzwerke und Ko-
operationen wichtige Strukturen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes zu schaffen,
zu stärken und die Wirtschaftsakteure bei Fragestellungen der Unternehmenstransformation und
Innovation zu begleiten. Zum Leistungsportfolio gehören die Begleitung von Unternehmen bei der
Gemeinwohlbilanzierung (AN/1875/2021), die Förderung von Gründungen, Beratungen zu nach -
haltigkeitsbezogenen Vorhaben inkl. Finanzierungsmöglichkeiten im Unternehmen oder themen -
spezifische Veranstaltungen zur Vernetzung relevanter Branchenakteure im Zusammenhang mit
gewerblichen Klimaschutzmaßnahmen.
Insbesondere für das Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral“ sind die Bei-
träge der Wirtschaftsakteure sowie ausstehende gesetzliche Regelungen ganz maßgeblich, um die
Treibhausgasminderung in gewerblich geprägten Gebieten, in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
sowie den Ausbau der Kreislaufwirtschaft auf den Weg zu bringen.
Aktuell kann für dieses Handlungsfeld nur ein Ausschnitt der zu erwartenden Gesamtkosten für den
Konzern Stadt Köln (Verwaltung und Beteiligungen) quantifiziert werden. Erst mit einer sukzessiven
Betrachtung weiterer Beteiligungsgesellschaften und der erforderlichen Maßnahmen im Bereich
des nachhaltigen Wirtschaftens wird sich abzeichnen, welche Kosten zu erwarten sind. Die derzeit
im Aktionsplan enthaltenen Vorhaben belaufen sich auf eine vorläufige Summe von 110.000 Euro
(Verwaltung) und 195 Millionen Euro (Beteiligungen).
105Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Direkter Einflussb.
1
Verankerung von
Klimaschutz und
Nachhaltigkeit bei
Beschaffung und
Vergabe
2023 2024
• nachhaltige Ausrichtung des städtischen
Einkaufs und der Vergabe von Liefer-
und Dienstleistungen im Sinne des
Klimaschutzes gemäß des Beschlusses
des Ausschusses für Allgemeine
Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe
/ Internationales (AN/0473/2023)
• Weiterführung von GoGreen-
Zertifizierung für Pakete- und
Briefsendungen
1) Nachhaltige Produkte sind in der
Einkaufsplattform besser erkennbar
2) Ein (1) GoGreen Zusatzvertrag Teilleistungen
für Briefsendungen
1) 2024
2) ab
2025
10.000 € 10.000 €
Indirekter Einflussbereich
2
Vergabe
städtischer
Grundstücke in
großflächigen
Gewerbegebieten
2023 - 2024
• Verkauf städtischer Gewerbegrundstücke
mit schlankem Auswahlverfahren und
klimaschutzrelevanten Kriterien in 3
Prüfungsphasen
• Bereits in der 1. Prüfungsphase als
Mindestanforderung Einhaltung
Effizienzgebäude 40 EE und Photovoltaik
(1 kWp je errichtetem Gebäude)
• In den Prüfungsphasen 2 und 3 Positiv-
Bewertungen für weitere
Flächeneffizienzen und dekarbonisierte
Mobilität
1) eine (1) Beschlussvorlage ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
3
Biomasse-
brennstoffe der
AVG-Gruppe zur
Substitution
fossiler Brenn-
und Kraftstoffe
2024
• Produktion und Vermarktung
verschiedenster Biomasse-Brennstoffe
• Prüfung zukünftiger Erweiterung mit der
RheinEnergie
1) Anschluss weiterer Haushalte an die Biotonne 2024 60.000 € 60.000 €
4
Müllverbrennung:
CO2-Emissions-
minderung durch
CO2-
Abscheidung bei
der AVG Köln
mbH
2023 - 2024
• Klimaneutrale/ klimapositive
Müllverbrennung
• Machbarkeitsstudie zur technischen und
räumlichen Umsetzung einer CO2-
Abscheidung aus dem Abgasstrom
1) Umsetzung der Machbarkeitsstudie mit
Schwerpunkten CO2-Verbleib, CO2-Logistik
und energetische Optimierungen der CO2-
Abscheidung
2) Investitionsentscheidung
2024 500.000 € 150 Mio. €
1
2
3
4
106Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5
Müllverbrennung:
CO2-Emissions-
minderung durch
Sortierung und
Verwertung bei
der AVG Köln
mbH
2023 - 2025
• Umbau und Modernisierung der
integrierten Vorsortieranlage vor der
Verbrennung
1) Umbau/Modernisierung der Sortieranlage
2) Inbetriebnahme der Sortieranlage
1) 2024
2) 2025
12 Mio. € 12 Mio. €
Deponie:
Vermeidung von
Methan-
Emissionen durch
verstärkte
Deponiegas-
fassung bei der
AVG Köln mbH
2023 - 2025
• Reduzierung der Methanemissionen der
ehemaligen Hausmülldeponie:
Ertüchtigung der Einrichtungen zur
Gasfassung sowie Umrüstung auf
Belüftungsbetrieb
1) Abschluss der Investitionsmaßnahme 2025 1,2 Mio. € 8 Mio. €
Beteiligungen
7
Optimierte
Rückgewinnung
von Metallen aus
den Rostaschen
der Restmüll-
verbrennungs-
anlage der AVG
Köln mbH
2023 - 2027
• Neue Anlage "mephistorec" zur
Rückgewinnung von zusätzlichen Metallen
aus den Rostaschen
• Rückbringung in den Wirtschaftskreislauf
zum Ersatz der Primärmetalle
1) Ausschreibung der Leistungen
2) Baubeginn der neuen „mephistorec“-
Rostascheaufbereitung
3) Regelbetrieb der Anlage
1) 2024
2) 2025
3) 2027
150.000 € 25 Mio. €
8
Förderung von
nachhaltigen
Gründungen
durch die
KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
2023 - 2024
• Förderung von nachhaltigen Gründungen
durch spezielle Beratungs-, Informations-
und Vernetzungsangebote
1) Kürung K ölns KlimaStar 2023 und 2024
2) Festlegung des Veranstaltungsprogramms von
Impact.Cologne für das Jahr 2024
1)2023/24
2) 2024
10.000 € 10.000 €
9
Beratungen der
KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-
GmbH:
Nachhaltigkeits-
vorhaben inkl.
Finanzierungs-
möglichkeiten im
Unternehmen
fördern
2023 - 2024
• Darstellung der wirtschaftlichen Chancen
durch nachhaltige Lösungen für Kölner
Unternehmen
1) Erreichen von 100 Unternehmen mit
geeigneten Kommunikationsmaßnahmen
2) Unternehmen haben das Förderprogramm
„Photovoltaik- klimafreundliches Arbeiten“ in
Anspruch genommen und tragen damit aktiv
zur CO2-Reduktion bei
3) Unternehmen nehmen öffentliche
Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung
von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Anspruch
und tragen so zur CO2-Reduktion bei
1) 2023
2), 3) ab
2024
50.000 € 50.000 €
5
6
7
8
9
107Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
10
Informations-
veranstaltungen
der KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
zur Vernetzung
relevanter
Branchenakteure
im
Zusammenhang
mit gewerblichen
Klimaschutz-
maßnahmen
2023 - 2024
• Begleitung und Unterstützung der Kölne r
Unternehmen, insbesondere KMU
• Aktivierungskampagne: Steigerung der
Nachfrage nach und Inanspruchnahme von
Beratungsangeboten zum Thema
Nachhaltigkeit
1) Erreichen von 100 Unternehmen mit geeigneten
Formaten und Kommunikationsmaßnahmen
2) Durchführung von Informationsveranstaltungen
zu den Themen Energie, Nachhaltigkeit und
Kreislaufwirtschaft für lokale Wirtschaftsakteure
3) Vernetzung von Kölner Wirtschaftsakteuren im
Themenfeld gewerblicher Klimaschutz durch
Veranstaltungen und die Initiative
Impact.Cologne
4) Durch die Umstellung auf nachhaltige
Energieversorgung tragen lokale
Wirtschaftsakteure aktiv zur CO2-Reduktion bei
5) Durch die Umstellung auf Kreislaufwirtschaft
tragen lokale Wirtschaftsakteure aktiv zur
Einsparung von Ressourcen und zur CO2-
Reduktion bei
1) 2023
2) 2024
3) 2024
4) ab 2024
5) ab 2024
53.500 € 53.500 €
Beteiligungen
11
Kooperation und
Förderung von
Klimaschutz in
der Wirtschaft:
Gemeinwohl-
bilanzierung der
Gastro- und
Clubszene
koordiniert durch
die KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
2023 - 2024
• Die Bilanzierung von Unternehmen neben
wirtschaftlichen Aspekten nach
ökologischen und sozialen Aspekten
• Chance für Unternehmen aus der Gastro-
und Clubszene aus Köln nachhaltiges und
gemeinnütziges Wirtschaften
voranzutreiben
• Begleitung von extern beauftragten
spezialisierten Berater*innen
• hohe Multiplikatorwirkung zu erwarten
1) 13 Unternehmen aus der Kölner Gastro- und
Clubszene sind im Bilanzierungsprozess
begleitet worden
2024 100.000 € 100.000 €
Summe 110.000 € 110.000 € 14.023.500
€
195.173.500
€
10
11
108Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) • rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) • Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
• aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
Tabelle 3 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
109Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
Kernpunkte
• nachhaltige Ausrichtung des städti -
schen Einkaufs und der Vergabe von
Liefer- und Dienstleistungen im Sin -
ne des Klimaschutzes gemäß des
Beschlusses des Ausschusses für
Allgemeine Verwaltung und Rechts -
fragen / Vergabe / Internationales
(AN/0473/2023)Weiterführung von
• GoGreen-Zertifizierung für Pakete- und
Briefsendungen
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar Abhängig von
Produkten, Waren und Dienstleistungen
Go Green inkl. Zusatzvertrag (umfasst
Paket- und Briefsendungen): ca. 56 t
CO2eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
GoGreen Zusatzvertrag Teilleistungen:
10.000 €/Jahr
• Weitere Kosten in Abhängigkeit der
Kostendifferenz nachhaltiger Produkte
gegenüber konventionellen Produkten
• Personalkosten für die Schaffung der
notwendigen Rahmenbedingungen
Da wollen wir hin
Nachhaltige öffentliche Beschaffung gewinnt im -
mer mehr an Relevanz, denn durch das große Be -
schaffungsvolumen der Stadt Köln hat diese einen
maßgeblichen Anteil an der Nachfrage nachhaltiger
Produkte und Dienstleistungen, und damit auch
einen entscheidenden Einfluss für die För derung
von Märkten, die nachhaltiges Wirtschaften stei -
gern. Aufgrund der kommunalen Nachfragemacht
kann die Stadt Köln Anreize schaffen, dass Anbie -
tende Nachhaltigkeitsziele, insbesondere ökologi -
scher und sozialer Natur, verfolgen. Zudem kommt
der kommunalen Beschaffung durch die Stadt Köln
eine Vorbildrolle zu, wobei die Berücksichtigung
von Nachhaltigkeitsaspekten, also von sozialen
und umweltbezogenen Aspekten, in allen Vergabe-
verfahren eine Selbstverständlichkeit ist.
Der Beschluss vom 08. Mai 2023 des Ausschus -
ses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Ver-
gabe/Internationales wird in allen Aspekten und
mit größtmöglicher Effizienz umgesetzt, um den
städtischen Einkauf und die Vergabe von Liefer-
und Dienstleistungen im Sinne des Klimaschutzes
nachhaltig auszurichten. Der Anteil an Produkten,
die aus Rahmenverträgen beschafft werden, wird
kontinuierlich gesteigert. Bei der Ausschreibung
dieser Rahmenverträge sollen soziale und umwelt-
bezogene Aspekte besonders berücksichtigt wer -
den.
Verankerung von Klimaschutz und
Nachhaltigkeit bei Beschaffung und
Vergabe
Quelle: Pixabay/ Catkin
110Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
Die verstärkte Beschaffung aus Rahmenverträgen
wird durch den Aufbau und die Weiterentwicklung
des gesamtstädtischen Beschaffungscontrollings
unterstützt.
Durch die Implementierung eines strategischen
Beschaffungsmanagements werden Vergabever -
antwortliche und Einkäufer*innen intensiv für das
Thema Nachhaltigkeit im Beschaffungswesen sen-
sibilisiert.
Das setzen wir bereits um
In seinen Vergabeverfahren berücksichtigt der
Einkauf bei den Zentralen Diensten bereits heute
regelmäßig die vielfältigen Möglichkeiten des Ver -
gaberechts, nachhaltige Aspekte (Ökologie und
Soziales) in Ausschreibungsverfahren zu veran -
kern. In der Leistungsbeschreibung bzw. den Eig -
nungs- und Zuschlagskriterien werden oftmals Gü-
tezeichen (= Produktsiegel) gefordert (z. B. Blauer
Engel, EU-Bio-Siegel), Regelungen zur Vermeidung
von Verpackungsmüll vorgegeben, Produkte des
fairen Handels sowie Lebenszykluskosten berück -
sichtigt, der Schutz der Menschenrechte (Einhal -
tung von menschrechtlichen Sorgfaltspflichten)
gefordert, sowie stets die ILO-Kernarbeitsnormen
verankert.
Auch andere Dienststellen berücksichtigen bereits
im Rahmen vereinzelter Projekte Nachhaltigkeits -
aspekte in der Vergabe und Beschaffung. Projekte
mit Anforderungen des fairen Handels werden be-
reits seit 2018 erfolgreich umgesetzt.
Durch die Einführung eines Controllings im Be -
schaffungswesens Anfang 2023 bei den Zentralen
Diensten konnten bereits erste Handlungsansätze
identifiziert werden. So werden gesamtstädtische
Bedarfe analysiert und in Rahmenverträgen und
-vereinbarungen gebündelt, die dann unter Nach -
haltigkeitsaspekten ausgeschrieben werden.
Die Verwaltung kauft jährlich für den Versand von
Paketen ein GoGreen Zertifikat. Hiermit berück -
sichtigt die Deutsche Post AG Nachhaltigkeitsziele
durch umweltfreundliche Lösungen bei Zustellung
und Transport im Bereich der Briefkommunikation.
Für den Bereich der Briefsendungen wird künftig
einen Zusatzvertrag für GoGreen Plus abgeschlos -
sen, um weiter aktiv CO 2 im Sendungstransport
auszugleichen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Der Aufbau eines gesamtstädtischen Beschaf -
fungsmanagements ist von besonderer Bedeutung
bei der Stärkung von Klimaschutz und Nachhaltig -
keit in der Beschaffung. Strategien und Handlungs-
anweisungen werden gemeinsam mit dezentralen
Beschaffungsstellen entwickelt, um die unter -
schiedlichen Bedürfnisse der Verantwortlichen in
einheitliche, nachhaltig ausgerichtete Regelungen
zu integrieren. Die vorrangige Beschaffung aus
Rahmenverträgen und Rahmenvereinbarungen,
welche unter Berücksichtigung von Nachhaltig -
keitsaspekten ausgeschrieben wurden, ist eine
Strategie, die es verbindlich umzusetzen gilt. Die
technischen Möglichkeiten und Voraussetzungen
der Einkaufsplattform cMarket werden geprüft und
weiterentwickelt, um die Sichtbarkeit von Produk -
ten, welche Nachhaltigkeitsaspekten entsprechen,
zu verbessern.
Das brauchen wir
Die Pilotprojekte zur fairen Beschaffung sind rich -
tungsweisend, allerdings ist die faire Beschaffung
nur ein Aspekt der nachhaltigen Beschaffung. Auch
die ökologische Nachhaltigkeit und das Thema Kli -
maschutz sind systematisch zu integrieren. Hierfür
ist die Geschäftsanweisung Vergabe anzupassen,
damit künftig die Berücksichtigung von Nachhaltig-
keitskriterien in Vergabeverfahren als Soll-Vorschrift
verankert wird. Die Nichtberücksichtigung dieser
Kriterien ist zu begründen.
Die vorrangige Beschaffung aus Rahmenverträgen
und Rahmenvereinbarungen ist verbindlich.
111Aktionsplan der Stadtverwaltung und der städtischen Beteiligungen
Zielsetzung 2023/24
• Konsequente Umsetzung des AVR Be-
schlusses Einkaufsplattform
• Änderung Handbuch Köln
• Bessere Sichtbarkeit von nachhaltigen
Produkten in der Einkaufsplattform
• GoGreen Zusatzvertrag Teilleistungen
für Briefsendungen
Ausblick ab 2025
• Verstärkte Bündelung von Bedarfen in
Rahmenverträgen, die unter nachhalti-
gen Gesichtspunkten ausgeschrieben
werden
• Sensibilisierung und Bewusstseinsbil -
dung in Form von Beschaffungskonfe-
renzen, Informationsveranstaltungen,
Workshops
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 3.1 .2.1 Verankerung von Nach -
haltigkeitskriterien für die Beschaffung in
städtischen Einrichtungen
112Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Vergabe städtischer Gewerbegrund -
stücke mit schlankem Auswahlverfah-
ren und klimaschutz-relevanten Krite -
rien in 3 Prüfungsphasen
• Bereits in der 1 . Prüfungsphase als
Mindestanforderung Einhaltung Effi -
zienzgebäude 40 EE und Photovoltaik
(1 kWp je errichtetem Gebäude)
• In den Prüfungsphasen 2 und 3 Positiv-
Bewertungen für weitere Flächeneffi -
zienzen und dekarbonisierte Mobilität
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
derzeit nicht quantifizierbar
Vergabe städtischer Grundstücke in
großflächigen Gewerbegebieten
Da wollen wir hin
Eine entbürokratisierte Abwicklung der Auswahl -
verfahren bei der Vergabe städtischer Gewerbe -
grundstücke. Das Ganze auf der Basis eines unter
anderem an die Klimaschutzziele der Stadt Köln
angepassten Kriterienkatalogs als Mindestanforde-
rung an kaufinteressierte Unternehmen.
Das setzen wir bereits um
Der Rat der Stadt Köln hat am 17. März 2022 die
Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-
städtischer Neubauvorhaben beschlossen. Die Ein-
haltung dieser Klimaschutzleitlinien wird seitdem
in allen aktuellen und zukünftigen Vergabefällen
von Baugrundstücken zur gewerblichen Nutzung
vollumfänglich angewendet. Das „Merkblatt Kli -
maschutzleitlinien Stadt Köln zu Nichtwohnge -
bäuden“ wird jedem Kaufinteressierten zu Beginn
der Gespräche ausgehändigt und Bestandteil des
Kaufvertrages.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Als Ergebnis eines Workshops, unter Beteiligung
der IHK Köln, der HWK Köln, der Kommunalpolitik,
der KölnBusiness und der Stadtverwaltung, wur -
den zeitgemäße Auswahlkriterien, ein dreistufiges
Prüfschema und eine entsprechende Bewertungs-
matrix entwickelt.
Jedes kaufinteressierte Unternehmen durchläuft
auf der Grundlage seiner Bewerbung drei Prüfpha-
sen.
In Prüfphase 1 wird die generelle Eignung des
Unternehmens hinsichtlich bestimmter Mindest -
anforderungen geprüft. Neben den Bereichen Fi -
nanzierung und Arbeitsplätze zudem auch im Hin -
blick auf klimaschutzrelevante Kriterien: Einhalt
Effizienzbauweise 40 EE, Flächeneffizienz sowie
Photovoltaik (1 kWp je errichtetem Gebäude).
Quelle: pixabay/ PhotoMIX-Company
113Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Diese Kriterien sind festgelegt, tragen dem Ziel
der Stadt Köln bei, bis zum Jahr 2035 klimaneutral
zu sein und müssen vom Unternehmen zwingend
eingehalten werden.
In der Prüfphase 2 werden als weitere Auswahl -
kriterien neben der Anzahl der Arbeitsplätze, dem
Ausbildungsangebot und den zu erwartenden Ge -
werbesteuereinnahmen aus Klimaschutzaspekten
die bauliche Ausnutzung des Grundstücks (Flä -
cheneffizienz) bewertet.
In der Prüfphase 3 werden ergänzende soziale, wirt-
schaftliche und klimaschutzrelevante Unterneh -
menseigenschaften und Maßnahmen betrachtet,
die – soweit vorhanden – positiv in die Bewertung
einfließen. Die auf den Klimaschutz einzahlenden
Kriterien sind: Flächeneffizienz durch Untervermie-
tung, E-Ladesäulen, Jobticket ÖPNV , Dienstrad-
Leasing, mindestens ein Nachhaltigkeitszertifikat
liegt vor, min. 20 % der Unternehmensflotte be -
steht aus Elektro/Wasserstoffahrzeugen, Dach-
und Fassadenbegrünung, die über das im B-Plan
vorgeschriebene Ausmaß hinausgeht, keine Ver -
siegelung von Nicht-Gebäudeflächen.
Das brauchen wir
Ratsbeschluss zum Anwendung des neuen Verfah-
ren unter Anwendung der angepassten Kriterien.
Zielsetzung 2023/24
• Ratsbeschluss für die geplante Umset-
zung und die Auswahlkriterien für den
Vergabe städtischer Gewerbegrund -
stücke in Köln
Ausblick ab 2025
• Vergabe von Gewerbegrundstücken
gemäß beschlossener Auswahlkrite -
rien
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.3.1 Klimaschutz als Quar -
tiersansatz
114Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Produktion und Vermarktung verschie-
denster Biomasse-Brennstoffe
• Prüfung zukünftiger Erweiterung mit
der RheinEnergie AG
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
60.000 €
Biomassebrennstoffe zur Substitution
fossiler Brenn- und Kraftstoffe der
AVG Köln mbH
Da wollen wir hin
Die AVG-Gruppe produziert und vermarktet seit
Jahren verschiedenste Biomasse-Brennstoffe. Pro-
duktion und Vermarktung sollen nach Möglichkeit
auch zukünftig erweitert werden.
Das setzen wir bereits um
Altholzhackschnitzel, Hackgut aus Grünschnitt, Bio-
methan aus der Bioabfall-Vergärung und Deponie-
gas werden in BHKW’s, Biomassekraftwerken, Bio-
masse-Kleinfeuerungsanlagen, Biogas-LKW sowie
einem eigenen kleinen Nahwärmenetz eingesetzt.
Weitere Projekte für Biomasse-Öfen werden der-
zeit mit unserer Schwestergesellschaft RheinEner-
gie geprüft. Der Einsatz von Biogas in LKW wird
durch unsere Gesellschafter weiter hochgefahren.
Das brauchen wir
Ausweitung der Bioabfall-Sammlung durch die
AWB. Geplanter Start für den Anschluss weiterer
Kölner Stadtteile in 2024.
Quelle: Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Zielsetzung 2023/24
• 2024: Anschluss weiterer Haushalte
an die Biotonne
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.1 .1 Nachhaltige Städtische
Unternehmenskultur entwickeln
115Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Klimaneutrale/ klimapositive Müllver -
brennung
• Machbarkeitsstudie zur technischen
und räumlichen Umsetzung einer CO2-
Abscheidung aus dem Abgasstrom
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Investitionsvolumen: rund 150 Mio. €
(zwei Verbrennungslinien)
Müllverbrennung: CO2-
Emissionsminderung durch CO2-
Abscheidung bei der AVG Köln mbH
Da wollen wir hin
Ziel ist eine klimaneutrale oder sogar klimapositi -
ve Müllverbrennung in Köln. Als große CO 2-Punkt-
quelle emittiert die Restmüllverbrennungsanlage
in Köln jährlich rund 330.000 t fossiles CO 2 und
rund die gleiche Menge biogenes CO 2. Es wird
perspektivisch eine CO 2-Reduktion in der Größen -
ordnung von 300.000 t/a angestrebt.
Das setzen wir bereits um
Anfang 2022 hat die AVG Köln mbH eine Machbar-
keitsstudie zur technischen und räumlichen Um -
setzung einer CO 2-Abscheidung aus dem Abgas -
strom der Restmüllverbrennungsanlage in Auftrag
gegeben. Im Dezember 2022 wurden die wesent -
lichen Ergebnisse im Aufsichtsrat der AVG Köln
mbH vorgestellt. Eine Abscheidung der fossilen
CO2-Emissionen (zwei Verbrennungslinien) oder
der fossilen und biogenen CO2-Emisionen (vier Ver-
brennungslinien) der Restmüllverbrennungsanlage
Köln ist grundsätzlich möglich. Weitere Fragestel -
lungen zum Verbleib des CO 2 (dauerhafte Ablage -
rung oder Nutzung in der benachbarten Chemie -
industrie) sind aktuell in der Bearbeitung.
Das brauchen wir
Rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler
und europäischer Ebene sowie Standards für CO 2-
Qualitäten fehlen noch, wurden aber für 2024 an -
Quelle: Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Zielsetzung 2023/24
• bis 2024: Umsetzung der Mach -
barkeitsstudie mit Schwerpunkten
CO2-Verbleib, CO 2-Logistik und ener -
getische Optimierungen der CO 2-Ab-
scheidung
• bis 2024: Investitionsentscheidung
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.1 .1 Nachhaltige Städtische
Unternehmenskultur entwickeln
gekündigt (z. B. nationale CO 2-Strategie und diver-
se Normen).
116Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Umbau und Modernisierung der inte -
grierten Vorsortieranlage vor der Ver -
brennung
Erwartetes Einsparpotenzial
Ca. 22.000 t/a CO2
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Investitionsvolumen: rund 12 Mio. €
Müllverbrennung: CO2-
Emissionsminderung durch
Sortierung und Verwertung bei der
AVG Köln mbH
Da wollen wir hin
Ziel ist eine klimaneutrale oder sogar klimapositi -
ve Müllverbrennung in Köln. Als große CO 2-Punkt-
quelle emittiert die Restmüllverbrennungsanlage
in Köln jährlich rund 330.000 t fossiles CO 2 und
rund die gleiche Menge biogenes CO2.
Das setzen wir bereits um
Eine Besonderheit der Restmüllverbrennungsan -
lage Köln ist die integrierte Vorsortieranlage vor
der Verbrennung. Die Anlage soll grundlegend um-
gebaut und modernisiert werden. Aus Teilen des
Hausmülls sollen insbesondere Kunststoffe aus -
sortiert werden. In einer Machbarkeitsstudie und
Sortieranalysen wurde ein nutzbares Potenzial von
bis zu 11 .000 t/a Kunststoffe festgestellt. Bei einem
CO2eq von rund 2 t je t Kunststoff können so bis
zu 22.000 t/a CO 2-Emissionen vermieden werden
und Wertstoffe im Kreislauf geführt werden. Die
Genehmigung liegt bereits vor und der Anlagenbau
wurde vergeben – mit der Modifizierung der Sor -
tieranlage wurde im Oktober 2023 begonnen.
Das brauchen wir
Alle erforderlichen Voraussetzungen sind bereits
umgesetzt.
Quelle: Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Zielsetzung 2023/24
• konkrete Umsetzung
• bis 2024: Umbau/Modernisierung der
Sortieranlage
Ausblick ab 2025
• bis 2025: Inbetriebnahme der Sortier -
anlage
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.1 .1 Nachhaltige Städtische
Unternehmenskultur entwickeln
117Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Reduzierung der Methanemissionen
der ehemaligen Hausmülldeponie: Er -
tüchtigung der Einrichtungen zur Gas -
fassung sowie Umrüstung auf Belüf -
tungsbetrieb
Erwartetes Einsparpotenzial
über einen Zeitraum von 15 Jahren ca.
420.000 t CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Investitionsvolumen: rund 8 Mio. €
Deponie: Vermeidung von Methan-
Emissionen durch verstärkte
Deponiegasfassung bei der
AVG Köln mbH
Da wollen wir hin
Weitere Reduzierung der Methanemissionen der
ehemaligen Hausmülldeponie der Stadt Köln.
Das setzen wir bereits um
Im Rahmen einer Ertüchtigung der Einrichtungen
zur Gasfassung sowie einer Umrüstung auf einen
Belüftungsbetrieb können über einen Zeitraum von
15 Jahren ca. 420.000 t THG-Emissionen vermie-
den werden. Die Maßnahme wird im Rahmen der
Nationalen-Klimaschutz-Initiative (NKI) gefördert.
Die Genehmigung und der Fördermittelbescheid
sind erteilt.
Das brauchen wir
Aktuell werden über eine öffentliche Ausschrei -
bung die ausführenden Baufirmen gesucht. Die
Maßnahme soll im Herbst 2023 beginnen.
Quelle: Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Zielsetzung 2023/24
• Durchführung der Investitionsmaß -
nahme
Ausblick ab 2025
• Optimierter Betrieb der Deponiegas -
fassungsanlage
• bis 2025: Abschluss der Investitions -
maßnahme
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.1 .1 Nachhaltige Städtische
Unternehmenskultur entwickeln
118Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Neue Anlage „mephistorec“ zur Rück-
gewinnung von zusätzlichen Metallen
aus den Rostaschen
• Rückbringung in den Wirtschaftskreis -
lauf zum Ersatz der Primärmetalle
Erwartetes Einsparpotenzial
55.000 t/a CO2eq/a
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Investitionsvolumen: rund 20-25 Mio. €
Optimierte Rückgewinnung von
Metallen aus den Rostaschen der
Restmüllverbrennungsanlage der AVG
Köln mbH
Da wollen wir hin
Rückgewinnung von zusätzlichen Metallen aus
den Rostaschen der Restmüllverbrennungsanlage
Köln durch den Einsatz modernster und innovati -
ver Aufbereitungstechnik (Projekt „mephistorec“).
Sekundärmetalle aus der Aufbereitung von Rost -
aschen werden zurück in den Wirtschaftskreislauf
gebracht und ersetzen Primärmetalle. Dadurch
können Emissionen in einer Größenordnung von
55.000 t/a CO2eq vermieden werden.
Das setzen wir bereits um
Die Planungsleistungen für die neue Anlage wur -
den bereits vergeben und bis zur Entwurfsplanung
umgesetzt. Der Genehmigungsantrag und alle
erforderlichen Gutachten sind aktuell in der Be -
arbeitung. Außerdem hat die AVG Köln mbH einen
Förderantrag im Programm „kommunale Klima -
schutzprojekte“ beim Projektträger ZUG einge -
reicht. Bei einer Bewilligung kann ein innovatives
Verfahren mit dem Ziel einer verbesserten Metall-
Rückgewinnung zum Einsatz kommen, dass auch
durch andere Kommunen genutzt werden kann.
Das brauchen wir
Genehmigungsantrag wird voraussichtlich im Sep-
tember 2023 eingereicht – zügige Bearbeitung des
Antrages wäre hilfreich. Außerdem wäre die Bewil-
ligung des eingereichten Genehmigungsantrages
im September 2023 für den weiteren Projektpla -
nungsprozess willkommen.
Quelle: pixabay/ Alexas_Fotos
Zielsetzung 2023/24
• Genehmigung der neuen Anlage
• bis 2024: Ausschreibung der Leistun -
gen
Ausblick ab 2025
• bis 2025: Baubeginn der neuen „me -
phistorec“-Rostascheaufbereitung
• bis 2027: Regelbetrieb der Anlage
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.4.1 Kreislaufwirtschaft auf-
und ausbauen
119Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Förderung von nachhaltigen Gründun -
gen durch spezielle Beratungs-, Infor -
mations- und Vernetzungsangebote
Erwartetes Einsparpotenzial
nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
10.000 €
Förderung von nachhaltigen
Gründungen durch die KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH
Da wollen wir hin
Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH
(KölnBusiness) verfolgt das Ziel, die Stadt Köln
weiterhin als attraktiven Wirtschaftsstandort für
Unternehmen und Startups zu gestalten. Nach -
haltige Gründer*innen werden durch vielfältige
Vernetzungs- und Veranstaltungsformate gezielt
unterstützt.
Das setzen wir bereits um
Die KölnBusiness ist seit 2020 ein zertifiziertes
Startcenter NRW und dient damit als kompetenter
Ansprechpartner für Fragen rund um die Unterneh-
mensgründung in Köln. Ein unverbindliches Erstge-
spräch, unterstützt durch einen Fragebogen, dient
der Ermittlung des Status quo und der Heraus -
arbeitung von individuellen Handlungsempfehlun -
gen. Anschließend profitieren die Gründer*innen
von einem breiten Portfolio an Beratungs- und Coa-
chingangeboten. Im Fokus steht zunächst die Ver-
mittlung von Informationen, beispielsweise durch
Broschüren und Merkblätter sowie digitale Tools
und Plattformen, um Wissenslücken zu schließen.
Durch individuelle Beratungen werden Gründer*in-
nen bei den ersten Schritten in die Selbstständig -
keit begleiten. Dabei kann es beispielsweis um
die Darstellung unterschiedlicher Unternehmens -
formen und Finanzierungsmöglichkeiten gehen,
inklusive der Ausarbeitung eines Finanzierungs -
konzepts, der Vorbereitungen auf bevorstehende
Bankgespräche oder eine zielführende Fördermit -
telberatung. Zudem werden im Rahmen der Bera -
tungen Geschäftsideen geprüft und mögliche Pro -
bleme des Geschäftskonzeptes ausfindig gemacht
sowie Tipps zur Businessplanerstellung dargelegt.
Die KölnBusiness unterstützt zudem beim Aufbau
eines Netzwerkes und liefert Informationen zu ver-
schiedenen Veranstaltungs- und Netzwerkformaten
sowie Gründungsevents und Netzwerkveranstal-
tungen. In diesem Rahmen besteht eine Förder -
mitgliedschaft bei SEND e.V ., welche die Mitarbeit
in der Regionalgruppe SEND NRW mit einschließt,
sowie explizite Seminare (einmal im Quartal) zum
Thema Social Entrepreneurship.
Quelle: pixabay/ athree23
120Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Im Rahmen der SmartCity Cologne Konferenz
veranstaltet die KölnBusiness in Kooperation mit
SmartCity Cologne jährlich den Startup-Pitch-Wett-
bewerb „Kölns KlimaStar“ , bei dem Existenzgrün-
der*innen die Möglichkeit bekommen, das Publi -
kum in Kurzvorträgen von ihren Geschäftsideen
zu überzeugen. Jedes Jahr werden die ersten drei
Plätze mit verschiedenen attraktiven Preisen und
dem Titel „Kölns KlimaStar“ ausgezeichnet.
Darüber hinaus gibt es auf der von KölnBusiness ins
Leben gerufenen Plattform Impact.Cologne (siehe
hierzu Steckbrief ) vielfältige Informations- und
Vernetzungsangebote für nachhaltige Startups. So
findet beispielsweise vier Mal jährlich der Impact
Stammtisch Köln in Kooperation mit Impact.Colo -
gne statt, bei dem sich Startups im Bereich Nach -
haltigkeit vernetzen und austauschen können.
Das brauchen wir
Die oben aufgeführten Aktivitäten können wir mit
den uns aktuell zur Verfügung stehenden Ressour-
cen abbilden. Für einige der Projekte sind wir auf
die Zusammenarbeit mit den beteiligten städti -
schen Ämtern und Tochterunternehmen angewie-
sen.
Wenn darüber hinaus zukünftig weitere Maßnah -
men aus dem vom Rat der Stadt Köln verabschie -
deten „Band 2: Köln Klimaneutral 2035 – Aktivi -
tätenplan der Stadt Köln“ mit unserer Beteiligung
umgesetzt werden sollen, benötigen wir dafür zu -
sätzliche Ressourcen.
Zielsetzung 2023/24
• Angebot von Beratungs- und Vernet -
zungsdienstleistungen für nachhaltige
Gründungen
• 2023: Kölns KlimaStar 2023 ist gekürt
• 2024: Kölns KlimaStar 2024 ist gekürt
• 2024: Das Veranstaltungsprogramm
von Impact.Cologne für das Jahr 2024
steht fest
Ausblick ab 2025
• Erhöhungen des Anteils der Kölner
Gründungen mit Nachhaltigkeitsbezug
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.5.2 Klimaschutz-Netzwer -
ke in der Wirtschaft
121Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Erstberatung zu Nachhaltigkeitsvorha -
ben von Kölner Unternehmen
• Finanzierungsberatung für gewerbli -
che Nachhaltigkeitsprojekte
• Darstellung der wirtschaftlichen Chan-
cen durch nachhaltige Lösungen für
Kölner Unternehmen
Erwartetes Einsparpotenzial
nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
50.000 €
Beratungen der KölnBusiness
Wirtschaftsförderungs-GmbH:
Nachhaltigkeitsvorhaben inkl.
Finanzierungsmöglichkeiten im
Unternehmen fördern
Da wollen wir hin
Die Stadt Köln soll weiterhin einen attraktiven Wirt-
schaftsstandort bieten, und zwar unter Berück-
sichtigung klimaschutzrelevanter Gesichtspunkte.
Daher wurde als eines der strategischen Ziele fest-
gelegt, dass die Entwicklung zu einer digitalen und
nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung konsequent
fortgesetzt werden soll.
Das setzen wir bereits um
Mithilfe unterschiedlicher Angebote und dem um -
fangreichen Kompetenznetzwerk wird die Beglei -
tung und Unterstützung der Kölner Unternehmen
im Sinne dieses strategischen Ziels verfolgt. Die
KölnBusiness fördert die Unternehmen durch indi-
viduelle und kostenlose Erstberatungen zu Nach -
haltigkeitsvorhaben sowie deren Finanzierungs -
möglichkeiten.
Dazu plant die Stadt Köln unter anderem die Auf -
legung eines Förderprogramms zur Unterstützung
kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), wel -
ches die Themenfelder Klimaschutz und Klimaan -
passung bei Nichtwohngebäuden adressieren soll
(siehe Steckbrief ). Die KölnBusiness fungiert
dabei durch ihre Netzwerke und weiterführenden
Angebote als Schnittstelle zu den KMU. Zusätzlich
ist ab 2024 im Rahmen einer Aktivierungskampa -
gne (siehe hierzu Steckbrief
) eine zusätzliche
Bewerbung des Förderprogramms seitens Köln -
Business vorgesehen, um dieses Förderprogramm
bei den Kölner Unternehmen bekannt zu machen
und eine hohe Inanspruchnahme zu erreichen.
Der KölnBusiness-Förderkompass bietet den
Unternehmen zudem eine Übersicht ausgewählter
öffentlichen Fördermaßnahmen und -programme
für Digitalisierungs-, Innovations- und Nachhaltig -
keitsprojekte. Zudem unterstützen Fördermittelex-
pert*innen, im Rahmen des Angebotes einer kos -
tenlosen Fördermittelberatung bei der Suche nach
geeigneten Fördermitteln. Sie analysieren indivi -
duell, welche Fördermittel in Frage kommen und
liefern Informationen zu allgemeinen öffentlichen
Quelle: pixabay/ fotoblend
122Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Fördermöglichkeiten sowie speziellen Program -
men, insbesondere in den Bereichen Innovation,
Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Gründung. An -
schließend unterstützen sie bei der Vernetzung mit
den jeweiligen Förderinstitutionen.
Mit der Förderline „Kölner Rahmen [ ]“ unterstützt
die KölnBusiness nachhaltige und innovative Vor-
haben direkt und sorgt somit für ein gründungs-
und wachstumsfreundliches Innovationsklima in
einem einheitlich gestalteten, transparenten und
jährlichen Verfahren. Im Jahr 2023 besteht diese
aus den drei Programmen Sustainable Innovations,
Köln XR und Digital Health Innovations mit einer
Fördersumme von jeweils 50.000 €. Mit jedem die-
ser drei Förderprogramme werden bis zu 5 Projek-
te mit je maximal 10.000 € bezuschusst.
Das brauchen wir
Die oben aufgeführten Aktivitäten können wir mit
den uns aktuell zur Verfügung stehenden Ressour-
cen abbilden. Für einige der Projekte sind wir auf
die Zusammenarbeit mit den beteiligten städti -
schen Ämtern und Tochterunternehmen angewie-
sen.
Wenn darüber hinaus zukünftig weitere Maßnah -
men aus dem vom Rat der Stadt Köln verabschie -
deten „Band 2: Köln Klimaneutral 2035 – Aktivi -
tätenplan der Stadt Köln“ mit unserer Beteiligung
umgesetzt werden sollen, benötigen wir dafür zu -
sätzliche Ressourcen.
Zielsetzung 2023/24
• Unterstützung der lokalen Wirtschafts-
akteure bei der Umsetzung von Nach -
haltigkeitsvorhaben durch das Aufzei -
gen von Finanzierungsmöglichkeiten
und wirtschaftlichen Chancen
• 2023: Darstellung der wirtschaftlichen
Chancen durch nachhaltige Lösungen
für Kölner Unternehmen. Mit geeigne-
ten Formaten und Kommunikations -
maßnahmen sollen 100 Unternehmen
erreicht werden
• 2024: Durchführung von Erstberatun -
gen zu Vorhaben und Finanzierungs -
möglichkeiten in den Themenfeldern
Energie, Nachhaltigkeit und Kreislauf -
wirtschaft für lokale Wirtschaftsakteu-
re
• 2024: Bewerbung des Förderpro -
gramms „Photovoltaik- klimafreund -
liches Arbeiten“ über die Kanäle der
KölnBusiness
• 2024: Förderung von nachhaltigen
und innovativen Vorhaben von Kölner
Unternehmen durch die Förderlinie
„Kölner Rahmen [Sustainable Innova -
tions]“
Ausblick ab 2025
• Unternehmen haben das Förderpro -
gramm „Photovoltaik- klimafreund -
liches Arbeiten“ in Anspruch ge -
nommen und tragen damit aktiv zur
CO2-Reduktion bei
• Unternehmen nehmen öffentliche Fi -
nanzierungsmöglichkeiten zur Umset -
zung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen
in Anspruch und tragen so zur CO2-Re-
duktion bei
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.5.2 Klimaschutz-Netzwer -
ke in der Wirtschaft
123Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Sensibilisierung, Information und Ver -
netzung der Kölner Wirtschaftsakteure
zu gewerblichen Klimaschutzmaßnah-
men
• Begleitung und Unterstützung der Köl-
ner Unternehmen, insbesondere KMU
• Aktivierungskampagne: Steigerung
der Nachfrage nach und Inanspruch -
nahme von Beratungsangeboten zum
Thema Nachhaltigkeit
Erwartetes Einsparpotenzial
nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
53.500 €
Informationsveranstaltungen der
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-
GmbH zur Vernetzung relevanter
Branchenakteure im Zusammenhang mit
gewerblichen Klimaschutzmaßnahmen
Da wollen wir hin
Im Rahmen des festgelegten strategischen Ziels,
eine digitale und nachhaltige Wirtschaftsentwick-
lung konsequent fortzusetzen ist es entscheidend,
umfangreich über gewerbliche Klimaschutzmaß-
nahmen aufzuklären. Dies soll durch Informations-
veranstaltungen geschehen, um die relevanten
Akteur*innen zu sensibilisieren und zusammenzu -
bringen und so den Klimaschutz im gewerblichen
Rahmen eilends voranzutreiben.
Das setzen wir bereits um
Die KölnBusiness bietet ab 2024 unterschiedliche
Formate zum Thema Nachhaltigkeit an. Dazu zählt
bspw. auch die Unterstützung der lokalen Wirt -
schaftsakteur*innen bei der Umstellung der Ener -
gieversorgung auf erneuerbare Energien. Dazu
führt sie Informationsveranstaltungen und Erstbe -
ratungen zu den Einsatzmöglichkeiten von erneu -
erbaren Energien und grünem Wasserstoff durch,
um die Unternehmen für das Thema zu sensibilisie-
ren und zur Umsetzung zu animieren. Im Zuge des-
sen werden geeignete Best-Practice-Beispiele vor-
gestellt. Auf diese Weise sollen die Unternehmen
bei der Energietransformation unterstützt werden.
Um den verschiedenen Formaten rund um das The-
ma nachhaltiges Wirtschaften mehr Sichtbarkeit
zu geben und die Vernetzung zu fördern, hat Köln -
Business gemeinsam mit 12 weiteren Partnern aus
der Kölner Wirtschaft und Wissenschaft im Jahr
2023 die Initiative Impact.Cologne gegründet. Die
initiative bündelt bestehende Angebote und treibt
auch im Jahr 2024 die nachhaltige Entwicklung der
Kölner Wirtschaft mit eigenen Formaten voran.
Mithilfe einer Aktivierungskampagne (siehe hier -
zu Steckbrief ) für örtliche Unternehmen ab
2024 soll die Nachfrage und Inanspruchnahme
von Beratungsangeboten zum Thema Nachhaltig -
keit gesteigert werden. Dafür sind regelmäßige
Veranstaltungen vorgesehen, welche sich jeweils
Quelle: pixabay/ claude_star
124Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
an Unternehmen eines bestimmten Gebietes der
Stadt Köln richten. In diesen Veranstaltungen sollen
bestehende Informations- und Beratungsangebote
bezüglich der Nachhaltigkeit im Wirtschaftssektor
durch interne und externe Referenten vorgestellt
und beworben werden.
Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Köln hat
KölnBusiness ein Pilotprojekt zur Gemeinwohbilan-
zierung gestartet (siehe hierzu Steckbrief ). Ins -
gesamt elf Kölner Unternehmen erhielten dabei in
2021/2022 die Chance, mit der Unterstützung von
externen Berater*innen Ansätze nachhaltigen und
gemeinnützigen Wirtschaftens voranzutreiben und
wurden anschließend für ihr Engagement und den
erfolgreichen Abschluss des Projekts Mitte 2023
mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Aufgrund der
sehr erfolgreichen Pilotphase wird die Initiative
fortgesetzt. Im kommenden Projektzyklus liegt der
Fokus auf Kölner Unternehmen aus dem Club- und
Gastrogewerbe. Somit unterstützen KölnBusiness
und die Stadt Köln Unternehmen dabei, sich im
Sinne der Gemeinwohlökonomie bilanzieren zu
lassen.
Das Thema Kreislaufwirtschaft gewinnt in den letz-
ten Jahren immer mehr an Bedeutung. Insbeson-
dere im Wirtschaftssektor gibt es diverse Anknüp-
fungspunkte. Daher unterstützt und sensibilisiert
die KölnBusiness ab 2024 die Unternehmen der
Stadt gezielt durch Informationsveranstaltungen
und Erstberatungen in Bezug auf das Thema Kreis-
laufwirtschaft. Zusätzlich unterstützt die KölnBusi -
ness die Stadtverwaltung Köln bei dem Projekt
„Kreislaufstadt – Chancen für lokale und regionale
Resilienz & Wertschöpfung: Beitrag und Rolle der
kommunalen Wirtschaftsförderungen“ . Das Difu
führt das Projekt mit einem Verbund aus 23 Städ -
ten, einer Region und der Bertelsmann Stiftung
durch. Das im Jahr 2023 gestartete Projekt zielt
darauf ab, bis zum Ende der Projektlaufzeit im Jahr
2025 einen Modellansatz für die Entwicklung von
ganzheitlichen, kommunalen Kreislaufwirtschafts -
strategien zu erarbeiten. Im Zuge dessen sollen
bspw. auch Indikatoren zur Erfolgs- und Wirkungs-
messung entwickelt und Schnittstellen zwischen
kommunalen Nachhaltigkeitszielen und den Kreis -
laufwirtschaftsstrategien dargelegt werden.
Wasserstoff soll in der Region Rheinland vorange -
trieben werden. Dies betrifft die Erzeugung, Ver -
teilung und Nutzung im Bereich der Energie- und
Verkehrswende. Aus diesem Grund unterstützt
KölnBusiness das regionale Branchennetzwerk
HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V .
mit Informations- und Vernetzungsangeboten für
Unternehmen.
Das brauchen wir
Die oben aufgeführten Aktivitäten können wir mit
den uns aktuell zur Verfügung stehenden Ressour-
cen abbilden. Für einige der Projekte sind wir auf
die Zusammenarbeit mit den beteiligten städti -
schen Ämtern und Tochterunternehmen angewie -
sen.
Wenn darüber hinaus zukünftig weitere Maßnah -
men aus dem vom Rat der Stadt Köln verabschie -
deten „Band 2: Köln Klimaneutral 2035 – Aktivi -
tätenplan der Stadt Köln“ mit unserer Beteiligung
umgesetzt werden sollen, benötigen wir dafür zu -
sätzliche Ressourcen.
Zielsetzung 2023/24
• Unterstützung der lokalen Wirtschafts-
akteure bei der Umstellung auf nach -
haltige Energieversorgung und Steige-
rung der betrieblichen Klimaresilienz
• Unterstützung der lokalen Wirtschafts-
akteure bei der effizienten Nutzung
von Ressourcen und Umstellung auf
Kreislaufwirtschaft
• 2023: Darstellung der wirtschaftlichen
Chancen durch nachhaltige Lösungen
für Kölner Unternehmen. Mit geeigne-
ten Formaten und Kommunikations -
maßnahmen sollen 100 Unternehmen
erreicht werden
• 2024: Durchführung von Informations-
veranstaltungen zu den Themen Ener-
gie, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirt -
schaft für lokale Wirtschaftsakteure
• 2024: Vernetzung von Kölner Wirt -
schaftsakteuren im Themenfeld ge -
werblicher Klimaschutz durch Veran -
staltungen und die Initiative Impact.
Cologne
125Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Ausblick ab 2025
• Durch die Umstellung auf den Einsatz
nachhaltiger Energieformen tragen lo -
kale Wirtschaftsakteure aktiv zur CO 2-
Reduktion bei.
• Durch die Umstellung auf Kreislauf -
wirtschaft tragen lokale Wirtschafts -
akteure aktiv zur Einsparung von Res -
sourcen und zur CO2-Reduktion bei.
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.5.2 Klimaschutz-Netzwer -
ke in der Wirtschaft
126Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Kernpunkte
• Die Bilanzierung von Unternehmen
neben wirtschaftlichen Aspekten nach
ökologischen und sozialen Aspekten
• Chance für Unternehmen aus der Gas-
tro- und Clubszene aus Köln nachhalti-
ges und gemeinnütziges Wirtschaften
voranzutreiben
• Begleitung von extern beauftragten
spezialisierten Berater*in(nen)
• hohe Multiplikatorwirkung zu erwarten
Erwartetes Einsparpotenzial
abhängig von Größe der Unternehmen
und Art der Umsetzung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
100.000 € netto (2023/24)
Da wollen wir hin
Die Stadt Köln hat zusammen mit der KölnBusi -
ness Wirtschaftförderung 2022 ein Pilotprojekt zur
Gemeinwohlbilanzierung initiiert. Eine Gemein -
wohlökonomie bezeichnet dabei ein Wirtschafts -
system, das auf gemeinwohlfördernden Werten
aufgebaut ist und damit einen Veränderungshebel
auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaft -
licher Ebene darstellt. Die Bilanzierung bietet die
Möglichkeit, Unternehmen nicht nur nach rein wirt-
schaftlichen Kriterien zu bewerten, sondern auch
festzustellen, inwieweit sie ökologische und sozia-
le Aspekte in ihrem Wirtschaften berücksichtigen
und dem Gemeinwohl dienen.
Die Kooperation wird in einer neuen Bilanzierungs-
runde mit Schwerpunkt auf Unternehmen der
Gastro- und Clubszene fortgesetzt. Dabei erhalten
Unternehmen aus der Gastro- und Clubszene aus
Köln die Chance, mit Hilfe von externen Berater*in-
nen nachhaltige und gemeinnützige Initiativen vo -
ranzutreiben. Die große Kölner Gastro- und Club -
szene ist ein relevanter Teil des Stadtlebens und
kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen des
Klimaneutralitätsziels in Köln leisten. Durch eine
Gemeinwohlbilanzierung wird dies unterstützt.
Bei dem von der Stadt Köln und der Köln Business
Wirtschaftsförderung angebotenen Prozess wer -
den die Unternehmen von extern beauftragten
spezialisierten Berater*in(nen) begleitet. Es finden
verschiedene Informations- und Vernetzungsver -
anstaltungen statt, etwa Workshops zur gerechten
und nachhaltigen Gestaltung von Lieferketten so -
wie zur Transparenz gegenüber Kund*innen.
Das setzen wir bereits um
Als erste Kommune deutschlandweit hat die Stadt
Köln in 2023 gemeinsam mit der KölnBusiness
Wirtschaftsförderung ein Pilotprojekt zur Gemein -
wohlbilanzierung erfolgreich durchgeführt. 11
Unternehmen aus Köln und der Region beteiligten
sich an der Bilanzierung.
Kooperation und Förderung von
Klimaschutz in der Wirtschaft:
Gemeinwohlbilanzierung der Gastro-
und Clubszene koordiniert durch die
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-
GmbH
Quelle: Pixabay/ mosiunterwegs
127Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung der Stadt Köln fördert das Pro -
gramm gemäß Ratsauftrag. Durchgeführt und Ko -
ordiniert wird das Konzept durch die KölnBusiness
Wirtschaftsförderung.
Das brauchen wir
---
Zielsetzung 2023/24
• Neue Bilanzierungsrunde mit Schwer -
punkt Gastro- und Clubszene
• Umsetzung der zweiten Bilanzierungs-
runde
• Begleitung von 13 Unternehmen aus
der Kölner Gastro- und Clubszene
Ausblick ab 2025
• Bilanz der zweiten Bilanzierungsrunde
mit Bewertung der Potenziale des Pro-
jektes
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 3.3.3. Förderung von Klima -
schutz in Unternehmen
128Aktionsplan - Handlungsfeld 3: Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
3.4 Handlungsfeld 4:
„Mobilität und Logistik
werden klimaneutral“
129Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
130Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
131
131Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Im Handlungsfeld „Mobilität und Logistik werden klimaneutral“ werden durch die Vorhaben der Verwaltung,
der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB), der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) sowie der Kölner
Verkehrs-Betriebs AG (KVB) insgesamt 33.000 t CO2-Äquivalente Einsparpotential pro Jahr adressiert.
In diesem Handlungsfeld können aktuell vier der sechzehn Aktivitäten quantifiziert werden. Vor allem der
Steckbrief zum nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“ bildet die Mobilitätsmaßnahmen nur schlag-
lichtartig ab, sodass die kumulierte Wirkung noch nicht abgeschätzt werden kann. Insofern ist in diesem
Handlungsfeld eine deutlich größere Einsparung zu erwarten, als bisher ermittelt werden kann.
Das höchste Einsparpotential liegt in den Planungen von Verwaltung und städtischen Beteiligungen
zu Mobilitätsstrategien mit dem Fokus auf Ausbau und Umrüstung von Betriebshöfen für Elektro -
mobilität, dem Ausbau der Ladeinfrastrukturen und der stufenweisen Transformation der Fuhr- und
Maschinenparks. Insbesondere für Spezialfahrzeuge wie beispielsweise der Feuerwehr braucht es
technische Entwicklungsleistungen sowie den Pilotbetrieb mit Fahrzeugen alternativer Antriebs-
technologien, da diese die Umstellung der Arbeitsabläufe und entsprechende Anpassungen bei den
Umfeldschnittstellen zur Folge haben.
Im indirekten Einflussbereich hat die Ausgestaltung des Personenverkehrs sowie des Wirtschafts-
und Güterverkehrs bezogen auf die THG-Minderungswirkung einen großen Einfluss auf die Er -
reichung der städtischen Klimaneutralität. Mit der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans
„Besser durch Köln“ koordiniert die Verwaltung derzeit einen Strategieprozess mit breit angelegter
Akteursbeteili-gung, um die Mobilität der Zukunft in Köln zu definieren. Der Prozess läuft noch bis
2025.
Darüber hinaus koordiniert die Verwaltung aktuell eine Vielzahl von Maßnahmen ganz unterschied -
licher Größenordnungen und Laufzeiten mit der Ausrichtung auf ein nachhaltiges Mobilitätssystem
in Köln, die in diesem Aktionsplan exemplarisch und in aggregierter Form dargestellt werden. Zu
nennen sind hier der Ausbau öffentlicher Ladesäulen, der Stadtbahnausbau, Anpassungen in Bezug
auf den motorisierten Individualverkehr (beispielsweise Bewohnerparken, CarSharing, Parkgebüh -
ren), die Weiterentwicklung von Mobilstationen mit ergänzenden Angeboten oder die Fuß- und Rad-
verkehrsförderung im Bereich der Nahmobilität. Die Beiträge und die Rolle des Konzerns Stadt Köln
(Verwaltung und städtische Beteiligungen) bei der Transformation des Mobilitätssektors in Köln wird
nach Abschluss des Strategieprozesses „Besser durch Köln“ konkret vorliegen.
Die aktuell quantifizierbaren Gesamtkosten belaufen sich auf 181 Millionen € (Verwaltung) und 815
€ Euro (Beteiligungen). Dabei muss klar herausgestellt werden, dass wesentliche Kostentreiber erst
mit zunehmender Konkretisierung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ beziffert
werden können. Ähnlich wie im Handlungsfeld „Arbeiten und Wirtschaften“ wird erst durch eine
sukzessive Betrachtung weiterer städtischer Beteiligungen und der mit der Transformation der be -
trieblichen Mobilität zu erwartenden Kosten ein umfassenderer Eindruck von den zu erwartenden
Gesamtkosten hergestellt werden können. Diese müssen dann frühzeitig in der Haushaltsplanung
und der Aufstellung der Wirtschaftspläne berücksichtigt und bestmöglich mit der Nutzung von För -
dermitteln komplementiert werden.
132Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Direkter Einfl. Einflussbereich
1 Ausbau
Ladeinfrastruktur 2022 - 2027
• Errichtung von Ladesäulen für städtische
Fahrzeuge auf nicht öffentlich
zugänglichen städtischen Liegenschaften
• Prüfung der stadteigenen Parkhäuser/
Tiefgaragen auf Tauglichkeit zur
Umrüstung auf Elektro-Mobilität städtischer
Fahrzeuge
• Erprobung neuer Ladetechniken
1) Ausbaustufe des der Ladeinfrastruktur mit
zusätzlichen Ladepunkten im öffentlichen
Raum ist erreicht
2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
2 Transformation
städtischer
Fuhrpark
2023
• Umstellung des städtischen Fuhrparks auf
Elektroantriebe
• Maschinenpark bereichsübergreifend
klimafreundlich ausstatten
• Dienstfahrzeuge durch Zugang zu Car-
Sharing deutlich reduzieren
• Beschaffung von Dienstfahrrädern
• Ausbau Ladesäulen
1) eine (1) Konzeption für die Transformation des
Fuhrparks und Umsetzbarkeit auf
Betriebshöfen ist entwickelt
2) Meilensteine für die stufenweise
Transformation des Fuhrparks im Umfang von
aktuell 1553 Fahrzeugen sind definiert
1) 2024
2) ab
2024
18,5 Mio.
€
18,5 Mio.
€
3 Klimaneutraler
Bauhof 2024-2035
• Der Bauhof der Stadtverwaltung wird bis
2035 klimaneutral
• Entwicklung eines Aktionsplans mit
einzelmaßnahmen in den Bereichen:
1. Status Quo Analyse
2. Fuhrpark- und Gerätemanagement
3. Lade- und Tankinfrastruktur
4. Lademanagement
5. Digitalisierung von Betriebs- und
Arbeitsabläufen
6. Digitales Flottenmanagement
7. Mobilitätsmanagement für Mitarbeitende
1) ein (1) Gutachten ist fertiggestellt 2024 238.000 € 238.000 €
1
2
3
133Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Direkter Einflussbereich
4
Transformation
des
Fahrzeug- und
Maschinen-
bestands
des Amtes für
Landschafts-
pflege und
Grünflächen
2023 - 2035
• Neuanschaffungen von handgeführten
Maschinen grundsätzlich nur noch mit
Elektroantrieb
• Umbau von dieselbetriebenen
Kolonnenfahrzeuge auf Elektroantrieb
• Neuanschaffungen großer Maschinen und
Fahrzeuge nur noch mit Elektromotor
• Steigerung von handgeführten
Elektromaschinen von 13% (2020) auf
mehr als 40%
• Anteil E-Fahrzeuge knapp 20% (viele
Sonderfahrzeuge sind noch nicht am Markt
verfügbar)
1) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 60% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 30 %
2) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 90% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 70%
3) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 95% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 85%
1) 2025
2) 2030
3) 2035
16,32 Mio.
€
16,32 Mio.
€
5
Probebetrieb
eines
elektrischen
Rettungswagens
und eines
elektrischen
Notarzt-
einsatzfahrzeugs
im
Rettungsdienst
der Feuerwehr
2023 - 2024
• Erprobung elektrischer RTW (eRTW) und
NEF (eNEF)
• Umsetzung passender Ladeinfrastruktur
1) ein (1) elektrisch betriebener Rettungswagen
(eRTW) ist beschafft und in Betrieb genommen
2) zwei (2) elektrisch betriebene
Notarzteinsatzfahrzeuge (eNEF) sind beschafft
und in Betrieb genommen
1) 2023
2) 2024
670.000 € 670.000 €
6
Entwicklungs-
projekt
für elektrisch
angetriebene
Löschfahrzeuge
bei der
Feuerwehr
2023 - 2025 • Beschaffung und Erprobung von elektrisch
angetriebenen Löschfahrzeugen
1) drei (3) elektrisch betriebene Löschfahrzeuge
(eHLF) sind beschafft und in Betrieb
genommen
2025 5,4 Mio. € 5,4 Mio. €
7 Biogas-
betriebener
Bibliotheksbus
2023 - 2024
• Erster europaweiter Bibliotheksbus, der mit
Biomethan betrieben wird
• Reduktion des Benzinverbrauchs auf Null
1) ein (1) Bibliotheksbusses und neue
Haltestellen sind in Betrieb genommen;
nachhaltige Programmangebote sind gestartet
2) Anschaffung eines (1) E-Transporters und von
Lastenrädern (in Planung)
2023-
2024 980.000 € 980.000 €
4
5
6
7
134Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
8 Besser durch
Köln 2025 - 2027
• Erarbeitung eines nachhaltigen
Mobilitätsplans
• Das Ziel des Mobilitätsplans ist es,
Maßnahmen und Handlungsschwerpunkte
zu definieren, die es ermöglichen, das
kommunale Ziel der Klimaneutralität bis
2035 auch im Mobilitätssektor zu
erreichen.
• Grundlagenanalyse
• Strategieentwicklung mit konkreten
Maßnahmen und Verschränkung mit
bestehenden gesamtstädtischen Strategien
(bspw. Kölner Perspektiven 2030+,
Gutachten "Köln klimaneutral
2035"/Aktionsplan Klimaschutz)
• Erarbeitung eines Evaluierungskonzepts
1) eine (1) politische Beschlussfassung zu Stufe
1, Leitbild und Strategie des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“
2) eine (1) politische Beschlussfassung zu Stufe 2
des nachhaltigen Mobilitätsplans "Besser durch
Köln"
1) 2025
2) 2027
1,8 Mio. € 1,9 Mio. €
9 Antriebs-
technologien 2024 - 2026
• Ausbau der Ladeinfrastruktur für
Elektromobilität im öffentlichen
Straßenraum
1) 251 Ladesäulen
2) 409 Ladesäule
3) 500 Ladesäule
1) 2024
2) 2025
3) 2026
39.5 Mio.
€
39.5 Mio.
€
10 Stadtbahnausbau 2023 - 2035 • ÖPNV-Netzentwicklung
• Ausbau Stadtbahn
1) Umsetzung der Projekte die im Rahmen der
ÖPNV-Netzentwicklung bis 2032 umgesetzt
sein sollen
2) Umsetzung der Projekte die im Rahmen der
ÖPNV-Netzentwicklung nach 2032 umgesetzt
sein sollen
1) 2023 -
2032
2) ab
2032
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
11
Anpassungen im
Motorisierten
Individualverkehr
(MIV)
2023 - 2024
• Def inition eines MIV-Grundnetzes
• Einrichtung Bewohnerparkgebiete
• Parkraumbewirtschaftung
• Fertigstellung des Carsharingskonzeptes
• Vergabe von Carsharingstationen
• stärkere Gewichtung von Aspekten der
Aufenthaltsqualität und der
Verkehrssicherheit in der Planung
1) Optimierung des Bewohnerparkgebietes Deutz
I mit Ausweitung Bewohnerparkreservierung
2) Fertigste llung des Carsharingkonzeptes
3) Vergabe von bis zu 70 weiteren
Carsharingstationen im öffentlichen
Straßenland
4) Anpassung der Parkgebührenordnung
5) Überplanun g weiterer Bewohnerparkgebiete
6) Fortschre ibung des Carsharingkonzeptes
7) Anpassung der Gebühren für das
Bewohnerparken
1) 2023 -
2024
2) ab
2024
10,9236
Mio. €
10,9236
Mio. €
8
9
10
11
135Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
8 Vernetzte
Mobilität 2024 • Erstellung von Mobilstationen in jedem
Stadtbezirk und an allen Bahnhaltepunkten
1) Jeder Kölner Stadtbezirk soll mit mindestens
einer Mobilstation ausgestattet und alle
Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet zu
Mobilstationen mit ergänzenden Angeboten
weiterzuentwickeln sein
ab 2024 1,28 Mio.
€
1,28 Mio.
€
13
Förderung
Nahmobilität:
Fuß- und
Radverkehrs-
förderung
2023 - 2025
• Befa hrbares Rad(haupt-)routennetz
• Schaffung von neuen Fuß-und
Radwegebrücken
• Ausbau von Fahrradabstellanlagen und
Fahrradreparatursäulen
1) 1500 Fahrradabstellplätze pro Jahr (Zielwert)
2) 20 Abschnitte Fahrradstraßen
3) 30 geöffnete Einbahnstraßen
4) Erweiterter Planungsbeschluss Neue Fuß- und
Radwegebrücke südlich der
Hohenzollernbrücke
5) 1500 Fahrradabstellplätze pro Jahr (Zielwert)
1) 2023 -
2024
2) ab
2025
85,87514
Mio. €
85,87514
Mio. €
Beteiligungen
14
Klimaneutralität
der Kölner
Verkehrs-
Betriebe AG
2023 - 2035
• Reduktion der THG- Emissionen auf unter
1.000 Tonnen pro Jahr bis 2035
• Aufstockung der E-Bus-Flotte bis Ende
2025 auf 164 Fahrzeuge, vollständige
Umrüstung zwischen 2030 und 2035
• Klimaneutrale Umrüstung der
Wärmeversorgungsanlagen an den
Betriebsstandorten der KVB
• Umstellung der PKW- /LKW-
/Nutzfahrzeugflotte auf emissionsfreie
Antriebe
• Austausch der Kälteanlagen an ortsfesten
Einrichtungen der KVB (Gebäudetechnik)
bis 2035
1) Inbetriebnahme weiterer 56 E-Busse
2) Betriebshof Ost: Fertigstellung 1. Bauabschnitt
für die E-Busse
3) Betriebshof Nord: Beauftragung Generalplaner
und Planungsbeginn für den 2. Bauabschnitt
für die E-Busse
4) Folgebeschaffungen E-Busse
5) Start Neub au Betriebshof Ost 2. Bauabschnitt
6) Start Umbau Bet riebshof Nord 2. Bauabschnitt
7) Planung erster Maßnahmen zur Umstellung
der Wärmeversorgung
1), 2), 3)
2023 -
2024
4), 5), 6),
7) 2025 -
2035
86 Mio. € 800 Mio. €
******)
15
Mobilitäts-
strategie 2035
der AWB
Abfallwirtschafts-
betriebe Köln
GmbH
2023 - 2035
• Umstellung des bestehenden Fuhrparks
auf alternative Antriebe und Ausbau der E-
Lade-Infrastruktur
1) Konzeptionierung und erste Umsetzung des
Ausbaus der E-Ladeinfrastruktur auf den 3
Logistikstandorten (zehnmal 11 kW und einmal
450 kW)
2) Endausbau der E-Ladeinfrastruktur auf den
Standorten
3) Kontinuierliche Umstellung des Fuhrparks auf
alternative Antriebe
1) 2024
2) 2025
3) 2025-
2035
200.000 €
15,2 Mio.
€
*******)
13
14
15
12
136Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
16 Klimaschutz-
maßnahmen der
HGK-Gruppe
2023 - 2035
• Klimaneutralität bis 2035 in den
Sektoren Strom- und Wärmeversorgung
wie auch in einem überwiegenden Teil
der Mobilität (Kraft- und Nutzfahrzeuge).
Ausgenommen ist die Binnenschifffahrt,
hier gilt 2050 als Ziel.
• Überregionale Tätigkeit
• Gebietsentwicklung "Fusion Cologne"
mit hohem Gewicht von Nachhaltigkeits-
und Klimaschutzaspekten von Beginn
der Planungen an
1) Vollständiger Ök ostrombezug (in Köln, 7 GWh)
2) PV-Module auf der Fläche der Fusion Cologne
(ca. 25.000m2)
3) Umstellung 80 % des Fuhrparks (Fuhrpark in
Köln ca. 100 Stück in 2030) auf emissionsfreie
Antriebe
4) Fast vollständige Substit ution fossiler
Energiequellen
5) Umstellung der Reachstacker im Niehler Haf en
auf alternative Antriebe (ca. 800 Tonnen THG-
Minderungspotential)
6) Weitgehende Beseitigung der Emissionen von
Treibhausgasen bei der Binnenschifffahrtflotte
1) 2025
2), 3), 4)
2030
5) 2035
6) 2050
100.000 € 100.000 €
Summe 181.486.740
€
181.586.740
€
86.300.000
€
815.300.000
€
*****) •
******) •
•
********)
16
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
•
•
•
•
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) • rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) • Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
• aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
16
Tabelle 4 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Mobilität und Logistik werden klimaneutral
137Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Errichtung von Ladesäulen für städti -
sche Fahrzeuge auf nicht öffentlich zu-
gänglichen städtischen Liegenschaf -
ten
• Prüfung der stadteigenen Parkhäuser/
Tiefgaragen auf Tauglichkeit zur Um -
rüstung auf Elektro-Mobilität städti -
scher Fahrzeuge
• Erprobung neuer Ladetechniken
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Die Finanzierung über die verfügbaren
Förderprogramme (Billigkeitsrichtlinie
NRW und progres.nrw) ermöglicht
eine kostenneutrale Durchführung des
Vorhabens (exklusive Personalkosten
zur Begleitung der Auftragnehmer).
Ausbau Ladeinfrastruktur
Da wollen wir hin
Für die Verkehrswende ist die Verfügbarkeit von La-
deinfrastruktur für Elektromobilität im Kölner Stadt-
gebiet ein zentrales Ziel.
Der zügige Ausbau der Ladeinfrastruktur für städti-
sche Dienstfahrzeuge sowie die Erprobung innova-
tiver Ladetechniken für Taxis und weitere Fahrzeu-
ge werden durch die Stadt Köln forciert.
Der Stadt Köln wurden Kompensationsleistungen
für kommunale Klimaschutzinvestitionen gemäß
des Erlasses zur Kompensation von Schäden in
Folge ausgebliebener Investitionen in den Klima -
schutz in den Kommunen durch die Corona-Pan -
demie gewährt, welche für den Ausbau der städti-
schen Ladeinfratsruktur genutzt werden.
Durch die Landesregierung wurden als Kompen -
sationsleistung für kommunale Klimaschutzin -
vestitionen (Programm progress.nrw) im Bereich
Emissionsarme Mobilität u.a. folgende Maßnahme
bewilligt:
• Errichtung von Ladesäulen / AC Ladesäulen
für städtische Fahrzeuge auf nicht öffentlich
zugänglichen städtischen Liegenschaften
(300.000 €).
Darüber hinaus wurde im Bereich Investitionsbe -
gleitende Maßnahmen für mehr Klimaschutz u.a.
folgende Maßnahme bewilligt:
• Beauftragung einer Machbarkeitsstudie: Prü -
fung der stadteigenen Parkhäuser/ Tiefgaragen
auf Tauglichkeit zur Umrüstung auf Elektro-Mo-
bilität städtischer Fahrzeuge/ Prüfung auf Errich-
tung von Ladestationen für stadteigene Fahr -
zeuge (Bestandsaufnahme, Konzepterstellung)
(24.000 €).
• Ebenso erprobt die Stadt neue Ladetechniken,
wie das induktive Laden für Taxis gegenüber
Quelle: Stadtwerke Köln GmbH
138Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Beauftragung der externen Beratungs-
dienstleistung
Ausblick ab 2025
• Umsetzungsplanung
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
dem Hauptbahnhof oder den Ladebordstein an
zwei Standorten im Stadtgebiet.
Die Stadt Köln als Antragstellerin, ist an die Be-
dingungen und Verfahrensweisen des Auszah-
lungsbescheides der Bezirksregierung verbindlich
gebunden. Um die Voraussetzungen für die Errich-
tung von Ladesäulen auf nicht öffentlich zugäng -
lichen städtischen Liegenschaften zu schaffen,
werden die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
beauftragt, mindestens drei Angebote von stadt -
externen Anbietern einzuholen, die im Kern die
Analyse des gesamtstädtischen Fuhrparks vor
dem Hintergrund der Umstellung auf klimaneutrale
Elektrofahrzeuge einschließlich einer bedarfsge -
rechten Ladeinfrastrukturplanung beinhalten (Um -
setzungsberatung Elektromobilität).
Das setzen wir bereits um
Zwischen der Stadtverwaltung und der eigenbe -
triebsähnlichen Einrichtung Abfallwirtschaftsbe -
triebe (AWB) wurden die Möglichkeiten erörtert,
wie Ladeinfrastruktur für städtische Fahrzeuge auf
nicht öffentlich zugänglichen Liegenschaften reali -
sierbar sein könnte.
Im Ergebnis wird eine durch progres.nrw geförder-
te Umsetzungsberatung für Elektromobilität durch
einen stadtexternen Anbieter angestrebt. Dabei
sollen folgende Leistungsaspekte berücksichtigt
werden:
• Analyse des gesamtstädtischen Fuhrparks
• Bedarfsermittlung zukünftig benötigter Elektro-
fahrzeuge
• Ladeinfrastrukturplanung (Standorte, Platzbe-
darf, Lastmanagement, Netzanbindung)
Mit der externen Umsetzungsberatung für Elektro-
mobilität wird die Zielsetzung verfolgt, mit den je -
weiligen Dienststellen eine konkrete Umsetzungs-
planung zur Umrüstung der Fahrzeugflotte inkl.
Ladeinfrastruktur zu entwickeln und den Realisie -
rungsprozess unterstützend zu begleiten.
Vor diesem Hintergrund würde die Verwaltung die
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH im Rah-
men der gültigen Dienstleistungsvereinbarung für
die gesamtstädtische Fahrzeugbeschaffung formal
beauftragen, mindestens drei Angebote von stadt-
externen Anbietern (wie beschrieben) im Namen
der Stadt Köln einzuholen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Finanzierung über die verfügbaren Förderpro-
gramme (Billigkeitsrichtlinie NRW und progres.
nrw) ermöglicht eine kostenneutrale Durchführung
des Vorhabens (exklusive Personalkosten zur Be-
gleitung der Auftragnehmer).
Das brauchen wir
Es wird gemäß Ratsbeschluss eine Bedarfsana-
lyse sowie die weitere Ausbauplanung bis 2035
erstellt. Darin wird es auch darum gehen, welche
Rolle die Kommune beim Markthochlauf der Elek -
tromobilität einnimmt und wie sie bspw. den Aus -
bau im privaten Raum (Arbeitgebende, Gewerbe,
P+R-Anlagen, Liegenschaften der Stadt Köln und
Stadttöchter) fördern kann, ohne den öffentlichen
Raum zu belasten.
139Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Umstellung des städtischen Fuhrparks
auf Elektroantriebe
• Maschinenpark bereichsübergreifend
klimafreundlich ausstatten
• Dienstfahrzeuge durch Zugang zu Car-
Sharing deutlich reduzieren
• Beschaffung von Dienstfahrrädern
• Ausbau Ladesäulen
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Bereichsübergreifend ca. 18,5 Mio. €
bis 2025
Da wollen wir hin
Um die Verkehrswende und den Klimaschutz im
Bereich Mobilität zu unterstützen wird der städti-
sche Fuhrpark auf Elektroantriebe umgestellt. Mit
diesem Schritt geht die Stadtverwaltung zudem als
Vorbild voran. Ziel ist es, langfristig den gesamten
städtischen Fuhrpark klimaneutral aufzustellen.
Darüber hinaus soll auch der Maschinenpark be -
reichsübergreifend klimafreundlich ausgestattet
werden. Zu erwähnen ist, dass nicht sämtliche
Fahrzeuge elektrisch fahren, sondern lediglich ef -
fizienter betrieben werden, da es in manchen Be -
reichen bislang keine rein elektrischen Lösungen
gibt. Daraus ergibt sich insgesamt eine deutlich
reduzierte Nutzung fossiler Brennstoffe und damit
eine bessere Umweltbilanz durch weniger Treib -
hausgasemissionen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Zur Umrüstung des städtischen Fuhrparks sowie
städtischer Gesellschaften gibt es quartalsweise
Gespräche zwischen Stadt, AWB, RheinEnergie
und KVB zur Um-/Nachrüstung der kommunalen
Fahrzeugflotten auf verschiedenen Ebenen. Von
1 .553 kommunalen Fahrzeugen gibt es 63 E-Fahr-
zeuge, 3 Gasfahrzeuge und 33 Hybrid- fahrzeuge.
Wesentliches Hemmnis bei der weiteren Umstel -
lung ist die Verfügbarkeit geeigneter Fahr- zeuge
auf dem Markt.
Was die Umrüstung der Fuhrparks städtischer Ge-
sellschaften angeht, werden die Fahrzeugflotten
sukzessive modernisiert. Eine Beteiligung an För-
dermitteln des Landes und Bundes findet statt.
Eine kontinuierliche Umstellung der kommunalen
Pkw- und Nutzfahrzeug-Flotte erfolgt bereits. Bei
Verbrennungsmotoren wird Euro VI als Standard
verwendet. Die Stadt Köln wird unter Berück-
sichtigung von wirtschaftlichen und technischen
Transformation städtischer Fuhrpark
Quelle: Stadt Köln
140Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Ausbau Ladeinfrastruktur mit Fertig -
stellung und Umsetzungs konzep tion
• Erste Anschaffungen von Fahrzeugen
und Maschinen
• Konzeption für die Transformation des
Fuhrparks und Umsetzbarkeit auf Be -
triebshöfen
• Meilensteine für die stufenweise
Transformation des Fuhrparks im Um -
fang von aktuell 1553 Fahrzeugen sind
definiert
Ausblick ab 2025
• Konzeption für die Transformation des
Fuhrparks und Anschaffung von E-
Dienstfahrzeugen und E-Geräten
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
Gründen alle kommunalen Fahrzeuge unverzüglich
nachrüsten, die förderfähig sind.
Die Stadtverwaltung Köln bietet Zugang zum Car-
Sharing für notwendige Fahrten zu dienstlichen
Zwecken an, wodurch die Anzahl von bereitzustel-
lenden Dienstfahrzeugen deutlich reduziert wird.
Zudem ist durch die beschleunigte Flottenerneue-
rung von CarSharing-Dienstleistern eine beschleu-
nigte Minderung von klimaschädlichen Emissionen
zu erwarten. Darüber hinaus bestehen Angebote
zur Bereitstellung und Beschaffung von Dienstfahr-
rädern und/oder Leasingangebote für dienstliche
genutzte Privatfahrräder.
Der Einsatz einer Mitfahrplattform im Bereich des
Betrieblichen Mobilitätsmanagements der Stadt-
verwaltung, SWK und KVB ist angestrebt.
Darüber hinaus ist eine übergreifende Koordination
durch die Verwaltung, begleitet durch die AWB und
extern beauftragte Berater für die Planung und Be-
schaffung in Vorbereitung. Diese umfasst folgende
dreiteilige Vorgehensweise:
1: Antragstellung bei progres.nrw zum Ausbau der
Ladesäulen (vgl. Steckbrief )
2: Umsetzungskonzeption
2a) Konzeption für Transformation des Fuhrparks
2b) Konzeption der Umsetzbarkeit auf den Be-
triebshöfen
Zur Skalierung der Umsetzung ist, über die kon-
krete Planung der Beschaffung hinaus, die weitere
Harmonisierung der Fördermittelbeschaffung, die
Erörterung und ggf. Anpassung von Rahmenverträ-
gen sowie die Darlegung der vergaberechtlichen
Rahmenbedingungen dezernatsübergreifend er -
forderlich. Aktuell ist eine städtische Richtlinie in
Vorbereitung, mit dem Ziel, bereits bestehende
Regelungen aufzugreifen, Regelungslücken zu
schließen und einen Rahmen für die dezentrale Be-
schaffung zu schaffen.
Das brauchen wir
Um den Umstieg auf Elektromobilität zu bewäl-
tigen, muss zunächst der Ausbau der Ladeinfra-
struktur forciert werden. Für die Transformation
des Fuhrparks ist es wichtig anzumerken, dass
sich die Lieferzeiten und -kosten aktuell nicht kal -
kulieren lassen. Es ist oft sogar von mehrjährigen
Lieferzeiten (z.B. für Hubsteger) auszugehen und
darüber hinaus ist ein Ende der akuten Preissteige-
rungen bei Nutzfahrzeugen aktuell nicht absehbar.
Eine stetige Beobachtung der Marktsituation und
strategische Priorisierung der Neubeschaffungen
muss vorliegen und aktuell gehalten werden. Zu -
dem bedarf es der Unterstützung durch eigenes
Fachpersonal, um die Integration der Fahrzeuge
in bestehende Prozesse der städtischen Dienst -
leistung zu integrieren. Die reine Fremdvergabe für
diesen Prozess ist unzureichend und bedarf des
kontinuierlichen Austauschs der betroffenen ver -
waltungsnahen Akteure.
141Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Der Bauhof der Stadtverwaltung wird
bis 2035 klimaneutral
• Entwicklung eines Aktionsplans mit
Einzelmaßnahmen in den Bereichen:
1. Status Quo Analyse
2. Fuhrpark- und Gerätemanagement
3. Lade- und Tankinfrastruktur
4. Lademanagement
5. Digitalisierung von Betriebs- und
Arbeitsabläufen
6. Digitales Flottenmanagement
7. Mobilitätsmanagement für Mitarbei -
tende
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar. Quantifizie -
rung nach Erstellung des Aktionsplans
möglich (2024)
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
238.000 € für die Erarbeitung des Gut-
achtens. Diese gliedern sich in 35.700
€ für die externe Verfahrensbeglei -
tung (sofern notwendig) und weitere
202.300 € für die Erstellung des Gut -
achtens.
Klimaneutraler Bauhof
Da wollen wir hin
Der Bauhof der Stadtverwaltung Köln wird bis
2035 klimaneutral. Um dieses Ziel zu erreichen,
wird ein separater Aktionsplan mit konkreten Ein -
zelmaßnahmen entwickelt, welcher folgende The-
menbereiche abdeckt: 1 . Status Quo Analyse, 2.
Fuhrpark- und Gerätemanagement, 3. Lade- und
Tankinfrastruktur, 4. Lademanagement, 5. Digitali -
sierung von Betriebs- und Arbeitsabläufen, 6. Di -
gitales Flottenmanagement, 7. Mobilitätsmanage -
ment für Mitarbeitende.
Das setzen wir bereits um
Im Rahmen eines ersten Workshops mit dem Fach-
bereich konnten bereits Themen herausgearbeitet
werden, die zwingend im Aktionsplan Berücksich -
tigung finden sollen (siehe oben 1-7). Schließlich
wurde der Bedarfsfeststellungsbeschluss in den
entsprechenden Gremien (Verkehrsausschuss
23.5.23 und Finanzausschuss 12.6.23) erwirkt.
Erste organisatorische Erkenntnisse fließen schon
jetzt in bereits vorhandene Projekte ein (z.B. Neu -
bau Bauhof Zusestraße).
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Vorbereitung der Ausschreibung und Vergabe für
die Erstellung des Aktionsplanes für einen klima -
neutralen Bauhof.
Quelle: Pixabay/moritz320
142Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• bis 2023: Vergabe der Gutachterleis -
tungen
• bis 2024: Fertigstellung des Gutach -
tens und möglichst Beginn der Umset-
zung erster Maßnahmen
Ausblick ab 2025
• Beginn der Umsetzung der Einzelmaß-
nahmen aus dem Aktionsplan
• bis 2035: der Bauhof ist klimaneutral
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
Innerhalb des Konzerns Stadt Köln sowie darüber
hinausgehend auf nationaler und internationaler
Ebene finden fachliche Austausche statt (z. B.
AWB, NOW GmbH).
Das brauchen wir
Für die Erstellung des Aktionsplans benötigt der
Bauhof fachliche Unterstützung. Aus diesem
Grund soll in einem ersten Schritt des Projektes
„Klimaneutraler Bauhof 2035“ externe Dienstleis -
tende mit der Erstellung des Aktionsplans beauf -
tragt werden.
143Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Neuanschaffungen von handgeführten
Maschinen grundsätzlich nur noch mit
Elektroantrieb
• Umbau von dieselbetriebenen Kolon -
nenfahrzeugen auf Elektroantrieb
• Neuanschaffungen großer Maschinen
und Fahrzeuge nur noch mit Elektro -
motor
• Steigerung von handgeführten Elektro-
maschinen von 13 % (2020) auf mehr
als 40 %
• Anteil E-Fahrzeuge knapp 20 % (viele
Sonderfahrzeuge sind noch nicht am
Markt verfügbar)
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Das Fahrzeug- und Maschinenkonzept
des Amtes für den Zeitraum 2017-2025
sieht folgende Investitionskosten vor:
9,4 Mio € in 2023 / 6,92 Mio € in 2024
• Die Beschaffungskosten für elektro -
betriebene Fahrzeuge und Maschinen-
sind zum Teil noch erheblich höher als
für fossilbetriebene, aber dank gerin -
gerer Unterhaltungskosten, weniger
Ausfallzeiten und längerer Lebensdau-
er ist die Umstellung in den meisten
Fällen schon heute wirtschaftlich dar -
stellbar.
• Außerdem kann der Markt in vielen
Da wollen wir hin
Ziel ist die Umstellung aller Fahrzeuge und Ma -
schinen, mit denen das Amt für Landschaftspflege
und Grünflächen für städtische Bäume, Parks und
Friedhöfe arbeitet, auf Elektrobetrieb mit der Aus -
richtung neben der CO 2-Reduzierung auch andere
Emissionen wie Gerüche der Abgase der Verbren-
nungsmotoren und den störenden Lärm zu elimi -
nieren.
Das setzen wir bereits um
Neuanschaffungen von handgeführten Maschinen
grundsätzlich nur noch mit Elektroantrieb, wenn
der Markt ein entsprechend leistungsfähiges Gerät
anbietet. Umbau von dieselbetriebenen Kolonnen-
fahrzeugen auf Elektroantrieb. Neuanschaffungen
großer Maschinen und Fahrzeuge grundsätzlich
nur noch mit Elektromotor, sofern verfügbar.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Das Grünflächenamt hat den Anteil seiner hand -
geführten Elektromaschinen von 13 % (2020) auf
inzwischen mehr als 40 % gesteigert. Da viele der
benötigten Sonderfahrzeuge noch nicht als E-Mo -
delle am Markt verfügbar sind, liegt die Quote für
E-Fahrzeuge bei knapp 20 %. Es wird neben dem
Neuerwerb daher verstärkt auch auf Umrüstung
gesetzt. Konkretes Pilotprojekt ist der Umbau von
zwei vorhandenen Kolonnenfahrzeugen von Die -
sel- auf Elektroantrieb mit der Firma NAEXT aus
Hamburg.
Transformation des Fahrzeug- und
Maschinenbestands des Amtes für
Landschaftspflege und Grünflächen
Quelle: Stadt Köln
144Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Anschaffung von 8 Fahrzeugen HEE -
RO. Umgerüstete Mercedes Sprinter
(Jahreswagen) mit Pritsche
Ausblick ab 2025
• Mit erfolgreichem Abschluss des Pilot-
projekts „Umbau von Kolonnenfahr -
zeugen“: Umrüstung von zehn weite -
ren vorhandenen Pritschenwagen
• bis 2025: Erhöhung des Anteils der
handgeführten Maschinen auf 60 %
sowie der großen Maschinen und
Fahrzeuge auf 30 %
• bis 2030: Erhöhung des Anteils der
handgeführten Maschinen auf 90 %
sowie der großen Maschinen und
Fahrzeuge auf 70 %
• bis 2035: Erhöhung des Anteils der
handgeführten Maschinen auf 95 %
sowie der großen Maschinen und
Fahrzeuge auf 85 %
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
Das brauchen wir
Eine mitwachsende Lade-Infrastruktur. Innovative
Lösungen für benötigte Produkte, die am Markt
noch nicht angeboten werden. Prozessoptimie -
rung im Bereich der Beschaffung.
Segmenten noch nicht die aktuel -
le Nachfrage umfänglich erfüllen, so
dass zum Teil lange Lieferzeiten die
Beschaffung limitieren. Im Ergebnis
werden für die Beschaffung bis 2025
keine zusätzlichen Finanzmittel erfor -
derlich sein.
145Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Erprobung elektrischer RTW (eRTW)
und NEF (eNEF)
• Umsetzung passender Ladeinfrastruk-
tur
Erwartetes Einsparpotenzial
34 t/a CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
670.000 €
Da wollen wir hin
Ziel ist die Erprobung von elektrisch angetriebe -
nen RTW (eRTW) und von elektrisch angetriebe -
nen NEF (eNEF). Hierbei soll erprobt werden, ob
und inwieweit elektrisch angetriebene Fahrzeuge
in den Fuhrpark des Rettungsdienstes der Feuer -
wehr Köln integriert werden können. Dabei werden
neben Bewirtschaftungsaspekten insbesondere
auch die Ausfallsicherheit erprobt. Für diese Fahr -
zeuge wird eine Ladeinfrastruktur auf einer Pilot -
wache umgesetzt.
Das setzen wir bereits um
Mit Bestellung eines elektrisch angetriebenen
RTW (eRTW) am 08. März 2023 wurde die E-Mo -
bilitätsstrategie auf Einsatzdienstfahrzeuge erwei -
tert. Innerhalb des Beschaffungsprojektes wurde
zusätzlich ein Förderantrag für klimaschonende
Nutzfahrzeuge (KsNI) beim Bundesministerium für
Digitales und Verkehr gestellt. Mit erteiltem wur -
den bereits Fördermittel in Höhe von 95.200 € be -
willigt. Diese Förderung des Kölner E-RTWs wurde
vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr
als besonderes Projekt bei der feierlichen Überga -
be am 07.06.2022 in Berlin vorgestellt.
Aktuell wird an der Vorbereitung zur Ausschreibung
eines Rahmenliefervertrages für Notarzteinsatz -
fahrzeuge (NEF) gearbeitet. Ziel ist der Abschluss
einer Rahmenvereinbarung, welche auch die Liefe-
rung von zwei elektrisch betriebenen NEF (eNEF)
beinhaltet.
Aufgrund der aktuell weiterhin gestörten Marktsi -
tuation im Sonderfahrzeugbau wird ein möglicher
Förderantrag erst gestellt, wenn die Auftragsverga-
be und die damit verbundenen Lieferzeiten zeitlich
abzusehen sind.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Im Rahmen des von der Bundesregierung auf -
gelegten Sofortprogramms „Saubere Luft 2017
– 2020“ wurde bereits 2018 ein Förderantrag zur
Förderung von sieben E-Fahrzeugen und der zu -
gehörigen Ladeinfrastruktur gestellt. Nach dem
positiven Förderbescheid vom 01 . Oktober 2018
Probebetrieb eines elektrischen
Rettungswagens und eines
elektrischen Notarzteinsatzfahrzeugs
im Rettungsdienst der Feuerwehr
Quelle: Stadt Köln
146Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
wurden Fördermittel in Höhe von 96.221 € bewil -
ligt. Die Fördermittel wurden für die Beschaffung
von drei E-Fahrzeugen des Typs Renault Zoe, vier
Fahrzeuge von E-Fahrzeugtyp Nissan Leaf und
dem Aufbau von vier (Doppel-)Schnellladesäulen
eingesetzt.
Das brauchen wir
---
Zielsetzung 2023/24
• ein elektrisch betriebener Rettungs -
wagen (eRTW) ist beschafft und in Be-
trieb genommen
• zwei elektrisch betriebene Notarztein -
satzfahrzeuge (eNEF) sind beschafft
und in Betrieb genommen
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
147Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Beschaffung und Erprobung von elek -
trisch angetriebenen Löschfahrzeugen
Erwartetes Einsparpotenzial
40 t/a CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
5,4 Mio. €
Zielsetzung 2023/24
• Projektinitialisierung
Ausblick ab 2025
• Projektumsetzung
• bis 2025: drei elektrisch betriebene
Löschfahrzeuge (eHLF) sind beschafft
und in Betrieb genommen
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
Da wollen wir hin:
Ziel ist die Beschaffung und Erprobung von elekt -
risch angetriebenen Löschfahrzeugen für die Zwe-
cke der Gefahrenabwehr in der Stadt Köln.
Das setzen wir bereits um:
Planung von notwendiger Infrastruktur zum Betrieb
von elektrisch angetriebenen Großfahrzeugen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Im Rahmen des von der Bundesregierung auf -
gelegten Sofortprogramms „Saubere Luft 2017
– 2020“ wurde bereits 2018 ein Förderantrag zur
Förderung von sieben E-Fahrzeugen und der zu -
gehörigen Ladeinfrastruktur gestellt. Nach dem
positiven Förderbescheid vom 01 . Oktober 2018
wurden Fördermittel in Höhe von 96.221 € bewil -
ligt. Die Fördermittel wurden für die Beschaffung
von drei E-Fahrzeugen des Typs Renault Zoe, vier
E-Fahrzeuge von Fahrzeugtyp Nissan Leaf und
dem Aufbau von vier (Doppel-)Schnellladesäulen
eingesetzt.
Das brauchen wir:
---
Entwicklungsprojekt für elektrisch
angetriebene Löschfahrzeuge bei der
Feuerwehr
Quelle: Stadt Köln
148Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Biogasbetriebener Bibliotheksbus
Das setzen wir bereits um
Der Bibliotheksbus ist europaweit der erste, der
mit Biomethan betrieben wird. Er versorgt die
Menschen an 18 Orten im Kölner Stadtgebiet mit
Medien und bietet Raum für kleinere Aktivitäten im
Kontext Nachhaltigkeit, Klima und MINT . Mit ihm
wurde der Benzinverbrauch auf Null gesetzt – und
gleichzeitig bildet er den perfekten Kreislauf einer
Großstadt ab: Der Bus fährt mit dem aus Bioabfäl-
len der Kölner*innen in der Vergärungsanlage der
AVG Köln gewonnenen Biogas. Die Einweihung hat
am 17. Oktober 2023 stattgefunden.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Bibliotheksbus: Biogas aus der Vergärungsanlage
der AVG Kompostierung.
Das brauchen wir
---
Quelle: Pixabay/Mimzy
Kernpunkte
• Erster europaweiter Bibliotheksbus,
der mit Biomethan betrieben wird
• Reduktion des Benzinverbrauchs auf
Null
Erwartetes Einsparpotenzial
Bibliotheksbus: 97 %; der CO ²-Ausstoss
wird von 18 auf 0,5 Tonnen reduziert.
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
980.000 € Beschaffungskosten; Re -
duktion der Verbrauchskosten (noch
nicht vorliegend)
Zielsetzung 2023/24
• 2023: ein Bibliotheksbus und neue
Haltestellen sind in Betrieb genom -
men; nachhaltige Programmangebote
sind gestartet
• 2024: Anschaffung eines E-Transpor -
ters und von Lastenrädern (in Planung)
Ausblick ab 2025
• Etablierung der Programme und aktu -
elle Fortschreibung
• Umstellung weiterer Fahrzeuge der
Bibliothek wie Transporter auf E-Mobi-
lität
• Anschaffung von Lastenrädern nach
Bedarf
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.1 .1 .1 Mobilität in Verwaltung,
kommunalen Unternehmen und kommu-
nalen Einrichtungen
149Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Besser durch Köln
Da wollen wir hin
Die Mobilität in Köln soll klimaneutral werden. Um
dieses Ziel zu erreichen, braucht es tiefgreifende
Veränderungen in der Art, wie wir uns im Alltag
fortbewegen. Konkret bedeutet dies, die Nutzung
des motorisierten Verkehrs, die in den vergange -
nen Jahren in Köln bereits deutlich rückläufig ist,
weiter zu reduzieren und dabei auch verstärkt die
Verkehre aus dem Umland in den Blick zu nehmen.
Um diesen Wandel systematisch voranzutreiben,
braucht es eine kohärente und auf die Ausgangs -
lage in Köln ausgerichtete Strategie, die darauf
abzielt, den Menschen verlässliche und attraktive
Alternativen zum privaten Pkw-Besitz und dessen
Nutzung bereitzustellen.
Die Stadt erarbeitet derzeit einen solchen nachhal-
tigen Mobilitätsplan, der den Titel „Besser durch
Köln“ trägt. Das Ziel des Mobilitätsplans ist es,
Maßnahmen und Handlungsschwerpunkte zu de -
finieren, die es ermöglichen, das kommunale Ziel
der Klimaneutralität bis 2035 auch im Mobilitäts -
sektor zu erreichen.
Das setzen wir bereits um
Die Erarbeitung des nachhaltigen Mobilitätsplans
erfolgt unter einer kontinuierlichen Beteiligung der
breiten Öffentlichkeit sowie von Initiativen, Verbän-
den, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Quelle: Jan Buckard/Tippingpoints
Kernpunkte
• Erarbeitung eines nachhaltigen Mobili-
tätsplans
• Das Ziel des Mobilitätsplans ist es,
Maßnahmen und Handlungsschwer -
punkte zu definieren, die es ermög -
lichen, das kommunale Ziel der
Klimaneutralität bis 2035 auch im Mo -
bilitätssektor zu erreichen.
• Grundlagenanalyse
• Strategieentwicklung mit konkreten
Maßnahmen und Verschränkung mit
bestehenden gesamtstädtischen Stra-
tegien (bspw. Kölner Perspektiven
2030+, Gutachten „Köln klimaneutral
2035“/Aktionsplan Klimaschutz)
• Erarbeitung eines Evaluierungskon -
zepts
Erwartetes Einsparpotenzial
Nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Für die Erarbeitung des gesamten
nachhaltigen Mobilitätsplans wurden
mit Beschluss vom 06.02.2020 (vgl.
Vorlagen-Nr. 2609/2019) 1 Mio. € be -
reitgestellt.
• Für die konkrete Erarbeitung von Stu -
fe 1 wurden im Rahmen des Bedarfs-
feststellungsbeschlusses (vgl. Vorla -
150Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• bis 2024: Erarbeitung und bis 2025 Ab-
schluss der Stufe 1 des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“
und politische Beschlussfassung zu
Leitbild und Strategie.
Ausblick ab 2025
• Erarbeitung und politische Beschluss -
fassung von Stufe 2 des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“
• bis 2027: Beschluss der darin enthalte-
nen Maßnahmen
• Umsetzung der beschlossenen Maß -
nahmen
• kontinuierliche Evaluation und darauf
basierend eine stetige Nachsteuerung
bzw. Fortschreibung des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“
diese beschlossen sind, mit dem Aktionsplan Kli -
maschutz verzahnt.
Das brauchen wir
Um die angestrebte Mobilitätswende hin zu einer
klimaneutralen Mobilität im Jahr 2035 wirklich um-
gesetzt zu bekommen, bedarf es einer auskömmli-
chen Ausstattung mit den benötigten Ressourcen.
Dies betrifft neben den finanziellen Mitteln in ers -
ter Linie die Personalausstattung.
Schon heute sind allerdings viele vorhandene
Planstellen in den Bereichen Planung und Ausbau
sowohl in der Verwaltung aber auch bei den Ver -
kehrsunternehmen (hier zusätzlich das Fahrper -
sonal) unbesetzt, da der Fachkräftemangel eine
Nachbesetzung schon heute deutlich erschwert.
Dieses Problem wird sich in Zukunft voraussicht -
lich noch verschärfen, weshalb der Personalgewin-
nung eine enorme Bedeutung zukommt. Ohne die
notwendigen personellen Kapazitäten werden die
angestrebten Ziele der Mobilitätswende und damit
die Klimaneutralität bis 2035 nur schwerlich zu er -
reichen sein.
Dabei unterteilt sich der Erstellungsprozess in zwei
Stufen.
In der aktuell laufenden ersten Stufe erfolgt eine
Grundlagenanalyse, auf welche die Erarbeitung
eines Leitbilds und einer Chancen- und Mängel -
analyse sowie die Strategieentwicklung folgen. Die
erste Stufe soll Ende 2024 abgeschlossen werden.
Daran wird sich eine zweite Stufe anschließen,
in der es darum geht, die Strategie mit konkreten
Maßnahmen zu hinterlegen. Hierzu zählen sowohl
die Definition von Zuständigkeiten, notwendigen
Ressourcen, Prioritäten und Zeithorizonten als
auch die Erarbeitung eines Evaluierungskonzepts
zur regelmäßigen Fortschrittskontrolle.
Der Fokus des nachhaltigen Mobilitätsplans „Bes -
ser durch Köln“ liegt auf der Mobilität von Men -
schen. Gleichwohl spielen dabei z.B. innerstäd -
tische Lieferverkehre und insbesondere deren
Auswirkungen auf die Personenmobilität eine Rolle
und finden daher eine entsprechende Beachtung.
Die strategische Weiterentwicklung der städti -
schen Waren- und Güterverkehre wird hingegen ge-
sondert konzeptioniert. Hierzu soll das bestehende
Stadtentwicklungskonzept Logistik fortgeschrie -
ben und um ein Handlungsprogramm mit konkret
umzusetzenden Maßnahmen ergänzt werden. Da-
bei wird eine enge Abstimmung und Verzahnung
der Maßnahmen des Logistikkonzepts mit dem
nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“
angestrebt.
Alle perspektivisch über „Besser durch Köln“ ver -
ankerten Strategien und Maßnahmen, die zur Errei-
chung der kommunalen Klimaneutralität im Mobili-
tätssektor beitragen, können und werden, sobald
gen-Nr. 0313/2021) am 20.04.2021 ca.
800.000 € bereitgestellt.
• Stufe 1 des nachhaltigen Mobilitäts -
plans wird mit Mitteln des Bundesmi-
nisteriums für Digitales und Verkehr
(BMDV) i.H.v. knapp 100.000 € geför-
dert.
Bezug zum Fachgutachten
Handlungsfeld 4. Mobilität und Logistik
werden klimaneutral
151Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elek -
tromobilität im offentlichen Straßen -
raum
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
2023:
• Investition: 6.200.000 €
• (Aufwand: 280.130 €)
2024:
• Investition: 6.200.000 €
• (Aufwand: 280.173 €)
Antriebstechnologien
Da wollen wir hin
Eine der zentralen Maßnahmen für ein klimaneut -
rales Verkehrssystem ist die Antriebswende. Fahr-
zeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren
werden dabei durch Fahrzeuge mit kohlenstoff-
freien Antrieben ersetzt. Der Ausbau der Ladeinf -
rastruktur für Elektromobilität ist ein wesentliches
Element, um die Energie- und Antriebswende zu
befördern.
Das setzen wir bereits um
Bereits 2016 hat der Rat der Stadt den Ausbau der
Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum be-
schlossen. Gemeinsam mit der Stadtwerke Köln
GmbH (SWK), die für Aufstellung, Instandhaltung
und Betrieb der Ladestationen beauftragt ist, wur -
den seither 220 Ladesäulen errichtet (440 Lade -
punkte). Insgesamt gibt es in Köln derzeit (Stand
September 2023) 1005 öffentlich zugängliche La -
depunkte.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
In mehreren Ratsbeschlüssen hat die Stadt die
Antriebswende vorangebracht. Fokus ist die För -
derung des Ausbaus von Elektromobilität im Stadt-
gebiet. Zusätzlich zu den bereits errichteten 220
Ladesäulen werden seit 2023 weitere 1 .000 öffent-
lich zugängliche Ladepunkte über alle Kölner Stadt-
bezirke verteilt.
Im Rahmen der 1 . Bauphase in der zweiten Bau -
stufe werden ab 01 .10.2023 89 weiteren Ladesäu-
len in den Bezirken Innenstadt, Rodenkirchen und
Lindenthal gebaut. Die zweite Ausbaustufe endet
am 30.06.2026.
Es ist eine hohe Dynamik beim Ausbau im privaten
und auch im öffentlich zugänglichen Raum erkenn-
bar. Die Stadt Köln wird den Markt weiter beob -
achten.
Quelle:
152Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Das brauchen wir
Durch die abgestimmte und optimierte Planung
und Genehmigung von Ladesäulenstandorten
konnte der Ausbau und die Standortgenehmigung
erheblich beschleunigt werden, sodass das Aus -
bauziel 2026 erreicht werden kann.
Zielsetzung 2023/24
• 231 zusätzliche Ladesäulen bis Ende
2024
Ausblick ab 2025
• bis 2025: 391 Ladesäulen
• Im Jahr 2026 sind insgesamt alle 500
Ladesäulen in Betrieb
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 4.4.1 Verbesserung von Effi-
zienz und Antrieben
153Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• ÖPNV-Netzentwicklung
• Ausbau Stadtbahn
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Gesamtumfang aller Maßnahmen kann
derzeit nicht beziffert werden.
Stadtbahnausbau
Da wollen wir hin
Köln wächst. Deshalb müssen wir den öffentlichen
Personennahverkehr ausbauen. Mit einem leis -
tungsstarken Angebot bewegen wir die Menschen
dazu, auf Busse und Bahnen umzusteigen. Dies ist
ein wesentlicher Beitrag zur angestrebten Klima -
neutralität. Dafür baut die Stadt Köln gemeinsam
mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG die vorhande-
nen Kapazitäten aus. Denn schon heute bieten die
Bahnen auf einigen Strecken nicht genügend Platz
für mehr Fahrgäste. Bei allen Maßnahmen denken
wir auch den restlichen Verkehrsraum mit, um die-
sen dem sich ändernden Mobilitätsverhalten anzu-
passen.
Das setzen wir bereits um
Bereits in der baulichen Umsetzung befindet sich
das Projekt „Nord-Süd Stadtbahn“ und erste Bau -
abschnitte des Projektes zur Bahnsteigverlänge -
rung auf den Linien 4, 13 und 18 zum Betrieb von
70 m langen Zügen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Weitere wichtige Projekte werden planerisch vo -
rangebracht bzw. befinden sich in der Phase der
Projektvorbereitung darunter:
• Ertüchtigung der Ost-West-Achse für den Be -
trieb mit Langzügen
• Vertiefende Planung und anschließende Ein -
leitung des Planfeststellungsverfahrens für die
StadtBahn Süd für Rondorf und Meschenich
• restliche Bauabschnitte des Projektes zur Bahn-
steigverlängerung auf den Linien 4, 13 und 18
zum Betrieb von 70 m langen Zügen
• Neubau der beiden Haltestellen „Niehler Gür -
tel“ und „Boltensternstraße“ auf der Gürtel -
strecke (Linie 13)
• neue Haltestelle auf der Linie 18 am Bahnhof
Köln-Süd
• Stadtbahnlinie 17 Bonn-Niederkassel-Köln (ge -
meinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis und der
Stadt Bonn) und Verlängerung der Linie 7 bis
Langel
• Neubau der Haltestelle Sürth-Süd (Linie 16)
Quelle: Kölner Verkehrsbetriebe AG
154Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
• Stadtbahnanbindung Mülheimer Süden und
Stammheim/Flittard
• Bahnsteiganhebungen Linie 13
• Machbarkeitsstudien für weitere Stadtbahner -
weiterungen (z. B. Köln-Niederaußem, Stadt -
bahnanschluss Neubrück, Verlängerung der
Gürtelstrecke der Linie 13)
Das brauchen wir
Um die ambitionierten Ausbauvorhaben umzuset -
zen, ist ausreichend qualifiziertes Personal bei der
Stadtverwaltung und der KVB erforderlich. Außer -
dem brauchen wir langfristige Finanzierungssi -
cherheit sowohl in Bezug auf die Förderprogram -
me von Bund und Land als auch für die städtischen
Eigenanteile.
Zielsetzung 2023/24
• Einreichung der Beschlussvorlagen
Stadtbahn Süd
• Erweiterte Planungsbeschlüsse Ost-
West-Ache, Haltestellen im Bereich
zwischen Weiden-West und Eisen -
bahnring
• Einreichung Variantenentscheid Ost-
West-Achse
• Durchführung Umweltverträglichkeits-
studie Linie 17
• Baubeschlüsse Bauabschnitte Bahn -
steigverlängerung auf den Linien 4, 13,
und 18
• Fortschreibung des Planungsbeschlus-
ses für den Mülheimer Süden
Ausblick ab 2025
• Umsetzung der Projekte die im Rah -
men der ÖPNV-Netzentwicklung nach
2032 umgesetzt sein sollen
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.2.1 .1 Quantitativer Ausbau
des bestehenden ÖPNV- und SPNV-An -
gebotes
155Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Definition eines MIV-Grundnetzes
• Einrichtung Bewohnerparkgebiete
• Parkraumbewirtschaftung
• Fertigstellung des Carsharingskonzep-
tes
• Vergabe von Carsharingstationen
• stärkere Gewichtung von Aspekten
der Aufenthaltsqualität und der Ver -
kehrssicherheit in der Planung
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Bewohnerparken:
• Haushalt 2023: 1 .673.600 €
Parkraumbewirtschaftung/Masterplan:
• Haushalt 2023: 4.775.000 €
• Haushalt 2024: 4.475.000 €
Anpassungen im Motorisierten
Individualverkehr (MIV)
Da wollen wir hin
Um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen, braucht
es tiefgreifende Veränderungen in der Art, wie wir
uns im Alltag fortbewegen. Konkret bedeutet dies,
die Nutzung des motorisierten Verkehrs, die in den
vergangenen Jahren in Köln bereits deutlich rück -
läufig ist, weiter zu reduzieren und dabei auch ver-
stärkt die Verkehre aus dem Umland in den Blick
zu nehmen.
Das setzen wir bereits um
Die Autonutzung bei den Kölnerinnen und Köl -
nern ist stark rückläufig. Wurden 2008 noch 43 %
aller Wege mit dem Auto zurückgelegt, sind dies
im Jahr 2022 nur noch 25 %. Aufgrund der stark
autozentrierten Verkehrsplanung insbesondere in
der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die
Verkehrsflächen stark überproportional zu Gunsten
des Autos verteilt. Dies betrifft sowohl die Dimen-
sionierung der Straßen als auch die durch parken -
de Autos in Anspruch genommenen Flächen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Derzeit wird ein sogenanntes MIV-Grundnetz defi-
niert. Das sind Korridore, in denen eine leistungsfä-
hige Abwicklung des Kfz-Verkehrs auch in Zukunft
sichergestellt werden soll. Alle Straßen, die nicht
Teil des MIV-Grundnetzes sind, können perspekti -
visch so umgestaltet werden, dass dort das Auto
nicht mehr das maßgebliche Verkehrsmittel ist,
sondern auch die Bedarfe der Nahmobilität und des
ÖPNV und damit auch Aspekte der Aufenthaltsqua-
lität und Verkehrssicherheit die Planung maßgeb -
lich bestimmen.
Quelle: pixabay/ niekverlaan
156Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Der politische Beschluss zum „Masterplan Par -
ken“ wird sukzessive abgearbeitet. Kernelemente
sind eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaf -
tung, eine Neuaufteilung des öffentlichen und pri -
vaten Parkraums, das Freihalten von Gehwegen
und die Digitalisierung des Parkens. Der ruhende
Autoverkehr im öffentlichen Raum soll deutlich
reduziert werden. 10 % aller Stellflächen sollen
ausschließlich für Autos mit alternativen Antrie -
ben oder mit Sondergenehmigung freigegeben
werden. Stationsbasierte Carsharing-Angebote
werden ausgebaut und in jeder Straße Parkplätze
in Abstellmöglichkeiten für (Lasten-) Fahrräder um-
gewandelt werden.
Mit der Erarbeitung und Umsetzung des Carsha -
ring-Konzepts soll die geteilte Automobilität geför -
dert und somit ein weiterer Beitrag zur Senkung
der privaten Pkw-Besitzquote geleistet werden.
Direkt am Hauptbahnhof befinden sich – bundes -
weit einmalig – sechs induktive Ladeplätze im öf -
fentlichen Raum für elektrisch betriebene Taxis.
Mit unterirdisch verbauten Ladesäulen („Lade -
bordsteinen“) wird zudem in 2023 eine stadtver -
trägliche neue Ladetechnik erprobt. Mit dem Land
Nordrhein-Westfalen wird in einem Pilotprojekt das
24/7-Laden auf Supermarktparkplätzen erprobt und
evaluiert.
Einrichtung Bewohnerparkgebiete:
Durch die Umsetzung von Parkraumkonzepten sol-
len die Parkmöglichkeiten für die Bewohnerinnen
und Bewohner verbessert werden. Durch das Be -
wohnerparkkonzept kann der Parkdruck verringert
werden. Gleichzeitig wird der Anreiz geschaffen,
vom Motorisierten Individualverkehr (MIV) auf Ver-
kehrsmittel des Umweltverbundes (ÖPNV , Fahrrad,
zu Fuß gehen) umzusteigen. Durch den sinkenden
Anteil an Fremdparkenden steigt die Chance für
Bewohner*innen einen wohnungsnahen Parkplatz
zu finden.
Die Planungen in den Parkraumkonzepten um -
fassen auch die Bewirtschaftung der Stellplätze
in den überlasteten Bereichen unter Berücksich -
tigung des Bewohnerparkens. Vorhandene Park -
möglichkeiten werden bereitgestellt, die sowohl
von Kund*innen, Besucher*innen und auch von
Anwohnenden genutzt werden können. Daneben
sollen verschiedene Bewirtschaftungsformen an -
geboten werden, damit weitgehend alle Parkbe -
dürfnisse entsprechender Parkraum vorgehalten
werden können.
Die Bewohnerparkgebiete werden sukzessive
überprüft und überarbeitet. Dabei spielt die Her -
stellung der Barrierefreiheit eine entscheidende
Rolle (faires Parken). Durch individuelle Konzepte
soll die Barrierefreiheit auf jeder Straße sukzessive
umgesetzt werden, dazu gehört auch das Queren
zwischen parkenden Fahrzeugen, so dass die Stra-
ßen des Kölner Stadtgebietes barrierefrei werden.
Zukünftig ist das Parken auf dem Gehweg nur noch
dann erlaubt, wenn dem Fußverkehr auf dem Geh-
weg mindestens 2,00 Meter Platz zur Verfügung
stehen. Damit soll erreicht werden, dass die Bar -
rierefreiheit auf Gehwegen erhöht und der Fuß -
verkehr gestärkt wird. In der Folge wird die Zahl
der Stellplätze in den Wohnquartieren deutlich re -
duziert. Um auf diese Veränderungen zu reagieren,
wird in zahlreichen Straßen das reservierte Bewoh-
nerparken eingeführt, das bedeutet, dass auf die -
sen Stellplätzen ausschließlich Bewohnende mit
gültigem Bewohnerparkausweis parken dürfen.
Dadurch wird sich die Zahl der Parkvorgänge von
externen im öffentlichen Straßenland reduziert und
ein starker Anreiz geschaffen, auf den Umweltver-
bund umzusteigen.
Parkraumbewirtschaftung
Die Stadt wird in Parkzonen mit unterschiedlichen
Parkpreisen und einer maximalen Parkdauer zwi -
schen zwei und vier Stunden eingeteilt. Der Preis
der Parkraumbewirtschaftung wird angehoben und
überall dahin ausgeweitet, wo der Parkdruck es er-
forderlich macht. Dadurch sollen Anwohner*innen
und der fließende Verkehr spürbar entlastet wer -
den.
Dabei ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur zu be -
rücksichtigen.
157Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Optimierung des Bewohnerparkgebie-
tes Deutz I mit Ausweitung Bewohner-
parkreservierung
• Fertigstellung des Carsharingkonzep -
tes
• Vergabe von bis zu 70 weiteren Cars -
haringstationen im öffentlichen Stra -
ßenland
• Anpassung der Parkgebührenordnung
• Überplanung weiterer Bewohnerpark -
gebiete
• Fortschreibung des Carsharingkonzep-
tes
• Anpassung der Gebühren für das Be -
wohnerparken
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 4.2.2.3 Umgestaltung MIV
In bestimmten Zonen/Bereichen/Straßen mit ho -
her Aufenthaltsqualität entfällt das Parken kom -
plett. Ladezonen bleiben erhalten und sollen – wo
benötigt – ausgebaut werden.
Das brauchen wir
Um die angestrebte Mobilitätswende hin zu einer
klimaneutralen Mobilität im Jahr 2035 wirklich um-
gesetzt zu bekommen, bedarf es einer auskömmli-
chen Ausstattung mit den benötigten Ressourcen.
Dies betrifft neben den finanziellen Mitteln in ers -
ter Linie die Personalausstattung.
158Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Erstellung von Mobilstationen in je -
dem Stadtbezirk und an allen Bahnhal-
tepunkten
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
640.000,00 € in 2023
• 640.000,00 € in 2024
Vernetzte Mobilität
Da wollen wir hin
Als Ergänzung zum ÖPNV und zur Bereitstellung
von Alternativen zum Privat-Pkw werden Mobili -
tätsangebote an Mobilstationen gezielt gebündelt
– sowohl an Verknüpfungspunkten des ÖPNV als
auch direkt in Wohnquartieren. Es wird ein Raum -
buch Mobilstationen entwickelt, dass Ausbaustan-
dards definiert und festlegt, welche Angebote ein
flächendeckendes Netz an Mobilstationen je nach
Lage im Stadtgebiet vorhalten soll. Die Stadtwerke
Köln GmbH sollen mit Bau und Betrieb der Statio -
nen betraut werden. Jeder Kölner Stadtbezirk soll
mit mindestens einer Mobilstation ausgestattet
und alle Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet zu Mobil-
stationen mit ergänzenden Angeboten weiterent -
wickelt sein.
Das setzen wir bereits um
Aktuell gibt es 18 Mobilstationen an Haltestellen
des ÖPNV sowie zwei Quartiersstationen in der
Kölner Südstadt. Acht der im ersten Schritt mon -
tierten Stelen befinden sich an Bahnhöfen. Dies
ist Teil der SmartCity-Partnerschaft zwischen der
Deutsche Bahn AG, der Nahverkehr Rheinland
GmbH und der Stadt Köln.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
In Köln gibt es bereits seit 2016 erste Mobilstatio -
nen am Bahnhof Mülheim, in der Stegerwaldsied -
lung und am Charles-de-Gaulle-Platz. Sie wurden
im Rahmen des „Horizon 2020“-EU-Förderprojek -
tes „GrowSmarter“ gemeinsam mit Akteuren der
Stadtgesellschaft sowie in Abstimmung mit dem
Landesministerium umgesetzt und rückten Köln in
Fachkreisen auch international in den Fokus. Zwei
weitere Stationen im Severinsviertel wurden 2019
im Rahmen eines mit Bundesmitteln geförderten
Forschungsprojekts des experimentellen Woh -
nungsbaus und Städtebaus (ExWoSt) eingerichtet.
In 2020 folgte ein Ratsbeschluss zur Einrichtung
eines flächendeckenden Netzes an Mobilstationen
im Stadtgebiet.
Bereits jetzt sind in Köln und der Stadtregion ein -
zelne Mobilstationen als physische Verknüpfungs -
punkte der Verkehrsmittel des Umweltverbundes
Quelle: mobil.nrw
159Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
und neuer innovativer Mobilitätsangeboten reali -
siert. Zudem bestehen Pläne zur Ausweitung des
bestehenden Angebotes.
Das brauchen wir
Neben der Fertigstellung des Raumbuchs als Rah-
menvorgabe für die Ausgestaltung und räumliche
Verteilung von Mobilstationen ist die langfristige
Finanzierungssicherheit maßgeblich für das Betrei-
ben der Anlagen sowie der gewünschten Mobili -
tätsdienstleistungen.
Zielsetzung 2023/24
• Jeder Kölner Stadtbezirk soll mit min -
destens einer Mobilstation ausge -
stattet und alle Bahnhaltepunkte im
Stadtgebiet zu Mobilstationen mit er -
gänzenden Angeboten weiterzuentwi-
ckeln sein
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 4.4.2 Verkehrsintegration
und übergreifende Maßnahmen
160Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Befahrbares Rad(haupt-)routennetz
• Schaffung von neuen Fuß-und Radwe-
gebrücken
• Ausbau von Fahrradabstellanlagen und
Fahrradreparatursäulen
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
Rad(haupt-)routennetz:
Haushalt 2023:
• Investition: 9.821 .000 €, (Aufwand:
750.000 €)
• Radwegesanierungs-
programm: 2.000.000 €
Haushalt 2024:
• Investition: 23.691 .000 € (Aufwand:
500.000 €)
• Radwegesanierungs-
programm: 2.000.000 €
Fahrradabstellplätze (im Haushalt
2023/24):
• Haushalt 2023: 1 .105.760 €
• Haushalt 2024: 1 .025.380 €
Rheinquerung (neue Fuß- und Radwege-
brücken)
Förderung Nahmobilität: Fuß- und
Radverkehrsförderung
Da wollen wir hin
Durch die Verbesserung der infrastrukturellen,
rechtlichen, organisatorischen und administrati -
ven Rahmenbedingungen für den Radverkehr sol -
len Wege, deren Distanz und Wegezweck das er -
lauben, vom Pkw auf das Fahrrad, Pedelecs und
E-Bikes verlagert werden. Rad- und Fußverkehr
sollten bis 2035 zusammen einen Anteil von min -
destens 50 % am Modal Split erreichen.
Die Bedingungen für die Nutzung des Fahrrads in
Köln sollen weiter verbessert werden, so dass zu -
künftig mehr Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt
werden. Hierzu wird ein durchgängiges, ausrei -
chend dimensioniertes, barrierefreies und sicheres
Rad-Netz in Köln geschaffen, das die einfache und
komfortable Nutzung durch alle Altersgruppen von
Kindern bis zu Senioren ermöglicht. Zudem soll das
Radfahren in Köln sicherer werden. Die Anzahl der
Unfälle mit Beteiligung von Radfahrenden soll ganz
erheblich reduziert werden, ebenso die Schwere
der Unfälle. Der Anteil der zu Fuß zurückgelegten
Wege hat seit der Corona-Pandemie stark zuge -
nommen. Ein Drittel (33 %) aller Wege der Köl -
nerinnen und Kölner waren 2022 reine Fußwege.
2008 waren dies weniger als ein Viertel (24 %). Die
Stadt Köln hat 2022 einen „Fußverkehrsbeauftrag-
ten“ benannt, um die Förderung des Fußverkehrs
innerhalb der Verwaltung fest zu verankern und zu
systematisieren.
Quelle: pixabay/ JillWellington
161Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
In den vergangenen Jahren wurden viele zentra -
le Zonen und Geschäftsstraßen - u.a. Kölner Alt -
stadt, Severinstraße, Friesenstraße, Eigelstein, Eh-
renstraße und Venloer Straße – umgestaltet oder
durch Verkehrsversuche in ihrer Nutzung so ver -
ändert, dass insbesondere zu Fuß Gehende davon
profitieren und die Aufenthaltsqualität verbessert
wurde. Durch verschiedene Beteiligungsformate
wurde versucht, die Anliegerinnen und Anlieger
sowie die Bevölkerung aktiv in die jeweiligen Pro -
zesse einzubeziehen.
Befahrbares Rad(haupt-)routennetz:
Das Radverkehrshauptnetz ist ein Zielkonzept. Es
bildet die zukünftigen Radhauptrouten ab. Hier soll
der Radverkehr gebündelt werden. Die Radhaupt -
routen sind maßgeblich für die Berücksichtigung
des Radverkehrs bei zukünftigen Planungen. Ziel
ist es, ein zusammenhängendes, durchgehend
befahrbares Radverkehrsnetz für jeden Bezirk zu
schaffen. Dieses Netz soll darüber hinaus die Be -
zirke miteinander verbinden.
Erweiterungen sowie Schaffung von neuen Fuß-
und Radwegebrücken (Rheinquerung) sowie Rad -
wegerampen:
Sieben Brücken ermöglichen heute die Verbindung
zwischen den westlichen und den östlichen Stadt-
teilen über den Rhein, sei es zu Fuß, mit dem Fahr-
rad, der Bahn oder mit dem Kraftfahrzeug. Um dem
stetig wachsenden Fuß- und Radverkehr zukunfts-
weisend zu begegnen, sind Erweiterungen an den
Fuß- und Radwegen und auch an vorhandenen
Brücken, wie die der Hohenzollernbrücke, geplant.
Zusätzlich soll der Bau weiterer Brücken die Attrak-
tivität von Fuß- und Radwegverbindungen verbes -
sern. Im städtebaulichen Masterplan Innenstadt
aus dem Jahre 2009 sind die neuen Rheinbrücken
zur langfristigen Sicherung attraktiver Fuß- und
Radverkehrsverbindungen vorgesehen. Ebenso
im Verkehrsnetzplan des Radverkehrskonzepts. Im
Gegensatz zu den bestehenden Rheinbrücken sol-
len die neuen Brücken dem reinen Fuß- und Rad -
verkehr dienen.
Ausbau von Fahrradabstellanlagen und Fahrradre -
paratursäulen:
Das Fahrradparken im öffentlichen Raum und auf
Privatgrundstücken soll durch bauliche und organi-
satorische Maßnahmen wie der Aufbau von Fahr -
radabstellanlagen und Fahrradreparatursäulen ver -
bessert werden. Gehwegparken wird vermieden
durch ausreichende Stellflächen abseits der Geh -
wege; hierfür werden insbesondere Pkw-Parkflä -
chen reduziert.
Das setzen wir bereits um
In den vergangenen Jahren wurden sukzessive
Radverkehrskonzepte für die einzelnen Stadtbezir -
ke entwickelt und mit deren Umsetzung begonnen.
In 2024 und 2025 werden unter anderem folgende
Projekte umgesetzt oder planerisch vorangebracht,
die eine wesentliche Klimaschutzwirkung entfalten
werden und den Fuß- und Radverkehr stärken:
• Maßnahmenumsetzung Radverkehrsinfrastruk-
tur (Unter anderem Tel-Aviv Straße, Houdainer-
straße, Turiner Straße Richtung Süden, Han -
saring Richtung Ebertplatz, Querung Niehler
Kirchweg, Querung Neusser Straße, Bauliche
Trennung Mauenheimer Gürtel, Neusser Land -
straße, Barbarossaplatz, Roonstraße)
• Haushalt 2023: 200.000 €
• Haushalt 2024: 6.630.000 €
Radwegerampen:
• Haushalt 2023: 80.000 €
• Haushalt 2024: 50.000 €
Erweiterung Hohenzollernbrücke und
linksr. Rampe:
Im Haushalt 2023/24:
• Haushalt 2023: 1 .480.000 €
• Haushalt 2024: 630.000 €
Radwegesanierung und Umgestaltun -
gen:
• Haushalt 2023: 12.171 .000 €
• Haushalt 2024: 24.991 .000 €
162Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• 1 .500 Fahrradabstellplätze pro Jahr
(Zielwert)
• 20 Abschnitte Fahrradstraßen
• 30 geöffnete Einbahnstraßen
• Erweiterter Planungsbeschluss Neue
Fuß- und Radwegebrücke südlich der
Hohenzollernbrücke
Ausblick ab 2025
• 1 .500 Fahrradabstellplätze pro Jahr
(Zielwert)
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 4.2.2 Förderung Nahmobilität
• Ausbau Fahrradparken (ca. 1 .500/Jahr) und Öff-
nung von Einbahnstraße (ca. 20-30/Jahr)
• Umsetzung von weiteren Fahrradstraßen (20
Abschnitte/Jahr)
• Verbesserungen Fußverkehrsinfrastruktur Neu-
markt
• Umgestaltung Ehrenstraße (Baubeschluss)
• Trankgasse (Auswertung Zwischenlösung und
Planungsbeschluss für Umgestaltung) Rad -
schnellweg Köln-Frechen (Erweiterter Pla -
nungsbeschluss)
• Berrenrather Straße (Baumaßnahme)
• Fußverkehrschecks
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die beschlossenen Radhauptnetze haben eine
Länge von 1 .800 Kilometern. Davon sind rund 500
Kilometer Teil des gelben Netzes, das heißt der
Radverkehr wird getrennt geführt. Rund 1 .300 Kilo-
meter sind Teil des grünen Netzes, das heißt der
Radverkehr wird im Mischverkehr mit anderen Ver-
kehrsarten geführt. Im grünen Netz werden rund
400 Kilometer straßenunabhängig geführt, bei -
spielsweise durch Parks oder Grünanlagen. Rund
100 Kilometer grünes Netz sind zudem noch in
Planung. Damit umfasst das straßengeführte Rad-
haupt-routennetz eine Länge von rund 1 .300 Kilo -
metern und insgesamt rund 46 Prozent des Kölner
Straßennetzes.
Derzeit werden für alle Bezirke Fahrradstraßennet-
ze erarbeitet. Seit 2017 wurde die Gesamtstecke
der aktuell 48 Fahrradstraßen Kölns vervierfacht
(Stand Mai 2023).
Nach Erstellung einer Machbarkeitsstudie wurde
mit den Planungen zur Erweiterung der Nord- und
Südseite der Hohenzollernbrücke begonnen.
Das brauchen wir
Um die angestrebte Mobilitätswende hin zu einer
klimaneutralen Mobilität im Jahr 2035 wirklich um-
gesetzt zu bekommen, bedarf es einer auskömmli-
chen Ausstattung mit den benötigten Ressourcen.
163Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Reduktion der THG-Emissionen auf
unter 1 .000 Tonnen pro Jahr bis 2035
• Aufstockung der E-Bus-Flotte bis
Ende 2025 auf 164 Fahrzeuge, voll -
ständige Umrüstung zwischen 2030
und 2035
• Klimaneutrale Umrüstung der Wär -
meversorgungsanlagen an den Be -
triebsstandorten der KVB
• Umstellung der PKW-/LKW-/Nutz -
fahrzeugflotte auf emissionsfreie
Antriebe
• Austausch der Kälteanlagen an orts -
festen Einrichtungen der KVB (Ge -
bäudetechnik) bis 2035
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 33.000 t CO2eq pro Jahr bis Ende 2035
(Abhängig von: der Definition der Emis -
sionsfaktoren für die einzelnen Energie -
träger (z.B. Ökostrom Rhein-Energie), der
Umrüstung der Fernwärmeversorgung
der RheinEnergie auf Klimaneutralität bis
2035
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
ca. 500 - 800 Mio. €
• reine Kosten für die Klimaneutralitäts -
maßnahmen
• aktuelle Hochschätzung, abhängig von
weiteren Preisentwicklungen, Liefer -
Klimaneutralität der Kölner Verkehrs-
Betriebe AG
Da wollen wir hin
Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) hat seit
2015 u.a. durch den Umstieg auf Ökostrom und
den Beginn der Umrüstung von dieselbetriebenen
auf batterieelektrische Busse in 2019 seine THG-
relevanten Emissionen schon um ca. 65 % auf ca.
33 Tausend Tonnen pro Jahr in 2022 reduzieren
können (Scope 1+2-Emissionen).
Bis 2035 plant die KVB, diese THG-Emissionen
auf unter 1 .000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Es
sollen dann möglichst nur noch technisch nicht
vermeidbare Emissionen entstehen, z.B. aus Not-
strom-Aggregaten und bis dahin technisch nicht er-
setzbaren Fahrzeugen und Einrichtungen.
Das setzen wir bereits um
1 . Umstellung Busse auf emissionsfreien An -
trieb
Derzeit läuft die Umrüstung der noch dieselbetrie -
benen Busflotte der KVB auf Hochtouren:
• Bis Ende 2022 konnten schon 62 E-Busse in
Betrieb genommen werden.
• 2024 werden weitere 56, im Folgejahr 46 bat -
terieelektrische Busse in Betrieb gehen. Die E-
Bus-Flotte der KVB wird damit Ende 2025 auf
164 Fahrzeuge angewachsen sein.
Quelle: Kölner Verkehrsbetriebe AG
164Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
• Im Zuge dessen wurden und werden bereits
infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen, wie
bspw. die Ladeinfrastruktur auf der Buslinie.
Derzeit werden die Bus-Standorte der KVB für
die spätere vollständige Umstellung der Bus -
flotte auf Batteriebetrieb umgerüstet bzw. neu
errichtet (Betriebshöfe Nord und Ost).
2. Umstellung Kälteanlagen Bahn + Bus
Im Zuge der Fahrzeugneubeschaffungen im Bus -
bereich aber auch bei den Stadtbahnen werden de-
ren Kälteanlagen auf klimafreundliche Kältemittel
umgestellt. Klimaschädliche Effekte durch Lecka -
geverluste an den Anlagen werden dadurch deut -
lich reduziert.
3. Beleuchtung
Ein letzter Schwerpunkt betrifft die Umrüstung der
Beleuchtungseinrichtungen der Betriebsstätten
der KVB auf LED-Technik. Die Planungen hierzu ha-
ben begonnen und ein Standort wurde zwischen -
zeitlich umgerüstet. Die weiteren Standorte wer -
den folgen.
(Hinweis: Diese Maßnahme zahlt im Wesentlichen
auf den Energieverbrauch der KVB ein und weni -
ger auf die THG-Emissionen, da die KVB schon
jetzt vollumfänglich klimaneutralen Strom über die
RheinEnergie bezieht).
Hier ist die Kölner Verkehrs-Betriebe AG
aktiv
1 . Weitere Umstellung der Busflotte auf emissions-
freie Antriebe
Geplant sind im weiteren Verlauf die Umrüstung
der restlichen Diesel-Busse der KVB und auch der
ca. 120 Busse der SOV (Tochterunternehmen der
KVB).
Die KVB plant die vollständige Umstellung beider
Unternehmen auf klimaneutrale Antriebe inklusive
der Umrüstung der Standorte mit der entsprechen-
den Infrastruktur zwischen 2030 und 2035.
2. Umstellung der PKW-/LKW-/Nutzfahrzeugflotte
auf emissionsfreie Antriebe
Die KVB betreibt neben den Bussen und Bahnen
einen größeren Fahrzeugpark an PKW und LKW
zur Aufrechterhaltung ihres Betriebes. Auch hier
ist bis 2035 bei den Neubeschaffungen die Umrüs-
tung auf alternative Antriebe vorgesehen. Im Zuge
dessen wird die KVB auch ein zentrales Fuhrpark-/
Flottenmanagement einführen.
3. Wärmeversorgungsanlagen
Neben den Maßnahmen im Bus-Bereich laufen
derzeit die Planungen zur Umrüstung der noch fos-
sil betriebenen Wärmeversorgungsanlagen an den
Betriebsstandorten der KVB. Die Anlagen sollen bis
2035 durch Umrüstungen auf andere Technologien
(insbesondere Wärmepumpen und Fernwärme der
RheinEnergie) klimaneutral gestellt werden.
4. Kälteanlagen
Ein weiterer letzter Punkt betrifft die Kälteanlagen
an ortsfesten Einrichtungen der KVB (Gebäude-
technik). Während die Kälteanlagen in den Fahr -
zeugen insbesondere im Zuge von Neubeschaffun-
gen der Bahnen und Busse auf klimafreundliche
Kältemittel umgestellt werden, wird bei den orts-
festen Einrichtungen ein sukzessiver Austausch bis
voraussichtlich 2035 erfolgen.
fähigkeiten der Zulieferindustrie, et -
waigen Verzögerungen in Planung und
Umsetzung (Fachkräftemangel) und
Fördermittelstruktur
• nicht enthalten: Grundlegende strate -
gische Maßnahmen zur Zukunftsfähig-
keit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B.
Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen,
Beschaffung Langzüge, Anpassung
Betriebshöfe, Streckenneu- und Um -
bau, Maßnahmen zur Erhöhung des
ÖPNV-Angebotes)
165Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Inbetriebnahme weiterer 56 E-Busse
bis Ende 2024
• Betriebshof Ost: Fertigstellung 1 . Bau-
abschnitt für die E-Busse
• Betriebshof Nord: Beauftragung Gene-
ralplaner und Planungsbeginn für den
2. Bauabschnitt für die E-Busse
Ausblick ab 2025
• Folgebeschaffungen E-Busse
• Start Neubau Betriebshof Ost 2. Bau -
abschnitt
• Start Umbau Betriebshof Nord 2. Bau-
abschnitt
• Planung erster Maßnahmen zur Um -
stellung der Wärmeversorgung
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 4.2.1 Förderung ÖPNV
Das brauchen wir
1 . Finanzierbarkeit
Die Gesamtkosten der KVB allein für die oben ge -
nannten klimarelevanten Maßnahmen werden sich
nach ersten Hochschätzungen auf ca. 500 - 800
Mio. € belaufen (geplante und schon umgesetzte
Maßnahmen). Der größte Anteil entfällt dabei auf
die Umrüstung der Busflotte und die damit einher-
gehende Umstellung der Infrastruktur, insbeson -
dere der Busbetriebshöfe.
Diese Kosten beinhalten dabei nicht die sonsti -
gen dringend erforderlichen Zukunftsprojekte der
KVB, die zur Sicherstellung und Weiterentwicklung
des ÖPNV in der Stadt Köln erforderlich sind. Als
Beispiele seien hier die Fahrzeugerneuerungen
im Straßenbahnbereich, Streckenum-/Neubauten
– ggf. auch in kommerziell für die KVB nicht wirt -
schaftlichen Bediengebieten - und Neugestaltun -
gen der Betriebshöfe abseits der Ladeinfrastruktur
der Elektro-Busse genannt. Die Kosten für diese
Maßnahmen übersteigen die reinen Klimaneutrali-
tätskosten der KVB nochmals deutlich, sind aber
im Gegenzug ein wesentlicher Bestandteil zu Stär-
kung des ÖPNV und damit zur Verkehrswende der
Stadt Köln.
Die Finanzierbarkeit der klimarelevanten Maßnah -
men – neben den weiteren dringend erforderli-
chen Investitionen – stellt eine enorme Herausfor-
derung für die Stadt Köln, den SWK und die KVB
dar, ist aber ein wesentlicher Eckpfeiler für deren
Umsetzung. Ebenfalls müssen die Rahmenbe -
Abbildung 14 Qualitative Entwicklung der THG-
Emissionen der KVB (Scope 1 +2)
dingen auf Seiten des regulierenden Bundes und
des Landes (z.B. Ausgleich für Erlösverluste und
Kosten durch das Deutschlandticket, Betriebskos -
tenzuschüsse, Fördergelder, Drittnutzerfinanzie -
rungen wie z.B. Parkraumbewirtschaftungen usw.)
gegeben sein.
2. Lieferfähigkeit
Ein weiterer wesentlicher Aspekt betrifft die Lie -
ferfähigkeit für die erforderlichen Fahrzeuge und
Anlagen. Schon bei den laufenden Umstellungen
der Fahrzeugflotte der KVB haben Lieferengpässe
der Hersteller zu Verschiebungen in den Projektpla-
nungen der KVB geführt.
3. Arbeits- bzw. Fachkräftemangel
Auch die KVB bleibt von dem aktuellen Arbeitskräf-
temangel nicht verschont und konkurriert hier mit
anderen Wirtschaftszweigen. Gerade aber für die
Herausforderungen der klimaneutralen Umstellung
wird eine Vielzahl hoch qualifizierter Beschäftigter
(z.B. Ingenieure und Techniker) benötigt, um eine
Umsetzung im Zeit- und Kostenrahmen und in der
gebotenen Qualität gewährleisten zu können.
166Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Umstellung des bestehenden Fuhr -
parks auf alternative Antriebe und Aus-
bau der E-Ladeinfrastruktur
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
15,2 Mio. € (für Ladeinfrastruktur) in
Abhängigkeit von den Planungen bei
der Umsetzung der Infrastruktur und
den vorhandenen Fördermitteln, für
die Umstellung des Fuhrparks sind die
Kosten derzeit nicht quantifizierbar.
Mobilitätsstrategie 2035 der AWB
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Da wollen wir hin
Um das Klimaziel der Stadt Köln, bis zum Jahr 2035
klimaneutral zu sein, zu unterstützen, will die AWB
den bestehenden Fuhrpark von über 600 Fahrzeu -
gen auf alternative Antriebe umstellen. Hierfür ist
gleichfalls auf den Standorten der AWB die not -
wendige Ladeinfrastruktur zu schaffen.
Das setzen wir bereits um
Die AWB hat in den Fahrzeugsegmenten Kehrma -
schinen und Abfallsammelfahrzeuge bereits ver-
schiedene Fahrzeuge, die mit alternativen elektri -
schen, gas- und wasserstoffbetriebenen Antrieben
ausgestattet sind, beschafft. Diese befinden sich
derzeit in Tests bezüglich eines möglichen zukünf-
tigen Ausbaus. Darüber hinaus werden im PKW-
Segment nur noch elektrobetriebene Fahrzeuge
angeschafft.
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobi -
lität hat an den Logistikstandorten bereits begon -
nen und derzeit wird ein Konzept zur Umsetzung
des Endausbaus erarbeitet.
Das brauchen wir
Eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung
der geplanten Maßnahmen im angestrebten Zeit-
raum ist die technische Weiterentwicklung der
alternativen Antriebe durch die Hersteller, der
Ausbau der Betankungsinfrastruktur (z.B. für Elek -
tromobilität und Wasserstoff) sowie die Bereitstel-
lung von Fördergeldern durch die Stadt Köln, das
Land NRW und den Bund.
Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
167Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
• Konzeptionierung und erste Umset -
zung des Ausbaus der E-Ladeinfra -
struktur auf den 3 Logistikstandorten
Ausblick ab 2025
• Weiterer Ausbau der E-Ladeinfrastruk-
tur
• bis 2025: Endausbau der E-Ladeinfra -
struktur auf den Standorten
• 2025-2035: Kontinuierliche Ersatzbe -
schaffung der Fahrzeuge mit alterna-
tiven Antrieben
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 4.1 .1 Konzern Stadt Köln als
Vorbild
168Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Kernpunkte
• Klimaneutralität bis 2035 in den Sekto-
ren Strom- und Wärmeversorgung wie
auch in einem überwiegenden Teil der
Mobilität (Kraft- und Nutzfahrzeuge).
Ausgenommen ist die Binnenschiff -
fahrt, hier gilt 2050 als Ziel
• Überregionale Tätigkeit
• Gebietsentwicklung „Fusion Cologne“
mit hohem Gewicht von Nachhaltig -
keits- und Klimaschutzaspekten von
Beginn der Planungen an
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
100.000 € (aktuell quantifizierbar) bis
2025 bezogen ausschließlich auf das
Kölner Stadtgebiet.
Klimaschutzmaßnahmen der HGK-
Gruppe
Da wollen wir hin
Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK-Gruppe)
hat sich, wie auch die Stadt Köln, das Ziel gesetzt,
bis zum Jahr 2035 die Klimaneutralität zu errei -
chen. Ausgenommen von diesem Ziel ist, gleich-
lautend mit dem europäischen Rahmen (Mannhei-
mer Erklärung datierend aus dem Jahr 2018), die
Binnenschifffahrtsflotte, welche die weitgehende
Beseitigung der Emissionen von Treibhausgasen
bis zum Jahr 2050 umsetzt.
Das setzen wir bereits um
Die Klimaschutzbestrebungen der HGK-Gruppe
lassen sich in die Sektoren Strom- und Wärmever-
sorgung sowie Mobilität gliedern. Dabei ist jedoch
zu beachten, dass die HGK-Gruppe über die Gren -
zen der Stadt Köln hinaus tätig ist und somit nicht
alle Projekte der Stadt Köln bilanziell angerechnet
werden können.
Im Folgenden werden dennoch die übergreifenden
Ziele und Projekte der HGK-Gruppe beschrieben:
Stromversorgung: Die HGK-Gruppe bezieht bereits
seit einigen Jahren zu einem Teil Ökostrom. Bis zum
Jahr 2025 soll der Strombezug der gesamten Grup-
pe vollständig auf Ökostrom umgestellt werden.
Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jah -
ren PV-Anlagen auf unterschiedlichen Gebäuden
installiert sowie Potenzialanalysen durchgeführt.
Dabei wurden sowohl eigene als auch gemietete
bzw. gepachtete Liegenschaften in die Analysen
einbezogen. Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt
70.000 m² mit PV-Modulen belegt werden.
Wärmeversorgung: Die benötigte Wärme soll be -
reits 2030 fast vollständig ohne fossile Energieträ -
ger erzeugt werden. Neben elektrischem Strom
wird die Nutzung von Nah- und Fernwärme ange -
strebt.
Quelle: pixabay/ Didgeman
169Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Mobilität: Im Bereich der Mobilität muss zwischen
Kraft- und Nutzfahrzeugen sowie Binnenschiffen
unterschieden werden. Hinsichtlich der eigenen
Binnenschifffahrtsflotte forciert die HGK Shipping
den Ausbau von Maßnahmen und Messtechniken
zur Überwachung und Reduzierung von Verbräu -
chen und daraus resultierenden (CO2-)Emissionen.
Zudem setzt das Unternehmen seit dem Jahr 2021
bei allen Neubauten eine sogenannte „Future-Fu -
el-Ready“ Konzeption um, d.h. die Schiffe können
aufgrund ihrer innovativen Bauweise auf neuartige
Antriebe, wie z.B. Wasserstoff, umgerüstet wer -
den. Die vollständige Umstellung ist bis zum Jahr
2050 seitens der HGK-Gruppe vorgesehen.
Im Hinblick auf die Kraft- und Nutzfahrzeuge wer -
den die nachfolgenden Ziele angestrebt:
• Umstellung LKWs: ab dem Jahr 2024 werden
bei der HGK Logistics and Intermodal emis -
sionsfreie LKWs eingeplant
• Umstellung des PKW-Fuhrparks: bis zum Jahr
2030 verfügen 80 % der PKWs über emissions-
freie Antriebe
• Umstellung der Reachstacker: Bis zum Jahr
2035 sind alle Reachstacker in Niehl auf emis -
sionsfreie Antriebe umgestellt
Übergreifend – Gebietsentwicklung Fusion Colog -
ne
Die HGK-Gruppe entwickelt derzeit im Kölner Nor-
den das Gebiet Fusion Cologne, Kölns größte zu-
sammenhängende Industrieentwicklungsfläche.
Diese Planungen orientieren sich dabei an der
Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030+ und de -
ren Ziele. Damit sind Themen der Klimaneutralität
sowie weitere Nachhaltigkeitsaspekte bereits von
Beginn an in die Planungen eingeflossen. In die -
sem Gebiet wird auch die Zielsetzung der Klima -
neutralität bis zum Jahr 2035 angestrebt und es
wurden daher insbesondere folgende Eckpunkte
definiert:
• Energieversorgung: Die Wärmeversorgung wird
durch Anbindung an das städtische Nahwär-
menetz erfolgen, geplant ist diese Anbindung
direkt aus der nahegelegenen Müllverbren -
nungsanlage zu realisieren. Der Strombedarf
soll einerseits über eigene PV-Anlagen mit Spei-
chern und anderseits über Ökostrom gedeckt
werden.
• Mobilität: Die Mobilitätsangebote werden in
Abstimmung mit den Kölner Verkehrsbetrieben
entwickelt und sollen eine gute Anbindung si -
cherstellen bei gleichzeitiger Reduzierung des
MIV . Dies soll z.B. durch eine gute Anbindung
an den ÖPNV , Sharing-Angebote sowie Rad-
und Ladeinfrastruktur gelingen. In Bezug auf die
betriebliche Mobilität zeichnet sich der Standort
durch seine gute Anbindung an das Autobahn-
und Schienennetz, den Flughafen Köln/Bonn
sowie den Hafen Niehl aus. Zum Niehler Hafen
besteht beispielsweise eine direkte Eisenbahn-
verbindung.
• Gebäude und Flächennutzung: Bei den Gebäu -
den wird neben dem Klimaschutz auch weitere
Themen der Nachhaltigkeit in den Fokus ge -
rückt. Zu den Eckpunkten zählen zukunftssi -
chere Gebäudeeffizienzstandards, nachhaltige
Gebäudetechnik und Energiemanagement. Zu -
sätzlich wird derzeit das DGNB Gold Zertifikat
als Standard angestrebt. Darüber hinaus ist eine
flächeneffiziente Entwicklung vorgesehen. Dies
zeigt sich insbesondere in der Entwicklung der
Bauhöhen. Statt wie üblich Industriegebäude
mit großen Grundflächen zu errichten, sollen
die Gebäude in die Höhe gebaut werden. Je
nach Nutzung sind Gebäude mit zwei bis sechs
Geschossen denkbar.
Das brauchen wir
Finanzieller Rahmen und Fördermittel: Für die For -
mulierung, Planung und zielgenaue Erreichung
der Klimaschutzziele sind geeignete Rahmenbe -
dingungen die maßgebliche Voraussetzung: Diese
beinhalten neben den Vorgaben der Politik zu den
ökologischen Zielen, vor allem auch eine Ausge -
staltung von finanziellen Leitplanken sowie einem
klaren Bekenntnis der Stakeholder in Politik und
Gesellschaft für einen engagierten Klimaschutz.
170Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Zielsetzung 2023/24
---
Ausblick ab 2025
• bis 2025: Vollständiger Ökostrombe -
zug (in Köln, 7 GWh)
• Bis 2030: PV-Module auf der Fläche
der Fusion Cologne (ca. 25.000m2)
• bis 2030: Umstellung 80 % des Fuhr -
parks (Fuhrpark in Köln ca. 100 Stück
in 2030) auf emissionsfreie Antriebe
• bis 2030: Fast vollständige Substition
fossiler Energiequellen
• bis 2035: Umstellung der Reachsta -
cker im Niehler Hafen auf alternative
Antriebe (ca. 800 Tonnen THG-Minde -
rungspotential)
• bis 2050: Weitgehende Beseitigung
der Emissionen von Treibhausgasen
bei der Binnenschifffahrtflotte
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 4.3.1 Wirtschaftsverkehr und
betriebliche Mobilität
Konkret werden unter anderem für den Aufbau
einer Tankinfrastruktur für (grünen) Wasserstoff,
einer elektrischen Ladeinfrastruktur sowie den
Umbau der Lkw-Flotte und Flurförderfahrzeuge
(sogenannte Reachstackern) ausreichende Förder-
mittel für die Erreichung dieser sehr ambitionierten
Ziele zwingend erforderlich sein. Auch die Markt -
verfügbarkeit von wirtschaftlich zu betreibenden
Fahrzeugen (elektrisch wie auch Wasserstoff) ist
eine notwendige Voraussetzung.
Speziell im Binnenschifffahrtbereich sind zudem
geeignete Förder- und Finanzierungsinstrumente
auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene zu schaffen,
z.B. die Subventionierung des Einkaufs von alterna-
tiven Kraftstoffen zur Aufrechterhaltung der Wett -
bewerbsfähigkeit des Verkehrsträger Binnenschiff-
fahrt.
Gesetzlicher Rahmen: Für die Wärmeplanung der
nächsten Jahre wird unter anderem die Verab-
schiedung des Gebäudeenergiegesetzes die erfor-
derliche Klarheit über die politischen Vorgaben und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen.
Außerdem benötigt die Binnenschifffahrt die Schaf-
fung eines geeigneten Rechtsrahmens für die Nut-
zung alternativer Kraftstoffe und die Anwendung
alternativer Technologien in Bezug auf z.B. Schiffs-
betrieb, Gefahrgutvorschriften, Speicherung der
Kraftstoffe und Besatzungsvorschriften. Zudem
bedarf es im Großraum Köln der Genehmigung und
Realisierung einer Infrastruktur für den Umschlag
von alternativen Kraftstoffen.
Fachkräftemangel: Eine weitere Bedingung zur
Umsetzung der von uns beschriebenen Ziele und
Maßnahmen ist die Verfügbarkeit qualifizierter
Fachkräfte. Insbesondere hinsichtlich vieler tech -
nischer Berufsfelder ist dieser Mangel schon heu -
te in vielen Wirtschaftssektoren offenkundig und
dürfte sich in Zukunft weiter verschärfen, was im
Ergebnis die kosten- und zeitgerechte Erreichung
einzelner Vorhaben deutlich erschwert.
171Aktionsplan - Handlungsfeld 4: Mobilität und Logistik werden klimaneutral
3.5 Handlungsfeld 5:
„Klimaneutralen Lebensstil
und Bildung fördern“
172Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
173
173Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Das Handlungsfeld „Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern“ wird derzeit ausschließlich durch die
Verwaltung adressiert, mit einem quantifizierbaren THG Einsparpotenzial im indirekten Einflussbereich der
Verwaltung von 67.000 Tonnen CO2-Äquivalente Einsparpotential pro Jahr.
Zwei der sechs Aktivitäten in dem Handlungsfeld können quantifiziert werden. Dies ist darauf zurückzuführen,
dass vor allem im Bereich Lebensstil und Bildung viele Aktivitäten stark auf eine Verhaltensänderung abzielen
und die tatsächliche Umsetzung maßgeblich vom Umfang und der Ausgestaltung der Maßnahme sowie der
Resonanz aus der jeweiligen Zielgruppe abhängt.
Der Handlungsspielraum der Verwaltung erstreckt sich in diesem Handlungsfeld auf Vorhaben mit
struktureller Wirkung:
Mit dem Zero Waste Konzept liegt ein konkreter Fahrplan für die Reduzierung der Siedlungsabfälle,
der Restmüllmengen und der Rückführung von Wertstoffen in den Kreislauf vor, mit dessen Erstel-
lung bereits konkrete Akteurskooperationen zur Umsetzung der Ziele aktiviert wurden.
Darüber hinaus steht vorwiegend die schulische und außerschulische Nachhaltigkeitsbildung ge -
meinsam mit Trägern und Akteuren im Fokus, da die Grundlagen für klimaschonende Verhaltens -
entscheidungen bereits in jungen Jahren gelegt werden. Zudem ist davon auszugehen, dass
Verhaltensänderungen innerhalb der Zielgruppen auch zu einer Beeinflussung des jeweiligen Um -
felds führen.
In Bezug auf Klimaschutz in Kultur und Freizeit hat die Verwaltung das Programm „Köln hoch3“
aufgesetzt, in dessen Rahmen zunächst Mitarbeiter*innen von 13 städtischen und städtisch geför -
derten Kulturinstitutionen eine Weiterbildung zur Transformationsmanager*in absolvieren. Darüber
hinaus werden für sechs städtische Kultureinrichtungen Klimabilanzen mit Maßnahmenkatalogen
erstellt, die es maßgeblich gilt, durch das weitergebildete Personal in die Umsetzung zu bringen.
Der große Hebel „Klimaschutz im Alltag“ mit der Zielgruppe privater Haushalte wird im Rahmen
der Dachkommunikation zur Klimaneutralität Kölns in Kooperation mit Multiplikator*innen bespielt.
Die Logik der Multiakteurskooperation gilt analog für die Ausweitung der in diesem Aktionsplan dar-
gestellten Ansätze zur schulischen und außerschulischen Klima- und Nachhaltigkeitsbildung auf die
Gesamtstadt.
Die aktuell quantifizierbaren Gesamtkosten in Höhe von bis zu 12,1 Millionen Euro (Verwaltung) sind
im Vergleich zu den anderen Handlungsfeldern gering, wenngleich diese Zahl nicht abschließend für
die Gesamtheit der zukünftig umzusetzenden Maßnahmen steht. Grundsätzlich gilt jedoch, dass
Studien auf eine im Verhältnis zu den vergleichsweise geringen Kosten relativ hohe indirekte Wir -
kung hindeuten. Dies ist insbesondere auf die zu erwartende, hohe Multiplikationswirkung zurück -
zuführen.
174Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Indirekter Einflussbereich
1 Zero Waste
Konzept 2023 - 2035
• Konzept mit entwickelten Maßnahmen und
Handlungsansätzen zur Vermeidung
unnötiger Abfälle
• Aufbau eines Zero Waste-Teams bzw.
einer Zero Waste-Fachstelle als zentrale
Anlaufstelle auf Seiten der Stadt Köln und
der AWB GmbH
• Einrichtung eines Zero Waste- Beirates
Umsetzung des Maßnahmenkatalogs
1) politische Beschlussfassung des Zero Waste
Konzepts ist erfolgt
2) Siedlungsabfälle sind auf 15 % (403 kg pro
Kopf und Jahr) reduziert und Restmüllmenge
ist um 30 % (160 kg pro Kopf und Jahr)
reduziert
3) Siedlungsabfälle sind auf weniger als 380
kg/(E*a) reduziert und Restmüllmenge ist auf
weniger als 140 kg/(E*a) reduziert
1) 2023
2) 2035
3) ab
2035
200.000 € 200.000 €
2 Klimaschutzpreis 2024
• Preis zur Förderung von Innovationen im
Klimaschutz
10.000 € Preisgeld
1) Auszeichnung von drei (3) Preisträger*innen
alle zwei Jahre 2024 10.000 € 60.000 €
3
Schulische
Nachhaltigkeits-
bildung zu
Ernährung,
Konsum und
klima-
schonendem
Verhalten
2023 - 2035
• Systematische Förderung der Bildung für
Nachhaltige Entwicklung sowie Information
zu Angeboten, Programmen und Projekten
von regionalen und überregionalen
Akteur*innen zur Bildung für Nachhaltige
Entwicklung
• Vereinbarung von Nachhaltigkeitskriterien
für Schulen im Sekundarstufe I mit
gebundenen Ganztag zur Vergabe von
Verpflegungsdienstleistung
• Verankerung von Vermeidung von
Lebensmittelverschwendung und
Nachhaltigkeitsbildung durch verschiedene
Bildungsmaßnahmen im schulischen
Handeln
1) Veröffentlichu ng eines Verpflegungskonzeptes
2) Durchführung von Workshops
3) Die Quote biologisch erzeugter Lebensmittel in
der schulischen Verpflegung ist von 20% auf
100% gesteigert
1) 2023
2) 2026
3) 2035
2.500 € 2.500 €
1
2
3
175Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
4
Außerschulische
Nachhaltigkeits-
bildung zu
Ernährung,
Konsum und
klima-
schonendem
Verhalten
2023 - 2025
• Qualifizierung und Aktivierung von Kinder
und Jugendliche zum klimaschonenden
Handeln
• Projekt „klimagerechte / klimasensible
Ernährung“
• Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte
im Bereich Ökologische Bildung
• Aufnahme des Themas
Klimawandelanpassung in die Spielplatz-
Bedarfsplanung
1) die etablierten Nachhaltigkeitsk riterien in allen
Belieferungssystemen der Mittagsverpflegung
zu 100% implementiert
2) Qualitätskriterien und Nachhaltigkeitsaspekte
sind für zukünftige Vergabeverfahren
quantifiziert
3) Bedarfsorientierte Erweiterung um 2 bis 4
weitere Fortbildungsangebote im Bereich
Ökologische Bildung
4) Erhalt und Weiterentwicklung der
Außerschulischen Lernorte und der
Angebotsvielfalt entlang der Bildungskette
(Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren)
1) 2024
2), 3)
2025
4) 2035ff
11,42948
Mio. €
11,42948
Mio. €
5
Außerschulischer
Lernort
Gartenlabor
Museum
Schnütgen
2024 - 2026
• Garten und Gartenzimmer zu einem
außerschulischen Lernort zur
Nachhaltigkeits- und Umweltbildung sowohl
für Schülerinnen und Schüler
1) ein (1) außerschulischer Lernort ist in Betrieb
genommen
2024 -
2026 11.000 € 20.000 €
Direkter Einflussbereich
Einflussbereich 6
Aufstellung von
Klimabilanzen
und
Weiterbildung zu
Transformations-
managern in der
Kulturszene -
Programm
„Köln hoch3“
2024
• Ausbildung von
Transformationsmanager*innen mit dem
Ziel:
▪ Handlungswissen vermitteln, wie
Kulturstätten und Medienproduktionen
den Weg zu mehr Nachhaltigkeit
beschreiten können.
▪ Vernetzung von Akteur*innen
untereinander und mit Expert*innen.
• Erstellung einer Treibhausgasbilanz der
teilnehmenden Einrichtungen
• Entwicklung von Umsetzungsmaßnahmen
1) Mitarbeiter*innen von 13 städtischen und
städtisch geförderten Kulturinstitutionen haben
die Weiterbildung zur
Transformationsmanager*in absolviert
2) Für sechs (6) städtische Kulturinstitutionen ist
je eine Klimabilanz erstellt
2024 170.000 € 170.000 €
6
4
5
176Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Summe 11.822.980
€
12.123.980
€ 0 € 0 €
Tabelle 5 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) • rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) • Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
• aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
Tabelle 5 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
177Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Kernpunkte
• Konzept mit entwickelten Maßnah -
men und Handlungsansätzen zur Ver -
meidung unnötiger Abfälle
• Aufbau eines Zero Waste-Teams bzw.
einer Zero Waste-Fachstelle als zent-
rale Anlaufstelle auf Seiten der Stadt
Köln und der AWB GmbH
• Einrichtung eines Zero Waste-Beirates
• Umsetzung des Maßnahmenkatalogs
Erwartetes Einsparpotenzial
64.000 t/a CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
200.000 €
Zero Waste Konzept
Da wollen wir hin
Zero Waste bedeutet nicht „kein Abfall“ , sondern
die Vermeidung unnötiger Abfälle. Es geht um eine
Handlungsweise, durch die in sämtlichen Berei -
chen des Lebens spürbar weniger Abfälle anfallen
sollen und durch die das Recycling gestärkt wer -
den soll. Abfallvermeidung und Recycling tragen
zum Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz bei.
Das Zero Waste Konzept soll eine Bewegung für
mehr Abfallvermeidung in der Stadtgesellschaft
auslösen und den Auftakt für einen dauerhaft an -
gelegten Prozess und Dialog sein.
Das setzen wir bereits um
Die entwickelten Maßnahmen und Handlungsan -
sätze des Konzepts verstehen sich als Rahmen
und Kontur für ein erstes Handlungsprogramm
von und für Köln, das laufend weiterentwickelt
und konkretisiert wird. Es besteht aus sofort um -
setzbaren sowie mittel- und langfristig angelegten
Handlungsansätzen. Die Umsetzung bzw. weitere
Konkretisierung und Ausgestaltung der Maßnah -
men bildet die Grundlage, die Ziele des Konzepts
zu erreichen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Dem Zero Waste Konzept der Stadt Köln ist im An-
hang 2 eine Tabelle mit bestehenden Zero Waste-
Aktivitäten in Köln, unter anderem auch von der
Stadtverwaltung Köln, beigefügt. Diese Tabelle be-
inhaltet bereits bestehende Zero Waste-Aktivitäten
in Köln, welche von unterschiedlichen Initiator*in -
nen angestoßen und umgesetzt werden. Diese
Tabelle ist nicht als vollständige, sondern lebende
Übersicht zu verstehen, welche stetig weiterent -
wickelt wird. Die Verwaltung der Stadt Köln ist mit
mehreren Maßnahmen vertreten und bereits aktiv.
Quelle: Pixabay/RikaC
178Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Zielsetzung 2023/24
• Beschlussfassung des Rates der Stadt
Köln
• Aufbau eines Zero Waste-Teams bzw.
einer Zero Waste-Fachstelle als zent -
rale Anlaufstelle auf Seiten der Stadt
Köln und der AWB GmbH
• Einrichtung eines Zero Waste-Beirates
• Umsetzung erster Maßnahmen
• Sensibilisierung der Kölner*innen
durch Zero Waste-Veranstaltungen
und Aktionen
Ausblick ab 2025
• Umsetzung des Maßnahmenkatalogs
• jährlicher Bericht über den Umset -
zungsstand des Konzepts
• regelmäßige Beteiligung der Öffent -
lichkeit
• bis 2035: Siedlungsabfälle um 15 %
(403 kg pro Kopf und Jahr) reduzieren
und Restmüllmenge um 30 % (160 kg
pro Kopf und Jahr) reduzieren
• nach 2035: Siedlungsabfälle sollen
langfristig auf weniger als 380 kg/(E*a)
und Restmüllmenge soll langfristig auf
weniger als 140 kg/(E*a) reduziert wer-
den
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 5.1 .3. Klimaschonendes und
nachhaltiges Verhalten in die breite An -
wendung bringen
Das brauchen wir
Das Handlungsprogramm des Zero Waste Kon -
zepts setzt auf verbindliche Handlungsbeiträge der
Verwaltung, der kommunalen Beteiligungsunter -
nehmen sowie auf die verantwortliche Mitwirkung
von Akteuren aus der weiteren Stadtgesellschaft.
179Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Kernpunkte
• Preis zur Förderung von Innovationen
im Klimaschutz
• 10.000 € Preisgeld
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifzierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
10.000 € Preisgeld, über politischen
Verwendungsnachweis bereitgestellt
• Ggf. Kosten für begleitende Kommuni-
kationsmaßnahmen
Da wollen wir hin
Mit dem Klimaschutzpreis wird im zweijährlichen
Turnus eine Auszeichnung für Kölner Projekte, In -
itiativen und Ideen von Schulen/Kindergärten und
gemeinnützigen Unternehmen, Genossenschaf -
ten, Vereinen und Initiativen etabliert, die zur Ver -
meidung/Reduktion von Treibhausgasen beitragen
und damit auf die Kölner Klimaschutzziele einzah -
len. Der Preis will Innovationen im Klimaschutz för-
dern.
Das setzen wir bereits um
Der Klimaschutzpreis soll in Anlehnung an den eta-
blierten Umweltschutzpreis realisiert werden. Die
den Klimaschutz betreffenden Themen sollen aus
dem Umweltschutzpreis herausgelöst werden.
Dazu wird beim 2024 regulär stattfindenden Um -
weltschutzpreis zunächst eine Sonderprämierung
Klimaschutz ergänzt. Im Folgejahr wird der Klima -
schutzpreis als eigenständige Verleihung etabliert.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Mit der Integration in den Umweltschutzpreis wer-
den dessen Mechanismen auch für die Sonderprä-
mierung Klimaschutz genutzt und Erfahrungswerte
für die eigenständige Umsetzung im Folgejahr ge -
sammelt. Die Jury besteht aus Verwaltung, Politik
und Zivilgesellschaft. Insgesamt sollen 10.000 €
an die Preisträger*innen des Sonderpreises Klima-
schutz vergeben werden.
Das brauchen wir
Für die Realisation stimmen sich die Organisa -
tor*innen des Umweltschutzpreises und des Son -
derpreises Klimaschutz verwaltungsintern eng ab.
Darüber hinaus sind begleitende Kommunikations-
maßnahmen entlang aller Realisationsschritte nö -
tig, um den Sonderpreis Klimaschutz bekannt zu
machen.
Klimaschutzpreis
Quelle: Pixabay/ TeroVesakainen
180Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Zielsetzung 2023/24
• Erstmalige Umsetzung des Klima-
schutzpreises integriert in den Um -
weltschutzpreis
Ausblick ab 2025
• Regelmäßige Durchführung des Klima-
schutzpreises im zweijährlichen Turnus
im Wechsel zum Umweltschutzpreis
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 5.1 .3. Klimaschonendes und
nachhaltiges Verhalten in die breite An -
wendung bringen
181Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Kernpunkte
• Systematische Förderung der Bildung
für Nachhaltige Entwicklung sowie
Information zu Angeboten, Program -
men und Projekten von regionalen und
überregionalen Akteur*innen zur Bil -
dung für Nachhaltige Entwicklung
• Vereinbarung von Nachhaltigkeitskri -
terien für Schulen im Sekundarstufe I
mit gebundenen Ganztag zur Vergabe
von Verpflegungsdienstleistung
• Verankerung von Vermeidung von Le -
bensmittelverschwendung und Nach -
haltigkeitsbildung durch verschiedene
Bildungsmaßnahmen im schulischen
Handeln
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifzierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Referenten 500 €, Raummiete 2.000 €
Da wollen wir hin
Die Anlagen für individuelle klimaschonende Kon -
sum- und Verhaltensentscheidungen werden be -
reits in jungen Jahren gelegt. Mit der schulischen
Nachhaltigkeitsbildung werden Aspekte der Nach -
haltigkeitsbildung im schulischen Handeln veran -
kert.
Das setzen wir bereits um
Projekt des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung: „Modellkommune BiNaKom - Köln bil -
det nachhaltig“
Das Projekt fördert systematisch die Bildung für
Nachhaltige Entwicklung (BNE) als verbindliches
Bildungskonzept in den Institutionen entlang der
Bildungskette. Die ersten Maßnahmen waren die
Bildungskonferenz am 14.03.2023 sowie die Aktu-
alisierung des städtischen Internetauftritts. In der
Bildungskonferenz kamen unter der Überschrift
„Köln bildet nachhaltig – Nachhaltigkeit gemein -
sam gestalten!“ die verantwortlichen Bildungsak -
teur*innen aus Köln zusammen, um gemeinsam
Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von
BNE in den herausgeforderten Sozialräumen zu
entwickeln.
Durch die Aktualisierung des städtischen Inter -
netauftritts werden fortlaufend aktuelle Informa -
tionen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
zusammengefasst: Grundsätzliche Hintergrund -
informationen werden für Bürger*innen und für
Multiplikator*innen aufbereitet und die Angebote,
Programme und Projekte der regionalen und über -
regionalen BNE Akteur*innen werden zusammen -
gestellt. So werden z.B. nähere Informationen zum
Landesprogramm „Schule der Zukunft“ zur Ver -
fügung gestellt. Dies unterstützt Schulen dabei,
Schulische Nachhaltigkeitsbildung
zu Ernährung, Konsum und
klimaschonendem Verhalten
Quelle: marekuliasz/Shutterstock.com
182Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Bestand-
teil ihrer Unterrichts- und Schulentwicklung zu ma-
chen. Weitere Informationen: www.stadt-koeln.de/
bne
Förderprogramm Umweltbildung:
Finanzielle Unterstützung von Kölner Umweltbild -
ner*innen für die Umsetzung vielfältiger Maßnah-
men, Aktionen, Veranstaltungen und Programmen
zur Steigerung der Sensibilisierung für Umwelt,
Nachhaltigkeit, Natur, Ernährung, Ressourcen -
schutz und der Weiterentwicklung von BNE in
Köln. Siehe hierzu
https://www.stadt-koeln.de/
leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/umweltbildung/
foerderprogramm-umweltbildung
Netzwerk zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Köln:
Das Netzwerk verbindet alle aktiven Umweltbild -
ner*innen in Köln, schafft Wissenstransfer sowie
Synergien und stärkt den gemeinsamen Auftritt für
mehr BNE entlang der Bildungskette in Köln. Dazu
gehören regelmäßige Netzwerktreffen, gemein -
same Veranstaltungen und Aktionen. Siehe hierzu
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-
umwelt-tiere/umweltbildung/bildung-fuer-nachhal -
tige-entwicklung-bne
Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien für die
Beschaffung, Nachhaltigkeitskriterien verbindlich
umsetzen
In der Dienstleistungskonzession für Schulen mit
Sekundarstufe I mit gebundenem Ganztag zur
Vergabe von Verpflegungsdienstleistung sind die
„DGE-Empfehlungen für die Verpflegung in Schu -
len“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
e.V . (DGE) verbindlich vereinbart sowie 20 % biolo-
gisch erzeugte Lebensmittel. Die Schulen können
individuell eine höhere Bio-Quote in den Unterla -
gen fordern. Zudem sollen saisonale Lebensmittel
berücksichtigt werden. Dies erhöht beispielsweise
die Wahrscheinlichkeit, dass frische Nahrungsmit -
tel verarbeitet werden und kann die CO2-Bilanz des
Transports der Nahrungsmittel verbessern. Zudem
kann die Saisonalität die Wahrscheinlichkeit erhö -
hen, dass regionale Lebensmittel verwendet wer -
den. Darüber hinaus darf grundsätzlich kein Ein -
weggeschirr, Einweggläser, oder Einwegbesteck
verwendet werden. Auf überflüssige Verpackung
und Getränkeeinwegverpackung ist zu verzichten.
Das Standardangebot von Lebensmitteln (z. B.
Senf, Ketchup, Salatmarinade usw.) wird zur Ab -
fallvermeidung nicht in Portionsverpackungen an -
geboten. Sofern Kunststoffmehrweggeschirr zum
Einsatz kommt, muss dieses aus hochwertigem
umweltfreundlichem Kunststoff, z. B. Polypropy -
len, Polycarbonat gefertigt sein. Zur Abfallverwer -
tung werden Speiseabfälle, Fette und Öle, Altglas,
Pappe, Papier und Leichtverpackungen getrennt
gesammelt und entsorgt.
Die Erhöhung der Bio-Quote und die Einführung
von weiteren Nachhaltigkeitskriterien wird regel -
mäßig geprüft.
In der Kooperationsvereinbarung für den Primar -
bereich mit offenem Ganztag sind die „DGE-Emp -
fehlungen für die Verpflegung in Schulen“ der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V . (DGE)
ebenso verbindlich vereinbart. Durch diese Emp -
fehlungen wird das Angebot von Fleisch auf ein -
mal die Woche reduziert. Für weitere Nachhaltig -
keitskriterien in der Kooperationsvereinbarung für
den Primarbereich mit offenem Ganztag sowie der
Kooperationsvereinbarung an den Schulen mit Se -
kundarstufe I werden die Erfahrungswerte aus der
Dienstleistungskonzession evaluiert und geprüft.
Zudem wird das System zur Qualitätssicherung
weiterentwickelt. Dies überprüft die Einhaltung der
Vertragsunterlagen der Dienstleistungskonzession.
Nach erfolgreicher Umsetzung wird die Umset -
zung auf die Kooperationsvereinbarung geprüft.
Lebensmittelverschwendung, Nachhaltigkeitsbil -
dung
Die Themen Lebensmittelverschwendung und
Nachhaltigkeitsbildung werden durch verschie -
dene Bildungsmaßnahmen verankert. Zum einen
steht den Schulen zum Thema Ernährung und
Nachhaltigkeit eine „Sammlung von Projekten und
Aktivitäten zum Thema Ernährung“ zur Verfügung.
Einschlägige Bildungsangebote vom Bundeszen -
183Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Zielsetzung 2023/24
• Veröffentlichung eines Verpflegungs -
konzeptes
Ausblick ab 2025
• 2026: Durchführung von Workshops
• 2035: Die Quote biologisch erzeugter
Lebensmittel in der schulischen Ver -
pflegung ist von 20 % auf 100 % ge -
steigert
Bezug zum Fachgutachten
5.2.1 .1 . Schulische Nachhaltigkeitsbil -
dung zu Ernährung, Konsum und klima -
schonendem Verhalten
trum für Ernährung und der Verbraucherzentrale
NRW wurden dort aufgelistet sowie durch weitere
Materialien der didacta 2022 ergänzt. Zum anderen
sind Infoveranstaltungen und ein Leitfaden Schul -
verpflegung in Planung. Dort werden Strategien zur
Reduzierung der Mehrkosten von Nachhaltigkeits -
kriterien thematisiert. An vielen Schulen wird die
Reduzierung von Lebensmittelverschwendung be-
rücksichtigt und im pädagogischen Verpflegungs -
konzept thematisiert. Die Schüler*innen werden
durch eine Probierportion zum Probieren ermutigt
und können sich einen Nachschlag nehmen. Durch
ein Muster für ein Verpflegungskonzept sollen wei-
tere Schulen angeregt werden, diesem Beispiel zu
folgen.
Weitere Maßnahmen und Unterstützungsbedarfe
werden analysiert. Die bestehenden Maßnahmen
werden stetig überprüft, evaluiert und weiterent -
wickelt.
Förderprogramm Umweltbildung
Finanzielle Unterstützung von Kölner Umweltbild -
ner*innen für die Umsetzung vielfältiger Maßnah -
men, Aktionen, Veranstaltungen und Programmen
zur Steigerung der Sensibilisierung für Umwelt,
Nachhaltigkeit, Natur, Ernährung, Ressourcen -
schutz und der Weiterentwicklung von BNE in Köln.
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-
umwelt-tiere/umweltbildung/foerderprogramm-
umweltbildung
Netzwerk zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Köln
Das Netzwerk verbindet alle aktiven Umweltbild -
ner*innen in Köln, schafft Wissenstransfer sowie
Synergien und stärkt den gemeinsamen Auftritt für
mehr BNE entlang der Bildungskette in Köln. Dazu
gehören regelmäßige Netzwerktreffen, gemeinsa-
me Veranstaltungen und Aktionen.
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-
umwelt-tiere/umweltbildung/bildung-fuer-nachhal -
tige-entwicklung-bne
Das brauchen wir
Die Handlungsempfehlungen der Bildungskonfe -
renz werden im Lenkungskreis des Regionalen Bil-
dungsnetzwerks konkretisiert. Erste Maßnahmen
werden in 2024 umgesetzt.
Eine Erhöhung der Bio-Quote und weitere Nach -
haltigkeitskriterien steigern den Essenspreis. Eine
finanzielle Entlastung der Eltern beim Essens -
preis ist somit dringend erforderlich. Während
bei 20 % biologisch erzeugten Lebensmitteln mit
einer Preissteigerung von 4-8 % zu rechnen ist, ist
eine 100%ige Bio-Quote mit einer Steigerung von
82-85 % verbunden (Quelle: KUPS Studie,
https://
www.dge.de/dge/projekte/studie-zu-kosten-preis -
strukturen-in-schulverpflegung/). Auch die Stadt
Köln muss dementsprechend entlastet werden.
Die Kosten für das Mittagessen von Kindern, deren
Eltern Sozialleistungen beziehen, übernimmt über
„Bildung und Teilhabe“ das Sozialamt.
184Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Kernpunkte
• Qualifizierung und Aktivierung von
Kindern und Jugendlichen zum klima -
schonenden Handeln
• Projekt „klimagerechte / klimasensible
Ernährung“
• Fortbildungen für pädagogische Fach -
kräfte im Bereich Ökologische Bildung
• Aufnahme des Themas Klimawandel -
anpassung in die Spielplatz-Bedarfs -
planung
Erwartetes Einsparpotenzial
derzeit nicht quantifizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
bis 2024: ca. 11 .429.480 € (Schätzung)
bis 2025: > 11 .429.480 €
Durch das neue Vergabeverfahren (Start
2024) werden aufgrund kontinuierlicher
Preissteigerungen höhere Kosten aufge -
zeigt werden.
bis 2025: 6.000 € bis 12.000 €
Für 2 bis 4 weitere Fortbildungsangebote
im Bereich Ökologische Bildung
fortlaufend: Ansatz Umweltbildungskon -
zept gesamt 215.000 €; Umweltbildung
gesamt 15.000 €
Da wollen wir hin
Das Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zum klima-
schonenden Handeln zu aktivieren und zu qualifi -
zieren. Ein Grundprinzip der Projekte besteht dar -
in, den Kindern und Jugendlichen eine Raum zum
Testen und Ausprobieren von klimaschonenden
Verhaltensweisen zu verschaffen, um so klima -
schonende Verhaltensroutinen im Alltag dauerhaft
zu verankern. Die Projekte zielen darauf ab, die
Selbstwirksamkeit bei der Realisierung klimascho-
nender Verhaltensweisen zu fördern.
Das Projekt „klimagerechte / klimasensible Er -
nährung“ zielt darauf ab, die Lebensmittelver -
schwendung in der Außer-Haus-Verpflegung, ins -
besondere in den Einrichtungen der städtischen
Gemeinschaftsverpflegung, zu reduzieren. Ziel
ist es, die Quote der Ausgabe- und Tellerreste in
den städtischen Gemeinschaftsverpflegungen bis
2030 signifikant zu reduzieren. Im Rahmen des
Projektes werden für Kinder und Jugendliche ge -
zielte Angebote entwickelt und umgesetzt, die zu
einem klimafreundlichen Verhalten im Bereich Er -
nährung aktivieren.
Das setzen wir bereits um
1 . Nachhaltigkeit beim Kita-Mittagessen:
a. Reduktion des Wegschmisses von übrigen
Lebensmitteln
Außerschulische
Nachhaltigkeitsbildung zu Ernährung,
Konsum und klimaschonendem
Verhalten
Quelle: Pixabay/uroburos
185Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
b. Reduktion des Angebots von Fleisch auf ein -
mal die Woche
c. Kein Palmöl in den Speisen
d. Nachhaltigkeit in der Ausschreibung beach -
ten:
i. Fair Trade
ii. Nachhaltiger Transport (zum Teil durch Liefe-
rung per E-Auto)
iii. Saisonale Angebote
2. Klimaschutzaufklärung
a. Ökologisches-Fortbildungsangebot
b. Für Mitarbeitende
c. Angebote für Kinder:
i. Ökologische Angebote
ii. Haus der kleinen Forscher
iii. Waldtage
iv. Hochbeete / Kräuterbete
v. Urban Gardening
d. Aufklärung in benachteiligten Stadtteilen
i. Aktionen wie Brotdosen-Geschenk für Kin -
der
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte im
Bereich Ökologische Bildung: Umweltpädagogik,
nachhaltige Entwicklung.
Diese Fortbildungen werden im Fortbildungspro -
gramm des Amtes für Kinder, Jugend und Familie
für pädagogische Fachkräfte in städtischen Kitas
angeboten. Die Fortbildungsinhalte werden in der
Kita mit Kindern thematisiert und können so indi -
rekt zu einem veränderten Verhalten in den Fami -
lien zum Klimaschutz führen.
klimagerechte / klimasensible Ernährung
Kinder und Jugendliche sollen sensibilisiert wer -
den, dass Lebensmittel eine nicht unerhebliche
Auswirkung auf das Klima haben.
Aufnahme des Themas Klimawandelanpassung in
die Spielplatz-Bedarfsplanung
Die Spielplatz-Bedarfsplanung wird alle 5 Jahre
fortgeschrieben und thematisch an neue Heraus -
forderungen angepasst, ein Element zur Berück -
sichtigung der Aspekte des Klimawandels wird in
der Neufassung ergänzt.
Betrieb und Weiterentwicklung der städtischen
Freiluft- und Gartenschule (Freiluga)
Neben der Freiluga gibt es in Köln weitere Außer -
schulische Lernorte zur Nachhaltigkeits- und Um -
weltbildung für Schulen, Kindergärten und weitere
pädagogische Einrichtungen:
• Grüne Schule Flora im Botanischen Garten
• Modularer Modellgarten der Universität zu Köln,
MoMo
• Naturerlebnisgarten Köln-Klettenberg
• Nischenwelt e. V .
• Querwaldein e. V .
• RheinEnergie zum Anfassen - Heizkraftwerk
Merkenich
• Rundgang mit Besichtigung der Restmüllver -
brennungsanlage
• Sauberkeit in Köln - Angebote für Tageseinrich -
tungen und Schulen
• Tante Olga - Kölns 1 . Unverpackt Laden
• Umweltbildungszentrum Heideportal Gut Lei -
denhausen e. V .
• UnserWaldKlima - MINT -Bildungsprojekt der
Universität zu Köln
• VHS-Biogarten Thurner Hof
• Waldschule Köln
• Wasserschule Köln - mit den Außerschulischen
Lernorten Villa Öki und Wasserwerke Köln
• Wissensgarten
• WissenschaftsScheune
• Zooschule
Siehe auch hierzu: https://www.stadt-koeln.de/
leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/umweltbildung/
umweltpaedagogische-lernorte-und-einrichtungen-
koeln
186Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Die Stadt Köln liefert mit seinen vielfältigen Außer-
schulischen Lernorten diverse Möglichkeiten, den
Umgang mit Umwelt- und Klimaschutz, Ernährung,
Natur- und Artenschutz und Ressourcenschutz zu
erfahren und zu erleben. Neben vielen dezentralen
Orten ist darüber hinaus das Umweltbildungszen -
trum der Stadt Köln auf dem Gut Leidenhausen
angesiedelt. Es ist wichtiger Ansprechpartner in
allen Fragen zu BNE und Nachhaltigkeit und bietet
ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Es bildet
einen zentralen Ort inmitten der Natur, umgeben
vom Königsforst und der angrenzenden Wahner
Heide, dem zweitgrößten und artenreichsten Na -
turschutzgebiet Nordrhein-Westfalens.
https://www.gut-leidenhausen.de/vereine/umwelt-
bildungszentrum-heideportal-gut-leidenhausen-e-v/
Das brauchen wir
Zum Ausbau der beschriebenen Angebote und
Maßnahmen im Bereich Fortbildung benötigen wir
eine Erhöhung der finanziellen Mittel. Um das Kli -
maziel 2030 im Bereich der kindlichen Außer-Haus-
Verpflegung zu erreichen, ist eine Erhöhung des
Mittagessensentgelts sowie eine Erhöhung des
Lebensmitteletats der Kindertageseinrichtungen
notwendig.
Zielsetzung 2023/24
• Umsetzung der geforderten Nachhal -
tigkeitskriterien in allen Belieferungs -
systemen der Mittagsverpflegung
• Fortführung der Fortbildungsveran -
staltungen im Bereich Ökologische
Bildung: Umweltpädagogik, naturwis -
senschaftlich-technische Bildung und
ökologische/nachhaltige Ernährungs -
bildung
• die etablierten Nachhaltigkeitskriterien
in allen Belieferungssystemen der Mit-
tagsverpflegung zu 100 % implemen -
tiert
Ausblick ab 2025
• Einfordern einer anteiligen Erhöhung
bestehender Nachhaltigkeitskriterien
(beispielsweise prozentualer Bio-An -
teil) und ökologischer Aspekte (bei -
spielsweise vermehrter Einsatz von
E-Autos) in zukünftigen Vergabever -
fahren
• Kontinuierliche Erweiterung des Fort -
bildungsangebotes Bereich Ökolo -
gische Bildung: Umweltpädagogik,
naturwissenschaftlich-technische Bil -
dung und ökologische/nachhaltige Er -
nährungsbildung
• bis 2025: Qualitätskriterien und Nach -
haltigkeitsaspekte sind für zukünftige
Vergabeverfahren quantifiziert
• bis 2025: Bedarfsorientierte Erweite -
rung um 2 bis 4 weitere Fortbildungs -
angebote im Bereich Ökologische Bil -
dung
• fortlaufend: Erhalt und Weiterentwick-
lung der Außerschulischen Lernorte
und der Angebotsvielfalt entlang der
Bildungskette (Kinder, Jugendliche, Er-
wachsene, Senioren)
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 5.2.1 . Erfahrungs- und pro -
zessbasierte Ernährungs- und Umweltbil-
dung für Klimaschutz und Nachhaltigleit
187Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Kernpunkte
• Garten und Gartenzimmer zu einem
außerschulischen Lernort zur Nachhal-
tigkeits- und Umweltbildung sowohl
für Schülerinnen und Schüler
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
20.000 €
Da wollen wir hin
Das in der Nähe des Neumarkts gelegene Mu -
seum Schnütgen verfügt über einen sicheren, ab -
geschlossenen Garten und einen stimmungsvollen
Bibliotheksraum, das Gartenzimmer, der sich zwi -
schen dem Garten und der Sammlungsausstellung
des Museums befindet. 2024/2025 sollen Garten
und Gartenzimmer zu einem außerschulischen
Lernort zur Nachhaltigkeits- und Umweltbildung
sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch in
Orte mit besonderer Aufenthaltsqualität für ein
interessiertes Publikum und besondere Veranstal -
tungen verwandelt werden, um sich in das Port -
folio bestehender außerschulischer Lernorte und
-angebote einzureihen (vgl. Steckbrief ).
Das Besondere an diesem Projekt besteht in der
Kombination von aktueller schulischer und kulturel-
ler Bildung zu Themen von Ökologie und Nachhal -
tigkeit mit der nur im Kontext des Museums mög-
lichen Erfahrung, wie diese Themen in Kunst und
Kultur des Mittelalters behandelt wurden (z.B. in
Landwirtschaft, Weinbau Klostergärten, Nah- und
Fernhandel – gespiegelt in alten Handschriften,
Buchmalerei, Glasmalerei, Skulptur und Textil -
kunst).
Das setzen wir bereits um
Die Anlage des Gartens enthält Ideen eines mittel-
alterlichen Klostergartens, ist aber inhaltlich nicht
erschlossen. Das Gartenzimmer eignet sich für
Kurse und Vorträge und enthält in den Bibliotheks-
schränken auch eine Sammlung von hochwertigen
Nachdrucken mittelalterlicher Bücher, auch zu The-
men wie der Natur im Lauf der Jahreszeiten und
der Symbolik von Pflanzen und Tieren. Am Museum
Schnütgen wurde für 2023/24 ein mit Drittmitteln
des Landes NRW finanziertes wissenschaftliches
Forschungsvolontariat „Bildung und Vermittlung“
eingerichtet. Dabei spielen Garten und Gartenzim -
mer eine besondere Rolle. Erste Konzeptideen lie-
gen schon vor.
Außerschulischer Lernort Gartenlabor
Museum Schnütgen
Quelle: Pixabay/Counselling
188Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Zielsetzung 2023/24
• Schaffung eines außerschulischen
Lernortes
Ausblick ab 2025
---
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 5.2.1 . Erfahrungs- und pro -
zessbasierte Ernährungs- und Umweltbil-
dung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Das brauchen wir
Kooperationsprojekte müssen in Zusammenarbeit
von Schulen, Museum und Museumsdienst aus -
gehend von den schulischen Lehrplänen und der
Einmaligkeit des Museumsgartens mit Museums -
sammlung aufgebaut und in eine kontinuierliche
Struktur gebracht werden.
Der Garten bedarf einer gärtnerischen und bau -
lichen Überarbeitung, um schulische und außer -
schulische Angebote (u.a. eigenes Anlegen von
Beeten/Hochbeeten, Umgang mit Heilkräutern
und Pflege der Pflanzen) über einen artgerechten
und ressourcensparenden Umgang mit Natur, Gar-
ten- und Landwirtschaft zu ermöglichen.
Das Gartenzimmer bedarf einer kindgerechten
Überarbeitung in Gestaltung und Ausstattung, ba -
sierend auf den inhaltlichen Vermittlungskonzep -
ten.
Die Vermittlungskonzepte zu den ökologischen
Themen sollen mit dem Vermittlungskonzept der
Museumssammlung verzahnt werden.
Nötig sind projektgebundene finanzielle Mittel und
personelle Ressourcen – in der Kombination städti-
scher Haushaltsmittel mit Fördermitteln.
189Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Kernpunkte
• Ausbildung von Transformationsmana-
ger*innen mit dem Ziel:
• Handlungswissen vermitteln, wie
Kulturstätten und Medienproduktio -
nen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit
beschreiten können
• Vernetzung von Akteur*innen unter-
einander und mit Expert*innen
• Erstellung einer Treibhausgasbilanz der
teilnehmenden Einrichtungen
• Entwicklung von Umsetzungsmaßnah-
men
Erwartetes Einsparpotenzial
2.595 t/a CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
170.000 €
Da wollen wir hin
Bei der notwendigen Transformation zu einer kli -
magerechten Gesellschaft spielt der Kultur- und
Mediensektor eine entscheidende Rolle. Um je -
doch diese Rolle auszufüllen, gibt es den Bedarf
nach Expert*innen, die beratend bei Kultur- und
Medienproduktionen mitwirken. Das Aktionsnetz -
werk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien hat ein
Weiterbildungsangebot geschaffen, um motivierte
Akteur*innen dabei zu unterstützen, diese trans -
formative Rolle anzunehmen und auszufüllen. Ziel
des Angebots ist es, Handlungswissen zu vermit -
teln, wie Kulturstätten und Medienproduktionen
den Weg zu mehr Nachhaltigkeit beschreiten kön -
nen. Neben der Wissensvermittlung dient das An -
gebot der weiteren Vernetzung von Akteur*innen
untereinander und mit Expert*innen.
Absolvent*innen werden dadurch in die Lage ver -
setzt, mit ihrem Wissen als Transformationsmana-
ger*innen und Nachhaltigkeitsbotschafter*innen
Prozesse und Projekte in Institutionen anzustoßen
und durchzuführen, die Vorbildcharakter für die
Branche und darüber hinaus für eine klimagerechte
Gesellschaft haben.
Das Vorhaben umfasst darüber hinaus auch die
Aufstellung einer Treibhausgasbilanz der teilneh -
menden Einrichtungen sowie die Entwicklung von
Umsetzungsmaßnahmen, die sodann maßgeblich
durch das weitergebildete Personal in die Umset -
zung gebracht werden soll:
Das Sammeln und Verstehen von Kernindikato -
ren und Emissionsquellendaten für eine CO 2-Bi-
lanz sind wichtige erste Schritte in Richtung einer
strategischen Auseinandersetzung mit der großen
Herausforderung der Nachhaltigkeit. Die dringend
benötigten Reduktionsanstrengungen werden nur
in dem Umfang zum Erfolg führen können, in dem
die Kulturinstitutionen beginnen zu verstehen, wo
ihre größten Emissionsquellen aber auch Möglich -
Aufstellung von Klimabilanzen
und Weiterbildung zu
Transformationsmanagern in der
Kulturszene - Programm
„Köln hoch3“
Quelle: Stadt Köln
190Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
keiten zur Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen
liegen. Wichtig hierbei ist auch der Austausch
untereinander.
Der deutsche CO2-Rechner
Der CO 2-Rechner basiert auf dem Creative Green
Tool von Julie’s Bicycle und wurde vom Aktions -
netzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien mit
Hilfe der EON-Stiftung und der EnergieAgentur.
NRW adaptiert und übersetzt. In Deutschland ent -
standen mit dem Tool mehr als 260 Klimabilanzen
für alle Teilbereiche der Kultur von groß bis klein,
von kommerziell bis gefördert, von Hochkultur bis
Pop, immer in enger Zusammenarbeit mit den Ak-
teur*innen.
Das setzen wir bereits um
Die Vergabe des extern begleitenden Dienstleis -
ters, der die Weiterbildung durchführen sowie die
Treibhausgasbilanzierung und Maßnahmenent -
wicklung der teilnehmenden Kulturinstitutionen
aufstellen wird, ist abgeschlossen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung hat das Projekt bereits gestartet.
Mitarbeiter*innen folgender Institutionen werden
an dem Weiterbildungsangebot teilnehmen:
1 . Museum Ludwig
2. Philharmonie
3. Kunst und Museumsbibliothek
4. Historisches Archiv
5. Museumsdienst
6. Wallraf Richartz Museum
7. Museum Schnütgen
8. Stadtbibliothek
9. Bühnen
10. Römisch Germanisches Museum
11 . Museum für Ostasiatische Kunst
12. NS Dokumentationszentrum
13. Stadtmuseum
Eine Klimabilanz wird erstellt für nachfolgende In -
stitutionen:
1 . Philharmonie
2. Historisches Archiv
3. Wallraf Richartz Museum
4. Museum Schnütgen
5. Stadtbibliothek (Haus Balchem)
6. Bühnen (Opernproduktion)
Darüber hinaus wird zum 01 .09.2023 eine Koordi -
nationsstelle Nachhaltigkeit in der Kultur, zunächst
bis zum 31 .12.2024 befristet, in der Verwaltung ein-
gerichtet. Diese Stelle wird das Wissen im Bereich
Nachhaltigkeit vertiefen und die diesbezüglichen
Initiativen aus dem Kölner Kultursektor stärken
und vernetzen. Sie wird eine Schnittstelle sein,
die zwischen den involvierten Ämtern, städtischen
Institutionen und der Freien Szene agiert. So wird
ein Forum geschaffen, in dem die Institutionen
und Akteur*innen des Kultursektors professionelle
Beratungsangebote wahrnehmen können. Damit
soll der gesamtstädtische Transformationsprozess
professionell, koordiniert und zielorientiert für die
Kulturszene unterstützt werden.
Das brauchen wir
Nach der Klimabilanzierung bedarf es der Ermitt -
lung möglicher Einsparmöglichkeiten und ggf. auch
der finanziellen Unterstützung bei der Umsetzung
der anfallenden Maßnahmen.
Zielsetzung 2023/24
• Mitarbeiter*innen von 13 städtischen
und städtisch geförderten Kulturinsti -
tutionen haben die Weiterbildung zur
Transformationsmanager*in absolviert
• Für sechs städtische Kulturinstitutio -
nen ist je eine Klimabilanz erstellt
Ausblick ab 2025
• Anstoß und Umsetzung der ersten
Einsparmöglichkeiten.
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 5.3.1 Kulturschaffende und
Anbieter von Freizeiteinrichtungen als
Multiplikatoren für Klimaschutz und
Nachhaltigkeit fördern
191Aktionsplan - Handlungsfeld 5: Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
3.6 Handlungsfeld 6:
„Kommunale und zivil-
gesellschaftliche Transformation
zur Klimaneutralität erreichen“
192Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
193
193Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Das Handlungsfeld „Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen“
wird derzeit ausschließlich durch die Verwaltung adressiert mit einem quantifizierbaren THG Einsparpotential
von 2.600 Tonnen CO2-Äquivalente Einsparpotential pro Jahr.
Wie schon im Handlungsfeld 5 beschrieben, können auch im Bereich der Transformation, nur schwer Ab -
schätzungen der Treibhausgaseinsparung vorgenommen werden. Viele Aktivitäten zielen ebenfalls stark auf
eine Verhaltensänderung ab und der derzeitige Detaillierungsgrad lässt keine gesicherte Prognose über tat -
sächlich eingesparte Emissionen zu. Das THG-Minderungspotential kann nur für eine der sieben Aktivitäten
beziffert werden. Das gesamte, vorläufig quantifizierte Einsparpotenzial aus diesem Handlungsfeld ist dem -
nach auf den Steckbrief der Verwaltung zurückzuführen.
Der Handlungsspielraum der Verwaltung erstreckt sich auch in diesem Handlungsfeld auf Vorha -
ben mit struktureller Wirkung. Die Transformation als kommunale Managementaufgabe zu begreifen
bildet eine elementare Grundlage, um den Transformationsprozess innerhalb der Stadtverwaltung
strukturiert zu gestalten. Er setzt dafür beispielsweise auf die notwendigen organisatorischen Ver -
änderungen:
Der Aufbau eines digitalen Klimaschutz Monitorings und Controllings sowie die Nutzung klima-
schutzwirksamer Digitalisierungspotenziale macht Klimaschutz anhand von Daten und Kennzahlen
auf Entscheider*innenebene steuerbar. Mit der Antragstellung zur Einrichtung dezentraler Klima -
schutzmanager*innen über die Kommunalrichtlinie sowie deren Vernetzung über ein internes
Change-Agent-Netzwerk, wird den Steuerungs-, Abstimmungs- und Koordinationsbedarfen im Ver -
waltungsalltag Rechnung getragen. Hemmnisabbauend wirkt die Umsetzung von Klimaschutz in der
verwaltungsinternen Rechtsberatung, die inmitten der sich dynamisch verändernden Gesetzeslage
die Einordnung des rechtlichen Rahmens im Blick behält und die Planung und Umsetzung von Vor-
haben lösungsorientiert begleitet.
Der Aufbau und die Etablierung einer Kommunikationskampagne zur Klimaneutraliät in Köln ge -
meinsam mit einer Vielzahl von Multiplikator*innen, stellt das zentrale Instrument zur Aktivierung
möglichst vieler Milieus und Branchen der Akteurslandschaft in Köln dar. Ziel ist unter anderem,
ein Schaufenster für Klimaschutzaktivitäten unterschiedlichster Stakeholder zu bieten und damit
andere zu inspirieren, eigene Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Im Rahmen der Vorbereitung des
Kampagnenlaunches unterstützen bereits 30 Stakeholder die Marke, werden diese in ihre Medien
aufnehmen und die Kommunikationskampagne zukünftig gemeinsam ausgestalten.
Die derzeit quantifizierbaren Gesamtkosten in Höhe von 10,8 Millionen Euro (Verwaltung) sind ge -
messen an den anderen Handlungsfeldern vergleichsweise gering, wenngleich ebenfalls (wie im
Handlungsfeld 5) nicht abschließend für die Gesamtheit der zukünftig zu unternehmenden Maßnah-
men zu verstehen. Grundsätzlich gilt jedoch insbesondere in Bezug auf die Kommunikationskampa-
gne, dass die eingesetzten Ressourcen durch den strategischen Ansatz der Aktivierung gemeinsam
mit anderen Multiplikator*innen, eine weitaus höhere Wirkung zu erwarten ist als bei einer rein
städtischen Kampagne.
194Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Direkter Einflussbereich
1
Digitales
Monitoring und
Controlling
2024 - 2025
• Fortführung der Treibhausgasbilanzierung
(BISKO-konform)
• Inbetriebnahme einer webbasierten
Klimaschutz Monitoring/Controlling
Plattform
▪ Multiprojektmanagement und
Überwachung des Ziels der
Treibhausgasneutralität bis 2035
▪ Transparente Darstellung der
Erfolgsmessung einzelner Projekte
sowie übergeordneter Ebenen anhand
spezifischer Indikatoren
▪ Organisation und Abbildung der
Gesamtergebnisse einer Vielzahl an
Projekten
▪ Datensammlung / Bereitstellung mit
dem Ziel der automatisierten
Datenübertragung
1) eine (1) Monitoring/Controlling-Plattform ist in
Betrieb mit Anbindung von cProject und
weiterer städtischer Datenquellen
2) Die Plattform ist erweitert und für das
Klimaschutzmonitoring relevante SWK-weite
Daten sind integriert
1) 2024
2) 2025
114.000 € 250.000 €
2
Klimaschutz-
wirksame
Digitalisierungs-
potentiale nutzen
2024 - 2027
• Erarbeitung nachhaltiger IT-Infrastruktur
und Prozessen für digitale, leistungsfähige
Lösungen für den Klimaschutz
• R essourcenschonendes und nachhaltiges
Arbeiten durch digitale Lösungen
ermöglichen
• IT-Beschaffung hinsichtlich Aspekten der
Suffizienz, Energieeffizienz und
Nachhaltigkeit umsetzen
• Ennergieeffizienz der
Rechenzentrenerhöhen
1) Einsparpotentiale sind quantifiziert 2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
7,7844
Mio. €
3
Einrichtung
dezentraler
Klimaschutz-
manager*innen
über die
Kommunal-
richtlinie
2023 - 2025
• Beantragung von
Klimaschutzmanager*innen zur
(Weiter)Entwicklung von Entscheidungs- und
Arbeitsprozessen sowie der
verwaltungsinternen Vernetzung und
Querschnittsarbeit im Bereich Klimaschutz
2) Förderantrag für Klimaschutzmanager*innen-
Stellen ist gestellt 2024 757.800 € 2,2734
Mio. €
1
2
3
195Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
4
Internes Change-
Agent-Netzwerk
für
Klimaschutz
2023 - 2035
• Etablierung eines Change-Agent-Netzwerk
für den Klimaschutz mit den Zielen
• Wünsche und Anforderungen in Bezug auf
klimaschutzrelevante Themen der
Verwaltung regelmäßig erfassen
• Verwaltungsinterne Kommunikation und
Vernetzung fördern
• Verständnis interner Abhängigkeiten
fördern
• Entscheidungsabläufe beschleunigen
3) Aufbau eines (1) Netzwerks 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Klimaschutz in
der
Rechtsberatung
2024-2035
• Rechtsberatung zu Themen des
Klimaschutzes mit dem Ziel:
• ämterübergreifende Beratung
• Veränderungsprozesse anstoßen und
begleiten. Chancen-Risiken-Analysen
• Unterstützen bei der Problemlösungen bei
der Umsetzung verschiedener Maßnahmen
1) Ziele der Rechtsberatung sind quantifiziert 2024 60.000 € 60.000 €
Indirekter Einflussbereich
6
Kommunikations-
kampagne
Klimaneutralität
2023 - 2035
• Entwicklung und Etablierung einer Wort-
Bild-Marke zur Klimaneutralität Kölns
• Kommunikationskampagne um die
Kölner Stadtgesellschaft zum
klimafreundlichen Handeln aktivieren
und inspirieren.
• Das positive Ergebnis des
Transformationsprozesses begreifbar
machen, um die Akzeptanz zu erhöhen.
• Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt
Köln sichtbar machen und die Stadt als
Akteurin im Bereich Klimaschutz
etablieren.
• Konstrukt ive Stadtgespräche zum
Klimaschutz erzeugen.
• Schaufenster sein für die
Förderangebote, Aktivitäten und
Akteur*innen im Kölner Klimaschutz.
• Themen und Inhalte mit praxisnahem
Köln-Bezug vermitteln und so einen
Mehrwert schaffen.
1) Kampagnenstart
2) 30 Stakeholder, die die Wort-Bild-Marke in ihre
Medien aufnehmen oder Inhalte im Rahmen
der Kampagne gemeinsam ausgestalten
3) 500.000 erzeugte Kontakte durch Owned,
Earned und Paid Content (OoH, PR, Social
Media, Website, Event)
2023-
2024 275.000 € 457.686 €
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
6
5
4
196Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
7
Vernetzung mit
zentralen
Wissensträgern
2024 - 2035
• Steigerung des verwaltungsinternen
Bekanntheitsgrads der
Kooperationsmöglichkeiten über
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2)
• Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
mit der Universität zu Köln
• Weiterentwicklung des
Raumnutzungskonzepts von
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) für
die temporäre oder dauerhafte
Zusammenarbeit mit zentralen Wissens-
und Umsetzungsakteuren
1) Kooperationsvereinbarungen sind mit
mindestens zwei (2) Wissensträgern (bspw.
Universität zu Köln und TH-Köln) geschlossen
und quantifizierbare Zielsetzungen sind
vereinbart
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Summe 1.206.800 € 10.825.486
€ 0 € 0 €
Tabelle 6 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) • rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) • Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
• aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
7
Tabelle 6 Eckdaten der Steckbriefe im Handlungsfeld Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
197Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Fortführung der Treibhausgasbilanzie -
rung (BISKO-konform)
• Inbetriebnahme einer webbasierten
Klimaschutz Monitoring/Controlling
Plattform:
• Multiprojektmanagement zur Über -
wachung und Steuerung des Ziels
der Treibhausgasneutralität bis 2035
• Transparente Darstellung der Er -
folgsmessung einzelner Projekte so-
wie übergeordneter Ebenen anhand
spezifischer Indikatoren
• Organisation und Abbildung der Ge -
samtergebnisse einer Vielzahl an
Projekten
• Datensammlung / Bereitstellung mit
dem Ziel der automatisierten Daten -
übertragung
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Betrieb von Plattform ca. 250.000 €
Digitales Monitoring und Controlling
Da wollen wir hin
Um die Fortschritte bei der Erreichung der Klima -
neutralität Kölns zu dokumentieren, anhand von In-
dikatoren zu messen und die Umsetzungserfolge
transparent darzustellen sowie zur zielgerichteten
Organisation und Abbildung des Gesamtergebnis -
ses einer großen Anzahl an Projekten, werden ent-
sprechende Daten automatisiert gesammelte und
innerhalb einer Klimaschutz Monitoring Plattform
bereitgestellt.
Das setzen wir bereits um
An unterschiedlichen Stellen werden bereits emis-
sionsrelevante Daten erhoben und für die Stadt
Köln wurden in der Vergangenheit bereits mehrere
Treibhausgasbilanzen erstellt. Ebenso ist ein Pro -
jektmanagementsystem verwaltungsweit verfüg -
bar.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die Verwaltung hat eine Klimaschutz Plattform aus-
geschrieben, über welche künftig Informationen
über die Fortschritte der Aktivitäten zur Erreichung
der Klimaneutralität online verfügbar gemacht
werden. Gleichzeitig werden Indikatoren für diese
Aktivitäten ermittelt und mit den verantwortlichen
Akteur*innen abgestimmt. Es ist geplant, dass ent-
sprechende Daten über die im Aufbau befindliche
Datenplattform von Seiten der Verwaltung und der
Beteiligungen übertragen und verarbeitet werden.
Aus diesem Grunde ist das Klimaschutzmonitoring
auch als Projekt im Handlungsfeld Umwelt inner -
halb des Kooperationsprojektes Digitale Zukunfts -
stadt verankert.
Quelle: Pixabay/Goumbik
198Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Monitoring/Controlling-Plattform ist in
Betrieb mit Anblndung von cProject
und weiterer städtischer Datenquellen
Ausblick ab 2025
• 2025: Die Plattform ist erweitert und
für das Klimaschutzmonitoring rele -
vante SWK-weite Daten sind integriert
• Sektorübergreifende Datensätze er -
möglichen strategische Steuerung
von Maßnahmen, sowie validierte und
transparente Umsetzung
• bis 2027: Erhöhung der Granularität
und der Abdeckung der Daten zu Ak -
tivitäten; Erhebung von THG-Emissio -
nen in allen Sektoren
• bis 2030: Hohe Validität und Granu-
larität der Daten sowie Vollständig keit
und Aktualität THG-Emissions daten er-
möglichen strategische Steu er ung von
Klimaschutz maßnahmen
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 6.1 .2.2 Das digitale Monitoring
und Controlling entwickeln, dauerhaft an-
wenden und begleiten
Daneben wird an der Organisation des Multipro -
jektmanagements sowie an der Inbetriebnahme
einer Schnittstelle für cProject zur automatisierten
Übertragung von Projektmanagement Informatio -
nen gearbeitet.
Schließlich wird die Methodik der Treibhausgasbi -
lanzierung analysiert, sodass künftig jährlich eine
BISKO-kompatible Treibhausgasbilanz erstellt wer-
den kann.
Als zentrale Bezugsquelle für Treibhausgase von
städtischen Gebäuden soll künftig das etablierte
Energiemanagement System dienen. Die Verwal -
tung ist intern zu Möglichkeiten der Weiterentwick-
lung und der Anbindung weiterer Dienststellen eng
im Austausch.
Im Amt für Verkehrsmanagement erfolgt zudem
die Implementierung des MobilitätsCockpits Köln
(MoCKiii) als Förder- und Innovationsvorhaben des
Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
(BMDV) in Zusammenarbeit mit der DLR Verkehrs-
forschung. Mit dem Instrument erfolgt anhand der
Zusammenführung von Sensorik aus unterschied -
lichsten Bereichen (u.a. auch Mobilfunk) ein Abbild
der aktuellen, täglichen, wöchentlichen, monat -
lichen und jährlichen Verkehrsleistung und Auftei -
lung dieser auf die unterschiedlichen Verkehrsmodi
(Modal Split). Mit einem Erweiterungsantrag unter
Förderung des BMDV sollen die Ergebnisse hin -
sichtlich gesamtstädtischer Verkehrsemissionen
(Straßenverkehr) berechnet und zur Verfeinerung
der Analyse nach BISKO bereitgestellt werden.
Hierdurch werden Veränderungen schneller sicht -
bar, sodass Maßnahmen hierauf weiter konkre -
tisiert oder veranlasst werden können. Die Fern -
verkehre auf den auf dem Gebiet der Stadt Köln
befindlichen Bundesautobahnen werden geson -
dert dargestellt.
Das brauchen wir
Für eine valide, vollständige und transparente Dar -
stellung der Fortschritte ist die Kooperation aller
Dienststellen und innerhalb der Beteiligungen not -
wendig, insbesondere bei der Bereitstellung und
Weitergabe von bereits verfügbaren Daten. Dane -
ben sind gegebenenfalls neue Daten zu erheben
und Schnittstellen zu entwickeln.
199Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Erarbeitung nachhaltiger IT -Infrastruk-
tur und Prozessen für digitale, leis -
tungsfähige Lösungen für den Klima -
schutz
• Ressourcenschonendes und nachhal -
tiges Arbeiten durch digitale Lösungen
ermöglichen
• IT -Beschaffung hinsichtlich Aspekten
der Suffizienz, Energieeffizienz und
Nachhaltigkeit umsetzen
• Ennergieeffizienz der Rechenzentren
erhöhen
Erwartetes Einsparpotenzial
Derzeit nicht quanitfizierbar
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
geschätzte Kosten: 7.784.400 €
• Kosten der Zielerreichung fallen zu -
meist in konkreten Projektkontexten
an und lassen sich nur mittelbar der
Wirksamkeit für den Klimaschutz zu -
ordnen, daher sind zusätzlich die Kos -
ten einer Stelle eine*r Klimaschutzma-
nager*in anzunehmen (vgl. Steckbrief
3). Für das Klimaschutzmanagement
und -monitoring ist vorerst von einem
Bedarf analog einer EG11/A11 VZÄ
auszugehen.
Da wollen wir hin
Digitalisierung und Klimaschutz sind zwei zentrale
Megatrends, die die Zukunft der Stadt Köln um -
fassend beeinflussen werden und Auslöser sowie
Motor für umfassende Transformationen in der
Stadtgesellschaft sind. Die Aktivität bündelt Digi -
talisierung und Klimaschutz mit dem Ziel, auf Basis
nachhaltiger IT -Infrastruktur und Prozessen, digita-
le, leistungsfähige Lösungen für den Klimaschutz
in Köln zu erarbeiten. Ausgehend von den hierbei
gewonnen Lerneffekten soll die Nachhaltigkeit be-
stehender IT -Infrastruktur iterativ verbessert/ge -
steigert werden.
Die laufenden Projekte sollen verstärkt mit den
Zielen der Klimaneutralitätsstrategie der Stadt
Köln abgeglichen und synchronisiert werden. Die
Chancen der Digitalisierung werden integriert im
Hinblick auf das Maßnahmenportfolio geprüft und
soweit möglich bei der Umsetzung auf dem Weg
zur Klimaneutralität genutzt.
Das setzen wir bereits um
Innerhalb der Stadtverwaltung werden verschiede-
ne IT -Projekte umgesetzt um mittels digitaler Lö -
sungen ressourcenschonender und nachhaltig zu
Arbeiten.
Klimaschutzwirksame
Digitalisierungspotenziale nutzen
Quelle: voiletkaipa/Shutterstock.com
200Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Akquise von Fördermitteln, Einrichtung
Klimaschutzmanagement (externe Ex -
pertise oder Personal erforderlich)
• Sensibilisierung der Mitarbeitenden
• Inbetriebnahme der Voraus setzungen
für Desksharing (dDHCP)
Ausblick ab 2025
• Umsetzung von Maßnahmen die auf
Digitalisierung und Klimaschutz ein -
zahlen
• bis 2025: Ersatz der Netzkom ponenten
durch energie sparende effizi entere
Kom ponenten (Netz V6)
• bis 2027: Identifizierung weiterer Ein -
sparpotenziale. Sen sibilisierung Fach -
bereiche, Verankerung von Einspar-
potenzialen in Prozessen
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 6.1 .3.2 Digitalisierung und Klima-
schutz als Querschnittsthema integrieren
Durch das Ausschöpfen von Digitalisierungspoten-
zialen wird Mitarbeitenden der Stadt Köln die Mög-
lichkeit geboten, ihre Tätigkeiten digital und damit
ressourcenschonend umzusetzen. Hierzu zählen
etwa das Ausrollen zum Beispiel von SAP-Lösun -
gen und weiteren Fachanwendungen zur Digita -
lisierung von Prozessen oder die Bereitstellung
der technischen Werkzeuge für klimaschonende
Arbeitsplatzmodelle und die Konsolidierung von
Druckern zur Einsparung von Hardware. Dies setzt
jedoch voraus, dass die digitale Infrastruktur res -
sourcenschonend konzipiert ist.
Die durch die Digitalisierungsstrategie getriebene
IT -Kompatibilität und Konsolidierung verringert IT -
Proliferation und fördern dadurch eine homogene -
re, zentralisiertere und damit ressourcenschonen -
dere und energieeffizientere IT -Infrastruktur.
Hinsichtlich der Hardwarebeschaffung durch das
Amt für Informationsverarbeitung gehören Aspek -
te der Suffizienz, Energieeffizienz und Nachhaltig -
keit zum Anforderungskatalog. Des Weiteren wer-
den in Ausschreibungsunterlagen bedarfsgerechte
Forderungen zur Berücksichtigung der Energieeffi-
zienz und weiterer klimabezogener Aspekte imple-
mentiert.
Die Energieeffizienz der Rechenzentren wird u.a.
durch Virtualisierung, permanentes Monitoring und
die Optimierung der technischen Gebäudeausrüs -
tung, konsequente Kaltgangeinhausung und die
Erhöhung der Effizienz/Auslastung durch Koopera-
tionen kontinuierlich gesteigert.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die positiven Einflusspozentiale von Digitalisie -
rungsmaßnahmen werden anlassbezogen im Rah-
men sowohl der kontinuierlichen Aufgaben der
Verwaltung als auch im Kontext konkreter Projekte
erschlossen.
So werden beispielsweise IT -Supportaufgaben im
Bereich der Innenstadt mit einem E-Lastenfahrrad
erledigt (Tagesgeschäft) und Energieeffizienzmerk-
male bei Netzinfrastrukturmaßnahmen (Projektge -
schäft) berücksichtigt.
Das brauchen wir
Benötigt wird ein effizientes Klimaschutzmanage -
ment und -monitoring für Digitalisierung und IT bei
der Stadt Köln und ihren eigenbetriebsähnlichen
Einrichtungen. Dafür muss mit zusätzlicher ex -
terner Expertise das Grundgerüst und Know-How
ausgebaut werden, sowie bereits existierende
Maßnahmen implementiert werden, damit die
Steuerung einer klimaschutzwirksamen Digitalisie-
rung und IT nachhaltig in die Prozesse und Struktu-
ren eingebracht werden kann.
201Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Beantragung von Klimaschutzmana -
ger*innen zur (Weiter-)Entwicklung
von Entscheidungs- und Arbeitspro -
zessen sowie der verwaltungsinternen
Vernetzung und Querschnittsarbeit im
Bereich Klimaschutz
Erwartetes Einsparpotenzial
ca. 2.595 t/a CO2eq
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Abhängig von der Anzahl der beantrag-
ten Stellen und der Bewertung
• Abschätzung: Unter der Annahme
von 15 beantragten Stellen, abhängig
von der Bewertung der Stellen ca.
757.800 € pro Jahr: für 3 Jahre ca.
2.273.400 €, bei Verlängerung auf ca.
5 Jahre 3.789.000 €
Da wollen wir hin
Mit der Zunahme des Gewichts von Klimaschutz -
belangen in allen Bereichen der Verwaltung, dem
damit einhergehenden Bedarf der (Weiter-)Ent -
wicklung von Entscheidungs- und Arbeitsprozes -
sen sowie der zunehmenden Notwendigkeit der
verwaltungsinternen Vernetzung und Querschnitts-
arbeit, entstehen vorübergehend oder dauerhaft
zusätzliche Aufgaben in einer Reihe von Dienststel-
len. Der Bund trägt diesem Umstand Rechnung,
indem Kommunen über die Kommunalrichtlinie
Mittel zur Verfügung gestellt werden, Stellen für
Klimaschutzmanager*innen einzurichten. Um dem
erhöhten Personalbedarf Rechnung zu tragen prüft
die Verwaltung, in welchem Umfang die Stadt Köln
bestmöglich von geförderten Klimaschutzmana -
ger*innen-Stellen gemäß Kommunalrichtlinie pro -
fitieren kann. Die Förderquote für die Stadt Köln
beträgt 40 % der förderfähigen Kosten über drei
Jahre, verlängerbar auf fünf Jahre.
Die Tätigkeitsfelder von Klimaschutzmanager*in -
nen sind an den Bedarfen der Dienststellen und
deren klimaschutzwirksamen Vorhaben orientiert,
wie das Beispiel der Stadt München zeigt, die seit
2013 insgesamt zwölf Klimaschutzmanager*in -
nen beschäftigt:
https://stadt.muenchen.de/dam/
jcr:0526e24e-5dfb-4b6f-8cb1-d605752027c7/bro -
schuere_ks_management.pdf
Das setzen wir bereits um
Die Koordinationsstelle Klimaschutz fungiert als
zentrale strategische Steuerungs- und Control -
lingeinheit, um die Klimaneutralität Kölns bis zum
Jahr 2035 zu erreichen. Hier wird die Umsetzung
der Gesamtstrategie zur Klimaneutralität federfüh -
rend koordiniert. Der Koordinationsstelle kommt
neben der Rolle als Moderatorin im gesamten Pro-
Einrichtung dezentraler
Klimaschutzmanager*innen über die
Kommunalrichtlinie
Quelle: Diana Bahrin03/Shutterstock.com
202Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Politische Beschlussfassung und ge -
sammelte Antragsstellung
• Förderantrag ist gestellt
Ausblick ab 2025
• Stellenausschreibung und -besetzung
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 6.1 .4.1 Klimaschutz als Transfor-
mationsthema in der Organisationsstruk-
tur verankern
zess auch die Rolle der fachlichen Impulsgeberin
in klimarelevanten Themen sowie die Funktion der
beratenden Einheit für andere Ämter und Dienst -
stellen sowie externen Akteur*innen zu. Sie ver -
steht sich als Bindeglied für den Themenkomplex
„Klima“ und hält gebündelte Kompetenzen und
Unterstützungsleistungen für die mit den damit in
Verbindung stehenden Fachämtern vor.
Zur Unterstützung der Dienststellen bei der Or -
ganisation der Umsetzungsaktivitäten in ihrem
Einflussbereich, bündelt die Koordinationsstelle
Klimaschutz die Antragstellung für Klimaschutz -
manager*innen gemäß Kommunalrichtlinie für die
Gesamtverwaltung. Der Antrag kann pro Kommu -
ne nur einmalig gestellt werden, weshalb dieser
mit Weitsicht auf die mittelfristige strategische
Ausrichtung und Aufgabenwahrnehmung der
Dienststellen und deren Einflussbereich auf klima-
schutzwirksame Vorhaben vorzubereiten ist. Die
Antragstellung wird unter Hinzunahme der Bera -
tung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu),
das vom Bund für die Beratung zur Kommunalricht-
linie eingesetzt wurde, vorbereitet, um die För -
derfähigkeit des Gesamtantrags sicherzustellen.
Die Klimaschutzmanager*innen bringen konkrete
Vorhaben, die auf die Umsetzung des vom Rat
beschlossenen Gutachtens „Klimaneutrales Köln
2035“ einzahlen, in die Umsetzung und sollen die
Nutzung wertvoller Synergieeffekte innerhalb der
Stadtverwaltung Kölns zu gewährleisten.
Das brauchen wir
Koordiniertes Antragsverfahren.
203Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Etablierung eines Change-Agent-Netz-
werk für den Klimaschutz mit den Zie -
len:
• Wünsche und Anforderungen in Be -
zug auf klimaschutzrelevante The -
men der Verwaltung regelmäßig er -
fassen
• Verwaltungsinterne Kommunikation
und Vernetzung fördern
• Verständnis interner Abhängigkeiten
fördern
• Entscheidungsabläufe beschleuni -
gen
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Aktuell nicht quantifizierbar, da abhän -
gig von Konzeption
Da wollen wir hin
Das Fachgutachten „Strategie Klimaneutrales Köln
2035“ hebt die Förderung der verwaltungsinternen
Kommunikation und Vernetzung als eine Aktivität
zur kommunalen Transformation hervor. Der fach-
und projektbezogene Austausch soll verwaltungs -
intern gefördert werden, um eine gemeinsame,
zielgerichtete Klimaschutzarbeit zu ermöglichen.
Das Fachgutachten empfiehlt verwaltungsinterne
Informations- und Kommunikationsformate, mit -
hilfe derer in den Organisationseinheiten Verbün -
dete für Klimaschutzthemen, sogenannte Change
Agents, identifiziert werden sollen. Darüber hinaus
hat sich die Stadtverwaltung im Zuge der Verwal -
tungsreform zum Ziel gesetzt, sich zur lernenden
Organisation zu entwickeln (siehe Transparenz -
bericht 2017. Verwaltungsreform der Stadt Köln,
S. 9). Diese beiden Vorhaben lassen sich in einem
internen Change-Agent-Netzwerk für Klimaschutz
verschränken. Auf Basis von etablierten Konzepten
und Theorien zu organisationalem Lernen soll die
Gruppenebene als Bindeglied zwischen dem Ler -
nen auf der Ebene des Individuums und der Ebene
der Organisation in Form eines Netzwerks gezielt
ausgestaltet werden.
Das Netzwerk hat folgende Ziele:
• Wünsche und Anforderungen in Bezug auf kli -
maschutzrelevante Themen der Verwaltung re-
gelmäßig erfassen
• Verwaltungsinterne Kommunikation und Vernet-
zung fördern
• Verständnis interner Abhängigkeiten fördern
• Entscheidungsabläufe beschleunigen
Das Netzwerk wird Mitarbeiter*innen aller Dienst -
stellen der Kölner Stadtverwaltung mit unterschied-
lichen Informations- und Kommunikationsformaten
Internes Change-Agent-Netzwerk für
Klimaschutz
Quelle: Pixabay
204Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Ein aktives und etabliertes Change-
Agent-Netzwerk für Klimaschutz ist
etabliert
• Erarbeitung der wissen schaftlichen
Grundlagen und der Konzeption unter
Durchführung der steuer ungs- und
anwender seitigen Workshops
Ausblick ab 2025
• bis 2035: Überführung in die Praxis und
sukzessiver Ausbau des Netzwerks
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 6.1 .4.1 Klimaschutz als Transfor-
mationsthema in der Organisationsstruk-
tur verankern
eine bessere gegenseitige Vernetzung und einen
verbesserten Austausch ermöglichen, regelmäßig
über Neuigkeiten und Entwicklungen zum Klima -
schutz und Best Practices informieren und Anre -
gungen für Klimaschutzmaßnahmen innerhalb der
Stadtverwaltung aufnehmen.
Das setzen wir bereits um
Die konzeptionellen Grundlagen werden im Rah -
men einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
erarbeitet. In Dienststellen-übergreifenden Work -
shops soll sowohl die Steuerungs- als auch die An-
wenderseite betrachtet werden. Die Konzeption
interner Kommunikationsformate wird zudem von
einer vor der Verwaltung bereits extern beauftrag -
ten Kommunikationsagentur begleitet. Auf Grund -
lage dieser Bedarfsanalyse und Konzeption der
konkreten Formate wird das Netzwerk sukzessive
ausgebaut.
Das brauchen wir
Recherche und Grundlagenarbeit, Koordination
und Durchführung der Workshops, Steuerung der
Dienstleister, Erstellung der Konzeption und an -
schließenden praktischen Überführung sind die
nächsten notwendigen Schritte.
205Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Rechtsberatung zu Themen des Klima-
schutzes mit dem Ziel:
• ämterübergreifende Beratung
• Veränderungsprozesse anstoßen
und begleiten; Chancen-Risiken-Ana-
lysen
• Unterstützen bei der Problemlösun -
gen bei der Umsetzung verschiede -
ner Maßnahmen
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Beratungsaufwand für externe Rechts-
beratung bis zum Jahr 2035 abhängig
vom jeweiligen Beratungsaufwand, in
jedem Fall ca. 60.000 €
Klimaschutz in der Rechtsberatung
Da wollen wir hin
Um das Ziel, im Rahmen der Stadtstrategie „Kölner
Perspektiven 2030+“ , die Klimaneutralität Kölns bis
zum Jahr 2035 zu erreichen, und die Etablierung
von Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe der
Verwaltung voranzubringen, unterstützt das Amt
für Recht, Vergabe und Versicherungen alle Kol -
leg*innen, die die Kompetenzfelder Klimaschutz
auf- und ausbauen.
Im Detail schaffen wir rechtliche Möglichkeiten,
eine klimaneutrale und an die Folgen des Klima -
wandels angepasste ressourcenschonende Stadt
zu gewährleisten, die natürlichen Lebensgrundla -
gen für Mensch, Flora und Fauna zu erhalten und
zu entwickeln und die Flächennutzung und -ent -
wicklung nachhaltig und generationengerecht zu
gestalten.
Des Weiteren möchten wir durch rechtliche Mög -
lichkeiten einen Beitrag zur Gestaltung der Ver -
kehrswende und damit einen aktiven Beitrag für
ein CO 2- und klimaneutrales Köln leisten. Zudem
sollen leistungsfähige, innovative und umweltver -
trägliche Mobilitätsangebote geschaffen und mehr
Räume für den Rad- und Fußverkehr entwickelt
werden.
Dabei steht die ämterübergreifende Beratung im
Vordergrund. Wir wollen nicht nur Anfragen beant-
worten, sondern Veränderungsprozesse anstoßen
und begleiten. Ziel ist es, vor rechtlichen Risiken
nicht zurückzuschrecken, sondern diese in einem
angemessenen Ausgleich mit den zu erreichenden
Zielen zu setzen. Wir möchten Lösungen für kleine
und große Probleme bei der Umsetzung verschie -
dener Maßnahmen zu finden.
Das setzen wir bereits um
Die Rechtsberatung ist bereits heute so ausge -
Quelle: Pixabay
206Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Durchführung Kickoff-Veranstaltung
mit der externen Rechtsberatung und
allen wesentlichen Akteur*innen
• Entscheidung, welcher Weg bei der
Umsetzung von PV auf Dächern und
Freiflächen gewählt werden soll
• Ziele der Rechtsberatung sind quanti -
fiziert
Ausblick ab 2025
• Weitere Spezialisierung in den sich
stellenden neuen Rechtsgebieten
• Erarbeitung von gesamtstädtischen
Lösungen bei der Umsetzung der be -
schlossenen Klimaschutzmaßnahmen
• Anpassung an sich ergebende neue
Rechtsbereiche
Bezug zum Fachgutachten
Maßnahme 6.1 .4. Integration des Ziels
der Klimaneutralität in die Struktur des
Konzerns Stadt Köln
richtet, dass sie mit den Kompetenzteams „Green
Building“ und „ Verkehrswende & Mobilität“ fach-
übergreifende Teams aus Spezialist*innen gebildet
hat, um die bestmögliche Rechtsberatung zu ge -
währleisten. Ebenso wurde zum 01 .06.2023 die
neue Praxisgruppe „Öffentliches Bau- und Klima -
recht“ gegründet, welche sich – wie aus dem Na -
men ersichtlich – vor allem auch der Unterstützung
bei der Erreichung der Klimaziele verschrieben hat.
Im Jahr 2022 hat ein Vergabeverfahren zur Aus -
schreibung der rechtlichen Beratung rund um Fra -
gen zur Umsetzung der Klimaneutralitätsstrategien
stattgefunden. Hierbei hat eine externe Rechts -
dienstleisterin den Zuschlag erhalten, welche die
Stadt bei allen sich diesbezüglich stellenden recht-
lichen Fragen bis zum Jahr 2035 unterstützen wird.
So ist gewährleistet, dass kurzfristig auf fachliche
Expertise zurückgegriffen werden kann.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Die rechtliche Beratung ist ein wesentlicher As -
pekt, für den Erfolg der Umsetzung von Klima -
schutzmaßnahmen. Durch die Überhöhung recht -
licher Risiken, den unterschiedlichen Zielkonflikten
in der Verwaltung und wenig lösungsorientiertem
rechtlichen Beraten, kann es zu Verzögerungen bei
der Umsetzung einzelner Maßnahmen kommen.
Insofern ist es wichtig, dass die rechtliche Bera -
tung stets im gesamtstädtischen Sinne erfolgt und
der Fokus auf den zu erreichenden Zielen und der
Lösungsfindung liegt.
Die Rechtsberatung muss insofern neutral und er -
gebnisorientiert erfolgen.
Das brauchen wir
Zur Unterstützung der städtischen Jurist*innen
wurde bereits eine Kanzlei mandatiert, welche die
Rechtsberatung bis zum Jahr 2035 begleiten wird.
Die Koordination erfolgt über das Amt für Recht,
Vergabe und Versicherungen.
207Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Entwicklung und Etablierung einer
Wort-Bild-Marke zur Klimaneutralität
kölns
• Umfassende Kommunikationskampa -
gne, um die Kölner Stadtgesellschaft
zum klimafreundlichen Handeln zu ak -
tivieren und inspirieren
• Das positive Ergebnis des Transforma-
tionsprozesses begreifbar machen,
um die Akzeptanz zu erhöhen
• Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt
Köln sichtbar machen und die Stadt als
Akteurin im Bereich Klimaschutz etab-
lieren
• Konstruktive Stadtgespräche zum Kli -
maschutz erzeugen
• Schaufenster sein für die Förderange -
bote, Aktivitäten und Akteur*innen im
Kölner Klimaschutz
• Themen und Inhalte mit praxisnahem
Köln-Bezug vermitteln und so einen
Mehrwert schaffen
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
457.686 € brutto
Da wollen wir hin
Durch die Entwicklung einer Wort-Bild-Marke zur
Klimaneutralität Kölns sowie einer umfassenden
Kommunikationskampagne sollen verschiedene
Bereiche der Stadtgesellschaft und der Akteurs -
landschaft erreicht werden und ein tiefgreifender
Transformationsprozess in Gang gesetzt werden.
Die Kommunikationskampagne muss langfristig
angelegt sein, um möglichst viele Zielgruppen zu
erreichen.
Die Kommunikationskampagne will:
• Die Kölner Stadtgesellschaft zum klimafreund -
lichen Handeln aktivieren und inspirieren
• Das positive Ergebnis des Transformationspro -
zesses begreifbar machen, um die Akzeptanz
zu erhöhen
• Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt Köln sicht-
bar machen und die Stadt als Akteur im Bereich
Klimaschutz etablieren
• Konstruktive Stadtgespräche zum Klimaschutz
erzeugen
• Schaufenster sein für die Förderangebote, Akti-
vitäten und Akteur*innen im Kölner Klimaschutz
• Zeigen, dass Klimaschutz Spaß machen kann
• Themen und Inhalte mit praxisnahem Köln-Be -
zug vermitteln und so einen Mehrwert schaffen
Kommunikationskampagne
Klimaneutralität
Quelle: Shutterstock/FrankHH
208Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Das setzen wir bereits um
Eine Kommunikationsagentur wurde beauftragt,
die ein Kommunikationskonzept erstellt und eine
Wort-Bild-Marke entwickelt hat. Dadurch erhält
der Klimaschutz in Köln ein gemeinsames und
identitätsstiftendes Label. Durch die Nutzung in
der eigenen öffentlichen Kommunikation können
Akteur*innen zum Ausdruck bringen, dass sie sich
als Mitstreiter*innen auf dem Weg zur Klimaneut -
ralität verstehen. Somit wird eine einheitliche Kom-
munikation ermöglicht, die zu einer großen Reich -
weite und starken visuellen Präsenz führt.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Es finden zahlreiche Aktionen, Förderungen, Maß-
nahmen rund um das Thema Klimaschutz in und
durch die Stadt Köln statt. Diese sollen verstärkt
gezeigt und hervorgehoben werden.
Das brauchen wir
Um möglichst viele Menschen in Köln zu erreichen
und über die verschiedenen Themen, Möglich -
keiten und Aktionen rund um den Klimaschutz zu
informieren, braucht es verschiedene zielgruppen-
spezifische Maßnahmen.
Dazu zählen beispielsweise:
Website
Die Webpräsenz ist der zentrale Informations- und
Ankerpunkt rund um das Thema Klimaneutralität in
Köln. Hier werden alle relevanten Informationen
zusammengetragen, Aktuelles und Aktivitäten ge -
zeigt.
Social Media
Durch gezielte Interaktion mit Akteur*innen und
Stakeholdern wird ein digitales Netzwerk aufge -
baut und eine Community für den Klimaschutz
in Köln geschaffen. Auf diese Weise können die
Akteur*innen im Kölner Klimaschutz zusammen -
gebracht werden und in Dialog treten und auch
Zielgruppen angesprochen werden, die sonst eher
schwer zu erreichen sind.
Werbung
• Außenwerbung bringt die Kampagne und Infor-
mationen ins Stadtbild und verankert sie visuell.
Neben klassischer Out-of-Home-Werbung (Pla -
kate, Screens, Big Banner etc.) werden auch
weitere Präsentationsformen (u.a. Projektio -
nen, Verkehrsmittelwerbung) eingesetzt.
• Flyer: Zielgruppenorientierte Flyer zu unter -
schiedlichen Themen (etwa allgemeine Infor -
mationen und Fördermöglichkeiten, Schwer -
punktthemen, Informationen/Leitfäden für
Stakeholder/Unternehmen)
• Postkarten
• Online Media-Kit für Stakeholder-Ansprache
(mit Sharepics, Online-Bannern, Text-Bild-Ele -
mente für Signaturen)
• Trailer
Stakeholder
Für die Unterstützung der Kampagne sollen Schlüs-
selakteur*innen gewonnen werden, die wiederum
das Thema in ihre Communities tragen. Auf diese
Weise können Reichweite und zusätzliche Media-
Fläche generiert und neue Zielgruppen erschlos -
sen werden.
Events
Um Präsenz zu zeigen und mit Menschen direkt in
Kontakt zu treten, werden verschiedene Events ge-
plant und umgesetzt bzw. der Klimaschutz in Köln
in bereits etablierten Veranstaltungsformate integ-
riert.
Klassische Pressearbeit
Eine kontinuierliche und klassische Pressearbeit
schafft zusätzliche Reichweite und generiert neue
Zielgruppen. Themen und Anlässe für Pressemel -
dungen und Pressetermine (Pressegespräch, Pres-
sekonferenz, PR-Aktion) werden in einem Redak -
tionsplan festgehalten.
Newsletter
Newsletter bieten die Möglichkeit verschiedene In-
halte vertiefend zu behandeln und eine zusätzliche
Reichweite zu generieren.
209Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Zielsetzung 2023/24
• Kampagnenstart
• 30 Stakeholder, die die Wort-Bild-Mar-
ke (Logo) in ihre Medien aufnehmen
oder Inhalte im Rahmen der Kampag -
ne gemeinsam ausgestalten
• 500.000 erzeugte Kontakte durch Ow-
ned, Earned und Paid Content (OoH,
PR, Social Media, Website, Event)
Ausblick ab 2025
• bis 2035: Kontinuierliche Kommuni -
kation und regelmäßige Anpassung
sowie Aktualisierung des Kommunika-
tionskonzeptes. In regelmäßigen Ab -
ständen lenken zielgruppenspezifische
Einzelkampagnen die Aufmerksamkeit
auf das Thema Klimaschutz. Dazu zäh-
len: Einzelne Kampagnen zu Photovol-
taik und Kommunaler Wärmeplanung,
Events, Aktionen von Stakeholdern,
etc.
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 6.1 .1 .3. Kommunikationsstrate-
gie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
entwickeln und umsetzen
Neben einem Newsletter für interessierte Bür -
ger*innen wird es auch einen weiteren Newsletter
für Stakeholder geben.
Das brauchen wir
---
210Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Kernpunkte
• Steigerung des verwaltungsinternen
Bekanntheitsgrads der Kooperations-
möglichkeiten über Koordinationsstel-
le Klimaschutz (VIII/2)
• Abschluss einer Kooperationsverein-
barung mit der Universität zu Köln
• Weiterentwicklung des Raumnut-
zungskonzepts von Koordinationsstel-
le Klimaschutz (VIII/2) für die tempo-
räre oder dauerhafte Zusammenarbeit
mit zentralen Wissens- und Umset-
zungsakteuren
Erwartetes Einsparpotenzial
Keine direkte Einsparung
Kosten zum Erreichen des
Ziels
•
Personalkosten
Da wollen wir hin
Zur Umsetzung der Klimaneutralität im Einflussbe-
reich der Verwaltung der Stadt Köln ist es unabding-
bar, sich eng mit zentralen Wissensträger*innen zu
vernetzen sowie Potenziale der Kooperation zum
Schließen von Wissenslücken und zur lösungs -
orientierten Verschränkung von Wissensbestän -
den auszuschöpfen.
Das setzen wir bereits um
Durch die Zunahme flexibler Raumnutzungskon -
zepte in der Verwaltung konnte das Büro der Lan -
desgesellschaft NRW.Energy4Climate im Stadt -
haus Deutz angesiedelt werden. Die Gesellschaft
wurde vom Land Nordrhein-Westfalen neu ge -
gründet um Akteure und insbesondere Kommu -
nen verstärkt bei der Umsetzung von Maßnahmen
für Klimaschutz und Energiewende zu unterstüt -
zen. Die Möglichkeit der direkten Vernetzung mit
NRW.Energy4Climate steht allen Dienststellen of -
fen.
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aktiv
Aktuell steht die Verwaltung mit der im Büro des
Kanzlers der Universität zu Köln neu angesiedelten
„AG Nachhaltiger Campusbetrieb“ der Universi -
tätsverwaltung im Kontakt hinsichtlich des Ent -
wicklungspfads der Universität zur Klimaneutrali -
tät. In diesem Zusammenhang wird der Abschluss
einer Kooperationsvereinbarung angestrebt, die
unter anderem die Formate des Wissenschafts-
Praxis-Transfers so aufsetzt, dass die Verwaltung
niederschwelligen Zugang zu den fachlichen Ex -
pertisen und Wissensbeständen der für den Klima-
schutz einschlägigen Fachbereiche erhält.
Vergleichbare Kooperationen werden mit anderen
Hochschulen in Köln und darüber hinaus ange -
strebt.
Vernetzung mit zentralen
Wissensträgern
Quelle: Pixabay/geralt
211Aktionsplan - Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Das brauchen wir
Rechtsberatung bei der Erarbeitung, Verhandlung
und Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
mit der Universität zu Köln und ggf. weiteren For -
schungs- und Bildungseinrichtungen.
Zielsetzung 2023/24
• Steigerung des verwaltungsinternen
Bekanntheitsgrads der Kooperations -
möglichkeiten
• (Weiter-)Entwicklung der Koopera -
tionsstrategie für die temporäre oder
dauerhafte Zusammenarbeit mit zent -
ralen Wissens- und Umsetzungsakteu-
ren
• Kooperationsvereinbarungen sind
mit mindestens zwei Wissensträgern
(bspw. Universität zu Köln und TH-
Köln) geschlossen und quantifizierbare
Zielsetzungen sind vereinbart
Ausblick ab 2025
• Systematische Kanalisierung von
umsetzungsbefördernden Fragestel -
lungen an die entsprechenden Part -
nereinrichtungen/-universitäten/-hoch -
schulen
Bezug zum Fachgutachten
Aktivität 6.1 .2.3. Instrumente zur Steue -
rung des Klimaschutzprozesses imple -
mentieren und im Prozess anpassen
Anlage 2: Gesamtübersicht Aktionsplan Klimaschutz
54208 Zeichen
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Gebäude und Quartiere werden klimaneutral
Direkter Einflussbereich
1
Entwicklung einer
Sanierungs-
strategie für
Bestands-
gebäude
2023 - 2027
systematische Gebäudeportfolioanalyse
Strategie für Klimaneutralität der
Bestandsgebäude
Berücksichtigung der Energieleitlinien
Steigerung der jährlichen energetischen
Sanierungsrate
1) Gebäudeportfolioanalyse für 20 städtische
Gebäude im Eigentum verschiedener Ämter
und spätere Erweiterung auf weitere Gebäude
2) eine (1) Sanierungsstrategie ist erstellt
3) kontinuierliche Umsetzung, derzeit 1,2% des
Widerbeschaffungswerts des Bestands im
Sondervermögen der Gebäudewirtschaft
4) Umsetzung der Schulbaumaßnahmen „GU/TU
2-Projekt“
1) 2023/24
2) 2024-
2025
3) 2024-
2027
4) bis
2027
95 Mio. €
*)
2,1 Mrd. €
*)
2
Stadtweite
Standards für
städtische
Gebäude
(klimaneutraler
Betrieb) -
Energieleitlinien
aktualisieren
2023 - 2035
Aktualisierung der Standards für
Wärmenutzung für Heizen und
Warmwasser
Aktualisierung der Standards für
elektrotechnische Bereiche
effiziente und nachhaltige Energienutzung
bei Neubauten und Sanierungsvorhaben
1) eine (1) aktualisierte Fassung der
Energieleitlinien ist veröffentlicht. 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
3
Zukunft
Bürgerhäuser/ -
zentren
2023 - 2025
Gebäudeportfolioanalyse zu 14
Bürgerhäuser/Bürgerzentren
Erarbeitung eines Umsetzungsfahrplans
konzentrierte Betrachtung der Gebäude
ermöglicht gebäudeübergreifende
Ausschreibungen
1) Bestandsaufnahme von 14 Bürgerhäusern und
der Anlagentechnik für eine Gebäudeanalyse
ist erfolgt
2) ein (1) Stufenplan für die Umsetzung ist erstellt
und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt
1) 2023 -
2025
2) 2025 -
2035
4,4 Mio. € 380 Mio. €
4
Energetische
Sanierung
der
Zentralbibliothek
und der 11
Stadtbibliotheken
2023 - 2027
Energetische Maßnahmen bei
Generalsanierung der Zentralbibliothek
Reduktion des jährlichen
Energieverbrauchs um 80 %
Erstellung eins Strategiekonzepts zur
Verpflichtung auf die Nachhaltigkeitsziele
Entwicklung mit dem Ziel „NetZero“
1) Fertigstellung der Sanierung (einschl.
energetischen Sanierung) Zentralbibliothek
2023 -
2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
139,8 Mio.
€
5
Zirkuläres Bauen
–
Bezirksrathaus
Innenstadt
2023 - 2024
Wiederverwertung von Baumaterialien und
Einbauten
Zusammenarbeit mit Start-Up Concular
1) Abbruch ist geplant.
2) Pilotprojekt zur Verwertung der dabei
anfallenden Baustoffe/Bauschutt ist gestartet.
3) Materialproben werden aktuell analysiert.
Danach erst ist die Verwertbarkeit geklärt.
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1
2
3
4
5
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
6
Sportstätten-
management-
system
(SMS)
2023 - 2028
Erfassung von 440 Liegenschaften
Prioritätenliste zur Modernisierung und
Weiterentwicklung
Datenbasierte Umsetzung energetischer
Sanierungen
1) 100% der Prioritätenliste Sanierung
Vereinsheime/Umkleidehäuser ist abgearbeitet
2023 -
2028
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
7
KfW 432
energetische
Quartiers-
entwicklung
2023 - 2026
Förderprogramm um die Dekarbonisierung
der Energieversorgung sowie die
energetische Sanierung und Ertüchtigung
des Bestandes anzuschieben.
Kooperation mit Kölner
Wohnungswirtschaft
Erstellung energetischer, integrierte3
Quartierskonzepte
Begleitung der Sanierung durch ein*e
Sanierungsmanager*in
1) Vier (4) Quartiere sind mit der
Wohnungswirtschaft in der Förderung KfW 432
in Bearbeitung
2) Zwei (2) kommunal geführte Quartiere sind in
der Förderung von KfW 432 in Bearbeitung
1) 2023 -
2024
2) 2025 -
2026
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
8
Konzeptvergaben
als Steuerungs-
instrument für
nachhaltige
Planungs- und
Entwicklungs-
konzepte am
Beispiel
Petershof
2024
Klimaschutzgerechte Sanierung des
denkmalgeschützten Vierkanthofs
„Petershof“
Konzeptansätze:
Bauen im Bestand (im Denkmal)
Wärme und Strom über erneuerbare
Energien (u.a. Solar)
Autofreier Hof und autoarme Umgebung
Freiflächennutzung unter Beachtung von
Artenschutz und Biodiversität
Regeneratives (Ab-) Wasserkonzept
Nutzungsänderung und -mischung
1) ein (1) Stufenplan mit quantifizierbaren Zielen
ist erstellt 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
9
Energetische
Ertüchtigung
des denkmal-
geschützten
Gebäude-
bestandes
2023 - 2024
Erarbeitung von Leitlinien für
denkmalgeschützter Gebäude zur
energetischen Ertüchtigung
Studie zur „Systematisierung der
Energieeffizienzpotentiale im
denkmalgeschützten Gebäudebestand
1) eine (1) Studie zu energetischen
Sanierungspotentialen des
denkmalgeschützten Gebäudebestands in Köln
ist beauftragt
2023 -
2024 60.000 € 120.000 €
6
7
8
9
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Beteiligungen
10
Operationalisier-
ung der Klima-
strategie der
GAG Immobilien
AG
2023 - 2035
Operationalisierung der Klimastrategie
durch Umsetzung von Maßnahmen für
einen gebäudebezogenen
Sanierungsfahrplan
Nachhaltige Gestaltung von Wohnumfeld
und Außenanlagen in den Quartieren unter
Beachtung der Wirtschaftlichkeit und
sozialer Gesichtspunkte
1) Abkehr von fossilen Brennstoffen
2) Senkung des Energieverbrauchs durch
energetische Modernisierungen im Bestand,
effiziente Gebäudestandards,
Anlagenoptimierung und Sensibilisierung des
Nutzers
3) Zugang zu bezahlbarem, nachhaltigem Strom
für die Mieter*innen sichern
4) Ausbau regenerativen Energien (Potenzial für
PV-Anlagen auf Bestandsdächern ca. 15 MWp)
2025ff 1,5 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
11
Modernisierung
der Gebäude-
infrastruktur der
AWB
Abfallwirtschafts-
betriebe Köln
GmbH
2023 - 2028
Sukzessive Modernisierung bestehender
Immobilieninfrastruktur und Realisierung
neuer Standorte nach dem neuesten Stand
der Technik und unter Berücksichtigung
ökologischer Gesichtspunkte
1) Ausbau der Photovoltaikanlagen auf allen
Standorten.
2) Ausblick: Vollständiger Ausbau der
Gebäudeleittechnik
3) Fertigstellung Neubau eines Logistikstandortes
unter Beachtung der neuesten ökologischen
und technischen Standards
1) 2024
2) 2025 -
2026
3) 2028
500.000 € 60,8 Mio.
€
12 KlimaVeedel der
RheinEnergie AG 2023 - 2028
Innovative Lösungen und Wege zur
Erreichung der Klimaneutralität im Quartier.
Mit dem KlimaVeedel werden auf
Quartiersebene entsprechende Reallabore
bzw. Lern- und Experimentierräume
geschaffen.
1) Initiierung einer Kommunikationskampagne auf
verschiedenen Kanälen: Online und in Form
von gezielten Bürgerinformationen und
Bürgerveranstaltungen
2) Veedels-Wärmelandkarte: Durchführung von
Kfz-gestützten Thermografieaufnahmen von
Köln-Neubrück
3) Neues, digitales Verfahren zur Erstellung von
Sanierungsfahrplänen testen bei mindestens
zehn Pionier-Haushalten
4) Bereitstellung einer Online-
Bürgerbeteiligungsplattform
5) Durchführung großflächiger Umfragen, um
Bürgerbedürfnisse zu erfassen und damit
weitere klimafreundliche Umsetzungsaufträge
anzustoßen
2023/24 2,5 Mio € 5 Mio. €
**)
10
11
12
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Klimaneutrale Energieversorgung erreichen
Direkter Einflussbereich
1
Photovoltaik–
Ausbaustrategie
auf
allen
kommunalen
Gebäuden
2023 - 2035
PV-Potentialanalysen mit
Wirtschaftlichkeitsberechnungen
Ziel: große Anlagen mit möglichst großen
Erträgen
Erörterung der sinnvollsten und
passendsten PV-Betreibermodelle für die
Dienststellen
Erarbeitung von einfachen
Umsetzungsmodellen (z.B. durch
vereinfachte Rahmenvergabe)
Ermöglichung von Bürgersolaranlagen (mit
Dachverpachtung)
1) eine (1) Ausbaustrategie inkl. eines
quantifizierten Stufenplans ist erstellt.
2) 100 % der geeigneten Dachflächen sind mit PV
nachgerüstet
1) 2024
2) 2025 -
2035
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1 Mio. €
2
Rahmenvergabe
zur
Beschleunigung
des Photovoltaik
Ausbaus auf
kommunalen
Liegenschaften
2023 - 2024
Entwicklung einer Rahmenvergabe für die
Nachrüstung aller städtischen Gebäude mit
PV-Anlagen
1) ein (1) Rahmenauftrag für den Ausbau eines
quantifizierten Pakets städtischer Dachflächen
ist erteilt.
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich 3
Städtebauliche
Potentialanalyse
zu
Photovoltaik auf
Freiflächen
2024
Fertigstellung der Flächenpotenzialanalyse
PV-FFA
Klärung der rechtlichen Fragestellungen
zur Realisierung von PV-FFA
Erarbeitung eines Aktivierungs- und
Umsetzungskonzeptes zu PV-FFA im
Rahmen einer gesamtstädtischen Strategie
zu erneuerbaren Energien PV-
Freiflächenstrategie (und Ratsbeschluss)
1) eine (1) Vorlage zum Aktivierungs- und
Umsetzungskonzept zu PV-FFA ist dem Rat
zur Beschlussfassung vorgelegt.
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
4
Modellvorhaben
Photovoltaik auf
Freiflächen
2024
Es wird ein Standardprozess entwickelt der
alle zuständigen Dienststellen zur
Genehmigung beteiligt. Durch drei
Pilotanlagen kann der Prozess entwickelt
werden.
Dünnwald (rund 30 Hektar)
Rondorf (rund 6,5 Hektar)
Worringen (rund 11,5 Hektar)
1) drei (3) Pilotflächen für PV-FFA/Agri- PV sind
genehmigt. 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
1
2
3
4
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5 Windenergie-
potenziale nutzen 2025
Bereitstellung der notwendigen Flächen auf
dem Gebiet der Stadt Köln, insbesondere
im Kölner Norden, um einen signifikanten
Anteil des Strombedarfs mittels lokaler
Windenergie decken zu können.
1) 8-13 Windenergieanlagen sind im Vorgriff auf
den Regionalplan entsprechend des rechtlich
vorgesehenen Verfahrens genehmigt
2025
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Indirekter Einflussbereich
6
Förderprogramme
„Gebäude-sanierung
– klimafreundliches
Wohnen“ und
„Photovoltaik und
Erneuerbare
Energien –
klimafreundliches
Köln“
2023 - 2027
Beschluss der drei neuen
Förderprogramme: „Gebäudesanierung -
klimafreundliches Wohnen“, „Photovoltaik –
klimafreundliches Wohnen“, „Photovoltaik
klimafreundliches Arbeiten“
Die Förderprogramme werden aus dem
Investitionsprogramm Klimaschutz
finanziert, über das bis 2027 jährlich 20
Mio.€/a zur Verfügung stehen.
1) drei neue Förderprogramme:
„Gebäudesanierung- klimafreundliches
Wohnen“,
„Photovoltaik-klimafreundliches Wohnen“,
„Photovoltaik klimafreundliches Arbeiten“
sind durch den Rat beschlossen.
2023 40 Mio. € 100 Mio. €
7
Förderprogramm
erneuerbarer
Strom als
Bestandteil der
Sportförder-
richtlinie
2024
Sportförderrichtlinie
Bündelung der Förderzugänge des
Sportamtes
Fördersumme von bis zu 87,5% der
Gesamtkosten, für klimarelevante
Maßnahmen wie bspw. Photovoltaik, und
eine Aufhebung der Nachrangigkeit in
Bezug auf Mittelzuwendungen von EU,
Bund und Ländern
1) Ziele für die Ausschöpfung des
Förderprogramms erneuerbarer Strom der
Sportförderrichtlinie sind definiert
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
8 Kommunale
Wärmeplanung 2024 - 2026
Erarbeitung der fachlichen Grundlagen zu
der kommunalen Wärmeplanung
Schaffung einer leistungsfähigen
Projektstruktur
Ausarbeitung erster Maßnahmen zur
Wärmewendestrategie
Start der Beteiligungsprozesse mit
relevanten Akteur*innen
Herstellung der erforderlichen
Beschlusslage für die Aufstellung des
kommunalen Wärmeplans
Durchführung, Veröffentlichung und
Weiterentwicklung der kommunalen
Wärmeplanung auf Basis des Beschlusses
und entsprechend der gesetzlichen
Anforderungen
1) eine (1) Vorlage zur Durchführung der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
2) eine (1) Vorlage für den Beschluss der
Kommunalen Wärmeplanung ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
1) 2024
2) 2026
165.000 € 300.000 €
5
6
7
8
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
9 Geothermie 2023 - 2024
Ausschöpfung der Möglichkeiten der
Wärmeversorgung durch oberflächennahe
Geothermie
Bereitstellung einer digitalen
Kartenanwendung für die oberflächennahe
Geothermie-Nutzung für das
Standortpotenzial von Geothermie-Anlagen
als Planungsgrundlage für private und
gewerbliche Interessent*innen
Geothermieanlage im Großprojekt Rondorf
Nord-West
1) Digitale Karte inkl. Webanwendung zur Klärung
des sinnvollen Einsatzes von Geothermie-
Anlagen ist verfügbar.
2) Fertigstellung der Geothermie-anlage im
Großprojekt Rondorf Nord-West.
1) 2023
2) 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
10
Klimaneutrale
Stadt-
entwässerungs-
betriebe Köln,
AöR (StEB Köln)
2023 - 2030
Reduzierung THG-Emissionen
Zentrale Maßnahmen sind die Steigerung
der Energieeffizienz der Anlagentechnik
und der Ausbau von Kraft-Wärme-
Kopplung und erneuerbaren Energien
1) Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage
GKW und weiterer PV-Anlagen auf den
Klärwerken --> geplante Leistung rd. 2,6 MWp
2) Klimaneutralität der betrieblichen Emissionen
(außer Prozessemissionen wie Lachgas und
Methan)
3) Verbesserung der Bilanzierung für Prozesse,
Bau und Einkauf
4) Inbetriebnahme der Druckleitung zur
Klärschlammverbrennung
5) Die StEB Köln arbeiten klimaneutral
(Strategisches Ziel)
1) 2024
2) 2027
3) 2027
4) 2029
5) 2030
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
***)
11
Klimaschutz und
Nachhaltigkeits-
maßnahmen am
Flughafen
Köln/Bonn
2023 - 2045
Installation weiterer PV-Anlagen auf den
Gebäuden
Betrieb der Fahrzeuge auf dem Flughafen-
Vorfeld vollständig mit alternativen
Kraftstoffen. Perspektivisch ist die
Umstellung des Energiesektors auf 100%
erneuerbare Energien vorgesehen.
1) Reduzierung der CO2-Emissionen um 65%
gegenüber 2010
2) CO2 –neutraler Betrieb auf dem Vorfeld
3) Klimaneutralität bis spätestens 2045
1) 2030
2) 2035
3) 2045
3 Mio. € 50 Mio. €
****)
12
Planungen der
RheinEnergie AG
zu PV Freiflächen
an Infrastruktur-
wegen
2023 - 2025
Steigerung des Anteils erneuerbarer
Energien an eigener Versorgung und
höhere Ausnutzung der Solarpotenziale
Identifizierung von Potenzialflächen
1) Bauantrage für das PV-Projekt in Köln-
Dünnwald durch die RheinEnergie
2) Umsetzung bzw. Errichtung erster PV-
Anlagen
1) 2024
2) 2025
300.000 € 100 Mio. €
9
10
11
12
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Beteiligungen
13
Planungen der
RheinEnergie AG
zum Ausbau der
Windenergie im
Kölner Norden
und Süden
2023 - 2027
Nutzung von Potenzialflächen auf dem
Kölner Stadtgebiet, auf denen die
Errichtung von Windkraftanlagen
grundsätzlich möglich ist
Untersuchungen und Klärungen zur
Vorbereitung der Genehmigung.
Neuaufstellung LEP NRW und
Regionalplan ermöglichen die Ausweisung
von Windenergiegebieten.
Flächensicherung in Form von
Nutzungsverträgen
1) Abschluss der Flächensicherung mittels
Nutzungsvertrag mit der RheinEnergie AG für
die städtischen Flächen innerhalb der
Potentialflächen im Kölner Norden)
2) Ausweisung der Flächen im Sachlichen
Teilplan Erneuerbare Energien oder alternativ
(falls notwendig): Beginn der Änderung des
FNP-Köln mit dem Ziel der Ausweisung der
Flächen als Positivplanung.
3) Antragstellung nach BImSchG durch die
RheinEnergie AG und Prüfung des
Genehmigungsantrags durch die untere
Immissionsschutzbehörde
1) 2024
2) 2024 -
2025
3) 2024 -
2027
500.000 € 110 Mio. €
14
Treffpunkt Solar –
Das Beratungs-
zentrum von
RheinEnergie
AG, Stadt Köln
und Handwerks-
kammer zu Köln
2023 - 2024
Individuelle Beratungen von
Eigenheimbesitzer*innen,
Gewerbetreibenden, Vermieter*innen und
Mieter*innen zur Solarenergie und den
damit verbundenen Technologien und
weitere Unterstützungsangebote.
Vereinfachung der Prozesse für
Mieterstromprojekte.
1) Gemeinsame Vereinbarung zum Weiterbetrieb
des Treffpunkt-Solar, sowie zur dauerhaften
Finanzierung des Projektes. Entscheidung zum
eventuellen Ausbau der Leistungen im
Treffpunkt.
2) Entwicklung Lösungsoptionen zur Begegnung
der Handwerkerengpässe.
1) 2023
2) 2024
2 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
*****)
15
Transformations-
pläne der
RheinEnergie AG
für die Kölner
Fernwärmenetze
2023 - 2035
Verdichtung und Ausbau des bestehenden
Fernwärmenetzes, insbesondere in der
Innenstadt, und Dekarbonisierung der
Wärmeerzeugung (für Fern- und
Nahwärmenetze)
1) Fertigstellung Transformationsplan FW-Netz
Innenstadt und Beantragung erster
Fördermittel für Wärmenetze nach BEW-
Richtlinie
2) Offizieller Projektbeginn Großwärmepumpe
Niehl
3) Inbetriebnahme Fernwärmespeicher in Köln-
Merheim
4) Installation schnellstartfähiger Kessel in Köln-
Niehl
5) Installation Solarthermieanlage in Köln-
Merheim
6) Modernisierung GuD-Anlage in Köln-Merkenich
7) Erstellung der weiteren Transformationspläne
für FW-Netze Nord und Merheim
1) 2023
2) 2023
3) 2023
4) 2024
5) 2025
6) 2025
7) ab 2025
130 Mio. € 750 Mio. € 15
13
14
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
16
PV-Dachanlagen
auf Gebäuden
der AVG Köln
mbH
2023 - 2026 Prüfung und Nutzung aller bestehenden
und zukünftigen Dachflächen
1) Prüfung und Nutzung aller bestehenden und
zukünftigen Dachflächen auf PV-Eignung 2026
derzeit
nicht
quantifizie
rbare
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
17
Umstellung der
Energie-
versorgung der
Koelnmesse
2023 - 2035
PV-Anlagen und alternative
Wärmeversorgungslösungen zur Reduktion
des Energieverbrauchs
Neues Wärmeversorgungskonzept
1) Installation der PV-Anlage mit 500 Modulen auf
dem Confex
2) Planungen und Umsetzungsstart der PV-Anlage
Halle 11 und Eingang Süd (geplante Leistung
2000kwp)
3) Inbetriebnahme der PV-Anlagen auf den
Dächern des Confex, Halle 11 und Eingang Süd
als eine der größten Anlagen Köln (geplante
Leistung 2000kwp)
4) CO2-Neutralität
1) 2023
2) 2023
3) 2024
4) 2025 -
2035
2,83 Mio.
€
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
18
Reduzierung der
Treibhausgas-
emissionen der
AG Zoologischer
Garten Köln
2023 - 2032
• Reduktion von über 40% der CO²
Treibhausgase bis 2032. Prüfung von
alternativen Systemen mit Fernwärme und
Wärmepumpen
• Prüfung der Möglichkeit den Strombezug auf
Ökostrom mit Herkunftsnachweis (ppa Power
Purchase Agreement) umzustellen
•Errichtung von Grün-Dach-PV-Kombinationen
bei Neubau und Sanierung wo immer möglich
•sukzessive Umstellung des Fuhr- und
Maschinenparks auf alternative Technologien
1) Beginn der Umsetzung des
Transformationskonzeptes, Einbau von PV-
Anlage Tropenhaus, Start Einbau der
Messinfrastruktur inkl. Ausbau der
Gebäudeleittechnik
2) Ausbau der PV-Anlagen auf ca. 200kWp.
Ersetzung der noch vorhandenen ca. 18
Gaskessel durch energetisch bessere
Alternativen und Prüfung von Wärmepumpen
oder Fernwärme. Ausbau der Messinfrastruktur
inkl. Gebäudeleittechnik, um den Bedarf besser
steuern und regulieren zu können.
3) Evtl. Strom umstellen auf Ökostrombeschaffung
4) mit Herkunftsnachweis / Power Purchase
Agreement (PPA)
1) 2027
2) 2032
3) ab
2025
3,6 Mio. €
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
16
17
18
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Arbeiten und Wirtschaften erfolgen klimaneutral
Direkter Einflussb.
1
Verankerung von
Klimaschutz und
Nachhaltigkeit bei
Beschaffung und
Vergabe
2023 2024
nachhaltige Ausrichtung des städtischen
Einkaufs und der Vergabe von Liefer-
und Dienstleistungen im Sinne des
Klimaschutzes gemäß des Beschlusses
des Ausschusses für Allgemeine
Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe
/ Internationales (AN/0473/2023)
Weiterführung von GoGreen-
Zertifizierung für Pakete- und
Briefsendungen
1) Nachhaltige Produkte sind in der
Einkaufsplattform besser erkennbar
2) Ein (1) GoGreen Zusatzvertrag Teilleistungen
für Briefsendungen
1) 2024
2) ab
2025
10.000 € 10.000 €
Indirekter Einflussbereich
2
Vergabe
städtischer
Grundstücke in
großflächigen
Gewerbegebieten
2023 - 2024
Verkauf städtischer Gewerbegrundstücke
mit schlankem Auswahlverfahren und
klimaschutzrelevanten Kriterien in 3
Prüfungsphasen
Bereits in der 1. Prüfungsphase als
Mindestanforderung Einhaltung
Effizienzgebäude 40 EE und Photovoltaik
(1 kWp je errichtetem Gebäude)
In den Prüfungsphasen 2 und 3 Positiv-
Bewertungen für weitere
Flächeneffizienzen und dekarbonisierte
Mobilität
1) eine (1) Beschlussvorlage ist dem Rat zur
Beschlussfassung vorgelegt 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Beteiligungen
3
Biomasse-
brennstoffe der
AVG-Gruppe zur
Substitution
fossiler Brenn-
und Kraftstoffe
2024
Produktion und Vermarktung
verschiedenster Biomasse-Brennstoffe
Prüfung zukünftiger Erweiterung mit der
RheinEnergie
1) Anschluss weiterer Haushalte an die Biotonne 2024 60.000 € 60.000 €
4
Müllverbrennung:
CO2-Emissions-
minderung durch
CO2-
Abscheidung bei
der AVG Köln
mbH
2023 - 2024
Klimaneutrale/ klimapositive
Müllverbrennung
Machbarkeitsstudie zur technischen und
räumlichen Umsetzung einer CO2-
Abscheidung aus dem Abgasstrom
1) Umsetzung der Machbarkeitsstudie mit
Schwerpunkten CO2-Verbleib, CO2-Logistik
und energetische Optimierungen der CO2-
Abscheidung
2) Investitionsentscheidung
2024 500.000 € 150 Mio. €
1
2
3
4
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5
Müllverbrennung:
CO2-Emissions-
minderung durch
Sortierung und
Verwertung bei
der AVG Köln
mbH
2023 - 2025
Umbau und Modernisierung der
integrierten Vorsortieranlage vor der
Verbrennung
1) Umbau/Modernisierung der Sortieranlage
2) Inbetriebnahme der Sortieranlage
1) 2024
2) 2025
12 Mio. € 12 Mio. €
Deponie:
Vermeidung von
Methan-
Emissionen durch
verstärkte
Deponiegas-
fassung bei der
AVG Köln mbH
2023 - 2025
Reduzierung der Methanemissionen der
ehemaligen Hausmülldeponie:
Ertüchtigung der Einrichtungen zur
Gasfassung sowie Umrüstung auf
Belüftungsbetrieb
1) Abschluss der Investitionsmaßnahme 2025 1,2 Mio. € 8 Mio. €
Beteiligungen
7
Optimierte
Rückgewinnung
von Metallen aus
den Rostaschen
der Restmüll-
verbrennungs-
anlage der AVG
Köln mbH
2023 - 2027
Neue Anlage "mephistorec" zur
Rückgewinnung von zusätzlichen Metallen
aus den Rostaschen
Rückbringung in den Wirtschaftskreislauf
zum Ersatz der Primärmetalle
1) Ausschreibung der Leistungen
2) Baubeginn der neuen „mephistorec“-
Rostascheaufbereitung
3) Regelbetrieb der Anlage
1) 2024
2) 2025
3) 2027
150.000 € 25 Mio. €
8
Förderung von
nachhaltigen
Gründungen
durch die
KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
2023 - 2024
Förderung von nachhaltigen Gründungen
durch spezielle Beratungs-, Informations-
und Vernetzungsangebote
1) Kürung Kölns KlimaStar 2023 und 2024
2) Festlegung des Veranstaltungsprogramms von
Impact.Cologne für das Jahr 2024
1)2023/24
2) 2024
10.000 € 10.000 €
9
Beratungen der
KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-
GmbH:
Nachhaltigkeits-
vorhaben inkl.
Finanzierungs-
möglichkeiten im
Unternehmen
fördern
2023 - 2024
Darstellung der wirtschaftlichen Chancen
durch nachhaltige Lösungen für Kölner
Unternehmen
1) Erreichen von 100 Unternehmen mit
geeigneten Kommunikationsmaßnahmen
2) Unternehmen haben das Förderprogramm
„Photovoltaik- klimafreundliches Arbeiten“ in
Anspruch genommen und tragen damit aktiv
zur CO2-Reduktion bei
3) Unternehmen nehmen öffentliche
Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung
von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Anspruch
und tragen so zur CO2-Reduktion bei
1) 2023
2), 3) ab
2024
50.000 € 50.000 €
5
6
7
8
9
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
10
Informations-
veranstaltungen
der KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
zur Vernetzung
relevanter
Branchenakteure
im
Zusammenhang
mit gewerblichen
Klimaschutz-
maßnahmen
2023 - 2024
Begleitung und Unterstützung der Kölner
Unternehmen, insbesondere KMU
Aktivierungskampagne: Steigerung der
Nachfrage nach und Inanspruchnahme von
Beratungsangeboten zum Thema
Nachhaltigkeit
1) Erreichen von 100 Unternehmen mit geeigneten
Formaten und Kommunikationsmaßnahmen
2) Durchführung von Informationsveranstaltungen
zu den Themen Energie, Nachhaltigkeit und
Kreislaufwirtschaft für lokale Wirtschaftsakteure
3) Vernetzung von Kölner Wirtschaftsakteuren im
Themenfeld gewerblicher Klimaschutz durch
Veranstaltungen und die Initiative
Impact.Cologne
4) Durch die Umstellung auf nachhaltige
Energieversorgung tragen lokale
Wirtschaftsakteure aktiv zur CO2-Reduktion bei
5) Durch die Umstellung auf Kreislaufwirtschaft
tragen lokale Wirtschaftsakteure aktiv zur
Einsparung von Ressourcen und zur CO2-
Reduktion bei
1) 2023
2) 2024
3) 2024
4) ab 2024
5) ab 2024
53.500 € 53.500 €
Beteiligungen
11
Kooperation und
Förderung von
Klimaschutz in
der Wirtschaft:
Gemeinwohl-
bilanzierung der
Gastro- und
Clubszene
koordiniert durch
die KölnBusiness
Wirtschafts-
förderungs-GmbH
2023 - 2024
Die Bilanzierung von Unternehmen neben
wirtschaftlichen Aspekten nach
ökologischen und sozialen Aspekten
Chance für Unternehmen aus der Gastro-
und Clubszene aus Köln nachhaltiges und
gemeinnütziges Wirtschaften
voranzutreiben
Begleitung von extern beauftragten
spezialisierten Berater*innen
hohe Multiplikatorwirkung zu erwarten
1) 13 Unternehmen aus der Kölner Gastro- und
Clubszene sind im Bilanzierungsprozess
begleitet worden
2024 100.000 € 100.000 €
Mobilität und Logistik werden klimaneutral
Direkter Einfl.
Einflussbereich
1 Ausbau
Ladeinfrastruktur 2022 - 2027
Errichtung von Ladesäulen für städtische
Fahrzeuge auf nicht öffentlich
zugänglichen städtischen Liegenschaften
Prüfung der stadteigenen Parkhäuser/
Tiefgaragen auf Tauglichkeit zur
Umrüstung auf Elektro-Mobilität städtischer
Fahrzeuge
Erprobung neuer Ladetechniken
1) Ausbaustufe des der Ladeinfrastruktur mit
zusätzlichen Ladepunkten im öffentlichen
Raum ist erreicht
2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
10
11
1
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
2 Transformation
städtischer
Fuhrpark
2023
Umstellung des städtischen Fuhrparks auf
Elektroantriebe
Maschinenpark bereichsübergreifend
klimafreundlich ausstatten
Dienstfahrzeuge durch Zugang zu Car-
Sharing deutlich reduzieren
Beschaffung von Dienstfahrrädern
Ausbau Ladesäulen
1) eine (1) Konzeption für die Transformation des
Fuhrparks und Umsetzbarkeit auf
Betriebshöfen ist entwickelt
2) Meilensteine für die stufenweise
Transformation des Fuhrparks im Umfang von
aktuell 1553 Fahrzeugen sind definiert
1) 2024
2) ab
2024
18,5 Mio.
€
18,5 Mio.
€
3 Klimaneutraler
Bauhof 2024-2035
Der Bauhof der Stadtverwaltung wird bis
2035 klimaneutral
Entwicklung eines Aktionsplans mit
einzelmaßnahmen in den Bereichen:
1. Status Quo Analyse
2. Fuhrpark- und Gerätemanagement
3. Lade- und Tankinfrastruktur
4. Lademanagement
5. Digitalisierung von Betriebs- und
Arbeitsabläufen
6. Digitales Flottenmanagement
7. Mobilitätsmanagement für Mitarbeitende
1) ein (1) Gutachten ist fertiggestellt 2024 238.000 € 238.000 €
Direkter Einflussbereich
4
Transformation
des
Fahrzeug- und
Maschinen-
bestands
des Amtes für
Landschafts-
pflege und
Grünflächen
2023 - 2035
Neuanschaffungen von handgeführten
Maschinen grundsätzlich nur noch mit
Elektroantrieb
Umbau von dieselbetriebenen
Kolonnenfahrzeuge auf Elektroantrieb
Neuanschaffungen großer Maschinen und
Fahrzeuge nur noch mit Elektromotor
Steigerung von handgeführten
Elektromaschinen von 13% (2020) auf
mehr als 40%
Anteil E-Fahrzeuge knapp 20% (viele
Sonderfahrzeuge sind noch nicht am Markt
verfügbar)
1) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 60% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 30 %
2) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 90% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 70%
3) elektrischer Anteil der handgeführten
Maschinen liegt bei 95% und Anteil der großen
Maschinen und Fahrzeuge liegt bei 85%
1) 2025
2) 2030
3) 2035
16,32 Mio.
€
16,32 Mio.
€
2
3
4
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
5
Probebetrieb
eines
elektrischen
Rettungswagens
und eines
elektrischen
Notarzt-
einsatzfahrzeugs
im
Rettungsdienst
der Feuerwehr
2023 - 2024
Erprobung elektrischer RTW (eRTW) und
NEF (eNEF)
Umsetzung passender Ladeinfrastruktur
1) ein (1) elektrisch betriebener Rettungswagen
(eRTW) ist beschafft und in Betrieb genommen
2) zwei (2) elektrisch betriebene
Notarzteinsatzfahrzeuge (eNEF) sind beschafft
und in Betrieb genommen
1) 2023
2) 2024
670.000 € 670.000 €
6
Entwicklungs-
projekt
für elektrisch
angetriebene
Löschfahrzeuge
bei der
Feuerwehr
2023 - 2025 Beschaffung und Erprobung von elektrisch
angetriebenen Löschfahrzeugen
1) drei (3) elektrisch betriebene Löschfahrzeuge
(eHLF) sind beschafft und in Betrieb
genommen
2025 5,4 Mio. € 5,4 Mio. €
7
Biogas-
betriebener
Bibliotheksbus
2023 - 2024
Erster europaweiter Bibliotheksbus, der mit
Biomethan betrieben wird
Reduktion des Benzinverbrauchs auf Null
1) ein (1) Bibliotheksbusses und neue
Haltestellen sind in Betrieb genommen;
nachhaltige Programmangebote sind gestartet
2) Anschaffung eines (1) E-Transporters und von
Lastenrädern (in Planung)
2023-
2024 980.000 € 980.000 €
Indirekter Einflussbereich
8 Besser durch
Köln 2025 - 2027
Erarbeitung eines nachhaltigen
Mobilitätsplans
Das Ziel des Mobilitätsplans ist es,
Maßnahmen und Handlungsschwerpunkte
zu definieren, die es ermöglichen, das
kommunale Ziel der Klimaneutralität bis
2035 auch im Mobilitätssektor zu
erreichen.
Grundlagenanalyse
Strategieentwicklung mit konkreten
Maßnahmen und Verschränkung mit
bestehenden gesamtstädtischen Strategien
(bspw. Kölner Perspektiven 2030+,
Gutachten "Köln klimaneutral
2035"/Aktionsplan Klimaschutz)
Erarbeitung eines Evaluierungskonzepts
1) eine (1) politische Beschlussfassung zu Stufe
1, Leitbild und Strategie des nachhaltigen
Mobilitätsplans „Besser durch Köln“
2) eine (1) politische Beschlussfassung zu Stufe 2
des nachhaltigen Mobilitätsplans "Besser durch
Köln"
1) 2025
2) 2027
1,8 Mio. € 1,9 Mio. €
5
6
7
8
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
9 Antriebs-
technologien 2024 - 2026
Ausbau der Ladeinfrastruktur für
Elektromobilität im öffentlichen
Straßenraum
1) 251 Ladesäulen
2) 409 Ladesäule
3) 500 Ladesäule
1) 2024
2) 2025
3) 2026
39,5 Mio.
€
39,5 Mio.
€
10 Stadtbahnausbau 2023 - 2035 ÖPNV-Netzentwicklung
Ausbau Stadtbahn
1) Umsetzung der Projekte die im Rahmen der
ÖPNV-Netzentwicklung bis 2032 umgesetzt
sein sollen
2) Umsetzung der Projekte die im Rahmen der
ÖPNV-Netzentwicklung nach 2032 umgesetzt
sein sollen
1) 2023 -
2032
2) ab
2032
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
11
Anpassungen im
Motorisierten
Individualverkehr
(MIV)
2023 - 2024
Definition eines MIV-Grundnetzes
Einrichtung Bewohnerparkgebiete
Parkraumbewirtschaftung
Fertigstellung des Carsharingskonzeptes
Vergabe von Carsharingstationen
stärkere Gewichtung von Aspekten der
Aufenthaltsqualität und der
Verkehrssicherheit in der Planung
1) Optimierung des Bewohnerparkgebietes Deutz
I mit Ausweitung Bewohnerparkreservierung
2) Fertigstellung des Carsharingkonzeptes
3) Vergabe von bis zu 70 weiteren
Carsharingstationen im öffentlichen
Straßenland
4) Anpassung der Parkgebührenordnung
5) Überplanung weiterer Bewohnerparkgebiete
6) Fortschreibung des Carsharingkonzeptes
7) Anpassung der Gebühren für das
Bewohnerparken
1) 2023 -
2024
2) ab
2024
10,9236
Mio. €
10,9236
Mio. €
Indirekter Einflussbereich
8 Vernetzte
Mobilität 2024 Erstellung von Mobilstationen in jedem
Stadtbezirk und an allen Bahnhaltepunkten
1) Jeder Kölner Stadtbezirk soll mit mindestens
einer Mobilstation ausgestattet und alle
Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet zu
Mobilstationen mit ergänzenden Angeboten
weiterzuentwickeln sein
ab 2024 1,28 Mio.
€
1,28 Mio.
€
13
Förderung
Nahmobilität:
Fuß- und
Radverkehrs-
förderung
2023 - 2025
Befahrbares Rad(haupt-)routennetz
Schaffung von neuen Fuß-und
Radwegebrücken
Ausbau von Fahrradabstellanlagen und
Fahrradreparatursäulen
1) 1500 Fahrradabstellplätze pro Jahr (Zielwert)
2) 20 Abschnitte Fahrradstraßen
3) 30 geöffnete Einbahnstraßen
4) Erweiterter Planungsbeschluss Neue Fuß- und
Radwegebrücke südlich der
Hohenzollernbrücke
5) 1500 Fahrradabstellplätze pro Jahr (Zielwert)
1) 2023 -
2024
2) ab
2025
85,87514
Mio. €
85,87514
Mio. €
9
10
11
8
13
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Beteiligungen
14
Klimaneutralität
der Kölner
Verkehrs-
Betriebe AG
2023 - 2035
Reduktion der THG-Emissionen auf unter
1.000 Tonnen pro Jahr bis 2035
Aufstockung der E-Bus-Flotte bis Ende
2025 auf 164 Fahrzeuge, vollständige
Umrüstung zwischen 2030 und 2035
Klimaneutrale Umrüstung der
Wärmeversorgungsanlagen an den
Betriebsstandorten der KVB
Umstellung der PKW-/LKW-
/Nutzfahrzeugflotte auf emissionsfreie
Antriebe
Austausch der Kälteanlagen an ortsfesten
Einrichtungen der KVB (Gebäudetechnik)
bis 2035
1) Inbetriebnahme weiterer 56 E-Busse
2) Betriebshof Ost: Fertigstellung 1. Bauabschnitt
für die E-Busse
3) Betriebshof Nord: Beauftragung Generalplaner
und Planungsbeginn für den 2. Bauabschnitt
für die E-Busse
4) Folgebeschaffungen E-Busse
5) Start Neubau Betriebshof Ost 2. Bauabschnitt
6) Start Umbau Betriebshof Nord 2. Bauabschnitt
7) Planung erster Maßnahmen zur Umstellung
der Wärmeversorgung
1), 2), 3)
2023 -
2024
4), 5), 6),
7) 2025 -
2035
86 Mio. € 800 Mio. €
******)
15
Mobilitäts-
strategie 2035
der AWB
Abfallwirtschafts-
betriebe Köln
GmbH
2023 - 2035
Umstellung des bestehenden Fuhrparks
auf alternative Antriebe und Ausbau der E-
Lade-Infrastruktur
1) Konzeptionierung und erste Umsetzung des
Ausbaus der E-Ladeinfrastruktur auf den 3
Logistikstandorten (zehnmal 11 kW und einmal
450 kW)
2) Endausbau der E-Ladeinfrastruktur auf den
Standorten
3) Kontinuierliche Umstellung des Fuhrparks auf
alternative Antriebe
1) 2024
2) 2025
3) 2025-
2035
200.000 €
15,2 Mio.
€
*******)
16 Klimaschutz-
maßnahmen der
HGK-Gruppe
2023 - 2035
Klimaneutralität bis 2035 in den
Sektoren Strom- und Wärmeversorgung
wie auch in einem überwiegenden Teil
der Mobilität (Kraft- und Nutzfahrzeuge).
Ausgenommen ist die Binnenschifffahrt,
hier gilt 2050 als Ziel
Überregionale Tätigkeit
Gebietsentwicklung "Fusion Cologne"
mit hohem Gewicht von Nachhaltigkeits-
und Klimaschutzaspekten von Beginn
der Planungen an
1) Vollständiger Ökostrombezug (in Köln, 7 GWh)
2) PV-Module auf der Fläche der Fusion Cologne
(ca. 25.000m2)
3) Umstellung 80 % des Fuhrparks (Fuhrpark in
Köln ca. 100 Stück in 2030) auf emissionsfreie
Antriebe
4) Fast vollständige Substitution fossiler
Energiequellen
5) Umstellung der Reachstacker im Niehler Hafen
auf alternative Antriebe (ca. 800 Tonnen THG-
Minderungspotential)
6) Weitgehende Beseitigung der Emissionen von
Treibhausgasen bei der Binnenschifffahrtflotte
1) 2025
2), 3), 4)
2030
5) 2035
6) 2050
100.000 € 100.000 €
********)
14
15
16
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Klimaneutralen Lebensstil und Bildung fördern
Indirekter Einflussbereich
1 Zero Waste
Konzept 2023 - 2035
Konzept mit entwickelten Maßnahmen und
Handlungsansätzen zur Vermeidung
unnötiger Abfälle
Aufbau eines Zero Waste-Teams bzw.
einer Zero Waste-Fachstelle als zentrale
Anlaufstelle auf Seiten der Stadt Köln und
der AWB GmbH
Einrichtung eines Zero Waste-Beirates
Umsetzung des Maßnahmenkatalogs
1) politische Beschlussfassung des Zero Waste
Konzepts ist erfolgt
2) Siedlungsabfälle sind auf 15 % (403 kg pro
Kopf und Jahr) reduziert und Restmüllmenge
ist um 30 % (160 kg pro Kopf und Jahr)
reduziert
3) Siedlungsabfälle sind auf weniger als 380
kg/(E*a) reduziert und Restmüllmenge ist auf
weniger als 140 kg/(E*a) reduziert
1) 2023
2) 2035
3) ab
2035
200.000 € 200.000 €
2 Klimaschutzpreis 2024
Preis zur Förderung von Innovationen im
Klimaschutz
10.000 € Preisgeld
1) Auszeichnung von drei (3) Preisträger*innen
alle zwei Jahre 2024 10.000 € 60.000 €
3
Schulische
Nachhaltigkeits-
bildung zu
Ernährung,
Konsum und
klima-
schonendem
Verhalten
2023 - 2035
Systematische Förderung der Bildung für
Nachhaltige Entwicklung sowie Information
zu Angeboten, Programmen und Projekten
von regionalen und überregionalen
Akteur*innen zur Bildung für Nachhaltige
Entwicklung
Vereinbarung von Nachhaltigkeitskriterien
für Schulen im Sekundarstufe I mit
gebundenen Ganztag zur Vergabe von
Verpflegungsdienstleistung
Verankerung von Vermeidung von
Lebensmittelverschwendung und
Nachhaltigkeitsbildung durch verschiedene
Bildungsmaßnahmen im schulischen
Handeln
1) Veröffentlichung eines Verpflegungskonzeptes
2) Durchführung von Workshops
3) Die Quote biologisch erzeugter Lebensmittel in
der schulischen Verpflegung ist von 20% auf
100% gesteigert
1) 2023
2) 2026
3) 2035
2.500 € 2.500 €
1
2
3
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Indirekter Einflussbereich
4
Außerschulische
Nachhaltigkeits-
bildung zu
Ernährung,
Konsum und
klima-
schonendem
Verhalten
2023 - 2025
Qualifizierung und Aktivierung von Kinder
und Jugendliche zum klimaschonenden
Handeln
Projekt „klimagerechte / klimasensible
Ernährung“
Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte
im Bereich Ökologische Bildung
Aufnahme des Themas
Klimawandelanpassung in die Spielplatz-
Bedarfsplanung
1) die etablierten Nachhaltigkeitskriterien in allen
Belieferungssystemen der Mittagsverpflegung
zu 100% implementiert
2) Qualitätskriterien und Nachhaltigkeitsaspekte
sind für zukünftige Vergabeverfahren
quantifiziert
3) Bedarfsorientierte Erweiterung um 2 bis 4
weitere Fortbildungsangebote im Bereich
Ökologische Bildung
4) Erhalt und Weiterentwicklung der
Außerschulischen Lernorte und der
Angebotsvielfalt entlang der Bildungskette
(Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren)
1) 2024
2), 3)
2025
4) 2035ff
11,42948
Mio. €
11,42948
Mio. €
5
Außerschulischer
Lernort
Gartenlabor
Museum
Schnütgen
2024 - 2026
Garten und Gartenzimmer zu einem
außerschulischen Lernort zur
Nachhaltigkeits- und Umweltbildung sowohl
für Schülerinnen und Schüler
1) ein (1) außerschulischer Lernort ist in Betrieb
genommen
2024 -
2026 11.000 € 20.000 €
Direkter Einflussbereich
Einflussbereich 6
Aufstellung von
Klimabilanzen
und
Weiterbildung zu
Transformations-
managern in der
Kulturszene -
Programm
„Köln hoch3“
2024
Ausbildung von
Transformationsmanager*innen mit dem
Ziel:
Handlungswissen vermitteln, wie
Kulturstätten und Medienproduktionen
den Weg zu mehr Nachhaltigkeit
beschreiten können.
Vernetzung von Akteur*innen
untereinander und mit Expert*innen.
Erstellung einer Treibhausgasbilanz der
teilnehmenden Einrichtungen
Entwicklung von Umsetzungsmaßnahmen
1) Mitarbeiter*innen von 13 städtischen und
städtisch geförderten Kulturinstitutionen haben
die Weiterbildung zur
Transformationsmanager*in absolviert
2) Für sechs (6) städtische Kulturinstitutionen ist
je eine Klimabilanz erstellt
2024 170.000 € 170.000 €
6
4
5
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
Kommunale und zivilgesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen
Direkter Einflussbereich
1
Digitales
Monitoring und
Controlling
2024 - 2025
Fortführung der Treibhausgasbilanzierung
(BISKO-konform)
Inbetriebnahme einer webbasierten
Klimaschutz Monitoring/Controlling
Plattform
Multiprojektmanagement und
Überwachung des Ziels der
Treibhausgasneutralität bis 2035
Transparente Darstellung der
Erfolgsmessung einzelner Projekte
sowie übergeordneter Ebenen anhand
spezifischer Indikatoren
Organisation und Abbildung der
Gesamtergebnisse einer Vielzahl an
Projekten
Datensammlung / Bereitstellung mit
dem Ziel der automatisierten
Datenübertragung
1) eine (1) Monitoring/Controlling-Plattform ist in
Betrieb mit Anbindung von cProject und
weiterer städtischer Datenquellen
2) Die Plattform ist erweitert und für das
Klimaschutzmonitoring relevante SWK-weite
Daten sind integriert
1) 2024
2) 2025
114.000 € 250.000 €
2
Klimaschutz-
wirksame
Digitalisierungs-
potentiale nutzen
2024 - 2027
Erarbeitung nachhaltiger IT-Infrastruktur
und Prozessen für digitale, leistungsfähige
Lösungen für den Klimaschutz
Ressourcenschonendes und nachhaltiges
Arbeiten durch digitale Lösungen
ermöglichen
IT-Beschaffung hinsichtlich Aspekten der
Suffizienz, Energieeffizienz und
Nachhaltigkeit umsetzen
Ennergieeffizienz der
Rechenzentrenerhöhen
1) Einsparpotentiale sind quantifiziert 2027
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
7,7844
Mio. €
3
Einrichtung
dezentraler
Klimaschutz-
manager*innen
über die
Kommunal-
richtlinie
2023 - 2025
Beantragung von
Klimaschutzmanager*innen zur
(Weiter)Entwicklung von Entscheidungs- und
Arbeitsprozessen sowie der
verwaltungsinternen Vernetzung und
Querschnittsarbeit im Bereich Klimaschutz
2) Förderantrag für Klimaschutzmanager*innen-
Stellen ist gestellt 2024 757.800 € 2,2734
Mio. €
1
2
3
4
Internes Change-
Agent-Netzwerk
für
Klimaschutz
2023 - 2035
Etablierung eines Change-Agent-Netzwerk
für den Klimaschutz mit den Zielen
Wünsche und Anforderungen in Bezug auf
klimaschutzrelevante Themen der
Verwaltung regelmäßig erfassen
Verwaltungsinterne Kommunikation und
Vernetzung fördern
Verständnis interner Abhängigkeiten
fördern
Entscheidungsabläufe beschleunigen
3) Aufbau eines (1) Netzwerks 2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Klimaschutz in
der
Rechtsberatung
2024-2035
Rechtsberatung zu Themen des
Klimaschutzes mit dem Ziel:
ämterübergreifende Beratung
Veränderungsprozesse anstoßen und
begleiten. Chancen-Risiken-Analysen
Unterstützen bei der Problemlösungen bei
der Umsetzung verschiedener Maßnahmen
1) Ziele der Rechtsberatung sind quantifiziert 2024 60.000 € 60.000 €
Indirekter Einflussbereich
6 Kommunikations-
kampagne
Klimaneutralität
2023 - 2035
Entwicklung und Etablierung einer Wort-
Bild-Marke zur Klimaneutralität Kölns
Kommunikationskampagne um die
Kölner Stadtgesellschaft zum
klimafreundlichen Handeln aktivieren
und inspirieren.
Das positive Ergebnis des
Transformationsprozesses begreifbar
machen, um die Akzeptanz zu erhöhen.
Die Klimaschutzaktivitäten der Stadt
Köln sichtbar machen und die Stadt als
Akteurin im Bereich Klimaschutz
etablieren.
Konstruktive Stadtgespräche zum
Klimaschutz erzeugen.
Schaufenster sein für die
Förderangebote, Aktivitäten und
Akteur*innen im Kölner Klimaschutz.
Themen und Inhalte mit praxisnahem
Köln-Bezug vermitteln und so einen
Mehrwert schaffen.
1) Kampagnenstart
2) 30 Stakeholder, die die Wort-Bild-Marke in ihre
Medien aufnehmen oder Inhalte im Rahmen
der Kampagne gemeinsam ausgestalten
3) 500.000 erzeugte Kontakte durch Owned,
Earned und Paid Content (OoH, PR, Social
Media, Website, Event)
2023-
2024 275.000 € 457.686 €
Einflussbereich
Nr.
Steckbrief Quantifizierbare Ziele und Zielzeiträume
Kosten der
Verwaltung
(brutto)
Kosten der
städtischen
Beteiligungen
(netto)
Titel Umsetzungs
-zeitraum Kernpunkte Quantifizierbare Ziele Ziel-
zeitraum
Kosten
bereits im
Haushalt
2023/24
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Haushalt
2023/24
Kosten
bereits im
Budget
2023/2024
finanziert
Angenom
mene
Gesamt-
kosten
inkl.
Budget
2023/24
6
5
4
7
Vernetzung mit
zentralen
Wissensträgern
2024 - 2035
Steigerung des verwaltungsinternen
Bekanntheitsgrads der
Kooperationsmöglichkeiten über
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2)
Abschluss einer Kooperationsvereinbarung
mit der Universität zu Köln
Weiterentwicklung des
Raumnutzungskonzepts von
Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) für
die temporäre oder dauerhafte
Zusammenarbeit mit zentralen Wissens-
und Umsetzungsakteuren
1) Kooperationsvereinbarungen sind mit
mindestens zwei (2) Wissensträgern (bspw.
Universität zu Köln und TH-Köln) geschlossen
und quantifizierbare Zielsetzungen sind
vereinbart
2024
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
derzeit
nicht
quanti-
fizierbar
Summe 334.251.520
€
2.925.866.
206 €
247.053.500
€
2.089.273.
500 €
Legende
*) aktuell quantifizierbare Kosten auf Basis der jährlichen Instandhaltungen der Gebäude im Sondervermögen
**) plus variablen Anteil, abhängig von Bürgerbeteiligung und Beauftragungen
***) Finanzierung aller Maßnahmen durch StEB Köln (Abwassergebühren)
****) Bis 2030 ist von Kosten in Höhe von rund 50 Mio. auszugehen, die Kosten bis zur Klimaneutralität sind derzeit noch nicht valide abzuschätzen
*****) rund 640.000 €/a für den Weiterbetrieb des Treffpunkt Solar
Bei Erweiterung der Leistungen steigen die Kosten entsprechende der noch zu wählenden Personalkapazitäten
******) Kosten der Gesamtstrategie zu Erreichung der Klimaneutralität der KVB bis 2035 (Scope 1 und 2)
Rahmenbedingungen:
aktuelle Hochschätzung; tatsächliche Kosten abhängig von weiteren Preisentwicklungen, Lieferfähigkeiten der Zulieferindustrie, etwaigen Verzögerungen in Planung und Umsetzung
(Fachkräftemangel) und Fördermittelstruktur
reine Kosten für die Klimaneutralitätsmaßnahmen der KVB; nicht enthalten sind:
Grundlegende strategische Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Stadt Köln (z.B. Ersatzbeschaffungen Stadtbahnen, Beschaffung Langzüge, Anpassung Betriebshöfe,
Streckenneu- und Um-bau, Maßnahmen zur Erhöhung des ÖPNV-Angebotes)
*******) Nur Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Die Kosten der Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe können derzeit nicht beziffert werden.
********) Finanzierung bezogen ausschließlich auf das Kölner Stadtgebiet.
7
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
3007 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
VIII/VIII/2
Vorlagen-Nummer
2243/2023
Stand: 09.09.2025
Sachstandsbericht
Aktionsplan Klimaschutz
Geänderter Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Köln nimmt den „Aktionsplan Klimaschutz“ der Verwaltung und städti-
scher Beteiligungen (Anlagen 1 bis 5) zustimmend zur Kenntnis.
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die die Stadtverwaltung betreffenden Maßnahmen ge-
mäß Anlage 3 mit Priorität umzusetzen und, sofern erforderlich, diese den politischen Gre-
mien zur Einzelbeschlussfassung vorzulegen.
3. Der Rat begrüßt das von den städtischen Beteiligungen vorgelegte Maßnahmenpaket (An-
lage 4) und befürwortet deren Anstrengungen, in Eigenverantwortung substantielle Bei-
träge zur Treibhausgasminderung zu leisten.
4. Der Rat beauftragt die Verwaltung im Rahmen des Monitorings über den Umsetzungsfort-
schritt zu berichten und bei Bedarf eine Fortschreibung des Aktionsplans abzuleiten.
5. Mit diesem Aktionsplan selbst sind unmittelbar keine haushaltsmäßigen Auswirkungen
verbunden. Die Finanzierung der Maßnahmen gemäß Anlage 3 erfolgt aus veranschlagten
Mitteln im Haushaltsplan 2023/2024 im Teilergebnis- bzw. -finanzplan des jeweils angege-
benen Amtes.
Ab dem Haushaltsjahr 2025 sind die zuständigen Dezernate, vorbehaltlich zur Verfügung
stehender Mittel, für die Finanzierung der Maßnahmen im Rahmen des Haushaltsplanauf-
stellungsprozesses 2025ff innerhalb des dann zugewiesenen Budgets ggf. durch Um-
schichtung verantwortlich.
6. Bei der strategischen Steuerung und Priorisierung der Maßnahmen ist als Kriterium insbe-
sondere heranzuziehen, welche Maßnahmen die volkswirtschaftlich effizientesten zur
CO2-Minderung (€/Tonne CO2) sind.
7. Die Verwaltung wird beauftragt die Treibhausgasbilanzierung nach BISKO
(Bilanzierungssystematik kommunal) so fortzuführen und das Steuerungs / Controllingtool
(s. Maßnahme 1 im Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche Transforma-
tion zur Klimaneutralität erreichen) so voranzutreiben, dass bereits Ende 2025 die Daten-
basis vorliegt, die eine strategische Steuerung der Maßnahme ermöglicht. Dazu muss bis
zu diesem Zeitpunkt die Vollständigkeit und Aktualität der Treibhausgasemissionsdaten
gesichert sein sowie die Kostenplanung der Maßnahmen detailliert vorliegen.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Alle Vorhaben aus dem Maßnahmenkatalog sind im Klimaschutz-Monitoring aufgeführt und
hierüber kann der aktuelle Stand des Aktionsplans sowie die Fortschritte bei der Erreichung
2
des Ziels der Klimaneutralität eingesehen werden. Die Überarbeitung der Treibhausgasbilan-
zierung ist derzeit in Arbeit und soll Ende des Jahres über das Klimaschutz-Monitoring veröf-
fentlicht werden.
Nächste Schritte:
Ende 2025 wird der Fortschritt der Maßnahmen im Monitoring auf den neuesten Stand ge-
bracht und die aktualisierte Treibhausgasbilanzierung soll veröffentlicht werden.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
1. Quartal 2026
Anlage 6, Auszug Ausschuss Klima, Umwelt u. Grün 23.11.2023
4092 Zeichen
Geschäftsführung
Ausschuss Klima, Umwelt und
Grün
Frau Kleindienst
Telefon: (0221) 221-23702
E-Mail: ulrike.kleindienst@stadt-koeln.de
Datum: 28.11.2023
Auszug
aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses
Klima, Umwelt und Grün vom 23.11.2023
öffentlich
3 Kommunaler Klimaschutz
3.1 Aktionsplan Klimaschutz
2243/2023
Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen:
I. Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt
zu TOP 3.1 - Aktionsplan Klimaschutz (2243/2023)
AN/2006/2023
Beschluss:
Der Beschlusstext der Vorlage wird wie folgt ergänzt:
6. Bei der strategischen Steuerung und Priorisierung der Maßnahmen ist als Kriterium
insbesondere heranzuziehen, welche Maßnahmen die volkswirtschaftlich effizien-
testen zur CO2-Minderung (€/Tonne CO2) sind.
7. Die Verwaltung wird beauftragt die Treibhausgasbilanzierung nach BISKO (Bilan-
zier- ungssystematik kommunal) so fortzuführen und das Steuerungs-/Controlling-
tool (s. Maßnahme 1 im Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilgesellschaftliche
Transformation zur Klimaneutralität erreichen) so voranzutreiben, dass bereits Ende
2025 die Datenbasis vorliegt, die eine strategische Steuerung der Maßnahmen er
möglicht. Dazu muss bis zu diesem Zeitpunkt die Vollständigkeit und Aktualität der
Treibhausgasemissionsdaten gesichert sein sowie die Kostenplanung der Maßnah-
men detailliert vorliegen.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig zugestimmt.
(Hinweis: Die Fraktionen SPD, Die Linke. und FDP haben an der Abstimmung nicht teilgenommen.)
II. Geänderter Beschluss gem. Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis
90/Die Grünen, CDU und Volt (fett/kursiv):
1. Der Rat der Stadt Köln nimmt den „ Aktionsplan Klimaschutz“ der Verwaltung und
städtischer Beteiligungen (Anlagen 1 bis 5) zustimmend zur Kenntnis.
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die die Stadtverwaltung betreffenden Maßnah-
men gemäß Anlage 3 mit Priorität umzusetzen und, sofern erforderl ich, diese den
politischen Gremien zur Einzelbeschlussfassung vorzulegen.
3. Der Rat begrüßt das von den städtischen Beteiligungen vorgelegte Maßnahmenpa-
ket (Anlage 4) und befürwortet deren Anstrengungen, in Eigenverantwortung sub-
stantielle Beiträge zur Treibhausgasminderung zu leisten.
4. Der Rat beauftragt die Verwaltung im Rahmen des Monitorings über den Umset-
zungsfortschritt zu berichten und bei Bedarf eine Fortschreibung des Aktionsplans
abzuleiten.
5. Mit diesem Aktionsplan selbst sind unmittelbar keine haushaltsmäßigen Auswirkun-
gen verbunden. Die Finanzierung der Maßnahmen gemäß Anlage 3 erfolgt aus ver-
anschlagten Mitteln im Haushaltsplan 2023/2024 im Teilergebnis - bzw. -finanzplan
des jeweils angegebenen Amtes.
Ab dem Haushaltsjahr 2025 sind die zuständigen Dezernate, vorbehaltlich zur Ver-
fügung stehender Mittel, für die Finanzierung der Maßnahmen im Rahmen des
Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025ff innerhalb des dann zugewiesenen Bud-
gets ggf. durch Umschichtung verantwortlich.
6. Bei der strategischen Steuerung und Priorisierung der Maßnahmen ist als
Kriterium insbesondere heranzuziehen, welche Maßnahmen die volks-
wirtschaftlich effizientesten zur CO2-Minderung (€/Tonne CO2) sind.
7. Die Verwaltung wird beauftragt die Treibhausgasbilanzierung nach BISKO
(Bilanzierungssystematik kommunal) so fortzuführen und das Steuerungs-
/Controllingtool (s. Maßnahme 1 im Handlungsfeld 6: Kommunale und zivilge-
sellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität erreichen) so voranzutrei-
ben, dass bereits Ende 2025 die Datenbasis vorliegt, die eine strategische
Steuerung der Maßnahme ermöglicht. Dazu muss bis zu diesem Zeitpunkt die
Vollständigkeit und Aktualität der Treibhausgasemissionsdaten gesichert
sein sowie die Kostenplanung der Maßnahmen detailliert vorliegen.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig zugestimmt.
(Hinweis: Die Fraktionen SPD, Die Linke. und FDP haben an der Abstimmung nicht teilgenommen.)
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: mit Änderungen empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2243/2023
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 07.11.2023
- Erstellt
- 11.07.2023 17:29